Wikivoyage dewikivoyage https://de.wikivoyage.org/wiki/Hauptseite MediaWiki 1.47.0-wmf.18 first-letter Medium Spezial Diskussion Benutzer Benutzer Diskussion Wikivoyage Wikivoyage Diskussion Datei Datei Diskussion MediaWiki MediaWiki Diskussion Vorlage Vorlage Diskussion Hilfe Hilfe Diskussion Kategorie Kategorie Diskussion Portal Portal Diskussion Wahl Wahl Diskussion Thema Thema Diskussion Nachrichten Nachrichten Diskussion TimedText TimedText talk Modul Modul Diskussion Veranstaltung Veranstaltung Diskussion Costa Rica 0 2954 1802374 1695573 2026-09-06T18:23:52Z Giebenrath 7963 /* Mit der Bahn */ 1802374 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Land | Religion= Römisch Katholisch 76,3&#x202F;%, Evangelisch 13,7%, Zeugen Jehovas 1,3&#x202F;% | Stromnetz=120&#x202F;V,&nbsp;60&#x202F;Hz | Stecksysteme= | Zeitzone= MEZ-7h }} '''Costa Rica''' liegt in [[Mittelamerika]]. Angrenzende Länder sind [[Nicaragua]] im Norden und [[Panama]] im Süden. == Regionen == {{Region List | title = Die Regionen Afrikas | map = Costa Rica regions map.png | version = 1 | {{Region Item | color = #b6d18f | name = Valle Central | description = Region mit der Hauptstadt San José. Sie liegt auf einer Höhe zwischen 800&#x202F;m und 1.500&#x202F;m zwischen der Cordillera Central im Norden und der Cordillera de Talamanca im Süden. |San José|Alajuela|Atenas|Cartago|Heredia|San Ramon|Turrialba}} | {{Region Item | color = #bfb191 | name = Zentrale Pazifikküste | description = Die Region ist bekannt für Strände und Nationalkparks und touristisch gut erschlossen. |Quepos|Manuel Antonio|Montezuma|Jacó|Esterillos|Playa Hermosa|Pochote|Mal País|Puntarenas}} | {{Region Item | color = #d1be8f | name = Guanacaste | description = Wegen des vergleichsweise trockenen Klimas ist Guanacaste das Zentrum der costa-ricanischen Viehzucht. Der Golfo de Papagayo an der Pazifikküste ist Hauptentwicklungsgebiet des Fremdenverkehrs. Hier entstehen zunehmend große Hotels für hauptsächlich nordamerikanische Pauschaltouristen. |Playas del Coco|Abangares|Liberia|Nicoya|Nosara|Las Catalinas|Paraiso|Tamarindo|Tilarán|Brasilito|Potrero|Sámara|Playa Carrillo|Playa Grande}} | {{Region Item | color = #8f9fd1 | name = Limón (Provinz){{!}}Limón | description = Die Provinz erstreckt sich entlang der gesamten Karibikküste. |Puerto Limón|Siquirres|Guácimo|Puerto Viejo|Cahuita}} | {{Region Item | color = #d18f97 | name = Región Norte{{!}}Norden | description = Schöne Bergregion, bekannt für ihre Vulkane, heißen Quellen und wolkenverhangenen Waldregionen. |Ciudad Quesada|Fortuna|San Ramon|Los Chiles|Puerto Viejo de Sarapiquí|Bijagua de Upala}} | {{Region Item | color = #91bf96 | name = Südliche Pazifikküste (Costa Rica){{!}}Südliche Pazifikküste | description = Die grünste Region Costa Ricas mit einigen der schönsten und abgelegensten Stränden. |San Isidro de El General|Dominical|Drake Bay|Golfito|Pavones|Playa Hermosa|Puerto Jiméne|Sierpe|Uvita}} }} == Städte == {{Mapframe}} In den Städten sollte man keine architektonische Highlights erwarten, nur hier und da einige sehenswerte Kolonialbauten. Nach Costa Rica kommt man wegen der Natur. * {{Marker | name = Liberia | type = city | wikidata = Q1387526 }} – Touristen passieren Liberia auf dem Weg zu den Stränden der Pazifikküste wie Playa del Coco, Playa Hermosa, Playa Tamarindo oder der Papagayo-Halbinsel. * {{Marker | name = Alajuela | type = city | wikidata = Q37104 }} – Interessant im Stadtzentrum ist die Kathedrale des Bistums Alajuela mit der enorm großen Kuppel über dem Altarbereich. Im sehenswerten Mercado Municipal gibt es die Möglichkeit, die costa-ricanische Küche auszuprobieren. * {{Marker | name = Santa Teresa (Puntarenas) | type = city | wikidata = Q2223261 }} – besonders bei Rucksacktouristen beliebter Ort zur Entspannung. Wie andere Küstendörfer auf der Nicoya-Halbinsel begann Santa Teresa als abgelegenes Fischerdorf, das von Landwirtschaft, Viehzucht und kleiner Fischerei abhängig war. Heute ist der Tourismus die Haupteinnahmequelle, da er jetzt einige Yoga-Retreats, Surfclubs und Luxusunterkünfte für Besucher bietet. * {{Marker | name = Puntarenas | type = city | wikidata = Q30687 }} – Die Strände am Pazifischen Ozean ziehen viele Touristen an, insbesondere Surfer. Es ist auch ein möglicher Zwischenstopp für das Touristenziel Monteverde im Nordwesten. Der Hafen Caldera ist einer der wichtigsten Häfen und der älteste Hafen des Landes. Es verkehren regelmäßig Fähren zwischen Puntarenas und der Nicoya-Halbinsel. * {{Marker | name = Heredia | type = city | wikidata = Q30616 }} – Die Stadt beherbergt eines der größten Colleges in Costa Rica, die National University of Costa Rica, die viele internationale Studenten aufnimmt. * {{Marker | name = San José | type = city | wikidata = Q3070 }} – Die Stadt zeichnet sich unter den lateinamerikanischen Städten durch ihre hohe Lebensqualität, Sicherheit, Globalisierung, Umweltleistung, öffentlichen Dienst und anerkannte Institutionen aus und ist eine der sichersten und am wenigsten gewalttätigen Städte in der Region. * {{Marker | name = Puerto Limon | type = city | wikidata = Q30620 }} – Haupthafen des Landes an der Karibikküste und hat rund 61.000 Einwohner, meist afrikanischer Abstammung. Die Bananenplantagen bilden in der Provinz Limón einen starken Wirtschaftsfaktor. Im Norden der Stadt beginnt der Tortuguero-Kanal, der sich hinter der Küste etwa 200&#x202F;km weit bis Nicaragua zieht und viele Flüsse und Wasserläufe miteinander verbindet. Hier werden Bootstouren angeboten, auf denen man die heimische Flora und Fauna gut beobachten und fotografieren kann. * {{Marker | name = Puerto Viejo de Talamanca | type = city | wikidata = Q3109610 }} – malerischer, touristischer Küstenort mit besten Stränden. * {{Marker | name = Golfito | type = city | wikidata = Q949409 }} – Ein Großteil des touristischen Angebots konzentriert sich auf Sportfischer. Viele Hotels betreiben eigene Flotten mit Booten für Sportfischer und erfahrenen Kapitänen. Segeln, Bootfahren und Wassersport zählen ebenfalls zum Angebot. Die Strände südlich von Golfito – Zancudo, Pilon und Pavones sind für Surfer geeignet. == Weitere Ziele == === Nationalparks === {{Scroll Gallery |title= Meeres-Parks | File:Tortuguero beach costa rica.jpg | Tortuguero-Nationalpark | File:Cahuita national park, Costa Rica.jpg | Cahuita-Nationalpark | File:Parque Nacional Marino Las Baulas CRC 07 2009 6270.jpg | Marine-Nationalpark Las Baulas | File:Tortuga lora.JPG | Nationales Wildtierreservat Ostional | File:Howler monkey20020316 cropped.jpg | Cabo-Blanco-Nationalpark | File:Playa-Piñuelas-Costa.Rica-02.jpg | Ballena-Meeres-Nationalpark | File:View from Isla del Cano.jpg | Biological Reserve Caño Island }} In Costa Rica gibt es eine Vielzahl von Nationalparks, die die Hauptattraktionen des Landes sind. ====Meeres-Parks==== * {{vCard | name = Tortuguero-Nationalpark | type = national park | group = mediumaquamarine | wikidata = Q602120 | url = https://costa-rica-guide.com/nature/national-parks/tortuguero/ | description = Meeresschildkröten, Mangroven und Kanäle der Nordkaribik. Die Diversität der Tierwelt ist in kaum einem anderen Nationalpark des Landes so groß wie hier und daher gehört er zu den beliebtesten Parks. }} * {{vCard | name = Cahuita-Nationalpark | type = national park | group = mediumaquamarine | wikidata = Q2546988 | description = Meeresschutzebiet mit Korallenriffen, die zum schnorcheln einladen. Der Park hat auch einer der schönsten und am wenigsten entwickelten Strände in Costa Rica. }} * {{vCard | name = Marine-Nationalpark Las Baulas | type = national park | group = mediumaquamarine | wikidata = Q4315024 | description = Dort befindet sich die größte Brutkolonie der Lederschildkröte an der Pazifik-Küste Amerikas. }} * {{vCard | name = Nationales Wildtierreservat Ostional | type = national park | group = mediumaquamarine | wikidata = Q7107690 | description = Massenhafte Eiablage der Bastardschildkröte. }} * {{vCard | name = Cabo-Blanco-Nationalpark | type = national park | group = mediumaquamarine | wikidata = Q5015721 | description = am Südzipfel der Halbinsel Nicola. Der größte Reichtum an Fauna liegt in den zahlreichen Meeresvögeln, Meeressäugern einschließlich Orcas. Besonders beliebt ist hier das whale-watching. }} * {{vCard | name = Ballena-Meeres-Nationalpark | type = national park | group = mediumaquamarine | wikidata = Q3364525 | description = Meeresschutzgebiet für Wale, Delfine, Meeresschildkröten. }} * {{vCard | name = Biological Reserve Caño Island | type = national park | group = mediumaquamarine | wikidata = Q96374600 | url = https://costarica.org/islands/cano/ | description = Naturschutzgebiet, Zeugen prekolumbianischer Geschichte. Es schützt Regenwald, Strand und Korallenrifflebensräume. In den Gewässern rund um die Insel leben 19 Korallenarten. In diesen Riffen gibt es Hunderte von Fisch- und Weichtierarten. }} ====Parks im Landesinneren==== Man sollte sich im klaren sein, dass Wanderungen in den teils gebirgigen tropischen Nationalparks einer gewissen Kondition bedürfen. Wer gehbehindert oder ohne Kondition ist, wird wenig Freude daran haben und die Highlights kaum sehen können. Bei vielen Touren empfiehlt es sich, einen Führer zu nehmen, da im Regenwald viele Gefahren lauern, die den meist unkundigen Touristen den Urlaub schnell verderben können. * {{vCard | name = Santa-Rosa-Nationalpark | type = national park |wikidata = Q1154052 | description = Museum der Geschichte „La Casona“ und Trockenwälder. }} * {{vCard | name = Guanacaste National Park | type = national park |wikidata = Q1587862 | description = Vulkane, Nebelwälder und Trockenwald. }} * {{vCard | name = Nationalpark Rincón de la Vieja | type = national park |wikidata = Q1431228 | description = }} * {{vCard | name = Vulkan-Tenorio-Nationalpark | type = national park |wikidata = Q4551358 | description = Der im sehr beliebten Nationalpark fließende Fluss Rio Celeste ist bekannt wegen seiner türkisgrünen Farbe, die einen beeindruckenden Kontrast zum strahlenden Grün des umliegenden Regenwalds bietet.Bunte Papageien, leuchtend farbige Frösche und Tukane und der Rio Celeste Wasserfall sind die Highlights auf den Trails, die durch Bäche, über Hügel und Holzbrücken führen begleitet von Schwefelgeruch, der vom Fluss aufsteigt. }} * {{vCard | name = Wildtierreservat Caño Negro | type = national park |wikidata = Q5055588 | description = Das Reservat ist ein Feuchtgebiet, in dem viele Wasservögel leben.Die Gegend kann nur mit dem Boot erkundet werden, für das es eine Anlegestelle sowie touristische Einrichtungen in der Stadt Caño Negro gibt. Die Wälder, Wiesen und Sümpfe der Gegend bieten auch Schutz für verschiedene gefährdete Arten wie Pumas, Jaguare, Tapire, Ozelots, Pekari und verschiedene Affenarten. }} * {{vCard | name = Palo-Verde-Nationalpark | type = national park |wikidata = Q11697913 | description = }} * {{vCard | name = Volcano-Arenal-Nationalpark | type = national park |wikidata = Q1189526 | description = der beliebteste Park zum Wandern in Vulkanlandschaften. }} * {{vCard | name = Isla de Pájaros | type = national park |wikidata = Q96400539 | url = https://www.govisitcostarica.com/region/city.asp?cID=437 | description = Die Vogelinsel. }} * {{vCard | name = Monteverde-Reservat | type = national park |wikidata = Q864538 | description = Nebelwald. Das Bergdorf Monteverde liegt über 1.400 Meter und ist der perfekte Ausgangspunkt für Ausflüge in die Nebel-Waldlandschaften. Erlebniswanderungen, Canopy- und Hängebrückentouren oder Vogelbeobachtung gehören zu den beliebtesten Aktivitäten im Wanderurlaub. }} * {{vCard | name = Tierschutzstation Las Pumas | type = national park |wikidata = Q28403352 | description = Gerettete Pumas, Affen und Jaguare. }} * {{vCard | name = Children’s Rainforest | type = national park |wikidata = Q106610064 | description = Grenzt im Norden an den Nationalpark Arenal und im Westen an die Nebelwälder von Monteverde. }} * {{vCard | name = Carara-Nationalpark | type = national park |wikidata = Q1968766 | description = Hauptnistgebiet der Roten Aras. }} * {{vCard | name = El-Rodeo-Reservat | type = national park |wikidata = Q96377075 | description = }} * {{vCard | name = Nationalpark Vulkan Poás | type = national park |wikidata = Q773878 | description = mit dem drittgrößten Krater der Welt. }} * {{vCard | name = Braulio-Carrillo-Nationalpark | type = national park |wikidata = Q1757413 | description = Zwischen dem Zentraltal und der Nordkaribik gelegen, 1987 zum Nationalpark erklärt. }} * {{vCard | name = Nationalpark Vulkan Irazú | type = national park |wikidata = Q969125 | description = der höchste Vulkan des Landes. }} * {{vCard | name = Nationalpark Vulkan Turrialba | type = national park |wikidata = Q4552273 | description = der Vulkan mit der stärksten Aktivität. }} * {{vCard | name = Nationalmonument Guayabo | type = national park |wikidata = Q5614364 | description = Zeuge einer indianischen Siedlung. }} * {{vCard | name = Manuel-Antonio-Nationalpark | type = national park |wikidata = Q112854 | description = paradiesische Strände, Regenwald mit üppigen Fauna. Einer der kleinsten, aber beliebtesten und best besuchten Naturparks. }} * {{vCard | name = Chirripo-Nationalpark | type = national park |wikidata = Q3244192 | description = Höchste Berg des Landes. }} * {{vCard | name = Rancho-la-Merced-Wildtierreservat | type = national park |wikidata = Q96401218 | description = Das Wildtierreservat im primären und sekundären Regenwald. }} * {{vCard | name = Corcovado-Nationalpark | type = national park |wikidata = Q869074 | description = Gebiet mit der großer Biodiversität. Er gehört zu den wildesten und vielfältigsten Parks was Flora, Fauna und Landschaft angeht mit Mangroven-, Berg-, Feucht- und Nebelwäldern. Es werden lohnende geführten Wandertouren angeboten, aber auch mit dem Boot, was auch für weniger trainierte Besucher attraktiv ist. Auch Tauchen in die interessante Unterwasserwelt werden angeboten. Nicht zuletzt wegen der vielen schönen einsamen Strände ist der Park beliebt. }} * {{vCard | name = Piedras-Blancas-Nationalpark | type = national park |wikidata = Q4551539 | description = }} * {{vCard | name = La-Amistad-Nationalpark | type = national park |wikidata = Q379217 | description = Weltkulturerbe der UNESCO. }} == Hintergrund == '''Flora und Fauna''': Für Naturliebhaber ist Costa Rica - zu Recht - ein Paradies. Es umfasst zwölf unterschiedliche Vegetationszonen: unter anderem Mangroven- und Feuchtgebiete, Regen- und Trockenwälder, der "páramo" in über 3.000 Meter Höhe. Costa Rica gehört damit zu den artenreichsten Ländern der Erde, rund fünf Prozent aller bekannten Arten bewohnen die verschiedenen Lebensräume. Ein Zehntel aller Vogelarten lebt in Costa Rica. Diese Artenfülle verdankt das Land seiner Lage am Übergang zwischen zwei Kontinenten. An den Küsten und Flussmündungen findet man '''Brackwassergebiete''', in denen Mangroven gedeihen. Diese Pflanzen bieten zahlreichen Tierarten einen idealen Lebensraum - auch wenn sie nicht besonders attraktiv wirken. Krokodile, zahlreiche Vögel, Reptilien und Amphibien sowie Kleinsäuger findet man hier. In den '''Feuchtgebieten''' leben zahlreiche Vögel, Krokodile, Affen und viele andere Tiere. Während der Regenzeit werden die Feuchtgebiete regelmäßig überflutet: In der trockenen Jahreszeit stellen sie dagegen riesige Wattflächen dar. Das komplexeste Ökosystem der Erde ist der '''Regenwald'''. Über 50 Prozent aller weltweit bekannten Arten leben im Regenwald. Es existieren 13 Typen von Regenwäldern, u.a. der Klassiker, der tropische Tieflandregenwald. Der tropische Tieflandregenwald besteht aus mehreren Geschossen. Nur ein geringer Prozentsatz der Sonne, ungefähr 10 Prozent, erreicht den Urwaldboden. Aus diesem Grund leben hier nur genügsame Pflanzen, man nennt diese Etage auch die Bodenschicht. Die nächste Etage, der sogenannte Unterwuchs, wird von niederen und jungen Bäumen bewohnt. In der Mittelschicht findet man dann mittelhohe Bäume von fünf bis 20 Metern. Die obere Etage zeichnet sich durch gigantische Bäume aus, die 20 bis 40&#x202F;m hoch werden und riesige Blattkronen entfalten. Diese bilden ein dichtes grünes Dach, aus dem vereinzelte Urwaldriesen, sogenannte "Überständer", herausragen. Diese gigantischen Bäume können Höhen von 60 Metern und mehr erreichen. Den echten Tieflandregenwald kann man am besten in der Region am [[w:Golfo Dulce|Golfo Dulce]] bewundern. Neben dem Tieflandregenwald finden sich auch Gebirgs- und Nebelregenwälder. Abgesehen davon gibt es im Norden Costa Ricas noch '''Trockenwälder'''. Hier ist der Artenbestand deutlich geringer, die Bäume werden in der Regel nicht höher als 15 Meter. Trockenwälder bestehen aus drei Etagen, dem Boden, bestehend aus Gebüsch und Gras, dem unteren Stockwerk, bestehend aus Bäumchen und Sträuchern und dem oberen Stockwerk mit großem, offenen Blätterdach. Wie schon angesprochen, ist auch die Fauna Costa Ricas sehr artenreich. Die meisten Tierarten leben im tropischen Regenwald: Affen, Vögel, Insekten, Reptilien und Amphibien - aber auch große und kleine Säugetiere. == Anreise == Staatsangehörige von Staaten in der EU und EFTA benötigen seit Ende 2023 für Einreise und Aufenthalt zu touristischen Zwecken für bis zu 180 Tage kein Visum. Türken dürfen 30 Tage bleiben. === Flugzeug === In Costa Rica gibt es drei internationale Flughäfen: Zum einen den in Nähe von Alajuela gelegenen Flughafen {{Marker|type= airport |name= Juan Santamaria |wikidata=Q555940 }} (oftmals als Flughafen San José beworben), der im Luftverkehr der Hauptstadt San José zugeordnet wird, der Regionalflughafen {{Marker|type= airport |name= Pavas |wikidata=Q3500191 }} (Tobías Bolaños International Airport) am westlichen Rand San Josés und der in Liberia gelegene {{Marker|type= airport |name=Daniel Oduber |wikidata=Q1708765 }} (Guanacaste Airport). Pavas dient hauptsächlich für Inlandflüge, es werden zudem Managua (Nicaragua), David und Bocas del Toro (Panamá) bedient. Vom erstgenannten Flughafen fahren Taxis für ca. 14&#x202F;$ nach San José, bedeutend günstiger sind aber die Busse für weniger als 1 $. Von Deutschland gibt es gegenwärtig (Stand: März 2021) nur einen Direktflug der Lufthansa von Frankfurt nach San José (mittwochs). Ansonsten fliegt man über die USA (z.&#x202F;B. mit [http://www.americanairlines.de/intl/de/index.jsp?locale=de_DE/ American Airlines] von Frankfurt via Dallas nach San José, oder mit [http://de.delta.com/ Delta] von Frankfurt via Atlanta nach San José), oder mit [http://www.iberia.com/de/ Iberia] von Frankfurt über Madrid nach San José. Auch United via Newark ist eine bequeme Alternative. Der Hin- und Rückflug kostet zwischen 800€ und 1100€. Am besten sucht man im Internet bei den gängigen Suchmaschinen. === Auto/Motorrad/Fahrrad === Derzeit (März 2014) gibt es zwischen [[Nicaragua]] und Costa Rica nur einen Grenzübergang auf dem Landweg und zwar im Südwesten bei Sapoá/Peñas Blancas. Der Übergang ist stark frequentiert, so dass man ein wenig Geduld mitbringen sollte. Im Rahmen der durch Covid-19 bedingten, sich oft ändernden Einschränkungen dürfen derzeit (Stand Oktober 2021) nur solche Personen auf dem Landweg einreisen, die visumfrei nach Costa Rica einreisen dürfen. Mietautos dürfen meist '''nicht''' über die Grenze mitgenommen werden, auch nicht für einen Tag. Internationale Busse nach [[Managua]] oder in die anderen zentralamerikanischen Länder kümmern sich meistens für alle Fahrgäste um die Grenzformalitäten. Bekannte Firmen sind [https://www.transnica.com Transnica], die auch Fahrten nach ''Granda'' (Nicaragua) anbietet, sowie [https://www.ticabus.com TicaBus]. Es ist auch möglich einen (billigeren) regulären Bus bis zur Grenze zu buchen und zu Fuß die Grenze zu überqueren. Auf nicaraguanischer Seite verkehren Taxis und Busse zu niedrigeren Preisen als sie in Costa Rica üblich sind. === Schiff === Die einzige Möglichkeit von Norden per Boot einzureisen besteht zwischen [[San Carlos (Nicaragua)]] und {{Marker|type= port |name= Los Chiles |wikidata=Q1757578 }} Costa Rica. Die Fahrt geht über den Rio Frio und dauert etwa eine Stunde. Von Deutschland kann man recht bequem mit Frachtschiffen cum Passagier nach Limón (Atlantikküste) anreisen, die Überfahrt dauert rund 10 Tage. Allerdings sind die Preise hoch, gegenwärtig mehr als 2,000 Euro. == Mobilität == Busse und Taxen decken fast sämtliche Ziele ab. Wegen des miserablen Zustands der Straßen (und meistens auch der Fahrzeuge), sollte man sich allerdings auf andere Verhältnisse einstellen, was Schnelligkeit etc. angeht. Busse und Taxen sind verglichen mit Europa sehr billig (z.&#x202F;B. eine Stunde Busfahrt kostet grob gerechnet etwa 3-4 US$, eine Stunde Taxifahrt zwischen 10 und 20 US$). Innerhalb des Großraumes San Jose gibt es ein weitreichendes, undokumentiertes Netz von „Linienbussen“. Die jeweiligen Endhaltestellen sind auf die Windschutzscheibe geschrieben. Die Fahrpreise bewegen sich zwischen 70 und 500 Colones. Die Haltestellen sind oft sehr schwer zu finden, und die Beschilderung ist höchst unzureichend. Daher muss bei der Suche nach der Haltestelle ein guter Zeitpuffer mit eingerechnet werden. '''Vom Flughafen in die Stadt''' Der Bus ist zugleich die billigste Art vom Flughafen in die Innenstadt zu gelangen. Während ein Taxi umgerechnet ca. 25 US-$ kostet, kann man für ca. 2-3 US-$ mit dem Bus fahren. Für lokale Flüge innerhalb Costa Ricas gibt es zwei nationale Airlines: === Mit dem Flugzeug === [http://www.natureair.com Nature Air] und [http://www.flysansa.com SANSA]. Linienflüge gibt es ab San José zu Golfito, Palmar Sur, Drake Bay, Manuel Antonio, Tamarindo, Liberia, Tortuguero und anderen Orten. === Mit der Bahn === Derzeit gibt es nur noch eine Bahnlinie, die von [[San José]] nach [[Puntarenas]] führt. Allerdings ist diese eher als Touristenattraktion einzustufen, vor allem für die Costaricaner stellt diese Bahnstrecke ein Stück Identität dar. Als Transportmittel ist der Bus nach Puntarenas viel schneller. Trotzdem lohnt sich auch für Touristen das Erlebnis „Zugfahren“, da eine größtenteils naturbelassene Strecke die Schienen umsäumt. Reisende ab 65 Jahren dürfen die Eisenbahn gratis benutzen. === Mit dem Bus === Gute Verbindungen mit öffentlichem Bus ab der Hauptstadt [[San José]]. Ein Fahrplan ist beim offiziellen Tourismusinstitut zum Download zu finden. [http://www.visitcostarica.com/ict/paginas/LEYES/pdf/ItinerarioBuses_gr.pdf Visitcostarica.com] Für andere Verbindungen gibt es auch die Shuttle Busse [http://www.interbusonline.com Interbus] für Touristen. Internationale Verbindungen in ganz Zentralamerika mit [http://www.ticabus.com Ticabus] bis nach Tapachula (Mexico) im Norden und Panama City im Süden. Aktuelle Fahrpläne für ganz Zentralamerika findet man in Deutsch auf [http://www.thebusschedule.com thebusschedule.com]. === Auf der Straße === Es gibt zahlreiche Mietwagenagenturen in Costa Rica, sowohl internationale Firmen (wie z.&#x202F;B. National) als auch lokale Vermieter (wie z.&#x202F;B. Mapache Rent A Car). Es ist nicht möglich, mit dem Mietwagen die Grenzen nach Nicaragua oder Panama zu überqueren. Das Mindestalter um ein Auto zu mieten, liegt bei 21 Jahren. Es empfiehlt sich, einen 4x4 Wagen zu mieten, denn die Straßenverhältnisse sind außerhalb des „Valle Central“ (Region um San José) nicht überall gut, vor allem in der Regenzeit. Viele touristische Zentren (wie Monteverde) können ohne 4x4 nur sehr unkomfortabel besucht werden. Straßen können oftmals nur als Schotterpiste bezeichnet werden, sind aber mit einem konventionellen PKW, während der Trockenzeit, durchaus befahrbar. Wenn mit dem Mietwagen ein Fluss, bzw. eine überspülte Straße überfahren wird, erlischt in der Regel der Versicherungsschutz. Daher unbedingt die AGB gut durchlesen! Achtung: die Mietwagenagenturen verrechnen eine obligatorische Haftpflichtversicherung, wodurch sich der angebotene Mietpreis in etwa verdreifacht! Es ist rechtlich so gut wie nie möglich, mit einem Mietwagen über die Grenze nach Panama oder Nicaragua zu fahren. === Taxi === In San José, sowie in fast allen Städten verkehren viele Taxen. Sie sind einheitlich rot lackiert. Ein Taxi kann man recht einfach durch Handzeichen vom Straßenrand aus anhalten. Wichtig ist, dass man sich vergewissert, dass der Taxameter eingeschaltet ist. In der Regel benutzen jedoch die Taxifahrer unaufgefordert den Taxameter. In der Regel wird dann die Grundgebühr (in San José 600 Colones = ca. 1€) angezeigt. Der zusätzliche Fahrpreis bemisst sich dann nach der Dauer der Fahrt. Generell sind die Taxifahrer sehr zuverlässig und seriös. Jedoch kommt es des Öfteren vor, dass der Fahrer das Hostel / Hotel nicht sofort findet, obwohl es ihm auf dem Stadtplan angezeigt wurde. Ob dies Absicht ist, bleibt dahingestellt, jedoch lohnt es sich bei längeren Strecken (insbesondere in den Feierabendstunden) einen Festpreis zu vereinbaren. == Sprache == In Costa Rica kommt man größtenteils verhältnismäßig gut mit [[Sprachführer Englisch|Englisch]] über die Runden. Ein paar Sätze [[Sprachführer Spanisch|Spanisch]] können aber auch hier nur hilfreich sein und einem dazu verhelfen, mit den Einheimischen besser in Kontakt zu kommen. Außerhalb von touristischen Gebieten kann es wohl einmal vorkommen, dass man mit Englisch nicht zum Ziel kommt, doch dies ist sicher eher selten der Fall. Meistens verfügen die Restaurants sogar über englische Speisekarten. An der Karibik sprechen die Einheimischen untereinander einen englischen Dialekt, das Patois. Algunos „tiquismos“: (Hier einige spezielle costaricanische Ausdrücke, die man immer und überall hört:) * la bomba = Tankstelle * buena nota = ok, super * chapulines = eine “Gang”, häufig von jungen Dieben * chunche = Ding, fast alles wird „chunche“ genannt * cien metros = einen Häuserblock * ¿hay campo? = Gibt es noch Platz? (z.&#x202F;B. im Bus) * macha/ machita = blonde Frau * pulpería = kleiner Laden * soda = Kleines Restaurant * ¡Pura Vida! = Super!, Cool!, oder einfach um jemanden zu begrüssen, sich zu verabschieden oder als Antwort auf die Frage "Wie geht es dir?" * Tuanis = Cool! (stammt aus dem Malespín, einem Militärcode basierend auf Buchstabentausch während des Krieges um 1856 mit Nicaragua. Klarschrift: "Buenos". Die Erklärung es stamme aus dem Englischen von "too nice" ist nicht richtig). * Brete = Arbeit. Herkunft: Siehe Tuanis. * Mae = Sehr geläufiger Ausdruck als Anrede unter Jugendlichen * Tico/ Tica = Bezeichnung für Costa-Ricaner, sie bezeichnen sich auch selbst so, sehr verbreitet * chanclas/ chancletas = Flip Flops (Badelatschen) * tucan = 5000-Colones-Schein (Einheimische Währung) * rojo = 1000-Colones-Schein (Einheimische Währung) * bombillo = Glühbirne * manteca = Butter oder/ auch (Brat)-Fett == Aktivitäten == [[File:Volcano Arenal.JPG|thumb|upright|Vulkan Arenal bei Nacht]] * '''Schwimmen''': Costa Rica bietet gleichermaßen für Sport- und Erholungssuchende ein unglaublich vielfältiges Programm. Wer allerdings geharkten, weißen Sandstrand à la [[Malediven]] erwartet, wird enttäuscht werden, hier erwarten einen großteils naturbelassene Traumstrände, die sich für vielerlei Wasseraktivitäten eignen. Schwimmen kann man gleichermaßen auf der [[Costa Rica/Karibikküste|Karibik-]] oder Pazifikseite. Das Wasser ist eigentlich immer angenehm warm. An manchen Stellen gibt es gefährliche Strömungen. Man sollte sich vorher unbedingt erkundigen, wo man gefahrlos schwimmen kann. * '''Surfen''': geht ebenfalls fast überall - am besten an der Pazifikküste (beliebt im Norden: ''Malpaìs'', ''Jacó'', ''Tamarindo'', ''Hermosa'', im Süden: ''Dominical'', doch auch südlich von Pue''rto Viejo'' an der Karibikseite gibt es sehr gute Plätze. Für Windsurfer empfiehlt sich der See Arenal, er ist aber für Anfänger nicht geeignet. '''Segeln und Motorboot fahren?''' Kein Problem, ebenso '''Hochseefischen'''. Fürs Hochseefischen ist die Pazifikseite besser geeignet, und hier speziell die Bucht von Nicoya und der Golfo Dulce. Der Golfo Dulce ist relativ tief, hier finden sich viele Hochseefische wie Blue Marlin, Segelfisch und andere. Abgesehen davon gibt es hier viele Delfine und die großen, ungefährlichen Walhaie. * '''Tauchen''': Das große Tauch-Eldorado ist Costa Rica nicht. Andererseits gibt es an der Pazifik-, wie auch an der Karibikküste, einige gute Tauch- und Schnorchelplätze. Zwei Weltklasse-Tauchplätze sollten allerdings nicht unerwähnt bleiben: ''Isla del Coco'' (Kokosinsel), die allerdings knapp 500 Kilometer weit im Pazifik liegt und die ''Isla del Cano'' vor der Drake Bay. * '''Kajak fahren''': kann man mittels eines Küstenkajaks fast überall. Auch hier bietet sich wieder der Golfo Dulce mit seinem ruhigen Wasser und seiner phantastischen Natur an. Natürlich kann man auch auf den zahlreichen Flüssen in Costa Rica Kajak fahren. Ein kleines Abenteuer ist das '''River-Rafting'''. Hier befährt man mit einem Schlauchboot einen mehr oder weniger wilden Fluss, der auch für Anfänger geeignet ist. * '''Wandern und Bergwandern''' : kann man überall in Costa Rica. Da bieten sich zum einen die verschiedenen Berge an, zum anderen hat man die Auswahl zwischen Savannen im Nordwesten, Nebelwäldern in Monteverde, tropische Regenwälder an der karibischen Seite und dem gigantischen Tieflandregenwald in der Region Golfo Dulce. Wichtig sind Regen-, Sonnen- und Mückenschutz, außerdem wadenhohe, bequeme Wanderschuhe und möglichst ein Fernglas. * '''Bungeespringen''': kann man besonders gut in ''Monteverde''. Hier befindet sich die mit 145&#x202F;m höchste Sprunganlage Lateinamerikas. Der Sprung kostet 60$ und wird von "Monteverde Extremo" [http://monteverdeextremo.com/index.php?option=com_content&view=article&id=58:bungee&Itemid=98] angeboten. * '''Reiten''': kann man ebenfalls überall im Land mit oder ohne Führer. * '''Tennis und Golf''' sind nicht so verbreitet. * '''Canopy''': Beim Canopy schwebt man an einem Stahlseil zwischen den Baumkronen des Regen- oder Nebelwaldes - ob man dort allerdings - wegen zu großer Vermarktung - noch die Flora und Fauna genießen kann, ist zweifelhaft. * '''Radfahren''': ist in Costa Rica weitverbreitet, an vielen Stellen kann man sich Räder mieten. Auch für Reiseradfahrer ist ein vernünftiges Straßennetz vorhanden. Mit gutem Kartenmaterial und Hilfe der Einheimischen lassen sich relativ ruhige Straßen schnell ausfindig machen. Da in den letzten Jahrzehnten das Straßennetz Costa Ricas stark verändert wurde, kann man auf den alten Hauptverkehrsstraßen ("La carretera vieja") lange Strecken bequem mit dem Fahrrad zurücklegen. Doch Vorsicht: Nach Einbruch der Dunkelheit sollte man vielbefahrene Straßen wegen der Unfallgefahr meiden. Touristen dürfen in Costa Rica nicht '''jagen'''. Waffen dürfen nicht eingeführt werden. '''Angeln''' ist mit einer Lizenz möglich, die bekommt man von der jeweliegen Lodge oder dem Reiseveranstalter.<!--Auszug mit freundl. Genehmigung countrytotal.info (Version von 14:55, 29. Dez 2005)--> ===Strände=== Costa Rica ist seit vielen Jahrzehnten ein sehr beliebtes Reiseziel und daher bietet es auch an den Stränden oft eine gute touristische Infrastruktur. Es lassen sich natürlich auch noch viele einsame, naturbelassene Strände finden. ====Pazifikküste==== [[File:Espadilla Sur. Manuel Antonio. Costa Rica.jpg|thumb|Manuel Antonio Beach]] [[File:Playa Uvita, Costa Rica.jpg|thumb|Playa Uvita]] Wunderbare tropische Strände aber oft mit hohem Wellengang. * {{vCard | name = Playa Conchal | type = beach | wikidata = Q16619679 | lat = 10.399698316025452 | long = -85.81116477484102 | description = Einer der bekanntesten und schönsten Strände der Region. }} * {{vCard | name = Playa del Coco | type = beach | wikidata = Q6079334 | lat = 10.552686025645375 | long = -85.69668959239445 | description = familienfreundlich mit ruhiger See. }} * {{vCard | name = Playa Grande | type = beach | wikidata = Q7203146 | lat = 10.323606134604487 | long = -85.84149103776355 | description = ein Surferparadies. }} * {{vCard | name = Playa Ocotal | type = beach | wikidata = Q105966615 | lat = 10.546076714726613 | long = -85.72220777844818 | description = vor allem bei Schnorchlern und Tauchern beliebt. }} * {{vCard | name = Playa Sámara | type = beach | lat = 9.878248308374383 | long = -85.51578639461684 | description = Inbegriff eines Traumstrandes. }} * {{vCard | name = Playa Santa Teresa | type = beach | wikidata = Q105966407 | lat = 9.646509352720726 | long = -85.1734829423301 | description = Surfer Hotspot aber auch sehr schön zum baden. }} * {{vCard | name = Playa Manuel Antonio | type = beach | lat = 9.380918389858545 | long = -84.14576196130297 | description = einer der schönsten und beliebtesten Strände der ganzen Region. }} * {{vCard | name = Playa Uvita und Ballena | type = beach | lat = 9.152315888305294 | long = -83.74431967417837 | description = mit wunderbaren Korallenriffen, die das ganze Jahr über Schnorchler und Taucher anlocken. }} ====Atlantikküste==== Die Strände der Karibikküste sind vor allem für Ruhesuchende und Naturliebhaber ein lohnendes Zeil und mindestens so idyllisch wie die Strände an der Pazifikküste. * {{vCard | name = Playa Manzanillo | type = beach | lat = 9.690591385989308 | long = -85.2025581498342 | description = Der Strand ist nicht nur bei Touristen, sondern auch bei den Einheimischen sehr beliebt. Er ist besonders auch zum Schnorcheln hervorragend. }} * {{vCard | name = Playa Puerto Viejo | type = beach | lat = 9.652273128278301 | long = -82.73861816748956 | description = einer der bekanntesten Strände an der Karibikküste. Der weitläufige Strand ist gesäumt von Palmen und üppiger Natur und ist touristisch voll erschlossen. }} * {{vCard | name = Strände des Tortuguero Nationalpark | type = beach | lat = 10.30370524472366 | long = -83.34588764252399 | description = einsamen Strände geprägt von Palmen am Rand von dichtem Regenwald mit einer sehr vielfältigen Flora und Fauna. Nur per Boot oder Flugzeug erreichbar. }} == Einkaufen == In Costa Rica zahlt man mit Colonoes (oft mit einem C mit zwei Strichen abgekürzt) Obwohl der Wechselkurs offiziell frei schwankt ist er doch seit Jahren sehr konstant gegenüber dem US Dollar und liegt etwa zwischen 500 und 550 Colones je Dollar. Für zentralamerikanische Verhältnisse ist Costa Rica relativ teuer, jedoch sind viele Preise für deutsche verhältnismäßig billiger als daheim. Durchschnittliche Preise in Costa Rica: - Bier (z.&#x202F;B. von "Imperial", 0,33 ltr.): 1.500C - 2.000C (ca. 1,50€ bis 3,30€) - Casado (Standardgericht mit Bohnen, Reis und z.&#x202F;B. Hühnchen oder Fisch): 3.500C - 4.000C (5,70€ - 6,50€) === Kleidung === Costa Rica ist nicht unbedingt ein Shopping-Land. Riesige Märkte, wie z.&#x202F;B. vielfach in Asien (mit z.&#x202F;T.&nbsp;gefälschter Markenkleidung) gibt es hier gar nicht. Lediglich in San José gibt es Einkaufszentren in nennenswertem Umfang. === Lebensmittel === Es gibt fast in jedem Dorf einen kleinen Lebensmittelladen, bzw. Supermarkt. Discounter, wie z.&#x202F;B. Aldi oder Lidl gibt es dort aber nicht. Das Sortiment in den Supermärkten ist unterschiedlich, aber oft sehr einseitig. Oft besteht es größtenteils aus Chips, Knabbereien, Getränke, Obst, Gemüse und Tiefkühlartikel. Die Preise sind höher als in Deutschland. === Alkohol === Bier, Wein und leichte Alkoholika sind in jedem Supermarkt und Lebensmittelläden erhältlich. Spirituosen sind nicht in jedem Supermarkt erhältlich. Das Biersortiment besteht im Wesentlichen aus folgenden Marken: "Imperial", "Pilsen", "Bavaria" und "Bohemia". Eine Flasche Bier (0,33 ltr.) kostet im Supermarkt durchschnittlich 700C bis 900C (1,10€ bis 1,50€) In Costa Rica gibt es keine eigene Weinproduktion. Die dort erhältlichen Weine stammen größtenteils aus Chile und den USA. Eine Flasche Wein kostet ca. 5.000C ca. (8€). === Mitbringsel === In Costa Rica wird sehr viel Kaffee angebaut. Kaffee eignet sich daher gut als Souvenir und ist in jedem Supermarkt erhältlich. Des weiteren kann man schöne Holzschnitzereien von Tukanen, Papageien, etc. kaufen. == Küche == {{Scroll Gallery |title= |maxHeight= 200 |Costa Rican Cuisine Breakfast.jpg|Gallo Pinto |Casado CR2.jpg|Casado | Salsa lizano.jpg|Salsa lizano |Pejibaye. Costa Rica.jpg|Pejibaye }} Alltägliche Gerichte sind: '''Gallo Pinto''' zum Frühstück (Reis, schwarze/ rote Bohnen, Koriander, Zwiebel - alles gemischt) meist mit Rührei dazu oder Spiegelei. '''Casado''' zum Mittag oder Abendessen (Reis, schwarze/ rote Bohnen (dieses Mal nicht miteinander gemischt) dazu ein Stück Fleisch oder Hühnchen oder Fisch, Salat, gebratene Kochbanane und etwas Gemüse) Zu fast jedem Gericht wird '''Salsa Lizano''' gereicht, die die örtliche (freie) Interpretation von Worcestershire-sauce ist. Scharf wird in Costa Rica ähnlich selten wie in Deutschland gewürzt, allerdings ist (auf Nachfrage) meistens eine kleine Flasche mit Chillisoße zum Nachwürzen verfügbar. Die vielen Fruchtsäfte oder Milchshakes aus reifen exotischen Früchten (Mango, Papaya, Guanábana, Maracuya, Cas, Melone) sind nicht wegzudenken! und natürlich Kaffee! == Nachtleben == In [[San José]] gibt es ein großes Angebot, um auszugehen. Bei Touristen und Einheimischen gleich beliebt ist das "Centro Comercial El Pueblo", oder einfach nur "El Pueblo" mit vielen verschiedenen Bars, Diskotheken, Restaurants und Souvenir-Shops. Für die Salseros zu empfehlen ist die "Castro's Bar" (eigentlich eine Diskothek und nicht eine Bar) im "Barrio México". Außerhalb von San José findet sich in jeder Ortschaft mindestens eine Bar wo auch getanzt werden kann, aber unter der Woche ist nicht unbedingt viel los. == Unterkunft == Einfache Unterkünfte bieten Cabinas, Hostales und Backpacker-Herbergen. Ab umgerechnet 8 US-$ sollte man in San José eine Unterkunft finden. An den Küsten sind die Preise (saisonabhängig) etwas höher. Tendenziell ist die Pazifikküste etwas teurer. Im Vergleich zu den angrenzenden Ländern Nicaragua und Panama sind die Unterkünfte in Costa Rica nicht extrem billig. Wer ca. 20 US-$ p.P. und Nacht veranschlagt sollte gut hinkommen. == Lernen und Studieren == == Feiertage == {{Feiertage Anfang}} {{Feiertag | datum= 01-01 | Año Nuevo | neujahrstag }} {{Feiertag | datum= 08-02 | Virgen de los Ángeles | Feiertag der Schutzheiligen von Costa Rica. An diesem Tag finden sich 100 000 Pilger aus dem ganzen Land und sogar [[Nicaragua]] und [[Panama]] in [[Cartago]] ein. }} {{Feiertag | datum= 08-15 | Día de la Madre | Muttertag }} {{Feiertag | datum= 09-15 | Día de la Independencia | Nationalfeiertag }} {{Feiertag | datum= 12-25 | Navidad | Weihnachten }} {{Feiertage Ende}} Achtung: Es ist meistens so, dass der Feiertag, an dem also nicht gearbeitet wird, auf den folgenden Montag verlegt wird. == Sicherheit == Costa Rica ist ein phantastisches und auch ein sehr sicheres Reiseland. Es gibt seit über 50 Jahren kein Militär, keine Guerilleros, keine Terroristen, die Polizei ist teilweise korrupt, aber zumindest freundlich - was will man mehr. Trotzdem muss man auch hier einige Dinge beachten. Das gilt speziell für einige wenige Stadtteile von [[San José]] (insbesondere die Gegend um die Busstation Coca Cola) sowie den Süden der [[Costa Rica/Karibikküste|karibischen Küste]]. Hier sind Diebstähle an der Tagesordnung, auch Überfälle kommen vor. Wertsachen sollten nicht im Hotelzimmer verbleiben, die gehören in den Hotelsafe. Die Safe-Quittung nicht verlieren. Wenn Sie Wertsachen, z.&#x202F;B. Kameras, Portemonnaies, Bargeld, Schmuck oder schöne Uhren offen zeigen, ist das für Taschendiebe eine Einladung. Ihr Gepäck sollten Sie nicht für 10 Sekunden aus den Augen und schon gar nicht im Mietwagen liegen lassen. Auch im Gepäckabteil der Busse ist Ihr Gepäck nicht unbedingt sicher, also bitte darauf achten. Taschendiebe sind besonders in San José und in Bussen aktiv. In den letzten Jahren sind bewaffnete Überfälle in San José häufiger vorgekommen. Nachts ist es sicherer, mit dem Taxi zu fahren. Außerdem sollten Nachtfahrten mit dem Mietwagen vermieden werden. Weniger wegen der Kriminalitätsrate, sondern eher wegen des schlechten Straßenzustandes in ländlichen Regionen (tiefe Schlaglöcher, etc.). == Gesundheit == Impfungen zur Einreise ist lediglich Gelbfieber vorgeschrieben, wenn man aus einem entsprechend gefährdeten Land anreist. Dazu gehören gegenwärtig (2015) Ecuador, Brasilien und Perú. Man benötigt einen amtlichen Impfausweis! Malariaprophylaxe wird zum Teil von den Europäischen Ärzten noch empfohlen, der letzte Fall von Malaria in Costa Rica liegt aber schon weit zurück. Am besten nimmt man Malariamittel (z.&#x202F;B. Lariam oder Generika) als Stand-By Medikament mit. Die gute Nachricht: Malaria Tropica (wirklich gefährlich) gibt es in Costa Rica nicht. Viel weiter verbreitet ist das Dengue Fieber. Die Symptome sind ähnlich wie bei Malaria, aber es gibt weder Prophylaxe noch Medikamente dagegen. Deshalb: unbedingt vor Mückenstichen schützen! (kein Parfüm benutzen, Autan/ Anti Brumm/ OFF! benützen, abends lange Kleidung). In Costa Rica kann man das Leitungswasser überall trinken. AUSNAHME: SIXAOLA Erstaunlicherweise kommen in Costa Rica mehr '''Vergiftungen''' durch Pflanzen als durch Tiere vor, meist sind Touristen davon betroffen, die ohne weitere Kenntnis alle ihnen unbekannten Früchte probieren. Das sollte man natürlich tunlichst lassen, es sei denn, man ist sich ganz sicher, um welche Frucht - oder Nuss - es sich handelt. An giftigen Tieren wären '''Vogelspinnen''' zu erwähnen, deren Bisse jedoch in der Regel wie Bienenstiche sind. Die sehr seltenen '''Skorpionstiche''' verlaufen ebenfalls meist glimpflich. Außer einigen relativ ungefährlichen Meeresbewohnern und Insekten kommen jedoch auch '''Giftschlangen''' in Costa Rica vor - und zwar 19 Arten. Und von diesen können wenige Arten gefährliche Giftbisse anbringen. Es sind dies die ''Korallenschlangen (Echte)'', ''Buschmeister'', ''Lanzenottern'' und ''Palmenvipern''. Giftschlangenbisse können relativ einfach vermieden werden. Ziehen Sie bei Touren oder Wanderungen angemessene Kleidung an. Dazu gehören lange, nicht eng anliegende Hosen, festes, hohes Schuhwerk und ein Hut. Hüte bieten einen sehr guten Schutz gegen baumbewohnende Schlangen. Bei Wanderungen bevorzugt dorthin treten, wo man sicher sein kann, dass sich dort keine Schlange befindet, also beispielsweise nicht durch unübersichtliches Gestrüpp oder Gras laufen. Beim Übersteigen von toten oder umgefallenen Baumstämmen besonders acht geben, Schlangen lieben solche Verstecke. Manche Schlangen leben an Baumstämmen, auf Ästen, Zweigen oder auch Astgabeln. Es ist daher ratsam, sich dort nur festzuhalten oder anzulehnen, wenn man sich überzeugt hat, dass sich dort keine Schlange niedergelassen hat. Klar dürfte sein, dass man ebenfalls nicht in uneinsehbare Höhlen oder Löcher greift. Barfuß gehen sollte man ebenfalls tunlichst vermeiden. Einige Schlangen haben Tarnfärbungen und sind deshalb relativ schlecht zu entdecken, das gilt sowohl für boden- als auch für baumbewohnende Arten. Sollte man doch einmal unvermittelt vor einer Schlange stehen, gilt: Ruhe bewahren, hektische Bewegungen vermeiden und sich ganz langsam zurückziehen. Die meisten Schlangen sehen relativ schlecht und reagieren in der Regel eher auf sich bewegende Objekte. Bei Übernachtungen in direkter Naturnähe empfiehlt es sich auch, Schuhe, Kleidung und Bettzeug vor der Nutzung zu inspizieren. Wenn man diese einfachen Vorsichtsmaßnahmen beachtet, ist eine Gefahr fast auszuschließen, zumal Schlangen kaum aggressiv sind und Menschen aus dem Weg gehen. Klar, wenn man auf sie tritt oder sie sich bedroht fühlen, versuchen auch sie sich zu wehren. Sollte es doch einmal zu einem Giftunfall kommen, beachte man bitte folgendes: Ruhe bewahren, keine Panik aufkommen lassen. Wenn möglich, die gebissene Extremität ruhigstellen (Bein schienen, Arm in Schlinge legen). Schmuck, wie Ringe oder Armbänder abnehmen, durch eine eventuelle Schwellung könnte die Gefahr einer Abschnürung bestehen. Falls möglich, die Schlange identifizieren. Selbstverständlich ist sofort ein rascher Transport zum nächsten Arzt oder in die nächste Klinik notwendig, wo dann weiterbehandelt wird. Bei schwereren Giftunfällen wird in der Regel Antiserum, also ein Gegenmittel, verabreicht. WICHTIG: Nach neuesten Erkenntnissen sollte man KEINESFALLS die Bissstelle erweitern, also weder ein- oder ausschneiden, auspressen oder aussaugen. Die vielfach angebotenen "Snakebite Kits" erwiesen sich in diesem Zusammenhang in der Praxis nicht nur als nutzlos, sondern als gefährlich. In älterer Literatur ist vielfach noch vom Abbinden des betroffenen Körperteils zu lesen, davon wird heutzutage dringend abgeraten, ebenso von Erwärmen oder Kühlen der Bisstelle. Hausmittel, Alkohol und Kaffee sind ebenfalls nicht nur nutzlos, sondern gefährlich. '''Coloradillo''': Eine winzige Zeckenart die vorzugsweise auf Grashalmen lebt und sich, streift man dort durch, anheftet und ein gewebezerlegendes Protein in die Bisswunde einbringt. Empfindliche Menschen können Monatelang mit den extrem juckenden Folgen zu tun haben. Abhilfe: Nach Ausflügen in grasige Gegenden Waden und Fußgelenke mit Alkohol waschen. == Klima und Reisezeit == [[Datei:puntarenas-klima.svg|mini|Klimatabelle Puntarenas Pazifik-Kküste]] [[Datei:Puerto-Limon-Klima.svg|mini|Klimatabelle Puerto Limon, Atlantik-Küste]] Das Jahresklima Costa Ricas unterteilt sich grundsätzlich in eine Regen- und eine Trockenzeit - In der Pazifikregion (westlich der kontinentalen Wasser- und Wetterscheide). Die Regenzeit beginnt im Mai und endet Mitte November. Die Trockenzeit fällt auf die übrigen Monate - Dezember bis einschließlich April. Als '''beste Reisezeit''' sind die Monate November bis Juli, da Oktober bis Mitte November sehr regenreich sind. Glücklicherweise regnet es auch während der Regenzeit nur kurz und meist nachts, was für angenehme Temperaturen sorgt, im übrigen wirkt die Natur zu dieser Zeit weitaus lebendiger. Außerhalb der Hochsaison (Dezember bis April) kann man erheblich günstiger reisen, Hotels, Autovermietungen etc. gewähren dann teils erhebliche Rabatte. Generell richtet sich die Temperatur weniger nach der Jahreszeit sondern vielmehr nach der Höhenlage, weswegen es in San José angenehm kühl ist und in vielen tiefer gelegenen Küstenstädten eher schwülheiß. In der Atlantikseite herrscht ganzjähriger Regenfall, der trockenste Monat ist März mit durchschnittlich 400 mm Regen. Es kann aber auch ganz anders kommen... {{Klimatab-col |ort=[[San José]] |sourcelink= |sourcetext= |at=ja|atjan=23.1|atfeb=23.6|atmar=24.2|atapr=24.7|atmai=23.9|atjun=23.5|atjul=23.5|ataug=23.4|atsep=22.8|atoct=22.6|atnov=22.9|atdec=23.0 }} == Regeln und Respekt == Die Umgangsformen in Costa Rica sind recht steif. Im Gegensatz zu Spaniern nennen die Ticos ihr Gegenüber selten beim Vornamen. Das Klassenbewusstsein ist immer noch stark ausgeprägt, Bauern und Arbeiter ordnen sich gesellschaftlich scheinbar höher Stehenden unter. Das Siezen ist fast obligatorisch, geduzt werden nur Freunde, Verwandte und Bekannte. Man legt ebenso Wert auf berufliche Titel und benutzt sie auch in der Anrede. Bei der Wahl der Kleidung sind die Costaricaner konservativ, außer am Strand sind Badesachen verpönt. (Auszug mit freundl. Genehmigung countrytotal.info). "Oben ohne" am Strand sollte daher tunlichst unterlassen werden! == Post und Telekommunikation == In Costa Rica gibt es Telefonzellen fast an jeder Ecke. Am besten kauft man sich eine Telefonkarte. Es gibt zwei Sorten davon: die eine funktioniert mit Chip, die andere mit einem PIN-Code. Die PIN-Code Karte ist zu bevorzugen, da nicht alle öffentlichen Telefone die Chip-Karte akzeptieren. Diese Karten werden fast überall in kleinen Geschäften verkauft, in San José zudem auf der Straße. Die Karten sind für 500, 1000 oder 3000 Colones zu erhalten. Für internationale Gespräche braucht man die 3000 Colones Karte. Damit kann man ungefähr 10 min in die Schweiz oder nach Deutschland telefonieren. Lokale Gespräche sind dagegen sehr günstig. Internetcafés sind weit verbreitet. Fast in jedem Dorf gibt es wohl Internetcafés. Die Kosten variieren stark. Für eine Stunde bezahlt man ungefähr von 150-700 Colones. Zum Teil gibt es Rabatt für Studenten - nachfragen. Pre-Paid Karten für Handys (von der Telekommunikationsgesellschaft [http://www.grupoice.com ICE]) können auch von Ausländern z.&#x202F;B. in San José in den Postagenturen gekauft werden, gegen Vorlage eine Ausweises (Stand August 2010). Ohne „Residencia“ (Aufenthaltserlaubnis) bzw. Staatsbürgerschaft ist es nicht möglich, einen (Handy-)Vertrag abzuschließen. Der Versand von Karten und Briefen nach Europa ist relativ günstig. == Praktische Hinweise == == Auslandsvertretungen == == Literatur == == Weblinks == * [http://www.visitcostarica.com Die offizielle Seite des Costaricanischen Tourismusinstitutes ICT] * [https://www.costaricarundreisen.de/costa-rica-magazin/ Costa Rica - Rundreisen und Costa Rica Magazin] == Einzelnachweise == <references /> {{class-3}} {{GeoData| lat=9.74892 | long=-83.75343 | radius= }}{{ZdM|Datum=2022-03}} {{IstInKat|Mittelamerika}} 2hv5a0f0tt3snwkxv7nxw50ulh0pqee Diskussion:Stockholm 1 3396 1802341 1711398 2026-09-06T13:28:38Z Maikel 5108 1802341 wikitext text/x-wiki == Stadtplan? == Hallo everybody, ich hätte da eine Frage. Darf man ein Bild eines Stadtplans einfügen? Ich habe einen auf Google gefunden: http://parapsychology.se/PA-stockholm/a_stockholm/stockholmsbilder/Innerstan_map.gif Gruß j--[[Benutzer:(WV-de) Uptojoe|(WV-de) Uptojoe]] 18:24, 7. Aug. 2008 (CEST) :Wenn die Seite in ihrem Impressum alle ihre Inhalte, oder zumindest die uns betreffenden, unter eine für uns akzeptable Lizenz gestellt hat, könntest du es einfügen. Ansonsten mußt du dir die Freigabe des Urheberrechtsinhabers einholen. Nebenbei wären einzelne Pläne zu den Stadtteilen besser handhabbar. Wenn wir diese Karte nutzen dürften, könnte man ja auch Auszüge machen. -- [[Benutzer:(WV-de) DerFussi|(WV-de) DerFussi]] 09:23, 9. Aug. 2008 (CEST) ::Leider bin ich da noch nit so fit, was das Thema Lizenzen betrifft. Ich möchte davon abgesehen generell ansprechen, ob nicht jede Großstadt einen STADTPLAN im Artikel haben sollte? So könnte sich jeder Reisende diesen zu Hause ausdrucken. Dagegen spricht, dass man im Hotel sowieso einen gratis bekommt.--[[Benutzer:(WV-de) Uptojoe|(WV-de) Uptojoe]] 09:46, 9. Aug. 2008 (CEST) :::Sehr gerne. Aber woher nehmen? Schau dich mal hier um. Wer soll die alle zeichnen? (Allein an den Plänen zur Kleinstadt [[Siem Reap]] habe ich am Ende schätzungsweise 40 Stunden gesessen). Frei verfügbare gibt es fast gar nicht. Open Streetmap ist wenigstens in Europa schon brauchbar -- [[Benutzer:(WV-de) DerFussi|(WV-de) DerFussi]] 10:15, 9. Aug. 2008 (CEST) ::::Aso ist das, ich habe den "den Stadtplan" via Weblinks hinzugefügt. Das ist immer ok, oder?--[[Benutzer:(WV-de) Uptojoe|(WV-de) Uptojoe]] 20:29, 11. Aug. 2008 (CEST) ::::P.S. Habe ein Bild in SHARED gelanden. Bitte kontrollieren! gruß--[[Benutzer:(WV-de) Uptojoe|(WV-de) Uptojoe]] 09:40, 12. Aug. 2008 (CEST) == Stadtteile auf Karte == Meiner Meinung nach ist die Karte nicht ganz richtig. "Gamla Stan" ist nur die winzige Insel in der Mitte und dort wo Gamla Stan auf der Karte steht, gehört eigentlich "Södermalm" hin . Hat jemand eine Meinung dazu und auch zu òbigen Thema betreffend Stadtplan? P.S. Darf ma dieses Bild wegen GNU hernehmen? Link: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a3/Stockholm_boroughs_2007.svg :Das angesprochene Bild hat eine cc-by-sa-Lizenz. Wir können es also hier verwenden und gegen das andere austauschen. Es hat auch das bessere SVG-Format. -- [[Benutzer:(WV-de) DerFussi|(WV-de) DerFussi]] 08:52, 9. Aug. 2008 (CEST) == U-Bahn, Stockholm T-bana == Der Bahnhof "Vreten" heißt jetzt "Solna Strand" https://de.wikipedia.org/wiki/Solna_strand_(Stockholms_tunnelbana) [[Benutzer:Harka|Harka]] ([[Benutzer Diskussion:Harka|Diskussion]]) 09:47, 26. Nov. 2017 (CET) : Danke für den Hinweis. Ich habe einen anderen Übersichtsplan eingesetzt. -- [[Benutzer:Flo aus B|Flo aus B]] ([[Benutzer Diskussion:Flo aus B|Diskussion]]) 14:20, 29. Nov. 2017 (CET) == Busrundfahrten == Ich finde die Werbung für die Hop-On-Hop-Off-Busse hier nicht so toll. Ich halte die für eine ziemliche Abzocke. [[Benutzer:Maikel|Maikel]] ([[Benutzer Diskussion:Maikel|Diskussion]]) 18:50, 31. Aug. 2025 (CEST) ==Trängelskatt== Mehr Infos wären hier sehr sinnig, insbesondere von Leuten die das System mal genutzt haben, leider finde ich fast nur Infos auf Schwedisch. [[Benutzer:Maikel|Maikel]] ([[Benutzer Diskussion:Maikel|Diskussion]]) 18:03, 11. Sep. 2025 (CEST) rs6wppvkkmnxx0ahurzn7giemty7bsv Provence-Alpes-Côte d’Azur 0 3676 1802398 1756656 2026-09-06T23:20:53Z Qualitätssicherung 50648 /* Literatur */ neuere Auflage 1802398 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region Frankreich |Einwohner= |Fläche= }} '''Provence-Alpes-Côte d'Azur''' ist eine der 13 (bis 2016: 18) Verwaltungsregionen [[Frankreich]]s. Sie hat eine lange Küstenlinie zum Mittelmeer, die als [[Côte d’Azur]] auch Eingang in den Namen der Region bekam. Ferner grenzt sie im Westen an die Region [[Okzitanien]] und im Norden an die [[Auvergne-Rhône-Alpes]]. Nach Osten grenzt Provence-Alpes-Côte d’Azur an [[Italien]] (Regionen [[Ligurien]] und [[Piemont]]). Das [[Monaco|Fürstentum Monaco]] ist Enklave in der Region. == Regionen == Die Region unterteilt sich in die '''[[Côte d’Azur]]''', d.&#x202F;h.&nbsp;die Mittelmeerküste von [[Toulon]] bis zur italienischen Grenze, die eigentliche '''Provence''' und den südlichen Teil der '''[[Französische Alpen|Französischen Alpen]]'''. Im Bereich der [[Alpes-Maritimes|Seealpen]] bei Nizza reichen die Alpen bis an die Riviera. ;Départements * [[Alpes-de-Haute-Provence]] * [[Alpes-Maritimes]] * [[Bouches-du-Rhône]] * [[Hautes-Alpes]] * [[Var]] * [[Vaucluse]] ;Landschaften [[File:Moustiers Sainte Marie 1.jpg|thumb|Moustiers-Sainte-Marie]] [[File:Lavande Murs.jpg|thumb|Lavendelfelder]] [[File:Bénézet & Ventoux.jpg|thumb|Avignon mit dem Pont St-Bénézet & Mont Ventoux]] [[File:Horses in the Camargue 1.jpg|thumb|Camargue - Pferde]] * [[Luberon]] − Gebirgskette von Kalksteinfelsen mit dem Gipfel des Mourre Nègre * [[Mont Ventoux]] − 1912&#x202F;m hoher Berg in der französischen Provence, der als heiliger Berg der Kelten gilt. * [[Verdonschlucht]] · ''Gorges du Verdon'' − bis zu 700&#x202F;m tiefe Schlucht und 21&#x202F;km lang, gilt als "[[Grand Canyon]] Europas" * [[Alpilles]] − Kalksteinkette im Herzen der Provence zwischen Avignon, Cavaillon und Arles * [[Seealpen]] − Gebirgsgruppe der südlichen Westalpen mit dem Naturschutzpark des Mercantour * [[Camargue]] − das Rhone-Delta im Westen der Provence * [[Côte d’Azur]] · deutsch:'' „Azurblaue Küste“, auch Französische Riviera'' − die französische Mittelmeerküste südlich der Alpen == Orte == {{Mapframe |zoom=8}} * {{vCard | name = Marseille | type = city | wikidata = Q23482 | description = Die zweitgrößte Stadt Frankreichs bietet eine faszinierende Mischung aus mediterranem Flair, historischen Sehenswürdigkeiten und einer lebendigen Kulturszene. }} * {{vCard | name = Aix-en-Provence | type = city | wikidata = Q47465 | description = Diese charmante Universitätsstadt besitzt eine sehr sehenswerte Altstadt und beherbergt zahlreiche Kunstgalerien, historische Gebäude und gepflegte Parks. }} * {{vCard | name = Antibes | type = city | wikidata = Q126898 | description = Diese charmante Küstenstadt bietet eine schöne Altstadt, einen Yachthafen und das berühmte Picasso-Museum, das sich in einem alten Schloss befindet. }} * {{vCard | name = Arles | type = city | wikidata = Q48292 | description = Eine Stadt mit reicher römischer Geschichte und einstiger Wohnort des berühmten Künstlers Vincent van Gogh. Arles bietet gut erhaltene antike Denkmäler und ein lebendiges künstlerisches Erbe. }} * {{vCard | name = Avignon | type = city | wikidata = Q6397 | description = Die Stadt ist für ihren beeindruckenden Papstpalast und ihre gut erhaltene mittelalterliche Stadtmauer bekannt. Sie war einst das Zentrum der katholischen Kirche im 14. Jahrhundert. }} * {{vCard | name = Cannes | type = city | wikidata = Q39984 | description = Bekannt für sein berühmtes Filmfestival ist Cannes auch ein luxuriöser Badeort mit wunderschönen Stränden und exklusiven Geschäften. }} * {{vCard | name = Cassis | type = city | wikidata = Q243002 | description = Ein malerisches Fischerdorf mit atemberaubenden Buchten, weißen Klippen und einem charmanten Hafen. Cassis ist auch ein beliebter Ausgangspunkt für Bootstouren zu den nahegelegenen Calanques. }} * {{vCard | name = Gordes | type = city | wikidata = Q272308 | description = ist ein malerisches Dorf in der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur in Frankreich. Es zählt zu den schönsten Dörfern des Landes und ist ein beliebtes Reiseziel für Touristen. }} * {{vCard | name = Grasse | type = city | wikidata = Q173705 | description = Die Parfümhauptstadt der Welt ist für ihre duftenden Blumenfelder, ihre Parfümwerkstätten und ihr Parfümmuseum bekannt. }} * {{vCard | name = Hyères | type = city | wikidata = Q192574 | description = Diese historische Stadt auf der Halbinsel Giens bietet schöne Sandstrände, eine gut erhaltene Altstadt und die Inselgruppe Îles d'Hyères, die zum Nationalpark erklärt wurde. }} * {{vCard | name = Menton | type = city | wikidata = Q180083 | description = Diese Küstenstadt an der Grenze zu Italien ist bekannt für ihre üppigen Gärten, ihre Zitronenproduktion und ihr mildes Klima. }} * {{vCard | name = Nizza | type = city | wikidata = Q33959 | description = Die Hauptstadt der Côte d'Azur beeindruckt mit ihrer prachtvollen Strandpromenade, eleganten Boulevards und dem charmanten historischen Viertel. }} * {{vCard | name = Orange | type = city | wikidata = Q187796 | description = Die Provinzstadt im Vaucluse beherbergt das besterhaltenste antike, römische Theater in Europa und einen römischen Triumphbogen. }} * {{vCard | name = Toulon | type = city | wikidata = Q44160 | description = Eine Hafenstadt mit einer langen maritimen Geschichte. Toulon bietet historische Stätten, schöne Strände und die Möglichkeit, eine der größten französischen Marinebasen zu besichtigen. }} * {{vCard | type=city | wikidata=Q208866 | name= La Seyne-sur-Mer }} * {{vCard | name = Saint-Tropez | type = city | wikidata = Q1813 | description =Ein bekanntes Ziel für Prominente und Yachtliebhaber, bietet Saint-Tropez wunderschöne Strände, exklusive Boutiquen und ein aufregendes Nachtleben. }} * {{vCard | name = Saint-Paul-de-Vence | type = city | wikidata = Q208260 | description = Diese befestigte mittelalterliche Stadt ist berühmt für ihre engen Gassen, Kunstgalerien und ihre inspirierende Atmosphäre, die schon viele Künstler angezogen hat.}} * {{vCard | name = Les Baux-de-Provence | type = city | wikidata = Q243663 | description =Dieses mittelalterliche Dorf thront auf einem Felsen und bietet einen atemberaubenden Blick auf die Provence. Es ist bekannt für seine gut erhaltene Burg, engen Gassen und Kunstgalerien. }} [[Bild:Antibes.jpg|thumb|300px|Altstadt von [[Antibes]] mit dem Schloss Grimaldi]] == Weitere Ziele == * [[Monaco]] – Der Stadtstaat an der Mittelmeerküste ist eine von französischem Gebiet umgebene Enklave == Hintergrund == [[Bild:Farmhouse in Provence, 1888, Vincent van Gogh, NGA.jpg|mini|''Bauernhaus in der Provence'' von Vincent van Gogh, 1888.]] Provence-Alpes-Côte d'Azur (PACA) erstreckt sich von der Mittelmeerküste bis zu den französischen Alpen. Die Region ist für ihre landschaftliche Schönheit, ihre mediterrane Küche und ihr mildes Klima bekannt. PACA besteht aus sechs Departements: Alpes-de-Haute-Provence, Alpes-Maritimes, Bouches-du-Rhône, Hautes-Alpes, Var und Vaucluse. Jedes Departement bietet eine einzigartige Mischung aus Naturlandschaften, historischen Städten und kulturellem Erbe. Die Côte d'Azur, auch bekannt als die Französische Riviera, ist ein bekannter Teil und zieht Besucher aus der ganzen Welt an. Städte wie Nizza, Cannes, Saint-Tropez und Monaco sind für ihre luxuriösen Strände, Promenaden, exklusiven Geschäfte und glamourösen Veranstaltungen wie das Filmfestival von Cannes bekannt. Im Hinterland finden sich malerische Dörfer, Weinberge, Lavendelfelder und die beeindruckenden Gebirgszüge der französischen Alpen. Die Region bietet vielfältige Outdoor-Aktivitäten wie Wandern, Skifahren, Klettern und Rafting. Die Provence, eine subregionale Unterteilung von PACA, ist für ihre idyllischen Landschaften, duftenden Lavendelfelder, Olivenhaine und malerischen Dörfer bekannt. Städte wie Aix-en-Provence, Avignon und Arles sind kulturelle Zentren und bieten eine reiche Geschichte, Kunst und Architektur. Die Küche ist von mediterranen Einflüssen geprägt. Olivenöl, Knoblauch, frische Kräuter, Gemüse und Meeresfrüchte spielen eine wichtige Rolle in den lokalen Gerichten. Beliebte Spezialitäten sind Bouillabaisse (eine Fischsuppe), Ratatouille (ein Gemüseeintopf) und Socca (eine Art Pfannkuchen aus Kichererbsenmehl). Insgesamt ist die Region Provence-Alpes-Côte d'Azur eine einzigartige Mischung aus atemberaubender Natur, reicher Geschichte, kulturellem Erbe und mediterranem Lebensstil. == Sprache == Traditionelle Sprache der Region ist das Provenzalische (''Provençal''; auch Okzitanisch genannt), das in verschiedenen Dialekten vorkommt (in Nizza z.&#x202F;B.&nbsp;''Nissart''). Im Mittelalter war es eine eigene, vom Französischen unabhängige (wenn auch mit ihm verwandte) Hochsprache. Ganz grob gesagt nimmt es eine Zwischenposition zwischen Französisch, Italienisch und Katalanisch ein. In Folge der Zentralisierung Frankreichs verlor es aber an Bedeutung und wurde zumeist nur noch als Dialekt betrachtet. Bei einer Erhebung im Jahr 1999 gab es nur noch 100.000 aktive Sprecher. Man findet sie eher auf dem Land als in den Städten und eher unter der älteren Generation als der jüngeren. Da [[Sprachführer Französisch|(Standard-)Französisch]] einzige Amts- und Unterrichtssprache ist, kann jedermann es verstehen und auch sprechen – eventuell mit einem gewissen provenzalischen Akzent. Nur in den Touristenhochburgen an der Côte d’Azur wird im Gastgewerbe etwas Englisch gesprochen, einzelne Einrichtungen haben sich auch auf reiche russische Gäste eingestellt und sprechen Russisch; ganz im Osten an der italienischen Grenze wird unter Umständen etwas Italienisch gesprochen. Ansonsten haben Fremdsprachenkenntnisse – wie überall in Frankreich – seltenheitswert. == Anreise == === Mit dem Flugzeug === Die größten Flughäfen der Region sind der {{marker | name = Aéroport Nice Côte d'Azur | type = airport | wikidata = Q821557}} im Osten und {{marker|type=airport |name=Flughafen Marseille-Provence |wikidata=Q651190}} im Westen. Beide Flughäfen unterhalten zahlreiche internationale Verbindungen, darunter auch verschiedene Direktflüge aus dem deutschsprachigen Raum. Auf dem dritten Platz folgt mit großem Abstand {{Marker |type=airport |name=Flughafen Toulon–Hyères |wikidata=Q543189}} mit nur wenigen internationalen Verbindungen. Für Reisende in den westlichsten Teil der Region (Camargue, Arles, Avignon) kommt auch ein Flug nach {{marker|type = airport|name =Flughafen Montpellier |wikidata = Q575865 |show = none}} in Frage, von dort sind es z.&#x202F;B.&nbsp;70&#x202F;km nach Arles. Wer in die Gegend von [[Valence]] oder [[Avignon]] möchte, kann auch nach {{marker|type=airport |name=Flughafen Lyon Saint-Exupéry |wikidata= Q1547 | show = none}} fliegen. Direkt vom Flughafenbahnhof fahren TGVs, die in einer halben Stunde Valence und in einer knappen Stunde Avignon erreichen (die TGV-Bahnhöfe liegen aber jeweils außerhalb der Stadt). === Mit der Bahn === Eine TGV-Schnellfahrstrecke führt von Paris über Lyon, [[Valence]], [[Avignon]] und [[Aix-en-Provence]] nach [[Marseille]] (die TGV-Bahnhöfe liegen jeweils etwas außerhalb der Stadt). So braucht man von Paris nach Avignon nur 2:45, nach Marseille 3:20 Stunden. Eine Verlängerung an der Côte d’Azur entlang nach Nizza ist noch in Planung. Auf der Strecke fahren zwar bereits TGVs, sie müssen aber die normale Trasse benutzen und können daher nicht so schnell fahren. So braucht der TGV von Paris nach Cannes ca. 5:05, nach Nizza 5:35 Std. '''Deutschland:''' Aus Frankfurt a. M./Mannheim/Karlsruhe/Baden-Baden gibt es täglich einen TGV direkt nach Avignon/Aix/Marseille. Von Frankfurt nach Marseille braucht man so zum Beispiel unter acht Stunden, von München (mit Umsteigen in Mannheim) 10:20 Std. Weitere Verbindungen sind mit Umsteigen in Brüssel, Straßburg oder Paris (wobei hier der Bahnhof gewechselt werden muss: Züge aus Deutschland kommen am Gare du Nord oder Gare de l'Est an, Züge Richtung Provence fahren am Gare de Lyon ab), z.&#x202F;B.&nbsp;Köln–Paris–Marseille in gut acht Stunden. Wer gerne Nachtzug fährt, kann die Verbindung so legen, dass man abends in Paris ankommt, dort in einen Nachtzug an die Côte d’Azur steigt und am nächsten Morgen Cannes, Antibes oder Nizza erreicht. '''Schweiz:''' Auch von Basel gibt es täglich einen durchgängigen TGV nach Avignon und Marseille (5:15 Std.). Ab Genf fährt täglich ein TGV nach Valence, Avignon, Marseille (3:40 Std.), Toulon, St-Raphael-Valescure, Cannes, Antibes und Nizza (6:25 Std.). Weitere Verbindungen aus der Schweiz sind mit Umsteigen in Mulhouse, Dijon oder Lyon. Von Zürich beispielsweise dauern die schnellsten Verbindungen (einmal Umsteigen in Basel, Mulhouse oder Dijon) ca. 6:15 Std. '''Österreich:''' Aus Österreich kann man durch die Schweiz fahren, z.&#x202F;B.&nbsp;von Salzburg mit zweimal Umsteigen (in Zürich und Dijon bzw. Mulhouse) in unter 12 Stunden, von Wien in 14:20 Std. nach Marseille. Wenn das Ziel im Osten der Region an der Côte d’Azur liegt, ist auch die Fahrt durch Italien eine Option, z.&#x202F;B.&nbsp;von Wien oder Klagenfurt (und mehreren Bahnhöfen dazwischen) mit dem EuroNight nach Bologna und von dort über Voghera nach Nizza, was von Wien 16:40, von Klagenfurt 12½ Stunden dauert. === Auf der Straße === ;Von Norden Aus [[Lyon]] führt entweder die kostenpflichtige Autobahn '''A7''' ins Zielgebiet oder die parallel verlaufende Route Nationale '''N7'''. Entgegen der früheren unfallträchtigen dreispurigen Bauweise der N7, auf der für beide Seiten überholen möglich war, gibt es jetzt entweder breite zweispurige Trassen oder die Straße ist vierspurig ausgebaut. Alternativ bietet sich die '''[[Route Napoléon]]''' von Grenoble Richtung Grasse an. ;Von Italien Von [[Sanremo]] und [[Ventimiglia]] (italienische Riviera) entweder auf der Autobahn oder der landschaftlich spektakulären, aber auch sehr kurvigen Küstenstraße über Nizza ins Zielgebiet. ;Von Spanien Entweder über die Autobahn oder längs der Küste über Sête Richtung Marseille. === Mit dem Fahrrad === Der europäische Fernradweg [[EuroVelo 8]] (Mittelmeer) führt durch die Region. Nach Westen hin führt er weiter nach Spanien, nach Osten hin nach Italien. == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == ''Gorges du Verdon'': Auch als "Grand Canyon" Europas bekannt, bieten die Gorges du Verdon spektakuläre Schluchten, türkisfarbene Gewässer und atemberaubende Ausblicke. Es ist ein beliebtes Ziel für Outdoor-Aktivitäten wie Wandern, Kajakfahren und Rafting. ''Lavendelfelder der Provenc''e: Die Provence ist weltweit bekannt für ihre duftenden Lavendelfelder. Besonders im Sommer blühen die Felder in leuchtendem Lila und bieten eine beeindruckende Kulisse. Beliebte Orte für Lavendelbesichtigungen sind beispielsweise das Plateau de Valensole und das Dorf Sault. ''Calanques'': Die Calanques sind fjordartige Buchten entlang der Küste zwischen Marseille und Cassis. Mit ihren steilen Klippen, türkisfarbenem Wasser und versteckten Stränden sind sie ein Paradies für Naturliebhaber und Wanderer. ''Mont Ventoux'': Der Mont Ventoux ist ein markanter Berg in der Region und ein beliebtes Ziel für Radfahrer und Wanderer. Von seinem Gipfel aus bietet sich eine beeindruckende Aussicht auf die umliegende Landschaft. ''Camargue'': Die Camargue ist eine einzigartige Region in der Rhône-Delta, bekannt für ihre wild lebenden Pferde, rosa Flamingos und ihre unberührte Natur. Besucher können die Salzseen, Reisfelder und die reiche Tierwelt erkunden. ''Sainte-Victoire-Gebirge'': Dieses beeindruckende Gebirge war eine Inspirationsquelle für den Maler Paul Cézanne. Es bietet Wanderwege und Ausblicke auf die umliegende Landschaft, einschließlich der Stadt Aix-en-Provence. ''Porquerolles'': Diese Insel vor der Küste von Hyères ist Teil des Port-Cros-Nationalparks und bietet unberührte Strände, kristallklares Wasser und eine entspannte Atmosphäre. Es ist ein perfektes Ziel für Sonnenanbeter und Naturliebhaber. == Aktivitäten == [[File:Near Cassis, Provence, France (6052993966).jpg|thumb|Segeltour bei Cassis]] [[File:Market in Aix-en-Provence, France (6053041300).jpg|thumb|Markt in Aix-en-Provence]] * Besuch der Provenzalischen Märkte * Badeurlaub an den mondänen Stränden der Côte-d'Azur oder in den Stauseen der Haute-Provence, Surfen und Segeln * Wandern, Mountainbike, Klettern (u.a. an den Wänden der [[Verdonschlucht]]) == Küche == Die Provenzalische Küche gehört zur mediterranen Küche. Sie setzt auf frische, regionale Produkte wie z.&#x202F;B.&nbsp;Auberginen, Paprika, Zucchini und Gemüse allgemein. Natürlich werden für die Zubereitung der Kreationen auch alle möglichen Sorten von Meeresfisch und Meeresfrüchten verwendet. Siehe auch: {{Koch-Wiki|Kategorie:Provenzalische Küche|Provenzalische Küche bei Koch-Wiki}}. * '''Soupe au Pistou''' ist eine provençalische Gemüsesuppe. Das Geheimnis der Gemüsesuppe ist das Topping, auf die Suppe kommt mit ''Pistou'', eine Art Pesto, nur ohne Pinienkerne. Dazu isst man geröstetes Brot und streiche das ''Pistou'' auch gleich auf eine Brotscheibe. <gallery mode="packed" heights="150"> Pistou-3.JPG|Soupe au Pistou </gallery> == Nachtleben == ''Nizza'': Nizza ist für sein pulsierendes Nachtleben bekannt. Die Stadt bietet eine breite Palette von Bars, Pubs und Clubs, insbesondere entlang der Promenade des Anglais und im Viertel Vieux Nice (Altstadt). In den Sommermonaten finden auch Strandpartys statt. Das Casino Ruhl ist ein beliebter Ort für Glücksspiel und Unterhaltung. ''Cannes'': Cannes ist vor allem für sein berühmtes Filmfestival bekannt, aber die Stadt bietet auch ein lebhaftes Nachtleben. Entlang der Croisette, der Hauptpromenade, finden Sie eine Auswahl an schicken Bars und Clubs. Das Casino Barrière Cannes ist ein beliebter Treffpunkt für Glücksspiel und Veranstaltungen. ''Saint-Tropez'': Saint-Tropez ist ein exklusiver Ferienort und ein Hotspot für Prominente. Das Nachtleben hier ist bekannt für seine glamourösen Clubs, darunter das berühmte Les Caves du Roy im Hotel Byblos. Die Stadt bietet auch eine Vielzahl von Restaurants, Bars und Strandclubs, in denen Partys bis in die frühen Morgenstunden stattfinden. ''Marseille'': Als größte Stadt der Region bietet Marseille eine lebendige und vielfältige Nachtsszene. Das Viertel Cours Julien ist ein beliebter Treffpunkt für Studenten und junge Leute mit einer Auswahl an trendigen Bars, Restaurants und Live-Musik-Locations. Das historische Viertel Le Panier bietet ebenfalls eine interessante Mischung aus Bars und Kneipen. == Sicherheit == Im Hinterland ist Sicherheit kein Problem. Auf den Märkten ist manchmal Gedränge; dort auf Taschen und Fotoausrüstung achten wegen Taschendieben. Anders sieht es in Großstädten aus mit viel touristischem Verkehr. Dort sollte man generell auf sein Gepäck gut Acht geben. Beim Parken in Größstädten sollte man wie z.&#x202F;B.&nbsp;in Marseille in Tiefgaragen auf unterster und in Parkhäusern auf oberster Ebene (Rat von Einheimischen). Dort ist die Gefahr eines Einbruchs oder einer Beschädigung deutlich geringer. == Klima == Das Klima der Region ist mediterran mit milden Wintern und heißen Sommern, obwohl die Unterschiede zwischen der Küste und dem Landesinneren gravierend sind. Im Landesinneren betragen die Durchschnittstemperaturen im Januar ca. 0&#x202F;°C, an der Küste 7&#x202F;°C. Die durchschnittlichen Sommertemperaturen im Juli liegen bei 30–35&#x202F;°C, allerdings kann der Nordwind Mistral die Temperaturen bis zu 10&#x202F;°C senken. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge liegt bei 800&nbsp;mm und entspricht ungefähr der Menge in der Bretagne. Die Niederschläge verteilen sich jedoch in der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur auf deutlich weniger Regentage (ca. 50 pro Jahr), so dass in hier bei Regen große Wassermengen niedergehen. === Typische Temperaturen in Marseille === {| class="wikitable" !Monat !Januar !Februar !März !April !Mai !Juni !Juli !August !September !Oktober !November !Dezember |- |Nachttemperatur in °C |5 |6 |8 |12 |15 |19 |21 |20 |18 |14 |9 |7 |- |Mittagstemperatur in °C |16 |17 |20 |24 |29 |33 |35 |34 |28 |23 |19 |17 |} == Flora == Aufgrund des mediterranen Klimas ist die Flora außerordentlich vielgestaltig. Die für die Côte d’Azur heute als typisch geltenden Pflanzen wie die grünsilbern glänzenden Olivenbäume , die überall an den Hängen bis zu einer Höhe von etwa 500&#x202F;m wachsen, Orangen- und Zitronenhaine, Weinreben, Palmen, Zypressen, Pinien, Aloen, Agaven, Kakteen und zahlreiche andere wurden – teilweise schon in römischer Zeit- aus verschiedenen Erdteilen importiert, andere wurden erst in jüngerer Zeit heimisch. Von der ursprünglichen Vegetation, die unter der wirtschaftlichen Nutzung durch den Menschen sowie durch Wald- und Flächenbrände schwer gelitten hat, gehört die Kiefer, Hartlaubgewächse, Büsche, Sträucher und die Steineiche. Charakteristisch ist die große Zahl und Verbreitung aromatisch duftender Sträucher und Kräuter(z.B Lavendel, Rosmarin, Tymian und Salbei). Im Sommer findet man in dieser Region schier unendlich reichende blaue Felder mit Lavendel. == Ausflüge == Eine Bootsfahrt an den verschiedenen Häfen ist zu empfehlen. == Literatur == {{siehe auch|Côte d’Azur#Literatur|titel1=Reiseführer zur Côte d’Azur|Monaco#Literatur|titel2=Monaco}} * {{buch | Autor= Klaus Simon | Titel= Provence - Côte d'Azur DuMont Reise-Handbuch | Ort= Ostfildern | Verlag= DuMont Reiseverlag | Jahr= ⁷2026 | ISBN= 9783616016948 | Online=}} * Nestmeyer, Ralf; ''Côte d’Azur: Alpes-Maritimes;'' Erlangen ¹¹2025 (Michael Müller Verlag) * Ralf Nestmeyer: "Provence und Côte d'Azur". Literarische Reisebilder aus dem Midi. Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2005. {{ISBN|3-608-93654-8}} Als Reiselektüre ist besonders zu empfehlen: * Marcel Pagnol: ''Eine Kindheit in der Provence. Marcel, Marcel und Isabell''. Eine liebenswerte biographische Trilogie. München Piper Taschenbuch 1999. {{ISBN|9783492228084}} == Weblinks == * [https://www.weekend-provence.fr/ Weekend provence] * [https://www.agivar.fr/ Agivar] * [http://www.guideriviera.com Guide Riviera] * Zeitung [https://www.laprovence.com/ La Provence] * Zeitung [https://www.varmatin.com/ Var matin] {{Navigation Frankreich Regionen}} {{class-2}} {{GeoData| lat= 44.099167| long= 6.0175| radius= }} {{IstInKat|Frankreich}} hu93z7mdwy4398xh1w75eql406pjx30 Götaland 0 3731 1802630 1710726 2026-09-07T09:53:25Z DocWoKav 14575 1802630 wikitext text/x-wiki {{quickbar Region}} '''Götaland''' ist der südlichste der drei [[Schweden|schwedischen]] Landesteile. == Regionen == Der Landesteil umfasst die Provinzen: * [[Småland]] - mit [[Kalmar]] ''Lönneberga'', ''Bullerbü'' und ''Lindgrens Värld'' * [[Öland]] - ist eine 137&#x202F;km lange und maximal 16&#x202F;km breite Insel in der Ostsee, die mit einer 6&#x202F;km langen Brücke mit dem Festland verbunden ist. * [[Västergötland]] - zwischen den beiden größten schwedischen Seen ''Vänern'' und ''Vättern'' * [[Östergötland]] - mit den drei sehenswerte Städten Linköping, Norrköping und Söderköping * [[Dalsland]] - zwischen Norwegen und dem Vänern * [[Schonen]]- ist der südlichste Teil Schwedens * [[Halland]] - ist eine Küstenprovinz an der Westküste Schwedens am Kattegat. * [[Blekinge]] - wird oft als der ''Garten von Schweden'' bezeichnet. * [[Gotland]] - die zweitgrößte Insel der Ostsee nordöstlich von Öland. * [[Bohuslän]]- im Westen, die Küste am Kattegat und Skagerrak. == Orte == * '''[[Göteborg]]''' ist die größte Stadt an der Westküste der schwedischen Region Götaland. Mit etwas über einer halben Million Einwohner ist Göteborg die zweitgrößte Stadt von Schweden. Sie ist ein wichtiger Verkehrsknoten, besonders auch für Schiffsreisende und Zugreisen von Stockholm nach Norwegen. * '''[[Falkenberg (Schweden)|Falkenberg]]''' liegt in der südwestschwedischen Provinz Halland und hat eine historische Altstadt. * '''[[Marstrand]]''' ist einer der wichtigsten Badeorte an der Westküste, ein Sommerparadies und eine Seglermetropole. * In '''[[Trelleborg]]''' im Süden legen die Fähren aus Deutschland an. Für viele der Startpunkt in Schweden. == Weitere Ziele == [[Image:Bullerbü (3).JPG|250px|thumb|Das kleine Dorf Bullerbü]] * Der [[Vänern]] ist der größte See in Schweden und der drittgrößte von Europa. * Der [[Vättern]] ist der zweitgrößte See in Schweden. * [http://www.alv.se/|Astrid Lindgrens Värld] in [[Vimmerby]], ein Paradies für Kinder, die Pippi Langstrumpf mögen. In der Nähe sind Lönneberga, wo der kleine Michel (schwedisch Emil) seine Streiche gespielt hat und Katthult; wer kennt die Kinder von Bullerbü nicht? == Hintergrund == Tiefe Wälder in der Provinz Småland, viel Ackerland gibt es in Skåne und ein bisschen von beidem in Västergötland und Östergötland. Die Küsten sind in der Regel relativ flach mit vielen Inselgruppen und Sandstränden. Die beiden größten Inseln von Schweden, ''Gotland'' und ''Öland'' gehören zu Götaland. Die beiden größten Seen Schwedens, ''Vänern'' und ''Vättern'' liegen auch größtenteils in Götaland. Die Gesamtfläche beträgt 87.712 km² mit rund 4,4 Millionen Einwohnern. Auch die zweit-und drittgrößten städtischen Gebiete von Schweden gehören zu Götaland. == Sprache == == Anreise == [[Bild:Öresund-Brücke.JPG|thumb|right|250px|Öresund-Brücke von der Schwedischen Seite]] === Mit dem Flugzeug === Der internationale Flughafen der Gegend ist der [[Flughafen Göteborg-Landvetter]], östlich von Göteborg. === Mit dem Zug === Von Hamburg aus mit dem ICE nach Kopenhagen, dort umsteigen in den Nah- oder Fernverkehr über die Öresundbrücke nach Götaland. === Auf der Straße === Von Dänemark über die [[Öresundbrücke]] bei [[Malmö]]. Von Norwegen über die E6 (über den Grenzübergang neue Svinesund-Brücke). Von den beiden nördlicheren Landesteilen Schwedens ([[Svealand]] (u.a. [[Stockholm]]) und [[Norrland]]) über die E4 und E22. === Mit dem Schiff === Es gibt eine Vielzahl von Häfen an der Küste und auf den Inseln, die angelaufen werden können. Internationale Fähren legen im Süden in [[Trelleborg]] an oder im Westen in Göteborg. === Mit dem Fahrrad === * Über den [[Nordseeküsten-Radweg|Nordseeküsten-Radweg]] von Norwegen (Grenzübergang alte Svinesund-Brücke) oder Dänemark (Fähre) * Über den [[Ostseeküsten-Radweg|Ostseeküsten-Radweg]] von Dänemark (Kopenhagen, über die Öresundbrücke mit dem Zug oder Bus) oder aus dem Norden Schwedens (Svealand (u.a. Stockholm) und Norrland). == Mobilität == * Der '''[http://www.gotakanal.se/de/Gota-kanal/ Göta-Kanal]''', auf Schwedisch ''Göta kanal'', ist eine Wasserstraße durch Götaland. Der Kanal ist 190,5&#x202F;km lang, wovon 87,3&#x202F;km tatsächlicher Kanal ist, durch den Kanal sind 5 Seen miteinander verbunden. Mit dem '''Trollhätte-Kanal''' und dem '''Göta älv''' zusammen ergibt sich eine 390&#x202F;km lange Wasserstraße quer durch Schweden. Der Göta-Kanal besteht außerdem aus 58 Schleusen, 50 Brücken und zwei Trogbrücken. Er darf von Schiffen mit bis zu 30&#x202F;m Länge, 7&#x202F;m Breite und 22&#x202F;m maximaler Höhe über dem Wasser und 2,82&#x202F;m Tiefgang befahren werden. == Sehenswürdigkeiten == * Die imposanten '''Schleusenanlagen''' von [[Trollhättan]] * Die {{Marker | name = Felsritzungen | type = historic district |wikidata = Q511228|lat = 58.7010 | long = 11.3402 }} in der Gemeinde [[Tanum]] sind seit 1994 Teil des [[:Welterbe/Europa#Schweden|Weltkulturerbes]] der UNESCO <div align="left"><gallery widths="220" heights="220"> Trollhättan-old-locks-47.jpg|Schleusenanlagen von Trollhättan Felsritzungen Tanumshede.jpg|Felsritzungen Tanum </gallery></div> == Aktivitäten == [[Image:Schiffsverkehr Schären.JPG|thumb|right|250px|Reger Schiffsverkehr zwischen den Schären]] * Viele Gebiete und Naturschutzgebiete eignen sich hervorragend zum '''Wandern''' * '''Tiere beobachten''', an den Küsten gibt es eine Vielzahl von Vögeln. Wer Glück hat, kann an Land Elche und Biber beobachten. * '''Bootfahren''' und '''Segeln''', egal ob auf den beiden großen Seen oder an der Küste vom Kattegat bis Öland. * '''Angeln''' in einem der vielen Binnengewässer oder an der Küste * '''Sightseeing''' auf den Spuren der Wikinger, die viele Spuren hinterlassen haben * Die großen Städte wie Göteborg oder Malmö laden zum '''Shoppen''' ein == Küche == == Nachtleben == == Sicherheit == == Klima == == Ausflüge == == Literatur == <!--== Weblinks ==--> {{class-2}} {{GeoData| lat= | long= | radius= }} {{IstInKat|Schweden}} 25dtwkw2xpwjhxcmulicee94jofp2b7 Italien 0 4094 1802671 1791009 2026-09-07T11:00:39Z DocWoKav 14575 /* Regionen */ 1802671 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Land | Religion= Römisch-Katholisch (mehrheitlich) | Zeitzone= ME(S)Z }} '''Italien''' (amtlich ''Repubblica Italiana'', Kurzform ''Italia'', deutsch: ''Italienische Republik'') ist ein Staat in [[Südeuropa]]. Italien grenzt im Nordwesten an [[Frankreich]] und die [[Schweiz]] und im Nordosten an [[Österreich]] und [[Slowenien]]. Die Kleinstaaten [[Vatikan]]stadt und [[San Marino]] sind vollständig vom italienischen Staatsgebiet umschlossen. Italien gehört zu den beliebtesten Reisezielen in Europa. Neben der italienischen Küche (Cucina italiana), die als eine der einflussreichsten Landesküchen der Welt gilt, lockt Italien durch eine enorme kulturelle und landschaftliche Vielfalt mit schätzungsweise 100.000 Denkmälern jeglicher Art, 60 [[Welterbe/Europa#Italien|UNESCO-Welterbestätten]], zahlreichen Museen, Städten wie [[Rom]], [[Florenz]], [[Neapel]] oder [[Venedig]] und Regionen wie [[Toskana]], [[Südtirol]], [[Sardinien]] oder [[Emilia-Romagna]]. Auch zählt Italien mit einer Küstenlänge von 7.600&#x202F;km und einem warmen Mittelmeerklima zu den beliebtesten Badeurlaubszielen. In den Wintermonaten findet man in fast allen Regionen gut ausgestattete Skigebiete. [[File:Sentiero_del_Viandante_DSC_6340_(14020554463).jpg|thumb|Blick auf Bellagio vom zentralen Comer See, einer der ikonischsten Orte des italienischen Luxus]] == Regionen == [[File:Italy, administrative divisions - de - colored.svg|mini|hochkant=1.3|Karte der italienischen Regionen.]] * '''[[Oberitalien|Nord- oder Oberitalien]]''' **[[Italienische Riviera]] - **[[Trentino-Südtirol]] - (''Trentino-Alto Adige''), bestehend aus den beiden autonomen Provinzen [[Südtirol]] und [[Trentino]] **[[Venetien]] - (''Veneto'') – Lagunenstadt Venedig, Heimat von Romeo und Julia, Meer und Alpen **[[Friaul-Julisch Venetien]] - (''Friuli-Venezia Giulia'') **[[Lombardei]] - (''Lombardia'') – mit sehr unterschiedlichen Landschaftsformen; im Norden die Alpen und im Süden die Po-Ebene **[[Piemont]] - (''Piemonte'') **[[Aostatal]] - (''Valle d'Aosta'') – französischsprachiges Gebiet in den [[Alpen]] **[[Ligurien]] - (''Liguria'') – hier befinden sich die italienische Riviera und [[Cinque Terre]] **[[Emilia-Romagna]] – industrieller Motor mit Ferrari, Lamborghini, Maserati und Ducati sowie Heimat von Parmesan, Parmaschinken und Balsamico-Essig * '''[[Mittelitalien]]''' **[[Toskana]] - (''Toscana'') – Hochkultur in Florenz und Pisa, idyllische Hügellandschaft des Chianti, mittelalterliche Städtchen **[[Marken]] - (''Marche'') **[[Umbrien]] - (''Umbria'') – das grüne Herz Italiens **[[Latium]] - (''Lazio'') – die Region um die Hauptstadt [[Rom]] **[[Abruzzen]] - (''Abruzzo'') im Zentrum Italiens * '''[[Mezzogiorno|Süditalien]]''' (''Mezzogiorno'') **[[Molise]] - die Unbekannteste der Regionen **[[Kampanien]] - (''Campania'') – Neapel, Vesuv, Pompeji, Amalfiküste, Capri und Büffelmozzarella **[[Apulien]] - (''Puglia'') – Der Absatz des Stiefels **[[Basilikata]] - (''Basilicata'') **[[Kalabrien]] - (''Calabria'') – Die Stiefelspitze * '''[[Sardinien]]''' (''Sardegna'') - nach Sizilien die zweitgrößte Insel im [[Mittelmeer]] * '''[[Sizilien]]''' (''Sicilia'') - große Insel am Südrand der italienischen Halbinsel (der "Ball" an der "Spitze des Stiefels"). == Städte == [[File:Vue des toits depuis la Sainte-Trinité-des-Monts, Rome, Italy.jpg|mini|[[Rom]]]] * '''[[Rom]]''' (''Roma'') - sowohl Hauptstadt Italiens als auch des alten Römischen Reiches, Zentrum der Katholischen Kirche ([[Vatikan]]). * '''[[Mailand]]''' (''Milano'') - teilt sich mit [[Paris]] den Titel "Modehauptstadt der Welt" und ist die wirtschaftliche Hauptstadt Italiens. * '''[[Neapel]]''' (''Napoli'') - Großstadt am [[Vesuv]], mit den berühmten Zielen [[Herculaneum]] und [[Pompeji]]. * '''[[Turin]]''' (''Torino'') - die erste Hauptstadt des modernen Italiens und Austragungsort der olympischen Winterspiele 2006. * '''[[Bari]]''' - Grabstätte des Hl. Nikolaus, historische Hafenstadt und Tor nach Südosteuropa. * '''[[Bologna]]''' - wichtige Handels- und Messestadt. * '''[[Florenz]]''' (''Firenze'') - bedeutsam für Geschichte, Kunst und Architektur, zweite Hauptstadt des modernen Italiens. * '''[[Genua]]''' (''Genova'') - eine lebendige und gleichzeitig historische Hafenstadt, Geburtsstadt von Kolumbus. * '''[[Palermo]]''' - Hauptstadt von [[Sizilien]], eine Stadt der Gegensätze. * '''[[Venedig]]''' (''Venezia'') - berühmt für Kunst und Geschichte. Die Stadt besitzt keine Autostraßen, dafür umso mehr Kanäle. * '''[[Verona]]''' - am Südrand der Alpen, hier befindet sich die weltberühmte Arena. * Weitere Städte in den Regionenartikeln == Weitere Ziele == Touristisch herausragende Orte: [[Comer See]], [[Lierna]], [[Mandello del Lario]], [[Varenna]], [[Sorrent]], [[Amalfi]], [[Positano]], [[Capri]], [[Ischia]], [[Cinque Terre]], [[Elba]], [[Rimini]], [[Volterra]], [[San Gimignano]], [[Montepulciano]], [[Pisa]], [[Taormina]], [[Cefalù]], [[Syrakus]], [[Urbino]], [[Varigotti]] '''Inseln:''' [[Elba]], [[Sardinien]], [[Sizilien]], [[Stromboli]], [[Vulcano]], [[Lipari]], [[Capri]], [[Ischia]] Übersicht: [[Italien/Orte in Italien|Orte in Italien]] == Hintergrund == Italien wurde erst im Jahre 1861 ein Nationalstaat, als sich die Kleinstaaten auf der Halbinsel samt [[Sizilien]] und [[Sardinien]] unter König Viktor Emmanuel II. zusammenschlossen. Die Ära der Demokratie fand nach der Errichtung des Faschismus unter Benito Mussolini in den 1920er Jahren ihr Ende, die italienischen Faschisten dienten also als Vorbild für die deutschen Nationalsozialisten. Das Bündnis mit Hitlerdeutschland führte das Land anschließend in den Zweiten Weltkrieg. Allerdings wurde Mussolini 1943 von der italienischen Opposition abgesetzt, daraufhin übernahmen die Deutschen die Macht im Land, und am 28. April 1945 hingerichtet; die Italiener schafften es also, anders als die Deutschen, sich aus eigener Kraft vom Faschismus zu befreien. Nach der Niederlage löste 1946 eine republikanische Staatsform die Monarchie ab, gleichzeitig erfolgte ein wirtschaftlicher Aufschwung. Italien war Gründungsmitglied der NATO und der Europäischen Gemeinschaft. Es gehörte zu den Vorreitern der europäischen Einigung und nahm 1999 an der Währungsunion teil. Heute steht der Süden des Landes mit illegaler Einwanderung, organisiertem Verbrechen, Korruption, hoher Arbeitslosigkeit und schlechten Wachstumsraten im Kontrast zum prosperierenden Norden. [[File:Canal Grande Chiesa della Salute e Dogana dal ponte dell Accademia.jpg|mini|[[Venedig]]]] [[File:Florence Duomo from Michelangelo hill.jpg|mini|[[Florenz]]]] == Anreise == === Einreisebestimmungen === Da Italien Mitglied des [[Europa#Länder|Schengener Abkommens]] ist, kann ein Schengen-Bürger jederzeit mit einem entsprechenden Identitätsnachweis oder Reisepass nach Italien einreisen. Bürger anderer Nationen sollten sich bei der italienischen Botschaft ihres Landes nach den individuellen Einreiseformalitäten erkundigen. === Flugzeug === [[File:ITA AIRWAYS A350-941 EI-IFF HND RJTT 19-APR-2023 (52829502995).jpg|mini|[[ITA Airways]], mit Sitz in Rom, ist die größte italienische Fluggesellschaft.]] Die wichtigsten Städte wie [[Rom]], [[Mailand]], [[Bergamo]], [[Venedig]], [[Catania]], [[Bologna]], [[Neapel]], [[Pisa]], [[Palermo]], [[Bari]], [[Cagliari]], [[Turin]], [[Verona]] oder [[Florenz]] haben einen internationalen Flughafen, der von den meisten größeren Fluggesellschaften angeflogen wird. Kleinere Flughäfen sind in größeren Städten wie z.&#x202F;B. [[Genua]], [[Triest]], [[Reggio Calabria]], [[Parma]], [[Perugia]], [[Rimini]], [[Pescara]], [[Ancona]], [[Brindisi]], [[Treviso]] vorhanden, werden aber nur von Regional-Fluggesellschaften oder von sog. Billigfliegern angeflogen. Man sollte sich bei der Planung einer Flugreise nach Italien diese Möglichkeiten zu Nutze machen, aber auch bedenken, dass es im Land des ''sciopero'' (Streik) durchaus auch zu unerwarteten, längeren Verzögerungen kommen kann. === Bahn === Eine der wichtigsten Verbindungen aus dem deutschsprachigen Raum nach Italien sind die zweistündlich verkehrenden EuroCity-Züge von München und Innsbruck über den Brenner nach Bozen, Verona und Bologna. Von München nach Bologna fährt man etwa 6½ Stunden. Dort besteht dann Anschluss an Fern- und Hochgeschwindigkeitszüge in andere Landesteile (siehe unter [[#Mobilität]]). Aus Zürich fährt aller zwei Stunden ein EuroCity via Zug und Arth-Goldau nach Mailand (4 Stunden), wo wiederum Anschlussverbindungen mit italienischen Fern- und Hochgeschwindigkeitszügen in die übrigen Regionen bestehen. Mehrmals täglich fahren auch EC von Genf, Lausanne und Brig nach Mailand; einzelne Züge gibt es von Basel (gut 4 Std.), Bern (gut 3 Std.) oder Luzern (gut 4 Std.) nach Mailand. Von Wien kommt man morgens mit einem EuroCity (über Klagenfurt, Villach) nach Udine, Treviso und Venedig (7:40 Std.). Nachtzüge fahren von München (über Regensburg, Innsbruck) oder von Wien (via Klagenfurt, Villach) nach Bologna, Florenz und Rom. === Bus === Fernbusgesellschaften wie beispielsweise [[Flix|Flixbus]], [http://www.ibus.it Ibus], [https://www.italybus.it Italybus], [http://www.interbus.it Interbus] verkehren durch das ganze Land (und teils sogar mit Abfahrtspunkten im Ausland) und fahren einzelne Städte an. Mit etwas Glück findet man eine international operierende italienische Busgesellschaft, die aus einer deutschen Großstadt direkt ans italienische Reiseziel fährt, nur als Beispiel verkehrt eine Busgesellschaft ab [[Köln]], [[Frankfurt am Main]], [[Stuttgart]], [[München]] bis ins im Bergland der Provinz Basilicata gelegene Städtchen [[Matera]]. === Schiff === [[File:Porto Genova Notte 02.jpg|mini|Hafen [[Genua]]]] Es verkehren verschiedene Fähren aus [[Griechenland]], [[Albanien]] und [[Kroatien]]. Die meisten von ihnen fahren [[Venedig]], [[Ancona]], [[Bari]] oder [[Brindisi]] an. Einige reguläre Fährlinien verlaufen auch von [[Korsika]] nach [[Genua]], [[Livorno]], [[Civitavecchia]] und [[Sardinien]]. Es existieren auch Fährverbindungen von verschiedenen nordafrikanischen Häfen nach [[Sizilien]]. Eine weitere Möglichkeit ist die Anreise per Kreuzfahrtschiff. So ist Civitavecchia bei Rom der zweitgrößte Kreuzfahrthafen Europas, wenn man vom Passagiervolumen ausgeht. Siehe: [https://www.reise-nach-italien.de/kreuzfahrt-italien.html Italien Kreuzfahrt] === Auto/Motorrad/Fahrrad === [[File:Untere Eisacktal aus St Oswald Kastelruth.jpg|mini|Brennerautobahn A22]] Von deutschsprachigen Ländern aus geschieht die Anreise üblicherweise über oder durch die Alpen. Von der Ostschweiz und vom Vorarlberg aus wird die [[San-Bernardino-Pass|San-Bernardino-Route]] genommen (Autobahn A13), von der Zentralschweiz aus die [[Gotthardpass|Gotthard-Route]] (Autobahn A2), von der Westschweiz aus die [[Simplon|Simplon-Route]] (Autobahn A9). Von Tirol aus wird die Brennerautobahn oder der Reschenpass genommen, von Ostösterreich in der Regel die Südautobahn (A2). Wer von Deutschland aus kommt, wählt die für ihn günstigste Durchquerung durch die Schweiz oder durch Österreich aus (wer über Basel oder Stuttgart–Schaffhausen kommt, nimmt in der Regel die [[Gotthardpass|Gotthardstrecke]], wer über München anreist, die Brennerautobahn). Wer die Schweiz bzw. Österreich auf der Autobahn durchqueren möchte, muss eine entsprechende '''Autobahnvignette''' besitzen. Diese können teils auch in Deutschland an grenznahen Tankstellen gekauft werden. Es macht kaum Sinn, Umwege zur Vermeidung einer solchen Vignette zu fahren, diese sind bedeutend länger und können an einer vignettenpflichtigen Strecke enden. Zu den typischen Ferienzeiten (Sommerferien, vor allem am Wochenende) oder an verlängerten Wochenenden (Ostern, Auffahrt/Christi Himmelfahrt) ist bei der An- und Abreise mit kilometerlangen Staus und mehrstündigen Verzögerungen zu rechnen, vor allem an der Gotthardautobahn. Dort ist der traditionelle "Osterstau" ein feststehender Begriff. Viele Tankstellen haben jeweils einen Bereich mit und ohne Service. Die Literpreise im Servicebereich können bis zu 25 Cent über dem Selbstbedienungspreis der gleichen Tankstelle liegen. Die Benzin- und Dieselpreise an Autobahntankstellen sind nicht höher als außerhalb der Autobahn. == Mobilität == === Eisenbahn === [[File:ETR 400 Roma Tiburtina train station 24 20181231.jpg|mini|FS Frecciarossa 1000, italienischer Hochgeschwindigkeits&shy;zug]] Die nationale Eisenbahngesellschaft '''Ferrovie dello Stato (FS)''', die heute unter der Marke '''[https://www.trenitalia.com Trenitalia]''' auftritt und andere regionale Bahngesellschaften decken als relativ preiswertes und relativ pünktliches Fortbewegungsmittel ganz Italien ab.<br /> Die '''Frecce''' sind Hochgeschwindigkeitszüge, welche auf speziellen Trassen verkehren und die italienischen Metropolen mit hoher Geschwindigkeit und Komfort verbinden. * Der rote '''Frecciarossa''' („Roter Pfeil“) verbindet mit maximal 300&#x202F;km/h den Norden Italiens (Mailand, Turin, Venedig, Bologna) mit zwei Stammlinien entlang der Küsten des tyrrhenischen Meers und der Adria über [[Rom]]–[[Neapel]] bis [[Salerno]] und über [[Ancona]]–[[Pescara]] bis [[Bari]]. * Der '''Frecciargento''' („Silberpfeil“) verkehrt auf Hochgeschwindigkeits- und konventionellen Trassen in den Süden bis [[Reggio di Calabria|Reggio Calabria]] und [[Lecce]]. Seine Höchstgeschwindigkeit beträgt 250 km/h. * Die Züge des '''Frecciabianca''' („Weißer Pfeil“) verbinden große und mittelgroße italienische Städte zwischen 6 und 21 Uhr, teils im Stunden- und Halbstundentakt. Sie erreichen ebenfalls Geschwindigkeitsspitzen von 250 km/h. Ergänzend gibt es im Fernverkehr die Zuggattungen InterCity, EuroCity und InterCity Notte. Alle anderen Züge verkehren als Regionalzüge, mit wesentlich betagterem Rollmaterial, geringerer Zugdichte und Komfort. Auch zwischen größeren Städten verkehren teils nur wenige Zugpaare, ein Taktfahrplan mit stündlichen regelmäßigen Abfahrten ist in Italien erst ansatzweise umgesetzt. Etliche Regionallinien wurden in den letzten Jahrzehnten stillgelegt und teils durch Busse ersetzt. Im italienischen Fernverkehr (auch im internationalen Verkehr aus Deutschland oder Österreich) wird sukzessive auf das [[w:Globalpreis|Globalpreis]]-System gesetzt, d. h. man bucht nicht eine Fahrt von A nach B, sondern einen bestimmten Zug mit verpflichtender Reservierung. Dies macht Bahnfahren auf langen Strecken sehr teuer, da man für jede Strecke einen eigenen Fahrschein mit festen Fahrpreisen kaufen muss, die anders als bei herkömmlichen Fahrscheinen nicht von der Länge der Gesamtstrecke abhängig sind. Gleichzeitig wird Spontanfahren durch die Reservierungspflicht außerordentlich erschwert. Aus dem gleichen Grund ist ein [[InterRail]]-Ticket für Italien keine gute Wahl. Für Regionalzüge gibt es 3- resp. 5-Tagespässe für 35/59 Euro (2024), was sie zur günstigen Alternative gegenüber Einzelfahrkarten macht sofern man es nicht eilig hat. Am Automaten gibt es sie unter "Promo." Fahrscheine können auf der Website von [https://www.trenitalia.com/de.html Trenitalia] online gebucht werden, hier gibt es auch eine elektronische Fahrplanauskunft. Als Konkurrent zur Staatsbahn tritt im Fernverkehr die private Gesellschaft ''Nuovo Trasporto Viaggiatori'' (NTV) auf, die unter der Marke '''[https://www.italotreno.it/ italo]''' ebenfalls Hochgeschwindigkeitszüge (max. 250 km/h) verkehren lässt, und zwar von Turin und Mailand, Verona oder Venedig und Padua im Norden über Bologna, Rom und Neapel nach Salerno. ;Historische Sonderzüge Die Stiftung der FS betreibt (saisonal) [https://www.fondazionefs.it/content/fondazionefs/it/treni-storici.html historische Sonderzüge] auf reizvollen Strecken. Der Preis des jeweiligen Tagestickets gilt für Hin- und Rückfahrt. „Historisch“ kann in diesem Zusammenhang vergleichsweise luxuriöse Waggons aus der Ära Mussolini bedeuten oder aber renovierte Schienenbusse der 1970/80er. === Mit dem Bus === Praktisch jeder Ort in Italien ist mit dem Autobus erreichbar. Der Bus ist in Italien ein beliebtes Transportmittel, welches teils schneller, günstiger und komfortabler als die Eisenbahn ist. Ganz einfach gestaltet sich die Benutzung allerdings nicht. Hier einige Hinweise: In Italien wird zwischen Stadtbussen, Regionalbussen und überregionalen Bussen unterschieden. * '''Stadt- und Ortsbusse''' verkehren innerhalb von Städten oder zu umliegenden eingemeindeten Ortschaften. Teils werden sogar die engen Innenstädte mit Kleinbussen vorsorgt. Die Fahrpläne sind meist angeschlagen oder im Internet ersichtlich, teils wird nur eine Frequenz (einmal pro Stunde, alle 20 Min. o.ä.) angegeben. * '''Regionalbusse''' werden von regionalen oder örtlichen Gesellschaften betrieben. Gewisse Gesellschaften versorgen Regionen oder Provinzen, andere örtliche Gesellschaften fahren einfach sternförmig die größeren Orte und Städte in der Region an, ebenfalls hier existiert keine zentrale Fahrplanauskunft, mehr oder weniger aktuelle Fahrpläne finden sich auf den einzelnen Website der Betreibergesellschaften. Die Netzplanung kann allerdings dann so aussehen, dass aus der sizilianischen Stadt A die in A ansässige Busgesellschaften Fahrten nach [[Palermo]], [[Catania]] und die wichtigsten umliegenden Städte anbietet, und die Gesellschaft B in der Stadt B Busverbindungen ebenfalls nach [[Palermo]] und [[Catania]] für die Fahrgäste in die Metropolen anbietet, allerdings bestehen keine direkten Busverbindungen zwischen A und B. Durch Studium der Websites der verschiedenen Gesellschaften findet sich evtl. ein Ort, der von beiden Gesellschaften angefahren wird, die Suche ist ähnlich wie diejenigen nach dem gemeinsamen Nenner. Vor Ort lohnt es sich, bei der Tourismusinformation oder am Busbahnhof nachzufragen, evtl. wissen Passanten oder Taxifahrer Rat, die einen allerdings möglicherweise auch lieber gleich selber fahren. * '''Fernbusgesellschaften''': Fernbusgesellschaften wie beispielsweise [[Flix|Flixbus]], [http://www.ibus.it Ibus], [https://www.italybus.it Italybus], [http://www.interbus.it Interbus] verkehren durch das ganze Land (und teils sogar mit Abfahrtspunkten im Ausland) und fahren einzelne Städte an. Allerdings befördern sie nur Passagiere beispielsweise ab [[Mailand]] und fahren apulische Provinzstädtchen direkt an, von einem dieser Städtchen zum 30&#x202F;km entfernten nächsten werden allerdings keine Passagiere mitgenommen, auch wenn die Haltestellen hintereinander auf dem Fahrplan stehen. Eine italienische Fahrplanauskunft für alle Busgesellschaften existiert nicht, allerdings kann man mit einer Websuche mit den Stichworten "Ausgangsort", "Zielort" und "autobus" oder "Pullman" (als Ausdruck für Fernbus) fündig werden. '''Haltestellen''': Nur teilweise fahren die Busse von zentralen Busbahnhöfen oder dem Bahnhofsvorplatz ab. Viele Bushaltestellen liegen bei Einkaufszentren, an Ausfallstraßen oder Kreuzungen, leider sind sie nicht immer gekennzeichnet. Teilweise hat jede Bus-Gesellschaft ihre eigenen Haltestellen (die manchmal in den Fahrplänen angegeben sind: "gegenüber von der Apotheke" oder "vor der Bar X".) Auf der Straße fragt man am besten Passanten nach "pullmann / autobus" (Bus) und "fermata" (Haltestelle). === Straßenverkehr === {{Scroll Gallery |title = Besondere Verkehrszeichen |Bild:Italian traffic signs - zona traffico limitato (figura II 322-a).svg|Zone mit beschränktem Verkehr. |Bild:Cennina.jpg|'''grün''' zur Autobahn <br /> '''blau''' Hauptstraße. |Bild:Italian traffic signs - limiti di velocità generali (figura II 352).svg|Höchstgeschwindigkeiten. |Bild:A13Italia3.JPG|Geschwindigkeits-„Tutor.“ }} Viele Mitteleuropäer empfinden den sprichwörtlich gewordenen „italienischen Fahrstil“ als etwas chaotisch. Das mag daran liegen, dass die Straßenverkehrsordnung vor allem im Süden oft flexibler gehandhabt wird, als in nördlicheren Ländern, die Zeiten von "no rules" sind aber weitgehend vorbei. Auch in Italien legen die "Automobilisti" zunehmend Wert auf eine gepflegtes Gefährt mit einer glänzenden Karosserie und Blechschäden verärgern sie mindestens ebenso wie weiter nördlich, die Zeiten sind vorbei, als „auf Kotflügelkontakt“ gefahren und eingeparkt wurde. Privates Abschleppen auf Autobahnen ist verboten. Wer Italien mit dem '''Auto''' erkunden möchte, informiert sich am besten vorher über die Route mit einem Online-Routenplaner oder aktuellem Kartenmaterial. Brauchbare '''Straßenatlanten''' sind der '''Michelin Italia Straßenatlas''' ({{ISBN|978-2067209534}}) oder der Straßenatlas des Touring Club Italiano ({{ISBN|978-8836551552}}), in beiden sind die meisten Provinzstraßen und neu erbauten Umfahrungen enthalten. Übersichtskarten über ganz Italien, auf denen größere Städte nur als Punkte dargestellt sind, helfen höchstens für die Übersicht. In den häufigen Fällen, in denen die Hauptstraße nicht geradlinig durchs Städtchen führt, helfen sie nicht weiter, auf den Michelin-Karten kann man sich über den Hauptstraßenverlauf orientieren. Nach Wegweisern zu navigieren ist in Italien nicht ganz einfach. Zu oft sind diese nämlich alt, verwittert und schief oder so klein beschriftet, dass man ohne Ehrenrunde nicht zu Ende lesen kann. Anhäufungen von 15 oder mehr Wegweisern an einer Stange sind nicht selten. Andererseits ist oftmals das nächste Städtchen nicht als Routenziel auf dem Wegweiser angegeben, dafür steht die 100&#x202F;km entfernte Provinzhauptstadt auf jedem dritten Wegweiser, auch wenn es nur eine Provinzstraße „über die Dörfer“ ist. Es lohnt sich folglich ein Blick auf die Straßenkarte, um die gut ausgebaute „Strada Statale“ zu nehmen, die Straßennummerierung ist dazu sehr hilfreich. Sehr häufig wird heute mit dem '''Navigationssystem''' gefahren. Man muss damit rechnen, dass die Routenführung einen über abenteuerliche Wege führt, da die alte Hauptstraße durch das verwinkelte Ortszentrum führt und eine neue Umfahrung den Durchgangsverkehr zügig um das alte Stadtzentrum herum leitet. Hier lohnt es sich, zusätzlich zum "Navi" dem Beifahrer den Straßenatlas in die Hand zu drücken. Vor allem Fahrer breiter Wohnmobile tun gut daran, nach blauen Wegweisern für Lastwagen über 3,5 t Ausschau zu halten, welche auch für „Dickschiffe“ fahrbare Routen bezeichnen.<br /> Erfahrungsgemäß ist das Navigationssystem ausgesprochen hilfreich, um zu erkennen, in welchem Ort man ist (aufgrund großflächiger Eingemeindungen kann das Ortsschild einer Großstadt schon zwei Ortschaften vor der Stadtgrenze stehen und man sucht vergebens den anvisierten Parkplatz oder Bahnhof), oder auf welcher Straße (SS…) man fährt resp. welcher Ausfahrt man sich nähert. Ein absolutes Muss ist es, sich an die vorgeschlagenen Umfahrungen (gelbe Wegweiser) zu halten. Auch wenn man hofft, bei großräumigen Umfahrungen im Einbahnverkehr eine lichtsignalgeregelte Strecke zu finden, auf der man ohne Umweg hindurchschleichen kann: es lohnt sich nie! Die Brücke, wegen deren Revision eine Umfahrung ausgeschildert ist, ist möglicherweise einfach nicht mehr da und der Bau der neuen kann einige Jahre in Anspruch nehmen. Die meisten italienischen '''Autobahnen''' sind mautpflichtig. Im Gegensatz zu früher, als in der Mitte eines Autobahnabschnitts eine Zahlstelle passiert und der Obolus für diesen Abschnitt entrichtet werden musste (und es zu gewaltigen Staus kam), zieht man in den meisten Fällen bei der Einfahrt auf die Autobahn ein Ticket und bezahlt beim Verlassen der Autobahn an einer Zahlstelle. Die Kassenhäuschen mit Bargeldentgegennahme sind bezeichnet, bezahlt werden kann auch am Automat mit Noten, Münzen und Kreditkarte.<br /> Die Ausfahrten sind frühzeitig beschildert, die Pfeile zur Ausfahrt sind frühzeitig auch auf dem rechten weiterführenden Fahrstreifen aufgemalt, langsamere Wohnwagengespanne können aber auf dieser Spur problemlos weiterfahren, da die eigentliche Ausfahrt mit einer eigenen Spur beginnt. Empfehlenswert sind '''Via-Cards''' zum Bezahlen der Mautgebühr auf '''Autobahnen'''. Man bezahlt die Karte im Voraus (es gibt Karten zu 25, 50 oder 75 Euro) und kann bargeldlos Autobahnfahren und an den Zahlstellen die '''blauen''' Spuren (Via Card) nutzen (Max. 2 Karten pro Bezahlvorgang möglich). Via-Cards sind an Tankstellen, Autobahnraststätten und in der Schweiz beim TCS erhältlich, man kann sie problemlos nach Einfahrt auf die Autobahn auf einer der Raststätten erwerben, da in der Regel erst beim Verlassen der Autobahn abgerechnet wird. Vorsicht, die '''gelben''' Spuren sind dem [https://www.telepass.it Telepass] mit automatischer Abrechnung des Mautbetrags vorbehalten. Die bargeldlosen Stationen funktionieren nicht immer perfekt, sie buchen bei der Kartenzahlung nicht ab, drucken aber einen Beleg aus, auf dem steht, wie viel noch zu bezahlen ist. Die Schranke geht trotzdem hoch. Wenn man weiterfährt, ohne nachzuzahlen kann man später, manchmal sogar Jahre später, Probleme bekommen. Inkassobüros schicken Nachforderungen. Der ADAC rät deshalb, die Mautbelege für lange Zeit aufzubewahren. Ein Zurücksetzen vor der Zahlstelle (wenn man sich falsch eingeordnet hat) ist strengstens verboten. Wenn die Bezahlung nicht möglich ist, ist eine Weiterfahrt trotzdem möglich. Entweder kann per Gegensprechanlage ein Mitarbeiter gerufen werden, oder es wird ein Ticket (die Autonummer wird gescannt und das Fahrzeug registriert) ausgedruckt, das recht problemlos daheim per Kreditkarte [https://www.autostrade.it/it/home bezahlt] werden kann. Für '''Motorradfahrer''' gilt die Helmpflicht mit einem ECE-konformen Helm. Bei Nichtbeachtung kann das Motorrad vor Ort beschlagnahmt werden. Des Weiteren ist das Loslassen des Lenkers oder das Abheben der Beine untersagt, d.&#x202F;h.&nbsp;kein Grüßen. Die Vorschriften werden teils recht drastisch umgesetzt. ;Allgemeine Regeln Gesetzliche Regelung zu '''Kindersitzen in Autos:''' In Fahrzeugen mit italienischer Zulassung sind für Kinder bis zu vier Jahren nur noch Kindersitze zulässig, die mit einem Alarmsignal ausgestattet sind um zu verhindern, dass Kinder im Auto vergessen werden. Dieses gilt auch für alle Mietwagen mit italienischer Zulassung, unabhängig von der Nationalität des Fahrers. Sofern der Kindersitz Teil des Mietwagenvertrages ist, hat der Vermieter für einen den Vorschriften entsprechenden Sitz zu sorgen. In allen anderen Fällen ist der Besitzer des Kindersitzes in der Pflicht. Ab März 2020 werden bei Verstößen gegen diese neue Bestimmung Geldstrafen von 81 bis 326 Euro fällig. '''Alkohol am Steuer''' ist begrenzt auf 0,5‰ (0,0‰ für Fahranfänger in den ersten drei Jahren). Strafen bei Überschreitung sind drastisch und beginnen bei 2200 €, deutlich mehr bei über 0,8‰. Wer mehr als 1,5‰ hat wandert bis zu einem halben Jahr in den Knast. '''Telefonieren''' ohne Freisprecheinrichtung während der Fahrt kostet 250 € beim ersten Verstoß, €1000-1400 im Wiederholungsfalle.{{Stand|2025|01}} Generell wird mit großer Aufmerksamkeit gefahren, und das eigene Vortrittsrecht nicht rücksichtslos durchgesetzt. Wer das voraussichtliche Verhalten des vorderen Fahrers vorwegzunehmen versucht (wenn der Vordermann langsam zur Mittellinie zieht, wird er wohl zum Linksabbiegen halten, auch wenn er nicht blinkt …) wird problemloser im italienischen Verkehr mithalten können, als wer nicht auf die Bremse geht, weil er nach den Vortrittsregeln Rechtsvortritt hat. Zum besseren Verständnis einige subtilere, ungeschriebene Regeln, die von Ausländern nicht immer richtig erkannt werden: * Die '''Kommunikation''' der Fahrer untereinander hat eine höhere Bedeutung. Vieles wird per Handzeichen, Lichthupe oder Hupe geklärt. * '''Gegenseitige Rücksicht''' und '''Mitdenken'''. Italienische Fahrer pochen in der Regel weniger auf ihre Rechte und sind öfters bereit, anderen Zugeständnisse zu Gunsten eines besseren Verkehrsflusses zu machen. Die gelegentliche Gedankenlosigkeit anderer Verkehrsteilnehmer kann dadurch meist ausgeglichen werden. * Generell zeigen Italiener mit Fahren ganz hart an der Mittellinie an, dass sie es eilig haben, sie schätzen es, wenn man sich etwas rechts hält, um das Überholen zu vereinfachen. Andererseits fahren ältere Herrschaften mit dem "Cinquecento" gern mit 30&#x202F;km/h ganz am rechten Fahrbahnrand, eine Einladung zum Überholen, wenn die Strecke übersichtlich genug ist. Bei doppelter Sicherheitslinie ist das Überholen allerdings definitiv nicht angezeigt, Warnschilder warnen oft vor Spurteilern. * Auf Autobahnen und außerorts muss tagsüber ganzjährig mit Abblendlicht (oder alternativ Tagfahrleuchten) gefahren werden. Motorräder immer und überall. * Die '''Hupe''' wird gerne als Kommunikationsmittel eingesetzt. Besonders auf engen, unübersichtlichen und kurvenreichen Landstraßen hupen Italiener gerne vor der Einfahrt in eine Kurve. Wenn niemand zurückhupt, gehen sie davon aus, dass die Kurve frei ist und benutzen die volle Breite der Straße. Ausländer müssen sich daran gewöhnen, bei einem '''Hupen hinter einer Kurve unverzüglich zurückzuhupen.''' * In Sizilien wird manchmal ein langsamer Wechsel von Fern- und Abblendlicht auf der Autobahn zum Warnen des Vordermanns eingesetzt, um ihn vor unerwarteten Überholmanövern zu warnen. * Auf '''Bergstraßen''' haben bergwärts fahrende Fahrzeuge grundsätzlich Vorfahrt, es sei denn, es steht eine nahe Ausweichmöglichkeit zur Verfügung. * Linienbusse haben immer Vorfahrt. * Die '''Beschilderung''' ist nicht so zuverlässig und durchgehend wie man sich das in D oder CH gewohnt ist. Auf unbekannten Straßen deshalb vorsichtig fahren, nicht jede enge Kurve ist signalisiert. Geschwindigkeitslimits werden vor allem im Süden eher flexibel umgesetzt, in Norditalien werden Geschwindigkeitsübertretungen zunehmend rigoros verfolgt.<br /> : In Italien gilt die angezeigte Geschwindigkeit als Höchstgeschwindigkeit, die aber aus Verkehrssicherheitsgründen nicht durchgehend gefahren werden darf. Während beispielsweise in der Schweiz ein Geschwindigkeitslimit von 60&#x202F;km/h vor einer gefahrenträchtigen Kurve angeordnet ist, gilt auf italienischen schmalen Provinzstraßen ein offenes Limit von 90&#x202F;km/h und man ist selber schuld, wenn man eine Kurve unterschätzt und im Graben landet. * '''Radarfallen''' stehen oftmals an kritischen Stellen mit engen Kurven und sind in der Regel auf der Autobahn markiert, der sich knapp vor dem Außerortsschild hinter einem Gebüsch verbergende Polizist mit der Radarpistole wird nur sehr selten angetroffen. Das '''[[w:it:SICVE|Systema Tutor]]''' ist ein Geschwindigkeits-Abschnittskontrollsystem: zwischen auseinanderliegenden Messstellen wird die Passagezeit erhoben und die Durchschnittsgeschwindigkeit errechnet, bei deren Überschreitung ein Bußgeld fällig wird. Eine kurze Beschleunigung zum Überholen führt in diesem Fall nicht zum Strafzettel, wenn man danach wieder „manierlich“ fährt. Das System deckt inzwischen bis 40&#x202F;% des italienischen Autobahnnetzes ab, so dass sich das sonst so oft erlebte Losrasen nach Passieren des bekannten Radarstandorts nicht lohnt. * wenn man aus einer Seitenstraße in zügig fließenden Verkehr einfädeln will, rollt man beherzt unter Suchen des Sichtkontakts auf die Fahrbahn, um die Absicht kundzutun, und wird in der Regel bald einmal eingelassen. Wenn man mit vornehmer Zurückhaltung hinter der Linie wartet, droht man dort vorzeitig zu altern. : Für '''Fußgänger''' gilt ganz ähnliches: Nicht an einem Zebrastreifen darauf warten, dass jemand anhält, das wird im allgemeinen nicht geschehen. Wenn man in einem sinnvollen Moment beherzt losgeht und so die Absicht klarmacht, dass man jetzt über die Straße will, wird aber bereitwillig angehalten. Ähnliches gilt an grünen Fußgängerampeln, gehalten wird nur, wenn man wirklich losläuft. * bekannt ist Italien auch dafür, dass jegliche am Fahrzeug nach hinten ragende Ladung (auch Fahrräder am PW und Wohnmobilen) mit einem 50 × 50 cm großen rot-weiß-gestreiften '''Panello''' gekennzeichnet werden müssen. * Es gilt Rauchverbot im Fahrzeug, wenn Schwangere oder Minderjährige mitfahren. * Italienische '''Strafzettel''' können seit 2016 EU-weit eingetrieben werden. Sie bleiben fünf Jahre vollstreckbar. Zu bedenken ist, dass für gleichwertige Verstöße in Italien die Bussen deutlich höher sind als in Deutschland. Bei den meisten Bußgeldern wird bei Zahlung innerhalb von fünf Tagen ein Nachlass von 30&#x202F;% gewährt. Ansonsten verdoppelt sich der fällige Betrag, sofern nicht innerhalb 60 Tagen bezahlt wird. Autovermieter rechnen Strafzettel über die hinterlegte Kreditkarte ab. Das Fortkommen in Italien erleichtert sich, wenn man sich an die Straßennummerierung und die Kennfarben der Wegweisung gewöhnt. Die in der Regel '''kostenpflichtigen''' Autobahnen sind generell '''grün''' markiert. Leicht übersehen werden die kleinen Wegweiser zum nächsten Autobahnanschluss, die nur mit dem Autokennzeichen der Provinzstadt bezeichnet sind, das kleine grüne Schild '''CT''' bezeichnet also den Weg zum nächsten Autobahnanschluss mit Ziel [[Catania]]. '''Blaue''' Wegweiser stehen für Hauptstraßen, die als '''"Strada statale" (SS)''' bezeichnet sind, höhere Nummern können parallel zur alten Strada statale geführte Neubaustrecken bezeichnen, diese sind teils richtungsgetrennt doppelspurig, aber nicht kreuzungsfrei geführt. So existiert nach Apulien die '''SS16''' weiterhin, auf der parallel geführten '''SS613''' kommt man wesentlich schneller und ohne Ortsdurchfahrten, die in Italien sehr zeitraubend sein können, vorwärts. Weiße Wegweiser bezeichnen lokale Ziele, braune Ziele, welche Touristen interessieren dürften, oftmals bezeichnet ein Logo die Art des Ziels (archäolog. Gelände oder Badestrand). Bei Unfällen mit ausländischen Verkehrsteilnehmern Fahrzeuge nicht bewegen, sondern direkt die Polizei verlangen. Das braucht zwar viel Geduld und Nerven, erspart aber später Probleme mit der Versicherung. ;Verkehrsberuhigte Zonen In immer mehr Innenstädten sind „[[w:Zone mit beschränktem Verkehr|Verkehrsberuhigte Zonen]]“ ({{itS|Zona a traffico limitato}}, ZTL) ausgewiesen. In diese ist das Einfahren nur mit registriertem Nummernschild gestattet. Die jeweilige Gemeinde erlässt dann noch zusätzliche Beschränkungen hinsichtlich Zeiten, Fahrzeuggröße oder Höchstgeschwindigkeit. Die Zufahrten sind kameraüberwacht. Unerlaubtes Einfahren kann teuer werden, 80-300 € pro Verstoß, d.&#x202F;h. jedes mal wenn die Nummer erfasst wird.<br> Eine aktuelle Übersicht einzelner Städte und ihrer detaillierten Regeln findet sich auf [https://www.accessibilitacentristorici.it/ Accessibilità Centri Storici], auch engl. ; E-Scooter Auf E-Scootern besteht Helmpflicht. Teuer ist es wenn, auch bei gemieteten Rollern, Blinker, Bremslichter oder Nummernschild fehlen. === Fahrrad === {{see also|Radrouten in Italien}} Es existieren in Italien Radwege und Radfernwege. == Sprache == Amtssprache ist {{SF|Italienisch}}. Im Nordwesten ([[Aostatal]]) wird lokal auch {{SF|Französisch}} gesprochen und in Südtirol gibt es eine deutschsprachige Mehrheit. In einigen Dolomitentälern wird Ladinisch, in Friaul Furlanisch gesprochen, die entfernt mit dem Rätoromanischen in der Schweiz verwandt sind. Auch auf Sardinien wird eine eigene Sprache, das Sardische, gesprochen. Aber auch in anderen Landesteilen gibt es stark ausgeprägte Dialekte, die mit der Hochsprache nur wenig gemein haben. Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts wurde fast überall Dialekt und nur zu besonderen Anlässen Hochitalienisch gesprochen, in den letzten Jahrzehnten ist das Standarditalienische aber – vor allem in den größeren Städten und bei den jüngeren Generationen – stark auf dem Vormarsch. In Friaul-Julisch-Venetien ist auch {{SF|Slowenisch}} Minorität. In einigen Orten Süditaliens, in Apulien wird von den Älteren ein griechischer Dialekt, das Griko, gesprochen, der noch aus der Zeit der ''Magna Graecia'' herrührt. In den touristisch gut erschlossenen Gebieten kommt man mit {{SF|Englisch}} gut durch. Besonders im Landesinneren aber hilft Englisch kaum mehr weiter und man muss auf Italienisch kommunizieren. Siehe '''[[Sprachführer Italienisch]]''' == Aktivitäten == * '''Baden und Wassersport''': an den flachen Stränden der Adria, an der italienischen Riviera. * '''Wandern''': Cinque Terre, Südtirol, Toscana * '''Klettern''': Dolomiten * '''Segeln''': eine gute Möglichkeit, die italienischen Inseln kennenzulernen. In zahlreichen Küstenstädten kann man Boote mit oder ohne Besatzung mieten. Gute Möglichkeiten bieten u.a. der Gardasee * '''Wintersport''' Skipisten in den Alpen: [[Cortina d’Ampezzo]], [[Piancavallo]], [[Toblach]], [[Grödner Tal]], [[Madonna di Campiglio]], [[Moena]], [[Livigno]], [[Bormio]], [[Sestriere]], [[Courmayeur]], [[Monte Rosa Ski]]. Auch auf dem Appenin gibt es Wintersport * '''Kunsttourismus''': Die wichtigsten Kunstschätze des Landes sind in [[Rom]], in [[Venedig]] und in [[Florenz]], aber es gibt auch 60 UNESCO-Welterbestätten (Stand 2024) * '''Naturtourismus''': 6 UNESCO-Naturerbestätten, unzählige Weingüter, und [[w:Agrotourismus|Agroturismus (it. agriturismo)]] gibt es nicht nur in der Toskana == Einkaufen == Die Öffnungszeiten der Geschäfte sind sehr unterschiedlich.<br /> Größere Supermärkte haben Samstag bis mindestens 20 Uhr und teilweise Sonntag vormittags geöffnet. Normale Ladengeschäfte und Boutiquen sind in Mittel- und Süditalien, vor allem in Kleinstädten, während der Siesta von 13 bis 16 oder 17 Uhr geschlossen, gelegentlich auch Tankstellen. Die Einkaufsstraßen sind dann völlig verlassen, die Rollläden heruntergelassen und das Parkplatzangebot ist kurz vor Ende der Siesta an größten. An Feiertagen haben manche Geschäfte, insbesondere Bäckereien, geöffnet. An ''Ferragosto'' (Mariä Himmelfahrt, 15. August) bleiben fast alle Läden geschlossen. In Touristenorten und Seebädern sind die Läden vor allem in der Hauptsaison Mai bis September meistens durchgehend geöffnet. Wer als EU-Bürger in Italien shoppt, muss ab einem Einkaufswert von 1000,00&#x202F;€ mit Kreditkarte zahlen. Die Bezahlung mit Bargeld ist laut Verordnung '''"tetto di mille euro"''' nur noch bis 999,99&#x202F;€ möglich. Die Regierung will damit Geldwäsche und Steuerhinterziehung eindämmen. Kunden mit Wohnsitz außerhalb der EU dürfen mit Bargeld bis zu 14999,99&#x202F;€ bezahlen. '''Wer isst, trinkt oder einkauft, ist verpflichtet, den ''scontrino'' (Kassenzettel) bis mindestens 500&#x202F;m Entfernung von Restaurant, Bar oder Laden mitzunehmen.''' Wer den ''scontrino'' an der Kasse oder auf dem Tisch liegen lässt und nach Verzehr oder Einkauf im Fall einer Kontrolle der Finanzpolizei nicht vorweisen kann, macht sich nach italienischem Gesetz (ebenso wie der Wirt/Verkäufer) der Steuerhinterziehung strafbar und muss ggf. eine Buße zahlen. Häufig werden die scontrini dem Kunden deshalb regelrecht aufgedrängt, bitte nehmen Sie den ''scontrino'' deshalb immer mit. '''Geldautomaten''' sind weit verbreitet, zumindest in Städten. In der Regel akzeptieren sie gängige internationale Kreditkarten. An Automaten, die direkt von Banken betrieben werden, fallen oft keine Gebühren für ausländische Karten an. Dazu gehören die Automaten der BNL (''Banco Nazionale del Lavoro'') und die „Postamat“-Automaten der italienischen Post. Je nach Karte kann die ausgebende Bank natürlich dennoch eine Gebühr erheben. In Italien gibt es kein Flaschen- oder Dosenpfand. == Küche == '''Un caffè, per favore:''' Der Kaffee hat im Herzen der Italiener einen besonderen Platz; und er ist in unzähligen Variationen zu finden. * Ein '''Caffè''' ist in Italien immer ein '''Espresso''', den man normalerweise in einer Bar zu sich nimmt. Es gibt ihn mit mehr (lungo) oder weniger (ristretto) Wasser, in doppelten (doppio) und halben (corto) Portionen, mit einem Tröpfchen Milch (macchiato) oder mit Hochprozentigem (corretto). Nicht zu vergessen: der Caffè Americano, der aus Espresso und viel heißem Wasser besteht. * Der '''Cappuccino''' ist das traditionelle Frühstücksgetränk; mittlerweile wird er auch ganztätig getrunken, allerdings nicht zum Abschluss eines Abendessens. * Die '''Latte Macchiato''' ist heiße, geschäumte Milch mit einem Espresso darin und auch der '''Caffè Latte''' ist anzutreffen, einem Espresso mit viel heißer, wenig geschäumter Milch. * Der Kaffee aus der ikonischen, achteckigen Bialetti-Kanne ist im übrigen kein Espresso-Herdkanne, sondern eine '''Moka'''-Herdkanne und die Neapolitaner haben ihre eigene Kanne, der Kaffee ist dann eine '''Napoletana'''. Die '''[[Essen und Trinken in Italien|Italienische Küche]]''' ist weltberühmt und dabei stark regional geprägt. Während die norditalienische Küche der deutschen etwas näher ist (man benutzt oftmals mehr Butter als Olivenöl), so ist die süditalienische Küche deutlich anders. Öl ist Grundkochmittel, dazu kommt Knoblauch und dann erst alles Weitere. An den Küsten wird viel Fisch gekocht, während im Landesinneren Schafsprodukte (v.a. Käse) produziert und verkocht werden. [[File:Troffiette genovese.jpg|mini|Rotwein, Trofie mit Pesto alla genovese]] [[File:Pizza Rucola.JPG|mini|Pizza ist neben Pasta der Inbegriff der Italienischen Küche im Ausland]] [[File:Pasta alla Norma (2563876877).jpg|mini|Nudeln aus Hartweizengrieß, ital. Pasta, sind ein Hauptbestandteil der Italienischen Küche]] '''Kleiner Wegweiser durch die gastronomischen Begriffe:''' Eine '''Bar''' ist in Italien kein Ort um Cocktails zu trinken. In einer italienische Bar gibt es vom frühen Morgen bis zum späten Abend Kaffee (und andere Getränke), morgens ein Frühstück und später oft ''panini'' oder andere kleine Speisen. Die Bar ist ein sozialer Treffpunkt, und der (oder die) ''Barista'' ist in der Regel eine lokale Informationsquelle, die man auch als Tourist nutzen kann. In der Bar liegen zudem kostenlose Tageszeitungen aus, je nach Größe der Bar kann das Sortiment beachtlich sein und umfasst gelegentlich ausländische Zeitungen. Die '''Torrefazione''' (Kaffeerösterei) bietet verschiedene Sorten selbst gerösteten Kaffee und andere Kaffeegetränke an, jedoch außer Kleingebäck meistens keine Speisen und andere Getränke. Restaurants gibt es als '''Osteria''', '''Trattoria''' oder '''Ristorante'''. Ein ''Ristorante'' ist meist etwas gehobener, eine ''Trattoria'' oft eher eine Gastwirtschaft, und die ''Osteria'' ließe sich mit "Weinlokal" übersetzen. Oft ist eine ''Osteria'' etwas wir ein „Gasthaus um die Ecke“. Alle können hervorragend sein, die Küche ist meist regional. ''Trattorie'' gibt es auch als Ausflugsgaststätten auf dem Land, mit etwas Glück auch mit einem großen Spielplatz. '''Pizza''' wird in der '''Pizzeria''' in einfachem Ambiente serviert; in "normalen" Restaurants gibt es sie (außerhalb der Touristengebiete) eher nicht. Dafür gibt es in einer guten Pizzeria nichts anderes; bestenfalls noch ein paar andere Spezialitäten, die sich im Pizzaofen zubereiten lassen. Jede Region macht die Pizza auf eine eigene Art, und natürlich ist jede von ihrer eigenen Variante überzeugt. Die meisten Italiener geben aber irgendwann zu, dass die neapolitanische Version - aus dem Holzofen mit hohem, unregelmäßigem Rand - die ursprüngliche und "echte" ist. Als Fastfood gibt es auch die '''Pizza al taglio''', Pizzastücke direkt auf die Hand. Daneben gibt es noch verschiedene Orte die nach den Speisen benannt sind, die es dort gibt: Die '''paninoteca''' serviert ''panini caldi'' (überbackene belegte Brötchen oder Toast), Pizzastücke und ähnliches, in der '''piadineria''' gibt es ''piadine'' (Fladenbrote mit Füllung). Die '''spaghetteria''' spezialisiert sich auf Pasta, in der '''rosticceria''' bekommt man frittierte oder gegrillte Speisen zum Mitnehmen oder gleich essen. Ein '''tavola calda''' ist ein günstiger Schnellimbiss mit Selbstbedienung, jedoch in der Regel ohne Fastfood, sondern mit einfachen, frisch vorgekochten Gerichten nach Saison, die für den Kunden erwärmt werden. Hier essen viele Berufstätige zu Mittag. Die Italiener, insbesondere im Süden, lieben Süßspeisen und Gebäck. Das gibt es in der '''pasticceria''', oder Konditorei. Hier bekommt man kleine Gebäckstücken wie ''cornetti'', ''biscotti'' (Kekse), ''pastafrolla'' (Mürbteiggebäck), ''bignets'' (Windbeutel) und andere lokale Spezialitäten, gerne auch mit einem Kaffee dazu. Die Pasticceria hat in der Regel auch Sonntagvormittag geöffnet, da es üblich ist, am Sonntag nach dem üppigen Mittagessen Gebäckteilchen einzunehmen. Und das italienische Eis holt man natürlich von der '''gelateria''', wahlweise in der Waffel (cono) oder im Becher (coppa); hier bezahlt man meist nicht für die Kugel sondern für die Portionsgröße, die sich aus unterschiedlichen Sorten zusammensetzen kann (z.&#x202F;B. eine kleine Portion Eis mit zwei Eissorten). Abends geht es dann in die '''birreria''' oder in den '''pub''' zu einem Bier, oder in die '''enoteca''' oder '''vineria''' zu einem Wein (hier werden auch hochpreisige Weine glasweise ausgeschenkt). In beiden bekommt man auch Kleinigkeiten zu Essen. Der '''Tea Room''' ist mit den Briten nach Italien gekommen. Obwohl Italien eine Nation der Kaffeetrinker ist, sind Tea Rooms zwar nicht prototypisch, aber eine gute Alternative zur in der Regel sehr lebhaften Bar. Häufig liegen in Tea Rooms auch Spiele, Bücher und Magazine aus und laden zum Verweilen ein. Der '''agriturismo''' (Bauernhof mit Feriengästen) hat neben Ferienunterkünften oft auch einen Speisesaal oder eine große Küche, in dem frische, saisonale Speisen aus eigenem Anbau oder eigener Zucht und Produktion angeboten werden, darunter immer mehr Bio-Betriebe. Besonders auf dem Land ist der Agriturismo eine preiswerte Alternative zu den Restaurants in den Städten. Die Öffnungszeiten sind saisonal sehr unterschiedlich, weil die Küche oft nur nebenbei betrieben wird, ggf. vorher anrufen. Viele Restaurants berechnen "Grundgebühr" für Gedeck, Brot, Grissini und Service; den berühmten '''coperto''' oder auch '''pane'''. Das ist normal und muss auch bezahlt werden. Allerdings wird in Italien dafür auch wenig bis kein Trinkgeld gegeben. Wenn man unter Freunden gemeinsam isst, wird die Rechnung normalerweise auf "römische Art" geteilt - alle zahlen den gleichen Anteil am Gesamtbetrag. Eine getrennte Abrechnung ist in Restaurants nicht üblich. Gäste werden gerne eingeladen, wer sich revanchieren will, sollte beim nächsten Mal schneller sein. '''Bei einem festlichen Essen, und dazu gehört auch das Abendessen im Restaurant, ist folgende Speisenfolge üblich:''' * '''antipasto''' (Vorspeise), beispielsweise ''crostini'' oder ''bruschetta'', Kleinigkeiten aus eingelegtem, gegrilltem oder frischem Gemüse, regional auch Häppchen aus (Frisch-)Käse oder Meeresfrüchten und Fisch, ''prosciutto di Parma'' (Rohschinken), im Sommer gern auch verdure in pinzimonio, gemischte, erntefrische Gemüse zum Dippen in Olivenöl. * '''primo''' (erster Gang), z.&#x202F;B. ''pasta'' (Nudeln) oder ''gnocchi'' aus Kartoffeln, gefüllte Nudeln, manchmal kleine Aufläufe (sformatino) aus Gemüse oder crespelle (Pfannkuchen) mit Füllung, in der kühlen Jahreszeit auch Suppen. * '''secondo''' (Hauptgang), meistens gegrilltes oder gebratenes Fleisch, Fisch, Wild oder Geflügel. In der Regel sind beim Hauptgang keine Beilagen (außer einer kleinen Garnitur) dabei, man muss also Kartoffeln und/oder Gemüse separat dazu bestellen. Beliebte Beilagen sind ''patate fritte'' (in Olivenöl gebratene Kartoffelspalten, keine Pommes frittes), ''patate in tegame'' (geschmorte Bratkartoffelstückchen mit Kräutern), polenta (Maisbrei), fagioli (Bohnenkerne, verschiedene Sorten, meistens geschmort) oder fagiolini (grüne Bohnen oder Brechbohnen) bzw. andere Gemüse nach Saison. Regional werden auch Käseplatten oder gegrillter Pecorino als secondo angeboten, für Vegetarier gibt es gelegentlich Gemüse- oder Eiergerichte, z.&#x202F;B. frittata (Omelette) mit Gemüse. *'''dolci''' (Dessert) wie Pudding, Eis, Sorbet oder Kuchen und Obst nach Saison. Die Gerichte werden grundsätzlich auf der Speisekarte in ''primi'' und ''segundi piatti'' sowie ''contorni'' (Beilagen) unterteilt, der Gast ist jedoch keinesfalls an diese Speisefolge gebunden; er kann nach Belieben wählen und es, etwa für ein leichtes Abendessen, bei einem Getränk und einem primo mit contorno belassen. Die Gänge werden einzeln in Rechnung gestellt und können bei einem umfangreichen Essen zu einer hohen Gesamtsumme führen, 40&#x202F;€ pro Person [2017] sind dabei schon günstig. Man sollte nur beachten, dass die Gänge meist in der "richtigen" Reihenfolge serviert werden - wenn also eine Person den primo und die andere den secondo nimmt kann es sein, dass diese nacheinander serviert werden. Die Pizza ist im Übrigen ein '''piatto unico''', also eine vollständige Mahlzeit in einem einzigen Gericht. == Nachtleben == Das gemeinsame auswärtige Abendessen ist unter jenen Familien, die es sich leisten können, ein beliebtes Ritual zur Beziehungspflege. Eltern, Kinder (auch die Jüngsten), Großeltern und häufig befreundete Familien oder Verwandte ergeben Runden, für die im Restaurant nicht selten drei oder mehr Tische zusammengestellt werden müssen. Man trifft sich um 20 Uhr zum Aperitif in einer Cocktail Bar/Gelateria, wo es für die Kinder einen Eisbecher und eine Cola gibt, während sich die Älteren mit einem Aperol, Campari o.Ä. auf den Abend einstimmen. Ca. eine Stunde später begibt man sich ins favorisierte Restaurant; spätestens dort wächst die Gruppe auf ihre volle (s.o.) Größe an. Beim Essen, das sich über mehrere Gänge erstreckt (s. Küche), werden (erheblich weniger dezent als man es in Deutschland gewohnt ist) weitere Neuigkeiten aus Politik, Sport und Nachbarschaft ausgetauscht. Mit Herannahen der Mitternacht wird die Tafel schließlich aufgehoben. Dies ist die Stunde der Ragazzi (so werden im Italienischen alle Menschen vom motorrollerfähigen Alter an aufwärts bis Ende der Zwanziger bezeichnet - im freundschaftlichen Umgang auch erheblich ältere Personen). Diese brechen in der Zeit ab ca. 23 Uhr mit ihren verschiedensten Kraftfahrzeugen (sehr wenige Fahrräder) aus allen Richtungen der äußeren Stadtteile und des Umlandes über die Innenstädte herein, was für den ausländischen Touristen, der in einer Enoteca/Birreria dabei ist, seinen Absacker einzunehmen, ein lärmendes und stinkendes, gleichwohl faszinierendes Schauspiel ergibt. Auf diese Weise füllen sich die angesagten Orte der Innenstadt, bis jede Bar sowie jede Sitzgelegenheit im Freien von jungen Leuten umlagert ist. Es wird sich nicht bis zur Besinnungslosigkeit betrunken, noch kommt es regelmäßig zu anderweitigen Ausfällen, da auch unter den jungen Leuten der soziale Austausch mit dem (Gesprächs-)Partner oder dem Mobiltelefon oder beidem im Vordergrund steht. Das Prinzip Großraumdisco (wie z.&#x202F;B. in Deutschland) oder gar Alles-unter-einem-Dach-Unterhaltung (wie in den USA üblich) ist wenig verbreitet. Auch hierfür darf man die Ursachen in der sozialen Struktur suchen. Auch das günstige Wetter spielt sicherlich eine Rolle. Dennoch erkennt man am einen oder anderen Rohbau die Tendenz zu größeren Einheiten weiter entfernt von den Stadtzentren. Die o.g. Beobachtungen stammen aus verschiedenen Orten Siziliens während der warmen Jahreshälfte. Es ist davon auszugehen, dass sich die geschilderten Verhältnisse in der Nähe einer Extremsituation bewegen. Mit wachsender Entfernung von den touristischen Zentren, außerhalb der Hauptsaison und/oder in anderen (wirtschaftlich stärker „entwickelten“) Landesteilen wird der ausländische Reisende möglicherweise Anderes vorfinden. == Unterkunft == Für den individuellen Urlaub in Italien bieten sich Ferienwohnungen und Ferienhäuser an. In ländlichen Regionen gibt es neben den [[w:Agrotourismus|agriturismo]]-Unterkünften eine italienische Besonderheit: das [[Albergo Diffuso]]. Es bedeutet wörtlich „verstreutes Hotel“. Das Prinzip besteht darin, dass authentische und in lokalem Stil dekorierte Zimmer über verschiedene Gebäude innerhalb des Ortes verteilt sind. In Italien gibt es auch viele Campingplätze, die gut ausgerüstet sind. Wer einen mittleren Standard sucht, sollte beim Zeltplatz auf mindestens 4 Sterne achten. Darunter fehlt oftmals warmes Duschwasser oder es muss mit Jetons separat bezahlt werden. In der Hochsaison von Juli bis September ist es mit großen Zelten schwierig, einen freien Platz zu finden. Spontane Camper mit Kleinzelten (Iglus...) finden jedoch fast immer ein Plätzchen. Viele Gemeinden erheben eine Touristensteuer, die oft nicht im beworbenen Zimmerpreis eingeschlossen ist. Üblicherweise ist der Hebesatz von der Qualität der Unterkunft abhängig. 2023 sollte man mit € 1,00-4,00/Nacht rechnen. Kinder (Altersgrenzen höchst unterschiedlich) und manchmal auch Hochbetagte und Schwerbehinderte sind befreit. Auch gibt es eine zeitliche Grenze, die bei 3 bis 10 Tagen liegt. '''Wild Campen''' ist meist verboten, es drohen regional unterschiedliche Bußgelder, wobei € 300 durchschnittlich sind. Manche Regionen, wie Venetien, Sardinien und Sizilien sind besonders streng. In der Toskana gibt es keine Regelung. In jedem Fall ist es sinnvoll sich bei der jeweiligen Gemeinde zu erkundigen. == Feiertage == {{Feiertage Anfang}} {{Feiertag| datum= 1-1 | Capodanno | Neujahrstag }} {{Feiertag| datum= 1-6 | Epifania | Heilige Drei Könige }} {{Feiertag| {{Ostern.next|tag=Ostermontag}} | Pasquetta | Ostermontag }} {{Feiertag| datum= 4-25 | Anniversario della Liberazione | Tag der Befreiung Italiens vom Faschismus (1945) }} {{Feiertag| datum= 5-1 | Festa del Lavoro | Tag der Arbeit }} {{Feiertag| {{Ostern.next|tag=Pfingstmontag}} | Lunedì di Pentecoste | Pfingstmontag, nur in Südtirol }} {{Feiertag| datum= 6-2 | Festa della Repubblica | Nationalfeiertag, Tag der Republik, Republikgründung 1946 }} {{Feiertag| datum= 8-15 | Ferragosto / Assunzione di Maria | Mariä Himmelfahrt }} {{Feiertag| datum= 11-1 | Ognissanti | Allerheiligen }} {{Feiertag| datum= 12-8 | Immacolata Concezione | Mariä Empfängnis }} {{Feiertag| datum= 12-25 | Natale di Gesù | Weihnachten }} {{Feiertag| datum= 12-26 | Santo Stefano | Stefanstag }} {{Feiertage Ende}} Während die o.g. Feiertage landeseinheitlich sind, unterscheidet sich der Feiertag zu Ehren des Stadtpatrons von Stadt zu Stadt: {| cellspacing="0" class="multiline" |- ! Stadt !! Nächster Termin !! Heiliger |- | style="width:6em" | [[Venedig]] || {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-4-25 | Format= l, j. F Y | Wartetage= 7 }} || St. Markus |- | [[Florenz]] || {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-6-24 | Format= l, j. F Y | Wartetage= 7 }} || Johannes der Täufer |- | [[Genua]] || {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-6-24 | Format= l, j. F Y | Wartetage= 7 }} || Johannes der Täufer |- | [[Turin]] || {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-6-24 | Format= l, j. F Y | Wartetage= 7 }} || Johannes der Täufer |- | [[Rom]] || {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-6-29 | Format= l, j. F Y | Wartetage= 7 }} || St. Petrus |- | [[Siena]] || {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-7-2 | Format= l, j. F Y | Wartetage= 7 }} || Palio di Provenzano |- | [[Palermo]] || {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-7-15 | Format= l, j. F Y | Wartetage= 7 }} || Sta. Rosalia |- | [[Siena]] || {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-8-16 | Format= l, j. F Y | Wartetage= 7 }} || Palio dell'Assunta |- | [[Neapel]] || {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-9-19 | Format= l, j. F Y | Wartetage= 7 }} || St. Januarius |- | [[Bologna]] || {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-10-4 | Format= l, j. F Y | Wartetage= 7 }} || St. Petronius |- | [[Triest]] || {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-11-2 | Format= l, j. F Y | Wartetage= 7 }} || St. Justus |- | [[Bari]] || {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-12-6 | Format= l, j. F Y | Wartetage= 7 }} || St. Nikolaus |- | [[Mailand]] || {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-12-7 | Format= l, j. F Y | Wartetage= 7 }} || St. Ambrosius |- |} Karfreitag ist kein Feiertag in Italien. == Sicherheit == In Italien ist es auch nicht anders als im Rest der Welt: Vorsicht hilft, gefährliche Situationen zu vermeiden. Nachts nicht alleine durch leere Straßen ziehen, dunkle Gassen vermeiden, Uhren, Schmuck und teuere Fotoapparate nicht unnötig zur Schau stellen. Auf Märkten auf Geldbörse, Handtasche etc. aufpassen. In Großstädten sollten Sie vor allem Parks in der Nacht meiden. Teure Autos sollten in Städten besser in einem bewachten Parkhaus abgestellt werden. An Stränden und anderen oft von Touristen frequentierten Orten werden dem Reisenden oft gefälschte Uhren, Taschen, Sonnenbrillen, Parfums und andere Markenartikel angeboten. Es wird erwartet, dass auch Touristen solche Angebote als Fälschungen erkennen, wenn man dennoch kauft, macht man sich strafbar! (entweder, wenn der Kauf beobachtet wird, oder später, wenn man bei der Wiedereinreise ins Heimatland vom Zoll kontrolliert wird). Beim Kauf hochwertiger echter Markenartikel ist der Kassenbeleg auf jeden Fall aufzubewahren. Falls Sie mit einer Situation überfordert sind, scheuen Sie sich nicht, Passanten um Hilfe zu bitten. Italiener sind, wenn sie direkt angesprochen werden, außerordentlich hilfsbereit. Vor der Mafia braucht man keine Angst zu haben, die kassiert höchstens an Busparkplätzen ab, lässt Touristen aber in Ruhe, da sie mit Italienern genug zu tun hat. Süditalien und Sizilien sind daher nicht unsicherer als andere Landesteile auch. == Gesundheit == {{Quickbar Notruf}} Die medizinische Versorgung in Italien ist in allen Landesteilen von guter Qualität. Besondere gesundheitliche Risiken bestehen nicht, spezielle Impfungen sind nicht nötig. Die europäische Krankenversicherungskarte („tessera sanitaria“) gilt in Praxen von Vertragsärzten („il medico di base“) der italienischen staatlichen Krankenversicherung (SSN). Sie müssen das Geld für manche Untersuchungen und die Rezeptgebühr (in der Apotheke sagt man „devo pagare solo il ticket“) selbst vorstrecken und hinterher von Ihrer Krankenkasse einfordern, bewahren Sie die Quittungen und Unterlagen auf. In Touristengegenden praktizieren viele deutsch- und englischsprachige Ärzte und Zahnärzte, fragen Sie Ihren Gastgeber. Eine Konsultation in einer Privatpraxis kostet 50-80 € beim Allgemeinarzt aber bis zu 150&#x202F;€ bei einem Spezialisten. Eine Auslandsreisekrankenversicherung ist nützlich, da die gesetzlichen Kassen manchmal nur Richtsätze erstatten. In Städten gibt es in der Regel einen ''pronto soccorso'' (Notaufnahme/Notfallpraxis) für dringende Fälle bzw. ein ''Ospedale'' (Krankenhaus) mit Notaufnahme. Bei Kleinigkeiten können Sie sich problemlos an eine Apotheke wenden, dort ist man auf Erste Hilfe eingestellt. Zahnarztleistungen werden in Italien generell privat abgerechnet. Rezeptpflichtige Medikamente erhält man nur in einer „Farmacia“, welche durch ein grünes Kreuz erkennbar sind. In einer „Parafarmacia“ ist auch ein Apotheker anwesend, man verkauft aber nur rezeptfreie Medikamente. == Klima und Reisezeit == [[File:Cinque Terre Monterosso.jpg|mini|Küstenabschnitt der [[Cinque Terre]]]] Zu den großen Vorzügen Italiens gehört auch sein herrliches, außerordentlich mildes Klima, das es dem Wall der Alpen, dem überall wirksamen Einfluss des Meers und der günstigen südlichen Exposition ganzer Landschaften verdankt. Doch ist auch hier ein bedeutender Unterschied zwischen dem kontinentalen und dem peninsularen Italien bemerkbar; jenes hat auffallend kontinentales, dieses überwiegend maritimes Klima. Es lassen sich drei Regionen unterscheiden: das Po-Gebiet, Mittelitalien und Süditalien, zu welchem die [[Ligurien|ligurische]] Küste zu rechnen ist. In der '''Po-Ebene''' wechseln kalte Winter mit heißen Sommern; trotz einer mittleren Jahrestemperatur von 13&#x202F;°C kommen Temperaturen von -17&#x202F;°C vor, und der Winter ist, wenn auch kürzer, so doch meist kälter als im Rheintal zwischen [[Koblenz]] und [[Bonn]]. Nur ein schmaler Saum unmittelbar am Fuß der Alpen und an den lombardischen Seen macht eine Ausnahme. Dementsprechend ist die Vegetation in der [[Lombardei]] durchaus mitteleuropäisch, nur solche Pflanzen des Südens können hier angebaut werden, welchen, wie dem Reis, die Sommerwärme gerade lange genug anhält; nur an den Seen kehren zahlreiche Formen der Mediterranflora und auch der Ölbaum wieder. [[File:Gran sasso e pizzo intermesoli (DC) - panoramio.jpg|mini|Landschaft in den [[Abruzzen]]]] In '''Mittelitalien''' ist die tyrrhenische Abdachung vor der adriatischen bevorzugt durch höhere Wintertemperatur, was sich namentlich darin ausprägt, dass am ganzen Küstensaum Dattelpalmen bis auf kurze Unterbrechung, in der [[Toskana]] auch Agrumen bei einigem Schutz fortkommen. Die mittlere Jahrestemperatur beträgt 14,5 °C, aber noch in [[Rom]] sind -5,9&#x202F;°C beobachtet worden, und Schnee ist jeden Winter ein- bis zweimal zu erwarten, wenn er auch nicht liegen bleibt. Auch hier überwiegt noch der mitteleuropäische Charakter der Flora, nur in der Küstenzone sind immergrüne mediterrane Bäume und Sträucher häufig und dem Ölbaum sind bedeutende Flächen gewidmet. [[File:Enna BW 2012-10-07 10-07-49.JPG|mini|Mediterrane Landschaft auf [[Sizilien]]]] Erst in '''Süditalien''' und der durch die Apenninen gebildeten klimatischen Oase von Ligurien herrscht volle Mediterranflora, und der Nordländer findet das Italien, welches er schon am Fuß der Alpen suchte. Erst hier, vom Monte Gargano und Terracina an, werden Agrumen im großen gebaut und sind Dattelpalmen häufig; erst von hier an sind die mitteleuropäischen Holzgewächse auf die Höhen der Berge zurückgedrängt und finden sich in Fülle die Opuntien und Agaven und die Vertreter der Mediterranflora, die immergrünen Eichen, die Karuben, Pistacia lentiscus, der Erdbeerbaum, die Phyllyreen, Lorbeer, Myrte, Oleander und jene große Zahl südlicher aromatischer Halbsträucher und Zwiebelgewächse, finden sich die winterlich grünen, mit buntem Blütenschmuck überdeckten Matten des Südens, welche an die Stelle der Wiesen des Nordens treten. Die mittlere Jahrestemperatur dieses Gebiets beträgt 17 °C, steigt aber in [[Sizilien]] bis auf 18,5 °C; der Winter ist sehr mild, 10 - 11 °C, so dass keine Unterbrechung in der Vegetation eintritt und nur die Berge längere Zeit von Schnee bedeckt sind. Hier erhebt sich die immergrüne Zone, die in Mittelitalien 500&#x202F;m nicht erreicht, bis auf 800 m, erst dann beginnt meist mit Edelkastanien der Gürtel der laubabwerfenden Bäume; die Region von 1.000 - 2.000&#x202F;m ist der Buche und der Kiefer eigen, aber nur auf den höchsten Höhen der Abruzzen und Korsikas findet sich alpine Vegetation. == Regeln und Respekt == In italienischen '''Restaurants''' sollte man sich nicht einfach an einen leeren Tisch setzen. Besser man wartet, bis man einen Tisch zugewiesen bekommt; man kann dem Kellner aber selbstverständlich einen Tisch vorschlagen. Wenn ein Restaurant voll gefüllt ist, wartet man an der Bar, bis wieder ein Tisch frei wird; der Kellner achtet auf die Reihenfolge. Sich betrunken in der Öffentlichkeit zu zeigen, gilt in Italien als "unterste Schublade". Auch wenn fast immer "Vino" auf den Tisch kommt, trinken Italiener praktisch nie über den Durst. Drogenkonsum in der Öffentlichkeit ist ohnehin tabu. '''Bekleidung''': in Italien als katholisch geprägtem Land gelten Bekleidungsvorschriften noch etwas. Zumindest im Süden wird an Familienstränden nicht "oben ohne" gebadet, Strandbekleidung, Shorts und Spaghetti-Top sind nicht die geeignete Oberbekleidung zum Besuch gehobener Geschäfte, Museen und vor allem Kirchen. Immer mehr touristisch Gemeinden verbieten es sich in Badekleidung oder z.B. freiem Oberkörper abseits des Strandes aufzuhalten. == Post und Telekommunikation == === Post === Kleine Postämter öffnen von Montag bis Freitag 8.20-13.35, oft auch Samstag bis 12.35. Größere Postämter Mo.-Fr. 8.20-19.05 sowie Samstag Vormittag. === Mobilfunk === Italien hat ein gut ausgebautes Mobilfunknetz, auch 5G ist flächendeckend verfügbar. Es gibt 4 Anbieter: TIM, Vodafone, Wind Tre (dem Fusionsprodukt aus Wind und 3IT) und Iliad. EU-Bürger bzw. Besitzer einer SIM-Karte aus einem EU-Mitgliedsland profitieren seit dem 15. Juni 2017 vom EU-Roaming, d. h. sie telefonieren, simsen und mobilfunken zu gleichen Konditionen wie Zuhause. Für EU-Ausländer gibt es entsprechende SIM-Karten, die 10-Tage flatrate kostet typischerweise €10 gibt es. Weitere Informationen gibt es im [https://prepaid-data-sim-card.wikia.com/wiki/Italy Prepaid-Data-Wiki (englisch)]. Bei italienischen Telefonnummern ist zu beachten, dass die 0 (anders als im deutschsprachigen Raum) keine Verkehrsausscheidungsziffer ist und daher auch bei Anrufen aus dem Ausland stets mitgewählt werden muss. ===Öffentliches WLAN=== Öffentliches und kostenloses WLAN, das in vielen großen Städten verfügbar ist, erfordert immer noch eine persönliche Registrierung, in der Regel muss man eine Mobilfunknummer angeben, an welche man dann per SMS einen Code erhält. Möglicherweise wegen diesem erheblichen Aufwand bieten viele Supermärkte etc. erst gar kein Kunden-WLAN an. Viele Cafés und Hotels bieten jedoch kostenloses WLAN ohne Registrierung an, für dieses muss man lediglich das Passwort an der Theke erfragen. == Praktische Hinweise == [[File:Val-Mezdi-freeride.jpg|mini|Skigebiet in den [[Dolomiten]]]] Achtung '''Wintersportler''', auf Italiens Pisten herrscht für Kinder bis 14 Jahren Helmpflicht! === Elektritzität === [[File:L_plug.jpg|mini|Typ-L-Stecker und -Steckdose, 10-A-Variante.]] In Italien wird die normale europäische Spannung von 230V/50Hz verwendet. Der übliche Stecker ist der Typ L, mit drei Kontaktstiften nebeneinander, von dem es zwei Versionen gibt. In die "kleinere" davon passen auch Euro-Flachstecker und Schukostecker, wobei diese dann die Schutzkontaktfunktion verlieren. Gelegentlich findet man auch Schuko-Steckdosen. Schuko-Adapter gibt es in den meisten Gegenden problemlos und günstig im Supermarkt; ansonsten im Elektrofachhandel === Rauchen === Seit 2005 herrscht in allen öffentlichen Gebäuden, auch in Gaststätten und Büros, striktes Rauchverbot. Im Freien und in ausgewiesenen Raucherzonen ist es noch erlaubt. Immer mehr Gemeinden erlassen auch mit saftigen Geldstrafen bewehrte Rauchverbote an Stränden. Auch das wird lokal noch weiter eingeschränkt, in Neapel und Bozen ist das Rauchen auf allen öffentlichen Flächen, auf denen sich Kinder und Schwangere aufhalten könnten, wie etwa Straßen, Plätzen, Spielplätzen, Freiluftbühnen und Sportstadien usw. ebenfalls verboten. === Sauna === In Südtirol geht man nackt in die Sauna, in Mittel- und Süditalien dagegen sollte man leicht bekleidet sein. Im Zweifelsfall den Betreiber der Sauna fragen. === Schwerbehinderte === Die Schwerbehinderten-Parkausweise sind inzwischen EU-einheitlich und gelten auch in Italien. Der [[w:Euroschlüssel|Euroschlüssel]] ist, je weiter man nach Süden kommt, um so seltener im Einsatz. Schwerbehinderte mit Ausweis erhalten in vielen staatlichen Museen freien Eintritt, was auch für eine Begleitperson gilt. Die Anerkennung deutscher Ausweise (und vermutlich anderer europäischer) ist dabei selten ein Problem. Viele Gemeinden, die eine Übernachtungssteuer („Kurtaxe“) erheben, erlassen Schwerbehinderten und manchmal auch Begleitpersonen diese bzw. gewähren einen Rabatt. Dies ist höchst unterschiedlich geregelt und muß ggf. in der städtischen Verordnung nachgeschlagen werden, die in den meisten Fällen im Internet nur unübersetzt zu finden ist. Viele Hotel- oder Pensionswirte sind nicht unbedingt mit dieser Sonderregelung vertraut. Auch sollte geprüft werden, ob Buchungsportale die Steuer nicht unberechtigterweise erhoben haben, Rückerstattungen können problematisch sein. Der Aufwand kann sich gerade in größeren Städten lohnen, zahlt man doch in besseren Hotels z.&#x202F;B. in Rom 10 Tage lang jeweils € 10, in Florenz immerhin bis zu € 8/Tag. ''Trenitalia'' bietet Rollstuhlfahrern, Blinden und Tauben in den 16 größten Bahnhöfen den mindestens eine Stunde vorher zu buchenden Mobilitätsservice ''[https://www.rfi.it/en/for-persons-with-disability/information-about-the-assistance-of-the-sala-blu-in-one-click.html Sala Blue]'' an (☎&#x00a0;+39 02 32 32 32 oder 800 90 60 60; online oder eMail 24 Std. im voraus). Dienstbereitschaft besteht von 6.30-21.30 Uhr, nach Absprache auch nachts. In kleineren Bahnhöfen wende man sich ans Personal. 2023 waren 650 der gut 2000 Bahnhalte barrierefrei. == Auslandsvertretungen == == Literatur == Es gibt eine große Bandbreite italienischer Literaten, die auch in deutscher Übersetzung vorliegen. Als die "Urväter" der italienischen Literatur gelten Dante Alighieri (1265-1321), Franscesco Petrarca (1304-1374) und Giovanni Boccaccio (1313-1375), deren Werke bis heute eine kurzweilige Reiselektüre bietet, vor allem Dantes "Göttliche Komödie" und die pikanten Novellen von Boccaccios "Decamerone" sind empfehlenswert. Weltweite Bekanntheit erlangten in der Renaissance Niccolò Machiavelli (1469-1527), Matteo Bandello (1485-1561), Torquato Tasso (1544-1595) und Galileo Galilei (1564-1642), deren Schriften auch auf Deutsch vorliegen. In der Zeit des Risorgimento (18. Jahrhundert) entstanden weltberühmte Werke von Giacomo Leopardi (1798-1837), von dem ersten italienischsprachigen Nobelpreisträger Giosuè Carducci (1835-1907) und Giovanni Verga (1840-1922). Um die Jahrhundertwende und im 20. Jahrhundert waren wichtige Vertreter: Gabriele D'Annunzio (1863-1938) -- der jedoch durch seine Nähe zum Faschismus heute weniger beliebt ist -- Italo Svevo (1861-1928), Luigi Pirandello (1876-1936), Alberto Moravia (1907-1990) und Cesare Pavese (1922-1975), deren Lektüre dem Reisenden Italien näher bringt als manch ein Reiseführer. Unter den zeitgenössischen Autoren: Der Nobelpreisträger Dario Fo (*1926), Umberto Eco (*1932) und Andrea Camilleri (*1925). In den letzten Jahren erfreut sich der italienische Kriminalroman großer Beliebtheit. Die Krimis sind oft stark regional geprägt und bieten Reisenden einen tiefen Einblick in das alltägliche Leben. Die in Deutschland beliebtesten Krimis sind (um nur einige zu nennen): * Die anspruchsvollen Krimis der "Firma" Carlo Fruttero & Franco Lucentini * Die sizilianischen Krimis von Andrea Camilleri * Die in Venedig angesiedelten Krimis der Amerikanerin Donna Leon * Die in Florenz spielenden Krimis von Marco Vichi und der Britin Magdalen Nabb * Die Turiner Krimis von Margherita Oggero und Carlo Lucarelli * Die Toskana-Krimis von Marco Malvaldi * Die Justiz- und Anwaltskrimis von Gianrico Carofiglio (Bari) und Nino Filastò (Florenz) Unterhaltsam und lehrreich ist die Serie "Picus Lesereisen" (z.&#x202F;B. "Toskanische Tagträume", "Amalfi/Cilento: Wo die rote Sonne wirklich im Meer versinkt", "Hinter Rom beginnt das Zauberland: Malerisches Latium" u.v.m.) So man sich in die Poebene oder gar zum Podelta begibt, sollte man Guareschi ''Don Camillo und Peppone'' im Gepäck haben. Besser kann man das dortige Lebensgefühl nicht beschreiben. == Weblinks == '''Offizielle Stellen''' * [https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/italien-node Länderinformationen des deutschen Auswärtigen Amtes zu Italien] * [https://www.bmeia.gv.at/reise-aufenthalt/reiseinformation/land/italien/ Länderinformationen des österreichischen Auswärtigen Amtes zu Italien] * [https://www.eda.admin.ch/eda/de/home/laender-reise-information/italien.html Länderinformationen des schweizerischen Auswärtigen Amtes zu Italien] * [http://www.italia.it/de/ Website des Staatlichen Italienischen Fremdenverkehrsamtes] (mehrsprachig) * [https://www.enit.de/ Website der Staatlichen Italienischen Zentrale für Tourismus] (mehrsprachig) * [https://ambberlino.esteri.it/Ambasciata_Berlino/de/ Italienische Botschaft in Berlin] (deutsch, italienisch) * [https://consfrancoforte.esteri.it/consolato_francoforte/de/ Italienisches Generalkonsulat in Frankfurt/M.] (deutsch, italienisch) * [https://conscolonia.esteri.it/consolato_colonia/de/ Italienisches Generalkonsulat in Köln] (deutsch, italienisch) * [https://consmonacodibaviera.esteri.it/consolato_monacodibaviera/de/ Italienisches Generalkonsulat in München] (deutsch, italienisch) * [https://ambvienna.esteri.it/ambasciata_vienna/de/ Italienische Botschaft in Wien] (deutsch, italienisch) * [https://ambberna.esteri.it/ambasciata_berna/it/ Italienische Botschaft in Bern] (italienisch) '''Weiterführend''' * [[w:Liste der Museen in Italien|Museen in Italien]] * [[w:Welterbe in Italien|Welterbe in Italien]] * [[w:Nationalparks in Italien|Nationalparks in Italien]] * [[w:Regionalparks in Italien|Regionalparks in Italien]] * [[w:Liste italienischer Inseln|Liste italienischer Inseln]] * [[w:Liste der Seen in Italien|Liste der Seen in Italien]] * [[w:Liste von Vulkanen in Italien|Liste von Vulkanen in Italien]] * [[w:Liste von Bergen und Erhebungen in Italien|Liste von Bergen und Erhebungen in Italien]] * [[w:Italienische Sprache|Italienische Sprache]] * [[w:Italienische Küche|Italienische Küche]] * [[w:Liste der Skigebiete in Italien|Liste der Skigebiete in Italien]] * [[w:Liste der Flughäfen in Italien|Liste der Flughäfen in Italien]] * [[w:Liste der Autobahnen in Italien|Liste der Autobahnen in Italien]] * [[w:Tourismus in Italien|Tourismus in Italien]] * [[w:Italienische Reise|Italienische Reise]] J.W. Goethe {{Navigationsleiste Europa}} {{GeoData| lat= 43| long= 12| radius= }}{{IstInKat|Südeuropa}}{{class-4}} 9y6il99mydgu8dh76mu9kne52wh5eny 1802674 1802671 2026-09-07T11:05:01Z DocWoKav 14575 /* Regionen */ 1802674 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Land | Religion= Römisch-Katholisch (mehrheitlich) | Zeitzone= ME(S)Z }} '''Italien''' (amtlich ''Repubblica Italiana'', Kurzform ''Italia'', deutsch: ''Italienische Republik'') ist ein Staat in [[Südeuropa]]. Italien grenzt im Nordwesten an [[Frankreich]] und die [[Schweiz]] und im Nordosten an [[Österreich]] und [[Slowenien]]. Die Kleinstaaten [[Vatikan]]stadt und [[San Marino]] sind vollständig vom italienischen Staatsgebiet umschlossen. Italien gehört zu den beliebtesten Reisezielen in Europa. Neben der italienischen Küche (Cucina italiana), die als eine der einflussreichsten Landesküchen der Welt gilt, lockt Italien durch eine enorme kulturelle und landschaftliche Vielfalt mit schätzungsweise 100.000 Denkmälern jeglicher Art, 60 [[Welterbe/Europa#Italien|UNESCO-Welterbestätten]], zahlreichen Museen, Städten wie [[Rom]], [[Florenz]], [[Neapel]] oder [[Venedig]] und Regionen wie [[Toskana]], [[Südtirol]], [[Sardinien]] oder [[Emilia-Romagna]]. Auch zählt Italien mit einer Küstenlänge von 7.600&#x202F;km und einem warmen Mittelmeerklima zu den beliebtesten Badeurlaubszielen. In den Wintermonaten findet man in fast allen Regionen gut ausgestattete Skigebiete. [[File:Sentiero_del_Viandante_DSC_6340_(14020554463).jpg|thumb|Blick auf Bellagio vom zentralen Comer See, einer der ikonischsten Orte des italienischen Luxus]] == Regionen == [[File:Italy, administrative divisions - de - colored.svg|mini|hochkant=1.3|Karte der italienischen Regionen.]] * '''[[Oberitalien|Nord- oder Oberitalien]]''' **[[Italienische Riviera]] - Küste der Region Ligurien **[[Trentino-Südtirol]] - (''Trentino-Alto Adige''), bestehend aus den beiden autonomen Provinzen [[Südtirol]] und [[Trentino]] **[[Venetien]] - (''Veneto'') – Lagunenstadt Venedig, Heimat von Romeo und Julia, Meer und Alpen **[[Friaul-Julisch Venetien]] - (''Friuli-Venezia Giulia'') **[[Lombardei]] - (''Lombardia'') – mit sehr unterschiedlichen Landschaftsformen; im Norden die Alpen und im Süden die Po-Ebene **[[Piemont]] - (''Piemonte'') **[[Aostatal]] - (''Valle d'Aosta'') – französischsprachiges Gebiet in den [[Alpen]] **[[Ligurien]] - (''Liguria'') – hier befinden sich die italienische Riviera und [[Cinque Terre]] **[[Emilia-Romagna]] – industrieller Motor mit Ferrari, Lamborghini, Maserati und Ducati sowie Heimat von Parmesan, Parmaschinken und Balsamico-Essig * '''[[Mittelitalien]]''' **[[Toskana]] - (''Toscana'') – Hochkultur in Florenz und Pisa, idyllische Hügellandschaft des Chianti, mittelalterliche Städtchen **[[Marken]] - (''Marche'') **[[Umbrien]] - (''Umbria'') – das grüne Herz Italiens **[[Latium]] - (''Lazio'') – die Region um die Hauptstadt [[Rom]] **[[Abruzzen]] - (''Abruzzo'') im Zentrum Italiens * '''[[Mezzogiorno|Süditalien]]''' (''Mezzogiorno'') **[[Molise]] - die Unbekannteste der Regionen **[[Kampanien]] - (''Campania'') – Neapel, Vesuv, Pompeji, Amalfiküste, Capri und Büffelmozzarella **[[Apulien]] - (''Puglia'') – Der Absatz des Stiefels **[[Basilikata]] - (''Basilicata'') **[[Kalabrien]] - (''Calabria'') – Die Stiefelspitze * '''[[Sardinien]]''' (''Sardegna'') - nach Sizilien die zweitgrößte Insel im [[Mittelmeer]] * '''[[Sizilien]]''' (''Sicilia'') - große Insel am Südrand der italienischen Halbinsel (der "Ball" an der "Spitze des Stiefels"). == Städte == [[File:Vue des toits depuis la Sainte-Trinité-des-Monts, Rome, Italy.jpg|mini|[[Rom]]]] * '''[[Rom]]''' (''Roma'') - sowohl Hauptstadt Italiens als auch des alten Römischen Reiches, Zentrum der Katholischen Kirche ([[Vatikan]]). * '''[[Mailand]]''' (''Milano'') - teilt sich mit [[Paris]] den Titel "Modehauptstadt der Welt" und ist die wirtschaftliche Hauptstadt Italiens. * '''[[Neapel]]''' (''Napoli'') - Großstadt am [[Vesuv]], mit den berühmten Zielen [[Herculaneum]] und [[Pompeji]]. * '''[[Turin]]''' (''Torino'') - die erste Hauptstadt des modernen Italiens und Austragungsort der olympischen Winterspiele 2006. * '''[[Bari]]''' - Grabstätte des Hl. Nikolaus, historische Hafenstadt und Tor nach Südosteuropa. * '''[[Bologna]]''' - wichtige Handels- und Messestadt. * '''[[Florenz]]''' (''Firenze'') - bedeutsam für Geschichte, Kunst und Architektur, zweite Hauptstadt des modernen Italiens. * '''[[Genua]]''' (''Genova'') - eine lebendige und gleichzeitig historische Hafenstadt, Geburtsstadt von Kolumbus. * '''[[Palermo]]''' - Hauptstadt von [[Sizilien]], eine Stadt der Gegensätze. * '''[[Venedig]]''' (''Venezia'') - berühmt für Kunst und Geschichte. Die Stadt besitzt keine Autostraßen, dafür umso mehr Kanäle. * '''[[Verona]]''' - am Südrand der Alpen, hier befindet sich die weltberühmte Arena. * Weitere Städte in den Regionenartikeln == Weitere Ziele == Touristisch herausragende Orte: [[Comer See]], [[Lierna]], [[Mandello del Lario]], [[Varenna]], [[Sorrent]], [[Amalfi]], [[Positano]], [[Capri]], [[Ischia]], [[Cinque Terre]], [[Elba]], [[Rimini]], [[Volterra]], [[San Gimignano]], [[Montepulciano]], [[Pisa]], [[Taormina]], [[Cefalù]], [[Syrakus]], [[Urbino]], [[Varigotti]] '''Inseln:''' [[Elba]], [[Sardinien]], [[Sizilien]], [[Stromboli]], [[Vulcano]], [[Lipari]], [[Capri]], [[Ischia]] Übersicht: [[Italien/Orte in Italien|Orte in Italien]] == Hintergrund == Italien wurde erst im Jahre 1861 ein Nationalstaat, als sich die Kleinstaaten auf der Halbinsel samt [[Sizilien]] und [[Sardinien]] unter König Viktor Emmanuel II. zusammenschlossen. Die Ära der Demokratie fand nach der Errichtung des Faschismus unter Benito Mussolini in den 1920er Jahren ihr Ende, die italienischen Faschisten dienten also als Vorbild für die deutschen Nationalsozialisten. Das Bündnis mit Hitlerdeutschland führte das Land anschließend in den Zweiten Weltkrieg. Allerdings wurde Mussolini 1943 von der italienischen Opposition abgesetzt, daraufhin übernahmen die Deutschen die Macht im Land, und am 28. April 1945 hingerichtet; die Italiener schafften es also, anders als die Deutschen, sich aus eigener Kraft vom Faschismus zu befreien. Nach der Niederlage löste 1946 eine republikanische Staatsform die Monarchie ab, gleichzeitig erfolgte ein wirtschaftlicher Aufschwung. Italien war Gründungsmitglied der NATO und der Europäischen Gemeinschaft. Es gehörte zu den Vorreitern der europäischen Einigung und nahm 1999 an der Währungsunion teil. Heute steht der Süden des Landes mit illegaler Einwanderung, organisiertem Verbrechen, Korruption, hoher Arbeitslosigkeit und schlechten Wachstumsraten im Kontrast zum prosperierenden Norden. [[File:Canal Grande Chiesa della Salute e Dogana dal ponte dell Accademia.jpg|mini|[[Venedig]]]] [[File:Florence Duomo from Michelangelo hill.jpg|mini|[[Florenz]]]] == Anreise == === Einreisebestimmungen === Da Italien Mitglied des [[Europa#Länder|Schengener Abkommens]] ist, kann ein Schengen-Bürger jederzeit mit einem entsprechenden Identitätsnachweis oder Reisepass nach Italien einreisen. Bürger anderer Nationen sollten sich bei der italienischen Botschaft ihres Landes nach den individuellen Einreiseformalitäten erkundigen. === Flugzeug === [[File:ITA AIRWAYS A350-941 EI-IFF HND RJTT 19-APR-2023 (52829502995).jpg|mini|[[ITA Airways]], mit Sitz in Rom, ist die größte italienische Fluggesellschaft.]] Die wichtigsten Städte wie [[Rom]], [[Mailand]], [[Bergamo]], [[Venedig]], [[Catania]], [[Bologna]], [[Neapel]], [[Pisa]], [[Palermo]], [[Bari]], [[Cagliari]], [[Turin]], [[Verona]] oder [[Florenz]] haben einen internationalen Flughafen, der von den meisten größeren Fluggesellschaften angeflogen wird. Kleinere Flughäfen sind in größeren Städten wie z.&#x202F;B. [[Genua]], [[Triest]], [[Reggio Calabria]], [[Parma]], [[Perugia]], [[Rimini]], [[Pescara]], [[Ancona]], [[Brindisi]], [[Treviso]] vorhanden, werden aber nur von Regional-Fluggesellschaften oder von sog. Billigfliegern angeflogen. Man sollte sich bei der Planung einer Flugreise nach Italien diese Möglichkeiten zu Nutze machen, aber auch bedenken, dass es im Land des ''sciopero'' (Streik) durchaus auch zu unerwarteten, längeren Verzögerungen kommen kann. === Bahn === Eine der wichtigsten Verbindungen aus dem deutschsprachigen Raum nach Italien sind die zweistündlich verkehrenden EuroCity-Züge von München und Innsbruck über den Brenner nach Bozen, Verona und Bologna. Von München nach Bologna fährt man etwa 6½ Stunden. Dort besteht dann Anschluss an Fern- und Hochgeschwindigkeitszüge in andere Landesteile (siehe unter [[#Mobilität]]). Aus Zürich fährt aller zwei Stunden ein EuroCity via Zug und Arth-Goldau nach Mailand (4 Stunden), wo wiederum Anschlussverbindungen mit italienischen Fern- und Hochgeschwindigkeitszügen in die übrigen Regionen bestehen. Mehrmals täglich fahren auch EC von Genf, Lausanne und Brig nach Mailand; einzelne Züge gibt es von Basel (gut 4 Std.), Bern (gut 3 Std.) oder Luzern (gut 4 Std.) nach Mailand. Von Wien kommt man morgens mit einem EuroCity (über Klagenfurt, Villach) nach Udine, Treviso und Venedig (7:40 Std.). Nachtzüge fahren von München (über Regensburg, Innsbruck) oder von Wien (via Klagenfurt, Villach) nach Bologna, Florenz und Rom. === Bus === Fernbusgesellschaften wie beispielsweise [[Flix|Flixbus]], [http://www.ibus.it Ibus], [https://www.italybus.it Italybus], [http://www.interbus.it Interbus] verkehren durch das ganze Land (und teils sogar mit Abfahrtspunkten im Ausland) und fahren einzelne Städte an. Mit etwas Glück findet man eine international operierende italienische Busgesellschaft, die aus einer deutschen Großstadt direkt ans italienische Reiseziel fährt, nur als Beispiel verkehrt eine Busgesellschaft ab [[Köln]], [[Frankfurt am Main]], [[Stuttgart]], [[München]] bis ins im Bergland der Provinz Basilicata gelegene Städtchen [[Matera]]. === Schiff === [[File:Porto Genova Notte 02.jpg|mini|Hafen [[Genua]]]] Es verkehren verschiedene Fähren aus [[Griechenland]], [[Albanien]] und [[Kroatien]]. Die meisten von ihnen fahren [[Venedig]], [[Ancona]], [[Bari]] oder [[Brindisi]] an. Einige reguläre Fährlinien verlaufen auch von [[Korsika]] nach [[Genua]], [[Livorno]], [[Civitavecchia]] und [[Sardinien]]. Es existieren auch Fährverbindungen von verschiedenen nordafrikanischen Häfen nach [[Sizilien]]. Eine weitere Möglichkeit ist die Anreise per Kreuzfahrtschiff. So ist Civitavecchia bei Rom der zweitgrößte Kreuzfahrthafen Europas, wenn man vom Passagiervolumen ausgeht. Siehe: [https://www.reise-nach-italien.de/kreuzfahrt-italien.html Italien Kreuzfahrt] === Auto/Motorrad/Fahrrad === [[File:Untere Eisacktal aus St Oswald Kastelruth.jpg|mini|Brennerautobahn A22]] Von deutschsprachigen Ländern aus geschieht die Anreise üblicherweise über oder durch die Alpen. Von der Ostschweiz und vom Vorarlberg aus wird die [[San-Bernardino-Pass|San-Bernardino-Route]] genommen (Autobahn A13), von der Zentralschweiz aus die [[Gotthardpass|Gotthard-Route]] (Autobahn A2), von der Westschweiz aus die [[Simplon|Simplon-Route]] (Autobahn A9). Von Tirol aus wird die Brennerautobahn oder der Reschenpass genommen, von Ostösterreich in der Regel die Südautobahn (A2). Wer von Deutschland aus kommt, wählt die für ihn günstigste Durchquerung durch die Schweiz oder durch Österreich aus (wer über Basel oder Stuttgart–Schaffhausen kommt, nimmt in der Regel die [[Gotthardpass|Gotthardstrecke]], wer über München anreist, die Brennerautobahn). Wer die Schweiz bzw. Österreich auf der Autobahn durchqueren möchte, muss eine entsprechende '''Autobahnvignette''' besitzen. Diese können teils auch in Deutschland an grenznahen Tankstellen gekauft werden. Es macht kaum Sinn, Umwege zur Vermeidung einer solchen Vignette zu fahren, diese sind bedeutend länger und können an einer vignettenpflichtigen Strecke enden. Zu den typischen Ferienzeiten (Sommerferien, vor allem am Wochenende) oder an verlängerten Wochenenden (Ostern, Auffahrt/Christi Himmelfahrt) ist bei der An- und Abreise mit kilometerlangen Staus und mehrstündigen Verzögerungen zu rechnen, vor allem an der Gotthardautobahn. Dort ist der traditionelle "Osterstau" ein feststehender Begriff. Viele Tankstellen haben jeweils einen Bereich mit und ohne Service. Die Literpreise im Servicebereich können bis zu 25 Cent über dem Selbstbedienungspreis der gleichen Tankstelle liegen. Die Benzin- und Dieselpreise an Autobahntankstellen sind nicht höher als außerhalb der Autobahn. == Mobilität == === Eisenbahn === [[File:ETR 400 Roma Tiburtina train station 24 20181231.jpg|mini|FS Frecciarossa 1000, italienischer Hochgeschwindigkeits&shy;zug]] Die nationale Eisenbahngesellschaft '''Ferrovie dello Stato (FS)''', die heute unter der Marke '''[https://www.trenitalia.com Trenitalia]''' auftritt und andere regionale Bahngesellschaften decken als relativ preiswertes und relativ pünktliches Fortbewegungsmittel ganz Italien ab.<br /> Die '''Frecce''' sind Hochgeschwindigkeitszüge, welche auf speziellen Trassen verkehren und die italienischen Metropolen mit hoher Geschwindigkeit und Komfort verbinden. * Der rote '''Frecciarossa''' („Roter Pfeil“) verbindet mit maximal 300&#x202F;km/h den Norden Italiens (Mailand, Turin, Venedig, Bologna) mit zwei Stammlinien entlang der Küsten des tyrrhenischen Meers und der Adria über [[Rom]]–[[Neapel]] bis [[Salerno]] und über [[Ancona]]–[[Pescara]] bis [[Bari]]. * Der '''Frecciargento''' („Silberpfeil“) verkehrt auf Hochgeschwindigkeits- und konventionellen Trassen in den Süden bis [[Reggio di Calabria|Reggio Calabria]] und [[Lecce]]. Seine Höchstgeschwindigkeit beträgt 250 km/h. * Die Züge des '''Frecciabianca''' („Weißer Pfeil“) verbinden große und mittelgroße italienische Städte zwischen 6 und 21 Uhr, teils im Stunden- und Halbstundentakt. Sie erreichen ebenfalls Geschwindigkeitsspitzen von 250 km/h. Ergänzend gibt es im Fernverkehr die Zuggattungen InterCity, EuroCity und InterCity Notte. Alle anderen Züge verkehren als Regionalzüge, mit wesentlich betagterem Rollmaterial, geringerer Zugdichte und Komfort. Auch zwischen größeren Städten verkehren teils nur wenige Zugpaare, ein Taktfahrplan mit stündlichen regelmäßigen Abfahrten ist in Italien erst ansatzweise umgesetzt. Etliche Regionallinien wurden in den letzten Jahrzehnten stillgelegt und teils durch Busse ersetzt. Im italienischen Fernverkehr (auch im internationalen Verkehr aus Deutschland oder Österreich) wird sukzessive auf das [[w:Globalpreis|Globalpreis]]-System gesetzt, d. h. man bucht nicht eine Fahrt von A nach B, sondern einen bestimmten Zug mit verpflichtender Reservierung. Dies macht Bahnfahren auf langen Strecken sehr teuer, da man für jede Strecke einen eigenen Fahrschein mit festen Fahrpreisen kaufen muss, die anders als bei herkömmlichen Fahrscheinen nicht von der Länge der Gesamtstrecke abhängig sind. Gleichzeitig wird Spontanfahren durch die Reservierungspflicht außerordentlich erschwert. Aus dem gleichen Grund ist ein [[InterRail]]-Ticket für Italien keine gute Wahl. Für Regionalzüge gibt es 3- resp. 5-Tagespässe für 35/59 Euro (2024), was sie zur günstigen Alternative gegenüber Einzelfahrkarten macht sofern man es nicht eilig hat. Am Automaten gibt es sie unter "Promo." Fahrscheine können auf der Website von [https://www.trenitalia.com/de.html Trenitalia] online gebucht werden, hier gibt es auch eine elektronische Fahrplanauskunft. Als Konkurrent zur Staatsbahn tritt im Fernverkehr die private Gesellschaft ''Nuovo Trasporto Viaggiatori'' (NTV) auf, die unter der Marke '''[https://www.italotreno.it/ italo]''' ebenfalls Hochgeschwindigkeitszüge (max. 250 km/h) verkehren lässt, und zwar von Turin und Mailand, Verona oder Venedig und Padua im Norden über Bologna, Rom und Neapel nach Salerno. ;Historische Sonderzüge Die Stiftung der FS betreibt (saisonal) [https://www.fondazionefs.it/content/fondazionefs/it/treni-storici.html historische Sonderzüge] auf reizvollen Strecken. Der Preis des jeweiligen Tagestickets gilt für Hin- und Rückfahrt. „Historisch“ kann in diesem Zusammenhang vergleichsweise luxuriöse Waggons aus der Ära Mussolini bedeuten oder aber renovierte Schienenbusse der 1970/80er. === Mit dem Bus === Praktisch jeder Ort in Italien ist mit dem Autobus erreichbar. Der Bus ist in Italien ein beliebtes Transportmittel, welches teils schneller, günstiger und komfortabler als die Eisenbahn ist. Ganz einfach gestaltet sich die Benutzung allerdings nicht. Hier einige Hinweise: In Italien wird zwischen Stadtbussen, Regionalbussen und überregionalen Bussen unterschieden. * '''Stadt- und Ortsbusse''' verkehren innerhalb von Städten oder zu umliegenden eingemeindeten Ortschaften. Teils werden sogar die engen Innenstädte mit Kleinbussen vorsorgt. Die Fahrpläne sind meist angeschlagen oder im Internet ersichtlich, teils wird nur eine Frequenz (einmal pro Stunde, alle 20 Min. o.ä.) angegeben. * '''Regionalbusse''' werden von regionalen oder örtlichen Gesellschaften betrieben. Gewisse Gesellschaften versorgen Regionen oder Provinzen, andere örtliche Gesellschaften fahren einfach sternförmig die größeren Orte und Städte in der Region an, ebenfalls hier existiert keine zentrale Fahrplanauskunft, mehr oder weniger aktuelle Fahrpläne finden sich auf den einzelnen Website der Betreibergesellschaften. Die Netzplanung kann allerdings dann so aussehen, dass aus der sizilianischen Stadt A die in A ansässige Busgesellschaften Fahrten nach [[Palermo]], [[Catania]] und die wichtigsten umliegenden Städte anbietet, und die Gesellschaft B in der Stadt B Busverbindungen ebenfalls nach [[Palermo]] und [[Catania]] für die Fahrgäste in die Metropolen anbietet, allerdings bestehen keine direkten Busverbindungen zwischen A und B. Durch Studium der Websites der verschiedenen Gesellschaften findet sich evtl. ein Ort, der von beiden Gesellschaften angefahren wird, die Suche ist ähnlich wie diejenigen nach dem gemeinsamen Nenner. Vor Ort lohnt es sich, bei der Tourismusinformation oder am Busbahnhof nachzufragen, evtl. wissen Passanten oder Taxifahrer Rat, die einen allerdings möglicherweise auch lieber gleich selber fahren. * '''Fernbusgesellschaften''': Fernbusgesellschaften wie beispielsweise [[Flix|Flixbus]], [http://www.ibus.it Ibus], [https://www.italybus.it Italybus], [http://www.interbus.it Interbus] verkehren durch das ganze Land (und teils sogar mit Abfahrtspunkten im Ausland) und fahren einzelne Städte an. Allerdings befördern sie nur Passagiere beispielsweise ab [[Mailand]] und fahren apulische Provinzstädtchen direkt an, von einem dieser Städtchen zum 30&#x202F;km entfernten nächsten werden allerdings keine Passagiere mitgenommen, auch wenn die Haltestellen hintereinander auf dem Fahrplan stehen. Eine italienische Fahrplanauskunft für alle Busgesellschaften existiert nicht, allerdings kann man mit einer Websuche mit den Stichworten "Ausgangsort", "Zielort" und "autobus" oder "Pullman" (als Ausdruck für Fernbus) fündig werden. '''Haltestellen''': Nur teilweise fahren die Busse von zentralen Busbahnhöfen oder dem Bahnhofsvorplatz ab. Viele Bushaltestellen liegen bei Einkaufszentren, an Ausfallstraßen oder Kreuzungen, leider sind sie nicht immer gekennzeichnet. Teilweise hat jede Bus-Gesellschaft ihre eigenen Haltestellen (die manchmal in den Fahrplänen angegeben sind: "gegenüber von der Apotheke" oder "vor der Bar X".) Auf der Straße fragt man am besten Passanten nach "pullmann / autobus" (Bus) und "fermata" (Haltestelle). === Straßenverkehr === {{Scroll Gallery |title = Besondere Verkehrszeichen |Bild:Italian traffic signs - zona traffico limitato (figura II 322-a).svg|Zone mit beschränktem Verkehr. |Bild:Cennina.jpg|'''grün''' zur Autobahn <br /> '''blau''' Hauptstraße. |Bild:Italian traffic signs - limiti di velocità generali (figura II 352).svg|Höchstgeschwindigkeiten. |Bild:A13Italia3.JPG|Geschwindigkeits-„Tutor.“ }} Viele Mitteleuropäer empfinden den sprichwörtlich gewordenen „italienischen Fahrstil“ als etwas chaotisch. Das mag daran liegen, dass die Straßenverkehrsordnung vor allem im Süden oft flexibler gehandhabt wird, als in nördlicheren Ländern, die Zeiten von "no rules" sind aber weitgehend vorbei. Auch in Italien legen die "Automobilisti" zunehmend Wert auf eine gepflegtes Gefährt mit einer glänzenden Karosserie und Blechschäden verärgern sie mindestens ebenso wie weiter nördlich, die Zeiten sind vorbei, als „auf Kotflügelkontakt“ gefahren und eingeparkt wurde. Privates Abschleppen auf Autobahnen ist verboten. Wer Italien mit dem '''Auto''' erkunden möchte, informiert sich am besten vorher über die Route mit einem Online-Routenplaner oder aktuellem Kartenmaterial. Brauchbare '''Straßenatlanten''' sind der '''Michelin Italia Straßenatlas''' ({{ISBN|978-2067209534}}) oder der Straßenatlas des Touring Club Italiano ({{ISBN|978-8836551552}}), in beiden sind die meisten Provinzstraßen und neu erbauten Umfahrungen enthalten. Übersichtskarten über ganz Italien, auf denen größere Städte nur als Punkte dargestellt sind, helfen höchstens für die Übersicht. In den häufigen Fällen, in denen die Hauptstraße nicht geradlinig durchs Städtchen führt, helfen sie nicht weiter, auf den Michelin-Karten kann man sich über den Hauptstraßenverlauf orientieren. Nach Wegweisern zu navigieren ist in Italien nicht ganz einfach. Zu oft sind diese nämlich alt, verwittert und schief oder so klein beschriftet, dass man ohne Ehrenrunde nicht zu Ende lesen kann. Anhäufungen von 15 oder mehr Wegweisern an einer Stange sind nicht selten. Andererseits ist oftmals das nächste Städtchen nicht als Routenziel auf dem Wegweiser angegeben, dafür steht die 100&#x202F;km entfernte Provinzhauptstadt auf jedem dritten Wegweiser, auch wenn es nur eine Provinzstraße „über die Dörfer“ ist. Es lohnt sich folglich ein Blick auf die Straßenkarte, um die gut ausgebaute „Strada Statale“ zu nehmen, die Straßennummerierung ist dazu sehr hilfreich. Sehr häufig wird heute mit dem '''Navigationssystem''' gefahren. Man muss damit rechnen, dass die Routenführung einen über abenteuerliche Wege führt, da die alte Hauptstraße durch das verwinkelte Ortszentrum führt und eine neue Umfahrung den Durchgangsverkehr zügig um das alte Stadtzentrum herum leitet. Hier lohnt es sich, zusätzlich zum "Navi" dem Beifahrer den Straßenatlas in die Hand zu drücken. Vor allem Fahrer breiter Wohnmobile tun gut daran, nach blauen Wegweisern für Lastwagen über 3,5 t Ausschau zu halten, welche auch für „Dickschiffe“ fahrbare Routen bezeichnen.<br /> Erfahrungsgemäß ist das Navigationssystem ausgesprochen hilfreich, um zu erkennen, in welchem Ort man ist (aufgrund großflächiger Eingemeindungen kann das Ortsschild einer Großstadt schon zwei Ortschaften vor der Stadtgrenze stehen und man sucht vergebens den anvisierten Parkplatz oder Bahnhof), oder auf welcher Straße (SS…) man fährt resp. welcher Ausfahrt man sich nähert. Ein absolutes Muss ist es, sich an die vorgeschlagenen Umfahrungen (gelbe Wegweiser) zu halten. Auch wenn man hofft, bei großräumigen Umfahrungen im Einbahnverkehr eine lichtsignalgeregelte Strecke zu finden, auf der man ohne Umweg hindurchschleichen kann: es lohnt sich nie! Die Brücke, wegen deren Revision eine Umfahrung ausgeschildert ist, ist möglicherweise einfach nicht mehr da und der Bau der neuen kann einige Jahre in Anspruch nehmen. Die meisten italienischen '''Autobahnen''' sind mautpflichtig. Im Gegensatz zu früher, als in der Mitte eines Autobahnabschnitts eine Zahlstelle passiert und der Obolus für diesen Abschnitt entrichtet werden musste (und es zu gewaltigen Staus kam), zieht man in den meisten Fällen bei der Einfahrt auf die Autobahn ein Ticket und bezahlt beim Verlassen der Autobahn an einer Zahlstelle. Die Kassenhäuschen mit Bargeldentgegennahme sind bezeichnet, bezahlt werden kann auch am Automat mit Noten, Münzen und Kreditkarte.<br /> Die Ausfahrten sind frühzeitig beschildert, die Pfeile zur Ausfahrt sind frühzeitig auch auf dem rechten weiterführenden Fahrstreifen aufgemalt, langsamere Wohnwagengespanne können aber auf dieser Spur problemlos weiterfahren, da die eigentliche Ausfahrt mit einer eigenen Spur beginnt. Empfehlenswert sind '''Via-Cards''' zum Bezahlen der Mautgebühr auf '''Autobahnen'''. Man bezahlt die Karte im Voraus (es gibt Karten zu 25, 50 oder 75 Euro) und kann bargeldlos Autobahnfahren und an den Zahlstellen die '''blauen''' Spuren (Via Card) nutzen (Max. 2 Karten pro Bezahlvorgang möglich). Via-Cards sind an Tankstellen, Autobahnraststätten und in der Schweiz beim TCS erhältlich, man kann sie problemlos nach Einfahrt auf die Autobahn auf einer der Raststätten erwerben, da in der Regel erst beim Verlassen der Autobahn abgerechnet wird. Vorsicht, die '''gelben''' Spuren sind dem [https://www.telepass.it Telepass] mit automatischer Abrechnung des Mautbetrags vorbehalten. Die bargeldlosen Stationen funktionieren nicht immer perfekt, sie buchen bei der Kartenzahlung nicht ab, drucken aber einen Beleg aus, auf dem steht, wie viel noch zu bezahlen ist. Die Schranke geht trotzdem hoch. Wenn man weiterfährt, ohne nachzuzahlen kann man später, manchmal sogar Jahre später, Probleme bekommen. Inkassobüros schicken Nachforderungen. Der ADAC rät deshalb, die Mautbelege für lange Zeit aufzubewahren. Ein Zurücksetzen vor der Zahlstelle (wenn man sich falsch eingeordnet hat) ist strengstens verboten. Wenn die Bezahlung nicht möglich ist, ist eine Weiterfahrt trotzdem möglich. Entweder kann per Gegensprechanlage ein Mitarbeiter gerufen werden, oder es wird ein Ticket (die Autonummer wird gescannt und das Fahrzeug registriert) ausgedruckt, das recht problemlos daheim per Kreditkarte [https://www.autostrade.it/it/home bezahlt] werden kann. Für '''Motorradfahrer''' gilt die Helmpflicht mit einem ECE-konformen Helm. Bei Nichtbeachtung kann das Motorrad vor Ort beschlagnahmt werden. Des Weiteren ist das Loslassen des Lenkers oder das Abheben der Beine untersagt, d.&#x202F;h.&nbsp;kein Grüßen. Die Vorschriften werden teils recht drastisch umgesetzt. ;Allgemeine Regeln Gesetzliche Regelung zu '''Kindersitzen in Autos:''' In Fahrzeugen mit italienischer Zulassung sind für Kinder bis zu vier Jahren nur noch Kindersitze zulässig, die mit einem Alarmsignal ausgestattet sind um zu verhindern, dass Kinder im Auto vergessen werden. Dieses gilt auch für alle Mietwagen mit italienischer Zulassung, unabhängig von der Nationalität des Fahrers. Sofern der Kindersitz Teil des Mietwagenvertrages ist, hat der Vermieter für einen den Vorschriften entsprechenden Sitz zu sorgen. In allen anderen Fällen ist der Besitzer des Kindersitzes in der Pflicht. Ab März 2020 werden bei Verstößen gegen diese neue Bestimmung Geldstrafen von 81 bis 326 Euro fällig. '''Alkohol am Steuer''' ist begrenzt auf 0,5‰ (0,0‰ für Fahranfänger in den ersten drei Jahren). Strafen bei Überschreitung sind drastisch und beginnen bei 2200 €, deutlich mehr bei über 0,8‰. Wer mehr als 1,5‰ hat wandert bis zu einem halben Jahr in den Knast. '''Telefonieren''' ohne Freisprecheinrichtung während der Fahrt kostet 250 € beim ersten Verstoß, €1000-1400 im Wiederholungsfalle.{{Stand|2025|01}} Generell wird mit großer Aufmerksamkeit gefahren, und das eigene Vortrittsrecht nicht rücksichtslos durchgesetzt. Wer das voraussichtliche Verhalten des vorderen Fahrers vorwegzunehmen versucht (wenn der Vordermann langsam zur Mittellinie zieht, wird er wohl zum Linksabbiegen halten, auch wenn er nicht blinkt …) wird problemloser im italienischen Verkehr mithalten können, als wer nicht auf die Bremse geht, weil er nach den Vortrittsregeln Rechtsvortritt hat. Zum besseren Verständnis einige subtilere, ungeschriebene Regeln, die von Ausländern nicht immer richtig erkannt werden: * Die '''Kommunikation''' der Fahrer untereinander hat eine höhere Bedeutung. Vieles wird per Handzeichen, Lichthupe oder Hupe geklärt. * '''Gegenseitige Rücksicht''' und '''Mitdenken'''. Italienische Fahrer pochen in der Regel weniger auf ihre Rechte und sind öfters bereit, anderen Zugeständnisse zu Gunsten eines besseren Verkehrsflusses zu machen. Die gelegentliche Gedankenlosigkeit anderer Verkehrsteilnehmer kann dadurch meist ausgeglichen werden. * Generell zeigen Italiener mit Fahren ganz hart an der Mittellinie an, dass sie es eilig haben, sie schätzen es, wenn man sich etwas rechts hält, um das Überholen zu vereinfachen. Andererseits fahren ältere Herrschaften mit dem "Cinquecento" gern mit 30&#x202F;km/h ganz am rechten Fahrbahnrand, eine Einladung zum Überholen, wenn die Strecke übersichtlich genug ist. Bei doppelter Sicherheitslinie ist das Überholen allerdings definitiv nicht angezeigt, Warnschilder warnen oft vor Spurteilern. * Auf Autobahnen und außerorts muss tagsüber ganzjährig mit Abblendlicht (oder alternativ Tagfahrleuchten) gefahren werden. Motorräder immer und überall. * Die '''Hupe''' wird gerne als Kommunikationsmittel eingesetzt. Besonders auf engen, unübersichtlichen und kurvenreichen Landstraßen hupen Italiener gerne vor der Einfahrt in eine Kurve. Wenn niemand zurückhupt, gehen sie davon aus, dass die Kurve frei ist und benutzen die volle Breite der Straße. Ausländer müssen sich daran gewöhnen, bei einem '''Hupen hinter einer Kurve unverzüglich zurückzuhupen.''' * In Sizilien wird manchmal ein langsamer Wechsel von Fern- und Abblendlicht auf der Autobahn zum Warnen des Vordermanns eingesetzt, um ihn vor unerwarteten Überholmanövern zu warnen. * Auf '''Bergstraßen''' haben bergwärts fahrende Fahrzeuge grundsätzlich Vorfahrt, es sei denn, es steht eine nahe Ausweichmöglichkeit zur Verfügung. * Linienbusse haben immer Vorfahrt. * Die '''Beschilderung''' ist nicht so zuverlässig und durchgehend wie man sich das in D oder CH gewohnt ist. Auf unbekannten Straßen deshalb vorsichtig fahren, nicht jede enge Kurve ist signalisiert. Geschwindigkeitslimits werden vor allem im Süden eher flexibel umgesetzt, in Norditalien werden Geschwindigkeitsübertretungen zunehmend rigoros verfolgt.<br /> : In Italien gilt die angezeigte Geschwindigkeit als Höchstgeschwindigkeit, die aber aus Verkehrssicherheitsgründen nicht durchgehend gefahren werden darf. Während beispielsweise in der Schweiz ein Geschwindigkeitslimit von 60&#x202F;km/h vor einer gefahrenträchtigen Kurve angeordnet ist, gilt auf italienischen schmalen Provinzstraßen ein offenes Limit von 90&#x202F;km/h und man ist selber schuld, wenn man eine Kurve unterschätzt und im Graben landet. * '''Radarfallen''' stehen oftmals an kritischen Stellen mit engen Kurven und sind in der Regel auf der Autobahn markiert, der sich knapp vor dem Außerortsschild hinter einem Gebüsch verbergende Polizist mit der Radarpistole wird nur sehr selten angetroffen. Das '''[[w:it:SICVE|Systema Tutor]]''' ist ein Geschwindigkeits-Abschnittskontrollsystem: zwischen auseinanderliegenden Messstellen wird die Passagezeit erhoben und die Durchschnittsgeschwindigkeit errechnet, bei deren Überschreitung ein Bußgeld fällig wird. Eine kurze Beschleunigung zum Überholen führt in diesem Fall nicht zum Strafzettel, wenn man danach wieder „manierlich“ fährt. Das System deckt inzwischen bis 40&#x202F;% des italienischen Autobahnnetzes ab, so dass sich das sonst so oft erlebte Losrasen nach Passieren des bekannten Radarstandorts nicht lohnt. * wenn man aus einer Seitenstraße in zügig fließenden Verkehr einfädeln will, rollt man beherzt unter Suchen des Sichtkontakts auf die Fahrbahn, um die Absicht kundzutun, und wird in der Regel bald einmal eingelassen. Wenn man mit vornehmer Zurückhaltung hinter der Linie wartet, droht man dort vorzeitig zu altern. : Für '''Fußgänger''' gilt ganz ähnliches: Nicht an einem Zebrastreifen darauf warten, dass jemand anhält, das wird im allgemeinen nicht geschehen. Wenn man in einem sinnvollen Moment beherzt losgeht und so die Absicht klarmacht, dass man jetzt über die Straße will, wird aber bereitwillig angehalten. Ähnliches gilt an grünen Fußgängerampeln, gehalten wird nur, wenn man wirklich losläuft. * bekannt ist Italien auch dafür, dass jegliche am Fahrzeug nach hinten ragende Ladung (auch Fahrräder am PW und Wohnmobilen) mit einem 50 × 50 cm großen rot-weiß-gestreiften '''Panello''' gekennzeichnet werden müssen. * Es gilt Rauchverbot im Fahrzeug, wenn Schwangere oder Minderjährige mitfahren. * Italienische '''Strafzettel''' können seit 2016 EU-weit eingetrieben werden. Sie bleiben fünf Jahre vollstreckbar. Zu bedenken ist, dass für gleichwertige Verstöße in Italien die Bussen deutlich höher sind als in Deutschland. Bei den meisten Bußgeldern wird bei Zahlung innerhalb von fünf Tagen ein Nachlass von 30&#x202F;% gewährt. Ansonsten verdoppelt sich der fällige Betrag, sofern nicht innerhalb 60 Tagen bezahlt wird. Autovermieter rechnen Strafzettel über die hinterlegte Kreditkarte ab. Das Fortkommen in Italien erleichtert sich, wenn man sich an die Straßennummerierung und die Kennfarben der Wegweisung gewöhnt. Die in der Regel '''kostenpflichtigen''' Autobahnen sind generell '''grün''' markiert. Leicht übersehen werden die kleinen Wegweiser zum nächsten Autobahnanschluss, die nur mit dem Autokennzeichen der Provinzstadt bezeichnet sind, das kleine grüne Schild '''CT''' bezeichnet also den Weg zum nächsten Autobahnanschluss mit Ziel [[Catania]]. '''Blaue''' Wegweiser stehen für Hauptstraßen, die als '''"Strada statale" (SS)''' bezeichnet sind, höhere Nummern können parallel zur alten Strada statale geführte Neubaustrecken bezeichnen, diese sind teils richtungsgetrennt doppelspurig, aber nicht kreuzungsfrei geführt. So existiert nach Apulien die '''SS16''' weiterhin, auf der parallel geführten '''SS613''' kommt man wesentlich schneller und ohne Ortsdurchfahrten, die in Italien sehr zeitraubend sein können, vorwärts. Weiße Wegweiser bezeichnen lokale Ziele, braune Ziele, welche Touristen interessieren dürften, oftmals bezeichnet ein Logo die Art des Ziels (archäolog. Gelände oder Badestrand). Bei Unfällen mit ausländischen Verkehrsteilnehmern Fahrzeuge nicht bewegen, sondern direkt die Polizei verlangen. Das braucht zwar viel Geduld und Nerven, erspart aber später Probleme mit der Versicherung. ;Verkehrsberuhigte Zonen In immer mehr Innenstädten sind „[[w:Zone mit beschränktem Verkehr|Verkehrsberuhigte Zonen]]“ ({{itS|Zona a traffico limitato}}, ZTL) ausgewiesen. In diese ist das Einfahren nur mit registriertem Nummernschild gestattet. Die jeweilige Gemeinde erlässt dann noch zusätzliche Beschränkungen hinsichtlich Zeiten, Fahrzeuggröße oder Höchstgeschwindigkeit. Die Zufahrten sind kameraüberwacht. Unerlaubtes Einfahren kann teuer werden, 80-300 € pro Verstoß, d.&#x202F;h. jedes mal wenn die Nummer erfasst wird.<br> Eine aktuelle Übersicht einzelner Städte und ihrer detaillierten Regeln findet sich auf [https://www.accessibilitacentristorici.it/ Accessibilità Centri Storici], auch engl. ; E-Scooter Auf E-Scootern besteht Helmpflicht. Teuer ist es wenn, auch bei gemieteten Rollern, Blinker, Bremslichter oder Nummernschild fehlen. === Fahrrad === {{see also|Radrouten in Italien}} Es existieren in Italien Radwege und Radfernwege. == Sprache == Amtssprache ist {{SF|Italienisch}}. Im Nordwesten ([[Aostatal]]) wird lokal auch {{SF|Französisch}} gesprochen und in Südtirol gibt es eine deutschsprachige Mehrheit. In einigen Dolomitentälern wird Ladinisch, in Friaul Furlanisch gesprochen, die entfernt mit dem Rätoromanischen in der Schweiz verwandt sind. Auch auf Sardinien wird eine eigene Sprache, das Sardische, gesprochen. Aber auch in anderen Landesteilen gibt es stark ausgeprägte Dialekte, die mit der Hochsprache nur wenig gemein haben. Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts wurde fast überall Dialekt und nur zu besonderen Anlässen Hochitalienisch gesprochen, in den letzten Jahrzehnten ist das Standarditalienische aber – vor allem in den größeren Städten und bei den jüngeren Generationen – stark auf dem Vormarsch. In Friaul-Julisch-Venetien ist auch {{SF|Slowenisch}} Minorität. In einigen Orten Süditaliens, in Apulien wird von den Älteren ein griechischer Dialekt, das Griko, gesprochen, der noch aus der Zeit der ''Magna Graecia'' herrührt. In den touristisch gut erschlossenen Gebieten kommt man mit {{SF|Englisch}} gut durch. Besonders im Landesinneren aber hilft Englisch kaum mehr weiter und man muss auf Italienisch kommunizieren. Siehe '''[[Sprachführer Italienisch]]''' == Aktivitäten == * '''Baden und Wassersport''': an den flachen Stränden der Adria, an der italienischen Riviera. * '''Wandern''': Cinque Terre, Südtirol, Toscana * '''Klettern''': Dolomiten * '''Segeln''': eine gute Möglichkeit, die italienischen Inseln kennenzulernen. In zahlreichen Küstenstädten kann man Boote mit oder ohne Besatzung mieten. Gute Möglichkeiten bieten u.a. der Gardasee * '''Wintersport''' Skipisten in den Alpen: [[Cortina d’Ampezzo]], [[Piancavallo]], [[Toblach]], [[Grödner Tal]], [[Madonna di Campiglio]], [[Moena]], [[Livigno]], [[Bormio]], [[Sestriere]], [[Courmayeur]], [[Monte Rosa Ski]]. Auch auf dem Appenin gibt es Wintersport * '''Kunsttourismus''': Die wichtigsten Kunstschätze des Landes sind in [[Rom]], in [[Venedig]] und in [[Florenz]], aber es gibt auch 60 UNESCO-Welterbestätten (Stand 2024) * '''Naturtourismus''': 6 UNESCO-Naturerbestätten, unzählige Weingüter, und [[w:Agrotourismus|Agroturismus (it. agriturismo)]] gibt es nicht nur in der Toskana == Einkaufen == Die Öffnungszeiten der Geschäfte sind sehr unterschiedlich.<br /> Größere Supermärkte haben Samstag bis mindestens 20 Uhr und teilweise Sonntag vormittags geöffnet. Normale Ladengeschäfte und Boutiquen sind in Mittel- und Süditalien, vor allem in Kleinstädten, während der Siesta von 13 bis 16 oder 17 Uhr geschlossen, gelegentlich auch Tankstellen. Die Einkaufsstraßen sind dann völlig verlassen, die Rollläden heruntergelassen und das Parkplatzangebot ist kurz vor Ende der Siesta an größten. An Feiertagen haben manche Geschäfte, insbesondere Bäckereien, geöffnet. An ''Ferragosto'' (Mariä Himmelfahrt, 15. August) bleiben fast alle Läden geschlossen. In Touristenorten und Seebädern sind die Läden vor allem in der Hauptsaison Mai bis September meistens durchgehend geöffnet. Wer als EU-Bürger in Italien shoppt, muss ab einem Einkaufswert von 1000,00&#x202F;€ mit Kreditkarte zahlen. Die Bezahlung mit Bargeld ist laut Verordnung '''"tetto di mille euro"''' nur noch bis 999,99&#x202F;€ möglich. Die Regierung will damit Geldwäsche und Steuerhinterziehung eindämmen. Kunden mit Wohnsitz außerhalb der EU dürfen mit Bargeld bis zu 14999,99&#x202F;€ bezahlen. '''Wer isst, trinkt oder einkauft, ist verpflichtet, den ''scontrino'' (Kassenzettel) bis mindestens 500&#x202F;m Entfernung von Restaurant, Bar oder Laden mitzunehmen.''' Wer den ''scontrino'' an der Kasse oder auf dem Tisch liegen lässt und nach Verzehr oder Einkauf im Fall einer Kontrolle der Finanzpolizei nicht vorweisen kann, macht sich nach italienischem Gesetz (ebenso wie der Wirt/Verkäufer) der Steuerhinterziehung strafbar und muss ggf. eine Buße zahlen. Häufig werden die scontrini dem Kunden deshalb regelrecht aufgedrängt, bitte nehmen Sie den ''scontrino'' deshalb immer mit. '''Geldautomaten''' sind weit verbreitet, zumindest in Städten. In der Regel akzeptieren sie gängige internationale Kreditkarten. An Automaten, die direkt von Banken betrieben werden, fallen oft keine Gebühren für ausländische Karten an. Dazu gehören die Automaten der BNL (''Banco Nazionale del Lavoro'') und die „Postamat“-Automaten der italienischen Post. Je nach Karte kann die ausgebende Bank natürlich dennoch eine Gebühr erheben. In Italien gibt es kein Flaschen- oder Dosenpfand. == Küche == '''Un caffè, per favore:''' Der Kaffee hat im Herzen der Italiener einen besonderen Platz; und er ist in unzähligen Variationen zu finden. * Ein '''Caffè''' ist in Italien immer ein '''Espresso''', den man normalerweise in einer Bar zu sich nimmt. Es gibt ihn mit mehr (lungo) oder weniger (ristretto) Wasser, in doppelten (doppio) und halben (corto) Portionen, mit einem Tröpfchen Milch (macchiato) oder mit Hochprozentigem (corretto). Nicht zu vergessen: der Caffè Americano, der aus Espresso und viel heißem Wasser besteht. * Der '''Cappuccino''' ist das traditionelle Frühstücksgetränk; mittlerweile wird er auch ganztätig getrunken, allerdings nicht zum Abschluss eines Abendessens. * Die '''Latte Macchiato''' ist heiße, geschäumte Milch mit einem Espresso darin und auch der '''Caffè Latte''' ist anzutreffen, einem Espresso mit viel heißer, wenig geschäumter Milch. * Der Kaffee aus der ikonischen, achteckigen Bialetti-Kanne ist im übrigen kein Espresso-Herdkanne, sondern eine '''Moka'''-Herdkanne und die Neapolitaner haben ihre eigene Kanne, der Kaffee ist dann eine '''Napoletana'''. Die '''[[Essen und Trinken in Italien|Italienische Küche]]''' ist weltberühmt und dabei stark regional geprägt. Während die norditalienische Küche der deutschen etwas näher ist (man benutzt oftmals mehr Butter als Olivenöl), so ist die süditalienische Küche deutlich anders. Öl ist Grundkochmittel, dazu kommt Knoblauch und dann erst alles Weitere. An den Küsten wird viel Fisch gekocht, während im Landesinneren Schafsprodukte (v.a. Käse) produziert und verkocht werden. [[File:Troffiette genovese.jpg|mini|Rotwein, Trofie mit Pesto alla genovese]] [[File:Pizza Rucola.JPG|mini|Pizza ist neben Pasta der Inbegriff der Italienischen Küche im Ausland]] [[File:Pasta alla Norma (2563876877).jpg|mini|Nudeln aus Hartweizengrieß, ital. Pasta, sind ein Hauptbestandteil der Italienischen Küche]] '''Kleiner Wegweiser durch die gastronomischen Begriffe:''' Eine '''Bar''' ist in Italien kein Ort um Cocktails zu trinken. In einer italienische Bar gibt es vom frühen Morgen bis zum späten Abend Kaffee (und andere Getränke), morgens ein Frühstück und später oft ''panini'' oder andere kleine Speisen. Die Bar ist ein sozialer Treffpunkt, und der (oder die) ''Barista'' ist in der Regel eine lokale Informationsquelle, die man auch als Tourist nutzen kann. In der Bar liegen zudem kostenlose Tageszeitungen aus, je nach Größe der Bar kann das Sortiment beachtlich sein und umfasst gelegentlich ausländische Zeitungen. Die '''Torrefazione''' (Kaffeerösterei) bietet verschiedene Sorten selbst gerösteten Kaffee und andere Kaffeegetränke an, jedoch außer Kleingebäck meistens keine Speisen und andere Getränke. Restaurants gibt es als '''Osteria''', '''Trattoria''' oder '''Ristorante'''. Ein ''Ristorante'' ist meist etwas gehobener, eine ''Trattoria'' oft eher eine Gastwirtschaft, und die ''Osteria'' ließe sich mit "Weinlokal" übersetzen. Oft ist eine ''Osteria'' etwas wir ein „Gasthaus um die Ecke“. Alle können hervorragend sein, die Küche ist meist regional. ''Trattorie'' gibt es auch als Ausflugsgaststätten auf dem Land, mit etwas Glück auch mit einem großen Spielplatz. '''Pizza''' wird in der '''Pizzeria''' in einfachem Ambiente serviert; in "normalen" Restaurants gibt es sie (außerhalb der Touristengebiete) eher nicht. Dafür gibt es in einer guten Pizzeria nichts anderes; bestenfalls noch ein paar andere Spezialitäten, die sich im Pizzaofen zubereiten lassen. Jede Region macht die Pizza auf eine eigene Art, und natürlich ist jede von ihrer eigenen Variante überzeugt. Die meisten Italiener geben aber irgendwann zu, dass die neapolitanische Version - aus dem Holzofen mit hohem, unregelmäßigem Rand - die ursprüngliche und "echte" ist. Als Fastfood gibt es auch die '''Pizza al taglio''', Pizzastücke direkt auf die Hand. Daneben gibt es noch verschiedene Orte die nach den Speisen benannt sind, die es dort gibt: Die '''paninoteca''' serviert ''panini caldi'' (überbackene belegte Brötchen oder Toast), Pizzastücke und ähnliches, in der '''piadineria''' gibt es ''piadine'' (Fladenbrote mit Füllung). Die '''spaghetteria''' spezialisiert sich auf Pasta, in der '''rosticceria''' bekommt man frittierte oder gegrillte Speisen zum Mitnehmen oder gleich essen. Ein '''tavola calda''' ist ein günstiger Schnellimbiss mit Selbstbedienung, jedoch in der Regel ohne Fastfood, sondern mit einfachen, frisch vorgekochten Gerichten nach Saison, die für den Kunden erwärmt werden. Hier essen viele Berufstätige zu Mittag. Die Italiener, insbesondere im Süden, lieben Süßspeisen und Gebäck. Das gibt es in der '''pasticceria''', oder Konditorei. Hier bekommt man kleine Gebäckstücken wie ''cornetti'', ''biscotti'' (Kekse), ''pastafrolla'' (Mürbteiggebäck), ''bignets'' (Windbeutel) und andere lokale Spezialitäten, gerne auch mit einem Kaffee dazu. Die Pasticceria hat in der Regel auch Sonntagvormittag geöffnet, da es üblich ist, am Sonntag nach dem üppigen Mittagessen Gebäckteilchen einzunehmen. Und das italienische Eis holt man natürlich von der '''gelateria''', wahlweise in der Waffel (cono) oder im Becher (coppa); hier bezahlt man meist nicht für die Kugel sondern für die Portionsgröße, die sich aus unterschiedlichen Sorten zusammensetzen kann (z.&#x202F;B. eine kleine Portion Eis mit zwei Eissorten). Abends geht es dann in die '''birreria''' oder in den '''pub''' zu einem Bier, oder in die '''enoteca''' oder '''vineria''' zu einem Wein (hier werden auch hochpreisige Weine glasweise ausgeschenkt). In beiden bekommt man auch Kleinigkeiten zu Essen. Der '''Tea Room''' ist mit den Briten nach Italien gekommen. Obwohl Italien eine Nation der Kaffeetrinker ist, sind Tea Rooms zwar nicht prototypisch, aber eine gute Alternative zur in der Regel sehr lebhaften Bar. Häufig liegen in Tea Rooms auch Spiele, Bücher und Magazine aus und laden zum Verweilen ein. Der '''agriturismo''' (Bauernhof mit Feriengästen) hat neben Ferienunterkünften oft auch einen Speisesaal oder eine große Küche, in dem frische, saisonale Speisen aus eigenem Anbau oder eigener Zucht und Produktion angeboten werden, darunter immer mehr Bio-Betriebe. Besonders auf dem Land ist der Agriturismo eine preiswerte Alternative zu den Restaurants in den Städten. Die Öffnungszeiten sind saisonal sehr unterschiedlich, weil die Küche oft nur nebenbei betrieben wird, ggf. vorher anrufen. Viele Restaurants berechnen "Grundgebühr" für Gedeck, Brot, Grissini und Service; den berühmten '''coperto''' oder auch '''pane'''. Das ist normal und muss auch bezahlt werden. Allerdings wird in Italien dafür auch wenig bis kein Trinkgeld gegeben. Wenn man unter Freunden gemeinsam isst, wird die Rechnung normalerweise auf "römische Art" geteilt - alle zahlen den gleichen Anteil am Gesamtbetrag. Eine getrennte Abrechnung ist in Restaurants nicht üblich. Gäste werden gerne eingeladen, wer sich revanchieren will, sollte beim nächsten Mal schneller sein. '''Bei einem festlichen Essen, und dazu gehört auch das Abendessen im Restaurant, ist folgende Speisenfolge üblich:''' * '''antipasto''' (Vorspeise), beispielsweise ''crostini'' oder ''bruschetta'', Kleinigkeiten aus eingelegtem, gegrilltem oder frischem Gemüse, regional auch Häppchen aus (Frisch-)Käse oder Meeresfrüchten und Fisch, ''prosciutto di Parma'' (Rohschinken), im Sommer gern auch verdure in pinzimonio, gemischte, erntefrische Gemüse zum Dippen in Olivenöl. * '''primo''' (erster Gang), z.&#x202F;B. ''pasta'' (Nudeln) oder ''gnocchi'' aus Kartoffeln, gefüllte Nudeln, manchmal kleine Aufläufe (sformatino) aus Gemüse oder crespelle (Pfannkuchen) mit Füllung, in der kühlen Jahreszeit auch Suppen. * '''secondo''' (Hauptgang), meistens gegrilltes oder gebratenes Fleisch, Fisch, Wild oder Geflügel. In der Regel sind beim Hauptgang keine Beilagen (außer einer kleinen Garnitur) dabei, man muss also Kartoffeln und/oder Gemüse separat dazu bestellen. Beliebte Beilagen sind ''patate fritte'' (in Olivenöl gebratene Kartoffelspalten, keine Pommes frittes), ''patate in tegame'' (geschmorte Bratkartoffelstückchen mit Kräutern), polenta (Maisbrei), fagioli (Bohnenkerne, verschiedene Sorten, meistens geschmort) oder fagiolini (grüne Bohnen oder Brechbohnen) bzw. andere Gemüse nach Saison. Regional werden auch Käseplatten oder gegrillter Pecorino als secondo angeboten, für Vegetarier gibt es gelegentlich Gemüse- oder Eiergerichte, z.&#x202F;B. frittata (Omelette) mit Gemüse. *'''dolci''' (Dessert) wie Pudding, Eis, Sorbet oder Kuchen und Obst nach Saison. Die Gerichte werden grundsätzlich auf der Speisekarte in ''primi'' und ''segundi piatti'' sowie ''contorni'' (Beilagen) unterteilt, der Gast ist jedoch keinesfalls an diese Speisefolge gebunden; er kann nach Belieben wählen und es, etwa für ein leichtes Abendessen, bei einem Getränk und einem primo mit contorno belassen. Die Gänge werden einzeln in Rechnung gestellt und können bei einem umfangreichen Essen zu einer hohen Gesamtsumme führen, 40&#x202F;€ pro Person [2017] sind dabei schon günstig. Man sollte nur beachten, dass die Gänge meist in der "richtigen" Reihenfolge serviert werden - wenn also eine Person den primo und die andere den secondo nimmt kann es sein, dass diese nacheinander serviert werden. Die Pizza ist im Übrigen ein '''piatto unico''', also eine vollständige Mahlzeit in einem einzigen Gericht. == Nachtleben == Das gemeinsame auswärtige Abendessen ist unter jenen Familien, die es sich leisten können, ein beliebtes Ritual zur Beziehungspflege. Eltern, Kinder (auch die Jüngsten), Großeltern und häufig befreundete Familien oder Verwandte ergeben Runden, für die im Restaurant nicht selten drei oder mehr Tische zusammengestellt werden müssen. Man trifft sich um 20 Uhr zum Aperitif in einer Cocktail Bar/Gelateria, wo es für die Kinder einen Eisbecher und eine Cola gibt, während sich die Älteren mit einem Aperol, Campari o.Ä. auf den Abend einstimmen. Ca. eine Stunde später begibt man sich ins favorisierte Restaurant; spätestens dort wächst die Gruppe auf ihre volle (s.o.) Größe an. Beim Essen, das sich über mehrere Gänge erstreckt (s. Küche), werden (erheblich weniger dezent als man es in Deutschland gewohnt ist) weitere Neuigkeiten aus Politik, Sport und Nachbarschaft ausgetauscht. Mit Herannahen der Mitternacht wird die Tafel schließlich aufgehoben. Dies ist die Stunde der Ragazzi (so werden im Italienischen alle Menschen vom motorrollerfähigen Alter an aufwärts bis Ende der Zwanziger bezeichnet - im freundschaftlichen Umgang auch erheblich ältere Personen). Diese brechen in der Zeit ab ca. 23 Uhr mit ihren verschiedensten Kraftfahrzeugen (sehr wenige Fahrräder) aus allen Richtungen der äußeren Stadtteile und des Umlandes über die Innenstädte herein, was für den ausländischen Touristen, der in einer Enoteca/Birreria dabei ist, seinen Absacker einzunehmen, ein lärmendes und stinkendes, gleichwohl faszinierendes Schauspiel ergibt. Auf diese Weise füllen sich die angesagten Orte der Innenstadt, bis jede Bar sowie jede Sitzgelegenheit im Freien von jungen Leuten umlagert ist. Es wird sich nicht bis zur Besinnungslosigkeit betrunken, noch kommt es regelmäßig zu anderweitigen Ausfällen, da auch unter den jungen Leuten der soziale Austausch mit dem (Gesprächs-)Partner oder dem Mobiltelefon oder beidem im Vordergrund steht. Das Prinzip Großraumdisco (wie z.&#x202F;B. in Deutschland) oder gar Alles-unter-einem-Dach-Unterhaltung (wie in den USA üblich) ist wenig verbreitet. Auch hierfür darf man die Ursachen in der sozialen Struktur suchen. Auch das günstige Wetter spielt sicherlich eine Rolle. Dennoch erkennt man am einen oder anderen Rohbau die Tendenz zu größeren Einheiten weiter entfernt von den Stadtzentren. Die o.g. Beobachtungen stammen aus verschiedenen Orten Siziliens während der warmen Jahreshälfte. Es ist davon auszugehen, dass sich die geschilderten Verhältnisse in der Nähe einer Extremsituation bewegen. Mit wachsender Entfernung von den touristischen Zentren, außerhalb der Hauptsaison und/oder in anderen (wirtschaftlich stärker „entwickelten“) Landesteilen wird der ausländische Reisende möglicherweise Anderes vorfinden. == Unterkunft == Für den individuellen Urlaub in Italien bieten sich Ferienwohnungen und Ferienhäuser an. In ländlichen Regionen gibt es neben den [[w:Agrotourismus|agriturismo]]-Unterkünften eine italienische Besonderheit: das [[Albergo Diffuso]]. Es bedeutet wörtlich „verstreutes Hotel“. Das Prinzip besteht darin, dass authentische und in lokalem Stil dekorierte Zimmer über verschiedene Gebäude innerhalb des Ortes verteilt sind. In Italien gibt es auch viele Campingplätze, die gut ausgerüstet sind. Wer einen mittleren Standard sucht, sollte beim Zeltplatz auf mindestens 4 Sterne achten. Darunter fehlt oftmals warmes Duschwasser oder es muss mit Jetons separat bezahlt werden. In der Hochsaison von Juli bis September ist es mit großen Zelten schwierig, einen freien Platz zu finden. Spontane Camper mit Kleinzelten (Iglus...) finden jedoch fast immer ein Plätzchen. Viele Gemeinden erheben eine Touristensteuer, die oft nicht im beworbenen Zimmerpreis eingeschlossen ist. Üblicherweise ist der Hebesatz von der Qualität der Unterkunft abhängig. 2023 sollte man mit € 1,00-4,00/Nacht rechnen. Kinder (Altersgrenzen höchst unterschiedlich) und manchmal auch Hochbetagte und Schwerbehinderte sind befreit. Auch gibt es eine zeitliche Grenze, die bei 3 bis 10 Tagen liegt. '''Wild Campen''' ist meist verboten, es drohen regional unterschiedliche Bußgelder, wobei € 300 durchschnittlich sind. Manche Regionen, wie Venetien, Sardinien und Sizilien sind besonders streng. In der Toskana gibt es keine Regelung. In jedem Fall ist es sinnvoll sich bei der jeweiligen Gemeinde zu erkundigen. == Feiertage == {{Feiertage Anfang}} {{Feiertag| datum= 1-1 | Capodanno | Neujahrstag }} {{Feiertag| datum= 1-6 | Epifania | Heilige Drei Könige }} {{Feiertag| {{Ostern.next|tag=Ostermontag}} | Pasquetta | Ostermontag }} {{Feiertag| datum= 4-25 | Anniversario della Liberazione | Tag der Befreiung Italiens vom Faschismus (1945) }} {{Feiertag| datum= 5-1 | Festa del Lavoro | Tag der Arbeit }} {{Feiertag| {{Ostern.next|tag=Pfingstmontag}} | Lunedì di Pentecoste | Pfingstmontag, nur in Südtirol }} {{Feiertag| datum= 6-2 | Festa della Repubblica | Nationalfeiertag, Tag der Republik, Republikgründung 1946 }} {{Feiertag| datum= 8-15 | Ferragosto / Assunzione di Maria | Mariä Himmelfahrt }} {{Feiertag| datum= 11-1 | Ognissanti | Allerheiligen }} {{Feiertag| datum= 12-8 | Immacolata Concezione | Mariä Empfängnis }} {{Feiertag| datum= 12-25 | Natale di Gesù | Weihnachten }} {{Feiertag| datum= 12-26 | Santo Stefano | Stefanstag }} {{Feiertage Ende}} Während die o.g. Feiertage landeseinheitlich sind, unterscheidet sich der Feiertag zu Ehren des Stadtpatrons von Stadt zu Stadt: {| cellspacing="0" class="multiline" |- ! Stadt !! Nächster Termin !! Heiliger |- | style="width:6em" | [[Venedig]] || {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-4-25 | Format= l, j. F Y | Wartetage= 7 }} || St. Markus |- | [[Florenz]] || {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-6-24 | Format= l, j. F Y | Wartetage= 7 }} || Johannes der Täufer |- | [[Genua]] || {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-6-24 | Format= l, j. F Y | Wartetage= 7 }} || Johannes der Täufer |- | [[Turin]] || {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-6-24 | Format= l, j. F Y | Wartetage= 7 }} || Johannes der Täufer |- | [[Rom]] || {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-6-29 | Format= l, j. F Y | Wartetage= 7 }} || St. Petrus |- | [[Siena]] || {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-7-2 | Format= l, j. F Y | Wartetage= 7 }} || Palio di Provenzano |- | [[Palermo]] || {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-7-15 | Format= l, j. F Y | Wartetage= 7 }} || Sta. Rosalia |- | [[Siena]] || {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-8-16 | Format= l, j. F Y | Wartetage= 7 }} || Palio dell'Assunta |- | [[Neapel]] || {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-9-19 | Format= l, j. F Y | Wartetage= 7 }} || St. Januarius |- | [[Bologna]] || {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-10-4 | Format= l, j. F Y | Wartetage= 7 }} || St. Petronius |- | [[Triest]] || {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-11-2 | Format= l, j. F Y | Wartetage= 7 }} || St. Justus |- | [[Bari]] || {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-12-6 | Format= l, j. F Y | Wartetage= 7 }} || St. Nikolaus |- | [[Mailand]] || {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-12-7 | Format= l, j. F Y | Wartetage= 7 }} || St. Ambrosius |- |} Karfreitag ist kein Feiertag in Italien. == Sicherheit == In Italien ist es auch nicht anders als im Rest der Welt: Vorsicht hilft, gefährliche Situationen zu vermeiden. Nachts nicht alleine durch leere Straßen ziehen, dunkle Gassen vermeiden, Uhren, Schmuck und teuere Fotoapparate nicht unnötig zur Schau stellen. Auf Märkten auf Geldbörse, Handtasche etc. aufpassen. In Großstädten sollten Sie vor allem Parks in der Nacht meiden. Teure Autos sollten in Städten besser in einem bewachten Parkhaus abgestellt werden. An Stränden und anderen oft von Touristen frequentierten Orten werden dem Reisenden oft gefälschte Uhren, Taschen, Sonnenbrillen, Parfums und andere Markenartikel angeboten. Es wird erwartet, dass auch Touristen solche Angebote als Fälschungen erkennen, wenn man dennoch kauft, macht man sich strafbar! (entweder, wenn der Kauf beobachtet wird, oder später, wenn man bei der Wiedereinreise ins Heimatland vom Zoll kontrolliert wird). Beim Kauf hochwertiger echter Markenartikel ist der Kassenbeleg auf jeden Fall aufzubewahren. Falls Sie mit einer Situation überfordert sind, scheuen Sie sich nicht, Passanten um Hilfe zu bitten. Italiener sind, wenn sie direkt angesprochen werden, außerordentlich hilfsbereit. Vor der Mafia braucht man keine Angst zu haben, die kassiert höchstens an Busparkplätzen ab, lässt Touristen aber in Ruhe, da sie mit Italienern genug zu tun hat. Süditalien und Sizilien sind daher nicht unsicherer als andere Landesteile auch. == Gesundheit == {{Quickbar Notruf}} Die medizinische Versorgung in Italien ist in allen Landesteilen von guter Qualität. Besondere gesundheitliche Risiken bestehen nicht, spezielle Impfungen sind nicht nötig. Die europäische Krankenversicherungskarte („tessera sanitaria“) gilt in Praxen von Vertragsärzten („il medico di base“) der italienischen staatlichen Krankenversicherung (SSN). Sie müssen das Geld für manche Untersuchungen und die Rezeptgebühr (in der Apotheke sagt man „devo pagare solo il ticket“) selbst vorstrecken und hinterher von Ihrer Krankenkasse einfordern, bewahren Sie die Quittungen und Unterlagen auf. In Touristengegenden praktizieren viele deutsch- und englischsprachige Ärzte und Zahnärzte, fragen Sie Ihren Gastgeber. Eine Konsultation in einer Privatpraxis kostet 50-80 € beim Allgemeinarzt aber bis zu 150&#x202F;€ bei einem Spezialisten. Eine Auslandsreisekrankenversicherung ist nützlich, da die gesetzlichen Kassen manchmal nur Richtsätze erstatten. In Städten gibt es in der Regel einen ''pronto soccorso'' (Notaufnahme/Notfallpraxis) für dringende Fälle bzw. ein ''Ospedale'' (Krankenhaus) mit Notaufnahme. Bei Kleinigkeiten können Sie sich problemlos an eine Apotheke wenden, dort ist man auf Erste Hilfe eingestellt. Zahnarztleistungen werden in Italien generell privat abgerechnet. Rezeptpflichtige Medikamente erhält man nur in einer „Farmacia“, welche durch ein grünes Kreuz erkennbar sind. In einer „Parafarmacia“ ist auch ein Apotheker anwesend, man verkauft aber nur rezeptfreie Medikamente. == Klima und Reisezeit == [[File:Cinque Terre Monterosso.jpg|mini|Küstenabschnitt der [[Cinque Terre]]]] Zu den großen Vorzügen Italiens gehört auch sein herrliches, außerordentlich mildes Klima, das es dem Wall der Alpen, dem überall wirksamen Einfluss des Meers und der günstigen südlichen Exposition ganzer Landschaften verdankt. Doch ist auch hier ein bedeutender Unterschied zwischen dem kontinentalen und dem peninsularen Italien bemerkbar; jenes hat auffallend kontinentales, dieses überwiegend maritimes Klima. Es lassen sich drei Regionen unterscheiden: das Po-Gebiet, Mittelitalien und Süditalien, zu welchem die [[Ligurien|ligurische]] Küste zu rechnen ist. In der '''Po-Ebene''' wechseln kalte Winter mit heißen Sommern; trotz einer mittleren Jahrestemperatur von 13&#x202F;°C kommen Temperaturen von -17&#x202F;°C vor, und der Winter ist, wenn auch kürzer, so doch meist kälter als im Rheintal zwischen [[Koblenz]] und [[Bonn]]. Nur ein schmaler Saum unmittelbar am Fuß der Alpen und an den lombardischen Seen macht eine Ausnahme. Dementsprechend ist die Vegetation in der [[Lombardei]] durchaus mitteleuropäisch, nur solche Pflanzen des Südens können hier angebaut werden, welchen, wie dem Reis, die Sommerwärme gerade lange genug anhält; nur an den Seen kehren zahlreiche Formen der Mediterranflora und auch der Ölbaum wieder. [[File:Gran sasso e pizzo intermesoli (DC) - panoramio.jpg|mini|Landschaft in den [[Abruzzen]]]] In '''Mittelitalien''' ist die tyrrhenische Abdachung vor der adriatischen bevorzugt durch höhere Wintertemperatur, was sich namentlich darin ausprägt, dass am ganzen Küstensaum Dattelpalmen bis auf kurze Unterbrechung, in der [[Toskana]] auch Agrumen bei einigem Schutz fortkommen. Die mittlere Jahrestemperatur beträgt 14,5 °C, aber noch in [[Rom]] sind -5,9&#x202F;°C beobachtet worden, und Schnee ist jeden Winter ein- bis zweimal zu erwarten, wenn er auch nicht liegen bleibt. Auch hier überwiegt noch der mitteleuropäische Charakter der Flora, nur in der Küstenzone sind immergrüne mediterrane Bäume und Sträucher häufig und dem Ölbaum sind bedeutende Flächen gewidmet. [[File:Enna BW 2012-10-07 10-07-49.JPG|mini|Mediterrane Landschaft auf [[Sizilien]]]] Erst in '''Süditalien''' und der durch die Apenninen gebildeten klimatischen Oase von Ligurien herrscht volle Mediterranflora, und der Nordländer findet das Italien, welches er schon am Fuß der Alpen suchte. Erst hier, vom Monte Gargano und Terracina an, werden Agrumen im großen gebaut und sind Dattelpalmen häufig; erst von hier an sind die mitteleuropäischen Holzgewächse auf die Höhen der Berge zurückgedrängt und finden sich in Fülle die Opuntien und Agaven und die Vertreter der Mediterranflora, die immergrünen Eichen, die Karuben, Pistacia lentiscus, der Erdbeerbaum, die Phyllyreen, Lorbeer, Myrte, Oleander und jene große Zahl südlicher aromatischer Halbsträucher und Zwiebelgewächse, finden sich die winterlich grünen, mit buntem Blütenschmuck überdeckten Matten des Südens, welche an die Stelle der Wiesen des Nordens treten. Die mittlere Jahrestemperatur dieses Gebiets beträgt 17 °C, steigt aber in [[Sizilien]] bis auf 18,5 °C; der Winter ist sehr mild, 10 - 11 °C, so dass keine Unterbrechung in der Vegetation eintritt und nur die Berge längere Zeit von Schnee bedeckt sind. Hier erhebt sich die immergrüne Zone, die in Mittelitalien 500&#x202F;m nicht erreicht, bis auf 800 m, erst dann beginnt meist mit Edelkastanien der Gürtel der laubabwerfenden Bäume; die Region von 1.000 - 2.000&#x202F;m ist der Buche und der Kiefer eigen, aber nur auf den höchsten Höhen der Abruzzen und Korsikas findet sich alpine Vegetation. == Regeln und Respekt == In italienischen '''Restaurants''' sollte man sich nicht einfach an einen leeren Tisch setzen. Besser man wartet, bis man einen Tisch zugewiesen bekommt; man kann dem Kellner aber selbstverständlich einen Tisch vorschlagen. Wenn ein Restaurant voll gefüllt ist, wartet man an der Bar, bis wieder ein Tisch frei wird; der Kellner achtet auf die Reihenfolge. Sich betrunken in der Öffentlichkeit zu zeigen, gilt in Italien als "unterste Schublade". Auch wenn fast immer "Vino" auf den Tisch kommt, trinken Italiener praktisch nie über den Durst. Drogenkonsum in der Öffentlichkeit ist ohnehin tabu. '''Bekleidung''': in Italien als katholisch geprägtem Land gelten Bekleidungsvorschriften noch etwas. Zumindest im Süden wird an Familienstränden nicht "oben ohne" gebadet, Strandbekleidung, Shorts und Spaghetti-Top sind nicht die geeignete Oberbekleidung zum Besuch gehobener Geschäfte, Museen und vor allem Kirchen. Immer mehr touristisch Gemeinden verbieten es sich in Badekleidung oder z.B. freiem Oberkörper abseits des Strandes aufzuhalten. == Post und Telekommunikation == === Post === Kleine Postämter öffnen von Montag bis Freitag 8.20-13.35, oft auch Samstag bis 12.35. Größere Postämter Mo.-Fr. 8.20-19.05 sowie Samstag Vormittag. === Mobilfunk === Italien hat ein gut ausgebautes Mobilfunknetz, auch 5G ist flächendeckend verfügbar. Es gibt 4 Anbieter: TIM, Vodafone, Wind Tre (dem Fusionsprodukt aus Wind und 3IT) und Iliad. EU-Bürger bzw. Besitzer einer SIM-Karte aus einem EU-Mitgliedsland profitieren seit dem 15. Juni 2017 vom EU-Roaming, d. h. sie telefonieren, simsen und mobilfunken zu gleichen Konditionen wie Zuhause. Für EU-Ausländer gibt es entsprechende SIM-Karten, die 10-Tage flatrate kostet typischerweise €10 gibt es. Weitere Informationen gibt es im [https://prepaid-data-sim-card.wikia.com/wiki/Italy Prepaid-Data-Wiki (englisch)]. Bei italienischen Telefonnummern ist zu beachten, dass die 0 (anders als im deutschsprachigen Raum) keine Verkehrsausscheidungsziffer ist und daher auch bei Anrufen aus dem Ausland stets mitgewählt werden muss. ===Öffentliches WLAN=== Öffentliches und kostenloses WLAN, das in vielen großen Städten verfügbar ist, erfordert immer noch eine persönliche Registrierung, in der Regel muss man eine Mobilfunknummer angeben, an welche man dann per SMS einen Code erhält. Möglicherweise wegen diesem erheblichen Aufwand bieten viele Supermärkte etc. erst gar kein Kunden-WLAN an. Viele Cafés und Hotels bieten jedoch kostenloses WLAN ohne Registrierung an, für dieses muss man lediglich das Passwort an der Theke erfragen. == Praktische Hinweise == [[File:Val-Mezdi-freeride.jpg|mini|Skigebiet in den [[Dolomiten]]]] Achtung '''Wintersportler''', auf Italiens Pisten herrscht für Kinder bis 14 Jahren Helmpflicht! === Elektritzität === [[File:L_plug.jpg|mini|Typ-L-Stecker und -Steckdose, 10-A-Variante.]] In Italien wird die normale europäische Spannung von 230V/50Hz verwendet. Der übliche Stecker ist der Typ L, mit drei Kontaktstiften nebeneinander, von dem es zwei Versionen gibt. In die "kleinere" davon passen auch Euro-Flachstecker und Schukostecker, wobei diese dann die Schutzkontaktfunktion verlieren. Gelegentlich findet man auch Schuko-Steckdosen. Schuko-Adapter gibt es in den meisten Gegenden problemlos und günstig im Supermarkt; ansonsten im Elektrofachhandel === Rauchen === Seit 2005 herrscht in allen öffentlichen Gebäuden, auch in Gaststätten und Büros, striktes Rauchverbot. Im Freien und in ausgewiesenen Raucherzonen ist es noch erlaubt. Immer mehr Gemeinden erlassen auch mit saftigen Geldstrafen bewehrte Rauchverbote an Stränden. Auch das wird lokal noch weiter eingeschränkt, in Neapel und Bozen ist das Rauchen auf allen öffentlichen Flächen, auf denen sich Kinder und Schwangere aufhalten könnten, wie etwa Straßen, Plätzen, Spielplätzen, Freiluftbühnen und Sportstadien usw. ebenfalls verboten. === Sauna === In Südtirol geht man nackt in die Sauna, in Mittel- und Süditalien dagegen sollte man leicht bekleidet sein. Im Zweifelsfall den Betreiber der Sauna fragen. === Schwerbehinderte === Die Schwerbehinderten-Parkausweise sind inzwischen EU-einheitlich und gelten auch in Italien. Der [[w:Euroschlüssel|Euroschlüssel]] ist, je weiter man nach Süden kommt, um so seltener im Einsatz. Schwerbehinderte mit Ausweis erhalten in vielen staatlichen Museen freien Eintritt, was auch für eine Begleitperson gilt. Die Anerkennung deutscher Ausweise (und vermutlich anderer europäischer) ist dabei selten ein Problem. Viele Gemeinden, die eine Übernachtungssteuer („Kurtaxe“) erheben, erlassen Schwerbehinderten und manchmal auch Begleitpersonen diese bzw. gewähren einen Rabatt. Dies ist höchst unterschiedlich geregelt und muß ggf. in der städtischen Verordnung nachgeschlagen werden, die in den meisten Fällen im Internet nur unübersetzt zu finden ist. Viele Hotel- oder Pensionswirte sind nicht unbedingt mit dieser Sonderregelung vertraut. Auch sollte geprüft werden, ob Buchungsportale die Steuer nicht unberechtigterweise erhoben haben, Rückerstattungen können problematisch sein. Der Aufwand kann sich gerade in größeren Städten lohnen, zahlt man doch in besseren Hotels z.&#x202F;B. in Rom 10 Tage lang jeweils € 10, in Florenz immerhin bis zu € 8/Tag. ''Trenitalia'' bietet Rollstuhlfahrern, Blinden und Tauben in den 16 größten Bahnhöfen den mindestens eine Stunde vorher zu buchenden Mobilitätsservice ''[https://www.rfi.it/en/for-persons-with-disability/information-about-the-assistance-of-the-sala-blu-in-one-click.html Sala Blue]'' an (☎&#x00a0;+39 02 32 32 32 oder 800 90 60 60; online oder eMail 24 Std. im voraus). Dienstbereitschaft besteht von 6.30-21.30 Uhr, nach Absprache auch nachts. In kleineren Bahnhöfen wende man sich ans Personal. 2023 waren 650 der gut 2000 Bahnhalte barrierefrei. == Auslandsvertretungen == == Literatur == Es gibt eine große Bandbreite italienischer Literaten, die auch in deutscher Übersetzung vorliegen. Als die "Urväter" der italienischen Literatur gelten Dante Alighieri (1265-1321), Franscesco Petrarca (1304-1374) und Giovanni Boccaccio (1313-1375), deren Werke bis heute eine kurzweilige Reiselektüre bietet, vor allem Dantes "Göttliche Komödie" und die pikanten Novellen von Boccaccios "Decamerone" sind empfehlenswert. Weltweite Bekanntheit erlangten in der Renaissance Niccolò Machiavelli (1469-1527), Matteo Bandello (1485-1561), Torquato Tasso (1544-1595) und Galileo Galilei (1564-1642), deren Schriften auch auf Deutsch vorliegen. In der Zeit des Risorgimento (18. Jahrhundert) entstanden weltberühmte Werke von Giacomo Leopardi (1798-1837), von dem ersten italienischsprachigen Nobelpreisträger Giosuè Carducci (1835-1907) und Giovanni Verga (1840-1922). Um die Jahrhundertwende und im 20. Jahrhundert waren wichtige Vertreter: Gabriele D'Annunzio (1863-1938) -- der jedoch durch seine Nähe zum Faschismus heute weniger beliebt ist -- Italo Svevo (1861-1928), Luigi Pirandello (1876-1936), Alberto Moravia (1907-1990) und Cesare Pavese (1922-1975), deren Lektüre dem Reisenden Italien näher bringt als manch ein Reiseführer. Unter den zeitgenössischen Autoren: Der Nobelpreisträger Dario Fo (*1926), Umberto Eco (*1932) und Andrea Camilleri (*1925). In den letzten Jahren erfreut sich der italienische Kriminalroman großer Beliebtheit. Die Krimis sind oft stark regional geprägt und bieten Reisenden einen tiefen Einblick in das alltägliche Leben. Die in Deutschland beliebtesten Krimis sind (um nur einige zu nennen): * Die anspruchsvollen Krimis der "Firma" Carlo Fruttero & Franco Lucentini * Die sizilianischen Krimis von Andrea Camilleri * Die in Venedig angesiedelten Krimis der Amerikanerin Donna Leon * Die in Florenz spielenden Krimis von Marco Vichi und der Britin Magdalen Nabb * Die Turiner Krimis von Margherita Oggero und Carlo Lucarelli * Die Toskana-Krimis von Marco Malvaldi * Die Justiz- und Anwaltskrimis von Gianrico Carofiglio (Bari) und Nino Filastò (Florenz) Unterhaltsam und lehrreich ist die Serie "Picus Lesereisen" (z.&#x202F;B. "Toskanische Tagträume", "Amalfi/Cilento: Wo die rote Sonne wirklich im Meer versinkt", "Hinter Rom beginnt das Zauberland: Malerisches Latium" u.v.m.) So man sich in die Poebene oder gar zum Podelta begibt, sollte man Guareschi ''Don Camillo und Peppone'' im Gepäck haben. Besser kann man das dortige Lebensgefühl nicht beschreiben. == Weblinks == '''Offizielle Stellen''' * [https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/italien-node Länderinformationen des deutschen Auswärtigen Amtes zu Italien] * [https://www.bmeia.gv.at/reise-aufenthalt/reiseinformation/land/italien/ Länderinformationen des österreichischen Auswärtigen Amtes zu Italien] * [https://www.eda.admin.ch/eda/de/home/laender-reise-information/italien.html Länderinformationen des schweizerischen Auswärtigen Amtes zu Italien] * [http://www.italia.it/de/ Website des Staatlichen Italienischen Fremdenverkehrsamtes] (mehrsprachig) * [https://www.enit.de/ Website der Staatlichen Italienischen Zentrale für Tourismus] (mehrsprachig) * [https://ambberlino.esteri.it/Ambasciata_Berlino/de/ Italienische Botschaft in Berlin] (deutsch, italienisch) * [https://consfrancoforte.esteri.it/consolato_francoforte/de/ Italienisches Generalkonsulat in Frankfurt/M.] (deutsch, italienisch) * [https://conscolonia.esteri.it/consolato_colonia/de/ Italienisches Generalkonsulat in Köln] (deutsch, italienisch) * [https://consmonacodibaviera.esteri.it/consolato_monacodibaviera/de/ Italienisches Generalkonsulat in München] (deutsch, italienisch) * [https://ambvienna.esteri.it/ambasciata_vienna/de/ Italienische Botschaft in Wien] (deutsch, italienisch) * [https://ambberna.esteri.it/ambasciata_berna/it/ Italienische Botschaft in Bern] (italienisch) '''Weiterführend''' * [[w:Liste der Museen in Italien|Museen in Italien]] * [[w:Welterbe in Italien|Welterbe in Italien]] * [[w:Nationalparks in Italien|Nationalparks in Italien]] * [[w:Regionalparks in Italien|Regionalparks in Italien]] * [[w:Liste italienischer Inseln|Liste italienischer Inseln]] * [[w:Liste der Seen in Italien|Liste der Seen in Italien]] * [[w:Liste von Vulkanen in Italien|Liste von Vulkanen in Italien]] * [[w:Liste von Bergen und Erhebungen in Italien|Liste von Bergen und Erhebungen in Italien]] * [[w:Italienische Sprache|Italienische Sprache]] * [[w:Italienische Küche|Italienische Küche]] * [[w:Liste der Skigebiete in Italien|Liste der Skigebiete in Italien]] * [[w:Liste der Flughäfen in Italien|Liste der Flughäfen in Italien]] * [[w:Liste der Autobahnen in Italien|Liste der Autobahnen in Italien]] * [[w:Tourismus in Italien|Tourismus in Italien]] * [[w:Italienische Reise|Italienische Reise]] J.W. Goethe {{Navigationsleiste Europa}} {{GeoData| lat= 43| long= 12| radius= }}{{IstInKat|Südeuropa}}{{class-4}} 47vaiiti6tbq0x1kbsftrmqwknatnbq 1802675 1802674 2026-09-07T11:05:58Z DocWoKav 14575 /* Regionen */ 1802675 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Land | Religion= Römisch-Katholisch (mehrheitlich) | Zeitzone= ME(S)Z }} '''Italien''' (amtlich ''Repubblica Italiana'', Kurzform ''Italia'', deutsch: ''Italienische Republik'') ist ein Staat in [[Südeuropa]]. Italien grenzt im Nordwesten an [[Frankreich]] und die [[Schweiz]] und im Nordosten an [[Österreich]] und [[Slowenien]]. Die Kleinstaaten [[Vatikan]]stadt und [[San Marino]] sind vollständig vom italienischen Staatsgebiet umschlossen. Italien gehört zu den beliebtesten Reisezielen in Europa. Neben der italienischen Küche (Cucina italiana), die als eine der einflussreichsten Landesküchen der Welt gilt, lockt Italien durch eine enorme kulturelle und landschaftliche Vielfalt mit schätzungsweise 100.000 Denkmälern jeglicher Art, 60 [[Welterbe/Europa#Italien|UNESCO-Welterbestätten]], zahlreichen Museen, Städten wie [[Rom]], [[Florenz]], [[Neapel]] oder [[Venedig]] und Regionen wie [[Toskana]], [[Südtirol]], [[Sardinien]] oder [[Emilia-Romagna]]. Auch zählt Italien mit einer Küstenlänge von 7.600&#x202F;km und einem warmen Mittelmeerklima zu den beliebtesten Badeurlaubszielen. In den Wintermonaten findet man in fast allen Regionen gut ausgestattete Skigebiete. [[File:Sentiero_del_Viandante_DSC_6340_(14020554463).jpg|thumb|Blick auf Bellagio vom zentralen Comer See, einer der ikonischsten Orte des italienischen Luxus]] == Regionen == [[File:Italy, administrative divisions - de - colored.svg|mini|hochkant=1.3|Karte der italienischen Regionen.]] * '''[[Oberitalien|Nord- oder Oberitalien]]''' **[[Italienische Riviera]] - Küste der Region [[Ligurien]] **[[Trentino-Südtirol]] - (''Trentino-Alto Adige''), bestehend aus den beiden autonomen Provinzen [[Südtirol]] und [[Trentino]] **[[Venetien]] - (''Veneto'') – Lagunenstadt Venedig, Heimat von Romeo und Julia, Meer und Alpen **[[Friaul-Julisch Venetien]] - (''Friuli-Venezia Giulia'') **[[Lombardei]] - (''Lombardia'') – mit sehr unterschiedlichen Landschaftsformen; im Norden die Alpen und im Süden die Po-Ebene **[[Piemont]] - (''Piemonte'') **[[Aostatal]] - (''Valle d'Aosta'') – französischsprachiges Gebiet in den [[Alpen]] **[[Ligurien]] - (''Liguria'') – hier befinden sich die [[italienische Riviera]] und [[Cinque Terre]] **[[Emilia-Romagna]] – industrieller Motor mit Ferrari, Lamborghini, Maserati und Ducati sowie Heimat von Parmesan, Parmaschinken und Balsamico-Essig * '''[[Mittelitalien]]''' **[[Toskana]] - (''Toscana'') – Hochkultur in Florenz und Pisa, idyllische Hügellandschaft des Chianti, mittelalterliche Städtchen **[[Marken]] - (''Marche'') **[[Umbrien]] - (''Umbria'') – das grüne Herz Italiens **[[Latium]] - (''Lazio'') – die Region um die Hauptstadt [[Rom]] **[[Abruzzen]] - (''Abruzzo'') im Zentrum Italiens * '''[[Mezzogiorno|Süditalien]]''' (''Mezzogiorno'') **[[Molise]] - die Unbekannteste der Regionen **[[Kampanien]] - (''Campania'') – Neapel, Vesuv, Pompeji, Amalfiküste, Capri und Büffelmozzarella **[[Apulien]] - (''Puglia'') – Der Absatz des Stiefels **[[Basilikata]] - (''Basilicata'') **[[Kalabrien]] - (''Calabria'') – Die Stiefelspitze * '''[[Sardinien]]''' (''Sardegna'') - nach Sizilien die zweitgrößte Insel im [[Mittelmeer]] * '''[[Sizilien]]''' (''Sicilia'') - große Insel am Südrand der italienischen Halbinsel (der "Ball" an der "Spitze des Stiefels"). == Städte == [[File:Vue des toits depuis la Sainte-Trinité-des-Monts, Rome, Italy.jpg|mini|[[Rom]]]] * '''[[Rom]]''' (''Roma'') - sowohl Hauptstadt Italiens als auch des alten Römischen Reiches, Zentrum der Katholischen Kirche ([[Vatikan]]). * '''[[Mailand]]''' (''Milano'') - teilt sich mit [[Paris]] den Titel "Modehauptstadt der Welt" und ist die wirtschaftliche Hauptstadt Italiens. * '''[[Neapel]]''' (''Napoli'') - Großstadt am [[Vesuv]], mit den berühmten Zielen [[Herculaneum]] und [[Pompeji]]. * '''[[Turin]]''' (''Torino'') - die erste Hauptstadt des modernen Italiens und Austragungsort der olympischen Winterspiele 2006. * '''[[Bari]]''' - Grabstätte des Hl. Nikolaus, historische Hafenstadt und Tor nach Südosteuropa. * '''[[Bologna]]''' - wichtige Handels- und Messestadt. * '''[[Florenz]]''' (''Firenze'') - bedeutsam für Geschichte, Kunst und Architektur, zweite Hauptstadt des modernen Italiens. * '''[[Genua]]''' (''Genova'') - eine lebendige und gleichzeitig historische Hafenstadt, Geburtsstadt von Kolumbus. * '''[[Palermo]]''' - Hauptstadt von [[Sizilien]], eine Stadt der Gegensätze. * '''[[Venedig]]''' (''Venezia'') - berühmt für Kunst und Geschichte. Die Stadt besitzt keine Autostraßen, dafür umso mehr Kanäle. * '''[[Verona]]''' - am Südrand der Alpen, hier befindet sich die weltberühmte Arena. * Weitere Städte in den Regionenartikeln == Weitere Ziele == Touristisch herausragende Orte: [[Comer See]], [[Lierna]], [[Mandello del Lario]], [[Varenna]], [[Sorrent]], [[Amalfi]], [[Positano]], [[Capri]], [[Ischia]], [[Cinque Terre]], [[Elba]], [[Rimini]], [[Volterra]], [[San Gimignano]], [[Montepulciano]], [[Pisa]], [[Taormina]], [[Cefalù]], [[Syrakus]], [[Urbino]], [[Varigotti]] '''Inseln:''' [[Elba]], [[Sardinien]], [[Sizilien]], [[Stromboli]], [[Vulcano]], [[Lipari]], [[Capri]], [[Ischia]] Übersicht: [[Italien/Orte in Italien|Orte in Italien]] == Hintergrund == Italien wurde erst im Jahre 1861 ein Nationalstaat, als sich die Kleinstaaten auf der Halbinsel samt [[Sizilien]] und [[Sardinien]] unter König Viktor Emmanuel II. zusammenschlossen. Die Ära der Demokratie fand nach der Errichtung des Faschismus unter Benito Mussolini in den 1920er Jahren ihr Ende, die italienischen Faschisten dienten also als Vorbild für die deutschen Nationalsozialisten. Das Bündnis mit Hitlerdeutschland führte das Land anschließend in den Zweiten Weltkrieg. Allerdings wurde Mussolini 1943 von der italienischen Opposition abgesetzt, daraufhin übernahmen die Deutschen die Macht im Land, und am 28. April 1945 hingerichtet; die Italiener schafften es also, anders als die Deutschen, sich aus eigener Kraft vom Faschismus zu befreien. Nach der Niederlage löste 1946 eine republikanische Staatsform die Monarchie ab, gleichzeitig erfolgte ein wirtschaftlicher Aufschwung. Italien war Gründungsmitglied der NATO und der Europäischen Gemeinschaft. Es gehörte zu den Vorreitern der europäischen Einigung und nahm 1999 an der Währungsunion teil. Heute steht der Süden des Landes mit illegaler Einwanderung, organisiertem Verbrechen, Korruption, hoher Arbeitslosigkeit und schlechten Wachstumsraten im Kontrast zum prosperierenden Norden. [[File:Canal Grande Chiesa della Salute e Dogana dal ponte dell Accademia.jpg|mini|[[Venedig]]]] [[File:Florence Duomo from Michelangelo hill.jpg|mini|[[Florenz]]]] == Anreise == === Einreisebestimmungen === Da Italien Mitglied des [[Europa#Länder|Schengener Abkommens]] ist, kann ein Schengen-Bürger jederzeit mit einem entsprechenden Identitätsnachweis oder Reisepass nach Italien einreisen. Bürger anderer Nationen sollten sich bei der italienischen Botschaft ihres Landes nach den individuellen Einreiseformalitäten erkundigen. === Flugzeug === [[File:ITA AIRWAYS A350-941 EI-IFF HND RJTT 19-APR-2023 (52829502995).jpg|mini|[[ITA Airways]], mit Sitz in Rom, ist die größte italienische Fluggesellschaft.]] Die wichtigsten Städte wie [[Rom]], [[Mailand]], [[Bergamo]], [[Venedig]], [[Catania]], [[Bologna]], [[Neapel]], [[Pisa]], [[Palermo]], [[Bari]], [[Cagliari]], [[Turin]], [[Verona]] oder [[Florenz]] haben einen internationalen Flughafen, der von den meisten größeren Fluggesellschaften angeflogen wird. Kleinere Flughäfen sind in größeren Städten wie z.&#x202F;B. [[Genua]], [[Triest]], [[Reggio Calabria]], [[Parma]], [[Perugia]], [[Rimini]], [[Pescara]], [[Ancona]], [[Brindisi]], [[Treviso]] vorhanden, werden aber nur von Regional-Fluggesellschaften oder von sog. Billigfliegern angeflogen. Man sollte sich bei der Planung einer Flugreise nach Italien diese Möglichkeiten zu Nutze machen, aber auch bedenken, dass es im Land des ''sciopero'' (Streik) durchaus auch zu unerwarteten, längeren Verzögerungen kommen kann. === Bahn === Eine der wichtigsten Verbindungen aus dem deutschsprachigen Raum nach Italien sind die zweistündlich verkehrenden EuroCity-Züge von München und Innsbruck über den Brenner nach Bozen, Verona und Bologna. Von München nach Bologna fährt man etwa 6½ Stunden. Dort besteht dann Anschluss an Fern- und Hochgeschwindigkeitszüge in andere Landesteile (siehe unter [[#Mobilität]]). Aus Zürich fährt aller zwei Stunden ein EuroCity via Zug und Arth-Goldau nach Mailand (4 Stunden), wo wiederum Anschlussverbindungen mit italienischen Fern- und Hochgeschwindigkeitszügen in die übrigen Regionen bestehen. Mehrmals täglich fahren auch EC von Genf, Lausanne und Brig nach Mailand; einzelne Züge gibt es von Basel (gut 4 Std.), Bern (gut 3 Std.) oder Luzern (gut 4 Std.) nach Mailand. Von Wien kommt man morgens mit einem EuroCity (über Klagenfurt, Villach) nach Udine, Treviso und Venedig (7:40 Std.). Nachtzüge fahren von München (über Regensburg, Innsbruck) oder von Wien (via Klagenfurt, Villach) nach Bologna, Florenz und Rom. === Bus === Fernbusgesellschaften wie beispielsweise [[Flix|Flixbus]], [http://www.ibus.it Ibus], [https://www.italybus.it Italybus], [http://www.interbus.it Interbus] verkehren durch das ganze Land (und teils sogar mit Abfahrtspunkten im Ausland) und fahren einzelne Städte an. Mit etwas Glück findet man eine international operierende italienische Busgesellschaft, die aus einer deutschen Großstadt direkt ans italienische Reiseziel fährt, nur als Beispiel verkehrt eine Busgesellschaft ab [[Köln]], [[Frankfurt am Main]], [[Stuttgart]], [[München]] bis ins im Bergland der Provinz Basilicata gelegene Städtchen [[Matera]]. === Schiff === [[File:Porto Genova Notte 02.jpg|mini|Hafen [[Genua]]]] Es verkehren verschiedene Fähren aus [[Griechenland]], [[Albanien]] und [[Kroatien]]. Die meisten von ihnen fahren [[Venedig]], [[Ancona]], [[Bari]] oder [[Brindisi]] an. Einige reguläre Fährlinien verlaufen auch von [[Korsika]] nach [[Genua]], [[Livorno]], [[Civitavecchia]] und [[Sardinien]]. Es existieren auch Fährverbindungen von verschiedenen nordafrikanischen Häfen nach [[Sizilien]]. Eine weitere Möglichkeit ist die Anreise per Kreuzfahrtschiff. So ist Civitavecchia bei Rom der zweitgrößte Kreuzfahrthafen Europas, wenn man vom Passagiervolumen ausgeht. Siehe: [https://www.reise-nach-italien.de/kreuzfahrt-italien.html Italien Kreuzfahrt] === Auto/Motorrad/Fahrrad === [[File:Untere Eisacktal aus St Oswald Kastelruth.jpg|mini|Brennerautobahn A22]] Von deutschsprachigen Ländern aus geschieht die Anreise üblicherweise über oder durch die Alpen. Von der Ostschweiz und vom Vorarlberg aus wird die [[San-Bernardino-Pass|San-Bernardino-Route]] genommen (Autobahn A13), von der Zentralschweiz aus die [[Gotthardpass|Gotthard-Route]] (Autobahn A2), von der Westschweiz aus die [[Simplon|Simplon-Route]] (Autobahn A9). Von Tirol aus wird die Brennerautobahn oder der Reschenpass genommen, von Ostösterreich in der Regel die Südautobahn (A2). Wer von Deutschland aus kommt, wählt die für ihn günstigste Durchquerung durch die Schweiz oder durch Österreich aus (wer über Basel oder Stuttgart–Schaffhausen kommt, nimmt in der Regel die [[Gotthardpass|Gotthardstrecke]], wer über München anreist, die Brennerautobahn). Wer die Schweiz bzw. Österreich auf der Autobahn durchqueren möchte, muss eine entsprechende '''Autobahnvignette''' besitzen. Diese können teils auch in Deutschland an grenznahen Tankstellen gekauft werden. Es macht kaum Sinn, Umwege zur Vermeidung einer solchen Vignette zu fahren, diese sind bedeutend länger und können an einer vignettenpflichtigen Strecke enden. Zu den typischen Ferienzeiten (Sommerferien, vor allem am Wochenende) oder an verlängerten Wochenenden (Ostern, Auffahrt/Christi Himmelfahrt) ist bei der An- und Abreise mit kilometerlangen Staus und mehrstündigen Verzögerungen zu rechnen, vor allem an der Gotthardautobahn. Dort ist der traditionelle "Osterstau" ein feststehender Begriff. Viele Tankstellen haben jeweils einen Bereich mit und ohne Service. Die Literpreise im Servicebereich können bis zu 25 Cent über dem Selbstbedienungspreis der gleichen Tankstelle liegen. Die Benzin- und Dieselpreise an Autobahntankstellen sind nicht höher als außerhalb der Autobahn. == Mobilität == === Eisenbahn === [[File:ETR 400 Roma Tiburtina train station 24 20181231.jpg|mini|FS Frecciarossa 1000, italienischer Hochgeschwindigkeits&shy;zug]] Die nationale Eisenbahngesellschaft '''Ferrovie dello Stato (FS)''', die heute unter der Marke '''[https://www.trenitalia.com Trenitalia]''' auftritt und andere regionale Bahngesellschaften decken als relativ preiswertes und relativ pünktliches Fortbewegungsmittel ganz Italien ab.<br /> Die '''Frecce''' sind Hochgeschwindigkeitszüge, welche auf speziellen Trassen verkehren und die italienischen Metropolen mit hoher Geschwindigkeit und Komfort verbinden. * Der rote '''Frecciarossa''' („Roter Pfeil“) verbindet mit maximal 300&#x202F;km/h den Norden Italiens (Mailand, Turin, Venedig, Bologna) mit zwei Stammlinien entlang der Küsten des tyrrhenischen Meers und der Adria über [[Rom]]–[[Neapel]] bis [[Salerno]] und über [[Ancona]]–[[Pescara]] bis [[Bari]]. * Der '''Frecciargento''' („Silberpfeil“) verkehrt auf Hochgeschwindigkeits- und konventionellen Trassen in den Süden bis [[Reggio di Calabria|Reggio Calabria]] und [[Lecce]]. Seine Höchstgeschwindigkeit beträgt 250 km/h. * Die Züge des '''Frecciabianca''' („Weißer Pfeil“) verbinden große und mittelgroße italienische Städte zwischen 6 und 21 Uhr, teils im Stunden- und Halbstundentakt. Sie erreichen ebenfalls Geschwindigkeitsspitzen von 250 km/h. Ergänzend gibt es im Fernverkehr die Zuggattungen InterCity, EuroCity und InterCity Notte. Alle anderen Züge verkehren als Regionalzüge, mit wesentlich betagterem Rollmaterial, geringerer Zugdichte und Komfort. Auch zwischen größeren Städten verkehren teils nur wenige Zugpaare, ein Taktfahrplan mit stündlichen regelmäßigen Abfahrten ist in Italien erst ansatzweise umgesetzt. Etliche Regionallinien wurden in den letzten Jahrzehnten stillgelegt und teils durch Busse ersetzt. Im italienischen Fernverkehr (auch im internationalen Verkehr aus Deutschland oder Österreich) wird sukzessive auf das [[w:Globalpreis|Globalpreis]]-System gesetzt, d. h. man bucht nicht eine Fahrt von A nach B, sondern einen bestimmten Zug mit verpflichtender Reservierung. Dies macht Bahnfahren auf langen Strecken sehr teuer, da man für jede Strecke einen eigenen Fahrschein mit festen Fahrpreisen kaufen muss, die anders als bei herkömmlichen Fahrscheinen nicht von der Länge der Gesamtstrecke abhängig sind. Gleichzeitig wird Spontanfahren durch die Reservierungspflicht außerordentlich erschwert. Aus dem gleichen Grund ist ein [[InterRail]]-Ticket für Italien keine gute Wahl. Für Regionalzüge gibt es 3- resp. 5-Tagespässe für 35/59 Euro (2024), was sie zur günstigen Alternative gegenüber Einzelfahrkarten macht sofern man es nicht eilig hat. Am Automaten gibt es sie unter "Promo." Fahrscheine können auf der Website von [https://www.trenitalia.com/de.html Trenitalia] online gebucht werden, hier gibt es auch eine elektronische Fahrplanauskunft. Als Konkurrent zur Staatsbahn tritt im Fernverkehr die private Gesellschaft ''Nuovo Trasporto Viaggiatori'' (NTV) auf, die unter der Marke '''[https://www.italotreno.it/ italo]''' ebenfalls Hochgeschwindigkeitszüge (max. 250 km/h) verkehren lässt, und zwar von Turin und Mailand, Verona oder Venedig und Padua im Norden über Bologna, Rom und Neapel nach Salerno. ;Historische Sonderzüge Die Stiftung der FS betreibt (saisonal) [https://www.fondazionefs.it/content/fondazionefs/it/treni-storici.html historische Sonderzüge] auf reizvollen Strecken. Der Preis des jeweiligen Tagestickets gilt für Hin- und Rückfahrt. „Historisch“ kann in diesem Zusammenhang vergleichsweise luxuriöse Waggons aus der Ära Mussolini bedeuten oder aber renovierte Schienenbusse der 1970/80er. === Mit dem Bus === Praktisch jeder Ort in Italien ist mit dem Autobus erreichbar. Der Bus ist in Italien ein beliebtes Transportmittel, welches teils schneller, günstiger und komfortabler als die Eisenbahn ist. Ganz einfach gestaltet sich die Benutzung allerdings nicht. Hier einige Hinweise: In Italien wird zwischen Stadtbussen, Regionalbussen und überregionalen Bussen unterschieden. * '''Stadt- und Ortsbusse''' verkehren innerhalb von Städten oder zu umliegenden eingemeindeten Ortschaften. Teils werden sogar die engen Innenstädte mit Kleinbussen vorsorgt. Die Fahrpläne sind meist angeschlagen oder im Internet ersichtlich, teils wird nur eine Frequenz (einmal pro Stunde, alle 20 Min. o.ä.) angegeben. * '''Regionalbusse''' werden von regionalen oder örtlichen Gesellschaften betrieben. Gewisse Gesellschaften versorgen Regionen oder Provinzen, andere örtliche Gesellschaften fahren einfach sternförmig die größeren Orte und Städte in der Region an, ebenfalls hier existiert keine zentrale Fahrplanauskunft, mehr oder weniger aktuelle Fahrpläne finden sich auf den einzelnen Website der Betreibergesellschaften. Die Netzplanung kann allerdings dann so aussehen, dass aus der sizilianischen Stadt A die in A ansässige Busgesellschaften Fahrten nach [[Palermo]], [[Catania]] und die wichtigsten umliegenden Städte anbietet, und die Gesellschaft B in der Stadt B Busverbindungen ebenfalls nach [[Palermo]] und [[Catania]] für die Fahrgäste in die Metropolen anbietet, allerdings bestehen keine direkten Busverbindungen zwischen A und B. Durch Studium der Websites der verschiedenen Gesellschaften findet sich evtl. ein Ort, der von beiden Gesellschaften angefahren wird, die Suche ist ähnlich wie diejenigen nach dem gemeinsamen Nenner. Vor Ort lohnt es sich, bei der Tourismusinformation oder am Busbahnhof nachzufragen, evtl. wissen Passanten oder Taxifahrer Rat, die einen allerdings möglicherweise auch lieber gleich selber fahren. * '''Fernbusgesellschaften''': Fernbusgesellschaften wie beispielsweise [[Flix|Flixbus]], [http://www.ibus.it Ibus], [https://www.italybus.it Italybus], [http://www.interbus.it Interbus] verkehren durch das ganze Land (und teils sogar mit Abfahrtspunkten im Ausland) und fahren einzelne Städte an. Allerdings befördern sie nur Passagiere beispielsweise ab [[Mailand]] und fahren apulische Provinzstädtchen direkt an, von einem dieser Städtchen zum 30&#x202F;km entfernten nächsten werden allerdings keine Passagiere mitgenommen, auch wenn die Haltestellen hintereinander auf dem Fahrplan stehen. Eine italienische Fahrplanauskunft für alle Busgesellschaften existiert nicht, allerdings kann man mit einer Websuche mit den Stichworten "Ausgangsort", "Zielort" und "autobus" oder "Pullman" (als Ausdruck für Fernbus) fündig werden. '''Haltestellen''': Nur teilweise fahren die Busse von zentralen Busbahnhöfen oder dem Bahnhofsvorplatz ab. Viele Bushaltestellen liegen bei Einkaufszentren, an Ausfallstraßen oder Kreuzungen, leider sind sie nicht immer gekennzeichnet. Teilweise hat jede Bus-Gesellschaft ihre eigenen Haltestellen (die manchmal in den Fahrplänen angegeben sind: "gegenüber von der Apotheke" oder "vor der Bar X".) Auf der Straße fragt man am besten Passanten nach "pullmann / autobus" (Bus) und "fermata" (Haltestelle). === Straßenverkehr === {{Scroll Gallery |title = Besondere Verkehrszeichen |Bild:Italian traffic signs - zona traffico limitato (figura II 322-a).svg|Zone mit beschränktem Verkehr. |Bild:Cennina.jpg|'''grün''' zur Autobahn <br /> '''blau''' Hauptstraße. |Bild:Italian traffic signs - limiti di velocità generali (figura II 352).svg|Höchstgeschwindigkeiten. |Bild:A13Italia3.JPG|Geschwindigkeits-„Tutor.“ }} Viele Mitteleuropäer empfinden den sprichwörtlich gewordenen „italienischen Fahrstil“ als etwas chaotisch. Das mag daran liegen, dass die Straßenverkehrsordnung vor allem im Süden oft flexibler gehandhabt wird, als in nördlicheren Ländern, die Zeiten von "no rules" sind aber weitgehend vorbei. Auch in Italien legen die "Automobilisti" zunehmend Wert auf eine gepflegtes Gefährt mit einer glänzenden Karosserie und Blechschäden verärgern sie mindestens ebenso wie weiter nördlich, die Zeiten sind vorbei, als „auf Kotflügelkontakt“ gefahren und eingeparkt wurde. Privates Abschleppen auf Autobahnen ist verboten. Wer Italien mit dem '''Auto''' erkunden möchte, informiert sich am besten vorher über die Route mit einem Online-Routenplaner oder aktuellem Kartenmaterial. Brauchbare '''Straßenatlanten''' sind der '''Michelin Italia Straßenatlas''' ({{ISBN|978-2067209534}}) oder der Straßenatlas des Touring Club Italiano ({{ISBN|978-8836551552}}), in beiden sind die meisten Provinzstraßen und neu erbauten Umfahrungen enthalten. Übersichtskarten über ganz Italien, auf denen größere Städte nur als Punkte dargestellt sind, helfen höchstens für die Übersicht. In den häufigen Fällen, in denen die Hauptstraße nicht geradlinig durchs Städtchen führt, helfen sie nicht weiter, auf den Michelin-Karten kann man sich über den Hauptstraßenverlauf orientieren. Nach Wegweisern zu navigieren ist in Italien nicht ganz einfach. Zu oft sind diese nämlich alt, verwittert und schief oder so klein beschriftet, dass man ohne Ehrenrunde nicht zu Ende lesen kann. Anhäufungen von 15 oder mehr Wegweisern an einer Stange sind nicht selten. Andererseits ist oftmals das nächste Städtchen nicht als Routenziel auf dem Wegweiser angegeben, dafür steht die 100&#x202F;km entfernte Provinzhauptstadt auf jedem dritten Wegweiser, auch wenn es nur eine Provinzstraße „über die Dörfer“ ist. Es lohnt sich folglich ein Blick auf die Straßenkarte, um die gut ausgebaute „Strada Statale“ zu nehmen, die Straßennummerierung ist dazu sehr hilfreich. Sehr häufig wird heute mit dem '''Navigationssystem''' gefahren. Man muss damit rechnen, dass die Routenführung einen über abenteuerliche Wege führt, da die alte Hauptstraße durch das verwinkelte Ortszentrum führt und eine neue Umfahrung den Durchgangsverkehr zügig um das alte Stadtzentrum herum leitet. Hier lohnt es sich, zusätzlich zum "Navi" dem Beifahrer den Straßenatlas in die Hand zu drücken. Vor allem Fahrer breiter Wohnmobile tun gut daran, nach blauen Wegweisern für Lastwagen über 3,5 t Ausschau zu halten, welche auch für „Dickschiffe“ fahrbare Routen bezeichnen.<br /> Erfahrungsgemäß ist das Navigationssystem ausgesprochen hilfreich, um zu erkennen, in welchem Ort man ist (aufgrund großflächiger Eingemeindungen kann das Ortsschild einer Großstadt schon zwei Ortschaften vor der Stadtgrenze stehen und man sucht vergebens den anvisierten Parkplatz oder Bahnhof), oder auf welcher Straße (SS…) man fährt resp. welcher Ausfahrt man sich nähert. Ein absolutes Muss ist es, sich an die vorgeschlagenen Umfahrungen (gelbe Wegweiser) zu halten. Auch wenn man hofft, bei großräumigen Umfahrungen im Einbahnverkehr eine lichtsignalgeregelte Strecke zu finden, auf der man ohne Umweg hindurchschleichen kann: es lohnt sich nie! Die Brücke, wegen deren Revision eine Umfahrung ausgeschildert ist, ist möglicherweise einfach nicht mehr da und der Bau der neuen kann einige Jahre in Anspruch nehmen. Die meisten italienischen '''Autobahnen''' sind mautpflichtig. Im Gegensatz zu früher, als in der Mitte eines Autobahnabschnitts eine Zahlstelle passiert und der Obolus für diesen Abschnitt entrichtet werden musste (und es zu gewaltigen Staus kam), zieht man in den meisten Fällen bei der Einfahrt auf die Autobahn ein Ticket und bezahlt beim Verlassen der Autobahn an einer Zahlstelle. Die Kassenhäuschen mit Bargeldentgegennahme sind bezeichnet, bezahlt werden kann auch am Automat mit Noten, Münzen und Kreditkarte.<br /> Die Ausfahrten sind frühzeitig beschildert, die Pfeile zur Ausfahrt sind frühzeitig auch auf dem rechten weiterführenden Fahrstreifen aufgemalt, langsamere Wohnwagengespanne können aber auf dieser Spur problemlos weiterfahren, da die eigentliche Ausfahrt mit einer eigenen Spur beginnt. Empfehlenswert sind '''Via-Cards''' zum Bezahlen der Mautgebühr auf '''Autobahnen'''. Man bezahlt die Karte im Voraus (es gibt Karten zu 25, 50 oder 75 Euro) und kann bargeldlos Autobahnfahren und an den Zahlstellen die '''blauen''' Spuren (Via Card) nutzen (Max. 2 Karten pro Bezahlvorgang möglich). Via-Cards sind an Tankstellen, Autobahnraststätten und in der Schweiz beim TCS erhältlich, man kann sie problemlos nach Einfahrt auf die Autobahn auf einer der Raststätten erwerben, da in der Regel erst beim Verlassen der Autobahn abgerechnet wird. Vorsicht, die '''gelben''' Spuren sind dem [https://www.telepass.it Telepass] mit automatischer Abrechnung des Mautbetrags vorbehalten. Die bargeldlosen Stationen funktionieren nicht immer perfekt, sie buchen bei der Kartenzahlung nicht ab, drucken aber einen Beleg aus, auf dem steht, wie viel noch zu bezahlen ist. Die Schranke geht trotzdem hoch. Wenn man weiterfährt, ohne nachzuzahlen kann man später, manchmal sogar Jahre später, Probleme bekommen. Inkassobüros schicken Nachforderungen. Der ADAC rät deshalb, die Mautbelege für lange Zeit aufzubewahren. Ein Zurücksetzen vor der Zahlstelle (wenn man sich falsch eingeordnet hat) ist strengstens verboten. Wenn die Bezahlung nicht möglich ist, ist eine Weiterfahrt trotzdem möglich. Entweder kann per Gegensprechanlage ein Mitarbeiter gerufen werden, oder es wird ein Ticket (die Autonummer wird gescannt und das Fahrzeug registriert) ausgedruckt, das recht problemlos daheim per Kreditkarte [https://www.autostrade.it/it/home bezahlt] werden kann. Für '''Motorradfahrer''' gilt die Helmpflicht mit einem ECE-konformen Helm. Bei Nichtbeachtung kann das Motorrad vor Ort beschlagnahmt werden. Des Weiteren ist das Loslassen des Lenkers oder das Abheben der Beine untersagt, d.&#x202F;h.&nbsp;kein Grüßen. Die Vorschriften werden teils recht drastisch umgesetzt. ;Allgemeine Regeln Gesetzliche Regelung zu '''Kindersitzen in Autos:''' In Fahrzeugen mit italienischer Zulassung sind für Kinder bis zu vier Jahren nur noch Kindersitze zulässig, die mit einem Alarmsignal ausgestattet sind um zu verhindern, dass Kinder im Auto vergessen werden. Dieses gilt auch für alle Mietwagen mit italienischer Zulassung, unabhängig von der Nationalität des Fahrers. Sofern der Kindersitz Teil des Mietwagenvertrages ist, hat der Vermieter für einen den Vorschriften entsprechenden Sitz zu sorgen. In allen anderen Fällen ist der Besitzer des Kindersitzes in der Pflicht. Ab März 2020 werden bei Verstößen gegen diese neue Bestimmung Geldstrafen von 81 bis 326 Euro fällig. '''Alkohol am Steuer''' ist begrenzt auf 0,5‰ (0,0‰ für Fahranfänger in den ersten drei Jahren). Strafen bei Überschreitung sind drastisch und beginnen bei 2200 €, deutlich mehr bei über 0,8‰. Wer mehr als 1,5‰ hat wandert bis zu einem halben Jahr in den Knast. '''Telefonieren''' ohne Freisprecheinrichtung während der Fahrt kostet 250 € beim ersten Verstoß, €1000-1400 im Wiederholungsfalle.{{Stand|2025|01}} Generell wird mit großer Aufmerksamkeit gefahren, und das eigene Vortrittsrecht nicht rücksichtslos durchgesetzt. Wer das voraussichtliche Verhalten des vorderen Fahrers vorwegzunehmen versucht (wenn der Vordermann langsam zur Mittellinie zieht, wird er wohl zum Linksabbiegen halten, auch wenn er nicht blinkt …) wird problemloser im italienischen Verkehr mithalten können, als wer nicht auf die Bremse geht, weil er nach den Vortrittsregeln Rechtsvortritt hat. Zum besseren Verständnis einige subtilere, ungeschriebene Regeln, die von Ausländern nicht immer richtig erkannt werden: * Die '''Kommunikation''' der Fahrer untereinander hat eine höhere Bedeutung. Vieles wird per Handzeichen, Lichthupe oder Hupe geklärt. * '''Gegenseitige Rücksicht''' und '''Mitdenken'''. Italienische Fahrer pochen in der Regel weniger auf ihre Rechte und sind öfters bereit, anderen Zugeständnisse zu Gunsten eines besseren Verkehrsflusses zu machen. Die gelegentliche Gedankenlosigkeit anderer Verkehrsteilnehmer kann dadurch meist ausgeglichen werden. * Generell zeigen Italiener mit Fahren ganz hart an der Mittellinie an, dass sie es eilig haben, sie schätzen es, wenn man sich etwas rechts hält, um das Überholen zu vereinfachen. Andererseits fahren ältere Herrschaften mit dem "Cinquecento" gern mit 30&#x202F;km/h ganz am rechten Fahrbahnrand, eine Einladung zum Überholen, wenn die Strecke übersichtlich genug ist. Bei doppelter Sicherheitslinie ist das Überholen allerdings definitiv nicht angezeigt, Warnschilder warnen oft vor Spurteilern. * Auf Autobahnen und außerorts muss tagsüber ganzjährig mit Abblendlicht (oder alternativ Tagfahrleuchten) gefahren werden. Motorräder immer und überall. * Die '''Hupe''' wird gerne als Kommunikationsmittel eingesetzt. Besonders auf engen, unübersichtlichen und kurvenreichen Landstraßen hupen Italiener gerne vor der Einfahrt in eine Kurve. Wenn niemand zurückhupt, gehen sie davon aus, dass die Kurve frei ist und benutzen die volle Breite der Straße. Ausländer müssen sich daran gewöhnen, bei einem '''Hupen hinter einer Kurve unverzüglich zurückzuhupen.''' * In Sizilien wird manchmal ein langsamer Wechsel von Fern- und Abblendlicht auf der Autobahn zum Warnen des Vordermanns eingesetzt, um ihn vor unerwarteten Überholmanövern zu warnen. * Auf '''Bergstraßen''' haben bergwärts fahrende Fahrzeuge grundsätzlich Vorfahrt, es sei denn, es steht eine nahe Ausweichmöglichkeit zur Verfügung. * Linienbusse haben immer Vorfahrt. * Die '''Beschilderung''' ist nicht so zuverlässig und durchgehend wie man sich das in D oder CH gewohnt ist. Auf unbekannten Straßen deshalb vorsichtig fahren, nicht jede enge Kurve ist signalisiert. Geschwindigkeitslimits werden vor allem im Süden eher flexibel umgesetzt, in Norditalien werden Geschwindigkeitsübertretungen zunehmend rigoros verfolgt.<br /> : In Italien gilt die angezeigte Geschwindigkeit als Höchstgeschwindigkeit, die aber aus Verkehrssicherheitsgründen nicht durchgehend gefahren werden darf. Während beispielsweise in der Schweiz ein Geschwindigkeitslimit von 60&#x202F;km/h vor einer gefahrenträchtigen Kurve angeordnet ist, gilt auf italienischen schmalen Provinzstraßen ein offenes Limit von 90&#x202F;km/h und man ist selber schuld, wenn man eine Kurve unterschätzt und im Graben landet. * '''Radarfallen''' stehen oftmals an kritischen Stellen mit engen Kurven und sind in der Regel auf der Autobahn markiert, der sich knapp vor dem Außerortsschild hinter einem Gebüsch verbergende Polizist mit der Radarpistole wird nur sehr selten angetroffen. Das '''[[w:it:SICVE|Systema Tutor]]''' ist ein Geschwindigkeits-Abschnittskontrollsystem: zwischen auseinanderliegenden Messstellen wird die Passagezeit erhoben und die Durchschnittsgeschwindigkeit errechnet, bei deren Überschreitung ein Bußgeld fällig wird. Eine kurze Beschleunigung zum Überholen führt in diesem Fall nicht zum Strafzettel, wenn man danach wieder „manierlich“ fährt. Das System deckt inzwischen bis 40&#x202F;% des italienischen Autobahnnetzes ab, so dass sich das sonst so oft erlebte Losrasen nach Passieren des bekannten Radarstandorts nicht lohnt. * wenn man aus einer Seitenstraße in zügig fließenden Verkehr einfädeln will, rollt man beherzt unter Suchen des Sichtkontakts auf die Fahrbahn, um die Absicht kundzutun, und wird in der Regel bald einmal eingelassen. Wenn man mit vornehmer Zurückhaltung hinter der Linie wartet, droht man dort vorzeitig zu altern. : Für '''Fußgänger''' gilt ganz ähnliches: Nicht an einem Zebrastreifen darauf warten, dass jemand anhält, das wird im allgemeinen nicht geschehen. Wenn man in einem sinnvollen Moment beherzt losgeht und so die Absicht klarmacht, dass man jetzt über die Straße will, wird aber bereitwillig angehalten. Ähnliches gilt an grünen Fußgängerampeln, gehalten wird nur, wenn man wirklich losläuft. * bekannt ist Italien auch dafür, dass jegliche am Fahrzeug nach hinten ragende Ladung (auch Fahrräder am PW und Wohnmobilen) mit einem 50 × 50 cm großen rot-weiß-gestreiften '''Panello''' gekennzeichnet werden müssen. * Es gilt Rauchverbot im Fahrzeug, wenn Schwangere oder Minderjährige mitfahren. * Italienische '''Strafzettel''' können seit 2016 EU-weit eingetrieben werden. Sie bleiben fünf Jahre vollstreckbar. Zu bedenken ist, dass für gleichwertige Verstöße in Italien die Bussen deutlich höher sind als in Deutschland. Bei den meisten Bußgeldern wird bei Zahlung innerhalb von fünf Tagen ein Nachlass von 30&#x202F;% gewährt. Ansonsten verdoppelt sich der fällige Betrag, sofern nicht innerhalb 60 Tagen bezahlt wird. Autovermieter rechnen Strafzettel über die hinterlegte Kreditkarte ab. Das Fortkommen in Italien erleichtert sich, wenn man sich an die Straßennummerierung und die Kennfarben der Wegweisung gewöhnt. Die in der Regel '''kostenpflichtigen''' Autobahnen sind generell '''grün''' markiert. Leicht übersehen werden die kleinen Wegweiser zum nächsten Autobahnanschluss, die nur mit dem Autokennzeichen der Provinzstadt bezeichnet sind, das kleine grüne Schild '''CT''' bezeichnet also den Weg zum nächsten Autobahnanschluss mit Ziel [[Catania]]. '''Blaue''' Wegweiser stehen für Hauptstraßen, die als '''"Strada statale" (SS)''' bezeichnet sind, höhere Nummern können parallel zur alten Strada statale geführte Neubaustrecken bezeichnen, diese sind teils richtungsgetrennt doppelspurig, aber nicht kreuzungsfrei geführt. So existiert nach Apulien die '''SS16''' weiterhin, auf der parallel geführten '''SS613''' kommt man wesentlich schneller und ohne Ortsdurchfahrten, die in Italien sehr zeitraubend sein können, vorwärts. Weiße Wegweiser bezeichnen lokale Ziele, braune Ziele, welche Touristen interessieren dürften, oftmals bezeichnet ein Logo die Art des Ziels (archäolog. Gelände oder Badestrand). Bei Unfällen mit ausländischen Verkehrsteilnehmern Fahrzeuge nicht bewegen, sondern direkt die Polizei verlangen. Das braucht zwar viel Geduld und Nerven, erspart aber später Probleme mit der Versicherung. ;Verkehrsberuhigte Zonen In immer mehr Innenstädten sind „[[w:Zone mit beschränktem Verkehr|Verkehrsberuhigte Zonen]]“ ({{itS|Zona a traffico limitato}}, ZTL) ausgewiesen. In diese ist das Einfahren nur mit registriertem Nummernschild gestattet. Die jeweilige Gemeinde erlässt dann noch zusätzliche Beschränkungen hinsichtlich Zeiten, Fahrzeuggröße oder Höchstgeschwindigkeit. Die Zufahrten sind kameraüberwacht. Unerlaubtes Einfahren kann teuer werden, 80-300 € pro Verstoß, d.&#x202F;h. jedes mal wenn die Nummer erfasst wird.<br> Eine aktuelle Übersicht einzelner Städte und ihrer detaillierten Regeln findet sich auf [https://www.accessibilitacentristorici.it/ Accessibilità Centri Storici], auch engl. ; E-Scooter Auf E-Scootern besteht Helmpflicht. Teuer ist es wenn, auch bei gemieteten Rollern, Blinker, Bremslichter oder Nummernschild fehlen. === Fahrrad === {{see also|Radrouten in Italien}} Es existieren in Italien Radwege und Radfernwege. == Sprache == Amtssprache ist {{SF|Italienisch}}. Im Nordwesten ([[Aostatal]]) wird lokal auch {{SF|Französisch}} gesprochen und in Südtirol gibt es eine deutschsprachige Mehrheit. In einigen Dolomitentälern wird Ladinisch, in Friaul Furlanisch gesprochen, die entfernt mit dem Rätoromanischen in der Schweiz verwandt sind. Auch auf Sardinien wird eine eigene Sprache, das Sardische, gesprochen. Aber auch in anderen Landesteilen gibt es stark ausgeprägte Dialekte, die mit der Hochsprache nur wenig gemein haben. Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts wurde fast überall Dialekt und nur zu besonderen Anlässen Hochitalienisch gesprochen, in den letzten Jahrzehnten ist das Standarditalienische aber – vor allem in den größeren Städten und bei den jüngeren Generationen – stark auf dem Vormarsch. In Friaul-Julisch-Venetien ist auch {{SF|Slowenisch}} Minorität. In einigen Orten Süditaliens, in Apulien wird von den Älteren ein griechischer Dialekt, das Griko, gesprochen, der noch aus der Zeit der ''Magna Graecia'' herrührt. In den touristisch gut erschlossenen Gebieten kommt man mit {{SF|Englisch}} gut durch. Besonders im Landesinneren aber hilft Englisch kaum mehr weiter und man muss auf Italienisch kommunizieren. Siehe '''[[Sprachführer Italienisch]]''' == Aktivitäten == * '''Baden und Wassersport''': an den flachen Stränden der Adria, an der italienischen Riviera. * '''Wandern''': Cinque Terre, Südtirol, Toscana * '''Klettern''': Dolomiten * '''Segeln''': eine gute Möglichkeit, die italienischen Inseln kennenzulernen. In zahlreichen Küstenstädten kann man Boote mit oder ohne Besatzung mieten. Gute Möglichkeiten bieten u.a. der Gardasee * '''Wintersport''' Skipisten in den Alpen: [[Cortina d’Ampezzo]], [[Piancavallo]], [[Toblach]], [[Grödner Tal]], [[Madonna di Campiglio]], [[Moena]], [[Livigno]], [[Bormio]], [[Sestriere]], [[Courmayeur]], [[Monte Rosa Ski]]. Auch auf dem Appenin gibt es Wintersport * '''Kunsttourismus''': Die wichtigsten Kunstschätze des Landes sind in [[Rom]], in [[Venedig]] und in [[Florenz]], aber es gibt auch 60 UNESCO-Welterbestätten (Stand 2024) * '''Naturtourismus''': 6 UNESCO-Naturerbestätten, unzählige Weingüter, und [[w:Agrotourismus|Agroturismus (it. agriturismo)]] gibt es nicht nur in der Toskana == Einkaufen == Die Öffnungszeiten der Geschäfte sind sehr unterschiedlich.<br /> Größere Supermärkte haben Samstag bis mindestens 20 Uhr und teilweise Sonntag vormittags geöffnet. Normale Ladengeschäfte und Boutiquen sind in Mittel- und Süditalien, vor allem in Kleinstädten, während der Siesta von 13 bis 16 oder 17 Uhr geschlossen, gelegentlich auch Tankstellen. Die Einkaufsstraßen sind dann völlig verlassen, die Rollläden heruntergelassen und das Parkplatzangebot ist kurz vor Ende der Siesta an größten. An Feiertagen haben manche Geschäfte, insbesondere Bäckereien, geöffnet. An ''Ferragosto'' (Mariä Himmelfahrt, 15. August) bleiben fast alle Läden geschlossen. In Touristenorten und Seebädern sind die Läden vor allem in der Hauptsaison Mai bis September meistens durchgehend geöffnet. Wer als EU-Bürger in Italien shoppt, muss ab einem Einkaufswert von 1000,00&#x202F;€ mit Kreditkarte zahlen. Die Bezahlung mit Bargeld ist laut Verordnung '''"tetto di mille euro"''' nur noch bis 999,99&#x202F;€ möglich. Die Regierung will damit Geldwäsche und Steuerhinterziehung eindämmen. Kunden mit Wohnsitz außerhalb der EU dürfen mit Bargeld bis zu 14999,99&#x202F;€ bezahlen. '''Wer isst, trinkt oder einkauft, ist verpflichtet, den ''scontrino'' (Kassenzettel) bis mindestens 500&#x202F;m Entfernung von Restaurant, Bar oder Laden mitzunehmen.''' Wer den ''scontrino'' an der Kasse oder auf dem Tisch liegen lässt und nach Verzehr oder Einkauf im Fall einer Kontrolle der Finanzpolizei nicht vorweisen kann, macht sich nach italienischem Gesetz (ebenso wie der Wirt/Verkäufer) der Steuerhinterziehung strafbar und muss ggf. eine Buße zahlen. Häufig werden die scontrini dem Kunden deshalb regelrecht aufgedrängt, bitte nehmen Sie den ''scontrino'' deshalb immer mit. '''Geldautomaten''' sind weit verbreitet, zumindest in Städten. In der Regel akzeptieren sie gängige internationale Kreditkarten. An Automaten, die direkt von Banken betrieben werden, fallen oft keine Gebühren für ausländische Karten an. Dazu gehören die Automaten der BNL (''Banco Nazionale del Lavoro'') und die „Postamat“-Automaten der italienischen Post. Je nach Karte kann die ausgebende Bank natürlich dennoch eine Gebühr erheben. In Italien gibt es kein Flaschen- oder Dosenpfand. == Küche == '''Un caffè, per favore:''' Der Kaffee hat im Herzen der Italiener einen besonderen Platz; und er ist in unzähligen Variationen zu finden. * Ein '''Caffè''' ist in Italien immer ein '''Espresso''', den man normalerweise in einer Bar zu sich nimmt. Es gibt ihn mit mehr (lungo) oder weniger (ristretto) Wasser, in doppelten (doppio) und halben (corto) Portionen, mit einem Tröpfchen Milch (macchiato) oder mit Hochprozentigem (corretto). Nicht zu vergessen: der Caffè Americano, der aus Espresso und viel heißem Wasser besteht. * Der '''Cappuccino''' ist das traditionelle Frühstücksgetränk; mittlerweile wird er auch ganztätig getrunken, allerdings nicht zum Abschluss eines Abendessens. * Die '''Latte Macchiato''' ist heiße, geschäumte Milch mit einem Espresso darin und auch der '''Caffè Latte''' ist anzutreffen, einem Espresso mit viel heißer, wenig geschäumter Milch. * Der Kaffee aus der ikonischen, achteckigen Bialetti-Kanne ist im übrigen kein Espresso-Herdkanne, sondern eine '''Moka'''-Herdkanne und die Neapolitaner haben ihre eigene Kanne, der Kaffee ist dann eine '''Napoletana'''. Die '''[[Essen und Trinken in Italien|Italienische Küche]]''' ist weltberühmt und dabei stark regional geprägt. Während die norditalienische Küche der deutschen etwas näher ist (man benutzt oftmals mehr Butter als Olivenöl), so ist die süditalienische Küche deutlich anders. Öl ist Grundkochmittel, dazu kommt Knoblauch und dann erst alles Weitere. An den Küsten wird viel Fisch gekocht, während im Landesinneren Schafsprodukte (v.a. Käse) produziert und verkocht werden. [[File:Troffiette genovese.jpg|mini|Rotwein, Trofie mit Pesto alla genovese]] [[File:Pizza Rucola.JPG|mini|Pizza ist neben Pasta der Inbegriff der Italienischen Küche im Ausland]] [[File:Pasta alla Norma (2563876877).jpg|mini|Nudeln aus Hartweizengrieß, ital. Pasta, sind ein Hauptbestandteil der Italienischen Küche]] '''Kleiner Wegweiser durch die gastronomischen Begriffe:''' Eine '''Bar''' ist in Italien kein Ort um Cocktails zu trinken. In einer italienische Bar gibt es vom frühen Morgen bis zum späten Abend Kaffee (und andere Getränke), morgens ein Frühstück und später oft ''panini'' oder andere kleine Speisen. Die Bar ist ein sozialer Treffpunkt, und der (oder die) ''Barista'' ist in der Regel eine lokale Informationsquelle, die man auch als Tourist nutzen kann. In der Bar liegen zudem kostenlose Tageszeitungen aus, je nach Größe der Bar kann das Sortiment beachtlich sein und umfasst gelegentlich ausländische Zeitungen. Die '''Torrefazione''' (Kaffeerösterei) bietet verschiedene Sorten selbst gerösteten Kaffee und andere Kaffeegetränke an, jedoch außer Kleingebäck meistens keine Speisen und andere Getränke. Restaurants gibt es als '''Osteria''', '''Trattoria''' oder '''Ristorante'''. Ein ''Ristorante'' ist meist etwas gehobener, eine ''Trattoria'' oft eher eine Gastwirtschaft, und die ''Osteria'' ließe sich mit "Weinlokal" übersetzen. Oft ist eine ''Osteria'' etwas wir ein „Gasthaus um die Ecke“. Alle können hervorragend sein, die Küche ist meist regional. ''Trattorie'' gibt es auch als Ausflugsgaststätten auf dem Land, mit etwas Glück auch mit einem großen Spielplatz. '''Pizza''' wird in der '''Pizzeria''' in einfachem Ambiente serviert; in "normalen" Restaurants gibt es sie (außerhalb der Touristengebiete) eher nicht. Dafür gibt es in einer guten Pizzeria nichts anderes; bestenfalls noch ein paar andere Spezialitäten, die sich im Pizzaofen zubereiten lassen. Jede Region macht die Pizza auf eine eigene Art, und natürlich ist jede von ihrer eigenen Variante überzeugt. Die meisten Italiener geben aber irgendwann zu, dass die neapolitanische Version - aus dem Holzofen mit hohem, unregelmäßigem Rand - die ursprüngliche und "echte" ist. Als Fastfood gibt es auch die '''Pizza al taglio''', Pizzastücke direkt auf die Hand. Daneben gibt es noch verschiedene Orte die nach den Speisen benannt sind, die es dort gibt: Die '''paninoteca''' serviert ''panini caldi'' (überbackene belegte Brötchen oder Toast), Pizzastücke und ähnliches, in der '''piadineria''' gibt es ''piadine'' (Fladenbrote mit Füllung). Die '''spaghetteria''' spezialisiert sich auf Pasta, in der '''rosticceria''' bekommt man frittierte oder gegrillte Speisen zum Mitnehmen oder gleich essen. Ein '''tavola calda''' ist ein günstiger Schnellimbiss mit Selbstbedienung, jedoch in der Regel ohne Fastfood, sondern mit einfachen, frisch vorgekochten Gerichten nach Saison, die für den Kunden erwärmt werden. Hier essen viele Berufstätige zu Mittag. Die Italiener, insbesondere im Süden, lieben Süßspeisen und Gebäck. Das gibt es in der '''pasticceria''', oder Konditorei. Hier bekommt man kleine Gebäckstücken wie ''cornetti'', ''biscotti'' (Kekse), ''pastafrolla'' (Mürbteiggebäck), ''bignets'' (Windbeutel) und andere lokale Spezialitäten, gerne auch mit einem Kaffee dazu. Die Pasticceria hat in der Regel auch Sonntagvormittag geöffnet, da es üblich ist, am Sonntag nach dem üppigen Mittagessen Gebäckteilchen einzunehmen. Und das italienische Eis holt man natürlich von der '''gelateria''', wahlweise in der Waffel (cono) oder im Becher (coppa); hier bezahlt man meist nicht für die Kugel sondern für die Portionsgröße, die sich aus unterschiedlichen Sorten zusammensetzen kann (z.&#x202F;B. eine kleine Portion Eis mit zwei Eissorten). Abends geht es dann in die '''birreria''' oder in den '''pub''' zu einem Bier, oder in die '''enoteca''' oder '''vineria''' zu einem Wein (hier werden auch hochpreisige Weine glasweise ausgeschenkt). In beiden bekommt man auch Kleinigkeiten zu Essen. Der '''Tea Room''' ist mit den Briten nach Italien gekommen. Obwohl Italien eine Nation der Kaffeetrinker ist, sind Tea Rooms zwar nicht prototypisch, aber eine gute Alternative zur in der Regel sehr lebhaften Bar. Häufig liegen in Tea Rooms auch Spiele, Bücher und Magazine aus und laden zum Verweilen ein. Der '''agriturismo''' (Bauernhof mit Feriengästen) hat neben Ferienunterkünften oft auch einen Speisesaal oder eine große Küche, in dem frische, saisonale Speisen aus eigenem Anbau oder eigener Zucht und Produktion angeboten werden, darunter immer mehr Bio-Betriebe. Besonders auf dem Land ist der Agriturismo eine preiswerte Alternative zu den Restaurants in den Städten. Die Öffnungszeiten sind saisonal sehr unterschiedlich, weil die Küche oft nur nebenbei betrieben wird, ggf. vorher anrufen. Viele Restaurants berechnen "Grundgebühr" für Gedeck, Brot, Grissini und Service; den berühmten '''coperto''' oder auch '''pane'''. Das ist normal und muss auch bezahlt werden. Allerdings wird in Italien dafür auch wenig bis kein Trinkgeld gegeben. Wenn man unter Freunden gemeinsam isst, wird die Rechnung normalerweise auf "römische Art" geteilt - alle zahlen den gleichen Anteil am Gesamtbetrag. Eine getrennte Abrechnung ist in Restaurants nicht üblich. Gäste werden gerne eingeladen, wer sich revanchieren will, sollte beim nächsten Mal schneller sein. '''Bei einem festlichen Essen, und dazu gehört auch das Abendessen im Restaurant, ist folgende Speisenfolge üblich:''' * '''antipasto''' (Vorspeise), beispielsweise ''crostini'' oder ''bruschetta'', Kleinigkeiten aus eingelegtem, gegrilltem oder frischem Gemüse, regional auch Häppchen aus (Frisch-)Käse oder Meeresfrüchten und Fisch, ''prosciutto di Parma'' (Rohschinken), im Sommer gern auch verdure in pinzimonio, gemischte, erntefrische Gemüse zum Dippen in Olivenöl. * '''primo''' (erster Gang), z.&#x202F;B. ''pasta'' (Nudeln) oder ''gnocchi'' aus Kartoffeln, gefüllte Nudeln, manchmal kleine Aufläufe (sformatino) aus Gemüse oder crespelle (Pfannkuchen) mit Füllung, in der kühlen Jahreszeit auch Suppen. * '''secondo''' (Hauptgang), meistens gegrilltes oder gebratenes Fleisch, Fisch, Wild oder Geflügel. In der Regel sind beim Hauptgang keine Beilagen (außer einer kleinen Garnitur) dabei, man muss also Kartoffeln und/oder Gemüse separat dazu bestellen. Beliebte Beilagen sind ''patate fritte'' (in Olivenöl gebratene Kartoffelspalten, keine Pommes frittes), ''patate in tegame'' (geschmorte Bratkartoffelstückchen mit Kräutern), polenta (Maisbrei), fagioli (Bohnenkerne, verschiedene Sorten, meistens geschmort) oder fagiolini (grüne Bohnen oder Brechbohnen) bzw. andere Gemüse nach Saison. Regional werden auch Käseplatten oder gegrillter Pecorino als secondo angeboten, für Vegetarier gibt es gelegentlich Gemüse- oder Eiergerichte, z.&#x202F;B. frittata (Omelette) mit Gemüse. *'''dolci''' (Dessert) wie Pudding, Eis, Sorbet oder Kuchen und Obst nach Saison. Die Gerichte werden grundsätzlich auf der Speisekarte in ''primi'' und ''segundi piatti'' sowie ''contorni'' (Beilagen) unterteilt, der Gast ist jedoch keinesfalls an diese Speisefolge gebunden; er kann nach Belieben wählen und es, etwa für ein leichtes Abendessen, bei einem Getränk und einem primo mit contorno belassen. Die Gänge werden einzeln in Rechnung gestellt und können bei einem umfangreichen Essen zu einer hohen Gesamtsumme führen, 40&#x202F;€ pro Person [2017] sind dabei schon günstig. Man sollte nur beachten, dass die Gänge meist in der "richtigen" Reihenfolge serviert werden - wenn also eine Person den primo und die andere den secondo nimmt kann es sein, dass diese nacheinander serviert werden. Die Pizza ist im Übrigen ein '''piatto unico''', also eine vollständige Mahlzeit in einem einzigen Gericht. == Nachtleben == Das gemeinsame auswärtige Abendessen ist unter jenen Familien, die es sich leisten können, ein beliebtes Ritual zur Beziehungspflege. Eltern, Kinder (auch die Jüngsten), Großeltern und häufig befreundete Familien oder Verwandte ergeben Runden, für die im Restaurant nicht selten drei oder mehr Tische zusammengestellt werden müssen. Man trifft sich um 20 Uhr zum Aperitif in einer Cocktail Bar/Gelateria, wo es für die Kinder einen Eisbecher und eine Cola gibt, während sich die Älteren mit einem Aperol, Campari o.Ä. auf den Abend einstimmen. Ca. eine Stunde später begibt man sich ins favorisierte Restaurant; spätestens dort wächst die Gruppe auf ihre volle (s.o.) Größe an. Beim Essen, das sich über mehrere Gänge erstreckt (s. Küche), werden (erheblich weniger dezent als man es in Deutschland gewohnt ist) weitere Neuigkeiten aus Politik, Sport und Nachbarschaft ausgetauscht. Mit Herannahen der Mitternacht wird die Tafel schließlich aufgehoben. Dies ist die Stunde der Ragazzi (so werden im Italienischen alle Menschen vom motorrollerfähigen Alter an aufwärts bis Ende der Zwanziger bezeichnet - im freundschaftlichen Umgang auch erheblich ältere Personen). Diese brechen in der Zeit ab ca. 23 Uhr mit ihren verschiedensten Kraftfahrzeugen (sehr wenige Fahrräder) aus allen Richtungen der äußeren Stadtteile und des Umlandes über die Innenstädte herein, was für den ausländischen Touristen, der in einer Enoteca/Birreria dabei ist, seinen Absacker einzunehmen, ein lärmendes und stinkendes, gleichwohl faszinierendes Schauspiel ergibt. Auf diese Weise füllen sich die angesagten Orte der Innenstadt, bis jede Bar sowie jede Sitzgelegenheit im Freien von jungen Leuten umlagert ist. Es wird sich nicht bis zur Besinnungslosigkeit betrunken, noch kommt es regelmäßig zu anderweitigen Ausfällen, da auch unter den jungen Leuten der soziale Austausch mit dem (Gesprächs-)Partner oder dem Mobiltelefon oder beidem im Vordergrund steht. Das Prinzip Großraumdisco (wie z.&#x202F;B. in Deutschland) oder gar Alles-unter-einem-Dach-Unterhaltung (wie in den USA üblich) ist wenig verbreitet. Auch hierfür darf man die Ursachen in der sozialen Struktur suchen. Auch das günstige Wetter spielt sicherlich eine Rolle. Dennoch erkennt man am einen oder anderen Rohbau die Tendenz zu größeren Einheiten weiter entfernt von den Stadtzentren. Die o.g. Beobachtungen stammen aus verschiedenen Orten Siziliens während der warmen Jahreshälfte. Es ist davon auszugehen, dass sich die geschilderten Verhältnisse in der Nähe einer Extremsituation bewegen. Mit wachsender Entfernung von den touristischen Zentren, außerhalb der Hauptsaison und/oder in anderen (wirtschaftlich stärker „entwickelten“) Landesteilen wird der ausländische Reisende möglicherweise Anderes vorfinden. == Unterkunft == Für den individuellen Urlaub in Italien bieten sich Ferienwohnungen und Ferienhäuser an. In ländlichen Regionen gibt es neben den [[w:Agrotourismus|agriturismo]]-Unterkünften eine italienische Besonderheit: das [[Albergo Diffuso]]. Es bedeutet wörtlich „verstreutes Hotel“. Das Prinzip besteht darin, dass authentische und in lokalem Stil dekorierte Zimmer über verschiedene Gebäude innerhalb des Ortes verteilt sind. In Italien gibt es auch viele Campingplätze, die gut ausgerüstet sind. Wer einen mittleren Standard sucht, sollte beim Zeltplatz auf mindestens 4 Sterne achten. Darunter fehlt oftmals warmes Duschwasser oder es muss mit Jetons separat bezahlt werden. In der Hochsaison von Juli bis September ist es mit großen Zelten schwierig, einen freien Platz zu finden. Spontane Camper mit Kleinzelten (Iglus...) finden jedoch fast immer ein Plätzchen. Viele Gemeinden erheben eine Touristensteuer, die oft nicht im beworbenen Zimmerpreis eingeschlossen ist. Üblicherweise ist der Hebesatz von der Qualität der Unterkunft abhängig. 2023 sollte man mit € 1,00-4,00/Nacht rechnen. Kinder (Altersgrenzen höchst unterschiedlich) und manchmal auch Hochbetagte und Schwerbehinderte sind befreit. Auch gibt es eine zeitliche Grenze, die bei 3 bis 10 Tagen liegt. '''Wild Campen''' ist meist verboten, es drohen regional unterschiedliche Bußgelder, wobei € 300 durchschnittlich sind. Manche Regionen, wie Venetien, Sardinien und Sizilien sind besonders streng. In der Toskana gibt es keine Regelung. In jedem Fall ist es sinnvoll sich bei der jeweiligen Gemeinde zu erkundigen. == Feiertage == {{Feiertage Anfang}} {{Feiertag| datum= 1-1 | Capodanno | Neujahrstag }} {{Feiertag| datum= 1-6 | Epifania | Heilige Drei Könige }} {{Feiertag| {{Ostern.next|tag=Ostermontag}} | Pasquetta | Ostermontag }} {{Feiertag| datum= 4-25 | Anniversario della Liberazione | Tag der Befreiung Italiens vom Faschismus (1945) }} {{Feiertag| datum= 5-1 | Festa del Lavoro | Tag der Arbeit }} {{Feiertag| {{Ostern.next|tag=Pfingstmontag}} | Lunedì di Pentecoste | Pfingstmontag, nur in Südtirol }} {{Feiertag| datum= 6-2 | Festa della Repubblica | Nationalfeiertag, Tag der Republik, Republikgründung 1946 }} {{Feiertag| datum= 8-15 | Ferragosto / Assunzione di Maria | Mariä Himmelfahrt }} {{Feiertag| datum= 11-1 | Ognissanti | Allerheiligen }} {{Feiertag| datum= 12-8 | Immacolata Concezione | Mariä Empfängnis }} {{Feiertag| datum= 12-25 | Natale di Gesù | Weihnachten }} {{Feiertag| datum= 12-26 | Santo Stefano | Stefanstag }} {{Feiertage Ende}} Während die o.g. Feiertage landeseinheitlich sind, unterscheidet sich der Feiertag zu Ehren des Stadtpatrons von Stadt zu Stadt: {| cellspacing="0" class="multiline" |- ! Stadt !! Nächster Termin !! Heiliger |- | style="width:6em" | [[Venedig]] || {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-4-25 | Format= l, j. F Y | Wartetage= 7 }} || St. Markus |- | [[Florenz]] || {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-6-24 | Format= l, j. F Y | Wartetage= 7 }} || Johannes der Täufer |- | [[Genua]] || {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-6-24 | Format= l, j. F Y | Wartetage= 7 }} || Johannes der Täufer |- | [[Turin]] || {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-6-24 | Format= l, j. F Y | Wartetage= 7 }} || Johannes der Täufer |- | [[Rom]] || {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-6-29 | Format= l, j. F Y | Wartetage= 7 }} || St. Petrus |- | [[Siena]] || {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-7-2 | Format= l, j. F Y | Wartetage= 7 }} || Palio di Provenzano |- | [[Palermo]] || {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-7-15 | Format= l, j. F Y | Wartetage= 7 }} || Sta. Rosalia |- | [[Siena]] || {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-8-16 | Format= l, j. F Y | Wartetage= 7 }} || Palio dell'Assunta |- | [[Neapel]] || {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-9-19 | Format= l, j. F Y | Wartetage= 7 }} || St. Januarius |- | [[Bologna]] || {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-10-4 | Format= l, j. F Y | Wartetage= 7 }} || St. Petronius |- | [[Triest]] || {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-11-2 | Format= l, j. F Y | Wartetage= 7 }} || St. Justus |- | [[Bari]] || {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-12-6 | Format= l, j. F Y | Wartetage= 7 }} || St. Nikolaus |- | [[Mailand]] || {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-12-7 | Format= l, j. F Y | Wartetage= 7 }} || St. Ambrosius |- |} Karfreitag ist kein Feiertag in Italien. == Sicherheit == In Italien ist es auch nicht anders als im Rest der Welt: Vorsicht hilft, gefährliche Situationen zu vermeiden. Nachts nicht alleine durch leere Straßen ziehen, dunkle Gassen vermeiden, Uhren, Schmuck und teuere Fotoapparate nicht unnötig zur Schau stellen. Auf Märkten auf Geldbörse, Handtasche etc. aufpassen. In Großstädten sollten Sie vor allem Parks in der Nacht meiden. Teure Autos sollten in Städten besser in einem bewachten Parkhaus abgestellt werden. An Stränden und anderen oft von Touristen frequentierten Orten werden dem Reisenden oft gefälschte Uhren, Taschen, Sonnenbrillen, Parfums und andere Markenartikel angeboten. Es wird erwartet, dass auch Touristen solche Angebote als Fälschungen erkennen, wenn man dennoch kauft, macht man sich strafbar! (entweder, wenn der Kauf beobachtet wird, oder später, wenn man bei der Wiedereinreise ins Heimatland vom Zoll kontrolliert wird). Beim Kauf hochwertiger echter Markenartikel ist der Kassenbeleg auf jeden Fall aufzubewahren. Falls Sie mit einer Situation überfordert sind, scheuen Sie sich nicht, Passanten um Hilfe zu bitten. Italiener sind, wenn sie direkt angesprochen werden, außerordentlich hilfsbereit. Vor der Mafia braucht man keine Angst zu haben, die kassiert höchstens an Busparkplätzen ab, lässt Touristen aber in Ruhe, da sie mit Italienern genug zu tun hat. Süditalien und Sizilien sind daher nicht unsicherer als andere Landesteile auch. == Gesundheit == {{Quickbar Notruf}} Die medizinische Versorgung in Italien ist in allen Landesteilen von guter Qualität. Besondere gesundheitliche Risiken bestehen nicht, spezielle Impfungen sind nicht nötig. Die europäische Krankenversicherungskarte („tessera sanitaria“) gilt in Praxen von Vertragsärzten („il medico di base“) der italienischen staatlichen Krankenversicherung (SSN). Sie müssen das Geld für manche Untersuchungen und die Rezeptgebühr (in der Apotheke sagt man „devo pagare solo il ticket“) selbst vorstrecken und hinterher von Ihrer Krankenkasse einfordern, bewahren Sie die Quittungen und Unterlagen auf. In Touristengegenden praktizieren viele deutsch- und englischsprachige Ärzte und Zahnärzte, fragen Sie Ihren Gastgeber. Eine Konsultation in einer Privatpraxis kostet 50-80 € beim Allgemeinarzt aber bis zu 150&#x202F;€ bei einem Spezialisten. Eine Auslandsreisekrankenversicherung ist nützlich, da die gesetzlichen Kassen manchmal nur Richtsätze erstatten. In Städten gibt es in der Regel einen ''pronto soccorso'' (Notaufnahme/Notfallpraxis) für dringende Fälle bzw. ein ''Ospedale'' (Krankenhaus) mit Notaufnahme. Bei Kleinigkeiten können Sie sich problemlos an eine Apotheke wenden, dort ist man auf Erste Hilfe eingestellt. Zahnarztleistungen werden in Italien generell privat abgerechnet. Rezeptpflichtige Medikamente erhält man nur in einer „Farmacia“, welche durch ein grünes Kreuz erkennbar sind. In einer „Parafarmacia“ ist auch ein Apotheker anwesend, man verkauft aber nur rezeptfreie Medikamente. == Klima und Reisezeit == [[File:Cinque Terre Monterosso.jpg|mini|Küstenabschnitt der [[Cinque Terre]]]] Zu den großen Vorzügen Italiens gehört auch sein herrliches, außerordentlich mildes Klima, das es dem Wall der Alpen, dem überall wirksamen Einfluss des Meers und der günstigen südlichen Exposition ganzer Landschaften verdankt. Doch ist auch hier ein bedeutender Unterschied zwischen dem kontinentalen und dem peninsularen Italien bemerkbar; jenes hat auffallend kontinentales, dieses überwiegend maritimes Klima. Es lassen sich drei Regionen unterscheiden: das Po-Gebiet, Mittelitalien und Süditalien, zu welchem die [[Ligurien|ligurische]] Küste zu rechnen ist. In der '''Po-Ebene''' wechseln kalte Winter mit heißen Sommern; trotz einer mittleren Jahrestemperatur von 13&#x202F;°C kommen Temperaturen von -17&#x202F;°C vor, und der Winter ist, wenn auch kürzer, so doch meist kälter als im Rheintal zwischen [[Koblenz]] und [[Bonn]]. Nur ein schmaler Saum unmittelbar am Fuß der Alpen und an den lombardischen Seen macht eine Ausnahme. Dementsprechend ist die Vegetation in der [[Lombardei]] durchaus mitteleuropäisch, nur solche Pflanzen des Südens können hier angebaut werden, welchen, wie dem Reis, die Sommerwärme gerade lange genug anhält; nur an den Seen kehren zahlreiche Formen der Mediterranflora und auch der Ölbaum wieder. [[File:Gran sasso e pizzo intermesoli (DC) - panoramio.jpg|mini|Landschaft in den [[Abruzzen]]]] In '''Mittelitalien''' ist die tyrrhenische Abdachung vor der adriatischen bevorzugt durch höhere Wintertemperatur, was sich namentlich darin ausprägt, dass am ganzen Küstensaum Dattelpalmen bis auf kurze Unterbrechung, in der [[Toskana]] auch Agrumen bei einigem Schutz fortkommen. Die mittlere Jahrestemperatur beträgt 14,5 °C, aber noch in [[Rom]] sind -5,9&#x202F;°C beobachtet worden, und Schnee ist jeden Winter ein- bis zweimal zu erwarten, wenn er auch nicht liegen bleibt. Auch hier überwiegt noch der mitteleuropäische Charakter der Flora, nur in der Küstenzone sind immergrüne mediterrane Bäume und Sträucher häufig und dem Ölbaum sind bedeutende Flächen gewidmet. [[File:Enna BW 2012-10-07 10-07-49.JPG|mini|Mediterrane Landschaft auf [[Sizilien]]]] Erst in '''Süditalien''' und der durch die Apenninen gebildeten klimatischen Oase von Ligurien herrscht volle Mediterranflora, und der Nordländer findet das Italien, welches er schon am Fuß der Alpen suchte. Erst hier, vom Monte Gargano und Terracina an, werden Agrumen im großen gebaut und sind Dattelpalmen häufig; erst von hier an sind die mitteleuropäischen Holzgewächse auf die Höhen der Berge zurückgedrängt und finden sich in Fülle die Opuntien und Agaven und die Vertreter der Mediterranflora, die immergrünen Eichen, die Karuben, Pistacia lentiscus, der Erdbeerbaum, die Phyllyreen, Lorbeer, Myrte, Oleander und jene große Zahl südlicher aromatischer Halbsträucher und Zwiebelgewächse, finden sich die winterlich grünen, mit buntem Blütenschmuck überdeckten Matten des Südens, welche an die Stelle der Wiesen des Nordens treten. Die mittlere Jahrestemperatur dieses Gebiets beträgt 17 °C, steigt aber in [[Sizilien]] bis auf 18,5 °C; der Winter ist sehr mild, 10 - 11 °C, so dass keine Unterbrechung in der Vegetation eintritt und nur die Berge längere Zeit von Schnee bedeckt sind. Hier erhebt sich die immergrüne Zone, die in Mittelitalien 500&#x202F;m nicht erreicht, bis auf 800 m, erst dann beginnt meist mit Edelkastanien der Gürtel der laubabwerfenden Bäume; die Region von 1.000 - 2.000&#x202F;m ist der Buche und der Kiefer eigen, aber nur auf den höchsten Höhen der Abruzzen und Korsikas findet sich alpine Vegetation. == Regeln und Respekt == In italienischen '''Restaurants''' sollte man sich nicht einfach an einen leeren Tisch setzen. Besser man wartet, bis man einen Tisch zugewiesen bekommt; man kann dem Kellner aber selbstverständlich einen Tisch vorschlagen. Wenn ein Restaurant voll gefüllt ist, wartet man an der Bar, bis wieder ein Tisch frei wird; der Kellner achtet auf die Reihenfolge. Sich betrunken in der Öffentlichkeit zu zeigen, gilt in Italien als "unterste Schublade". Auch wenn fast immer "Vino" auf den Tisch kommt, trinken Italiener praktisch nie über den Durst. Drogenkonsum in der Öffentlichkeit ist ohnehin tabu. '''Bekleidung''': in Italien als katholisch geprägtem Land gelten Bekleidungsvorschriften noch etwas. Zumindest im Süden wird an Familienstränden nicht "oben ohne" gebadet, Strandbekleidung, Shorts und Spaghetti-Top sind nicht die geeignete Oberbekleidung zum Besuch gehobener Geschäfte, Museen und vor allem Kirchen. Immer mehr touristisch Gemeinden verbieten es sich in Badekleidung oder z.B. freiem Oberkörper abseits des Strandes aufzuhalten. == Post und Telekommunikation == === Post === Kleine Postämter öffnen von Montag bis Freitag 8.20-13.35, oft auch Samstag bis 12.35. Größere Postämter Mo.-Fr. 8.20-19.05 sowie Samstag Vormittag. === Mobilfunk === Italien hat ein gut ausgebautes Mobilfunknetz, auch 5G ist flächendeckend verfügbar. Es gibt 4 Anbieter: TIM, Vodafone, Wind Tre (dem Fusionsprodukt aus Wind und 3IT) und Iliad. EU-Bürger bzw. Besitzer einer SIM-Karte aus einem EU-Mitgliedsland profitieren seit dem 15. Juni 2017 vom EU-Roaming, d. h. sie telefonieren, simsen und mobilfunken zu gleichen Konditionen wie Zuhause. Für EU-Ausländer gibt es entsprechende SIM-Karten, die 10-Tage flatrate kostet typischerweise €10 gibt es. Weitere Informationen gibt es im [https://prepaid-data-sim-card.wikia.com/wiki/Italy Prepaid-Data-Wiki (englisch)]. Bei italienischen Telefonnummern ist zu beachten, dass die 0 (anders als im deutschsprachigen Raum) keine Verkehrsausscheidungsziffer ist und daher auch bei Anrufen aus dem Ausland stets mitgewählt werden muss. ===Öffentliches WLAN=== Öffentliches und kostenloses WLAN, das in vielen großen Städten verfügbar ist, erfordert immer noch eine persönliche Registrierung, in der Regel muss man eine Mobilfunknummer angeben, an welche man dann per SMS einen Code erhält. Möglicherweise wegen diesem erheblichen Aufwand bieten viele Supermärkte etc. erst gar kein Kunden-WLAN an. Viele Cafés und Hotels bieten jedoch kostenloses WLAN ohne Registrierung an, für dieses muss man lediglich das Passwort an der Theke erfragen. == Praktische Hinweise == [[File:Val-Mezdi-freeride.jpg|mini|Skigebiet in den [[Dolomiten]]]] Achtung '''Wintersportler''', auf Italiens Pisten herrscht für Kinder bis 14 Jahren Helmpflicht! === Elektritzität === [[File:L_plug.jpg|mini|Typ-L-Stecker und -Steckdose, 10-A-Variante.]] In Italien wird die normale europäische Spannung von 230V/50Hz verwendet. Der übliche Stecker ist der Typ L, mit drei Kontaktstiften nebeneinander, von dem es zwei Versionen gibt. In die "kleinere" davon passen auch Euro-Flachstecker und Schukostecker, wobei diese dann die Schutzkontaktfunktion verlieren. Gelegentlich findet man auch Schuko-Steckdosen. Schuko-Adapter gibt es in den meisten Gegenden problemlos und günstig im Supermarkt; ansonsten im Elektrofachhandel === Rauchen === Seit 2005 herrscht in allen öffentlichen Gebäuden, auch in Gaststätten und Büros, striktes Rauchverbot. Im Freien und in ausgewiesenen Raucherzonen ist es noch erlaubt. Immer mehr Gemeinden erlassen auch mit saftigen Geldstrafen bewehrte Rauchverbote an Stränden. Auch das wird lokal noch weiter eingeschränkt, in Neapel und Bozen ist das Rauchen auf allen öffentlichen Flächen, auf denen sich Kinder und Schwangere aufhalten könnten, wie etwa Straßen, Plätzen, Spielplätzen, Freiluftbühnen und Sportstadien usw. ebenfalls verboten. === Sauna === In Südtirol geht man nackt in die Sauna, in Mittel- und Süditalien dagegen sollte man leicht bekleidet sein. Im Zweifelsfall den Betreiber der Sauna fragen. === Schwerbehinderte === Die Schwerbehinderten-Parkausweise sind inzwischen EU-einheitlich und gelten auch in Italien. Der [[w:Euroschlüssel|Euroschlüssel]] ist, je weiter man nach Süden kommt, um so seltener im Einsatz. Schwerbehinderte mit Ausweis erhalten in vielen staatlichen Museen freien Eintritt, was auch für eine Begleitperson gilt. Die Anerkennung deutscher Ausweise (und vermutlich anderer europäischer) ist dabei selten ein Problem. Viele Gemeinden, die eine Übernachtungssteuer („Kurtaxe“) erheben, erlassen Schwerbehinderten und manchmal auch Begleitpersonen diese bzw. gewähren einen Rabatt. Dies ist höchst unterschiedlich geregelt und muß ggf. in der städtischen Verordnung nachgeschlagen werden, die in den meisten Fällen im Internet nur unübersetzt zu finden ist. Viele Hotel- oder Pensionswirte sind nicht unbedingt mit dieser Sonderregelung vertraut. Auch sollte geprüft werden, ob Buchungsportale die Steuer nicht unberechtigterweise erhoben haben, Rückerstattungen können problematisch sein. Der Aufwand kann sich gerade in größeren Städten lohnen, zahlt man doch in besseren Hotels z.&#x202F;B. in Rom 10 Tage lang jeweils € 10, in Florenz immerhin bis zu € 8/Tag. ''Trenitalia'' bietet Rollstuhlfahrern, Blinden und Tauben in den 16 größten Bahnhöfen den mindestens eine Stunde vorher zu buchenden Mobilitätsservice ''[https://www.rfi.it/en/for-persons-with-disability/information-about-the-assistance-of-the-sala-blu-in-one-click.html Sala Blue]'' an (☎&#x00a0;+39 02 32 32 32 oder 800 90 60 60; online oder eMail 24 Std. im voraus). Dienstbereitschaft besteht von 6.30-21.30 Uhr, nach Absprache auch nachts. In kleineren Bahnhöfen wende man sich ans Personal. 2023 waren 650 der gut 2000 Bahnhalte barrierefrei. == Auslandsvertretungen == == Literatur == Es gibt eine große Bandbreite italienischer Literaten, die auch in deutscher Übersetzung vorliegen. Als die "Urväter" der italienischen Literatur gelten Dante Alighieri (1265-1321), Franscesco Petrarca (1304-1374) und Giovanni Boccaccio (1313-1375), deren Werke bis heute eine kurzweilige Reiselektüre bietet, vor allem Dantes "Göttliche Komödie" und die pikanten Novellen von Boccaccios "Decamerone" sind empfehlenswert. Weltweite Bekanntheit erlangten in der Renaissance Niccolò Machiavelli (1469-1527), Matteo Bandello (1485-1561), Torquato Tasso (1544-1595) und Galileo Galilei (1564-1642), deren Schriften auch auf Deutsch vorliegen. In der Zeit des Risorgimento (18. Jahrhundert) entstanden weltberühmte Werke von Giacomo Leopardi (1798-1837), von dem ersten italienischsprachigen Nobelpreisträger Giosuè Carducci (1835-1907) und Giovanni Verga (1840-1922). Um die Jahrhundertwende und im 20. Jahrhundert waren wichtige Vertreter: Gabriele D'Annunzio (1863-1938) -- der jedoch durch seine Nähe zum Faschismus heute weniger beliebt ist -- Italo Svevo (1861-1928), Luigi Pirandello (1876-1936), Alberto Moravia (1907-1990) und Cesare Pavese (1922-1975), deren Lektüre dem Reisenden Italien näher bringt als manch ein Reiseführer. Unter den zeitgenössischen Autoren: Der Nobelpreisträger Dario Fo (*1926), Umberto Eco (*1932) und Andrea Camilleri (*1925). In den letzten Jahren erfreut sich der italienische Kriminalroman großer Beliebtheit. Die Krimis sind oft stark regional geprägt und bieten Reisenden einen tiefen Einblick in das alltägliche Leben. Die in Deutschland beliebtesten Krimis sind (um nur einige zu nennen): * Die anspruchsvollen Krimis der "Firma" Carlo Fruttero & Franco Lucentini * Die sizilianischen Krimis von Andrea Camilleri * Die in Venedig angesiedelten Krimis der Amerikanerin Donna Leon * Die in Florenz spielenden Krimis von Marco Vichi und der Britin Magdalen Nabb * Die Turiner Krimis von Margherita Oggero und Carlo Lucarelli * Die Toskana-Krimis von Marco Malvaldi * Die Justiz- und Anwaltskrimis von Gianrico Carofiglio (Bari) und Nino Filastò (Florenz) Unterhaltsam und lehrreich ist die Serie "Picus Lesereisen" (z.&#x202F;B. "Toskanische Tagträume", "Amalfi/Cilento: Wo die rote Sonne wirklich im Meer versinkt", "Hinter Rom beginnt das Zauberland: Malerisches Latium" u.v.m.) So man sich in die Poebene oder gar zum Podelta begibt, sollte man Guareschi ''Don Camillo und Peppone'' im Gepäck haben. Besser kann man das dortige Lebensgefühl nicht beschreiben. == Weblinks == '''Offizielle Stellen''' * [https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/italien-node Länderinformationen des deutschen Auswärtigen Amtes zu Italien] * [https://www.bmeia.gv.at/reise-aufenthalt/reiseinformation/land/italien/ Länderinformationen des österreichischen Auswärtigen Amtes zu Italien] * [https://www.eda.admin.ch/eda/de/home/laender-reise-information/italien.html Länderinformationen des schweizerischen Auswärtigen Amtes zu Italien] * [http://www.italia.it/de/ Website des Staatlichen Italienischen Fremdenverkehrsamtes] (mehrsprachig) * [https://www.enit.de/ Website der Staatlichen Italienischen Zentrale für Tourismus] (mehrsprachig) * [https://ambberlino.esteri.it/Ambasciata_Berlino/de/ Italienische Botschaft in Berlin] (deutsch, italienisch) * [https://consfrancoforte.esteri.it/consolato_francoforte/de/ Italienisches Generalkonsulat in Frankfurt/M.] (deutsch, italienisch) * [https://conscolonia.esteri.it/consolato_colonia/de/ Italienisches Generalkonsulat in Köln] (deutsch, italienisch) * [https://consmonacodibaviera.esteri.it/consolato_monacodibaviera/de/ Italienisches Generalkonsulat in München] (deutsch, italienisch) * [https://ambvienna.esteri.it/ambasciata_vienna/de/ Italienische Botschaft in Wien] (deutsch, italienisch) * [https://ambberna.esteri.it/ambasciata_berna/it/ Italienische Botschaft in Bern] (italienisch) '''Weiterführend''' * [[w:Liste der Museen in Italien|Museen in Italien]] * [[w:Welterbe in Italien|Welterbe in Italien]] * [[w:Nationalparks in Italien|Nationalparks in Italien]] * [[w:Regionalparks in Italien|Regionalparks in Italien]] * [[w:Liste italienischer Inseln|Liste italienischer Inseln]] * [[w:Liste der Seen in Italien|Liste der Seen in Italien]] * [[w:Liste von Vulkanen in Italien|Liste von Vulkanen in Italien]] * [[w:Liste von Bergen und Erhebungen in Italien|Liste von Bergen und Erhebungen in Italien]] * [[w:Italienische Sprache|Italienische Sprache]] * [[w:Italienische Küche|Italienische Küche]] * [[w:Liste der Skigebiete in Italien|Liste der Skigebiete in Italien]] * [[w:Liste der Flughäfen in Italien|Liste der Flughäfen in Italien]] * [[w:Liste der Autobahnen in Italien|Liste der Autobahnen in Italien]] * [[w:Tourismus in Italien|Tourismus in Italien]] * [[w:Italienische Reise|Italienische Reise]] J.W. Goethe {{Navigationsleiste Europa}} {{GeoData| lat= 43| long= 12| radius= }}{{IstInKat|Südeuropa}}{{class-4}} i1rzpf6gd1gin3qqfn7xy3r0mcs7j4t Lebus 0 4472 1802401 1647604 2026-09-07T04:19:05Z DerFussi 6 /* Schlawaer Seenplatte */ 1802401 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region Polen}} {{Mapframe}} Die Woiwodschaft '''Lebus''' (polnisch ''Województwo lubuskie'') liegt im westlichen [[Polen]] und grenzt im Westen an Deutschland, im Norden an die Woiwodschaft [[Westpommern]], im Osten an die Woiwodschaft [[Großpolen]], im Süden an die Woiwodschaft [[Niederschlesien (Woiwodschaft)|Niederschlesien]]. Lebus ist als Ebene durch zahlreiche Sümpfe an der [[Oder]] und [[Warthe]] sowie eine seenreiche Landschaft gekennzeichnet. Mit ca. 50% Waldfläche ist es die Woiwodschaft mit der größten Walddichte in Polen. Im Süden von Lebus liegt eines der größten polnischen Weinanbaugebiete in und um [[Zielona Góra]]. Größte Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] im Norden der Woiwodschaft. Beiden Städten kommt auch die Rolle der Hauptstädte der Woiwodschaft zu, wobei in der einen das Parlament und in der anderen die Regierung sitzt. Bis auf die beiden Hauptstädte gibt es in der dünn besiedelten Woiwodschaft keine weiteren Großstädte. In dieser Region findet man zahlreiche backsteingotische Kirchen, Wehrtürme und Burgen und wunderschöne Seenplatten. Gute Wassersportmöglichkeiten (Kajaken, Baden, Segeln, Tauchen) gibt es an den zahlreichen Seen. Die Kajakroute entlang der Drage ist sehr abwechslungsreich und führt durch den [[Nationalpark Drage]]. Im [[Nationalpark Warthe-Mündung]] kommen neben Wanderern und Wassersportlern vor allem auch Ornithologen auf ihre Kosten. Gorzów Wielkopolski und Zielona Góra bietet ein interessantes Kulturprogramm. Viele Besucher aus dem Berliner Raum kommen auch zum günstigen Shoppen, Tanken und Ausgehen in die Grenzstädte der Woiwodschaft an [[Oder]] und [[Lausitzer Neiße]]. == Regionen == [[Bild:Jezioro Lubikowskie.jpg|mini|[[Liebucher See]]]] Der Name stammt von der Stadt Lebus, die heute in Deutschland liegt. Die Region setzt sich aus Gebieten zusammen, die historisch teilweise zu der [[Niederlausitz]] im Südwesten, [[Niederschlesien]] im Südosten, [[Großpolen]] im Osten, der Neumark im Norden und vor allem dem Land Lebus in der Mitte gehörten. * Die Woiwodschaft bildet im Norden einen Teil der '''[[Pommersche Seenplatte|Pommerschen Seenplatte]]''' mit ihren dichten Urwäldern, kristallklaren Seen und verzweigten Kajakflüssen: ** Ein kleiner Teil der '''[[Westpommersche Seenplatte|Westpommerschen Seenplatte]]''' befindet sich im Norden an der Grenze zu Westpommern ([[Soldiner Seenplatte]]). ** An der '''[[Südpommersche Seenplatte|Südpommerschen Seenplatte]]''' hat die Woiwodschaft nur kleinen Anteil äußersten Nordosten auf der [[Woldenberger Seenplatte]]. * Südlich an die Woldenberger Seenplatte schließt sich die '''Bentschener Seenkette''', der westliche Teil der [[Posener Seenplatte]], die wiederum zur '''[[Großpolnische Seenplatte|Großpolnischen Seenplatte]]''' gehört. Als besonders schön gilt hier der kristallklare [[Liebucher See]]. * In der Mitte der Woiwodschaft befindet sich die '''[[Lebuser Seenplatte]]''', deren schönster Teil die [[Lagower Seenplatte]] im zentralen Teil ist. * Im Südosten befindet sich die [[Schlawaer Seenplatte]], der westliche Ausläufer der '''[[Lissaer Seenplatte]]'''. Hier ist der [[Schlawasee]] bei Wassersportlern besonders beliebt. * Die waldreiche Woiwodschaft hat Anteil an drei großen Urwäldern. ** Die '''[[Netzer Heide]]''' befindet sich im Nordosten der Woiwodschaft beiderseits der Netze an der Grenze zu [[Großpolen]]. ** Die '''[[Lebuser Heide]]''' (auch '''Reppener Heide''') befindet sich in der Mitte der Woiwodschaft zwischen der [[Oder]], der [[Warthe]] und der Obra. ** Die '''[[Niederschlesische Heide]]''' befindet sich im Südwesten der Woiwodschaft an der Grenze zu [[Niederschlesien]] und ist das größte zusammenhängende Waldgebiet Polens. * Die große Sumpflandschaft am Zusammenfluss der [[Oder]], [[Warthe]] und des Postumfließes wird als '''[[Nationalpark Warthe-Mündung]]''' geschützt. == Orte == [[Bild:Church St. Jacob Ośno Lubuskie 1.JPG|mini|[[Ośno Lubuskie]]]] [[Bild:Kożuchów, fara (kaplica Wszystkich Świętych).jpg|mini|[[Kożuchów]]]] [[Bild:Bytom-Odrzanski-ratusz.jpg|mini|[[Bytom Odrzański]]]] [[Bild:Ratusz szprotawski.jpg|mini|[[Szprotawa]]]] [[Bild:Gubin - fotopolska.eu (338079).jpg|mini|[[Gubin]]]] [[Bild:611777 Lubsko ratusz, 1580 611773 Lubsko kościół par. p.w. Nawiedzenia NMP (dec. p.w. Najśw. Serca Jezusa), 1 poł. XIII, XIVXV.JPG|mini|[[Lubsko]]]] [[Bild:Wschowa mury obronne - kościół farny.jpg|mini|[[Wschowa]]]] === Woldenberger Seenplatte === * {{marker|type=city|name=[[Strzelce Krajeńskie]]|wikidata=Q717399 }} * {{marker|type=city|name=[[Dobiegniew]]|wikidata=Q988628 }} * {{marker|type=city|name=[[Drezdenko]]|wikidata=Q836961 }} === Warthe-Tal === * {{marker|type=city|name=[[Kostrzyn nad Odrą]]|wikidata=Q156837 }} * {{marker|type=city|name=[[Witnica]]|wikidata=Q988636 }} * {{marker|type=city|name=[[Gorzów Wielkopolski]]|wikidata=Q104731 }} * {{marker|type=city|name=[[Santok]]|wikidata=Q1015339 }} * {{marker|type=city|name=[[Skwierzyna]]|wikidata=Q994585 }} === Lebuser Seenplatte === * {{marker|type=city|name=[[Słubice]]|wikidata=Q200709 }} * {{marker|type=city|name=[[Rzepin]]|wikidata=Q990823 }} * {{marker|type=city|name=[[Ośno Lubuskie]]|wikidata=Q1005350 }} * {{marker|type=city|name=[[Sulęcin]]|wikidata=Q718038 }} * {{marker|type=city|name=[[Lubniewice]]|wikidata=Q931553 }} * {{marker|type=city|name=[[Torzym]]|wikidata=Q995903 }} === Lagower Seenplatte === * {{marker|type=city|name=[[Łagów]]|wikidata=Q345189 }} * {{marker|type=city|name=[[Świebodzin]]|wikidata=Q387463 }} * {{marker|type=city|name=[[Gościkowo]]|wikidata=Q5590462 }} * {{marker|type=city|name=[[Międzyrzecz]]|wikidata=Q639241 }} * {{marker|type=city|name=[[Trzciel]]|wikidata=Q523287 }} * {{marker|type=city|name=[[Zbąszynek]]|wikidata=Q168902 }} * {{marker|type=city|name=[[Babimost]]|wikidata=Q797713 }} === Oder-Tal === * {{marker|type=city|name=[[Cybinka]]|wikidata=Q999269 }} * {{marker|type=city|name=[[Krosno Odrzańskie]]|wikidata=Q148947 }} * {{marker|type=city|name=[[Czerwieńsk]]|wikidata=Q777802 }} * {{marker|type=city|name=[[Sulechów]]|wikidata=Q457865 }} * {{marker|type=city|name=[[Zielona Góra]]|wikidata=Q104720 }} * {{marker|type=city|name=[[Nowogród Bobrzański]]|wikidata=Q1023760 }} * {{marker|type=city|name=[[Otyń]]|wikidata=Q991590 }} * {{marker|type=city|name=[[Nowa Sól]]|wikidata=Q157190 }} * {{marker|type=city|name=[[Kożuchów]]|wikidata=Q142101}} * {{marker|type=city|name=[[Bytom Odrzański]]|wikidata=Q987471 }} * {{marker|type=city|name=[[Nowe Miasteczko]]|wikidata=Q431628 }} * {{marker|type=city|name=[[Szlichtyngowa]]|wikidata=Q991866 }} === Niederlausitz === * {{marker|type=city|name=[[Brody]]|wikidata=Q149790 }} (deutsch: '' Pförten'') ist ein kleiner Ort in der Woiwodschaft [[Lebus]] in [[Polen]] und liegt im Grenzgebiet der historischen Regionen [[Lausitz]] und [[Niederschlesien]] ca.&nbsp;5&#x202F;Kilometer östlich der deutschen Grenzstadt [[Forst (Lausitz)]]. Brody ist bekannt für die Ruine des barocken Brühlpalasts, der seit 2013 restauriert wird. * {{marker|type=city|name=[[Gubin]]|wikidata=Q312061 }} * {{marker|type=city|name=[[Jasień]]|wikidata=Q164241 }} * {{marker|type=city|name=[[Lubsko]]|wikidata=Q149111 }} (deutsch: ''Sommerfeld'') ist eine kleine Stadt in der Woiwodschaft [[Lebus]] am Lubst in [[Polen]]. Der Ort liegt im Grenzgebiet der historischen Regionen Lausitz und [[Niederschlesien]] und ist insbesondere für seine historische Altstadt bekannt. * {{marker|type=city|name=[[Łęknica]]|wikidata=Q318346 }} * {{marker|type=city|name=[[Żary]]|wikidata=Q148849 }} (deutsch: ''Sorau'') ist eine Stadt in der Woiwodschaft [[Lebus]] zwischen dem [[Bóbr|Bober]] und der [[Lausitzer Neiße]] in [[Polen]]. Der Ort liegt im Grenzgebiet der Regionen [[Lausitz]] und [[Niederschlesien]] und ist insbesondere für seine historische Altstadt mit dem Bibersteinschloss und dem Promitzschloss bekannt. * {{marker|type=city|name=[[Żagań]]|wikidata=Q158459 }} === Niederschlesische Heide === * {{marker|type=city|name=[[Iłowa]]|wikidata=Q161909 }} {{DeS|''Halbau''|inKlammern=ja}} ist eine kleine Stadt an der Tschirn und ist insbesondere für sein Schloss mit dem angeschlossenen Schlosspark bekannt. * {{marker|type=city|name=[[Gozdnica]]|wikidata=Q985667 }} * {{marker|type=city|name=[[Szprotawa]]|wikidata=Q165066 }} * {{marker|type=city|name=[[Małomice]]|wikidata=Q995847}} === Schlawaer Seenplatte === * {{marker|type=city|name=[[Kargowa]]|wikidata=Q280407 }} * {{marker|type=city|name=[[Sława]]|wikidata=Q1005492 }} * {{marker|type=city|name=[[Wschowa]]|wikidata=Q717938 }} – geschichtsreiche und einst reiche Handelsstadt im Südostren der Woiwodschaft mit einer charmanten Altstadt, vielen Sakralbauten und gut erhaltenen Baudenkmälern. == Weitere Ziele == === Seen === [[Bild:2018 Jezioro Trześniowskie (Ciecz) 4.jpg|mini|[[Tschetschsee]] in [[Łagów]]]] * {{marker|type=lake|name=[[Bahrenort See]]|wikidata=Q25414795 }} * {{marker|type=lake|name=[[Großer Nischlitzsee‎]]|wikidata=Q11791786 }} * {{marker|type=lake|name=[[Hermsdorfer See]]|wikidata=Q11800398 }} * {{marker|type=lake|name=[[Lagower See]]|wikidata=Q11727012 }} * {{marker|type=lake|name=[[Liebucher See]]|wikidata=Q11726535 }} * {{marker|type=lake|name=[[Schlawasee]]|wikidata=Q11726836 }} * {{marker|type=lake|name=[[Tschetschsee]]|wikidata=Q9192389 }} === Weitere Ziele === [[Datei:Ujscie Warty PN 09-2017 img10.jpg|thumb|Nationalpark Warthe-Mündung]] * Die {{marker|type=other|name=[[Festungsfront Oder-Warthe-Bogen]]|lat=52.3720|long=15.5064|symbol=letter}} ''(Ostwall)'' besteht aus starken Befestigungsanlagen des Deutschen Reiches und zieht sich in Nord-Süd-Ruichtung etwa von der Oder bis zur Warthe. Auch wenn viele der Bunker nach dem Krieg gesprengt wurden könnenen mehrere Teile besichtigt werden, vor allem nördlich von [[Świebodzin]]. * Der {{marker|type=other|name=[[Nationalpark Warthe-Mündung]]|lat=52.6057|long=14.7989|symbol=letter}} liegt im deutsch-polnischen Grenzgebiet. Kanäle und unzählige Bäche durchziehen das Gebiet, in dem zahlreiche Vogelarten leben * Am innerpolnischen Dreiländereck zu [[Westpommern]] und [[Großpolen]] liegt der {{marker|type=other|name= [[Nationalpark Drage]]|lat=53.0624|long=15.9343|symbol=letter}}. == Hintergrund == Lebus lag nach den Völkerwanderungen im Grenzgebiet der Wenden, Polanen und des Großmährischen Reiches. Im 10. Jahrhundert kam Lebus an Polen und gehörte in der Zersplitterungszeit zu Großpolen und Schlesien. Im 13. Jahrhundert wurde es als Neumark von Brandenburg erworben. Der Weinanbau geht auf diese Zeit zurück und florierte im Mittelalter. == Sprache == Polnisch ist Amts- und allgemeine Verkehrssprache. Die meisten Polen sprechen gut oder sehr gut Englisch. Einige auch eine zweite Fremdsprache wie Deutsch, Russisch, Spanisch, Französisch oder Itslienisch, die vor allem in den großen und touristisch relevanten Städten gesprochen und verstanden werden. == Anreise == In der Woiwodschaft gibt es lediglich den {{Marker|type=airport|name=Flughafen Zielona Góra-Babimost|wikidata=Q1433282}}, der nur von [[Warschau]] aus angeflogen wird. Die nächsten größeren Flughäfen sind {{Marker|type=airport|name=Flughafen Posen-Ławica|wikidata=Q1361639|show=none}} (135 km von Gorzów, 150&#x202F;km von Zielona Góra), {{Marker|type=airport|name=Flughafen Stettin-Goleniów|wikidata=Q1432917|show=none}} (130 km von Gorzów), {{Marker|type=airport|name=Flughafen Berlin Brandenburg|wikidata=Q160556|show=none}} (155 km von Gorzów) und {{Marker|type=airport|name=Nikolaus-Kopernikus-Flughafen Breslau|wikidata=Q1107152|show=none}} (150 km von Zielona Góra). Die Anreise empfiehlt sich mit dem PKW, Bus oder der Bahn. Die Straßenverhältnisse und das Schienennetz sind gut. Der Eurocity Berlin–Frankfurt (Oder)–Posen–Warschau (im Zweistundentakt) hält in [[Rzepin]], [[Świebodzin]] und [[Zbąszynek]]. Dort kann man in Züge nach anderen Teilen der Woiwodschaft umsteigen. Stündlich fährt eine Regionalbahn von Berlin-Ostkreuz und -Lichtenberg über Strausberg in die Grenzstadt Kostrzyn. Von Berlin nach Gorzów braucht die schnellste Verbindung rund zwei Stunden, nach Zielona Góra etwa 2:40 Std. Von Frankfurt (Oder) fahren mehrmals täglich Regionalzüge über Rzepin nach Zielona Góra (Fahrtzeit insgesamt rund 1½ Std). Von Görlitz fährt der Trilex mehrmals täglich über [[Żary]] nach Zielona Góra (insgesamt 2½ Std). Nur am Wochenende fährt der „Kulturzug“ Berlin-Lichtenberg–Breslau, der unterwegs in Żary und [[Żagań]] hält. Die deutsche Autobahn A12 (Berlin–Frankfurt (Oder)) setzt sich östlich der Grenze als polnische Autobahn [[Autostrada A2]] (zugleich Europastraße E30) fort, die u. a. an Świebodzin vorbeiführt. Dort kreuzt sie sich mit der autobahnähnlich ausgebauten Schnellstraße S3, die die Verbindung mit Zielona Góra und Gorzów herstellt. Zudem setzt sich die deutsche Bundesstraße B1 (Berlin–Müncheberg–Küstrin) in Polen als Landstraße DK 22 fort, die direkt nach Gorzów führt. Von Guben/Gubin kann man auf der DK 32 nach Zielona Góra fahren. == Mobilität == Das Straßennetz ist eines der dichtesten in Polen. Dies gilt auch für Zugverbindungen. Zum Beispiel fahren fast stündlich Züge (sowohl schnellere IC und TLK als auch Regionalzüge mit mehr Unterwegshalten) auf der Route Zielona Góra–Nowa Sól–Głogów–Breslau, annähernd zweistündlich auf der Route Zielona Góra–Rzepin–Kostrzyn–Stettin sowie mehrmals täglich Regionalzüge auf der Route Gorzów Wlkp.–Międzyrzecz–Zbąszynek–Zielona Góra (Fahrtzeit gut 2 Std). == Sehenswürdigkeiten == [[Datei:Pomnik Jezusa w Świebodzinie (2018).jpg|mini|Christ-König-Statue]] [[Datei:Goscikowo-Paradyz 02.jpg|mini|Kloster Paradies]] [[Datei:Żagań - Schloss Sagan - 0008.jpg|mini|Wallensteinpalast]] * Sehenswert ist vor allem das mittelalterliche [[Zielona Góra]]. Mit der sanierten Altstadt ist sie das touristische Zentrum des Südens der Region. * [[Gorzów Wielkopolski]] ist das Verwaltungszentrum und besitzt eine nach dem Zweiten Weltkrieg restaurierte Altstadt. * Die Christ-König-Statue bei [[Świebodzin]] ist mit 36 Metern die höchste Christusfigur der Welt, um sechs Meter höher als die Christus-Erlöser-Statue in Rio de Janeiro. Sie wurde 2010 fertiggestellt. * Die Festung [[Kostrzyn nad Odrą]] besitzt Überreste der ab dem 16. Jahrhundert angelegten Festung, die im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört wurde. Die Altstadt ist heute eine unbewohnte Wüstung aus Ruinen und wird daher oft als polnisches Pompei bezeichnet. * Schloss Tamsel in Dąbroszyn liegt ca. fünf km nordöstlich von Kostrzyn nad Odrą. * Das Rokoko-Schloss Pförten in [[Brody]] liegt ca. 25&#x202F;km südlich von [[Gubin]]. * Die Schlossruine Carolath in Siedlisko liegt neun km südöstlich von [[Nowa Sól]]. * Das Zisterzienser-Kloster Paradies in [[Gościkowo]] liegt 12&#x202F;km nördlich von [[Świebodzin]]. * Der '''Fürst-Pückler-Park''', den sich [[Bad Muskau]] und [[Łęknica]] teilen, ist UNESCO-Welterbe. * [[Krosno Odrzańskie]] war lange eine wichtige Festung und ein bedeutender [[Oder]]übergang. * Im niederschlesischen [[Żary]] befinden sich interessante Schloss- und Palastruinen. * Im ebenfalls niederschlesischen [[Żagań]] befindet sich das barocke Schloss von Wallenstein. * Das großpolnische [[Wschowa]] war während der Reformation ein wichtiges Zentrum der Protestanten in Polen-Litauen. Der schlesische Dichter Martin Opitz fand hier während des Dreißigjährigen Krieges Unterschlupf. * Die mittelalterliche Stadt, heute Dorf, [[Łagów]] ist ein beliebstes Ausflugsziel zwischen zwei Seen in einem attraktiven Tal mit einer gut erhaltenen Johanniterburg. == Aktivitäten == Die Region lädt zum Wandern, Fahrradfahren, Reiten und Wassersport ein. == Küche == [[Bild:Palmirl21w.jpg|mini|Weinberg im Zentrum von Zielona Góra]] Lange Zeit galt die Region um [[Zielona Góra]] als das Zentrum des Weinbaus in Polen. Auch wenn mittlerweile anderenorts mehr Weinberge bestehen, wird hier immer noch viel Wein angebaut. Zur polnischen Küche siehe den entsprechenden Abschnitt im Artikel zu [[Polen]]. == Nachtleben == In Zielona Góra gibt es viele Weinstuben und das größte polnische Weinfest im Herbst. == Sicherheit == Es ist eigentlich recht sicher, man sollte jedoch in großen Menschenmengen z.&#x202F;B. auf großen Märkten oder Bahnhöfen - wie überall auf der Welt - die notwendige Sorgfalt nicht außer Acht lassen. == Klima == Das Klima ist ein Übergangsklima von gemäßigt zu kontinental. Die Sommer sind allgemein warm bis heiß mit Mitteltemperaturen zwischen 16&#x202F;°C und 21&#x202F;°C und die Winter kalt, mit Mitteltemperaturen um -5 °C. Niederschlag fällt vor allem im Frühjahr und Herbst, wobei die Niederschlagsmengen geringer sind als in Westpolen. == Literatur == Siehe Artikel zu [[Polen]]. == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} {{Navigationsblock|Navigationsleiste Lebus Orte|Navigationsleiste Polen Woiwodschaften}} {{class-3}}{{GeoData| lat=52.21 | long=15.40 | radius= }}{{IstInKat|Polen}} fnnsk7w24nq2l0tgre2nekwhv9tfp1i 1802403 1802401 2026-09-07T04:22:28Z DerFussi 6 /* Schlawaer Seenplatte */ 1802403 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region Polen}} {{Mapframe}} Die Woiwodschaft '''Lebus''' (polnisch ''Województwo lubuskie'') liegt im westlichen [[Polen]] und grenzt im Westen an Deutschland, im Norden an die Woiwodschaft [[Westpommern]], im Osten an die Woiwodschaft [[Großpolen]], im Süden an die Woiwodschaft [[Niederschlesien (Woiwodschaft)|Niederschlesien]]. Lebus ist als Ebene durch zahlreiche Sümpfe an der [[Oder]] und [[Warthe]] sowie eine seenreiche Landschaft gekennzeichnet. Mit ca. 50% Waldfläche ist es die Woiwodschaft mit der größten Walddichte in Polen. Im Süden von Lebus liegt eines der größten polnischen Weinanbaugebiete in und um [[Zielona Góra]]. Größte Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] im Norden der Woiwodschaft. Beiden Städten kommt auch die Rolle der Hauptstädte der Woiwodschaft zu, wobei in der einen das Parlament und in der anderen die Regierung sitzt. Bis auf die beiden Hauptstädte gibt es in der dünn besiedelten Woiwodschaft keine weiteren Großstädte. In dieser Region findet man zahlreiche backsteingotische Kirchen, Wehrtürme und Burgen und wunderschöne Seenplatten. Gute Wassersportmöglichkeiten (Kajaken, Baden, Segeln, Tauchen) gibt es an den zahlreichen Seen. Die Kajakroute entlang der Drage ist sehr abwechslungsreich und führt durch den [[Nationalpark Drage]]. Im [[Nationalpark Warthe-Mündung]] kommen neben Wanderern und Wassersportlern vor allem auch Ornithologen auf ihre Kosten. Gorzów Wielkopolski und Zielona Góra bietet ein interessantes Kulturprogramm. Viele Besucher aus dem Berliner Raum kommen auch zum günstigen Shoppen, Tanken und Ausgehen in die Grenzstädte der Woiwodschaft an [[Oder]] und [[Lausitzer Neiße]]. == Regionen == [[Bild:Jezioro Lubikowskie.jpg|mini|[[Liebucher See]]]] Der Name stammt von der Stadt Lebus, die heute in Deutschland liegt. Die Region setzt sich aus Gebieten zusammen, die historisch teilweise zu der [[Niederlausitz]] im Südwesten, [[Niederschlesien]] im Südosten, [[Großpolen]] im Osten, der Neumark im Norden und vor allem dem Land Lebus in der Mitte gehörten. * Die Woiwodschaft bildet im Norden einen Teil der '''[[Pommersche Seenplatte|Pommerschen Seenplatte]]''' mit ihren dichten Urwäldern, kristallklaren Seen und verzweigten Kajakflüssen: ** Ein kleiner Teil der '''[[Westpommersche Seenplatte|Westpommerschen Seenplatte]]''' befindet sich im Norden an der Grenze zu Westpommern ([[Soldiner Seenplatte]]). ** An der '''[[Südpommersche Seenplatte|Südpommerschen Seenplatte]]''' hat die Woiwodschaft nur kleinen Anteil äußersten Nordosten auf der [[Woldenberger Seenplatte]]. * Südlich an die Woldenberger Seenplatte schließt sich die '''Bentschener Seenkette''', der westliche Teil der [[Posener Seenplatte]], die wiederum zur '''[[Großpolnische Seenplatte|Großpolnischen Seenplatte]]''' gehört. Als besonders schön gilt hier der kristallklare [[Liebucher See]]. * In der Mitte der Woiwodschaft befindet sich die '''[[Lebuser Seenplatte]]''', deren schönster Teil die [[Lagower Seenplatte]] im zentralen Teil ist. * Im Südosten befindet sich die [[Schlawaer Seenplatte]], der westliche Ausläufer der '''[[Lissaer Seenplatte]]'''. Hier ist der [[Schlawasee]] bei Wassersportlern besonders beliebt. * Die waldreiche Woiwodschaft hat Anteil an drei großen Urwäldern. ** Die '''[[Netzer Heide]]''' befindet sich im Nordosten der Woiwodschaft beiderseits der Netze an der Grenze zu [[Großpolen]]. ** Die '''[[Lebuser Heide]]''' (auch '''Reppener Heide''') befindet sich in der Mitte der Woiwodschaft zwischen der [[Oder]], der [[Warthe]] und der Obra. ** Die '''[[Niederschlesische Heide]]''' befindet sich im Südwesten der Woiwodschaft an der Grenze zu [[Niederschlesien]] und ist das größte zusammenhängende Waldgebiet Polens. * Die große Sumpflandschaft am Zusammenfluss der [[Oder]], [[Warthe]] und des Postumfließes wird als '''[[Nationalpark Warthe-Mündung]]''' geschützt. == Orte == [[Bild:Church St. Jacob Ośno Lubuskie 1.JPG|mini|[[Ośno Lubuskie]]]] [[Bild:Kożuchów, fara (kaplica Wszystkich Świętych).jpg|mini|[[Kożuchów]]]] [[Bild:Bytom-Odrzanski-ratusz.jpg|mini|[[Bytom Odrzański]]]] [[Bild:Ratusz szprotawski.jpg|mini|[[Szprotawa]]]] [[Bild:Gubin - fotopolska.eu (338079).jpg|mini|[[Gubin]]]] [[Bild:611777 Lubsko ratusz, 1580 611773 Lubsko kościół par. p.w. Nawiedzenia NMP (dec. p.w. Najśw. Serca Jezusa), 1 poł. XIII, XIVXV.JPG|mini|[[Lubsko]]]] [[Bild:Wschowa mury obronne - kościół farny.jpg|mini|[[Wschowa]]]] === Woldenberger Seenplatte === * {{marker|type=city|name=[[Strzelce Krajeńskie]]|wikidata=Q717399 }} * {{marker|type=city|name=[[Dobiegniew]]|wikidata=Q988628 }} * {{marker|type=city|name=[[Drezdenko]]|wikidata=Q836961 }} === Warthe-Tal === * {{marker|type=city|name=[[Kostrzyn nad Odrą]]|wikidata=Q156837 }} * {{marker|type=city|name=[[Witnica]]|wikidata=Q988636 }} * {{marker|type=city|name=[[Gorzów Wielkopolski]]|wikidata=Q104731 }} * {{marker|type=city|name=[[Santok]]|wikidata=Q1015339 }} * {{marker|type=city|name=[[Skwierzyna]]|wikidata=Q994585 }} === Lebuser Seenplatte === * {{marker|type=city|name=[[Słubice]]|wikidata=Q200709 }} * {{marker|type=city|name=[[Rzepin]]|wikidata=Q990823 }} * {{marker|type=city|name=[[Ośno Lubuskie]]|wikidata=Q1005350 }} * {{marker|type=city|name=[[Sulęcin]]|wikidata=Q718038 }} * {{marker|type=city|name=[[Lubniewice]]|wikidata=Q931553 }} * {{marker|type=city|name=[[Torzym]]|wikidata=Q995903 }} === Lagower Seenplatte === * {{marker|type=city|name=[[Łagów]]|wikidata=Q345189 }} * {{marker|type=city|name=[[Świebodzin]]|wikidata=Q387463 }} * {{marker|type=city|name=[[Gościkowo]]|wikidata=Q5590462 }} * {{marker|type=city|name=[[Międzyrzecz]]|wikidata=Q639241 }} * {{marker|type=city|name=[[Trzciel]]|wikidata=Q523287 }} * {{marker|type=city|name=[[Zbąszynek]]|wikidata=Q168902 }} * {{marker|type=city|name=[[Babimost]]|wikidata=Q797713 }} === Oder-Tal === * {{marker|type=city|name=[[Cybinka]]|wikidata=Q999269 }} * {{marker|type=city|name=[[Krosno Odrzańskie]]|wikidata=Q148947 }} * {{marker|type=city|name=[[Czerwieńsk]]|wikidata=Q777802 }} * {{marker|type=city|name=[[Sulechów]]|wikidata=Q457865 }} * {{marker|type=city|name=[[Zielona Góra]]|wikidata=Q104720 }} * {{marker|type=city|name=[[Nowogród Bobrzański]]|wikidata=Q1023760 }} * {{marker|type=city|name=[[Otyń]]|wikidata=Q991590 }} * {{marker|type=city|name=[[Nowa Sól]]|wikidata=Q157190 }} * {{marker|type=city|name=[[Kożuchów]]|wikidata=Q142101}} * {{marker|type=city|name=[[Bytom Odrzański]]|wikidata=Q987471 }} * {{marker|type=city|name=[[Nowe Miasteczko]]|wikidata=Q431628 }} * {{marker|type=city|name=[[Szlichtyngowa]]|wikidata=Q991866 }} === Niederlausitz === * {{marker|type=city|name=[[Brody]]|wikidata=Q149790 }} (deutsch: '' Pförten'') ist ein kleiner Ort in der Woiwodschaft [[Lebus]] in [[Polen]] und liegt im Grenzgebiet der historischen Regionen [[Lausitz]] und [[Niederschlesien]] ca.&nbsp;5&#x202F;Kilometer östlich der deutschen Grenzstadt [[Forst (Lausitz)]]. Brody ist bekannt für die Ruine des barocken Brühlpalasts, der seit 2013 restauriert wird. * {{marker|type=city|name=[[Gubin]]|wikidata=Q312061 }} * {{marker|type=city|name=[[Jasień]]|wikidata=Q164241 }} * {{marker|type=city|name=[[Lubsko]]|wikidata=Q149111 }} (deutsch: ''Sommerfeld'') ist eine kleine Stadt in der Woiwodschaft [[Lebus]] am Lubst in [[Polen]]. Der Ort liegt im Grenzgebiet der historischen Regionen Lausitz und [[Niederschlesien]] und ist insbesondere für seine historische Altstadt bekannt. * {{marker|type=city|name=[[Łęknica]]|wikidata=Q318346 }} * {{marker|type=city|name=[[Żary]]|wikidata=Q148849 }} (deutsch: ''Sorau'') ist eine Stadt in der Woiwodschaft [[Lebus]] zwischen dem [[Bóbr|Bober]] und der [[Lausitzer Neiße]] in [[Polen]]. Der Ort liegt im Grenzgebiet der Regionen [[Lausitz]] und [[Niederschlesien]] und ist insbesondere für seine historische Altstadt mit dem Bibersteinschloss und dem Promitzschloss bekannt. * {{marker|type=city|name=[[Żagań]]|wikidata=Q158459 }} === Niederschlesische Heide === * {{marker|type=city|name=[[Iłowa]]|wikidata=Q161909 }} {{DeS|''Halbau''|inKlammern=ja}} ist eine kleine Stadt an der Tschirn und ist insbesondere für sein Schloss mit dem angeschlossenen Schlosspark bekannt. * {{marker|type=city|name=[[Gozdnica]]|wikidata=Q985667 }} * {{marker|type=city|name=[[Szprotawa]]|wikidata=Q165066 }} * {{marker|type=city|name=[[Małomice]]|wikidata=Q995847}} === Schlawaer Seenplatte === * {{ Marker | type= city | name= Kargowa | wikidata= Q280407 }} * {{ Marker | type= city | name= Sława | wikidata= Q1005492 }} * {{ Marker | type= city | name= Wschowa | wikidata= Q717938 }} – geschichtsreiche und einst reiche Handelsstadt im Südosten der Woiwodschaft mit einer charmanten Altstadt, vielen Sakralbauten und gut erhaltenen Baudenkmälern. == Weitere Ziele == === Seen === [[Bild:2018 Jezioro Trześniowskie (Ciecz) 4.jpg|mini|[[Tschetschsee]] in [[Łagów]]]] * {{marker|type=lake|name=[[Bahrenort See]]|wikidata=Q25414795 }} * {{marker|type=lake|name=[[Großer Nischlitzsee‎]]|wikidata=Q11791786 }} * {{marker|type=lake|name=[[Hermsdorfer See]]|wikidata=Q11800398 }} * {{marker|type=lake|name=[[Lagower See]]|wikidata=Q11727012 }} * {{marker|type=lake|name=[[Liebucher See]]|wikidata=Q11726535 }} * {{marker|type=lake|name=[[Schlawasee]]|wikidata=Q11726836 }} * {{marker|type=lake|name=[[Tschetschsee]]|wikidata=Q9192389 }} === Weitere Ziele === [[Datei:Ujscie Warty PN 09-2017 img10.jpg|thumb|Nationalpark Warthe-Mündung]] * Die {{marker|type=other|name=[[Festungsfront Oder-Warthe-Bogen]]|lat=52.3720|long=15.5064|symbol=letter}} ''(Ostwall)'' besteht aus starken Befestigungsanlagen des Deutschen Reiches und zieht sich in Nord-Süd-Ruichtung etwa von der Oder bis zur Warthe. Auch wenn viele der Bunker nach dem Krieg gesprengt wurden könnenen mehrere Teile besichtigt werden, vor allem nördlich von [[Świebodzin]]. * Der {{marker|type=other|name=[[Nationalpark Warthe-Mündung]]|lat=52.6057|long=14.7989|symbol=letter}} liegt im deutsch-polnischen Grenzgebiet. Kanäle und unzählige Bäche durchziehen das Gebiet, in dem zahlreiche Vogelarten leben * Am innerpolnischen Dreiländereck zu [[Westpommern]] und [[Großpolen]] liegt der {{marker|type=other|name= [[Nationalpark Drage]]|lat=53.0624|long=15.9343|symbol=letter}}. == Hintergrund == Lebus lag nach den Völkerwanderungen im Grenzgebiet der Wenden, Polanen und des Großmährischen Reiches. Im 10. Jahrhundert kam Lebus an Polen und gehörte in der Zersplitterungszeit zu Großpolen und Schlesien. Im 13. Jahrhundert wurde es als Neumark von Brandenburg erworben. Der Weinanbau geht auf diese Zeit zurück und florierte im Mittelalter. == Sprache == Polnisch ist Amts- und allgemeine Verkehrssprache. Die meisten Polen sprechen gut oder sehr gut Englisch. Einige auch eine zweite Fremdsprache wie Deutsch, Russisch, Spanisch, Französisch oder Itslienisch, die vor allem in den großen und touristisch relevanten Städten gesprochen und verstanden werden. == Anreise == In der Woiwodschaft gibt es lediglich den {{Marker|type=airport|name=Flughafen Zielona Góra-Babimost|wikidata=Q1433282}}, der nur von [[Warschau]] aus angeflogen wird. Die nächsten größeren Flughäfen sind {{Marker|type=airport|name=Flughafen Posen-Ławica|wikidata=Q1361639|show=none}} (135 km von Gorzów, 150&#x202F;km von Zielona Góra), {{Marker|type=airport|name=Flughafen Stettin-Goleniów|wikidata=Q1432917|show=none}} (130 km von Gorzów), {{Marker|type=airport|name=Flughafen Berlin Brandenburg|wikidata=Q160556|show=none}} (155 km von Gorzów) und {{Marker|type=airport|name=Nikolaus-Kopernikus-Flughafen Breslau|wikidata=Q1107152|show=none}} (150 km von Zielona Góra). Die Anreise empfiehlt sich mit dem PKW, Bus oder der Bahn. Die Straßenverhältnisse und das Schienennetz sind gut. Der Eurocity Berlin–Frankfurt (Oder)–Posen–Warschau (im Zweistundentakt) hält in [[Rzepin]], [[Świebodzin]] und [[Zbąszynek]]. Dort kann man in Züge nach anderen Teilen der Woiwodschaft umsteigen. Stündlich fährt eine Regionalbahn von Berlin-Ostkreuz und -Lichtenberg über Strausberg in die Grenzstadt Kostrzyn. Von Berlin nach Gorzów braucht die schnellste Verbindung rund zwei Stunden, nach Zielona Góra etwa 2:40 Std. Von Frankfurt (Oder) fahren mehrmals täglich Regionalzüge über Rzepin nach Zielona Góra (Fahrtzeit insgesamt rund 1½ Std). Von Görlitz fährt der Trilex mehrmals täglich über [[Żary]] nach Zielona Góra (insgesamt 2½ Std). Nur am Wochenende fährt der „Kulturzug“ Berlin-Lichtenberg–Breslau, der unterwegs in Żary und [[Żagań]] hält. Die deutsche Autobahn A12 (Berlin–Frankfurt (Oder)) setzt sich östlich der Grenze als polnische Autobahn [[Autostrada A2]] (zugleich Europastraße E30) fort, die u. a. an Świebodzin vorbeiführt. Dort kreuzt sie sich mit der autobahnähnlich ausgebauten Schnellstraße S3, die die Verbindung mit Zielona Góra und Gorzów herstellt. Zudem setzt sich die deutsche Bundesstraße B1 (Berlin–Müncheberg–Küstrin) in Polen als Landstraße DK 22 fort, die direkt nach Gorzów führt. Von Guben/Gubin kann man auf der DK 32 nach Zielona Góra fahren. == Mobilität == Das Straßennetz ist eines der dichtesten in Polen. Dies gilt auch für Zugverbindungen. Zum Beispiel fahren fast stündlich Züge (sowohl schnellere IC und TLK als auch Regionalzüge mit mehr Unterwegshalten) auf der Route Zielona Góra–Nowa Sól–Głogów–Breslau, annähernd zweistündlich auf der Route Zielona Góra–Rzepin–Kostrzyn–Stettin sowie mehrmals täglich Regionalzüge auf der Route Gorzów Wlkp.–Międzyrzecz–Zbąszynek–Zielona Góra (Fahrtzeit gut 2 Std). == Sehenswürdigkeiten == [[Datei:Pomnik Jezusa w Świebodzinie (2018).jpg|mini|Christ-König-Statue]] [[Datei:Goscikowo-Paradyz 02.jpg|mini|Kloster Paradies]] [[Datei:Żagań - Schloss Sagan - 0008.jpg|mini|Wallensteinpalast]] * Sehenswert ist vor allem das mittelalterliche [[Zielona Góra]]. Mit der sanierten Altstadt ist sie das touristische Zentrum des Südens der Region. * [[Gorzów Wielkopolski]] ist das Verwaltungszentrum und besitzt eine nach dem Zweiten Weltkrieg restaurierte Altstadt. * Die Christ-König-Statue bei [[Świebodzin]] ist mit 36 Metern die höchste Christusfigur der Welt, um sechs Meter höher als die Christus-Erlöser-Statue in Rio de Janeiro. Sie wurde 2010 fertiggestellt. * Die Festung [[Kostrzyn nad Odrą]] besitzt Überreste der ab dem 16. Jahrhundert angelegten Festung, die im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört wurde. Die Altstadt ist heute eine unbewohnte Wüstung aus Ruinen und wird daher oft als polnisches Pompei bezeichnet. * Schloss Tamsel in Dąbroszyn liegt ca. fünf km nordöstlich von Kostrzyn nad Odrą. * Das Rokoko-Schloss Pförten in [[Brody]] liegt ca. 25&#x202F;km südlich von [[Gubin]]. * Die Schlossruine Carolath in Siedlisko liegt neun km südöstlich von [[Nowa Sól]]. * Das Zisterzienser-Kloster Paradies in [[Gościkowo]] liegt 12&#x202F;km nördlich von [[Świebodzin]]. * Der '''Fürst-Pückler-Park''', den sich [[Bad Muskau]] und [[Łęknica]] teilen, ist UNESCO-Welterbe. * [[Krosno Odrzańskie]] war lange eine wichtige Festung und ein bedeutender [[Oder]]übergang. * Im niederschlesischen [[Żary]] befinden sich interessante Schloss- und Palastruinen. * Im ebenfalls niederschlesischen [[Żagań]] befindet sich das barocke Schloss von Wallenstein. * Das großpolnische [[Wschowa]] war während der Reformation ein wichtiges Zentrum der Protestanten in Polen-Litauen. Der schlesische Dichter Martin Opitz fand hier während des Dreißigjährigen Krieges Unterschlupf. * Die mittelalterliche Stadt, heute Dorf, [[Łagów]] ist ein beliebstes Ausflugsziel zwischen zwei Seen in einem attraktiven Tal mit einer gut erhaltenen Johanniterburg. == Aktivitäten == Die Region lädt zum Wandern, Fahrradfahren, Reiten und Wassersport ein. == Küche == [[Bild:Palmirl21w.jpg|mini|Weinberg im Zentrum von Zielona Góra]] Lange Zeit galt die Region um [[Zielona Góra]] als das Zentrum des Weinbaus in Polen. Auch wenn mittlerweile anderenorts mehr Weinberge bestehen, wird hier immer noch viel Wein angebaut. Zur polnischen Küche siehe den entsprechenden Abschnitt im Artikel zu [[Polen]]. == Nachtleben == In Zielona Góra gibt es viele Weinstuben und das größte polnische Weinfest im Herbst. == Sicherheit == Es ist eigentlich recht sicher, man sollte jedoch in großen Menschenmengen z.&#x202F;B. auf großen Märkten oder Bahnhöfen - wie überall auf der Welt - die notwendige Sorgfalt nicht außer Acht lassen. == Klima == Das Klima ist ein Übergangsklima von gemäßigt zu kontinental. Die Sommer sind allgemein warm bis heiß mit Mitteltemperaturen zwischen 16&#x202F;°C und 21&#x202F;°C und die Winter kalt, mit Mitteltemperaturen um -5 °C. Niederschlag fällt vor allem im Frühjahr und Herbst, wobei die Niederschlagsmengen geringer sind als in Westpolen. == Literatur == Siehe Artikel zu [[Polen]]. == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} {{Navigationsblock|Navigationsleiste Lebus Orte|Navigationsleiste Polen Woiwodschaften}} {{class-3}}{{GeoData| lat=52.21 | long=15.40 | radius= }}{{IstInKat|Polen}} m92e2slfzcmuafbcdjfr3u8e9fdku2p 1802404 1802403 2026-09-07T04:25:02Z DerFussi 6 /* Orte */ überflüssige Linksyntax aus den Markern entfernt 1802404 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region Polen}} {{Mapframe}} Die Woiwodschaft '''Lebus''' (polnisch ''Województwo lubuskie'') liegt im westlichen [[Polen]] und grenzt im Westen an Deutschland, im Norden an die Woiwodschaft [[Westpommern]], im Osten an die Woiwodschaft [[Großpolen]], im Süden an die Woiwodschaft [[Niederschlesien (Woiwodschaft)|Niederschlesien]]. Lebus ist als Ebene durch zahlreiche Sümpfe an der [[Oder]] und [[Warthe]] sowie eine seenreiche Landschaft gekennzeichnet. Mit ca. 50% Waldfläche ist es die Woiwodschaft mit der größten Walddichte in Polen. Im Süden von Lebus liegt eines der größten polnischen Weinanbaugebiete in und um [[Zielona Góra]]. Größte Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] im Norden der Woiwodschaft. Beiden Städten kommt auch die Rolle der Hauptstädte der Woiwodschaft zu, wobei in der einen das Parlament und in der anderen die Regierung sitzt. Bis auf die beiden Hauptstädte gibt es in der dünn besiedelten Woiwodschaft keine weiteren Großstädte. In dieser Region findet man zahlreiche backsteingotische Kirchen, Wehrtürme und Burgen und wunderschöne Seenplatten. Gute Wassersportmöglichkeiten (Kajaken, Baden, Segeln, Tauchen) gibt es an den zahlreichen Seen. Die Kajakroute entlang der Drage ist sehr abwechslungsreich und führt durch den [[Nationalpark Drage]]. Im [[Nationalpark Warthe-Mündung]] kommen neben Wanderern und Wassersportlern vor allem auch Ornithologen auf ihre Kosten. Gorzów Wielkopolski und Zielona Góra bietet ein interessantes Kulturprogramm. Viele Besucher aus dem Berliner Raum kommen auch zum günstigen Shoppen, Tanken und Ausgehen in die Grenzstädte der Woiwodschaft an [[Oder]] und [[Lausitzer Neiße]]. == Regionen == [[Bild:Jezioro Lubikowskie.jpg|mini|[[Liebucher See]]]] Der Name stammt von der Stadt Lebus, die heute in Deutschland liegt. Die Region setzt sich aus Gebieten zusammen, die historisch teilweise zu der [[Niederlausitz]] im Südwesten, [[Niederschlesien]] im Südosten, [[Großpolen]] im Osten, der Neumark im Norden und vor allem dem Land Lebus in der Mitte gehörten. * Die Woiwodschaft bildet im Norden einen Teil der '''[[Pommersche Seenplatte|Pommerschen Seenplatte]]''' mit ihren dichten Urwäldern, kristallklaren Seen und verzweigten Kajakflüssen: ** Ein kleiner Teil der '''[[Westpommersche Seenplatte|Westpommerschen Seenplatte]]''' befindet sich im Norden an der Grenze zu Westpommern ([[Soldiner Seenplatte]]). ** An der '''[[Südpommersche Seenplatte|Südpommerschen Seenplatte]]''' hat die Woiwodschaft nur kleinen Anteil äußersten Nordosten auf der [[Woldenberger Seenplatte]]. * Südlich an die Woldenberger Seenplatte schließt sich die '''Bentschener Seenkette''', der westliche Teil der [[Posener Seenplatte]], die wiederum zur '''[[Großpolnische Seenplatte|Großpolnischen Seenplatte]]''' gehört. Als besonders schön gilt hier der kristallklare [[Liebucher See]]. * In der Mitte der Woiwodschaft befindet sich die '''[[Lebuser Seenplatte]]''', deren schönster Teil die [[Lagower Seenplatte]] im zentralen Teil ist. * Im Südosten befindet sich die [[Schlawaer Seenplatte]], der westliche Ausläufer der '''[[Lissaer Seenplatte]]'''. Hier ist der [[Schlawasee]] bei Wassersportlern besonders beliebt. * Die waldreiche Woiwodschaft hat Anteil an drei großen Urwäldern. ** Die '''[[Netzer Heide]]''' befindet sich im Nordosten der Woiwodschaft beiderseits der Netze an der Grenze zu [[Großpolen]]. ** Die '''[[Lebuser Heide]]''' (auch '''Reppener Heide''') befindet sich in der Mitte der Woiwodschaft zwischen der [[Oder]], der [[Warthe]] und der Obra. ** Die '''[[Niederschlesische Heide]]''' befindet sich im Südwesten der Woiwodschaft an der Grenze zu [[Niederschlesien]] und ist das größte zusammenhängende Waldgebiet Polens. * Die große Sumpflandschaft am Zusammenfluss der [[Oder]], [[Warthe]] und des Postumfließes wird als '''[[Nationalpark Warthe-Mündung]]''' geschützt. == Orte == [[Bild:Church St. Jacob Ośno Lubuskie 1.JPG|mini|[[Ośno Lubuskie]]]] [[Bild:Kożuchów, fara (kaplica Wszystkich Świętych).jpg|mini|[[Kożuchów]]]] [[Bild:Bytom-Odrzanski-ratusz.jpg|mini|[[Bytom Odrzański]]]] [[Bild:Ratusz szprotawski.jpg|mini|[[Szprotawa]]]] [[Bild:Gubin - fotopolska.eu (338079).jpg|mini|[[Gubin]]]] [[Bild:611777 Lubsko ratusz, 1580 611773 Lubsko kościół par. p.w. Nawiedzenia NMP (dec. p.w. Najśw. Serca Jezusa), 1 poł. XIII, XIVXV.JPG|mini|[[Lubsko]]]] [[Bild:Wschowa mury obronne - kościół farny.jpg|mini|[[Wschowa]]]] === Woldenberger Seenplatte === * {{ Marker | type= city | name= Strzelce Krajeńskie | wikidata= Q717399 }} * {{ Marker | type= city | name= Dobiegniew | wikidata= Q988628 }} * {{ Marker | type= city | name= Drezdenko | wikidata= Q836961 }} === Warthe-Tal === * {{ Marker | type= city | name= Kostrzyn nad Odrą | wikidata= Q156837 }} * {{ Marker | type= city | name= Witnica | wikidata= Q988636 }} * {{ Marker | type= city | name= Gorzów Wielkopolski | wikidata= Q104731 }} * {{ Marker | type= city | name= Santok | wikidata= Q1015339 }} * {{ Marker | type= city | name= Skwierzyna | wikidata= Q994585 }} === Lebuser Seenplatte === * {{ Marker | type= city | name= Słubice | wikidata= Q200709 }} * {{ Marker | type= city | name= Rzepin | wikidata= Q990823 }} * {{ Marker | type= city | name= Ośno Lubuskie | wikidata= Q1005350 }} * {{ Marker | type= city | name= Sulęcin | wikidata= Q718038 }} * {{ Marker | type= city | name= Lubniewice | wikidata= Q931553 }} * {{ Marker | type= city | name= Torzym | wikidata= Q995903 }} === Lagower Seenplatte === * {{ Marker | type= city | name= Łagów | wikidata= Q345189 }} * {{ Marker | type= city | name= Świebodzin | wikidata= Q387463 }} * {{ Marker | type= city | name= Gościkowo | wikidata= Q5590462 }} * {{ Marker | type= city | name= Międzyrzecz | wikidata= Q639241 }} * {{ Marker | type= city | name= Trzciel | wikidata= Q523287 }} * {{ Marker | type= city | name= Zbąszynek | wikidata= Q168902 }} * {{ Marker | type= city | name= Babimost | wikidata= Q797713 }} === Oder-Tal === * {{ Marker | type= city | name= Cybinka | wikidata= Q999269 }} * {{ Marker | type= city | name= Krosno Odrzańskie | wikidata= Q148947 }} * {{ Marker | type= city | name= Czerwieńsk | wikidata= Q777802 }} * {{ Marker | type= city | name= Sulechów | wikidata= Q457865 }} * {{ Marker | type= city | name= Zielona Góra | wikidata= Q104720 }} * {{ Marker | type= city | name= Nowogród Bobrzański | wikidata= Q1023760 }} * {{ Marker | type= city | name= Otyń | wikidata= Q991590 }} * {{ Marker | type= city | name= Nowa Sól | wikidata= Q157190 }} * {{ Marker | type= city | name= Kożuchów | wikidata= Q142101}} * {{ Marker | type= city | name= Bytom Odrzański | wikidata= Q987471 }} * {{ Marker | type= city | name= Nowe Miasteczko | wikidata= Q431628 }} * {{ Marker | type= city | name= Szlichtyngowa | wikidata= Q991866 }} === Niederlausitz === * {{ Marker | type= city | name= Brody | wikidata= Q149790 }} (deutsch: '' Pförten'') ist ein kleiner Ort in der Woiwodschaft [[Lebus]] in [[Polen]] und liegt im Grenzgebiet der historischen Regionen [[Lausitz]] und [[Niederschlesien]] ca.&nbsp;5&#x202F;Kilometer östlich der deutschen Grenzstadt [[Forst (Lausitz)]]. Brody ist bekannt für die Ruine des barocken Brühlpalasts, der seit 2013 restauriert wird. * {{ Marker | type= city | name= Gubin | wikidata= Q312061 }} * {{ Marker | type= city | name= Jasień | wikidata= Q164241 }} * {{ Marker | type= city | name= Lubsko | wikidata= Q149111 }} (deutsch: ''Sommerfeld'') ist eine kleine Stadt in der Woiwodschaft [[Lebus]] am Lubst in [[Polen]]. Der Ort liegt im Grenzgebiet der historischen Regionen Lausitz und [[Niederschlesien]] und ist insbesondere für seine historische Altstadt bekannt. * {{ Marker | type= city | name= Łęknica | wikidata= Q318346 }} * {{ Marker | type= city | name= Żary | wikidata= Q148849 }} (deutsch: ''Sorau'') ist eine Stadt in der Woiwodschaft [[Lebus]] zwischen dem [[Bóbr|Bober]] und der [[Lausitzer Neiße]] in [[Polen]]. Der Ort liegt im Grenzgebiet der Regionen [[Lausitz]] und [[Niederschlesien]] und ist insbesondere für seine historische Altstadt mit dem Bibersteinschloss und dem Promitzschloss bekannt. * {{ Marker | type= city | name= Żagań | wikidata= Q158459 }} === Niederschlesische Heide === * {{ Marker | type= city | name= Iłowa | wikidata= Q161909 }} {{DeS|''Halbau''|inKlammern=ja}} ist eine kleine Stadt an der Tschirn und ist insbesondere für sein Schloss mit dem angeschlossenen Schlosspark bekannt. * {{ Marker | type= city | name= Gozdnica | wikidata= Q985667 }} * {{ Marker | type= city | name= Szprotawa | wikidata= Q165066 }} * {{ Marker | type= city | name= Małomice | wikidata= Q995847}} === Schlawaer Seenplatte === * {{ Marker | type= city | name= Kargowa | wikidata= Q280407 }} * {{ Marker | type= city | name= Sława | wikidata= Q1005492 }} * {{ Marker | type= city | name= Wschowa | wikidata= Q717938 }} – geschichtsreiche und einst reiche Handelsstadt im Südosten der Woiwodschaft mit einer charmanten Altstadt, vielen Sakralbauten und gut erhaltenen Baudenkmälern. == Weitere Ziele == === Seen === [[Bild:2018 Jezioro Trześniowskie (Ciecz) 4.jpg|mini|[[Tschetschsee]] in [[Łagów]]]] * {{marker|type=lake|name=[[Bahrenort See]]|wikidata=Q25414795 }} * {{marker|type=lake|name=[[Großer Nischlitzsee‎]]|wikidata=Q11791786 }} * {{marker|type=lake|name=[[Hermsdorfer See]]|wikidata=Q11800398 }} * {{marker|type=lake|name=[[Lagower See]]|wikidata=Q11727012 }} * {{marker|type=lake|name=[[Liebucher See]]|wikidata=Q11726535 }} * {{marker|type=lake|name=[[Schlawasee]]|wikidata=Q11726836 }} * {{marker|type=lake|name=[[Tschetschsee]]|wikidata=Q9192389 }} === Weitere Ziele === [[Datei:Ujscie Warty PN 09-2017 img10.jpg|thumb|Nationalpark Warthe-Mündung]] * Die {{marker|type=other|name=[[Festungsfront Oder-Warthe-Bogen]]|lat=52.3720|long=15.5064|symbol=letter}} ''(Ostwall)'' besteht aus starken Befestigungsanlagen des Deutschen Reiches und zieht sich in Nord-Süd-Ruichtung etwa von der Oder bis zur Warthe. Auch wenn viele der Bunker nach dem Krieg gesprengt wurden könnenen mehrere Teile besichtigt werden, vor allem nördlich von [[Świebodzin]]. * Der {{marker|type=other|name=[[Nationalpark Warthe-Mündung]]|lat=52.6057|long=14.7989|symbol=letter}} liegt im deutsch-polnischen Grenzgebiet. Kanäle und unzählige Bäche durchziehen das Gebiet, in dem zahlreiche Vogelarten leben * Am innerpolnischen Dreiländereck zu [[Westpommern]] und [[Großpolen]] liegt der {{marker|type=other|name= [[Nationalpark Drage]]|lat=53.0624|long=15.9343|symbol=letter}}. == Hintergrund == Lebus lag nach den Völkerwanderungen im Grenzgebiet der Wenden, Polanen und des Großmährischen Reiches. Im 10. Jahrhundert kam Lebus an Polen und gehörte in der Zersplitterungszeit zu Großpolen und Schlesien. Im 13. Jahrhundert wurde es als Neumark von Brandenburg erworben. Der Weinanbau geht auf diese Zeit zurück und florierte im Mittelalter. == Sprache == Polnisch ist Amts- und allgemeine Verkehrssprache. Die meisten Polen sprechen gut oder sehr gut Englisch. Einige auch eine zweite Fremdsprache wie Deutsch, Russisch, Spanisch, Französisch oder Itslienisch, die vor allem in den großen und touristisch relevanten Städten gesprochen und verstanden werden. == Anreise == In der Woiwodschaft gibt es lediglich den {{Marker|type=airport|name=Flughafen Zielona Góra-Babimost|wikidata=Q1433282}}, der nur von [[Warschau]] aus angeflogen wird. Die nächsten größeren Flughäfen sind {{Marker|type=airport|name=Flughafen Posen-Ławica|wikidata=Q1361639|show=none}} (135 km von Gorzów, 150&#x202F;km von Zielona Góra), {{Marker|type=airport|name=Flughafen Stettin-Goleniów|wikidata=Q1432917|show=none}} (130 km von Gorzów), {{Marker|type=airport|name=Flughafen Berlin Brandenburg|wikidata=Q160556|show=none}} (155 km von Gorzów) und {{Marker|type=airport|name=Nikolaus-Kopernikus-Flughafen Breslau|wikidata=Q1107152|show=none}} (150 km von Zielona Góra). Die Anreise empfiehlt sich mit dem PKW, Bus oder der Bahn. Die Straßenverhältnisse und das Schienennetz sind gut. Der Eurocity Berlin–Frankfurt (Oder)–Posen–Warschau (im Zweistundentakt) hält in [[Rzepin]], [[Świebodzin]] und [[Zbąszynek]]. Dort kann man in Züge nach anderen Teilen der Woiwodschaft umsteigen. Stündlich fährt eine Regionalbahn von Berlin-Ostkreuz und -Lichtenberg über Strausberg in die Grenzstadt Kostrzyn. Von Berlin nach Gorzów braucht die schnellste Verbindung rund zwei Stunden, nach Zielona Góra etwa 2:40 Std. Von Frankfurt (Oder) fahren mehrmals täglich Regionalzüge über Rzepin nach Zielona Góra (Fahrtzeit insgesamt rund 1½ Std). Von Görlitz fährt der Trilex mehrmals täglich über [[Żary]] nach Zielona Góra (insgesamt 2½ Std). Nur am Wochenende fährt der „Kulturzug“ Berlin-Lichtenberg–Breslau, der unterwegs in Żary und [[Żagań]] hält. Die deutsche Autobahn A12 (Berlin–Frankfurt (Oder)) setzt sich östlich der Grenze als polnische Autobahn [[Autostrada A2]] (zugleich Europastraße E30) fort, die u. a. an Świebodzin vorbeiführt. Dort kreuzt sie sich mit der autobahnähnlich ausgebauten Schnellstraße S3, die die Verbindung mit Zielona Góra und Gorzów herstellt. Zudem setzt sich die deutsche Bundesstraße B1 (Berlin–Müncheberg–Küstrin) in Polen als Landstraße DK 22 fort, die direkt nach Gorzów führt. Von Guben/Gubin kann man auf der DK 32 nach Zielona Góra fahren. == Mobilität == Das Straßennetz ist eines der dichtesten in Polen. Dies gilt auch für Zugverbindungen. Zum Beispiel fahren fast stündlich Züge (sowohl schnellere IC und TLK als auch Regionalzüge mit mehr Unterwegshalten) auf der Route Zielona Góra–Nowa Sól–Głogów–Breslau, annähernd zweistündlich auf der Route Zielona Góra–Rzepin–Kostrzyn–Stettin sowie mehrmals täglich Regionalzüge auf der Route Gorzów Wlkp.–Międzyrzecz–Zbąszynek–Zielona Góra (Fahrtzeit gut 2 Std). == Sehenswürdigkeiten == [[Datei:Pomnik Jezusa w Świebodzinie (2018).jpg|mini|Christ-König-Statue]] [[Datei:Goscikowo-Paradyz 02.jpg|mini|Kloster Paradies]] [[Datei:Żagań - Schloss Sagan - 0008.jpg|mini|Wallensteinpalast]] * Sehenswert ist vor allem das mittelalterliche [[Zielona Góra]]. Mit der sanierten Altstadt ist sie das touristische Zentrum des Südens der Region. * [[Gorzów Wielkopolski]] ist das Verwaltungszentrum und besitzt eine nach dem Zweiten Weltkrieg restaurierte Altstadt. * Die Christ-König-Statue bei [[Świebodzin]] ist mit 36 Metern die höchste Christusfigur der Welt, um sechs Meter höher als die Christus-Erlöser-Statue in Rio de Janeiro. Sie wurde 2010 fertiggestellt. * Die Festung [[Kostrzyn nad Odrą]] besitzt Überreste der ab dem 16. Jahrhundert angelegten Festung, die im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört wurde. Die Altstadt ist heute eine unbewohnte Wüstung aus Ruinen und wird daher oft als polnisches Pompei bezeichnet. * Schloss Tamsel in Dąbroszyn liegt ca. fünf km nordöstlich von Kostrzyn nad Odrą. * Das Rokoko-Schloss Pförten in [[Brody]] liegt ca. 25&#x202F;km südlich von [[Gubin]]. * Die Schlossruine Carolath in Siedlisko liegt neun km südöstlich von [[Nowa Sól]]. * Das Zisterzienser-Kloster Paradies in [[Gościkowo]] liegt 12&#x202F;km nördlich von [[Świebodzin]]. * Der '''Fürst-Pückler-Park''', den sich [[Bad Muskau]] und [[Łęknica]] teilen, ist UNESCO-Welterbe. * [[Krosno Odrzańskie]] war lange eine wichtige Festung und ein bedeutender [[Oder]]übergang. * Im niederschlesischen [[Żary]] befinden sich interessante Schloss- und Palastruinen. * Im ebenfalls niederschlesischen [[Żagań]] befindet sich das barocke Schloss von Wallenstein. * Das großpolnische [[Wschowa]] war während der Reformation ein wichtiges Zentrum der Protestanten in Polen-Litauen. Der schlesische Dichter Martin Opitz fand hier während des Dreißigjährigen Krieges Unterschlupf. * Die mittelalterliche Stadt, heute Dorf, [[Łagów]] ist ein beliebstes Ausflugsziel zwischen zwei Seen in einem attraktiven Tal mit einer gut erhaltenen Johanniterburg. == Aktivitäten == Die Region lädt zum Wandern, Fahrradfahren, Reiten und Wassersport ein. == Küche == [[Bild:Palmirl21w.jpg|mini|Weinberg im Zentrum von Zielona Góra]] Lange Zeit galt die Region um [[Zielona Góra]] als das Zentrum des Weinbaus in Polen. Auch wenn mittlerweile anderenorts mehr Weinberge bestehen, wird hier immer noch viel Wein angebaut. Zur polnischen Küche siehe den entsprechenden Abschnitt im Artikel zu [[Polen]]. == Nachtleben == In Zielona Góra gibt es viele Weinstuben und das größte polnische Weinfest im Herbst. == Sicherheit == Es ist eigentlich recht sicher, man sollte jedoch in großen Menschenmengen z.&#x202F;B. auf großen Märkten oder Bahnhöfen - wie überall auf der Welt - die notwendige Sorgfalt nicht außer Acht lassen. == Klima == Das Klima ist ein Übergangsklima von gemäßigt zu kontinental. Die Sommer sind allgemein warm bis heiß mit Mitteltemperaturen zwischen 16&#x202F;°C und 21&#x202F;°C und die Winter kalt, mit Mitteltemperaturen um -5 °C. Niederschlag fällt vor allem im Frühjahr und Herbst, wobei die Niederschlagsmengen geringer sind als in Westpolen. == Literatur == Siehe Artikel zu [[Polen]]. == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} {{Navigationsblock|Navigationsleiste Lebus Orte|Navigationsleiste Polen Woiwodschaften}} {{class-3}}{{GeoData| lat=52.21 | long=15.40 | radius= }}{{IstInKat|Polen}} 1196844kzfeg5d9cnu5so3w0wsf5oqh 1802409 1802404 2026-09-07T05:16:40Z DerFussi 6 /* Lagower Seenplatte */ +Satz zu 3 Orten 1802409 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region Polen}} {{Mapframe}} Die Woiwodschaft '''Lebus''' (polnisch ''Województwo lubuskie'') liegt im westlichen [[Polen]] und grenzt im Westen an Deutschland, im Norden an die Woiwodschaft [[Westpommern]], im Osten an die Woiwodschaft [[Großpolen]], im Süden an die Woiwodschaft [[Niederschlesien (Woiwodschaft)|Niederschlesien]]. Lebus ist als Ebene durch zahlreiche Sümpfe an der [[Oder]] und [[Warthe]] sowie eine seenreiche Landschaft gekennzeichnet. Mit ca. 50% Waldfläche ist es die Woiwodschaft mit der größten Walddichte in Polen. Im Süden von Lebus liegt eines der größten polnischen Weinanbaugebiete in und um [[Zielona Góra]]. Größte Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] im Norden der Woiwodschaft. Beiden Städten kommt auch die Rolle der Hauptstädte der Woiwodschaft zu, wobei in der einen das Parlament und in der anderen die Regierung sitzt. Bis auf die beiden Hauptstädte gibt es in der dünn besiedelten Woiwodschaft keine weiteren Großstädte. In dieser Region findet man zahlreiche backsteingotische Kirchen, Wehrtürme und Burgen und wunderschöne Seenplatten. Gute Wassersportmöglichkeiten (Kajaken, Baden, Segeln, Tauchen) gibt es an den zahlreichen Seen. Die Kajakroute entlang der Drage ist sehr abwechslungsreich und führt durch den [[Nationalpark Drage]]. Im [[Nationalpark Warthe-Mündung]] kommen neben Wanderern und Wassersportlern vor allem auch Ornithologen auf ihre Kosten. Gorzów Wielkopolski und Zielona Góra bietet ein interessantes Kulturprogramm. Viele Besucher aus dem Berliner Raum kommen auch zum günstigen Shoppen, Tanken und Ausgehen in die Grenzstädte der Woiwodschaft an [[Oder]] und [[Lausitzer Neiße]]. == Regionen == [[Bild:Jezioro Lubikowskie.jpg|mini|[[Liebucher See]]]] Der Name stammt von der Stadt Lebus, die heute in Deutschland liegt. Die Region setzt sich aus Gebieten zusammen, die historisch teilweise zu der [[Niederlausitz]] im Südwesten, [[Niederschlesien]] im Südosten, [[Großpolen]] im Osten, der Neumark im Norden und vor allem dem Land Lebus in der Mitte gehörten. * Die Woiwodschaft bildet im Norden einen Teil der '''[[Pommersche Seenplatte|Pommerschen Seenplatte]]''' mit ihren dichten Urwäldern, kristallklaren Seen und verzweigten Kajakflüssen: ** Ein kleiner Teil der '''[[Westpommersche Seenplatte|Westpommerschen Seenplatte]]''' befindet sich im Norden an der Grenze zu Westpommern ([[Soldiner Seenplatte]]). ** An der '''[[Südpommersche Seenplatte|Südpommerschen Seenplatte]]''' hat die Woiwodschaft nur kleinen Anteil äußersten Nordosten auf der [[Woldenberger Seenplatte]]. * Südlich an die Woldenberger Seenplatte schließt sich die '''Bentschener Seenkette''', der westliche Teil der [[Posener Seenplatte]], die wiederum zur '''[[Großpolnische Seenplatte|Großpolnischen Seenplatte]]''' gehört. Als besonders schön gilt hier der kristallklare [[Liebucher See]]. * In der Mitte der Woiwodschaft befindet sich die '''[[Lebuser Seenplatte]]''', deren schönster Teil die [[Lagower Seenplatte]] im zentralen Teil ist. * Im Südosten befindet sich die [[Schlawaer Seenplatte]], der westliche Ausläufer der '''[[Lissaer Seenplatte]]'''. Hier ist der [[Schlawasee]] bei Wassersportlern besonders beliebt. * Die waldreiche Woiwodschaft hat Anteil an drei großen Urwäldern. ** Die '''[[Netzer Heide]]''' befindet sich im Nordosten der Woiwodschaft beiderseits der Netze an der Grenze zu [[Großpolen]]. ** Die '''[[Lebuser Heide]]''' (auch '''Reppener Heide''') befindet sich in der Mitte der Woiwodschaft zwischen der [[Oder]], der [[Warthe]] und der Obra. ** Die '''[[Niederschlesische Heide]]''' befindet sich im Südwesten der Woiwodschaft an der Grenze zu [[Niederschlesien]] und ist das größte zusammenhängende Waldgebiet Polens. * Die große Sumpflandschaft am Zusammenfluss der [[Oder]], [[Warthe]] und des Postumfließes wird als '''[[Nationalpark Warthe-Mündung]]''' geschützt. == Orte == [[Bild:Church St. Jacob Ośno Lubuskie 1.JPG|mini|[[Ośno Lubuskie]]]] [[Bild:Kożuchów, fara (kaplica Wszystkich Świętych).jpg|mini|[[Kożuchów]]]] [[Bild:Bytom-Odrzanski-ratusz.jpg|mini|[[Bytom Odrzański]]]] [[Bild:Ratusz szprotawski.jpg|mini|[[Szprotawa]]]] [[Bild:Gubin - fotopolska.eu (338079).jpg|mini|[[Gubin]]]] [[Bild:611777 Lubsko ratusz, 1580 611773 Lubsko kościół par. p.w. Nawiedzenia NMP (dec. p.w. Najśw. Serca Jezusa), 1 poł. XIII, XIVXV.JPG|mini|[[Lubsko]]]] [[Bild:Wschowa mury obronne - kościół farny.jpg|mini|[[Wschowa]]]] === Woldenberger Seenplatte === * {{ Marker | type= city | name= Strzelce Krajeńskie | wikidata= Q717399 }} * {{ Marker | type= city | name= Dobiegniew | wikidata= Q988628 }} * {{ Marker | type= city | name= Drezdenko | wikidata= Q836961 }} === Warthe-Tal === * {{ Marker | type= city | name= Kostrzyn nad Odrą | wikidata= Q156837 }} * {{ Marker | type= city | name= Witnica | wikidata= Q988636 }} * {{ Marker | type= city | name= Gorzów Wielkopolski | wikidata= Q104731 }} * {{ Marker | type= city | name= Santok | wikidata= Q1015339 }} * {{ Marker | type= city | name= Skwierzyna | wikidata= Q994585 }} === Lebuser Seenplatte === * {{ Marker | type= city | name= Słubice | wikidata= Q200709 }} * {{ Marker | type= city | name= Rzepin | wikidata= Q990823 }} * {{ Marker | type= city | name= Ośno Lubuskie | wikidata= Q1005350 }} * {{ Marker | type= city | name= Sulęcin | wikidata= Q718038 }} * {{ Marker | type= city | name= Lubniewice | wikidata= Q931553 }} * {{ Marker | type= city | name= Torzym | wikidata= Q995903 }} === Lagower Seenplatte === * {{ Marker | type= city | name= Łagów | wikidata= Q345189 }} – Dorf mit kleinstädtischem Charakter im Powiat Świebodziński am Flüsschen Pliszka Pleiske. Łagów, welches einmal staatlich anerkannter Kurort werden soll, liegt malerisch inmitten des Lagower Landschaftsschutzparks am Ufer von zwei Seen, besitzt eine Johanniter-Burg, und viele Naherholungsmöglichkeiten. * {{ Marker | type= city | name= Świebodzin | wikidata= Q387463 }} – Am 21. November 2010 wurde hier die mit einer Höhe von 36 Metern weltgrößte Christus-Statue eingeweiht. Unweit der Stadt befindet sich der Festungsfront Oder-Warthe-Bogen (Ostwall) an dem einige unterirdische Anlagen noch besichtigt werden können. * {{ Marker | type= city | name= Gościkowo | wikidata= Q5590462 }} * {{ Marker | type= city | name= Międzyrzecz | wikidata= Q639241 }} * {{ Marker | type= city | name= Trzciel | wikidata= Q523287 }} * {{ Marker | type= city | name= Zbąszynek | wikidata= Q168902 }} * {{ Marker | type= city | name= Babimost | wikidata= Q797713 }} – kleine Stadt am Flüsschen Faule Obra, etwa 20 Kilometer nordöstlich der Stadt Sulechów (Züllichau) und 75 Kilometer westlich der Stadt Posen. Auf dem Gemeindegebiet befindet sich der Flughafen der Stadt Zielona Góra. === Oder-Tal === * {{ Marker | type= city | name= Cybinka | wikidata= Q999269 }} * {{ Marker | type= city | name= Krosno Odrzańskie | wikidata= Q148947 }} * {{ Marker | type= city | name= Czerwieńsk | wikidata= Q777802 }} * {{ Marker | type= city | name= Sulechów | wikidata= Q457865 }} * {{ Marker | type= city | name= Zielona Góra | wikidata= Q104720 }} * {{ Marker | type= city | name= Nowogród Bobrzański | wikidata= Q1023760 }} * {{ Marker | type= city | name= Otyń | wikidata= Q991590 }} * {{ Marker | type= city | name= Nowa Sól | wikidata= Q157190 }} * {{ Marker | type= city | name= Kożuchów | wikidata= Q142101}} * {{ Marker | type= city | name= Bytom Odrzański | wikidata= Q987471 }} * {{ Marker | type= city | name= Nowe Miasteczko | wikidata= Q431628 }} * {{ Marker | type= city | name= Szlichtyngowa | wikidata= Q991866 }} === Niederlausitz === * {{ Marker | type= city | name= Brody | wikidata= Q149790 }} (deutsch: '' Pförten'') ist ein kleiner Ort in der Woiwodschaft [[Lebus]] in [[Polen]] und liegt im Grenzgebiet der historischen Regionen [[Lausitz]] und [[Niederschlesien]] ca.&nbsp;5&#x202F;Kilometer östlich der deutschen Grenzstadt [[Forst (Lausitz)]]. Brody ist bekannt für die Ruine des barocken Brühlpalasts, der seit 2013 restauriert wird. * {{ Marker | type= city | name= Gubin | wikidata= Q312061 }} * {{ Marker | type= city | name= Jasień | wikidata= Q164241 }} * {{ Marker | type= city | name= Lubsko | wikidata= Q149111 }} (deutsch: ''Sommerfeld'') ist eine kleine Stadt in der Woiwodschaft [[Lebus]] am Lubst in [[Polen]]. Der Ort liegt im Grenzgebiet der historischen Regionen Lausitz und [[Niederschlesien]] und ist insbesondere für seine historische Altstadt bekannt. * {{ Marker | type= city | name= Łęknica | wikidata= Q318346 }} * {{ Marker | type= city | name= Żary | wikidata= Q148849 }} (deutsch: ''Sorau'') ist eine Stadt in der Woiwodschaft [[Lebus]] zwischen dem [[Bóbr|Bober]] und der [[Lausitzer Neiße]] in [[Polen]]. Der Ort liegt im Grenzgebiet der Regionen [[Lausitz]] und [[Niederschlesien]] und ist insbesondere für seine historische Altstadt mit dem Bibersteinschloss und dem Promitzschloss bekannt. * {{ Marker | type= city | name= Żagań | wikidata= Q158459 }} === Niederschlesische Heide === * {{ Marker | type= city | name= Iłowa | wikidata= Q161909 }} {{DeS|''Halbau''|inKlammern=ja}} ist eine kleine Stadt an der Tschirn und ist insbesondere für sein Schloss mit dem angeschlossenen Schlosspark bekannt. * {{ Marker | type= city | name= Gozdnica | wikidata= Q985667 }} * {{ Marker | type= city | name= Szprotawa | wikidata= Q165066 }} * {{ Marker | type= city | name= Małomice | wikidata= Q995847}} === Schlawaer Seenplatte === * {{ Marker | type= city | name= Kargowa | wikidata= Q280407 }} * {{ Marker | type= city | name= Sława | wikidata= Q1005492 }} * {{ Marker | type= city | name= Wschowa | wikidata= Q717938 }} – geschichtsreiche und einst reiche Handelsstadt im Südosten der Woiwodschaft mit einer charmanten Altstadt, vielen Sakralbauten und gut erhaltenen Baudenkmälern. == Weitere Ziele == === Seen === [[Bild:2018 Jezioro Trześniowskie (Ciecz) 4.jpg|mini|[[Tschetschsee]] in [[Łagów]]]] * {{marker|type=lake|name=[[Bahrenort See]]|wikidata=Q25414795 }} * {{marker|type=lake|name=[[Großer Nischlitzsee‎]]|wikidata=Q11791786 }} * {{marker|type=lake|name=[[Hermsdorfer See]]|wikidata=Q11800398 }} * {{marker|type=lake|name=[[Lagower See]]|wikidata=Q11727012 }} * {{marker|type=lake|name=[[Liebucher See]]|wikidata=Q11726535 }} * {{marker|type=lake|name=[[Schlawasee]]|wikidata=Q11726836 }} * {{marker|type=lake|name=[[Tschetschsee]]|wikidata=Q9192389 }} === Weitere Ziele === [[Datei:Ujscie Warty PN 09-2017 img10.jpg|thumb|Nationalpark Warthe-Mündung]] * Die {{marker|type=other|name=[[Festungsfront Oder-Warthe-Bogen]]|lat=52.3720|long=15.5064|symbol=letter}} ''(Ostwall)'' besteht aus starken Befestigungsanlagen des Deutschen Reiches und zieht sich in Nord-Süd-Ruichtung etwa von der Oder bis zur Warthe. Auch wenn viele der Bunker nach dem Krieg gesprengt wurden könnenen mehrere Teile besichtigt werden, vor allem nördlich von [[Świebodzin]]. * Der {{marker|type=other|name=[[Nationalpark Warthe-Mündung]]|lat=52.6057|long=14.7989|symbol=letter}} liegt im deutsch-polnischen Grenzgebiet. Kanäle und unzählige Bäche durchziehen das Gebiet, in dem zahlreiche Vogelarten leben * Am innerpolnischen Dreiländereck zu [[Westpommern]] und [[Großpolen]] liegt der {{marker|type=other|name= [[Nationalpark Drage]]|lat=53.0624|long=15.9343|symbol=letter}}. == Hintergrund == Lebus lag nach den Völkerwanderungen im Grenzgebiet der Wenden, Polanen und des Großmährischen Reiches. Im 10. Jahrhundert kam Lebus an Polen und gehörte in der Zersplitterungszeit zu Großpolen und Schlesien. Im 13. Jahrhundert wurde es als Neumark von Brandenburg erworben. Der Weinanbau geht auf diese Zeit zurück und florierte im Mittelalter. == Sprache == Polnisch ist Amts- und allgemeine Verkehrssprache. Die meisten Polen sprechen gut oder sehr gut Englisch. Einige auch eine zweite Fremdsprache wie Deutsch, Russisch, Spanisch, Französisch oder Itslienisch, die vor allem in den großen und touristisch relevanten Städten gesprochen und verstanden werden. == Anreise == In der Woiwodschaft gibt es lediglich den {{Marker|type=airport|name=Flughafen Zielona Góra-Babimost|wikidata=Q1433282}}, der nur von [[Warschau]] aus angeflogen wird. Die nächsten größeren Flughäfen sind {{Marker|type=airport|name=Flughafen Posen-Ławica|wikidata=Q1361639|show=none}} (135 km von Gorzów, 150&#x202F;km von Zielona Góra), {{Marker|type=airport|name=Flughafen Stettin-Goleniów|wikidata=Q1432917|show=none}} (130 km von Gorzów), {{Marker|type=airport|name=Flughafen Berlin Brandenburg|wikidata=Q160556|show=none}} (155 km von Gorzów) und {{Marker|type=airport|name=Nikolaus-Kopernikus-Flughafen Breslau|wikidata=Q1107152|show=none}} (150 km von Zielona Góra). Die Anreise empfiehlt sich mit dem PKW, Bus oder der Bahn. Die Straßenverhältnisse und das Schienennetz sind gut. Der Eurocity Berlin–Frankfurt (Oder)–Posen–Warschau (im Zweistundentakt) hält in [[Rzepin]], [[Świebodzin]] und [[Zbąszynek]]. Dort kann man in Züge nach anderen Teilen der Woiwodschaft umsteigen. Stündlich fährt eine Regionalbahn von Berlin-Ostkreuz und -Lichtenberg über Strausberg in die Grenzstadt Kostrzyn. Von Berlin nach Gorzów braucht die schnellste Verbindung rund zwei Stunden, nach Zielona Góra etwa 2:40 Std. Von Frankfurt (Oder) fahren mehrmals täglich Regionalzüge über Rzepin nach Zielona Góra (Fahrtzeit insgesamt rund 1½ Std). Von Görlitz fährt der Trilex mehrmals täglich über [[Żary]] nach Zielona Góra (insgesamt 2½ Std). Nur am Wochenende fährt der „Kulturzug“ Berlin-Lichtenberg–Breslau, der unterwegs in Żary und [[Żagań]] hält. Die deutsche Autobahn A12 (Berlin–Frankfurt (Oder)) setzt sich östlich der Grenze als polnische Autobahn [[Autostrada A2]] (zugleich Europastraße E30) fort, die u. a. an Świebodzin vorbeiführt. Dort kreuzt sie sich mit der autobahnähnlich ausgebauten Schnellstraße S3, die die Verbindung mit Zielona Góra und Gorzów herstellt. Zudem setzt sich die deutsche Bundesstraße B1 (Berlin–Müncheberg–Küstrin) in Polen als Landstraße DK 22 fort, die direkt nach Gorzów führt. Von Guben/Gubin kann man auf der DK 32 nach Zielona Góra fahren. == Mobilität == Das Straßennetz ist eines der dichtesten in Polen. Dies gilt auch für Zugverbindungen. Zum Beispiel fahren fast stündlich Züge (sowohl schnellere IC und TLK als auch Regionalzüge mit mehr Unterwegshalten) auf der Route Zielona Góra–Nowa Sól–Głogów–Breslau, annähernd zweistündlich auf der Route Zielona Góra–Rzepin–Kostrzyn–Stettin sowie mehrmals täglich Regionalzüge auf der Route Gorzów Wlkp.–Międzyrzecz–Zbąszynek–Zielona Góra (Fahrtzeit gut 2 Std). == Sehenswürdigkeiten == [[Datei:Pomnik Jezusa w Świebodzinie (2018).jpg|mini|Christ-König-Statue]] [[Datei:Goscikowo-Paradyz 02.jpg|mini|Kloster Paradies]] [[Datei:Żagań - Schloss Sagan - 0008.jpg|mini|Wallensteinpalast]] * Sehenswert ist vor allem das mittelalterliche [[Zielona Góra]]. Mit der sanierten Altstadt ist sie das touristische Zentrum des Südens der Region. * [[Gorzów Wielkopolski]] ist das Verwaltungszentrum und besitzt eine nach dem Zweiten Weltkrieg restaurierte Altstadt. * Die Christ-König-Statue bei [[Świebodzin]] ist mit 36 Metern die höchste Christusfigur der Welt, um sechs Meter höher als die Christus-Erlöser-Statue in Rio de Janeiro. Sie wurde 2010 fertiggestellt. * Die Festung [[Kostrzyn nad Odrą]] besitzt Überreste der ab dem 16. Jahrhundert angelegten Festung, die im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört wurde. Die Altstadt ist heute eine unbewohnte Wüstung aus Ruinen und wird daher oft als polnisches Pompei bezeichnet. * Schloss Tamsel in Dąbroszyn liegt ca. fünf km nordöstlich von Kostrzyn nad Odrą. * Das Rokoko-Schloss Pförten in [[Brody]] liegt ca. 25&#x202F;km südlich von [[Gubin]]. * Die Schlossruine Carolath in Siedlisko liegt neun km südöstlich von [[Nowa Sól]]. * Das Zisterzienser-Kloster Paradies in [[Gościkowo]] liegt 12&#x202F;km nördlich von [[Świebodzin]]. * Der '''Fürst-Pückler-Park''', den sich [[Bad Muskau]] und [[Łęknica]] teilen, ist UNESCO-Welterbe. * [[Krosno Odrzańskie]] war lange eine wichtige Festung und ein bedeutender [[Oder]]übergang. * Im niederschlesischen [[Żary]] befinden sich interessante Schloss- und Palastruinen. * Im ebenfalls niederschlesischen [[Żagań]] befindet sich das barocke Schloss von Wallenstein. * Das großpolnische [[Wschowa]] war während der Reformation ein wichtiges Zentrum der Protestanten in Polen-Litauen. Der schlesische Dichter Martin Opitz fand hier während des Dreißigjährigen Krieges Unterschlupf. * Die mittelalterliche Stadt, heute Dorf, [[Łagów]] ist ein beliebstes Ausflugsziel zwischen zwei Seen in einem attraktiven Tal mit einer gut erhaltenen Johanniterburg. == Aktivitäten == Die Region lädt zum Wandern, Fahrradfahren, Reiten und Wassersport ein. == Küche == [[Bild:Palmirl21w.jpg|mini|Weinberg im Zentrum von Zielona Góra]] Lange Zeit galt die Region um [[Zielona Góra]] als das Zentrum des Weinbaus in Polen. Auch wenn mittlerweile anderenorts mehr Weinberge bestehen, wird hier immer noch viel Wein angebaut. Zur polnischen Küche siehe den entsprechenden Abschnitt im Artikel zu [[Polen]]. == Nachtleben == In Zielona Góra gibt es viele Weinstuben und das größte polnische Weinfest im Herbst. == Sicherheit == Es ist eigentlich recht sicher, man sollte jedoch in großen Menschenmengen z.&#x202F;B. auf großen Märkten oder Bahnhöfen - wie überall auf der Welt - die notwendige Sorgfalt nicht außer Acht lassen. == Klima == Das Klima ist ein Übergangsklima von gemäßigt zu kontinental. Die Sommer sind allgemein warm bis heiß mit Mitteltemperaturen zwischen 16&#x202F;°C und 21&#x202F;°C und die Winter kalt, mit Mitteltemperaturen um -5 °C. Niederschlag fällt vor allem im Frühjahr und Herbst, wobei die Niederschlagsmengen geringer sind als in Westpolen. == Literatur == Siehe Artikel zu [[Polen]]. == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} {{Navigationsblock|Navigationsleiste Lebus Orte|Navigationsleiste Polen Woiwodschaften}} {{class-3}}{{GeoData| lat=52.21 | long=15.40 | radius= }}{{IstInKat|Polen}} e0al28y9pih2iljb8o1t3mr5tqz981z Ligurien 0 4517 1802677 1748293 2026-09-07T11:07:21Z DocWoKav 14575 /* Regionen */ 1802677 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region Italien}} Die Region '''Ligurien''' liegt im Westen [[Oberitalien]]s am Mittelmeer und enthält die Provinzen Imperia, Savona, Genua und La Spezia. Die Hauptstadt der Region ist [[Genua]]. Im Westen grenzt Ligurien an [[Frankreich]], im Norden an das [[Piemont]], im Osten an die [[Emilia-Romagna]] und im Süd-Osten an die [[Toskana]]. == Hintergrund == Vor 2000 Jahren war der gesamte Nordwestteil Italiens einschließlich [[Piemont]] und der [[Lombardei]] von dem Volk der Ligurer bewohnt, von dem die Region ihren Namen hat. Ligurien steht für ansehnliche Küstenorte im Stil von [[Cannes]] und [[Monaco]] und dutzende sandige, steinige sowie kieselige Strände. == Regionen == * '''[[Italienische Riviera]]''' - der Hauptgrund für Fernreisende, Ligurien zu besuchen. Sie besteht aus den beiden Teilen ** '''[[Riviera di Ponente]]''' (westliche Riviera) - Diese Küste erstreckt sich von Frankreich nach Genua und ist wiederum unterteilt in die beiden Teile *** ''Riviera dei Fiori'' (Blumenriviera) von [[Ventimiglia]] bis [[Cervo]] *** ''Riviera delle Palme'' (Palmenriviera) von Cervo bis hinter [[Savona]] ** '''[[Riviera di Levante]]''' (östliche Riviera) mit den berühmten {{Marker | type=city |group=orange| wikidata=Q275639| name= Cinque Terre }}. * '''[[Ligurischer Apennin]]''' (''Appennino Ligure'') - Die ligurischen Alpen im Hinterland == Orte == {{Mapframe |zoom=8}}{{mapshape|type = geoline}} * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q8611 | name= La Spezia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q267005 | name= Moneglia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q194081 | name= Sestri Levante }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q210098 | name= Rapallo }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q232782 | name= Portofino }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q1449 | name= Genua | lat = 44.407186 | long = 8.933983 }} ''' (''Genova'') - eine lebendige und gleichzeitig historische Hafenstadt, Geburtsstadt von Kolumbus. * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q13320 | name= Savona }} ''' - Ist eine Industriestadt an der Blumenriviera zwischen den zwei anderen Großstädten Imperia und Genua. Sie zieht jährlich viele Touristen an ihren Hafen mit dem Turm Leon Pacaldo und an die leider weitestgehend durch Napoleon zerstörte Altstadt. * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q270482| name= Alassio }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q241298| name= Albenga }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q270782| name= Loano }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q13318 | name= Imperia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q33962| name=San Remo}}''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q191759| name=Ventimiglia }}''' - Grenzübergang nach Frankreich. == Weitere Ziele == [[Datei:Camogli0001.jpg|thumb|200px|Strand von [[Camogli]]]] == Sprache == Italienisch == Anreise == === Mit dem Flugzeug === In Genua gibt es mit dem {{marker |type = airport |name = Flughafen Genua |wikidata = Q1431383 |show = none}} einen internationalen Flughafen, der direkt aus dem deutschsprachigen Raum erreichbar ist. === Mit der Bahn === Schnelle Fernverkehrszüge der italienischen Bahn ''(Frecciabianca)'' fahren sechsmal am Tag von Rom über Florenz und Pisa nach La Spezia und Genua. Einmal pro Tag wird die Strecke auch vom Hochgeschwindigkeitszug ''Frecciargento'' bedient. Von Mailand fährt stündlich ein IC oder EC nach Genua (1½ Std.), immer abwechselnd (also zweistündlich) geht es weiter an der östlichen Riviera entlang über Rapallo und Chiavari nach La Spezia (gut 3 Std. von Mailand) oder an der westlichen Riviera entlang über Savona, Imperia und San Remo nach Ventimiglia (3:45 Std. von Mailand; z.&#x202F;T.&nbsp;weiter nach Monte Carlo und Nizza). In umgekehrter Richtung fahren abgesehen von den Eurocity Nizza–Genua–Mailand auch wenigstens stündlich französische TER (Regionalexpress) von Cannes über Nizza und Monte Carlo nach Ventimiglia an der westlichen Riviera. Von Turin fahren regelmäßig Intercity- und Regionalexpress-Züge ''(Regionale Veloce)'' nach Genua. Aus der Schweiz kommt man günstig via Mailand nach Ligurien. Beispielsweise braucht man von Zürich mit nur einmal Umsteigen 5½ Stunden nach Genua (Verbindung im Zweistundentakt). === Auf der Straße === Genau parallel zur italienischen Riviera verläuft die Autostrada A10, die den Beinamen ''Autostrada dei Fiori'' („Blumen-Autobahn“) trägt, von der französischen Grenze bei Ventimiglia (dort setzt sie sich als französische A8 fort) nach Genua, wo sie in die Autostrada A12 mündet, die an der östlichen Riviera entlang über La Spezia nach Livorno führt (und weiter Richtung Rom). Außerdem führt die A7 direkt von Mailand nach Genua, die A26 vom Lago Maggiore über Alessandria (Piemont) nach Genua und die A6 von Turin nach Savona. Wem schöne Ausblicke wichtiger sind als hohe Geschwindigkeit, der kann die gesamte Riviera entlang die Staatsstraße SS 1 benutzen, die von Ventimiglia bis Sestri Levante genau dem Verlauf der Küste folgt (dann biegt sie ins Landesinnere, die Cinque Terre sind nur über extrem kurvige Nebenstraßen erreichbar). Ligurien ist mit dem Auto über folgende Autobahnen gut erreichbar: * A 15 La Spezia-Parma * A 10 (E 80) Genua-Ventimiglia * A 12 (E 80) Genua-La Spezia * A 7 (E 25) Genua-Mailand * A 6 (E 717) Turin-Savona * A 26 Alessandria-Genua Auch die Fortbewegung mit dem Auto, Motorrad oder Wohnmobil in der Region ist dank eines gut ausgebauten Straßennetzes unkompliziert. Darüber hinaus gibt es zahlreiche öffentliche Parkplätze innerhalb und außerhalb der Städte. Einige Bereiche sind durch eine verkehrsberuhigte Zone geschützt, in der das Fahren und Parken für nichtansässige Fahrzeuge verboten ist. Außerhalb der ZTL gibt es die "Blu Area", gekennzeichnet durch horizontale blaue Streifen, in der Sie zu einem je nach Stadtgebiet unterschiedlichen Stundensatz parken können. Die vier Provinzen und die großen ligurischen Städte sind durch Autobahnen mit den wichtigsten italienischen Städten verbunden. Alle Gemeinden des Territoriums sind durch Staats- und Provinzstraßen verbunden, die die Ortschaften der beiden Flüsse mit denen des Hinterlandes verbinden. Die gesamte ligurische Küste wird von der Staatsstraße n.1 Aurelia (SS1) durchquert. === Mit dem Schiff === Bedeutende Fährhäfen in Ligurien sind Genua, Savona und La Spezia. Verbindungen bestehen von den Mittelmeerinseln [[Korsika]] ([[Bastia]] und [[Ile Rousse]]), [[Sardinien]] ([[Arbatax]], [[Olbia]] und [[Porto Torres]]) und [[Sizilien]] ([[Palermo]]). Diese Routen werden im Sommer meist von zurückkehrenden TouristInnen genutzt, weshalb der Verkehr im Winter weitaus geringer ist. Fährverbindungen aus [[Afrika]] bestehen unter anderem aus [[Marokko]] ([[Tanger|Tanger-Med]]), [[Tunesien]] ([[Tunis]]), Von der iberischen Halbinsel ([[Barcelona]]) gibt es Verbindungen von Barcelona nach Savona und Genua. Savona ist Heimathafen der italienischen Kreuzfahrtreederei Costa Crociere, so dass hier viele Mittelmeerkreuzfahrten beginnen bzw. enden. Weiterhin werden Genua und La Spezia häufig von Kreuzfahrten angelaufen. == Mobilität == Egal, ob man mit dem Zug oder dem Auto reist, die Fahrt entlang der ligurischen Küste ist ein Erlebnis: Ständig wechseln sich Tunnel und Sonnenlicht ab, dazu kommt die glänzende See an der Seite. Für die Ausflüge ins schöne Hinterland braucht man ein Auto. Die meisten großen Mietwagenfirmen, z.&#x202F;B.&nbsp;Budget, Hertz oder Avis, haben Vertretungen in Italien. Man kann auch schon von zu Hause aus buchen, z.&#x202F;B.&nbsp;bei Holiday Autos (Tel. 01805- 179191). Wer an der Küste bleibt, ist mit der Eisenbahn gut beraten. Es gibt eine Bahnstrecke, die unmittelbar an der Riviera entlang führt. Einmal pro Stunde fahren Regionalzüge, die in jedem kleinen Ort halten, von Ventimiglia nach Savona, von Savona nach Genua, von Genua nach Sestri Levante und von Sestri Levante nach La Spezia. Ebenfalls ungefähr stündlich fahren Regionalexpress-, Intercity- oder Eurocity-Züge, die nur an den größeren Stationen halten und mit denen man auch weitere Strecken zurücklegen kann (Ventimiglia–Genua oder Genua–La Spezia). Bahnfahren in Italien ist recht günstig, beispielsweise bezahlt man für die 150&#x202F;km von Genua nach San Remo im Regionalexpress 12 €, für die 100&#x202F;km von Genua nach La Spezia 7,10 €. [https://www.trenitalia.com Fahrplanauskunft und Buchung der Trenitalia] == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == === Bootsfahrten === Im Sommer werden überall Bootsfahrten entlang der Küste angeboten. Die schönsten Ansichten bietet die Levante mit der Halbinsel Portofino. === Whale-Watching === Vor der Küste der oberen Ponente leben viele Walarten. Eine Sichtungsgarantie von fast 90&#x202F;% versprechen die Schiffsausflüge, die von Juni bis Mitte September täglich von Imperia, Finale Ligure und Andora aus starten. Dauer: ca. 5 Std. Preis: Erwachsene 32&#x202F;€ , Kinder 16&#x202F;€ [http://www.whalewatch.it Whale-Watching] == Küche == Siehe: [[Essen und Trinken in Ligurien]] == Nachtleben == In den meisten größeren Küstenorten sind gerade in den Sommermonaten viele Clubs geöffnet. Im Hinterland liegen hauptsächlich kleinere Bergorte, in denen Clubs oft vergeblich gesucht werden. == Sicherheit == == Literatur == == Weblinks == * Beschreibung der staatlichen [https://www.musei.liguria.beniculturali.it/musei Museen der Region] (ital.) * [http://www.imperia-online.de/ imperia-online.de] „Historische Reise durch die Provinz“ {{Navigation Italien}} {{class-2}} {{GeoData| lat= 44.45 | long= 8.766667 | radius= }} {{IstInKat|Oberitalien}} 7yj8ojksr74x6r34nxtfjwazwd3fb3a 1802683 1802677 2026-09-07T11:17:49Z DocWoKav 14575 /* Weitere Ziele */ 1802683 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region Italien}} Die Region '''Ligurien''' liegt im Westen [[Oberitalien]]s am Mittelmeer und enthält die Provinzen Imperia, Savona, Genua und La Spezia. Die Hauptstadt der Region ist [[Genua]]. Im Westen grenzt Ligurien an [[Frankreich]], im Norden an das [[Piemont]], im Osten an die [[Emilia-Romagna]] und im Süd-Osten an die [[Toskana]]. == Hintergrund == Vor 2000 Jahren war der gesamte Nordwestteil Italiens einschließlich [[Piemont]] und der [[Lombardei]] von dem Volk der Ligurer bewohnt, von dem die Region ihren Namen hat. Ligurien steht für ansehnliche Küstenorte im Stil von [[Cannes]] und [[Monaco]] und dutzende sandige, steinige sowie kieselige Strände. == Regionen == * '''[[Italienische Riviera]]''' - der Hauptgrund für Fernreisende, Ligurien zu besuchen. Sie besteht aus den beiden Teilen ** '''[[Riviera di Ponente]]''' (westliche Riviera) - Diese Küste erstreckt sich von Frankreich nach Genua und ist wiederum unterteilt in die beiden Teile *** ''Riviera dei Fiori'' (Blumenriviera) von [[Ventimiglia]] bis [[Cervo]] *** ''Riviera delle Palme'' (Palmenriviera) von Cervo bis hinter [[Savona]] ** '''[[Riviera di Levante]]''' (östliche Riviera) mit den berühmten {{Marker | type=city |group=orange| wikidata=Q275639| name= Cinque Terre }}. * '''[[Ligurischer Apennin]]''' (''Appennino Ligure'') - Die ligurischen Alpen im Hinterland == Orte == {{Mapframe |zoom=8}}{{mapshape|type = geoline}} * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q8611 | name= La Spezia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q267005 | name= Moneglia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q194081 | name= Sestri Levante }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q210098 | name= Rapallo }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q232782 | name= Portofino }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q1449 | name= Genua | lat = 44.407186 | long = 8.933983 }} ''' (''Genova'') - eine lebendige und gleichzeitig historische Hafenstadt, Geburtsstadt von Kolumbus. * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q13320 | name= Savona }} ''' - Ist eine Industriestadt an der Blumenriviera zwischen den zwei anderen Großstädten Imperia und Genua. Sie zieht jährlich viele Touristen an ihren Hafen mit dem Turm Leon Pacaldo und an die leider weitestgehend durch Napoleon zerstörte Altstadt. * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q270482| name= Alassio }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q241298| name= Albenga }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q270782| name= Loano }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q13318 | name= Imperia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q33962| name=San Remo}}''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q191759| name=Ventimiglia }}''' - Grenzübergang nach Frankreich. == Weitere Ziele == * {{vCard|type= landscape|name= Parco Nazionale delle Cinque Terre |description= spektakulärer Küsten-Nationalpark mit steilen Felsklippen, terrassierten Weinbergen, mediterraner Vegetation und zahlreichen Wanderwegen. }} * {{vCard|type= landscape|name= |description= }} * {{vCard|type= landscape|name= |description= }} * {{vCard|type= landscape|name= |description= }} * {{vCard|type= landscape|name= |description= }} * {{vCard|type= landscape|name= |description= }} * {{vCard|type= landscape|name= |description= }} * {{vCard|type= landscape|name= |description= }} == Sprache == Italienisch == Anreise == === Mit dem Flugzeug === In Genua gibt es mit dem {{marker |type = airport |name = Flughafen Genua |wikidata = Q1431383 |show = none}} einen internationalen Flughafen, der direkt aus dem deutschsprachigen Raum erreichbar ist. === Mit der Bahn === Schnelle Fernverkehrszüge der italienischen Bahn ''(Frecciabianca)'' fahren sechsmal am Tag von Rom über Florenz und Pisa nach La Spezia und Genua. Einmal pro Tag wird die Strecke auch vom Hochgeschwindigkeitszug ''Frecciargento'' bedient. Von Mailand fährt stündlich ein IC oder EC nach Genua (1½ Std.), immer abwechselnd (also zweistündlich) geht es weiter an der östlichen Riviera entlang über Rapallo und Chiavari nach La Spezia (gut 3 Std. von Mailand) oder an der westlichen Riviera entlang über Savona, Imperia und San Remo nach Ventimiglia (3:45 Std. von Mailand; z.&#x202F;T.&nbsp;weiter nach Monte Carlo und Nizza). In umgekehrter Richtung fahren abgesehen von den Eurocity Nizza–Genua–Mailand auch wenigstens stündlich französische TER (Regionalexpress) von Cannes über Nizza und Monte Carlo nach Ventimiglia an der westlichen Riviera. Von Turin fahren regelmäßig Intercity- und Regionalexpress-Züge ''(Regionale Veloce)'' nach Genua. Aus der Schweiz kommt man günstig via Mailand nach Ligurien. Beispielsweise braucht man von Zürich mit nur einmal Umsteigen 5½ Stunden nach Genua (Verbindung im Zweistundentakt). === Auf der Straße === Genau parallel zur italienischen Riviera verläuft die Autostrada A10, die den Beinamen ''Autostrada dei Fiori'' („Blumen-Autobahn“) trägt, von der französischen Grenze bei Ventimiglia (dort setzt sie sich als französische A8 fort) nach Genua, wo sie in die Autostrada A12 mündet, die an der östlichen Riviera entlang über La Spezia nach Livorno führt (und weiter Richtung Rom). Außerdem führt die A7 direkt von Mailand nach Genua, die A26 vom Lago Maggiore über Alessandria (Piemont) nach Genua und die A6 von Turin nach Savona. Wem schöne Ausblicke wichtiger sind als hohe Geschwindigkeit, der kann die gesamte Riviera entlang die Staatsstraße SS 1 benutzen, die von Ventimiglia bis Sestri Levante genau dem Verlauf der Küste folgt (dann biegt sie ins Landesinnere, die Cinque Terre sind nur über extrem kurvige Nebenstraßen erreichbar). Ligurien ist mit dem Auto über folgende Autobahnen gut erreichbar: * A 15 La Spezia-Parma * A 10 (E 80) Genua-Ventimiglia * A 12 (E 80) Genua-La Spezia * A 7 (E 25) Genua-Mailand * A 6 (E 717) Turin-Savona * A 26 Alessandria-Genua Auch die Fortbewegung mit dem Auto, Motorrad oder Wohnmobil in der Region ist dank eines gut ausgebauten Straßennetzes unkompliziert. Darüber hinaus gibt es zahlreiche öffentliche Parkplätze innerhalb und außerhalb der Städte. Einige Bereiche sind durch eine verkehrsberuhigte Zone geschützt, in der das Fahren und Parken für nichtansässige Fahrzeuge verboten ist. Außerhalb der ZTL gibt es die "Blu Area", gekennzeichnet durch horizontale blaue Streifen, in der Sie zu einem je nach Stadtgebiet unterschiedlichen Stundensatz parken können. Die vier Provinzen und die großen ligurischen Städte sind durch Autobahnen mit den wichtigsten italienischen Städten verbunden. Alle Gemeinden des Territoriums sind durch Staats- und Provinzstraßen verbunden, die die Ortschaften der beiden Flüsse mit denen des Hinterlandes verbinden. Die gesamte ligurische Küste wird von der Staatsstraße n.1 Aurelia (SS1) durchquert. === Mit dem Schiff === Bedeutende Fährhäfen in Ligurien sind Genua, Savona und La Spezia. Verbindungen bestehen von den Mittelmeerinseln [[Korsika]] ([[Bastia]] und [[Ile Rousse]]), [[Sardinien]] ([[Arbatax]], [[Olbia]] und [[Porto Torres]]) und [[Sizilien]] ([[Palermo]]). Diese Routen werden im Sommer meist von zurückkehrenden TouristInnen genutzt, weshalb der Verkehr im Winter weitaus geringer ist. Fährverbindungen aus [[Afrika]] bestehen unter anderem aus [[Marokko]] ([[Tanger|Tanger-Med]]), [[Tunesien]] ([[Tunis]]), Von der iberischen Halbinsel ([[Barcelona]]) gibt es Verbindungen von Barcelona nach Savona und Genua. Savona ist Heimathafen der italienischen Kreuzfahrtreederei Costa Crociere, so dass hier viele Mittelmeerkreuzfahrten beginnen bzw. enden. Weiterhin werden Genua und La Spezia häufig von Kreuzfahrten angelaufen. == Mobilität == Egal, ob man mit dem Zug oder dem Auto reist, die Fahrt entlang der ligurischen Küste ist ein Erlebnis: Ständig wechseln sich Tunnel und Sonnenlicht ab, dazu kommt die glänzende See an der Seite. Für die Ausflüge ins schöne Hinterland braucht man ein Auto. Die meisten großen Mietwagenfirmen, z.&#x202F;B.&nbsp;Budget, Hertz oder Avis, haben Vertretungen in Italien. Man kann auch schon von zu Hause aus buchen, z.&#x202F;B.&nbsp;bei Holiday Autos (Tel. 01805- 179191). Wer an der Küste bleibt, ist mit der Eisenbahn gut beraten. Es gibt eine Bahnstrecke, die unmittelbar an der Riviera entlang führt. Einmal pro Stunde fahren Regionalzüge, die in jedem kleinen Ort halten, von Ventimiglia nach Savona, von Savona nach Genua, von Genua nach Sestri Levante und von Sestri Levante nach La Spezia. Ebenfalls ungefähr stündlich fahren Regionalexpress-, Intercity- oder Eurocity-Züge, die nur an den größeren Stationen halten und mit denen man auch weitere Strecken zurücklegen kann (Ventimiglia–Genua oder Genua–La Spezia). Bahnfahren in Italien ist recht günstig, beispielsweise bezahlt man für die 150&#x202F;km von Genua nach San Remo im Regionalexpress 12 €, für die 100&#x202F;km von Genua nach La Spezia 7,10 €. [https://www.trenitalia.com Fahrplanauskunft und Buchung der Trenitalia] == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == === Bootsfahrten === Im Sommer werden überall Bootsfahrten entlang der Küste angeboten. Die schönsten Ansichten bietet die Levante mit der Halbinsel Portofino. === Whale-Watching === Vor der Küste der oberen Ponente leben viele Walarten. Eine Sichtungsgarantie von fast 90&#x202F;% versprechen die Schiffsausflüge, die von Juni bis Mitte September täglich von Imperia, Finale Ligure und Andora aus starten. Dauer: ca. 5 Std. Preis: Erwachsene 32&#x202F;€ , Kinder 16&#x202F;€ [http://www.whalewatch.it Whale-Watching] == Küche == Siehe: [[Essen und Trinken in Ligurien]] == Nachtleben == In den meisten größeren Küstenorten sind gerade in den Sommermonaten viele Clubs geöffnet. Im Hinterland liegen hauptsächlich kleinere Bergorte, in denen Clubs oft vergeblich gesucht werden. == Sicherheit == == Literatur == == Weblinks == * Beschreibung der staatlichen [https://www.musei.liguria.beniculturali.it/musei Museen der Region] (ital.) * [http://www.imperia-online.de/ imperia-online.de] „Historische Reise durch die Provinz“ {{Navigation Italien}} {{class-2}} {{GeoData| lat= 44.45 | long= 8.766667 | radius= }} {{IstInKat|Oberitalien}} h6ixn0gb4flcvnxyg41rvd0rp7g7vwj 1802684 1802683 2026-09-07T11:18:53Z DocWoKav 14575 /* Weitere Ziele */ Geänderte vCard für Naturpark Portofino 1802684 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region Italien}} Die Region '''Ligurien''' liegt im Westen [[Oberitalien]]s am Mittelmeer und enthält die Provinzen Imperia, Savona, Genua und La Spezia. Die Hauptstadt der Region ist [[Genua]]. Im Westen grenzt Ligurien an [[Frankreich]], im Norden an das [[Piemont]], im Osten an die [[Emilia-Romagna]] und im Süd-Osten an die [[Toskana]]. == Hintergrund == Vor 2000 Jahren war der gesamte Nordwestteil Italiens einschließlich [[Piemont]] und der [[Lombardei]] von dem Volk der Ligurer bewohnt, von dem die Region ihren Namen hat. Ligurien steht für ansehnliche Küstenorte im Stil von [[Cannes]] und [[Monaco]] und dutzende sandige, steinige sowie kieselige Strände. == Regionen == * '''[[Italienische Riviera]]''' - der Hauptgrund für Fernreisende, Ligurien zu besuchen. Sie besteht aus den beiden Teilen ** '''[[Riviera di Ponente]]''' (westliche Riviera) - Diese Küste erstreckt sich von Frankreich nach Genua und ist wiederum unterteilt in die beiden Teile *** ''Riviera dei Fiori'' (Blumenriviera) von [[Ventimiglia]] bis [[Cervo]] *** ''Riviera delle Palme'' (Palmenriviera) von Cervo bis hinter [[Savona]] ** '''[[Riviera di Levante]]''' (östliche Riviera) mit den berühmten {{Marker | type=city |group=orange| wikidata=Q275639| name= Cinque Terre }}. * '''[[Ligurischer Apennin]]''' (''Appennino Ligure'') - Die ligurischen Alpen im Hinterland == Orte == {{Mapframe |zoom=8}}{{mapshape|type = geoline}} * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q8611 | name= La Spezia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q267005 | name= Moneglia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q194081 | name= Sestri Levante }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q210098 | name= Rapallo }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q232782 | name= Portofino }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q1449 | name= Genua | lat = 44.407186 | long = 8.933983 }} ''' (''Genova'') - eine lebendige und gleichzeitig historische Hafenstadt, Geburtsstadt von Kolumbus. * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q13320 | name= Savona }} ''' - Ist eine Industriestadt an der Blumenriviera zwischen den zwei anderen Großstädten Imperia und Genua. Sie zieht jährlich viele Touristen an ihren Hafen mit dem Turm Leon Pacaldo und an die leider weitestgehend durch Napoleon zerstörte Altstadt. * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q270482| name= Alassio }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q241298| name= Albenga }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q270782| name= Loano }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q13318 | name= Imperia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q33962| name=San Remo}}''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q191759| name=Ventimiglia }}''' - Grenzübergang nach Frankreich. == Weitere Ziele == * {{vCard|type= landscape|name= Parco Nazionale delle Cinque Terre |description= spektakulärer Küsten-Nationalpark mit steilen Felsklippen, terrassierten Weinbergen, mediterraner Vegetation und zahlreichen Wanderwegen. }} * {{vCard | name = Naturpark Portofino | type = landscape | wikidata = Q957736 | description = geschützte Halbinsel mit dicht bewaldeten Hängen, felsiger Küste, kleinen Buchten und besonders schönen Küstenwanderwegen. }} * {{vCard|type= landscape|name= |description= }} * {{vCard|type= landscape|name= |description= }} * {{vCard|type= landscape|name= |description= }} * {{vCard|type= landscape|name= |description= }} * {{vCard|type= landscape|name= |description= }} * {{vCard|type= landscape|name= |description= }} == Sprache == Italienisch == Anreise == === Mit dem Flugzeug === In Genua gibt es mit dem {{marker |type = airport |name = Flughafen Genua |wikidata = Q1431383 |show = none}} einen internationalen Flughafen, der direkt aus dem deutschsprachigen Raum erreichbar ist. === Mit der Bahn === Schnelle Fernverkehrszüge der italienischen Bahn ''(Frecciabianca)'' fahren sechsmal am Tag von Rom über Florenz und Pisa nach La Spezia und Genua. Einmal pro Tag wird die Strecke auch vom Hochgeschwindigkeitszug ''Frecciargento'' bedient. Von Mailand fährt stündlich ein IC oder EC nach Genua (1½ Std.), immer abwechselnd (also zweistündlich) geht es weiter an der östlichen Riviera entlang über Rapallo und Chiavari nach La Spezia (gut 3 Std. von Mailand) oder an der westlichen Riviera entlang über Savona, Imperia und San Remo nach Ventimiglia (3:45 Std. von Mailand; z.&#x202F;T.&nbsp;weiter nach Monte Carlo und Nizza). In umgekehrter Richtung fahren abgesehen von den Eurocity Nizza–Genua–Mailand auch wenigstens stündlich französische TER (Regionalexpress) von Cannes über Nizza und Monte Carlo nach Ventimiglia an der westlichen Riviera. Von Turin fahren regelmäßig Intercity- und Regionalexpress-Züge ''(Regionale Veloce)'' nach Genua. Aus der Schweiz kommt man günstig via Mailand nach Ligurien. Beispielsweise braucht man von Zürich mit nur einmal Umsteigen 5½ Stunden nach Genua (Verbindung im Zweistundentakt). === Auf der Straße === Genau parallel zur italienischen Riviera verläuft die Autostrada A10, die den Beinamen ''Autostrada dei Fiori'' („Blumen-Autobahn“) trägt, von der französischen Grenze bei Ventimiglia (dort setzt sie sich als französische A8 fort) nach Genua, wo sie in die Autostrada A12 mündet, die an der östlichen Riviera entlang über La Spezia nach Livorno führt (und weiter Richtung Rom). Außerdem führt die A7 direkt von Mailand nach Genua, die A26 vom Lago Maggiore über Alessandria (Piemont) nach Genua und die A6 von Turin nach Savona. Wem schöne Ausblicke wichtiger sind als hohe Geschwindigkeit, der kann die gesamte Riviera entlang die Staatsstraße SS 1 benutzen, die von Ventimiglia bis Sestri Levante genau dem Verlauf der Küste folgt (dann biegt sie ins Landesinnere, die Cinque Terre sind nur über extrem kurvige Nebenstraßen erreichbar). Ligurien ist mit dem Auto über folgende Autobahnen gut erreichbar: * A 15 La Spezia-Parma * A 10 (E 80) Genua-Ventimiglia * A 12 (E 80) Genua-La Spezia * A 7 (E 25) Genua-Mailand * A 6 (E 717) Turin-Savona * A 26 Alessandria-Genua Auch die Fortbewegung mit dem Auto, Motorrad oder Wohnmobil in der Region ist dank eines gut ausgebauten Straßennetzes unkompliziert. Darüber hinaus gibt es zahlreiche öffentliche Parkplätze innerhalb und außerhalb der Städte. Einige Bereiche sind durch eine verkehrsberuhigte Zone geschützt, in der das Fahren und Parken für nichtansässige Fahrzeuge verboten ist. Außerhalb der ZTL gibt es die "Blu Area", gekennzeichnet durch horizontale blaue Streifen, in der Sie zu einem je nach Stadtgebiet unterschiedlichen Stundensatz parken können. Die vier Provinzen und die großen ligurischen Städte sind durch Autobahnen mit den wichtigsten italienischen Städten verbunden. Alle Gemeinden des Territoriums sind durch Staats- und Provinzstraßen verbunden, die die Ortschaften der beiden Flüsse mit denen des Hinterlandes verbinden. Die gesamte ligurische Küste wird von der Staatsstraße n.1 Aurelia (SS1) durchquert. === Mit dem Schiff === Bedeutende Fährhäfen in Ligurien sind Genua, Savona und La Spezia. Verbindungen bestehen von den Mittelmeerinseln [[Korsika]] ([[Bastia]] und [[Ile Rousse]]), [[Sardinien]] ([[Arbatax]], [[Olbia]] und [[Porto Torres]]) und [[Sizilien]] ([[Palermo]]). Diese Routen werden im Sommer meist von zurückkehrenden TouristInnen genutzt, weshalb der Verkehr im Winter weitaus geringer ist. Fährverbindungen aus [[Afrika]] bestehen unter anderem aus [[Marokko]] ([[Tanger|Tanger-Med]]), [[Tunesien]] ([[Tunis]]), Von der iberischen Halbinsel ([[Barcelona]]) gibt es Verbindungen von Barcelona nach Savona und Genua. Savona ist Heimathafen der italienischen Kreuzfahrtreederei Costa Crociere, so dass hier viele Mittelmeerkreuzfahrten beginnen bzw. enden. Weiterhin werden Genua und La Spezia häufig von Kreuzfahrten angelaufen. == Mobilität == Egal, ob man mit dem Zug oder dem Auto reist, die Fahrt entlang der ligurischen Küste ist ein Erlebnis: Ständig wechseln sich Tunnel und Sonnenlicht ab, dazu kommt die glänzende See an der Seite. Für die Ausflüge ins schöne Hinterland braucht man ein Auto. Die meisten großen Mietwagenfirmen, z.&#x202F;B.&nbsp;Budget, Hertz oder Avis, haben Vertretungen in Italien. Man kann auch schon von zu Hause aus buchen, z.&#x202F;B.&nbsp;bei Holiday Autos (Tel. 01805- 179191). Wer an der Küste bleibt, ist mit der Eisenbahn gut beraten. Es gibt eine Bahnstrecke, die unmittelbar an der Riviera entlang führt. Einmal pro Stunde fahren Regionalzüge, die in jedem kleinen Ort halten, von Ventimiglia nach Savona, von Savona nach Genua, von Genua nach Sestri Levante und von Sestri Levante nach La Spezia. Ebenfalls ungefähr stündlich fahren Regionalexpress-, Intercity- oder Eurocity-Züge, die nur an den größeren Stationen halten und mit denen man auch weitere Strecken zurücklegen kann (Ventimiglia–Genua oder Genua–La Spezia). Bahnfahren in Italien ist recht günstig, beispielsweise bezahlt man für die 150&#x202F;km von Genua nach San Remo im Regionalexpress 12 €, für die 100&#x202F;km von Genua nach La Spezia 7,10 €. [https://www.trenitalia.com Fahrplanauskunft und Buchung der Trenitalia] == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == === Bootsfahrten === Im Sommer werden überall Bootsfahrten entlang der Küste angeboten. Die schönsten Ansichten bietet die Levante mit der Halbinsel Portofino. === Whale-Watching === Vor der Küste der oberen Ponente leben viele Walarten. Eine Sichtungsgarantie von fast 90&#x202F;% versprechen die Schiffsausflüge, die von Juni bis Mitte September täglich von Imperia, Finale Ligure und Andora aus starten. Dauer: ca. 5 Std. Preis: Erwachsene 32&#x202F;€ , Kinder 16&#x202F;€ [http://www.whalewatch.it Whale-Watching] == Küche == Siehe: [[Essen und Trinken in Ligurien]] == Nachtleben == In den meisten größeren Küstenorten sind gerade in den Sommermonaten viele Clubs geöffnet. Im Hinterland liegen hauptsächlich kleinere Bergorte, in denen Clubs oft vergeblich gesucht werden. == Sicherheit == == Literatur == == Weblinks == * Beschreibung der staatlichen [https://www.musei.liguria.beniculturali.it/musei Museen der Region] (ital.) * [http://www.imperia-online.de/ imperia-online.de] „Historische Reise durch die Provinz“ {{Navigation Italien}} {{class-2}} {{GeoData| lat= 44.45 | long= 8.766667 | radius= }} {{IstInKat|Oberitalien}} tkk25fukqwt3bs6fpm9xcmg4fykiny5 1802685 1802684 2026-09-07T11:19:34Z DocWoKav 14575 /* Weitere Ziele */ Geänderte vCard für Nationalpark Cinque Terre 1802685 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region Italien}} Die Region '''Ligurien''' liegt im Westen [[Oberitalien]]s am Mittelmeer und enthält die Provinzen Imperia, Savona, Genua und La Spezia. Die Hauptstadt der Region ist [[Genua]]. Im Westen grenzt Ligurien an [[Frankreich]], im Norden an das [[Piemont]], im Osten an die [[Emilia-Romagna]] und im Süd-Osten an die [[Toskana]]. == Hintergrund == Vor 2000 Jahren war der gesamte Nordwestteil Italiens einschließlich [[Piemont]] und der [[Lombardei]] von dem Volk der Ligurer bewohnt, von dem die Region ihren Namen hat. Ligurien steht für ansehnliche Küstenorte im Stil von [[Cannes]] und [[Monaco]] und dutzende sandige, steinige sowie kieselige Strände. == Regionen == * '''[[Italienische Riviera]]''' - der Hauptgrund für Fernreisende, Ligurien zu besuchen. Sie besteht aus den beiden Teilen ** '''[[Riviera di Ponente]]''' (westliche Riviera) - Diese Küste erstreckt sich von Frankreich nach Genua und ist wiederum unterteilt in die beiden Teile *** ''Riviera dei Fiori'' (Blumenriviera) von [[Ventimiglia]] bis [[Cervo]] *** ''Riviera delle Palme'' (Palmenriviera) von Cervo bis hinter [[Savona]] ** '''[[Riviera di Levante]]''' (östliche Riviera) mit den berühmten {{Marker | type=city |group=orange| wikidata=Q275639| name= Cinque Terre }}. * '''[[Ligurischer Apennin]]''' (''Appennino Ligure'') - Die ligurischen Alpen im Hinterland == Orte == {{Mapframe |zoom=8}}{{mapshape|type = geoline}} * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q8611 | name= La Spezia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q267005 | name= Moneglia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q194081 | name= Sestri Levante }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q210098 | name= Rapallo }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q232782 | name= Portofino }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q1449 | name= Genua | lat = 44.407186 | long = 8.933983 }} ''' (''Genova'') - eine lebendige und gleichzeitig historische Hafenstadt, Geburtsstadt von Kolumbus. * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q13320 | name= Savona }} ''' - Ist eine Industriestadt an der Blumenriviera zwischen den zwei anderen Großstädten Imperia und Genua. Sie zieht jährlich viele Touristen an ihren Hafen mit dem Turm Leon Pacaldo und an die leider weitestgehend durch Napoleon zerstörte Altstadt. * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q270482| name= Alassio }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q241298| name= Albenga }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q270782| name= Loano }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q13318 | name= Imperia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q33962| name=San Remo}}''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q191759| name=Ventimiglia }}''' - Grenzübergang nach Frankreich. == Weitere Ziele == * {{vCard | name = Nationalpark Cinque Terre | type = landscape | wikidata = Q1886487 | description = spektakulärer Küsten-Nationalpark mit steilen Felsklippen, terrassierten Weinbergen, mediterraner Vegetation und zahlreichen Wanderwegen. }} * {{vCard | name = Naturpark Portofino | type = landscape | wikidata = Q957736 | description = geschützte Halbinsel mit dicht bewaldeten Hängen, felsiger Küste, kleinen Buchten und besonders schönen Küstenwanderwegen. }} * {{vCard|type= landscape|name= |description= }} * {{vCard|type= landscape|name= |description= }} * {{vCard|type= landscape|name= |description= }} * {{vCard|type= landscape|name= |description= }} * {{vCard|type= landscape|name= |description= }} * {{vCard|type= landscape|name= |description= }} == Sprache == Italienisch == Anreise == === Mit dem Flugzeug === In Genua gibt es mit dem {{marker |type = airport |name = Flughafen Genua |wikidata = Q1431383 |show = none}} einen internationalen Flughafen, der direkt aus dem deutschsprachigen Raum erreichbar ist. === Mit der Bahn === Schnelle Fernverkehrszüge der italienischen Bahn ''(Frecciabianca)'' fahren sechsmal am Tag von Rom über Florenz und Pisa nach La Spezia und Genua. Einmal pro Tag wird die Strecke auch vom Hochgeschwindigkeitszug ''Frecciargento'' bedient. Von Mailand fährt stündlich ein IC oder EC nach Genua (1½ Std.), immer abwechselnd (also zweistündlich) geht es weiter an der östlichen Riviera entlang über Rapallo und Chiavari nach La Spezia (gut 3 Std. von Mailand) oder an der westlichen Riviera entlang über Savona, Imperia und San Remo nach Ventimiglia (3:45 Std. von Mailand; z.&#x202F;T.&nbsp;weiter nach Monte Carlo und Nizza). In umgekehrter Richtung fahren abgesehen von den Eurocity Nizza–Genua–Mailand auch wenigstens stündlich französische TER (Regionalexpress) von Cannes über Nizza und Monte Carlo nach Ventimiglia an der westlichen Riviera. Von Turin fahren regelmäßig Intercity- und Regionalexpress-Züge ''(Regionale Veloce)'' nach Genua. Aus der Schweiz kommt man günstig via Mailand nach Ligurien. Beispielsweise braucht man von Zürich mit nur einmal Umsteigen 5½ Stunden nach Genua (Verbindung im Zweistundentakt). === Auf der Straße === Genau parallel zur italienischen Riviera verläuft die Autostrada A10, die den Beinamen ''Autostrada dei Fiori'' („Blumen-Autobahn“) trägt, von der französischen Grenze bei Ventimiglia (dort setzt sie sich als französische A8 fort) nach Genua, wo sie in die Autostrada A12 mündet, die an der östlichen Riviera entlang über La Spezia nach Livorno führt (und weiter Richtung Rom). Außerdem führt die A7 direkt von Mailand nach Genua, die A26 vom Lago Maggiore über Alessandria (Piemont) nach Genua und die A6 von Turin nach Savona. Wem schöne Ausblicke wichtiger sind als hohe Geschwindigkeit, der kann die gesamte Riviera entlang die Staatsstraße SS 1 benutzen, die von Ventimiglia bis Sestri Levante genau dem Verlauf der Küste folgt (dann biegt sie ins Landesinnere, die Cinque Terre sind nur über extrem kurvige Nebenstraßen erreichbar). Ligurien ist mit dem Auto über folgende Autobahnen gut erreichbar: * A 15 La Spezia-Parma * A 10 (E 80) Genua-Ventimiglia * A 12 (E 80) Genua-La Spezia * A 7 (E 25) Genua-Mailand * A 6 (E 717) Turin-Savona * A 26 Alessandria-Genua Auch die Fortbewegung mit dem Auto, Motorrad oder Wohnmobil in der Region ist dank eines gut ausgebauten Straßennetzes unkompliziert. Darüber hinaus gibt es zahlreiche öffentliche Parkplätze innerhalb und außerhalb der Städte. Einige Bereiche sind durch eine verkehrsberuhigte Zone geschützt, in der das Fahren und Parken für nichtansässige Fahrzeuge verboten ist. Außerhalb der ZTL gibt es die "Blu Area", gekennzeichnet durch horizontale blaue Streifen, in der Sie zu einem je nach Stadtgebiet unterschiedlichen Stundensatz parken können. Die vier Provinzen und die großen ligurischen Städte sind durch Autobahnen mit den wichtigsten italienischen Städten verbunden. Alle Gemeinden des Territoriums sind durch Staats- und Provinzstraßen verbunden, die die Ortschaften der beiden Flüsse mit denen des Hinterlandes verbinden. Die gesamte ligurische Küste wird von der Staatsstraße n.1 Aurelia (SS1) durchquert. === Mit dem Schiff === Bedeutende Fährhäfen in Ligurien sind Genua, Savona und La Spezia. Verbindungen bestehen von den Mittelmeerinseln [[Korsika]] ([[Bastia]] und [[Ile Rousse]]), [[Sardinien]] ([[Arbatax]], [[Olbia]] und [[Porto Torres]]) und [[Sizilien]] ([[Palermo]]). Diese Routen werden im Sommer meist von zurückkehrenden TouristInnen genutzt, weshalb der Verkehr im Winter weitaus geringer ist. Fährverbindungen aus [[Afrika]] bestehen unter anderem aus [[Marokko]] ([[Tanger|Tanger-Med]]), [[Tunesien]] ([[Tunis]]), Von der iberischen Halbinsel ([[Barcelona]]) gibt es Verbindungen von Barcelona nach Savona und Genua. Savona ist Heimathafen der italienischen Kreuzfahrtreederei Costa Crociere, so dass hier viele Mittelmeerkreuzfahrten beginnen bzw. enden. Weiterhin werden Genua und La Spezia häufig von Kreuzfahrten angelaufen. == Mobilität == Egal, ob man mit dem Zug oder dem Auto reist, die Fahrt entlang der ligurischen Küste ist ein Erlebnis: Ständig wechseln sich Tunnel und Sonnenlicht ab, dazu kommt die glänzende See an der Seite. Für die Ausflüge ins schöne Hinterland braucht man ein Auto. Die meisten großen Mietwagenfirmen, z.&#x202F;B.&nbsp;Budget, Hertz oder Avis, haben Vertretungen in Italien. Man kann auch schon von zu Hause aus buchen, z.&#x202F;B.&nbsp;bei Holiday Autos (Tel. 01805- 179191). Wer an der Küste bleibt, ist mit der Eisenbahn gut beraten. Es gibt eine Bahnstrecke, die unmittelbar an der Riviera entlang führt. Einmal pro Stunde fahren Regionalzüge, die in jedem kleinen Ort halten, von Ventimiglia nach Savona, von Savona nach Genua, von Genua nach Sestri Levante und von Sestri Levante nach La Spezia. Ebenfalls ungefähr stündlich fahren Regionalexpress-, Intercity- oder Eurocity-Züge, die nur an den größeren Stationen halten und mit denen man auch weitere Strecken zurücklegen kann (Ventimiglia–Genua oder Genua–La Spezia). Bahnfahren in Italien ist recht günstig, beispielsweise bezahlt man für die 150&#x202F;km von Genua nach San Remo im Regionalexpress 12 €, für die 100&#x202F;km von Genua nach La Spezia 7,10 €. [https://www.trenitalia.com Fahrplanauskunft und Buchung der Trenitalia] == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == === Bootsfahrten === Im Sommer werden überall Bootsfahrten entlang der Küste angeboten. Die schönsten Ansichten bietet die Levante mit der Halbinsel Portofino. === Whale-Watching === Vor der Küste der oberen Ponente leben viele Walarten. Eine Sichtungsgarantie von fast 90&#x202F;% versprechen die Schiffsausflüge, die von Juni bis Mitte September täglich von Imperia, Finale Ligure und Andora aus starten. Dauer: ca. 5 Std. Preis: Erwachsene 32&#x202F;€ , Kinder 16&#x202F;€ [http://www.whalewatch.it Whale-Watching] == Küche == Siehe: [[Essen und Trinken in Ligurien]] == Nachtleben == In den meisten größeren Küstenorten sind gerade in den Sommermonaten viele Clubs geöffnet. Im Hinterland liegen hauptsächlich kleinere Bergorte, in denen Clubs oft vergeblich gesucht werden. == Sicherheit == == Literatur == == Weblinks == * Beschreibung der staatlichen [https://www.musei.liguria.beniculturali.it/musei Museen der Region] (ital.) * [http://www.imperia-online.de/ imperia-online.de] „Historische Reise durch die Provinz“ {{Navigation Italien}} {{class-2}} {{GeoData| lat= 44.45 | long= 8.766667 | radius= }} {{IstInKat|Oberitalien}} 6isxppkv1p04oo2fqmwolzmi38b60st 1802687 1802685 2026-09-07T11:20:38Z DocWoKav 14575 /* Weitere Ziele */ Geänderte vCard für Naturpark Beigua 1802687 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region Italien}} Die Region '''Ligurien''' liegt im Westen [[Oberitalien]]s am Mittelmeer und enthält die Provinzen Imperia, Savona, Genua und La Spezia. Die Hauptstadt der Region ist [[Genua]]. Im Westen grenzt Ligurien an [[Frankreich]], im Norden an das [[Piemont]], im Osten an die [[Emilia-Romagna]] und im Süd-Osten an die [[Toskana]]. == Hintergrund == Vor 2000 Jahren war der gesamte Nordwestteil Italiens einschließlich [[Piemont]] und der [[Lombardei]] von dem Volk der Ligurer bewohnt, von dem die Region ihren Namen hat. Ligurien steht für ansehnliche Küstenorte im Stil von [[Cannes]] und [[Monaco]] und dutzende sandige, steinige sowie kieselige Strände. == Regionen == * '''[[Italienische Riviera]]''' - der Hauptgrund für Fernreisende, Ligurien zu besuchen. Sie besteht aus den beiden Teilen ** '''[[Riviera di Ponente]]''' (westliche Riviera) - Diese Küste erstreckt sich von Frankreich nach Genua und ist wiederum unterteilt in die beiden Teile *** ''Riviera dei Fiori'' (Blumenriviera) von [[Ventimiglia]] bis [[Cervo]] *** ''Riviera delle Palme'' (Palmenriviera) von Cervo bis hinter [[Savona]] ** '''[[Riviera di Levante]]''' (östliche Riviera) mit den berühmten {{Marker | type=city |group=orange| wikidata=Q275639| name= Cinque Terre }}. * '''[[Ligurischer Apennin]]''' (''Appennino Ligure'') - Die ligurischen Alpen im Hinterland == Orte == {{Mapframe |zoom=8}}{{mapshape|type = geoline}} * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q8611 | name= La Spezia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q267005 | name= Moneglia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q194081 | name= Sestri Levante }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q210098 | name= Rapallo }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q232782 | name= Portofino }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q1449 | name= Genua | lat = 44.407186 | long = 8.933983 }} ''' (''Genova'') - eine lebendige und gleichzeitig historische Hafenstadt, Geburtsstadt von Kolumbus. * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q13320 | name= Savona }} ''' - Ist eine Industriestadt an der Blumenriviera zwischen den zwei anderen Großstädten Imperia und Genua. Sie zieht jährlich viele Touristen an ihren Hafen mit dem Turm Leon Pacaldo und an die leider weitestgehend durch Napoleon zerstörte Altstadt. * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q270482| name= Alassio }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q241298| name= Albenga }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q270782| name= Loano }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q13318 | name= Imperia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q33962| name=San Remo}}''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q191759| name=Ventimiglia }}''' - Grenzübergang nach Frankreich. == Weitere Ziele == * {{vCard | name = Nationalpark Cinque Terre | type = landscape | wikidata = Q1886487 | description = spektakulärer Küsten-Nationalpark mit steilen Felsklippen, terrassierten Weinbergen, mediterraner Vegetation und zahlreichen Wanderwegen. }} * {{vCard | name = Naturpark Portofino | type = landscape | wikidata = Q957736 | description = geschützte Halbinsel mit dicht bewaldeten Hängen, felsiger Küste, kleinen Buchten und besonders schönen Küstenwanderwegen. }} * {{vCard | name = Naturpark Beigua | type = landscape | wikidata = Q1486272 | description = UNESCO-Geopark zwischen Küste und Apennin mit Bergen, Wäldern, weitläufigen Wanderwegen und beeindruckenden Aussichtspunkten. }} * {{vCard|type= landscape|name= |description= }} * {{vCard|type= landscape|name= |description= }} * {{vCard|type= landscape|name= |description= }} * {{vCard|type= landscape|name= |description= }} * {{vCard|type= landscape|name= |description= }} == Sprache == Italienisch == Anreise == === Mit dem Flugzeug === In Genua gibt es mit dem {{marker |type = airport |name = Flughafen Genua |wikidata = Q1431383 |show = none}} einen internationalen Flughafen, der direkt aus dem deutschsprachigen Raum erreichbar ist. === Mit der Bahn === Schnelle Fernverkehrszüge der italienischen Bahn ''(Frecciabianca)'' fahren sechsmal am Tag von Rom über Florenz und Pisa nach La Spezia und Genua. Einmal pro Tag wird die Strecke auch vom Hochgeschwindigkeitszug ''Frecciargento'' bedient. Von Mailand fährt stündlich ein IC oder EC nach Genua (1½ Std.), immer abwechselnd (also zweistündlich) geht es weiter an der östlichen Riviera entlang über Rapallo und Chiavari nach La Spezia (gut 3 Std. von Mailand) oder an der westlichen Riviera entlang über Savona, Imperia und San Remo nach Ventimiglia (3:45 Std. von Mailand; z.&#x202F;T.&nbsp;weiter nach Monte Carlo und Nizza). In umgekehrter Richtung fahren abgesehen von den Eurocity Nizza–Genua–Mailand auch wenigstens stündlich französische TER (Regionalexpress) von Cannes über Nizza und Monte Carlo nach Ventimiglia an der westlichen Riviera. Von Turin fahren regelmäßig Intercity- und Regionalexpress-Züge ''(Regionale Veloce)'' nach Genua. Aus der Schweiz kommt man günstig via Mailand nach Ligurien. Beispielsweise braucht man von Zürich mit nur einmal Umsteigen 5½ Stunden nach Genua (Verbindung im Zweistundentakt). === Auf der Straße === Genau parallel zur italienischen Riviera verläuft die Autostrada A10, die den Beinamen ''Autostrada dei Fiori'' („Blumen-Autobahn“) trägt, von der französischen Grenze bei Ventimiglia (dort setzt sie sich als französische A8 fort) nach Genua, wo sie in die Autostrada A12 mündet, die an der östlichen Riviera entlang über La Spezia nach Livorno führt (und weiter Richtung Rom). Außerdem führt die A7 direkt von Mailand nach Genua, die A26 vom Lago Maggiore über Alessandria (Piemont) nach Genua und die A6 von Turin nach Savona. Wem schöne Ausblicke wichtiger sind als hohe Geschwindigkeit, der kann die gesamte Riviera entlang die Staatsstraße SS 1 benutzen, die von Ventimiglia bis Sestri Levante genau dem Verlauf der Küste folgt (dann biegt sie ins Landesinnere, die Cinque Terre sind nur über extrem kurvige Nebenstraßen erreichbar). Ligurien ist mit dem Auto über folgende Autobahnen gut erreichbar: * A 15 La Spezia-Parma * A 10 (E 80) Genua-Ventimiglia * A 12 (E 80) Genua-La Spezia * A 7 (E 25) Genua-Mailand * A 6 (E 717) Turin-Savona * A 26 Alessandria-Genua Auch die Fortbewegung mit dem Auto, Motorrad oder Wohnmobil in der Region ist dank eines gut ausgebauten Straßennetzes unkompliziert. Darüber hinaus gibt es zahlreiche öffentliche Parkplätze innerhalb und außerhalb der Städte. Einige Bereiche sind durch eine verkehrsberuhigte Zone geschützt, in der das Fahren und Parken für nichtansässige Fahrzeuge verboten ist. Außerhalb der ZTL gibt es die "Blu Area", gekennzeichnet durch horizontale blaue Streifen, in der Sie zu einem je nach Stadtgebiet unterschiedlichen Stundensatz parken können. Die vier Provinzen und die großen ligurischen Städte sind durch Autobahnen mit den wichtigsten italienischen Städten verbunden. Alle Gemeinden des Territoriums sind durch Staats- und Provinzstraßen verbunden, die die Ortschaften der beiden Flüsse mit denen des Hinterlandes verbinden. Die gesamte ligurische Küste wird von der Staatsstraße n.1 Aurelia (SS1) durchquert. === Mit dem Schiff === Bedeutende Fährhäfen in Ligurien sind Genua, Savona und La Spezia. Verbindungen bestehen von den Mittelmeerinseln [[Korsika]] ([[Bastia]] und [[Ile Rousse]]), [[Sardinien]] ([[Arbatax]], [[Olbia]] und [[Porto Torres]]) und [[Sizilien]] ([[Palermo]]). Diese Routen werden im Sommer meist von zurückkehrenden TouristInnen genutzt, weshalb der Verkehr im Winter weitaus geringer ist. Fährverbindungen aus [[Afrika]] bestehen unter anderem aus [[Marokko]] ([[Tanger|Tanger-Med]]), [[Tunesien]] ([[Tunis]]), Von der iberischen Halbinsel ([[Barcelona]]) gibt es Verbindungen von Barcelona nach Savona und Genua. Savona ist Heimathafen der italienischen Kreuzfahrtreederei Costa Crociere, so dass hier viele Mittelmeerkreuzfahrten beginnen bzw. enden. Weiterhin werden Genua und La Spezia häufig von Kreuzfahrten angelaufen. == Mobilität == Egal, ob man mit dem Zug oder dem Auto reist, die Fahrt entlang der ligurischen Küste ist ein Erlebnis: Ständig wechseln sich Tunnel und Sonnenlicht ab, dazu kommt die glänzende See an der Seite. Für die Ausflüge ins schöne Hinterland braucht man ein Auto. Die meisten großen Mietwagenfirmen, z.&#x202F;B.&nbsp;Budget, Hertz oder Avis, haben Vertretungen in Italien. Man kann auch schon von zu Hause aus buchen, z.&#x202F;B.&nbsp;bei Holiday Autos (Tel. 01805- 179191). Wer an der Küste bleibt, ist mit der Eisenbahn gut beraten. Es gibt eine Bahnstrecke, die unmittelbar an der Riviera entlang führt. Einmal pro Stunde fahren Regionalzüge, die in jedem kleinen Ort halten, von Ventimiglia nach Savona, von Savona nach Genua, von Genua nach Sestri Levante und von Sestri Levante nach La Spezia. Ebenfalls ungefähr stündlich fahren Regionalexpress-, Intercity- oder Eurocity-Züge, die nur an den größeren Stationen halten und mit denen man auch weitere Strecken zurücklegen kann (Ventimiglia–Genua oder Genua–La Spezia). Bahnfahren in Italien ist recht günstig, beispielsweise bezahlt man für die 150&#x202F;km von Genua nach San Remo im Regionalexpress 12 €, für die 100&#x202F;km von Genua nach La Spezia 7,10 €. [https://www.trenitalia.com Fahrplanauskunft und Buchung der Trenitalia] == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == === Bootsfahrten === Im Sommer werden überall Bootsfahrten entlang der Küste angeboten. Die schönsten Ansichten bietet die Levante mit der Halbinsel Portofino. === Whale-Watching === Vor der Küste der oberen Ponente leben viele Walarten. Eine Sichtungsgarantie von fast 90&#x202F;% versprechen die Schiffsausflüge, die von Juni bis Mitte September täglich von Imperia, Finale Ligure und Andora aus starten. Dauer: ca. 5 Std. Preis: Erwachsene 32&#x202F;€ , Kinder 16&#x202F;€ [http://www.whalewatch.it Whale-Watching] == Küche == Siehe: [[Essen und Trinken in Ligurien]] == Nachtleben == In den meisten größeren Küstenorten sind gerade in den Sommermonaten viele Clubs geöffnet. Im Hinterland liegen hauptsächlich kleinere Bergorte, in denen Clubs oft vergeblich gesucht werden. == Sicherheit == == Literatur == == Weblinks == * Beschreibung der staatlichen [https://www.musei.liguria.beniculturali.it/musei Museen der Region] (ital.) * [http://www.imperia-online.de/ imperia-online.de] „Historische Reise durch die Provinz“ {{Navigation Italien}} {{class-2}} {{GeoData| lat= 44.45 | long= 8.766667 | radius= }} {{IstInKat|Oberitalien}} 4m2mzx90xf5lelhszeeisal03cugvy0 1802688 1802687 2026-09-07T11:22:07Z DocWoKav 14575 /* Weitere Ziele */ 1802688 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region Italien}} Die Region '''Ligurien''' liegt im Westen [[Oberitalien]]s am Mittelmeer und enthält die Provinzen Imperia, Savona, Genua und La Spezia. Die Hauptstadt der Region ist [[Genua]]. Im Westen grenzt Ligurien an [[Frankreich]], im Norden an das [[Piemont]], im Osten an die [[Emilia-Romagna]] und im Süd-Osten an die [[Toskana]]. == Hintergrund == Vor 2000 Jahren war der gesamte Nordwestteil Italiens einschließlich [[Piemont]] und der [[Lombardei]] von dem Volk der Ligurer bewohnt, von dem die Region ihren Namen hat. Ligurien steht für ansehnliche Küstenorte im Stil von [[Cannes]] und [[Monaco]] und dutzende sandige, steinige sowie kieselige Strände. == Regionen == * '''[[Italienische Riviera]]''' - der Hauptgrund für Fernreisende, Ligurien zu besuchen. Sie besteht aus den beiden Teilen ** '''[[Riviera di Ponente]]''' (westliche Riviera) - Diese Küste erstreckt sich von Frankreich nach Genua und ist wiederum unterteilt in die beiden Teile *** ''Riviera dei Fiori'' (Blumenriviera) von [[Ventimiglia]] bis [[Cervo]] *** ''Riviera delle Palme'' (Palmenriviera) von Cervo bis hinter [[Savona]] ** '''[[Riviera di Levante]]''' (östliche Riviera) mit den berühmten {{Marker | type=city |group=orange| wikidata=Q275639| name= Cinque Terre }}. * '''[[Ligurischer Apennin]]''' (''Appennino Ligure'') - Die ligurischen Alpen im Hinterland == Orte == {{Mapframe |zoom=8}}{{mapshape|type = geoline}} * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q8611 | name= La Spezia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q267005 | name= Moneglia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q194081 | name= Sestri Levante }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q210098 | name= Rapallo }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q232782 | name= Portofino }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q1449 | name= Genua | lat = 44.407186 | long = 8.933983 }} ''' (''Genova'') - eine lebendige und gleichzeitig historische Hafenstadt, Geburtsstadt von Kolumbus. * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q13320 | name= Savona }} ''' - Ist eine Industriestadt an der Blumenriviera zwischen den zwei anderen Großstädten Imperia und Genua. Sie zieht jährlich viele Touristen an ihren Hafen mit dem Turm Leon Pacaldo und an die leider weitestgehend durch Napoleon zerstörte Altstadt. * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q270482| name= Alassio }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q241298| name= Albenga }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q270782| name= Loano }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q13318 | name= Imperia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q33962| name=San Remo}}''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q191759| name=Ventimiglia }}''' - Grenzübergang nach Frankreich. == Weitere Ziele == * {{vCard|type= landscape|name= |description= }} * {{vCard|type= landscape|name= |description= }} * {{vCard|type= landscape|name= |description= }} * {{vCard | name = Nationalpark Cinque Terre | type = landscape | wikidata = Q1886487 | description = spektakulärer Küsten-Nationalpark mit steilen Felsklippen, terrassierten Weinbergen, mediterraner Vegetation und zahlreichen Wanderwegen. }} * {{vCard | name = Naturpark Portofino | type = landscape | wikidata = Q957736 | description = geschützte Halbinsel mit dicht bewaldeten Hängen, felsiger Küste, kleinen Buchten und besonders schönen Küstenwanderwegen. }} * {{vCard | name = Naturpark Beigua | type = landscape | wikidata = Q1486272 | description = UNESCO-Geopark zwischen Küste und Apennin mit Bergen, Wäldern, weitläufigen Wanderwegen und beeindruckenden Aussichtspunkten. }} * {{vCard|type= landscape|name= |description= }} * {{vCard|type= landscape|name= |description= }} == Sprache == Italienisch == Anreise == === Mit dem Flugzeug === In Genua gibt es mit dem {{marker |type = airport |name = Flughafen Genua |wikidata = Q1431383 |show = none}} einen internationalen Flughafen, der direkt aus dem deutschsprachigen Raum erreichbar ist. === Mit der Bahn === Schnelle Fernverkehrszüge der italienischen Bahn ''(Frecciabianca)'' fahren sechsmal am Tag von Rom über Florenz und Pisa nach La Spezia und Genua. Einmal pro Tag wird die Strecke auch vom Hochgeschwindigkeitszug ''Frecciargento'' bedient. Von Mailand fährt stündlich ein IC oder EC nach Genua (1½ Std.), immer abwechselnd (also zweistündlich) geht es weiter an der östlichen Riviera entlang über Rapallo und Chiavari nach La Spezia (gut 3 Std. von Mailand) oder an der westlichen Riviera entlang über Savona, Imperia und San Remo nach Ventimiglia (3:45 Std. von Mailand; z.&#x202F;T.&nbsp;weiter nach Monte Carlo und Nizza). In umgekehrter Richtung fahren abgesehen von den Eurocity Nizza–Genua–Mailand auch wenigstens stündlich französische TER (Regionalexpress) von Cannes über Nizza und Monte Carlo nach Ventimiglia an der westlichen Riviera. Von Turin fahren regelmäßig Intercity- und Regionalexpress-Züge ''(Regionale Veloce)'' nach Genua. Aus der Schweiz kommt man günstig via Mailand nach Ligurien. Beispielsweise braucht man von Zürich mit nur einmal Umsteigen 5½ Stunden nach Genua (Verbindung im Zweistundentakt). === Auf der Straße === Genau parallel zur italienischen Riviera verläuft die Autostrada A10, die den Beinamen ''Autostrada dei Fiori'' („Blumen-Autobahn“) trägt, von der französischen Grenze bei Ventimiglia (dort setzt sie sich als französische A8 fort) nach Genua, wo sie in die Autostrada A12 mündet, die an der östlichen Riviera entlang über La Spezia nach Livorno führt (und weiter Richtung Rom). Außerdem führt die A7 direkt von Mailand nach Genua, die A26 vom Lago Maggiore über Alessandria (Piemont) nach Genua und die A6 von Turin nach Savona. Wem schöne Ausblicke wichtiger sind als hohe Geschwindigkeit, der kann die gesamte Riviera entlang die Staatsstraße SS 1 benutzen, die von Ventimiglia bis Sestri Levante genau dem Verlauf der Küste folgt (dann biegt sie ins Landesinnere, die Cinque Terre sind nur über extrem kurvige Nebenstraßen erreichbar). Ligurien ist mit dem Auto über folgende Autobahnen gut erreichbar: * A 15 La Spezia-Parma * A 10 (E 80) Genua-Ventimiglia * A 12 (E 80) Genua-La Spezia * A 7 (E 25) Genua-Mailand * A 6 (E 717) Turin-Savona * A 26 Alessandria-Genua Auch die Fortbewegung mit dem Auto, Motorrad oder Wohnmobil in der Region ist dank eines gut ausgebauten Straßennetzes unkompliziert. Darüber hinaus gibt es zahlreiche öffentliche Parkplätze innerhalb und außerhalb der Städte. Einige Bereiche sind durch eine verkehrsberuhigte Zone geschützt, in der das Fahren und Parken für nichtansässige Fahrzeuge verboten ist. Außerhalb der ZTL gibt es die "Blu Area", gekennzeichnet durch horizontale blaue Streifen, in der Sie zu einem je nach Stadtgebiet unterschiedlichen Stundensatz parken können. Die vier Provinzen und die großen ligurischen Städte sind durch Autobahnen mit den wichtigsten italienischen Städten verbunden. Alle Gemeinden des Territoriums sind durch Staats- und Provinzstraßen verbunden, die die Ortschaften der beiden Flüsse mit denen des Hinterlandes verbinden. Die gesamte ligurische Küste wird von der Staatsstraße n.1 Aurelia (SS1) durchquert. === Mit dem Schiff === Bedeutende Fährhäfen in Ligurien sind Genua, Savona und La Spezia. Verbindungen bestehen von den Mittelmeerinseln [[Korsika]] ([[Bastia]] und [[Ile Rousse]]), [[Sardinien]] ([[Arbatax]], [[Olbia]] und [[Porto Torres]]) und [[Sizilien]] ([[Palermo]]). Diese Routen werden im Sommer meist von zurückkehrenden TouristInnen genutzt, weshalb der Verkehr im Winter weitaus geringer ist. Fährverbindungen aus [[Afrika]] bestehen unter anderem aus [[Marokko]] ([[Tanger|Tanger-Med]]), [[Tunesien]] ([[Tunis]]), Von der iberischen Halbinsel ([[Barcelona]]) gibt es Verbindungen von Barcelona nach Savona und Genua. Savona ist Heimathafen der italienischen Kreuzfahrtreederei Costa Crociere, so dass hier viele Mittelmeerkreuzfahrten beginnen bzw. enden. Weiterhin werden Genua und La Spezia häufig von Kreuzfahrten angelaufen. == Mobilität == Egal, ob man mit dem Zug oder dem Auto reist, die Fahrt entlang der ligurischen Küste ist ein Erlebnis: Ständig wechseln sich Tunnel und Sonnenlicht ab, dazu kommt die glänzende See an der Seite. Für die Ausflüge ins schöne Hinterland braucht man ein Auto. Die meisten großen Mietwagenfirmen, z.&#x202F;B.&nbsp;Budget, Hertz oder Avis, haben Vertretungen in Italien. Man kann auch schon von zu Hause aus buchen, z.&#x202F;B.&nbsp;bei Holiday Autos (Tel. 01805- 179191). Wer an der Küste bleibt, ist mit der Eisenbahn gut beraten. Es gibt eine Bahnstrecke, die unmittelbar an der Riviera entlang führt. Einmal pro Stunde fahren Regionalzüge, die in jedem kleinen Ort halten, von Ventimiglia nach Savona, von Savona nach Genua, von Genua nach Sestri Levante und von Sestri Levante nach La Spezia. Ebenfalls ungefähr stündlich fahren Regionalexpress-, Intercity- oder Eurocity-Züge, die nur an den größeren Stationen halten und mit denen man auch weitere Strecken zurücklegen kann (Ventimiglia–Genua oder Genua–La Spezia). Bahnfahren in Italien ist recht günstig, beispielsweise bezahlt man für die 150&#x202F;km von Genua nach San Remo im Regionalexpress 12 €, für die 100&#x202F;km von Genua nach La Spezia 7,10 €. [https://www.trenitalia.com Fahrplanauskunft und Buchung der Trenitalia] == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == === Bootsfahrten === Im Sommer werden überall Bootsfahrten entlang der Küste angeboten. Die schönsten Ansichten bietet die Levante mit der Halbinsel Portofino. === Whale-Watching === Vor der Küste der oberen Ponente leben viele Walarten. Eine Sichtungsgarantie von fast 90&#x202F;% versprechen die Schiffsausflüge, die von Juni bis Mitte September täglich von Imperia, Finale Ligure und Andora aus starten. Dauer: ca. 5 Std. Preis: Erwachsene 32&#x202F;€ , Kinder 16&#x202F;€ [http://www.whalewatch.it Whale-Watching] == Küche == Siehe: [[Essen und Trinken in Ligurien]] == Nachtleben == In den meisten größeren Küstenorten sind gerade in den Sommermonaten viele Clubs geöffnet. Im Hinterland liegen hauptsächlich kleinere Bergorte, in denen Clubs oft vergeblich gesucht werden. == Sicherheit == == Literatur == == Weblinks == * Beschreibung der staatlichen [https://www.musei.liguria.beniculturali.it/musei Museen der Region] (ital.) * [http://www.imperia-online.de/ imperia-online.de] „Historische Reise durch die Provinz“ {{Navigation Italien}} {{class-2}} {{GeoData| lat= 44.45 | long= 8.766667 | radius= }} {{IstInKat|Oberitalien}} euifbarfdkybf6nwnnfl0zbt48aqljv 1802690 1802688 2026-09-07T11:25:17Z DocWoKav 14575 /* Weitere Ziele */ Geänderte vCard für Regionaler Naturpark der Ligurischen Alpen 1802690 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region Italien}} Die Region '''Ligurien''' liegt im Westen [[Oberitalien]]s am Mittelmeer und enthält die Provinzen Imperia, Savona, Genua und La Spezia. Die Hauptstadt der Region ist [[Genua]]. Im Westen grenzt Ligurien an [[Frankreich]], im Norden an das [[Piemont]], im Osten an die [[Emilia-Romagna]] und im Süd-Osten an die [[Toskana]]. == Hintergrund == Vor 2000 Jahren war der gesamte Nordwestteil Italiens einschließlich [[Piemont]] und der [[Lombardei]] von dem Volk der Ligurer bewohnt, von dem die Region ihren Namen hat. Ligurien steht für ansehnliche Küstenorte im Stil von [[Cannes]] und [[Monaco]] und dutzende sandige, steinige sowie kieselige Strände. == Regionen == * '''[[Italienische Riviera]]''' - der Hauptgrund für Fernreisende, Ligurien zu besuchen. Sie besteht aus den beiden Teilen ** '''[[Riviera di Ponente]]''' (westliche Riviera) - Diese Küste erstreckt sich von Frankreich nach Genua und ist wiederum unterteilt in die beiden Teile *** ''Riviera dei Fiori'' (Blumenriviera) von [[Ventimiglia]] bis [[Cervo]] *** ''Riviera delle Palme'' (Palmenriviera) von Cervo bis hinter [[Savona]] ** '''[[Riviera di Levante]]''' (östliche Riviera) mit den berühmten {{Marker | type=city |group=orange| wikidata=Q275639| name= Cinque Terre }}. * '''[[Ligurischer Apennin]]''' (''Appennino Ligure'') - Die ligurischen Alpen im Hinterland == Orte == {{Mapframe |zoom=8}}{{mapshape|type = geoline}} * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q8611 | name= La Spezia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q267005 | name= Moneglia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q194081 | name= Sestri Levante }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q210098 | name= Rapallo }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q232782 | name= Portofino }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q1449 | name= Genua | lat = 44.407186 | long = 8.933983 }} ''' (''Genova'') - eine lebendige und gleichzeitig historische Hafenstadt, Geburtsstadt von Kolumbus. * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q13320 | name= Savona }} ''' - Ist eine Industriestadt an der Blumenriviera zwischen den zwei anderen Großstädten Imperia und Genua. Sie zieht jährlich viele Touristen an ihren Hafen mit dem Turm Leon Pacaldo und an die leider weitestgehend durch Napoleon zerstörte Altstadt. * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q270482| name= Alassio }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q241298| name= Albenga }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q270782| name= Loano }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q13318 | name= Imperia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q33962| name=San Remo}}''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q191759| name=Ventimiglia }}''' - Grenzübergang nach Frankreich. == Weitere Ziele == * {{vCard | name = Regionaler Naturpark der Ligurischen Alpen | type = landscape | wikidata = Q3895678 | description = Ursprüngliche Berglandschaft mit tiefen Tälern, ausgedehnten Wäldern und Wanderwegen mit Aussicht. }} * {{vCard|type= landscape|name= |description= }} * {{vCard|type= landscape|name= |description= }} * {{vCard | name = Nationalpark Cinque Terre | type = landscape | wikidata = Q1886487 | description = spektakulärer Küsten-Nationalpark mit steilen Felsklippen, terrassierten Weinbergen, mediterraner Vegetation und zahlreichen Wanderwegen. }} * {{vCard | name = Naturpark Portofino | type = landscape | wikidata = Q957736 | description = geschützte Halbinsel mit dicht bewaldeten Hängen, felsiger Küste, kleinen Buchten und besonders schönen Küstenwanderwegen. }} * {{vCard | name = Naturpark Beigua | type = landscape | wikidata = Q1486272 | description = UNESCO-Geopark zwischen Küste und Apennin mit Bergen, Wäldern, weitläufigen Wanderwegen und beeindruckenden Aussichtspunkten. }} * {{vCard|type= landscape|name= |description= }} * {{vCard|type= landscape|name= |description= }} == Sprache == Italienisch == Anreise == === Mit dem Flugzeug === In Genua gibt es mit dem {{marker |type = airport |name = Flughafen Genua |wikidata = Q1431383 |show = none}} einen internationalen Flughafen, der direkt aus dem deutschsprachigen Raum erreichbar ist. === Mit der Bahn === Schnelle Fernverkehrszüge der italienischen Bahn ''(Frecciabianca)'' fahren sechsmal am Tag von Rom über Florenz und Pisa nach La Spezia und Genua. Einmal pro Tag wird die Strecke auch vom Hochgeschwindigkeitszug ''Frecciargento'' bedient. Von Mailand fährt stündlich ein IC oder EC nach Genua (1½ Std.), immer abwechselnd (also zweistündlich) geht es weiter an der östlichen Riviera entlang über Rapallo und Chiavari nach La Spezia (gut 3 Std. von Mailand) oder an der westlichen Riviera entlang über Savona, Imperia und San Remo nach Ventimiglia (3:45 Std. von Mailand; z.&#x202F;T.&nbsp;weiter nach Monte Carlo und Nizza). In umgekehrter Richtung fahren abgesehen von den Eurocity Nizza–Genua–Mailand auch wenigstens stündlich französische TER (Regionalexpress) von Cannes über Nizza und Monte Carlo nach Ventimiglia an der westlichen Riviera. Von Turin fahren regelmäßig Intercity- und Regionalexpress-Züge ''(Regionale Veloce)'' nach Genua. Aus der Schweiz kommt man günstig via Mailand nach Ligurien. Beispielsweise braucht man von Zürich mit nur einmal Umsteigen 5½ Stunden nach Genua (Verbindung im Zweistundentakt). === Auf der Straße === Genau parallel zur italienischen Riviera verläuft die Autostrada A10, die den Beinamen ''Autostrada dei Fiori'' („Blumen-Autobahn“) trägt, von der französischen Grenze bei Ventimiglia (dort setzt sie sich als französische A8 fort) nach Genua, wo sie in die Autostrada A12 mündet, die an der östlichen Riviera entlang über La Spezia nach Livorno führt (und weiter Richtung Rom). Außerdem führt die A7 direkt von Mailand nach Genua, die A26 vom Lago Maggiore über Alessandria (Piemont) nach Genua und die A6 von Turin nach Savona. Wem schöne Ausblicke wichtiger sind als hohe Geschwindigkeit, der kann die gesamte Riviera entlang die Staatsstraße SS 1 benutzen, die von Ventimiglia bis Sestri Levante genau dem Verlauf der Küste folgt (dann biegt sie ins Landesinnere, die Cinque Terre sind nur über extrem kurvige Nebenstraßen erreichbar). Ligurien ist mit dem Auto über folgende Autobahnen gut erreichbar: * A 15 La Spezia-Parma * A 10 (E 80) Genua-Ventimiglia * A 12 (E 80) Genua-La Spezia * A 7 (E 25) Genua-Mailand * A 6 (E 717) Turin-Savona * A 26 Alessandria-Genua Auch die Fortbewegung mit dem Auto, Motorrad oder Wohnmobil in der Region ist dank eines gut ausgebauten Straßennetzes unkompliziert. Darüber hinaus gibt es zahlreiche öffentliche Parkplätze innerhalb und außerhalb der Städte. Einige Bereiche sind durch eine verkehrsberuhigte Zone geschützt, in der das Fahren und Parken für nichtansässige Fahrzeuge verboten ist. Außerhalb der ZTL gibt es die "Blu Area", gekennzeichnet durch horizontale blaue Streifen, in der Sie zu einem je nach Stadtgebiet unterschiedlichen Stundensatz parken können. Die vier Provinzen und die großen ligurischen Städte sind durch Autobahnen mit den wichtigsten italienischen Städten verbunden. Alle Gemeinden des Territoriums sind durch Staats- und Provinzstraßen verbunden, die die Ortschaften der beiden Flüsse mit denen des Hinterlandes verbinden. Die gesamte ligurische Küste wird von der Staatsstraße n.1 Aurelia (SS1) durchquert. === Mit dem Schiff === Bedeutende Fährhäfen in Ligurien sind Genua, Savona und La Spezia. Verbindungen bestehen von den Mittelmeerinseln [[Korsika]] ([[Bastia]] und [[Ile Rousse]]), [[Sardinien]] ([[Arbatax]], [[Olbia]] und [[Porto Torres]]) und [[Sizilien]] ([[Palermo]]). Diese Routen werden im Sommer meist von zurückkehrenden TouristInnen genutzt, weshalb der Verkehr im Winter weitaus geringer ist. Fährverbindungen aus [[Afrika]] bestehen unter anderem aus [[Marokko]] ([[Tanger|Tanger-Med]]), [[Tunesien]] ([[Tunis]]), Von der iberischen Halbinsel ([[Barcelona]]) gibt es Verbindungen von Barcelona nach Savona und Genua. Savona ist Heimathafen der italienischen Kreuzfahrtreederei Costa Crociere, so dass hier viele Mittelmeerkreuzfahrten beginnen bzw. enden. Weiterhin werden Genua und La Spezia häufig von Kreuzfahrten angelaufen. == Mobilität == Egal, ob man mit dem Zug oder dem Auto reist, die Fahrt entlang der ligurischen Küste ist ein Erlebnis: Ständig wechseln sich Tunnel und Sonnenlicht ab, dazu kommt die glänzende See an der Seite. Für die Ausflüge ins schöne Hinterland braucht man ein Auto. Die meisten großen Mietwagenfirmen, z.&#x202F;B.&nbsp;Budget, Hertz oder Avis, haben Vertretungen in Italien. Man kann auch schon von zu Hause aus buchen, z.&#x202F;B.&nbsp;bei Holiday Autos (Tel. 01805- 179191). Wer an der Küste bleibt, ist mit der Eisenbahn gut beraten. Es gibt eine Bahnstrecke, die unmittelbar an der Riviera entlang führt. Einmal pro Stunde fahren Regionalzüge, die in jedem kleinen Ort halten, von Ventimiglia nach Savona, von Savona nach Genua, von Genua nach Sestri Levante und von Sestri Levante nach La Spezia. Ebenfalls ungefähr stündlich fahren Regionalexpress-, Intercity- oder Eurocity-Züge, die nur an den größeren Stationen halten und mit denen man auch weitere Strecken zurücklegen kann (Ventimiglia–Genua oder Genua–La Spezia). Bahnfahren in Italien ist recht günstig, beispielsweise bezahlt man für die 150&#x202F;km von Genua nach San Remo im Regionalexpress 12 €, für die 100&#x202F;km von Genua nach La Spezia 7,10 €. [https://www.trenitalia.com Fahrplanauskunft und Buchung der Trenitalia] == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == === Bootsfahrten === Im Sommer werden überall Bootsfahrten entlang der Küste angeboten. Die schönsten Ansichten bietet die Levante mit der Halbinsel Portofino. === Whale-Watching === Vor der Küste der oberen Ponente leben viele Walarten. Eine Sichtungsgarantie von fast 90&#x202F;% versprechen die Schiffsausflüge, die von Juni bis Mitte September täglich von Imperia, Finale Ligure und Andora aus starten. Dauer: ca. 5 Std. Preis: Erwachsene 32&#x202F;€ , Kinder 16&#x202F;€ [http://www.whalewatch.it Whale-Watching] == Küche == Siehe: [[Essen und Trinken in Ligurien]] == Nachtleben == In den meisten größeren Küstenorten sind gerade in den Sommermonaten viele Clubs geöffnet. Im Hinterland liegen hauptsächlich kleinere Bergorte, in denen Clubs oft vergeblich gesucht werden. == Sicherheit == == Literatur == == Weblinks == * Beschreibung der staatlichen [https://www.musei.liguria.beniculturali.it/musei Museen der Region] (ital.) * [http://www.imperia-online.de/ imperia-online.de] „Historische Reise durch die Provinz“ {{Navigation Italien}} {{class-2}} {{GeoData| lat= 44.45 | long= 8.766667 | radius= }} {{IstInKat|Oberitalien}} ruhu7az5v9ifxruzmmohfhgynf6bdav 1802691 1802690 2026-09-07T11:26:42Z DocWoKav 14575 /* Weitere Ziele */ Geänderte vCard für Naturpark Piana Crixia 1802691 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region Italien}} Die Region '''Ligurien''' liegt im Westen [[Oberitalien]]s am Mittelmeer und enthält die Provinzen Imperia, Savona, Genua und La Spezia. Die Hauptstadt der Region ist [[Genua]]. Im Westen grenzt Ligurien an [[Frankreich]], im Norden an das [[Piemont]], im Osten an die [[Emilia-Romagna]] und im Süd-Osten an die [[Toskana]]. == Hintergrund == Vor 2000 Jahren war der gesamte Nordwestteil Italiens einschließlich [[Piemont]] und der [[Lombardei]] von dem Volk der Ligurer bewohnt, von dem die Region ihren Namen hat. Ligurien steht für ansehnliche Küstenorte im Stil von [[Cannes]] und [[Monaco]] und dutzende sandige, steinige sowie kieselige Strände. == Regionen == * '''[[Italienische Riviera]]''' - der Hauptgrund für Fernreisende, Ligurien zu besuchen. Sie besteht aus den beiden Teilen ** '''[[Riviera di Ponente]]''' (westliche Riviera) - Diese Küste erstreckt sich von Frankreich nach Genua und ist wiederum unterteilt in die beiden Teile *** ''Riviera dei Fiori'' (Blumenriviera) von [[Ventimiglia]] bis [[Cervo]] *** ''Riviera delle Palme'' (Palmenriviera) von Cervo bis hinter [[Savona]] ** '''[[Riviera di Levante]]''' (östliche Riviera) mit den berühmten {{Marker | type=city |group=orange| wikidata=Q275639| name= Cinque Terre }}. * '''[[Ligurischer Apennin]]''' (''Appennino Ligure'') - Die ligurischen Alpen im Hinterland == Orte == {{Mapframe |zoom=8}}{{mapshape|type = geoline}} * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q8611 | name= La Spezia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q267005 | name= Moneglia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q194081 | name= Sestri Levante }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q210098 | name= Rapallo }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q232782 | name= Portofino }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q1449 | name= Genua | lat = 44.407186 | long = 8.933983 }} ''' (''Genova'') - eine lebendige und gleichzeitig historische Hafenstadt, Geburtsstadt von Kolumbus. * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q13320 | name= Savona }} ''' - Ist eine Industriestadt an der Blumenriviera zwischen den zwei anderen Großstädten Imperia und Genua. Sie zieht jährlich viele Touristen an ihren Hafen mit dem Turm Leon Pacaldo und an die leider weitestgehend durch Napoleon zerstörte Altstadt. * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q270482| name= Alassio }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q241298| name= Albenga }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q270782| name= Loano }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q13318 | name= Imperia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q33962| name=San Remo}}''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q191759| name=Ventimiglia }}''' - Grenzübergang nach Frankreich. == Weitere Ziele == * {{vCard | name = Regionaler Naturpark der Ligurischen Alpen | type = landscape | wikidata = Q3895678 | description = Ursprüngliche Berglandschaft mit tiefen Tälern, ausgedehnten Wäldern und Wanderwegen mit Aussicht. }} * {{vCard | name = Naturpark Piana Crixia | type = landscape | wikidata = Q1970592 | description = Der kleine Park im ligurischen Hinterland ist vor allem für seine ungewöhnlichen Felsformationen, bewaldeten Landschaften und die ruhige, wenig touristische Umgebung interessant. }} * {{vCard|type= landscape|name= |description= }} * {{vCard | name = Nationalpark Cinque Terre | type = landscape | wikidata = Q1886487 | description = spektakulärer Küsten-Nationalpark mit steilen Felsklippen, terrassierten Weinbergen, mediterraner Vegetation und zahlreichen Wanderwegen. }} * {{vCard | name = Naturpark Portofino | type = landscape | wikidata = Q957736 | description = geschützte Halbinsel mit dicht bewaldeten Hängen, felsiger Küste, kleinen Buchten und besonders schönen Küstenwanderwegen. }} * {{vCard | name = Naturpark Beigua | type = landscape | wikidata = Q1486272 | description = UNESCO-Geopark zwischen Küste und Apennin mit Bergen, Wäldern, weitläufigen Wanderwegen und beeindruckenden Aussichtspunkten. }} * {{vCard|type= landscape|name= |description= }} * {{vCard|type= landscape|name= |description= }} == Sprache == Italienisch == Anreise == === Mit dem Flugzeug === In Genua gibt es mit dem {{marker |type = airport |name = Flughafen Genua |wikidata = Q1431383 |show = none}} einen internationalen Flughafen, der direkt aus dem deutschsprachigen Raum erreichbar ist. === Mit der Bahn === Schnelle Fernverkehrszüge der italienischen Bahn ''(Frecciabianca)'' fahren sechsmal am Tag von Rom über Florenz und Pisa nach La Spezia und Genua. Einmal pro Tag wird die Strecke auch vom Hochgeschwindigkeitszug ''Frecciargento'' bedient. Von Mailand fährt stündlich ein IC oder EC nach Genua (1½ Std.), immer abwechselnd (also zweistündlich) geht es weiter an der östlichen Riviera entlang über Rapallo und Chiavari nach La Spezia (gut 3 Std. von Mailand) oder an der westlichen Riviera entlang über Savona, Imperia und San Remo nach Ventimiglia (3:45 Std. von Mailand; z.&#x202F;T.&nbsp;weiter nach Monte Carlo und Nizza). In umgekehrter Richtung fahren abgesehen von den Eurocity Nizza–Genua–Mailand auch wenigstens stündlich französische TER (Regionalexpress) von Cannes über Nizza und Monte Carlo nach Ventimiglia an der westlichen Riviera. Von Turin fahren regelmäßig Intercity- und Regionalexpress-Züge ''(Regionale Veloce)'' nach Genua. Aus der Schweiz kommt man günstig via Mailand nach Ligurien. Beispielsweise braucht man von Zürich mit nur einmal Umsteigen 5½ Stunden nach Genua (Verbindung im Zweistundentakt). === Auf der Straße === Genau parallel zur italienischen Riviera verläuft die Autostrada A10, die den Beinamen ''Autostrada dei Fiori'' („Blumen-Autobahn“) trägt, von der französischen Grenze bei Ventimiglia (dort setzt sie sich als französische A8 fort) nach Genua, wo sie in die Autostrada A12 mündet, die an der östlichen Riviera entlang über La Spezia nach Livorno führt (und weiter Richtung Rom). Außerdem führt die A7 direkt von Mailand nach Genua, die A26 vom Lago Maggiore über Alessandria (Piemont) nach Genua und die A6 von Turin nach Savona. Wem schöne Ausblicke wichtiger sind als hohe Geschwindigkeit, der kann die gesamte Riviera entlang die Staatsstraße SS 1 benutzen, die von Ventimiglia bis Sestri Levante genau dem Verlauf der Küste folgt (dann biegt sie ins Landesinnere, die Cinque Terre sind nur über extrem kurvige Nebenstraßen erreichbar). Ligurien ist mit dem Auto über folgende Autobahnen gut erreichbar: * A 15 La Spezia-Parma * A 10 (E 80) Genua-Ventimiglia * A 12 (E 80) Genua-La Spezia * A 7 (E 25) Genua-Mailand * A 6 (E 717) Turin-Savona * A 26 Alessandria-Genua Auch die Fortbewegung mit dem Auto, Motorrad oder Wohnmobil in der Region ist dank eines gut ausgebauten Straßennetzes unkompliziert. Darüber hinaus gibt es zahlreiche öffentliche Parkplätze innerhalb und außerhalb der Städte. Einige Bereiche sind durch eine verkehrsberuhigte Zone geschützt, in der das Fahren und Parken für nichtansässige Fahrzeuge verboten ist. Außerhalb der ZTL gibt es die "Blu Area", gekennzeichnet durch horizontale blaue Streifen, in der Sie zu einem je nach Stadtgebiet unterschiedlichen Stundensatz parken können. Die vier Provinzen und die großen ligurischen Städte sind durch Autobahnen mit den wichtigsten italienischen Städten verbunden. Alle Gemeinden des Territoriums sind durch Staats- und Provinzstraßen verbunden, die die Ortschaften der beiden Flüsse mit denen des Hinterlandes verbinden. Die gesamte ligurische Küste wird von der Staatsstraße n.1 Aurelia (SS1) durchquert. === Mit dem Schiff === Bedeutende Fährhäfen in Ligurien sind Genua, Savona und La Spezia. Verbindungen bestehen von den Mittelmeerinseln [[Korsika]] ([[Bastia]] und [[Ile Rousse]]), [[Sardinien]] ([[Arbatax]], [[Olbia]] und [[Porto Torres]]) und [[Sizilien]] ([[Palermo]]). Diese Routen werden im Sommer meist von zurückkehrenden TouristInnen genutzt, weshalb der Verkehr im Winter weitaus geringer ist. Fährverbindungen aus [[Afrika]] bestehen unter anderem aus [[Marokko]] ([[Tanger|Tanger-Med]]), [[Tunesien]] ([[Tunis]]), Von der iberischen Halbinsel ([[Barcelona]]) gibt es Verbindungen von Barcelona nach Savona und Genua. Savona ist Heimathafen der italienischen Kreuzfahrtreederei Costa Crociere, so dass hier viele Mittelmeerkreuzfahrten beginnen bzw. enden. Weiterhin werden Genua und La Spezia häufig von Kreuzfahrten angelaufen. == Mobilität == Egal, ob man mit dem Zug oder dem Auto reist, die Fahrt entlang der ligurischen Küste ist ein Erlebnis: Ständig wechseln sich Tunnel und Sonnenlicht ab, dazu kommt die glänzende See an der Seite. Für die Ausflüge ins schöne Hinterland braucht man ein Auto. Die meisten großen Mietwagenfirmen, z.&#x202F;B.&nbsp;Budget, Hertz oder Avis, haben Vertretungen in Italien. Man kann auch schon von zu Hause aus buchen, z.&#x202F;B.&nbsp;bei Holiday Autos (Tel. 01805- 179191). Wer an der Küste bleibt, ist mit der Eisenbahn gut beraten. Es gibt eine Bahnstrecke, die unmittelbar an der Riviera entlang führt. Einmal pro Stunde fahren Regionalzüge, die in jedem kleinen Ort halten, von Ventimiglia nach Savona, von Savona nach Genua, von Genua nach Sestri Levante und von Sestri Levante nach La Spezia. Ebenfalls ungefähr stündlich fahren Regionalexpress-, Intercity- oder Eurocity-Züge, die nur an den größeren Stationen halten und mit denen man auch weitere Strecken zurücklegen kann (Ventimiglia–Genua oder Genua–La Spezia). Bahnfahren in Italien ist recht günstig, beispielsweise bezahlt man für die 150&#x202F;km von Genua nach San Remo im Regionalexpress 12 €, für die 100&#x202F;km von Genua nach La Spezia 7,10 €. [https://www.trenitalia.com Fahrplanauskunft und Buchung der Trenitalia] == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == === Bootsfahrten === Im Sommer werden überall Bootsfahrten entlang der Küste angeboten. Die schönsten Ansichten bietet die Levante mit der Halbinsel Portofino. === Whale-Watching === Vor der Küste der oberen Ponente leben viele Walarten. Eine Sichtungsgarantie von fast 90&#x202F;% versprechen die Schiffsausflüge, die von Juni bis Mitte September täglich von Imperia, Finale Ligure und Andora aus starten. Dauer: ca. 5 Std. Preis: Erwachsene 32&#x202F;€ , Kinder 16&#x202F;€ [http://www.whalewatch.it Whale-Watching] == Küche == Siehe: [[Essen und Trinken in Ligurien]] == Nachtleben == In den meisten größeren Küstenorten sind gerade in den Sommermonaten viele Clubs geöffnet. Im Hinterland liegen hauptsächlich kleinere Bergorte, in denen Clubs oft vergeblich gesucht werden. == Sicherheit == == Literatur == == Weblinks == * Beschreibung der staatlichen [https://www.musei.liguria.beniculturali.it/musei Museen der Region] (ital.) * [http://www.imperia-online.de/ imperia-online.de] „Historische Reise durch die Provinz“ {{Navigation Italien}} {{class-2}} {{GeoData| lat= 44.45 | long= 8.766667 | radius= }} {{IstInKat|Oberitalien}} 35ks9anhb2trxi9bvncarui11rnpyj1 1802692 1802691 2026-09-07T11:27:22Z DocWoKav 14575 /* Weitere Ziele */ 1802692 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region Italien}} Die Region '''Ligurien''' liegt im Westen [[Oberitalien]]s am Mittelmeer und enthält die Provinzen Imperia, Savona, Genua und La Spezia. Die Hauptstadt der Region ist [[Genua]]. Im Westen grenzt Ligurien an [[Frankreich]], im Norden an das [[Piemont]], im Osten an die [[Emilia-Romagna]] und im Süd-Osten an die [[Toskana]]. == Hintergrund == Vor 2000 Jahren war der gesamte Nordwestteil Italiens einschließlich [[Piemont]] und der [[Lombardei]] von dem Volk der Ligurer bewohnt, von dem die Region ihren Namen hat. Ligurien steht für ansehnliche Küstenorte im Stil von [[Cannes]] und [[Monaco]] und dutzende sandige, steinige sowie kieselige Strände. == Regionen == * '''[[Italienische Riviera]]''' - der Hauptgrund für Fernreisende, Ligurien zu besuchen. Sie besteht aus den beiden Teilen ** '''[[Riviera di Ponente]]''' (westliche Riviera) - Diese Küste erstreckt sich von Frankreich nach Genua und ist wiederum unterteilt in die beiden Teile *** ''Riviera dei Fiori'' (Blumenriviera) von [[Ventimiglia]] bis [[Cervo]] *** ''Riviera delle Palme'' (Palmenriviera) von Cervo bis hinter [[Savona]] ** '''[[Riviera di Levante]]''' (östliche Riviera) mit den berühmten {{Marker | type=city |group=orange| wikidata=Q275639| name= Cinque Terre }}. * '''[[Ligurischer Apennin]]''' (''Appennino Ligure'') - Die ligurischen Alpen im Hinterland == Orte == {{Mapframe |zoom=8}}{{mapshape|type = geoline}} * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q8611 | name= La Spezia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q267005 | name= Moneglia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q194081 | name= Sestri Levante }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q210098 | name= Rapallo }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q232782 | name= Portofino }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q1449 | name= Genua | lat = 44.407186 | long = 8.933983 }} ''' (''Genova'') - eine lebendige und gleichzeitig historische Hafenstadt, Geburtsstadt von Kolumbus. * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q13320 | name= Savona }} ''' - Ist eine Industriestadt an der Blumenriviera zwischen den zwei anderen Großstädten Imperia und Genua. Sie zieht jährlich viele Touristen an ihren Hafen mit dem Turm Leon Pacaldo und an die leider weitestgehend durch Napoleon zerstörte Altstadt. * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q270482| name= Alassio }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q241298| name= Albenga }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q270782| name= Loano }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q13318 | name= Imperia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q33962| name=San Remo}}''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q191759| name=Ventimiglia }}''' - Grenzübergang nach Frankreich. == Weitere Ziele == * {{vCard | name = Regionaler Naturpark der Ligurischen Alpen | type = landscape | wikidata = Q3895678 | description = Ursprüngliche Berglandschaft mit tiefen Tälern, ausgedehnten Wäldern und Wanderwegen mit Aussicht. }} * {{vCard | name = Naturpark Piana Crixia | type = landscape | wikidata = Q1970592 | description = Der kleine Park im ligurischen Hinterland ist vor allem für seine ungewöhnlichen Felsformationen, bewaldeten Landschaften und die ruhige, wenig touristische Umgebung interessant. }} * {{vCard | name = Naturpark Beigua | type = landscape | wikidata = Q1486272 | description = UNESCO-Geopark zwischen Küste und Apennin mit Bergen, Wäldern, weitläufigen Wanderwegen und beeindruckenden Aussichtspunkten. }} * {{vCard|type= landscape|name= |description= }} * {{vCard | name = Nationalpark Cinque Terre | type = landscape | wikidata = Q1886487 | description = spektakulärer Küsten-Nationalpark mit steilen Felsklippen, terrassierten Weinbergen, mediterraner Vegetation und zahlreichen Wanderwegen. }} * {{vCard | name = Naturpark Portofino | type = landscape | wikidata = Q957736 | description = geschützte Halbinsel mit dicht bewaldeten Hängen, felsiger Küste, kleinen Buchten und besonders schönen Küstenwanderwegen. }} * {{vCard|type= landscape|name= |description= }} * {{vCard|type= landscape|name= |description= }} == Sprache == Italienisch == Anreise == === Mit dem Flugzeug === In Genua gibt es mit dem {{marker |type = airport |name = Flughafen Genua |wikidata = Q1431383 |show = none}} einen internationalen Flughafen, der direkt aus dem deutschsprachigen Raum erreichbar ist. === Mit der Bahn === Schnelle Fernverkehrszüge der italienischen Bahn ''(Frecciabianca)'' fahren sechsmal am Tag von Rom über Florenz und Pisa nach La Spezia und Genua. Einmal pro Tag wird die Strecke auch vom Hochgeschwindigkeitszug ''Frecciargento'' bedient. Von Mailand fährt stündlich ein IC oder EC nach Genua (1½ Std.), immer abwechselnd (also zweistündlich) geht es weiter an der östlichen Riviera entlang über Rapallo und Chiavari nach La Spezia (gut 3 Std. von Mailand) oder an der westlichen Riviera entlang über Savona, Imperia und San Remo nach Ventimiglia (3:45 Std. von Mailand; z.&#x202F;T.&nbsp;weiter nach Monte Carlo und Nizza). In umgekehrter Richtung fahren abgesehen von den Eurocity Nizza–Genua–Mailand auch wenigstens stündlich französische TER (Regionalexpress) von Cannes über Nizza und Monte Carlo nach Ventimiglia an der westlichen Riviera. Von Turin fahren regelmäßig Intercity- und Regionalexpress-Züge ''(Regionale Veloce)'' nach Genua. Aus der Schweiz kommt man günstig via Mailand nach Ligurien. Beispielsweise braucht man von Zürich mit nur einmal Umsteigen 5½ Stunden nach Genua (Verbindung im Zweistundentakt). === Auf der Straße === Genau parallel zur italienischen Riviera verläuft die Autostrada A10, die den Beinamen ''Autostrada dei Fiori'' („Blumen-Autobahn“) trägt, von der französischen Grenze bei Ventimiglia (dort setzt sie sich als französische A8 fort) nach Genua, wo sie in die Autostrada A12 mündet, die an der östlichen Riviera entlang über La Spezia nach Livorno führt (und weiter Richtung Rom). Außerdem führt die A7 direkt von Mailand nach Genua, die A26 vom Lago Maggiore über Alessandria (Piemont) nach Genua und die A6 von Turin nach Savona. Wem schöne Ausblicke wichtiger sind als hohe Geschwindigkeit, der kann die gesamte Riviera entlang die Staatsstraße SS 1 benutzen, die von Ventimiglia bis Sestri Levante genau dem Verlauf der Küste folgt (dann biegt sie ins Landesinnere, die Cinque Terre sind nur über extrem kurvige Nebenstraßen erreichbar). Ligurien ist mit dem Auto über folgende Autobahnen gut erreichbar: * A 15 La Spezia-Parma * A 10 (E 80) Genua-Ventimiglia * A 12 (E 80) Genua-La Spezia * A 7 (E 25) Genua-Mailand * A 6 (E 717) Turin-Savona * A 26 Alessandria-Genua Auch die Fortbewegung mit dem Auto, Motorrad oder Wohnmobil in der Region ist dank eines gut ausgebauten Straßennetzes unkompliziert. Darüber hinaus gibt es zahlreiche öffentliche Parkplätze innerhalb und außerhalb der Städte. Einige Bereiche sind durch eine verkehrsberuhigte Zone geschützt, in der das Fahren und Parken für nichtansässige Fahrzeuge verboten ist. Außerhalb der ZTL gibt es die "Blu Area", gekennzeichnet durch horizontale blaue Streifen, in der Sie zu einem je nach Stadtgebiet unterschiedlichen Stundensatz parken können. Die vier Provinzen und die großen ligurischen Städte sind durch Autobahnen mit den wichtigsten italienischen Städten verbunden. Alle Gemeinden des Territoriums sind durch Staats- und Provinzstraßen verbunden, die die Ortschaften der beiden Flüsse mit denen des Hinterlandes verbinden. Die gesamte ligurische Küste wird von der Staatsstraße n.1 Aurelia (SS1) durchquert. === Mit dem Schiff === Bedeutende Fährhäfen in Ligurien sind Genua, Savona und La Spezia. Verbindungen bestehen von den Mittelmeerinseln [[Korsika]] ([[Bastia]] und [[Ile Rousse]]), [[Sardinien]] ([[Arbatax]], [[Olbia]] und [[Porto Torres]]) und [[Sizilien]] ([[Palermo]]). Diese Routen werden im Sommer meist von zurückkehrenden TouristInnen genutzt, weshalb der Verkehr im Winter weitaus geringer ist. Fährverbindungen aus [[Afrika]] bestehen unter anderem aus [[Marokko]] ([[Tanger|Tanger-Med]]), [[Tunesien]] ([[Tunis]]), Von der iberischen Halbinsel ([[Barcelona]]) gibt es Verbindungen von Barcelona nach Savona und Genua. Savona ist Heimathafen der italienischen Kreuzfahrtreederei Costa Crociere, so dass hier viele Mittelmeerkreuzfahrten beginnen bzw. enden. Weiterhin werden Genua und La Spezia häufig von Kreuzfahrten angelaufen. == Mobilität == Egal, ob man mit dem Zug oder dem Auto reist, die Fahrt entlang der ligurischen Küste ist ein Erlebnis: Ständig wechseln sich Tunnel und Sonnenlicht ab, dazu kommt die glänzende See an der Seite. Für die Ausflüge ins schöne Hinterland braucht man ein Auto. Die meisten großen Mietwagenfirmen, z.&#x202F;B.&nbsp;Budget, Hertz oder Avis, haben Vertretungen in Italien. Man kann auch schon von zu Hause aus buchen, z.&#x202F;B.&nbsp;bei Holiday Autos (Tel. 01805- 179191). Wer an der Küste bleibt, ist mit der Eisenbahn gut beraten. Es gibt eine Bahnstrecke, die unmittelbar an der Riviera entlang führt. Einmal pro Stunde fahren Regionalzüge, die in jedem kleinen Ort halten, von Ventimiglia nach Savona, von Savona nach Genua, von Genua nach Sestri Levante und von Sestri Levante nach La Spezia. Ebenfalls ungefähr stündlich fahren Regionalexpress-, Intercity- oder Eurocity-Züge, die nur an den größeren Stationen halten und mit denen man auch weitere Strecken zurücklegen kann (Ventimiglia–Genua oder Genua–La Spezia). Bahnfahren in Italien ist recht günstig, beispielsweise bezahlt man für die 150&#x202F;km von Genua nach San Remo im Regionalexpress 12 €, für die 100&#x202F;km von Genua nach La Spezia 7,10 €. [https://www.trenitalia.com Fahrplanauskunft und Buchung der Trenitalia] == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == === Bootsfahrten === Im Sommer werden überall Bootsfahrten entlang der Küste angeboten. Die schönsten Ansichten bietet die Levante mit der Halbinsel Portofino. === Whale-Watching === Vor der Küste der oberen Ponente leben viele Walarten. Eine Sichtungsgarantie von fast 90&#x202F;% versprechen die Schiffsausflüge, die von Juni bis Mitte September täglich von Imperia, Finale Ligure und Andora aus starten. Dauer: ca. 5 Std. Preis: Erwachsene 32&#x202F;€ , Kinder 16&#x202F;€ [http://www.whalewatch.it Whale-Watching] == Küche == Siehe: [[Essen und Trinken in Ligurien]] == Nachtleben == In den meisten größeren Küstenorten sind gerade in den Sommermonaten viele Clubs geöffnet. Im Hinterland liegen hauptsächlich kleinere Bergorte, in denen Clubs oft vergeblich gesucht werden. == Sicherheit == == Literatur == == Weblinks == * Beschreibung der staatlichen [https://www.musei.liguria.beniculturali.it/musei Museen der Region] (ital.) * [http://www.imperia-online.de/ imperia-online.de] „Historische Reise durch die Provinz“ {{Navigation Italien}} {{class-2}} {{GeoData| lat= 44.45 | long= 8.766667 | radius= }} {{IstInKat|Oberitalien}} j8nq1wo9x87x3rikn65rn6bpm8dhk8g 1802693 1802692 2026-09-07T11:28:23Z DocWoKav 14575 /* Weitere Ziele */ 1802693 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region Italien}} Die Region '''Ligurien''' liegt im Westen [[Oberitalien]]s am Mittelmeer und enthält die Provinzen Imperia, Savona, Genua und La Spezia. Die Hauptstadt der Region ist [[Genua]]. Im Westen grenzt Ligurien an [[Frankreich]], im Norden an das [[Piemont]], im Osten an die [[Emilia-Romagna]] und im Süd-Osten an die [[Toskana]]. == Hintergrund == Vor 2000 Jahren war der gesamte Nordwestteil Italiens einschließlich [[Piemont]] und der [[Lombardei]] von dem Volk der Ligurer bewohnt, von dem die Region ihren Namen hat. Ligurien steht für ansehnliche Küstenorte im Stil von [[Cannes]] und [[Monaco]] und dutzende sandige, steinige sowie kieselige Strände. == Regionen == * '''[[Italienische Riviera]]''' - der Hauptgrund für Fernreisende, Ligurien zu besuchen. Sie besteht aus den beiden Teilen ** '''[[Riviera di Ponente]]''' (westliche Riviera) - Diese Küste erstreckt sich von Frankreich nach Genua und ist wiederum unterteilt in die beiden Teile *** ''Riviera dei Fiori'' (Blumenriviera) von [[Ventimiglia]] bis [[Cervo]] *** ''Riviera delle Palme'' (Palmenriviera) von Cervo bis hinter [[Savona]] ** '''[[Riviera di Levante]]''' (östliche Riviera) mit den berühmten {{Marker | type=city |group=orange| wikidata=Q275639| name= Cinque Terre }}. * '''[[Ligurischer Apennin]]''' (''Appennino Ligure'') - Die ligurischen Alpen im Hinterland == Orte == {{Mapframe |zoom=8}}{{mapshape|type = geoline}} * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q8611 | name= La Spezia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q267005 | name= Moneglia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q194081 | name= Sestri Levante }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q210098 | name= Rapallo }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q232782 | name= Portofino }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q1449 | name= Genua | lat = 44.407186 | long = 8.933983 }} ''' (''Genova'') - eine lebendige und gleichzeitig historische Hafenstadt, Geburtsstadt von Kolumbus. * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q13320 | name= Savona }} ''' - Ist eine Industriestadt an der Blumenriviera zwischen den zwei anderen Großstädten Imperia und Genua. 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Einmal pro Tag wird die Strecke auch vom Hochgeschwindigkeitszug ''Frecciargento'' bedient. Von Mailand fährt stündlich ein IC oder EC nach Genua (1½ Std.), immer abwechselnd (also zweistündlich) geht es weiter an der östlichen Riviera entlang über Rapallo und Chiavari nach La Spezia (gut 3 Std. von Mailand) oder an der westlichen Riviera entlang über Savona, Imperia und San Remo nach Ventimiglia (3:45 Std. von Mailand; z.&#x202F;T.&nbsp;weiter nach Monte Carlo und Nizza). In umgekehrter Richtung fahren abgesehen von den Eurocity Nizza–Genua–Mailand auch wenigstens stündlich französische TER (Regionalexpress) von Cannes über Nizza und Monte Carlo nach Ventimiglia an der westlichen Riviera. Von Turin fahren regelmäßig Intercity- und Regionalexpress-Züge ''(Regionale Veloce)'' nach Genua. Aus der Schweiz kommt man günstig via Mailand nach Ligurien. Beispielsweise braucht man von Zürich mit nur einmal Umsteigen 5½ Stunden nach Genua (Verbindung im Zweistundentakt). === Auf der Straße === Genau parallel zur italienischen Riviera verläuft die Autostrada A10, die den Beinamen ''Autostrada dei Fiori'' („Blumen-Autobahn“) trägt, von der französischen Grenze bei Ventimiglia (dort setzt sie sich als französische A8 fort) nach Genua, wo sie in die Autostrada A12 mündet, die an der östlichen Riviera entlang über La Spezia nach Livorno führt (und weiter Richtung Rom). Außerdem führt die A7 direkt von Mailand nach Genua, die A26 vom Lago Maggiore über Alessandria (Piemont) nach Genua und die A6 von Turin nach Savona. Wem schöne Ausblicke wichtiger sind als hohe Geschwindigkeit, der kann die gesamte Riviera entlang die Staatsstraße SS 1 benutzen, die von Ventimiglia bis Sestri Levante genau dem Verlauf der Küste folgt (dann biegt sie ins Landesinnere, die Cinque Terre sind nur über extrem kurvige Nebenstraßen erreichbar). Ligurien ist mit dem Auto über folgende Autobahnen gut erreichbar: * A 15 La Spezia-Parma * A 10 (E 80) Genua-Ventimiglia * A 12 (E 80) Genua-La Spezia * A 7 (E 25) Genua-Mailand * A 6 (E 717) Turin-Savona * A 26 Alessandria-Genua Auch die Fortbewegung mit dem Auto, Motorrad oder Wohnmobil in der Region ist dank eines gut ausgebauten Straßennetzes unkompliziert. Darüber hinaus gibt es zahlreiche öffentliche Parkplätze innerhalb und außerhalb der Städte. Einige Bereiche sind durch eine verkehrsberuhigte Zone geschützt, in der das Fahren und Parken für nichtansässige Fahrzeuge verboten ist. Außerhalb der ZTL gibt es die "Blu Area", gekennzeichnet durch horizontale blaue Streifen, in der Sie zu einem je nach Stadtgebiet unterschiedlichen Stundensatz parken können. Die vier Provinzen und die großen ligurischen Städte sind durch Autobahnen mit den wichtigsten italienischen Städten verbunden. Alle Gemeinden des Territoriums sind durch Staats- und Provinzstraßen verbunden, die die Ortschaften der beiden Flüsse mit denen des Hinterlandes verbinden. Die gesamte ligurische Küste wird von der Staatsstraße n.1 Aurelia (SS1) durchquert. === Mit dem Schiff === Bedeutende Fährhäfen in Ligurien sind Genua, Savona und La Spezia. Verbindungen bestehen von den Mittelmeerinseln [[Korsika]] ([[Bastia]] und [[Ile Rousse]]), [[Sardinien]] ([[Arbatax]], [[Olbia]] und [[Porto Torres]]) und [[Sizilien]] ([[Palermo]]). Diese Routen werden im Sommer meist von zurückkehrenden TouristInnen genutzt, weshalb der Verkehr im Winter weitaus geringer ist. Fährverbindungen aus [[Afrika]] bestehen unter anderem aus [[Marokko]] ([[Tanger|Tanger-Med]]), [[Tunesien]] ([[Tunis]]), Von der iberischen Halbinsel ([[Barcelona]]) gibt es Verbindungen von Barcelona nach Savona und Genua. Savona ist Heimathafen der italienischen Kreuzfahrtreederei Costa Crociere, so dass hier viele Mittelmeerkreuzfahrten beginnen bzw. enden. Weiterhin werden Genua und La Spezia häufig von Kreuzfahrten angelaufen. == Mobilität == Egal, ob man mit dem Zug oder dem Auto reist, die Fahrt entlang der ligurischen Küste ist ein Erlebnis: Ständig wechseln sich Tunnel und Sonnenlicht ab, dazu kommt die glänzende See an der Seite. Für die Ausflüge ins schöne Hinterland braucht man ein Auto. Die meisten großen Mietwagenfirmen, z.&#x202F;B.&nbsp;Budget, Hertz oder Avis, haben Vertretungen in Italien. Man kann auch schon von zu Hause aus buchen, z.&#x202F;B.&nbsp;bei Holiday Autos (Tel. 01805- 179191). Wer an der Küste bleibt, ist mit der Eisenbahn gut beraten. Es gibt eine Bahnstrecke, die unmittelbar an der Riviera entlang führt. Einmal pro Stunde fahren Regionalzüge, die in jedem kleinen Ort halten, von Ventimiglia nach Savona, von Savona nach Genua, von Genua nach Sestri Levante und von Sestri Levante nach La Spezia. Ebenfalls ungefähr stündlich fahren Regionalexpress-, Intercity- oder Eurocity-Züge, die nur an den größeren Stationen halten und mit denen man auch weitere Strecken zurücklegen kann (Ventimiglia–Genua oder Genua–La Spezia). Bahnfahren in Italien ist recht günstig, beispielsweise bezahlt man für die 150&#x202F;km von Genua nach San Remo im Regionalexpress 12 €, für die 100&#x202F;km von Genua nach La Spezia 7,10 €. [https://www.trenitalia.com Fahrplanauskunft und Buchung der Trenitalia] == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == === Bootsfahrten === Im Sommer werden überall Bootsfahrten entlang der Küste angeboten. Die schönsten Ansichten bietet die Levante mit der Halbinsel Portofino. === Whale-Watching === Vor der Küste der oberen Ponente leben viele Walarten. Eine Sichtungsgarantie von fast 90&#x202F;% versprechen die Schiffsausflüge, die von Juni bis Mitte September täglich von Imperia, Finale Ligure und Andora aus starten. Dauer: ca. 5 Std. Preis: Erwachsene 32&#x202F;€ , Kinder 16&#x202F;€ [http://www.whalewatch.it Whale-Watching] == Küche == Siehe: [[Essen und Trinken in Ligurien]] == Nachtleben == In den meisten größeren Küstenorten sind gerade in den Sommermonaten viele Clubs geöffnet. Im Hinterland liegen hauptsächlich kleinere Bergorte, in denen Clubs oft vergeblich gesucht werden. == Sicherheit == == Literatur == == Weblinks == * Beschreibung der staatlichen [https://www.musei.liguria.beniculturali.it/musei Museen der Region] (ital.) * [http://www.imperia-online.de/ imperia-online.de] „Historische Reise durch die Provinz“ {{Navigation Italien}} {{class-2}} {{GeoData| lat= 44.45 | long= 8.766667 | radius= }} {{IstInKat|Oberitalien}} 82gvg7u4b3vrjo4qja5jfezpjxdzdm5 1802694 1802693 2026-09-07T11:30:07Z DocWoKav 14575 /* Weitere Ziele */ Geänderte vCard für Regionaler Naturpark Aveto 1802694 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region Italien}} Die Region '''Ligurien''' liegt im Westen [[Oberitalien]]s am Mittelmeer und enthält die Provinzen Imperia, Savona, Genua und La Spezia. Die Hauptstadt der Region ist [[Genua]]. Im Westen grenzt Ligurien an [[Frankreich]], im Norden an das [[Piemont]], im Osten an die [[Emilia-Romagna]] und im Süd-Osten an die [[Toskana]]. == Hintergrund == Vor 2000 Jahren war der gesamte Nordwestteil Italiens einschließlich [[Piemont]] und der [[Lombardei]] von dem Volk der Ligurer bewohnt, von dem die Region ihren Namen hat. Ligurien steht für ansehnliche Küstenorte im Stil von [[Cannes]] und [[Monaco]] und dutzende sandige, steinige sowie kieselige Strände. == Regionen == * '''[[Italienische Riviera]]''' - der Hauptgrund für Fernreisende, Ligurien zu besuchen. Sie besteht aus den beiden Teilen ** '''[[Riviera di Ponente]]''' (westliche Riviera) - Diese Küste erstreckt sich von Frankreich nach Genua und ist wiederum unterteilt in die beiden Teile *** ''Riviera dei Fiori'' (Blumenriviera) von [[Ventimiglia]] bis [[Cervo]] *** ''Riviera delle Palme'' (Palmenriviera) von Cervo bis hinter [[Savona]] ** '''[[Riviera di Levante]]''' (östliche Riviera) mit den berühmten {{Marker | type=city |group=orange| wikidata=Q275639| name= Cinque Terre }}. * '''[[Ligurischer Apennin]]''' (''Appennino Ligure'') - Die ligurischen Alpen im Hinterland == Orte == {{Mapframe |zoom=8}}{{mapshape|type = geoline}} * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q8611 | name= La Spezia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q267005 | name= Moneglia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q194081 | name= Sestri Levante }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q210098 | name= Rapallo }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q232782 | name= Portofino }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q1449 | name= Genua | lat = 44.407186 | long = 8.933983 }} ''' (''Genova'') - eine lebendige und gleichzeitig historische Hafenstadt, Geburtsstadt von Kolumbus. * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q13320 | name= Savona }} ''' - Ist eine Industriestadt an der Blumenriviera zwischen den zwei anderen Großstädten Imperia und Genua. Sie zieht jährlich viele Touristen an ihren Hafen mit dem Turm Leon Pacaldo und an die leider weitestgehend durch Napoleon zerstörte Altstadt. * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q270482| name= Alassio }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q241298| name= Albenga }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q270782| name= Loano }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q13318 | name= Imperia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q33962| name=San Remo}}''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q191759| name=Ventimiglia }}''' - Grenzübergang nach Frankreich. == Weitere Ziele == * {{vCard | name = Regionaler Naturpark der Ligurischen Alpen | type = landscape | wikidata = Q3895678 | description = Ursprüngliche Berglandschaft mit tiefen Tälern, ausgedehnten Wäldern und Wanderwegen mit Aussicht. }} * {{vCard | name = Naturpark Piana Crixia | type = landscape | wikidata = Q1970592 | description = Der kleine Park im ligurischen Hinterland ist vor allem für seine ungewöhnlichen Felsformationen, bewaldeten Landschaften und die ruhige, wenig touristische Umgebung interessant. }} * {{vCard | name = Naturpark Beigua | type = landscape | wikidata = Q1486272 | description = UNESCO-Geopark zwischen Küste und Apennin mit Bergen, Wäldern, weitläufigen Wanderwegen und beeindruckenden Aussichtspunkten. }} * {{vCard | name = Naturpark Portofino | type = landscape | wikidata = Q957736 | description = geschützte Halbinsel mit dicht bewaldeten Hängen, felsiger Küste, kleinen Buchten und besonders schönen Küstenwanderwegen. }} * {{vCard | name = Regionaler Naturpark Aveto | type = landscape | wikidata = Q1515313 | description = Der Park im östlichen ligurischen Apennin zeichnet sich durch ursprüngliche Berglandschaften, Wälder, Seen und Täler aus. }} * {{vCard | name = Nationalpark Cinque Terre | type = landscape | wikidata = Q1886487 | description = spektakulärer Küsten-Nationalpark mit steilen Felsklippen, terrassierten Weinbergen, mediterraner Vegetation und zahlreichen Wanderwegen. }} * {{vCard|type= landscape|name= |description= }} * {{vCard|type= landscape|name= |description= }} == Sprache == Italienisch == Anreise == === Mit dem Flugzeug === In Genua gibt es mit dem {{marker |type = airport |name = Flughafen Genua |wikidata = Q1431383 |show = none}} einen internationalen Flughafen, der direkt aus dem deutschsprachigen Raum erreichbar ist. === Mit der Bahn === Schnelle Fernverkehrszüge der italienischen Bahn ''(Frecciabianca)'' fahren sechsmal am Tag von Rom über Florenz und Pisa nach La Spezia und Genua. Einmal pro Tag wird die Strecke auch vom Hochgeschwindigkeitszug ''Frecciargento'' bedient. Von Mailand fährt stündlich ein IC oder EC nach Genua (1½ Std.), immer abwechselnd (also zweistündlich) geht es weiter an der östlichen Riviera entlang über Rapallo und Chiavari nach La Spezia (gut 3 Std. von Mailand) oder an der westlichen Riviera entlang über Savona, Imperia und San Remo nach Ventimiglia (3:45 Std. von Mailand; z.&#x202F;T.&nbsp;weiter nach Monte Carlo und Nizza). In umgekehrter Richtung fahren abgesehen von den Eurocity Nizza–Genua–Mailand auch wenigstens stündlich französische TER (Regionalexpress) von Cannes über Nizza und Monte Carlo nach Ventimiglia an der westlichen Riviera. Von Turin fahren regelmäßig Intercity- und Regionalexpress-Züge ''(Regionale Veloce)'' nach Genua. Aus der Schweiz kommt man günstig via Mailand nach Ligurien. Beispielsweise braucht man von Zürich mit nur einmal Umsteigen 5½ Stunden nach Genua (Verbindung im Zweistundentakt). === Auf der Straße === Genau parallel zur italienischen Riviera verläuft die Autostrada A10, die den Beinamen ''Autostrada dei Fiori'' („Blumen-Autobahn“) trägt, von der französischen Grenze bei Ventimiglia (dort setzt sie sich als französische A8 fort) nach Genua, wo sie in die Autostrada A12 mündet, die an der östlichen Riviera entlang über La Spezia nach Livorno führt (und weiter Richtung Rom). Außerdem führt die A7 direkt von Mailand nach Genua, die A26 vom Lago Maggiore über Alessandria (Piemont) nach Genua und die A6 von Turin nach Savona. Wem schöne Ausblicke wichtiger sind als hohe Geschwindigkeit, der kann die gesamte Riviera entlang die Staatsstraße SS 1 benutzen, die von Ventimiglia bis Sestri Levante genau dem Verlauf der Küste folgt (dann biegt sie ins Landesinnere, die Cinque Terre sind nur über extrem kurvige Nebenstraßen erreichbar). Ligurien ist mit dem Auto über folgende Autobahnen gut erreichbar: * A 15 La Spezia-Parma * A 10 (E 80) Genua-Ventimiglia * A 12 (E 80) Genua-La Spezia * A 7 (E 25) Genua-Mailand * A 6 (E 717) Turin-Savona * A 26 Alessandria-Genua Auch die Fortbewegung mit dem Auto, Motorrad oder Wohnmobil in der Region ist dank eines gut ausgebauten Straßennetzes unkompliziert. Darüber hinaus gibt es zahlreiche öffentliche Parkplätze innerhalb und außerhalb der Städte. Einige Bereiche sind durch eine verkehrsberuhigte Zone geschützt, in der das Fahren und Parken für nichtansässige Fahrzeuge verboten ist. Außerhalb der ZTL gibt es die "Blu Area", gekennzeichnet durch horizontale blaue Streifen, in der Sie zu einem je nach Stadtgebiet unterschiedlichen Stundensatz parken können. Die vier Provinzen und die großen ligurischen Städte sind durch Autobahnen mit den wichtigsten italienischen Städten verbunden. Alle Gemeinden des Territoriums sind durch Staats- und Provinzstraßen verbunden, die die Ortschaften der beiden Flüsse mit denen des Hinterlandes verbinden. Die gesamte ligurische Küste wird von der Staatsstraße n.1 Aurelia (SS1) durchquert. === Mit dem Schiff === Bedeutende Fährhäfen in Ligurien sind Genua, Savona und La Spezia. Verbindungen bestehen von den Mittelmeerinseln [[Korsika]] ([[Bastia]] und [[Ile Rousse]]), [[Sardinien]] ([[Arbatax]], [[Olbia]] und [[Porto Torres]]) und [[Sizilien]] ([[Palermo]]). Diese Routen werden im Sommer meist von zurückkehrenden TouristInnen genutzt, weshalb der Verkehr im Winter weitaus geringer ist. Fährverbindungen aus [[Afrika]] bestehen unter anderem aus [[Marokko]] ([[Tanger|Tanger-Med]]), [[Tunesien]] ([[Tunis]]), Von der iberischen Halbinsel ([[Barcelona]]) gibt es Verbindungen von Barcelona nach Savona und Genua. Savona ist Heimathafen der italienischen Kreuzfahrtreederei Costa Crociere, so dass hier viele Mittelmeerkreuzfahrten beginnen bzw. enden. Weiterhin werden Genua und La Spezia häufig von Kreuzfahrten angelaufen. == Mobilität == Egal, ob man mit dem Zug oder dem Auto reist, die Fahrt entlang der ligurischen Küste ist ein Erlebnis: Ständig wechseln sich Tunnel und Sonnenlicht ab, dazu kommt die glänzende See an der Seite. Für die Ausflüge ins schöne Hinterland braucht man ein Auto. Die meisten großen Mietwagenfirmen, z.&#x202F;B.&nbsp;Budget, Hertz oder Avis, haben Vertretungen in Italien. Man kann auch schon von zu Hause aus buchen, z.&#x202F;B.&nbsp;bei Holiday Autos (Tel. 01805- 179191). Wer an der Küste bleibt, ist mit der Eisenbahn gut beraten. Es gibt eine Bahnstrecke, die unmittelbar an der Riviera entlang führt. Einmal pro Stunde fahren Regionalzüge, die in jedem kleinen Ort halten, von Ventimiglia nach Savona, von Savona nach Genua, von Genua nach Sestri Levante und von Sestri Levante nach La Spezia. Ebenfalls ungefähr stündlich fahren Regionalexpress-, Intercity- oder Eurocity-Züge, die nur an den größeren Stationen halten und mit denen man auch weitere Strecken zurücklegen kann (Ventimiglia–Genua oder Genua–La Spezia). Bahnfahren in Italien ist recht günstig, beispielsweise bezahlt man für die 150&#x202F;km von Genua nach San Remo im Regionalexpress 12 €, für die 100&#x202F;km von Genua nach La Spezia 7,10 €. [https://www.trenitalia.com Fahrplanauskunft und Buchung der Trenitalia] == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == === Bootsfahrten === Im Sommer werden überall Bootsfahrten entlang der Küste angeboten. Die schönsten Ansichten bietet die Levante mit der Halbinsel Portofino. === Whale-Watching === Vor der Küste der oberen Ponente leben viele Walarten. Eine Sichtungsgarantie von fast 90&#x202F;% versprechen die Schiffsausflüge, die von Juni bis Mitte September täglich von Imperia, Finale Ligure und Andora aus starten. Dauer: ca. 5 Std. Preis: Erwachsene 32&#x202F;€ , Kinder 16&#x202F;€ [http://www.whalewatch.it Whale-Watching] == Küche == Siehe: [[Essen und Trinken in Ligurien]] == Nachtleben == In den meisten größeren Küstenorten sind gerade in den Sommermonaten viele Clubs geöffnet. Im Hinterland liegen hauptsächlich kleinere Bergorte, in denen Clubs oft vergeblich gesucht werden. == Sicherheit == == Literatur == == Weblinks == * Beschreibung der staatlichen [https://www.musei.liguria.beniculturali.it/musei Museen der Region] (ital.) * [http://www.imperia-online.de/ imperia-online.de] „Historische Reise durch die Provinz“ {{Navigation Italien}} {{class-2}} {{GeoData| lat= 44.45 | long= 8.766667 | radius= }} {{IstInKat|Oberitalien}} tvkpircxuqc9460m14hulodr6fzyrf9 1802695 1802694 2026-09-07T11:31:36Z DocWoKav 14575 /* Weitere Ziele */ Geänderte vCard für Naturpark Porto Venere 1802695 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region Italien}} Die Region '''Ligurien''' liegt im Westen [[Oberitalien]]s am Mittelmeer und enthält die Provinzen Imperia, Savona, Genua und La Spezia. Die Hauptstadt der Region ist [[Genua]]. Im Westen grenzt Ligurien an [[Frankreich]], im Norden an das [[Piemont]], im Osten an die [[Emilia-Romagna]] und im Süd-Osten an die [[Toskana]]. == Hintergrund == Vor 2000 Jahren war der gesamte Nordwestteil Italiens einschließlich [[Piemont]] und der [[Lombardei]] von dem Volk der Ligurer bewohnt, von dem die Region ihren Namen hat. Ligurien steht für ansehnliche Küstenorte im Stil von [[Cannes]] und [[Monaco]] und dutzende sandige, steinige sowie kieselige Strände. == Regionen == * '''[[Italienische Riviera]]''' - der Hauptgrund für Fernreisende, Ligurien zu besuchen. Sie besteht aus den beiden Teilen ** '''[[Riviera di Ponente]]''' (westliche Riviera) - Diese Küste erstreckt sich von Frankreich nach Genua und ist wiederum unterteilt in die beiden Teile *** ''Riviera dei Fiori'' (Blumenriviera) von [[Ventimiglia]] bis [[Cervo]] *** ''Riviera delle Palme'' (Palmenriviera) von Cervo bis hinter [[Savona]] ** '''[[Riviera di Levante]]''' (östliche Riviera) mit den berühmten {{Marker | type=city |group=orange| wikidata=Q275639| name= Cinque Terre }}. * '''[[Ligurischer Apennin]]''' (''Appennino Ligure'') - Die ligurischen Alpen im Hinterland == Orte == {{Mapframe |zoom=8}}{{mapshape|type = geoline}} * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q8611 | name= La Spezia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q267005 | name= Moneglia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q194081 | name= Sestri Levante }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q210098 | name= Rapallo }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q232782 | name= Portofino }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q1449 | name= Genua | lat = 44.407186 | long = 8.933983 }} ''' (''Genova'') - eine lebendige und gleichzeitig historische Hafenstadt, Geburtsstadt von Kolumbus. * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q13320 | name= Savona }} ''' - Ist eine Industriestadt an der Blumenriviera zwischen den zwei anderen Großstädten Imperia und Genua. Sie zieht jährlich viele Touristen an ihren Hafen mit dem Turm Leon Pacaldo und an die leider weitestgehend durch Napoleon zerstörte Altstadt. * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q270482| name= Alassio }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q241298| name= Albenga }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q270782| name= Loano }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q13318 | name= Imperia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q33962| name=San Remo}}''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q191759| name=Ventimiglia }}''' - Grenzübergang nach Frankreich. == Weitere Ziele == * {{vCard | name = Regionaler Naturpark der Ligurischen Alpen | type = landscape | wikidata = Q3895678 | description = Ursprüngliche Berglandschaft mit tiefen Tälern, ausgedehnten Wäldern und Wanderwegen mit Aussicht. }} * {{vCard | name = Naturpark Piana Crixia | type = landscape | wikidata = Q1970592 | description = Der kleine Park im ligurischen Hinterland ist vor allem für seine ungewöhnlichen Felsformationen, bewaldeten Landschaften und die ruhige, wenig touristische Umgebung interessant. }} * {{vCard | name = Naturpark Beigua | type = landscape | wikidata = Q1486272 | description = UNESCO-Geopark zwischen Küste und Apennin mit Bergen, Wäldern, weitläufigen Wanderwegen und beeindruckenden Aussichtspunkten. }} * {{vCard | name = Naturpark Portofino | type = landscape | wikidata = Q957736 | description = geschützte Halbinsel mit dicht bewaldeten Hängen, felsiger Küste, kleinen Buchten und besonders schönen Küstenwanderwegen. }} * {{vCard | name = Regionaler Naturpark Aveto | type = landscape | wikidata = Q1515313 | description = Der Park im östlichen ligurischen Apennin zeichnet sich durch ursprüngliche Berglandschaften, Wälder, Seen und Täler aus. }} * {{vCard | name = Nationalpark Cinque Terre | type = landscape | wikidata = Q1886487 | description = spektakulärer Küsten-Nationalpark mit steilen Felsklippen, terrassierten Weinbergen, mediterraner Vegetation und zahlreichen Wanderwegen. }} * {{vCard | name = Naturpark Porto Venere | type = landscape | wikidata = Q3364625 | description = Der Küstenpark umfasst eine besonders reizvolle Landschaft aus steilen Klippen, Inseln, Höhlen und mediterraner Vegetation und bietet beeindruckende Ausblicke auf den Golf von La Spezia. }} * {{vCard|type= landscape|name= |description= }} == Sprache == Italienisch == Anreise == === Mit dem Flugzeug === In Genua gibt es mit dem {{marker |type = airport |name = Flughafen Genua |wikidata = Q1431383 |show = none}} einen internationalen Flughafen, der direkt aus dem deutschsprachigen Raum erreichbar ist. === Mit der Bahn === Schnelle Fernverkehrszüge der italienischen Bahn ''(Frecciabianca)'' fahren sechsmal am Tag von Rom über Florenz und Pisa nach La Spezia und Genua. Einmal pro Tag wird die Strecke auch vom Hochgeschwindigkeitszug ''Frecciargento'' bedient. Von Mailand fährt stündlich ein IC oder EC nach Genua (1½ Std.), immer abwechselnd (also zweistündlich) geht es weiter an der östlichen Riviera entlang über Rapallo und Chiavari nach La Spezia (gut 3 Std. von Mailand) oder an der westlichen Riviera entlang über Savona, Imperia und San Remo nach Ventimiglia (3:45 Std. von Mailand; z.&#x202F;T.&nbsp;weiter nach Monte Carlo und Nizza). In umgekehrter Richtung fahren abgesehen von den Eurocity Nizza–Genua–Mailand auch wenigstens stündlich französische TER (Regionalexpress) von Cannes über Nizza und Monte Carlo nach Ventimiglia an der westlichen Riviera. Von Turin fahren regelmäßig Intercity- und Regionalexpress-Züge ''(Regionale Veloce)'' nach Genua. Aus der Schweiz kommt man günstig via Mailand nach Ligurien. Beispielsweise braucht man von Zürich mit nur einmal Umsteigen 5½ Stunden nach Genua (Verbindung im Zweistundentakt). === Auf der Straße === Genau parallel zur italienischen Riviera verläuft die Autostrada A10, die den Beinamen ''Autostrada dei Fiori'' („Blumen-Autobahn“) trägt, von der französischen Grenze bei Ventimiglia (dort setzt sie sich als französische A8 fort) nach Genua, wo sie in die Autostrada A12 mündet, die an der östlichen Riviera entlang über La Spezia nach Livorno führt (und weiter Richtung Rom). Außerdem führt die A7 direkt von Mailand nach Genua, die A26 vom Lago Maggiore über Alessandria (Piemont) nach Genua und die A6 von Turin nach Savona. Wem schöne Ausblicke wichtiger sind als hohe Geschwindigkeit, der kann die gesamte Riviera entlang die Staatsstraße SS 1 benutzen, die von Ventimiglia bis Sestri Levante genau dem Verlauf der Küste folgt (dann biegt sie ins Landesinnere, die Cinque Terre sind nur über extrem kurvige Nebenstraßen erreichbar). Ligurien ist mit dem Auto über folgende Autobahnen gut erreichbar: * A 15 La Spezia-Parma * A 10 (E 80) Genua-Ventimiglia * A 12 (E 80) Genua-La Spezia * A 7 (E 25) Genua-Mailand * A 6 (E 717) Turin-Savona * A 26 Alessandria-Genua Auch die Fortbewegung mit dem Auto, Motorrad oder Wohnmobil in der Region ist dank eines gut ausgebauten Straßennetzes unkompliziert. Darüber hinaus gibt es zahlreiche öffentliche Parkplätze innerhalb und außerhalb der Städte. Einige Bereiche sind durch eine verkehrsberuhigte Zone geschützt, in der das Fahren und Parken für nichtansässige Fahrzeuge verboten ist. Außerhalb der ZTL gibt es die "Blu Area", gekennzeichnet durch horizontale blaue Streifen, in der Sie zu einem je nach Stadtgebiet unterschiedlichen Stundensatz parken können. Die vier Provinzen und die großen ligurischen Städte sind durch Autobahnen mit den wichtigsten italienischen Städten verbunden. Alle Gemeinden des Territoriums sind durch Staats- und Provinzstraßen verbunden, die die Ortschaften der beiden Flüsse mit denen des Hinterlandes verbinden. Die gesamte ligurische Küste wird von der Staatsstraße n.1 Aurelia (SS1) durchquert. === Mit dem Schiff === Bedeutende Fährhäfen in Ligurien sind Genua, Savona und La Spezia. Verbindungen bestehen von den Mittelmeerinseln [[Korsika]] ([[Bastia]] und [[Ile Rousse]]), [[Sardinien]] ([[Arbatax]], [[Olbia]] und [[Porto Torres]]) und [[Sizilien]] ([[Palermo]]). Diese Routen werden im Sommer meist von zurückkehrenden TouristInnen genutzt, weshalb der Verkehr im Winter weitaus geringer ist. Fährverbindungen aus [[Afrika]] bestehen unter anderem aus [[Marokko]] ([[Tanger|Tanger-Med]]), [[Tunesien]] ([[Tunis]]), Von der iberischen Halbinsel ([[Barcelona]]) gibt es Verbindungen von Barcelona nach Savona und Genua. Savona ist Heimathafen der italienischen Kreuzfahrtreederei Costa Crociere, so dass hier viele Mittelmeerkreuzfahrten beginnen bzw. enden. Weiterhin werden Genua und La Spezia häufig von Kreuzfahrten angelaufen. == Mobilität == Egal, ob man mit dem Zug oder dem Auto reist, die Fahrt entlang der ligurischen Küste ist ein Erlebnis: Ständig wechseln sich Tunnel und Sonnenlicht ab, dazu kommt die glänzende See an der Seite. Für die Ausflüge ins schöne Hinterland braucht man ein Auto. Die meisten großen Mietwagenfirmen, z.&#x202F;B.&nbsp;Budget, Hertz oder Avis, haben Vertretungen in Italien. Man kann auch schon von zu Hause aus buchen, z.&#x202F;B.&nbsp;bei Holiday Autos (Tel. 01805- 179191). Wer an der Küste bleibt, ist mit der Eisenbahn gut beraten. Es gibt eine Bahnstrecke, die unmittelbar an der Riviera entlang führt. Einmal pro Stunde fahren Regionalzüge, die in jedem kleinen Ort halten, von Ventimiglia nach Savona, von Savona nach Genua, von Genua nach Sestri Levante und von Sestri Levante nach La Spezia. Ebenfalls ungefähr stündlich fahren Regionalexpress-, Intercity- oder Eurocity-Züge, die nur an den größeren Stationen halten und mit denen man auch weitere Strecken zurücklegen kann (Ventimiglia–Genua oder Genua–La Spezia). Bahnfahren in Italien ist recht günstig, beispielsweise bezahlt man für die 150&#x202F;km von Genua nach San Remo im Regionalexpress 12 €, für die 100&#x202F;km von Genua nach La Spezia 7,10 €. [https://www.trenitalia.com Fahrplanauskunft und Buchung der Trenitalia] == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == === Bootsfahrten === Im Sommer werden überall Bootsfahrten entlang der Küste angeboten. Die schönsten Ansichten bietet die Levante mit der Halbinsel Portofino. === Whale-Watching === Vor der Küste der oberen Ponente leben viele Walarten. Eine Sichtungsgarantie von fast 90&#x202F;% versprechen die Schiffsausflüge, die von Juni bis Mitte September täglich von Imperia, Finale Ligure und Andora aus starten. Dauer: ca. 5 Std. Preis: Erwachsene 32&#x202F;€ , Kinder 16&#x202F;€ [http://www.whalewatch.it Whale-Watching] == Küche == Siehe: [[Essen und Trinken in Ligurien]] == Nachtleben == In den meisten größeren Küstenorten sind gerade in den Sommermonaten viele Clubs geöffnet. Im Hinterland liegen hauptsächlich kleinere Bergorte, in denen Clubs oft vergeblich gesucht werden. == Sicherheit == == Literatur == == Weblinks == * Beschreibung der staatlichen [https://www.musei.liguria.beniculturali.it/musei Museen der Region] (ital.) * [http://www.imperia-online.de/ imperia-online.de] „Historische Reise durch die Provinz“ {{Navigation Italien}} {{class-2}} {{GeoData| lat= 44.45 | long= 8.766667 | radius= }} {{IstInKat|Oberitalien}} it7rk77c96rd8yvwe8mxqd6xd55baae 1802696 1802695 2026-09-07T11:32:28Z DocWoKav 14575 /* Weitere Ziele */ Geänderte vCard für Naturpark Montemarcello-Magra 1802696 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region Italien}} Die Region '''Ligurien''' liegt im Westen [[Oberitalien]]s am Mittelmeer und enthält die Provinzen Imperia, Savona, Genua und La Spezia. Die Hauptstadt der Region ist [[Genua]]. Im Westen grenzt Ligurien an [[Frankreich]], im Norden an das [[Piemont]], im Osten an die [[Emilia-Romagna]] und im Süd-Osten an die [[Toskana]]. == Hintergrund == Vor 2000 Jahren war der gesamte Nordwestteil Italiens einschließlich [[Piemont]] und der [[Lombardei]] von dem Volk der Ligurer bewohnt, von dem die Region ihren Namen hat. Ligurien steht für ansehnliche Küstenorte im Stil von [[Cannes]] und [[Monaco]] und dutzende sandige, steinige sowie kieselige Strände. == Regionen == * '''[[Italienische Riviera]]''' - der Hauptgrund für Fernreisende, Ligurien zu besuchen. Sie besteht aus den beiden Teilen ** '''[[Riviera di Ponente]]''' (westliche Riviera) - Diese Küste erstreckt sich von Frankreich nach Genua und ist wiederum unterteilt in die beiden Teile *** ''Riviera dei Fiori'' (Blumenriviera) von [[Ventimiglia]] bis [[Cervo]] *** ''Riviera delle Palme'' (Palmenriviera) von Cervo bis hinter [[Savona]] ** '''[[Riviera di Levante]]''' (östliche Riviera) mit den berühmten {{Marker | type=city |group=orange| wikidata=Q275639| name= Cinque Terre }}. * '''[[Ligurischer Apennin]]''' (''Appennino Ligure'') - Die ligurischen Alpen im Hinterland == Orte == {{Mapframe |zoom=8}}{{mapshape|type = geoline}} * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q8611 | name= La Spezia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q267005 | name= Moneglia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q194081 | name= Sestri Levante }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q210098 | name= Rapallo }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q232782 | name= Portofino }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q1449 | name= Genua | lat = 44.407186 | long = 8.933983 }} ''' (''Genova'') - eine lebendige und gleichzeitig historische Hafenstadt, Geburtsstadt von Kolumbus. * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q13320 | name= Savona }} ''' - Ist eine Industriestadt an der Blumenriviera zwischen den zwei anderen Großstädten Imperia und Genua. 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Einmal pro Tag wird die Strecke auch vom Hochgeschwindigkeitszug ''Frecciargento'' bedient. Von Mailand fährt stündlich ein IC oder EC nach Genua (1½ Std.), immer abwechselnd (also zweistündlich) geht es weiter an der östlichen Riviera entlang über Rapallo und Chiavari nach La Spezia (gut 3 Std. von Mailand) oder an der westlichen Riviera entlang über Savona, Imperia und San Remo nach Ventimiglia (3:45 Std. von Mailand; z.&#x202F;T.&nbsp;weiter nach Monte Carlo und Nizza). In umgekehrter Richtung fahren abgesehen von den Eurocity Nizza–Genua–Mailand auch wenigstens stündlich französische TER (Regionalexpress) von Cannes über Nizza und Monte Carlo nach Ventimiglia an der westlichen Riviera. Von Turin fahren regelmäßig Intercity- und Regionalexpress-Züge ''(Regionale Veloce)'' nach Genua. Aus der Schweiz kommt man günstig via Mailand nach Ligurien. Beispielsweise braucht man von Zürich mit nur einmal Umsteigen 5½ Stunden nach Genua (Verbindung im Zweistundentakt). === Auf der Straße === Genau parallel zur italienischen Riviera verläuft die Autostrada A10, die den Beinamen ''Autostrada dei Fiori'' („Blumen-Autobahn“) trägt, von der französischen Grenze bei Ventimiglia (dort setzt sie sich als französische A8 fort) nach Genua, wo sie in die Autostrada A12 mündet, die an der östlichen Riviera entlang über La Spezia nach Livorno führt (und weiter Richtung Rom). Außerdem führt die A7 direkt von Mailand nach Genua, die A26 vom Lago Maggiore über Alessandria (Piemont) nach Genua und die A6 von Turin nach Savona. Wem schöne Ausblicke wichtiger sind als hohe Geschwindigkeit, der kann die gesamte Riviera entlang die Staatsstraße SS 1 benutzen, die von Ventimiglia bis Sestri Levante genau dem Verlauf der Küste folgt (dann biegt sie ins Landesinnere, die Cinque Terre sind nur über extrem kurvige Nebenstraßen erreichbar). Ligurien ist mit dem Auto über folgende Autobahnen gut erreichbar: * A 15 La Spezia-Parma * A 10 (E 80) Genua-Ventimiglia * A 12 (E 80) Genua-La Spezia * A 7 (E 25) Genua-Mailand * A 6 (E 717) Turin-Savona * A 26 Alessandria-Genua Auch die Fortbewegung mit dem Auto, Motorrad oder Wohnmobil in der Region ist dank eines gut ausgebauten Straßennetzes unkompliziert. Darüber hinaus gibt es zahlreiche öffentliche Parkplätze innerhalb und außerhalb der Städte. Einige Bereiche sind durch eine verkehrsberuhigte Zone geschützt, in der das Fahren und Parken für nichtansässige Fahrzeuge verboten ist. Außerhalb der ZTL gibt es die "Blu Area", gekennzeichnet durch horizontale blaue Streifen, in der Sie zu einem je nach Stadtgebiet unterschiedlichen Stundensatz parken können. Die vier Provinzen und die großen ligurischen Städte sind durch Autobahnen mit den wichtigsten italienischen Städten verbunden. Alle Gemeinden des Territoriums sind durch Staats- und Provinzstraßen verbunden, die die Ortschaften der beiden Flüsse mit denen des Hinterlandes verbinden. Die gesamte ligurische Küste wird von der Staatsstraße n.1 Aurelia (SS1) durchquert. === Mit dem Schiff === Bedeutende Fährhäfen in Ligurien sind Genua, Savona und La Spezia. Verbindungen bestehen von den Mittelmeerinseln [[Korsika]] ([[Bastia]] und [[Ile Rousse]]), [[Sardinien]] ([[Arbatax]], [[Olbia]] und [[Porto Torres]]) und [[Sizilien]] ([[Palermo]]). Diese Routen werden im Sommer meist von zurückkehrenden TouristInnen genutzt, weshalb der Verkehr im Winter weitaus geringer ist. Fährverbindungen aus [[Afrika]] bestehen unter anderem aus [[Marokko]] ([[Tanger|Tanger-Med]]), [[Tunesien]] ([[Tunis]]), Von der iberischen Halbinsel ([[Barcelona]]) gibt es Verbindungen von Barcelona nach Savona und Genua. Savona ist Heimathafen der italienischen Kreuzfahrtreederei Costa Crociere, so dass hier viele Mittelmeerkreuzfahrten beginnen bzw. enden. Weiterhin werden Genua und La Spezia häufig von Kreuzfahrten angelaufen. == Mobilität == Egal, ob man mit dem Zug oder dem Auto reist, die Fahrt entlang der ligurischen Küste ist ein Erlebnis: Ständig wechseln sich Tunnel und Sonnenlicht ab, dazu kommt die glänzende See an der Seite. Für die Ausflüge ins schöne Hinterland braucht man ein Auto. Die meisten großen Mietwagenfirmen, z.&#x202F;B.&nbsp;Budget, Hertz oder Avis, haben Vertretungen in Italien. Man kann auch schon von zu Hause aus buchen, z.&#x202F;B.&nbsp;bei Holiday Autos (Tel. 01805- 179191). Wer an der Küste bleibt, ist mit der Eisenbahn gut beraten. Es gibt eine Bahnstrecke, die unmittelbar an der Riviera entlang führt. Einmal pro Stunde fahren Regionalzüge, die in jedem kleinen Ort halten, von Ventimiglia nach Savona, von Savona nach Genua, von Genua nach Sestri Levante und von Sestri Levante nach La Spezia. Ebenfalls ungefähr stündlich fahren Regionalexpress-, Intercity- oder Eurocity-Züge, die nur an den größeren Stationen halten und mit denen man auch weitere Strecken zurücklegen kann (Ventimiglia–Genua oder Genua–La Spezia). Bahnfahren in Italien ist recht günstig, beispielsweise bezahlt man für die 150&#x202F;km von Genua nach San Remo im Regionalexpress 12 €, für die 100&#x202F;km von Genua nach La Spezia 7,10 €. [https://www.trenitalia.com Fahrplanauskunft und Buchung der Trenitalia] == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == === Bootsfahrten === Im Sommer werden überall Bootsfahrten entlang der Küste angeboten. Die schönsten Ansichten bietet die Levante mit der Halbinsel Portofino. === Whale-Watching === Vor der Küste der oberen Ponente leben viele Walarten. Eine Sichtungsgarantie von fast 90&#x202F;% versprechen die Schiffsausflüge, die von Juni bis Mitte September täglich von Imperia, Finale Ligure und Andora aus starten. Dauer: ca. 5 Std. Preis: Erwachsene 32&#x202F;€ , Kinder 16&#x202F;€ [http://www.whalewatch.it Whale-Watching] == Küche == Siehe: [[Essen und Trinken in Ligurien]] == Nachtleben == In den meisten größeren Küstenorten sind gerade in den Sommermonaten viele Clubs geöffnet. Im Hinterland liegen hauptsächlich kleinere Bergorte, in denen Clubs oft vergeblich gesucht werden. == Sicherheit == == Literatur == == Weblinks == * Beschreibung der staatlichen [https://www.musei.liguria.beniculturali.it/musei Museen der Region] (ital.) * [http://www.imperia-online.de/ imperia-online.de] „Historische Reise durch die Provinz“ {{Navigation Italien}} {{class-2}} {{GeoData| lat= 44.45 | long= 8.766667 | radius= }} {{IstInKat|Oberitalien}} nl2y2msetnahnwuimx3kbhq3xy3h7a2 1802697 1802696 2026-09-07T11:33:31Z DocWoKav 14575 /* Regionen */ 1802697 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region Italien}} Die Region '''Ligurien''' liegt im Westen [[Oberitalien]]s am Mittelmeer und enthält die Provinzen Imperia, Savona, Genua und La Spezia. Die Hauptstadt der Region ist [[Genua]]. Im Westen grenzt Ligurien an [[Frankreich]], im Norden an das [[Piemont]], im Osten an die [[Emilia-Romagna]] und im Süd-Osten an die [[Toskana]]. == Hintergrund == Vor 2000 Jahren war der gesamte Nordwestteil Italiens einschließlich [[Piemont]] und der [[Lombardei]] von dem Volk der Ligurer bewohnt, von dem die Region ihren Namen hat. Ligurien steht für ansehnliche Küstenorte im Stil von [[Cannes]] und [[Monaco]] und dutzende sandige, steinige sowie kieselige Strände. == Regionen == * '''[[Italienische Riviera]]''' - der Hauptgrund für Fernreisende, Ligurien zu besuchen. Sie besteht aus den beiden Teilen ** '''[[Riviera di Ponente]]''' (westliche Riviera) - Diese Küste erstreckt sich von Frankreich nach Genua und ist wiederum unterteilt in die beiden Teile *** ''Riviera dei Fiori'' (Blumenriviera) von [[Ventimiglia]] bis [[Cervo]] *** ''Riviera delle Palme'' (Palmenriviera) von Cervo bis hinter [[Savona]] ** '''[[Riviera di Levante]]''' (östliche Riviera) mit den berühmten Cinque Terre . * '''[[Ligurischer Apennin]]''' (''Appennino Ligure'') - Die ligurischen Alpen im Hinterland == Orte == {{Mapframe |zoom=8}}{{mapshape|type = geoline}} * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q8611 | name= La Spezia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q267005 | name= Moneglia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q194081 | name= Sestri Levante }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q210098 | name= Rapallo }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q232782 | name= Portofino }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q1449 | name= Genua | lat = 44.407186 | long = 8.933983 }} ''' (''Genova'') - eine lebendige und gleichzeitig historische Hafenstadt, Geburtsstadt von Kolumbus. * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q13320 | name= Savona }} ''' - Ist eine Industriestadt an der Blumenriviera zwischen den zwei anderen Großstädten Imperia und Genua. Sie zieht jährlich viele Touristen an ihren Hafen mit dem Turm Leon Pacaldo und an die leider weitestgehend durch Napoleon zerstörte Altstadt. * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q270482| name= Alassio }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q241298| name= Albenga }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q270782| name= Loano }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q13318 | name= Imperia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q33962| name=San Remo}}''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q191759| name=Ventimiglia }}''' - Grenzübergang nach Frankreich. == Weitere Ziele == * {{vCard | name = Regionaler Naturpark der Ligurischen Alpen | type = landscape | wikidata = Q3895678 | description = Ursprüngliche Berglandschaft mit tiefen Tälern, ausgedehnten Wäldern und Wanderwegen mit Aussicht. }} * {{vCard | name = Naturpark Piana Crixia | type = landscape | wikidata = Q1970592 | description = Der kleine Park im ligurischen Hinterland ist vor allem für seine ungewöhnlichen Felsformationen, bewaldeten Landschaften und die ruhige, wenig touristische Umgebung interessant. }} * {{vCard | name = Naturpark Beigua | type = landscape | wikidata = Q1486272 | description = UNESCO-Geopark zwischen Küste und Apennin mit Bergen, Wäldern, weitläufigen Wanderwegen und beeindruckenden Aussichtspunkten. }} * {{vCard | name = Naturpark Portofino | type = landscape | wikidata = Q957736 | description = geschützte Halbinsel mit dicht bewaldeten Hängen, felsiger Küste, kleinen Buchten und besonders schönen Küstenwanderwegen. }} * {{vCard | name = Regionaler Naturpark Aveto | type = landscape | wikidata = Q1515313 | description = Der Park im östlichen ligurischen Apennin zeichnet sich durch ursprüngliche Berglandschaften, Wälder, Seen und Täler aus. }} * {{vCard | name = Nationalpark Cinque Terre | type = landscape | wikidata = Q1886487 | description = spektakulärer Küsten-Nationalpark mit steilen Felsklippen, terrassierten Weinbergen, mediterraner Vegetation und zahlreichen Wanderwegen. }} * {{vCard | name = Naturpark Porto Venere | type = landscape | wikidata = Q3364625 | description = Der Küstenpark umfasst eine besonders reizvolle Landschaft aus steilen Klippen, Inseln, Höhlen und mediterraner Vegetation und bietet beeindruckende Ausblicke auf den Golf von La Spezia. }} * {{vCard | name = Naturpark Montemarcello-Magra | type = landscape | wikidata = Q1970547 | description = Im äußersten Osten Liguriens verbindet dieser Park Flusslandschaften mit bewaldeten Hügeln und Küstengebieten und bietet abwechslungsreiche Wanderwege sowie schöne Aussichtspunkte. }} == Sprache == Italienisch == Anreise == === Mit dem Flugzeug === In Genua gibt es mit dem {{marker |type = airport |name = Flughafen Genua |wikidata = Q1431383 |show = none}} einen internationalen Flughafen, der direkt aus dem deutschsprachigen Raum erreichbar ist. === Mit der Bahn === Schnelle Fernverkehrszüge der italienischen Bahn ''(Frecciabianca)'' fahren sechsmal am Tag von Rom über Florenz und Pisa nach La Spezia und Genua. Einmal pro Tag wird die Strecke auch vom Hochgeschwindigkeitszug ''Frecciargento'' bedient. Von Mailand fährt stündlich ein IC oder EC nach Genua (1½ Std.), immer abwechselnd (also zweistündlich) geht es weiter an der östlichen Riviera entlang über Rapallo und Chiavari nach La Spezia (gut 3 Std. von Mailand) oder an der westlichen Riviera entlang über Savona, Imperia und San Remo nach Ventimiglia (3:45 Std. von Mailand; z.&#x202F;T.&nbsp;weiter nach Monte Carlo und Nizza). In umgekehrter Richtung fahren abgesehen von den Eurocity Nizza–Genua–Mailand auch wenigstens stündlich französische TER (Regionalexpress) von Cannes über Nizza und Monte Carlo nach Ventimiglia an der westlichen Riviera. Von Turin fahren regelmäßig Intercity- und Regionalexpress-Züge ''(Regionale Veloce)'' nach Genua. Aus der Schweiz kommt man günstig via Mailand nach Ligurien. Beispielsweise braucht man von Zürich mit nur einmal Umsteigen 5½ Stunden nach Genua (Verbindung im Zweistundentakt). === Auf der Straße === Genau parallel zur italienischen Riviera verläuft die Autostrada A10, die den Beinamen ''Autostrada dei Fiori'' („Blumen-Autobahn“) trägt, von der französischen Grenze bei Ventimiglia (dort setzt sie sich als französische A8 fort) nach Genua, wo sie in die Autostrada A12 mündet, die an der östlichen Riviera entlang über La Spezia nach Livorno führt (und weiter Richtung Rom). Außerdem führt die A7 direkt von Mailand nach Genua, die A26 vom Lago Maggiore über Alessandria (Piemont) nach Genua und die A6 von Turin nach Savona. Wem schöne Ausblicke wichtiger sind als hohe Geschwindigkeit, der kann die gesamte Riviera entlang die Staatsstraße SS 1 benutzen, die von Ventimiglia bis Sestri Levante genau dem Verlauf der Küste folgt (dann biegt sie ins Landesinnere, die Cinque Terre sind nur über extrem kurvige Nebenstraßen erreichbar). Ligurien ist mit dem Auto über folgende Autobahnen gut erreichbar: * A 15 La Spezia-Parma * A 10 (E 80) Genua-Ventimiglia * A 12 (E 80) Genua-La Spezia * A 7 (E 25) Genua-Mailand * A 6 (E 717) Turin-Savona * A 26 Alessandria-Genua Auch die Fortbewegung mit dem Auto, Motorrad oder Wohnmobil in der Region ist dank eines gut ausgebauten Straßennetzes unkompliziert. Darüber hinaus gibt es zahlreiche öffentliche Parkplätze innerhalb und außerhalb der Städte. Einige Bereiche sind durch eine verkehrsberuhigte Zone geschützt, in der das Fahren und Parken für nichtansässige Fahrzeuge verboten ist. Außerhalb der ZTL gibt es die "Blu Area", gekennzeichnet durch horizontale blaue Streifen, in der Sie zu einem je nach Stadtgebiet unterschiedlichen Stundensatz parken können. Die vier Provinzen und die großen ligurischen Städte sind durch Autobahnen mit den wichtigsten italienischen Städten verbunden. Alle Gemeinden des Territoriums sind durch Staats- und Provinzstraßen verbunden, die die Ortschaften der beiden Flüsse mit denen des Hinterlandes verbinden. Die gesamte ligurische Küste wird von der Staatsstraße n.1 Aurelia (SS1) durchquert. === Mit dem Schiff === Bedeutende Fährhäfen in Ligurien sind Genua, Savona und La Spezia. Verbindungen bestehen von den Mittelmeerinseln [[Korsika]] ([[Bastia]] und [[Ile Rousse]]), [[Sardinien]] ([[Arbatax]], [[Olbia]] und [[Porto Torres]]) und [[Sizilien]] ([[Palermo]]). Diese Routen werden im Sommer meist von zurückkehrenden TouristInnen genutzt, weshalb der Verkehr im Winter weitaus geringer ist. Fährverbindungen aus [[Afrika]] bestehen unter anderem aus [[Marokko]] ([[Tanger|Tanger-Med]]), [[Tunesien]] ([[Tunis]]), Von der iberischen Halbinsel ([[Barcelona]]) gibt es Verbindungen von Barcelona nach Savona und Genua. Savona ist Heimathafen der italienischen Kreuzfahrtreederei Costa Crociere, so dass hier viele Mittelmeerkreuzfahrten beginnen bzw. enden. Weiterhin werden Genua und La Spezia häufig von Kreuzfahrten angelaufen. == Mobilität == Egal, ob man mit dem Zug oder dem Auto reist, die Fahrt entlang der ligurischen Küste ist ein Erlebnis: Ständig wechseln sich Tunnel und Sonnenlicht ab, dazu kommt die glänzende See an der Seite. Für die Ausflüge ins schöne Hinterland braucht man ein Auto. Die meisten großen Mietwagenfirmen, z.&#x202F;B.&nbsp;Budget, Hertz oder Avis, haben Vertretungen in Italien. Man kann auch schon von zu Hause aus buchen, z.&#x202F;B.&nbsp;bei Holiday Autos (Tel. 01805- 179191). Wer an der Küste bleibt, ist mit der Eisenbahn gut beraten. Es gibt eine Bahnstrecke, die unmittelbar an der Riviera entlang führt. Einmal pro Stunde fahren Regionalzüge, die in jedem kleinen Ort halten, von Ventimiglia nach Savona, von Savona nach Genua, von Genua nach Sestri Levante und von Sestri Levante nach La Spezia. Ebenfalls ungefähr stündlich fahren Regionalexpress-, Intercity- oder Eurocity-Züge, die nur an den größeren Stationen halten und mit denen man auch weitere Strecken zurücklegen kann (Ventimiglia–Genua oder Genua–La Spezia). Bahnfahren in Italien ist recht günstig, beispielsweise bezahlt man für die 150&#x202F;km von Genua nach San Remo im Regionalexpress 12 €, für die 100&#x202F;km von Genua nach La Spezia 7,10 €. [https://www.trenitalia.com Fahrplanauskunft und Buchung der Trenitalia] == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == === Bootsfahrten === Im Sommer werden überall Bootsfahrten entlang der Küste angeboten. Die schönsten Ansichten bietet die Levante mit der Halbinsel Portofino. === Whale-Watching === Vor der Küste der oberen Ponente leben viele Walarten. Eine Sichtungsgarantie von fast 90&#x202F;% versprechen die Schiffsausflüge, die von Juni bis Mitte September täglich von Imperia, Finale Ligure und Andora aus starten. Dauer: ca. 5 Std. Preis: Erwachsene 32&#x202F;€ , Kinder 16&#x202F;€ [http://www.whalewatch.it Whale-Watching] == Küche == Siehe: [[Essen und Trinken in Ligurien]] == Nachtleben == In den meisten größeren Küstenorten sind gerade in den Sommermonaten viele Clubs geöffnet. Im Hinterland liegen hauptsächlich kleinere Bergorte, in denen Clubs oft vergeblich gesucht werden. == Sicherheit == == Literatur == == Weblinks == * Beschreibung der staatlichen [https://www.musei.liguria.beniculturali.it/musei Museen der Region] (ital.) * [http://www.imperia-online.de/ imperia-online.de] „Historische Reise durch die Provinz“ {{Navigation Italien}} {{class-2}} {{GeoData| lat= 44.45 | long= 8.766667 | radius= }} {{IstInKat|Oberitalien}} 8oi8rssu2fsf7xact2i56t7f101xp2r 1802698 1802697 2026-09-07T11:35:49Z DocWoKav 14575 /* Regionen */ 1802698 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region Italien}} Die Region '''Ligurien''' liegt im Westen [[Oberitalien]]s am Mittelmeer und enthält die Provinzen Imperia, Savona, Genua und La Spezia. Die Hauptstadt der Region ist [[Genua]]. Im Westen grenzt Ligurien an [[Frankreich]], im Norden an das [[Piemont]], im Osten an die [[Emilia-Romagna]] und im Süd-Osten an die [[Toskana]]. == Hintergrund == Vor 2000 Jahren war der gesamte Nordwestteil Italiens einschließlich [[Piemont]] und der [[Lombardei]] von dem Volk der Ligurer bewohnt, von dem die Region ihren Namen hat. Ligurien steht für ansehnliche Küstenorte im Stil von [[Cannes]] und [[Monaco]] und dutzende sandige, steinige sowie kieselige Strände. == Regionen == * {{vCard|type= region| |name= Italienische Riviera |wikidata= |description= der Hauptgrund für Fernreisende, Ligurien zu besuchen.}} : Sie besteht aus den beiden Teilen ** '''[[Riviera di Ponente]]''' (westliche Riviera) - Diese Küste erstreckt sich von Frankreich nach Genua und ist wiederum unterteilt in die beiden Teile *** ''Riviera dei Fiori'' (Blumenriviera) von [[Ventimiglia]] bis [[Cervo]] *** ''Riviera delle Palme'' (Palmenriviera) von Cervo bis hinter [[Savona]] ** '''[[Riviera di Levante]]''' (östliche Riviera) mit den berühmten Cinque Terre . * {{vCard|type= region| |name= Ligurischer Apennin |wikidata= |description= Die ligurischen Alpen im Hinterland }} == Orte == {{Mapframe |zoom=8}}{{mapshape|type = geoline}} * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q8611 | name= La Spezia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q267005 | name= Moneglia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q194081 | name= Sestri Levante }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q210098 | name= Rapallo }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q232782 | name= Portofino }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q1449 | name= Genua | lat = 44.407186 | long = 8.933983 }} ''' (''Genova'') - eine lebendige und gleichzeitig historische Hafenstadt, Geburtsstadt von Kolumbus. * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q13320 | name= Savona }} ''' - Ist eine Industriestadt an der Blumenriviera zwischen den zwei anderen Großstädten Imperia und Genua. Sie zieht jährlich viele Touristen an ihren Hafen mit dem Turm Leon Pacaldo und an die leider weitestgehend durch Napoleon zerstörte Altstadt. * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q270482| name= Alassio }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q241298| name= Albenga }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q270782| name= Loano }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q13318 | name= Imperia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q33962| name=San Remo}}''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q191759| name=Ventimiglia }}''' - Grenzübergang nach Frankreich. == Weitere Ziele == * {{vCard | name = Regionaler Naturpark der Ligurischen Alpen | type = landscape | wikidata = Q3895678 | description = Ursprüngliche Berglandschaft mit tiefen Tälern, ausgedehnten Wäldern und Wanderwegen mit Aussicht. }} * {{vCard | name = Naturpark Piana Crixia | type = landscape | wikidata = Q1970592 | description = Der kleine Park im ligurischen Hinterland ist vor allem für seine ungewöhnlichen Felsformationen, bewaldeten Landschaften und die ruhige, wenig touristische Umgebung interessant. }} * {{vCard | name = Naturpark Beigua | type = landscape | wikidata = Q1486272 | description = UNESCO-Geopark zwischen Küste und Apennin mit Bergen, Wäldern, weitläufigen Wanderwegen und beeindruckenden Aussichtspunkten. }} * {{vCard | name = Naturpark Portofino | type = landscape | wikidata = Q957736 | description = geschützte Halbinsel mit dicht bewaldeten Hängen, felsiger Küste, kleinen Buchten und besonders schönen Küstenwanderwegen. }} * {{vCard | name = Regionaler Naturpark Aveto | type = landscape | wikidata = Q1515313 | description = Der Park im östlichen ligurischen Apennin zeichnet sich durch ursprüngliche Berglandschaften, Wälder, Seen und Täler aus. }} * {{vCard | name = Nationalpark Cinque Terre | type = landscape | wikidata = Q1886487 | description = spektakulärer Küsten-Nationalpark mit steilen Felsklippen, terrassierten Weinbergen, mediterraner Vegetation und zahlreichen Wanderwegen. }} * {{vCard | name = Naturpark Porto Venere | type = landscape | wikidata = Q3364625 | description = Der Küstenpark umfasst eine besonders reizvolle Landschaft aus steilen Klippen, Inseln, Höhlen und mediterraner Vegetation und bietet beeindruckende Ausblicke auf den Golf von La Spezia. }} * {{vCard | name = Naturpark Montemarcello-Magra | type = landscape | wikidata = Q1970547 | description = Im äußersten Osten Liguriens verbindet dieser Park Flusslandschaften mit bewaldeten Hügeln und Küstengebieten und bietet abwechslungsreiche Wanderwege sowie schöne Aussichtspunkte. }} == Sprache == Italienisch == Anreise == === Mit dem Flugzeug === In Genua gibt es mit dem {{marker |type = airport |name = Flughafen Genua |wikidata = Q1431383 |show = none}} einen internationalen Flughafen, der direkt aus dem deutschsprachigen Raum erreichbar ist. === Mit der Bahn === Schnelle Fernverkehrszüge der italienischen Bahn ''(Frecciabianca)'' fahren sechsmal am Tag von Rom über Florenz und Pisa nach La Spezia und Genua. Einmal pro Tag wird die Strecke auch vom Hochgeschwindigkeitszug ''Frecciargento'' bedient. Von Mailand fährt stündlich ein IC oder EC nach Genua (1½ Std.), immer abwechselnd (also zweistündlich) geht es weiter an der östlichen Riviera entlang über Rapallo und Chiavari nach La Spezia (gut 3 Std. von Mailand) oder an der westlichen Riviera entlang über Savona, Imperia und San Remo nach Ventimiglia (3:45 Std. von Mailand; z.&#x202F;T.&nbsp;weiter nach Monte Carlo und Nizza). In umgekehrter Richtung fahren abgesehen von den Eurocity Nizza–Genua–Mailand auch wenigstens stündlich französische TER (Regionalexpress) von Cannes über Nizza und Monte Carlo nach Ventimiglia an der westlichen Riviera. Von Turin fahren regelmäßig Intercity- und Regionalexpress-Züge ''(Regionale Veloce)'' nach Genua. Aus der Schweiz kommt man günstig via Mailand nach Ligurien. Beispielsweise braucht man von Zürich mit nur einmal Umsteigen 5½ Stunden nach Genua (Verbindung im Zweistundentakt). === Auf der Straße === Genau parallel zur italienischen Riviera verläuft die Autostrada A10, die den Beinamen ''Autostrada dei Fiori'' („Blumen-Autobahn“) trägt, von der französischen Grenze bei Ventimiglia (dort setzt sie sich als französische A8 fort) nach Genua, wo sie in die Autostrada A12 mündet, die an der östlichen Riviera entlang über La Spezia nach Livorno führt (und weiter Richtung Rom). Außerdem führt die A7 direkt von Mailand nach Genua, die A26 vom Lago Maggiore über Alessandria (Piemont) nach Genua und die A6 von Turin nach Savona. Wem schöne Ausblicke wichtiger sind als hohe Geschwindigkeit, der kann die gesamte Riviera entlang die Staatsstraße SS 1 benutzen, die von Ventimiglia bis Sestri Levante genau dem Verlauf der Küste folgt (dann biegt sie ins Landesinnere, die Cinque Terre sind nur über extrem kurvige Nebenstraßen erreichbar). Ligurien ist mit dem Auto über folgende Autobahnen gut erreichbar: * A 15 La Spezia-Parma * A 10 (E 80) Genua-Ventimiglia * A 12 (E 80) Genua-La Spezia * A 7 (E 25) Genua-Mailand * A 6 (E 717) Turin-Savona * A 26 Alessandria-Genua Auch die Fortbewegung mit dem Auto, Motorrad oder Wohnmobil in der Region ist dank eines gut ausgebauten Straßennetzes unkompliziert. Darüber hinaus gibt es zahlreiche öffentliche Parkplätze innerhalb und außerhalb der Städte. Einige Bereiche sind durch eine verkehrsberuhigte Zone geschützt, in der das Fahren und Parken für nichtansässige Fahrzeuge verboten ist. Außerhalb der ZTL gibt es die "Blu Area", gekennzeichnet durch horizontale blaue Streifen, in der Sie zu einem je nach Stadtgebiet unterschiedlichen Stundensatz parken können. Die vier Provinzen und die großen ligurischen Städte sind durch Autobahnen mit den wichtigsten italienischen Städten verbunden. Alle Gemeinden des Territoriums sind durch Staats- und Provinzstraßen verbunden, die die Ortschaften der beiden Flüsse mit denen des Hinterlandes verbinden. Die gesamte ligurische Küste wird von der Staatsstraße n.1 Aurelia (SS1) durchquert. === Mit dem Schiff === Bedeutende Fährhäfen in Ligurien sind Genua, Savona und La Spezia. Verbindungen bestehen von den Mittelmeerinseln [[Korsika]] ([[Bastia]] und [[Ile Rousse]]), [[Sardinien]] ([[Arbatax]], [[Olbia]] und [[Porto Torres]]) und [[Sizilien]] ([[Palermo]]). Diese Routen werden im Sommer meist von zurückkehrenden TouristInnen genutzt, weshalb der Verkehr im Winter weitaus geringer ist. Fährverbindungen aus [[Afrika]] bestehen unter anderem aus [[Marokko]] ([[Tanger|Tanger-Med]]), [[Tunesien]] ([[Tunis]]), Von der iberischen Halbinsel ([[Barcelona]]) gibt es Verbindungen von Barcelona nach Savona und Genua. Savona ist Heimathafen der italienischen Kreuzfahrtreederei Costa Crociere, so dass hier viele Mittelmeerkreuzfahrten beginnen bzw. enden. Weiterhin werden Genua und La Spezia häufig von Kreuzfahrten angelaufen. == Mobilität == Egal, ob man mit dem Zug oder dem Auto reist, die Fahrt entlang der ligurischen Küste ist ein Erlebnis: Ständig wechseln sich Tunnel und Sonnenlicht ab, dazu kommt die glänzende See an der Seite. Für die Ausflüge ins schöne Hinterland braucht man ein Auto. Die meisten großen Mietwagenfirmen, z.&#x202F;B.&nbsp;Budget, Hertz oder Avis, haben Vertretungen in Italien. Man kann auch schon von zu Hause aus buchen, z.&#x202F;B.&nbsp;bei Holiday Autos (Tel. 01805- 179191). Wer an der Küste bleibt, ist mit der Eisenbahn gut beraten. Es gibt eine Bahnstrecke, die unmittelbar an der Riviera entlang führt. Einmal pro Stunde fahren Regionalzüge, die in jedem kleinen Ort halten, von Ventimiglia nach Savona, von Savona nach Genua, von Genua nach Sestri Levante und von Sestri Levante nach La Spezia. Ebenfalls ungefähr stündlich fahren Regionalexpress-, Intercity- oder Eurocity-Züge, die nur an den größeren Stationen halten und mit denen man auch weitere Strecken zurücklegen kann (Ventimiglia–Genua oder Genua–La Spezia). Bahnfahren in Italien ist recht günstig, beispielsweise bezahlt man für die 150&#x202F;km von Genua nach San Remo im Regionalexpress 12 €, für die 100&#x202F;km von Genua nach La Spezia 7,10 €. [https://www.trenitalia.com Fahrplanauskunft und Buchung der Trenitalia] == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == === Bootsfahrten === Im Sommer werden überall Bootsfahrten entlang der Küste angeboten. Die schönsten Ansichten bietet die Levante mit der Halbinsel Portofino. === Whale-Watching === Vor der Küste der oberen Ponente leben viele Walarten. Eine Sichtungsgarantie von fast 90&#x202F;% versprechen die Schiffsausflüge, die von Juni bis Mitte September täglich von Imperia, Finale Ligure und Andora aus starten. Dauer: ca. 5 Std. Preis: Erwachsene 32&#x202F;€ , Kinder 16&#x202F;€ [http://www.whalewatch.it Whale-Watching] == Küche == Siehe: [[Essen und Trinken in Ligurien]] == Nachtleben == In den meisten größeren Küstenorten sind gerade in den Sommermonaten viele Clubs geöffnet. Im Hinterland liegen hauptsächlich kleinere Bergorte, in denen Clubs oft vergeblich gesucht werden. == Sicherheit == == Literatur == == Weblinks == * Beschreibung der staatlichen [https://www.musei.liguria.beniculturali.it/musei Museen der Region] (ital.) * [http://www.imperia-online.de/ imperia-online.de] „Historische Reise durch die Provinz“ {{Navigation Italien}} {{class-2}} {{GeoData| lat= 44.45 | long= 8.766667 | radius= }} {{IstInKat|Oberitalien}} 6abxoj4j7jul88t1aza3kx7judbxmiw 1802699 1802698 2026-09-07T11:36:29Z DocWoKav 14575 /* Regionen */ Geänderte vCard für Italienische Riviera 1802699 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region Italien}} Die Region '''Ligurien''' liegt im Westen [[Oberitalien]]s am Mittelmeer und enthält die Provinzen Imperia, Savona, Genua und La Spezia. Die Hauptstadt der Region ist [[Genua]]. Im Westen grenzt Ligurien an [[Frankreich]], im Norden an das [[Piemont]], im Osten an die [[Emilia-Romagna]] und im Süd-Osten an die [[Toskana]]. == Hintergrund == Vor 2000 Jahren war der gesamte Nordwestteil Italiens einschließlich [[Piemont]] und der [[Lombardei]] von dem Volk der Ligurer bewohnt, von dem die Region ihren Namen hat. Ligurien steht für ansehnliche Küstenorte im Stil von [[Cannes]] und [[Monaco]] und dutzende sandige, steinige sowie kieselige Strände. == Regionen == * {{vCard | name = Italienische Riviera | type = region | description = der Hauptgrund für Fernreisende, Ligurien zu besuchen. }} : Sie besteht aus den beiden Teilen ** '''[[Riviera di Ponente]]''' (westliche Riviera) - Diese Küste erstreckt sich von Frankreich nach Genua und ist wiederum unterteilt in die beiden Teile *** ''Riviera dei Fiori'' (Blumenriviera) von [[Ventimiglia]] bis [[Cervo]] *** ''Riviera delle Palme'' (Palmenriviera) von Cervo bis hinter [[Savona]] ** '''[[Riviera di Levante]]''' (östliche Riviera) mit den berühmten Cinque Terre . * {{vCard|type= region| |name= Ligurischer Apennin |wikidata= |description= Die ligurischen Alpen im Hinterland }} == Orte == {{Mapframe |zoom=8}}{{mapshape|type = geoline}} * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q8611 | name= La Spezia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q267005 | name= Moneglia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q194081 | name= Sestri Levante }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q210098 | name= Rapallo }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q232782 | name= Portofino }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q1449 | name= Genua | lat = 44.407186 | long = 8.933983 }} ''' (''Genova'') - eine lebendige und gleichzeitig historische Hafenstadt, Geburtsstadt von Kolumbus. * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q13320 | name= Savona }} ''' - Ist eine Industriestadt an der Blumenriviera zwischen den zwei anderen Großstädten Imperia und Genua. Sie zieht jährlich viele Touristen an ihren Hafen mit dem Turm Leon Pacaldo und an die leider weitestgehend durch Napoleon zerstörte Altstadt. * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q270482| name= Alassio }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q241298| name= Albenga }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q270782| name= Loano }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q13318 | name= Imperia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q33962| name=San Remo}}''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q191759| name=Ventimiglia }}''' - Grenzübergang nach Frankreich. == Weitere Ziele == * {{vCard | name = Regionaler Naturpark der Ligurischen Alpen | type = landscape | wikidata = Q3895678 | description = Ursprüngliche Berglandschaft mit tiefen Tälern, ausgedehnten Wäldern und Wanderwegen mit Aussicht. }} * {{vCard | name = Naturpark Piana Crixia | type = landscape | wikidata = Q1970592 | description = Der kleine Park im ligurischen Hinterland ist vor allem für seine ungewöhnlichen Felsformationen, bewaldeten Landschaften und die ruhige, wenig touristische Umgebung interessant. }} * {{vCard | name = Naturpark Beigua | type = landscape | wikidata = Q1486272 | description = UNESCO-Geopark zwischen Küste und Apennin mit Bergen, Wäldern, weitläufigen Wanderwegen und beeindruckenden Aussichtspunkten. }} * {{vCard | name = Naturpark Portofino | type = landscape | wikidata = Q957736 | description = geschützte Halbinsel mit dicht bewaldeten Hängen, felsiger Küste, kleinen Buchten und besonders schönen Küstenwanderwegen. }} * {{vCard | name = Regionaler Naturpark Aveto | type = landscape | wikidata = Q1515313 | description = Der Park im östlichen ligurischen Apennin zeichnet sich durch ursprüngliche Berglandschaften, Wälder, Seen und Täler aus. }} * {{vCard | name = Nationalpark Cinque Terre | type = landscape | wikidata = Q1886487 | description = spektakulärer Küsten-Nationalpark mit steilen Felsklippen, terrassierten Weinbergen, mediterraner Vegetation und zahlreichen Wanderwegen. }} * {{vCard | name = Naturpark Porto Venere | type = landscape | wikidata = Q3364625 | description = Der Küstenpark umfasst eine besonders reizvolle Landschaft aus steilen Klippen, Inseln, Höhlen und mediterraner Vegetation und bietet beeindruckende Ausblicke auf den Golf von La Spezia. }} * {{vCard | name = Naturpark Montemarcello-Magra | type = landscape | wikidata = Q1970547 | description = Im äußersten Osten Liguriens verbindet dieser Park Flusslandschaften mit bewaldeten Hügeln und Küstengebieten und bietet abwechslungsreiche Wanderwege sowie schöne Aussichtspunkte. }} == Sprache == Italienisch == Anreise == === Mit dem Flugzeug === In Genua gibt es mit dem {{marker |type = airport |name = Flughafen Genua |wikidata = Q1431383 |show = none}} einen internationalen Flughafen, der direkt aus dem deutschsprachigen Raum erreichbar ist. === Mit der Bahn === Schnelle Fernverkehrszüge der italienischen Bahn ''(Frecciabianca)'' fahren sechsmal am Tag von Rom über Florenz und Pisa nach La Spezia und Genua. Einmal pro Tag wird die Strecke auch vom Hochgeschwindigkeitszug ''Frecciargento'' bedient. Von Mailand fährt stündlich ein IC oder EC nach Genua (1½ Std.), immer abwechselnd (also zweistündlich) geht es weiter an der östlichen Riviera entlang über Rapallo und Chiavari nach La Spezia (gut 3 Std. von Mailand) oder an der westlichen Riviera entlang über Savona, Imperia und San Remo nach Ventimiglia (3:45 Std. von Mailand; z.&#x202F;T.&nbsp;weiter nach Monte Carlo und Nizza). In umgekehrter Richtung fahren abgesehen von den Eurocity Nizza–Genua–Mailand auch wenigstens stündlich französische TER (Regionalexpress) von Cannes über Nizza und Monte Carlo nach Ventimiglia an der westlichen Riviera. Von Turin fahren regelmäßig Intercity- und Regionalexpress-Züge ''(Regionale Veloce)'' nach Genua. Aus der Schweiz kommt man günstig via Mailand nach Ligurien. Beispielsweise braucht man von Zürich mit nur einmal Umsteigen 5½ Stunden nach Genua (Verbindung im Zweistundentakt). === Auf der Straße === Genau parallel zur italienischen Riviera verläuft die Autostrada A10, die den Beinamen ''Autostrada dei Fiori'' („Blumen-Autobahn“) trägt, von der französischen Grenze bei Ventimiglia (dort setzt sie sich als französische A8 fort) nach Genua, wo sie in die Autostrada A12 mündet, die an der östlichen Riviera entlang über La Spezia nach Livorno führt (und weiter Richtung Rom). Außerdem führt die A7 direkt von Mailand nach Genua, die A26 vom Lago Maggiore über Alessandria (Piemont) nach Genua und die A6 von Turin nach Savona. Wem schöne Ausblicke wichtiger sind als hohe Geschwindigkeit, der kann die gesamte Riviera entlang die Staatsstraße SS 1 benutzen, die von Ventimiglia bis Sestri Levante genau dem Verlauf der Küste folgt (dann biegt sie ins Landesinnere, die Cinque Terre sind nur über extrem kurvige Nebenstraßen erreichbar). Ligurien ist mit dem Auto über folgende Autobahnen gut erreichbar: * A 15 La Spezia-Parma * A 10 (E 80) Genua-Ventimiglia * A 12 (E 80) Genua-La Spezia * A 7 (E 25) Genua-Mailand * A 6 (E 717) Turin-Savona * A 26 Alessandria-Genua Auch die Fortbewegung mit dem Auto, Motorrad oder Wohnmobil in der Region ist dank eines gut ausgebauten Straßennetzes unkompliziert. Darüber hinaus gibt es zahlreiche öffentliche Parkplätze innerhalb und außerhalb der Städte. Einige Bereiche sind durch eine verkehrsberuhigte Zone geschützt, in der das Fahren und Parken für nichtansässige Fahrzeuge verboten ist. Außerhalb der ZTL gibt es die "Blu Area", gekennzeichnet durch horizontale blaue Streifen, in der Sie zu einem je nach Stadtgebiet unterschiedlichen Stundensatz parken können. Die vier Provinzen und die großen ligurischen Städte sind durch Autobahnen mit den wichtigsten italienischen Städten verbunden. Alle Gemeinden des Territoriums sind durch Staats- und Provinzstraßen verbunden, die die Ortschaften der beiden Flüsse mit denen des Hinterlandes verbinden. Die gesamte ligurische Küste wird von der Staatsstraße n.1 Aurelia (SS1) durchquert. === Mit dem Schiff === Bedeutende Fährhäfen in Ligurien sind Genua, Savona und La Spezia. Verbindungen bestehen von den Mittelmeerinseln [[Korsika]] ([[Bastia]] und [[Ile Rousse]]), [[Sardinien]] ([[Arbatax]], [[Olbia]] und [[Porto Torres]]) und [[Sizilien]] ([[Palermo]]). Diese Routen werden im Sommer meist von zurückkehrenden TouristInnen genutzt, weshalb der Verkehr im Winter weitaus geringer ist. Fährverbindungen aus [[Afrika]] bestehen unter anderem aus [[Marokko]] ([[Tanger|Tanger-Med]]), [[Tunesien]] ([[Tunis]]), Von der iberischen Halbinsel ([[Barcelona]]) gibt es Verbindungen von Barcelona nach Savona und Genua. Savona ist Heimathafen der italienischen Kreuzfahrtreederei Costa Crociere, so dass hier viele Mittelmeerkreuzfahrten beginnen bzw. enden. Weiterhin werden Genua und La Spezia häufig von Kreuzfahrten angelaufen. == Mobilität == Egal, ob man mit dem Zug oder dem Auto reist, die Fahrt entlang der ligurischen Küste ist ein Erlebnis: Ständig wechseln sich Tunnel und Sonnenlicht ab, dazu kommt die glänzende See an der Seite. Für die Ausflüge ins schöne Hinterland braucht man ein Auto. Die meisten großen Mietwagenfirmen, z.&#x202F;B.&nbsp;Budget, Hertz oder Avis, haben Vertretungen in Italien. Man kann auch schon von zu Hause aus buchen, z.&#x202F;B.&nbsp;bei Holiday Autos (Tel. 01805- 179191). Wer an der Küste bleibt, ist mit der Eisenbahn gut beraten. Es gibt eine Bahnstrecke, die unmittelbar an der Riviera entlang führt. Einmal pro Stunde fahren Regionalzüge, die in jedem kleinen Ort halten, von Ventimiglia nach Savona, von Savona nach Genua, von Genua nach Sestri Levante und von Sestri Levante nach La Spezia. Ebenfalls ungefähr stündlich fahren Regionalexpress-, Intercity- oder Eurocity-Züge, die nur an den größeren Stationen halten und mit denen man auch weitere Strecken zurücklegen kann (Ventimiglia–Genua oder Genua–La Spezia). Bahnfahren in Italien ist recht günstig, beispielsweise bezahlt man für die 150&#x202F;km von Genua nach San Remo im Regionalexpress 12 €, für die 100&#x202F;km von Genua nach La Spezia 7,10 €. [https://www.trenitalia.com Fahrplanauskunft und Buchung der Trenitalia] == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == === Bootsfahrten === Im Sommer werden überall Bootsfahrten entlang der Küste angeboten. Die schönsten Ansichten bietet die Levante mit der Halbinsel Portofino. === Whale-Watching === Vor der Küste der oberen Ponente leben viele Walarten. Eine Sichtungsgarantie von fast 90&#x202F;% versprechen die Schiffsausflüge, die von Juni bis Mitte September täglich von Imperia, Finale Ligure und Andora aus starten. Dauer: ca. 5 Std. Preis: Erwachsene 32&#x202F;€ , Kinder 16&#x202F;€ [http://www.whalewatch.it Whale-Watching] == Küche == Siehe: [[Essen und Trinken in Ligurien]] == Nachtleben == In den meisten größeren Küstenorten sind gerade in den Sommermonaten viele Clubs geöffnet. Im Hinterland liegen hauptsächlich kleinere Bergorte, in denen Clubs oft vergeblich gesucht werden. == Sicherheit == == Literatur == == Weblinks == * Beschreibung der staatlichen [https://www.musei.liguria.beniculturali.it/musei Museen der Region] (ital.) * [http://www.imperia-online.de/ imperia-online.de] „Historische Reise durch die Provinz“ {{Navigation Italien}} {{class-2}} {{GeoData| lat= 44.45 | long= 8.766667 | radius= }} {{IstInKat|Oberitalien}} osbtdeygdzr3z9pxwkvm1h1l0kyq0cx 1802700 1802699 2026-09-07T11:36:48Z DocWoKav 14575 /* Regionen */ 1802700 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region Italien}} Die Region '''Ligurien''' liegt im Westen [[Oberitalien]]s am Mittelmeer und enthält die Provinzen Imperia, Savona, Genua und La Spezia. Die Hauptstadt der Region ist [[Genua]]. Im Westen grenzt Ligurien an [[Frankreich]], im Norden an das [[Piemont]], im Osten an die [[Emilia-Romagna]] und im Süd-Osten an die [[Toskana]]. == Hintergrund == Vor 2000 Jahren war der gesamte Nordwestteil Italiens einschließlich [[Piemont]] und der [[Lombardei]] von dem Volk der Ligurer bewohnt, von dem die Region ihren Namen hat. Ligurien steht für ansehnliche Küstenorte im Stil von [[Cannes]] und [[Monaco]] und dutzende sandige, steinige sowie kieselige Strände. == Regionen == * {{vCard | name = Italienische Riviera | type = region | description = der Hauptgrund für Fernreisende, Ligurien zu besuchen. }} * {{vCard|type= region| |name= Ligurischer Apennin |wikidata= |description= Die ligurischen Alpen im Hinterland }} == Orte == {{Mapframe |zoom=8}}{{mapshape|type = geoline}} * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q8611 | name= La Spezia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q267005 | name= Moneglia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q194081 | name= Sestri Levante }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q210098 | name= Rapallo }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q232782 | name= Portofino }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q1449 | name= Genua | lat = 44.407186 | long = 8.933983 }} ''' (''Genova'') - eine lebendige und gleichzeitig historische Hafenstadt, Geburtsstadt von Kolumbus. * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q13320 | name= Savona }} ''' - Ist eine Industriestadt an der Blumenriviera zwischen den zwei anderen Großstädten Imperia und Genua. Sie zieht jährlich viele Touristen an ihren Hafen mit dem Turm Leon Pacaldo und an die leider weitestgehend durch Napoleon zerstörte Altstadt. * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q270482| name= Alassio }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q241298| name= Albenga }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q270782| name= Loano }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q13318 | name= Imperia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q33962| name=San Remo}}''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q191759| name=Ventimiglia }}''' - Grenzübergang nach Frankreich. == Weitere Ziele == * {{vCard | name = Regionaler Naturpark der Ligurischen Alpen | type = landscape | wikidata = Q3895678 | description = Ursprüngliche Berglandschaft mit tiefen Tälern, ausgedehnten Wäldern und Wanderwegen mit Aussicht. }} * {{vCard | name = Naturpark Piana Crixia | type = landscape | wikidata = Q1970592 | description = Der kleine Park im ligurischen Hinterland ist vor allem für seine ungewöhnlichen Felsformationen, bewaldeten Landschaften und die ruhige, wenig touristische Umgebung interessant. }} * {{vCard | name = Naturpark Beigua | type = landscape | wikidata = Q1486272 | description = UNESCO-Geopark zwischen Küste und Apennin mit Bergen, Wäldern, weitläufigen Wanderwegen und beeindruckenden Aussichtspunkten. }} * {{vCard | name = Naturpark Portofino | type = landscape | wikidata = Q957736 | description = geschützte Halbinsel mit dicht bewaldeten Hängen, felsiger Küste, kleinen Buchten und besonders schönen Küstenwanderwegen. }} * {{vCard | name = Regionaler Naturpark Aveto | type = landscape | wikidata = Q1515313 | description = Der Park im östlichen ligurischen Apennin zeichnet sich durch ursprüngliche Berglandschaften, Wälder, Seen und Täler aus. }} * {{vCard | name = Nationalpark Cinque Terre | type = landscape | wikidata = Q1886487 | description = spektakulärer Küsten-Nationalpark mit steilen Felsklippen, terrassierten Weinbergen, mediterraner Vegetation und zahlreichen Wanderwegen. }} * {{vCard | name = Naturpark Porto Venere | type = landscape | wikidata = Q3364625 | description = Der Küstenpark umfasst eine besonders reizvolle Landschaft aus steilen Klippen, Inseln, Höhlen und mediterraner Vegetation und bietet beeindruckende Ausblicke auf den Golf von La Spezia. }} * {{vCard | name = Naturpark Montemarcello-Magra | type = landscape | wikidata = Q1970547 | description = Im äußersten Osten Liguriens verbindet dieser Park Flusslandschaften mit bewaldeten Hügeln und Küstengebieten und bietet abwechslungsreiche Wanderwege sowie schöne Aussichtspunkte. }} == Sprache == Italienisch == Anreise == === Mit dem Flugzeug === In Genua gibt es mit dem {{marker |type = airport |name = Flughafen Genua |wikidata = Q1431383 |show = none}} einen internationalen Flughafen, der direkt aus dem deutschsprachigen Raum erreichbar ist. === Mit der Bahn === Schnelle Fernverkehrszüge der italienischen Bahn ''(Frecciabianca)'' fahren sechsmal am Tag von Rom über Florenz und Pisa nach La Spezia und Genua. Einmal pro Tag wird die Strecke auch vom Hochgeschwindigkeitszug ''Frecciargento'' bedient. Von Mailand fährt stündlich ein IC oder EC nach Genua (1½ Std.), immer abwechselnd (also zweistündlich) geht es weiter an der östlichen Riviera entlang über Rapallo und Chiavari nach La Spezia (gut 3 Std. von Mailand) oder an der westlichen Riviera entlang über Savona, Imperia und San Remo nach Ventimiglia (3:45 Std. von Mailand; z.&#x202F;T.&nbsp;weiter nach Monte Carlo und Nizza). In umgekehrter Richtung fahren abgesehen von den Eurocity Nizza–Genua–Mailand auch wenigstens stündlich französische TER (Regionalexpress) von Cannes über Nizza und Monte Carlo nach Ventimiglia an der westlichen Riviera. Von Turin fahren regelmäßig Intercity- und Regionalexpress-Züge ''(Regionale Veloce)'' nach Genua. Aus der Schweiz kommt man günstig via Mailand nach Ligurien. Beispielsweise braucht man von Zürich mit nur einmal Umsteigen 5½ Stunden nach Genua (Verbindung im Zweistundentakt). === Auf der Straße === Genau parallel zur italienischen Riviera verläuft die Autostrada A10, die den Beinamen ''Autostrada dei Fiori'' („Blumen-Autobahn“) trägt, von der französischen Grenze bei Ventimiglia (dort setzt sie sich als französische A8 fort) nach Genua, wo sie in die Autostrada A12 mündet, die an der östlichen Riviera entlang über La Spezia nach Livorno führt (und weiter Richtung Rom). Außerdem führt die A7 direkt von Mailand nach Genua, die A26 vom Lago Maggiore über Alessandria (Piemont) nach Genua und die A6 von Turin nach Savona. Wem schöne Ausblicke wichtiger sind als hohe Geschwindigkeit, der kann die gesamte Riviera entlang die Staatsstraße SS 1 benutzen, die von Ventimiglia bis Sestri Levante genau dem Verlauf der Küste folgt (dann biegt sie ins Landesinnere, die Cinque Terre sind nur über extrem kurvige Nebenstraßen erreichbar). Ligurien ist mit dem Auto über folgende Autobahnen gut erreichbar: * A 15 La Spezia-Parma * A 10 (E 80) Genua-Ventimiglia * A 12 (E 80) Genua-La Spezia * A 7 (E 25) Genua-Mailand * A 6 (E 717) Turin-Savona * A 26 Alessandria-Genua Auch die Fortbewegung mit dem Auto, Motorrad oder Wohnmobil in der Region ist dank eines gut ausgebauten Straßennetzes unkompliziert. Darüber hinaus gibt es zahlreiche öffentliche Parkplätze innerhalb und außerhalb der Städte. Einige Bereiche sind durch eine verkehrsberuhigte Zone geschützt, in der das Fahren und Parken für nichtansässige Fahrzeuge verboten ist. Außerhalb der ZTL gibt es die "Blu Area", gekennzeichnet durch horizontale blaue Streifen, in der Sie zu einem je nach Stadtgebiet unterschiedlichen Stundensatz parken können. Die vier Provinzen und die großen ligurischen Städte sind durch Autobahnen mit den wichtigsten italienischen Städten verbunden. Alle Gemeinden des Territoriums sind durch Staats- und Provinzstraßen verbunden, die die Ortschaften der beiden Flüsse mit denen des Hinterlandes verbinden. Die gesamte ligurische Küste wird von der Staatsstraße n.1 Aurelia (SS1) durchquert. === Mit dem Schiff === Bedeutende Fährhäfen in Ligurien sind Genua, Savona und La Spezia. Verbindungen bestehen von den Mittelmeerinseln [[Korsika]] ([[Bastia]] und [[Ile Rousse]]), [[Sardinien]] ([[Arbatax]], [[Olbia]] und [[Porto Torres]]) und [[Sizilien]] ([[Palermo]]). Diese Routen werden im Sommer meist von zurückkehrenden TouristInnen genutzt, weshalb der Verkehr im Winter weitaus geringer ist. Fährverbindungen aus [[Afrika]] bestehen unter anderem aus [[Marokko]] ([[Tanger|Tanger-Med]]), [[Tunesien]] ([[Tunis]]), Von der iberischen Halbinsel ([[Barcelona]]) gibt es Verbindungen von Barcelona nach Savona und Genua. Savona ist Heimathafen der italienischen Kreuzfahrtreederei Costa Crociere, so dass hier viele Mittelmeerkreuzfahrten beginnen bzw. enden. Weiterhin werden Genua und La Spezia häufig von Kreuzfahrten angelaufen. == Mobilität == Egal, ob man mit dem Zug oder dem Auto reist, die Fahrt entlang der ligurischen Küste ist ein Erlebnis: Ständig wechseln sich Tunnel und Sonnenlicht ab, dazu kommt die glänzende See an der Seite. Für die Ausflüge ins schöne Hinterland braucht man ein Auto. Die meisten großen Mietwagenfirmen, z.&#x202F;B.&nbsp;Budget, Hertz oder Avis, haben Vertretungen in Italien. Man kann auch schon von zu Hause aus buchen, z.&#x202F;B.&nbsp;bei Holiday Autos (Tel. 01805- 179191). Wer an der Küste bleibt, ist mit der Eisenbahn gut beraten. Es gibt eine Bahnstrecke, die unmittelbar an der Riviera entlang führt. Einmal pro Stunde fahren Regionalzüge, die in jedem kleinen Ort halten, von Ventimiglia nach Savona, von Savona nach Genua, von Genua nach Sestri Levante und von Sestri Levante nach La Spezia. Ebenfalls ungefähr stündlich fahren Regionalexpress-, Intercity- oder Eurocity-Züge, die nur an den größeren Stationen halten und mit denen man auch weitere Strecken zurücklegen kann (Ventimiglia–Genua oder Genua–La Spezia). Bahnfahren in Italien ist recht günstig, beispielsweise bezahlt man für die 150&#x202F;km von Genua nach San Remo im Regionalexpress 12 €, für die 100&#x202F;km von Genua nach La Spezia 7,10 €. [https://www.trenitalia.com Fahrplanauskunft und Buchung der Trenitalia] == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == === Bootsfahrten === Im Sommer werden überall Bootsfahrten entlang der Küste angeboten. Die schönsten Ansichten bietet die Levante mit der Halbinsel Portofino. === Whale-Watching === Vor der Küste der oberen Ponente leben viele Walarten. Eine Sichtungsgarantie von fast 90&#x202F;% versprechen die Schiffsausflüge, die von Juni bis Mitte September täglich von Imperia, Finale Ligure und Andora aus starten. Dauer: ca. 5 Std. Preis: Erwachsene 32&#x202F;€ , Kinder 16&#x202F;€ [http://www.whalewatch.it Whale-Watching] == Küche == Siehe: [[Essen und Trinken in Ligurien]] == Nachtleben == In den meisten größeren Küstenorten sind gerade in den Sommermonaten viele Clubs geöffnet. Im Hinterland liegen hauptsächlich kleinere Bergorte, in denen Clubs oft vergeblich gesucht werden. == Sicherheit == == Literatur == == Weblinks == * Beschreibung der staatlichen [https://www.musei.liguria.beniculturali.it/musei Museen der Region] (ital.) * [http://www.imperia-online.de/ imperia-online.de] „Historische Reise durch die Provinz“ {{Navigation Italien}} {{class-2}} {{GeoData| lat= 44.45 | long= 8.766667 | radius= }} {{IstInKat|Oberitalien}} qvrpnktfhrkn2xjowgxmtahegabnkyl 1802701 1802700 2026-09-07T11:39:20Z DocWoKav 14575 /* Regionen */ Geänderte vCard für Italienische Riviera 1802701 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region Italien}} Die Region '''Ligurien''' liegt im Westen [[Oberitalien]]s am Mittelmeer und enthält die Provinzen Imperia, Savona, Genua und La Spezia. Die Hauptstadt der Region ist [[Genua]]. Im Westen grenzt Ligurien an [[Frankreich]], im Norden an das [[Piemont]], im Osten an die [[Emilia-Romagna]] und im Süd-Osten an die [[Toskana]]. == Hintergrund == Vor 2000 Jahren war der gesamte Nordwestteil Italiens einschließlich [[Piemont]] und der [[Lombardei]] von dem Volk der Ligurer bewohnt, von dem die Region ihren Namen hat. Ligurien steht für ansehnliche Küstenorte im Stil von [[Cannes]] und [[Monaco]] und dutzende sandige, steinige sowie kieselige Strände. == Regionen == * {{vCard | name = Italienische Riviera | type = region | wikidata = Q11124206 | description = der Hauptgrund für Fernreisende, Ligurien zu besuchen. }} * {{vCard|type= region| |name= Ligurischer Apennin |wikidata= |description= Die ligurischen Alpen im Hinterland }} == Orte == {{Mapframe |zoom=8}}{{mapshape|type = geoline}} * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q8611 | name= La Spezia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q267005 | name= Moneglia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q194081 | name= Sestri Levante }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q210098 | name= Rapallo }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q232782 | name= Portofino }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q1449 | name= Genua | lat = 44.407186 | long = 8.933983 }} ''' (''Genova'') - eine lebendige und gleichzeitig historische Hafenstadt, Geburtsstadt von Kolumbus. * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q13320 | name= Savona }} ''' - Ist eine Industriestadt an der Blumenriviera zwischen den zwei anderen Großstädten Imperia und Genua. Sie zieht jährlich viele Touristen an ihren Hafen mit dem Turm Leon Pacaldo und an die leider weitestgehend durch Napoleon zerstörte Altstadt. * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q270482| name= Alassio }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q241298| name= Albenga }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q270782| name= Loano }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q13318 | name= Imperia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q33962| name=San Remo}}''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q191759| name=Ventimiglia }}''' - Grenzübergang nach Frankreich. == Weitere Ziele == * {{vCard | name = Regionaler Naturpark der Ligurischen Alpen | type = landscape | wikidata = Q3895678 | description = Ursprüngliche Berglandschaft mit tiefen Tälern, ausgedehnten Wäldern und Wanderwegen mit Aussicht. }} * {{vCard | name = Naturpark Piana Crixia | type = landscape | wikidata = Q1970592 | description = Der kleine Park im ligurischen Hinterland ist vor allem für seine ungewöhnlichen Felsformationen, bewaldeten Landschaften und die ruhige, wenig touristische Umgebung interessant. }} * {{vCard | name = Naturpark Beigua | type = landscape | wikidata = Q1486272 | description = UNESCO-Geopark zwischen Küste und Apennin mit Bergen, Wäldern, weitläufigen Wanderwegen und beeindruckenden Aussichtspunkten. }} * {{vCard | name = Naturpark Portofino | type = landscape | wikidata = Q957736 | description = geschützte Halbinsel mit dicht bewaldeten Hängen, felsiger Küste, kleinen Buchten und besonders schönen Küstenwanderwegen. }} * {{vCard | name = Regionaler Naturpark Aveto | type = landscape | wikidata = Q1515313 | description = Der Park im östlichen ligurischen Apennin zeichnet sich durch ursprüngliche Berglandschaften, Wälder, Seen und Täler aus. }} * {{vCard | name = Nationalpark Cinque Terre | type = landscape | wikidata = Q1886487 | description = spektakulärer Küsten-Nationalpark mit steilen Felsklippen, terrassierten Weinbergen, mediterraner Vegetation und zahlreichen Wanderwegen. }} * {{vCard | name = Naturpark Porto Venere | type = landscape | wikidata = Q3364625 | description = Der Küstenpark umfasst eine besonders reizvolle Landschaft aus steilen Klippen, Inseln, Höhlen und mediterraner Vegetation und bietet beeindruckende Ausblicke auf den Golf von La Spezia. }} * {{vCard | name = Naturpark Montemarcello-Magra | type = landscape | wikidata = Q1970547 | description = Im äußersten Osten Liguriens verbindet dieser Park Flusslandschaften mit bewaldeten Hügeln und Küstengebieten und bietet abwechslungsreiche Wanderwege sowie schöne Aussichtspunkte. }} == Sprache == Italienisch == Anreise == === Mit dem Flugzeug === In Genua gibt es mit dem {{marker |type = airport |name = Flughafen Genua |wikidata = Q1431383 |show = none}} einen internationalen Flughafen, der direkt aus dem deutschsprachigen Raum erreichbar ist. === Mit der Bahn === Schnelle Fernverkehrszüge der italienischen Bahn ''(Frecciabianca)'' fahren sechsmal am Tag von Rom über Florenz und Pisa nach La Spezia und Genua. Einmal pro Tag wird die Strecke auch vom Hochgeschwindigkeitszug ''Frecciargento'' bedient. Von Mailand fährt stündlich ein IC oder EC nach Genua (1½ Std.), immer abwechselnd (also zweistündlich) geht es weiter an der östlichen Riviera entlang über Rapallo und Chiavari nach La Spezia (gut 3 Std. von Mailand) oder an der westlichen Riviera entlang über Savona, Imperia und San Remo nach Ventimiglia (3:45 Std. von Mailand; z.&#x202F;T.&nbsp;weiter nach Monte Carlo und Nizza). In umgekehrter Richtung fahren abgesehen von den Eurocity Nizza–Genua–Mailand auch wenigstens stündlich französische TER (Regionalexpress) von Cannes über Nizza und Monte Carlo nach Ventimiglia an der westlichen Riviera. Von Turin fahren regelmäßig Intercity- und Regionalexpress-Züge ''(Regionale Veloce)'' nach Genua. Aus der Schweiz kommt man günstig via Mailand nach Ligurien. Beispielsweise braucht man von Zürich mit nur einmal Umsteigen 5½ Stunden nach Genua (Verbindung im Zweistundentakt). === Auf der Straße === Genau parallel zur italienischen Riviera verläuft die Autostrada A10, die den Beinamen ''Autostrada dei Fiori'' („Blumen-Autobahn“) trägt, von der französischen Grenze bei Ventimiglia (dort setzt sie sich als französische A8 fort) nach Genua, wo sie in die Autostrada A12 mündet, die an der östlichen Riviera entlang über La Spezia nach Livorno führt (und weiter Richtung Rom). Außerdem führt die A7 direkt von Mailand nach Genua, die A26 vom Lago Maggiore über Alessandria (Piemont) nach Genua und die A6 von Turin nach Savona. Wem schöne Ausblicke wichtiger sind als hohe Geschwindigkeit, der kann die gesamte Riviera entlang die Staatsstraße SS 1 benutzen, die von Ventimiglia bis Sestri Levante genau dem Verlauf der Küste folgt (dann biegt sie ins Landesinnere, die Cinque Terre sind nur über extrem kurvige Nebenstraßen erreichbar). Ligurien ist mit dem Auto über folgende Autobahnen gut erreichbar: * A 15 La Spezia-Parma * A 10 (E 80) Genua-Ventimiglia * A 12 (E 80) Genua-La Spezia * A 7 (E 25) Genua-Mailand * A 6 (E 717) Turin-Savona * A 26 Alessandria-Genua Auch die Fortbewegung mit dem Auto, Motorrad oder Wohnmobil in der Region ist dank eines gut ausgebauten Straßennetzes unkompliziert. Darüber hinaus gibt es zahlreiche öffentliche Parkplätze innerhalb und außerhalb der Städte. Einige Bereiche sind durch eine verkehrsberuhigte Zone geschützt, in der das Fahren und Parken für nichtansässige Fahrzeuge verboten ist. Außerhalb der ZTL gibt es die "Blu Area", gekennzeichnet durch horizontale blaue Streifen, in der Sie zu einem je nach Stadtgebiet unterschiedlichen Stundensatz parken können. Die vier Provinzen und die großen ligurischen Städte sind durch Autobahnen mit den wichtigsten italienischen Städten verbunden. Alle Gemeinden des Territoriums sind durch Staats- und Provinzstraßen verbunden, die die Ortschaften der beiden Flüsse mit denen des Hinterlandes verbinden. Die gesamte ligurische Küste wird von der Staatsstraße n.1 Aurelia (SS1) durchquert. === Mit dem Schiff === Bedeutende Fährhäfen in Ligurien sind Genua, Savona und La Spezia. Verbindungen bestehen von den Mittelmeerinseln [[Korsika]] ([[Bastia]] und [[Ile Rousse]]), [[Sardinien]] ([[Arbatax]], [[Olbia]] und [[Porto Torres]]) und [[Sizilien]] ([[Palermo]]). Diese Routen werden im Sommer meist von zurückkehrenden TouristInnen genutzt, weshalb der Verkehr im Winter weitaus geringer ist. Fährverbindungen aus [[Afrika]] bestehen unter anderem aus [[Marokko]] ([[Tanger|Tanger-Med]]), [[Tunesien]] ([[Tunis]]), Von der iberischen Halbinsel ([[Barcelona]]) gibt es Verbindungen von Barcelona nach Savona und Genua. Savona ist Heimathafen der italienischen Kreuzfahrtreederei Costa Crociere, so dass hier viele Mittelmeerkreuzfahrten beginnen bzw. enden. Weiterhin werden Genua und La Spezia häufig von Kreuzfahrten angelaufen. == Mobilität == Egal, ob man mit dem Zug oder dem Auto reist, die Fahrt entlang der ligurischen Küste ist ein Erlebnis: Ständig wechseln sich Tunnel und Sonnenlicht ab, dazu kommt die glänzende See an der Seite. Für die Ausflüge ins schöne Hinterland braucht man ein Auto. Die meisten großen Mietwagenfirmen, z.&#x202F;B.&nbsp;Budget, Hertz oder Avis, haben Vertretungen in Italien. Man kann auch schon von zu Hause aus buchen, z.&#x202F;B.&nbsp;bei Holiday Autos (Tel. 01805- 179191). Wer an der Küste bleibt, ist mit der Eisenbahn gut beraten. Es gibt eine Bahnstrecke, die unmittelbar an der Riviera entlang führt. Einmal pro Stunde fahren Regionalzüge, die in jedem kleinen Ort halten, von Ventimiglia nach Savona, von Savona nach Genua, von Genua nach Sestri Levante und von Sestri Levante nach La Spezia. Ebenfalls ungefähr stündlich fahren Regionalexpress-, Intercity- oder Eurocity-Züge, die nur an den größeren Stationen halten und mit denen man auch weitere Strecken zurücklegen kann (Ventimiglia–Genua oder Genua–La Spezia). Bahnfahren in Italien ist recht günstig, beispielsweise bezahlt man für die 150&#x202F;km von Genua nach San Remo im Regionalexpress 12 €, für die 100&#x202F;km von Genua nach La Spezia 7,10 €. [https://www.trenitalia.com Fahrplanauskunft und Buchung der Trenitalia] == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == === Bootsfahrten === Im Sommer werden überall Bootsfahrten entlang der Küste angeboten. Die schönsten Ansichten bietet die Levante mit der Halbinsel Portofino. === Whale-Watching === Vor der Küste der oberen Ponente leben viele Walarten. Eine Sichtungsgarantie von fast 90&#x202F;% versprechen die Schiffsausflüge, die von Juni bis Mitte September täglich von Imperia, Finale Ligure und Andora aus starten. Dauer: ca. 5 Std. Preis: Erwachsene 32&#x202F;€ , Kinder 16&#x202F;€ [http://www.whalewatch.it Whale-Watching] == Küche == Siehe: [[Essen und Trinken in Ligurien]] == Nachtleben == In den meisten größeren Küstenorten sind gerade in den Sommermonaten viele Clubs geöffnet. Im Hinterland liegen hauptsächlich kleinere Bergorte, in denen Clubs oft vergeblich gesucht werden. == Sicherheit == == Literatur == == Weblinks == * Beschreibung der staatlichen [https://www.musei.liguria.beniculturali.it/musei Museen der Region] (ital.) * [http://www.imperia-online.de/ imperia-online.de] „Historische Reise durch die Provinz“ {{Navigation Italien}} {{class-2}} {{GeoData| lat= 44.45 | long= 8.766667 | radius= }} {{IstInKat|Oberitalien}} 2gnjwc1xh53rjolzqndwukhx4so7zes 1802702 1802701 2026-09-07T11:39:49Z DocWoKav 14575 /* Regionen */ Geänderte vCard für Ligurischer Apennin 1802702 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region Italien}} Die Region '''Ligurien''' liegt im Westen [[Oberitalien]]s am Mittelmeer und enthält die Provinzen Imperia, Savona, Genua und La Spezia. Die Hauptstadt der Region ist [[Genua]]. Im Westen grenzt Ligurien an [[Frankreich]], im Norden an das [[Piemont]], im Osten an die [[Emilia-Romagna]] und im Süd-Osten an die [[Toskana]]. == Hintergrund == Vor 2000 Jahren war der gesamte Nordwestteil Italiens einschließlich [[Piemont]] und der [[Lombardei]] von dem Volk der Ligurer bewohnt, von dem die Region ihren Namen hat. Ligurien steht für ansehnliche Küstenorte im Stil von [[Cannes]] und [[Monaco]] und dutzende sandige, steinige sowie kieselige Strände. == Regionen == * {{vCard | name = Italienische Riviera | type = region | wikidata = Q11124206 | description = der Hauptgrund für Fernreisende, Ligurien zu besuchen. }} * {{vCard | name = Ligurischer Apennin | type = region | wikidata = Q377264 | description = Die ligurischen Alpen im Hinterland. }} == Orte == {{Mapframe |zoom=8}}{{mapshape|type = geoline}} * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q8611 | name= La Spezia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q267005 | name= Moneglia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q194081 | name= Sestri Levante }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q210098 | name= Rapallo }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q232782 | name= Portofino }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q1449 | name= Genua | lat = 44.407186 | long = 8.933983 }} ''' (''Genova'') - eine lebendige und gleichzeitig historische Hafenstadt, Geburtsstadt von Kolumbus. * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q13320 | name= Savona }} ''' - Ist eine Industriestadt an der Blumenriviera zwischen den zwei anderen Großstädten Imperia und Genua. Sie zieht jährlich viele Touristen an ihren Hafen mit dem Turm Leon Pacaldo und an die leider weitestgehend durch Napoleon zerstörte Altstadt. * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q270482| name= Alassio }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q241298| name= Albenga }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q270782| name= Loano }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q13318 | name= Imperia }} ''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q33962| name=San Remo}}''' * '''{{Marker | type=city | wikidata=Q191759| name=Ventimiglia }}''' - Grenzübergang nach Frankreich. == Weitere Ziele == * {{vCard | name = Regionaler Naturpark der Ligurischen Alpen | type = landscape | wikidata = Q3895678 | description = Ursprüngliche Berglandschaft mit tiefen Tälern, ausgedehnten Wäldern und Wanderwegen mit Aussicht. }} * {{vCard | name = Naturpark Piana Crixia | type = landscape | wikidata = Q1970592 | description = Der kleine Park im ligurischen Hinterland ist vor allem für seine ungewöhnlichen Felsformationen, bewaldeten Landschaften und die ruhige, wenig touristische Umgebung interessant. }} * {{vCard | name = Naturpark Beigua | type = landscape | wikidata = Q1486272 | description = UNESCO-Geopark zwischen Küste und Apennin mit Bergen, Wäldern, weitläufigen Wanderwegen und beeindruckenden Aussichtspunkten. }} * {{vCard | name = Naturpark Portofino | type = landscape | wikidata = Q957736 | description = geschützte Halbinsel mit dicht bewaldeten Hängen, felsiger Küste, kleinen Buchten und besonders schönen Küstenwanderwegen. }} * {{vCard | name = Regionaler Naturpark Aveto | type = landscape | wikidata = Q1515313 | description = Der Park im östlichen ligurischen Apennin zeichnet sich durch ursprüngliche Berglandschaften, Wälder, Seen und Täler aus. }} * {{vCard | name = Nationalpark Cinque Terre | type = landscape | wikidata = Q1886487 | description = spektakulärer Küsten-Nationalpark mit steilen Felsklippen, terrassierten Weinbergen, mediterraner Vegetation und zahlreichen Wanderwegen. }} * {{vCard | name = Naturpark Porto Venere | type = landscape | wikidata = Q3364625 | description = Der Küstenpark umfasst eine besonders reizvolle Landschaft aus steilen Klippen, Inseln, Höhlen und mediterraner Vegetation und bietet beeindruckende Ausblicke auf den Golf von La Spezia. }} * {{vCard | name = Naturpark Montemarcello-Magra | type = landscape | wikidata = Q1970547 | description = Im äußersten Osten Liguriens verbindet dieser Park Flusslandschaften mit bewaldeten Hügeln und Küstengebieten und bietet abwechslungsreiche Wanderwege sowie schöne Aussichtspunkte. }} == Sprache == Italienisch == Anreise == === Mit dem Flugzeug === In Genua gibt es mit dem {{marker |type = airport |name = Flughafen Genua |wikidata = Q1431383 |show = none}} einen internationalen Flughafen, der direkt aus dem deutschsprachigen Raum erreichbar ist. === Mit der Bahn === Schnelle Fernverkehrszüge der italienischen Bahn ''(Frecciabianca)'' fahren sechsmal am Tag von Rom über Florenz und Pisa nach La Spezia und Genua. Einmal pro Tag wird die Strecke auch vom Hochgeschwindigkeitszug ''Frecciargento'' bedient. Von Mailand fährt stündlich ein IC oder EC nach Genua (1½ Std.), immer abwechselnd (also zweistündlich) geht es weiter an der östlichen Riviera entlang über Rapallo und Chiavari nach La Spezia (gut 3 Std. von Mailand) oder an der westlichen Riviera entlang über Savona, Imperia und San Remo nach Ventimiglia (3:45 Std. von Mailand; z.&#x202F;T.&nbsp;weiter nach Monte Carlo und Nizza). In umgekehrter Richtung fahren abgesehen von den Eurocity Nizza–Genua–Mailand auch wenigstens stündlich französische TER (Regionalexpress) von Cannes über Nizza und Monte Carlo nach Ventimiglia an der westlichen Riviera. Von Turin fahren regelmäßig Intercity- und Regionalexpress-Züge ''(Regionale Veloce)'' nach Genua. Aus der Schweiz kommt man günstig via Mailand nach Ligurien. Beispielsweise braucht man von Zürich mit nur einmal Umsteigen 5½ Stunden nach Genua (Verbindung im Zweistundentakt). === Auf der Straße === Genau parallel zur italienischen Riviera verläuft die Autostrada A10, die den Beinamen ''Autostrada dei Fiori'' („Blumen-Autobahn“) trägt, von der französischen Grenze bei Ventimiglia (dort setzt sie sich als französische A8 fort) nach Genua, wo sie in die Autostrada A12 mündet, die an der östlichen Riviera entlang über La Spezia nach Livorno führt (und weiter Richtung Rom). Außerdem führt die A7 direkt von Mailand nach Genua, die A26 vom Lago Maggiore über Alessandria (Piemont) nach Genua und die A6 von Turin nach Savona. Wem schöne Ausblicke wichtiger sind als hohe Geschwindigkeit, der kann die gesamte Riviera entlang die Staatsstraße SS 1 benutzen, die von Ventimiglia bis Sestri Levante genau dem Verlauf der Küste folgt (dann biegt sie ins Landesinnere, die Cinque Terre sind nur über extrem kurvige Nebenstraßen erreichbar). Ligurien ist mit dem Auto über folgende Autobahnen gut erreichbar: * A 15 La Spezia-Parma * A 10 (E 80) Genua-Ventimiglia * A 12 (E 80) Genua-La Spezia * A 7 (E 25) Genua-Mailand * A 6 (E 717) Turin-Savona * A 26 Alessandria-Genua Auch die Fortbewegung mit dem Auto, Motorrad oder Wohnmobil in der Region ist dank eines gut ausgebauten Straßennetzes unkompliziert. Darüber hinaus gibt es zahlreiche öffentliche Parkplätze innerhalb und außerhalb der Städte. Einige Bereiche sind durch eine verkehrsberuhigte Zone geschützt, in der das Fahren und Parken für nichtansässige Fahrzeuge verboten ist. Außerhalb der ZTL gibt es die "Blu Area", gekennzeichnet durch horizontale blaue Streifen, in der Sie zu einem je nach Stadtgebiet unterschiedlichen Stundensatz parken können. Die vier Provinzen und die großen ligurischen Städte sind durch Autobahnen mit den wichtigsten italienischen Städten verbunden. Alle Gemeinden des Territoriums sind durch Staats- und Provinzstraßen verbunden, die die Ortschaften der beiden Flüsse mit denen des Hinterlandes verbinden. Die gesamte ligurische Küste wird von der Staatsstraße n.1 Aurelia (SS1) durchquert. === Mit dem Schiff === Bedeutende Fährhäfen in Ligurien sind Genua, Savona und La Spezia. Verbindungen bestehen von den Mittelmeerinseln [[Korsika]] ([[Bastia]] und [[Ile Rousse]]), [[Sardinien]] ([[Arbatax]], [[Olbia]] und [[Porto Torres]]) und [[Sizilien]] ([[Palermo]]). Diese Routen werden im Sommer meist von zurückkehrenden TouristInnen genutzt, weshalb der Verkehr im Winter weitaus geringer ist. Fährverbindungen aus [[Afrika]] bestehen unter anderem aus [[Marokko]] ([[Tanger|Tanger-Med]]), [[Tunesien]] ([[Tunis]]), Von der iberischen Halbinsel ([[Barcelona]]) gibt es Verbindungen von Barcelona nach Savona und Genua. Savona ist Heimathafen der italienischen Kreuzfahrtreederei Costa Crociere, so dass hier viele Mittelmeerkreuzfahrten beginnen bzw. enden. Weiterhin werden Genua und La Spezia häufig von Kreuzfahrten angelaufen. == Mobilität == Egal, ob man mit dem Zug oder dem Auto reist, die Fahrt entlang der ligurischen Küste ist ein Erlebnis: Ständig wechseln sich Tunnel und Sonnenlicht ab, dazu kommt die glänzende See an der Seite. Für die Ausflüge ins schöne Hinterland braucht man ein Auto. Die meisten großen Mietwagenfirmen, z.&#x202F;B.&nbsp;Budget, Hertz oder Avis, haben Vertretungen in Italien. Man kann auch schon von zu Hause aus buchen, z.&#x202F;B.&nbsp;bei Holiday Autos (Tel. 01805- 179191). Wer an der Küste bleibt, ist mit der Eisenbahn gut beraten. Es gibt eine Bahnstrecke, die unmittelbar an der Riviera entlang führt. Einmal pro Stunde fahren Regionalzüge, die in jedem kleinen Ort halten, von Ventimiglia nach Savona, von Savona nach Genua, von Genua nach Sestri Levante und von Sestri Levante nach La Spezia. Ebenfalls ungefähr stündlich fahren Regionalexpress-, Intercity- oder Eurocity-Züge, die nur an den größeren Stationen halten und mit denen man auch weitere Strecken zurücklegen kann (Ventimiglia–Genua oder Genua–La Spezia). Bahnfahren in Italien ist recht günstig, beispielsweise bezahlt man für die 150&#x202F;km von Genua nach San Remo im Regionalexpress 12 €, für die 100&#x202F;km von Genua nach La Spezia 7,10 €. [https://www.trenitalia.com Fahrplanauskunft und Buchung der Trenitalia] == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == === Bootsfahrten === Im Sommer werden überall Bootsfahrten entlang der Küste angeboten. Die schönsten Ansichten bietet die Levante mit der Halbinsel Portofino. === Whale-Watching === Vor der Küste der oberen Ponente leben viele Walarten. Eine Sichtungsgarantie von fast 90&#x202F;% versprechen die Schiffsausflüge, die von Juni bis Mitte September täglich von Imperia, Finale Ligure und Andora aus starten. Dauer: ca. 5 Std. Preis: Erwachsene 32&#x202F;€ , Kinder 16&#x202F;€ [http://www.whalewatch.it Whale-Watching] == Küche == Siehe: [[Essen und Trinken in Ligurien]] == Nachtleben == In den meisten größeren Küstenorten sind gerade in den Sommermonaten viele Clubs geöffnet. Im Hinterland liegen hauptsächlich kleinere Bergorte, in denen Clubs oft vergeblich gesucht werden. == Sicherheit == == Literatur == == Weblinks == * Beschreibung der staatlichen [https://www.musei.liguria.beniculturali.it/musei Museen der Region] (ital.) * [http://www.imperia-online.de/ imperia-online.de] „Historische Reise durch die Provinz“ {{Navigation Italien}} {{class-2}} {{GeoData| lat= 44.45 | long= 8.766667 | radius= }} {{IstInKat|Oberitalien}} hr5uwafyaank1raoryzb84iwaebk8ao 1802707 1802702 2026-09-07T11:47:44Z DocWoKav 14575 /* Orte */ 1802707 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region Italien}} Die Region '''Ligurien''' liegt im Westen [[Oberitalien]]s am Mittelmeer und enthält die Provinzen Imperia, Savona, Genua und La Spezia. Die Hauptstadt der Region ist [[Genua]]. Im Westen grenzt Ligurien an [[Frankreich]], im Norden an das [[Piemont]], im Osten an die [[Emilia-Romagna]] und im Süd-Osten an die [[Toskana]]. == Hintergrund == Vor 2000 Jahren war der gesamte Nordwestteil Italiens einschließlich [[Piemont]] und der [[Lombardei]] von dem Volk der Ligurer bewohnt, von dem die Region ihren Namen hat. Ligurien steht für ansehnliche Küstenorte im Stil von [[Cannes]] und [[Monaco]] und dutzende sandige, steinige sowie kieselige Strände. == Regionen == * {{vCard | name = Italienische Riviera | type = region | wikidata = Q11124206 | description = der Hauptgrund für Fernreisende, Ligurien zu besuchen. }} * {{vCard | name = Ligurischer Apennin | type = region | wikidata = Q377264 | description = Die ligurischen Alpen im Hinterland. }} == Orte == {{Mapframe |zoom=8}}{{mapshape|type = geoline}} * {{vCard | type=city | wikidata=Q191759| name=Ventimiglia }} * {{vCard | type=city | wikidata=Q33962| name=San Remo}} * {{vCard | type=city | wikidata=Q13318 | name= Imperia }} * {{vCard | type=city | wikidata=Q241298| name= Albenga }} * {{vCard | type=city | wikidata=Q13320 | name= Savona }} * {{vCard| type=city | wikidata=Q1449 | name= Genua }} * {{vCard|type= |name= Chiavari |description= }} * {{vCard | type=city | wikidata=Q8611 | name= La Spezia }} ''' == Weitere Ziele == * {{vCard | name = Regionaler Naturpark der Ligurischen Alpen | type = landscape | wikidata = Q3895678 | description = Ursprüngliche Berglandschaft mit tiefen Tälern, ausgedehnten Wäldern und Wanderwegen mit Aussicht. }} * {{vCard | name = Naturpark Piana Crixia | type = landscape | wikidata = Q1970592 | description = Der kleine Park im ligurischen Hinterland ist vor allem für seine ungewöhnlichen Felsformationen, bewaldeten Landschaften und die ruhige, wenig touristische Umgebung interessant. }} * {{vCard | name = Naturpark Beigua | type = landscape | wikidata = Q1486272 | description = UNESCO-Geopark zwischen Küste und Apennin mit Bergen, Wäldern, weitläufigen Wanderwegen und beeindruckenden Aussichtspunkten. }} * {{vCard | name = Naturpark Portofino | type = landscape | wikidata = Q957736 | description = geschützte Halbinsel mit dicht bewaldeten Hängen, felsiger Küste, kleinen Buchten und besonders schönen Küstenwanderwegen. }} * {{vCard | name = Regionaler Naturpark Aveto | type = landscape | wikidata = Q1515313 | description = Der Park im östlichen ligurischen Apennin zeichnet sich durch ursprüngliche Berglandschaften, Wälder, Seen und Täler aus. }} * {{vCard | name = Nationalpark Cinque Terre | type = landscape | wikidata = Q1886487 | description = spektakulärer Küsten-Nationalpark mit steilen Felsklippen, terrassierten Weinbergen, mediterraner Vegetation und zahlreichen Wanderwegen. }} * {{vCard | name = Naturpark Porto Venere | type = landscape | wikidata = Q3364625 | description = Der Küstenpark umfasst eine besonders reizvolle Landschaft aus steilen Klippen, Inseln, Höhlen und mediterraner Vegetation und bietet beeindruckende Ausblicke auf den Golf von La Spezia. }} * {{vCard | name = Naturpark Montemarcello-Magra | type = landscape | wikidata = Q1970547 | description = Im äußersten Osten Liguriens verbindet dieser Park Flusslandschaften mit bewaldeten Hügeln und Küstengebieten und bietet abwechslungsreiche Wanderwege sowie schöne Aussichtspunkte. }} == Sprache == Italienisch == Anreise == === Mit dem Flugzeug === In Genua gibt es mit dem {{marker |type = airport |name = Flughafen Genua |wikidata = Q1431383 |show = none}} einen internationalen Flughafen, der direkt aus dem deutschsprachigen Raum erreichbar ist. === Mit der Bahn === Schnelle Fernverkehrszüge der italienischen Bahn ''(Frecciabianca)'' fahren sechsmal am Tag von Rom über Florenz und Pisa nach La Spezia und Genua. Einmal pro Tag wird die Strecke auch vom Hochgeschwindigkeitszug ''Frecciargento'' bedient. Von Mailand fährt stündlich ein IC oder EC nach Genua (1½ Std.), immer abwechselnd (also zweistündlich) geht es weiter an der östlichen Riviera entlang über Rapallo und Chiavari nach La Spezia (gut 3 Std. von Mailand) oder an der westlichen Riviera entlang über Savona, Imperia und San Remo nach Ventimiglia (3:45 Std. von Mailand; z.&#x202F;T.&nbsp;weiter nach Monte Carlo und Nizza). In umgekehrter Richtung fahren abgesehen von den Eurocity Nizza–Genua–Mailand auch wenigstens stündlich französische TER (Regionalexpress) von Cannes über Nizza und Monte Carlo nach Ventimiglia an der westlichen Riviera. Von Turin fahren regelmäßig Intercity- und Regionalexpress-Züge ''(Regionale Veloce)'' nach Genua. Aus der Schweiz kommt man günstig via Mailand nach Ligurien. Beispielsweise braucht man von Zürich mit nur einmal Umsteigen 5½ Stunden nach Genua (Verbindung im Zweistundentakt). === Auf der Straße === Genau parallel zur italienischen Riviera verläuft die Autostrada A10, die den Beinamen ''Autostrada dei Fiori'' („Blumen-Autobahn“) trägt, von der französischen Grenze bei Ventimiglia (dort setzt sie sich als französische A8 fort) nach Genua, wo sie in die Autostrada A12 mündet, die an der östlichen Riviera entlang über La Spezia nach Livorno führt (und weiter Richtung Rom). Außerdem führt die A7 direkt von Mailand nach Genua, die A26 vom Lago Maggiore über Alessandria (Piemont) nach Genua und die A6 von Turin nach Savona. Wem schöne Ausblicke wichtiger sind als hohe Geschwindigkeit, der kann die gesamte Riviera entlang die Staatsstraße SS 1 benutzen, die von Ventimiglia bis Sestri Levante genau dem Verlauf der Küste folgt (dann biegt sie ins Landesinnere, die Cinque Terre sind nur über extrem kurvige Nebenstraßen erreichbar). Ligurien ist mit dem Auto über folgende Autobahnen gut erreichbar: * A 15 La Spezia-Parma * A 10 (E 80) Genua-Ventimiglia * A 12 (E 80) Genua-La Spezia * A 7 (E 25) Genua-Mailand * A 6 (E 717) Turin-Savona * A 26 Alessandria-Genua Auch die Fortbewegung mit dem Auto, Motorrad oder Wohnmobil in der Region ist dank eines gut ausgebauten Straßennetzes unkompliziert. Darüber hinaus gibt es zahlreiche öffentliche Parkplätze innerhalb und außerhalb der Städte. Einige Bereiche sind durch eine verkehrsberuhigte Zone geschützt, in der das Fahren und Parken für nichtansässige Fahrzeuge verboten ist. Außerhalb der ZTL gibt es die "Blu Area", gekennzeichnet durch horizontale blaue Streifen, in der Sie zu einem je nach Stadtgebiet unterschiedlichen Stundensatz parken können. Die vier Provinzen und die großen ligurischen Städte sind durch Autobahnen mit den wichtigsten italienischen Städten verbunden. Alle Gemeinden des Territoriums sind durch Staats- und Provinzstraßen verbunden, die die Ortschaften der beiden Flüsse mit denen des Hinterlandes verbinden. Die gesamte ligurische Küste wird von der Staatsstraße n.1 Aurelia (SS1) durchquert. === Mit dem Schiff === Bedeutende Fährhäfen in Ligurien sind Genua, Savona und La Spezia. Verbindungen bestehen von den Mittelmeerinseln [[Korsika]] ([[Bastia]] und [[Ile Rousse]]), [[Sardinien]] ([[Arbatax]], [[Olbia]] und [[Porto Torres]]) und [[Sizilien]] ([[Palermo]]). Diese Routen werden im Sommer meist von zurückkehrenden TouristInnen genutzt, weshalb der Verkehr im Winter weitaus geringer ist. Fährverbindungen aus [[Afrika]] bestehen unter anderem aus [[Marokko]] ([[Tanger|Tanger-Med]]), [[Tunesien]] ([[Tunis]]), Von der iberischen Halbinsel ([[Barcelona]]) gibt es Verbindungen von Barcelona nach Savona und Genua. Savona ist Heimathafen der italienischen Kreuzfahrtreederei Costa Crociere, so dass hier viele Mittelmeerkreuzfahrten beginnen bzw. enden. Weiterhin werden Genua und La Spezia häufig von Kreuzfahrten angelaufen. == Mobilität == Egal, ob man mit dem Zug oder dem Auto reist, die Fahrt entlang der ligurischen Küste ist ein Erlebnis: Ständig wechseln sich Tunnel und Sonnenlicht ab, dazu kommt die glänzende See an der Seite. Für die Ausflüge ins schöne Hinterland braucht man ein Auto. Die meisten großen Mietwagenfirmen, z.&#x202F;B.&nbsp;Budget, Hertz oder Avis, haben Vertretungen in Italien. Man kann auch schon von zu Hause aus buchen, z.&#x202F;B.&nbsp;bei Holiday Autos (Tel. 01805- 179191). Wer an der Küste bleibt, ist mit der Eisenbahn gut beraten. Es gibt eine Bahnstrecke, die unmittelbar an der Riviera entlang führt. Einmal pro Stunde fahren Regionalzüge, die in jedem kleinen Ort halten, von Ventimiglia nach Savona, von Savona nach Genua, von Genua nach Sestri Levante und von Sestri Levante nach La Spezia. Ebenfalls ungefähr stündlich fahren Regionalexpress-, Intercity- oder Eurocity-Züge, die nur an den größeren Stationen halten und mit denen man auch weitere Strecken zurücklegen kann (Ventimiglia–Genua oder Genua–La Spezia). Bahnfahren in Italien ist recht günstig, beispielsweise bezahlt man für die 150&#x202F;km von Genua nach San Remo im Regionalexpress 12 €, für die 100&#x202F;km von Genua nach La Spezia 7,10 €. [https://www.trenitalia.com Fahrplanauskunft und Buchung der Trenitalia] == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == === Bootsfahrten === Im Sommer werden überall Bootsfahrten entlang der Küste angeboten. Die schönsten Ansichten bietet die Levante mit der Halbinsel Portofino. === Whale-Watching === Vor der Küste der oberen Ponente leben viele Walarten. Eine Sichtungsgarantie von fast 90&#x202F;% versprechen die Schiffsausflüge, die von Juni bis Mitte September täglich von Imperia, Finale Ligure und Andora aus starten. Dauer: ca. 5 Std. Preis: Erwachsene 32&#x202F;€ , Kinder 16&#x202F;€ [http://www.whalewatch.it Whale-Watching] == Küche == Siehe: [[Essen und Trinken in Ligurien]] == Nachtleben == In den meisten größeren Küstenorten sind gerade in den Sommermonaten viele Clubs geöffnet. Im Hinterland liegen hauptsächlich kleinere Bergorte, in denen Clubs oft vergeblich gesucht werden. == Sicherheit == == Literatur == == Weblinks == * Beschreibung der staatlichen [https://www.musei.liguria.beniculturali.it/musei Museen der Region] (ital.) * [http://www.imperia-online.de/ imperia-online.de] „Historische Reise durch die Provinz“ {{Navigation Italien}} {{class-2}} {{GeoData| lat= 44.45 | long= 8.766667 | radius= }} {{IstInKat|Oberitalien}} ck83jm3ggbpltrskk0tsfvde7v18her 1802709 1802707 2026-09-07T11:48:39Z DocWoKav 14575 /* Orte */ Geänderte vCard für Ventimiglia 1802709 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region Italien}} Die Region '''Ligurien''' liegt im Westen [[Oberitalien]]s am Mittelmeer und enthält die Provinzen Imperia, Savona, Genua und La Spezia. Die Hauptstadt der Region ist [[Genua]]. Im Westen grenzt Ligurien an [[Frankreich]], im Norden an das [[Piemont]], im Osten an die [[Emilia-Romagna]] und im Süd-Osten an die [[Toskana]]. == Hintergrund == Vor 2000 Jahren war der gesamte Nordwestteil Italiens einschließlich [[Piemont]] und der [[Lombardei]] von dem Volk der Ligurer bewohnt, von dem die Region ihren Namen hat. Ligurien steht für ansehnliche Küstenorte im Stil von [[Cannes]] und [[Monaco]] und dutzende sandige, steinige sowie kieselige Strände. == Regionen == * {{vCard | name = Italienische Riviera | type = region | wikidata = Q11124206 | description = der Hauptgrund für Fernreisende, Ligurien zu besuchen. }} * {{vCard | name = Ligurischer Apennin | type = region | wikidata = Q377264 | description = Die ligurischen Alpen im Hinterland. }} == Orte == {{Mapframe |zoom=8}}{{mapshape|type = geoline}} * {{vCard | name = Ventimiglia | type = city | wikidata = Q191759 | description = Die westlichste bedeutende Stadt Liguriens liegt direkt an der französischen Grenze und ist besonders für ihre mittelalterliche Oberstadt, den lebhaften Markt und die nahegelegenen Hanbury-Gärten mit ihrer außergewöhnlichen mediterranen Pflanzenwelt interessant. }} * {{vCard | type=city | wikidata=Q33962| name=San Remo}} * {{vCard | type=city | wikidata=Q13318 | name= Imperia }} * {{vCard | type=city | wikidata=Q241298| name= Albenga }} * {{vCard | type=city | wikidata=Q13320 | name= Savona }} * {{vCard| type=city | wikidata=Q1449 | name= Genua }} * {{vCard|type= |name= Chiavari |description= }} * {{vCard | type=city | wikidata=Q8611 | name= La Spezia }} ''' == Weitere Ziele == * {{vCard | name = Regionaler Naturpark der Ligurischen Alpen | type = landscape | wikidata = Q3895678 | description = Ursprüngliche Berglandschaft mit tiefen Tälern, ausgedehnten Wäldern und Wanderwegen mit Aussicht. }} * {{vCard | name = Naturpark Piana Crixia | type = landscape | wikidata = Q1970592 | description = Der kleine Park im ligurischen Hinterland ist vor allem für seine ungewöhnlichen Felsformationen, bewaldeten Landschaften und die ruhige, wenig touristische Umgebung interessant. }} * {{vCard | name = Naturpark Beigua | type = landscape | wikidata = Q1486272 | description = UNESCO-Geopark zwischen Küste und Apennin mit Bergen, Wäldern, weitläufigen Wanderwegen und beeindruckenden Aussichtspunkten. }} * {{vCard | name = Naturpark Portofino | type = landscape | wikidata = Q957736 | description = geschützte Halbinsel mit dicht bewaldeten Hängen, felsiger Küste, kleinen Buchten und besonders schönen Küstenwanderwegen. }} * {{vCard | name = Regionaler Naturpark Aveto | type = landscape | wikidata = Q1515313 | description = Der Park im östlichen ligurischen Apennin zeichnet sich durch ursprüngliche Berglandschaften, Wälder, Seen und Täler aus. }} * {{vCard | name = Nationalpark Cinque Terre | type = landscape | wikidata = Q1886487 | description = spektakulärer Küsten-Nationalpark mit steilen Felsklippen, terrassierten Weinbergen, mediterraner Vegetation und zahlreichen Wanderwegen. }} * {{vCard | name = Naturpark Porto Venere | type = landscape | wikidata = Q3364625 | description = Der Küstenpark umfasst eine besonders reizvolle Landschaft aus steilen Klippen, Inseln, Höhlen und mediterraner Vegetation und bietet beeindruckende Ausblicke auf den Golf von La Spezia. }} * {{vCard | name = Naturpark Montemarcello-Magra | type = landscape | wikidata = Q1970547 | description = Im äußersten Osten Liguriens verbindet dieser Park Flusslandschaften mit bewaldeten Hügeln und Küstengebieten und bietet abwechslungsreiche Wanderwege sowie schöne Aussichtspunkte. }} == Sprache == Italienisch == Anreise == === Mit dem Flugzeug === In Genua gibt es mit dem {{marker |type = airport |name = Flughafen Genua |wikidata = Q1431383 |show = none}} einen internationalen Flughafen, der direkt aus dem deutschsprachigen Raum erreichbar ist. === Mit der Bahn === Schnelle Fernverkehrszüge der italienischen Bahn ''(Frecciabianca)'' fahren sechsmal am Tag von Rom über Florenz und Pisa nach La Spezia und Genua. Einmal pro Tag wird die Strecke auch vom Hochgeschwindigkeitszug ''Frecciargento'' bedient. Von Mailand fährt stündlich ein IC oder EC nach Genua (1½ Std.), immer abwechselnd (also zweistündlich) geht es weiter an der östlichen Riviera entlang über Rapallo und Chiavari nach La Spezia (gut 3 Std. von Mailand) oder an der westlichen Riviera entlang über Savona, Imperia und San Remo nach Ventimiglia (3:45 Std. von Mailand; z.&#x202F;T.&nbsp;weiter nach Monte Carlo und Nizza). In umgekehrter Richtung fahren abgesehen von den Eurocity Nizza–Genua–Mailand auch wenigstens stündlich französische TER (Regionalexpress) von Cannes über Nizza und Monte Carlo nach Ventimiglia an der westlichen Riviera. Von Turin fahren regelmäßig Intercity- und Regionalexpress-Züge ''(Regionale Veloce)'' nach Genua. Aus der Schweiz kommt man günstig via Mailand nach Ligurien. Beispielsweise braucht man von Zürich mit nur einmal Umsteigen 5½ Stunden nach Genua (Verbindung im Zweistundentakt). === Auf der Straße === Genau parallel zur italienischen Riviera verläuft die Autostrada A10, die den Beinamen ''Autostrada dei Fiori'' („Blumen-Autobahn“) trägt, von der französischen Grenze bei Ventimiglia (dort setzt sie sich als französische A8 fort) nach Genua, wo sie in die Autostrada A12 mündet, die an der östlichen Riviera entlang über La Spezia nach Livorno führt (und weiter Richtung Rom). Außerdem führt die A7 direkt von Mailand nach Genua, die A26 vom Lago Maggiore über Alessandria (Piemont) nach Genua und die A6 von Turin nach Savona. Wem schöne Ausblicke wichtiger sind als hohe Geschwindigkeit, der kann die gesamte Riviera entlang die Staatsstraße SS 1 benutzen, die von Ventimiglia bis Sestri Levante genau dem Verlauf der Küste folgt (dann biegt sie ins Landesinnere, die Cinque Terre sind nur über extrem kurvige Nebenstraßen erreichbar). Ligurien ist mit dem Auto über folgende Autobahnen gut erreichbar: * A 15 La Spezia-Parma * A 10 (E 80) Genua-Ventimiglia * A 12 (E 80) Genua-La Spezia * A 7 (E 25) Genua-Mailand * A 6 (E 717) Turin-Savona * A 26 Alessandria-Genua Auch die Fortbewegung mit dem Auto, Motorrad oder Wohnmobil in der Region ist dank eines gut ausgebauten Straßennetzes unkompliziert. Darüber hinaus gibt es zahlreiche öffentliche Parkplätze innerhalb und außerhalb der Städte. Einige Bereiche sind durch eine verkehrsberuhigte Zone geschützt, in der das Fahren und Parken für nichtansässige Fahrzeuge verboten ist. Außerhalb der ZTL gibt es die "Blu Area", gekennzeichnet durch horizontale blaue Streifen, in der Sie zu einem je nach Stadtgebiet unterschiedlichen Stundensatz parken können. Die vier Provinzen und die großen ligurischen Städte sind durch Autobahnen mit den wichtigsten italienischen Städten verbunden. Alle Gemeinden des Territoriums sind durch Staats- und Provinzstraßen verbunden, die die Ortschaften der beiden Flüsse mit denen des Hinterlandes verbinden. Die gesamte ligurische Küste wird von der Staatsstraße n.1 Aurelia (SS1) durchquert. === Mit dem Schiff === Bedeutende Fährhäfen in Ligurien sind Genua, Savona und La Spezia. Verbindungen bestehen von den Mittelmeerinseln [[Korsika]] ([[Bastia]] und [[Ile Rousse]]), [[Sardinien]] ([[Arbatax]], [[Olbia]] und [[Porto Torres]]) und [[Sizilien]] ([[Palermo]]). Diese Routen werden im Sommer meist von zurückkehrenden TouristInnen genutzt, weshalb der Verkehr im Winter weitaus geringer ist. Fährverbindungen aus [[Afrika]] bestehen unter anderem aus [[Marokko]] ([[Tanger|Tanger-Med]]), [[Tunesien]] ([[Tunis]]), Von der iberischen Halbinsel ([[Barcelona]]) gibt es Verbindungen von Barcelona nach Savona und Genua. Savona ist Heimathafen der italienischen Kreuzfahrtreederei Costa Crociere, so dass hier viele Mittelmeerkreuzfahrten beginnen bzw. enden. Weiterhin werden Genua und La Spezia häufig von Kreuzfahrten angelaufen. == Mobilität == Egal, ob man mit dem Zug oder dem Auto reist, die Fahrt entlang der ligurischen Küste ist ein Erlebnis: Ständig wechseln sich Tunnel und Sonnenlicht ab, dazu kommt die glänzende See an der Seite. Für die Ausflüge ins schöne Hinterland braucht man ein Auto. Die meisten großen Mietwagenfirmen, z.&#x202F;B.&nbsp;Budget, Hertz oder Avis, haben Vertretungen in Italien. Man kann auch schon von zu Hause aus buchen, z.&#x202F;B.&nbsp;bei Holiday Autos (Tel. 01805- 179191). Wer an der Küste bleibt, ist mit der Eisenbahn gut beraten. Es gibt eine Bahnstrecke, die unmittelbar an der Riviera entlang führt. Einmal pro Stunde fahren Regionalzüge, die in jedem kleinen Ort halten, von Ventimiglia nach Savona, von Savona nach Genua, von Genua nach Sestri Levante und von Sestri Levante nach La Spezia. Ebenfalls ungefähr stündlich fahren Regionalexpress-, Intercity- oder Eurocity-Züge, die nur an den größeren Stationen halten und mit denen man auch weitere Strecken zurücklegen kann (Ventimiglia–Genua oder Genua–La Spezia). Bahnfahren in Italien ist recht günstig, beispielsweise bezahlt man für die 150&#x202F;km von Genua nach San Remo im Regionalexpress 12 €, für die 100&#x202F;km von Genua nach La Spezia 7,10 €. [https://www.trenitalia.com Fahrplanauskunft und Buchung der Trenitalia] == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == === Bootsfahrten === Im Sommer werden überall Bootsfahrten entlang der Küste angeboten. Die schönsten Ansichten bietet die Levante mit der Halbinsel Portofino. === Whale-Watching === Vor der Küste der oberen Ponente leben viele Walarten. Eine Sichtungsgarantie von fast 90&#x202F;% versprechen die Schiffsausflüge, die von Juni bis Mitte September täglich von Imperia, Finale Ligure und Andora aus starten. Dauer: ca. 5 Std. Preis: Erwachsene 32&#x202F;€ , Kinder 16&#x202F;€ [http://www.whalewatch.it Whale-Watching] == Küche == Siehe: [[Essen und Trinken in Ligurien]] == Nachtleben == In den meisten größeren Küstenorten sind gerade in den Sommermonaten viele Clubs geöffnet. Im Hinterland liegen hauptsächlich kleinere Bergorte, in denen Clubs oft vergeblich gesucht werden. == Sicherheit == == Literatur == == Weblinks == * Beschreibung der staatlichen [https://www.musei.liguria.beniculturali.it/musei Museen der Region] (ital.) * [http://www.imperia-online.de/ imperia-online.de] „Historische Reise durch die Provinz“ {{Navigation Italien}} {{class-2}} {{GeoData| lat= 44.45 | long= 8.766667 | radius= }} {{IstInKat|Oberitalien}} k7srj0mjcnuylsz1ayzsie7n8ij8lw9 1802710 1802709 2026-09-07T11:49:00Z DocWoKav 14575 /* Orte */ Geänderte vCard für San Remo 1802710 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region Italien}} Die Region '''Ligurien''' liegt im Westen [[Oberitalien]]s am Mittelmeer und enthält die Provinzen Imperia, Savona, Genua und La Spezia. Die Hauptstadt der Region ist [[Genua]]. Im Westen grenzt Ligurien an [[Frankreich]], im Norden an das [[Piemont]], im Osten an die [[Emilia-Romagna]] und im Süd-Osten an die [[Toskana]]. == Hintergrund == Vor 2000 Jahren war der gesamte Nordwestteil Italiens einschließlich [[Piemont]] und der [[Lombardei]] von dem Volk der Ligurer bewohnt, von dem die Region ihren Namen hat. Ligurien steht für ansehnliche Küstenorte im Stil von [[Cannes]] und [[Monaco]] und dutzende sandige, steinige sowie kieselige Strände. == Regionen == * {{vCard | name = Italienische Riviera | type = region | wikidata = Q11124206 | description = der Hauptgrund für Fernreisende, Ligurien zu besuchen. }} * {{vCard | name = Ligurischer Apennin | type = region | wikidata = Q377264 | description = Die ligurischen Alpen im Hinterland. }} == Orte == {{Mapframe |zoom=8}}{{mapshape|type = geoline}} * {{vCard | name = Ventimiglia | type = city | wikidata = Q191759 | description = Die westlichste bedeutende Stadt Liguriens liegt direkt an der französischen Grenze und ist besonders für ihre mittelalterliche Oberstadt, den lebhaften Markt und die nahegelegenen Hanbury-Gärten mit ihrer außergewöhnlichen mediterranen Pflanzenwelt interessant. }} * {{vCard | name = San Remo | type = city | wikidata = Q33962 | description = Der bekannteste Ferienort der Blumenriviera verbindet elegante Badeatmosphäre mit einer historischen Altstadt, dem berühmten Casino, palmengesäumten Promenaden und dem jährlich stattfindenden italienischen Musikfestival. }} * {{vCard | type=city | wikidata=Q13318 | name= Imperia }} * {{vCard | type=city | wikidata=Q241298| name= Albenga }} * {{vCard | type=city | wikidata=Q13320 | name= Savona }} * {{vCard| type=city | wikidata=Q1449 | name= Genua }} * {{vCard|type= |name= Chiavari |description= }} * {{vCard | type=city | wikidata=Q8611 | name= La Spezia }} ''' == Weitere Ziele == * {{vCard | name = Regionaler Naturpark der Ligurischen Alpen | type = landscape | wikidata = Q3895678 | description = Ursprüngliche Berglandschaft mit tiefen Tälern, ausgedehnten Wäldern und Wanderwegen mit Aussicht. }} * {{vCard | name = Naturpark Piana Crixia | type = landscape | wikidata = Q1970592 | description = Der kleine Park im ligurischen Hinterland ist vor allem für seine ungewöhnlichen Felsformationen, bewaldeten Landschaften und die ruhige, wenig touristische Umgebung interessant. }} * {{vCard | name = Naturpark Beigua | type = landscape | wikidata = Q1486272 | description = UNESCO-Geopark zwischen Küste und Apennin mit Bergen, Wäldern, weitläufigen Wanderwegen und beeindruckenden Aussichtspunkten. }} * {{vCard | name = Naturpark Portofino | type = landscape | wikidata = Q957736 | description = geschützte Halbinsel mit dicht bewaldeten Hängen, felsiger Küste, kleinen Buchten und besonders schönen Küstenwanderwegen. }} * {{vCard | name = Regionaler Naturpark Aveto | type = landscape | wikidata = Q1515313 | description = Der Park im östlichen ligurischen Apennin zeichnet sich durch ursprüngliche Berglandschaften, Wälder, Seen und Täler aus. }} * {{vCard | name = Nationalpark Cinque Terre | type = landscape | wikidata = Q1886487 | description = spektakulärer Küsten-Nationalpark mit steilen Felsklippen, terrassierten Weinbergen, mediterraner Vegetation und zahlreichen Wanderwegen. }} * {{vCard | name = Naturpark Porto Venere | type = landscape | wikidata = Q3364625 | description = Der Küstenpark umfasst eine besonders reizvolle Landschaft aus steilen Klippen, Inseln, Höhlen und mediterraner Vegetation und bietet beeindruckende Ausblicke auf den Golf von La Spezia. }} * {{vCard | name = Naturpark Montemarcello-Magra | type = landscape | wikidata = Q1970547 | description = Im äußersten Osten Liguriens verbindet dieser Park Flusslandschaften mit bewaldeten Hügeln und Küstengebieten und bietet abwechslungsreiche Wanderwege sowie schöne Aussichtspunkte. }} == Sprache == Italienisch == Anreise == === Mit dem Flugzeug === In Genua gibt es mit dem {{marker |type = airport |name = Flughafen Genua |wikidata = Q1431383 |show = none}} einen internationalen Flughafen, der direkt aus dem deutschsprachigen Raum erreichbar ist. === Mit der Bahn === Schnelle Fernverkehrszüge der italienischen Bahn ''(Frecciabianca)'' fahren sechsmal am Tag von Rom über Florenz und Pisa nach La Spezia und Genua. Einmal pro Tag wird die Strecke auch vom Hochgeschwindigkeitszug ''Frecciargento'' bedient. Von Mailand fährt stündlich ein IC oder EC nach Genua (1½ Std.), immer abwechselnd (also zweistündlich) geht es weiter an der östlichen Riviera entlang über Rapallo und Chiavari nach La Spezia (gut 3 Std. von Mailand) oder an der westlichen Riviera entlang über Savona, Imperia und San Remo nach Ventimiglia (3:45 Std. von Mailand; z.&#x202F;T.&nbsp;weiter nach Monte Carlo und Nizza). In umgekehrter Richtung fahren abgesehen von den Eurocity Nizza–Genua–Mailand auch wenigstens stündlich französische TER (Regionalexpress) von Cannes über Nizza und Monte Carlo nach Ventimiglia an der westlichen Riviera. Von Turin fahren regelmäßig Intercity- und Regionalexpress-Züge ''(Regionale Veloce)'' nach Genua. Aus der Schweiz kommt man günstig via Mailand nach Ligurien. Beispielsweise braucht man von Zürich mit nur einmal Umsteigen 5½ Stunden nach Genua (Verbindung im Zweistundentakt). === Auf der Straße === Genau parallel zur italienischen Riviera verläuft die Autostrada A10, die den Beinamen ''Autostrada dei Fiori'' („Blumen-Autobahn“) trägt, von der französischen Grenze bei Ventimiglia (dort setzt sie sich als französische A8 fort) nach Genua, wo sie in die Autostrada A12 mündet, die an der östlichen Riviera entlang über La Spezia nach Livorno führt (und weiter Richtung Rom). Außerdem führt die A7 direkt von Mailand nach Genua, die A26 vom Lago Maggiore über Alessandria (Piemont) nach Genua und die A6 von Turin nach Savona. Wem schöne Ausblicke wichtiger sind als hohe Geschwindigkeit, der kann die gesamte Riviera entlang die Staatsstraße SS 1 benutzen, die von Ventimiglia bis Sestri Levante genau dem Verlauf der Küste folgt (dann biegt sie ins Landesinnere, die Cinque Terre sind nur über extrem kurvige Nebenstraßen erreichbar). Ligurien ist mit dem Auto über folgende Autobahnen gut erreichbar: * A 15 La Spezia-Parma * A 10 (E 80) Genua-Ventimiglia * A 12 (E 80) Genua-La Spezia * A 7 (E 25) Genua-Mailand * A 6 (E 717) Turin-Savona * A 26 Alessandria-Genua Auch die Fortbewegung mit dem Auto, Motorrad oder Wohnmobil in der Region ist dank eines gut ausgebauten Straßennetzes unkompliziert. Darüber hinaus gibt es zahlreiche öffentliche Parkplätze innerhalb und außerhalb der Städte. Einige Bereiche sind durch eine verkehrsberuhigte Zone geschützt, in der das Fahren und Parken für nichtansässige Fahrzeuge verboten ist. Außerhalb der ZTL gibt es die "Blu Area", gekennzeichnet durch horizontale blaue Streifen, in der Sie zu einem je nach Stadtgebiet unterschiedlichen Stundensatz parken können. Die vier Provinzen und die großen ligurischen Städte sind durch Autobahnen mit den wichtigsten italienischen Städten verbunden. Alle Gemeinden des Territoriums sind durch Staats- und Provinzstraßen verbunden, die die Ortschaften der beiden Flüsse mit denen des Hinterlandes verbinden. Die gesamte ligurische Küste wird von der Staatsstraße n.1 Aurelia (SS1) durchquert. === Mit dem Schiff === Bedeutende Fährhäfen in Ligurien sind Genua, Savona und La Spezia. Verbindungen bestehen von den Mittelmeerinseln [[Korsika]] ([[Bastia]] und [[Ile Rousse]]), [[Sardinien]] ([[Arbatax]], [[Olbia]] und [[Porto Torres]]) und [[Sizilien]] ([[Palermo]]). Diese Routen werden im Sommer meist von zurückkehrenden TouristInnen genutzt, weshalb der Verkehr im Winter weitaus geringer ist. Fährverbindungen aus [[Afrika]] bestehen unter anderem aus [[Marokko]] ([[Tanger|Tanger-Med]]), [[Tunesien]] ([[Tunis]]), Von der iberischen Halbinsel ([[Barcelona]]) gibt es Verbindungen von Barcelona nach Savona und Genua. Savona ist Heimathafen der italienischen Kreuzfahrtreederei Costa Crociere, so dass hier viele Mittelmeerkreuzfahrten beginnen bzw. enden. Weiterhin werden Genua und La Spezia häufig von Kreuzfahrten angelaufen. == Mobilität == Egal, ob man mit dem Zug oder dem Auto reist, die Fahrt entlang der ligurischen Küste ist ein Erlebnis: Ständig wechseln sich Tunnel und Sonnenlicht ab, dazu kommt die glänzende See an der Seite. Für die Ausflüge ins schöne Hinterland braucht man ein Auto. Die meisten großen Mietwagenfirmen, z.&#x202F;B.&nbsp;Budget, Hertz oder Avis, haben Vertretungen in Italien. Man kann auch schon von zu Hause aus buchen, z.&#x202F;B.&nbsp;bei Holiday Autos (Tel. 01805- 179191). Wer an der Küste bleibt, ist mit der Eisenbahn gut beraten. Es gibt eine Bahnstrecke, die unmittelbar an der Riviera entlang führt. Einmal pro Stunde fahren Regionalzüge, die in jedem kleinen Ort halten, von Ventimiglia nach Savona, von Savona nach Genua, von Genua nach Sestri Levante und von Sestri Levante nach La Spezia. Ebenfalls ungefähr stündlich fahren Regionalexpress-, Intercity- oder Eurocity-Züge, die nur an den größeren Stationen halten und mit denen man auch weitere Strecken zurücklegen kann (Ventimiglia–Genua oder Genua–La Spezia). Bahnfahren in Italien ist recht günstig, beispielsweise bezahlt man für die 150&#x202F;km von Genua nach San Remo im Regionalexpress 12 €, für die 100&#x202F;km von Genua nach La Spezia 7,10 €. [https://www.trenitalia.com Fahrplanauskunft und Buchung der Trenitalia] == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == === Bootsfahrten === Im Sommer werden überall Bootsfahrten entlang der Küste angeboten. Die schönsten Ansichten bietet die Levante mit der Halbinsel Portofino. === Whale-Watching === Vor der Küste der oberen Ponente leben viele Walarten. Eine Sichtungsgarantie von fast 90&#x202F;% versprechen die Schiffsausflüge, die von Juni bis Mitte September täglich von Imperia, Finale Ligure und Andora aus starten. Dauer: ca. 5 Std. Preis: Erwachsene 32&#x202F;€ , Kinder 16&#x202F;€ [http://www.whalewatch.it Whale-Watching] == Küche == Siehe: [[Essen und Trinken in Ligurien]] == Nachtleben == In den meisten größeren Küstenorten sind gerade in den Sommermonaten viele Clubs geöffnet. Im Hinterland liegen hauptsächlich kleinere Bergorte, in denen Clubs oft vergeblich gesucht werden. == Sicherheit == == Literatur == == Weblinks == * Beschreibung der staatlichen [https://www.musei.liguria.beniculturali.it/musei Museen der Region] (ital.) * [http://www.imperia-online.de/ imperia-online.de] „Historische Reise durch die Provinz“ {{Navigation Italien}} {{class-2}} {{GeoData| lat= 44.45 | long= 8.766667 | radius= }} {{IstInKat|Oberitalien}} bdyuvyq7zz8kcf9te7f4zncrre95z7u 1802713 1802710 2026-09-07T11:49:23Z DocWoKav 14575 /* Orte */ Geänderte vCard für Imperia 1802713 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region Italien}} Die Region '''Ligurien''' liegt im Westen [[Oberitalien]]s am Mittelmeer und enthält die Provinzen Imperia, Savona, Genua und La Spezia. Die Hauptstadt der Region ist [[Genua]]. Im Westen grenzt Ligurien an [[Frankreich]], im Norden an das [[Piemont]], im Osten an die [[Emilia-Romagna]] und im Süd-Osten an die [[Toskana]]. == Hintergrund == Vor 2000 Jahren war der gesamte Nordwestteil Italiens einschließlich [[Piemont]] und der [[Lombardei]] von dem Volk der Ligurer bewohnt, von dem die Region ihren Namen hat. Ligurien steht für ansehnliche Küstenorte im Stil von [[Cannes]] und [[Monaco]] und dutzende sandige, steinige sowie kieselige Strände. == Regionen == * {{vCard | name = Italienische Riviera | type = region | wikidata = Q11124206 | description = der Hauptgrund für Fernreisende, Ligurien zu besuchen. }} * {{vCard | name = Ligurischer Apennin | type = region | wikidata = Q377264 | description = Die ligurischen Alpen im Hinterland. }} == Orte == {{Mapframe |zoom=8}}{{mapshape|type = geoline}} * {{vCard | name = Ventimiglia | type = city | wikidata = Q191759 | description = Die westlichste bedeutende Stadt Liguriens liegt direkt an der französischen Grenze und ist besonders für ihre mittelalterliche Oberstadt, den lebhaften Markt und die nahegelegenen Hanbury-Gärten mit ihrer außergewöhnlichen mediterranen Pflanzenwelt interessant. }} * {{vCard | name = San Remo | type = city | wikidata = Q33962 | description = Der bekannteste Ferienort der Blumenriviera verbindet elegante Badeatmosphäre mit einer historischen Altstadt, dem berühmten Casino, palmengesäumten Promenaden und dem jährlich stattfindenden italienischen Musikfestival. }} * {{vCard | name = Imperia | type = city | wikidata = Q13318 | description = Die aus den historischen Stadtteilen Porto Maurizio und Oneglia bestehende Stadt bietet eine reizvolle Mischung aus Altstadt, Hafen, Küste und mediterraner Landschaft und ist zudem für den traditionellen Olivenanbau und das ligurische Olivenöl bekannt. }} * {{vCard | type=city | wikidata=Q241298| name= Albenga }} * {{vCard | type=city | wikidata=Q13320 | name= Savona }} * {{vCard| type=city | wikidata=Q1449 | name= Genua }} * {{vCard|type= |name= Chiavari |description= }} * {{vCard | type=city | wikidata=Q8611 | name= La Spezia }} ''' == Weitere Ziele == * {{vCard | name = Regionaler Naturpark der Ligurischen Alpen | type = landscape | wikidata = Q3895678 | description = Ursprüngliche Berglandschaft mit tiefen Tälern, ausgedehnten Wäldern und Wanderwegen mit Aussicht. }} * {{vCard | name = Naturpark Piana Crixia | type = landscape | wikidata = Q1970592 | description = Der kleine Park im ligurischen Hinterland ist vor allem für seine ungewöhnlichen Felsformationen, bewaldeten Landschaften und die ruhige, wenig touristische Umgebung interessant. }} * {{vCard | name = Naturpark Beigua | type = landscape | wikidata = Q1486272 | description = UNESCO-Geopark zwischen Küste und Apennin mit Bergen, Wäldern, weitläufigen Wanderwegen und beeindruckenden Aussichtspunkten. }} * {{vCard | name = Naturpark Portofino | type = landscape | wikidata = Q957736 | description = geschützte Halbinsel mit dicht bewaldeten Hängen, felsiger Küste, kleinen Buchten und besonders schönen Küstenwanderwegen. }} * {{vCard | name = Regionaler Naturpark Aveto | type = landscape | wikidata = Q1515313 | description = Der Park im östlichen ligurischen Apennin zeichnet sich durch ursprüngliche Berglandschaften, Wälder, Seen und Täler aus. }} * {{vCard | name = Nationalpark Cinque Terre | type = landscape | wikidata = Q1886487 | description = spektakulärer Küsten-Nationalpark mit steilen Felsklippen, terrassierten Weinbergen, mediterraner Vegetation und zahlreichen Wanderwegen. }} * {{vCard | name = Naturpark Porto Venere | type = landscape | wikidata = Q3364625 | description = Der Küstenpark umfasst eine besonders reizvolle Landschaft aus steilen Klippen, Inseln, Höhlen und mediterraner Vegetation und bietet beeindruckende Ausblicke auf den Golf von La Spezia. }} * {{vCard | name = Naturpark Montemarcello-Magra | type = landscape | wikidata = Q1970547 | description = Im äußersten Osten Liguriens verbindet dieser Park Flusslandschaften mit bewaldeten Hügeln und Küstengebieten und bietet abwechslungsreiche Wanderwege sowie schöne Aussichtspunkte. }} == Sprache == Italienisch == Anreise == === Mit dem Flugzeug === In Genua gibt es mit dem {{marker |type = airport |name = Flughafen Genua |wikidata = Q1431383 |show = none}} einen internationalen Flughafen, der direkt aus dem deutschsprachigen Raum erreichbar ist. === Mit der Bahn === Schnelle Fernverkehrszüge der italienischen Bahn ''(Frecciabianca)'' fahren sechsmal am Tag von Rom über Florenz und Pisa nach La Spezia und Genua. Einmal pro Tag wird die Strecke auch vom Hochgeschwindigkeitszug ''Frecciargento'' bedient. Von Mailand fährt stündlich ein IC oder EC nach Genua (1½ Std.), immer abwechselnd (also zweistündlich) geht es weiter an der östlichen Riviera entlang über Rapallo und Chiavari nach La Spezia (gut 3 Std. von Mailand) oder an der westlichen Riviera entlang über Savona, Imperia und San Remo nach Ventimiglia (3:45 Std. von Mailand; z.&#x202F;T.&nbsp;weiter nach Monte Carlo und Nizza). In umgekehrter Richtung fahren abgesehen von den Eurocity Nizza–Genua–Mailand auch wenigstens stündlich französische TER (Regionalexpress) von Cannes über Nizza und Monte Carlo nach Ventimiglia an der westlichen Riviera. Von Turin fahren regelmäßig Intercity- und Regionalexpress-Züge ''(Regionale Veloce)'' nach Genua. Aus der Schweiz kommt man günstig via Mailand nach Ligurien. Beispielsweise braucht man von Zürich mit nur einmal Umsteigen 5½ Stunden nach Genua (Verbindung im Zweistundentakt). === Auf der Straße === Genau parallel zur italienischen Riviera verläuft die Autostrada A10, die den Beinamen ''Autostrada dei Fiori'' („Blumen-Autobahn“) trägt, von der französischen Grenze bei Ventimiglia (dort setzt sie sich als französische A8 fort) nach Genua, wo sie in die Autostrada A12 mündet, die an der östlichen Riviera entlang über La Spezia nach Livorno führt (und weiter Richtung Rom). Außerdem führt die A7 direkt von Mailand nach Genua, die A26 vom Lago Maggiore über Alessandria (Piemont) nach Genua und die A6 von Turin nach Savona. Wem schöne Ausblicke wichtiger sind als hohe Geschwindigkeit, der kann die gesamte Riviera entlang die Staatsstraße SS 1 benutzen, die von Ventimiglia bis Sestri Levante genau dem Verlauf der Küste folgt (dann biegt sie ins Landesinnere, die Cinque Terre sind nur über extrem kurvige Nebenstraßen erreichbar). Ligurien ist mit dem Auto über folgende Autobahnen gut erreichbar: * A 15 La Spezia-Parma * A 10 (E 80) Genua-Ventimiglia * A 12 (E 80) Genua-La Spezia * A 7 (E 25) Genua-Mailand * A 6 (E 717) Turin-Savona * A 26 Alessandria-Genua Auch die Fortbewegung mit dem Auto, Motorrad oder Wohnmobil in der Region ist dank eines gut ausgebauten Straßennetzes unkompliziert. Darüber hinaus gibt es zahlreiche öffentliche Parkplätze innerhalb und außerhalb der Städte. Einige Bereiche sind durch eine verkehrsberuhigte Zone geschützt, in der das Fahren und Parken für nichtansässige Fahrzeuge verboten ist. Außerhalb der ZTL gibt es die "Blu Area", gekennzeichnet durch horizontale blaue Streifen, in der Sie zu einem je nach Stadtgebiet unterschiedlichen Stundensatz parken können. Die vier Provinzen und die großen ligurischen Städte sind durch Autobahnen mit den wichtigsten italienischen Städten verbunden. Alle Gemeinden des Territoriums sind durch Staats- und Provinzstraßen verbunden, die die Ortschaften der beiden Flüsse mit denen des Hinterlandes verbinden. Die gesamte ligurische Küste wird von der Staatsstraße n.1 Aurelia (SS1) durchquert. === Mit dem Schiff === Bedeutende Fährhäfen in Ligurien sind Genua, Savona und La Spezia. Verbindungen bestehen von den Mittelmeerinseln [[Korsika]] ([[Bastia]] und [[Ile Rousse]]), [[Sardinien]] ([[Arbatax]], [[Olbia]] und [[Porto Torres]]) und [[Sizilien]] ([[Palermo]]). Diese Routen werden im Sommer meist von zurückkehrenden TouristInnen genutzt, weshalb der Verkehr im Winter weitaus geringer ist. Fährverbindungen aus [[Afrika]] bestehen unter anderem aus [[Marokko]] ([[Tanger|Tanger-Med]]), [[Tunesien]] ([[Tunis]]), Von der iberischen Halbinsel ([[Barcelona]]) gibt es Verbindungen von Barcelona nach Savona und Genua. Savona ist Heimathafen der italienischen Kreuzfahrtreederei Costa Crociere, so dass hier viele Mittelmeerkreuzfahrten beginnen bzw. enden. Weiterhin werden Genua und La Spezia häufig von Kreuzfahrten angelaufen. == Mobilität == Egal, ob man mit dem Zug oder dem Auto reist, die Fahrt entlang der ligurischen Küste ist ein Erlebnis: Ständig wechseln sich Tunnel und Sonnenlicht ab, dazu kommt die glänzende See an der Seite. Für die Ausflüge ins schöne Hinterland braucht man ein Auto. Die meisten großen Mietwagenfirmen, z.&#x202F;B.&nbsp;Budget, Hertz oder Avis, haben Vertretungen in Italien. Man kann auch schon von zu Hause aus buchen, z.&#x202F;B.&nbsp;bei Holiday Autos (Tel. 01805- 179191). Wer an der Küste bleibt, ist mit der Eisenbahn gut beraten. Es gibt eine Bahnstrecke, die unmittelbar an der Riviera entlang führt. Einmal pro Stunde fahren Regionalzüge, die in jedem kleinen Ort halten, von Ventimiglia nach Savona, von Savona nach Genua, von Genua nach Sestri Levante und von Sestri Levante nach La Spezia. Ebenfalls ungefähr stündlich fahren Regionalexpress-, Intercity- oder Eurocity-Züge, die nur an den größeren Stationen halten und mit denen man auch weitere Strecken zurücklegen kann (Ventimiglia–Genua oder Genua–La Spezia). Bahnfahren in Italien ist recht günstig, beispielsweise bezahlt man für die 150&#x202F;km von Genua nach San Remo im Regionalexpress 12 €, für die 100&#x202F;km von Genua nach La Spezia 7,10 €. [https://www.trenitalia.com Fahrplanauskunft und Buchung der Trenitalia] == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == === Bootsfahrten === Im Sommer werden überall Bootsfahrten entlang der Küste angeboten. Die schönsten Ansichten bietet die Levante mit der Halbinsel Portofino. === Whale-Watching === Vor der Küste der oberen Ponente leben viele Walarten. Eine Sichtungsgarantie von fast 90&#x202F;% versprechen die Schiffsausflüge, die von Juni bis Mitte September täglich von Imperia, Finale Ligure und Andora aus starten. Dauer: ca. 5 Std. Preis: Erwachsene 32&#x202F;€ , Kinder 16&#x202F;€ [http://www.whalewatch.it Whale-Watching] == Küche == Siehe: [[Essen und Trinken in Ligurien]] == Nachtleben == In den meisten größeren Küstenorten sind gerade in den Sommermonaten viele Clubs geöffnet. Im Hinterland liegen hauptsächlich kleinere Bergorte, in denen Clubs oft vergeblich gesucht werden. == Sicherheit == == Literatur == == Weblinks == * Beschreibung der staatlichen [https://www.musei.liguria.beniculturali.it/musei Museen der Region] (ital.) * [http://www.imperia-online.de/ imperia-online.de] „Historische Reise durch die Provinz“ {{Navigation Italien}} {{class-2}} {{GeoData| lat= 44.45 | long= 8.766667 | radius= }} {{IstInKat|Oberitalien}} kffn9vxbarlq2rr543lq1h048fhh7dz 1802715 1802713 2026-09-07T11:49:50Z DocWoKav 14575 /* Orte */ Geänderte vCard für Albenga 1802715 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region Italien}} Die Region '''Ligurien''' liegt im Westen [[Oberitalien]]s am Mittelmeer und enthält die Provinzen Imperia, Savona, Genua und La Spezia. Die Hauptstadt der Region ist [[Genua]]. Im Westen grenzt Ligurien an [[Frankreich]], im Norden an das [[Piemont]], im Osten an die [[Emilia-Romagna]] und im Süd-Osten an die [[Toskana]]. == Hintergrund == Vor 2000 Jahren war der gesamte Nordwestteil Italiens einschließlich [[Piemont]] und der [[Lombardei]] von dem Volk der Ligurer bewohnt, von dem die Region ihren Namen hat. Ligurien steht für ansehnliche Küstenorte im Stil von [[Cannes]] und [[Monaco]] und dutzende sandige, steinige sowie kieselige Strände. == Regionen == * {{vCard | name = Italienische Riviera | type = region | wikidata = Q11124206 | description = der Hauptgrund für Fernreisende, Ligurien zu besuchen. }} * {{vCard | name = Ligurischer Apennin | type = region | wikidata = Q377264 | description = Die ligurischen Alpen im Hinterland. }} == Orte == {{Mapframe |zoom=8}}{{mapshape|type = geoline}} * {{vCard | name = Ventimiglia | type = city | wikidata = Q191759 | description = Die westlichste bedeutende Stadt Liguriens liegt direkt an der französischen Grenze und ist besonders für ihre mittelalterliche Oberstadt, den lebhaften Markt und die nahegelegenen Hanbury-Gärten mit ihrer außergewöhnlichen mediterranen Pflanzenwelt interessant. }} * {{vCard | name = San Remo | type = city | wikidata = Q33962 | description = Der bekannteste Ferienort der Blumenriviera verbindet elegante Badeatmosphäre mit einer historischen Altstadt, dem berühmten Casino, palmengesäumten Promenaden und dem jährlich stattfindenden italienischen Musikfestival. }} * {{vCard | name = Imperia | type = city | wikidata = Q13318 | description = Die aus den historischen Stadtteilen Porto Maurizio und Oneglia bestehende Stadt bietet eine reizvolle Mischung aus Altstadt, Hafen, Küste und mediterraner Landschaft und ist zudem für den traditionellen Olivenanbau und das ligurische Olivenöl bekannt. }} * {{vCard | name = Albenga | type = city | wikidata = Q241298 | description = Albenga ist vor allem wegen seiner außergewöhnlich gut erhaltenen mittelalterlichen Altstadt mit Geschlechtertürmen, romanischen Kirchen und historischen Gebäuden sehenswert und bildet damit einen interessanten kulturellen Kontrast zu den klassischen Badeorten der Riviera. }} * {{vCard | type=city | wikidata=Q13320 | name= Savona }} * {{vCard| type=city | wikidata=Q1449 | name= Genua }} * {{vCard|type= |name= Chiavari |description= }} * {{vCard | type=city | wikidata=Q8611 | name= La Spezia }} ''' == Weitere Ziele == * {{vCard | name = Regionaler Naturpark der Ligurischen Alpen | type = landscape | wikidata = Q3895678 | description = Ursprüngliche Berglandschaft mit tiefen Tälern, ausgedehnten Wäldern und Wanderwegen mit Aussicht. }} * {{vCard | name = Naturpark Piana Crixia | type = landscape | wikidata = Q1970592 | description = Der kleine Park im ligurischen Hinterland ist vor allem für seine ungewöhnlichen Felsformationen, bewaldeten Landschaften und die ruhige, wenig touristische Umgebung interessant. }} * {{vCard | name = Naturpark Beigua | type = landscape | wikidata = Q1486272 | description = UNESCO-Geopark zwischen Küste und Apennin mit Bergen, Wäldern, weitläufigen Wanderwegen und beeindruckenden Aussichtspunkten. }} * {{vCard | name = Naturpark Portofino | type = landscape | wikidata = Q957736 | description = geschützte Halbinsel mit dicht bewaldeten Hängen, felsiger Küste, kleinen Buchten und besonders schönen Küstenwanderwegen. }} * {{vCard | name = Regionaler Naturpark Aveto | type = landscape | wikidata = Q1515313 | description = Der Park im östlichen ligurischen Apennin zeichnet sich durch ursprüngliche Berglandschaften, Wälder, Seen und Täler aus. }} * {{vCard | name = Nationalpark Cinque Terre | type = landscape | wikidata = Q1886487 | description = spektakulärer Küsten-Nationalpark mit steilen Felsklippen, terrassierten Weinbergen, mediterraner Vegetation und zahlreichen Wanderwegen. }} * {{vCard | name = Naturpark Porto Venere | type = landscape | wikidata = Q3364625 | description = Der Küstenpark umfasst eine besonders reizvolle Landschaft aus steilen Klippen, Inseln, Höhlen und mediterraner Vegetation und bietet beeindruckende Ausblicke auf den Golf von La Spezia. }} * {{vCard | name = Naturpark Montemarcello-Magra | type = landscape | wikidata = Q1970547 | description = Im äußersten Osten Liguriens verbindet dieser Park Flusslandschaften mit bewaldeten Hügeln und Küstengebieten und bietet abwechslungsreiche Wanderwege sowie schöne Aussichtspunkte. }} == Sprache == Italienisch == Anreise == === Mit dem Flugzeug === In Genua gibt es mit dem {{marker |type = airport |name = Flughafen Genua |wikidata = Q1431383 |show = none}} einen internationalen Flughafen, der direkt aus dem deutschsprachigen Raum erreichbar ist. === Mit der Bahn === Schnelle Fernverkehrszüge der italienischen Bahn ''(Frecciabianca)'' fahren sechsmal am Tag von Rom über Florenz und Pisa nach La Spezia und Genua. Einmal pro Tag wird die Strecke auch vom Hochgeschwindigkeitszug ''Frecciargento'' bedient. Von Mailand fährt stündlich ein IC oder EC nach Genua (1½ Std.), immer abwechselnd (also zweistündlich) geht es weiter an der östlichen Riviera entlang über Rapallo und Chiavari nach La Spezia (gut 3 Std. von Mailand) oder an der westlichen Riviera entlang über Savona, Imperia und San Remo nach Ventimiglia (3:45 Std. von Mailand; z.&#x202F;T.&nbsp;weiter nach Monte Carlo und Nizza). In umgekehrter Richtung fahren abgesehen von den Eurocity Nizza–Genua–Mailand auch wenigstens stündlich französische TER (Regionalexpress) von Cannes über Nizza und Monte Carlo nach Ventimiglia an der westlichen Riviera. Von Turin fahren regelmäßig Intercity- und Regionalexpress-Züge ''(Regionale Veloce)'' nach Genua. Aus der Schweiz kommt man günstig via Mailand nach Ligurien. Beispielsweise braucht man von Zürich mit nur einmal Umsteigen 5½ Stunden nach Genua (Verbindung im Zweistundentakt). === Auf der Straße === Genau parallel zur italienischen Riviera verläuft die Autostrada A10, die den Beinamen ''Autostrada dei Fiori'' („Blumen-Autobahn“) trägt, von der französischen Grenze bei Ventimiglia (dort setzt sie sich als französische A8 fort) nach Genua, wo sie in die Autostrada A12 mündet, die an der östlichen Riviera entlang über La Spezia nach Livorno führt (und weiter Richtung Rom). Außerdem führt die A7 direkt von Mailand nach Genua, die A26 vom Lago Maggiore über Alessandria (Piemont) nach Genua und die A6 von Turin nach Savona. Wem schöne Ausblicke wichtiger sind als hohe Geschwindigkeit, der kann die gesamte Riviera entlang die Staatsstraße SS 1 benutzen, die von Ventimiglia bis Sestri Levante genau dem Verlauf der Küste folgt (dann biegt sie ins Landesinnere, die Cinque Terre sind nur über extrem kurvige Nebenstraßen erreichbar). Ligurien ist mit dem Auto über folgende Autobahnen gut erreichbar: * A 15 La Spezia-Parma * A 10 (E 80) Genua-Ventimiglia * A 12 (E 80) Genua-La Spezia * A 7 (E 25) Genua-Mailand * A 6 (E 717) Turin-Savona * A 26 Alessandria-Genua Auch die Fortbewegung mit dem Auto, Motorrad oder Wohnmobil in der Region ist dank eines gut ausgebauten Straßennetzes unkompliziert. Darüber hinaus gibt es zahlreiche öffentliche Parkplätze innerhalb und außerhalb der Städte. Einige Bereiche sind durch eine verkehrsberuhigte Zone geschützt, in der das Fahren und Parken für nichtansässige Fahrzeuge verboten ist. Außerhalb der ZTL gibt es die "Blu Area", gekennzeichnet durch horizontale blaue Streifen, in der Sie zu einem je nach Stadtgebiet unterschiedlichen Stundensatz parken können. Die vier Provinzen und die großen ligurischen Städte sind durch Autobahnen mit den wichtigsten italienischen Städten verbunden. Alle Gemeinden des Territoriums sind durch Staats- und Provinzstraßen verbunden, die die Ortschaften der beiden Flüsse mit denen des Hinterlandes verbinden. Die gesamte ligurische Küste wird von der Staatsstraße n.1 Aurelia (SS1) durchquert. === Mit dem Schiff === Bedeutende Fährhäfen in Ligurien sind Genua, Savona und La Spezia. Verbindungen bestehen von den Mittelmeerinseln [[Korsika]] ([[Bastia]] und [[Ile Rousse]]), [[Sardinien]] ([[Arbatax]], [[Olbia]] und [[Porto Torres]]) und [[Sizilien]] ([[Palermo]]). Diese Routen werden im Sommer meist von zurückkehrenden TouristInnen genutzt, weshalb der Verkehr im Winter weitaus geringer ist. Fährverbindungen aus [[Afrika]] bestehen unter anderem aus [[Marokko]] ([[Tanger|Tanger-Med]]), [[Tunesien]] ([[Tunis]]), Von der iberischen Halbinsel ([[Barcelona]]) gibt es Verbindungen von Barcelona nach Savona und Genua. Savona ist Heimathafen der italienischen Kreuzfahrtreederei Costa Crociere, so dass hier viele Mittelmeerkreuzfahrten beginnen bzw. enden. Weiterhin werden Genua und La Spezia häufig von Kreuzfahrten angelaufen. == Mobilität == Egal, ob man mit dem Zug oder dem Auto reist, die Fahrt entlang der ligurischen Küste ist ein Erlebnis: Ständig wechseln sich Tunnel und Sonnenlicht ab, dazu kommt die glänzende See an der Seite. Für die Ausflüge ins schöne Hinterland braucht man ein Auto. Die meisten großen Mietwagenfirmen, z.&#x202F;B.&nbsp;Budget, Hertz oder Avis, haben Vertretungen in Italien. Man kann auch schon von zu Hause aus buchen, z.&#x202F;B.&nbsp;bei Holiday Autos (Tel. 01805- 179191). Wer an der Küste bleibt, ist mit der Eisenbahn gut beraten. Es gibt eine Bahnstrecke, die unmittelbar an der Riviera entlang führt. Einmal pro Stunde fahren Regionalzüge, die in jedem kleinen Ort halten, von Ventimiglia nach Savona, von Savona nach Genua, von Genua nach Sestri Levante und von Sestri Levante nach La Spezia. Ebenfalls ungefähr stündlich fahren Regionalexpress-, Intercity- oder Eurocity-Züge, die nur an den größeren Stationen halten und mit denen man auch weitere Strecken zurücklegen kann (Ventimiglia–Genua oder Genua–La Spezia). Bahnfahren in Italien ist recht günstig, beispielsweise bezahlt man für die 150&#x202F;km von Genua nach San Remo im Regionalexpress 12 €, für die 100&#x202F;km von Genua nach La Spezia 7,10 €. [https://www.trenitalia.com Fahrplanauskunft und Buchung der Trenitalia] == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == === Bootsfahrten === Im Sommer werden überall Bootsfahrten entlang der Küste angeboten. Die schönsten Ansichten bietet die Levante mit der Halbinsel Portofino. === Whale-Watching === Vor der Küste der oberen Ponente leben viele Walarten. Eine Sichtungsgarantie von fast 90&#x202F;% versprechen die Schiffsausflüge, die von Juni bis Mitte September täglich von Imperia, Finale Ligure und Andora aus starten. Dauer: ca. 5 Std. Preis: Erwachsene 32&#x202F;€ , Kinder 16&#x202F;€ [http://www.whalewatch.it Whale-Watching] == Küche == Siehe: [[Essen und Trinken in Ligurien]] == Nachtleben == In den meisten größeren Küstenorten sind gerade in den Sommermonaten viele Clubs geöffnet. Im Hinterland liegen hauptsächlich kleinere Bergorte, in denen Clubs oft vergeblich gesucht werden. == Sicherheit == == Literatur == == Weblinks == * Beschreibung der staatlichen [https://www.musei.liguria.beniculturali.it/musei Museen der Region] (ital.) * [http://www.imperia-online.de/ imperia-online.de] „Historische Reise durch die Provinz“ {{Navigation Italien}} {{class-2}} {{GeoData| lat= 44.45 | long= 8.766667 | radius= }} {{IstInKat|Oberitalien}} taq8kdpowyielz7fo2dw4f17cda8wvy 1802716 1802715 2026-09-07T11:50:23Z DocWoKav 14575 /* Orte */ Geänderte vCard für Savona 1802716 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region Italien}} Die Region '''Ligurien''' liegt im Westen [[Oberitalien]]s am Mittelmeer und enthält die Provinzen Imperia, Savona, Genua und La Spezia. Die Hauptstadt der Region ist [[Genua]]. Im Westen grenzt Ligurien an [[Frankreich]], im Norden an das [[Piemont]], im Osten an die [[Emilia-Romagna]] und im Süd-Osten an die [[Toskana]]. == Hintergrund == Vor 2000 Jahren war der gesamte Nordwestteil Italiens einschließlich [[Piemont]] und der [[Lombardei]] von dem Volk der Ligurer bewohnt, von dem die Region ihren Namen hat. Ligurien steht für ansehnliche Küstenorte im Stil von [[Cannes]] und [[Monaco]] und dutzende sandige, steinige sowie kieselige Strände. == Regionen == * {{vCard | name = Italienische Riviera | type = region | wikidata = Q11124206 | description = der Hauptgrund für Fernreisende, Ligurien zu besuchen. }} * {{vCard | name = Ligurischer Apennin | type = region | wikidata = Q377264 | description = Die ligurischen Alpen im Hinterland. }} == Orte == {{Mapframe |zoom=8}}{{mapshape|type = geoline}} * {{vCard | name = Ventimiglia | type = city | wikidata = Q191759 | description = Die westlichste bedeutende Stadt Liguriens liegt direkt an der französischen Grenze und ist besonders für ihre mittelalterliche Oberstadt, den lebhaften Markt und die nahegelegenen Hanbury-Gärten mit ihrer außergewöhnlichen mediterranen Pflanzenwelt interessant. }} * {{vCard | name = San Remo | type = city | wikidata = Q33962 | description = Der bekannteste Ferienort der Blumenriviera verbindet elegante Badeatmosphäre mit einer historischen Altstadt, dem berühmten Casino, palmengesäumten Promenaden und dem jährlich stattfindenden italienischen Musikfestival. }} * {{vCard | name = Imperia | type = city | wikidata = Q13318 | description = Die aus den historischen Stadtteilen Porto Maurizio und Oneglia bestehende Stadt bietet eine reizvolle Mischung aus Altstadt, Hafen, Küste und mediterraner Landschaft und ist zudem für den traditionellen Olivenanbau und das ligurische Olivenöl bekannt. }} * {{vCard | name = Albenga | type = city | wikidata = Q241298 | description = Albenga ist vor allem wegen seiner außergewöhnlich gut erhaltenen mittelalterlichen Altstadt mit Geschlechtertürmen, romanischen Kirchen und historischen Gebäuden sehenswert und bildet damit einen interessanten kulturellen Kontrast zu den klassischen Badeorten der Riviera. }} * {{vCard | name = Savona | type = city | wikidata = Q13320 | description = Die wichtige Hafenstadt an der Riviera di Ponente verbindet maritime Atmosphäre mit historischen Sehenswürdigkeiten wie der imposanten Festung Priamar, dem Dom und der Sixtinischen Kapelle von Savona. }} * {{vCard| type=city | wikidata=Q1449 | name= Genua }} * {{vCard|type= |name= Chiavari |description= }} * {{vCard | type=city | wikidata=Q8611 | name= La Spezia }} ''' == Weitere Ziele == * {{vCard | name = Regionaler Naturpark der Ligurischen Alpen | type = landscape | wikidata = Q3895678 | description = Ursprüngliche Berglandschaft mit tiefen Tälern, ausgedehnten Wäldern und Wanderwegen mit Aussicht. }} * {{vCard | name = Naturpark Piana Crixia | type = landscape | wikidata = Q1970592 | description = Der kleine Park im ligurischen Hinterland ist vor allem für seine ungewöhnlichen Felsformationen, bewaldeten Landschaften und die ruhige, wenig touristische Umgebung interessant. }} * {{vCard | name = Naturpark Beigua | type = landscape | wikidata = Q1486272 | description = UNESCO-Geopark zwischen Küste und Apennin mit Bergen, Wäldern, weitläufigen Wanderwegen und beeindruckenden Aussichtspunkten. }} * {{vCard | name = Naturpark Portofino | type = landscape | wikidata = Q957736 | description = geschützte Halbinsel mit dicht bewaldeten Hängen, felsiger Küste, kleinen Buchten und besonders schönen Küstenwanderwegen. }} * {{vCard | name = Regionaler Naturpark Aveto | type = landscape | wikidata = Q1515313 | description = Der Park im östlichen ligurischen Apennin zeichnet sich durch ursprüngliche Berglandschaften, Wälder, Seen und Täler aus. }} * {{vCard | name = Nationalpark Cinque Terre | type = landscape | wikidata = Q1886487 | description = spektakulärer Küsten-Nationalpark mit steilen Felsklippen, terrassierten Weinbergen, mediterraner Vegetation und zahlreichen Wanderwegen. }} * {{vCard | name = Naturpark Porto Venere | type = landscape | wikidata = Q3364625 | description = Der Küstenpark umfasst eine besonders reizvolle Landschaft aus steilen Klippen, Inseln, Höhlen und mediterraner Vegetation und bietet beeindruckende Ausblicke auf den Golf von La Spezia. }} * {{vCard | name = Naturpark Montemarcello-Magra | type = landscape | wikidata = Q1970547 | description = Im äußersten Osten Liguriens verbindet dieser Park Flusslandschaften mit bewaldeten Hügeln und Küstengebieten und bietet abwechslungsreiche Wanderwege sowie schöne Aussichtspunkte. }} == Sprache == Italienisch == Anreise == === Mit dem Flugzeug === In Genua gibt es mit dem {{marker |type = airport |name = Flughafen Genua |wikidata = Q1431383 |show = none}} einen internationalen Flughafen, der direkt aus dem deutschsprachigen Raum erreichbar ist. === Mit der Bahn === Schnelle Fernverkehrszüge der italienischen Bahn ''(Frecciabianca)'' fahren sechsmal am Tag von Rom über Florenz und Pisa nach La Spezia und Genua. Einmal pro Tag wird die Strecke auch vom Hochgeschwindigkeitszug ''Frecciargento'' bedient. Von Mailand fährt stündlich ein IC oder EC nach Genua (1½ Std.), immer abwechselnd (also zweistündlich) geht es weiter an der östlichen Riviera entlang über Rapallo und Chiavari nach La Spezia (gut 3 Std. von Mailand) oder an der westlichen Riviera entlang über Savona, Imperia und San Remo nach Ventimiglia (3:45 Std. von Mailand; z.&#x202F;T.&nbsp;weiter nach Monte Carlo und Nizza). In umgekehrter Richtung fahren abgesehen von den Eurocity Nizza–Genua–Mailand auch wenigstens stündlich französische TER (Regionalexpress) von Cannes über Nizza und Monte Carlo nach Ventimiglia an der westlichen Riviera. Von Turin fahren regelmäßig Intercity- und Regionalexpress-Züge ''(Regionale Veloce)'' nach Genua. Aus der Schweiz kommt man günstig via Mailand nach Ligurien. Beispielsweise braucht man von Zürich mit nur einmal Umsteigen 5½ Stunden nach Genua (Verbindung im Zweistundentakt). === Auf der Straße === Genau parallel zur italienischen Riviera verläuft die Autostrada A10, die den Beinamen ''Autostrada dei Fiori'' („Blumen-Autobahn“) trägt, von der französischen Grenze bei Ventimiglia (dort setzt sie sich als französische A8 fort) nach Genua, wo sie in die Autostrada A12 mündet, die an der östlichen Riviera entlang über La Spezia nach Livorno führt (und weiter Richtung Rom). Außerdem führt die A7 direkt von Mailand nach Genua, die A26 vom Lago Maggiore über Alessandria (Piemont) nach Genua und die A6 von Turin nach Savona. Wem schöne Ausblicke wichtiger sind als hohe Geschwindigkeit, der kann die gesamte Riviera entlang die Staatsstraße SS 1 benutzen, die von Ventimiglia bis Sestri Levante genau dem Verlauf der Küste folgt (dann biegt sie ins Landesinnere, die Cinque Terre sind nur über extrem kurvige Nebenstraßen erreichbar). Ligurien ist mit dem Auto über folgende Autobahnen gut erreichbar: * A 15 La Spezia-Parma * A 10 (E 80) Genua-Ventimiglia * A 12 (E 80) Genua-La Spezia * A 7 (E 25) Genua-Mailand * A 6 (E 717) Turin-Savona * A 26 Alessandria-Genua Auch die Fortbewegung mit dem Auto, Motorrad oder Wohnmobil in der Region ist dank eines gut ausgebauten Straßennetzes unkompliziert. Darüber hinaus gibt es zahlreiche öffentliche Parkplätze innerhalb und außerhalb der Städte. Einige Bereiche sind durch eine verkehrsberuhigte Zone geschützt, in der das Fahren und Parken für nichtansässige Fahrzeuge verboten ist. Außerhalb der ZTL gibt es die "Blu Area", gekennzeichnet durch horizontale blaue Streifen, in der Sie zu einem je nach Stadtgebiet unterschiedlichen Stundensatz parken können. Die vier Provinzen und die großen ligurischen Städte sind durch Autobahnen mit den wichtigsten italienischen Städten verbunden. Alle Gemeinden des Territoriums sind durch Staats- und Provinzstraßen verbunden, die die Ortschaften der beiden Flüsse mit denen des Hinterlandes verbinden. Die gesamte ligurische Küste wird von der Staatsstraße n.1 Aurelia (SS1) durchquert. === Mit dem Schiff === Bedeutende Fährhäfen in Ligurien sind Genua, Savona und La Spezia. Verbindungen bestehen von den Mittelmeerinseln [[Korsika]] ([[Bastia]] und [[Ile Rousse]]), [[Sardinien]] ([[Arbatax]], [[Olbia]] und [[Porto Torres]]) und [[Sizilien]] ([[Palermo]]). Diese Routen werden im Sommer meist von zurückkehrenden TouristInnen genutzt, weshalb der Verkehr im Winter weitaus geringer ist. Fährverbindungen aus [[Afrika]] bestehen unter anderem aus [[Marokko]] ([[Tanger|Tanger-Med]]), [[Tunesien]] ([[Tunis]]), Von der iberischen Halbinsel ([[Barcelona]]) gibt es Verbindungen von Barcelona nach Savona und Genua. Savona ist Heimathafen der italienischen Kreuzfahrtreederei Costa Crociere, so dass hier viele Mittelmeerkreuzfahrten beginnen bzw. enden. Weiterhin werden Genua und La Spezia häufig von Kreuzfahrten angelaufen. == Mobilität == Egal, ob man mit dem Zug oder dem Auto reist, die Fahrt entlang der ligurischen Küste ist ein Erlebnis: Ständig wechseln sich Tunnel und Sonnenlicht ab, dazu kommt die glänzende See an der Seite. Für die Ausflüge ins schöne Hinterland braucht man ein Auto. Die meisten großen Mietwagenfirmen, z.&#x202F;B.&nbsp;Budget, Hertz oder Avis, haben Vertretungen in Italien. Man kann auch schon von zu Hause aus buchen, z.&#x202F;B.&nbsp;bei Holiday Autos (Tel. 01805- 179191). Wer an der Küste bleibt, ist mit der Eisenbahn gut beraten. Es gibt eine Bahnstrecke, die unmittelbar an der Riviera entlang führt. Einmal pro Stunde fahren Regionalzüge, die in jedem kleinen Ort halten, von Ventimiglia nach Savona, von Savona nach Genua, von Genua nach Sestri Levante und von Sestri Levante nach La Spezia. Ebenfalls ungefähr stündlich fahren Regionalexpress-, Intercity- oder Eurocity-Züge, die nur an den größeren Stationen halten und mit denen man auch weitere Strecken zurücklegen kann (Ventimiglia–Genua oder Genua–La Spezia). Bahnfahren in Italien ist recht günstig, beispielsweise bezahlt man für die 150&#x202F;km von Genua nach San Remo im Regionalexpress 12 €, für die 100&#x202F;km von Genua nach La Spezia 7,10 €. [https://www.trenitalia.com Fahrplanauskunft und Buchung der Trenitalia] == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == === Bootsfahrten === Im Sommer werden überall Bootsfahrten entlang der Küste angeboten. Die schönsten Ansichten bietet die Levante mit der Halbinsel Portofino. === Whale-Watching === Vor der Küste der oberen Ponente leben viele Walarten. Eine Sichtungsgarantie von fast 90&#x202F;% versprechen die Schiffsausflüge, die von Juni bis Mitte September täglich von Imperia, Finale Ligure und Andora aus starten. Dauer: ca. 5 Std. Preis: Erwachsene 32&#x202F;€ , Kinder 16&#x202F;€ [http://www.whalewatch.it Whale-Watching] == Küche == Siehe: [[Essen und Trinken in Ligurien]] == Nachtleben == In den meisten größeren Küstenorten sind gerade in den Sommermonaten viele Clubs geöffnet. Im Hinterland liegen hauptsächlich kleinere Bergorte, in denen Clubs oft vergeblich gesucht werden. == Sicherheit == == Literatur == == Weblinks == * Beschreibung der staatlichen [https://www.musei.liguria.beniculturali.it/musei Museen der Region] (ital.) * [http://www.imperia-online.de/ imperia-online.de] „Historische Reise durch die Provinz“ {{Navigation Italien}} {{class-2}} {{GeoData| lat= 44.45 | long= 8.766667 | radius= }} {{IstInKat|Oberitalien}} ei7p9xgrd793y2nvnwy7imuu3gern2s 1802717 1802716 2026-09-07T11:50:50Z DocWoKav 14575 /* Orte */ Geänderte vCard für Genua 1802717 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region Italien}} Die Region '''Ligurien''' liegt im Westen [[Oberitalien]]s am Mittelmeer und enthält die Provinzen Imperia, Savona, Genua und La Spezia. Die Hauptstadt der Region ist [[Genua]]. Im Westen grenzt Ligurien an [[Frankreich]], im Norden an das [[Piemont]], im Osten an die [[Emilia-Romagna]] und im Süd-Osten an die [[Toskana]]. == Hintergrund == Vor 2000 Jahren war der gesamte Nordwestteil Italiens einschließlich [[Piemont]] und der [[Lombardei]] von dem Volk der Ligurer bewohnt, von dem die Region ihren Namen hat. Ligurien steht für ansehnliche Küstenorte im Stil von [[Cannes]] und [[Monaco]] und dutzende sandige, steinige sowie kieselige Strände. == Regionen == * {{vCard | name = Italienische Riviera | type = region | wikidata = Q11124206 | description = der Hauptgrund für Fernreisende, Ligurien zu besuchen. }} * {{vCard | name = Ligurischer Apennin | type = region | wikidata = Q377264 | description = Die ligurischen Alpen im Hinterland. }} == Orte == {{Mapframe |zoom=8}}{{mapshape|type = geoline}} * {{vCard | name = Ventimiglia | type = city | wikidata = Q191759 | description = Die westlichste bedeutende Stadt Liguriens liegt direkt an der französischen Grenze und ist besonders für ihre mittelalterliche Oberstadt, den lebhaften Markt und die nahegelegenen Hanbury-Gärten mit ihrer außergewöhnlichen mediterranen Pflanzenwelt interessant. }} * {{vCard | name = San Remo | type = city | wikidata = Q33962 | description = Der bekannteste Ferienort der Blumenriviera verbindet elegante Badeatmosphäre mit einer historischen Altstadt, dem berühmten Casino, palmengesäumten Promenaden und dem jährlich stattfindenden italienischen Musikfestival. }} * {{vCard | name = Imperia | type = city | wikidata = Q13318 | description = Die aus den historischen Stadtteilen Porto Maurizio und Oneglia bestehende Stadt bietet eine reizvolle Mischung aus Altstadt, Hafen, Küste und mediterraner Landschaft und ist zudem für den traditionellen Olivenanbau und das ligurische Olivenöl bekannt. }} * {{vCard | name = Albenga | type = city | wikidata = Q241298 | description = Albenga ist vor allem wegen seiner außergewöhnlich gut erhaltenen mittelalterlichen Altstadt mit Geschlechtertürmen, romanischen Kirchen und historischen Gebäuden sehenswert und bildet damit einen interessanten kulturellen Kontrast zu den klassischen Badeorten der Riviera. }} * {{vCard | name = Savona | type = city | wikidata = Q13320 | description = Die wichtige Hafenstadt an der Riviera di Ponente verbindet maritime Atmosphäre mit historischen Sehenswürdigkeiten wie der imposanten Festung Priamar, dem Dom und der Sixtinischen Kapelle von Savona. }} * {{vCard | name = Genua | type = city | wikidata = Q1449 | description = Die wichtige Hafenstadt an der Riviera di Ponente verbindet maritime Atmosphäre mit historischen Sehenswürdigkeiten wie der imposanten Festung Priamar, dem Dom und der Sixtinischen Kapelle von Savona. }} * {{vCard|type= |name= Chiavari |description= }} * {{vCard | type=city | wikidata=Q8611 | name= La Spezia }} ''' == Weitere Ziele == * {{vCard | name = Regionaler Naturpark der Ligurischen Alpen | type = landscape | wikidata = Q3895678 | description = Ursprüngliche Berglandschaft mit tiefen Tälern, ausgedehnten Wäldern und Wanderwegen mit Aussicht. }} * {{vCard | name = Naturpark Piana Crixia | type = landscape | wikidata = Q1970592 | description = Der kleine Park im ligurischen Hinterland ist vor allem für seine ungewöhnlichen Felsformationen, bewaldeten Landschaften und die ruhige, wenig touristische Umgebung interessant. }} * {{vCard | name = Naturpark Beigua | type = landscape | wikidata = Q1486272 | description = UNESCO-Geopark zwischen Küste und Apennin mit Bergen, Wäldern, weitläufigen Wanderwegen und beeindruckenden Aussichtspunkten. }} * {{vCard | name = Naturpark Portofino | type = landscape | wikidata = Q957736 | description = geschützte Halbinsel mit dicht bewaldeten Hängen, felsiger Küste, kleinen Buchten und besonders schönen Küstenwanderwegen. }} * {{vCard | name = Regionaler Naturpark Aveto | type = landscape | wikidata = Q1515313 | description = Der Park im östlichen ligurischen Apennin zeichnet sich durch ursprüngliche Berglandschaften, Wälder, Seen und Täler aus. }} * {{vCard | name = Nationalpark Cinque Terre | type = landscape | wikidata = Q1886487 | description = spektakulärer Küsten-Nationalpark mit steilen Felsklippen, terrassierten Weinbergen, mediterraner Vegetation und zahlreichen Wanderwegen. }} * {{vCard | name = Naturpark Porto Venere | type = landscape | wikidata = Q3364625 | description = Der Küstenpark umfasst eine besonders reizvolle Landschaft aus steilen Klippen, Inseln, Höhlen und mediterraner Vegetation und bietet beeindruckende Ausblicke auf den Golf von La Spezia. }} * {{vCard | name = Naturpark Montemarcello-Magra | type = landscape | wikidata = Q1970547 | description = Im äußersten Osten Liguriens verbindet dieser Park Flusslandschaften mit bewaldeten Hügeln und Küstengebieten und bietet abwechslungsreiche Wanderwege sowie schöne Aussichtspunkte. }} == Sprache == Italienisch == Anreise == === Mit dem Flugzeug === In Genua gibt es mit dem {{marker |type = airport |name = Flughafen Genua |wikidata = Q1431383 |show = none}} einen internationalen Flughafen, der direkt aus dem deutschsprachigen Raum erreichbar ist. === Mit der Bahn === Schnelle Fernverkehrszüge der italienischen Bahn ''(Frecciabianca)'' fahren sechsmal am Tag von Rom über Florenz und Pisa nach La Spezia und Genua. Einmal pro Tag wird die Strecke auch vom Hochgeschwindigkeitszug ''Frecciargento'' bedient. Von Mailand fährt stündlich ein IC oder EC nach Genua (1½ Std.), immer abwechselnd (also zweistündlich) geht es weiter an der östlichen Riviera entlang über Rapallo und Chiavari nach La Spezia (gut 3 Std. von Mailand) oder an der westlichen Riviera entlang über Savona, Imperia und San Remo nach Ventimiglia (3:45 Std. von Mailand; z.&#x202F;T.&nbsp;weiter nach Monte Carlo und Nizza). In umgekehrter Richtung fahren abgesehen von den Eurocity Nizza–Genua–Mailand auch wenigstens stündlich französische TER (Regionalexpress) von Cannes über Nizza und Monte Carlo nach Ventimiglia an der westlichen Riviera. Von Turin fahren regelmäßig Intercity- und Regionalexpress-Züge ''(Regionale Veloce)'' nach Genua. Aus der Schweiz kommt man günstig via Mailand nach Ligurien. Beispielsweise braucht man von Zürich mit nur einmal Umsteigen 5½ Stunden nach Genua (Verbindung im Zweistundentakt). === Auf der Straße === Genau parallel zur italienischen Riviera verläuft die Autostrada A10, die den Beinamen ''Autostrada dei Fiori'' („Blumen-Autobahn“) trägt, von der französischen Grenze bei Ventimiglia (dort setzt sie sich als französische A8 fort) nach Genua, wo sie in die Autostrada A12 mündet, die an der östlichen Riviera entlang über La Spezia nach Livorno führt (und weiter Richtung Rom). Außerdem führt die A7 direkt von Mailand nach Genua, die A26 vom Lago Maggiore über Alessandria (Piemont) nach Genua und die A6 von Turin nach Savona. Wem schöne Ausblicke wichtiger sind als hohe Geschwindigkeit, der kann die gesamte Riviera entlang die Staatsstraße SS 1 benutzen, die von Ventimiglia bis Sestri Levante genau dem Verlauf der Küste folgt (dann biegt sie ins Landesinnere, die Cinque Terre sind nur über extrem kurvige Nebenstraßen erreichbar). Ligurien ist mit dem Auto über folgende Autobahnen gut erreichbar: * A 15 La Spezia-Parma * A 10 (E 80) Genua-Ventimiglia * A 12 (E 80) Genua-La Spezia * A 7 (E 25) Genua-Mailand * A 6 (E 717) Turin-Savona * A 26 Alessandria-Genua Auch die Fortbewegung mit dem Auto, Motorrad oder Wohnmobil in der Region ist dank eines gut ausgebauten Straßennetzes unkompliziert. Darüber hinaus gibt es zahlreiche öffentliche Parkplätze innerhalb und außerhalb der Städte. Einige Bereiche sind durch eine verkehrsberuhigte Zone geschützt, in der das Fahren und Parken für nichtansässige Fahrzeuge verboten ist. Außerhalb der ZTL gibt es die "Blu Area", gekennzeichnet durch horizontale blaue Streifen, in der Sie zu einem je nach Stadtgebiet unterschiedlichen Stundensatz parken können. Die vier Provinzen und die großen ligurischen Städte sind durch Autobahnen mit den wichtigsten italienischen Städten verbunden. Alle Gemeinden des Territoriums sind durch Staats- und Provinzstraßen verbunden, die die Ortschaften der beiden Flüsse mit denen des Hinterlandes verbinden. Die gesamte ligurische Küste wird von der Staatsstraße n.1 Aurelia (SS1) durchquert. === Mit dem Schiff === Bedeutende Fährhäfen in Ligurien sind Genua, Savona und La Spezia. Verbindungen bestehen von den Mittelmeerinseln [[Korsika]] ([[Bastia]] und [[Ile Rousse]]), [[Sardinien]] ([[Arbatax]], [[Olbia]] und [[Porto Torres]]) und [[Sizilien]] ([[Palermo]]). Diese Routen werden im Sommer meist von zurückkehrenden TouristInnen genutzt, weshalb der Verkehr im Winter weitaus geringer ist. Fährverbindungen aus [[Afrika]] bestehen unter anderem aus [[Marokko]] ([[Tanger|Tanger-Med]]), [[Tunesien]] ([[Tunis]]), Von der iberischen Halbinsel ([[Barcelona]]) gibt es Verbindungen von Barcelona nach Savona und Genua. Savona ist Heimathafen der italienischen Kreuzfahrtreederei Costa Crociere, so dass hier viele Mittelmeerkreuzfahrten beginnen bzw. enden. Weiterhin werden Genua und La Spezia häufig von Kreuzfahrten angelaufen. == Mobilität == Egal, ob man mit dem Zug oder dem Auto reist, die Fahrt entlang der ligurischen Küste ist ein Erlebnis: Ständig wechseln sich Tunnel und Sonnenlicht ab, dazu kommt die glänzende See an der Seite. Für die Ausflüge ins schöne Hinterland braucht man ein Auto. Die meisten großen Mietwagenfirmen, z.&#x202F;B.&nbsp;Budget, Hertz oder Avis, haben Vertretungen in Italien. Man kann auch schon von zu Hause aus buchen, z.&#x202F;B.&nbsp;bei Holiday Autos (Tel. 01805- 179191). Wer an der Küste bleibt, ist mit der Eisenbahn gut beraten. Es gibt eine Bahnstrecke, die unmittelbar an der Riviera entlang führt. Einmal pro Stunde fahren Regionalzüge, die in jedem kleinen Ort halten, von Ventimiglia nach Savona, von Savona nach Genua, von Genua nach Sestri Levante und von Sestri Levante nach La Spezia. Ebenfalls ungefähr stündlich fahren Regionalexpress-, Intercity- oder Eurocity-Züge, die nur an den größeren Stationen halten und mit denen man auch weitere Strecken zurücklegen kann (Ventimiglia–Genua oder Genua–La Spezia). Bahnfahren in Italien ist recht günstig, beispielsweise bezahlt man für die 150&#x202F;km von Genua nach San Remo im Regionalexpress 12 €, für die 100&#x202F;km von Genua nach La Spezia 7,10 €. [https://www.trenitalia.com Fahrplanauskunft und Buchung der Trenitalia] == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == === Bootsfahrten === Im Sommer werden überall Bootsfahrten entlang der Küste angeboten. Die schönsten Ansichten bietet die Levante mit der Halbinsel Portofino. === Whale-Watching === Vor der Küste der oberen Ponente leben viele Walarten. Eine Sichtungsgarantie von fast 90&#x202F;% versprechen die Schiffsausflüge, die von Juni bis Mitte September täglich von Imperia, Finale Ligure und Andora aus starten. Dauer: ca. 5 Std. Preis: Erwachsene 32&#x202F;€ , Kinder 16&#x202F;€ [http://www.whalewatch.it Whale-Watching] == Küche == Siehe: [[Essen und Trinken in Ligurien]] == Nachtleben == In den meisten größeren Küstenorten sind gerade in den Sommermonaten viele Clubs geöffnet. Im Hinterland liegen hauptsächlich kleinere Bergorte, in denen Clubs oft vergeblich gesucht werden. == Sicherheit == == Literatur == == Weblinks == * Beschreibung der staatlichen [https://www.musei.liguria.beniculturali.it/musei Museen der Region] (ital.) * [http://www.imperia-online.de/ imperia-online.de] „Historische Reise durch die Provinz“ {{Navigation Italien}} {{class-2}} {{GeoData| lat= 44.45 | long= 8.766667 | radius= }} {{IstInKat|Oberitalien}} o66lpz6f8nvkds8qls5drzon305l8v0 1802718 1802717 2026-09-07T11:53:10Z DocWoKav 14575 /* Orte */ Geänderte vCard für Chiavari 1802718 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region Italien}} Die Region '''Ligurien''' liegt im Westen [[Oberitalien]]s am Mittelmeer und enthält die Provinzen Imperia, Savona, Genua und La Spezia. Die Hauptstadt der Region ist [[Genua]]. Im Westen grenzt Ligurien an [[Frankreich]], im Norden an das [[Piemont]], im Osten an die [[Emilia-Romagna]] und im Süd-Osten an die [[Toskana]]. == Hintergrund == Vor 2000 Jahren war der gesamte Nordwestteil Italiens einschließlich [[Piemont]] und der [[Lombardei]] von dem Volk der Ligurer bewohnt, von dem die Region ihren Namen hat. Ligurien steht für ansehnliche Küstenorte im Stil von [[Cannes]] und [[Monaco]] und dutzende sandige, steinige sowie kieselige Strände. == Regionen == * {{vCard | name = Italienische Riviera | type = region | wikidata = Q11124206 | description = der Hauptgrund für Fernreisende, Ligurien zu besuchen. }} * {{vCard | name = Ligurischer Apennin | type = region | wikidata = Q377264 | description = Die ligurischen Alpen im Hinterland. }} == Orte == {{Mapframe |zoom=8}}{{mapshape|type = geoline}} * {{vCard | name = Ventimiglia | type = city | wikidata = Q191759 | description = Die westlichste bedeutende Stadt Liguriens liegt direkt an der französischen Grenze und ist besonders für ihre mittelalterliche Oberstadt, den lebhaften Markt und die nahegelegenen Hanbury-Gärten mit ihrer außergewöhnlichen mediterranen Pflanzenwelt interessant. }} * {{vCard | name = San Remo | type = city | wikidata = Q33962 | description = Der bekannteste Ferienort der Blumenriviera verbindet elegante Badeatmosphäre mit einer historischen Altstadt, dem berühmten Casino, palmengesäumten Promenaden und dem jährlich stattfindenden italienischen Musikfestival. }} * {{vCard | name = Imperia | type = city | wikidata = Q13318 | description = Die aus den historischen Stadtteilen Porto Maurizio und Oneglia bestehende Stadt bietet eine reizvolle Mischung aus Altstadt, Hafen, Küste und mediterraner Landschaft und ist zudem für den traditionellen Olivenanbau und das ligurische Olivenöl bekannt. }} * {{vCard | name = Albenga | type = city | wikidata = Q241298 | description = Albenga ist vor allem wegen seiner außergewöhnlich gut erhaltenen mittelalterlichen Altstadt mit Geschlechtertürmen, romanischen Kirchen und historischen Gebäuden sehenswert und bildet damit einen interessanten kulturellen Kontrast zu den klassischen Badeorten der Riviera. }} * {{vCard | name = Savona | type = city | wikidata = Q13320 | description = Die wichtige Hafenstadt an der Riviera di Ponente verbindet maritime Atmosphäre mit historischen Sehenswürdigkeiten wie der imposanten Festung Priamar, dem Dom und der Sixtinischen Kapelle von Savona. }} * {{vCard | name = Genua | type = city | wikidata = Q1449 | description = Die wichtige Hafenstadt an der Riviera di Ponente verbindet maritime Atmosphäre mit historischen Sehenswürdigkeiten wie der imposanten Festung Priamar, dem Dom und der Sixtinischen Kapelle von Savona. }} * {{vCard | name = Chiavari | type = city | wikidata = Q266941 | description = Chiavari ist eine historische Stadt am Golfo del Tigullio mit eleganten Arkadengängen, Palästen, Kirchen und einer lebendigen Innenstadt und eignet sich zugleich als Ausgangspunkt für die berühmten Küstenorte des östlichen Liguriens. }} * {{vCard | type=city | wikidata=Q8611 | name= La Spezia }} ''' == Weitere Ziele == * {{vCard | name = Regionaler Naturpark der Ligurischen Alpen | type = landscape | wikidata = Q3895678 | description = Ursprüngliche Berglandschaft mit tiefen Tälern, ausgedehnten Wäldern und Wanderwegen mit Aussicht. }} * {{vCard | name = Naturpark Piana Crixia | type = landscape | wikidata = Q1970592 | description = Der kleine Park im ligurischen Hinterland ist vor allem für seine ungewöhnlichen Felsformationen, bewaldeten Landschaften und die ruhige, wenig touristische Umgebung interessant. }} * {{vCard | name = Naturpark Beigua | type = landscape | wikidata = Q1486272 | description = UNESCO-Geopark zwischen Küste und Apennin mit Bergen, Wäldern, weitläufigen Wanderwegen und beeindruckenden Aussichtspunkten. }} * {{vCard | name = Naturpark Portofino | type = landscape | wikidata = Q957736 | description = geschützte Halbinsel mit dicht bewaldeten Hängen, felsiger Küste, kleinen Buchten und besonders schönen Küstenwanderwegen. }} * {{vCard | name = Regionaler Naturpark Aveto | type = landscape | wikidata = Q1515313 | description = Der Park im östlichen ligurischen Apennin zeichnet sich durch ursprüngliche Berglandschaften, Wälder, Seen und Täler aus. }} * {{vCard | name = 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Flughafen, der direkt aus dem deutschsprachigen Raum erreichbar ist. === Mit der Bahn === Schnelle Fernverkehrszüge der italienischen Bahn ''(Frecciabianca)'' fahren sechsmal am Tag von Rom über Florenz und Pisa nach La Spezia und Genua. Einmal pro Tag wird die Strecke auch vom Hochgeschwindigkeitszug ''Frecciargento'' bedient. Von Mailand fährt stündlich ein IC oder EC nach Genua (1½ Std.), immer abwechselnd (also zweistündlich) geht es weiter an der östlichen Riviera entlang über Rapallo und Chiavari nach La Spezia (gut 3 Std. von Mailand) oder an der westlichen Riviera entlang über Savona, Imperia und San Remo nach Ventimiglia (3:45 Std. von Mailand; z.&#x202F;T.&nbsp;weiter nach Monte Carlo und Nizza). In umgekehrter Richtung fahren abgesehen von den Eurocity Nizza–Genua–Mailand auch wenigstens stündlich französische TER (Regionalexpress) von Cannes über Nizza und Monte Carlo nach Ventimiglia an der westlichen Riviera. Von Turin fahren regelmäßig Intercity- und Regionalexpress-Züge ''(Regionale Veloce)'' nach Genua. Aus der Schweiz kommt man günstig via Mailand nach Ligurien. Beispielsweise braucht man von Zürich mit nur einmal Umsteigen 5½ Stunden nach Genua (Verbindung im Zweistundentakt). === Auf der Straße === Genau parallel zur italienischen Riviera verläuft die Autostrada A10, die den Beinamen ''Autostrada dei Fiori'' („Blumen-Autobahn“) trägt, von der französischen Grenze bei Ventimiglia (dort setzt sie sich als französische A8 fort) nach Genua, wo sie in die Autostrada A12 mündet, die an der östlichen Riviera entlang über La Spezia nach Livorno führt (und weiter Richtung Rom). Außerdem führt die A7 direkt von Mailand nach Genua, die A26 vom Lago Maggiore über Alessandria (Piemont) nach Genua und die A6 von Turin nach Savona. Wem schöne Ausblicke wichtiger sind als hohe Geschwindigkeit, der kann die gesamte Riviera entlang die Staatsstraße SS 1 benutzen, die von Ventimiglia bis Sestri Levante genau dem Verlauf der Küste folgt (dann biegt sie ins Landesinnere, die Cinque Terre sind nur über extrem kurvige Nebenstraßen erreichbar). Ligurien ist mit dem Auto über folgende Autobahnen gut erreichbar: * A 15 La Spezia-Parma * A 10 (E 80) Genua-Ventimiglia * A 12 (E 80) Genua-La Spezia * A 7 (E 25) Genua-Mailand * A 6 (E 717) Turin-Savona * A 26 Alessandria-Genua Auch die Fortbewegung mit dem Auto, Motorrad oder Wohnmobil in der Region ist dank eines gut ausgebauten Straßennetzes unkompliziert. Darüber hinaus gibt es zahlreiche öffentliche Parkplätze innerhalb und außerhalb der Städte. Einige Bereiche sind durch eine verkehrsberuhigte Zone geschützt, in der das Fahren und Parken für nichtansässige Fahrzeuge verboten ist. Außerhalb der ZTL gibt es die "Blu Area", gekennzeichnet durch horizontale blaue Streifen, in der Sie zu einem je nach Stadtgebiet unterschiedlichen Stundensatz parken können. Die vier Provinzen und die großen ligurischen Städte sind durch Autobahnen mit den wichtigsten italienischen Städten verbunden. Alle Gemeinden des Territoriums sind durch Staats- und Provinzstraßen verbunden, die die Ortschaften der beiden Flüsse mit denen des Hinterlandes verbinden. Die gesamte ligurische Küste wird von der Staatsstraße n.1 Aurelia (SS1) durchquert. === Mit dem Schiff === Bedeutende Fährhäfen in Ligurien sind Genua, Savona und La Spezia. Verbindungen bestehen von den Mittelmeerinseln [[Korsika]] ([[Bastia]] und [[Ile Rousse]]), [[Sardinien]] ([[Arbatax]], [[Olbia]] und [[Porto Torres]]) und [[Sizilien]] ([[Palermo]]). Diese Routen werden im Sommer meist von zurückkehrenden TouristInnen genutzt, weshalb der Verkehr im Winter weitaus geringer ist. Fährverbindungen aus [[Afrika]] bestehen unter anderem aus [[Marokko]] ([[Tanger|Tanger-Med]]), [[Tunesien]] ([[Tunis]]), Von der iberischen Halbinsel ([[Barcelona]]) gibt es Verbindungen von Barcelona nach Savona und Genua. Savona ist Heimathafen der italienischen Kreuzfahrtreederei Costa Crociere, so dass hier viele Mittelmeerkreuzfahrten beginnen bzw. enden. Weiterhin werden Genua und La Spezia häufig von Kreuzfahrten angelaufen. == Mobilität == Egal, ob man mit dem Zug oder dem Auto reist, die Fahrt entlang der ligurischen Küste ist ein Erlebnis: Ständig wechseln sich Tunnel und Sonnenlicht ab, dazu kommt die glänzende See an der Seite. Für die Ausflüge ins schöne Hinterland braucht man ein Auto. Die meisten großen Mietwagenfirmen, z.&#x202F;B.&nbsp;Budget, Hertz oder Avis, haben Vertretungen in Italien. Man kann auch schon von zu Hause aus buchen, z.&#x202F;B.&nbsp;bei Holiday Autos (Tel. 01805- 179191). Wer an der Küste bleibt, ist mit der Eisenbahn gut beraten. Es gibt eine Bahnstrecke, die unmittelbar an der Riviera entlang führt. Einmal pro Stunde fahren Regionalzüge, die in jedem kleinen Ort halten, von Ventimiglia nach Savona, von Savona nach Genua, von Genua nach Sestri Levante und von Sestri Levante nach La Spezia. Ebenfalls ungefähr stündlich fahren Regionalexpress-, Intercity- oder Eurocity-Züge, die nur an den größeren Stationen halten und mit denen man auch weitere Strecken zurücklegen kann (Ventimiglia–Genua oder Genua–La Spezia). Bahnfahren in Italien ist recht günstig, beispielsweise bezahlt man für die 150&#x202F;km von Genua nach San Remo im Regionalexpress 12 €, für die 100&#x202F;km von Genua nach La Spezia 7,10 €. [https://www.trenitalia.com Fahrplanauskunft und Buchung der Trenitalia] == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == === Bootsfahrten === Im Sommer werden überall Bootsfahrten entlang der Küste angeboten. Die schönsten Ansichten bietet die Levante mit der Halbinsel Portofino. === Whale-Watching === Vor der Küste der oberen Ponente leben viele Walarten. 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Im Hinterland liegen hauptsächlich kleinere Bergorte, in denen Clubs oft vergeblich gesucht werden. == Sicherheit == == Literatur == == Weblinks == * Beschreibung der staatlichen [https://www.musei.liguria.beniculturali.it/musei Museen der Region] (ital.) * [http://www.imperia-online.de/ imperia-online.de] „Historische Reise durch die Provinz“ {{Navigation Italien}} {{class-2}} {{GeoData| lat= 44.45 | long= 8.766667 | radius= }} {{IstInKat|Oberitalien}} kqzmqtee8zztp46utyj0u55sptr2ouk 1802719 1802718 2026-09-07T11:53:32Z DocWoKav 14575 /* Orte */ Geänderte vCard für La Spezia 1802719 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region Italien}} Die Region '''Ligurien''' liegt im Westen [[Oberitalien]]s am Mittelmeer und enthält die Provinzen Imperia, Savona, Genua und La Spezia. Die Hauptstadt der Region ist [[Genua]]. Im Westen grenzt Ligurien an [[Frankreich]], im Norden an das [[Piemont]], im Osten an die [[Emilia-Romagna]] und im Süd-Osten an die [[Toskana]]. == Hintergrund == Vor 2000 Jahren war der gesamte Nordwestteil Italiens einschließlich [[Piemont]] und der [[Lombardei]] von dem Volk der Ligurer bewohnt, von dem die Region ihren Namen hat. Ligurien steht für ansehnliche Küstenorte im Stil von [[Cannes]] und [[Monaco]] und dutzende sandige, steinige sowie kieselige Strände. == Regionen == * {{vCard | name = Italienische Riviera | type = region | wikidata = Q11124206 | description = der Hauptgrund für Fernreisende, Ligurien zu besuchen. }} * {{vCard | name = Ligurischer Apennin | type = region | wikidata = Q377264 | description = Die ligurischen Alpen im Hinterland. }} == Orte == {{Mapframe |zoom=8}}{{mapshape|type = geoline}} * {{vCard | name = Ventimiglia | type = city | wikidata = Q191759 | description = Die westlichste bedeutende Stadt Liguriens liegt direkt an der französischen Grenze und ist besonders für ihre mittelalterliche Oberstadt, den lebhaften Markt und die nahegelegenen Hanbury-Gärten mit ihrer außergewöhnlichen mediterranen Pflanzenwelt interessant. }} * {{vCard | name = San Remo | type = city | wikidata = Q33962 | description = Der bekannteste Ferienort der Blumenriviera verbindet elegante Badeatmosphäre mit einer historischen Altstadt, dem berühmten Casino, palmengesäumten Promenaden und dem jährlich stattfindenden italienischen Musikfestival. }} * {{vCard | name = Imperia | type = city | wikidata = Q13318 | description = Die aus den historischen Stadtteilen Porto Maurizio und Oneglia bestehende Stadt bietet eine reizvolle Mischung aus Altstadt, Hafen, Küste und mediterraner Landschaft und ist zudem für den traditionellen Olivenanbau und das ligurische Olivenöl bekannt. }} * {{vCard | name = Albenga | type = city | wikidata = Q241298 | description = Albenga ist vor allem wegen seiner außergewöhnlich gut erhaltenen mittelalterlichen Altstadt mit Geschlechtertürmen, romanischen Kirchen und historischen Gebäuden sehenswert und bildet damit einen interessanten kulturellen Kontrast zu den klassischen Badeorten der Riviera. }} * {{vCard | name = Savona | type = city | wikidata = Q13320 | description = Die wichtige Hafenstadt an der Riviera di Ponente verbindet maritime Atmosphäre mit historischen Sehenswürdigkeiten wie der imposanten Festung Priamar, dem Dom und der Sixtinischen Kapelle von Savona. }} * {{vCard | name = Genua | type = city | wikidata = Q1449 | description = Die wichtige Hafenstadt an der Riviera di Ponente verbindet maritime Atmosphäre mit historischen Sehenswürdigkeiten wie der imposanten Festung Priamar, dem Dom und der Sixtinischen Kapelle von Savona. }} * {{vCard | name = Chiavari | type = city | wikidata = Q266941 | description = Chiavari ist eine historische Stadt am Golfo del Tigullio mit eleganten Arkadengängen, Palästen, Kirchen und einer lebendigen Innenstadt und eignet sich zugleich als Ausgangspunkt für die berühmten Küstenorte des östlichen Liguriens. }} * {{vCard | name = La Spezia | type = city | wikidata = Q8611 | description = Die größte Stadt im äußersten Osten Liguriens liegt am Golfo dei Poeti und ist trotz ihres Hafen- und Marinecharakters touristisch interessant wegen ihrer Museen, der Altstadt, der Uferpromenade und ihrer hervorragenden Lage für Ausflüge nach Cinque Terre, Portovenere und Lerici. }} ''' == Weitere Ziele == * {{vCard | name = Regionaler Naturpark der Ligurischen Alpen | type = landscape | wikidata = Q3895678 | description = Ursprüngliche Berglandschaft mit tiefen Tälern, ausgedehnten Wäldern und Wanderwegen mit Aussicht. }} * {{vCard | name = Naturpark Piana Crixia | type = landscape | wikidata = Q1970592 | description = Der kleine Park im ligurischen Hinterland ist vor allem für seine ungewöhnlichen Felsformationen, bewaldeten Landschaften und die ruhige, wenig touristische Umgebung interessant. }} * {{vCard | name = Naturpark Beigua | type = landscape | wikidata = Q1486272 | description = UNESCO-Geopark zwischen Küste und Apennin mit Bergen, Wäldern, weitläufigen Wanderwegen und beeindruckenden Aussichtspunkten. }} * {{vCard | name = Naturpark Portofino | type = landscape | wikidata = Q957736 | description = geschützte Halbinsel mit dicht bewaldeten Hängen, felsiger Küste, kleinen Buchten und besonders schönen Küstenwanderwegen. }} * {{vCard | name = Regionaler Naturpark Aveto | type = landscape | wikidata = Q1515313 | description = Der Park im östlichen ligurischen Apennin zeichnet sich durch ursprüngliche Berglandschaften, Wälder, Seen und Täler aus. }} * {{vCard | name = Nationalpark Cinque Terre | type = landscape | wikidata = Q1886487 | description = spektakulärer Küsten-Nationalpark mit steilen Felsklippen, terrassierten Weinbergen, mediterraner Vegetation und zahlreichen Wanderwegen. }} * {{vCard | name = Naturpark Porto Venere | type = landscape | wikidata = Q3364625 | description = Der Küstenpark umfasst eine besonders reizvolle Landschaft aus steilen Klippen, Inseln, Höhlen und mediterraner Vegetation und bietet beeindruckende Ausblicke auf den Golf von La Spezia. }} * {{vCard | name = Naturpark Montemarcello-Magra | type = landscape | wikidata = Q1970547 | description = Im äußersten Osten Liguriens verbindet dieser Park Flusslandschaften mit bewaldeten Hügeln und Küstengebieten und bietet abwechslungsreiche Wanderwege sowie schöne Aussichtspunkte. }} == Sprache == Italienisch == Anreise == === Mit dem Flugzeug === In Genua gibt es mit dem {{marker |type = airport |name = Flughafen Genua |wikidata = Q1431383 |show = none}} einen internationalen Flughafen, der direkt aus dem deutschsprachigen Raum erreichbar ist. === Mit der Bahn === Schnelle Fernverkehrszüge der italienischen Bahn ''(Frecciabianca)'' fahren sechsmal am Tag von Rom über Florenz und Pisa nach La Spezia und Genua. Einmal pro Tag wird die Strecke auch vom Hochgeschwindigkeitszug ''Frecciargento'' bedient. Von Mailand fährt stündlich ein IC oder EC nach Genua (1½ Std.), immer abwechselnd (also zweistündlich) geht es weiter an der östlichen Riviera entlang über Rapallo und Chiavari nach La Spezia (gut 3 Std. von Mailand) oder an der westlichen Riviera entlang über Savona, Imperia und San Remo nach Ventimiglia (3:45 Std. von Mailand; z.&#x202F;T.&nbsp;weiter nach Monte Carlo und Nizza). In umgekehrter Richtung fahren abgesehen von den Eurocity Nizza–Genua–Mailand auch wenigstens stündlich französische TER (Regionalexpress) von Cannes über Nizza und Monte Carlo nach Ventimiglia an der westlichen Riviera. Von Turin fahren regelmäßig Intercity- und Regionalexpress-Züge ''(Regionale Veloce)'' nach Genua. Aus der Schweiz kommt man günstig via Mailand nach Ligurien. Beispielsweise braucht man von Zürich mit nur einmal Umsteigen 5½ Stunden nach Genua (Verbindung im Zweistundentakt). === Auf der Straße === Genau parallel zur italienischen Riviera verläuft die Autostrada A10, die den Beinamen ''Autostrada dei Fiori'' („Blumen-Autobahn“) trägt, von der französischen Grenze bei Ventimiglia (dort setzt sie sich als französische A8 fort) nach Genua, wo sie in die Autostrada A12 mündet, die an der östlichen Riviera entlang über La Spezia nach Livorno führt (und weiter Richtung Rom). Außerdem führt die A7 direkt von Mailand nach Genua, die A26 vom Lago Maggiore über Alessandria (Piemont) nach Genua und die A6 von Turin nach Savona. Wem schöne Ausblicke wichtiger sind als hohe Geschwindigkeit, der kann die gesamte Riviera entlang die Staatsstraße SS 1 benutzen, die von Ventimiglia bis Sestri Levante genau dem Verlauf der Küste folgt (dann biegt sie ins Landesinnere, die Cinque Terre sind nur über extrem kurvige Nebenstraßen erreichbar). Ligurien ist mit dem Auto über folgende Autobahnen gut erreichbar: * A 15 La Spezia-Parma * A 10 (E 80) Genua-Ventimiglia * A 12 (E 80) Genua-La Spezia * A 7 (E 25) Genua-Mailand * A 6 (E 717) Turin-Savona * A 26 Alessandria-Genua Auch die Fortbewegung mit dem Auto, Motorrad oder Wohnmobil in der Region ist dank eines gut ausgebauten Straßennetzes unkompliziert. Darüber hinaus gibt es zahlreiche öffentliche Parkplätze innerhalb und außerhalb der Städte. Einige Bereiche sind durch eine verkehrsberuhigte Zone geschützt, in der das Fahren und Parken für nichtansässige Fahrzeuge verboten ist. Außerhalb der ZTL gibt es die "Blu Area", gekennzeichnet durch horizontale blaue Streifen, in der Sie zu einem je nach Stadtgebiet unterschiedlichen Stundensatz parken können. Die vier Provinzen und die großen ligurischen Städte sind durch Autobahnen mit den wichtigsten italienischen Städten verbunden. Alle Gemeinden des Territoriums sind durch Staats- und Provinzstraßen verbunden, die die Ortschaften der beiden Flüsse mit denen des Hinterlandes verbinden. Die gesamte ligurische Küste wird von der Staatsstraße n.1 Aurelia (SS1) durchquert. === Mit dem Schiff === Bedeutende Fährhäfen in Ligurien sind Genua, Savona und La Spezia. Verbindungen bestehen von den Mittelmeerinseln [[Korsika]] ([[Bastia]] und [[Ile Rousse]]), [[Sardinien]] ([[Arbatax]], [[Olbia]] und [[Porto Torres]]) und [[Sizilien]] ([[Palermo]]). Diese Routen werden im Sommer meist von zurückkehrenden TouristInnen genutzt, weshalb der Verkehr im Winter weitaus geringer ist. Fährverbindungen aus [[Afrika]] bestehen unter anderem aus [[Marokko]] ([[Tanger|Tanger-Med]]), [[Tunesien]] ([[Tunis]]), Von der iberischen Halbinsel ([[Barcelona]]) gibt es Verbindungen von Barcelona nach Savona und Genua. Savona ist Heimathafen der italienischen Kreuzfahrtreederei Costa Crociere, so dass hier viele Mittelmeerkreuzfahrten beginnen bzw. enden. Weiterhin werden Genua und La Spezia häufig von Kreuzfahrten angelaufen. == Mobilität == Egal, ob man mit dem Zug oder dem Auto reist, die Fahrt entlang der ligurischen Küste ist ein Erlebnis: Ständig wechseln sich Tunnel und Sonnenlicht ab, dazu kommt die glänzende See an der Seite. Für die Ausflüge ins schöne Hinterland braucht man ein Auto. Die meisten großen Mietwagenfirmen, z.&#x202F;B.&nbsp;Budget, Hertz oder Avis, haben Vertretungen in Italien. Man kann auch schon von zu Hause aus buchen, z.&#x202F;B.&nbsp;bei Holiday Autos (Tel. 01805- 179191). Wer an der Küste bleibt, ist mit der Eisenbahn gut beraten. Es gibt eine Bahnstrecke, die unmittelbar an der Riviera entlang führt. Einmal pro Stunde fahren Regionalzüge, die in jedem kleinen Ort halten, von Ventimiglia nach Savona, von Savona nach Genua, von Genua nach Sestri Levante und von Sestri Levante nach La Spezia. Ebenfalls ungefähr stündlich fahren Regionalexpress-, Intercity- oder Eurocity-Züge, die nur an den größeren Stationen halten und mit denen man auch weitere Strecken zurücklegen kann (Ventimiglia–Genua oder Genua–La Spezia). Bahnfahren in Italien ist recht günstig, beispielsweise bezahlt man für die 150&#x202F;km von Genua nach San Remo im Regionalexpress 12 €, für die 100&#x202F;km von Genua nach La Spezia 7,10 €. [https://www.trenitalia.com Fahrplanauskunft und Buchung der Trenitalia] == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == === Bootsfahrten === Im Sommer werden überall Bootsfahrten entlang der Küste angeboten. Die schönsten Ansichten bietet die Levante mit der Halbinsel Portofino. === Whale-Watching === Vor der Küste der oberen Ponente leben viele Walarten. Eine Sichtungsgarantie von fast 90&#x202F;% versprechen die Schiffsausflüge, die von Juni bis Mitte September täglich von Imperia, Finale Ligure und Andora aus starten. Dauer: ca. 5 Std. Preis: Erwachsene 32&#x202F;€ , Kinder 16&#x202F;€ [http://www.whalewatch.it Whale-Watching] == Küche == Siehe: [[Essen und Trinken in Ligurien]] == Nachtleben == In den meisten größeren Küstenorten sind gerade in den Sommermonaten viele Clubs geöffnet. Im Hinterland liegen hauptsächlich kleinere Bergorte, in denen Clubs oft vergeblich gesucht werden. == Sicherheit == == Literatur == == Weblinks == * Beschreibung der staatlichen [https://www.musei.liguria.beniculturali.it/musei Museen der Region] (ital.) * [http://www.imperia-online.de/ imperia-online.de] „Historische Reise durch die Provinz“ {{Navigation Italien}} {{class-2}} {{GeoData| lat= 44.45 | long= 8.766667 | radius= }} {{IstInKat|Oberitalien}} lohsqdxalfchonvuozdp6vpy05nqvj9 1802720 1802719 2026-09-07T11:54:47Z DocWoKav 14575 /* Orte */ 1802720 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region Italien}} Die Region '''Ligurien''' liegt im Westen [[Oberitalien]]s am Mittelmeer und enthält die Provinzen Imperia, Savona, Genua und La Spezia. Die Hauptstadt der Region ist [[Genua]]. Im Westen grenzt Ligurien an [[Frankreich]], im Norden an das [[Piemont]], im Osten an die [[Emilia-Romagna]] und im Süd-Osten an die [[Toskana]]. == Hintergrund == Vor 2000 Jahren war der gesamte Nordwestteil Italiens einschließlich [[Piemont]] und der [[Lombardei]] von dem Volk der Ligurer bewohnt, von dem die Region ihren Namen hat. Ligurien steht für ansehnliche Küstenorte im Stil von [[Cannes]] und [[Monaco]] und dutzende sandige, steinige sowie kieselige Strände. == Regionen == * {{vCard | name = Italienische Riviera | type = region | wikidata = Q11124206 | description = der Hauptgrund für Fernreisende, Ligurien zu besuchen. }} * {{vCard | name = Ligurischer Apennin | type = region | wikidata = Q377264 | description = Die ligurischen Alpen im Hinterland. }} == Orte == {{Mapframe |zoom=8}}{{mapshape|type = geoline}} * {{vCard | name = Ventimiglia | type = city | wikidata = Q191759 | description = Die westlichste bedeutende Stadt Liguriens liegt direkt an der französischen Grenze und ist besonders für ihre mittelalterliche Oberstadt, den lebhaften Markt und die nahegelegenen Hanbury-Gärten mit ihrer außergewöhnlichen mediterranen Pflanzenwelt interessant. }} * {{vCard | name = San Remo | type = city | wikidata = Q33962 | description = Der bekannteste Ferienort der Blumenriviera verbindet elegante Badeatmosphäre mit einer historischen Altstadt, dem berühmten Casino, palmengesäumten Promenaden und dem jährlich stattfindenden italienischen Musikfestival. }} * {{vCard | name = Imperia | type = city | wikidata = Q13318 | description = Die aus den historischen Stadtteilen Porto Maurizio und Oneglia bestehende Stadt bietet eine reizvolle Mischung aus Altstadt, Hafen, Küste und mediterraner Landschaft und ist zudem für den traditionellen Olivenanbau und das ligurische Olivenöl bekannt. }} * {{vCard | name = Albenga | type = city | wikidata = Q241298 | description = Albenga ist vor allem wegen seiner außergewöhnlich gut erhaltenen mittelalterlichen Altstadt mit Geschlechtertürmen, romanischen Kirchen und historischen Gebäuden sehenswert und bildet damit einen interessanten kulturellen Kontrast zu den klassischen Badeorten der Riviera. }} * {{vCard | name = Savona | type = city | wikidata = Q13320 | description = Die wichtige Hafenstadt an der Riviera di Ponente verbindet maritime Atmosphäre mit historischen Sehenswürdigkeiten wie der imposanten Festung Priamar, dem Dom und der Sixtinischen Kapelle von Savona. }} * {{vCard | name = Genua | type = city | wikidata = Q1449 | description = Die wichtige Hafenstadt an der Riviera di Ponente verbindet maritime Atmosphäre mit historischen Sehenswürdigkeiten wie der imposanten Festung Priamar, dem Dom und der Sixtinischen Kapelle von Savona. }} * {{vCard | name = Chiavari | type = city | wikidata = Q266941 | description = Chiavari ist eine historische Stadt am Golfo del Tigullio mit eleganten Arkadengängen, Palästen, Kirchen und einer lebendigen Innenstadt und eignet sich zugleich als Ausgangspunkt für die berühmten Küstenorte des östlichen Liguriens. }} * {{vCard | name = La Spezia | type = city | wikidata = Q8611 | description = Die größte Stadt im äußersten Osten Liguriens liegt am Golfo dei Poeti und ist trotz ihres Hafen- und Marinecharakters touristisch interessant wegen ihrer Museen, der Altstadt, der Uferpromenade und ihrer hervorragenden Lage für Ausflüge nach Cinque Terre, Portovenere und Lerici. }} ''' * {{vCard|type= |name= Sarzana |description=Sarzana liegt bereits nahe der Grenze zur Toskana und bietet mit seiner historischen Altstadt, mittelalterlichen Befestigungsanlagen, Kirchen und Palästen einen starken Kontrast zu den klassischen Küstenorten der Riviera und eignet sich hervorragend als kultureller Ausgangspunkt für das östliche Ligurien. }} == Weitere Ziele == * {{vCard | name = Regionaler Naturpark der Ligurischen Alpen | type = landscape | wikidata = Q3895678 | description = Ursprüngliche Berglandschaft mit tiefen Tälern, ausgedehnten Wäldern und Wanderwegen mit Aussicht. }} * {{vCard | name = Naturpark Piana Crixia | type = landscape | wikidata = Q1970592 | description = Der kleine Park im ligurischen Hinterland ist vor allem für seine ungewöhnlichen Felsformationen, bewaldeten Landschaften und die ruhige, wenig touristische Umgebung interessant. }} * {{vCard | name = Naturpark Beigua | type = landscape | wikidata = Q1486272 | description = UNESCO-Geopark zwischen Küste und Apennin mit Bergen, Wäldern, weitläufigen Wanderwegen und beeindruckenden Aussichtspunkten. }} * {{vCard | name = Naturpark Portofino | type = landscape | wikidata = Q957736 | description = geschützte Halbinsel mit dicht bewaldeten Hängen, felsiger Küste, kleinen Buchten und besonders schönen Küstenwanderwegen. }} * {{vCard | name = Regionaler Naturpark Aveto | type = landscape | wikidata = Q1515313 | description = Der Park im östlichen ligurischen Apennin zeichnet sich durch ursprüngliche Berglandschaften, Wälder, Seen und Täler aus. }} * {{vCard | name = Nationalpark Cinque Terre | type = landscape | wikidata = Q1886487 | description = spektakulärer Küsten-Nationalpark mit steilen Felsklippen, terrassierten Weinbergen, mediterraner Vegetation und zahlreichen Wanderwegen. }} * {{vCard | name = Naturpark Porto Venere | type = landscape | wikidata = Q3364625 | description = Der Küstenpark umfasst eine besonders reizvolle Landschaft aus steilen Klippen, Inseln, Höhlen und mediterraner Vegetation und bietet beeindruckende Ausblicke auf den Golf von La Spezia. }} * {{vCard | name = Naturpark Montemarcello-Magra | type = landscape | wikidata = Q1970547 | description = Im äußersten Osten Liguriens verbindet dieser Park Flusslandschaften mit bewaldeten Hügeln und Küstengebieten und bietet abwechslungsreiche Wanderwege sowie schöne Aussichtspunkte. }} == Sprache == Italienisch == Anreise == === Mit dem Flugzeug === In Genua gibt es mit dem {{marker |type = airport |name = Flughafen Genua |wikidata = Q1431383 |show = none}} einen internationalen Flughafen, der direkt aus dem deutschsprachigen Raum erreichbar ist. === Mit der Bahn === Schnelle Fernverkehrszüge der italienischen Bahn ''(Frecciabianca)'' fahren sechsmal am Tag von Rom über Florenz und Pisa nach La Spezia und Genua. Einmal pro Tag wird die Strecke auch vom Hochgeschwindigkeitszug ''Frecciargento'' bedient. Von Mailand fährt stündlich ein IC oder EC nach Genua (1½ Std.), immer abwechselnd (also zweistündlich) geht es weiter an der östlichen Riviera entlang über Rapallo und Chiavari nach La Spezia (gut 3 Std. von Mailand) oder an der westlichen Riviera entlang über Savona, Imperia und San Remo nach Ventimiglia (3:45 Std. von Mailand; z.&#x202F;T.&nbsp;weiter nach Monte Carlo und Nizza). In umgekehrter Richtung fahren abgesehen von den Eurocity Nizza–Genua–Mailand auch wenigstens stündlich französische TER (Regionalexpress) von Cannes über Nizza und Monte Carlo nach Ventimiglia an der westlichen Riviera. Von Turin fahren regelmäßig Intercity- und Regionalexpress-Züge ''(Regionale Veloce)'' nach Genua. Aus der Schweiz kommt man günstig via Mailand nach Ligurien. Beispielsweise braucht man von Zürich mit nur einmal Umsteigen 5½ Stunden nach Genua (Verbindung im Zweistundentakt). === Auf der Straße === Genau parallel zur italienischen Riviera verläuft die Autostrada A10, die den Beinamen ''Autostrada dei Fiori'' („Blumen-Autobahn“) trägt, von der französischen Grenze bei Ventimiglia (dort setzt sie sich als französische A8 fort) nach Genua, wo sie in die Autostrada A12 mündet, die an der östlichen Riviera entlang über La Spezia nach Livorno führt (und weiter Richtung Rom). Außerdem führt die A7 direkt von Mailand nach Genua, die A26 vom Lago Maggiore über Alessandria (Piemont) nach Genua und die A6 von Turin nach Savona. Wem schöne Ausblicke wichtiger sind als hohe Geschwindigkeit, der kann die gesamte Riviera entlang die Staatsstraße SS 1 benutzen, die von Ventimiglia bis Sestri Levante genau dem Verlauf der Küste folgt (dann biegt sie ins Landesinnere, die Cinque Terre sind nur über extrem kurvige Nebenstraßen erreichbar). Ligurien ist mit dem Auto über folgende Autobahnen gut erreichbar: * A 15 La Spezia-Parma * A 10 (E 80) Genua-Ventimiglia * A 12 (E 80) Genua-La Spezia * A 7 (E 25) Genua-Mailand * A 6 (E 717) Turin-Savona * A 26 Alessandria-Genua Auch die Fortbewegung mit dem Auto, Motorrad oder Wohnmobil in der Region ist dank eines gut ausgebauten Straßennetzes unkompliziert. Darüber hinaus gibt es zahlreiche öffentliche Parkplätze innerhalb und außerhalb der Städte. Einige Bereiche sind durch eine verkehrsberuhigte Zone geschützt, in der das Fahren und Parken für nichtansässige Fahrzeuge verboten ist. Außerhalb der ZTL gibt es die "Blu Area", gekennzeichnet durch horizontale blaue Streifen, in der Sie zu einem je nach Stadtgebiet unterschiedlichen Stundensatz parken können. Die vier Provinzen und die großen ligurischen Städte sind durch Autobahnen mit den wichtigsten italienischen Städten verbunden. Alle Gemeinden des Territoriums sind durch Staats- und Provinzstraßen verbunden, die die Ortschaften der beiden Flüsse mit denen des Hinterlandes verbinden. Die gesamte ligurische Küste wird von der Staatsstraße n.1 Aurelia (SS1) durchquert. === Mit dem Schiff === Bedeutende Fährhäfen in Ligurien sind Genua, Savona und La Spezia. Verbindungen bestehen von den Mittelmeerinseln [[Korsika]] ([[Bastia]] und [[Ile Rousse]]), [[Sardinien]] ([[Arbatax]], [[Olbia]] und [[Porto Torres]]) und [[Sizilien]] ([[Palermo]]). Diese Routen werden im Sommer meist von zurückkehrenden TouristInnen genutzt, weshalb der Verkehr im Winter weitaus geringer ist. Fährverbindungen aus [[Afrika]] bestehen unter anderem aus [[Marokko]] ([[Tanger|Tanger-Med]]), [[Tunesien]] ([[Tunis]]), Von der iberischen Halbinsel ([[Barcelona]]) gibt es Verbindungen von Barcelona nach Savona und Genua. Savona ist Heimathafen der italienischen Kreuzfahrtreederei Costa Crociere, so dass hier viele Mittelmeerkreuzfahrten beginnen bzw. enden. Weiterhin werden Genua und La Spezia häufig von Kreuzfahrten angelaufen. == Mobilität == Egal, ob man mit dem Zug oder dem Auto reist, die Fahrt entlang der ligurischen Küste ist ein Erlebnis: Ständig wechseln sich Tunnel und Sonnenlicht ab, dazu kommt die glänzende See an der Seite. Für die Ausflüge ins schöne Hinterland braucht man ein Auto. Die meisten großen Mietwagenfirmen, z.&#x202F;B.&nbsp;Budget, Hertz oder Avis, haben Vertretungen in Italien. Man kann auch schon von zu Hause aus buchen, z.&#x202F;B.&nbsp;bei Holiday Autos (Tel. 01805- 179191). Wer an der Küste bleibt, ist mit der Eisenbahn gut beraten. Es gibt eine Bahnstrecke, die unmittelbar an der Riviera entlang führt. Einmal pro Stunde fahren Regionalzüge, die in jedem kleinen Ort halten, von Ventimiglia nach Savona, von Savona nach Genua, von Genua nach Sestri Levante und von Sestri Levante nach La Spezia. Ebenfalls ungefähr stündlich fahren Regionalexpress-, Intercity- oder Eurocity-Züge, die nur an den größeren Stationen halten und mit denen man auch weitere Strecken zurücklegen kann (Ventimiglia–Genua oder Genua–La Spezia). Bahnfahren in Italien ist recht günstig, beispielsweise bezahlt man für die 150&#x202F;km von Genua nach San Remo im Regionalexpress 12 €, für die 100&#x202F;km von Genua nach La Spezia 7,10 €. [https://www.trenitalia.com Fahrplanauskunft und Buchung der Trenitalia] == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == === Bootsfahrten === Im Sommer werden überall Bootsfahrten entlang der Küste angeboten. Die schönsten Ansichten bietet die Levante mit der Halbinsel Portofino. === Whale-Watching === Vor der Küste der oberen Ponente leben viele Walarten. Eine Sichtungsgarantie von fast 90&#x202F;% versprechen die Schiffsausflüge, die von Juni bis Mitte September täglich von Imperia, Finale Ligure und Andora aus starten. Dauer: ca. 5 Std. Preis: Erwachsene 32&#x202F;€ , Kinder 16&#x202F;€ [http://www.whalewatch.it Whale-Watching] == Küche == Siehe: [[Essen und Trinken in Ligurien]] == Nachtleben == In den meisten größeren Küstenorten sind gerade in den Sommermonaten viele Clubs geöffnet. Im Hinterland liegen hauptsächlich kleinere Bergorte, in denen Clubs oft vergeblich gesucht werden. == Sicherheit == == Literatur == == Weblinks == * Beschreibung der staatlichen [https://www.musei.liguria.beniculturali.it/musei Museen der Region] (ital.) * [http://www.imperia-online.de/ imperia-online.de] „Historische Reise durch die Provinz“ {{Navigation Italien}} {{class-2}} {{GeoData| lat= 44.45 | long= 8.766667 | radius= }} {{IstInKat|Oberitalien}} recbt9yiz1350iwnpeys5btn8embkgx 1802721 1802720 2026-09-07T11:55:06Z DocWoKav 14575 /* Orte */ Geänderte vCard für Sarzana 1802721 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region Italien}} Die Region '''Ligurien''' liegt im Westen [[Oberitalien]]s am Mittelmeer und enthält die Provinzen Imperia, Savona, Genua und La Spezia. Die Hauptstadt der Region ist [[Genua]]. Im Westen grenzt Ligurien an [[Frankreich]], im Norden an das [[Piemont]], im Osten an die [[Emilia-Romagna]] und im Süd-Osten an die [[Toskana]]. == Hintergrund == Vor 2000 Jahren war der gesamte Nordwestteil Italiens einschließlich [[Piemont]] und der [[Lombardei]] von dem Volk der Ligurer bewohnt, von dem die Region ihren Namen hat. Ligurien steht für ansehnliche Küstenorte im Stil von [[Cannes]] und [[Monaco]] und dutzende sandige, steinige sowie kieselige Strände. == Regionen == * {{vCard | name = Italienische Riviera | type = region | wikidata = Q11124206 | description = der Hauptgrund für Fernreisende, Ligurien zu besuchen. }} * {{vCard | name = Ligurischer Apennin | type = region | wikidata = Q377264 | description = Die ligurischen Alpen im Hinterland. }} == Orte == {{Mapframe |zoom=8}}{{mapshape|type = geoline}} * {{vCard | name = Ventimiglia | type = city | wikidata = Q191759 | description = Die westlichste bedeutende Stadt Liguriens liegt direkt an der französischen Grenze und ist besonders für ihre mittelalterliche Oberstadt, den lebhaften Markt und die nahegelegenen Hanbury-Gärten mit ihrer außergewöhnlichen mediterranen Pflanzenwelt interessant. }} * {{vCard | name = San Remo | type = city | wikidata = Q33962 | description = Der bekannteste Ferienort der Blumenriviera verbindet elegante Badeatmosphäre mit einer historischen Altstadt, dem berühmten Casino, palmengesäumten Promenaden und dem jährlich stattfindenden italienischen Musikfestival. }} * {{vCard | name = Imperia | type = city | wikidata = Q13318 | description = Die aus den historischen Stadtteilen Porto Maurizio und Oneglia bestehende Stadt bietet eine reizvolle Mischung aus Altstadt, Hafen, Küste und mediterraner Landschaft und ist zudem für den traditionellen Olivenanbau und das ligurische Olivenöl bekannt. }} * {{vCard | name = Albenga | type = city | wikidata = Q241298 | description = Albenga ist vor allem wegen seiner außergewöhnlich gut erhaltenen mittelalterlichen Altstadt mit Geschlechtertürmen, romanischen Kirchen und historischen Gebäuden sehenswert und bildet damit einen interessanten kulturellen Kontrast zu den klassischen Badeorten der Riviera. }} * {{vCard | name = Savona | type = city | wikidata = Q13320 | description = Die wichtige Hafenstadt an der Riviera di Ponente verbindet maritime Atmosphäre mit historischen Sehenswürdigkeiten wie der imposanten Festung Priamar, dem Dom und der Sixtinischen Kapelle von Savona. }} * {{vCard | name = Genua | type = city | wikidata = Q1449 | description = Die wichtige Hafenstadt an der Riviera di Ponente verbindet maritime Atmosphäre mit historischen Sehenswürdigkeiten wie der imposanten Festung Priamar, dem Dom und der Sixtinischen Kapelle von Savona. }} * {{vCard | name = Chiavari | type = city | wikidata = Q266941 | description = Chiavari ist eine historische Stadt am Golfo del Tigullio mit eleganten Arkadengängen, Palästen, Kirchen und einer lebendigen Innenstadt und eignet sich zugleich als Ausgangspunkt für die berühmten Küstenorte des östlichen Liguriens. }} * {{vCard | name = La Spezia | type = city | wikidata = Q8611 | description = Die größte Stadt im äußersten Osten Liguriens liegt am Golfo dei Poeti und ist trotz ihres Hafen- und Marinecharakters touristisch interessant wegen ihrer Museen, der Altstadt, der Uferpromenade und ihrer hervorragenden Lage für Ausflüge nach Cinque Terre, Portovenere und Lerici. }} ''' * {{vCard | name = Sarzana | wikidata = Q160628 | description = Sarzana liegt bereits nahe der Grenze zur Toskana und bietet mit seiner historischen Altstadt, mittelalterlichen Befestigungsanlagen, Kirchen und Palästen einen starken Kontrast zu den klassischen Küstenorten der Riviera und eignet sich hervorragend als kultureller Ausgangspunkt für das östliche Ligurien. }} == Weitere Ziele == * {{vCard | name = Regionaler Naturpark der Ligurischen Alpen | type = landscape | wikidata = Q3895678 | description = Ursprüngliche Berglandschaft mit tiefen Tälern, ausgedehnten Wäldern und Wanderwegen mit Aussicht. }} * {{vCard | name = Naturpark Piana Crixia | type = landscape | wikidata = Q1970592 | description = Der kleine Park im ligurischen Hinterland ist vor allem für seine ungewöhnlichen Felsformationen, bewaldeten Landschaften und die ruhige, wenig touristische Umgebung interessant. }} * {{vCard | name = Naturpark Beigua | type = landscape | wikidata = Q1486272 | description = UNESCO-Geopark zwischen Küste und Apennin mit Bergen, Wäldern, weitläufigen Wanderwegen und beeindruckenden Aussichtspunkten. }} * {{vCard | name = Naturpark Portofino | type = landscape | wikidata = Q957736 | description = geschützte Halbinsel mit dicht bewaldeten Hängen, felsiger Küste, kleinen Buchten und besonders schönen Küstenwanderwegen. }} * {{vCard | name = Regionaler Naturpark Aveto | type = landscape | wikidata = Q1515313 | description = Der Park im östlichen ligurischen Apennin zeichnet sich durch ursprüngliche Berglandschaften, Wälder, Seen und Täler aus. }} * {{vCard | name = Nationalpark Cinque Terre | type = landscape | wikidata = Q1886487 | description = spektakulärer Küsten-Nationalpark mit steilen Felsklippen, terrassierten Weinbergen, mediterraner Vegetation und zahlreichen Wanderwegen. }} * {{vCard | name = Naturpark Porto Venere | type = landscape | wikidata = Q3364625 | description = Der Küstenpark umfasst eine besonders reizvolle Landschaft aus steilen Klippen, Inseln, Höhlen und mediterraner Vegetation und bietet beeindruckende Ausblicke auf den Golf von La Spezia. }} * {{vCard | name = Naturpark Montemarcello-Magra | type = landscape | wikidata = Q1970547 | description = Im äußersten Osten Liguriens verbindet dieser Park Flusslandschaften mit bewaldeten Hügeln und Küstengebieten und bietet abwechslungsreiche Wanderwege sowie schöne Aussichtspunkte. }} == Sprache == Italienisch == Anreise == === Mit dem Flugzeug === In Genua gibt es mit dem {{marker |type = airport |name = Flughafen Genua |wikidata = Q1431383 |show = none}} einen internationalen Flughafen, der direkt aus dem deutschsprachigen Raum erreichbar ist. === Mit der Bahn === Schnelle Fernverkehrszüge der italienischen Bahn ''(Frecciabianca)'' fahren sechsmal am Tag von Rom über Florenz und Pisa nach La Spezia und Genua. Einmal pro Tag wird die Strecke auch vom Hochgeschwindigkeitszug ''Frecciargento'' bedient. Von Mailand fährt stündlich ein IC oder EC nach Genua (1½ Std.), immer abwechselnd (also zweistündlich) geht es weiter an der östlichen Riviera entlang über Rapallo und Chiavari nach La Spezia (gut 3 Std. von Mailand) oder an der westlichen Riviera entlang über Savona, Imperia und San Remo nach Ventimiglia (3:45 Std. von Mailand; z.&#x202F;T.&nbsp;weiter nach Monte Carlo und Nizza). In umgekehrter Richtung fahren abgesehen von den Eurocity Nizza–Genua–Mailand auch wenigstens stündlich französische TER (Regionalexpress) von Cannes über Nizza und Monte Carlo nach Ventimiglia an der westlichen Riviera. Von Turin fahren regelmäßig Intercity- und Regionalexpress-Züge ''(Regionale Veloce)'' nach Genua. Aus der Schweiz kommt man günstig via Mailand nach Ligurien. Beispielsweise braucht man von Zürich mit nur einmal Umsteigen 5½ Stunden nach Genua (Verbindung im Zweistundentakt). === Auf der Straße === Genau parallel zur italienischen Riviera verläuft die Autostrada A10, die den Beinamen ''Autostrada dei Fiori'' („Blumen-Autobahn“) trägt, von der französischen Grenze bei Ventimiglia (dort setzt sie sich als französische A8 fort) nach Genua, wo sie in die Autostrada A12 mündet, die an der östlichen Riviera entlang über La Spezia nach Livorno führt (und weiter Richtung Rom). Außerdem führt die A7 direkt von Mailand nach Genua, die A26 vom Lago Maggiore über Alessandria (Piemont) nach Genua und die A6 von Turin nach Savona. Wem schöne Ausblicke wichtiger sind als hohe Geschwindigkeit, der kann die gesamte Riviera entlang die Staatsstraße SS 1 benutzen, die von Ventimiglia bis Sestri Levante genau dem Verlauf der Küste folgt (dann biegt sie ins Landesinnere, die Cinque Terre sind nur über extrem kurvige Nebenstraßen erreichbar). Ligurien ist mit dem Auto über folgende Autobahnen gut erreichbar: * A 15 La Spezia-Parma * A 10 (E 80) Genua-Ventimiglia * A 12 (E 80) Genua-La Spezia * A 7 (E 25) Genua-Mailand * A 6 (E 717) Turin-Savona * A 26 Alessandria-Genua Auch die Fortbewegung mit dem Auto, Motorrad oder Wohnmobil in der Region ist dank eines gut ausgebauten Straßennetzes unkompliziert. Darüber hinaus gibt es zahlreiche öffentliche Parkplätze innerhalb und außerhalb der Städte. Einige Bereiche sind durch eine verkehrsberuhigte Zone geschützt, in der das Fahren und Parken für nichtansässige Fahrzeuge verboten ist. Außerhalb der ZTL gibt es die "Blu Area", gekennzeichnet durch horizontale blaue Streifen, in der Sie zu einem je nach Stadtgebiet unterschiedlichen Stundensatz parken können. Die vier Provinzen und die großen ligurischen Städte sind durch Autobahnen mit den wichtigsten italienischen Städten verbunden. Alle Gemeinden des Territoriums sind durch Staats- und Provinzstraßen verbunden, die die Ortschaften der beiden Flüsse mit denen des Hinterlandes verbinden. Die gesamte ligurische Küste wird von der Staatsstraße n.1 Aurelia (SS1) durchquert. === Mit dem Schiff === Bedeutende Fährhäfen in Ligurien sind Genua, Savona und La Spezia. Verbindungen bestehen von den Mittelmeerinseln [[Korsika]] ([[Bastia]] und [[Ile Rousse]]), [[Sardinien]] ([[Arbatax]], [[Olbia]] und [[Porto Torres]]) und [[Sizilien]] ([[Palermo]]). Diese Routen werden im Sommer meist von zurückkehrenden TouristInnen genutzt, weshalb der Verkehr im Winter weitaus geringer ist. Fährverbindungen aus [[Afrika]] bestehen unter anderem aus [[Marokko]] ([[Tanger|Tanger-Med]]), [[Tunesien]] ([[Tunis]]), Von der iberischen Halbinsel ([[Barcelona]]) gibt es Verbindungen von Barcelona nach Savona und Genua. Savona ist Heimathafen der italienischen Kreuzfahrtreederei Costa Crociere, so dass hier viele Mittelmeerkreuzfahrten beginnen bzw. enden. Weiterhin werden Genua und La Spezia häufig von Kreuzfahrten angelaufen. == Mobilität == Egal, ob man mit dem Zug oder dem Auto reist, die Fahrt entlang der ligurischen Küste ist ein Erlebnis: Ständig wechseln sich Tunnel und Sonnenlicht ab, dazu kommt die glänzende See an der Seite. Für die Ausflüge ins schöne Hinterland braucht man ein Auto. Die meisten großen Mietwagenfirmen, z.&#x202F;B.&nbsp;Budget, Hertz oder Avis, haben Vertretungen in Italien. Man kann auch schon von zu Hause aus buchen, z.&#x202F;B.&nbsp;bei Holiday Autos (Tel. 01805- 179191). Wer an der Küste bleibt, ist mit der Eisenbahn gut beraten. Es gibt eine Bahnstrecke, die unmittelbar an der Riviera entlang führt. Einmal pro Stunde fahren Regionalzüge, die in jedem kleinen Ort halten, von Ventimiglia nach Savona, von Savona nach Genua, von Genua nach Sestri Levante und von Sestri Levante nach La Spezia. Ebenfalls ungefähr stündlich fahren Regionalexpress-, Intercity- oder Eurocity-Züge, die nur an den größeren Stationen halten und mit denen man auch weitere Strecken zurücklegen kann (Ventimiglia–Genua oder Genua–La Spezia). Bahnfahren in Italien ist recht günstig, beispielsweise bezahlt man für die 150&#x202F;km von Genua nach San Remo im Regionalexpress 12 €, für die 100&#x202F;km von Genua nach La Spezia 7,10 €. [https://www.trenitalia.com Fahrplanauskunft und Buchung der Trenitalia] == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == === Bootsfahrten === Im Sommer werden überall Bootsfahrten entlang der Küste angeboten. Die schönsten Ansichten bietet die Levante mit der Halbinsel Portofino. === Whale-Watching === Vor der Küste der oberen Ponente leben viele Walarten. Eine Sichtungsgarantie von fast 90&#x202F;% versprechen die Schiffsausflüge, die von Juni bis Mitte September täglich von Imperia, Finale Ligure und Andora aus starten. Dauer: ca. 5 Std. Preis: Erwachsene 32&#x202F;€ , Kinder 16&#x202F;€ [http://www.whalewatch.it Whale-Watching] == Küche == Siehe: [[Essen und Trinken in Ligurien]] == Nachtleben == In den meisten größeren Küstenorten sind gerade in den Sommermonaten viele Clubs geöffnet. Im Hinterland liegen hauptsächlich kleinere Bergorte, in denen Clubs oft vergeblich gesucht werden. == Sicherheit == == Literatur == == Weblinks == * Beschreibung der staatlichen [https://www.musei.liguria.beniculturali.it/musei Museen der Region] (ital.) * [http://www.imperia-online.de/ imperia-online.de] „Historische Reise durch die Provinz“ {{Navigation Italien}} {{class-2}} {{GeoData| lat= 44.45 | long= 8.766667 | radius= }} {{IstInKat|Oberitalien}} 2skngfro7j6hm3qe06puofxesnnblw3 Norderney 0 5066 1802605 1742857 2026-09-07T05:37:41Z ~2026-34583-66 58672 /* Mit dem Schiff */ Meine Fähre ist insolvent. 1802605 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild= [[Datei:Kurpark Norderney.jpg|mini|rechts|300px|Neuer Kurpark mit Inselwindmühle]] | TouriInfoWeb= [https://www.norderney.de Norderney] | TouriInfoTel= +49 (0)4932 8910 }} '''Norderney''' ist eine der [[Ostfriesische Inseln|ostfriesischen Inseln]] in [[Niedersachsen]]. Die Kleinstadt ist 14 Kilometer lang und zwei Kilometer breit. In 2019 gab es auf der Insel 592.462 Gäste mit 3.809.306 Übernachtungen<ref>{{Internetquelle|titel=Tourismus auf den Ostfriesischen Inseln|url=https://www.ihk-emden.de/blueprint/servlet/resource/blob/2351002/9482c7c691c608006385ac7df6ed56a2/tourismus-auf-den-ostfriesischen-inseln-data.pdf|hrsg=IHK für Ostfriesland und Papenburg}}</ref>. == Hintergrund == [[Datei:DEU Norderney COA.svg|80px|links]] {{Mapframe|53.712|7.238|zoom=12|width=650|height=250}} == Anreise == === Auf der Straße === Mit dem '''Pkw''' fährt man bis Norden-Norddeich. Autofahrer, die ihr Auto auf dem Festland lassen möchten, können es im Betrieb der Reederei oder in den Frisia-Garagen unterstellen. Die Parkplätze dort sind teilweise überwacht und kosten 7,- €, mit E-Ladesäule 15,- pro Tag. Ein Stellplatz in einem Carport kostet 9,- € pro Tag. Ein Zubringerbus zum Fähranleger ist seit 2024 kostenlos. Der Fußweg zum Fähranleger dauert rund 10 bis 15 Minuten. Am Anleger kauft man das Ticket für die Fähre; an Bord kann seit dem Frühjahr 2015 das Ticket '''nicht''' mehr gelöst werden. Eine vorherige Reservierung ist bei der Anreise nicht nötig, bei der Abreise muss für ein Auto ein Stellplatz bei der Reederei reserviert werden (geht auch frühzeitig per E-Mail). Pkw-Mitnahme auf die Insel hin und zurück 110,80&#x202F;€ (4,5-5 m). {{Stand|2024|03}} === Mit der Bahn === Mit der '''Bahn''' fährt man bis Norden-Norddeich Mole zum Fähranleger. Bahnreisende können das Fährticket zusammen mit dem Bahnticket kaufen oder man kauft man das Ticket für die Fähre am Anleger; an Bord kann seit dem Frühjahr 2015 das Ticket '''nicht''' mehr gelöst werden. Eine vorherige Reservierung ist bei der Anreise nicht nötig. === Mit dem Schiff === {{Hauptartikel|Fähren in Deutschland}} {{Marker|name=Hafen Norderney|type=harbor|wikidata=Q1567820}} Da die Fähren der Reederei [https://www.reederei-frisia.de/ AG Reederei Norden-Frisia] in der Hauptsaison stündlich verkehren, braucht man sich bezüglich des Fahrplans keine Sorgen zu machen. Für Fußgänger (auch behinderte Fahrgäste) ist der Zustieg aufs Schiff durch eine Rampe problemlos möglich. Autofahrer und Radfahrer bringen ihr Fahrzeug selbstverantwortlich über einen Extra Auto-Anleger auf die Fähre. Die Überfahrt dauert etwa 55 Minuten. Auf der Fähre ist es selten voll, da sie oft fährt. Es gibt ein Restaurant sowie Toiletten, welche bei den meisten Schiffen der Reederei direkt am Maschinenraum sind, sodass Eltern kleine Kinder begleiten sollten, da sie sehr oft Angst haben. Allerdings ist die Aussicht von den Fähren bei jedem Wetter interessant. Beim Aussteigen gibt es meist Gedränge, das aber unnötig ist, da die Busse erst abfahren, wenn alle eingestiegen sind. Auf der Insel haben Taxis kurze Wege, sie sind schnell wieder zurück; wer sich am Anleger Zeit lässt, wird auf jeden Fall zu seinem Urlaubsdomizil befördert. Beim Ausstieg auf der Insel wird die Fahrkarte geprüft, sie dient gleichzeitig als Rückfahrkarte und Kurtaxlegitimation (NorderneyCard). Bahnreisende bekommen am Ausgang ihr Exemplar. === Mit dem Flugzeug === {{VCard|type=airport|name=Flugplatz Norderney|wikidata=Q1433769}} Ab Harle verkehren im Sommerhalbjahr täglich zwei Linienflüge der [https://www.inselflieger.de/ FLN FRISIA-Luftverkehr] über Wangerooge, Langeoog und Baltrum nach Norderney. Die Freigepäckgrenze liegt bei 10&#x202F;kg pro Person. Übergepäck wird in der Regel (soweit Platz verfügbar) bis 25&#x202F;kg pro Person befördert. Hunde haben einen Maulkorb zu tragen und sind vorher anzumelden. Ansonsten ist Norderney nur per Charterflug zu erreichen. Vom Flugplatz auf Norderney verkehrt stündlich (im Winter 2-stündlich) ein Bus zum Busbahnhof. == Mobilität == Es verkehren insgesamt sechs Buslinien auf der Insel. Die Busse verkehren meist jeweils stündlich von 5:30 Uhr bis ca. 19 Uhr zum Preis von 1,90&#x202F;€ bis 2,20&#x202F;€ für Erwachsene. Außerdem verkehren Taxen. Die Preise für Taxen sind überdurchschnittlich teuer, die Benutzung des NorderneyCard-Busses kostet für Kurgäste 1,- €, sonst 1,50&#x202F;€. [http://www.tjaden-norderney.de/Fahrplaene/fahrplaene.htm Linie 1, 2, 3 und 5], [http://www.bus-fischer.de/index-9.html Linie 4], [https://www.norderney.de/fileadmin/PDF/NC-Bus.pdf NorderneyCard-Bus] Autofahren ist auf der Insel nur beschränkt möglich (im Zentrum in der Saison ist nur die Zufahrt zum Quartier möglich, ebenfalls die Abreise). Etwas einfacher ist es in den Außenbereichen (die Mehrtagesparkplätze können beliebig verlassen und wieder benutzt werden). Nähere Informationen hierüber enthält ein Handzettel, der auf den Fähren verteilt wird und auch an den Anlegern ausliegt. Parkplatz auf der Insel 4 EUR/Tag. == Sehenswürdigkeiten == {{Scroll Gallery |title=Sehenswürdigkeiten von Norderney |Lighthouse of Norderney 01.jpg|hochkant{{!}}Großer Norderneyer Leuchtturm |Platz auf Norderney (01).JPG|Kurplatz vor dem Conversationshaus |Inselkirche-(Norderney)-msu-0089.jpg|Evangelische Inselkirche |Kurtheater-Norderney-msu-0123.jpg|Kurtheater |Norderney Wasserturm 2015.jpg|hochkant{{!}}Wasserturm |Norderney,_Postamt_--_2018_--_0904.jpg|Postamt |Norderney,_Conversationshaus_--_2018_--_1008.jpg|Conversationshaus |Norderney,_Cumberland-Denkmal_--_2018_--_0951.jpg|hochkant{{!}}Cumberland-Denkmal |Norderney, Denkmal auf der Aussichtsdüne -- 2016 -- 5434.jpg|Aussichtsdüne |Norderney,_Kaiser-Wilhelm-Denkmal_--_2016_--_5400.jpg|hochkant{{!}}Kaiser-Wilhelm-Denkmal |Norderney_Kap.jpg|Kap |Kurtheater-Norderney-msu-0125.jpg|Kurtheater |Marienhöhe_NOR.JPG|Marienhöhe |Napoleonschanze_Norderney_Graben.jpg|Napoleonschanze |Norderney, Hafen, Nationalparkhaus -- 2016 -- 5371.jpg|Nationalparkhaus |Norderney seldenruest.jpg|Seldenruest |Wrack_Norderney.jpg|Wrack }} * {{vCard|type=building|name=Altes Postamt|image=Norderney,_Postamt_--_2018_--_0904.jpg|address=|phone=|email=|url=|hours=|price=|lat=53.7071|long=7.1436|lastedit=|description=Ein 1892 von der Kaiserlichen Postdirektion Oldenburg erbautes Backsteingebäude.|wikidata=Q96744854 }} * {{vCard|type=rail|name=Bahnhof Stelldichein|description=Letztes Relikt der Marinebahn von 1917.|wikidata=Q96744274 }} * {{vCard|type=Tourist information|name=Conversationshaus|image=Norderney,_Conversationshaus_--_2018_--_1008.jpg|address=|phone=|email=|url=|hours=|price=|lat=53.7044|long=7.1452|lastedit=|description=Touristeninformation|wikidata=Q96744594 }} * {{vCard|type= Theater |name=Kurtheater|wikidata=Q1377834|image=Kurtheater-Norderney-msu-0125.jpg|address= |phone=|email=|url=|hours=|price=|lat=53.7057 | long=7.1465|lastedit=|description= }} * {{vCard|type=lighthouse |name=Leuchtturm|image=Norderney,_Leuchtturm_--_2006_--_2455.jpg|wikidata=Q1821446| lastedit = 2020-05-18 |description= Das Bauwerk kann seit April 2006 gegen Eintritt bestiegen werden, Aufstieg über 253 Stufen, weite Aussicht (Geschichte und Technik siehe auch offizielle Infos zum Turm auf der Seite des Wasser- und Schifffahrtsamtes Emden)}} * {{vCard|type=tower|name=Wasserturm|wikidata=Q60203862 }} * {{vCard|type=historic district|name=Napoleonschanze|wikidata=Q112920953| directions = im Kurpark |image=Napoleonschanze_Norderney_Graben.jpg | description=Die Napoleonschanze ist das älteste erhaltene Boden- und Kulturdenkmal auf der Insel. Es erinnert an die mehr als siebenjährige Besetzung Ostfrieslands durch die Truppen des Königreichs Holland und des Kaiserreichs Frankreich. Heute führt eine schöne Promenade von der Janusstraße durch den Kurpark bis zur Napoleonschanze und dem Schwanenteich im Norden. }} * {{vCard|type=tourist information|name=Nationalparkhaus Norderney|image=Norderney, Hafen, Nationalparkhaus -- 2016 -- 5371.jpg|url=https://www.nationalparkhaus-wattenmeer.de/nationalpark-haus-norderney|lat=53.6983 | long=7.1621|lastedit=|description= }} * {{vCard|type=trail|name=Planetenweg|lat=53.7091 | long=7.1834|lastedit=|description=1916&#x202F;m langer Wanderweg mit Modell des Sonnensystems. }} * {{vCard|type= observatory |name=Sternwarte|url=http://www.sternwarte-norderney.de/|lat=53.7110 | long=7.1594|description= }} * {{vCard|type=cemetery|name=Tierfriedhof|lat=53.7145 | long=7.1889|description= }} * {{vCard|type=windmill|name=Windmühle Selden Rüst|image=Norderney seldenruest.jpg|description=|wikidata=Q1642613 }} * {{vCard|type= Wreck |name=Wrack|image=Wrack_Norderney.jpg|lat=53.7192 | long=7.3458 |description=Schiffswrack des 1967 gestrandeten Muschelbaggers Capella am Ostende der Insel }} === Kirchen === * {{vCard|type=church|name=Evangelische Inselkirche|image=Inselkirche-(Norderney)-msu-0089.jpg|wikidata=Q1380231| subtype = n |description=Die 1879 fertig gestellte Kirche hat einen 25&#x202F;m hohen Turm. Davor steht ein Denkmal zum 400.&nbsp;Geburtstag Martin Luthers von 1883. Mit Orgel. }} * {{vCard|type=church|name=Katholische Kirche St. Ludgerus|description=Neugotische Kirche von 1884.|wikidata=Q2320379 }} * {{vCard|type=church|name=Katholische Kirche Stella Maris|description=|wikidata=Q2342152 }} === Museen === *{{vCard | type = museum | name = Museum Nordseeheilbad Norderney | url = https://www.museum-norderney.de/ | address = Am Weststrand 11, 26548 Norderney | lat = 53.701781 | long = 7.144315 | phone = +49(0)4932 935422 | lastedit = 2019-03-05 | description = }} * {{vCard | type = museum | name = Fischerhaus-Museum | url = https://www.heimatverein-norderney.de | address = Weststrandstraße 1, 26548 Norderney | lat = 53.703048 | long = 7.144057 | phone = +49(0)4932 82503 | lastedit = 2019-03-05 | directions = im Argonner Wäldchen }} === Aussichtspunkte === * {{vCard|type=lighthouse|name=Kap|image=Norderney_Kap.jpg|description=eine 13&#x202F;m hohe Bake|wikidata=Q20646084 }} * {{vCard|type=viewpoint|name=Georgshöhe|image=Norderney, Denkmal auf der Aussichtsdüne -- 2016 -- 5434.jpg|description=Aussichtspunkt mit Denkmal an der Strandpromenade mit schönem Blick über Strand und Meer. Benannt nach König Georg V. von Hannover.|wikidata=Q96744211 }} * {{vCard|type=dune|name=Marienhöhe|image=Marienhöhe_NOR.JPG|description=11,5&#x202F;m hohe Düne im äußersten Westen der Insel am Stadtrand mit Gastronomie. Benannt nach Königin Marie von Hannover.|wikidata=Q112920952 }} === Denkmale === * {{vCard|type=memorial|name=Cumberland-Denkmal|image=Norderney,_Cumberland-Denkmal_--_2018_--_0951.jpg|description=Erinnerung an Kronprinz Ernst August, Herzog von Cumberland. Dieser wurde 1861 vom Fischer Gerrelt Janssen vor dem Ertrinken gerettet.|wikidata=Q1143650 }} * {{vCard|type=memorial|name=[[w:Kurtheater_Norderney#Heine-Denkmal|Heinrich-Heine-Denkmal]]|lat=53.7055 | long=7.1455 |description=Das nach einem Entwurf von Arno Breker ausgeführte Denkmal steht seit 1983 vor dem Kurtheater. }} * {{vCard|type=memorial|name=Kaiser-Wilhelm-Denkmal|image=Norderney,_Kaiser-Wilhelm-Denkmal_--_2016_--_5400.jpg|description=Das 1898 erbaute Denkmal besteht aus 75 Steinen, die von 75 deutschen Städten gestiftet wurden.|wikidata=Q20650568 }} == Aktivitäten == [[Datei:Norderney Weisse Düne Strandkörbe.JPG|mini|Weiße Düne]] [[Datei:Am Strand auf Norderney (01).JPG|mini|Am Strand]] {{Sicherheit im Watt}} Die Insel wird oft für einen Erholungsurlaub genutzt. Aktivitäten gibt es besonders für Kinder. Viele Gäste gehen oft zum Strand oder spazieren im Inselinneren, z. B. im idyllischen Naturschutzgebiet im Osten der Insel. Außerdem werden Kutschfahrten angeboten. === Baden === Infos zu den aktuellen Wassertemperaturen auf Norderney sind auf der Seite des [http://www.bsh.de/aktdat/bm/DBWasserMess.htm Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie] zu finden. * Der '''Nordstrand''' ist der größte auf der Insel. Er besteht aus zwei bewachten Badebereichen. Es gibt mehrere Volleyballfelder. * Der '''Weststrand''' ist der stadtnahe Familienstrand mit Abenteuerspielplatz. * Das '''Ostbad „Weiße Düne“''' gilt als der schönste Strandabschnitt. Hier kann man lange Spaziergänge machen. * {{VCard|name=bade:haus|wikidata=Q112920948|url=http://www.badehaus-norderney.de/index.cfm|description=am Kurplatz – Europas ältestes Meerwasserwellenbad im Bauhausstil.}} === Wandern === Das Wandernetz ist rund 80 Kilometer lang. * Strandweg − 13 Kilometer von der Georgshöhe bis zum Strand „Weiße Düne“, über den FKK-Strand bis zum Inselende. * Dünenweg − 6 Kilometer von der Georgshöhe bis zum Leuchtturm. * Wald-Dünenweg − 10 Kilometer vom Kurhaus bis zum Leuchtturm und von dort zum Parkplatz Ostheller (Bushaltestelle). * '''Wattwandern''' − Tel.: 04932 - 2001, ([http://www.nationalparkhaus-norderney.de/ Nationalpark-Haus], Am Hafen 1) === Radfahren === * [https://www.norderney.de/aktiv/laufen-radfahren.html Radrouten] * [https://www.exilon.de/Branchenbuch/Fahrradverleih/Norderney/Seite-1.html Fahrradverleih] * [http://www.kfs-norderney.de/ Fahrradverleih Kurt (7,- €/Tag)] Das Radnetz im mittleren Teil der Insel ist gut ausgebaut. Östlich des Parkplatz „Ostheller“ beginnt der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. In diesem Teil der Insel ist Radfahren nicht möglich bzw. verboten. Es gibt zahlreiche Fahrradverleihe auf der Insel, die Räder sind überwiegend gepflegt und preiswert. In der Hauptsaison ist es ratsam, vorher zu reservieren. === Ausflugsfahrten === [[Datei:Der Fähranleger Norderney (01).JPG|mini|Der Fähranleger]] * Ausflugsfahrten zu den Nachbarinseln, den Seehundbänken und ins Wattenmeer. * Kutschfahrten am Strand oder Inselrundfahrten info 0151-64408979 Ulf Holler * Inselrundfahrten mit der [https://www.boemmelbahn.de Norderneyer Bimmelbahn] === Segeln, Motorboot === * Im östlichen Bereich des Hafens findet sich der {{Marker|type=marina |lat=53.70270 |long=7.16632|name=Norderneyer Sportboothafen |url=http://www.norderney-hafen.de/}}, in dem in der Saison zahlreiche Motor- und Segelyachten liegen. Insulaner- und Gästeyachten finden hier Schutz und Service in Form von Schwimmstegen mit Wasser und Elektrizität, sowie sanitäre Anlagen, ein Restaurant und eine Bar. Auch ein Kinderspielplatz ist vorhanden und im Jahr 2012 vom Segelverein Norderney mit neuen Spielgeräten ausgestattet worden. * Wer kein Boot sein Eigen nennt, kann – auch ohne Vorkenntnisse – bei der [https://www.segelschule-norderney.de/ Segelschule Norderney] verschiedene Törns zum Ausprobieren buchen oder mit klassischer Segel- und Motorbootausbildung bis hin zu den gängigen Führerscheinen in den Yachtsport einsteigen. Es bietet sich hier eine gute Möglichkeit, auf geleiteten Segeltörns das Wattenmeer kennenzulernen. Auch Fahrten auf die benachbarten Inseln werden angeboten. Die Segelschule befindet sich auf einem über 100 Jahre alten, umgebauten Passagierschiff und bietet auch Unterkunft und Verpflegung. == Einkaufen/ Infrastruktur == Es gibt auf der Insel eine Tankstelle, ein gutes Straßen- und Wegenetz, Polizei und Feuerwehr, (Zahn-)Ärzte, Krankenhäuser, eigene Zeitung und Radiosender und ausreichend Toiletten. Es gibt mehrere Lebensmittel(fach)geschäfte verteilt auf der Insel, außerdem Discounter und mehrere Bäckereien (bzw. Filialen), u.a. Inselmarkt Kruse Ecke Jann-Berghaus-Straße/Winterstraße. Im Zentrum gib es eine Auswahl an Geschäften für Souvenirs, Textilien und andere Dinge des täglichen Bedarfs. Einschränkungen durch die Insellage gibt es kaum. == Küche == Die Küche hat sich natürlich insbesondere der Bedürfnisse der Urlauber angepasst. Da viele Urlauber ohne Verpflegung gebucht haben, ist das Angebot reichhaltig. Natürlich gibt es Fisch in allen für Ostfriesland bekannten Arten, aber auch internationale Küche wird geboten. Allerdings ist viel auf die schnelle Bewirtung des Besuchers ausgelegt. Für denjenigen, der nur für einen Tag auf die Insel kommt, seien die vielen Fischbrötchen-Stände empfohlen. Hier kann man sich oft sein individuelles Fischbrötchen zusammenstellen. Das macht nicht nur Spaß, sondern schmeckt auch noch gut. Selbst frühstücken ist in den vielen Cafés und Bäckereien sehr gut möglich. * {{vCard|type=restaurant|name=De Leckerbeck|address = Schmiedestraße 6, 26548 Norderney| phone= +49(0)4932 990753|email= essen@leckerbeck-norderney.de|fax=|url= http://www.leckerbeck-norderney.de/|hours= von 11.30 bis 14.00 Uhr, 17.30 bis 21.30 Uhr|price=|lat=53.7080 | long=7.1439|description=}} * {{vCard|type=restaurant|name=Da Sergio|address=Damenpfad 12, 26548 Norderney|phone= +49(0)4932 700|email= info@dasergio-norderney.de|fax=|url= http://www.dasergio-norderney.de/|hours= Geöffnet von 11.30 bis 14.00 Uhr, 17.00 bis 22.00 Uhr|price=|lat=53.7053 | long=7.1405|description=Italienisches Restaurant}} * {{vCard | name = Goldy | type = restaurant | url = https://www.goldy-norderney.de/ | address = Strandstraße 12, 26548 Norderney | lat = 53.7055 | long = 7.1413 | phone = +49 (0)4932 9917440 | email = info@goldy-norderney.de | facebook = goldynorderney | instagram = goldynorderney | hours = Di-So 13:0-20:30 | subtype = burger, nodogs | description = handgemachte Burger. }} * {{vCard | name = Schmuggler | alt = Old Smuggler | type = restaurant | group = eat | url = http://www.oldsmuggler-norderney.de/ | address = Birkenweg 24, 26548 Norderney | lat = 53.7137 | long = 7.1703 | phone = +49 4932 3568 | hours = tgl. 11:30 - 13:30, 17:00 - 21:00 Uhr, Mittwoch Ruhetag | payment = Bargeld, EC-Karte | description = }} * {{vCard|type=restaurant|name=surfcafe|address=Am Januskopf 9, 26548 Norderney|phone=+49(0) 4932 935750 |email=|fax=|url=https://www.surfcafe.info/|hours= |price=|lat=53.71248| long=7.15099|description=direkt am Strand mit Meerblick.}} * {{vCard|type=restaurant|name=Cornelius|address=Am Nordstrand 3, 26548 Norderney|phone= |email=|fax=|url=|hours= |price=|lat=53.71436| long=7.15855|description=Gehobenes italienisches Restaurant direkt am Strand mit Meerblick.}} * {{vCard|type=restaurant|name=Weisse Düne|address=Weisse Düne 1, 26548 Norderney|phone= +49(0)4932 935717|email=|fax=|url=https://www.weisseduene.com|hours= Von 11.00 bis 21.00 Uhr gibt es warme Küche, abends sollte man einen Tisch reservieren, tagsüber ist es nicht möglich |price=|lat=53.72084 | long=7.20808 |description=Gehobenes Restaurant am Strand Weiße Düne. Zahlung mit EC-Karte ist nicht möglich.}} * {{vCard|type=restaurant|name=Strandpieper|address=Am Leuchtturm 12 , 26548 Norderney|phone= 0152 074 782 31|email=|fax=|url=https://www.strandpieper-restaurant.de/|hours= |price=|lat=53.71853| long=7.23556|description=Gehobenes Restaurant beim FKK-Strand.}} * {{vCard|type=restaurant|name=Flughafenrestaurant|address=Am Leuchtturm 1a , 26548 Norderney|phone=+49(0) 4932 82121 |email=|fax=|url=https://flughafenrestaurant-norderney.de/|hours= |price=|lat=53.70802| long=7.22679|description=Blick übers Watt bis zum Festland.}} * {{vCard | name = Costa’s KITCHEN & BAR | type = restaurant | url = https://costas-norderney.de/ | address = Jann-Berghaus-Str. 55, 26548 Norderney | lat = 53.70781 | long = 7.15042 | phone = +49 (0)4932 93 50 565 | email = info@costas-norderney.de | facebook = Costaskitchenandbar | instagram = costasnorderney | hours = Do-Di 9:00-12:00, 17:00-22:00 | lastedit = 2023-09-04 | description = }} == Nachtleben == [[Datei:Rock Café Norderney.JPG|mini|Ehemaliges Rock Café Norderney in der Poststraße]] Wenn man abends ausgehen will, hat man einige Möglichkeiten. Es gibt urige Kneipen, Musiklokale und sogar Diskotheken. Man findet sie alle im Ortskern des Ortes Norderney. Diese haben oft auch außerhalb der Saison geöffnet und einen überregionalen Ruf. Eine gute Idee ist es auch, einen Cocktail trinken zu gehen. In Norderney findet man mehrere Cocktailbars, in denen man neben klassischen Cocktails auch Eigenkreationen probieren kann. Auf jeden Fall kann man sagen, dass auf Norderney abends auch etwas los ist. == Unterkunft == Norderney verfügt über zahlreiche Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen in allen Preisklassen. Außerdem gibt es zwei Jugendherbergen. <!-- == Arbeiten == --> == Sicherheit == * {{vCard|type=police|name=Polizeistation|address=Knyphausenstraße 7, 26548 Norderney |phone=+49(0)4932 92980|email=|fax=|url=https://www.pd-os.polizei-nds.de/dienstsstellen/polizeiinspektion_aurich_wittmund/polizeikommissariate/polizeikommissariat_norden/polizeistation-norderney-1381.html |hours=|price=|lat=53.7098 | long=7.1469|lastedit=|description=}} == Gesundheit == * {{vCard|type=hospital|name=Krankenhaus Norderney|address=Lippestraße 9–11, 26548 Norderney |phone=+49(0)4932 8050|email=|fax=|url=https://www.krankenhaus-norderney.de/|hours=|price=|lat=53.7159 | long=7.1724|lastedit=|description=}} == Praktische Hinweise == * {{vCard|before={{Marker Kopie|Conversationshaus|name}}|type=Tourist information|name=Tourist-Information|image=Norderney,_Conversationshaus_--_2018_--_1008.jpg|address=Am Kurplatz 1, 26548 Norderney|directions=im Conversationshaus|phone=+49 (0)4932 891900|email=info@norderney.de|fax=|url=https://www.norderney.de/kontakt.html|hours=| lastedit = 2020-05-18 |description=}} * '''Geldautomaten''' gibt es in der Jann-Berghaus-Straße (Sparkasse, Volksbank). Außerdem: Oldenburgische Landesbank. == Ausflüge == * Der {{Marker Kopie|Q1821446}} [[w:Leuchtturm Norderney|Leuchtturm Norderney]] kann von April bis Oktober bestiegen werden. Zu erreichen ist der in der Inselmitte befindliche Turm am besten per Fahrrad oder Bus. Interessant ist, dass die Optik linksdrehend ist. Bei guter Sicht kann man die Insel Inseln Juist, Borkum, Langeoog und Spiekeroog sowie das Festland sehen. Parken in der Nähe ist schwierig! * Es gibt einige Aussichtsdünen, von denen aus sich bei klarem Wetter ein schöner Blick über die Insel bietet. * Wattwanderungen werden regelmäßig angeboten, im Ortskern und am Hafen sind Termine angeschlagen. * Am Inselende liegt ein Schiffswrack (das allerdings kaum noch zu erkennen ist). Außerdem sind die östliche Nachbarinsel Baltrum und eine Seehundkolonie zu sehen. Der Weg dorthin sollte aber (vor allem mit Kindern) nicht unterschätzt werden. * Vom Hafen auf Norderney kann man Tagesausflüge nach [[Helgoland]], [[Baltrum]], [[Juist]], zu den Seehundbänken und nach [[Norddeich]] unternehmen. Tagesausflüge nach [[Langeoog]] und [[Spiekeroog]] sowie [[Borkum]] werden in der Hauptsaison angeboten. * '''Tagesfahrt nach [[Helgoland]]''' - seit April 2018 gibt es wieder Fahrtmöglichkeiten für Tagestouren nach Helgoland. Der [https://www.adler-schiffe.de/ab-norderney-und-norddeich/helgoland.php Katamaran Adler Cat] fährt freitags um 10:15 ab und ermöglicht einen etwa 3,5-stündigen Aufenthalt. == Literatur == == Weblinks == {{Offizielle Webseite}} == Einzelnachweise == <references /> {{Navigation Ostfriesische Inseln}} {{GeoData| lat= 53.70722| long= 7.14694| radius= }} {{IstInKat|Ostfriesische Inseln}} {{class-3}} rmr5m708c2uzvque72ckilzpfu5m46c Singapur 0 5883 1802366 1801074 2026-09-06T17:17:17Z Sngpra 56444 /* Flugzeug */ 1802366 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Land | Religion= Buddhisten, Muslime, Christen, Hinduisten, Sikh, Taoisten | Zeitzone= MEZ+8h }} {{Strong|Singapur}} ist ein Stadtstaat in [[Südostasien]], der durchaus mit einigen Superlativen aufwartet. Er ist nicht nur ein Schmelztiegel der Kulturen, er gilt sowohl als wohlhabend und sehr sauber, aber durchaus auch als recht streng. Ein vorbereitender Blick in die Reiseinfos ist daher durchaus angebracht. Obwohl „nur“ eine Stadt, bietet er, neben einem nahezu perfekten Nahverkehrssystem, eine unglaubliche Auswahl an Kulinarik, Kultur und Entertainment – allerdings zu einem, im Vergleich zum restlichen Südostasien, gehobeneren Preis. == Stadtteile == Singapur ist ein sehr kleines Land auf einer großen und mehreren kleinen Inseln an der Südspitze der malaysischen Halbinsel, aber mit vier Millionen Einwohnern eine recht große Stadt, die aus mehr oder weniger großen „Stadtteilen“ besteht. Der {{Strong|Central Business District}} ist sozusagen die Innenstadt von Singapur, die aus folgenden Teilen besteht: {{Region List | title = Central Business District | version = 1 | {{ Region Item | color = #d17c82 | noRegionLink= y | name= [[Singapur/Marina Bay|Marina Bay]] | description= Die Marina Bay ist der jüngste Stadtteil Singapurs. Er wurde auf einer Landfläche erbaut, die dem Meer zumeist durch Auffüllungen abgerungen wurde. Es gibt keine exakte Abgrenzung zum Stadtteil [[Singapur/Riverside|Riverside]], unter Marina Bay versteht dieser Artikel die Gebiete südöstlich der Straßen ''Shenton Way'', ''Esplanade Drive'' und ''Nicoll Highway''.}} | {{ Region Item | color = #c5a0c6 | noRegionLink= y | name= [[Singapur/Chinatown|Chinatown]] | description= 1828 auf Empfehlung von [[w:Thomas Stamford Raffles|Thomas Stamford Raffles]] angelegter Distrikt der chinesischen Siedler. Die alte Bebauung ist schön restauriert und beherbergt auch viele Restaurants und Bars und auch bekannte Tempel. Auch viele LGBT-Einrichtungen finden sich im Vergleich zu den anderen Kulturen Singapurs etwas toleranterem chinesischen Distrikt.}} | {{ Region Item | color = #6ca4ca | noRegionLink= y | name= [[Singapur/Orchard|Orchard]] | description= Die Orchard Road ist die Haupteinkaufsstraße von [[Singapur]], eine zwei Kilometer lange Strecke mit miteinander verbundenen Einkaufszentren, Hotels und Hotels mit Einkaufszentren für jeden Geldbeutel und Geschmack. Das Areal befindet sich nördlich des Singapore River. Im Westen verlängert sich die Straße in die Tanglin Road und auf der Ostseite in die Bras Basah Road. An deren Ende findet man schöne Kolonialarchitektur und einige der besten Museen Singapurs.}} | {{ Region Item | color = #dcdc71 | noRegionLink= y | name= [[Singapur/Riverside|Riverside]] | description= Die Riverside ist einer der geschäftigsten Stadtteile Singapurs. Hier findet man die Wolkenkratzer des Finanzviertels, den Merlion als historisches Wahrzeichen Singapurs, koloniale Gebäude und wichtige Museen sowie die Hotspots des Nachtlebens am Boat Quay und Clarke Quay. }} | {{ Region Item | color = #a4c79d| noRegionLink= y | name= [[Singapur/Bugis und Kampong Glam|Bugis und Kampong Glam]] | description= Bugis and Kampong Glam sind die früheren Zentren des muslimischen Singapurs, auch heute leben hier noch viele Muslime, die traditionelle Waren verkaufen.}} | {{ Region Item | color = #e8ba37| noRegionLink= y | name= [[Singapur/Little India|Little India]] | description= In diesem Gebiet um die Serangoon Road ließen sich seit dem 19. Jahrhundert indische Einwanderer nieder. Es entwickelte sich seitdem zum indischen Zentrum Singapurs.}} | {{ Region Item | color = #ac6800| noRegionLink= y | name= [[Singapur/Geylang|Geylang]] | description= Geylang galt lange Zeit als Singapurs Rotlichtviertel. Davon ist aber nicht mehr viel übrig. Hier liegt auch Singapurs älteste malaiische Siedlung. Besonders während des Ramadans ist die Siedlung bekannt für ihre Beleuchtung und abendlichen Märkte.}} }} Auch im {{Strong|Äußeren Singapur}} gibt es viel zu sehen, von den HDB-Vierteln („Housing and Development Board“), in denen das Hawker-Food besonders beliebt ist, bis hin zum Zoo von Singapur. Oder man entspannt sich in den Parks und an den Stränden an der Ostküste und auf Sentosa. {{Region List | title = Äußeres Singapur | version = 1 | {{ Region Item | color = #d8b9c3| noRegionLink= y | name= [[Singapur/Sentosa|Sentosa]] | description= Sentosa ist Singapurs größte Insel, die bis 1967 den Briten als Militärbasis diente, heute jedoch zu einer erstaunlichen Freizeitinsel für alle Altersstufen und Interessen verwandelt wurde. }} | {{ Region Item | color = #67B7B7| noRegionLink= y | name= [[Singapur/Balestier|Mitte]] | description= In der „Mitte“ (Balestier, Newton, Novena and Toa Payoh) Singapurs findet man neben Wohngebieten auch noch einige Naturreservate mit Regenwäldern, Stauseen und Parks. }} | {{ Region Item | color = #5A9088| noRegionLink= y | name= [[Singapur/Osten|Osten]] | description= Die East Coast um Bedok ist eine von Singapurs größten Wohngegenden, der East Coast Park an der Küste ist ein künstlich angelegtes Naherholungsgebiet mit Stränden, Grillplätzen, Fitnessgebieten und hervorragenden Restaurants. Ferner befindet sich im Osten die Insel Pulau Ubin, die mit Holzbooten erreicht werden kann und ein letztes Überbleibsel eines alten Singapurer Kampongs (Dorf) ist. }} | {{ Region Item | color = #0072ff| noRegionLink= y | name= [[Singapur/Southern Waterfront|Southern Waterfront]] | description= Die südliche Waterfront wird noch von den Anlagen des Containerhafens beherrscht, der aber in den Westen zum Tuas Megaport umzieht. Die freigewordenen Flächen werden dann neu in die Stadtentwicklung einbezogen. Die Keppel Bay und Keppel Island sind bereits bebaut und hinter der Küstenlinie gibt es viele Parks und die Southern Ridges laden zu einer ausgedehnten [[Southern Ridges Walk|Wanderung]] ein. }} | {{ Region Item | color = #fc3aa1| noRegionLink= y | name= [[Singapur/Norden und Westen|Norden und Westen]] | description= Der Norden und Westen Singapurs besteht aus großen Wohn- und Industriegebieten, u.a. Woodlands und Jurong. }} | {{ Region Item | color = #03bc32| noRegionLink= y | name= [[Singapur/Southern Islands|Southern Islands]] | description= Zu den südlichen Inseln zählen {{Strong|Kusu Island}}, {{Strong|St. John's Island}}, {{Strong|Lazarus Island}} und {{Strong|Sister Islands}}, die den Besuchern teilweise sogar Duschen oder BBQ-Plätze zur Verfügung stellen und sehr sauber sind. }} }} == Hintergrund == {{ Mapframe | lat=1.292 | long= 103.856 | zoom=10 <!-- Umring Marina Bay --> | from= Singapore/Marina Bay dewikivoyage.map | title= Marina Bay <!-- Umring Chinatown --> | from2= Singapore/Chinatown dewikivoyage.map | title2= Chinatown <!-- Umring Orchard --> | from3= Singapore/Orchard dewikivoyage.map | title3= Orchard <!-- Umring Riverside --> | from4= Singapore/Riverside dewikivoyage.map | title4= Riverside <!-- Umring Bugis --> | from5= Singapore/Bugis and Kampong Glam dewikivoyage.map | title5= Bugis und Kampong Glam <!-- Umring Little India --> | from6= Singapore/Little India dewikivoyage.map | title6= Little India <!-- Umring Geylang --> | from7= Singapore/Geylang dewikivoyage.map | title7= Geylang <!-- Umring Sentosa + Pulau Brani --> | from8= Singapore/Sentosa dewikivoyage.map | title8= Sentosa <!-- Umring Balestier, Newton, Novena and Toa Payoh --> | from9= Singapore/Balestier dewikivoyage.map | title9= Mitte | <!-- Umring Osten + Pulau Ubin --> | from10=Singapore/East dewikivoyage.map | title10= Osten <!-- Umring Southern Waterfront --> | from11= Singapore/Southern Waterfront dewikivoyage.map | title11= Southern Waterfront <!-- Umring Norden und Westen| id10= Q55639449 | title10= Southern Waterfront | type10 = geoshape | fill10 = #fc3aa1 --> <!-- Umring Southern Island --> | from12= Singapore/Southern Islands dewikivoyage.map | title12= Southern Island }} {{Mapshapes|Q40176}}<!-- MRT-Liniennetz --> {{ Sitelinks | name= Singapur | wikidata= Q334 }} ist ein Stadtstaat und gleichzeitig auch ein Inselstaat, da er im Norden vom Festland Malaysias durch die nur 600 Meter bis 1,2 Kilometer breite {{Wikipedia|name=Straße von Johor|wikidata=Q732132}} getrennt ist. Singapur besteht aus 64 Inseln mit 159{{nnbsp}}km Küstenlänge und liegt 137{{nnbsp}}km nördlich des [[w:Äquator|Äquators]]. Das Staatsgebiet wird lediglich zu 25{{nnbsp}}% landwirtschaftlich genutzt (davon 60&nbsp;% Kautschuk- und Kokospalm-Plantagen). Der Stadtstaat ist sehr flach, seine höchste Erhebung ist der {{ Marker | name= Bukit Timah | type= mountain | wikidata= Q720209 }} mit 163,6 Metern. Singapur verfügt über eine zentrale Lage als Drehkreuz {{en|{{Em|hubs and spokes}}|inKlammern= ja}} im Flugverkehr, im Norden liegt [[Malaysia]] mit Grenzübergängen über zwei Brücken; im Osten, Süden und Westen liegt [[Indonesien]]. [[Westaustralien]] ([[Perth]]) ist nur noch 5 Flugstunden entfernt. Singapur ist nicht nur ein Schmelztiegel der Kulturen, sondern gilt sowohl als wohlhabend und sehr sauber, aber durchaus auch als recht streng verwaltet. Obwohl „nur“ eine Stadt, bietet sie, neben einem nahezu perfekten Nahverkehrssystem, eine sehr hohe Auswahl an Kulinarik, Kultur und Entertainment – allerdings zu einem, im Vergleich zum restlichen Südostasien, gehobeneren Preis. In Singapur haben Reisende die Gelegenheit, ganz Asien in einem einzigen Land zu finden, denn in Singapur leben Chinesen, Malaien, Inder sowie jede Menge Gastarbeiter und Auswanderer aus allen Ländern der Welt. Als Staat, der für seine strengen Gesetze und Strafen überall bekannt ist, genießt Singapur teilweise einen eher langweiligen Ruf, jedoch ist die „Schweiz Asiens“ für viele auch eine willkommene Abwechslung von der Armut, dem Chaos und der Kriminalität, die in so vielen Teilen des asiatischen Kontinentes vorherrschen. Auch wenn es Singapurs relativ geringe Größe nicht vermuten lässt, hat es eine Vielzahl interessanter Attraktionen zu bieten, die es zu entdecken gilt, so dass man in Singapur problemlos einen abwechslungsreichen Urlaub verbringen kann, der mehr als nur ein paar Tage dauert. Denn man kann von Singapur Ausflüge zu den umliegenden Inseln organisieren und dort ein paar ruhigere Stunden verbringen. Zu den Badeinseln zählen die [[Singapur/Southern Islands|Southern Islands]]. Im Norden Singapurs kann man {{ Marker | name= Pulau Ubin | wikidata= Q1928550 | show= wikilink }}, Singapurs zweitgrößte Insel nach Sentosa, besuchen und dort noch unberührte Natur erleben. Außerdem bietet es sich an, eine Singapur-Reise mit einem ''Badeurlaub'' in [[Indonesien]] oder [[Malaysia]] zu kombinieren. Unweit von Singapur liegt zum Beispiel die indonesische Insel [[Bintan]], die noch ein echtes nahezu unberührtes Urlaubsparadies ist, ebenso wie die malaysischen [[Tioman|Tioman Islands]]. Diese Inseln sind sehr gut und günstig mit komfortablen Schnellbooten von Singapur zu erreichen. Auch kulinarisch kommt man auf seine Kosten: An erster Stelle steht das legendäre singapurische {{Strong|Essen}} mit seinen geschäftigen ''Hawker Centres'' und ''24-h-Coffee Shops'', die unschlagbar günstiges Essen aus allen Ländern Asiens anbieten. Dicht gefolgt vom {{Strong|Einkaufen}}, denn Shopping-Mekkas wie die ''Orchard Road'' oder ''Suntec City'' laden zum unbegrenzten Geldausgeben ein. Nicht zuletzt ist zu bemerken, dass sich gesellschaftliche Restriktionen in den letzten Jahren immer mehr aufgelockert haben und es mittlerweile sogar möglich ist, sich beim ''Bungee Jumping'' oder ''Table Dancing'' zu vergnügen. 2009 wurden dann auch die ersten Casinos eröffnet als Teil von Singapurs neuer Kampagne für {{Strong|Spaß und Unterhaltung}}, mit der man die Zahl der Touristen verdoppeln und ihre Aufenthaltsdauer erhöhen will. Und in Zukunft wird es sicher noch mehr Aktionen geben, mit denen sich Singapur vom „Fine-State“ ({{enS|''fine''}}, Strafgebühr) zum „Fun-Staat“ wandeln will. === Geschichte === [[Datei:Part of Singapore Island (British Library India Office Records, 1825, detail).jpg|mini|Frühe Karte von Singapur mit dem ''Singapore River'' aus 1825]] Als erster Herrscher des Gebietes um den heutigen {{Marker | name =Fort Canning Hill (Bukit Larangan) | type =mountain | wikidata =Q1438470 | show = copy }} gilt [[w:Sang Nila Utama|Sang Nila Utama]] (oder ''Sri Tri Buana'', „Herr der drei Welten“) aus [[Sumatra]]. Er nannte sein 1299 gegründetes Inselreich zunächst „Temasek“ (javanisch „Seestadt“) und dann ''Singapura'' (Sanskrit „Singha“ für „Löwe“ und „pura“ für „Stadt“, also „Löwenstadt“).<ref>[https://www.google.de/books/edition/Hikmah_Unfolding_Mysteries_of_the_Univer/sSVJEAAAQBAJ?hl=de&gbpv=1&dq=Nila+Utama+temasek+1299&pg=PT340&printsec=frontcover Rosalam Sarbatly, ''Hikmah – Unfolding Mysteries of the Universe'', Partridge Publishing Singapore, 2021, S. 340]</ref> Dieser letztere Name blieb bis heute erhalten. Sang Nila Utama soll hier einem Löwen begegnet sein, was jedoch heute als zoologisch ausgeschlossen gilt. Das Zentrum dieses Königreichs befand sich offenbar an der Stelle, wo sich die Bevölkerung am Nordufer des heutigen Flusses ''Singapore River'' ansiedelte, der Hügel selbst blieb der Herrscherelite vorbehalten, die dort auch einen Palast errichtete (daher auch die Bezeichnung „Kolonial-Viertel“). Der Herrscher Sang Nila Utama ist im ''Fort Canning Hill'' begraben. Nach einem Angriff auf das Königreich Singapur wurde dieses um 1377 durch die javanischen Majapahit eingenommen und der kleine Hafen von ''Temasek'' zerstört.<ref>[https://www.google.de/books/edition/Area_Handbook_for_Malaysia_and_Singapore/pPdAAAAAIAAJ?hl=de&gbpv=1&dq=singapur+1377+Majapahit&pg=PA35&printsec=frontcover Bela C. Maday, ''Area Handbook for Malaysia and Singapore'', American University Washington, D.C./Foreign Areas Studies Division, 1965, S. 35 f.]</ref> Im Jahre 1703 landete hier auf seinem Weg von Indien nach China der englische Händler Alexander Hamilton, der vom lokalen Herrscher Abdu’l Jalil Ri’ayat Shah das noch unentwickelte Singapur als Geschenk ausschlug und damit die Chance auf eine frühe britische Kolonie vergab.<ref>[https://www.google.de/books/edition/Singapore_at_Random/NhVXH9N1GcgC?hl=de&gbpv=1&dq=Nila+Utama+temasek+1299&pg=PA120&printsec=frontcover Susan Tsang/Audrey Perera, ''Singapore at Random'', Editions Didier Millet, 2011, S. 121]</ref> Erst mehr als 100 Jahre später landete [[w:Thomas Stamford Raffles|Thomas Stamford Raffles]] am 28. Januar 1819 in der Nähe der {{Marker | name =Raffles' Landing Site | type =viewpoint | wikidata =Q7282563}} auf der Suche nach einem geeigneten Ort für einen Handelsposten in Singapur.<ref>[https://www.google.de/books/edition/The_Natuurkundige_Commissie_in_the_Nethe/0UVVEQAAQBAJ?hl=de&gbpv=1&dq=raffles+january+1819&pg=PA151&printsec=frontcover Pieter van Wingerden, ''The Natuurkundige Commissie in the Netherlands Indies (1820–1850)'', Brill Schöningh, 2025, S. 151]</ref> Er schloss am 6. Februar 1819 mit dem Sultan von Johore einen Nutzungsvertrag über die Landfläche zwecks Errichtung des Handelspostens, was als Gründungsdatum des modernen Singapur gilt. Kurz danach verließ er Singapur auf der Weiterreise nach {{Marker | name =Bengkulu | type =city | wikidata =Q1890 | show =none}} in Indonesien. Raffles kam noch zweimal nach Singapur, letztmals zwischen Oktober 1822 und Februar 1823. Er verstarb am 5. Juli 1826 und erlebte die weitere Entwicklung Singapurs nicht mehr. Bereits 1826 wurde Singapur ein britisches Territorium und am 1. April 1867 britische Kronkolonie. Während dieser Zeit entstanden viele Kolonialbauten wie 1855 das {{Marker | name =Fort Canning | type =fort | wikidata =Q70092142}} oder das am 1. Dezember 1887 eröffnete und weltberühmt gewordene Raffles-Hotel. Singapur erhielt 1951 Stadtstatus, durfte im Mai 1959 eine eigene Regierung stellen, erlangte am 31. August 1963 Unabhängigkeit, am 9. August 1965 erreichte Singapur den Status eines autonomen Staats nach kurzer Zugehörigkeit zum Staatenbund ''Malaysia'' (=Malaya und Singapura). Seit dem 31. Januar 1992 diente die 1939 errichtete {{Marker | name =The Battle Box | type =museum | wikidata =Q7715823}} (unter dem Fort Canning) als eine Touristenattraktion, sie wurde am 15. Januar 1997 nach einer Restaurierung als Museum zugänglich gemacht. Nach einer Sanierung bis 2016 wurde sie als {{Marker | name =Battlebox Visitor Centre | type =tourist information | lat =1.296164 | long =103.846236}} wiedereröffnet. === Geografie, Flora und Fauna === Die urbane Entwicklung zur Mega-City hat die Tierwelt auf einige wenige unbewohnte Gebiete zurückgedrängt. Von den 90 Säugetierarten weisen alle kritisch niedrige Populationen auf. Asiatische Elefanten durchqueren gelegentlich von Malaysia kommend die Straße von Johor, einige Sambar-Hirsche, einige Makaken-Arten und Languren sind auf den kleineren Inseln zu finden. Die Pflanzenwelt hat in der betonierten Stadt wenig Gelegenheit zum Wachstum. Trotzdem gedeihen etwa 3000 Pflanzenarten in der Region. Hervorzuheben sind die Orchideen. Baumarten wie Tembusu (Cyrtophyllum fragrans), Regenbaum (Samanea saman) oder die Angsana (Pterocarpus indicus) sind ebenso zu erwähnen wie 54 Palmenarten. Wer die Vielfalt tropischer Gewächse in konzentrierter Form kennenlernen möchte, sollte die {{ Marker | name= Singapore Botanic Gardens | type= botanical garden | wikidata= Q3046409 | show= wikilink }} besuchen, seit 2015 UNESCO Welterbe. Der gerade mal {{ Wikidata | id= Q1454776 | p= P2043 }} lange {{ Strong | {{Wikipedia | name= Singapore River | wikidata= Q1454776 }}}} ist ein kleiner Fluss mit einer großen Bedeutung für die Stadtgeschichte. Unweit seiner Mündung in die Marina Bay ging im Jahr 1819 '''Thomas Stamford Raffles''' an Land und gründete in dem kleinen malaiischen Ort eine Niederlassung der Britischen Ostindien-Kompanie. Sein Denkmal steht an der vermuteten Landungsstelle am nördlichen Flussufer, es ist umgeben von etlichen Verwaltungs- und Regierungsgebäuden. Dazu gesellen sich die historischen Handels- und Lagerhäuser am Boat Quay, am Clarke Quay und am Robertson Quay und die alten Brücken. Unmittelbar dahinter bilden die Wolkenkratzer des Central Business Districts eine eindrucksvolle Kulisse. == Anreise == === Einreisebestimmungen === Deutsche, Schweizerinnen und Österreicher benötigen für Aufenthalte bis 90 Tage kein Visum, lediglich einen Reisepass. Ein vorläufiger Reisepass ist ebenfalls zugelassen. EU-Bürgerinnen und Bürger müssen sich nicht am Einreiseschalter einreihen und können die automatische Einreise nutzen und ihren Pass an den Automaten scannen. Frühestens drei Tage vor der Einreise muss eine elektronische [https://eservices.ica.gov.sg/sgarrivalcard/ Singapore Arrival Card] (SGAC) ausgefüllt und übermittelt werden. Für diesen Zweck steht eine App für das Smartphone bereit. Bei der Einreise werden der Reisepass gescannt und biometrische Daten aufgenommen. Die Ausreise erfolgt per Gesichtsscan. === Zoll === Die Einfuhr von Kaugummi, Eiern, Feuerwerkskörpern, Spielzeugwaffen, Handschellen, kugelsicheren Westen ist strengstens untersagt. Die Einfuhr von Zigaretten ist nur gegen Zahlung einer Einfuhrsteuer möglich, wobei es keine Freimengen gibt. Andere Tabakprodukte als Zigaretten (Zigarren, Snus) und speziell E-Zigaretten sind komplett verboten. Bei Einreise aus Malaysia gibt es '''keinerlei Freimengen''', es wird streng kontrolliert, Gepäck durchleuchtet und [https://www.customs.gov.sg/businesses/valuation-duties-taxes-and-fees/duties-and-dutiable-goods/ hohe Strafzölle] sind fällig. Auch für Fisch, Fleisch und andere frische Lebensmittel gelten Beschränkungen, erläutert auf der [https://www.sfa.gov.sg/bringing-food-for-private-consumption-from-overseas/list-of-food---food-products-allowed Liste des Zolls]. Erwachsene dürfen zollfrei eine begrenzte Menge von 2&#x00a0;Litern Alkoholika, davon aber max. 1&#x00a0;Liter Schnaps einführen. Dabei kann die Menge auf verschiedene Kombinationen von Spirituosen, Wein und Bier aufgeteilt werden. Für Reisende gibt es auf der Webseite des Zolls eine [https://www.customs.gov.sg/individuals/going-through-customs/arrivals/duty-free-concession-and-gst-relief/ Handreichung] (engl.). Beachte, dass die Freimengen 48 Stunden Abwesenheit erfordern, wer also nur einen Tagesausflug auf den Fähren zu den indonesischen Inseln macht, kann sie nicht nutzen. Es ist nicht erlaubt, Medikamente einzuführen, die verbotene Substanzen enthalten. Es ist daher angeraten, seine persönlichen notwendigen Medikamente vorher zu prüfen und die benötigte Menge gegebenenfalls anzumelden. Die ''Health Science Authority'' stellt dafür eine [https://www.hsa.gov.sg/personal-medication/check-requirements Webseite zur Prüfung] seiner Medikamente bereit. === Flugzeug === [[File:Singapore Changi Airport with Jewel in the background.jpg|thumb|Flughafen Singapur]] Die einfachste Art der Einreise ist das Flugzeug. Neben der bekannten Fluggesellschaft [[Singapore Airlines]] und deren Billigtochter gibt es auf der Insel auch weitere Billiganbieter wie [https://www.jetstarasia.com/ Jetstar Asia Airways] oder auch [https://www.airasia.com/ Air Asia], die Flüge von Singapur anbietet. Der {{ Marker | name = Flughafen Singapur | type = airport | show = symbol | wikidata = Q32159 }} ist der wichtigste Flughafen des Landes und gilt als wichtiger asiatischer Knotenpunkt. Der Flughafen liegt im Osten des Stadtstaates und ist gut organisiert und die Abwicklung (Einreise, Gepäcklogistik) ist schnell. Es gibt derzeit vier Terminals, die über eine Einschienenbahn (Skytrain) miteinander verbunden sind. Terminal 4, das das ehemalige Budget Terminal ersetzt, wurde am 31. Oktober 2017 eröffnet. Der Zeitvertreib bei der Durchreise fällt in Changi leicht: Es gibt ein Kino (Terminal{{nnbsp}}2), Schwimmbad und Fitnessstudio (Terminal{{nnbsp}}1) und ca.&nbsp;200 gratis Internet PCs und fast überall gratis wireless Internet. Außerdem gibt es ein Transit-Hotel im dritten Stock der Terminals 1 und 2: '''Ambassador Transit Hotel''', Tel. +65-6541-9106. Es ist ohne Einreisekontrolle zugänglich. Zimmer gibt es für 6-Stunden-Blöcke mit stundenweiser Erweiterungsmöglichkeit. Auch das Mieten einer Dusche (ohne Zimmer) ist hier möglich. Direktflüge aus dem deutschsprachigen Raum von und nach Singapur gibt es von folgenden Flughäfen {{Stand|2025|04}}: * [[Lufthansa]] aus Frankfurt am Main und München * [[Scoot]] aus Wien * [[Singapore Airlines]] aus Frankfurt am Main, München und Zürich * [[Swiss International Airlines|SWISS]] aus Zürich Wem eine Pause während des Fluges willkommen ist und keine großen Umwege in Kauf nehmen will, kann auf eine der arabischen Fluggesellschaften wie [[Qatar Airways]] (z.{{nnbsp}}B. ab Berlin), [[Etihad Airways]] (z.{{nnbsp}}B. ab Düsseldorf) oder [[Emirates]] (z.{{nnbsp}}B. ab Hamburg) zurückgreifen. ==== Anfahrt ==== * '''Taxi''' – Gleich nach dem Zoll findet man Schilder, die zum Taxibereich führen. Es werden immer Taxameter verwendet, die Preise sind günstig. Eine Fahrt in die Stadt kostet ca.&nbsp;20.00{{nnbsp}}$ (inklusive 3-5{{nnbsp}}S$ Flughafen-Aufschlag). Trinkgeld ist wie an vielen Orten in Singapur nicht üblich. Es kann mit der MasterCard-Kreditkarte (nicht VISA) sowie weiteren Zahlungsanbieter (stehen an der Scheibe eines Taxis) bezahlt werden. * '''Grab''' – Über die mittlerweile sehr gebräuchliche App [https://www.grab.com/sg/ Grab] (analog dem in Europa bekannteren Uber) kann man sich ein Privattaxi kommen lassen. Der Abholpunkt an dem man sich einfinden soll wird sehr genau in der App angezeigt. Ergänzt wird es durch Kennzeichen und Bild des Fahrers und dem Fahrpreis. * '''MRT''' – Die MRT, Singapurs U-Bahn, fährt bis zum Terminal&nbsp;2. Terminal&nbsp;3 erreicht man von dort zu Fuß, Terminal 1 per Skytrain. Die Flughafenzüge pendeln immer zwischen Tanah Merah und Changi Airport, so dass man in Tanah Merah (ebenerdig) in einen Zug der grünen Linie (East-West Line) oder im Zwischenhalt Expo in die blaue Linie (Downtown Line) umsteigen muss. Es gibt keine Tickets, die Bezahlung erfolgt direkt per EZLink-Karte, die direkt am Bahnsteig an einem Ticketschalter erworben werden kann. Der letzte Zug ab Airport Richtung Innenstadt (Abfahrtszeit derzeit 23.18 Uhr) hat in der Innenstadt nicht mehr in alle Richtungen Anschluss auf andere Linien. Die U-Bahn fährt nicht rund um die Uhr, bei einem Flug in den frühen Morgenstunden ist man auf das Taxi angewiesen. Die Preise variieren, je nach Ziel der Fahrt zwischen 1,30 und 4,00{{nnbsp}}SGD. === Bahn === [[File:Eastern & Oriental Express at Woodlands Train Checkpoint.jpg|thumb|Woodlands Train Checkpoint]] * {{vCard | name = Woodlands Train Checkpoint | type = train | wikidata = Q6132101 | description = Singapur besitzt keine eigene Eisenbahn, es gibt lediglich eine eingleisige Eisenbahnverbindung mit Malaysia. Die [https://www.ktmb.com.my/ '''Malaysische Eisenbahn'''] fährt dreimal täglich von Kuala Lumpur nach Singapur, zudem gibt es einen Nachtzug von Kota Bahru entlang der "Jungle Line" im Nordosten Malaysias nach Singapur. Die Züge sind sauber und effizient, jedoch langsamer als Busse. Die Fahrtdauer von Singapur Woodlands nach Kuala Lumpur beträgt mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von nur 40–60{{nnbsp}}km/h etwa sieben Stunden. Die Züge fahren seit 2011 nur noch von Woodlands (im Norden, nahe der Grenze zu Malaysia), der bisherige Bahnhof in Innenstadtnähe, Tanjong Pagar, wird nicht mehr angefahren. Die Eisenbahnstrecke ist Eigentum von Malaysia, man muss daher bereits vor dem Einsteigen des Zuges die malaysische Grenzkontrolle passieren, selbst wenn man Singapur noch nicht sofort verlässt. Auf der Rückfahrt verlässt man den Bahnhof Woodlands direkt nach dem Passieren der Grenzkontrolle und setzt die Fahrt von dort per Taxi oder Bus fort. }} * Ab Ende 2026 soll es mit dem {{ Wikipedia | name= Johor Bahru–Singapore RTS | wikidata= Q18359019 }} eine Verbindung vom {{ Marker | type= train | name= Woodlands North MRT | alt= Haltestelle TE1 | wikidata= Q8032946 }} mit ''Bukit Chagar'' ([[Johor Bahru]], [[Malaysia]]) geben.<ref name="straitstimes-2025-02-26" />{{Zukunft|2026|12}} === Bus === ==== [[Johor Bahru]] ==== [[File:SultanIskandarCIQ.JPG|thumb|Grenzübergang in Johor Bahru]] * {{vCard | name = Einreisebehörde | type = bus | wikidata = Q17056509 | description =[[Johor Bahru]]: Mit der gegenüber auf dem Festland liegenden Stadt Johor Bahru herrscht ein permanenter zügiger Grenzverkehr. Gegenüber dem neuen Bahnhof unweit des Damms Richtung Singapur steht das neue große Gebäude der Einreisebehörde. Die Wege durch das Gebäude sind ausgeschildert und reichlich Schalter vorhanden. Eine Etage tiefer starten die Busse nach Singapur. Nach einer kurzen Fahrt über den Damm gilt es wieder auszusteigen. Sämtliches Gepäck ist mitzunehmen, da man mit der selben Busgesellschaft, aber nicht dem selben Gefährt den Rest der Fahrt bewältigt. In der ersten Etage der Einreisebehörde erledigt man die nötigen Formalitäten. Vor den Schaltern auf der rechten Seite stehen Tische mit den Einreiseformularen die vorher auszufüllen sind. Nach den Grenzformalitäten geht es wieder zu den Bussen. Jede Busgesellschaft hat eine auf dem Boden gekennzeichnete Warteschlange. Hier reiht man sich wieder ein, um den nächsten Bus in die Stadt zu nehmen. Es verkehren mehrere Gesellschaften zu unterschiedlichen Zielen innerhalb Singapurs. Für Besucher des Stadtzentrums und der Sehenswürdigkeiten empfehlen sich die Busse in die Queen Street. Unweit des Busterminals befindet sich die MRT Station „Bugis“ (BW12). Selbst zu Fuß sind das Raffles Hotel und die Marina Bay zu erreichen. Die Tabelle gibt einen Überblick über Linien und Preise. }} ==== [[Kuala Lumpur]] ==== Die Fahrzeit beträgt ca.&nbsp;5,5{{nnbsp}}h. Am Grenzübergang warten die Busse in der Regel eine halbe Stunde. Wer den Bus verpasst, muss den nächsten Bus der Gesellschaft versuchen oder den öffentlichen Bus an der Haltestelle {{Marker|type=bus|name=Woodlands Train Checkpt|lat=1.442727|long=103.769296}} bzw. ein Taxi nehmen. * '''[https://www.srimaju.com Sri Maju]''' fährt mit 26-sitzigen VIP-Bussen bis zu vier mal täglich abends (19:30, 20:00, 21:30, 22:00) vom TBS (Terminal Bersepadu Selatan) nach Singapur (Woodlands und Macpherson). Preis 45{{nnbsp}}RM/15{{nnbsp}}S$. In Gegenrichtung starten die Busse vormittags. {{Stand|2025|05}}<ref>{{Internet | URL= https://www.srimaju.com/bus/booking/kualalumpur-to-singapore | Titel= Kuala Lumpur, Malaysia &rarr; Singapore, Singapore | Abruf= 2025-05-26 | Website-URL= https://www.srimaju.com | Website= Sri Maju }}</ref> * {{vCard | type= bus | name= Aeroline | url= https://www.aeroline.com.my |description= Recht komfortable,steuert zwei Ziele in Malaysia an:}} ** [[Kuala Lumpur]]: Sieben mal täglich zur Station am Harbourfront Centre No. #02-52, 1 Maritime Square in Singapur. Die fünfstündige Fahrt kostet SD 49.00 / RM 90.00 (Erwachsene) bzw. SD 38.00 / RM 65.00 (Kinder). Abfahrt ist 06:00, 08:00, 09:00, 10:00, 15:30 und 16:45 (Wochenende schon um 16:00) am Corus Hotel, Jalan Ampang sowie um 10:00 am Mines shopping Fair, L1-01, Level 1, Jalan Dulang, Mines Resort City in [[Kuala Lumpur/Süden|Seri Kembangan]] einer Stadt im südlichen Distrikt von Kuala Lumpur. ** [[Petaling Jaya]]: Drei mal täglich zur Station am Harbourfront Centre No. #02-52, 1 Maritime Square in Singapur. Die fünfstündige Fahrt kostet SD 49.00 / RM 115.00 (Erwachsene) bzw. SD 38.00 / RM 90.00 (Kinder). Abfahrt ist 09:30, 11:00 und 16:30 an der Station Bandar Sunway, OB3.LG2.1A, Lower Ground Two, Oasis Boulevard, Sunway Pyramid, No 3 Jalan PJS 11/15, Bandar Sunway sowie 08:00, 10:00 und 16:00 am 1 Utama Shopping Centre, No. 1 Lebuh Bandar Utama. === Auto/Motorrad/Fahrrad === <!-- Nicht super wichtig. Wenn mal mehr Inhalt, und damit Platz, ist, kann man es aktivieren {{Scroll Gallery | title= Verbindungen zwischen Malaysia udn Singapur | Empty Singapore-Malaysia Causeway.jpg | Johor Bahr ↔ Woodlands | Woodlands checkpoint.jpg | Woodlands Checkpoint in Singapur | Malaysia-Singapore Second Link Linkedua.jpg | Malaysia-Singapore Second Link }} --> Es bestehen zwei Landverbindungen mit Malaysia. Der Causeway im Norden, eröffnet in den 1920er Jahren, verbindet Woodlands (Singapur) mit [[Johor Bahru]] ([[Malaysia]]) mit einer Straßen- und Bahnverbindung. Eine zweite Verbindung besteht über eine Brücke im Westen Singapurs, welche 1996 fertiggestellt wurde. Sie verbindet Tuas (Singapur) mit [[Gelang Patah]] (Malaysia). === Schiff === {{Scroll Gallery | title= Personenhäfen | Costa Victoria docked at MBCCS.JPG | Marina Bay Cruise Centre Singapore | Tanah Merah Ferry Terminal Departure Entrance.jpg | Fährterminal Tanah Merah | Costa Victoria at the Singapore Cruise Centre - 20130105-02.jpg | Singapore Cruise Centre }} * {{vCard | name = Marina Bay Cruise Centre Singapore | type = port | wikidata = Q6763789 | description = Kreuzfahrtschiffe mit Station in Singapur legen meist am Cruise Centre des Harbour Front Centres an, welches sehr zentral, kurz vor der Freizeitinsel Sentosa liegt. Seit 2012 verfügt Singapur mit dem Marina Bay Cruise Centre über ein zweites Terminal für Kreuzfahrtschiffe. Auch wenn die Passagiere eines Kreuzfahrtschiffes nur für wenige Minuten an Land gehen möchten, benötigen sie neben der obligatorischen Bordkarte ihren Reisepass und ein ausgefülltes Einreiseformular. In der Regel erhält man die Formulare sowie eine Ausfüllanleitung von der Rezeption des Schiffes. }} * {{vCard | name = Fährterminal Tanah Merah | type = port | wikidata = Q11316221 | description = Der regionale Fährverkehr läuft über das ''Tanah Merah Ferry Terminal'', was unweit des Changi Airports liegt. Von dort fahren z.{{nnbsp}}B. Schnellboote zu indonesischen oder malaysischen Urlaubsinseln. }} * {{vCard | name = HarbourFront Centre | type = port | wikidata = Q5654778 | description = Eine interessante Verbindung besteht zur nahen indonesischen Insel '''Batam''' mit ''Sindo Ferry'' ([https://www.sindoferry.com.sg/content/ticket-fares Preise]) oder den Schnellbooten von ''[http://horizonfastferry.com/home/ Horizon Ferry].'' Beide Firmen legen ab am Harbourfront Centre. Inner-indonesische Flüge vom/zum dortigen Flughafen Hang Nadim (BTH), der 2017 ein neues Terminal erhielt, sind deutlich günstiger als internationale direkt nach Singapur, selbst wenn man Taxi und Fähre mit einrechnet. }} == Mobilität == In Singapur umherzufahren ist mühelos. Das Nahverkehrssystem gehört zu den besten der Welt, und Taxen sind unschlagbar günstig. Es besteht die Möglichkeit, U-Bahn- und Busfahrten mit einer Kredit- oder Debitkarte wie Visa, Mastercard etc. oder auch mit Smartphone zu bezahlen. Dazu hält man die Karte bzw. das Handy an die entsprechenden Lesefelder der Barrieren in den Bahnstationen oder ans Lesegerät in den Bussen; genauso beim Ausstieg aus dem Bus bzw. Verlassen der Bahnstationen, der Fahrpreis wird automatisch abgebucht. Notwendig ist dazu eine App auf dem Telefon, in der die Kreditkartendaten hinterlegt sind ("SimplyGo" [https://www.simplygo.com.sg/ www.simplygo.com.sg]). Wenn man vorhat mehrmals mit der U-Bahn oder Bussen zu fahren, kann es sich lohnen, eine [http://www.ezlink.com.sg/ EZ-Link-Karte] oder alternativ den [https://www.thesingaporetouristpass.com.sg/ Singapore Tourist Pass] (der eine EZ-Link-Karte beinhaltet) zu kaufen. So vermeidet man den Kauf der (teureren) Einzeltickets und die jeweilige Rückgabe am Pfandautomaten, bzw. den Zwang zur genauen Entrichtung des Fahrpreises in den Bussen (der Fahrer gibt kein Wechselgeld). Die EZ-Link-Karte muss mit mindestens 5{{nnbsp}}$ aufgeladen werden (ca.&nbsp;4-5 Fahrten). Sie kann in jeder MRT-Station zurückgegeben werden, nicht verfahrene Beträge werden erstattet. Der Kaufpreis von 5{{nnbsp}}$ für die EZ-Link-Karte selbst verfällt jedoch. In jeder MRT-Station kann man die Karte an Automaten wieder aufladen. '''Hinweis:''' Essen und Trinken ist im öffentlichen Personennahverkehr untersagt. Nichteinhaltung wird mit einer Strafe von 500{{nnbsp}}S$ geahndet. === MRT/LRT === {{Netzplan|Q40176}} [[File:MRT Route Map CC.svg|thumb|Der Lückenschluss der ''Circle Line'' („Ringlinie“) wird für 2026 erwartet.]] {{Zukunft|2026|07}} Singapurs U- und S-Bahn-Netz werden von der SMRT Corp. und SBS betrieben und ist gut ausgebaut. Viele der Linien fahren vollautomatisch ohne Fahrer. Die MRT (Mass Rapid Transit) und LRT (Light Rapid Transit) ist ein günstiges und zuverlässiges Transportmittel. * Die ''Thomson-East Coast Line'' ({{Rint|sg|te|L}}) beginnt in {{ Marker | type= train | name= Woodlands North MRT | alt= Haltestelle TE1 | wikidata= Q8032946 | show= copy }} über Orchard und Marina Bay nach {{marker|type=train|name=Bayshore MRT |alt=TE29|lat=|long=|wikidata=Q18209994}} (ab 2026 bis {{marker|type=train|name=Sungei Bedok|alt=Anschluss DT37|wikidata=Q18386327}}, eine Verlängerung zum Flughafen Changi ist im Planungsstadium und könnte bis 2040 realisiert sein. Am anderen Ende soll es mit dem {{ Wikipedia | name= Johor Bahru–Singapore RTS | wikidata= Q18359019 }} ab Ende 2026 eine Verbindung nach ''Bukit Chagar'' ([[Johor Bahru]], [[Malaysia]]) geben.<ref name="straitstimes-2025-02-26" />{{Zukunft|2026|12}} Die Station bedient die Marina Bay und die Gardens by the Bay, Chinatown und die Botanical Gardens. * Die ''Downtown Line'' ({{Rint|sg|dt|L}}) beginnt in {{marker|type=train|name=Bukit-Panjang|alt=Haltestelle DT1|wikidata=Q4265715}} und endet im Bahnhof {{marker|type=train|name=Expo|alt=Haltestelle DT35|wikidata=Q3268514}} {{Stand|2025|03}}. Eine Verlängerung bis Sungei Bedok (DT37/TE31) soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 fertiggestellt sein.<ref name="straitstimes-2024-12-06" /> Durch ihre „Runde“ durch das Zentrum bietet sie Zugriff auf alle interessanten Stadtteile. Durch die Umsteigemöglichkeit in der Station „Expo“ in Flughafennähe, ist sie auch eine gute Möglichkeit zur An- und Abreise. * Die ''Circle Line'' ({{Rint|sg|cc|L}}) ist eine Ringlinie und bedient unter anderem die Stationen sowie an der {{marker|type=train|name=Bayfront|alt=Haltestelle CE1|wikidata=Q1106644}} und {{marker|type=train|name=HarbourFront|alt=Haltestelle CC29|wikidata=Q3272355}}. Eine Zweiglinie führt zur Station {{marker|type=train|name=Dhoby Ghaut|alt=Haltestelle CC1|wikidata=Q3234475}}. * Die ''North East Line'' ({{Rint|sg|ne|L}}) beginnt an der Station {{marker|type=train|name=HarbourFront|alt=Haltestelle NE1|wikidata=Q3272355 | show = copy }}, durchquert [[Singapur#Chinatown|Chinatown]] und [[Singapur#Little India|Little India]] und führt zur Station {{marker|type=train|name=Punggol Coast|alt=Haltestelle NE18|wikidata=Q30643856}} im Nordosten Singapurs. * Die ''North–South Line'' ({{Rint|sg|ns|L}}) beginnt im Westen Singapurs an der Station {{marker|type=train|name=Jurong East|alt=Haltestelle NS1|wikidata=Q3121386}} führt in den Norden zur Station {{marker|type=train|name=Woodlands|alt=Haltestelle NS9|wikidata=Q3267838}} (Grenzübergang nach Malaysia), durchquert [[Singapur/Orchard|Orchard]] und die [[Singapur/Riverside|Riverside]] und endet im Süden am {{marker|type=train|name=Marina South Pier|alt=Haltestelle NS28|wikidata=Q3536328}}. Dort starten auch die Boote zu den südlichen Inseln. Bei den drei ''People Mover''-Ringlinien in Schlafstädten handelt es sich um gummibereifte, fahrerlose Trambahnen, die auf einer speziellen Trasse auf Stelzen fahren und als Zubringer zur U-Bahn dienen: * Linie ''Bukit-Panjang'' mit den Anschlüssen: {{Rint|sg|bplrt|1}}/{{Rint|sg|ns|4}}: Choa Chu Kang, {{Rint|sg|bplrt|6}}/{{Rint|sg|dt|1}}: Bukit Panjang * Linie ''Sengkang'' bestehend aus Ost- und West-Ring, beide mit Anschluss: {{Rint|sg|sklrt|1}}/{{Rint|sg|ne|16}}: Sengkang * Linie ''Punggol'' mit Anschluss: {{Rint|sg|pglrt|1}}/{{Rint|sg|ne|17}}: Punggol === Mit dem Bus === Im sehr gut ausgebauten Nahverkehrs-Bus-System gibt es einen Dschungel an Buslinien. Die üblichen Smartphone Apps suchen einem aber die gewünschte Verbindung heraus. So kommt man oft einfacher und ohne Umstieg zum Ziel als mit dem MRT. Die Bezahlung ist auch mit der EZ-link-Karte des MRT, Kredit-/Debitkarte oder Smartphone möglich, die Abrechnung erfolgt dabei über das gleiche System wie in der MRT (siehe [[#Bezahlen mit der EZ-link- oder Kredit-/Debitkarte|Bezahlen mit der EZ-link- oder Kredit-/Debitkarte]]). Eingestiegen wird ausschließlich vorne. Busse halten nicht automatisch an den Haltestellen, sondern fahren langsam vorbei, wenn sich niemand bemerkbar macht. Wenn der Bus kommt, sollte man kurz die Hand heben und sich bemerkbar machen. Das Tarifsystem bei der möglichen Barzahlung ist sehr komplex. Am besten sollte man sich beim Fahrer nach dem Preis erkundigen, der bei Barzahlung etwas höher liegt. Eventuell anfallendes Wechselgeld wird nicht ausbezahlt. === Auto === In Singapur herrscht durch den ehemaligen Status als britische Kolonie Linksverkehr. Mietwagen dürfen nur mit zwischenstaatlichem Führerschein gefahren werden. Der deutsche Führerschein ist für die ersten sechs Monate des Aufenthaltes gültig. Danach muss ein singapurischer Führerschein erworben werden (50{{nnbsp}}S$, Theorieprüfung muss abgelegt werden). Mietwagen in Singapur sind generell sehr teuer (ab 100{{nnbsp}}S$ pro Tag + Treibstoff und Maut). Bei einem Ausflug nach Malaysia wird empfohlen erst nach der Grenze ein Auto zu mieten. Miete und Treibstoff kosten hier die Hälfte. Des Weiteren sind für die Einfahrt in den CBD Mautgebühren zu entrichten, die sich nach der jeweiligen Tageszeit richten und von einem in jedem Fahrzeug eingebauten On-Board Unit (OBU) erkannt werden. Diese Unit ist mit einer Aufladekarte zu bestücken, auf der auch ein Mindestbetrag geladen werden muss. Kostenlose Parkplätze sind selten, in Parkhäusern werden die Gebühren i.d.R. minutengenau von der OBU-Karte abgebucht. An Straßenparkplätzen oder in Vororten werden Coupons verwendet, die zuvor z.{{nnbsp}}B. an Tankstellen oder Convenience Stores gekauft werden müssen und dann vorher für die in etwa geplante Parkdauer entwertet werden müssen. Alles in allem ist ein Mietwagen für Touristen eher sinnlos. Ausländische Fahrzeuge können kurzzeitig eingeführt werden (tägliche Gebühr 20{{nnbsp}}S$) und müssen mit der erwähnten OBU versehen werden. Eine langfristige Einfuhr ist nur für Fahrzeuge möglich, die weniger als drei Jahre alt und rechtsgesteuert sind. Die nachstehenden Zölle und COE (Certificate of Entitlement) müssen entrichtet werden. Für einen langfristigen Aufenthalt können Fahrzeuge gekauft, geleast oder gemietet werden, jedoch sind die Fahrzeugpreise sehr hoch (110{{nnbsp}}% Einfuhrzoll, Nummernschild (COE) muss ersteigert werden, z.{{nnbsp}}Z. ca 90.000{{nnbsp}}S$ für 10{{nnbsp}}Jahre). === Taxi === Taxis sind weit verbreitet und günstig. Eine Fahrt im zentralen Geschäftsgebiet kostet normalerweise nicht mehr als 8,00 $. Es werden abhängig vom Fahrzeugtyp 3,00 bis 3,50{{nnbsp}}$ "Grundgebühr" berechnet, die für einen Kilometer reichen, anschließend wird je 400{{nnbsp}}m um 22 Cent erhöht. Allerdings können zusätzliche Kosten (im Bereich von wenigen Dollar) entstehen, z.{{nnbsp}}B. Aufschlag in der Hauptverkehrszeit, Maut, Start am Flughafen. Nach Mitternacht gibt es einen Aufschlag von 50%. Im Zentrum ist es zur Hauptverkehrszeit empfehlenswert ein Taxi zu rufen. Telefonnummern einiger Taxiunternehmen sind: Comfort 6552-1111, Tibs 6555-8888, City Cab 6552-2222, Smart 6485-7700 und Trans cab 6553-3333, Comfort, Tibs und City Cab sind die größten Unternehmen. Es kann zu starken Engpässen kommen, besonders während der Rush-Hour, samstags und bei Regen. [[File:Singapore River, Feb 06.JPG|thumb|hochkant|Ein Bumboot]] === Fahrrad === {{Scroll Gallery | title= Radwege in Singapur | Bikeway in Singapore SF0001.jpg | Gemeinsamer Fuß- und Fahrradweg | Bikeway in Singapore SF0002.jpg | Geteilter Fuß- und Fahrradweg | Bikeway in Funan, Singapore SF0001.jpg | Fahrradweg durch das Funan-Einkaufszentrum }} Singapur kann man recht gut mit dem Fahrrad erkunden. Es gibt einige separate Radwege, beispielsweise von der Marina Bay entlang der Küste durch den East Coast Park und herum um den Flughafen bis hin zum Changi Beach Park. Innerstädtisch gibt es ein paar ausgewiesene und auch markierte Radwege, die die grünen Bereiche der Stadt verbinden, die Park-Connector-Wege. Sie sind aber trotzdem manchmal schlecht vor Ort zu finden, man muss etwas nach den Schildern und Wegweisern suchen. Fahrradfahren gestaltet sich recht ungefährlich. Es gibt ausgewiesene Radfahrzonen, aber nicht durchgängig. Manchmal teilt man sich den Fußweg, manchmal gibt es getrennte Zonen. Man sollte dabei zusätzlich auf die Schilder achten. Gelegentlich findet man auch Besonderheiten, wie bei der Funan-Shoppingmall, bei der ein Radweg direkt durch die Shopping-Mall und den Fußgängerbereich führt. Sind keine Radwege vorhanden kann man auch auf den, die Hauptstraßen begleitenden Fußwegen fahren. Freundliches Klingeln um die Fußgänger auf sich aufmerksam zu machen ist möglich. So kommt man erstaunlich zügig durch die Stadt. Man kann auch die Straße nutzen. Auch wenn man ungewollt plötzlich auf einer mehrspurigen Straße auf der Außenspur landet, kann man sich problemlos zurückorientieren, auch wenn ein Radfahrer ein seltener Anblick auf diesen Straßen ist. Der Autoverkehr fühlt sich in Singapur recht gesittet an. Die Land Transport Authority bietet online eine [https://www.lta.gov.sg/content/ltagov/en/map/cycle.html Übersichtskarte]. === Boot === '''Bumboats''', die regelmäßig über den Singapore River fahren, bieten eine gute Aussicht auf Hochhäuser, Kolonialbauten und Shophouses des Central Business Districts, so dass man eine Fahrt mit ihnen auf keinen Fall versäumen sollte. Entlang des Flusses gibt es mehrere Haltestellen, von denen die Boote laufend zu Rundtouren starten. Ebenfalls interessant sind '''Hafenrundfahrten''', die am Marina Bay von verschiedenen Anbietern mehrmals täglich angeboten werden. Sie bieten vor allem einen guten Panoramablick auf die Innenstadt und den riesigen Hafen sowie die südlichen, meist unbewohnten Inseln. Außerdem kann man von Changi Village aus mit dem '''Boot nach Pulau Ubin''' übersetzen, um auf dieser Insel noch das Singapur der 1960er Jahre zu erleben. == Sprache == Singapurs offizielle Sprachen sind [[Sprachführer Englisch|Englisch]], [[Sprachführer Bahasa Melayu|Malaiisch]], [[Sprachführer Mandarin|Mandarin]] und [[Sprachführer Tamil|Tamil]]. Außerdem werden chinesische Dialekte (vor allem Hokkien) und indische Sprachen gesprochen. Englisch wird von fast allen Singapurer*innen gesprochen. Der als „{{ Wikipedia | name= Singlish | wikidata= Q939451 }}“ bezeichnete Dialekt kann jedoch teilweise schwer zu verstehen sein, weil auch Wörter und Phrasen (und teilweise der Satzbau) von anderen Sprachen, v.{{nnbsp}}a. Chinesisch, verwendet werden. Dabei werden komplexe Satzstrukturen häufig vereinfacht, Plurale verschwinden, Verbkonjugationen werden durch Adverbien ersetzt, Fragen werden an die chinesische Syntax angepasst und seltsame Partikel (besonders das berüchtigte "lah") erscheinen. In der üblichen Kommunikation zwischen Reisenden und Einheimischen merkt man dies aber eher kaum und eine Verständigung ist problemlos möglich. == Aktivitäten == === Wandern === Singapur bietet viele Parks und auch Flächen mit Urwald, ja sogar Primärwald. Eine Wanderung auf den [[Southern Ridges Walk|Southern Ridges]] bietet viel Natur, etwas Geschichte und viele Aussichten auf Sentosa, das Hafengelände sowie die mittleren Stadtteile. === Radfahren === Singapur lässt sich auch mit dem Fahrrad erkunden. Leihfahrräder gibt es stunden- oder tageweise. Bei langen Touren, speziell in den abgelegeneren Gebieten wie rund um den Flughafen sollte man sich unbedingt mit genügend Getränken und Bargeld eindecken. Es gibt selbst entlang der langen Flughafenstrecke in regelmäßigen Abständen Toiletten, oft mit einem Getränkeautomaten, aber für diese benötigt man Zwei-Dollar-Scheine. Erst am Changi Beach, in dem Picknick-Areal gibt es Automaten, die Kreditkarten akzeptieren. Eine Umrundung Singapurs ist möglich, man muss aber mit einer Streckenlänge von ca. 150{{nnbsp}}km rechnen. Man kann auch geführte Radtouren durch die zentralen Stadtteile buchen. Sie dauern 2 bis 4 Stunden. Es gibt aber auch ganztägige private Bike-and-Food-Touren. ==== Fahrräder leihen==== * {{vCard | name = The Bicycle Hut | type = bicycle rental | wikidata = Q129852422 | price = Citybike: 15{{nnbsp}}S$ (3-Stunden); Mountainbike; 35{{nnbsp}}S$ (Tag) | description = Zuverlässiger Verleih. Auch Kinderfahrräder, Fahrräder mit Kindersitz und Tandems sind verfügbar. }} === Baden und Wassersport === [[File:Beach at East Coast Park, Singapore - 20050809-01.jpg|thumb|Strand im East Coast Park an der Südostküste]] === Sportst#tten === Der {{Marker | name = Skatepark @ Lakeside Garden | type = skatepark | wikidata = Q140064528 | show= wikilink }} in den Jurong Lake Gardens ist der größte Outdoor-Skatepark und bietet auf einer Fläche von fast 17.000&#x202F;m² 5 Skate Pods und einen 300&#x202F;m² Parcour-Park mit einer Bouldering-Wand. === Picknick === === Freizeitparks und Familienspaß === Singapur bietet eine Fülle von Attraktionen und Möglichkeiten für die ganze Familie. Allein die Insel [[Singapur/Sentosa|Sentosa]] bietet eine ganze Reihe von Angeboten. Daneben gibt es in dem Stadtstaat auch eine Reihe von familienfreundlichen [[#museums-families|Museen]], bei denen teilweise auch der Spaß im Vordergrund steht (siehe auch [[Museen#Für_Kinder_geeignet|für Familien und Kinder geeignete Museen]]). == Sehenswürdigkeiten == {{Scroll Gallery | title= Marina Bay | InfinitySwimmingPoolSkyPark.jpg | Infinity-Pool und Aussicht auf Skyline | SG-gardens-bay-cloud-forest.jpg | Kuppel des Cloud Forest | {{Wikidata|Q3268183|P3451}} | Suntec City bei Nacht | {{Wikidata|Q1442165|P3451}} | Fountain of Wealth }} Singapur bietet eine Fülle an Sehenswürdigkeiten – genug um problemlos eine Woche oder gar mehr Zeit in dem Stadtstaat zu verbringen. Der sehr gute öffentliche Nahverkehr bietet auch einfache und schnelle Verbindungen zu allen Sehenswürdigkeiten Singapurs. Erster Anlaufpunkt für die meisten Besucher ist sicherlich die {{Strong|[[Singapur/Marina Bay|Marina Bay]]}} mit dem mittlerweile zum Wahrzeichen gewordenen {{ Marker | name = Marina Bay Sands | type = hotel | wikidata = Q548679 | show= wikilink, copy }}. Dessen Kulisse ist weithin sichtbar und mittlerweile fast schon ein Markenzeichen des Stadtstaates. Abends ab 20:00 und 21:30 gibt es eine Musik-Lasershow mit Wasserspielen, die sich vom Merlion, der Oper und von anderen Gebäuden auf der anderen Seite der Bucht aus gut beobachten lässt. Selbst Dächer werden in die Farbspiele mit einbezogen. Die in die Wasserfontänen hineinprojizierten Bilder mit nahezu 3D-Effekten lassen sich jedoch nur vom angrenzenden Uferbereich aus beobachten. Direkt hinter dem Hotel befinden sich die {{Marker|name=Gardens by the Bay|type=park|wikidata=Q630135|show=copy}}, eine große Parkanlage mit zwei großen Gebäuden mit unzähligen Pflanzen ('''Flower Dome''' und '''Cloud Forest''') sowie gigantischen, bepflanzen Metallbäumen ('''Supertree Grove'''). Dort gibt es jeden Abend um 20:45{{nnbsp}}Uhr eine Musik-Licht-Show. Einen schönen Ausblick auf die Marina Bay bietet der {{ Marker | type= amusement park | name= Singapore Flyer| wikidata= Q752407 | show= wikilink }}. Das Riesenrad erreicht eine Höhe von 165{{nnbsp}}m. Es hat 28&nbsp;Gondeln, in denen jeweils bis zu 28&nbsp;Personen Platz finden. In {{ Marker | name = Suntec City | type = park | wikidata = Q3268183 | show= wikilink }} befinden sich ein großes Einkaufszentrum und die {{ Marker | name = Fountain of Wealth | alt = Springbrunnen des Reichtums | type = fountain | wikidata = Q1442165 | show= wikilink }} mit der im Jahr 1998 mit 13,8{{nnbsp}}m höchsten Fontäne der Welt. Aber es gibt nicht nur das moderne Singapur an der Marina Bay. Es gibt Stadtteile, die jeweils eine der in Singapur vertretenen Kulturen widerspiegeln. Jeder einzelne dieser Stadtteile ist einen Besuch wert. Man sollte sich jeweils mindestens einen halben Tag pro Stadtteil Zeit nehmen (um auch die lokale Kulinarik zu probieren). Nur wenn die Zeit arg eng bemessen ist, sollte man auf eine Stadtrundfahrt ausweichen. [[File:Chinatown of Singapore at dusk.jpg|thumb|Chinatown]] Wer Souvenirs benötigt und einheimische Küche probieren möchte, kommt am {{Strong|[[Singapur/Chinatown|Chinatown]]}} nicht vorbei. Die sehenswerte alte Bebauung befindet sich in gutem Zustand, bietet unzählige Shops, Bars und Restaurants und ist einen kleinen Spaziergang wert. Und nicht zuletzt kulinarisch hat Chinatown sehr viel zu bieten. Seine Hawker Center sind über die Landesgrenzen hinaus bekannt und einige der Essensstände besitzen sogar einen Michelin Bib Gourmand. Der Stadtteil bietet auch ein paar interessante religiöse Bauten wie den {{ Marker | name = Buddha Tooth Relic Temple | type = temple | wikidata = Q839965 }}, {{ Marker | name = Thian Hock Keng | type = temple | wikidata = Q2158122 | show= wikilink }} und den {{ Marker | name = Sri Mariamman Temple | type = temple | wikidata = Q2428845 | show= wikilink }}. Die {{Strong|[[Singapur/Riverside|Riverside]]}} bietet vor allem viel für kulturinteressierte Reisende. Hier gibt es eine ganze Reihe von kolonialen Gebäuden und wichtigen Museen wie z.{{nnbsp}}B. das {{Marker|name=Asian Civilisations Museum|type=museum|wikidata=Q633033|show=wikilink}}, das {{Marker|name=National Museum of Singapore|type=museum|wikidata=Q632689|show=wikilink}} und die {{Marker|name=National Gallery Singapore|type=museum|wikidata=Q6970475|show=wikilink}}. Auf der anderen Seite des Flusses, hinter der beliebten Restaurant-Meile am Boat Quay, erheben sich die Wolkenkratzer und bieten abends eine beeindruckende Skyline. Direkt an der Marina Bay steht ein weiteres Wahrzeichen der Stadt der {{Strong|[[Singapur/Riverside#Merlion|Merlion]]}}. Reichlich Attraktionen und Strände bietet die Insel [[Singapur/Sentosa|Sentosa]] mit Wasserpark den Universal Studios und vielem mehr. === Kirchen, Moscheen, Synagogen und Tempel === [[Datei:Gopuram - Sri Mariamman Temple Singapore (2023) - img 01.jpg|mini|Der ''Sri Mariamman Temple'']] * {{ vCard | name = Buddha Tooth Relic Temple | type = temple | wikidata = Q839965 | description = Buddhistischer Tempel- und Museumskomplex | show= wikilink, copy, nosocialmedia | directions= no | address-local = no | directions-local = no }} * {{vCard | name =Sri Mariamman Temple | type =church | wikidata =Q2428845 | description =1827 erbauter hinduistischer Tempel. | show= wikilink, copy }} * {{vCard | name =Thian Hock Keng Temple | type =church | wikidata =Q2158122 | description =1842 von chinesischen Migranten errichtet. | show= wikilink, copy }} * {{vCard | name =St Andrew's Cathedral | type =church | wikidata =Q168806 | description =1861 erbaute Kirche der anglikanischen Diözese. | show= wikilink}} * {{vCard | name =Sri Veeramakaliamman Temple | type =church | wikidata = Q7586311 | description =1881 erbauter Hindu-Tempel.}} * {{vCard | name =CHIJMES Hall | type =church | wikidata =Q48723608 | description =1903 erbaute katholische Kirche.}} * {{vCard | name =Masjid Sultan | type =church | wikidata =Q1907146 | description =1932 errichtete Moschee.}} === Bauwerke === [[Datei:20190819 The Arts House-1.jpg|mini|Das ''Old Parliament House'' beherbergt seit 2006 das ''The Arts House'']] Im „Kolonialviertel“ gibt es eine Vielzahl von Kolonialbauten: * {{vCard | name =Old Parliament House | type =building | wikidata =Q13360293 | description =eröffnet 1827, ist das älteste Gebäude in Singapur, worin 2004 nach einer Renovierung das Kunstmuseum ''The Arts House'' einzog.}} * {{vCard | name =Victoria Memorial Hall | type =building | wikidata =Q557635 | description =eröffnet am 18. Oktober 1905. Der linke Gebäudeflügel (seit 1992 ''Victoria Theatre'') ist der ältere Teil und wurde 1862 als Rathaus fertiggestellt. Der rechte Gebäudeflügel (die ''Victoria Hall'', seit 1992 ''Concert Hall'') wurde erst 1905 als Tribut an Königin Victoria errichtet.}} * {{vCard | name =Old Supreme Court Building | type =building | wikidata =Q7085160 | description =eröffnet am 3. August 1939, seit 2015 befindet sich hierin die ''National Gallery Singapore''.}} * {{vCard | name =City Hall | type =building | wikidata =Q3531770 | description =eröffnet am 23. Juli 1929, seit 2015 hierin ebenfalls die ''National Gallery Singapore''.}} * {{vCard | name =The Istana | type =building | wikidata =Q843531 | description =1869 erbaute Residenz des Staatspräsidenten.}} * {{vCard | name =Sri Temasek | type =building | wikidata =Q7586295 | description =1869 erbaute Residenz des Premierministers.}} * {{vCard | name =House of Tan Teng Niah | type =building | wikidata =Q120703742 | description =1900 erbaut, ist die letzte noch eerhaltene Villa dieser Bauweise in Singapurs ''Little India''.}} * {{vCard | name =The Fullerton Waterboat House | type =restaurant | wikidata =Q48818191 | description =1919 erbautes Gebäude zur Wasserversorgung der Schiffe um Hafen, seit 2002 ein Restaurant.}} * {{vCard | name =Old Hill Street Police Station | type =building | wikidata =Q7084218 | description =1934 erbaute Polizeiwache.}} ==== Wolkenkratzer ==== Das moderne Singapur wird als Stadt der Wolkenkratzer wahrgenommen, doch sorgt eine Baubeschränkung wegen des städtischen Flughafens dafür, dass Bauwerke in Singapur nicht höher sein dürfen als 280 Meter. Dieses Maximum erreichen drei Gebäude, {{ Marker | name= One Raffles Place | type= high rise | wikidata = Q333305 | show = wikilink }}, die Zentrale der ''Union Bank'' 63 Etagen, aus dem Jahr 1986 sowie {{ Marker | name= UOB Plaza | type= high rise | wikidata= Q888068 | show = wikilink }} und {{ Marker | name= Republic Plaza | type= high rise | wikidata= Q587586 | show = wikilink }}. Beide wurden 1995 fertiggestellt. ==== Brücken ==== Mitten durch die Hauptinsel Singapurs fließt der nur 3,2{{nnbsp}}km lange, echte Fluss {{Wikipedia | name= Singapore River | wikidata= Q1454776 }}, über den sieben sehenswerte historische Brücken führen. Die älteste noch in Original von 1989 erhaltene ist die 79{{nnbsp}}Meter lange {{ Marker | name= Cavenagh Bridge | type= bridge | wikidata= Q4261649| show= wikilink }}. Gleich nebenan befindet sich die {{Marker | name= Anderson Bridge | type= bridge | wikidata= Q491477| show= wikilink}} aus dem Jahre 1910. Die {{Marker | name= Elgin Bridge | type= bridge | wikidata= Q3396527 | show= wikilink }} von 1929 mit Ursprung aus dem Jahr 1819 ist auch ein guter Aussichtspunkt für abendliche Fotos auf den Boat Quay und die Wolkenkratzer des Finanzviertels. Die {{Marker | name= Read Bridge | type= bridge | wikidata= Q7300371 | show= wikilink }} wurde 1889 eingeweiht, aber inzwischen mehrere Male modernisiert. Ebenso die {{ Marker | name= Coleman Bridge | type= bridge | wikidata= Q14874432 | show= wikilink }}, welche auf das Jahr 1840 zurückgeht, in ihrer jetzigen Version aber aus dem Jahr 1990 stammt. Neuere Brücken über den Singapore River sind die {{Marker | name= Alkaff Bridge | type= bridge | wikidata= Q4727625 | show= wikilink }} aus dem Jahre 1999, die von einer philippinischen Künstlerin 2004 im Rahmen ihres Projektes „Art Bridge“ bemalt wurde und die 280 Meter lange {{Marker | name= Helix Bridge | type= bridge | wikidata= Q2681107 | show= wikilink }} aus dem Jahe 2010, deren Konstruktion einem menschlichen DNA-Strang nachempfunden ist. Weitere interessante Brücken sind die {{Marker | name =Benjamin Sheares Bridge | type =bridge | wikidata =Q817687}}, eröffnet am 26. September 1981 und mit 1,8 Kilometern die längste Brücke Singapurs. Die {{Marker | name =Bayfront Bridge | type =bridge | wikidata =Q17750009}} ist eine 2010 erbaute 303{{nnbsp}}m lange Autobrücke. Die {{Marker | name =Jubilee Bridge | type =bridge | wikidata =Q65238980}} wurde im April 2015 eröffnet und ist eine reine Fußgängerbrücke. === Denkmäler === [[Datei:At Singapore 2023 098.jpg|mini|Die Raffles-Statue]] * {{vCard | name =Merlion-Löwe | type =monument | wikidata = Q208760 | description =am 15. September 1972 eingeweihtes Denkmal eines wasserspeienden Löwen und im April 2002 an die heutige Stelle versetzt, 8,60 Meter hoch, 70 Tonnen schwer. „Merlion“ ist ein Kofferwort aus ''Mer''maid (''Meerjungfrau'') und ''Lion'' (''Löwe''), was in der Konstruktion zum Ausdruck kommt.}} * {{vCard | name =Statue of Stamford Raffles | type =monument | wikidata =Q124377996 | description =am 15. September 1972 errichtete Statue von Thomas Stamford Raffles an der ungefähren Stelle seiner Landung.}} * {{vCard | name =Civilian War Memorial | type =monument | wikidata =Q5124736 | description =am 15. Februar 1967 eingeweiht, 70{{nnbsp}}m hoch. Von den Einwohnern als „Chop-Sticks” tituliert.}} * {{vCard | name =Lim Bo Seng Memorial | type =monument | wikidata =Q54321624 | description =das 1954 errichtete Denkmal erinnert an den Widerstandskämpfer Lim Bo Seng gegen die Japaner im Zweiten Weltkrieg.}} * {{vCard | name =Founders' Memorial | type =monument | wikidata =Q85761787 | description =soll an die Gründungsväter der Stadt erinnern und wird voraussichtlich 2028 aufgestellt.}} === Museen === Singapur bietet eine große Auswahl an Museen und Ausstellungen. Wer sich für Kultur und Geschichte interessiert findet sich im {{ Marker | name = Asian Civilisations Museum | type = museum | wikidata = Q633033 | show= wikilink, copy }} wieder. Es zeigt Exponate asiatischer Kulturen und Zivilisationen, speziell Chinas, Südost-, Süd- und Westasiens, und bildet zusammen mit dem {{Marker|name=National Museum of Singapore|type=museum|wikidata=Q632689|show=wikilink, copy}} mit dem Schwerpunkt der Geschichte Singapurs, dem {{Marker|name=Peranakan Museum|type=museum|wikidata=Q3078303|show=wikilink}} (Geschichte und Kultur der Peranakan) und dem {{Marker|name=Singapore Art Museum|type=museum|wikidata=Q2032637|show=wikilink}} mit seiner Sammlung moderner und zeitgenössischer ostasiatischer Kunst eine gemeinsame Institution. Mehr moderne und zeitgenössische Kunst singapurischer und südostasiatischer Künstler seit dem 19.{{nnbsp}}Jh. wird in der {{ Marker | name = National Gallery Singapore | type = museum | wikidata = Q6970475 | show= wikilink, copy }} gezeigt. Das {{ Marker | name = ArtScience Museum | type = museum | wikidata = Q2744014 | show= wikilink }} ist Teil des Marina Bay Sands. Gestaltet wie eine Lotusblüte bietet das moderne Museum auf einer Fläche von 6.000{{nnbsp}}m² Ausstellungen, die Kunst, Wissenschaft, Kultur und Technologie verbinden. Es gibt die Dauerausstellung „Future World“ mit digitaler Kunst, Lichtinstallationen sowie auch wechselnde Ausstellungen zu Themen wie Weltraum, KI, Mode, Popkultur und Naturwissenschaften als auch einen Virtuality-Raum. {{Anker|museums-families}}Auch ganze Familien und Kinder kommen auf ihre Kosten z.{{nnbsp}}B. im {{ Marker | name = Museum of Ice Cream | type = museum | wikidata = Q131577631 | show= wikilink }}, einem großen In-Door-Spielplatz mit Eis zum probieren und etwas Hintergrundwissen rund um die beliebete Süßspeise, oder dem {{ Marker | name = Trickeye Singapore | type = attraction | wikidata = Q131577809 | show= wikilink }}, weniger ein Museum als ein Familienspaß mit optischen Täuschungen. Dazu gesellt sich das {{ Marker | name = Mint Museum of Toys | type = museum | wikidata = Q6869564 | show= wikilink }} mit mehr als 50.000 Spielzeugen. Für eine alphabetische und thematische Liste der Museen Singapurs, siehe auch [[Singapur/Museen|Museen Singapurs]]. === Straßen und Plätze === * {{vCard | name =Orchard Road | type =road | wikidata =Q2735712 | description =Hauptgeschäftsstraße Singapurs, hier unter anderem der}} ** {{vCard | name =Orchard Road Market | type =square | wikidata =Q113331382 | description =ein bereits 1880 entstandener Markt; an seiner Stelle steht heute der}} ** {{vCard | name =Orchard Point | type =shop | wikidata =Q17052833 | description =ein Einkaufscenter mit allen Warenangeboten.}} * {{vCard | name =Bras Basah Road | type =road | wikidata =Q4957744 | description =(malaiisch “bras” für ''nass'', “basah” für ''Reis'', der hier getrocknet wurde); aus 1823.}} * {{vCard | name =Raffles Place | type =square | wikidata =Q3079780 | description =1858 entstandener bunter Markt; am Platz befinden sich die drei höchsten Wolkenkratzer der Stadt.}} === Parks === {{ Scroll Gallery | title= Parks | SG-marina-bay-sands-south_garden.jpg | Bay South Garden vom Sands Sky Park gesehen | {{Wikidata|Q120450702|P18}} | Supertree Grove im Bay South Garden | {{Wikidata|Q120450702|P3451}} | Supertree Grove bei Nacht | 2016-04-03 Singapore Botanic Gardens 06.jpg | Singapore Botanic Gardens | Faber Point 4, Nov 06.JPG | Blick vom Mount Faber | Telok Blangah Hill Park, Singapore (3297044040).jpg | Forest Walk im Telok Blangah Hill Park | CanopyWalk-KentRidgePark-Singapore-20070809.jpg | Canopy Walk im Kent Ridge Park | {{Wikidata|Q3521764|P18}} | Baden im East Coast Park | Changi Beach Park 9, Jul 06.JPG | Changi Beach Park }} Singapur ist ein erstaunlich grüne Stadt neben der immer weiter fortschreitenden Begrünung der Gebäude findet man recht häufig auch kleinere Oasen der Ruhe in der Stadt die zu einem Spaziergang einladen. Aushängeschild und neueste Attraktion sind die {{ Marker | name = Gardens by the Bay | type = park | wikidata = Q630135 | show= wikilink, copy }}. Es ist nicht nur eine Parkanlage, sondern bietet mit dem Flower Dome und Cloud Forest auch überdachte Gärten mit Pflanzen aus aller Welt sowie mit den Giant Trees auch eine Bildfläche für allabendliche musikalisch untermalte Lichtprojektionen. Der {{ Marker | name = Zoo | type = zoo | wikidata = Q2709506 | show= wikilink }} Singapurs gilt als einer der besten weltweit. Gleich nebenan liegt die {{ Marker | name = Night Safari | type = zoo | wikidata = Q2234723 | show= wikilink }}. Sie zeigt ausschließlich nachtaktive Tiere und bleibt tagsüber geschlossen. Ergänzt wird das Duo durch den {{ Marker | name = Jurong Bird Park | type = zoo | wikidata = Q1547682 | show= wikilink }} mit großen Aviarien und einem 30{{nnbsp}}m hohen Wasserfall. Singapurs einziges UNESCO Welterbe sind {{ Marker | name = Singapore Botanic Gardens | type = botanical garden | wikidata = Q3046409 | show= wikilink, copy }} eine 74{{nnbsp}}ha große Parkanlage, die seit 1859 Stück für Stück entstand und schließlich 2015 auf die Welterbeliste kam. Das Areal kann kostenfrei besucht werden, allerdings kostet der Orchideengarten 15{{nnbsp}}S$ Eintritt. Er gilt mit jährlich 4,2 Millionen Besuchern als der meist besuchte botanische Garten der Welt. Eine interessante Wanderung bietet der 10,5{{nnbsp}}km lange [[Southern Ridges Walk]] über den {{ Marker | name = Mount Faber | type = park | wikidata = Q6920714 | show= wikilink }}, den {{ Marker | name = Telok Blangah Hill Park | type = park | wikidata = Q7697797 | show= wikilink }} und {{ Marker | name = Kent Ridge Park | type = park | wikidata = Q647955 | show= wikilink }}, ein Wanderweg, teilweise durch die Baumkronen im Südwesten Singapurs, empfohlen wochentags, ist er doch am Wochenende mehr von Einheimischen bevölkert. Eine bekannte innerstädtischen Parkanlage ist der 18{{nnbsp}}ha große {{ Marker | name = Fort Canning Park | type = park | wikidata = Q1438470 | show= wikilink }}. Er beherbergt nicht nur Grün, sondern auch das Fort Canning Centre, das Fort Canning Service Reservoir ein (Wasserspeicher), den ältesten christlichen Friedhof der Stadt, den ASEAN Sculpture Park (von 1981) sowie die die Battle Box (Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg und Rest der früheren Festung Fort Canning). Hier findet sich auch der erste botanischen Garten der Stadt. Er stammt aus dem Jahre 1822 und wurde von Sir Stamford Raffles gegründet. Wer Entspannung, Fitness und Picknick am Meer mag, hat in Singapur mehrere Optionen. Aus gleich drei Gartenanlagen bestehen die {{ Marker | name = Jurong Lake Gardens | type = park | wikidata = Q139913086 | show= wikilink }}. Von der Marina Bay bis fast zum Flughafen zieht sich der {{ Marker | name = East Coast Park | type = park | wikidata = Q3521764 | show= wikilink }}. In regelmäßigen Abständen gibt es, Essensstände, Fahrrad- und Sportverleihe. Besonders beliebt ist er an den offiziellen Feiertagen. Im Nordosten liegt der {{ Marker | name = Changi Beach Park | type = park | wikidata = Q5071985 | show= wikilink }} mit reichlich Restaurants als optisches Highlight liegt er neben der Einflugschneise des Flughafens und man kann die großen Flugzeuge einschweben sehen. Es gibt auch auf [[Singapur|Sentosa Island]] eine Reihe von grünen Arealen. === Aussichtspunkte === * {{ Marker | name = Marina Bay Sands | type = hotel | wikidata = Q548679 | show= wikilink }} – Das Wahrzeichen Singapurs bietet am Bug des „Schiffes“ auf dem Dach ein Aussichtsdeck mit Blick auf die Skyline an der Marina Bay und die Gardens by the Bay. * {{ Marker | name = The Pinnacle@Duxton | type = building complex | wikidata = Q7757213 | show= wikilink }} – Gebäudekomplex von sieben jeweils 50 Stockwerken in 156 Meter hohen Wohnhochhäusern im Stadtteil im Südwesten von Chinatown. Die Galerie im 50. Stockwerk ist tagsüber auch öffentlich zugänglich. Die Besucherzahl ist dabei auf 150 Personen pro Tag und 50 Personen gleichzeitig begrenzt. Man hat unter anderem Blick auf den Hafen, Chinatown und das Finanzdistrikt. * Wer neben dem Ausblick auf die Stadt auch einen Cocktail genießen möchte, kann auch die eine oder andere [[Singapur#rooftop-bars|Rooftop-Bar]] Singapurs besuchen. === Stadtrundfahrten/-gänge === ==== Hop-On-Hop-Off ==== Wie auch in anderen Metropolen gibt es in [http://www.visitsingapore.in/tours.html Singapur Stadtrundfahrten] nach dem Hop-On-Hop-Off-Prinzip. Der Bus fährt eine feste Rundtour und man kann an den gewünschten Haltestellen aussteigen und seine Tour mit einem beliebigen Bus später fortsetzen. Zeitlich ist man bei diesem System absolut flexibel. Ebenso kann man sich auf seine Interessen konzentrieren. * {{vCard | type= tour operator | name= Fun Vee Hopper | url= https://www.citytours.sg | phone= +65 67389798, +65 67383338 | email= enquiry@citytours.sg | description = Die Busse starten regelmäßig an drei Hauptstationen der Gesellschaft. '''1.''' Esplanade Exchange (Esplanade MRT) '''2.''' Orchard Central (Orchard Road) und '''3.''' Singapore Flyer. Insgesamt werden 5 verschiedene Routen angeboten. Ein Flyer informiert über jede Haltestelle der Touren und die Fahrzeiten. Tickets gibt es in verschiedenen Paketen. Ein Einfaches Ticket kostet 19,90{{nnbsp}}$ und gilt einen Tag. Der Fun Vee City Pass bietet für 29,90{{nnbsp}}$ diverse Touren sowie eine Bootsfahrt und Abholung an einigen der Innenstadthotels. }} *# '''City Attractions Hopper''' - Die Tour führt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt (Merlion Park, Chinatown, Botanic Gardens, Orchard Road, Raffles City). Die Busse verkehren von 09:00 bis 17:00 alle halbe Stunde. Ein Sammelbus startet nochmals um 18:30, hält aber nur an ausgewählten Stationen *# '''Ethnic Attractions Hopper A''' und '''B''' - Beide Touren zeigen da bunte Völkergemisch des Stadtstaates. Auf zwei streckenweise unterschiedlichen Touren führen sie durch Chinatown, Little India, Kampong Glam sowie Arab Street. Tour A startet am Singapore Flyer um 09:30, 11:30, 15:30 und 17:30, Tour B am selben Ort um 10:30, 12:30, 14:30 und 16:30 *# '''Marina Attractions Hopper''' - Die kleine Rundtour führt durch Raffles Town und die Marina Bay (via City Hall MRT, Esplanade MRT). Zwischen 13:00 und 19:00 startet alle halbe Stunde ein Bus am Singapore Flyer *# '''Sentosa Attractions Hopper''' - Dieser Bus führt speziell nach Sentosa Island. ==== Land- und Wassertour ==== Eine weitere Möglichkeit, die Innenstadt rund um die Marina Bay zu erkunden, bieten Touren, die mit Amphibienfahrzeugen (Ducktours) durchgeführt werden. Die Tour beginnt mit einer kleinen Rundfahrt im Stadtzentrum. Dann fährt das Fahrzeug direkt ins Wasser und fährt eine Runde durch die Marina Bay. Die Tour kostet ca. 30,00 $. == Einkaufen == Landeswährung ist der {{Strong|Singapore Dollar}}, abgekürzt mit ''S$'' oder bei Banken ''SGD'' oft einfach nur '''$'''. Ein Dollar ist unterteilt in 100 Cents. Es existieren Münzen zu 0,05{{nnbsp}}S$ (messing), 0,10{{nnbsp}}S$ (silber), 0,20{{nnbsp}}S$ (silber), 0,50{{nnbsp}}S$ (silber) und 1{{nnbsp}}S$ (gold). Außerdem gibt es Scheine im Wert von 2{{nnbsp}}S$ (lila), 5{{nnbsp}}$ (grün), 10{{nnbsp}}S$ (rot), 50{{nnbsp}}S$ (blau), 100{{nnbsp}}S$ (orange), 1000{{nnbsp}}S$ (lila) und 10000{{nnbsp}}S$ (gold). Der [[Brunei#Einkaufen|Brunei-Dollar]] ist eins zu eins an den Singapore Dollar gebunden und auch in Singapur ein gültiges Zahlungsmittel. Restaurants und Hotels geben die Preise meistens in der Form 19.99++&nbsp;S$ an, was bedeutet, dass die Preise Steuern (8{{nnbsp}}%) und Bedienung (10{{nnbsp}}%) noch nicht enthalten und zum Rechnungsbetrag am Ende noch addiert werden. Manche Hotels und Restaurants geben die Nettopreise eventuell sogar als +++ an, wobei das dritte Plus 1{{nnbsp}}% CESS (einer Art „Touristensteuer“) entspricht, was einen Gesamtzuschlag von 19,8{{nnbsp}}% ausmacht. Trinkgelder sind in Singapur unüblich, selbst Taxifahrer geben das Wechselgeld im Allgemeinen bis auf den letzten Cent raus oder runden sogar zu ihren Ungunsten ab, um sich nicht mit Kleingeld rumplagen zu müssen. === Preise === Verglichen mit südasiatischem Standard ist Singapur teuer. Mit 75{{nnbsp}}S$ pro Tag ist ein Auskommen für einen Backpacker möglich, insbesondere Essen bekommt man mit dem exzellenten {{Em|Hawker Food}} für 5–10{{nnbsp}}S$ pro Mahlzeit. In Restaurants liegen die Essenspreise aber bei 20–50{{nnbsp}}S$. Man sollte bei seiner Planung auch bedenken, dass die 50{{nnbsp}}S$ am Tag nicht zu halten sind, wenn Alkohol ins Spiel kommt. Für einen Gin-Tonic muss man bereits 12–13{{nnbsp}}S$ berappen, selbst wenn man sich die Zutaten selbst im 7Eleven kauft. Dabei sei aber angemerkt, dass die 7Eleven spürbar teurer (ca.&nbsp;80{{nnbsp}}%) sind als die privaten Einzelhandelsgeschäfte, die man aber im Stadtzentrum nicht immer ohne weiteres findet. Man sollte danach in den einfachen Passagen unter Wohnanlagen schauen. * {{Strong|Bier}} kostet (je nach Marke und Herkunft) im Lebensmittelladen 2,20-4,00{{nnbsp}}S$ (320{{nnbsp}}ml Dose) beim 7Eleven entsprechend mehr. Ein gezapftes Bier im Restaurant (ca.&nbsp;0,4{{nnbsp}}l) liegt bei 12–17{{nnbsp}}S$. Es ist somit kein Problem am Boat Quay bei drei bis vier kühlen Bier sein Tages-Kontingent komplett zu verbrauchen. * {{Strong|Wein}} startet im Lebensmittelmarkt bei ca.&nbsp;28{{nnbsp}}S$ pro Flasche. * {{Strong|Spirituosen}} starten beim Getränkehändler bei ca.&nbsp;40{{nnbsp}}S$ pro Flasche. * Für {{Strong|Cocktails}} muss man in Restaurants und Bars mit Preisen von 25{{nnbsp}}S$ rechnen. Ein Restaurantbesuch mit einem Bier, einem Burger und einem Cocktail zum Abschluss kann problemlos bei 80{{nnbsp}}S$ liegen. Ein Bett in einem Hostel findet man ab ca. 35&nbsp;S$. Für ein Hotelzimmer mit eigenem Bad kommt man aber schon an die 100 heran. Selbst in den meisten Luxushotels (vom Raffles vielleicht abgesehen) kann man sich mit den richtigen Rabatten schon für 200{{nnbsp}}$ einquartieren. Alles in allem kann man – auch ohne Luxus – an einem Tag für Hotelzimmer, Frühstück, Tagesaktivitäten, Restaurant und Barbesuch auch 200{{nnbsp}}€ am Tag ausgeben. === Shopping === [[File:Singapore bukit timah monkeys 2002.jpg|mini|Freilebende Affen in Bukit Timah]] Neben Essen ist '''Einkaufen''' die große Lieblingsbeschäftigung der Singapurer und dementsprechend ist Singapur das Einkaufsparadies schlechthin. * Die größte Einkaufsstraße ist die [[Singapur/Orchard|Orchard Road]], in der sich ein Einkaufszentrum an das Nächste reiht, welche vor allem Nobelgeschäfte beherbergen. Dementsprechend hoch sind auch die Preise. Herausragende Shopping Centres sind ION und Takashimaya (oft interessante Aktionen im Tiefgeschoss). * Günstigere Preise findet man in [[Singapur/Bugis|Bugis]], hier gibt es die neuesten Trends (und daher ist es in erster Linie bei Singapurs Teenagern sehr beliebt). Sehr gute Auswahl findet sich auch in der {{ Marker | name= VivoCity | type= mall| wikidata= Q7937930 | show= wikilink }}, dem größten Einkaufszentrum Singapurs, an der Zufahrt nach Sentosa (MRT Harbour Front). * Die besten Preise und interessantesten Sachen gibt es in [[Singapur/Little India|Little India]] oder [[Singapur/Chinatown|Chinatown]], denn hier leben und kaufen die Einheimischen ethnischen Gruppen Singapurs, wobei es aber auch schon viele Läden gibt, die sich speziell auf Touristen eingerichtet haben. * Interessant für Kunsthandwerk und Einrichtungsgegenstände asiatischer Provenienz ist {{marker | name =Dempsey | type =buy |lat=1.30492 | long=103.80986 | wikidata =Q111032515 }} (gegenüber Botanic Garden) ein ehemaliges Kasernengelände mit einer Reihe sehr guter Geschäfte und Restaurants. Sehr beliebt bei Expats. Beim Kauf von '''Kleidung''' und '''Schuhen''' ist zu beachten, dass Größen für Männer über 1,80, Frauen über 1,65 und Schuhgrößen ab 44 bzw. 39 so gut wie nicht erhältlich sind. Die Zeiten, in denen '''Elektronik''' in Singapur vergleichsweise günstig waren sind wegen des gestiegenen Wechselkurses und der in Deutschland transparenteren Preisfindung im Internet vorbei. Wer genau weiß, was er möchte, kann in der Funan Mall oder den Ketten (besonders Challenger) möglicherweise noch ein paar Euro gegenüber den deutschen Preisen sparen. Man sollte dann aber bedenken, das der deutsche Zoll hier aktiv werden kann und bezüglich Kulanz oder Garantie deutliche Abstriche zu machen sind. Definitiv zu meiden sind die Touristen-orientierten Geschäfte auf der Orchard Road (besonders im berüchtigten Lucky Plaza). Für Computerzubehör empfiehlt sich der Sim Lim Square, aber hier ist genaue Kenntnis der Materie und Preise angeraten. Auf alle Fälle sollte man sich vor jedem Kauf bewusst sein, dass in Singapur 220 V Spannung mit einem dreipoligen (englischen) Stecker verwendet wird. Im Gegensatz zu den meisten anderen südostasiatischen Ländern sind in Singapur Raubkopien nicht erhältlich. === Trinkgeld === In Singapur gibt man nur in Hotels (ab der Mittelklasse) Trinkgeld. Auch bei Taxifahrern kann man den Fahrpreis zum nächsten vollen Dollar-Betrag aufrunden. Ansonsten sind Trinkgelder in Singapur unüblich und teilweise gesetzlich verboten (wie beispielsweise am Flughafen). * '''Gepäckträger''' 1 bis 2{{nnbsp}}$ pro Gepäckstück * '''Zimmermädchen''' 1 bis 2{{nnbsp}}$ pro Tag == Küche == Wie schon erwähnt ist '''Essen eine Art Volkssport''' in Singapur und somit ist das Land als Schmelztiegel der Kulturen wahrhaftig eine kulinarische Reise wert! Der Vielvölkerstaat ist ein Paradies für Gourmets, der eine einmalige Auswahl an Geschmacksrichtungen bietet: '''chinesische, malaiische, indische, thailändische, indonesische, japanische und koreanische Gerichte''' bietet die einheimische Kochkunst, aber auch der eingeschworene Konsument westlicher Speisen muss auf '''europäisches oder amerikanisches Essen''' nicht verzichten. So breit wie die Auswahl an Geschmacksrichtungen, so vielfältig ist das Angebot an Restaurants im Stadtstaat. Die einheimische Küche kann man am besten in den einfachen Garküchen der Hawker Centres oder Foodcourts testen, wo landestypische Gerichte sehr schnell und preiswert (ein Gericht kostet nur wenige Dollar) serviert werden. In den luxuriösen klimatisierten Restaurants und Hotels findet man exzellente Kulinaria aus der ganzen Welt, allerdings zu entsprechend höheren Preisen. Typisch für Singapur sind allerdings Reisgerichte. === Lokale Spezialitäten === Folgende Gerichte gehören zu den Lieblingsgerichten der Einheimischen und sollten auf der Tagesordnung jedes Reisenden stehen: * {{Strong|{{ Wikipedia | name= Laksa | wikidata= Q934095 }} }} – Laksa ist eine Kokosnuss-Curry-Suppe mit Reisnudeln und Shrimps und eines der Nationalgerichte Singapurs. [[Singapur/Geylang#Laksa|Katong]] im Stadtteil Geylang gilt als eines der Zentren dieses Gerichts. * '''Satay''' &ndash; Fleischspieße, serviert mit Erdnusssauce, in Kokosmilch gekochtem Reis, Gurke und Zwiebeln * '''Hainanese Chicken Rice''' &ndash; gedünstetes Hähnchen mit Duftreis und Chili-Soße * '''Chilli Crab''' &ndash; hartschalige Krebse mit einer Tomaten-Chili-Soße. Bekannt dafür ist die Kette [http://www.nosignboardseafood.com No Signboard Seafood] * '''Char kway teow''' &ndash; verschiedene gebratene Nudeln mit einer dunklen, süßen Soße, Fischfrikadellen, chinesischen Würstchen, Hähnchen oder Shrimps und Gemüse * '''Fish Head Curry''' &ndash; in scharfer Currysoße gegarte Fischköpfe mit Gemüse und Reis * '''Rojak''' &ndash; Salat aus Früchten und Gemüse mit Krabbenpaste und Erdnüssen * ''' Hokkien Fried Mee''' &ndash; gelbe Nudeln mit Schweinefleisch, Shrimps und Gemüse * '''Durian''' &ndash; eine tropische Singapur-typische Frucht, um die die meisten Touristen wegen ihres Gestanks angeekelt einen großen Bogen machen. Von den meisten Einheimischen wird die ''Durian'' jedoch als Spezialität betrachtet. === Hawker Centre und Foodcourts === [[File:LavenderFoodSquare-Singapore-20050617-original.jpg|thumb|Hawker Centre]] Die billigste und beliebteste Art in Singapur zu essen sind '''Hawker Centre'''. Die heutigen Hawker Centre sind eine Ansammlung früherer Straßenverkäufer, die von der Regierung in geschlossene Komplexe gelenkt wurden, um so die Hygiene zu verbessern. Die Preise sind niedrig (die meisten Gerichte kosten zwischen 2 und 5{{nnbsp}}$ ), Hygiene-Standards hoch (die einzelnen Garküchen, sogenannte Stalls, werden regelmäßig kontrolliert und bewertet; das Kurz-Ergebnis in Form eines Großbuchstabens, beginnend mit A und dann absteigend, hängt gut sichtbar aus) und das Essen kann ausgezeichnet sein (ein Indiz für gutes Essen sind lange Schlangen vor einem Stall). An Atmosphäre mag es mitunter mangeln, es gibt auch keine Klimaanlage, jedoch ist der Besuch eines Hawker Centres ein unbedingtes ''Muss'' während eines Singapur-Aufenthalts! In den Hawker Centres ist es üblich, sich zuerst einen Tisch zu suchen und ihn irgendwie zu belegen, sich die Tischnummer zu merken und sich dann bei den Garküchen die angebotenen Gerichte anzusehen. Hat man sich für eins entschieden, nennt man bei der Bestellung seine Tischnummer und bekommt es wenige Zeit später an den Tisch geliefert. Bezahlt wird erst, wenn man das Essen erhält. Gelegentlich gibt es auch Stalls mit Selbstbedienung, in denen man sich das Gericht dann selber abholen muss. In Singapur hat quasi jeder Wohnblock sein eigenes Hawker Centre, denn Singapurer kochen selten zu Hause und nehmen fast jede Mahlzeit außer Haus ein. Die beliebtesten Hawker Centre bei Touristen sind die zentral gelegenen '''Newton Circus''' (nahe der [[Singapur/Orchard|Orchard Road]]) und '''Lau Pa Sat''' (nahe dem [[Singapur/Riverside|Singapore River]]), &mdash; weshalb sie aber nicht unbedingt die billigsten und besten sein müssen, vielmehr sollte der anspruchsvolle Gourmet sein Glück statt dessen lieber in [[Singapur/Chinatown|Chinatown]] versuchen. Aktuelle Informationen über das beste Hawker Food der Stadt findet man unter [https://www.makansutra.com Makansutra]. '''Foodcourts''' sind die verbesserte und klimatisierte Version der Hawker Centre. Man findet sie im Untergeschoss fast jeder Shopping Mall, das angebotene Essen ist das Gleiche, unter Umständen jedoch etwa 1 bis 2{{nnbsp}}$ teurer. === Restaurants === Singapur bietet eine große Auswahl an Restaurants, für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel. Als Hafenstadt sind '''Meeresfrüchte''' in Singapur eine allgemein anerkannte Spezialität, die besten Fischrestaurants findet man an der [[Singapur/Osten|East Coast]]. Restaurants mit moderaten Preisen und '''internationalem Angebot''' findet man an der [[Singapur/Riverside|Singapore River]] und in [[Singapur/Norden und Westen|Holland Village]]. Luxusrestaurants gibt es vor allem in den Hotels der gehobenen oder Luxusklasse, wo Köche aus den verschiedenen kulinarischen Richtungen ausgezeichnete Gerichte der '''Fusion Cuisine''' kreieren. Singapur gibt es 33 Restaurants mit einem, 6 mit zwei und 3 Restaurants mit 3 Michelin-Sternen {{Stand|2025|06}}<ref>{{ Internetquelle | URL= https://guide.michelin.com/de/de/singapore-region/restaurants/sternerestaurants | titel= Sternerestaurants in Singapur | Website= Michelin Guide | Website-URL= https://guide.michelin.com/ | Datum= 2025-06-22 }}</ref>. === Coffee Shops === '''Coffee Shops''' sind das singapurische Äquivalent zu Kneipen, denn hier trifft man sich nicht nur morgens zum Frühstück, sondern auch auf ein Schwätzchen beim Bier am Abend. Auch wenn es der Name nicht unbedingt vermuten lässt, bieten Coffee Shops neben verschiedenen Kaffeearten eine große Auswahl an Getränken und kleineren oder größeren Gerichten. Die meisten Coffee Shops gehören zu lokalen Ketten wie ''Coffee Bean and Tea Leaf'', ''Coffee Club'' und ''Délifrance'', die zu Hauf im [[Singapur/Riverside|zentralen Finanzdistrikt]] vertreten sind. Einen einfachen ''Iced Coffee'' bekommt man jedoch selten unter 4{{nnbsp}}S$, wobei ein einheimischer ''teh tarik'' or ''kopi'' Kaffee in jedem Hawker Centre schon für weniger als 1{{nnbsp}}$ zu haben ist. == Nachtleben == Hot-Spots mit {{Strong|Bars, Kneipen und Clubs}} gibt es de-facto in jedem der zentralen Stadtteile. Das für Besucher interessante Nachtleben konzentriert sich hauptsächlich auf das zentrale Business-Distrikt, vor allem auf '''[[Singapur/Chinatown#Nachtleben|Chinatown]]''' (z.{{nnbsp}}B. '''Ann Siang Road''' und '''Club Street''') und den '''[[Singapur/Riverside|Singapore River]]''' ('''Boat Quay''' und '''Clarke Quay'''). Auch in {{ Marker | type= quarter |name= Kampong Glam | wikidata= Q4251481 | show= wikilink, none }}, insbesondere in der Haji Lane und in {{ Marker | type= quarter | name= Geylang | wikidata= Q525295 | show= wikilink, none }} gibt es viele Bars und Kneipen. Man kann online {{Strong|Kneipentouren}} ({{Em|pub crawls}}) buchen. Hier besucht man zusammen mit anderen Interessierten eine Reihe von Restaurants und Bars. Ein kleiner Willkommensdrink ist meist inklusive. Es kann passieren, dass sich darunter Musikkneipen und Clubs befinden. Dies kann aufgrund der herrschenden Lautstärke die Kommunikation etwas erschweren. {{Anker|rooftop-bars}}Die Stadt bietet einige {{Strong|Rooftop-Bars}} mit wirklich schönen Aussichten auf die Stadt. Highlights an der Marina Bay sind das {{ Marker | type= bar | name = VUE | wikidata= Q131826192 | show= wikilink }} mit Blick auf das Marina Bay Sands und das {{ Marker | type= bar | name = CÉ LA VI | wikidata= Q126171842 | show= wikilink }} auf dem Dach des Marina Bay Sands mit tollem Blick auf die Stadt. Die höchstgelegene Bar ist mit 282{{nnbsp}}Metern das {{ Marker | type= bar | name = NOVA | wikidata= Q132255954 | show= wikilink }} auf dem Raffles Place mit 360°&nbsp;Rundblick. Eine schönen Blick auf die Bars der Riverside und die Wolkenkratzer des Finanzdistrikts hat man vom {{ Marker | type= bar | name = Southbridge | wikidata= Q131826247 | show= wikilink }}. Das {{ Marker | type= bar | name = Roof Garden at Artyzen | wikidata= Q131945138 | show= wikilink }} besitzt einen 25-Meter-Infinity-Pool, eine schöne Garten-Terrasse und einen Panorama-Blick auf die Umgebung der West-Orchard-Road. Nicht auf einem Dach aber in der 70. Etage des höchsten Hotels Singapurs befindet sich die {{ Marker | name = SKAI Bar | type = bar | wikidata = Q134051831 | show= wikilink }} mit Blick auf die Riverside, das Financial District und den Sonnenuntergang. Eine sehr schöne Sicht auf den Sonnenuntergang, die Hafenfront und die Insel Sentosa genießt man in der {{ Marker | name = Mirabilis Bar | type = bar | wikidata = Q136085220 | show= wikilink }} auf dem Mount Faber Peak. [[File:Singapore View from CE LA VI Club.jpg|thumb|Blick vom Club CÉ LA VI auf die Skyline von Singapur]] Wer in {{Strong|Clubs}} die Nacht zum Tag machen und durchtanzen möchte, findet in Singapur einige gute Locations, allen voran den legendären Club {{ Marker | type= club | name = Zouk | wikidata= Q111556 | show= wikilink }} am Clarke Quay, der es 2018 im DJ Mag zum drittbesten Club der Welt gebracht hat. Das Marina Bay Sands bietet in der Mall das sehr angesagte {{Marker|type=club|name=Marquee|wikidata=Q69618274|show=wikilink}} sowie oben auf dem Dach das kleine {{Marker|type=club|name=CÉ LA VI|wikidata=Q126171842|show=copy, wikilink}} mit spektakulärem Blick auf die Skyline. Die Clubs haben in der Regel eine Kleiderordnung. Geschlossenes Schuhwerk ist Pflicht. Geschnittene Oberteile, Tanktops und anstößige Drucke sind nicht erlaubt. Shorts sind teilweise möglich. Es gibt in Singapur kein {{Strong|Gay-Viertel}}. Was dem am nächsten kommt, ist das Gebiet zwischen Tanjong Pagar and Outram Park. Gay-Bars befinden sich im Bereich der [[Singapur/Chinatown#Nachtleben|Neil Road]]. == Unterkunft == [[File:Singapore - Raffles Hotel 0001.jpg|thumb|Das weltbekannte Raffles]] Verglichen mit anderen südostasiatischen Ländern sind Übernachtungsmöglichkeiten in Singapur nicht gerade günstig. Wer ein ordentliches Zimmer mit eigenem Bad sucht muss schon eine Weile suchen, um noch einen zweistelligen Preis zu finden. Backpacker-Hostels findet man hauptsächlich in [[Singapur/Chinatown|Chinatown]], [[Singapur/Little India|Little India]], [[Singapur/Bugis|Bugis]] und an der [[Singapur/Osten|East Coast]]. Eine Übernachtung in einem Kapselhotel startet bei ungefähr 60{{nnbsp}}S$ für eine Standard-Rate. Nicht erstattbare Sondertarife liegen dan mindestens bei 45{{nnbsp}}S$. Günstige Mittelklasse-Hotels drängen sich in [[Singapur/Osten|Geylang]], wo sie sich teilweise auch an Kunden richten, die Zimmer stundenweise mieten. Hotels unter 100{{nnbsp}}S$ sind zweckmäßig, jedoch einfach eingerichtet, in der Preisklasse von 100{{nnbsp}}S$ bis 150{{nnbsp}}S$ findet man aber auch schon einige gutte mittelklassige Hotels. Hotelketten wie '''[http://www.hotel81.com.sg/ Hotel{{nnbsp}}81]''' sind eine preiswerte Option mit mehreren Hotels in der Stadt und Zimmerpreisen ab 65{{nnbsp}}S$, teilweise allerdings ohne Fenster. Generell ist ein Wert von 150{{nnbsp}}S$ für ein gutes Mittelklassezimmer mit Fenster ein brauchbarer Richtwert. Singapur bietet jede Menge Luxusunterkünfte. Die Preise für ein Doppelzimmer in einem Fünf-Sterne-Hotel beginnen bei 200{{nnbsp}}S$ wenn man nach Rabatten und Packages Ausschau hält. Die „Instanz“ unter den Hotels in Singapur ist das im Kolonialbaustil 1887 errichtete {{Marker | name =Raffles Hotel | type =hotel | wikidata =Q1538837 |show= wikilink}} (115 Suites) mit einem Tropengarten im Innenhof. In seiner Long-Bar wurde vor 1915 das Cocktail-Geränk ''Singapore-Sling'' erfunden. Die Preise für ein Doppelzimmer in einem Fünf-Sterne-Hotel beginnen bei 200{{nnbsp}}S$ wenn man nach Rabatten und Packages Ausschau hält. Wer sich bei diesen Preisen keine Übernachtung leisten kann, sollte aber trotzdem an einem Abend die Bar des Hotels besuchen und dort einen Cocktail zu sich nehmen. Das Ambiente ist beeindruckend, und abends gibt es häufiger Live-Musik. Das {{Marker | name =The Fullerton Hotel Singapore | type =hotel | wikidata =Q4409125 |show= wikilink}} (eröffnet am 27. Juni 1928; 428 Zimmer) wurde an der früheren Stelle des 1829 errichteten {{Marker | name =Fort Fullerton | type =fort | wikidata =Q111032529 |show= wikilink}} gebaut. Das {{Marker | name =Swissôtel The Stamford | type =hotel | wikidata =Q1343055 |show= wikilink}} (1272 Zimmer auf 73 Etagen), mit 226{{nnbsp}}m das höchste Hotel in Südostasien (1986). Eines der neueren 5-Sterne-Hotels ist das {{Marker | name =Marina Bay Sands | type =hotel | wikidata =Q548679 |show= wikilink, copy }} (23. Juni 2010, 2561 Zimmer). == Feiertage == Dank seiner multikulturellen Gesellschaft gibt es in Singapur neben den weltlichen Feiertagen chinesische, muslimische, hinduistische, buddhistische und christliche Feiertage. Viele religiöse Feiertage richten sich nach dem Mondkalender, so dass die Daten von Jahr zu Jahr variieren. Sollte ein Feiertag auf einen Sonntag fallen, ist der darauf folgende Montag ebenfalls Feiertag. {{Feiertage Anfang}} {{Feiertag | {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-1-1 | Format= D, j. M Y | Wartetage= 7 }} | Neujahr | Begrüßung des neuen Jahres mit Feuerwerken und Silvesterparties }} {{Feiertag | Jan/Feb | Ponggal | Tamilisches Erntedankfest }} {{Feiertag | Jan/Feb | Thaipusam | Hinduistisches Fest zu Ehren des Hindugottes Subramaniam }} {{Feiertag | {{Nächster Termin nach Datum | Datum1= {{Chinesisches Neujahrsfest|{{CURRENTYEAR}}|Format=Y-m-d}} | Datum2= {{Chinesisches Neujahrsfest|{{NextYear}}|Format=Y-m-d}} | Format= D, j. M Y | Wartetage= 7 }} | Chinesisches Neujahr | Das größte Fest des Jahres, Feier des neuen Jahres nach dem Mondkalender. }} {{Feiertag | Mär/Apr | Qing Ming Festival | Verehrung der Vorfahren }} {{Feiertag | {{Nächster Termin nach Datum | Datum1= {{Id al-Fitr|{{CURRENTYEAR}}|Format=Y-m-d}} | Datum2= {{Id al-Fitr|{{NextYear}}|Format=Y-m-d}} | Format= D, j. M Y | Wartetage= 7 }} | Hari Raya Pusa | Ende des Ramadan (Fastenmonat) }} {{Feiertag | {{Nächster Termin nach Datum | Datum1= {{Ostern|Format=Y-m-d|diff=-2}} | Datum2= {{Ostern|{{NextYear}}|Format=Y-m-d|diff=-2}} | Format= D, j. M Y | Wartetage= 7 }} | Karfreitag }} {{Feiertag | {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-5-1 | Format= D, j. M Y | Wartetage= 7 }} | Tag der Arbeit | }} {{Feiertag | {{:Singapur/Vesak}} | Vesak | Wichtigster buddhistischer Feiertag }} {{Feiertag | {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-8-9 | Format= D, j. M Y | Wartetage= 7 }} | Nationalfeiertag | Erinnerung an die Unabhängigkeit vom 9. August 1965 }} {{Feiertag | Aug/Sep | Hungry Ghosts Festival | Besänftigung der bösen Geister }} {{Feiertag | Sep | Mid-Autumn Festival | Fest zu Ehren eines chinesischen Patrioten }} {{Feiertag | {{Nächster Termin nach Datum | Datum1= {{Diwali|{{CURRENTYEAR}}|Format=Y-m-d}} | Datum2= {{Diwali|{{NextYear}}|Format=Y-m-d}} | Format= D, j. M Y | Wartetage= 7 }} | Diwali | Hinduistisches Lichterfest }} {{Feiertag | {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-12-25| Format= D, j. M Y | Wartetage= 7 }} | Weihnachten | }} {{Feiertage Ende}} == Sicherheit == [[File:Singapore MRT Fines.jpg|thumb|upright|Ein typisches “Fine”-Schild]] Singapur gilt als '''eine der sichersten Städte der Welt.''' Kriminalität ist nahezu ein Fremdwort hier. So kann man sich praktisch zu jeder Tageszeit und an wirklich jedem Ort völlig ungefährdet aufhalten und bewegen. Allerdings muss sich auch ein normaler Bürger und Tourist entsprechend der singapurischen Strafgesetzgebung verhalten, und in Singapur sind einige Sachen verboten, die in anderen Ländern toleriert werden. Zum Beispiel ist es in Singapur verboten, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder MRT-Stationen zu essen oder zu trinken, die Straße an nicht ausgewiesenen Übergängen zu überqueren, auf die Straße zu spucken oder Müll liegen zu lassen. Daher sollte man auf die ohnehin nicht zu übersehenden “Fine”-Schilder achten und sich entsprechend verhalten, denn bei Verstößen drohen einem nicht unbedeutende Strafen. Die Einfuhr und Benutzung von e-Zigaretten ist verboten und strafbewehrt. Auch wenn es die vielen Regeln und der Singapur-typische Slogan “Singapore is a fine city!” (Spiel mit der Doppelbedeutung von “fine” = “schön” und “fine” = “Strafgebühr") vermuten ließen, sieht man in Singapur recht wenig Polizisten, die das Einhalten der Gesetze kontrollieren. Sie sind zum einen in zivil gekleidet, zum anderen setzt der Stadtstaat auf eine umfassende Videoüberwachung. Strafen werden hier hauptsächlich als (in der Tat wirkungsvolle) Präventivmaßnahme angesehen, die dafür sorgen, dass Singapur eine sehr sichere und saubere Stadt ist und bleibt. Die Strafandrohungen sind teilweise drakonisch und vervielfachen sich bei Wiederholungstätern: Kaugummikauen 10.000&nbsp;S$ und/oder 2 Jahre Haft; Ausspucken oder öffentliche Toilette nicht spülen 1.000&nbsp;S$, Nacktheit in einsehbarem Raum (also auch durchs Fenster sichtbar im Privatzimmer) bis 2.000&nbsp;S$, Graffitisprühen bringt neben Haft regelmäßig auch Auspeitschung mit sich. '''Drogenverstöße''' werden in Singapur '''extrem''' ernst genommen. Jegliche Art von Drogenhandel, -herstellung, -import oder -export wird drakonisch bestraft. Ab einer Menge von 15{{nnbsp}}g Heroin, 30{{nnbsp}} Morphium oder 500&nbsp;g Cannabis können die [[w:Todesstrafe#Singapur|Todesstrafe]] oder lebenslange Haft verhängt werden. Umso dringender muss auch auf sonst übliche Sicherheitsmaßnahmen verwiesen werden: Niemals für jemanden etwas mitnehmen, niemals Gepäck unbeaufsichtigt lassen. == Gesundheit == {{Quickbar Notruf}} '''Leitungswasser''' kann in Singapur bedenkenlos getrunken werden, '''Hygienestandards''' sind sehr hoch und die '''ärztliche Versorgung''' ausgezeichnet. Als tropisches Land ist Singapur '''heiß und feucht''' und man sollte, um Kreislaufproblemen vorzubeugen, viel Wasser trinken. Die niedrigste Temperatur, die jemals in Singapur gemessen wurde, lag 1934 bei 19,4 Grad Celsius, weshalb man vor allem legere, leichte Baumwollkleidung mitnehmen sollte. Da in vielen Einkaufszentren, Restaurants, Hotels und öffentlichen Verkehrsmitteln Klimaanlagen meist auf sehr kalt eingestellt sind, kann hier ein leichter Pullover sehr nützlich sein. Malaria ist in Singapur kein Thema, die Region ist jedoch unter Umständen vom '''Dengue-Fieber''' bedroht. Daher hält Singapur strikte Moskito-Kontrollen aufrecht (Zurücklassen von abgestandenem Wasser wird mit Geldbußen bestraft), die jedoch natürlich nicht bis in die Naturreservate der Insel reichen, daher kann hier die Verwendung von Insektenschutzmitteln sinnvoll sein. Neben dem Rettungsdienst kann man bei medizinischen Problemen auch folgende Rufnummern wählen: * Samaritans of Singapore (SOS): 1800 221 4444 * Ambulanz (kein Notfall): 1777 * Singapore General Hospital: 6222 3322 == Klima und Reisezeit == [[File:VandaMissJoaquim.jpg|thumb|Orchideen]] Die äquatornahe Lage in den Inneren Tropen beschert dem Stadtstaat tropisches Klima. Die durchschnittlichen Tagestemperaturen liegen ganzjährig bei mindestens 31{{nnbsp}}°C, nachts bleibt es mindestens 25{{nnbsp}}°C warm (Tropennächte). Die Regenzeit liegt zwischen November und Januar, wo durchschnittlich 15 Regentage im Monat zu verzeichnen sind. Eine kleine Regenzeit stellt sich zwischen Juni und September ein. Die Trockenzeit erstreckt sich zwischen Februar und Mai, aber auch dann ist mit Regen zu rechnen. Die relative Luftfeuchtigkeit liegt tagsüber bei 80 bis 85{{nnbsp}}% und kann nachts auf 95{{nnbsp}}% ansteigen. == Regeln und Respekt == [[File:Singapore River Hong Bao 2006 5, Feb 06.JPG|thumb|Chinesisches Neujahr: River Hong Bao 2006]] Eine '''Kleiderordnung''' gibt es nur bei Besuchen religiöser Stätten. Beim Besuch von Tempeln und Moscheen müssen Arme und Beine bedeckt sein, beim Besuch von Hindu-Tempeln und Moscheen müssen die Schuhe ausgezogen werden. Singapur hat sehr strenge '''Drogengesetze'''. Für den Handel auch mit relativ geringen Mengen Drogen ist die Todesstrafe vorgesehen! Sie wird auch an Ausländern trotz Intervention ihrer Regierungen vollstreckt. (Bei Todesstrafen-Urteilen wird von der SCHULD des Angeklagten ausgegangen. Als Reisender, der mit Drogen im Gepäck erwischt wird, muss man also seine Unschuld beweisen. Es wird daher dringend empfohlen, besonders auf das eigene Gepäck zu achten.) Es ist auch zu beachten, dass es in Singapur ebenfalls sehr strenge Gesetze gegen '''Verunreinigung und Vandalismus''' gibt. Essen und Getränke sind in der U-Bahn strengstens verboten, eine weggeworfene Zigarette kann schnell mehrere hundert Euro kosten. Noch teurer kommt es, wenn man schnell mal hinter das nächste Gebüsch uriniert. '''Fotografieren''' ist fast überall möglich und nur bei bestimmten Infrastrukturprojekten und militärischen Anlagen verboten. '''Drohnen''' über 250 Gramm müssen [https://esoms.caas.gov.sg/uaportal/index.html gebührenpflichtig registriert] werden, was auch für Ausländer möglich ist und fünf Arbeitstage dauert. Über 1,5{{nnbsp}}kg braucht man einen Sachkundenachweis. Generell verboten sind Flüge über Menschenmengen, Notfalleinsätzen sowie 5{{nnbsp}}km um Flughäfen. Letzteres bedeutet, dass das östliche Drittel des Stadtstaats wegen Changi Airport und der Paya Lebar Airbase ''off limits'' ist. Jeglicher kommerzielle Betrieb bedarf einer zusätzlichen Erlaubnis. '''Kaugummi''' ist seit 1992 in Singapur verboten, aufgrund von Problemen mit Kaugummimüll und Vandalismus, wie z.{{nnbsp}}B. Kaugummi, der an U-Bahn-Türsensoren und Aufzugtasten klebt. Das Verbot umfasst den Import, Verkauf und die Herstellung von Kaugummi, mit Ausnahmen für therapeutische, zahnmedizinische und Nikotinkaugummis, die bei einem Arzt oder registrierten Apotheker gekauft werden können. Während Kaugummi selbst nicht illegal ist, kann unsachgemäße Entsorgung zu Geldstrafen führen. Die Strafe für den Verkauf von Kaugummi kann bis zu '''2.000 S$''' betragen. Die '''LGBT'''-Community Singapurs hat es in den letzten Jahren etwas leichter. Seit 2022 sind sämtlicher homosexuelle Handlungen nicht mehr strafbar. Im Land hat sich auch eine lebendige LGBT-Community entwickelt, auch wenn sie nicht solche freien Bedingungen wie in [[Thailand]] oder [[Taiwan]] vorfindet. {{siehe auch|LGBT in Singapur}} == Post und Telekommunikation == === Post === Die singapurische '''Post''' arbeitet sehr effizient, es gibt überall kleine oder größere Postämter. Eine Postkarte nach Deutschland kostet 80 Cent, ein normaler Brief muss mit 1,50{{nnbsp}}$ frankiert werden.{{Stand|2022|08}} Die Beförderung nach Europa dauert ungefähr eine Woche, wobei man die Sendungen mit einem ''Airmail-Aufkleber'' kennzeichnen sollte. Die Gebühren für andere Postdienste erfährt man bei der [https://www.singpost.com/ SingPost]. === Mobilfunk === Es gibt drei große Telefonanbieter in Singapur, die auch das Roaming von deutschen Mobiltelefonen aus ermöglichen: [https://www.singtel.com/|Singapore Telecom (Singtel)], [https://www.starhub.com/|Starhub] und [https://www.m1.com.sg/|MobileOne (M1)]. Der '''IDD-Zugangscode''' ist 001 (für SingTel), 002 (für M1) und 008 (für Star Hub), mittlerweile gibt es aber auch schon zahlreiche Billignummern, über die man sich bei den oben genannten Telefonanbietern erkundigen kann. Es lohnt, wenn man sich bei seinem deutschen Mobilfunkbetreiber über die Preise der verschiedenen singapurischen Anbieter informiert, damit man sich dann in das günstigste Netz einwählen kann. Sollte man längere Zeit in Singapur bleiben und viele Anrufe innerhalb Singapurs tätigen, ist es sinnvoll, eine Prepaid-Karte bei einem lokalen Anbieter zu erwerben, da sie deutlich günstigere Konditionen bieten. Eine SIM-Karte kostet 10–20{{nnbsp}}$, ein Inlandsgespräch 5–25{{nnbsp}}Cent pro Minute und eine SMS ungefähr 5{{nnbsp}}Cent. Es gibt auch eSIM, die man bereits im Vorfeld einrichten kann. Die Tarife gibt es für verschiedene Zeiträume und Datenvolumen. Dabei ist man nicht an Kalendermonate gebunden. Beim Online-Kauf einer eSIM gibt man den gewünschten Tag an, an dem die Karte aktiviert werden soll. Das geschieht automatisch. Steigt man aus dem Flugzeug, ist man nach ein paar Minuten online, sollte aber für das Datenroaming die richtige SIM-Karte in den Telefoneinstellungen einrichten. Es gibt auch eSIM für ganz Südost- und Ostasien. Wer mehrere Länder bereist ist damit überall online. Für einen Monat unlimitiertes Internet in ganz Südostasien ohne Hotspot-Möglichkeit für die Freunde muss man dann ca. 50 Euro berappen. Ein weiterer Vorteil des Erwerbs einer lokalen SIM-Karte oder eSIM in Singapur ist die hohe Netzabdeckung und die schnelle Internetgeschwindigkeit, die zu den besten weltweit zählen. Insbesondere für Geschäftsreisende und Touristen, die auf eine stabile Verbindung angewiesen sind, bieten die lokalen Anbieter attraktive Pakete mit hohen Datenvolumen und schnellen 5G-Verbindungen an. Zudem bieten einige Anbieter Zusatzdienste wie kostenfreies WLAN an ausgewählten öffentlichen Orten, wodurch die Kosten für die mobile Datennutzung weiter gesenkt werden können. Auch das Aufladen von Prepaid-Karten ist unkompliziert und kann an zahlreichen Verkaufsstellen oder online durchgeführt werden. === Festnetz === '''Öffentliche Telefonzellen''' sind auf der Insel selten geworden. Es gibt 2022 die Vorschrift, dass mindestens eine nahe einem jeden Wohnblock sein muss. Das bedeutet weniger als 2000 landesweit. == Praktische Hinweise == == Auslandsvertretungen == * {{vCard|type=embassy |name=Deutsche Botschaft |address=50 Raffles Place, #12-00 Singapore Land Tower, Singapore 048623 |phone=+69 65336002 |email=germany@singnet.com.sg |fax=|url=https://singapur.diplo.de/sg-de/service |hours=Mo.-Fr. 8.30-11.30 nur nach online-Terminvereinbarung |price=|lat=1.28470 |long=103.85219 |lastedit=2023-06-22|description= Notfallnummer +65 9817 0414}} * {{vCard|type=embassy|name=Konsularabteilung der österreichischen Botschaft|name-local=y|alt=|address=600 North Bridge Road, #24-06/07 Parkview Square, 3. OG, Singapore 188778|directions=|phone=+6562290190|url=|hours=Di.-Do. 9.30-12.00, 13.300-16.30|price=|lat=1.30018411008785|long=103.85772580111484|lastedit=2023-06-22|description=|wikidata=}} * {{vCard|type=embassy|name=Schweizerische Botschaft in Singapur|name-local=y|alt=|address=911 Bukit Timah Rd, Level 2|directions=Bus 66, 74, 77, 151 “The Tessarina”|phone=+6564685788 |fax=+65 6466 8245| url=https://www.eda.admin.ch/countries/singapore/en/home/representations/embassy-singapore.html |email=singapore.consular@eda.admin.ch|hours=Mo.-Fr- 9.00-12.30, Mo.-Do. 13.30-17.00|price=|lat=1.3334659986633874|long=103.78897581273655|lastedit=2023-06-22|description=|wikidata=}} == Literatur == * Bowden, David; ''Malaysia & Singapur;'' München 2019 DK, {{ISBN|9783734202278}}, mit Mini-Kochbuch; engl. Orig.: '' Eyewitness travel guide Malaysia & Singapore'' * Gebauer, Bruni; Huy, Stefan; ''Singapur on tour;'' München 2019; {{ISBN|9783846404614}} * Homann, Klaudia; Homann, Eberhard; ''Singapur;'' München 2018; {{ISBN|9783834226716}} * Singh, Bilveer; ''Understanding Singapore politics;'' New Jersey u.a. ²2022 World Scientific Publishing Co.; {{ISBN|9789811245688}} * Song, Jiyoung; ''A history of human rights society in Singapore, 1965-2015;'' London 2017 Routledge, Taylor & Francis Group; {{ISBN|978-1-315-52741-3}} * Film: ''[[w:en:Apprentice (film)|Apprentice]]'' (dt. „Lehrling“) 2016 Dokudrama gedreht über die Erfahrungen des Henkers von Singapur und seine Sich der Todesstrafe. == Weblinks == * {{Internet | URL= https://www.gov.sg/ | Titel= Website der Regierung von Singapur | Sprache= en | Abruf= 2024-07-09 }} * {{Internet | URL= https://www.visitsingapore.com/de_de/ | Titel= Singapur von einer neuen Seite kennenlernen | TitelErg= offizielle Seite des Singapore Tourism Boards | Sprache= de | Abruf= 2024-07-09 }} * {{Internet | URL= https://www.auswaertiges-amt.de/de/service/laender/singapur-node | Titel= Singapur | TitelErg= Information des Auswärtigen Amtes über Singapur | Sprache= de | Abruf= 2024-07-09 }} == Einzelnachweise == <references> <ref name="straitstimes-2025-02-26">{{ Internet | Titel= JB-S'pore RTS Link systems 50% complete; tracks from Malaysia to Woodlands to be done by July | URL= https://www.straitstimes.com/singapore/transport/jb-spore-rts-link-systems-50-complete-tracks-from-msia-to-woodlands-to-be-done-by-july | Website= [[w:en:The Straits Times|The Straits Times]] | Zitat= After that, trial operations will be carried out, with the aim of starting passenger service by the end of 2026, as scheduled.| Autor= Yufeng Kok | Datum= 2025-02-26 | Abruf= 2025-04-10 | Archiv-Datum= 2025-02-26 | Archiv-URL= https://web.archive.org/web/20250226104716/https://www.straitstimes.com/singapore/transport/jb-spore-rts-link-systems-50-complete-tracks-from-msia-to-woodlands-to-be-done-by-july | URL-Status= online }}</ref> <ref name= "straitstimes-2024-12-06">{{ Internet | Autor= Yufeng Kok | Datum= 2024-12-06 | Titel= Hume MRT station to open in Q2 2025; Circle Line Stage 6 to be ready in first half of 2026 | URL= https://www.straitstimes.com/singapore/transport/hume-mrt-station-to-open-in-q2-2025-circle-line-stage-6-to-be-completed-in-first-half-of-2026-chee | Abruf= 2024-12-06 | Website= [[w:en:The Straits Times|The Straits Times]] | Site-URL= https://www.straitstimes.com | Archiv-Datum= 2024-12-06 | Archiv-URL= https://web.archive.org/web/20241206111213/https://www.straitstimes.com/singapore/transport/hume-mrt-station-to-open-in-q2-2025-circle-line-stage-6-to-be-completed-in-first-half-of-2026-chee | URL-Status= online }}</ref> </references> {{Navigationsblock|Navigation Singapur|Navigationsleiste Südostasien}} {{Related|LGBT in Singapur}}{{Related|Welterbe in Singapur}}{{Related|Sprachführer Chinesisch}}{{Related|Sprachführer Bahasa Melayu}} {{GeoData| lat= 1.36829| long= 103.81611| radius= 25000}}{{IstInKat|Südostasien}}{{Unesco|Kontinent = Asien |Land = Singapur}}{{class-3}} fpmih9r5vo9hsj5n1ef4bpwrjus6izo 1802370 1802366 2026-09-06T17:31:28Z Sngpra 56444 /* Schiff */ 1802370 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Land | Religion= Buddhisten, Muslime, Christen, Hinduisten, Sikh, Taoisten | Zeitzone= MEZ+8h }} {{Strong|Singapur}} ist ein Stadtstaat in [[Südostasien]], der durchaus mit einigen Superlativen aufwartet. Er ist nicht nur ein Schmelztiegel der Kulturen, er gilt sowohl als wohlhabend und sehr sauber, aber durchaus auch als recht streng. Ein vorbereitender Blick in die Reiseinfos ist daher durchaus angebracht. Obwohl „nur“ eine Stadt, bietet er, neben einem nahezu perfekten Nahverkehrssystem, eine unglaubliche Auswahl an Kulinarik, Kultur und Entertainment – allerdings zu einem, im Vergleich zum restlichen Südostasien, gehobeneren Preis. == Stadtteile == Singapur ist ein sehr kleines Land auf einer großen und mehreren kleinen Inseln an der Südspitze der malaysischen Halbinsel, aber mit vier Millionen Einwohnern eine recht große Stadt, die aus mehr oder weniger großen „Stadtteilen“ besteht. Der {{Strong|Central Business District}} ist sozusagen die Innenstadt von Singapur, die aus folgenden Teilen besteht: {{Region List | title = Central Business District | version = 1 | {{ Region Item | color = #d17c82 | noRegionLink= y | name= [[Singapur/Marina Bay|Marina Bay]] | description= Die Marina Bay ist der jüngste Stadtteil Singapurs. Er wurde auf einer Landfläche erbaut, die dem Meer zumeist durch Auffüllungen abgerungen wurde. Es gibt keine exakte Abgrenzung zum Stadtteil [[Singapur/Riverside|Riverside]], unter Marina Bay versteht dieser Artikel die Gebiete südöstlich der Straßen ''Shenton Way'', ''Esplanade Drive'' und ''Nicoll Highway''.}} | {{ Region Item | color = #c5a0c6 | noRegionLink= y | name= [[Singapur/Chinatown|Chinatown]] | description= 1828 auf Empfehlung von [[w:Thomas Stamford Raffles|Thomas Stamford Raffles]] angelegter Distrikt der chinesischen Siedler. Die alte Bebauung ist schön restauriert und beherbergt auch viele Restaurants und Bars und auch bekannte Tempel. Auch viele LGBT-Einrichtungen finden sich im Vergleich zu den anderen Kulturen Singapurs etwas toleranterem chinesischen Distrikt.}} | {{ Region Item | color = #6ca4ca | noRegionLink= y | name= [[Singapur/Orchard|Orchard]] | description= Die Orchard Road ist die Haupteinkaufsstraße von [[Singapur]], eine zwei Kilometer lange Strecke mit miteinander verbundenen Einkaufszentren, Hotels und Hotels mit Einkaufszentren für jeden Geldbeutel und Geschmack. Das Areal befindet sich nördlich des Singapore River. Im Westen verlängert sich die Straße in die Tanglin Road und auf der Ostseite in die Bras Basah Road. An deren Ende findet man schöne Kolonialarchitektur und einige der besten Museen Singapurs.}} | {{ Region Item | color = #dcdc71 | noRegionLink= y | name= [[Singapur/Riverside|Riverside]] | description= Die Riverside ist einer der geschäftigsten Stadtteile Singapurs. Hier findet man die Wolkenkratzer des Finanzviertels, den Merlion als historisches Wahrzeichen Singapurs, koloniale Gebäude und wichtige Museen sowie die Hotspots des Nachtlebens am Boat Quay und Clarke Quay. }} | {{ Region Item | color = #a4c79d| noRegionLink= y | name= [[Singapur/Bugis und Kampong Glam|Bugis und Kampong Glam]] | description= Bugis and Kampong Glam sind die früheren Zentren des muslimischen Singapurs, auch heute leben hier noch viele Muslime, die traditionelle Waren verkaufen.}} | {{ Region Item | color = #e8ba37| noRegionLink= y | name= [[Singapur/Little India|Little India]] | description= In diesem Gebiet um die Serangoon Road ließen sich seit dem 19. Jahrhundert indische Einwanderer nieder. Es entwickelte sich seitdem zum indischen Zentrum Singapurs.}} | {{ Region Item | color = #ac6800| noRegionLink= y | name= [[Singapur/Geylang|Geylang]] | description= Geylang galt lange Zeit als Singapurs Rotlichtviertel. Davon ist aber nicht mehr viel übrig. Hier liegt auch Singapurs älteste malaiische Siedlung. Besonders während des Ramadans ist die Siedlung bekannt für ihre Beleuchtung und abendlichen Märkte.}} }} Auch im {{Strong|Äußeren Singapur}} gibt es viel zu sehen, von den HDB-Vierteln („Housing and Development Board“), in denen das Hawker-Food besonders beliebt ist, bis hin zum Zoo von Singapur. Oder man entspannt sich in den Parks und an den Stränden an der Ostküste und auf Sentosa. {{Region List | title = Äußeres Singapur | version = 1 | {{ Region Item | color = #d8b9c3| noRegionLink= y | name= [[Singapur/Sentosa|Sentosa]] | description= Sentosa ist Singapurs größte Insel, die bis 1967 den Briten als Militärbasis diente, heute jedoch zu einer erstaunlichen Freizeitinsel für alle Altersstufen und Interessen verwandelt wurde. }} | {{ Region Item | color = #67B7B7| noRegionLink= y | name= [[Singapur/Balestier|Mitte]] | description= In der „Mitte“ (Balestier, Newton, Novena and Toa Payoh) Singapurs findet man neben Wohngebieten auch noch einige Naturreservate mit Regenwäldern, Stauseen und Parks. }} | {{ Region Item | color = #5A9088| noRegionLink= y | name= [[Singapur/Osten|Osten]] | description= Die East Coast um Bedok ist eine von Singapurs größten Wohngegenden, der East Coast Park an der Küste ist ein künstlich angelegtes Naherholungsgebiet mit Stränden, Grillplätzen, Fitnessgebieten und hervorragenden Restaurants. Ferner befindet sich im Osten die Insel Pulau Ubin, die mit Holzbooten erreicht werden kann und ein letztes Überbleibsel eines alten Singapurer Kampongs (Dorf) ist. }} | {{ Region Item | color = #0072ff| noRegionLink= y | name= [[Singapur/Southern Waterfront|Southern Waterfront]] | description= Die südliche Waterfront wird noch von den Anlagen des Containerhafens beherrscht, der aber in den Westen zum Tuas Megaport umzieht. Die freigewordenen Flächen werden dann neu in die Stadtentwicklung einbezogen. Die Keppel Bay und Keppel Island sind bereits bebaut und hinter der Küstenlinie gibt es viele Parks und die Southern Ridges laden zu einer ausgedehnten [[Southern Ridges Walk|Wanderung]] ein. }} | {{ Region Item | color = #fc3aa1| noRegionLink= y | name= [[Singapur/Norden und Westen|Norden und Westen]] | description= Der Norden und Westen Singapurs besteht aus großen Wohn- und Industriegebieten, u.a. Woodlands und Jurong. }} | {{ Region Item | color = #03bc32| noRegionLink= y | name= [[Singapur/Southern Islands|Southern Islands]] | description= Zu den südlichen Inseln zählen {{Strong|Kusu Island}}, {{Strong|St. John's Island}}, {{Strong|Lazarus Island}} und {{Strong|Sister Islands}}, die den Besuchern teilweise sogar Duschen oder BBQ-Plätze zur Verfügung stellen und sehr sauber sind. }} }} == Hintergrund == {{ Mapframe | lat=1.292 | long= 103.856 | zoom=10 <!-- Umring Marina Bay --> | from= Singapore/Marina Bay dewikivoyage.map | title= Marina Bay <!-- Umring Chinatown --> | from2= Singapore/Chinatown dewikivoyage.map | title2= Chinatown <!-- Umring Orchard --> | from3= Singapore/Orchard dewikivoyage.map | title3= Orchard <!-- Umring Riverside --> | from4= Singapore/Riverside dewikivoyage.map | title4= Riverside <!-- Umring Bugis --> | from5= Singapore/Bugis and Kampong Glam dewikivoyage.map | title5= Bugis und Kampong Glam <!-- Umring Little India --> | from6= Singapore/Little India dewikivoyage.map | title6= Little India <!-- Umring Geylang --> | from7= Singapore/Geylang dewikivoyage.map | title7= Geylang <!-- Umring Sentosa + Pulau Brani --> | from8= Singapore/Sentosa dewikivoyage.map | title8= Sentosa <!-- Umring Balestier, Newton, Novena and Toa Payoh --> | from9= Singapore/Balestier dewikivoyage.map | title9= Mitte | <!-- Umring Osten + Pulau Ubin --> | from10=Singapore/East dewikivoyage.map | title10= Osten <!-- Umring Southern Waterfront --> | from11= Singapore/Southern Waterfront dewikivoyage.map | title11= Southern Waterfront <!-- Umring Norden und Westen| id10= Q55639449 | title10= Southern Waterfront | type10 = geoshape | fill10 = #fc3aa1 --> <!-- Umring Southern Island --> | from12= Singapore/Southern Islands dewikivoyage.map | title12= Southern Island }} {{Mapshapes|Q40176}}<!-- MRT-Liniennetz --> {{ Sitelinks | name= Singapur | wikidata= Q334 }} ist ein Stadtstaat und gleichzeitig auch ein Inselstaat, da er im Norden vom Festland Malaysias durch die nur 600 Meter bis 1,2 Kilometer breite {{Wikipedia|name=Straße von Johor|wikidata=Q732132}} getrennt ist. Singapur besteht aus 64 Inseln mit 159{{nnbsp}}km Küstenlänge und liegt 137{{nnbsp}}km nördlich des [[w:Äquator|Äquators]]. Das Staatsgebiet wird lediglich zu 25{{nnbsp}}% landwirtschaftlich genutzt (davon 60&nbsp;% Kautschuk- und Kokospalm-Plantagen). Der Stadtstaat ist sehr flach, seine höchste Erhebung ist der {{ Marker | name= Bukit Timah | type= mountain | wikidata= Q720209 }} mit 163,6 Metern. Singapur verfügt über eine zentrale Lage als Drehkreuz {{en|{{Em|hubs and spokes}}|inKlammern= ja}} im Flugverkehr, im Norden liegt [[Malaysia]] mit Grenzübergängen über zwei Brücken; im Osten, Süden und Westen liegt [[Indonesien]]. [[Westaustralien]] ([[Perth]]) ist nur noch 5 Flugstunden entfernt. Singapur ist nicht nur ein Schmelztiegel der Kulturen, sondern gilt sowohl als wohlhabend und sehr sauber, aber durchaus auch als recht streng verwaltet. Obwohl „nur“ eine Stadt, bietet sie, neben einem nahezu perfekten Nahverkehrssystem, eine sehr hohe Auswahl an Kulinarik, Kultur und Entertainment – allerdings zu einem, im Vergleich zum restlichen Südostasien, gehobeneren Preis. In Singapur haben Reisende die Gelegenheit, ganz Asien in einem einzigen Land zu finden, denn in Singapur leben Chinesen, Malaien, Inder sowie jede Menge Gastarbeiter und Auswanderer aus allen Ländern der Welt. Als Staat, der für seine strengen Gesetze und Strafen überall bekannt ist, genießt Singapur teilweise einen eher langweiligen Ruf, jedoch ist die „Schweiz Asiens“ für viele auch eine willkommene Abwechslung von der Armut, dem Chaos und der Kriminalität, die in so vielen Teilen des asiatischen Kontinentes vorherrschen. Auch wenn es Singapurs relativ geringe Größe nicht vermuten lässt, hat es eine Vielzahl interessanter Attraktionen zu bieten, die es zu entdecken gilt, so dass man in Singapur problemlos einen abwechslungsreichen Urlaub verbringen kann, der mehr als nur ein paar Tage dauert. Denn man kann von Singapur Ausflüge zu den umliegenden Inseln organisieren und dort ein paar ruhigere Stunden verbringen. Zu den Badeinseln zählen die [[Singapur/Southern Islands|Southern Islands]]. Im Norden Singapurs kann man {{ Marker | name= Pulau Ubin | wikidata= Q1928550 | show= wikilink }}, Singapurs zweitgrößte Insel nach Sentosa, besuchen und dort noch unberührte Natur erleben. Außerdem bietet es sich an, eine Singapur-Reise mit einem ''Badeurlaub'' in [[Indonesien]] oder [[Malaysia]] zu kombinieren. Unweit von Singapur liegt zum Beispiel die indonesische Insel [[Bintan]], die noch ein echtes nahezu unberührtes Urlaubsparadies ist, ebenso wie die malaysischen [[Tioman|Tioman Islands]]. Diese Inseln sind sehr gut und günstig mit komfortablen Schnellbooten von Singapur zu erreichen. Auch kulinarisch kommt man auf seine Kosten: An erster Stelle steht das legendäre singapurische {{Strong|Essen}} mit seinen geschäftigen ''Hawker Centres'' und ''24-h-Coffee Shops'', die unschlagbar günstiges Essen aus allen Ländern Asiens anbieten. Dicht gefolgt vom {{Strong|Einkaufen}}, denn Shopping-Mekkas wie die ''Orchard Road'' oder ''Suntec City'' laden zum unbegrenzten Geldausgeben ein. Nicht zuletzt ist zu bemerken, dass sich gesellschaftliche Restriktionen in den letzten Jahren immer mehr aufgelockert haben und es mittlerweile sogar möglich ist, sich beim ''Bungee Jumping'' oder ''Table Dancing'' zu vergnügen. 2009 wurden dann auch die ersten Casinos eröffnet als Teil von Singapurs neuer Kampagne für {{Strong|Spaß und Unterhaltung}}, mit der man die Zahl der Touristen verdoppeln und ihre Aufenthaltsdauer erhöhen will. Und in Zukunft wird es sicher noch mehr Aktionen geben, mit denen sich Singapur vom „Fine-State“ ({{enS|''fine''}}, Strafgebühr) zum „Fun-Staat“ wandeln will. === Geschichte === [[Datei:Part of Singapore Island (British Library India Office Records, 1825, detail).jpg|mini|Frühe Karte von Singapur mit dem ''Singapore River'' aus 1825]] Als erster Herrscher des Gebietes um den heutigen {{Marker | name =Fort Canning Hill (Bukit Larangan) | type =mountain | wikidata =Q1438470 | show = copy }} gilt [[w:Sang Nila Utama|Sang Nila Utama]] (oder ''Sri Tri Buana'', „Herr der drei Welten“) aus [[Sumatra]]. Er nannte sein 1299 gegründetes Inselreich zunächst „Temasek“ (javanisch „Seestadt“) und dann ''Singapura'' (Sanskrit „Singha“ für „Löwe“ und „pura“ für „Stadt“, also „Löwenstadt“).<ref>[https://www.google.de/books/edition/Hikmah_Unfolding_Mysteries_of_the_Univer/sSVJEAAAQBAJ?hl=de&gbpv=1&dq=Nila+Utama+temasek+1299&pg=PT340&printsec=frontcover Rosalam Sarbatly, ''Hikmah – Unfolding Mysteries of the Universe'', Partridge Publishing Singapore, 2021, S. 340]</ref> Dieser letztere Name blieb bis heute erhalten. Sang Nila Utama soll hier einem Löwen begegnet sein, was jedoch heute als zoologisch ausgeschlossen gilt. Das Zentrum dieses Königreichs befand sich offenbar an der Stelle, wo sich die Bevölkerung am Nordufer des heutigen Flusses ''Singapore River'' ansiedelte, der Hügel selbst blieb der Herrscherelite vorbehalten, die dort auch einen Palast errichtete (daher auch die Bezeichnung „Kolonial-Viertel“). Der Herrscher Sang Nila Utama ist im ''Fort Canning Hill'' begraben. Nach einem Angriff auf das Königreich Singapur wurde dieses um 1377 durch die javanischen Majapahit eingenommen und der kleine Hafen von ''Temasek'' zerstört.<ref>[https://www.google.de/books/edition/Area_Handbook_for_Malaysia_and_Singapore/pPdAAAAAIAAJ?hl=de&gbpv=1&dq=singapur+1377+Majapahit&pg=PA35&printsec=frontcover Bela C. Maday, ''Area Handbook for Malaysia and Singapore'', American University Washington, D.C./Foreign Areas Studies Division, 1965, S. 35 f.]</ref> Im Jahre 1703 landete hier auf seinem Weg von Indien nach China der englische Händler Alexander Hamilton, der vom lokalen Herrscher Abdu’l Jalil Ri’ayat Shah das noch unentwickelte Singapur als Geschenk ausschlug und damit die Chance auf eine frühe britische Kolonie vergab.<ref>[https://www.google.de/books/edition/Singapore_at_Random/NhVXH9N1GcgC?hl=de&gbpv=1&dq=Nila+Utama+temasek+1299&pg=PA120&printsec=frontcover Susan Tsang/Audrey Perera, ''Singapore at Random'', Editions Didier Millet, 2011, S. 121]</ref> Erst mehr als 100 Jahre später landete [[w:Thomas Stamford Raffles|Thomas Stamford Raffles]] am 28. Januar 1819 in der Nähe der {{Marker | name =Raffles' Landing Site | type =viewpoint | wikidata =Q7282563}} auf der Suche nach einem geeigneten Ort für einen Handelsposten in Singapur.<ref>[https://www.google.de/books/edition/The_Natuurkundige_Commissie_in_the_Nethe/0UVVEQAAQBAJ?hl=de&gbpv=1&dq=raffles+january+1819&pg=PA151&printsec=frontcover Pieter van Wingerden, ''The Natuurkundige Commissie in the Netherlands Indies (1820–1850)'', Brill Schöningh, 2025, S. 151]</ref> Er schloss am 6. Februar 1819 mit dem Sultan von Johore einen Nutzungsvertrag über die Landfläche zwecks Errichtung des Handelspostens, was als Gründungsdatum des modernen Singapur gilt. Kurz danach verließ er Singapur auf der Weiterreise nach {{Marker | name =Bengkulu | type =city | wikidata =Q1890 | show =none}} in Indonesien. Raffles kam noch zweimal nach Singapur, letztmals zwischen Oktober 1822 und Februar 1823. Er verstarb am 5. Juli 1826 und erlebte die weitere Entwicklung Singapurs nicht mehr. Bereits 1826 wurde Singapur ein britisches Territorium und am 1. April 1867 britische Kronkolonie. Während dieser Zeit entstanden viele Kolonialbauten wie 1855 das {{Marker | name =Fort Canning | type =fort | wikidata =Q70092142}} oder das am 1. Dezember 1887 eröffnete und weltberühmt gewordene Raffles-Hotel. Singapur erhielt 1951 Stadtstatus, durfte im Mai 1959 eine eigene Regierung stellen, erlangte am 31. August 1963 Unabhängigkeit, am 9. August 1965 erreichte Singapur den Status eines autonomen Staats nach kurzer Zugehörigkeit zum Staatenbund ''Malaysia'' (=Malaya und Singapura). Seit dem 31. Januar 1992 diente die 1939 errichtete {{Marker | name =The Battle Box | type =museum | wikidata =Q7715823}} (unter dem Fort Canning) als eine Touristenattraktion, sie wurde am 15. Januar 1997 nach einer Restaurierung als Museum zugänglich gemacht. Nach einer Sanierung bis 2016 wurde sie als {{Marker | name =Battlebox Visitor Centre | type =tourist information | lat =1.296164 | long =103.846236}} wiedereröffnet. === Geografie, Flora und Fauna === Die urbane Entwicklung zur Mega-City hat die Tierwelt auf einige wenige unbewohnte Gebiete zurückgedrängt. Von den 90 Säugetierarten weisen alle kritisch niedrige Populationen auf. Asiatische Elefanten durchqueren gelegentlich von Malaysia kommend die Straße von Johor, einige Sambar-Hirsche, einige Makaken-Arten und Languren sind auf den kleineren Inseln zu finden. Die Pflanzenwelt hat in der betonierten Stadt wenig Gelegenheit zum Wachstum. Trotzdem gedeihen etwa 3000 Pflanzenarten in der Region. Hervorzuheben sind die Orchideen. Baumarten wie Tembusu (Cyrtophyllum fragrans), Regenbaum (Samanea saman) oder die Angsana (Pterocarpus indicus) sind ebenso zu erwähnen wie 54 Palmenarten. Wer die Vielfalt tropischer Gewächse in konzentrierter Form kennenlernen möchte, sollte die {{ Marker | name= Singapore Botanic Gardens | type= botanical garden | wikidata= Q3046409 | show= wikilink }} besuchen, seit 2015 UNESCO Welterbe. Der gerade mal {{ Wikidata | id= Q1454776 | p= P2043 }} lange {{ Strong | {{Wikipedia | name= Singapore River | wikidata= Q1454776 }}}} ist ein kleiner Fluss mit einer großen Bedeutung für die Stadtgeschichte. Unweit seiner Mündung in die Marina Bay ging im Jahr 1819 '''Thomas Stamford Raffles''' an Land und gründete in dem kleinen malaiischen Ort eine Niederlassung der Britischen Ostindien-Kompanie. Sein Denkmal steht an der vermuteten Landungsstelle am nördlichen Flussufer, es ist umgeben von etlichen Verwaltungs- und Regierungsgebäuden. Dazu gesellen sich die historischen Handels- und Lagerhäuser am Boat Quay, am Clarke Quay und am Robertson Quay und die alten Brücken. Unmittelbar dahinter bilden die Wolkenkratzer des Central Business Districts eine eindrucksvolle Kulisse. == Anreise == === Einreisebestimmungen === Deutsche, Schweizerinnen und Österreicher benötigen für Aufenthalte bis 90 Tage kein Visum, lediglich einen Reisepass. Ein vorläufiger Reisepass ist ebenfalls zugelassen. EU-Bürgerinnen und Bürger müssen sich nicht am Einreiseschalter einreihen und können die automatische Einreise nutzen und ihren Pass an den Automaten scannen. Frühestens drei Tage vor der Einreise muss eine elektronische [https://eservices.ica.gov.sg/sgarrivalcard/ Singapore Arrival Card] (SGAC) ausgefüllt und übermittelt werden. Für diesen Zweck steht eine App für das Smartphone bereit. Bei der Einreise werden der Reisepass gescannt und biometrische Daten aufgenommen. Die Ausreise erfolgt per Gesichtsscan. === Zoll === Die Einfuhr von Kaugummi, Eiern, Feuerwerkskörpern, Spielzeugwaffen, Handschellen, kugelsicheren Westen ist strengstens untersagt. Die Einfuhr von Zigaretten ist nur gegen Zahlung einer Einfuhrsteuer möglich, wobei es keine Freimengen gibt. Andere Tabakprodukte als Zigaretten (Zigarren, Snus) und speziell E-Zigaretten sind komplett verboten. Bei Einreise aus Malaysia gibt es '''keinerlei Freimengen''', es wird streng kontrolliert, Gepäck durchleuchtet und [https://www.customs.gov.sg/businesses/valuation-duties-taxes-and-fees/duties-and-dutiable-goods/ hohe Strafzölle] sind fällig. Auch für Fisch, Fleisch und andere frische Lebensmittel gelten Beschränkungen, erläutert auf der [https://www.sfa.gov.sg/bringing-food-for-private-consumption-from-overseas/list-of-food---food-products-allowed Liste des Zolls]. Erwachsene dürfen zollfrei eine begrenzte Menge von 2&#x00a0;Litern Alkoholika, davon aber max. 1&#x00a0;Liter Schnaps einführen. Dabei kann die Menge auf verschiedene Kombinationen von Spirituosen, Wein und Bier aufgeteilt werden. Für Reisende gibt es auf der Webseite des Zolls eine [https://www.customs.gov.sg/individuals/going-through-customs/arrivals/duty-free-concession-and-gst-relief/ Handreichung] (engl.). Beachte, dass die Freimengen 48 Stunden Abwesenheit erfordern, wer also nur einen Tagesausflug auf den Fähren zu den indonesischen Inseln macht, kann sie nicht nutzen. Es ist nicht erlaubt, Medikamente einzuführen, die verbotene Substanzen enthalten. Es ist daher angeraten, seine persönlichen notwendigen Medikamente vorher zu prüfen und die benötigte Menge gegebenenfalls anzumelden. Die ''Health Science Authority'' stellt dafür eine [https://www.hsa.gov.sg/personal-medication/check-requirements Webseite zur Prüfung] seiner Medikamente bereit. === Flugzeug === [[File:Singapore Changi Airport with Jewel in the background.jpg|thumb|Flughafen Singapur]] Die einfachste Art der Einreise ist das Flugzeug. Neben der bekannten Fluggesellschaft [[Singapore Airlines]] und deren Billigtochter gibt es auf der Insel auch weitere Billiganbieter wie [https://www.jetstarasia.com/ Jetstar Asia Airways] oder auch [https://www.airasia.com/ Air Asia], die Flüge von Singapur anbietet. Der {{ Marker | name = Flughafen Singapur | type = airport | show = symbol | wikidata = Q32159 }} ist der wichtigste Flughafen des Landes und gilt als wichtiger asiatischer Knotenpunkt. Der Flughafen liegt im Osten des Stadtstaates und ist gut organisiert und die Abwicklung (Einreise, Gepäcklogistik) ist schnell. Es gibt derzeit vier Terminals, die über eine Einschienenbahn (Skytrain) miteinander verbunden sind. Terminal 4, das das ehemalige Budget Terminal ersetzt, wurde am 31. Oktober 2017 eröffnet. Der Zeitvertreib bei der Durchreise fällt in Changi leicht: Es gibt ein Kino (Terminal{{nnbsp}}2), Schwimmbad und Fitnessstudio (Terminal{{nnbsp}}1) und ca.&nbsp;200 gratis Internet PCs und fast überall gratis wireless Internet. Außerdem gibt es ein Transit-Hotel im dritten Stock der Terminals 1 und 2: '''Ambassador Transit Hotel''', Tel. +65-6541-9106. Es ist ohne Einreisekontrolle zugänglich. Zimmer gibt es für 6-Stunden-Blöcke mit stundenweiser Erweiterungsmöglichkeit. Auch das Mieten einer Dusche (ohne Zimmer) ist hier möglich. Direktflüge aus dem deutschsprachigen Raum von und nach Singapur gibt es von folgenden Flughäfen {{Stand|2025|04}}: * [[Lufthansa]] aus Frankfurt am Main und München * [[Scoot]] aus Wien * [[Singapore Airlines]] aus Frankfurt am Main, München und Zürich * [[Swiss International Airlines|SWISS]] aus Zürich Wem eine Pause während des Fluges willkommen ist und keine großen Umwege in Kauf nehmen will, kann auf eine der arabischen Fluggesellschaften wie [[Qatar Airways]] (z.{{nnbsp}}B. ab Berlin), [[Etihad Airways]] (z.{{nnbsp}}B. ab Düsseldorf) oder [[Emirates]] (z.{{nnbsp}}B. ab Hamburg) zurückgreifen. ==== Anfahrt ==== * '''Taxi''' – Gleich nach dem Zoll findet man Schilder, die zum Taxibereich führen. Es werden immer Taxameter verwendet, die Preise sind günstig. Eine Fahrt in die Stadt kostet ca.&nbsp;20.00{{nnbsp}}$ (inklusive 3-5{{nnbsp}}S$ Flughafen-Aufschlag). Trinkgeld ist wie an vielen Orten in Singapur nicht üblich. Es kann mit der MasterCard-Kreditkarte (nicht VISA) sowie weiteren Zahlungsanbieter (stehen an der Scheibe eines Taxis) bezahlt werden. * '''Grab''' – Über die mittlerweile sehr gebräuchliche App [https://www.grab.com/sg/ Grab] (analog dem in Europa bekannteren Uber) kann man sich ein Privattaxi kommen lassen. Der Abholpunkt an dem man sich einfinden soll wird sehr genau in der App angezeigt. Ergänzt wird es durch Kennzeichen und Bild des Fahrers und dem Fahrpreis. * '''MRT''' – Die MRT, Singapurs U-Bahn, fährt bis zum Terminal&nbsp;2. Terminal&nbsp;3 erreicht man von dort zu Fuß, Terminal 1 per Skytrain. Die Flughafenzüge pendeln immer zwischen Tanah Merah und Changi Airport, so dass man in Tanah Merah (ebenerdig) in einen Zug der grünen Linie (East-West Line) oder im Zwischenhalt Expo in die blaue Linie (Downtown Line) umsteigen muss. Es gibt keine Tickets, die Bezahlung erfolgt direkt per EZLink-Karte, die direkt am Bahnsteig an einem Ticketschalter erworben werden kann. Der letzte Zug ab Airport Richtung Innenstadt (Abfahrtszeit derzeit 23.18 Uhr) hat in der Innenstadt nicht mehr in alle Richtungen Anschluss auf andere Linien. Die U-Bahn fährt nicht rund um die Uhr, bei einem Flug in den frühen Morgenstunden ist man auf das Taxi angewiesen. Die Preise variieren, je nach Ziel der Fahrt zwischen 1,30 und 4,00{{nnbsp}}SGD. === Bahn === [[File:Eastern & Oriental Express at Woodlands Train Checkpoint.jpg|thumb|Woodlands Train Checkpoint]] * {{vCard | name = Woodlands Train Checkpoint | type = train | wikidata = Q6132101 | description = Singapur besitzt keine eigene Eisenbahn, es gibt lediglich eine eingleisige Eisenbahnverbindung mit Malaysia. Die [https://www.ktmb.com.my/ '''Malaysische Eisenbahn'''] fährt dreimal täglich von Kuala Lumpur nach Singapur, zudem gibt es einen Nachtzug von Kota Bahru entlang der "Jungle Line" im Nordosten Malaysias nach Singapur. Die Züge sind sauber und effizient, jedoch langsamer als Busse. Die Fahrtdauer von Singapur Woodlands nach Kuala Lumpur beträgt mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von nur 40–60{{nnbsp}}km/h etwa sieben Stunden. Die Züge fahren seit 2011 nur noch von Woodlands (im Norden, nahe der Grenze zu Malaysia), der bisherige Bahnhof in Innenstadtnähe, Tanjong Pagar, wird nicht mehr angefahren. Die Eisenbahnstrecke ist Eigentum von Malaysia, man muss daher bereits vor dem Einsteigen des Zuges die malaysische Grenzkontrolle passieren, selbst wenn man Singapur noch nicht sofort verlässt. Auf der Rückfahrt verlässt man den Bahnhof Woodlands direkt nach dem Passieren der Grenzkontrolle und setzt die Fahrt von dort per Taxi oder Bus fort. }} * Ab Ende 2026 soll es mit dem {{ Wikipedia | name= Johor Bahru–Singapore RTS | wikidata= Q18359019 }} eine Verbindung vom {{ Marker | type= train | name= Woodlands North MRT | alt= Haltestelle TE1 | wikidata= Q8032946 }} mit ''Bukit Chagar'' ([[Johor Bahru]], [[Malaysia]]) geben.<ref name="straitstimes-2025-02-26" />{{Zukunft|2026|12}} === Bus === ==== [[Johor Bahru]] ==== [[File:SultanIskandarCIQ.JPG|thumb|Grenzübergang in Johor Bahru]] * {{vCard | name = Einreisebehörde | type = bus | wikidata = Q17056509 | description =[[Johor Bahru]]: Mit der gegenüber auf dem Festland liegenden Stadt Johor Bahru herrscht ein permanenter zügiger Grenzverkehr. Gegenüber dem neuen Bahnhof unweit des Damms Richtung Singapur steht das neue große Gebäude der Einreisebehörde. Die Wege durch das Gebäude sind ausgeschildert und reichlich Schalter vorhanden. Eine Etage tiefer starten die Busse nach Singapur. Nach einer kurzen Fahrt über den Damm gilt es wieder auszusteigen. Sämtliches Gepäck ist mitzunehmen, da man mit der selben Busgesellschaft, aber nicht dem selben Gefährt den Rest der Fahrt bewältigt. In der ersten Etage der Einreisebehörde erledigt man die nötigen Formalitäten. Vor den Schaltern auf der rechten Seite stehen Tische mit den Einreiseformularen die vorher auszufüllen sind. Nach den Grenzformalitäten geht es wieder zu den Bussen. Jede Busgesellschaft hat eine auf dem Boden gekennzeichnete Warteschlange. Hier reiht man sich wieder ein, um den nächsten Bus in die Stadt zu nehmen. Es verkehren mehrere Gesellschaften zu unterschiedlichen Zielen innerhalb Singapurs. Für Besucher des Stadtzentrums und der Sehenswürdigkeiten empfehlen sich die Busse in die Queen Street. Unweit des Busterminals befindet sich die MRT Station „Bugis“ (BW12). Selbst zu Fuß sind das Raffles Hotel und die Marina Bay zu erreichen. Die Tabelle gibt einen Überblick über Linien und Preise. }} ==== [[Kuala Lumpur]] ==== Die Fahrzeit beträgt ca.&nbsp;5,5{{nnbsp}}h. Am Grenzübergang warten die Busse in der Regel eine halbe Stunde. Wer den Bus verpasst, muss den nächsten Bus der Gesellschaft versuchen oder den öffentlichen Bus an der Haltestelle {{Marker|type=bus|name=Woodlands Train Checkpt|lat=1.442727|long=103.769296}} bzw. ein Taxi nehmen. * '''[https://www.srimaju.com Sri Maju]''' fährt mit 26-sitzigen VIP-Bussen bis zu vier mal täglich abends (19:30, 20:00, 21:30, 22:00) vom TBS (Terminal Bersepadu Selatan) nach Singapur (Woodlands und Macpherson). Preis 45{{nnbsp}}RM/15{{nnbsp}}S$. In Gegenrichtung starten die Busse vormittags. {{Stand|2025|05}}<ref>{{Internet | URL= https://www.srimaju.com/bus/booking/kualalumpur-to-singapore | Titel= Kuala Lumpur, Malaysia &rarr; Singapore, Singapore | Abruf= 2025-05-26 | Website-URL= https://www.srimaju.com | Website= Sri Maju }}</ref> * {{vCard | type= bus | name= Aeroline | url= https://www.aeroline.com.my |description= Recht komfortable,steuert zwei Ziele in Malaysia an:}} ** [[Kuala Lumpur]]: Sieben mal täglich zur Station am Harbourfront Centre No. #02-52, 1 Maritime Square in Singapur. Die fünfstündige Fahrt kostet SD 49.00 / RM 90.00 (Erwachsene) bzw. SD 38.00 / RM 65.00 (Kinder). Abfahrt ist 06:00, 08:00, 09:00, 10:00, 15:30 und 16:45 (Wochenende schon um 16:00) am Corus Hotel, Jalan Ampang sowie um 10:00 am Mines shopping Fair, L1-01, Level 1, Jalan Dulang, Mines Resort City in [[Kuala Lumpur/Süden|Seri Kembangan]] einer Stadt im südlichen Distrikt von Kuala Lumpur. ** [[Petaling Jaya]]: Drei mal täglich zur Station am Harbourfront Centre No. #02-52, 1 Maritime Square in Singapur. Die fünfstündige Fahrt kostet SD 49.00 / RM 115.00 (Erwachsene) bzw. SD 38.00 / RM 90.00 (Kinder). Abfahrt ist 09:30, 11:00 und 16:30 an der Station Bandar Sunway, OB3.LG2.1A, Lower Ground Two, Oasis Boulevard, Sunway Pyramid, No 3 Jalan PJS 11/15, Bandar Sunway sowie 08:00, 10:00 und 16:00 am 1 Utama Shopping Centre, No. 1 Lebuh Bandar Utama. === Auto/Motorrad/Fahrrad === <!-- Nicht super wichtig. Wenn mal mehr Inhalt, und damit Platz, ist, kann man es aktivieren {{Scroll Gallery | title= Verbindungen zwischen Malaysia udn Singapur | Empty Singapore-Malaysia Causeway.jpg | Johor Bahr ↔ Woodlands | Woodlands checkpoint.jpg | Woodlands Checkpoint in Singapur | Malaysia-Singapore Second Link Linkedua.jpg | Malaysia-Singapore Second Link }} --> Es bestehen zwei Landverbindungen mit Malaysia. Der Causeway im Norden, eröffnet in den 1920er Jahren, verbindet Woodlands (Singapur) mit [[Johor Bahru]] ([[Malaysia]]) mit einer Straßen- und Bahnverbindung. Eine zweite Verbindung besteht über eine Brücke im Westen Singapurs, welche 1996 fertiggestellt wurde. Sie verbindet Tuas (Singapur) mit [[Gelang Patah]] (Malaysia). === Schiff === {{Scroll Gallery | title= Personenhäfen | Costa Victoria docked at MBCCS.JPG | Marina Bay Cruise Centre Singapore | Tanah Merah Ferry Terminal Departure Entrance.jpg | Fährterminal Tanah Merah | Costa Victoria at the Singapore Cruise Centre - 20130105-02.jpg | Singapore Cruise Centre }} * {{vCard | name = Marina Bay Cruise Centre Singapore | type = port | wikidata = Q6763789 | description = Kreuzfahrtschiffe mit Station in Singapur legen meist am Cruise Centre des Harbour Front Centres an, welches sehr zentral, kurz vor der Freizeitinsel Sentosa liegt. Seit 2012 verfügt Singapur mit dem Marina Bay Cruise Centre über ein zweites Terminal für Kreuzfahrtschiffe. Auch wenn die Passagiere eines Kreuzfahrtschiffes nur für wenige Minuten an Land gehen möchten, benötigen sie neben der obligatorischen Bordkarte ihren Reisepass und ein ausgefülltes Einreiseformular. In der Regel erhält man die Formulare sowie eine Ausfüllanleitung von der Rezeption des Schiffes. }} * {{vCard | name = Fährterminal Tanah Merah | type = port | wikidata = Q11316221 | description = Der regionale Fährverkehr läuft über das ''Tanah Merah Ferry Terminal'', was unweit des Changi Airports liegt. Von dort fahren z.{{nnbsp}}B. Schnellboote zu indonesischen oder malaysischen Urlaubsinseln. }} * {{vCard|name=HarbourFront Centre|type=port|wikidata=Q5654778|description=Eine interessante Verbindung besteht zur nahen indonesischen Insel '''Batam''' mit ''Sindo Ferry'' ([https://www.sindoferry.com.sg/content/ticket-fares Preise]) oder den Schnellbooten von ''[https://horizonfastferry.com/home/ Horizon Ferry].'' Beide Firmen legen ab am Harbourfront Centre. Inner-indonesische Flüge vom/zum dortigen Flughafen Hang Nadim (BTH), der 2017 ein neues Terminal erhielt, sind deutlich günstiger als internationale direkt nach Singapur, selbst wenn man Taxi und Fähre mit einrechnet.}} == Mobilität == In Singapur umherzufahren ist mühelos. Das Nahverkehrssystem gehört zu den besten der Welt, und Taxen sind unschlagbar günstig. Es besteht die Möglichkeit, U-Bahn- und Busfahrten mit einer Kredit- oder Debitkarte wie Visa, Mastercard etc. oder auch mit Smartphone zu bezahlen. Dazu hält man die Karte bzw. das Handy an die entsprechenden Lesefelder der Barrieren in den Bahnstationen oder ans Lesegerät in den Bussen; genauso beim Ausstieg aus dem Bus bzw. Verlassen der Bahnstationen, der Fahrpreis wird automatisch abgebucht. Notwendig ist dazu eine App auf dem Telefon, in der die Kreditkartendaten hinterlegt sind ("SimplyGo" [https://www.simplygo.com.sg/ www.simplygo.com.sg]). Wenn man vorhat mehrmals mit der U-Bahn oder Bussen zu fahren, kann es sich lohnen, eine [http://www.ezlink.com.sg/ EZ-Link-Karte] oder alternativ den [https://www.thesingaporetouristpass.com.sg/ Singapore Tourist Pass] (der eine EZ-Link-Karte beinhaltet) zu kaufen. So vermeidet man den Kauf der (teureren) Einzeltickets und die jeweilige Rückgabe am Pfandautomaten, bzw. den Zwang zur genauen Entrichtung des Fahrpreises in den Bussen (der Fahrer gibt kein Wechselgeld). Die EZ-Link-Karte muss mit mindestens 5{{nnbsp}}$ aufgeladen werden (ca.&nbsp;4-5 Fahrten). Sie kann in jeder MRT-Station zurückgegeben werden, nicht verfahrene Beträge werden erstattet. Der Kaufpreis von 5{{nnbsp}}$ für die EZ-Link-Karte selbst verfällt jedoch. In jeder MRT-Station kann man die Karte an Automaten wieder aufladen. '''Hinweis:''' Essen und Trinken ist im öffentlichen Personennahverkehr untersagt. Nichteinhaltung wird mit einer Strafe von 500{{nnbsp}}S$ geahndet. === MRT/LRT === {{Netzplan|Q40176}} [[File:MRT Route Map CC.svg|thumb|Der Lückenschluss der ''Circle Line'' („Ringlinie“) wird für 2026 erwartet.]] {{Zukunft|2026|07}} Singapurs U- und S-Bahn-Netz werden von der SMRT Corp. und SBS betrieben und ist gut ausgebaut. Viele der Linien fahren vollautomatisch ohne Fahrer. Die MRT (Mass Rapid Transit) und LRT (Light Rapid Transit) ist ein günstiges und zuverlässiges Transportmittel. * Die ''Thomson-East Coast Line'' ({{Rint|sg|te|L}}) beginnt in {{ Marker | type= train | name= Woodlands North MRT | alt= Haltestelle TE1 | wikidata= Q8032946 | show= copy }} über Orchard und Marina Bay nach {{marker|type=train|name=Bayshore MRT |alt=TE29|lat=|long=|wikidata=Q18209994}} (ab 2026 bis {{marker|type=train|name=Sungei Bedok|alt=Anschluss DT37|wikidata=Q18386327}}, eine Verlängerung zum Flughafen Changi ist im Planungsstadium und könnte bis 2040 realisiert sein. Am anderen Ende soll es mit dem {{ Wikipedia | name= Johor Bahru–Singapore RTS | wikidata= Q18359019 }} ab Ende 2026 eine Verbindung nach ''Bukit Chagar'' ([[Johor Bahru]], [[Malaysia]]) geben.<ref name="straitstimes-2025-02-26" />{{Zukunft|2026|12}} Die Station bedient die Marina Bay und die Gardens by the Bay, Chinatown und die Botanical Gardens. * Die ''Downtown Line'' ({{Rint|sg|dt|L}}) beginnt in {{marker|type=train|name=Bukit-Panjang|alt=Haltestelle DT1|wikidata=Q4265715}} und endet im Bahnhof {{marker|type=train|name=Expo|alt=Haltestelle DT35|wikidata=Q3268514}} {{Stand|2025|03}}. Eine Verlängerung bis Sungei Bedok (DT37/TE31) soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 fertiggestellt sein.<ref name="straitstimes-2024-12-06" /> Durch ihre „Runde“ durch das Zentrum bietet sie Zugriff auf alle interessanten Stadtteile. Durch die Umsteigemöglichkeit in der Station „Expo“ in Flughafennähe, ist sie auch eine gute Möglichkeit zur An- und Abreise. * Die ''Circle Line'' ({{Rint|sg|cc|L}}) ist eine Ringlinie und bedient unter anderem die Stationen sowie an der {{marker|type=train|name=Bayfront|alt=Haltestelle CE1|wikidata=Q1106644}} und {{marker|type=train|name=HarbourFront|alt=Haltestelle CC29|wikidata=Q3272355}}. Eine Zweiglinie führt zur Station {{marker|type=train|name=Dhoby Ghaut|alt=Haltestelle CC1|wikidata=Q3234475}}. * Die ''North East Line'' ({{Rint|sg|ne|L}}) beginnt an der Station {{marker|type=train|name=HarbourFront|alt=Haltestelle NE1|wikidata=Q3272355 | show = copy }}, durchquert [[Singapur#Chinatown|Chinatown]] und [[Singapur#Little India|Little India]] und führt zur Station {{marker|type=train|name=Punggol Coast|alt=Haltestelle NE18|wikidata=Q30643856}} im Nordosten Singapurs. * Die ''North–South Line'' ({{Rint|sg|ns|L}}) beginnt im Westen Singapurs an der Station {{marker|type=train|name=Jurong East|alt=Haltestelle NS1|wikidata=Q3121386}} führt in den Norden zur Station {{marker|type=train|name=Woodlands|alt=Haltestelle NS9|wikidata=Q3267838}} (Grenzübergang nach Malaysia), durchquert [[Singapur/Orchard|Orchard]] und die [[Singapur/Riverside|Riverside]] und endet im Süden am {{marker|type=train|name=Marina South Pier|alt=Haltestelle NS28|wikidata=Q3536328}}. Dort starten auch die Boote zu den südlichen Inseln. Bei den drei ''People Mover''-Ringlinien in Schlafstädten handelt es sich um gummibereifte, fahrerlose Trambahnen, die auf einer speziellen Trasse auf Stelzen fahren und als Zubringer zur U-Bahn dienen: * Linie ''Bukit-Panjang'' mit den Anschlüssen: {{Rint|sg|bplrt|1}}/{{Rint|sg|ns|4}}: Choa Chu Kang, {{Rint|sg|bplrt|6}}/{{Rint|sg|dt|1}}: Bukit Panjang * Linie ''Sengkang'' bestehend aus Ost- und West-Ring, beide mit Anschluss: {{Rint|sg|sklrt|1}}/{{Rint|sg|ne|16}}: Sengkang * Linie ''Punggol'' mit Anschluss: {{Rint|sg|pglrt|1}}/{{Rint|sg|ne|17}}: Punggol === Mit dem Bus === Im sehr gut ausgebauten Nahverkehrs-Bus-System gibt es einen Dschungel an Buslinien. Die üblichen Smartphone Apps suchen einem aber die gewünschte Verbindung heraus. So kommt man oft einfacher und ohne Umstieg zum Ziel als mit dem MRT. Die Bezahlung ist auch mit der EZ-link-Karte des MRT, Kredit-/Debitkarte oder Smartphone möglich, die Abrechnung erfolgt dabei über das gleiche System wie in der MRT (siehe [[#Bezahlen mit der EZ-link- oder Kredit-/Debitkarte|Bezahlen mit der EZ-link- oder Kredit-/Debitkarte]]). Eingestiegen wird ausschließlich vorne. Busse halten nicht automatisch an den Haltestellen, sondern fahren langsam vorbei, wenn sich niemand bemerkbar macht. Wenn der Bus kommt, sollte man kurz die Hand heben und sich bemerkbar machen. Das Tarifsystem bei der möglichen Barzahlung ist sehr komplex. Am besten sollte man sich beim Fahrer nach dem Preis erkundigen, der bei Barzahlung etwas höher liegt. Eventuell anfallendes Wechselgeld wird nicht ausbezahlt. === Auto === In Singapur herrscht durch den ehemaligen Status als britische Kolonie Linksverkehr. Mietwagen dürfen nur mit zwischenstaatlichem Führerschein gefahren werden. Der deutsche Führerschein ist für die ersten sechs Monate des Aufenthaltes gültig. Danach muss ein singapurischer Führerschein erworben werden (50{{nnbsp}}S$, Theorieprüfung muss abgelegt werden). Mietwagen in Singapur sind generell sehr teuer (ab 100{{nnbsp}}S$ pro Tag + Treibstoff und Maut). Bei einem Ausflug nach Malaysia wird empfohlen erst nach der Grenze ein Auto zu mieten. Miete und Treibstoff kosten hier die Hälfte. Des Weiteren sind für die Einfahrt in den CBD Mautgebühren zu entrichten, die sich nach der jeweiligen Tageszeit richten und von einem in jedem Fahrzeug eingebauten On-Board Unit (OBU) erkannt werden. Diese Unit ist mit einer Aufladekarte zu bestücken, auf der auch ein Mindestbetrag geladen werden muss. Kostenlose Parkplätze sind selten, in Parkhäusern werden die Gebühren i.d.R. minutengenau von der OBU-Karte abgebucht. An Straßenparkplätzen oder in Vororten werden Coupons verwendet, die zuvor z.{{nnbsp}}B. an Tankstellen oder Convenience Stores gekauft werden müssen und dann vorher für die in etwa geplante Parkdauer entwertet werden müssen. Alles in allem ist ein Mietwagen für Touristen eher sinnlos. Ausländische Fahrzeuge können kurzzeitig eingeführt werden (tägliche Gebühr 20{{nnbsp}}S$) und müssen mit der erwähnten OBU versehen werden. Eine langfristige Einfuhr ist nur für Fahrzeuge möglich, die weniger als drei Jahre alt und rechtsgesteuert sind. Die nachstehenden Zölle und COE (Certificate of Entitlement) müssen entrichtet werden. Für einen langfristigen Aufenthalt können Fahrzeuge gekauft, geleast oder gemietet werden, jedoch sind die Fahrzeugpreise sehr hoch (110{{nnbsp}}% Einfuhrzoll, Nummernschild (COE) muss ersteigert werden, z.{{nnbsp}}Z. ca 90.000{{nnbsp}}S$ für 10{{nnbsp}}Jahre). === Taxi === Taxis sind weit verbreitet und günstig. Eine Fahrt im zentralen Geschäftsgebiet kostet normalerweise nicht mehr als 8,00 $. Es werden abhängig vom Fahrzeugtyp 3,00 bis 3,50{{nnbsp}}$ "Grundgebühr" berechnet, die für einen Kilometer reichen, anschließend wird je 400{{nnbsp}}m um 22 Cent erhöht. Allerdings können zusätzliche Kosten (im Bereich von wenigen Dollar) entstehen, z.{{nnbsp}}B. Aufschlag in der Hauptverkehrszeit, Maut, Start am Flughafen. Nach Mitternacht gibt es einen Aufschlag von 50%. Im Zentrum ist es zur Hauptverkehrszeit empfehlenswert ein Taxi zu rufen. Telefonnummern einiger Taxiunternehmen sind: Comfort 6552-1111, Tibs 6555-8888, City Cab 6552-2222, Smart 6485-7700 und Trans cab 6553-3333, Comfort, Tibs und City Cab sind die größten Unternehmen. Es kann zu starken Engpässen kommen, besonders während der Rush-Hour, samstags und bei Regen. [[File:Singapore River, Feb 06.JPG|thumb|hochkant|Ein Bumboot]] === Fahrrad === {{Scroll Gallery | title= Radwege in Singapur | Bikeway in Singapore SF0001.jpg | Gemeinsamer Fuß- und Fahrradweg | Bikeway in Singapore SF0002.jpg | Geteilter Fuß- und Fahrradweg | Bikeway in Funan, Singapore SF0001.jpg | Fahrradweg durch das Funan-Einkaufszentrum }} Singapur kann man recht gut mit dem Fahrrad erkunden. Es gibt einige separate Radwege, beispielsweise von der Marina Bay entlang der Küste durch den East Coast Park und herum um den Flughafen bis hin zum Changi Beach Park. Innerstädtisch gibt es ein paar ausgewiesene und auch markierte Radwege, die die grünen Bereiche der Stadt verbinden, die Park-Connector-Wege. Sie sind aber trotzdem manchmal schlecht vor Ort zu finden, man muss etwas nach den Schildern und Wegweisern suchen. Fahrradfahren gestaltet sich recht ungefährlich. Es gibt ausgewiesene Radfahrzonen, aber nicht durchgängig. Manchmal teilt man sich den Fußweg, manchmal gibt es getrennte Zonen. Man sollte dabei zusätzlich auf die Schilder achten. Gelegentlich findet man auch Besonderheiten, wie bei der Funan-Shoppingmall, bei der ein Radweg direkt durch die Shopping-Mall und den Fußgängerbereich führt. Sind keine Radwege vorhanden kann man auch auf den, die Hauptstraßen begleitenden Fußwegen fahren. Freundliches Klingeln um die Fußgänger auf sich aufmerksam zu machen ist möglich. So kommt man erstaunlich zügig durch die Stadt. Man kann auch die Straße nutzen. Auch wenn man ungewollt plötzlich auf einer mehrspurigen Straße auf der Außenspur landet, kann man sich problemlos zurückorientieren, auch wenn ein Radfahrer ein seltener Anblick auf diesen Straßen ist. Der Autoverkehr fühlt sich in Singapur recht gesittet an. Die Land Transport Authority bietet online eine [https://www.lta.gov.sg/content/ltagov/en/map/cycle.html Übersichtskarte]. === Boot === '''Bumboats''', die regelmäßig über den Singapore River fahren, bieten eine gute Aussicht auf Hochhäuser, Kolonialbauten und Shophouses des Central Business Districts, so dass man eine Fahrt mit ihnen auf keinen Fall versäumen sollte. Entlang des Flusses gibt es mehrere Haltestellen, von denen die Boote laufend zu Rundtouren starten. Ebenfalls interessant sind '''Hafenrundfahrten''', die am Marina Bay von verschiedenen Anbietern mehrmals täglich angeboten werden. Sie bieten vor allem einen guten Panoramablick auf die Innenstadt und den riesigen Hafen sowie die südlichen, meist unbewohnten Inseln. Außerdem kann man von Changi Village aus mit dem '''Boot nach Pulau Ubin''' übersetzen, um auf dieser Insel noch das Singapur der 1960er Jahre zu erleben. == Sprache == Singapurs offizielle Sprachen sind [[Sprachführer Englisch|Englisch]], [[Sprachführer Bahasa Melayu|Malaiisch]], [[Sprachführer Mandarin|Mandarin]] und [[Sprachführer Tamil|Tamil]]. Außerdem werden chinesische Dialekte (vor allem Hokkien) und indische Sprachen gesprochen. Englisch wird von fast allen Singapurer*innen gesprochen. Der als „{{ Wikipedia | name= Singlish | wikidata= Q939451 }}“ bezeichnete Dialekt kann jedoch teilweise schwer zu verstehen sein, weil auch Wörter und Phrasen (und teilweise der Satzbau) von anderen Sprachen, v.{{nnbsp}}a. Chinesisch, verwendet werden. Dabei werden komplexe Satzstrukturen häufig vereinfacht, Plurale verschwinden, Verbkonjugationen werden durch Adverbien ersetzt, Fragen werden an die chinesische Syntax angepasst und seltsame Partikel (besonders das berüchtigte "lah") erscheinen. In der üblichen Kommunikation zwischen Reisenden und Einheimischen merkt man dies aber eher kaum und eine Verständigung ist problemlos möglich. == Aktivitäten == === Wandern === Singapur bietet viele Parks und auch Flächen mit Urwald, ja sogar Primärwald. Eine Wanderung auf den [[Southern Ridges Walk|Southern Ridges]] bietet viel Natur, etwas Geschichte und viele Aussichten auf Sentosa, das Hafengelände sowie die mittleren Stadtteile. === Radfahren === Singapur lässt sich auch mit dem Fahrrad erkunden. Leihfahrräder gibt es stunden- oder tageweise. Bei langen Touren, speziell in den abgelegeneren Gebieten wie rund um den Flughafen sollte man sich unbedingt mit genügend Getränken und Bargeld eindecken. Es gibt selbst entlang der langen Flughafenstrecke in regelmäßigen Abständen Toiletten, oft mit einem Getränkeautomaten, aber für diese benötigt man Zwei-Dollar-Scheine. Erst am Changi Beach, in dem Picknick-Areal gibt es Automaten, die Kreditkarten akzeptieren. Eine Umrundung Singapurs ist möglich, man muss aber mit einer Streckenlänge von ca. 150{{nnbsp}}km rechnen. Man kann auch geführte Radtouren durch die zentralen Stadtteile buchen. Sie dauern 2 bis 4 Stunden. Es gibt aber auch ganztägige private Bike-and-Food-Touren. ==== Fahrräder leihen==== * {{vCard | name = The Bicycle Hut | type = bicycle rental | wikidata = Q129852422 | price = Citybike: 15{{nnbsp}}S$ (3-Stunden); Mountainbike; 35{{nnbsp}}S$ (Tag) | description = Zuverlässiger Verleih. Auch Kinderfahrräder, Fahrräder mit Kindersitz und Tandems sind verfügbar. }} === Baden und Wassersport === [[File:Beach at East Coast Park, Singapore - 20050809-01.jpg|thumb|Strand im East Coast Park an der Südostküste]] === Sportst#tten === Der {{Marker | name = Skatepark @ Lakeside Garden | type = skatepark | wikidata = Q140064528 | show= wikilink }} in den Jurong Lake Gardens ist der größte Outdoor-Skatepark und bietet auf einer Fläche von fast 17.000&#x202F;m² 5 Skate Pods und einen 300&#x202F;m² Parcour-Park mit einer Bouldering-Wand. === Picknick === === Freizeitparks und Familienspaß === Singapur bietet eine Fülle von Attraktionen und Möglichkeiten für die ganze Familie. Allein die Insel [[Singapur/Sentosa|Sentosa]] bietet eine ganze Reihe von Angeboten. Daneben gibt es in dem Stadtstaat auch eine Reihe von familienfreundlichen [[#museums-families|Museen]], bei denen teilweise auch der Spaß im Vordergrund steht (siehe auch [[Museen#Für_Kinder_geeignet|für Familien und Kinder geeignete Museen]]). == Sehenswürdigkeiten == {{Scroll Gallery | title= Marina Bay | InfinitySwimmingPoolSkyPark.jpg | Infinity-Pool und Aussicht auf Skyline | SG-gardens-bay-cloud-forest.jpg | Kuppel des Cloud Forest | {{Wikidata|Q3268183|P3451}} | Suntec City bei Nacht | {{Wikidata|Q1442165|P3451}} | Fountain of Wealth }} Singapur bietet eine Fülle an Sehenswürdigkeiten – genug um problemlos eine Woche oder gar mehr Zeit in dem Stadtstaat zu verbringen. Der sehr gute öffentliche Nahverkehr bietet auch einfache und schnelle Verbindungen zu allen Sehenswürdigkeiten Singapurs. Erster Anlaufpunkt für die meisten Besucher ist sicherlich die {{Strong|[[Singapur/Marina Bay|Marina Bay]]}} mit dem mittlerweile zum Wahrzeichen gewordenen {{ Marker | name = Marina Bay Sands | type = hotel | wikidata = Q548679 | show= wikilink, copy }}. Dessen Kulisse ist weithin sichtbar und mittlerweile fast schon ein Markenzeichen des Stadtstaates. Abends ab 20:00 und 21:30 gibt es eine Musik-Lasershow mit Wasserspielen, die sich vom Merlion, der Oper und von anderen Gebäuden auf der anderen Seite der Bucht aus gut beobachten lässt. Selbst Dächer werden in die Farbspiele mit einbezogen. Die in die Wasserfontänen hineinprojizierten Bilder mit nahezu 3D-Effekten lassen sich jedoch nur vom angrenzenden Uferbereich aus beobachten. Direkt hinter dem Hotel befinden sich die {{Marker|name=Gardens by the Bay|type=park|wikidata=Q630135|show=copy}}, eine große Parkanlage mit zwei großen Gebäuden mit unzähligen Pflanzen ('''Flower Dome''' und '''Cloud Forest''') sowie gigantischen, bepflanzen Metallbäumen ('''Supertree Grove'''). Dort gibt es jeden Abend um 20:45{{nnbsp}}Uhr eine Musik-Licht-Show. Einen schönen Ausblick auf die Marina Bay bietet der {{ Marker | type= amusement park | name= Singapore Flyer| wikidata= Q752407 | show= wikilink }}. Das Riesenrad erreicht eine Höhe von 165{{nnbsp}}m. Es hat 28&nbsp;Gondeln, in denen jeweils bis zu 28&nbsp;Personen Platz finden. In {{ Marker | name = Suntec City | type = park | wikidata = Q3268183 | show= wikilink }} befinden sich ein großes Einkaufszentrum und die {{ Marker | name = Fountain of Wealth | alt = Springbrunnen des Reichtums | type = fountain | wikidata = Q1442165 | show= wikilink }} mit der im Jahr 1998 mit 13,8{{nnbsp}}m höchsten Fontäne der Welt. Aber es gibt nicht nur das moderne Singapur an der Marina Bay. Es gibt Stadtteile, die jeweils eine der in Singapur vertretenen Kulturen widerspiegeln. Jeder einzelne dieser Stadtteile ist einen Besuch wert. Man sollte sich jeweils mindestens einen halben Tag pro Stadtteil Zeit nehmen (um auch die lokale Kulinarik zu probieren). Nur wenn die Zeit arg eng bemessen ist, sollte man auf eine Stadtrundfahrt ausweichen. [[File:Chinatown of Singapore at dusk.jpg|thumb|Chinatown]] Wer Souvenirs benötigt und einheimische Küche probieren möchte, kommt am {{Strong|[[Singapur/Chinatown|Chinatown]]}} nicht vorbei. Die sehenswerte alte Bebauung befindet sich in gutem Zustand, bietet unzählige Shops, Bars und Restaurants und ist einen kleinen Spaziergang wert. Und nicht zuletzt kulinarisch hat Chinatown sehr viel zu bieten. Seine Hawker Center sind über die Landesgrenzen hinaus bekannt und einige der Essensstände besitzen sogar einen Michelin Bib Gourmand. Der Stadtteil bietet auch ein paar interessante religiöse Bauten wie den {{ Marker | name = Buddha Tooth Relic Temple | type = temple | wikidata = Q839965 }}, {{ Marker | name = Thian Hock Keng | type = temple | wikidata = Q2158122 | show= wikilink }} und den {{ Marker | name = Sri Mariamman Temple | type = temple | wikidata = Q2428845 | show= wikilink }}. Die {{Strong|[[Singapur/Riverside|Riverside]]}} bietet vor allem viel für kulturinteressierte Reisende. Hier gibt es eine ganze Reihe von kolonialen Gebäuden und wichtigen Museen wie z.{{nnbsp}}B. das {{Marker|name=Asian Civilisations Museum|type=museum|wikidata=Q633033|show=wikilink}}, das {{Marker|name=National Museum of Singapore|type=museum|wikidata=Q632689|show=wikilink}} und die {{Marker|name=National Gallery Singapore|type=museum|wikidata=Q6970475|show=wikilink}}. Auf der anderen Seite des Flusses, hinter der beliebten Restaurant-Meile am Boat Quay, erheben sich die Wolkenkratzer und bieten abends eine beeindruckende Skyline. Direkt an der Marina Bay steht ein weiteres Wahrzeichen der Stadt der {{Strong|[[Singapur/Riverside#Merlion|Merlion]]}}. Reichlich Attraktionen und Strände bietet die Insel [[Singapur/Sentosa|Sentosa]] mit Wasserpark den Universal Studios und vielem mehr. === Kirchen, Moscheen, Synagogen und Tempel === [[Datei:Gopuram - Sri Mariamman Temple Singapore (2023) - img 01.jpg|mini|Der ''Sri Mariamman Temple'']] * {{ vCard | name = Buddha Tooth Relic Temple | type = temple | wikidata = Q839965 | description = Buddhistischer Tempel- und Museumskomplex | show= wikilink, copy, nosocialmedia | directions= no | address-local = no | directions-local = no }} * {{vCard | name =Sri Mariamman Temple | type =church | wikidata =Q2428845 | description =1827 erbauter hinduistischer Tempel. | show= wikilink, copy }} * {{vCard | name =Thian Hock Keng Temple | type =church | wikidata =Q2158122 | description =1842 von chinesischen Migranten errichtet. | show= wikilink, copy }} * {{vCard | name =St Andrew's Cathedral | type =church | wikidata =Q168806 | description =1861 erbaute Kirche der anglikanischen Diözese. | show= wikilink}} * {{vCard | name =Sri Veeramakaliamman Temple | type =church | wikidata = Q7586311 | description =1881 erbauter Hindu-Tempel.}} * {{vCard | name =CHIJMES Hall | type =church | wikidata =Q48723608 | description =1903 erbaute katholische Kirche.}} * {{vCard | name =Masjid Sultan | type =church | wikidata =Q1907146 | description =1932 errichtete Moschee.}} === Bauwerke === [[Datei:20190819 The Arts House-1.jpg|mini|Das ''Old Parliament House'' beherbergt seit 2006 das ''The Arts House'']] Im „Kolonialviertel“ gibt es eine Vielzahl von Kolonialbauten: * {{vCard | name =Old Parliament House | type =building | wikidata =Q13360293 | description =eröffnet 1827, ist das älteste Gebäude in Singapur, worin 2004 nach einer Renovierung das Kunstmuseum ''The Arts House'' einzog.}} * {{vCard | name =Victoria Memorial Hall | type =building | wikidata =Q557635 | description =eröffnet am 18. Oktober 1905. Der linke Gebäudeflügel (seit 1992 ''Victoria Theatre'') ist der ältere Teil und wurde 1862 als Rathaus fertiggestellt. Der rechte Gebäudeflügel (die ''Victoria Hall'', seit 1992 ''Concert Hall'') wurde erst 1905 als Tribut an Königin Victoria errichtet.}} * {{vCard | name =Old Supreme Court Building | type =building | wikidata =Q7085160 | description =eröffnet am 3. August 1939, seit 2015 befindet sich hierin die ''National Gallery Singapore''.}} * {{vCard | name =City Hall | type =building | wikidata =Q3531770 | description =eröffnet am 23. Juli 1929, seit 2015 hierin ebenfalls die ''National Gallery Singapore''.}} * {{vCard | name =The Istana | type =building | wikidata =Q843531 | description =1869 erbaute Residenz des Staatspräsidenten.}} * {{vCard | name =Sri Temasek | type =building | wikidata =Q7586295 | description =1869 erbaute Residenz des Premierministers.}} * {{vCard | name =House of Tan Teng Niah | type =building | wikidata =Q120703742 | description =1900 erbaut, ist die letzte noch eerhaltene Villa dieser Bauweise in Singapurs ''Little India''.}} * {{vCard | name =The Fullerton Waterboat House | type =restaurant | wikidata =Q48818191 | description =1919 erbautes Gebäude zur Wasserversorgung der Schiffe um Hafen, seit 2002 ein Restaurant.}} * {{vCard | name =Old Hill Street Police Station | type =building | wikidata =Q7084218 | description =1934 erbaute Polizeiwache.}} ==== Wolkenkratzer ==== Das moderne Singapur wird als Stadt der Wolkenkratzer wahrgenommen, doch sorgt eine Baubeschränkung wegen des städtischen Flughafens dafür, dass Bauwerke in Singapur nicht höher sein dürfen als 280 Meter. Dieses Maximum erreichen drei Gebäude, {{ Marker | name= One Raffles Place | type= high rise | wikidata = Q333305 | show = wikilink }}, die Zentrale der ''Union Bank'' 63 Etagen, aus dem Jahr 1986 sowie {{ Marker | name= UOB Plaza | type= high rise | wikidata= Q888068 | show = wikilink }} und {{ Marker | name= Republic Plaza | type= high rise | wikidata= Q587586 | show = wikilink }}. Beide wurden 1995 fertiggestellt. ==== Brücken ==== Mitten durch die Hauptinsel Singapurs fließt der nur 3,2{{nnbsp}}km lange, echte Fluss {{Wikipedia | name= Singapore River | wikidata= Q1454776 }}, über den sieben sehenswerte historische Brücken führen. Die älteste noch in Original von 1989 erhaltene ist die 79{{nnbsp}}Meter lange {{ Marker | name= Cavenagh Bridge | type= bridge | wikidata= Q4261649| show= wikilink }}. Gleich nebenan befindet sich die {{Marker | name= Anderson Bridge | type= bridge | wikidata= Q491477| show= wikilink}} aus dem Jahre 1910. Die {{Marker | name= Elgin Bridge | type= bridge | wikidata= Q3396527 | show= wikilink }} von 1929 mit Ursprung aus dem Jahr 1819 ist auch ein guter Aussichtspunkt für abendliche Fotos auf den Boat Quay und die Wolkenkratzer des Finanzviertels. Die {{Marker | name= Read Bridge | type= bridge | wikidata= Q7300371 | show= wikilink }} wurde 1889 eingeweiht, aber inzwischen mehrere Male modernisiert. Ebenso die {{ Marker | name= Coleman Bridge | type= bridge | wikidata= Q14874432 | show= wikilink }}, welche auf das Jahr 1840 zurückgeht, in ihrer jetzigen Version aber aus dem Jahr 1990 stammt. Neuere Brücken über den Singapore River sind die {{Marker | name= Alkaff Bridge | type= bridge | wikidata= Q4727625 | show= wikilink }} aus dem Jahre 1999, die von einer philippinischen Künstlerin 2004 im Rahmen ihres Projektes „Art Bridge“ bemalt wurde und die 280 Meter lange {{Marker | name= Helix Bridge | type= bridge | wikidata= Q2681107 | show= wikilink }} aus dem Jahe 2010, deren Konstruktion einem menschlichen DNA-Strang nachempfunden ist. Weitere interessante Brücken sind die {{Marker | name =Benjamin Sheares Bridge | type =bridge | wikidata =Q817687}}, eröffnet am 26. September 1981 und mit 1,8 Kilometern die längste Brücke Singapurs. Die {{Marker | name =Bayfront Bridge | type =bridge | wikidata =Q17750009}} ist eine 2010 erbaute 303{{nnbsp}}m lange Autobrücke. Die {{Marker | name =Jubilee Bridge | type =bridge | wikidata =Q65238980}} wurde im April 2015 eröffnet und ist eine reine Fußgängerbrücke. === Denkmäler === [[Datei:At Singapore 2023 098.jpg|mini|Die Raffles-Statue]] * {{vCard | name =Merlion-Löwe | type =monument | wikidata = Q208760 | description =am 15. September 1972 eingeweihtes Denkmal eines wasserspeienden Löwen und im April 2002 an die heutige Stelle versetzt, 8,60 Meter hoch, 70 Tonnen schwer. „Merlion“ ist ein Kofferwort aus ''Mer''maid (''Meerjungfrau'') und ''Lion'' (''Löwe''), was in der Konstruktion zum Ausdruck kommt.}} * {{vCard | name =Statue of Stamford Raffles | type =monument | wikidata =Q124377996 | description =am 15. September 1972 errichtete Statue von Thomas Stamford Raffles an der ungefähren Stelle seiner Landung.}} * {{vCard | name =Civilian War Memorial | type =monument | wikidata =Q5124736 | description =am 15. Februar 1967 eingeweiht, 70{{nnbsp}}m hoch. Von den Einwohnern als „Chop-Sticks” tituliert.}} * {{vCard | name =Lim Bo Seng Memorial | type =monument | wikidata =Q54321624 | description =das 1954 errichtete Denkmal erinnert an den Widerstandskämpfer Lim Bo Seng gegen die Japaner im Zweiten Weltkrieg.}} * {{vCard | name =Founders' Memorial | type =monument | wikidata =Q85761787 | description =soll an die Gründungsväter der Stadt erinnern und wird voraussichtlich 2028 aufgestellt.}} === Museen === Singapur bietet eine große Auswahl an Museen und Ausstellungen. Wer sich für Kultur und Geschichte interessiert findet sich im {{ Marker | name = Asian Civilisations Museum | type = museum | wikidata = Q633033 | show= wikilink, copy }} wieder. Es zeigt Exponate asiatischer Kulturen und Zivilisationen, speziell Chinas, Südost-, Süd- und Westasiens, und bildet zusammen mit dem {{Marker|name=National Museum of Singapore|type=museum|wikidata=Q632689|show=wikilink, copy}} mit dem Schwerpunkt der Geschichte Singapurs, dem {{Marker|name=Peranakan Museum|type=museum|wikidata=Q3078303|show=wikilink}} (Geschichte und Kultur der Peranakan) und dem {{Marker|name=Singapore Art Museum|type=museum|wikidata=Q2032637|show=wikilink}} mit seiner Sammlung moderner und zeitgenössischer ostasiatischer Kunst eine gemeinsame Institution. Mehr moderne und zeitgenössische Kunst singapurischer und südostasiatischer Künstler seit dem 19.{{nnbsp}}Jh. wird in der {{ Marker | name = National Gallery Singapore | type = museum | wikidata = Q6970475 | show= wikilink, copy }} gezeigt. Das {{ Marker | name = ArtScience Museum | type = museum | wikidata = Q2744014 | show= wikilink }} ist Teil des Marina Bay Sands. Gestaltet wie eine Lotusblüte bietet das moderne Museum auf einer Fläche von 6.000{{nnbsp}}m² Ausstellungen, die Kunst, Wissenschaft, Kultur und Technologie verbinden. Es gibt die Dauerausstellung „Future World“ mit digitaler Kunst, Lichtinstallationen sowie auch wechselnde Ausstellungen zu Themen wie Weltraum, KI, Mode, Popkultur und Naturwissenschaften als auch einen Virtuality-Raum. {{Anker|museums-families}}Auch ganze Familien und Kinder kommen auf ihre Kosten z.{{nnbsp}}B. im {{ Marker | name = Museum of Ice Cream | type = museum | wikidata = Q131577631 | show= wikilink }}, einem großen In-Door-Spielplatz mit Eis zum probieren und etwas Hintergrundwissen rund um die beliebete Süßspeise, oder dem {{ Marker | name = Trickeye Singapore | type = attraction | wikidata = Q131577809 | show= wikilink }}, weniger ein Museum als ein Familienspaß mit optischen Täuschungen. Dazu gesellt sich das {{ Marker | name = Mint Museum of Toys | type = museum | wikidata = Q6869564 | show= wikilink }} mit mehr als 50.000 Spielzeugen. Für eine alphabetische und thematische Liste der Museen Singapurs, siehe auch [[Singapur/Museen|Museen Singapurs]]. === Straßen und Plätze === * {{vCard | name =Orchard Road | type =road | wikidata =Q2735712 | description =Hauptgeschäftsstraße Singapurs, hier unter anderem der}} ** {{vCard | name =Orchard Road Market | type =square | wikidata =Q113331382 | description =ein bereits 1880 entstandener Markt; an seiner Stelle steht heute der}} ** {{vCard | name =Orchard Point | type =shop | wikidata =Q17052833 | description =ein Einkaufscenter mit allen Warenangeboten.}} * {{vCard | name =Bras Basah Road | type =road | wikidata =Q4957744 | description =(malaiisch “bras” für ''nass'', “basah” für ''Reis'', der hier getrocknet wurde); aus 1823.}} * {{vCard | name =Raffles Place | type =square | wikidata =Q3079780 | description =1858 entstandener bunter Markt; am Platz befinden sich die drei höchsten Wolkenkratzer der Stadt.}} === Parks === {{ Scroll Gallery | title= Parks | SG-marina-bay-sands-south_garden.jpg | Bay South Garden vom Sands Sky Park gesehen | {{Wikidata|Q120450702|P18}} | Supertree Grove im Bay South Garden | {{Wikidata|Q120450702|P3451}} | Supertree Grove bei Nacht | 2016-04-03 Singapore Botanic Gardens 06.jpg | Singapore Botanic Gardens | Faber Point 4, Nov 06.JPG | Blick vom Mount Faber | Telok Blangah Hill Park, Singapore (3297044040).jpg | Forest Walk im Telok Blangah Hill Park | CanopyWalk-KentRidgePark-Singapore-20070809.jpg | Canopy Walk im Kent Ridge Park | {{Wikidata|Q3521764|P18}} | Baden im East Coast Park | Changi Beach Park 9, Jul 06.JPG | Changi Beach Park }} Singapur ist ein erstaunlich grüne Stadt neben der immer weiter fortschreitenden Begrünung der Gebäude findet man recht häufig auch kleinere Oasen der Ruhe in der Stadt die zu einem Spaziergang einladen. Aushängeschild und neueste Attraktion sind die {{ Marker | name = Gardens by the Bay | type = park | wikidata = Q630135 | show= wikilink, copy }}. Es ist nicht nur eine Parkanlage, sondern bietet mit dem Flower Dome und Cloud Forest auch überdachte Gärten mit Pflanzen aus aller Welt sowie mit den Giant Trees auch eine Bildfläche für allabendliche musikalisch untermalte Lichtprojektionen. Der {{ Marker | name = Zoo | type = zoo | wikidata = Q2709506 | show= wikilink }} Singapurs gilt als einer der besten weltweit. Gleich nebenan liegt die {{ Marker | name = Night Safari | type = zoo | wikidata = Q2234723 | show= wikilink }}. Sie zeigt ausschließlich nachtaktive Tiere und bleibt tagsüber geschlossen. Ergänzt wird das Duo durch den {{ Marker | name = Jurong Bird Park | type = zoo | wikidata = Q1547682 | show= wikilink }} mit großen Aviarien und einem 30{{nnbsp}}m hohen Wasserfall. Singapurs einziges UNESCO Welterbe sind {{ Marker | name = Singapore Botanic Gardens | type = botanical garden | wikidata = Q3046409 | show= wikilink, copy }} eine 74{{nnbsp}}ha große Parkanlage, die seit 1859 Stück für Stück entstand und schließlich 2015 auf die Welterbeliste kam. Das Areal kann kostenfrei besucht werden, allerdings kostet der Orchideengarten 15{{nnbsp}}S$ Eintritt. Er gilt mit jährlich 4,2 Millionen Besuchern als der meist besuchte botanische Garten der Welt. Eine interessante Wanderung bietet der 10,5{{nnbsp}}km lange [[Southern Ridges Walk]] über den {{ Marker | name = Mount Faber | type = park | wikidata = Q6920714 | show= wikilink }}, den {{ Marker | name = Telok Blangah Hill Park | type = park | wikidata = Q7697797 | show= wikilink }} und {{ Marker | name = Kent Ridge Park | type = park | wikidata = Q647955 | show= wikilink }}, ein Wanderweg, teilweise durch die Baumkronen im Südwesten Singapurs, empfohlen wochentags, ist er doch am Wochenende mehr von Einheimischen bevölkert. Eine bekannte innerstädtischen Parkanlage ist der 18{{nnbsp}}ha große {{ Marker | name = Fort Canning Park | type = park | wikidata = Q1438470 | show= wikilink }}. Er beherbergt nicht nur Grün, sondern auch das Fort Canning Centre, das Fort Canning Service Reservoir ein (Wasserspeicher), den ältesten christlichen Friedhof der Stadt, den ASEAN Sculpture Park (von 1981) sowie die die Battle Box (Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg und Rest der früheren Festung Fort Canning). Hier findet sich auch der erste botanischen Garten der Stadt. Er stammt aus dem Jahre 1822 und wurde von Sir Stamford Raffles gegründet. Wer Entspannung, Fitness und Picknick am Meer mag, hat in Singapur mehrere Optionen. Aus gleich drei Gartenanlagen bestehen die {{ Marker | name = Jurong Lake Gardens | type = park | wikidata = Q139913086 | show= wikilink }}. Von der Marina Bay bis fast zum Flughafen zieht sich der {{ Marker | name = East Coast Park | type = park | wikidata = Q3521764 | show= wikilink }}. In regelmäßigen Abständen gibt es, Essensstände, Fahrrad- und Sportverleihe. Besonders beliebt ist er an den offiziellen Feiertagen. Im Nordosten liegt der {{ Marker | name = Changi Beach Park | type = park | wikidata = Q5071985 | show= wikilink }} mit reichlich Restaurants als optisches Highlight liegt er neben der Einflugschneise des Flughafens und man kann die großen Flugzeuge einschweben sehen. Es gibt auch auf [[Singapur|Sentosa Island]] eine Reihe von grünen Arealen. === Aussichtspunkte === * {{ Marker | name = Marina Bay Sands | type = hotel | wikidata = Q548679 | show= wikilink }} – Das Wahrzeichen Singapurs bietet am Bug des „Schiffes“ auf dem Dach ein Aussichtsdeck mit Blick auf die Skyline an der Marina Bay und die Gardens by the Bay. * {{ Marker | name = The Pinnacle@Duxton | type = building complex | wikidata = Q7757213 | show= wikilink }} – Gebäudekomplex von sieben jeweils 50 Stockwerken in 156 Meter hohen Wohnhochhäusern im Stadtteil im Südwesten von Chinatown. Die Galerie im 50. Stockwerk ist tagsüber auch öffentlich zugänglich. Die Besucherzahl ist dabei auf 150 Personen pro Tag und 50 Personen gleichzeitig begrenzt. Man hat unter anderem Blick auf den Hafen, Chinatown und das Finanzdistrikt. * Wer neben dem Ausblick auf die Stadt auch einen Cocktail genießen möchte, kann auch die eine oder andere [[Singapur#rooftop-bars|Rooftop-Bar]] Singapurs besuchen. === Stadtrundfahrten/-gänge === ==== Hop-On-Hop-Off ==== Wie auch in anderen Metropolen gibt es in [http://www.visitsingapore.in/tours.html Singapur Stadtrundfahrten] nach dem Hop-On-Hop-Off-Prinzip. Der Bus fährt eine feste Rundtour und man kann an den gewünschten Haltestellen aussteigen und seine Tour mit einem beliebigen Bus später fortsetzen. Zeitlich ist man bei diesem System absolut flexibel. Ebenso kann man sich auf seine Interessen konzentrieren. * {{vCard | type= tour operator | name= Fun Vee Hopper | url= https://www.citytours.sg | phone= +65 67389798, +65 67383338 | email= enquiry@citytours.sg | description = Die Busse starten regelmäßig an drei Hauptstationen der Gesellschaft. '''1.''' Esplanade Exchange (Esplanade MRT) '''2.''' Orchard Central (Orchard Road) und '''3.''' Singapore Flyer. Insgesamt werden 5 verschiedene Routen angeboten. Ein Flyer informiert über jede Haltestelle der Touren und die Fahrzeiten. Tickets gibt es in verschiedenen Paketen. Ein Einfaches Ticket kostet 19,90{{nnbsp}}$ und gilt einen Tag. Der Fun Vee City Pass bietet für 29,90{{nnbsp}}$ diverse Touren sowie eine Bootsfahrt und Abholung an einigen der Innenstadthotels. }} *# '''City Attractions Hopper''' - Die Tour führt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt (Merlion Park, Chinatown, Botanic Gardens, Orchard Road, Raffles City). Die Busse verkehren von 09:00 bis 17:00 alle halbe Stunde. Ein Sammelbus startet nochmals um 18:30, hält aber nur an ausgewählten Stationen *# '''Ethnic Attractions Hopper A''' und '''B''' - Beide Touren zeigen da bunte Völkergemisch des Stadtstaates. Auf zwei streckenweise unterschiedlichen Touren führen sie durch Chinatown, Little India, Kampong Glam sowie Arab Street. Tour A startet am Singapore Flyer um 09:30, 11:30, 15:30 und 17:30, Tour B am selben Ort um 10:30, 12:30, 14:30 und 16:30 *# '''Marina Attractions Hopper''' - Die kleine Rundtour führt durch Raffles Town und die Marina Bay (via City Hall MRT, Esplanade MRT). Zwischen 13:00 und 19:00 startet alle halbe Stunde ein Bus am Singapore Flyer *# '''Sentosa Attractions Hopper''' - Dieser Bus führt speziell nach Sentosa Island. ==== Land- und Wassertour ==== Eine weitere Möglichkeit, die Innenstadt rund um die Marina Bay zu erkunden, bieten Touren, die mit Amphibienfahrzeugen (Ducktours) durchgeführt werden. Die Tour beginnt mit einer kleinen Rundfahrt im Stadtzentrum. Dann fährt das Fahrzeug direkt ins Wasser und fährt eine Runde durch die Marina Bay. Die Tour kostet ca. 30,00 $. == Einkaufen == Landeswährung ist der {{Strong|Singapore Dollar}}, abgekürzt mit ''S$'' oder bei Banken ''SGD'' oft einfach nur '''$'''. Ein Dollar ist unterteilt in 100 Cents. Es existieren Münzen zu 0,05{{nnbsp}}S$ (messing), 0,10{{nnbsp}}S$ (silber), 0,20{{nnbsp}}S$ (silber), 0,50{{nnbsp}}S$ (silber) und 1{{nnbsp}}S$ (gold). Außerdem gibt es Scheine im Wert von 2{{nnbsp}}S$ (lila), 5{{nnbsp}}$ (grün), 10{{nnbsp}}S$ (rot), 50{{nnbsp}}S$ (blau), 100{{nnbsp}}S$ (orange), 1000{{nnbsp}}S$ (lila) und 10000{{nnbsp}}S$ (gold). Der [[Brunei#Einkaufen|Brunei-Dollar]] ist eins zu eins an den Singapore Dollar gebunden und auch in Singapur ein gültiges Zahlungsmittel. Restaurants und Hotels geben die Preise meistens in der Form 19.99++&nbsp;S$ an, was bedeutet, dass die Preise Steuern (8{{nnbsp}}%) und Bedienung (10{{nnbsp}}%) noch nicht enthalten und zum Rechnungsbetrag am Ende noch addiert werden. Manche Hotels und Restaurants geben die Nettopreise eventuell sogar als +++ an, wobei das dritte Plus 1{{nnbsp}}% CESS (einer Art „Touristensteuer“) entspricht, was einen Gesamtzuschlag von 19,8{{nnbsp}}% ausmacht. Trinkgelder sind in Singapur unüblich, selbst Taxifahrer geben das Wechselgeld im Allgemeinen bis auf den letzten Cent raus oder runden sogar zu ihren Ungunsten ab, um sich nicht mit Kleingeld rumplagen zu müssen. === Preise === Verglichen mit südasiatischem Standard ist Singapur teuer. Mit 75{{nnbsp}}S$ pro Tag ist ein Auskommen für einen Backpacker möglich, insbesondere Essen bekommt man mit dem exzellenten {{Em|Hawker Food}} für 5–10{{nnbsp}}S$ pro Mahlzeit. In Restaurants liegen die Essenspreise aber bei 20–50{{nnbsp}}S$. Man sollte bei seiner Planung auch bedenken, dass die 50{{nnbsp}}S$ am Tag nicht zu halten sind, wenn Alkohol ins Spiel kommt. Für einen Gin-Tonic muss man bereits 12–13{{nnbsp}}S$ berappen, selbst wenn man sich die Zutaten selbst im 7Eleven kauft. Dabei sei aber angemerkt, dass die 7Eleven spürbar teurer (ca.&nbsp;80{{nnbsp}}%) sind als die privaten Einzelhandelsgeschäfte, die man aber im Stadtzentrum nicht immer ohne weiteres findet. Man sollte danach in den einfachen Passagen unter Wohnanlagen schauen. * {{Strong|Bier}} kostet (je nach Marke und Herkunft) im Lebensmittelladen 2,20-4,00{{nnbsp}}S$ (320{{nnbsp}}ml Dose) beim 7Eleven entsprechend mehr. Ein gezapftes Bier im Restaurant (ca.&nbsp;0,4{{nnbsp}}l) liegt bei 12–17{{nnbsp}}S$. Es ist somit kein Problem am Boat Quay bei drei bis vier kühlen Bier sein Tages-Kontingent komplett zu verbrauchen. * {{Strong|Wein}} startet im Lebensmittelmarkt bei ca.&nbsp;28{{nnbsp}}S$ pro Flasche. * {{Strong|Spirituosen}} starten beim Getränkehändler bei ca.&nbsp;40{{nnbsp}}S$ pro Flasche. * Für {{Strong|Cocktails}} muss man in Restaurants und Bars mit Preisen von 25{{nnbsp}}S$ rechnen. Ein Restaurantbesuch mit einem Bier, einem Burger und einem Cocktail zum Abschluss kann problemlos bei 80{{nnbsp}}S$ liegen. Ein Bett in einem Hostel findet man ab ca. 35&nbsp;S$. Für ein Hotelzimmer mit eigenem Bad kommt man aber schon an die 100 heran. Selbst in den meisten Luxushotels (vom Raffles vielleicht abgesehen) kann man sich mit den richtigen Rabatten schon für 200{{nnbsp}}$ einquartieren. Alles in allem kann man – auch ohne Luxus – an einem Tag für Hotelzimmer, Frühstück, Tagesaktivitäten, Restaurant und Barbesuch auch 200{{nnbsp}}€ am Tag ausgeben. === Shopping === [[File:Singapore bukit timah monkeys 2002.jpg|mini|Freilebende Affen in Bukit Timah]] Neben Essen ist '''Einkaufen''' die große Lieblingsbeschäftigung der Singapurer und dementsprechend ist Singapur das Einkaufsparadies schlechthin. * Die größte Einkaufsstraße ist die [[Singapur/Orchard|Orchard Road]], in der sich ein Einkaufszentrum an das Nächste reiht, welche vor allem Nobelgeschäfte beherbergen. Dementsprechend hoch sind auch die Preise. Herausragende Shopping Centres sind ION und Takashimaya (oft interessante Aktionen im Tiefgeschoss). * Günstigere Preise findet man in [[Singapur/Bugis|Bugis]], hier gibt es die neuesten Trends (und daher ist es in erster Linie bei Singapurs Teenagern sehr beliebt). Sehr gute Auswahl findet sich auch in der {{ Marker | name= VivoCity | type= mall| wikidata= Q7937930 | show= wikilink }}, dem größten Einkaufszentrum Singapurs, an der Zufahrt nach Sentosa (MRT Harbour Front). * Die besten Preise und interessantesten Sachen gibt es in [[Singapur/Little India|Little India]] oder [[Singapur/Chinatown|Chinatown]], denn hier leben und kaufen die Einheimischen ethnischen Gruppen Singapurs, wobei es aber auch schon viele Läden gibt, die sich speziell auf Touristen eingerichtet haben. * Interessant für Kunsthandwerk und Einrichtungsgegenstände asiatischer Provenienz ist {{marker | name =Dempsey | type =buy |lat=1.30492 | long=103.80986 | wikidata =Q111032515 }} (gegenüber Botanic Garden) ein ehemaliges Kasernengelände mit einer Reihe sehr guter Geschäfte und Restaurants. Sehr beliebt bei Expats. Beim Kauf von '''Kleidung''' und '''Schuhen''' ist zu beachten, dass Größen für Männer über 1,80, Frauen über 1,65 und Schuhgrößen ab 44 bzw. 39 so gut wie nicht erhältlich sind. Die Zeiten, in denen '''Elektronik''' in Singapur vergleichsweise günstig waren sind wegen des gestiegenen Wechselkurses und der in Deutschland transparenteren Preisfindung im Internet vorbei. Wer genau weiß, was er möchte, kann in der Funan Mall oder den Ketten (besonders Challenger) möglicherweise noch ein paar Euro gegenüber den deutschen Preisen sparen. Man sollte dann aber bedenken, das der deutsche Zoll hier aktiv werden kann und bezüglich Kulanz oder Garantie deutliche Abstriche zu machen sind. Definitiv zu meiden sind die Touristen-orientierten Geschäfte auf der Orchard Road (besonders im berüchtigten Lucky Plaza). Für Computerzubehör empfiehlt sich der Sim Lim Square, aber hier ist genaue Kenntnis der Materie und Preise angeraten. Auf alle Fälle sollte man sich vor jedem Kauf bewusst sein, dass in Singapur 220 V Spannung mit einem dreipoligen (englischen) Stecker verwendet wird. Im Gegensatz zu den meisten anderen südostasiatischen Ländern sind in Singapur Raubkopien nicht erhältlich. === Trinkgeld === In Singapur gibt man nur in Hotels (ab der Mittelklasse) Trinkgeld. Auch bei Taxifahrern kann man den Fahrpreis zum nächsten vollen Dollar-Betrag aufrunden. Ansonsten sind Trinkgelder in Singapur unüblich und teilweise gesetzlich verboten (wie beispielsweise am Flughafen). * '''Gepäckträger''' 1 bis 2{{nnbsp}}$ pro Gepäckstück * '''Zimmermädchen''' 1 bis 2{{nnbsp}}$ pro Tag == Küche == Wie schon erwähnt ist '''Essen eine Art Volkssport''' in Singapur und somit ist das Land als Schmelztiegel der Kulturen wahrhaftig eine kulinarische Reise wert! Der Vielvölkerstaat ist ein Paradies für Gourmets, der eine einmalige Auswahl an Geschmacksrichtungen bietet: '''chinesische, malaiische, indische, thailändische, indonesische, japanische und koreanische Gerichte''' bietet die einheimische Kochkunst, aber auch der eingeschworene Konsument westlicher Speisen muss auf '''europäisches oder amerikanisches Essen''' nicht verzichten. So breit wie die Auswahl an Geschmacksrichtungen, so vielfältig ist das Angebot an Restaurants im Stadtstaat. Die einheimische Küche kann man am besten in den einfachen Garküchen der Hawker Centres oder Foodcourts testen, wo landestypische Gerichte sehr schnell und preiswert (ein Gericht kostet nur wenige Dollar) serviert werden. In den luxuriösen klimatisierten Restaurants und Hotels findet man exzellente Kulinaria aus der ganzen Welt, allerdings zu entsprechend höheren Preisen. Typisch für Singapur sind allerdings Reisgerichte. === Lokale Spezialitäten === Folgende Gerichte gehören zu den Lieblingsgerichten der Einheimischen und sollten auf der Tagesordnung jedes Reisenden stehen: * {{Strong|{{ Wikipedia | name= Laksa | wikidata= Q934095 }} }} – Laksa ist eine Kokosnuss-Curry-Suppe mit Reisnudeln und Shrimps und eines der Nationalgerichte Singapurs. [[Singapur/Geylang#Laksa|Katong]] im Stadtteil Geylang gilt als eines der Zentren dieses Gerichts. * '''Satay''' &ndash; Fleischspieße, serviert mit Erdnusssauce, in Kokosmilch gekochtem Reis, Gurke und Zwiebeln * '''Hainanese Chicken Rice''' &ndash; gedünstetes Hähnchen mit Duftreis und Chili-Soße * '''Chilli Crab''' &ndash; hartschalige Krebse mit einer Tomaten-Chili-Soße. Bekannt dafür ist die Kette [http://www.nosignboardseafood.com No Signboard Seafood] * '''Char kway teow''' &ndash; verschiedene gebratene Nudeln mit einer dunklen, süßen Soße, Fischfrikadellen, chinesischen Würstchen, Hähnchen oder Shrimps und Gemüse * '''Fish Head Curry''' &ndash; in scharfer Currysoße gegarte Fischköpfe mit Gemüse und Reis * '''Rojak''' &ndash; Salat aus Früchten und Gemüse mit Krabbenpaste und Erdnüssen * ''' Hokkien Fried Mee''' &ndash; gelbe Nudeln mit Schweinefleisch, Shrimps und Gemüse * '''Durian''' &ndash; eine tropische Singapur-typische Frucht, um die die meisten Touristen wegen ihres Gestanks angeekelt einen großen Bogen machen. Von den meisten Einheimischen wird die ''Durian'' jedoch als Spezialität betrachtet. === Hawker Centre und Foodcourts === [[File:LavenderFoodSquare-Singapore-20050617-original.jpg|thumb|Hawker Centre]] Die billigste und beliebteste Art in Singapur zu essen sind '''Hawker Centre'''. Die heutigen Hawker Centre sind eine Ansammlung früherer Straßenverkäufer, die von der Regierung in geschlossene Komplexe gelenkt wurden, um so die Hygiene zu verbessern. Die Preise sind niedrig (die meisten Gerichte kosten zwischen 2 und 5{{nnbsp}}$ ), Hygiene-Standards hoch (die einzelnen Garküchen, sogenannte Stalls, werden regelmäßig kontrolliert und bewertet; das Kurz-Ergebnis in Form eines Großbuchstabens, beginnend mit A und dann absteigend, hängt gut sichtbar aus) und das Essen kann ausgezeichnet sein (ein Indiz für gutes Essen sind lange Schlangen vor einem Stall). An Atmosphäre mag es mitunter mangeln, es gibt auch keine Klimaanlage, jedoch ist der Besuch eines Hawker Centres ein unbedingtes ''Muss'' während eines Singapur-Aufenthalts! In den Hawker Centres ist es üblich, sich zuerst einen Tisch zu suchen und ihn irgendwie zu belegen, sich die Tischnummer zu merken und sich dann bei den Garküchen die angebotenen Gerichte anzusehen. Hat man sich für eins entschieden, nennt man bei der Bestellung seine Tischnummer und bekommt es wenige Zeit später an den Tisch geliefert. Bezahlt wird erst, wenn man das Essen erhält. Gelegentlich gibt es auch Stalls mit Selbstbedienung, in denen man sich das Gericht dann selber abholen muss. In Singapur hat quasi jeder Wohnblock sein eigenes Hawker Centre, denn Singapurer kochen selten zu Hause und nehmen fast jede Mahlzeit außer Haus ein. Die beliebtesten Hawker Centre bei Touristen sind die zentral gelegenen '''Newton Circus''' (nahe der [[Singapur/Orchard|Orchard Road]]) und '''Lau Pa Sat''' (nahe dem [[Singapur/Riverside|Singapore River]]), &mdash; weshalb sie aber nicht unbedingt die billigsten und besten sein müssen, vielmehr sollte der anspruchsvolle Gourmet sein Glück statt dessen lieber in [[Singapur/Chinatown|Chinatown]] versuchen. Aktuelle Informationen über das beste Hawker Food der Stadt findet man unter [https://www.makansutra.com Makansutra]. '''Foodcourts''' sind die verbesserte und klimatisierte Version der Hawker Centre. Man findet sie im Untergeschoss fast jeder Shopping Mall, das angebotene Essen ist das Gleiche, unter Umständen jedoch etwa 1 bis 2{{nnbsp}}$ teurer. === Restaurants === Singapur bietet eine große Auswahl an Restaurants, für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel. Als Hafenstadt sind '''Meeresfrüchte''' in Singapur eine allgemein anerkannte Spezialität, die besten Fischrestaurants findet man an der [[Singapur/Osten|East Coast]]. Restaurants mit moderaten Preisen und '''internationalem Angebot''' findet man an der [[Singapur/Riverside|Singapore River]] und in [[Singapur/Norden und Westen|Holland Village]]. Luxusrestaurants gibt es vor allem in den Hotels der gehobenen oder Luxusklasse, wo Köche aus den verschiedenen kulinarischen Richtungen ausgezeichnete Gerichte der '''Fusion Cuisine''' kreieren. Singapur gibt es 33 Restaurants mit einem, 6 mit zwei und 3 Restaurants mit 3 Michelin-Sternen {{Stand|2025|06}}<ref>{{ Internetquelle | URL= https://guide.michelin.com/de/de/singapore-region/restaurants/sternerestaurants | titel= Sternerestaurants in Singapur | Website= Michelin Guide | Website-URL= https://guide.michelin.com/ | Datum= 2025-06-22 }}</ref>. === Coffee Shops === '''Coffee Shops''' sind das singapurische Äquivalent zu Kneipen, denn hier trifft man sich nicht nur morgens zum Frühstück, sondern auch auf ein Schwätzchen beim Bier am Abend. Auch wenn es der Name nicht unbedingt vermuten lässt, bieten Coffee Shops neben verschiedenen Kaffeearten eine große Auswahl an Getränken und kleineren oder größeren Gerichten. Die meisten Coffee Shops gehören zu lokalen Ketten wie ''Coffee Bean and Tea Leaf'', ''Coffee Club'' und ''Délifrance'', die zu Hauf im [[Singapur/Riverside|zentralen Finanzdistrikt]] vertreten sind. Einen einfachen ''Iced Coffee'' bekommt man jedoch selten unter 4{{nnbsp}}S$, wobei ein einheimischer ''teh tarik'' or ''kopi'' Kaffee in jedem Hawker Centre schon für weniger als 1{{nnbsp}}$ zu haben ist. == Nachtleben == Hot-Spots mit {{Strong|Bars, Kneipen und Clubs}} gibt es de-facto in jedem der zentralen Stadtteile. Das für Besucher interessante Nachtleben konzentriert sich hauptsächlich auf das zentrale Business-Distrikt, vor allem auf '''[[Singapur/Chinatown#Nachtleben|Chinatown]]''' (z.{{nnbsp}}B. '''Ann Siang Road''' und '''Club Street''') und den '''[[Singapur/Riverside|Singapore River]]''' ('''Boat Quay''' und '''Clarke Quay'''). Auch in {{ Marker | type= quarter |name= Kampong Glam | wikidata= Q4251481 | show= wikilink, none }}, insbesondere in der Haji Lane und in {{ Marker | type= quarter | name= Geylang | wikidata= Q525295 | show= wikilink, none }} gibt es viele Bars und Kneipen. Man kann online {{Strong|Kneipentouren}} ({{Em|pub crawls}}) buchen. Hier besucht man zusammen mit anderen Interessierten eine Reihe von Restaurants und Bars. Ein kleiner Willkommensdrink ist meist inklusive. Es kann passieren, dass sich darunter Musikkneipen und Clubs befinden. Dies kann aufgrund der herrschenden Lautstärke die Kommunikation etwas erschweren. {{Anker|rooftop-bars}}Die Stadt bietet einige {{Strong|Rooftop-Bars}} mit wirklich schönen Aussichten auf die Stadt. Highlights an der Marina Bay sind das {{ Marker | type= bar | name = VUE | wikidata= Q131826192 | show= wikilink }} mit Blick auf das Marina Bay Sands und das {{ Marker | type= bar | name = CÉ LA VI | wikidata= Q126171842 | show= wikilink }} auf dem Dach des Marina Bay Sands mit tollem Blick auf die Stadt. Die höchstgelegene Bar ist mit 282{{nnbsp}}Metern das {{ Marker | type= bar | name = NOVA | wikidata= Q132255954 | show= wikilink }} auf dem Raffles Place mit 360°&nbsp;Rundblick. Eine schönen Blick auf die Bars der Riverside und die Wolkenkratzer des Finanzdistrikts hat man vom {{ Marker | type= bar | name = Southbridge | wikidata= Q131826247 | show= wikilink }}. Das {{ Marker | type= bar | name = Roof Garden at Artyzen | wikidata= Q131945138 | show= wikilink }} besitzt einen 25-Meter-Infinity-Pool, eine schöne Garten-Terrasse und einen Panorama-Blick auf die Umgebung der West-Orchard-Road. Nicht auf einem Dach aber in der 70. Etage des höchsten Hotels Singapurs befindet sich die {{ Marker | name = SKAI Bar | type = bar | wikidata = Q134051831 | show= wikilink }} mit Blick auf die Riverside, das Financial District und den Sonnenuntergang. Eine sehr schöne Sicht auf den Sonnenuntergang, die Hafenfront und die Insel Sentosa genießt man in der {{ Marker | name = Mirabilis Bar | type = bar | wikidata = Q136085220 | show= wikilink }} auf dem Mount Faber Peak. [[File:Singapore View from CE LA VI Club.jpg|thumb|Blick vom Club CÉ LA VI auf die Skyline von Singapur]] Wer in {{Strong|Clubs}} die Nacht zum Tag machen und durchtanzen möchte, findet in Singapur einige gute Locations, allen voran den legendären Club {{ Marker | type= club | name = Zouk | wikidata= Q111556 | show= wikilink }} am Clarke Quay, der es 2018 im DJ Mag zum drittbesten Club der Welt gebracht hat. Das Marina Bay Sands bietet in der Mall das sehr angesagte {{Marker|type=club|name=Marquee|wikidata=Q69618274|show=wikilink}} sowie oben auf dem Dach das kleine {{Marker|type=club|name=CÉ LA VI|wikidata=Q126171842|show=copy, wikilink}} mit spektakulärem Blick auf die Skyline. Die Clubs haben in der Regel eine Kleiderordnung. Geschlossenes Schuhwerk ist Pflicht. Geschnittene Oberteile, Tanktops und anstößige Drucke sind nicht erlaubt. Shorts sind teilweise möglich. Es gibt in Singapur kein {{Strong|Gay-Viertel}}. Was dem am nächsten kommt, ist das Gebiet zwischen Tanjong Pagar and Outram Park. Gay-Bars befinden sich im Bereich der [[Singapur/Chinatown#Nachtleben|Neil Road]]. == Unterkunft == [[File:Singapore - Raffles Hotel 0001.jpg|thumb|Das weltbekannte Raffles]] Verglichen mit anderen südostasiatischen Ländern sind Übernachtungsmöglichkeiten in Singapur nicht gerade günstig. Wer ein ordentliches Zimmer mit eigenem Bad sucht muss schon eine Weile suchen, um noch einen zweistelligen Preis zu finden. Backpacker-Hostels findet man hauptsächlich in [[Singapur/Chinatown|Chinatown]], [[Singapur/Little India|Little India]], [[Singapur/Bugis|Bugis]] und an der [[Singapur/Osten|East Coast]]. Eine Übernachtung in einem Kapselhotel startet bei ungefähr 60{{nnbsp}}S$ für eine Standard-Rate. Nicht erstattbare Sondertarife liegen dan mindestens bei 45{{nnbsp}}S$. Günstige Mittelklasse-Hotels drängen sich in [[Singapur/Osten|Geylang]], wo sie sich teilweise auch an Kunden richten, die Zimmer stundenweise mieten. Hotels unter 100{{nnbsp}}S$ sind zweckmäßig, jedoch einfach eingerichtet, in der Preisklasse von 100{{nnbsp}}S$ bis 150{{nnbsp}}S$ findet man aber auch schon einige gutte mittelklassige Hotels. Hotelketten wie '''[http://www.hotel81.com.sg/ Hotel{{nnbsp}}81]''' sind eine preiswerte Option mit mehreren Hotels in der Stadt und Zimmerpreisen ab 65{{nnbsp}}S$, teilweise allerdings ohne Fenster. Generell ist ein Wert von 150{{nnbsp}}S$ für ein gutes Mittelklassezimmer mit Fenster ein brauchbarer Richtwert. Singapur bietet jede Menge Luxusunterkünfte. Die Preise für ein Doppelzimmer in einem Fünf-Sterne-Hotel beginnen bei 200{{nnbsp}}S$ wenn man nach Rabatten und Packages Ausschau hält. Die „Instanz“ unter den Hotels in Singapur ist das im Kolonialbaustil 1887 errichtete {{Marker | name =Raffles Hotel | type =hotel | wikidata =Q1538837 |show= wikilink}} (115 Suites) mit einem Tropengarten im Innenhof. In seiner Long-Bar wurde vor 1915 das Cocktail-Geränk ''Singapore-Sling'' erfunden. Die Preise für ein Doppelzimmer in einem Fünf-Sterne-Hotel beginnen bei 200{{nnbsp}}S$ wenn man nach Rabatten und Packages Ausschau hält. Wer sich bei diesen Preisen keine Übernachtung leisten kann, sollte aber trotzdem an einem Abend die Bar des Hotels besuchen und dort einen Cocktail zu sich nehmen. Das Ambiente ist beeindruckend, und abends gibt es häufiger Live-Musik. Das {{Marker | name =The Fullerton Hotel Singapore | type =hotel | wikidata =Q4409125 |show= wikilink}} (eröffnet am 27. Juni 1928; 428 Zimmer) wurde an der früheren Stelle des 1829 errichteten {{Marker | name =Fort Fullerton | type =fort | wikidata =Q111032529 |show= wikilink}} gebaut. Das {{Marker | name =Swissôtel The Stamford | type =hotel | wikidata =Q1343055 |show= wikilink}} (1272 Zimmer auf 73 Etagen), mit 226{{nnbsp}}m das höchste Hotel in Südostasien (1986). Eines der neueren 5-Sterne-Hotels ist das {{Marker | name =Marina Bay Sands | type =hotel | wikidata =Q548679 |show= wikilink, copy }} (23. Juni 2010, 2561 Zimmer). == Feiertage == Dank seiner multikulturellen Gesellschaft gibt es in Singapur neben den weltlichen Feiertagen chinesische, muslimische, hinduistische, buddhistische und christliche Feiertage. Viele religiöse Feiertage richten sich nach dem Mondkalender, so dass die Daten von Jahr zu Jahr variieren. Sollte ein Feiertag auf einen Sonntag fallen, ist der darauf folgende Montag ebenfalls Feiertag. {{Feiertage Anfang}} {{Feiertag | {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-1-1 | Format= D, j. M Y | Wartetage= 7 }} | Neujahr | Begrüßung des neuen Jahres mit Feuerwerken und Silvesterparties }} {{Feiertag | Jan/Feb | Ponggal | Tamilisches Erntedankfest }} {{Feiertag | Jan/Feb | Thaipusam | Hinduistisches Fest zu Ehren des Hindugottes Subramaniam }} {{Feiertag | {{Nächster Termin nach Datum | Datum1= {{Chinesisches Neujahrsfest|{{CURRENTYEAR}}|Format=Y-m-d}} | Datum2= {{Chinesisches Neujahrsfest|{{NextYear}}|Format=Y-m-d}} | Format= D, j. M Y | Wartetage= 7 }} | Chinesisches Neujahr | Das größte Fest des Jahres, Feier des neuen Jahres nach dem Mondkalender. }} {{Feiertag | Mär/Apr | Qing Ming Festival | Verehrung der Vorfahren }} {{Feiertag | {{Nächster Termin nach Datum | Datum1= {{Id al-Fitr|{{CURRENTYEAR}}|Format=Y-m-d}} | Datum2= {{Id al-Fitr|{{NextYear}}|Format=Y-m-d}} | Format= D, j. M Y | Wartetage= 7 }} | Hari Raya Pusa | Ende des Ramadan (Fastenmonat) }} {{Feiertag | {{Nächster Termin nach Datum | Datum1= {{Ostern|Format=Y-m-d|diff=-2}} | Datum2= {{Ostern|{{NextYear}}|Format=Y-m-d|diff=-2}} | Format= D, j. M Y | Wartetage= 7 }} | Karfreitag }} {{Feiertag | {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-5-1 | Format= D, j. M Y | Wartetage= 7 }} | Tag der Arbeit | }} {{Feiertag | {{:Singapur/Vesak}} | Vesak | Wichtigster buddhistischer Feiertag }} {{Feiertag | {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-8-9 | Format= D, j. M Y | Wartetage= 7 }} | Nationalfeiertag | Erinnerung an die Unabhängigkeit vom 9. August 1965 }} {{Feiertag | Aug/Sep | Hungry Ghosts Festival | Besänftigung der bösen Geister }} {{Feiertag | Sep | Mid-Autumn Festival | Fest zu Ehren eines chinesischen Patrioten }} {{Feiertag | {{Nächster Termin nach Datum | Datum1= {{Diwali|{{CURRENTYEAR}}|Format=Y-m-d}} | Datum2= {{Diwali|{{NextYear}}|Format=Y-m-d}} | Format= D, j. M Y | Wartetage= 7 }} | Diwali | Hinduistisches Lichterfest }} {{Feiertag | {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-12-25| Format= D, j. M Y | Wartetage= 7 }} | Weihnachten | }} {{Feiertage Ende}} == Sicherheit == [[File:Singapore MRT Fines.jpg|thumb|upright|Ein typisches “Fine”-Schild]] Singapur gilt als '''eine der sichersten Städte der Welt.''' Kriminalität ist nahezu ein Fremdwort hier. So kann man sich praktisch zu jeder Tageszeit und an wirklich jedem Ort völlig ungefährdet aufhalten und bewegen. Allerdings muss sich auch ein normaler Bürger und Tourist entsprechend der singapurischen Strafgesetzgebung verhalten, und in Singapur sind einige Sachen verboten, die in anderen Ländern toleriert werden. Zum Beispiel ist es in Singapur verboten, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder MRT-Stationen zu essen oder zu trinken, die Straße an nicht ausgewiesenen Übergängen zu überqueren, auf die Straße zu spucken oder Müll liegen zu lassen. Daher sollte man auf die ohnehin nicht zu übersehenden “Fine”-Schilder achten und sich entsprechend verhalten, denn bei Verstößen drohen einem nicht unbedeutende Strafen. Die Einfuhr und Benutzung von e-Zigaretten ist verboten und strafbewehrt. Auch wenn es die vielen Regeln und der Singapur-typische Slogan “Singapore is a fine city!” (Spiel mit der Doppelbedeutung von “fine” = “schön” und “fine” = “Strafgebühr") vermuten ließen, sieht man in Singapur recht wenig Polizisten, die das Einhalten der Gesetze kontrollieren. Sie sind zum einen in zivil gekleidet, zum anderen setzt der Stadtstaat auf eine umfassende Videoüberwachung. Strafen werden hier hauptsächlich als (in der Tat wirkungsvolle) Präventivmaßnahme angesehen, die dafür sorgen, dass Singapur eine sehr sichere und saubere Stadt ist und bleibt. Die Strafandrohungen sind teilweise drakonisch und vervielfachen sich bei Wiederholungstätern: Kaugummikauen 10.000&nbsp;S$ und/oder 2 Jahre Haft; Ausspucken oder öffentliche Toilette nicht spülen 1.000&nbsp;S$, Nacktheit in einsehbarem Raum (also auch durchs Fenster sichtbar im Privatzimmer) bis 2.000&nbsp;S$, Graffitisprühen bringt neben Haft regelmäßig auch Auspeitschung mit sich. '''Drogenverstöße''' werden in Singapur '''extrem''' ernst genommen. Jegliche Art von Drogenhandel, -herstellung, -import oder -export wird drakonisch bestraft. Ab einer Menge von 15{{nnbsp}}g Heroin, 30{{nnbsp}} Morphium oder 500&nbsp;g Cannabis können die [[w:Todesstrafe#Singapur|Todesstrafe]] oder lebenslange Haft verhängt werden. Umso dringender muss auch auf sonst übliche Sicherheitsmaßnahmen verwiesen werden: Niemals für jemanden etwas mitnehmen, niemals Gepäck unbeaufsichtigt lassen. == Gesundheit == {{Quickbar Notruf}} '''Leitungswasser''' kann in Singapur bedenkenlos getrunken werden, '''Hygienestandards''' sind sehr hoch und die '''ärztliche Versorgung''' ausgezeichnet. Als tropisches Land ist Singapur '''heiß und feucht''' und man sollte, um Kreislaufproblemen vorzubeugen, viel Wasser trinken. Die niedrigste Temperatur, die jemals in Singapur gemessen wurde, lag 1934 bei 19,4 Grad Celsius, weshalb man vor allem legere, leichte Baumwollkleidung mitnehmen sollte. Da in vielen Einkaufszentren, Restaurants, Hotels und öffentlichen Verkehrsmitteln Klimaanlagen meist auf sehr kalt eingestellt sind, kann hier ein leichter Pullover sehr nützlich sein. Malaria ist in Singapur kein Thema, die Region ist jedoch unter Umständen vom '''Dengue-Fieber''' bedroht. Daher hält Singapur strikte Moskito-Kontrollen aufrecht (Zurücklassen von abgestandenem Wasser wird mit Geldbußen bestraft), die jedoch natürlich nicht bis in die Naturreservate der Insel reichen, daher kann hier die Verwendung von Insektenschutzmitteln sinnvoll sein. Neben dem Rettungsdienst kann man bei medizinischen Problemen auch folgende Rufnummern wählen: * Samaritans of Singapore (SOS): 1800 221 4444 * Ambulanz (kein Notfall): 1777 * Singapore General Hospital: 6222 3322 == Klima und Reisezeit == [[File:VandaMissJoaquim.jpg|thumb|Orchideen]] Die äquatornahe Lage in den Inneren Tropen beschert dem Stadtstaat tropisches Klima. Die durchschnittlichen Tagestemperaturen liegen ganzjährig bei mindestens 31{{nnbsp}}°C, nachts bleibt es mindestens 25{{nnbsp}}°C warm (Tropennächte). Die Regenzeit liegt zwischen November und Januar, wo durchschnittlich 15 Regentage im Monat zu verzeichnen sind. Eine kleine Regenzeit stellt sich zwischen Juni und September ein. Die Trockenzeit erstreckt sich zwischen Februar und Mai, aber auch dann ist mit Regen zu rechnen. Die relative Luftfeuchtigkeit liegt tagsüber bei 80 bis 85{{nnbsp}}% und kann nachts auf 95{{nnbsp}}% ansteigen. == Regeln und Respekt == [[File:Singapore River Hong Bao 2006 5, Feb 06.JPG|thumb|Chinesisches Neujahr: River Hong Bao 2006]] Eine '''Kleiderordnung''' gibt es nur bei Besuchen religiöser Stätten. Beim Besuch von Tempeln und Moscheen müssen Arme und Beine bedeckt sein, beim Besuch von Hindu-Tempeln und Moscheen müssen die Schuhe ausgezogen werden. Singapur hat sehr strenge '''Drogengesetze'''. Für den Handel auch mit relativ geringen Mengen Drogen ist die Todesstrafe vorgesehen! Sie wird auch an Ausländern trotz Intervention ihrer Regierungen vollstreckt. (Bei Todesstrafen-Urteilen wird von der SCHULD des Angeklagten ausgegangen. Als Reisender, der mit Drogen im Gepäck erwischt wird, muss man also seine Unschuld beweisen. Es wird daher dringend empfohlen, besonders auf das eigene Gepäck zu achten.) Es ist auch zu beachten, dass es in Singapur ebenfalls sehr strenge Gesetze gegen '''Verunreinigung und Vandalismus''' gibt. Essen und Getränke sind in der U-Bahn strengstens verboten, eine weggeworfene Zigarette kann schnell mehrere hundert Euro kosten. Noch teurer kommt es, wenn man schnell mal hinter das nächste Gebüsch uriniert. '''Fotografieren''' ist fast überall möglich und nur bei bestimmten Infrastrukturprojekten und militärischen Anlagen verboten. '''Drohnen''' über 250 Gramm müssen [https://esoms.caas.gov.sg/uaportal/index.html gebührenpflichtig registriert] werden, was auch für Ausländer möglich ist und fünf Arbeitstage dauert. Über 1,5{{nnbsp}}kg braucht man einen Sachkundenachweis. Generell verboten sind Flüge über Menschenmengen, Notfalleinsätzen sowie 5{{nnbsp}}km um Flughäfen. Letzteres bedeutet, dass das östliche Drittel des Stadtstaats wegen Changi Airport und der Paya Lebar Airbase ''off limits'' ist. Jeglicher kommerzielle Betrieb bedarf einer zusätzlichen Erlaubnis. '''Kaugummi''' ist seit 1992 in Singapur verboten, aufgrund von Problemen mit Kaugummimüll und Vandalismus, wie z.{{nnbsp}}B. Kaugummi, der an U-Bahn-Türsensoren und Aufzugtasten klebt. Das Verbot umfasst den Import, Verkauf und die Herstellung von Kaugummi, mit Ausnahmen für therapeutische, zahnmedizinische und Nikotinkaugummis, die bei einem Arzt oder registrierten Apotheker gekauft werden können. Während Kaugummi selbst nicht illegal ist, kann unsachgemäße Entsorgung zu Geldstrafen führen. Die Strafe für den Verkauf von Kaugummi kann bis zu '''2.000 S$''' betragen. Die '''LGBT'''-Community Singapurs hat es in den letzten Jahren etwas leichter. Seit 2022 sind sämtlicher homosexuelle Handlungen nicht mehr strafbar. Im Land hat sich auch eine lebendige LGBT-Community entwickelt, auch wenn sie nicht solche freien Bedingungen wie in [[Thailand]] oder [[Taiwan]] vorfindet. {{siehe auch|LGBT in Singapur}} == Post und Telekommunikation == === Post === Die singapurische '''Post''' arbeitet sehr effizient, es gibt überall kleine oder größere Postämter. Eine Postkarte nach Deutschland kostet 80 Cent, ein normaler Brief muss mit 1,50{{nnbsp}}$ frankiert werden.{{Stand|2022|08}} Die Beförderung nach Europa dauert ungefähr eine Woche, wobei man die Sendungen mit einem ''Airmail-Aufkleber'' kennzeichnen sollte. Die Gebühren für andere Postdienste erfährt man bei der [https://www.singpost.com/ SingPost]. === Mobilfunk === Es gibt drei große Telefonanbieter in Singapur, die auch das Roaming von deutschen Mobiltelefonen aus ermöglichen: [https://www.singtel.com/|Singapore Telecom (Singtel)], [https://www.starhub.com/|Starhub] und [https://www.m1.com.sg/|MobileOne (M1)]. Der '''IDD-Zugangscode''' ist 001 (für SingTel), 002 (für M1) und 008 (für Star Hub), mittlerweile gibt es aber auch schon zahlreiche Billignummern, über die man sich bei den oben genannten Telefonanbietern erkundigen kann. Es lohnt, wenn man sich bei seinem deutschen Mobilfunkbetreiber über die Preise der verschiedenen singapurischen Anbieter informiert, damit man sich dann in das günstigste Netz einwählen kann. Sollte man längere Zeit in Singapur bleiben und viele Anrufe innerhalb Singapurs tätigen, ist es sinnvoll, eine Prepaid-Karte bei einem lokalen Anbieter zu erwerben, da sie deutlich günstigere Konditionen bieten. Eine SIM-Karte kostet 10–20{{nnbsp}}$, ein Inlandsgespräch 5–25{{nnbsp}}Cent pro Minute und eine SMS ungefähr 5{{nnbsp}}Cent. Es gibt auch eSIM, die man bereits im Vorfeld einrichten kann. Die Tarife gibt es für verschiedene Zeiträume und Datenvolumen. Dabei ist man nicht an Kalendermonate gebunden. Beim Online-Kauf einer eSIM gibt man den gewünschten Tag an, an dem die Karte aktiviert werden soll. Das geschieht automatisch. Steigt man aus dem Flugzeug, ist man nach ein paar Minuten online, sollte aber für das Datenroaming die richtige SIM-Karte in den Telefoneinstellungen einrichten. Es gibt auch eSIM für ganz Südost- und Ostasien. Wer mehrere Länder bereist ist damit überall online. Für einen Monat unlimitiertes Internet in ganz Südostasien ohne Hotspot-Möglichkeit für die Freunde muss man dann ca. 50 Euro berappen. Ein weiterer Vorteil des Erwerbs einer lokalen SIM-Karte oder eSIM in Singapur ist die hohe Netzabdeckung und die schnelle Internetgeschwindigkeit, die zu den besten weltweit zählen. Insbesondere für Geschäftsreisende und Touristen, die auf eine stabile Verbindung angewiesen sind, bieten die lokalen Anbieter attraktive Pakete mit hohen Datenvolumen und schnellen 5G-Verbindungen an. Zudem bieten einige Anbieter Zusatzdienste wie kostenfreies WLAN an ausgewählten öffentlichen Orten, wodurch die Kosten für die mobile Datennutzung weiter gesenkt werden können. Auch das Aufladen von Prepaid-Karten ist unkompliziert und kann an zahlreichen Verkaufsstellen oder online durchgeführt werden. === Festnetz === '''Öffentliche Telefonzellen''' sind auf der Insel selten geworden. Es gibt 2022 die Vorschrift, dass mindestens eine nahe einem jeden Wohnblock sein muss. Das bedeutet weniger als 2000 landesweit. == Praktische Hinweise == == Auslandsvertretungen == * {{vCard|type=embassy |name=Deutsche Botschaft |address=50 Raffles Place, #12-00 Singapore Land Tower, Singapore 048623 |phone=+69 65336002 |email=germany@singnet.com.sg |fax=|url=https://singapur.diplo.de/sg-de/service |hours=Mo.-Fr. 8.30-11.30 nur nach online-Terminvereinbarung |price=|lat=1.28470 |long=103.85219 |lastedit=2023-06-22|description= Notfallnummer +65 9817 0414}} * {{vCard|type=embassy|name=Konsularabteilung der österreichischen Botschaft|name-local=y|alt=|address=600 North Bridge Road, #24-06/07 Parkview Square, 3. OG, Singapore 188778|directions=|phone=+6562290190|url=|hours=Di.-Do. 9.30-12.00, 13.300-16.30|price=|lat=1.30018411008785|long=103.85772580111484|lastedit=2023-06-22|description=|wikidata=}} * {{vCard|type=embassy|name=Schweizerische Botschaft in Singapur|name-local=y|alt=|address=911 Bukit Timah Rd, Level 2|directions=Bus 66, 74, 77, 151 “The Tessarina”|phone=+6564685788 |fax=+65 6466 8245| url=https://www.eda.admin.ch/countries/singapore/en/home/representations/embassy-singapore.html |email=singapore.consular@eda.admin.ch|hours=Mo.-Fr- 9.00-12.30, Mo.-Do. 13.30-17.00|price=|lat=1.3334659986633874|long=103.78897581273655|lastedit=2023-06-22|description=|wikidata=}} == Literatur == * Bowden, David; ''Malaysia & Singapur;'' München 2019 DK, {{ISBN|9783734202278}}, mit Mini-Kochbuch; engl. Orig.: '' Eyewitness travel guide Malaysia & Singapore'' * Gebauer, Bruni; Huy, Stefan; ''Singapur on tour;'' München 2019; {{ISBN|9783846404614}} * Homann, Klaudia; Homann, Eberhard; ''Singapur;'' München 2018; {{ISBN|9783834226716}} * Singh, Bilveer; ''Understanding Singapore politics;'' New Jersey u.a. ²2022 World Scientific Publishing Co.; {{ISBN|9789811245688}} * Song, Jiyoung; ''A history of human rights society in Singapore, 1965-2015;'' London 2017 Routledge, Taylor & Francis Group; {{ISBN|978-1-315-52741-3}} * Film: ''[[w:en:Apprentice (film)|Apprentice]]'' (dt. „Lehrling“) 2016 Dokudrama gedreht über die Erfahrungen des Henkers von Singapur und seine Sich der Todesstrafe. == Weblinks == * {{Internet | URL= https://www.gov.sg/ | Titel= Website der Regierung von Singapur | Sprache= en | Abruf= 2024-07-09 }} * {{Internet | URL= https://www.visitsingapore.com/de_de/ | Titel= Singapur von einer neuen Seite kennenlernen | TitelErg= offizielle Seite des Singapore Tourism Boards | Sprache= de | Abruf= 2024-07-09 }} * {{Internet | URL= https://www.auswaertiges-amt.de/de/service/laender/singapur-node | Titel= Singapur | TitelErg= Information des Auswärtigen Amtes über Singapur | Sprache= de | Abruf= 2024-07-09 }} == Einzelnachweise == <references> <ref name="straitstimes-2025-02-26">{{ Internet | Titel= JB-S'pore RTS Link systems 50% complete; tracks from Malaysia to Woodlands to be done by July | URL= https://www.straitstimes.com/singapore/transport/jb-spore-rts-link-systems-50-complete-tracks-from-msia-to-woodlands-to-be-done-by-july | Website= [[w:en:The Straits Times|The Straits Times]] | Zitat= After that, trial operations will be carried out, with the aim of starting passenger service by the end of 2026, as scheduled.| Autor= Yufeng Kok | Datum= 2025-02-26 | Abruf= 2025-04-10 | Archiv-Datum= 2025-02-26 | Archiv-URL= https://web.archive.org/web/20250226104716/https://www.straitstimes.com/singapore/transport/jb-spore-rts-link-systems-50-complete-tracks-from-msia-to-woodlands-to-be-done-by-july | URL-Status= online }}</ref> <ref name= "straitstimes-2024-12-06">{{ Internet | Autor= Yufeng Kok | Datum= 2024-12-06 | Titel= Hume MRT station to open in Q2 2025; Circle Line Stage 6 to be ready in first half of 2026 | URL= https://www.straitstimes.com/singapore/transport/hume-mrt-station-to-open-in-q2-2025-circle-line-stage-6-to-be-completed-in-first-half-of-2026-chee | Abruf= 2024-12-06 | Website= [[w:en:The Straits Times|The Straits Times]] | Site-URL= https://www.straitstimes.com | Archiv-Datum= 2024-12-06 | Archiv-URL= https://web.archive.org/web/20241206111213/https://www.straitstimes.com/singapore/transport/hume-mrt-station-to-open-in-q2-2025-circle-line-stage-6-to-be-completed-in-first-half-of-2026-chee | URL-Status= online }}</ref> </references> {{Navigationsblock|Navigation Singapur|Navigationsleiste Südostasien}} {{Related|LGBT in Singapur}}{{Related|Welterbe in Singapur}}{{Related|Sprachführer Chinesisch}}{{Related|Sprachführer Bahasa Melayu}} {{GeoData| lat= 1.36829| long= 103.81611| radius= 25000}}{{IstInKat|Südostasien}}{{Unesco|Kontinent = Asien |Land = Singapur}}{{class-3}} isk1x5n9s5eij91lk3pexv44kb1tder 1802371 1802370 2026-09-06T17:33:28Z Sngpra 56444 /* Mobilität */ 1802371 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Land | Religion= Buddhisten, Muslime, Christen, Hinduisten, Sikh, Taoisten | Zeitzone= MEZ+8h }} {{Strong|Singapur}} ist ein Stadtstaat in [[Südostasien]], der durchaus mit einigen Superlativen aufwartet. Er ist nicht nur ein Schmelztiegel der Kulturen, er gilt sowohl als wohlhabend und sehr sauber, aber durchaus auch als recht streng. Ein vorbereitender Blick in die Reiseinfos ist daher durchaus angebracht. Obwohl „nur“ eine Stadt, bietet er, neben einem nahezu perfekten Nahverkehrssystem, eine unglaubliche Auswahl an Kulinarik, Kultur und Entertainment – allerdings zu einem, im Vergleich zum restlichen Südostasien, gehobeneren Preis. == Stadtteile == Singapur ist ein sehr kleines Land auf einer großen und mehreren kleinen Inseln an der Südspitze der malaysischen Halbinsel, aber mit vier Millionen Einwohnern eine recht große Stadt, die aus mehr oder weniger großen „Stadtteilen“ besteht. Der {{Strong|Central Business District}} ist sozusagen die Innenstadt von Singapur, die aus folgenden Teilen besteht: {{Region List | title = Central Business District | version = 1 | {{ Region Item | color = #d17c82 | noRegionLink= y | name= [[Singapur/Marina Bay|Marina Bay]] | description= Die Marina Bay ist der jüngste Stadtteil Singapurs. Er wurde auf einer Landfläche erbaut, die dem Meer zumeist durch Auffüllungen abgerungen wurde. Es gibt keine exakte Abgrenzung zum Stadtteil [[Singapur/Riverside|Riverside]], unter Marina Bay versteht dieser Artikel die Gebiete südöstlich der Straßen ''Shenton Way'', ''Esplanade Drive'' und ''Nicoll Highway''.}} | {{ Region Item | color = #c5a0c6 | noRegionLink= y | name= [[Singapur/Chinatown|Chinatown]] | description= 1828 auf Empfehlung von [[w:Thomas Stamford Raffles|Thomas Stamford Raffles]] angelegter Distrikt der chinesischen Siedler. Die alte Bebauung ist schön restauriert und beherbergt auch viele Restaurants und Bars und auch bekannte Tempel. Auch viele LGBT-Einrichtungen finden sich im Vergleich zu den anderen Kulturen Singapurs etwas toleranterem chinesischen Distrikt.}} | {{ Region Item | color = #6ca4ca | noRegionLink= y | name= [[Singapur/Orchard|Orchard]] | description= Die Orchard Road ist die Haupteinkaufsstraße von [[Singapur]], eine zwei Kilometer lange Strecke mit miteinander verbundenen Einkaufszentren, Hotels und Hotels mit Einkaufszentren für jeden Geldbeutel und Geschmack. Das Areal befindet sich nördlich des Singapore River. Im Westen verlängert sich die Straße in die Tanglin Road und auf der Ostseite in die Bras Basah Road. An deren Ende findet man schöne Kolonialarchitektur und einige der besten Museen Singapurs.}} | {{ Region Item | color = #dcdc71 | noRegionLink= y | name= [[Singapur/Riverside|Riverside]] | description= Die Riverside ist einer der geschäftigsten Stadtteile Singapurs. Hier findet man die Wolkenkratzer des Finanzviertels, den Merlion als historisches Wahrzeichen Singapurs, koloniale Gebäude und wichtige Museen sowie die Hotspots des Nachtlebens am Boat Quay und Clarke Quay. }} | {{ Region Item | color = #a4c79d| noRegionLink= y | name= [[Singapur/Bugis und Kampong Glam|Bugis und Kampong Glam]] | description= Bugis and Kampong Glam sind die früheren Zentren des muslimischen Singapurs, auch heute leben hier noch viele Muslime, die traditionelle Waren verkaufen.}} | {{ Region Item | color = #e8ba37| noRegionLink= y | name= [[Singapur/Little India|Little India]] | description= In diesem Gebiet um die Serangoon Road ließen sich seit dem 19. Jahrhundert indische Einwanderer nieder. Es entwickelte sich seitdem zum indischen Zentrum Singapurs.}} | {{ Region Item | color = #ac6800| noRegionLink= y | name= [[Singapur/Geylang|Geylang]] | description= Geylang galt lange Zeit als Singapurs Rotlichtviertel. Davon ist aber nicht mehr viel übrig. Hier liegt auch Singapurs älteste malaiische Siedlung. Besonders während des Ramadans ist die Siedlung bekannt für ihre Beleuchtung und abendlichen Märkte.}} }} Auch im {{Strong|Äußeren Singapur}} gibt es viel zu sehen, von den HDB-Vierteln („Housing and Development Board“), in denen das Hawker-Food besonders beliebt ist, bis hin zum Zoo von Singapur. Oder man entspannt sich in den Parks und an den Stränden an der Ostküste und auf Sentosa. {{Region List | title = Äußeres Singapur | version = 1 | {{ Region Item | color = #d8b9c3| noRegionLink= y | name= [[Singapur/Sentosa|Sentosa]] | description= Sentosa ist Singapurs größte Insel, die bis 1967 den Briten als Militärbasis diente, heute jedoch zu einer erstaunlichen Freizeitinsel für alle Altersstufen und Interessen verwandelt wurde. }} | {{ Region Item | color = #67B7B7| noRegionLink= y | name= [[Singapur/Balestier|Mitte]] | description= In der „Mitte“ (Balestier, Newton, Novena and Toa Payoh) Singapurs findet man neben Wohngebieten auch noch einige Naturreservate mit Regenwäldern, Stauseen und Parks. }} | {{ Region Item | color = #5A9088| noRegionLink= y | name= [[Singapur/Osten|Osten]] | description= Die East Coast um Bedok ist eine von Singapurs größten Wohngegenden, der East Coast Park an der Küste ist ein künstlich angelegtes Naherholungsgebiet mit Stränden, Grillplätzen, Fitnessgebieten und hervorragenden Restaurants. Ferner befindet sich im Osten die Insel Pulau Ubin, die mit Holzbooten erreicht werden kann und ein letztes Überbleibsel eines alten Singapurer Kampongs (Dorf) ist. }} | {{ Region Item | color = #0072ff| noRegionLink= y | name= [[Singapur/Southern Waterfront|Southern Waterfront]] | description= Die südliche Waterfront wird noch von den Anlagen des Containerhafens beherrscht, der aber in den Westen zum Tuas Megaport umzieht. Die freigewordenen Flächen werden dann neu in die Stadtentwicklung einbezogen. Die Keppel Bay und Keppel Island sind bereits bebaut und hinter der Küstenlinie gibt es viele Parks und die Southern Ridges laden zu einer ausgedehnten [[Southern Ridges Walk|Wanderung]] ein. }} | {{ Region Item | color = #fc3aa1| noRegionLink= y | name= [[Singapur/Norden und Westen|Norden und Westen]] | description= Der Norden und Westen Singapurs besteht aus großen Wohn- und Industriegebieten, u.a. Woodlands und Jurong. }} | {{ Region Item | color = #03bc32| noRegionLink= y | name= [[Singapur/Southern Islands|Southern Islands]] | description= Zu den südlichen Inseln zählen {{Strong|Kusu Island}}, {{Strong|St. John's Island}}, {{Strong|Lazarus Island}} und {{Strong|Sister Islands}}, die den Besuchern teilweise sogar Duschen oder BBQ-Plätze zur Verfügung stellen und sehr sauber sind. }} }} == Hintergrund == {{ Mapframe | lat=1.292 | long= 103.856 | zoom=10 <!-- Umring Marina Bay --> | from= Singapore/Marina Bay dewikivoyage.map | title= Marina Bay <!-- Umring Chinatown --> | from2= Singapore/Chinatown dewikivoyage.map | title2= Chinatown <!-- Umring Orchard --> | from3= Singapore/Orchard dewikivoyage.map | title3= Orchard <!-- Umring Riverside --> | from4= Singapore/Riverside dewikivoyage.map | title4= Riverside <!-- Umring Bugis --> | from5= Singapore/Bugis and Kampong Glam dewikivoyage.map | title5= Bugis und Kampong Glam <!-- Umring Little India --> | from6= Singapore/Little India dewikivoyage.map | title6= Little India <!-- Umring Geylang --> | from7= Singapore/Geylang dewikivoyage.map | title7= Geylang <!-- Umring Sentosa + Pulau Brani --> | from8= Singapore/Sentosa dewikivoyage.map | title8= Sentosa <!-- Umring Balestier, Newton, Novena and Toa Payoh --> | from9= Singapore/Balestier dewikivoyage.map | title9= Mitte | <!-- Umring Osten + Pulau Ubin --> | from10=Singapore/East dewikivoyage.map | title10= Osten <!-- Umring Southern Waterfront --> | from11= Singapore/Southern Waterfront dewikivoyage.map | title11= Southern Waterfront <!-- Umring Norden und Westen| id10= Q55639449 | title10= Southern Waterfront | type10 = geoshape | fill10 = #fc3aa1 --> <!-- Umring Southern Island --> | from12= Singapore/Southern Islands dewikivoyage.map | title12= Southern Island }} {{Mapshapes|Q40176}}<!-- MRT-Liniennetz --> {{ Sitelinks | name= Singapur | wikidata= Q334 }} ist ein Stadtstaat und gleichzeitig auch ein Inselstaat, da er im Norden vom Festland Malaysias durch die nur 600 Meter bis 1,2 Kilometer breite {{Wikipedia|name=Straße von Johor|wikidata=Q732132}} getrennt ist. Singapur besteht aus 64 Inseln mit 159{{nnbsp}}km Küstenlänge und liegt 137{{nnbsp}}km nördlich des [[w:Äquator|Äquators]]. Das Staatsgebiet wird lediglich zu 25{{nnbsp}}% landwirtschaftlich genutzt (davon 60&nbsp;% Kautschuk- und Kokospalm-Plantagen). Der Stadtstaat ist sehr flach, seine höchste Erhebung ist der {{ Marker | name= Bukit Timah | type= mountain | wikidata= Q720209 }} mit 163,6 Metern. Singapur verfügt über eine zentrale Lage als Drehkreuz {{en|{{Em|hubs and spokes}}|inKlammern= ja}} im Flugverkehr, im Norden liegt [[Malaysia]] mit Grenzübergängen über zwei Brücken; im Osten, Süden und Westen liegt [[Indonesien]]. [[Westaustralien]] ([[Perth]]) ist nur noch 5 Flugstunden entfernt. Singapur ist nicht nur ein Schmelztiegel der Kulturen, sondern gilt sowohl als wohlhabend und sehr sauber, aber durchaus auch als recht streng verwaltet. Obwohl „nur“ eine Stadt, bietet sie, neben einem nahezu perfekten Nahverkehrssystem, eine sehr hohe Auswahl an Kulinarik, Kultur und Entertainment – allerdings zu einem, im Vergleich zum restlichen Südostasien, gehobeneren Preis. In Singapur haben Reisende die Gelegenheit, ganz Asien in einem einzigen Land zu finden, denn in Singapur leben Chinesen, Malaien, Inder sowie jede Menge Gastarbeiter und Auswanderer aus allen Ländern der Welt. Als Staat, der für seine strengen Gesetze und Strafen überall bekannt ist, genießt Singapur teilweise einen eher langweiligen Ruf, jedoch ist die „Schweiz Asiens“ für viele auch eine willkommene Abwechslung von der Armut, dem Chaos und der Kriminalität, die in so vielen Teilen des asiatischen Kontinentes vorherrschen. Auch wenn es Singapurs relativ geringe Größe nicht vermuten lässt, hat es eine Vielzahl interessanter Attraktionen zu bieten, die es zu entdecken gilt, so dass man in Singapur problemlos einen abwechslungsreichen Urlaub verbringen kann, der mehr als nur ein paar Tage dauert. Denn man kann von Singapur Ausflüge zu den umliegenden Inseln organisieren und dort ein paar ruhigere Stunden verbringen. Zu den Badeinseln zählen die [[Singapur/Southern Islands|Southern Islands]]. Im Norden Singapurs kann man {{ Marker | name= Pulau Ubin | wikidata= Q1928550 | show= wikilink }}, Singapurs zweitgrößte Insel nach Sentosa, besuchen und dort noch unberührte Natur erleben. Außerdem bietet es sich an, eine Singapur-Reise mit einem ''Badeurlaub'' in [[Indonesien]] oder [[Malaysia]] zu kombinieren. Unweit von Singapur liegt zum Beispiel die indonesische Insel [[Bintan]], die noch ein echtes nahezu unberührtes Urlaubsparadies ist, ebenso wie die malaysischen [[Tioman|Tioman Islands]]. Diese Inseln sind sehr gut und günstig mit komfortablen Schnellbooten von Singapur zu erreichen. Auch kulinarisch kommt man auf seine Kosten: An erster Stelle steht das legendäre singapurische {{Strong|Essen}} mit seinen geschäftigen ''Hawker Centres'' und ''24-h-Coffee Shops'', die unschlagbar günstiges Essen aus allen Ländern Asiens anbieten. Dicht gefolgt vom {{Strong|Einkaufen}}, denn Shopping-Mekkas wie die ''Orchard Road'' oder ''Suntec City'' laden zum unbegrenzten Geldausgeben ein. Nicht zuletzt ist zu bemerken, dass sich gesellschaftliche Restriktionen in den letzten Jahren immer mehr aufgelockert haben und es mittlerweile sogar möglich ist, sich beim ''Bungee Jumping'' oder ''Table Dancing'' zu vergnügen. 2009 wurden dann auch die ersten Casinos eröffnet als Teil von Singapurs neuer Kampagne für {{Strong|Spaß und Unterhaltung}}, mit der man die Zahl der Touristen verdoppeln und ihre Aufenthaltsdauer erhöhen will. Und in Zukunft wird es sicher noch mehr Aktionen geben, mit denen sich Singapur vom „Fine-State“ ({{enS|''fine''}}, Strafgebühr) zum „Fun-Staat“ wandeln will. === Geschichte === [[Datei:Part of Singapore Island (British Library India Office Records, 1825, detail).jpg|mini|Frühe Karte von Singapur mit dem ''Singapore River'' aus 1825]] Als erster Herrscher des Gebietes um den heutigen {{Marker | name =Fort Canning Hill (Bukit Larangan) | type =mountain | wikidata =Q1438470 | show = copy }} gilt [[w:Sang Nila Utama|Sang Nila Utama]] (oder ''Sri Tri Buana'', „Herr der drei Welten“) aus [[Sumatra]]. Er nannte sein 1299 gegründetes Inselreich zunächst „Temasek“ (javanisch „Seestadt“) und dann ''Singapura'' (Sanskrit „Singha“ für „Löwe“ und „pura“ für „Stadt“, also „Löwenstadt“).<ref>[https://www.google.de/books/edition/Hikmah_Unfolding_Mysteries_of_the_Univer/sSVJEAAAQBAJ?hl=de&gbpv=1&dq=Nila+Utama+temasek+1299&pg=PT340&printsec=frontcover Rosalam Sarbatly, ''Hikmah – Unfolding Mysteries of the Universe'', Partridge Publishing Singapore, 2021, S. 340]</ref> Dieser letztere Name blieb bis heute erhalten. Sang Nila Utama soll hier einem Löwen begegnet sein, was jedoch heute als zoologisch ausgeschlossen gilt. Das Zentrum dieses Königreichs befand sich offenbar an der Stelle, wo sich die Bevölkerung am Nordufer des heutigen Flusses ''Singapore River'' ansiedelte, der Hügel selbst blieb der Herrscherelite vorbehalten, die dort auch einen Palast errichtete (daher auch die Bezeichnung „Kolonial-Viertel“). Der Herrscher Sang Nila Utama ist im ''Fort Canning Hill'' begraben. Nach einem Angriff auf das Königreich Singapur wurde dieses um 1377 durch die javanischen Majapahit eingenommen und der kleine Hafen von ''Temasek'' zerstört.<ref>[https://www.google.de/books/edition/Area_Handbook_for_Malaysia_and_Singapore/pPdAAAAAIAAJ?hl=de&gbpv=1&dq=singapur+1377+Majapahit&pg=PA35&printsec=frontcover Bela C. Maday, ''Area Handbook for Malaysia and Singapore'', American University Washington, D.C./Foreign Areas Studies Division, 1965, S. 35 f.]</ref> Im Jahre 1703 landete hier auf seinem Weg von Indien nach China der englische Händler Alexander Hamilton, der vom lokalen Herrscher Abdu’l Jalil Ri’ayat Shah das noch unentwickelte Singapur als Geschenk ausschlug und damit die Chance auf eine frühe britische Kolonie vergab.<ref>[https://www.google.de/books/edition/Singapore_at_Random/NhVXH9N1GcgC?hl=de&gbpv=1&dq=Nila+Utama+temasek+1299&pg=PA120&printsec=frontcover Susan Tsang/Audrey Perera, ''Singapore at Random'', Editions Didier Millet, 2011, S. 121]</ref> Erst mehr als 100 Jahre später landete [[w:Thomas Stamford Raffles|Thomas Stamford Raffles]] am 28. Januar 1819 in der Nähe der {{Marker | name =Raffles' Landing Site | type =viewpoint | wikidata =Q7282563}} auf der Suche nach einem geeigneten Ort für einen Handelsposten in Singapur.<ref>[https://www.google.de/books/edition/The_Natuurkundige_Commissie_in_the_Nethe/0UVVEQAAQBAJ?hl=de&gbpv=1&dq=raffles+january+1819&pg=PA151&printsec=frontcover Pieter van Wingerden, ''The Natuurkundige Commissie in the Netherlands Indies (1820–1850)'', Brill Schöningh, 2025, S. 151]</ref> Er schloss am 6. Februar 1819 mit dem Sultan von Johore einen Nutzungsvertrag über die Landfläche zwecks Errichtung des Handelspostens, was als Gründungsdatum des modernen Singapur gilt. Kurz danach verließ er Singapur auf der Weiterreise nach {{Marker | name =Bengkulu | type =city | wikidata =Q1890 | show =none}} in Indonesien. Raffles kam noch zweimal nach Singapur, letztmals zwischen Oktober 1822 und Februar 1823. Er verstarb am 5. Juli 1826 und erlebte die weitere Entwicklung Singapurs nicht mehr. Bereits 1826 wurde Singapur ein britisches Territorium und am 1. April 1867 britische Kronkolonie. Während dieser Zeit entstanden viele Kolonialbauten wie 1855 das {{Marker | name =Fort Canning | type =fort | wikidata =Q70092142}} oder das am 1. Dezember 1887 eröffnete und weltberühmt gewordene Raffles-Hotel. Singapur erhielt 1951 Stadtstatus, durfte im Mai 1959 eine eigene Regierung stellen, erlangte am 31. August 1963 Unabhängigkeit, am 9. August 1965 erreichte Singapur den Status eines autonomen Staats nach kurzer Zugehörigkeit zum Staatenbund ''Malaysia'' (=Malaya und Singapura). Seit dem 31. Januar 1992 diente die 1939 errichtete {{Marker | name =The Battle Box | type =museum | wikidata =Q7715823}} (unter dem Fort Canning) als eine Touristenattraktion, sie wurde am 15. Januar 1997 nach einer Restaurierung als Museum zugänglich gemacht. Nach einer Sanierung bis 2016 wurde sie als {{Marker | name =Battlebox Visitor Centre | type =tourist information | lat =1.296164 | long =103.846236}} wiedereröffnet. === Geografie, Flora und Fauna === Die urbane Entwicklung zur Mega-City hat die Tierwelt auf einige wenige unbewohnte Gebiete zurückgedrängt. Von den 90 Säugetierarten weisen alle kritisch niedrige Populationen auf. Asiatische Elefanten durchqueren gelegentlich von Malaysia kommend die Straße von Johor, einige Sambar-Hirsche, einige Makaken-Arten und Languren sind auf den kleineren Inseln zu finden. Die Pflanzenwelt hat in der betonierten Stadt wenig Gelegenheit zum Wachstum. Trotzdem gedeihen etwa 3000 Pflanzenarten in der Region. Hervorzuheben sind die Orchideen. Baumarten wie Tembusu (Cyrtophyllum fragrans), Regenbaum (Samanea saman) oder die Angsana (Pterocarpus indicus) sind ebenso zu erwähnen wie 54 Palmenarten. Wer die Vielfalt tropischer Gewächse in konzentrierter Form kennenlernen möchte, sollte die {{ Marker | name= Singapore Botanic Gardens | type= botanical garden | wikidata= Q3046409 | show= wikilink }} besuchen, seit 2015 UNESCO Welterbe. Der gerade mal {{ Wikidata | id= Q1454776 | p= P2043 }} lange {{ Strong | {{Wikipedia | name= Singapore River | wikidata= Q1454776 }}}} ist ein kleiner Fluss mit einer großen Bedeutung für die Stadtgeschichte. Unweit seiner Mündung in die Marina Bay ging im Jahr 1819 '''Thomas Stamford Raffles''' an Land und gründete in dem kleinen malaiischen Ort eine Niederlassung der Britischen Ostindien-Kompanie. Sein Denkmal steht an der vermuteten Landungsstelle am nördlichen Flussufer, es ist umgeben von etlichen Verwaltungs- und Regierungsgebäuden. Dazu gesellen sich die historischen Handels- und Lagerhäuser am Boat Quay, am Clarke Quay und am Robertson Quay und die alten Brücken. Unmittelbar dahinter bilden die Wolkenkratzer des Central Business Districts eine eindrucksvolle Kulisse. == Anreise == === Einreisebestimmungen === Deutsche, Schweizerinnen und Österreicher benötigen für Aufenthalte bis 90 Tage kein Visum, lediglich einen Reisepass. Ein vorläufiger Reisepass ist ebenfalls zugelassen. EU-Bürgerinnen und Bürger müssen sich nicht am Einreiseschalter einreihen und können die automatische Einreise nutzen und ihren Pass an den Automaten scannen. Frühestens drei Tage vor der Einreise muss eine elektronische [https://eservices.ica.gov.sg/sgarrivalcard/ Singapore Arrival Card] (SGAC) ausgefüllt und übermittelt werden. Für diesen Zweck steht eine App für das Smartphone bereit. Bei der Einreise werden der Reisepass gescannt und biometrische Daten aufgenommen. Die Ausreise erfolgt per Gesichtsscan. === Zoll === Die Einfuhr von Kaugummi, Eiern, Feuerwerkskörpern, Spielzeugwaffen, Handschellen, kugelsicheren Westen ist strengstens untersagt. Die Einfuhr von Zigaretten ist nur gegen Zahlung einer Einfuhrsteuer möglich, wobei es keine Freimengen gibt. Andere Tabakprodukte als Zigaretten (Zigarren, Snus) und speziell E-Zigaretten sind komplett verboten. Bei Einreise aus Malaysia gibt es '''keinerlei Freimengen''', es wird streng kontrolliert, Gepäck durchleuchtet und [https://www.customs.gov.sg/businesses/valuation-duties-taxes-and-fees/duties-and-dutiable-goods/ hohe Strafzölle] sind fällig. Auch für Fisch, Fleisch und andere frische Lebensmittel gelten Beschränkungen, erläutert auf der [https://www.sfa.gov.sg/bringing-food-for-private-consumption-from-overseas/list-of-food---food-products-allowed Liste des Zolls]. Erwachsene dürfen zollfrei eine begrenzte Menge von 2&#x00a0;Litern Alkoholika, davon aber max. 1&#x00a0;Liter Schnaps einführen. Dabei kann die Menge auf verschiedene Kombinationen von Spirituosen, Wein und Bier aufgeteilt werden. Für Reisende gibt es auf der Webseite des Zolls eine [https://www.customs.gov.sg/individuals/going-through-customs/arrivals/duty-free-concession-and-gst-relief/ Handreichung] (engl.). Beachte, dass die Freimengen 48 Stunden Abwesenheit erfordern, wer also nur einen Tagesausflug auf den Fähren zu den indonesischen Inseln macht, kann sie nicht nutzen. Es ist nicht erlaubt, Medikamente einzuführen, die verbotene Substanzen enthalten. Es ist daher angeraten, seine persönlichen notwendigen Medikamente vorher zu prüfen und die benötigte Menge gegebenenfalls anzumelden. Die ''Health Science Authority'' stellt dafür eine [https://www.hsa.gov.sg/personal-medication/check-requirements Webseite zur Prüfung] seiner Medikamente bereit. === Flugzeug === [[File:Singapore Changi Airport with Jewel in the background.jpg|thumb|Flughafen Singapur]] Die einfachste Art der Einreise ist das Flugzeug. Neben der bekannten Fluggesellschaft [[Singapore Airlines]] und deren Billigtochter gibt es auf der Insel auch weitere Billiganbieter wie [https://www.jetstarasia.com/ Jetstar Asia Airways] oder auch [https://www.airasia.com/ Air Asia], die Flüge von Singapur anbietet. Der {{ Marker | name = Flughafen Singapur | type = airport | show = symbol | wikidata = Q32159 }} ist der wichtigste Flughafen des Landes und gilt als wichtiger asiatischer Knotenpunkt. Der Flughafen liegt im Osten des Stadtstaates und ist gut organisiert und die Abwicklung (Einreise, Gepäcklogistik) ist schnell. Es gibt derzeit vier Terminals, die über eine Einschienenbahn (Skytrain) miteinander verbunden sind. Terminal 4, das das ehemalige Budget Terminal ersetzt, wurde am 31. Oktober 2017 eröffnet. Der Zeitvertreib bei der Durchreise fällt in Changi leicht: Es gibt ein Kino (Terminal{{nnbsp}}2), Schwimmbad und Fitnessstudio (Terminal{{nnbsp}}1) und ca.&nbsp;200 gratis Internet PCs und fast überall gratis wireless Internet. Außerdem gibt es ein Transit-Hotel im dritten Stock der Terminals 1 und 2: '''Ambassador Transit Hotel''', Tel. +65-6541-9106. Es ist ohne Einreisekontrolle zugänglich. Zimmer gibt es für 6-Stunden-Blöcke mit stundenweiser Erweiterungsmöglichkeit. Auch das Mieten einer Dusche (ohne Zimmer) ist hier möglich. Direktflüge aus dem deutschsprachigen Raum von und nach Singapur gibt es von folgenden Flughäfen {{Stand|2025|04}}: * [[Lufthansa]] aus Frankfurt am Main und München * [[Scoot]] aus Wien * [[Singapore Airlines]] aus Frankfurt am Main, München und Zürich * [[Swiss International Airlines|SWISS]] aus Zürich Wem eine Pause während des Fluges willkommen ist und keine großen Umwege in Kauf nehmen will, kann auf eine der arabischen Fluggesellschaften wie [[Qatar Airways]] (z.{{nnbsp}}B. ab Berlin), [[Etihad Airways]] (z.{{nnbsp}}B. ab Düsseldorf) oder [[Emirates]] (z.{{nnbsp}}B. ab Hamburg) zurückgreifen. ==== Anfahrt ==== * '''Taxi''' – Gleich nach dem Zoll findet man Schilder, die zum Taxibereich führen. Es werden immer Taxameter verwendet, die Preise sind günstig. Eine Fahrt in die Stadt kostet ca.&nbsp;20.00{{nnbsp}}$ (inklusive 3-5{{nnbsp}}S$ Flughafen-Aufschlag). Trinkgeld ist wie an vielen Orten in Singapur nicht üblich. Es kann mit der MasterCard-Kreditkarte (nicht VISA) sowie weiteren Zahlungsanbieter (stehen an der Scheibe eines Taxis) bezahlt werden. * '''Grab''' – Über die mittlerweile sehr gebräuchliche App [https://www.grab.com/sg/ Grab] (analog dem in Europa bekannteren Uber) kann man sich ein Privattaxi kommen lassen. Der Abholpunkt an dem man sich einfinden soll wird sehr genau in der App angezeigt. Ergänzt wird es durch Kennzeichen und Bild des Fahrers und dem Fahrpreis. * '''MRT''' – Die MRT, Singapurs U-Bahn, fährt bis zum Terminal&nbsp;2. Terminal&nbsp;3 erreicht man von dort zu Fuß, Terminal 1 per Skytrain. Die Flughafenzüge pendeln immer zwischen Tanah Merah und Changi Airport, so dass man in Tanah Merah (ebenerdig) in einen Zug der grünen Linie (East-West Line) oder im Zwischenhalt Expo in die blaue Linie (Downtown Line) umsteigen muss. Es gibt keine Tickets, die Bezahlung erfolgt direkt per EZLink-Karte, die direkt am Bahnsteig an einem Ticketschalter erworben werden kann. Der letzte Zug ab Airport Richtung Innenstadt (Abfahrtszeit derzeit 23.18 Uhr) hat in der Innenstadt nicht mehr in alle Richtungen Anschluss auf andere Linien. Die U-Bahn fährt nicht rund um die Uhr, bei einem Flug in den frühen Morgenstunden ist man auf das Taxi angewiesen. Die Preise variieren, je nach Ziel der Fahrt zwischen 1,30 und 4,00{{nnbsp}}SGD. === Bahn === [[File:Eastern & Oriental Express at Woodlands Train Checkpoint.jpg|thumb|Woodlands Train Checkpoint]] * {{vCard | name = Woodlands Train Checkpoint | type = train | wikidata = Q6132101 | description = Singapur besitzt keine eigene Eisenbahn, es gibt lediglich eine eingleisige Eisenbahnverbindung mit Malaysia. Die [https://www.ktmb.com.my/ '''Malaysische Eisenbahn'''] fährt dreimal täglich von Kuala Lumpur nach Singapur, zudem gibt es einen Nachtzug von Kota Bahru entlang der "Jungle Line" im Nordosten Malaysias nach Singapur. Die Züge sind sauber und effizient, jedoch langsamer als Busse. Die Fahrtdauer von Singapur Woodlands nach Kuala Lumpur beträgt mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von nur 40–60{{nnbsp}}km/h etwa sieben Stunden. Die Züge fahren seit 2011 nur noch von Woodlands (im Norden, nahe der Grenze zu Malaysia), der bisherige Bahnhof in Innenstadtnähe, Tanjong Pagar, wird nicht mehr angefahren. Die Eisenbahnstrecke ist Eigentum von Malaysia, man muss daher bereits vor dem Einsteigen des Zuges die malaysische Grenzkontrolle passieren, selbst wenn man Singapur noch nicht sofort verlässt. Auf der Rückfahrt verlässt man den Bahnhof Woodlands direkt nach dem Passieren der Grenzkontrolle und setzt die Fahrt von dort per Taxi oder Bus fort. }} * Ab Ende 2026 soll es mit dem {{ Wikipedia | name= Johor Bahru–Singapore RTS | wikidata= Q18359019 }} eine Verbindung vom {{ Marker | type= train | name= Woodlands North MRT | alt= Haltestelle TE1 | wikidata= Q8032946 }} mit ''Bukit Chagar'' ([[Johor Bahru]], [[Malaysia]]) geben.<ref name="straitstimes-2025-02-26" />{{Zukunft|2026|12}} === Bus === ==== [[Johor Bahru]] ==== [[File:SultanIskandarCIQ.JPG|thumb|Grenzübergang in Johor Bahru]] * {{vCard | name = Einreisebehörde | type = bus | wikidata = Q17056509 | description =[[Johor Bahru]]: Mit der gegenüber auf dem Festland liegenden Stadt Johor Bahru herrscht ein permanenter zügiger Grenzverkehr. Gegenüber dem neuen Bahnhof unweit des Damms Richtung Singapur steht das neue große Gebäude der Einreisebehörde. Die Wege durch das Gebäude sind ausgeschildert und reichlich Schalter vorhanden. Eine Etage tiefer starten die Busse nach Singapur. Nach einer kurzen Fahrt über den Damm gilt es wieder auszusteigen. Sämtliches Gepäck ist mitzunehmen, da man mit der selben Busgesellschaft, aber nicht dem selben Gefährt den Rest der Fahrt bewältigt. In der ersten Etage der Einreisebehörde erledigt man die nötigen Formalitäten. Vor den Schaltern auf der rechten Seite stehen Tische mit den Einreiseformularen die vorher auszufüllen sind. Nach den Grenzformalitäten geht es wieder zu den Bussen. Jede Busgesellschaft hat eine auf dem Boden gekennzeichnete Warteschlange. Hier reiht man sich wieder ein, um den nächsten Bus in die Stadt zu nehmen. Es verkehren mehrere Gesellschaften zu unterschiedlichen Zielen innerhalb Singapurs. Für Besucher des Stadtzentrums und der Sehenswürdigkeiten empfehlen sich die Busse in die Queen Street. Unweit des Busterminals befindet sich die MRT Station „Bugis“ (BW12). Selbst zu Fuß sind das Raffles Hotel und die Marina Bay zu erreichen. Die Tabelle gibt einen Überblick über Linien und Preise. }} ==== [[Kuala Lumpur]] ==== Die Fahrzeit beträgt ca.&nbsp;5,5{{nnbsp}}h. Am Grenzübergang warten die Busse in der Regel eine halbe Stunde. Wer den Bus verpasst, muss den nächsten Bus der Gesellschaft versuchen oder den öffentlichen Bus an der Haltestelle {{Marker|type=bus|name=Woodlands Train Checkpt|lat=1.442727|long=103.769296}} bzw. ein Taxi nehmen. * '''[https://www.srimaju.com Sri Maju]''' fährt mit 26-sitzigen VIP-Bussen bis zu vier mal täglich abends (19:30, 20:00, 21:30, 22:00) vom TBS (Terminal Bersepadu Selatan) nach Singapur (Woodlands und Macpherson). Preis 45{{nnbsp}}RM/15{{nnbsp}}S$. In Gegenrichtung starten die Busse vormittags. {{Stand|2025|05}}<ref>{{Internet | URL= https://www.srimaju.com/bus/booking/kualalumpur-to-singapore | Titel= Kuala Lumpur, Malaysia &rarr; Singapore, Singapore | Abruf= 2025-05-26 | Website-URL= https://www.srimaju.com | Website= Sri Maju }}</ref> * {{vCard | type= bus | name= Aeroline | url= https://www.aeroline.com.my |description= Recht komfortable,steuert zwei Ziele in Malaysia an:}} ** [[Kuala Lumpur]]: Sieben mal täglich zur Station am Harbourfront Centre No. #02-52, 1 Maritime Square in Singapur. Die fünfstündige Fahrt kostet SD 49.00 / RM 90.00 (Erwachsene) bzw. SD 38.00 / RM 65.00 (Kinder). Abfahrt ist 06:00, 08:00, 09:00, 10:00, 15:30 und 16:45 (Wochenende schon um 16:00) am Corus Hotel, Jalan Ampang sowie um 10:00 am Mines shopping Fair, L1-01, Level 1, Jalan Dulang, Mines Resort City in [[Kuala Lumpur/Süden|Seri Kembangan]] einer Stadt im südlichen Distrikt von Kuala Lumpur. ** [[Petaling Jaya]]: Drei mal täglich zur Station am Harbourfront Centre No. #02-52, 1 Maritime Square in Singapur. Die fünfstündige Fahrt kostet SD 49.00 / RM 115.00 (Erwachsene) bzw. SD 38.00 / RM 90.00 (Kinder). Abfahrt ist 09:30, 11:00 und 16:30 an der Station Bandar Sunway, OB3.LG2.1A, Lower Ground Two, Oasis Boulevard, Sunway Pyramid, No 3 Jalan PJS 11/15, Bandar Sunway sowie 08:00, 10:00 und 16:00 am 1 Utama Shopping Centre, No. 1 Lebuh Bandar Utama. === Auto/Motorrad/Fahrrad === <!-- Nicht super wichtig. Wenn mal mehr Inhalt, und damit Platz, ist, kann man es aktivieren {{Scroll Gallery | title= Verbindungen zwischen Malaysia udn Singapur | Empty Singapore-Malaysia Causeway.jpg | Johor Bahr ↔ Woodlands | Woodlands checkpoint.jpg | Woodlands Checkpoint in Singapur | Malaysia-Singapore Second Link Linkedua.jpg | Malaysia-Singapore Second Link }} --> Es bestehen zwei Landverbindungen mit Malaysia. Der Causeway im Norden, eröffnet in den 1920er Jahren, verbindet Woodlands (Singapur) mit [[Johor Bahru]] ([[Malaysia]]) mit einer Straßen- und Bahnverbindung. Eine zweite Verbindung besteht über eine Brücke im Westen Singapurs, welche 1996 fertiggestellt wurde. Sie verbindet Tuas (Singapur) mit [[Gelang Patah]] (Malaysia). === Schiff === {{Scroll Gallery | title= Personenhäfen | Costa Victoria docked at MBCCS.JPG | Marina Bay Cruise Centre Singapore | Tanah Merah Ferry Terminal Departure Entrance.jpg | Fährterminal Tanah Merah | Costa Victoria at the Singapore Cruise Centre - 20130105-02.jpg | Singapore Cruise Centre }} * {{vCard | name = Marina Bay Cruise Centre Singapore | type = port | wikidata = Q6763789 | description = Kreuzfahrtschiffe mit Station in Singapur legen meist am Cruise Centre des Harbour Front Centres an, welches sehr zentral, kurz vor der Freizeitinsel Sentosa liegt. Seit 2012 verfügt Singapur mit dem Marina Bay Cruise Centre über ein zweites Terminal für Kreuzfahrtschiffe. Auch wenn die Passagiere eines Kreuzfahrtschiffes nur für wenige Minuten an Land gehen möchten, benötigen sie neben der obligatorischen Bordkarte ihren Reisepass und ein ausgefülltes Einreiseformular. In der Regel erhält man die Formulare sowie eine Ausfüllanleitung von der Rezeption des Schiffes. }} * {{vCard | name = Fährterminal Tanah Merah | type = port | wikidata = Q11316221 | description = Der regionale Fährverkehr läuft über das ''Tanah Merah Ferry Terminal'', was unweit des Changi Airports liegt. Von dort fahren z.{{nnbsp}}B. Schnellboote zu indonesischen oder malaysischen Urlaubsinseln. }} * {{vCard|name=HarbourFront Centre|type=port|wikidata=Q5654778|description=Eine interessante Verbindung besteht zur nahen indonesischen Insel '''Batam''' mit ''Sindo Ferry'' ([https://www.sindoferry.com.sg/content/ticket-fares Preise]) oder den Schnellbooten von ''[https://horizonfastferry.com/home/ Horizon Ferry].'' Beide Firmen legen ab am Harbourfront Centre. Inner-indonesische Flüge vom/zum dortigen Flughafen Hang Nadim (BTH), der 2017 ein neues Terminal erhielt, sind deutlich günstiger als internationale direkt nach Singapur, selbst wenn man Taxi und Fähre mit einrechnet.}} == Mobilität == In Singapur umherzufahren ist mühelos. Das Nahverkehrssystem gehört zu den besten der Welt, und Taxen sind unschlagbar günstig. Es besteht die Möglichkeit, U-Bahn- und Busfahrten mit einer Kredit- oder Debitkarte wie Visa, Mastercard etc. oder auch mit Smartphone zu bezahlen. Dazu hält man die Karte bzw. das Handy an die entsprechenden Lesefelder der Barrieren in den Bahnstationen oder ans Lesegerät in den Bussen; genauso beim Ausstieg aus dem Bus bzw. Verlassen der Bahnstationen, der Fahrpreis wird automatisch abgebucht. Notwendig ist dazu eine App auf dem Telefon, in der die Kreditkartendaten hinterlegt sind ("SimplyGo" [https://www.simplygo.com.sg/ www.simplygo.com.sg]). Wenn man vorhat mehrmals mit der U-Bahn oder Bussen zu fahren, kann es sich lohnen, eine [https://www.ezlink.com.sg/ EZ-Link-Karte] oder alternativ den [https://www.thesingaporetouristpass.com.sg/ Singapore Tourist Pass] (der eine EZ-Link-Karte beinhaltet) zu kaufen. So vermeidet man den Kauf der (teureren) Einzeltickets und die jeweilige Rückgabe am Pfandautomaten, bzw. den Zwang zur genauen Entrichtung des Fahrpreises in den Bussen (der Fahrer gibt kein Wechselgeld). Die EZ-Link-Karte muss mit mindestens 5{{nnbsp}}$ aufgeladen werden (ca.&nbsp;4-5 Fahrten). Sie kann in jeder MRT-Station zurückgegeben werden, nicht verfahrene Beträge werden erstattet. Der Kaufpreis von 5{{nnbsp}}$ für die EZ-Link-Karte selbst verfällt jedoch. In jeder MRT-Station kann man die Karte an Automaten wieder aufladen. '''Hinweis:''' Essen und Trinken ist im öffentlichen Personennahverkehr untersagt. Nichteinhaltung wird mit einer Strafe von 500{{nnbsp}}S$ geahndet. === MRT/LRT === {{Netzplan|Q40176}} [[File:MRT Route Map CC.svg|thumb|Der Lückenschluss der ''Circle Line'' („Ringlinie“) wird für 2026 erwartet.]] {{Zukunft|2026|07}} Singapurs U- und S-Bahn-Netz werden von der SMRT Corp. und SBS betrieben und ist gut ausgebaut. Viele der Linien fahren vollautomatisch ohne Fahrer. Die MRT (Mass Rapid Transit) und LRT (Light Rapid Transit) ist ein günstiges und zuverlässiges Transportmittel. * Die ''Thomson-East Coast Line'' ({{Rint|sg|te|L}}) beginnt in {{ Marker | type= train | name= Woodlands North MRT | alt= Haltestelle TE1 | wikidata= Q8032946 | show= copy }} über Orchard und Marina Bay nach {{marker|type=train|name=Bayshore MRT |alt=TE29|lat=|long=|wikidata=Q18209994}} (ab 2026 bis {{marker|type=train|name=Sungei Bedok|alt=Anschluss DT37|wikidata=Q18386327}}, eine Verlängerung zum Flughafen Changi ist im Planungsstadium und könnte bis 2040 realisiert sein. Am anderen Ende soll es mit dem {{ Wikipedia | name= Johor Bahru–Singapore RTS | wikidata= Q18359019 }} ab Ende 2026 eine Verbindung nach ''Bukit Chagar'' ([[Johor Bahru]], [[Malaysia]]) geben.<ref name="straitstimes-2025-02-26" />{{Zukunft|2026|12}} Die Station bedient die Marina Bay und die Gardens by the Bay, Chinatown und die Botanical Gardens. * Die ''Downtown Line'' ({{Rint|sg|dt|L}}) beginnt in {{marker|type=train|name=Bukit-Panjang|alt=Haltestelle DT1|wikidata=Q4265715}} und endet im Bahnhof {{marker|type=train|name=Expo|alt=Haltestelle DT35|wikidata=Q3268514}} {{Stand|2025|03}}. Eine Verlängerung bis Sungei Bedok (DT37/TE31) soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 fertiggestellt sein.<ref name="straitstimes-2024-12-06" /> Durch ihre „Runde“ durch das Zentrum bietet sie Zugriff auf alle interessanten Stadtteile. Durch die Umsteigemöglichkeit in der Station „Expo“ in Flughafennähe, ist sie auch eine gute Möglichkeit zur An- und Abreise. * Die ''Circle Line'' ({{Rint|sg|cc|L}}) ist eine Ringlinie und bedient unter anderem die Stationen sowie an der {{marker|type=train|name=Bayfront|alt=Haltestelle CE1|wikidata=Q1106644}} und {{marker|type=train|name=HarbourFront|alt=Haltestelle CC29|wikidata=Q3272355}}. Eine Zweiglinie führt zur Station {{marker|type=train|name=Dhoby Ghaut|alt=Haltestelle CC1|wikidata=Q3234475}}. * Die ''North East Line'' ({{Rint|sg|ne|L}}) beginnt an der Station {{marker|type=train|name=HarbourFront|alt=Haltestelle NE1|wikidata=Q3272355 | show = copy }}, durchquert [[Singapur#Chinatown|Chinatown]] und [[Singapur#Little India|Little India]] und führt zur Station {{marker|type=train|name=Punggol Coast|alt=Haltestelle NE18|wikidata=Q30643856}} im Nordosten Singapurs. * Die ''North–South Line'' ({{Rint|sg|ns|L}}) beginnt im Westen Singapurs an der Station {{marker|type=train|name=Jurong East|alt=Haltestelle NS1|wikidata=Q3121386}} führt in den Norden zur Station {{marker|type=train|name=Woodlands|alt=Haltestelle NS9|wikidata=Q3267838}} (Grenzübergang nach Malaysia), durchquert [[Singapur/Orchard|Orchard]] und die [[Singapur/Riverside|Riverside]] und endet im Süden am {{marker|type=train|name=Marina South Pier|alt=Haltestelle NS28|wikidata=Q3536328}}. Dort starten auch die Boote zu den südlichen Inseln. Bei den drei ''People Mover''-Ringlinien in Schlafstädten handelt es sich um gummibereifte, fahrerlose Trambahnen, die auf einer speziellen Trasse auf Stelzen fahren und als Zubringer zur U-Bahn dienen: * Linie ''Bukit-Panjang'' mit den Anschlüssen: {{Rint|sg|bplrt|1}}/{{Rint|sg|ns|4}}: Choa Chu Kang, {{Rint|sg|bplrt|6}}/{{Rint|sg|dt|1}}: Bukit Panjang * Linie ''Sengkang'' bestehend aus Ost- und West-Ring, beide mit Anschluss: {{Rint|sg|sklrt|1}}/{{Rint|sg|ne|16}}: Sengkang * Linie ''Punggol'' mit Anschluss: {{Rint|sg|pglrt|1}}/{{Rint|sg|ne|17}}: Punggol === Mit dem Bus === Im sehr gut ausgebauten Nahverkehrs-Bus-System gibt es einen Dschungel an Buslinien. Die üblichen Smartphone Apps suchen einem aber die gewünschte Verbindung heraus. So kommt man oft einfacher und ohne Umstieg zum Ziel als mit dem MRT. Die Bezahlung ist auch mit der EZ-link-Karte des MRT, Kredit-/Debitkarte oder Smartphone möglich, die Abrechnung erfolgt dabei über das gleiche System wie in der MRT (siehe [[#Bezahlen mit der EZ-link- oder Kredit-/Debitkarte|Bezahlen mit der EZ-link- oder Kredit-/Debitkarte]]). Eingestiegen wird ausschließlich vorne. Busse halten nicht automatisch an den Haltestellen, sondern fahren langsam vorbei, wenn sich niemand bemerkbar macht. Wenn der Bus kommt, sollte man kurz die Hand heben und sich bemerkbar machen. Das Tarifsystem bei der möglichen Barzahlung ist sehr komplex. Am besten sollte man sich beim Fahrer nach dem Preis erkundigen, der bei Barzahlung etwas höher liegt. Eventuell anfallendes Wechselgeld wird nicht ausbezahlt. === Auto === In Singapur herrscht durch den ehemaligen Status als britische Kolonie Linksverkehr. Mietwagen dürfen nur mit zwischenstaatlichem Führerschein gefahren werden. Der deutsche Führerschein ist für die ersten sechs Monate des Aufenthaltes gültig. Danach muss ein singapurischer Führerschein erworben werden (50{{nnbsp}}S$, Theorieprüfung muss abgelegt werden). Mietwagen in Singapur sind generell sehr teuer (ab 100{{nnbsp}}S$ pro Tag + Treibstoff und Maut). Bei einem Ausflug nach Malaysia wird empfohlen erst nach der Grenze ein Auto zu mieten. Miete und Treibstoff kosten hier die Hälfte. Des Weiteren sind für die Einfahrt in den CBD Mautgebühren zu entrichten, die sich nach der jeweiligen Tageszeit richten und von einem in jedem Fahrzeug eingebauten On-Board Unit (OBU) erkannt werden. Diese Unit ist mit einer Aufladekarte zu bestücken, auf der auch ein Mindestbetrag geladen werden muss. Kostenlose Parkplätze sind selten, in Parkhäusern werden die Gebühren i.d.R. minutengenau von der OBU-Karte abgebucht. An Straßenparkplätzen oder in Vororten werden Coupons verwendet, die zuvor z.{{nnbsp}}B. an Tankstellen oder Convenience Stores gekauft werden müssen und dann vorher für die in etwa geplante Parkdauer entwertet werden müssen. Alles in allem ist ein Mietwagen für Touristen eher sinnlos. Ausländische Fahrzeuge können kurzzeitig eingeführt werden (tägliche Gebühr 20{{nnbsp}}S$) und müssen mit der erwähnten OBU versehen werden. Eine langfristige Einfuhr ist nur für Fahrzeuge möglich, die weniger als drei Jahre alt und rechtsgesteuert sind. Die nachstehenden Zölle und COE (Certificate of Entitlement) müssen entrichtet werden. Für einen langfristigen Aufenthalt können Fahrzeuge gekauft, geleast oder gemietet werden, jedoch sind die Fahrzeugpreise sehr hoch (110{{nnbsp}}% Einfuhrzoll, Nummernschild (COE) muss ersteigert werden, z.{{nnbsp}}Z. ca 90.000{{nnbsp}}S$ für 10{{nnbsp}}Jahre). === Taxi === Taxis sind weit verbreitet und günstig. Eine Fahrt im zentralen Geschäftsgebiet kostet normalerweise nicht mehr als 8,00 $. Es werden abhängig vom Fahrzeugtyp 3,00 bis 3,50{{nnbsp}}$ "Grundgebühr" berechnet, die für einen Kilometer reichen, anschließend wird je 400{{nnbsp}}m um 22 Cent erhöht. Allerdings können zusätzliche Kosten (im Bereich von wenigen Dollar) entstehen, z.{{nnbsp}}B. Aufschlag in der Hauptverkehrszeit, Maut, Start am Flughafen. Nach Mitternacht gibt es einen Aufschlag von 50%. Im Zentrum ist es zur Hauptverkehrszeit empfehlenswert ein Taxi zu rufen. Telefonnummern einiger Taxiunternehmen sind: Comfort 6552-1111, Tibs 6555-8888, City Cab 6552-2222, Smart 6485-7700 und Trans cab 6553-3333, Comfort, Tibs und City Cab sind die größten Unternehmen. Es kann zu starken Engpässen kommen, besonders während der Rush-Hour, samstags und bei Regen. [[File:Singapore River, Feb 06.JPG|thumb|hochkant|Ein Bumboot]] === Fahrrad === {{Scroll Gallery | title= Radwege in Singapur | Bikeway in Singapore SF0001.jpg | Gemeinsamer Fuß- und Fahrradweg | Bikeway in Singapore SF0002.jpg | Geteilter Fuß- und Fahrradweg | Bikeway in Funan, Singapore SF0001.jpg | Fahrradweg durch das Funan-Einkaufszentrum }} Singapur kann man recht gut mit dem Fahrrad erkunden. Es gibt einige separate Radwege, beispielsweise von der Marina Bay entlang der Küste durch den East Coast Park und herum um den Flughafen bis hin zum Changi Beach Park. Innerstädtisch gibt es ein paar ausgewiesene und auch markierte Radwege, die die grünen Bereiche der Stadt verbinden, die Park-Connector-Wege. Sie sind aber trotzdem manchmal schlecht vor Ort zu finden, man muss etwas nach den Schildern und Wegweisern suchen. Fahrradfahren gestaltet sich recht ungefährlich. Es gibt ausgewiesene Radfahrzonen, aber nicht durchgängig. Manchmal teilt man sich den Fußweg, manchmal gibt es getrennte Zonen. Man sollte dabei zusätzlich auf die Schilder achten. Gelegentlich findet man auch Besonderheiten, wie bei der Funan-Shoppingmall, bei der ein Radweg direkt durch die Shopping-Mall und den Fußgängerbereich führt. Sind keine Radwege vorhanden kann man auch auf den, die Hauptstraßen begleitenden Fußwegen fahren. Freundliches Klingeln um die Fußgänger auf sich aufmerksam zu machen ist möglich. So kommt man erstaunlich zügig durch die Stadt. Man kann auch die Straße nutzen. Auch wenn man ungewollt plötzlich auf einer mehrspurigen Straße auf der Außenspur landet, kann man sich problemlos zurückorientieren, auch wenn ein Radfahrer ein seltener Anblick auf diesen Straßen ist. Der Autoverkehr fühlt sich in Singapur recht gesittet an. Die Land Transport Authority bietet online eine [https://www.lta.gov.sg/content/ltagov/en/map/cycle.html Übersichtskarte]. === Boot === '''Bumboats''', die regelmäßig über den Singapore River fahren, bieten eine gute Aussicht auf Hochhäuser, Kolonialbauten und Shophouses des Central Business Districts, so dass man eine Fahrt mit ihnen auf keinen Fall versäumen sollte. Entlang des Flusses gibt es mehrere Haltestellen, von denen die Boote laufend zu Rundtouren starten. Ebenfalls interessant sind '''Hafenrundfahrten''', die am Marina Bay von verschiedenen Anbietern mehrmals täglich angeboten werden. Sie bieten vor allem einen guten Panoramablick auf die Innenstadt und den riesigen Hafen sowie die südlichen, meist unbewohnten Inseln. Außerdem kann man von Changi Village aus mit dem '''Boot nach Pulau Ubin''' übersetzen, um auf dieser Insel noch das Singapur der 1960er Jahre zu erleben. == Sprache == Singapurs offizielle Sprachen sind [[Sprachführer Englisch|Englisch]], [[Sprachführer Bahasa Melayu|Malaiisch]], [[Sprachführer Mandarin|Mandarin]] und [[Sprachführer Tamil|Tamil]]. Außerdem werden chinesische Dialekte (vor allem Hokkien) und indische Sprachen gesprochen. Englisch wird von fast allen Singapurer*innen gesprochen. Der als „{{ Wikipedia | name= Singlish | wikidata= Q939451 }}“ bezeichnete Dialekt kann jedoch teilweise schwer zu verstehen sein, weil auch Wörter und Phrasen (und teilweise der Satzbau) von anderen Sprachen, v.{{nnbsp}}a. Chinesisch, verwendet werden. Dabei werden komplexe Satzstrukturen häufig vereinfacht, Plurale verschwinden, Verbkonjugationen werden durch Adverbien ersetzt, Fragen werden an die chinesische Syntax angepasst und seltsame Partikel (besonders das berüchtigte "lah") erscheinen. In der üblichen Kommunikation zwischen Reisenden und Einheimischen merkt man dies aber eher kaum und eine Verständigung ist problemlos möglich. == Aktivitäten == === Wandern === Singapur bietet viele Parks und auch Flächen mit Urwald, ja sogar Primärwald. Eine Wanderung auf den [[Southern Ridges Walk|Southern Ridges]] bietet viel Natur, etwas Geschichte und viele Aussichten auf Sentosa, das Hafengelände sowie die mittleren Stadtteile. === Radfahren === Singapur lässt sich auch mit dem Fahrrad erkunden. Leihfahrräder gibt es stunden- oder tageweise. Bei langen Touren, speziell in den abgelegeneren Gebieten wie rund um den Flughafen sollte man sich unbedingt mit genügend Getränken und Bargeld eindecken. Es gibt selbst entlang der langen Flughafenstrecke in regelmäßigen Abständen Toiletten, oft mit einem Getränkeautomaten, aber für diese benötigt man Zwei-Dollar-Scheine. Erst am Changi Beach, in dem Picknick-Areal gibt es Automaten, die Kreditkarten akzeptieren. Eine Umrundung Singapurs ist möglich, man muss aber mit einer Streckenlänge von ca. 150{{nnbsp}}km rechnen. Man kann auch geführte Radtouren durch die zentralen Stadtteile buchen. Sie dauern 2 bis 4 Stunden. Es gibt aber auch ganztägige private Bike-and-Food-Touren. ==== Fahrräder leihen==== * {{vCard | name = The Bicycle Hut | type = bicycle rental | wikidata = Q129852422 | price = Citybike: 15{{nnbsp}}S$ (3-Stunden); Mountainbike; 35{{nnbsp}}S$ (Tag) | description = Zuverlässiger Verleih. Auch Kinderfahrräder, Fahrräder mit Kindersitz und Tandems sind verfügbar. }} === Baden und Wassersport === [[File:Beach at East Coast Park, Singapore - 20050809-01.jpg|thumb|Strand im East Coast Park an der Südostküste]] === Sportst#tten === Der {{Marker | name = Skatepark @ Lakeside Garden | type = skatepark | wikidata = Q140064528 | show= wikilink }} in den Jurong Lake Gardens ist der größte Outdoor-Skatepark und bietet auf einer Fläche von fast 17.000&#x202F;m² 5 Skate Pods und einen 300&#x202F;m² Parcour-Park mit einer Bouldering-Wand. === Picknick === === Freizeitparks und Familienspaß === Singapur bietet eine Fülle von Attraktionen und Möglichkeiten für die ganze Familie. Allein die Insel [[Singapur/Sentosa|Sentosa]] bietet eine ganze Reihe von Angeboten. Daneben gibt es in dem Stadtstaat auch eine Reihe von familienfreundlichen [[#museums-families|Museen]], bei denen teilweise auch der Spaß im Vordergrund steht (siehe auch [[Museen#Für_Kinder_geeignet|für Familien und Kinder geeignete Museen]]). == Sehenswürdigkeiten == {{Scroll Gallery | title= Marina Bay | InfinitySwimmingPoolSkyPark.jpg | Infinity-Pool und Aussicht auf Skyline | SG-gardens-bay-cloud-forest.jpg | Kuppel des Cloud Forest | {{Wikidata|Q3268183|P3451}} | Suntec City bei Nacht | {{Wikidata|Q1442165|P3451}} | Fountain of Wealth }} Singapur bietet eine Fülle an Sehenswürdigkeiten – genug um problemlos eine Woche oder gar mehr Zeit in dem Stadtstaat zu verbringen. Der sehr gute öffentliche Nahverkehr bietet auch einfache und schnelle Verbindungen zu allen Sehenswürdigkeiten Singapurs. Erster Anlaufpunkt für die meisten Besucher ist sicherlich die {{Strong|[[Singapur/Marina Bay|Marina Bay]]}} mit dem mittlerweile zum Wahrzeichen gewordenen {{ Marker | name = Marina Bay Sands | type = hotel | wikidata = Q548679 | show= wikilink, copy }}. Dessen Kulisse ist weithin sichtbar und mittlerweile fast schon ein Markenzeichen des Stadtstaates. Abends ab 20:00 und 21:30 gibt es eine Musik-Lasershow mit Wasserspielen, die sich vom Merlion, der Oper und von anderen Gebäuden auf der anderen Seite der Bucht aus gut beobachten lässt. Selbst Dächer werden in die Farbspiele mit einbezogen. Die in die Wasserfontänen hineinprojizierten Bilder mit nahezu 3D-Effekten lassen sich jedoch nur vom angrenzenden Uferbereich aus beobachten. Direkt hinter dem Hotel befinden sich die {{Marker|name=Gardens by the Bay|type=park|wikidata=Q630135|show=copy}}, eine große Parkanlage mit zwei großen Gebäuden mit unzähligen Pflanzen ('''Flower Dome''' und '''Cloud Forest''') sowie gigantischen, bepflanzen Metallbäumen ('''Supertree Grove'''). Dort gibt es jeden Abend um 20:45{{nnbsp}}Uhr eine Musik-Licht-Show. Einen schönen Ausblick auf die Marina Bay bietet der {{ Marker | type= amusement park | name= Singapore Flyer| wikidata= Q752407 | show= wikilink }}. Das Riesenrad erreicht eine Höhe von 165{{nnbsp}}m. Es hat 28&nbsp;Gondeln, in denen jeweils bis zu 28&nbsp;Personen Platz finden. In {{ Marker | name = Suntec City | type = park | wikidata = Q3268183 | show= wikilink }} befinden sich ein großes Einkaufszentrum und die {{ Marker | name = Fountain of Wealth | alt = Springbrunnen des Reichtums | type = fountain | wikidata = Q1442165 | show= wikilink }} mit der im Jahr 1998 mit 13,8{{nnbsp}}m höchsten Fontäne der Welt. Aber es gibt nicht nur das moderne Singapur an der Marina Bay. Es gibt Stadtteile, die jeweils eine der in Singapur vertretenen Kulturen widerspiegeln. Jeder einzelne dieser Stadtteile ist einen Besuch wert. Man sollte sich jeweils mindestens einen halben Tag pro Stadtteil Zeit nehmen (um auch die lokale Kulinarik zu probieren). Nur wenn die Zeit arg eng bemessen ist, sollte man auf eine Stadtrundfahrt ausweichen. [[File:Chinatown of Singapore at dusk.jpg|thumb|Chinatown]] Wer Souvenirs benötigt und einheimische Küche probieren möchte, kommt am {{Strong|[[Singapur/Chinatown|Chinatown]]}} nicht vorbei. Die sehenswerte alte Bebauung befindet sich in gutem Zustand, bietet unzählige Shops, Bars und Restaurants und ist einen kleinen Spaziergang wert. Und nicht zuletzt kulinarisch hat Chinatown sehr viel zu bieten. Seine Hawker Center sind über die Landesgrenzen hinaus bekannt und einige der Essensstände besitzen sogar einen Michelin Bib Gourmand. Der Stadtteil bietet auch ein paar interessante religiöse Bauten wie den {{ Marker | name = Buddha Tooth Relic Temple | type = temple | wikidata = Q839965 }}, {{ Marker | name = Thian Hock Keng | type = temple | wikidata = Q2158122 | show= wikilink }} und den {{ Marker | name = Sri Mariamman Temple | type = temple | wikidata = Q2428845 | show= wikilink }}. Die {{Strong|[[Singapur/Riverside|Riverside]]}} bietet vor allem viel für kulturinteressierte Reisende. Hier gibt es eine ganze Reihe von kolonialen Gebäuden und wichtigen Museen wie z.{{nnbsp}}B. das {{Marker|name=Asian Civilisations Museum|type=museum|wikidata=Q633033|show=wikilink}}, das {{Marker|name=National Museum of Singapore|type=museum|wikidata=Q632689|show=wikilink}} und die {{Marker|name=National Gallery Singapore|type=museum|wikidata=Q6970475|show=wikilink}}. Auf der anderen Seite des Flusses, hinter der beliebten Restaurant-Meile am Boat Quay, erheben sich die Wolkenkratzer und bieten abends eine beeindruckende Skyline. Direkt an der Marina Bay steht ein weiteres Wahrzeichen der Stadt der {{Strong|[[Singapur/Riverside#Merlion|Merlion]]}}. Reichlich Attraktionen und Strände bietet die Insel [[Singapur/Sentosa|Sentosa]] mit Wasserpark den Universal Studios und vielem mehr. === Kirchen, Moscheen, Synagogen und Tempel === [[Datei:Gopuram - Sri Mariamman Temple Singapore (2023) - img 01.jpg|mini|Der ''Sri Mariamman Temple'']] * {{ vCard | name = Buddha Tooth Relic Temple | type = temple | wikidata = Q839965 | description = Buddhistischer Tempel- und Museumskomplex | show= wikilink, copy, nosocialmedia | directions= no | address-local = no | directions-local = no }} * {{vCard | name =Sri Mariamman Temple | type =church | wikidata =Q2428845 | description =1827 erbauter hinduistischer Tempel. | show= wikilink, copy }} * {{vCard | name =Thian Hock Keng Temple | type =church | wikidata =Q2158122 | description =1842 von chinesischen Migranten errichtet. | show= wikilink, copy }} * {{vCard | name =St Andrew's Cathedral | type =church | wikidata =Q168806 | description =1861 erbaute Kirche der anglikanischen Diözese. | show= wikilink}} * {{vCard | name =Sri Veeramakaliamman Temple | type =church | wikidata = Q7586311 | description =1881 erbauter Hindu-Tempel.}} * {{vCard | name =CHIJMES Hall | type =church | wikidata =Q48723608 | description =1903 erbaute katholische Kirche.}} * {{vCard | name =Masjid Sultan | type =church | wikidata =Q1907146 | description =1932 errichtete Moschee.}} === Bauwerke === [[Datei:20190819 The Arts House-1.jpg|mini|Das ''Old Parliament House'' beherbergt seit 2006 das ''The Arts House'']] Im „Kolonialviertel“ gibt es eine Vielzahl von Kolonialbauten: * {{vCard | name =Old Parliament House | type =building | wikidata =Q13360293 | description =eröffnet 1827, ist das älteste Gebäude in Singapur, worin 2004 nach einer Renovierung das Kunstmuseum ''The Arts House'' einzog.}} * {{vCard | name =Victoria Memorial Hall | type =building | wikidata =Q557635 | description =eröffnet am 18. Oktober 1905. Der linke Gebäudeflügel (seit 1992 ''Victoria Theatre'') ist der ältere Teil und wurde 1862 als Rathaus fertiggestellt. Der rechte Gebäudeflügel (die ''Victoria Hall'', seit 1992 ''Concert Hall'') wurde erst 1905 als Tribut an Königin Victoria errichtet.}} * {{vCard | name =Old Supreme Court Building | type =building | wikidata =Q7085160 | description =eröffnet am 3. August 1939, seit 2015 befindet sich hierin die ''National Gallery Singapore''.}} * {{vCard | name =City Hall | type =building | wikidata =Q3531770 | description =eröffnet am 23. Juli 1929, seit 2015 hierin ebenfalls die ''National Gallery Singapore''.}} * {{vCard | name =The Istana | type =building | wikidata =Q843531 | description =1869 erbaute Residenz des Staatspräsidenten.}} * {{vCard | name =Sri Temasek | type =building | wikidata =Q7586295 | description =1869 erbaute Residenz des Premierministers.}} * {{vCard | name =House of Tan Teng Niah | type =building | wikidata =Q120703742 | description =1900 erbaut, ist die letzte noch eerhaltene Villa dieser Bauweise in Singapurs ''Little India''.}} * {{vCard | name =The Fullerton Waterboat House | type =restaurant | wikidata =Q48818191 | description =1919 erbautes Gebäude zur Wasserversorgung der Schiffe um Hafen, seit 2002 ein Restaurant.}} * {{vCard | name =Old Hill Street Police Station | type =building | wikidata =Q7084218 | description =1934 erbaute Polizeiwache.}} ==== Wolkenkratzer ==== Das moderne Singapur wird als Stadt der Wolkenkratzer wahrgenommen, doch sorgt eine Baubeschränkung wegen des städtischen Flughafens dafür, dass Bauwerke in Singapur nicht höher sein dürfen als 280 Meter. Dieses Maximum erreichen drei Gebäude, {{ Marker | name= One Raffles Place | type= high rise | wikidata = Q333305 | show = wikilink }}, die Zentrale der ''Union Bank'' 63 Etagen, aus dem Jahr 1986 sowie {{ Marker | name= UOB Plaza | type= high rise | wikidata= Q888068 | show = wikilink }} und {{ Marker | name= Republic Plaza | type= high rise | wikidata= Q587586 | show = wikilink }}. Beide wurden 1995 fertiggestellt. ==== Brücken ==== Mitten durch die Hauptinsel Singapurs fließt der nur 3,2{{nnbsp}}km lange, echte Fluss {{Wikipedia | name= Singapore River | wikidata= Q1454776 }}, über den sieben sehenswerte historische Brücken führen. Die älteste noch in Original von 1989 erhaltene ist die 79{{nnbsp}}Meter lange {{ Marker | name= Cavenagh Bridge | type= bridge | wikidata= Q4261649| show= wikilink }}. Gleich nebenan befindet sich die {{Marker | name= Anderson Bridge | type= bridge | wikidata= Q491477| show= wikilink}} aus dem Jahre 1910. Die {{Marker | name= Elgin Bridge | type= bridge | wikidata= Q3396527 | show= wikilink }} von 1929 mit Ursprung aus dem Jahr 1819 ist auch ein guter Aussichtspunkt für abendliche Fotos auf den Boat Quay und die Wolkenkratzer des Finanzviertels. Die {{Marker | name= Read Bridge | type= bridge | wikidata= Q7300371 | show= wikilink }} wurde 1889 eingeweiht, aber inzwischen mehrere Male modernisiert. Ebenso die {{ Marker | name= Coleman Bridge | type= bridge | wikidata= Q14874432 | show= wikilink }}, welche auf das Jahr 1840 zurückgeht, in ihrer jetzigen Version aber aus dem Jahr 1990 stammt. Neuere Brücken über den Singapore River sind die {{Marker | name= Alkaff Bridge | type= bridge | wikidata= Q4727625 | show= wikilink }} aus dem Jahre 1999, die von einer philippinischen Künstlerin 2004 im Rahmen ihres Projektes „Art Bridge“ bemalt wurde und die 280 Meter lange {{Marker | name= Helix Bridge | type= bridge | wikidata= Q2681107 | show= wikilink }} aus dem Jahe 2010, deren Konstruktion einem menschlichen DNA-Strang nachempfunden ist. Weitere interessante Brücken sind die {{Marker | name =Benjamin Sheares Bridge | type =bridge | wikidata =Q817687}}, eröffnet am 26. September 1981 und mit 1,8 Kilometern die längste Brücke Singapurs. Die {{Marker | name =Bayfront Bridge | type =bridge | wikidata =Q17750009}} ist eine 2010 erbaute 303{{nnbsp}}m lange Autobrücke. Die {{Marker | name =Jubilee Bridge | type =bridge | wikidata =Q65238980}} wurde im April 2015 eröffnet und ist eine reine Fußgängerbrücke. === Denkmäler === [[Datei:At Singapore 2023 098.jpg|mini|Die Raffles-Statue]] * {{vCard | name =Merlion-Löwe | type =monument | wikidata = Q208760 | description =am 15. September 1972 eingeweihtes Denkmal eines wasserspeienden Löwen und im April 2002 an die heutige Stelle versetzt, 8,60 Meter hoch, 70 Tonnen schwer. „Merlion“ ist ein Kofferwort aus ''Mer''maid (''Meerjungfrau'') und ''Lion'' (''Löwe''), was in der Konstruktion zum Ausdruck kommt.}} * {{vCard | name =Statue of Stamford Raffles | type =monument | wikidata =Q124377996 | description =am 15. September 1972 errichtete Statue von Thomas Stamford Raffles an der ungefähren Stelle seiner Landung.}} * {{vCard | name =Civilian War Memorial | type =monument | wikidata =Q5124736 | description =am 15. Februar 1967 eingeweiht, 70{{nnbsp}}m hoch. Von den Einwohnern als „Chop-Sticks” tituliert.}} * {{vCard | name =Lim Bo Seng Memorial | type =monument | wikidata =Q54321624 | description =das 1954 errichtete Denkmal erinnert an den Widerstandskämpfer Lim Bo Seng gegen die Japaner im Zweiten Weltkrieg.}} * {{vCard | name =Founders' Memorial | type =monument | wikidata =Q85761787 | description =soll an die Gründungsväter der Stadt erinnern und wird voraussichtlich 2028 aufgestellt.}} === Museen === Singapur bietet eine große Auswahl an Museen und Ausstellungen. Wer sich für Kultur und Geschichte interessiert findet sich im {{ Marker | name = Asian Civilisations Museum | type = museum | wikidata = Q633033 | show= wikilink, copy }} wieder. Es zeigt Exponate asiatischer Kulturen und Zivilisationen, speziell Chinas, Südost-, Süd- und Westasiens, und bildet zusammen mit dem {{Marker|name=National Museum of Singapore|type=museum|wikidata=Q632689|show=wikilink, copy}} mit dem Schwerpunkt der Geschichte Singapurs, dem {{Marker|name=Peranakan Museum|type=museum|wikidata=Q3078303|show=wikilink}} (Geschichte und Kultur der Peranakan) und dem {{Marker|name=Singapore Art Museum|type=museum|wikidata=Q2032637|show=wikilink}} mit seiner Sammlung moderner und zeitgenössischer ostasiatischer Kunst eine gemeinsame Institution. Mehr moderne und zeitgenössische Kunst singapurischer und südostasiatischer Künstler seit dem 19.{{nnbsp}}Jh. wird in der {{ Marker | name = National Gallery Singapore | type = museum | wikidata = Q6970475 | show= wikilink, copy }} gezeigt. Das {{ Marker | name = ArtScience Museum | type = museum | wikidata = Q2744014 | show= wikilink }} ist Teil des Marina Bay Sands. Gestaltet wie eine Lotusblüte bietet das moderne Museum auf einer Fläche von 6.000{{nnbsp}}m² Ausstellungen, die Kunst, Wissenschaft, Kultur und Technologie verbinden. Es gibt die Dauerausstellung „Future World“ mit digitaler Kunst, Lichtinstallationen sowie auch wechselnde Ausstellungen zu Themen wie Weltraum, KI, Mode, Popkultur und Naturwissenschaften als auch einen Virtuality-Raum. {{Anker|museums-families}}Auch ganze Familien und Kinder kommen auf ihre Kosten z.{{nnbsp}}B. im {{ Marker | name = Museum of Ice Cream | type = museum | wikidata = Q131577631 | show= wikilink }}, einem großen In-Door-Spielplatz mit Eis zum probieren und etwas Hintergrundwissen rund um die beliebete Süßspeise, oder dem {{ Marker | name = Trickeye Singapore | type = attraction | wikidata = Q131577809 | show= wikilink }}, weniger ein Museum als ein Familienspaß mit optischen Täuschungen. Dazu gesellt sich das {{ Marker | name = Mint Museum of Toys | type = museum | wikidata = Q6869564 | show= wikilink }} mit mehr als 50.000 Spielzeugen. Für eine alphabetische und thematische Liste der Museen Singapurs, siehe auch [[Singapur/Museen|Museen Singapurs]]. === Straßen und Plätze === * {{vCard | name =Orchard Road | type =road | wikidata =Q2735712 | description =Hauptgeschäftsstraße Singapurs, hier unter anderem der}} ** {{vCard | name =Orchard Road Market | type =square | wikidata =Q113331382 | description =ein bereits 1880 entstandener Markt; an seiner Stelle steht heute der}} ** {{vCard | name =Orchard Point | type =shop | wikidata =Q17052833 | description =ein Einkaufscenter mit allen Warenangeboten.}} * {{vCard | name =Bras Basah Road | type =road | wikidata =Q4957744 | description =(malaiisch “bras” für ''nass'', “basah” für ''Reis'', der hier getrocknet wurde); aus 1823.}} * {{vCard | name =Raffles Place | type =square | wikidata =Q3079780 | description =1858 entstandener bunter Markt; am Platz befinden sich die drei höchsten Wolkenkratzer der Stadt.}} === Parks === {{ Scroll Gallery | title= Parks | SG-marina-bay-sands-south_garden.jpg | Bay South Garden vom Sands Sky Park gesehen | {{Wikidata|Q120450702|P18}} | Supertree Grove im Bay South Garden | {{Wikidata|Q120450702|P3451}} | Supertree Grove bei Nacht | 2016-04-03 Singapore Botanic Gardens 06.jpg | Singapore Botanic Gardens | Faber Point 4, Nov 06.JPG | Blick vom Mount Faber | Telok Blangah Hill Park, Singapore (3297044040).jpg | Forest Walk im Telok Blangah Hill Park | CanopyWalk-KentRidgePark-Singapore-20070809.jpg | Canopy Walk im Kent Ridge Park | {{Wikidata|Q3521764|P18}} | Baden im East Coast Park | Changi Beach Park 9, Jul 06.JPG | Changi Beach Park }} Singapur ist ein erstaunlich grüne Stadt neben der immer weiter fortschreitenden Begrünung der Gebäude findet man recht häufig auch kleinere Oasen der Ruhe in der Stadt die zu einem Spaziergang einladen. Aushängeschild und neueste Attraktion sind die {{ Marker | name = Gardens by the Bay | type = park | wikidata = Q630135 | show= wikilink, copy }}. Es ist nicht nur eine Parkanlage, sondern bietet mit dem Flower Dome und Cloud Forest auch überdachte Gärten mit Pflanzen aus aller Welt sowie mit den Giant Trees auch eine Bildfläche für allabendliche musikalisch untermalte Lichtprojektionen. Der {{ Marker | name = Zoo | type = zoo | wikidata = Q2709506 | show= wikilink }} Singapurs gilt als einer der besten weltweit. Gleich nebenan liegt die {{ Marker | name = Night Safari | type = zoo | wikidata = Q2234723 | show= wikilink }}. Sie zeigt ausschließlich nachtaktive Tiere und bleibt tagsüber geschlossen. Ergänzt wird das Duo durch den {{ Marker | name = Jurong Bird Park | type = zoo | wikidata = Q1547682 | show= wikilink }} mit großen Aviarien und einem 30{{nnbsp}}m hohen Wasserfall. Singapurs einziges UNESCO Welterbe sind {{ Marker | name = Singapore Botanic Gardens | type = botanical garden | wikidata = Q3046409 | show= wikilink, copy }} eine 74{{nnbsp}}ha große Parkanlage, die seit 1859 Stück für Stück entstand und schließlich 2015 auf die Welterbeliste kam. Das Areal kann kostenfrei besucht werden, allerdings kostet der Orchideengarten 15{{nnbsp}}S$ Eintritt. Er gilt mit jährlich 4,2 Millionen Besuchern als der meist besuchte botanische Garten der Welt. Eine interessante Wanderung bietet der 10,5{{nnbsp}}km lange [[Southern Ridges Walk]] über den {{ Marker | name = Mount Faber | type = park | wikidata = Q6920714 | show= wikilink }}, den {{ Marker | name = Telok Blangah Hill Park | type = park | wikidata = Q7697797 | show= wikilink }} und {{ Marker | name = Kent Ridge Park | type = park | wikidata = Q647955 | show= wikilink }}, ein Wanderweg, teilweise durch die Baumkronen im Südwesten Singapurs, empfohlen wochentags, ist er doch am Wochenende mehr von Einheimischen bevölkert. Eine bekannte innerstädtischen Parkanlage ist der 18{{nnbsp}}ha große {{ Marker | name = Fort Canning Park | type = park | wikidata = Q1438470 | show= wikilink }}. Er beherbergt nicht nur Grün, sondern auch das Fort Canning Centre, das Fort Canning Service Reservoir ein (Wasserspeicher), den ältesten christlichen Friedhof der Stadt, den ASEAN Sculpture Park (von 1981) sowie die die Battle Box (Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg und Rest der früheren Festung Fort Canning). Hier findet sich auch der erste botanischen Garten der Stadt. Er stammt aus dem Jahre 1822 und wurde von Sir Stamford Raffles gegründet. Wer Entspannung, Fitness und Picknick am Meer mag, hat in Singapur mehrere Optionen. Aus gleich drei Gartenanlagen bestehen die {{ Marker | name = Jurong Lake Gardens | type = park | wikidata = Q139913086 | show= wikilink }}. Von der Marina Bay bis fast zum Flughafen zieht sich der {{ Marker | name = East Coast Park | type = park | wikidata = Q3521764 | show= wikilink }}. In regelmäßigen Abständen gibt es, Essensstände, Fahrrad- und Sportverleihe. Besonders beliebt ist er an den offiziellen Feiertagen. Im Nordosten liegt der {{ Marker | name = Changi Beach Park | type = park | wikidata = Q5071985 | show= wikilink }} mit reichlich Restaurants als optisches Highlight liegt er neben der Einflugschneise des Flughafens und man kann die großen Flugzeuge einschweben sehen. Es gibt auch auf [[Singapur|Sentosa Island]] eine Reihe von grünen Arealen. === Aussichtspunkte === * {{ Marker | name = Marina Bay Sands | type = hotel | wikidata = Q548679 | show= wikilink }} – Das Wahrzeichen Singapurs bietet am Bug des „Schiffes“ auf dem Dach ein Aussichtsdeck mit Blick auf die Skyline an der Marina Bay und die Gardens by the Bay. * {{ Marker | name = The Pinnacle@Duxton | type = building complex | wikidata = Q7757213 | show= wikilink }} – Gebäudekomplex von sieben jeweils 50 Stockwerken in 156 Meter hohen Wohnhochhäusern im Stadtteil im Südwesten von Chinatown. Die Galerie im 50. Stockwerk ist tagsüber auch öffentlich zugänglich. Die Besucherzahl ist dabei auf 150 Personen pro Tag und 50 Personen gleichzeitig begrenzt. Man hat unter anderem Blick auf den Hafen, Chinatown und das Finanzdistrikt. * Wer neben dem Ausblick auf die Stadt auch einen Cocktail genießen möchte, kann auch die eine oder andere [[Singapur#rooftop-bars|Rooftop-Bar]] Singapurs besuchen. === Stadtrundfahrten/-gänge === ==== Hop-On-Hop-Off ==== Wie auch in anderen Metropolen gibt es in [http://www.visitsingapore.in/tours.html Singapur Stadtrundfahrten] nach dem Hop-On-Hop-Off-Prinzip. Der Bus fährt eine feste Rundtour und man kann an den gewünschten Haltestellen aussteigen und seine Tour mit einem beliebigen Bus später fortsetzen. Zeitlich ist man bei diesem System absolut flexibel. Ebenso kann man sich auf seine Interessen konzentrieren. * {{vCard | type= tour operator | name= Fun Vee Hopper | url= https://www.citytours.sg | phone= +65 67389798, +65 67383338 | email= enquiry@citytours.sg | description = Die Busse starten regelmäßig an drei Hauptstationen der Gesellschaft. '''1.''' Esplanade Exchange (Esplanade MRT) '''2.''' Orchard Central (Orchard Road) und '''3.''' Singapore Flyer. Insgesamt werden 5 verschiedene Routen angeboten. Ein Flyer informiert über jede Haltestelle der Touren und die Fahrzeiten. Tickets gibt es in verschiedenen Paketen. Ein Einfaches Ticket kostet 19,90{{nnbsp}}$ und gilt einen Tag. Der Fun Vee City Pass bietet für 29,90{{nnbsp}}$ diverse Touren sowie eine Bootsfahrt und Abholung an einigen der Innenstadthotels. }} *# '''City Attractions Hopper''' - Die Tour führt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt (Merlion Park, Chinatown, Botanic Gardens, Orchard Road, Raffles City). Die Busse verkehren von 09:00 bis 17:00 alle halbe Stunde. Ein Sammelbus startet nochmals um 18:30, hält aber nur an ausgewählten Stationen *# '''Ethnic Attractions Hopper A''' und '''B''' - Beide Touren zeigen da bunte Völkergemisch des Stadtstaates. Auf zwei streckenweise unterschiedlichen Touren führen sie durch Chinatown, Little India, Kampong Glam sowie Arab Street. Tour A startet am Singapore Flyer um 09:30, 11:30, 15:30 und 17:30, Tour B am selben Ort um 10:30, 12:30, 14:30 und 16:30 *# '''Marina Attractions Hopper''' - Die kleine Rundtour führt durch Raffles Town und die Marina Bay (via City Hall MRT, Esplanade MRT). Zwischen 13:00 und 19:00 startet alle halbe Stunde ein Bus am Singapore Flyer *# '''Sentosa Attractions Hopper''' - Dieser Bus führt speziell nach Sentosa Island. ==== Land- und Wassertour ==== Eine weitere Möglichkeit, die Innenstadt rund um die Marina Bay zu erkunden, bieten Touren, die mit Amphibienfahrzeugen (Ducktours) durchgeführt werden. Die Tour beginnt mit einer kleinen Rundfahrt im Stadtzentrum. Dann fährt das Fahrzeug direkt ins Wasser und fährt eine Runde durch die Marina Bay. Die Tour kostet ca. 30,00 $. == Einkaufen == Landeswährung ist der {{Strong|Singapore Dollar}}, abgekürzt mit ''S$'' oder bei Banken ''SGD'' oft einfach nur '''$'''. Ein Dollar ist unterteilt in 100 Cents. Es existieren Münzen zu 0,05{{nnbsp}}S$ (messing), 0,10{{nnbsp}}S$ (silber), 0,20{{nnbsp}}S$ (silber), 0,50{{nnbsp}}S$ (silber) und 1{{nnbsp}}S$ (gold). Außerdem gibt es Scheine im Wert von 2{{nnbsp}}S$ (lila), 5{{nnbsp}}$ (grün), 10{{nnbsp}}S$ (rot), 50{{nnbsp}}S$ (blau), 100{{nnbsp}}S$ (orange), 1000{{nnbsp}}S$ (lila) und 10000{{nnbsp}}S$ (gold). Der [[Brunei#Einkaufen|Brunei-Dollar]] ist eins zu eins an den Singapore Dollar gebunden und auch in Singapur ein gültiges Zahlungsmittel. Restaurants und Hotels geben die Preise meistens in der Form 19.99++&nbsp;S$ an, was bedeutet, dass die Preise Steuern (8{{nnbsp}}%) und Bedienung (10{{nnbsp}}%) noch nicht enthalten und zum Rechnungsbetrag am Ende noch addiert werden. Manche Hotels und Restaurants geben die Nettopreise eventuell sogar als +++ an, wobei das dritte Plus 1{{nnbsp}}% CESS (einer Art „Touristensteuer“) entspricht, was einen Gesamtzuschlag von 19,8{{nnbsp}}% ausmacht. Trinkgelder sind in Singapur unüblich, selbst Taxifahrer geben das Wechselgeld im Allgemeinen bis auf den letzten Cent raus oder runden sogar zu ihren Ungunsten ab, um sich nicht mit Kleingeld rumplagen zu müssen. === Preise === Verglichen mit südasiatischem Standard ist Singapur teuer. Mit 75{{nnbsp}}S$ pro Tag ist ein Auskommen für einen Backpacker möglich, insbesondere Essen bekommt man mit dem exzellenten {{Em|Hawker Food}} für 5–10{{nnbsp}}S$ pro Mahlzeit. In Restaurants liegen die Essenspreise aber bei 20–50{{nnbsp}}S$. Man sollte bei seiner Planung auch bedenken, dass die 50{{nnbsp}}S$ am Tag nicht zu halten sind, wenn Alkohol ins Spiel kommt. Für einen Gin-Tonic muss man bereits 12–13{{nnbsp}}S$ berappen, selbst wenn man sich die Zutaten selbst im 7Eleven kauft. Dabei sei aber angemerkt, dass die 7Eleven spürbar teurer (ca.&nbsp;80{{nnbsp}}%) sind als die privaten Einzelhandelsgeschäfte, die man aber im Stadtzentrum nicht immer ohne weiteres findet. Man sollte danach in den einfachen Passagen unter Wohnanlagen schauen. * {{Strong|Bier}} kostet (je nach Marke und Herkunft) im Lebensmittelladen 2,20-4,00{{nnbsp}}S$ (320{{nnbsp}}ml Dose) beim 7Eleven entsprechend mehr. Ein gezapftes Bier im Restaurant (ca.&nbsp;0,4{{nnbsp}}l) liegt bei 12–17{{nnbsp}}S$. Es ist somit kein Problem am Boat Quay bei drei bis vier kühlen Bier sein Tages-Kontingent komplett zu verbrauchen. * {{Strong|Wein}} startet im Lebensmittelmarkt bei ca.&nbsp;28{{nnbsp}}S$ pro Flasche. * {{Strong|Spirituosen}} starten beim Getränkehändler bei ca.&nbsp;40{{nnbsp}}S$ pro Flasche. * Für {{Strong|Cocktails}} muss man in Restaurants und Bars mit Preisen von 25{{nnbsp}}S$ rechnen. Ein Restaurantbesuch mit einem Bier, einem Burger und einem Cocktail zum Abschluss kann problemlos bei 80{{nnbsp}}S$ liegen. Ein Bett in einem Hostel findet man ab ca. 35&nbsp;S$. Für ein Hotelzimmer mit eigenem Bad kommt man aber schon an die 100 heran. Selbst in den meisten Luxushotels (vom Raffles vielleicht abgesehen) kann man sich mit den richtigen Rabatten schon für 200{{nnbsp}}$ einquartieren. Alles in allem kann man – auch ohne Luxus – an einem Tag für Hotelzimmer, Frühstück, Tagesaktivitäten, Restaurant und Barbesuch auch 200{{nnbsp}}€ am Tag ausgeben. === Shopping === [[File:Singapore bukit timah monkeys 2002.jpg|mini|Freilebende Affen in Bukit Timah]] Neben Essen ist '''Einkaufen''' die große Lieblingsbeschäftigung der Singapurer und dementsprechend ist Singapur das Einkaufsparadies schlechthin. * Die größte Einkaufsstraße ist die [[Singapur/Orchard|Orchard Road]], in der sich ein Einkaufszentrum an das Nächste reiht, welche vor allem Nobelgeschäfte beherbergen. Dementsprechend hoch sind auch die Preise. Herausragende Shopping Centres sind ION und Takashimaya (oft interessante Aktionen im Tiefgeschoss). * Günstigere Preise findet man in [[Singapur/Bugis|Bugis]], hier gibt es die neuesten Trends (und daher ist es in erster Linie bei Singapurs Teenagern sehr beliebt). Sehr gute Auswahl findet sich auch in der {{ Marker | name= VivoCity | type= mall| wikidata= Q7937930 | show= wikilink }}, dem größten Einkaufszentrum Singapurs, an der Zufahrt nach Sentosa (MRT Harbour Front). * Die besten Preise und interessantesten Sachen gibt es in [[Singapur/Little India|Little India]] oder [[Singapur/Chinatown|Chinatown]], denn hier leben und kaufen die Einheimischen ethnischen Gruppen Singapurs, wobei es aber auch schon viele Läden gibt, die sich speziell auf Touristen eingerichtet haben. * Interessant für Kunsthandwerk und Einrichtungsgegenstände asiatischer Provenienz ist {{marker | name =Dempsey | type =buy |lat=1.30492 | long=103.80986 | wikidata =Q111032515 }} (gegenüber Botanic Garden) ein ehemaliges Kasernengelände mit einer Reihe sehr guter Geschäfte und Restaurants. Sehr beliebt bei Expats. Beim Kauf von '''Kleidung''' und '''Schuhen''' ist zu beachten, dass Größen für Männer über 1,80, Frauen über 1,65 und Schuhgrößen ab 44 bzw. 39 so gut wie nicht erhältlich sind. Die Zeiten, in denen '''Elektronik''' in Singapur vergleichsweise günstig waren sind wegen des gestiegenen Wechselkurses und der in Deutschland transparenteren Preisfindung im Internet vorbei. Wer genau weiß, was er möchte, kann in der Funan Mall oder den Ketten (besonders Challenger) möglicherweise noch ein paar Euro gegenüber den deutschen Preisen sparen. Man sollte dann aber bedenken, das der deutsche Zoll hier aktiv werden kann und bezüglich Kulanz oder Garantie deutliche Abstriche zu machen sind. Definitiv zu meiden sind die Touristen-orientierten Geschäfte auf der Orchard Road (besonders im berüchtigten Lucky Plaza). Für Computerzubehör empfiehlt sich der Sim Lim Square, aber hier ist genaue Kenntnis der Materie und Preise angeraten. Auf alle Fälle sollte man sich vor jedem Kauf bewusst sein, dass in Singapur 220 V Spannung mit einem dreipoligen (englischen) Stecker verwendet wird. Im Gegensatz zu den meisten anderen südostasiatischen Ländern sind in Singapur Raubkopien nicht erhältlich. === Trinkgeld === In Singapur gibt man nur in Hotels (ab der Mittelklasse) Trinkgeld. Auch bei Taxifahrern kann man den Fahrpreis zum nächsten vollen Dollar-Betrag aufrunden. Ansonsten sind Trinkgelder in Singapur unüblich und teilweise gesetzlich verboten (wie beispielsweise am Flughafen). * '''Gepäckträger''' 1 bis 2{{nnbsp}}$ pro Gepäckstück * '''Zimmermädchen''' 1 bis 2{{nnbsp}}$ pro Tag == Küche == Wie schon erwähnt ist '''Essen eine Art Volkssport''' in Singapur und somit ist das Land als Schmelztiegel der Kulturen wahrhaftig eine kulinarische Reise wert! Der Vielvölkerstaat ist ein Paradies für Gourmets, der eine einmalige Auswahl an Geschmacksrichtungen bietet: '''chinesische, malaiische, indische, thailändische, indonesische, japanische und koreanische Gerichte''' bietet die einheimische Kochkunst, aber auch der eingeschworene Konsument westlicher Speisen muss auf '''europäisches oder amerikanisches Essen''' nicht verzichten. So breit wie die Auswahl an Geschmacksrichtungen, so vielfältig ist das Angebot an Restaurants im Stadtstaat. Die einheimische Küche kann man am besten in den einfachen Garküchen der Hawker Centres oder Foodcourts testen, wo landestypische Gerichte sehr schnell und preiswert (ein Gericht kostet nur wenige Dollar) serviert werden. In den luxuriösen klimatisierten Restaurants und Hotels findet man exzellente Kulinaria aus der ganzen Welt, allerdings zu entsprechend höheren Preisen. Typisch für Singapur sind allerdings Reisgerichte. === Lokale Spezialitäten === Folgende Gerichte gehören zu den Lieblingsgerichten der Einheimischen und sollten auf der Tagesordnung jedes Reisenden stehen: * {{Strong|{{ Wikipedia | name= Laksa | wikidata= Q934095 }} }} – Laksa ist eine Kokosnuss-Curry-Suppe mit Reisnudeln und Shrimps und eines der Nationalgerichte Singapurs. [[Singapur/Geylang#Laksa|Katong]] im Stadtteil Geylang gilt als eines der Zentren dieses Gerichts. * '''Satay''' &ndash; Fleischspieße, serviert mit Erdnusssauce, in Kokosmilch gekochtem Reis, Gurke und Zwiebeln * '''Hainanese Chicken Rice''' &ndash; gedünstetes Hähnchen mit Duftreis und Chili-Soße * '''Chilli Crab''' &ndash; hartschalige Krebse mit einer Tomaten-Chili-Soße. Bekannt dafür ist die Kette [http://www.nosignboardseafood.com No Signboard Seafood] * '''Char kway teow''' &ndash; verschiedene gebratene Nudeln mit einer dunklen, süßen Soße, Fischfrikadellen, chinesischen Würstchen, Hähnchen oder Shrimps und Gemüse * '''Fish Head Curry''' &ndash; in scharfer Currysoße gegarte Fischköpfe mit Gemüse und Reis * '''Rojak''' &ndash; Salat aus Früchten und Gemüse mit Krabbenpaste und Erdnüssen * ''' Hokkien Fried Mee''' &ndash; gelbe Nudeln mit Schweinefleisch, Shrimps und Gemüse * '''Durian''' &ndash; eine tropische Singapur-typische Frucht, um die die meisten Touristen wegen ihres Gestanks angeekelt einen großen Bogen machen. Von den meisten Einheimischen wird die ''Durian'' jedoch als Spezialität betrachtet. === Hawker Centre und Foodcourts === [[File:LavenderFoodSquare-Singapore-20050617-original.jpg|thumb|Hawker Centre]] Die billigste und beliebteste Art in Singapur zu essen sind '''Hawker Centre'''. Die heutigen Hawker Centre sind eine Ansammlung früherer Straßenverkäufer, die von der Regierung in geschlossene Komplexe gelenkt wurden, um so die Hygiene zu verbessern. Die Preise sind niedrig (die meisten Gerichte kosten zwischen 2 und 5{{nnbsp}}$ ), Hygiene-Standards hoch (die einzelnen Garküchen, sogenannte Stalls, werden regelmäßig kontrolliert und bewertet; das Kurz-Ergebnis in Form eines Großbuchstabens, beginnend mit A und dann absteigend, hängt gut sichtbar aus) und das Essen kann ausgezeichnet sein (ein Indiz für gutes Essen sind lange Schlangen vor einem Stall). An Atmosphäre mag es mitunter mangeln, es gibt auch keine Klimaanlage, jedoch ist der Besuch eines Hawker Centres ein unbedingtes ''Muss'' während eines Singapur-Aufenthalts! In den Hawker Centres ist es üblich, sich zuerst einen Tisch zu suchen und ihn irgendwie zu belegen, sich die Tischnummer zu merken und sich dann bei den Garküchen die angebotenen Gerichte anzusehen. Hat man sich für eins entschieden, nennt man bei der Bestellung seine Tischnummer und bekommt es wenige Zeit später an den Tisch geliefert. Bezahlt wird erst, wenn man das Essen erhält. Gelegentlich gibt es auch Stalls mit Selbstbedienung, in denen man sich das Gericht dann selber abholen muss. In Singapur hat quasi jeder Wohnblock sein eigenes Hawker Centre, denn Singapurer kochen selten zu Hause und nehmen fast jede Mahlzeit außer Haus ein. Die beliebtesten Hawker Centre bei Touristen sind die zentral gelegenen '''Newton Circus''' (nahe der [[Singapur/Orchard|Orchard Road]]) und '''Lau Pa Sat''' (nahe dem [[Singapur/Riverside|Singapore River]]), &mdash; weshalb sie aber nicht unbedingt die billigsten und besten sein müssen, vielmehr sollte der anspruchsvolle Gourmet sein Glück statt dessen lieber in [[Singapur/Chinatown|Chinatown]] versuchen. Aktuelle Informationen über das beste Hawker Food der Stadt findet man unter [https://www.makansutra.com Makansutra]. '''Foodcourts''' sind die verbesserte und klimatisierte Version der Hawker Centre. Man findet sie im Untergeschoss fast jeder Shopping Mall, das angebotene Essen ist das Gleiche, unter Umständen jedoch etwa 1 bis 2{{nnbsp}}$ teurer. === Restaurants === Singapur bietet eine große Auswahl an Restaurants, für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel. Als Hafenstadt sind '''Meeresfrüchte''' in Singapur eine allgemein anerkannte Spezialität, die besten Fischrestaurants findet man an der [[Singapur/Osten|East Coast]]. Restaurants mit moderaten Preisen und '''internationalem Angebot''' findet man an der [[Singapur/Riverside|Singapore River]] und in [[Singapur/Norden und Westen|Holland Village]]. Luxusrestaurants gibt es vor allem in den Hotels der gehobenen oder Luxusklasse, wo Köche aus den verschiedenen kulinarischen Richtungen ausgezeichnete Gerichte der '''Fusion Cuisine''' kreieren. Singapur gibt es 33 Restaurants mit einem, 6 mit zwei und 3 Restaurants mit 3 Michelin-Sternen {{Stand|2025|06}}<ref>{{ Internetquelle | URL= https://guide.michelin.com/de/de/singapore-region/restaurants/sternerestaurants | titel= Sternerestaurants in Singapur | Website= Michelin Guide | Website-URL= https://guide.michelin.com/ | Datum= 2025-06-22 }}</ref>. === Coffee Shops === '''Coffee Shops''' sind das singapurische Äquivalent zu Kneipen, denn hier trifft man sich nicht nur morgens zum Frühstück, sondern auch auf ein Schwätzchen beim Bier am Abend. Auch wenn es der Name nicht unbedingt vermuten lässt, bieten Coffee Shops neben verschiedenen Kaffeearten eine große Auswahl an Getränken und kleineren oder größeren Gerichten. Die meisten Coffee Shops gehören zu lokalen Ketten wie ''Coffee Bean and Tea Leaf'', ''Coffee Club'' und ''Délifrance'', die zu Hauf im [[Singapur/Riverside|zentralen Finanzdistrikt]] vertreten sind. Einen einfachen ''Iced Coffee'' bekommt man jedoch selten unter 4{{nnbsp}}S$, wobei ein einheimischer ''teh tarik'' or ''kopi'' Kaffee in jedem Hawker Centre schon für weniger als 1{{nnbsp}}$ zu haben ist. == Nachtleben == Hot-Spots mit {{Strong|Bars, Kneipen und Clubs}} gibt es de-facto in jedem der zentralen Stadtteile. Das für Besucher interessante Nachtleben konzentriert sich hauptsächlich auf das zentrale Business-Distrikt, vor allem auf '''[[Singapur/Chinatown#Nachtleben|Chinatown]]''' (z.{{nnbsp}}B. '''Ann Siang Road''' und '''Club Street''') und den '''[[Singapur/Riverside|Singapore River]]''' ('''Boat Quay''' und '''Clarke Quay'''). Auch in {{ Marker | type= quarter |name= Kampong Glam | wikidata= Q4251481 | show= wikilink, none }}, insbesondere in der Haji Lane und in {{ Marker | type= quarter | name= Geylang | wikidata= Q525295 | show= wikilink, none }} gibt es viele Bars und Kneipen. Man kann online {{Strong|Kneipentouren}} ({{Em|pub crawls}}) buchen. Hier besucht man zusammen mit anderen Interessierten eine Reihe von Restaurants und Bars. Ein kleiner Willkommensdrink ist meist inklusive. Es kann passieren, dass sich darunter Musikkneipen und Clubs befinden. Dies kann aufgrund der herrschenden Lautstärke die Kommunikation etwas erschweren. {{Anker|rooftop-bars}}Die Stadt bietet einige {{Strong|Rooftop-Bars}} mit wirklich schönen Aussichten auf die Stadt. Highlights an der Marina Bay sind das {{ Marker | type= bar | name = VUE | wikidata= Q131826192 | show= wikilink }} mit Blick auf das Marina Bay Sands und das {{ Marker | type= bar | name = CÉ LA VI | wikidata= Q126171842 | show= wikilink }} auf dem Dach des Marina Bay Sands mit tollem Blick auf die Stadt. Die höchstgelegene Bar ist mit 282{{nnbsp}}Metern das {{ Marker | type= bar | name = NOVA | wikidata= Q132255954 | show= wikilink }} auf dem Raffles Place mit 360°&nbsp;Rundblick. Eine schönen Blick auf die Bars der Riverside und die Wolkenkratzer des Finanzdistrikts hat man vom {{ Marker | type= bar | name = Southbridge | wikidata= Q131826247 | show= wikilink }}. Das {{ Marker | type= bar | name = Roof Garden at Artyzen | wikidata= Q131945138 | show= wikilink }} besitzt einen 25-Meter-Infinity-Pool, eine schöne Garten-Terrasse und einen Panorama-Blick auf die Umgebung der West-Orchard-Road. Nicht auf einem Dach aber in der 70. Etage des höchsten Hotels Singapurs befindet sich die {{ Marker | name = SKAI Bar | type = bar | wikidata = Q134051831 | show= wikilink }} mit Blick auf die Riverside, das Financial District und den Sonnenuntergang. Eine sehr schöne Sicht auf den Sonnenuntergang, die Hafenfront und die Insel Sentosa genießt man in der {{ Marker | name = Mirabilis Bar | type = bar | wikidata = Q136085220 | show= wikilink }} auf dem Mount Faber Peak. [[File:Singapore View from CE LA VI Club.jpg|thumb|Blick vom Club CÉ LA VI auf die Skyline von Singapur]] Wer in {{Strong|Clubs}} die Nacht zum Tag machen und durchtanzen möchte, findet in Singapur einige gute Locations, allen voran den legendären Club {{ Marker | type= club | name = Zouk | wikidata= Q111556 | show= wikilink }} am Clarke Quay, der es 2018 im DJ Mag zum drittbesten Club der Welt gebracht hat. Das Marina Bay Sands bietet in der Mall das sehr angesagte {{Marker|type=club|name=Marquee|wikidata=Q69618274|show=wikilink}} sowie oben auf dem Dach das kleine {{Marker|type=club|name=CÉ LA VI|wikidata=Q126171842|show=copy, wikilink}} mit spektakulärem Blick auf die Skyline. Die Clubs haben in der Regel eine Kleiderordnung. Geschlossenes Schuhwerk ist Pflicht. Geschnittene Oberteile, Tanktops und anstößige Drucke sind nicht erlaubt. Shorts sind teilweise möglich. Es gibt in Singapur kein {{Strong|Gay-Viertel}}. Was dem am nächsten kommt, ist das Gebiet zwischen Tanjong Pagar and Outram Park. Gay-Bars befinden sich im Bereich der [[Singapur/Chinatown#Nachtleben|Neil Road]]. == Unterkunft == [[File:Singapore - Raffles Hotel 0001.jpg|thumb|Das weltbekannte Raffles]] Verglichen mit anderen südostasiatischen Ländern sind Übernachtungsmöglichkeiten in Singapur nicht gerade günstig. Wer ein ordentliches Zimmer mit eigenem Bad sucht muss schon eine Weile suchen, um noch einen zweistelligen Preis zu finden. Backpacker-Hostels findet man hauptsächlich in [[Singapur/Chinatown|Chinatown]], [[Singapur/Little India|Little India]], [[Singapur/Bugis|Bugis]] und an der [[Singapur/Osten|East Coast]]. Eine Übernachtung in einem Kapselhotel startet bei ungefähr 60{{nnbsp}}S$ für eine Standard-Rate. Nicht erstattbare Sondertarife liegen dan mindestens bei 45{{nnbsp}}S$. Günstige Mittelklasse-Hotels drängen sich in [[Singapur/Osten|Geylang]], wo sie sich teilweise auch an Kunden richten, die Zimmer stundenweise mieten. Hotels unter 100{{nnbsp}}S$ sind zweckmäßig, jedoch einfach eingerichtet, in der Preisklasse von 100{{nnbsp}}S$ bis 150{{nnbsp}}S$ findet man aber auch schon einige gutte mittelklassige Hotels. Hotelketten wie '''[http://www.hotel81.com.sg/ Hotel{{nnbsp}}81]''' sind eine preiswerte Option mit mehreren Hotels in der Stadt und Zimmerpreisen ab 65{{nnbsp}}S$, teilweise allerdings ohne Fenster. Generell ist ein Wert von 150{{nnbsp}}S$ für ein gutes Mittelklassezimmer mit Fenster ein brauchbarer Richtwert. Singapur bietet jede Menge Luxusunterkünfte. Die Preise für ein Doppelzimmer in einem Fünf-Sterne-Hotel beginnen bei 200{{nnbsp}}S$ wenn man nach Rabatten und Packages Ausschau hält. Die „Instanz“ unter den Hotels in Singapur ist das im Kolonialbaustil 1887 errichtete {{Marker | name =Raffles Hotel | type =hotel | wikidata =Q1538837 |show= wikilink}} (115 Suites) mit einem Tropengarten im Innenhof. In seiner Long-Bar wurde vor 1915 das Cocktail-Geränk ''Singapore-Sling'' erfunden. Die Preise für ein Doppelzimmer in einem Fünf-Sterne-Hotel beginnen bei 200{{nnbsp}}S$ wenn man nach Rabatten und Packages Ausschau hält. Wer sich bei diesen Preisen keine Übernachtung leisten kann, sollte aber trotzdem an einem Abend die Bar des Hotels besuchen und dort einen Cocktail zu sich nehmen. Das Ambiente ist beeindruckend, und abends gibt es häufiger Live-Musik. Das {{Marker | name =The Fullerton Hotel Singapore | type =hotel | wikidata =Q4409125 |show= wikilink}} (eröffnet am 27. Juni 1928; 428 Zimmer) wurde an der früheren Stelle des 1829 errichteten {{Marker | name =Fort Fullerton | type =fort | wikidata =Q111032529 |show= wikilink}} gebaut. Das {{Marker | name =Swissôtel The Stamford | type =hotel | wikidata =Q1343055 |show= wikilink}} (1272 Zimmer auf 73 Etagen), mit 226{{nnbsp}}m das höchste Hotel in Südostasien (1986). Eines der neueren 5-Sterne-Hotels ist das {{Marker | name =Marina Bay Sands | type =hotel | wikidata =Q548679 |show= wikilink, copy }} (23. Juni 2010, 2561 Zimmer). == Feiertage == Dank seiner multikulturellen Gesellschaft gibt es in Singapur neben den weltlichen Feiertagen chinesische, muslimische, hinduistische, buddhistische und christliche Feiertage. Viele religiöse Feiertage richten sich nach dem Mondkalender, so dass die Daten von Jahr zu Jahr variieren. Sollte ein Feiertag auf einen Sonntag fallen, ist der darauf folgende Montag ebenfalls Feiertag. {{Feiertage Anfang}} {{Feiertag | {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-1-1 | Format= D, j. M Y | Wartetage= 7 }} | Neujahr | Begrüßung des neuen Jahres mit Feuerwerken und Silvesterparties }} {{Feiertag | Jan/Feb | Ponggal | Tamilisches Erntedankfest }} {{Feiertag | Jan/Feb | Thaipusam | Hinduistisches Fest zu Ehren des Hindugottes Subramaniam }} {{Feiertag | {{Nächster Termin nach Datum | Datum1= {{Chinesisches Neujahrsfest|{{CURRENTYEAR}}|Format=Y-m-d}} | Datum2= {{Chinesisches Neujahrsfest|{{NextYear}}|Format=Y-m-d}} | Format= D, j. M Y | Wartetage= 7 }} | Chinesisches Neujahr | Das größte Fest des Jahres, Feier des neuen Jahres nach dem Mondkalender. }} {{Feiertag | Mär/Apr | Qing Ming Festival | Verehrung der Vorfahren }} {{Feiertag | {{Nächster Termin nach Datum | Datum1= {{Id al-Fitr|{{CURRENTYEAR}}|Format=Y-m-d}} | Datum2= {{Id al-Fitr|{{NextYear}}|Format=Y-m-d}} | Format= D, j. M Y | Wartetage= 7 }} | Hari Raya Pusa | Ende des Ramadan (Fastenmonat) }} {{Feiertag | {{Nächster Termin nach Datum | Datum1= {{Ostern|Format=Y-m-d|diff=-2}} | Datum2= {{Ostern|{{NextYear}}|Format=Y-m-d|diff=-2}} | Format= D, j. M Y | Wartetage= 7 }} | Karfreitag }} {{Feiertag | {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-5-1 | Format= D, j. M Y | Wartetage= 7 }} | Tag der Arbeit | }} {{Feiertag | {{:Singapur/Vesak}} | Vesak | Wichtigster buddhistischer Feiertag }} {{Feiertag | {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-8-9 | Format= D, j. M Y | Wartetage= 7 }} | Nationalfeiertag | Erinnerung an die Unabhängigkeit vom 9. August 1965 }} {{Feiertag | Aug/Sep | Hungry Ghosts Festival | Besänftigung der bösen Geister }} {{Feiertag | Sep | Mid-Autumn Festival | Fest zu Ehren eines chinesischen Patrioten }} {{Feiertag | {{Nächster Termin nach Datum | Datum1= {{Diwali|{{CURRENTYEAR}}|Format=Y-m-d}} | Datum2= {{Diwali|{{NextYear}}|Format=Y-m-d}} | Format= D, j. M Y | Wartetage= 7 }} | Diwali | Hinduistisches Lichterfest }} {{Feiertag | {{Nächster Termin nach Jahr | Regel= %y-12-25| Format= D, j. M Y | Wartetage= 7 }} | Weihnachten | }} {{Feiertage Ende}} == Sicherheit == [[File:Singapore MRT Fines.jpg|thumb|upright|Ein typisches “Fine”-Schild]] Singapur gilt als '''eine der sichersten Städte der Welt.''' Kriminalität ist nahezu ein Fremdwort hier. So kann man sich praktisch zu jeder Tageszeit und an wirklich jedem Ort völlig ungefährdet aufhalten und bewegen. Allerdings muss sich auch ein normaler Bürger und Tourist entsprechend der singapurischen Strafgesetzgebung verhalten, und in Singapur sind einige Sachen verboten, die in anderen Ländern toleriert werden. Zum Beispiel ist es in Singapur verboten, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder MRT-Stationen zu essen oder zu trinken, die Straße an nicht ausgewiesenen Übergängen zu überqueren, auf die Straße zu spucken oder Müll liegen zu lassen. Daher sollte man auf die ohnehin nicht zu übersehenden “Fine”-Schilder achten und sich entsprechend verhalten, denn bei Verstößen drohen einem nicht unbedeutende Strafen. Die Einfuhr und Benutzung von e-Zigaretten ist verboten und strafbewehrt. Auch wenn es die vielen Regeln und der Singapur-typische Slogan “Singapore is a fine city!” (Spiel mit der Doppelbedeutung von “fine” = “schön” und “fine” = “Strafgebühr") vermuten ließen, sieht man in Singapur recht wenig Polizisten, die das Einhalten der Gesetze kontrollieren. Sie sind zum einen in zivil gekleidet, zum anderen setzt der Stadtstaat auf eine umfassende Videoüberwachung. Strafen werden hier hauptsächlich als (in der Tat wirkungsvolle) Präventivmaßnahme angesehen, die dafür sorgen, dass Singapur eine sehr sichere und saubere Stadt ist und bleibt. Die Strafandrohungen sind teilweise drakonisch und vervielfachen sich bei Wiederholungstätern: Kaugummikauen 10.000&nbsp;S$ und/oder 2 Jahre Haft; Ausspucken oder öffentliche Toilette nicht spülen 1.000&nbsp;S$, Nacktheit in einsehbarem Raum (also auch durchs Fenster sichtbar im Privatzimmer) bis 2.000&nbsp;S$, Graffitisprühen bringt neben Haft regelmäßig auch Auspeitschung mit sich. '''Drogenverstöße''' werden in Singapur '''extrem''' ernst genommen. Jegliche Art von Drogenhandel, -herstellung, -import oder -export wird drakonisch bestraft. Ab einer Menge von 15{{nnbsp}}g Heroin, 30{{nnbsp}} Morphium oder 500&nbsp;g Cannabis können die [[w:Todesstrafe#Singapur|Todesstrafe]] oder lebenslange Haft verhängt werden. Umso dringender muss auch auf sonst übliche Sicherheitsmaßnahmen verwiesen werden: Niemals für jemanden etwas mitnehmen, niemals Gepäck unbeaufsichtigt lassen. == Gesundheit == {{Quickbar Notruf}} '''Leitungswasser''' kann in Singapur bedenkenlos getrunken werden, '''Hygienestandards''' sind sehr hoch und die '''ärztliche Versorgung''' ausgezeichnet. Als tropisches Land ist Singapur '''heiß und feucht''' und man sollte, um Kreislaufproblemen vorzubeugen, viel Wasser trinken. Die niedrigste Temperatur, die jemals in Singapur gemessen wurde, lag 1934 bei 19,4 Grad Celsius, weshalb man vor allem legere, leichte Baumwollkleidung mitnehmen sollte. Da in vielen Einkaufszentren, Restaurants, Hotels und öffentlichen Verkehrsmitteln Klimaanlagen meist auf sehr kalt eingestellt sind, kann hier ein leichter Pullover sehr nützlich sein. Malaria ist in Singapur kein Thema, die Region ist jedoch unter Umständen vom '''Dengue-Fieber''' bedroht. Daher hält Singapur strikte Moskito-Kontrollen aufrecht (Zurücklassen von abgestandenem Wasser wird mit Geldbußen bestraft), die jedoch natürlich nicht bis in die Naturreservate der Insel reichen, daher kann hier die Verwendung von Insektenschutzmitteln sinnvoll sein. Neben dem Rettungsdienst kann man bei medizinischen Problemen auch folgende Rufnummern wählen: * Samaritans of Singapore (SOS): 1800 221 4444 * Ambulanz (kein Notfall): 1777 * Singapore General Hospital: 6222 3322 == Klima und Reisezeit == [[File:VandaMissJoaquim.jpg|thumb|Orchideen]] Die äquatornahe Lage in den Inneren Tropen beschert dem Stadtstaat tropisches Klima. Die durchschnittlichen Tagestemperaturen liegen ganzjährig bei mindestens 31{{nnbsp}}°C, nachts bleibt es mindestens 25{{nnbsp}}°C warm (Tropennächte). Die Regenzeit liegt zwischen November und Januar, wo durchschnittlich 15 Regentage im Monat zu verzeichnen sind. Eine kleine Regenzeit stellt sich zwischen Juni und September ein. Die Trockenzeit erstreckt sich zwischen Februar und Mai, aber auch dann ist mit Regen zu rechnen. Die relative Luftfeuchtigkeit liegt tagsüber bei 80 bis 85{{nnbsp}}% und kann nachts auf 95{{nnbsp}}% ansteigen. == Regeln und Respekt == [[File:Singapore River Hong Bao 2006 5, Feb 06.JPG|thumb|Chinesisches Neujahr: River Hong Bao 2006]] Eine '''Kleiderordnung''' gibt es nur bei Besuchen religiöser Stätten. Beim Besuch von Tempeln und Moscheen müssen Arme und Beine bedeckt sein, beim Besuch von Hindu-Tempeln und Moscheen müssen die Schuhe ausgezogen werden. Singapur hat sehr strenge '''Drogengesetze'''. Für den Handel auch mit relativ geringen Mengen Drogen ist die Todesstrafe vorgesehen! Sie wird auch an Ausländern trotz Intervention ihrer Regierungen vollstreckt. (Bei Todesstrafen-Urteilen wird von der SCHULD des Angeklagten ausgegangen. Als Reisender, der mit Drogen im Gepäck erwischt wird, muss man also seine Unschuld beweisen. Es wird daher dringend empfohlen, besonders auf das eigene Gepäck zu achten.) Es ist auch zu beachten, dass es in Singapur ebenfalls sehr strenge Gesetze gegen '''Verunreinigung und Vandalismus''' gibt. Essen und Getränke sind in der U-Bahn strengstens verboten, eine weggeworfene Zigarette kann schnell mehrere hundert Euro kosten. Noch teurer kommt es, wenn man schnell mal hinter das nächste Gebüsch uriniert. '''Fotografieren''' ist fast überall möglich und nur bei bestimmten Infrastrukturprojekten und militärischen Anlagen verboten. '''Drohnen''' über 250 Gramm müssen [https://esoms.caas.gov.sg/uaportal/index.html gebührenpflichtig registriert] werden, was auch für Ausländer möglich ist und fünf Arbeitstage dauert. Über 1,5{{nnbsp}}kg braucht man einen Sachkundenachweis. Generell verboten sind Flüge über Menschenmengen, Notfalleinsätzen sowie 5{{nnbsp}}km um Flughäfen. Letzteres bedeutet, dass das östliche Drittel des Stadtstaats wegen Changi Airport und der Paya Lebar Airbase ''off limits'' ist. Jeglicher kommerzielle Betrieb bedarf einer zusätzlichen Erlaubnis. '''Kaugummi''' ist seit 1992 in Singapur verboten, aufgrund von Problemen mit Kaugummimüll und Vandalismus, wie z.{{nnbsp}}B. Kaugummi, der an U-Bahn-Türsensoren und Aufzugtasten klebt. Das Verbot umfasst den Import, Verkauf und die Herstellung von Kaugummi, mit Ausnahmen für therapeutische, zahnmedizinische und Nikotinkaugummis, die bei einem Arzt oder registrierten Apotheker gekauft werden können. Während Kaugummi selbst nicht illegal ist, kann unsachgemäße Entsorgung zu Geldstrafen führen. Die Strafe für den Verkauf von Kaugummi kann bis zu '''2.000 S$''' betragen. Die '''LGBT'''-Community Singapurs hat es in den letzten Jahren etwas leichter. Seit 2022 sind sämtlicher homosexuelle Handlungen nicht mehr strafbar. Im Land hat sich auch eine lebendige LGBT-Community entwickelt, auch wenn sie nicht solche freien Bedingungen wie in [[Thailand]] oder [[Taiwan]] vorfindet. {{siehe auch|LGBT in Singapur}} == Post und Telekommunikation == === Post === Die singapurische '''Post''' arbeitet sehr effizient, es gibt überall kleine oder größere Postämter. Eine Postkarte nach Deutschland kostet 80 Cent, ein normaler Brief muss mit 1,50{{nnbsp}}$ frankiert werden.{{Stand|2022|08}} Die Beförderung nach Europa dauert ungefähr eine Woche, wobei man die Sendungen mit einem ''Airmail-Aufkleber'' kennzeichnen sollte. Die Gebühren für andere Postdienste erfährt man bei der [https://www.singpost.com/ SingPost]. === Mobilfunk === Es gibt drei große Telefonanbieter in Singapur, die auch das Roaming von deutschen Mobiltelefonen aus ermöglichen: [https://www.singtel.com/|Singapore Telecom (Singtel)], [https://www.starhub.com/|Starhub] und [https://www.m1.com.sg/|MobileOne (M1)]. Der '''IDD-Zugangscode''' ist 001 (für SingTel), 002 (für M1) und 008 (für Star Hub), mittlerweile gibt es aber auch schon zahlreiche Billignummern, über die man sich bei den oben genannten Telefonanbietern erkundigen kann. Es lohnt, wenn man sich bei seinem deutschen Mobilfunkbetreiber über die Preise der verschiedenen singapurischen Anbieter informiert, damit man sich dann in das günstigste Netz einwählen kann. Sollte man längere Zeit in Singapur bleiben und viele Anrufe innerhalb Singapurs tätigen, ist es sinnvoll, eine Prepaid-Karte bei einem lokalen Anbieter zu erwerben, da sie deutlich günstigere Konditionen bieten. Eine SIM-Karte kostet 10–20{{nnbsp}}$, ein Inlandsgespräch 5–25{{nnbsp}}Cent pro Minute und eine SMS ungefähr 5{{nnbsp}}Cent. Es gibt auch eSIM, die man bereits im Vorfeld einrichten kann. Die Tarife gibt es für verschiedene Zeiträume und Datenvolumen. Dabei ist man nicht an Kalendermonate gebunden. Beim Online-Kauf einer eSIM gibt man den gewünschten Tag an, an dem die Karte aktiviert werden soll. Das geschieht automatisch. Steigt man aus dem Flugzeug, ist man nach ein paar Minuten online, sollte aber für das Datenroaming die richtige SIM-Karte in den Telefoneinstellungen einrichten. Es gibt auch eSIM für ganz Südost- und Ostasien. Wer mehrere Länder bereist ist damit überall online. Für einen Monat unlimitiertes Internet in ganz Südostasien ohne Hotspot-Möglichkeit für die Freunde muss man dann ca. 50 Euro berappen. Ein weiterer Vorteil des Erwerbs einer lokalen SIM-Karte oder eSIM in Singapur ist die hohe Netzabdeckung und die schnelle Internetgeschwindigkeit, die zu den besten weltweit zählen. Insbesondere für Geschäftsreisende und Touristen, die auf eine stabile Verbindung angewiesen sind, bieten die lokalen Anbieter attraktive Pakete mit hohen Datenvolumen und schnellen 5G-Verbindungen an. Zudem bieten einige Anbieter Zusatzdienste wie kostenfreies WLAN an ausgewählten öffentlichen Orten, wodurch die Kosten für die mobile Datennutzung weiter gesenkt werden können. Auch das Aufladen von Prepaid-Karten ist unkompliziert und kann an zahlreichen Verkaufsstellen oder online durchgeführt werden. === Festnetz === '''Öffentliche Telefonzellen''' sind auf der Insel selten geworden. Es gibt 2022 die Vorschrift, dass mindestens eine nahe einem jeden Wohnblock sein muss. Das bedeutet weniger als 2000 landesweit. == Praktische Hinweise == == Auslandsvertretungen == * {{vCard|type=embassy |name=Deutsche Botschaft |address=50 Raffles Place, #12-00 Singapore Land Tower, Singapore 048623 |phone=+69 65336002 |email=germany@singnet.com.sg |fax=|url=https://singapur.diplo.de/sg-de/service |hours=Mo.-Fr. 8.30-11.30 nur nach online-Terminvereinbarung |price=|lat=1.28470 |long=103.85219 |lastedit=2023-06-22|description= Notfallnummer +65 9817 0414}} * {{vCard|type=embassy|name=Konsularabteilung der österreichischen Botschaft|name-local=y|alt=|address=600 North Bridge Road, #24-06/07 Parkview Square, 3. OG, Singapore 188778|directions=|phone=+6562290190|url=|hours=Di.-Do. 9.30-12.00, 13.300-16.30|price=|lat=1.30018411008785|long=103.85772580111484|lastedit=2023-06-22|description=|wikidata=}} * {{vCard|type=embassy|name=Schweizerische Botschaft in Singapur|name-local=y|alt=|address=911 Bukit Timah Rd, Level 2|directions=Bus 66, 74, 77, 151 “The Tessarina”|phone=+6564685788 |fax=+65 6466 8245| url=https://www.eda.admin.ch/countries/singapore/en/home/representations/embassy-singapore.html |email=singapore.consular@eda.admin.ch|hours=Mo.-Fr- 9.00-12.30, Mo.-Do. 13.30-17.00|price=|lat=1.3334659986633874|long=103.78897581273655|lastedit=2023-06-22|description=|wikidata=}} == Literatur == * Bowden, David; ''Malaysia & Singapur;'' München 2019 DK, {{ISBN|9783734202278}}, mit Mini-Kochbuch; engl. Orig.: '' Eyewitness travel guide Malaysia & Singapore'' * Gebauer, Bruni; Huy, Stefan; ''Singapur on tour;'' München 2019; {{ISBN|9783846404614}} * Homann, Klaudia; Homann, Eberhard; ''Singapur;'' München 2018; {{ISBN|9783834226716}} * Singh, Bilveer; ''Understanding Singapore politics;'' New Jersey u.a. ²2022 World Scientific Publishing Co.; {{ISBN|9789811245688}} * Song, Jiyoung; ''A history of human rights society in Singapore, 1965-2015;'' London 2017 Routledge, Taylor & Francis Group; {{ISBN|978-1-315-52741-3}} * Film: ''[[w:en:Apprentice (film)|Apprentice]]'' (dt. „Lehrling“) 2016 Dokudrama gedreht über die Erfahrungen des Henkers von Singapur und seine Sich der Todesstrafe. == Weblinks == * {{Internet | URL= https://www.gov.sg/ | Titel= Website der Regierung von Singapur | Sprache= en | Abruf= 2024-07-09 }} * {{Internet | URL= https://www.visitsingapore.com/de_de/ | Titel= Singapur von einer neuen Seite kennenlernen | TitelErg= offizielle Seite des Singapore Tourism Boards | Sprache= de | Abruf= 2024-07-09 }} * {{Internet | URL= https://www.auswaertiges-amt.de/de/service/laender/singapur-node | Titel= Singapur | TitelErg= Information des Auswärtigen Amtes über Singapur | Sprache= de | Abruf= 2024-07-09 }} == Einzelnachweise == <references> <ref name="straitstimes-2025-02-26">{{ Internet | Titel= JB-S'pore RTS Link systems 50% complete; tracks from Malaysia to Woodlands to be done by July | URL= https://www.straitstimes.com/singapore/transport/jb-spore-rts-link-systems-50-complete-tracks-from-msia-to-woodlands-to-be-done-by-july | Website= [[w:en:The Straits Times|The Straits Times]] | Zitat= After that, trial operations will be carried out, with the aim of starting passenger service by the end of 2026, as scheduled.| Autor= Yufeng Kok | Datum= 2025-02-26 | Abruf= 2025-04-10 | Archiv-Datum= 2025-02-26 | Archiv-URL= https://web.archive.org/web/20250226104716/https://www.straitstimes.com/singapore/transport/jb-spore-rts-link-systems-50-complete-tracks-from-msia-to-woodlands-to-be-done-by-july | URL-Status= online }}</ref> <ref name= "straitstimes-2024-12-06">{{ Internet | Autor= Yufeng Kok | Datum= 2024-12-06 | Titel= Hume MRT station to open in Q2 2025; Circle Line Stage 6 to be ready in first half of 2026 | URL= https://www.straitstimes.com/singapore/transport/hume-mrt-station-to-open-in-q2-2025-circle-line-stage-6-to-be-completed-in-first-half-of-2026-chee | Abruf= 2024-12-06 | Website= [[w:en:The Straits Times|The Straits Times]] | Site-URL= https://www.straitstimes.com | Archiv-Datum= 2024-12-06 | Archiv-URL= https://web.archive.org/web/20241206111213/https://www.straitstimes.com/singapore/transport/hume-mrt-station-to-open-in-q2-2025-circle-line-stage-6-to-be-completed-in-first-half-of-2026-chee | URL-Status= online }}</ref> </references> {{Navigationsblock|Navigation Singapur|Navigationsleiste Südostasien}} {{Related|LGBT in Singapur}}{{Related|Welterbe in Singapur}}{{Related|Sprachführer Chinesisch}}{{Related|Sprachführer Bahasa Melayu}} {{GeoData| lat= 1.36829| long= 103.81611| radius= 25000}}{{IstInKat|Südostasien}}{{Unesco|Kontinent = Asien |Land = Singapur}}{{class-3}} tbjwa4udnecdqksk670mqhzxtrson15 Stockholm 0 6000 1802340 1802229 2026-09-06T13:27:12Z Maikel 5108 /* Fähren */ 1802340 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild= [[Bild:Stockholm_gamlastan_etc.jpg|300px|Blick auf Stockholm]] | TouriInfoWeb= [http://www.visitstockholm.com/en/ Visitstockholm.com] | TouriInfoTel= +46 (0)8-508 28 508 }} '''Stockholm''' ist die Hauptstadt von [[Schweden]] und hat rund eine Million Einwohner. Damit ist die geschichtsträchtige Stadt die größte von Schweden vor [[Göteborg]] und [[Malmö]]. Sie liegt am Ausfluss des Sees ''Mälaren'' in die Ostsee, die dort einen inselreichen Meerbusen, den Schärengarten, bildet. == Stadtteile == [[Image:Stockholm boroughs 2007.svg|left|300px|thumb|Karte]] [[Image:Stockholm_Municipality_in_Stockholm_County.png|thumb|Karte]] Stockholm bedeckt eine Fläche von 187 km² und besteht seit 1. Januar 2007 aus 14 Stadtbezirken. {| |- !Innenstadt !Süden !Westen |- style="vertical-align:top;" | style=" padding-right:3em;" | * [[Stockholm/Kungsholmen|Kungsholmen]] * [[Stockholm/Norrmalm|Norrmalm]] * [[Stockholm/Östermalm|Östermalm]] * [[Stockholm/Södermalm|Södermalm]] | style=" padding-right:3em;" | * [[Stockholm/Enskede-Årsta|Enskede-Årsta]] * [[Stockholm/Farsta|Farsta]] * [[Stockholm/Hägersten|Hägersten]] * [[Stockholm/Skarpnäck|Skarpnäck]] * [[Stockholm/Skärholmen|Skärholmen]] * [[Stockholm/Älvsjö|Älvsjö]] | * [[Stockholm/Bromma|Bromma]] * [[Stockholm/Hässelby-Vällingby|Hässelby-Vällingby]] * [[Stockholm/Kista|Kista]] * [[Stockholm/Spånga-tensta|Spånga-Tensta]] |} == Hintergrund == In Stockholm befindet sich das königliche Schloss, die Stadt ist Sitz einer Universität und mehrerer Hochschulen sowie der Sitz der evangelischen und katholischen Kirche Schwedens. Im Stadtgebiet liegen 14 Inseln, die durch 53 Brücken verbunden sind. Die Innenstadt unterteilt sich in die Stadtteile Gamla Stan, Kungsholmen, Norrmalm, Södermalm und Östermalm. Stockholm ist besonders im Sommer ein Touristenmagnet; Teilnehmer von Kreuzfahrten ebenso wie Busgruppen und Rucksacktouristen auf dem Weg zum [[Magerøya|Nordkap]] bevölkern dann die Stadt, denn Stockholm hat dem Besucher viel zu bieten: uralte Altstadthäuser, unzählige Cafés, Eisdielen, gepflegte Parkanlagen, das Meer, viel Sonne, umgeben von tausenden Schäreninseln. Eine lakonische Beschreibung der Stadt fand [[:wikipedia:Kurt Tucholsky|Kurt Tucholsky]] in seiner Novelle ''Schloss Gripsholm'': „Stockholm ist schön. Städte am Wasser sind immer schön.“ == Anreise == {{Mapframe|59.327|18.074|zoom=12}} {{mapshapes|Q272926 }} === Mit dem Flugzeug === Es gibt drei Flughäfen, die Stockholm zugerechnet werden. * Der {{marker|type=|wikidata=Q223499|lat=59.6496|long=17.9341|name=Flughafen Stockholm-Arlanda}} ist der wichtigste und größte und liegt etwa 45&#x202F;km außerhalb von Stockholm. Die günstigsten Fahrten von Arlanda zum zentralen Busbahnhof und umgekehrt bietet Flixbus ab 6,99&#x202F;€, mit 2 bis 10&nbsp;täglichen Abfahrten. Tickets und Fahrplan via App oder [https://www.flixbus.de/ flixbus.de.] Der Preis der Tickets (Einzelfahrt) schwanken zwischen 6,99&#x202F;€ und 9,99&#x202F;€, die Fahrtzeit beträgt 40-60 Minuten. {{Stand|2022|12}} Deutlich regelmäßiger bedient [https://www.flygbussarna.se/de/# ''Flygbussarna''] die Linie. Strecke und Fahrzeit entsprechen Flixbus, allerdings liegen die Ticketpreise höher. Selbst zu späterer Stunde verkehren die Busse in dichtem Takt. Tickets gibt es an Schaltern (etwa in Terminal 5), vor und im Flughafengebäude an Automaten, an Bord der Busse, online und in der App. Ein Ticket kostet für einen Erwachsenen 129&#x202F;SEK (Einzelfahrt) bzw. 209&#x202F;SEK (Hin- und Rückfahrt). Für Minderjährige gibt es ermäßigte Tickets für 119&#x202F;SEK (Einzelfahrt) bzw. 189&#x202F;SEK (Hin- und Rückfahrt). Beim Kauf vor Ort sind die Tickets teurer, die Barzahlung ist nicht möglich. Wer vor der Endstation aussteigen möchte, sollte den Halteknopf drücken. {{Stand|2022|11}} Schneller aber auch teurer geht es mit dem Schnellzug [https://www.arlandaexpress.com/ Arlanda Express]; dieser hält im 15-Minuten-Takt an den unterirdischen Stationen Arlanda Norra (Nord) und Arlanda Södra (Süd) und fährt von dort aus in etwa 20&#x202F;Minuten ohne Zwischenhalt zum Hauptbahnhof. Die Tickets sollten am Schalter, Automaten oder im Voraus im Internet erworben werden. Die Kosten liegen für Erwachsene bei 299&#x202F;SEK für eine Einzelfahrt und 579&#x202F;SEK für Hin- und Rückfahrt, Jugendliche (8 bis 25&#x202F;J.) zahlen 149&#x202F;SEK (Einzelfahrt) bzw. 298&#x202F;SEK für Hin- und Rückfahrt. Jugendliche fahren in Begleitung eines Erwachsenen kostenlos, Kinder unter 8 Jahren immer. {{Stand|2022|12}} Alle anderen Regional- und Fernzüge halten am ebenfalls unterirdischen Bahnhof Arlanda Central, welcher sich mittig zwischen den Haltestellen Södra und Norra befindet. Tickets lassen sich am einfachsten über [https://www.sj.se/ SJ] kaufen. Nimmt man ein Taxi, so gelten von Arlanda Festpreise, welche sich zwischen den Anbietern allerdings unterscheiden. Alle verifizierten Taxianbieter, die einen Vertrag mit dem Flughafen geschlossen haben, befinden sich in ausgewiesenen Zonen vor den Ankunftsbereichen von Terminal 2 und Terminal 5. * Der {{marker|wikidata=Q664946|type=airport|name=Flughafen Stockholm-Skavsta}} wird von der osteuropäischen Billigfluggesellschaft [[Wizz Air]] und von [[w:Norwegian Air Shuttle|Norwegian]] angeflogen. Der Flughafen liegt in der Provinz [[Södermanland]], etwa 100&#x202F;km südlich von Stockholm, nahe der Stadt [[Nyköping]]. Auch hier fährt wieder der ''[http://www.flygbussarna.se/ Flybussarna]'', dessen Fahrtzeit nach Stockholm-Centralen etwa 80&#x202F;Minuten beträgt. Die Tickets kosten 219&#x202F;SEK (Einzelfahrt) und 438&#x202F;SEK für Hin- und Rückfahrt. Minderjährige zahlen 199&#x202F;SEK (Einzelfahrt) bzw. 398&#x202F;SEK für Hin- und Rückfahrt {{Stand|2022|12}}. * Der {{marker|wikidata=Q29863|type=airport|lat=59.3551|long=17.9472|name=Flughafen Stockholm-Bromma}} liegt direkt im gleichnamigen Stadtteil von Stockholm. Von Bromma aus werden schwedische Inlandsflüge und Direktverbindungen nach [[Brüssel]], [[Helsinki]] und [[Aarhus|Århus]] angeboten. Das Stadtzentrum lässt sich vom Flughafen mit Flughafenbussen oder einer Kombination aus der Straßenbahnlinie 31 und der Tunnelbana (U-Bahn) erreichen. === Mit der Bahn === {{Marker|type=train|name=Stockholm Centralstation|wikidata=Q54315}} hat als Verkehrsknotenpunkt Eisenbahnverbindungen zu allen großen Städten in Schweden. Deutsche Urlauber erreichen Stockholm (und generell Schweden) über Dänemark und, abgesehen von Nachtzügen, nur mit mindestens einem Umstieg. Die DB bietet täglich Intercity-Züge von [[Hamburg]] bis [[Kopenhagen]] an. Von dort aus lässt sich Stockholm unter anderem mit dem Schnellzug ''X2000'' der schwedischen Staatsbahn SJ erreichen. Noch frequentierter fahren diese aber ab dem südschwedischen [[Malmö]], welches von Kopenhagen mit Regionalzug oder diversen Busgesellschaften schnell zu erreichen ist. Außerdem verkehren saisonal direkte Nachtzüge der Staatsbahn SJ sowie der privaten Bahngesellschaft Snälltåget mit Sitz-, Liege- und Schlafwagen von Berlin über Hamburg bis nach Stockholm. * [https://www.sj.se Homepage der schwedischen Staatsbahn] * [https://snalltaget.se Homepage von Snälltåget] === Auf der Straße === Stockholm ist eine Großstadt mit einem entsprechenden Verkehrsaufkommen. Für Kraftfahrtzeuge wird im Stadtzentrum die ''Trängselskatt'' (wörtlich „Stau-Abgabe“) erhoben, und zwar jeweils bei der Ein- und Ausfahrt in der Zeit von 6.00 bis 18.29 Uhr, wobei in der Hauptsaison die Abgabe bei kr.165 pro Tag und Fahrzeug gedeckelt ist.<ref name=trängelskatt>[https://www.transportstyrelsen.se/sv/vagtrafik/fordon/skatter-och-avgifter/trangselskatt/trangselskatt-i-stockholm/ Trängelskatt i Stockholm]</ref> === Mit dem Schiff === Diverse Fährlinien legen an dem {{Marker|type=pier |lat=59.31678 |long=18.09586|name=Fährterminal Södermalm}} und an den {{Marker|type=pier |lat=59.3517 |long=18.1172 |name=Fährterminals Värtahamnen}} bzw. {{Marker|type=pier|lat=59.3441 |long=18.1196 |name=Frihamnen|alt=Frihamnens färjeterminal}} an.<br> Die finnische Reederei [https://www.vikingline.de/ Viking Line] verkehrt täglich zwischen Schweden und Finnland. Für die Anreise aus Deutschland gibt es Partnerfährlinien, mit denen man via Dänemark nach Schweden und Finnland gelangen kann. Andere Fährschiffe fahren nicht nur nach [[Helsinki]], sondern auch nach [[Mariehamn]],<!-- [[Sankt Petersburg]],--> [[Turku]] und [[Tallinn]]. {{siehe auch|Södermanland#Mit dem Schiff|titel1=Fährverbindungen mit Åland und Finnland|Ostseefähren}} im Hafen Kapellskär. Stockholm ist auch Unterwegshafen für Passagiere von [[Frachtschiffreise]]n. Diese legen überwiegend am Containerterminal im Frihamnen an, wo nebenan auch das Kreuzfahrterminal ist. Der Weg von dort in die Stadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Bus 76, ist recht einfach und kostengünstig. == Mobilität == [[Datei:Stockholm metrosystem map.svg|mini|400px|Übersichtsplan der U-Bahn]] In Stockholm betreibt der Verkehrsverbund ''Storstockholms Lokaltrafik'' (SL, deutsch „Großstockholmer Nahverkehr“) ein engmaschiges Verkehrsnetz mit Schwedens einziger U-Bahn, S-Bahn ([[Pendeltåg (Stockholm)|Pendeltåg]], deutsch „Pendelzug“), Bussen, Schiffen und Trambahnen. Die Einzelfahrt kostet kostet 43 SEK. Günstig können für Besucher beispielsweise die angebotenen 24 h- und 72 h- oder 7 Tage-Tickets sein. Das 24 h-Ticket kostet 180 SEK und das 72 h-Ticket 360 SEK (Stand 2026). Wer länger als drei Tage in Stockholm ist, sollte das nur geringfügig teurere 7-Tage-Ticket kaufen (470 SEK). Ermäßigte Preise gibt es für alle unter 20 und ab 65: Das 24 h-Ticket kostet 110 SEK, das 72 h-Ticket 220 SEK und das 7-Tage-Ticket 290 SEK. Die Verkehrsmittel des SL können auch mit der „Stockholm Card“ genutzt werden, diese kostet 450 SEK für 24 h (Stand 2012) und beinhaltet den freien Eintritt in zahlreiche Museen und Sehenswürdigkeiten. Einzelkarten kann man direkt beim Einsteig kaufen indem man eine NFC-Zahlungsmittel (Kreditkarte oder smartphone mit Google Pay oder Apple Pay) an das Lesegerät kauft. Sehr empfehlenswert ist die SL-App, welche sowohl das Kaufen von Einzel- und Langzeittickets ermöglicht, als auch Echtzeitinformationen zu allen Verbindungen innerhalb des Nahverkehrsgebiets bereitstellt. Achtung, wenn man ein smartphone mit SL-app und dem QR-code für eine Zeitkarte an das Lesegerät hält, kann es vorkommen dass statt dessen versehentlich eine Einzelfahrkarte gekauft wird, daher sollte man vorher NFC abschalten. Alternativ kann man Zeitkarten auch auf eine Plastikkarte laden, die einmalig ca. €4 kostet. Zeitkarten gibt es dagegen nicht mehr als Papiertickets, diese wurden grundsätzlich abgeschafft. === U-Bahn === Stockholms U-Bahn-System ist die '''[[w:Stockholms tunnelbana|Tunnelbana]]'''. Drei Stammlinien mit verschiedenen Verästelungen decken das Stadtgebiet großflächig ab und sorgen auch für die Anbindung des Stadtrandes (während die S-Bahn, der Pendeltåg, mit seinen zwei Linien hierbei lediglich eine untergeordnete Rolle spielt). Ein Genuss sind einige Bahnhöfe, die als Gesamtkunstwerk angelegt sind (z.&#x202F;B. einige der Haltestellen der „Blauen Linie“). Ein Plan des '''[http://www.sl.se/ficktid/karta%2Fvinter/vTub.pdf U-Bahn-Streckennetzes]''' ist auf den Seiten der Stockholmer Nahverkehrsbetriebe '''[http://www.sl.se/ SL]''' im PDF-Format downloadbar. === Bus/Straßenbahn === Der öffentliche Nahverkehr mittels Bus funktioniert gut. Die Wartehäuschen bieten auch einen guten Schutz bei Regenwetter. Die Busverbindungen gehen teils weit aus der Innenstadt heraus und reichen bis zu entfernt gelegenen Vororten. Stockholm hatte bis 1967 ein ausgedehntes Straßenbahnnetz, das jedoch aufgrund der Umstellung auf Rechtsverkehr stillgelegt wurde; mittlerweile gibt es jedoch wieder vier Linien (7, 12, 21 und 30/31), sowie zwei Linien (25/26 und 27/28/29) der Stadtbahn ''lokalbana''. Die Linie 7 beginnt an '''T-Centralen''', einem Hauptplatz etwas östlich vom Hauptbahnhof, und fährt in Richtung [[Djurgården]], wo sich das Museumsschiff Wasa und das Freilichtmuseum [[Skansen]] befinden. Gelegentlich sind auch auch historische Straßenbahnen unterwegs. In den Bussen der SL können Tickets direkt am Fahrkartenentwertungsautomaten per Kreditkarten gekauft werden. [[Image:Stockholm Hop On Hop Off.JPG|left|200px|thumb|Hop On Hop Off]] === Schnellzug === Mit dem [[Pendeltåg (Stockholm)|Pendeltåg]] (ähnlich der S-Bahn) erreicht man das Umland von Stockholm. Das SL-Ticket ist dort ebenfalls gültig. Bei einer Fahrt nach [[Uppsala]] und Knivsta ist aber ein Zusatzticket nötig, da Stockholms Tarifgebiet verlassen wird. Auf Stockholmer Stadtgebiet hält der Pendeltåg in Stockholm södra, -city und -Odenplan. Die Station Stockholm city ist Teil des Hauptbahnhofs. === Fähren === Die meisten Fähren legen vom Strömkajen gegenüber dem Grand Hôtel ab und machen dann häufig noch einen Halt in Slussen, nur die SL-Fähren nach Djurgården fahren direkt in Slussen ab. Der öffentliche Verkehrsbetrieb SL betreibt zahlreiche eigene Fähren, außerdem sind die Fähren von Waxholmsbolaget [https://waxholmsbolaget.se/visitor-information]bis zur Insel [[Vaxholm]] (Fahrtzeit ab Strömkajen etwa 75 Minuten) im Tarifverbund enthalten. Darüber hinaus gibt es viele private Fähren die nicht im SL-Verkehrsverbund enthalten sind, der größte Anbieter ist hier Strömma. Bedient werden Ziele innerhalb des Stadtgebietes von Stockholm bis zu den äußeren, östlichen Schäreninseln wie Nämdö. Die Reederei Ressel betreibt die Fähre [https://ressel.se/emelie-trafiken/#emelie-tidtabell Emelie] von Strömkajen in den neuen Stadtteil Hammarby Sjöstadt und Luma Park im Südosten Stockholms; diese ist nicht im SL-Verkehrsverbund enthalten sondern kostet extra. Die elektrische Tragflügelfähre [https://waxholmsbolaget.se/nyheter-och-trafikinfo/barplansbaten-nova Nova] als Sonderlinie 14X der Gesellschaft Waxholmsbolaget auf der Fährlinie 14 verkehrt zwischen Sollenkroka und Möja, die Fahrt muss zwei Stunden vorher gebucht werden und ist meist nicht im SL-Tarif enthalten. Der Fährbetrieb einer autonomen Fähre, der [https://www.zeam.se/en Estelle], wurde nach einem Brand eingestellt (Stand: September 2026). Für die Waxholmsbolaget-Schiffe kann man Fahrkahrten an Bord kaufen. === Stadtrundfahrt === Für Stadtrundfahrten eignet sich ein '''Hop On Hop Off-Ticket''', es gilt für beliebig viele Fahrten innerhalb 24 Stunden. Es ist auch als Kombifahrkarte für Boot und Bus erhältlich. Die beiden Anbieter sind Red Sightseeing und [https://www.stromma.se/stockholm/ Strømma]. Letztere arbeiten in Stockholm mit City Sightseeing zusammen, sodass sowohl die grünen Busse als auch die roten genutzt werden können. == Sehenswürdigkeiten == [[Bild:GamlaStan01.jpg|thumb|right|In den Gassen von Gamla Stan]] Die historische {{Marker|type=quarter|lat=59.3250 |long=18.0707 |name=[[Stockholm/Gamla stan|Gamla Stan (Altstadt)]]}}, eine der am besten erhaltenen Europas, ist das Herz von Stockholm. An der Westseite des dicht bebauten Viertels liegt die U-Bahn-Station ''T Gamla Stan''. Das Zentrum der Altstadt ist '''Stortorget''', ein Platz, wo der dänische König Christian II. 1520 beim Stockholmer Blutbad 82 Personen köpfen ließ. In der Weihnachtszeit findet auf dem Stortorget ein typischer Weihnachtsmarkt statt. Die {{Marker|type=church|wikidata=Q657118|name=Riddarholmskyrkan}} in der Altstadt ist eine wunderschöne mittelalterliche Kirche. Am nördlichen Ende befindet sich die {{Marker|type=church|wikidata=Q1133075|name=Storkyrkan}} (St. Nikolai) aus dem 13. Jahrhundert, die zwischen 1736 und 1743 umgebaut wurde. Weiter südlich befindet sich die {{Marker|type=church|lat=59.32416 |long=18.07172|name=Tyska Kirkan|wikidata=Q2164087}}, die deutsche Kirche. Deren Turmspitze ist mit 100&#x202F;m der höchste Punkt der Altstadt. Das {{Marker|type=castle|lat=59.3265 |long=18.0708|name=königliche Schloss|wikidata=Q750444}}, gebaut zwischen 1697 und 1754, liegt auf der Ostseite der Altstadt und ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Obwohl letzteres im Stadtzentrum liegt, lebt die königliche Familie im {{Marker|type=castle|lat=59.3219 |long=17.8868 |name=Schloss Drottningholm|wikidata=Q208559}} auf der Insel Lovö am Rande der Stadt. Es ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln etwa eine Stunde vom Zentrum entfernt. Unter diesem Stichwort ist der {{Marker|type=building|lat=59.32764 |long=18.06823|name=Reichstag|wikidata=Q1101073}} in der Altstadt hervorzuheben. Hinzu kommt das {{Marker|type=town hall|lat=59.32749 |long=18.05464 |name=Stadshuset|wikidata=Q648483}} mit dem ''Blauen Saal'', der übrigens nicht blau ist und wo jedes Jahr am 10. Dezember das Nobelpreisbankett stattfindet. Die Nobelpreise werden zuvor im {{Marker|type=concert hall|lat=59.33514 |long=18.06315|name=Konserthuset|wikidata=Q653773}} verliehen. Ebenso lohnenswert ist ein Besuch des 155 Meter hohen {{Marker|type=tower|lat=59.33515 |long=18.12680|name=Kaknästurm|wikidata=Q1721899}}, von dem man einen schönen Blick über Stockholm hat. Sehenswert ist ferner das Wrack des Schiffes {{Marker|type=museum ship|lat=59.3282 |long=18.0913|name=Vasa|wikidata=Q219821}} im eigens dafür errichteten Museum und das {{Marker|type=open air museum|lat=59.32639 |long=18.10389|name=Freilichtmuseum Skansen|wikidata=Q725108}}. In letzterem gibt es ein Gehege mit typisch schwedischen Tieren wie Elche, Rentiere, Wölfe und Luchse. Des Weiteren wurden dort eine „alte Schule“, eine „alte Kirche“, „alte Bauernhäuser“ usw. originalgetreu errichtet. Verkleidete Mitarbeiter des Parks „spielen“ z.&#x202F;B. den Dorfschullehrer und erzählen, wie es früher in Schweden gewesen sein mag. {{Marker|type=park|lat=59.3203 |long=18.0503|name=Skinnarviksparken|wikidata=Q10670195}}, Södermalm, U-Bahn Zinkensdamm - Ein kleiner Park um einen Sendemast herum, über einen Weg mit zahlreichen Stufen erreicht man die Anhöhe und es eröffnet sich ein fantastischer Blick auf die am gegenüberliegen Ufer liegende Stadt. {{Marker|type=building|lat=59.31998 |long=18.07324|name=Katarinahissen|wikidata=Q615365}} Alter Aufzug am Verkehrskotenpunkt Slussen. Von hier hat man einen schönen Blick über die Stadt. Von hier ist das Stadshuset, die Gamla Stan und die Halbinsel Djurgården zu sehen. Der {{Marker|type=park|lat=59.33121 |long=18.07174 |name=Kungsträdgarden|wikidata=Q926316}} im zentralen Stadtteil Norrmalm ist bei den Stockholmern im Winter zum Schlittschuhlaufen sehr beliebt. Der {{Marker|type=park|name=Tegnérpark|wikidata=Q7694751}} ist ein kleiner Park mit Skulpturen August Strindbergs und Astrid Lindgrens, in deren Buch ''Mio, mein Mio'' er vorkommt. Viele Sehenswürdigkeiten sind im kostenpflichtigen Stockholm Pass inbegriffen. Dieser enthält vor allem viele Museen (u.a. Vasa Museum, Wikingermuseum, Skansen Freilichtmuseum), aber auch manche Sehenswürdigkeiten und viele Bootsfahrten. Auch die Hop-on/Hop-off-Busse sind inklusive. == Aktivitäten == [[Datei:Stockholm_RoyalGuard_Flag.JPG|thumb|Königliche Garde bei einer Parade]] Empfehlenswert sind Ausflüge in das '''Schärengebiet''' (Schärengarten) vor Stockholm, das mittels Fähren gut erreichbar ist. Bei Einbruch der Dunkelheit kann man entlang des Skeppsbron oder in Richtung Strömkajen zu den Inseln Skeppsholmen oder Kastellsholmen schlendern und die Lichter der Stadt genießen. * Mit der SL-Fähre 80 kann man ab Nybroplan bis Ropsen fahren. * [https://www.stromma.se/stockholm/ stromma.se/stockholm] bietet Stockholm vom Wasser aus, ''Under Stockholms Broar'', unter den Brücken von Stockholm, ''Djurgården Runt'', die Königliche Kanaltour, ''Kungsholmen Runt'' die Historische Kanaltour und noch weitere Touren, von knapp 2 Stunden bis 11 Stunden Dauer. === Kino === Wer die englische Sprache beherrscht, braucht in Stockholm nicht auf die neuesten Hollywoodstreifen verzichten, da die Filme nicht synchronisiert werden, sondern in Originalsprache mit schwedischen Untertiteln gezeigt werden. Einzige Ausnahme sind Kinderfilme, die an den Zusatz „''alla talar svenska''“ (Alle sprechen Schwedisch) erkennbar sind. Eine Karte kostet etwa 160 Kronen. == Einkaufen == * {{vCard| type = mall|lat=59.3331 | long= 18.069171|name=NK Nordiska Kompaniet|description=Im "NK Kaufhaus des Nordens", einem edlen Traditionskaufhaus, lässt sich exklusiv und edel shoppen. Im Untergeschoss findet man einen Supermarkt und zwei Cafés.}} * {{vCard | name = Östermalms Saluhall | type = market hall | wikidata = Q298475 | lat = 59.3359 | long = 18.0778 | description = In der Markthalle Östermalm gibt es köstliche Delikatessen im Ambiente der Wende zum 20. Jahrhundert. }} * {{vCard | type = shopping street | lastedit = 2016-10-31 |lat=59.33160 |long=18.06367 |name = Drottninggatan |wikidata=Q2066219| description = Die zentrale Fußgängerzone, gesäumt von vielen Geschäften, Cafés, Restaurants und Take-aways. Sie beginnt im Zentrum und führt direkt in die Altstadt. }} * {{vCard | type = market | lastedit = 2016-10-31 |lat=59.33484 |long=18.06220| name = Gemüsemarkt | directions = am Hötorget vor dem Konserthuset | hours = Täglich geöffnet (auch am Sonntag) }} * {{vCard | type = mall | lastedit = 2016-10-31|lat=59.33167 |long=18.06729 | name = Gallerian |wikidata=Q10502253| address = Hamngatan 37 | directions = Station T-Centralen | url = https://www.gallerian.se/ | description = Zentral gelegenes Einkaufszentrum mit vielen Läden bekannter Marken, Restaurants und Cafés verteilt über drei Stockwerke. }} * {{vCard | type = shop | lastedit = 2016-10-31|lat=59.32347 |long=18.07380 | name = Tomtar och Troll | address = Österlånggatan 45 | url = https://www.tomtar-troll.com | description = Kleiner Laden mitten im Gamla Stan mit süßen handgemachten Trolls in allen Größen. }} == Küche == [[Image:Räucherlachs.JPG|thumb|250px|Räucherlachs]] [[Image:Hering Kartoffelpüree.JPG|thumb|250px|Gebratener Hering auf Kartoffelpüree ]] Allgemein lässt sich sagen, dass Essen gehen in Stockholm recht teuer ist. In vielen Stockholmer Gaststätten gibt es, genau wie im übrigen Schweden, an den Arbeitstagen von ca. 11 bis 14 Uhr ein „''dagens rätt''“ („Tagesgericht“), also ein Mittagsessen für etwa 150 Kronen; im Preis enthalten sind häufig ein alkoholfreies Getränk oder Leichtbier, ein Teller vom Salatbuffet und eine Tasse Kaffee. Grundsätzlich ist in Schweden ein Glas Wasser zum Essen kostenlos, was die hohen Preise etwas relativiert. Zu schwedischen Spezialitäten vgl. [[w:Schwedische Küche|Schwedische Küche]] * {{vCard|type=restaurant|name=Nilssons Restaurang |address=Stortorget 22 |phone=|email= |fax= |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Kleines gemütliches Restaurant im Bistrostil. Leckere hausgemachte [[w:Köttbullar|Köttbullar]].}} * {{vCard|type=restaurant|name=La Cantina |address=Stortorget 16 |phone=|email=|fax= |url= |hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Italienisches Restaurant mit leckerem Essen. Mittleres Preisniveau.}} * {{vCard | name = Kungshallen | type = restaurant | wikidata = Q18243473 | address = Hötorget | description = Viele verschiedene Theken mit 15 verschiedenen Restaurants. Am St. Eriksplan und nördlich davon gibt es viele kleinere Restaurants. }} * {{vCard|type=restaurant|name=Östermalms Saluhall Stockholm|address=Östermalmstorg, Östermalm, 114 39 Stockholm|phone=|email=|fax=|url=http://www.saluhallen.com/|hours= Geöffnet ist von Montag bis Donnerstag 9.30 - 18.00, Freitag 9.30 - 18.30 und Samstag 9.30 - 16.00 Uhr|price=|lat=|long=|description= Viele kleine nette Restaurants und Bars fernab der Touristenwege, außerdem kann man Delikatessen und Spezialitäten kaufen.}} * {{vCard|type=restaurant|name=Wärdshuset Ulla WinBladh|address=Rosendalsvägen 8, 115 21 Stockholm|phone=+46 (0)8 534 89 701 |email=|fax=|url=https://www.ullawinbladh.se/|hours= Geöffnet ist von Montag bis Freitag von 11.30 bis 22.00 und Samstag und Sonntag ab 12.00 Uhr|price=Hauptgerichte von 200 SEK bis 300 SEK|lat=59.32819 |long=18.10006 |description=In dem Wirtshaus aus dem Jahr 1897 wird schwedische Hausmannskost serviert und im Sommer kann man draußen sitzen. }} === Günstig Essen === Im Ikea Restaurant bekommt man einen Teller Köttbullar mit Beilagen für kr.75. Bei Cheap Noodles (2 Standorte) gibt es asiatische Nudelsuppe für kr.65. In vielen Subway-Restaurants gibt es das Sub des Tages für kr.45. Im Hemköpp gibt es ein Mittags- und Salatbuffet für kr.169/kg. Oft haben auch McDonald's oder Max günstige Angebote. == Nachtleben == Zum abendlichen/nächtlichen Ausgehen empfiehlt sich ein Besuch von [[Stockholm/Södermalm|Södermalm]], das ein bisschen als Szeneviertel gilt. Das Leben spielt sich hier vor allem auf {{Marker|type=mall|name=Medborgarplatsen|lat=59.3153 |long= 18.0716|wikidata=Q114160}} und dessen Seitenstraßen ab. Wenn gegen 3 Uhr die meisten Lokale schließen, sind viele Betrunkene unterwegs. Als weiteres Szeneviertel hat sich in den letzten Jahren Vasastaden etabliert. Hier sind vor allem die Bars, Kneipen und Restaurants um Odenplan und Rörstrandsgatan von Interesse. Hochpreisig geht es auf Östermalm zu. Die wichtigsten Läden finden sich am Stureplan. Aber auch Berns Salonger am Nybroplan und Café Opera am Kungsträdgården sind beliebte Hotspots der Reichen und Schönen. Jährlich findet Anfang August '''[http://www.stockholmpride.org/ Stockholm Pride]''' statthttps://www.zeam.se/en. Hierzu wird im Tantolunden auf Södermalm der sogenannte Pride Park errichtet. Stockholm ist wie ganz Schweden überwiegend liberal. Schwule und Lesben können sich hier frei und ungezwungen bewegen. Infos gibt es unter [http://www.qx.se/gaymap dieser Adresse]. * {{vCard|type=bar|name=Lady Patricia|address=Söder Mälarstrand Kaiplats 19 auf Södermalm|lat= 59.3212|long= 18.0527|url=http://www.patricia.st|description=Sa und So 18-5 Uhr, Mi-Fr offen für alle. Auf diesem Schiff geht Samstag- und Sonntagabend im Gayclub bei schwedischen Schlagern die Post ab.}} * {{vCard|type=bar|name=Torget|address=Mälartorget 13, Gamla Stan|lat= 59.3233| long=18.0684|description=Restaurant mit populärer Gaybar mit Schlager, Disco und Livekonzerten.}} * {{vCard|type=bar |name=Spybar |address=Birger Jarlsgatan 20 |phone=|email= |fax= |url=http://www.thespybar.se |hours=|price=|lat= 59.3365 | long=18.0721|lastedit=|description=Eine kleine Bar im ersten Stock eines Eckhauses am Stureplan. Gehobenes Publikum und Preise. Auch die Töchter des Königshauses sollen hier hin und wieder einkehren.}} * {{vCard|type=cafe|name=Populära Sibirien |address=Roslagsgatan 9 |phone=|email= |fax=|url=|hours=|price=|lat=59.3459 |long= 18.0601|lastedit=|description=Kleines Café mit kleinen Snacks. Sehr nette Bedienung.}} * {{vCard|type=cafe |name=Mälarpaviljongen |address=Norr Mälarstrand 64 |phone=|email= |fax=|url=https://www.malarpaviljongen.se/ |hours=|price=|lat= 59.3279 | long=18.0342|lastedit= |description=Direkt am und über dem Wasser - Tolles Café/ Restaurant mit sehr schönem Blick übers Wasser auf Stockholm. Im Winter nur am Wochenende geöffnet. Nächste U-Bahn Fridhemsplan.}} * {{vCard|type=cafe|name=Chokladkoppen |address=Stortorget 18 |phone=|email= |fax= |url=https://www.chokladkoppen.se/ |hours=|price=|lat= 59.3249 | long=18.0703|lastedit= |description=Kleines Café mitten in der Stockholmer Altstadt. Sehr leckere Torten und Obstpajs. Leider auch sehr viele Touristen.}} * {{vCard|type=cafe|name=Murens Café |address=Västerlånggatan 19 |phone=|email=|fax= |url= |hours=|price=|lat=59.3256| long= 18.0689|lastedit=|description=Kleines, gemütliches Café. Nicht so viel Auswahl wie im Chokladkoppen. Ebenfalls zu viele Touristen. }} <!--2018-03-10: Besteht nicht mehr: * {{vCard|type=bar |name=Mandus Bar & Kök |address=Österlånggatan 7, ganz in der Nähe des Schlosses |phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=59.3256|long=18.0739|lastedit= |description=Kleines Restaurant mit gewagt kitschiger Einrichtung. Nette Stimmung.}}--> <!--2018-03-10: Besteht nicht mehr: * {{vCard|type=bar|name=Torget |address=Mälartorget 13, direkt am Ausgang der U-Bahn-Haltestelle Gamla Stan |phone=|email=|fax=|url=http://www.torgetbaren.com/ |hours=|price= |lat=|long=|lastedit=|description=Schick-kitschige Bar mit Speisenangebot. Täglich unterschiedliche Musik, am Wochenende auch Party.}}--> <!--2018-03-10: Besteht nicht mehr: * {{vCard|type=bar |name=Debaser |address=Karl Johans Torg 1; samt Medborgarhuset, Medborgarplatsen, 111 30 Stockholm |phone=+46 8 462 98 60 |email=|fax=|url=|hours=6 Tage in der Woche 20.00 – 3.00 Uhr geöffnet |price=|lat=|long=|lastedit=|description=Es gibt Konzerte, Disco mit DJ und Bars.}}--> * {{vCard|type=club |name=Jazzclub Fasching |address=Kungsgatan 63, 111 22 Stockholm |phone=+46 8 534 829 60 |email=|fax=|url=https://www.fasching.se|hours=24-4 Uhr|price=200 SEK (ab 23 J.)|lat= 59.3334 |long= 18.056045|lastedit= |description=Legendärer Jazzclub mit Livemusik internationaler und schwedischer Stars. Nachtclub.}} == Unterkunft == Eine preiswerte, praktische und verlässliche Hotelbuchung bietet insbesondere die Internetseite '''[http://www.stockholm.at/reservations.htm Stockholm à la Carte]'''. Bei dem Buchungssystem werden z.&#x202F;B. für Wochenenden teilweise Zimmer bis zur Hälfte der üblichen Preise angeboten. Besonders praktisch ist, dass noch bis einen Tag vor Anreise eine kostenfreie Stornierung der Reservierung möglich ist. Bei Buchungen über die Seite der „Stockholm à la Carte“ ist zusätzlich noch die Stockholmkarte im Preis enthalten. Hiermit können alle öffentlichen Nahverkehrsmittel in Stockholm genutzt sowie eine Vielzahl von Museen besucht werden. === Günstig === Stockholm hat insgesamt zwölf Jugendherbergen, die zwar teurer sind als sonst im Land, aber in der schwedischen Hauptstadt immer noch eine billige Unterkunft sind: * {{vCard | name = STF Stockholm - af Chapman & Skeppsholmen | type = hostel | url = https://www.swedishtouristassociation.com/facilities/stf-stockholm-skeppsholmen-hostel/ | address = Flaggmansvägen 8, 11149 Stockholm | directions = Stadtmitte, auf einer ruhigen Insel | lat = 59.32520 | long = 18.08113 | phone = +46 8-4632266 | fax = +46 8-6117155 | email = chapman@stfturist.se | hours = 01.01.09-11.01.09, 14.01.09-31.12.09 | price = Bett für Erwachsene ab 185 SEK | subtype = budget | description = Die '''af Chapman & Skeppsholmen'''-Jugendherberge ist wohl einmalig: Ein Teil der Betten ist auf einem Dreimaster und man hat zu Fuß nur wenige Minuten bis zur Innenstadt. Die Insel ist eher ruhig. Es lohnt sich aber ''frühzeitig zu buchen'', denn normalerweise ist diese Jugendherberge immer voll ausgebucht. Man sollte mindestens ein halbes Jahr vorher buchen, sollte man hier übernachten wollen. }} * {{VCard | type= hostel | subtype= budget | name= Backpackers Inn | url= http://www.hihostels.com/dba/hostel054339.de.htm?n=n | address= Banérgatan 56, 11553 Stockholm | directions= Stadtteil Östermalm | lat= 59.34004 | long= 18.09762 | phone= +46 8-6607515 | fax= +46 8-6654039 | email= info@backpackersinn.se | hours= 25.06. - 12.08. | checkin= 16.00 | checkout= 10.00 | price= Bett ab 140 SEK |description= Die günstigste Übernachtungsmöglichkeit in Stockholm ist das Backpackers Inn. Hier trifft man vorwiegend auf junge Reisende. Man schläft in zu 16. in Klassenzimmern der Schule. Dies ist auch der Grund, warum diese JH nur im Sommer (während den Schulferien) offen ist.}} * {{VCard | type= hostel | subtype= budget | name= STF Stockholm - Långholmen | url= http://www.hihostels.com/dba/hostel054504.de.htm?n=n | address= Kronohäktet, Långholmsmuren 20, 11733 Stockholm | directions= auf einer Insel etwas westl. vom Zentrum | lat= 59.32136 | long= 18.02538 | phone= +46 8-720 85 00 | email= vandrarhem@langholmen.com | hours= 11.01.-14.01. geschlossen, 24h offen | price= Bett ab 230 SEK (für Mitglieder) }} * {{VCard | type= hostel | subtype= budget | name= STF Stockholm - Zinkensdamm | url= http://www.hihostels.com/dba/hostel054007.de.htm | address= Zinkens väg 20, 11741 Stockholm | directions= im Westen von Södermalm | lat= 59.31481 | long= 18.04442 | phone= +46 8-6168100 | fax= +46 8-6168120 | email= mail@zinkensdamm.com | hours= ganzjährig und 24h offen | price= Bett ab 200 SEK }} * {{VCard | type= hostel | subtype= budget | name= STF Fridhelmsplan | url= http://www.fridhemsplan.se/ | address= Sankt Eriksgatan 20, 11239 Stockholm | directions= nahe Stadtzentrum auf Insel Kungsholmen | lat=59.33135 | long=18.03099 | phone= +46 8-6538800 | fax= +46 8-6538920 | email= info@fridhemsplan.se | hours= ganzjährig offen, 24h | price= Bett ab 225 SEK }} * {{vCard|type=hotel|name=Formule 1|address=Mikrofonvägen 30,126 37 Hägersten,Schweden|phone= +46 77 144 66 88|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=59.2945 | long=18.0003|lastedit=|description=Eine besonders günstige Unterkunft ist das Motel ''Formule 1'' bei der U-Bahn-Station ''Telfonplan''. Die Übernachtung im Doppelzimmer mit möglicher Aufbettung kostet hier zurzeit 320 Kronen (etwa 35 Euro). Dafür muss man die ungünstige Lage direkt an der Autobahn und eine Fahrzeit in die Innenstadt von ca. 30 Minuten in Kauf nehmen.}} === Mittel === * {{vCard | name = Villa Källhagen | type = hotel | wikidata = Q18334681 | url = https://www.kallhagen.se | address = Djurgardsbrunnvägen 10 | phone = +46 8 6650300 | price = DZ/F ab etwa 200&#x202F;€ | lat = 59.333068 | long = 18.1112 }} * {{vCard|type=hotel |name=Mälardrottningen Hotel |address=Riddarholmen, 111 28 Stockholm |phone=|email=|fax=|url=http://www.malardrottningen.se/German/inledningtys.htm |hours=|price=|lat=59.3473|long= 18.0708|lastedit=|description=Die berühmte Yacht der 1920er-Jahre-Millionärin Barbara Hutton hat im Hafen der Stockholmer Altstadt festgemacht - und dient jetzt als Hotel. Der Blick über die Wasserwege Stockholms ist spektakulär und all die Sehenswürdigkeiten der Altstadt sowie die Haupt-Einkaufsgegend der Innenstadt sind bequem zu Fuß zu erreichen. Gute Parkmöglichkeiten. Die meisten der Kabinen sind Einzelzimmer mit einem Extra-Etagenbett.}} * {{vCard|type=hotel |name=Lord Nelson Hotel |address=Västerlånggatan 22, 111 29 Stockholm |phone=|email=|fax=|url=https://www.lord-nelson.se/ |hours=|price=|lat=59.3253 |long=18.0690|lastedit=|description=Nur fünf Meter ist das Lord Nelson breit - das dürfte schwedischer Hotelrekord sein. Von den Maßen auf die Qualität zu schließen, wäre jedoch völlig verfehlt. Im Gegenteil, der Standard ist sogar recht hoch, und die 31 Zimmer (davon 22 Einzelzimmer) sind zwar klein, aber ausgesprochen gemütlich. Das liegt vor allem an ihrem maritimen Flair. Überhaupt erinnert vieles in dem hübschen Jugendstilhaus an ein Schiff, sogar die Stockwerke heißen hier „Deck“. Allerdings müssen die Gäste - viele Geschäftsreisende - niemals befürchten, seekrank zu werden. Und wenn man aus dem Fenster hinaus - oder von der Dachterrasse herabschaut, blickt man nicht auf das wogende Meer, sondern auf die belebteste Gasse der Stockholmer Altstadt.}} * {{vCard|type=hotel |name=Best Western Hotel Terminus |address=Vasagatan 20, 101 25 Stockholm |phone=|email=|fax=|url=https://www.terminus.se/ |hours=|price=|lat=59.3306|long=18.0596|lastedit=|description=Das Terminus gegenüber vom Hauptbahnhof und dem City Air Terminal wird von der Familie des Besitzers geführt. Die Altstadt, Restaurants, Shopping, Vergnügungs- und Regierungsviertel liegen rundum in kurzer Distanz. Die U-Bahn-Station liegt unter dem Gebäude. Von der U-Bahn ist nichts zu hören und die Umgebung des Hauptbahnhofs ist nicht mit der anderer Haupt- und Großstädte zu vergleichen! Wer Wert auf eine gepflegte und zentrale Unterkunft zu moderatem Preis legt, ist hier genau richtig.}} === Gehoben === [[Image:Stockholm Grand Hotel.JPG|thumb|300px|Grand Hôtel]] * {{vCard|type=hotel|subtype=5|name=Grand Hôtel Stockholm |address=Södra Blasieholmshamnen 8, 103 27 Stockholm|phone= +46 8 679 35 00|email=|fax=|url=https://www.grandhotel.se/|hours=|price=ab 315 €|lat=59.3296 | long=18.0757|description= Das Hotel gibt es seit 1874.}} * {{vCard|type= hotel|subtype=4|name=Browallshof |address=Surbrunnsgatan 20|url=https://www.claspahornet.se/index.php/hotell|lat=59.3464|long=18.0611|description=Dieses Hotel besteht als altes Gasthaus seit 1731. Gäste waren schon König Gustav III. und sein Freund [[w:Carl Michael Bellman|Carl Michael Bellman]]. Das Haus bietet ein Restaurant mit sehr guter schwedischer Küche und ein kleines Hotel mit 10 Zimmern im gustavianischen Stil.|phone=08165136}} * {{vCard | name = Radisson Blu Royal Park Hotel, Stockholm, Solna | type = hotel | url = https://www.radissonhotels.com/en-us/hotels/radisson-blu-stockholm-royal-park | email = info.royalpark@radissonblu.com | address = Frösundaviks Allé 15, 169 03 Solna | phone = +46 8 624 55 00 | fax = +46 8 85 85 66 | lat = 59.3692 | long = 18.0305 | description = Das Hotel liegt in sehr schöner Umgebung nördlich des Stadtzentrums im Royal Haga Park. Vom Frühstücksraum hat man einen schönen Blick auf einen See. Der Flughafenbus hält ca. 400&#x202F;m vom Hotel entfernt. }} == Sicherheit == Stockholm ist eine relativ sichere Stadt, selbst die in anderen Metropolen aufdringlich wirkende Bettelei findet hier dezenter statt. Gegenüber Betrunkenen sollte man vorsichtig sein. An Orten mit hohem Touristenaufkommen, wie dem Bahnhof und Gamla Stan, ist allerdings mit der üblichen Kleinkriminalität wie Taschen- und Gepäckdiebstahl zu rechnen. In den öffentlichen Verkehrsmitteln ist praktisch überall Personal der SL zu finden, etwa bei den Schleusen der Tunnelbanan, die bei Problemen eingreifen. Zwar besitzt Stockholm, wie auch andere schwedische Großstädte, einige Vororte mit erhöhter Bandenkriminalität, welche für Touristen nicht unbedingt zu empfehlen sind, etwa Rinkeby, doch der Großteil der Stadt und auch die meisten umliegenden Orte sind grundsätzlich sehr ungefährlich. == Gesundheit == == Praktische Hinweise == [[File:Stockholm Telefonzelle (1).JPG|thumb|160px|Historische Telefonzelle neben der Kirche Tyska kyrkan]] In Stockholm wie auch im Rest des Landes wird praktisch alles bargeldlos bezahlt, dementsprechend benötigt der Tourist eine zuverlässige Kredit- oder Debitkarte mit möglichst geringen Auslandsgebühren. Auch kontaktlose Zahlungssysteme sind weit verbreitet. EU-Dokumente wie Reisepass, Führerschein oder Personalausweis reichen für so gut wie alle Situationen aus. Viele Schweden sprechen neben ihrer Muttersprache auch fließend Englisch. Für deutsche Besucher gestaltet sich auch das Lesen von diversen Schildern relativ unproblematisch, da das Schwedische eine recht große Ähnlichkeit zum Deutschen aufweist. Die Gepäckaufbewahrung im Hauptbahnhof Centralen ist mit etwa €40 pro Tag sehr teuer, deswegen haben sich zahlreiche private Anbieter wie Luggagehero, Bounce oder Radicalstorage etabliert, die Tagespreise liegen hier ab etwa 7 €. == Ausflüge == === Skärgården === Der Ostsee-Archipel (''skärgården''), wird oft in Innen-, Mittel- und Außenarchipel (''inner-, mellan-'' und ''ytter-skärgård'') aufgeteilt. Im Innenarchipel sieht man das offene Meer nicht. Die Inseln sind groß und bewaldet und die Wasserstraßen recht schmal. Dagegen ist der Außenarchipel ein Übergangsbereich zum offenen Meer. Es hat große Wasserflächen und kleine Inseln. Das ganze Jahr betreibt [https://waxholmsbolaget.se/ Waxholmsbolaget] Schifffahrt im Ostseearchipel: * Von Stockholm aus fährt das Boot in gut einer Stunde durch den Innenarchipel zur kleinen Festungsstadt {{Marker|type=village|wikidata=Q1001109|name=Vaxholm}}. Sehenswert ist dort auf einer kleinen vorgelagerten Insel die {{Marker|type=fort|name=Festung Vaxholm|wikidata=Q2627611}} mit Museum. Vom Vaxholm kann man mit Bus oder Boot zurückkehren. * Die ehemalige Festungsanlage {{Marker|type=fort|name=Fredriksborg fästning|wikidata=Q10498760}} ist gut mit dem Auto zu erreichen. Beide Teile der Anlage sind durch 180&#x202F;m Wasser voneinander getrennt. Durch diese Enge fahren alle großen Schiffe, sowohl Kreuzfahrschiffe, Großfähren wie auch Frachtschiffe auf ihrem Weg von bzw. nach Stockholm, ein imposantes Schauspiel. * Ein klassisches Ausflugsziel ist die Lotsenstelle in {{Marker|type=village|wikidata=Q2837232|name=Sandhamn}} am Anfang des Außenarchipels. Im Sommer ist es ein mondäner Seglertreffpunkt, im Winter wohnen hier nur wenige. * Auch andere naturschöne Inseln sind in der warmen Jahreszeit mit öffentlichen Schiffen erreichbar, beispielsweise {{Marker|type=island|name=Utö|wikidata=Q56804997}} und {{Marker|type=island|name=Rödlöga|wikidata=Q428390}}. * Das exklusive Seebad {{marker|type=village|wikidata=Q990771|name=Saltsjöbaden}} liegt vor den Toren von Stockholm und ist mit der [[w:Saltsjöbanan|Saltsjöbanan]] gut angebunden. Dort ist unter anderem die [[w:Uppenbarelsekyrkan (Saltsjöbaden)|Uppenbarelsekyrkan]] als eindrucksvolles Bauwerk der Nationalromantik sehenswert. === In Mälaren === An den Ufern vom Mälaren gibt es viele kulturgeschichtlich interessante Orte: * {{wikipedia|Drottningholm|Q910007}} mit zwei Schlössern und großer Parkanlage. Erreichbar mit SL-Bus ab U-Bahnstation ''Brommaplan'', oder im Sommer mit Schiff. * Die Universitätsstadt und Erzbischofssitz [[Uppsala]]. SJ-Zug ab Stockholm Hauptbahnhof. * Das Renaissanceschloss [[Gripsholm]] in der Kleinstadt Mariefred. * [[Birka]] war im 9. und 10. Jahrhundert ein stadtähnliches Handelszentrum. Die Insel ist nicht mit Auto erreichbar, aber für Archäologiefans gibt es geführte Bootstouren. * Das prachtvolle Barockschloss [[Skokloster]] hat ein sehr gut erhaltenes Interieur. ==Sonstige== * '''Schloss Gripsholm''' (Gripsholm slotten) bei der Kleinstadt [[Mariefred]] kann man mit Bahn (Mälartåg) und Bahn in etwa einer Stunde erreichen; das Schloss ist der Handlungsort des gleichnamigen Romans (1931) von Kurt Tucholsky (1890-1935), der auch auf dem Friedhof von Mariefred begraben ist. == Literatur == * {{buch | Autor= Petra Juling | Titel= Stockholm DuMont direkt | Verlag= DuMont Reiseverlag | Jahr= 2013 | Auflage= 2 | ISBN= 9783770196036 | Online= http://shop.dumontreise.de/dumont/reisefuehrer/stockholm-dumont-direkt-europa_pid_728_11561.html}} == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} * [http://www.visitstockholm.com/ visitstockholm.com] - Offizielle Touristeninformationen * [http://parapsychology.se/PA-stockholm/a_stockholm/stockholmsbilder/Innerstan_map.gif Stadtplan] * [http://www.waxholmsbolaget.com/visitor/ Waxholmsbolaget] mit Fahrplänen und Ausflugsvorschlägen, teilweise in englischer Sprache {{Navigationsleiste Kulturhauptstädte Europas}} {{class-3}} {{GeoData| lat= 59.325| long= 18.05| zoom = 10}} {{IstInKat|Uppland}} {{Unesco|Kontinent = Europa |Land = Schweden}} 45nabeinxmuagujjivwbbm5tc0ub919 1802377 1802340 2026-09-06T19:53:31Z Maikel 5108 /* In Mälaren */ 1802377 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild= [[Bild:Stockholm_gamlastan_etc.jpg|300px|Blick auf Stockholm]] | TouriInfoWeb= [http://www.visitstockholm.com/en/ Visitstockholm.com] | TouriInfoTel= +46 (0)8-508 28 508 }} '''Stockholm''' ist die Hauptstadt von [[Schweden]] und hat rund eine Million Einwohner. Damit ist die geschichtsträchtige Stadt die größte von Schweden vor [[Göteborg]] und [[Malmö]]. Sie liegt am Ausfluss des Sees ''Mälaren'' in die Ostsee, die dort einen inselreichen Meerbusen, den Schärengarten, bildet. == Stadtteile == [[Image:Stockholm boroughs 2007.svg|left|300px|thumb|Karte]] [[Image:Stockholm_Municipality_in_Stockholm_County.png|thumb|Karte]] Stockholm bedeckt eine Fläche von 187 km² und besteht seit 1. Januar 2007 aus 14 Stadtbezirken. {| |- !Innenstadt !Süden !Westen |- style="vertical-align:top;" | style=" padding-right:3em;" | * [[Stockholm/Kungsholmen|Kungsholmen]] * [[Stockholm/Norrmalm|Norrmalm]] * [[Stockholm/Östermalm|Östermalm]] * [[Stockholm/Södermalm|Södermalm]] | style=" padding-right:3em;" | * [[Stockholm/Enskede-Årsta|Enskede-Årsta]] * [[Stockholm/Farsta|Farsta]] * [[Stockholm/Hägersten|Hägersten]] * [[Stockholm/Skarpnäck|Skarpnäck]] * [[Stockholm/Skärholmen|Skärholmen]] * [[Stockholm/Älvsjö|Älvsjö]] | * [[Stockholm/Bromma|Bromma]] * [[Stockholm/Hässelby-Vällingby|Hässelby-Vällingby]] * [[Stockholm/Kista|Kista]] * [[Stockholm/Spånga-tensta|Spånga-Tensta]] |} == Hintergrund == In Stockholm befindet sich das königliche Schloss, die Stadt ist Sitz einer Universität und mehrerer Hochschulen sowie der Sitz der evangelischen und katholischen Kirche Schwedens. Im Stadtgebiet liegen 14 Inseln, die durch 53 Brücken verbunden sind. Die Innenstadt unterteilt sich in die Stadtteile Gamla Stan, Kungsholmen, Norrmalm, Södermalm und Östermalm. Stockholm ist besonders im Sommer ein Touristenmagnet; Teilnehmer von Kreuzfahrten ebenso wie Busgruppen und Rucksacktouristen auf dem Weg zum [[Magerøya|Nordkap]] bevölkern dann die Stadt, denn Stockholm hat dem Besucher viel zu bieten: uralte Altstadthäuser, unzählige Cafés, Eisdielen, gepflegte Parkanlagen, das Meer, viel Sonne, umgeben von tausenden Schäreninseln. Eine lakonische Beschreibung der Stadt fand [[:wikipedia:Kurt Tucholsky|Kurt Tucholsky]] in seiner Novelle ''Schloss Gripsholm'': „Stockholm ist schön. Städte am Wasser sind immer schön.“ == Anreise == {{Mapframe|59.327|18.074|zoom=12}} {{mapshapes|Q272926 }} === Mit dem Flugzeug === Es gibt drei Flughäfen, die Stockholm zugerechnet werden. * Der {{marker|type=|wikidata=Q223499|lat=59.6496|long=17.9341|name=Flughafen Stockholm-Arlanda}} ist der wichtigste und größte und liegt etwa 45&#x202F;km außerhalb von Stockholm. Die günstigsten Fahrten von Arlanda zum zentralen Busbahnhof und umgekehrt bietet Flixbus ab 6,99&#x202F;€, mit 2 bis 10&nbsp;täglichen Abfahrten. Tickets und Fahrplan via App oder [https://www.flixbus.de/ flixbus.de.] Der Preis der Tickets (Einzelfahrt) schwanken zwischen 6,99&#x202F;€ und 9,99&#x202F;€, die Fahrtzeit beträgt 40-60 Minuten. {{Stand|2022|12}} Deutlich regelmäßiger bedient [https://www.flygbussarna.se/de/# ''Flygbussarna''] die Linie. Strecke und Fahrzeit entsprechen Flixbus, allerdings liegen die Ticketpreise höher. Selbst zu späterer Stunde verkehren die Busse in dichtem Takt. Tickets gibt es an Schaltern (etwa in Terminal 5), vor und im Flughafengebäude an Automaten, an Bord der Busse, online und in der App. Ein Ticket kostet für einen Erwachsenen 129&#x202F;SEK (Einzelfahrt) bzw. 209&#x202F;SEK (Hin- und Rückfahrt). Für Minderjährige gibt es ermäßigte Tickets für 119&#x202F;SEK (Einzelfahrt) bzw. 189&#x202F;SEK (Hin- und Rückfahrt). Beim Kauf vor Ort sind die Tickets teurer, die Barzahlung ist nicht möglich. Wer vor der Endstation aussteigen möchte, sollte den Halteknopf drücken. {{Stand|2022|11}} Schneller aber auch teurer geht es mit dem Schnellzug [https://www.arlandaexpress.com/ Arlanda Express]; dieser hält im 15-Minuten-Takt an den unterirdischen Stationen Arlanda Norra (Nord) und Arlanda Södra (Süd) und fährt von dort aus in etwa 20&#x202F;Minuten ohne Zwischenhalt zum Hauptbahnhof. Die Tickets sollten am Schalter, Automaten oder im Voraus im Internet erworben werden. Die Kosten liegen für Erwachsene bei 299&#x202F;SEK für eine Einzelfahrt und 579&#x202F;SEK für Hin- und Rückfahrt, Jugendliche (8 bis 25&#x202F;J.) zahlen 149&#x202F;SEK (Einzelfahrt) bzw. 298&#x202F;SEK für Hin- und Rückfahrt. Jugendliche fahren in Begleitung eines Erwachsenen kostenlos, Kinder unter 8 Jahren immer. {{Stand|2022|12}} Alle anderen Regional- und Fernzüge halten am ebenfalls unterirdischen Bahnhof Arlanda Central, welcher sich mittig zwischen den Haltestellen Södra und Norra befindet. Tickets lassen sich am einfachsten über [https://www.sj.se/ SJ] kaufen. Nimmt man ein Taxi, so gelten von Arlanda Festpreise, welche sich zwischen den Anbietern allerdings unterscheiden. Alle verifizierten Taxianbieter, die einen Vertrag mit dem Flughafen geschlossen haben, befinden sich in ausgewiesenen Zonen vor den Ankunftsbereichen von Terminal 2 und Terminal 5. * Der {{marker|wikidata=Q664946|type=airport|name=Flughafen Stockholm-Skavsta}} wird von der osteuropäischen Billigfluggesellschaft [[Wizz Air]] und von [[w:Norwegian Air Shuttle|Norwegian]] angeflogen. Der Flughafen liegt in der Provinz [[Södermanland]], etwa 100&#x202F;km südlich von Stockholm, nahe der Stadt [[Nyköping]]. Auch hier fährt wieder der ''[http://www.flygbussarna.se/ Flybussarna]'', dessen Fahrtzeit nach Stockholm-Centralen etwa 80&#x202F;Minuten beträgt. Die Tickets kosten 219&#x202F;SEK (Einzelfahrt) und 438&#x202F;SEK für Hin- und Rückfahrt. Minderjährige zahlen 199&#x202F;SEK (Einzelfahrt) bzw. 398&#x202F;SEK für Hin- und Rückfahrt {{Stand|2022|12}}. * Der {{marker|wikidata=Q29863|type=airport|lat=59.3551|long=17.9472|name=Flughafen Stockholm-Bromma}} liegt direkt im gleichnamigen Stadtteil von Stockholm. Von Bromma aus werden schwedische Inlandsflüge und Direktverbindungen nach [[Brüssel]], [[Helsinki]] und [[Aarhus|Århus]] angeboten. Das Stadtzentrum lässt sich vom Flughafen mit Flughafenbussen oder einer Kombination aus der Straßenbahnlinie 31 und der Tunnelbana (U-Bahn) erreichen. === Mit der Bahn === {{Marker|type=train|name=Stockholm Centralstation|wikidata=Q54315}} hat als Verkehrsknotenpunkt Eisenbahnverbindungen zu allen großen Städten in Schweden. Deutsche Urlauber erreichen Stockholm (und generell Schweden) über Dänemark und, abgesehen von Nachtzügen, nur mit mindestens einem Umstieg. Die DB bietet täglich Intercity-Züge von [[Hamburg]] bis [[Kopenhagen]] an. Von dort aus lässt sich Stockholm unter anderem mit dem Schnellzug ''X2000'' der schwedischen Staatsbahn SJ erreichen. Noch frequentierter fahren diese aber ab dem südschwedischen [[Malmö]], welches von Kopenhagen mit Regionalzug oder diversen Busgesellschaften schnell zu erreichen ist. Außerdem verkehren saisonal direkte Nachtzüge der Staatsbahn SJ sowie der privaten Bahngesellschaft Snälltåget mit Sitz-, Liege- und Schlafwagen von Berlin über Hamburg bis nach Stockholm. * [https://www.sj.se Homepage der schwedischen Staatsbahn] * [https://snalltaget.se Homepage von Snälltåget] === Auf der Straße === Stockholm ist eine Großstadt mit einem entsprechenden Verkehrsaufkommen. Für Kraftfahrtzeuge wird im Stadtzentrum die ''Trängselskatt'' (wörtlich „Stau-Abgabe“) erhoben, und zwar jeweils bei der Ein- und Ausfahrt in der Zeit von 6.00 bis 18.29 Uhr, wobei in der Hauptsaison die Abgabe bei kr.165 pro Tag und Fahrzeug gedeckelt ist.<ref name=trängelskatt>[https://www.transportstyrelsen.se/sv/vagtrafik/fordon/skatter-och-avgifter/trangselskatt/trangselskatt-i-stockholm/ Trängelskatt i Stockholm]</ref> === Mit dem Schiff === Diverse Fährlinien legen an dem {{Marker|type=pier |lat=59.31678 |long=18.09586|name=Fährterminal Södermalm}} und an den {{Marker|type=pier |lat=59.3517 |long=18.1172 |name=Fährterminals Värtahamnen}} bzw. {{Marker|type=pier|lat=59.3441 |long=18.1196 |name=Frihamnen|alt=Frihamnens färjeterminal}} an.<br> Die finnische Reederei [https://www.vikingline.de/ Viking Line] verkehrt täglich zwischen Schweden und Finnland. Für die Anreise aus Deutschland gibt es Partnerfährlinien, mit denen man via Dänemark nach Schweden und Finnland gelangen kann. Andere Fährschiffe fahren nicht nur nach [[Helsinki]], sondern auch nach [[Mariehamn]],<!-- [[Sankt Petersburg]],--> [[Turku]] und [[Tallinn]]. {{siehe auch|Södermanland#Mit dem Schiff|titel1=Fährverbindungen mit Åland und Finnland|Ostseefähren}} im Hafen Kapellskär. Stockholm ist auch Unterwegshafen für Passagiere von [[Frachtschiffreise]]n. Diese legen überwiegend am Containerterminal im Frihamnen an, wo nebenan auch das Kreuzfahrterminal ist. Der Weg von dort in die Stadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Bus 76, ist recht einfach und kostengünstig. == Mobilität == [[Datei:Stockholm metrosystem map.svg|mini|400px|Übersichtsplan der U-Bahn]] In Stockholm betreibt der Verkehrsverbund ''Storstockholms Lokaltrafik'' (SL, deutsch „Großstockholmer Nahverkehr“) ein engmaschiges Verkehrsnetz mit Schwedens einziger U-Bahn, S-Bahn ([[Pendeltåg (Stockholm)|Pendeltåg]], deutsch „Pendelzug“), Bussen, Schiffen und Trambahnen. Die Einzelfahrt kostet kostet 43 SEK. Günstig können für Besucher beispielsweise die angebotenen 24 h- und 72 h- oder 7 Tage-Tickets sein. Das 24 h-Ticket kostet 180 SEK und das 72 h-Ticket 360 SEK (Stand 2026). Wer länger als drei Tage in Stockholm ist, sollte das nur geringfügig teurere 7-Tage-Ticket kaufen (470 SEK). Ermäßigte Preise gibt es für alle unter 20 und ab 65: Das 24 h-Ticket kostet 110 SEK, das 72 h-Ticket 220 SEK und das 7-Tage-Ticket 290 SEK. Die Verkehrsmittel des SL können auch mit der „Stockholm Card“ genutzt werden, diese kostet 450 SEK für 24 h (Stand 2012) und beinhaltet den freien Eintritt in zahlreiche Museen und Sehenswürdigkeiten. Einzelkarten kann man direkt beim Einsteig kaufen indem man eine NFC-Zahlungsmittel (Kreditkarte oder smartphone mit Google Pay oder Apple Pay) an das Lesegerät kauft. Sehr empfehlenswert ist die SL-App, welche sowohl das Kaufen von Einzel- und Langzeittickets ermöglicht, als auch Echtzeitinformationen zu allen Verbindungen innerhalb des Nahverkehrsgebiets bereitstellt. Achtung, wenn man ein smartphone mit SL-app und dem QR-code für eine Zeitkarte an das Lesegerät hält, kann es vorkommen dass statt dessen versehentlich eine Einzelfahrkarte gekauft wird, daher sollte man vorher NFC abschalten. Alternativ kann man Zeitkarten auch auf eine Plastikkarte laden, die einmalig ca. €4 kostet. Zeitkarten gibt es dagegen nicht mehr als Papiertickets, diese wurden grundsätzlich abgeschafft. === U-Bahn === Stockholms U-Bahn-System ist die '''[[w:Stockholms tunnelbana|Tunnelbana]]'''. Drei Stammlinien mit verschiedenen Verästelungen decken das Stadtgebiet großflächig ab und sorgen auch für die Anbindung des Stadtrandes (während die S-Bahn, der Pendeltåg, mit seinen zwei Linien hierbei lediglich eine untergeordnete Rolle spielt). Ein Genuss sind einige Bahnhöfe, die als Gesamtkunstwerk angelegt sind (z.&#x202F;B. einige der Haltestellen der „Blauen Linie“). Ein Plan des '''[http://www.sl.se/ficktid/karta%2Fvinter/vTub.pdf U-Bahn-Streckennetzes]''' ist auf den Seiten der Stockholmer Nahverkehrsbetriebe '''[http://www.sl.se/ SL]''' im PDF-Format downloadbar. === Bus/Straßenbahn === Der öffentliche Nahverkehr mittels Bus funktioniert gut. Die Wartehäuschen bieten auch einen guten Schutz bei Regenwetter. Die Busverbindungen gehen teils weit aus der Innenstadt heraus und reichen bis zu entfernt gelegenen Vororten. Stockholm hatte bis 1967 ein ausgedehntes Straßenbahnnetz, das jedoch aufgrund der Umstellung auf Rechtsverkehr stillgelegt wurde; mittlerweile gibt es jedoch wieder vier Linien (7, 12, 21 und 30/31), sowie zwei Linien (25/26 und 27/28/29) der Stadtbahn ''lokalbana''. Die Linie 7 beginnt an '''T-Centralen''', einem Hauptplatz etwas östlich vom Hauptbahnhof, und fährt in Richtung [[Djurgården]], wo sich das Museumsschiff Wasa und das Freilichtmuseum [[Skansen]] befinden. Gelegentlich sind auch auch historische Straßenbahnen unterwegs. In den Bussen der SL können Tickets direkt am Fahrkartenentwertungsautomaten per Kreditkarten gekauft werden. [[Image:Stockholm Hop On Hop Off.JPG|left|200px|thumb|Hop On Hop Off]] === Schnellzug === Mit dem [[Pendeltåg (Stockholm)|Pendeltåg]] (ähnlich der S-Bahn) erreicht man das Umland von Stockholm. Das SL-Ticket ist dort ebenfalls gültig. Bei einer Fahrt nach [[Uppsala]] und Knivsta ist aber ein Zusatzticket nötig, da Stockholms Tarifgebiet verlassen wird. Auf Stockholmer Stadtgebiet hält der Pendeltåg in Stockholm södra, -city und -Odenplan. Die Station Stockholm city ist Teil des Hauptbahnhofs. === Fähren === Die meisten Fähren legen vom Strömkajen gegenüber dem Grand Hôtel ab und machen dann häufig noch einen Halt in Slussen, nur die SL-Fähren nach Djurgården fahren direkt in Slussen ab. Der öffentliche Verkehrsbetrieb SL betreibt zahlreiche eigene Fähren, außerdem sind die Fähren von Waxholmsbolaget [https://waxholmsbolaget.se/visitor-information]bis zur Insel [[Vaxholm]] (Fahrtzeit ab Strömkajen etwa 75 Minuten) im Tarifverbund enthalten. Darüber hinaus gibt es viele private Fähren die nicht im SL-Verkehrsverbund enthalten sind, der größte Anbieter ist hier Strömma. Bedient werden Ziele innerhalb des Stadtgebietes von Stockholm bis zu den äußeren, östlichen Schäreninseln wie Nämdö. Die Reederei Ressel betreibt die Fähre [https://ressel.se/emelie-trafiken/#emelie-tidtabell Emelie] von Strömkajen in den neuen Stadtteil Hammarby Sjöstadt und Luma Park im Südosten Stockholms; diese ist nicht im SL-Verkehrsverbund enthalten sondern kostet extra. Die elektrische Tragflügelfähre [https://waxholmsbolaget.se/nyheter-och-trafikinfo/barplansbaten-nova Nova] als Sonderlinie 14X der Gesellschaft Waxholmsbolaget auf der Fährlinie 14 verkehrt zwischen Sollenkroka und Möja, die Fahrt muss zwei Stunden vorher gebucht werden und ist meist nicht im SL-Tarif enthalten. Der Fährbetrieb einer autonomen Fähre, der [https://www.zeam.se/en Estelle], wurde nach einem Brand eingestellt (Stand: September 2026). Für die Waxholmsbolaget-Schiffe kann man Fahrkahrten an Bord kaufen. === Stadtrundfahrt === Für Stadtrundfahrten eignet sich ein '''Hop On Hop Off-Ticket''', es gilt für beliebig viele Fahrten innerhalb 24 Stunden. Es ist auch als Kombifahrkarte für Boot und Bus erhältlich. Die beiden Anbieter sind Red Sightseeing und [https://www.stromma.se/stockholm/ Strømma]. Letztere arbeiten in Stockholm mit City Sightseeing zusammen, sodass sowohl die grünen Busse als auch die roten genutzt werden können. == Sehenswürdigkeiten == [[Bild:GamlaStan01.jpg|thumb|right|In den Gassen von Gamla Stan]] Die historische {{Marker|type=quarter|lat=59.3250 |long=18.0707 |name=[[Stockholm/Gamla stan|Gamla Stan (Altstadt)]]}}, eine der am besten erhaltenen Europas, ist das Herz von Stockholm. An der Westseite des dicht bebauten Viertels liegt die U-Bahn-Station ''T Gamla Stan''. Das Zentrum der Altstadt ist '''Stortorget''', ein Platz, wo der dänische König Christian II. 1520 beim Stockholmer Blutbad 82 Personen köpfen ließ. In der Weihnachtszeit findet auf dem Stortorget ein typischer Weihnachtsmarkt statt. Die {{Marker|type=church|wikidata=Q657118|name=Riddarholmskyrkan}} in der Altstadt ist eine wunderschöne mittelalterliche Kirche. Am nördlichen Ende befindet sich die {{Marker|type=church|wikidata=Q1133075|name=Storkyrkan}} (St. Nikolai) aus dem 13. Jahrhundert, die zwischen 1736 und 1743 umgebaut wurde. Weiter südlich befindet sich die {{Marker|type=church|lat=59.32416 |long=18.07172|name=Tyska Kirkan|wikidata=Q2164087}}, die deutsche Kirche. Deren Turmspitze ist mit 100&#x202F;m der höchste Punkt der Altstadt. Das {{Marker|type=castle|lat=59.3265 |long=18.0708|name=königliche Schloss|wikidata=Q750444}}, gebaut zwischen 1697 und 1754, liegt auf der Ostseite der Altstadt und ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Obwohl letzteres im Stadtzentrum liegt, lebt die königliche Familie im {{Marker|type=castle|lat=59.3219 |long=17.8868 |name=Schloss Drottningholm|wikidata=Q208559}} auf der Insel Lovö am Rande der Stadt. Es ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln etwa eine Stunde vom Zentrum entfernt. Unter diesem Stichwort ist der {{Marker|type=building|lat=59.32764 |long=18.06823|name=Reichstag|wikidata=Q1101073}} in der Altstadt hervorzuheben. Hinzu kommt das {{Marker|type=town hall|lat=59.32749 |long=18.05464 |name=Stadshuset|wikidata=Q648483}} mit dem ''Blauen Saal'', der übrigens nicht blau ist und wo jedes Jahr am 10. Dezember das Nobelpreisbankett stattfindet. Die Nobelpreise werden zuvor im {{Marker|type=concert hall|lat=59.33514 |long=18.06315|name=Konserthuset|wikidata=Q653773}} verliehen. Ebenso lohnenswert ist ein Besuch des 155 Meter hohen {{Marker|type=tower|lat=59.33515 |long=18.12680|name=Kaknästurm|wikidata=Q1721899}}, von dem man einen schönen Blick über Stockholm hat. Sehenswert ist ferner das Wrack des Schiffes {{Marker|type=museum ship|lat=59.3282 |long=18.0913|name=Vasa|wikidata=Q219821}} im eigens dafür errichteten Museum und das {{Marker|type=open air museum|lat=59.32639 |long=18.10389|name=Freilichtmuseum Skansen|wikidata=Q725108}}. In letzterem gibt es ein Gehege mit typisch schwedischen Tieren wie Elche, Rentiere, Wölfe und Luchse. Des Weiteren wurden dort eine „alte Schule“, eine „alte Kirche“, „alte Bauernhäuser“ usw. originalgetreu errichtet. Verkleidete Mitarbeiter des Parks „spielen“ z.&#x202F;B. den Dorfschullehrer und erzählen, wie es früher in Schweden gewesen sein mag. {{Marker|type=park|lat=59.3203 |long=18.0503|name=Skinnarviksparken|wikidata=Q10670195}}, Södermalm, U-Bahn Zinkensdamm - Ein kleiner Park um einen Sendemast herum, über einen Weg mit zahlreichen Stufen erreicht man die Anhöhe und es eröffnet sich ein fantastischer Blick auf die am gegenüberliegen Ufer liegende Stadt. {{Marker|type=building|lat=59.31998 |long=18.07324|name=Katarinahissen|wikidata=Q615365}} Alter Aufzug am Verkehrskotenpunkt Slussen. Von hier hat man einen schönen Blick über die Stadt. Von hier ist das Stadshuset, die Gamla Stan und die Halbinsel Djurgården zu sehen. Der {{Marker|type=park|lat=59.33121 |long=18.07174 |name=Kungsträdgarden|wikidata=Q926316}} im zentralen Stadtteil Norrmalm ist bei den Stockholmern im Winter zum Schlittschuhlaufen sehr beliebt. Der {{Marker|type=park|name=Tegnérpark|wikidata=Q7694751}} ist ein kleiner Park mit Skulpturen August Strindbergs und Astrid Lindgrens, in deren Buch ''Mio, mein Mio'' er vorkommt. Viele Sehenswürdigkeiten sind im kostenpflichtigen Stockholm Pass inbegriffen. Dieser enthält vor allem viele Museen (u.a. Vasa Museum, Wikingermuseum, Skansen Freilichtmuseum), aber auch manche Sehenswürdigkeiten und viele Bootsfahrten. Auch die Hop-on/Hop-off-Busse sind inklusive. == Aktivitäten == [[Datei:Stockholm_RoyalGuard_Flag.JPG|thumb|Königliche Garde bei einer Parade]] Empfehlenswert sind Ausflüge in das '''Schärengebiet''' (Schärengarten) vor Stockholm, das mittels Fähren gut erreichbar ist. Bei Einbruch der Dunkelheit kann man entlang des Skeppsbron oder in Richtung Strömkajen zu den Inseln Skeppsholmen oder Kastellsholmen schlendern und die Lichter der Stadt genießen. * Mit der SL-Fähre 80 kann man ab Nybroplan bis Ropsen fahren. * [https://www.stromma.se/stockholm/ stromma.se/stockholm] bietet Stockholm vom Wasser aus, ''Under Stockholms Broar'', unter den Brücken von Stockholm, ''Djurgården Runt'', die Königliche Kanaltour, ''Kungsholmen Runt'' die Historische Kanaltour und noch weitere Touren, von knapp 2 Stunden bis 11 Stunden Dauer. === Kino === Wer die englische Sprache beherrscht, braucht in Stockholm nicht auf die neuesten Hollywoodstreifen verzichten, da die Filme nicht synchronisiert werden, sondern in Originalsprache mit schwedischen Untertiteln gezeigt werden. Einzige Ausnahme sind Kinderfilme, die an den Zusatz „''alla talar svenska''“ (Alle sprechen Schwedisch) erkennbar sind. Eine Karte kostet etwa 160 Kronen. == Einkaufen == * {{vCard| type = mall|lat=59.3331 | long= 18.069171|name=NK Nordiska Kompaniet|description=Im "NK Kaufhaus des Nordens", einem edlen Traditionskaufhaus, lässt sich exklusiv und edel shoppen. Im Untergeschoss findet man einen Supermarkt und zwei Cafés.}} * {{vCard | name = Östermalms Saluhall | type = market hall | wikidata = Q298475 | lat = 59.3359 | long = 18.0778 | description = In der Markthalle Östermalm gibt es köstliche Delikatessen im Ambiente der Wende zum 20. Jahrhundert. }} * {{vCard | type = shopping street | lastedit = 2016-10-31 |lat=59.33160 |long=18.06367 |name = Drottninggatan |wikidata=Q2066219| description = Die zentrale Fußgängerzone, gesäumt von vielen Geschäften, Cafés, Restaurants und Take-aways. Sie beginnt im Zentrum und führt direkt in die Altstadt. }} * {{vCard | type = market | lastedit = 2016-10-31 |lat=59.33484 |long=18.06220| name = Gemüsemarkt | directions = am Hötorget vor dem Konserthuset | hours = Täglich geöffnet (auch am Sonntag) }} * {{vCard | type = mall | lastedit = 2016-10-31|lat=59.33167 |long=18.06729 | name = Gallerian |wikidata=Q10502253| address = Hamngatan 37 | directions = Station T-Centralen | url = https://www.gallerian.se/ | description = Zentral gelegenes Einkaufszentrum mit vielen Läden bekannter Marken, Restaurants und Cafés verteilt über drei Stockwerke. }} * {{vCard | type = shop | lastedit = 2016-10-31|lat=59.32347 |long=18.07380 | name = Tomtar och Troll | address = Österlånggatan 45 | url = https://www.tomtar-troll.com | description = Kleiner Laden mitten im Gamla Stan mit süßen handgemachten Trolls in allen Größen. }} == Küche == [[Image:Räucherlachs.JPG|thumb|250px|Räucherlachs]] [[Image:Hering Kartoffelpüree.JPG|thumb|250px|Gebratener Hering auf Kartoffelpüree ]] Allgemein lässt sich sagen, dass Essen gehen in Stockholm recht teuer ist. In vielen Stockholmer Gaststätten gibt es, genau wie im übrigen Schweden, an den Arbeitstagen von ca. 11 bis 14 Uhr ein „''dagens rätt''“ („Tagesgericht“), also ein Mittagsessen für etwa 150 Kronen; im Preis enthalten sind häufig ein alkoholfreies Getränk oder Leichtbier, ein Teller vom Salatbuffet und eine Tasse Kaffee. Grundsätzlich ist in Schweden ein Glas Wasser zum Essen kostenlos, was die hohen Preise etwas relativiert. Zu schwedischen Spezialitäten vgl. [[w:Schwedische Küche|Schwedische Küche]] * {{vCard|type=restaurant|name=Nilssons Restaurang |address=Stortorget 22 |phone=|email= |fax= |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Kleines gemütliches Restaurant im Bistrostil. Leckere hausgemachte [[w:Köttbullar|Köttbullar]].}} * {{vCard|type=restaurant|name=La Cantina |address=Stortorget 16 |phone=|email=|fax= |url= |hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Italienisches Restaurant mit leckerem Essen. Mittleres Preisniveau.}} * {{vCard | name = Kungshallen | type = restaurant | wikidata = Q18243473 | address = Hötorget | description = Viele verschiedene Theken mit 15 verschiedenen Restaurants. Am St. Eriksplan und nördlich davon gibt es viele kleinere Restaurants. }} * {{vCard|type=restaurant|name=Östermalms Saluhall Stockholm|address=Östermalmstorg, Östermalm, 114 39 Stockholm|phone=|email=|fax=|url=http://www.saluhallen.com/|hours= Geöffnet ist von Montag bis Donnerstag 9.30 - 18.00, Freitag 9.30 - 18.30 und Samstag 9.30 - 16.00 Uhr|price=|lat=|long=|description= Viele kleine nette Restaurants und Bars fernab der Touristenwege, außerdem kann man Delikatessen und Spezialitäten kaufen.}} * {{vCard|type=restaurant|name=Wärdshuset Ulla WinBladh|address=Rosendalsvägen 8, 115 21 Stockholm|phone=+46 (0)8 534 89 701 |email=|fax=|url=https://www.ullawinbladh.se/|hours= Geöffnet ist von Montag bis Freitag von 11.30 bis 22.00 und Samstag und Sonntag ab 12.00 Uhr|price=Hauptgerichte von 200 SEK bis 300 SEK|lat=59.32819 |long=18.10006 |description=In dem Wirtshaus aus dem Jahr 1897 wird schwedische Hausmannskost serviert und im Sommer kann man draußen sitzen. }} === Günstig Essen === Im Ikea Restaurant bekommt man einen Teller Köttbullar mit Beilagen für kr.75. Bei Cheap Noodles (2 Standorte) gibt es asiatische Nudelsuppe für kr.65. In vielen Subway-Restaurants gibt es das Sub des Tages für kr.45. Im Hemköpp gibt es ein Mittags- und Salatbuffet für kr.169/kg. Oft haben auch McDonald's oder Max günstige Angebote. == Nachtleben == Zum abendlichen/nächtlichen Ausgehen empfiehlt sich ein Besuch von [[Stockholm/Södermalm|Södermalm]], das ein bisschen als Szeneviertel gilt. Das Leben spielt sich hier vor allem auf {{Marker|type=mall|name=Medborgarplatsen|lat=59.3153 |long= 18.0716|wikidata=Q114160}} und dessen Seitenstraßen ab. Wenn gegen 3 Uhr die meisten Lokale schließen, sind viele Betrunkene unterwegs. Als weiteres Szeneviertel hat sich in den letzten Jahren Vasastaden etabliert. Hier sind vor allem die Bars, Kneipen und Restaurants um Odenplan und Rörstrandsgatan von Interesse. Hochpreisig geht es auf Östermalm zu. Die wichtigsten Läden finden sich am Stureplan. Aber auch Berns Salonger am Nybroplan und Café Opera am Kungsträdgården sind beliebte Hotspots der Reichen und Schönen. Jährlich findet Anfang August '''[http://www.stockholmpride.org/ Stockholm Pride]''' statthttps://www.zeam.se/en. Hierzu wird im Tantolunden auf Södermalm der sogenannte Pride Park errichtet. Stockholm ist wie ganz Schweden überwiegend liberal. Schwule und Lesben können sich hier frei und ungezwungen bewegen. Infos gibt es unter [http://www.qx.se/gaymap dieser Adresse]. * {{vCard|type=bar|name=Lady Patricia|address=Söder Mälarstrand Kaiplats 19 auf Södermalm|lat= 59.3212|long= 18.0527|url=http://www.patricia.st|description=Sa und So 18-5 Uhr, Mi-Fr offen für alle. Auf diesem Schiff geht Samstag- und Sonntagabend im Gayclub bei schwedischen Schlagern die Post ab.}} * {{vCard|type=bar|name=Torget|address=Mälartorget 13, Gamla Stan|lat= 59.3233| long=18.0684|description=Restaurant mit populärer Gaybar mit Schlager, Disco und Livekonzerten.}} * {{vCard|type=bar |name=Spybar |address=Birger Jarlsgatan 20 |phone=|email= |fax= |url=http://www.thespybar.se |hours=|price=|lat= 59.3365 | long=18.0721|lastedit=|description=Eine kleine Bar im ersten Stock eines Eckhauses am Stureplan. Gehobenes Publikum und Preise. Auch die Töchter des Königshauses sollen hier hin und wieder einkehren.}} * {{vCard|type=cafe|name=Populära Sibirien |address=Roslagsgatan 9 |phone=|email= |fax=|url=|hours=|price=|lat=59.3459 |long= 18.0601|lastedit=|description=Kleines Café mit kleinen Snacks. Sehr nette Bedienung.}} * {{vCard|type=cafe |name=Mälarpaviljongen |address=Norr Mälarstrand 64 |phone=|email= |fax=|url=https://www.malarpaviljongen.se/ |hours=|price=|lat= 59.3279 | long=18.0342|lastedit= |description=Direkt am und über dem Wasser - Tolles Café/ Restaurant mit sehr schönem Blick übers Wasser auf Stockholm. Im Winter nur am Wochenende geöffnet. Nächste U-Bahn Fridhemsplan.}} * {{vCard|type=cafe|name=Chokladkoppen |address=Stortorget 18 |phone=|email= |fax= |url=https://www.chokladkoppen.se/ |hours=|price=|lat= 59.3249 | long=18.0703|lastedit= |description=Kleines Café mitten in der Stockholmer Altstadt. Sehr leckere Torten und Obstpajs. Leider auch sehr viele Touristen.}} * {{vCard|type=cafe|name=Murens Café |address=Västerlånggatan 19 |phone=|email=|fax= |url= |hours=|price=|lat=59.3256| long= 18.0689|lastedit=|description=Kleines, gemütliches Café. Nicht so viel Auswahl wie im Chokladkoppen. Ebenfalls zu viele Touristen. }} <!--2018-03-10: Besteht nicht mehr: * {{vCard|type=bar |name=Mandus Bar & Kök |address=Österlånggatan 7, ganz in der Nähe des Schlosses |phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=59.3256|long=18.0739|lastedit= |description=Kleines Restaurant mit gewagt kitschiger Einrichtung. Nette Stimmung.}}--> <!--2018-03-10: Besteht nicht mehr: * {{vCard|type=bar|name=Torget |address=Mälartorget 13, direkt am Ausgang der U-Bahn-Haltestelle Gamla Stan |phone=|email=|fax=|url=http://www.torgetbaren.com/ |hours=|price= |lat=|long=|lastedit=|description=Schick-kitschige Bar mit Speisenangebot. Täglich unterschiedliche Musik, am Wochenende auch Party.}}--> <!--2018-03-10: Besteht nicht mehr: * {{vCard|type=bar |name=Debaser |address=Karl Johans Torg 1; samt Medborgarhuset, Medborgarplatsen, 111 30 Stockholm |phone=+46 8 462 98 60 |email=|fax=|url=|hours=6 Tage in der Woche 20.00 – 3.00 Uhr geöffnet |price=|lat=|long=|lastedit=|description=Es gibt Konzerte, Disco mit DJ und Bars.}}--> * {{vCard|type=club |name=Jazzclub Fasching |address=Kungsgatan 63, 111 22 Stockholm |phone=+46 8 534 829 60 |email=|fax=|url=https://www.fasching.se|hours=24-4 Uhr|price=200 SEK (ab 23 J.)|lat= 59.3334 |long= 18.056045|lastedit= |description=Legendärer Jazzclub mit Livemusik internationaler und schwedischer Stars. Nachtclub.}} == Unterkunft == Eine preiswerte, praktische und verlässliche Hotelbuchung bietet insbesondere die Internetseite '''[http://www.stockholm.at/reservations.htm Stockholm à la Carte]'''. Bei dem Buchungssystem werden z.&#x202F;B. für Wochenenden teilweise Zimmer bis zur Hälfte der üblichen Preise angeboten. Besonders praktisch ist, dass noch bis einen Tag vor Anreise eine kostenfreie Stornierung der Reservierung möglich ist. Bei Buchungen über die Seite der „Stockholm à la Carte“ ist zusätzlich noch die Stockholmkarte im Preis enthalten. Hiermit können alle öffentlichen Nahverkehrsmittel in Stockholm genutzt sowie eine Vielzahl von Museen besucht werden. === Günstig === Stockholm hat insgesamt zwölf Jugendherbergen, die zwar teurer sind als sonst im Land, aber in der schwedischen Hauptstadt immer noch eine billige Unterkunft sind: * {{vCard | name = STF Stockholm - af Chapman & Skeppsholmen | type = hostel | url = https://www.swedishtouristassociation.com/facilities/stf-stockholm-skeppsholmen-hostel/ | address = Flaggmansvägen 8, 11149 Stockholm | directions = Stadtmitte, auf einer ruhigen Insel | lat = 59.32520 | long = 18.08113 | phone = +46 8-4632266 | fax = +46 8-6117155 | email = chapman@stfturist.se | hours = 01.01.09-11.01.09, 14.01.09-31.12.09 | price = Bett für Erwachsene ab 185 SEK | subtype = budget | description = Die '''af Chapman & Skeppsholmen'''-Jugendherberge ist wohl einmalig: Ein Teil der Betten ist auf einem Dreimaster und man hat zu Fuß nur wenige Minuten bis zur Innenstadt. Die Insel ist eher ruhig. Es lohnt sich aber ''frühzeitig zu buchen'', denn normalerweise ist diese Jugendherberge immer voll ausgebucht. Man sollte mindestens ein halbes Jahr vorher buchen, sollte man hier übernachten wollen. }} * {{VCard | type= hostel | subtype= budget | name= Backpackers Inn | url= http://www.hihostels.com/dba/hostel054339.de.htm?n=n | address= Banérgatan 56, 11553 Stockholm | directions= Stadtteil Östermalm | lat= 59.34004 | long= 18.09762 | phone= +46 8-6607515 | fax= +46 8-6654039 | email= info@backpackersinn.se | hours= 25.06. - 12.08. | checkin= 16.00 | checkout= 10.00 | price= Bett ab 140 SEK |description= Die günstigste Übernachtungsmöglichkeit in Stockholm ist das Backpackers Inn. Hier trifft man vorwiegend auf junge Reisende. Man schläft in zu 16. in Klassenzimmern der Schule. Dies ist auch der Grund, warum diese JH nur im Sommer (während den Schulferien) offen ist.}} * {{VCard | type= hostel | subtype= budget | name= STF Stockholm - Långholmen | url= http://www.hihostels.com/dba/hostel054504.de.htm?n=n | address= Kronohäktet, Långholmsmuren 20, 11733 Stockholm | directions= auf einer Insel etwas westl. vom Zentrum | lat= 59.32136 | long= 18.02538 | phone= +46 8-720 85 00 | email= vandrarhem@langholmen.com | hours= 11.01.-14.01. geschlossen, 24h offen | price= Bett ab 230 SEK (für Mitglieder) }} * {{VCard | type= hostel | subtype= budget | name= STF Stockholm - Zinkensdamm | url= http://www.hihostels.com/dba/hostel054007.de.htm | address= Zinkens väg 20, 11741 Stockholm | directions= im Westen von Södermalm | lat= 59.31481 | long= 18.04442 | phone= +46 8-6168100 | fax= +46 8-6168120 | email= mail@zinkensdamm.com | hours= ganzjährig und 24h offen | price= Bett ab 200 SEK }} * {{VCard | type= hostel | subtype= budget | name= STF Fridhelmsplan | url= http://www.fridhemsplan.se/ | address= Sankt Eriksgatan 20, 11239 Stockholm | directions= nahe Stadtzentrum auf Insel Kungsholmen | lat=59.33135 | long=18.03099 | phone= +46 8-6538800 | fax= +46 8-6538920 | email= info@fridhemsplan.se | hours= ganzjährig offen, 24h | price= Bett ab 225 SEK }} * {{vCard|type=hotel|name=Formule 1|address=Mikrofonvägen 30,126 37 Hägersten,Schweden|phone= +46 77 144 66 88|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=59.2945 | long=18.0003|lastedit=|description=Eine besonders günstige Unterkunft ist das Motel ''Formule 1'' bei der U-Bahn-Station ''Telfonplan''. Die Übernachtung im Doppelzimmer mit möglicher Aufbettung kostet hier zurzeit 320 Kronen (etwa 35 Euro). Dafür muss man die ungünstige Lage direkt an der Autobahn und eine Fahrzeit in die Innenstadt von ca. 30 Minuten in Kauf nehmen.}} === Mittel === * {{vCard | name = Villa Källhagen | type = hotel | wikidata = Q18334681 | url = https://www.kallhagen.se | address = Djurgardsbrunnvägen 10 | phone = +46 8 6650300 | price = DZ/F ab etwa 200&#x202F;€ | lat = 59.333068 | long = 18.1112 }} * {{vCard|type=hotel |name=Mälardrottningen Hotel |address=Riddarholmen, 111 28 Stockholm |phone=|email=|fax=|url=http://www.malardrottningen.se/German/inledningtys.htm |hours=|price=|lat=59.3473|long= 18.0708|lastedit=|description=Die berühmte Yacht der 1920er-Jahre-Millionärin Barbara Hutton hat im Hafen der Stockholmer Altstadt festgemacht - und dient jetzt als Hotel. Der Blick über die Wasserwege Stockholms ist spektakulär und all die Sehenswürdigkeiten der Altstadt sowie die Haupt-Einkaufsgegend der Innenstadt sind bequem zu Fuß zu erreichen. Gute Parkmöglichkeiten. Die meisten der Kabinen sind Einzelzimmer mit einem Extra-Etagenbett.}} * {{vCard|type=hotel |name=Lord Nelson Hotel |address=Västerlånggatan 22, 111 29 Stockholm |phone=|email=|fax=|url=https://www.lord-nelson.se/ |hours=|price=|lat=59.3253 |long=18.0690|lastedit=|description=Nur fünf Meter ist das Lord Nelson breit - das dürfte schwedischer Hotelrekord sein. Von den Maßen auf die Qualität zu schließen, wäre jedoch völlig verfehlt. Im Gegenteil, der Standard ist sogar recht hoch, und die 31 Zimmer (davon 22 Einzelzimmer) sind zwar klein, aber ausgesprochen gemütlich. Das liegt vor allem an ihrem maritimen Flair. Überhaupt erinnert vieles in dem hübschen Jugendstilhaus an ein Schiff, sogar die Stockwerke heißen hier „Deck“. Allerdings müssen die Gäste - viele Geschäftsreisende - niemals befürchten, seekrank zu werden. Und wenn man aus dem Fenster hinaus - oder von der Dachterrasse herabschaut, blickt man nicht auf das wogende Meer, sondern auf die belebteste Gasse der Stockholmer Altstadt.}} * {{vCard|type=hotel |name=Best Western Hotel Terminus |address=Vasagatan 20, 101 25 Stockholm |phone=|email=|fax=|url=https://www.terminus.se/ |hours=|price=|lat=59.3306|long=18.0596|lastedit=|description=Das Terminus gegenüber vom Hauptbahnhof und dem City Air Terminal wird von der Familie des Besitzers geführt. Die Altstadt, Restaurants, Shopping, Vergnügungs- und Regierungsviertel liegen rundum in kurzer Distanz. Die U-Bahn-Station liegt unter dem Gebäude. Von der U-Bahn ist nichts zu hören und die Umgebung des Hauptbahnhofs ist nicht mit der anderer Haupt- und Großstädte zu vergleichen! Wer Wert auf eine gepflegte und zentrale Unterkunft zu moderatem Preis legt, ist hier genau richtig.}} === Gehoben === [[Image:Stockholm Grand Hotel.JPG|thumb|300px|Grand Hôtel]] * {{vCard|type=hotel|subtype=5|name=Grand Hôtel Stockholm |address=Södra Blasieholmshamnen 8, 103 27 Stockholm|phone= +46 8 679 35 00|email=|fax=|url=https://www.grandhotel.se/|hours=|price=ab 315 €|lat=59.3296 | long=18.0757|description= Das Hotel gibt es seit 1874.}} * {{vCard|type= hotel|subtype=4|name=Browallshof |address=Surbrunnsgatan 20|url=https://www.claspahornet.se/index.php/hotell|lat=59.3464|long=18.0611|description=Dieses Hotel besteht als altes Gasthaus seit 1731. Gäste waren schon König Gustav III. und sein Freund [[w:Carl Michael Bellman|Carl Michael Bellman]]. Das Haus bietet ein Restaurant mit sehr guter schwedischer Küche und ein kleines Hotel mit 10 Zimmern im gustavianischen Stil.|phone=08165136}} * {{vCard | name = Radisson Blu Royal Park Hotel, Stockholm, Solna | type = hotel | url = https://www.radissonhotels.com/en-us/hotels/radisson-blu-stockholm-royal-park | email = info.royalpark@radissonblu.com | address = Frösundaviks Allé 15, 169 03 Solna | phone = +46 8 624 55 00 | fax = +46 8 85 85 66 | lat = 59.3692 | long = 18.0305 | description = Das Hotel liegt in sehr schöner Umgebung nördlich des Stadtzentrums im Royal Haga Park. Vom Frühstücksraum hat man einen schönen Blick auf einen See. Der Flughafenbus hält ca. 400&#x202F;m vom Hotel entfernt. }} == Sicherheit == Stockholm ist eine relativ sichere Stadt, selbst die in anderen Metropolen aufdringlich wirkende Bettelei findet hier dezenter statt. Gegenüber Betrunkenen sollte man vorsichtig sein. An Orten mit hohem Touristenaufkommen, wie dem Bahnhof und Gamla Stan, ist allerdings mit der üblichen Kleinkriminalität wie Taschen- und Gepäckdiebstahl zu rechnen. In den öffentlichen Verkehrsmitteln ist praktisch überall Personal der SL zu finden, etwa bei den Schleusen der Tunnelbanan, die bei Problemen eingreifen. Zwar besitzt Stockholm, wie auch andere schwedische Großstädte, einige Vororte mit erhöhter Bandenkriminalität, welche für Touristen nicht unbedingt zu empfehlen sind, etwa Rinkeby, doch der Großteil der Stadt und auch die meisten umliegenden Orte sind grundsätzlich sehr ungefährlich. == Gesundheit == == Praktische Hinweise == [[File:Stockholm Telefonzelle (1).JPG|thumb|160px|Historische Telefonzelle neben der Kirche Tyska kyrkan]] In Stockholm wie auch im Rest des Landes wird praktisch alles bargeldlos bezahlt, dementsprechend benötigt der Tourist eine zuverlässige Kredit- oder Debitkarte mit möglichst geringen Auslandsgebühren. Auch kontaktlose Zahlungssysteme sind weit verbreitet. EU-Dokumente wie Reisepass, Führerschein oder Personalausweis reichen für so gut wie alle Situationen aus. Viele Schweden sprechen neben ihrer Muttersprache auch fließend Englisch. Für deutsche Besucher gestaltet sich auch das Lesen von diversen Schildern relativ unproblematisch, da das Schwedische eine recht große Ähnlichkeit zum Deutschen aufweist. Die Gepäckaufbewahrung im Hauptbahnhof Centralen ist mit etwa €40 pro Tag sehr teuer, deswegen haben sich zahlreiche private Anbieter wie Luggagehero, Bounce oder Radicalstorage etabliert, die Tagespreise liegen hier ab etwa 7 €. == Ausflüge == === Skärgården === Der Ostsee-Archipel (''skärgården''), wird oft in Innen-, Mittel- und Außenarchipel (''inner-, mellan-'' und ''ytter-skärgård'') aufgeteilt. Im Innenarchipel sieht man das offene Meer nicht. Die Inseln sind groß und bewaldet und die Wasserstraßen recht schmal. Dagegen ist der Außenarchipel ein Übergangsbereich zum offenen Meer. Es hat große Wasserflächen und kleine Inseln. Das ganze Jahr betreibt [https://waxholmsbolaget.se/ Waxholmsbolaget] Schifffahrt im Ostseearchipel: * Von Stockholm aus fährt das Boot in gut einer Stunde durch den Innenarchipel zur kleinen Festungsstadt {{Marker|type=village|wikidata=Q1001109|name=Vaxholm}}. Sehenswert ist dort auf einer kleinen vorgelagerten Insel die {{Marker|type=fort|name=Festung Vaxholm|wikidata=Q2627611}} mit Museum. Vom Vaxholm kann man mit Bus oder Boot zurückkehren. * Die ehemalige Festungsanlage {{Marker|type=fort|name=Fredriksborg fästning|wikidata=Q10498760}} ist gut mit dem Auto zu erreichen. Beide Teile der Anlage sind durch 180&#x202F;m Wasser voneinander getrennt. Durch diese Enge fahren alle großen Schiffe, sowohl Kreuzfahrschiffe, Großfähren wie auch Frachtschiffe auf ihrem Weg von bzw. nach Stockholm, ein imposantes Schauspiel. * Ein klassisches Ausflugsziel ist die Lotsenstelle in {{Marker|type=village|wikidata=Q2837232|name=Sandhamn}} am Anfang des Außenarchipels. Im Sommer ist es ein mondäner Seglertreffpunkt, im Winter wohnen hier nur wenige. * Auch andere naturschöne Inseln sind in der warmen Jahreszeit mit öffentlichen Schiffen erreichbar, beispielsweise {{Marker|type=island|name=Utö|wikidata=Q56804997}} und {{Marker|type=island|name=Rödlöga|wikidata=Q428390}}. * Das exklusive Seebad {{marker|type=village|wikidata=Q990771|name=Saltsjöbaden}} liegt vor den Toren von Stockholm und ist mit der [[w:Saltsjöbanan|Saltsjöbanan]] gut angebunden. Dort ist unter anderem die [[w:Uppenbarelsekyrkan (Saltsjöbaden)|Uppenbarelsekyrkan]] als eindrucksvolles Bauwerk der Nationalromantik sehenswert. === Am Mälaren === An den Ufern vom Mälaren gibt es viele kulturgeschichtlich interessante Orte: * {{wikipedia|Drottningholm|Q910007}} mit zwei Schlössern und großer Parkanlage. Erreichbar mit SL-Bus ab U-Bahnstation ''Brommaplan'', oder im Sommer mit Schiff. * Die Universitätsstadt und Erzbischofssitz [[Uppsala]], Züge ab Stockholm Hauptbahnhof. * Das Renaissanceschloss [[Gripsholm]] in der Kleinstadt Mariefred. * [[Birka]] war im 9. und 10. Jahrhundert ein stadtähnliches Handelszentrum. Die Insel ist nicht mit Auto erreichbar, aber für Archäologiefans gibt es geführte Bootstouren. * Das prachtvolle Barockschloss [[Skokloster]] hat ein sehr gut erhaltenes Interieur. ==Sonstige== * '''Schloss Gripsholm''' (Gripsholm slotten) bei der Kleinstadt [[Mariefred]] kann man mit Bahn (Mälartåg) und Bahn in etwa einer Stunde erreichen; das Schloss ist der Handlungsort des gleichnamigen Romans (1931) von Kurt Tucholsky (1890-1935), der auch auf dem Friedhof von Mariefred begraben ist. == Literatur == * {{buch | Autor= Petra Juling | Titel= Stockholm DuMont direkt | Verlag= DuMont Reiseverlag | Jahr= 2013 | Auflage= 2 | ISBN= 9783770196036 | Online= http://shop.dumontreise.de/dumont/reisefuehrer/stockholm-dumont-direkt-europa_pid_728_11561.html}} == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} * [http://www.visitstockholm.com/ visitstockholm.com] - Offizielle Touristeninformationen * [http://parapsychology.se/PA-stockholm/a_stockholm/stockholmsbilder/Innerstan_map.gif Stadtplan] * [http://www.waxholmsbolaget.com/visitor/ Waxholmsbolaget] mit Fahrplänen und Ausflugsvorschlägen, teilweise in englischer Sprache {{Navigationsleiste Kulturhauptstädte Europas}} {{class-3}} {{GeoData| lat= 59.325| long= 18.05| zoom = 10}} {{IstInKat|Uppland}} {{Unesco|Kontinent = Europa |Land = Schweden}} 5moleflc5vg86nkpi7br7ei05l373g1 1802378 1802377 2026-09-06T19:54:18Z Maikel 5108 /* Sonstige */ 1802378 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild= [[Bild:Stockholm_gamlastan_etc.jpg|300px|Blick auf Stockholm]] | TouriInfoWeb= [http://www.visitstockholm.com/en/ Visitstockholm.com] | TouriInfoTel= +46 (0)8-508 28 508 }} '''Stockholm''' ist die Hauptstadt von [[Schweden]] und hat rund eine Million Einwohner. Damit ist die geschichtsträchtige Stadt die größte von Schweden vor [[Göteborg]] und [[Malmö]]. Sie liegt am Ausfluss des Sees ''Mälaren'' in die Ostsee, die dort einen inselreichen Meerbusen, den Schärengarten, bildet. == Stadtteile == [[Image:Stockholm boroughs 2007.svg|left|300px|thumb|Karte]] [[Image:Stockholm_Municipality_in_Stockholm_County.png|thumb|Karte]] Stockholm bedeckt eine Fläche von 187 km² und besteht seit 1. Januar 2007 aus 14 Stadtbezirken. {| |- !Innenstadt !Süden !Westen |- style="vertical-align:top;" | style=" padding-right:3em;" | * [[Stockholm/Kungsholmen|Kungsholmen]] * [[Stockholm/Norrmalm|Norrmalm]] * [[Stockholm/Östermalm|Östermalm]] * [[Stockholm/Södermalm|Södermalm]] | style=" padding-right:3em;" | * [[Stockholm/Enskede-Årsta|Enskede-Årsta]] * [[Stockholm/Farsta|Farsta]] * [[Stockholm/Hägersten|Hägersten]] * [[Stockholm/Skarpnäck|Skarpnäck]] * [[Stockholm/Skärholmen|Skärholmen]] * [[Stockholm/Älvsjö|Älvsjö]] | * [[Stockholm/Bromma|Bromma]] * [[Stockholm/Hässelby-Vällingby|Hässelby-Vällingby]] * [[Stockholm/Kista|Kista]] * [[Stockholm/Spånga-tensta|Spånga-Tensta]] |} == Hintergrund == In Stockholm befindet sich das königliche Schloss, die Stadt ist Sitz einer Universität und mehrerer Hochschulen sowie der Sitz der evangelischen und katholischen Kirche Schwedens. Im Stadtgebiet liegen 14 Inseln, die durch 53 Brücken verbunden sind. Die Innenstadt unterteilt sich in die Stadtteile Gamla Stan, Kungsholmen, Norrmalm, Södermalm und Östermalm. Stockholm ist besonders im Sommer ein Touristenmagnet; Teilnehmer von Kreuzfahrten ebenso wie Busgruppen und Rucksacktouristen auf dem Weg zum [[Magerøya|Nordkap]] bevölkern dann die Stadt, denn Stockholm hat dem Besucher viel zu bieten: uralte Altstadthäuser, unzählige Cafés, Eisdielen, gepflegte Parkanlagen, das Meer, viel Sonne, umgeben von tausenden Schäreninseln. Eine lakonische Beschreibung der Stadt fand [[:wikipedia:Kurt Tucholsky|Kurt Tucholsky]] in seiner Novelle ''Schloss Gripsholm'': „Stockholm ist schön. Städte am Wasser sind immer schön.“ == Anreise == {{Mapframe|59.327|18.074|zoom=12}} {{mapshapes|Q272926 }} === Mit dem Flugzeug === Es gibt drei Flughäfen, die Stockholm zugerechnet werden. * Der {{marker|type=|wikidata=Q223499|lat=59.6496|long=17.9341|name=Flughafen Stockholm-Arlanda}} ist der wichtigste und größte und liegt etwa 45&#x202F;km außerhalb von Stockholm. Die günstigsten Fahrten von Arlanda zum zentralen Busbahnhof und umgekehrt bietet Flixbus ab 6,99&#x202F;€, mit 2 bis 10&nbsp;täglichen Abfahrten. Tickets und Fahrplan via App oder [https://www.flixbus.de/ flixbus.de.] Der Preis der Tickets (Einzelfahrt) schwanken zwischen 6,99&#x202F;€ und 9,99&#x202F;€, die Fahrtzeit beträgt 40-60 Minuten. {{Stand|2022|12}} Deutlich regelmäßiger bedient [https://www.flygbussarna.se/de/# ''Flygbussarna''] die Linie. Strecke und Fahrzeit entsprechen Flixbus, allerdings liegen die Ticketpreise höher. Selbst zu späterer Stunde verkehren die Busse in dichtem Takt. Tickets gibt es an Schaltern (etwa in Terminal 5), vor und im Flughafengebäude an Automaten, an Bord der Busse, online und in der App. Ein Ticket kostet für einen Erwachsenen 129&#x202F;SEK (Einzelfahrt) bzw. 209&#x202F;SEK (Hin- und Rückfahrt). Für Minderjährige gibt es ermäßigte Tickets für 119&#x202F;SEK (Einzelfahrt) bzw. 189&#x202F;SEK (Hin- und Rückfahrt). Beim Kauf vor Ort sind die Tickets teurer, die Barzahlung ist nicht möglich. Wer vor der Endstation aussteigen möchte, sollte den Halteknopf drücken. {{Stand|2022|11}} Schneller aber auch teurer geht es mit dem Schnellzug [https://www.arlandaexpress.com/ Arlanda Express]; dieser hält im 15-Minuten-Takt an den unterirdischen Stationen Arlanda Norra (Nord) und Arlanda Södra (Süd) und fährt von dort aus in etwa 20&#x202F;Minuten ohne Zwischenhalt zum Hauptbahnhof. Die Tickets sollten am Schalter, Automaten oder im Voraus im Internet erworben werden. Die Kosten liegen für Erwachsene bei 299&#x202F;SEK für eine Einzelfahrt und 579&#x202F;SEK für Hin- und Rückfahrt, Jugendliche (8 bis 25&#x202F;J.) zahlen 149&#x202F;SEK (Einzelfahrt) bzw. 298&#x202F;SEK für Hin- und Rückfahrt. Jugendliche fahren in Begleitung eines Erwachsenen kostenlos, Kinder unter 8 Jahren immer. {{Stand|2022|12}} Alle anderen Regional- und Fernzüge halten am ebenfalls unterirdischen Bahnhof Arlanda Central, welcher sich mittig zwischen den Haltestellen Södra und Norra befindet. Tickets lassen sich am einfachsten über [https://www.sj.se/ SJ] kaufen. Nimmt man ein Taxi, so gelten von Arlanda Festpreise, welche sich zwischen den Anbietern allerdings unterscheiden. Alle verifizierten Taxianbieter, die einen Vertrag mit dem Flughafen geschlossen haben, befinden sich in ausgewiesenen Zonen vor den Ankunftsbereichen von Terminal 2 und Terminal 5. * Der {{marker|wikidata=Q664946|type=airport|name=Flughafen Stockholm-Skavsta}} wird von der osteuropäischen Billigfluggesellschaft [[Wizz Air]] und von [[w:Norwegian Air Shuttle|Norwegian]] angeflogen. Der Flughafen liegt in der Provinz [[Södermanland]], etwa 100&#x202F;km südlich von Stockholm, nahe der Stadt [[Nyköping]]. Auch hier fährt wieder der ''[http://www.flygbussarna.se/ Flybussarna]'', dessen Fahrtzeit nach Stockholm-Centralen etwa 80&#x202F;Minuten beträgt. Die Tickets kosten 219&#x202F;SEK (Einzelfahrt) und 438&#x202F;SEK für Hin- und Rückfahrt. Minderjährige zahlen 199&#x202F;SEK (Einzelfahrt) bzw. 398&#x202F;SEK für Hin- und Rückfahrt {{Stand|2022|12}}. * Der {{marker|wikidata=Q29863|type=airport|lat=59.3551|long=17.9472|name=Flughafen Stockholm-Bromma}} liegt direkt im gleichnamigen Stadtteil von Stockholm. Von Bromma aus werden schwedische Inlandsflüge und Direktverbindungen nach [[Brüssel]], [[Helsinki]] und [[Aarhus|Århus]] angeboten. Das Stadtzentrum lässt sich vom Flughafen mit Flughafenbussen oder einer Kombination aus der Straßenbahnlinie 31 und der Tunnelbana (U-Bahn) erreichen. === Mit der Bahn === {{Marker|type=train|name=Stockholm Centralstation|wikidata=Q54315}} hat als Verkehrsknotenpunkt Eisenbahnverbindungen zu allen großen Städten in Schweden. Deutsche Urlauber erreichen Stockholm (und generell Schweden) über Dänemark und, abgesehen von Nachtzügen, nur mit mindestens einem Umstieg. Die DB bietet täglich Intercity-Züge von [[Hamburg]] bis [[Kopenhagen]] an. Von dort aus lässt sich Stockholm unter anderem mit dem Schnellzug ''X2000'' der schwedischen Staatsbahn SJ erreichen. Noch frequentierter fahren diese aber ab dem südschwedischen [[Malmö]], welches von Kopenhagen mit Regionalzug oder diversen Busgesellschaften schnell zu erreichen ist. Außerdem verkehren saisonal direkte Nachtzüge der Staatsbahn SJ sowie der privaten Bahngesellschaft Snälltåget mit Sitz-, Liege- und Schlafwagen von Berlin über Hamburg bis nach Stockholm. * [https://www.sj.se Homepage der schwedischen Staatsbahn] * [https://snalltaget.se Homepage von Snälltåget] === Auf der Straße === Stockholm ist eine Großstadt mit einem entsprechenden Verkehrsaufkommen. Für Kraftfahrtzeuge wird im Stadtzentrum die ''Trängselskatt'' (wörtlich „Stau-Abgabe“) erhoben, und zwar jeweils bei der Ein- und Ausfahrt in der Zeit von 6.00 bis 18.29 Uhr, wobei in der Hauptsaison die Abgabe bei kr.165 pro Tag und Fahrzeug gedeckelt ist.<ref name=trängelskatt>[https://www.transportstyrelsen.se/sv/vagtrafik/fordon/skatter-och-avgifter/trangselskatt/trangselskatt-i-stockholm/ Trängelskatt i Stockholm]</ref> === Mit dem Schiff === Diverse Fährlinien legen an dem {{Marker|type=pier |lat=59.31678 |long=18.09586|name=Fährterminal Södermalm}} und an den {{Marker|type=pier |lat=59.3517 |long=18.1172 |name=Fährterminals Värtahamnen}} bzw. {{Marker|type=pier|lat=59.3441 |long=18.1196 |name=Frihamnen|alt=Frihamnens färjeterminal}} an.<br> Die finnische Reederei [https://www.vikingline.de/ Viking Line] verkehrt täglich zwischen Schweden und Finnland. Für die Anreise aus Deutschland gibt es Partnerfährlinien, mit denen man via Dänemark nach Schweden und Finnland gelangen kann. Andere Fährschiffe fahren nicht nur nach [[Helsinki]], sondern auch nach [[Mariehamn]],<!-- [[Sankt Petersburg]],--> [[Turku]] und [[Tallinn]]. {{siehe auch|Södermanland#Mit dem Schiff|titel1=Fährverbindungen mit Åland und Finnland|Ostseefähren}} im Hafen Kapellskär. Stockholm ist auch Unterwegshafen für Passagiere von [[Frachtschiffreise]]n. Diese legen überwiegend am Containerterminal im Frihamnen an, wo nebenan auch das Kreuzfahrterminal ist. Der Weg von dort in die Stadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Bus 76, ist recht einfach und kostengünstig. == Mobilität == [[Datei:Stockholm metrosystem map.svg|mini|400px|Übersichtsplan der U-Bahn]] In Stockholm betreibt der Verkehrsverbund ''Storstockholms Lokaltrafik'' (SL, deutsch „Großstockholmer Nahverkehr“) ein engmaschiges Verkehrsnetz mit Schwedens einziger U-Bahn, S-Bahn ([[Pendeltåg (Stockholm)|Pendeltåg]], deutsch „Pendelzug“), Bussen, Schiffen und Trambahnen. Die Einzelfahrt kostet kostet 43 SEK. Günstig können für Besucher beispielsweise die angebotenen 24 h- und 72 h- oder 7 Tage-Tickets sein. Das 24 h-Ticket kostet 180 SEK und das 72 h-Ticket 360 SEK (Stand 2026). Wer länger als drei Tage in Stockholm ist, sollte das nur geringfügig teurere 7-Tage-Ticket kaufen (470 SEK). Ermäßigte Preise gibt es für alle unter 20 und ab 65: Das 24 h-Ticket kostet 110 SEK, das 72 h-Ticket 220 SEK und das 7-Tage-Ticket 290 SEK. Die Verkehrsmittel des SL können auch mit der „Stockholm Card“ genutzt werden, diese kostet 450 SEK für 24 h (Stand 2012) und beinhaltet den freien Eintritt in zahlreiche Museen und Sehenswürdigkeiten. Einzelkarten kann man direkt beim Einsteig kaufen indem man eine NFC-Zahlungsmittel (Kreditkarte oder smartphone mit Google Pay oder Apple Pay) an das Lesegerät kauft. Sehr empfehlenswert ist die SL-App, welche sowohl das Kaufen von Einzel- und Langzeittickets ermöglicht, als auch Echtzeitinformationen zu allen Verbindungen innerhalb des Nahverkehrsgebiets bereitstellt. Achtung, wenn man ein smartphone mit SL-app und dem QR-code für eine Zeitkarte an das Lesegerät hält, kann es vorkommen dass statt dessen versehentlich eine Einzelfahrkarte gekauft wird, daher sollte man vorher NFC abschalten. Alternativ kann man Zeitkarten auch auf eine Plastikkarte laden, die einmalig ca. €4 kostet. Zeitkarten gibt es dagegen nicht mehr als Papiertickets, diese wurden grundsätzlich abgeschafft. === U-Bahn === Stockholms U-Bahn-System ist die '''[[w:Stockholms tunnelbana|Tunnelbana]]'''. Drei Stammlinien mit verschiedenen Verästelungen decken das Stadtgebiet großflächig ab und sorgen auch für die Anbindung des Stadtrandes (während die S-Bahn, der Pendeltåg, mit seinen zwei Linien hierbei lediglich eine untergeordnete Rolle spielt). Ein Genuss sind einige Bahnhöfe, die als Gesamtkunstwerk angelegt sind (z.&#x202F;B. einige der Haltestellen der „Blauen Linie“). Ein Plan des '''[http://www.sl.se/ficktid/karta%2Fvinter/vTub.pdf U-Bahn-Streckennetzes]''' ist auf den Seiten der Stockholmer Nahverkehrsbetriebe '''[http://www.sl.se/ SL]''' im PDF-Format downloadbar. === Bus/Straßenbahn === Der öffentliche Nahverkehr mittels Bus funktioniert gut. Die Wartehäuschen bieten auch einen guten Schutz bei Regenwetter. Die Busverbindungen gehen teils weit aus der Innenstadt heraus und reichen bis zu entfernt gelegenen Vororten. Stockholm hatte bis 1967 ein ausgedehntes Straßenbahnnetz, das jedoch aufgrund der Umstellung auf Rechtsverkehr stillgelegt wurde; mittlerweile gibt es jedoch wieder vier Linien (7, 12, 21 und 30/31), sowie zwei Linien (25/26 und 27/28/29) der Stadtbahn ''lokalbana''. Die Linie 7 beginnt an '''T-Centralen''', einem Hauptplatz etwas östlich vom Hauptbahnhof, und fährt in Richtung [[Djurgården]], wo sich das Museumsschiff Wasa und das Freilichtmuseum [[Skansen]] befinden. Gelegentlich sind auch auch historische Straßenbahnen unterwegs. In den Bussen der SL können Tickets direkt am Fahrkartenentwertungsautomaten per Kreditkarten gekauft werden. [[Image:Stockholm Hop On Hop Off.JPG|left|200px|thumb|Hop On Hop Off]] === Schnellzug === Mit dem [[Pendeltåg (Stockholm)|Pendeltåg]] (ähnlich der S-Bahn) erreicht man das Umland von Stockholm. Das SL-Ticket ist dort ebenfalls gültig. Bei einer Fahrt nach [[Uppsala]] und Knivsta ist aber ein Zusatzticket nötig, da Stockholms Tarifgebiet verlassen wird. Auf Stockholmer Stadtgebiet hält der Pendeltåg in Stockholm södra, -city und -Odenplan. Die Station Stockholm city ist Teil des Hauptbahnhofs. === Fähren === Die meisten Fähren legen vom Strömkajen gegenüber dem Grand Hôtel ab und machen dann häufig noch einen Halt in Slussen, nur die SL-Fähren nach Djurgården fahren direkt in Slussen ab. Der öffentliche Verkehrsbetrieb SL betreibt zahlreiche eigene Fähren, außerdem sind die Fähren von Waxholmsbolaget [https://waxholmsbolaget.se/visitor-information]bis zur Insel [[Vaxholm]] (Fahrtzeit ab Strömkajen etwa 75 Minuten) im Tarifverbund enthalten. Darüber hinaus gibt es viele private Fähren die nicht im SL-Verkehrsverbund enthalten sind, der größte Anbieter ist hier Strömma. Bedient werden Ziele innerhalb des Stadtgebietes von Stockholm bis zu den äußeren, östlichen Schäreninseln wie Nämdö. Die Reederei Ressel betreibt die Fähre [https://ressel.se/emelie-trafiken/#emelie-tidtabell Emelie] von Strömkajen in den neuen Stadtteil Hammarby Sjöstadt und Luma Park im Südosten Stockholms; diese ist nicht im SL-Verkehrsverbund enthalten sondern kostet extra. Die elektrische Tragflügelfähre [https://waxholmsbolaget.se/nyheter-och-trafikinfo/barplansbaten-nova Nova] als Sonderlinie 14X der Gesellschaft Waxholmsbolaget auf der Fährlinie 14 verkehrt zwischen Sollenkroka und Möja, die Fahrt muss zwei Stunden vorher gebucht werden und ist meist nicht im SL-Tarif enthalten. Der Fährbetrieb einer autonomen Fähre, der [https://www.zeam.se/en Estelle], wurde nach einem Brand eingestellt (Stand: September 2026). Für die Waxholmsbolaget-Schiffe kann man Fahrkahrten an Bord kaufen. === Stadtrundfahrt === Für Stadtrundfahrten eignet sich ein '''Hop On Hop Off-Ticket''', es gilt für beliebig viele Fahrten innerhalb 24 Stunden. Es ist auch als Kombifahrkarte für Boot und Bus erhältlich. Die beiden Anbieter sind Red Sightseeing und [https://www.stromma.se/stockholm/ Strømma]. Letztere arbeiten in Stockholm mit City Sightseeing zusammen, sodass sowohl die grünen Busse als auch die roten genutzt werden können. == Sehenswürdigkeiten == [[Bild:GamlaStan01.jpg|thumb|right|In den Gassen von Gamla Stan]] Die historische {{Marker|type=quarter|lat=59.3250 |long=18.0707 |name=[[Stockholm/Gamla stan|Gamla Stan (Altstadt)]]}}, eine der am besten erhaltenen Europas, ist das Herz von Stockholm. An der Westseite des dicht bebauten Viertels liegt die U-Bahn-Station ''T Gamla Stan''. Das Zentrum der Altstadt ist '''Stortorget''', ein Platz, wo der dänische König Christian II. 1520 beim Stockholmer Blutbad 82 Personen köpfen ließ. In der Weihnachtszeit findet auf dem Stortorget ein typischer Weihnachtsmarkt statt. Die {{Marker|type=church|wikidata=Q657118|name=Riddarholmskyrkan}} in der Altstadt ist eine wunderschöne mittelalterliche Kirche. Am nördlichen Ende befindet sich die {{Marker|type=church|wikidata=Q1133075|name=Storkyrkan}} (St. Nikolai) aus dem 13. Jahrhundert, die zwischen 1736 und 1743 umgebaut wurde. Weiter südlich befindet sich die {{Marker|type=church|lat=59.32416 |long=18.07172|name=Tyska Kirkan|wikidata=Q2164087}}, die deutsche Kirche. Deren Turmspitze ist mit 100&#x202F;m der höchste Punkt der Altstadt. Das {{Marker|type=castle|lat=59.3265 |long=18.0708|name=königliche Schloss|wikidata=Q750444}}, gebaut zwischen 1697 und 1754, liegt auf der Ostseite der Altstadt und ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Obwohl letzteres im Stadtzentrum liegt, lebt die königliche Familie im {{Marker|type=castle|lat=59.3219 |long=17.8868 |name=Schloss Drottningholm|wikidata=Q208559}} auf der Insel Lovö am Rande der Stadt. Es ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln etwa eine Stunde vom Zentrum entfernt. Unter diesem Stichwort ist der {{Marker|type=building|lat=59.32764 |long=18.06823|name=Reichstag|wikidata=Q1101073}} in der Altstadt hervorzuheben. Hinzu kommt das {{Marker|type=town hall|lat=59.32749 |long=18.05464 |name=Stadshuset|wikidata=Q648483}} mit dem ''Blauen Saal'', der übrigens nicht blau ist und wo jedes Jahr am 10. Dezember das Nobelpreisbankett stattfindet. Die Nobelpreise werden zuvor im {{Marker|type=concert hall|lat=59.33514 |long=18.06315|name=Konserthuset|wikidata=Q653773}} verliehen. Ebenso lohnenswert ist ein Besuch des 155 Meter hohen {{Marker|type=tower|lat=59.33515 |long=18.12680|name=Kaknästurm|wikidata=Q1721899}}, von dem man einen schönen Blick über Stockholm hat. Sehenswert ist ferner das Wrack des Schiffes {{Marker|type=museum ship|lat=59.3282 |long=18.0913|name=Vasa|wikidata=Q219821}} im eigens dafür errichteten Museum und das {{Marker|type=open air museum|lat=59.32639 |long=18.10389|name=Freilichtmuseum Skansen|wikidata=Q725108}}. In letzterem gibt es ein Gehege mit typisch schwedischen Tieren wie Elche, Rentiere, Wölfe und Luchse. Des Weiteren wurden dort eine „alte Schule“, eine „alte Kirche“, „alte Bauernhäuser“ usw. originalgetreu errichtet. Verkleidete Mitarbeiter des Parks „spielen“ z.&#x202F;B. den Dorfschullehrer und erzählen, wie es früher in Schweden gewesen sein mag. {{Marker|type=park|lat=59.3203 |long=18.0503|name=Skinnarviksparken|wikidata=Q10670195}}, Södermalm, U-Bahn Zinkensdamm - Ein kleiner Park um einen Sendemast herum, über einen Weg mit zahlreichen Stufen erreicht man die Anhöhe und es eröffnet sich ein fantastischer Blick auf die am gegenüberliegen Ufer liegende Stadt. {{Marker|type=building|lat=59.31998 |long=18.07324|name=Katarinahissen|wikidata=Q615365}} Alter Aufzug am Verkehrskotenpunkt Slussen. Von hier hat man einen schönen Blick über die Stadt. Von hier ist das Stadshuset, die Gamla Stan und die Halbinsel Djurgården zu sehen. Der {{Marker|type=park|lat=59.33121 |long=18.07174 |name=Kungsträdgarden|wikidata=Q926316}} im zentralen Stadtteil Norrmalm ist bei den Stockholmern im Winter zum Schlittschuhlaufen sehr beliebt. Der {{Marker|type=park|name=Tegnérpark|wikidata=Q7694751}} ist ein kleiner Park mit Skulpturen August Strindbergs und Astrid Lindgrens, in deren Buch ''Mio, mein Mio'' er vorkommt. Viele Sehenswürdigkeiten sind im kostenpflichtigen Stockholm Pass inbegriffen. Dieser enthält vor allem viele Museen (u.a. Vasa Museum, Wikingermuseum, Skansen Freilichtmuseum), aber auch manche Sehenswürdigkeiten und viele Bootsfahrten. Auch die Hop-on/Hop-off-Busse sind inklusive. == Aktivitäten == [[Datei:Stockholm_RoyalGuard_Flag.JPG|thumb|Königliche Garde bei einer Parade]] Empfehlenswert sind Ausflüge in das '''Schärengebiet''' (Schärengarten) vor Stockholm, das mittels Fähren gut erreichbar ist. Bei Einbruch der Dunkelheit kann man entlang des Skeppsbron oder in Richtung Strömkajen zu den Inseln Skeppsholmen oder Kastellsholmen schlendern und die Lichter der Stadt genießen. * Mit der SL-Fähre 80 kann man ab Nybroplan bis Ropsen fahren. * [https://www.stromma.se/stockholm/ stromma.se/stockholm] bietet Stockholm vom Wasser aus, ''Under Stockholms Broar'', unter den Brücken von Stockholm, ''Djurgården Runt'', die Königliche Kanaltour, ''Kungsholmen Runt'' die Historische Kanaltour und noch weitere Touren, von knapp 2 Stunden bis 11 Stunden Dauer. === Kino === Wer die englische Sprache beherrscht, braucht in Stockholm nicht auf die neuesten Hollywoodstreifen verzichten, da die Filme nicht synchronisiert werden, sondern in Originalsprache mit schwedischen Untertiteln gezeigt werden. Einzige Ausnahme sind Kinderfilme, die an den Zusatz „''alla talar svenska''“ (Alle sprechen Schwedisch) erkennbar sind. Eine Karte kostet etwa 160 Kronen. == Einkaufen == * {{vCard| type = mall|lat=59.3331 | long= 18.069171|name=NK Nordiska Kompaniet|description=Im "NK Kaufhaus des Nordens", einem edlen Traditionskaufhaus, lässt sich exklusiv und edel shoppen. Im Untergeschoss findet man einen Supermarkt und zwei Cafés.}} * {{vCard | name = Östermalms Saluhall | type = market hall | wikidata = Q298475 | lat = 59.3359 | long = 18.0778 | description = In der Markthalle Östermalm gibt es köstliche Delikatessen im Ambiente der Wende zum 20. Jahrhundert. }} * {{vCard | type = shopping street | lastedit = 2016-10-31 |lat=59.33160 |long=18.06367 |name = Drottninggatan |wikidata=Q2066219| description = Die zentrale Fußgängerzone, gesäumt von vielen Geschäften, Cafés, Restaurants und Take-aways. Sie beginnt im Zentrum und führt direkt in die Altstadt. }} * {{vCard | type = market | lastedit = 2016-10-31 |lat=59.33484 |long=18.06220| name = Gemüsemarkt | directions = am Hötorget vor dem Konserthuset | hours = Täglich geöffnet (auch am Sonntag) }} * {{vCard | type = mall | lastedit = 2016-10-31|lat=59.33167 |long=18.06729 | name = Gallerian |wikidata=Q10502253| address = Hamngatan 37 | directions = Station T-Centralen | url = https://www.gallerian.se/ | description = Zentral gelegenes Einkaufszentrum mit vielen Läden bekannter Marken, Restaurants und Cafés verteilt über drei Stockwerke. }} * {{vCard | type = shop | lastedit = 2016-10-31|lat=59.32347 |long=18.07380 | name = Tomtar och Troll | address = Österlånggatan 45 | url = https://www.tomtar-troll.com | description = Kleiner Laden mitten im Gamla Stan mit süßen handgemachten Trolls in allen Größen. }} == Küche == [[Image:Räucherlachs.JPG|thumb|250px|Räucherlachs]] [[Image:Hering Kartoffelpüree.JPG|thumb|250px|Gebratener Hering auf Kartoffelpüree ]] Allgemein lässt sich sagen, dass Essen gehen in Stockholm recht teuer ist. In vielen Stockholmer Gaststätten gibt es, genau wie im übrigen Schweden, an den Arbeitstagen von ca. 11 bis 14 Uhr ein „''dagens rätt''“ („Tagesgericht“), also ein Mittagsessen für etwa 150 Kronen; im Preis enthalten sind häufig ein alkoholfreies Getränk oder Leichtbier, ein Teller vom Salatbuffet und eine Tasse Kaffee. Grundsätzlich ist in Schweden ein Glas Wasser zum Essen kostenlos, was die hohen Preise etwas relativiert. Zu schwedischen Spezialitäten vgl. [[w:Schwedische Küche|Schwedische Küche]] * {{vCard|type=restaurant|name=Nilssons Restaurang |address=Stortorget 22 |phone=|email= |fax= |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Kleines gemütliches Restaurant im Bistrostil. Leckere hausgemachte [[w:Köttbullar|Köttbullar]].}} * {{vCard|type=restaurant|name=La Cantina |address=Stortorget 16 |phone=|email=|fax= |url= |hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Italienisches Restaurant mit leckerem Essen. Mittleres Preisniveau.}} * {{vCard | name = Kungshallen | type = restaurant | wikidata = Q18243473 | address = Hötorget | description = Viele verschiedene Theken mit 15 verschiedenen Restaurants. Am St. Eriksplan und nördlich davon gibt es viele kleinere Restaurants. }} * {{vCard|type=restaurant|name=Östermalms Saluhall Stockholm|address=Östermalmstorg, Östermalm, 114 39 Stockholm|phone=|email=|fax=|url=http://www.saluhallen.com/|hours= Geöffnet ist von Montag bis Donnerstag 9.30 - 18.00, Freitag 9.30 - 18.30 und Samstag 9.30 - 16.00 Uhr|price=|lat=|long=|description= Viele kleine nette Restaurants und Bars fernab der Touristenwege, außerdem kann man Delikatessen und Spezialitäten kaufen.}} * {{vCard|type=restaurant|name=Wärdshuset Ulla WinBladh|address=Rosendalsvägen 8, 115 21 Stockholm|phone=+46 (0)8 534 89 701 |email=|fax=|url=https://www.ullawinbladh.se/|hours= Geöffnet ist von Montag bis Freitag von 11.30 bis 22.00 und Samstag und Sonntag ab 12.00 Uhr|price=Hauptgerichte von 200 SEK bis 300 SEK|lat=59.32819 |long=18.10006 |description=In dem Wirtshaus aus dem Jahr 1897 wird schwedische Hausmannskost serviert und im Sommer kann man draußen sitzen. }} === Günstig Essen === Im Ikea Restaurant bekommt man einen Teller Köttbullar mit Beilagen für kr.75. Bei Cheap Noodles (2 Standorte) gibt es asiatische Nudelsuppe für kr.65. In vielen Subway-Restaurants gibt es das Sub des Tages für kr.45. Im Hemköpp gibt es ein Mittags- und Salatbuffet für kr.169/kg. Oft haben auch McDonald's oder Max günstige Angebote. == Nachtleben == Zum abendlichen/nächtlichen Ausgehen empfiehlt sich ein Besuch von [[Stockholm/Södermalm|Södermalm]], das ein bisschen als Szeneviertel gilt. Das Leben spielt sich hier vor allem auf {{Marker|type=mall|name=Medborgarplatsen|lat=59.3153 |long= 18.0716|wikidata=Q114160}} und dessen Seitenstraßen ab. Wenn gegen 3 Uhr die meisten Lokale schließen, sind viele Betrunkene unterwegs. Als weiteres Szeneviertel hat sich in den letzten Jahren Vasastaden etabliert. Hier sind vor allem die Bars, Kneipen und Restaurants um Odenplan und Rörstrandsgatan von Interesse. Hochpreisig geht es auf Östermalm zu. Die wichtigsten Läden finden sich am Stureplan. Aber auch Berns Salonger am Nybroplan und Café Opera am Kungsträdgården sind beliebte Hotspots der Reichen und Schönen. Jährlich findet Anfang August '''[http://www.stockholmpride.org/ Stockholm Pride]''' statthttps://www.zeam.se/en. Hierzu wird im Tantolunden auf Södermalm der sogenannte Pride Park errichtet. Stockholm ist wie ganz Schweden überwiegend liberal. Schwule und Lesben können sich hier frei und ungezwungen bewegen. Infos gibt es unter [http://www.qx.se/gaymap dieser Adresse]. * {{vCard|type=bar|name=Lady Patricia|address=Söder Mälarstrand Kaiplats 19 auf Södermalm|lat= 59.3212|long= 18.0527|url=http://www.patricia.st|description=Sa und So 18-5 Uhr, Mi-Fr offen für alle. Auf diesem Schiff geht Samstag- und Sonntagabend im Gayclub bei schwedischen Schlagern die Post ab.}} * {{vCard|type=bar|name=Torget|address=Mälartorget 13, Gamla Stan|lat= 59.3233| long=18.0684|description=Restaurant mit populärer Gaybar mit Schlager, Disco und Livekonzerten.}} * {{vCard|type=bar |name=Spybar |address=Birger Jarlsgatan 20 |phone=|email= |fax= |url=http://www.thespybar.se |hours=|price=|lat= 59.3365 | long=18.0721|lastedit=|description=Eine kleine Bar im ersten Stock eines Eckhauses am Stureplan. Gehobenes Publikum und Preise. Auch die Töchter des Königshauses sollen hier hin und wieder einkehren.}} * {{vCard|type=cafe|name=Populära Sibirien |address=Roslagsgatan 9 |phone=|email= |fax=|url=|hours=|price=|lat=59.3459 |long= 18.0601|lastedit=|description=Kleines Café mit kleinen Snacks. Sehr nette Bedienung.}} * {{vCard|type=cafe |name=Mälarpaviljongen |address=Norr Mälarstrand 64 |phone=|email= |fax=|url=https://www.malarpaviljongen.se/ |hours=|price=|lat= 59.3279 | long=18.0342|lastedit= |description=Direkt am und über dem Wasser - Tolles Café/ Restaurant mit sehr schönem Blick übers Wasser auf Stockholm. Im Winter nur am Wochenende geöffnet. Nächste U-Bahn Fridhemsplan.}} * {{vCard|type=cafe|name=Chokladkoppen |address=Stortorget 18 |phone=|email= |fax= |url=https://www.chokladkoppen.se/ |hours=|price=|lat= 59.3249 | long=18.0703|lastedit= |description=Kleines Café mitten in der Stockholmer Altstadt. Sehr leckere Torten und Obstpajs. Leider auch sehr viele Touristen.}} * {{vCard|type=cafe|name=Murens Café |address=Västerlånggatan 19 |phone=|email=|fax= |url= |hours=|price=|lat=59.3256| long= 18.0689|lastedit=|description=Kleines, gemütliches Café. Nicht so viel Auswahl wie im Chokladkoppen. Ebenfalls zu viele Touristen. }} <!--2018-03-10: Besteht nicht mehr: * {{vCard|type=bar |name=Mandus Bar & Kök |address=Österlånggatan 7, ganz in der Nähe des Schlosses |phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=59.3256|long=18.0739|lastedit= |description=Kleines Restaurant mit gewagt kitschiger Einrichtung. Nette Stimmung.}}--> <!--2018-03-10: Besteht nicht mehr: * {{vCard|type=bar|name=Torget |address=Mälartorget 13, direkt am Ausgang der U-Bahn-Haltestelle Gamla Stan |phone=|email=|fax=|url=http://www.torgetbaren.com/ |hours=|price= |lat=|long=|lastedit=|description=Schick-kitschige Bar mit Speisenangebot. Täglich unterschiedliche Musik, am Wochenende auch Party.}}--> <!--2018-03-10: Besteht nicht mehr: * {{vCard|type=bar |name=Debaser |address=Karl Johans Torg 1; samt Medborgarhuset, Medborgarplatsen, 111 30 Stockholm |phone=+46 8 462 98 60 |email=|fax=|url=|hours=6 Tage in der Woche 20.00 – 3.00 Uhr geöffnet |price=|lat=|long=|lastedit=|description=Es gibt Konzerte, Disco mit DJ und Bars.}}--> * {{vCard|type=club |name=Jazzclub Fasching |address=Kungsgatan 63, 111 22 Stockholm |phone=+46 8 534 829 60 |email=|fax=|url=https://www.fasching.se|hours=24-4 Uhr|price=200 SEK (ab 23 J.)|lat= 59.3334 |long= 18.056045|lastedit= |description=Legendärer Jazzclub mit Livemusik internationaler und schwedischer Stars. Nachtclub.}} == Unterkunft == Eine preiswerte, praktische und verlässliche Hotelbuchung bietet insbesondere die Internetseite '''[http://www.stockholm.at/reservations.htm Stockholm à la Carte]'''. Bei dem Buchungssystem werden z.&#x202F;B. für Wochenenden teilweise Zimmer bis zur Hälfte der üblichen Preise angeboten. Besonders praktisch ist, dass noch bis einen Tag vor Anreise eine kostenfreie Stornierung der Reservierung möglich ist. Bei Buchungen über die Seite der „Stockholm à la Carte“ ist zusätzlich noch die Stockholmkarte im Preis enthalten. Hiermit können alle öffentlichen Nahverkehrsmittel in Stockholm genutzt sowie eine Vielzahl von Museen besucht werden. === Günstig === Stockholm hat insgesamt zwölf Jugendherbergen, die zwar teurer sind als sonst im Land, aber in der schwedischen Hauptstadt immer noch eine billige Unterkunft sind: * {{vCard | name = STF Stockholm - af Chapman & Skeppsholmen | type = hostel | url = https://www.swedishtouristassociation.com/facilities/stf-stockholm-skeppsholmen-hostel/ | address = Flaggmansvägen 8, 11149 Stockholm | directions = Stadtmitte, auf einer ruhigen Insel | lat = 59.32520 | long = 18.08113 | phone = +46 8-4632266 | fax = +46 8-6117155 | email = chapman@stfturist.se | hours = 01.01.09-11.01.09, 14.01.09-31.12.09 | price = Bett für Erwachsene ab 185 SEK | subtype = budget | description = Die '''af Chapman & Skeppsholmen'''-Jugendherberge ist wohl einmalig: Ein Teil der Betten ist auf einem Dreimaster und man hat zu Fuß nur wenige Minuten bis zur Innenstadt. Die Insel ist eher ruhig. Es lohnt sich aber ''frühzeitig zu buchen'', denn normalerweise ist diese Jugendherberge immer voll ausgebucht. Man sollte mindestens ein halbes Jahr vorher buchen, sollte man hier übernachten wollen. }} * {{VCard | type= hostel | subtype= budget | name= Backpackers Inn | url= http://www.hihostels.com/dba/hostel054339.de.htm?n=n | address= Banérgatan 56, 11553 Stockholm | directions= Stadtteil Östermalm | lat= 59.34004 | long= 18.09762 | phone= +46 8-6607515 | fax= +46 8-6654039 | email= info@backpackersinn.se | hours= 25.06. - 12.08. | checkin= 16.00 | checkout= 10.00 | price= Bett ab 140 SEK |description= Die günstigste Übernachtungsmöglichkeit in Stockholm ist das Backpackers Inn. Hier trifft man vorwiegend auf junge Reisende. Man schläft in zu 16. in Klassenzimmern der Schule. Dies ist auch der Grund, warum diese JH nur im Sommer (während den Schulferien) offen ist.}} * {{VCard | type= hostel | subtype= budget | name= STF Stockholm - Långholmen | url= http://www.hihostels.com/dba/hostel054504.de.htm?n=n | address= Kronohäktet, Långholmsmuren 20, 11733 Stockholm | directions= auf einer Insel etwas westl. vom Zentrum | lat= 59.32136 | long= 18.02538 | phone= +46 8-720 85 00 | email= vandrarhem@langholmen.com | hours= 11.01.-14.01. geschlossen, 24h offen | price= Bett ab 230 SEK (für Mitglieder) }} * {{VCard | type= hostel | subtype= budget | name= STF Stockholm - Zinkensdamm | url= http://www.hihostels.com/dba/hostel054007.de.htm | address= Zinkens väg 20, 11741 Stockholm | directions= im Westen von Södermalm | lat= 59.31481 | long= 18.04442 | phone= +46 8-6168100 | fax= +46 8-6168120 | email= mail@zinkensdamm.com | hours= ganzjährig und 24h offen | price= Bett ab 200 SEK }} * {{VCard | type= hostel | subtype= budget | name= STF Fridhelmsplan | url= http://www.fridhemsplan.se/ | address= Sankt Eriksgatan 20, 11239 Stockholm | directions= nahe Stadtzentrum auf Insel Kungsholmen | lat=59.33135 | long=18.03099 | phone= +46 8-6538800 | fax= +46 8-6538920 | email= info@fridhemsplan.se | hours= ganzjährig offen, 24h | price= Bett ab 225 SEK }} * {{vCard|type=hotel|name=Formule 1|address=Mikrofonvägen 30,126 37 Hägersten,Schweden|phone= +46 77 144 66 88|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=59.2945 | long=18.0003|lastedit=|description=Eine besonders günstige Unterkunft ist das Motel ''Formule 1'' bei der U-Bahn-Station ''Telfonplan''. Die Übernachtung im Doppelzimmer mit möglicher Aufbettung kostet hier zurzeit 320 Kronen (etwa 35 Euro). Dafür muss man die ungünstige Lage direkt an der Autobahn und eine Fahrzeit in die Innenstadt von ca. 30 Minuten in Kauf nehmen.}} === Mittel === * {{vCard | name = Villa Källhagen | type = hotel | wikidata = Q18334681 | url = https://www.kallhagen.se | address = Djurgardsbrunnvägen 10 | phone = +46 8 6650300 | price = DZ/F ab etwa 200&#x202F;€ | lat = 59.333068 | long = 18.1112 }} * {{vCard|type=hotel |name=Mälardrottningen Hotel |address=Riddarholmen, 111 28 Stockholm |phone=|email=|fax=|url=http://www.malardrottningen.se/German/inledningtys.htm |hours=|price=|lat=59.3473|long= 18.0708|lastedit=|description=Die berühmte Yacht der 1920er-Jahre-Millionärin Barbara Hutton hat im Hafen der Stockholmer Altstadt festgemacht - und dient jetzt als Hotel. Der Blick über die Wasserwege Stockholms ist spektakulär und all die Sehenswürdigkeiten der Altstadt sowie die Haupt-Einkaufsgegend der Innenstadt sind bequem zu Fuß zu erreichen. Gute Parkmöglichkeiten. Die meisten der Kabinen sind Einzelzimmer mit einem Extra-Etagenbett.}} * {{vCard|type=hotel |name=Lord Nelson Hotel |address=Västerlånggatan 22, 111 29 Stockholm |phone=|email=|fax=|url=https://www.lord-nelson.se/ |hours=|price=|lat=59.3253 |long=18.0690|lastedit=|description=Nur fünf Meter ist das Lord Nelson breit - das dürfte schwedischer Hotelrekord sein. Von den Maßen auf die Qualität zu schließen, wäre jedoch völlig verfehlt. Im Gegenteil, der Standard ist sogar recht hoch, und die 31 Zimmer (davon 22 Einzelzimmer) sind zwar klein, aber ausgesprochen gemütlich. Das liegt vor allem an ihrem maritimen Flair. Überhaupt erinnert vieles in dem hübschen Jugendstilhaus an ein Schiff, sogar die Stockwerke heißen hier „Deck“. Allerdings müssen die Gäste - viele Geschäftsreisende - niemals befürchten, seekrank zu werden. Und wenn man aus dem Fenster hinaus - oder von der Dachterrasse herabschaut, blickt man nicht auf das wogende Meer, sondern auf die belebteste Gasse der Stockholmer Altstadt.}} * {{vCard|type=hotel |name=Best Western Hotel Terminus |address=Vasagatan 20, 101 25 Stockholm |phone=|email=|fax=|url=https://www.terminus.se/ |hours=|price=|lat=59.3306|long=18.0596|lastedit=|description=Das Terminus gegenüber vom Hauptbahnhof und dem City Air Terminal wird von der Familie des Besitzers geführt. Die Altstadt, Restaurants, Shopping, Vergnügungs- und Regierungsviertel liegen rundum in kurzer Distanz. Die U-Bahn-Station liegt unter dem Gebäude. Von der U-Bahn ist nichts zu hören und die Umgebung des Hauptbahnhofs ist nicht mit der anderer Haupt- und Großstädte zu vergleichen! Wer Wert auf eine gepflegte und zentrale Unterkunft zu moderatem Preis legt, ist hier genau richtig.}} === Gehoben === [[Image:Stockholm Grand Hotel.JPG|thumb|300px|Grand Hôtel]] * {{vCard|type=hotel|subtype=5|name=Grand Hôtel Stockholm |address=Södra Blasieholmshamnen 8, 103 27 Stockholm|phone= +46 8 679 35 00|email=|fax=|url=https://www.grandhotel.se/|hours=|price=ab 315 €|lat=59.3296 | long=18.0757|description= Das Hotel gibt es seit 1874.}} * {{vCard|type= hotel|subtype=4|name=Browallshof |address=Surbrunnsgatan 20|url=https://www.claspahornet.se/index.php/hotell|lat=59.3464|long=18.0611|description=Dieses Hotel besteht als altes Gasthaus seit 1731. Gäste waren schon König Gustav III. und sein Freund [[w:Carl Michael Bellman|Carl Michael Bellman]]. Das Haus bietet ein Restaurant mit sehr guter schwedischer Küche und ein kleines Hotel mit 10 Zimmern im gustavianischen Stil.|phone=08165136}} * {{vCard | name = Radisson Blu Royal Park Hotel, Stockholm, Solna | type = hotel | url = https://www.radissonhotels.com/en-us/hotels/radisson-blu-stockholm-royal-park | email = info.royalpark@radissonblu.com | address = Frösundaviks Allé 15, 169 03 Solna | phone = +46 8 624 55 00 | fax = +46 8 85 85 66 | lat = 59.3692 | long = 18.0305 | description = Das Hotel liegt in sehr schöner Umgebung nördlich des Stadtzentrums im Royal Haga Park. Vom Frühstücksraum hat man einen schönen Blick auf einen See. Der Flughafenbus hält ca. 400&#x202F;m vom Hotel entfernt. }} == Sicherheit == Stockholm ist eine relativ sichere Stadt, selbst die in anderen Metropolen aufdringlich wirkende Bettelei findet hier dezenter statt. Gegenüber Betrunkenen sollte man vorsichtig sein. An Orten mit hohem Touristenaufkommen, wie dem Bahnhof und Gamla Stan, ist allerdings mit der üblichen Kleinkriminalität wie Taschen- und Gepäckdiebstahl zu rechnen. In den öffentlichen Verkehrsmitteln ist praktisch überall Personal der SL zu finden, etwa bei den Schleusen der Tunnelbanan, die bei Problemen eingreifen. Zwar besitzt Stockholm, wie auch andere schwedische Großstädte, einige Vororte mit erhöhter Bandenkriminalität, welche für Touristen nicht unbedingt zu empfehlen sind, etwa Rinkeby, doch der Großteil der Stadt und auch die meisten umliegenden Orte sind grundsätzlich sehr ungefährlich. == Gesundheit == == Praktische Hinweise == [[File:Stockholm Telefonzelle (1).JPG|thumb|160px|Historische Telefonzelle neben der Kirche Tyska kyrkan]] In Stockholm wie auch im Rest des Landes wird praktisch alles bargeldlos bezahlt, dementsprechend benötigt der Tourist eine zuverlässige Kredit- oder Debitkarte mit möglichst geringen Auslandsgebühren. Auch kontaktlose Zahlungssysteme sind weit verbreitet. EU-Dokumente wie Reisepass, Führerschein oder Personalausweis reichen für so gut wie alle Situationen aus. Viele Schweden sprechen neben ihrer Muttersprache auch fließend Englisch. Für deutsche Besucher gestaltet sich auch das Lesen von diversen Schildern relativ unproblematisch, da das Schwedische eine recht große Ähnlichkeit zum Deutschen aufweist. Die Gepäckaufbewahrung im Hauptbahnhof Centralen ist mit etwa €40 pro Tag sehr teuer, deswegen haben sich zahlreiche private Anbieter wie Luggagehero, Bounce oder Radicalstorage etabliert, die Tagespreise liegen hier ab etwa 7 €. == Ausflüge == === Skärgården === Der Ostsee-Archipel (''skärgården''), wird oft in Innen-, Mittel- und Außenarchipel (''inner-, mellan-'' und ''ytter-skärgård'') aufgeteilt. Im Innenarchipel sieht man das offene Meer nicht. Die Inseln sind groß und bewaldet und die Wasserstraßen recht schmal. Dagegen ist der Außenarchipel ein Übergangsbereich zum offenen Meer. Es hat große Wasserflächen und kleine Inseln. Das ganze Jahr betreibt [https://waxholmsbolaget.se/ Waxholmsbolaget] Schifffahrt im Ostseearchipel: * Von Stockholm aus fährt das Boot in gut einer Stunde durch den Innenarchipel zur kleinen Festungsstadt {{Marker|type=village|wikidata=Q1001109|name=Vaxholm}}. Sehenswert ist dort auf einer kleinen vorgelagerten Insel die {{Marker|type=fort|name=Festung Vaxholm|wikidata=Q2627611}} mit Museum. Vom Vaxholm kann man mit Bus oder Boot zurückkehren. * Die ehemalige Festungsanlage {{Marker|type=fort|name=Fredriksborg fästning|wikidata=Q10498760}} ist gut mit dem Auto zu erreichen. Beide Teile der Anlage sind durch 180&#x202F;m Wasser voneinander getrennt. Durch diese Enge fahren alle großen Schiffe, sowohl Kreuzfahrschiffe, Großfähren wie auch Frachtschiffe auf ihrem Weg von bzw. nach Stockholm, ein imposantes Schauspiel. * Ein klassisches Ausflugsziel ist die Lotsenstelle in {{Marker|type=village|wikidata=Q2837232|name=Sandhamn}} am Anfang des Außenarchipels. Im Sommer ist es ein mondäner Seglertreffpunkt, im Winter wohnen hier nur wenige. * Auch andere naturschöne Inseln sind in der warmen Jahreszeit mit öffentlichen Schiffen erreichbar, beispielsweise {{Marker|type=island|name=Utö|wikidata=Q56804997}} und {{Marker|type=island|name=Rödlöga|wikidata=Q428390}}. * Das exklusive Seebad {{marker|type=village|wikidata=Q990771|name=Saltsjöbaden}} liegt vor den Toren von Stockholm und ist mit der [[w:Saltsjöbanan|Saltsjöbanan]] gut angebunden. Dort ist unter anderem die [[w:Uppenbarelsekyrkan (Saltsjöbaden)|Uppenbarelsekyrkan]] als eindrucksvolles Bauwerk der Nationalromantik sehenswert. === Am Mälaren === An den Ufern vom Mälaren gibt es viele kulturgeschichtlich interessante Orte: * {{wikipedia|Drottningholm|Q910007}} mit zwei Schlössern und großer Parkanlage. Erreichbar mit SL-Bus ab U-Bahnstation ''Brommaplan'', oder im Sommer mit Schiff. * Die Universitätsstadt und Erzbischofssitz [[Uppsala]], Züge ab Stockholm Hauptbahnhof. * Das Renaissanceschloss [[Gripsholm]] in der Kleinstadt Mariefred. * [[Birka]] war im 9. und 10. Jahrhundert ein stadtähnliches Handelszentrum. Die Insel ist nicht mit Auto erreichbar, aber für Archäologiefans gibt es geführte Bootstouren. * Das prachtvolle Barockschloss [[Skokloster]] hat ein sehr gut erhaltenes Interieur. == Literatur == * {{buch | Autor= Petra Juling | Titel= Stockholm DuMont direkt | Verlag= DuMont Reiseverlag | Jahr= 2013 | Auflage= 2 | ISBN= 9783770196036 | Online= http://shop.dumontreise.de/dumont/reisefuehrer/stockholm-dumont-direkt-europa_pid_728_11561.html}} == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} * [http://www.visitstockholm.com/ visitstockholm.com] - Offizielle Touristeninformationen * [http://parapsychology.se/PA-stockholm/a_stockholm/stockholmsbilder/Innerstan_map.gif Stadtplan] * [http://www.waxholmsbolaget.com/visitor/ Waxholmsbolaget] mit Fahrplänen und Ausflugsvorschlägen, teilweise in englischer Sprache {{Navigationsleiste Kulturhauptstädte Europas}} {{class-3}} {{GeoData| lat= 59.325| long= 18.05| zoom = 10}} {{IstInKat|Uppland}} {{Unesco|Kontinent = Europa |Land = Schweden}} dfs06gpri3ull8639aikswhikz8yl64 1802381 1802378 2026-09-06T19:57:39Z Maikel 5108 /* Nachtleben */ 1802381 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild= [[Bild:Stockholm_gamlastan_etc.jpg|300px|Blick auf Stockholm]] | TouriInfoWeb= [http://www.visitstockholm.com/en/ Visitstockholm.com] | TouriInfoTel= +46 (0)8-508 28 508 }} '''Stockholm''' ist die Hauptstadt von [[Schweden]] und hat rund eine Million Einwohner. Damit ist die geschichtsträchtige Stadt die größte von Schweden vor [[Göteborg]] und [[Malmö]]. Sie liegt am Ausfluss des Sees ''Mälaren'' in die Ostsee, die dort einen inselreichen Meerbusen, den Schärengarten, bildet. == Stadtteile == [[Image:Stockholm boroughs 2007.svg|left|300px|thumb|Karte]] [[Image:Stockholm_Municipality_in_Stockholm_County.png|thumb|Karte]] Stockholm bedeckt eine Fläche von 187 km² und besteht seit 1. Januar 2007 aus 14 Stadtbezirken. {| |- !Innenstadt !Süden !Westen |- style="vertical-align:top;" | style=" padding-right:3em;" | * [[Stockholm/Kungsholmen|Kungsholmen]] * [[Stockholm/Norrmalm|Norrmalm]] * [[Stockholm/Östermalm|Östermalm]] * [[Stockholm/Södermalm|Södermalm]] | style=" padding-right:3em;" | * [[Stockholm/Enskede-Årsta|Enskede-Årsta]] * [[Stockholm/Farsta|Farsta]] * [[Stockholm/Hägersten|Hägersten]] * [[Stockholm/Skarpnäck|Skarpnäck]] * [[Stockholm/Skärholmen|Skärholmen]] * [[Stockholm/Älvsjö|Älvsjö]] | * [[Stockholm/Bromma|Bromma]] * [[Stockholm/Hässelby-Vällingby|Hässelby-Vällingby]] * [[Stockholm/Kista|Kista]] * [[Stockholm/Spånga-tensta|Spånga-Tensta]] |} == Hintergrund == In Stockholm befindet sich das königliche Schloss, die Stadt ist Sitz einer Universität und mehrerer Hochschulen sowie der Sitz der evangelischen und katholischen Kirche Schwedens. Im Stadtgebiet liegen 14 Inseln, die durch 53 Brücken verbunden sind. Die Innenstadt unterteilt sich in die Stadtteile Gamla Stan, Kungsholmen, Norrmalm, Södermalm und Östermalm. Stockholm ist besonders im Sommer ein Touristenmagnet; Teilnehmer von Kreuzfahrten ebenso wie Busgruppen und Rucksacktouristen auf dem Weg zum [[Magerøya|Nordkap]] bevölkern dann die Stadt, denn Stockholm hat dem Besucher viel zu bieten: uralte Altstadthäuser, unzählige Cafés, Eisdielen, gepflegte Parkanlagen, das Meer, viel Sonne, umgeben von tausenden Schäreninseln. Eine lakonische Beschreibung der Stadt fand [[:wikipedia:Kurt Tucholsky|Kurt Tucholsky]] in seiner Novelle ''Schloss Gripsholm'': „Stockholm ist schön. Städte am Wasser sind immer schön.“ == Anreise == {{Mapframe|59.327|18.074|zoom=12}} {{mapshapes|Q272926 }} === Mit dem Flugzeug === Es gibt drei Flughäfen, die Stockholm zugerechnet werden. * Der {{marker|type=|wikidata=Q223499|lat=59.6496|long=17.9341|name=Flughafen Stockholm-Arlanda}} ist der wichtigste und größte und liegt etwa 45&#x202F;km außerhalb von Stockholm. Die günstigsten Fahrten von Arlanda zum zentralen Busbahnhof und umgekehrt bietet Flixbus ab 6,99&#x202F;€, mit 2 bis 10&nbsp;täglichen Abfahrten. Tickets und Fahrplan via App oder [https://www.flixbus.de/ flixbus.de.] Der Preis der Tickets (Einzelfahrt) schwanken zwischen 6,99&#x202F;€ und 9,99&#x202F;€, die Fahrtzeit beträgt 40-60 Minuten. {{Stand|2022|12}} Deutlich regelmäßiger bedient [https://www.flygbussarna.se/de/# ''Flygbussarna''] die Linie. Strecke und Fahrzeit entsprechen Flixbus, allerdings liegen die Ticketpreise höher. Selbst zu späterer Stunde verkehren die Busse in dichtem Takt. Tickets gibt es an Schaltern (etwa in Terminal 5), vor und im Flughafengebäude an Automaten, an Bord der Busse, online und in der App. Ein Ticket kostet für einen Erwachsenen 129&#x202F;SEK (Einzelfahrt) bzw. 209&#x202F;SEK (Hin- und Rückfahrt). Für Minderjährige gibt es ermäßigte Tickets für 119&#x202F;SEK (Einzelfahrt) bzw. 189&#x202F;SEK (Hin- und Rückfahrt). Beim Kauf vor Ort sind die Tickets teurer, die Barzahlung ist nicht möglich. Wer vor der Endstation aussteigen möchte, sollte den Halteknopf drücken. {{Stand|2022|11}} Schneller aber auch teurer geht es mit dem Schnellzug [https://www.arlandaexpress.com/ Arlanda Express]; dieser hält im 15-Minuten-Takt an den unterirdischen Stationen Arlanda Norra (Nord) und Arlanda Södra (Süd) und fährt von dort aus in etwa 20&#x202F;Minuten ohne Zwischenhalt zum Hauptbahnhof. Die Tickets sollten am Schalter, Automaten oder im Voraus im Internet erworben werden. Die Kosten liegen für Erwachsene bei 299&#x202F;SEK für eine Einzelfahrt und 579&#x202F;SEK für Hin- und Rückfahrt, Jugendliche (8 bis 25&#x202F;J.) zahlen 149&#x202F;SEK (Einzelfahrt) bzw. 298&#x202F;SEK für Hin- und Rückfahrt. Jugendliche fahren in Begleitung eines Erwachsenen kostenlos, Kinder unter 8 Jahren immer. {{Stand|2022|12}} Alle anderen Regional- und Fernzüge halten am ebenfalls unterirdischen Bahnhof Arlanda Central, welcher sich mittig zwischen den Haltestellen Södra und Norra befindet. Tickets lassen sich am einfachsten über [https://www.sj.se/ SJ] kaufen. Nimmt man ein Taxi, so gelten von Arlanda Festpreise, welche sich zwischen den Anbietern allerdings unterscheiden. Alle verifizierten Taxianbieter, die einen Vertrag mit dem Flughafen geschlossen haben, befinden sich in ausgewiesenen Zonen vor den Ankunftsbereichen von Terminal 2 und Terminal 5. * Der {{marker|wikidata=Q664946|type=airport|name=Flughafen Stockholm-Skavsta}} wird von der osteuropäischen Billigfluggesellschaft [[Wizz Air]] und von [[w:Norwegian Air Shuttle|Norwegian]] angeflogen. Der Flughafen liegt in der Provinz [[Södermanland]], etwa 100&#x202F;km südlich von Stockholm, nahe der Stadt [[Nyköping]]. Auch hier fährt wieder der ''[http://www.flygbussarna.se/ Flybussarna]'', dessen Fahrtzeit nach Stockholm-Centralen etwa 80&#x202F;Minuten beträgt. Die Tickets kosten 219&#x202F;SEK (Einzelfahrt) und 438&#x202F;SEK für Hin- und Rückfahrt. Minderjährige zahlen 199&#x202F;SEK (Einzelfahrt) bzw. 398&#x202F;SEK für Hin- und Rückfahrt {{Stand|2022|12}}. * Der {{marker|wikidata=Q29863|type=airport|lat=59.3551|long=17.9472|name=Flughafen Stockholm-Bromma}} liegt direkt im gleichnamigen Stadtteil von Stockholm. Von Bromma aus werden schwedische Inlandsflüge und Direktverbindungen nach [[Brüssel]], [[Helsinki]] und [[Aarhus|Århus]] angeboten. Das Stadtzentrum lässt sich vom Flughafen mit Flughafenbussen oder einer Kombination aus der Straßenbahnlinie 31 und der Tunnelbana (U-Bahn) erreichen. === Mit der Bahn === {{Marker|type=train|name=Stockholm Centralstation|wikidata=Q54315}} hat als Verkehrsknotenpunkt Eisenbahnverbindungen zu allen großen Städten in Schweden. Deutsche Urlauber erreichen Stockholm (und generell Schweden) über Dänemark und, abgesehen von Nachtzügen, nur mit mindestens einem Umstieg. Die DB bietet täglich Intercity-Züge von [[Hamburg]] bis [[Kopenhagen]] an. Von dort aus lässt sich Stockholm unter anderem mit dem Schnellzug ''X2000'' der schwedischen Staatsbahn SJ erreichen. Noch frequentierter fahren diese aber ab dem südschwedischen [[Malmö]], welches von Kopenhagen mit Regionalzug oder diversen Busgesellschaften schnell zu erreichen ist. Außerdem verkehren saisonal direkte Nachtzüge der Staatsbahn SJ sowie der privaten Bahngesellschaft Snälltåget mit Sitz-, Liege- und Schlafwagen von Berlin über Hamburg bis nach Stockholm. * [https://www.sj.se Homepage der schwedischen Staatsbahn] * [https://snalltaget.se Homepage von Snälltåget] === Auf der Straße === Stockholm ist eine Großstadt mit einem entsprechenden Verkehrsaufkommen. Für Kraftfahrtzeuge wird im Stadtzentrum die ''Trängselskatt'' (wörtlich „Stau-Abgabe“) erhoben, und zwar jeweils bei der Ein- und Ausfahrt in der Zeit von 6.00 bis 18.29 Uhr, wobei in der Hauptsaison die Abgabe bei kr.165 pro Tag und Fahrzeug gedeckelt ist.<ref name=trängelskatt>[https://www.transportstyrelsen.se/sv/vagtrafik/fordon/skatter-och-avgifter/trangselskatt/trangselskatt-i-stockholm/ Trängelskatt i Stockholm]</ref> === Mit dem Schiff === Diverse Fährlinien legen an dem {{Marker|type=pier |lat=59.31678 |long=18.09586|name=Fährterminal Södermalm}} und an den {{Marker|type=pier |lat=59.3517 |long=18.1172 |name=Fährterminals Värtahamnen}} bzw. {{Marker|type=pier|lat=59.3441 |long=18.1196 |name=Frihamnen|alt=Frihamnens färjeterminal}} an.<br> Die finnische Reederei [https://www.vikingline.de/ Viking Line] verkehrt täglich zwischen Schweden und Finnland. Für die Anreise aus Deutschland gibt es Partnerfährlinien, mit denen man via Dänemark nach Schweden und Finnland gelangen kann. Andere Fährschiffe fahren nicht nur nach [[Helsinki]], sondern auch nach [[Mariehamn]],<!-- [[Sankt Petersburg]],--> [[Turku]] und [[Tallinn]]. {{siehe auch|Södermanland#Mit dem Schiff|titel1=Fährverbindungen mit Åland und Finnland|Ostseefähren}} im Hafen Kapellskär. Stockholm ist auch Unterwegshafen für Passagiere von [[Frachtschiffreise]]n. Diese legen überwiegend am Containerterminal im Frihamnen an, wo nebenan auch das Kreuzfahrterminal ist. Der Weg von dort in die Stadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Bus 76, ist recht einfach und kostengünstig. == Mobilität == [[Datei:Stockholm metrosystem map.svg|mini|400px|Übersichtsplan der U-Bahn]] In Stockholm betreibt der Verkehrsverbund ''Storstockholms Lokaltrafik'' (SL, deutsch „Großstockholmer Nahverkehr“) ein engmaschiges Verkehrsnetz mit Schwedens einziger U-Bahn, S-Bahn ([[Pendeltåg (Stockholm)|Pendeltåg]], deutsch „Pendelzug“), Bussen, Schiffen und Trambahnen. Die Einzelfahrt kostet kostet 43 SEK. Günstig können für Besucher beispielsweise die angebotenen 24 h- und 72 h- oder 7 Tage-Tickets sein. Das 24 h-Ticket kostet 180 SEK und das 72 h-Ticket 360 SEK (Stand 2026). Wer länger als drei Tage in Stockholm ist, sollte das nur geringfügig teurere 7-Tage-Ticket kaufen (470 SEK). Ermäßigte Preise gibt es für alle unter 20 und ab 65: Das 24 h-Ticket kostet 110 SEK, das 72 h-Ticket 220 SEK und das 7-Tage-Ticket 290 SEK. Die Verkehrsmittel des SL können auch mit der „Stockholm Card“ genutzt werden, diese kostet 450 SEK für 24 h (Stand 2012) und beinhaltet den freien Eintritt in zahlreiche Museen und Sehenswürdigkeiten. Einzelkarten kann man direkt beim Einsteig kaufen indem man eine NFC-Zahlungsmittel (Kreditkarte oder smartphone mit Google Pay oder Apple Pay) an das Lesegerät kauft. Sehr empfehlenswert ist die SL-App, welche sowohl das Kaufen von Einzel- und Langzeittickets ermöglicht, als auch Echtzeitinformationen zu allen Verbindungen innerhalb des Nahverkehrsgebiets bereitstellt. Achtung, wenn man ein smartphone mit SL-app und dem QR-code für eine Zeitkarte an das Lesegerät hält, kann es vorkommen dass statt dessen versehentlich eine Einzelfahrkarte gekauft wird, daher sollte man vorher NFC abschalten. Alternativ kann man Zeitkarten auch auf eine Plastikkarte laden, die einmalig ca. €4 kostet. Zeitkarten gibt es dagegen nicht mehr als Papiertickets, diese wurden grundsätzlich abgeschafft. === U-Bahn === Stockholms U-Bahn-System ist die '''[[w:Stockholms tunnelbana|Tunnelbana]]'''. Drei Stammlinien mit verschiedenen Verästelungen decken das Stadtgebiet großflächig ab und sorgen auch für die Anbindung des Stadtrandes (während die S-Bahn, der Pendeltåg, mit seinen zwei Linien hierbei lediglich eine untergeordnete Rolle spielt). Ein Genuss sind einige Bahnhöfe, die als Gesamtkunstwerk angelegt sind (z.&#x202F;B. einige der Haltestellen der „Blauen Linie“). Ein Plan des '''[http://www.sl.se/ficktid/karta%2Fvinter/vTub.pdf U-Bahn-Streckennetzes]''' ist auf den Seiten der Stockholmer Nahverkehrsbetriebe '''[http://www.sl.se/ SL]''' im PDF-Format downloadbar. === Bus/Straßenbahn === Der öffentliche Nahverkehr mittels Bus funktioniert gut. Die Wartehäuschen bieten auch einen guten Schutz bei Regenwetter. Die Busverbindungen gehen teils weit aus der Innenstadt heraus und reichen bis zu entfernt gelegenen Vororten. Stockholm hatte bis 1967 ein ausgedehntes Straßenbahnnetz, das jedoch aufgrund der Umstellung auf Rechtsverkehr stillgelegt wurde; mittlerweile gibt es jedoch wieder vier Linien (7, 12, 21 und 30/31), sowie zwei Linien (25/26 und 27/28/29) der Stadtbahn ''lokalbana''. Die Linie 7 beginnt an '''T-Centralen''', einem Hauptplatz etwas östlich vom Hauptbahnhof, und fährt in Richtung [[Djurgården]], wo sich das Museumsschiff Wasa und das Freilichtmuseum [[Skansen]] befinden. Gelegentlich sind auch auch historische Straßenbahnen unterwegs. In den Bussen der SL können Tickets direkt am Fahrkartenentwertungsautomaten per Kreditkarten gekauft werden. [[Image:Stockholm Hop On Hop Off.JPG|left|200px|thumb|Hop On Hop Off]] === Schnellzug === Mit dem [[Pendeltåg (Stockholm)|Pendeltåg]] (ähnlich der S-Bahn) erreicht man das Umland von Stockholm. Das SL-Ticket ist dort ebenfalls gültig. Bei einer Fahrt nach [[Uppsala]] und Knivsta ist aber ein Zusatzticket nötig, da Stockholms Tarifgebiet verlassen wird. Auf Stockholmer Stadtgebiet hält der Pendeltåg in Stockholm södra, -city und -Odenplan. Die Station Stockholm city ist Teil des Hauptbahnhofs. === Fähren === Die meisten Fähren legen vom Strömkajen gegenüber dem Grand Hôtel ab und machen dann häufig noch einen Halt in Slussen, nur die SL-Fähren nach Djurgården fahren direkt in Slussen ab. Der öffentliche Verkehrsbetrieb SL betreibt zahlreiche eigene Fähren, außerdem sind die Fähren von Waxholmsbolaget [https://waxholmsbolaget.se/visitor-information]bis zur Insel [[Vaxholm]] (Fahrtzeit ab Strömkajen etwa 75 Minuten) im Tarifverbund enthalten. Darüber hinaus gibt es viele private Fähren die nicht im SL-Verkehrsverbund enthalten sind, der größte Anbieter ist hier Strömma. Bedient werden Ziele innerhalb des Stadtgebietes von Stockholm bis zu den äußeren, östlichen Schäreninseln wie Nämdö. Die Reederei Ressel betreibt die Fähre [https://ressel.se/emelie-trafiken/#emelie-tidtabell Emelie] von Strömkajen in den neuen Stadtteil Hammarby Sjöstadt und Luma Park im Südosten Stockholms; diese ist nicht im SL-Verkehrsverbund enthalten sondern kostet extra. Die elektrische Tragflügelfähre [https://waxholmsbolaget.se/nyheter-och-trafikinfo/barplansbaten-nova Nova] als Sonderlinie 14X der Gesellschaft Waxholmsbolaget auf der Fährlinie 14 verkehrt zwischen Sollenkroka und Möja, die Fahrt muss zwei Stunden vorher gebucht werden und ist meist nicht im SL-Tarif enthalten. Der Fährbetrieb einer autonomen Fähre, der [https://www.zeam.se/en Estelle], wurde nach einem Brand eingestellt (Stand: September 2026). Für die Waxholmsbolaget-Schiffe kann man Fahrkahrten an Bord kaufen. === Stadtrundfahrt === Für Stadtrundfahrten eignet sich ein '''Hop On Hop Off-Ticket''', es gilt für beliebig viele Fahrten innerhalb 24 Stunden. Es ist auch als Kombifahrkarte für Boot und Bus erhältlich. Die beiden Anbieter sind Red Sightseeing und [https://www.stromma.se/stockholm/ Strømma]. Letztere arbeiten in Stockholm mit City Sightseeing zusammen, sodass sowohl die grünen Busse als auch die roten genutzt werden können. == Sehenswürdigkeiten == [[Bild:GamlaStan01.jpg|thumb|right|In den Gassen von Gamla Stan]] Die historische {{Marker|type=quarter|lat=59.3250 |long=18.0707 |name=[[Stockholm/Gamla stan|Gamla Stan (Altstadt)]]}}, eine der am besten erhaltenen Europas, ist das Herz von Stockholm. An der Westseite des dicht bebauten Viertels liegt die U-Bahn-Station ''T Gamla Stan''. Das Zentrum der Altstadt ist '''Stortorget''', ein Platz, wo der dänische König Christian II. 1520 beim Stockholmer Blutbad 82 Personen köpfen ließ. In der Weihnachtszeit findet auf dem Stortorget ein typischer Weihnachtsmarkt statt. Die {{Marker|type=church|wikidata=Q657118|name=Riddarholmskyrkan}} in der Altstadt ist eine wunderschöne mittelalterliche Kirche. Am nördlichen Ende befindet sich die {{Marker|type=church|wikidata=Q1133075|name=Storkyrkan}} (St. Nikolai) aus dem 13. Jahrhundert, die zwischen 1736 und 1743 umgebaut wurde. Weiter südlich befindet sich die {{Marker|type=church|lat=59.32416 |long=18.07172|name=Tyska Kirkan|wikidata=Q2164087}}, die deutsche Kirche. Deren Turmspitze ist mit 100&#x202F;m der höchste Punkt der Altstadt. Das {{Marker|type=castle|lat=59.3265 |long=18.0708|name=königliche Schloss|wikidata=Q750444}}, gebaut zwischen 1697 und 1754, liegt auf der Ostseite der Altstadt und ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Obwohl letzteres im Stadtzentrum liegt, lebt die königliche Familie im {{Marker|type=castle|lat=59.3219 |long=17.8868 |name=Schloss Drottningholm|wikidata=Q208559}} auf der Insel Lovö am Rande der Stadt. Es ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln etwa eine Stunde vom Zentrum entfernt. Unter diesem Stichwort ist der {{Marker|type=building|lat=59.32764 |long=18.06823|name=Reichstag|wikidata=Q1101073}} in der Altstadt hervorzuheben. Hinzu kommt das {{Marker|type=town hall|lat=59.32749 |long=18.05464 |name=Stadshuset|wikidata=Q648483}} mit dem ''Blauen Saal'', der übrigens nicht blau ist und wo jedes Jahr am 10. Dezember das Nobelpreisbankett stattfindet. Die Nobelpreise werden zuvor im {{Marker|type=concert hall|lat=59.33514 |long=18.06315|name=Konserthuset|wikidata=Q653773}} verliehen. Ebenso lohnenswert ist ein Besuch des 155 Meter hohen {{Marker|type=tower|lat=59.33515 |long=18.12680|name=Kaknästurm|wikidata=Q1721899}}, von dem man einen schönen Blick über Stockholm hat. Sehenswert ist ferner das Wrack des Schiffes {{Marker|type=museum ship|lat=59.3282 |long=18.0913|name=Vasa|wikidata=Q219821}} im eigens dafür errichteten Museum und das {{Marker|type=open air museum|lat=59.32639 |long=18.10389|name=Freilichtmuseum Skansen|wikidata=Q725108}}. In letzterem gibt es ein Gehege mit typisch schwedischen Tieren wie Elche, Rentiere, Wölfe und Luchse. Des Weiteren wurden dort eine „alte Schule“, eine „alte Kirche“, „alte Bauernhäuser“ usw. originalgetreu errichtet. Verkleidete Mitarbeiter des Parks „spielen“ z.&#x202F;B. den Dorfschullehrer und erzählen, wie es früher in Schweden gewesen sein mag. {{Marker|type=park|lat=59.3203 |long=18.0503|name=Skinnarviksparken|wikidata=Q10670195}}, Södermalm, U-Bahn Zinkensdamm - Ein kleiner Park um einen Sendemast herum, über einen Weg mit zahlreichen Stufen erreicht man die Anhöhe und es eröffnet sich ein fantastischer Blick auf die am gegenüberliegen Ufer liegende Stadt. {{Marker|type=building|lat=59.31998 |long=18.07324|name=Katarinahissen|wikidata=Q615365}} Alter Aufzug am Verkehrskotenpunkt Slussen. Von hier hat man einen schönen Blick über die Stadt. Von hier ist das Stadshuset, die Gamla Stan und die Halbinsel Djurgården zu sehen. Der {{Marker|type=park|lat=59.33121 |long=18.07174 |name=Kungsträdgarden|wikidata=Q926316}} im zentralen Stadtteil Norrmalm ist bei den Stockholmern im Winter zum Schlittschuhlaufen sehr beliebt. Der {{Marker|type=park|name=Tegnérpark|wikidata=Q7694751}} ist ein kleiner Park mit Skulpturen August Strindbergs und Astrid Lindgrens, in deren Buch ''Mio, mein Mio'' er vorkommt. Viele Sehenswürdigkeiten sind im kostenpflichtigen Stockholm Pass inbegriffen. Dieser enthält vor allem viele Museen (u.a. Vasa Museum, Wikingermuseum, Skansen Freilichtmuseum), aber auch manche Sehenswürdigkeiten und viele Bootsfahrten. Auch die Hop-on/Hop-off-Busse sind inklusive. == Aktivitäten == [[Datei:Stockholm_RoyalGuard_Flag.JPG|thumb|Königliche Garde bei einer Parade]] Empfehlenswert sind Ausflüge in das '''Schärengebiet''' (Schärengarten) vor Stockholm, das mittels Fähren gut erreichbar ist. Bei Einbruch der Dunkelheit kann man entlang des Skeppsbron oder in Richtung Strömkajen zu den Inseln Skeppsholmen oder Kastellsholmen schlendern und die Lichter der Stadt genießen. * Mit der SL-Fähre 80 kann man ab Nybroplan bis Ropsen fahren. * [https://www.stromma.se/stockholm/ stromma.se/stockholm] bietet Stockholm vom Wasser aus, ''Under Stockholms Broar'', unter den Brücken von Stockholm, ''Djurgården Runt'', die Königliche Kanaltour, ''Kungsholmen Runt'' die Historische Kanaltour und noch weitere Touren, von knapp 2 Stunden bis 11 Stunden Dauer. === Kino === Wer die englische Sprache beherrscht, braucht in Stockholm nicht auf die neuesten Hollywoodstreifen verzichten, da die Filme nicht synchronisiert werden, sondern in Originalsprache mit schwedischen Untertiteln gezeigt werden. Einzige Ausnahme sind Kinderfilme, die an den Zusatz „''alla talar svenska''“ (Alle sprechen Schwedisch) erkennbar sind. Eine Karte kostet etwa 160 Kronen. == Einkaufen == * {{vCard| type = mall|lat=59.3331 | long= 18.069171|name=NK Nordiska Kompaniet|description=Im "NK Kaufhaus des Nordens", einem edlen Traditionskaufhaus, lässt sich exklusiv und edel shoppen. Im Untergeschoss findet man einen Supermarkt und zwei Cafés.}} * {{vCard | name = Östermalms Saluhall | type = market hall | wikidata = Q298475 | lat = 59.3359 | long = 18.0778 | description = In der Markthalle Östermalm gibt es köstliche Delikatessen im Ambiente der Wende zum 20. Jahrhundert. }} * {{vCard | type = shopping street | lastedit = 2016-10-31 |lat=59.33160 |long=18.06367 |name = Drottninggatan |wikidata=Q2066219| description = Die zentrale Fußgängerzone, gesäumt von vielen Geschäften, Cafés, Restaurants und Take-aways. Sie beginnt im Zentrum und führt direkt in die Altstadt. }} * {{vCard | type = market | lastedit = 2016-10-31 |lat=59.33484 |long=18.06220| name = Gemüsemarkt | directions = am Hötorget vor dem Konserthuset | hours = Täglich geöffnet (auch am Sonntag) }} * {{vCard | type = mall | lastedit = 2016-10-31|lat=59.33167 |long=18.06729 | name = Gallerian |wikidata=Q10502253| address = Hamngatan 37 | directions = Station T-Centralen | url = https://www.gallerian.se/ | description = Zentral gelegenes Einkaufszentrum mit vielen Läden bekannter Marken, Restaurants und Cafés verteilt über drei Stockwerke. }} * {{vCard | type = shop | lastedit = 2016-10-31|lat=59.32347 |long=18.07380 | name = Tomtar och Troll | address = Österlånggatan 45 | url = https://www.tomtar-troll.com | description = Kleiner Laden mitten im Gamla Stan mit süßen handgemachten Trolls in allen Größen. }} == Küche == [[Image:Räucherlachs.JPG|thumb|250px|Räucherlachs]] [[Image:Hering Kartoffelpüree.JPG|thumb|250px|Gebratener Hering auf Kartoffelpüree ]] Allgemein lässt sich sagen, dass Essen gehen in Stockholm recht teuer ist. In vielen Stockholmer Gaststätten gibt es, genau wie im übrigen Schweden, an den Arbeitstagen von ca. 11 bis 14 Uhr ein „''dagens rätt''“ („Tagesgericht“), also ein Mittagsessen für etwa 150 Kronen; im Preis enthalten sind häufig ein alkoholfreies Getränk oder Leichtbier, ein Teller vom Salatbuffet und eine Tasse Kaffee. Grundsätzlich ist in Schweden ein Glas Wasser zum Essen kostenlos, was die hohen Preise etwas relativiert. Zu schwedischen Spezialitäten vgl. [[w:Schwedische Küche|Schwedische Küche]] * {{vCard|type=restaurant|name=Nilssons Restaurang |address=Stortorget 22 |phone=|email= |fax= |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Kleines gemütliches Restaurant im Bistrostil. Leckere hausgemachte [[w:Köttbullar|Köttbullar]].}} * {{vCard|type=restaurant|name=La Cantina |address=Stortorget 16 |phone=|email=|fax= |url= |hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Italienisches Restaurant mit leckerem Essen. Mittleres Preisniveau.}} * {{vCard | name = Kungshallen | type = restaurant | wikidata = Q18243473 | address = Hötorget | description = Viele verschiedene Theken mit 15 verschiedenen Restaurants. Am St. Eriksplan und nördlich davon gibt es viele kleinere Restaurants. }} * {{vCard|type=restaurant|name=Östermalms Saluhall Stockholm|address=Östermalmstorg, Östermalm, 114 39 Stockholm|phone=|email=|fax=|url=http://www.saluhallen.com/|hours= Geöffnet ist von Montag bis Donnerstag 9.30 - 18.00, Freitag 9.30 - 18.30 und Samstag 9.30 - 16.00 Uhr|price=|lat=|long=|description= Viele kleine nette Restaurants und Bars fernab der Touristenwege, außerdem kann man Delikatessen und Spezialitäten kaufen.}} * {{vCard|type=restaurant|name=Wärdshuset Ulla WinBladh|address=Rosendalsvägen 8, 115 21 Stockholm|phone=+46 (0)8 534 89 701 |email=|fax=|url=https://www.ullawinbladh.se/|hours= Geöffnet ist von Montag bis Freitag von 11.30 bis 22.00 und Samstag und Sonntag ab 12.00 Uhr|price=Hauptgerichte von 200 SEK bis 300 SEK|lat=59.32819 |long=18.10006 |description=In dem Wirtshaus aus dem Jahr 1897 wird schwedische Hausmannskost serviert und im Sommer kann man draußen sitzen. }} === Günstig Essen === Im Ikea Restaurant bekommt man einen Teller Köttbullar mit Beilagen für kr.75. Bei Cheap Noodles (2 Standorte) gibt es asiatische Nudelsuppe für kr.65. In vielen Subway-Restaurants gibt es das Sub des Tages für kr.45. Im Hemköpp gibt es ein Mittags- und Salatbuffet für kr.169/kg. Oft haben auch McDonald's oder Max günstige Angebote. == Nachtleben == Zum abendlichen/nächtlichen Ausgehen empfiehlt sich ein Besuch von [[Stockholm/Södermalm|Södermalm]], das ein bisschen als Szeneviertel gilt. Das Leben spielt sich hier vor allem auf {{Marker|type=mall|name=Medborgarplatsen|lat=59.3153 |long= 18.0716|wikidata=Q114160}} und dessen Seitenstraßen ab. Wenn gegen 3 Uhr die meisten Lokale schließen, sind viele Betrunkene unterwegs. Als weiteres Szeneviertel hat sich in den letzten Jahren Vasastaden etabliert. Hier sind vor allem die Bars, Kneipen und Restaurants um Odenplan und Rörstrandsgatan von Interesse. Hochpreisig geht es auf Östermalm zu. Die wichtigsten Läden finden sich am Stureplan. Aber auch Berns Salonger am Nybroplan und Café Opera am Kungsträdgården sind beliebte Hotspots der Reichen und Schönen. Jährlich findet Anfang August '''[http://www.stockholmpride.org/ Stockholm Pride]''' statt. Hierzu wird im Tantolunden auf Södermalm der sogenannte Pride Park errichtet. Stockholm ist wie ganz Schweden überwiegend liberal. Schwule und Lesben können sich hier frei und ungezwungen bewegen. Infos gibt es unter [http://www.qx.se/gaymap dieser Adresse]. * {{vCard|type=bar|name=Lady Patricia|address=Söder Mälarstrand Kaiplats 19 auf Södermalm|lat= 59.3212|long= 18.0527|url=http://www.patricia.st|description=Sa und So 18-5 Uhr, Mi-Fr offen für alle. Auf diesem Schiff geht Samstag- und Sonntagabend im Gayclub bei schwedischen Schlagern die Post ab.}} * {{vCard|type=bar|name=Torget|address=Mälartorget 13, Gamla Stan|lat= 59.3233| long=18.0684|description=Restaurant mit populärer Gaybar mit Schlager, Disco und Livekonzerten.}} * {{vCard|type=bar |name=Spybar |address=Birger Jarlsgatan 20 |phone=|email= |fax= |url=http://www.thespybar.se |hours=|price=|lat= 59.3365 | long=18.0721|lastedit=|description=Eine kleine Bar im ersten Stock eines Eckhauses am Stureplan. Gehobenes Publikum und Preise. Auch die Töchter des Königshauses sollen hier hin und wieder einkehren.}} * {{vCard|type=cafe|name=Populära Sibirien |address=Roslagsgatan 9 |phone=|email= |fax=|url=|hours=|price=|lat=59.3459 |long= 18.0601|lastedit=|description=Kleines Café mit kleinen Snacks. Sehr nette Bedienung.}} * {{vCard|type=cafe |name=Mälarpaviljongen |address=Norr Mälarstrand 64 |phone=|email= |fax=|url=https://www.malarpaviljongen.se/ |hours=|price=|lat= 59.3279 | long=18.0342|lastedit= |description=Direkt am und über dem Wasser - Tolles Café/ Restaurant mit sehr schönem Blick übers Wasser auf Stockholm. Im Winter nur am Wochenende geöffnet. Nächste U-Bahn Fridhemsplan.}} * {{vCard|type=cafe|name=Chokladkoppen |address=Stortorget 18 |phone=|email= |fax= |url=https://www.chokladkoppen.se/ |hours=|price=|lat= 59.3249 | long=18.0703|lastedit= |description=Kleines Café mitten in der Stockholmer Altstadt. Sehr leckere Torten und Obstpajs. Leider auch sehr viele Touristen.}} * {{vCard|type=cafe|name=Murens Café |address=Västerlånggatan 19 |phone=|email=|fax= |url= |hours=|price=|lat=59.3256| long= 18.0689|lastedit=|description=Kleines, gemütliches Café. Nicht so viel Auswahl wie im Chokladkoppen. Ebenfalls zu viele Touristen. }} <!--2018-03-10: Besteht nicht mehr: * {{vCard|type=bar |name=Mandus Bar & Kök |address=Österlånggatan 7, ganz in der Nähe des Schlosses |phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=59.3256|long=18.0739|lastedit= |description=Kleines Restaurant mit gewagt kitschiger Einrichtung. Nette Stimmung.}}--> <!--2018-03-10: Besteht nicht mehr: * {{vCard|type=bar|name=Torget |address=Mälartorget 13, direkt am Ausgang der U-Bahn-Haltestelle Gamla Stan |phone=|email=|fax=|url=http://www.torgetbaren.com/ |hours=|price= |lat=|long=|lastedit=|description=Schick-kitschige Bar mit Speisenangebot. Täglich unterschiedliche Musik, am Wochenende auch Party.}}--> <!--2018-03-10: Besteht nicht mehr: * {{vCard|type=bar |name=Debaser |address=Karl Johans Torg 1; samt Medborgarhuset, Medborgarplatsen, 111 30 Stockholm |phone=+46 8 462 98 60 |email=|fax=|url=|hours=6 Tage in der Woche 20.00 – 3.00 Uhr geöffnet |price=|lat=|long=|lastedit=|description=Es gibt Konzerte, Disco mit DJ und Bars.}}--> * {{vCard|type=club |name=Jazzclub Fasching |address=Kungsgatan 63, 111 22 Stockholm |phone=+46 8 534 829 60 |email=|fax=|url=https://www.fasching.se|hours=24-4 Uhr|price=200 SEK (ab 23 J.)|lat= 59.3334 |long= 18.056045|lastedit= |description=Legendärer Jazzclub mit Livemusik internationaler und schwedischer Stars. Nachtclub.}} == Unterkunft == Eine preiswerte, praktische und verlässliche Hotelbuchung bietet insbesondere die Internetseite '''[http://www.stockholm.at/reservations.htm Stockholm à la Carte]'''. Bei dem Buchungssystem werden z.&#x202F;B. für Wochenenden teilweise Zimmer bis zur Hälfte der üblichen Preise angeboten. Besonders praktisch ist, dass noch bis einen Tag vor Anreise eine kostenfreie Stornierung der Reservierung möglich ist. Bei Buchungen über die Seite der „Stockholm à la Carte“ ist zusätzlich noch die Stockholmkarte im Preis enthalten. Hiermit können alle öffentlichen Nahverkehrsmittel in Stockholm genutzt sowie eine Vielzahl von Museen besucht werden. === Günstig === Stockholm hat insgesamt zwölf Jugendherbergen, die zwar teurer sind als sonst im Land, aber in der schwedischen Hauptstadt immer noch eine billige Unterkunft sind: * {{vCard | name = STF Stockholm - af Chapman & Skeppsholmen | type = hostel | url = https://www.swedishtouristassociation.com/facilities/stf-stockholm-skeppsholmen-hostel/ | address = Flaggmansvägen 8, 11149 Stockholm | directions = Stadtmitte, auf einer ruhigen Insel | lat = 59.32520 | long = 18.08113 | phone = +46 8-4632266 | fax = +46 8-6117155 | email = chapman@stfturist.se | hours = 01.01.09-11.01.09, 14.01.09-31.12.09 | price = Bett für Erwachsene ab 185 SEK | subtype = budget | description = Die '''af Chapman & Skeppsholmen'''-Jugendherberge ist wohl einmalig: Ein Teil der Betten ist auf einem Dreimaster und man hat zu Fuß nur wenige Minuten bis zur Innenstadt. Die Insel ist eher ruhig. Es lohnt sich aber ''frühzeitig zu buchen'', denn normalerweise ist diese Jugendherberge immer voll ausgebucht. Man sollte mindestens ein halbes Jahr vorher buchen, sollte man hier übernachten wollen. }} * {{VCard | type= hostel | subtype= budget | name= Backpackers Inn | url= http://www.hihostels.com/dba/hostel054339.de.htm?n=n | address= Banérgatan 56, 11553 Stockholm | directions= Stadtteil Östermalm | lat= 59.34004 | long= 18.09762 | phone= +46 8-6607515 | fax= +46 8-6654039 | email= info@backpackersinn.se | hours= 25.06. - 12.08. | checkin= 16.00 | checkout= 10.00 | price= Bett ab 140 SEK |description= Die günstigste Übernachtungsmöglichkeit in Stockholm ist das Backpackers Inn. Hier trifft man vorwiegend auf junge Reisende. Man schläft in zu 16. in Klassenzimmern der Schule. Dies ist auch der Grund, warum diese JH nur im Sommer (während den Schulferien) offen ist.}} * {{VCard | type= hostel | subtype= budget | name= STF Stockholm - Långholmen | url= http://www.hihostels.com/dba/hostel054504.de.htm?n=n | address= Kronohäktet, Långholmsmuren 20, 11733 Stockholm | directions= auf einer Insel etwas westl. vom Zentrum | lat= 59.32136 | long= 18.02538 | phone= +46 8-720 85 00 | email= vandrarhem@langholmen.com | hours= 11.01.-14.01. geschlossen, 24h offen | price= Bett ab 230 SEK (für Mitglieder) }} * {{VCard | type= hostel | subtype= budget | name= STF Stockholm - Zinkensdamm | url= http://www.hihostels.com/dba/hostel054007.de.htm | address= Zinkens väg 20, 11741 Stockholm | directions= im Westen von Södermalm | lat= 59.31481 | long= 18.04442 | phone= +46 8-6168100 | fax= +46 8-6168120 | email= mail@zinkensdamm.com | hours= ganzjährig und 24h offen | price= Bett ab 200 SEK }} * {{VCard | type= hostel | subtype= budget | name= STF Fridhelmsplan | url= http://www.fridhemsplan.se/ | address= Sankt Eriksgatan 20, 11239 Stockholm | directions= nahe Stadtzentrum auf Insel Kungsholmen | lat=59.33135 | long=18.03099 | phone= +46 8-6538800 | fax= +46 8-6538920 | email= info@fridhemsplan.se | hours= ganzjährig offen, 24h | price= Bett ab 225 SEK }} * {{vCard|type=hotel|name=Formule 1|address=Mikrofonvägen 30,126 37 Hägersten,Schweden|phone= +46 77 144 66 88|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=59.2945 | long=18.0003|lastedit=|description=Eine besonders günstige Unterkunft ist das Motel ''Formule 1'' bei der U-Bahn-Station ''Telfonplan''. Die Übernachtung im Doppelzimmer mit möglicher Aufbettung kostet hier zurzeit 320 Kronen (etwa 35 Euro). Dafür muss man die ungünstige Lage direkt an der Autobahn und eine Fahrzeit in die Innenstadt von ca. 30 Minuten in Kauf nehmen.}} === Mittel === * {{vCard | name = Villa Källhagen | type = hotel | wikidata = Q18334681 | url = https://www.kallhagen.se | address = Djurgardsbrunnvägen 10 | phone = +46 8 6650300 | price = DZ/F ab etwa 200&#x202F;€ | lat = 59.333068 | long = 18.1112 }} * {{vCard|type=hotel |name=Mälardrottningen Hotel |address=Riddarholmen, 111 28 Stockholm |phone=|email=|fax=|url=http://www.malardrottningen.se/German/inledningtys.htm |hours=|price=|lat=59.3473|long= 18.0708|lastedit=|description=Die berühmte Yacht der 1920er-Jahre-Millionärin Barbara Hutton hat im Hafen der Stockholmer Altstadt festgemacht - und dient jetzt als Hotel. Der Blick über die Wasserwege Stockholms ist spektakulär und all die Sehenswürdigkeiten der Altstadt sowie die Haupt-Einkaufsgegend der Innenstadt sind bequem zu Fuß zu erreichen. Gute Parkmöglichkeiten. Die meisten der Kabinen sind Einzelzimmer mit einem Extra-Etagenbett.}} * {{vCard|type=hotel |name=Lord Nelson Hotel |address=Västerlånggatan 22, 111 29 Stockholm |phone=|email=|fax=|url=https://www.lord-nelson.se/ |hours=|price=|lat=59.3253 |long=18.0690|lastedit=|description=Nur fünf Meter ist das Lord Nelson breit - das dürfte schwedischer Hotelrekord sein. Von den Maßen auf die Qualität zu schließen, wäre jedoch völlig verfehlt. Im Gegenteil, der Standard ist sogar recht hoch, und die 31 Zimmer (davon 22 Einzelzimmer) sind zwar klein, aber ausgesprochen gemütlich. Das liegt vor allem an ihrem maritimen Flair. Überhaupt erinnert vieles in dem hübschen Jugendstilhaus an ein Schiff, sogar die Stockwerke heißen hier „Deck“. Allerdings müssen die Gäste - viele Geschäftsreisende - niemals befürchten, seekrank zu werden. Und wenn man aus dem Fenster hinaus - oder von der Dachterrasse herabschaut, blickt man nicht auf das wogende Meer, sondern auf die belebteste Gasse der Stockholmer Altstadt.}} * {{vCard|type=hotel |name=Best Western Hotel Terminus |address=Vasagatan 20, 101 25 Stockholm |phone=|email=|fax=|url=https://www.terminus.se/ |hours=|price=|lat=59.3306|long=18.0596|lastedit=|description=Das Terminus gegenüber vom Hauptbahnhof und dem City Air Terminal wird von der Familie des Besitzers geführt. Die Altstadt, Restaurants, Shopping, Vergnügungs- und Regierungsviertel liegen rundum in kurzer Distanz. Die U-Bahn-Station liegt unter dem Gebäude. Von der U-Bahn ist nichts zu hören und die Umgebung des Hauptbahnhofs ist nicht mit der anderer Haupt- und Großstädte zu vergleichen! Wer Wert auf eine gepflegte und zentrale Unterkunft zu moderatem Preis legt, ist hier genau richtig.}} === Gehoben === [[Image:Stockholm Grand Hotel.JPG|thumb|300px|Grand Hôtel]] * {{vCard|type=hotel|subtype=5|name=Grand Hôtel Stockholm |address=Södra Blasieholmshamnen 8, 103 27 Stockholm|phone= +46 8 679 35 00|email=|fax=|url=https://www.grandhotel.se/|hours=|price=ab 315 €|lat=59.3296 | long=18.0757|description= Das Hotel gibt es seit 1874.}} * {{vCard|type= hotel|subtype=4|name=Browallshof |address=Surbrunnsgatan 20|url=https://www.claspahornet.se/index.php/hotell|lat=59.3464|long=18.0611|description=Dieses Hotel besteht als altes Gasthaus seit 1731. Gäste waren schon König Gustav III. und sein Freund [[w:Carl Michael Bellman|Carl Michael Bellman]]. Das Haus bietet ein Restaurant mit sehr guter schwedischer Küche und ein kleines Hotel mit 10 Zimmern im gustavianischen Stil.|phone=08165136}} * {{vCard | name = Radisson Blu Royal Park Hotel, Stockholm, Solna | type = hotel | url = https://www.radissonhotels.com/en-us/hotels/radisson-blu-stockholm-royal-park | email = info.royalpark@radissonblu.com | address = Frösundaviks Allé 15, 169 03 Solna | phone = +46 8 624 55 00 | fax = +46 8 85 85 66 | lat = 59.3692 | long = 18.0305 | description = Das Hotel liegt in sehr schöner Umgebung nördlich des Stadtzentrums im Royal Haga Park. Vom Frühstücksraum hat man einen schönen Blick auf einen See. Der Flughafenbus hält ca. 400&#x202F;m vom Hotel entfernt. }} == Sicherheit == Stockholm ist eine relativ sichere Stadt, selbst die in anderen Metropolen aufdringlich wirkende Bettelei findet hier dezenter statt. Gegenüber Betrunkenen sollte man vorsichtig sein. An Orten mit hohem Touristenaufkommen, wie dem Bahnhof und Gamla Stan, ist allerdings mit der üblichen Kleinkriminalität wie Taschen- und Gepäckdiebstahl zu rechnen. In den öffentlichen Verkehrsmitteln ist praktisch überall Personal der SL zu finden, etwa bei den Schleusen der Tunnelbanan, die bei Problemen eingreifen. Zwar besitzt Stockholm, wie auch andere schwedische Großstädte, einige Vororte mit erhöhter Bandenkriminalität, welche für Touristen nicht unbedingt zu empfehlen sind, etwa Rinkeby, doch der Großteil der Stadt und auch die meisten umliegenden Orte sind grundsätzlich sehr ungefährlich. == Gesundheit == == Praktische Hinweise == [[File:Stockholm Telefonzelle (1).JPG|thumb|160px|Historische Telefonzelle neben der Kirche Tyska kyrkan]] In Stockholm wie auch im Rest des Landes wird praktisch alles bargeldlos bezahlt, dementsprechend benötigt der Tourist eine zuverlässige Kredit- oder Debitkarte mit möglichst geringen Auslandsgebühren. Auch kontaktlose Zahlungssysteme sind weit verbreitet. EU-Dokumente wie Reisepass, Führerschein oder Personalausweis reichen für so gut wie alle Situationen aus. Viele Schweden sprechen neben ihrer Muttersprache auch fließend Englisch. Für deutsche Besucher gestaltet sich auch das Lesen von diversen Schildern relativ unproblematisch, da das Schwedische eine recht große Ähnlichkeit zum Deutschen aufweist. Die Gepäckaufbewahrung im Hauptbahnhof Centralen ist mit etwa €40 pro Tag sehr teuer, deswegen haben sich zahlreiche private Anbieter wie Luggagehero, Bounce oder Radicalstorage etabliert, die Tagespreise liegen hier ab etwa 7 €. == Ausflüge == === Skärgården === Der Ostsee-Archipel (''skärgården''), wird oft in Innen-, Mittel- und Außenarchipel (''inner-, mellan-'' und ''ytter-skärgård'') aufgeteilt. Im Innenarchipel sieht man das offene Meer nicht. Die Inseln sind groß und bewaldet und die Wasserstraßen recht schmal. Dagegen ist der Außenarchipel ein Übergangsbereich zum offenen Meer. Es hat große Wasserflächen und kleine Inseln. Das ganze Jahr betreibt [https://waxholmsbolaget.se/ Waxholmsbolaget] Schifffahrt im Ostseearchipel: * Von Stockholm aus fährt das Boot in gut einer Stunde durch den Innenarchipel zur kleinen Festungsstadt {{Marker|type=village|wikidata=Q1001109|name=Vaxholm}}. Sehenswert ist dort auf einer kleinen vorgelagerten Insel die {{Marker|type=fort|name=Festung Vaxholm|wikidata=Q2627611}} mit Museum. Vom Vaxholm kann man mit Bus oder Boot zurückkehren. * Die ehemalige Festungsanlage {{Marker|type=fort|name=Fredriksborg fästning|wikidata=Q10498760}} ist gut mit dem Auto zu erreichen. Beide Teile der Anlage sind durch 180&#x202F;m Wasser voneinander getrennt. Durch diese Enge fahren alle großen Schiffe, sowohl Kreuzfahrschiffe, Großfähren wie auch Frachtschiffe auf ihrem Weg von bzw. nach Stockholm, ein imposantes Schauspiel. * Ein klassisches Ausflugsziel ist die Lotsenstelle in {{Marker|type=village|wikidata=Q2837232|name=Sandhamn}} am Anfang des Außenarchipels. Im Sommer ist es ein mondäner Seglertreffpunkt, im Winter wohnen hier nur wenige. * Auch andere naturschöne Inseln sind in der warmen Jahreszeit mit öffentlichen Schiffen erreichbar, beispielsweise {{Marker|type=island|name=Utö|wikidata=Q56804997}} und {{Marker|type=island|name=Rödlöga|wikidata=Q428390}}. * Das exklusive Seebad {{marker|type=village|wikidata=Q990771|name=Saltsjöbaden}} liegt vor den Toren von Stockholm und ist mit der [[w:Saltsjöbanan|Saltsjöbanan]] gut angebunden. Dort ist unter anderem die [[w:Uppenbarelsekyrkan (Saltsjöbaden)|Uppenbarelsekyrkan]] als eindrucksvolles Bauwerk der Nationalromantik sehenswert. === Am Mälaren === An den Ufern vom Mälaren gibt es viele kulturgeschichtlich interessante Orte: * {{wikipedia|Drottningholm|Q910007}} mit zwei Schlössern und großer Parkanlage. Erreichbar mit SL-Bus ab U-Bahnstation ''Brommaplan'', oder im Sommer mit Schiff. * Die Universitätsstadt und Erzbischofssitz [[Uppsala]], Züge ab Stockholm Hauptbahnhof. * Das Renaissanceschloss [[Gripsholm]] in der Kleinstadt Mariefred. * [[Birka]] war im 9. und 10. Jahrhundert ein stadtähnliches Handelszentrum. Die Insel ist nicht mit Auto erreichbar, aber für Archäologiefans gibt es geführte Bootstouren. * Das prachtvolle Barockschloss [[Skokloster]] hat ein sehr gut erhaltenes Interieur. == Literatur == * {{buch | Autor= Petra Juling | Titel= Stockholm DuMont direkt | Verlag= DuMont Reiseverlag | Jahr= 2013 | Auflage= 2 | ISBN= 9783770196036 | Online= http://shop.dumontreise.de/dumont/reisefuehrer/stockholm-dumont-direkt-europa_pid_728_11561.html}} == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} * [http://www.visitstockholm.com/ visitstockholm.com] - Offizielle Touristeninformationen * [http://parapsychology.se/PA-stockholm/a_stockholm/stockholmsbilder/Innerstan_map.gif Stadtplan] * [http://www.waxholmsbolaget.com/visitor/ Waxholmsbolaget] mit Fahrplänen und Ausflugsvorschlägen, teilweise in englischer Sprache {{Navigationsleiste Kulturhauptstädte Europas}} {{class-3}} {{GeoData| lat= 59.325| long= 18.05| zoom = 10}} {{IstInKat|Uppland}} {{Unesco|Kontinent = Europa |Land = Schweden}} jrai09aon5hilohaknhx0mtujkp8a86 1802383 1802381 2026-09-06T19:59:16Z Maikel 5108 /* Am Mälaren */ 1802383 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild= [[Bild:Stockholm_gamlastan_etc.jpg|300px|Blick auf Stockholm]] | TouriInfoWeb= [http://www.visitstockholm.com/en/ Visitstockholm.com] | TouriInfoTel= +46 (0)8-508 28 508 }} '''Stockholm''' ist die Hauptstadt von [[Schweden]] und hat rund eine Million Einwohner. Damit ist die geschichtsträchtige Stadt die größte von Schweden vor [[Göteborg]] und [[Malmö]]. Sie liegt am Ausfluss des Sees ''Mälaren'' in die Ostsee, die dort einen inselreichen Meerbusen, den Schärengarten, bildet. == Stadtteile == [[Image:Stockholm boroughs 2007.svg|left|300px|thumb|Karte]] [[Image:Stockholm_Municipality_in_Stockholm_County.png|thumb|Karte]] Stockholm bedeckt eine Fläche von 187 km² und besteht seit 1. Januar 2007 aus 14 Stadtbezirken. {| |- !Innenstadt !Süden !Westen |- style="vertical-align:top;" | style=" padding-right:3em;" | * [[Stockholm/Kungsholmen|Kungsholmen]] * [[Stockholm/Norrmalm|Norrmalm]] * [[Stockholm/Östermalm|Östermalm]] * [[Stockholm/Södermalm|Södermalm]] | style=" padding-right:3em;" | * [[Stockholm/Enskede-Årsta|Enskede-Årsta]] * [[Stockholm/Farsta|Farsta]] * [[Stockholm/Hägersten|Hägersten]] * [[Stockholm/Skarpnäck|Skarpnäck]] * [[Stockholm/Skärholmen|Skärholmen]] * [[Stockholm/Älvsjö|Älvsjö]] | * [[Stockholm/Bromma|Bromma]] * [[Stockholm/Hässelby-Vällingby|Hässelby-Vällingby]] * [[Stockholm/Kista|Kista]] * [[Stockholm/Spånga-tensta|Spånga-Tensta]] |} == Hintergrund == In Stockholm befindet sich das königliche Schloss, die Stadt ist Sitz einer Universität und mehrerer Hochschulen sowie der Sitz der evangelischen und katholischen Kirche Schwedens. Im Stadtgebiet liegen 14 Inseln, die durch 53 Brücken verbunden sind. Die Innenstadt unterteilt sich in die Stadtteile Gamla Stan, Kungsholmen, Norrmalm, Södermalm und Östermalm. Stockholm ist besonders im Sommer ein Touristenmagnet; Teilnehmer von Kreuzfahrten ebenso wie Busgruppen und Rucksacktouristen auf dem Weg zum [[Magerøya|Nordkap]] bevölkern dann die Stadt, denn Stockholm hat dem Besucher viel zu bieten: uralte Altstadthäuser, unzählige Cafés, Eisdielen, gepflegte Parkanlagen, das Meer, viel Sonne, umgeben von tausenden Schäreninseln. Eine lakonische Beschreibung der Stadt fand [[:wikipedia:Kurt Tucholsky|Kurt Tucholsky]] in seiner Novelle ''Schloss Gripsholm'': „Stockholm ist schön. Städte am Wasser sind immer schön.“ == Anreise == {{Mapframe|59.327|18.074|zoom=12}} {{mapshapes|Q272926 }} === Mit dem Flugzeug === Es gibt drei Flughäfen, die Stockholm zugerechnet werden. * Der {{marker|type=|wikidata=Q223499|lat=59.6496|long=17.9341|name=Flughafen Stockholm-Arlanda}} ist der wichtigste und größte und liegt etwa 45&#x202F;km außerhalb von Stockholm. Die günstigsten Fahrten von Arlanda zum zentralen Busbahnhof und umgekehrt bietet Flixbus ab 6,99&#x202F;€, mit 2 bis 10&nbsp;täglichen Abfahrten. Tickets und Fahrplan via App oder [https://www.flixbus.de/ flixbus.de.] Der Preis der Tickets (Einzelfahrt) schwanken zwischen 6,99&#x202F;€ und 9,99&#x202F;€, die Fahrtzeit beträgt 40-60 Minuten. {{Stand|2022|12}} Deutlich regelmäßiger bedient [https://www.flygbussarna.se/de/# ''Flygbussarna''] die Linie. Strecke und Fahrzeit entsprechen Flixbus, allerdings liegen die Ticketpreise höher. Selbst zu späterer Stunde verkehren die Busse in dichtem Takt. Tickets gibt es an Schaltern (etwa in Terminal 5), vor und im Flughafengebäude an Automaten, an Bord der Busse, online und in der App. Ein Ticket kostet für einen Erwachsenen 129&#x202F;SEK (Einzelfahrt) bzw. 209&#x202F;SEK (Hin- und Rückfahrt). Für Minderjährige gibt es ermäßigte Tickets für 119&#x202F;SEK (Einzelfahrt) bzw. 189&#x202F;SEK (Hin- und Rückfahrt). Beim Kauf vor Ort sind die Tickets teurer, die Barzahlung ist nicht möglich. Wer vor der Endstation aussteigen möchte, sollte den Halteknopf drücken. {{Stand|2022|11}} Schneller aber auch teurer geht es mit dem Schnellzug [https://www.arlandaexpress.com/ Arlanda Express]; dieser hält im 15-Minuten-Takt an den unterirdischen Stationen Arlanda Norra (Nord) und Arlanda Södra (Süd) und fährt von dort aus in etwa 20&#x202F;Minuten ohne Zwischenhalt zum Hauptbahnhof. Die Tickets sollten am Schalter, Automaten oder im Voraus im Internet erworben werden. Die Kosten liegen für Erwachsene bei 299&#x202F;SEK für eine Einzelfahrt und 579&#x202F;SEK für Hin- und Rückfahrt, Jugendliche (8 bis 25&#x202F;J.) zahlen 149&#x202F;SEK (Einzelfahrt) bzw. 298&#x202F;SEK für Hin- und Rückfahrt. Jugendliche fahren in Begleitung eines Erwachsenen kostenlos, Kinder unter 8 Jahren immer. {{Stand|2022|12}} Alle anderen Regional- und Fernzüge halten am ebenfalls unterirdischen Bahnhof Arlanda Central, welcher sich mittig zwischen den Haltestellen Södra und Norra befindet. Tickets lassen sich am einfachsten über [https://www.sj.se/ SJ] kaufen. Nimmt man ein Taxi, so gelten von Arlanda Festpreise, welche sich zwischen den Anbietern allerdings unterscheiden. Alle verifizierten Taxianbieter, die einen Vertrag mit dem Flughafen geschlossen haben, befinden sich in ausgewiesenen Zonen vor den Ankunftsbereichen von Terminal 2 und Terminal 5. * Der {{marker|wikidata=Q664946|type=airport|name=Flughafen Stockholm-Skavsta}} wird von der osteuropäischen Billigfluggesellschaft [[Wizz Air]] und von [[w:Norwegian Air Shuttle|Norwegian]] angeflogen. Der Flughafen liegt in der Provinz [[Södermanland]], etwa 100&#x202F;km südlich von Stockholm, nahe der Stadt [[Nyköping]]. Auch hier fährt wieder der ''[http://www.flygbussarna.se/ Flybussarna]'', dessen Fahrtzeit nach Stockholm-Centralen etwa 80&#x202F;Minuten beträgt. Die Tickets kosten 219&#x202F;SEK (Einzelfahrt) und 438&#x202F;SEK für Hin- und Rückfahrt. Minderjährige zahlen 199&#x202F;SEK (Einzelfahrt) bzw. 398&#x202F;SEK für Hin- und Rückfahrt {{Stand|2022|12}}. * Der {{marker|wikidata=Q29863|type=airport|lat=59.3551|long=17.9472|name=Flughafen Stockholm-Bromma}} liegt direkt im gleichnamigen Stadtteil von Stockholm. Von Bromma aus werden schwedische Inlandsflüge und Direktverbindungen nach [[Brüssel]], [[Helsinki]] und [[Aarhus|Århus]] angeboten. Das Stadtzentrum lässt sich vom Flughafen mit Flughafenbussen oder einer Kombination aus der Straßenbahnlinie 31 und der Tunnelbana (U-Bahn) erreichen. === Mit der Bahn === {{Marker|type=train|name=Stockholm Centralstation|wikidata=Q54315}} hat als Verkehrsknotenpunkt Eisenbahnverbindungen zu allen großen Städten in Schweden. Deutsche Urlauber erreichen Stockholm (und generell Schweden) über Dänemark und, abgesehen von Nachtzügen, nur mit mindestens einem Umstieg. Die DB bietet täglich Intercity-Züge von [[Hamburg]] bis [[Kopenhagen]] an. Von dort aus lässt sich Stockholm unter anderem mit dem Schnellzug ''X2000'' der schwedischen Staatsbahn SJ erreichen. Noch frequentierter fahren diese aber ab dem südschwedischen [[Malmö]], welches von Kopenhagen mit Regionalzug oder diversen Busgesellschaften schnell zu erreichen ist. Außerdem verkehren saisonal direkte Nachtzüge der Staatsbahn SJ sowie der privaten Bahngesellschaft Snälltåget mit Sitz-, Liege- und Schlafwagen von Berlin über Hamburg bis nach Stockholm. * [https://www.sj.se Homepage der schwedischen Staatsbahn] * [https://snalltaget.se Homepage von Snälltåget] === Auf der Straße === Stockholm ist eine Großstadt mit einem entsprechenden Verkehrsaufkommen. Für Kraftfahrtzeuge wird im Stadtzentrum die ''Trängselskatt'' (wörtlich „Stau-Abgabe“) erhoben, und zwar jeweils bei der Ein- und Ausfahrt in der Zeit von 6.00 bis 18.29 Uhr, wobei in der Hauptsaison die Abgabe bei kr.165 pro Tag und Fahrzeug gedeckelt ist.<ref name=trängelskatt>[https://www.transportstyrelsen.se/sv/vagtrafik/fordon/skatter-och-avgifter/trangselskatt/trangselskatt-i-stockholm/ Trängelskatt i Stockholm]</ref> === Mit dem Schiff === Diverse Fährlinien legen an dem {{Marker|type=pier |lat=59.31678 |long=18.09586|name=Fährterminal Södermalm}} und an den {{Marker|type=pier |lat=59.3517 |long=18.1172 |name=Fährterminals Värtahamnen}} bzw. {{Marker|type=pier|lat=59.3441 |long=18.1196 |name=Frihamnen|alt=Frihamnens färjeterminal}} an.<br> Die finnische Reederei [https://www.vikingline.de/ Viking Line] verkehrt täglich zwischen Schweden und Finnland. Für die Anreise aus Deutschland gibt es Partnerfährlinien, mit denen man via Dänemark nach Schweden und Finnland gelangen kann. Andere Fährschiffe fahren nicht nur nach [[Helsinki]], sondern auch nach [[Mariehamn]],<!-- [[Sankt Petersburg]],--> [[Turku]] und [[Tallinn]]. {{siehe auch|Södermanland#Mit dem Schiff|titel1=Fährverbindungen mit Åland und Finnland|Ostseefähren}} im Hafen Kapellskär. Stockholm ist auch Unterwegshafen für Passagiere von [[Frachtschiffreise]]n. Diese legen überwiegend am Containerterminal im Frihamnen an, wo nebenan auch das Kreuzfahrterminal ist. Der Weg von dort in die Stadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Bus 76, ist recht einfach und kostengünstig. == Mobilität == [[Datei:Stockholm metrosystem map.svg|mini|400px|Übersichtsplan der U-Bahn]] In Stockholm betreibt der Verkehrsverbund ''Storstockholms Lokaltrafik'' (SL, deutsch „Großstockholmer Nahverkehr“) ein engmaschiges Verkehrsnetz mit Schwedens einziger U-Bahn, S-Bahn ([[Pendeltåg (Stockholm)|Pendeltåg]], deutsch „Pendelzug“), Bussen, Schiffen und Trambahnen. Die Einzelfahrt kostet kostet 43 SEK. Günstig können für Besucher beispielsweise die angebotenen 24 h- und 72 h- oder 7 Tage-Tickets sein. Das 24 h-Ticket kostet 180 SEK und das 72 h-Ticket 360 SEK (Stand 2026). Wer länger als drei Tage in Stockholm ist, sollte das nur geringfügig teurere 7-Tage-Ticket kaufen (470 SEK). Ermäßigte Preise gibt es für alle unter 20 und ab 65: Das 24 h-Ticket kostet 110 SEK, das 72 h-Ticket 220 SEK und das 7-Tage-Ticket 290 SEK. Die Verkehrsmittel des SL können auch mit der „Stockholm Card“ genutzt werden, diese kostet 450 SEK für 24 h (Stand 2012) und beinhaltet den freien Eintritt in zahlreiche Museen und Sehenswürdigkeiten. Einzelkarten kann man direkt beim Einsteig kaufen indem man eine NFC-Zahlungsmittel (Kreditkarte oder smartphone mit Google Pay oder Apple Pay) an das Lesegerät kauft. Sehr empfehlenswert ist die SL-App, welche sowohl das Kaufen von Einzel- und Langzeittickets ermöglicht, als auch Echtzeitinformationen zu allen Verbindungen innerhalb des Nahverkehrsgebiets bereitstellt. Achtung, wenn man ein smartphone mit SL-app und dem QR-code für eine Zeitkarte an das Lesegerät hält, kann es vorkommen dass statt dessen versehentlich eine Einzelfahrkarte gekauft wird, daher sollte man vorher NFC abschalten. Alternativ kann man Zeitkarten auch auf eine Plastikkarte laden, die einmalig ca. €4 kostet. Zeitkarten gibt es dagegen nicht mehr als Papiertickets, diese wurden grundsätzlich abgeschafft. === U-Bahn === Stockholms U-Bahn-System ist die '''[[w:Stockholms tunnelbana|Tunnelbana]]'''. Drei Stammlinien mit verschiedenen Verästelungen decken das Stadtgebiet großflächig ab und sorgen auch für die Anbindung des Stadtrandes (während die S-Bahn, der Pendeltåg, mit seinen zwei Linien hierbei lediglich eine untergeordnete Rolle spielt). Ein Genuss sind einige Bahnhöfe, die als Gesamtkunstwerk angelegt sind (z.&#x202F;B. einige der Haltestellen der „Blauen Linie“). Ein Plan des '''[http://www.sl.se/ficktid/karta%2Fvinter/vTub.pdf U-Bahn-Streckennetzes]''' ist auf den Seiten der Stockholmer Nahverkehrsbetriebe '''[http://www.sl.se/ SL]''' im PDF-Format downloadbar. === Bus/Straßenbahn === Der öffentliche Nahverkehr mittels Bus funktioniert gut. Die Wartehäuschen bieten auch einen guten Schutz bei Regenwetter. Die Busverbindungen gehen teils weit aus der Innenstadt heraus und reichen bis zu entfernt gelegenen Vororten. Stockholm hatte bis 1967 ein ausgedehntes Straßenbahnnetz, das jedoch aufgrund der Umstellung auf Rechtsverkehr stillgelegt wurde; mittlerweile gibt es jedoch wieder vier Linien (7, 12, 21 und 30/31), sowie zwei Linien (25/26 und 27/28/29) der Stadtbahn ''lokalbana''. Die Linie 7 beginnt an '''T-Centralen''', einem Hauptplatz etwas östlich vom Hauptbahnhof, und fährt in Richtung [[Djurgården]], wo sich das Museumsschiff Wasa und das Freilichtmuseum [[Skansen]] befinden. Gelegentlich sind auch auch historische Straßenbahnen unterwegs. In den Bussen der SL können Tickets direkt am Fahrkartenentwertungsautomaten per Kreditkarten gekauft werden. [[Image:Stockholm Hop On Hop Off.JPG|left|200px|thumb|Hop On Hop Off]] === Schnellzug === Mit dem [[Pendeltåg (Stockholm)|Pendeltåg]] (ähnlich der S-Bahn) erreicht man das Umland von Stockholm. Das SL-Ticket ist dort ebenfalls gültig. Bei einer Fahrt nach [[Uppsala]] und Knivsta ist aber ein Zusatzticket nötig, da Stockholms Tarifgebiet verlassen wird. Auf Stockholmer Stadtgebiet hält der Pendeltåg in Stockholm södra, -city und -Odenplan. Die Station Stockholm city ist Teil des Hauptbahnhofs. === Fähren === Die meisten Fähren legen vom Strömkajen gegenüber dem Grand Hôtel ab und machen dann häufig noch einen Halt in Slussen, nur die SL-Fähren nach Djurgården fahren direkt in Slussen ab. Der öffentliche Verkehrsbetrieb SL betreibt zahlreiche eigene Fähren, außerdem sind die Fähren von Waxholmsbolaget [https://waxholmsbolaget.se/visitor-information]bis zur Insel [[Vaxholm]] (Fahrtzeit ab Strömkajen etwa 75 Minuten) im Tarifverbund enthalten. Darüber hinaus gibt es viele private Fähren die nicht im SL-Verkehrsverbund enthalten sind, der größte Anbieter ist hier Strömma. Bedient werden Ziele innerhalb des Stadtgebietes von Stockholm bis zu den äußeren, östlichen Schäreninseln wie Nämdö. Die Reederei Ressel betreibt die Fähre [https://ressel.se/emelie-trafiken/#emelie-tidtabell Emelie] von Strömkajen in den neuen Stadtteil Hammarby Sjöstadt und Luma Park im Südosten Stockholms; diese ist nicht im SL-Verkehrsverbund enthalten sondern kostet extra. Die elektrische Tragflügelfähre [https://waxholmsbolaget.se/nyheter-och-trafikinfo/barplansbaten-nova Nova] als Sonderlinie 14X der Gesellschaft Waxholmsbolaget auf der Fährlinie 14 verkehrt zwischen Sollenkroka und Möja, die Fahrt muss zwei Stunden vorher gebucht werden und ist meist nicht im SL-Tarif enthalten. Der Fährbetrieb einer autonomen Fähre, der [https://www.zeam.se/en Estelle], wurde nach einem Brand eingestellt (Stand: September 2026). Für die Waxholmsbolaget-Schiffe kann man Fahrkahrten an Bord kaufen. === Stadtrundfahrt === Für Stadtrundfahrten eignet sich ein '''Hop On Hop Off-Ticket''', es gilt für beliebig viele Fahrten innerhalb 24 Stunden. Es ist auch als Kombifahrkarte für Boot und Bus erhältlich. Die beiden Anbieter sind Red Sightseeing und [https://www.stromma.se/stockholm/ Strømma]. Letztere arbeiten in Stockholm mit City Sightseeing zusammen, sodass sowohl die grünen Busse als auch die roten genutzt werden können. == Sehenswürdigkeiten == [[Bild:GamlaStan01.jpg|thumb|right|In den Gassen von Gamla Stan]] Die historische {{Marker|type=quarter|lat=59.3250 |long=18.0707 |name=[[Stockholm/Gamla stan|Gamla Stan (Altstadt)]]}}, eine der am besten erhaltenen Europas, ist das Herz von Stockholm. An der Westseite des dicht bebauten Viertels liegt die U-Bahn-Station ''T Gamla Stan''. Das Zentrum der Altstadt ist '''Stortorget''', ein Platz, wo der dänische König Christian II. 1520 beim Stockholmer Blutbad 82 Personen köpfen ließ. In der Weihnachtszeit findet auf dem Stortorget ein typischer Weihnachtsmarkt statt. Die {{Marker|type=church|wikidata=Q657118|name=Riddarholmskyrkan}} in der Altstadt ist eine wunderschöne mittelalterliche Kirche. Am nördlichen Ende befindet sich die {{Marker|type=church|wikidata=Q1133075|name=Storkyrkan}} (St. Nikolai) aus dem 13. Jahrhundert, die zwischen 1736 und 1743 umgebaut wurde. Weiter südlich befindet sich die {{Marker|type=church|lat=59.32416 |long=18.07172|name=Tyska Kirkan|wikidata=Q2164087}}, die deutsche Kirche. Deren Turmspitze ist mit 100&#x202F;m der höchste Punkt der Altstadt. Das {{Marker|type=castle|lat=59.3265 |long=18.0708|name=königliche Schloss|wikidata=Q750444}}, gebaut zwischen 1697 und 1754, liegt auf der Ostseite der Altstadt und ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Obwohl letzteres im Stadtzentrum liegt, lebt die königliche Familie im {{Marker|type=castle|lat=59.3219 |long=17.8868 |name=Schloss Drottningholm|wikidata=Q208559}} auf der Insel Lovö am Rande der Stadt. Es ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln etwa eine Stunde vom Zentrum entfernt. Unter diesem Stichwort ist der {{Marker|type=building|lat=59.32764 |long=18.06823|name=Reichstag|wikidata=Q1101073}} in der Altstadt hervorzuheben. Hinzu kommt das {{Marker|type=town hall|lat=59.32749 |long=18.05464 |name=Stadshuset|wikidata=Q648483}} mit dem ''Blauen Saal'', der übrigens nicht blau ist und wo jedes Jahr am 10. Dezember das Nobelpreisbankett stattfindet. Die Nobelpreise werden zuvor im {{Marker|type=concert hall|lat=59.33514 |long=18.06315|name=Konserthuset|wikidata=Q653773}} verliehen. Ebenso lohnenswert ist ein Besuch des 155 Meter hohen {{Marker|type=tower|lat=59.33515 |long=18.12680|name=Kaknästurm|wikidata=Q1721899}}, von dem man einen schönen Blick über Stockholm hat. Sehenswert ist ferner das Wrack des Schiffes {{Marker|type=museum ship|lat=59.3282 |long=18.0913|name=Vasa|wikidata=Q219821}} im eigens dafür errichteten Museum und das {{Marker|type=open air museum|lat=59.32639 |long=18.10389|name=Freilichtmuseum Skansen|wikidata=Q725108}}. In letzterem gibt es ein Gehege mit typisch schwedischen Tieren wie Elche, Rentiere, Wölfe und Luchse. Des Weiteren wurden dort eine „alte Schule“, eine „alte Kirche“, „alte Bauernhäuser“ usw. originalgetreu errichtet. Verkleidete Mitarbeiter des Parks „spielen“ z.&#x202F;B. den Dorfschullehrer und erzählen, wie es früher in Schweden gewesen sein mag. {{Marker|type=park|lat=59.3203 |long=18.0503|name=Skinnarviksparken|wikidata=Q10670195}}, Södermalm, U-Bahn Zinkensdamm - Ein kleiner Park um einen Sendemast herum, über einen Weg mit zahlreichen Stufen erreicht man die Anhöhe und es eröffnet sich ein fantastischer Blick auf die am gegenüberliegen Ufer liegende Stadt. {{Marker|type=building|lat=59.31998 |long=18.07324|name=Katarinahissen|wikidata=Q615365}} Alter Aufzug am Verkehrskotenpunkt Slussen. Von hier hat man einen schönen Blick über die Stadt. Von hier ist das Stadshuset, die Gamla Stan und die Halbinsel Djurgården zu sehen. Der {{Marker|type=park|lat=59.33121 |long=18.07174 |name=Kungsträdgarden|wikidata=Q926316}} im zentralen Stadtteil Norrmalm ist bei den Stockholmern im Winter zum Schlittschuhlaufen sehr beliebt. Der {{Marker|type=park|name=Tegnérpark|wikidata=Q7694751}} ist ein kleiner Park mit Skulpturen August Strindbergs und Astrid Lindgrens, in deren Buch ''Mio, mein Mio'' er vorkommt. Viele Sehenswürdigkeiten sind im kostenpflichtigen Stockholm Pass inbegriffen. Dieser enthält vor allem viele Museen (u.a. Vasa Museum, Wikingermuseum, Skansen Freilichtmuseum), aber auch manche Sehenswürdigkeiten und viele Bootsfahrten. Auch die Hop-on/Hop-off-Busse sind inklusive. == Aktivitäten == [[Datei:Stockholm_RoyalGuard_Flag.JPG|thumb|Königliche Garde bei einer Parade]] Empfehlenswert sind Ausflüge in das '''Schärengebiet''' (Schärengarten) vor Stockholm, das mittels Fähren gut erreichbar ist. Bei Einbruch der Dunkelheit kann man entlang des Skeppsbron oder in Richtung Strömkajen zu den Inseln Skeppsholmen oder Kastellsholmen schlendern und die Lichter der Stadt genießen. * Mit der SL-Fähre 80 kann man ab Nybroplan bis Ropsen fahren. * [https://www.stromma.se/stockholm/ stromma.se/stockholm] bietet Stockholm vom Wasser aus, ''Under Stockholms Broar'', unter den Brücken von Stockholm, ''Djurgården Runt'', die Königliche Kanaltour, ''Kungsholmen Runt'' die Historische Kanaltour und noch weitere Touren, von knapp 2 Stunden bis 11 Stunden Dauer. === Kino === Wer die englische Sprache beherrscht, braucht in Stockholm nicht auf die neuesten Hollywoodstreifen verzichten, da die Filme nicht synchronisiert werden, sondern in Originalsprache mit schwedischen Untertiteln gezeigt werden. Einzige Ausnahme sind Kinderfilme, die an den Zusatz „''alla talar svenska''“ (Alle sprechen Schwedisch) erkennbar sind. Eine Karte kostet etwa 160 Kronen. == Einkaufen == * {{vCard| type = mall|lat=59.3331 | long= 18.069171|name=NK Nordiska Kompaniet|description=Im "NK Kaufhaus des Nordens", einem edlen Traditionskaufhaus, lässt sich exklusiv und edel shoppen. Im Untergeschoss findet man einen Supermarkt und zwei Cafés.}} * {{vCard | name = Östermalms Saluhall | type = market hall | wikidata = Q298475 | lat = 59.3359 | long = 18.0778 | description = In der Markthalle Östermalm gibt es köstliche Delikatessen im Ambiente der Wende zum 20. Jahrhundert. }} * {{vCard | type = shopping street | lastedit = 2016-10-31 |lat=59.33160 |long=18.06367 |name = Drottninggatan |wikidata=Q2066219| description = Die zentrale Fußgängerzone, gesäumt von vielen Geschäften, Cafés, Restaurants und Take-aways. Sie beginnt im Zentrum und führt direkt in die Altstadt. }} * {{vCard | type = market | lastedit = 2016-10-31 |lat=59.33484 |long=18.06220| name = Gemüsemarkt | directions = am Hötorget vor dem Konserthuset | hours = Täglich geöffnet (auch am Sonntag) }} * {{vCard | type = mall | lastedit = 2016-10-31|lat=59.33167 |long=18.06729 | name = Gallerian |wikidata=Q10502253| address = Hamngatan 37 | directions = Station T-Centralen | url = https://www.gallerian.se/ | description = Zentral gelegenes Einkaufszentrum mit vielen Läden bekannter Marken, Restaurants und Cafés verteilt über drei Stockwerke. }} * {{vCard | type = shop | lastedit = 2016-10-31|lat=59.32347 |long=18.07380 | name = Tomtar och Troll | address = Österlånggatan 45 | url = https://www.tomtar-troll.com | description = Kleiner Laden mitten im Gamla Stan mit süßen handgemachten Trolls in allen Größen. }} == Küche == [[Image:Räucherlachs.JPG|thumb|250px|Räucherlachs]] [[Image:Hering Kartoffelpüree.JPG|thumb|250px|Gebratener Hering auf Kartoffelpüree ]] Allgemein lässt sich sagen, dass Essen gehen in Stockholm recht teuer ist. In vielen Stockholmer Gaststätten gibt es, genau wie im übrigen Schweden, an den Arbeitstagen von ca. 11 bis 14 Uhr ein „''dagens rätt''“ („Tagesgericht“), also ein Mittagsessen für etwa 150 Kronen; im Preis enthalten sind häufig ein alkoholfreies Getränk oder Leichtbier, ein Teller vom Salatbuffet und eine Tasse Kaffee. Grundsätzlich ist in Schweden ein Glas Wasser zum Essen kostenlos, was die hohen Preise etwas relativiert. Zu schwedischen Spezialitäten vgl. [[w:Schwedische Küche|Schwedische Küche]] * {{vCard|type=restaurant|name=Nilssons Restaurang |address=Stortorget 22 |phone=|email= |fax= |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Kleines gemütliches Restaurant im Bistrostil. Leckere hausgemachte [[w:Köttbullar|Köttbullar]].}} * {{vCard|type=restaurant|name=La Cantina |address=Stortorget 16 |phone=|email=|fax= |url= |hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Italienisches Restaurant mit leckerem Essen. Mittleres Preisniveau.}} * {{vCard | name = Kungshallen | type = restaurant | wikidata = Q18243473 | address = Hötorget | description = Viele verschiedene Theken mit 15 verschiedenen Restaurants. Am St. Eriksplan und nördlich davon gibt es viele kleinere Restaurants. }} * {{vCard|type=restaurant|name=Östermalms Saluhall Stockholm|address=Östermalmstorg, Östermalm, 114 39 Stockholm|phone=|email=|fax=|url=http://www.saluhallen.com/|hours= Geöffnet ist von Montag bis Donnerstag 9.30 - 18.00, Freitag 9.30 - 18.30 und Samstag 9.30 - 16.00 Uhr|price=|lat=|long=|description= Viele kleine nette Restaurants und Bars fernab der Touristenwege, außerdem kann man Delikatessen und Spezialitäten kaufen.}} * {{vCard|type=restaurant|name=Wärdshuset Ulla WinBladh|address=Rosendalsvägen 8, 115 21 Stockholm|phone=+46 (0)8 534 89 701 |email=|fax=|url=https://www.ullawinbladh.se/|hours= Geöffnet ist von Montag bis Freitag von 11.30 bis 22.00 und Samstag und Sonntag ab 12.00 Uhr|price=Hauptgerichte von 200 SEK bis 300 SEK|lat=59.32819 |long=18.10006 |description=In dem Wirtshaus aus dem Jahr 1897 wird schwedische Hausmannskost serviert und im Sommer kann man draußen sitzen. }} === Günstig Essen === Im Ikea Restaurant bekommt man einen Teller Köttbullar mit Beilagen für kr.75. Bei Cheap Noodles (2 Standorte) gibt es asiatische Nudelsuppe für kr.65. In vielen Subway-Restaurants gibt es das Sub des Tages für kr.45. Im Hemköpp gibt es ein Mittags- und Salatbuffet für kr.169/kg. Oft haben auch McDonald's oder Max günstige Angebote. == Nachtleben == Zum abendlichen/nächtlichen Ausgehen empfiehlt sich ein Besuch von [[Stockholm/Södermalm|Södermalm]], das ein bisschen als Szeneviertel gilt. Das Leben spielt sich hier vor allem auf {{Marker|type=mall|name=Medborgarplatsen|lat=59.3153 |long= 18.0716|wikidata=Q114160}} und dessen Seitenstraßen ab. Wenn gegen 3 Uhr die meisten Lokale schließen, sind viele Betrunkene unterwegs. Als weiteres Szeneviertel hat sich in den letzten Jahren Vasastaden etabliert. Hier sind vor allem die Bars, Kneipen und Restaurants um Odenplan und Rörstrandsgatan von Interesse. Hochpreisig geht es auf Östermalm zu. Die wichtigsten Läden finden sich am Stureplan. Aber auch Berns Salonger am Nybroplan und Café Opera am Kungsträdgården sind beliebte Hotspots der Reichen und Schönen. Jährlich findet Anfang August '''[http://www.stockholmpride.org/ Stockholm Pride]''' statt. Hierzu wird im Tantolunden auf Södermalm der sogenannte Pride Park errichtet. Stockholm ist wie ganz Schweden überwiegend liberal. Schwule und Lesben können sich hier frei und ungezwungen bewegen. Infos gibt es unter [http://www.qx.se/gaymap dieser Adresse]. * {{vCard|type=bar|name=Lady Patricia|address=Söder Mälarstrand Kaiplats 19 auf Södermalm|lat= 59.3212|long= 18.0527|url=http://www.patricia.st|description=Sa und So 18-5 Uhr, Mi-Fr offen für alle. Auf diesem Schiff geht Samstag- und Sonntagabend im Gayclub bei schwedischen Schlagern die Post ab.}} * {{vCard|type=bar|name=Torget|address=Mälartorget 13, Gamla Stan|lat= 59.3233| long=18.0684|description=Restaurant mit populärer Gaybar mit Schlager, Disco und Livekonzerten.}} * {{vCard|type=bar |name=Spybar |address=Birger Jarlsgatan 20 |phone=|email= |fax= |url=http://www.thespybar.se |hours=|price=|lat= 59.3365 | long=18.0721|lastedit=|description=Eine kleine Bar im ersten Stock eines Eckhauses am Stureplan. Gehobenes Publikum und Preise. Auch die Töchter des Königshauses sollen hier hin und wieder einkehren.}} * {{vCard|type=cafe|name=Populära Sibirien |address=Roslagsgatan 9 |phone=|email= |fax=|url=|hours=|price=|lat=59.3459 |long= 18.0601|lastedit=|description=Kleines Café mit kleinen Snacks. Sehr nette Bedienung.}} * {{vCard|type=cafe |name=Mälarpaviljongen |address=Norr Mälarstrand 64 |phone=|email= |fax=|url=https://www.malarpaviljongen.se/ |hours=|price=|lat= 59.3279 | long=18.0342|lastedit= |description=Direkt am und über dem Wasser - Tolles Café/ Restaurant mit sehr schönem Blick übers Wasser auf Stockholm. Im Winter nur am Wochenende geöffnet. Nächste U-Bahn Fridhemsplan.}} * {{vCard|type=cafe|name=Chokladkoppen |address=Stortorget 18 |phone=|email= |fax= |url=https://www.chokladkoppen.se/ |hours=|price=|lat= 59.3249 | long=18.0703|lastedit= |description=Kleines Café mitten in der Stockholmer Altstadt. Sehr leckere Torten und Obstpajs. Leider auch sehr viele Touristen.}} * {{vCard|type=cafe|name=Murens Café |address=Västerlånggatan 19 |phone=|email=|fax= |url= |hours=|price=|lat=59.3256| long= 18.0689|lastedit=|description=Kleines, gemütliches Café. Nicht so viel Auswahl wie im Chokladkoppen. Ebenfalls zu viele Touristen. }} <!--2018-03-10: Besteht nicht mehr: * {{vCard|type=bar |name=Mandus Bar & Kök |address=Österlånggatan 7, ganz in der Nähe des Schlosses |phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=59.3256|long=18.0739|lastedit= |description=Kleines Restaurant mit gewagt kitschiger Einrichtung. Nette Stimmung.}}--> <!--2018-03-10: Besteht nicht mehr: * {{vCard|type=bar|name=Torget |address=Mälartorget 13, direkt am Ausgang der U-Bahn-Haltestelle Gamla Stan |phone=|email=|fax=|url=http://www.torgetbaren.com/ |hours=|price= |lat=|long=|lastedit=|description=Schick-kitschige Bar mit Speisenangebot. Täglich unterschiedliche Musik, am Wochenende auch Party.}}--> <!--2018-03-10: Besteht nicht mehr: * {{vCard|type=bar |name=Debaser |address=Karl Johans Torg 1; samt Medborgarhuset, Medborgarplatsen, 111 30 Stockholm |phone=+46 8 462 98 60 |email=|fax=|url=|hours=6 Tage in der Woche 20.00 – 3.00 Uhr geöffnet |price=|lat=|long=|lastedit=|description=Es gibt Konzerte, Disco mit DJ und Bars.}}--> * {{vCard|type=club |name=Jazzclub Fasching |address=Kungsgatan 63, 111 22 Stockholm |phone=+46 8 534 829 60 |email=|fax=|url=https://www.fasching.se|hours=24-4 Uhr|price=200 SEK (ab 23 J.)|lat= 59.3334 |long= 18.056045|lastedit= |description=Legendärer Jazzclub mit Livemusik internationaler und schwedischer Stars. Nachtclub.}} == Unterkunft == Eine preiswerte, praktische und verlässliche Hotelbuchung bietet insbesondere die Internetseite '''[http://www.stockholm.at/reservations.htm Stockholm à la Carte]'''. Bei dem Buchungssystem werden z.&#x202F;B. für Wochenenden teilweise Zimmer bis zur Hälfte der üblichen Preise angeboten. Besonders praktisch ist, dass noch bis einen Tag vor Anreise eine kostenfreie Stornierung der Reservierung möglich ist. Bei Buchungen über die Seite der „Stockholm à la Carte“ ist zusätzlich noch die Stockholmkarte im Preis enthalten. Hiermit können alle öffentlichen Nahverkehrsmittel in Stockholm genutzt sowie eine Vielzahl von Museen besucht werden. === Günstig === Stockholm hat insgesamt zwölf Jugendherbergen, die zwar teurer sind als sonst im Land, aber in der schwedischen Hauptstadt immer noch eine billige Unterkunft sind: * {{vCard | name = STF Stockholm - af Chapman & Skeppsholmen | type = hostel | url = https://www.swedishtouristassociation.com/facilities/stf-stockholm-skeppsholmen-hostel/ | address = Flaggmansvägen 8, 11149 Stockholm | directions = Stadtmitte, auf einer ruhigen Insel | lat = 59.32520 | long = 18.08113 | phone = +46 8-4632266 | fax = +46 8-6117155 | email = chapman@stfturist.se | hours = 01.01.09-11.01.09, 14.01.09-31.12.09 | price = Bett für Erwachsene ab 185 SEK | subtype = budget | description = Die '''af Chapman & Skeppsholmen'''-Jugendherberge ist wohl einmalig: Ein Teil der Betten ist auf einem Dreimaster und man hat zu Fuß nur wenige Minuten bis zur Innenstadt. Die Insel ist eher ruhig. Es lohnt sich aber ''frühzeitig zu buchen'', denn normalerweise ist diese Jugendherberge immer voll ausgebucht. Man sollte mindestens ein halbes Jahr vorher buchen, sollte man hier übernachten wollen. }} * {{VCard | type= hostel | subtype= budget | name= Backpackers Inn | url= http://www.hihostels.com/dba/hostel054339.de.htm?n=n | address= Banérgatan 56, 11553 Stockholm | directions= Stadtteil Östermalm | lat= 59.34004 | long= 18.09762 | phone= +46 8-6607515 | fax= +46 8-6654039 | email= info@backpackersinn.se | hours= 25.06. - 12.08. | checkin= 16.00 | checkout= 10.00 | price= Bett ab 140 SEK |description= Die günstigste Übernachtungsmöglichkeit in Stockholm ist das Backpackers Inn. Hier trifft man vorwiegend auf junge Reisende. Man schläft in zu 16. in Klassenzimmern der Schule. Dies ist auch der Grund, warum diese JH nur im Sommer (während den Schulferien) offen ist.}} * {{VCard | type= hostel | subtype= budget | name= STF Stockholm - Långholmen | url= http://www.hihostels.com/dba/hostel054504.de.htm?n=n | address= Kronohäktet, Långholmsmuren 20, 11733 Stockholm | directions= auf einer Insel etwas westl. vom Zentrum | lat= 59.32136 | long= 18.02538 | phone= +46 8-720 85 00 | email= vandrarhem@langholmen.com | hours= 11.01.-14.01. geschlossen, 24h offen | price= Bett ab 230 SEK (für Mitglieder) }} * {{VCard | type= hostel | subtype= budget | name= STF Stockholm - Zinkensdamm | url= http://www.hihostels.com/dba/hostel054007.de.htm | address= Zinkens väg 20, 11741 Stockholm | directions= im Westen von Södermalm | lat= 59.31481 | long= 18.04442 | phone= +46 8-6168100 | fax= +46 8-6168120 | email= mail@zinkensdamm.com | hours= ganzjährig und 24h offen | price= Bett ab 200 SEK }} * {{VCard | type= hostel | subtype= budget | name= STF Fridhelmsplan | url= http://www.fridhemsplan.se/ | address= Sankt Eriksgatan 20, 11239 Stockholm | directions= nahe Stadtzentrum auf Insel Kungsholmen | lat=59.33135 | long=18.03099 | phone= +46 8-6538800 | fax= +46 8-6538920 | email= info@fridhemsplan.se | hours= ganzjährig offen, 24h | price= Bett ab 225 SEK }} * {{vCard|type=hotel|name=Formule 1|address=Mikrofonvägen 30,126 37 Hägersten,Schweden|phone= +46 77 144 66 88|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=59.2945 | long=18.0003|lastedit=|description=Eine besonders günstige Unterkunft ist das Motel ''Formule 1'' bei der U-Bahn-Station ''Telfonplan''. Die Übernachtung im Doppelzimmer mit möglicher Aufbettung kostet hier zurzeit 320 Kronen (etwa 35 Euro). Dafür muss man die ungünstige Lage direkt an der Autobahn und eine Fahrzeit in die Innenstadt von ca. 30 Minuten in Kauf nehmen.}} === Mittel === * {{vCard | name = Villa Källhagen | type = hotel | wikidata = Q18334681 | url = https://www.kallhagen.se | address = Djurgardsbrunnvägen 10 | phone = +46 8 6650300 | price = DZ/F ab etwa 200&#x202F;€ | lat = 59.333068 | long = 18.1112 }} * {{vCard|type=hotel |name=Mälardrottningen Hotel |address=Riddarholmen, 111 28 Stockholm |phone=|email=|fax=|url=http://www.malardrottningen.se/German/inledningtys.htm |hours=|price=|lat=59.3473|long= 18.0708|lastedit=|description=Die berühmte Yacht der 1920er-Jahre-Millionärin Barbara Hutton hat im Hafen der Stockholmer Altstadt festgemacht - und dient jetzt als Hotel. Der Blick über die Wasserwege Stockholms ist spektakulär und all die Sehenswürdigkeiten der Altstadt sowie die Haupt-Einkaufsgegend der Innenstadt sind bequem zu Fuß zu erreichen. Gute Parkmöglichkeiten. Die meisten der Kabinen sind Einzelzimmer mit einem Extra-Etagenbett.}} * {{vCard|type=hotel |name=Lord Nelson Hotel |address=Västerlånggatan 22, 111 29 Stockholm |phone=|email=|fax=|url=https://www.lord-nelson.se/ |hours=|price=|lat=59.3253 |long=18.0690|lastedit=|description=Nur fünf Meter ist das Lord Nelson breit - das dürfte schwedischer Hotelrekord sein. Von den Maßen auf die Qualität zu schließen, wäre jedoch völlig verfehlt. Im Gegenteil, der Standard ist sogar recht hoch, und die 31 Zimmer (davon 22 Einzelzimmer) sind zwar klein, aber ausgesprochen gemütlich. Das liegt vor allem an ihrem maritimen Flair. Überhaupt erinnert vieles in dem hübschen Jugendstilhaus an ein Schiff, sogar die Stockwerke heißen hier „Deck“. Allerdings müssen die Gäste - viele Geschäftsreisende - niemals befürchten, seekrank zu werden. Und wenn man aus dem Fenster hinaus - oder von der Dachterrasse herabschaut, blickt man nicht auf das wogende Meer, sondern auf die belebteste Gasse der Stockholmer Altstadt.}} * {{vCard|type=hotel |name=Best Western Hotel Terminus |address=Vasagatan 20, 101 25 Stockholm |phone=|email=|fax=|url=https://www.terminus.se/ |hours=|price=|lat=59.3306|long=18.0596|lastedit=|description=Das Terminus gegenüber vom Hauptbahnhof und dem City Air Terminal wird von der Familie des Besitzers geführt. Die Altstadt, Restaurants, Shopping, Vergnügungs- und Regierungsviertel liegen rundum in kurzer Distanz. Die U-Bahn-Station liegt unter dem Gebäude. Von der U-Bahn ist nichts zu hören und die Umgebung des Hauptbahnhofs ist nicht mit der anderer Haupt- und Großstädte zu vergleichen! Wer Wert auf eine gepflegte und zentrale Unterkunft zu moderatem Preis legt, ist hier genau richtig.}} === Gehoben === [[Image:Stockholm Grand Hotel.JPG|thumb|300px|Grand Hôtel]] * {{vCard|type=hotel|subtype=5|name=Grand Hôtel Stockholm |address=Södra Blasieholmshamnen 8, 103 27 Stockholm|phone= +46 8 679 35 00|email=|fax=|url=https://www.grandhotel.se/|hours=|price=ab 315 €|lat=59.3296 | long=18.0757|description= Das Hotel gibt es seit 1874.}} * {{vCard|type= hotel|subtype=4|name=Browallshof |address=Surbrunnsgatan 20|url=https://www.claspahornet.se/index.php/hotell|lat=59.3464|long=18.0611|description=Dieses Hotel besteht als altes Gasthaus seit 1731. Gäste waren schon König Gustav III. und sein Freund [[w:Carl Michael Bellman|Carl Michael Bellman]]. Das Haus bietet ein Restaurant mit sehr guter schwedischer Küche und ein kleines Hotel mit 10 Zimmern im gustavianischen Stil.|phone=08165136}} * {{vCard | name = Radisson Blu Royal Park Hotel, Stockholm, Solna | type = hotel | url = https://www.radissonhotels.com/en-us/hotels/radisson-blu-stockholm-royal-park | email = info.royalpark@radissonblu.com | address = Frösundaviks Allé 15, 169 03 Solna | phone = +46 8 624 55 00 | fax = +46 8 85 85 66 | lat = 59.3692 | long = 18.0305 | description = Das Hotel liegt in sehr schöner Umgebung nördlich des Stadtzentrums im Royal Haga Park. Vom Frühstücksraum hat man einen schönen Blick auf einen See. Der Flughafenbus hält ca. 400&#x202F;m vom Hotel entfernt. }} == Sicherheit == Stockholm ist eine relativ sichere Stadt, selbst die in anderen Metropolen aufdringlich wirkende Bettelei findet hier dezenter statt. Gegenüber Betrunkenen sollte man vorsichtig sein. An Orten mit hohem Touristenaufkommen, wie dem Bahnhof und Gamla Stan, ist allerdings mit der üblichen Kleinkriminalität wie Taschen- und Gepäckdiebstahl zu rechnen. In den öffentlichen Verkehrsmitteln ist praktisch überall Personal der SL zu finden, etwa bei den Schleusen der Tunnelbanan, die bei Problemen eingreifen. Zwar besitzt Stockholm, wie auch andere schwedische Großstädte, einige Vororte mit erhöhter Bandenkriminalität, welche für Touristen nicht unbedingt zu empfehlen sind, etwa Rinkeby, doch der Großteil der Stadt und auch die meisten umliegenden Orte sind grundsätzlich sehr ungefährlich. == Gesundheit == == Praktische Hinweise == [[File:Stockholm Telefonzelle (1).JPG|thumb|160px|Historische Telefonzelle neben der Kirche Tyska kyrkan]] In Stockholm wie auch im Rest des Landes wird praktisch alles bargeldlos bezahlt, dementsprechend benötigt der Tourist eine zuverlässige Kredit- oder Debitkarte mit möglichst geringen Auslandsgebühren. Auch kontaktlose Zahlungssysteme sind weit verbreitet. EU-Dokumente wie Reisepass, Führerschein oder Personalausweis reichen für so gut wie alle Situationen aus. Viele Schweden sprechen neben ihrer Muttersprache auch fließend Englisch. Für deutsche Besucher gestaltet sich auch das Lesen von diversen Schildern relativ unproblematisch, da das Schwedische eine recht große Ähnlichkeit zum Deutschen aufweist. Die Gepäckaufbewahrung im Hauptbahnhof Centralen ist mit etwa €40 pro Tag sehr teuer, deswegen haben sich zahlreiche private Anbieter wie Luggagehero, Bounce oder Radicalstorage etabliert, die Tagespreise liegen hier ab etwa 7 €. == Ausflüge == === Skärgården === Der Ostsee-Archipel (''skärgården''), wird oft in Innen-, Mittel- und Außenarchipel (''inner-, mellan-'' und ''ytter-skärgård'') aufgeteilt. Im Innenarchipel sieht man das offene Meer nicht. Die Inseln sind groß und bewaldet und die Wasserstraßen recht schmal. Dagegen ist der Außenarchipel ein Übergangsbereich zum offenen Meer. Es hat große Wasserflächen und kleine Inseln. Das ganze Jahr betreibt [https://waxholmsbolaget.se/ Waxholmsbolaget] Schifffahrt im Ostseearchipel: * Von Stockholm aus fährt das Boot in gut einer Stunde durch den Innenarchipel zur kleinen Festungsstadt {{Marker|type=village|wikidata=Q1001109|name=Vaxholm}}. Sehenswert ist dort auf einer kleinen vorgelagerten Insel die {{Marker|type=fort|name=Festung Vaxholm|wikidata=Q2627611}} mit Museum. Vom Vaxholm kann man mit Bus oder Boot zurückkehren. * Die ehemalige Festungsanlage {{Marker|type=fort|name=Fredriksborg fästning|wikidata=Q10498760}} ist gut mit dem Auto zu erreichen. Beide Teile der Anlage sind durch 180&#x202F;m Wasser voneinander getrennt. Durch diese Enge fahren alle großen Schiffe, sowohl Kreuzfahrschiffe, Großfähren wie auch Frachtschiffe auf ihrem Weg von bzw. nach Stockholm, ein imposantes Schauspiel. * Ein klassisches Ausflugsziel ist die Lotsenstelle in {{Marker|type=village|wikidata=Q2837232|name=Sandhamn}} am Anfang des Außenarchipels. Im Sommer ist es ein mondäner Seglertreffpunkt, im Winter wohnen hier nur wenige. * Auch andere naturschöne Inseln sind in der warmen Jahreszeit mit öffentlichen Schiffen erreichbar, beispielsweise {{Marker|type=island|name=Utö|wikidata=Q56804997}} und {{Marker|type=island|name=Rödlöga|wikidata=Q428390}}. * Das exklusive Seebad {{marker|type=village|wikidata=Q990771|name=Saltsjöbaden}} liegt vor den Toren von Stockholm und ist mit der [[w:Saltsjöbanan|Saltsjöbanan]] gut angebunden. Dort ist unter anderem die [[w:Uppenbarelsekyrkan (Saltsjöbaden)|Uppenbarelsekyrkan]] als eindrucksvolles Bauwerk der Nationalromantik sehenswert. === Am Mälaren === An den Ufern vom Mälaren gibt es viele kulturgeschichtlich interessante Orte: * {{wikipedia|Drottningholm|Q910007}} mit zwei Schlössern und großer Parkanlage. Erreichbar mit SL-Bus ab U-Bahnstation ''Brommaplan'', oder im Sommer mit Schiff. * Die Universitätsstadt und Erzbischofssitz [[Uppsala]], Züge ab Stockholm Hauptbahnhof. * Das Renaissance-'''Schloss Gripsholm''' (Gripsholm slotten) in der Kleinstadt Mariefred kann man mit Bahn (Mälartåg) und Bahn in etwa einer Stunde erreichen; das Schloss ist der Handlungsort des gleichnamigen Romans (1931) von Kurt Tucholsky (1890-1935), der auch auf dem Friedhof von Mariefred begraben ist. * [[Birka]] war im 9. und 10. Jahrhundert ein stadtähnliches Handelszentrum. Die Insel ist nicht mit Auto erreichbar, aber für Archäologiefans gibt es geführte Bootstouren. * Das prachtvolle Barockschloss [[Skokloster]] hat ein sehr gut erhaltenes Interieur. == Literatur == * {{buch | Autor= Petra Juling | Titel= Stockholm DuMont direkt | Verlag= DuMont Reiseverlag | Jahr= 2013 | Auflage= 2 | ISBN= 9783770196036 | Online= http://shop.dumontreise.de/dumont/reisefuehrer/stockholm-dumont-direkt-europa_pid_728_11561.html}} == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} * [http://www.visitstockholm.com/ visitstockholm.com] - Offizielle Touristeninformationen * [http://parapsychology.se/PA-stockholm/a_stockholm/stockholmsbilder/Innerstan_map.gif Stadtplan] * [http://www.waxholmsbolaget.com/visitor/ Waxholmsbolaget] mit Fahrplänen und Ausflugsvorschlägen, teilweise in englischer Sprache {{Navigationsleiste Kulturhauptstädte Europas}} {{class-3}} {{GeoData| lat= 59.325| long= 18.05| zoom = 10}} {{IstInKat|Uppland}} {{Unesco|Kontinent = Europa |Land = Schweden}} p1ecms1e26i8xryshav79dib8md2gzc 1802387 1802383 2026-09-06T20:02:51Z Maikel 5108 /* Fähren */ 1802387 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild= [[Bild:Stockholm_gamlastan_etc.jpg|300px|Blick auf Stockholm]] | TouriInfoWeb= [http://www.visitstockholm.com/en/ Visitstockholm.com] | TouriInfoTel= +46 (0)8-508 28 508 }} '''Stockholm''' ist die Hauptstadt von [[Schweden]] und hat rund eine Million Einwohner. Damit ist die geschichtsträchtige Stadt die größte von Schweden vor [[Göteborg]] und [[Malmö]]. Sie liegt am Ausfluss des Sees ''Mälaren'' in die Ostsee, die dort einen inselreichen Meerbusen, den Schärengarten, bildet. == Stadtteile == [[Image:Stockholm boroughs 2007.svg|left|300px|thumb|Karte]] [[Image:Stockholm_Municipality_in_Stockholm_County.png|thumb|Karte]] Stockholm bedeckt eine Fläche von 187 km² und besteht seit 1. Januar 2007 aus 14 Stadtbezirken. {| |- !Innenstadt !Süden !Westen |- style="vertical-align:top;" | style=" padding-right:3em;" | * [[Stockholm/Kungsholmen|Kungsholmen]] * [[Stockholm/Norrmalm|Norrmalm]] * [[Stockholm/Östermalm|Östermalm]] * [[Stockholm/Södermalm|Södermalm]] | style=" padding-right:3em;" | * [[Stockholm/Enskede-Årsta|Enskede-Årsta]] * [[Stockholm/Farsta|Farsta]] * [[Stockholm/Hägersten|Hägersten]] * [[Stockholm/Skarpnäck|Skarpnäck]] * [[Stockholm/Skärholmen|Skärholmen]] * [[Stockholm/Älvsjö|Älvsjö]] | * [[Stockholm/Bromma|Bromma]] * [[Stockholm/Hässelby-Vällingby|Hässelby-Vällingby]] * [[Stockholm/Kista|Kista]] * [[Stockholm/Spånga-tensta|Spånga-Tensta]] |} == Hintergrund == In Stockholm befindet sich das königliche Schloss, die Stadt ist Sitz einer Universität und mehrerer Hochschulen sowie der Sitz der evangelischen und katholischen Kirche Schwedens. Im Stadtgebiet liegen 14 Inseln, die durch 53 Brücken verbunden sind. Die Innenstadt unterteilt sich in die Stadtteile Gamla Stan, Kungsholmen, Norrmalm, Södermalm und Östermalm. Stockholm ist besonders im Sommer ein Touristenmagnet; Teilnehmer von Kreuzfahrten ebenso wie Busgruppen und Rucksacktouristen auf dem Weg zum [[Magerøya|Nordkap]] bevölkern dann die Stadt, denn Stockholm hat dem Besucher viel zu bieten: uralte Altstadthäuser, unzählige Cafés, Eisdielen, gepflegte Parkanlagen, das Meer, viel Sonne, umgeben von tausenden Schäreninseln. Eine lakonische Beschreibung der Stadt fand [[:wikipedia:Kurt Tucholsky|Kurt Tucholsky]] in seiner Novelle ''Schloss Gripsholm'': „Stockholm ist schön. Städte am Wasser sind immer schön.“ == Anreise == {{Mapframe|59.327|18.074|zoom=12}} {{mapshapes|Q272926 }} === Mit dem Flugzeug === Es gibt drei Flughäfen, die Stockholm zugerechnet werden. * Der {{marker|type=|wikidata=Q223499|lat=59.6496|long=17.9341|name=Flughafen Stockholm-Arlanda}} ist der wichtigste und größte und liegt etwa 45&#x202F;km außerhalb von Stockholm. Die günstigsten Fahrten von Arlanda zum zentralen Busbahnhof und umgekehrt bietet Flixbus ab 6,99&#x202F;€, mit 2 bis 10&nbsp;täglichen Abfahrten. Tickets und Fahrplan via App oder [https://www.flixbus.de/ flixbus.de.] Der Preis der Tickets (Einzelfahrt) schwanken zwischen 6,99&#x202F;€ und 9,99&#x202F;€, die Fahrtzeit beträgt 40-60 Minuten. {{Stand|2022|12}} Deutlich regelmäßiger bedient [https://www.flygbussarna.se/de/# ''Flygbussarna''] die Linie. Strecke und Fahrzeit entsprechen Flixbus, allerdings liegen die Ticketpreise höher. Selbst zu späterer Stunde verkehren die Busse in dichtem Takt. Tickets gibt es an Schaltern (etwa in Terminal 5), vor und im Flughafengebäude an Automaten, an Bord der Busse, online und in der App. Ein Ticket kostet für einen Erwachsenen 129&#x202F;SEK (Einzelfahrt) bzw. 209&#x202F;SEK (Hin- und Rückfahrt). Für Minderjährige gibt es ermäßigte Tickets für 119&#x202F;SEK (Einzelfahrt) bzw. 189&#x202F;SEK (Hin- und Rückfahrt). Beim Kauf vor Ort sind die Tickets teurer, die Barzahlung ist nicht möglich. Wer vor der Endstation aussteigen möchte, sollte den Halteknopf drücken. {{Stand|2022|11}} Schneller aber auch teurer geht es mit dem Schnellzug [https://www.arlandaexpress.com/ Arlanda Express]; dieser hält im 15-Minuten-Takt an den unterirdischen Stationen Arlanda Norra (Nord) und Arlanda Södra (Süd) und fährt von dort aus in etwa 20&#x202F;Minuten ohne Zwischenhalt zum Hauptbahnhof. Die Tickets sollten am Schalter, Automaten oder im Voraus im Internet erworben werden. Die Kosten liegen für Erwachsene bei 299&#x202F;SEK für eine Einzelfahrt und 579&#x202F;SEK für Hin- und Rückfahrt, Jugendliche (8 bis 25&#x202F;J.) zahlen 149&#x202F;SEK (Einzelfahrt) bzw. 298&#x202F;SEK für Hin- und Rückfahrt. Jugendliche fahren in Begleitung eines Erwachsenen kostenlos, Kinder unter 8 Jahren immer. {{Stand|2022|12}} Alle anderen Regional- und Fernzüge halten am ebenfalls unterirdischen Bahnhof Arlanda Central, welcher sich mittig zwischen den Haltestellen Södra und Norra befindet. Tickets lassen sich am einfachsten über [https://www.sj.se/ SJ] kaufen. Nimmt man ein Taxi, so gelten von Arlanda Festpreise, welche sich zwischen den Anbietern allerdings unterscheiden. Alle verifizierten Taxianbieter, die einen Vertrag mit dem Flughafen geschlossen haben, befinden sich in ausgewiesenen Zonen vor den Ankunftsbereichen von Terminal 2 und Terminal 5. * Der {{marker|wikidata=Q664946|type=airport|name=Flughafen Stockholm-Skavsta}} wird von der osteuropäischen Billigfluggesellschaft [[Wizz Air]] und von [[w:Norwegian Air Shuttle|Norwegian]] angeflogen. Der Flughafen liegt in der Provinz [[Södermanland]], etwa 100&#x202F;km südlich von Stockholm, nahe der Stadt [[Nyköping]]. Auch hier fährt wieder der ''[http://www.flygbussarna.se/ Flybussarna]'', dessen Fahrtzeit nach Stockholm-Centralen etwa 80&#x202F;Minuten beträgt. Die Tickets kosten 219&#x202F;SEK (Einzelfahrt) und 438&#x202F;SEK für Hin- und Rückfahrt. Minderjährige zahlen 199&#x202F;SEK (Einzelfahrt) bzw. 398&#x202F;SEK für Hin- und Rückfahrt {{Stand|2022|12}}. * Der {{marker|wikidata=Q29863|type=airport|lat=59.3551|long=17.9472|name=Flughafen Stockholm-Bromma}} liegt direkt im gleichnamigen Stadtteil von Stockholm. Von Bromma aus werden schwedische Inlandsflüge und Direktverbindungen nach [[Brüssel]], [[Helsinki]] und [[Aarhus|Århus]] angeboten. Das Stadtzentrum lässt sich vom Flughafen mit Flughafenbussen oder einer Kombination aus der Straßenbahnlinie 31 und der Tunnelbana (U-Bahn) erreichen. === Mit der Bahn === {{Marker|type=train|name=Stockholm Centralstation|wikidata=Q54315}} hat als Verkehrsknotenpunkt Eisenbahnverbindungen zu allen großen Städten in Schweden. Deutsche Urlauber erreichen Stockholm (und generell Schweden) über Dänemark und, abgesehen von Nachtzügen, nur mit mindestens einem Umstieg. Die DB bietet täglich Intercity-Züge von [[Hamburg]] bis [[Kopenhagen]] an. Von dort aus lässt sich Stockholm unter anderem mit dem Schnellzug ''X2000'' der schwedischen Staatsbahn SJ erreichen. Noch frequentierter fahren diese aber ab dem südschwedischen [[Malmö]], welches von Kopenhagen mit Regionalzug oder diversen Busgesellschaften schnell zu erreichen ist. Außerdem verkehren saisonal direkte Nachtzüge der Staatsbahn SJ sowie der privaten Bahngesellschaft Snälltåget mit Sitz-, Liege- und Schlafwagen von Berlin über Hamburg bis nach Stockholm. * [https://www.sj.se Homepage der schwedischen Staatsbahn] * [https://snalltaget.se Homepage von Snälltåget] === Auf der Straße === Stockholm ist eine Großstadt mit einem entsprechenden Verkehrsaufkommen. Für Kraftfahrtzeuge wird im Stadtzentrum die ''Trängselskatt'' (wörtlich „Stau-Abgabe“) erhoben, und zwar jeweils bei der Ein- und Ausfahrt in der Zeit von 6.00 bis 18.29 Uhr, wobei in der Hauptsaison die Abgabe bei kr.165 pro Tag und Fahrzeug gedeckelt ist.<ref name=trängelskatt>[https://www.transportstyrelsen.se/sv/vagtrafik/fordon/skatter-och-avgifter/trangselskatt/trangselskatt-i-stockholm/ Trängelskatt i Stockholm]</ref> === Mit dem Schiff === Diverse Fährlinien legen an dem {{Marker|type=pier |lat=59.31678 |long=18.09586|name=Fährterminal Södermalm}} und an den {{Marker|type=pier |lat=59.3517 |long=18.1172 |name=Fährterminals Värtahamnen}} bzw. {{Marker|type=pier|lat=59.3441 |long=18.1196 |name=Frihamnen|alt=Frihamnens färjeterminal}} an.<br> Die finnische Reederei [https://www.vikingline.de/ Viking Line] verkehrt täglich zwischen Schweden und Finnland. Für die Anreise aus Deutschland gibt es Partnerfährlinien, mit denen man via Dänemark nach Schweden und Finnland gelangen kann. Andere Fährschiffe fahren nicht nur nach [[Helsinki]], sondern auch nach [[Mariehamn]],<!-- [[Sankt Petersburg]],--> [[Turku]] und [[Tallinn]]. {{siehe auch|Södermanland#Mit dem Schiff|titel1=Fährverbindungen mit Åland und Finnland|Ostseefähren}} im Hafen Kapellskär. Stockholm ist auch Unterwegshafen für Passagiere von [[Frachtschiffreise]]n. Diese legen überwiegend am Containerterminal im Frihamnen an, wo nebenan auch das Kreuzfahrterminal ist. Der Weg von dort in die Stadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Bus 76, ist recht einfach und kostengünstig. == Mobilität == [[Datei:Stockholm metrosystem map.svg|mini|400px|Übersichtsplan der U-Bahn]] In Stockholm betreibt der Verkehrsverbund ''Storstockholms Lokaltrafik'' (SL, deutsch „Großstockholmer Nahverkehr“) ein engmaschiges Verkehrsnetz mit Schwedens einziger U-Bahn, S-Bahn ([[Pendeltåg (Stockholm)|Pendeltåg]], deutsch „Pendelzug“), Bussen, Schiffen und Trambahnen. Die Einzelfahrt kostet kostet 43 SEK. Günstig können für Besucher beispielsweise die angebotenen 24 h- und 72 h- oder 7 Tage-Tickets sein. Das 24 h-Ticket kostet 180 SEK und das 72 h-Ticket 360 SEK (Stand 2026). Wer länger als drei Tage in Stockholm ist, sollte das nur geringfügig teurere 7-Tage-Ticket kaufen (470 SEK). Ermäßigte Preise gibt es für alle unter 20 und ab 65: Das 24 h-Ticket kostet 110 SEK, das 72 h-Ticket 220 SEK und das 7-Tage-Ticket 290 SEK. Die Verkehrsmittel des SL können auch mit der „Stockholm Card“ genutzt werden, diese kostet 450 SEK für 24 h (Stand 2012) und beinhaltet den freien Eintritt in zahlreiche Museen und Sehenswürdigkeiten. Einzelkarten kann man direkt beim Einsteig kaufen indem man eine NFC-Zahlungsmittel (Kreditkarte oder smartphone mit Google Pay oder Apple Pay) an das Lesegerät kauft. Sehr empfehlenswert ist die SL-App, welche sowohl das Kaufen von Einzel- und Langzeittickets ermöglicht, als auch Echtzeitinformationen zu allen Verbindungen innerhalb des Nahverkehrsgebiets bereitstellt. Achtung, wenn man ein smartphone mit SL-app und dem QR-code für eine Zeitkarte an das Lesegerät hält, kann es vorkommen dass statt dessen versehentlich eine Einzelfahrkarte gekauft wird, daher sollte man vorher NFC abschalten. Alternativ kann man Zeitkarten auch auf eine Plastikkarte laden, die einmalig ca. €4 kostet. Zeitkarten gibt es dagegen nicht mehr als Papiertickets, diese wurden grundsätzlich abgeschafft. === U-Bahn === Stockholms U-Bahn-System ist die '''[[w:Stockholms tunnelbana|Tunnelbana]]'''. Drei Stammlinien mit verschiedenen Verästelungen decken das Stadtgebiet großflächig ab und sorgen auch für die Anbindung des Stadtrandes (während die S-Bahn, der Pendeltåg, mit seinen zwei Linien hierbei lediglich eine untergeordnete Rolle spielt). Ein Genuss sind einige Bahnhöfe, die als Gesamtkunstwerk angelegt sind (z.&#x202F;B. einige der Haltestellen der „Blauen Linie“). Ein Plan des '''[http://www.sl.se/ficktid/karta%2Fvinter/vTub.pdf U-Bahn-Streckennetzes]''' ist auf den Seiten der Stockholmer Nahverkehrsbetriebe '''[http://www.sl.se/ SL]''' im PDF-Format downloadbar. === Bus/Straßenbahn === Der öffentliche Nahverkehr mittels Bus funktioniert gut. Die Wartehäuschen bieten auch einen guten Schutz bei Regenwetter. Die Busverbindungen gehen teils weit aus der Innenstadt heraus und reichen bis zu entfernt gelegenen Vororten. Stockholm hatte bis 1967 ein ausgedehntes Straßenbahnnetz, das jedoch aufgrund der Umstellung auf Rechtsverkehr stillgelegt wurde; mittlerweile gibt es jedoch wieder vier Linien (7, 12, 21 und 30/31), sowie zwei Linien (25/26 und 27/28/29) der Stadtbahn ''lokalbana''. Die Linie 7 beginnt an '''T-Centralen''', einem Hauptplatz etwas östlich vom Hauptbahnhof, und fährt in Richtung [[Djurgården]], wo sich das Museumsschiff Wasa und das Freilichtmuseum [[Skansen]] befinden. Gelegentlich sind auch auch historische Straßenbahnen unterwegs. In den Bussen der SL können Tickets direkt am Fahrkartenentwertungsautomaten per Kreditkarten gekauft werden. [[Image:Stockholm Hop On Hop Off.JPG|left|200px|thumb|Hop On Hop Off]] === Schnellzug === Mit dem [[Pendeltåg (Stockholm)|Pendeltåg]] (ähnlich der S-Bahn) erreicht man das Umland von Stockholm. Das SL-Ticket ist dort ebenfalls gültig. Bei einer Fahrt nach [[Uppsala]] und Knivsta ist aber ein Zusatzticket nötig, da Stockholms Tarifgebiet verlassen wird. Auf Stockholmer Stadtgebiet hält der Pendeltåg in Stockholm södra, -city und -Odenplan. Die Station Stockholm city ist Teil des Hauptbahnhofs. === Fähren === Die meisten Fähren legen vom Strömkajen gegenüber dem Grand Hôtel ab und machen dann häufig noch einen Halt in Slussen, nur die SL-Fähren nach Djurgården fahren direkt in Slussen ab. Der öffentliche Verkehrsbetrieb SL betreibt zahlreiche eigene Fähren, außerdem sind die Fähren von Waxholmsbolaget [https://waxholmsbolaget.se/visitor-information]bis zur Insel [[Vaxholm]] (Fahrtzeit ab Strömkajen etwa 75 Minuten) im Tarifverbund enthalten. Darüber hinaus gibt es viele private Fähren die nicht im SL-Verkehrsverbund enthalten sind, der größte Anbieter ist hier Strömma. Bedient werden Ziele innerhalb des Stadtgebietes von Stockholm bis zu den äußeren, östlichen Schäreninseln wie Nämdö. Die Reederei Ressel betreibt die Fähre [https://ressel.se/emelie-trafiken/#emelie-tidtabell Emelie] von Strömkajen in den neuen Stadtteil Hammarby Sjöstadt und Luma Park im Südosten Stockholms; diese ist nicht im SL-Verkehrsverbund enthalten sondern kostet extra. Die elektrische Tragflügelfähre [https://waxholmsbolaget.se/nyheter-och-trafikinfo/barplansbaten-nova Nova] als Sonderlinie 14X der Gesellschaft Waxholmsbolaget auf der Fährlinie 14, verkehrt zwischen Sollenkroka und Möja, die Fahrt muss zwei Stunden vorher gebucht werden und ist meist nicht im SL-Tarif enthalten. Der Fährbetrieb einer autonomen elektrischen Fähre, der [https://www.zeam.se/en Estelle] über den Riddarfjord (''Riddarfjärden''), wurde nach einem Brand eingestellt (Stand: September 2026). Für die Waxholmsbolaget-Schiffe kann man Fahrkahrten an Bord kaufen. === Stadtrundfahrt === Für Stadtrundfahrten eignet sich ein '''Hop On Hop Off-Ticket''', es gilt für beliebig viele Fahrten innerhalb 24 Stunden. Es ist auch als Kombifahrkarte für Boot und Bus erhältlich. Die beiden Anbieter sind Red Sightseeing und [https://www.stromma.se/stockholm/ Strømma]. Letztere arbeiten in Stockholm mit City Sightseeing zusammen, sodass sowohl die grünen Busse als auch die roten genutzt werden können. == Sehenswürdigkeiten == [[Bild:GamlaStan01.jpg|thumb|right|In den Gassen von Gamla Stan]] Die historische {{Marker|type=quarter|lat=59.3250 |long=18.0707 |name=[[Stockholm/Gamla stan|Gamla Stan (Altstadt)]]}}, eine der am besten erhaltenen Europas, ist das Herz von Stockholm. An der Westseite des dicht bebauten Viertels liegt die U-Bahn-Station ''T Gamla Stan''. Das Zentrum der Altstadt ist '''Stortorget''', ein Platz, wo der dänische König Christian II. 1520 beim Stockholmer Blutbad 82 Personen köpfen ließ. In der Weihnachtszeit findet auf dem Stortorget ein typischer Weihnachtsmarkt statt. Die {{Marker|type=church|wikidata=Q657118|name=Riddarholmskyrkan}} in der Altstadt ist eine wunderschöne mittelalterliche Kirche. Am nördlichen Ende befindet sich die {{Marker|type=church|wikidata=Q1133075|name=Storkyrkan}} (St. Nikolai) aus dem 13. Jahrhundert, die zwischen 1736 und 1743 umgebaut wurde. Weiter südlich befindet sich die {{Marker|type=church|lat=59.32416 |long=18.07172|name=Tyska Kirkan|wikidata=Q2164087}}, die deutsche Kirche. Deren Turmspitze ist mit 100&#x202F;m der höchste Punkt der Altstadt. Das {{Marker|type=castle|lat=59.3265 |long=18.0708|name=königliche Schloss|wikidata=Q750444}}, gebaut zwischen 1697 und 1754, liegt auf der Ostseite der Altstadt und ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Obwohl letzteres im Stadtzentrum liegt, lebt die königliche Familie im {{Marker|type=castle|lat=59.3219 |long=17.8868 |name=Schloss Drottningholm|wikidata=Q208559}} auf der Insel Lovö am Rande der Stadt. Es ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln etwa eine Stunde vom Zentrum entfernt. Unter diesem Stichwort ist der {{Marker|type=building|lat=59.32764 |long=18.06823|name=Reichstag|wikidata=Q1101073}} in der Altstadt hervorzuheben. Hinzu kommt das {{Marker|type=town hall|lat=59.32749 |long=18.05464 |name=Stadshuset|wikidata=Q648483}} mit dem ''Blauen Saal'', der übrigens nicht blau ist und wo jedes Jahr am 10. Dezember das Nobelpreisbankett stattfindet. Die Nobelpreise werden zuvor im {{Marker|type=concert hall|lat=59.33514 |long=18.06315|name=Konserthuset|wikidata=Q653773}} verliehen. Ebenso lohnenswert ist ein Besuch des 155 Meter hohen {{Marker|type=tower|lat=59.33515 |long=18.12680|name=Kaknästurm|wikidata=Q1721899}}, von dem man einen schönen Blick über Stockholm hat. Sehenswert ist ferner das Wrack des Schiffes {{Marker|type=museum ship|lat=59.3282 |long=18.0913|name=Vasa|wikidata=Q219821}} im eigens dafür errichteten Museum und das {{Marker|type=open air museum|lat=59.32639 |long=18.10389|name=Freilichtmuseum Skansen|wikidata=Q725108}}. In letzterem gibt es ein Gehege mit typisch schwedischen Tieren wie Elche, Rentiere, Wölfe und Luchse. Des Weiteren wurden dort eine „alte Schule“, eine „alte Kirche“, „alte Bauernhäuser“ usw. originalgetreu errichtet. Verkleidete Mitarbeiter des Parks „spielen“ z.&#x202F;B. den Dorfschullehrer und erzählen, wie es früher in Schweden gewesen sein mag. {{Marker|type=park|lat=59.3203 |long=18.0503|name=Skinnarviksparken|wikidata=Q10670195}}, Södermalm, U-Bahn Zinkensdamm - Ein kleiner Park um einen Sendemast herum, über einen Weg mit zahlreichen Stufen erreicht man die Anhöhe und es eröffnet sich ein fantastischer Blick auf die am gegenüberliegen Ufer liegende Stadt. {{Marker|type=building|lat=59.31998 |long=18.07324|name=Katarinahissen|wikidata=Q615365}} Alter Aufzug am Verkehrskotenpunkt Slussen. Von hier hat man einen schönen Blick über die Stadt. Von hier ist das Stadshuset, die Gamla Stan und die Halbinsel Djurgården zu sehen. Der {{Marker|type=park|lat=59.33121 |long=18.07174 |name=Kungsträdgarden|wikidata=Q926316}} im zentralen Stadtteil Norrmalm ist bei den Stockholmern im Winter zum Schlittschuhlaufen sehr beliebt. Der {{Marker|type=park|name=Tegnérpark|wikidata=Q7694751}} ist ein kleiner Park mit Skulpturen August Strindbergs und Astrid Lindgrens, in deren Buch ''Mio, mein Mio'' er vorkommt. Viele Sehenswürdigkeiten sind im kostenpflichtigen Stockholm Pass inbegriffen. Dieser enthält vor allem viele Museen (u.a. Vasa Museum, Wikingermuseum, Skansen Freilichtmuseum), aber auch manche Sehenswürdigkeiten und viele Bootsfahrten. Auch die Hop-on/Hop-off-Busse sind inklusive. == Aktivitäten == [[Datei:Stockholm_RoyalGuard_Flag.JPG|thumb|Königliche Garde bei einer Parade]] Empfehlenswert sind Ausflüge in das '''Schärengebiet''' (Schärengarten) vor Stockholm, das mittels Fähren gut erreichbar ist. Bei Einbruch der Dunkelheit kann man entlang des Skeppsbron oder in Richtung Strömkajen zu den Inseln Skeppsholmen oder Kastellsholmen schlendern und die Lichter der Stadt genießen. * Mit der SL-Fähre 80 kann man ab Nybroplan bis Ropsen fahren. * [https://www.stromma.se/stockholm/ stromma.se/stockholm] bietet Stockholm vom Wasser aus, ''Under Stockholms Broar'', unter den Brücken von Stockholm, ''Djurgården Runt'', die Königliche Kanaltour, ''Kungsholmen Runt'' die Historische Kanaltour und noch weitere Touren, von knapp 2 Stunden bis 11 Stunden Dauer. === Kino === Wer die englische Sprache beherrscht, braucht in Stockholm nicht auf die neuesten Hollywoodstreifen verzichten, da die Filme nicht synchronisiert werden, sondern in Originalsprache mit schwedischen Untertiteln gezeigt werden. Einzige Ausnahme sind Kinderfilme, die an den Zusatz „''alla talar svenska''“ (Alle sprechen Schwedisch) erkennbar sind. Eine Karte kostet etwa 160 Kronen. == Einkaufen == * {{vCard| type = mall|lat=59.3331 | long= 18.069171|name=NK Nordiska Kompaniet|description=Im "NK Kaufhaus des Nordens", einem edlen Traditionskaufhaus, lässt sich exklusiv und edel shoppen. Im Untergeschoss findet man einen Supermarkt und zwei Cafés.}} * {{vCard | name = Östermalms Saluhall | type = market hall | wikidata = Q298475 | lat = 59.3359 | long = 18.0778 | description = In der Markthalle Östermalm gibt es köstliche Delikatessen im Ambiente der Wende zum 20. Jahrhundert. }} * {{vCard | type = shopping street | lastedit = 2016-10-31 |lat=59.33160 |long=18.06367 |name = Drottninggatan |wikidata=Q2066219| description = Die zentrale Fußgängerzone, gesäumt von vielen Geschäften, Cafés, Restaurants und Take-aways. Sie beginnt im Zentrum und führt direkt in die Altstadt. }} * {{vCard | type = market | lastedit = 2016-10-31 |lat=59.33484 |long=18.06220| name = Gemüsemarkt | directions = am Hötorget vor dem Konserthuset | hours = Täglich geöffnet (auch am Sonntag) }} * {{vCard | type = mall | lastedit = 2016-10-31|lat=59.33167 |long=18.06729 | name = Gallerian |wikidata=Q10502253| address = Hamngatan 37 | directions = Station T-Centralen | url = https://www.gallerian.se/ | description = Zentral gelegenes Einkaufszentrum mit vielen Läden bekannter Marken, Restaurants und Cafés verteilt über drei Stockwerke. }} * {{vCard | type = shop | lastedit = 2016-10-31|lat=59.32347 |long=18.07380 | name = Tomtar och Troll | address = Österlånggatan 45 | url = https://www.tomtar-troll.com | description = Kleiner Laden mitten im Gamla Stan mit süßen handgemachten Trolls in allen Größen. }} == Küche == [[Image:Räucherlachs.JPG|thumb|250px|Räucherlachs]] [[Image:Hering Kartoffelpüree.JPG|thumb|250px|Gebratener Hering auf Kartoffelpüree ]] Allgemein lässt sich sagen, dass Essen gehen in Stockholm recht teuer ist. In vielen Stockholmer Gaststätten gibt es, genau wie im übrigen Schweden, an den Arbeitstagen von ca. 11 bis 14 Uhr ein „''dagens rätt''“ („Tagesgericht“), also ein Mittagsessen für etwa 150 Kronen; im Preis enthalten sind häufig ein alkoholfreies Getränk oder Leichtbier, ein Teller vom Salatbuffet und eine Tasse Kaffee. Grundsätzlich ist in Schweden ein Glas Wasser zum Essen kostenlos, was die hohen Preise etwas relativiert. Zu schwedischen Spezialitäten vgl. [[w:Schwedische Küche|Schwedische Küche]] * {{vCard|type=restaurant|name=Nilssons Restaurang |address=Stortorget 22 |phone=|email= |fax= |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Kleines gemütliches Restaurant im Bistrostil. Leckere hausgemachte [[w:Köttbullar|Köttbullar]].}} * {{vCard|type=restaurant|name=La Cantina |address=Stortorget 16 |phone=|email=|fax= |url= |hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Italienisches Restaurant mit leckerem Essen. Mittleres Preisniveau.}} * {{vCard | name = Kungshallen | type = restaurant | wikidata = Q18243473 | address = Hötorget | description = Viele verschiedene Theken mit 15 verschiedenen Restaurants. Am St. Eriksplan und nördlich davon gibt es viele kleinere Restaurants. }} * {{vCard|type=restaurant|name=Östermalms Saluhall Stockholm|address=Östermalmstorg, Östermalm, 114 39 Stockholm|phone=|email=|fax=|url=http://www.saluhallen.com/|hours= Geöffnet ist von Montag bis Donnerstag 9.30 - 18.00, Freitag 9.30 - 18.30 und Samstag 9.30 - 16.00 Uhr|price=|lat=|long=|description= Viele kleine nette Restaurants und Bars fernab der Touristenwege, außerdem kann man Delikatessen und Spezialitäten kaufen.}} * {{vCard|type=restaurant|name=Wärdshuset Ulla WinBladh|address=Rosendalsvägen 8, 115 21 Stockholm|phone=+46 (0)8 534 89 701 |email=|fax=|url=https://www.ullawinbladh.se/|hours= Geöffnet ist von Montag bis Freitag von 11.30 bis 22.00 und Samstag und Sonntag ab 12.00 Uhr|price=Hauptgerichte von 200 SEK bis 300 SEK|lat=59.32819 |long=18.10006 |description=In dem Wirtshaus aus dem Jahr 1897 wird schwedische Hausmannskost serviert und im Sommer kann man draußen sitzen. }} === Günstig Essen === Im Ikea Restaurant bekommt man einen Teller Köttbullar mit Beilagen für kr.75. Bei Cheap Noodles (2 Standorte) gibt es asiatische Nudelsuppe für kr.65. In vielen Subway-Restaurants gibt es das Sub des Tages für kr.45. Im Hemköpp gibt es ein Mittags- und Salatbuffet für kr.169/kg. Oft haben auch McDonald's oder Max günstige Angebote. == Nachtleben == Zum abendlichen/nächtlichen Ausgehen empfiehlt sich ein Besuch von [[Stockholm/Södermalm|Södermalm]], das ein bisschen als Szeneviertel gilt. Das Leben spielt sich hier vor allem auf {{Marker|type=mall|name=Medborgarplatsen|lat=59.3153 |long= 18.0716|wikidata=Q114160}} und dessen Seitenstraßen ab. Wenn gegen 3 Uhr die meisten Lokale schließen, sind viele Betrunkene unterwegs. Als weiteres Szeneviertel hat sich in den letzten Jahren Vasastaden etabliert. Hier sind vor allem die Bars, Kneipen und Restaurants um Odenplan und Rörstrandsgatan von Interesse. Hochpreisig geht es auf Östermalm zu. Die wichtigsten Läden finden sich am Stureplan. Aber auch Berns Salonger am Nybroplan und Café Opera am Kungsträdgården sind beliebte Hotspots der Reichen und Schönen. Jährlich findet Anfang August '''[http://www.stockholmpride.org/ Stockholm Pride]''' statt. Hierzu wird im Tantolunden auf Södermalm der sogenannte Pride Park errichtet. Stockholm ist wie ganz Schweden überwiegend liberal. Schwule und Lesben können sich hier frei und ungezwungen bewegen. Infos gibt es unter [http://www.qx.se/gaymap dieser Adresse]. * {{vCard|type=bar|name=Lady Patricia|address=Söder Mälarstrand Kaiplats 19 auf Södermalm|lat= 59.3212|long= 18.0527|url=http://www.patricia.st|description=Sa und So 18-5 Uhr, Mi-Fr offen für alle. Auf diesem Schiff geht Samstag- und Sonntagabend im Gayclub bei schwedischen Schlagern die Post ab.}} * {{vCard|type=bar|name=Torget|address=Mälartorget 13, Gamla Stan|lat= 59.3233| long=18.0684|description=Restaurant mit populärer Gaybar mit Schlager, Disco und Livekonzerten.}} * {{vCard|type=bar |name=Spybar |address=Birger Jarlsgatan 20 |phone=|email= |fax= |url=http://www.thespybar.se |hours=|price=|lat= 59.3365 | long=18.0721|lastedit=|description=Eine kleine Bar im ersten Stock eines Eckhauses am Stureplan. Gehobenes Publikum und Preise. Auch die Töchter des Königshauses sollen hier hin und wieder einkehren.}} * {{vCard|type=cafe|name=Populära Sibirien |address=Roslagsgatan 9 |phone=|email= |fax=|url=|hours=|price=|lat=59.3459 |long= 18.0601|lastedit=|description=Kleines Café mit kleinen Snacks. Sehr nette Bedienung.}} * {{vCard|type=cafe |name=Mälarpaviljongen |address=Norr Mälarstrand 64 |phone=|email= |fax=|url=https://www.malarpaviljongen.se/ |hours=|price=|lat= 59.3279 | long=18.0342|lastedit= |description=Direkt am und über dem Wasser - Tolles Café/ Restaurant mit sehr schönem Blick übers Wasser auf Stockholm. Im Winter nur am Wochenende geöffnet. Nächste U-Bahn Fridhemsplan.}} * {{vCard|type=cafe|name=Chokladkoppen |address=Stortorget 18 |phone=|email= |fax= |url=https://www.chokladkoppen.se/ |hours=|price=|lat= 59.3249 | long=18.0703|lastedit= |description=Kleines Café mitten in der Stockholmer Altstadt. Sehr leckere Torten und Obstpajs. Leider auch sehr viele Touristen.}} * {{vCard|type=cafe|name=Murens Café |address=Västerlånggatan 19 |phone=|email=|fax= |url= |hours=|price=|lat=59.3256| long= 18.0689|lastedit=|description=Kleines, gemütliches Café. Nicht so viel Auswahl wie im Chokladkoppen. Ebenfalls zu viele Touristen. }} <!--2018-03-10: Besteht nicht mehr: * {{vCard|type=bar |name=Mandus Bar & Kök |address=Österlånggatan 7, ganz in der Nähe des Schlosses |phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=59.3256|long=18.0739|lastedit= |description=Kleines Restaurant mit gewagt kitschiger Einrichtung. Nette Stimmung.}}--> <!--2018-03-10: Besteht nicht mehr: * {{vCard|type=bar|name=Torget |address=Mälartorget 13, direkt am Ausgang der U-Bahn-Haltestelle Gamla Stan |phone=|email=|fax=|url=http://www.torgetbaren.com/ |hours=|price= |lat=|long=|lastedit=|description=Schick-kitschige Bar mit Speisenangebot. Täglich unterschiedliche Musik, am Wochenende auch Party.}}--> <!--2018-03-10: Besteht nicht mehr: * {{vCard|type=bar |name=Debaser |address=Karl Johans Torg 1; samt Medborgarhuset, Medborgarplatsen, 111 30 Stockholm |phone=+46 8 462 98 60 |email=|fax=|url=|hours=6 Tage in der Woche 20.00 – 3.00 Uhr geöffnet |price=|lat=|long=|lastedit=|description=Es gibt Konzerte, Disco mit DJ und Bars.}}--> * {{vCard|type=club |name=Jazzclub Fasching |address=Kungsgatan 63, 111 22 Stockholm |phone=+46 8 534 829 60 |email=|fax=|url=https://www.fasching.se|hours=24-4 Uhr|price=200 SEK (ab 23 J.)|lat= 59.3334 |long= 18.056045|lastedit= |description=Legendärer Jazzclub mit Livemusik internationaler und schwedischer Stars. Nachtclub.}} == Unterkunft == Eine preiswerte, praktische und verlässliche Hotelbuchung bietet insbesondere die Internetseite '''[http://www.stockholm.at/reservations.htm Stockholm à la Carte]'''. Bei dem Buchungssystem werden z.&#x202F;B. für Wochenenden teilweise Zimmer bis zur Hälfte der üblichen Preise angeboten. Besonders praktisch ist, dass noch bis einen Tag vor Anreise eine kostenfreie Stornierung der Reservierung möglich ist. Bei Buchungen über die Seite der „Stockholm à la Carte“ ist zusätzlich noch die Stockholmkarte im Preis enthalten. Hiermit können alle öffentlichen Nahverkehrsmittel in Stockholm genutzt sowie eine Vielzahl von Museen besucht werden. === Günstig === Stockholm hat insgesamt zwölf Jugendherbergen, die zwar teurer sind als sonst im Land, aber in der schwedischen Hauptstadt immer noch eine billige Unterkunft sind: * {{vCard | name = STF Stockholm - af Chapman & Skeppsholmen | type = hostel | url = https://www.swedishtouristassociation.com/facilities/stf-stockholm-skeppsholmen-hostel/ | address = Flaggmansvägen 8, 11149 Stockholm | directions = Stadtmitte, auf einer ruhigen Insel | lat = 59.32520 | long = 18.08113 | phone = +46 8-4632266 | fax = +46 8-6117155 | email = chapman@stfturist.se | hours = 01.01.09-11.01.09, 14.01.09-31.12.09 | price = Bett für Erwachsene ab 185 SEK | subtype = budget | description = Die '''af Chapman & Skeppsholmen'''-Jugendherberge ist wohl einmalig: Ein Teil der Betten ist auf einem Dreimaster und man hat zu Fuß nur wenige Minuten bis zur Innenstadt. Die Insel ist eher ruhig. Es lohnt sich aber ''frühzeitig zu buchen'', denn normalerweise ist diese Jugendherberge immer voll ausgebucht. Man sollte mindestens ein halbes Jahr vorher buchen, sollte man hier übernachten wollen. }} * {{VCard | type= hostel | subtype= budget | name= Backpackers Inn | url= http://www.hihostels.com/dba/hostel054339.de.htm?n=n | address= Banérgatan 56, 11553 Stockholm | directions= Stadtteil Östermalm | lat= 59.34004 | long= 18.09762 | phone= +46 8-6607515 | fax= +46 8-6654039 | email= info@backpackersinn.se | hours= 25.06. - 12.08. | checkin= 16.00 | checkout= 10.00 | price= Bett ab 140 SEK |description= Die günstigste Übernachtungsmöglichkeit in Stockholm ist das Backpackers Inn. Hier trifft man vorwiegend auf junge Reisende. Man schläft in zu 16. in Klassenzimmern der Schule. Dies ist auch der Grund, warum diese JH nur im Sommer (während den Schulferien) offen ist.}} * {{VCard | type= hostel | subtype= budget | name= STF Stockholm - Långholmen | url= http://www.hihostels.com/dba/hostel054504.de.htm?n=n | address= Kronohäktet, Långholmsmuren 20, 11733 Stockholm | directions= auf einer Insel etwas westl. vom Zentrum | lat= 59.32136 | long= 18.02538 | phone= +46 8-720 85 00 | email= vandrarhem@langholmen.com | hours= 11.01.-14.01. geschlossen, 24h offen | price= Bett ab 230 SEK (für Mitglieder) }} * {{VCard | type= hostel | subtype= budget | name= STF Stockholm - Zinkensdamm | url= http://www.hihostels.com/dba/hostel054007.de.htm | address= Zinkens väg 20, 11741 Stockholm | directions= im Westen von Södermalm | lat= 59.31481 | long= 18.04442 | phone= +46 8-6168100 | fax= +46 8-6168120 | email= mail@zinkensdamm.com | hours= ganzjährig und 24h offen | price= Bett ab 200 SEK }} * {{VCard | type= hostel | subtype= budget | name= STF Fridhelmsplan | url= http://www.fridhemsplan.se/ | address= Sankt Eriksgatan 20, 11239 Stockholm | directions= nahe Stadtzentrum auf Insel Kungsholmen | lat=59.33135 | long=18.03099 | phone= +46 8-6538800 | fax= +46 8-6538920 | email= info@fridhemsplan.se | hours= ganzjährig offen, 24h | price= Bett ab 225 SEK }} * {{vCard|type=hotel|name=Formule 1|address=Mikrofonvägen 30,126 37 Hägersten,Schweden|phone= +46 77 144 66 88|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=59.2945 | long=18.0003|lastedit=|description=Eine besonders günstige Unterkunft ist das Motel ''Formule 1'' bei der U-Bahn-Station ''Telfonplan''. Die Übernachtung im Doppelzimmer mit möglicher Aufbettung kostet hier zurzeit 320 Kronen (etwa 35 Euro). Dafür muss man die ungünstige Lage direkt an der Autobahn und eine Fahrzeit in die Innenstadt von ca. 30 Minuten in Kauf nehmen.}} === Mittel === * {{vCard | name = Villa Källhagen | type = hotel | wikidata = Q18334681 | url = https://www.kallhagen.se | address = Djurgardsbrunnvägen 10 | phone = +46 8 6650300 | price = DZ/F ab etwa 200&#x202F;€ | lat = 59.333068 | long = 18.1112 }} * {{vCard|type=hotel |name=Mälardrottningen Hotel |address=Riddarholmen, 111 28 Stockholm |phone=|email=|fax=|url=http://www.malardrottningen.se/German/inledningtys.htm |hours=|price=|lat=59.3473|long= 18.0708|lastedit=|description=Die berühmte Yacht der 1920er-Jahre-Millionärin Barbara Hutton hat im Hafen der Stockholmer Altstadt festgemacht - und dient jetzt als Hotel. Der Blick über die Wasserwege Stockholms ist spektakulär und all die Sehenswürdigkeiten der Altstadt sowie die Haupt-Einkaufsgegend der Innenstadt sind bequem zu Fuß zu erreichen. Gute Parkmöglichkeiten. Die meisten der Kabinen sind Einzelzimmer mit einem Extra-Etagenbett.}} * {{vCard|type=hotel |name=Lord Nelson Hotel |address=Västerlånggatan 22, 111 29 Stockholm |phone=|email=|fax=|url=https://www.lord-nelson.se/ |hours=|price=|lat=59.3253 |long=18.0690|lastedit=|description=Nur fünf Meter ist das Lord Nelson breit - das dürfte schwedischer Hotelrekord sein. Von den Maßen auf die Qualität zu schließen, wäre jedoch völlig verfehlt. Im Gegenteil, der Standard ist sogar recht hoch, und die 31 Zimmer (davon 22 Einzelzimmer) sind zwar klein, aber ausgesprochen gemütlich. Das liegt vor allem an ihrem maritimen Flair. Überhaupt erinnert vieles in dem hübschen Jugendstilhaus an ein Schiff, sogar die Stockwerke heißen hier „Deck“. Allerdings müssen die Gäste - viele Geschäftsreisende - niemals befürchten, seekrank zu werden. Und wenn man aus dem Fenster hinaus - oder von der Dachterrasse herabschaut, blickt man nicht auf das wogende Meer, sondern auf die belebteste Gasse der Stockholmer Altstadt.}} * {{vCard|type=hotel |name=Best Western Hotel Terminus |address=Vasagatan 20, 101 25 Stockholm |phone=|email=|fax=|url=https://www.terminus.se/ |hours=|price=|lat=59.3306|long=18.0596|lastedit=|description=Das Terminus gegenüber vom Hauptbahnhof und dem City Air Terminal wird von der Familie des Besitzers geführt. Die Altstadt, Restaurants, Shopping, Vergnügungs- und Regierungsviertel liegen rundum in kurzer Distanz. Die U-Bahn-Station liegt unter dem Gebäude. Von der U-Bahn ist nichts zu hören und die Umgebung des Hauptbahnhofs ist nicht mit der anderer Haupt- und Großstädte zu vergleichen! Wer Wert auf eine gepflegte und zentrale Unterkunft zu moderatem Preis legt, ist hier genau richtig.}} === Gehoben === [[Image:Stockholm Grand Hotel.JPG|thumb|300px|Grand Hôtel]] * {{vCard|type=hotel|subtype=5|name=Grand Hôtel Stockholm |address=Södra Blasieholmshamnen 8, 103 27 Stockholm|phone= +46 8 679 35 00|email=|fax=|url=https://www.grandhotel.se/|hours=|price=ab 315 €|lat=59.3296 | long=18.0757|description= Das Hotel gibt es seit 1874.}} * {{vCard|type= hotel|subtype=4|name=Browallshof |address=Surbrunnsgatan 20|url=https://www.claspahornet.se/index.php/hotell|lat=59.3464|long=18.0611|description=Dieses Hotel besteht als altes Gasthaus seit 1731. Gäste waren schon König Gustav III. und sein Freund [[w:Carl Michael Bellman|Carl Michael Bellman]]. Das Haus bietet ein Restaurant mit sehr guter schwedischer Küche und ein kleines Hotel mit 10 Zimmern im gustavianischen Stil.|phone=08165136}} * {{vCard | name = Radisson Blu Royal Park Hotel, Stockholm, Solna | type = hotel | url = https://www.radissonhotels.com/en-us/hotels/radisson-blu-stockholm-royal-park | email = info.royalpark@radissonblu.com | address = Frösundaviks Allé 15, 169 03 Solna | phone = +46 8 624 55 00 | fax = +46 8 85 85 66 | lat = 59.3692 | long = 18.0305 | description = Das Hotel liegt in sehr schöner Umgebung nördlich des Stadtzentrums im Royal Haga Park. Vom Frühstücksraum hat man einen schönen Blick auf einen See. Der Flughafenbus hält ca. 400&#x202F;m vom Hotel entfernt. }} == Sicherheit == Stockholm ist eine relativ sichere Stadt, selbst die in anderen Metropolen aufdringlich wirkende Bettelei findet hier dezenter statt. Gegenüber Betrunkenen sollte man vorsichtig sein. An Orten mit hohem Touristenaufkommen, wie dem Bahnhof und Gamla Stan, ist allerdings mit der üblichen Kleinkriminalität wie Taschen- und Gepäckdiebstahl zu rechnen. In den öffentlichen Verkehrsmitteln ist praktisch überall Personal der SL zu finden, etwa bei den Schleusen der Tunnelbanan, die bei Problemen eingreifen. Zwar besitzt Stockholm, wie auch andere schwedische Großstädte, einige Vororte mit erhöhter Bandenkriminalität, welche für Touristen nicht unbedingt zu empfehlen sind, etwa Rinkeby, doch der Großteil der Stadt und auch die meisten umliegenden Orte sind grundsätzlich sehr ungefährlich. == Gesundheit == == Praktische Hinweise == [[File:Stockholm Telefonzelle (1).JPG|thumb|160px|Historische Telefonzelle neben der Kirche Tyska kyrkan]] In Stockholm wie auch im Rest des Landes wird praktisch alles bargeldlos bezahlt, dementsprechend benötigt der Tourist eine zuverlässige Kredit- oder Debitkarte mit möglichst geringen Auslandsgebühren. Auch kontaktlose Zahlungssysteme sind weit verbreitet. EU-Dokumente wie Reisepass, Führerschein oder Personalausweis reichen für so gut wie alle Situationen aus. Viele Schweden sprechen neben ihrer Muttersprache auch fließend Englisch. Für deutsche Besucher gestaltet sich auch das Lesen von diversen Schildern relativ unproblematisch, da das Schwedische eine recht große Ähnlichkeit zum Deutschen aufweist. Die Gepäckaufbewahrung im Hauptbahnhof Centralen ist mit etwa €40 pro Tag sehr teuer, deswegen haben sich zahlreiche private Anbieter wie Luggagehero, Bounce oder Radicalstorage etabliert, die Tagespreise liegen hier ab etwa 7 €. == Ausflüge == === Skärgården === Der Ostsee-Archipel (''skärgården''), wird oft in Innen-, Mittel- und Außenarchipel (''inner-, mellan-'' und ''ytter-skärgård'') aufgeteilt. Im Innenarchipel sieht man das offene Meer nicht. Die Inseln sind groß und bewaldet und die Wasserstraßen recht schmal. Dagegen ist der Außenarchipel ein Übergangsbereich zum offenen Meer. Es hat große Wasserflächen und kleine Inseln. Das ganze Jahr betreibt [https://waxholmsbolaget.se/ Waxholmsbolaget] Schifffahrt im Ostseearchipel: * Von Stockholm aus fährt das Boot in gut einer Stunde durch den Innenarchipel zur kleinen Festungsstadt {{Marker|type=village|wikidata=Q1001109|name=Vaxholm}}. Sehenswert ist dort auf einer kleinen vorgelagerten Insel die {{Marker|type=fort|name=Festung Vaxholm|wikidata=Q2627611}} mit Museum. Vom Vaxholm kann man mit Bus oder Boot zurückkehren. * Die ehemalige Festungsanlage {{Marker|type=fort|name=Fredriksborg fästning|wikidata=Q10498760}} ist gut mit dem Auto zu erreichen. Beide Teile der Anlage sind durch 180&#x202F;m Wasser voneinander getrennt. Durch diese Enge fahren alle großen Schiffe, sowohl Kreuzfahrschiffe, Großfähren wie auch Frachtschiffe auf ihrem Weg von bzw. nach Stockholm, ein imposantes Schauspiel. * Ein klassisches Ausflugsziel ist die Lotsenstelle in {{Marker|type=village|wikidata=Q2837232|name=Sandhamn}} am Anfang des Außenarchipels. Im Sommer ist es ein mondäner Seglertreffpunkt, im Winter wohnen hier nur wenige. * Auch andere naturschöne Inseln sind in der warmen Jahreszeit mit öffentlichen Schiffen erreichbar, beispielsweise {{Marker|type=island|name=Utö|wikidata=Q56804997}} und {{Marker|type=island|name=Rödlöga|wikidata=Q428390}}. * Das exklusive Seebad {{marker|type=village|wikidata=Q990771|name=Saltsjöbaden}} liegt vor den Toren von Stockholm und ist mit der [[w:Saltsjöbanan|Saltsjöbanan]] gut angebunden. Dort ist unter anderem die [[w:Uppenbarelsekyrkan (Saltsjöbaden)|Uppenbarelsekyrkan]] als eindrucksvolles Bauwerk der Nationalromantik sehenswert. === Am Mälaren === An den Ufern vom Mälaren gibt es viele kulturgeschichtlich interessante Orte: * {{wikipedia|Drottningholm|Q910007}} mit zwei Schlössern und großer Parkanlage. Erreichbar mit SL-Bus ab U-Bahnstation ''Brommaplan'', oder im Sommer mit Schiff. * Die Universitätsstadt und Erzbischofssitz [[Uppsala]], Züge ab Stockholm Hauptbahnhof. * Das Renaissance-'''Schloss Gripsholm''' (Gripsholm slotten) in der Kleinstadt Mariefred kann man mit Bahn (Mälartåg) und Bahn in etwa einer Stunde erreichen; das Schloss ist der Handlungsort des gleichnamigen Romans (1931) von Kurt Tucholsky (1890-1935), der auch auf dem Friedhof von Mariefred begraben ist. * [[Birka]] war im 9. und 10. Jahrhundert ein stadtähnliches Handelszentrum. Die Insel ist nicht mit Auto erreichbar, aber für Archäologiefans gibt es geführte Bootstouren. * Das prachtvolle Barockschloss [[Skokloster]] hat ein sehr gut erhaltenes Interieur. == Literatur == * {{buch | Autor= Petra Juling | Titel= Stockholm DuMont direkt | Verlag= DuMont Reiseverlag | Jahr= 2013 | Auflage= 2 | ISBN= 9783770196036 | Online= http://shop.dumontreise.de/dumont/reisefuehrer/stockholm-dumont-direkt-europa_pid_728_11561.html}} == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} * [http://www.visitstockholm.com/ visitstockholm.com] - Offizielle Touristeninformationen * [http://parapsychology.se/PA-stockholm/a_stockholm/stockholmsbilder/Innerstan_map.gif Stadtplan] * [http://www.waxholmsbolaget.com/visitor/ Waxholmsbolaget] mit Fahrplänen und Ausflugsvorschlägen, teilweise in englischer Sprache {{Navigationsleiste Kulturhauptstädte Europas}} {{class-3}} {{GeoData| lat= 59.325| long= 18.05| zoom = 10}} {{IstInKat|Uppland}} {{Unesco|Kontinent = Europa |Land = Schweden}} idwjiz2320yus5u650y6zvbempvh3yo Olten 0 7821 1802395 1779489 2026-09-06T20:44:04Z Scholless 15050 /* Sehenswürdigkeiten */ gestrafft 1802395 wikitext text/x-wiki {{quickbar Ort | TouriInfoWeb= [http://www.oltentourismus.ch oltentourismus.ch] | TouriInfoTel= +41 (0)62 212 30 88 }} '''Olten''' ist eine Stadt im Kanton [[Solothurn (Kanton)|Solothurn]] in der [[Schweiz]] und einer der wichtigsten Eisenbahnknotenpunkte im Schweizer Schienennetz. Die alte Industriestadt, historisch gewachsen dank Industriebetrieben wie der Lastwagenfabrik Berna oder den Schweizerischen Bundesbahnen SBB mit ihren Werkstätten, wandelt sich dank der zentralen Lage zum Dienstleistungs- und Bildungsstandort im Schweizer Mittelland. Viele Schweizer Grossbetriebe wie Swisscom, Alpiq, SBB nutzen den zentralen Standort der Stadt für die Ansiedlung von Arbeitsplätzen. Olten liegt am Fluss Aare und liegt eingebettet in die ersten Jurahügelzüge und nach Süden hin abgegrenzt von Born und dem ostwärts gelegenen Engelberg auf einer Höhe von rund 400 MüM. == Hintergrund == *Die Stadt liegt verkehrsgünstig an der Aare und in unmittelbarer Nähe des Hauensteinpasses. Die Stadtrechte wurden 1201 vom Grafen von Froburg erteilt. * Entwickelt hat sich die Stadt insbesondere mit dem Bau der Bahnlinien der Schweizerischen Centralbahn, welche 1902 verstaatlich und in der Schweizerischen Bundesbahn SBB aufgegangen ist. Olten war bereits zu Beginn der Industrialisierung ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt. * Olten war Ausweichquartier während der [[w:Fußball-Europameisterschaft 20088|UEFA EURO 2008]]; zu allen schweizerischen Austragungsorten bestehen Direktverbindungen mit der Bahn. [[Basel]], [[Stadt Bern|Bern]] und [[Zürich]] sind in einer halben Stunde, [[Genf]] in etwas über 2 Stunden erreichbar. Auch [[Innsbruck]] ist innerhalb von 5 Stunden erreichbar (umsteigen in Zürich), schneller als von vielen österreichischen Städten. == Anreise == === Mit dem Flugzeug === Ab dem {{marker|name = EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg |wikidata = Q156971 |show = none}} verkehrt ein Shuttlebus zum Bahnhof Basel SBB. Von dort aus verkehren direkte Züge in 25 Minuten nach Olten. Vom {{marker|type = airport|name = Flughafen Zürich |wikidata = Q15114 |show = none}} verkehren direkte Züge nach Olten. Die Reisedauer beträgt rund 50 Minuten. Bei gewissen Verbindungen muss man bei der Anreise in Zürich HB umsteigen. Der örtliche {{marker|type=landing site|name=Flugplatz Olten|wikidata=Q110268982}} mit einer Graslandebahn, ist nur für Segelflugzeuge geöffnet. === Mit der Bahn === * {{Marker | name = Olten | name-map = Bahnhof Olten | type = train | wikidata = Q29370 | lat = 47.3520 | long = 7.9069 }} ist ein zentraler Eisenbahnknotenpunkt im Netz der Schweizer Bundesbahnen SBB. 1100 Züge verkehren täglich durch den Bahnhof. Dementsprechend ist die Anreise aus allen Landesteilen problemlos und komfortabel möglich. Direkte Intercity-Verbindungen bestehen aus Basel, Zürich, Luzern, Bern oder auch aus Lausanne und Genf. Zwischen den Schweizer Zentren und Olten besteht ein Halbstunden-Takt. * Aus Deutschland bestehen internationale Direktverbindungen ab [[Berlin]] und [[Frankfurt_am_Main|Frankfurt]]. * Von Italien verkehren ab Mailand direkte Züge via Simplon-Lötschberg-Bern nach Olten. * Aus der französischen Hauptstadt Paris besteht ebenfalls eine Direktverbindung nach Olten. * Aus Österreich her muss man in Zürich HB umsteigen. Ab Zürich dann im Halbstunden-Takt nach Olten. * Über den an der Bahnlinie Biel-Solothurn-Olten gelegenen Regionalbahnhof {{Marker | name = Olten Hammer | type = train | wikidata = Q15964212 | lat = 47.3487 | long = 7.8974 }} erreicht man das Hammerquartier der Stadt. Selbstbedienung mit Billettautomat am Bahnhof, der nebst CHF auch Euro verarbeitet. Auch Pre Paid SIM-Karten können dort rund um die Uhr aufgeladen werden. === Mit dem Bus === * Der Busbetrieb Olten Gösgen Gäu BOGG deckt mit einem Liniennetz von 164 Kilometer auf 12 Linien den Busverkehr in alle umliegenden Gemeinden der Stadt Olten und weiterer Gemeinden sicher. Zentraler Umsteigeknoten ist der Busbahnhof Olten. * Postauto stellt den Betrieb ab Olten nach Wolfwil sicher. === Auf der Straße === * Im Gegensatz zur zentral durch Olten führenden Eisenbahn, führen die Autobahnen A1 und A2 zwar nahe aber um Olten herum. Das Autobahnkreuz A1/A2 Härkingen befindet sich nur wenige Kilometer westlich von Olten entfernt. * Die nächstgelegene Ausfahrt führt von der Autobahn A1 bei Rothrist über die über die Hauptstrasse Nr 1 in wenigen Minuten via Umfahrungstunnel Aarburg nach Olten. * Von [[Basel]] her kommend kann man über die A2 nach dem Belchentunnel die Autobahn bei der Abfahrt Egerkingen verlassen und über die Haupstrasse 5 nach Olten fahren. Alternativ verlässt man die A2 bereits bei Sissach und fährt von dort aus über die Hauptstrasse Nummer 2 über den Hauensteinpass direkt nach Olten. Die zweite Variante ist etwa gleich schnell aber landschaftlich reizvoller. === Mit dem Schiff === * Olten liegt zwar am großen Fluss Aare aber aufgrund der Stauwehranlagen in Murgenthal (AG) und Winznau (SO) ist der Zugang für grössere Schiffe nicht möglich. * Die Aare ist ein geeignetes Paddelrevier auch für mehrtägige Wasserwanderungen. == Mobilität == {{Maps|47.3513|7.9030|16|M|Stadtplan}} * Mit Ausnahme des Schöngrundquartiers ist die Stadt und deren andere Quartiere mit innerstädtischen Buslinien erschlossen. Da die Busse, gerade beim Einstieg am Bahnhof, an diversen Busquais losfahren, lohnt sich das Nachfragen des richtigen Abfahrtsorts beim Buschauffeur. Tickets gibt es an grösseren Haltepunkten am Automaten oder beim Fahrer. Fahrpläne der Busse können mittels QR-Code an allen Haltepunkten abgefragt werden. * Die Kernzone der Stadt ist relativ klein und daher ist der Besuch bei einer Anreise mit der Bahn bequem zu Fuß möglich. Die Altstadt und neu gestaltete Fußgängerzone sind problemlos zu Fuß zu erkunden. Ab Bahnhof über die Bahnhofbrücke oder alte Holzbrücke und von dort aus quer durch die Altstadt. * Fahrräder können am Bahnhof gemietet werden. Tel +41 051 229 52 35 === Taxis === * {{vCard|type=taxi |name=Bur |wikidata=|auto=|address=|phone=+41 062 205 22 22 |email=|fax=|url=https://www.taxi-bur.ch/ |hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=taxi |name=Aare Taxi Siegrist |wikidata=|auto=|address=|phone=+41 062 296 26 26 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} Die beiden großen Taxibetriebe einen 7/24 Fahrservice an und sind auch als zuverlässige Taxianbieter in der Stadt bekannt. Offizieller Taxistand befindet sich beim Bahnhof auf dem Bahnhofplatz. == Sehenswürdigkeiten == === Kirchen === * {{vCard | name = Stadtkirche | type = church | lat = 47.35046 | long = 7.90221 | description = wichtiger Sakralbau des Klassizismus mit intakter Innenausstrattung. 1806-1813 von Blasius Baltenschweiler nach Plänen von Nokolaus Purtschert erbaut. Seit 1874 im Besitz der christkatholischen Kirchgemeinde. Die Türme sind entgegen der Aussenansicht nicht aus Stein sondern aus statischen Gründen eine Holzkonstruktion welche von Aussen mit Blech eingefasst ist. | address = Kirchgasse 15 | phone =+41 062 212 23 49}} * {{vCard | type = church | name = Martinskirche | address = Solothurnerstrasse 26 | lat = 47.35098 | long = 7.89848 | phone =+41 062 212 62 41 | wikidata = Q990950 | description = Römisch-katholische Pfarrkirche Stankt Martin, 1908-1910 von August Hardegger gebaut, nachdem die Stadtkirche durch die Christkatholische Kirchgemeinde betrieben wurden. Neuromanische Basilika mit zwei monumentalen, spitzhelmigen Fronttürmen und Dreiapsidenchor und bewusst höher als die alte Stadtkirche gebaut.}} * {{vCard | name = Pauluskirche | type = church | lat = 47.35232 | long = 7.89762 | description = der reformierten Kirchgemeinde Olten, erbaut 1967-1969 von Baldemann & Müller im Schöngrundquartier. | address = Grundstrasse 18 | phone =+41 062 212 16 26}} * {{vCard | name = Marienkirche | type = church | lat = 47.34811 | long = 7.91359 | description = Teil der Römisch-katholischen Pfarrei St. Marien. Erbaut 1951 von Hermann Baur. In der Sakristei Ignatiusbild von 1627. | address = Engelbergstrasse 25 | phone =+41 062 287 23 11 }} * {{vCard | type = church | name = Friedenskirche | address = Jurastrasse 20 | lat = 47.34707 | long = 7.91459 | phone =+41 062 212 16 26 | wikidata = Q25393740 | description = Die Friedenskirche wurde in den Jahren 1928/29 erbaut und befindet sich auf der rechten Aareseite an der Reiserstrasse 86 und ist Teil der Evangelisch-Reformierten Kirchgemeinde Olten.}} * {{vCard | type = monastery,church | name = Kapuzinerkloster | lat = 47.350897 | long = 7.903787 | wikidata = Q29881131 | description = mit Kirche, typische Kapuzineranlage, 1648 vom Solothurner Jakob Graf gestiftet und erbaut. 1829 Veränderungen im Schiff. 1931 Aufstockung. 1975-1977 Neugestaltung des Eingangs und der Kirchenfassade. Schlichter Kirchenraum, beide Chöre mit Kreuzgewölben. Im Hochaltar Passionsdarstellung aus dem Jahr 1640 von Johann Miel.}} === Burgen und Schlösser === Rund um die Stadt herum befinden sich in den Jurahöhen diverse Burgruinen die auch besichtigt werden können. * Alt- und Neu-Wartburg auf der Bergkuppe im Südosten von Olten: Zwei Burgen, durch Einschnitt und Kantonsgrenze getrennt. Ursprüngliche Gründung der Herren von Ifenthal. In der Frühzeit gleiches Schicksal (bis 1379 im Besitz der Herren von Ifenthal, dann der Ritter von Hallwil; 1415 von den Bernern zerstört.) * Das Säli-Schlösschen, auch Vordere- oder Neu-Wartburg genannt, wurde im Jahr 1870 durch Paul Reber in neugotischem Stil wiederaufgebaut. Heute mit markantem Anbau, im Besitz der Bürgergemeinde von Olten. Beherbergt ein [http://www.saelischloessli.ch/ Restaurant], welches aber geschlossen ist. * {{vCard | type = ruins,castle | name = Burgruine Hintere Wartburg | url = http://www.swisscastles.ch/Aargau/altwartburg_d.html | description = Hevorragendes Beispiel einer mittelarlterlichen Höhenburg. Sitz der froburgischen Dienstmannen von Ifenthal. 1966-1967 ausgegarben und konserviert. An der Kantonsgrenze zu Solothurn mit einer Vielzahl von wappengeschmückten Grenzsteinen von 1764. }} === Bauwerke === * {{vCard | type = bridge,building | name = Gedeckte Holzbrücke | wikidata = Q2840320 | url = http://de.yelp.ch/biz/alte-br%C3%BCcke-olten | description = zusammen mit dem Stadtturm das Wahrzeichen Oltens. 1295 erstmals erwähnt. Mehrfach abgebrannt. Aktuelle Brücke stammt aus den Jahren 1803-04 von Zimmermeister Blasius Baltenschwiler als überdeckte hölzerne Jochbrücke mit steinerner Vorbrücke am rechten Ufer erbaut. }} * Der Turm der 1844 abgetragenen Martinskirche, nun als Stadtturm bezeichnet, ist das Wahrzeichen in der Altstadt und Turm der ehemaligen Stadtkirche, 1521 von Werkmeister Conrad Gibelin erbaut, im 17. Jahrhundert Ergänzung durch barocken Helm. Im Jahr 1844 erfolgte der Abbruch der Kirche und 1845 und 1846 fand die Renovation des Turms durch Konrad Munzinger statt. In der Mauer des östlichen davon gelegenen Kaplanenhauses steckt das Fenster des ehemaligen Chorscheitels. Gewändemalereien um 1460 mit Madonna und heiligen Elisabeth von Thüringen, freigelegt 1971, Ostseite mit Biedermeierbrunnen, um 1850. * {{vCard | type = tower | before = Der | name= Hexenturm | wikidata = Q29881125 | description = , Name nach den Ereignissen der Belagerung von Olten durch die [[Solothurn|Solothurner]] und [[Bern|Berner]] (1383) aufgekommen. An der Südwestecke der Gasse, mit Wehrgangfragment, teilweise abgetragen. }} * Das '''ehemalige Ratshaus''' beherbergt nun die Stadtbibliothek. 1705 von Statthalter Urs Kissling erbaut. 1925 tief greifender Umbau in das Bibliotheksgebäude, Nordseite mit monumentalem Portal. 1990 Gesamtumbau. In der Stadtbibliothek können nebst Büchern auch CDs und DVDs ausgeliehen werden. === Museen === * {{vCard | type = museum | name = Kunstmuseum | wikidata = Q1347207 | url = https://www.kunstmuseumolten.ch/ | description = Das Kunstmuseum Olten wurde 1902 eröffnet und basiert auf einer Sammlung von Werken des bedeutenden Oltner Malers Martin Disteli. Noch bis 1964 hiess es «Disteli-Museum»; heute umfasst es eine Kollektion von Gemälden und graphischen Blättern aus dem 19. Jahrhundert und eine Abteilung moderner Kunst. 1839-1840 als Schulhaus von Kondrad Munzinger gestaltet. Stolzer klassizistischer Kubus, im steinsichtigen Untergeschoss Quaderbänder und Rundbogenfenster. | hours = Mo-Fr 14-17 Uhr, Donnerstag 14-19 Uhr und Samstag und Sonntag, 10-17 Uhr | address = Kirchgasse 8. }} * {{vCard | type = museum | before = Im Stadtzentrum befindet sich das | name = Historische Museum Olten | alt = Historisches Museum Olten | wikidata = Q15815671 | description = , das im Jahr 1902 gegründet und zunächst im Frohheimschulhaus untergebracht worden ist. Seit 1932 zeigt es seine Ausstellungen im damals neu errichteten Mehrzweckgebäude an der Konradstrasse. Das Museum pflegt umfangreiche Sammlungen mit Kulturgütern aus der Stadtgeschichte von Olten und aus anderen Gemeinden des Kantons Solothurn und führt Vermittlungsprojekte zur Stadt- und Kulturgeschichte durch. Zu seiner Sammlung gehören unter anderem große Bildarchive mehrerer Oltner Fotografen, zum Beispiel von Franz Gloor, und des bekannten Industriefotografen Roland Schneider. }} * {{vCard | type = museum | name = Naturmuseum | address = Kirchgasse 10, Olten | wikidata = Q27487024 | description = }} * {{vCard|type=museum |name=Haus der Museen |wikidata=|auto=|address=Konradstrasse 7, 4600 Olten |phone=+41 (0)62 206 18 00 |email=hausdermuseen@olten.ch |fax= |url=https://hausdermuseen.ch/ |hours=Di – So 10.00 – 17.00 Uhr, Mo geschlossen |price=|lat=47.35048 |long=7.90127 |lastedit=|description=}} === Parks === * {{vCard|type=park |name=Stadtpark|wikidata=|auto=|address=Hagbergstrasse, 4600 Olten |phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=47.35448 |long=7.90101 |lastedit=2022-02-20 |description=Der von der Citykreuzung in Richtung Trimbach gelegene Stadtpark, ist heute eine Naherholungszone mit großen Bäumen, Bänken, vier Brunnen, einer Petangue-Bahn, Spielwiesen und einem Spielplatz mit Spielgeräten für Kinder. Zwischen 1861 bis 1918 diente das Gelände als Stadtfriedhof. Frei zugänglich.}} * {{vCard|type=park |name=Vögeligarten |wikidata=|auto=|address=Engelbergstrasse 42, 4600 Olten |phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=47.34667 |long=7.91521 |lastedit=|description=Eine kleine Parkanlage auf der rechten Aareseite im Wohnquartier oberhalb der Friedenskirche und beinhaltet nebst einem Spielplatz und Rasen auch eine [https://www.voliereolten.ch/ Vogelvoliere].}} === Verschiedenes === Olten wird auch als "Gartenstadt" bezeichnet. Dies hängt mit der historisch gewachsenen Struktur der Arbeitersiedlungen auf der linken wie auch auf der rechten Aareseite zusammen. Die in den Werkstätten der Centralbahn arbeiteten Mitarbeiter benötigten Platz und so entstanden ganze Häuserzeilen kleiner Häuschen welche das Stadtbild noch heute prägen. Die Vorgärten sind heute geschützt und es dürfen bei Umbauten maximal ein Drittel der Grundstücksfläche zur Strasse hin geöffnet werden. Dadurch blieben über weite Teile die Vorgärten erhalten und wurden nicht durch Parkplätze ersetzt. So sind auch heute noch viele Vorgärten erhalten. == Aktivitäten == * Jedes Jahr im Mai finden die [https://www.kabarett.ch Oltner Kabarett-Tage] statt. Das ist das älteste und in der Zwischenzeit wichtigste Satire-Festival in der Schweiz. Eröffnet wird das Festival mit der Verleihung des Schweizer Kabarett-Preises Cornichon. Danach finden an 10 Tagen über 30 Veranstaltungen statt. Spielorte sind: {{Marker |type=theater |name=Stadttheater |wikidata=Q29881129}}, Schützi, Theaterstudio, Vario-Bar, Caveau, Schwager Theater, Galicia, Stadtturm, Kirchgasse. Organisiert wird dieses Festival von der Gesellschaft Oltner Kabarett-Tage. * {{vCard|type=swimming pool |name=Strandbad |wikidata=|auto=|address=Schützenmattweg 3, 4600 Olten |phone=+41 62 212 71 20 |email=|fax=|url=https://www.olten.ch/de/stadtleben/stadtlebenred/sport/sportanlagen/schwimmbad/ |hours=Mai – Okt |price=Einzeleintritt CHF 8.- |lat=47.34794 |long=7.90323 |lastedit=2022-02-20 |description=Das Strandbad Olten, bei der Bevölkerung ganz einfach nur 'Badi' genannt, ist das öffentliche Freibad der Stadt. Wasserrutsche, 50-Meter-Becken, große Rasenflächen und Zugang zur Aare. Direkt an der Aare und angrenzend an die Altstadt gelegen.}} == Einkaufen == * Das auf der rechten Aareseite gelegene Oltner Einkaufszentrum {{Marker |type=mall |name=Sälipark |url=http://saelipark.ch |lat=47.34650 |long=7.90949}} ist von Montag-Freitag ab 8.30 Uhr bis 18.30 Uhr geöffnet. Am Donnerstag besteht ein Abendverkauf bis um 20.00 Uhr. Am Samstag ist das aus mehreren Läden bestehende Einkaufszentrum bis um 17.00 Uhr geöffnet. * {{vCard|type=mall |name=Hammer-Center |wikidata=|auto=|address=Solothurnerstrasse 21, 4600 Olten |phone=|email=|fax=|url=https://hammer2.ch/ |hours=Mo, Di, Mi + Fr 8.00 – 18.30 Uhr, Fr 8.00 – 20.00 Uhr, Sa 8.00 – 18.00 Uhr |price=|lat=47.34989 |long=7.89862 |lastedit=|description=Mit dem Hammer-Center verfügt auch die links der Aare gelegene Stadtseite ein Einkaufszentrum bestehend aus verschiedenen Läden.}} * Jeden Donnerstag hat der Gemüsemarkt an der Kirchgasse angrenzend an die Altstadt geöffnet. Jeden Samstag findet an der Bifangstrasse auf der rechten Aareseite bis um 11 Uhr ein Lebensmittelmarkt statt. Mo: 8:00 - 18:30 Di: 8:00 - 18:30 So: Geschlossen == Küche == === Günstig === * {{vCard |type=restaurant |name=Migros Restaurant |url=http://saelipark.ch/shops/shopportrait/mrestaurant.html |address=Sälipark Olten, Louis Giroud-Strasse 20, 4600 Olten |lat=47.34637 |long=7.90926 |description=Kantinenartiges Restaurant im Einkaufszentrum.}} * {{vCard|type=restaurant |name=Ristorante Lungomare |wikidata=|auto=|address=Aarburgerstrasse 6, 4600 Olten |phone=+41 062 2961515 |email=|fax=|url=|hours=|price= |lat=47.34875 |long=7.90584 |lastedit=|description=Italienisches Restaurant.}} === Mittel === * {{vCard | type = restaurant | name = Flügelrad | url = https://flügelrad.ch/ | address = Tannwaldstrasse 36, 4600 Olten |lat=47.35088 |long=7.90842 | facebook = Restaurant-Flügelrad-159492064090550 |phone=+41 62 296 60 75 | description = direkt hinter dem Bahnhof gelegenes Restaurant mit einfacher Einrichtung mit nostalgischen Stilelementen der Eisenbahn. Solide Küche, Reservierung am Abend empfohlen.}} * {{vCard | type = restaurant | name = Restaurant Pavillion | url = https://www.konferenzhotel.ch/restaurants-in-olten/restaurant-pavillon-olten | description = asiatische Wok-Gerichte und japanische Sushi's. Das in einem Glaskubus befindliche Lokal hat tagsüber geöffnet, am Montag jeweils Sushi à discrétion zum Fixpreis und dann auch länger geöffnet. Das lokal gehört zur Pallas-Gruppe und liegt direkt neben dem Kongresshotel Arte.}} * {{vCard |type=restaurant |before=Die |name=Alte Mühle |url=https://www.alte-muehle.ch/ |lat=47.34916 |long=7.90254 |description=serviert gutbürgerliche Küche direkt am Fluss Dünnern neben der Altstadt gelegen, Mühlegasse 20. Die Einrichtung ist zwar etwas in die Jahre gekommen aber die Speisen sind sehr gut und frisch zubereitet. Auch glutenfreie Küche möglich. |phone=+41 62 212 32 96}} === Gehoben === * {{vCard |type=restaurant |name=Salmen |lat=47.35088 |long=7.89952 |url=https://www.salmen-olten.ch |description=ist ein im Bistrostil geführtes Restaurant an der Ringstrasse 39 in Olten.}} * {{vCard |type=restaurant |name=Caveau du Sommelier |url=http://www.caveau-sommelier.ch |description=Lounge Bar Restaurant. Der schönste Gewölbekeller der Stadt, indem Käsesommelier Armando Pipitone, Wein- und Käsekombinationen zelebriert |address=Kirchgasse 17}} == Nachtleben == === Günstig === * {{vCard|name=Galicia Bar|type=bar|url=https://www.galiciabar.ch|directions=5 Minuten südlich des Bahnhofs Olten|lat=47.34949|long=7.90886|hours=täglich bis 00:30|lastedit=2023-08-12|description=Die Bar für Alle. Gemütliches Ambiente und vor allem alternatives Publikum, aus allen Altersstufen. Der perfekte Ort um ein Oltner "Drei Tannen Bier" zu geniessen (wird im Untergeschoss gebraut). An Wochenenden oft mit Live-Musik; gelegentlich auch andere Kulturveranstaltungen. Humane Preise, etwas Kleines zu Essen gibt es auch.}} * {{vCard | type = nightclub | name = Kulturlokal Coq d'Or | url = https://www.coq-d-or.ch/ | address = Tannwaldstr. 48 |lat=47.35161 |long=7.90857 | hours = von Dienstag bis Samstag am Abend geöffnet (am Wochenende bis 04:00 Uhr). | facebook = Coq.d.Or | instagram = coqdor_olten | before = Das | description = gleich hinter dem Bahnhof verbindet "Kultur und Kater". Mehrheitlich junges, alternatives Publikum und neben Tischen mit alten Sofas und Sesseln eingerichtet. Die Karte umfasst klassische und innovative Drinks, verschiedene Biere und Softdrinks. Auf der Bühne im Erdgeschoss finden kleinere Konzerte (Folk/Jazz), Lesungen und Diskussionsrunden statt, im Untergeschoss Rock/Pop/Electro-Konzerte und Parties (Eintrittspreis: 10-20 CHF). Monatlich wechselnde Ausstellungen junger Kunstschaffender.}} === Mittel === * {{vCard |type= club|before=Der |name=Terminus Club |url=http://www.terminus.ch |lat=47.35196 |long=7.90366 |description=eignet sich für Leute ab 21 Jahren. An der Froburgstrasse 7 wird seit 1995 zu einem abwechslungsreichen, meistens kommerziell ausgerichtetem Programm getanzt. Regelmässig legen aber auch internationale und regionale House/Techno Acts auf.}} * {{vCard |type= bar|before=Die |name=Vario Bar |url=https://www.variobar.ch/ |description=ist ein von älteren aber jung gebliebenen Oltnern besuchter Barbetrieb im Hammerquartier, im Sommer mit Grillbetrieb vor dem Haus und Sitzgelegenheiten zur Strasse hin, Konzerte im Untergeschoss, Billiard-Tische im angrenzenden Lokal, oft mit Bildern lokaler Künstler geschmückt |address=Solothurnerstrasse 22 |lat=47.35023 |long=7.89891 |phone=+41 62 212 09 90 |hours=jeweils Mittwoch bis Sonntag}} * {{vCard |type= bar|before=Im |name=Magazin |lat=47.35047 |long=7.90101|url=http://www.olten.ch/de/stadtleben/stadtlebenred/restaurants/welcome.php?action=showunternehmen&unternehmen_id=6705 |description=in Olten, dem alten Feuerwehrmagazin der Stadt Olten an der Konradstrasse 7, serviert eine junge Crew den eher jüngeren Gästen Drinks und Biere. Im Sommer auch Bestuhlung vor dem Haus. An der Bar gibt's Crêpes und belegte Brötchen, leider etwas schmuddelige WC-Anlage im Keller des Barbetriebs, in welchem auf einer Grossleinwand oft auch Fussballspiele gezeigt werden.}} === Gehoben === * {{vCard |type= bar|before=Auf dem Dach des Hotel Astoria befindet sich die |name=Sisième Bar |lat=47.35069 |long=7.90036 |url=http://www.astoria-olten.ch/index.php?option=com_content&view=article&id=60&Itemid=63 | description=Barbetrieb und kleine Snacks. Im Sommer Aussenbereich mit Blick auf die Innenstadt. |address=Hübelistrasse 15}} == Unterkunft == === Günstig === * {{vCard | type= guest house | name= BnB Olten | address= Felsenstrasse 50 | directions= nur gute fünf Minuten vom Bahnhof entfernt | url= https://www.bnb-olten.ch | lat= 47.35110 | long= 7.91472 | phone= +41 62 297 10 77 }} * {{vCard|type= guest house |name= Bed an Breakfast 17 |address= Vorderer Steinacker 17|phone= +41 62 212 47 24 |email=|fax=|url= http://bedandbreakfast17.com/ |hours=|price=|lat= 47.34671 |long= 7.90382 }} === Mittel === * {{vCard|type= hotel |name= Hotel Oltnerhof|address=|phone= +41 62 296 55 66 |email=|fax=|url= http://www.hotel-oltnerhof.ch/|hours=|price=|comment= ehemaliges Bürogebäude, Neueröffnung 2014, 30 Zimmer. Auch Monatszimmer buchbar. Restaurants in direkter Umgebung zum Haus. Bahnhofsnähe. |lat=47.34947 | long=7.90961}} === Gehoben === * {{vCard | type= hotel | name= Hotel Arte | comment= Kongress- und Konferenzhotel | address= Riggenbachstrasse 10 | url= https://www.konferenzhotel.ch | phone= +41 62 286 68 00 |lat = 47.347060|long= 7.909457 |description=Restaurant Pure im Erdgeschoss}} * {{vCard | type = hotel | name= Hotel Astoria | url = http://www.astoria-olten.ch/ | address = Hübelistrasse 15 |lat=47.35069 |long=7.90036 | directions = Stadtkern | description = , Zimmer in verkehrsberuhigter Zone, Restaurant im Erdgeschoss, auf der Dachterrasse befindet sich die Bar Sisième mit einem schönen Ausblick auf die Innenstadt | phone = +41 62 212 12 12 }} * {{vCard | type = hotel | name= Taverne zum Kreuz | url = http://www.kreuzolten.ch/ | address = Hauptgasse 18 |lat=47.35000 |long=7.90398 | directions = in der Oltner Altstadt | description = , gemütliche Zimmer, keine Reception aber dazugehöriges Restaurant im Erdgeschoss | phone = +41 62 212 78 18 }} * {{vCard | type = hotel | name= Hotel Olten | url = http://www.hotelolten.ch/ | address = Bahnhofstrasse 5 |lat=47.34921 |long=7.90694 | directions = direkt beim Bahnhof | description = mit eigenem Parkhaus, funktionaler Bau aus den Achtzigern mit Innenhof | phone = +41 62 287 32 32 }} == Lernen == * Mit dem [https://www.fhnw.ch/campus-olten Campus] der Fachhochschule Nordwestschweiz ist an der Von Roll-Strasse 10 in Olten ein neues Schulgebäude entstanden. Es beinhaltet die Schule für Soziales sowie die Angewandte Psychologie. * {{vCard|type=school |name=Kanti |wikidata=|auto=|address=Hardfeldstrasse 57 |phone=+41 062 311 84 84 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=Die "Kanti" Olten (rund 5-7 Minuten vom Bahnhof entfernt) beherbergt den Standort der [http://www.kantiolten.ch Kantonsschule Olten] welche Basis für die Matur und damit die Aufnahme an Universität bildet.}} * {{vCard|type=school |name=Schulhaus Bifang |wikidata=|auto=|address=Aarauerstrasse 68 |phone=+41 62 296 20 82 |email=|fax= |url=https://www.schulen.olten.ch/de/kinderprimar/bifang/ |hours=|price=|lat=47.34806 |long=7.91215 |lastedit=|description=Wuchtiger asymmetrischer Bau in Neubarock- und Heimatstil. 1908-1910 von Rudolf Michel-Mosimann erstellt.}} == Arbeiten == * Die SBB ist einer der großen [http://www.sbb.ch/jobs Arbeitgeber der Region]. Am Standort Olten arbeiten 2000 Mitarbeitende, mit dem Umzug von SBB Cargo kommen 2015 rund 500 weitere Mitarbeitende dazu. Durch die SBB wird in Olten ein Industriewerk zur Wagenreparatur der kompletten SBB-Flotte betrieben. Ebenso verlegte SBB Cargo den Hauptsitz von Basel nach Olten und zog ab Januar 2015 in den "SBB Aarepark". An der Gösgerstrasse entsteht die Betriebszentrale Mitte. Olten ist auch Sitz der SBB Transportpolizei. == Sicherheit == Die Kernzone der Stadt Olten kann als sicher bezeichnet werden. So ist auch das Flanieren in der Nacht in der Oltner Innenstadt und Altstadt problemlos möglich. In Notfällen und bei dringenden Ereignissen steht die mit einem Polizeiposten in Olten präsente Kantonspolizei unter Tel 117 rund um die Uhr zur Verfügung. Die nur noch zu Bürozeiten anwesende Stadtpolizei kümmert sich mehrheitlich um Verwaltungsaufgaben, erstellt Parkbussen und führt in den Quartieren Radarkontrollen durch. Für einfache Anfragen oder Informationen zu Bürozeiten erreichbar an der Dornacherstrasse 1. Die Kantonspolizei ist jedoch für die meisten Anliegen die bessere Ansprechstelle, inbesondere wenn es um verlorene Pässe oder das Melden von Gewaltdelikten geht, da sie auch rund um die Uhr erreichbar ist. Besucher von Olten können sich sicher bewegen, lediglich wenige Zonen könnten von Besuchern als kritisch wahrgenommen werden: * Haslistrasse, das einst als größter Straßenstrich der Schweiz bezeichnete Rotlichtviertel wurde mittlerweile auf eine kleine Zone an der Haslistrasse konzentriert. Während des Tages problemlos passierbar, abends ab 20 Uhr durch eine eingeschränkte Strassensignalisation abgegrenzt. Sollte in der Nacht gemieden werden. * Ländiweg, wie in jeder Stadt gibt es auch in Olten eine kleine Alkoholiker- und Drogenszene, wo leichte Drogen konsumiert werden. Vom Bahnhofausgang West, direkt an der Aare, bis hin zur Alten Holzbrücke, befinden sich insbesondere bei schönem Wetter Personengruppen. Passanten werden kaum angesprochen. * London Pub, in einem Hinterhof in der Kernzone der Stadt sollte von Touristen gemieden werden. Seit Jahren bekannter Drogenverkaufspunkt. == Gesundheit == Das Gesundheitswesen in Olten ist hervorragend. An diversen Standorten in der Innenstadt befinden sich Apotheken für den Verkauf von Medikamenten. Für dringende Anliegen oder Notfälle steht auch das an der Stadtgrenze zu Trimbach hin befindliche Kantonsspital mit einer Notfallstation rund um die Uhr zur Verfügung. === Krankenhaus === * {{vCard|type=hospital |name=Kantonsspital Olten |wikidata=|auto=|address=Baslerstrasse 150, 4600 Olten |phone=|email=|fax= |url=https://www.solothurnerspitaeler.ch/unsere-spitaeler/kantonsspital-olten/ |hours=|price=|lat=47.35633 |long=7.90351 |lastedit=2022-02-20 |description=}} === Apotheken === * {{vCard|type=pharmacy |name=Hammer-Apotheke |wikidata=|auto=|address=Solothurnerstrasse 19, 4600 Olten |phone=+41 062 212 44 50 |email=hammer.zh@ovan.ch |fax=+41 062 212 44 51 |url=https://hammer-apotheke.feelgoods-apotheken.ch/ |hours=Mo – Fr 8.30 – 18.30 Uhr, Sa 8.00 – 16.00 Uhr |price=|lat=47.34996 |long=7.89937 |lastedit= |description=}} * {{vCard|type=pharmacy |name=Central Apotheke |wikidata=|auto=|address=Baslerstrasse 72, 4600 Olten |phone=+41 062 212 90 80 |email=central@apotheke-olten.ch |fax=+41 062 212 88 29 |url=https://apotheke-olten.ch/ |hours=Mo – Fr 8.00 – 18.30 Uhr, Sa 8.00 – 17.00 Uhr |price=|lat=47.35301 |long=7.90265 |lastedit=2022-02-20 |description=}} == Praktische Hinweise == * {{vCard|type=tourist information |name=Olten Tourismus |wikidata=|auto=|address=|phone=|email=|fax=|url=https://www.oltentourismus.ch/ |hours=|price=|lat= |long=|lastedit=|description=Das Tourismusbüro unweit des Oltner Bahnhofs und über Tel. +41 062 212 30 88 erreichbar.}} * An diversen Standorten in der Stadt stehen schwarze Orientierungstafeln, die den Weg zu den wichtigsten Orientierungspunkten zeigen sollten. Bedauerlicherweise sind diese Tafeln derart kompliziert gestaltet, dass sie kaum genutzt werden. Besser ist es, einen Einwohner zu fragen, denn die dank der Stadtgröße ist die Zahl der wichtigen Gebäude und Straßenzüge überschaubar. * Auch an Sonntagen ist das Einkaufen von Lebensmitteln für Besucher von Olten kein Problem. An allen wichtigen Zufahrtsstrassen befinden sich Tankstellenshops, so an der Socar-Tankstelle an der Solothurnerstrasse, Migrolino in Richtung Aarburg oder bei der Tankstelle Rudi-Rüssel in Richtung Trimbach beim Kantonsspital. Ebenso ist am Bahnhof Olten ein Migrolino Shop auch an Sonntagen geöffnet. * Poststellen in Olten befinden sich an der Hauptpost (zwischen Bahnhof und alter Holzbrücke) oder im Hammer Center auf der linken Stadtseite. Sowohl vor der Hauptpost wie in der Bahnhofunterführung Martin-Disteli befinden sich Briefkästen für den sehr späten Posteinwurf. * Für den Kauf von SIM-Karten betreibt Orange einen Shop im Bahnhof Olten Gleis 4/7 oder an der Kirchgasse, Sunrise Abos können bei Mobilzone im Sälipark abgeschlossen werden, ebenso verfügt die halbstaatliche Swisscom über einen Shop im Sälipark im ersten Untergeschoss des Einkaufszenters. == Ausflüge == * Das [https://www.naturfreundeolten.ch Naturfreundehaus Rumpelweide] ist eine auf 775 Meter über Meer und am Sonntag bewirtete Berghütte mit einfachen Gerichten, zu Fuß in einer guten Stunde ab Olten zu erreichen. Man verlässt den Bahnhof auf der linken Stadtseite und folgt der Grundstrasse bis an den Waldrad. Von dort aus den Wegweisern zum Rumpel folgen. Das Naturfreundehaus liegt im Gegensatz zu dem in einer Senke gelegenen Gasthaus Rumpel auf einem Jurazug, rund 15 Minuten Fußweg oberhalb und bietet einen herrlichen Ausblick über Olten auf den Born und das Sälischlössli. * Der {{Marker |type=zoo |name=Wildpark Mühletäli |wikidata=Q63256166}} befindet sich auf der rechten Aareseite am Waldrand auf der Gemeindegrenze zu Starrkirch-Wil, vom Bahnhof Olten aus in zirka 20 Minuten zu Fuß erreichbar. Im kleinen Wildpark Mühletäli leben Ziegen, Hirsche, Waschbären und Moufflons. Entlang des Bachlaufes erreicht man über Spazier- und Wanderwege die etwas höher gelegenen Höfe unterhalb des Sälischlösslis.}} * Ruine Froburg * Belchenflue (lokal ''Bölchen'' genannt), ein Berggipfel mit Aussichtspunkt im Jura == Literatur == * Das [http://www.stadtarchiv-olten.ch/index.php?page=archivgeschichte Oltner Stadtarchiv] umfasst umfangreiche Informationen zur Geschichte der Stadt Olten == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} * Homepage von [https://www.oltentourismus.ch/ Olten Tourismus], der touristischen Informationsseite der Stadt * [https://www.stadttheater-olten.ch Stadttheater Olten] mit Programminformationen über die Veranstaltungen der kommenden Monate. * Webseite der [http://www.stadtpolizei-olten.ch/de/ Stadtpolizei Olten] * [http://www.wohnregion-olten.ch Wohnregion Olten], das zentrale Immobilienportal der Wirtschaftsförderung Olten {{class-3}} {{GeoData| lat= 47.35333| long= 7.90779| radius= 3000}} {{IstInKat|Solothurn (Kanton)}} tq9mtrzf4lsm1cv47g6xdyah7h384se 1802396 1802395 2026-09-06T20:44:43Z Scholless 15050 /* Gesundheit */ das kann raus 1802396 wikitext text/x-wiki {{quickbar Ort | TouriInfoWeb= [http://www.oltentourismus.ch oltentourismus.ch] | TouriInfoTel= +41 (0)62 212 30 88 }} '''Olten''' ist eine Stadt im Kanton [[Solothurn (Kanton)|Solothurn]] in der [[Schweiz]] und einer der wichtigsten Eisenbahnknotenpunkte im Schweizer Schienennetz. Die alte Industriestadt, historisch gewachsen dank Industriebetrieben wie der Lastwagenfabrik Berna oder den Schweizerischen Bundesbahnen SBB mit ihren Werkstätten, wandelt sich dank der zentralen Lage zum Dienstleistungs- und Bildungsstandort im Schweizer Mittelland. Viele Schweizer Grossbetriebe wie Swisscom, Alpiq, SBB nutzen den zentralen Standort der Stadt für die Ansiedlung von Arbeitsplätzen. Olten liegt am Fluss Aare und liegt eingebettet in die ersten Jurahügelzüge und nach Süden hin abgegrenzt von Born und dem ostwärts gelegenen Engelberg auf einer Höhe von rund 400 MüM. == Hintergrund == *Die Stadt liegt verkehrsgünstig an der Aare und in unmittelbarer Nähe des Hauensteinpasses. Die Stadtrechte wurden 1201 vom Grafen von Froburg erteilt. * Entwickelt hat sich die Stadt insbesondere mit dem Bau der Bahnlinien der Schweizerischen Centralbahn, welche 1902 verstaatlich und in der Schweizerischen Bundesbahn SBB aufgegangen ist. Olten war bereits zu Beginn der Industrialisierung ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt. * Olten war Ausweichquartier während der [[w:Fußball-Europameisterschaft 20088|UEFA EURO 2008]]; zu allen schweizerischen Austragungsorten bestehen Direktverbindungen mit der Bahn. [[Basel]], [[Stadt Bern|Bern]] und [[Zürich]] sind in einer halben Stunde, [[Genf]] in etwas über 2 Stunden erreichbar. Auch [[Innsbruck]] ist innerhalb von 5 Stunden erreichbar (umsteigen in Zürich), schneller als von vielen österreichischen Städten. == Anreise == === Mit dem Flugzeug === Ab dem {{marker|name = EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg |wikidata = Q156971 |show = none}} verkehrt ein Shuttlebus zum Bahnhof Basel SBB. Von dort aus verkehren direkte Züge in 25 Minuten nach Olten. Vom {{marker|type = airport|name = Flughafen Zürich |wikidata = Q15114 |show = none}} verkehren direkte Züge nach Olten. Die Reisedauer beträgt rund 50 Minuten. Bei gewissen Verbindungen muss man bei der Anreise in Zürich HB umsteigen. Der örtliche {{marker|type=landing site|name=Flugplatz Olten|wikidata=Q110268982}} mit einer Graslandebahn, ist nur für Segelflugzeuge geöffnet. === Mit der Bahn === * {{Marker | name = Olten | name-map = Bahnhof Olten | type = train | wikidata = Q29370 | lat = 47.3520 | long = 7.9069 }} ist ein zentraler Eisenbahnknotenpunkt im Netz der Schweizer Bundesbahnen SBB. 1100 Züge verkehren täglich durch den Bahnhof. Dementsprechend ist die Anreise aus allen Landesteilen problemlos und komfortabel möglich. Direkte Intercity-Verbindungen bestehen aus Basel, Zürich, Luzern, Bern oder auch aus Lausanne und Genf. Zwischen den Schweizer Zentren und Olten besteht ein Halbstunden-Takt. * Aus Deutschland bestehen internationale Direktverbindungen ab [[Berlin]] und [[Frankfurt_am_Main|Frankfurt]]. * Von Italien verkehren ab Mailand direkte Züge via Simplon-Lötschberg-Bern nach Olten. * Aus der französischen Hauptstadt Paris besteht ebenfalls eine Direktverbindung nach Olten. * Aus Österreich her muss man in Zürich HB umsteigen. Ab Zürich dann im Halbstunden-Takt nach Olten. * Über den an der Bahnlinie Biel-Solothurn-Olten gelegenen Regionalbahnhof {{Marker | name = Olten Hammer | type = train | wikidata = Q15964212 | lat = 47.3487 | long = 7.8974 }} erreicht man das Hammerquartier der Stadt. Selbstbedienung mit Billettautomat am Bahnhof, der nebst CHF auch Euro verarbeitet. Auch Pre Paid SIM-Karten können dort rund um die Uhr aufgeladen werden. === Mit dem Bus === * Der Busbetrieb Olten Gösgen Gäu BOGG deckt mit einem Liniennetz von 164 Kilometer auf 12 Linien den Busverkehr in alle umliegenden Gemeinden der Stadt Olten und weiterer Gemeinden sicher. Zentraler Umsteigeknoten ist der Busbahnhof Olten. * Postauto stellt den Betrieb ab Olten nach Wolfwil sicher. === Auf der Straße === * Im Gegensatz zur zentral durch Olten führenden Eisenbahn, führen die Autobahnen A1 und A2 zwar nahe aber um Olten herum. Das Autobahnkreuz A1/A2 Härkingen befindet sich nur wenige Kilometer westlich von Olten entfernt. * Die nächstgelegene Ausfahrt führt von der Autobahn A1 bei Rothrist über die über die Hauptstrasse Nr 1 in wenigen Minuten via Umfahrungstunnel Aarburg nach Olten. * Von [[Basel]] her kommend kann man über die A2 nach dem Belchentunnel die Autobahn bei der Abfahrt Egerkingen verlassen und über die Haupstrasse 5 nach Olten fahren. Alternativ verlässt man die A2 bereits bei Sissach und fährt von dort aus über die Hauptstrasse Nummer 2 über den Hauensteinpass direkt nach Olten. Die zweite Variante ist etwa gleich schnell aber landschaftlich reizvoller. === Mit dem Schiff === * Olten liegt zwar am großen Fluss Aare aber aufgrund der Stauwehranlagen in Murgenthal (AG) und Winznau (SO) ist der Zugang für grössere Schiffe nicht möglich. * Die Aare ist ein geeignetes Paddelrevier auch für mehrtägige Wasserwanderungen. == Mobilität == {{Maps|47.3513|7.9030|16|M|Stadtplan}} * Mit Ausnahme des Schöngrundquartiers ist die Stadt und deren andere Quartiere mit innerstädtischen Buslinien erschlossen. Da die Busse, gerade beim Einstieg am Bahnhof, an diversen Busquais losfahren, lohnt sich das Nachfragen des richtigen Abfahrtsorts beim Buschauffeur. Tickets gibt es an grösseren Haltepunkten am Automaten oder beim Fahrer. Fahrpläne der Busse können mittels QR-Code an allen Haltepunkten abgefragt werden. * Die Kernzone der Stadt ist relativ klein und daher ist der Besuch bei einer Anreise mit der Bahn bequem zu Fuß möglich. Die Altstadt und neu gestaltete Fußgängerzone sind problemlos zu Fuß zu erkunden. Ab Bahnhof über die Bahnhofbrücke oder alte Holzbrücke und von dort aus quer durch die Altstadt. * Fahrräder können am Bahnhof gemietet werden. Tel +41 051 229 52 35 === Taxis === * {{vCard|type=taxi |name=Bur |wikidata=|auto=|address=|phone=+41 062 205 22 22 |email=|fax=|url=https://www.taxi-bur.ch/ |hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=taxi |name=Aare Taxi Siegrist |wikidata=|auto=|address=|phone=+41 062 296 26 26 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} Die beiden großen Taxibetriebe einen 7/24 Fahrservice an und sind auch als zuverlässige Taxianbieter in der Stadt bekannt. Offizieller Taxistand befindet sich beim Bahnhof auf dem Bahnhofplatz. == Sehenswürdigkeiten == === Kirchen === * {{vCard | name = Stadtkirche | type = church | lat = 47.35046 | long = 7.90221 | description = wichtiger Sakralbau des Klassizismus mit intakter Innenausstrattung. 1806-1813 von Blasius Baltenschweiler nach Plänen von Nokolaus Purtschert erbaut. Seit 1874 im Besitz der christkatholischen Kirchgemeinde. Die Türme sind entgegen der Aussenansicht nicht aus Stein sondern aus statischen Gründen eine Holzkonstruktion welche von Aussen mit Blech eingefasst ist. | address = Kirchgasse 15 | phone =+41 062 212 23 49}} * {{vCard | type = church | name = Martinskirche | address = Solothurnerstrasse 26 | lat = 47.35098 | long = 7.89848 | phone =+41 062 212 62 41 | wikidata = Q990950 | description = Römisch-katholische Pfarrkirche Stankt Martin, 1908-1910 von August Hardegger gebaut, nachdem die Stadtkirche durch die Christkatholische Kirchgemeinde betrieben wurden. Neuromanische Basilika mit zwei monumentalen, spitzhelmigen Fronttürmen und Dreiapsidenchor und bewusst höher als die alte Stadtkirche gebaut.}} * {{vCard | name = Pauluskirche | type = church | lat = 47.35232 | long = 7.89762 | description = der reformierten Kirchgemeinde Olten, erbaut 1967-1969 von Baldemann & Müller im Schöngrundquartier. | address = Grundstrasse 18 | phone =+41 062 212 16 26}} * {{vCard | name = Marienkirche | type = church | lat = 47.34811 | long = 7.91359 | description = Teil der Römisch-katholischen Pfarrei St. Marien. Erbaut 1951 von Hermann Baur. In der Sakristei Ignatiusbild von 1627. | address = Engelbergstrasse 25 | phone =+41 062 287 23 11 }} * {{vCard | type = church | name = Friedenskirche | address = Jurastrasse 20 | lat = 47.34707 | long = 7.91459 | phone =+41 062 212 16 26 | wikidata = Q25393740 | description = Die Friedenskirche wurde in den Jahren 1928/29 erbaut und befindet sich auf der rechten Aareseite an der Reiserstrasse 86 und ist Teil der Evangelisch-Reformierten Kirchgemeinde Olten.}} * {{vCard | type = monastery,church | name = Kapuzinerkloster | lat = 47.350897 | long = 7.903787 | wikidata = Q29881131 | description = mit Kirche, typische Kapuzineranlage, 1648 vom Solothurner Jakob Graf gestiftet und erbaut. 1829 Veränderungen im Schiff. 1931 Aufstockung. 1975-1977 Neugestaltung des Eingangs und der Kirchenfassade. Schlichter Kirchenraum, beide Chöre mit Kreuzgewölben. Im Hochaltar Passionsdarstellung aus dem Jahr 1640 von Johann Miel.}} === Burgen und Schlösser === Rund um die Stadt herum befinden sich in den Jurahöhen diverse Burgruinen die auch besichtigt werden können. * Alt- und Neu-Wartburg auf der Bergkuppe im Südosten von Olten: Zwei Burgen, durch Einschnitt und Kantonsgrenze getrennt. Ursprüngliche Gründung der Herren von Ifenthal. In der Frühzeit gleiches Schicksal (bis 1379 im Besitz der Herren von Ifenthal, dann der Ritter von Hallwil; 1415 von den Bernern zerstört.) * Das Säli-Schlösschen, auch Vordere- oder Neu-Wartburg genannt, wurde im Jahr 1870 durch Paul Reber in neugotischem Stil wiederaufgebaut. Heute mit markantem Anbau, im Besitz der Bürgergemeinde von Olten. Beherbergt ein [http://www.saelischloessli.ch/ Restaurant], welches aber geschlossen ist. * {{vCard | type = ruins,castle | name = Burgruine Hintere Wartburg | url = http://www.swisscastles.ch/Aargau/altwartburg_d.html | description = Hevorragendes Beispiel einer mittelarlterlichen Höhenburg. Sitz der froburgischen Dienstmannen von Ifenthal. 1966-1967 ausgegarben und konserviert. An der Kantonsgrenze zu Solothurn mit einer Vielzahl von wappengeschmückten Grenzsteinen von 1764. }} === Bauwerke === * {{vCard | type = bridge,building | name = Gedeckte Holzbrücke | wikidata = Q2840320 | url = http://de.yelp.ch/biz/alte-br%C3%BCcke-olten | description = zusammen mit dem Stadtturm das Wahrzeichen Oltens. 1295 erstmals erwähnt. Mehrfach abgebrannt. Aktuelle Brücke stammt aus den Jahren 1803-04 von Zimmermeister Blasius Baltenschwiler als überdeckte hölzerne Jochbrücke mit steinerner Vorbrücke am rechten Ufer erbaut. }} * Der Turm der 1844 abgetragenen Martinskirche, nun als Stadtturm bezeichnet, ist das Wahrzeichen in der Altstadt und Turm der ehemaligen Stadtkirche, 1521 von Werkmeister Conrad Gibelin erbaut, im 17. Jahrhundert Ergänzung durch barocken Helm. Im Jahr 1844 erfolgte der Abbruch der Kirche und 1845 und 1846 fand die Renovation des Turms durch Konrad Munzinger statt. In der Mauer des östlichen davon gelegenen Kaplanenhauses steckt das Fenster des ehemaligen Chorscheitels. Gewändemalereien um 1460 mit Madonna und heiligen Elisabeth von Thüringen, freigelegt 1971, Ostseite mit Biedermeierbrunnen, um 1850. * {{vCard | type = tower | before = Der | name= Hexenturm | wikidata = Q29881125 | description = , Name nach den Ereignissen der Belagerung von Olten durch die [[Solothurn|Solothurner]] und [[Bern|Berner]] (1383) aufgekommen. An der Südwestecke der Gasse, mit Wehrgangfragment, teilweise abgetragen. }} * Das '''ehemalige Ratshaus''' beherbergt nun die Stadtbibliothek. 1705 von Statthalter Urs Kissling erbaut. 1925 tief greifender Umbau in das Bibliotheksgebäude, Nordseite mit monumentalem Portal. 1990 Gesamtumbau. In der Stadtbibliothek können nebst Büchern auch CDs und DVDs ausgeliehen werden. === Museen === * {{vCard | type = museum | name = Kunstmuseum | wikidata = Q1347207 | url = https://www.kunstmuseumolten.ch/ | description = Das Kunstmuseum Olten wurde 1902 eröffnet und basiert auf einer Sammlung von Werken des bedeutenden Oltner Malers Martin Disteli. Noch bis 1964 hiess es «Disteli-Museum»; heute umfasst es eine Kollektion von Gemälden und graphischen Blättern aus dem 19. Jahrhundert und eine Abteilung moderner Kunst. 1839-1840 als Schulhaus von Kondrad Munzinger gestaltet. Stolzer klassizistischer Kubus, im steinsichtigen Untergeschoss Quaderbänder und Rundbogenfenster. | hours = Mo-Fr 14-17 Uhr, Donnerstag 14-19 Uhr und Samstag und Sonntag, 10-17 Uhr | address = Kirchgasse 8. }} * {{vCard | type = museum | before = Im Stadtzentrum befindet sich das | name = Historische Museum Olten | alt = Historisches Museum Olten | wikidata = Q15815671 | description = , das im Jahr 1902 gegründet und zunächst im Frohheimschulhaus untergebracht worden ist. Seit 1932 zeigt es seine Ausstellungen im damals neu errichteten Mehrzweckgebäude an der Konradstrasse. Das Museum pflegt umfangreiche Sammlungen mit Kulturgütern aus der Stadtgeschichte von Olten und aus anderen Gemeinden des Kantons Solothurn und führt Vermittlungsprojekte zur Stadt- und Kulturgeschichte durch. Zu seiner Sammlung gehören unter anderem große Bildarchive mehrerer Oltner Fotografen, zum Beispiel von Franz Gloor, und des bekannten Industriefotografen Roland Schneider. }} * {{vCard | type = museum | name = Naturmuseum | address = Kirchgasse 10, Olten | wikidata = Q27487024 | description = }} * {{vCard|type=museum |name=Haus der Museen |wikidata=|auto=|address=Konradstrasse 7, 4600 Olten |phone=+41 (0)62 206 18 00 |email=hausdermuseen@olten.ch |fax= |url=https://hausdermuseen.ch/ |hours=Di – So 10.00 – 17.00 Uhr, Mo geschlossen |price=|lat=47.35048 |long=7.90127 |lastedit=|description=}} === Parks === * {{vCard|type=park |name=Stadtpark|wikidata=|auto=|address=Hagbergstrasse, 4600 Olten |phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=47.35448 |long=7.90101 |lastedit=2022-02-20 |description=Der von der Citykreuzung in Richtung Trimbach gelegene Stadtpark, ist heute eine Naherholungszone mit großen Bäumen, Bänken, vier Brunnen, einer Petangue-Bahn, Spielwiesen und einem Spielplatz mit Spielgeräten für Kinder. Zwischen 1861 bis 1918 diente das Gelände als Stadtfriedhof. Frei zugänglich.}} * {{vCard|type=park |name=Vögeligarten |wikidata=|auto=|address=Engelbergstrasse 42, 4600 Olten |phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=47.34667 |long=7.91521 |lastedit=|description=Eine kleine Parkanlage auf der rechten Aareseite im Wohnquartier oberhalb der Friedenskirche und beinhaltet nebst einem Spielplatz und Rasen auch eine [https://www.voliereolten.ch/ Vogelvoliere].}} === Verschiedenes === Olten wird auch als "Gartenstadt" bezeichnet. Dies hängt mit der historisch gewachsenen Struktur der Arbeitersiedlungen auf der linken wie auch auf der rechten Aareseite zusammen. Die in den Werkstätten der Centralbahn arbeiteten Mitarbeiter benötigten Platz und so entstanden ganze Häuserzeilen kleiner Häuschen welche das Stadtbild noch heute prägen. Die Vorgärten sind heute geschützt und es dürfen bei Umbauten maximal ein Drittel der Grundstücksfläche zur Strasse hin geöffnet werden. Dadurch blieben über weite Teile die Vorgärten erhalten und wurden nicht durch Parkplätze ersetzt. So sind auch heute noch viele Vorgärten erhalten. == Aktivitäten == * Jedes Jahr im Mai finden die [https://www.kabarett.ch Oltner Kabarett-Tage] statt. Das ist das älteste und in der Zwischenzeit wichtigste Satire-Festival in der Schweiz. Eröffnet wird das Festival mit der Verleihung des Schweizer Kabarett-Preises Cornichon. Danach finden an 10 Tagen über 30 Veranstaltungen statt. Spielorte sind: {{Marker |type=theater |name=Stadttheater |wikidata=Q29881129}}, Schützi, Theaterstudio, Vario-Bar, Caveau, Schwager Theater, Galicia, Stadtturm, Kirchgasse. Organisiert wird dieses Festival von der Gesellschaft Oltner Kabarett-Tage. * {{vCard|type=swimming pool |name=Strandbad |wikidata=|auto=|address=Schützenmattweg 3, 4600 Olten |phone=+41 62 212 71 20 |email=|fax=|url=https://www.olten.ch/de/stadtleben/stadtlebenred/sport/sportanlagen/schwimmbad/ |hours=Mai – Okt |price=Einzeleintritt CHF 8.- |lat=47.34794 |long=7.90323 |lastedit=2022-02-20 |description=Das Strandbad Olten, bei der Bevölkerung ganz einfach nur 'Badi' genannt, ist das öffentliche Freibad der Stadt. Wasserrutsche, 50-Meter-Becken, große Rasenflächen und Zugang zur Aare. Direkt an der Aare und angrenzend an die Altstadt gelegen.}} == Einkaufen == * Das auf der rechten Aareseite gelegene Oltner Einkaufszentrum {{Marker |type=mall |name=Sälipark |url=http://saelipark.ch |lat=47.34650 |long=7.90949}} ist von Montag-Freitag ab 8.30 Uhr bis 18.30 Uhr geöffnet. Am Donnerstag besteht ein Abendverkauf bis um 20.00 Uhr. Am Samstag ist das aus mehreren Läden bestehende Einkaufszentrum bis um 17.00 Uhr geöffnet. * {{vCard|type=mall |name=Hammer-Center |wikidata=|auto=|address=Solothurnerstrasse 21, 4600 Olten |phone=|email=|fax=|url=https://hammer2.ch/ |hours=Mo, Di, Mi + Fr 8.00 – 18.30 Uhr, Fr 8.00 – 20.00 Uhr, Sa 8.00 – 18.00 Uhr |price=|lat=47.34989 |long=7.89862 |lastedit=|description=Mit dem Hammer-Center verfügt auch die links der Aare gelegene Stadtseite ein Einkaufszentrum bestehend aus verschiedenen Läden.}} * Jeden Donnerstag hat der Gemüsemarkt an der Kirchgasse angrenzend an die Altstadt geöffnet. Jeden Samstag findet an der Bifangstrasse auf der rechten Aareseite bis um 11 Uhr ein Lebensmittelmarkt statt. Mo: 8:00 - 18:30 Di: 8:00 - 18:30 So: Geschlossen == Küche == === Günstig === * {{vCard |type=restaurant |name=Migros Restaurant |url=http://saelipark.ch/shops/shopportrait/mrestaurant.html |address=Sälipark Olten, Louis Giroud-Strasse 20, 4600 Olten |lat=47.34637 |long=7.90926 |description=Kantinenartiges Restaurant im Einkaufszentrum.}} * {{vCard|type=restaurant |name=Ristorante Lungomare |wikidata=|auto=|address=Aarburgerstrasse 6, 4600 Olten |phone=+41 062 2961515 |email=|fax=|url=|hours=|price= |lat=47.34875 |long=7.90584 |lastedit=|description=Italienisches Restaurant.}} === Mittel === * {{vCard | type = restaurant | name = Flügelrad | url = https://flügelrad.ch/ | address = Tannwaldstrasse 36, 4600 Olten |lat=47.35088 |long=7.90842 | facebook = Restaurant-Flügelrad-159492064090550 |phone=+41 62 296 60 75 | description = direkt hinter dem Bahnhof gelegenes Restaurant mit einfacher Einrichtung mit nostalgischen Stilelementen der Eisenbahn. Solide Küche, Reservierung am Abend empfohlen.}} * {{vCard | type = restaurant | name = Restaurant Pavillion | url = https://www.konferenzhotel.ch/restaurants-in-olten/restaurant-pavillon-olten | description = asiatische Wok-Gerichte und japanische Sushi's. Das in einem Glaskubus befindliche Lokal hat tagsüber geöffnet, am Montag jeweils Sushi à discrétion zum Fixpreis und dann auch länger geöffnet. Das lokal gehört zur Pallas-Gruppe und liegt direkt neben dem Kongresshotel Arte.}} * {{vCard |type=restaurant |before=Die |name=Alte Mühle |url=https://www.alte-muehle.ch/ |lat=47.34916 |long=7.90254 |description=serviert gutbürgerliche Küche direkt am Fluss Dünnern neben der Altstadt gelegen, Mühlegasse 20. Die Einrichtung ist zwar etwas in die Jahre gekommen aber die Speisen sind sehr gut und frisch zubereitet. Auch glutenfreie Küche möglich. |phone=+41 62 212 32 96}} === Gehoben === * {{vCard |type=restaurant |name=Salmen |lat=47.35088 |long=7.89952 |url=https://www.salmen-olten.ch |description=ist ein im Bistrostil geführtes Restaurant an der Ringstrasse 39 in Olten.}} * {{vCard |type=restaurant |name=Caveau du Sommelier |url=http://www.caveau-sommelier.ch |description=Lounge Bar Restaurant. Der schönste Gewölbekeller der Stadt, indem Käsesommelier Armando Pipitone, Wein- und Käsekombinationen zelebriert |address=Kirchgasse 17}} == Nachtleben == === Günstig === * {{vCard|name=Galicia Bar|type=bar|url=https://www.galiciabar.ch|directions=5 Minuten südlich des Bahnhofs Olten|lat=47.34949|long=7.90886|hours=täglich bis 00:30|lastedit=2023-08-12|description=Die Bar für Alle. Gemütliches Ambiente und vor allem alternatives Publikum, aus allen Altersstufen. Der perfekte Ort um ein Oltner "Drei Tannen Bier" zu geniessen (wird im Untergeschoss gebraut). An Wochenenden oft mit Live-Musik; gelegentlich auch andere Kulturveranstaltungen. Humane Preise, etwas Kleines zu Essen gibt es auch.}} * {{vCard | type = nightclub | name = Kulturlokal Coq d'Or | url = https://www.coq-d-or.ch/ | address = Tannwaldstr. 48 |lat=47.35161 |long=7.90857 | hours = von Dienstag bis Samstag am Abend geöffnet (am Wochenende bis 04:00 Uhr). | facebook = Coq.d.Or | instagram = coqdor_olten | before = Das | description = gleich hinter dem Bahnhof verbindet "Kultur und Kater". Mehrheitlich junges, alternatives Publikum und neben Tischen mit alten Sofas und Sesseln eingerichtet. Die Karte umfasst klassische und innovative Drinks, verschiedene Biere und Softdrinks. Auf der Bühne im Erdgeschoss finden kleinere Konzerte (Folk/Jazz), Lesungen und Diskussionsrunden statt, im Untergeschoss Rock/Pop/Electro-Konzerte und Parties (Eintrittspreis: 10-20 CHF). Monatlich wechselnde Ausstellungen junger Kunstschaffender.}} === Mittel === * {{vCard |type= club|before=Der |name=Terminus Club |url=http://www.terminus.ch |lat=47.35196 |long=7.90366 |description=eignet sich für Leute ab 21 Jahren. An der Froburgstrasse 7 wird seit 1995 zu einem abwechslungsreichen, meistens kommerziell ausgerichtetem Programm getanzt. Regelmässig legen aber auch internationale und regionale House/Techno Acts auf.}} * {{vCard |type= bar|before=Die |name=Vario Bar |url=https://www.variobar.ch/ |description=ist ein von älteren aber jung gebliebenen Oltnern besuchter Barbetrieb im Hammerquartier, im Sommer mit Grillbetrieb vor dem Haus und Sitzgelegenheiten zur Strasse hin, Konzerte im Untergeschoss, Billiard-Tische im angrenzenden Lokal, oft mit Bildern lokaler Künstler geschmückt |address=Solothurnerstrasse 22 |lat=47.35023 |long=7.89891 |phone=+41 62 212 09 90 |hours=jeweils Mittwoch bis Sonntag}} * {{vCard |type= bar|before=Im |name=Magazin |lat=47.35047 |long=7.90101|url=http://www.olten.ch/de/stadtleben/stadtlebenred/restaurants/welcome.php?action=showunternehmen&unternehmen_id=6705 |description=in Olten, dem alten Feuerwehrmagazin der Stadt Olten an der Konradstrasse 7, serviert eine junge Crew den eher jüngeren Gästen Drinks und Biere. Im Sommer auch Bestuhlung vor dem Haus. An der Bar gibt's Crêpes und belegte Brötchen, leider etwas schmuddelige WC-Anlage im Keller des Barbetriebs, in welchem auf einer Grossleinwand oft auch Fussballspiele gezeigt werden.}} === Gehoben === * {{vCard |type= bar|before=Auf dem Dach des Hotel Astoria befindet sich die |name=Sisième Bar |lat=47.35069 |long=7.90036 |url=http://www.astoria-olten.ch/index.php?option=com_content&view=article&id=60&Itemid=63 | description=Barbetrieb und kleine Snacks. Im Sommer Aussenbereich mit Blick auf die Innenstadt. |address=Hübelistrasse 15}} == Unterkunft == === Günstig === * {{vCard | type= guest house | name= BnB Olten | address= Felsenstrasse 50 | directions= nur gute fünf Minuten vom Bahnhof entfernt | url= https://www.bnb-olten.ch | lat= 47.35110 | long= 7.91472 | phone= +41 62 297 10 77 }} * {{vCard|type= guest house |name= Bed an Breakfast 17 |address= Vorderer Steinacker 17|phone= +41 62 212 47 24 |email=|fax=|url= http://bedandbreakfast17.com/ |hours=|price=|lat= 47.34671 |long= 7.90382 }} === Mittel === * {{vCard|type= hotel |name= Hotel Oltnerhof|address=|phone= +41 62 296 55 66 |email=|fax=|url= http://www.hotel-oltnerhof.ch/|hours=|price=|comment= ehemaliges Bürogebäude, Neueröffnung 2014, 30 Zimmer. Auch Monatszimmer buchbar. Restaurants in direkter Umgebung zum Haus. Bahnhofsnähe. |lat=47.34947 | long=7.90961}} === Gehoben === * {{vCard | type= hotel | name= Hotel Arte | comment= Kongress- und Konferenzhotel | address= Riggenbachstrasse 10 | url= https://www.konferenzhotel.ch | phone= +41 62 286 68 00 |lat = 47.347060|long= 7.909457 |description=Restaurant Pure im Erdgeschoss}} * {{vCard | type = hotel | name= Hotel Astoria | url = http://www.astoria-olten.ch/ | address = Hübelistrasse 15 |lat=47.35069 |long=7.90036 | directions = Stadtkern | description = , Zimmer in verkehrsberuhigter Zone, Restaurant im Erdgeschoss, auf der Dachterrasse befindet sich die Bar Sisième mit einem schönen Ausblick auf die Innenstadt | phone = +41 62 212 12 12 }} * {{vCard | type = hotel | name= Taverne zum Kreuz | url = http://www.kreuzolten.ch/ | address = Hauptgasse 18 |lat=47.35000 |long=7.90398 | directions = in der Oltner Altstadt | description = , gemütliche Zimmer, keine Reception aber dazugehöriges Restaurant im Erdgeschoss | phone = +41 62 212 78 18 }} * {{vCard | type = hotel | name= Hotel Olten | url = http://www.hotelolten.ch/ | address = Bahnhofstrasse 5 |lat=47.34921 |long=7.90694 | directions = direkt beim Bahnhof | description = mit eigenem Parkhaus, funktionaler Bau aus den Achtzigern mit Innenhof | phone = +41 62 287 32 32 }} == Lernen == * Mit dem [https://www.fhnw.ch/campus-olten Campus] der Fachhochschule Nordwestschweiz ist an der Von Roll-Strasse 10 in Olten ein neues Schulgebäude entstanden. Es beinhaltet die Schule für Soziales sowie die Angewandte Psychologie. * {{vCard|type=school |name=Kanti |wikidata=|auto=|address=Hardfeldstrasse 57 |phone=+41 062 311 84 84 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=Die "Kanti" Olten (rund 5-7 Minuten vom Bahnhof entfernt) beherbergt den Standort der [http://www.kantiolten.ch Kantonsschule Olten] welche Basis für die Matur und damit die Aufnahme an Universität bildet.}} * {{vCard|type=school |name=Schulhaus Bifang |wikidata=|auto=|address=Aarauerstrasse 68 |phone=+41 62 296 20 82 |email=|fax= |url=https://www.schulen.olten.ch/de/kinderprimar/bifang/ |hours=|price=|lat=47.34806 |long=7.91215 |lastedit=|description=Wuchtiger asymmetrischer Bau in Neubarock- und Heimatstil. 1908-1910 von Rudolf Michel-Mosimann erstellt.}} == Arbeiten == * Die SBB ist einer der großen [http://www.sbb.ch/jobs Arbeitgeber der Region]. Am Standort Olten arbeiten 2000 Mitarbeitende, mit dem Umzug von SBB Cargo kommen 2015 rund 500 weitere Mitarbeitende dazu. Durch die SBB wird in Olten ein Industriewerk zur Wagenreparatur der kompletten SBB-Flotte betrieben. Ebenso verlegte SBB Cargo den Hauptsitz von Basel nach Olten und zog ab Januar 2015 in den "SBB Aarepark". An der Gösgerstrasse entsteht die Betriebszentrale Mitte. Olten ist auch Sitz der SBB Transportpolizei. == Sicherheit == Die Kernzone der Stadt Olten kann als sicher bezeichnet werden. So ist auch das Flanieren in der Nacht in der Oltner Innenstadt und Altstadt problemlos möglich. In Notfällen und bei dringenden Ereignissen steht die mit einem Polizeiposten in Olten präsente Kantonspolizei unter Tel 117 rund um die Uhr zur Verfügung. Die nur noch zu Bürozeiten anwesende Stadtpolizei kümmert sich mehrheitlich um Verwaltungsaufgaben, erstellt Parkbussen und führt in den Quartieren Radarkontrollen durch. Für einfache Anfragen oder Informationen zu Bürozeiten erreichbar an der Dornacherstrasse 1. Die Kantonspolizei ist jedoch für die meisten Anliegen die bessere Ansprechstelle, inbesondere wenn es um verlorene Pässe oder das Melden von Gewaltdelikten geht, da sie auch rund um die Uhr erreichbar ist. Besucher von Olten können sich sicher bewegen, lediglich wenige Zonen könnten von Besuchern als kritisch wahrgenommen werden: * Haslistrasse, das einst als größter Straßenstrich der Schweiz bezeichnete Rotlichtviertel wurde mittlerweile auf eine kleine Zone an der Haslistrasse konzentriert. Während des Tages problemlos passierbar, abends ab 20 Uhr durch eine eingeschränkte Strassensignalisation abgegrenzt. Sollte in der Nacht gemieden werden. * Ländiweg, wie in jeder Stadt gibt es auch in Olten eine kleine Alkoholiker- und Drogenszene, wo leichte Drogen konsumiert werden. Vom Bahnhofausgang West, direkt an der Aare, bis hin zur Alten Holzbrücke, befinden sich insbesondere bei schönem Wetter Personengruppen. Passanten werden kaum angesprochen. * London Pub, in einem Hinterhof in der Kernzone der Stadt sollte von Touristen gemieden werden. Seit Jahren bekannter Drogenverkaufspunkt. == Gesundheit == Das Gesundheitswesen in Olten ist hervorragend. An diversen Standorten in der Innenstadt befinden sich Apotheken für den Verkauf von Medikamenten. Für dringende Anliegen oder Notfälle steht auch das an der Stadtgrenze zu Trimbach hin befindliche Kantonsspital mit einer Notfallstation rund um die Uhr zur Verfügung. === Krankenhaus === * {{vCard|type=hospital |name=Kantonsspital Olten |wikidata=|auto=|address=Baslerstrasse 150, 4600 Olten |phone=|email=|fax= |url=https://www.solothurnerspitaeler.ch/unsere-spitaeler/kantonsspital-olten/ |hours=|price=|lat=47.35633 |long=7.90351 |lastedit=2022-02-20 |description=}} == Praktische Hinweise == * {{vCard|type=tourist information |name=Olten Tourismus |wikidata=|auto=|address=|phone=|email=|fax=|url=https://www.oltentourismus.ch/ |hours=|price=|lat= |long=|lastedit=|description=Das Tourismusbüro unweit des Oltner Bahnhofs und über Tel. +41 062 212 30 88 erreichbar.}} * An diversen Standorten in der Stadt stehen schwarze Orientierungstafeln, die den Weg zu den wichtigsten Orientierungspunkten zeigen sollten. Bedauerlicherweise sind diese Tafeln derart kompliziert gestaltet, dass sie kaum genutzt werden. Besser ist es, einen Einwohner zu fragen, denn die dank der Stadtgröße ist die Zahl der wichtigen Gebäude und Straßenzüge überschaubar. * Auch an Sonntagen ist das Einkaufen von Lebensmitteln für Besucher von Olten kein Problem. An allen wichtigen Zufahrtsstrassen befinden sich Tankstellenshops, so an der Socar-Tankstelle an der Solothurnerstrasse, Migrolino in Richtung Aarburg oder bei der Tankstelle Rudi-Rüssel in Richtung Trimbach beim Kantonsspital. Ebenso ist am Bahnhof Olten ein Migrolino Shop auch an Sonntagen geöffnet. * Poststellen in Olten befinden sich an der Hauptpost (zwischen Bahnhof und alter Holzbrücke) oder im Hammer Center auf der linken Stadtseite. Sowohl vor der Hauptpost wie in der Bahnhofunterführung Martin-Disteli befinden sich Briefkästen für den sehr späten Posteinwurf. * Für den Kauf von SIM-Karten betreibt Orange einen Shop im Bahnhof Olten Gleis 4/7 oder an der Kirchgasse, Sunrise Abos können bei Mobilzone im Sälipark abgeschlossen werden, ebenso verfügt die halbstaatliche Swisscom über einen Shop im Sälipark im ersten Untergeschoss des Einkaufszenters. == Ausflüge == * Das [https://www.naturfreundeolten.ch Naturfreundehaus Rumpelweide] ist eine auf 775 Meter über Meer und am Sonntag bewirtete Berghütte mit einfachen Gerichten, zu Fuß in einer guten Stunde ab Olten zu erreichen. Man verlässt den Bahnhof auf der linken Stadtseite und folgt der Grundstrasse bis an den Waldrad. Von dort aus den Wegweisern zum Rumpel folgen. Das Naturfreundehaus liegt im Gegensatz zu dem in einer Senke gelegenen Gasthaus Rumpel auf einem Jurazug, rund 15 Minuten Fußweg oberhalb und bietet einen herrlichen Ausblick über Olten auf den Born und das Sälischlössli. * Der {{Marker |type=zoo |name=Wildpark Mühletäli |wikidata=Q63256166}} befindet sich auf der rechten Aareseite am Waldrand auf der Gemeindegrenze zu Starrkirch-Wil, vom Bahnhof Olten aus in zirka 20 Minuten zu Fuß erreichbar. Im kleinen Wildpark Mühletäli leben Ziegen, Hirsche, Waschbären und Moufflons. Entlang des Bachlaufes erreicht man über Spazier- und Wanderwege die etwas höher gelegenen Höfe unterhalb des Sälischlösslis.}} * Ruine Froburg * Belchenflue (lokal ''Bölchen'' genannt), ein Berggipfel mit Aussichtspunkt im Jura == Literatur == * Das [http://www.stadtarchiv-olten.ch/index.php?page=archivgeschichte Oltner Stadtarchiv] umfasst umfangreiche Informationen zur Geschichte der Stadt Olten == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} * Homepage von [https://www.oltentourismus.ch/ Olten Tourismus], der touristischen Informationsseite der Stadt * [https://www.stadttheater-olten.ch Stadttheater Olten] mit Programminformationen über die Veranstaltungen der kommenden Monate. * Webseite der [http://www.stadtpolizei-olten.ch/de/ Stadtpolizei Olten] * [http://www.wohnregion-olten.ch Wohnregion Olten], das zentrale Immobilienportal der Wirtschaftsförderung Olten {{class-3}} {{GeoData| lat= 47.35333| long= 7.90779| radius= 3000}} {{IstInKat|Solothurn (Kanton)}} lo7taxa30sizoogg0s5k672lpes31dg Romantische Straße (Radroute) 0 8529 1802346 1791597 2026-09-06T15:18:30Z Dirk Schmidt 15181 /* 5. Etappe: Dinkelsbühl - Nördlingen im Ries (38&#x202F;km) */ 1802346 wikitext text/x-wiki {{Radweg|kat=Radwege in Bayern}} Die Radroute der '''Romantischen Straße''' begleitet die bekannte Ferienstraße von Würzburg am Main bis nach Füssen an den Alpen. Dabei wird die hier die D-Route 9 des Radnetz Deutschland genutzt. == Streckenprofil == [[Image:Radweg Romantische Straße 10344-zh.jpg|thumb|150px|Radwegweiser: Logo Romantische Straße und der D-Route 9]] *'''Länge:''' 500&#x202F;km (D-Route 9 ab Würzburg) *'''Ausschilderung:''' übliche normgerechte Wegweisung *'''Steigungen:''' es sind immer wieder leichte bis mittlere Steigungen vorhanden *'''Wegzustand:''' hauptsächlich auf asphaltierten Nebenstraßen oder Feldwegen *'''Verkehrsbelastung:''' außerorts meist gering oder sogar komplett verkehrsfrei *'''Geeignetes Fahrrad:''' Tourenrad *'''Familieneignung:''' bedingt *'''Inlinereignung:''' nein == Hintergrund == Wer die Schönheiten der [[Romantische Straße|Romantischen Straße]] am ursprünglichsten genießen will, der sollte auf das Fahrrad umsteigen. Der südliche Abschnitt der D-Route D9 führt den Radwanderer abseits der Autostraßen über 430&#x202F;km vom '''[[Main-Radweg]]''' bis hin zu den Alpen ins [[Allgäu]]. Die Route hat trotz anderer Darstellung in der Reiseliteratur eigentlich keine vorgegebene Richtung. Auf Grund der Topographie erscheint ein Start im Schwangau durchaus sinnvoll. == Vorbereitung == Die eine Radreise auf der Romantische Straße kann man '''10 Tage bis zwei Wochen''' einplanen. Wer sportlicher fährt und einige der kürzeren Etappen zusammenfasst, kann auch eine Woche einplanen. === Unterkunft === {{mapframe | lat = 48.807 | long = 10.217|zoom= 7 | name = Für die Darstellung weiterer Anschlussstrecken bei den Ebenen "Radwege" anklicken. Die Radroute der Romantischen Straße ist identisch mit der [[D-Route 9: Weser–Romantische Straße]].}} {{Mapshape|wikidata=Q139942662|type=geoline|stroke=#0000ff|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} Unterkünfte werden in den Ortsartikeln gelistet. Fahrradfreundliche Beherbergungsbetriebe bundesweit sind im ADFC Projekt Bett+Bike gelistet. Für die Aufnahme müssen die Betriebe bestimmte Kriterien erfüllen. So muss die Buchung auch für nur eine Nacht möglich sein und es muss eine sichere Fahrradabstellmöglichkeit vorhanden sein. Weiteres siehe [https://www.bettundbike.de www.bettundbike.de] Campingplätze siehe auch [https://opencampingmap.org opencampingmap.org]. == Anreise == === Öffentliche Verkehrsmittel === ICE Bahnhöfe in Würzburg, Donauwörth und Augsburg. Weitere Bahnhöfe in Wertheim, Tauberbischofsheim, Lauda, Bad Mergentheim, Weikersheim, Rothenburg o. d. Tauber, Nördlingen, Harburg, Rain, Friedberg, Landsberg am Lech, Schongau, Peiting und Füssen. == Streckenbeschreibung mit Sehenswürdigkeiten == Zu den Sehenswürdigkeiten der Tour zählen die gut erhaltenen Stadtkerne von Rothenburg ob der Tauber, Dinkelsbühl, Nördlingen oder auch Landesberg am Lech. Kurz vor Füssen kommt mit dem Schloss Neuschwanstein der romantische Höhepunkt. Die Route orientiert sich an den touristischen Attraktionen und macht daher einige Umwege. Im Folgenden die offizielle Etappeneinteilung. Hier für sollte man zwei Wochen einplanen. So ist unterwegs Zeit das ein oder andere Ziel mit einem Aufenthaltstag näher kennen erkunden. === 1. Etappe: Würzburg - Wertheim (51&#x202F;km) === [[Image:Wü Hofgarten-02.jpg|250px|right|thumb|Würzburg: Ostgarten der Residenz]] [[File:BW-werth-blick-von-burg.jpg|mini|Werthein: Blick von der Burg über die Altstadt]] Die Radroute führt von {{Marker | name = Würzburg-Zentrum | type= City | wikidata = Q2999 }} (auf 180&#x202F;m Höhe) steiler hinauf zur Zeller Waldspitze auf rund 320&#x202F;m Höhe. Dieser höchste Punkt der Etappe bei Würzburg-Höchheim ist bereits nach 5&#x202F;km erreicht. Anschließend verläuft die Strecke außerorts weitgehend verkehrsfrei durch Felder, Wälder und kleinere Dörfer im Aubachtal. Bis zum Main geht es fast nur noch bergab. Zwischen Waldbüttelbrunn und Mädelhofen kann ein kurzer Abstecher zum ehemaligen Jagdschloss Mädelhofen gemacht werden (Rekonstruierte Grundmauern, Bänke für die Rast, Infotafel, aber kein Wetterschutz. In Holzkirchen lohnt ein Stopp am {{Marker | name = [[w:Kloster Holzkirchen|ehemaligen Benediktinerkloster Holzhausen]] | type= see | wikidata = Q1686597}}. In den schön sanierten Gebäuden mit Kuppelkirche hat heute ein [https://www.benediktushof-holzkirchen.de Zentrum für Zen-Meditation] seinen Sitz. Für Kirche und Gebäude gibt es kein reguläres Besichtigungsangebot. Wer "shoppen" möchte: Vor Bettingen verläuft die Route am Einkaufzentrum bzw. Outletcenter [[w:Industriegebiet_Almosenberg#Wertheim_Village|Wertheim Village]] vorbei. Hier lokal viel Kfz-Verkehr. In Bettingen am Maim wird es schnell wieder ruhig. Auf dem [[Main-Radweg]] wird entspannt die Etappenstadt {{Marker | name = [[Wertheim]] | type= City | wikidata = Q61912}} erreicht. Wertheim besitzt eine historische Altstadt. Über ihr thornt die mächtige Burg. === 2. Etappe: Wertheim - Bad Mergentheim (47&#x202F;km) === [[Datei:MGH-Marktplatz Zwillingshäuser 2019-06-03.jpg|mini|Bad Mergentheim: Marktplatz]] Zwischen [[Wertheim]] und {{Marker | name = [[Bad Mergentheim]] | type= City | wikidata = Q61942}} verläuft die Route zusammen mit dem [[Radweg Liebliches Taubertal|Radweg "Liebliches Taubertal"]]. Die attraktive Talstrecke ist weitgehend eben und komplett asphaltiert. Stopps bieten sich am {{Marker | name = [[Kloster Bronnbach]] | type= see | wikidata =Q1775087 }} sowie in der Altstadt von {{Marker | name = [[Tauberbischofsheim]] | type= City | wikidata =Q61724 }} an. Die Etappenstadt [[Bad Mergentheim]] lädt mit einer gemütlichen Altstadt zum Ausklang der Etappe ein. ===3. Etappe: Bad Mergentheim - Rothenburg o.d. T. (50&#x202F;km) === [[Image:Rothenburg07-04-001.JPG|thumb|250px|Rothenburg ob der Tauber: Plönlein]] Anstieg Total: 492 Höhenmeter Höchster Punkt: 418m ü NN Tiefster Punkt: 201m ü NN Von [[Bad Mergentheim]] nach {{Marker | name = [[Creglingen]] | type= City | wikidata =Q61617 }} verläuft der Weg sehr eben entlang der Tauber. In {{Marker | name = [[Weikersheim]] | type= City | wikidata = Q61835}} unbedingt beim Schloss vorbei schauen. Nach Creglingen geht es flussaufwärts bis Detwang. Ab Detwang verläuft der Weg kurz und steil hinauf nach {{Marker | name = [[Rothenburg ob der Tauber]] | type= City | wikidata =Q153494 }}. === 4. Etappe: Rothenburg o.d. T. - Dinkelsbühl (59&#x202F;km) === [[Image:Dinkelsbühl südl Stadttor 10321-h.jpg|mini|Dinkelsbühl: Nördlinger Tor]] Anstieg Total: 575 Höhenmeter Höchster Punkt: 529&#x202F;m ü NN Tiefster Punkt: 366&#x202F;m ü NN Die Etappe führt ab Rothenburg bis Gebsattel bergabwärts. Von Gebsattel bis Bellershausen verläuft der Weg relativ eben. Von hier führt die Strecke dann kurz aber steil hinauf nach {{Marker | name = [[Schillingsfürst]] | type= City | wikidata =Q502971 }}, dem höchstgelegenen Ort der Frankenhöhe. Ein Stopp bietet sich am Marktplatz von {{Marker | name = [[Feuchtwangen]] | type= City | wikidata =Q502418 }} an. Zwischen Feuchtwangen und Dinkelsbühl macht die Strecke einen Schlenker nach Osten. Dieser 27&#x202F;km lange Abschnitt geht es durch viel Wald und an zahlreichen Karpfenteichen vorbei. Der Schlenker kann individuell über Larrieden {{Marker | name = Larrieden: Abkürzung Abschnitt Feuchtwangen - Dinkelsbühl von 27 auf 15&#x202F;km | type= city | lat =49.13387 | long =10.28157 | show = noname}} auf 15&#x202F;km abgekürzt werden. Das historische {{Marker | name = [[Dinkelsbühl]] | type= City | wikidata =Q491743}} lädt nach Quartiersbezug zur Erkundung ein. === 5. Etappe: Dinkelsbühl - Nördlingen im Ries (38&#x202F;km) === [[Datei:Noerdlingen sankt georg.jpg|mini|St- Georg Kirche in Nördlingen. Vom Turm ergibt sich ein schöner Panoramablick über die Stadt und das [[w:Nördlinger Ries|Nördlinger Ries]].]] Anstieg Total: 328 Höhenmeter Höchster Punkt: 518m ü NN Tiefster Punkt: 424m ü NN Diese Etappe führt kurz entlang der Wörnitz und biegt dann durch Walder und Felder ab in das Nördlinger Ries. Das historische {{Marker | name = [[Nördlingen]] | type= City | wikidata =Q489902 }} besitzt wie Rothenburg ob der Tauber noch eine komplett erhaltene Stadtmauer. Da kurze Etappe bleibt nachmittags Zeit die historischen Schätze von Nördlingen zu erkunden. Die Stadtmauer kann auf dem 2,7&#x202F;km langen Mauerweg komplett umrundet werden. Dies ist einmalig in Deutschland. Einen schönen Blick auf die Stadt hat man aus 70&#x202F;m Höhe vom "Daniel". Der Turm der St. Georg Kirche kann bestiegen werden. === 6. Etappe: Nördlingen im Ries - Donauwörth (40&#x202F;km) === Anstieg Total: 253 Höhenmeter Höchster Punkt: 456m ü NN Tiefster Punkt: 400m ü NN Die Etappe führt von [[Nördlingen]] mit leichten Steigungen zur Mündung der Wörnitz in die Donau, nach {{Marker | name = [[Donauwörth]] | type= City | wikidata = Q53742}}. === 7. Etappe: Donauwörth - Augsburg (71&#x202F;km) === [[Datei:Augsburg - Markt.jpg|mini|Augsburg: Rathaus und Perlachturm sind das Wahrzeichen der Stadt]] Anstieg Total: 250 Höhenmeter Höchster Punkt: 492m ü NN Tiefster Punkt: 399m ü NN Es ist die längste Etappe des Radweges. Von [[Donauwörth]] geht es erst entlang der Donau und dann schnurgerade am Lech bis in die Etappenstadt {{Marker | name = [[Augsburg]] | type= City | wikidata = Q2749}}. Zwischen Donauwörth und Marxheim auf dem Donauradweg entlang. Die Strecke über die Dörfer ist landschaftlich schön, aber hügelig. Bei {{Marker | name = Marxheim | type= city | wikidata = Q49911}} findet sich die Lechmündung südlich der Donaubrücke. In {{Marker | name = [[Rain am Lech]] | type= City | wikidata = Q503737}} ist ein Abstecher in die Altstadt möglich (Einkehrmöglichkeiten). Bei {{Marker | name = Thierhaupten | type= city | wikidata = Q302907}} kann ein Abstecher zur ehemaligen {{Marker | name = [[w:Kloster Thierhaupten|Kloster Thierhaupten]] | type= monastery | wikidata = Q290566}} eingelegt werden. === 8. Etappe: Augsburg - Landsberg am Lech (60&#x202F;km) === [[Datei:Landsberg Lechschnellen 3.JPG|mini|Landsberg am Lech: Wehranlage]] Anstieg Total: 210 Höhenmeter Höchster Punkt: 589m ü NN Tiefster Punkt: 472m ü NN Leicht bergauf führt die Etappe am Lech entlang von [[Augsburg]] nach {{Marker | name = [[Landsberg am Lech]] | type= City | wikidata = Q494299}}. Nach Augsburg macht die Route einen Schlenker über {{Marker | name = [[Friedberg]] | type= City | wikidata = Q507194}} mit historischer Altstadt. [[Landsberg am Lech]] wird aufgrund seines gut erhaltenen mittelalterlichen Stadtkerns auch als das "Oberbayerische Rothenburg ob der Tauber" bezeichnet. === 9. Etappe: Landsberg am Lech - Schongau (36&#x202F;km) === Anstieg Total: 400 Höhenmeter Höchster Punkt: 737m ü NN Tiefster Punkt: 583m ü NN Entlang des Lechtals und durch Wald führt die Etappe mit Steigungen nach ''Hohenfurch'' und von dort leicht bergab nach {{Marker | name = [[Schongau]] | type= City | wikidata = Q518663}}. === 10. Etappe: Schongau - Steingaden - Füssen (52&#x202F;km) === [[Datei:Wieskirche in front of the Alps.jpg|mini|Die Wieskirche vor dem Panorama der Alpen.]] Anstieg Total: 515 Höhenmeter Höchster Punkt: 888m ü NN Tiefster Punkt: 667m ü NN Von Schongau führt die Route über {{Marker | name = [[Steingaden]] | type= City | wikidata = Q627545}} zum Weltkulturerbe der {{Marker | name = [[Wieskirche]] | type= see | wikidata = Q156675}}. Weiter geht es nach {{Marker | name = [[Halblech]] | type= City | wikidata = Q514471}} nach Schwangau. Die Etappe beinhaltet hier am Ende einen Besuch in {{Marker | name = [[Neuschwanstein]] | type= see | wikidata = Q4152}}. In {{Marker | name = [[Füssen]] | type= City | wikidata =Q262684 }} im Allgäu endet die Romantische Straße und damit die Tour. Es besteht Bahnanschluss Richtung Kempten. : → Zwischen Halblech und Füssen liegt der Forggensee. Als kleinen Abstecher kann der See auf einer Länge von etwa 30 Kilometern umrunet werden. === Alternative offizielle 10. östliche Variante: Schongau - Wildsteig - Füssen (52&#x202F;km) === Anstieg Total: 558 Höhenmeter Höchster Punkt: 888m ü NN Tiefster Punkt: 667m ü NN * Von Schongau führt diese östlichere Route nach {{Marker | name = [[Rottenbuch]] | type= City | wikidata = Q518138}}. Ab Rottenbuch geht es über Feldwege hinauf nach {{Marker | name = [[Wildsteig]] | type= City | wikidata =Q516395}}. Hier ist auch der höchste Punkt der Etappe. Nach Füssen geht es nun nur noch bergab. == Weiter geht's == [[Datei:Nördlinger Rieskrater 2009.jpg|mini|Nördlinger Ries]] === Ausflüge unterwegs === Zwischen Halblech und Füssen liegt der Forggensee. Als kleinen Abstecher kann der See auf einer Länge von etwa 30 Kilometern umrunet werden. Im Nördlinger Ries besteht die Möglichkeit, auf ca. 60&#x202F;km die Kraterrunde Nördlinger Ries zu befahren. Sie ist eine Schlaufe des über 185 Kilometer langen Radwegs ''Von Krater zu Krater''. Im Verlauf des Weges besucht man unter anderem die Stadt [[Wemding]]. === Anschlüsse === Anschlüsse ab Füssen: * [[Bodensee-Königssee-Radweg]] * [[Via Claudia Augusta (Radweg)]] == GPX-Daten == Die offiziellen Streckendaten im GPX-Format können [https://www.romantischestrasse.de/outdoor/radfahren-gps-tracks/ hier von romantischestrasse.de heruntergeladen werden] == Literatur- und Kartenhinweise == * Bikeline Radtourenbuch: Romantische Straße: Von Würzburg nach Füssen. 1:75.000 [Spiralbindung] {{ISBN|3850000362}} == Weblinks == *[https://www.romantischestrasse.de '''Seite der Romantischen Straße'''] - Ferienstraße, auch Infos zur Radroute: "Radfernweg D9". {{IstIn|Radrouten in Bayern}} [[Kategorie:Radwege in Bayern]] [[Kategorie:Radwege in Baden-Württemberg]] [[Kategorie:Radrouten in Deutschland gesamt]] {{class-3}} 847byr7vzy2zw6zhtqgsssbvtebxqtk 1802347 1802346 2026-09-06T15:21:12Z Dirk Schmidt 15181 /* 4. Etappe: Rothenburg o.d. T. - Dinkelsbühl (59&#x202F;km) */ 1802347 wikitext text/x-wiki {{Radweg|kat=Radwege in Bayern}} Die Radroute der '''Romantischen Straße''' begleitet die bekannte Ferienstraße von Würzburg am Main bis nach Füssen an den Alpen. Dabei wird die hier die D-Route 9 des Radnetz Deutschland genutzt. == Streckenprofil == [[Image:Radweg Romantische Straße 10344-zh.jpg|thumb|150px|Radwegweiser: Logo Romantische Straße und der D-Route 9]] *'''Länge:''' 500&#x202F;km (D-Route 9 ab Würzburg) *'''Ausschilderung:''' übliche normgerechte Wegweisung *'''Steigungen:''' es sind immer wieder leichte bis mittlere Steigungen vorhanden *'''Wegzustand:''' hauptsächlich auf asphaltierten Nebenstraßen oder Feldwegen *'''Verkehrsbelastung:''' außerorts meist gering oder sogar komplett verkehrsfrei *'''Geeignetes Fahrrad:''' Tourenrad *'''Familieneignung:''' bedingt *'''Inlinereignung:''' nein == Hintergrund == Wer die Schönheiten der [[Romantische Straße|Romantischen Straße]] am ursprünglichsten genießen will, der sollte auf das Fahrrad umsteigen. Der südliche Abschnitt der D-Route D9 führt den Radwanderer abseits der Autostraßen über 430&#x202F;km vom '''[[Main-Radweg]]''' bis hin zu den Alpen ins [[Allgäu]]. Die Route hat trotz anderer Darstellung in der Reiseliteratur eigentlich keine vorgegebene Richtung. Auf Grund der Topographie erscheint ein Start im Schwangau durchaus sinnvoll. == Vorbereitung == Die eine Radreise auf der Romantische Straße kann man '''10 Tage bis zwei Wochen''' einplanen. Wer sportlicher fährt und einige der kürzeren Etappen zusammenfasst, kann auch eine Woche einplanen. === Unterkunft === {{mapframe | lat = 48.807 | long = 10.217|zoom= 7 | name = Für die Darstellung weiterer Anschlussstrecken bei den Ebenen "Radwege" anklicken. Die Radroute der Romantischen Straße ist identisch mit der [[D-Route 9: Weser–Romantische Straße]].}} {{Mapshape|wikidata=Q139942662|type=geoline|stroke=#0000ff|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} Unterkünfte werden in den Ortsartikeln gelistet. Fahrradfreundliche Beherbergungsbetriebe bundesweit sind im ADFC Projekt Bett+Bike gelistet. Für die Aufnahme müssen die Betriebe bestimmte Kriterien erfüllen. So muss die Buchung auch für nur eine Nacht möglich sein und es muss eine sichere Fahrradabstellmöglichkeit vorhanden sein. Weiteres siehe [https://www.bettundbike.de www.bettundbike.de] Campingplätze siehe auch [https://opencampingmap.org opencampingmap.org]. == Anreise == === Öffentliche Verkehrsmittel === ICE Bahnhöfe in Würzburg, Donauwörth und Augsburg. Weitere Bahnhöfe in Wertheim, Tauberbischofsheim, Lauda, Bad Mergentheim, Weikersheim, Rothenburg o. d. Tauber, Nördlingen, Harburg, Rain, Friedberg, Landsberg am Lech, Schongau, Peiting und Füssen. == Streckenbeschreibung mit Sehenswürdigkeiten == Zu den Sehenswürdigkeiten der Tour zählen die gut erhaltenen Stadtkerne von Rothenburg ob der Tauber, Dinkelsbühl, Nördlingen oder auch Landesberg am Lech. Kurz vor Füssen kommt mit dem Schloss Neuschwanstein der romantische Höhepunkt. Die Route orientiert sich an den touristischen Attraktionen und macht daher einige Umwege. Im Folgenden die offizielle Etappeneinteilung. Hier für sollte man zwei Wochen einplanen. So ist unterwegs Zeit das ein oder andere Ziel mit einem Aufenthaltstag näher kennen erkunden. === 1. Etappe: Würzburg - Wertheim (51&#x202F;km) === [[Image:Wü Hofgarten-02.jpg|250px|right|thumb|Würzburg: Ostgarten der Residenz]] [[File:BW-werth-blick-von-burg.jpg|mini|Werthein: Blick von der Burg über die Altstadt]] Die Radroute führt von {{Marker | name = Würzburg-Zentrum | type= City | wikidata = Q2999 }} (auf 180&#x202F;m Höhe) steiler hinauf zur Zeller Waldspitze auf rund 320&#x202F;m Höhe. Dieser höchste Punkt der Etappe bei Würzburg-Höchheim ist bereits nach 5&#x202F;km erreicht. Anschließend verläuft die Strecke außerorts weitgehend verkehrsfrei durch Felder, Wälder und kleinere Dörfer im Aubachtal. Bis zum Main geht es fast nur noch bergab. Zwischen Waldbüttelbrunn und Mädelhofen kann ein kurzer Abstecher zum ehemaligen Jagdschloss Mädelhofen gemacht werden (Rekonstruierte Grundmauern, Bänke für die Rast, Infotafel, aber kein Wetterschutz. In Holzkirchen lohnt ein Stopp am {{Marker | name = [[w:Kloster Holzkirchen|ehemaligen Benediktinerkloster Holzhausen]] | type= see | wikidata = Q1686597}}. In den schön sanierten Gebäuden mit Kuppelkirche hat heute ein [https://www.benediktushof-holzkirchen.de Zentrum für Zen-Meditation] seinen Sitz. Für Kirche und Gebäude gibt es kein reguläres Besichtigungsangebot. Wer "shoppen" möchte: Vor Bettingen verläuft die Route am Einkaufzentrum bzw. Outletcenter [[w:Industriegebiet_Almosenberg#Wertheim_Village|Wertheim Village]] vorbei. Hier lokal viel Kfz-Verkehr. In Bettingen am Maim wird es schnell wieder ruhig. Auf dem [[Main-Radweg]] wird entspannt die Etappenstadt {{Marker | name = [[Wertheim]] | type= City | wikidata = Q61912}} erreicht. Wertheim besitzt eine historische Altstadt. Über ihr thornt die mächtige Burg. === 2. Etappe: Wertheim - Bad Mergentheim (47&#x202F;km) === [[Datei:MGH-Marktplatz Zwillingshäuser 2019-06-03.jpg|mini|Bad Mergentheim: Marktplatz]] Zwischen [[Wertheim]] und {{Marker | name = [[Bad Mergentheim]] | type= City | wikidata = Q61942}} verläuft die Route zusammen mit dem [[Radweg Liebliches Taubertal|Radweg "Liebliches Taubertal"]]. Die attraktive Talstrecke ist weitgehend eben und komplett asphaltiert. Stopps bieten sich am {{Marker | name = [[Kloster Bronnbach]] | type= see | wikidata =Q1775087 }} sowie in der Altstadt von {{Marker | name = [[Tauberbischofsheim]] | type= City | wikidata =Q61724 }} an. Die Etappenstadt [[Bad Mergentheim]] lädt mit einer gemütlichen Altstadt zum Ausklang der Etappe ein. ===3. Etappe: Bad Mergentheim - Rothenburg o.d. T. (50&#x202F;km) === [[Image:Rothenburg07-04-001.JPG|thumb|250px|Rothenburg ob der Tauber: Plönlein]] Anstieg Total: 492 Höhenmeter Höchster Punkt: 418m ü NN Tiefster Punkt: 201m ü NN Von [[Bad Mergentheim]] nach {{Marker | name = [[Creglingen]] | type= City | wikidata =Q61617 }} verläuft der Weg sehr eben entlang der Tauber. In {{Marker | name = [[Weikersheim]] | type= City | wikidata = Q61835}} unbedingt beim Schloss vorbei schauen. Nach Creglingen geht es flussaufwärts bis Detwang. Ab Detwang verläuft der Weg kurz und steil hinauf nach {{Marker | name = [[Rothenburg ob der Tauber]] | type= City | wikidata =Q153494 }}. === 4. Etappe: Rothenburg o.d. T. - Dinkelsbühl (59&#x202F;km) === [[Image:Dinkelsbühl südl Stadttor 10321-h.jpg|mini|Dinkelsbühl: Nördlinger Tor]] Anstieg Total: 575 Höhenmeter Höchster Punkt: 529&#x202F;m ü NN Tiefster Punkt: 366&#x202F;m ü NN Die Etappe führt ab Rothenburg bis Gebsattel bergabwärts. Von Gebsattel bis Bellershausen verläuft der Weg relativ eben. Von hier radelt man dann kurz, aber steil hinauf nach {{Marker | name = [[Schillingsfürst]] | type= City | wikidata =Q502971 }}, dem höchstgelegenen Ort der Frankenhöhe. Ein Stopp bietet sich am Marktplatz von {{Marker | name = [[Feuchtwangen]] | type= City | wikidata =Q502418 }} an. Zwischen Feuchtwangen und Dinkelsbühl macht die Strecke einen Schlenker nach Osten. Dieser 27&#x202F;km lange Abschnitt geht es durch viel Wald und an zahlreichen Karpfenteichen vorbei. Der Schlenker kann individuell über Larrieden {{Marker | name = Larrieden: Abkürzung Abschnitt Feuchtwangen - Dinkelsbühl von 27 auf 15&#x202F;km | type= city | lat =49.13387 | long =10.28157 | show = noname}} auf 15&#x202F;km abgekürzt werden. Das historische {{Marker | name = [[Dinkelsbühl]] | type= City | wikidata =Q491743}} lädt nach Quartiersbezug zur Erkundung ein. === 5. Etappe: Dinkelsbühl - Nördlingen im Ries (38&#x202F;km) === [[Datei:Noerdlingen sankt georg.jpg|mini|St- Georg Kirche in Nördlingen. Vom Turm ergibt sich ein schöner Panoramablick über die Stadt und das [[w:Nördlinger Ries|Nördlinger Ries]].]] Anstieg Total: 328 Höhenmeter Höchster Punkt: 518m ü NN Tiefster Punkt: 424m ü NN Diese Etappe führt kurz entlang der Wörnitz und biegt dann durch Walder und Felder ab in das Nördlinger Ries. Das historische {{Marker | name = [[Nördlingen]] | type= City | wikidata =Q489902 }} besitzt wie Rothenburg ob der Tauber noch eine komplett erhaltene Stadtmauer. Da kurze Etappe bleibt nachmittags Zeit die historischen Schätze von Nördlingen zu erkunden. Die Stadtmauer kann auf dem 2,7&#x202F;km langen Mauerweg komplett umrundet werden. Dies ist einmalig in Deutschland. Einen schönen Blick auf die Stadt hat man aus 70&#x202F;m Höhe vom "Daniel". Der Turm der St. Georg Kirche kann bestiegen werden. === 6. Etappe: Nördlingen im Ries - Donauwörth (40&#x202F;km) === Anstieg Total: 253 Höhenmeter Höchster Punkt: 456m ü NN Tiefster Punkt: 400m ü NN Die Etappe führt von [[Nördlingen]] mit leichten Steigungen zur Mündung der Wörnitz in die Donau, nach {{Marker | name = [[Donauwörth]] | type= City | wikidata = Q53742}}. === 7. Etappe: Donauwörth - Augsburg (71&#x202F;km) === [[Datei:Augsburg - Markt.jpg|mini|Augsburg: Rathaus und Perlachturm sind das Wahrzeichen der Stadt]] Anstieg Total: 250 Höhenmeter Höchster Punkt: 492m ü NN Tiefster Punkt: 399m ü NN Es ist die längste Etappe des Radweges. Von [[Donauwörth]] geht es erst entlang der Donau und dann schnurgerade am Lech bis in die Etappenstadt {{Marker | name = [[Augsburg]] | type= City | wikidata = Q2749}}. Zwischen Donauwörth und Marxheim auf dem Donauradweg entlang. Die Strecke über die Dörfer ist landschaftlich schön, aber hügelig. Bei {{Marker | name = Marxheim | type= city | wikidata = Q49911}} findet sich die Lechmündung südlich der Donaubrücke. In {{Marker | name = [[Rain am Lech]] | type= City | wikidata = Q503737}} ist ein Abstecher in die Altstadt möglich (Einkehrmöglichkeiten). Bei {{Marker | name = Thierhaupten | type= city | wikidata = Q302907}} kann ein Abstecher zur ehemaligen {{Marker | name = [[w:Kloster Thierhaupten|Kloster Thierhaupten]] | type= monastery | wikidata = Q290566}} eingelegt werden. === 8. Etappe: Augsburg - Landsberg am Lech (60&#x202F;km) === [[Datei:Landsberg Lechschnellen 3.JPG|mini|Landsberg am Lech: Wehranlage]] Anstieg Total: 210 Höhenmeter Höchster Punkt: 589m ü NN Tiefster Punkt: 472m ü NN Leicht bergauf führt die Etappe am Lech entlang von [[Augsburg]] nach {{Marker | name = [[Landsberg am Lech]] | type= City | wikidata = Q494299}}. Nach Augsburg macht die Route einen Schlenker über {{Marker | name = [[Friedberg]] | type= City | wikidata = Q507194}} mit historischer Altstadt. [[Landsberg am Lech]] wird aufgrund seines gut erhaltenen mittelalterlichen Stadtkerns auch als das "Oberbayerische Rothenburg ob der Tauber" bezeichnet. === 9. Etappe: Landsberg am Lech - Schongau (36&#x202F;km) === Anstieg Total: 400 Höhenmeter Höchster Punkt: 737m ü NN Tiefster Punkt: 583m ü NN Entlang des Lechtals und durch Wald führt die Etappe mit Steigungen nach ''Hohenfurch'' und von dort leicht bergab nach {{Marker | name = [[Schongau]] | type= City | wikidata = Q518663}}. === 10. Etappe: Schongau - Steingaden - Füssen (52&#x202F;km) === [[Datei:Wieskirche in front of the Alps.jpg|mini|Die Wieskirche vor dem Panorama der Alpen.]] Anstieg Total: 515 Höhenmeter Höchster Punkt: 888m ü NN Tiefster Punkt: 667m ü NN Von Schongau führt die Route über {{Marker | name = [[Steingaden]] | type= City | wikidata = Q627545}} zum Weltkulturerbe der {{Marker | name = [[Wieskirche]] | type= see | wikidata = Q156675}}. Weiter geht es nach {{Marker | name = [[Halblech]] | type= City | wikidata = Q514471}} nach Schwangau. Die Etappe beinhaltet hier am Ende einen Besuch in {{Marker | name = [[Neuschwanstein]] | type= see | wikidata = Q4152}}. In {{Marker | name = [[Füssen]] | type= City | wikidata =Q262684 }} im Allgäu endet die Romantische Straße und damit die Tour. Es besteht Bahnanschluss Richtung Kempten. : → Zwischen Halblech und Füssen liegt der Forggensee. Als kleinen Abstecher kann der See auf einer Länge von etwa 30 Kilometern umrunet werden. === Alternative offizielle 10. östliche Variante: Schongau - Wildsteig - Füssen (52&#x202F;km) === Anstieg Total: 558 Höhenmeter Höchster Punkt: 888m ü NN Tiefster Punkt: 667m ü NN * Von Schongau führt diese östlichere Route nach {{Marker | name = [[Rottenbuch]] | type= City | wikidata = Q518138}}. Ab Rottenbuch geht es über Feldwege hinauf nach {{Marker | name = [[Wildsteig]] | type= City | wikidata =Q516395}}. Hier ist auch der höchste Punkt der Etappe. Nach Füssen geht es nun nur noch bergab. == Weiter geht's == [[Datei:Nördlinger Rieskrater 2009.jpg|mini|Nördlinger Ries]] === Ausflüge unterwegs === Zwischen Halblech und Füssen liegt der Forggensee. Als kleinen Abstecher kann der See auf einer Länge von etwa 30 Kilometern umrunet werden. Im Nördlinger Ries besteht die Möglichkeit, auf ca. 60&#x202F;km die Kraterrunde Nördlinger Ries zu befahren. Sie ist eine Schlaufe des über 185 Kilometer langen Radwegs ''Von Krater zu Krater''. Im Verlauf des Weges besucht man unter anderem die Stadt [[Wemding]]. === Anschlüsse === Anschlüsse ab Füssen: * [[Bodensee-Königssee-Radweg]] * [[Via Claudia Augusta (Radweg)]] == GPX-Daten == Die offiziellen Streckendaten im GPX-Format können [https://www.romantischestrasse.de/outdoor/radfahren-gps-tracks/ hier von romantischestrasse.de heruntergeladen werden] == Literatur- und Kartenhinweise == * Bikeline Radtourenbuch: Romantische Straße: Von Würzburg nach Füssen. 1:75.000 [Spiralbindung] {{ISBN|3850000362}} == Weblinks == *[https://www.romantischestrasse.de '''Seite der Romantischen Straße'''] - Ferienstraße, auch Infos zur Radroute: "Radfernweg D9". {{IstIn|Radrouten in Bayern}} [[Kategorie:Radwege in Bayern]] [[Kategorie:Radwege in Baden-Württemberg]] [[Kategorie:Radrouten in Deutschland gesamt]] {{class-3}} gnchkoeujbl0d8amv7424zq852h1iel Sonneberg 0 11205 1802318 1802301 2026-09-06T12:46:18Z Eduard47 17518 /* Sehenswürdigkeiten */ Geänderte vCard für Tiergarten Sonneberg ( – erweitert 1802318 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = | TouriInfoWeb = | TouriInfoTel = }} '''Sonneberg''' liegt im Süden Thüringens. Es ist berühmt für die sogenannten Sonneberger Spielwaren. == Hintergrund == {{Mapframe|50.3577|11.1717|zoom=12|type=geoline}} Sonneberg gehörte jahrhundertelang zu Sachsen-Coburg und ist sowohl geographisch als auch sprachlich und kulturell (man spricht fränkisch und nicht thüringisch) näher an Franken als am restlichen Thüringen. Die Stadt trägt den inoffiziellen Beititel Weltspielwarenstadt. Vor dem Ersten Weltkrieg wurden 20 Prozent aller Puppen und Spielzeuge der Welt hier produziert. Viele repräsentative Gebäude, die zu Zeiten der Weimarer Republik im Stadtzentrum gebaut wurden wie das Rathaus und das AOK-Gebäude zeugen heute noch vom einstigen Wohlstand der Stadt. Die Produktion von Spielwaren in Sonneberg fand mit der Weltwirtschaftskrise 1929 ein jähes Ende, die Stadt wurde durch die stark exportorientierte Wirtschaft härter getroffen als wohl jede andere Stadt in Deutschland, zeitweise betrug die Arbeitslosigkeit 50 Prozent. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Sonneberg durch den Eisernen Vorhang von Franken abgetrennt und unterlag durch seine Nähe zur innerdeutschen Grenze strengen Reisebeschränkungen. In der DDR versuchte man an die alte Spielwarentradition anzuknüpfen, siedelte jedoch auch andere Industriebetriebe hier an. Viele dieser Betriebe überstanden die Wende nicht. Einige hielten sich bis heute wie der Modelleisenbahnhersteller Piko, der sich erfolgreich gegen die westdeutsche Konkurrenz behaupten konnte. Nach der Wende konnte Sonneberg wirtschaftlich wieder mit Franken zusammenwachsen und profitiert von seiner Nähe und guten Verkehrsanbindung in die Ballungsräume Coburg und Nürnberg. == Anreise == === Mit der Bahn === {{vCard|type=train|name=Bahnhof Sonneberg|wikidata=Q320969|description= Der Bahnhof ist Endpunkt der elektrifizierten Bahnstrecke [[Coburg]]–[[Sonneberg]]. Es verkehren zweistündlich Regionalbahnen und zweistündlich Regionalexpress-Züge. Letztere kommen direkt aus [[Nürnberg]]. Paradoxerweise bedeutet dies, dass Sonneberg bahnmäßig besser mit Franken verbunden ist als mit dem Rest Thüringens, denn die beiden Bahnstrecken aus [[Meiningen]] und [[Neuhaus am Rennweg]] sind nur unbedeutende Linien. Der Bahnhof Sonneberg ist Teil des Verkehrsverbundes Großraum Nürnberg [http://www.vgn.de/ VGN]. }} === Auf der Straße === Sonneberg befindet sich an der Bundesstraße 89 [[Meiningen]]–Sonneberg–[[Kronach]]. Die [[Deutsche Spielzeugstraße|Deutsche Spielzeugstraße]] führt durch den Ort. == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == * {{vCard |type=church |name=Cella Antiqua |address=am Gerichtssteig 1 |description=Taufkapelle aus dem 9. Jahrhundert }} * {{vCard | name = Stadtkirche St. Peter | type = church | wikidata = Q14912410 | lastedit = 2020-06-29 | description = evgl., erbaut 1843-1845 im neugotischen Stil }} * {{vCard |type=church |name=Kath. Pfarrkirche St. Stephan |wikidata=Q18204226 |description=erbaut 1903 im neuromanischen Stil.}} * {{vCard |type=church |name=Wehrkirche St. Aegidien |directions=Oberlind }} * {{vCard |type=town hall |name=Altes Rathaus |description=1845, neugotisch }} * {{vCard |type=town hall |name=Neues Rathaus |description=1928, monumentaler Neubau am Bahnhofsplatz }} * {{vCard |type=building |name=Verwaltungsbau der AOK |description=1927, monumentaler, expressionistischer Neubau am Bahnhofsplatz }} * {{vCard | name = Hauptbahnhof | type = train | wikidata = Q320969 | show = copy | lastedit = 2020-06-29 | description = 1907 }} * {{vCard| type= aquarium| name=Schauaquarium Nautiland| address=Marktplatz 2| directions=Altstadt | phone=+49 (0)3675 427888| mobile=| fax=| email=info@schauaquarium-nautiland.de| url=http://www.schauaquarium-nautiland.de/| hours=Di-So 11:00-17:00 | price=Erw.5,00{{nnbsp}}€, ermäßigt 3,50{{nnbsp}}€, Familien: 12,00-18,00{{nnbsp}}€ }} * {{vCard | name = Tiergarten Sonneberg ( | alt = Heimattiergarten | type = zoo | wikidata = Q116838438 | directions = im OT Neufang | lastedit = 2026-09-06 }} === Museen === * {{vCard | name = Deutsches Spielzeugmuseum | type = museum | wikidata = Q877904 | email = info@spielzeugmuseum-sonneberg.de | address = Beethovenstraße 10, 96515 Sonneberg | phone = +49 3675 702856 | fax = +49 3675 742817 | hours = Di - So u. an Feiertagen 9.00 bis 17.00 Uhr | price = Eintritt: 6,- €, ermäßigt 4,- €, Familien: 8,50&#x202F;€ | lastedit = 2020-06-29 }} * {{vCard | type = museum | name = Sternwarte und Astronomiemuseum | wikidata = Q63520 | address = Sternwartestraße 32, 96515 Sonneberg | lat = 50.37704 | long = 11.19028 | phone = +49(0)3675 81218 | fax = +49(0)3675 81219 | hours = außer November: Di - Fr 13.00 bis 17.00 Uhr, So 13.00 bis 17:00 Uhr, April − Okt.: Sa. 13 − 17 Uhr | price = Eintritt: Erwachsene 2,50 €, Kinder 1,50&#x202F;€ | description = }} == Aktivitäten == * '''Internationale Sonneberger Jazztage''' (jährlich im November) * '''Sonneberger Vogelschießen''' (jährlich Anfang Juli) * '''Sonneberger Kneipenfest''' (mehrmals im Jahr, vorwiegend mit regionalen Bands) * '''Sonneberger Musikmeile''' * '''Puppentheatertage''' * '''Internationales Puppenfestival''' (zusammen mit [[Neustadt bei Coburg]]) * '''Stadt- und Museumsfest''' (jährlich im September) * '''Comptoir-Kunstmagazin - die Städtische Galerie''' (ständig aktuelle Ausstellungen) * '''Veranstaltungen im Gesellschaftshaus''' (wöchentlich) == Einkaufen == == Küche == Das erste schriftliche Kloßrezept, auf 1808 datiert, stammt aus der Pfarrei Effelder bei Sonneberg. * {{vCard|type=restaurant |name=Restaurant – Café Kesselhaus |address=Cuno Hoffmeister Straße 5, 96515 Sonneberg |phone= +49(0)3675 4263502 |email=kesselhaus.sonneberg@web.de |fax=|url=http://www.kesselhaus-sonneberg.de/ |hours= Mo ist Ruhetag, Di – Do 11.00 – 22.30 Uhr, Fr 11.00 – 0.00 Uhr, Sa 15.00 – 0.00 Uhr, So 11.00 – 21.00 Uhr |price=|lat=50.35747 |long=11.17321 |lastedit=|description=Vorwiegend thüringische Küche. }} * {{vCard|type=restaurant |name=Restaurant Rhodos |address=Bettelheckerstr. 82, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 703189 |email=info@restaurantrhodos.net |fax=|url=https://www.restaurantrhodos.net/ |hours= Mi – Mo 11.30 – 14.30 Uhr + 17.30 – 0.00 Uhr, Di ist Ruhetag |price=|lat=50.36264 |long=11.15648 |lastedit=|description=Griechische Küche. }} * {{vCard|type=restaurant |name=Gaststätte Hasenhütt |address=Steinweg 16, 96515 Sonneberg |phone= +49(0)3675 4697385 |email=mail@hasenhuett.de |fax=+49 03675 401945 |url=http://www.hasenhuett.de/ |hours= Mo, Mi – Fr 17.00 – 23.00 Uhr, Sa 17.00 – 0.00 Uhr, So 17.00 – 22.00 Uhr, Di ist Ruhetag. |price=|lat=50.35576 |long=11.21624 |lastedit=|description= }} * {{vCard|type=restaurant |name=Försterquelle |address=Kirchstraße 14, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 703291 |email=info@foersterquelle.de |fax=+49(0)3675 425441 |url=http://www.foersterquelle.de/ |hours= Mo + Di sind Ruhetage, Mi + Do 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 23.00 Uhr, Fr 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 0.00 Uhr, Sa 10.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 0.00 Uhr, So 11.00 – 15.00 Uhr |price=|lat=50.36459 |long=11.17691 |lastedit=|description=Deutsche Küche, große Auswahl an diversen Schnitzel- und Steakgerichten, günstige Preise. }} * {{vCard|type=restaurant |name=Alter Fritz |address=Erholungsstraße 2, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 743264 |email=|fax=|url=http://www.alterfritzsonneberg.de/ |hours=Di – So 11.00 – 23.00 Uhr, Mo ist Ruhetag. |price=|lat=50.36696 |long=11.17492 |lastedit=|description= }} * {{vCard|type=restaurant |name=Gaststätte "Zum Tiegela" |address=Ortsstraße 42, 96515 Sonneberg OT Unterlind |phone=+49(0)3675 745192 |email=zumtiegela@gmail.com |fax= |url=http://www.tiegela.de/ |hours= Mo + Di sind Ruhetage, Mi – Fr 17.00 – 22.00 Uhr, Sa 13.00 – 18.00 Uhr, So 10.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 22.00 Uhr |price=|lat=50.33058 |long=11.17213 |lastedit=|description=Gut bürgerliche, thüringische Küche. }} == Nachtleben == * {{vCard|type=cafe |name=Café Metropol |address=Gustav-König-Straße 42, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 741512 |email=|fax=|url=https://www.cafemetropol.de/ |hours=|price= |lat=50.35708 |long=11.16819 |lastedit=|description=Café und Bar.}} == Unterkunft == * {{vCard|type=hotel |name=Hotel-Gasthof Waldblick |address=Mönchsberger Str. 13 A, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 744749 |email=|fax=+49 03675 744448 |url=https://www.hotelwaldblick.com/ |hours= dazugehörigen Gaststätte: Mo 17.00 – 22.30 Uhr, Di 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 22.30 Uhr, Mi 17.00 – 22.30 Uhr, Do 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 22.30 Uhr, Fr 17.00 – 0.00 Uhr, Sa 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 0.00 Uhr, So 11.00 – 20.00 Uhr |price=EZ ab 49 €, DZ ab 75&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.35295 |long=11.22100 |lastedit=|description=Biergarten vorhanden. }} * {{vCard|type=hotel |name=Hotel Schöne Aussicht |address=Schöne Aussicht 24, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 804040 |email=info@hotelschoeneaussicht.de |fax=+49(0)3675 804041 |url=https://www.hotelschoeneaussicht.de/ |hours=|price=EZ ab 54 €, DZ ab 76 €, Familienzimmer ab 115&#x202F;€ |lat=50.36024 |long=11.18082 |lastedit=|description=Restaurant und Biergarten vorhanden. }} * {{vCard|type=hotel |name=Spielzeug Hotel Sonneberg |address=Wiesenstraße 4, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 4204999 |email=info@spielzeughotel-sonneberg.de |fax=+49(0)3675 4204998 |url=https://www.spielzeughotel-sonneberg.de/ |hours=|price=EZ ab 69 €, DZ ab 89&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.35873 |long=11.16615 |lastedit=|description=Das Spielzeug-Hotel befindet sich in der Nähe des Stadtzentrums und nur fünf Gehminuten vom Bahnhof entfernt.}} * {{vCard|type=hotel |name=Hotel und Gaststätte zum Grünen Baum |address=Neustadter Straße 195, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 802949 |email=info@gruener-baum-sonneberg.de |fax=+49(0)3675 702014 |url=https://gruener-baum-sonneberg.de/ |hours= Restaurant: Mo 14.00 – 22.00 Uhr, Di 17.00 – 22.00 Uhr, Mi ist Ruhetag, Do + Fr 17.00 – 22.00 Uhr, Sa 11.00 – 22.00 Uhr, So + Feiertage 11.00 – 20.00 Uhr |price=EZ ab 40 €, DZ ab 60&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.34481 |long=11.14713 |lastedit=|description=Biergarten vorhanden. Das Restaurant bietet eine regionale Küche bis hin zu internationalen Speisen. }} * {{vCard|type=hotel |name=Schlossberg Sonneberg |address=Schlossbergstraße 1, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 73300 |email=info@schlossberg-sonneberg.de |fax=+49(0)3675 733012 |url=https://www.schlossberg-sonneberg.de/ |hours=|price=DZ zur Einzelnutzung ab 59 €, DZ ab 85 €. |lat=50.37074 |long=11.17323 |lastedit=|description= }} * {{vCard|type=hotel |name=Hotel Gasthof Hüttensteinach |address=Steinacher Str. 118, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 4080-0 |email=info@hotel-huettensteinach.de |fax=+49(0)3675 4080-44 |url=https://www.hotel-huettensteinach.de/ |hours=Restaurant: Di – So ab 11.00 Uhr durchgehend warme Küche, Mo ist Ruhetag |price=Preise: Hotel: EZ ab 50 €, DZ ab 70 €; Gasthof EZ ab 20 €, DZ ab 40 €; HP 12&#x202F;€ pro Person, VP 20&#x202F;€ pro Person; Sauna 5&#x202F;€ pro Person |lat=50.36358 |long=11.20810 |lastedit=|description=Das Restaurant bietet typisch thüringische und internationale Küche. }} * {{vCard|type=boarding house |name=Berggasthof "Blockhütte" |address=Waldstraße 60, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 702840 |email=info@berggasthof-blockhuette.de |fax=+49(0)3675 428844 |url=https://www.berggasthof-blockhuette.de/ |hours=Gaststube: Mo + Di sind Ruhetage, Mi + Do 11.00 – 20.00 Uhr, Fr + Sa 11.00 – 0.00 Uhr, So 10.00 – 19.00 Uhr |price=EZ ab 45 €, DZ ab 65&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.36515 |long=11.18900 |lastedit=|description=In der Gaststube gibt es eine gutbürgerliche Küche nach original Thüringer Art. }} * {{vCard|type=boarding house |name=Pension Kiesewetter |address=An der Müß 163, 96515 Sonneberg OT Oberlind |phone=+49(0)3675 745166 |email=|fax=+49(0)3675 745166 |url=http://www.pension-kiesewetter.homepage.t-online.de/ |hours=|price=EZ 14,50 €, DZ ab 28&#x202F;€ (Aufschlag bei nur einem Tag 2&#x202F;€ pro Person, Aufschlag 1 bis 3 Tage 1&#x202F;€ pro Person). |lat=50.34031 |long=11.17789 |lastedit=|description= }} == Sicherheit == * {{vCard|type=police |name=Polizeiinspektion Sonneberg |wikidata=|auto=|address=Bismarckstraße 52, 96515 Sonneberg |phone=+49 03675 8750 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=50.35764 |long=11.17024 |lastedit=|description= }} == Gesundheit == === Krankenhäuser === * {{vCard | name = REGIOMED Klinikum Sonneberg | type = hospital | url = https://www.regiomed-kliniken.de/startseite-klinikum-sonneberg-neuhaus.aspx | address = Neustadter Str. 61, 96515 Sonneberg | lat = 50.35393 | long = 11.16312 | phone = +49 (0)3675 821-0 | fax = +49 (0)3675 821-2000 | email = info.son@regiomed-kliniken.de | hours = 24/7 (Notaufnahme) | lastedit = 2024-02-18 | description = Akadem. Lehrkrankenhaus des Universitätsklinikums Jena. }} === Sonstiges === * {{vCard|type=surgery |name=Facharztzentrum Sonneberg |address=Gustav-König-Straße 15-17, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 8944-0 |email= |fax=+49(0)3675 8944-11 |url=https://www.faz-sonneberg.de/ |hours= Mo + Di 7.30 – 18.00 Uhr, Mi + Do 7.30 – 12.00 Uhr, Fr 7.30 – 15.00 Uhr, Sa nach Vereinbarung. |price=|lat=50.35984 |long=11.17122 |lastedit=|description= }} == Praktische Hinweise == *{{vCard|type=tourist information |name=Touristinformation Sonneberg |address=Bahnhofsplatz 3, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 702711 |email= |fax=|url=https://www.sonneberg-tourismus.de/ |hours= Mo – Do 9.00 – 17.00 Uhr, Fr 9.00 – 15.00 Uhr, Sa 9.00 – 12.00 Uhr. |price=|lat=50.35575 |long=11.16814 |lastedit=|description= }} == Ausflüge == * '''[[Coburg]]''' (19&#x202F;km südwestlich) - Veste Coburg. * '''[[Kronach]]''' (22&#x202F;km südöstlich, B 89) - Veste Rosenberg. * '''[[Neuhaus am Rennweg]]''' (24&#x202F;km nördlich) - Wintersportort, sehenswerte Holzkirche. * '''[[Eisfeld]]''' (27&#x202F;km westlich, B 89) - In der Nähe eine Sommerrodelbahn. == Literatur == * „Bücher der Heimat“ Band 1: ''„Geschichte und Geschichten um 650 Jahre Sonneberg.“'', Herausgeber: Dyba-Werbung und J. Luthardt; Offizin Hildburghausen GmbH, Sonneberg 1998 * ''„650 Jahre Stadt Sonneberg. 1349-1999.“'' Sonneberg, Stadt Sonneberg 1999 * „Sonneberg, wie es früher war“, Wartberg, Gudensbg. 2001 == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} * [http://www.sonneberg-historik.de/ Geschichte, Geschichten und Wissenswertes über Sonneberg] {{class-3}}{{GeoData| lat= 50.35| long= 11.16667| radius= }} {{IstInKat|Hohes Schiefergebirge}} bz43vmg1zbfegf60lqkic0eoyqui6oq 1802319 1802318 2026-09-06T12:46:42Z Eduard47 17518 /* Sehenswürdigkeiten */ Geänderte vCard für Tiergarten Sonneberg 1802319 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = | TouriInfoWeb = | TouriInfoTel = }} '''Sonneberg''' liegt im Süden Thüringens. Es ist berühmt für die sogenannten Sonneberger Spielwaren. == Hintergrund == {{Mapframe|50.3577|11.1717|zoom=12|type=geoline}} Sonneberg gehörte jahrhundertelang zu Sachsen-Coburg und ist sowohl geographisch als auch sprachlich und kulturell (man spricht fränkisch und nicht thüringisch) näher an Franken als am restlichen Thüringen. Die Stadt trägt den inoffiziellen Beititel Weltspielwarenstadt. Vor dem Ersten Weltkrieg wurden 20 Prozent aller Puppen und Spielzeuge der Welt hier produziert. Viele repräsentative Gebäude, die zu Zeiten der Weimarer Republik im Stadtzentrum gebaut wurden wie das Rathaus und das AOK-Gebäude zeugen heute noch vom einstigen Wohlstand der Stadt. Die Produktion von Spielwaren in Sonneberg fand mit der Weltwirtschaftskrise 1929 ein jähes Ende, die Stadt wurde durch die stark exportorientierte Wirtschaft härter getroffen als wohl jede andere Stadt in Deutschland, zeitweise betrug die Arbeitslosigkeit 50 Prozent. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Sonneberg durch den Eisernen Vorhang von Franken abgetrennt und unterlag durch seine Nähe zur innerdeutschen Grenze strengen Reisebeschränkungen. In der DDR versuchte man an die alte Spielwarentradition anzuknüpfen, siedelte jedoch auch andere Industriebetriebe hier an. Viele dieser Betriebe überstanden die Wende nicht. Einige hielten sich bis heute wie der Modelleisenbahnhersteller Piko, der sich erfolgreich gegen die westdeutsche Konkurrenz behaupten konnte. Nach der Wende konnte Sonneberg wirtschaftlich wieder mit Franken zusammenwachsen und profitiert von seiner Nähe und guten Verkehrsanbindung in die Ballungsräume Coburg und Nürnberg. == Anreise == === Mit der Bahn === {{vCard|type=train|name=Bahnhof Sonneberg|wikidata=Q320969|description= Der Bahnhof ist Endpunkt der elektrifizierten Bahnstrecke [[Coburg]]–[[Sonneberg]]. Es verkehren zweistündlich Regionalbahnen und zweistündlich Regionalexpress-Züge. Letztere kommen direkt aus [[Nürnberg]]. Paradoxerweise bedeutet dies, dass Sonneberg bahnmäßig besser mit Franken verbunden ist als mit dem Rest Thüringens, denn die beiden Bahnstrecken aus [[Meiningen]] und [[Neuhaus am Rennweg]] sind nur unbedeutende Linien. Der Bahnhof Sonneberg ist Teil des Verkehrsverbundes Großraum Nürnberg [http://www.vgn.de/ VGN]. }} === Auf der Straße === Sonneberg befindet sich an der Bundesstraße 89 [[Meiningen]]–Sonneberg–[[Kronach]]. Die [[Deutsche Spielzeugstraße|Deutsche Spielzeugstraße]] führt durch den Ort. == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == * {{vCard |type=church |name=Cella Antiqua |address=am Gerichtssteig 1 |description=Taufkapelle aus dem 9. Jahrhundert }} * {{vCard | name = Stadtkirche St. Peter | type = church | wikidata = Q14912410 | lastedit = 2020-06-29 | description = evgl., erbaut 1843-1845 im neugotischen Stil }} * {{vCard |type=church |name=Kath. Pfarrkirche St. Stephan |wikidata=Q18204226 |description=erbaut 1903 im neuromanischen Stil.}} * {{vCard |type=church |name=Wehrkirche St. Aegidien |directions=Oberlind }} * {{vCard |type=town hall |name=Altes Rathaus |description=1845, neugotisch }} * {{vCard |type=town hall |name=Neues Rathaus |description=1928, monumentaler Neubau am Bahnhofsplatz }} * {{vCard |type=building |name=Verwaltungsbau der AOK |description=1927, monumentaler, expressionistischer Neubau am Bahnhofsplatz }} * {{vCard | name = Hauptbahnhof | type = train | wikidata = Q320969 | show = copy | lastedit = 2020-06-29 | description = 1907 }} * {{vCard| type= aquarium| name=Schauaquarium Nautiland| address=Marktplatz 2| directions=Altstadt | phone=+49 (0)3675 427888| mobile=| fax=| email=info@schauaquarium-nautiland.de| url=http://www.schauaquarium-nautiland.de/| hours=Di-So 11:00-17:00 | price=Erw.5,00{{nnbsp}}€, ermäßigt 3,50{{nnbsp}}€, Familien: 12,00-18,00{{nnbsp}}€ }} * {{vCard | name = Tiergarten Sonneberg | alt = Heimattiergarten | type = zoo | wikidata = Q116838438 | directions = im OT Neufang | lastedit = 2026-09-06 }} === Museen === * {{vCard | name = Deutsches Spielzeugmuseum | type = museum | wikidata = Q877904 | email = info@spielzeugmuseum-sonneberg.de | address = Beethovenstraße 10, 96515 Sonneberg | phone = +49 3675 702856 | fax = +49 3675 742817 | hours = Di - So u. an Feiertagen 9.00 bis 17.00 Uhr | price = Eintritt: 6,- €, ermäßigt 4,- €, Familien: 8,50&#x202F;€ | lastedit = 2020-06-29 }} * {{vCard | type = museum | name = Sternwarte und Astronomiemuseum | wikidata = Q63520 | address = Sternwartestraße 32, 96515 Sonneberg | lat = 50.37704 | long = 11.19028 | phone = +49(0)3675 81218 | fax = +49(0)3675 81219 | hours = außer November: Di - Fr 13.00 bis 17.00 Uhr, So 13.00 bis 17:00 Uhr, April − Okt.: Sa. 13 − 17 Uhr | price = Eintritt: Erwachsene 2,50 €, Kinder 1,50&#x202F;€ | description = }} == Aktivitäten == * '''Internationale Sonneberger Jazztage''' (jährlich im November) * '''Sonneberger Vogelschießen''' (jährlich Anfang Juli) * '''Sonneberger Kneipenfest''' (mehrmals im Jahr, vorwiegend mit regionalen Bands) * '''Sonneberger Musikmeile''' * '''Puppentheatertage''' * '''Internationales Puppenfestival''' (zusammen mit [[Neustadt bei Coburg]]) * '''Stadt- und Museumsfest''' (jährlich im September) * '''Comptoir-Kunstmagazin - die Städtische Galerie''' (ständig aktuelle Ausstellungen) * '''Veranstaltungen im Gesellschaftshaus''' (wöchentlich) == Einkaufen == == Küche == Das erste schriftliche Kloßrezept, auf 1808 datiert, stammt aus der Pfarrei Effelder bei Sonneberg. * {{vCard|type=restaurant |name=Restaurant – Café Kesselhaus |address=Cuno Hoffmeister Straße 5, 96515 Sonneberg |phone= +49(0)3675 4263502 |email=kesselhaus.sonneberg@web.de |fax=|url=http://www.kesselhaus-sonneberg.de/ |hours= Mo ist Ruhetag, Di – Do 11.00 – 22.30 Uhr, Fr 11.00 – 0.00 Uhr, Sa 15.00 – 0.00 Uhr, So 11.00 – 21.00 Uhr |price=|lat=50.35747 |long=11.17321 |lastedit=|description=Vorwiegend thüringische Küche. }} * {{vCard|type=restaurant |name=Restaurant Rhodos |address=Bettelheckerstr. 82, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 703189 |email=info@restaurantrhodos.net |fax=|url=https://www.restaurantrhodos.net/ |hours= Mi – Mo 11.30 – 14.30 Uhr + 17.30 – 0.00 Uhr, Di ist Ruhetag |price=|lat=50.36264 |long=11.15648 |lastedit=|description=Griechische Küche. }} * {{vCard|type=restaurant |name=Gaststätte Hasenhütt |address=Steinweg 16, 96515 Sonneberg |phone= +49(0)3675 4697385 |email=mail@hasenhuett.de |fax=+49 03675 401945 |url=http://www.hasenhuett.de/ |hours= Mo, Mi – Fr 17.00 – 23.00 Uhr, Sa 17.00 – 0.00 Uhr, So 17.00 – 22.00 Uhr, Di ist Ruhetag. |price=|lat=50.35576 |long=11.21624 |lastedit=|description= }} * {{vCard|type=restaurant |name=Försterquelle |address=Kirchstraße 14, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 703291 |email=info@foersterquelle.de |fax=+49(0)3675 425441 |url=http://www.foersterquelle.de/ |hours= Mo + Di sind Ruhetage, Mi + Do 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 23.00 Uhr, Fr 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 0.00 Uhr, Sa 10.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 0.00 Uhr, So 11.00 – 15.00 Uhr |price=|lat=50.36459 |long=11.17691 |lastedit=|description=Deutsche Küche, große Auswahl an diversen Schnitzel- und Steakgerichten, günstige Preise. }} * {{vCard|type=restaurant |name=Alter Fritz |address=Erholungsstraße 2, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 743264 |email=|fax=|url=http://www.alterfritzsonneberg.de/ |hours=Di – So 11.00 – 23.00 Uhr, Mo ist Ruhetag. |price=|lat=50.36696 |long=11.17492 |lastedit=|description= }} * {{vCard|type=restaurant |name=Gaststätte "Zum Tiegela" |address=Ortsstraße 42, 96515 Sonneberg OT Unterlind |phone=+49(0)3675 745192 |email=zumtiegela@gmail.com |fax= |url=http://www.tiegela.de/ |hours= Mo + Di sind Ruhetage, Mi – Fr 17.00 – 22.00 Uhr, Sa 13.00 – 18.00 Uhr, So 10.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 22.00 Uhr |price=|lat=50.33058 |long=11.17213 |lastedit=|description=Gut bürgerliche, thüringische Küche. }} == Nachtleben == * {{vCard|type=cafe |name=Café Metropol |address=Gustav-König-Straße 42, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 741512 |email=|fax=|url=https://www.cafemetropol.de/ |hours=|price= |lat=50.35708 |long=11.16819 |lastedit=|description=Café und Bar.}} == Unterkunft == * {{vCard|type=hotel |name=Hotel-Gasthof Waldblick |address=Mönchsberger Str. 13 A, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 744749 |email=|fax=+49 03675 744448 |url=https://www.hotelwaldblick.com/ |hours= dazugehörigen Gaststätte: Mo 17.00 – 22.30 Uhr, Di 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 22.30 Uhr, Mi 17.00 – 22.30 Uhr, Do 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 22.30 Uhr, Fr 17.00 – 0.00 Uhr, Sa 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 0.00 Uhr, So 11.00 – 20.00 Uhr |price=EZ ab 49 €, DZ ab 75&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.35295 |long=11.22100 |lastedit=|description=Biergarten vorhanden. }} * {{vCard|type=hotel |name=Hotel Schöne Aussicht |address=Schöne Aussicht 24, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 804040 |email=info@hotelschoeneaussicht.de |fax=+49(0)3675 804041 |url=https://www.hotelschoeneaussicht.de/ |hours=|price=EZ ab 54 €, DZ ab 76 €, Familienzimmer ab 115&#x202F;€ |lat=50.36024 |long=11.18082 |lastedit=|description=Restaurant und Biergarten vorhanden. }} * {{vCard|type=hotel |name=Spielzeug Hotel Sonneberg |address=Wiesenstraße 4, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 4204999 |email=info@spielzeughotel-sonneberg.de |fax=+49(0)3675 4204998 |url=https://www.spielzeughotel-sonneberg.de/ |hours=|price=EZ ab 69 €, DZ ab 89&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.35873 |long=11.16615 |lastedit=|description=Das Spielzeug-Hotel befindet sich in der Nähe des Stadtzentrums und nur fünf Gehminuten vom Bahnhof entfernt.}} * {{vCard|type=hotel |name=Hotel und Gaststätte zum Grünen Baum |address=Neustadter Straße 195, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 802949 |email=info@gruener-baum-sonneberg.de |fax=+49(0)3675 702014 |url=https://gruener-baum-sonneberg.de/ |hours= Restaurant: Mo 14.00 – 22.00 Uhr, Di 17.00 – 22.00 Uhr, Mi ist Ruhetag, Do + Fr 17.00 – 22.00 Uhr, Sa 11.00 – 22.00 Uhr, So + Feiertage 11.00 – 20.00 Uhr |price=EZ ab 40 €, DZ ab 60&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.34481 |long=11.14713 |lastedit=|description=Biergarten vorhanden. Das Restaurant bietet eine regionale Küche bis hin zu internationalen Speisen. }} * {{vCard|type=hotel |name=Schlossberg Sonneberg |address=Schlossbergstraße 1, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 73300 |email=info@schlossberg-sonneberg.de |fax=+49(0)3675 733012 |url=https://www.schlossberg-sonneberg.de/ |hours=|price=DZ zur Einzelnutzung ab 59 €, DZ ab 85 €. |lat=50.37074 |long=11.17323 |lastedit=|description= }} * {{vCard|type=hotel |name=Hotel Gasthof Hüttensteinach |address=Steinacher Str. 118, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 4080-0 |email=info@hotel-huettensteinach.de |fax=+49(0)3675 4080-44 |url=https://www.hotel-huettensteinach.de/ |hours=Restaurant: Di – So ab 11.00 Uhr durchgehend warme Küche, Mo ist Ruhetag |price=Preise: Hotel: EZ ab 50 €, DZ ab 70 €; Gasthof EZ ab 20 €, DZ ab 40 €; HP 12&#x202F;€ pro Person, VP 20&#x202F;€ pro Person; Sauna 5&#x202F;€ pro Person |lat=50.36358 |long=11.20810 |lastedit=|description=Das Restaurant bietet typisch thüringische und internationale Küche. }} * {{vCard|type=boarding house |name=Berggasthof "Blockhütte" |address=Waldstraße 60, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 702840 |email=info@berggasthof-blockhuette.de |fax=+49(0)3675 428844 |url=https://www.berggasthof-blockhuette.de/ |hours=Gaststube: Mo + Di sind Ruhetage, Mi + Do 11.00 – 20.00 Uhr, Fr + Sa 11.00 – 0.00 Uhr, So 10.00 – 19.00 Uhr |price=EZ ab 45 €, DZ ab 65&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.36515 |long=11.18900 |lastedit=|description=In der Gaststube gibt es eine gutbürgerliche Küche nach original Thüringer Art. }} * {{vCard|type=boarding house |name=Pension Kiesewetter |address=An der Müß 163, 96515 Sonneberg OT Oberlind |phone=+49(0)3675 745166 |email=|fax=+49(0)3675 745166 |url=http://www.pension-kiesewetter.homepage.t-online.de/ |hours=|price=EZ 14,50 €, DZ ab 28&#x202F;€ (Aufschlag bei nur einem Tag 2&#x202F;€ pro Person, Aufschlag 1 bis 3 Tage 1&#x202F;€ pro Person). |lat=50.34031 |long=11.17789 |lastedit=|description= }} == Sicherheit == * {{vCard|type=police |name=Polizeiinspektion Sonneberg |wikidata=|auto=|address=Bismarckstraße 52, 96515 Sonneberg |phone=+49 03675 8750 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=50.35764 |long=11.17024 |lastedit=|description= }} == Gesundheit == === Krankenhäuser === * {{vCard | name = REGIOMED Klinikum Sonneberg | type = hospital | url = https://www.regiomed-kliniken.de/startseite-klinikum-sonneberg-neuhaus.aspx | address = Neustadter Str. 61, 96515 Sonneberg | lat = 50.35393 | long = 11.16312 | phone = +49 (0)3675 821-0 | fax = +49 (0)3675 821-2000 | email = info.son@regiomed-kliniken.de | hours = 24/7 (Notaufnahme) | lastedit = 2024-02-18 | description = Akadem. Lehrkrankenhaus des Universitätsklinikums Jena. }} === Sonstiges === * {{vCard|type=surgery |name=Facharztzentrum Sonneberg |address=Gustav-König-Straße 15-17, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 8944-0 |email= |fax=+49(0)3675 8944-11 |url=https://www.faz-sonneberg.de/ |hours= Mo + Di 7.30 – 18.00 Uhr, Mi + Do 7.30 – 12.00 Uhr, Fr 7.30 – 15.00 Uhr, Sa nach Vereinbarung. |price=|lat=50.35984 |long=11.17122 |lastedit=|description= }} == Praktische Hinweise == *{{vCard|type=tourist information |name=Touristinformation Sonneberg |address=Bahnhofsplatz 3, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 702711 |email= |fax=|url=https://www.sonneberg-tourismus.de/ |hours= Mo – Do 9.00 – 17.00 Uhr, Fr 9.00 – 15.00 Uhr, Sa 9.00 – 12.00 Uhr. |price=|lat=50.35575 |long=11.16814 |lastedit=|description= }} == Ausflüge == * '''[[Coburg]]''' (19&#x202F;km südwestlich) - Veste Coburg. * '''[[Kronach]]''' (22&#x202F;km südöstlich, B 89) - Veste Rosenberg. * '''[[Neuhaus am Rennweg]]''' (24&#x202F;km nördlich) - Wintersportort, sehenswerte Holzkirche. * '''[[Eisfeld]]''' (27&#x202F;km westlich, B 89) - In der Nähe eine Sommerrodelbahn. == Literatur == * „Bücher der Heimat“ Band 1: ''„Geschichte und Geschichten um 650 Jahre Sonneberg.“'', Herausgeber: Dyba-Werbung und J. Luthardt; Offizin Hildburghausen GmbH, Sonneberg 1998 * ''„650 Jahre Stadt Sonneberg. 1349-1999.“'' Sonneberg, Stadt Sonneberg 1999 * „Sonneberg, wie es früher war“, Wartberg, Gudensbg. 2001 == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} * [http://www.sonneberg-historik.de/ Geschichte, Geschichten und Wissenswertes über Sonneberg] {{class-3}}{{GeoData| lat= 50.35| long= 11.16667| radius= }} {{IstInKat|Hohes Schiefergebirge}} 3nx7qnl4yhfrqszzvpgw0zzj27crb4c 1802324 1802319 2026-09-06T12:50:54Z Eduard47 17518 /* Sehenswürdigkeiten */ Geänderte vCard für Wehrkirche St. Aegidien – + WD 1802324 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = | TouriInfoWeb = | TouriInfoTel = }} '''Sonneberg''' liegt im Süden Thüringens. Es ist berühmt für die sogenannten Sonneberger Spielwaren. == Hintergrund == {{Mapframe|50.3577|11.1717|zoom=12|type=geoline}} Sonneberg gehörte jahrhundertelang zu Sachsen-Coburg und ist sowohl geographisch als auch sprachlich und kulturell (man spricht fränkisch und nicht thüringisch) näher an Franken als am restlichen Thüringen. Die Stadt trägt den inoffiziellen Beititel Weltspielwarenstadt. Vor dem Ersten Weltkrieg wurden 20 Prozent aller Puppen und Spielzeuge der Welt hier produziert. Viele repräsentative Gebäude, die zu Zeiten der Weimarer Republik im Stadtzentrum gebaut wurden wie das Rathaus und das AOK-Gebäude zeugen heute noch vom einstigen Wohlstand der Stadt. Die Produktion von Spielwaren in Sonneberg fand mit der Weltwirtschaftskrise 1929 ein jähes Ende, die Stadt wurde durch die stark exportorientierte Wirtschaft härter getroffen als wohl jede andere Stadt in Deutschland, zeitweise betrug die Arbeitslosigkeit 50 Prozent. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Sonneberg durch den Eisernen Vorhang von Franken abgetrennt und unterlag durch seine Nähe zur innerdeutschen Grenze strengen Reisebeschränkungen. In der DDR versuchte man an die alte Spielwarentradition anzuknüpfen, siedelte jedoch auch andere Industriebetriebe hier an. Viele dieser Betriebe überstanden die Wende nicht. Einige hielten sich bis heute wie der Modelleisenbahnhersteller Piko, der sich erfolgreich gegen die westdeutsche Konkurrenz behaupten konnte. Nach der Wende konnte Sonneberg wirtschaftlich wieder mit Franken zusammenwachsen und profitiert von seiner Nähe und guten Verkehrsanbindung in die Ballungsräume Coburg und Nürnberg. == Anreise == === Mit der Bahn === {{vCard|type=train|name=Bahnhof Sonneberg|wikidata=Q320969|description= Der Bahnhof ist Endpunkt der elektrifizierten Bahnstrecke [[Coburg]]–[[Sonneberg]]. Es verkehren zweistündlich Regionalbahnen und zweistündlich Regionalexpress-Züge. Letztere kommen direkt aus [[Nürnberg]]. Paradoxerweise bedeutet dies, dass Sonneberg bahnmäßig besser mit Franken verbunden ist als mit dem Rest Thüringens, denn die beiden Bahnstrecken aus [[Meiningen]] und [[Neuhaus am Rennweg]] sind nur unbedeutende Linien. Der Bahnhof Sonneberg ist Teil des Verkehrsverbundes Großraum Nürnberg [http://www.vgn.de/ VGN]. }} === Auf der Straße === Sonneberg befindet sich an der Bundesstraße 89 [[Meiningen]]–Sonneberg–[[Kronach]]. Die [[Deutsche Spielzeugstraße|Deutsche Spielzeugstraße]] führt durch den Ort. == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == * {{vCard |type=church |name=Cella Antiqua |address=am Gerichtssteig 1 |description=Taufkapelle aus dem 9. Jahrhundert }} * {{vCard | name = Stadtkirche St. Peter | type = church | wikidata = Q14912410 | lastedit = 2020-06-29 | description = evgl., erbaut 1843-1845 im neugotischen Stil }} * {{vCard |type=church |name=Kath. Pfarrkirche St. Stephan |wikidata=Q18204226 |description=erbaut 1903 im neuromanischen Stil.}} * {{vCard | name = Wehrkirche St. Aegidien | type = church | wikidata = Q15129161 | directions = im OT Oberlind }} * {{vCard |type=town hall |name=Altes Rathaus |description=1845, neugotisch }} * {{vCard |type=town hall |name=Neues Rathaus |description=1928, monumentaler Neubau am Bahnhofsplatz }} * {{vCard |type=building |name=Verwaltungsbau der AOK |description=1927, monumentaler, expressionistischer Neubau am Bahnhofsplatz }} * {{vCard | name = Hauptbahnhof | type = train | wikidata = Q320969 | show = copy | lastedit = 2020-06-29 | description = 1907 }} * {{vCard| type= aquarium| name=Schauaquarium Nautiland| address=Marktplatz 2| directions=Altstadt | phone=+49 (0)3675 427888| mobile=| fax=| email=info@schauaquarium-nautiland.de| url=http://www.schauaquarium-nautiland.de/| hours=Di-So 11:00-17:00 | price=Erw.5,00{{nnbsp}}€, ermäßigt 3,50{{nnbsp}}€, Familien: 12,00-18,00{{nnbsp}}€ }} * {{vCard | name = Tiergarten Sonneberg | alt = Heimattiergarten | type = zoo | wikidata = Q116838438 | directions = im OT Neufang | lastedit = 2026-09-06 }} === Museen === * {{vCard | name = Deutsches Spielzeugmuseum | type = museum | wikidata = Q877904 | email = info@spielzeugmuseum-sonneberg.de | address = Beethovenstraße 10, 96515 Sonneberg | phone = +49 3675 702856 | fax = +49 3675 742817 | hours = Di - So u. an Feiertagen 9.00 bis 17.00 Uhr | price = Eintritt: 6,- €, ermäßigt 4,- €, Familien: 8,50&#x202F;€ | lastedit = 2020-06-29 }} * {{vCard | type = museum | name = Sternwarte und Astronomiemuseum | wikidata = Q63520 | address = Sternwartestraße 32, 96515 Sonneberg | lat = 50.37704 | long = 11.19028 | phone = +49(0)3675 81218 | fax = +49(0)3675 81219 | hours = außer November: Di - Fr 13.00 bis 17.00 Uhr, So 13.00 bis 17:00 Uhr, April − Okt.: Sa. 13 − 17 Uhr | price = Eintritt: Erwachsene 2,50 €, Kinder 1,50&#x202F;€ | description = }} == Aktivitäten == * '''Internationale Sonneberger Jazztage''' (jährlich im November) * '''Sonneberger Vogelschießen''' (jährlich Anfang Juli) * '''Sonneberger Kneipenfest''' (mehrmals im Jahr, vorwiegend mit regionalen Bands) * '''Sonneberger Musikmeile''' * '''Puppentheatertage''' * '''Internationales Puppenfestival''' (zusammen mit [[Neustadt bei Coburg]]) * '''Stadt- und Museumsfest''' (jährlich im September) * '''Comptoir-Kunstmagazin - die Städtische Galerie''' (ständig aktuelle Ausstellungen) * '''Veranstaltungen im Gesellschaftshaus''' (wöchentlich) == Einkaufen == == Küche == Das erste schriftliche Kloßrezept, auf 1808 datiert, stammt aus der Pfarrei Effelder bei Sonneberg. * {{vCard|type=restaurant |name=Restaurant – Café Kesselhaus |address=Cuno Hoffmeister Straße 5, 96515 Sonneberg |phone= +49(0)3675 4263502 |email=kesselhaus.sonneberg@web.de |fax=|url=http://www.kesselhaus-sonneberg.de/ |hours= Mo ist Ruhetag, Di – Do 11.00 – 22.30 Uhr, Fr 11.00 – 0.00 Uhr, Sa 15.00 – 0.00 Uhr, So 11.00 – 21.00 Uhr |price=|lat=50.35747 |long=11.17321 |lastedit=|description=Vorwiegend thüringische Küche. }} * {{vCard|type=restaurant |name=Restaurant Rhodos |address=Bettelheckerstr. 82, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 703189 |email=info@restaurantrhodos.net |fax=|url=https://www.restaurantrhodos.net/ |hours= Mi – Mo 11.30 – 14.30 Uhr + 17.30 – 0.00 Uhr, Di ist Ruhetag |price=|lat=50.36264 |long=11.15648 |lastedit=|description=Griechische Küche. }} * {{vCard|type=restaurant |name=Gaststätte Hasenhütt |address=Steinweg 16, 96515 Sonneberg |phone= +49(0)3675 4697385 |email=mail@hasenhuett.de |fax=+49 03675 401945 |url=http://www.hasenhuett.de/ |hours= Mo, Mi – Fr 17.00 – 23.00 Uhr, Sa 17.00 – 0.00 Uhr, So 17.00 – 22.00 Uhr, Di ist Ruhetag. |price=|lat=50.35576 |long=11.21624 |lastedit=|description= }} * {{vCard|type=restaurant |name=Försterquelle |address=Kirchstraße 14, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 703291 |email=info@foersterquelle.de |fax=+49(0)3675 425441 |url=http://www.foersterquelle.de/ |hours= Mo + Di sind Ruhetage, Mi + Do 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 23.00 Uhr, Fr 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 0.00 Uhr, Sa 10.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 0.00 Uhr, So 11.00 – 15.00 Uhr |price=|lat=50.36459 |long=11.17691 |lastedit=|description=Deutsche Küche, große Auswahl an diversen Schnitzel- und Steakgerichten, günstige Preise. }} * {{vCard|type=restaurant |name=Alter Fritz |address=Erholungsstraße 2, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 743264 |email=|fax=|url=http://www.alterfritzsonneberg.de/ |hours=Di – So 11.00 – 23.00 Uhr, Mo ist Ruhetag. |price=|lat=50.36696 |long=11.17492 |lastedit=|description= }} * {{vCard|type=restaurant |name=Gaststätte "Zum Tiegela" |address=Ortsstraße 42, 96515 Sonneberg OT Unterlind |phone=+49(0)3675 745192 |email=zumtiegela@gmail.com |fax= |url=http://www.tiegela.de/ |hours= Mo + Di sind Ruhetage, Mi – Fr 17.00 – 22.00 Uhr, Sa 13.00 – 18.00 Uhr, So 10.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 22.00 Uhr |price=|lat=50.33058 |long=11.17213 |lastedit=|description=Gut bürgerliche, thüringische Küche. }} == Nachtleben == * {{vCard|type=cafe |name=Café Metropol |address=Gustav-König-Straße 42, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 741512 |email=|fax=|url=https://www.cafemetropol.de/ |hours=|price= |lat=50.35708 |long=11.16819 |lastedit=|description=Café und Bar.}} == Unterkunft == * {{vCard|type=hotel |name=Hotel-Gasthof Waldblick |address=Mönchsberger Str. 13 A, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 744749 |email=|fax=+49 03675 744448 |url=https://www.hotelwaldblick.com/ |hours= dazugehörigen Gaststätte: Mo 17.00 – 22.30 Uhr, Di 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 22.30 Uhr, Mi 17.00 – 22.30 Uhr, Do 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 22.30 Uhr, Fr 17.00 – 0.00 Uhr, Sa 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 0.00 Uhr, So 11.00 – 20.00 Uhr |price=EZ ab 49 €, DZ ab 75&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.35295 |long=11.22100 |lastedit=|description=Biergarten vorhanden. }} * {{vCard|type=hotel |name=Hotel Schöne Aussicht |address=Schöne Aussicht 24, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 804040 |email=info@hotelschoeneaussicht.de |fax=+49(0)3675 804041 |url=https://www.hotelschoeneaussicht.de/ |hours=|price=EZ ab 54 €, DZ ab 76 €, Familienzimmer ab 115&#x202F;€ |lat=50.36024 |long=11.18082 |lastedit=|description=Restaurant und Biergarten vorhanden. }} * {{vCard|type=hotel |name=Spielzeug Hotel Sonneberg |address=Wiesenstraße 4, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 4204999 |email=info@spielzeughotel-sonneberg.de |fax=+49(0)3675 4204998 |url=https://www.spielzeughotel-sonneberg.de/ |hours=|price=EZ ab 69 €, DZ ab 89&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.35873 |long=11.16615 |lastedit=|description=Das Spielzeug-Hotel befindet sich in der Nähe des Stadtzentrums und nur fünf Gehminuten vom Bahnhof entfernt.}} * {{vCard|type=hotel |name=Hotel und Gaststätte zum Grünen Baum |address=Neustadter Straße 195, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 802949 |email=info@gruener-baum-sonneberg.de |fax=+49(0)3675 702014 |url=https://gruener-baum-sonneberg.de/ |hours= Restaurant: Mo 14.00 – 22.00 Uhr, Di 17.00 – 22.00 Uhr, Mi ist Ruhetag, Do + Fr 17.00 – 22.00 Uhr, Sa 11.00 – 22.00 Uhr, So + Feiertage 11.00 – 20.00 Uhr |price=EZ ab 40 €, DZ ab 60&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.34481 |long=11.14713 |lastedit=|description=Biergarten vorhanden. Das Restaurant bietet eine regionale Küche bis hin zu internationalen Speisen. }} * {{vCard|type=hotel |name=Schlossberg Sonneberg |address=Schlossbergstraße 1, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 73300 |email=info@schlossberg-sonneberg.de |fax=+49(0)3675 733012 |url=https://www.schlossberg-sonneberg.de/ |hours=|price=DZ zur Einzelnutzung ab 59 €, DZ ab 85 €. |lat=50.37074 |long=11.17323 |lastedit=|description= }} * {{vCard|type=hotel |name=Hotel Gasthof Hüttensteinach |address=Steinacher Str. 118, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 4080-0 |email=info@hotel-huettensteinach.de |fax=+49(0)3675 4080-44 |url=https://www.hotel-huettensteinach.de/ |hours=Restaurant: Di – So ab 11.00 Uhr durchgehend warme Küche, Mo ist Ruhetag |price=Preise: Hotel: EZ ab 50 €, DZ ab 70 €; Gasthof EZ ab 20 €, DZ ab 40 €; HP 12&#x202F;€ pro Person, VP 20&#x202F;€ pro Person; Sauna 5&#x202F;€ pro Person |lat=50.36358 |long=11.20810 |lastedit=|description=Das Restaurant bietet typisch thüringische und internationale Küche. }} * {{vCard|type=boarding house |name=Berggasthof "Blockhütte" |address=Waldstraße 60, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 702840 |email=info@berggasthof-blockhuette.de |fax=+49(0)3675 428844 |url=https://www.berggasthof-blockhuette.de/ |hours=Gaststube: Mo + Di sind Ruhetage, Mi + Do 11.00 – 20.00 Uhr, Fr + Sa 11.00 – 0.00 Uhr, So 10.00 – 19.00 Uhr |price=EZ ab 45 €, DZ ab 65&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.36515 |long=11.18900 |lastedit=|description=In der Gaststube gibt es eine gutbürgerliche Küche nach original Thüringer Art. }} * {{vCard|type=boarding house |name=Pension Kiesewetter |address=An der Müß 163, 96515 Sonneberg OT Oberlind |phone=+49(0)3675 745166 |email=|fax=+49(0)3675 745166 |url=http://www.pension-kiesewetter.homepage.t-online.de/ |hours=|price=EZ 14,50 €, DZ ab 28&#x202F;€ (Aufschlag bei nur einem Tag 2&#x202F;€ pro Person, Aufschlag 1 bis 3 Tage 1&#x202F;€ pro Person). |lat=50.34031 |long=11.17789 |lastedit=|description= }} == Sicherheit == * {{vCard|type=police |name=Polizeiinspektion Sonneberg |wikidata=|auto=|address=Bismarckstraße 52, 96515 Sonneberg |phone=+49 03675 8750 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=50.35764 |long=11.17024 |lastedit=|description= }} == Gesundheit == === Krankenhäuser === * {{vCard | name = REGIOMED Klinikum Sonneberg | type = hospital | url = https://www.regiomed-kliniken.de/startseite-klinikum-sonneberg-neuhaus.aspx | address = Neustadter Str. 61, 96515 Sonneberg | lat = 50.35393 | long = 11.16312 | phone = +49 (0)3675 821-0 | fax = +49 (0)3675 821-2000 | email = info.son@regiomed-kliniken.de | hours = 24/7 (Notaufnahme) | lastedit = 2024-02-18 | description = Akadem. Lehrkrankenhaus des Universitätsklinikums Jena. }} === Sonstiges === * {{vCard|type=surgery |name=Facharztzentrum Sonneberg |address=Gustav-König-Straße 15-17, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 8944-0 |email= |fax=+49(0)3675 8944-11 |url=https://www.faz-sonneberg.de/ |hours= Mo + Di 7.30 – 18.00 Uhr, Mi + Do 7.30 – 12.00 Uhr, Fr 7.30 – 15.00 Uhr, Sa nach Vereinbarung. |price=|lat=50.35984 |long=11.17122 |lastedit=|description= }} == Praktische Hinweise == *{{vCard|type=tourist information |name=Touristinformation Sonneberg |address=Bahnhofsplatz 3, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 702711 |email= |fax=|url=https://www.sonneberg-tourismus.de/ |hours= Mo – Do 9.00 – 17.00 Uhr, Fr 9.00 – 15.00 Uhr, Sa 9.00 – 12.00 Uhr. |price=|lat=50.35575 |long=11.16814 |lastedit=|description= }} == Ausflüge == * '''[[Coburg]]''' (19&#x202F;km südwestlich) - Veste Coburg. * '''[[Kronach]]''' (22&#x202F;km südöstlich, B 89) - Veste Rosenberg. * '''[[Neuhaus am Rennweg]]''' (24&#x202F;km nördlich) - Wintersportort, sehenswerte Holzkirche. * '''[[Eisfeld]]''' (27&#x202F;km westlich, B 89) - In der Nähe eine Sommerrodelbahn. == Literatur == * „Bücher der Heimat“ Band 1: ''„Geschichte und Geschichten um 650 Jahre Sonneberg.“'', Herausgeber: Dyba-Werbung und J. Luthardt; Offizin Hildburghausen GmbH, Sonneberg 1998 * ''„650 Jahre Stadt Sonneberg. 1349-1999.“'' Sonneberg, Stadt Sonneberg 1999 * „Sonneberg, wie es früher war“, Wartberg, Gudensbg. 2001 == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} * [http://www.sonneberg-historik.de/ Geschichte, Geschichten und Wissenswertes über Sonneberg] {{class-3}}{{GeoData| lat= 50.35| long= 11.16667| radius= }} {{IstInKat|Hohes Schiefergebirge}} n3esh5o04ud1zvkdcs3w8ahkte642fq 1802325 1802324 2026-09-06T12:52:56Z Eduard47 17518 /* Sehenswürdigkeiten */ Geänderte vCard für Altes Rathaus – + WD 1802325 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = | TouriInfoWeb = | TouriInfoTel = }} '''Sonneberg''' liegt im Süden Thüringens. Es ist berühmt für die sogenannten Sonneberger Spielwaren. == Hintergrund == {{Mapframe|50.3577|11.1717|zoom=12|type=geoline}} Sonneberg gehörte jahrhundertelang zu Sachsen-Coburg und ist sowohl geographisch als auch sprachlich und kulturell (man spricht fränkisch und nicht thüringisch) näher an Franken als am restlichen Thüringen. Die Stadt trägt den inoffiziellen Beititel Weltspielwarenstadt. Vor dem Ersten Weltkrieg wurden 20 Prozent aller Puppen und Spielzeuge der Welt hier produziert. Viele repräsentative Gebäude, die zu Zeiten der Weimarer Republik im Stadtzentrum gebaut wurden wie das Rathaus und das AOK-Gebäude zeugen heute noch vom einstigen Wohlstand der Stadt. Die Produktion von Spielwaren in Sonneberg fand mit der Weltwirtschaftskrise 1929 ein jähes Ende, die Stadt wurde durch die stark exportorientierte Wirtschaft härter getroffen als wohl jede andere Stadt in Deutschland, zeitweise betrug die Arbeitslosigkeit 50 Prozent. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Sonneberg durch den Eisernen Vorhang von Franken abgetrennt und unterlag durch seine Nähe zur innerdeutschen Grenze strengen Reisebeschränkungen. In der DDR versuchte man an die alte Spielwarentradition anzuknüpfen, siedelte jedoch auch andere Industriebetriebe hier an. Viele dieser Betriebe überstanden die Wende nicht. Einige hielten sich bis heute wie der Modelleisenbahnhersteller Piko, der sich erfolgreich gegen die westdeutsche Konkurrenz behaupten konnte. Nach der Wende konnte Sonneberg wirtschaftlich wieder mit Franken zusammenwachsen und profitiert von seiner Nähe und guten Verkehrsanbindung in die Ballungsräume Coburg und Nürnberg. == Anreise == === Mit der Bahn === {{vCard|type=train|name=Bahnhof Sonneberg|wikidata=Q320969|description= Der Bahnhof ist Endpunkt der elektrifizierten Bahnstrecke [[Coburg]]–[[Sonneberg]]. Es verkehren zweistündlich Regionalbahnen und zweistündlich Regionalexpress-Züge. Letztere kommen direkt aus [[Nürnberg]]. Paradoxerweise bedeutet dies, dass Sonneberg bahnmäßig besser mit Franken verbunden ist als mit dem Rest Thüringens, denn die beiden Bahnstrecken aus [[Meiningen]] und [[Neuhaus am Rennweg]] sind nur unbedeutende Linien. Der Bahnhof Sonneberg ist Teil des Verkehrsverbundes Großraum Nürnberg [http://www.vgn.de/ VGN]. }} === Auf der Straße === Sonneberg befindet sich an der Bundesstraße 89 [[Meiningen]]–Sonneberg–[[Kronach]]. Die [[Deutsche Spielzeugstraße|Deutsche Spielzeugstraße]] führt durch den Ort. == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == * {{vCard |type=church |name=Cella Antiqua |address=am Gerichtssteig 1 |description=Taufkapelle aus dem 9. Jahrhundert }} * {{vCard | name = Stadtkirche St. Peter | type = church | wikidata = Q14912410 | lastedit = 2020-06-29 | description = evgl., erbaut 1843-1845 im neugotischen Stil }} * {{vCard |type=church |name=Kath. Pfarrkirche St. Stephan |wikidata=Q18204226 |description=erbaut 1903 im neuromanischen Stil.}} * {{vCard | name = Wehrkirche St. Aegidien | type = church | wikidata = Q15129161 | directions = im OT Oberlind }} * {{vCard | name = Altes Rathaus | type = town hall | wikidata = Q126418050 | description = 1845, neugotisch. }} * {{vCard |type=town hall |name=Neues Rathaus |description=1928, monumentaler Neubau am Bahnhofsplatz }} * {{vCard |type=building |name=Verwaltungsbau der AOK |description=1927, monumentaler, expressionistischer Neubau am Bahnhofsplatz }} * {{vCard | name = Hauptbahnhof | type = train | wikidata = Q320969 | show = copy | lastedit = 2020-06-29 | description = 1907 }} * {{vCard| type= aquarium| name=Schauaquarium Nautiland| address=Marktplatz 2| directions=Altstadt | phone=+49 (0)3675 427888| mobile=| fax=| email=info@schauaquarium-nautiland.de| url=http://www.schauaquarium-nautiland.de/| hours=Di-So 11:00-17:00 | price=Erw.5,00{{nnbsp}}€, ermäßigt 3,50{{nnbsp}}€, Familien: 12,00-18,00{{nnbsp}}€ }} * {{vCard | name = Tiergarten Sonneberg | alt = Heimattiergarten | type = zoo | wikidata = Q116838438 | directions = im OT Neufang | lastedit = 2026-09-06 }} === Museen === * {{vCard | name = Deutsches Spielzeugmuseum | type = museum | wikidata = Q877904 | email = info@spielzeugmuseum-sonneberg.de | address = Beethovenstraße 10, 96515 Sonneberg | phone = +49 3675 702856 | fax = +49 3675 742817 | hours = Di - So u. an Feiertagen 9.00 bis 17.00 Uhr | price = Eintritt: 6,- €, ermäßigt 4,- €, Familien: 8,50&#x202F;€ | lastedit = 2020-06-29 }} * {{vCard | type = museum | name = Sternwarte und Astronomiemuseum | wikidata = Q63520 | address = Sternwartestraße 32, 96515 Sonneberg | lat = 50.37704 | long = 11.19028 | phone = +49(0)3675 81218 | fax = +49(0)3675 81219 | hours = außer November: Di - Fr 13.00 bis 17.00 Uhr, So 13.00 bis 17:00 Uhr, April − Okt.: Sa. 13 − 17 Uhr | price = Eintritt: Erwachsene 2,50 €, Kinder 1,50&#x202F;€ | description = }} == Aktivitäten == * '''Internationale Sonneberger Jazztage''' (jährlich im November) * '''Sonneberger Vogelschießen''' (jährlich Anfang Juli) * '''Sonneberger Kneipenfest''' (mehrmals im Jahr, vorwiegend mit regionalen Bands) * '''Sonneberger Musikmeile''' * '''Puppentheatertage''' * '''Internationales Puppenfestival''' (zusammen mit [[Neustadt bei Coburg]]) * '''Stadt- und Museumsfest''' (jährlich im September) * '''Comptoir-Kunstmagazin - die Städtische Galerie''' (ständig aktuelle Ausstellungen) * '''Veranstaltungen im Gesellschaftshaus''' (wöchentlich) == Einkaufen == == Küche == Das erste schriftliche Kloßrezept, auf 1808 datiert, stammt aus der Pfarrei Effelder bei Sonneberg. * {{vCard|type=restaurant |name=Restaurant – Café Kesselhaus |address=Cuno Hoffmeister Straße 5, 96515 Sonneberg |phone= +49(0)3675 4263502 |email=kesselhaus.sonneberg@web.de |fax=|url=http://www.kesselhaus-sonneberg.de/ |hours= Mo ist Ruhetag, Di – Do 11.00 – 22.30 Uhr, Fr 11.00 – 0.00 Uhr, Sa 15.00 – 0.00 Uhr, So 11.00 – 21.00 Uhr |price=|lat=50.35747 |long=11.17321 |lastedit=|description=Vorwiegend thüringische Küche. }} * {{vCard|type=restaurant |name=Restaurant Rhodos |address=Bettelheckerstr. 82, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 703189 |email=info@restaurantrhodos.net |fax=|url=https://www.restaurantrhodos.net/ |hours= Mi – Mo 11.30 – 14.30 Uhr + 17.30 – 0.00 Uhr, Di ist Ruhetag |price=|lat=50.36264 |long=11.15648 |lastedit=|description=Griechische Küche. }} * {{vCard|type=restaurant |name=Gaststätte Hasenhütt |address=Steinweg 16, 96515 Sonneberg |phone= +49(0)3675 4697385 |email=mail@hasenhuett.de |fax=+49 03675 401945 |url=http://www.hasenhuett.de/ |hours= Mo, Mi – Fr 17.00 – 23.00 Uhr, Sa 17.00 – 0.00 Uhr, So 17.00 – 22.00 Uhr, Di ist Ruhetag. |price=|lat=50.35576 |long=11.21624 |lastedit=|description= }} * {{vCard|type=restaurant |name=Försterquelle |address=Kirchstraße 14, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 703291 |email=info@foersterquelle.de |fax=+49(0)3675 425441 |url=http://www.foersterquelle.de/ |hours= Mo + Di sind Ruhetage, Mi + Do 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 23.00 Uhr, Fr 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 0.00 Uhr, Sa 10.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 0.00 Uhr, So 11.00 – 15.00 Uhr |price=|lat=50.36459 |long=11.17691 |lastedit=|description=Deutsche Küche, große Auswahl an diversen Schnitzel- und Steakgerichten, günstige Preise. }} * {{vCard|type=restaurant |name=Alter Fritz |address=Erholungsstraße 2, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 743264 |email=|fax=|url=http://www.alterfritzsonneberg.de/ |hours=Di – So 11.00 – 23.00 Uhr, Mo ist Ruhetag. |price=|lat=50.36696 |long=11.17492 |lastedit=|description= }} * {{vCard|type=restaurant |name=Gaststätte "Zum Tiegela" |address=Ortsstraße 42, 96515 Sonneberg OT Unterlind |phone=+49(0)3675 745192 |email=zumtiegela@gmail.com |fax= |url=http://www.tiegela.de/ |hours= Mo + Di sind Ruhetage, Mi – Fr 17.00 – 22.00 Uhr, Sa 13.00 – 18.00 Uhr, So 10.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 22.00 Uhr |price=|lat=50.33058 |long=11.17213 |lastedit=|description=Gut bürgerliche, thüringische Küche. }} == Nachtleben == * {{vCard|type=cafe |name=Café Metropol |address=Gustav-König-Straße 42, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 741512 |email=|fax=|url=https://www.cafemetropol.de/ |hours=|price= |lat=50.35708 |long=11.16819 |lastedit=|description=Café und Bar.}} == Unterkunft == * {{vCard|type=hotel |name=Hotel-Gasthof Waldblick |address=Mönchsberger Str. 13 A, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 744749 |email=|fax=+49 03675 744448 |url=https://www.hotelwaldblick.com/ |hours= dazugehörigen Gaststätte: Mo 17.00 – 22.30 Uhr, Di 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 22.30 Uhr, Mi 17.00 – 22.30 Uhr, Do 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 22.30 Uhr, Fr 17.00 – 0.00 Uhr, Sa 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 0.00 Uhr, So 11.00 – 20.00 Uhr |price=EZ ab 49 €, DZ ab 75&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.35295 |long=11.22100 |lastedit=|description=Biergarten vorhanden. }} * {{vCard|type=hotel |name=Hotel Schöne Aussicht |address=Schöne Aussicht 24, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 804040 |email=info@hotelschoeneaussicht.de |fax=+49(0)3675 804041 |url=https://www.hotelschoeneaussicht.de/ |hours=|price=EZ ab 54 €, DZ ab 76 €, Familienzimmer ab 115&#x202F;€ |lat=50.36024 |long=11.18082 |lastedit=|description=Restaurant und Biergarten vorhanden. }} * {{vCard|type=hotel |name=Spielzeug Hotel Sonneberg |address=Wiesenstraße 4, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 4204999 |email=info@spielzeughotel-sonneberg.de |fax=+49(0)3675 4204998 |url=https://www.spielzeughotel-sonneberg.de/ |hours=|price=EZ ab 69 €, DZ ab 89&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.35873 |long=11.16615 |lastedit=|description=Das Spielzeug-Hotel befindet sich in der Nähe des Stadtzentrums und nur fünf Gehminuten vom Bahnhof entfernt.}} * {{vCard|type=hotel |name=Hotel und Gaststätte zum Grünen Baum |address=Neustadter Straße 195, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 802949 |email=info@gruener-baum-sonneberg.de |fax=+49(0)3675 702014 |url=https://gruener-baum-sonneberg.de/ |hours= Restaurant: Mo 14.00 – 22.00 Uhr, Di 17.00 – 22.00 Uhr, Mi ist Ruhetag, Do + Fr 17.00 – 22.00 Uhr, Sa 11.00 – 22.00 Uhr, So + Feiertage 11.00 – 20.00 Uhr |price=EZ ab 40 €, DZ ab 60&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.34481 |long=11.14713 |lastedit=|description=Biergarten vorhanden. Das Restaurant bietet eine regionale Küche bis hin zu internationalen Speisen. }} * {{vCard|type=hotel |name=Schlossberg Sonneberg |address=Schlossbergstraße 1, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 73300 |email=info@schlossberg-sonneberg.de |fax=+49(0)3675 733012 |url=https://www.schlossberg-sonneberg.de/ |hours=|price=DZ zur Einzelnutzung ab 59 €, DZ ab 85 €. |lat=50.37074 |long=11.17323 |lastedit=|description= }} * {{vCard|type=hotel |name=Hotel Gasthof Hüttensteinach |address=Steinacher Str. 118, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 4080-0 |email=info@hotel-huettensteinach.de |fax=+49(0)3675 4080-44 |url=https://www.hotel-huettensteinach.de/ |hours=Restaurant: Di – So ab 11.00 Uhr durchgehend warme Küche, Mo ist Ruhetag |price=Preise: Hotel: EZ ab 50 €, DZ ab 70 €; Gasthof EZ ab 20 €, DZ ab 40 €; HP 12&#x202F;€ pro Person, VP 20&#x202F;€ pro Person; Sauna 5&#x202F;€ pro Person |lat=50.36358 |long=11.20810 |lastedit=|description=Das Restaurant bietet typisch thüringische und internationale Küche. }} * {{vCard|type=boarding house |name=Berggasthof "Blockhütte" |address=Waldstraße 60, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 702840 |email=info@berggasthof-blockhuette.de |fax=+49(0)3675 428844 |url=https://www.berggasthof-blockhuette.de/ |hours=Gaststube: Mo + Di sind Ruhetage, Mi + Do 11.00 – 20.00 Uhr, Fr + Sa 11.00 – 0.00 Uhr, So 10.00 – 19.00 Uhr |price=EZ ab 45 €, DZ ab 65&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.36515 |long=11.18900 |lastedit=|description=In der Gaststube gibt es eine gutbürgerliche Küche nach original Thüringer Art. }} * {{vCard|type=boarding house |name=Pension Kiesewetter |address=An der Müß 163, 96515 Sonneberg OT Oberlind |phone=+49(0)3675 745166 |email=|fax=+49(0)3675 745166 |url=http://www.pension-kiesewetter.homepage.t-online.de/ |hours=|price=EZ 14,50 €, DZ ab 28&#x202F;€ (Aufschlag bei nur einem Tag 2&#x202F;€ pro Person, Aufschlag 1 bis 3 Tage 1&#x202F;€ pro Person). |lat=50.34031 |long=11.17789 |lastedit=|description= }} == Sicherheit == * {{vCard|type=police |name=Polizeiinspektion Sonneberg |wikidata=|auto=|address=Bismarckstraße 52, 96515 Sonneberg |phone=+49 03675 8750 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=50.35764 |long=11.17024 |lastedit=|description= }} == Gesundheit == === Krankenhäuser === * {{vCard | name = REGIOMED Klinikum Sonneberg | type = hospital | url = https://www.regiomed-kliniken.de/startseite-klinikum-sonneberg-neuhaus.aspx | address = Neustadter Str. 61, 96515 Sonneberg | lat = 50.35393 | long = 11.16312 | phone = +49 (0)3675 821-0 | fax = +49 (0)3675 821-2000 | email = info.son@regiomed-kliniken.de | hours = 24/7 (Notaufnahme) | lastedit = 2024-02-18 | description = Akadem. Lehrkrankenhaus des Universitätsklinikums Jena. }} === Sonstiges === * {{vCard|type=surgery |name=Facharztzentrum Sonneberg |address=Gustav-König-Straße 15-17, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 8944-0 |email= |fax=+49(0)3675 8944-11 |url=https://www.faz-sonneberg.de/ |hours= Mo + Di 7.30 – 18.00 Uhr, Mi + Do 7.30 – 12.00 Uhr, Fr 7.30 – 15.00 Uhr, Sa nach Vereinbarung. |price=|lat=50.35984 |long=11.17122 |lastedit=|description= }} == Praktische Hinweise == *{{vCard|type=tourist information |name=Touristinformation Sonneberg |address=Bahnhofsplatz 3, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 702711 |email= |fax=|url=https://www.sonneberg-tourismus.de/ |hours= Mo – Do 9.00 – 17.00 Uhr, Fr 9.00 – 15.00 Uhr, Sa 9.00 – 12.00 Uhr. |price=|lat=50.35575 |long=11.16814 |lastedit=|description= }} == Ausflüge == * '''[[Coburg]]''' (19&#x202F;km südwestlich) - Veste Coburg. * '''[[Kronach]]''' (22&#x202F;km südöstlich, B 89) - Veste Rosenberg. * '''[[Neuhaus am Rennweg]]''' (24&#x202F;km nördlich) - Wintersportort, sehenswerte Holzkirche. * '''[[Eisfeld]]''' (27&#x202F;km westlich, B 89) - In der Nähe eine Sommerrodelbahn. == Literatur == * „Bücher der Heimat“ Band 1: ''„Geschichte und Geschichten um 650 Jahre Sonneberg.“'', Herausgeber: Dyba-Werbung und J. Luthardt; Offizin Hildburghausen GmbH, Sonneberg 1998 * ''„650 Jahre Stadt Sonneberg. 1349-1999.“'' Sonneberg, Stadt Sonneberg 1999 * „Sonneberg, wie es früher war“, Wartberg, Gudensbg. 2001 == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} * [http://www.sonneberg-historik.de/ Geschichte, Geschichten und Wissenswertes über Sonneberg] {{class-3}}{{GeoData| lat= 50.35| long= 11.16667| radius= }} {{IstInKat|Hohes Schiefergebirge}} fcboxil1pwny99dqkmb23r52511os8v 1802327 1802325 2026-09-06T12:53:42Z Eduard47 17518 /* Sehenswürdigkeiten */ Geänderte vCard für Neues Rathaus 1802327 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = | TouriInfoWeb = | TouriInfoTel = }} '''Sonneberg''' liegt im Süden Thüringens. Es ist berühmt für die sogenannten Sonneberger Spielwaren. == Hintergrund == {{Mapframe|50.3577|11.1717|zoom=12|type=geoline}} Sonneberg gehörte jahrhundertelang zu Sachsen-Coburg und ist sowohl geographisch als auch sprachlich und kulturell (man spricht fränkisch und nicht thüringisch) näher an Franken als am restlichen Thüringen. Die Stadt trägt den inoffiziellen Beititel Weltspielwarenstadt. Vor dem Ersten Weltkrieg wurden 20 Prozent aller Puppen und Spielzeuge der Welt hier produziert. Viele repräsentative Gebäude, die zu Zeiten der Weimarer Republik im Stadtzentrum gebaut wurden wie das Rathaus und das AOK-Gebäude zeugen heute noch vom einstigen Wohlstand der Stadt. Die Produktion von Spielwaren in Sonneberg fand mit der Weltwirtschaftskrise 1929 ein jähes Ende, die Stadt wurde durch die stark exportorientierte Wirtschaft härter getroffen als wohl jede andere Stadt in Deutschland, zeitweise betrug die Arbeitslosigkeit 50 Prozent. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Sonneberg durch den Eisernen Vorhang von Franken abgetrennt und unterlag durch seine Nähe zur innerdeutschen Grenze strengen Reisebeschränkungen. In der DDR versuchte man an die alte Spielwarentradition anzuknüpfen, siedelte jedoch auch andere Industriebetriebe hier an. Viele dieser Betriebe überstanden die Wende nicht. Einige hielten sich bis heute wie der Modelleisenbahnhersteller Piko, der sich erfolgreich gegen die westdeutsche Konkurrenz behaupten konnte. Nach der Wende konnte Sonneberg wirtschaftlich wieder mit Franken zusammenwachsen und profitiert von seiner Nähe und guten Verkehrsanbindung in die Ballungsräume Coburg und Nürnberg. == Anreise == === Mit der Bahn === {{vCard|type=train|name=Bahnhof Sonneberg|wikidata=Q320969|description= Der Bahnhof ist Endpunkt der elektrifizierten Bahnstrecke [[Coburg]]–[[Sonneberg]]. Es verkehren zweistündlich Regionalbahnen und zweistündlich Regionalexpress-Züge. Letztere kommen direkt aus [[Nürnberg]]. Paradoxerweise bedeutet dies, dass Sonneberg bahnmäßig besser mit Franken verbunden ist als mit dem Rest Thüringens, denn die beiden Bahnstrecken aus [[Meiningen]] und [[Neuhaus am Rennweg]] sind nur unbedeutende Linien. Der Bahnhof Sonneberg ist Teil des Verkehrsverbundes Großraum Nürnberg [http://www.vgn.de/ VGN]. }} === Auf der Straße === Sonneberg befindet sich an der Bundesstraße 89 [[Meiningen]]–Sonneberg–[[Kronach]]. Die [[Deutsche Spielzeugstraße|Deutsche Spielzeugstraße]] führt durch den Ort. == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == * {{vCard |type=church |name=Cella Antiqua |address=am Gerichtssteig 1 |description=Taufkapelle aus dem 9. Jahrhundert }} * {{vCard | name = Stadtkirche St. Peter | type = church | wikidata = Q14912410 | lastedit = 2020-06-29 | description = evgl., erbaut 1843-1845 im neugotischen Stil }} * {{vCard |type=church |name=Kath. Pfarrkirche St. Stephan |wikidata=Q18204226 |description=erbaut 1903 im neuromanischen Stil.}} * {{vCard | name = Wehrkirche St. Aegidien | type = church | wikidata = Q15129161 | directions = im OT Oberlind }} * {{vCard | name = Altes Rathaus | type = town hall | wikidata = Q126418050 | description = 1845, neugotisch. }} * {{vCard | name = Neues Rathaus | type = town hall | wikidata = Q126418056 | description = 1928, monumentaler Neubau am Bahnhofsplatz. }} * {{vCard |type=building |name=Verwaltungsbau der AOK |description=1927, monumentaler, expressionistischer Neubau am Bahnhofsplatz }} * {{vCard | name = Hauptbahnhof | type = train | wikidata = Q320969 | show = copy | lastedit = 2020-06-29 | description = 1907 }} * {{vCard| type= aquarium| name=Schauaquarium Nautiland| address=Marktplatz 2| directions=Altstadt | phone=+49 (0)3675 427888| mobile=| fax=| email=info@schauaquarium-nautiland.de| url=http://www.schauaquarium-nautiland.de/| hours=Di-So 11:00-17:00 | price=Erw.5,00{{nnbsp}}€, ermäßigt 3,50{{nnbsp}}€, Familien: 12,00-18,00{{nnbsp}}€ }} * {{vCard | name = Tiergarten Sonneberg | alt = Heimattiergarten | type = zoo | wikidata = Q116838438 | directions = im OT Neufang | lastedit = 2026-09-06 }} === Museen === * {{vCard | name = Deutsches Spielzeugmuseum | type = museum | wikidata = Q877904 | email = info@spielzeugmuseum-sonneberg.de | address = Beethovenstraße 10, 96515 Sonneberg | phone = +49 3675 702856 | fax = +49 3675 742817 | hours = Di - So u. an Feiertagen 9.00 bis 17.00 Uhr | price = Eintritt: 6,- €, ermäßigt 4,- €, Familien: 8,50&#x202F;€ | lastedit = 2020-06-29 }} * {{vCard | type = museum | name = Sternwarte und Astronomiemuseum | wikidata = Q63520 | address = Sternwartestraße 32, 96515 Sonneberg | lat = 50.37704 | long = 11.19028 | phone = +49(0)3675 81218 | fax = +49(0)3675 81219 | hours = außer November: Di - Fr 13.00 bis 17.00 Uhr, So 13.00 bis 17:00 Uhr, April − Okt.: Sa. 13 − 17 Uhr | price = Eintritt: Erwachsene 2,50 €, Kinder 1,50&#x202F;€ | description = }} == Aktivitäten == * '''Internationale Sonneberger Jazztage''' (jährlich im November) * '''Sonneberger Vogelschießen''' (jährlich Anfang Juli) * '''Sonneberger Kneipenfest''' (mehrmals im Jahr, vorwiegend mit regionalen Bands) * '''Sonneberger Musikmeile''' * '''Puppentheatertage''' * '''Internationales Puppenfestival''' (zusammen mit [[Neustadt bei Coburg]]) * '''Stadt- und Museumsfest''' (jährlich im September) * '''Comptoir-Kunstmagazin - die Städtische Galerie''' (ständig aktuelle Ausstellungen) * '''Veranstaltungen im Gesellschaftshaus''' (wöchentlich) == Einkaufen == == Küche == Das erste schriftliche Kloßrezept, auf 1808 datiert, stammt aus der Pfarrei Effelder bei Sonneberg. * {{vCard|type=restaurant |name=Restaurant – Café Kesselhaus |address=Cuno Hoffmeister Straße 5, 96515 Sonneberg |phone= +49(0)3675 4263502 |email=kesselhaus.sonneberg@web.de |fax=|url=http://www.kesselhaus-sonneberg.de/ |hours= Mo ist Ruhetag, Di – Do 11.00 – 22.30 Uhr, Fr 11.00 – 0.00 Uhr, Sa 15.00 – 0.00 Uhr, So 11.00 – 21.00 Uhr |price=|lat=50.35747 |long=11.17321 |lastedit=|description=Vorwiegend thüringische Küche. }} * {{vCard|type=restaurant |name=Restaurant Rhodos |address=Bettelheckerstr. 82, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 703189 |email=info@restaurantrhodos.net |fax=|url=https://www.restaurantrhodos.net/ |hours= Mi – Mo 11.30 – 14.30 Uhr + 17.30 – 0.00 Uhr, Di ist Ruhetag |price=|lat=50.36264 |long=11.15648 |lastedit=|description=Griechische Küche. }} * {{vCard|type=restaurant |name=Gaststätte Hasenhütt |address=Steinweg 16, 96515 Sonneberg |phone= +49(0)3675 4697385 |email=mail@hasenhuett.de |fax=+49 03675 401945 |url=http://www.hasenhuett.de/ |hours= Mo, Mi – Fr 17.00 – 23.00 Uhr, Sa 17.00 – 0.00 Uhr, So 17.00 – 22.00 Uhr, Di ist Ruhetag. |price=|lat=50.35576 |long=11.21624 |lastedit=|description= }} * {{vCard|type=restaurant |name=Försterquelle |address=Kirchstraße 14, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 703291 |email=info@foersterquelle.de |fax=+49(0)3675 425441 |url=http://www.foersterquelle.de/ |hours= Mo + Di sind Ruhetage, Mi + Do 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 23.00 Uhr, Fr 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 0.00 Uhr, Sa 10.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 0.00 Uhr, So 11.00 – 15.00 Uhr |price=|lat=50.36459 |long=11.17691 |lastedit=|description=Deutsche Küche, große Auswahl an diversen Schnitzel- und Steakgerichten, günstige Preise. }} * {{vCard|type=restaurant |name=Alter Fritz |address=Erholungsstraße 2, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 743264 |email=|fax=|url=http://www.alterfritzsonneberg.de/ |hours=Di – So 11.00 – 23.00 Uhr, Mo ist Ruhetag. |price=|lat=50.36696 |long=11.17492 |lastedit=|description= }} * {{vCard|type=restaurant |name=Gaststätte "Zum Tiegela" |address=Ortsstraße 42, 96515 Sonneberg OT Unterlind |phone=+49(0)3675 745192 |email=zumtiegela@gmail.com |fax= |url=http://www.tiegela.de/ |hours= Mo + Di sind Ruhetage, Mi – Fr 17.00 – 22.00 Uhr, Sa 13.00 – 18.00 Uhr, So 10.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 22.00 Uhr |price=|lat=50.33058 |long=11.17213 |lastedit=|description=Gut bürgerliche, thüringische Küche. }} == Nachtleben == * {{vCard|type=cafe |name=Café Metropol |address=Gustav-König-Straße 42, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 741512 |email=|fax=|url=https://www.cafemetropol.de/ |hours=|price= |lat=50.35708 |long=11.16819 |lastedit=|description=Café und Bar.}} == Unterkunft == * {{vCard|type=hotel |name=Hotel-Gasthof Waldblick |address=Mönchsberger Str. 13 A, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 744749 |email=|fax=+49 03675 744448 |url=https://www.hotelwaldblick.com/ |hours= dazugehörigen Gaststätte: Mo 17.00 – 22.30 Uhr, Di 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 22.30 Uhr, Mi 17.00 – 22.30 Uhr, Do 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 22.30 Uhr, Fr 17.00 – 0.00 Uhr, Sa 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 0.00 Uhr, So 11.00 – 20.00 Uhr |price=EZ ab 49 €, DZ ab 75&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.35295 |long=11.22100 |lastedit=|description=Biergarten vorhanden. }} * {{vCard|type=hotel |name=Hotel Schöne Aussicht |address=Schöne Aussicht 24, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 804040 |email=info@hotelschoeneaussicht.de |fax=+49(0)3675 804041 |url=https://www.hotelschoeneaussicht.de/ |hours=|price=EZ ab 54 €, DZ ab 76 €, Familienzimmer ab 115&#x202F;€ |lat=50.36024 |long=11.18082 |lastedit=|description=Restaurant und Biergarten vorhanden. }} * {{vCard|type=hotel |name=Spielzeug Hotel Sonneberg |address=Wiesenstraße 4, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 4204999 |email=info@spielzeughotel-sonneberg.de |fax=+49(0)3675 4204998 |url=https://www.spielzeughotel-sonneberg.de/ |hours=|price=EZ ab 69 €, DZ ab 89&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.35873 |long=11.16615 |lastedit=|description=Das Spielzeug-Hotel befindet sich in der Nähe des Stadtzentrums und nur fünf Gehminuten vom Bahnhof entfernt.}} * {{vCard|type=hotel |name=Hotel und Gaststätte zum Grünen Baum |address=Neustadter Straße 195, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 802949 |email=info@gruener-baum-sonneberg.de |fax=+49(0)3675 702014 |url=https://gruener-baum-sonneberg.de/ |hours= Restaurant: Mo 14.00 – 22.00 Uhr, Di 17.00 – 22.00 Uhr, Mi ist Ruhetag, Do + Fr 17.00 – 22.00 Uhr, Sa 11.00 – 22.00 Uhr, So + Feiertage 11.00 – 20.00 Uhr |price=EZ ab 40 €, DZ ab 60&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.34481 |long=11.14713 |lastedit=|description=Biergarten vorhanden. Das Restaurant bietet eine regionale Küche bis hin zu internationalen Speisen. }} * {{vCard|type=hotel |name=Schlossberg Sonneberg |address=Schlossbergstraße 1, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 73300 |email=info@schlossberg-sonneberg.de |fax=+49(0)3675 733012 |url=https://www.schlossberg-sonneberg.de/ |hours=|price=DZ zur Einzelnutzung ab 59 €, DZ ab 85 €. |lat=50.37074 |long=11.17323 |lastedit=|description= }} * {{vCard|type=hotel |name=Hotel Gasthof Hüttensteinach |address=Steinacher Str. 118, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 4080-0 |email=info@hotel-huettensteinach.de |fax=+49(0)3675 4080-44 |url=https://www.hotel-huettensteinach.de/ |hours=Restaurant: Di – So ab 11.00 Uhr durchgehend warme Küche, Mo ist Ruhetag |price=Preise: Hotel: EZ ab 50 €, DZ ab 70 €; Gasthof EZ ab 20 €, DZ ab 40 €; HP 12&#x202F;€ pro Person, VP 20&#x202F;€ pro Person; Sauna 5&#x202F;€ pro Person |lat=50.36358 |long=11.20810 |lastedit=|description=Das Restaurant bietet typisch thüringische und internationale Küche. }} * {{vCard|type=boarding house |name=Berggasthof "Blockhütte" |address=Waldstraße 60, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 702840 |email=info@berggasthof-blockhuette.de |fax=+49(0)3675 428844 |url=https://www.berggasthof-blockhuette.de/ |hours=Gaststube: Mo + Di sind Ruhetage, Mi + Do 11.00 – 20.00 Uhr, Fr + Sa 11.00 – 0.00 Uhr, So 10.00 – 19.00 Uhr |price=EZ ab 45 €, DZ ab 65&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.36515 |long=11.18900 |lastedit=|description=In der Gaststube gibt es eine gutbürgerliche Küche nach original Thüringer Art. }} * {{vCard|type=boarding house |name=Pension Kiesewetter |address=An der Müß 163, 96515 Sonneberg OT Oberlind |phone=+49(0)3675 745166 |email=|fax=+49(0)3675 745166 |url=http://www.pension-kiesewetter.homepage.t-online.de/ |hours=|price=EZ 14,50 €, DZ ab 28&#x202F;€ (Aufschlag bei nur einem Tag 2&#x202F;€ pro Person, Aufschlag 1 bis 3 Tage 1&#x202F;€ pro Person). |lat=50.34031 |long=11.17789 |lastedit=|description= }} == Sicherheit == * {{vCard|type=police |name=Polizeiinspektion Sonneberg |wikidata=|auto=|address=Bismarckstraße 52, 96515 Sonneberg |phone=+49 03675 8750 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=50.35764 |long=11.17024 |lastedit=|description= }} == Gesundheit == === Krankenhäuser === * {{vCard | name = REGIOMED Klinikum Sonneberg | type = hospital | url = https://www.regiomed-kliniken.de/startseite-klinikum-sonneberg-neuhaus.aspx | address = Neustadter Str. 61, 96515 Sonneberg | lat = 50.35393 | long = 11.16312 | phone = +49 (0)3675 821-0 | fax = +49 (0)3675 821-2000 | email = info.son@regiomed-kliniken.de | hours = 24/7 (Notaufnahme) | lastedit = 2024-02-18 | description = Akadem. Lehrkrankenhaus des Universitätsklinikums Jena. }} === Sonstiges === * {{vCard|type=surgery |name=Facharztzentrum Sonneberg |address=Gustav-König-Straße 15-17, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 8944-0 |email= |fax=+49(0)3675 8944-11 |url=https://www.faz-sonneberg.de/ |hours= Mo + Di 7.30 – 18.00 Uhr, Mi + Do 7.30 – 12.00 Uhr, Fr 7.30 – 15.00 Uhr, Sa nach Vereinbarung. |price=|lat=50.35984 |long=11.17122 |lastedit=|description= }} == Praktische Hinweise == *{{vCard|type=tourist information |name=Touristinformation Sonneberg |address=Bahnhofsplatz 3, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 702711 |email= |fax=|url=https://www.sonneberg-tourismus.de/ |hours= Mo – Do 9.00 – 17.00 Uhr, Fr 9.00 – 15.00 Uhr, Sa 9.00 – 12.00 Uhr. |price=|lat=50.35575 |long=11.16814 |lastedit=|description= }} == Ausflüge == * '''[[Coburg]]''' (19&#x202F;km südwestlich) - Veste Coburg. * '''[[Kronach]]''' (22&#x202F;km südöstlich, B 89) - Veste Rosenberg. * '''[[Neuhaus am Rennweg]]''' (24&#x202F;km nördlich) - Wintersportort, sehenswerte Holzkirche. * '''[[Eisfeld]]''' (27&#x202F;km westlich, B 89) - In der Nähe eine Sommerrodelbahn. == Literatur == * „Bücher der Heimat“ Band 1: ''„Geschichte und Geschichten um 650 Jahre Sonneberg.“'', Herausgeber: Dyba-Werbung und J. Luthardt; Offizin Hildburghausen GmbH, Sonneberg 1998 * ''„650 Jahre Stadt Sonneberg. 1349-1999.“'' Sonneberg, Stadt Sonneberg 1999 * „Sonneberg, wie es früher war“, Wartberg, Gudensbg. 2001 == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} * [http://www.sonneberg-historik.de/ Geschichte, Geschichten und Wissenswertes über Sonneberg] {{class-3}}{{GeoData| lat= 50.35| long= 11.16667| radius= }} {{IstInKat|Hohes Schiefergebirge}} fgm261cwyvo291o5vwishy2rq9dq5ki 1802329 1802327 2026-09-06T12:56:22Z Eduard47 17518 /* Sehenswürdigkeiten */ Geänderte vCard für Verwaltungsbau der AOK – + Koord. 1802329 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = | TouriInfoWeb = | TouriInfoTel = }} '''Sonneberg''' liegt im Süden Thüringens. Es ist berühmt für die sogenannten Sonneberger Spielwaren. == Hintergrund == {{Mapframe|50.3577|11.1717|zoom=12|type=geoline}} Sonneberg gehörte jahrhundertelang zu Sachsen-Coburg und ist sowohl geographisch als auch sprachlich und kulturell (man spricht fränkisch und nicht thüringisch) näher an Franken als am restlichen Thüringen. Die Stadt trägt den inoffiziellen Beititel Weltspielwarenstadt. Vor dem Ersten Weltkrieg wurden 20 Prozent aller Puppen und Spielzeuge der Welt hier produziert. Viele repräsentative Gebäude, die zu Zeiten der Weimarer Republik im Stadtzentrum gebaut wurden wie das Rathaus und das AOK-Gebäude zeugen heute noch vom einstigen Wohlstand der Stadt. Die Produktion von Spielwaren in Sonneberg fand mit der Weltwirtschaftskrise 1929 ein jähes Ende, die Stadt wurde durch die stark exportorientierte Wirtschaft härter getroffen als wohl jede andere Stadt in Deutschland, zeitweise betrug die Arbeitslosigkeit 50 Prozent. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Sonneberg durch den Eisernen Vorhang von Franken abgetrennt und unterlag durch seine Nähe zur innerdeutschen Grenze strengen Reisebeschränkungen. In der DDR versuchte man an die alte Spielwarentradition anzuknüpfen, siedelte jedoch auch andere Industriebetriebe hier an. Viele dieser Betriebe überstanden die Wende nicht. Einige hielten sich bis heute wie der Modelleisenbahnhersteller Piko, der sich erfolgreich gegen die westdeutsche Konkurrenz behaupten konnte. Nach der Wende konnte Sonneberg wirtschaftlich wieder mit Franken zusammenwachsen und profitiert von seiner Nähe und guten Verkehrsanbindung in die Ballungsräume Coburg und Nürnberg. == Anreise == === Mit der Bahn === {{vCard|type=train|name=Bahnhof Sonneberg|wikidata=Q320969|description= Der Bahnhof ist Endpunkt der elektrifizierten Bahnstrecke [[Coburg]]–[[Sonneberg]]. Es verkehren zweistündlich Regionalbahnen und zweistündlich Regionalexpress-Züge. Letztere kommen direkt aus [[Nürnberg]]. Paradoxerweise bedeutet dies, dass Sonneberg bahnmäßig besser mit Franken verbunden ist als mit dem Rest Thüringens, denn die beiden Bahnstrecken aus [[Meiningen]] und [[Neuhaus am Rennweg]] sind nur unbedeutende Linien. Der Bahnhof Sonneberg ist Teil des Verkehrsverbundes Großraum Nürnberg [http://www.vgn.de/ VGN]. }} === Auf der Straße === Sonneberg befindet sich an der Bundesstraße 89 [[Meiningen]]–Sonneberg–[[Kronach]]. Die [[Deutsche Spielzeugstraße|Deutsche Spielzeugstraße]] führt durch den Ort. == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == * {{vCard |type=church |name=Cella Antiqua |address=am Gerichtssteig 1 |description=Taufkapelle aus dem 9. Jahrhundert }} * {{vCard | name = Stadtkirche St. Peter | type = church | wikidata = Q14912410 | lastedit = 2020-06-29 | description = evgl., erbaut 1843-1845 im neugotischen Stil }} * {{vCard |type=church |name=Kath. Pfarrkirche St. Stephan |wikidata=Q18204226 |description=erbaut 1903 im neuromanischen Stil.}} * {{vCard | name = Wehrkirche St. Aegidien | type = church | wikidata = Q15129161 | directions = im OT Oberlind }} * {{vCard | name = Altes Rathaus | type = town hall | wikidata = Q126418050 | description = 1845, neugotisch. }} * {{vCard | name = Neues Rathaus | type = town hall | wikidata = Q126418056 | description = 1928, monumentaler Neubau am Bahnhofsplatz. }} * {{vCard | name = Verwaltungsbau der AOK | type = building | lat = 50.35636 | long = 11.16812 | description = 1927, monumentaler, expressionistischer Neubau am Bahnhofsplatz. }} * {{vCard | name = Hauptbahnhof | type = train | wikidata = Q320969 | show = copy | lastedit = 2020-06-29 | description = 1907 }} * {{vCard| type= aquarium| name=Schauaquarium Nautiland| address=Marktplatz 2| directions=Altstadt | phone=+49 (0)3675 427888| mobile=| fax=| email=info@schauaquarium-nautiland.de| url=http://www.schauaquarium-nautiland.de/| hours=Di-So 11:00-17:00 | price=Erw.5,00{{nnbsp}}€, ermäßigt 3,50{{nnbsp}}€, Familien: 12,00-18,00{{nnbsp}}€ }} * {{vCard | name = Tiergarten Sonneberg | alt = Heimattiergarten | type = zoo | wikidata = Q116838438 | directions = im OT Neufang | lastedit = 2026-09-06 }} === Museen === * {{vCard | name = Deutsches Spielzeugmuseum | type = museum | wikidata = Q877904 | email = info@spielzeugmuseum-sonneberg.de | address = Beethovenstraße 10, 96515 Sonneberg | phone = +49 3675 702856 | fax = +49 3675 742817 | hours = Di - So u. an Feiertagen 9.00 bis 17.00 Uhr | price = Eintritt: 6,- €, ermäßigt 4,- €, Familien: 8,50&#x202F;€ | lastedit = 2020-06-29 }} * {{vCard | type = museum | name = Sternwarte und Astronomiemuseum | wikidata = Q63520 | address = Sternwartestraße 32, 96515 Sonneberg | lat = 50.37704 | long = 11.19028 | phone = +49(0)3675 81218 | fax = +49(0)3675 81219 | hours = außer November: Di - Fr 13.00 bis 17.00 Uhr, So 13.00 bis 17:00 Uhr, April − Okt.: Sa. 13 − 17 Uhr | price = Eintritt: Erwachsene 2,50 €, Kinder 1,50&#x202F;€ | description = }} == Aktivitäten == * '''Internationale Sonneberger Jazztage''' (jährlich im November) * '''Sonneberger Vogelschießen''' (jährlich Anfang Juli) * '''Sonneberger Kneipenfest''' (mehrmals im Jahr, vorwiegend mit regionalen Bands) * '''Sonneberger Musikmeile''' * '''Puppentheatertage''' * '''Internationales Puppenfestival''' (zusammen mit [[Neustadt bei Coburg]]) * '''Stadt- und Museumsfest''' (jährlich im September) * '''Comptoir-Kunstmagazin - die Städtische Galerie''' (ständig aktuelle Ausstellungen) * '''Veranstaltungen im Gesellschaftshaus''' (wöchentlich) == Einkaufen == == Küche == Das erste schriftliche Kloßrezept, auf 1808 datiert, stammt aus der Pfarrei Effelder bei Sonneberg. * {{vCard|type=restaurant |name=Restaurant – Café Kesselhaus |address=Cuno Hoffmeister Straße 5, 96515 Sonneberg |phone= +49(0)3675 4263502 |email=kesselhaus.sonneberg@web.de |fax=|url=http://www.kesselhaus-sonneberg.de/ |hours= Mo ist Ruhetag, Di – Do 11.00 – 22.30 Uhr, Fr 11.00 – 0.00 Uhr, Sa 15.00 – 0.00 Uhr, So 11.00 – 21.00 Uhr |price=|lat=50.35747 |long=11.17321 |lastedit=|description=Vorwiegend thüringische Küche. }} * {{vCard|type=restaurant |name=Restaurant Rhodos |address=Bettelheckerstr. 82, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 703189 |email=info@restaurantrhodos.net |fax=|url=https://www.restaurantrhodos.net/ |hours= Mi – Mo 11.30 – 14.30 Uhr + 17.30 – 0.00 Uhr, Di ist Ruhetag |price=|lat=50.36264 |long=11.15648 |lastedit=|description=Griechische Küche. }} * {{vCard|type=restaurant |name=Gaststätte Hasenhütt |address=Steinweg 16, 96515 Sonneberg |phone= +49(0)3675 4697385 |email=mail@hasenhuett.de |fax=+49 03675 401945 |url=http://www.hasenhuett.de/ |hours= Mo, Mi – Fr 17.00 – 23.00 Uhr, Sa 17.00 – 0.00 Uhr, So 17.00 – 22.00 Uhr, Di ist Ruhetag. |price=|lat=50.35576 |long=11.21624 |lastedit=|description= }} * {{vCard|type=restaurant |name=Försterquelle |address=Kirchstraße 14, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 703291 |email=info@foersterquelle.de |fax=+49(0)3675 425441 |url=http://www.foersterquelle.de/ |hours= Mo + Di sind Ruhetage, Mi + Do 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 23.00 Uhr, Fr 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 0.00 Uhr, Sa 10.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 0.00 Uhr, So 11.00 – 15.00 Uhr |price=|lat=50.36459 |long=11.17691 |lastedit=|description=Deutsche Küche, große Auswahl an diversen Schnitzel- und Steakgerichten, günstige Preise. }} * {{vCard|type=restaurant |name=Alter Fritz |address=Erholungsstraße 2, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 743264 |email=|fax=|url=http://www.alterfritzsonneberg.de/ |hours=Di – So 11.00 – 23.00 Uhr, Mo ist Ruhetag. |price=|lat=50.36696 |long=11.17492 |lastedit=|description= }} * {{vCard|type=restaurant |name=Gaststätte "Zum Tiegela" |address=Ortsstraße 42, 96515 Sonneberg OT Unterlind |phone=+49(0)3675 745192 |email=zumtiegela@gmail.com |fax= |url=http://www.tiegela.de/ |hours= Mo + Di sind Ruhetage, Mi – Fr 17.00 – 22.00 Uhr, Sa 13.00 – 18.00 Uhr, So 10.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 22.00 Uhr |price=|lat=50.33058 |long=11.17213 |lastedit=|description=Gut bürgerliche, thüringische Küche. }} == Nachtleben == * {{vCard|type=cafe |name=Café Metropol |address=Gustav-König-Straße 42, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 741512 |email=|fax=|url=https://www.cafemetropol.de/ |hours=|price= |lat=50.35708 |long=11.16819 |lastedit=|description=Café und Bar.}} == Unterkunft == * {{vCard|type=hotel |name=Hotel-Gasthof Waldblick |address=Mönchsberger Str. 13 A, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 744749 |email=|fax=+49 03675 744448 |url=https://www.hotelwaldblick.com/ |hours= dazugehörigen Gaststätte: Mo 17.00 – 22.30 Uhr, Di 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 22.30 Uhr, Mi 17.00 – 22.30 Uhr, Do 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 22.30 Uhr, Fr 17.00 – 0.00 Uhr, Sa 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 0.00 Uhr, So 11.00 – 20.00 Uhr |price=EZ ab 49 €, DZ ab 75&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.35295 |long=11.22100 |lastedit=|description=Biergarten vorhanden. }} * {{vCard|type=hotel |name=Hotel Schöne Aussicht |address=Schöne Aussicht 24, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 804040 |email=info@hotelschoeneaussicht.de |fax=+49(0)3675 804041 |url=https://www.hotelschoeneaussicht.de/ |hours=|price=EZ ab 54 €, DZ ab 76 €, Familienzimmer ab 115&#x202F;€ |lat=50.36024 |long=11.18082 |lastedit=|description=Restaurant und Biergarten vorhanden. }} * {{vCard|type=hotel |name=Spielzeug Hotel Sonneberg |address=Wiesenstraße 4, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 4204999 |email=info@spielzeughotel-sonneberg.de |fax=+49(0)3675 4204998 |url=https://www.spielzeughotel-sonneberg.de/ |hours=|price=EZ ab 69 €, DZ ab 89&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.35873 |long=11.16615 |lastedit=|description=Das Spielzeug-Hotel befindet sich in der Nähe des Stadtzentrums und nur fünf Gehminuten vom Bahnhof entfernt.}} * {{vCard|type=hotel |name=Hotel und Gaststätte zum Grünen Baum |address=Neustadter Straße 195, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 802949 |email=info@gruener-baum-sonneberg.de |fax=+49(0)3675 702014 |url=https://gruener-baum-sonneberg.de/ |hours= Restaurant: Mo 14.00 – 22.00 Uhr, Di 17.00 – 22.00 Uhr, Mi ist Ruhetag, Do + Fr 17.00 – 22.00 Uhr, Sa 11.00 – 22.00 Uhr, So + Feiertage 11.00 – 20.00 Uhr |price=EZ ab 40 €, DZ ab 60&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.34481 |long=11.14713 |lastedit=|description=Biergarten vorhanden. Das Restaurant bietet eine regionale Küche bis hin zu internationalen Speisen. }} * {{vCard|type=hotel |name=Schlossberg Sonneberg |address=Schlossbergstraße 1, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 73300 |email=info@schlossberg-sonneberg.de |fax=+49(0)3675 733012 |url=https://www.schlossberg-sonneberg.de/ |hours=|price=DZ zur Einzelnutzung ab 59 €, DZ ab 85 €. |lat=50.37074 |long=11.17323 |lastedit=|description= }} * {{vCard|type=hotel |name=Hotel Gasthof Hüttensteinach |address=Steinacher Str. 118, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 4080-0 |email=info@hotel-huettensteinach.de |fax=+49(0)3675 4080-44 |url=https://www.hotel-huettensteinach.de/ |hours=Restaurant: Di – So ab 11.00 Uhr durchgehend warme Küche, Mo ist Ruhetag |price=Preise: Hotel: EZ ab 50 €, DZ ab 70 €; Gasthof EZ ab 20 €, DZ ab 40 €; HP 12&#x202F;€ pro Person, VP 20&#x202F;€ pro Person; Sauna 5&#x202F;€ pro Person |lat=50.36358 |long=11.20810 |lastedit=|description=Das Restaurant bietet typisch thüringische und internationale Küche. }} * {{vCard|type=boarding house |name=Berggasthof "Blockhütte" |address=Waldstraße 60, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 702840 |email=info@berggasthof-blockhuette.de |fax=+49(0)3675 428844 |url=https://www.berggasthof-blockhuette.de/ |hours=Gaststube: Mo + Di sind Ruhetage, Mi + Do 11.00 – 20.00 Uhr, Fr + Sa 11.00 – 0.00 Uhr, So 10.00 – 19.00 Uhr |price=EZ ab 45 €, DZ ab 65&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.36515 |long=11.18900 |lastedit=|description=In der Gaststube gibt es eine gutbürgerliche Küche nach original Thüringer Art. }} * {{vCard|type=boarding house |name=Pension Kiesewetter |address=An der Müß 163, 96515 Sonneberg OT Oberlind |phone=+49(0)3675 745166 |email=|fax=+49(0)3675 745166 |url=http://www.pension-kiesewetter.homepage.t-online.de/ |hours=|price=EZ 14,50 €, DZ ab 28&#x202F;€ (Aufschlag bei nur einem Tag 2&#x202F;€ pro Person, Aufschlag 1 bis 3 Tage 1&#x202F;€ pro Person). |lat=50.34031 |long=11.17789 |lastedit=|description= }} == Sicherheit == * {{vCard|type=police |name=Polizeiinspektion Sonneberg |wikidata=|auto=|address=Bismarckstraße 52, 96515 Sonneberg |phone=+49 03675 8750 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=50.35764 |long=11.17024 |lastedit=|description= }} == Gesundheit == === Krankenhäuser === * {{vCard | name = REGIOMED Klinikum Sonneberg | type = hospital | url = https://www.regiomed-kliniken.de/startseite-klinikum-sonneberg-neuhaus.aspx | address = Neustadter Str. 61, 96515 Sonneberg | lat = 50.35393 | long = 11.16312 | phone = +49 (0)3675 821-0 | fax = +49 (0)3675 821-2000 | email = info.son@regiomed-kliniken.de | hours = 24/7 (Notaufnahme) | lastedit = 2024-02-18 | description = Akadem. Lehrkrankenhaus des Universitätsklinikums Jena. }} === Sonstiges === * {{vCard|type=surgery |name=Facharztzentrum Sonneberg |address=Gustav-König-Straße 15-17, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 8944-0 |email= |fax=+49(0)3675 8944-11 |url=https://www.faz-sonneberg.de/ |hours= Mo + Di 7.30 – 18.00 Uhr, Mi + Do 7.30 – 12.00 Uhr, Fr 7.30 – 15.00 Uhr, Sa nach Vereinbarung. |price=|lat=50.35984 |long=11.17122 |lastedit=|description= }} == Praktische Hinweise == *{{vCard|type=tourist information |name=Touristinformation Sonneberg |address=Bahnhofsplatz 3, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 702711 |email= |fax=|url=https://www.sonneberg-tourismus.de/ |hours= Mo – Do 9.00 – 17.00 Uhr, Fr 9.00 – 15.00 Uhr, Sa 9.00 – 12.00 Uhr. |price=|lat=50.35575 |long=11.16814 |lastedit=|description= }} == Ausflüge == * '''[[Coburg]]''' (19&#x202F;km südwestlich) - Veste Coburg. * '''[[Kronach]]''' (22&#x202F;km südöstlich, B 89) - Veste Rosenberg. * '''[[Neuhaus am Rennweg]]''' (24&#x202F;km nördlich) - Wintersportort, sehenswerte Holzkirche. * '''[[Eisfeld]]''' (27&#x202F;km westlich, B 89) - In der Nähe eine Sommerrodelbahn. == Literatur == * „Bücher der Heimat“ Band 1: ''„Geschichte und Geschichten um 650 Jahre Sonneberg.“'', Herausgeber: Dyba-Werbung und J. Luthardt; Offizin Hildburghausen GmbH, Sonneberg 1998 * ''„650 Jahre Stadt Sonneberg. 1349-1999.“'' Sonneberg, Stadt Sonneberg 1999 * „Sonneberg, wie es früher war“, Wartberg, Gudensbg. 2001 == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} * [http://www.sonneberg-historik.de/ Geschichte, Geschichten und Wissenswertes über Sonneberg] {{class-3}}{{GeoData| lat= 50.35| long= 11.16667| radius= }} {{IstInKat|Hohes Schiefergebirge}} 1b36x2fyabgbww16s63gwx7nl9dfxe0 1802332 1802329 2026-09-06T13:07:24Z Eduard47 17518 /* Sehenswürdigkeiten */ Geänderte vCard für Nautiland Sonneberg 1802332 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = | TouriInfoWeb = | TouriInfoTel = }} '''Sonneberg''' liegt im Süden Thüringens. Es ist berühmt für die sogenannten Sonneberger Spielwaren. == Hintergrund == {{Mapframe|50.3577|11.1717|zoom=12|type=geoline}} Sonneberg gehörte jahrhundertelang zu Sachsen-Coburg und ist sowohl geographisch als auch sprachlich und kulturell (man spricht fränkisch und nicht thüringisch) näher an Franken als am restlichen Thüringen. Die Stadt trägt den inoffiziellen Beititel Weltspielwarenstadt. Vor dem Ersten Weltkrieg wurden 20 Prozent aller Puppen und Spielzeuge der Welt hier produziert. Viele repräsentative Gebäude, die zu Zeiten der Weimarer Republik im Stadtzentrum gebaut wurden wie das Rathaus und das AOK-Gebäude zeugen heute noch vom einstigen Wohlstand der Stadt. Die Produktion von Spielwaren in Sonneberg fand mit der Weltwirtschaftskrise 1929 ein jähes Ende, die Stadt wurde durch die stark exportorientierte Wirtschaft härter getroffen als wohl jede andere Stadt in Deutschland, zeitweise betrug die Arbeitslosigkeit 50 Prozent. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Sonneberg durch den Eisernen Vorhang von Franken abgetrennt und unterlag durch seine Nähe zur innerdeutschen Grenze strengen Reisebeschränkungen. In der DDR versuchte man an die alte Spielwarentradition anzuknüpfen, siedelte jedoch auch andere Industriebetriebe hier an. Viele dieser Betriebe überstanden die Wende nicht. Einige hielten sich bis heute wie der Modelleisenbahnhersteller Piko, der sich erfolgreich gegen die westdeutsche Konkurrenz behaupten konnte. Nach der Wende konnte Sonneberg wirtschaftlich wieder mit Franken zusammenwachsen und profitiert von seiner Nähe und guten Verkehrsanbindung in die Ballungsräume Coburg und Nürnberg. == Anreise == === Mit der Bahn === {{vCard|type=train|name=Bahnhof Sonneberg|wikidata=Q320969|description= Der Bahnhof ist Endpunkt der elektrifizierten Bahnstrecke [[Coburg]]–[[Sonneberg]]. Es verkehren zweistündlich Regionalbahnen und zweistündlich Regionalexpress-Züge. Letztere kommen direkt aus [[Nürnberg]]. Paradoxerweise bedeutet dies, dass Sonneberg bahnmäßig besser mit Franken verbunden ist als mit dem Rest Thüringens, denn die beiden Bahnstrecken aus [[Meiningen]] und [[Neuhaus am Rennweg]] sind nur unbedeutende Linien. Der Bahnhof Sonneberg ist Teil des Verkehrsverbundes Großraum Nürnberg [http://www.vgn.de/ VGN]. }} === Auf der Straße === Sonneberg befindet sich an der Bundesstraße 89 [[Meiningen]]–Sonneberg–[[Kronach]]. Die [[Deutsche Spielzeugstraße|Deutsche Spielzeugstraße]] führt durch den Ort. == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == * {{vCard |type=church |name=Cella Antiqua |address=am Gerichtssteig 1 |description=Taufkapelle aus dem 9. Jahrhundert }} * {{vCard | name = Stadtkirche St. Peter | type = church | wikidata = Q14912410 | lastedit = 2020-06-29 | description = evgl., erbaut 1843-1845 im neugotischen Stil }} * {{vCard |type=church |name=Kath. Pfarrkirche St. Stephan |wikidata=Q18204226 |description=erbaut 1903 im neuromanischen Stil.}} * {{vCard | name = Wehrkirche St. Aegidien | type = church | wikidata = Q15129161 | directions = im OT Oberlind }} * {{vCard | name = Altes Rathaus | type = town hall | wikidata = Q126418050 | description = 1845, neugotisch. }} * {{vCard | name = Neues Rathaus | type = town hall | wikidata = Q126418056 | description = 1928, monumentaler Neubau am Bahnhofsplatz. }} * {{vCard | name = Verwaltungsbau der AOK | type = building | lat = 50.35636 | long = 11.16812 | description = 1927, monumentaler, expressionistischer Neubau am Bahnhofsplatz. }} * {{vCard | name = Hauptbahnhof | type = train | wikidata = Q320969 | show = copy | lastedit = 2020-06-29 | description = 1907 }} * {{vCard | name = Nautiland Sonneberg | type = aquarium | url = https://meeresaquarium-nautiland.de/ | address = Marktpl. 2, 96515 Sonneberg | directions = Altstadt | lat = 50.36905 | long = 11.17684 | phone = +49 (0)3675 427888 | email = info@schauaquarium-nautiland.de | hours = Di-So 11:00-17:00 | price = Erw.8,50{{nnbsp}}€, Kinder (4-14{{nnbsp}}J.) 4,00 3,50&#x202F;€, Familien: 19,00-27,00{{nnbsp}}€ | lastedit = 2026-09-06 | description = Auf 900{{nnbsp}}m² Fläche und auf 3{{nnbsp}}Etagen gibt es neben tropischen Fischen und Korallen, Seepferdchen, Haien in einem 100.000{{nnbsp}}Liter Becken, Raubmuränen und 21 Reptilen-Arten auch verschiedene exotische Säugetiere. }} * {{vCard | name = Tiergarten Sonneberg | alt = Heimattiergarten | type = zoo | wikidata = Q116838438 | directions = im OT Neufang | lastedit = 2026-09-06 }} === Museen === * {{vCard | name = Deutsches Spielzeugmuseum | type = museum | wikidata = Q877904 | email = info@spielzeugmuseum-sonneberg.de | address = Beethovenstraße 10, 96515 Sonneberg | phone = +49 3675 702856 | fax = +49 3675 742817 | hours = Di - So u. an Feiertagen 9.00 bis 17.00 Uhr | price = Eintritt: 6,- €, ermäßigt 4,- €, Familien: 8,50&#x202F;€ | lastedit = 2020-06-29 }} * {{vCard | type = museum | name = Sternwarte und Astronomiemuseum | wikidata = Q63520 | address = Sternwartestraße 32, 96515 Sonneberg | lat = 50.37704 | long = 11.19028 | phone = +49(0)3675 81218 | fax = +49(0)3675 81219 | hours = außer November: Di - Fr 13.00 bis 17.00 Uhr, So 13.00 bis 17:00 Uhr, April − Okt.: Sa. 13 − 17 Uhr | price = Eintritt: Erwachsene 2,50 €, Kinder 1,50&#x202F;€ | description = }} == Aktivitäten == * '''Internationale Sonneberger Jazztage''' (jährlich im November) * '''Sonneberger Vogelschießen''' (jährlich Anfang Juli) * '''Sonneberger Kneipenfest''' (mehrmals im Jahr, vorwiegend mit regionalen Bands) * '''Sonneberger Musikmeile''' * '''Puppentheatertage''' * '''Internationales Puppenfestival''' (zusammen mit [[Neustadt bei Coburg]]) * '''Stadt- und Museumsfest''' (jährlich im September) * '''Comptoir-Kunstmagazin - die Städtische Galerie''' (ständig aktuelle Ausstellungen) * '''Veranstaltungen im Gesellschaftshaus''' (wöchentlich) == Einkaufen == == Küche == Das erste schriftliche Kloßrezept, auf 1808 datiert, stammt aus der Pfarrei Effelder bei Sonneberg. * {{vCard|type=restaurant |name=Restaurant – Café Kesselhaus |address=Cuno Hoffmeister Straße 5, 96515 Sonneberg |phone= +49(0)3675 4263502 |email=kesselhaus.sonneberg@web.de |fax=|url=http://www.kesselhaus-sonneberg.de/ |hours= Mo ist Ruhetag, Di – Do 11.00 – 22.30 Uhr, Fr 11.00 – 0.00 Uhr, Sa 15.00 – 0.00 Uhr, So 11.00 – 21.00 Uhr |price=|lat=50.35747 |long=11.17321 |lastedit=|description=Vorwiegend thüringische Küche. }} * {{vCard|type=restaurant |name=Restaurant Rhodos |address=Bettelheckerstr. 82, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 703189 |email=info@restaurantrhodos.net |fax=|url=https://www.restaurantrhodos.net/ |hours= Mi – Mo 11.30 – 14.30 Uhr + 17.30 – 0.00 Uhr, Di ist Ruhetag |price=|lat=50.36264 |long=11.15648 |lastedit=|description=Griechische Küche. }} * {{vCard|type=restaurant |name=Gaststätte Hasenhütt |address=Steinweg 16, 96515 Sonneberg |phone= +49(0)3675 4697385 |email=mail@hasenhuett.de |fax=+49 03675 401945 |url=http://www.hasenhuett.de/ |hours= Mo, Mi – Fr 17.00 – 23.00 Uhr, Sa 17.00 – 0.00 Uhr, So 17.00 – 22.00 Uhr, Di ist Ruhetag. |price=|lat=50.35576 |long=11.21624 |lastedit=|description= }} * {{vCard|type=restaurant |name=Försterquelle |address=Kirchstraße 14, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 703291 |email=info@foersterquelle.de |fax=+49(0)3675 425441 |url=http://www.foersterquelle.de/ |hours= Mo + Di sind Ruhetage, Mi + Do 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 23.00 Uhr, Fr 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 0.00 Uhr, Sa 10.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 0.00 Uhr, So 11.00 – 15.00 Uhr |price=|lat=50.36459 |long=11.17691 |lastedit=|description=Deutsche Küche, große Auswahl an diversen Schnitzel- und Steakgerichten, günstige Preise. }} * {{vCard|type=restaurant |name=Alter Fritz |address=Erholungsstraße 2, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 743264 |email=|fax=|url=http://www.alterfritzsonneberg.de/ |hours=Di – So 11.00 – 23.00 Uhr, Mo ist Ruhetag. |price=|lat=50.36696 |long=11.17492 |lastedit=|description= }} * {{vCard|type=restaurant |name=Gaststätte "Zum Tiegela" |address=Ortsstraße 42, 96515 Sonneberg OT Unterlind |phone=+49(0)3675 745192 |email=zumtiegela@gmail.com |fax= |url=http://www.tiegela.de/ |hours= Mo + Di sind Ruhetage, Mi – Fr 17.00 – 22.00 Uhr, Sa 13.00 – 18.00 Uhr, So 10.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 22.00 Uhr |price=|lat=50.33058 |long=11.17213 |lastedit=|description=Gut bürgerliche, thüringische Küche. }} == Nachtleben == * {{vCard|type=cafe |name=Café Metropol |address=Gustav-König-Straße 42, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 741512 |email=|fax=|url=https://www.cafemetropol.de/ |hours=|price= |lat=50.35708 |long=11.16819 |lastedit=|description=Café und Bar.}} == Unterkunft == * {{vCard|type=hotel |name=Hotel-Gasthof Waldblick |address=Mönchsberger Str. 13 A, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 744749 |email=|fax=+49 03675 744448 |url=https://www.hotelwaldblick.com/ |hours= dazugehörigen Gaststätte: Mo 17.00 – 22.30 Uhr, Di 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 22.30 Uhr, Mi 17.00 – 22.30 Uhr, Do 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 22.30 Uhr, Fr 17.00 – 0.00 Uhr, Sa 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 0.00 Uhr, So 11.00 – 20.00 Uhr |price=EZ ab 49 €, DZ ab 75&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.35295 |long=11.22100 |lastedit=|description=Biergarten vorhanden. }} * {{vCard|type=hotel |name=Hotel Schöne Aussicht |address=Schöne Aussicht 24, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 804040 |email=info@hotelschoeneaussicht.de |fax=+49(0)3675 804041 |url=https://www.hotelschoeneaussicht.de/ |hours=|price=EZ ab 54 €, DZ ab 76 €, Familienzimmer ab 115&#x202F;€ |lat=50.36024 |long=11.18082 |lastedit=|description=Restaurant und Biergarten vorhanden. }} * {{vCard|type=hotel |name=Spielzeug Hotel Sonneberg |address=Wiesenstraße 4, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 4204999 |email=info@spielzeughotel-sonneberg.de |fax=+49(0)3675 4204998 |url=https://www.spielzeughotel-sonneberg.de/ |hours=|price=EZ ab 69 €, DZ ab 89&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.35873 |long=11.16615 |lastedit=|description=Das Spielzeug-Hotel befindet sich in der Nähe des Stadtzentrums und nur fünf Gehminuten vom Bahnhof entfernt.}} * {{vCard|type=hotel |name=Hotel und Gaststätte zum Grünen Baum |address=Neustadter Straße 195, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 802949 |email=info@gruener-baum-sonneberg.de |fax=+49(0)3675 702014 |url=https://gruener-baum-sonneberg.de/ |hours= Restaurant: Mo 14.00 – 22.00 Uhr, Di 17.00 – 22.00 Uhr, Mi ist Ruhetag, Do + Fr 17.00 – 22.00 Uhr, Sa 11.00 – 22.00 Uhr, So + Feiertage 11.00 – 20.00 Uhr |price=EZ ab 40 €, DZ ab 60&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.34481 |long=11.14713 |lastedit=|description=Biergarten vorhanden. Das Restaurant bietet eine regionale Küche bis hin zu internationalen Speisen. }} * {{vCard|type=hotel |name=Schlossberg Sonneberg |address=Schlossbergstraße 1, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 73300 |email=info@schlossberg-sonneberg.de |fax=+49(0)3675 733012 |url=https://www.schlossberg-sonneberg.de/ |hours=|price=DZ zur Einzelnutzung ab 59 €, DZ ab 85 €. |lat=50.37074 |long=11.17323 |lastedit=|description= }} * {{vCard|type=hotel |name=Hotel Gasthof Hüttensteinach |address=Steinacher Str. 118, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 4080-0 |email=info@hotel-huettensteinach.de |fax=+49(0)3675 4080-44 |url=https://www.hotel-huettensteinach.de/ |hours=Restaurant: Di – So ab 11.00 Uhr durchgehend warme Küche, Mo ist Ruhetag |price=Preise: Hotel: EZ ab 50 €, DZ ab 70 €; Gasthof EZ ab 20 €, DZ ab 40 €; HP 12&#x202F;€ pro Person, VP 20&#x202F;€ pro Person; Sauna 5&#x202F;€ pro Person |lat=50.36358 |long=11.20810 |lastedit=|description=Das Restaurant bietet typisch thüringische und internationale Küche. }} * {{vCard|type=boarding house |name=Berggasthof "Blockhütte" |address=Waldstraße 60, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 702840 |email=info@berggasthof-blockhuette.de |fax=+49(0)3675 428844 |url=https://www.berggasthof-blockhuette.de/ |hours=Gaststube: Mo + Di sind Ruhetage, Mi + Do 11.00 – 20.00 Uhr, Fr + Sa 11.00 – 0.00 Uhr, So 10.00 – 19.00 Uhr |price=EZ ab 45 €, DZ ab 65&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.36515 |long=11.18900 |lastedit=|description=In der Gaststube gibt es eine gutbürgerliche Küche nach original Thüringer Art. }} * {{vCard|type=boarding house |name=Pension Kiesewetter |address=An der Müß 163, 96515 Sonneberg OT Oberlind |phone=+49(0)3675 745166 |email=|fax=+49(0)3675 745166 |url=http://www.pension-kiesewetter.homepage.t-online.de/ |hours=|price=EZ 14,50 €, DZ ab 28&#x202F;€ (Aufschlag bei nur einem Tag 2&#x202F;€ pro Person, Aufschlag 1 bis 3 Tage 1&#x202F;€ pro Person). |lat=50.34031 |long=11.17789 |lastedit=|description= }} == Sicherheit == * {{vCard|type=police |name=Polizeiinspektion Sonneberg |wikidata=|auto=|address=Bismarckstraße 52, 96515 Sonneberg |phone=+49 03675 8750 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=50.35764 |long=11.17024 |lastedit=|description= }} == Gesundheit == === Krankenhäuser === * {{vCard | name = REGIOMED Klinikum Sonneberg | type = hospital | url = https://www.regiomed-kliniken.de/startseite-klinikum-sonneberg-neuhaus.aspx | address = Neustadter Str. 61, 96515 Sonneberg | lat = 50.35393 | long = 11.16312 | phone = +49 (0)3675 821-0 | fax = +49 (0)3675 821-2000 | email = info.son@regiomed-kliniken.de | hours = 24/7 (Notaufnahme) | lastedit = 2024-02-18 | description = Akadem. Lehrkrankenhaus des Universitätsklinikums Jena. }} === Sonstiges === * {{vCard|type=surgery |name=Facharztzentrum Sonneberg |address=Gustav-König-Straße 15-17, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 8944-0 |email= |fax=+49(0)3675 8944-11 |url=https://www.faz-sonneberg.de/ |hours= Mo + Di 7.30 – 18.00 Uhr, Mi + Do 7.30 – 12.00 Uhr, Fr 7.30 – 15.00 Uhr, Sa nach Vereinbarung. |price=|lat=50.35984 |long=11.17122 |lastedit=|description= }} == Praktische Hinweise == *{{vCard|type=tourist information |name=Touristinformation Sonneberg |address=Bahnhofsplatz 3, 96515 Sonneberg |phone=+49(0)3675 702711 |email= |fax=|url=https://www.sonneberg-tourismus.de/ |hours= Mo – Do 9.00 – 17.00 Uhr, Fr 9.00 – 15.00 Uhr, Sa 9.00 – 12.00 Uhr. |price=|lat=50.35575 |long=11.16814 |lastedit=|description= }} == Ausflüge == * '''[[Coburg]]''' (19&#x202F;km südwestlich) - Veste Coburg. * '''[[Kronach]]''' (22&#x202F;km südöstlich, B 89) - Veste Rosenberg. * '''[[Neuhaus am Rennweg]]''' (24&#x202F;km nördlich) - Wintersportort, sehenswerte Holzkirche. * '''[[Eisfeld]]''' (27&#x202F;km westlich, B 89) - In der Nähe eine Sommerrodelbahn. == Literatur == * „Bücher der Heimat“ Band 1: ''„Geschichte und Geschichten um 650 Jahre Sonneberg.“'', Herausgeber: Dyba-Werbung und J. Luthardt; Offizin Hildburghausen GmbH, Sonneberg 1998 * ''„650 Jahre Stadt Sonneberg. 1349-1999.“'' Sonneberg, Stadt Sonneberg 1999 * „Sonneberg, wie es früher war“, Wartberg, Gudensbg. 2001 == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} * [http://www.sonneberg-historik.de/ Geschichte, Geschichten und Wissenswertes über Sonneberg] {{class-3}}{{GeoData| lat= 50.35| long= 11.16667| radius= }} {{IstInKat|Hohes Schiefergebirge}} hemnmwpa5438u3jfhg2bqjcgb148rzl 1802333 1802332 2026-09-06T13:10:17Z Eduard47 17518 Tel.nrn. formatiert 1802333 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = | TouriInfoWeb = | TouriInfoTel = }} '''Sonneberg''' liegt im Süden Thüringens. Es ist berühmt für die sogenannten Sonneberger Spielwaren. == Hintergrund == {{Mapframe|50.3577|11.1717|zoom=12|type=geoline}} Sonneberg gehörte jahrhundertelang zu Sachsen-Coburg und ist sowohl geographisch als auch sprachlich und kulturell (man spricht fränkisch und nicht thüringisch) näher an Franken als am restlichen Thüringen. Die Stadt trägt den inoffiziellen Beititel Weltspielwarenstadt. Vor dem Ersten Weltkrieg wurden 20 Prozent aller Puppen und Spielzeuge der Welt hier produziert. Viele repräsentative Gebäude, die zu Zeiten der Weimarer Republik im Stadtzentrum gebaut wurden wie das Rathaus und das AOK-Gebäude zeugen heute noch vom einstigen Wohlstand der Stadt. Die Produktion von Spielwaren in Sonneberg fand mit der Weltwirtschaftskrise 1929 ein jähes Ende, die Stadt wurde durch die stark exportorientierte Wirtschaft härter getroffen als wohl jede andere Stadt in Deutschland, zeitweise betrug die Arbeitslosigkeit 50 Prozent. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Sonneberg durch den Eisernen Vorhang von Franken abgetrennt und unterlag durch seine Nähe zur innerdeutschen Grenze strengen Reisebeschränkungen. In der DDR versuchte man an die alte Spielwarentradition anzuknüpfen, siedelte jedoch auch andere Industriebetriebe hier an. Viele dieser Betriebe überstanden die Wende nicht. Einige hielten sich bis heute wie der Modelleisenbahnhersteller Piko, der sich erfolgreich gegen die westdeutsche Konkurrenz behaupten konnte. Nach der Wende konnte Sonneberg wirtschaftlich wieder mit Franken zusammenwachsen und profitiert von seiner Nähe und guten Verkehrsanbindung in die Ballungsräume Coburg und Nürnberg. == Anreise == === Mit der Bahn === {{vCard|type=train|name=Bahnhof Sonneberg|wikidata=Q320969|description= Der Bahnhof ist Endpunkt der elektrifizierten Bahnstrecke [[Coburg]]–[[Sonneberg]]. Es verkehren zweistündlich Regionalbahnen und zweistündlich Regionalexpress-Züge. Letztere kommen direkt aus [[Nürnberg]]. Paradoxerweise bedeutet dies, dass Sonneberg bahnmäßig besser mit Franken verbunden ist als mit dem Rest Thüringens, denn die beiden Bahnstrecken aus [[Meiningen]] und [[Neuhaus am Rennweg]] sind nur unbedeutende Linien. Der Bahnhof Sonneberg ist Teil des Verkehrsverbundes Großraum Nürnberg [http://www.vgn.de/ VGN]. }} === Auf der Straße === Sonneberg befindet sich an der Bundesstraße 89 [[Meiningen]]–Sonneberg–[[Kronach]]. Die [[Deutsche Spielzeugstraße|Deutsche Spielzeugstraße]] führt durch den Ort. == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == * {{vCard |type=church |name=Cella Antiqua |address=am Gerichtssteig 1 |description=Taufkapelle aus dem 9. Jahrhundert }} * {{vCard | name = Stadtkirche St. Peter | type = church | wikidata = Q14912410 | lastedit = 2020-06-29 | description = evgl., erbaut 1843-1845 im neugotischen Stil }} * {{vCard |type=church |name=Kath. Pfarrkirche St. Stephan |wikidata=Q18204226 |description=erbaut 1903 im neuromanischen Stil.}} * {{vCard | name = Wehrkirche St. Aegidien | type = church | wikidata = Q15129161 | directions = im OT Oberlind }} * {{vCard | name = Altes Rathaus | type = town hall | wikidata = Q126418050 | description = 1845, neugotisch. }} * {{vCard | name = Neues Rathaus | type = town hall | wikidata = Q126418056 | description = 1928, monumentaler Neubau am Bahnhofsplatz. }} * {{vCard | name = Verwaltungsbau der AOK | type = building | lat = 50.35636 | long = 11.16812 | description = 1927, monumentaler, expressionistischer Neubau am Bahnhofsplatz. }} * {{vCard | name = Hauptbahnhof | type = train | wikidata = Q320969 | show = copy | lastedit = 2020-06-29 | description = 1907 }} * {{vCard | name = Nautiland Sonneberg | type = aquarium | url = https://meeresaquarium-nautiland.de/ | address = Marktpl. 2, 96515 Sonneberg | directions = Altstadt | lat = 50.36905 | long = 11.17684 | phone = +49 (0)3675 427888 | email = info@schauaquarium-nautiland.de | hours = Di-So 11:00-17:00 | price = Erw.8,50{{nnbsp}}€, Kinder (4-14{{nnbsp}}J.) 4,00 3,50&#x202F;€, Familien: 19,00-27,00{{nnbsp}}€ | lastedit = 2026-09-06 | description = Auf 900{{nnbsp}}m² Fläche und auf 3{{nnbsp}}Etagen gibt es neben tropischen Fischen und Korallen, Seepferdchen, Haien in einem 100.000{{nnbsp}}Liter Becken, Raubmuränen und 21 Reptilen-Arten auch verschiedene exotische Säugetiere. }} * {{vCard | name = Tiergarten Sonneberg | alt = Heimattiergarten | type = zoo | wikidata = Q116838438 | directions = im OT Neufang | lastedit = 2026-09-06 }} === Museen === * {{vCard | name = Deutsches Spielzeugmuseum | type = museum | wikidata = Q877904 | email = info@spielzeugmuseum-sonneberg.de | address = Beethovenstraße 10, 96515 Sonneberg | phone = +49 (0)3675 702856 | fax = +49 (0)3675 742817 | hours = Di - So u. an Feiertagen 9.00 bis 17.00 Uhr | price = Eintritt: 6,- €, ermäßigt 4,- €, Familien: 8,50&#x202F;€ | lastedit = 2020-06-29 }} * {{vCard | type = museum | name = Sternwarte und Astronomiemuseum | wikidata = Q63520 | address = Sternwartestraße 32, 96515 Sonneberg | lat = 50.37704 | long = 11.19028 | phone = +49 (0)3675 81218 | fax = +49 (0)3675 81219 | hours = außer November: Di - Fr 13.00 bis 17.00 Uhr, So 13.00 bis 17:00 Uhr, April − Okt.: Sa. 13 − 17 Uhr | price = Eintritt: Erwachsene 2,50 €, Kinder 1,50&#x202F;€ | description = }} == Aktivitäten == * '''Internationale Sonneberger Jazztage''' (jährlich im November) * '''Sonneberger Vogelschießen''' (jährlich Anfang Juli) * '''Sonneberger Kneipenfest''' (mehrmals im Jahr, vorwiegend mit regionalen Bands) * '''Sonneberger Musikmeile''' * '''Puppentheatertage''' * '''Internationales Puppenfestival''' (zusammen mit [[Neustadt bei Coburg]]) * '''Stadt- und Museumsfest''' (jährlich im September) * '''Comptoir-Kunstmagazin - die Städtische Galerie''' (ständig aktuelle Ausstellungen) * '''Veranstaltungen im Gesellschaftshaus''' (wöchentlich) == Einkaufen == == Küche == Das erste schriftliche Kloßrezept, auf 1808 datiert, stammt aus der Pfarrei Effelder bei Sonneberg. * {{vCard|type=restaurant |name=Restaurant – Café Kesselhaus |address=Cuno Hoffmeister Straße 5, 96515 Sonneberg |phone= +49 (0)3675 4263502 |email=kesselhaus.sonneberg@web.de |fax=|url=http://www.kesselhaus-sonneberg.de/ |hours= Mo ist Ruhetag, Di – Do 11.00 – 22.30 Uhr, Fr 11.00 – 0.00 Uhr, Sa 15.00 – 0.00 Uhr, So 11.00 – 21.00 Uhr |price=|lat=50.35747 |long=11.17321 |lastedit=|description=Vorwiegend thüringische Küche. }} * {{vCard|type=restaurant |name=Restaurant Rhodos |address=Bettelheckerstr. 82, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 703189 |email=info@restaurantrhodos.net |fax=|url=https://www.restaurantrhodos.net/ |hours= Mi – Mo 11.30 – 14.30 Uhr + 17.30 – 0.00 Uhr, Di ist Ruhetag |price=|lat=50.36264 |long=11.15648 |lastedit=|description=Griechische Küche. }} * {{vCard|type=restaurant |name=Gaststätte Hasenhütt |address=Steinweg 16, 96515 Sonneberg |phone= +49 (0)3675 4697385 |email=mail@hasenhuett.de |fax=+49 03675 401945 |url=http://www.hasenhuett.de/ |hours= Mo, Mi – Fr 17.00 – 23.00 Uhr, Sa 17.00 – 0.00 Uhr, So 17.00 – 22.00 Uhr, Di ist Ruhetag. |price=|lat=50.35576 |long=11.21624 |lastedit=|description= }} * {{vCard|type=restaurant |name=Försterquelle |address=Kirchstraße 14, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 703291 |email=info@foersterquelle.de |fax=+49 (0)3675 425441 |url=http://www.foersterquelle.de/ |hours= Mo + Di sind Ruhetage, Mi + Do 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 23.00 Uhr, Fr 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 0.00 Uhr, Sa 10.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 0.00 Uhr, So 11.00 – 15.00 Uhr |price=|lat=50.36459 |long=11.17691 |lastedit=|description=Deutsche Küche, große Auswahl an diversen Schnitzel- und Steakgerichten, günstige Preise. }} * {{vCard|type=restaurant |name=Alter Fritz |address=Erholungsstraße 2, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 743264 |email=|fax=|url=http://www.alterfritzsonneberg.de/ |hours=Di – So 11.00 – 23.00 Uhr, Mo ist Ruhetag. |price=|lat=50.36696 |long=11.17492 |lastedit=|description= }} * {{vCard|type=restaurant |name=Gaststätte "Zum Tiegela" |address=Ortsstraße 42, 96515 Sonneberg OT Unterlind |phone=+49 (0)3675 745192 |email=zumtiegela@gmail.com |fax= |url=http://www.tiegela.de/ |hours= Mo + Di sind Ruhetage, Mi – Fr 17.00 – 22.00 Uhr, Sa 13.00 – 18.00 Uhr, So 10.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 22.00 Uhr |price=|lat=50.33058 |long=11.17213 |lastedit=|description=Gut bürgerliche, thüringische Küche. }} == Nachtleben == * {{vCard|type=cafe |name=Café Metropol |address=Gustav-König-Straße 42, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 741512 |email=|fax=|url=https://www.cafemetropol.de/ |hours=|price= |lat=50.35708 |long=11.16819 |lastedit=|description=Café und Bar.}} == Unterkunft == * {{vCard|type=hotel |name=Hotel-Gasthof Waldblick |address=Mönchsberger Str. 13 A, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 744749 |email=|fax=+49 03675 744448 |url=https://www.hotelwaldblick.com/ |hours= dazugehörigen Gaststätte: Mo 17.00 – 22.30 Uhr, Di 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 22.30 Uhr, Mi 17.00 – 22.30 Uhr, Do 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 22.30 Uhr, Fr 17.00 – 0.00 Uhr, Sa 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 0.00 Uhr, So 11.00 – 20.00 Uhr |price=EZ ab 49 €, DZ ab 75&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.35295 |long=11.22100 |lastedit=|description=Biergarten vorhanden. }} * {{vCard|type=hotel |name=Hotel Schöne Aussicht |address=Schöne Aussicht 24, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 804040 |email=info@hotelschoeneaussicht.de |fax=+49 (0)3675 804041 |url=https://www.hotelschoeneaussicht.de/ |hours=|price=EZ ab 54 €, DZ ab 76 €, Familienzimmer ab 115&#x202F;€ |lat=50.36024 |long=11.18082 |lastedit=|description=Restaurant und Biergarten vorhanden. }} * {{vCard|type=hotel |name=Spielzeug Hotel Sonneberg |address=Wiesenstraße 4, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 4204999 |email=info@spielzeughotel-sonneberg.de |fax=+49 (0)3675 4204998 |url=https://www.spielzeughotel-sonneberg.de/ |hours=|price=EZ ab 69 €, DZ ab 89&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.35873 |long=11.16615 |lastedit=|description=Das Spielzeug-Hotel befindet sich in der Nähe des Stadtzentrums und nur fünf Gehminuten vom Bahnhof entfernt.}} * {{vCard|type=hotel |name=Hotel und Gaststätte zum Grünen Baum |address=Neustadter Straße 195, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 802949 |email=info@gruener-baum-sonneberg.de |fax=+49 (0)3675 702014 |url=https://gruener-baum-sonneberg.de/ |hours= Restaurant: Mo 14.00 – 22.00 Uhr, Di 17.00 – 22.00 Uhr, Mi ist Ruhetag, Do + Fr 17.00 – 22.00 Uhr, Sa 11.00 – 22.00 Uhr, So + Feiertage 11.00 – 20.00 Uhr |price=EZ ab 40 €, DZ ab 60&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.34481 |long=11.14713 |lastedit=|description=Biergarten vorhanden. Das Restaurant bietet eine regionale Küche bis hin zu internationalen Speisen. }} * {{vCard|type=hotel |name=Schlossberg Sonneberg |address=Schlossbergstraße 1, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 73300 |email=info@schlossberg-sonneberg.de |fax=+49 (0)3675 733012 |url=https://www.schlossberg-sonneberg.de/ |hours=|price=DZ zur Einzelnutzung ab 59 €, DZ ab 85 €. |lat=50.37074 |long=11.17323 |lastedit=|description= }} * {{vCard|type=hotel |name=Hotel Gasthof Hüttensteinach |address=Steinacher Str. 118, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 4080-0 |email=info@hotel-huettensteinach.de |fax=+49 (0)3675 4080-44 |url=https://www.hotel-huettensteinach.de/ |hours=Restaurant: Di – So ab 11.00 Uhr durchgehend warme Küche, Mo ist Ruhetag |price=Preise: Hotel: EZ ab 50 €, DZ ab 70 €; Gasthof EZ ab 20 €, DZ ab 40 €; HP 12&#x202F;€ pro Person, VP 20&#x202F;€ pro Person; Sauna 5&#x202F;€ pro Person |lat=50.36358 |long=11.20810 |lastedit=|description=Das Restaurant bietet typisch thüringische und internationale Küche. }} * {{vCard|type=boarding house |name=Berggasthof "Blockhütte" |address=Waldstraße 60, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 702840 |email=info@berggasthof-blockhuette.de |fax=+49 (0)3675 428844 |url=https://www.berggasthof-blockhuette.de/ |hours=Gaststube: Mo + Di sind Ruhetage, Mi + Do 11.00 – 20.00 Uhr, Fr + Sa 11.00 – 0.00 Uhr, So 10.00 – 19.00 Uhr |price=EZ ab 45 €, DZ ab 65&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.36515 |long=11.18900 |lastedit=|description=In der Gaststube gibt es eine gutbürgerliche Küche nach original Thüringer Art. }} * {{vCard|type=boarding house |name=Pension Kiesewetter |address=An der Müß 163, 96515 Sonneberg OT Oberlind |phone=+49 (0)3675 745166 |email=|fax=+49 (0)3675 745166 |url=http://www.pension-kiesewetter.homepage.t-online.de/ |hours=|price=EZ 14,50 €, DZ ab 28&#x202F;€ (Aufschlag bei nur einem Tag 2&#x202F;€ pro Person, Aufschlag 1 bis 3 Tage 1&#x202F;€ pro Person). |lat=50.34031 |long=11.17789 |lastedit=|description= }} == Sicherheit == * {{vCard|type=police |name=Polizeiinspektion Sonneberg |wikidata=|auto=|address=Bismarckstraße 52, 96515 Sonneberg |phone=+49 03675 8750 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=50.35764 |long=11.17024 |lastedit=|description= }} == Gesundheit == === Krankenhäuser === * {{vCard | name = REGIOMED Klinikum Sonneberg | type = hospital | url = https://www.regiomed-kliniken.de/startseite-klinikum-sonneberg-neuhaus.aspx | address = Neustadter Str. 61, 96515 Sonneberg | lat = 50.35393 | long = 11.16312 | phone = +49 (0)3675 821-0 | fax = +49 (0)3675 821-2000 | email = info.son@regiomed-kliniken.de | hours = 24/7 (Notaufnahme) | lastedit = 2024-02-18 | description = Akadem. Lehrkrankenhaus des Universitätsklinikums Jena. }} === Sonstiges === * {{vCard|type=surgery |name=Facharztzentrum Sonneberg |address=Gustav-König-Straße 15-17, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 8944-0 |email= |fax=+49 (0)3675 8944-11 |url=https://www.faz-sonneberg.de/ |hours= Mo + Di 7.30 – 18.00 Uhr, Mi + Do 7.30 – 12.00 Uhr, Fr 7.30 – 15.00 Uhr, Sa nach Vereinbarung. |price=|lat=50.35984 |long=11.17122 |lastedit=|description= }} == Praktische Hinweise == *{{vCard|type=tourist information |name=Touristinformation Sonneberg |address=Bahnhofsplatz 3, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 702711 |email= |fax=|url=https://www.sonneberg-tourismus.de/ |hours= Mo – Do 9.00 – 17.00 Uhr, Fr 9.00 – 15.00 Uhr, Sa 9.00 – 12.00 Uhr. |price=|lat=50.35575 |long=11.16814 |lastedit=|description= }} == Ausflüge == * '''[[Coburg]]''' (19&#x202F;km südwestlich) - Veste Coburg. * '''[[Kronach]]''' (22&#x202F;km südöstlich, B 89) - Veste Rosenberg. * '''[[Neuhaus am Rennweg]]''' (24&#x202F;km nördlich) - Wintersportort, sehenswerte Holzkirche. * '''[[Eisfeld]]''' (27&#x202F;km westlich, B 89) - In der Nähe eine Sommerrodelbahn. == Literatur == * „Bücher der Heimat“ Band 1: ''„Geschichte und Geschichten um 650 Jahre Sonneberg.“'', Herausgeber: Dyba-Werbung und J. Luthardt; Offizin Hildburghausen GmbH, Sonneberg 1998 * ''„650 Jahre Stadt Sonneberg. 1349-1999.“'' Sonneberg, Stadt Sonneberg 1999 * „Sonneberg, wie es früher war“, Wartberg, Gudensbg. 2001 == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} * [http://www.sonneberg-historik.de/ Geschichte, Geschichten und Wissenswertes über Sonneberg] {{class-3}}{{GeoData| lat= 50.35| long= 11.16667| radius= }} {{IstInKat|Hohes Schiefergebirge}} hxldrzfhd4dq1vr4qy19pjucagbfscj 1802337 1802333 2026-09-06T13:25:49Z Eduard47 17518 /* Sehenswürdigkeiten */ Geänderte vCard für Cella Antiqua 1802337 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = | TouriInfoWeb = | TouriInfoTel = }} '''Sonneberg''' liegt im Süden Thüringens. Es ist berühmt für die sogenannten Sonneberger Spielwaren. == Hintergrund == {{Mapframe|50.3577|11.1717|zoom=12|type=geoline}} Sonneberg gehörte jahrhundertelang zu Sachsen-Coburg und ist sowohl geographisch als auch sprachlich und kulturell (man spricht fränkisch und nicht thüringisch) näher an Franken als am restlichen Thüringen. Die Stadt trägt den inoffiziellen Beititel Weltspielwarenstadt. Vor dem Ersten Weltkrieg wurden 20 Prozent aller Puppen und Spielzeuge der Welt hier produziert. Viele repräsentative Gebäude, die zu Zeiten der Weimarer Republik im Stadtzentrum gebaut wurden wie das Rathaus und das AOK-Gebäude zeugen heute noch vom einstigen Wohlstand der Stadt. Die Produktion von Spielwaren in Sonneberg fand mit der Weltwirtschaftskrise 1929 ein jähes Ende, die Stadt wurde durch die stark exportorientierte Wirtschaft härter getroffen als wohl jede andere Stadt in Deutschland, zeitweise betrug die Arbeitslosigkeit 50 Prozent. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Sonneberg durch den Eisernen Vorhang von Franken abgetrennt und unterlag durch seine Nähe zur innerdeutschen Grenze strengen Reisebeschränkungen. In der DDR versuchte man an die alte Spielwarentradition anzuknüpfen, siedelte jedoch auch andere Industriebetriebe hier an. Viele dieser Betriebe überstanden die Wende nicht. Einige hielten sich bis heute wie der Modelleisenbahnhersteller Piko, der sich erfolgreich gegen die westdeutsche Konkurrenz behaupten konnte. Nach der Wende konnte Sonneberg wirtschaftlich wieder mit Franken zusammenwachsen und profitiert von seiner Nähe und guten Verkehrsanbindung in die Ballungsräume Coburg und Nürnberg. == Anreise == === Mit der Bahn === {{vCard|type=train|name=Bahnhof Sonneberg|wikidata=Q320969|description= Der Bahnhof ist Endpunkt der elektrifizierten Bahnstrecke [[Coburg]]–[[Sonneberg]]. Es verkehren zweistündlich Regionalbahnen und zweistündlich Regionalexpress-Züge. Letztere kommen direkt aus [[Nürnberg]]. Paradoxerweise bedeutet dies, dass Sonneberg bahnmäßig besser mit Franken verbunden ist als mit dem Rest Thüringens, denn die beiden Bahnstrecken aus [[Meiningen]] und [[Neuhaus am Rennweg]] sind nur unbedeutende Linien. Der Bahnhof Sonneberg ist Teil des Verkehrsverbundes Großraum Nürnberg [http://www.vgn.de/ VGN]. }} === Auf der Straße === Sonneberg befindet sich an der Bundesstraße 89 [[Meiningen]]–Sonneberg–[[Kronach]]. Die [[Deutsche Spielzeugstraße|Deutsche Spielzeugstraße]] führt durch den Ort. == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == * {{vCard | name = Cella Antiqua | type = chapel | address = Gerichtssteig 1, 96515 Sonneberg | lat = 50.36854 | long = 11.17460 | description = Taufkapelle aus dem 9.&nbsp;Jahrhundert. }} * {{vCard | name = Stadtkirche St. Peter | type = church | wikidata = Q14912410 | lastedit = 2020-06-29 | description = evgl., erbaut 1843-1845 im neugotischen Stil }} * {{vCard |type=church |name=Kath. Pfarrkirche St. Stephan |wikidata=Q18204226 |description=erbaut 1903 im neuromanischen Stil.}} * {{vCard | name = Wehrkirche St. Aegidien | type = church | wikidata = Q15129161 | directions = im OT Oberlind }} * {{vCard | name = Altes Rathaus | type = town hall | wikidata = Q126418050 | description = 1845, neugotisch. }} * {{vCard | name = Neues Rathaus | type = town hall | wikidata = Q126418056 | description = 1928, monumentaler Neubau am Bahnhofsplatz. }} * {{vCard | name = Verwaltungsbau der AOK | type = building | lat = 50.35636 | long = 11.16812 | description = 1927, monumentaler, expressionistischer Neubau am Bahnhofsplatz. }} * {{vCard | name = Hauptbahnhof | type = train | wikidata = Q320969 | show = copy | lastedit = 2020-06-29 | description = 1907 }} * {{vCard | name = Nautiland Sonneberg | type = aquarium | url = https://meeresaquarium-nautiland.de/ | address = Marktpl. 2, 96515 Sonneberg | directions = Altstadt | lat = 50.36905 | long = 11.17684 | phone = +49 (0)3675 427888 | email = info@schauaquarium-nautiland.de | hours = Di-So 11:00-17:00 | price = Erw.8,50{{nnbsp}}€, Kinder (4-14{{nnbsp}}J.) 4,00 3,50&#x202F;€, Familien: 19,00-27,00{{nnbsp}}€ | lastedit = 2026-09-06 | description = Auf 900{{nnbsp}}m² Fläche und auf 3{{nnbsp}}Etagen gibt es neben tropischen Fischen und Korallen, Seepferdchen, Haien in einem 100.000{{nnbsp}}Liter Becken, Raubmuränen und 21 Reptilen-Arten auch verschiedene exotische Säugetiere. }} * {{vCard | name = Tiergarten Sonneberg | alt = Heimattiergarten | type = zoo | wikidata = Q116838438 | directions = im OT Neufang | lastedit = 2026-09-06 }} === Museen === * {{vCard | name = Deutsches Spielzeugmuseum | type = museum | wikidata = Q877904 | email = info@spielzeugmuseum-sonneberg.de | address = Beethovenstraße 10, 96515 Sonneberg | phone = +49 (0)3675 702856 | fax = +49 (0)3675 742817 | hours = Di - So u. an Feiertagen 9.00 bis 17.00 Uhr | price = Eintritt: 6,- €, ermäßigt 4,- €, Familien: 8,50&#x202F;€ | lastedit = 2020-06-29 }} * {{vCard | type = museum | name = Sternwarte und Astronomiemuseum | wikidata = Q63520 | address = Sternwartestraße 32, 96515 Sonneberg | lat = 50.37704 | long = 11.19028 | phone = +49 (0)3675 81218 | fax = +49 (0)3675 81219 | hours = außer November: Di - Fr 13.00 bis 17.00 Uhr, So 13.00 bis 17:00 Uhr, April − Okt.: Sa. 13 − 17 Uhr | price = Eintritt: Erwachsene 2,50 €, Kinder 1,50&#x202F;€ | description = }} == Aktivitäten == * '''Internationale Sonneberger Jazztage''' (jährlich im November) * '''Sonneberger Vogelschießen''' (jährlich Anfang Juli) * '''Sonneberger Kneipenfest''' (mehrmals im Jahr, vorwiegend mit regionalen Bands) * '''Sonneberger Musikmeile''' * '''Puppentheatertage''' * '''Internationales Puppenfestival''' (zusammen mit [[Neustadt bei Coburg]]) * '''Stadt- und Museumsfest''' (jährlich im September) * '''Comptoir-Kunstmagazin - die Städtische Galerie''' (ständig aktuelle Ausstellungen) * '''Veranstaltungen im Gesellschaftshaus''' (wöchentlich) == Einkaufen == == Küche == Das erste schriftliche Kloßrezept, auf 1808 datiert, stammt aus der Pfarrei Effelder bei Sonneberg. * {{vCard|type=restaurant |name=Restaurant – Café Kesselhaus |address=Cuno Hoffmeister Straße 5, 96515 Sonneberg |phone= +49 (0)3675 4263502 |email=kesselhaus.sonneberg@web.de |fax=|url=http://www.kesselhaus-sonneberg.de/ |hours= Mo ist Ruhetag, Di – Do 11.00 – 22.30 Uhr, Fr 11.00 – 0.00 Uhr, Sa 15.00 – 0.00 Uhr, So 11.00 – 21.00 Uhr |price=|lat=50.35747 |long=11.17321 |lastedit=|description=Vorwiegend thüringische Küche. }} * {{vCard|type=restaurant |name=Restaurant Rhodos |address=Bettelheckerstr. 82, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 703189 |email=info@restaurantrhodos.net |fax=|url=https://www.restaurantrhodos.net/ |hours= Mi – Mo 11.30 – 14.30 Uhr + 17.30 – 0.00 Uhr, Di ist Ruhetag |price=|lat=50.36264 |long=11.15648 |lastedit=|description=Griechische Küche. }} * {{vCard|type=restaurant |name=Gaststätte Hasenhütt |address=Steinweg 16, 96515 Sonneberg |phone= +49 (0)3675 4697385 |email=mail@hasenhuett.de |fax=+49 03675 401945 |url=http://www.hasenhuett.de/ |hours= Mo, Mi – Fr 17.00 – 23.00 Uhr, Sa 17.00 – 0.00 Uhr, So 17.00 – 22.00 Uhr, Di ist Ruhetag. |price=|lat=50.35576 |long=11.21624 |lastedit=|description= }} * {{vCard|type=restaurant |name=Försterquelle |address=Kirchstraße 14, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 703291 |email=info@foersterquelle.de |fax=+49 (0)3675 425441 |url=http://www.foersterquelle.de/ |hours= Mo + Di sind Ruhetage, Mi + Do 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 23.00 Uhr, Fr 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 0.00 Uhr, Sa 10.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 0.00 Uhr, So 11.00 – 15.00 Uhr |price=|lat=50.36459 |long=11.17691 |lastedit=|description=Deutsche Küche, große Auswahl an diversen Schnitzel- und Steakgerichten, günstige Preise. }} * {{vCard|type=restaurant |name=Alter Fritz |address=Erholungsstraße 2, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 743264 |email=|fax=|url=http://www.alterfritzsonneberg.de/ |hours=Di – So 11.00 – 23.00 Uhr, Mo ist Ruhetag. |price=|lat=50.36696 |long=11.17492 |lastedit=|description= }} * {{vCard|type=restaurant |name=Gaststätte "Zum Tiegela" |address=Ortsstraße 42, 96515 Sonneberg OT Unterlind |phone=+49 (0)3675 745192 |email=zumtiegela@gmail.com |fax= |url=http://www.tiegela.de/ |hours= Mo + Di sind Ruhetage, Mi – Fr 17.00 – 22.00 Uhr, Sa 13.00 – 18.00 Uhr, So 10.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 22.00 Uhr |price=|lat=50.33058 |long=11.17213 |lastedit=|description=Gut bürgerliche, thüringische Küche. }} == Nachtleben == * {{vCard|type=cafe |name=Café Metropol |address=Gustav-König-Straße 42, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 741512 |email=|fax=|url=https://www.cafemetropol.de/ |hours=|price= |lat=50.35708 |long=11.16819 |lastedit=|description=Café und Bar.}} == Unterkunft == * {{vCard|type=hotel |name=Hotel-Gasthof Waldblick |address=Mönchsberger Str. 13 A, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 744749 |email=|fax=+49 03675 744448 |url=https://www.hotelwaldblick.com/ |hours= dazugehörigen Gaststätte: Mo 17.00 – 22.30 Uhr, Di 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 22.30 Uhr, Mi 17.00 – 22.30 Uhr, Do 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 22.30 Uhr, Fr 17.00 – 0.00 Uhr, Sa 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 0.00 Uhr, So 11.00 – 20.00 Uhr |price=EZ ab 49 €, DZ ab 75&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.35295 |long=11.22100 |lastedit=|description=Biergarten vorhanden. }} * {{vCard|type=hotel |name=Hotel Schöne Aussicht |address=Schöne Aussicht 24, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 804040 |email=info@hotelschoeneaussicht.de |fax=+49 (0)3675 804041 |url=https://www.hotelschoeneaussicht.de/ |hours=|price=EZ ab 54 €, DZ ab 76 €, Familienzimmer ab 115&#x202F;€ |lat=50.36024 |long=11.18082 |lastedit=|description=Restaurant und Biergarten vorhanden. }} * {{vCard|type=hotel |name=Spielzeug Hotel Sonneberg |address=Wiesenstraße 4, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 4204999 |email=info@spielzeughotel-sonneberg.de |fax=+49 (0)3675 4204998 |url=https://www.spielzeughotel-sonneberg.de/ |hours=|price=EZ ab 69 €, DZ ab 89&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.35873 |long=11.16615 |lastedit=|description=Das Spielzeug-Hotel befindet sich in der Nähe des Stadtzentrums und nur fünf Gehminuten vom Bahnhof entfernt.}} * {{vCard|type=hotel |name=Hotel und Gaststätte zum Grünen Baum |address=Neustadter Straße 195, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 802949 |email=info@gruener-baum-sonneberg.de |fax=+49 (0)3675 702014 |url=https://gruener-baum-sonneberg.de/ |hours= Restaurant: Mo 14.00 – 22.00 Uhr, Di 17.00 – 22.00 Uhr, Mi ist Ruhetag, Do + Fr 17.00 – 22.00 Uhr, Sa 11.00 – 22.00 Uhr, So + Feiertage 11.00 – 20.00 Uhr |price=EZ ab 40 €, DZ ab 60&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.34481 |long=11.14713 |lastedit=|description=Biergarten vorhanden. Das Restaurant bietet eine regionale Küche bis hin zu internationalen Speisen. }} * {{vCard|type=hotel |name=Schlossberg Sonneberg |address=Schlossbergstraße 1, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 73300 |email=info@schlossberg-sonneberg.de |fax=+49 (0)3675 733012 |url=https://www.schlossberg-sonneberg.de/ |hours=|price=DZ zur Einzelnutzung ab 59 €, DZ ab 85 €. |lat=50.37074 |long=11.17323 |lastedit=|description= }} * {{vCard|type=hotel |name=Hotel Gasthof Hüttensteinach |address=Steinacher Str. 118, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 4080-0 |email=info@hotel-huettensteinach.de |fax=+49 (0)3675 4080-44 |url=https://www.hotel-huettensteinach.de/ |hours=Restaurant: Di – So ab 11.00 Uhr durchgehend warme Küche, Mo ist Ruhetag |price=Preise: Hotel: EZ ab 50 €, DZ ab 70 €; Gasthof EZ ab 20 €, DZ ab 40 €; HP 12&#x202F;€ pro Person, VP 20&#x202F;€ pro Person; Sauna 5&#x202F;€ pro Person |lat=50.36358 |long=11.20810 |lastedit=|description=Das Restaurant bietet typisch thüringische und internationale Küche. }} * {{vCard|type=boarding house |name=Berggasthof "Blockhütte" |address=Waldstraße 60, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 702840 |email=info@berggasthof-blockhuette.de |fax=+49 (0)3675 428844 |url=https://www.berggasthof-blockhuette.de/ |hours=Gaststube: Mo + Di sind Ruhetage, Mi + Do 11.00 – 20.00 Uhr, Fr + Sa 11.00 – 0.00 Uhr, So 10.00 – 19.00 Uhr |price=EZ ab 45 €, DZ ab 65&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.36515 |long=11.18900 |lastedit=|description=In der Gaststube gibt es eine gutbürgerliche Küche nach original Thüringer Art. }} * {{vCard|type=boarding house |name=Pension Kiesewetter |address=An der Müß 163, 96515 Sonneberg OT Oberlind |phone=+49 (0)3675 745166 |email=|fax=+49 (0)3675 745166 |url=http://www.pension-kiesewetter.homepage.t-online.de/ |hours=|price=EZ 14,50 €, DZ ab 28&#x202F;€ (Aufschlag bei nur einem Tag 2&#x202F;€ pro Person, Aufschlag 1 bis 3 Tage 1&#x202F;€ pro Person). |lat=50.34031 |long=11.17789 |lastedit=|description= }} == Sicherheit == * {{vCard|type=police |name=Polizeiinspektion Sonneberg |wikidata=|auto=|address=Bismarckstraße 52, 96515 Sonneberg |phone=+49 03675 8750 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=50.35764 |long=11.17024 |lastedit=|description= }} == Gesundheit == === Krankenhäuser === * {{vCard | name = REGIOMED Klinikum Sonneberg | type = hospital | url = https://www.regiomed-kliniken.de/startseite-klinikum-sonneberg-neuhaus.aspx | address = Neustadter Str. 61, 96515 Sonneberg | lat = 50.35393 | long = 11.16312 | phone = +49 (0)3675 821-0 | fax = +49 (0)3675 821-2000 | email = info.son@regiomed-kliniken.de | hours = 24/7 (Notaufnahme) | lastedit = 2024-02-18 | description = Akadem. Lehrkrankenhaus des Universitätsklinikums Jena. }} === Sonstiges === * {{vCard|type=surgery |name=Facharztzentrum Sonneberg |address=Gustav-König-Straße 15-17, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 8944-0 |email= |fax=+49 (0)3675 8944-11 |url=https://www.faz-sonneberg.de/ |hours= Mo + Di 7.30 – 18.00 Uhr, Mi + Do 7.30 – 12.00 Uhr, Fr 7.30 – 15.00 Uhr, Sa nach Vereinbarung. |price=|lat=50.35984 |long=11.17122 |lastedit=|description= }} == Praktische Hinweise == *{{vCard|type=tourist information |name=Touristinformation Sonneberg |address=Bahnhofsplatz 3, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 702711 |email= |fax=|url=https://www.sonneberg-tourismus.de/ |hours= Mo – Do 9.00 – 17.00 Uhr, Fr 9.00 – 15.00 Uhr, Sa 9.00 – 12.00 Uhr. |price=|lat=50.35575 |long=11.16814 |lastedit=|description= }} == Ausflüge == * '''[[Coburg]]''' (19&#x202F;km südwestlich) - Veste Coburg. * '''[[Kronach]]''' (22&#x202F;km südöstlich, B 89) - Veste Rosenberg. * '''[[Neuhaus am Rennweg]]''' (24&#x202F;km nördlich) - Wintersportort, sehenswerte Holzkirche. * '''[[Eisfeld]]''' (27&#x202F;km westlich, B 89) - In der Nähe eine Sommerrodelbahn. == Literatur == * „Bücher der Heimat“ Band 1: ''„Geschichte und Geschichten um 650 Jahre Sonneberg.“'', Herausgeber: Dyba-Werbung und J. Luthardt; Offizin Hildburghausen GmbH, Sonneberg 1998 * ''„650 Jahre Stadt Sonneberg. 1349-1999.“'' Sonneberg, Stadt Sonneberg 1999 * „Sonneberg, wie es früher war“, Wartberg, Gudensbg. 2001 == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} * [http://www.sonneberg-historik.de/ Geschichte, Geschichten und Wissenswertes über Sonneberg] {{class-3}}{{GeoData| lat= 50.35| long= 11.16667| radius= }} {{IstInKat|Hohes Schiefergebirge}} 07ht0sw389ezosrpgy6uy97j19c7rdp 1802339 1802337 2026-09-06T13:26:51Z Eduard47 17518 /* Sehenswürdigkeiten */ Reihenfolge geändert 1802339 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = | TouriInfoWeb = | TouriInfoTel = }} '''Sonneberg''' liegt im Süden Thüringens. Es ist berühmt für die sogenannten Sonneberger Spielwaren. == Hintergrund == {{Mapframe|50.3577|11.1717|zoom=12|type=geoline}} Sonneberg gehörte jahrhundertelang zu Sachsen-Coburg und ist sowohl geographisch als auch sprachlich und kulturell (man spricht fränkisch und nicht thüringisch) näher an Franken als am restlichen Thüringen. Die Stadt trägt den inoffiziellen Beititel Weltspielwarenstadt. Vor dem Ersten Weltkrieg wurden 20 Prozent aller Puppen und Spielzeuge der Welt hier produziert. Viele repräsentative Gebäude, die zu Zeiten der Weimarer Republik im Stadtzentrum gebaut wurden wie das Rathaus und das AOK-Gebäude zeugen heute noch vom einstigen Wohlstand der Stadt. Die Produktion von Spielwaren in Sonneberg fand mit der Weltwirtschaftskrise 1929 ein jähes Ende, die Stadt wurde durch die stark exportorientierte Wirtschaft härter getroffen als wohl jede andere Stadt in Deutschland, zeitweise betrug die Arbeitslosigkeit 50 Prozent. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Sonneberg durch den Eisernen Vorhang von Franken abgetrennt und unterlag durch seine Nähe zur innerdeutschen Grenze strengen Reisebeschränkungen. In der DDR versuchte man an die alte Spielwarentradition anzuknüpfen, siedelte jedoch auch andere Industriebetriebe hier an. Viele dieser Betriebe überstanden die Wende nicht. Einige hielten sich bis heute wie der Modelleisenbahnhersteller Piko, der sich erfolgreich gegen die westdeutsche Konkurrenz behaupten konnte. Nach der Wende konnte Sonneberg wirtschaftlich wieder mit Franken zusammenwachsen und profitiert von seiner Nähe und guten Verkehrsanbindung in die Ballungsräume Coburg und Nürnberg. == Anreise == === Mit der Bahn === {{vCard|type=train|name=Bahnhof Sonneberg|wikidata=Q320969|description= Der Bahnhof ist Endpunkt der elektrifizierten Bahnstrecke [[Coburg]]–[[Sonneberg]]. Es verkehren zweistündlich Regionalbahnen und zweistündlich Regionalexpress-Züge. Letztere kommen direkt aus [[Nürnberg]]. Paradoxerweise bedeutet dies, dass Sonneberg bahnmäßig besser mit Franken verbunden ist als mit dem Rest Thüringens, denn die beiden Bahnstrecken aus [[Meiningen]] und [[Neuhaus am Rennweg]] sind nur unbedeutende Linien. Der Bahnhof Sonneberg ist Teil des Verkehrsverbundes Großraum Nürnberg [http://www.vgn.de/ VGN]. }} === Auf der Straße === Sonneberg befindet sich an der Bundesstraße 89 [[Meiningen]]–Sonneberg–[[Kronach]]. Die [[Deutsche Spielzeugstraße|Deutsche Spielzeugstraße]] führt durch den Ort. == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == * {{vCard | name = Stadtkirche St. Peter | type = church | wikidata = Q14912410 | lastedit = 2020-06-29 | description = evgl., erbaut 1843-1845 im neugotischen Stil }} * {{vCard |type=church |name=Kath. Pfarrkirche St. Stephan |wikidata=Q18204226 |description=erbaut 1903 im neuromanischen Stil. }} * {{vCard | name = Wehrkirche St. Aegidien | type = church | wikidata = Q15129161 | directions = im OT Oberlind }} * {{vCard | name = Cella Antiqua | type = chapel | address = Gerichtssteig 1, 96515 Sonneberg | lat = 50.36854 | long = 11.17460 | description = Taufkapelle aus dem 9.&nbsp;Jahrhundert. }} * {{vCard | name = Altes Rathaus | type = town hall | wikidata = Q126418050 | description = 1845, neugotisch. }} * {{vCard | name = Neues Rathaus | type = town hall | wikidata = Q126418056 | description = 1928, monumentaler Neubau am Bahnhofsplatz. }} * {{vCard | name = Verwaltungsbau der AOK | type = building | lat = 50.35636 | long = 11.16812 | description = 1927, monumentaler, expressionistischer Neubau am Bahnhofsplatz. }} * {{vCard | name = Hauptbahnhof | type = train | wikidata = Q320969 | show = copy | lastedit = 2020-06-29 | description = 1907 }} * {{vCard | name = Nautiland Sonneberg | type = aquarium | url = https://meeresaquarium-nautiland.de/ | address = Marktpl. 2, 96515 Sonneberg | directions = Altstadt | lat = 50.36905 | long = 11.17684 | phone = +49 (0)3675 427888 | email = info@schauaquarium-nautiland.de | hours = Di-So 11:00-17:00 | price = Erw.8,50{{nnbsp}}€, Kinder (4-14{{nnbsp}}J.) 4,00 3,50&#x202F;€, Familien: 19,00-27,00{{nnbsp}}€ | lastedit = 2026-09-06 | description = Auf 900{{nnbsp}}m² Fläche und auf 3{{nnbsp}}Etagen gibt es neben tropischen Fischen und Korallen, Seepferdchen, Haien in einem 100.000{{nnbsp}}Liter Becken, Raubmuränen und 21 Reptilen-Arten auch verschiedene exotische Säugetiere. }} * {{vCard | name = Tiergarten Sonneberg | alt = Heimattiergarten | type = zoo | wikidata = Q116838438 | directions = im OT Neufang | lastedit = 2026-09-06 }} === Museen === * {{vCard | name = Deutsches Spielzeugmuseum | type = museum | wikidata = Q877904 | email = info@spielzeugmuseum-sonneberg.de | address = Beethovenstraße 10, 96515 Sonneberg | phone = +49 (0)3675 702856 | fax = +49 (0)3675 742817 | hours = Di - So u. an Feiertagen 9.00 bis 17.00 Uhr | price = Eintritt: 6,- €, ermäßigt 4,- €, Familien: 8,50&#x202F;€ | lastedit = 2020-06-29 }} * {{vCard | type = museum | name = Sternwarte und Astronomiemuseum | wikidata = Q63520 | address = Sternwartestraße 32, 96515 Sonneberg | lat = 50.37704 | long = 11.19028 | phone = +49 (0)3675 81218 | fax = +49 (0)3675 81219 | hours = außer November: Di - Fr 13.00 bis 17.00 Uhr, So 13.00 bis 17:00 Uhr, April − Okt.: Sa. 13 − 17 Uhr | price = Eintritt: Erwachsene 2,50 €, Kinder 1,50&#x202F;€ | description = }} == Aktivitäten == * '''Internationale Sonneberger Jazztage''' (jährlich im November) * '''Sonneberger Vogelschießen''' (jährlich Anfang Juli) * '''Sonneberger Kneipenfest''' (mehrmals im Jahr, vorwiegend mit regionalen Bands) * '''Sonneberger Musikmeile''' * '''Puppentheatertage''' * '''Internationales Puppenfestival''' (zusammen mit [[Neustadt bei Coburg]]) * '''Stadt- und Museumsfest''' (jährlich im September) * '''Comptoir-Kunstmagazin - die Städtische Galerie''' (ständig aktuelle Ausstellungen) * '''Veranstaltungen im Gesellschaftshaus''' (wöchentlich) == Einkaufen == == Küche == Das erste schriftliche Kloßrezept, auf 1808 datiert, stammt aus der Pfarrei Effelder bei Sonneberg. * {{vCard|type=restaurant |name=Restaurant – Café Kesselhaus |address=Cuno Hoffmeister Straße 5, 96515 Sonneberg |phone= +49 (0)3675 4263502 |email=kesselhaus.sonneberg@web.de |fax=|url=http://www.kesselhaus-sonneberg.de/ |hours= Mo ist Ruhetag, Di – Do 11.00 – 22.30 Uhr, Fr 11.00 – 0.00 Uhr, Sa 15.00 – 0.00 Uhr, So 11.00 – 21.00 Uhr |price=|lat=50.35747 |long=11.17321 |lastedit=|description=Vorwiegend thüringische Küche. }} * {{vCard|type=restaurant |name=Restaurant Rhodos |address=Bettelheckerstr. 82, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 703189 |email=info@restaurantrhodos.net |fax=|url=https://www.restaurantrhodos.net/ |hours= Mi – Mo 11.30 – 14.30 Uhr + 17.30 – 0.00 Uhr, Di ist Ruhetag |price=|lat=50.36264 |long=11.15648 |lastedit=|description=Griechische Küche. }} * {{vCard|type=restaurant |name=Gaststätte Hasenhütt |address=Steinweg 16, 96515 Sonneberg |phone= +49 (0)3675 4697385 |email=mail@hasenhuett.de |fax=+49 03675 401945 |url=http://www.hasenhuett.de/ |hours= Mo, Mi – Fr 17.00 – 23.00 Uhr, Sa 17.00 – 0.00 Uhr, So 17.00 – 22.00 Uhr, Di ist Ruhetag. |price=|lat=50.35576 |long=11.21624 |lastedit=|description= }} * {{vCard|type=restaurant |name=Försterquelle |address=Kirchstraße 14, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 703291 |email=info@foersterquelle.de |fax=+49 (0)3675 425441 |url=http://www.foersterquelle.de/ |hours= Mo + Di sind Ruhetage, Mi + Do 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 23.00 Uhr, Fr 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 0.00 Uhr, Sa 10.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 0.00 Uhr, So 11.00 – 15.00 Uhr |price=|lat=50.36459 |long=11.17691 |lastedit=|description=Deutsche Küche, große Auswahl an diversen Schnitzel- und Steakgerichten, günstige Preise. }} * {{vCard|type=restaurant |name=Alter Fritz |address=Erholungsstraße 2, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 743264 |email=|fax=|url=http://www.alterfritzsonneberg.de/ |hours=Di – So 11.00 – 23.00 Uhr, Mo ist Ruhetag. |price=|lat=50.36696 |long=11.17492 |lastedit=|description= }} * {{vCard|type=restaurant |name=Gaststätte "Zum Tiegela" |address=Ortsstraße 42, 96515 Sonneberg OT Unterlind |phone=+49 (0)3675 745192 |email=zumtiegela@gmail.com |fax= |url=http://www.tiegela.de/ |hours= Mo + Di sind Ruhetage, Mi – Fr 17.00 – 22.00 Uhr, Sa 13.00 – 18.00 Uhr, So 10.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 22.00 Uhr |price=|lat=50.33058 |long=11.17213 |lastedit=|description=Gut bürgerliche, thüringische Küche. }} == Nachtleben == * {{vCard|type=cafe |name=Café Metropol |address=Gustav-König-Straße 42, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 741512 |email=|fax=|url=https://www.cafemetropol.de/ |hours=|price= |lat=50.35708 |long=11.16819 |lastedit=|description=Café und Bar.}} == Unterkunft == * {{vCard|type=hotel |name=Hotel-Gasthof Waldblick |address=Mönchsberger Str. 13 A, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 744749 |email=|fax=+49 03675 744448 |url=https://www.hotelwaldblick.com/ |hours= dazugehörigen Gaststätte: Mo 17.00 – 22.30 Uhr, Di 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 22.30 Uhr, Mi 17.00 – 22.30 Uhr, Do 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 22.30 Uhr, Fr 17.00 – 0.00 Uhr, Sa 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 0.00 Uhr, So 11.00 – 20.00 Uhr |price=EZ ab 49 €, DZ ab 75&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.35295 |long=11.22100 |lastedit=|description=Biergarten vorhanden. }} * {{vCard|type=hotel |name=Hotel Schöne Aussicht |address=Schöne Aussicht 24, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 804040 |email=info@hotelschoeneaussicht.de |fax=+49 (0)3675 804041 |url=https://www.hotelschoeneaussicht.de/ |hours=|price=EZ ab 54 €, DZ ab 76 €, Familienzimmer ab 115&#x202F;€ |lat=50.36024 |long=11.18082 |lastedit=|description=Restaurant und Biergarten vorhanden. }} * {{vCard|type=hotel |name=Spielzeug Hotel Sonneberg |address=Wiesenstraße 4, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 4204999 |email=info@spielzeughotel-sonneberg.de |fax=+49 (0)3675 4204998 |url=https://www.spielzeughotel-sonneberg.de/ |hours=|price=EZ ab 69 €, DZ ab 89&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.35873 |long=11.16615 |lastedit=|description=Das Spielzeug-Hotel befindet sich in der Nähe des Stadtzentrums und nur fünf Gehminuten vom Bahnhof entfernt.}} * {{vCard|type=hotel |name=Hotel und Gaststätte zum Grünen Baum |address=Neustadter Straße 195, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 802949 |email=info@gruener-baum-sonneberg.de |fax=+49 (0)3675 702014 |url=https://gruener-baum-sonneberg.de/ |hours= Restaurant: Mo 14.00 – 22.00 Uhr, Di 17.00 – 22.00 Uhr, Mi ist Ruhetag, Do + Fr 17.00 – 22.00 Uhr, Sa 11.00 – 22.00 Uhr, So + Feiertage 11.00 – 20.00 Uhr |price=EZ ab 40 €, DZ ab 60&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.34481 |long=11.14713 |lastedit=|description=Biergarten vorhanden. Das Restaurant bietet eine regionale Küche bis hin zu internationalen Speisen. }} * {{vCard|type=hotel |name=Schlossberg Sonneberg |address=Schlossbergstraße 1, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 73300 |email=info@schlossberg-sonneberg.de |fax=+49 (0)3675 733012 |url=https://www.schlossberg-sonneberg.de/ |hours=|price=DZ zur Einzelnutzung ab 59 €, DZ ab 85 €. |lat=50.37074 |long=11.17323 |lastedit=|description= }} * {{vCard|type=hotel |name=Hotel Gasthof Hüttensteinach |address=Steinacher Str. 118, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 4080-0 |email=info@hotel-huettensteinach.de |fax=+49 (0)3675 4080-44 |url=https://www.hotel-huettensteinach.de/ |hours=Restaurant: Di – So ab 11.00 Uhr durchgehend warme Küche, Mo ist Ruhetag |price=Preise: Hotel: EZ ab 50 €, DZ ab 70 €; Gasthof EZ ab 20 €, DZ ab 40 €; HP 12&#x202F;€ pro Person, VP 20&#x202F;€ pro Person; Sauna 5&#x202F;€ pro Person |lat=50.36358 |long=11.20810 |lastedit=|description=Das Restaurant bietet typisch thüringische und internationale Küche. }} * {{vCard|type=boarding house |name=Berggasthof "Blockhütte" |address=Waldstraße 60, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 702840 |email=info@berggasthof-blockhuette.de |fax=+49 (0)3675 428844 |url=https://www.berggasthof-blockhuette.de/ |hours=Gaststube: Mo + Di sind Ruhetage, Mi + Do 11.00 – 20.00 Uhr, Fr + Sa 11.00 – 0.00 Uhr, So 10.00 – 19.00 Uhr |price=EZ ab 45 €, DZ ab 65&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.36515 |long=11.18900 |lastedit=|description=In der Gaststube gibt es eine gutbürgerliche Küche nach original Thüringer Art. }} * {{vCard|type=boarding house |name=Pension Kiesewetter |address=An der Müß 163, 96515 Sonneberg OT Oberlind |phone=+49 (0)3675 745166 |email=|fax=+49 (0)3675 745166 |url=http://www.pension-kiesewetter.homepage.t-online.de/ |hours=|price=EZ 14,50 €, DZ ab 28&#x202F;€ (Aufschlag bei nur einem Tag 2&#x202F;€ pro Person, Aufschlag 1 bis 3 Tage 1&#x202F;€ pro Person). |lat=50.34031 |long=11.17789 |lastedit=|description= }} == Sicherheit == * {{vCard|type=police |name=Polizeiinspektion Sonneberg |wikidata=|auto=|address=Bismarckstraße 52, 96515 Sonneberg |phone=+49 03675 8750 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=50.35764 |long=11.17024 |lastedit=|description= }} == Gesundheit == === Krankenhäuser === * {{vCard | name = REGIOMED Klinikum Sonneberg | type = hospital | url = https://www.regiomed-kliniken.de/startseite-klinikum-sonneberg-neuhaus.aspx | address = Neustadter Str. 61, 96515 Sonneberg | lat = 50.35393 | long = 11.16312 | phone = +49 (0)3675 821-0 | fax = +49 (0)3675 821-2000 | email = info.son@regiomed-kliniken.de | hours = 24/7 (Notaufnahme) | lastedit = 2024-02-18 | description = Akadem. Lehrkrankenhaus des Universitätsklinikums Jena. }} === Sonstiges === * {{vCard|type=surgery |name=Facharztzentrum Sonneberg |address=Gustav-König-Straße 15-17, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 8944-0 |email= |fax=+49 (0)3675 8944-11 |url=https://www.faz-sonneberg.de/ |hours= Mo + Di 7.30 – 18.00 Uhr, Mi + Do 7.30 – 12.00 Uhr, Fr 7.30 – 15.00 Uhr, Sa nach Vereinbarung. |price=|lat=50.35984 |long=11.17122 |lastedit=|description= }} == Praktische Hinweise == *{{vCard|type=tourist information |name=Touristinformation Sonneberg |address=Bahnhofsplatz 3, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 702711 |email= |fax=|url=https://www.sonneberg-tourismus.de/ |hours= Mo – Do 9.00 – 17.00 Uhr, Fr 9.00 – 15.00 Uhr, Sa 9.00 – 12.00 Uhr. |price=|lat=50.35575 |long=11.16814 |lastedit=|description= }} == Ausflüge == * '''[[Coburg]]''' (19&#x202F;km südwestlich) - Veste Coburg. * '''[[Kronach]]''' (22&#x202F;km südöstlich, B 89) - Veste Rosenberg. * '''[[Neuhaus am Rennweg]]''' (24&#x202F;km nördlich) - Wintersportort, sehenswerte Holzkirche. * '''[[Eisfeld]]''' (27&#x202F;km westlich, B 89) - In der Nähe eine Sommerrodelbahn. == Literatur == * „Bücher der Heimat“ Band 1: ''„Geschichte und Geschichten um 650 Jahre Sonneberg.“'', Herausgeber: Dyba-Werbung und J. Luthardt; Offizin Hildburghausen GmbH, Sonneberg 1998 * ''„650 Jahre Stadt Sonneberg. 1349-1999.“'' Sonneberg, Stadt Sonneberg 1999 * „Sonneberg, wie es früher war“, Wartberg, Gudensbg. 2001 == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} * [http://www.sonneberg-historik.de/ Geschichte, Geschichten und Wissenswertes über Sonneberg] {{class-3}}{{GeoData| lat= 50.35| long= 11.16667| radius= }} {{IstInKat|Hohes Schiefergebirge}} g85ja37vbkj8vewn3xfzfpcxivfvrok 1802342 1802339 2026-09-06T13:37:15Z Eduard47 17518 Hinzugefügte vCard für PIKO Flagship Store 1802342 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = | TouriInfoWeb = | TouriInfoTel = }} '''Sonneberg''' liegt im Süden Thüringens. Es ist berühmt für die sogenannten Sonneberger Spielwaren. == Hintergrund == {{Mapframe|50.3577|11.1717|zoom=12|type=geoline}} Sonneberg gehörte jahrhundertelang zu Sachsen-Coburg und ist sowohl geographisch als auch sprachlich und kulturell (man spricht fränkisch und nicht thüringisch) näher an Franken als am restlichen Thüringen. Die Stadt trägt den inoffiziellen Beititel Weltspielwarenstadt. Vor dem Ersten Weltkrieg wurden 20 Prozent aller Puppen und Spielzeuge der Welt hier produziert. Viele repräsentative Gebäude, die zu Zeiten der Weimarer Republik im Stadtzentrum gebaut wurden wie das Rathaus und das AOK-Gebäude zeugen heute noch vom einstigen Wohlstand der Stadt. Die Produktion von Spielwaren in Sonneberg fand mit der Weltwirtschaftskrise 1929 ein jähes Ende, die Stadt wurde durch die stark exportorientierte Wirtschaft härter getroffen als wohl jede andere Stadt in Deutschland, zeitweise betrug die Arbeitslosigkeit 50 Prozent. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Sonneberg durch den Eisernen Vorhang von Franken abgetrennt und unterlag durch seine Nähe zur innerdeutschen Grenze strengen Reisebeschränkungen. In der DDR versuchte man an die alte Spielwarentradition anzuknüpfen, siedelte jedoch auch andere Industriebetriebe hier an. Viele dieser Betriebe überstanden die Wende nicht. Einige hielten sich bis heute wie der Modelleisenbahnhersteller Piko, der sich erfolgreich gegen die westdeutsche Konkurrenz behaupten konnte. Nach der Wende konnte Sonneberg wirtschaftlich wieder mit Franken zusammenwachsen und profitiert von seiner Nähe und guten Verkehrsanbindung in die Ballungsräume Coburg und Nürnberg. == Anreise == === Mit der Bahn === {{vCard|type=train|name=Bahnhof Sonneberg|wikidata=Q320969|description= Der Bahnhof ist Endpunkt der elektrifizierten Bahnstrecke [[Coburg]]–[[Sonneberg]]. Es verkehren zweistündlich Regionalbahnen und zweistündlich Regionalexpress-Züge. Letztere kommen direkt aus [[Nürnberg]]. Paradoxerweise bedeutet dies, dass Sonneberg bahnmäßig besser mit Franken verbunden ist als mit dem Rest Thüringens, denn die beiden Bahnstrecken aus [[Meiningen]] und [[Neuhaus am Rennweg]] sind nur unbedeutende Linien. Der Bahnhof Sonneberg ist Teil des Verkehrsverbundes Großraum Nürnberg [http://www.vgn.de/ VGN]. }} === Auf der Straße === Sonneberg befindet sich an der Bundesstraße 89 [[Meiningen]]–Sonneberg–[[Kronach]]. Die [[Deutsche Spielzeugstraße|Deutsche Spielzeugstraße]] führt durch den Ort. == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == * {{vCard | name = Stadtkirche St. Peter | type = church | wikidata = Q14912410 | lastedit = 2020-06-29 | description = evgl., erbaut 1843-1845 im neugotischen Stil }} * {{vCard |type=church |name=Kath. Pfarrkirche St. Stephan |wikidata=Q18204226 |description=erbaut 1903 im neuromanischen Stil. }} * {{vCard | name = Wehrkirche St. Aegidien | type = church | wikidata = Q15129161 | directions = im OT Oberlind }} * {{vCard | name = Cella Antiqua | type = chapel | address = Gerichtssteig 1, 96515 Sonneberg | lat = 50.36854 | long = 11.17460 | description = Taufkapelle aus dem 9.&nbsp;Jahrhundert. }} * {{vCard | name = Altes Rathaus | type = town hall | wikidata = Q126418050 | description = 1845, neugotisch. }} * {{vCard | name = Neues Rathaus | type = town hall | wikidata = Q126418056 | description = 1928, monumentaler Neubau am Bahnhofsplatz. }} * {{vCard | name = Verwaltungsbau der AOK | type = building | lat = 50.35636 | long = 11.16812 | description = 1927, monumentaler, expressionistischer Neubau am Bahnhofsplatz. }} * {{vCard | name = Hauptbahnhof | type = train | wikidata = Q320969 | show = copy | lastedit = 2020-06-29 | description = 1907 }} * {{vCard | name = Nautiland Sonneberg | type = aquarium | url = https://meeresaquarium-nautiland.de/ | address = Marktpl. 2, 96515 Sonneberg | directions = Altstadt | lat = 50.36905 | long = 11.17684 | phone = +49 (0)3675 427888 | email = info@schauaquarium-nautiland.de | hours = Di-So 11:00-17:00 | price = Erw.8,50{{nnbsp}}€, Kinder (4-14{{nnbsp}}J.) 4,00 3,50&#x202F;€, Familien: 19,00-27,00{{nnbsp}}€ | lastedit = 2026-09-06 | description = Auf 900{{nnbsp}}m² Fläche und auf 3{{nnbsp}}Etagen gibt es neben tropischen Fischen und Korallen, Seepferdchen, Haien in einem 100.000{{nnbsp}}Liter Becken, Raubmuränen und 21 Reptilen-Arten auch verschiedene exotische Säugetiere. }} * {{vCard | name = Tiergarten Sonneberg | alt = Heimattiergarten | type = zoo | wikidata = Q116838438 | directions = im OT Neufang | lastedit = 2026-09-06 }} === Museen === * {{vCard | name = Deutsches Spielzeugmuseum | type = museum | wikidata = Q877904 | email = info@spielzeugmuseum-sonneberg.de | address = Beethovenstraße 10, 96515 Sonneberg | phone = +49 (0)3675 702856 | fax = +49 (0)3675 742817 | hours = Di - So u. an Feiertagen 9.00 bis 17.00 Uhr | price = Eintritt: 6,- €, ermäßigt 4,- €, Familien: 8,50&#x202F;€ | lastedit = 2020-06-29 }} * {{vCard | type = museum | name = Sternwarte und Astronomiemuseum | wikidata = Q63520 | address = Sternwartestraße 32, 96515 Sonneberg | lat = 50.37704 | long = 11.19028 | phone = +49 (0)3675 81218 | fax = +49 (0)3675 81219 | hours = außer November: Di - Fr 13.00 bis 17.00 Uhr, So 13.00 bis 17:00 Uhr, April − Okt.: Sa. 13 − 17 Uhr | price = Eintritt: Erwachsene 2,50 €, Kinder 1,50&#x202F;€ | description = }} == Aktivitäten == * '''Internationale Sonneberger Jazztage''' (jährlich im November) * '''Sonneberger Vogelschießen''' (jährlich Anfang Juli) * '''Sonneberger Kneipenfest''' (mehrmals im Jahr, vorwiegend mit regionalen Bands) * '''Sonneberger Musikmeile''' * '''Puppentheatertage''' * '''Internationales Puppenfestival''' (zusammen mit [[Neustadt bei Coburg]]) * '''Stadt- und Museumsfest''' (jährlich im September) * '''Comptoir-Kunstmagazin - die Städtische Galerie''' (ständig aktuelle Ausstellungen) * '''Veranstaltungen im Gesellschaftshaus''' (wöchentlich) == Einkaufen == * {{vCard | name = PIKO Flagship Store | type = outlet | url = https://www.piko.de/DE/index.php/de/anfahrt.html | address = Lutherstr. 30 96515 Sonneberg | lat = 50.34243 | long = 11.17549 | phone = +49 (0)3675 8972-63 | email = flagshipstore@piko.de | hours = Mo-Fr 09:00–12:00 und 13:00–17:00, Sa 10:00–14:00 | lastedit = 2026-09-06 | description = Im Geschäft des Modelleisenbahnherstellers Piko gibt es immer das vollständige, aktuelle Sortiment sowie alle bereits verfügbaren Neuheiten und auch passendes Zubehör, wie Gleise, Gebäude sowie analoge und digitale Steuerungssysteme. }} == Küche == Das erste schriftliche Kloßrezept, auf 1808 datiert, stammt aus der Pfarrei Effelder bei Sonneberg. * {{vCard|type=restaurant |name=Restaurant – Café Kesselhaus |address=Cuno Hoffmeister Straße 5, 96515 Sonneberg |phone= +49 (0)3675 4263502 |email=kesselhaus.sonneberg@web.de |fax=|url=http://www.kesselhaus-sonneberg.de/ |hours= Mo ist Ruhetag, Di – Do 11.00 – 22.30 Uhr, Fr 11.00 – 0.00 Uhr, Sa 15.00 – 0.00 Uhr, So 11.00 – 21.00 Uhr |price=|lat=50.35747 |long=11.17321 |lastedit=|description=Vorwiegend thüringische Küche. }} * {{vCard|type=restaurant |name=Restaurant Rhodos |address=Bettelheckerstr. 82, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 703189 |email=info@restaurantrhodos.net |fax=|url=https://www.restaurantrhodos.net/ |hours= Mi – Mo 11.30 – 14.30 Uhr + 17.30 – 0.00 Uhr, Di ist Ruhetag |price=|lat=50.36264 |long=11.15648 |lastedit=|description=Griechische Küche. }} * {{vCard|type=restaurant |name=Gaststätte Hasenhütt |address=Steinweg 16, 96515 Sonneberg |phone= +49 (0)3675 4697385 |email=mail@hasenhuett.de |fax=+49 03675 401945 |url=http://www.hasenhuett.de/ |hours= Mo, Mi – Fr 17.00 – 23.00 Uhr, Sa 17.00 – 0.00 Uhr, So 17.00 – 22.00 Uhr, Di ist Ruhetag. |price=|lat=50.35576 |long=11.21624 |lastedit=|description= }} * {{vCard|type=restaurant |name=Försterquelle |address=Kirchstraße 14, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 703291 |email=info@foersterquelle.de |fax=+49 (0)3675 425441 |url=http://www.foersterquelle.de/ |hours= Mo + Di sind Ruhetage, Mi + Do 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 23.00 Uhr, Fr 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 0.00 Uhr, Sa 10.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 0.00 Uhr, So 11.00 – 15.00 Uhr |price=|lat=50.36459 |long=11.17691 |lastedit=|description=Deutsche Küche, große Auswahl an diversen Schnitzel- und Steakgerichten, günstige Preise. }} * {{vCard|type=restaurant |name=Alter Fritz |address=Erholungsstraße 2, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 743264 |email=|fax=|url=http://www.alterfritzsonneberg.de/ |hours=Di – So 11.00 – 23.00 Uhr, Mo ist Ruhetag. |price=|lat=50.36696 |long=11.17492 |lastedit=|description= }} * {{vCard|type=restaurant |name=Gaststätte "Zum Tiegela" |address=Ortsstraße 42, 96515 Sonneberg OT Unterlind |phone=+49 (0)3675 745192 |email=zumtiegela@gmail.com |fax= |url=http://www.tiegela.de/ |hours= Mo + Di sind Ruhetage, Mi – Fr 17.00 – 22.00 Uhr, Sa 13.00 – 18.00 Uhr, So 10.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 22.00 Uhr |price=|lat=50.33058 |long=11.17213 |lastedit=|description=Gut bürgerliche, thüringische Küche. }} == Nachtleben == * {{vCard|type=cafe |name=Café Metropol |address=Gustav-König-Straße 42, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 741512 |email=|fax=|url=https://www.cafemetropol.de/ |hours=|price= |lat=50.35708 |long=11.16819 |lastedit=|description=Café und Bar.}} == Unterkunft == * {{vCard|type=hotel |name=Hotel-Gasthof Waldblick |address=Mönchsberger Str. 13 A, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 744749 |email=|fax=+49 03675 744448 |url=https://www.hotelwaldblick.com/ |hours= dazugehörigen Gaststätte: Mo 17.00 – 22.30 Uhr, Di 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 22.30 Uhr, Mi 17.00 – 22.30 Uhr, Do 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 22.30 Uhr, Fr 17.00 – 0.00 Uhr, Sa 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 0.00 Uhr, So 11.00 – 20.00 Uhr |price=EZ ab 49 €, DZ ab 75&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.35295 |long=11.22100 |lastedit=|description=Biergarten vorhanden. }} * {{vCard|type=hotel |name=Hotel Schöne Aussicht |address=Schöne Aussicht 24, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 804040 |email=info@hotelschoeneaussicht.de |fax=+49 (0)3675 804041 |url=https://www.hotelschoeneaussicht.de/ |hours=|price=EZ ab 54 €, DZ ab 76 €, Familienzimmer ab 115&#x202F;€ |lat=50.36024 |long=11.18082 |lastedit=|description=Restaurant und Biergarten vorhanden. }} * {{vCard|type=hotel |name=Spielzeug Hotel Sonneberg |address=Wiesenstraße 4, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 4204999 |email=info@spielzeughotel-sonneberg.de |fax=+49 (0)3675 4204998 |url=https://www.spielzeughotel-sonneberg.de/ |hours=|price=EZ ab 69 €, DZ ab 89&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.35873 |long=11.16615 |lastedit=|description=Das Spielzeug-Hotel befindet sich in der Nähe des Stadtzentrums und nur fünf Gehminuten vom Bahnhof entfernt.}} * {{vCard|type=hotel |name=Hotel und Gaststätte zum Grünen Baum |address=Neustadter Straße 195, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 802949 |email=info@gruener-baum-sonneberg.de |fax=+49 (0)3675 702014 |url=https://gruener-baum-sonneberg.de/ |hours= Restaurant: Mo 14.00 – 22.00 Uhr, Di 17.00 – 22.00 Uhr, Mi ist Ruhetag, Do + Fr 17.00 – 22.00 Uhr, Sa 11.00 – 22.00 Uhr, So + Feiertage 11.00 – 20.00 Uhr |price=EZ ab 40 €, DZ ab 60&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.34481 |long=11.14713 |lastedit=|description=Biergarten vorhanden. Das Restaurant bietet eine regionale Küche bis hin zu internationalen Speisen. }} * {{vCard|type=hotel |name=Schlossberg Sonneberg |address=Schlossbergstraße 1, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 73300 |email=info@schlossberg-sonneberg.de |fax=+49 (0)3675 733012 |url=https://www.schlossberg-sonneberg.de/ |hours=|price=DZ zur Einzelnutzung ab 59 €, DZ ab 85 €. |lat=50.37074 |long=11.17323 |lastedit=|description= }} * {{vCard|type=hotel |name=Hotel Gasthof Hüttensteinach |address=Steinacher Str. 118, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 4080-0 |email=info@hotel-huettensteinach.de |fax=+49 (0)3675 4080-44 |url=https://www.hotel-huettensteinach.de/ |hours=Restaurant: Di – So ab 11.00 Uhr durchgehend warme Küche, Mo ist Ruhetag |price=Preise: Hotel: EZ ab 50 €, DZ ab 70 €; Gasthof EZ ab 20 €, DZ ab 40 €; HP 12&#x202F;€ pro Person, VP 20&#x202F;€ pro Person; Sauna 5&#x202F;€ pro Person |lat=50.36358 |long=11.20810 |lastedit=|description=Das Restaurant bietet typisch thüringische und internationale Küche. }} * {{vCard|type=boarding house |name=Berggasthof "Blockhütte" |address=Waldstraße 60, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 702840 |email=info@berggasthof-blockhuette.de |fax=+49 (0)3675 428844 |url=https://www.berggasthof-blockhuette.de/ |hours=Gaststube: Mo + Di sind Ruhetage, Mi + Do 11.00 – 20.00 Uhr, Fr + Sa 11.00 – 0.00 Uhr, So 10.00 – 19.00 Uhr |price=EZ ab 45 €, DZ ab 65&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.36515 |long=11.18900 |lastedit=|description=In der Gaststube gibt es eine gutbürgerliche Küche nach original Thüringer Art. }} * {{vCard|type=boarding house |name=Pension Kiesewetter |address=An der Müß 163, 96515 Sonneberg OT Oberlind |phone=+49 (0)3675 745166 |email=|fax=+49 (0)3675 745166 |url=http://www.pension-kiesewetter.homepage.t-online.de/ |hours=|price=EZ 14,50 €, DZ ab 28&#x202F;€ (Aufschlag bei nur einem Tag 2&#x202F;€ pro Person, Aufschlag 1 bis 3 Tage 1&#x202F;€ pro Person). |lat=50.34031 |long=11.17789 |lastedit=|description= }} == Sicherheit == * {{vCard|type=police |name=Polizeiinspektion Sonneberg |wikidata=|auto=|address=Bismarckstraße 52, 96515 Sonneberg |phone=+49 03675 8750 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=50.35764 |long=11.17024 |lastedit=|description= }} == Gesundheit == === Krankenhäuser === * {{vCard | name = REGIOMED Klinikum Sonneberg | type = hospital | url = https://www.regiomed-kliniken.de/startseite-klinikum-sonneberg-neuhaus.aspx | address = Neustadter Str. 61, 96515 Sonneberg | lat = 50.35393 | long = 11.16312 | phone = +49 (0)3675 821-0 | fax = +49 (0)3675 821-2000 | email = info.son@regiomed-kliniken.de | hours = 24/7 (Notaufnahme) | lastedit = 2024-02-18 | description = Akadem. Lehrkrankenhaus des Universitätsklinikums Jena. }} === Sonstiges === * {{vCard|type=surgery |name=Facharztzentrum Sonneberg |address=Gustav-König-Straße 15-17, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 8944-0 |email= |fax=+49 (0)3675 8944-11 |url=https://www.faz-sonneberg.de/ |hours= Mo + Di 7.30 – 18.00 Uhr, Mi + Do 7.30 – 12.00 Uhr, Fr 7.30 – 15.00 Uhr, Sa nach Vereinbarung. |price=|lat=50.35984 |long=11.17122 |lastedit=|description= }} == Praktische Hinweise == *{{vCard|type=tourist information |name=Touristinformation Sonneberg |address=Bahnhofsplatz 3, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 702711 |email= |fax=|url=https://www.sonneberg-tourismus.de/ |hours= Mo – Do 9.00 – 17.00 Uhr, Fr 9.00 – 15.00 Uhr, Sa 9.00 – 12.00 Uhr. |price=|lat=50.35575 |long=11.16814 |lastedit=|description= }} == Ausflüge == * '''[[Coburg]]''' (19&#x202F;km südwestlich) - Veste Coburg. * '''[[Kronach]]''' (22&#x202F;km südöstlich, B 89) - Veste Rosenberg. * '''[[Neuhaus am Rennweg]]''' (24&#x202F;km nördlich) - Wintersportort, sehenswerte Holzkirche. * '''[[Eisfeld]]''' (27&#x202F;km westlich, B 89) - In der Nähe eine Sommerrodelbahn. == Literatur == * „Bücher der Heimat“ Band 1: ''„Geschichte und Geschichten um 650 Jahre Sonneberg.“'', Herausgeber: Dyba-Werbung und J. Luthardt; Offizin Hildburghausen GmbH, Sonneberg 1998 * ''„650 Jahre Stadt Sonneberg. 1349-1999.“'' Sonneberg, Stadt Sonneberg 1999 * „Sonneberg, wie es früher war“, Wartberg, Gudensbg. 2001 == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} * [http://www.sonneberg-historik.de/ Geschichte, Geschichten und Wissenswertes über Sonneberg] {{class-3}}{{GeoData| lat= 50.35| long= 11.16667| radius= }} {{IstInKat|Hohes Schiefergebirge}} nqbvepiwo6truv73uegpbafqxa5d8y3 1802343 1802342 2026-09-06T13:42:31Z Eduard47 17518 /* Sehenswürdigkeiten */ + Skelett 1802343 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = | TouriInfoWeb = | TouriInfoTel = }} '''Sonneberg''' liegt im Süden Thüringens. Es ist berühmt für die sogenannten Sonneberger Spielwaren. == Hintergrund == {{Mapframe|50.3577|11.1717|zoom=12|type=geoline}} Sonneberg gehörte jahrhundertelang zu Sachsen-Coburg und ist sowohl geographisch als auch sprachlich und kulturell (man spricht fränkisch und nicht thüringisch) näher an Franken als am restlichen Thüringen. Die Stadt trägt den inoffiziellen Beititel Weltspielwarenstadt. Vor dem Ersten Weltkrieg wurden 20 Prozent aller Puppen und Spielzeuge der Welt hier produziert. Viele repräsentative Gebäude, die zu Zeiten der Weimarer Republik im Stadtzentrum gebaut wurden wie das Rathaus und das AOK-Gebäude zeugen heute noch vom einstigen Wohlstand der Stadt. Die Produktion von Spielwaren in Sonneberg fand mit der Weltwirtschaftskrise 1929 ein jähes Ende, die Stadt wurde durch die stark exportorientierte Wirtschaft härter getroffen als wohl jede andere Stadt in Deutschland, zeitweise betrug die Arbeitslosigkeit 50 Prozent. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Sonneberg durch den Eisernen Vorhang von Franken abgetrennt und unterlag durch seine Nähe zur innerdeutschen Grenze strengen Reisebeschränkungen. In der DDR versuchte man an die alte Spielwarentradition anzuknüpfen, siedelte jedoch auch andere Industriebetriebe hier an. Viele dieser Betriebe überstanden die Wende nicht. Einige hielten sich bis heute wie der Modelleisenbahnhersteller Piko, der sich erfolgreich gegen die westdeutsche Konkurrenz behaupten konnte. Nach der Wende konnte Sonneberg wirtschaftlich wieder mit Franken zusammenwachsen und profitiert von seiner Nähe und guten Verkehrsanbindung in die Ballungsräume Coburg und Nürnberg. == Anreise == === Mit der Bahn === {{vCard|type=train|name=Bahnhof Sonneberg|wikidata=Q320969|description= Der Bahnhof ist Endpunkt der elektrifizierten Bahnstrecke [[Coburg]]–[[Sonneberg]]. Es verkehren zweistündlich Regionalbahnen und zweistündlich Regionalexpress-Züge. Letztere kommen direkt aus [[Nürnberg]]. Paradoxerweise bedeutet dies, dass Sonneberg bahnmäßig besser mit Franken verbunden ist als mit dem Rest Thüringens, denn die beiden Bahnstrecken aus [[Meiningen]] und [[Neuhaus am Rennweg]] sind nur unbedeutende Linien. Der Bahnhof Sonneberg ist Teil des Verkehrsverbundes Großraum Nürnberg [http://www.vgn.de/ VGN]. }} === Auf der Straße === Sonneberg befindet sich an der Bundesstraße 89 [[Meiningen]]–Sonneberg–[[Kronach]]. Die [[Deutsche Spielzeugstraße|Deutsche Spielzeugstraße]] führt durch den Ort. == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == === Kirchen === * {{vCard | name = Stadtkirche St. Peter | type = church | wikidata = Q14912410 | lastedit = 2020-06-29 | description = evgl., erbaut 1843-1845 im neugotischen Stil }} * {{vCard |type=church |name=Kath. Pfarrkirche St. Stephan |wikidata=Q18204226 |description=erbaut 1903 im neuromanischen Stil. }} * {{vCard | name = Wehrkirche St. Aegidien | type = church | wikidata = Q15129161 | directions = im OT Oberlind }} * {{vCard | name = Cella Antiqua | type = chapel | address = Gerichtssteig 1, 96515 Sonneberg | lat = 50.36854 | long = 11.17460 | description = Taufkapelle aus dem 9.&nbsp;Jahrhundert. }} === Bauwerke === * {{vCard | name = Altes Rathaus | type = town hall | wikidata = Q126418050 | description = 1845, neugotisch. }} * {{vCard | name = Neues Rathaus | type = town hall | wikidata = Q126418056 | description = 1928, monumentaler Neubau am Bahnhofsplatz. }} * {{vCard | name = Verwaltungsbau der AOK | type = building | lat = 50.35636 | long = 11.16812 | description = 1927, monumentaler, expressionistischer Neubau am Bahnhofsplatz. }} * {{vCard | name = Hauptbahnhof | type = train | wikidata = Q320969 | show = copy | lastedit = 2020-06-29 | description = 1907 }} === Museen === * {{vCard | name = Deutsches Spielzeugmuseum | type = museum | wikidata = Q877904 | email = info@spielzeugmuseum-sonneberg.de | address = Beethovenstraße 10, 96515 Sonneberg | phone = +49 (0)3675 702856 | fax = +49 (0)3675 742817 | hours = Di - So u. an Feiertagen 9.00 bis 17.00 Uhr | price = Eintritt: 6,- €, ermäßigt 4,- €, Familien: 8,50&#x202F;€ | lastedit = 2020-06-29 }} * {{vCard | type = museum | name = Sternwarte und Astronomiemuseum | wikidata = Q63520 | address = Sternwartestraße 32, 96515 Sonneberg | lat = 50.37704 | long = 11.19028 | phone = +49 (0)3675 81218 | fax = +49 (0)3675 81219 | hours = außer November: Di - Fr 13.00 bis 17.00 Uhr, So 13.00 bis 17:00 Uhr, April − Okt.: Sa. 13 − 17 Uhr | price = Eintritt: Erwachsene 2,50 €, Kinder 1,50&#x202F;€ | description = }} === Verschiedenes === * {{vCard | name = Nautiland Sonneberg | type = aquarium | url = https://meeresaquarium-nautiland.de/ | address = Marktpl. 2, 96515 Sonneberg | directions = Altstadt | lat = 50.36905 | long = 11.17684 | phone = +49 (0)3675 427888 | email = info@schauaquarium-nautiland.de | hours = Di-So 11:00-17:00 | price = Erw.8,50{{nnbsp}}€, Kinder (4-14{{nnbsp}}J.) 4,00 3,50&#x202F;€, Familien: 19,00-27,00{{nnbsp}}€ | lastedit = 2026-09-06 | description = Auf 900{{nnbsp}}m² Fläche und auf 3{{nnbsp}}Etagen gibt es neben tropischen Fischen und Korallen, Seepferdchen, Haien in einem 100.000{{nnbsp}}Liter Becken, Raubmuränen und 21 Reptilen-Arten auch verschiedene exotische Säugetiere. }} * {{vCard | name = Tiergarten Sonneberg | alt = Heimattiergarten | type = zoo | wikidata = Q116838438 | directions = im OT Neufang | lastedit = 2026-09-06 }} == Aktivitäten == * '''Internationale Sonneberger Jazztage''' (jährlich im November) * '''Sonneberger Vogelschießen''' (jährlich Anfang Juli) * '''Sonneberger Kneipenfest''' (mehrmals im Jahr, vorwiegend mit regionalen Bands) * '''Sonneberger Musikmeile''' * '''Puppentheatertage''' * '''Internationales Puppenfestival''' (zusammen mit [[Neustadt bei Coburg]]) * '''Stadt- und Museumsfest''' (jährlich im September) * '''Comptoir-Kunstmagazin - die Städtische Galerie''' (ständig aktuelle Ausstellungen) * '''Veranstaltungen im Gesellschaftshaus''' (wöchentlich) == Einkaufen == * {{vCard | name = PIKO Flagship Store | type = outlet | url = https://www.piko.de/DE/index.php/de/anfahrt.html | address = Lutherstr. 30 96515 Sonneberg | lat = 50.34243 | long = 11.17549 | phone = +49 (0)3675 8972-63 | email = flagshipstore@piko.de | hours = Mo-Fr 09:00–12:00 und 13:00–17:00, Sa 10:00–14:00 | lastedit = 2026-09-06 | description = Im Geschäft des Modelleisenbahnherstellers Piko gibt es immer das vollständige, aktuelle Sortiment sowie alle bereits verfügbaren Neuheiten und auch passendes Zubehör, wie Gleise, Gebäude sowie analoge und digitale Steuerungssysteme. }} == Küche == Das erste schriftliche Kloßrezept, auf 1808 datiert, stammt aus der Pfarrei Effelder bei Sonneberg. * {{vCard|type=restaurant |name=Restaurant – Café Kesselhaus |address=Cuno Hoffmeister Straße 5, 96515 Sonneberg |phone= +49 (0)3675 4263502 |email=kesselhaus.sonneberg@web.de |fax=|url=http://www.kesselhaus-sonneberg.de/ |hours= Mo ist Ruhetag, Di – Do 11.00 – 22.30 Uhr, Fr 11.00 – 0.00 Uhr, Sa 15.00 – 0.00 Uhr, So 11.00 – 21.00 Uhr |price=|lat=50.35747 |long=11.17321 |lastedit=|description=Vorwiegend thüringische Küche. }} * {{vCard|type=restaurant |name=Restaurant Rhodos |address=Bettelheckerstr. 82, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 703189 |email=info@restaurantrhodos.net |fax=|url=https://www.restaurantrhodos.net/ |hours= Mi – Mo 11.30 – 14.30 Uhr + 17.30 – 0.00 Uhr, Di ist Ruhetag |price=|lat=50.36264 |long=11.15648 |lastedit=|description=Griechische Küche. }} * {{vCard|type=restaurant |name=Gaststätte Hasenhütt |address=Steinweg 16, 96515 Sonneberg |phone= +49 (0)3675 4697385 |email=mail@hasenhuett.de |fax=+49 03675 401945 |url=http://www.hasenhuett.de/ |hours= Mo, Mi – Fr 17.00 – 23.00 Uhr, Sa 17.00 – 0.00 Uhr, So 17.00 – 22.00 Uhr, Di ist Ruhetag. |price=|lat=50.35576 |long=11.21624 |lastedit=|description= }} * {{vCard|type=restaurant |name=Försterquelle |address=Kirchstraße 14, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 703291 |email=info@foersterquelle.de |fax=+49 (0)3675 425441 |url=http://www.foersterquelle.de/ |hours= Mo + Di sind Ruhetage, Mi + Do 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 23.00 Uhr, Fr 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 0.00 Uhr, Sa 10.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 0.00 Uhr, So 11.00 – 15.00 Uhr |price=|lat=50.36459 |long=11.17691 |lastedit=|description=Deutsche Küche, große Auswahl an diversen Schnitzel- und Steakgerichten, günstige Preise. }} * {{vCard|type=restaurant |name=Alter Fritz |address=Erholungsstraße 2, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 743264 |email=|fax=|url=http://www.alterfritzsonneberg.de/ |hours=Di – So 11.00 – 23.00 Uhr, Mo ist Ruhetag. |price=|lat=50.36696 |long=11.17492 |lastedit=|description= }} * {{vCard|type=restaurant |name=Gaststätte "Zum Tiegela" |address=Ortsstraße 42, 96515 Sonneberg OT Unterlind |phone=+49 (0)3675 745192 |email=zumtiegela@gmail.com |fax= |url=http://www.tiegela.de/ |hours= Mo + Di sind Ruhetage, Mi – Fr 17.00 – 22.00 Uhr, Sa 13.00 – 18.00 Uhr, So 10.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 22.00 Uhr |price=|lat=50.33058 |long=11.17213 |lastedit=|description=Gut bürgerliche, thüringische Küche. }} == Nachtleben == * {{vCard|type=cafe |name=Café Metropol |address=Gustav-König-Straße 42, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 741512 |email=|fax=|url=https://www.cafemetropol.de/ |hours=|price= |lat=50.35708 |long=11.16819 |lastedit=|description=Café und Bar.}} == Unterkunft == * {{vCard|type=hotel |name=Hotel-Gasthof Waldblick |address=Mönchsberger Str. 13 A, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 744749 |email=|fax=+49 03675 744448 |url=https://www.hotelwaldblick.com/ |hours= dazugehörigen Gaststätte: Mo 17.00 – 22.30 Uhr, Di 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 22.30 Uhr, Mi 17.00 – 22.30 Uhr, Do 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 22.30 Uhr, Fr 17.00 – 0.00 Uhr, Sa 11.00 – 14.00 Uhr + 17.00 – 0.00 Uhr, So 11.00 – 20.00 Uhr |price=EZ ab 49 €, DZ ab 75&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.35295 |long=11.22100 |lastedit=|description=Biergarten vorhanden. }} * {{vCard|type=hotel |name=Hotel Schöne Aussicht |address=Schöne Aussicht 24, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 804040 |email=info@hotelschoeneaussicht.de |fax=+49 (0)3675 804041 |url=https://www.hotelschoeneaussicht.de/ |hours=|price=EZ ab 54 €, DZ ab 76 €, Familienzimmer ab 115&#x202F;€ |lat=50.36024 |long=11.18082 |lastedit=|description=Restaurant und Biergarten vorhanden. }} * {{vCard|type=hotel |name=Spielzeug Hotel Sonneberg |address=Wiesenstraße 4, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 4204999 |email=info@spielzeughotel-sonneberg.de |fax=+49 (0)3675 4204998 |url=https://www.spielzeughotel-sonneberg.de/ |hours=|price=EZ ab 69 €, DZ ab 89&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.35873 |long=11.16615 |lastedit=|description=Das Spielzeug-Hotel befindet sich in der Nähe des Stadtzentrums und nur fünf Gehminuten vom Bahnhof entfernt.}} * {{vCard|type=hotel |name=Hotel und Gaststätte zum Grünen Baum |address=Neustadter Straße 195, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 802949 |email=info@gruener-baum-sonneberg.de |fax=+49 (0)3675 702014 |url=https://gruener-baum-sonneberg.de/ |hours= Restaurant: Mo 14.00 – 22.00 Uhr, Di 17.00 – 22.00 Uhr, Mi ist Ruhetag, Do + Fr 17.00 – 22.00 Uhr, Sa 11.00 – 22.00 Uhr, So + Feiertage 11.00 – 20.00 Uhr |price=EZ ab 40 €, DZ ab 60&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.34481 |long=11.14713 |lastedit=|description=Biergarten vorhanden. Das Restaurant bietet eine regionale Küche bis hin zu internationalen Speisen. }} * {{vCard|type=hotel |name=Schlossberg Sonneberg |address=Schlossbergstraße 1, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 73300 |email=info@schlossberg-sonneberg.de |fax=+49 (0)3675 733012 |url=https://www.schlossberg-sonneberg.de/ |hours=|price=DZ zur Einzelnutzung ab 59 €, DZ ab 85 €. |lat=50.37074 |long=11.17323 |lastedit=|description= }} * {{vCard|type=hotel |name=Hotel Gasthof Hüttensteinach |address=Steinacher Str. 118, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 4080-0 |email=info@hotel-huettensteinach.de |fax=+49 (0)3675 4080-44 |url=https://www.hotel-huettensteinach.de/ |hours=Restaurant: Di – So ab 11.00 Uhr durchgehend warme Küche, Mo ist Ruhetag |price=Preise: Hotel: EZ ab 50 €, DZ ab 70 €; Gasthof EZ ab 20 €, DZ ab 40 €; HP 12&#x202F;€ pro Person, VP 20&#x202F;€ pro Person; Sauna 5&#x202F;€ pro Person |lat=50.36358 |long=11.20810 |lastedit=|description=Das Restaurant bietet typisch thüringische und internationale Küche. }} * {{vCard|type=boarding house |name=Berggasthof "Blockhütte" |address=Waldstraße 60, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 702840 |email=info@berggasthof-blockhuette.de |fax=+49 (0)3675 428844 |url=https://www.berggasthof-blockhuette.de/ |hours=Gaststube: Mo + Di sind Ruhetage, Mi + Do 11.00 – 20.00 Uhr, Fr + Sa 11.00 – 0.00 Uhr, So 10.00 – 19.00 Uhr |price=EZ ab 45 €, DZ ab 65&#x202F;€ (jeweils inkl. Frühstück) |lat=50.36515 |long=11.18900 |lastedit=|description=In der Gaststube gibt es eine gutbürgerliche Küche nach original Thüringer Art. }} * {{vCard|type=boarding house |name=Pension Kiesewetter |address=An der Müß 163, 96515 Sonneberg OT Oberlind |phone=+49 (0)3675 745166 |email=|fax=+49 (0)3675 745166 |url=http://www.pension-kiesewetter.homepage.t-online.de/ |hours=|price=EZ 14,50 €, DZ ab 28&#x202F;€ (Aufschlag bei nur einem Tag 2&#x202F;€ pro Person, Aufschlag 1 bis 3 Tage 1&#x202F;€ pro Person). |lat=50.34031 |long=11.17789 |lastedit=|description= }} == Sicherheit == * {{vCard|type=police |name=Polizeiinspektion Sonneberg |wikidata=|auto=|address=Bismarckstraße 52, 96515 Sonneberg |phone=+49 03675 8750 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=50.35764 |long=11.17024 |lastedit=|description= }} == Gesundheit == === Krankenhäuser === * {{vCard | name = REGIOMED Klinikum Sonneberg | type = hospital | url = https://www.regiomed-kliniken.de/startseite-klinikum-sonneberg-neuhaus.aspx | address = Neustadter Str. 61, 96515 Sonneberg | lat = 50.35393 | long = 11.16312 | phone = +49 (0)3675 821-0 | fax = +49 (0)3675 821-2000 | email = info.son@regiomed-kliniken.de | hours = 24/7 (Notaufnahme) | lastedit = 2024-02-18 | description = Akadem. Lehrkrankenhaus des Universitätsklinikums Jena. }} === Sonstiges === * {{vCard|type=surgery |name=Facharztzentrum Sonneberg |address=Gustav-König-Straße 15-17, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 8944-0 |email= |fax=+49 (0)3675 8944-11 |url=https://www.faz-sonneberg.de/ |hours= Mo + Di 7.30 – 18.00 Uhr, Mi + Do 7.30 – 12.00 Uhr, Fr 7.30 – 15.00 Uhr, Sa nach Vereinbarung. |price=|lat=50.35984 |long=11.17122 |lastedit=|description= }} == Praktische Hinweise == *{{vCard|type=tourist information |name=Touristinformation Sonneberg |address=Bahnhofsplatz 3, 96515 Sonneberg |phone=+49 (0)3675 702711 |email= |fax=|url=https://www.sonneberg-tourismus.de/ |hours= Mo – Do 9.00 – 17.00 Uhr, Fr 9.00 – 15.00 Uhr, Sa 9.00 – 12.00 Uhr. |price=|lat=50.35575 |long=11.16814 |lastedit=|description= }} == Ausflüge == * '''[[Coburg]]''' (19&#x202F;km südwestlich) - Veste Coburg. * '''[[Kronach]]''' (22&#x202F;km südöstlich, B 89) - Veste Rosenberg. * '''[[Neuhaus am Rennweg]]''' (24&#x202F;km nördlich) - Wintersportort, sehenswerte Holzkirche. * '''[[Eisfeld]]''' (27&#x202F;km westlich, B 89) - In der Nähe eine Sommerrodelbahn. == Literatur == * „Bücher der Heimat“ Band 1: ''„Geschichte und Geschichten um 650 Jahre Sonneberg.“'', Herausgeber: Dyba-Werbung und J. Luthardt; Offizin Hildburghausen GmbH, Sonneberg 1998 * ''„650 Jahre Stadt Sonneberg. 1349-1999.“'' Sonneberg, Stadt Sonneberg 1999 * „Sonneberg, wie es früher war“, Wartberg, Gudensbg. 2001 == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} * [http://www.sonneberg-historik.de/ Geschichte, Geschichten und Wissenswertes über Sonneberg] {{class-3}}{{GeoData| lat= 50.35| long= 11.16667| radius= }} {{IstInKat|Hohes Schiefergebirge}} 8hve4a5jmwkdgltxvvjwxnv5pa3bxy0 Côte d’Azur 0 11213 1802397 1749969 2026-09-06T23:14:13Z Qualitätssicherung 50648 + Literatur 1802397 wikitext text/x-wiki Die '''Côte d’Azur''' ''(deutsch: Azurblaue Küste)'' liegt am Mittelmeer und verläuft von [[Cassis]] über [[Toulon]] bis [[Menton]] an der Italienischen Grenze. Die Küste wird auch Französische Riviera (French Riviera) genannt. Aufgrund ihrer herrlichen Landschaften, ihrer schönen Strände und der pittoresken Ortschaften ist die Côte d'Azur ein beliebtes Reiseziel. [[Datei:Côte d’Azur map.png|rechts|400x400px]] == Orte == [[File:Juan les Pins. Printemps 3D. - panoramio.jpg|thumb|Côte d’Azur bei Juan le Pins]] {{mapframe}} * {{vCard | name = Cassis | type = city | wikidata = Q243002 | description =|show=nositelinks,nosocialmedia|url=n}} * {{vCard | name = Toulon | type = city | wikidata = Q44160 | description =|show=nositelinks,nosocialmedia|url=n}} * {{vCard | name = Le Lavandou | type = city | wikidata = Q736462 | description =|show=nositelinks,nosocialmedia|url=n}} * {{vCard | name = Cavalaire-sur-Mer | type = city | wikidata = Q475816 | description =|show=nositelinks,nosocialmedia|url=n}} * {{vCard | name = Saint-Tropez | type = city | wikidata = Q1813 | description = Dieses malerische Fischerdorf ist bekannt für seinen Jetset-Lifestyle, luxuriöse Jachten und sein aufregendes Nachtleben.|show=nositelinks,nosocialmedia|url=n}} * {{vCard | name = Ste-Maxime | type = city | wikidata = Q693017 | description = Dieser beliebte Badeort bietet kilometerlange Sandstrände, eine lebhafte Strandpromenade und viele Freizeitaktivitäten.|show=nositelinks,nosocialmedia|url=n}} * {{vCard | name = Fréjus | type = city | wikidata = Q215155 | description =|show=nositelinks,nosocialmedia|url=n}} * {{vCard | name = Saint-Raphaël | type = city | wikidata = Q234281 | description =|show=nositelinks,nosocialmedia|url=n}} * {{vCard | name = Cannes | type = city | wikidata = Q39984 | description = Berühmt für sein Filmfestival ist Cannes ein eleganter Badeort mit schönen Sandstränden und exklusiven Geschäften.|show=nositelinks,nosocialmedia|url=n}} * {{vCard | name = Antibes | type = city | wikidata = Q126898 | description = Mit seiner beeindruckenden Festungsmauer, dem Yachthafen und den engen Gassen bietet Antibes eine charmante Atmosphäre.|show=nositelinks,nosocialmedia|url=n}} * {{vCard|name=Nizza|type=city|wikidata=Q33959|subtype = n|description=Die Hauptstadt der Côte d'Azur bietet eine malerische Altstadt, eine luxuriöse Strandpromenade, eine lebhafte Atmosphäre und ein reichhaltiges kulturelles Angebot.|show=nositelinks,nosocialmedia|url=n}} * {{vCard | name = Monaco | type = city | wikidata = Q235 | description = Das Fürstentum Monaco ist für seinen Glamour und seine Eleganz bekannt. Lohneanswert ist ein Besuch des berühmte Casino Monte Carlo oder der prachtvolle Palast des Fürsten.a|show=nositelinks,nosocialmedia|url=n}} * {{vCard | name = Menton | type = city | wikidata = Q180083 | description = Die Stadt Menton liegt an der italienischen Grenze und ist für ihr mildes Klima und ihre wunderschönen Gärten berühmt. Sie wird auch „die Perle Frankreichs“ genannt.|show=nositelinks,nosocialmedia|url=n}} Die kleineren Städte im Osten gehören zum Gemeindeverband [[w:Communauté d’agglomération de la Riviera Française|Riviera Française]] um [[Menton]]. == Weitere Ziele == * {{vCard | name = Ventimiglia | type = city | wikidata = Q191759 | description = Italienische Grenzstadt|show=nositelinks,nosocialmedia|url=n}} == Hintergrund == [[File:Cannes Côte D ' Azur Lake Promenade Palm Trees.jpg|thumb|Promenade La Croisette, Cannes]] Die Côte d’Azur ist seit dem 19. Jh. Reiseziel des Jet-Set, selbst als der noch gar nicht so hiess. Aufgrund des milden Klimas war sie ein bevorzugtes Winterreiseziel wohlhabender Bourgeois, die sich die teils palastartigen Hotels der Belle Epoque leisten konnten. Noch heute ist die Dichte schwerer Limousinen und Cabrios (der Bentley Corniche ist nach diesem Landstrich benannt) größer als anderswo, die Häfen voll mit Luxusyachten und eine Villa mit Meerblick gehört ebenso zum guten Ton. In der zweiten Reihe findet aber auch der Normaloreisende ausreichend bezahlbare Ziele. == Sprache == Französisch. == Anreise == Der nächste Flughafen ist der {{marker|type = airport|name =Flughafen Nizza |wikidata = Q821557 |show = symbol,nositelinks}}. Für den westlichen Teil der Côte d’Azur kann auch der {{marker|type = airport|name = Flughafen Marseille |wikidata = Q651190|show = none}} zur Anreise geeignet sein. Zentral gelegen ist der Flughafen {{marker|type = airport|name =Flughafen Toulon-Hyères |wikidata = Q543189 |show = none}}. Mit dem Zug ist die Côte d’Azur durch die Fernverkehrsstrecke Marseille - Genua gut erschlossen. Ebenso führt eine Autobahn küstenparallel von Marseille zur italienischen Grenze und weiter Richtung Genua. Bahn wie Autobahn sind landschaftlich höchst reizvoll. == Mobilität == Die wildromatischen Küstenstraßen, zuvorderts die [[Corniche Inférieure]]. == Sehenswürdigkeiten == * {{vCard | name = Ozeanographisches Museum | type = museum | wikidata = Q851527 | address = in Monaco | description =|show=nositelinks,nosocialmedia|url=n}} * Gegend um Nizza. Seit Juli 2021 ist Nizza als „Winterurlaubsstadt an der Riviera“ Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. * Massiv Estérel == Aktivitäten == Die Côte d'Azur eignet sich aufgrund ihrer vielen Strände sehr gut für einen Badeurlaub. Aber auch Kulturinteressierte und Wanderfreunde kommen hier auf ihre Kosten. * Glücksspiel im '''Casino''' in Monaco für Personen über 18 Jahren. === Regelmäßige Veranstaltungen === * Das '''[https://www.feteducitron.com/ Zitronenfest]''' im Februar / März in Menton wird seit 1930 jährlich durchgeführt und ist nach dem Karneval von Nizza das zweitgrößte Fest an der Côte d’Azur. * '''Festival de Cannes''' − Fimfestival im Mai in Cannes * Das Fest der Fischer und des Meeres''' Fête de la Saint-Pierre et de la Mer''' findet am letzten Wochenende im Juni in Cassis statt * '''Musikalische Nächte in der Altstadt''' − im Juli in Cannes * '''Internationales Segelfestival''' − im September in Cannes * '''Bravades von Saint-Tropez''' im Mai == Küche == Oliven, Ratatouille, Ziegenkäse, Gnocchi <!-- == Nachtleben == --> == Sicherheit == Insbesondere Wanderer sollten die von Schlangen (hier: Vipern) ausgehenden Gefahren nicht unterschätzen. Aufmerksamkeit ist geboten in steiniger/felsiger Umgebung aber auch bei Mauerwerk oder alten Ruinen. Zur Vorbeugung bei Kleinkriminalität hilft die übliche Vorsicht im öffentlichen Raum, insbesondere an Bahnhöfen und im Nahverkehr, und der Verzicht auf Naivität und Leichtsinn. == Klima == Das Klima an der Côte d'Azur ist mediterrane und im östlichen Teil zunehmend subtropisch. Die Sommer sind warm, manchmal auch heiß, die Winter mild. Frost gibt es nur sehr selten. == Literatur == ; Reiseführer * Hutter, E.; ''Unterwegs in der Provence & an der Côte d’Azur: das Reisebuch;'' München 2026 (Kunth Verlag); [Bildband] * Nestmeyer, Ralf; ''Côte d’Azur: Alpes-Maritimes;'' Erlangen ¹¹2025 (Michael Müller Verlag) * Wellhausen, M.; ''Côte d’Azur: die schönsten Küsten- und Bergwanderungen;'' München ⁹2026 (Rother Bergverlag) * Zichnowitz, J.; ''Côte d’Azur: von Marseille bis Menton;'' München 2019 (ADAC Verlag) ; Geschichte * Collezione Mincuzzi Nicoletti; ''Côte d'Azur;'' 1910 [https://archive.org/details/pc-0196-0215 Postkartenbüchlein] * Löffler, W. [1904-2001]; ''Mein Kriegstagebuch vom 27. August 1944 bis 22. Juni 1945: unsere Absetzbewegung aus Frankreich nach der Landung der Alliierten an der Côte d’Azur;'' Bad Langensalza 2018 (Verlag Rockstuhl); {{ISBN|9783959662840}} * Ardouin-Dumazet, Victor-Eugène; '' Voyage en France,'' vol. 55: ''La Cote d'Azur: Les Maures et l'Esterel;'' 1898 == Weblinks == [https://provence-alpes-cotedazur.com/de/cote-dazur/ Tourismusverband Provence-Alpes-Côte d'Azur] {{class-2}} {{Navigation Frankreich Regionen}} {{GeoData| lat= | long= | radius= }} {{IstInKat|Provence-Alpes-Côte d’Azur }} roazi6epc6zcppnypxjqias3ea07pw2 1802399 1802397 2026-09-06T23:26:55Z Qualitätssicherung 50648 /* Anreise */ Route Bleu 1802399 wikitext text/x-wiki Die '''Côte d’Azur''' ''(deutsch: Azurblaue Küste)'' liegt am Mittelmeer und verläuft von [[Cassis]] über [[Toulon]] bis [[Menton]] an der Italienischen Grenze. Die Küste wird auch Französische Riviera (French Riviera) genannt. Aufgrund ihrer herrlichen Landschaften, ihrer schönen Strände und der pittoresken Ortschaften ist die Côte d'Azur ein beliebtes Reiseziel. [[Datei:Côte d’Azur map.png|rechts|400x400px]] == Orte == [[File:Juan les Pins. 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Aufgrund des milden Klimas war sie ein bevorzugtes Winterreiseziel wohlhabender Bourgeois, die sich die teils palastartigen Hotels der Belle Epoque leisten konnten. Noch heute ist die Dichte schwerer Limousinen und Cabrios (der Bentley Corniche ist nach diesem Landstrich benannt) größer als anderswo, die Häfen voll mit Luxusyachten und eine Villa mit Meerblick gehört ebenso zum guten Ton. In der zweiten Reihe findet aber auch der Normaloreisende ausreichend bezahlbare Ziele. == Sprache == Französisch. == Anreise == Der nächste Flughafen ist der {{marker|type = airport|name =Flughafen Nizza |wikidata = Q821557 |show = symbol,nositelinks}}. Für den westlichen Teil der Côte d’Azur kann auch der {{marker|type = airport|name = Flughafen Marseille |wikidata = Q651190|show = none}} zur Anreise geeignet sein. Zentral gelegen ist der Flughafen {{marker|type = airport|name =Flughafen Toulon-Hyères |wikidata = Q543189 |show = none}}. 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Aber auch Kulturinteressierte und Wanderfreunde kommen hier auf ihre Kosten. * Glücksspiel im '''Casino''' in Monaco für Personen über 18 Jahren. === Regelmäßige Veranstaltungen === * Das '''[https://www.feteducitron.com/ Zitronenfest]''' im Februar / März in Menton wird seit 1930 jährlich durchgeführt und ist nach dem Karneval von Nizza das zweitgrößte Fest an der Côte d’Azur. * '''Festival de Cannes''' − Fimfestival im Mai in Cannes * Das Fest der Fischer und des Meeres''' Fête de la Saint-Pierre et de la Mer''' findet am letzten Wochenende im Juni in Cassis statt * '''Musikalische Nächte in der Altstadt''' − im Juli in Cannes * '''Internationales Segelfestival''' − im September in Cannes * '''Bravades von Saint-Tropez''' im Mai == Küche == Oliven, Ratatouille, Ziegenkäse, Gnocchi <!-- == Nachtleben == --> == Sicherheit == Insbesondere Wanderer sollten die von Schlangen (hier: Vipern) ausgehenden Gefahren nicht unterschätzen. Aufmerksamkeit ist geboten in steiniger/felsiger Umgebung aber auch bei Mauerwerk oder alten Ruinen. Zur Vorbeugung bei Kleinkriminalität hilft die übliche Vorsicht im öffentlichen Raum, insbesondere an Bahnhöfen und im Nahverkehr, und der Verzicht auf Naivität und Leichtsinn. == Klima == Das Klima an der Côte d'Azur ist mediterrane und im östlichen Teil zunehmend subtropisch. Die Sommer sind warm, manchmal auch heiß, die Winter mild. Frost gibt es nur sehr selten. == Literatur == ; Reiseführer * Hutter, E.; ''Unterwegs in der Provence & an der Côte d’Azur: das Reisebuch;'' München 2026 (Kunth Verlag); [Bildband] * Nestmeyer, Ralf; ''Côte d’Azur: Alpes-Maritimes;'' Erlangen ¹¹2025 (Michael Müller Verlag) * Wellhausen, M.; ''Côte d’Azur: die schönsten Küsten- und Bergwanderungen;'' München ⁹2026 (Rother Bergverlag) * Zichnowitz, J.; ''Côte d’Azur: von Marseille bis Menton;'' München 2019 (ADAC Verlag) ; Geschichte * Collezione Mincuzzi Nicoletti; ''Côte d'Azur;'' 1910 [https://archive.org/details/pc-0196-0215 Postkartenbüchlein] * Löffler, W. [1904-2001]; ''Mein Kriegstagebuch vom 27. August 1944 bis 22. 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Aufgrund ihrer herrlichen Landschaften, ihrer schönen Strände und der pittoresken Ortschaften ist die Côte d'Azur ein beliebtes Reiseziel. [[Datei:Côte d’Azur map.png|rechts|400x400px]] == Orte == [[File:Juan les Pins. Printemps 3D. - panoramio.jpg|thumb|Côte d’Azur bei Juan le Pins]] {{mapframe}} * {{vCard | name = Cassis | type = city | wikidata = Q243002 | description =|show=nositelinks,nosocialmedia|url=n}} * {{vCard | name = Toulon | type = city | wikidata = Q44160 | description =|show=nositelinks,nosocialmedia|url=n}} * {{vCard | name = Le Lavandou | type = city | wikidata = Q736462 | description =|show=nositelinks,nosocialmedia|url=n}} * {{vCard | name = Cavalaire-sur-Mer | type = city | wikidata = Q475816 | description =|show=nositelinks,nosocialmedia|url=n}} * {{vCard | name = Saint-Tropez | type = city | wikidata = Q1813 | description = Dieses malerische Fischerdorf ist bekannt für seinen Jetset-Lifestyle, luxuriöse Jachten und sein aufregendes Nachtleben.|show=nositelinks,nosocialmedia|url=n}} * {{vCard | name = Ste-Maxime | type = city | wikidata = Q693017 | description = Dieser beliebte Badeort bietet kilometerlange Sandstrände, eine lebhafte Strandpromenade und viele Freizeitaktivitäten.|show=nositelinks,nosocialmedia|url=n}} * {{vCard | name = Fréjus | type = city | wikidata = Q215155 | description =|show=nositelinks,nosocialmedia|url=n}} * {{vCard | name = Saint-Raphaël | type = city | wikidata = Q234281 | description =|show=nositelinks,nosocialmedia|url=n}} * {{vCard | name = Cannes | type = city | wikidata = Q39984 | description = Berühmt für sein Filmfestival ist Cannes ein eleganter Badeort mit schönen Sandstränden und exklusiven Geschäften.|show=nositelinks,nosocialmedia|url=n}} * {{vCard | name = Antibes | type = city | wikidata = Q126898 | description = Mit seiner beeindruckenden Festungsmauer, dem Yachthafen und den engen Gassen bietet Antibes eine charmante Atmosphäre.|show=nositelinks,nosocialmedia|url=n}} * {{vCard|name=Nizza|type=city|wikidata=Q33959|subtype = n|description=Die Hauptstadt der Côte d'Azur bietet eine malerische Altstadt, eine luxuriöse Strandpromenade, eine lebhafte Atmosphäre und ein reichhaltiges kulturelles Angebot.|show=nositelinks,nosocialmedia|url=n}} * {{vCard | name = Monaco | type = city | wikidata = Q235 | description = Das Fürstentum Monaco ist für seinen Glamour und seine Eleganz bekannt. 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Aufgrund des milden Klimas war sie ein bevorzugtes Winterreiseziel wohlhabender Bourgeois, die sich die teils palastartigen Hotels der Belle Epoque leisten konnten. Noch heute ist die Dichte schwerer Limousinen und Cabrios (der Bentley Corniche ist nach diesem Landstrich benannt) größer als anderswo, die Häfen voll mit Luxusyachten und eine Villa mit Meerblick gehört ebenso zum guten Ton. In der zweiten Reihe findet aber auch der Normaloreisende ausreichend bezahlbare Ziele. == Sprache == Französisch. == Anreise == Der nächste Flughafen ist der {{marker|type = airport|name =Flughafen Nizza |wikidata = Q821557 |show = symbol,nositelinks}}. Für den westlichen Teil der Côte d’Azur kann auch der {{marker|type = airport|name = Flughafen Marseille |wikidata = Q651190|show = none}} zur Anreise geeignet sein. Zentral gelegen ist der Flughafen {{marker|type = airport|name =Flughafen Toulon-Hyères |wikidata = Q543189 |show = none}}. Mit dem Zug ist die Côte d’Azur durch die Fernverkehrsstrecke Marseille - Genua gut erschlossen. Ebenso führt eine Autobahn küstenparallel von Marseille zur italienischen Grenze und weiter Richtung Genua. Bahn wie Autobahn sind landschaftlich höchst reizvoll. [[Route nationale 7 (Frankreich)|Route Bleu]] aus Paris über [[Lyon]] nach Avignon, Fréjus bis Nizza. == Mobilität == Die wildromantischen Küstenstraßen, zuvorderst die [[Corniche Inférieure]]. == Sehenswürdigkeiten == * {{vCard | name = Ozeanographisches Museum | type = museum | wikidata = Q851527 | address = in Monaco | description =|show=nositelinks,nosocialmedia|url=n}} * Gegend um Nizza. Seit Juli 2021 ist Nizza als „Winterurlaubsstadt an der Riviera“ Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. * Massiv Estérel == Aktivitäten == Die Côte d'Azur eignet sich aufgrund ihrer vielen Strände sehr gut für einen Badeurlaub. Aber auch Kulturinteressierte und Wanderfreunde kommen hier auf ihre Kosten. * Glücksspiel im '''Casino''' in Monaco für Personen über 18 Jahren. === Regelmäßige Veranstaltungen === * Das '''[https://www.feteducitron.com/ Zitronenfest]''' im Februar / März in Menton wird seit 1930 jährlich durchgeführt und ist nach dem Karneval von Nizza das zweitgrößte Fest an der Côte d’Azur. * '''Festival de Cannes''' − Fimfestival im Mai in Cannes * Das Fest der Fischer und des Meeres''' Fête de la Saint-Pierre et de la Mer''' findet am letzten Wochenende im Juni in Cassis statt * '''Musikalische Nächte in der Altstadt''' − im Juli in Cannes * '''Internationales Segelfestival''' − im September in Cannes * '''Bravades von Saint-Tropez''' im Mai == Küche == Oliven, Ratatouille, Ziegenkäse, Gnocchi <!-- == Nachtleben == --> == Sicherheit == Insbesondere Wanderer sollten die von Schlangen (hier: Vipern) ausgehenden Gefahren nicht unterschätzen. Aufmerksamkeit ist geboten in steiniger/felsiger Umgebung aber auch bei Mauerwerk oder alten Ruinen. Zur Vorbeugung bei Kleinkriminalität hilft die übliche Vorsicht im öffentlichen Raum, insbesondere an Bahnhöfen und im Nahverkehr, und der Verzicht auf Naivität und Leichtsinn. == Klima == Das Klima an der Côte d'Azur ist mediterrane und im östlichen Teil zunehmend subtropisch. Die Sommer sind warm, manchmal auch heiß, die Winter mild. Frost gibt es nur sehr selten. == Literatur == ; Reiseführer * Hutter, E.; ''Unterwegs in der Provence & an der Côte d’Azur: das Reisebuch;'' München 2026 (Kunth Verlag); [Bildband] * Nestmeyer, Ralf; ''Côte d’Azur: Alpes-Maritimes;'' Erlangen ¹¹2025 (Michael Müller Verlag) * Wellhausen, M.; ''Côte d’Azur: die schönsten Küsten- und Bergwanderungen;'' München ⁹2026 (Rother Bergverlag) * Zichnowitz, J.; ''Côte d’Azur: von Marseille bis Menton;'' München 2019 (ADAC Verlag) ; Geschichte * Collezione Mincuzzi Nicoletti; ''Côte d'Azur;'' 1910 [https://archive.org/details/pc-0196-0215 Postkartenbüchlein] * Löffler, W. [1904-2001]; ''Mein Kriegstagebuch vom 27. August 1944 bis 22. 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Aufgrund ihrer herrlichen Landschaften, ihrer schönen Strände und der pittoresken Ortschaften ist die Côte d'Azur ein beliebtes Reiseziel. == Orte == [[File:Juan les Pins. 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Aufgrund des milden Klimas war sie ein bevorzugtes Winterreiseziel wohlhabender Bourgeois, die sich die teils palastartigen Hotels der Belle Epoque leisten konnten. Noch heute ist die Dichte schwerer Limousinen und Cabrios (der Bentley Corniche ist nach diesem Landstrich benannt) größer als anderswo, die Häfen voll mit Luxusyachten und eine Villa mit Meerblick gehört ebenso zum guten Ton. In der zweiten Reihe findet aber auch der Normaloreisende ausreichend bezahlbare Ziele. == Sprache == Französisch. == Anreise == Der nächste Flughafen ist der {{marker|type = airport|name =Flughafen Nizza |wikidata = Q821557 |show = symbol,nositelinks}}. Für den westlichen Teil der Côte d’Azur kann auch der {{marker|type = airport|name = Flughafen Marseille |wikidata = Q651190|show = none}} zur Anreise geeignet sein. Zentral gelegen ist der Flughafen {{marker|type = airport|name =Flughafen Toulon-Hyères |wikidata = Q543189 |show = none}}. 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Aber auch Kulturinteressierte und Wanderfreunde kommen hier auf ihre Kosten. * Glücksspiel im '''Casino''' in Monaco für Personen über 18 Jahren. === Regelmäßige Veranstaltungen === * Das '''[https://www.feteducitron.com/ Zitronenfest]''' im Februar / März in Menton wird seit 1930 jährlich durchgeführt und ist nach dem Karneval von Nizza das zweitgrößte Fest an der Côte d’Azur. * '''Festival de Cannes''' − Fimfestival im Mai in Cannes * Das Fest der Fischer und des Meeres''' Fête de la Saint-Pierre et de la Mer''' findet am letzten Wochenende im Juni in Cassis statt * '''Musikalische Nächte in der Altstadt''' − im Juli in Cannes * '''Internationales Segelfestival''' − im September in Cannes * '''Bravades von Saint-Tropez''' im Mai == Küche == Oliven, Ratatouille, Ziegenkäse, Gnocchi <!-- == Nachtleben == --> == Sicherheit == Insbesondere Wanderer sollten die von Schlangen (hier: Vipern) ausgehenden Gefahren nicht unterschätzen. Aufmerksamkeit ist geboten in steiniger/felsiger Umgebung aber auch bei Mauerwerk oder alten Ruinen. Zur Vorbeugung bei Kleinkriminalität hilft die übliche Vorsicht im öffentlichen Raum, insbesondere an Bahnhöfen und im Nahverkehr, und der Verzicht auf Naivität und Leichtsinn. == Klima == Das Klima an der Côte d'Azur ist mediterrane und im östlichen Teil zunehmend subtropisch. Die Sommer sind warm, manchmal auch heiß, die Winter mild. 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Aufgrund ihrer herrlichen Landschaften, ihrer schönen Strände und der pittoresken Ortschaften ist die Côte d'Azur ein beliebtes Reiseziel. == Orte == [[File:Juan les Pins. 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Aufgrund des milden Klimas war sie ein bevorzugtes Winterreiseziel wohlhabender Bourgeois, die sich die teils palastartigen Hotels der Belle Epoque leisten konnten. Noch heute ist die Dichte schwerer Limousinen und Cabrios (der Bentley Corniche ist nach diesem Landstrich benannt) größer als anderswo, die Häfen voll mit Luxusyachten und eine Villa mit Meerblick gehört ebenso zum guten Ton. In der zweiten Reihe findet aber auch der Normaloreisende ausreichend bezahlbare Ziele. == Sprache == Französisch. == Anreise == Der nächste Flughafen ist der {{marker|type = airport|name =Flughafen Nizza |wikidata = Q821557 |show = symbol,nositelinks}}. Für den westlichen Teil der Côte d’Azur kann auch der {{marker|type = airport|name = Flughafen Marseille |wikidata = Q651190|show = none}} zur Anreise geeignet sein. Zentral gelegen ist der Flughafen {{marker|type = airport|name =Flughafen Toulon-Hyères |wikidata = Q543189 |show = none}}. Mit dem Zug ist die Côte d’Azur durch die Fernverkehrsstrecke Marseille - Genua gut erschlossen. Ebenso führt eine Autobahn küstenparallel von Marseille zur italienischen Grenze und weiter Richtung Genua. Bahn wie Autobahn sind landschaftlich höchst reizvoll. [[Route nationale 7 (Frankreich)|Route Bleu]] aus Paris über [[Lyon]] nach Avignon, Fréjus bis Nizza. == Mobilität == Die wildromantischen Küstenstraßen, zuvorderst die [[Corniche Inférieure]]. == Sehenswürdigkeiten == * {{vCard | name = Ozeanographisches Museum | type = museum | wikidata = Q851527 | address = in Monaco | description =|show=nositelinks,nosocialmedia|url=n}} * Gegend um Nizza. Seit Juli 2021 ist Nizza als „Winterurlaubsstadt an der Riviera“ Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. * Massiv Estérel == Aktivitäten == Die Côte d'Azur eignet sich aufgrund ihrer vielen Strände sehr gut für einen Badeurlaub. Aber auch Kulturinteressierte und Wanderfreunde kommen hier auf ihre Kosten. * Glücksspiel im '''Casino''' in Monaco für Personen über 18 Jahren. === Regelmäßige Veranstaltungen === * Das '''[https://www.feteducitron.com/ Zitronenfest]''' im Februar / März in Menton wird seit 1930 jährlich durchgeführt und ist nach dem Karneval von Nizza das zweitgrößte Fest an der Côte d’Azur. * '''Festival de Cannes''' − Fimfestival im Mai in Cannes * Das Fest der Fischer und des Meeres''' Fête de la Saint-Pierre et de la Mer''' findet am letzten Wochenende im Juni in Cassis statt * '''Musikalische Nächte in der Altstadt''' − im Juli in Cannes * '''Internationales Segelfestival''' − im September in Cannes * '''Bravades von Saint-Tropez''' im Mai == Küche == Oliven, Ratatouille, Ziegenkäse, Gnocchi <!-- == Nachtleben == --> == Sicherheit == Insbesondere Wanderer sollten die von Schlangen (hier: Vipern) ausgehenden Gefahren nicht unterschätzen. Aufmerksamkeit ist geboten in steiniger/felsiger Umgebung aber auch bei Mauerwerk oder alten Ruinen. Zur Vorbeugung bei Kleinkriminalität hilft die übliche Vorsicht im öffentlichen Raum, insbesondere an Bahnhöfen und im Nahverkehr, und der Verzicht auf Naivität und Leichtsinn. == Klima == Das Klima an der Côte d'Azur ist mediterrane und im östlichen Teil zunehmend subtropisch. Die Sommer sind warm, manchmal auch heiß, die Winter mild. Frost gibt es nur sehr selten. == Literatur == ; Reiseführer * Hutter, E.; ''Unterwegs in der Provence & an der Côte d’Azur: das Reisebuch;'' München 2026 (Kunth Verlag); [Bildband] * Nestmeyer, Ralf; ''Côte d’Azur: Alpes-Maritimes;'' Erlangen ¹¹2025 (Michael Müller Verlag) * Wellhausen, M.; ''Côte d’Azur: die schönsten Küsten- und Bergwanderungen;'' München ⁹2026 (Rother Bergverlag) * Zichnowitz, J.; ''Côte d’Azur: von Marseille bis Menton;'' München 2019 (ADAC Verlag) ; Geschichte * Collezione Mincuzzi Nicoletti; ''Côte d'Azur;'' 1910 [https://archive.org/details/pc-0196-0215 Postkartenbüchlein] * Löffler, W. [1904-2001]; ''Mein Kriegstagebuch vom 27. August 1944 bis 22. Juni 1945: unsere Absetzbewegung aus Frankreich nach der Landung der Alliierten an der Côte d’Azur;'' Bad Langensalza 2018 (Verlag Rockstuhl); {{ISBN|9783959662840}} * Ardouin-Dumazet, Victor-Eugène; '' Voyage en France,'' vol. 55: ''La Cote d'Azur: Les Maures et l'Esterel;'' 1898 == Weblinks == [https://provence-alpes-cotedazur.com/de/cote-dazur/ Tourismusverband Provence-Alpes-Côte d'Azur] {{class-2}} {{Navigation Frankreich Regionen}} {{GeoData| lat= | long= | radius= }} {{IstInKat|Provence-Alpes-Côte d’Azur }} d4z23rid7n8ir1m1ammextjg44umr7o 1802633 1802632 2026-09-07T10:01:45Z DocWoKav 14575 /* Orte */ Geänderte vCard für Cannes 1802633 wikitext text/x-wiki {{quickbar Region}} Die '''Côte d’Azur''' ''(deutsch: Azurblaue Küste)'' liegt am Mittelmeer und verläuft von [[Cassis]] über [[Toulon]] bis [[Menton]] an der Italienischen Grenze. Die Küste wird auch Französische Riviera (French Riviera) genannt. Aufgrund ihrer herrlichen Landschaften, ihrer schönen Strände und der pittoresken Ortschaften ist die Côte d'Azur ein beliebtes Reiseziel. == Orte == [[File:Juan les Pins. Printemps 3D. - panoramio.jpg|thumb|Côte d’Azur bei Juan le Pins]] {{mapframe}} * {{vCard | name = Cassis | type = city | wikidata = Q243002 | description =|show=nositelinks,nosocialmedia|url=n}} * {{vCard | name = Toulon | type = city | wikidata = Q44160 | description =|show=nositelinks,nosocialmedia|url=n}} * {{vCard | name = Le Lavandou | type = city | wikidata = Q736462 | description =|show=nositelinks,nosocialmedia|url=n}} * {{vCard | name = Cavalaire-sur-Mer | type = city | wikidata = Q475816 | description =|show=nositelinks,nosocialmedia|url=n}} * {{vCard | name = Saint-Tropez | type = city | wikidata = Q1813 | description = Dieses malerische Fischerdorf ist bekannt für seinen Jetset-Lifestyle, luxuriöse Jachten und sein aufregendes Nachtleben.|show=nositelinks,nosocialmedia|url=n}} * {{vCard | name = Ste-Maxime | type = city | wikidata = Q693017 | description = Dieser beliebte Badeort bietet kilometerlange Sandstrände, eine lebhafte Strandpromenade und viele Freizeitaktivitäten.|show=nositelinks,nosocialmedia|url=n}} * {{vCard | name = Fréjus | type = city | wikidata = Q215155 | description =|show=nositelinks,nosocialmedia|url=n}} * {{vCard | name = Saint-Raphaël | type = city | wikidata = Q234281 | description =|show=nositelinks,nosocialmedia|url=n}} * {{vCard | name = Cannes | type = city | wikidata = Q39984 | url = n | phone = n | email = n | show = nositelinks, nosocialmedia | description = Cannes ist vor allem für die internationalen Filmfestspiele, die luxuriöse Croisette und ihre eleganten Hotels bekannt, bietet aber zugleich eine reizvolle historische Altstadt auf dem Suquet mit kleinen Gassen, Restaurants und einem herrlichen Panorama über die Küste. }} * {{vCard | name = Antibes | type = city | wikidata = Q126898 | description = Mit seiner beeindruckenden Festungsmauer, dem Yachthafen und den engen Gassen bietet Antibes eine charmante Atmosphäre.|show=nositelinks,nosocialmedia|url=n}} * {{vCard | name = Nizza | type = city | wikidata = Q33959 | url = n | phone = n | email = n | subtype = n | show = nositelinks, nosocialmedia | description = Die Hauptstadt der Côte d'Azur bietet eine malerische Altstadt, eine luxuriöse Strandpromenade, eine lebhafte Atmosphäre und ein reichhaltiges kulturelles Angebot. }} * {{vCard | name = Monaco | type = city | wikidata = Q235 | description = Das Fürstentum Monaco ist für seinen Glamour und seine Eleganz bekannt. 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Aufgrund des milden Klimas war sie ein bevorzugtes Winterreiseziel wohlhabender Bourgeois, die sich die teils palastartigen Hotels der Belle Epoque leisten konnten. Noch heute ist die Dichte schwerer Limousinen und Cabrios (der Bentley Corniche ist nach diesem Landstrich benannt) größer als anderswo, die Häfen voll mit Luxusyachten und eine Villa mit Meerblick gehört ebenso zum guten Ton. In der zweiten Reihe findet aber auch der Normaloreisende ausreichend bezahlbare Ziele. == Sprache == Französisch. == Anreise == Der nächste Flughafen ist der {{marker|type = airport|name =Flughafen Nizza |wikidata = Q821557 |show = symbol,nositelinks}}. Für den westlichen Teil der Côte d’Azur kann auch der {{marker|type = airport|name = Flughafen Marseille |wikidata = Q651190|show = none}} zur Anreise geeignet sein. Zentral gelegen ist der Flughafen {{marker|type = airport|name =Flughafen Toulon-Hyères |wikidata = Q543189 |show = none}}. Mit dem Zug ist die Côte d’Azur durch die Fernverkehrsstrecke Marseille - Genua gut erschlossen. Ebenso führt eine Autobahn küstenparallel von Marseille zur italienischen Grenze und weiter Richtung Genua. Bahn wie Autobahn sind landschaftlich höchst reizvoll. [[Route nationale 7 (Frankreich)|Route Bleu]] aus Paris über [[Lyon]] nach Avignon, Fréjus bis Nizza. == Mobilität == Die wildromantischen Küstenstraßen, zuvorderst die [[Corniche Inférieure]]. == Sehenswürdigkeiten == * {{vCard | name = Ozeanographisches Museum | type = museum | wikidata = Q851527 | address = in Monaco | description =|show=nositelinks,nosocialmedia|url=n}} * Gegend um Nizza. Seit Juli 2021 ist Nizza als „Winterurlaubsstadt an der Riviera“ Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. * Massiv Estérel == Aktivitäten == Die Côte d'Azur eignet sich aufgrund ihrer vielen Strände sehr gut für einen Badeurlaub. Aber auch Kulturinteressierte und Wanderfreunde kommen hier auf ihre Kosten. * Glücksspiel im '''Casino''' in Monaco für Personen über 18 Jahren. === Regelmäßige Veranstaltungen === * Das '''[https://www.feteducitron.com/ Zitronenfest]''' im Februar / März in Menton wird seit 1930 jährlich durchgeführt und ist nach dem Karneval von Nizza das zweitgrößte Fest an der Côte d’Azur. * '''Festival de Cannes''' − Fimfestival im Mai in Cannes * Das Fest der Fischer und des Meeres''' Fête de la Saint-Pierre et de la Mer''' findet am letzten Wochenende im Juni in Cassis statt * '''Musikalische Nächte in der Altstadt''' − im Juli in Cannes * '''Internationales Segelfestival''' − im September in Cannes * '''Bravades von Saint-Tropez''' im Mai == Küche == Oliven, Ratatouille, Ziegenkäse, Gnocchi <!-- == Nachtleben == --> == Sicherheit == Insbesondere Wanderer sollten die von Schlangen (hier: Vipern) ausgehenden Gefahren nicht unterschätzen. Aufmerksamkeit ist geboten in steiniger/felsiger Umgebung aber auch bei Mauerwerk oder alten Ruinen. Zur Vorbeugung bei Kleinkriminalität hilft die übliche Vorsicht im öffentlichen Raum, insbesondere an Bahnhöfen und im Nahverkehr, und der Verzicht auf Naivität und Leichtsinn. == Klima == Das Klima an der Côte d'Azur ist mediterrane und im östlichen Teil zunehmend subtropisch. Die Sommer sind warm, manchmal auch heiß, die Winter mild. Frost gibt es nur sehr selten. == Literatur == ; Reiseführer * Hutter, E.; ''Unterwegs in der Provence & an der Côte d’Azur: das Reisebuch;'' München 2026 (Kunth Verlag); [Bildband] * Nestmeyer, Ralf; ''Côte d’Azur: Alpes-Maritimes;'' Erlangen ¹¹2025 (Michael Müller Verlag) * Wellhausen, M.; ''Côte d’Azur: die schönsten Küsten- und Bergwanderungen;'' München ⁹2026 (Rother Bergverlag) * Zichnowitz, J.; ''Côte d’Azur: von Marseille bis Menton;'' München 2019 (ADAC Verlag) ; Geschichte * Collezione Mincuzzi Nicoletti; ''Côte d'Azur;'' 1910 [https://archive.org/details/pc-0196-0215 Postkartenbüchlein] * Löffler, W. [1904-2001]; ''Mein Kriegstagebuch vom 27. August 1944 bis 22. 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Aufgrund ihrer herrlichen Landschaften, ihrer schönen Strände und der pittoresken Ortschaften ist die Côte d'Azur ein beliebtes Reiseziel. == Orte == [[File:Juan les Pins. 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Aufgrund des milden Klimas war sie ein bevorzugtes Winterreiseziel wohlhabender Bourgeois, die sich die teils palastartigen Hotels der Belle Epoque leisten konnten. Noch heute ist die Dichte schwerer Limousinen und Cabrios (der Bentley Corniche ist nach diesem Landstrich benannt) größer als anderswo, die Häfen voll mit Luxusyachten und eine Villa mit Meerblick gehört ebenso zum guten Ton. In der zweiten Reihe findet aber auch der Normaloreisende ausreichend bezahlbare Ziele. == Sprache == Französisch. == Anreise == Der nächste Flughafen ist der {{marker|type = airport|name =Flughafen Nizza |wikidata = Q821557 |show = symbol,nositelinks}}. Für den westlichen Teil der Côte d’Azur kann auch der {{marker|type = airport|name = Flughafen Marseille |wikidata = Q651190|show = none}} zur Anreise geeignet sein. Zentral gelegen ist der Flughafen {{marker|type = airport|name =Flughafen Toulon-Hyères |wikidata = Q543189 |show = none}}. 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Aber auch Kulturinteressierte und Wanderfreunde kommen hier auf ihre Kosten. * Glücksspiel im '''Casino''' in Monaco für Personen über 18 Jahren. === Regelmäßige Veranstaltungen === * Das '''[https://www.feteducitron.com/ Zitronenfest]''' im Februar / März in Menton wird seit 1930 jährlich durchgeführt und ist nach dem Karneval von Nizza das zweitgrößte Fest an der Côte d’Azur. * '''Festival de Cannes''' − Fimfestival im Mai in Cannes * Das Fest der Fischer und des Meeres''' Fête de la Saint-Pierre et de la Mer''' findet am letzten Wochenende im Juni in Cassis statt * '''Musikalische Nächte in der Altstadt''' − im Juli in Cannes * '''Internationales Segelfestival''' − im September in Cannes * '''Bravades von Saint-Tropez''' im Mai == Küche == Oliven, Ratatouille, Ziegenkäse, Gnocchi <!-- == Nachtleben == --> == Sicherheit == Insbesondere Wanderer sollten die von Schlangen (hier: Vipern) ausgehenden Gefahren nicht unterschätzen. Aufmerksamkeit ist geboten in steiniger/felsiger Umgebung aber auch bei Mauerwerk oder alten Ruinen. Zur Vorbeugung bei Kleinkriminalität hilft die übliche Vorsicht im öffentlichen Raum, insbesondere an Bahnhöfen und im Nahverkehr, und der Verzicht auf Naivität und Leichtsinn. == Klima == Das Klima an der Côte d'Azur ist mediterrane und im östlichen Teil zunehmend subtropisch. Die Sommer sind warm, manchmal auch heiß, die Winter mild. Frost gibt es nur sehr selten. == Literatur == ; Reiseführer * Hutter, E.; ''Unterwegs in der Provence & an der Côte d’Azur: das Reisebuch;'' München 2026 (Kunth Verlag); [Bildband] * Nestmeyer, Ralf; ''Côte d’Azur: Alpes-Maritimes;'' Erlangen ¹¹2025 (Michael Müller Verlag) * Wellhausen, M.; ''Côte d’Azur: die schönsten Küsten- und Bergwanderungen;'' München ⁹2026 (Rother Bergverlag) * Zichnowitz, J.; ''Côte d’Azur: von Marseille bis Menton;'' München 2019 (ADAC Verlag) ; Geschichte * Collezione Mincuzzi Nicoletti; ''Côte d'Azur;'' 1910 [https://archive.org/details/pc-0196-0215 Postkartenbüchlein] * Löffler, W. [1904-2001]; ''Mein Kriegstagebuch vom 27. August 1944 bis 22. 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Aufgrund ihrer herrlichen Landschaften, ihrer schönen Strände und der pittoresken Ortschaften ist die Côte d'Azur ein beliebtes Reiseziel. == Orte == [[File:Juan les Pins. 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Aufgrund des milden Klimas war sie ein bevorzugtes Winterreiseziel wohlhabender Bourgeois, die sich die teils palastartigen Hotels der Belle Epoque leisten konnten. Noch heute ist die Dichte schwerer Limousinen und Cabrios (der Bentley Corniche ist nach diesem Landstrich benannt) größer als anderswo, die Häfen voll mit Luxusyachten und eine Villa mit Meerblick gehört ebenso zum guten Ton. In der zweiten Reihe findet aber auch der Normaloreisende ausreichend bezahlbare Ziele. == Sprache == Französisch. == Anreise == Der nächste Flughafen ist der {{marker|type = airport|name =Flughafen Nizza |wikidata = Q821557 |show = symbol,nositelinks}}. Für den westlichen Teil der Côte d’Azur kann auch der {{marker|type = airport|name = Flughafen Marseille |wikidata = Q651190|show = none}} zur Anreise geeignet sein. Zentral gelegen ist der Flughafen {{marker|type = airport|name =Flughafen Toulon-Hyères |wikidata = Q543189 |show = none}}. 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Aber auch Kulturinteressierte und Wanderfreunde kommen hier auf ihre Kosten. * Glücksspiel im '''Casino''' in Monaco für Personen über 18 Jahren. === Regelmäßige Veranstaltungen === * Das '''[https://www.feteducitron.com/ Zitronenfest]''' im Februar / März in Menton wird seit 1930 jährlich durchgeführt und ist nach dem Karneval von Nizza das zweitgrößte Fest an der Côte d’Azur. * '''Festival de Cannes''' − Fimfestival im Mai in Cannes * Das Fest der Fischer und des Meeres''' Fête de la Saint-Pierre et de la Mer''' findet am letzten Wochenende im Juni in Cassis statt * '''Musikalische Nächte in der Altstadt''' − im Juli in Cannes * '''Internationales Segelfestival''' − im September in Cannes * '''Bravades von Saint-Tropez''' im Mai == Küche == Oliven, Ratatouille, Ziegenkäse, Gnocchi <!-- == Nachtleben == --> == Sicherheit == Insbesondere Wanderer sollten die von Schlangen (hier: Vipern) ausgehenden Gefahren nicht unterschätzen. Aufmerksamkeit ist geboten in steiniger/felsiger Umgebung aber auch bei Mauerwerk oder alten Ruinen. Zur Vorbeugung bei Kleinkriminalität hilft die übliche Vorsicht im öffentlichen Raum, insbesondere an Bahnhöfen und im Nahverkehr, und der Verzicht auf Naivität und Leichtsinn. == Klima == Das Klima an der Côte d'Azur ist mediterrane und im östlichen Teil zunehmend subtropisch. Die Sommer sind warm, manchmal auch heiß, die Winter mild. Frost gibt es nur sehr selten. == Literatur == ; Reiseführer * Hutter, E.; ''Unterwegs in der Provence & an der Côte d’Azur: das Reisebuch;'' München 2026 (Kunth Verlag); [Bildband] * Nestmeyer, Ralf; ''Côte d’Azur: Alpes-Maritimes;'' Erlangen ¹¹2025 (Michael Müller Verlag) * Wellhausen, M.; ''Côte d’Azur: die schönsten Küsten- und Bergwanderungen;'' München ⁹2026 (Rother Bergverlag) * Zichnowitz, J.; ''Côte d’Azur: von Marseille bis Menton;'' München 2019 (ADAC Verlag) ; Geschichte * Collezione Mincuzzi Nicoletti; ''Côte d'Azur;'' 1910 [https://archive.org/details/pc-0196-0215 Postkartenbüchlein] * Löffler, W. [1904-2001]; ''Mein Kriegstagebuch vom 27. August 1944 bis 22. Juni 1945: unsere Absetzbewegung aus Frankreich nach der Landung der Alliierten an der Côte d’Azur;'' Bad Langensalza 2018 (Verlag Rockstuhl); {{ISBN|9783959662840}} * Ardouin-Dumazet, Victor-Eugène; '' Voyage en France,'' vol. 55: ''La Cote d'Azur: Les Maures et l'Esterel;'' 1898 == Weblinks == [https://provence-alpes-cotedazur.com/de/cote-dazur/ Tourismusverband Provence-Alpes-Côte d'Azur] {{class-2}} {{Navigation Frankreich Regionen}} {{GeoData| lat= | long= | radius= }} {{IstInKat|Provence-Alpes-Côte d’Azur }} naejmnj6wd7jcc301bz54it2poo350w 1802636 1802635 2026-09-07T10:12:09Z DocWoKav 14575 /* Orte */ Geänderte vCard für Cassis 1802636 wikitext text/x-wiki {{quickbar Region}} Die '''Côte d’Azur''' ''(deutsch: Azurblaue Küste)'' liegt am Mittelmeer und verläuft von [[Cassis]] über [[Toulon]] bis [[Menton]] an der Italienischen Grenze. Die Küste wird auch Französische Riviera (French Riviera) genannt. Aufgrund ihrer herrlichen Landschaften, ihrer schönen Strände und der pittoresken Ortschaften ist die Côte d'Azur ein beliebtes Reiseziel. == Orte == [[File:Juan les Pins. 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Aufgrund des milden Klimas war sie ein bevorzugtes Winterreiseziel wohlhabender Bourgeois, die sich die teils palastartigen Hotels der Belle Epoque leisten konnten. Noch heute ist die Dichte schwerer Limousinen und Cabrios (der Bentley Corniche ist nach diesem Landstrich benannt) größer als anderswo, die Häfen voll mit Luxusyachten und eine Villa mit Meerblick gehört ebenso zum guten Ton. In der zweiten Reihe findet aber auch der Normaloreisende ausreichend bezahlbare Ziele. == Sprache == Französisch. == Anreise == Der nächste Flughafen ist der {{marker|type = airport|name =Flughafen Nizza |wikidata = Q821557 |show = symbol,nositelinks}}. Für den westlichen Teil der Côte d’Azur kann auch der {{marker|type = airport|name = Flughafen Marseille |wikidata = Q651190|show = none}} zur Anreise geeignet sein. Zentral gelegen ist der Flughafen {{marker|type = airport|name =Flughafen Toulon-Hyères |wikidata = Q543189 |show = none}}. 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Aber auch Kulturinteressierte und Wanderfreunde kommen hier auf ihre Kosten. * Glücksspiel im '''Casino''' in Monaco für Personen über 18 Jahren. === Regelmäßige Veranstaltungen === * Das '''[https://www.feteducitron.com/ Zitronenfest]''' im Februar / März in Menton wird seit 1930 jährlich durchgeführt und ist nach dem Karneval von Nizza das zweitgrößte Fest an der Côte d’Azur. * '''Festival de Cannes''' − Fimfestival im Mai in Cannes * Das Fest der Fischer und des Meeres''' Fête de la Saint-Pierre et de la Mer''' findet am letzten Wochenende im Juni in Cassis statt * '''Musikalische Nächte in der Altstadt''' − im Juli in Cannes * '''Internationales Segelfestival''' − im September in Cannes * '''Bravades von Saint-Tropez''' im Mai == Küche == Oliven, Ratatouille, Ziegenkäse, Gnocchi <!-- == Nachtleben == --> == Sicherheit == Insbesondere Wanderer sollten die von Schlangen (hier: Vipern) ausgehenden Gefahren nicht unterschätzen. Aufmerksamkeit ist geboten in steiniger/felsiger Umgebung aber auch bei Mauerwerk oder alten Ruinen. Zur Vorbeugung bei Kleinkriminalität hilft die übliche Vorsicht im öffentlichen Raum, insbesondere an Bahnhöfen und im Nahverkehr, und der Verzicht auf Naivität und Leichtsinn. == Klima == Das Klima an der Côte d'Azur ist mediterrane und im östlichen Teil zunehmend subtropisch. Die Sommer sind warm, manchmal auch heiß, die Winter mild. Frost gibt es nur sehr selten. == Literatur == ; Reiseführer * Hutter, E.; ''Unterwegs in der Provence & an der Côte d’Azur: das Reisebuch;'' München 2026 (Kunth Verlag); [Bildband] * Nestmeyer, Ralf; ''Côte d’Azur: Alpes-Maritimes;'' Erlangen ¹¹2025 (Michael Müller Verlag) * Wellhausen, M.; ''Côte d’Azur: die schönsten Küsten- und Bergwanderungen;'' München ⁹2026 (Rother Bergverlag) * Zichnowitz, J.; ''Côte d’Azur: von Marseille bis Menton;'' München 2019 (ADAC Verlag) ; Geschichte * Collezione Mincuzzi Nicoletti; ''Côte d'Azur;'' 1910 [https://archive.org/details/pc-0196-0215 Postkartenbüchlein] * Löffler, W. [1904-2001]; ''Mein Kriegstagebuch vom 27. August 1944 bis 22. 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Aber auch Kulturinteressierte und Wanderfreunde kommen hier auf ihre Kosten. * Glücksspiel im '''Casino''' in Monaco für Personen über 18 Jahren. === Regelmäßige Veranstaltungen === * Das '''[https://www.feteducitron.com/ Zitronenfest]''' im Februar / März in Menton wird seit 1930 jährlich durchgeführt und ist nach dem Karneval von Nizza das zweitgrößte Fest an der Côte d’Azur. * '''Festival de Cannes''' − Fimfestival im Mai in Cannes * Das Fest der Fischer und des Meeres''' Fête de la Saint-Pierre et de la Mer''' findet am letzten Wochenende im Juni in Cassis statt * '''Musikalische Nächte in der Altstadt''' − im Juli in Cannes * '''Internationales Segelfestival''' − im September in Cannes * '''Bravades von Saint-Tropez''' im Mai == Küche == Oliven, Ratatouille, Ziegenkäse, Gnocchi <!-- == Nachtleben == --> == Sicherheit == Insbesondere Wanderer sollten die von Schlangen (hier: Vipern) ausgehenden Gefahren nicht unterschätzen. 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Juni 1945: unsere Absetzbewegung aus Frankreich nach der Landung der Alliierten an der Côte d’Azur;'' Bad Langensalza 2018 (Verlag Rockstuhl); {{ISBN|9783959662840}} * Ardouin-Dumazet, Victor-Eugène; '' Voyage en France,'' vol. 55: ''La Cote d'Azur: Les Maures et l'Esterel;'' 1898 == Weblinks == [https://provence-alpes-cotedazur.com/de/cote-dazur/ Tourismusverband Provence-Alpes-Côte d'Azur] {{class-2}} {{Navigation Frankreich Regionen}} {{GeoData| lat= | long= | radius= }} {{IstInKat|Provence-Alpes-Côte d’Azur }} k2blolojwzm9q3hsyxp645rh7sl7jbq 1802638 1802637 2026-09-07T10:14:49Z DocWoKav 14575 /* Orte */ Geänderte vCard für Le Lavandou 1802638 wikitext text/x-wiki {{quickbar Region}} Die '''Côte d’Azur''' ''(deutsch: Azurblaue Küste)'' liegt am Mittelmeer und verläuft von [[Cassis]] über [[Toulon]] bis [[Menton]] an der Italienischen Grenze. Die Küste wird auch Französische Riviera (French Riviera) genannt. Aufgrund ihrer herrlichen Landschaften, ihrer schönen Strände und der pittoresken Ortschaften ist die Côte d'Azur ein beliebtes Reiseziel. == Orte == [[File:Juan les Pins. Printemps 3D. - panoramio.jpg|thumb|Côte d’Azur bei Juan le Pins]] {{mapframe}} * {{vCard | name = Cassis | type = city | wikidata = Q243002 | url = n | phone = n | email = n | show = nositelinks, nosocialmedia | description = Das malerische Hafenstädtchen ist besonders für seinen kleinen, von pastellfarbenen Häusern gesäumten Hafen, die spektakulären Calanques mit ihren weißen Kalksteinfelsen und das mediterrane Flair bekannt und eignet sich als Ausgangspunkt für Bootsfahrten und Wanderungen entlang der zerklüfteten Küste. }} * {{vCard | name = Toulon | type = city | wikidata = Q44160 | url = n | phone = n | show = nositelinks, nosocialmedia | description = Der Ort verbindet einen bedeutenden Mittelmeerhafen mit einer lebendigen Altstadt und einer von Cafés und Restaurants gesäumten Uferpromenade. 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Aufgrund des milden Klimas war sie ein bevorzugtes Winterreiseziel wohlhabender Bourgeois, die sich die teils palastartigen Hotels der Belle Epoque leisten konnten. Noch heute ist die Dichte schwerer Limousinen und Cabrios (der Bentley Corniche ist nach diesem Landstrich benannt) größer als anderswo, die Häfen voll mit Luxusyachten und eine Villa mit Meerblick gehört ebenso zum guten Ton. In der zweiten Reihe findet aber auch der Normaloreisende ausreichend bezahlbare Ziele. == Sprache == Französisch. == Anreise == Der nächste Flughafen ist der {{marker|type = airport|name =Flughafen Nizza |wikidata = Q821557 |show = symbol,nositelinks}}. Für den westlichen Teil der Côte d’Azur kann auch der {{marker|type = airport|name = Flughafen Marseille |wikidata = Q651190|show = none}} zur Anreise geeignet sein. Zentral gelegen ist der Flughafen {{marker|type = airport|name =Flughafen Toulon-Hyères |wikidata = Q543189 |show = none}}. Mit dem Zug ist die Côte d’Azur durch die Fernverkehrsstrecke Marseille - Genua gut erschlossen. Ebenso führt eine Autobahn küstenparallel von Marseille zur italienischen Grenze und weiter Richtung Genua. Bahn wie Autobahn sind landschaftlich höchst reizvoll. [[Route nationale 7 (Frankreich)|Route Bleu]] aus Paris über [[Lyon]] nach Avignon, Fréjus bis Nizza. == Mobilität == Die wildromantischen Küstenstraßen, zuvorderst die [[Corniche Inférieure]]. == Sehenswürdigkeiten == * {{vCard | name = Ozeanographisches Museum | type = museum | wikidata = Q851527 | address = in Monaco | description =|show=nositelinks,nosocialmedia|url=n}} * Gegend um Nizza. Seit Juli 2021 ist Nizza als „Winterurlaubsstadt an der Riviera“ Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. * Massiv Estérel == Aktivitäten == Die Côte d'Azur eignet sich aufgrund ihrer vielen Strände sehr gut für einen Badeurlaub. Aber auch Kulturinteressierte und Wanderfreunde kommen hier auf ihre Kosten. * Glücksspiel im '''Casino''' in Monaco für Personen über 18 Jahren. === Regelmäßige Veranstaltungen === * Das '''[https://www.feteducitron.com/ Zitronenfest]''' im Februar / März in Menton wird seit 1930 jährlich durchgeführt und ist nach dem Karneval von Nizza das zweitgrößte Fest an der Côte d’Azur. * '''Festival de Cannes''' − Fimfestival im Mai in Cannes * Das Fest der Fischer und des Meeres''' Fête de la Saint-Pierre et de la Mer''' findet am letzten Wochenende im Juni in Cassis statt * '''Musikalische Nächte in der Altstadt''' − im Juli in Cannes * '''Internationales Segelfestival''' − im September in Cannes * '''Bravades von Saint-Tropez''' im Mai == Küche == Oliven, Ratatouille, Ziegenkäse, Gnocchi <!-- == Nachtleben == --> == Sicherheit == Insbesondere Wanderer sollten die von Schlangen (hier: Vipern) ausgehenden Gefahren nicht unterschätzen. Aufmerksamkeit ist geboten in steiniger/felsiger Umgebung aber auch bei Mauerwerk oder alten Ruinen. Zur Vorbeugung bei Kleinkriminalität hilft die übliche Vorsicht im öffentlichen Raum, insbesondere an Bahnhöfen und im Nahverkehr, und der Verzicht auf Naivität und Leichtsinn. == Klima == Das Klima an der Côte d'Azur ist mediterrane und im östlichen Teil zunehmend subtropisch. Die Sommer sind warm, manchmal auch heiß, die Winter mild. Frost gibt es nur sehr selten. == Literatur == ; Reiseführer * Hutter, E.; ''Unterwegs in der Provence & an der Côte d’Azur: das Reisebuch;'' München 2026 (Kunth Verlag); [Bildband] * Nestmeyer, Ralf; ''Côte d’Azur: Alpes-Maritimes;'' Erlangen ¹¹2025 (Michael Müller Verlag) * Wellhausen, M.; ''Côte d’Azur: die schönsten Küsten- und Bergwanderungen;'' München ⁹2026 (Rother Bergverlag) * Zichnowitz, J.; ''Côte d’Azur: von Marseille bis Menton;'' München 2019 (ADAC Verlag) ; Geschichte * Collezione Mincuzzi Nicoletti; ''Côte d'Azur;'' 1910 [https://archive.org/details/pc-0196-0215 Postkartenbüchlein] * Löffler, W. [1904-2001]; ''Mein Kriegstagebuch vom 27. August 1944 bis 22. Juni 1945: unsere Absetzbewegung aus Frankreich nach der Landung der Alliierten an der Côte d’Azur;'' Bad Langensalza 2018 (Verlag Rockstuhl); {{ISBN|9783959662840}} * Ardouin-Dumazet, Victor-Eugène; '' Voyage en France,'' vol. 55: ''La Cote d'Azur: Les Maures et l'Esterel;'' 1898 == Weblinks == [https://provence-alpes-cotedazur.com/de/cote-dazur/ Tourismusverband Provence-Alpes-Côte d'Azur] {{class-2}} {{Navigation Frankreich Regionen}} {{GeoData| lat= | long= | radius= }} {{IstInKat|Provence-Alpes-Côte d’Azur }} 238rtytgtshi1bkoyu7vn07qmdtkqkm 1802640 1802638 2026-09-07T10:16:43Z DocWoKav 14575 /* Orte */ Geänderte vCard für Cavalaire-sur-Mer 1802640 wikitext text/x-wiki {{quickbar Region}} Die '''Côte d’Azur''' ''(deutsch: Azurblaue Küste)'' liegt am Mittelmeer und verläuft von [[Cassis]] über [[Toulon]] bis [[Menton]] an der Italienischen Grenze. Die Küste wird auch Französische Riviera (French Riviera) genannt. Aufgrund ihrer herrlichen Landschaften, ihrer schönen Strände und der pittoresken Ortschaften ist die Côte d'Azur ein beliebtes Reiseziel. == Orte == [[File:Juan les Pins. Printemps 3D. - panoramio.jpg|thumb|Côte d’Azur bei Juan le Pins]] {{mapframe}} * {{vCard | name = Cassis | type = city | wikidata = Q243002 | url = n | phone = n | email = n | show = nositelinks, nosocialmedia | description = Das malerische Hafenstädtchen ist besonders für seinen kleinen, von pastellfarbenen Häusern gesäumten Hafen, die spektakulären Calanques mit ihren weißen Kalksteinfelsen und das mediterrane Flair bekannt und eignet sich als Ausgangspunkt für Bootsfahrten und Wanderungen entlang der zerklüfteten Küste. }} * {{vCard | name = Toulon | type = city | wikidata = Q44160 | url = n | phone = n | show = nositelinks, nosocialmedia | description = Der Ort verbindet einen bedeutenden Mittelmeerhafen mit einer lebendigen Altstadt und einer von Cafés und Restaurants gesäumten Uferpromenade. 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Aufgrund des milden Klimas war sie ein bevorzugtes Winterreiseziel wohlhabender Bourgeois, die sich die teils palastartigen Hotels der Belle Epoque leisten konnten. Noch heute ist die Dichte schwerer Limousinen und Cabrios (der Bentley Corniche ist nach diesem Landstrich benannt) größer als anderswo, die Häfen voll mit Luxusyachten und eine Villa mit Meerblick gehört ebenso zum guten Ton. In der zweiten Reihe findet aber auch der Normaloreisende ausreichend bezahlbare Ziele. == Sprache == Französisch. == Anreise == Der nächste Flughafen ist der {{marker|type = airport|name =Flughafen Nizza |wikidata = Q821557 |show = symbol,nositelinks}}. Für den westlichen Teil der Côte d’Azur kann auch der {{marker|type = airport|name = Flughafen Marseille |wikidata = Q651190|show = none}} zur Anreise geeignet sein. Zentral gelegen ist der Flughafen {{marker|type = airport|name =Flughafen Toulon-Hyères |wikidata = Q543189 |show = none}}. 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Aber auch Kulturinteressierte und Wanderfreunde kommen hier auf ihre Kosten. * Glücksspiel im '''Casino''' in Monaco für Personen über 18 Jahren. === Regelmäßige Veranstaltungen === * Das '''[https://www.feteducitron.com/ Zitronenfest]''' im Februar / März in Menton wird seit 1930 jährlich durchgeführt und ist nach dem Karneval von Nizza das zweitgrößte Fest an der Côte d’Azur. * '''Festival de Cannes''' − Fimfestival im Mai in Cannes * Das Fest der Fischer und des Meeres''' Fête de la Saint-Pierre et de la Mer''' findet am letzten Wochenende im Juni in Cassis statt * '''Musikalische Nächte in der Altstadt''' − im Juli in Cannes * '''Internationales Segelfestival''' − im September in Cannes * '''Bravades von Saint-Tropez''' im Mai == Küche == Oliven, Ratatouille, Ziegenkäse, Gnocchi <!-- == Nachtleben == --> == Sicherheit == Insbesondere Wanderer sollten die von Schlangen (hier: Vipern) ausgehenden Gefahren nicht unterschätzen. Aufmerksamkeit ist geboten in steiniger/felsiger Umgebung aber auch bei Mauerwerk oder alten Ruinen. Zur Vorbeugung bei Kleinkriminalität hilft die übliche Vorsicht im öffentlichen Raum, insbesondere an Bahnhöfen und im Nahverkehr, und der Verzicht auf Naivität und Leichtsinn. == Klima == Das Klima an der Côte d'Azur ist mediterrane und im östlichen Teil zunehmend subtropisch. Die Sommer sind warm, manchmal auch heiß, die Winter mild. Frost gibt es nur sehr selten. == Literatur == ; Reiseführer * Hutter, E.; ''Unterwegs in der Provence & an der Côte d’Azur: das Reisebuch;'' München 2026 (Kunth Verlag); [Bildband] * Nestmeyer, Ralf; ''Côte d’Azur: Alpes-Maritimes;'' Erlangen ¹¹2025 (Michael Müller Verlag) * Wellhausen, M.; ''Côte d’Azur: die schönsten Küsten- und Bergwanderungen;'' München ⁹2026 (Rother Bergverlag) * Zichnowitz, J.; ''Côte d’Azur: von Marseille bis Menton;'' München 2019 (ADAC Verlag) ; Geschichte * Collezione Mincuzzi Nicoletti; ''Côte d'Azur;'' 1910 [https://archive.org/details/pc-0196-0215 Postkartenbüchlein] * Löffler, W. [1904-2001]; ''Mein Kriegstagebuch vom 27. August 1944 bis 22. 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Aber auch Kulturinteressierte und Wanderfreunde kommen hier auf ihre Kosten. * Glücksspiel im '''Casino''' in Monaco für Personen über 18 Jahren. === Regelmäßige Veranstaltungen === * Das '''[https://www.feteducitron.com/ Zitronenfest]''' im Februar / März in Menton wird seit 1930 jährlich durchgeführt und ist nach dem Karneval von Nizza das zweitgrößte Fest an der Côte d’Azur. * '''Festival de Cannes''' − Fimfestival im Mai in Cannes * Das Fest der Fischer und des Meeres''' Fête de la Saint-Pierre et de la Mer''' findet am letzten Wochenende im Juni in Cassis statt * '''Musikalische Nächte in der Altstadt''' − im Juli in Cannes * '''Internationales Segelfestival''' − im September in Cannes * '''Bravades von Saint-Tropez''' im Mai == Küche == Oliven, Ratatouille, Ziegenkäse, Gnocchi <!-- == Nachtleben == --> == Sicherheit == Insbesondere Wanderer sollten die von Schlangen (hier: Vipern) ausgehenden Gefahren nicht unterschätzen. Aufmerksamkeit ist geboten in steiniger/felsiger Umgebung aber auch bei Mauerwerk oder alten Ruinen. Zur Vorbeugung bei Kleinkriminalität hilft die übliche Vorsicht im öffentlichen Raum, insbesondere an Bahnhöfen und im Nahverkehr, und der Verzicht auf Naivität und Leichtsinn. == Klima == Das Klima an der Côte d'Azur ist mediterrane und im östlichen Teil zunehmend subtropisch. Die Sommer sind warm, manchmal auch heiß, die Winter mild. Frost gibt es nur sehr selten. == Literatur == ; Reiseführer * Hutter, E.; ''Unterwegs in der Provence & an der Côte d’Azur: das Reisebuch;'' München 2026 (Kunth Verlag); [Bildband] * Nestmeyer, Ralf; ''Côte d’Azur: Alpes-Maritimes;'' Erlangen ¹¹2025 (Michael Müller Verlag) * Wellhausen, M.; ''Côte d’Azur: die schönsten Küsten- und Bergwanderungen;'' München ⁹2026 (Rother Bergverlag) * Zichnowitz, J.; ''Côte d’Azur: von Marseille bis Menton;'' München 2019 (ADAC Verlag) ; Geschichte * Collezione Mincuzzi Nicoletti; ''Côte d'Azur;'' 1910 [https://archive.org/details/pc-0196-0215 Postkartenbüchlein] * Löffler, W. [1904-2001]; ''Mein Kriegstagebuch vom 27. August 1944 bis 22. Juni 1945: unsere Absetzbewegung aus Frankreich nach der Landung der Alliierten an der Côte d’Azur;'' Bad Langensalza 2018 (Verlag Rockstuhl); {{ISBN|9783959662840}} * Ardouin-Dumazet, Victor-Eugène; '' Voyage en France,'' vol. 55: ''La Cote d'Azur: Les Maures et l'Esterel;'' 1898 == Weblinks == [https://provence-alpes-cotedazur.com/de/cote-dazur/ Tourismusverband Provence-Alpes-Côte d'Azur] {{class-2}} {{Navigation Frankreich Regionen}} {{GeoData| lat= | long= | radius= }} {{IstInKat|Provence-Alpes-Côte d’Azur }} 14se4gxj5o0s1z4qcds8ionb5as5c5v 1802642 1802641 2026-09-07T10:18:18Z DocWoKav 14575 /* Orte */ Geänderte vCard für Ste-Maxime 1802642 wikitext text/x-wiki {{quickbar Region}} Die '''Côte d’Azur''' ''(deutsch: Azurblaue Küste)'' liegt am Mittelmeer und verläuft von [[Cassis]] über [[Toulon]] bis [[Menton]] an der Italienischen Grenze. Die Küste wird auch Französische Riviera (French Riviera) genannt. Aufgrund ihrer herrlichen Landschaften, ihrer schönen Strände und der pittoresken Ortschaften ist die Côte d'Azur ein beliebtes Reiseziel. == Orte == [[File:Juan les Pins. Printemps 3D. - panoramio.jpg|thumb|Côte d’Azur bei Juan le Pins]] {{mapframe}} * {{vCard | name = Cassis | type = city | wikidata = Q243002 | url = n | phone = n | email = n | show = nositelinks, nosocialmedia | description = Das malerische Hafenstädtchen ist besonders für seinen kleinen, von pastellfarbenen Häusern gesäumten Hafen, die spektakulären Calanques mit ihren weißen Kalksteinfelsen und das mediterrane Flair bekannt und eignet sich als Ausgangspunkt für Bootsfahrten und Wanderungen entlang der zerklüfteten Küste. }} * {{vCard | name = Toulon | type = city | wikidata = Q44160 | url = n | phone = n | show = nositelinks, nosocialmedia | description = Der Ort verbindet einen bedeutenden Mittelmeerhafen mit einer lebendigen Altstadt und einer von Cafés und Restaurants gesäumten Uferpromenade. 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Aufgrund des milden Klimas war sie ein bevorzugtes Winterreiseziel wohlhabender Bourgeois, die sich die teils palastartigen Hotels der Belle Epoque leisten konnten. Noch heute ist die Dichte schwerer Limousinen und Cabrios (der Bentley Corniche ist nach diesem Landstrich benannt) größer als anderswo, die Häfen voll mit Luxusyachten und eine Villa mit Meerblick gehört ebenso zum guten Ton. In der zweiten Reihe findet aber auch der Normaloreisende ausreichend bezahlbare Ziele. == Sprache == Französisch. == Anreise == Der nächste Flughafen ist der {{marker|type = airport|name =Flughafen Nizza |wikidata = Q821557 |show = symbol,nositelinks}}. Für den westlichen Teil der Côte d’Azur kann auch der {{marker|type = airport|name = Flughafen Marseille |wikidata = Q651190|show = none}} zur Anreise geeignet sein. Zentral gelegen ist der Flughafen {{marker|type = airport|name =Flughafen Toulon-Hyères |wikidata = Q543189 |show = none}}. 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Aufmerksamkeit ist geboten in steiniger/felsiger Umgebung aber auch bei Mauerwerk oder alten Ruinen. Zur Vorbeugung bei Kleinkriminalität hilft die übliche Vorsicht im öffentlichen Raum, insbesondere an Bahnhöfen und im Nahverkehr, und der Verzicht auf Naivität und Leichtsinn. == Klima == Das Klima an der Côte d'Azur ist mediterrane und im östlichen Teil zunehmend subtropisch. Die Sommer sind warm, manchmal auch heiß, die Winter mild. Frost gibt es nur sehr selten. == Literatur == ; Reiseführer * Hutter, E.; ''Unterwegs in der Provence & an der Côte d’Azur: das Reisebuch;'' München 2026 (Kunth Verlag); [Bildband] * Nestmeyer, Ralf; ''Côte d’Azur: Alpes-Maritimes;'' Erlangen ¹¹2025 (Michael Müller Verlag) * Wellhausen, M.; ''Côte d’Azur: die schönsten Küsten- und Bergwanderungen;'' München ⁹2026 (Rother Bergverlag) * Zichnowitz, J.; ''Côte d’Azur: von Marseille bis Menton;'' München 2019 (ADAC Verlag) ; Geschichte * Collezione Mincuzzi Nicoletti; ''Côte d'Azur;'' 1910 [https://archive.org/details/pc-0196-0215 Postkartenbüchlein] * Löffler, W. [1904-2001]; ''Mein Kriegstagebuch vom 27. August 1944 bis 22. Juni 1945: unsere Absetzbewegung aus Frankreich nach der Landung der Alliierten an der Côte d’Azur;'' Bad Langensalza 2018 (Verlag Rockstuhl); {{ISBN|9783959662840}} * Ardouin-Dumazet, Victor-Eugène; '' Voyage en France,'' vol. 55: ''La Cote d'Azur: Les Maures et l'Esterel;'' 1898 == Weblinks == [https://provence-alpes-cotedazur.com/de/cote-dazur/ Tourismusverband Provence-Alpes-Côte d'Azur] {{class-2}} {{Navigation Frankreich Regionen}} {{GeoData| lat= | long= | radius= }} {{IstInKat|Provence-Alpes-Côte d’Azur }} 6o8amoaeytm3gfbevlnb1700l4hl0ox 1802643 1802642 2026-09-07T10:19:33Z DocWoKav 14575 /* Orte */ Geänderte vCard für Fréjus 1802643 wikitext text/x-wiki {{quickbar Region}} Die '''Côte d’Azur''' ''(deutsch: Azurblaue Küste)'' liegt am Mittelmeer und verläuft von [[Cassis]] über [[Toulon]] bis [[Menton]] an der Italienischen Grenze. Die Küste wird auch Französische Riviera (French Riviera) genannt. 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Aber auch Kulturinteressierte und Wanderfreunde kommen hier auf ihre Kosten. * Glücksspiel im '''Casino''' in Monaco für Personen über 18 Jahren. === Regelmäßige Veranstaltungen === * Das '''[https://www.feteducitron.com/ Zitronenfest]''' im Februar / März in Menton wird seit 1930 jährlich durchgeführt und ist nach dem Karneval von Nizza das zweitgrößte Fest an der Côte d’Azur. * '''Festival de Cannes''' − Fimfestival im Mai in Cannes * Das Fest der Fischer und des Meeres''' Fête de la Saint-Pierre et de la Mer''' findet am letzten Wochenende im Juni in Cassis statt * '''Musikalische Nächte in der Altstadt''' − im Juli in Cannes * '''Internationales Segelfestival''' − im September in Cannes * '''Bravades von Saint-Tropez''' im Mai == Küche == Oliven, Ratatouille, Ziegenkäse, Gnocchi <!-- == Nachtleben == --> == Sicherheit == Insbesondere Wanderer sollten die von Schlangen (hier: Vipern) ausgehenden Gefahren nicht unterschätzen. 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Frost gibt es nur sehr selten. == Literatur == ; Reiseführer * Hutter, E.; ''Unterwegs in der Provence & an der Côte d’Azur: das Reisebuch;'' München 2026 (Kunth Verlag); [Bildband] * Nestmeyer, Ralf; ''Côte d’Azur: Alpes-Maritimes;'' Erlangen ¹¹2025 (Michael Müller Verlag) * Wellhausen, M.; ''Côte d’Azur: die schönsten Küsten- und Bergwanderungen;'' München ⁹2026 (Rother Bergverlag) * Zichnowitz, J.; ''Côte d’Azur: von Marseille bis Menton;'' München 2019 (ADAC Verlag) ; Geschichte * Collezione Mincuzzi Nicoletti; ''Côte d'Azur;'' 1910 [https://archive.org/details/pc-0196-0215 Postkartenbüchlein] * Löffler, W. [1904-2001]; ''Mein Kriegstagebuch vom 27. August 1944 bis 22. 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Aufgrund des milden Klimas war sie ein bevorzugtes Winterreiseziel wohlhabender Bourgeois, die sich die teils palastartigen Hotels der Belle Epoque leisten konnten. Noch heute ist die Dichte schwerer Limousinen und Cabrios (der Bentley Corniche ist nach diesem Landstrich benannt) größer als anderswo, die Häfen voll mit Luxusyachten und eine Villa mit Meerblick gehört ebenso zum guten Ton. In der zweiten Reihe findet aber auch der Normaloreisende ausreichend bezahlbare Ziele. == Sprache == Französisch. == Anreise == Der nächste Flughafen ist der {{marker|type = airport|name =Flughafen Nizza |wikidata = Q821557 |show = symbol,nositelinks}}. Für den westlichen Teil der Côte d’Azur kann auch der {{marker|type = airport|name = Flughafen Marseille |wikidata = Q651190|show = none}} zur Anreise geeignet sein. Zentral gelegen ist der Flughafen {{marker|type = airport|name =Flughafen Toulon-Hyères |wikidata = Q543189 |show = none}}. Mit dem Zug ist die Côte d’Azur durch die Fernverkehrsstrecke Marseille - Genua gut erschlossen. Ebenso führt eine Autobahn küstenparallel von Marseille zur italienischen Grenze und weiter Richtung Genua. Bahn wie Autobahn sind landschaftlich höchst reizvoll. [[Route nationale 7 (Frankreich)|Route Bleu]] aus Paris über [[Lyon]] nach Avignon, Fréjus bis Nizza. == Mobilität == Die wildromantischen Küstenstraßen, zuvorderst die [[Corniche Inférieure]]. == Sehenswürdigkeiten == * {{vCard | name = Ozeanographisches Museum | type = museum | wikidata = Q851527 | address = in Monaco | description =|show=nositelinks,nosocialmedia|url=n}} * Gegend um Nizza. Seit Juli 2021 ist Nizza als „Winterurlaubsstadt an der Riviera“ Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. * Massiv Estérel == Aktivitäten == Die Côte d'Azur eignet sich aufgrund ihrer vielen Strände sehr gut für einen Badeurlaub. Aber auch Kulturinteressierte und Wanderfreunde kommen hier auf ihre Kosten. * Glücksspiel im '''Casino''' in Monaco für Personen über 18 Jahren. === Regelmäßige Veranstaltungen === * Das '''[https://www.feteducitron.com/ Zitronenfest]''' im Februar / März in Menton wird seit 1930 jährlich durchgeführt und ist nach dem Karneval von Nizza das zweitgrößte Fest an der Côte d’Azur. * '''Festival de Cannes''' − Fimfestival im Mai in Cannes * Das Fest der Fischer und des Meeres''' Fête de la Saint-Pierre et de la Mer''' findet am letzten Wochenende im Juni in Cassis statt * '''Musikalische Nächte in der Altstadt''' − im Juli in Cannes * '''Internationales Segelfestival''' − im September in Cannes * '''Bravades von Saint-Tropez''' im Mai == Küche == Oliven, Ratatouille, Ziegenkäse, Gnocchi <!-- == Nachtleben == --> == Sicherheit == Insbesondere Wanderer sollten die von Schlangen (hier: Vipern) ausgehenden Gefahren nicht unterschätzen. Aufmerksamkeit ist geboten in steiniger/felsiger Umgebung aber auch bei Mauerwerk oder alten Ruinen. Zur Vorbeugung bei Kleinkriminalität hilft die übliche Vorsicht im öffentlichen Raum, insbesondere an Bahnhöfen und im Nahverkehr, und der Verzicht auf Naivität und Leichtsinn. == Klima == Das Klima an der Côte d'Azur ist mediterrane und im östlichen Teil zunehmend subtropisch. Die Sommer sind warm, manchmal auch heiß, die Winter mild. Frost gibt es nur sehr selten. == Literatur == ; Reiseführer * Hutter, E.; ''Unterwegs in der Provence & an der Côte d’Azur: das Reisebuch;'' München 2026 (Kunth Verlag); [Bildband] * Nestmeyer, Ralf; ''Côte d’Azur: Alpes-Maritimes;'' Erlangen ¹¹2025 (Michael Müller Verlag) * Wellhausen, M.; ''Côte d’Azur: die schönsten Küsten- und Bergwanderungen;'' München ⁹2026 (Rother Bergverlag) * Zichnowitz, J.; ''Côte d’Azur: von Marseille bis Menton;'' München 2019 (ADAC Verlag) ; Geschichte * Collezione Mincuzzi Nicoletti; ''Côte d'Azur;'' 1910 [https://archive.org/details/pc-0196-0215 Postkartenbüchlein] * Löffler, W. [1904-2001]; ''Mein Kriegstagebuch vom 27. August 1944 bis 22. Juni 1945: unsere Absetzbewegung aus Frankreich nach der Landung der Alliierten an der Côte d’Azur;'' Bad Langensalza 2018 (Verlag Rockstuhl); {{ISBN|9783959662840}} * Ardouin-Dumazet, Victor-Eugène; '' Voyage en France,'' vol. 55: ''La Cote d'Azur: Les Maures et l'Esterel;'' 1898 == Weblinks == [https://provence-alpes-cotedazur.com/de/cote-dazur/ Tourismusverband Provence-Alpes-Côte d'Azur] {{class-2}} {{Navigation Frankreich Regionen}} {{GeoData| lat= | long= | radius= }} {{IstInKat|Provence-Alpes-Côte d’Azur }} pu3ieilhvbw1mlxp8sigz7tiu55fgk9 1802645 1802644 2026-09-07T10:22:59Z DocWoKav 14575 /* Weitere Ziele */ Geänderte vCard für Ventimiglia 1802645 wikitext text/x-wiki {{quickbar Region}} Die '''Côte d’Azur''' ''(deutsch: Azurblaue Küste)'' liegt am Mittelmeer und verläuft von [[Cassis]] über [[Toulon]] bis [[Menton]] an der Italienischen Grenze. Die Küste wird auch Französische Riviera (French Riviera) genannt. Aufgrund ihrer herrlichen Landschaften, ihrer schönen Strände und der pittoresken Ortschaften ist die Côte d'Azur ein beliebtes Reiseziel. == Orte == [[File:Juan les Pins. Printemps 3D. - panoramio.jpg|thumb|Côte d’Azur bei Juan le Pins]] {{mapframe}} * {{vCard | name = Cassis | type = city | wikidata = Q243002 | url = n | phone = n | email = n | show = nositelinks, nosocialmedia | description = Das malerische Hafenstädtchen ist besonders für seinen kleinen, von pastellfarbenen Häusern gesäumten Hafen, die spektakulären Calanques mit ihren weißen Kalksteinfelsen und das mediterrane Flair bekannt und eignet sich als Ausgangspunkt für Bootsfahrten und Wanderungen entlang der zerklüfteten Küste. }} * {{vCard | name = Toulon | type = city | wikidata = Q44160 | url = n | phone = n | show = nositelinks, nosocialmedia | description = Der Ort verbindet einen bedeutenden Mittelmeerhafen mit einer lebendigen Altstadt und einer von Cafés und Restaurants gesäumten Uferpromenade. Von dem nahe gelegenen Mont Faron aus hat man einen weitreichenden Blick über die Stadt, den Hafen und die umliegende Küstenlandschaft. }} * {{vCard | name = Le Lavandou | type = city | wikidata = Q736462 | url = n | phone = n | email = n | show = nositelinks, nosocialmedia | description = Es ist ein beliebter Badeort mit einer langen Uferpromenade, zahlreichen feinen Sandstränden und bietet dank seiner Lage zwischen dem Massif des Maures und den vorgelagerten Inseln ideale Möglichkeiten zum Baden, Wandern und für Wassersport. }} * {{vCard | name = Cavalaire-sur-Mer | type = city | wikidata = Q475816 | url = n | phone = n | email = n | show = nositelinks, nosocialmedia | description = Cavalaire-sur-Mer verfügt über eine weit geschwungene Sandbucht, einen großen Yachthafen und eine lebhafte Strandpromenade. Der Ort ist besonders bei Urlaubern beliebt, die einen klassischen Badeurlaub an der Côte d’Azur mit Wassersport und mediterraner Gastronomie verbinden möchten. }} * {{vCard | name = Saint-Tropez | type = city | wikidata = Q1813 | url = n | phone = n | email = n | show = nositelinks, nosocialmedia | description = Dieses malerische Fischerdorf ist bekannt für seinen Jetset-Lifestyle, luxuriöse Jachten und sein aufregendes Nachtleben. }} * {{vCard | name = Ste-Maxime | type = city | wikidata = Q693017 | url = n | phone = n | email = n | show = nositelinks, nosocialmedia | description = Dieser beliebte Badeort bietet kilometerlange Sandstrände, eine lebhafte Strandpromenade und viele Freizeitaktivitäten. }} * {{vCard | name = Fréjus | type = city | wikidata = Q215155 | url = n | phone = n | email = n | show = nositelinks, nosocialmedia | description = Fréjus verbindet Badeort-Flair mit antiker Geschichte. 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Lohneanswert ist ein Besuch des berühmte Casino Monte Carlo oder der prachtvolle Palast des Fürsten.a|show=nositelinks,nosocialmedia|url=n}} * {{vCard | name = Menton | type = city | wikidata = Q180083 | url = n | phone = n | email = n | show = nositelinks, nosocialmedia | description = Die Stadt Menton liegt an der italienischen Grenze und ist für ihr mildes Klima und ihre wunderschönen Gärten berühmt. Sie wird auch „die Perle Frankreichs“ genannt. }} Die kleineren Städte im Osten gehören zum Gemeindeverband [[w:Communauté d’agglomération de la Riviera Française|Riviera Française]] um [[Menton]]. == Weitere Ziele == * {{vCard | name = Ventimiglia | type = city | wikidata = Q191759 | url = n | show = nositelinks, nosocialmedia | description = Das italienische Ventimiglia direkt hinter der französischen Grenze verbindet mediterranes Stadtleben mit einem historischen Zentrum, einem lebhaften Wochenmarkt und schönen Küstenabschnitten und bietet durch seine Lage einen reizvollen Übergang zwischen der Côte d’Azur und der italienischen Riviera. }} == Hintergrund == [[File:Cannes Côte D ' Azur Lake Promenade Palm Trees.jpg|thumb|Promenade La Croisette, Cannes]] Die Côte d’Azur ist seit dem 19. Jh. Reiseziel des Jet-Set, selbst als der noch gar nicht so hiess. Aufgrund des milden Klimas war sie ein bevorzugtes Winterreiseziel wohlhabender Bourgeois, die sich die teils palastartigen Hotels der Belle Epoque leisten konnten. Noch heute ist die Dichte schwerer Limousinen und Cabrios (der Bentley Corniche ist nach diesem Landstrich benannt) größer als anderswo, die Häfen voll mit Luxusyachten und eine Villa mit Meerblick gehört ebenso zum guten Ton. In der zweiten Reihe findet aber auch der Normaloreisende ausreichend bezahlbare Ziele. == Sprache == Französisch. == Anreise == Der nächste Flughafen ist der {{marker|type = airport|name =Flughafen Nizza |wikidata = Q821557 |show = symbol,nositelinks}}. Für den westlichen Teil der Côte d’Azur kann auch der {{marker|type = airport|name = Flughafen Marseille |wikidata = Q651190|show = none}} zur Anreise geeignet sein. Zentral gelegen ist der Flughafen {{marker|type = airport|name =Flughafen Toulon-Hyères |wikidata = Q543189 |show = none}}. Mit dem Zug ist die Côte d’Azur durch die Fernverkehrsstrecke Marseille - Genua gut erschlossen. Ebenso führt eine Autobahn küstenparallel von Marseille zur italienischen Grenze und weiter Richtung Genua. Bahn wie Autobahn sind landschaftlich höchst reizvoll. [[Route nationale 7 (Frankreich)|Route Bleu]] aus Paris über [[Lyon]] nach Avignon, Fréjus bis Nizza. == Mobilität == Die wildromantischen Küstenstraßen, zuvorderst die [[Corniche Inférieure]]. == Sehenswürdigkeiten == * {{vCard | name = Ozeanographisches Museum | type = museum | wikidata = Q851527 | address = in Monaco | description =|show=nositelinks,nosocialmedia|url=n}} * Gegend um Nizza. Seit Juli 2021 ist Nizza als „Winterurlaubsstadt an der Riviera“ Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. * Massiv Estérel == Aktivitäten == Die Côte d'Azur eignet sich aufgrund ihrer vielen Strände sehr gut für einen Badeurlaub. Aber auch Kulturinteressierte und Wanderfreunde kommen hier auf ihre Kosten. * Glücksspiel im '''Casino''' in Monaco für Personen über 18 Jahren. === Regelmäßige Veranstaltungen === * Das '''[https://www.feteducitron.com/ Zitronenfest]''' im Februar / März in Menton wird seit 1930 jährlich durchgeführt und ist nach dem Karneval von Nizza das zweitgrößte Fest an der Côte d’Azur. * '''Festival de Cannes''' − Fimfestival im Mai in Cannes * Das Fest der Fischer und des Meeres''' Fête de la Saint-Pierre et de la Mer''' findet am letzten Wochenende im Juni in Cassis statt * '''Musikalische Nächte in der Altstadt''' − im Juli in Cannes * '''Internationales Segelfestival''' − im September in Cannes * '''Bravades von Saint-Tropez''' im Mai == Küche == Oliven, Ratatouille, Ziegenkäse, Gnocchi <!-- == Nachtleben == --> == Sicherheit == Insbesondere Wanderer sollten die von Schlangen (hier: Vipern) ausgehenden Gefahren nicht unterschätzen. Aufmerksamkeit ist geboten in steiniger/felsiger Umgebung aber auch bei Mauerwerk oder alten Ruinen. Zur Vorbeugung bei Kleinkriminalität hilft die übliche Vorsicht im öffentlichen Raum, insbesondere an Bahnhöfen und im Nahverkehr, und der Verzicht auf Naivität und Leichtsinn. == Klima == Das Klima an der Côte d'Azur ist mediterrane und im östlichen Teil zunehmend subtropisch. Die Sommer sind warm, manchmal auch heiß, die Winter mild. Frost gibt es nur sehr selten. == Literatur == ; Reiseführer * Hutter, E.; ''Unterwegs in der Provence & an der Côte d’Azur: das Reisebuch;'' München 2026 (Kunth Verlag); [Bildband] * Nestmeyer, Ralf; ''Côte d’Azur: Alpes-Maritimes;'' Erlangen ¹¹2025 (Michael Müller Verlag) * Wellhausen, M.; ''Côte d’Azur: die schönsten Küsten- und Bergwanderungen;'' München ⁹2026 (Rother Bergverlag) * Zichnowitz, J.; ''Côte d’Azur: von Marseille bis Menton;'' München 2019 (ADAC Verlag) ; Geschichte * Collezione Mincuzzi Nicoletti; ''Côte d'Azur;'' 1910 [https://archive.org/details/pc-0196-0215 Postkartenbüchlein] * Löffler, W. [1904-2001]; ''Mein Kriegstagebuch vom 27. August 1944 bis 22. Juni 1945: unsere Absetzbewegung aus Frankreich nach der Landung der Alliierten an der Côte d’Azur;'' Bad Langensalza 2018 (Verlag Rockstuhl); {{ISBN|9783959662840}} * Ardouin-Dumazet, Victor-Eugène; '' Voyage en France,'' vol. 55: ''La Cote d'Azur: Les Maures et l'Esterel;'' 1898 == Weblinks == [https://provence-alpes-cotedazur.com/de/cote-dazur/ Tourismusverband Provence-Alpes-Côte d'Azur] {{class-2}} {{Navigation Frankreich Regionen}} {{GeoData| lat= | long= | radius= }} {{IstInKat|Provence-Alpes-Côte d’Azur }} k8lhewsgmrjmy25fco3zmltf5601gbg Salzböde-Radweg 0 11338 1802626 1802054 2026-09-07T09:06:28Z Dirk Schmidt 15181 /* Streckenbeschreibung mit Sehenswürdigkeiten */ 1802626 wikitext text/x-wiki {{Radweg|kat=Radwege in Hessen}} Die Salzböde ist ein kleiner Nebenfluss der Lahn in Mittelhessen. Entlang seines Laufes kann man eine kleine Tagestour unternehmen. In Kombination man weiteren Radrouten sind auch längere Tagestouren mit Rad- und Bahn möglich. Da die Route oben keinen Bahnanschluss besitzt, bietet es sich an die Strecke bergwärts zu fahren. Rückkehr dann auf dem gleichen Weg. == Streckenprofil == *'''Länge: 29 km''' *'''Ausschilderung:''' Als Schilder sind die üblichen grün-weißen Pfeilwegweiser vorhanden. Das Routenlogo zeigt einen Weg durch ein Viadukt, ein Radsymbol und den Schriftzug „Salzböde-Radweg“. Danenben sind Ortsinformationtafeln sowie Tafeln zu Sehenswürdigkeiten an der Strecke zu finden. *'''Steigungen:''' Höhenmeter sind teilweise vor allem im oberen Abschnitt vorhanden. *'''Wegzustand:''' Laut Radroutenplaner Hessen ist die Strecke zu etwa 80{{nnbsp}}% asphaltiert bzw. vergleichbar wetterfest befestigt. Knapp 20{{nnbsp}}% der Route bestehen aus wassergebundenen Schotterdecken. *'''Verkehrsbelastung:''' Außerorts weitgehend verkehrsfrei geführt, innerorts auch zusammen mit Kfz auf der Fahrbahn. *'''Geeignetes Fahrrad:''' Am besten Tourenrad mit Profilreifen und bergtauglicher Schaltung. Aufgrund der Steigungen im oberen Bereich ist ein Pedelec zweckmäßig. *'''Familieneignung:''' Die Strecke ist geeignet für Kinder ab 10 Jahren, die selbständig sicher im Verkehr mit Kfz radeln können. *'''Inlinereignung:''' nein == Hintergrund == == Anreise == === Öffentliche Verkehrsmittel === Mit der Regionalbahn bis Friedelhausen an der Bahnstrecke Frankfurt - Gießen - Marburg -Kassel (Salzböde-Radweg aufwärts). In der Zeit vom 1. Mai bis 30. September fährt an Wochenenden und Feiertagen der Freizeitbus "Blaue Linie" (mit Fahrradanhänger) u.a. von Herborn (Bahnstation) nach Bad Endbach. Dort bequemer Einstieg in den Salzböde-Radweg (abwärts). Die Anreise von Marburg aus mit dem Überlandbus 383 nach Bad Endbach kann derzeit aufgrund fehlender Fahrradträger nicht empfohlen werden. === Mit dem Fahrrad === * [[Lahntalradweg|'''Lahntal-Radweg''']] === Auf der Straße === * über die B3 Gießen - Marburg. Für eine Tagestour bietet es sich an, den Wagen in [[Lollar]], Friedelhausen oder auch [[Staufenberg]] zu parken. == Streckenbeschreibung mit Sehenswürdigkeiten == Da die Route oben keinen Bahnanschluss besitzt, bietet es sich an die Strecke bergwärts zu fahren. Rückkehr dann auf dem gleichen Weg. Der Salzböde-Radweg zweigt bei Odenhausen (liegt ca. 5 km nördlich von Lollar) vom [[Lahntalradweg|Lahntal-Radweg]] ab. Von ca. 160 m an der Lahn steigt die Route bis zur Salzbödequelle auf etwa 430 m an. Diese liegt oberhalb von Hartenrod, das zu [[Bad Endbach]] gehört. Unterwegs quert die Route noch [[Lohra]] und [[Gladenbach]]. Sehenswert ist neben der schönen [[Lahn-Dill-Bergland|Mittelgebirgslandschaft]] u. a. das [https://www.naturkundehaus-damm.de '''Naturkundehaus Damm'''] bei Lohra. == Weiter geht's == Anschluss: Von der Salzbödequelle kann man nach einer Steigung bis Günterod gut das Aartal nach Herborn hinunterrollen. Hier besteht Bahnanschluss an die Hauptstrecke [[Siegen]] - [[Wetzlar]] - [[Gießen]]. == GPX-Daten == * Streckenverlauf Salzböde-Radweg als GPX-Track von Openstreetmap zum Herunterladen als [https://cycling.waymarkedtrails.org/#route?id=20356&map=11.0/50.7227/8.737 GPX- und KML-Datei auf waymarkedtrails.org]. Es kann die Richtung der GPX-Daten gewählt werden. Ferner kann hier auch ein Höhenprofil eingesehen werden. * offizielle GPX-Daten Salzböde-Radweg im [https://radroutenplaner.hessen.de/wp-content/uploads/2017/02/Salzboederadweg.gpx radroutenplaner.hessen.de] == Literatur- und Kartenhinweise == * ADFC-Regionalkarte "Marburg" 1:75000 - siehe [https://www.fahrrad-buecher-karten.de Bielefelder Verlag] == Weblinks == * offizielle Routeninfos im [https://radroutenplaner.hessen.de/themenrouten/salzboederadweg/ radroutenplaner.hessen.de] {{IstIn|Radrouten in Hessen}} [[Kategorie:Radwege in Hessen]] [[Kategorie:Radrouten in Deutschland gesamt]] {{class-2}} focbslzrgmqz9849vld0y6kklnmakte 1802627 1802626 2026-09-07T09:10:50Z Dirk Schmidt 15181 /* Öffentliche Verkehrsmittel */ 1802627 wikitext text/x-wiki {{Radweg|kat=Radwege in Hessen}} Die Salzböde ist ein kleiner Nebenfluss der Lahn in Mittelhessen. Entlang seines Laufes kann man eine kleine Tagestour unternehmen. In Kombination man weiteren Radrouten sind auch längere Tagestouren mit Rad- und Bahn möglich. Da die Route oben keinen Bahnanschluss besitzt, bietet es sich an die Strecke bergwärts zu fahren. Rückkehr dann auf dem gleichen Weg. == Streckenprofil == *'''Länge: 29 km''' *'''Ausschilderung:''' Als Schilder sind die üblichen grün-weißen Pfeilwegweiser vorhanden. Das Routenlogo zeigt einen Weg durch ein Viadukt, ein Radsymbol und den Schriftzug „Salzböde-Radweg“. Danenben sind Ortsinformationtafeln sowie Tafeln zu Sehenswürdigkeiten an der Strecke zu finden. *'''Steigungen:''' Höhenmeter sind teilweise vor allem im oberen Abschnitt vorhanden. *'''Wegzustand:''' Laut Radroutenplaner Hessen ist die Strecke zu etwa 80{{nnbsp}}% asphaltiert bzw. vergleichbar wetterfest befestigt. Knapp 20{{nnbsp}}% der Route bestehen aus wassergebundenen Schotterdecken. *'''Verkehrsbelastung:''' Außerorts weitgehend verkehrsfrei geführt, innerorts auch zusammen mit Kfz auf der Fahrbahn. *'''Geeignetes Fahrrad:''' Am besten Tourenrad mit Profilreifen und bergtauglicher Schaltung. Aufgrund der Steigungen im oberen Bereich ist ein Pedelec zweckmäßig. *'''Familieneignung:''' Die Strecke ist geeignet für Kinder ab 10 Jahren, die selbständig sicher im Verkehr mit Kfz radeln können. *'''Inlinereignung:''' nein == Hintergrund == == Anreise == === Öffentliche Verkehrsmittel === Mit der Regionalbahn bis zum {{Marker | name = Bahnhof Friedelhausen| type= rail | wikidata = Q116016836 |url = https://www.bahnhof.de/friedelhausen}} an der Bahnstrecke Frankfurt - Gießen - Marburg - Kassel (Salzböde-Radweg aufwärts). In der Zeit vom 1. Mai bis 30. September fährt an Wochenenden und Feiertagen der Freizeitbus "Blaue Linie" (mit Fahrradanhänger) u.a. von Herborn (Bahnstation) nach Bad Endbach. Dort bequemer Einstieg in den Salzböde-Radweg (abwärts). Die Anreise von Marburg aus mit dem Überlandbus 383 nach Bad Endbach kann derzeit aufgrund fehlender Fahrradträger nicht empfohlen werden. === Mit dem Fahrrad === * [[Lahntalradweg|'''Lahntal-Radweg''']] === Auf der Straße === * über die B3 Gießen - Marburg. Für eine Tagestour bietet es sich an, den Wagen in [[Lollar]], Friedelhausen oder auch [[Staufenberg]] zu parken. == Streckenbeschreibung mit Sehenswürdigkeiten == Da die Route oben keinen Bahnanschluss besitzt, bietet es sich an die Strecke bergwärts zu fahren. Rückkehr dann auf dem gleichen Weg. Der Salzböde-Radweg zweigt bei Odenhausen (liegt ca. 5 km nördlich von Lollar) vom [[Lahntalradweg|Lahntal-Radweg]] ab. Von ca. 160 m an der Lahn steigt die Route bis zur Salzbödequelle auf etwa 430 m an. Diese liegt oberhalb von Hartenrod, das zu [[Bad Endbach]] gehört. Unterwegs quert die Route noch [[Lohra]] und [[Gladenbach]]. Sehenswert ist neben der schönen [[Lahn-Dill-Bergland|Mittelgebirgslandschaft]] u. a. das [https://www.naturkundehaus-damm.de '''Naturkundehaus Damm'''] bei Lohra. == Weiter geht's == Anschluss: Von der Salzbödequelle kann man nach einer Steigung bis Günterod gut das Aartal nach Herborn hinunterrollen. Hier besteht Bahnanschluss an die Hauptstrecke [[Siegen]] - [[Wetzlar]] - [[Gießen]]. == GPX-Daten == * Streckenverlauf Salzböde-Radweg als GPX-Track von Openstreetmap zum Herunterladen als [https://cycling.waymarkedtrails.org/#route?id=20356&map=11.0/50.7227/8.737 GPX- und KML-Datei auf waymarkedtrails.org]. Es kann die Richtung der GPX-Daten gewählt werden. Ferner kann hier auch ein Höhenprofil eingesehen werden. * offizielle GPX-Daten Salzböde-Radweg im [https://radroutenplaner.hessen.de/wp-content/uploads/2017/02/Salzboederadweg.gpx radroutenplaner.hessen.de] == Literatur- und Kartenhinweise == * ADFC-Regionalkarte "Marburg" 1:75000 - siehe [https://www.fahrrad-buecher-karten.de Bielefelder Verlag] == Weblinks == * offizielle Routeninfos im [https://radroutenplaner.hessen.de/themenrouten/salzboederadweg/ radroutenplaner.hessen.de] {{IstIn|Radrouten in Hessen}} [[Kategorie:Radwege in Hessen]] [[Kategorie:Radrouten in Deutschland gesamt]] {{class-2}} b0w2q1kccjm6pgj0k9u9tsan0tho53x 1802628 1802627 2026-09-07T09:40:24Z Dirk Schmidt 15181 /* Streckenbeschreibung mit Sehenswürdigkeiten */ 1802628 wikitext text/x-wiki {{Radweg|kat=Radwege in Hessen}} Die Salzböde ist ein kleiner Nebenfluss der Lahn in Mittelhessen. Entlang seines Laufes kann man eine kleine Tagestour unternehmen. In Kombination man weiteren Radrouten sind auch längere Tagestouren mit Rad- und Bahn möglich. Da die Route oben keinen Bahnanschluss besitzt, bietet es sich an die Strecke bergwärts zu fahren. Rückkehr dann auf dem gleichen Weg. == Streckenprofil == *'''Länge: 29 km''' *'''Ausschilderung:''' Als Schilder sind die üblichen grün-weißen Pfeilwegweiser vorhanden. Das Routenlogo zeigt einen Weg durch ein Viadukt, ein Radsymbol und den Schriftzug „Salzböde-Radweg“. Danenben sind Ortsinformationtafeln sowie Tafeln zu Sehenswürdigkeiten an der Strecke zu finden. *'''Steigungen:''' Höhenmeter sind teilweise vor allem im oberen Abschnitt vorhanden. *'''Wegzustand:''' Laut Radroutenplaner Hessen ist die Strecke zu etwa 80{{nnbsp}}% asphaltiert bzw. vergleichbar wetterfest befestigt. Knapp 20{{nnbsp}}% der Route bestehen aus wassergebundenen Schotterdecken. *'''Verkehrsbelastung:''' Außerorts weitgehend verkehrsfrei geführt, innerorts auch zusammen mit Kfz auf der Fahrbahn. *'''Geeignetes Fahrrad:''' Am besten Tourenrad mit Profilreifen und bergtauglicher Schaltung. Aufgrund der Steigungen im oberen Bereich ist ein Pedelec zweckmäßig. *'''Familieneignung:''' Die Strecke ist geeignet für Kinder ab 10 Jahren, die selbständig sicher im Verkehr mit Kfz radeln können. *'''Inlinereignung:''' nein == Hintergrund == == Anreise == === Öffentliche Verkehrsmittel === Mit der Regionalbahn bis zum {{Marker | name = Bahnhof Friedelhausen| type= rail | wikidata = Q116016836 |url = https://www.bahnhof.de/friedelhausen}} an der Bahnstrecke Frankfurt - Gießen - Marburg - Kassel (Salzböde-Radweg aufwärts). In der Zeit vom 1. Mai bis 30. September fährt an Wochenenden und Feiertagen der Freizeitbus "Blaue Linie" (mit Fahrradanhänger) u.a. von Herborn (Bahnstation) nach Bad Endbach. Dort bequemer Einstieg in den Salzböde-Radweg (abwärts). Die Anreise von Marburg aus mit dem Überlandbus 383 nach Bad Endbach kann derzeit aufgrund fehlender Fahrradträger nicht empfohlen werden. === Mit dem Fahrrad === * [[Lahntalradweg|'''Lahntal-Radweg''']] === Auf der Straße === * über die B3 Gießen - Marburg. Für eine Tagestour bietet es sich an, den Wagen in [[Lollar]], Friedelhausen oder auch [[Staufenberg]] zu parken. == Streckenbeschreibung mit Sehenswürdigkeiten == Da die Route oben keinen Bahnanschluss besitzt, bietet es sich an die Strecke bergwärts zu fahren. Rückkehr dann auf dem gleichen Weg. Der Salzböde-Radweg zweigt bei Odenhausen (liegt ca. 5 km nördlich von Lollar) vom [[Lahntalradweg|Lahntal-Radweg]] ab. Von ca. 160 m an der Lahn steigt die Route bis zur Salzbödequelle auf etwa 430 m an. Diese liegt oberhalb von Hartenrod, das zu [[Bad Endbach]] gehört. Unterwegs quert die Route noch [[Lohra]] und [[Gladenbach]]. Sehenswert ist neben der schönen [[Lahn-Dill-Bergland|Mittelgebirgslandschaft]] '''Km 0:''' {{Marker | name = Bahnhof Friedelhausen| type= rail | wikidata = Q116016836 |url = https://www.bahnhof.de/friedelhausen | show = copy}} - Toureneinstieg. Hier halten Regionalbahnen. '''Km 3:''' {{Marker | name = Alte Brücke bei Salzböden | type= monument | lat = 50.683132 | long =8.680251 }} - kleine Steinbogenbrücke. Östlich findet sich ein Rastplatz mit ein paar Spielgeräten. '''Km 6:''' {{Marker | name = Schmelzmühle |type= restaurant | url= https://www.schmelz-muehle.de | wikidata = Q110825902}} - beliebte Einkehrmöglichkeit '''Km 12:''' {{Marker | name = Lohra | type= village | wikidata = Q555430}} mit [https://www.naturkundehaus-damm.de '''Naturkundehaus Damm'''], Lebensmittelmarkt (Netto) im Bereich der Route. '''Km 24:''' {{Marker | name = Bad Endbach | type= village | wikidata = Q635462}} - Kurpark mit Barfußpfad direkt an der Strecke. '''Km 30:''' {{Marker | name = Routenende am Seenradweg |type= waypoint |group = gold | lat = 50.77038 | long = 8.43980}} - Anschlüsse im Tal des Siegbachs: : - Richtung Norden zum {{Marker | name = Perfstausee | type= landscape | wikidata = Q996192}} (Km 56) und weiter nach {{Marker | name = Biedenkopf | type= town | wikidata = }} (Km 64) am Lahnradweg. Hier besteht Bahnanschluss zurück nach Marburg. : - Richtung Süden zum {{Marker | name = Aartalsee | type= landscape | wikidata = Q303174}} (Km 40) und weiter nach {{Marker | name = Herborn | type= town | wikidata = Q18998}} (Km 55). Hier besteht Bahnanschluss nach Gießen. == Weiter geht's == Anschluss: Von der Salzbödequelle kann man nach einer Steigung bis Günterod gut das Aartal nach Herborn hinunterrollen. Hier besteht Bahnanschluss an die Hauptstrecke [[Siegen]] - [[Wetzlar]] - [[Gießen]]. == GPX-Daten == * Streckenverlauf Salzböde-Radweg als GPX-Track von Openstreetmap zum Herunterladen als [https://cycling.waymarkedtrails.org/#route?id=20356&map=11.0/50.7227/8.737 GPX- und KML-Datei auf waymarkedtrails.org]. Es kann die Richtung der GPX-Daten gewählt werden. Ferner kann hier auch ein Höhenprofil eingesehen werden. * offizielle GPX-Daten Salzböde-Radweg im [https://radroutenplaner.hessen.de/wp-content/uploads/2017/02/Salzboederadweg.gpx radroutenplaner.hessen.de] == Literatur- und Kartenhinweise == * ADFC-Regionalkarte "Marburg" 1:75000 - siehe [https://www.fahrrad-buecher-karten.de Bielefelder Verlag] == Weblinks == * offizielle Routeninfos im [https://radroutenplaner.hessen.de/themenrouten/salzboederadweg/ radroutenplaner.hessen.de] {{IstIn|Radrouten in Hessen}} [[Kategorie:Radwege in Hessen]] [[Kategorie:Radrouten in Deutschland gesamt]] {{class-2}} 1b54b9n59x25pt5tp1p21hnasjuf5ms 1802629 1802628 2026-09-07T09:49:44Z Dirk Schmidt 15181 /* Streckenbeschreibung mit Sehenswürdigkeiten */ 1802629 wikitext text/x-wiki {{Radweg|kat=Radwege in Hessen}} Die Salzböde ist ein kleiner Nebenfluss der Lahn in Mittelhessen. Entlang seines Laufes kann man eine kleine Tagestour unternehmen. In Kombination man weiteren Radrouten sind auch längere Tagestouren mit Rad- und Bahn möglich. Da die Route oben keinen Bahnanschluss besitzt, bietet es sich an die Strecke bergwärts zu fahren. Rückkehr dann auf dem gleichen Weg. == Streckenprofil == *'''Länge: 29 km''' *'''Ausschilderung:''' Als Schilder sind die üblichen grün-weißen Pfeilwegweiser vorhanden. Das Routenlogo zeigt einen Weg durch ein Viadukt, ein Radsymbol und den Schriftzug „Salzböde-Radweg“. Danenben sind Ortsinformationtafeln sowie Tafeln zu Sehenswürdigkeiten an der Strecke zu finden. *'''Steigungen:''' Höhenmeter sind teilweise vor allem im oberen Abschnitt vorhanden. *'''Wegzustand:''' Laut Radroutenplaner Hessen ist die Strecke zu etwa 80{{nnbsp}}% asphaltiert bzw. vergleichbar wetterfest befestigt. Knapp 20{{nnbsp}}% der Route bestehen aus wassergebundenen Schotterdecken. *'''Verkehrsbelastung:''' Außerorts weitgehend verkehrsfrei geführt, innerorts auch zusammen mit Kfz auf der Fahrbahn. *'''Geeignetes Fahrrad:''' Am besten Tourenrad mit Profilreifen und bergtauglicher Schaltung. Aufgrund der Steigungen im oberen Bereich ist ein Pedelec zweckmäßig. *'''Familieneignung:''' Die Strecke ist geeignet für Kinder ab 10 Jahren, die selbständig sicher im Verkehr mit Kfz radeln können. *'''Inlinereignung:''' nein == Hintergrund == == Anreise == === Öffentliche Verkehrsmittel === Mit der Regionalbahn bis zum {{Marker | name = Bahnhof Friedelhausen| type= rail | wikidata = Q116016836 |url = https://www.bahnhof.de/friedelhausen}} an der Bahnstrecke Frankfurt - Gießen - Marburg - Kassel (Salzböde-Radweg aufwärts). In der Zeit vom 1. Mai bis 30. September fährt an Wochenenden und Feiertagen der Freizeitbus "Blaue Linie" (mit Fahrradanhänger) u.a. von Herborn (Bahnstation) nach Bad Endbach. Dort bequemer Einstieg in den Salzböde-Radweg (abwärts). Die Anreise von Marburg aus mit dem Überlandbus 383 nach Bad Endbach kann derzeit aufgrund fehlender Fahrradträger nicht empfohlen werden. === Mit dem Fahrrad === * [[Lahntalradweg|'''Lahntal-Radweg''']] === Auf der Straße === * über die B3 Gießen - Marburg. Für eine Tagestour bietet es sich an, den Wagen in [[Lollar]], Friedelhausen oder auch [[Staufenberg]] zu parken. == Streckenbeschreibung mit Sehenswürdigkeiten == Da die Route oben keinen Bahnanschluss besitzt, bietet es sich an die Strecke bergwärts zu fahren. Rückkehr dann auf dem gleichen Weg. Der Salzböde-Radweg zweigt bei Odenhausen (liegt ca. 5 km nördlich von Lollar) vom [[Lahntalradweg|Lahntal-Radweg]] ab. Von ca. 160 m an der Lahn steigt die Route bis zur Salzbödequelle auf etwa 430 m an. Diese liegt oberhalb von Hartenrod, das zu [[Bad Endbach]] gehört. Unterwegs quert die Route noch [[Lohra]] und [[Gladenbach]]. Sehenswert ist neben der schönen [[Lahn-Dill-Bergland|Mittelgebirgslandschaft]] '''Km 0:''' {{Marker | name = Bahnhof Friedelhausen| type= rail | wikidata = Q116016836 |url = https://www.bahnhof.de/friedelhausen | show = copy}} - Toureneinstieg. Hier halten Regionalbahnen. [[Datei:Salzböden - Brücke am Brückebach (002).JPG|mini|Kleine Steinbogenbrücke an der Salzböde]] '''Km 3:''' {{Marker | name = Alte Brücke bei Salzböden | type= monument | lat = 50.683132 | long =8.680251 | image = Salzböden - Brücke am Brückebach (002).JPG}} - kleine Steinbogenbrücke. Östlich findet sich ein Rastplatz mit ein paar Spielgeräten. '''Km 6:''' {{Marker | name = Schmelzmühle |type= restaurant | url= https://www.schmelz-muehle.de | wikidata = Q110825902}} - beliebte Einkehrmöglichkeit '''Km 12:''' {{Marker | name = Lohra | type= village | wikidata = Q555430}} mit [https://www.naturkundehaus-damm.de '''Naturkundehaus Damm'''], Lebensmittelmarkt (Netto) im Bereich der Route. '''Km 24:''' {{Marker | name = Bad Endbach | type= village | wikidata = Q635462}} - Kurpark mit Barfußpfad direkt an der Strecke. '''Km 30:''' {{Marker | name = Routenende am Seenradweg |type= waypoint |group = gold | lat = 50.77038 | long = 8.43980}} - Anschlüsse im Tal des Siegbachs: : - Richtung Norden zum {{Marker | name = Perfstausee | type= landscape | wikidata = Q996192}} (Km 56) und weiter nach {{Marker | name = Biedenkopf | type= town | wikidata = Q552554 }} (Km 64) am Lahnradweg. Hier besteht Bahnanschluss zurück nach Marburg. : - Richtung Süden zum {{Marker | name = Aartalsee | type= landscape | wikidata = Q303174}} (Km 40) und weiter nach {{Marker | name = Herborn | type= town | wikidata = Q18998}} (Km 55). Hier besteht Bahnanschluss nach Gießen. == Weiter geht's == Anschluss: Von der Salzbödequelle kann man nach einer Steigung bis Günterod gut das Aartal nach Herborn hinunterrollen. Hier besteht Bahnanschluss an die Hauptstrecke [[Siegen]] - [[Wetzlar]] - [[Gießen]]. == GPX-Daten == * Streckenverlauf Salzböde-Radweg als GPX-Track von Openstreetmap zum Herunterladen als [https://cycling.waymarkedtrails.org/#route?id=20356&map=11.0/50.7227/8.737 GPX- und KML-Datei auf waymarkedtrails.org]. Es kann die Richtung der GPX-Daten gewählt werden. Ferner kann hier auch ein Höhenprofil eingesehen werden. * offizielle GPX-Daten Salzböde-Radweg im [https://radroutenplaner.hessen.de/wp-content/uploads/2017/02/Salzboederadweg.gpx radroutenplaner.hessen.de] == Literatur- und Kartenhinweise == * ADFC-Regionalkarte "Marburg" 1:75000 - siehe [https://www.fahrrad-buecher-karten.de Bielefelder Verlag] == Weblinks == * offizielle Routeninfos im [https://radroutenplaner.hessen.de/themenrouten/salzboederadweg/ radroutenplaner.hessen.de] {{IstIn|Radrouten in Hessen}} [[Kategorie:Radwege in Hessen]] [[Kategorie:Radrouten in Deutschland gesamt]] {{class-2}} qw2tcua4ys3h1fkaxwv11za5r12pkax 1802686 1802629 2026-09-07T11:20:11Z Dirk Schmidt 15181 /* Streckenbeschreibung mit Sehenswürdigkeiten */ 1802686 wikitext text/x-wiki {{Radweg|kat=Radwege in Hessen}} Die Salzböde ist ein kleiner Nebenfluss der Lahn in Mittelhessen. Entlang seines Laufes kann man eine kleine Tagestour unternehmen. In Kombination man weiteren Radrouten sind auch längere Tagestouren mit Rad- und Bahn möglich. Da die Route oben keinen Bahnanschluss besitzt, bietet es sich an die Strecke bergwärts zu fahren. Rückkehr dann auf dem gleichen Weg. == Streckenprofil == *'''Länge: 29 km''' *'''Ausschilderung:''' Als Schilder sind die üblichen grün-weißen Pfeilwegweiser vorhanden. Das Routenlogo zeigt einen Weg durch ein Viadukt, ein Radsymbol und den Schriftzug „Salzböde-Radweg“. Danenben sind Ortsinformationtafeln sowie Tafeln zu Sehenswürdigkeiten an der Strecke zu finden. *'''Steigungen:''' Höhenmeter sind teilweise vor allem im oberen Abschnitt vorhanden. *'''Wegzustand:''' Laut Radroutenplaner Hessen ist die Strecke zu etwa 80{{nnbsp}}% asphaltiert bzw. vergleichbar wetterfest befestigt. Knapp 20{{nnbsp}}% der Route bestehen aus wassergebundenen Schotterdecken. *'''Verkehrsbelastung:''' Außerorts weitgehend verkehrsfrei geführt, innerorts auch zusammen mit Kfz auf der Fahrbahn. *'''Geeignetes Fahrrad:''' Am besten Tourenrad mit Profilreifen und bergtauglicher Schaltung. Aufgrund der Steigungen im oberen Bereich ist ein Pedelec zweckmäßig. *'''Familieneignung:''' Die Strecke ist geeignet für Kinder ab 10 Jahren, die selbständig sicher im Verkehr mit Kfz radeln können. *'''Inlinereignung:''' nein == Hintergrund == == Anreise == === Öffentliche Verkehrsmittel === Mit der Regionalbahn bis zum {{Marker | name = Bahnhof Friedelhausen| type= rail | wikidata = Q116016836 |url = https://www.bahnhof.de/friedelhausen}} an der Bahnstrecke Frankfurt - Gießen - Marburg - Kassel (Salzböde-Radweg aufwärts). In der Zeit vom 1. Mai bis 30. September fährt an Wochenenden und Feiertagen der Freizeitbus "Blaue Linie" (mit Fahrradanhänger) u.a. von Herborn (Bahnstation) nach Bad Endbach. Dort bequemer Einstieg in den Salzböde-Radweg (abwärts). Die Anreise von Marburg aus mit dem Überlandbus 383 nach Bad Endbach kann derzeit aufgrund fehlender Fahrradträger nicht empfohlen werden. === Mit dem Fahrrad === * [[Lahntalradweg|'''Lahntal-Radweg''']] === Auf der Straße === * über die B3 Gießen - Marburg. Für eine Tagestour bietet es sich an, den Wagen in [[Lollar]], Friedelhausen oder auch [[Staufenberg]] zu parken. == Streckenbeschreibung mit Sehenswürdigkeiten == Da die Route oben keinen Bahnanschluss besitzt, bietet es sich an die Strecke bergwärts zu fahren. Rückkehr dann auf dem gleichen Weg. Der Salzböde-Radweg zweigt bei Odenhausen (liegt ca. 5 km nördlich von Lollar) vom [[Lahntalradweg|Lahntal-Radweg]] ab. Von ca. 160 m an der Lahn steigt die Route bis zur Salzbödequelle auf etwa 430 m an. Diese liegt oberhalb von Hartenrod, das zu [[Bad Endbach]] gehört. Unterwegs quert die Route noch [[Lohra]] und [[Gladenbach]]. '''Km 0:''' {{Marker | name = Bahnhof Friedelhausen| type= rail | wikidata = Q116016836 |url = https://www.bahnhof.de/friedelhausen | show = copy}} - Toureneinstieg. Hier halten Regionalbahnen. [[Datei:Salzböden - Brücke am Brückebach (002).JPG|mini|Kleine Steinbogenbrücke an der Salzböde]] '''Km 3:''' {{Marker | name = Alte Brücke bei Salzböden | type= monument | lat = 50.683132 | long =8.680251 | image = Salzböden - Brücke am Brückebach (002).JPG}} - kleine Steinbogenbrücke. Östlich findet sich ein Rastplatz mit ein paar Spielgeräten. '''Km 6:''' {{Marker | name = Schmelzmühle |type= restaurant | url= https://www.schmelz-muehle.de | wikidata = Q110825902}} - beliebte Einkehrmöglichkeit '''Km 12:''' {{Marker | name = Lohra | type= village | wikidata = Q555430}} mit [https://www.naturkundehaus-damm.de '''Naturkundehaus Damm'''], Lebensmittelmarkt (Netto) im Bereich der Route. '''Km 24:''' {{Marker | name = Bad Endbach | type= village | wikidata = Q635462}} - Kurpark mit Barfußpfad direkt an der Strecke. '''Km 30:''' {{Marker | name = Routenende am Seenradweg |type= waypoint |group = gold | lat = 50.77038 | long = 8.43980}} - Anschlüsse im Tal des Siegbachs: : - Richtung Norden zum {{Marker | name = Perfstausee | type= landscape | wikidata = Q996192}} (Km 56) und weiter nach {{Marker | name = Biedenkopf | type= town | wikidata = Q552554 }} (Km 64) am Lahnradweg. Hier besteht Bahnanschluss zurück nach Marburg. : - Richtung Süden zum {{Marker | name = Aartalsee | type= landscape | wikidata = Q303174}} (Km 40) und weiter nach {{Marker | name = Herborn | type= town | wikidata = Q18998}} (Km 55). Hier besteht Bahnanschluss nach Gießen. == Weiter geht's == Anschluss: Von der Salzbödequelle kann man nach einer Steigung bis Günterod gut das Aartal nach Herborn hinunterrollen. Hier besteht Bahnanschluss an die Hauptstrecke [[Siegen]] - [[Wetzlar]] - [[Gießen]]. == GPX-Daten == * Streckenverlauf Salzböde-Radweg als GPX-Track von Openstreetmap zum Herunterladen als [https://cycling.waymarkedtrails.org/#route?id=20356&map=11.0/50.7227/8.737 GPX- und KML-Datei auf waymarkedtrails.org]. Es kann die Richtung der GPX-Daten gewählt werden. Ferner kann hier auch ein Höhenprofil eingesehen werden. * offizielle GPX-Daten Salzböde-Radweg im [https://radroutenplaner.hessen.de/wp-content/uploads/2017/02/Salzboederadweg.gpx radroutenplaner.hessen.de] == Literatur- und Kartenhinweise == * ADFC-Regionalkarte "Marburg" 1:75000 - siehe [https://www.fahrrad-buecher-karten.de Bielefelder Verlag] == Weblinks == * offizielle Routeninfos im [https://radroutenplaner.hessen.de/themenrouten/salzboederadweg/ radroutenplaner.hessen.de] {{IstIn|Radrouten in Hessen}} [[Kategorie:Radwege in Hessen]] [[Kategorie:Radrouten in Deutschland gesamt]] {{class-2}} t48hy9qi8togha7itje5ud3iiqdrdgf 1802689 1802686 2026-09-07T11:23:17Z Dirk Schmidt 15181 /* Hintergrund */ 1802689 wikitext text/x-wiki {{Radweg|kat=Radwege in Hessen}} Die Salzböde ist ein kleiner Nebenfluss der Lahn in Mittelhessen. Entlang seines Laufes kann man eine kleine Tagestour unternehmen. In Kombination man weiteren Radrouten sind auch längere Tagestouren mit Rad- und Bahn möglich. Da die Route oben keinen Bahnanschluss besitzt, bietet es sich an die Strecke bergwärts zu fahren. Rückkehr dann auf dem gleichen Weg. == Streckenprofil == *'''Länge: 29 km''' *'''Ausschilderung:''' Als Schilder sind die üblichen grün-weißen Pfeilwegweiser vorhanden. Das Routenlogo zeigt einen Weg durch ein Viadukt, ein Radsymbol und den Schriftzug „Salzböde-Radweg“. Danenben sind Ortsinformationtafeln sowie Tafeln zu Sehenswürdigkeiten an der Strecke zu finden. *'''Steigungen:''' Höhenmeter sind teilweise vor allem im oberen Abschnitt vorhanden. *'''Wegzustand:''' Laut Radroutenplaner Hessen ist die Strecke zu etwa 80{{nnbsp}}% asphaltiert bzw. vergleichbar wetterfest befestigt. Knapp 20{{nnbsp}}% der Route bestehen aus wassergebundenen Schotterdecken. *'''Verkehrsbelastung:''' Außerorts weitgehend verkehrsfrei geführt, innerorts auch zusammen mit Kfz auf der Fahrbahn. *'''Geeignetes Fahrrad:''' Am besten Tourenrad mit Profilreifen und bergtauglicher Schaltung. Aufgrund der Steigungen im oberen Bereich ist ein Pedelec zweckmäßig. *'''Familieneignung:''' Die Strecke ist geeignet für Kinder ab 10 Jahren, die selbständig sicher im Verkehr mit Kfz radeln können. *'''Inlinereignung:''' nein == Hintergrund == Der Salzböde-Radweg führt duch die schöne Mittelgebirgslandschaft des [[Lahn-Dill-Bergland|Lahn-Dill-Bergland]]. == Vorbereitung == Die Strecke eignet sich für eine 50 bis 60{{nnbsp}}km lange Tagestour. Mit anschließenden Radrouten sind auch längere Tagesstreckentouren mit Rad und Bahn möglich. == Anreise == === Öffentliche Verkehrsmittel === Mit der Regionalbahn bis zum {{Marker | name = Bahnhof Friedelhausen| type= rail | wikidata = Q116016836 |url = https://www.bahnhof.de/friedelhausen}} an der Bahnstrecke Frankfurt - Gießen - Marburg - Kassel (Salzböde-Radweg aufwärts). In der Zeit vom 1. Mai bis 30. September fährt an Wochenenden und Feiertagen der Freizeitbus "Blaue Linie" (mit Fahrradanhänger) u.a. von Herborn (Bahnstation) nach Bad Endbach. Dort bequemer Einstieg in den Salzböde-Radweg (abwärts). Die Anreise von Marburg aus mit dem Überlandbus 383 nach Bad Endbach kann derzeit aufgrund fehlender Fahrradträger nicht empfohlen werden. === Mit dem Fahrrad === * [[Lahntalradweg|'''Lahntal-Radweg''']] === Auf der Straße === * über die B3 Gießen - Marburg. Für eine Tagestour bietet es sich an, den Wagen in [[Lollar]], Friedelhausen oder auch [[Staufenberg]] zu parken. == Streckenbeschreibung mit Sehenswürdigkeiten == Da die Route oben keinen Bahnanschluss besitzt, bietet es sich an die Strecke bergwärts zu fahren. Rückkehr dann auf dem gleichen Weg. Der Salzböde-Radweg zweigt bei Odenhausen (liegt ca. 5 km nördlich von Lollar) vom [[Lahntalradweg|Lahntal-Radweg]] ab. Von ca. 160 m an der Lahn steigt die Route bis zur Salzbödequelle auf etwa 430 m an. Diese liegt oberhalb von Hartenrod, das zu [[Bad Endbach]] gehört. Unterwegs quert die Route noch [[Lohra]] und [[Gladenbach]]. '''Km 0:''' {{Marker | name = Bahnhof Friedelhausen| type= rail | wikidata = Q116016836 |url = https://www.bahnhof.de/friedelhausen | show = copy}} - Toureneinstieg. Hier halten Regionalbahnen. [[Datei:Salzböden - Brücke am Brückebach (002).JPG|mini|Kleine Steinbogenbrücke an der Salzböde]] '''Km 3:''' {{Marker | name = Alte Brücke bei Salzböden | type= monument | lat = 50.683132 | long =8.680251 | image = Salzböden - Brücke am Brückebach (002).JPG}} - kleine Steinbogenbrücke. Östlich findet sich ein Rastplatz mit ein paar Spielgeräten. '''Km 6:''' {{Marker | name = Schmelzmühle |type= restaurant | url= https://www.schmelz-muehle.de | wikidata = Q110825902}} - beliebte Einkehrmöglichkeit '''Km 12:''' {{Marker | name = Lohra | type= village | wikidata = Q555430}} mit [https://www.naturkundehaus-damm.de '''Naturkundehaus Damm'''], Lebensmittelmarkt (Netto) im Bereich der Route. '''Km 24:''' {{Marker | name = Bad Endbach | type= village | wikidata = Q635462}} - Kurpark mit Barfußpfad direkt an der Strecke. '''Km 30:''' {{Marker | name = Routenende am Seenradweg |type= waypoint |group = gold | lat = 50.77038 | long = 8.43980}} - Anschlüsse im Tal des Siegbachs: : - Richtung Norden zum {{Marker | name = Perfstausee | type= landscape | wikidata = Q996192}} (Km 56) und weiter nach {{Marker | name = Biedenkopf | type= town | wikidata = Q552554 }} (Km 64) am Lahnradweg. Hier besteht Bahnanschluss zurück nach Marburg. : - Richtung Süden zum {{Marker | name = Aartalsee | type= landscape | wikidata = Q303174}} (Km 40) und weiter nach {{Marker | name = Herborn | type= town | wikidata = Q18998}} (Km 55). Hier besteht Bahnanschluss nach Gießen. == Weiter geht's == Anschluss: Von der Salzbödequelle kann man nach einer Steigung bis Günterod gut das Aartal nach Herborn hinunterrollen. Hier besteht Bahnanschluss an die Hauptstrecke [[Siegen]] - [[Wetzlar]] - [[Gießen]]. == GPX-Daten == * Streckenverlauf Salzböde-Radweg als GPX-Track von Openstreetmap zum Herunterladen als [https://cycling.waymarkedtrails.org/#route?id=20356&map=11.0/50.7227/8.737 GPX- und KML-Datei auf waymarkedtrails.org]. Es kann die Richtung der GPX-Daten gewählt werden. Ferner kann hier auch ein Höhenprofil eingesehen werden. * offizielle GPX-Daten Salzböde-Radweg im [https://radroutenplaner.hessen.de/wp-content/uploads/2017/02/Salzboederadweg.gpx radroutenplaner.hessen.de] == Literatur- und Kartenhinweise == * ADFC-Regionalkarte "Marburg" 1:75000 - siehe [https://www.fahrrad-buecher-karten.de Bielefelder Verlag] == Weblinks == * offizielle Routeninfos im [https://radroutenplaner.hessen.de/themenrouten/salzboederadweg/ radroutenplaner.hessen.de] {{IstIn|Radrouten in Hessen}} [[Kategorie:Radwege in Hessen]] [[Kategorie:Radrouten in Deutschland gesamt]] {{class-2}} 2piouz9m6w9l9ogirhky9pavt67fuub 1802704 1802689 2026-09-07T11:43:52Z Dirk Schmidt 15181 /* Hintergrund */ 1802704 wikitext text/x-wiki {{Radweg|kat=Radwege in Hessen}} Die Salzböde ist ein kleiner Nebenfluss der Lahn in Mittelhessen. Entlang seines Laufes kann man eine kleine Tagestour unternehmen. In Kombination man weiteren Radrouten sind auch längere Tagestouren mit Rad- und Bahn möglich. Da die Route oben keinen Bahnanschluss besitzt, bietet es sich an die Strecke bergwärts zu fahren. Rückkehr dann auf dem gleichen Weg. == Streckenprofil == *'''Länge: 29 km''' *'''Ausschilderung:''' Als Schilder sind die üblichen grün-weißen Pfeilwegweiser vorhanden. Das Routenlogo zeigt einen Weg durch ein Viadukt, ein Radsymbol und den Schriftzug „Salzböde-Radweg“. Danenben sind Ortsinformationtafeln sowie Tafeln zu Sehenswürdigkeiten an der Strecke zu finden. *'''Steigungen:''' Höhenmeter sind teilweise vor allem im oberen Abschnitt vorhanden. *'''Wegzustand:''' Laut Radroutenplaner Hessen ist die Strecke zu etwa 80{{nnbsp}}% asphaltiert bzw. vergleichbar wetterfest befestigt. Knapp 20{{nnbsp}}% der Route bestehen aus wassergebundenen Schotterdecken. *'''Verkehrsbelastung:''' Außerorts weitgehend verkehrsfrei geführt, innerorts auch zusammen mit Kfz auf der Fahrbahn. *'''Geeignetes Fahrrad:''' Am besten Tourenrad mit Profilreifen und bergtauglicher Schaltung. Aufgrund der Steigungen im oberen Bereich ist ein Pedelec zweckmäßig. *'''Familieneignung:''' Die Strecke ist geeignet für Kinder ab 10 Jahren, die selbständig sicher im Verkehr mit Kfz radeln können. *'''Inlinereignung:''' nein == Hintergrund == Der Salzböde-Radweg führt durch die schöne Mittelgebirgslandschaft des [[Lahn-Dill-Bergland|Lahn-Dill-Bergland]]. == Vorbereitung == Die Strecke eignet sich für eine 50 bis 60{{nnbsp}}km lange Tagestour. Mit anschließenden Radrouten sind auch längere Tagesstreckentouren mit Rad und Bahn möglich. == Anreise == === Öffentliche Verkehrsmittel === Mit der Regionalbahn bis zum {{Marker | name = Bahnhof Friedelhausen| type= rail | wikidata = Q116016836 |url = https://www.bahnhof.de/friedelhausen}} an der Bahnstrecke Frankfurt - Gießen - Marburg - Kassel (Salzböde-Radweg aufwärts). In der Zeit vom 1. Mai bis 30. September fährt an Wochenenden und Feiertagen der Freizeitbus "Blaue Linie" (mit Fahrradanhänger) u.a. von Herborn (Bahnstation) nach Bad Endbach. Dort bequemer Einstieg in den Salzböde-Radweg (abwärts). Die Anreise von Marburg aus mit dem Überlandbus 383 nach Bad Endbach kann derzeit aufgrund fehlender Fahrradträger nicht empfohlen werden. === Mit dem Fahrrad === * [[Lahntalradweg|'''Lahntal-Radweg''']] === Auf der Straße === * über die B3 Gießen - Marburg. Für eine Tagestour bietet es sich an, den Wagen in [[Lollar]], Friedelhausen oder auch [[Staufenberg]] zu parken. == Streckenbeschreibung mit Sehenswürdigkeiten == Da die Route oben keinen Bahnanschluss besitzt, bietet es sich an die Strecke bergwärts zu fahren. Rückkehr dann auf dem gleichen Weg. Der Salzböde-Radweg zweigt bei Odenhausen (liegt ca. 5 km nördlich von Lollar) vom [[Lahntalradweg|Lahntal-Radweg]] ab. Von ca. 160 m an der Lahn steigt die Route bis zur Salzbödequelle auf etwa 430 m an. Diese liegt oberhalb von Hartenrod, das zu [[Bad Endbach]] gehört. Unterwegs quert die Route noch [[Lohra]] und [[Gladenbach]]. '''Km 0:''' {{Marker | name = Bahnhof Friedelhausen| type= rail | wikidata = Q116016836 |url = https://www.bahnhof.de/friedelhausen | show = copy}} - Toureneinstieg. Hier halten Regionalbahnen. [[Datei:Salzböden - Brücke am Brückebach (002).JPG|mini|Kleine Steinbogenbrücke an der Salzböde]] '''Km 3:''' {{Marker | name = Alte Brücke bei Salzböden | type= monument | lat = 50.683132 | long =8.680251 | image = Salzböden - Brücke am Brückebach (002).JPG}} - kleine Steinbogenbrücke. Östlich findet sich ein Rastplatz mit ein paar Spielgeräten. '''Km 6:''' {{Marker | name = Schmelzmühle |type= restaurant | url= https://www.schmelz-muehle.de | wikidata = Q110825902}} - beliebte Einkehrmöglichkeit '''Km 12:''' {{Marker | name = Lohra | type= village | wikidata = Q555430}} mit [https://www.naturkundehaus-damm.de '''Naturkundehaus Damm'''], Lebensmittelmarkt (Netto) im Bereich der Route. '''Km 24:''' {{Marker | name = Bad Endbach | type= village | wikidata = Q635462}} - Kurpark mit Barfußpfad direkt an der Strecke. '''Km 30:''' {{Marker | name = Routenende am Seenradweg |type= waypoint |group = gold | lat = 50.77038 | long = 8.43980}} - Anschlüsse im Tal des Siegbachs: : - Richtung Norden zum {{Marker | name = Perfstausee | type= landscape | wikidata = Q996192}} (Km 56) und weiter nach {{Marker | name = Biedenkopf | type= town | wikidata = Q552554 }} (Km 64) am Lahnradweg. Hier besteht Bahnanschluss zurück nach Marburg. : - Richtung Süden zum {{Marker | name = Aartalsee | type= landscape | wikidata = Q303174}} (Km 40) und weiter nach {{Marker | name = Herborn | type= town | wikidata = Q18998}} (Km 55). Hier besteht Bahnanschluss nach Gießen. == Weiter geht's == Anschluss: Von der Salzbödequelle kann man nach einer Steigung bis Günterod gut das Aartal nach Herborn hinunterrollen. Hier besteht Bahnanschluss an die Hauptstrecke [[Siegen]] - [[Wetzlar]] - [[Gießen]]. == GPX-Daten == * Streckenverlauf Salzböde-Radweg als GPX-Track von Openstreetmap zum Herunterladen als [https://cycling.waymarkedtrails.org/#route?id=20356&map=11.0/50.7227/8.737 GPX- und KML-Datei auf waymarkedtrails.org]. Es kann die Richtung der GPX-Daten gewählt werden. Ferner kann hier auch ein Höhenprofil eingesehen werden. * offizielle GPX-Daten Salzböde-Radweg im [https://radroutenplaner.hessen.de/wp-content/uploads/2017/02/Salzboederadweg.gpx radroutenplaner.hessen.de] == Literatur- und Kartenhinweise == * ADFC-Regionalkarte "Marburg" 1:75000 - siehe [https://www.fahrrad-buecher-karten.de Bielefelder Verlag] == Weblinks == * offizielle Routeninfos im [https://radroutenplaner.hessen.de/themenrouten/salzboederadweg/ radroutenplaner.hessen.de] {{IstIn|Radrouten in Hessen}} [[Kategorie:Radwege in Hessen]] [[Kategorie:Radrouten in Deutschland gesamt]] {{class-2}} dybdphmn0xbbqlawyadaf11lttfij5b 1802706 1802704 2026-09-07T11:46:23Z Dirk Schmidt 15181 /* Vorbereitung */ 1802706 wikitext text/x-wiki {{Radweg|kat=Radwege in Hessen}} Die Salzböde ist ein kleiner Nebenfluss der Lahn in Mittelhessen. Entlang seines Laufes kann man eine kleine Tagestour unternehmen. In Kombination man weiteren Radrouten sind auch längere Tagestouren mit Rad- und Bahn möglich. Da die Route oben keinen Bahnanschluss besitzt, bietet es sich an die Strecke bergwärts zu fahren. Rückkehr dann auf dem gleichen Weg. == Streckenprofil == *'''Länge: 29 km''' *'''Ausschilderung:''' Als Schilder sind die üblichen grün-weißen Pfeilwegweiser vorhanden. Das Routenlogo zeigt einen Weg durch ein Viadukt, ein Radsymbol und den Schriftzug „Salzböde-Radweg“. Danenben sind Ortsinformationtafeln sowie Tafeln zu Sehenswürdigkeiten an der Strecke zu finden. *'''Steigungen:''' Höhenmeter sind teilweise vor allem im oberen Abschnitt vorhanden. *'''Wegzustand:''' Laut Radroutenplaner Hessen ist die Strecke zu etwa 80{{nnbsp}}% asphaltiert bzw. vergleichbar wetterfest befestigt. Knapp 20{{nnbsp}}% der Route bestehen aus wassergebundenen Schotterdecken. *'''Verkehrsbelastung:''' Außerorts weitgehend verkehrsfrei geführt, innerorts auch zusammen mit Kfz auf der Fahrbahn. *'''Geeignetes Fahrrad:''' Am besten Tourenrad mit Profilreifen und bergtauglicher Schaltung. Aufgrund der Steigungen im oberen Bereich ist ein Pedelec zweckmäßig. *'''Familieneignung:''' Die Strecke ist geeignet für Kinder ab 10 Jahren, die selbständig sicher im Verkehr mit Kfz radeln können. *'''Inlinereignung:''' nein == Hintergrund == Der Salzböde-Radweg führt durch die schöne Mittelgebirgslandschaft des [[Lahn-Dill-Bergland|Lahn-Dill-Bergland]]. == Vorbereitung == {{mapframe | name = Karte Salzböde-Radweg. Für die Darstellung der weiteren Anschlussstrecken bei den Ebenen „Radwege“ anklicken}} {{Mapshape|wikidata=Q876914|type=geoline|stroke=#0000ff|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} Die Strecke eignet sich für eine 50 bis 60{{nnbsp}}km lange Tagestour. Mit anschließenden Radrouten sind auch längere Tagesstreckentouren mit Rad und Bahn möglich. == Anreise == === Öffentliche Verkehrsmittel === Mit der Regionalbahn bis zum {{Marker | name = Bahnhof Friedelhausen| type= rail | wikidata = Q116016836 |url = https://www.bahnhof.de/friedelhausen}} an der Bahnstrecke Frankfurt - Gießen - Marburg - Kassel (Salzböde-Radweg aufwärts). In der Zeit vom 1. Mai bis 30. September fährt an Wochenenden und Feiertagen der Freizeitbus "Blaue Linie" (mit Fahrradanhänger) u.a. von Herborn (Bahnstation) nach Bad Endbach. Dort bequemer Einstieg in den Salzböde-Radweg (abwärts). Die Anreise von Marburg aus mit dem Überlandbus 383 nach Bad Endbach kann derzeit aufgrund fehlender Fahrradträger nicht empfohlen werden. === Mit dem Fahrrad === * [[Lahntalradweg|'''Lahntal-Radweg''']] === Auf der Straße === * über die B3 Gießen - Marburg. Für eine Tagestour bietet es sich an, den Wagen in [[Lollar]], Friedelhausen oder auch [[Staufenberg]] zu parken. == Streckenbeschreibung mit Sehenswürdigkeiten == Da die Route oben keinen Bahnanschluss besitzt, bietet es sich an die Strecke bergwärts zu fahren. Rückkehr dann auf dem gleichen Weg. Der Salzböde-Radweg zweigt bei Odenhausen (liegt ca. 5 km nördlich von Lollar) vom [[Lahntalradweg|Lahntal-Radweg]] ab. Von ca. 160 m an der Lahn steigt die Route bis zur Salzbödequelle auf etwa 430 m an. Diese liegt oberhalb von Hartenrod, das zu [[Bad Endbach]] gehört. Unterwegs quert die Route noch [[Lohra]] und [[Gladenbach]]. '''Km 0:''' {{Marker | name = Bahnhof Friedelhausen| type= rail | wikidata = Q116016836 |url = https://www.bahnhof.de/friedelhausen | show = copy}} - Toureneinstieg. Hier halten Regionalbahnen. [[Datei:Salzböden - Brücke am Brückebach (002).JPG|mini|Kleine Steinbogenbrücke an der Salzböde]] '''Km 3:''' {{Marker | name = Alte Brücke bei Salzböden | type= monument | lat = 50.683132 | long =8.680251 | image = Salzböden - Brücke am Brückebach (002).JPG}} - kleine Steinbogenbrücke. Östlich findet sich ein Rastplatz mit ein paar Spielgeräten. '''Km 6:''' {{Marker | name = Schmelzmühle |type= restaurant | url= https://www.schmelz-muehle.de | wikidata = Q110825902}} - beliebte Einkehrmöglichkeit '''Km 12:''' {{Marker | name = Lohra | type= village | wikidata = Q555430}} mit [https://www.naturkundehaus-damm.de '''Naturkundehaus Damm'''], Lebensmittelmarkt (Netto) im Bereich der Route. '''Km 24:''' {{Marker | name = Bad Endbach | type= village | wikidata = Q635462}} - Kurpark mit Barfußpfad direkt an der Strecke. '''Km 30:''' {{Marker | name = Routenende am Seenradweg |type= waypoint |group = gold | lat = 50.77038 | long = 8.43980}} - Anschlüsse im Tal des Siegbachs: : - Richtung Norden zum {{Marker | name = Perfstausee | type= landscape | wikidata = Q996192}} (Km 56) und weiter nach {{Marker | name = Biedenkopf | type= town | wikidata = Q552554 }} (Km 64) am Lahnradweg. Hier besteht Bahnanschluss zurück nach Marburg. : - Richtung Süden zum {{Marker | name = Aartalsee | type= landscape | wikidata = Q303174}} (Km 40) und weiter nach {{Marker | name = Herborn | type= town | wikidata = Q18998}} (Km 55). Hier besteht Bahnanschluss nach Gießen. == Weiter geht's == Anschluss: Von der Salzbödequelle kann man nach einer Steigung bis Günterod gut das Aartal nach Herborn hinunterrollen. Hier besteht Bahnanschluss an die Hauptstrecke [[Siegen]] - [[Wetzlar]] - [[Gießen]]. == GPX-Daten == * Streckenverlauf Salzböde-Radweg als GPX-Track von Openstreetmap zum Herunterladen als [https://cycling.waymarkedtrails.org/#route?id=20356&map=11.0/50.7227/8.737 GPX- und KML-Datei auf waymarkedtrails.org]. Es kann die Richtung der GPX-Daten gewählt werden. Ferner kann hier auch ein Höhenprofil eingesehen werden. * offizielle GPX-Daten Salzböde-Radweg im [https://radroutenplaner.hessen.de/wp-content/uploads/2017/02/Salzboederadweg.gpx radroutenplaner.hessen.de] == Literatur- und Kartenhinweise == * ADFC-Regionalkarte "Marburg" 1:75000 - siehe [https://www.fahrrad-buecher-karten.de Bielefelder Verlag] == Weblinks == * offizielle Routeninfos im [https://radroutenplaner.hessen.de/themenrouten/salzboederadweg/ radroutenplaner.hessen.de] {{IstIn|Radrouten in Hessen}} [[Kategorie:Radwege in Hessen]] [[Kategorie:Radrouten in Deutschland gesamt]] {{class-2}} cecesne8hfen3i3bjhklrj64ddlg9yj 1802708 1802706 2026-09-07T11:48:35Z Dirk Schmidt 15181 /* Vorbereitung */ 1802708 wikitext text/x-wiki {{Radweg|kat=Radwege in Hessen}} Die Salzböde ist ein kleiner Nebenfluss der Lahn in Mittelhessen. Entlang seines Laufes kann man eine kleine Tagestour unternehmen. In Kombination man weiteren Radrouten sind auch längere Tagestouren mit Rad- und Bahn möglich. Da die Route oben keinen Bahnanschluss besitzt, bietet es sich an die Strecke bergwärts zu fahren. Rückkehr dann auf dem gleichen Weg. == Streckenprofil == *'''Länge: 29 km''' *'''Ausschilderung:''' Als Schilder sind die üblichen grün-weißen Pfeilwegweiser vorhanden. Das Routenlogo zeigt einen Weg durch ein Viadukt, ein Radsymbol und den Schriftzug „Salzböde-Radweg“. Danenben sind Ortsinformationtafeln sowie Tafeln zu Sehenswürdigkeiten an der Strecke zu finden. *'''Steigungen:''' Höhenmeter sind teilweise vor allem im oberen Abschnitt vorhanden. *'''Wegzustand:''' Laut Radroutenplaner Hessen ist die Strecke zu etwa 80{{nnbsp}}% asphaltiert bzw. vergleichbar wetterfest befestigt. Knapp 20{{nnbsp}}% der Route bestehen aus wassergebundenen Schotterdecken. *'''Verkehrsbelastung:''' Außerorts weitgehend verkehrsfrei geführt, innerorts auch zusammen mit Kfz auf der Fahrbahn. *'''Geeignetes Fahrrad:''' Am besten Tourenrad mit Profilreifen und bergtauglicher Schaltung. Aufgrund der Steigungen im oberen Bereich ist ein Pedelec zweckmäßig. *'''Familieneignung:''' Die Strecke ist geeignet für Kinder ab 10 Jahren, die selbständig sicher im Verkehr mit Kfz radeln können. *'''Inlinereignung:''' nein == Hintergrund == Der Salzböde-Radweg führt durch die schöne Mittelgebirgslandschaft des [[Lahn-Dill-Bergland|Lahn-Dill-Bergland]]. == Vorbereitung == {{mapframe | name = Karte Salzböde-Radweg: blau = Salzböde-Radweg, rot = Seen-Radweg. Für die Darstellung der weiteren Anschlussstrecken bei den Ebenen „Radwege“ anklicken}} {{Mapshape|wikidata=Q876914|type=geoline|stroke=#0000ff|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} {{Mapshape|wikidata=Q2265448|type=geoline|stroke=#ff0000|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} Die Strecke eignet sich für eine 50 bis 60{{nnbsp}}km lange Tagestour. Mit anschließenden Radrouten sind auch längere Tagesstreckentouren mit Rad und Bahn möglich. == Anreise == === Öffentliche Verkehrsmittel === Mit der Regionalbahn bis zum {{Marker | name = Bahnhof Friedelhausen| type= rail | wikidata = Q116016836 |url = https://www.bahnhof.de/friedelhausen}} an der Bahnstrecke Frankfurt - Gießen - Marburg - Kassel (Salzböde-Radweg aufwärts). In der Zeit vom 1. Mai bis 30. September fährt an Wochenenden und Feiertagen der Freizeitbus "Blaue Linie" (mit Fahrradanhänger) u.a. von Herborn (Bahnstation) nach Bad Endbach. Dort bequemer Einstieg in den Salzböde-Radweg (abwärts). Die Anreise von Marburg aus mit dem Überlandbus 383 nach Bad Endbach kann derzeit aufgrund fehlender Fahrradträger nicht empfohlen werden. === Mit dem Fahrrad === * [[Lahntalradweg|'''Lahntal-Radweg''']] === Auf der Straße === * über die B3 Gießen - Marburg. Für eine Tagestour bietet es sich an, den Wagen in [[Lollar]], Friedelhausen oder auch [[Staufenberg]] zu parken. == Streckenbeschreibung mit Sehenswürdigkeiten == Da die Route oben keinen Bahnanschluss besitzt, bietet es sich an die Strecke bergwärts zu fahren. Rückkehr dann auf dem gleichen Weg. Der Salzböde-Radweg zweigt bei Odenhausen (liegt ca. 5 km nördlich von Lollar) vom [[Lahntalradweg|Lahntal-Radweg]] ab. Von ca. 160 m an der Lahn steigt die Route bis zur Salzbödequelle auf etwa 430 m an. Diese liegt oberhalb von Hartenrod, das zu [[Bad Endbach]] gehört. Unterwegs quert die Route noch [[Lohra]] und [[Gladenbach]]. '''Km 0:''' {{Marker | name = Bahnhof Friedelhausen| type= rail | wikidata = Q116016836 |url = https://www.bahnhof.de/friedelhausen | show = copy}} - Toureneinstieg. Hier halten Regionalbahnen. [[Datei:Salzböden - Brücke am Brückebach (002).JPG|mini|Kleine Steinbogenbrücke an der Salzböde]] '''Km 3:''' {{Marker | name = Alte Brücke bei Salzböden | type= monument | lat = 50.683132 | long =8.680251 | image = Salzböden - Brücke am Brückebach (002).JPG}} - kleine Steinbogenbrücke. Östlich findet sich ein Rastplatz mit ein paar Spielgeräten. '''Km 6:''' {{Marker | name = Schmelzmühle |type= restaurant | url= https://www.schmelz-muehle.de | wikidata = Q110825902}} - beliebte Einkehrmöglichkeit '''Km 12:''' {{Marker | name = Lohra | type= village | wikidata = Q555430}} mit [https://www.naturkundehaus-damm.de '''Naturkundehaus Damm'''], Lebensmittelmarkt (Netto) im Bereich der Route. '''Km 24:''' {{Marker | name = Bad Endbach | type= village | wikidata = Q635462}} - Kurpark mit Barfußpfad direkt an der Strecke. '''Km 30:''' {{Marker | name = Routenende am Seenradweg |type= waypoint |group = gold | lat = 50.77038 | long = 8.43980}} - Anschlüsse im Tal des Siegbachs: : - Richtung Norden zum {{Marker | name = Perfstausee | type= landscape | wikidata = Q996192}} (Km 56) und weiter nach {{Marker | name = Biedenkopf | type= town | wikidata = Q552554 }} (Km 64) am Lahnradweg. Hier besteht Bahnanschluss zurück nach Marburg. : - Richtung Süden zum {{Marker | name = Aartalsee | type= landscape | wikidata = Q303174}} (Km 40) und weiter nach {{Marker | name = Herborn | type= town | wikidata = Q18998}} (Km 55). Hier besteht Bahnanschluss nach Gießen. == Weiter geht's == Anschluss: Von der Salzbödequelle kann man nach einer Steigung bis Günterod gut das Aartal nach Herborn hinunterrollen. Hier besteht Bahnanschluss an die Hauptstrecke [[Siegen]] - [[Wetzlar]] - [[Gießen]]. == GPX-Daten == * Streckenverlauf Salzböde-Radweg als GPX-Track von Openstreetmap zum Herunterladen als [https://cycling.waymarkedtrails.org/#route?id=20356&map=11.0/50.7227/8.737 GPX- und KML-Datei auf waymarkedtrails.org]. Es kann die Richtung der GPX-Daten gewählt werden. Ferner kann hier auch ein Höhenprofil eingesehen werden. * offizielle GPX-Daten Salzböde-Radweg im [https://radroutenplaner.hessen.de/wp-content/uploads/2017/02/Salzboederadweg.gpx radroutenplaner.hessen.de] == Literatur- und Kartenhinweise == * ADFC-Regionalkarte "Marburg" 1:75000 - siehe [https://www.fahrrad-buecher-karten.de Bielefelder Verlag] == Weblinks == * offizielle Routeninfos im [https://radroutenplaner.hessen.de/themenrouten/salzboederadweg/ radroutenplaner.hessen.de] {{IstIn|Radrouten in Hessen}} [[Kategorie:Radwege in Hessen]] [[Kategorie:Radrouten in Deutschland gesamt]] {{class-2}} 9vmvxjnd06v68qfz4w98vr3z76sstuh 1802712 1802708 2026-09-07T11:49:20Z Dirk Schmidt 15181 /* Weblinks */ erg 1802712 wikitext text/x-wiki {{Radweg|kat=Radwege in Hessen}} Die Salzböde ist ein kleiner Nebenfluss der Lahn in Mittelhessen. Entlang seines Laufes kann man eine kleine Tagestour unternehmen. In Kombination man weiteren Radrouten sind auch längere Tagestouren mit Rad- und Bahn möglich. Da die Route oben keinen Bahnanschluss besitzt, bietet es sich an die Strecke bergwärts zu fahren. Rückkehr dann auf dem gleichen Weg. == Streckenprofil == *'''Länge: 29 km''' *'''Ausschilderung:''' Als Schilder sind die üblichen grün-weißen Pfeilwegweiser vorhanden. Das Routenlogo zeigt einen Weg durch ein Viadukt, ein Radsymbol und den Schriftzug „Salzböde-Radweg“. Danenben sind Ortsinformationtafeln sowie Tafeln zu Sehenswürdigkeiten an der Strecke zu finden. *'''Steigungen:''' Höhenmeter sind teilweise vor allem im oberen Abschnitt vorhanden. *'''Wegzustand:''' Laut Radroutenplaner Hessen ist die Strecke zu etwa 80{{nnbsp}}% asphaltiert bzw. vergleichbar wetterfest befestigt. Knapp 20{{nnbsp}}% der Route bestehen aus wassergebundenen Schotterdecken. *'''Verkehrsbelastung:''' Außerorts weitgehend verkehrsfrei geführt, innerorts auch zusammen mit Kfz auf der Fahrbahn. *'''Geeignetes Fahrrad:''' Am besten Tourenrad mit Profilreifen und bergtauglicher Schaltung. Aufgrund der Steigungen im oberen Bereich ist ein Pedelec zweckmäßig. *'''Familieneignung:''' Die Strecke ist geeignet für Kinder ab 10 Jahren, die selbständig sicher im Verkehr mit Kfz radeln können. *'''Inlinereignung:''' nein == Hintergrund == Der Salzböde-Radweg führt durch die schöne Mittelgebirgslandschaft des [[Lahn-Dill-Bergland|Lahn-Dill-Bergland]]. == Vorbereitung == {{mapframe | name = Karte Salzböde-Radweg: blau = Salzböde-Radweg, rot = Seen-Radweg. 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Die Anreise von Marburg aus mit dem Überlandbus 383 nach Bad Endbach kann derzeit aufgrund fehlender Fahrradträger nicht empfohlen werden. === Mit dem Fahrrad === * [[Lahntalradweg|'''Lahntal-Radweg''']] === Auf der Straße === * über die B3 Gießen - Marburg. Für eine Tagestour bietet es sich an, den Wagen in [[Lollar]], Friedelhausen oder auch [[Staufenberg]] zu parken. == Streckenbeschreibung mit Sehenswürdigkeiten == Da die Route oben keinen Bahnanschluss besitzt, bietet es sich an die Strecke bergwärts zu fahren. Rückkehr dann auf dem gleichen Weg. Der Salzböde-Radweg zweigt bei Odenhausen (liegt ca. 5 km nördlich von Lollar) vom [[Lahntalradweg|Lahntal-Radweg]] ab. Von ca. 160 m an der Lahn steigt die Route bis zur Salzbödequelle auf etwa 430 m an. Diese liegt oberhalb von Hartenrod, das zu [[Bad Endbach]] gehört. Unterwegs quert die Route noch [[Lohra]] und [[Gladenbach]]. '''Km 0:''' {{Marker | name = Bahnhof Friedelhausen| type= rail | wikidata = Q116016836 |url = https://www.bahnhof.de/friedelhausen | show = copy}} - Toureneinstieg. Hier halten Regionalbahnen. [[Datei:Salzböden - Brücke am Brückebach (002).JPG|mini|Kleine Steinbogenbrücke an der Salzböde]] '''Km 3:''' {{Marker | name = Alte Brücke bei Salzböden | type= monument | lat = 50.683132 | long =8.680251 | image = Salzböden - Brücke am Brückebach (002).JPG}} - kleine Steinbogenbrücke. Östlich findet sich ein Rastplatz mit ein paar Spielgeräten. '''Km 6:''' {{Marker | name = Schmelzmühle |type= restaurant | url= https://www.schmelz-muehle.de | wikidata = Q110825902}} - beliebte Einkehrmöglichkeit '''Km 12:''' {{Marker | name = Lohra | type= village | wikidata = Q555430}} mit [https://www.naturkundehaus-damm.de '''Naturkundehaus Damm'''], Lebensmittelmarkt (Netto) im Bereich der Route. '''Km 24:''' {{Marker | name = Bad Endbach | type= village | wikidata = Q635462}} - Kurpark mit Barfußpfad direkt an der Strecke. '''Km 30:''' {{Marker | name = Routenende am Seenradweg |type= waypoint |group = gold | lat = 50.77038 | long = 8.43980}} - Anschlüsse im Tal des Siegbachs: : - Richtung Norden zum {{Marker | name = Perfstausee | type= landscape | wikidata = Q996192}} (Km 56) und weiter nach {{Marker | name = Biedenkopf | type= town | wikidata = Q552554 }} (Km 64) am Lahnradweg. Hier besteht Bahnanschluss zurück nach Marburg. : - Richtung Süden zum {{Marker | name = Aartalsee | type= landscape | wikidata = Q303174}} (Km 40) und weiter nach {{Marker | name = Herborn | type= town | wikidata = Q18998}} (Km 55). Hier besteht Bahnanschluss nach Gießen. == Weiter geht's == Anschluss: Von der Salzbödequelle kann man nach einer Steigung bis Günterod gut das Aartal nach Herborn hinunterrollen. Hier besteht Bahnanschluss an die Hauptstrecke [[Siegen]] - [[Wetzlar]] - [[Gießen]]. == GPX-Daten == * Streckenverlauf Salzböde-Radweg als GPX-Track von Openstreetmap zum Herunterladen als [https://cycling.waymarkedtrails.org/#route?id=20356&map=11.0/50.7227/8.737 GPX- und KML-Datei auf waymarkedtrails.org]. Es kann die Richtung der GPX-Daten gewählt werden. Ferner kann hier auch ein Höhenprofil eingesehen werden. * offizielle GPX-Daten Salzböde-Radweg im [https://radroutenplaner.hessen.de/wp-content/uploads/2017/02/Salzboederadweg.gpx radroutenplaner.hessen.de] == Literatur- und Kartenhinweise == * ADFC-Regionalkarte "Marburg" 1:75000 - siehe [https://www.fahrrad-buecher-karten.de Bielefelder Verlag] == Weblinks == * offizielle Routeninfos im [https://radroutenplaner.hessen.de/themenrouten/salzboederadweg/ radroutenplaner.hessen.de] {{IstIn|Radrouten in Hessen}} [[Kategorie:Radwege in Hessen]] [[Kategorie:Radrouten in Deutschland gesamt]] {{class-3} qi3jwfq4ov5taehyve4awq1tb3emfav 1802714 1802712 2026-09-07T11:49:32Z Dirk Schmidt 15181 /* Weblinks */ 1802714 wikitext text/x-wiki {{Radweg|kat=Radwege in Hessen}} Die Salzböde ist ein kleiner Nebenfluss der Lahn in Mittelhessen. Entlang seines Laufes kann man eine kleine Tagestour unternehmen. In Kombination man weiteren Radrouten sind auch längere Tagestouren mit Rad- und Bahn möglich. Da die Route oben keinen Bahnanschluss besitzt, bietet es sich an die Strecke bergwärts zu fahren. Rückkehr dann auf dem gleichen Weg. == Streckenprofil == *'''Länge: 29 km''' *'''Ausschilderung:''' Als Schilder sind die üblichen grün-weißen Pfeilwegweiser vorhanden. Das Routenlogo zeigt einen Weg durch ein Viadukt, ein Radsymbol und den Schriftzug „Salzböde-Radweg“. Danenben sind Ortsinformationtafeln sowie Tafeln zu Sehenswürdigkeiten an der Strecke zu finden. *'''Steigungen:''' Höhenmeter sind teilweise vor allem im oberen Abschnitt vorhanden. *'''Wegzustand:''' Laut Radroutenplaner Hessen ist die Strecke zu etwa 80{{nnbsp}}% asphaltiert bzw. vergleichbar wetterfest befestigt. Knapp 20{{nnbsp}}% der Route bestehen aus wassergebundenen Schotterdecken. *'''Verkehrsbelastung:''' Außerorts weitgehend verkehrsfrei geführt, innerorts auch zusammen mit Kfz auf der Fahrbahn. *'''Geeignetes Fahrrad:''' Am besten Tourenrad mit Profilreifen und bergtauglicher Schaltung. Aufgrund der Steigungen im oberen Bereich ist ein Pedelec zweckmäßig. *'''Familieneignung:''' Die Strecke ist geeignet für Kinder ab 10 Jahren, die selbständig sicher im Verkehr mit Kfz radeln können. *'''Inlinereignung:''' nein == Hintergrund == Der Salzböde-Radweg führt durch die schöne Mittelgebirgslandschaft des [[Lahn-Dill-Bergland|Lahn-Dill-Bergland]]. == Vorbereitung == {{mapframe | name = Karte Salzböde-Radweg: blau = Salzböde-Radweg, rot = Seen-Radweg. Für die Darstellung der weiteren Anschlussstrecken bei den Ebenen „Radwege“ anklicken}} {{Mapshape|wikidata=Q876914|type=geoline|stroke=#0000ff|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} {{Mapshape|wikidata=Q2265448|type=geoline|stroke=#ff0000|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} Die Strecke eignet sich für eine 50 bis 60{{nnbsp}}km lange Tagestour. Mit anschließenden Radrouten sind auch längere Tagesstreckentouren mit Rad und Bahn möglich. == Anreise == === Öffentliche Verkehrsmittel === Mit der Regionalbahn bis zum {{Marker | name = Bahnhof Friedelhausen| type= rail | wikidata = Q116016836 |url = https://www.bahnhof.de/friedelhausen}} an der Bahnstrecke Frankfurt - Gießen - Marburg - Kassel (Salzböde-Radweg aufwärts). In der Zeit vom 1. Mai bis 30. September fährt an Wochenenden und Feiertagen der Freizeitbus "Blaue Linie" (mit Fahrradanhänger) u.a. von Herborn (Bahnstation) nach Bad Endbach. Dort bequemer Einstieg in den Salzböde-Radweg (abwärts). Die Anreise von Marburg aus mit dem Überlandbus 383 nach Bad Endbach kann derzeit aufgrund fehlender Fahrradträger nicht empfohlen werden. === Mit dem Fahrrad === * [[Lahntalradweg|'''Lahntal-Radweg''']] === Auf der Straße === * über die B3 Gießen - Marburg. Für eine Tagestour bietet es sich an, den Wagen in [[Lollar]], Friedelhausen oder auch [[Staufenberg]] zu parken. == Streckenbeschreibung mit Sehenswürdigkeiten == Da die Route oben keinen Bahnanschluss besitzt, bietet es sich an die Strecke bergwärts zu fahren. Rückkehr dann auf dem gleichen Weg. Der Salzböde-Radweg zweigt bei Odenhausen (liegt ca. 5 km nördlich von Lollar) vom [[Lahntalradweg|Lahntal-Radweg]] ab. Von ca. 160 m an der Lahn steigt die Route bis zur Salzbödequelle auf etwa 430 m an. Diese liegt oberhalb von Hartenrod, das zu [[Bad Endbach]] gehört. Unterwegs quert die Route noch [[Lohra]] und [[Gladenbach]]. '''Km 0:''' {{Marker | name = Bahnhof Friedelhausen| type= rail | wikidata = Q116016836 |url = https://www.bahnhof.de/friedelhausen | show = copy}} - Toureneinstieg. Hier halten Regionalbahnen. [[Datei:Salzböden - Brücke am Brückebach (002).JPG|mini|Kleine Steinbogenbrücke an der Salzböde]] '''Km 3:''' {{Marker | name = Alte Brücke bei Salzböden | type= monument | lat = 50.683132 | long =8.680251 | image = Salzböden - Brücke am Brückebach (002).JPG}} - kleine Steinbogenbrücke. Östlich findet sich ein Rastplatz mit ein paar Spielgeräten. '''Km 6:''' {{Marker | name = Schmelzmühle |type= restaurant | url= https://www.schmelz-muehle.de | wikidata = Q110825902}} - beliebte Einkehrmöglichkeit '''Km 12:''' {{Marker | name = Lohra | type= village | wikidata = Q555430}} mit [https://www.naturkundehaus-damm.de '''Naturkundehaus Damm'''], Lebensmittelmarkt (Netto) im Bereich der Route. '''Km 24:''' {{Marker | name = Bad Endbach | type= village | wikidata = Q635462}} - Kurpark mit Barfußpfad direkt an der Strecke. '''Km 30:''' {{Marker | name = Routenende am Seenradweg |type= waypoint |group = gold | lat = 50.77038 | long = 8.43980}} - Anschlüsse im Tal des Siegbachs: : - Richtung Norden zum {{Marker | name = Perfstausee | type= landscape | wikidata = Q996192}} (Km 56) und weiter nach {{Marker | name = Biedenkopf | type= town | wikidata = Q552554 }} (Km 64) am Lahnradweg. Hier besteht Bahnanschluss zurück nach Marburg. : - Richtung Süden zum {{Marker | name = Aartalsee | type= landscape | wikidata = Q303174}} (Km 40) und weiter nach {{Marker | name = Herborn | type= town | wikidata = Q18998}} (Km 55). Hier besteht Bahnanschluss nach Gießen. == Weiter geht's == Anschluss: Von der Salzbödequelle kann man nach einer Steigung bis Günterod gut das Aartal nach Herborn hinunterrollen. Hier besteht Bahnanschluss an die Hauptstrecke [[Siegen]] - [[Wetzlar]] - [[Gießen]]. == GPX-Daten == * Streckenverlauf Salzböde-Radweg als GPX-Track von Openstreetmap zum Herunterladen als [https://cycling.waymarkedtrails.org/#route?id=20356&map=11.0/50.7227/8.737 GPX- und KML-Datei auf waymarkedtrails.org]. Es kann die Richtung der GPX-Daten gewählt werden. Ferner kann hier auch ein Höhenprofil eingesehen werden. * offizielle GPX-Daten Salzböde-Radweg im [https://radroutenplaner.hessen.de/wp-content/uploads/2017/02/Salzboederadweg.gpx radroutenplaner.hessen.de] == Literatur- und Kartenhinweise == * ADFC-Regionalkarte "Marburg" 1:75000 - siehe [https://www.fahrrad-buecher-karten.de Bielefelder Verlag] == Weblinks == * offizielle Routeninfos im [https://radroutenplaner.hessen.de/themenrouten/salzboederadweg/ radroutenplaner.hessen.de] {{IstIn|Radrouten in Hessen}} [[Kategorie:Radwege in Hessen]] [[Kategorie:Radrouten in Deutschland gesamt]] {{class-3}} 4hzisbnaow8k8eez2wx2eqg5rdax53d 1802722 1802714 2026-09-07T11:55:49Z Dirk Schmidt 15181 1802722 wikitext text/x-wiki {{Radweg|kat=Radwege in Hessen}} Die Salzböde ist ein kleiner Nebenfluss der Lahn im [[Lahn-Dill-Bergland]] in Mittelhessen. Entlang seines Laufes kann man eine kleine Tagestour unternehmen. In Kombination man weiteren Radrouten sind auch längere Tagestouren mit Rad- und Bahn möglich. Da die Route oben keinen Bahnanschluss besitzt, bietet es sich an die Strecke bergwärts zu fahren. Rückkehr dann auf dem gleichen Weg. [[Datei:Hochwasserrückhaltebecken am Viadukt Bad Endbach.jpg|mini|Radroute am Hochwasserrückhaltebecken bei Bad Endbach. Das Viadukt gehört zur ehemaligen Bahnlinie im Tal.]] == Streckenprofil == *'''Länge: 29 km''' *'''Ausschilderung:''' Als Schilder sind die üblichen grün-weißen Pfeilwegweiser vorhanden. Das Routenlogo zeigt einen Weg durch ein Viadukt, ein Radsymbol und den Schriftzug „Salzböde-Radweg“. Danenben sind Ortsinformationtafeln sowie Tafeln zu Sehenswürdigkeiten an der Strecke zu finden. *'''Steigungen:''' Höhenmeter sind teilweise vor allem im oberen Abschnitt vorhanden. *'''Wegzustand:''' Laut Radroutenplaner Hessen ist die Strecke zu etwa 80{{nnbsp}}% asphaltiert bzw. vergleichbar wetterfest befestigt. Knapp 20{{nnbsp}}% der Route bestehen aus wassergebundenen Schotterdecken. *'''Verkehrsbelastung:''' Außerorts weitgehend verkehrsfrei geführt, innerorts auch zusammen mit Kfz auf der Fahrbahn. *'''Geeignetes Fahrrad:''' Am besten Tourenrad mit Profilreifen und bergtauglicher Schaltung. Aufgrund der Steigungen im oberen Bereich ist ein Pedelec zweckmäßig. *'''Familieneignung:''' Die Strecke ist geeignet für Kinder ab 10 Jahren, die selbständig sicher im Verkehr mit Kfz radeln können. *'''Inlinereignung:''' nein == Hintergrund == Der Salzböde-Radweg führt durch die schöne Mittelgebirgslandschaft des [[Lahn-Dill-Bergland|Lahn-Dill-Bergland]]. == Vorbereitung == {{mapframe | name = Karte Salzböde-Radweg: blau = Salzböde-Radweg, rot = Seen-Radweg. Für die Darstellung der weiteren Anschlussstrecken bei den Ebenen „Radwege“ anklicken}} {{Mapshape|wikidata=Q876914|type=geoline|stroke=#0000ff|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} {{Mapshape|wikidata=Q2265448|type=geoline|stroke=#ff0000|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} Die Strecke eignet sich für eine 50 bis 60{{nnbsp}}km lange Tagestour. Mit anschließenden Radrouten sind auch längere Tagesstreckentouren mit Rad und Bahn möglich. == Anreise == === Öffentliche Verkehrsmittel === Mit der Regionalbahn bis zum {{Marker | name = Bahnhof Friedelhausen| type= rail | wikidata = Q116016836 |url = https://www.bahnhof.de/friedelhausen}} an der Bahnstrecke Frankfurt - Gießen - Marburg - Kassel (Salzböde-Radweg aufwärts). In der Zeit vom 1. Mai bis 30. September fährt an Wochenenden und Feiertagen der Freizeitbus "Blaue Linie" (mit Fahrradanhänger) u.a. von Herborn (Bahnstation) nach Bad Endbach. Dort bequemer Einstieg in den Salzböde-Radweg (abwärts). Die Anreise von Marburg aus mit dem Überlandbus 383 nach Bad Endbach kann derzeit aufgrund fehlender Fahrradträger nicht empfohlen werden. === Mit dem Fahrrad === * [[Lahntalradweg|'''Lahntal-Radweg''']] === Auf der Straße === * über die B3 Gießen - Marburg. Für eine Tagestour bietet es sich an, den Wagen in [[Lollar]], Friedelhausen oder auch [[Staufenberg]] zu parken. == Streckenbeschreibung mit Sehenswürdigkeiten == Da die Route oben keinen Bahnanschluss besitzt, bietet es sich an die Strecke bergwärts zu fahren. Rückkehr dann auf dem gleichen Weg. Der Salzböde-Radweg zweigt bei Odenhausen (liegt ca. 5 km nördlich von Lollar) vom [[Lahntalradweg|Lahntal-Radweg]] ab. Von ca. 160 m an der Lahn steigt die Route bis zur Salzbödequelle auf etwa 430 m an. Diese liegt oberhalb von Hartenrod, das zu [[Bad Endbach]] gehört. Unterwegs quert die Route noch [[Lohra]] und [[Gladenbach]]. '''Km 0:''' {{Marker | name = Bahnhof Friedelhausen| type= rail | wikidata = Q116016836 |url = https://www.bahnhof.de/friedelhausen | show = copy}} - Toureneinstieg. Hier halten Regionalbahnen. [[Datei:Salzböden - Brücke am Brückebach (002).JPG|mini|Kleine Steinbogenbrücke an der Salzböde]] '''Km 3:''' {{Marker | name = Alte Brücke bei Salzböden | type= monument | lat = 50.683132 | long =8.680251 | image = Salzböden - Brücke am Brückebach (002).JPG}} - kleine Steinbogenbrücke. Östlich findet sich ein Rastplatz mit ein paar Spielgeräten. '''Km 6:''' {{Marker | name = Schmelzmühle |type= restaurant | url= https://www.schmelz-muehle.de | wikidata = Q110825902}} - beliebte Einkehrmöglichkeit '''Km 12:''' {{Marker | name = Lohra | type= village | wikidata = Q555430}} mit [https://www.naturkundehaus-damm.de '''Naturkundehaus Damm'''], Lebensmittelmarkt (Netto) im Bereich der Route. '''Km 24:''' {{Marker | name = Bad Endbach | type= village | wikidata = Q635462}} - Kurpark mit Barfußpfad direkt an der Strecke. '''Km 30:''' {{Marker | name = Routenende am Seenradweg |type= waypoint |group = gold | lat = 50.77038 | long = 8.43980}} - Anschlüsse im Tal des Siegbachs: : - Richtung Norden zum {{Marker | name = Perfstausee | type= landscape | wikidata = Q996192}} (Km 56) und weiter nach {{Marker | name = Biedenkopf | type= town | wikidata = Q552554 }} (Km 64) am Lahnradweg. Hier besteht Bahnanschluss zurück nach Marburg. : - Richtung Süden zum {{Marker | name = Aartalsee | type= landscape | wikidata = Q303174}} (Km 40) und weiter nach {{Marker | name = Herborn | type= town | wikidata = Q18998}} (Km 55). Hier besteht Bahnanschluss nach Gießen. == Weiter geht's == Anschluss: Von der Salzbödequelle kann man nach einer Steigung bis Günterod gut das Aartal nach Herborn hinunterrollen. Hier besteht Bahnanschluss an die Hauptstrecke [[Siegen]] - [[Wetzlar]] - [[Gießen]]. == GPX-Daten == * Streckenverlauf Salzböde-Radweg als GPX-Track von Openstreetmap zum Herunterladen als [https://cycling.waymarkedtrails.org/#route?id=20356&map=11.0/50.7227/8.737 GPX- und KML-Datei auf waymarkedtrails.org]. Es kann die Richtung der GPX-Daten gewählt werden. Ferner kann hier auch ein Höhenprofil eingesehen werden. * offizielle GPX-Daten Salzböde-Radweg im [https://radroutenplaner.hessen.de/wp-content/uploads/2017/02/Salzboederadweg.gpx radroutenplaner.hessen.de] == Literatur- und Kartenhinweise == * ADFC-Regionalkarte "Marburg" 1:75000 - siehe [https://www.fahrrad-buecher-karten.de Bielefelder Verlag] == Weblinks == * offizielle Routeninfos im [https://radroutenplaner.hessen.de/themenrouten/salzboederadweg/ radroutenplaner.hessen.de] {{IstIn|Radrouten in Hessen}} [[Kategorie:Radwege in Hessen]] [[Kategorie:Radrouten in Deutschland gesamt]] {{class-3}} 6hcmaqxkyvc7qx83rame0d18fxlwtqf Ferden 0 11352 1802393 1750180 2026-09-06T20:39:43Z Scholless 15050 /* Küche */ gestrafft 1802393 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | auto = ja | TouriInfoWeb=[https://www.loetschental.ch/ www.loetschental.ch] | TouriInfoTel= }} '''Ferden''' ist eine [[Schweiz|schweizerische]] Gemeinde im [[Lötschental]] des Kanton [[Wallis]]. == Hintergrund == Zu der Gemeinde Ferden gehört auch der Weiler Goppenstein mit dem Bahnhof der Lötschbergbahn. Politisch gehört die Gemeinde zum Bezirk Westlich Raron. == Anreise == === Mit dem Flugzeug === === Mit der Bahn === Alle RE zwischen (Bern)-Thun-Spiez und Brig halten in Goppenstein, Fernzügen halten nicht. In Goppenstein besteht Anschluss an das Postauto ins Lötschental. === Auf der Straße === Über Bern-Spiez nach Kandersteg, dort Autoverlad durch den Lötschbergtunnel nach Goppenstein. Von da ist es nur noch ein kurzes Stück auf der Verbindungsstrasse durchs Lötschental nach Ferden. Von Gammpel-Steg führt eine Hauptstrasse nach Goppenstein. == Mobilität == Durchs Tal führt eine Postautolinie, welche in einem leicht hinkenden Stundentakt verkehrt. == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == Ferden ist der Ausgangspunkt für die Bergwanderung auf und über den Lötschenpass. Auf dem Pass befindet sich die Lötschenpasshüte (2690 m) die Wanderzeit beträgt rund 4h30. der Wanderweg führt über die Kummeralp (2083 m). Hier beginnt der Lötschentaler Höhenweg, der bis zur Fafleralp am andern Talende führt, die Wanderzeit von Alp zu Alp betragt rund 3h30. == Einkaufen == == Küche == == Nachtleben == == Unterkunft == <!--evtl. unterteilen in günstig, mittel und gehoben--> <!--== Lernen == == Arbeiten == == Sicherheit ==--> == Gesundheit == == Praktische Hinweise == == Ausflüge == == Literatur == == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} * [https://www.loetschental.ch/ regionale Tourismusseite] {{class-2}}{{GeoData| lat= 46.39472| long= 7.75972| radius= 3000}}{{IstInKat|Lötschental}} djcqo0urhdo1i8epms8l3a3twvzim0t 1802394 1802393 2026-09-06T20:39:59Z Scholless 15050 /* Unterkunft */ gestrafft 1802394 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | auto = ja | TouriInfoWeb=[https://www.loetschental.ch/ www.loetschental.ch] | TouriInfoTel= }} '''Ferden''' ist eine [[Schweiz|schweizerische]] Gemeinde im [[Lötschental]] des Kanton [[Wallis]]. == Hintergrund == Zu der Gemeinde Ferden gehört auch der Weiler Goppenstein mit dem Bahnhof der Lötschbergbahn. Politisch gehört die Gemeinde zum Bezirk Westlich Raron. == Anreise == === Mit dem Flugzeug === === Mit der Bahn === Alle RE zwischen (Bern)-Thun-Spiez und Brig halten in Goppenstein, Fernzügen halten nicht. In Goppenstein besteht Anschluss an das Postauto ins Lötschental. === Auf der Straße === Über Bern-Spiez nach Kandersteg, dort Autoverlad durch den Lötschbergtunnel nach Goppenstein. Von da ist es nur noch ein kurzes Stück auf der Verbindungsstrasse durchs Lötschental nach Ferden. Von Gammpel-Steg führt eine Hauptstrasse nach Goppenstein. == Mobilität == Durchs Tal führt eine Postautolinie, welche in einem leicht hinkenden Stundentakt verkehrt. == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == Ferden ist der Ausgangspunkt für die Bergwanderung auf und über den Lötschenpass. Auf dem Pass befindet sich die Lötschenpasshüte (2690 m) die Wanderzeit beträgt rund 4h30. der Wanderweg führt über die Kummeralp (2083 m). Hier beginnt der Lötschentaler Höhenweg, der bis zur Fafleralp am andern Talende führt, die Wanderzeit von Alp zu Alp betragt rund 3h30. == Einkaufen == == Küche == == Nachtleben == == Unterkunft == == Gesundheit == == Praktische Hinweise == == Ausflüge == == Literatur == == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} * [https://www.loetschental.ch/ regionale Tourismusseite] {{class-2}}{{GeoData| lat= 46.39472| long= 7.75972| radius= 3000}}{{IstInKat|Lötschental}} 253lkpd0mgn8ocut2ekmkm6coc5fo0a Giengen an der Brenz 0 17102 1802391 1756981 2026-09-06T20:27:51Z Scholless 15050 /* Unterkunft */ Ergänzung 1802391 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | TouriInfoWeb= [https://www.giengen.de/de/Freizeit-Tourismus/Service/Tourist-Information Tourist-Information] | TouriInfoTel=+49 (0)7322 952 2920 }} '''Giengen an der Brenz''' ist eine Stadt in [[Baden-Württemberg]]. == Hintergrund == {{Mapframe|48.6216|10.2409|zoom=14|type=geoline}} Giengen wurde erstmals 1078 urkundlich erwähnt. Der Ort erhielt im 13. Jahrhundert die Stadtrechte, 1395 schloss sich Giengen als freie Reichsstadt dem schwäbischen Städtebund an. 1803 kam die Stadt zum Königreich Württemberg. Seit 1972 umfasst die Stadt Giengen neben der Kernstadt noch die 4 weiteren ehemals selbstständige Stadtteile Burgberg, Hohenmemmingen, Hürben und Sachsenhausen. Die Nachbargemeinden [[Hermaringen]], [[Sontheim an der Brenz|Sontheim]], [[Niederstotzingen]], [[Gerstetten]], [[Herbrechtingen]] und [[Heidenheim an der Brenz|Heidenheim]] liegen im Landkreis Heidenheim. [[Syrgenstein]] und Bachhagel gehören zum Landkreis [[Dillingen an der Donau|Dillingen]]. Von großer wirtschaftlicher Bedeutung für die Stadt Giengen sind die hier ansässigen großen Industriebetriebe, wie z.&#x202F;B. die [https://www.bsh-group.de/index.php?UStdSeite&Standort=347 BSH] (Bosch-Siemens-Hausgeräte), die [http://www.steiff.com/de-de/ Margarete Steiff GmbH] und der Feuerwehrgerätehersteller [http://www.ziegler.de/de Albert Ziegler GmbH]. == Anreise == === Mit dem Flugzeug === * {{vCard | type = airport | name = Flughafen Stuttgart| address = Flughafenstrasse 32, 70629 Stuttgart | wikidata = Q158732 | lastedit = 2019-07-31 | description = Der Flughafen Stuttgart ist der nächstgelegene Flughafen mit internationalen Verbindungen (114&#x202F;km).}} * Der {{marker|wikidata=Q131402|name=Flughafen München|type=airport}} ist ca.&nbsp;170&#x202F;km entfernt. * Der {{marker|wikidata=Q265994|name=Flughafen Nürnberg|type=airport}} ist ca.&nbsp;176&#x202F;km entfernt. * Der {{marker|wikidata=Q20461511|name=Flugplatz Giengen-Brenz|type=airport}} kann von Ultraleichtfliegern angeflogen werden. (ca.&nbsp;3,5&#x202F;km) === Mit der Bahn === {{vCard|type=train|name=Giengen (Brenz) |wikidata=Q55612650|description=Der Bahnhof liegt an der Bahnstrecke der Brenzbahn von [[Aalen]] nach [[Ulm]] und wird tagsüber regelmäßig angefahren.}} === Auf der Straße === Die Autobahn {{RSIGN|DE|A|7}} hat die {{Ausfahrt|Giengen-Herbrechtingen|117}}. Hier beginnen bzw. enden auch die {{RSIGN|DE|B|19}} und die {{RSIGN|DE|B|492}}. === Mit dem Fahrrad === Der [http://www.adfc-tourenportal.de/viewtrackobject.php?trackObjectID=820 Hohenlohe-Ostalb-Radweg] von [[Rothenburg ob der Tauber]] nach [[Ulm]] führt dicht an Giengen vorbei. Die Ostroute des [http://www.adfc-tourenportal.de/viewtrackobject.php?trackObjectID=826 Hohenlohe-Ostalb-Radwegs] zwischen Ellwangen und Giengen-Hürben durchquert Giengen. Am {{marker|type=Cafe|name=Höhlenhaus|lat=48.58484|long=10.20803}} in Hürben befindet sich eine Servicesäule für kleinere Reparaturen und eine Pedelec-Ladestation mit Schließfächern für bis zu 6&nbsp;Fahrräder. <!-- === Mit dem Schiff === --> == Mobilität == Giengen gehört im ÖPNV zum [http://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Service/Verkehr+Parken/Stadtbus+%C3%96PNV Heidenheimer Tarifverbund] mit innerstädtischen Buslinien und Überlandbussen. == Sehenswürdigkeiten == [[Bild:Die Welt von Steiff Museum Giengen 2006-03.jpg|mini|Steiff-Museum in Giengen an der Brenz]] [[Bild:Giengen an der Brenz Stadtkirche 004.JPG|mini|upright|Die Stadtkirche mit ihren unterschiedlichen Türmen]] * {{vCard | name = Steiff-Museum | type = museum | wikidata = Q2339190 | hours = Di-So 10:00-17:00 | price = Erw. 12,00&#x202F;€, Kinder (6-17&#x202F;J.): 8,00&#x202F;€, Fam. (2+X) 30,00&#x202F;€ | lastedit = 2022-08-31 | before = Bekannt ist Giengen durch die '''[[w:Steiff|Teddybären]]''', zu besichtigen ist das | description = }} * {{vCard | name = Stadtkirche | type = church | wikidata = Q19450502 | hours = 01.04.-31.10: täglich 14:30-16:00; sonntags ab 10:00 | lastedit = 2022-08-31 | description = Die evangelische Giengener Stadtkirche fällt auf durch zwei Türme in unterschiedlichem Baustil: der barocke Glockenturm und der Turm des Nachtwächters (Blasturm) im Renaissancestil sind ungewöhnlich. }} * {{vCard | name = Charlottenhöhle | type = cave, caravan site, amusement park | group = nature | wikidata = Q1067427 | hours = 01.04.-31.10.: tägl. 10:30-16:30 | price = Höhle+Museum: Erw. 10,00&#x202F;€, Kinder (4-16&#x202F;J.) 8,00&#x202F;€, Fam. (2+X) 25,00&#x202F;€ | subtype = nodogs | lastedit = 2022-08-31 | description = HöhlenErlebnisWelt: Die Höhle ist mit 587&#x202F;m eine der längsten süddeutschen Schauhöhlen. Dazu gehört ein frei zugängliches '''HöhlenHaus''' und das (kostenpflichtige) '''HöhlenSchauLand'''. Die Besichtigung der Höhle ist nur im Zuge einer Führung möglich. Wetterfeste Kleidung ist mitzubringen, die Höhlentemperatur beträgt etwa 8&#x202F;°C. Am HöhlenHaus wurden 2019 zwei Radservicestationen in Betrieb genommen. Hier können kleinere Reperaturen ausgeführt und bis zu 6 Pedelec geladen werden. An der Charlottenhöhle steht auch ein [https://www.hoehlenerlebniswelt.de/index.php/ueber-uns/wohnmobilstellpatz Wohnmobilstellplatz] zur Verfügung. }} * {{vCard | name = Stadtmuseum | type = museum | url = https://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Sehen+Staunen/Stadtmuseum | address = Dettinger Straße 3, 89537 Giengen an der Brenz, OT-Hürben | lat = 48.591980 | long = 10.204774 | phone = +49 (0)7322 4803 | hours = Apr-Okt So, Fei 14-18 Uhr und n.V | price = Erw. 2,00&#x202F;€, erm. 1,00&#x202F;€ | lastedit = 2022-08-31 | description = }} * {{vCard | name =Burgruine Kaltenburg | type =ruins,castle | wikidata = Q1012602 | description = Die Burgruine Kaltenburg zwischen Hürben und Burgberg liegt hoch auf einem Kalkfelsen am Zusammenfluss der Flüsschen Lone und Hürbe. Sie wird aktiv durch die Interessengemeinschaft Kaltenburg e.V. restauriert. Jeweils am ersten Sonntag um 11:00 Uhr eines Monats werden von April bis Oktober öffentliche [http://www.ig-kaltenburg.de/files/UPLOAD/04_Aktuelles/News/Burgfuehrungen/Beschreibung%20Burgf%C3%BChrungen.pdf Burgführungen] durchgeführt.}} * {{vCard | type = museum | lastedit = 2015-07-09 | name = Alte Mühle Burgberg | address = Breite Furt 4, 89537 Giengen an der Brenz | url = http://www.muehlenverein-burgberg.de/ | lat = 48.579041 | long = 10.232437 | hours = 1.Mai-3.Okt So, Fei 13:30-18 Uhr | price = Eintritt: Spende 1&#x202F;€ }} * Der {{Marker | name = Skulpturenpark | type =park| lat = 48.61933 | long = 10.24210 |url=https://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Kultur/Skulpturenpark}} entlang der alten Stadtmauer unmittelbar am Ufer der Brenz ist durchaus sehenswert. == Aktivitäten == === Hasenloch und Naturlehrpfad II === [[Datei:Naturlehrpfad II am Hasenloch - Waldrebe.jpg|mini|Informationstafel zur Waldrebe]] Der Freizeitpark {{Marker|name=Hasenloch|type=road|lat=48.64576|long=10.22123}} wird von den [https://naturfreunde-giengen.de/ Naturfreunden Gingen] unterhalten und bietet sich insbesondere für einen Ausflug mit Kindern an. Er ist 3,5&#x202F;km von der Stadtmitte entfernt und über die {{Marker|name=Heidenheimer Straße|type=road|lat=48.62715|long=10.24053}}, dem {{Marker|name=Feldweg unter dem Läutenberg|type=road|lat=48.63467|long=10.23401}} und {{Marker|type=road|lat=48.64129|long=10.22369|name=geteerten Feldwegen | name-map = geteerte Feldwege}} erreichbar. Für den Weg benötigt man etwa eine Dreiviertelstunde. Vor Ort befinden sich das Naturfreundehaus, ein Spielplatz, ein Bolzplatz, ein Grillplatz, westlich des Hauses ein Barfußpfad und östlich eine Tischtennisplatte. Wenn das Naturfreundehaus geöffnet ist, gibt es dort etwas zu essen und eine Toilette. Sportgeräte wie Fußbälle, Frisbees, Indiacas, Tischtennisschläger und -bälle müssen mitgebracht werden. Es gibt auch einen großen Grillrost. Das Grillen ist kostenpflichtig und muss beantragt werden. Für Schulklassen und Kindergartengruppen ist es kostenlos. Seit 2021 befindet sich beim Hasenloch der {{Marker|name=Naturlehrpfad II|type=road|lat=48.64571|long=10.22184}} mit 26 Informationstafeln zur großen Vielfalt an Sträuchern und Bäumen, die hier wachsen. Der Start befindet sich östlich des Naturfreundehauses an der Trockenmauer (1. Schild) und man läuft dem Waldrand entlang ca. 1&#x202F;km weit bis zur Holzbirne II (letztes Schild) kurz vor der Landesstraße. === Weitere Aktivitäten === * Das {{Marker | name = Bergbad | type =outdoor pool| lat = 48.6280 | long = 10.2487 |url=https://www.giengen.de/bergbad}} in außergewöhnlich schöner Lage im Naherholungsgebiet auf dem Schießberg verfügt u. a. über eine 60&#x202F;m Riesenrutsche. * Das {{Marker | name = Hallenbad | type = swimming pool| lat = 48.62382 | long = 10.23882 |url=https://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Freizeit+Sport/Hallenbad}} in der Walter-Schmid-Halle steht nur Freitags und Sonnabends der Öffentlichkeit zur Verfügung. * Ein {{Marker | name = Skaterpark | type =roller skating| lat = 48.6257 | long = 10.2343 |url=http://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Freizeit+Sport/Spiel+Sport/Skaterpark}} steht an der Gluckstraße neben der Schwagesporthalle kostenlos zur Verfügung. * '''[[Naturlehrpfad I der Stadt Giengen]]''' auf dem Schießberg. Der Lehrpfad befasst sich mit geologischen und naturkundlichen Besonderheiten der Giengener Landschaften. * '''[[Giengen an der Brenz/Wandertag|Wandertage mit Ausgangspunkt Giengen]]''' * Das Brenztal bietet sich an für [http://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Freizeit+Sport/Freizeitangebote/Radfahren Radtouren] unterschiedlichster Art. * Diverse [https://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Freizeit+Sport/Freizeitangebote/Wandern Wanderwege] bieten Entspannung pur. == Einkaufen == * Die {{Marker | name = Marktstraße | type =shopping street| lat = 48.62050 | long = 10.24549}} (Fußgängerzone) bietet viele Geschäfte. * In dem {{Marker | name = Gewerbegebiet Riedstraße | type =business park| lat = 48.6206 | long = 10.2513}} haben sich Verbrauchermärkte, Discounter und ein Baumarkt angesiedelt. * Neben dem [[#Sehenswürdigkeiten|Steiff-Museum]] gibt es einen Shop & Factory Outlet mit wechselnden Angeboten. == Küche == == Nachtleben == == Unterkunft == * {{vCard | name = Wohnmobilstellplatz Höhlenerlebniswelt | type = caravan site | url = https://www.hoehlenerlebniswelt.de/index.php/ueber-uns/wohnmobilstellpatz | address = Lonetalstraße 61, 89537 Giengen an der Brenz OT Hürben | lat = 48.5846 | long = 10.2113 | phone = +49 (0)7324 987146 | email = hoehlenerlebniswelt@giengen.de | youtube = https://www.youtube.com/watch?v=Y4iInR4tnAk | price = 7,-&nbsp;€/Ü zzgl. Strom (1,-&nbsp;€/8&nbsp;h) | lastedit = 2022-05-23 | description = Ein Wohnmobilstellplatz mit 15 Stellplätzen mit Wasseranschluss, Abwasser und Strom sowie einer Ver- und Entsorgungsstation gibt es an der Charlottenhöhle. Die Sanitäreinrichtungen am HöhlenHaus können tagsüber genutzt werden. Zusätzliche Infos über [http://www.hoehlenerlebniswelt.de/index.php/ueber-uns/wohnmobilstellpatz Charlottenhöhle], Lonetalstr. 60, 89537 Giengen an der Brenz oder die Tourist-Information '''I-Punkt'''. }} * {{vCard | name = Pension Felsen | type = boarding house | address = Giengener-Str.19, Hürben | url = http://pensionfelsenmannes.de/ | lat = 48.594208 | long = 10.203637 |phone = +49 (0)7324 5577 | lastedit = 2015-07-09 }} * {{vCard | name = Hotel Restaurant Lamm | type = hotel | address = Marktstraße 26 |directions=Ortszentrum| url = https://www.lamm-giengen.de/ | lat = 48.620447 | long = 10.244922 | phone=+49 (0)7322 96780|fax=+49 (0)7322 9678150|email=lamm-giengen@t-online.de|price=49,- bis 99,- €|description=Traditionell schwäbische Küche| lastedit = 2016-12-10 }} * {{vCard | name = Lobinger Parkhotel | type = hotel, restaurant | url = https://lobinger-hotels.de/parkhotel/hotel/das-hotel | address = Steigstraße 110, 89537 Giengen an der Brenz | lat = 48.614489 | long = 10.227928 | phone = +49 (0)7322 9530 | fax = +49 (0)7322 953111 | email = mail@lobinger-hotels.com | facebook = Lobinger.Hotels | price = EZ ab 85,00&#x202F;€/ÜF, DZ ab 95,00&#x202F;€/ÜF (ggf. zus. 15,00&#x202F;€/Hund) | subtype = 4, free wlan, bike rental, fitness center, restaurant, sauna, 24-hour reception, free parking, shuttle bus, terrace, dogs | lastedit = 2023-09-26 | description = Das Hotel bietet 71 Komfort-Zimmer und 150 Betten, davon 9 Suiten mit Dachterrasse, eine gemütliche Terrasse/Biergarten und einen Bar- und Loungebereich. }} * {{vCard | name = Stadthotel Giengen | type = hotel | url = https://www.stadthotel-giengen.de | address = Richard-Wagner-Straße 5, 89537 Giengen / Brenz | lat = 48.62380 | long = 10.23698 | phone = +49 (0)7322 96 880 | fax = +49 (0)7322 968888 | email = info@stadthotel-giengen.de | price = EZ ab 90&#x202F;€, DZ ab 95&#x202F;€ | lastedit = 2024-03-07 | description = 30 Zimmer, 24h Check-In, Restaurant "La cucina degli artisti" im Erdgeschoss. }} * {{vCard | name = Brauereigasthof Schlüssel | type = hotel | address = Marktstr. 68, 89537 Giengen an der Brenz | directions = Ortszentrum | lat = 48.62061 | long = 10.24749 | lastedit = 2024-03-07 | description = Hotel Garni. }} * {{VCard|name=Brauereigasthof Schlüsselkeller|type=hotel|subtype=Restaurant|address=Oggenhauser Straße 34, 89537 Giengen an der Brenz|url=http://www.schluesselkeller.de/|lat=48.62607|long=10.24355| phone=+49 (0)7322 3243|fax=+49 (0)7322 957221|email=info@schluesselkeller.de|description=Rustikales Haus mit nettem Restaurant mit schwäbischen und kroatischen Spezialitäten, großer Biergarten|lastedit=2016-12-10}} == Gesundheit == * Das {{marker|type=clinic|name=Klinikum Heidenheim|lat=48.67286 | long=10.14056|url=http://www.kliniken-heidenheim.de/klinik/index.php}} ist mit 15 Fachkliniken und zwei Instituten das Gesundheitszentrum im Osten von Baden-Württemberg. * Der '''Apotheken-Notdienst''' kann auch schon mal ins entfernte [[Heidenheim an der Brenz]] führen. Einen aktuellen Hinweis findet man aber auch an der Eingangstür der örtlichen Apotheken. == Praktische Hinweise == * {{vCard | name = Tourist-Information | type = tourist information | url = https://www.giengen.de/de/Freizeit-Tourismus/Service/Tourist-Information | address = Marktstraße 9, 89537 Giengen an der Brenz | lat = 48.620947 | long = 10.244226 | phone = +49 (0)7322 9522920 | email = tourist-info@giengen.de | lastedit = 2023-06-24 | description = }} * '''[http://standorte.deutschepost.de/Standortsuche?standorttyp=filialen_verkaufspunkte&ort=Giengen Aktuelle Übersicht der Postfilialen]''' == Ausflüge == == Literatur == == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} {{class-2}}{{GeoData| lat= 48.62278| long= 10.24167| radius= 5000}}{{IstInKat|Stauferland}} p6e90smkonq0i82eccelk545iz3rmxk 1802392 1802391 2026-09-06T20:28:37Z Scholless 15050 /* Unterkunft */ Ergänzungen 1802392 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | TouriInfoWeb= [https://www.giengen.de/de/Freizeit-Tourismus/Service/Tourist-Information Tourist-Information] | TouriInfoTel=+49 (0)7322 952 2920 }} '''Giengen an der Brenz''' ist eine Stadt in [[Baden-Württemberg]]. == Hintergrund == {{Mapframe|48.6216|10.2409|zoom=14|type=geoline}} Giengen wurde erstmals 1078 urkundlich erwähnt. Der Ort erhielt im 13. Jahrhundert die Stadtrechte, 1395 schloss sich Giengen als freie Reichsstadt dem schwäbischen Städtebund an. 1803 kam die Stadt zum Königreich Württemberg. Seit 1972 umfasst die Stadt Giengen neben der Kernstadt noch die 4 weiteren ehemals selbstständige Stadtteile Burgberg, Hohenmemmingen, Hürben und Sachsenhausen. Die Nachbargemeinden [[Hermaringen]], [[Sontheim an der Brenz|Sontheim]], [[Niederstotzingen]], [[Gerstetten]], [[Herbrechtingen]] und [[Heidenheim an der Brenz|Heidenheim]] liegen im Landkreis Heidenheim. [[Syrgenstein]] und Bachhagel gehören zum Landkreis [[Dillingen an der Donau|Dillingen]]. Von großer wirtschaftlicher Bedeutung für die Stadt Giengen sind die hier ansässigen großen Industriebetriebe, wie z.&#x202F;B. die [https://www.bsh-group.de/index.php?UStdSeite&Standort=347 BSH] (Bosch-Siemens-Hausgeräte), die [http://www.steiff.com/de-de/ Margarete Steiff GmbH] und der Feuerwehrgerätehersteller [http://www.ziegler.de/de Albert Ziegler GmbH]. == Anreise == === Mit dem Flugzeug === * {{vCard | type = airport | name = Flughafen Stuttgart| address = Flughafenstrasse 32, 70629 Stuttgart | wikidata = Q158732 | lastedit = 2019-07-31 | description = Der Flughafen Stuttgart ist der nächstgelegene Flughafen mit internationalen Verbindungen (114&#x202F;km).}} * Der {{marker|wikidata=Q131402|name=Flughafen München|type=airport}} ist ca.&nbsp;170&#x202F;km entfernt. * Der {{marker|wikidata=Q265994|name=Flughafen Nürnberg|type=airport}} ist ca.&nbsp;176&#x202F;km entfernt. * Der {{marker|wikidata=Q20461511|name=Flugplatz Giengen-Brenz|type=airport}} kann von Ultraleichtfliegern angeflogen werden. (ca.&nbsp;3,5&#x202F;km) === Mit der Bahn === {{vCard|type=train|name=Giengen (Brenz) |wikidata=Q55612650|description=Der Bahnhof liegt an der Bahnstrecke der Brenzbahn von [[Aalen]] nach [[Ulm]] und wird tagsüber regelmäßig angefahren.}} === Auf der Straße === Die Autobahn {{RSIGN|DE|A|7}} hat die {{Ausfahrt|Giengen-Herbrechtingen|117}}. Hier beginnen bzw. enden auch die {{RSIGN|DE|B|19}} und die {{RSIGN|DE|B|492}}. === Mit dem Fahrrad === Der [http://www.adfc-tourenportal.de/viewtrackobject.php?trackObjectID=820 Hohenlohe-Ostalb-Radweg] von [[Rothenburg ob der Tauber]] nach [[Ulm]] führt dicht an Giengen vorbei. Die Ostroute des [http://www.adfc-tourenportal.de/viewtrackobject.php?trackObjectID=826 Hohenlohe-Ostalb-Radwegs] zwischen Ellwangen und Giengen-Hürben durchquert Giengen. Am {{marker|type=Cafe|name=Höhlenhaus|lat=48.58484|long=10.20803}} in Hürben befindet sich eine Servicesäule für kleinere Reparaturen und eine Pedelec-Ladestation mit Schließfächern für bis zu 6&nbsp;Fahrräder. <!-- === Mit dem Schiff === --> == Mobilität == Giengen gehört im ÖPNV zum [http://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Service/Verkehr+Parken/Stadtbus+%C3%96PNV Heidenheimer Tarifverbund] mit innerstädtischen Buslinien und Überlandbussen. == Sehenswürdigkeiten == [[Bild:Die Welt von Steiff Museum Giengen 2006-03.jpg|mini|Steiff-Museum in Giengen an der Brenz]] [[Bild:Giengen an der Brenz Stadtkirche 004.JPG|mini|upright|Die Stadtkirche mit ihren unterschiedlichen Türmen]] * {{vCard | name = Steiff-Museum | type = museum | wikidata = Q2339190 | hours = Di-So 10:00-17:00 | price = Erw. 12,00&#x202F;€, Kinder (6-17&#x202F;J.): 8,00&#x202F;€, Fam. (2+X) 30,00&#x202F;€ | lastedit = 2022-08-31 | before = Bekannt ist Giengen durch die '''[[w:Steiff|Teddybären]]''', zu besichtigen ist das | description = }} * {{vCard | name = Stadtkirche | type = church | wikidata = Q19450502 | hours = 01.04.-31.10: täglich 14:30-16:00; sonntags ab 10:00 | lastedit = 2022-08-31 | description = Die evangelische Giengener Stadtkirche fällt auf durch zwei Türme in unterschiedlichem Baustil: der barocke Glockenturm und der Turm des Nachtwächters (Blasturm) im Renaissancestil sind ungewöhnlich. }} * {{vCard | name = Charlottenhöhle | type = cave, caravan site, amusement park | group = nature | wikidata = Q1067427 | hours = 01.04.-31.10.: tägl. 10:30-16:30 | price = Höhle+Museum: Erw. 10,00&#x202F;€, Kinder (4-16&#x202F;J.) 8,00&#x202F;€, Fam. (2+X) 25,00&#x202F;€ | subtype = nodogs | lastedit = 2022-08-31 | description = HöhlenErlebnisWelt: Die Höhle ist mit 587&#x202F;m eine der längsten süddeutschen Schauhöhlen. Dazu gehört ein frei zugängliches '''HöhlenHaus''' und das (kostenpflichtige) '''HöhlenSchauLand'''. Die Besichtigung der Höhle ist nur im Zuge einer Führung möglich. Wetterfeste Kleidung ist mitzubringen, die Höhlentemperatur beträgt etwa 8&#x202F;°C. Am HöhlenHaus wurden 2019 zwei Radservicestationen in Betrieb genommen. Hier können kleinere Reperaturen ausgeführt und bis zu 6 Pedelec geladen werden. An der Charlottenhöhle steht auch ein [https://www.hoehlenerlebniswelt.de/index.php/ueber-uns/wohnmobilstellpatz Wohnmobilstellplatz] zur Verfügung. }} * {{vCard | name = Stadtmuseum | type = museum | url = https://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Sehen+Staunen/Stadtmuseum | address = Dettinger Straße 3, 89537 Giengen an der Brenz, OT-Hürben | lat = 48.591980 | long = 10.204774 | phone = +49 (0)7322 4803 | hours = Apr-Okt So, Fei 14-18 Uhr und n.V | price = Erw. 2,00&#x202F;€, erm. 1,00&#x202F;€ | lastedit = 2022-08-31 | description = }} * {{vCard | name =Burgruine Kaltenburg | type =ruins,castle | wikidata = Q1012602 | description = Die Burgruine Kaltenburg zwischen Hürben und Burgberg liegt hoch auf einem Kalkfelsen am Zusammenfluss der Flüsschen Lone und Hürbe. Sie wird aktiv durch die Interessengemeinschaft Kaltenburg e.V. restauriert. Jeweils am ersten Sonntag um 11:00 Uhr eines Monats werden von April bis Oktober öffentliche [http://www.ig-kaltenburg.de/files/UPLOAD/04_Aktuelles/News/Burgfuehrungen/Beschreibung%20Burgf%C3%BChrungen.pdf Burgführungen] durchgeführt.}} * {{vCard | type = museum | lastedit = 2015-07-09 | name = Alte Mühle Burgberg | address = Breite Furt 4, 89537 Giengen an der Brenz | url = http://www.muehlenverein-burgberg.de/ | lat = 48.579041 | long = 10.232437 | hours = 1.Mai-3.Okt So, Fei 13:30-18 Uhr | price = Eintritt: Spende 1&#x202F;€ }} * Der {{Marker | name = Skulpturenpark | type =park| lat = 48.61933 | long = 10.24210 |url=https://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Kultur/Skulpturenpark}} entlang der alten Stadtmauer unmittelbar am Ufer der Brenz ist durchaus sehenswert. == Aktivitäten == === Hasenloch und Naturlehrpfad II === [[Datei:Naturlehrpfad II am Hasenloch - Waldrebe.jpg|mini|Informationstafel zur Waldrebe]] Der Freizeitpark {{Marker|name=Hasenloch|type=road|lat=48.64576|long=10.22123}} wird von den [https://naturfreunde-giengen.de/ Naturfreunden Gingen] unterhalten und bietet sich insbesondere für einen Ausflug mit Kindern an. Er ist 3,5&#x202F;km von der Stadtmitte entfernt und über die {{Marker|name=Heidenheimer Straße|type=road|lat=48.62715|long=10.24053}}, dem {{Marker|name=Feldweg unter dem Läutenberg|type=road|lat=48.63467|long=10.23401}} und {{Marker|type=road|lat=48.64129|long=10.22369|name=geteerten Feldwegen | name-map = geteerte Feldwege}} erreichbar. Für den Weg benötigt man etwa eine Dreiviertelstunde. Vor Ort befinden sich das Naturfreundehaus, ein Spielplatz, ein Bolzplatz, ein Grillplatz, westlich des Hauses ein Barfußpfad und östlich eine Tischtennisplatte. Wenn das Naturfreundehaus geöffnet ist, gibt es dort etwas zu essen und eine Toilette. Sportgeräte wie Fußbälle, Frisbees, Indiacas, Tischtennisschläger und -bälle müssen mitgebracht werden. Es gibt auch einen großen Grillrost. Das Grillen ist kostenpflichtig und muss beantragt werden. Für Schulklassen und Kindergartengruppen ist es kostenlos. Seit 2021 befindet sich beim Hasenloch der {{Marker|name=Naturlehrpfad II|type=road|lat=48.64571|long=10.22184}} mit 26 Informationstafeln zur großen Vielfalt an Sträuchern und Bäumen, die hier wachsen. Der Start befindet sich östlich des Naturfreundehauses an der Trockenmauer (1. Schild) und man läuft dem Waldrand entlang ca. 1&#x202F;km weit bis zur Holzbirne II (letztes Schild) kurz vor der Landesstraße. === Weitere Aktivitäten === * Das {{Marker | name = Bergbad | type =outdoor pool| lat = 48.6280 | long = 10.2487 |url=https://www.giengen.de/bergbad}} in außergewöhnlich schöner Lage im Naherholungsgebiet auf dem Schießberg verfügt u. a. über eine 60&#x202F;m Riesenrutsche. * Das {{Marker | name = Hallenbad | type = swimming pool| lat = 48.62382 | long = 10.23882 |url=https://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Freizeit+Sport/Hallenbad}} in der Walter-Schmid-Halle steht nur Freitags und Sonnabends der Öffentlichkeit zur Verfügung. * Ein {{Marker | name = Skaterpark | type =roller skating| lat = 48.6257 | long = 10.2343 |url=http://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Freizeit+Sport/Spiel+Sport/Skaterpark}} steht an der Gluckstraße neben der Schwagesporthalle kostenlos zur Verfügung. * '''[[Naturlehrpfad I der Stadt Giengen]]''' auf dem Schießberg. Der Lehrpfad befasst sich mit geologischen und naturkundlichen Besonderheiten der Giengener Landschaften. * '''[[Giengen an der Brenz/Wandertag|Wandertage mit Ausgangspunkt Giengen]]''' * Das Brenztal bietet sich an für [http://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Freizeit+Sport/Freizeitangebote/Radfahren Radtouren] unterschiedlichster Art. * Diverse [https://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Freizeit+Sport/Freizeitangebote/Wandern Wanderwege] bieten Entspannung pur. == Einkaufen == * Die {{Marker | name = Marktstraße | type =shopping street| lat = 48.62050 | long = 10.24549}} (Fußgängerzone) bietet viele Geschäfte. * In dem {{Marker | name = Gewerbegebiet Riedstraße | type =business park| lat = 48.6206 | long = 10.2513}} haben sich Verbrauchermärkte, Discounter und ein Baumarkt angesiedelt. * Neben dem [[#Sehenswürdigkeiten|Steiff-Museum]] gibt es einen Shop & Factory Outlet mit wechselnden Angeboten. == Küche == == Nachtleben == == Unterkunft == * {{vCard | name = Wohnmobilstellplatz Höhlenerlebniswelt | type = caravan site | url = https://www.hoehlenerlebniswelt.de/index.php/ueber-uns/wohnmobilstellpatz | address = Lonetalstraße 61, 89537 Giengen an der Brenz OT Hürben | lat = 48.5846 | long = 10.2113 | phone = +49 (0)7324 987146 | email = hoehlenerlebniswelt@giengen.de | youtube = https://www.youtube.com/watch?v=Y4iInR4tnAk | price = 7,-&nbsp;€/Ü zzgl. Strom (1,-&nbsp;€/8&nbsp;h) | lastedit = 2022-05-23 | description = Ein Wohnmobilstellplatz mit 15 Stellplätzen mit Wasseranschluss, Abwasser und Strom sowie einer Ver- und Entsorgungsstation gibt es an der Charlottenhöhle. Die Sanitäreinrichtungen am HöhlenHaus können tagsüber genutzt werden. Zusätzliche Infos über [http://www.hoehlenerlebniswelt.de/index.php/ueber-uns/wohnmobilstellpatz Charlottenhöhle], Lonetalstr. 60, 89537 Giengen an der Brenz oder die Tourist-Information '''I-Punkt'''. }} * {{vCard | name = Pension Felsen | type = boarding house | address = Giengener-Str. 19, 89537 Giengen an der Brenz OT Hürben| url = http://pensionfelsenmannes.de/ | lat = 48.594208 | long = 10.203637 |phone = +49 (0)7324 5577 | lastedit = 2015-07-09 }} * {{vCard | name = Hotel Restaurant Lamm | type = hotel | address = Marktstraße 26 |directions=Ortszentrum| url = https://www.lamm-giengen.de/ | lat = 48.620447 | long = 10.244922 | phone=+49 (0)7322 96780|fax=+49 (0)7322 9678150|email=lamm-giengen@t-online.de|price=49,- bis 99,- €|description=Traditionell schwäbische Küche| lastedit = 2016-12-10 }} * {{vCard | name = Lobinger Parkhotel | type = hotel, restaurant | url = https://lobinger-hotels.de/parkhotel/hotel/das-hotel | address = Steigstraße 110, 89537 Giengen an der Brenz | lat = 48.614489 | long = 10.227928 | phone = +49 (0)7322 9530 | fax = +49 (0)7322 953111 | email = mail@lobinger-hotels.com | facebook = Lobinger.Hotels | price = EZ ab 85,00&#x202F;€/ÜF, DZ ab 95,00&#x202F;€/ÜF (ggf. zus. 15,00&#x202F;€/Hund) | subtype = 4, free wlan, bike rental, fitness center, restaurant, sauna, 24-hour reception, free parking, shuttle bus, terrace, dogs | lastedit = 2023-09-26 | description = Das Hotel bietet 71 Komfort-Zimmer und 150 Betten, davon 9 Suiten mit Dachterrasse, eine gemütliche Terrasse/Biergarten und einen Bar- und Loungebereich. }} * {{vCard | name = Stadthotel Giengen | type = hotel | url = https://www.stadthotel-giengen.de | address = Richard-Wagner-Straße 5, 89537 Giengen an der Brenz | lat = 48.62380 | long = 10.23698 | phone = +49 (0)7322 96 880 | fax = +49 (0)7322 968888 | email = info@stadthotel-giengen.de | price = EZ ab 90&#x202F;€, DZ ab 95&#x202F;€ | lastedit = 2024-03-07 | description = 30 Zimmer, 24h Check-In, Restaurant "La cucina degli artisti" im Erdgeschoss. }} * {{vCard | name = Brauereigasthof Schlüssel | type = hotel | address = Marktstr. 68, 89537 Giengen an der Brenz | directions = Ortszentrum | lat = 48.62061 | long = 10.24749 | lastedit = 2024-03-07 | description = Hotel Garni. }} * {{VCard|name=Brauereigasthof Schlüsselkeller|type=hotel|subtype=Restaurant|address=Oggenhauser Straße 34, 89537 Giengen an der Brenz|url=http://www.schluesselkeller.de/|lat=48.62607|long=10.24355| phone=+49 (0)7322 3243|fax=+49 (0)7322 957221|email=info@schluesselkeller.de|description=Rustikales Haus mit nettem Restaurant mit schwäbischen und kroatischen Spezialitäten, großer Biergarten|lastedit=2016-12-10}} == Gesundheit == * Das {{marker|type=clinic|name=Klinikum Heidenheim|lat=48.67286 | long=10.14056|url=http://www.kliniken-heidenheim.de/klinik/index.php}} ist mit 15 Fachkliniken und zwei Instituten das Gesundheitszentrum im Osten von Baden-Württemberg. * Der '''Apotheken-Notdienst''' kann auch schon mal ins entfernte [[Heidenheim an der Brenz]] führen. Einen aktuellen Hinweis findet man aber auch an der Eingangstür der örtlichen Apotheken. == Praktische Hinweise == * {{vCard | name = Tourist-Information | type = tourist information | url = https://www.giengen.de/de/Freizeit-Tourismus/Service/Tourist-Information | address = Marktstraße 9, 89537 Giengen an der Brenz | lat = 48.620947 | long = 10.244226 | phone = +49 (0)7322 9522920 | email = tourist-info@giengen.de | lastedit = 2023-06-24 | description = }} * '''[http://standorte.deutschepost.de/Standortsuche?standorttyp=filialen_verkaufspunkte&ort=Giengen Aktuelle Übersicht der Postfilialen]''' == Ausflüge == == Literatur == == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} {{class-2}}{{GeoData| lat= 48.62278| long= 10.24167| radius= 5000}}{{IstInKat|Stauferland}} ezty7xv8mrns3d4k6blysflyh8uclei 1802620 1802392 2026-09-07T07:22:30Z Scholless 15050 /* Küche */ Ausbau 1802620 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | TouriInfoWeb= [https://www.giengen.de/de/Freizeit-Tourismus/Service/Tourist-Information Tourist-Information] | TouriInfoTel=+49 (0)7322 952 2920 }} '''Giengen an der Brenz''' ist eine Stadt in [[Baden-Württemberg]]. == Hintergrund == {{Mapframe|48.6216|10.2409|zoom=14|type=geoline}} Giengen wurde erstmals 1078 urkundlich erwähnt. Der Ort erhielt im 13. Jahrhundert die Stadtrechte, 1395 schloss sich Giengen als freie Reichsstadt dem schwäbischen Städtebund an. 1803 kam die Stadt zum Königreich Württemberg. Seit 1972 umfasst die Stadt Giengen neben der Kernstadt noch die 4 weiteren ehemals selbstständige Stadtteile Burgberg, Hohenmemmingen, Hürben und Sachsenhausen. Die Nachbargemeinden [[Hermaringen]], [[Sontheim an der Brenz|Sontheim]], [[Niederstotzingen]], [[Gerstetten]], [[Herbrechtingen]] und [[Heidenheim an der Brenz|Heidenheim]] liegen im Landkreis Heidenheim. [[Syrgenstein]] und Bachhagel gehören zum Landkreis [[Dillingen an der Donau|Dillingen]]. Von großer wirtschaftlicher Bedeutung für die Stadt Giengen sind die hier ansässigen großen Industriebetriebe, wie z.&#x202F;B. die [https://www.bsh-group.de/index.php?UStdSeite&Standort=347 BSH] (Bosch-Siemens-Hausgeräte), die [http://www.steiff.com/de-de/ Margarete Steiff GmbH] und der Feuerwehrgerätehersteller [http://www.ziegler.de/de Albert Ziegler GmbH]. == Anreise == === Mit dem Flugzeug === * {{vCard | type = airport | name = Flughafen Stuttgart| address = Flughafenstrasse 32, 70629 Stuttgart | wikidata = Q158732 | lastedit = 2019-07-31 | description = Der Flughafen Stuttgart ist der nächstgelegene Flughafen mit internationalen Verbindungen (114&#x202F;km).}} * Der {{marker|wikidata=Q131402|name=Flughafen München|type=airport}} ist ca.&nbsp;170&#x202F;km entfernt. * Der {{marker|wikidata=Q265994|name=Flughafen Nürnberg|type=airport}} ist ca.&nbsp;176&#x202F;km entfernt. * Der {{marker|wikidata=Q20461511|name=Flugplatz Giengen-Brenz|type=airport}} kann von Ultraleichtfliegern angeflogen werden. (ca.&nbsp;3,5&#x202F;km) === Mit der Bahn === {{vCard|type=train|name=Giengen (Brenz) |wikidata=Q55612650|description=Der Bahnhof liegt an der Bahnstrecke der Brenzbahn von [[Aalen]] nach [[Ulm]] und wird tagsüber regelmäßig angefahren.}} === Auf der Straße === Die Autobahn {{RSIGN|DE|A|7}} hat die {{Ausfahrt|Giengen-Herbrechtingen|117}}. Hier beginnen bzw. enden auch die {{RSIGN|DE|B|19}} und die {{RSIGN|DE|B|492}}. === Mit dem Fahrrad === Der [http://www.adfc-tourenportal.de/viewtrackobject.php?trackObjectID=820 Hohenlohe-Ostalb-Radweg] von [[Rothenburg ob der Tauber]] nach [[Ulm]] führt dicht an Giengen vorbei. Die Ostroute des [http://www.adfc-tourenportal.de/viewtrackobject.php?trackObjectID=826 Hohenlohe-Ostalb-Radwegs] zwischen Ellwangen und Giengen-Hürben durchquert Giengen. Am {{marker|type=Cafe|name=Höhlenhaus|lat=48.58484|long=10.20803}} in Hürben befindet sich eine Servicesäule für kleinere Reparaturen und eine Pedelec-Ladestation mit Schließfächern für bis zu 6&nbsp;Fahrräder. <!-- === Mit dem Schiff === --> == Mobilität == Giengen gehört im ÖPNV zum [http://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Service/Verkehr+Parken/Stadtbus+%C3%96PNV Heidenheimer Tarifverbund] mit innerstädtischen Buslinien und Überlandbussen. == Sehenswürdigkeiten == [[Bild:Die Welt von Steiff Museum Giengen 2006-03.jpg|mini|Steiff-Museum in Giengen an der Brenz]] [[Bild:Giengen an der Brenz Stadtkirche 004.JPG|mini|upright|Die Stadtkirche mit ihren unterschiedlichen Türmen]] * {{vCard | name = Steiff-Museum | type = museum | wikidata = Q2339190 | hours = Di-So 10:00-17:00 | price = Erw. 12,00&#x202F;€, Kinder (6-17&#x202F;J.): 8,00&#x202F;€, Fam. (2+X) 30,00&#x202F;€ | lastedit = 2022-08-31 | before = Bekannt ist Giengen durch die '''[[w:Steiff|Teddybären]]''', zu besichtigen ist das | description = }} * {{vCard | name = Stadtkirche | type = church | wikidata = Q19450502 | hours = 01.04.-31.10: täglich 14:30-16:00; sonntags ab 10:00 | lastedit = 2022-08-31 | description = Die evangelische Giengener Stadtkirche fällt auf durch zwei Türme in unterschiedlichem Baustil: der barocke Glockenturm und der Turm des Nachtwächters (Blasturm) im Renaissancestil sind ungewöhnlich. }} * {{vCard | name = Charlottenhöhle | type = cave, caravan site, amusement park | group = nature | wikidata = Q1067427 | hours = 01.04.-31.10.: tägl. 10:30-16:30 | price = Höhle+Museum: Erw. 10,00&#x202F;€, Kinder (4-16&#x202F;J.) 8,00&#x202F;€, Fam. (2+X) 25,00&#x202F;€ | subtype = nodogs | lastedit = 2022-08-31 | description = HöhlenErlebnisWelt: Die Höhle ist mit 587&#x202F;m eine der längsten süddeutschen Schauhöhlen. Dazu gehört ein frei zugängliches '''HöhlenHaus''' und das (kostenpflichtige) '''HöhlenSchauLand'''. Die Besichtigung der Höhle ist nur im Zuge einer Führung möglich. Wetterfeste Kleidung ist mitzubringen, die Höhlentemperatur beträgt etwa 8&#x202F;°C. Am HöhlenHaus wurden 2019 zwei Radservicestationen in Betrieb genommen. Hier können kleinere Reperaturen ausgeführt und bis zu 6 Pedelec geladen werden. An der Charlottenhöhle steht auch ein [https://www.hoehlenerlebniswelt.de/index.php/ueber-uns/wohnmobilstellpatz Wohnmobilstellplatz] zur Verfügung. }} * {{vCard | name = Stadtmuseum | type = museum | url = https://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Sehen+Staunen/Stadtmuseum | address = Dettinger Straße 3, 89537 Giengen an der Brenz, OT-Hürben | lat = 48.591980 | long = 10.204774 | phone = +49 (0)7322 4803 | hours = Apr-Okt So, Fei 14-18 Uhr und n.V | price = Erw. 2,00&#x202F;€, erm. 1,00&#x202F;€ | lastedit = 2022-08-31 | description = }} * {{vCard | name =Burgruine Kaltenburg | type =ruins,castle | wikidata = Q1012602 | description = Die Burgruine Kaltenburg zwischen Hürben und Burgberg liegt hoch auf einem Kalkfelsen am Zusammenfluss der Flüsschen Lone und Hürbe. Sie wird aktiv durch die Interessengemeinschaft Kaltenburg e.V. restauriert. Jeweils am ersten Sonntag um 11:00 Uhr eines Monats werden von April bis Oktober öffentliche [http://www.ig-kaltenburg.de/files/UPLOAD/04_Aktuelles/News/Burgfuehrungen/Beschreibung%20Burgf%C3%BChrungen.pdf Burgführungen] durchgeführt.}} * {{vCard | type = museum | lastedit = 2015-07-09 | name = Alte Mühle Burgberg | address = Breite Furt 4, 89537 Giengen an der Brenz | url = http://www.muehlenverein-burgberg.de/ | lat = 48.579041 | long = 10.232437 | hours = 1.Mai-3.Okt So, Fei 13:30-18 Uhr | price = Eintritt: Spende 1&#x202F;€ }} * Der {{Marker | name = Skulpturenpark | type =park| lat = 48.61933 | long = 10.24210 |url=https://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Kultur/Skulpturenpark}} entlang der alten Stadtmauer unmittelbar am Ufer der Brenz ist durchaus sehenswert. == Aktivitäten == === Hasenloch und Naturlehrpfad II === [[Datei:Naturlehrpfad II am Hasenloch - Waldrebe.jpg|mini|Informationstafel zur Waldrebe]] Der Freizeitpark {{Marker|name=Hasenloch|type=road|lat=48.64576|long=10.22123}} wird von den [https://naturfreunde-giengen.de/ Naturfreunden Gingen] unterhalten und bietet sich insbesondere für einen Ausflug mit Kindern an. Er ist 3,5&#x202F;km von der Stadtmitte entfernt und über die {{Marker|name=Heidenheimer Straße|type=road|lat=48.62715|long=10.24053}}, dem {{Marker|name=Feldweg unter dem Läutenberg|type=road|lat=48.63467|long=10.23401}} und {{Marker|type=road|lat=48.64129|long=10.22369|name=geteerten Feldwegen | name-map = geteerte Feldwege}} erreichbar. Für den Weg benötigt man etwa eine Dreiviertelstunde. Vor Ort befinden sich das Naturfreundehaus, ein Spielplatz, ein Bolzplatz, ein Grillplatz, westlich des Hauses ein Barfußpfad und östlich eine Tischtennisplatte. Wenn das Naturfreundehaus geöffnet ist, gibt es dort etwas zu essen und eine Toilette. Sportgeräte wie Fußbälle, Frisbees, Indiacas, Tischtennisschläger und -bälle müssen mitgebracht werden. Es gibt auch einen großen Grillrost. Das Grillen ist kostenpflichtig und muss beantragt werden. Für Schulklassen und Kindergartengruppen ist es kostenlos. Seit 2021 befindet sich beim Hasenloch der {{Marker|name=Naturlehrpfad II|type=road|lat=48.64571|long=10.22184}} mit 26 Informationstafeln zur großen Vielfalt an Sträuchern und Bäumen, die hier wachsen. Der Start befindet sich östlich des Naturfreundehauses an der Trockenmauer (1. Schild) und man läuft dem Waldrand entlang ca. 1&#x202F;km weit bis zur Holzbirne II (letztes Schild) kurz vor der Landesstraße. === Weitere Aktivitäten === * Das {{Marker | name = Bergbad | type =outdoor pool| lat = 48.6280 | long = 10.2487 |url=https://www.giengen.de/bergbad}} in außergewöhnlich schöner Lage im Naherholungsgebiet auf dem Schießberg verfügt u. a. über eine 60&#x202F;m Riesenrutsche. * Das {{Marker | name = Hallenbad | type = swimming pool| lat = 48.62382 | long = 10.23882 |url=https://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Freizeit+Sport/Hallenbad}} in der Walter-Schmid-Halle steht nur Freitags und Sonnabends der Öffentlichkeit zur Verfügung. * Ein {{Marker | name = Skaterpark | type =roller skating| lat = 48.6257 | long = 10.2343 |url=http://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Freizeit+Sport/Spiel+Sport/Skaterpark}} steht an der Gluckstraße neben der Schwagesporthalle kostenlos zur Verfügung. * '''[[Naturlehrpfad I der Stadt Giengen]]''' auf dem Schießberg. Der Lehrpfad befasst sich mit geologischen und naturkundlichen Besonderheiten der Giengener Landschaften. * '''[[Giengen an der Brenz/Wandertag|Wandertage mit Ausgangspunkt Giengen]]''' * Das Brenztal bietet sich an für [http://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Freizeit+Sport/Freizeitangebote/Radfahren Radtouren] unterschiedlichster Art. * Diverse [https://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Freizeit+Sport/Freizeitangebote/Wandern Wanderwege] bieten Entspannung pur. == Einkaufen == * Die {{Marker | name = Marktstraße | type =shopping street| lat = 48.62050 | long = 10.24549}} (Fußgängerzone) bietet viele Geschäfte. * In dem {{Marker | name = Gewerbegebiet Riedstraße | type =business park| lat = 48.6206 | long = 10.2513}} haben sich Verbrauchermärkte, Discounter und ein Baumarkt angesiedelt. * Neben dem [[#Sehenswürdigkeiten|Steiff-Museum]] gibt es einen Shop & Factory Outlet mit wechselnden Angeboten. == Küche == * {{vCard|name=Restaurant Delphi bei Babis |wikidata=|type=restaurant |address=|phone=|email=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} == Nachtleben == == Unterkunft == * {{vCard | name = Wohnmobilstellplatz Höhlenerlebniswelt | type = caravan site | url = https://www.hoehlenerlebniswelt.de/index.php/ueber-uns/wohnmobilstellpatz | address = Lonetalstraße 61, 89537 Giengen an der Brenz OT Hürben | lat = 48.5846 | long = 10.2113 | phone = +49 (0)7324 987146 | email = hoehlenerlebniswelt@giengen.de | youtube = https://www.youtube.com/watch?v=Y4iInR4tnAk | price = 7,-&nbsp;€/Ü zzgl. Strom (1,-&nbsp;€/8&nbsp;h) | lastedit = 2022-05-23 | description = Ein Wohnmobilstellplatz mit 15 Stellplätzen mit Wasseranschluss, Abwasser und Strom sowie einer Ver- und Entsorgungsstation gibt es an der Charlottenhöhle. Die Sanitäreinrichtungen am HöhlenHaus können tagsüber genutzt werden. Zusätzliche Infos über [http://www.hoehlenerlebniswelt.de/index.php/ueber-uns/wohnmobilstellpatz Charlottenhöhle], Lonetalstr. 60, 89537 Giengen an der Brenz oder die Tourist-Information '''I-Punkt'''. }} * {{vCard | name = Pension Felsen | type = boarding house | address = Giengener-Str. 19, 89537 Giengen an der Brenz OT Hürben| url = http://pensionfelsenmannes.de/ | lat = 48.594208 | long = 10.203637 |phone = +49 (0)7324 5577 | lastedit = 2015-07-09 }} * {{vCard | name = Hotel Restaurant Lamm | type = hotel | address = Marktstraße 26 |directions=Ortszentrum| url = https://www.lamm-giengen.de/ | lat = 48.620447 | long = 10.244922 | phone=+49 (0)7322 96780|fax=+49 (0)7322 9678150|email=lamm-giengen@t-online.de|price=49,- bis 99,- €|description=Traditionell schwäbische Küche| lastedit = 2016-12-10 }} * {{vCard | name = Lobinger Parkhotel | type = hotel, restaurant | url = https://lobinger-hotels.de/parkhotel/hotel/das-hotel | address = Steigstraße 110, 89537 Giengen an der Brenz | lat = 48.614489 | long = 10.227928 | phone = +49 (0)7322 9530 | fax = +49 (0)7322 953111 | email = mail@lobinger-hotels.com | facebook = Lobinger.Hotels | price = EZ ab 85,00&#x202F;€/ÜF, DZ ab 95,00&#x202F;€/ÜF (ggf. zus. 15,00&#x202F;€/Hund) | subtype = 4, free wlan, bike rental, fitness center, restaurant, sauna, 24-hour reception, free parking, shuttle bus, terrace, dogs | lastedit = 2023-09-26 | description = Das Hotel bietet 71 Komfort-Zimmer und 150 Betten, davon 9 Suiten mit Dachterrasse, eine gemütliche Terrasse/Biergarten und einen Bar- und Loungebereich. }} * {{vCard | name = Stadthotel Giengen | type = hotel | url = https://www.stadthotel-giengen.de | address = Richard-Wagner-Straße 5, 89537 Giengen an der Brenz | lat = 48.62380 | long = 10.23698 | phone = +49 (0)7322 96 880 | fax = +49 (0)7322 968888 | email = info@stadthotel-giengen.de | price = EZ ab 90&#x202F;€, DZ ab 95&#x202F;€ | lastedit = 2024-03-07 | description = 30 Zimmer, 24h Check-In, Restaurant "La cucina degli artisti" im Erdgeschoss. }} * {{vCard | name = Brauereigasthof Schlüssel | type = hotel | address = Marktstr. 68, 89537 Giengen an der Brenz | directions = Ortszentrum | lat = 48.62061 | long = 10.24749 | lastedit = 2024-03-07 | description = Hotel Garni. }} * {{VCard|name=Brauereigasthof Schlüsselkeller|type=hotel|subtype=Restaurant|address=Oggenhauser Straße 34, 89537 Giengen an der Brenz|url=http://www.schluesselkeller.de/|lat=48.62607|long=10.24355| phone=+49 (0)7322 3243|fax=+49 (0)7322 957221|email=info@schluesselkeller.de|description=Rustikales Haus mit nettem Restaurant mit schwäbischen und kroatischen Spezialitäten, großer Biergarten|lastedit=2016-12-10}} == Gesundheit == * Das {{marker|type=clinic|name=Klinikum Heidenheim|lat=48.67286 | long=10.14056|url=http://www.kliniken-heidenheim.de/klinik/index.php}} ist mit 15 Fachkliniken und zwei Instituten das Gesundheitszentrum im Osten von Baden-Württemberg. * Der '''Apotheken-Notdienst''' kann auch schon mal ins entfernte [[Heidenheim an der Brenz]] führen. Einen aktuellen Hinweis findet man aber auch an der Eingangstür der örtlichen Apotheken. == Praktische Hinweise == * {{vCard | name = Tourist-Information | type = tourist information | url = https://www.giengen.de/de/Freizeit-Tourismus/Service/Tourist-Information | address = Marktstraße 9, 89537 Giengen an der Brenz | lat = 48.620947 | long = 10.244226 | phone = +49 (0)7322 9522920 | email = tourist-info@giengen.de | lastedit = 2023-06-24 | description = }} * '''[http://standorte.deutschepost.de/Standortsuche?standorttyp=filialen_verkaufspunkte&ort=Giengen Aktuelle Übersicht der Postfilialen]''' == Ausflüge == == Literatur == == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} {{class-2}}{{GeoData| lat= 48.62278| long= 10.24167| radius= 5000}}{{IstInKat|Stauferland}} 37b2yjghclc103xhff7a0g7pe875kzl 1802621 1802620 2026-09-07T07:23:08Z Scholless 15050 /* Küche */ + Koordinaten 1802621 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | TouriInfoWeb= [https://www.giengen.de/de/Freizeit-Tourismus/Service/Tourist-Information Tourist-Information] | TouriInfoTel=+49 (0)7322 952 2920 }} '''Giengen an der Brenz''' ist eine Stadt in [[Baden-Württemberg]]. == Hintergrund == {{Mapframe|48.6216|10.2409|zoom=14|type=geoline}} Giengen wurde erstmals 1078 urkundlich erwähnt. Der Ort erhielt im 13. Jahrhundert die Stadtrechte, 1395 schloss sich Giengen als freie Reichsstadt dem schwäbischen Städtebund an. 1803 kam die Stadt zum Königreich Württemberg. Seit 1972 umfasst die Stadt Giengen neben der Kernstadt noch die 4 weiteren ehemals selbstständige Stadtteile Burgberg, Hohenmemmingen, Hürben und Sachsenhausen. Die Nachbargemeinden [[Hermaringen]], [[Sontheim an der Brenz|Sontheim]], [[Niederstotzingen]], [[Gerstetten]], [[Herbrechtingen]] und [[Heidenheim an der Brenz|Heidenheim]] liegen im Landkreis Heidenheim. [[Syrgenstein]] und Bachhagel gehören zum Landkreis [[Dillingen an der Donau|Dillingen]]. Von großer wirtschaftlicher Bedeutung für die Stadt Giengen sind die hier ansässigen großen Industriebetriebe, wie z.&#x202F;B. die [https://www.bsh-group.de/index.php?UStdSeite&Standort=347 BSH] (Bosch-Siemens-Hausgeräte), die [http://www.steiff.com/de-de/ Margarete Steiff GmbH] und der Feuerwehrgerätehersteller [http://www.ziegler.de/de Albert Ziegler GmbH]. == Anreise == === Mit dem Flugzeug === * {{vCard | type = airport | name = Flughafen Stuttgart| address = Flughafenstrasse 32, 70629 Stuttgart | wikidata = Q158732 | lastedit = 2019-07-31 | description = Der Flughafen Stuttgart ist der nächstgelegene Flughafen mit internationalen Verbindungen (114&#x202F;km).}} * Der {{marker|wikidata=Q131402|name=Flughafen München|type=airport}} ist ca.&nbsp;170&#x202F;km entfernt. * Der {{marker|wikidata=Q265994|name=Flughafen Nürnberg|type=airport}} ist ca.&nbsp;176&#x202F;km entfernt. * Der {{marker|wikidata=Q20461511|name=Flugplatz Giengen-Brenz|type=airport}} kann von Ultraleichtfliegern angeflogen werden. (ca.&nbsp;3,5&#x202F;km) === Mit der Bahn === {{vCard|type=train|name=Giengen (Brenz) |wikidata=Q55612650|description=Der Bahnhof liegt an der Bahnstrecke der Brenzbahn von [[Aalen]] nach [[Ulm]] und wird tagsüber regelmäßig angefahren.}} === Auf der Straße === Die Autobahn {{RSIGN|DE|A|7}} hat die {{Ausfahrt|Giengen-Herbrechtingen|117}}. Hier beginnen bzw. enden auch die {{RSIGN|DE|B|19}} und die {{RSIGN|DE|B|492}}. === Mit dem Fahrrad === Der [http://www.adfc-tourenportal.de/viewtrackobject.php?trackObjectID=820 Hohenlohe-Ostalb-Radweg] von [[Rothenburg ob der Tauber]] nach [[Ulm]] führt dicht an Giengen vorbei. Die Ostroute des [http://www.adfc-tourenportal.de/viewtrackobject.php?trackObjectID=826 Hohenlohe-Ostalb-Radwegs] zwischen Ellwangen und Giengen-Hürben durchquert Giengen. Am {{marker|type=Cafe|name=Höhlenhaus|lat=48.58484|long=10.20803}} in Hürben befindet sich eine Servicesäule für kleinere Reparaturen und eine Pedelec-Ladestation mit Schließfächern für bis zu 6&nbsp;Fahrräder. <!-- === Mit dem Schiff === --> == Mobilität == Giengen gehört im ÖPNV zum [http://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Service/Verkehr+Parken/Stadtbus+%C3%96PNV Heidenheimer Tarifverbund] mit innerstädtischen Buslinien und Überlandbussen. == Sehenswürdigkeiten == [[Bild:Die Welt von Steiff Museum Giengen 2006-03.jpg|mini|Steiff-Museum in Giengen an der Brenz]] [[Bild:Giengen an der Brenz Stadtkirche 004.JPG|mini|upright|Die Stadtkirche mit ihren unterschiedlichen Türmen]] * {{vCard | name = Steiff-Museum | type = museum | wikidata = Q2339190 | hours = Di-So 10:00-17:00 | price = Erw. 12,00&#x202F;€, Kinder (6-17&#x202F;J.): 8,00&#x202F;€, Fam. (2+X) 30,00&#x202F;€ | lastedit = 2022-08-31 | before = Bekannt ist Giengen durch die '''[[w:Steiff|Teddybären]]''', zu besichtigen ist das | description = }} * {{vCard | name = Stadtkirche | type = church | wikidata = Q19450502 | hours = 01.04.-31.10: täglich 14:30-16:00; sonntags ab 10:00 | lastedit = 2022-08-31 | description = Die evangelische Giengener Stadtkirche fällt auf durch zwei Türme in unterschiedlichem Baustil: der barocke Glockenturm und der Turm des Nachtwächters (Blasturm) im Renaissancestil sind ungewöhnlich. }} * {{vCard | name = Charlottenhöhle | type = cave, caravan site, amusement park | group = nature | wikidata = Q1067427 | hours = 01.04.-31.10.: tägl. 10:30-16:30 | price = Höhle+Museum: Erw. 10,00&#x202F;€, Kinder (4-16&#x202F;J.) 8,00&#x202F;€, Fam. (2+X) 25,00&#x202F;€ | subtype = nodogs | lastedit = 2022-08-31 | description = HöhlenErlebnisWelt: Die Höhle ist mit 587&#x202F;m eine der längsten süddeutschen Schauhöhlen. Dazu gehört ein frei zugängliches '''HöhlenHaus''' und das (kostenpflichtige) '''HöhlenSchauLand'''. Die Besichtigung der Höhle ist nur im Zuge einer Führung möglich. Wetterfeste Kleidung ist mitzubringen, die Höhlentemperatur beträgt etwa 8&#x202F;°C. Am HöhlenHaus wurden 2019 zwei Radservicestationen in Betrieb genommen. Hier können kleinere Reperaturen ausgeführt und bis zu 6 Pedelec geladen werden. An der Charlottenhöhle steht auch ein [https://www.hoehlenerlebniswelt.de/index.php/ueber-uns/wohnmobilstellpatz Wohnmobilstellplatz] zur Verfügung. }} * {{vCard | name = Stadtmuseum | type = museum | url = https://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Sehen+Staunen/Stadtmuseum | address = Dettinger Straße 3, 89537 Giengen an der Brenz, OT-Hürben | lat = 48.591980 | long = 10.204774 | phone = +49 (0)7322 4803 | hours = Apr-Okt So, Fei 14-18 Uhr und n.V | price = Erw. 2,00&#x202F;€, erm. 1,00&#x202F;€ | lastedit = 2022-08-31 | description = }} * {{vCard | name =Burgruine Kaltenburg | type =ruins,castle | wikidata = Q1012602 | description = Die Burgruine Kaltenburg zwischen Hürben und Burgberg liegt hoch auf einem Kalkfelsen am Zusammenfluss der Flüsschen Lone und Hürbe. Sie wird aktiv durch die Interessengemeinschaft Kaltenburg e.V. restauriert. Jeweils am ersten Sonntag um 11:00 Uhr eines Monats werden von April bis Oktober öffentliche [http://www.ig-kaltenburg.de/files/UPLOAD/04_Aktuelles/News/Burgfuehrungen/Beschreibung%20Burgf%C3%BChrungen.pdf Burgführungen] durchgeführt.}} * {{vCard | type = museum | lastedit = 2015-07-09 | name = Alte Mühle Burgberg | address = Breite Furt 4, 89537 Giengen an der Brenz | url = http://www.muehlenverein-burgberg.de/ | lat = 48.579041 | long = 10.232437 | hours = 1.Mai-3.Okt So, Fei 13:30-18 Uhr | price = Eintritt: Spende 1&#x202F;€ }} * Der {{Marker | name = Skulpturenpark | type =park| lat = 48.61933 | long = 10.24210 |url=https://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Kultur/Skulpturenpark}} entlang der alten Stadtmauer unmittelbar am Ufer der Brenz ist durchaus sehenswert. == Aktivitäten == === Hasenloch und Naturlehrpfad II === [[Datei:Naturlehrpfad II am Hasenloch - Waldrebe.jpg|mini|Informationstafel zur Waldrebe]] Der Freizeitpark {{Marker|name=Hasenloch|type=road|lat=48.64576|long=10.22123}} wird von den [https://naturfreunde-giengen.de/ Naturfreunden Gingen] unterhalten und bietet sich insbesondere für einen Ausflug mit Kindern an. Er ist 3,5&#x202F;km von der Stadtmitte entfernt und über die {{Marker|name=Heidenheimer Straße|type=road|lat=48.62715|long=10.24053}}, dem {{Marker|name=Feldweg unter dem Läutenberg|type=road|lat=48.63467|long=10.23401}} und {{Marker|type=road|lat=48.64129|long=10.22369|name=geteerten Feldwegen | name-map = geteerte Feldwege}} erreichbar. Für den Weg benötigt man etwa eine Dreiviertelstunde. Vor Ort befinden sich das Naturfreundehaus, ein Spielplatz, ein Bolzplatz, ein Grillplatz, westlich des Hauses ein Barfußpfad und östlich eine Tischtennisplatte. Wenn das Naturfreundehaus geöffnet ist, gibt es dort etwas zu essen und eine Toilette. Sportgeräte wie Fußbälle, Frisbees, Indiacas, Tischtennisschläger und -bälle müssen mitgebracht werden. Es gibt auch einen großen Grillrost. Das Grillen ist kostenpflichtig und muss beantragt werden. Für Schulklassen und Kindergartengruppen ist es kostenlos. Seit 2021 befindet sich beim Hasenloch der {{Marker|name=Naturlehrpfad II|type=road|lat=48.64571|long=10.22184}} mit 26 Informationstafeln zur großen Vielfalt an Sträuchern und Bäumen, die hier wachsen. Der Start befindet sich östlich des Naturfreundehauses an der Trockenmauer (1. Schild) und man läuft dem Waldrand entlang ca. 1&#x202F;km weit bis zur Holzbirne II (letztes Schild) kurz vor der Landesstraße. === Weitere Aktivitäten === * Das {{Marker | name = Bergbad | type =outdoor pool| lat = 48.6280 | long = 10.2487 |url=https://www.giengen.de/bergbad}} in außergewöhnlich schöner Lage im Naherholungsgebiet auf dem Schießberg verfügt u. a. über eine 60&#x202F;m Riesenrutsche. * Das {{Marker | name = Hallenbad | type = swimming pool| lat = 48.62382 | long = 10.23882 |url=https://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Freizeit+Sport/Hallenbad}} in der Walter-Schmid-Halle steht nur Freitags und Sonnabends der Öffentlichkeit zur Verfügung. * Ein {{Marker | name = Skaterpark | type =roller skating| lat = 48.6257 | long = 10.2343 |url=http://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Freizeit+Sport/Spiel+Sport/Skaterpark}} steht an der Gluckstraße neben der Schwagesporthalle kostenlos zur Verfügung. * '''[[Naturlehrpfad I der Stadt Giengen]]''' auf dem Schießberg. Der Lehrpfad befasst sich mit geologischen und naturkundlichen Besonderheiten der Giengener Landschaften. * '''[[Giengen an der Brenz/Wandertag|Wandertage mit Ausgangspunkt Giengen]]''' * Das Brenztal bietet sich an für [http://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Freizeit+Sport/Freizeitangebote/Radfahren Radtouren] unterschiedlichster Art. * Diverse [https://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Freizeit+Sport/Freizeitangebote/Wandern Wanderwege] bieten Entspannung pur. == Einkaufen == * Die {{Marker | name = Marktstraße | type =shopping street| lat = 48.62050 | long = 10.24549}} (Fußgängerzone) bietet viele Geschäfte. * In dem {{Marker | name = Gewerbegebiet Riedstraße | type =business park| lat = 48.6206 | long = 10.2513}} haben sich Verbrauchermärkte, Discounter und ein Baumarkt angesiedelt. * Neben dem [[#Sehenswürdigkeiten|Steiff-Museum]] gibt es einen Shop & Factory Outlet mit wechselnden Angeboten. == Küche == * {{vCard|name=Restaurant Delphi bei Babis |wikidata=|type=restaurant |address=Marktstraße 16, 89537 Giengen an der Brenz |phone=|email=|url=|hours=|price=|lat=48.62067 |long=10.24402 |lastedit=|description=}} == Nachtleben == == Unterkunft == * {{vCard | name = Wohnmobilstellplatz Höhlenerlebniswelt | type = caravan site | url = https://www.hoehlenerlebniswelt.de/index.php/ueber-uns/wohnmobilstellpatz | address = Lonetalstraße 61, 89537 Giengen an der Brenz OT Hürben | lat = 48.5846 | long = 10.2113 | phone = +49 (0)7324 987146 | email = hoehlenerlebniswelt@giengen.de | youtube = https://www.youtube.com/watch?v=Y4iInR4tnAk | price = 7,-&nbsp;€/Ü zzgl. Strom (1,-&nbsp;€/8&nbsp;h) | lastedit = 2022-05-23 | description = Ein Wohnmobilstellplatz mit 15 Stellplätzen mit Wasseranschluss, Abwasser und Strom sowie einer Ver- und Entsorgungsstation gibt es an der Charlottenhöhle. Die Sanitäreinrichtungen am HöhlenHaus können tagsüber genutzt werden. Zusätzliche Infos über [http://www.hoehlenerlebniswelt.de/index.php/ueber-uns/wohnmobilstellpatz Charlottenhöhle], Lonetalstr. 60, 89537 Giengen an der Brenz oder die Tourist-Information '''I-Punkt'''. }} * {{vCard | name = Pension Felsen | type = boarding house | address = Giengener-Str. 19, 89537 Giengen an der Brenz OT Hürben| url = http://pensionfelsenmannes.de/ | lat = 48.594208 | long = 10.203637 |phone = +49 (0)7324 5577 | lastedit = 2015-07-09 }} * {{vCard | name = Hotel Restaurant Lamm | type = hotel | address = Marktstraße 26 |directions=Ortszentrum| url = https://www.lamm-giengen.de/ | lat = 48.620447 | long = 10.244922 | phone=+49 (0)7322 96780|fax=+49 (0)7322 9678150|email=lamm-giengen@t-online.de|price=49,- bis 99,- €|description=Traditionell schwäbische Küche| lastedit = 2016-12-10 }} * {{vCard | name = Lobinger Parkhotel | type = hotel, restaurant | url = https://lobinger-hotels.de/parkhotel/hotel/das-hotel | address = Steigstraße 110, 89537 Giengen an der Brenz | lat = 48.614489 | long = 10.227928 | phone = +49 (0)7322 9530 | fax = +49 (0)7322 953111 | email = mail@lobinger-hotels.com | facebook = Lobinger.Hotels | price = EZ ab 85,00&#x202F;€/ÜF, DZ ab 95,00&#x202F;€/ÜF (ggf. zus. 15,00&#x202F;€/Hund) | subtype = 4, free wlan, bike rental, fitness center, restaurant, sauna, 24-hour reception, free parking, shuttle bus, terrace, dogs | lastedit = 2023-09-26 | description = Das Hotel bietet 71 Komfort-Zimmer und 150 Betten, davon 9 Suiten mit Dachterrasse, eine gemütliche Terrasse/Biergarten und einen Bar- und Loungebereich. }} * {{vCard | name = Stadthotel Giengen | type = hotel | url = https://www.stadthotel-giengen.de | address = Richard-Wagner-Straße 5, 89537 Giengen an der Brenz | lat = 48.62380 | long = 10.23698 | phone = +49 (0)7322 96 880 | fax = +49 (0)7322 968888 | email = info@stadthotel-giengen.de | price = EZ ab 90&#x202F;€, DZ ab 95&#x202F;€ | lastedit = 2024-03-07 | description = 30 Zimmer, 24h Check-In, Restaurant "La cucina degli artisti" im Erdgeschoss. }} * {{vCard | name = Brauereigasthof Schlüssel | type = hotel | address = Marktstr. 68, 89537 Giengen an der Brenz | directions = Ortszentrum | lat = 48.62061 | long = 10.24749 | lastedit = 2024-03-07 | description = Hotel Garni. }} * {{VCard|name=Brauereigasthof Schlüsselkeller|type=hotel|subtype=Restaurant|address=Oggenhauser Straße 34, 89537 Giengen an der Brenz|url=http://www.schluesselkeller.de/|lat=48.62607|long=10.24355| phone=+49 (0)7322 3243|fax=+49 (0)7322 957221|email=info@schluesselkeller.de|description=Rustikales Haus mit nettem Restaurant mit schwäbischen und kroatischen Spezialitäten, großer Biergarten|lastedit=2016-12-10}} == Gesundheit == * Das {{marker|type=clinic|name=Klinikum Heidenheim|lat=48.67286 | long=10.14056|url=http://www.kliniken-heidenheim.de/klinik/index.php}} ist mit 15 Fachkliniken und zwei Instituten das Gesundheitszentrum im Osten von Baden-Württemberg. * Der '''Apotheken-Notdienst''' kann auch schon mal ins entfernte [[Heidenheim an der Brenz]] führen. Einen aktuellen Hinweis findet man aber auch an der Eingangstür der örtlichen Apotheken. == Praktische Hinweise == * {{vCard | name = Tourist-Information | type = tourist information | url = https://www.giengen.de/de/Freizeit-Tourismus/Service/Tourist-Information | address = Marktstraße 9, 89537 Giengen an der Brenz | lat = 48.620947 | long = 10.244226 | phone = +49 (0)7322 9522920 | email = tourist-info@giengen.de | lastedit = 2023-06-24 | description = }} * '''[http://standorte.deutschepost.de/Standortsuche?standorttyp=filialen_verkaufspunkte&ort=Giengen Aktuelle Übersicht der Postfilialen]''' == Ausflüge == == Literatur == == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} {{class-2}}{{GeoData| lat= 48.62278| long= 10.24167| radius= 5000}}{{IstInKat|Stauferland}} 1ylj8xblohrnuy3fqsoldtmofdezwjt 1802622 1802621 2026-09-07T07:23:42Z Scholless 15050 /* Küche */ url 1802622 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | TouriInfoWeb= [https://www.giengen.de/de/Freizeit-Tourismus/Service/Tourist-Information Tourist-Information] | TouriInfoTel=+49 (0)7322 952 2920 }} '''Giengen an der Brenz''' ist eine Stadt in [[Baden-Württemberg]]. == Hintergrund == {{Mapframe|48.6216|10.2409|zoom=14|type=geoline}} Giengen wurde erstmals 1078 urkundlich erwähnt. Der Ort erhielt im 13. Jahrhundert die Stadtrechte, 1395 schloss sich Giengen als freie Reichsstadt dem schwäbischen Städtebund an. 1803 kam die Stadt zum Königreich Württemberg. Seit 1972 umfasst die Stadt Giengen neben der Kernstadt noch die 4 weiteren ehemals selbstständige Stadtteile Burgberg, Hohenmemmingen, Hürben und Sachsenhausen. Die Nachbargemeinden [[Hermaringen]], [[Sontheim an der Brenz|Sontheim]], [[Niederstotzingen]], [[Gerstetten]], [[Herbrechtingen]] und [[Heidenheim an der Brenz|Heidenheim]] liegen im Landkreis Heidenheim. [[Syrgenstein]] und Bachhagel gehören zum Landkreis [[Dillingen an der Donau|Dillingen]]. Von großer wirtschaftlicher Bedeutung für die Stadt Giengen sind die hier ansässigen großen Industriebetriebe, wie z.&#x202F;B. die [https://www.bsh-group.de/index.php?UStdSeite&Standort=347 BSH] (Bosch-Siemens-Hausgeräte), die [http://www.steiff.com/de-de/ Margarete Steiff GmbH] und der Feuerwehrgerätehersteller [http://www.ziegler.de/de Albert Ziegler GmbH]. == Anreise == === Mit dem Flugzeug === * {{vCard | type = airport | name = Flughafen Stuttgart| address = Flughafenstrasse 32, 70629 Stuttgart | wikidata = Q158732 | lastedit = 2019-07-31 | description = Der Flughafen Stuttgart ist der nächstgelegene Flughafen mit internationalen Verbindungen (114&#x202F;km).}} * Der {{marker|wikidata=Q131402|name=Flughafen München|type=airport}} ist ca.&nbsp;170&#x202F;km entfernt. * Der {{marker|wikidata=Q265994|name=Flughafen Nürnberg|type=airport}} ist ca.&nbsp;176&#x202F;km entfernt. * Der {{marker|wikidata=Q20461511|name=Flugplatz Giengen-Brenz|type=airport}} kann von Ultraleichtfliegern angeflogen werden. (ca.&nbsp;3,5&#x202F;km) === Mit der Bahn === {{vCard|type=train|name=Giengen (Brenz) |wikidata=Q55612650|description=Der Bahnhof liegt an der Bahnstrecke der Brenzbahn von [[Aalen]] nach [[Ulm]] und wird tagsüber regelmäßig angefahren.}} === Auf der Straße === Die Autobahn {{RSIGN|DE|A|7}} hat die {{Ausfahrt|Giengen-Herbrechtingen|117}}. Hier beginnen bzw. enden auch die {{RSIGN|DE|B|19}} und die {{RSIGN|DE|B|492}}. === Mit dem Fahrrad === Der [http://www.adfc-tourenportal.de/viewtrackobject.php?trackObjectID=820 Hohenlohe-Ostalb-Radweg] von [[Rothenburg ob der Tauber]] nach [[Ulm]] führt dicht an Giengen vorbei. Die Ostroute des [http://www.adfc-tourenportal.de/viewtrackobject.php?trackObjectID=826 Hohenlohe-Ostalb-Radwegs] zwischen Ellwangen und Giengen-Hürben durchquert Giengen. Am {{marker|type=Cafe|name=Höhlenhaus|lat=48.58484|long=10.20803}} in Hürben befindet sich eine Servicesäule für kleinere Reparaturen und eine Pedelec-Ladestation mit Schließfächern für bis zu 6&nbsp;Fahrräder. <!-- === Mit dem Schiff === --> == Mobilität == Giengen gehört im ÖPNV zum [http://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Service/Verkehr+Parken/Stadtbus+%C3%96PNV Heidenheimer Tarifverbund] mit innerstädtischen Buslinien und Überlandbussen. == Sehenswürdigkeiten == [[Bild:Die Welt von Steiff Museum Giengen 2006-03.jpg|mini|Steiff-Museum in Giengen an der Brenz]] [[Bild:Giengen an der Brenz Stadtkirche 004.JPG|mini|upright|Die Stadtkirche mit ihren unterschiedlichen Türmen]] * {{vCard | name = Steiff-Museum | type = museum | wikidata = Q2339190 | hours = Di-So 10:00-17:00 | price = Erw. 12,00&#x202F;€, Kinder (6-17&#x202F;J.): 8,00&#x202F;€, Fam. (2+X) 30,00&#x202F;€ | lastedit = 2022-08-31 | before = Bekannt ist Giengen durch die '''[[w:Steiff|Teddybären]]''', zu besichtigen ist das | description = }} * {{vCard | name = Stadtkirche | type = church | wikidata = Q19450502 | hours = 01.04.-31.10: täglich 14:30-16:00; sonntags ab 10:00 | lastedit = 2022-08-31 | description = Die evangelische Giengener Stadtkirche fällt auf durch zwei Türme in unterschiedlichem Baustil: der barocke Glockenturm und der Turm des Nachtwächters (Blasturm) im Renaissancestil sind ungewöhnlich. }} * {{vCard | name = Charlottenhöhle | type = cave, caravan site, amusement park | group = nature | wikidata = Q1067427 | hours = 01.04.-31.10.: tägl. 10:30-16:30 | price = Höhle+Museum: Erw. 10,00&#x202F;€, Kinder (4-16&#x202F;J.) 8,00&#x202F;€, Fam. (2+X) 25,00&#x202F;€ | subtype = nodogs | lastedit = 2022-08-31 | description = HöhlenErlebnisWelt: Die Höhle ist mit 587&#x202F;m eine der längsten süddeutschen Schauhöhlen. Dazu gehört ein frei zugängliches '''HöhlenHaus''' und das (kostenpflichtige) '''HöhlenSchauLand'''. Die Besichtigung der Höhle ist nur im Zuge einer Führung möglich. Wetterfeste Kleidung ist mitzubringen, die Höhlentemperatur beträgt etwa 8&#x202F;°C. Am HöhlenHaus wurden 2019 zwei Radservicestationen in Betrieb genommen. Hier können kleinere Reperaturen ausgeführt und bis zu 6 Pedelec geladen werden. An der Charlottenhöhle steht auch ein [https://www.hoehlenerlebniswelt.de/index.php/ueber-uns/wohnmobilstellpatz Wohnmobilstellplatz] zur Verfügung. }} * {{vCard | name = Stadtmuseum | type = museum | url = https://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Sehen+Staunen/Stadtmuseum | address = Dettinger Straße 3, 89537 Giengen an der Brenz, OT-Hürben | lat = 48.591980 | long = 10.204774 | phone = +49 (0)7322 4803 | hours = Apr-Okt So, Fei 14-18 Uhr und n.V | price = Erw. 2,00&#x202F;€, erm. 1,00&#x202F;€ | lastedit = 2022-08-31 | description = }} * {{vCard | name =Burgruine Kaltenburg | type =ruins,castle | wikidata = Q1012602 | description = Die Burgruine Kaltenburg zwischen Hürben und Burgberg liegt hoch auf einem Kalkfelsen am Zusammenfluss der Flüsschen Lone und Hürbe. Sie wird aktiv durch die Interessengemeinschaft Kaltenburg e.V. restauriert. Jeweils am ersten Sonntag um 11:00 Uhr eines Monats werden von April bis Oktober öffentliche [http://www.ig-kaltenburg.de/files/UPLOAD/04_Aktuelles/News/Burgfuehrungen/Beschreibung%20Burgf%C3%BChrungen.pdf Burgführungen] durchgeführt.}} * {{vCard | type = museum | lastedit = 2015-07-09 | name = Alte Mühle Burgberg | address = Breite Furt 4, 89537 Giengen an der Brenz | url = http://www.muehlenverein-burgberg.de/ | lat = 48.579041 | long = 10.232437 | hours = 1.Mai-3.Okt So, Fei 13:30-18 Uhr | price = Eintritt: Spende 1&#x202F;€ }} * Der {{Marker | name = Skulpturenpark | type =park| lat = 48.61933 | long = 10.24210 |url=https://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Kultur/Skulpturenpark}} entlang der alten Stadtmauer unmittelbar am Ufer der Brenz ist durchaus sehenswert. == Aktivitäten == === Hasenloch und Naturlehrpfad II === [[Datei:Naturlehrpfad II am Hasenloch - Waldrebe.jpg|mini|Informationstafel zur Waldrebe]] Der Freizeitpark {{Marker|name=Hasenloch|type=road|lat=48.64576|long=10.22123}} wird von den [https://naturfreunde-giengen.de/ Naturfreunden Gingen] unterhalten und bietet sich insbesondere für einen Ausflug mit Kindern an. Er ist 3,5&#x202F;km von der Stadtmitte entfernt und über die {{Marker|name=Heidenheimer Straße|type=road|lat=48.62715|long=10.24053}}, dem {{Marker|name=Feldweg unter dem Läutenberg|type=road|lat=48.63467|long=10.23401}} und {{Marker|type=road|lat=48.64129|long=10.22369|name=geteerten Feldwegen | name-map = geteerte Feldwege}} erreichbar. Für den Weg benötigt man etwa eine Dreiviertelstunde. Vor Ort befinden sich das Naturfreundehaus, ein Spielplatz, ein Bolzplatz, ein Grillplatz, westlich des Hauses ein Barfußpfad und östlich eine Tischtennisplatte. Wenn das Naturfreundehaus geöffnet ist, gibt es dort etwas zu essen und eine Toilette. Sportgeräte wie Fußbälle, Frisbees, Indiacas, Tischtennisschläger und -bälle müssen mitgebracht werden. Es gibt auch einen großen Grillrost. Das Grillen ist kostenpflichtig und muss beantragt werden. Für Schulklassen und Kindergartengruppen ist es kostenlos. Seit 2021 befindet sich beim Hasenloch der {{Marker|name=Naturlehrpfad II|type=road|lat=48.64571|long=10.22184}} mit 26 Informationstafeln zur großen Vielfalt an Sträuchern und Bäumen, die hier wachsen. Der Start befindet sich östlich des Naturfreundehauses an der Trockenmauer (1. Schild) und man läuft dem Waldrand entlang ca. 1&#x202F;km weit bis zur Holzbirne II (letztes Schild) kurz vor der Landesstraße. === Weitere Aktivitäten === * Das {{Marker | name = Bergbad | type =outdoor pool| lat = 48.6280 | long = 10.2487 |url=https://www.giengen.de/bergbad}} in außergewöhnlich schöner Lage im Naherholungsgebiet auf dem Schießberg verfügt u. a. über eine 60&#x202F;m Riesenrutsche. * Das {{Marker | name = Hallenbad | type = swimming pool| lat = 48.62382 | long = 10.23882 |url=https://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Freizeit+Sport/Hallenbad}} in der Walter-Schmid-Halle steht nur Freitags und Sonnabends der Öffentlichkeit zur Verfügung. * Ein {{Marker | name = Skaterpark | type =roller skating| lat = 48.6257 | long = 10.2343 |url=http://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Freizeit+Sport/Spiel+Sport/Skaterpark}} steht an der Gluckstraße neben der Schwagesporthalle kostenlos zur Verfügung. * '''[[Naturlehrpfad I der Stadt Giengen]]''' auf dem Schießberg. Der Lehrpfad befasst sich mit geologischen und naturkundlichen Besonderheiten der Giengener Landschaften. * '''[[Giengen an der Brenz/Wandertag|Wandertage mit Ausgangspunkt Giengen]]''' * Das Brenztal bietet sich an für [http://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Freizeit+Sport/Freizeitangebote/Radfahren Radtouren] unterschiedlichster Art. * Diverse [https://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Freizeit+Sport/Freizeitangebote/Wandern Wanderwege] bieten Entspannung pur. == Einkaufen == * Die {{Marker | name = Marktstraße | type =shopping street| lat = 48.62050 | long = 10.24549}} (Fußgängerzone) bietet viele Geschäfte. * In dem {{Marker | name = Gewerbegebiet Riedstraße | type =business park| lat = 48.6206 | long = 10.2513}} haben sich Verbrauchermärkte, Discounter und ein Baumarkt angesiedelt. * Neben dem [[#Sehenswürdigkeiten|Steiff-Museum]] gibt es einen Shop & Factory Outlet mit wechselnden Angeboten. == Küche == * {{vCard|name=Restaurant Delphi bei Babis |wikidata=|type=restaurant |address=Marktstraße 16, 89537 Giengen an der Brenz |phone=|email=|url=https://babis-giengen.de/de/ |hours=|price=|lat=48.62067 |long=10.24402 |lastedit=|description=}} == Nachtleben == == Unterkunft == * {{vCard | name = Wohnmobilstellplatz Höhlenerlebniswelt | type = caravan site | url = https://www.hoehlenerlebniswelt.de/index.php/ueber-uns/wohnmobilstellpatz | address = Lonetalstraße 61, 89537 Giengen an der Brenz OT Hürben | lat = 48.5846 | long = 10.2113 | phone = +49 (0)7324 987146 | email = hoehlenerlebniswelt@giengen.de | youtube = https://www.youtube.com/watch?v=Y4iInR4tnAk | price = 7,-&nbsp;€/Ü zzgl. Strom (1,-&nbsp;€/8&nbsp;h) | lastedit = 2022-05-23 | description = Ein Wohnmobilstellplatz mit 15 Stellplätzen mit Wasseranschluss, Abwasser und Strom sowie einer Ver- und Entsorgungsstation gibt es an der Charlottenhöhle. Die Sanitäreinrichtungen am HöhlenHaus können tagsüber genutzt werden. Zusätzliche Infos über [http://www.hoehlenerlebniswelt.de/index.php/ueber-uns/wohnmobilstellpatz Charlottenhöhle], Lonetalstr. 60, 89537 Giengen an der Brenz oder die Tourist-Information '''I-Punkt'''. }} * {{vCard | name = Pension Felsen | type = boarding house | address = Giengener-Str. 19, 89537 Giengen an der Brenz OT Hürben| url = http://pensionfelsenmannes.de/ | lat = 48.594208 | long = 10.203637 |phone = +49 (0)7324 5577 | lastedit = 2015-07-09 }} * {{vCard | name = Hotel Restaurant Lamm | type = hotel | address = Marktstraße 26 |directions=Ortszentrum| url = https://www.lamm-giengen.de/ | lat = 48.620447 | long = 10.244922 | phone=+49 (0)7322 96780|fax=+49 (0)7322 9678150|email=lamm-giengen@t-online.de|price=49,- bis 99,- €|description=Traditionell schwäbische Küche| lastedit = 2016-12-10 }} * {{vCard | name = Lobinger Parkhotel | type = hotel, restaurant | url = https://lobinger-hotels.de/parkhotel/hotel/das-hotel | address = Steigstraße 110, 89537 Giengen an der Brenz | lat = 48.614489 | long = 10.227928 | phone = +49 (0)7322 9530 | fax = +49 (0)7322 953111 | email = mail@lobinger-hotels.com | facebook = Lobinger.Hotels | price = EZ ab 85,00&#x202F;€/ÜF, DZ ab 95,00&#x202F;€/ÜF (ggf. zus. 15,00&#x202F;€/Hund) | subtype = 4, free wlan, bike rental, fitness center, restaurant, sauna, 24-hour reception, free parking, shuttle bus, terrace, dogs | lastedit = 2023-09-26 | description = Das Hotel bietet 71 Komfort-Zimmer und 150 Betten, davon 9 Suiten mit Dachterrasse, eine gemütliche Terrasse/Biergarten und einen Bar- und Loungebereich. }} * {{vCard | name = Stadthotel Giengen | type = hotel | url = https://www.stadthotel-giengen.de | address = Richard-Wagner-Straße 5, 89537 Giengen an der Brenz | lat = 48.62380 | long = 10.23698 | phone = +49 (0)7322 96 880 | fax = +49 (0)7322 968888 | email = info@stadthotel-giengen.de | price = EZ ab 90&#x202F;€, DZ ab 95&#x202F;€ | lastedit = 2024-03-07 | description = 30 Zimmer, 24h Check-In, Restaurant "La cucina degli artisti" im Erdgeschoss. }} * {{vCard | name = Brauereigasthof Schlüssel | type = hotel | address = Marktstr. 68, 89537 Giengen an der Brenz | directions = Ortszentrum | lat = 48.62061 | long = 10.24749 | lastedit = 2024-03-07 | description = Hotel Garni. }} * {{VCard|name=Brauereigasthof Schlüsselkeller|type=hotel|subtype=Restaurant|address=Oggenhauser Straße 34, 89537 Giengen an der Brenz|url=http://www.schluesselkeller.de/|lat=48.62607|long=10.24355| phone=+49 (0)7322 3243|fax=+49 (0)7322 957221|email=info@schluesselkeller.de|description=Rustikales Haus mit nettem Restaurant mit schwäbischen und kroatischen Spezialitäten, großer Biergarten|lastedit=2016-12-10}} == Gesundheit == * Das {{marker|type=clinic|name=Klinikum Heidenheim|lat=48.67286 | long=10.14056|url=http://www.kliniken-heidenheim.de/klinik/index.php}} ist mit 15 Fachkliniken und zwei Instituten das Gesundheitszentrum im Osten von Baden-Württemberg. * Der '''Apotheken-Notdienst''' kann auch schon mal ins entfernte [[Heidenheim an der Brenz]] führen. Einen aktuellen Hinweis findet man aber auch an der Eingangstür der örtlichen Apotheken. == Praktische Hinweise == * {{vCard | name = Tourist-Information | type = tourist information | url = https://www.giengen.de/de/Freizeit-Tourismus/Service/Tourist-Information | address = Marktstraße 9, 89537 Giengen an der Brenz | lat = 48.620947 | long = 10.244226 | phone = +49 (0)7322 9522920 | email = tourist-info@giengen.de | lastedit = 2023-06-24 | description = }} * '''[http://standorte.deutschepost.de/Standortsuche?standorttyp=filialen_verkaufspunkte&ort=Giengen Aktuelle Übersicht der Postfilialen]''' == Ausflüge == == Literatur == == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} {{class-2}}{{GeoData| lat= 48.62278| long= 10.24167| radius= 5000}}{{IstInKat|Stauferland}} 0tbo9lzfv6mbzf5japh979nfpj259fj 1802623 1802622 2026-09-07T07:24:44Z Scholless 15050 /* Küche */ Ergänzungen 1802623 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | TouriInfoWeb= [https://www.giengen.de/de/Freizeit-Tourismus/Service/Tourist-Information Tourist-Information] | TouriInfoTel=+49 (0)7322 952 2920 }} '''Giengen an der Brenz''' ist eine Stadt in [[Baden-Württemberg]]. == Hintergrund == {{Mapframe|48.6216|10.2409|zoom=14|type=geoline}} Giengen wurde erstmals 1078 urkundlich erwähnt. Der Ort erhielt im 13. Jahrhundert die Stadtrechte, 1395 schloss sich Giengen als freie Reichsstadt dem schwäbischen Städtebund an. 1803 kam die Stadt zum Königreich Württemberg. Seit 1972 umfasst die Stadt Giengen neben der Kernstadt noch die 4 weiteren ehemals selbstständige Stadtteile Burgberg, Hohenmemmingen, Hürben und Sachsenhausen. Die Nachbargemeinden [[Hermaringen]], [[Sontheim an der Brenz|Sontheim]], [[Niederstotzingen]], [[Gerstetten]], [[Herbrechtingen]] und [[Heidenheim an der Brenz|Heidenheim]] liegen im Landkreis Heidenheim. [[Syrgenstein]] und Bachhagel gehören zum Landkreis [[Dillingen an der Donau|Dillingen]]. Von großer wirtschaftlicher Bedeutung für die Stadt Giengen sind die hier ansässigen großen Industriebetriebe, wie z.&#x202F;B. die [https://www.bsh-group.de/index.php?UStdSeite&Standort=347 BSH] (Bosch-Siemens-Hausgeräte), die [http://www.steiff.com/de-de/ Margarete Steiff GmbH] und der Feuerwehrgerätehersteller [http://www.ziegler.de/de Albert Ziegler GmbH]. == Anreise == === Mit dem Flugzeug === * {{vCard | type = airport | name = Flughafen Stuttgart| address = Flughafenstrasse 32, 70629 Stuttgart | wikidata = Q158732 | lastedit = 2019-07-31 | description = Der Flughafen Stuttgart ist der nächstgelegene Flughafen mit internationalen Verbindungen (114&#x202F;km).}} * Der {{marker|wikidata=Q131402|name=Flughafen München|type=airport}} ist ca.&nbsp;170&#x202F;km entfernt. * Der {{marker|wikidata=Q265994|name=Flughafen Nürnberg|type=airport}} ist ca.&nbsp;176&#x202F;km entfernt. * Der {{marker|wikidata=Q20461511|name=Flugplatz Giengen-Brenz|type=airport}} kann von Ultraleichtfliegern angeflogen werden. (ca.&nbsp;3,5&#x202F;km) === Mit der Bahn === {{vCard|type=train|name=Giengen (Brenz) |wikidata=Q55612650|description=Der Bahnhof liegt an der Bahnstrecke der Brenzbahn von [[Aalen]] nach [[Ulm]] und wird tagsüber regelmäßig angefahren.}} === Auf der Straße === Die Autobahn {{RSIGN|DE|A|7}} hat die {{Ausfahrt|Giengen-Herbrechtingen|117}}. Hier beginnen bzw. enden auch die {{RSIGN|DE|B|19}} und die {{RSIGN|DE|B|492}}. === Mit dem Fahrrad === Der [http://www.adfc-tourenportal.de/viewtrackobject.php?trackObjectID=820 Hohenlohe-Ostalb-Radweg] von [[Rothenburg ob der Tauber]] nach [[Ulm]] führt dicht an Giengen vorbei. Die Ostroute des [http://www.adfc-tourenportal.de/viewtrackobject.php?trackObjectID=826 Hohenlohe-Ostalb-Radwegs] zwischen Ellwangen und Giengen-Hürben durchquert Giengen. Am {{marker|type=Cafe|name=Höhlenhaus|lat=48.58484|long=10.20803}} in Hürben befindet sich eine Servicesäule für kleinere Reparaturen und eine Pedelec-Ladestation mit Schließfächern für bis zu 6&nbsp;Fahrräder. <!-- === Mit dem Schiff === --> == Mobilität == Giengen gehört im ÖPNV zum [http://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Service/Verkehr+Parken/Stadtbus+%C3%96PNV Heidenheimer Tarifverbund] mit innerstädtischen Buslinien und Überlandbussen. == Sehenswürdigkeiten == [[Bild:Die Welt von Steiff Museum Giengen 2006-03.jpg|mini|Steiff-Museum in Giengen an der Brenz]] [[Bild:Giengen an der Brenz Stadtkirche 004.JPG|mini|upright|Die Stadtkirche mit ihren unterschiedlichen Türmen]] * {{vCard | name = Steiff-Museum | type = museum | wikidata = Q2339190 | hours = Di-So 10:00-17:00 | price = Erw. 12,00&#x202F;€, Kinder (6-17&#x202F;J.): 8,00&#x202F;€, Fam. (2+X) 30,00&#x202F;€ | lastedit = 2022-08-31 | before = Bekannt ist Giengen durch die '''[[w:Steiff|Teddybären]]''', zu besichtigen ist das | description = }} * {{vCard | name = Stadtkirche | type = church | wikidata = Q19450502 | hours = 01.04.-31.10: täglich 14:30-16:00; sonntags ab 10:00 | lastedit = 2022-08-31 | description = Die evangelische Giengener Stadtkirche fällt auf durch zwei Türme in unterschiedlichem Baustil: der barocke Glockenturm und der Turm des Nachtwächters (Blasturm) im Renaissancestil sind ungewöhnlich. }} * {{vCard | name = Charlottenhöhle | type = cave, caravan site, amusement park | group = nature | wikidata = Q1067427 | hours = 01.04.-31.10.: tägl. 10:30-16:30 | price = Höhle+Museum: Erw. 10,00&#x202F;€, Kinder (4-16&#x202F;J.) 8,00&#x202F;€, Fam. (2+X) 25,00&#x202F;€ | subtype = nodogs | lastedit = 2022-08-31 | description = HöhlenErlebnisWelt: Die Höhle ist mit 587&#x202F;m eine der längsten süddeutschen Schauhöhlen. Dazu gehört ein frei zugängliches '''HöhlenHaus''' und das (kostenpflichtige) '''HöhlenSchauLand'''. Die Besichtigung der Höhle ist nur im Zuge einer Führung möglich. Wetterfeste Kleidung ist mitzubringen, die Höhlentemperatur beträgt etwa 8&#x202F;°C. Am HöhlenHaus wurden 2019 zwei Radservicestationen in Betrieb genommen. Hier können kleinere Reperaturen ausgeführt und bis zu 6 Pedelec geladen werden. An der Charlottenhöhle steht auch ein [https://www.hoehlenerlebniswelt.de/index.php/ueber-uns/wohnmobilstellpatz Wohnmobilstellplatz] zur Verfügung. }} * {{vCard | name = Stadtmuseum | type = museum | url = https://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Sehen+Staunen/Stadtmuseum | address = Dettinger Straße 3, 89537 Giengen an der Brenz, OT-Hürben | lat = 48.591980 | long = 10.204774 | phone = +49 (0)7322 4803 | hours = Apr-Okt So, Fei 14-18 Uhr und n.V | price = Erw. 2,00&#x202F;€, erm. 1,00&#x202F;€ | lastedit = 2022-08-31 | description = }} * {{vCard | name =Burgruine Kaltenburg | type =ruins,castle | wikidata = Q1012602 | description = Die Burgruine Kaltenburg zwischen Hürben und Burgberg liegt hoch auf einem Kalkfelsen am Zusammenfluss der Flüsschen Lone und Hürbe. Sie wird aktiv durch die Interessengemeinschaft Kaltenburg e.V. restauriert. Jeweils am ersten Sonntag um 11:00 Uhr eines Monats werden von April bis Oktober öffentliche [http://www.ig-kaltenburg.de/files/UPLOAD/04_Aktuelles/News/Burgfuehrungen/Beschreibung%20Burgf%C3%BChrungen.pdf Burgführungen] durchgeführt.}} * {{vCard | type = museum | lastedit = 2015-07-09 | name = Alte Mühle Burgberg | address = Breite Furt 4, 89537 Giengen an der Brenz | url = http://www.muehlenverein-burgberg.de/ | lat = 48.579041 | long = 10.232437 | hours = 1.Mai-3.Okt So, Fei 13:30-18 Uhr | price = Eintritt: Spende 1&#x202F;€ }} * Der {{Marker | name = Skulpturenpark | type =park| lat = 48.61933 | long = 10.24210 |url=https://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Kultur/Skulpturenpark}} entlang der alten Stadtmauer unmittelbar am Ufer der Brenz ist durchaus sehenswert. == Aktivitäten == === Hasenloch und Naturlehrpfad II === [[Datei:Naturlehrpfad II am Hasenloch - Waldrebe.jpg|mini|Informationstafel zur Waldrebe]] Der Freizeitpark {{Marker|name=Hasenloch|type=road|lat=48.64576|long=10.22123}} wird von den [https://naturfreunde-giengen.de/ Naturfreunden Gingen] unterhalten und bietet sich insbesondere für einen Ausflug mit Kindern an. Er ist 3,5&#x202F;km von der Stadtmitte entfernt und über die {{Marker|name=Heidenheimer Straße|type=road|lat=48.62715|long=10.24053}}, dem {{Marker|name=Feldweg unter dem Läutenberg|type=road|lat=48.63467|long=10.23401}} und {{Marker|type=road|lat=48.64129|long=10.22369|name=geteerten Feldwegen | name-map = geteerte Feldwege}} erreichbar. Für den Weg benötigt man etwa eine Dreiviertelstunde. Vor Ort befinden sich das Naturfreundehaus, ein Spielplatz, ein Bolzplatz, ein Grillplatz, westlich des Hauses ein Barfußpfad und östlich eine Tischtennisplatte. Wenn das Naturfreundehaus geöffnet ist, gibt es dort etwas zu essen und eine Toilette. Sportgeräte wie Fußbälle, Frisbees, Indiacas, Tischtennisschläger und -bälle müssen mitgebracht werden. Es gibt auch einen großen Grillrost. Das Grillen ist kostenpflichtig und muss beantragt werden. Für Schulklassen und Kindergartengruppen ist es kostenlos. Seit 2021 befindet sich beim Hasenloch der {{Marker|name=Naturlehrpfad II|type=road|lat=48.64571|long=10.22184}} mit 26 Informationstafeln zur großen Vielfalt an Sträuchern und Bäumen, die hier wachsen. Der Start befindet sich östlich des Naturfreundehauses an der Trockenmauer (1. Schild) und man läuft dem Waldrand entlang ca. 1&#x202F;km weit bis zur Holzbirne II (letztes Schild) kurz vor der Landesstraße. === Weitere Aktivitäten === * Das {{Marker | name = Bergbad | type =outdoor pool| lat = 48.6280 | long = 10.2487 |url=https://www.giengen.de/bergbad}} in außergewöhnlich schöner Lage im Naherholungsgebiet auf dem Schießberg verfügt u. a. über eine 60&#x202F;m Riesenrutsche. * Das {{Marker | name = Hallenbad | type = swimming pool| lat = 48.62382 | long = 10.23882 |url=https://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Freizeit+Sport/Hallenbad}} in der Walter-Schmid-Halle steht nur Freitags und Sonnabends der Öffentlichkeit zur Verfügung. * Ein {{Marker | name = Skaterpark | type =roller skating| lat = 48.6257 | long = 10.2343 |url=http://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Freizeit+Sport/Spiel+Sport/Skaterpark}} steht an der Gluckstraße neben der Schwagesporthalle kostenlos zur Verfügung. * '''[[Naturlehrpfad I der Stadt Giengen]]''' auf dem Schießberg. Der Lehrpfad befasst sich mit geologischen und naturkundlichen Besonderheiten der Giengener Landschaften. * '''[[Giengen an der Brenz/Wandertag|Wandertage mit Ausgangspunkt Giengen]]''' * Das Brenztal bietet sich an für [http://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Freizeit+Sport/Freizeitangebote/Radfahren Radtouren] unterschiedlichster Art. * Diverse [https://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Freizeit+Sport/Freizeitangebote/Wandern Wanderwege] bieten Entspannung pur. == Einkaufen == * Die {{Marker | name = Marktstraße | type =shopping street| lat = 48.62050 | long = 10.24549}} (Fußgängerzone) bietet viele Geschäfte. * In dem {{Marker | name = Gewerbegebiet Riedstraße | type =business park| lat = 48.6206 | long = 10.2513}} haben sich Verbrauchermärkte, Discounter und ein Baumarkt angesiedelt. * Neben dem [[#Sehenswürdigkeiten|Steiff-Museum]] gibt es einen Shop & Factory Outlet mit wechselnden Angeboten. == Küche == * {{vCard|name=Restaurant Delphi bei Babis |wikidata=|type=restaurant |address=Marktstraße 16, 89537 Giengen an der Brenz |phone=+49 07322 5100 |email=info@delphi-giengen.de |url=https://babis-giengen.de/de/ |hours=|price=|lat=48.62067 |long=10.24402 |lastedit=|description=}} == Nachtleben == == Unterkunft == * {{vCard | name = Wohnmobilstellplatz Höhlenerlebniswelt | type = caravan site | url = https://www.hoehlenerlebniswelt.de/index.php/ueber-uns/wohnmobilstellpatz | address = Lonetalstraße 61, 89537 Giengen an der Brenz OT Hürben | lat = 48.5846 | long = 10.2113 | phone = +49 (0)7324 987146 | email = hoehlenerlebniswelt@giengen.de | youtube = https://www.youtube.com/watch?v=Y4iInR4tnAk | price = 7,-&nbsp;€/Ü zzgl. Strom (1,-&nbsp;€/8&nbsp;h) | lastedit = 2022-05-23 | description = Ein Wohnmobilstellplatz mit 15 Stellplätzen mit Wasseranschluss, Abwasser und Strom sowie einer Ver- und Entsorgungsstation gibt es an der Charlottenhöhle. Die Sanitäreinrichtungen am HöhlenHaus können tagsüber genutzt werden. Zusätzliche Infos über [http://www.hoehlenerlebniswelt.de/index.php/ueber-uns/wohnmobilstellpatz Charlottenhöhle], Lonetalstr. 60, 89537 Giengen an der Brenz oder die Tourist-Information '''I-Punkt'''. }} * {{vCard | name = Pension Felsen | type = boarding house | address = Giengener-Str. 19, 89537 Giengen an der Brenz OT Hürben| url = http://pensionfelsenmannes.de/ | lat = 48.594208 | long = 10.203637 |phone = +49 (0)7324 5577 | lastedit = 2015-07-09 }} * {{vCard | name = Hotel Restaurant Lamm | type = hotel | address = Marktstraße 26 |directions=Ortszentrum| url = https://www.lamm-giengen.de/ | lat = 48.620447 | long = 10.244922 | phone=+49 (0)7322 96780|fax=+49 (0)7322 9678150|email=lamm-giengen@t-online.de|price=49,- bis 99,- €|description=Traditionell schwäbische Küche| lastedit = 2016-12-10 }} * {{vCard | name = Lobinger Parkhotel | type = hotel, restaurant | url = https://lobinger-hotels.de/parkhotel/hotel/das-hotel | address = Steigstraße 110, 89537 Giengen an der Brenz | lat = 48.614489 | long = 10.227928 | phone = +49 (0)7322 9530 | fax = +49 (0)7322 953111 | email = mail@lobinger-hotels.com | facebook = Lobinger.Hotels | price = EZ ab 85,00&#x202F;€/ÜF, DZ ab 95,00&#x202F;€/ÜF (ggf. zus. 15,00&#x202F;€/Hund) | subtype = 4, free wlan, bike rental, fitness center, restaurant, sauna, 24-hour reception, free parking, shuttle bus, terrace, dogs | lastedit = 2023-09-26 | description = Das Hotel bietet 71 Komfort-Zimmer und 150 Betten, davon 9 Suiten mit Dachterrasse, eine gemütliche Terrasse/Biergarten und einen Bar- und Loungebereich. }} * {{vCard | name = Stadthotel Giengen | type = hotel | url = https://www.stadthotel-giengen.de | address = Richard-Wagner-Straße 5, 89537 Giengen an der Brenz | lat = 48.62380 | long = 10.23698 | phone = +49 (0)7322 96 880 | fax = +49 (0)7322 968888 | email = info@stadthotel-giengen.de | price = EZ ab 90&#x202F;€, DZ ab 95&#x202F;€ | lastedit = 2024-03-07 | description = 30 Zimmer, 24h Check-In, Restaurant "La cucina degli artisti" im Erdgeschoss. }} * {{vCard | name = Brauereigasthof Schlüssel | type = hotel | address = Marktstr. 68, 89537 Giengen an der Brenz | directions = Ortszentrum | lat = 48.62061 | long = 10.24749 | lastedit = 2024-03-07 | description = Hotel Garni. }} * {{VCard|name=Brauereigasthof Schlüsselkeller|type=hotel|subtype=Restaurant|address=Oggenhauser Straße 34, 89537 Giengen an der Brenz|url=http://www.schluesselkeller.de/|lat=48.62607|long=10.24355| phone=+49 (0)7322 3243|fax=+49 (0)7322 957221|email=info@schluesselkeller.de|description=Rustikales Haus mit nettem Restaurant mit schwäbischen und kroatischen Spezialitäten, großer Biergarten|lastedit=2016-12-10}} == Gesundheit == * Das {{marker|type=clinic|name=Klinikum Heidenheim|lat=48.67286 | long=10.14056|url=http://www.kliniken-heidenheim.de/klinik/index.php}} ist mit 15 Fachkliniken und zwei Instituten das Gesundheitszentrum im Osten von Baden-Württemberg. * Der '''Apotheken-Notdienst''' kann auch schon mal ins entfernte [[Heidenheim an der Brenz]] führen. Einen aktuellen Hinweis findet man aber auch an der Eingangstür der örtlichen Apotheken. == Praktische Hinweise == * {{vCard | name = Tourist-Information | type = tourist information | url = https://www.giengen.de/de/Freizeit-Tourismus/Service/Tourist-Information | address = Marktstraße 9, 89537 Giengen an der Brenz | lat = 48.620947 | long = 10.244226 | phone = +49 (0)7322 9522920 | email = tourist-info@giengen.de | lastedit = 2023-06-24 | description = }} * '''[http://standorte.deutschepost.de/Standortsuche?standorttyp=filialen_verkaufspunkte&ort=Giengen Aktuelle Übersicht der Postfilialen]''' == Ausflüge == == Literatur == == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} {{class-2}}{{GeoData| lat= 48.62278| long= 10.24167| radius= 5000}}{{IstInKat|Stauferland}} q2bdsa7xt5z1thwh7wcd9b9n2g98gmx 1802624 1802623 2026-09-07T07:25:46Z Scholless 15050 /* Küche */ Ergänzungen 1802624 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | TouriInfoWeb= [https://www.giengen.de/de/Freizeit-Tourismus/Service/Tourist-Information Tourist-Information] | TouriInfoTel=+49 (0)7322 952 2920 }} '''Giengen an der Brenz''' ist eine Stadt in [[Baden-Württemberg]]. == Hintergrund == {{Mapframe|48.6216|10.2409|zoom=14|type=geoline}} Giengen wurde erstmals 1078 urkundlich erwähnt. Der Ort erhielt im 13. Jahrhundert die Stadtrechte, 1395 schloss sich Giengen als freie Reichsstadt dem schwäbischen Städtebund an. 1803 kam die Stadt zum Königreich Württemberg. Seit 1972 umfasst die Stadt Giengen neben der Kernstadt noch die 4 weiteren ehemals selbstständige Stadtteile Burgberg, Hohenmemmingen, Hürben und Sachsenhausen. Die Nachbargemeinden [[Hermaringen]], [[Sontheim an der Brenz|Sontheim]], [[Niederstotzingen]], [[Gerstetten]], [[Herbrechtingen]] und [[Heidenheim an der Brenz|Heidenheim]] liegen im Landkreis Heidenheim. [[Syrgenstein]] und Bachhagel gehören zum Landkreis [[Dillingen an der Donau|Dillingen]]. Von großer wirtschaftlicher Bedeutung für die Stadt Giengen sind die hier ansässigen großen Industriebetriebe, wie z.&#x202F;B. die [https://www.bsh-group.de/index.php?UStdSeite&Standort=347 BSH] (Bosch-Siemens-Hausgeräte), die [http://www.steiff.com/de-de/ Margarete Steiff GmbH] und der Feuerwehrgerätehersteller [http://www.ziegler.de/de Albert Ziegler GmbH]. == Anreise == === Mit dem Flugzeug === * {{vCard | type = airport | name = Flughafen Stuttgart| address = Flughafenstrasse 32, 70629 Stuttgart | wikidata = Q158732 | lastedit = 2019-07-31 | description = Der Flughafen Stuttgart ist der nächstgelegene Flughafen mit internationalen Verbindungen (114&#x202F;km).}} * Der {{marker|wikidata=Q131402|name=Flughafen München|type=airport}} ist ca.&nbsp;170&#x202F;km entfernt. * Der {{marker|wikidata=Q265994|name=Flughafen Nürnberg|type=airport}} ist ca.&nbsp;176&#x202F;km entfernt. * Der {{marker|wikidata=Q20461511|name=Flugplatz Giengen-Brenz|type=airport}} kann von Ultraleichtfliegern angeflogen werden. (ca.&nbsp;3,5&#x202F;km) === Mit der Bahn === {{vCard|type=train|name=Giengen (Brenz) |wikidata=Q55612650|description=Der Bahnhof liegt an der Bahnstrecke der Brenzbahn von [[Aalen]] nach [[Ulm]] und wird tagsüber regelmäßig angefahren.}} === Auf der Straße === Die Autobahn {{RSIGN|DE|A|7}} hat die {{Ausfahrt|Giengen-Herbrechtingen|117}}. Hier beginnen bzw. enden auch die {{RSIGN|DE|B|19}} und die {{RSIGN|DE|B|492}}. === Mit dem Fahrrad === Der [http://www.adfc-tourenportal.de/viewtrackobject.php?trackObjectID=820 Hohenlohe-Ostalb-Radweg] von [[Rothenburg ob der Tauber]] nach [[Ulm]] führt dicht an Giengen vorbei. Die Ostroute des [http://www.adfc-tourenportal.de/viewtrackobject.php?trackObjectID=826 Hohenlohe-Ostalb-Radwegs] zwischen Ellwangen und Giengen-Hürben durchquert Giengen. Am {{marker|type=Cafe|name=Höhlenhaus|lat=48.58484|long=10.20803}} in Hürben befindet sich eine Servicesäule für kleinere Reparaturen und eine Pedelec-Ladestation mit Schließfächern für bis zu 6&nbsp;Fahrräder. <!-- === Mit dem Schiff === --> == Mobilität == Giengen gehört im ÖPNV zum [http://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Service/Verkehr+Parken/Stadtbus+%C3%96PNV Heidenheimer Tarifverbund] mit innerstädtischen Buslinien und Überlandbussen. == Sehenswürdigkeiten == [[Bild:Die Welt von Steiff Museum Giengen 2006-03.jpg|mini|Steiff-Museum in Giengen an der Brenz]] [[Bild:Giengen an der Brenz Stadtkirche 004.JPG|mini|upright|Die Stadtkirche mit ihren unterschiedlichen Türmen]] * {{vCard | name = Steiff-Museum | type = museum | wikidata = Q2339190 | hours = Di-So 10:00-17:00 | price = Erw. 12,00&#x202F;€, Kinder (6-17&#x202F;J.): 8,00&#x202F;€, Fam. (2+X) 30,00&#x202F;€ | lastedit = 2022-08-31 | before = Bekannt ist Giengen durch die '''[[w:Steiff|Teddybären]]''', zu besichtigen ist das | description = }} * {{vCard | name = Stadtkirche | type = church | wikidata = Q19450502 | hours = 01.04.-31.10: täglich 14:30-16:00; sonntags ab 10:00 | lastedit = 2022-08-31 | description = Die evangelische Giengener Stadtkirche fällt auf durch zwei Türme in unterschiedlichem Baustil: der barocke Glockenturm und der Turm des Nachtwächters (Blasturm) im Renaissancestil sind ungewöhnlich. }} * {{vCard | name = Charlottenhöhle | type = cave, caravan site, amusement park | group = nature | wikidata = Q1067427 | hours = 01.04.-31.10.: tägl. 10:30-16:30 | price = Höhle+Museum: Erw. 10,00&#x202F;€, Kinder (4-16&#x202F;J.) 8,00&#x202F;€, Fam. (2+X) 25,00&#x202F;€ | subtype = nodogs | lastedit = 2022-08-31 | description = HöhlenErlebnisWelt: Die Höhle ist mit 587&#x202F;m eine der längsten süddeutschen Schauhöhlen. Dazu gehört ein frei zugängliches '''HöhlenHaus''' und das (kostenpflichtige) '''HöhlenSchauLand'''. Die Besichtigung der Höhle ist nur im Zuge einer Führung möglich. Wetterfeste Kleidung ist mitzubringen, die Höhlentemperatur beträgt etwa 8&#x202F;°C. Am HöhlenHaus wurden 2019 zwei Radservicestationen in Betrieb genommen. Hier können kleinere Reperaturen ausgeführt und bis zu 6 Pedelec geladen werden. An der Charlottenhöhle steht auch ein [https://www.hoehlenerlebniswelt.de/index.php/ueber-uns/wohnmobilstellpatz Wohnmobilstellplatz] zur Verfügung. }} * {{vCard | name = Stadtmuseum | type = museum | url = https://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Sehen+Staunen/Stadtmuseum | address = Dettinger Straße 3, 89537 Giengen an der Brenz, OT-Hürben | lat = 48.591980 | long = 10.204774 | phone = +49 (0)7322 4803 | hours = Apr-Okt So, Fei 14-18 Uhr und n.V | price = Erw. 2,00&#x202F;€, erm. 1,00&#x202F;€ | lastedit = 2022-08-31 | description = }} * {{vCard | name =Burgruine Kaltenburg | type =ruins,castle | wikidata = Q1012602 | description = Die Burgruine Kaltenburg zwischen Hürben und Burgberg liegt hoch auf einem Kalkfelsen am Zusammenfluss der Flüsschen Lone und Hürbe. Sie wird aktiv durch die Interessengemeinschaft Kaltenburg e.V. restauriert. Jeweils am ersten Sonntag um 11:00 Uhr eines Monats werden von April bis Oktober öffentliche [http://www.ig-kaltenburg.de/files/UPLOAD/04_Aktuelles/News/Burgfuehrungen/Beschreibung%20Burgf%C3%BChrungen.pdf Burgführungen] durchgeführt.}} * {{vCard | type = museum | lastedit = 2015-07-09 | name = Alte Mühle Burgberg | address = Breite Furt 4, 89537 Giengen an der Brenz | url = http://www.muehlenverein-burgberg.de/ | lat = 48.579041 | long = 10.232437 | hours = 1.Mai-3.Okt So, Fei 13:30-18 Uhr | price = Eintritt: Spende 1&#x202F;€ }} * Der {{Marker | name = Skulpturenpark | type =park| lat = 48.61933 | long = 10.24210 |url=https://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Kultur/Skulpturenpark}} entlang der alten Stadtmauer unmittelbar am Ufer der Brenz ist durchaus sehenswert. == Aktivitäten == === Hasenloch und Naturlehrpfad II === [[Datei:Naturlehrpfad II am Hasenloch - Waldrebe.jpg|mini|Informationstafel zur Waldrebe]] Der Freizeitpark {{Marker|name=Hasenloch|type=road|lat=48.64576|long=10.22123}} wird von den [https://naturfreunde-giengen.de/ Naturfreunden Gingen] unterhalten und bietet sich insbesondere für einen Ausflug mit Kindern an. Er ist 3,5&#x202F;km von der Stadtmitte entfernt und über die {{Marker|name=Heidenheimer Straße|type=road|lat=48.62715|long=10.24053}}, dem {{Marker|name=Feldweg unter dem Läutenberg|type=road|lat=48.63467|long=10.23401}} und {{Marker|type=road|lat=48.64129|long=10.22369|name=geteerten Feldwegen | name-map = geteerte Feldwege}} erreichbar. Für den Weg benötigt man etwa eine Dreiviertelstunde. Vor Ort befinden sich das Naturfreundehaus, ein Spielplatz, ein Bolzplatz, ein Grillplatz, westlich des Hauses ein Barfußpfad und östlich eine Tischtennisplatte. Wenn das Naturfreundehaus geöffnet ist, gibt es dort etwas zu essen und eine Toilette. Sportgeräte wie Fußbälle, Frisbees, Indiacas, Tischtennisschläger und -bälle müssen mitgebracht werden. Es gibt auch einen großen Grillrost. Das Grillen ist kostenpflichtig und muss beantragt werden. Für Schulklassen und Kindergartengruppen ist es kostenlos. Seit 2021 befindet sich beim Hasenloch der {{Marker|name=Naturlehrpfad II|type=road|lat=48.64571|long=10.22184}} mit 26 Informationstafeln zur großen Vielfalt an Sträuchern und Bäumen, die hier wachsen. Der Start befindet sich östlich des Naturfreundehauses an der Trockenmauer (1. Schild) und man läuft dem Waldrand entlang ca. 1&#x202F;km weit bis zur Holzbirne II (letztes Schild) kurz vor der Landesstraße. === Weitere Aktivitäten === * Das {{Marker | name = Bergbad | type =outdoor pool| lat = 48.6280 | long = 10.2487 |url=https://www.giengen.de/bergbad}} in außergewöhnlich schöner Lage im Naherholungsgebiet auf dem Schießberg verfügt u. a. über eine 60&#x202F;m Riesenrutsche. * Das {{Marker | name = Hallenbad | type = swimming pool| lat = 48.62382 | long = 10.23882 |url=https://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Freizeit+Sport/Hallenbad}} in der Walter-Schmid-Halle steht nur Freitags und Sonnabends der Öffentlichkeit zur Verfügung. * Ein {{Marker | name = Skaterpark | type =roller skating| lat = 48.6257 | long = 10.2343 |url=http://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Freizeit+Sport/Spiel+Sport/Skaterpark}} steht an der Gluckstraße neben der Schwagesporthalle kostenlos zur Verfügung. * '''[[Naturlehrpfad I der Stadt Giengen]]''' auf dem Schießberg. Der Lehrpfad befasst sich mit geologischen und naturkundlichen Besonderheiten der Giengener Landschaften. * '''[[Giengen an der Brenz/Wandertag|Wandertage mit Ausgangspunkt Giengen]]''' * Das Brenztal bietet sich an für [http://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Freizeit+Sport/Freizeitangebote/Radfahren Radtouren] unterschiedlichster Art. * Diverse [https://www.giengen.de/de/Freizeit+Tourismus/Freizeit+Sport/Freizeitangebote/Wandern Wanderwege] bieten Entspannung pur. == Einkaufen == * Die {{Marker | name = Marktstraße | type =shopping street| lat = 48.62050 | long = 10.24549}} (Fußgängerzone) bietet viele Geschäfte. * In dem {{Marker | name = Gewerbegebiet Riedstraße | type =business park| lat = 48.6206 | long = 10.2513}} haben sich Verbrauchermärkte, Discounter und ein Baumarkt angesiedelt. * Neben dem [[#Sehenswürdigkeiten|Steiff-Museum]] gibt es einen Shop & Factory Outlet mit wechselnden Angeboten. == Küche == * {{vCard|name=Restaurant Delphi bei Babis |wikidata=|type=restaurant |address=Marktstraße 16, 89537 Giengen an der Brenz |phone=+49 07322 5100 |email=info@delphi-giengen.de |url=https://babis-giengen.de/de/ |hours=Di-Sa 17:00–22:30, So 11:00–14:00 + 17:00–21:00 |price=|lat=48.62067 |long=10.24402 |lastedit=2026-09-07 |description=}} == Nachtleben == == Unterkunft == * {{vCard | name = Wohnmobilstellplatz Höhlenerlebniswelt | type = caravan site | url = https://www.hoehlenerlebniswelt.de/index.php/ueber-uns/wohnmobilstellpatz | address = Lonetalstraße 61, 89537 Giengen an der Brenz OT Hürben | lat = 48.5846 | long = 10.2113 | phone = +49 (0)7324 987146 | email = hoehlenerlebniswelt@giengen.de | youtube = https://www.youtube.com/watch?v=Y4iInR4tnAk | price = 7,-&nbsp;€/Ü zzgl. Strom (1,-&nbsp;€/8&nbsp;h) | lastedit = 2022-05-23 | description = Ein Wohnmobilstellplatz mit 15 Stellplätzen mit Wasseranschluss, Abwasser und Strom sowie einer Ver- und Entsorgungsstation gibt es an der Charlottenhöhle. Die Sanitäreinrichtungen am HöhlenHaus können tagsüber genutzt werden. Zusätzliche Infos über [http://www.hoehlenerlebniswelt.de/index.php/ueber-uns/wohnmobilstellpatz Charlottenhöhle], Lonetalstr. 60, 89537 Giengen an der Brenz oder die Tourist-Information '''I-Punkt'''. }} * {{vCard | name = Pension Felsen | type = boarding house | address = Giengener-Str. 19, 89537 Giengen an der Brenz OT Hürben| url = http://pensionfelsenmannes.de/ | lat = 48.594208 | long = 10.203637 |phone = +49 (0)7324 5577 | lastedit = 2015-07-09 }} * {{vCard | name = Hotel Restaurant Lamm | type = hotel | address = Marktstraße 26 |directions=Ortszentrum| url = https://www.lamm-giengen.de/ | lat = 48.620447 | long = 10.244922 | phone=+49 (0)7322 96780|fax=+49 (0)7322 9678150|email=lamm-giengen@t-online.de|price=49,- bis 99,- €|description=Traditionell schwäbische Küche| lastedit = 2016-12-10 }} * {{vCard | name = Lobinger Parkhotel | type = hotel, restaurant | url = https://lobinger-hotels.de/parkhotel/hotel/das-hotel | address = Steigstraße 110, 89537 Giengen an der Brenz | lat = 48.614489 | long = 10.227928 | phone = +49 (0)7322 9530 | fax = +49 (0)7322 953111 | email = mail@lobinger-hotels.com | facebook = Lobinger.Hotels | price = EZ ab 85,00&#x202F;€/ÜF, DZ ab 95,00&#x202F;€/ÜF (ggf. zus. 15,00&#x202F;€/Hund) | subtype = 4, free wlan, bike rental, fitness center, restaurant, sauna, 24-hour reception, free parking, shuttle bus, terrace, dogs | lastedit = 2023-09-26 | description = Das Hotel bietet 71 Komfort-Zimmer und 150 Betten, davon 9 Suiten mit Dachterrasse, eine gemütliche Terrasse/Biergarten und einen Bar- und Loungebereich. }} * {{vCard | name = Stadthotel Giengen | type = hotel | url = https://www.stadthotel-giengen.de | address = Richard-Wagner-Straße 5, 89537 Giengen an der Brenz | lat = 48.62380 | long = 10.23698 | phone = +49 (0)7322 96 880 | fax = +49 (0)7322 968888 | email = info@stadthotel-giengen.de | price = EZ ab 90&#x202F;€, DZ ab 95&#x202F;€ | lastedit = 2024-03-07 | description = 30 Zimmer, 24h Check-In, Restaurant "La cucina degli artisti" im Erdgeschoss. }} * {{vCard | name = Brauereigasthof Schlüssel | type = hotel | address = Marktstr. 68, 89537 Giengen an der Brenz | directions = Ortszentrum | lat = 48.62061 | long = 10.24749 | lastedit = 2024-03-07 | description = Hotel Garni. }} * {{VCard|name=Brauereigasthof Schlüsselkeller|type=hotel|subtype=Restaurant|address=Oggenhauser Straße 34, 89537 Giengen an der Brenz|url=http://www.schluesselkeller.de/|lat=48.62607|long=10.24355| phone=+49 (0)7322 3243|fax=+49 (0)7322 957221|email=info@schluesselkeller.de|description=Rustikales Haus mit nettem Restaurant mit schwäbischen und kroatischen Spezialitäten, großer Biergarten|lastedit=2016-12-10}} == Gesundheit == * Das {{marker|type=clinic|name=Klinikum Heidenheim|lat=48.67286 | long=10.14056|url=http://www.kliniken-heidenheim.de/klinik/index.php}} ist mit 15 Fachkliniken und zwei Instituten das Gesundheitszentrum im Osten von Baden-Württemberg. * Der '''Apotheken-Notdienst''' kann auch schon mal ins entfernte [[Heidenheim an der Brenz]] führen. Einen aktuellen Hinweis findet man aber auch an der Eingangstür der örtlichen Apotheken. == Praktische Hinweise == * {{vCard | name = Tourist-Information | type = tourist information | url = https://www.giengen.de/de/Freizeit-Tourismus/Service/Tourist-Information | address = Marktstraße 9, 89537 Giengen an der Brenz | lat = 48.620947 | long = 10.244226 | phone = +49 (0)7322 9522920 | email = tourist-info@giengen.de | lastedit = 2023-06-24 | description = }} * '''[http://standorte.deutschepost.de/Standortsuche?standorttyp=filialen_verkaufspunkte&ort=Giengen Aktuelle Übersicht der Postfilialen]''' == Ausflüge == == Literatur == == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} {{class-2}}{{GeoData| lat= 48.62278| long= 10.24167| radius= 5000}}{{IstInKat|Stauferland}} 3ghw2pqxyqo7p5paqvlo31huoi1sqqr Neu-Isenburg 0 20937 1802364 1749877 2026-09-06T17:12:19Z ~2026-34583-66 58672 /* Küche */ Gelöschte vCard für Paletti Genussbar – dauerhaft geschlossen 1802364 wikitext text/x-wiki {{quickbar Ort | TouriInfoWeb = [https://neu-isenburg.de/ neu-isenburg.de] | TouriInfoTel = +49 (0)6102 241-100 (Bürgeramt) | Bild = }} '''Neu-Isenburg''' ist eine Stadt in [[Hessen]], unmittelbar südlich von [[Frankfurt am Main]] gelegen. == Hintergrund == {{Mapframe|50.05472|8.69517|zoom= 13|width= 300|height= 300|type=geoline}} [[File:NI-Rathaus.jpg|thumb|Das alte Neu-Isenburger Rathaus (1702–1876)]] Neu-Isenburg besteht aus drei Stadtteilen: * Die Kernstadt war ursprünglich eine 1699 gegründete Hugenottensiedlung. * Zeppelinheim wurde in den 1930er Jahren als Siedlung für die Zeppelinbesatzungen gegründet, die am Frankfurter Flughafen tätig waren. Der Stadtteil war bis 1976 eigenständig und wurde danach eingemeindet. * Gravenbruch ist eine seit 1959 errichtete Satellitenstadt. Typisch für Neu-Isenburg ist die Orientierung nach [[Frankfurt am Main|Frankfurt]], wohin man häufig zum Arbeiten und zum Einkaufen fährt. Die Stadt ist folglich durch den öffentlichen Nahverkehr gut an Frankfurt angebunden. Auch beim Mietenniveau orientiert man sich traditionell mehr an der größeren Nachbarstadt als an [[Offenbach am Main|Offenbach]] oder an den übrigen Städten im Kreis Offenbach. Neu-Isenburg ist aus der hugenottischen Tradition heraus eine tolerante und weltoffene Stadt. Dazu trägt heutzutage auch die Nähe zum [[Flughafen Frankfurt am Main|Frankfurter Flughafen]] bei, der sowohl einen Motor für die wirtschaftliche Entwicklung als auch eine Belastung durch den ständigen Fluglärm darstellt, gegen den sich viele Bürger zunehmend auflehnen. Die Stadt profitiert von der verkehrsgünstigen Lage in vielfacher Hinsicht. Die Kernstadt umfasst mit mehreren Industriegebieten umfangreiche Gewerbeansiedlungen. Es gibt „bessere“ Stadtteile, vor allem im Westen, aber keine nennenswerten sozialen Brennpunkte. Der wichtigste Trend in der Stadtentwicklung war in den letzten Jahrzehnten der Aufbau des Isenburg-Zentrums als Einkaufszentrum mit überregionaler Bedeutung, was zu einer Verschiebung des Schwerpunkts im Stadtleben von der Frankfurt zugewandten Seite nach Süden hin geführt hatte. Die Anbindung an die S-Bahn Rhein-Main war ein weiterer wichtiger Schritt. Derzeit ist geplant, eine weitere S-Bahn-Linie als [[w:Regionaltangente West|Regionaltangente West]] bis über die Stadtmitte an das Isenburg-Zentrum und darüber hinaus zum östlichen Neubaugebiet Birkengewann zu führen, wo ein Park-and-Ride-Platz eingerichtet werden soll. Ein weiterer Trend war der Abbau der chemischen Industrie, der zum Verlust vieler Arbeitsplätze geführt hatte. Neu ausgewiesen wurde das Baugebiet Birkengewann im Osten der Stadt. Nächstes Projekt ist der [https://stadtumbau.neu-isenburg.de/ Stadtumbau] der historischen Altstadt und der alten Hauptstraße, der Frankfurter Straße. == Anreise == === Mit dem Flugzeug === Der [[Flughafen Frankfurt]] liegt westlich von Neu-Isenburg. Dort gibt es mit den Linien X17/X19 (auf älteren Plänen 651 genannt) eine direkte Busverbindung vom Busbahnhof vor dem Terminal 1 nach Neu-Isenburg. Die Fahrt mit der S-Bahn ist aus dieser Richtung eher umständlich und daher weniger empfehlenswert. Die S-Bahn S8/S9 fährt über die Haltestelle Flughafen Regionalbahnhof den Frankfurter Flughafen an. Um nach Neu-Isenburg zu gelangen, muss man daher in Frankfurt am Main in die S6 oder in die Straßenbahnlinie 17 umsteigen, am besten am Frankfurter Hauptbahnhof. === Mit der Bahn === [[File:Empfangsgebäude Neu-Isenburg - Juli 2014.jpg|thumb|Bahnhof Neu-Isenburg (2014)]] Der {{Marker | name = Bahnhof Neu Isenburg | wikidata=Q323697| type = train}} befindet sich am westlichen Stadtrand, aus historischen Gründen ist er etwas außerhalb gelegen. Aktuell halten hier S-Bahnen, und zwar die Linie S6 der S-Bahn Rhein-Main, sowie die Dreieichbahn der Linie RB61. Tagsüber verkehren die S-Bahnen abwechselnd im 15-Minuten-Takt zwischen [[Darmstadt]] und [[Karben|Groß-Karben]] bzw. zwischen [[Langen (Hessen)|Langen]] und [[Friedberg (Hessen)|Friedberg]]. Am späten Abend und am Sonntag ganztägig wird Neu-Isenburg nur alle 30 Minuten bedient. Die S6 ersetzte seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2024 die frühere Andienung durch die Linien S3/S4, die seitdem am Frankfurter Südbahnhof enden. [[Datei:Neu-Isenburg Stadtgrenze S-Wagen Empfangsgebäude Waldbahn.jpg|miniatur|Straßenbahnhaltestelle Neu-Isenburg Stadtgrenze (2016)]] Seit der Fahrplanumstellung im September 2016 beginnen und enden zudem die Züge der Dreieichbahn außerhalb des Berufsverkehrs im Bahnhof Neu Isenburg. Das ist zwar für die Anreise wenig interessant, kann aber für eine Weiterfahrt in Richtung Dreieich/Rödermark/Dieburg praktisch sein. {{Rolli|grün}} Der Neu-Isenburger Bahnhof ist grundsätzlich barrierefrei zu nutzen, wenn es auch etwas umständlich sein kann. Die Gleise sind durch eine Unterführung zugänglich, die seitlich über eine recht steile kurvige Rampe zugänglich sind. Die Unterführung verbindet die Bushaltestellen Neu-Isenburg Bahnhof Ostseite und Neu-Isenburg Bahnhof Westseite. Da es keinen ausreichenden Abfluss gibt, kann es nach starken Regenfällen vorkommen, dass die Unterführung unterhalb der Bahngleise für mehrere Tage mit tiefen Pfützen unter Wasser steht. Zu den Gleisen führt ein Aufzug und zwei Treppen. Eine Rolltreppe gibt es nicht. Die Verladestation für den Autozug wurde im Oktober 2014 aufgegeben. Seit 2017 steht wieder ein Schalterdienst im Bahnhofsgebäude zur Verfügung, der vom Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) als DB-Agentur betrieben wird. Auf den Bahnsteigen gibt es zwei türkisgrüne Fahrkartenautomaten des RMV, an denen man mit Bargeld oder per Girocard bezahlen kann. Der Kauf von Fahrkarten des Fernverkehrs ist nur sehr umständlich möglich, weil dazu – wie bei allen RMV-Automaten – erst die vollständige Software der Deutschen Bahn per Mobilfunkverbindung eingespielt werden muss. Da der Vorgang oft nicht gelingt, ist es zu empfehlen, Fahrkarten für den Fernverkehr der Deutschen Bahn am Schalter zu kaufen. Der Stadtteil Zeppelinheim ist über die Linie S7 an das S-Bahn-Netz und den Frankfurter Hauptbahnhof angebunden. Im Norden ist Neu-Isenburg über die Straßenbahnhaltestelle {{Marker | name = Neu-Isenburg Stadtgrenze | type = public transport | lat = 50.059819 | long = 8.694965}} an das Frankfurter Straßenbahnnetz angebunden. Die Haltestelle befindet sich auf Frankfurter Boden, deshalb ist die Fahrt von Frankfurt hierher bzw. in umgekehrter Richtung mit dem RMV etwas billiger als zum Neu-Isenburger Bahnhof, wenn man kein Deutschlandticket oder eine andere Zeitkarte verwendet (Frankfurter Stadttarif 50; der Vorteil entfällt bei Weiterfahrt über die Stadtgrenze hinaus innerhalb Neu-Isenburgs mit den Buslinien). Fahrten, die südlich des Mains enden, sind von Neu-Isenburg aus etwas günstiger zu haben als solche in das gesamte Frankfurter Stadtgebiet. Zur Stadtgrenze verkehrt die Straßenbahn Linie 17, die vom Frankfurter Hauptbahnhof kommt und auf dieser Strecke eine Alternative zur S-Bahn darstellt. {{Rolli|grün}} Die Straßenbahnhaltestelle ist seit 2014 vollständig barrierefrei. Auch von Frankfurt Südbahnhof kann Neu-Isenburg mit der Straßenbahn erreicht werden; bei Frankfurt Louisa steigt man zur Weiterfahrt aus der Linie 14 in die Linie 17 um. Von Neu-Isenburg Stadtgrenze stehen zur Weiterfahrt in die Stadt hinein Buslinien zur Verfügung. Der Stadtteil Zeppelinheim hat einen eigenen Bahnhof: der {{Marker | name = Bahnhof Zeppelinheim | wikidata=Q801656| type = train}} wird von der S-Bahn-Linie S7 bedient. === Mit dem Bus === Die Linie 653 führt vom Frankfurter Südbahnhof nach Neu-Isenburg (und dann weiter nach Dreieich). Reist man mit einem Fernverkehrszug an, der in Frankfurt Süd hält, ist das neben der S-Bahn der schnellste Weg, um nach Neu-Isenburg zu kommen. Der Bus hält zudem mehrmals an der Frankfurter Straße, auch am Einkaufszentrum „Isenburg Zentrum“. === Auf der Straße === Neu-Isenburg ist zentral gelegen und von den Fernstraßen her gut zu erreichen. Die Anreise mit dem Auto richtet sich danach, woher man kommt: * Aus Richtung Norden oder Westen verlässt man die {{RSIGN|DE|A|3}} an der Ausfahrt {{Ausfahrt|Frankfurt-Süd|51}}. Von dort kann man über die ausgebaute {{RSIGN|DE|B|44}} unmittelbar nach Neu-Isenburg einbiegen. * Aus Richtung Süden verlässt man die {{RSIGN|DE|A|5}} an der Ausfahrt {{Ausfahrt|Zeppelinheim|23}} und fährt von dort über Landstraßen in wenigen Minuten Fahrzeit nach Neu-Isenburg *Aus Richtung Osten wechselt man im Offenbacher Kreuz auf die {{RSIGN|DE|A|661}}, dort gibt es eine eigene Ausfahrt {{Ausfahrt|Neu-Isenburg|18}}. *Landstraßen laufen in Ost-West-Richtung auf Neu-Isenburg zu. Die Nord-Süd-Anbindung erfolgt vorwiegend über die {{RSIGN|DE|B|3}} Frankfurter Straße aus Richtung [[Dreieich]] bzw. Frankfurt am Main. == Mobilität == [[File:Connex Neoplan N4516.jpg|thumb|Überregionale Buslinie bei der Anfahrt an den Bahnhof Neu-Isenburg]] Die Stadt Neu-Isenburg betreibt drei Stadtbuslinien. Das Liniennetz wurde im Sommer 2019 vollkommen neu konzipiert. Mit den Linien OF-51 und den beiden Linien OF-91/OF-92 der Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach bestehen drei Verbindungen, die die Ost-West-Richtung vom Bahnhof aus zentral über das Isenburg-Zentrum und dann weiter nach Gravenbruch bzw. ins Umland in Richtung Langen und Darmstadt bzw. Mörfelden tagsüber in einem engen Takt bedienen. Die Linie OF-52 fährt von Zeppelinheim über die im Norden gelegene Friedensallee zur Straßenbahnhaltestelle an der nördlichen Stadtgrenze, wo man in die Linie 17 umsteigen kann, und weiter zum Isenburg-Zentrum. Schnelle Expressbuslinien X17/X19 wurden vom RMV direkt zum Frankfurter Flughafen eingerichtet. Sie erschließen das Frankfurter Umland, ohne direkt nach Frankfurt hinein zu fahren. Der Busverkehr wird mittlerweile mit modernen Fahrzeugen betrieben und ist sehr zügig ausgelegt. Man braucht daher innerhalb der Stadt kein Auto mehr, sondern ist mit dem Bus, mit dem Fahrrad oder zu Fuß sehr viel schneller und direkt unterwegs. Der Fußweg vom Bahnhof zum Isenburg-Zentrum dauert etwa eine halbe Stunde, mit dem Bus braucht man etwa zehn Minuten. Es gibt auch eine direkte Verbindung OF-50 zwischen Gravenbruch und dem Frankfurter Südbahnhof. Mit der Buslinie 653 verkehrt zwischen dem Südbahnhof und dem Isenburg-Zentrum. Die städtischen Buslinien fahren an Sonn- und Feiertagen nicht; in dieser Zeit gibt es nur die Buslinien der Kreisverkehrsgesellschaft und des RMV sowie den sogenannten Hopper als On-Demand-Verkehr auf Anforderung per Telefon oder App. Der Hopper fährt an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr und kann nur digital über die eigene App bezahlt werden. Das Deutschlandticket gilt nicht bei einer Fahrt mit dem Hopper; wer es hat, erhält nur einen Rabatt auf den Fahrpreis. Die Stadtwerke Neu-Isenburg veröffentlichen auch nach dem Wegfall des gedruckten Fahrplanheftes des RMV weiterhin ein gebundenes Heftchen mit allen Fahrplänen für die Linien in der Stadt, das kostenlos verteilt wird. Es werden Niederflurbusse eingesetzt, und die Bushaltestellen in Neu-Isenburg werden nach und nach barrierefrei gestaltet. Taxistände gibt es am Bahnhof und auf der Frankfurter Straße vor dem Einkaufszentrum. Das Fahrradwegenetz ist lückenhaft, es wurde aber verbessert, bis hin zu einem Radschnellweg nach Darmstadt und einem nach Offenbach. Im Frankfurter Stadtwald findet man schon jetzt eine gute Beschilderung auch für die Fernwege. Landkarten für Radfahrer erhält man für ein geringes Entgelt oder kostenlos im Bürgerbüro des Kreishauses in [[Dietzenbach]] oder in den Mobilitätszentralen des Rhein-Main-Verkehrsverbunds RMV (ebenfalls in Dietzenbach neben dem Kreishaus), ggf. auch im Bürgeramt der Stadt Neu-Isenburg. Im Umfeld des Einkaufszentrums gibt es eine Anwohnerparkzone. Wer keine Parkerlaubnis hat, die auf Antrag von der Stadtverwaltung ausgestellt wird, ist deshalb darauf angewiesen, sein Auto in einem der beiden Parkhäuser des Einkaufszentrums einzustellen. Am Samstagnachmittag ist das Parken dort ab 16&nbsp;Uhr umsonst. Außerdem gibt es eine Tiefgarage unter der Hugenottenhalle. Wenn dort öffentliche Veranstaltungen stattfinden, kann man sein Auto im Parkhaus des Isenburg-Zentrums abends für eine Pauschale abstellen. In der Kernstadt sind mittlerweile die meisten Wegekreuzungen abgesenkt und damit barrierefrei für Kinderwagen, Rollstühle und Rollatoren befahrbar. == Sehenswürdigkeiten == === Kirchen === * {{vCard | name = Evangelisch-reformierte Kirche | type = church | wikidata = Q111020908 | address = Kirchgäßchen 5, 63263 Neu-Isenburg | description = Mit der Gründung Neu-Isenburgs im Jahr 1699 wurde schon bald ein Gotteshaus für die neu zugezogenen Siedler notwendig. Aus diesem Grund entstand am nördlichen Rand des historischen Ortskerns von 1702 bis 1706 eine Kirche aus Holz, die von der französisch-reformierten Gemeinde genutzt wurde und in der Gottesdienste zunächst ausschließlich auf Französisch, ab 1761 auch auf Deutsch abgehalten wurden. Von 1773 bis 1775 entstand eine neue Hallenkirche aus Stein anstelle der alten Holzkirche. Diese Kirche wurde 1908 durch einen Turm und Querschiff erweitert und fiel schließlich 1943 dem Bombenhagel im Zweiten Weltkrieg zum Opfer. Die heutige Kirche entstand von 1946 bis 1949 auf den Trümmern der alten Kirche, 1957/58 erhielt diese Kirche auch einen Kirchturm. Dabei wurden die wenigen noch vorhandenen Reliquien der Vorgängerkirche übernommen. Die Kirche wurde letztmals 2007 umfassend saniert. }} === Denkmäler === [[File:Neu-Isenburg Französische Schule von 1704 in der Pfarrgasse 29.JPG|thumb|Französische Schule von&nbsp;1704]] * {{vCard|type=school|name=Alte Französische Schule|address=Pfarrgasse 29|lat=50.056727|long=8.698658|description=Das historische Schulgebäude wurde 1704/05 in der Neu-Isenburger Altstadt errichtet und 2008–2010 saniert.}} === Museen === [[File:Zeppelin museum Frankfurt.jpg|thumb|Zeppelin-Museum in Zeppelinheim]] * {{vCard | name = Stadtmuseum „Haus zum Löwen“ | type = museum | wikidata = Q76634108 | address = Löwengasse 24, 63263 Neu-Isenburg | lat = 50.05665 | long = 8.69554 | phone = +49 6102 5609194 | hours = Fr 14:00–17:00, Sa, So und Feiertage 11:00–17:00 | price = Eintritt frei, um eine Spende wird gebeten | lastedit = 2025-10-31 | description = Das Haus zum Löwen wurde erstmals 1702 urkundlich erwähnt und ist eines der ältesten, noch aus der Gründungsphase stammenden Häuser in Neu-Isenburg. Bis 1918 diente das Haus als Gasthaus, anschließend als Volksküche und Notquartier, seit 1958 als Heimatmuseum. 1976 musste das Haus wegen Baufälligkeit abgerissen werden und wurde originalgetreu wiederaufgebaut. Die Ausstellung erstreckt sich über drei Etagen: im Erdgeschoss befindet sich eine Apfelweinstube, das 1. OG zeigt die Neu-Isenburger Geschichte, und das 2. OG beschäftigt sich kindgerecht mit dem wohl berühmtesten Sohn der Stadt, dem Raumfahrer [[w:Thomas Reiter|Thomas Reiter]]. }} * {{vCard | name = Zeppelin-Museum | type = museum | wikidata = Q191399 | address = Kapitän-Lehmann-Straße 2, 63263 Neu-Isenburg | directions = im Stadtteil Zeppelinheim | lat = 50.03503 | long = 8.61424 | phone = +49 069 694390 | hours = Di–Fr 14:00–17:00, Sa, So und Feiertage 11:00–17:00 | price = Eintritt frei, um eine Spende wird gebeten | lastedit = 2025-10-30 | description = Ausstellung zur Geschichte der Zeppelinschifffahrt am Frankfurter Flughafen. Das Gebäude des Museums ist als Anbau an das Bürgerhaus errichtet worden und entspricht in seiner Gestalt einem Viertel des Durchmessers des Zeppelins LZ-10. }} * {{vCard|type=museum|name=Bertha Pappenheim Haus|address=Zeppelinstraße 10|lat=50.057391|long=8.685047|phone=+49 6102 800094|hours=Mi 15:00-18:00, sonst nach Vereinbarung|price=keine angegeben|description=Ehemaliges jüdisches Kinderheim „Heim Isenburg“, in der Pogromnacht 1938 teilweise zerstört, das bis zu seiner Auflösung durch die Nationalsozialisten 1942 von Berta Pappenheim geführt wurde. Ein bedeutender Ort der jüdischen Sozialarbeit in dieser Zeit. Heute eine Seminar- und Gedenkstätte.}} === Parks === * {{vCard|type=park|name=Wald- und Spielpark|lat=50.057872|long=8.680999|description=Ein Spielplatz mitten im Wald. Im Sommer Wasserspiele. Beliebter Treffpunkt für Familien aus der ganzen Region.}} <!--=== Verschiedenes ===--> == Aktivitäten == [[Datei:FFM Jacobiweiher Uferblick von W 1.jpg|thumb|Der Jacobiweiher im Frankfurter Stadtwald]] * {{vCard|type=swimming|name=Hallenbad und Waldschwimmbad|address=Alicestraße 118|directions=im Sportpark|url=https://www.waldschwimmbad-neu-isenburg.de/|phone=+49 6102 246271|lat=50.049329|long=8.675607|hours=Freibad täglich 08:00-20:00, Hallenbad täglich 07:00-19:00|price=3,50 €|description=Hallenbad und Waldschwimmbad liegen direkt beieinander und können als eine zusammenhängende Anlage betrachtet werden. Außerdem gibt es eine Sauna und auf Anfrage auch Massagen.}} * {{vCard|type=park|name=Sportpark|lat=50.050364|long=8.672944|description=Mehrere Sportplätze mit Laufbahnen. Spielplatz.}} In der Stadthalle „Hugenottenhalle“ finden regelmäßig Konzert- und Theaterveranstaltungen statt. Da die Stadt inmitten des Frankfurter Stadtwalds liegt, gibt es ein umfangreiches Waldwegenetz, innerhalb dessen man gut laufen und Fahrrad fahren kann. Hier ist es auch möglich, Sport zu treiben. Größere Seen mit alten Baumbestand und schöner Fauna befinden sich nördlich (Jacobiweiher) und nordöstlich von Neu-Isenburg (Kesselbruchweiher). Die Weiher waren ursprünglich als Auffangbecken zur Entwässerung der Autobahn A3 angelegt worden. == Einkaufen == [[File:Isenburg Zentrum.jpg|thumb|300px|Isenburg Zentrum (2008)]] Obwohl Neu-Isenburger regelmäßig und gerne nach Frankfurt zum Einkaufen fahren und obwohl der stationäre Handel allgemein schwächelt, hat sich in Neu-Isenburg ein teilweise engagierter Einzelhandel erhalten. * {{vCard | name = Isenburg-Zentrum | type = shop | wikidata = Q1673813 | address = Hermesstraße 4, 63263 Neu-Isenburg | phone = +49 06102 7070 | hours = Mo-Sa 10:00-20:00 | lastedit = 2025-10-26 | description = Das Isenburg-Zentrum liegt mitten im Ortskern von Neu-Isenburg und ist mit 44.000 m² Verkaufsfläche eines der großen Einkaufszentren im Rhein-Main-Gebiet mit einem überregionalen Einzugsgebiet. Es bietet Platz for 140 Ladengeschäfte aller Branchen, von Supermärkten und Drogerien über Modegeschäften bis hin zu Fastfood. Zu Fuß ist das Isenburg-Zentrum über den Haupteingang an der Frankfurter Straße und auch über zahlreiche Seiteneingänge zu erreichen. Kostenpflichtiges Parken ist im hauseigenen Parkhaus mit 1600 Stellplätzen möglich, das Isenburg-Zentrum ist aber auch sehr gut mit den Neu-Isenburger Stadtbussen zu erreichen. }} Außerdem gibt es immer noch viele kleine Geschäfte in der Frankfurter Straße nördlich der Friedhofstraße sowie in der Bahnhofstraße, die von der Frankfurter Straße bis zum Neu-Isenburger Bahnhof abzweigt und die teilweise eine etwas ruhigere Fußgängerzone ist. Dort findet jeden Samstagmorgen ein Wochenmarkt statt. == Küche == Ein typisches Neu-Isenburger Gericht ist [[w:Rippchen|Rippchen]] mit Sauerkraut und Kartoffelpüree. Zur Fastnacht wird traditionell [[w:Linseneintopf|Linsensuppe]] gegessen. [[w:Frankfurter Würstchen|Frankfurter Würstchen]], gerne mit Senf zu Kartoffelsalat und Brot oder Brötchen serviert, werden von zwei Metzgereien ausschließlich in Neu-Isenburg und [[Dreieich]] hergestellt. Aufgrund der Nähe zu Frankfurt wird auch in Neu-Isenburg bisweilen Apfelwein getrunken. Die örtliche Gastronomie ist allerdings vorwiegend von Pizzerien und anderen, teils italienischen oder ex-jugoslawischen Restaurants sowie von Kneipen geprägt. Daneben wenige gutbürgerliche Restaurants. In der Bahnhofstraße, unweit der Fußgängerzone, findet sich das Musiklokal Treffpunkt („Treffer“), das im Sommer auch ein Gartenlokal bedient. Im Isenburg-Zentrum finden sich auch Systemgastronomie und Fastfood-Ketten. Cafés gibt es in der Bahnhofstraße und im Isenburg-Zentrum, am nördlichen Waldrand befindet sich das eher höherpreisige Café Wessinger. * {{vCard | name = Frankfurter Haus | type = restaurant | url = http://www.frankfurter-haus.de/ | address = Darmstädter Landstraße 741, Frankfurter Str. 2, 63263 Neu-Isenburg | phone = +49 (0)6102 31466 | hours = täglich 12.00 - 23.00, durchgehend warme Küche bis 21.00 Uhr | price = | lat = 50.058815 | long = 8.695293 | lastedit = 2020-12-22 | description = Gasthaus von 1702 mit Holzinterieur und großem Biergarten, hessische Küche. Leider hat sich das Restaurant in den letzten Jahren sehr zum Schlechten gewandelt und ist inzwischen völlig überteuert, zudem ist der Service hundsmiserabel. Keine Empfehlung, nicht hingehen. }} == Nachtleben == * {{vCard|type=cinema|name=Autokino Gravenbruch|url=https://autokinogravenbruch.de/|phone=+49 8151 90340|lat=50.057098|long=8.743739|description=Das Autokino Gravenbruch ist das älteste Autokino Deutschlands und eine der wenigen seiner Art auf dem europäischen Kontinent. Der Filmton wird bequem über UKW-Rundfunk ins Auto übertragen sodass man im Auto eine gewisse Privatsphäre hat.}} == Unterkunft == Aufgrund der Nähe Neu-Isenburgs zum Flughafen Frankfurt gibt es sehr viele Flughafenhotels die hauptsächlich auf Geschäftsreisende als Zielgruppe abzielen, einschließlich einem Flughafentransfer zu Ankunft und Abflug. Aus diesem Grund zählt Neu-Isenburg zu den Städten mit den meisten Übernachtungen in Hessen - 1,2% aller Hotel-Übernachtungen wurden im Jahr 2008 in Neu-Isenburg getätigt. Wie in vielen Städten und Gemeinden rund um Frankfurt sind die Hotels in Neu-Isenburg während der Messe in der Regel restlos ausgebucht. === Günstig === === Mittel === * {{vCard|type=hotel|name=Hotel ALFA|address=Frankfurter Straße 123, 63263 Neu-Isenburg|url=http://www.hotelalfa.de/|lat=50.051023|long=8.695097|phone=+49 6102 358980|price=EZ 40 €, DZ 50 €|description=}} * {{vCard|type=hotel|name=Hotel Haus Isenburg|address=Ludwigstraße 8, 63263 Neu-Isenburg|url=http://www.hotel-haus-isenburg.de/|lat=50.057677|long=8.694351|phone=+49 6102 22561|price=EZ 45-55 €, DZ 60-70 €|description=}} * {{vCard|type=hotel|name=Isenburger Hof|address=Frankfurter Straße 40, 63263 Neu-Isenburg|url=https://www.isenburger-hof.de/|lat=50.05591|long=8.69556|phone=+49 6102 35320|price=EZ 56 €, DZ 64 €|description=Preise ohne Frühstück, Frühstück kostet 6&#x202F;€ extra}} * {{vCard|type=hotel|name=Casa Hotel|address=Hermannstraße 2, 63263 Neu-Isenburg|url=https://www.casahotel.de/|lat=50.047828|long=8.687511|phone=+49 6102 22359|price=EZ 63 €, DZ 89 €|description=}} * {{vCard|type=hotel|name=Hotel Sauer Garni | subtype = 3 |address=Offenbacher Straße 83, 63263 Neu-Isenburg|url=https://www.hotel-sauer.de/|lat=50.05410|long=8.70156|phone=+49 6102 30750|price=EZ 77 €, DZ 88 €|description=}} === Gehoben === * {{vCard|type=hotel|name=Kempinski Hotel Frankfurt|subtype=5|address=Graf-zu-Ysenburg-und-Büdingen-Platz 1, 63263 Neu-Isenburg|url=https://www.kempinski.com/en/frankfurt/hotel-gravenbruch/|lat=50.056084|long=8.748216|phone=+49 (0)6102 5050|description=In diesem Luxushotel vor den Toren Frankfurts haben schon zahlreiche namhafte Personen ihre Nacht verbracht, darunter Bill Clinton, Michail Gorbatschow und Arnold Schwarzenegger. Vor Ort gibt es drei Restaurants, darunter auch das asiatisch-europäische Sra Bua das mit einem Stern im Guide Michelin ausgezeichnet ist.}} == Lernen == * {{vCard|type=library|name=Stadtbibliothek Neu-Isenburg|address=Frankfurter Straße 152|phone=+49 6102 747400|lat=50.049612|long=8.695824|hours=Di, Do 11:00-19:00; Mi, Fr 11:00-18:00; Sa 10:00-13:00|description=Die Bibliothek ist in den [http://www.bibliothekenrheinmain.de/ Bibliotheksverbund Rhein-Main] einbezogen. Die öffentlichen Bibliotheken in Frankfurt und in Offenbach können ohne Mehrkosten mitbenutzt werden, wenn man bei der Neu-Isenburger Stadtbibliothek angemeldet ist, und umgekehrt. Die Bibliothek verfügt über einen aktuellen Bestand an Büchern, audiovisuellen und Online-Medien regelmäßig werden Veranstaltungen durchgeführt; sie ist in Untersuchungen mehrfach zu den besten öffentlichen Bibliotheken Deutschlands gerechnet worden.}} ** {{vCard|type=library|name=Außenstelle Westend der Stadtbibliothek|address=Alicestraße 107|phone=+49 6102 723123|lat=50.051505|long=8.675759|hours=Di 10:00-14:00, Mi-Fr 10:00-18:00|description=}} ** {{vCard|type=library|name=Außenstelle Gravenbruch der Stadtbibliothek|address=Dreiherrnsteinplatz 3|phone=+49 6102 8107646|lat=50.060350|long=8.752778|hours=Di, Mi 14:00-18:00, Do 10:00-14:00|description=}} ** {{vCard|type=library|name=Außenstelle Zeppelinheim der Stadtbibliothek|address=Kapitän-Lehmann-Straße 2|phone=+49 69 692341|lat=50.034976|long=8.614530|hours=Di 15:00-18:00, in den Schulferien geschlossen|description=}} == Sicherheit == * {{vCard|type=police|name=Polizeistation Neu-Isenburg|address=Hugenottenallee 53|phone=+49 6102 29020|lat=50.054480|long=8.688024|description=}} == Gesundheit == Die nächsten Krankenhäuser befinden sich in [[Offenbach am Main]] sowie in [[Langen (Hessen)|Langen]]. Krankenhäuser in Frankfurt nehmen in begründeten Fällen auch Patienten aus Neu-Isenburg an. Im Notfall gibt es seit längerem keinen ärztlichen Notdienst mehr in Neu-Isenburg. Das „Ärztehaus“ ist Ende 2014 geschlossen worden. Seitdem ist der ärztliche Bereitschaftsdienst für Neu-Isenburg unter der Rufnummer 116117 zu erfragen. == Praktische Hinweise == [[File:Neu-Isenburg Rathaus 20070920.jpg|thumb|Bürgeramt]] [[Datei:Postamt Neu-Isenburg.jpg|mini|Historisches Postamt in der Hugenottenallee]] Es gibt keine offizielle zentrale Anlaufstelle für touristische Informationen. Man wird aber sicherlich in der Stadtverwaltung Hilfe zur Orientierung erhalten, das heißt im Rathaus in der Hugenottenallee&nbsp;53 oder im Bürgeramt in der Schulgasse&nbsp;1. Dort gibt es auch kostenlose Hilfsmittel. Öffentliche Toiletten findet man im Isenburg-Zentrum. Das Pfand, das beim Eintritt in die Toilettenanlage zu zahlen ist, kann über einen Coupon, den man am Einlass erhält, bei manchen Händlern im Einkaufszentrum auf den Kaufpreis angerechnet werden. Am Bahnhof besteht eine öffentliche Toilettenanlage auf dem Bahnhofsvorplatz neben den Fahrradständern. Zeitungen, die über Neu-Isenburg berichten, sind: Die [http://www.fr-online.de/kreis-offenbach/ Frankfurter Rundschau], die [https://www.op-online.de/region/neu-isenburg/ Offenbach Post], die [https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/ Frankfurter Allgemeine Zeitung] sowie die [http://www.fnp.de/rhein-main/kreise_of_gross-gerau/ Frankfurter Neue Presse] als Abonnementzeitungen in der Reihenfolge des Umfangs der Berichterstattung. Die [https://www.op-online.de/region/neu-isenburg/ Stadtpost Neu-Isenburg] (ein Ableger der Offenbach-Post) ist ein Werbeblatt mit redaktionellem Mantel, das kostenlos an die Haushalte verteilt und in der Stadtbibliothek ausgelegt wird. Eine Filiale der Postbank mit Agentur der Deutschen Post findet man in der Carl-Ulrich-Straße schräg gegenüber vom Einkaufszentrum. Außerdem gibt es eine Postagentur in der Hugenottenallee gegenüber vom Rathaus im historisch erhaltenen Postamtsgebäude. Daneben bestehen weitere Postagenturen in kleinen Geschäften, auch von anderen Anbietern. Die Postleitzahl von Neu-Isenburg lautet 63263. Die Telefonvorwahl innerhalb Deutschlands ist 06102; Zeppelinheim ist an das Frankfurter Ortsnetz angeschlossen und hat daher die Frankfurter Vorwahl 069. In der Stadtbibliothek in der Frankfurter Straße 152 sowie an weiteren Stellen im Stadtgebiet, z.&#x202F;B.&nbsp;im Isenburg-Zentrum, gibt es öffentliches WLAN. Auf der Frankfurter Straße gibt es Telefonläden für Auslandsgespräche, die auch Internetnutzung anbieten. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund bietet in den Expressbuslinien X17/X19 und rund um die Fahrkartenautomaten am Bahnhof WLAN für Fahrgäste an. Mit dem [https://www.hessen-wlan.de/de/standorte.html Hessen-WLAN] gibt es weitere öffentliche WLAN-Hotspots in Neu-Isenburg. Mängel wie z.&#x202F;B.&nbsp;Vandalismus oder defekte Straßenlaternen können über den [https://neu-isenburg.maengelmelder.dlb-aoer.de/ Sag's uns Mängelmelder] des städtischen Dienstleistungsbetriebs online gemeldet werden. == Ausflüge == Die Stadt ist zentral gelegen und gut am öffentlichen Nahverkehr angebunden, so dass sich Ausflüge in das gesamte Rhein-Main-Gebiet anbieten. Alle attraktiven Ziele sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Am schnellsten kommt man nach [[Frankfurt am Main]] und [[Offenbach am Main]]. Nach Norden sind der [[Taunus]], nach Süden [[Darmstadt]] und der [[Odenwald]] bzw. die [[Bergstraße]], nach Westen [[Wiesbaden]] und [[Mainz]], nach Osten [[Hanau]], weiterhin das bayerische [[Aschaffenburg]] die nächsten Ziele. == Literatur == * Magistrat der Stadt Neu-Isenburg (Hg.): ''Neu-Isenburg zwischen Anpassung und Widerstand. Dokumente über Lebensbedingungen und politisches Verhalten 1933–1945''. Bearbeitet und eingeleitet von Dieter Rebentisch, Angelika Raab. Neu-Isenburg. 1978. * Magistrat der Stadt Neu-Isenburg (Hg.): Heidi Fogel. ''Neu-Isenburg auf dem Weg vom Dorf zur Stadt an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert''. Zum 100. Jahrestag der Stadterhebung Neu-Isenburgs am 21. August 1894. 1994. * Werner Bremser, Alfred Harder: ''Die Entdeckung einer Idylle: Zeppelinheim.'' edition momos, Neu-Isenburg. * Peter Holle, Jutta Storck: ''Wahrlich ein gastlicher Ort – Die Neu-Isenburger Gastronomie, Geschichte und Geschichten''. Edition Momos. Neu-Isenburg. 2010. == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} {{class-3}} {{GeoData| lat= 50.05472| long= 8.69517| radius= }} {{IstInKat|Südhessen||Rhein-Main-Gebiet}} d5dpqegiah3fcgrinmebsao3kaz7ep8 1802367 1802364 2026-09-06T17:18:51Z Eduard47 17518 /* Einkaufen */ -fixe Bildgröße 1802367 wikitext text/x-wiki {{quickbar Ort | TouriInfoWeb = [https://neu-isenburg.de/ neu-isenburg.de] | TouriInfoTel = +49 (0)6102 241-100 (Bürgeramt) | Bild = }} '''Neu-Isenburg''' ist eine Stadt in [[Hessen]], unmittelbar südlich von [[Frankfurt am Main]] gelegen. == Hintergrund == {{Mapframe|50.05472|8.69517|zoom= 13|width= 300|height= 300|type=geoline}} [[File:NI-Rathaus.jpg|thumb|Das alte Neu-Isenburger Rathaus (1702–1876)]] Neu-Isenburg besteht aus drei Stadtteilen: * Die Kernstadt war ursprünglich eine 1699 gegründete Hugenottensiedlung. * Zeppelinheim wurde in den 1930er Jahren als Siedlung für die Zeppelinbesatzungen gegründet, die am Frankfurter Flughafen tätig waren. Der Stadtteil war bis 1976 eigenständig und wurde danach eingemeindet. * Gravenbruch ist eine seit 1959 errichtete Satellitenstadt. Typisch für Neu-Isenburg ist die Orientierung nach [[Frankfurt am Main|Frankfurt]], wohin man häufig zum Arbeiten und zum Einkaufen fährt. Die Stadt ist folglich durch den öffentlichen Nahverkehr gut an Frankfurt angebunden. Auch beim Mietenniveau orientiert man sich traditionell mehr an der größeren Nachbarstadt als an [[Offenbach am Main|Offenbach]] oder an den übrigen Städten im Kreis Offenbach. Neu-Isenburg ist aus der hugenottischen Tradition heraus eine tolerante und weltoffene Stadt. Dazu trägt heutzutage auch die Nähe zum [[Flughafen Frankfurt am Main|Frankfurter Flughafen]] bei, der sowohl einen Motor für die wirtschaftliche Entwicklung als auch eine Belastung durch den ständigen Fluglärm darstellt, gegen den sich viele Bürger zunehmend auflehnen. Die Stadt profitiert von der verkehrsgünstigen Lage in vielfacher Hinsicht. Die Kernstadt umfasst mit mehreren Industriegebieten umfangreiche Gewerbeansiedlungen. Es gibt „bessere“ Stadtteile, vor allem im Westen, aber keine nennenswerten sozialen Brennpunkte. Der wichtigste Trend in der Stadtentwicklung war in den letzten Jahrzehnten der Aufbau des Isenburg-Zentrums als Einkaufszentrum mit überregionaler Bedeutung, was zu einer Verschiebung des Schwerpunkts im Stadtleben von der Frankfurt zugewandten Seite nach Süden hin geführt hatte. Die Anbindung an die S-Bahn Rhein-Main war ein weiterer wichtiger Schritt. Derzeit ist geplant, eine weitere S-Bahn-Linie als [[w:Regionaltangente West|Regionaltangente West]] bis über die Stadtmitte an das Isenburg-Zentrum und darüber hinaus zum östlichen Neubaugebiet Birkengewann zu führen, wo ein Park-and-Ride-Platz eingerichtet werden soll. Ein weiterer Trend war der Abbau der chemischen Industrie, der zum Verlust vieler Arbeitsplätze geführt hatte. Neu ausgewiesen wurde das Baugebiet Birkengewann im Osten der Stadt. Nächstes Projekt ist der [https://stadtumbau.neu-isenburg.de/ Stadtumbau] der historischen Altstadt und der alten Hauptstraße, der Frankfurter Straße. == Anreise == === Mit dem Flugzeug === Der [[Flughafen Frankfurt]] liegt westlich von Neu-Isenburg. Dort gibt es mit den Linien X17/X19 (auf älteren Plänen 651 genannt) eine direkte Busverbindung vom Busbahnhof vor dem Terminal 1 nach Neu-Isenburg. Die Fahrt mit der S-Bahn ist aus dieser Richtung eher umständlich und daher weniger empfehlenswert. Die S-Bahn S8/S9 fährt über die Haltestelle Flughafen Regionalbahnhof den Frankfurter Flughafen an. Um nach Neu-Isenburg zu gelangen, muss man daher in Frankfurt am Main in die S6 oder in die Straßenbahnlinie 17 umsteigen, am besten am Frankfurter Hauptbahnhof. === Mit der Bahn === [[File:Empfangsgebäude Neu-Isenburg - Juli 2014.jpg|thumb|Bahnhof Neu-Isenburg (2014)]] Der {{Marker | name = Bahnhof Neu Isenburg | wikidata=Q323697| type = train}} befindet sich am westlichen Stadtrand, aus historischen Gründen ist er etwas außerhalb gelegen. Aktuell halten hier S-Bahnen, und zwar die Linie S6 der S-Bahn Rhein-Main, sowie die Dreieichbahn der Linie RB61. Tagsüber verkehren die S-Bahnen abwechselnd im 15-Minuten-Takt zwischen [[Darmstadt]] und [[Karben|Groß-Karben]] bzw. zwischen [[Langen (Hessen)|Langen]] und [[Friedberg (Hessen)|Friedberg]]. Am späten Abend und am Sonntag ganztägig wird Neu-Isenburg nur alle 30 Minuten bedient. Die S6 ersetzte seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2024 die frühere Andienung durch die Linien S3/S4, die seitdem am Frankfurter Südbahnhof enden. [[Datei:Neu-Isenburg Stadtgrenze S-Wagen Empfangsgebäude Waldbahn.jpg|miniatur|Straßenbahnhaltestelle Neu-Isenburg Stadtgrenze (2016)]] Seit der Fahrplanumstellung im September 2016 beginnen und enden zudem die Züge der Dreieichbahn außerhalb des Berufsverkehrs im Bahnhof Neu Isenburg. Das ist zwar für die Anreise wenig interessant, kann aber für eine Weiterfahrt in Richtung Dreieich/Rödermark/Dieburg praktisch sein. {{Rolli|grün}} Der Neu-Isenburger Bahnhof ist grundsätzlich barrierefrei zu nutzen, wenn es auch etwas umständlich sein kann. Die Gleise sind durch eine Unterführung zugänglich, die seitlich über eine recht steile kurvige Rampe zugänglich sind. Die Unterführung verbindet die Bushaltestellen Neu-Isenburg Bahnhof Ostseite und Neu-Isenburg Bahnhof Westseite. Da es keinen ausreichenden Abfluss gibt, kann es nach starken Regenfällen vorkommen, dass die Unterführung unterhalb der Bahngleise für mehrere Tage mit tiefen Pfützen unter Wasser steht. Zu den Gleisen führt ein Aufzug und zwei Treppen. Eine Rolltreppe gibt es nicht. Die Verladestation für den Autozug wurde im Oktober 2014 aufgegeben. Seit 2017 steht wieder ein Schalterdienst im Bahnhofsgebäude zur Verfügung, der vom Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) als DB-Agentur betrieben wird. Auf den Bahnsteigen gibt es zwei türkisgrüne Fahrkartenautomaten des RMV, an denen man mit Bargeld oder per Girocard bezahlen kann. Der Kauf von Fahrkarten des Fernverkehrs ist nur sehr umständlich möglich, weil dazu – wie bei allen RMV-Automaten – erst die vollständige Software der Deutschen Bahn per Mobilfunkverbindung eingespielt werden muss. Da der Vorgang oft nicht gelingt, ist es zu empfehlen, Fahrkarten für den Fernverkehr der Deutschen Bahn am Schalter zu kaufen. Der Stadtteil Zeppelinheim ist über die Linie S7 an das S-Bahn-Netz und den Frankfurter Hauptbahnhof angebunden. Im Norden ist Neu-Isenburg über die Straßenbahnhaltestelle {{Marker | name = Neu-Isenburg Stadtgrenze | type = public transport | lat = 50.059819 | long = 8.694965}} an das Frankfurter Straßenbahnnetz angebunden. Die Haltestelle befindet sich auf Frankfurter Boden, deshalb ist die Fahrt von Frankfurt hierher bzw. in umgekehrter Richtung mit dem RMV etwas billiger als zum Neu-Isenburger Bahnhof, wenn man kein Deutschlandticket oder eine andere Zeitkarte verwendet (Frankfurter Stadttarif 50; der Vorteil entfällt bei Weiterfahrt über die Stadtgrenze hinaus innerhalb Neu-Isenburgs mit den Buslinien). Fahrten, die südlich des Mains enden, sind von Neu-Isenburg aus etwas günstiger zu haben als solche in das gesamte Frankfurter Stadtgebiet. Zur Stadtgrenze verkehrt die Straßenbahn Linie 17, die vom Frankfurter Hauptbahnhof kommt und auf dieser Strecke eine Alternative zur S-Bahn darstellt. {{Rolli|grün}} Die Straßenbahnhaltestelle ist seit 2014 vollständig barrierefrei. Auch von Frankfurt Südbahnhof kann Neu-Isenburg mit der Straßenbahn erreicht werden; bei Frankfurt Louisa steigt man zur Weiterfahrt aus der Linie 14 in die Linie 17 um. Von Neu-Isenburg Stadtgrenze stehen zur Weiterfahrt in die Stadt hinein Buslinien zur Verfügung. Der Stadtteil Zeppelinheim hat einen eigenen Bahnhof: der {{Marker | name = Bahnhof Zeppelinheim | wikidata=Q801656| type = train}} wird von der S-Bahn-Linie S7 bedient. === Mit dem Bus === Die Linie 653 führt vom Frankfurter Südbahnhof nach Neu-Isenburg (und dann weiter nach Dreieich). Reist man mit einem Fernverkehrszug an, der in Frankfurt Süd hält, ist das neben der S-Bahn der schnellste Weg, um nach Neu-Isenburg zu kommen. Der Bus hält zudem mehrmals an der Frankfurter Straße, auch am Einkaufszentrum „Isenburg Zentrum“. === Auf der Straße === Neu-Isenburg ist zentral gelegen und von den Fernstraßen her gut zu erreichen. Die Anreise mit dem Auto richtet sich danach, woher man kommt: * Aus Richtung Norden oder Westen verlässt man die {{RSIGN|DE|A|3}} an der Ausfahrt {{Ausfahrt|Frankfurt-Süd|51}}. Von dort kann man über die ausgebaute {{RSIGN|DE|B|44}} unmittelbar nach Neu-Isenburg einbiegen. * Aus Richtung Süden verlässt man die {{RSIGN|DE|A|5}} an der Ausfahrt {{Ausfahrt|Zeppelinheim|23}} und fährt von dort über Landstraßen in wenigen Minuten Fahrzeit nach Neu-Isenburg *Aus Richtung Osten wechselt man im Offenbacher Kreuz auf die {{RSIGN|DE|A|661}}, dort gibt es eine eigene Ausfahrt {{Ausfahrt|Neu-Isenburg|18}}. *Landstraßen laufen in Ost-West-Richtung auf Neu-Isenburg zu. Die Nord-Süd-Anbindung erfolgt vorwiegend über die {{RSIGN|DE|B|3}} Frankfurter Straße aus Richtung [[Dreieich]] bzw. Frankfurt am Main. == Mobilität == [[File:Connex Neoplan N4516.jpg|thumb|Überregionale Buslinie bei der Anfahrt an den Bahnhof Neu-Isenburg]] Die Stadt Neu-Isenburg betreibt drei Stadtbuslinien. Das Liniennetz wurde im Sommer 2019 vollkommen neu konzipiert. Mit den Linien OF-51 und den beiden Linien OF-91/OF-92 der Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach bestehen drei Verbindungen, die die Ost-West-Richtung vom Bahnhof aus zentral über das Isenburg-Zentrum und dann weiter nach Gravenbruch bzw. ins Umland in Richtung Langen und Darmstadt bzw. Mörfelden tagsüber in einem engen Takt bedienen. Die Linie OF-52 fährt von Zeppelinheim über die im Norden gelegene Friedensallee zur Straßenbahnhaltestelle an der nördlichen Stadtgrenze, wo man in die Linie 17 umsteigen kann, und weiter zum Isenburg-Zentrum. Schnelle Expressbuslinien X17/X19 wurden vom RMV direkt zum Frankfurter Flughafen eingerichtet. Sie erschließen das Frankfurter Umland, ohne direkt nach Frankfurt hinein zu fahren. Der Busverkehr wird mittlerweile mit modernen Fahrzeugen betrieben und ist sehr zügig ausgelegt. Man braucht daher innerhalb der Stadt kein Auto mehr, sondern ist mit dem Bus, mit dem Fahrrad oder zu Fuß sehr viel schneller und direkt unterwegs. Der Fußweg vom Bahnhof zum Isenburg-Zentrum dauert etwa eine halbe Stunde, mit dem Bus braucht man etwa zehn Minuten. Es gibt auch eine direkte Verbindung OF-50 zwischen Gravenbruch und dem Frankfurter Südbahnhof. Mit der Buslinie 653 verkehrt zwischen dem Südbahnhof und dem Isenburg-Zentrum. Die städtischen Buslinien fahren an Sonn- und Feiertagen nicht; in dieser Zeit gibt es nur die Buslinien der Kreisverkehrsgesellschaft und des RMV sowie den sogenannten Hopper als On-Demand-Verkehr auf Anforderung per Telefon oder App. Der Hopper fährt an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr und kann nur digital über die eigene App bezahlt werden. Das Deutschlandticket gilt nicht bei einer Fahrt mit dem Hopper; wer es hat, erhält nur einen Rabatt auf den Fahrpreis. Die Stadtwerke Neu-Isenburg veröffentlichen auch nach dem Wegfall des gedruckten Fahrplanheftes des RMV weiterhin ein gebundenes Heftchen mit allen Fahrplänen für die Linien in der Stadt, das kostenlos verteilt wird. Es werden Niederflurbusse eingesetzt, und die Bushaltestellen in Neu-Isenburg werden nach und nach barrierefrei gestaltet. Taxistände gibt es am Bahnhof und auf der Frankfurter Straße vor dem Einkaufszentrum. Das Fahrradwegenetz ist lückenhaft, es wurde aber verbessert, bis hin zu einem Radschnellweg nach Darmstadt und einem nach Offenbach. Im Frankfurter Stadtwald findet man schon jetzt eine gute Beschilderung auch für die Fernwege. Landkarten für Radfahrer erhält man für ein geringes Entgelt oder kostenlos im Bürgerbüro des Kreishauses in [[Dietzenbach]] oder in den Mobilitätszentralen des Rhein-Main-Verkehrsverbunds RMV (ebenfalls in Dietzenbach neben dem Kreishaus), ggf. auch im Bürgeramt der Stadt Neu-Isenburg. Im Umfeld des Einkaufszentrums gibt es eine Anwohnerparkzone. Wer keine Parkerlaubnis hat, die auf Antrag von der Stadtverwaltung ausgestellt wird, ist deshalb darauf angewiesen, sein Auto in einem der beiden Parkhäuser des Einkaufszentrums einzustellen. Am Samstagnachmittag ist das Parken dort ab 16&nbsp;Uhr umsonst. Außerdem gibt es eine Tiefgarage unter der Hugenottenhalle. Wenn dort öffentliche Veranstaltungen stattfinden, kann man sein Auto im Parkhaus des Isenburg-Zentrums abends für eine Pauschale abstellen. In der Kernstadt sind mittlerweile die meisten Wegekreuzungen abgesenkt und damit barrierefrei für Kinderwagen, Rollstühle und Rollatoren befahrbar. == Sehenswürdigkeiten == === Kirchen === * {{vCard | name = Evangelisch-reformierte Kirche | type = church | wikidata = Q111020908 | address = Kirchgäßchen 5, 63263 Neu-Isenburg | description = Mit der Gründung Neu-Isenburgs im Jahr 1699 wurde schon bald ein Gotteshaus für die neu zugezogenen Siedler notwendig. Aus diesem Grund entstand am nördlichen Rand des historischen Ortskerns von 1702 bis 1706 eine Kirche aus Holz, die von der französisch-reformierten Gemeinde genutzt wurde und in der Gottesdienste zunächst ausschließlich auf Französisch, ab 1761 auch auf Deutsch abgehalten wurden. Von 1773 bis 1775 entstand eine neue Hallenkirche aus Stein anstelle der alten Holzkirche. Diese Kirche wurde 1908 durch einen Turm und Querschiff erweitert und fiel schließlich 1943 dem Bombenhagel im Zweiten Weltkrieg zum Opfer. Die heutige Kirche entstand von 1946 bis 1949 auf den Trümmern der alten Kirche, 1957/58 erhielt diese Kirche auch einen Kirchturm. Dabei wurden die wenigen noch vorhandenen Reliquien der Vorgängerkirche übernommen. Die Kirche wurde letztmals 2007 umfassend saniert. }} === Denkmäler === [[File:Neu-Isenburg Französische Schule von 1704 in der Pfarrgasse 29.JPG|thumb|Französische Schule von&nbsp;1704]] * {{vCard|type=school|name=Alte Französische Schule|address=Pfarrgasse 29|lat=50.056727|long=8.698658|description=Das historische Schulgebäude wurde 1704/05 in der Neu-Isenburger Altstadt errichtet und 2008–2010 saniert.}} === Museen === [[File:Zeppelin museum Frankfurt.jpg|thumb|Zeppelin-Museum in Zeppelinheim]] * {{vCard | name = Stadtmuseum „Haus zum Löwen“ | type = museum | wikidata = Q76634108 | address = Löwengasse 24, 63263 Neu-Isenburg | lat = 50.05665 | long = 8.69554 | phone = +49 6102 5609194 | hours = Fr 14:00–17:00, Sa, So und Feiertage 11:00–17:00 | price = Eintritt frei, um eine Spende wird gebeten | lastedit = 2025-10-31 | description = Das Haus zum Löwen wurde erstmals 1702 urkundlich erwähnt und ist eines der ältesten, noch aus der Gründungsphase stammenden Häuser in Neu-Isenburg. Bis 1918 diente das Haus als Gasthaus, anschließend als Volksküche und Notquartier, seit 1958 als Heimatmuseum. 1976 musste das Haus wegen Baufälligkeit abgerissen werden und wurde originalgetreu wiederaufgebaut. Die Ausstellung erstreckt sich über drei Etagen: im Erdgeschoss befindet sich eine Apfelweinstube, das 1. OG zeigt die Neu-Isenburger Geschichte, und das 2. OG beschäftigt sich kindgerecht mit dem wohl berühmtesten Sohn der Stadt, dem Raumfahrer [[w:Thomas Reiter|Thomas Reiter]]. }} * {{vCard | name = Zeppelin-Museum | type = museum | wikidata = Q191399 | address = Kapitän-Lehmann-Straße 2, 63263 Neu-Isenburg | directions = im Stadtteil Zeppelinheim | lat = 50.03503 | long = 8.61424 | phone = +49 069 694390 | hours = Di–Fr 14:00–17:00, Sa, So und Feiertage 11:00–17:00 | price = Eintritt frei, um eine Spende wird gebeten | lastedit = 2025-10-30 | description = Ausstellung zur Geschichte der Zeppelinschifffahrt am Frankfurter Flughafen. Das Gebäude des Museums ist als Anbau an das Bürgerhaus errichtet worden und entspricht in seiner Gestalt einem Viertel des Durchmessers des Zeppelins LZ-10. }} * {{vCard|type=museum|name=Bertha Pappenheim Haus|address=Zeppelinstraße 10|lat=50.057391|long=8.685047|phone=+49 6102 800094|hours=Mi 15:00-18:00, sonst nach Vereinbarung|price=keine angegeben|description=Ehemaliges jüdisches Kinderheim „Heim Isenburg“, in der Pogromnacht 1938 teilweise zerstört, das bis zu seiner Auflösung durch die Nationalsozialisten 1942 von Berta Pappenheim geführt wurde. Ein bedeutender Ort der jüdischen Sozialarbeit in dieser Zeit. Heute eine Seminar- und Gedenkstätte.}} === Parks === * {{vCard|type=park|name=Wald- und Spielpark|lat=50.057872|long=8.680999|description=Ein Spielplatz mitten im Wald. Im Sommer Wasserspiele. Beliebter Treffpunkt für Familien aus der ganzen Region.}} <!--=== Verschiedenes ===--> == Aktivitäten == [[Datei:FFM Jacobiweiher Uferblick von W 1.jpg|thumb|Der Jacobiweiher im Frankfurter Stadtwald]] * {{vCard|type=swimming|name=Hallenbad und Waldschwimmbad|address=Alicestraße 118|directions=im Sportpark|url=https://www.waldschwimmbad-neu-isenburg.de/|phone=+49 6102 246271|lat=50.049329|long=8.675607|hours=Freibad täglich 08:00-20:00, Hallenbad täglich 07:00-19:00|price=3,50 €|description=Hallenbad und Waldschwimmbad liegen direkt beieinander und können als eine zusammenhängende Anlage betrachtet werden. Außerdem gibt es eine Sauna und auf Anfrage auch Massagen.}} * {{vCard|type=park|name=Sportpark|lat=50.050364|long=8.672944|description=Mehrere Sportplätze mit Laufbahnen. Spielplatz.}} In der Stadthalle „Hugenottenhalle“ finden regelmäßig Konzert- und Theaterveranstaltungen statt. Da die Stadt inmitten des Frankfurter Stadtwalds liegt, gibt es ein umfangreiches Waldwegenetz, innerhalb dessen man gut laufen und Fahrrad fahren kann. Hier ist es auch möglich, Sport zu treiben. Größere Seen mit alten Baumbestand und schöner Fauna befinden sich nördlich (Jacobiweiher) und nordöstlich von Neu-Isenburg (Kesselbruchweiher). Die Weiher waren ursprünglich als Auffangbecken zur Entwässerung der Autobahn A3 angelegt worden. == Einkaufen == [[File:Isenburg Zentrum.jpg|thumb|Isenburg Zentrum (2008)]] Obwohl Neu-Isenburger regelmäßig und gerne nach Frankfurt zum Einkaufen fahren und obwohl der stationäre Handel allgemein schwächelt, hat sich in Neu-Isenburg ein teilweise engagierter Einzelhandel erhalten. * {{vCard | name = Isenburg-Zentrum | type = shop | wikidata = Q1673813 | address = Hermesstraße 4, 63263 Neu-Isenburg | phone = +49 06102 7070 | hours = Mo-Sa 10:00-20:00 | lastedit = 2025-10-26 | description = Das Isenburg-Zentrum liegt mitten im Ortskern von Neu-Isenburg und ist mit 44.000 m² Verkaufsfläche eines der großen Einkaufszentren im Rhein-Main-Gebiet mit einem überregionalen Einzugsgebiet. Es bietet Platz for 140 Ladengeschäfte aller Branchen, von Supermärkten und Drogerien über Modegeschäften bis hin zu Fastfood. Zu Fuß ist das Isenburg-Zentrum über den Haupteingang an der Frankfurter Straße und auch über zahlreiche Seiteneingänge zu erreichen. Kostenpflichtiges Parken ist im hauseigenen Parkhaus mit 1600 Stellplätzen möglich, das Isenburg-Zentrum ist aber auch sehr gut mit den Neu-Isenburger Stadtbussen zu erreichen. }} Außerdem gibt es immer noch viele kleine Geschäfte in der Frankfurter Straße nördlich der Friedhofstraße sowie in der Bahnhofstraße, die von der Frankfurter Straße bis zum Neu-Isenburger Bahnhof abzweigt und die teilweise eine etwas ruhigere Fußgängerzone ist. Dort findet jeden Samstagmorgen ein Wochenmarkt statt. == Küche == Ein typisches Neu-Isenburger Gericht ist [[w:Rippchen|Rippchen]] mit Sauerkraut und Kartoffelpüree. Zur Fastnacht wird traditionell [[w:Linseneintopf|Linsensuppe]] gegessen. [[w:Frankfurter Würstchen|Frankfurter Würstchen]], gerne mit Senf zu Kartoffelsalat und Brot oder Brötchen serviert, werden von zwei Metzgereien ausschließlich in Neu-Isenburg und [[Dreieich]] hergestellt. Aufgrund der Nähe zu Frankfurt wird auch in Neu-Isenburg bisweilen Apfelwein getrunken. Die örtliche Gastronomie ist allerdings vorwiegend von Pizzerien und anderen, teils italienischen oder ex-jugoslawischen Restaurants sowie von Kneipen geprägt. Daneben wenige gutbürgerliche Restaurants. In der Bahnhofstraße, unweit der Fußgängerzone, findet sich das Musiklokal Treffpunkt („Treffer“), das im Sommer auch ein Gartenlokal bedient. Im Isenburg-Zentrum finden sich auch Systemgastronomie und Fastfood-Ketten. Cafés gibt es in der Bahnhofstraße und im Isenburg-Zentrum, am nördlichen Waldrand befindet sich das eher höherpreisige Café Wessinger. * {{vCard | name = Frankfurter Haus | type = restaurant | url = http://www.frankfurter-haus.de/ | address = Darmstädter Landstraße 741, Frankfurter Str. 2, 63263 Neu-Isenburg | phone = +49 (0)6102 31466 | hours = täglich 12.00 - 23.00, durchgehend warme Küche bis 21.00 Uhr | price = | lat = 50.058815 | long = 8.695293 | lastedit = 2020-12-22 | description = Gasthaus von 1702 mit Holzinterieur und großem Biergarten, hessische Küche. Leider hat sich das Restaurant in den letzten Jahren sehr zum Schlechten gewandelt und ist inzwischen völlig überteuert, zudem ist der Service hundsmiserabel. Keine Empfehlung, nicht hingehen. }} == Nachtleben == * {{vCard|type=cinema|name=Autokino Gravenbruch|url=https://autokinogravenbruch.de/|phone=+49 8151 90340|lat=50.057098|long=8.743739|description=Das Autokino Gravenbruch ist das älteste Autokino Deutschlands und eine der wenigen seiner Art auf dem europäischen Kontinent. Der Filmton wird bequem über UKW-Rundfunk ins Auto übertragen sodass man im Auto eine gewisse Privatsphäre hat.}} == Unterkunft == Aufgrund der Nähe Neu-Isenburgs zum Flughafen Frankfurt gibt es sehr viele Flughafenhotels die hauptsächlich auf Geschäftsreisende als Zielgruppe abzielen, einschließlich einem Flughafentransfer zu Ankunft und Abflug. Aus diesem Grund zählt Neu-Isenburg zu den Städten mit den meisten Übernachtungen in Hessen - 1,2% aller Hotel-Übernachtungen wurden im Jahr 2008 in Neu-Isenburg getätigt. Wie in vielen Städten und Gemeinden rund um Frankfurt sind die Hotels in Neu-Isenburg während der Messe in der Regel restlos ausgebucht. === Günstig === === Mittel === * {{vCard|type=hotel|name=Hotel ALFA|address=Frankfurter Straße 123, 63263 Neu-Isenburg|url=http://www.hotelalfa.de/|lat=50.051023|long=8.695097|phone=+49 6102 358980|price=EZ 40 €, DZ 50 €|description=}} * {{vCard|type=hotel|name=Hotel Haus Isenburg|address=Ludwigstraße 8, 63263 Neu-Isenburg|url=http://www.hotel-haus-isenburg.de/|lat=50.057677|long=8.694351|phone=+49 6102 22561|price=EZ 45-55 €, DZ 60-70 €|description=}} * {{vCard|type=hotel|name=Isenburger Hof|address=Frankfurter Straße 40, 63263 Neu-Isenburg|url=https://www.isenburger-hof.de/|lat=50.05591|long=8.69556|phone=+49 6102 35320|price=EZ 56 €, DZ 64 €|description=Preise ohne Frühstück, Frühstück kostet 6&#x202F;€ extra}} * {{vCard|type=hotel|name=Casa Hotel|address=Hermannstraße 2, 63263 Neu-Isenburg|url=https://www.casahotel.de/|lat=50.047828|long=8.687511|phone=+49 6102 22359|price=EZ 63 €, DZ 89 €|description=}} * {{vCard|type=hotel|name=Hotel Sauer Garni | subtype = 3 |address=Offenbacher Straße 83, 63263 Neu-Isenburg|url=https://www.hotel-sauer.de/|lat=50.05410|long=8.70156|phone=+49 6102 30750|price=EZ 77 €, DZ 88 €|description=}} === Gehoben === * {{vCard|type=hotel|name=Kempinski Hotel Frankfurt|subtype=5|address=Graf-zu-Ysenburg-und-Büdingen-Platz 1, 63263 Neu-Isenburg|url=https://www.kempinski.com/en/frankfurt/hotel-gravenbruch/|lat=50.056084|long=8.748216|phone=+49 (0)6102 5050|description=In diesem Luxushotel vor den Toren Frankfurts haben schon zahlreiche namhafte Personen ihre Nacht verbracht, darunter Bill Clinton, Michail Gorbatschow und Arnold Schwarzenegger. Vor Ort gibt es drei Restaurants, darunter auch das asiatisch-europäische Sra Bua das mit einem Stern im Guide Michelin ausgezeichnet ist.}} == Lernen == * {{vCard|type=library|name=Stadtbibliothek Neu-Isenburg|address=Frankfurter Straße 152|phone=+49 6102 747400|lat=50.049612|long=8.695824|hours=Di, Do 11:00-19:00; Mi, Fr 11:00-18:00; Sa 10:00-13:00|description=Die Bibliothek ist in den [http://www.bibliothekenrheinmain.de/ Bibliotheksverbund Rhein-Main] einbezogen. Die öffentlichen Bibliotheken in Frankfurt und in Offenbach können ohne Mehrkosten mitbenutzt werden, wenn man bei der Neu-Isenburger Stadtbibliothek angemeldet ist, und umgekehrt. Die Bibliothek verfügt über einen aktuellen Bestand an Büchern, audiovisuellen und Online-Medien regelmäßig werden Veranstaltungen durchgeführt; sie ist in Untersuchungen mehrfach zu den besten öffentlichen Bibliotheken Deutschlands gerechnet worden.}} ** {{vCard|type=library|name=Außenstelle Westend der Stadtbibliothek|address=Alicestraße 107|phone=+49 6102 723123|lat=50.051505|long=8.675759|hours=Di 10:00-14:00, Mi-Fr 10:00-18:00|description=}} ** {{vCard|type=library|name=Außenstelle Gravenbruch der Stadtbibliothek|address=Dreiherrnsteinplatz 3|phone=+49 6102 8107646|lat=50.060350|long=8.752778|hours=Di, Mi 14:00-18:00, Do 10:00-14:00|description=}} ** {{vCard|type=library|name=Außenstelle Zeppelinheim der Stadtbibliothek|address=Kapitän-Lehmann-Straße 2|phone=+49 69 692341|lat=50.034976|long=8.614530|hours=Di 15:00-18:00, in den Schulferien geschlossen|description=}} == Sicherheit == * {{vCard|type=police|name=Polizeistation Neu-Isenburg|address=Hugenottenallee 53|phone=+49 6102 29020|lat=50.054480|long=8.688024|description=}} == Gesundheit == Die nächsten Krankenhäuser befinden sich in [[Offenbach am Main]] sowie in [[Langen (Hessen)|Langen]]. Krankenhäuser in Frankfurt nehmen in begründeten Fällen auch Patienten aus Neu-Isenburg an. Im Notfall gibt es seit längerem keinen ärztlichen Notdienst mehr in Neu-Isenburg. Das „Ärztehaus“ ist Ende 2014 geschlossen worden. Seitdem ist der ärztliche Bereitschaftsdienst für Neu-Isenburg unter der Rufnummer 116117 zu erfragen. == Praktische Hinweise == [[File:Neu-Isenburg Rathaus 20070920.jpg|thumb|Bürgeramt]] [[Datei:Postamt Neu-Isenburg.jpg|mini|Historisches Postamt in der Hugenottenallee]] Es gibt keine offizielle zentrale Anlaufstelle für touristische Informationen. Man wird aber sicherlich in der Stadtverwaltung Hilfe zur Orientierung erhalten, das heißt im Rathaus in der Hugenottenallee&nbsp;53 oder im Bürgeramt in der Schulgasse&nbsp;1. Dort gibt es auch kostenlose Hilfsmittel. Öffentliche Toiletten findet man im Isenburg-Zentrum. Das Pfand, das beim Eintritt in die Toilettenanlage zu zahlen ist, kann über einen Coupon, den man am Einlass erhält, bei manchen Händlern im Einkaufszentrum auf den Kaufpreis angerechnet werden. Am Bahnhof besteht eine öffentliche Toilettenanlage auf dem Bahnhofsvorplatz neben den Fahrradständern. Zeitungen, die über Neu-Isenburg berichten, sind: Die [http://www.fr-online.de/kreis-offenbach/ Frankfurter Rundschau], die [https://www.op-online.de/region/neu-isenburg/ Offenbach Post], die [https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/ Frankfurter Allgemeine Zeitung] sowie die [http://www.fnp.de/rhein-main/kreise_of_gross-gerau/ Frankfurter Neue Presse] als Abonnementzeitungen in der Reihenfolge des Umfangs der Berichterstattung. Die [https://www.op-online.de/region/neu-isenburg/ Stadtpost Neu-Isenburg] (ein Ableger der Offenbach-Post) ist ein Werbeblatt mit redaktionellem Mantel, das kostenlos an die Haushalte verteilt und in der Stadtbibliothek ausgelegt wird. Eine Filiale der Postbank mit Agentur der Deutschen Post findet man in der Carl-Ulrich-Straße schräg gegenüber vom Einkaufszentrum. Außerdem gibt es eine Postagentur in der Hugenottenallee gegenüber vom Rathaus im historisch erhaltenen Postamtsgebäude. Daneben bestehen weitere Postagenturen in kleinen Geschäften, auch von anderen Anbietern. Die Postleitzahl von Neu-Isenburg lautet 63263. Die Telefonvorwahl innerhalb Deutschlands ist 06102; Zeppelinheim ist an das Frankfurter Ortsnetz angeschlossen und hat daher die Frankfurter Vorwahl 069. In der Stadtbibliothek in der Frankfurter Straße 152 sowie an weiteren Stellen im Stadtgebiet, z.&#x202F;B.&nbsp;im Isenburg-Zentrum, gibt es öffentliches WLAN. Auf der Frankfurter Straße gibt es Telefonläden für Auslandsgespräche, die auch Internetnutzung anbieten. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund bietet in den Expressbuslinien X17/X19 und rund um die Fahrkartenautomaten am Bahnhof WLAN für Fahrgäste an. Mit dem [https://www.hessen-wlan.de/de/standorte.html Hessen-WLAN] gibt es weitere öffentliche WLAN-Hotspots in Neu-Isenburg. Mängel wie z.&#x202F;B.&nbsp;Vandalismus oder defekte Straßenlaternen können über den [https://neu-isenburg.maengelmelder.dlb-aoer.de/ Sag's uns Mängelmelder] des städtischen Dienstleistungsbetriebs online gemeldet werden. == Ausflüge == Die Stadt ist zentral gelegen und gut am öffentlichen Nahverkehr angebunden, so dass sich Ausflüge in das gesamte Rhein-Main-Gebiet anbieten. Alle attraktiven Ziele sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Am schnellsten kommt man nach [[Frankfurt am Main]] und [[Offenbach am Main]]. Nach Norden sind der [[Taunus]], nach Süden [[Darmstadt]] und der [[Odenwald]] bzw. die [[Bergstraße]], nach Westen [[Wiesbaden]] und [[Mainz]], nach Osten [[Hanau]], weiterhin das bayerische [[Aschaffenburg]] die nächsten Ziele. == Literatur == * Magistrat der Stadt Neu-Isenburg (Hg.): ''Neu-Isenburg zwischen Anpassung und Widerstand. Dokumente über Lebensbedingungen und politisches Verhalten 1933–1945''. Bearbeitet und eingeleitet von Dieter Rebentisch, Angelika Raab. Neu-Isenburg. 1978. * Magistrat der Stadt Neu-Isenburg (Hg.): Heidi Fogel. ''Neu-Isenburg auf dem Weg vom Dorf zur Stadt an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert''. Zum 100. Jahrestag der Stadterhebung Neu-Isenburgs am 21. August 1894. 1994. * Werner Bremser, Alfred Harder: ''Die Entdeckung einer Idylle: Zeppelinheim.'' edition momos, Neu-Isenburg. * Peter Holle, Jutta Storck: ''Wahrlich ein gastlicher Ort – Die Neu-Isenburger Gastronomie, Geschichte und Geschichten''. Edition Momos. Neu-Isenburg. 2010. == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} {{class-3}} {{GeoData| lat= 50.05472| long= 8.69517| radius= }} {{IstInKat|Südhessen||Rhein-Main-Gebiet}} 5j7j1vrvtl1v7nmbhzmjbklnwezhfqf Le Moule 0 21280 1802373 1553027 2026-09-06T18:22:17Z Benreis 362 /* Strände */ 1802373 wikitext text/x-wiki {{quickbar Ort | TouriInfoTel= (0)590 238903 }} '''Le Moule''' ([[w:Guadeloupe-Kreolisch|kreolisch]]: '''Moul''') ist eine Gemeinde in [[Guadeloupe]]. == Hintergrund == Im Jahre 1635 kamen die ersten Franzosen hierher, schriftliche Aufzeichnungen gibt es seit 1698, sie nennen den Ort an der Ostseite der Bucht Portland. Erst im 18. Jahrhundert wurde an der Westseite eine Mole gebaut, die dem Ort den heutigen Namen gab. In der Folge wurde dies der wichtigste Handelshafen mit Verbindungen bis nach Frankreich. Von der Atlantikküste sind es 14&#x202F;km nach Saint-Francois. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zählte man im Le Moule 8.047 Bewohner, davon waren 7.066 Sklaven. Bis zur Abschaffung der Sklaverei führten die Plantagenbesitzer ein aussergewöhnlich unabhängiges Leben in großem Wohlstand. Im Jahr 1901 gab es statt 100 Zuckermühlen und Distillen nur noch vier: Duchassaing, Gardel, Marly und Zévallos. Der heutige Hafen hat nur noch einen Kai von 22&#x202F;m Länge und einen Landungssteg von 55 m. Feuer zerstörten in den Jahren 1873, 1897, 1901 und 1908 Teile des Ortest, Wirbelstürme richteten 1899 und 1928 Schäden an. Der letzte schwere Sturm war „Hugo“ im Jahre 1989. Heute arbeiten dort noch zwei Zuckerfabriken. Wenige Kilometer außerhalb des Ortes findet man das Archäologische Museum Edgard Clerc, an der Straße D 101 befindet sich die Rumbrennerei Bellevue. Für das Ortszentrum am Hafen, den Stadtteil Damencourt mit dem Boulevard Maritime, gibt es ein größeres Investitions- und Sanierungsprogramm. === Strände === * {{vCard|type=beach |name=Plage de l´Autre Bord |address=|phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Langer, schattiger Strand, mit feinem, goldgelben Sand und einigen Strandbars. Der Wellengang kann stark sein, ist aber nicht gefährlich, weil es vorgelagerte Riffe gibt. Besonders an Wochenenden kommen viele Besucher zum Picknick und Campen.}} * {{vCard|type=beach |name=Plage de la Baie du Moule |address=|phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=Öffentlicher Strand neben der Straße. Das Meer wird schnell tief, der Strand ist gut geeignet für Surfer.}} == Anreise == === Auf der Straße === * Regelmäßiger Busverkehr findet in der Zeit von 6.00 bis 18.00 Uhr statt. * Abfahrten der Busse nach Saint-Francois vom Boulevard Rougé. * Abfahrten der Busse nach Pointe-a-Pitre über Morne-a-l’Eau vom Busterminal Gare Routière in der Rue Saint-Jean. == Mobilität == === Mietwagen === * {{vCard|type=car rental |name=Emeraude & Diamonds |address=Lotissement Morel |phone=(0)590 235267 |email=|fax=(0)590 231066|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=car rental |name=Loc`Evasion |address=La Baie |phone=(0)590 236678 |email=|fax=(0)590 236678 |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=car rental |name=Euro Antilles Cars |address=La Baie |phone=(0)590 236012 |email=|fax=(0)590 234799 |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} == Sehenswürdigkeiten == * {{vCard|type=see |name=Rathaus |address=|phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Das Rathaus wurde nach dem Wirbelsturm von 1928 nach Plänen von Ali Tur neu erbaut.}} * {{vCard|type=church |name=Eglise St.-Jean Baptiste |address=|phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Die Kirche Eglise St.-Jean Baptiste auf dem zentralen Platz im Ortszentrum wurde zwischen 1840 und 1850 in der Form eines lateinischen Kreuzes in neoklassizistischem Stil erbaut.}} * {{vCard|type=see |name=Wisoski |address=|phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Das Wisoski liegt am Eingang zu Hafen. Es war eine Lagerhalle des Militärs, wird zurzeit renoviert. Der Name geht zurück auf einen polnischen Militärchef, der zum Zeitpunkt des Bauens dort stationiert war.}} * {{vCard|type=see |name=Befestigungsanlagen |address=|phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Auf beiden Seiten der Bucht findet man noch heute Befestigungsanlagen mit seinen Kanonen, Schießpulver Fabriken und Munitionsbunker in Zentrumsnähe.}} * {{vCard|type=see |name=Distillerie Damoiseau |address=RD 101, Bellevue |phone=(0)590 234710 |email=|fax=(0)590 234850 |url=|hours=Mo + Sa 7.00 – 14.00 Uhr |price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=see |name=L`Usine Gardel |address=|phone=(0)590 233775 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Dies ist die letzte Zuckerfabrik im Betrieb, sie wurde 1870 erbaut.}} * {{vCard|type=museum |name=Musée Edgar Clerc |address=Parc de la Rosette, Route de la Rosette |phone=(0)590 235757 |email=|fax=|url=|hours=Mo – So 9.00 – 17.00 Uhr |price=|lat=|long=|lastedit=|description=Geschichtsmuseum.}} == Aktivitäten == === Hahnenkämpfe === * {{vCard|type=do |name=Pitt à Coq |address=Belair |phone=(0)590 242370 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} === Kajaks === * {{vCard|type=do |name=Agency for Arts and Sports (OMACS) |address=Boulevard Rougé, Moule |phone=(0)590 230272 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat= |long=|lastedit=|description=}} == Einkaufen == * {{vCard|type=shop |name=La Ramure |address=60 rue Sainte-Anne |phone=(0)590 235211 |email=|fax=(0)590 234950 |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Buchhandel.}} * {{vCard|type=shop |name=Marktplatz |address=Le Bourg |phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=shop |name=Obsession |address=60 Chemin Departemental N 115 |phone=(0)590 237532 |email=|fax=(0)590 237536 |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=Parfümerie.}} == Küche == * {{vCard| type = restaurant 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Durchgehend ist er nur als "Historischer Wanderweg ⊥" markiert und besitzt keine eigene Ausschilderung. Er ist Teil der [[Tour de Chattengau]] und des [[Chattengauweg]]s. Bis Juli 2023 führte der [[Eder-Radweg]] zwischen Grifte und Haldorf über den Bahntrassenradweg. == Streckenprofil == [[File:Ehemaliges Bahnhofsgebäude Grifte.JPG|thumb|250px|Ehemaliges Bahnhofsgebäude von Grifte]] {{Scroll Gallery |title = Grifte - Haldorf |width = 250 |maxHeight= 250 |File:Heidholzweg Edermünde Grifte.JPG|Historischer Wanderweg ⊥ südlich von Grifte (links der Main-Weser-Bahn) |File:Heidholz Edermünde Grifte.JPG|Historischer Wanderweg ⊥ im Heidholz |File:Eder-Radweg Edermünde Grifte.JPG|Asphaltierter Eder-Radweg südlich von Grifte (rechts der Main-Weser-Bahn) |File:Bahntrasse Grifte Haldorf.JPG|Auf der ehemaligen Bahntrasse stetig bergauf aus dem Edertal heraus |File:Bahntrasse Haldorf Rastplatz.JPG|Rastplatz auf Höhe des ehemaligen Haltepunktes Haldorf }} *'''Länge:''' 8&#x202F;km *'''Ausschilderung:''' Durchgängig als "Historischer Wanderweg ⊥". Der Radweg selbst besitzt keine Ausschilderung. *'''Steigungen:''' Durchgehender Anstieg von Grifte hinauf bis zum Kasseler Kreuz kurz vor [[Gudensberg]]. *'''Wegzustand:''' Zwischen Grifte und Haldorf geschottert, zwischen Haldorf und Gudensberg asphaltiert. *'''Verkehrsbelastung:''' Keine. Es werden nur zwei stärker befahrene Straßen überquert. An der sehr stark befahrenen Bundesstraße 254 in Dissen gibt es eine Verkehrsinsel, so dass man hier recht sicher die Straße queren kann. *'''Geeignetes Fahrrad:''' Normales Fahrrad mit 3 Gängen ist ausreichend, besser sind aber mehr Gänge, besonders bei Weiterfahrt in den Chattengau. *'''Familieneignung:''' Der Radweg ist, da weitestgehend abseits größerer Straßen verlaufend, durchgehend für Familien geeignet. *'''Inlinereignung:''' Nur zwischen Haldorf und [[Gudensberg]]. Zwischen Haldorf und Grifte muss man auf die parallel zum Bahntrassenradweg verlaufende Wanderroute Ederhöhenweg (E) ausweichen. == Hintergrund == [[File:Kleinbahn rw grifte gudensberg talblick richtung osten vor gudensberg ds wmc 10 05 2013.jpg|thumb|250px|Panoramablick vom Bahntrassenradweg auf Dissen und den Lotterberg]] Die ''Bahnstrecke Grifte–Gudensberg'' war eine 7,72&#x202F;km lange Nebenbahnstrecke von [[Edermünde]]-Grifte nach [[Gudensberg]]. Sie war von 1899 bis 1979 in Betrieb und wurde durch die Grifte-Gudensberger Kleinbahn- und Kraftwagen-AG, bzw. ab 1965 die Deutsche Bundesbahn betrieben. Der Personenverkehr auf der Bahnstrecke Grifte–Gudensberg wurde zum 31. Dezember 1954 eingestellt, am 31. Januar 1979 erfolgte die Einstellung des Güterverkehres. Die Gleise wurden um 1980 abgebaut. == Vorbereitung == [[Bild:Fritzlar_marktplatz_d_schmidt_wv_06_2006.jpg|mini|Fritzlar: Marktplatz mit Fachwerkbauten]] Der Bahnradweg lässt sich gut in die folgende attraktive '''Tagesrundtour''' einbauen: * Tourstart am {{Marker | name = Bahnhof Edermünde-Grifte | type= rail | wikidata = Q116016904|url = https://www.bahnhof.de/edermuende-grifte}}. * '''Kleinbahnradweg''' hinauf nach {{Marker | name = Gudensberg | type= city | wikidata = Q558498}}. * Hügelig, aber aussichtsreich durch den Chattengau in die Fachwerkstadt {{Marker | name = Fritzlar | type= city | wikidata = Q492503}}. Bei Werkel wurde als Lückenschluss ein Straßenbegleitender Radweg errichtet. Wer möchten kann auch weiter die unbeschilderte Feldwegroute nutzen (über bze. siehe auch ADFC Regionalkarte Kassel / Nordhessen). * auf dem Ederradweg zum {{Marker | name = Bahnhof Wabern| type= rail | wikidata = Q9369596|url = https://www.bahnhof.de/wabern-bz-kassel}}, hier optionales Tourenende. * Oder die Runde über den Eder-Radweg zurück nach Wabern schließen. Unterwegs kommt man noch an {{Marker | name = Felsberg | type= city | wikidata = Q1481}} vorbei. Entfernungen: * Bis Bahnhof Wabern: 28{{nnbsp}}km * komplette Runde: 48{{nnbsp}}km Wer überregional anreist startet die Runde am Besten am Bahnhof Wabern. Hier halten auch die RE von Kassel nach Frankfurt. == Anreise == {{Scroll Gallery |title = Haldorf - Gudensberg |width = 250 |maxHeight= 250 |File:Bahntrasse Haldorf Spielplatz.JPG|Spielplatz in Haldorf direkt an der ehemaligen Bahntrasse |File:Bahntrasse Haldorf Dissen.JPG|Aussichtspunkt mit Holzliegen zwischen Haldorf und Dissen |File:Bahntrasse Dissen Haltepunkt.JPG|Bahntrasenradweg auf Höhe des ehemaligen Haltepunktes Dissen |File:Bahntrasse Tretbecken Barfußpfad.JPG|Rastplatz mit Tretbecken und Barfußpfad zwischen Dissen und Gudensberg |File:Bahntrasse Sattel Kasseler Kreuz.JPG|Rückblick auf den höchsten Punkt der Bahnstrecke am Kasseler Kreuz }} === Mit Öffentlichen Verkehrsmitteln === In [[Edermünde]]-Grifte befindet sich ein Bahnhof der Bahnstrecke [[Kassel]]-[[Frankfurt am Main]] ([http://www.nvv.de/fileadmin/nvv/download/fahrplaene/RE30-RE98.pdf KBS 620]). Nur drei Kilometer vom Startpunkt in Grifte entfernt ist zudem der Bahnhof von [[Guxhagen]] ([http://www.nvv.de/fileadmin/nvv/download/fahrplaene/R5-RT5.pdf KBS 610]). [[Gudensberg]] wird von mehreren Buslinien angefahren, unter anderem von den Buslinien 403 (nach [[Niedenstein]] und [[Baunatal]]) und 500 ([[Kassel]]-[[Fritzlar]]-[[Bad Wildungen]]). Unweit vom ehemaligen Bahnhof Gudensberg entfernt befindet sich die {{Bus}} [https://hms-nvv.etc-consult.de/nvv_hms/hstdatenblatt?id_hstteil=938 Rathaus]. === Mit dem Fahrrad === Von [[Kassel]] kommend fährt man auf dem [[Fulda-Radweg]] bis nach [[Baunatal]]-Guntershausen und weiter auf dem [[Eder-Radweg]] bis nach [[Edermünde]]-Grifte. Weiter kann man auch von [[Guxhagen]] aus auf der alten Wegführung des [[Eder-Radweg]]s (R10) nach Grifte radeln. Verbindet man den [[Bahntrassenradwege|Bahntrassenradweg]], den [[Chattengauweg]] (R21) und den [[Eder-Radweg]] miteinander erhält man eine circa 47 Kilometer lange Rundtour von [[Edermünde]]-Grifte aus über [[Gudensberg]], [[Fritzlar]], [[Wabern (Hessen)|Wabern]] und [[Felsberg (Hessen)|Felsberg]]. == Streckenbeschreibung == [[File:Bahnhof-Gudensberg.jpg|thumb|250px|Ehem. Bahnhofsgebäude Gudensberg]] Der Kleinbahn-Radweg Grifte–Gudensberg verläuft größtenteils auf der ehemaligen Bahntrasse der Bahnstrecke Grifte–Gudensberg, die teilweise asphaltiert, teilweise aber geschottert ist. Einzig bei Grifte gibt es einen Abschnitt abseits der ehemaligen Bahntrasse. Für eine detaillierte Radwanderkarte bitte einfach auf die POI's klicken, die einen sofort an die beschriebene Position leiten. === Grifte - Gudensberg === Vom {{marker|type= see|lat= 51.20995|long= 9.44859|name= Bahnhofsgebäude Grifte}} fährt man auf einem asphaltierten Wirtschaftsweg zusammen mit dem [[Eder-Radweg]] bis zur Unterführung der Main-Weser-Bahn. Alternativ könnte man auch dem unbefestigten "Historischen Wanderweg ⊥" durch das Heidholz folgen. Anschließend folgt nach einer Spitzkehre am {{marker|type= see|lat=51.20104|long= 9.45206|name= Abzweig Historischer Wanderweg ⊥}} der Anstieg auf der ehemaligen Bahntrasse durch den Wald im schattigen Prallhang der Eder hinauf nach Haldorf. Hinter dem früheren Haltepunkt zweigt der [[Eder-Radweg]] nach [[Felsberg (Hessen)]] und [[Wabern (Hessen)|Wabern]] ab. Vorbei an dem {{marker|type=playground|lat=51.19895|long=9.43203|name=Spielplatz Haldorf}} verlässt man Haldorf wieder und fährt nun zusammen mit der [[Tour de Chattengau]] (von [[Niedenstein]]) an einem kleinen Rastplatz mit schöner Aussicht in das Edertal vorbei nach Dissen. Nur wenige Meter hinter dem ehemaligen Haltepunkt, zu erkennen an der Bahnsteigkante direkt am [[Bahntrassenradwege|Bahntrassenradweg]], muss die stark befahrene {{marker|type= see|lat= 51.19392|long= 9.41109|name= Bundesstraße 254}} über eine Fußgängerinsel überquert werden. Nachdem auch die Deuter Straße überquert wurde radelt man nun auch zusammen mit dem [[Chattengauweg]] (von [[Baunatal]]) südlich des unter Kletterern bekannten Scharfenstein entlang und erreicht eine {{marker|type=barefoot path, Kneipp facility|lat=51.18724|long=9.39545|name=Wassertretanlage mit Schutzhütte und Barfußpfad}} . Wenig später kommt man zum [[w:Kasseler Kreuz (Gudensberg)|Kasseler Kreuz]], dem höchsten Punkt der Bahnstrecke und fährt an der ehemaligen Verladerampe des Steinbruches Gudensberg vorbei über eine Fahrradstraße nach [[Gudensberg]] hinnein. Über ein kurzes Stück Kopfsteinpflaster erreicht man das alte {{marker|type= see|lat= 51.18105|long= 9.36887|name= Bahnhofsgebäude Gudensberg}} Bahnhofsgebäude, das heute als Jugendhaus genutzt wird. == Sicherheit == Auch beim Radwandern kann ein Fahrradhelm die Schwere von Kopfverletzungen bei Stürzen entscheidend mindern. [[Checkliste Ausrüstung auf Radreisen#Fahrradhelm|Weitere Infos zum Helm siehe hier]]. == Weiter geht's == [[File:Gudensberg Obernburg.jpg|thumb|Auf der Obernburg bei Gudensberg]] [[File:Gudensberg Obernburg unten.jpg|thumb|Obernburg bei Gudensberg]] === Chattengau === Als [[Chattengau und Schwalm-Eder-Aue|Chattengau]] wird die meist offene und durch bewaldete Basaltkuppen geprägte Landschaft zwischen [[Kassel]] und [[Fritzlar]] bezeichnet. Im Osten und Süden wird sie durch die Eder, im Westen und Norden durch größere Wälder begrenzt. Heute werden im Chattengau meist Getreide, Raps, Zuckerrüben (Zuckerfabrik in [[Wabern (Hessen)|Wabern]]) und Kohl (Firma Hengstenberg in [[Fritzlar]]) angebaut. Zur Weiterfahrt mit dem Rad in den Chattengau einfach dem [[Chattengauweg]], ausgeschildert als R21, folgen, der bis zum Bahnhof nach [[Fritzlar]] ([http://www.nvv.de/fileadmin/nvv/download/fahrplaene/R39.pdf KBS 621]) verläuft. Bei Dorla wird der [[Chattengauweg]] vom [[Chattengau-Fulda-Weg]] (R12) gekreuzt. == Literatur == * '''ADFC-Regionalkarte Kassel / Nordhessen''' 1:75000, {{ISBN|978-3-96990-109-0}} (7. Auflage 2022). Stand 02-2026 ist die Karte auch digital in der ADFC-Karten-App für Android und IPhone erhältlich. ältere Radwanderkarten in größerem Maßstab: * '''Rad- und Wanderkarte Naturpark Habichtswald''' - Maßstab 1:35 000, {{ISBN|978-3-86973-031-8}}, 4,50 €, herausgegeben von der Kartographischen Kommunalen Verlagsgesellschaft mbH (2011). * '''HR Naturpark Habichtswald / Reinhardswald''' - Topographische Freizeitkarte 1:50 000, {{ISBN|978-3-89446-319-9}}, 9,50 €, gemeinschaftlich herausgegeben vom Hessisch-Waldeckischen Gebirgs- und Heimatverein e.V. und dem Hessischen Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation (2012). * '''KB Kurhessisches Bergland''' Schwalm-Eder-Kreis - Topographische Freizeitkarte 1:50 000, {{ISBN|978-3-89446-296-3}}, 9,50 €, gemeinschaftlich herausgegeben vom Touristik Service Kurhessisches Bergland e.V., Kreisausschuss des Schwalm-Eder-Kreis und dem Hessischen Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation (2008). {{IstIn|Radrouten in Hessen}} [[Kategorie:Radwege in Hessen]] [[Kategorie:Radrouten in Deutschland gesamt]] {{class-4}} ntdetkr8lc2pl4389fm1o37o6xup5p5 1802349 1802348 2026-09-06T15:34:37Z Dirk Schmidt 15181 /* Mit Öffentlichen Verkehrsmitteln */ 1802349 wikitext text/x-wiki {{Radweg|kat=Radwege in Hessen}} [[File:Wanderwegweiser Dissen Haltepunkt.JPG|thumb|250px|Wanderwegweiser in Dissen am Radweg (u.a. des Historischen Wanderweges ⊥)]] Der Bahntrassenradweg auf der ehemaligen '''Kleinbahn Grifte–Gudensberg''' ''(kein offizieller Titel)'' ist ein landschaftlich sehr attraktiver, aber eher unbekannter [[Bahntrassenradwege|Bahntrassenradweg]]. Durchgehend ist er nur als "Historischer Wanderweg ⊥" markiert und besitzt keine eigene Ausschilderung. Er ist Teil der [[Tour de Chattengau]] und des [[Chattengauweg]]s. Bis Juli 2023 führte der [[Eder-Radweg]] zwischen Grifte und Haldorf über den Bahntrassenradweg. == Streckenprofil == [[File:Ehemaliges Bahnhofsgebäude Grifte.JPG|thumb|250px|Ehemaliges Bahnhofsgebäude von Grifte]] {{Scroll Gallery |title = Grifte - Haldorf |width = 250 |maxHeight= 250 |File:Heidholzweg Edermünde Grifte.JPG|Historischer Wanderweg ⊥ südlich von Grifte (links der Main-Weser-Bahn) |File:Heidholz Edermünde Grifte.JPG|Historischer Wanderweg ⊥ im Heidholz |File:Eder-Radweg Edermünde Grifte.JPG|Asphaltierter Eder-Radweg südlich von Grifte (rechts der Main-Weser-Bahn) |File:Bahntrasse Grifte Haldorf.JPG|Auf der ehemaligen Bahntrasse stetig bergauf aus dem Edertal heraus |File:Bahntrasse Haldorf Rastplatz.JPG|Rastplatz auf Höhe des ehemaligen Haltepunktes Haldorf }} *'''Länge:''' 8&#x202F;km *'''Ausschilderung:''' Durchgängig als "Historischer Wanderweg ⊥". Der Radweg selbst besitzt keine Ausschilderung. *'''Steigungen:''' Durchgehender Anstieg von Grifte hinauf bis zum Kasseler Kreuz kurz vor [[Gudensberg]]. *'''Wegzustand:''' Zwischen Grifte und Haldorf geschottert, zwischen Haldorf und Gudensberg asphaltiert. *'''Verkehrsbelastung:''' Keine. Es werden nur zwei stärker befahrene Straßen überquert. An der sehr stark befahrenen Bundesstraße 254 in Dissen gibt es eine Verkehrsinsel, so dass man hier recht sicher die Straße queren kann. *'''Geeignetes Fahrrad:''' Normales Fahrrad mit 3 Gängen ist ausreichend, besser sind aber mehr Gänge, besonders bei Weiterfahrt in den Chattengau. *'''Familieneignung:''' Der Radweg ist, da weitestgehend abseits größerer Straßen verlaufend, durchgehend für Familien geeignet. *'''Inlinereignung:''' Nur zwischen Haldorf und [[Gudensberg]]. Zwischen Haldorf und Grifte muss man auf die parallel zum Bahntrassenradweg verlaufende Wanderroute Ederhöhenweg (E) ausweichen. == Hintergrund == [[File:Kleinbahn rw grifte gudensberg talblick richtung osten vor gudensberg ds wmc 10 05 2013.jpg|thumb|250px|Panoramablick vom Bahntrassenradweg auf Dissen und den Lotterberg]] Die ''Bahnstrecke Grifte–Gudensberg'' war eine 7,72&#x202F;km lange Nebenbahnstrecke von [[Edermünde]]-Grifte nach [[Gudensberg]]. Sie war von 1899 bis 1979 in Betrieb und wurde durch die Grifte-Gudensberger Kleinbahn- und Kraftwagen-AG, bzw. ab 1965 die Deutsche Bundesbahn betrieben. Der Personenverkehr auf der Bahnstrecke Grifte–Gudensberg wurde zum 31. Dezember 1954 eingestellt, am 31. Januar 1979 erfolgte die Einstellung des Güterverkehres. Die Gleise wurden um 1980 abgebaut. == Vorbereitung == [[Bild:Fritzlar_marktplatz_d_schmidt_wv_06_2006.jpg|mini|Fritzlar: Marktplatz mit Fachwerkbauten]] Der Bahnradweg lässt sich gut in die folgende attraktive '''Tagesrundtour''' einbauen: * Tourstart am {{Marker | name = Bahnhof Edermünde-Grifte | type= rail | wikidata = Q116016904|url = https://www.bahnhof.de/edermuende-grifte}}. * '''Kleinbahnradweg''' hinauf nach {{Marker | name = Gudensberg | type= city | wikidata = Q558498}}. * Hügelig, aber aussichtsreich durch den Chattengau in die Fachwerkstadt {{Marker | name = Fritzlar | type= city | wikidata = Q492503}}. Bei Werkel wurde als Lückenschluss ein Straßenbegleitender Radweg errichtet. Wer möchten kann auch weiter die unbeschilderte Feldwegroute nutzen (über bze. siehe auch ADFC Regionalkarte Kassel / Nordhessen). * auf dem Ederradweg zum {{Marker | name = Bahnhof Wabern| type= rail | wikidata = Q9369596|url = https://www.bahnhof.de/wabern-bz-kassel}}, hier optionales Tourenende. * Oder die Runde über den Eder-Radweg zurück nach Wabern schließen. Unterwegs kommt man noch an {{Marker | name = Felsberg | type= city | wikidata = Q1481}} vorbei. Entfernungen: * Bis Bahnhof Wabern: 28{{nnbsp}}km * komplette Runde: 48{{nnbsp}}km Wer überregional anreist startet die Runde am Besten am Bahnhof Wabern. Hier halten auch die RE von Kassel nach Frankfurt. == Anreise == {{Scroll Gallery |title = Haldorf - Gudensberg |width = 250 |maxHeight= 250 |File:Bahntrasse Haldorf Spielplatz.JPG|Spielplatz in Haldorf direkt an der ehemaligen Bahntrasse |File:Bahntrasse Haldorf Dissen.JPG|Aussichtspunkt mit Holzliegen zwischen Haldorf und Dissen |File:Bahntrasse Dissen Haltepunkt.JPG|Bahntrasenradweg auf Höhe des ehemaligen Haltepunktes Dissen |File:Bahntrasse Tretbecken Barfußpfad.JPG|Rastplatz mit Tretbecken und Barfußpfad zwischen Dissen und Gudensberg |File:Bahntrasse Sattel Kasseler Kreuz.JPG|Rückblick auf den höchsten Punkt der Bahnstrecke am Kasseler Kreuz }} === Mit Öffentlichen Verkehrsmitteln === In [[Edermünde]]-Grifte befindet sich in der Bahnstrecke [[Kassel]]-[[Frankfurt am Main]] der Bahnhof {{Marker | name = Bahnhof Edermünde-Grifte | type= rail | wikidata = Q116016904 |url = https://www.bahnhof.de/edermuende-grifte}}. Nur drei Kilometer vom Startpunkt in Grifte entfernt ist zudem der Bahnhof von {{Marker | name = Bahnhof Guxhagen | type= rail | wikidata = Q114437218 |url = https://www.bahnhof.de/guxhagen}} (Linie Fulda - Bebra - Kassel). ) [[Gudensberg]] wird von mehreren Buslinien angefahren, unter anderem von den Buslinien 403 (nach [[Niedenstein]] und [[Baunatal]]) und 500 ([[Kassel]]-[[Fritzlar]]-[[Bad Wildungen]]). Unweit vom ehemaligen Bahnhof Gudensberg entfernt befindet sich die {{Bus}} [https://hms-nvv.etc-consult.de/nvv_hms/hstdatenblatt?id_hstteil=938 Rathaus]. === Mit dem Fahrrad === Von [[Kassel]] kommend fährt man auf dem [[Fulda-Radweg]] bis nach [[Baunatal]]-Guntershausen und weiter auf dem [[Eder-Radweg]] bis nach [[Edermünde]]-Grifte. Weiter kann man auch von [[Guxhagen]] aus auf der alten Wegführung des [[Eder-Radweg]]s (R10) nach Grifte radeln. Verbindet man den [[Bahntrassenradwege|Bahntrassenradweg]], den [[Chattengauweg]] (R21) und den [[Eder-Radweg]] miteinander erhält man eine circa 47 Kilometer lange Rundtour von [[Edermünde]]-Grifte aus über [[Gudensberg]], [[Fritzlar]], [[Wabern (Hessen)|Wabern]] und [[Felsberg (Hessen)|Felsberg]]. == Streckenbeschreibung == [[File:Bahnhof-Gudensberg.jpg|thumb|250px|Ehem. Bahnhofsgebäude Gudensberg]] Der Kleinbahn-Radweg Grifte–Gudensberg verläuft größtenteils auf der ehemaligen Bahntrasse der Bahnstrecke Grifte–Gudensberg, die teilweise asphaltiert, teilweise aber geschottert ist. Einzig bei Grifte gibt es einen Abschnitt abseits der ehemaligen Bahntrasse. Für eine detaillierte Radwanderkarte bitte einfach auf die POI's klicken, die einen sofort an die beschriebene Position leiten. === Grifte - Gudensberg === Vom {{marker|type= see|lat= 51.20995|long= 9.44859|name= Bahnhofsgebäude Grifte}} fährt man auf einem asphaltierten Wirtschaftsweg zusammen mit dem [[Eder-Radweg]] bis zur Unterführung der Main-Weser-Bahn. Alternativ könnte man auch dem unbefestigten "Historischen Wanderweg ⊥" durch das Heidholz folgen. Anschließend folgt nach einer Spitzkehre am {{marker|type= see|lat=51.20104|long= 9.45206|name= Abzweig Historischer Wanderweg ⊥}} der Anstieg auf der ehemaligen Bahntrasse durch den Wald im schattigen Prallhang der Eder hinauf nach Haldorf. Hinter dem früheren Haltepunkt zweigt der [[Eder-Radweg]] nach [[Felsberg (Hessen)]] und [[Wabern (Hessen)|Wabern]] ab. Vorbei an dem {{marker|type=playground|lat=51.19895|long=9.43203|name=Spielplatz Haldorf}} verlässt man Haldorf wieder und fährt nun zusammen mit der [[Tour de Chattengau]] (von [[Niedenstein]]) an einem kleinen Rastplatz mit schöner Aussicht in das Edertal vorbei nach Dissen. Nur wenige Meter hinter dem ehemaligen Haltepunkt, zu erkennen an der Bahnsteigkante direkt am [[Bahntrassenradwege|Bahntrassenradweg]], muss die stark befahrene {{marker|type= see|lat= 51.19392|long= 9.41109|name= Bundesstraße 254}} über eine Fußgängerinsel überquert werden. Nachdem auch die Deuter Straße überquert wurde radelt man nun auch zusammen mit dem [[Chattengauweg]] (von [[Baunatal]]) südlich des unter Kletterern bekannten Scharfenstein entlang und erreicht eine {{marker|type=barefoot path, Kneipp facility|lat=51.18724|long=9.39545|name=Wassertretanlage mit Schutzhütte und Barfußpfad}} . Wenig später kommt man zum [[w:Kasseler Kreuz (Gudensberg)|Kasseler Kreuz]], dem höchsten Punkt der Bahnstrecke und fährt an der ehemaligen Verladerampe des Steinbruches Gudensberg vorbei über eine Fahrradstraße nach [[Gudensberg]] hinnein. Über ein kurzes Stück Kopfsteinpflaster erreicht man das alte {{marker|type= see|lat= 51.18105|long= 9.36887|name= Bahnhofsgebäude Gudensberg}} Bahnhofsgebäude, das heute als Jugendhaus genutzt wird. == Sicherheit == Auch beim Radwandern kann ein Fahrradhelm die Schwere von Kopfverletzungen bei Stürzen entscheidend mindern. [[Checkliste Ausrüstung auf Radreisen#Fahrradhelm|Weitere Infos zum Helm siehe hier]]. == Weiter geht's == [[File:Gudensberg Obernburg.jpg|thumb|Auf der Obernburg bei Gudensberg]] [[File:Gudensberg Obernburg unten.jpg|thumb|Obernburg bei Gudensberg]] === Chattengau === Als [[Chattengau und Schwalm-Eder-Aue|Chattengau]] wird die meist offene und durch bewaldete Basaltkuppen geprägte Landschaft zwischen [[Kassel]] und [[Fritzlar]] bezeichnet. Im Osten und Süden wird sie durch die Eder, im Westen und Norden durch größere Wälder begrenzt. Heute werden im Chattengau meist Getreide, Raps, Zuckerrüben (Zuckerfabrik in [[Wabern (Hessen)|Wabern]]) und Kohl (Firma Hengstenberg in [[Fritzlar]]) angebaut. Zur Weiterfahrt mit dem Rad in den Chattengau einfach dem [[Chattengauweg]], ausgeschildert als R21, folgen, der bis zum Bahnhof nach [[Fritzlar]] ([http://www.nvv.de/fileadmin/nvv/download/fahrplaene/R39.pdf KBS 621]) verläuft. Bei Dorla wird der [[Chattengauweg]] vom [[Chattengau-Fulda-Weg]] (R12) gekreuzt. == Literatur == * '''ADFC-Regionalkarte Kassel / Nordhessen''' 1:75000, {{ISBN|978-3-96990-109-0}} (7. Auflage 2022). Stand 02-2026 ist die Karte auch digital in der ADFC-Karten-App für Android und IPhone erhältlich. ältere Radwanderkarten in größerem Maßstab: * '''Rad- und Wanderkarte Naturpark Habichtswald''' - Maßstab 1:35 000, {{ISBN|978-3-86973-031-8}}, 4,50 €, herausgegeben von der Kartographischen Kommunalen Verlagsgesellschaft mbH (2011). * '''HR Naturpark Habichtswald / Reinhardswald''' - Topographische Freizeitkarte 1:50 000, {{ISBN|978-3-89446-319-9}}, 9,50 €, gemeinschaftlich herausgegeben vom Hessisch-Waldeckischen Gebirgs- und Heimatverein e.V. und dem Hessischen Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation (2012). * '''KB Kurhessisches Bergland''' Schwalm-Eder-Kreis - Topographische Freizeitkarte 1:50 000, {{ISBN|978-3-89446-296-3}}, 9,50 €, gemeinschaftlich herausgegeben vom Touristik Service Kurhessisches Bergland e.V., Kreisausschuss des Schwalm-Eder-Kreis und dem Hessischen Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation (2008). {{IstIn|Radrouten in Hessen}} [[Kategorie:Radwege in Hessen]] [[Kategorie:Radrouten in Deutschland gesamt]] {{class-4}} bw8g6g9ne41qddjfni88sc4pshk5rik 1802350 1802349 2026-09-06T15:35:57Z Dirk Schmidt 15181 /* Mit Öffentlichen Verkehrsmitteln */ 1802350 wikitext text/x-wiki {{Radweg|kat=Radwege in Hessen}} [[File:Wanderwegweiser Dissen Haltepunkt.JPG|thumb|250px|Wanderwegweiser in Dissen am Radweg (u.a. des Historischen Wanderweges ⊥)]] Der Bahntrassenradweg auf der ehemaligen '''Kleinbahn Grifte–Gudensberg''' ''(kein offizieller Titel)'' ist ein landschaftlich sehr attraktiver, aber eher unbekannter [[Bahntrassenradwege|Bahntrassenradweg]]. Durchgehend ist er nur als "Historischer Wanderweg ⊥" markiert und besitzt keine eigene Ausschilderung. Er ist Teil der [[Tour de Chattengau]] und des [[Chattengauweg]]s. Bis Juli 2023 führte der [[Eder-Radweg]] zwischen Grifte und Haldorf über den Bahntrassenradweg. == Streckenprofil == [[File:Ehemaliges Bahnhofsgebäude Grifte.JPG|thumb|250px|Ehemaliges Bahnhofsgebäude von Grifte]] {{Scroll Gallery |title = Grifte - Haldorf |width = 250 |maxHeight= 250 |File:Heidholzweg Edermünde Grifte.JPG|Historischer Wanderweg ⊥ südlich von Grifte (links der Main-Weser-Bahn) |File:Heidholz Edermünde Grifte.JPG|Historischer Wanderweg ⊥ im Heidholz |File:Eder-Radweg Edermünde Grifte.JPG|Asphaltierter Eder-Radweg südlich von Grifte (rechts der Main-Weser-Bahn) |File:Bahntrasse Grifte Haldorf.JPG|Auf der ehemaligen Bahntrasse stetig bergauf aus dem Edertal heraus |File:Bahntrasse Haldorf Rastplatz.JPG|Rastplatz auf Höhe des ehemaligen Haltepunktes Haldorf }} *'''Länge:''' 8&#x202F;km *'''Ausschilderung:''' Durchgängig als "Historischer Wanderweg ⊥". Der Radweg selbst besitzt keine Ausschilderung. *'''Steigungen:''' Durchgehender Anstieg von Grifte hinauf bis zum Kasseler Kreuz kurz vor [[Gudensberg]]. *'''Wegzustand:''' Zwischen Grifte und Haldorf geschottert, zwischen Haldorf und Gudensberg asphaltiert. *'''Verkehrsbelastung:''' Keine. Es werden nur zwei stärker befahrene Straßen überquert. An der sehr stark befahrenen Bundesstraße 254 in Dissen gibt es eine Verkehrsinsel, so dass man hier recht sicher die Straße queren kann. *'''Geeignetes Fahrrad:''' Normales Fahrrad mit 3 Gängen ist ausreichend, besser sind aber mehr Gänge, besonders bei Weiterfahrt in den Chattengau. *'''Familieneignung:''' Der Radweg ist, da weitestgehend abseits größerer Straßen verlaufend, durchgehend für Familien geeignet. *'''Inlinereignung:''' Nur zwischen Haldorf und [[Gudensberg]]. Zwischen Haldorf und Grifte muss man auf die parallel zum Bahntrassenradweg verlaufende Wanderroute Ederhöhenweg (E) ausweichen. == Hintergrund == [[File:Kleinbahn rw grifte gudensberg talblick richtung osten vor gudensberg ds wmc 10 05 2013.jpg|thumb|250px|Panoramablick vom Bahntrassenradweg auf Dissen und den Lotterberg]] Die ''Bahnstrecke Grifte–Gudensberg'' war eine 7,72&#x202F;km lange Nebenbahnstrecke von [[Edermünde]]-Grifte nach [[Gudensberg]]. Sie war von 1899 bis 1979 in Betrieb und wurde durch die Grifte-Gudensberger Kleinbahn- und Kraftwagen-AG, bzw. ab 1965 die Deutsche Bundesbahn betrieben. Der Personenverkehr auf der Bahnstrecke Grifte–Gudensberg wurde zum 31. Dezember 1954 eingestellt, am 31. Januar 1979 erfolgte die Einstellung des Güterverkehres. Die Gleise wurden um 1980 abgebaut. == Vorbereitung == [[Bild:Fritzlar_marktplatz_d_schmidt_wv_06_2006.jpg|mini|Fritzlar: Marktplatz mit Fachwerkbauten]] Der Bahnradweg lässt sich gut in die folgende attraktive '''Tagesrundtour''' einbauen: * Tourstart am {{Marker | name = Bahnhof Edermünde-Grifte | type= rail | wikidata = Q116016904|url = https://www.bahnhof.de/edermuende-grifte}}. * '''Kleinbahnradweg''' hinauf nach {{Marker | name = Gudensberg | type= city | wikidata = Q558498}}. * Hügelig, aber aussichtsreich durch den Chattengau in die Fachwerkstadt {{Marker | name = Fritzlar | type= city | wikidata = Q492503}}. Bei Werkel wurde als Lückenschluss ein Straßenbegleitender Radweg errichtet. Wer möchten kann auch weiter die unbeschilderte Feldwegroute nutzen (über bze. siehe auch ADFC Regionalkarte Kassel / Nordhessen). * auf dem Ederradweg zum {{Marker | name = Bahnhof Wabern| type= rail | wikidata = Q9369596|url = https://www.bahnhof.de/wabern-bz-kassel}}, hier optionales Tourenende. * Oder die Runde über den Eder-Radweg zurück nach Wabern schließen. Unterwegs kommt man noch an {{Marker | name = Felsberg | type= city | wikidata = Q1481}} vorbei. Entfernungen: * Bis Bahnhof Wabern: 28{{nnbsp}}km * komplette Runde: 48{{nnbsp}}km Wer überregional anreist startet die Runde am Besten am Bahnhof Wabern. Hier halten auch die RE von Kassel nach Frankfurt. == Anreise == {{Scroll Gallery |title = Haldorf - Gudensberg |width = 250 |maxHeight= 250 |File:Bahntrasse Haldorf Spielplatz.JPG|Spielplatz in Haldorf direkt an der ehemaligen Bahntrasse |File:Bahntrasse Haldorf Dissen.JPG|Aussichtspunkt mit Holzliegen zwischen Haldorf und Dissen |File:Bahntrasse Dissen Haltepunkt.JPG|Bahntrasenradweg auf Höhe des ehemaligen Haltepunktes Dissen |File:Bahntrasse Tretbecken Barfußpfad.JPG|Rastplatz mit Tretbecken und Barfußpfad zwischen Dissen und Gudensberg |File:Bahntrasse Sattel Kasseler Kreuz.JPG|Rückblick auf den höchsten Punkt der Bahnstrecke am Kasseler Kreuz }} === Mit Öffentlichen Verkehrsmitteln === In [[Edermünde]]-Grifte befindet sich in der Bahnstrecke [[Kassel]]-[[Frankfurt am Main]] der Bahnhof {{Marker | name = Bahnhof Edermünde-Grifte | type= rail | wikidata = Q116016904 |url = https://www.bahnhof.de/edermuende-grifte}}. Nur drei Kilometer vom Startpunkt in Grifte entfernt ist zudem der Bahnhof von {{Marker | name = Bahnhof Guxhagen | type= rail | wikidata = Q114437218 |url = https://www.bahnhof.de/guxhagen}} (Linie Fulda - Bebra - Kassel). [[Gudensberg]] wird von mehreren Buslinien angefahren, unter anderem von den Buslinien 403 (nach [[Niedenstein]] und [[Baunatal]]) und 500 ([[Kassel]]-[[Fritzlar]]-[[Bad Wildungen]]). Unweit vom ehemaligen Bahnhof Gudensberg entfernt befindet sich die {{Bus}} [https://hms-nvv.etc-consult.de/nvv_hms/hstdatenblatt?id_hstteil=938 Rathaus]. === Mit dem Fahrrad === Von [[Kassel]] kommend fährt man auf dem [[Fulda-Radweg]] bis nach [[Baunatal]]-Guntershausen und weiter auf dem [[Eder-Radweg]] bis nach [[Edermünde]]-Grifte. Weiter kann man auch von [[Guxhagen]] aus auf der alten Wegführung des [[Eder-Radweg]]s (R10) nach Grifte radeln. Verbindet man den [[Bahntrassenradwege|Bahntrassenradweg]], den [[Chattengauweg]] (R21) und den [[Eder-Radweg]] miteinander erhält man eine circa 47 Kilometer lange Rundtour von [[Edermünde]]-Grifte aus über [[Gudensberg]], [[Fritzlar]], [[Wabern (Hessen)|Wabern]] und [[Felsberg (Hessen)|Felsberg]]. == Streckenbeschreibung == [[File:Bahnhof-Gudensberg.jpg|thumb|250px|Ehem. Bahnhofsgebäude Gudensberg]] Der Kleinbahn-Radweg Grifte–Gudensberg verläuft größtenteils auf der ehemaligen Bahntrasse der Bahnstrecke Grifte–Gudensberg, die teilweise asphaltiert, teilweise aber geschottert ist. Einzig bei Grifte gibt es einen Abschnitt abseits der ehemaligen Bahntrasse. Für eine detaillierte Radwanderkarte bitte einfach auf die POI's klicken, die einen sofort an die beschriebene Position leiten. === Grifte - Gudensberg === Vom {{marker|type= see|lat= 51.20995|long= 9.44859|name= Bahnhofsgebäude Grifte}} fährt man auf einem asphaltierten Wirtschaftsweg zusammen mit dem [[Eder-Radweg]] bis zur Unterführung der Main-Weser-Bahn. Alternativ könnte man auch dem unbefestigten "Historischen Wanderweg ⊥" durch das Heidholz folgen. Anschließend folgt nach einer Spitzkehre am {{marker|type= see|lat=51.20104|long= 9.45206|name= Abzweig Historischer Wanderweg ⊥}} der Anstieg auf der ehemaligen Bahntrasse durch den Wald im schattigen Prallhang der Eder hinauf nach Haldorf. Hinter dem früheren Haltepunkt zweigt der [[Eder-Radweg]] nach [[Felsberg (Hessen)]] und [[Wabern (Hessen)|Wabern]] ab. Vorbei an dem {{marker|type=playground|lat=51.19895|long=9.43203|name=Spielplatz Haldorf}} verlässt man Haldorf wieder und fährt nun zusammen mit der [[Tour de Chattengau]] (von [[Niedenstein]]) an einem kleinen Rastplatz mit schöner Aussicht in das Edertal vorbei nach Dissen. Nur wenige Meter hinter dem ehemaligen Haltepunkt, zu erkennen an der Bahnsteigkante direkt am [[Bahntrassenradwege|Bahntrassenradweg]], muss die stark befahrene {{marker|type= see|lat= 51.19392|long= 9.41109|name= Bundesstraße 254}} über eine Fußgängerinsel überquert werden. Nachdem auch die Deuter Straße überquert wurde radelt man nun auch zusammen mit dem [[Chattengauweg]] (von [[Baunatal]]) südlich des unter Kletterern bekannten Scharfenstein entlang und erreicht eine {{marker|type=barefoot path, Kneipp facility|lat=51.18724|long=9.39545|name=Wassertretanlage mit Schutzhütte und Barfußpfad}} . Wenig später kommt man zum [[w:Kasseler Kreuz (Gudensberg)|Kasseler Kreuz]], dem höchsten Punkt der Bahnstrecke und fährt an der ehemaligen Verladerampe des Steinbruches Gudensberg vorbei über eine Fahrradstraße nach [[Gudensberg]] hinnein. Über ein kurzes Stück Kopfsteinpflaster erreicht man das alte {{marker|type= see|lat= 51.18105|long= 9.36887|name= Bahnhofsgebäude Gudensberg}} Bahnhofsgebäude, das heute als Jugendhaus genutzt wird. == Sicherheit == Auch beim Radwandern kann ein Fahrradhelm die Schwere von Kopfverletzungen bei Stürzen entscheidend mindern. [[Checkliste Ausrüstung auf Radreisen#Fahrradhelm|Weitere Infos zum Helm siehe hier]]. == Weiter geht's == [[File:Gudensberg Obernburg.jpg|thumb|Auf der Obernburg bei Gudensberg]] [[File:Gudensberg Obernburg unten.jpg|thumb|Obernburg bei Gudensberg]] === Chattengau === Als [[Chattengau und Schwalm-Eder-Aue|Chattengau]] wird die meist offene und durch bewaldete Basaltkuppen geprägte Landschaft zwischen [[Kassel]] und [[Fritzlar]] bezeichnet. Im Osten und Süden wird sie durch die Eder, im Westen und Norden durch größere Wälder begrenzt. Heute werden im Chattengau meist Getreide, Raps, Zuckerrüben (Zuckerfabrik in [[Wabern (Hessen)|Wabern]]) und Kohl (Firma Hengstenberg in [[Fritzlar]]) angebaut. Zur Weiterfahrt mit dem Rad in den Chattengau einfach dem [[Chattengauweg]], ausgeschildert als R21, folgen, der bis zum Bahnhof nach [[Fritzlar]] ([http://www.nvv.de/fileadmin/nvv/download/fahrplaene/R39.pdf KBS 621]) verläuft. Bei Dorla wird der [[Chattengauweg]] vom [[Chattengau-Fulda-Weg]] (R12) gekreuzt. == Literatur == * '''ADFC-Regionalkarte Kassel / Nordhessen''' 1:75000, {{ISBN|978-3-96990-109-0}} (7. Auflage 2022). Stand 02-2026 ist die Karte auch digital in der ADFC-Karten-App für Android und IPhone erhältlich. ältere Radwanderkarten in größerem Maßstab: * '''Rad- und Wanderkarte Naturpark Habichtswald''' - Maßstab 1:35 000, {{ISBN|978-3-86973-031-8}}, 4,50 €, herausgegeben von der Kartographischen Kommunalen Verlagsgesellschaft mbH (2011). * '''HR Naturpark Habichtswald / Reinhardswald''' - Topographische Freizeitkarte 1:50 000, {{ISBN|978-3-89446-319-9}}, 9,50 €, gemeinschaftlich herausgegeben vom Hessisch-Waldeckischen Gebirgs- und Heimatverein e.V. und dem Hessischen Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation (2012). * '''KB Kurhessisches Bergland''' Schwalm-Eder-Kreis - Topographische Freizeitkarte 1:50 000, {{ISBN|978-3-89446-296-3}}, 9,50 €, gemeinschaftlich herausgegeben vom Touristik Service Kurhessisches Bergland e.V., Kreisausschuss des Schwalm-Eder-Kreis und dem Hessischen Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation (2008). {{IstIn|Radrouten in Hessen}} [[Kategorie:Radwege in Hessen]] [[Kategorie:Radrouten in Deutschland gesamt]] {{class-4}} 0dty6klrfbzz56qsdpd1rov79id5k3f 1802352 1802350 2026-09-06T15:44:09Z Dirk Schmidt 15181 /* Vorbereitung */ 1802352 wikitext text/x-wiki {{Radweg|kat=Radwege in Hessen}} [[File:Wanderwegweiser Dissen Haltepunkt.JPG|thumb|250px|Wanderwegweiser in Dissen am Radweg (u.a. des Historischen Wanderweges ⊥)]] Der Bahntrassenradweg auf der ehemaligen '''Kleinbahn Grifte–Gudensberg''' ''(kein offizieller Titel)'' ist ein landschaftlich sehr attraktiver, aber eher unbekannter [[Bahntrassenradwege|Bahntrassenradweg]]. Durchgehend ist er nur als "Historischer Wanderweg ⊥" markiert und besitzt keine eigene Ausschilderung. Er ist Teil der [[Tour de Chattengau]] und des [[Chattengauweg]]s. Bis Juli 2023 führte der [[Eder-Radweg]] zwischen Grifte und Haldorf über den Bahntrassenradweg. == Streckenprofil == [[File:Ehemaliges Bahnhofsgebäude Grifte.JPG|thumb|250px|Ehemaliges Bahnhofsgebäude von Grifte]] {{Scroll Gallery |title = Grifte - Haldorf |width = 250 |maxHeight= 250 |File:Heidholzweg Edermünde Grifte.JPG|Historischer Wanderweg ⊥ südlich von Grifte (links der Main-Weser-Bahn) |File:Heidholz Edermünde Grifte.JPG|Historischer Wanderweg ⊥ im Heidholz |File:Eder-Radweg Edermünde Grifte.JPG|Asphaltierter Eder-Radweg südlich von Grifte (rechts der Main-Weser-Bahn) |File:Bahntrasse Grifte Haldorf.JPG|Auf der ehemaligen Bahntrasse stetig bergauf aus dem Edertal heraus |File:Bahntrasse Haldorf Rastplatz.JPG|Rastplatz auf Höhe des ehemaligen Haltepunktes Haldorf }} *'''Länge:''' 8&#x202F;km *'''Ausschilderung:''' Durchgängig als "Historischer Wanderweg ⊥". Der Radweg selbst besitzt keine Ausschilderung. *'''Steigungen:''' Durchgehender Anstieg von Grifte hinauf bis zum Kasseler Kreuz kurz vor [[Gudensberg]]. *'''Wegzustand:''' Zwischen Grifte und Haldorf geschottert, zwischen Haldorf und Gudensberg asphaltiert. *'''Verkehrsbelastung:''' Keine. Es werden nur zwei stärker befahrene Straßen überquert. An der sehr stark befahrenen Bundesstraße 254 in Dissen gibt es eine Verkehrsinsel, so dass man hier recht sicher die Straße queren kann. *'''Geeignetes Fahrrad:''' Normales Fahrrad mit 3 Gängen ist ausreichend, besser sind aber mehr Gänge, besonders bei Weiterfahrt in den Chattengau. *'''Familieneignung:''' Der Radweg ist, da weitestgehend abseits größerer Straßen verlaufend, durchgehend für Familien geeignet. *'''Inlinereignung:''' Nur zwischen Haldorf und [[Gudensberg]]. Zwischen Haldorf und Grifte muss man auf die parallel zum Bahntrassenradweg verlaufende Wanderroute Ederhöhenweg (E) ausweichen. == Hintergrund == [[File:Kleinbahn rw grifte gudensberg talblick richtung osten vor gudensberg ds wmc 10 05 2013.jpg|thumb|250px|Panoramablick vom Bahntrassenradweg auf Dissen und den Lotterberg]] Die ''Bahnstrecke Grifte–Gudensberg'' war eine 7,72&#x202F;km lange Nebenbahnstrecke von [[Edermünde]]-Grifte nach [[Gudensberg]]. Sie war von 1899 bis 1979 in Betrieb und wurde durch die Grifte-Gudensberger Kleinbahn- und Kraftwagen-AG, bzw. ab 1965 die Deutsche Bundesbahn betrieben. Der Personenverkehr auf der Bahnstrecke Grifte–Gudensberg wurde zum 31. Dezember 1954 eingestellt, am 31. Januar 1979 erfolgte die Einstellung des Güterverkehres. Die Gleise wurden um 1980 abgebaut. == Vorbereitung == Der Bahnradweg lässt sich gut in die folgende attraktive 50{{nnbsp}}km lange '''Tagesrundtour''' durch den [[Chattengau]] einbauen: * Tourstart am {{Marker | name = Bahnhof Edermünde-Grifte | type= rail | wikidata = Q116016904|url = https://www.bahnhof.de/edermuende-grifte}}. * '''Kleinbahnradweg''' hinauf nach {{Marker | name = Gudensberg | type= city | wikidata = Q558498}}. * Hügelig, aber aussichtsreich durch den Chattengau in die Fachwerkstadt {{Marker | name = Fritzlar | type= city | wikidata = Q492503}}. Bei Werkel wurde als Lückenschluss ein Straßenbegleitender Radweg errichtet. Wer möchten kann auch weiter die unbeschilderte Feldwegroute nutzen (über bze. siehe auch ADFC Regionalkarte Kassel / Nordhessen). * auf dem Ederradweg zum {{Marker | name = Bahnhof Wabern| type= rail | wikidata = Q9369596|url = https://www.bahnhof.de/wabern-bz-kassel}}, hier optionales Tourenende. * Oder die Runde über den Eder-Radweg zurück nach Wabern schließen. Unterwegs kommt man noch an {{Marker | name = Felsberg | type= city | wikidata = Q1481}} vorbei. Entfernungen: * Bis Bahnhof Wabern: 28{{nnbsp}}km * komplette Runde: 48{{nnbsp}}km Wer überregional anreist startet die Runde am Besten am Bahnhof Wabern. Hier halten auch die RE von Kassel nach Frankfurt. [[Bild:Fritzlar_marktplatz_d_schmidt_wv_06_2006.jpg|mini|Fritzlar: Marktplatz mit Fachwerkbauten]] == Anreise == {{Scroll Gallery |title = Haldorf - Gudensberg |width = 250 |maxHeight= 250 |File:Bahntrasse Haldorf Spielplatz.JPG|Spielplatz in Haldorf direkt an der ehemaligen Bahntrasse |File:Bahntrasse Haldorf Dissen.JPG|Aussichtspunkt mit Holzliegen zwischen Haldorf und Dissen |File:Bahntrasse Dissen Haltepunkt.JPG|Bahntrasenradweg auf Höhe des ehemaligen Haltepunktes Dissen |File:Bahntrasse Tretbecken Barfußpfad.JPG|Rastplatz mit Tretbecken und Barfußpfad zwischen Dissen und Gudensberg |File:Bahntrasse Sattel Kasseler Kreuz.JPG|Rückblick auf den höchsten Punkt der Bahnstrecke am Kasseler Kreuz }} === Mit Öffentlichen Verkehrsmitteln === In [[Edermünde]]-Grifte befindet sich in der Bahnstrecke [[Kassel]]-[[Frankfurt am Main]] der Bahnhof {{Marker | name = Bahnhof Edermünde-Grifte | type= rail | wikidata = Q116016904 |url = https://www.bahnhof.de/edermuende-grifte}}. Nur drei Kilometer vom Startpunkt in Grifte entfernt ist zudem der Bahnhof von {{Marker | name = Bahnhof Guxhagen | type= rail | wikidata = Q114437218 |url = https://www.bahnhof.de/guxhagen}} (Linie Fulda - Bebra - Kassel). [[Gudensberg]] wird von mehreren Buslinien angefahren, unter anderem von den Buslinien 403 (nach [[Niedenstein]] und [[Baunatal]]) und 500 ([[Kassel]]-[[Fritzlar]]-[[Bad Wildungen]]). Unweit vom ehemaligen Bahnhof Gudensberg entfernt befindet sich die {{Bus}} [https://hms-nvv.etc-consult.de/nvv_hms/hstdatenblatt?id_hstteil=938 Rathaus]. === Mit dem Fahrrad === Von [[Kassel]] kommend fährt man auf dem [[Fulda-Radweg]] bis nach [[Baunatal]]-Guntershausen und weiter auf dem [[Eder-Radweg]] bis nach [[Edermünde]]-Grifte. Weiter kann man auch von [[Guxhagen]] aus auf der alten Wegführung des [[Eder-Radweg]]s (R10) nach Grifte radeln. Verbindet man den [[Bahntrassenradwege|Bahntrassenradweg]], den [[Chattengauweg]] (R21) und den [[Eder-Radweg]] miteinander erhält man eine circa 47 Kilometer lange Rundtour von [[Edermünde]]-Grifte aus über [[Gudensberg]], [[Fritzlar]], [[Wabern (Hessen)|Wabern]] und [[Felsberg (Hessen)|Felsberg]]. == Streckenbeschreibung == [[File:Bahnhof-Gudensberg.jpg|thumb|250px|Ehem. Bahnhofsgebäude Gudensberg]] Der Kleinbahn-Radweg Grifte–Gudensberg verläuft größtenteils auf der ehemaligen Bahntrasse der Bahnstrecke Grifte–Gudensberg, die teilweise asphaltiert, teilweise aber geschottert ist. Einzig bei Grifte gibt es einen Abschnitt abseits der ehemaligen Bahntrasse. Für eine detaillierte Radwanderkarte bitte einfach auf die POI's klicken, die einen sofort an die beschriebene Position leiten. === Grifte - Gudensberg === Vom {{marker|type= see|lat= 51.20995|long= 9.44859|name= Bahnhofsgebäude Grifte}} fährt man auf einem asphaltierten Wirtschaftsweg zusammen mit dem [[Eder-Radweg]] bis zur Unterführung der Main-Weser-Bahn. Alternativ könnte man auch dem unbefestigten "Historischen Wanderweg ⊥" durch das Heidholz folgen. Anschließend folgt nach einer Spitzkehre am {{marker|type= see|lat=51.20104|long= 9.45206|name= Abzweig Historischer Wanderweg ⊥}} der Anstieg auf der ehemaligen Bahntrasse durch den Wald im schattigen Prallhang der Eder hinauf nach Haldorf. Hinter dem früheren Haltepunkt zweigt der [[Eder-Radweg]] nach [[Felsberg (Hessen)]] und [[Wabern (Hessen)|Wabern]] ab. Vorbei an dem {{marker|type=playground|lat=51.19895|long=9.43203|name=Spielplatz Haldorf}} verlässt man Haldorf wieder und fährt nun zusammen mit der [[Tour de Chattengau]] (von [[Niedenstein]]) an einem kleinen Rastplatz mit schöner Aussicht in das Edertal vorbei nach Dissen. Nur wenige Meter hinter dem ehemaligen Haltepunkt, zu erkennen an der Bahnsteigkante direkt am [[Bahntrassenradwege|Bahntrassenradweg]], muss die stark befahrene {{marker|type= see|lat= 51.19392|long= 9.41109|name= Bundesstraße 254}} über eine Fußgängerinsel überquert werden. Nachdem auch die Deuter Straße überquert wurde radelt man nun auch zusammen mit dem [[Chattengauweg]] (von [[Baunatal]]) südlich des unter Kletterern bekannten Scharfenstein entlang und erreicht eine {{marker|type=barefoot path, Kneipp facility|lat=51.18724|long=9.39545|name=Wassertretanlage mit Schutzhütte und Barfußpfad}} . Wenig später kommt man zum [[w:Kasseler Kreuz (Gudensberg)|Kasseler Kreuz]], dem höchsten Punkt der Bahnstrecke und fährt an der ehemaligen Verladerampe des Steinbruches Gudensberg vorbei über eine Fahrradstraße nach [[Gudensberg]] hinnein. Über ein kurzes Stück Kopfsteinpflaster erreicht man das alte {{marker|type= see|lat= 51.18105|long= 9.36887|name= Bahnhofsgebäude Gudensberg}} Bahnhofsgebäude, das heute als Jugendhaus genutzt wird. == Sicherheit == Auch beim Radwandern kann ein Fahrradhelm die Schwere von Kopfverletzungen bei Stürzen entscheidend mindern. [[Checkliste Ausrüstung auf Radreisen#Fahrradhelm|Weitere Infos zum Helm siehe hier]]. == Weiter geht's == [[File:Gudensberg Obernburg.jpg|thumb|Auf der Obernburg bei Gudensberg]] [[File:Gudensberg Obernburg unten.jpg|thumb|Obernburg bei Gudensberg]] === Chattengau === Als [[Chattengau und Schwalm-Eder-Aue|Chattengau]] wird die meist offene und durch bewaldete Basaltkuppen geprägte Landschaft zwischen [[Kassel]] und [[Fritzlar]] bezeichnet. Im Osten und Süden wird sie durch die Eder, im Westen und Norden durch größere Wälder begrenzt. Heute werden im Chattengau meist Getreide, Raps, Zuckerrüben (Zuckerfabrik in [[Wabern (Hessen)|Wabern]]) und Kohl (Firma Hengstenberg in [[Fritzlar]]) angebaut. Zur Weiterfahrt mit dem Rad in den Chattengau einfach dem [[Chattengauweg]], ausgeschildert als R21, folgen, der bis zum Bahnhof nach [[Fritzlar]] ([http://www.nvv.de/fileadmin/nvv/download/fahrplaene/R39.pdf KBS 621]) verläuft. Bei Dorla wird der [[Chattengauweg]] vom [[Chattengau-Fulda-Weg]] (R12) gekreuzt. == Literatur == * '''ADFC-Regionalkarte Kassel / Nordhessen''' 1:75000, {{ISBN|978-3-96990-109-0}} (7. Auflage 2022). Stand 02-2026 ist die Karte auch digital in der ADFC-Karten-App für Android und IPhone erhältlich. ältere Radwanderkarten in größerem Maßstab: * '''Rad- und Wanderkarte Naturpark Habichtswald''' - Maßstab 1:35 000, {{ISBN|978-3-86973-031-8}}, 4,50 €, herausgegeben von der Kartographischen Kommunalen Verlagsgesellschaft mbH (2011). * '''HR Naturpark Habichtswald / Reinhardswald''' - Topographische Freizeitkarte 1:50 000, {{ISBN|978-3-89446-319-9}}, 9,50 €, gemeinschaftlich herausgegeben vom Hessisch-Waldeckischen Gebirgs- und Heimatverein e.V. und dem Hessischen Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation (2012). * '''KB Kurhessisches Bergland''' Schwalm-Eder-Kreis - Topographische Freizeitkarte 1:50 000, {{ISBN|978-3-89446-296-3}}, 9,50 €, gemeinschaftlich herausgegeben vom Touristik Service Kurhessisches Bergland e.V., Kreisausschuss des Schwalm-Eder-Kreis und dem Hessischen Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation (2008). {{IstIn|Radrouten in Hessen}} [[Kategorie:Radwege in Hessen]] [[Kategorie:Radrouten in Deutschland gesamt]] {{class-4}} 01k19gnbltcz2xasux1xrf066uov59c 1802354 1802352 2026-09-06T15:59:58Z Dirk Schmidt 15181 /* Vorbereitung */ erg 1802354 wikitext text/x-wiki {{Radweg|kat=Radwege in Hessen}} [[File:Wanderwegweiser Dissen Haltepunkt.JPG|thumb|250px|Wanderwegweiser in Dissen am Radweg (u.a. des Historischen Wanderweges ⊥)]] Der Bahntrassenradweg auf der ehemaligen '''Kleinbahn Grifte–Gudensberg''' ''(kein offizieller Titel)'' ist ein landschaftlich sehr attraktiver, aber eher unbekannter [[Bahntrassenradwege|Bahntrassenradweg]]. Durchgehend ist er nur als "Historischer Wanderweg ⊥" markiert und besitzt keine eigene Ausschilderung. Er ist Teil der [[Tour de Chattengau]] und des [[Chattengauweg]]s. Bis Juli 2023 führte der [[Eder-Radweg]] zwischen Grifte und Haldorf über den Bahntrassenradweg. == Streckenprofil == [[File:Ehemaliges Bahnhofsgebäude Grifte.JPG|thumb|250px|Ehemaliges Bahnhofsgebäude von Grifte]] {{Scroll Gallery |title = Grifte - Haldorf |width = 250 |maxHeight= 250 |File:Heidholzweg Edermünde Grifte.JPG|Historischer Wanderweg ⊥ südlich von Grifte (links der Main-Weser-Bahn) |File:Heidholz Edermünde Grifte.JPG|Historischer Wanderweg ⊥ im Heidholz |File:Eder-Radweg Edermünde Grifte.JPG|Asphaltierter Eder-Radweg südlich von Grifte (rechts der Main-Weser-Bahn) |File:Bahntrasse Grifte Haldorf.JPG|Auf der ehemaligen Bahntrasse stetig bergauf aus dem Edertal heraus |File:Bahntrasse Haldorf Rastplatz.JPG|Rastplatz auf Höhe des ehemaligen Haltepunktes Haldorf }} *'''Länge:''' 8&#x202F;km *'''Ausschilderung:''' Durchgängig als "Historischer Wanderweg ⊥". Der Radweg selbst besitzt keine Ausschilderung. *'''Steigungen:''' Durchgehender Anstieg von Grifte hinauf bis zum Kasseler Kreuz kurz vor [[Gudensberg]]. *'''Wegzustand:''' Zwischen Grifte und Haldorf geschottert, zwischen Haldorf und Gudensberg asphaltiert. *'''Verkehrsbelastung:''' Keine. Es werden nur zwei stärker befahrene Straßen überquert. An der sehr stark befahrenen Bundesstraße 254 in Dissen gibt es eine Verkehrsinsel, so dass man hier recht sicher die Straße queren kann. *'''Geeignetes Fahrrad:''' Normales Fahrrad mit 3 Gängen ist ausreichend, besser sind aber mehr Gänge, besonders bei Weiterfahrt in den Chattengau. *'''Familieneignung:''' Der Radweg ist, da weitestgehend abseits größerer Straßen verlaufend, durchgehend für Familien geeignet. *'''Inlinereignung:''' Nur zwischen Haldorf und [[Gudensberg]]. Zwischen Haldorf und Grifte muss man auf die parallel zum Bahntrassenradweg verlaufende Wanderroute Ederhöhenweg (E) ausweichen. == Hintergrund == [[File:Kleinbahn rw grifte gudensberg talblick richtung osten vor gudensberg ds wmc 10 05 2013.jpg|thumb|250px|Panoramablick vom Bahntrassenradweg auf Dissen und den Lotterberg]] Die ''Bahnstrecke Grifte–Gudensberg'' war eine 7,72&#x202F;km lange Nebenbahnstrecke von [[Edermünde]]-Grifte nach [[Gudensberg]]. Sie war von 1899 bis 1979 in Betrieb und wurde durch die Grifte-Gudensberger Kleinbahn- und Kraftwagen-AG, bzw. ab 1965 die Deutsche Bundesbahn betrieben. Der Personenverkehr auf der Bahnstrecke Grifte–Gudensberg wurde zum 31. Dezember 1954 eingestellt, am 31. Januar 1979 erfolgte die Einstellung des Güterverkehres. Die Gleise wurden um 1980 abgebaut. == Vorbereitung == {{mapframe | name = Karte Kleinbahn-Radweg Grifte–Gudensberg. Blau = Kleinbahn-Radweg, grün = Ederradweg, rot = Für die Darstellung der Anschlussstrecken bei den Ebenen „Radwege“ anklicken}} {{Mapshape|wikidata=Q14546381|type=geoline|stroke=#0000ff|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} {{Mapshape|wikidata=Q1283650|type=geoline|stroke=#ff0000|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} {{Mapshape|wikidata=Q1283650|type=geoline|stroke=#00ff00|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} Der Bahnradweg lässt sich gut in die folgende attraktive 50{{nnbsp}}km lange '''Tagesrundtour''' durch den [[Chattengau]] einbauen: * Tourstart am {{Marker | name = Bahnhof Edermünde-Grifte | type= rail | wikidata = Q116016904|url = https://www.bahnhof.de/edermuende-grifte}}. * '''Kleinbahnradweg''' hinauf nach {{Marker | name = Gudensberg | type= city | wikidata = Q558498}}. * Hügelig, aber aussichtsreich auf dem [[Chattengauweg]] durch die gleichnamige Region in die Fachwerkstadt {{Marker | name = Fritzlar | type= city | wikidata = Q492503}}. Bei Werkel wurde als Lückenschluss ein straßenbegleitender Radweg errichtet. * In Fritzlar an der {{Marker | name = Alten Kasseler Straße |type= waypoint |group = gold | lat = 51.139462 | long = 9.278678}} den R21 Richtung Altstadt verlassen. * Auf dem Ederradweg zum {{Marker | name = Bahnhof Wabern| type= rail | wikidata = Q9369596|url = https://www.bahnhof.de/wabern-bz-kassel}}, hier optionales Tourenende. * Oder die Runde über den Eder-Radweg zurück nach Wabern schließen. Unterwegs kommt man noch an {{Marker | name = Felsberg | type= city | wikidata = Q1481}} vorbei. Entfernungen: * Bis Bahnhof Wabern: 28{{nnbsp}}km * komplette Runde: 48{{nnbsp}}km Wer überregional anreist startet die Runde am Besten am Bahnhof Wabern. Hier halten auch die RE von Kassel nach Frankfurt. [[Bild:Fritzlar_marktplatz_d_schmidt_wv_06_2006.jpg|mini|Fritzlar: Marktplatz mit Fachwerkbauten]] == Anreise == {{Scroll Gallery |title = Haldorf - Gudensberg |width = 250 |maxHeight= 250 |File:Bahntrasse Haldorf Spielplatz.JPG|Spielplatz in Haldorf direkt an der ehemaligen Bahntrasse |File:Bahntrasse Haldorf Dissen.JPG|Aussichtspunkt mit Holzliegen zwischen Haldorf und Dissen |File:Bahntrasse Dissen Haltepunkt.JPG|Bahntrasenradweg auf Höhe des ehemaligen Haltepunktes Dissen |File:Bahntrasse Tretbecken Barfußpfad.JPG|Rastplatz mit Tretbecken und Barfußpfad zwischen Dissen und Gudensberg |File:Bahntrasse Sattel Kasseler Kreuz.JPG|Rückblick auf den höchsten Punkt der Bahnstrecke am Kasseler Kreuz }} === Mit Öffentlichen Verkehrsmitteln === In [[Edermünde]]-Grifte befindet sich in der Bahnstrecke [[Kassel]]-[[Frankfurt am Main]] der Bahnhof {{Marker | name = Bahnhof Edermünde-Grifte | type= rail | wikidata = Q116016904 |url = https://www.bahnhof.de/edermuende-grifte}}. Nur drei Kilometer vom Startpunkt in Grifte entfernt ist zudem der Bahnhof von {{Marker | name = Bahnhof Guxhagen | type= rail | wikidata = Q114437218 |url = https://www.bahnhof.de/guxhagen}} (Linie Fulda - Bebra - Kassel). [[Gudensberg]] wird von mehreren Buslinien angefahren, unter anderem von den Buslinien 403 (nach [[Niedenstein]] und [[Baunatal]]) und 500 ([[Kassel]]-[[Fritzlar]]-[[Bad Wildungen]]). Unweit vom ehemaligen Bahnhof Gudensberg entfernt befindet sich die {{Bus}} [https://hms-nvv.etc-consult.de/nvv_hms/hstdatenblatt?id_hstteil=938 Rathaus]. === Mit dem Fahrrad === Von [[Kassel]] kommend fährt man auf dem [[Fulda-Radweg]] bis nach [[Baunatal]]-Guntershausen und weiter auf dem [[Eder-Radweg]] bis nach [[Edermünde]]-Grifte. Weiter kann man auch von [[Guxhagen]] aus auf der alten Wegführung des [[Eder-Radweg]]s (R10) nach Grifte radeln. Verbindet man den [[Bahntrassenradwege|Bahntrassenradweg]], den [[Chattengauweg]] (R21) und den [[Eder-Radweg]] miteinander erhält man eine circa 47 Kilometer lange Rundtour von [[Edermünde]]-Grifte aus über [[Gudensberg]], [[Fritzlar]], [[Wabern (Hessen)|Wabern]] und [[Felsberg (Hessen)|Felsberg]]. == Streckenbeschreibung == [[File:Bahnhof-Gudensberg.jpg|thumb|250px|Ehem. Bahnhofsgebäude Gudensberg]] Der Kleinbahn-Radweg Grifte–Gudensberg verläuft größtenteils auf der ehemaligen Bahntrasse der Bahnstrecke Grifte–Gudensberg, die teilweise asphaltiert, teilweise aber geschottert ist. Einzig bei Grifte gibt es einen Abschnitt abseits der ehemaligen Bahntrasse. Für eine detaillierte Radwanderkarte bitte einfach auf die POI's klicken, die einen sofort an die beschriebene Position leiten. === Grifte - Gudensberg === Vom {{marker|type= see|lat= 51.20995|long= 9.44859|name= Bahnhofsgebäude Grifte}} fährt man auf einem asphaltierten Wirtschaftsweg zusammen mit dem [[Eder-Radweg]] bis zur Unterführung der Main-Weser-Bahn. Alternativ könnte man auch dem unbefestigten "Historischen Wanderweg ⊥" durch das Heidholz folgen. Anschließend folgt nach einer Spitzkehre am {{marker|type= see|lat=51.20104|long= 9.45206|name= Abzweig Historischer Wanderweg ⊥}} der Anstieg auf der ehemaligen Bahntrasse durch den Wald im schattigen Prallhang der Eder hinauf nach Haldorf. Hinter dem früheren Haltepunkt zweigt der [[Eder-Radweg]] nach [[Felsberg (Hessen)]] und [[Wabern (Hessen)|Wabern]] ab. Vorbei an dem {{marker|type=playground|lat=51.19895|long=9.43203|name=Spielplatz Haldorf}} verlässt man Haldorf wieder und fährt nun zusammen mit der [[Tour de Chattengau]] (von [[Niedenstein]]) an einem kleinen Rastplatz mit schöner Aussicht in das Edertal vorbei nach Dissen. Nur wenige Meter hinter dem ehemaligen Haltepunkt, zu erkennen an der Bahnsteigkante direkt am [[Bahntrassenradwege|Bahntrassenradweg]], muss die stark befahrene {{marker|type= see|lat= 51.19392|long= 9.41109|name= Bundesstraße 254}} über eine Fußgängerinsel überquert werden. Nachdem auch die Deuter Straße überquert wurde radelt man nun auch zusammen mit dem [[Chattengauweg]] (von [[Baunatal]]) südlich des unter Kletterern bekannten Scharfenstein entlang und erreicht eine {{marker|type=barefoot path, Kneipp facility|lat=51.18724|long=9.39545|name=Wassertretanlage mit Schutzhütte und Barfußpfad}} . Wenig später kommt man zum [[w:Kasseler Kreuz (Gudensberg)|Kasseler Kreuz]], dem höchsten Punkt der Bahnstrecke und fährt an der ehemaligen Verladerampe des Steinbruches Gudensberg vorbei über eine Fahrradstraße nach [[Gudensberg]] hinnein. Über ein kurzes Stück Kopfsteinpflaster erreicht man das alte {{marker|type= see|lat= 51.18105|long= 9.36887|name= Bahnhofsgebäude Gudensberg}} Bahnhofsgebäude, das heute als Jugendhaus genutzt wird. == Sicherheit == Auch beim Radwandern kann ein Fahrradhelm die Schwere von Kopfverletzungen bei Stürzen entscheidend mindern. [[Checkliste Ausrüstung auf Radreisen#Fahrradhelm|Weitere Infos zum Helm siehe hier]]. == Weiter geht's == [[File:Gudensberg Obernburg.jpg|thumb|Auf der Obernburg bei Gudensberg]] [[File:Gudensberg Obernburg unten.jpg|thumb|Obernburg bei Gudensberg]] === Chattengau === Als [[Chattengau und Schwalm-Eder-Aue|Chattengau]] wird die meist offene und durch bewaldete Basaltkuppen geprägte Landschaft zwischen [[Kassel]] und [[Fritzlar]] bezeichnet. Im Osten und Süden wird sie durch die Eder, im Westen und Norden durch größere Wälder begrenzt. Heute werden im Chattengau meist Getreide, Raps, Zuckerrüben (Zuckerfabrik in [[Wabern (Hessen)|Wabern]]) und Kohl (Firma Hengstenberg in [[Fritzlar]]) angebaut. Zur Weiterfahrt mit dem Rad in den Chattengau einfach dem [[Chattengauweg]], ausgeschildert als R21, folgen, der bis zum Bahnhof nach [[Fritzlar]] ([http://www.nvv.de/fileadmin/nvv/download/fahrplaene/R39.pdf KBS 621]) verläuft. Bei Dorla wird der [[Chattengauweg]] vom [[Chattengau-Fulda-Weg]] (R12) gekreuzt. == Literatur == * '''ADFC-Regionalkarte Kassel / Nordhessen''' 1:75000, {{ISBN|978-3-96990-109-0}} (7. Auflage 2022). Stand 02-2026 ist die Karte auch digital in der ADFC-Karten-App für Android und IPhone erhältlich. ältere Radwanderkarten in größerem Maßstab: * '''Rad- und Wanderkarte Naturpark Habichtswald''' - Maßstab 1:35 000, {{ISBN|978-3-86973-031-8}}, 4,50 €, herausgegeben von der Kartographischen Kommunalen Verlagsgesellschaft mbH (2011). * '''HR Naturpark Habichtswald / Reinhardswald''' - Topographische Freizeitkarte 1:50 000, {{ISBN|978-3-89446-319-9}}, 9,50 €, gemeinschaftlich herausgegeben vom Hessisch-Waldeckischen Gebirgs- und Heimatverein e.V. und dem Hessischen Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation (2012). * '''KB Kurhessisches Bergland''' Schwalm-Eder-Kreis - Topographische Freizeitkarte 1:50 000, {{ISBN|978-3-89446-296-3}}, 9,50 €, gemeinschaftlich herausgegeben vom Touristik Service Kurhessisches Bergland e.V., Kreisausschuss des Schwalm-Eder-Kreis und dem Hessischen Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation (2008). {{IstIn|Radrouten in Hessen}} [[Kategorie:Radwege in Hessen]] [[Kategorie:Radrouten in Deutschland gesamt]] {{class-4}} m2fdjlvqjhzrkij6qof0024gvxphj9f 1802356 1802354 2026-09-06T16:35:04Z Dirk Schmidt 15181 /* Vorbereitung */ 1802356 wikitext text/x-wiki {{Radweg|kat=Radwege in Hessen}} [[File:Wanderwegweiser Dissen Haltepunkt.JPG|thumb|250px|Wanderwegweiser in Dissen am Radweg (u.a. des Historischen Wanderweges ⊥)]] Der Bahntrassenradweg auf der ehemaligen '''Kleinbahn Grifte–Gudensberg''' ''(kein offizieller Titel)'' ist ein landschaftlich sehr attraktiver, aber eher unbekannter [[Bahntrassenradwege|Bahntrassenradweg]]. Durchgehend ist er nur als "Historischer Wanderweg ⊥" markiert und besitzt keine eigene Ausschilderung. Er ist Teil der [[Tour de Chattengau]] und des [[Chattengauweg]]s. Bis Juli 2023 führte der [[Eder-Radweg]] zwischen Grifte und Haldorf über den Bahntrassenradweg. == Streckenprofil == [[File:Ehemaliges Bahnhofsgebäude Grifte.JPG|thumb|250px|Ehemaliges Bahnhofsgebäude von Grifte]] {{Scroll Gallery |title = Grifte - Haldorf |width = 250 |maxHeight= 250 |File:Heidholzweg Edermünde Grifte.JPG|Historischer Wanderweg ⊥ südlich von Grifte (links der Main-Weser-Bahn) |File:Heidholz Edermünde Grifte.JPG|Historischer Wanderweg ⊥ im Heidholz |File:Eder-Radweg Edermünde Grifte.JPG|Asphaltierter Eder-Radweg südlich von Grifte (rechts der Main-Weser-Bahn) |File:Bahntrasse Grifte Haldorf.JPG|Auf der ehemaligen Bahntrasse stetig bergauf aus dem Edertal heraus |File:Bahntrasse Haldorf Rastplatz.JPG|Rastplatz auf Höhe des ehemaligen Haltepunktes Haldorf }} *'''Länge:''' 8&#x202F;km *'''Ausschilderung:''' Durchgängig als "Historischer Wanderweg ⊥". Der Radweg selbst besitzt keine Ausschilderung. *'''Steigungen:''' Durchgehender Anstieg von Grifte hinauf bis zum Kasseler Kreuz kurz vor [[Gudensberg]]. *'''Wegzustand:''' Zwischen Grifte und Haldorf geschottert, zwischen Haldorf und Gudensberg asphaltiert. *'''Verkehrsbelastung:''' Keine. Es werden nur zwei stärker befahrene Straßen überquert. An der sehr stark befahrenen Bundesstraße 254 in Dissen gibt es eine Verkehrsinsel, so dass man hier recht sicher die Straße queren kann. *'''Geeignetes Fahrrad:''' Normales Fahrrad mit 3 Gängen ist ausreichend, besser sind aber mehr Gänge, besonders bei Weiterfahrt in den Chattengau. *'''Familieneignung:''' Der Radweg ist, da weitestgehend abseits größerer Straßen verlaufend, durchgehend für Familien geeignet. *'''Inlinereignung:''' Nur zwischen Haldorf und [[Gudensberg]]. Zwischen Haldorf und Grifte muss man auf die parallel zum Bahntrassenradweg verlaufende Wanderroute Ederhöhenweg (E) ausweichen. == Hintergrund == [[File:Kleinbahn rw grifte gudensberg talblick richtung osten vor gudensberg ds wmc 10 05 2013.jpg|thumb|250px|Panoramablick vom Bahntrassenradweg auf Dissen und den Lotterberg]] Die ''Bahnstrecke Grifte–Gudensberg'' war eine 7,72&#x202F;km lange Nebenbahnstrecke von [[Edermünde]]-Grifte nach [[Gudensberg]]. Sie war von 1899 bis 1979 in Betrieb und wurde durch die Grifte-Gudensberger Kleinbahn- und Kraftwagen-AG, bzw. ab 1965 die Deutsche Bundesbahn betrieben. Der Personenverkehr auf der Bahnstrecke Grifte–Gudensberg wurde zum 31. Dezember 1954 eingestellt, am 31. Januar 1979 erfolgte die Einstellung des Güterverkehres. Die Gleise wurden um 1980 abgebaut. == Vorbereitung == {{mapframe | name = Karte Kleinbahn-Radweg Grifte–Gudensberg. blau = Kleinbahn-Radweg, rot = Ederradweg, grün = Chattengauweg. 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Bei Werkel wurde als Lückenschluss ein straßenbegleitender Radweg errichtet. * In Fritzlar an der {{Marker | name = Alten Kasseler Straße |type= waypoint |group = gold | lat = 51.139462 | long = 9.278678}} den R21 Richtung Altstadt verlassen. * Auf dem Ederradweg zum {{Marker | name = Bahnhof Wabern| type= rail | wikidata = Q9369596|url = https://www.bahnhof.de/wabern-bz-kassel}}, hier optionales Tourenende. * Oder die Runde über den Eder-Radweg zurück nach Wabern schließen. Unterwegs kommt man noch an {{Marker | name = Felsberg | type= city | wikidata = Q1481}} vorbei. Entfernungen: * Bis Bahnhof Wabern: 28{{nnbsp}}km * komplette Runde: 48{{nnbsp}}km Wer überregional anreist startet die Runde am Besten am Bahnhof Wabern. Hier halten auch die RE von Kassel nach Frankfurt. [[Bild:Fritzlar_marktplatz_d_schmidt_wv_06_2006.jpg|mini|Fritzlar: Marktplatz mit Fachwerkbauten]] == Anreise == {{Scroll Gallery |title = Haldorf - Gudensberg |width = 250 |maxHeight= 250 |File:Bahntrasse Haldorf Spielplatz.JPG|Spielplatz in Haldorf direkt an der ehemaligen Bahntrasse |File:Bahntrasse Haldorf Dissen.JPG|Aussichtspunkt mit Holzliegen zwischen Haldorf und Dissen |File:Bahntrasse Dissen Haltepunkt.JPG|Bahntrasenradweg auf Höhe des ehemaligen Haltepunktes Dissen |File:Bahntrasse Tretbecken Barfußpfad.JPG|Rastplatz mit Tretbecken und Barfußpfad zwischen Dissen und Gudensberg |File:Bahntrasse Sattel Kasseler Kreuz.JPG|Rückblick auf den höchsten Punkt der Bahnstrecke am Kasseler Kreuz }} === Mit Öffentlichen Verkehrsmitteln === In [[Edermünde]]-Grifte befindet sich in der Bahnstrecke [[Kassel]]-[[Frankfurt am Main]] der Bahnhof {{Marker | name = Bahnhof Edermünde-Grifte | type= rail | wikidata = Q116016904 |url = https://www.bahnhof.de/edermuende-grifte}}. Nur drei Kilometer vom Startpunkt in Grifte entfernt ist zudem der Bahnhof von {{Marker | name = Bahnhof Guxhagen | type= rail | wikidata = Q114437218 |url = https://www.bahnhof.de/guxhagen}} (Linie Fulda - Bebra - Kassel). [[Gudensberg]] wird von mehreren Buslinien angefahren, unter anderem von den Buslinien 403 (nach [[Niedenstein]] und [[Baunatal]]) und 500 ([[Kassel]]-[[Fritzlar]]-[[Bad Wildungen]]). Unweit vom ehemaligen Bahnhof Gudensberg entfernt befindet sich die {{Bus}} [https://hms-nvv.etc-consult.de/nvv_hms/hstdatenblatt?id_hstteil=938 Rathaus]. === Mit dem Fahrrad === Von [[Kassel]] kommend fährt man auf dem [[Fulda-Radweg]] bis nach [[Baunatal]]-Guntershausen und weiter auf dem [[Eder-Radweg]] bis nach [[Edermünde]]-Grifte. Weiter kann man auch von [[Guxhagen]] aus auf der alten Wegführung des [[Eder-Radweg]]s (R10) nach Grifte radeln. Verbindet man den [[Bahntrassenradwege|Bahntrassenradweg]], den [[Chattengauweg]] (R21) und den [[Eder-Radweg]] miteinander erhält man eine circa 47 Kilometer lange Rundtour von [[Edermünde]]-Grifte aus über [[Gudensberg]], [[Fritzlar]], [[Wabern (Hessen)|Wabern]] und [[Felsberg (Hessen)|Felsberg]]. == Streckenbeschreibung == [[File:Bahnhof-Gudensberg.jpg|thumb|250px|Ehem. Bahnhofsgebäude Gudensberg]] Der Kleinbahn-Radweg Grifte–Gudensberg verläuft größtenteils auf der ehemaligen Bahntrasse der Bahnstrecke Grifte–Gudensberg, die teilweise asphaltiert, teilweise aber geschottert ist. Einzig bei Grifte gibt es einen Abschnitt abseits der ehemaligen Bahntrasse. Für eine detaillierte Radwanderkarte bitte einfach auf die POI's klicken, die einen sofort an die beschriebene Position leiten. === Grifte - Gudensberg === Vom {{marker|type= see|lat= 51.20995|long= 9.44859|name= Bahnhofsgebäude Grifte}} fährt man auf einem asphaltierten Wirtschaftsweg zusammen mit dem [[Eder-Radweg]] bis zur Unterführung der Main-Weser-Bahn. Alternativ könnte man auch dem unbefestigten "Historischen Wanderweg ⊥" durch das Heidholz folgen. Anschließend folgt nach einer Spitzkehre am {{marker|type= see|lat=51.20104|long= 9.45206|name= Abzweig Historischer Wanderweg ⊥}} der Anstieg auf der ehemaligen Bahntrasse durch den Wald im schattigen Prallhang der Eder hinauf nach Haldorf. Hinter dem früheren Haltepunkt zweigt der [[Eder-Radweg]] nach [[Felsberg (Hessen)]] und [[Wabern (Hessen)|Wabern]] ab. Vorbei an dem {{marker|type=playground|lat=51.19895|long=9.43203|name=Spielplatz Haldorf}} verlässt man Haldorf wieder und fährt nun zusammen mit der [[Tour de Chattengau]] (von [[Niedenstein]]) an einem kleinen Rastplatz mit schöner Aussicht in das Edertal vorbei nach Dissen. Nur wenige Meter hinter dem ehemaligen Haltepunkt, zu erkennen an der Bahnsteigkante direkt am [[Bahntrassenradwege|Bahntrassenradweg]], muss die stark befahrene {{marker|type= see|lat= 51.19392|long= 9.41109|name= Bundesstraße 254}} über eine Fußgängerinsel überquert werden. Nachdem auch die Deuter Straße überquert wurde radelt man nun auch zusammen mit dem [[Chattengauweg]] (von [[Baunatal]]) südlich des unter Kletterern bekannten Scharfenstein entlang und erreicht eine {{marker|type=barefoot path, Kneipp facility|lat=51.18724|long=9.39545|name=Wassertretanlage mit Schutzhütte und Barfußpfad}} . Wenig später kommt man zum [[w:Kasseler Kreuz (Gudensberg)|Kasseler Kreuz]], dem höchsten Punkt der Bahnstrecke und fährt an der ehemaligen Verladerampe des Steinbruches Gudensberg vorbei über eine Fahrradstraße nach [[Gudensberg]] hinnein. Über ein kurzes Stück Kopfsteinpflaster erreicht man das alte {{marker|type= see|lat= 51.18105|long= 9.36887|name= Bahnhofsgebäude Gudensberg}} Bahnhofsgebäude, das heute als Jugendhaus genutzt wird. == Sicherheit == Auch beim Radwandern kann ein Fahrradhelm die Schwere von Kopfverletzungen bei Stürzen entscheidend mindern. [[Checkliste Ausrüstung auf Radreisen#Fahrradhelm|Weitere Infos zum Helm siehe hier]]. == Weiter geht's == [[File:Gudensberg Obernburg.jpg|thumb|Auf der Obernburg bei Gudensberg]] [[File:Gudensberg Obernburg unten.jpg|thumb|Obernburg bei Gudensberg]] === Chattengau === Als [[Chattengau und Schwalm-Eder-Aue|Chattengau]] wird die meist offene und durch bewaldete Basaltkuppen geprägte Landschaft zwischen [[Kassel]] und [[Fritzlar]] bezeichnet. Im Osten und Süden wird sie durch die Eder, im Westen und Norden durch größere Wälder begrenzt. Heute werden im Chattengau meist Getreide, Raps, Zuckerrüben (Zuckerfabrik in [[Wabern (Hessen)|Wabern]]) und Kohl (Firma Hengstenberg in [[Fritzlar]]) angebaut. Zur Weiterfahrt mit dem Rad in den Chattengau einfach dem [[Chattengauweg]], ausgeschildert als R21, folgen, der bis zum Bahnhof nach [[Fritzlar]] ([http://www.nvv.de/fileadmin/nvv/download/fahrplaene/R39.pdf KBS 621]) verläuft. Bei Dorla wird der [[Chattengauweg]] vom [[Chattengau-Fulda-Weg]] (R12) gekreuzt. == Literatur == * '''ADFC-Regionalkarte Kassel / Nordhessen''' 1:75000, {{ISBN|978-3-96990-109-0}} (7. Auflage 2022). Stand 02-2026 ist die Karte auch digital in der ADFC-Karten-App für Android und IPhone erhältlich. ältere Radwanderkarten in größerem Maßstab: * '''Rad- und Wanderkarte Naturpark Habichtswald''' - Maßstab 1:35 000, {{ISBN|978-3-86973-031-8}}, 4,50 €, herausgegeben von der Kartographischen Kommunalen Verlagsgesellschaft mbH (2011). * '''HR Naturpark Habichtswald / Reinhardswald''' - Topographische Freizeitkarte 1:50 000, {{ISBN|978-3-89446-319-9}}, 9,50 €, gemeinschaftlich herausgegeben vom Hessisch-Waldeckischen Gebirgs- und Heimatverein e.V. und dem Hessischen Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation (2012). * '''KB Kurhessisches Bergland''' Schwalm-Eder-Kreis - Topographische Freizeitkarte 1:50 000, {{ISBN|978-3-89446-296-3}}, 9,50 €, gemeinschaftlich herausgegeben vom Touristik Service Kurhessisches Bergland e.V., Kreisausschuss des Schwalm-Eder-Kreis und dem Hessischen Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation (2008). {{IstIn|Radrouten in Hessen}} [[Kategorie:Radwege in Hessen]] [[Kategorie:Radrouten in Deutschland gesamt]] {{class-4}} 1r9sec2efbqqbd240isfpq1i9a2gwa5 1802357 1802356 2026-09-06T16:36:22Z Dirk Schmidt 15181 /* Vorbereitung */ 1802357 wikitext text/x-wiki {{Radweg|kat=Radwege in Hessen}} [[File:Wanderwegweiser Dissen Haltepunkt.JPG|thumb|250px|Wanderwegweiser in Dissen am Radweg (u.a. des Historischen Wanderweges ⊥)]] Der Bahntrassenradweg auf der ehemaligen '''Kleinbahn Grifte–Gudensberg''' ''(kein offizieller Titel)'' ist ein landschaftlich sehr attraktiver, aber eher unbekannter [[Bahntrassenradwege|Bahntrassenradweg]]. Durchgehend ist er nur als "Historischer Wanderweg ⊥" markiert und besitzt keine eigene Ausschilderung. Er ist Teil der [[Tour de Chattengau]] und des [[Chattengauweg]]s. Bis Juli 2023 führte der [[Eder-Radweg]] zwischen Grifte und Haldorf über den Bahntrassenradweg. == Streckenprofil == [[File:Ehemaliges Bahnhofsgebäude Grifte.JPG|thumb|250px|Ehemaliges Bahnhofsgebäude von Grifte]] {{Scroll Gallery |title = Grifte - Haldorf |width = 250 |maxHeight= 250 |File:Heidholzweg Edermünde Grifte.JPG|Historischer Wanderweg ⊥ südlich von Grifte (links der Main-Weser-Bahn) |File:Heidholz Edermünde Grifte.JPG|Historischer Wanderweg ⊥ im Heidholz |File:Eder-Radweg Edermünde Grifte.JPG|Asphaltierter Eder-Radweg südlich von Grifte (rechts der Main-Weser-Bahn) |File:Bahntrasse Grifte Haldorf.JPG|Auf der ehemaligen Bahntrasse stetig bergauf aus dem Edertal heraus |File:Bahntrasse Haldorf Rastplatz.JPG|Rastplatz auf Höhe des ehemaligen Haltepunktes Haldorf }} *'''Länge:''' 8&#x202F;km *'''Ausschilderung:''' Durchgängig als "Historischer Wanderweg ⊥". Der Radweg selbst besitzt keine Ausschilderung. *'''Steigungen:''' Durchgehender Anstieg von Grifte hinauf bis zum Kasseler Kreuz kurz vor [[Gudensberg]]. *'''Wegzustand:''' Zwischen Grifte und Haldorf geschottert, zwischen Haldorf und Gudensberg asphaltiert. *'''Verkehrsbelastung:''' Keine. Es werden nur zwei stärker befahrene Straßen überquert. An der sehr stark befahrenen Bundesstraße 254 in Dissen gibt es eine Verkehrsinsel, so dass man hier recht sicher die Straße queren kann. *'''Geeignetes Fahrrad:''' Normales Fahrrad mit 3 Gängen ist ausreichend, besser sind aber mehr Gänge, besonders bei Weiterfahrt in den Chattengau. *'''Familieneignung:''' Der Radweg ist, da weitestgehend abseits größerer Straßen verlaufend, durchgehend für Familien geeignet. *'''Inlinereignung:''' Nur zwischen Haldorf und [[Gudensberg]]. Zwischen Haldorf und Grifte muss man auf die parallel zum Bahntrassenradweg verlaufende Wanderroute Ederhöhenweg (E) ausweichen. == Hintergrund == [[File:Kleinbahn rw grifte gudensberg talblick richtung osten vor gudensberg ds wmc 10 05 2013.jpg|thumb|250px|Panoramablick vom Bahntrassenradweg auf Dissen und den Lotterberg]] Die ''Bahnstrecke Grifte–Gudensberg'' war eine 7,72&#x202F;km lange Nebenbahnstrecke von [[Edermünde]]-Grifte nach [[Gudensberg]]. Sie war von 1899 bis 1979 in Betrieb und wurde durch die Grifte-Gudensberger Kleinbahn- und Kraftwagen-AG, bzw. ab 1965 die Deutsche Bundesbahn betrieben. Der Personenverkehr auf der Bahnstrecke Grifte–Gudensberg wurde zum 31. Dezember 1954 eingestellt, am 31. Januar 1979 erfolgte die Einstellung des Güterverkehres. Die Gleise wurden um 1980 abgebaut. == Vorbereitung == {{mapframe |lat = 51.19150 | long= 9.40619 |zoom= 13 | name = Karte Kleinbahn-Radweg Grifte–Gudensberg. blau = Kleinbahn-Radweg, rot = Ederradweg, grün = Chattengauweg. Für die Darstellung der Anschlussstrecken bei den Ebenen „Radwege“ anklicken.}} {{Mapshape|wikidata=Q14546381|type=geoline|stroke=#0000ff|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} <!-- Kleinbahn-Radweg --> {{Mapshape|wikidata=Q1283650|type=geoline|stroke=#ff0000|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} <!-- Eder-Radweg --> {{Mapshape|wikidata=Q14513058|type=geoline|stroke=#00ff00|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} <!-- Chattengauweg --> Der Bahnradweg lässt sich gut in die folgende attraktive 50{{nnbsp}}km lange '''Tagesrundtour''' durch den [[Chattengau]] einbauen: * Tourstart am {{Marker | name = Bahnhof Edermünde-Grifte | type= rail | wikidata = Q116016904|url = https://www.bahnhof.de/edermuende-grifte}}. * '''Kleinbahnradweg''' hinauf nach {{Marker | name = Gudensberg | type= city | wikidata = Q558498}}. * Hügelig, aber aussichtsreich auf dem [[Chattengauweg]] durch die gleichnamige Region in die Fachwerkstadt {{Marker | name = Fritzlar | type= city | wikidata = Q492503}}. Bei Werkel wurde als Lückenschluss ein straßenbegleitender Radweg errichtet. * In Fritzlar an der {{Marker | name = Alten Kasseler Straße |type= waypoint |group = gold | lat = 51.139462 | long = 9.278678}} den R21 Richtung Altstadt verlassen. * Auf dem Ederradweg zum {{Marker | name = Bahnhof Wabern| type= rail | wikidata = Q9369596|url = https://www.bahnhof.de/wabern-bz-kassel}}, hier optionales Tourenende. * Oder die Runde über den Eder-Radweg zurück nach Wabern schließen. Unterwegs kommt man noch an {{Marker | name = Felsberg | type= city | wikidata = Q1481}} vorbei. Entfernungen: * Bis Bahnhof Wabern: 28{{nnbsp}}km * komplette Runde: 48{{nnbsp}}km Wer überregional anreist startet die Runde am Besten am Bahnhof Wabern. Hier halten auch die RE von Kassel nach Frankfurt. [[Bild:Fritzlar_marktplatz_d_schmidt_wv_06_2006.jpg|mini|Fritzlar: Marktplatz mit Fachwerkbauten]] == Anreise == {{Scroll Gallery |title = Haldorf - Gudensberg |width = 250 |maxHeight= 250 |File:Bahntrasse Haldorf Spielplatz.JPG|Spielplatz in Haldorf direkt an der ehemaligen Bahntrasse |File:Bahntrasse Haldorf Dissen.JPG|Aussichtspunkt mit Holzliegen zwischen Haldorf und Dissen |File:Bahntrasse Dissen Haltepunkt.JPG|Bahntrasenradweg auf Höhe des ehemaligen Haltepunktes Dissen |File:Bahntrasse Tretbecken Barfußpfad.JPG|Rastplatz mit Tretbecken und Barfußpfad zwischen Dissen und Gudensberg |File:Bahntrasse Sattel Kasseler Kreuz.JPG|Rückblick auf den höchsten Punkt der Bahnstrecke am Kasseler Kreuz }} === Mit Öffentlichen Verkehrsmitteln === In [[Edermünde]]-Grifte befindet sich in der Bahnstrecke [[Kassel]]-[[Frankfurt am Main]] der Bahnhof {{Marker | name = Bahnhof Edermünde-Grifte | type= rail | wikidata = Q116016904 |url = https://www.bahnhof.de/edermuende-grifte}}. Nur drei Kilometer vom Startpunkt in Grifte entfernt ist zudem der Bahnhof von {{Marker | name = Bahnhof Guxhagen | type= rail | wikidata = Q114437218 |url = https://www.bahnhof.de/guxhagen}} (Linie Fulda - Bebra - Kassel). [[Gudensberg]] wird von mehreren Buslinien angefahren, unter anderem von den Buslinien 403 (nach [[Niedenstein]] und [[Baunatal]]) und 500 ([[Kassel]]-[[Fritzlar]]-[[Bad Wildungen]]). Unweit vom ehemaligen Bahnhof Gudensberg entfernt befindet sich die {{Bus}} [https://hms-nvv.etc-consult.de/nvv_hms/hstdatenblatt?id_hstteil=938 Rathaus]. === Mit dem Fahrrad === Von [[Kassel]] kommend fährt man auf dem [[Fulda-Radweg]] bis nach [[Baunatal]]-Guntershausen und weiter auf dem [[Eder-Radweg]] bis nach [[Edermünde]]-Grifte. Weiter kann man auch von [[Guxhagen]] aus auf der alten Wegführung des [[Eder-Radweg]]s (R10) nach Grifte radeln. Verbindet man den [[Bahntrassenradwege|Bahntrassenradweg]], den [[Chattengauweg]] (R21) und den [[Eder-Radweg]] miteinander erhält man eine circa 47 Kilometer lange Rundtour von [[Edermünde]]-Grifte aus über [[Gudensberg]], [[Fritzlar]], [[Wabern (Hessen)|Wabern]] und [[Felsberg (Hessen)|Felsberg]]. == Streckenbeschreibung == [[File:Bahnhof-Gudensberg.jpg|thumb|250px|Ehem. Bahnhofsgebäude Gudensberg]] Der Kleinbahn-Radweg Grifte–Gudensberg verläuft größtenteils auf der ehemaligen Bahntrasse der Bahnstrecke Grifte–Gudensberg, die teilweise asphaltiert, teilweise aber geschottert ist. Einzig bei Grifte gibt es einen Abschnitt abseits der ehemaligen Bahntrasse. Für eine detaillierte Radwanderkarte bitte einfach auf die POI's klicken, die einen sofort an die beschriebene Position leiten. === Grifte - Gudensberg === Vom {{marker|type= see|lat= 51.20995|long= 9.44859|name= Bahnhofsgebäude Grifte}} fährt man auf einem asphaltierten Wirtschaftsweg zusammen mit dem [[Eder-Radweg]] bis zur Unterführung der Main-Weser-Bahn. Alternativ könnte man auch dem unbefestigten "Historischen Wanderweg ⊥" durch das Heidholz folgen. Anschließend folgt nach einer Spitzkehre am {{marker|type= see|lat=51.20104|long= 9.45206|name= Abzweig Historischer Wanderweg ⊥}} der Anstieg auf der ehemaligen Bahntrasse durch den Wald im schattigen Prallhang der Eder hinauf nach Haldorf. Hinter dem früheren Haltepunkt zweigt der [[Eder-Radweg]] nach [[Felsberg (Hessen)]] und [[Wabern (Hessen)|Wabern]] ab. Vorbei an dem {{marker|type=playground|lat=51.19895|long=9.43203|name=Spielplatz Haldorf}} verlässt man Haldorf wieder und fährt nun zusammen mit der [[Tour de Chattengau]] (von [[Niedenstein]]) an einem kleinen Rastplatz mit schöner Aussicht in das Edertal vorbei nach Dissen. Nur wenige Meter hinter dem ehemaligen Haltepunkt, zu erkennen an der Bahnsteigkante direkt am [[Bahntrassenradwege|Bahntrassenradweg]], muss die stark befahrene {{marker|type= see|lat= 51.19392|long= 9.41109|name= Bundesstraße 254}} über eine Fußgängerinsel überquert werden. Nachdem auch die Deuter Straße überquert wurde radelt man nun auch zusammen mit dem [[Chattengauweg]] (von [[Baunatal]]) südlich des unter Kletterern bekannten Scharfenstein entlang und erreicht eine {{marker|type=barefoot path, Kneipp facility|lat=51.18724|long=9.39545|name=Wassertretanlage mit Schutzhütte und Barfußpfad}} . Wenig später kommt man zum [[w:Kasseler Kreuz (Gudensberg)|Kasseler Kreuz]], dem höchsten Punkt der Bahnstrecke und fährt an der ehemaligen Verladerampe des Steinbruches Gudensberg vorbei über eine Fahrradstraße nach [[Gudensberg]] hinnein. Über ein kurzes Stück Kopfsteinpflaster erreicht man das alte {{marker|type= see|lat= 51.18105|long= 9.36887|name= Bahnhofsgebäude Gudensberg}} Bahnhofsgebäude, das heute als Jugendhaus genutzt wird. == Sicherheit == Auch beim Radwandern kann ein Fahrradhelm die Schwere von Kopfverletzungen bei Stürzen entscheidend mindern. [[Checkliste Ausrüstung auf Radreisen#Fahrradhelm|Weitere Infos zum Helm siehe hier]]. == Weiter geht's == [[File:Gudensberg Obernburg.jpg|thumb|Auf der Obernburg bei Gudensberg]] [[File:Gudensberg Obernburg unten.jpg|thumb|Obernburg bei Gudensberg]] === Chattengau === Als [[Chattengau und Schwalm-Eder-Aue|Chattengau]] wird die meist offene und durch bewaldete Basaltkuppen geprägte Landschaft zwischen [[Kassel]] und [[Fritzlar]] bezeichnet. Im Osten und Süden wird sie durch die Eder, im Westen und Norden durch größere Wälder begrenzt. Heute werden im Chattengau meist Getreide, Raps, Zuckerrüben (Zuckerfabrik in [[Wabern (Hessen)|Wabern]]) und Kohl (Firma Hengstenberg in [[Fritzlar]]) angebaut. Zur Weiterfahrt mit dem Rad in den Chattengau einfach dem [[Chattengauweg]], ausgeschildert als R21, folgen, der bis zum Bahnhof nach [[Fritzlar]] ([http://www.nvv.de/fileadmin/nvv/download/fahrplaene/R39.pdf KBS 621]) verläuft. Bei Dorla wird der [[Chattengauweg]] vom [[Chattengau-Fulda-Weg]] (R12) gekreuzt. == Literatur == * '''ADFC-Regionalkarte Kassel / Nordhessen''' 1:75000, {{ISBN|978-3-96990-109-0}} (7. Auflage 2022). Stand 02-2026 ist die Karte auch digital in der ADFC-Karten-App für Android und IPhone erhältlich. ältere Radwanderkarten in größerem Maßstab: * '''Rad- und Wanderkarte Naturpark Habichtswald''' - Maßstab 1:35 000, {{ISBN|978-3-86973-031-8}}, 4,50 €, herausgegeben von der Kartographischen Kommunalen Verlagsgesellschaft mbH (2011). * '''HR Naturpark Habichtswald / Reinhardswald''' - Topographische Freizeitkarte 1:50 000, {{ISBN|978-3-89446-319-9}}, 9,50 €, gemeinschaftlich herausgegeben vom Hessisch-Waldeckischen Gebirgs- und Heimatverein e.V. und dem Hessischen Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation (2012). * '''KB Kurhessisches Bergland''' Schwalm-Eder-Kreis - Topographische Freizeitkarte 1:50 000, {{ISBN|978-3-89446-296-3}}, 9,50 €, gemeinschaftlich herausgegeben vom Touristik Service Kurhessisches Bergland e.V., Kreisausschuss des Schwalm-Eder-Kreis und dem Hessischen Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation (2008). {{IstIn|Radrouten in Hessen}} [[Kategorie:Radwege in Hessen]] [[Kategorie:Radrouten in Deutschland gesamt]] {{class-4}} rbjir4ihhjcuqvahbvyubvn94aq2eml 1802358 1802357 2026-09-06T16:36:36Z Dirk Schmidt 15181 /* Vorbereitung */ 1802358 wikitext text/x-wiki {{Radweg|kat=Radwege in Hessen}} [[File:Wanderwegweiser Dissen Haltepunkt.JPG|thumb|250px|Wanderwegweiser in Dissen am Radweg (u.a. des Historischen Wanderweges ⊥)]] Der Bahntrassenradweg auf der ehemaligen '''Kleinbahn Grifte–Gudensberg''' ''(kein offizieller Titel)'' ist ein landschaftlich sehr attraktiver, aber eher unbekannter [[Bahntrassenradwege|Bahntrassenradweg]]. Durchgehend ist er nur als "Historischer Wanderweg ⊥" markiert und besitzt keine eigene Ausschilderung. Er ist Teil der [[Tour de Chattengau]] und des [[Chattengauweg]]s. Bis Juli 2023 führte der [[Eder-Radweg]] zwischen Grifte und Haldorf über den Bahntrassenradweg. == Streckenprofil == [[File:Ehemaliges Bahnhofsgebäude Grifte.JPG|thumb|250px|Ehemaliges Bahnhofsgebäude von Grifte]] {{Scroll Gallery |title = Grifte - Haldorf |width = 250 |maxHeight= 250 |File:Heidholzweg Edermünde Grifte.JPG|Historischer Wanderweg ⊥ südlich von Grifte (links der Main-Weser-Bahn) |File:Heidholz Edermünde Grifte.JPG|Historischer Wanderweg ⊥ im Heidholz |File:Eder-Radweg Edermünde Grifte.JPG|Asphaltierter Eder-Radweg südlich von Grifte (rechts der Main-Weser-Bahn) |File:Bahntrasse Grifte Haldorf.JPG|Auf der ehemaligen Bahntrasse stetig bergauf aus dem Edertal heraus |File:Bahntrasse Haldorf Rastplatz.JPG|Rastplatz auf Höhe des ehemaligen Haltepunktes Haldorf }} *'''Länge:''' 8&#x202F;km *'''Ausschilderung:''' Durchgängig als "Historischer Wanderweg ⊥". Der Radweg selbst besitzt keine Ausschilderung. *'''Steigungen:''' Durchgehender Anstieg von Grifte hinauf bis zum Kasseler Kreuz kurz vor [[Gudensberg]]. *'''Wegzustand:''' Zwischen Grifte und Haldorf geschottert, zwischen Haldorf und Gudensberg asphaltiert. *'''Verkehrsbelastung:''' Keine. Es werden nur zwei stärker befahrene Straßen überquert. An der sehr stark befahrenen Bundesstraße 254 in Dissen gibt es eine Verkehrsinsel, so dass man hier recht sicher die Straße queren kann. *'''Geeignetes Fahrrad:''' Normales Fahrrad mit 3 Gängen ist ausreichend, besser sind aber mehr Gänge, besonders bei Weiterfahrt in den Chattengau. *'''Familieneignung:''' Der Radweg ist, da weitestgehend abseits größerer Straßen verlaufend, durchgehend für Familien geeignet. *'''Inlinereignung:''' Nur zwischen Haldorf und [[Gudensberg]]. Zwischen Haldorf und Grifte muss man auf die parallel zum Bahntrassenradweg verlaufende Wanderroute Ederhöhenweg (E) ausweichen. == Hintergrund == [[File:Kleinbahn rw grifte gudensberg talblick richtung osten vor gudensberg ds wmc 10 05 2013.jpg|thumb|250px|Panoramablick vom Bahntrassenradweg auf Dissen und den Lotterberg]] Die ''Bahnstrecke Grifte–Gudensberg'' war eine 7,72&#x202F;km lange Nebenbahnstrecke von [[Edermünde]]-Grifte nach [[Gudensberg]]. Sie war von 1899 bis 1979 in Betrieb und wurde durch die Grifte-Gudensberger Kleinbahn- und Kraftwagen-AG, bzw. ab 1965 die Deutsche Bundesbahn betrieben. Der Personenverkehr auf der Bahnstrecke Grifte–Gudensberg wurde zum 31. Dezember 1954 eingestellt, am 31. Januar 1979 erfolgte die Einstellung des Güterverkehres. Die Gleise wurden um 1980 abgebaut. == Vorbereitung == {{mapframe |lat = 51.19150 | long= 9.40619 |zoom= 12 | name = Karte Kleinbahn-Radweg Grifte–Gudensberg. blau = Kleinbahn-Radweg, rot = Ederradweg, grün = Chattengauweg. 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Bei Werkel wurde als Lückenschluss ein straßenbegleitender Radweg errichtet. * In Fritzlar an der {{Marker | name = Alten Kasseler Straße |type= waypoint |group = gold | lat = 51.139462 | long = 9.278678}} den R21 Richtung Altstadt verlassen. * Auf dem Ederradweg zum {{Marker | name = Bahnhof Wabern| type= rail | wikidata = Q9369596|url = https://www.bahnhof.de/wabern-bz-kassel}}, hier optionales Tourenende. * Oder die Runde über den Eder-Radweg zurück nach Wabern schließen. Unterwegs kommt man noch an {{Marker | name = Felsberg | type= city | wikidata = Q1481}} vorbei. Entfernungen: * Bis Bahnhof Wabern: 28{{nnbsp}}km * komplette Runde: 48{{nnbsp}}km Wer überregional anreist startet die Runde am Besten am Bahnhof Wabern. Hier halten auch die RE von Kassel nach Frankfurt. [[Bild:Fritzlar_marktplatz_d_schmidt_wv_06_2006.jpg|mini|Fritzlar: Marktplatz mit Fachwerkbauten]] == Anreise == {{Scroll Gallery |title = Haldorf - Gudensberg |width = 250 |maxHeight= 250 |File:Bahntrasse Haldorf Spielplatz.JPG|Spielplatz in Haldorf direkt an der ehemaligen Bahntrasse |File:Bahntrasse Haldorf Dissen.JPG|Aussichtspunkt mit Holzliegen zwischen Haldorf und Dissen |File:Bahntrasse Dissen Haltepunkt.JPG|Bahntrasenradweg auf Höhe des ehemaligen Haltepunktes Dissen |File:Bahntrasse Tretbecken Barfußpfad.JPG|Rastplatz mit Tretbecken und Barfußpfad zwischen Dissen und Gudensberg |File:Bahntrasse Sattel Kasseler Kreuz.JPG|Rückblick auf den höchsten Punkt der Bahnstrecke am Kasseler Kreuz }} === Mit Öffentlichen Verkehrsmitteln === In [[Edermünde]]-Grifte befindet sich in der Bahnstrecke [[Kassel]]-[[Frankfurt am Main]] der Bahnhof {{Marker | name = Bahnhof Edermünde-Grifte | type= rail | wikidata = Q116016904 |url = https://www.bahnhof.de/edermuende-grifte}}. Nur drei Kilometer vom Startpunkt in Grifte entfernt ist zudem der Bahnhof von {{Marker | name = Bahnhof Guxhagen | type= rail | wikidata = Q114437218 |url = https://www.bahnhof.de/guxhagen}} (Linie Fulda - Bebra - Kassel). [[Gudensberg]] wird von mehreren Buslinien angefahren, unter anderem von den Buslinien 403 (nach [[Niedenstein]] und [[Baunatal]]) und 500 ([[Kassel]]-[[Fritzlar]]-[[Bad Wildungen]]). Unweit vom ehemaligen Bahnhof Gudensberg entfernt befindet sich die {{Bus}} [https://hms-nvv.etc-consult.de/nvv_hms/hstdatenblatt?id_hstteil=938 Rathaus]. === Mit dem Fahrrad === Von [[Kassel]] kommend fährt man auf dem [[Fulda-Radweg]] bis nach [[Baunatal]]-Guntershausen und weiter auf dem [[Eder-Radweg]] bis nach [[Edermünde]]-Grifte. Weiter kann man auch von [[Guxhagen]] aus auf der alten Wegführung des [[Eder-Radweg]]s (R10) nach Grifte radeln. Verbindet man den [[Bahntrassenradwege|Bahntrassenradweg]], den [[Chattengauweg]] (R21) und den [[Eder-Radweg]] miteinander erhält man eine circa 47 Kilometer lange Rundtour von [[Edermünde]]-Grifte aus über [[Gudensberg]], [[Fritzlar]], [[Wabern (Hessen)|Wabern]] und [[Felsberg (Hessen)|Felsberg]]. == Streckenbeschreibung == [[File:Bahnhof-Gudensberg.jpg|thumb|250px|Ehem. Bahnhofsgebäude Gudensberg]] Der Kleinbahn-Radweg Grifte–Gudensberg verläuft größtenteils auf der ehemaligen Bahntrasse der Bahnstrecke Grifte–Gudensberg, die teilweise asphaltiert, teilweise aber geschottert ist. Einzig bei Grifte gibt es einen Abschnitt abseits der ehemaligen Bahntrasse. Für eine detaillierte Radwanderkarte bitte einfach auf die POI's klicken, die einen sofort an die beschriebene Position leiten. === Grifte - Gudensberg === Vom {{marker|type= see|lat= 51.20995|long= 9.44859|name= Bahnhofsgebäude Grifte}} fährt man auf einem asphaltierten Wirtschaftsweg zusammen mit dem [[Eder-Radweg]] bis zur Unterführung der Main-Weser-Bahn. Alternativ könnte man auch dem unbefestigten "Historischen Wanderweg ⊥" durch das Heidholz folgen. Anschließend folgt nach einer Spitzkehre am {{marker|type= see|lat=51.20104|long= 9.45206|name= Abzweig Historischer Wanderweg ⊥}} der Anstieg auf der ehemaligen Bahntrasse durch den Wald im schattigen Prallhang der Eder hinauf nach Haldorf. Hinter dem früheren Haltepunkt zweigt der [[Eder-Radweg]] nach [[Felsberg (Hessen)]] und [[Wabern (Hessen)|Wabern]] ab. Vorbei an dem {{marker|type=playground|lat=51.19895|long=9.43203|name=Spielplatz Haldorf}} verlässt man Haldorf wieder und fährt nun zusammen mit der [[Tour de Chattengau]] (von [[Niedenstein]]) an einem kleinen Rastplatz mit schöner Aussicht in das Edertal vorbei nach Dissen. Nur wenige Meter hinter dem ehemaligen Haltepunkt, zu erkennen an der Bahnsteigkante direkt am [[Bahntrassenradwege|Bahntrassenradweg]], muss die stark befahrene {{marker|type= see|lat= 51.19392|long= 9.41109|name= Bundesstraße 254}} über eine Fußgängerinsel überquert werden. Nachdem auch die Deuter Straße überquert wurde radelt man nun auch zusammen mit dem [[Chattengauweg]] (von [[Baunatal]]) südlich des unter Kletterern bekannten Scharfenstein entlang und erreicht eine {{marker|type=barefoot path, Kneipp facility|lat=51.18724|long=9.39545|name=Wassertretanlage mit Schutzhütte und Barfußpfad}} . Wenig später kommt man zum [[w:Kasseler Kreuz (Gudensberg)|Kasseler Kreuz]], dem höchsten Punkt der Bahnstrecke und fährt an der ehemaligen Verladerampe des Steinbruches Gudensberg vorbei über eine Fahrradstraße nach [[Gudensberg]] hinnein. Über ein kurzes Stück Kopfsteinpflaster erreicht man das alte {{marker|type= see|lat= 51.18105|long= 9.36887|name= Bahnhofsgebäude Gudensberg}} Bahnhofsgebäude, das heute als Jugendhaus genutzt wird. == Sicherheit == Auch beim Radwandern kann ein Fahrradhelm die Schwere von Kopfverletzungen bei Stürzen entscheidend mindern. [[Checkliste Ausrüstung auf Radreisen#Fahrradhelm|Weitere Infos zum Helm siehe hier]]. == Weiter geht's == [[File:Gudensberg Obernburg.jpg|thumb|Auf der Obernburg bei Gudensberg]] [[File:Gudensberg Obernburg unten.jpg|thumb|Obernburg bei Gudensberg]] === Chattengau === Als [[Chattengau und Schwalm-Eder-Aue|Chattengau]] wird die meist offene und durch bewaldete Basaltkuppen geprägte Landschaft zwischen [[Kassel]] und [[Fritzlar]] bezeichnet. Im Osten und Süden wird sie durch die Eder, im Westen und Norden durch größere Wälder begrenzt. Heute werden im Chattengau meist Getreide, Raps, Zuckerrüben (Zuckerfabrik in [[Wabern (Hessen)|Wabern]]) und Kohl (Firma Hengstenberg in [[Fritzlar]]) angebaut. Zur Weiterfahrt mit dem Rad in den Chattengau einfach dem [[Chattengauweg]], ausgeschildert als R21, folgen, der bis zum Bahnhof nach [[Fritzlar]] ([http://www.nvv.de/fileadmin/nvv/download/fahrplaene/R39.pdf KBS 621]) verläuft. Bei Dorla wird der [[Chattengauweg]] vom [[Chattengau-Fulda-Weg]] (R12) gekreuzt. == Literatur == * '''ADFC-Regionalkarte Kassel / Nordhessen''' 1:75000, {{ISBN|978-3-96990-109-0}} (7. Auflage 2022). Stand 02-2026 ist die Karte auch digital in der ADFC-Karten-App für Android und IPhone erhältlich. ältere Radwanderkarten in größerem Maßstab: * '''Rad- und Wanderkarte Naturpark Habichtswald''' - Maßstab 1:35 000, {{ISBN|978-3-86973-031-8}}, 4,50 €, herausgegeben von der Kartographischen Kommunalen Verlagsgesellschaft mbH (2011). * '''HR Naturpark Habichtswald / Reinhardswald''' - Topographische Freizeitkarte 1:50 000, {{ISBN|978-3-89446-319-9}}, 9,50 €, gemeinschaftlich herausgegeben vom Hessisch-Waldeckischen Gebirgs- und Heimatverein e.V. und dem Hessischen Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation (2012). * '''KB Kurhessisches Bergland''' Schwalm-Eder-Kreis - Topographische Freizeitkarte 1:50 000, {{ISBN|978-3-89446-296-3}}, 9,50 €, gemeinschaftlich herausgegeben vom Touristik Service Kurhessisches Bergland e.V., Kreisausschuss des Schwalm-Eder-Kreis und dem Hessischen Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation (2008). {{IstIn|Radrouten in Hessen}} [[Kategorie:Radwege in Hessen]] [[Kategorie:Radrouten in Deutschland gesamt]] {{class-4}} bkeabsrpf2bk7e6i86hme0dscipzodp 1802359 1802358 2026-09-06T16:39:05Z Dirk Schmidt 15181 /* Vorbereitung */ 1802359 wikitext text/x-wiki {{Radweg|kat=Radwege in Hessen}} [[File:Wanderwegweiser Dissen Haltepunkt.JPG|thumb|250px|Wanderwegweiser in Dissen am Radweg (u.a. des Historischen Wanderweges ⊥)]] Der Bahntrassenradweg auf der ehemaligen '''Kleinbahn Grifte–Gudensberg''' ''(kein offizieller Titel)'' ist ein landschaftlich sehr attraktiver, aber eher unbekannter [[Bahntrassenradwege|Bahntrassenradweg]]. Durchgehend ist er nur als "Historischer Wanderweg ⊥" markiert und besitzt keine eigene Ausschilderung. Er ist Teil der [[Tour de Chattengau]] und des [[Chattengauweg]]s. Bis Juli 2023 führte der [[Eder-Radweg]] zwischen Grifte und Haldorf über den Bahntrassenradweg. == Streckenprofil == [[File:Ehemaliges Bahnhofsgebäude Grifte.JPG|thumb|250px|Ehemaliges Bahnhofsgebäude von Grifte]] {{Scroll Gallery |title = Grifte - Haldorf |width = 250 |maxHeight= 250 |File:Heidholzweg Edermünde Grifte.JPG|Historischer Wanderweg ⊥ südlich von Grifte (links der Main-Weser-Bahn) |File:Heidholz Edermünde Grifte.JPG|Historischer Wanderweg ⊥ im Heidholz |File:Eder-Radweg Edermünde Grifte.JPG|Asphaltierter Eder-Radweg südlich von Grifte (rechts der Main-Weser-Bahn) |File:Bahntrasse Grifte Haldorf.JPG|Auf der ehemaligen Bahntrasse stetig bergauf aus dem Edertal heraus |File:Bahntrasse Haldorf Rastplatz.JPG|Rastplatz auf Höhe des ehemaligen Haltepunktes Haldorf }} *'''Länge:''' 8&#x202F;km *'''Ausschilderung:''' Durchgängig als "Historischer Wanderweg ⊥". Der Radweg selbst besitzt keine Ausschilderung. *'''Steigungen:''' Durchgehender Anstieg von Grifte hinauf bis zum Kasseler Kreuz kurz vor [[Gudensberg]]. *'''Wegzustand:''' Zwischen Grifte und Haldorf geschottert, zwischen Haldorf und Gudensberg asphaltiert. *'''Verkehrsbelastung:''' Keine. Es werden nur zwei stärker befahrene Straßen überquert. An der sehr stark befahrenen Bundesstraße 254 in Dissen gibt es eine Verkehrsinsel, so dass man hier recht sicher die Straße queren kann. *'''Geeignetes Fahrrad:''' Normales Fahrrad mit 3 Gängen ist ausreichend, besser sind aber mehr Gänge, besonders bei Weiterfahrt in den Chattengau. *'''Familieneignung:''' Der Radweg ist, da weitestgehend abseits größerer Straßen verlaufend, durchgehend für Familien geeignet. *'''Inlinereignung:''' Nur zwischen Haldorf und [[Gudensberg]]. Zwischen Haldorf und Grifte muss man auf die parallel zum Bahntrassenradweg verlaufende Wanderroute Ederhöhenweg (E) ausweichen. == Hintergrund == [[File:Kleinbahn rw grifte gudensberg talblick richtung osten vor gudensberg ds wmc 10 05 2013.jpg|thumb|250px|Panoramablick vom Bahntrassenradweg auf Dissen und den Lotterberg]] Die ''Bahnstrecke Grifte–Gudensberg'' war eine 7,72&#x202F;km lange Nebenbahnstrecke von [[Edermünde]]-Grifte nach [[Gudensberg]]. Sie war von 1899 bis 1979 in Betrieb und wurde durch die Grifte-Gudensberger Kleinbahn- und Kraftwagen-AG, bzw. ab 1965 die Deutsche Bundesbahn betrieben. Der Personenverkehr auf der Bahnstrecke Grifte–Gudensberg wurde zum 31. Dezember 1954 eingestellt, am 31. Januar 1979 erfolgte die Einstellung des Güterverkehres. Die Gleise wurden um 1980 abgebaut. == Vorbereitung == {{mapframe |lat = 51.19150 | long= 9.40619 |zoom= 12 | name = Karte Kleinbahn-Radweg Grifte–Gudensberg. blau = Kleinbahn-Radweg, rot = Ederradweg, grün = Chattengauweg. Für die Darstellung der Anschlussstrecken bei den Ebenen „Radwege“ anklicken.}} {{Mapshape|wikidata=Q14546381|type=geoline|stroke=#0000ff|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} <!-- Kleinbahn-Radweg --> {{Mapshape|wikidata=Q1283650|type=geoline|stroke=#ff0000|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} <!-- Eder-Radweg --> {{Mapshape|wikidata=Q14513058|type=geoline|stroke=#00ff00|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} <!-- Chattengauweg --> Der Bahnradweg lässt sich gut in die folgende attraktive 50{{nnbsp}}km lange '''Tagesrundtour''' durch den [[Chattengau]] einbauen: * Tourstart am {{Marker | name = Bahnhof Edermünde-Grifte | type= rail | wikidata = Q116016904|url = https://www.bahnhof.de/edermuende-grifte}}. * '''Kleinbahnradweg''' hinauf nach {{Marker | name = Gudensberg | type= city | wikidata = Q558498}}. * Hügelig, aber aussichtsreich auf dem [[Chattengauweg]] R21 durch die gleichnamige Region in die Fachwerkstadt {{Marker | name = Fritzlar | type= city | wikidata = Q492503}}. Bei Werkel wurde als Lückenschluss ein straßenbegleitender Radweg errichtet. * In Fritzlar an der {{Marker | name = Alten Kasseler Straße | name-map = An der Alten Kasseler Straße: Chattengauweg R21 Richtung Altstadt verlassen |type= waypoint |group = gold | lat = 51.139462 | long = 9.278678}} den R21 Richtung Altstadt verlassen. Im Übergang zur Altstadt Stand 2023 keine Radwegweisung. * Auf dem Ederradweg zum {{Marker | name = Bahnhof Wabern| type= rail | wikidata = Q9369596|url = https://www.bahnhof.de/wabern-bz-kassel}}, hier optionales Tourenende. * Oder die Runde über den Eder-Radweg zurück nach Wabern schließen. Unterwegs kommt man noch an {{Marker | name = Felsberg | type= city | wikidata = Q1481}} vorbei. Entfernungen: * Bis Bahnhof Wabern: 28{{nnbsp}}km * komplette Runde: 48{{nnbsp}}km Wer überregional anreist startet die Runde am Besten am Bahnhof Wabern. Hier halten auch die RE von Kassel nach Frankfurt. [[Bild:Fritzlar_marktplatz_d_schmidt_wv_06_2006.jpg|mini|Fritzlar: Marktplatz mit Fachwerkbauten]] == Anreise == {{Scroll Gallery |title = Haldorf - Gudensberg |width = 250 |maxHeight= 250 |File:Bahntrasse Haldorf Spielplatz.JPG|Spielplatz in Haldorf direkt an der ehemaligen Bahntrasse |File:Bahntrasse Haldorf Dissen.JPG|Aussichtspunkt mit Holzliegen zwischen Haldorf und Dissen |File:Bahntrasse Dissen Haltepunkt.JPG|Bahntrasenradweg auf Höhe des ehemaligen Haltepunktes Dissen |File:Bahntrasse Tretbecken Barfußpfad.JPG|Rastplatz mit Tretbecken und Barfußpfad zwischen Dissen und Gudensberg |File:Bahntrasse Sattel Kasseler Kreuz.JPG|Rückblick auf den höchsten Punkt der Bahnstrecke am Kasseler Kreuz }} === Mit Öffentlichen Verkehrsmitteln === In [[Edermünde]]-Grifte befindet sich in der Bahnstrecke [[Kassel]]-[[Frankfurt am Main]] der Bahnhof {{Marker | name = Bahnhof Edermünde-Grifte | type= rail | wikidata = Q116016904 |url = https://www.bahnhof.de/edermuende-grifte}}. Nur drei Kilometer vom Startpunkt in Grifte entfernt ist zudem der Bahnhof von {{Marker | name = Bahnhof Guxhagen | type= rail | wikidata = Q114437218 |url = https://www.bahnhof.de/guxhagen}} (Linie Fulda - Bebra - Kassel). [[Gudensberg]] wird von mehreren Buslinien angefahren, unter anderem von den Buslinien 403 (nach [[Niedenstein]] und [[Baunatal]]) und 500 ([[Kassel]]-[[Fritzlar]]-[[Bad Wildungen]]). Unweit vom ehemaligen Bahnhof Gudensberg entfernt befindet sich die {{Bus}} [https://hms-nvv.etc-consult.de/nvv_hms/hstdatenblatt?id_hstteil=938 Rathaus]. === Mit dem Fahrrad === Von [[Kassel]] kommend fährt man auf dem [[Fulda-Radweg]] bis nach [[Baunatal]]-Guntershausen und weiter auf dem [[Eder-Radweg]] bis nach [[Edermünde]]-Grifte. Weiter kann man auch von [[Guxhagen]] aus auf der alten Wegführung des [[Eder-Radweg]]s (R10) nach Grifte radeln. Verbindet man den [[Bahntrassenradwege|Bahntrassenradweg]], den [[Chattengauweg]] (R21) und den [[Eder-Radweg]] miteinander erhält man eine circa 47 Kilometer lange Rundtour von [[Edermünde]]-Grifte aus über [[Gudensberg]], [[Fritzlar]], [[Wabern (Hessen)|Wabern]] und [[Felsberg (Hessen)|Felsberg]]. == Streckenbeschreibung == [[File:Bahnhof-Gudensberg.jpg|thumb|250px|Ehem. Bahnhofsgebäude Gudensberg]] Der Kleinbahn-Radweg Grifte–Gudensberg verläuft größtenteils auf der ehemaligen Bahntrasse der Bahnstrecke Grifte–Gudensberg, die teilweise asphaltiert, teilweise aber geschottert ist. Einzig bei Grifte gibt es einen Abschnitt abseits der ehemaligen Bahntrasse. Für eine detaillierte Radwanderkarte bitte einfach auf die POI's klicken, die einen sofort an die beschriebene Position leiten. === Grifte - Gudensberg === Vom {{marker|type= see|lat= 51.20995|long= 9.44859|name= Bahnhofsgebäude Grifte}} fährt man auf einem asphaltierten Wirtschaftsweg zusammen mit dem [[Eder-Radweg]] bis zur Unterführung der Main-Weser-Bahn. Alternativ könnte man auch dem unbefestigten "Historischen Wanderweg ⊥" durch das Heidholz folgen. Anschließend folgt nach einer Spitzkehre am {{marker|type= see|lat=51.20104|long= 9.45206|name= Abzweig Historischer Wanderweg ⊥}} der Anstieg auf der ehemaligen Bahntrasse durch den Wald im schattigen Prallhang der Eder hinauf nach Haldorf. Hinter dem früheren Haltepunkt zweigt der [[Eder-Radweg]] nach [[Felsberg (Hessen)]] und [[Wabern (Hessen)|Wabern]] ab. Vorbei an dem {{marker|type=playground|lat=51.19895|long=9.43203|name=Spielplatz Haldorf}} verlässt man Haldorf wieder und fährt nun zusammen mit der [[Tour de Chattengau]] (von [[Niedenstein]]) an einem kleinen Rastplatz mit schöner Aussicht in das Edertal vorbei nach Dissen. Nur wenige Meter hinter dem ehemaligen Haltepunkt, zu erkennen an der Bahnsteigkante direkt am [[Bahntrassenradwege|Bahntrassenradweg]], muss die stark befahrene {{marker|type= see|lat= 51.19392|long= 9.41109|name= Bundesstraße 254}} über eine Fußgängerinsel überquert werden. Nachdem auch die Deuter Straße überquert wurde radelt man nun auch zusammen mit dem [[Chattengauweg]] (von [[Baunatal]]) südlich des unter Kletterern bekannten Scharfenstein entlang und erreicht eine {{marker|type=barefoot path, Kneipp facility|lat=51.18724|long=9.39545|name=Wassertretanlage mit Schutzhütte und Barfußpfad}} . Wenig später kommt man zum [[w:Kasseler Kreuz (Gudensberg)|Kasseler Kreuz]], dem höchsten Punkt der Bahnstrecke und fährt an der ehemaligen Verladerampe des Steinbruches Gudensberg vorbei über eine Fahrradstraße nach [[Gudensberg]] hinnein. Über ein kurzes Stück Kopfsteinpflaster erreicht man das alte {{marker|type= see|lat= 51.18105|long= 9.36887|name= Bahnhofsgebäude Gudensberg}} Bahnhofsgebäude, das heute als Jugendhaus genutzt wird. == Sicherheit == Auch beim Radwandern kann ein Fahrradhelm die Schwere von Kopfverletzungen bei Stürzen entscheidend mindern. [[Checkliste Ausrüstung auf Radreisen#Fahrradhelm|Weitere Infos zum Helm siehe hier]]. == Weiter geht's == [[File:Gudensberg Obernburg.jpg|thumb|Auf der Obernburg bei Gudensberg]] [[File:Gudensberg Obernburg unten.jpg|thumb|Obernburg bei Gudensberg]] === Chattengau === Als [[Chattengau und Schwalm-Eder-Aue|Chattengau]] wird die meist offene und durch bewaldete Basaltkuppen geprägte Landschaft zwischen [[Kassel]] und [[Fritzlar]] bezeichnet. Im Osten und Süden wird sie durch die Eder, im Westen und Norden durch größere Wälder begrenzt. Heute werden im Chattengau meist Getreide, Raps, Zuckerrüben (Zuckerfabrik in [[Wabern (Hessen)|Wabern]]) und Kohl (Firma Hengstenberg in [[Fritzlar]]) angebaut. Zur Weiterfahrt mit dem Rad in den Chattengau einfach dem [[Chattengauweg]], ausgeschildert als R21, folgen, der bis zum Bahnhof nach [[Fritzlar]] ([http://www.nvv.de/fileadmin/nvv/download/fahrplaene/R39.pdf KBS 621]) verläuft. Bei Dorla wird der [[Chattengauweg]] vom [[Chattengau-Fulda-Weg]] (R12) gekreuzt. == Literatur == * '''ADFC-Regionalkarte Kassel / Nordhessen''' 1:75000, {{ISBN|978-3-96990-109-0}} (7. Auflage 2022). Stand 02-2026 ist die Karte auch digital in der ADFC-Karten-App für Android und IPhone erhältlich. ältere Radwanderkarten in größerem Maßstab: * '''Rad- und Wanderkarte Naturpark Habichtswald''' - Maßstab 1:35 000, {{ISBN|978-3-86973-031-8}}, 4,50 €, herausgegeben von der Kartographischen Kommunalen Verlagsgesellschaft mbH (2011). * '''HR Naturpark Habichtswald / Reinhardswald''' - Topographische Freizeitkarte 1:50 000, {{ISBN|978-3-89446-319-9}}, 9,50 €, gemeinschaftlich herausgegeben vom Hessisch-Waldeckischen Gebirgs- und Heimatverein e.V. und dem Hessischen Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation (2012). * '''KB Kurhessisches Bergland''' Schwalm-Eder-Kreis - Topographische Freizeitkarte 1:50 000, {{ISBN|978-3-89446-296-3}}, 9,50 €, gemeinschaftlich herausgegeben vom Touristik Service Kurhessisches Bergland e.V., Kreisausschuss des Schwalm-Eder-Kreis und dem Hessischen Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation (2008). {{IstIn|Radrouten in Hessen}} [[Kategorie:Radwege in Hessen]] [[Kategorie:Radrouten in Deutschland gesamt]] {{class-4}} 9s844vt7wsoh8sf6lgmcacmamngv6pj 1802361 1802359 2026-09-06T16:47:58Z Dirk Schmidt 15181 /* Streckenbeschreibung */ 1802361 wikitext text/x-wiki {{Radweg|kat=Radwege in Hessen}} [[File:Wanderwegweiser Dissen Haltepunkt.JPG|thumb|250px|Wanderwegweiser in Dissen am Radweg (u.a. des Historischen Wanderweges ⊥)]] Der Bahntrassenradweg auf der ehemaligen '''Kleinbahn Grifte–Gudensberg''' ''(kein offizieller Titel)'' ist ein landschaftlich sehr attraktiver, aber eher unbekannter [[Bahntrassenradwege|Bahntrassenradweg]]. Durchgehend ist er nur als "Historischer Wanderweg ⊥" markiert und besitzt keine eigene Ausschilderung. Er ist Teil der [[Tour de Chattengau]] und des [[Chattengauweg]]s. Bis Juli 2023 führte der [[Eder-Radweg]] zwischen Grifte und Haldorf über den Bahntrassenradweg. == Streckenprofil == [[File:Ehemaliges Bahnhofsgebäude Grifte.JPG|thumb|250px|Ehemaliges Bahnhofsgebäude von Grifte]] {{Scroll Gallery |title = Grifte - Haldorf |width = 250 |maxHeight= 250 |File:Heidholzweg Edermünde Grifte.JPG|Historischer Wanderweg ⊥ südlich von Grifte (links der Main-Weser-Bahn) |File:Heidholz Edermünde Grifte.JPG|Historischer Wanderweg ⊥ im Heidholz |File:Eder-Radweg Edermünde Grifte.JPG|Asphaltierter Eder-Radweg südlich von Grifte (rechts der Main-Weser-Bahn) |File:Bahntrasse Grifte Haldorf.JPG|Auf der ehemaligen Bahntrasse stetig bergauf aus dem Edertal heraus |File:Bahntrasse Haldorf Rastplatz.JPG|Rastplatz auf Höhe des ehemaligen Haltepunktes Haldorf }} *'''Länge:''' 8&#x202F;km *'''Ausschilderung:''' Durchgängig als "Historischer Wanderweg ⊥". Der Radweg selbst besitzt keine Ausschilderung. *'''Steigungen:''' Durchgehender Anstieg von Grifte hinauf bis zum Kasseler Kreuz kurz vor [[Gudensberg]]. *'''Wegzustand:''' Zwischen Grifte und Haldorf geschottert, zwischen Haldorf und Gudensberg asphaltiert. *'''Verkehrsbelastung:''' Keine. Es werden nur zwei stärker befahrene Straßen überquert. An der sehr stark befahrenen Bundesstraße 254 in Dissen gibt es eine Verkehrsinsel, so dass man hier recht sicher die Straße queren kann. *'''Geeignetes Fahrrad:''' Normales Fahrrad mit 3 Gängen ist ausreichend, besser sind aber mehr Gänge, besonders bei Weiterfahrt in den Chattengau. *'''Familieneignung:''' Der Radweg ist, da weitestgehend abseits größerer Straßen verlaufend, durchgehend für Familien geeignet. *'''Inlinereignung:''' Nur zwischen Haldorf und [[Gudensberg]]. Zwischen Haldorf und Grifte muss man auf die parallel zum Bahntrassenradweg verlaufende Wanderroute Ederhöhenweg (E) ausweichen. == Hintergrund == [[File:Kleinbahn rw grifte gudensberg talblick richtung osten vor gudensberg ds wmc 10 05 2013.jpg|thumb|250px|Panoramablick vom Bahntrassenradweg auf Dissen und den Lotterberg]] Die ''Bahnstrecke Grifte–Gudensberg'' war eine 7,72&#x202F;km lange Nebenbahnstrecke von [[Edermünde]]-Grifte nach [[Gudensberg]]. Sie war von 1899 bis 1979 in Betrieb und wurde durch die Grifte-Gudensberger Kleinbahn- und Kraftwagen-AG, bzw. ab 1965 die Deutsche Bundesbahn betrieben. Der Personenverkehr auf der Bahnstrecke Grifte–Gudensberg wurde zum 31. Dezember 1954 eingestellt, am 31. Januar 1979 erfolgte die Einstellung des Güterverkehres. Die Gleise wurden um 1980 abgebaut. == Vorbereitung == {{mapframe |lat = 51.19150 | long= 9.40619 |zoom= 12 | name = Karte Kleinbahn-Radweg Grifte–Gudensberg. blau = Kleinbahn-Radweg, rot = Ederradweg, grün = Chattengauweg. Für die Darstellung der Anschlussstrecken bei den Ebenen „Radwege“ anklicken.}} {{Mapshape|wikidata=Q14546381|type=geoline|stroke=#0000ff|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} <!-- Kleinbahn-Radweg --> {{Mapshape|wikidata=Q1283650|type=geoline|stroke=#ff0000|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} <!-- Eder-Radweg --> {{Mapshape|wikidata=Q14513058|type=geoline|stroke=#00ff00|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} <!-- Chattengauweg --> Der Bahnradweg lässt sich gut in die folgende attraktive 50{{nnbsp}}km lange '''Tagesrundtour''' durch den [[Chattengau]] einbauen: * Tourstart am {{Marker | name = Bahnhof Edermünde-Grifte | type= rail | wikidata = Q116016904|url = https://www.bahnhof.de/edermuende-grifte}}. * '''Kleinbahnradweg''' hinauf nach {{Marker | name = Gudensberg | type= city | wikidata = Q558498}}. * Hügelig, aber aussichtsreich auf dem [[Chattengauweg]] R21 durch die gleichnamige Region in die Fachwerkstadt {{Marker | name = Fritzlar | type= city | wikidata = Q492503}}. Bei Werkel wurde als Lückenschluss ein straßenbegleitender Radweg errichtet. * In Fritzlar an der {{Marker | name = Alten Kasseler Straße | name-map = An der Alten Kasseler Straße: Chattengauweg R21 Richtung Altstadt verlassen |type= waypoint |group = gold | lat = 51.139462 | long = 9.278678}} den R21 Richtung Altstadt verlassen. Im Übergang zur Altstadt Stand 2023 keine Radwegweisung. * Auf dem Ederradweg zum {{Marker | name = Bahnhof Wabern| type= rail | wikidata = Q9369596|url = https://www.bahnhof.de/wabern-bz-kassel}}, hier optionales Tourenende. * Oder die Runde über den Eder-Radweg zurück nach Wabern schließen. Unterwegs kommt man noch an {{Marker | name = Felsberg | type= city | wikidata = Q1481}} vorbei. Entfernungen: * Bis Bahnhof Wabern: 28{{nnbsp}}km * komplette Runde: 48{{nnbsp}}km Wer überregional anreist startet die Runde am Besten am Bahnhof Wabern. Hier halten auch die RE von Kassel nach Frankfurt. [[Bild:Fritzlar_marktplatz_d_schmidt_wv_06_2006.jpg|mini|Fritzlar: Marktplatz mit Fachwerkbauten]] == Anreise == {{Scroll Gallery |title = Haldorf - Gudensberg |width = 250 |maxHeight= 250 |File:Bahntrasse Haldorf Spielplatz.JPG|Spielplatz in Haldorf direkt an der ehemaligen Bahntrasse |File:Bahntrasse Haldorf Dissen.JPG|Aussichtspunkt mit Holzliegen zwischen Haldorf und Dissen |File:Bahntrasse Dissen Haltepunkt.JPG|Bahntrasenradweg auf Höhe des ehemaligen Haltepunktes Dissen |File:Bahntrasse Tretbecken Barfußpfad.JPG|Rastplatz mit Tretbecken und Barfußpfad zwischen Dissen und Gudensberg |File:Bahntrasse Sattel Kasseler Kreuz.JPG|Rückblick auf den höchsten Punkt der Bahnstrecke am Kasseler Kreuz }} === Mit Öffentlichen Verkehrsmitteln === In [[Edermünde]]-Grifte befindet sich in der Bahnstrecke [[Kassel]]-[[Frankfurt am Main]] der Bahnhof {{Marker | name = Bahnhof Edermünde-Grifte | type= rail | wikidata = Q116016904 |url = https://www.bahnhof.de/edermuende-grifte}}. Nur drei Kilometer vom Startpunkt in Grifte entfernt ist zudem der Bahnhof von {{Marker | name = Bahnhof Guxhagen | type= rail | wikidata = Q114437218 |url = https://www.bahnhof.de/guxhagen}} (Linie Fulda - Bebra - Kassel). [[Gudensberg]] wird von mehreren Buslinien angefahren, unter anderem von den Buslinien 403 (nach [[Niedenstein]] und [[Baunatal]]) und 500 ([[Kassel]]-[[Fritzlar]]-[[Bad Wildungen]]). Unweit vom ehemaligen Bahnhof Gudensberg entfernt befindet sich die {{Bus}} [https://hms-nvv.etc-consult.de/nvv_hms/hstdatenblatt?id_hstteil=938 Rathaus]. === Mit dem Fahrrad === Von [[Kassel]] kommend fährt man auf dem [[Fulda-Radweg]] bis nach [[Baunatal]]-Guntershausen und weiter auf dem [[Eder-Radweg]] bis nach [[Edermünde]]-Grifte. Weiter kann man auch von [[Guxhagen]] aus auf der alten Wegführung des [[Eder-Radweg]]s (R10) nach Grifte radeln. Verbindet man den [[Bahntrassenradwege|Bahntrassenradweg]], den [[Chattengauweg]] (R21) und den [[Eder-Radweg]] miteinander erhält man eine circa 47 Kilometer lange Rundtour von [[Edermünde]]-Grifte aus über [[Gudensberg]], [[Fritzlar]], [[Wabern (Hessen)|Wabern]] und [[Felsberg (Hessen)|Felsberg]]. == Streckenbeschreibung mit Sehenswürdigkeiten == [[File:Bahnhof-Gudensberg.jpg|thumb|250px|Ehem. Bahnhofsgebäude Gudensberg]] Der Kleinbahn-Radweg Grifte–Gudensberg verläuft größtenteils auf der ehemaligen Bahntrasse der Bahnstrecke Grifte–Gudensberg, die teilweise asphaltiert, teilweise aber geschottert ist. Einzig bei Grifte gibt es einen Abschnitt abseits der ehemaligen Bahntrasse. Für eine detaillierte Radwanderkarte bitte einfach auf die POI's klicken, die einen sofort an die beschriebene Position leiten. === Grifte - Gudensberg === Vom {{marker|type= see|lat= 51.20995|long= 9.44859|name= Bahnhofsgebäude Grifte}} fährt man auf einem asphaltierten Wirtschaftsweg zusammen mit dem [[Eder-Radweg]] bis zur Unterführung der Main-Weser-Bahn. Alternativ könnte man auch dem unbefestigten "Historischen Wanderweg ⊥" durch das Heidholz folgen. Anschließend folgt nach einer Spitzkehre am {{marker|type= see|lat=51.20104|long= 9.45206|name= Abzweig Historischer Wanderweg ⊥}} der Anstieg auf der ehemaligen Bahntrasse durch den Wald im schattigen Prallhang der Eder hinauf nach Haldorf. Hinter dem früheren Haltepunkt zweigt der [[Eder-Radweg]] nach [[Felsberg (Hessen)]] und [[Wabern (Hessen)|Wabern]] ab. Vorbei an dem {{marker|type=playground|lat=51.19895|long=9.43203|name=Spielplatz Haldorf}} verlässt man Haldorf wieder und fährt nun zusammen mit der [[Tour de Chattengau]] (von [[Niedenstein]]) an einem kleinen Rastplatz mit schöner Aussicht in das Edertal vorbei nach Dissen. Nur wenige Meter hinter dem ehemaligen Haltepunkt, zu erkennen an der Bahnsteigkante direkt am [[Bahntrassenradwege|Bahntrassenradweg]], muss die stark befahrene {{marker|type= see|lat= 51.19392|long= 9.41109|name= Bundesstraße 254}} über eine Fußgängerinsel überquert werden. Nachdem auch die Deuter Straße überquert wurde radelt man nun auch zusammen mit dem [[Chattengauweg]] (von [[Baunatal]]) südlich des unter Kletterern bekannten Scharfenstein entlang und erreicht eine {{marker|type=barefoot path, Kneipp facility|lat=51.18724|long=9.39545|name=Wassertretanlage mit Schutzhütte und Barfußpfad}} . Wenig später kommt man zum [[w:Kasseler Kreuz (Gudensberg)|Kasseler Kreuz]], dem höchsten Punkt der Bahnstrecke und fährt an der ehemaligen Verladerampe des Steinbruches Gudensberg vorbei über eine Fahrradstraße nach [[Gudensberg]] hinnein. Über ein kurzes Stück Kopfsteinpflaster erreicht man das alte {{marker|type= see|lat= 51.18105|long= 9.36887|name= Bahnhofsgebäude Gudensberg}} Bahnhofsgebäude, das heute als Jugendhaus genutzt wird. == Sicherheit == Auch beim Radwandern kann ein Fahrradhelm die Schwere von Kopfverletzungen bei Stürzen entscheidend mindern. [[Checkliste Ausrüstung auf Radreisen#Fahrradhelm|Weitere Infos zum Helm siehe hier]]. == Weiter geht's == [[File:Gudensberg Obernburg.jpg|thumb|Auf der Obernburg bei Gudensberg]] [[File:Gudensberg Obernburg unten.jpg|thumb|Obernburg bei Gudensberg]] === Chattengau === Als [[Chattengau und Schwalm-Eder-Aue|Chattengau]] wird die meist offene und durch bewaldete Basaltkuppen geprägte Landschaft zwischen [[Kassel]] und [[Fritzlar]] bezeichnet. Im Osten und Süden wird sie durch die Eder, im Westen und Norden durch größere Wälder begrenzt. Heute werden im Chattengau meist Getreide, Raps, Zuckerrüben (Zuckerfabrik in [[Wabern (Hessen)|Wabern]]) und Kohl (Firma Hengstenberg in [[Fritzlar]]) angebaut. Zur Weiterfahrt mit dem Rad in den Chattengau einfach dem [[Chattengauweg]], ausgeschildert als R21, folgen, der bis zum Bahnhof nach [[Fritzlar]] ([http://www.nvv.de/fileadmin/nvv/download/fahrplaene/R39.pdf KBS 621]) verläuft. Bei Dorla wird der [[Chattengauweg]] vom [[Chattengau-Fulda-Weg]] (R12) gekreuzt. == Literatur == * '''ADFC-Regionalkarte Kassel / Nordhessen''' 1:75000, {{ISBN|978-3-96990-109-0}} (7. Auflage 2022). Stand 02-2026 ist die Karte auch digital in der ADFC-Karten-App für Android und IPhone erhältlich. ältere Radwanderkarten in größerem Maßstab: * '''Rad- und Wanderkarte Naturpark Habichtswald''' - Maßstab 1:35 000, {{ISBN|978-3-86973-031-8}}, 4,50 €, herausgegeben von der Kartographischen Kommunalen Verlagsgesellschaft mbH (2011). * '''HR Naturpark Habichtswald / Reinhardswald''' - Topographische Freizeitkarte 1:50 000, {{ISBN|978-3-89446-319-9}}, 9,50 €, gemeinschaftlich herausgegeben vom Hessisch-Waldeckischen Gebirgs- und Heimatverein e.V. und dem Hessischen Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation (2012). * '''KB Kurhessisches Bergland''' Schwalm-Eder-Kreis - Topographische Freizeitkarte 1:50 000, {{ISBN|978-3-89446-296-3}}, 9,50 €, gemeinschaftlich herausgegeben vom Touristik Service Kurhessisches Bergland e.V., Kreisausschuss des Schwalm-Eder-Kreis und dem Hessischen Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation (2008). {{IstIn|Radrouten in Hessen}} [[Kategorie:Radwege in Hessen]] [[Kategorie:Radrouten in Deutschland gesamt]] {{class-4}} 8me8g4v2l7q7oafezor7ngge1q5ygwt Frachtschiffreise 0 52517 1802344 1788444 2026-09-06T15:02:38Z Eduard47 17518 /* Weblinks */ Link tot 1802344 wikitext text/x-wiki {{Reisethema|kat=Kreuzfahrten}}{{ZdM|Art=Thema|Datum=2015-10}} [[File:Line0534.jpg|thumb|400px| Containerschiffe ]] Als '''Frachtschiffreise''' oder '''Frachterreise''' wird die Reise als Passagier auf einem [[w:Frachtschiff|Frachtschiff]] bezeichnet. Entsprechende Möglichkeiten bieten derzeit in Deutschland mehrere Reedereien auf ihren Schiffen. Einige Reedereien haben in diesem Bereich eine jahrzehntelange Tradition. Vermittelt werden diese Reisen überwiegend durch spezialisierte Touristikunternehmen oder direkt über die Reedereien. Schätzungen gingen für Deutschland von etwa 5.000&nbsp;Reisenden pro Jahr vor der Corona-Pandemie aus. Nach einem völligen Stillstand erholt sich der Markt etwas, bedingt durch politische Gründe sind aber Fernreiseziele derzeit nur sehr eingeschränkt buchbar. Ausnahmen bildet derzeit noch Südafrika und die Ostküste von Nordamerika.{{Stand|2026|4}} [[File:Feederschiff ALEXANDER B in Helsingborg 2015.jpg|thumb|Feederschiff Alexander B im Hafen Helsingborg]] == Hintergrund == [[File:2017-03-23 TRANSTIMBER läuft in Port of Oulu ein 03.jpg|thumb|RoRo-Schiff TRANSTIMBER während Be- bzw. Entladung in Oulu (FI)]] Eine Mitarbeit wie früher, nach dem Grundsatz "Hand für Koje" im Rahmen der auf dem Schiff üblichen Tätigkeiten, zur teilweisen oder vollständigen Begleichung der Kosten ist bei Frachtschiffreisen nicht möglich. Grundsätzlich gilt, dass auf Frachtschiffen die Ladung und die Belange der Handelsschifffahrt immer Vorrang haben, und den Anweisungen des Kapitäns ist Folge zu leisten. Die meisten Schiffe fahren nach einem Fahrplan, genannte Abfahrts- und Ankunftstermine sind aber eher als grober Richtwert zu betrachten. Die Fahrzeiten sind z.&#x202F;B.&nbsp;vom Wetter und der Dauer der Arbeiten in den Häfen abhängig. Wartezeiten vor Schleusen sind schlecht kalkulierbar. Auch sehr kurzfristige Routenänderungen sind möglich. Dadurch können die Rahmenbedingungen für eine Frachtschiffreise in den Bereichen Reisedauer, Routenplanung, Hafenliegezeiten etc. variieren. Im Gegensatz zur Flugreise ist eine Frachtschiffreise kaum "klimaschädlich". Das Frachtschiff ist ein notwendiges Massentransportmittel. Ob da nun ein paar Passagiere an Bord sind oder nicht, macht keinerlei Unterschied, der Frachter fährt trotzdem. [[File:Ship Containerships VIII.ogv|thumb|Feederschiffe auf der Elbe bei Cuxhaven]] === Schiffsbauarten === Zum Linienverkehr des Seefrachtenmarktes gehören [[w:Containerschiff|Containerschiffe]], [[w:Stückgutschiff|Stückgutschiffe]], [[w:RoRoSchiff|RoRo-Schiffe]] und [[w:Kühlschiff(Schiffstyp)|Kühlschiffe (Reefer)]]. Eine gewisse Regelmäßigkeit in der Routen- und Zeitplanung ist für den Linienverkehr typisch. Dem gegenüber stehen [[w:Massengutfrachter|Massengutfrachter (Bulkcarrier)]], die dem Bedarfsverkehr zugeordnet und auch als [[w:Trampschifffahrt|Trampschiffe]] bezeichnet werden. Kurzfristige Änderungen im Routenverlauf und in den Hafenliegenzeiten sind hier charakteristisch. Es werden auch Reisen auf [[w:Binnenschiff|Binnenschiffen]] und [[w:Eisbrecher|Eisbrechern]] angeboten. Frachtschiffreisen auf [[w:Tanker|Tankschiffen]] sind auf Grund von Sicherheitsbestimmungen gesetzlich verboten. === Reisedauer und Fahrziele === [[File:Eisfahrt im Bottnischen Meerbusen mit MS CONMAR GULF.webm|thumb|left|Eisfahrt mit Eisbrecherhilfe]] [[File:Der Wulstbug pflügt durch's Eis.webm|thumb|left|Der Wulstbug pflügt durch's Eis]] Angeboten werden Kurzreisen (ab 5&nbsp;Tagen) bis hin zu Weltreisen über mehrere Monate. Bei den Kurzreisen dominieren Fahrten auf sogenannten [[w:Feederschiff|Feederschiffen]]. Das sind kleinere Containerschiffe, die zwischen den internationalen Häfen ([[Hamburg]], [[Bremerhaven]], [[Antwerpen]], [[Rotterdam]]) und kleineren Häfen, überwiegend im Nord- und Ostseeraum, aber auch nach [[Irland]], [[Portugal]], [[Spanien]], [[Marokko]], zu den [[Kanarische Inseln|Kanarischen Inseln]], und bis ins Mittelmeer pendeln und als Zubringer dienen. Auf ihren Fahrten in die Ostsee passieren die Feederschiffe überwiegend den '''[[Nord-Ostsee-Kanal]]''' (früher: Kaiser-Wilhelm-Kanal, international: Kiel-Kanal) mit seinen Schleusen in [[Brunsbüttel]] und [[w:Kiel-Holtenau|Kiel-Holtenau]]. Einen Vorgeschmack auf eine Kanaldurchfahrt bietet ein [https://www.youtube.com/watch?v=ns7G6t6WdEQ Video]. Besonderen Reiz üben die "[[Benutzer:Eduard47/Reisebericht Gefangen im Eis|Eisfahrten]]" in den Wintermonaten in den [[w:Bottnischer Meerbusen|Bottnischen Meerbusen]] und nach [[St. Petersburg]] aus. Hilfestellung durch [[w:Eisbrecher|Eisbrecher]] ist dabei nicht ausgeschlossen und oftmals das Highlight einer solchen Reise. Weiterführende Informationen siehe [[#Weblinks|Abschnitt Weblinks]]. Die jeweilige Eislage in den Gebieten ist tagesaktuell im [https://www.smhi.se/oceanografi/istjanst/produkter/sstcolor.pdf Internet] abrufbar. Die Dauer einer Transatlantikreise, zum Beispiel nach Nordamerika oder Südamerika, beträgt etwa vier bis sechs Wochen. Es werden auch Reisen durch den [[w:Sueskanal|Suezkanal]], den [[w:Panamakanal|Panamakanal]] und nach [[w:Ozeanien|Ozeanien]] angeboten. Auch gibt es die Möglichkeit, nur bestimmte Teilstrecken zu buchen, beispielsweise von Nordeuropa ins Mittelmeer, nach Südafrika, Asien, Australien, Süd- oder Nordamerika oder in Gegenrichtung. Auch Reisen von den USA nach Australien oder Südamerika sind möglich. Eine einfache Überfahrt, z.&#x202F;B.&nbsp;von Europa nach Nordamerika ist durchaus möglich. Allerdings ist u.&#x202F;U. der Aufwand für die Visabeschaffung nicht zu vernachlässigen. Die Reisedauer ist systembedingt nicht mit einer Flugreise zu vergleichen. Schließlich gilt bei Frachtschiffreisen fast immer der Grundsatz "Der Weg ist das Ziel" (Konfuzius). ==== Varianten ==== [[File:Aranui 5.jpg|thumb|Aranui 5]] Weitere Varianten der Frachtschiffreisen sind: * Fahrten auf [[w:Postschiff|Postschiffen]]. Diese Schiffe dienen in erster Linie der Versorgung schlecht erreichbarer Gegenden wie z.&#x202F;B.&nbsp;Fjorde, Inseln und dgl. Die wohl bekannteste Postschiffroute sind die [[Hurtigruten]]. Obwohl die heutigen Schiffe sowohl im Aussehen wie auch im Komfort modernen Kreuzfahrtschiffen nahezu vergleichbar sind, dienen diese nach wie vor auch der Versorgung. * In der Südsee erfolgt dieses ab [[Tahiti]] durch die Inselwelt [[Polynesien]]s durch kombinierte Fracht-/Passagier-Versorgungsschiffe. Die [http://www.marinetraffic.com/de/ais/details/ships/shipid:3609062/mmsi:546018800/vessel:ARANUI5 '''Aranui&#x202F;5'''] bietet Platz für 254 Passagiere in teils luxuriösen bis zu 41&#x202F;m² großen Suiten, aber auch Gemeinschaftsschlafräumen für 4 oder 8 Personen. Auf ihrer 2-wöchigen Rundreise läuft die Aranui&#x202F;5 dabei 10 Südseeinseln an. * Reisen in die Arktis und Antarktis auf [http://www.polar-reisen.de/expeditionsschiffe/index.html Expeditionsschiffen und Eisbrechern] bieten unvergessliche, wenn auch teilweise recht kostenintensive, [http://www.spiegel.de/reise/fernweh/kreuzfahrt-im-russischen-atomeisbrecher-kurs-nordpol-a-1054074.html Eindrücke]. * Auf einem einfachen [https://www.marinelinktours.com/ Landungsschiff] kann man als Passagier die Inselwelt ab [[Vancouver Island]] erkunden. * Ab [[Kapstadt]] fuhr bis Februar 2018 die '''''[[w:RMS St. Helena|RMS St. Helena]]''''' als Postschiff zu den [[w:Britische Überseegebiete|Britischen Überseegebieten]] im Südatlantik. Dieser Verkehr wurde eingestellt, nachdem der Verkehr zum neuen Flughafen auf [[St. Helena]] aufgenommen wurde. Die RMS&#x202F;St.&#x202F;Helena hat danach mehrfach den Eigentümer gewechselt und wurde zu unterschiedlichen Zwecken eingesetzt. == Unterbringung und Verpflegung == [[File:Passagierkabine auf Feederschiff ALEXANDER B.jpg|thumb|Passagierkabine auf Feederschiff Alexander B]] Nahezu alle Schiffe sind klimatisiert, allerdings ist die Klimaanlage nicht immer individuell regelbar. Die Reiseanbieter haben für jedes Schiff individuelle, ausführliche Informationen, meist auch Grundrisszeichnungen (Generalpläne) und Fotos der Kabinen. Auch in Reiseberichten ehemaliger Passagiere (siehe [[#Weblinks|Weblinks]]) finden sich viele Fotos und wertvolle Informationen. === Unterbringung === [[File:Aufbauten mit Passagierkabinen Feederschiff ALEXANDER B.jpg|thumb|Aufbauten mit Passagierkabinen Feederschiff Alexander B]] Die Unterbringung von Passagieren auf Frachtschiffen erfolgt meist in nicht besetzten Besatzungs- oder Offiziersquartieren. In der Regel handelt es sich dabei um Außenkabinen ("Kammern") mit schmalem Doppelbett. Als Standardunterkunft werden oft suiteähnliche Kammern mit getrenntem Wohnraum, Schlafraum und Bad geboten, die im Vergleich zu Standardzimmern auf Kreuzfahrtschiffen weitaus geräumiger sind. Die Kabinenausstattung ist oft einfach und besitzt nicht selten den Charme eines Wohnzimmers von vor 30 Jahren. Kleiderschrank, Kühlschrank, Sofa, Sessel, Tisch, Stühle und Schreibtisch ist Grundausstattung der Kabinen, häufig auch SAT-TV mit DVD und Stereo-Radio mit CD-Player. Seit einigen Jahren werden jedoch auch Frachtschiffe mit speziellen Passagierkabinen gebaut, deren Ausstattung dann entsprechend komfortabel ist. Auf Groß-Containerschiffen können diese Suiten eine Größe von 40 m² erreichen. Eine Reinigung der Kabinen durch das Schiffspersonal ist nicht üblich; es obliegt dem Gast, sich um den einwandfreien Zustand der Unterkunft zu bemühen. Handtücher, Bettwäsche sowie Reinigungsutensilien werden jedoch an Bord kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Zahl der für Fahrgäste zur Verfügung stehenden Kabinen variiert je nach Besatzung in Abhängigkeit von Dauer und Zweck der Fahrt. Die Kabinen liegen überwiegend im Aufbau unterhalb der Kommandobrücke und unter dem Kapitänsdeck (selten darüber), teilweise auch in den unteren Decks, haben größere Fenster und in den unteren Decks Bullaugen. Oft ist der Meeresblick aber durch die Ladung, den Schornstein oder durch ein [[w:Rettungsboot|Rettungsboot]] verstellt. === Verpflegung === [[File:2017-03-19 Frühstück auf der CONMAR GULF.jpg|thumb|200px|left|typisches Frühstück auf einem Frachtschiff]] Die Versorgung entspricht der Verpflegung der Besatzung. Fahrgäste nehmen ihre Mahlzeiten in der Regel gemeinsam mit den Offizieren in der Offiziersmesse ein. Im Gegensatz zur Kreuzfahrt gibt es somit mehrfach täglich ein [[w:Kapitänsdinner|"Captain's-Dinner"]]. Die Crew hat ihre eigene Mannschaftsmesse. Die Mahlzeiten entsprechen oft einer guten Hausmannskost. Den Gästen steht kein eigenes Restaurant zur Verfügung, und ein à-la-carte-Menü kann nicht zubereitet werden. Ebenso können keine Extrawünsche wie Diabetikerkost oder vegetarische Kost erfüllt werden. In der Regel besteht die Verpflegung aus drei Mahlzeiten am Tag, einem deftigen Frühstück, dem Mittagessen (häufig mit Vorsuppe, Hauptgericht und Dessert) und einem ebenfalls warmen Abendessen. Zusätzlich werden oft am Nachmittag Kaffee und Kuchen gereicht. Getränke wie Wasser, Tee, Kaffee oder auch mal ein Glas Wein während der Mahlzeiten sind im Preis eingeschlossen. Sonstige Getränke, Alkoholika oder Zigaretten sind normalerweise nur im Bordshop (zollfrei) zu erstehen. Ob und welche anderen Kleinigkeiten des täglichen Bedarfs man dort bekommt, ist schiffsabhänging. Einen kleinen Vorrat an benötigten Dingen sollte man aber immer haben: Der Bordshop ist in vielen Häfen nicht besetzt, die gesamte Besatzung ist mit Be- und Entladen beschäftigt, in einigen Häfen ist der Verkauf von unversteuerter Ware verboten. {{Panorama|bild=Offiziersmesse Feederschiff ALEXANDER B.jpg|unterschrift=Offiziersmesse Feederschiff Alexander B|breite=1400px}} == Service- und Freizeitangebot == {{Scroll Gallery |title=&hellip; an Bord |width=250 |maxHeight =250 |Frachtschiffreise01 Passagierkabine-Wohnraum auf Container-Feederschiff MS "Aleander B".jpg|Passagierkabine, Wohnraum auf Feederschiff Alexander B |Passagierkabine auf Feederschiff ALEXANDER B.jpg|Passagierkabine, Wohnraum auf Feederschiff Alexander B |2016-08-05 Frachtschiffreise Wohn-Schlafraum auf Containerfeeder MS DORNBUSCH.jpg|Wohn-Schlafraum auf Containerfeeder MS Dornbusch |Frachtschiffreise02 Passagierkabine-Schlafraum auf Container-Feederschiff MS "Alexander B".jpg|Passagierkabine, Schlafraum auf Feederschiff Alexander B |2016-08-05 Frachtschiffreise Stockwerkbetten auf Containerfeeder MS DORNBUSCH.jpg|Stockwerkbetten auf Containerfeeder MS Dornbusch |Frachtschiffreise03 Kapitän und 1. Offizier (Chiefmate) auf Kommandobrücke Container-Feederschiff MS "Alexander B".jpg|Kommandobrücke (Kapitän + Chiefmate) |Kommandobrücke auf Feederschiff ALEXANDER B.jpg|Kommandobrücke |Frachtschiffreise04 Kommandobrücke-Sitzecke auf Container-Feederschiff MS "Alexander B".jpg|Kommandobrücke, Sitzecke |Frachtschiffreise05.jpg|Maschinenkontrollraum |Frachtschiffreise08 MAN-Hauptmaschine auf Container-Feederschiff MS "Alexander B".jpg|Hauptmaschine (MAN-B&W 7S50MC-C, 11.060kW) |Hauptmaschine auf Feederschiff ALEXANDER B.jpg|Hauptmaschine (MAN B&W) |Frachtschiffreise07 Hilfsdiesel Generatordiesel auf Container-Feederschiff MS "Alexander B".jpg|Hilfsdiesel (4X MAN - B&W Typ: 6L23/30H) |Frachtschiffreise13.jpg|Container an Deck |Frachtschiffreise06 Wartungsarbeiten auf Container-Feederschiff.jpg|Wartungsarbeiten |Frachtschiffreise14.jpg|Wartungsarbeiten am Signalmast |Frachtschiffreise15 Container Feederschiff MS "Alexander B" Wartungsarbeit im Signalmast.jpg|Wartungsarbeiten am Signalmast |Frachtschiffreise11 Farbenlager in Vorpiek Container Feederschiff MS "Alexander B".jpg|Farbenlager im Vorschiff |Frachtschiffreise16.jpg|Freifall-Rettungsboot |Frachtschiffreise10 Container Sicherung Twistlock.jpg|Containerverriegelung (Twistlock) |Frachtschiffreise12 Ankerkette Container Feederschiff MS "Alexander B".jpg|Ankerkette |2016-08-07 Frachtschiffreise Wasser bis zum Horizont.jpg|Ausblick von der Back der MS Dornbusch: Wasser bis zum Horizont |Frachtschiffreise09 Festmacherwinde Container Feederschiff MS "Alexander B".jpg|Blick zurück }} [[File:2016-08-08 Frachtschiffreise MS DORNBUSCH in Stockholm-Frihamn (2).jpg|thumb|MS Dornbusch in Stockholm-Frihamn an einem trüben Sommertag]] Grundsätzlich sind die auf einem Frachtschiff angebotenen Service- und Freizeiteinrichtungen begrenzt und nicht mit denen auf einem Kreuzfahrtschiff zu vergleichen. === &hellip; an Bord === Einige, vor allem jüngere, Frachtschiffe verfügen über eine kleine Bibliothek mit Büchern und Filmen, die aber meist in Englisch oder anderen Sprachen verfasst sind. Der Passagier sollte sich nicht darauf verlassen und schon von zu Hause Lesestoff mitbringen, sei es in gedruckter Form oder als E-Book.<br /> Neuerdings finden sich auch ein Schwimmbad, Fitnessraum oder eine Sauna auf etwas größeren Schiffen. Die Einrichtungen können aber auch für Tage geschlossen sein. Das Schwimmbad wird üblicherweise mit Meerwasser gefüllt, die Mitnutzung durch die Passagiere ist kostenfrei möglich. Bei Seegang wird der Pool aus Sicherheitsgründen geleert. Eine Tischtennisplatte ist aber meistens vorhanden.<br /> In den Gemeinschaftsräumen der Besatzung gibt es teilweise einen Fernseher mit DVD-Gerät und Gesellschaftsspiele. Viele Schiffe verfügen inzwischen über automatische Satellitenempfänger, die einen Fernsehempfang auch auf See ermöglichen. Auch in den Kabinen sind häufig TV-Geräte vorhanden. Ein Bordprogramm oder gar Animation wird auf einem Frachtschiff nicht angeboten. Die Passagiere sind den überwiegenden Teil der Zeit auf sich alleine gestellt. Man kann immer wieder der Besatzung bei ihren vielfältigen Wartungsarbeiten zusehen und auch sich gerne mal als "Handlanger" betätigen. Den Fahrgästen wird in den meisten Fällen weitreichender Zugang zu den meisten Bereichen des Schiffes gewährt. Nach Absprache mit dem verantwortlichen Schiffspersonal beziehungsweise Rückfrage beim Kapitän oder dem technischen Offizier (=Chief) ist in Begleitung fast immer auch das Betreten sensibler Bereiche des Schiffes wie der [[w:Kommandobrücke| Brücke]], des Laderaums oder des Maschinenraums möglich. Auch in der Bordküche darf man hin und wieder vorbeischauen und Wünsche äußern. Das Verhältnis zwischen der Besatzung und den Passagieren ist in der Regel durch Offenheit und Freundlichkeit geprägt. Verschlossene Türen findet man fast nur während der Hafenliegezeiten. Dennoch wird jedem gegenüber die private Atmosphäre respektiert. === &hellip; an Land === [[File:2017-03-24 CONMAR GULF 03 in Port of Kemi (Finland).jpg|thumb|left|MS Conmar Gulf in Kemi (Finnland)]] Bei längerem Aufenthalt in einem Hafen ist nach Absprache auch ein Landgang, also ein vorübergehendes Verlassen des Schiffes, möglich. Dabei sind diverse Sicherheitsvorschriften und Regularien zu beachten. Seit Verschärfung des [[w:ISPS-Code | ISPS-Codes]] sind die Hafenanlagen häufig abgeschottet. So muss der Passagier sowohl seinen Reisepass (manchmal reicht auch der Personalausweis) wie auch eine Passagierliste - wird vom 1. Offizier (=Chiefmate) ausgestellt - mit an Land nehmen. Auch sollte er immer über ein Mobiltelefon erreichbar sein und die Telefonnummer des Schiffes dabei haben. [[File:2017-03-21 CONMAR GULF 06 in Port of Kokkola (Finland).jpg|thumb|Einlaufen ins All-Weather-Terminal in Kokkola (Finnland)]] Der Weg vom Liegeplatz des Schiffes bis zum Eingangstor des Hafens darf in den meisten Häfen nicht zu Fuß zurückgelegt werden, die Hafenbetriebe stellen hierfür üblicherweise einen Shuttle (teilweise kostenpflichtig) zur Verfügung. Die von Frachtschiffen angelaufenen Häfen liegen häufig weit von den Stadtzentren entfernt. Der Reisende sollte sich vor Antritt der Reise über mögliche Verkehrsverbindungen informieren, obwohl die Liegeplätze nicht immer vor Antritt der Reise bekannt sind. Die Besatzung des Schiffes hilft meistens gerne mit Informationen, verlassen sollte man sich aber nicht darauf. Ortsansässige im Hafen (z.&#x202F;B. Hafenarbeiter) sind meist eine sicherere Informationsquelle. Hilfreich sind Reiseberichte anderer Frachtschiffpassagiere, teilweise helfen auch die Webseiten der Häfen mit Lageplänen (ausdrucken und mitnehmen). Auch in der [https://openstreetmap.de/karte.html OpenStreetMap] ist eine Recherche zum Nahverkehr möglich. == Kosten und Buchungsmöglichkeiten == [[File:2016-08-05 Frachtschiffreise MS DORNBUSCH in Schleuse Brunsbüttel.jpg|thumb|MS Dornbusch in der Schleuse Brunsbüttel]] [[File:Eberhard Petzold - Vorschiff und Deckshaus eines Frachtschiffs.jpg|thumb| Vorschiff und Deckshaus eines Frachtschiffs]] Eine Frachtschiffreise ist kein finanzielles Schnäppchen und auch keine billige Alternative für eine Kreuzfahrt. Die Kosten für eine Frachtschiffreise betragen meist zwischen 50,- und 130,-&#x202F;€ pro Person und Tag. In diesem Preis ist normalerweise Vollverpflegung enthalten, Ausnahmen bilden einige Reisen auf Binnenschiffen. Die Anreise und Rückreise muss normalerweise der Passagier selbst organisieren. Beratung und Buchung in ''normalen'' Reisebüros ist kaum möglich, da diese weder die Schiffe noch die von Frachtschiffen angelaufenen Häfen kennen. Besser aufgehoben ist man als Interessent bei den auf diese Reiseart spezialisierten Vermittlern. Häufig haben diese direkten Kontakt zu den Reedereien, teilweise sogar zu Schiffsbesatzungen, und kennen vor allem die Örtlichkeiten in den Häfen. Sie können daher meistens auch wertvolle Hilfestellung geben für die Anreise, z.&#x202F;B.&nbsp;Tipps zum Abstellen des eigenen PKW im Hafengebiet. Einige Vermittler bieten auf ihrer Homepage auch Last-Minute-Reisen oder kurzfristige Termine für Schnellentschlossene an. : '''Aber Vorsicht:''' Bei diesen Buchungsmöglichkeiten sollten keinesfalls die Einreiseformalitäten, z.&#x202F;B.&nbsp;evtl. notwendige Visa, übersehen werden. Hier eine Übersicht der bekanntesten Vermittler: {| class="wikitable" |- ! Vermittler !! Firmensitz !! gegründet |- | [https://www.zylmann.net/ Frachtschiff-Touristik Kapitän Zylmann] || D - 24376 Kappeln || 1986 |- | [https://frachtschiffreisen-pfeiffer.de/ Internationale Frachtschiffreisen Pfeiffer] || D - 42329 Wuppertal || 1982 |- | [https://www.langsamreisen.de/frachtschiffreisen/ Langsamreisen] || D - 12043 Berlin || 2010 |- | [https://www.frachtschiff-reisen.net// Frachtschiffreisen Kapt. Hoffmann] || D - 23683 Scharbeutz || 1986 |- | [https://www.shipntrain.ch/reiseart/schiff/frachtschiffsreisen Ship'N'Train - Schiffsreisen] || CH - 3001 Bern || 2007 |} Die Buchung einer Frachtschiffreise direkt bei einer Reederei ist in einigen Fällen möglich. Abgesehen von etwas geringeren Kosten geht man hierbei allerdings das Risiko ein, dass - insbesondere bei langfristigen Buchungsterminen - zwischenzeitlich der Chartervertrag für das gebuchte Schiff ausläuft und man schlussendlich keine Mitfahrgelegenheit mehr hat. Bei Buchungen über Vermittler können diese in solchen Fällen häufig Alternativen anbieten und eine Reise auf einem anderen Schiff vermitteln. == Hinweise == [[File:2017-03-16 MERETE MAERSK auf der Schelde von Antwerpen kommend.jpg|thumb|Merete Maersk auf der Schelde von Antwerpen kommend]] Bei der Einreise in andere Länder gelten für Fahrgäste oft gegenüber dem Flugverkehr und Fähren abweichende/verschärfte Visa-Regelungen. Die USA verlangt beispielsweise grundsätzlich ein [[w:Visum#USA|Touristenvisum B1/B2]], eine [[w:Electronic System for Travel Authorization|ESTA]]-Genehmigung ist nur in sehr seltenen Fällen ausreichend! Bei Fahrten in den Ostseeraum, insbesondere in die baltischen Staaten oder nach Finnland, kann es passieren, dass kurzfristig eine Routenänderung auch einen Hafen in Russland ins Spiel bringt. Das bedeutet, dass schnell ein entsprechendes Visum beschafft werden muss. Russland verlangt grundsätzlich ein Visum, auch wenn man das Schiff nicht verlassen will. Ein elektronisches Visum kann kostenfrei bis zu 4 Tage vor der Einreise nach St. Petersburg [https://electronic-visa.kdmid.ru/index_en.html online] beantragt werden. Diese Regelungen gelten auch für Kaliningrad. Für eine Frachtschiffreise ist immer ein gültiger(!) Reisepass nötig. Das gilt auch dann, wenn ausschließlich EU-Staaten besucht oder passiert werden. === Gesundheit === Die Zahl der Passagiere auf einem Frachtschiff beträgt selten mehr als zehn, in der Regel deutlich weniger, da ein Schiff ab 13 Fahrgästen als Kreuzfahrtschiff gilt. Es müssten dann durch die Reederei andere Anforderungen hinsichtlich der Ausstattung und Besatzung des Schiffes erfüllt werden, wie beispielsweise die Anwesenheit eines Arztes an Bord. Aus gesundheitlichen Gründen haben einige Reedereien für Passagiere eine Altersgrenze von 75 bis 79 Jahren festgelegt. Ein ärztliches Attest ist üblich ab einem Alter von 65 Jahren, entsprechende Vordrucke halten die Vermittler bereit. Die untere Altersgrenze liegt aus juristischen Gründen meist bei 14 bis 18 Jahren. Bei einigen Reisen ist die Mitnahme von Kindern ab sechs Jahren möglich. === Besonderheiten an Bord === {{Scroll Gallery |width=250 |maxHeight =250 |Frachtschiffreise20 Reiseplan.jpg|Reiseplan |Frachtschiffreise21 Container Feederschiffe in Hamburg-Waltershof Burchardkai Eurogate.jpg|Startklar zur Reise in Hamburg im Waltershofer Hafen am Burchardkai |Frachtschiffreise22 Container Feederderschiff MS "Alexander B" Hamburg-Burchardkai.jpg|Beladung rund um die Uhr, auch in der Nacht |Frachtschiffreise23 Elbe Unterelbe Nähe Brokdorf Sonnenaufgang.jpg|Sonnenaufgang an der Unterelbe |Frachtschiffreise24 Container Feederschiff MS "Alexander B" auf der Elbe vor Brunsbüttel Der Lotse kommt an Bord.jpg|Vor Brunsbüttel kommt der Kanal-Lotse an Bord |Frachtschiffreise25 Schleuse Nord-Ostsee-Kanal (Kiel-Kanal) Brunsbüttel.jpg|Ausfahrt aus Schleuse Brunsbüttel |Frachtschiffreise26 Fähren im Nord-Ostsee-Kanal (Kiel-Kanal) in Brunsbüttel.jpg|Fähren kreuzen den Kiel-Kanal in Brunsbüttel |Frachtschiffreise27 Eisenbahnbrücke Hochdonn über Nord-Ostsee-Kanal (Kiel-Kanal).jpg|Eisenbahnbrücke in Hochdonn |Frachtschiffreise28 Container Feederschiff "Emotion" im Nord-Ostsee-Kanal (Kiel-Kanal).jpg|Gegenverkehr im Kiel-Kanal |Frachtschiffreise29 Museumsdampfschlepper "Woltman" im Kiel-Kanal.jpg|Der Museums-Schleppdampfer Woltman auf dem Rückweg von der Kieler Woche Richtung Hamburg |Frachtschiffreise30.jpg|Einfahrt in Schleuse Kiel-Holtenau |Frachtschiffreise31 Segelboote auf der Kieler Woche.jpg|Es herrscht reger Verkehr auf der Kieler Förde nach dem Ende der Kieler Woche |Frachtschiffreise32 Lotse Pilot "Stein" vor Travemünde (D).jpg|Lotsenboot Stein holt den Lotsen ab |Frachtschiffreise33 Container Feederschiff MS "Alexander B" vor Kopenhagen (DK).jpg|Dunkle Wolken über Kopenhagen |Frachtschiffreise34 Container Feederschiff MS "Alexander B" - nächtliche Entladung in Kopenhagen (DK).jpg|Auch in Kopenhagen wird in der Nacht beladen |MS Azura in 2015.jpg|&hellip; auch dort kann man als Passagier mitfahren |Frachtschiffreise36 Container-Feeder MS "Bernhard Schepers" in Aarhus (DK).jpg|Einsamer Gast in Aarhus |Frachtschiffreise37 Aarhus (DK) - Stadtzentrum.jpg|Sommer in Aarhus am Åboulevard |Frachtschiffreise38 Entladung Container Feederschiff Helsingborg (SE) - Hafen.jpg|Helsingborg-Hafen |Frachtschiffreise39 Schlepper Tug "Dunker" Helsingborg (SE) - Hafen.jpg|Mit Schlepperhilfe geht es rückwärts aus dem Hafen |Frachtschiffreise40 Halmstad (SE) - Hafeneinfahrt.jpg|Halmstad - Hafeneinfahrt |Frachtschiffreise41 Hafen Halmstad Entladung Container-Feeder.jpg|Kranentladung in Halmstad |Frachtschiffreise42 Statue der Europa Marktplatz Halmstad (SE).jpg|Halmstad - Europa auf dem Marktplatz |Frachtschiffreise43 Hafen-Halmstad (SE) - Sonnuntergang.jpg|Sonnenuntergang am Hafen Halmstad |Frachtschiffreise44 Göteborg (SE) - Festung "Nya Elfsborg".jpg|Göteborg - Festung Nya Elfsborg |Frachtschiffreise45 cropped stowage.jpg|Göteborg - Entladung im Hafen |Frachtschiffreise46 Insel Gäveskär in den Schären vor Göteborg (SE).jpg|Göteborg - eine der unzähligen Schäreninseln |Frachtschiffreise47 Ufer der Elbe -Höhe Wedel- zur blauen Stunde.jpg|morgens an der Elbe zur blauen Stunde |2017-03-127 Blankenese 01.jpg|Hamburg-Blankenese, der Süllberg grüßt |Frachtschiffreise49 Elbe Hamburg - Burchardkai Liegeplatz Athabaskakai.jpg|Ende der Reise, zurück in Hamburg am Athabaska-Kai }} * Die Besatzung der Schiffe besteht fast immer aus vielen verschiedenen Nationalitäten, auch wenn es eine deutsche Reederei ist. Daher sollte man zumindest ein wenig Englisch sprechen können. Bei Schiffen unter deutscher Flagge sprechen zumindest die Offiziere Deutsch. * Die Bordwährung ist meist Euro, manchmal auch US-Dollar. Bank- oder Kreditkarten werden nicht akzeptiert. Daher entsprechende Währung in kleineren Scheinen in ausreichender Menge mitnehmen. * Mobilfunk oder Internetzugang (WLan steht nur in wenigen Häfen zur Verfügung) ist nur in Hafennähe oder Landnähe möglich, die Einrichtungen der Brücke dürfen nur bei Notfällen benutzt werden. Auf großen Schiffen kann evtl. ein - meist recht teurer - Internetzugang über Satellitenfunk gegen Gebühr genutzt werden * Die Bordspannung ist 220V. * Jedes Schiff ist mit Waschmaschinen und Trocknern ausgestattet, die man für die eigene Wäsche meist selbst bedienen sollte. * Haustiere sind verboten. * Das Höchstgewicht des Gepäcks ist nicht festgelegt, man sollte es nur über die manchmal wackelige, steile und enge Gangway tragen können, auch wenn man mehrmals hoch und runter gehen muss. Oft hilft aber ein Besatzungsmitglied. * Trinkgelder zu geben ist unüblich, aber eine Spende in die 'Kaffeekasse' ist gern gesehen. Da an Bord gerne gefeiert wird, kann man sich auch mit einer 'Getränkebeteiligung' bedanken. Tipp: Seeleute lieben Süßigkeiten! * An Bord gibt es keine Kleiderordnung. Halbbekleidet sollte man aber zu den Mahlzeiten nicht erscheinen. Sonnenschutz ist immer wichtig, auch bei bedecktem Himmel. === Versicherungen === [[File:Aufbauten Feederschiff Alexander B.jpg|thumb|upright|außenliegende Treppe auf Feederschiff Alexander B]] [[File:Niedergang im Maschinenraum.jpg|thumb|upright|Niedergang im Maschinenraum]] Die Reisevermittler schließen für den Passagier zwingend eine [[w:Deviation (Seerecht)|Deviationsversicherung]] ab. Diese ist obligatorisch und deckt die Mehrkosten für die Reederei ab, falls das Schiff wegen einer schweren Erkrankung eines Passagiers umgeleitet werden muss. Zusätzlich wird zumeist der Nachweis über eine Krankenversicherung für das Ausland verlangt, inklusive Rückholdienst. === Barrierefreies Reisen === {{rolli|rot}} Die Schiffe sind nicht barrierefrei, und der Reisende muss vor der Abfahrt verbindlich erklären, dass keine körperlichen Gebrechen vorliegen, die die Reise behindern könnten, und dass er ohne Arzt an Bord auskommen will. Nur auf neueren und großen Schiffen sind Fahrstühle vorhanden. Auf allen anderen müssen die einzelnen Decks (=Etagen) über innen- oder außenliegende Treppen erklommen werden. Bei den üblichen in der Nord- und Ostsee eingesetzten Feederschiffen sind das oft sechs Decks, also etwa 80 Stufen von der Offiziersmesse zur Kommandobrücke. In den Maschinenräumen sind überwiegend nur sehr steile [[w:Niedergang|Niedergänge]] mit zwei seitlichen Handläufen vorhanden, die Laderäume erreicht man üblicherweise nur über senkrechte Leitern. === Entwicklungen/Forschungen === Die Fachhochschule St. Pölten und die bitsfabrik arbeiten derzeit am Projekt „CargoRiders“. Entwickelt wird eine Plattform, die es ermöglicht, Frachtschifffahrtsreisen auf europäischen Binnengewässern ähnlich eines AirBnB zu buchen. Im Oktober 2019 ging das Projekt in eine Testphase. Die Entwicklung der finalen Plattform ist aktuell [https://www.cargoriders.at/ in Arbeit]. Geplanter Start des Services ist im Frühjahr 2023. {{Stand|2022|10|ablauf=2023-06}} {{Infobox|zusätzlicher Hinweis {{S|;)}} :|lage=links|breite=450px|Machen Sie '''keine''' Frachtschiffreise, wenn<br /> * Sie ohne Animation in Schnappatmung geraten * Ihnen Essen nur in Gesellschaft von Hundertschaften schmeckt * Eine Hafenstadt erst aus dem Rundfahrt-Bus schön sein kann * Sie ein Schiff nur bei bezahlter Führung einmal erkunden wollen * Sich auf dem Schiff nicht alles nach Ihnen richtet * Sie sowieso nie auf ein Schiff wollen. }} {{-}} == Literatur == * Peer Schmidt-Walther: ''Frachtschiffreisen. Als Passagier an Bord.'' Koehlers Verlagsgesellschaft, 2. überarbeitete Auflage, Hamburg 2010, {{ISBN|978-3-7822-1016-4}}. * Peter Biebig, Wolfgang Althof, Norbert Wagener: ''Seeverkehrswirtschaft.'' Vierte Auflage. Oldenbourg Verlag, München 2008, {{ISBN|3-48-658247-X}}. * Jörn W. Mundt: '' Frachtschiffreisen.'' In: Fuchs, Mundt, Zollondz (Hrsg.): '' Lexikon Tourismus.'' Oldenbourg Verlag, München 2008, {{ISBN|978-3-486-25069-5}}, S.&nbsp;275. * Otto Schüssler: '' Passagier-Schifffahrt. Ein Handbuch für Reiseverkehrskaufleute in Ausbildung und Praxis.'' Zweite Auflage. DRV, Frankfurt/Main 2005, {{ISBN|3-92-983529-0}}. * Hugo Verlomme: ''Reisen mit dem Frachtschiff.'' Umschau Buchverlag, Neustadt an der Weinstraße 2001, {{ISBN|3-82-956706-5}}. * Lutz Woitas: ''Faszination Seefahrt. Frachtschiffreisen-Geheimnisse der See-Häfen.'', {{ISBN|978-1-4819-2803-8}}. * Kay-Henrik Gödde: ''Frachtschiffreisen verstehen. Das Schiff-Der Hafen-Die See. Ein Leitfaden für Passagiere und Seefahrtinteressierte'' Verlag: Frachtschiff-Touristik 2008, {{ISBN|978-3-0002-5568-7}} * Bernd Ellerbrock: ''Auf Frachtschiffen unterwegs.'' Reportagen und Features, auch als E-Book, Verlag: epubli GmbH, Berlin. {{ISBN|978-3-7375-0600-7}} == Weblinks == * [https://www.youtube.com/watch?v=dHXHQMoy1aE Rundgang auf einem Containerschiff] Video eines Rundgangs über ein Feederschiff, innen, außen und Maschinenraum * [[User:Eduard47/Reisebericht Gefangen im Eis|Reisebericht einer Frachtschiffreise in der Ostsee]] "Gefangen im Eis" * [https://www.youtube.com/watch?v=CV74OfyvS-Y Video einer Reise ins Eis] * [https://meine-frachtschiffreisen.de www.meine-frachtschiffreisen.de] Website mit detaillierten Hintergrundinformationen, vielen Reiseberichten und Videos * [https://www.freightertrips.com/ FreighterTrips.com - The Online Freighter Travel Community] Website mit Informationen und Forum (engl.) * [https://www.youtube.com/watch?v=ns7G6t6WdEQ NDR - Nordstory] Nord-Ostsee-Kanal - Seefahrt unter Druck, Passage der "Vera Rambow" aus der Sicht des Kapitäns, der Lotsen und der Verkehrsplaner (58 Min.) * [https://www.youtube.com/watch?v=SSgdx5ZtpAs NDR - Nordstory] Unterwegs mit dem Containerschiff: Fernfahrer zur See (58 Min.) * [https://utopia.de/frachtschiffreisen-containerschiff-statt-flugzeug-umweltfreundlich-133085/ Wie sinnvoll ist langsam reisen für die Umwelt?] Interessanter Bericht über Umweltaspekte im Zusammenhang mit Frachtschiffreisen * [https://www.seereisenportal.de/rubriken/reedereien-veranstalter/frachtschiffreisen/ Seereisenportal] {{IstInKat|Kreuzfahrten}} {{Related|Reiseberichte}} {{Related|Nord-Ostsee-Kanal}} {{Related|Reisen mit dem Schiff}} {{class-4}} 4d6zr08u8fp8krt3og89z4vbmorwbt3 Uddevalla 0 59299 1802625 1750113 2026-09-07T08:26:58Z ClausNe 48078 /* Ausflüge */ typo 1802625 wikitext text/x-wiki {{quickbar Ort | Bild = [[Bild:Hamnmiljön_vid_Bohusläns_museum_i_Uddevalla,_den_16_oktober_2006,_bild_2.JPG|300px]] }} Die Stadt '''Uddevalla''' liegt in der [[Schweden|westschwedischen]] Region [[Bohuslän]] zwischen dem See Vänern und dem offenen Meer. == Hintergrund == Uddevalla ist der größte Ort der Region Bohuslän in Schweden. Die Stadt liegt an der Mündung des Flusses Bäveån in den Byfjord. Im Jahr 1498 erhielt Uddevalla Stadtprivilegien. 1806 wurde durch ein Feuer ein Großteil der Bebauung zerstört, ein Großteil der Bebauung des Zentrums stammt heute aus der Nachkriegszeit. In der Stadt liegt ein Seehafen. == Anreise == === Mit dem Flugzeug === Der nächste internationale Verkehrsflughafen ist {{Marker|type= airport|wikidata=Q1137115|name= Göteborg Landvetter Airport|show=none}}, etwa 75&#x202F;km südlich. Daneben gibt es 25&#x202F;km östlich von Uddevalla den kleinen {{marker | name = Flughafen Trollhättan-Vänersborg | type = airport | wikidata = Q1933087 |show=none}}, der nur eine von einer einzigen Linienverbindung, nach Stockholm-Bromma, bedient wird. === Mit der Bahn === Uddevalla liegt an der Bahnlinie ''Bohusbanan'' von [[Göteborg]] nach [[Strömstad]]. Die Fahrzeit nach Göteborg beträgt etwa 70 Minuten; Strömstad wird in 80 Minuten erreicht. Informationen unter [https://www.sj.se/ sj.se] (Fernverkehr) und [https://www.vasttrafik.se/ Västtrafik] (Regionalverkehr). Der {{marker | name = Bahnhof | type = train | lat = 58.354142 | long = 11.922630 }} liegt cirka 1&#x202F;km nordwestlich des Zentrums. === Mit dem Bus === Stadt- und Überlandbusse werden von [https://www.vasttrafik.se/ Västtrafik] betrieben, Fahrplanauskunft siehe Link. Direkt beim Stadtzentrum liegt der {{marker | name = ZOB | type = bus | lat = 58.349909 | long = 11.930457 }}. === Auf der Straße === Mit dem Auto ist Uddevalla zu erreichen über: * E&nbsp;6: [[Malmö]] - [[Göteborg]] - [[Oslo]] (weitgehend als Autobahn ausgebaut) * 44: [[Trollhättan]] === Mit dem Schiff === Der nächste Fährhafen von Deutschland aus ist [[Göteborg]], mit einer Verbindung nach Kiel. Für Bootsreisende gibt es einen Gasthafen. == Mobilität == {{Mapframe|58.35|11.916667}} Das Stadtzentrum ist zu Fuß zu erschließen. Stadtbusse werden von '''Västtrafik''' betrieben. * {{vCard | name = Västtrafikbutik Uddevalla | type = public transport | lastedit = 2018-07-06 | address = Kampenhofsgatan 2, Uddevalla | directions = im ZOB | url = https://www.vasttrafik.se/en/tickets/more-about-tickets/ticket-offices/Uddevalla/ | lat = 58.349924 | long = 11.930751 }} == Sehenswürdigkeiten == [[Image:Gustafsberg-hostel-seaview1.JPG|thumb|Gustafsberg]] * {{vCard | name = Bohusläns museum | type = museum | wikidata = Q10432135 | lastedit = 2018-07-06 | address = Museigatan 1 | url = https://www.bohuslansmuseum.se/ | lat = 58.349318 | long = 11.928083 | phone = +46-522-65 65 00 | hours = geöffnet täglich 10-16, Di-Do 10-20 | price = Eintritt Frei | description = Das recht umfassende Museum erläutert die Geschichte der Region Bohuslän. }} * {{vCard | name = Muschelbänke | type = open air museum | lastedit = 2018-07-06 | address = Kurödsvägen | lat = 58.3565216 | long = 11.9673405 | price = Eintritt frei | description = Etwa 2&#x202F;km östlich des Stadtzentrums liegen die Muschelbänke ('Skalbankarna'). Die Ansammlung von Muschelschalen ist weltweit die größte ihrer Art und entstand vor zirka 11.000 Jahren zum Ende der Eiszeit. Wegen der Landhebung liegen die Muschelbänke heute nicht mehr an der Küste. Die Muschelschalen wurden im 19. Jahrhundert als Kalkgrube ausgebeutet und stehen heute unter Naturschutz. Das Gelände ist frei zugänglich. Im Sommer ist zusätzlich eine kleine Museumsausstellung Di-Fr 11-17h geöffnet. }} * {{vCard | name = Gustafsberg | type = spa | url = https://www.gustafsberg.se/ | lat = 58.329837 | long = 11.903164 | lastedit = 2021-06-13 | description = Gustafsberg liegt circa 2.5&#x202F;km westlich des Stadtzentrums und war einer der ersten Badeorte Schwedens mit Kuraktivitäten seit Ende des 18. Jahrhunderts. Da das Ensemble der historischen Bauten weitgehend erhalten ist und auch nicht stark erweitert wurde, hat der Ort seinen historischen Charakter gut erhalten. }} == Aktivitäten == === Spaziergang === Uddevalla hat eine insgesamt 9&#x202F;km lange {{marker | name = Strandpromenade | type = promenade | lat = 58.336866 | long = 11.907253 }}, die sich von den Muschelbänken durch das Zentrum bis nach Gustafsberg erstreckt. Sehenswert ist vor allem die die 2006 eingeweihte Strecke nach Gustafsberg, die teilweise über Brücken und Stege unterhalb der Klippenküste verläuft. (Auf dem Weg aus dem Zentrum muss man jedoch zunächst das Industrie- und Raffineriegebiet durchqueren.) == Einkaufen == Etwa 8&#x202F;km westlich des Zentrums, direkt an der E&nbsp;6, liegt das größere Einkaufszentrum ''Torp''. == Küche == <!--evtl. unterteilen in günstig, mittel und gehoben--> == Nachtleben == == Unterkunft == <!--evtl. unterteilen in günstig, mittel und gehoben--> == Sicherheit == == Gesundheit == == Praktische Hinweise == == Ausflüge == * Zirka 20−30&nbsp;km östlich liegen: ** Die Stadt '''[[Trollhättan]]''' mit den Schleusenanlagen des Götakanals und Wasserfällen ** Das Naturreservat '''Halleberg und Hunneberg''' ** Die Stadt '''[[Vänersborg]]''' als ehemalige Residenzstadt am Südufer des Sees ''Vänern'' :: Für weitere Informationen siehe [[Trollhättan]] * Die Küste der Region [[Bohuslän]]: ** [[Lysekil]] ** [[Smögen]] ** [[Fjällbacka]] ** [[Tanum]] mit den als UNSECO-Weltkulturerbe klassifizierten Felsritzungen * Die südliche gelegenen Insel [[Tjörn]] und [[Orust]] * [[Göteborg]] (60&nbsp;km südlich) == Literatur == == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} {{class-2}} {{GeoData| lat=58.35| long=11.916667| radius= }} {{IstInKat|Bohuslän}} rc1pdvcnlqlv9ah5rmtxp4rh5oal6vw Herbrechtingen 0 67437 1802379 1802298 2026-09-06T19:55:59Z Scholless 15050 /* Küche */ Ausbau 1802379 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = | TouriInfoWeb = | TouriInfoTel = }} '''Herbrechtingen''' ist eine Stadt in [[Baden-Württemberg]], sie liegt auf der [[Schwäbische Alb|Schwäbischen Alb]] in der Region [[Albuch und Härtsfeld]] == Hintergrund == {{Mapframe|48.62|10.18|zoom=14|height=300|width=300|type=geoline}} Die Gegend von Herbrechtingen war bereits in der Steinzeit besiedelt, wie zahlreiche Funde belegen. Eine erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 774, sie steht im Zusammenhang einer Schenkung von Karl dem Großen an einen Abt, der in der Folge das Kloster Herbrechtingen gründete. Im Jahr 1171 erhielt das Kloster das Marktrecht. Im Zuge der Reformation wurde das Kloster aufgehoben. Bei einer Gemeindereform wurde 1972 der ehemalige Ort ''Bolheim'' mit seinem Ortsteil ''Anhausen'' eingemeindet, 1973 folgte die Eingemeindung von ''Bissingen ob Lontal'' und ''Hausen ob Lontal'', 1974 erhielt Herbrechtingen die Stadtrechte. Ein weiterer Stadtteil ist der kleine Ort ''Eselsburg''. == Anreise == === Mit dem Flugzeug === Der {{marker|type = airport|name = Flughafen Memmingen |wikidata = Q651281}} ist ca.&nbsp;90&#x202F;km entfernt, zum {{marker|type = airport|name = Flughafen Stuttgart |wikidata = Q158732}} sind es rund 100&#x202F;km. === Mit der Bahn === {{VCard | name = Bahnhof Herbrechtingen | type = train | wikidata=Q110243317 | description = Der Bahnhof liegt an der Strecke der [[w:Brenzbahn|Brenzbahn]] zwischen [[Aalen]] und [[Ulm]]. }} === Mit dem Bus === === Auf der Straße === Herbrechtingen hat gute Verkehrsanbindungen: * die {{RSIGN|DE|B|19}} kommt von [[Aalen]] und [[Heidenheim an der Brenz|Heidenheim]] * die {{RSIGN|DE|B|492}} kommt von [[Gundelfingen an der Donau]] * Die {{RSIGN|DE|A|7}} geht durch die Gemarkung von Herbrechtingen, es gibt 2 Ausfahrten: {{Ausfahrt|Giengen/Herbrechtingen|117}} und {{Ausfahrt|Niederstotzingen|118}}. <!--=== Mit dem Fahrrad (optional) ===--> <!--=== Zu Fuß (optional) ===--> == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == [[Datei:Herbrechtingen_Brenz.jpg|thumb|Herbrechtingen an der Brenz]] === Herbrechtingen === * {{vCard | type = museum | lastedit = 2015-06-28 | name = Heimatmuseum Herbrechtingen | address = Eselsburger Str. 28, 89542 Herbrechtingen | url = https://www.heimatmuseum-herbrechtingen.de/ | lat = 48.616482 | long = 10.176172 | phone =+49 07324 41522 | hours = geöffnet Sommer Sonntags 14-16 und n.V. | description = Das Heimatmuseum ist untergebracht in einer alten Sägemühle am Ausgang des Eselsburger Tals }} * {{Marker | name = Klosterkirche | alt = Evangelische Kirche | type = church | wikidata = Q114566234 }} des Klosters Herbrechtingen, jetzt Kulturzentrum mit Stadtbücherei, Musikschule und Volkshochschule === Anhausen === * {{vCard | type = monastery | name = Kloster Anhausen | alt = ehem. Benediktinerabtei Anhausen | wikidata = Q28976807 }} === Eselsburger Tal === [[Datei:EselsburgerTal2.jpg|thumb|Eselsburger Tal, Steinerne Jungfrauen]] Das Eselsburger Tal ist ein Natur- und Landschaftsschutzgebiet im Tal der Brenz. Es beginnt im Ortsteil Anhausen, wo die Brenz zunächst nach Süden fließt, vorbei an den Ruinen der Burgen {{Marker | name = Bindstein | type = ruins | wikidata = Q1011022 }} und {{Marker | name = Falkenstein | type = ruins |wikidata = Q1011678 }}. Beim Ortsteil Eselsburg ändert sie ihre Richtung nach Norden, vorbei an der Ruine {{Marker | name = Ruine Eselsburg | type = ruins | wikidata = Q1015726 }} und der sagenumwobenen Felsformation {{Marker | name = Steinerne Jungfrauen | type = rock | lat = 48.6079 | long = 10.1781 }}. Am Ende des Tals erreicht man das Heimatmuseum. == Aktivitäten == === Baden === * {{vCard|type=swimming pool |name= Freizeitbad Jurawell |address=Baumschulenweg 27, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 9851-60 |email=|fax=|url= https://www.jurawell.de/ |hours=|price=|lat= 48.617963|long= 10.174159 }} === Klettern === * Bei Kletterern sind die Felsformationen im Eselsburger Tal ein beliebtes Ziel. Allerdings gibt es Einschränkungen während der Brutzeit einiger Vogelarten, ebenso dürfen einige Felsformationen aus Sicherheitsgründen nicht bestiegen werden, dazu gehören die Steinernen Jungfrauen. Weitere Infos siehe '''[http://www.ig-klettern-alb.de/index.php?id=134 hier].''' == Einkaufen == * {{vCard | name = Biotal Hofladen & Bistro | type = shop | url = https://www.milchmobil.de/page/13/direktvermarktung | address = Talstraße 23, 89542 Eselsburg | lat = 48.60038849519559 | long = 10.179558021395902 | phone = +49 07324 9833499 | facebook = milchmobil.de | instagram = biotal_hofgemeinschaft | hours = Mo-Fr 8:30-18:30, Sa 7:30-16:00 | lastedit = 2026-09-03 | description = Regionale Lebensmittel aus ökologischer und gentechnikfreier Produktion. Eigene Hofmolkerei, die Biotal-Milch wird zu Joghurt, Quark, Hirtenkäse und Käse. }} == Küche == * {{vCard | name = Eselsburger Talschenke | type = restaurant | url = https://www.eselsburg-talschenke.de/ | address = Talstraße 15, 89542 Herbrechtingen | lat = 48.6001 | long = 10.1803 | phone = +49 07324 7476 |email=wirtshaus@eselsburg-talschenke.de | instagram = tal.schenke_eselsburg.official | hours = Di-Fr 11:30-19:00, Sa 11:30-20:00, So 10:00-20:00 , Küche ist ab 11:30 Uhr durchgehend | price = Hauptgerichte 12 - 17&#x202F;€ | lastedit = 2023-10-09 | description = Schwäbische Küche.}} * {{vCard|name=Restaurant Hirschbachkeller |wikidata=|type=restaurant |address=Eselsburger Str. 8, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 9169618 |email=|url=https://hirschbachkeller.de/ |hours=Mi-So 11:00–15:00 + 17:00–22:00 |price=|lat=48.61850 |long=10.17841 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Restaurant El Greco |wikidata=|type=restaurant |address=Schießbergstraße 11, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 9898548 |email=|url=https://herbrechtingen-elgreco.de/ |hours=Mo, Di, Do-Sa 17:30-22:00, So 11:30-14:30 + 17:30-21:00 |price=|lat=48.62102 |long=10.17822 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Restaurant Akropolis |wikidata=|type=restaurant |address=Mittlere Str. 1, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 2176 |email=|url=|hours=Mi-Sa 11:00–14:00 + 17:00–22:00 |price=|lat=48.62229 |long=10.17713 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Restaurant Ellas |wikidata=|type=restaurant |address=Maurerstraße 8, 89542 Herbrechtingen OT Bolheim |phone=+49 07324 704404 |email=|url=|hours=Di-Sa 17:00–21:00, So 11:00–14:00 + 17:00–21:00 |price=|lat=48.62939 |long=10.16137 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Pizzeria Seminara |wikidata=|type=restaurant |address=Schießbergstraße 2/1, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 6524 |email=|url=https://seminara1981.wixsite.com/pizzariaseminara |hours=Mi+Do 11:00–14:00 + 18:00–21:00, Fr+Sa 17:30–21:30, So 11:00–14:00 + 17:30–21:00 |price=|lat=48.62183 |long=10.17687 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Appalachian Barbecue + Burger |wikidata=|type=restaurant |address=|phone=|email=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|name=Stadtcafé Flor |wikidata=|type=cafe |address=Lange Str. 51, 89542 Herbrechtingen |phone=|email=|url=|hours=Mi-Mo 9:00–21:00 |price=|lat=48.62161 |long=10.17638 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Jamas |wikidata=|type=bistro |address=Pfarrstraße 23, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 9169664 |email=|url=|hours=Di-So 10:00–22:00 |price=|lat=48.62076 |long=10.17558 |lastedit=2026-09-03 |description=}} == Nachtleben == == Unterkunft == * {{vCard|name=Hotel Hohe Wart |wikidata=|type=hotel |address=Ostpreussenstraße 1, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 96120 |email=info@hotelhohewart.de |url=https://www.hotelhohewart.de/ |hours=|price=EZ ab 65&#x202F;€, DZ ab 85&#x202F;€ |lat=48.62944 |long=10.17749 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Hotel Haus Kallenberg |wikidata=|type=hotel |address=Ziegelstraße 5, 89542 Herbrechtingen OT Anhausen |phone=+49 07324 9895930 |email=info@hauskallenberg.de |url=https://www.hauskallenberg.de/ |hours=|price=EZ ab 95&#x202F;€, DZ ab 130&#x202F;€ |lat=48.61935 |long=10.14587 |lastedit=2026-09-06 |description=}} == Sicherheit == * {{vCard|name=Polizeiposten Herbrechtingen |wikidata=|type=police |address=Pfarrstraße 4, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 919014 |lat=48.62029 |long=10.17633 |lastedit=2026-09-02 |description=}} == Gesundheit == == Praktische Hinweise == * {{vCard | type = tourist information | lastedit = 2015-06-28 | name = Stadt Herbrechtingen | address = Lange Str. 58, 89542 Herbrechtingen | url = https://www.herbrechtingen.de/ | lat = 48.620556 | long = 10.176218 | phone =+49 07324 955-0 }} == Ausflüge == == Literatur == == Weblinks == {{Offizielle_Webseite}} {{class-2}} {{GeoData| lat= 48.625278 | long= 10.173889| radius= }} {{IstInKat|Stauferland}} 3hv7hr33lpbtyav5s3cww012g49dvu0 1802380 1802379 2026-09-06T19:56:58Z Scholless 15050 /* Küche */ + Koordinaten 1802380 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = | TouriInfoWeb = | TouriInfoTel = }} '''Herbrechtingen''' ist eine Stadt in [[Baden-Württemberg]], sie liegt auf der [[Schwäbische Alb|Schwäbischen Alb]] in der Region [[Albuch und Härtsfeld]] == Hintergrund == {{Mapframe|48.62|10.18|zoom=14|height=300|width=300|type=geoline}} Die Gegend von Herbrechtingen war bereits in der Steinzeit besiedelt, wie zahlreiche Funde belegen. Eine erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 774, sie steht im Zusammenhang einer Schenkung von Karl dem Großen an einen Abt, der in der Folge das Kloster Herbrechtingen gründete. Im Jahr 1171 erhielt das Kloster das Marktrecht. Im Zuge der Reformation wurde das Kloster aufgehoben. Bei einer Gemeindereform wurde 1972 der ehemalige Ort ''Bolheim'' mit seinem Ortsteil ''Anhausen'' eingemeindet, 1973 folgte die Eingemeindung von ''Bissingen ob Lontal'' und ''Hausen ob Lontal'', 1974 erhielt Herbrechtingen die Stadtrechte. Ein weiterer Stadtteil ist der kleine Ort ''Eselsburg''. == Anreise == === Mit dem Flugzeug === Der {{marker|type = airport|name = Flughafen Memmingen |wikidata = Q651281}} ist ca.&nbsp;90&#x202F;km entfernt, zum {{marker|type = airport|name = Flughafen Stuttgart |wikidata = Q158732}} sind es rund 100&#x202F;km. === Mit der Bahn === {{VCard | name = Bahnhof Herbrechtingen | type = train | wikidata=Q110243317 | description = Der Bahnhof liegt an der Strecke der [[w:Brenzbahn|Brenzbahn]] zwischen [[Aalen]] und [[Ulm]]. }} === Mit dem Bus === === Auf der Straße === Herbrechtingen hat gute Verkehrsanbindungen: * die {{RSIGN|DE|B|19}} kommt von [[Aalen]] und [[Heidenheim an der Brenz|Heidenheim]] * die {{RSIGN|DE|B|492}} kommt von [[Gundelfingen an der Donau]] * Die {{RSIGN|DE|A|7}} geht durch die Gemarkung von Herbrechtingen, es gibt 2 Ausfahrten: {{Ausfahrt|Giengen/Herbrechtingen|117}} und {{Ausfahrt|Niederstotzingen|118}}. <!--=== Mit dem Fahrrad (optional) ===--> <!--=== Zu Fuß (optional) ===--> == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == [[Datei:Herbrechtingen_Brenz.jpg|thumb|Herbrechtingen an der Brenz]] === Herbrechtingen === * {{vCard | type = museum | lastedit = 2015-06-28 | name = Heimatmuseum Herbrechtingen | address = Eselsburger Str. 28, 89542 Herbrechtingen | url = https://www.heimatmuseum-herbrechtingen.de/ | lat = 48.616482 | long = 10.176172 | phone =+49 07324 41522 | hours = geöffnet Sommer Sonntags 14-16 und n.V. | description = Das Heimatmuseum ist untergebracht in einer alten Sägemühle am Ausgang des Eselsburger Tals }} * {{Marker | name = Klosterkirche | alt = Evangelische Kirche | type = church | wikidata = Q114566234 }} des Klosters Herbrechtingen, jetzt Kulturzentrum mit Stadtbücherei, Musikschule und Volkshochschule === Anhausen === * {{vCard | type = monastery | name = Kloster Anhausen | alt = ehem. Benediktinerabtei Anhausen | wikidata = Q28976807 }} === Eselsburger Tal === [[Datei:EselsburgerTal2.jpg|thumb|Eselsburger Tal, Steinerne Jungfrauen]] Das Eselsburger Tal ist ein Natur- und Landschaftsschutzgebiet im Tal der Brenz. Es beginnt im Ortsteil Anhausen, wo die Brenz zunächst nach Süden fließt, vorbei an den Ruinen der Burgen {{Marker | name = Bindstein | type = ruins | wikidata = Q1011022 }} und {{Marker | name = Falkenstein | type = ruins |wikidata = Q1011678 }}. Beim Ortsteil Eselsburg ändert sie ihre Richtung nach Norden, vorbei an der Ruine {{Marker | name = Ruine Eselsburg | type = ruins | wikidata = Q1015726 }} und der sagenumwobenen Felsformation {{Marker | name = Steinerne Jungfrauen | type = rock | lat = 48.6079 | long = 10.1781 }}. Am Ende des Tals erreicht man das Heimatmuseum. == Aktivitäten == === Baden === * {{vCard|type=swimming pool |name= Freizeitbad Jurawell |address=Baumschulenweg 27, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 9851-60 |email=|fax=|url= https://www.jurawell.de/ |hours=|price=|lat= 48.617963|long= 10.174159 }} === Klettern === * Bei Kletterern sind die Felsformationen im Eselsburger Tal ein beliebtes Ziel. Allerdings gibt es Einschränkungen während der Brutzeit einiger Vogelarten, ebenso dürfen einige Felsformationen aus Sicherheitsgründen nicht bestiegen werden, dazu gehören die Steinernen Jungfrauen. Weitere Infos siehe '''[http://www.ig-klettern-alb.de/index.php?id=134 hier].''' == Einkaufen == * {{vCard | name = Biotal Hofladen & Bistro | type = shop | url = https://www.milchmobil.de/page/13/direktvermarktung | address = Talstraße 23, 89542 Eselsburg | lat = 48.60038849519559 | long = 10.179558021395902 | phone = +49 07324 9833499 | facebook = milchmobil.de | instagram = biotal_hofgemeinschaft | hours = Mo-Fr 8:30-18:30, Sa 7:30-16:00 | lastedit = 2026-09-03 | description = Regionale Lebensmittel aus ökologischer und gentechnikfreier Produktion. Eigene Hofmolkerei, die Biotal-Milch wird zu Joghurt, Quark, Hirtenkäse und Käse. }} == Küche == * {{vCard | name = Eselsburger Talschenke | type = restaurant | url = https://www.eselsburg-talschenke.de/ | address = Talstraße 15, 89542 Herbrechtingen | lat = 48.6001 | long = 10.1803 | phone = +49 07324 7476 |email=wirtshaus@eselsburg-talschenke.de | instagram = tal.schenke_eselsburg.official | hours = Di-Fr 11:30-19:00, Sa 11:30-20:00, So 10:00-20:00 , Küche ist ab 11:30 Uhr durchgehend | price = Hauptgerichte 12 - 17&#x202F;€ | lastedit = 2023-10-09 | description = Schwäbische Küche.}} * {{vCard|name=Restaurant Hirschbachkeller |wikidata=|type=restaurant |address=Eselsburger Str. 8, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 9169618 |email=|url=https://hirschbachkeller.de/ |hours=Mi-So 11:00–15:00 + 17:00–22:00 |price=|lat=48.61850 |long=10.17841 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Restaurant El Greco |wikidata=|type=restaurant |address=Schießbergstraße 11, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 9898548 |email=|url=https://herbrechtingen-elgreco.de/ |hours=Mo, Di, Do-Sa 17:30-22:00, So 11:30-14:30 + 17:30-21:00 |price=|lat=48.62102 |long=10.17822 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Restaurant Akropolis |wikidata=|type=restaurant |address=Mittlere Str. 1, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 2176 |email=|url=|hours=Mi-Sa 11:00–14:00 + 17:00–22:00 |price=|lat=48.62229 |long=10.17713 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Restaurant Ellas |wikidata=|type=restaurant |address=Maurerstraße 8, 89542 Herbrechtingen OT Bolheim |phone=+49 07324 704404 |email=|url=|hours=Di-Sa 17:00–21:00, So 11:00–14:00 + 17:00–21:00 |price=|lat=48.62939 |long=10.16137 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Pizzeria Seminara |wikidata=|type=restaurant |address=Schießbergstraße 2/1, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 6524 |email=|url=https://seminara1981.wixsite.com/pizzariaseminara |hours=Mi+Do 11:00–14:00 + 18:00–21:00, Fr+Sa 17:30–21:30, So 11:00–14:00 + 17:30–21:00 |price=|lat=48.62183 |long=10.17687 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Appalachian Barbecue + Burger |wikidata=|type=restaurant |address=Ziegelei 12, 89542 Herbrechtingen |phone=|email=|url=|hours=|price=|lat=48.61342 |long=10.20162 |lastedit=|description=}} * {{vCard|name=Stadtcafé Flor |wikidata=|type=cafe |address=Lange Str. 51, 89542 Herbrechtingen |phone=|email=|url=|hours=Mi-Mo 9:00–21:00 |price=|lat=48.62161 |long=10.17638 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Jamas |wikidata=|type=bistro |address=Pfarrstraße 23, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 9169664 |email=|url=|hours=Di-So 10:00–22:00 |price=|lat=48.62076 |long=10.17558 |lastedit=2026-09-03 |description=}} == Nachtleben == == Unterkunft == * {{vCard|name=Hotel Hohe Wart |wikidata=|type=hotel |address=Ostpreussenstraße 1, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 96120 |email=info@hotelhohewart.de |url=https://www.hotelhohewart.de/ |hours=|price=EZ ab 65&#x202F;€, DZ ab 85&#x202F;€ |lat=48.62944 |long=10.17749 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Hotel Haus Kallenberg |wikidata=|type=hotel |address=Ziegelstraße 5, 89542 Herbrechtingen OT Anhausen |phone=+49 07324 9895930 |email=info@hauskallenberg.de |url=https://www.hauskallenberg.de/ |hours=|price=EZ ab 95&#x202F;€, DZ ab 130&#x202F;€ |lat=48.61935 |long=10.14587 |lastedit=2026-09-06 |description=}} == Sicherheit == * {{vCard|name=Polizeiposten Herbrechtingen |wikidata=|type=police |address=Pfarrstraße 4, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 919014 |lat=48.62029 |long=10.17633 |lastedit=2026-09-02 |description=}} == Gesundheit == == Praktische Hinweise == * {{vCard | type = tourist information | lastedit = 2015-06-28 | name = Stadt Herbrechtingen | address = Lange Str. 58, 89542 Herbrechtingen | url = https://www.herbrechtingen.de/ | lat = 48.620556 | long = 10.176218 | phone =+49 07324 955-0 }} == Ausflüge == == Literatur == == Weblinks == {{Offizielle_Webseite}} {{class-2}} {{GeoData| lat= 48.625278 | long= 10.173889| radius= }} {{IstInKat|Stauferland}} g8ojhvhwootzkt8hcwp9v7ykux9b2oa 1802382 1802380 2026-09-06T19:59:05Z Scholless 15050 /* Küche */ Ergänzungen 1802382 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = | TouriInfoWeb = | TouriInfoTel = }} '''Herbrechtingen''' ist eine Stadt in [[Baden-Württemberg]], sie liegt auf der [[Schwäbische Alb|Schwäbischen Alb]] in der Region [[Albuch und Härtsfeld]] == Hintergrund == {{Mapframe|48.62|10.18|zoom=14|height=300|width=300|type=geoline}} Die Gegend von Herbrechtingen war bereits in der Steinzeit besiedelt, wie zahlreiche Funde belegen. Eine erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 774, sie steht im Zusammenhang einer Schenkung von Karl dem Großen an einen Abt, der in der Folge das Kloster Herbrechtingen gründete. Im Jahr 1171 erhielt das Kloster das Marktrecht. Im Zuge der Reformation wurde das Kloster aufgehoben. Bei einer Gemeindereform wurde 1972 der ehemalige Ort ''Bolheim'' mit seinem Ortsteil ''Anhausen'' eingemeindet, 1973 folgte die Eingemeindung von ''Bissingen ob Lontal'' und ''Hausen ob Lontal'', 1974 erhielt Herbrechtingen die Stadtrechte. Ein weiterer Stadtteil ist der kleine Ort ''Eselsburg''. == Anreise == === Mit dem Flugzeug === Der {{marker|type = airport|name = Flughafen Memmingen |wikidata = Q651281}} ist ca.&nbsp;90&#x202F;km entfernt, zum {{marker|type = airport|name = Flughafen Stuttgart |wikidata = Q158732}} sind es rund 100&#x202F;km. === Mit der Bahn === {{VCard | name = Bahnhof Herbrechtingen | type = train | wikidata=Q110243317 | description = Der Bahnhof liegt an der Strecke der [[w:Brenzbahn|Brenzbahn]] zwischen [[Aalen]] und [[Ulm]]. }} === Mit dem Bus === === Auf der Straße === Herbrechtingen hat gute Verkehrsanbindungen: * die {{RSIGN|DE|B|19}} kommt von [[Aalen]] und [[Heidenheim an der Brenz|Heidenheim]] * die {{RSIGN|DE|B|492}} kommt von [[Gundelfingen an der Donau]] * Die {{RSIGN|DE|A|7}} geht durch die Gemarkung von Herbrechtingen, es gibt 2 Ausfahrten: {{Ausfahrt|Giengen/Herbrechtingen|117}} und {{Ausfahrt|Niederstotzingen|118}}. <!--=== Mit dem Fahrrad (optional) ===--> <!--=== Zu Fuß (optional) ===--> == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == [[Datei:Herbrechtingen_Brenz.jpg|thumb|Herbrechtingen an der Brenz]] === Herbrechtingen === * {{vCard | type = museum | lastedit = 2015-06-28 | name = Heimatmuseum Herbrechtingen | address = Eselsburger Str. 28, 89542 Herbrechtingen | url = https://www.heimatmuseum-herbrechtingen.de/ | lat = 48.616482 | long = 10.176172 | phone =+49 07324 41522 | hours = geöffnet Sommer Sonntags 14-16 und n.V. | description = Das Heimatmuseum ist untergebracht in einer alten Sägemühle am Ausgang des Eselsburger Tals }} * {{Marker | name = Klosterkirche | alt = Evangelische Kirche | type = church | wikidata = Q114566234 }} des Klosters Herbrechtingen, jetzt Kulturzentrum mit Stadtbücherei, Musikschule und Volkshochschule === Anhausen === * {{vCard | type = monastery | name = Kloster Anhausen | alt = ehem. Benediktinerabtei Anhausen | wikidata = Q28976807 }} === Eselsburger Tal === [[Datei:EselsburgerTal2.jpg|thumb|Eselsburger Tal, Steinerne Jungfrauen]] Das Eselsburger Tal ist ein Natur- und Landschaftsschutzgebiet im Tal der Brenz. Es beginnt im Ortsteil Anhausen, wo die Brenz zunächst nach Süden fließt, vorbei an den Ruinen der Burgen {{Marker | name = Bindstein | type = ruins | wikidata = Q1011022 }} und {{Marker | name = Falkenstein | type = ruins |wikidata = Q1011678 }}. Beim Ortsteil Eselsburg ändert sie ihre Richtung nach Norden, vorbei an der Ruine {{Marker | name = Ruine Eselsburg | type = ruins | wikidata = Q1015726 }} und der sagenumwobenen Felsformation {{Marker | name = Steinerne Jungfrauen | type = rock | lat = 48.6079 | long = 10.1781 }}. Am Ende des Tals erreicht man das Heimatmuseum. == Aktivitäten == === Baden === * {{vCard|type=swimming pool |name= Freizeitbad Jurawell |address=Baumschulenweg 27, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 9851-60 |email=|fax=|url= https://www.jurawell.de/ |hours=|price=|lat= 48.617963|long= 10.174159 }} === Klettern === * Bei Kletterern sind die Felsformationen im Eselsburger Tal ein beliebtes Ziel. Allerdings gibt es Einschränkungen während der Brutzeit einiger Vogelarten, ebenso dürfen einige Felsformationen aus Sicherheitsgründen nicht bestiegen werden, dazu gehören die Steinernen Jungfrauen. Weitere Infos siehe '''[http://www.ig-klettern-alb.de/index.php?id=134 hier].''' == Einkaufen == * {{vCard | name = Biotal Hofladen & Bistro | type = shop | url = https://www.milchmobil.de/page/13/direktvermarktung | address = Talstraße 23, 89542 Eselsburg | lat = 48.60038849519559 | long = 10.179558021395902 | phone = +49 07324 9833499 | facebook = milchmobil.de | instagram = biotal_hofgemeinschaft | hours = Mo-Fr 8:30-18:30, Sa 7:30-16:00 | lastedit = 2026-09-03 | description = Regionale Lebensmittel aus ökologischer und gentechnikfreier Produktion. Eigene Hofmolkerei, die Biotal-Milch wird zu Joghurt, Quark, Hirtenkäse und Käse. }} == Küche == * {{vCard | name = Eselsburger Talschenke | type = restaurant | url = https://www.eselsburg-talschenke.de/ | address = Talstraße 15, 89542 Herbrechtingen | lat = 48.6001 | long = 10.1803 | phone = +49 07324 7476 |email=wirtshaus@eselsburg-talschenke.de | instagram = tal.schenke_eselsburg.official | hours = Di-Fr 11:30-19:00, Sa 11:30-20:00, So 10:00-20:00 , Küche ist ab 11:30 Uhr durchgehend | price = Hauptgerichte 12 - 17&#x202F;€ | lastedit = 2023-10-09 | description = Schwäbische Küche.}} * {{vCard|name=Restaurant Hirschbachkeller |wikidata=|type=restaurant |address=Eselsburger Str. 8, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 9169618 |email=|url=https://hirschbachkeller.de/ |hours=Mi-So 11:00–15:00 + 17:00–22:00 |price=|lat=48.61850 |long=10.17841 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Restaurant El Greco |wikidata=|type=restaurant |address=Schießbergstraße 11, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 9898548 |email=|url=https://herbrechtingen-elgreco.de/ |hours=Mo, Di, Do-Sa 17:30-22:00, So 11:30-14:30 + 17:30-21:00 |price=|lat=48.62102 |long=10.17822 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Restaurant Akropolis |wikidata=|type=restaurant |address=Mittlere Str. 1, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 2176 |email=|url=|hours=Mi-Sa 11:00–14:00 + 17:00–22:00 |price=|lat=48.62229 |long=10.17713 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Restaurant Ellas |wikidata=|type=restaurant |address=Maurerstraße 8, 89542 Herbrechtingen OT Bolheim |phone=+49 07324 704404 |email=|url=|hours=Di-Sa 17:00–21:00, So 11:00–14:00 + 17:00–21:00 |price=|lat=48.62939 |long=10.16137 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Pizzeria Seminara |wikidata=|type=restaurant |address=Schießbergstraße 2/1, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 6524 |email=|url=https://seminara1981.wixsite.com/pizzariaseminara |hours=Mi+Do 11:00–14:00 + 18:00–21:00, Fr+Sa 17:30–21:30, So 11:00–14:00 + 17:30–21:00 |price=|lat=48.62183 |long=10.17687 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Appalachian Barbecue + Burger |wikidata=|type=restaurant |address=Ziegelei 12, 89542 Herbrechtingen |phone=|email=|url=|hours=Mi+Do 11:30–13:30 + 18:00–22:00, Fr 11:30–14:00 + 18:00–22:00, Sa+So 18:00–22:00 |price=|lat=48.61342 |long=10.20162 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Stadtcafé Flor |wikidata=|type=cafe |address=Lange Str. 51, 89542 Herbrechtingen |phone=|email=|url=|hours=Mi-Mo 9:00–21:00 |price=|lat=48.62161 |long=10.17638 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Jamas |wikidata=|type=bistro |address=Pfarrstraße 23, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 9169664 |email=|url=|hours=Di-So 10:00–22:00 |price=|lat=48.62076 |long=10.17558 |lastedit=2026-09-03 |description=}} == Nachtleben == == Unterkunft == * {{vCard|name=Hotel Hohe Wart |wikidata=|type=hotel |address=Ostpreussenstraße 1, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 96120 |email=info@hotelhohewart.de |url=https://www.hotelhohewart.de/ |hours=|price=EZ ab 65&#x202F;€, DZ ab 85&#x202F;€ |lat=48.62944 |long=10.17749 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Hotel Haus Kallenberg |wikidata=|type=hotel |address=Ziegelstraße 5, 89542 Herbrechtingen OT Anhausen |phone=+49 07324 9895930 |email=info@hauskallenberg.de |url=https://www.hauskallenberg.de/ |hours=|price=EZ ab 95&#x202F;€, DZ ab 130&#x202F;€ |lat=48.61935 |long=10.14587 |lastedit=2026-09-06 |description=}} == Sicherheit == * {{vCard|name=Polizeiposten Herbrechtingen |wikidata=|type=police |address=Pfarrstraße 4, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 919014 |lat=48.62029 |long=10.17633 |lastedit=2026-09-02 |description=}} == Gesundheit == == Praktische Hinweise == * {{vCard | type = tourist information | lastedit = 2015-06-28 | name = Stadt Herbrechtingen | address = Lange Str. 58, 89542 Herbrechtingen | url = https://www.herbrechtingen.de/ | lat = 48.620556 | long = 10.176218 | phone =+49 07324 955-0 }} == Ausflüge == == Literatur == == Weblinks == {{Offizielle_Webseite}} {{class-2}} {{GeoData| lat= 48.625278 | long= 10.173889| radius= }} {{IstInKat|Stauferland}} 0yf8zdw0zzjsstgk1asvbncercpysfc 1802384 1802382 2026-09-06T20:00:23Z Scholless 15050 /* Küche */ Ausbau 1802384 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = | TouriInfoWeb = | TouriInfoTel = }} '''Herbrechtingen''' ist eine Stadt in [[Baden-Württemberg]], sie liegt auf der [[Schwäbische Alb|Schwäbischen Alb]] in der Region [[Albuch und Härtsfeld]] == Hintergrund == {{Mapframe|48.62|10.18|zoom=14|height=300|width=300|type=geoline}} Die Gegend von Herbrechtingen war bereits in der Steinzeit besiedelt, wie zahlreiche Funde belegen. Eine erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 774, sie steht im Zusammenhang einer Schenkung von Karl dem Großen an einen Abt, der in der Folge das Kloster Herbrechtingen gründete. Im Jahr 1171 erhielt das Kloster das Marktrecht. Im Zuge der Reformation wurde das Kloster aufgehoben. Bei einer Gemeindereform wurde 1972 der ehemalige Ort ''Bolheim'' mit seinem Ortsteil ''Anhausen'' eingemeindet, 1973 folgte die Eingemeindung von ''Bissingen ob Lontal'' und ''Hausen ob Lontal'', 1974 erhielt Herbrechtingen die Stadtrechte. Ein weiterer Stadtteil ist der kleine Ort ''Eselsburg''. == Anreise == === Mit dem Flugzeug === Der {{marker|type = airport|name = Flughafen Memmingen |wikidata = Q651281}} ist ca.&nbsp;90&#x202F;km entfernt, zum {{marker|type = airport|name = Flughafen Stuttgart |wikidata = Q158732}} sind es rund 100&#x202F;km. === Mit der Bahn === {{VCard | name = Bahnhof Herbrechtingen | type = train | wikidata=Q110243317 | description = Der Bahnhof liegt an der Strecke der [[w:Brenzbahn|Brenzbahn]] zwischen [[Aalen]] und [[Ulm]]. }} === Mit dem Bus === === Auf der Straße === Herbrechtingen hat gute Verkehrsanbindungen: * die {{RSIGN|DE|B|19}} kommt von [[Aalen]] und [[Heidenheim an der Brenz|Heidenheim]] * die {{RSIGN|DE|B|492}} kommt von [[Gundelfingen an der Donau]] * Die {{RSIGN|DE|A|7}} geht durch die Gemarkung von Herbrechtingen, es gibt 2 Ausfahrten: {{Ausfahrt|Giengen/Herbrechtingen|117}} und {{Ausfahrt|Niederstotzingen|118}}. <!--=== Mit dem Fahrrad (optional) ===--> <!--=== Zu Fuß (optional) ===--> == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == [[Datei:Herbrechtingen_Brenz.jpg|thumb|Herbrechtingen an der Brenz]] === Herbrechtingen === * {{vCard | type = museum | lastedit = 2015-06-28 | name = Heimatmuseum Herbrechtingen | address = Eselsburger Str. 28, 89542 Herbrechtingen | url = https://www.heimatmuseum-herbrechtingen.de/ | lat = 48.616482 | long = 10.176172 | phone =+49 07324 41522 | hours = geöffnet Sommer Sonntags 14-16 und n.V. | description = Das Heimatmuseum ist untergebracht in einer alten Sägemühle am Ausgang des Eselsburger Tals }} * {{Marker | name = Klosterkirche | alt = Evangelische Kirche | type = church | wikidata = Q114566234 }} des Klosters Herbrechtingen, jetzt Kulturzentrum mit Stadtbücherei, Musikschule und Volkshochschule === Anhausen === * {{vCard | type = monastery | name = Kloster Anhausen | alt = ehem. Benediktinerabtei Anhausen | wikidata = Q28976807 }} === Eselsburger Tal === [[Datei:EselsburgerTal2.jpg|thumb|Eselsburger Tal, Steinerne Jungfrauen]] Das Eselsburger Tal ist ein Natur- und Landschaftsschutzgebiet im Tal der Brenz. Es beginnt im Ortsteil Anhausen, wo die Brenz zunächst nach Süden fließt, vorbei an den Ruinen der Burgen {{Marker | name = Bindstein | type = ruins | wikidata = Q1011022 }} und {{Marker | name = Falkenstein | type = ruins |wikidata = Q1011678 }}. Beim Ortsteil Eselsburg ändert sie ihre Richtung nach Norden, vorbei an der Ruine {{Marker | name = Ruine Eselsburg | type = ruins | wikidata = Q1015726 }} und der sagenumwobenen Felsformation {{Marker | name = Steinerne Jungfrauen | type = rock | lat = 48.6079 | long = 10.1781 }}. Am Ende des Tals erreicht man das Heimatmuseum. == Aktivitäten == === Baden === * {{vCard|type=swimming pool |name= Freizeitbad Jurawell |address=Baumschulenweg 27, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 9851-60 |email=|fax=|url= https://www.jurawell.de/ |hours=|price=|lat= 48.617963|long= 10.174159 }} === Klettern === * Bei Kletterern sind die Felsformationen im Eselsburger Tal ein beliebtes Ziel. Allerdings gibt es Einschränkungen während der Brutzeit einiger Vogelarten, ebenso dürfen einige Felsformationen aus Sicherheitsgründen nicht bestiegen werden, dazu gehören die Steinernen Jungfrauen. Weitere Infos siehe '''[http://www.ig-klettern-alb.de/index.php?id=134 hier].''' == Einkaufen == * {{vCard | name = Biotal Hofladen & Bistro | type = shop | url = https://www.milchmobil.de/page/13/direktvermarktung | address = Talstraße 23, 89542 Eselsburg | lat = 48.60038849519559 | long = 10.179558021395902 | phone = +49 07324 9833499 | facebook = milchmobil.de | instagram = biotal_hofgemeinschaft | hours = Mo-Fr 8:30-18:30, Sa 7:30-16:00 | lastedit = 2026-09-03 | description = Regionale Lebensmittel aus ökologischer und gentechnikfreier Produktion. Eigene Hofmolkerei, die Biotal-Milch wird zu Joghurt, Quark, Hirtenkäse und Käse. }} == Küche == * {{vCard | name = Eselsburger Talschenke | type = restaurant | url = https://www.eselsburg-talschenke.de/ | address = Talstraße 15, 89542 Herbrechtingen | lat = 48.6001 | long = 10.1803 | phone = +49 07324 7476 |email=wirtshaus@eselsburg-talschenke.de | instagram = tal.schenke_eselsburg.official | hours = Di-Fr 11:30-19:00, Sa 11:30-20:00, So 10:00-20:00 , Küche ist ab 11:30 Uhr durchgehend | price = Hauptgerichte 12 - 17&#x202F;€ | lastedit = 2023-10-09 | description = Schwäbische Küche.}} * {{vCard|name=Restaurant Hirschbachkeller |wikidata=|type=restaurant |address=Eselsburger Str. 8, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 9169618 |email=|url=https://hirschbachkeller.de/ |hours=Mi-So 11:00–15:00 + 17:00–22:00 |price=|lat=48.61850 |long=10.17841 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Restaurant El Greco |wikidata=|type=restaurant |address=Schießbergstraße 11, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 9898548 |email=|url=https://herbrechtingen-elgreco.de/ |hours=Mo, Di, Do-Sa 17:30-22:00, So 11:30-14:30 + 17:30-21:00 |price=|lat=48.62102 |long=10.17822 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Restaurant Akropolis |wikidata=|type=restaurant |address=Mittlere Str. 1, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 2176 |email=|url=|hours=Mi-Sa 11:00–14:00 + 17:00–22:00 |price=|lat=48.62229 |long=10.17713 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Restaurant Ellas |wikidata=|type=restaurant |address=Maurerstraße 8, 89542 Herbrechtingen OT Bolheim |phone=+49 07324 704404 |email=|url=|hours=Di-Sa 17:00–21:00, So 11:00–14:00 + 17:00–21:00 |price=|lat=48.62939 |long=10.16137 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Pizzeria Seminara |wikidata=|type=restaurant |address=Schießbergstraße 2/1, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 6524 |email=|url=https://seminara1981.wixsite.com/pizzariaseminara |hours=Mi+Do 11:00–14:00 + 18:00–21:00, Fr+Sa 17:30–21:30, So 11:00–14:00 + 17:30–21:00 |price=|lat=48.62183 |long=10.17687 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Appalachian Barbecue + Burger |wikidata=|type=restaurant |address=Ziegelei 12, 89542 Herbrechtingen |phone=|email=|url=|hours=Mi+Do 11:30–13:30 + 18:00–22:00, Fr 11:30–14:00 + 18:00–22:00, Sa+So 18:00–22:00 |price=|lat=48.61342 |long=10.20162 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Restaurant Königshof |wikidata=|type=restaurant |address=|phone=|email=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|name=Stadtcafé Flor |wikidata=|type=cafe |address=Lange Str. 51, 89542 Herbrechtingen |phone=|email=|url=|hours=Mi-Mo 9:00–21:00 |price=|lat=48.62161 |long=10.17638 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Jamas |wikidata=|type=bistro |address=Pfarrstraße 23, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 9169664 |email=|url=|hours=Di-So 10:00–22:00 |price=|lat=48.62076 |long=10.17558 |lastedit=2026-09-03 |description=}} == Nachtleben == == Unterkunft == * {{vCard|name=Hotel Hohe Wart |wikidata=|type=hotel |address=Ostpreussenstraße 1, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 96120 |email=info@hotelhohewart.de |url=https://www.hotelhohewart.de/ |hours=|price=EZ ab 65&#x202F;€, DZ ab 85&#x202F;€ |lat=48.62944 |long=10.17749 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Hotel Haus Kallenberg |wikidata=|type=hotel |address=Ziegelstraße 5, 89542 Herbrechtingen OT Anhausen |phone=+49 07324 9895930 |email=info@hauskallenberg.de |url=https://www.hauskallenberg.de/ |hours=|price=EZ ab 95&#x202F;€, DZ ab 130&#x202F;€ |lat=48.61935 |long=10.14587 |lastedit=2026-09-06 |description=}} == Sicherheit == * {{vCard|name=Polizeiposten Herbrechtingen |wikidata=|type=police |address=Pfarrstraße 4, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 919014 |lat=48.62029 |long=10.17633 |lastedit=2026-09-02 |description=}} == Gesundheit == == Praktische Hinweise == * {{vCard | type = tourist information | lastedit = 2015-06-28 | name = Stadt Herbrechtingen | address = Lange Str. 58, 89542 Herbrechtingen | url = https://www.herbrechtingen.de/ | lat = 48.620556 | long = 10.176218 | phone =+49 07324 955-0 }} == Ausflüge == == Literatur == == Weblinks == {{Offizielle_Webseite}} {{class-2}} {{GeoData| lat= 48.625278 | long= 10.173889| radius= }} {{IstInKat|Stauferland}} ck9ec8d1srx1qntlj7250as1hz5gbzn 1802385 1802384 2026-09-06T20:00:58Z Scholless 15050 /* Küche */ + Koordinaten 1802385 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = | TouriInfoWeb = | TouriInfoTel = }} '''Herbrechtingen''' ist eine Stadt in [[Baden-Württemberg]], sie liegt auf der [[Schwäbische Alb|Schwäbischen Alb]] in der Region [[Albuch und Härtsfeld]] == Hintergrund == {{Mapframe|48.62|10.18|zoom=14|height=300|width=300|type=geoline}} Die Gegend von Herbrechtingen war bereits in der Steinzeit besiedelt, wie zahlreiche Funde belegen. Eine erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 774, sie steht im Zusammenhang einer Schenkung von Karl dem Großen an einen Abt, der in der Folge das Kloster Herbrechtingen gründete. Im Jahr 1171 erhielt das Kloster das Marktrecht. Im Zuge der Reformation wurde das Kloster aufgehoben. Bei einer Gemeindereform wurde 1972 der ehemalige Ort ''Bolheim'' mit seinem Ortsteil ''Anhausen'' eingemeindet, 1973 folgte die Eingemeindung von ''Bissingen ob Lontal'' und ''Hausen ob Lontal'', 1974 erhielt Herbrechtingen die Stadtrechte. Ein weiterer Stadtteil ist der kleine Ort ''Eselsburg''. == Anreise == === Mit dem Flugzeug === Der {{marker|type = airport|name = Flughafen Memmingen |wikidata = Q651281}} ist ca.&nbsp;90&#x202F;km entfernt, zum {{marker|type = airport|name = Flughafen Stuttgart |wikidata = Q158732}} sind es rund 100&#x202F;km. === Mit der Bahn === {{VCard | name = Bahnhof Herbrechtingen | type = train | wikidata=Q110243317 | description = Der Bahnhof liegt an der Strecke der [[w:Brenzbahn|Brenzbahn]] zwischen [[Aalen]] und [[Ulm]]. }} === Mit dem Bus === === Auf der Straße === Herbrechtingen hat gute Verkehrsanbindungen: * die {{RSIGN|DE|B|19}} kommt von [[Aalen]] und [[Heidenheim an der Brenz|Heidenheim]] * die {{RSIGN|DE|B|492}} kommt von [[Gundelfingen an der Donau]] * Die {{RSIGN|DE|A|7}} geht durch die Gemarkung von Herbrechtingen, es gibt 2 Ausfahrten: {{Ausfahrt|Giengen/Herbrechtingen|117}} und {{Ausfahrt|Niederstotzingen|118}}. <!--=== Mit dem Fahrrad (optional) ===--> <!--=== Zu Fuß (optional) ===--> == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == [[Datei:Herbrechtingen_Brenz.jpg|thumb|Herbrechtingen an der Brenz]] === Herbrechtingen === * {{vCard | type = museum | lastedit = 2015-06-28 | name = Heimatmuseum Herbrechtingen | address = Eselsburger Str. 28, 89542 Herbrechtingen | url = https://www.heimatmuseum-herbrechtingen.de/ | lat = 48.616482 | long = 10.176172 | phone =+49 07324 41522 | hours = geöffnet Sommer Sonntags 14-16 und n.V. | description = Das Heimatmuseum ist untergebracht in einer alten Sägemühle am Ausgang des Eselsburger Tals }} * {{Marker | name = Klosterkirche | alt = Evangelische Kirche | type = church | wikidata = Q114566234 }} des Klosters Herbrechtingen, jetzt Kulturzentrum mit Stadtbücherei, Musikschule und Volkshochschule === Anhausen === * {{vCard | type = monastery | name = Kloster Anhausen | alt = ehem. Benediktinerabtei Anhausen | wikidata = Q28976807 }} === Eselsburger Tal === [[Datei:EselsburgerTal2.jpg|thumb|Eselsburger Tal, Steinerne Jungfrauen]] Das Eselsburger Tal ist ein Natur- und Landschaftsschutzgebiet im Tal der Brenz. Es beginnt im Ortsteil Anhausen, wo die Brenz zunächst nach Süden fließt, vorbei an den Ruinen der Burgen {{Marker | name = Bindstein | type = ruins | wikidata = Q1011022 }} und {{Marker | name = Falkenstein | type = ruins |wikidata = Q1011678 }}. Beim Ortsteil Eselsburg ändert sie ihre Richtung nach Norden, vorbei an der Ruine {{Marker | name = Ruine Eselsburg | type = ruins | wikidata = Q1015726 }} und der sagenumwobenen Felsformation {{Marker | name = Steinerne Jungfrauen | type = rock | lat = 48.6079 | long = 10.1781 }}. Am Ende des Tals erreicht man das Heimatmuseum. == Aktivitäten == === Baden === * {{vCard|type=swimming pool |name= Freizeitbad Jurawell |address=Baumschulenweg 27, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 9851-60 |email=|fax=|url= https://www.jurawell.de/ |hours=|price=|lat= 48.617963|long= 10.174159 }} === Klettern === * Bei Kletterern sind die Felsformationen im Eselsburger Tal ein beliebtes Ziel. Allerdings gibt es Einschränkungen während der Brutzeit einiger Vogelarten, ebenso dürfen einige Felsformationen aus Sicherheitsgründen nicht bestiegen werden, dazu gehören die Steinernen Jungfrauen. Weitere Infos siehe '''[http://www.ig-klettern-alb.de/index.php?id=134 hier].''' == Einkaufen == * {{vCard | name = Biotal Hofladen & Bistro | type = shop | url = https://www.milchmobil.de/page/13/direktvermarktung | address = Talstraße 23, 89542 Eselsburg | lat = 48.60038849519559 | long = 10.179558021395902 | phone = +49 07324 9833499 | facebook = milchmobil.de | instagram = biotal_hofgemeinschaft | hours = Mo-Fr 8:30-18:30, Sa 7:30-16:00 | lastedit = 2026-09-03 | description = Regionale Lebensmittel aus ökologischer und gentechnikfreier Produktion. Eigene Hofmolkerei, die Biotal-Milch wird zu Joghurt, Quark, Hirtenkäse und Käse. }} == Küche == * {{vCard | name = Eselsburger Talschenke | type = restaurant | url = https://www.eselsburg-talschenke.de/ | address = Talstraße 15, 89542 Herbrechtingen | lat = 48.6001 | long = 10.1803 | phone = +49 07324 7476 |email=wirtshaus@eselsburg-talschenke.de | instagram = tal.schenke_eselsburg.official | hours = Di-Fr 11:30-19:00, Sa 11:30-20:00, So 10:00-20:00 , Küche ist ab 11:30 Uhr durchgehend | price = Hauptgerichte 12 - 17&#x202F;€ | lastedit = 2023-10-09 | description = Schwäbische Küche.}} * {{vCard|name=Restaurant Hirschbachkeller |wikidata=|type=restaurant |address=Eselsburger Str. 8, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 9169618 |email=|url=https://hirschbachkeller.de/ |hours=Mi-So 11:00–15:00 + 17:00–22:00 |price=|lat=48.61850 |long=10.17841 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Restaurant El Greco |wikidata=|type=restaurant |address=Schießbergstraße 11, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 9898548 |email=|url=https://herbrechtingen-elgreco.de/ |hours=Mo, Di, Do-Sa 17:30-22:00, So 11:30-14:30 + 17:30-21:00 |price=|lat=48.62102 |long=10.17822 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Restaurant Akropolis |wikidata=|type=restaurant |address=Mittlere Str. 1, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 2176 |email=|url=|hours=Mi-Sa 11:00–14:00 + 17:00–22:00 |price=|lat=48.62229 |long=10.17713 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Restaurant Ellas |wikidata=|type=restaurant |address=Maurerstraße 8, 89542 Herbrechtingen OT Bolheim |phone=+49 07324 704404 |email=|url=|hours=Di-Sa 17:00–21:00, So 11:00–14:00 + 17:00–21:00 |price=|lat=48.62939 |long=10.16137 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Pizzeria Seminara |wikidata=|type=restaurant |address=Schießbergstraße 2/1, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 6524 |email=|url=https://seminara1981.wixsite.com/pizzariaseminara |hours=Mi+Do 11:00–14:00 + 18:00–21:00, Fr+Sa 17:30–21:30, So 11:00–14:00 + 17:30–21:00 |price=|lat=48.62183 |long=10.17687 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Appalachian Barbecue + Burger |wikidata=|type=restaurant |address=Ziegelei 12, 89542 Herbrechtingen |phone=|email=|url=|hours=Mi+Do 11:30–13:30 + 18:00–22:00, Fr 11:30–14:00 + 18:00–22:00, Sa+So 18:00–22:00 |price=|lat=48.61342 |long=10.20162 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Restaurant Königshof |wikidata=|type=restaurant |address=Hirschhaldestraße 1, 89542 Herbrechtingen |phone=|email=|url=|hours=|price=|lat=48.63012 |long=10.17897 |lastedit=|description=}} * {{vCard|name=Stadtcafé Flor |wikidata=|type=cafe |address=Lange Str. 51, 89542 Herbrechtingen |phone=|email=|url=|hours=Mi-Mo 9:00–21:00 |price=|lat=48.62161 |long=10.17638 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Jamas |wikidata=|type=bistro |address=Pfarrstraße 23, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 9169664 |email=|url=|hours=Di-So 10:00–22:00 |price=|lat=48.62076 |long=10.17558 |lastedit=2026-09-03 |description=}} == Nachtleben == == Unterkunft == * {{vCard|name=Hotel Hohe Wart |wikidata=|type=hotel |address=Ostpreussenstraße 1, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 96120 |email=info@hotelhohewart.de |url=https://www.hotelhohewart.de/ |hours=|price=EZ ab 65&#x202F;€, DZ ab 85&#x202F;€ |lat=48.62944 |long=10.17749 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Hotel Haus Kallenberg |wikidata=|type=hotel |address=Ziegelstraße 5, 89542 Herbrechtingen OT Anhausen |phone=+49 07324 9895930 |email=info@hauskallenberg.de |url=https://www.hauskallenberg.de/ |hours=|price=EZ ab 95&#x202F;€, DZ ab 130&#x202F;€ |lat=48.61935 |long=10.14587 |lastedit=2026-09-06 |description=}} == Sicherheit == * {{vCard|name=Polizeiposten Herbrechtingen |wikidata=|type=police |address=Pfarrstraße 4, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 919014 |lat=48.62029 |long=10.17633 |lastedit=2026-09-02 |description=}} == Gesundheit == == Praktische Hinweise == * {{vCard | type = tourist information | lastedit = 2015-06-28 | name = Stadt Herbrechtingen | address = Lange Str. 58, 89542 Herbrechtingen | url = https://www.herbrechtingen.de/ | lat = 48.620556 | long = 10.176218 | phone =+49 07324 955-0 }} == Ausflüge == == Literatur == == Weblinks == {{Offizielle_Webseite}} {{class-2}} {{GeoData| lat= 48.625278 | long= 10.173889| radius= }} {{IstInKat|Stauferland}} 7my671cqb7crd6qp7c6wscpzlj2quhm 1802386 1802385 2026-09-06T20:02:17Z Scholless 15050 /* Küche */ Ergänzungen 1802386 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = | TouriInfoWeb = | TouriInfoTel = }} '''Herbrechtingen''' ist eine Stadt in [[Baden-Württemberg]], sie liegt auf der [[Schwäbische Alb|Schwäbischen Alb]] in der Region [[Albuch und Härtsfeld]] == Hintergrund == {{Mapframe|48.62|10.18|zoom=14|height=300|width=300|type=geoline}} Die Gegend von Herbrechtingen war bereits in der Steinzeit besiedelt, wie zahlreiche Funde belegen. Eine erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 774, sie steht im Zusammenhang einer Schenkung von Karl dem Großen an einen Abt, der in der Folge das Kloster Herbrechtingen gründete. Im Jahr 1171 erhielt das Kloster das Marktrecht. Im Zuge der Reformation wurde das Kloster aufgehoben. Bei einer Gemeindereform wurde 1972 der ehemalige Ort ''Bolheim'' mit seinem Ortsteil ''Anhausen'' eingemeindet, 1973 folgte die Eingemeindung von ''Bissingen ob Lontal'' und ''Hausen ob Lontal'', 1974 erhielt Herbrechtingen die Stadtrechte. Ein weiterer Stadtteil ist der kleine Ort ''Eselsburg''. == Anreise == === Mit dem Flugzeug === Der {{marker|type = airport|name = Flughafen Memmingen |wikidata = Q651281}} ist ca.&nbsp;90&#x202F;km entfernt, zum {{marker|type = airport|name = Flughafen Stuttgart |wikidata = Q158732}} sind es rund 100&#x202F;km. === Mit der Bahn === {{VCard | name = Bahnhof Herbrechtingen | type = train | wikidata=Q110243317 | description = Der Bahnhof liegt an der Strecke der [[w:Brenzbahn|Brenzbahn]] zwischen [[Aalen]] und [[Ulm]]. }} === Mit dem Bus === === Auf der Straße === Herbrechtingen hat gute Verkehrsanbindungen: * die {{RSIGN|DE|B|19}} kommt von [[Aalen]] und [[Heidenheim an der Brenz|Heidenheim]] * die {{RSIGN|DE|B|492}} kommt von [[Gundelfingen an der Donau]] * Die {{RSIGN|DE|A|7}} geht durch die Gemarkung von Herbrechtingen, es gibt 2 Ausfahrten: {{Ausfahrt|Giengen/Herbrechtingen|117}} und {{Ausfahrt|Niederstotzingen|118}}. <!--=== Mit dem Fahrrad (optional) ===--> <!--=== Zu Fuß (optional) ===--> == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == [[Datei:Herbrechtingen_Brenz.jpg|thumb|Herbrechtingen an der Brenz]] === Herbrechtingen === * {{vCard | type = museum | lastedit = 2015-06-28 | name = Heimatmuseum Herbrechtingen | address = Eselsburger Str. 28, 89542 Herbrechtingen | url = https://www.heimatmuseum-herbrechtingen.de/ | lat = 48.616482 | long = 10.176172 | phone =+49 07324 41522 | hours = geöffnet Sommer Sonntags 14-16 und n.V. | description = Das Heimatmuseum ist untergebracht in einer alten Sägemühle am Ausgang des Eselsburger Tals }} * {{Marker | name = Klosterkirche | alt = Evangelische Kirche | type = church | wikidata = Q114566234 }} des Klosters Herbrechtingen, jetzt Kulturzentrum mit Stadtbücherei, Musikschule und Volkshochschule === Anhausen === * {{vCard | type = monastery | name = Kloster Anhausen | alt = ehem. Benediktinerabtei Anhausen | wikidata = Q28976807 }} === Eselsburger Tal === [[Datei:EselsburgerTal2.jpg|thumb|Eselsburger Tal, Steinerne Jungfrauen]] Das Eselsburger Tal ist ein Natur- und Landschaftsschutzgebiet im Tal der Brenz. Es beginnt im Ortsteil Anhausen, wo die Brenz zunächst nach Süden fließt, vorbei an den Ruinen der Burgen {{Marker | name = Bindstein | type = ruins | wikidata = Q1011022 }} und {{Marker | name = Falkenstein | type = ruins |wikidata = Q1011678 }}. Beim Ortsteil Eselsburg ändert sie ihre Richtung nach Norden, vorbei an der Ruine {{Marker | name = Ruine Eselsburg | type = ruins | wikidata = Q1015726 }} und der sagenumwobenen Felsformation {{Marker | name = Steinerne Jungfrauen | type = rock | lat = 48.6079 | long = 10.1781 }}. Am Ende des Tals erreicht man das Heimatmuseum. == Aktivitäten == === Baden === * {{vCard|type=swimming pool |name= Freizeitbad Jurawell |address=Baumschulenweg 27, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 9851-60 |email=|fax=|url= https://www.jurawell.de/ |hours=|price=|lat= 48.617963|long= 10.174159 }} === Klettern === * Bei Kletterern sind die Felsformationen im Eselsburger Tal ein beliebtes Ziel. Allerdings gibt es Einschränkungen während der Brutzeit einiger Vogelarten, ebenso dürfen einige Felsformationen aus Sicherheitsgründen nicht bestiegen werden, dazu gehören die Steinernen Jungfrauen. Weitere Infos siehe '''[http://www.ig-klettern-alb.de/index.php?id=134 hier].''' == Einkaufen == * {{vCard | name = Biotal Hofladen & Bistro | type = shop | url = https://www.milchmobil.de/page/13/direktvermarktung | address = Talstraße 23, 89542 Eselsburg | lat = 48.60038849519559 | long = 10.179558021395902 | phone = +49 07324 9833499 | facebook = milchmobil.de | instagram = biotal_hofgemeinschaft | hours = Mo-Fr 8:30-18:30, Sa 7:30-16:00 | lastedit = 2026-09-03 | description = Regionale Lebensmittel aus ökologischer und gentechnikfreier Produktion. Eigene Hofmolkerei, die Biotal-Milch wird zu Joghurt, Quark, Hirtenkäse und Käse. }} == Küche == * {{vCard | name = Eselsburger Talschenke | type = restaurant | url = https://www.eselsburg-talschenke.de/ | address = Talstraße 15, 89542 Herbrechtingen | lat = 48.6001 | long = 10.1803 | phone = +49 07324 7476 |email=wirtshaus@eselsburg-talschenke.de | instagram = tal.schenke_eselsburg.official | hours = Di-Fr 11:30-19:00, Sa 11:30-20:00, So 10:00-20:00 , Küche ist ab 11:30 Uhr durchgehend | price = Hauptgerichte 12 - 17&#x202F;€ | lastedit = 2023-10-09 | description = Schwäbische Küche.}} * {{vCard|name=Restaurant Hirschbachkeller |wikidata=|type=restaurant |address=Eselsburger Str. 8, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 9169618 |email=|url=https://hirschbachkeller.de/ |hours=Mi-So 11:00–15:00 + 17:00–22:00 |price=|lat=48.61850 |long=10.17841 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Restaurant El Greco |wikidata=|type=restaurant |address=Schießbergstraße 11, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 9898548 |email=|url=https://herbrechtingen-elgreco.de/ |hours=Mo, Di, Do-Sa 17:30-22:00, So 11:30-14:30 + 17:30-21:00 |price=|lat=48.62102 |long=10.17822 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Restaurant Akropolis |wikidata=|type=restaurant |address=Mittlere Str. 1, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 2176 |email=|url=|hours=Mi-Sa 11:00–14:00 + 17:00–22:00 |price=|lat=48.62229 |long=10.17713 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Restaurant Ellas |wikidata=|type=restaurant |address=Maurerstraße 8, 89542 Herbrechtingen OT Bolheim |phone=+49 07324 704404 |email=|url=|hours=Di-Sa 17:00–21:00, So 11:00–14:00 + 17:00–21:00 |price=|lat=48.62939 |long=10.16137 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Pizzeria Seminara |wikidata=|type=restaurant |address=Schießbergstraße 2/1, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 6524 |email=|url=https://seminara1981.wixsite.com/pizzariaseminara |hours=Mi+Do 11:00–14:00 + 18:00–21:00, Fr+Sa 17:30–21:30, So 11:00–14:00 + 17:30–21:00 |price=|lat=48.62183 |long=10.17687 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Appalachian Barbecue + Burger |wikidata=|type=restaurant |address=Ziegelei 12, 89542 Herbrechtingen |phone=|email=|url=|hours=Mi+Do 11:30–13:30 + 18:00–22:00, Fr 11:30–14:00 + 18:00–22:00, Sa+So 18:00–22:00 |price=|lat=48.61342 |long=10.20162 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Restaurant Königshof |wikidata=|type=restaurant |address=Hirschhaldestraße 1, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 983104 |email=|url=|hours=Di-So 11:30–14:00 + 17:30–22:30 |price=|lat=48.63012 |long=10.17897 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Stadtcafé Flor |wikidata=|type=cafe |address=Lange Str. 51, 89542 Herbrechtingen |phone=|email=|url=|hours=Mi-Mo 9:00–21:00 |price=|lat=48.62161 |long=10.17638 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Jamas |wikidata=|type=bistro |address=Pfarrstraße 23, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 9169664 |email=|url=|hours=Di-So 10:00–22:00 |price=|lat=48.62076 |long=10.17558 |lastedit=2026-09-03 |description=}} == Nachtleben == == Unterkunft == * {{vCard|name=Hotel Hohe Wart |wikidata=|type=hotel |address=Ostpreussenstraße 1, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 96120 |email=info@hotelhohewart.de |url=https://www.hotelhohewart.de/ |hours=|price=EZ ab 65&#x202F;€, DZ ab 85&#x202F;€ |lat=48.62944 |long=10.17749 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Hotel Haus Kallenberg |wikidata=|type=hotel |address=Ziegelstraße 5, 89542 Herbrechtingen OT Anhausen |phone=+49 07324 9895930 |email=info@hauskallenberg.de |url=https://www.hauskallenberg.de/ |hours=|price=EZ ab 95&#x202F;€, DZ ab 130&#x202F;€ |lat=48.61935 |long=10.14587 |lastedit=2026-09-06 |description=}} == Sicherheit == * {{vCard|name=Polizeiposten Herbrechtingen |wikidata=|type=police |address=Pfarrstraße 4, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 919014 |lat=48.62029 |long=10.17633 |lastedit=2026-09-02 |description=}} == Gesundheit == == Praktische Hinweise == * {{vCard | type = tourist information | lastedit = 2015-06-28 | name = Stadt Herbrechtingen | address = Lange Str. 58, 89542 Herbrechtingen | url = https://www.herbrechtingen.de/ | lat = 48.620556 | long = 10.176218 | phone =+49 07324 955-0 }} == Ausflüge == == Literatur == == Weblinks == {{Offizielle_Webseite}} {{class-2}} {{GeoData| lat= 48.625278 | long= 10.173889| radius= }} {{IstInKat|Stauferland}} ttrsh3qefbg53q9m6delhw5ojvsli8g 1802388 1802386 2026-09-06T20:19:57Z Scholless 15050 /* Nachtleben */ Ausbau 1802388 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = | TouriInfoWeb = | TouriInfoTel = }} '''Herbrechtingen''' ist eine Stadt in [[Baden-Württemberg]], sie liegt auf der [[Schwäbische Alb|Schwäbischen Alb]] in der Region [[Albuch und Härtsfeld]] == Hintergrund == {{Mapframe|48.62|10.18|zoom=14|height=300|width=300|type=geoline}} Die Gegend von Herbrechtingen war bereits in der Steinzeit besiedelt, wie zahlreiche Funde belegen. Eine erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 774, sie steht im Zusammenhang einer Schenkung von Karl dem Großen an einen Abt, der in der Folge das Kloster Herbrechtingen gründete. Im Jahr 1171 erhielt das Kloster das Marktrecht. Im Zuge der Reformation wurde das Kloster aufgehoben. Bei einer Gemeindereform wurde 1972 der ehemalige Ort ''Bolheim'' mit seinem Ortsteil ''Anhausen'' eingemeindet, 1973 folgte die Eingemeindung von ''Bissingen ob Lontal'' und ''Hausen ob Lontal'', 1974 erhielt Herbrechtingen die Stadtrechte. Ein weiterer Stadtteil ist der kleine Ort ''Eselsburg''. == Anreise == === Mit dem Flugzeug === Der {{marker|type = airport|name = Flughafen Memmingen |wikidata = Q651281}} ist ca.&nbsp;90&#x202F;km entfernt, zum {{marker|type = airport|name = Flughafen Stuttgart |wikidata = Q158732}} sind es rund 100&#x202F;km. === Mit der Bahn === {{VCard | name = Bahnhof Herbrechtingen | type = train | wikidata=Q110243317 | description = Der Bahnhof liegt an der Strecke der [[w:Brenzbahn|Brenzbahn]] zwischen [[Aalen]] und [[Ulm]]. }} === Mit dem Bus === === Auf der Straße === Herbrechtingen hat gute Verkehrsanbindungen: * die {{RSIGN|DE|B|19}} kommt von [[Aalen]] und [[Heidenheim an der Brenz|Heidenheim]] * die {{RSIGN|DE|B|492}} kommt von [[Gundelfingen an der Donau]] * Die {{RSIGN|DE|A|7}} geht durch die Gemarkung von Herbrechtingen, es gibt 2 Ausfahrten: {{Ausfahrt|Giengen/Herbrechtingen|117}} und {{Ausfahrt|Niederstotzingen|118}}. <!--=== Mit dem Fahrrad (optional) ===--> <!--=== Zu Fuß (optional) ===--> == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == [[Datei:Herbrechtingen_Brenz.jpg|thumb|Herbrechtingen an der Brenz]] === Herbrechtingen === * {{vCard | type = museum | lastedit = 2015-06-28 | name = Heimatmuseum Herbrechtingen | address = Eselsburger Str. 28, 89542 Herbrechtingen | url = https://www.heimatmuseum-herbrechtingen.de/ | lat = 48.616482 | long = 10.176172 | phone =+49 07324 41522 | hours = geöffnet Sommer Sonntags 14-16 und n.V. | description = Das Heimatmuseum ist untergebracht in einer alten Sägemühle am Ausgang des Eselsburger Tals }} * {{Marker | name = Klosterkirche | alt = Evangelische Kirche | type = church | wikidata = Q114566234 }} des Klosters Herbrechtingen, jetzt Kulturzentrum mit Stadtbücherei, Musikschule und Volkshochschule === Anhausen === * {{vCard | type = monastery | name = Kloster Anhausen | alt = ehem. Benediktinerabtei Anhausen | wikidata = Q28976807 }} === Eselsburger Tal === [[Datei:EselsburgerTal2.jpg|thumb|Eselsburger Tal, Steinerne Jungfrauen]] Das Eselsburger Tal ist ein Natur- und Landschaftsschutzgebiet im Tal der Brenz. Es beginnt im Ortsteil Anhausen, wo die Brenz zunächst nach Süden fließt, vorbei an den Ruinen der Burgen {{Marker | name = Bindstein | type = ruins | wikidata = Q1011022 }} und {{Marker | name = Falkenstein | type = ruins |wikidata = Q1011678 }}. Beim Ortsteil Eselsburg ändert sie ihre Richtung nach Norden, vorbei an der Ruine {{Marker | name = Ruine Eselsburg | type = ruins | wikidata = Q1015726 }} und der sagenumwobenen Felsformation {{Marker | name = Steinerne Jungfrauen | type = rock | lat = 48.6079 | long = 10.1781 }}. Am Ende des Tals erreicht man das Heimatmuseum. == Aktivitäten == === Baden === * {{vCard|type=swimming pool |name= Freizeitbad Jurawell |address=Baumschulenweg 27, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 9851-60 |email=|fax=|url= https://www.jurawell.de/ |hours=|price=|lat= 48.617963|long= 10.174159 }} === Klettern === * Bei Kletterern sind die Felsformationen im Eselsburger Tal ein beliebtes Ziel. Allerdings gibt es Einschränkungen während der Brutzeit einiger Vogelarten, ebenso dürfen einige Felsformationen aus Sicherheitsgründen nicht bestiegen werden, dazu gehören die Steinernen Jungfrauen. Weitere Infos siehe '''[http://www.ig-klettern-alb.de/index.php?id=134 hier].''' == Einkaufen == * {{vCard | name = Biotal Hofladen & Bistro | type = shop | url = https://www.milchmobil.de/page/13/direktvermarktung | address = Talstraße 23, 89542 Eselsburg | lat = 48.60038849519559 | long = 10.179558021395902 | phone = +49 07324 9833499 | facebook = milchmobil.de | instagram = biotal_hofgemeinschaft | hours = Mo-Fr 8:30-18:30, Sa 7:30-16:00 | lastedit = 2026-09-03 | description = Regionale Lebensmittel aus ökologischer und gentechnikfreier Produktion. Eigene Hofmolkerei, die Biotal-Milch wird zu Joghurt, Quark, Hirtenkäse und Käse. }} == Küche == * {{vCard | name = Eselsburger Talschenke | type = restaurant | url = https://www.eselsburg-talschenke.de/ | address = Talstraße 15, 89542 Herbrechtingen | lat = 48.6001 | long = 10.1803 | phone = +49 07324 7476 |email=wirtshaus@eselsburg-talschenke.de | instagram = tal.schenke_eselsburg.official | hours = Di-Fr 11:30-19:00, Sa 11:30-20:00, So 10:00-20:00 , Küche ist ab 11:30 Uhr durchgehend | price = Hauptgerichte 12 - 17&#x202F;€ | lastedit = 2023-10-09 | description = Schwäbische Küche.}} * {{vCard|name=Restaurant Hirschbachkeller |wikidata=|type=restaurant |address=Eselsburger Str. 8, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 9169618 |email=|url=https://hirschbachkeller.de/ |hours=Mi-So 11:00–15:00 + 17:00–22:00 |price=|lat=48.61850 |long=10.17841 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Restaurant El Greco |wikidata=|type=restaurant |address=Schießbergstraße 11, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 9898548 |email=|url=https://herbrechtingen-elgreco.de/ |hours=Mo, Di, Do-Sa 17:30-22:00, So 11:30-14:30 + 17:30-21:00 |price=|lat=48.62102 |long=10.17822 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Restaurant Akropolis |wikidata=|type=restaurant |address=Mittlere Str. 1, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 2176 |email=|url=|hours=Mi-Sa 11:00–14:00 + 17:00–22:00 |price=|lat=48.62229 |long=10.17713 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Restaurant Ellas |wikidata=|type=restaurant |address=Maurerstraße 8, 89542 Herbrechtingen OT Bolheim |phone=+49 07324 704404 |email=|url=|hours=Di-Sa 17:00–21:00, So 11:00–14:00 + 17:00–21:00 |price=|lat=48.62939 |long=10.16137 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Pizzeria Seminara |wikidata=|type=restaurant |address=Schießbergstraße 2/1, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 6524 |email=|url=https://seminara1981.wixsite.com/pizzariaseminara |hours=Mi+Do 11:00–14:00 + 18:00–21:00, Fr+Sa 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|email=|url=|hours=Di-So 10:00–22:00 |price=|lat=48.62076 |long=10.17558 |lastedit=2026-09-03 |description=}} == Nachtleben == * {{vCard|name=Pilsbar Krone |wikidata=|type=pub |address=|phone=|email=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} == Unterkunft == * {{vCard|name=Hotel Hohe Wart |wikidata=|type=hotel |address=Ostpreussenstraße 1, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 96120 |email=info@hotelhohewart.de |url=https://www.hotelhohewart.de/ |hours=|price=EZ ab 65&#x202F;€, DZ ab 85&#x202F;€ |lat=48.62944 |long=10.17749 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Hotel Haus Kallenberg |wikidata=|type=hotel |address=Ziegelstraße 5, 89542 Herbrechtingen OT Anhausen |phone=+49 07324 9895930 |email=info@hauskallenberg.de |url=https://www.hauskallenberg.de/ |hours=|price=EZ ab 95&#x202F;€, DZ ab 130&#x202F;€ |lat=48.61935 |long=10.14587 |lastedit=2026-09-06 |description=}} == Sicherheit == * {{vCard|name=Polizeiposten Herbrechtingen |wikidata=|type=police |address=Pfarrstraße 4, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 919014 |lat=48.62029 |long=10.17633 |lastedit=2026-09-02 |description=}} == Gesundheit == == Praktische Hinweise == * {{vCard | type = tourist information | lastedit = 2015-06-28 | name = Stadt Herbrechtingen | address = Lange Str. 58, 89542 Herbrechtingen | url = https://www.herbrechtingen.de/ | lat = 48.620556 | long = 10.176218 | phone =+49 07324 955-0 }} == Ausflüge == == Literatur == == Weblinks == {{Offizielle_Webseite}} {{class-2}} {{GeoData| lat= 48.625278 | long= 10.173889| radius= }} {{IstInKat|Stauferland}} 53t53m9257injzr9ntrpufo9enlrk73 1802389 1802388 2026-09-06T20:21:23Z Scholless 15050 /* Nachtleben */ + Koordinaten 1802389 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = | TouriInfoWeb = | TouriInfoTel = }} '''Herbrechtingen''' ist eine Stadt in [[Baden-Württemberg]], sie liegt auf der [[Schwäbische Alb|Schwäbischen Alb]] in der Region [[Albuch und Härtsfeld]] == Hintergrund == {{Mapframe|48.62|10.18|zoom=14|height=300|width=300|type=geoline}} Die Gegend von Herbrechtingen war bereits in der Steinzeit besiedelt, wie zahlreiche Funde belegen. Eine erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 774, sie steht im Zusammenhang einer Schenkung von Karl dem Großen an einen Abt, der in der Folge das Kloster Herbrechtingen gründete. Im Jahr 1171 erhielt das Kloster das Marktrecht. Im Zuge der Reformation wurde das Kloster aufgehoben. Bei einer Gemeindereform wurde 1972 der ehemalige Ort ''Bolheim'' mit seinem Ortsteil ''Anhausen'' eingemeindet, 1973 folgte die Eingemeindung von ''Bissingen ob Lontal'' und ''Hausen ob Lontal'', 1974 erhielt Herbrechtingen die Stadtrechte. Ein weiterer Stadtteil ist der kleine Ort ''Eselsburg''. == Anreise == === Mit dem Flugzeug === Der {{marker|type = airport|name = Flughafen Memmingen |wikidata = Q651281}} ist ca.&nbsp;90&#x202F;km entfernt, zum {{marker|type = airport|name = Flughafen Stuttgart |wikidata = Q158732}} sind es rund 100&#x202F;km. === Mit der Bahn === {{VCard | name = Bahnhof Herbrechtingen | type = train | wikidata=Q110243317 | description = Der Bahnhof liegt an der Strecke der [[w:Brenzbahn|Brenzbahn]] zwischen [[Aalen]] und [[Ulm]]. }} === Mit dem Bus === === Auf der Straße === Herbrechtingen hat gute Verkehrsanbindungen: * die {{RSIGN|DE|B|19}} kommt von [[Aalen]] und [[Heidenheim an der Brenz|Heidenheim]] * die {{RSIGN|DE|B|492}} kommt von [[Gundelfingen an der Donau]] * Die {{RSIGN|DE|A|7}} geht durch die Gemarkung von Herbrechtingen, es gibt 2 Ausfahrten: {{Ausfahrt|Giengen/Herbrechtingen|117}} und {{Ausfahrt|Niederstotzingen|118}}. <!--=== Mit dem Fahrrad (optional) ===--> <!--=== Zu Fuß (optional) ===--> == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == [[Datei:Herbrechtingen_Brenz.jpg|thumb|Herbrechtingen an der Brenz]] === Herbrechtingen === * {{vCard | type = museum | lastedit = 2015-06-28 | name = Heimatmuseum Herbrechtingen | address = Eselsburger Str. 28, 89542 Herbrechtingen | url = https://www.heimatmuseum-herbrechtingen.de/ | lat = 48.616482 | long = 10.176172 | phone =+49 07324 41522 | hours = geöffnet Sommer Sonntags 14-16 und n.V. | description = Das Heimatmuseum ist untergebracht in einer alten Sägemühle am Ausgang des Eselsburger Tals }} * {{Marker | name = Klosterkirche | alt = Evangelische Kirche | type = church | wikidata = Q114566234 }} des Klosters Herbrechtingen, jetzt Kulturzentrum mit Stadtbücherei, Musikschule und Volkshochschule === Anhausen === * {{vCard | type = monastery | name = Kloster Anhausen | alt = ehem. Benediktinerabtei Anhausen | wikidata = Q28976807 }} === Eselsburger Tal === [[Datei:EselsburgerTal2.jpg|thumb|Eselsburger Tal, Steinerne Jungfrauen]] Das Eselsburger Tal ist ein Natur- und Landschaftsschutzgebiet im Tal der Brenz. Es beginnt im Ortsteil Anhausen, wo die Brenz zunächst nach Süden fließt, vorbei an den Ruinen der Burgen {{Marker | name = Bindstein | type = ruins | wikidata = Q1011022 }} und {{Marker | name = Falkenstein | type = ruins |wikidata = Q1011678 }}. Beim Ortsteil Eselsburg ändert sie ihre Richtung nach Norden, vorbei an der Ruine {{Marker | name = Ruine Eselsburg | type = ruins | wikidata = Q1015726 }} und der sagenumwobenen Felsformation {{Marker | name = Steinerne Jungfrauen | type = rock | lat = 48.6079 | long = 10.1781 }}. Am Ende des Tals erreicht man das Heimatmuseum. == Aktivitäten == === Baden === * {{vCard|type=swimming pool |name= Freizeitbad Jurawell |address=Baumschulenweg 27, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 9851-60 |email=|fax=|url= https://www.jurawell.de/ |hours=|price=|lat= 48.617963|long= 10.174159 }} === Klettern === * Bei Kletterern sind die Felsformationen im Eselsburger Tal ein beliebtes Ziel. Allerdings gibt es Einschränkungen während der Brutzeit einiger Vogelarten, ebenso dürfen einige Felsformationen aus Sicherheitsgründen nicht bestiegen werden, dazu gehören die Steinernen Jungfrauen. Weitere Infos siehe '''[http://www.ig-klettern-alb.de/index.php?id=134 hier].''' == Einkaufen == * {{vCard | name = Biotal Hofladen & Bistro | type = shop | url = https://www.milchmobil.de/page/13/direktvermarktung | address = Talstraße 23, 89542 Eselsburg | lat = 48.60038849519559 | long = 10.179558021395902 | phone = +49 07324 9833499 | facebook = milchmobil.de | instagram = biotal_hofgemeinschaft | hours = Mo-Fr 8:30-18:30, Sa 7:30-16:00 | lastedit = 2026-09-03 | description = Regionale Lebensmittel aus ökologischer und gentechnikfreier Produktion. Eigene Hofmolkerei, die Biotal-Milch wird zu Joghurt, Quark, Hirtenkäse und Käse. }} == Küche == * {{vCard | name = Eselsburger Talschenke | type = restaurant | url = https://www.eselsburg-talschenke.de/ | address = Talstraße 15, 89542 Herbrechtingen | lat = 48.6001 | long = 10.1803 | phone = +49 07324 7476 |email=wirtshaus@eselsburg-talschenke.de | instagram = tal.schenke_eselsburg.official | hours = Di-Fr 11:30-19:00, Sa 11:30-20:00, So 10:00-20:00 , Küche ist ab 11:30 Uhr durchgehend | price = Hauptgerichte 12 - 17&#x202F;€ | lastedit = 2023-10-09 | description = Schwäbische Küche.}} * {{vCard|name=Restaurant Hirschbachkeller |wikidata=|type=restaurant |address=Eselsburger Str. 8, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 9169618 |email=|url=https://hirschbachkeller.de/ |hours=Mi-So 11:00–15:00 + 17:00–22:00 |price=|lat=48.61850 |long=10.17841 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Restaurant El Greco |wikidata=|type=restaurant |address=Schießbergstraße 11, 89542 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{{vCard|name=Polizeiposten Herbrechtingen |wikidata=|type=police |address=Pfarrstraße 4, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 919014 |lat=48.62029 |long=10.17633 |lastedit=2026-09-02 |description=}} == Gesundheit == == Praktische Hinweise == * {{vCard | type = tourist information | lastedit = 2015-06-28 | name = Stadt Herbrechtingen | address = Lange Str. 58, 89542 Herbrechtingen | url = https://www.herbrechtingen.de/ | lat = 48.620556 | long = 10.176218 | phone =+49 07324 955-0 }} == Ausflüge == == Literatur == == Weblinks == {{Offizielle_Webseite}} {{class-2}} {{GeoData| lat= 48.625278 | long= 10.173889| radius= }} {{IstInKat|Stauferland}} 38y3g32gxeinupw18f95cppz87gzyz1 1802390 1802389 2026-09-06T20:22:26Z Scholless 15050 /* Nachtleben */ Ergänzungen 1802390 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = | TouriInfoWeb = | TouriInfoTel = }} '''Herbrechtingen''' ist eine Stadt in [[Baden-Württemberg]], sie liegt auf der [[Schwäbische Alb|Schwäbischen Alb]] in der Region [[Albuch und Härtsfeld]] == Hintergrund == {{Mapframe|48.62|10.18|zoom=14|height=300|width=300|type=geoline}} Die Gegend von Herbrechtingen war bereits in der Steinzeit besiedelt, wie zahlreiche Funde belegen. Eine erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 774, sie steht im Zusammenhang einer Schenkung von Karl dem Großen an einen Abt, der in der Folge das Kloster Herbrechtingen gründete. Im Jahr 1171 erhielt das Kloster das Marktrecht. Im Zuge der Reformation wurde das Kloster aufgehoben. Bei einer Gemeindereform wurde 1972 der ehemalige Ort ''Bolheim'' mit seinem Ortsteil ''Anhausen'' eingemeindet, 1973 folgte die Eingemeindung von ''Bissingen ob Lontal'' und ''Hausen ob Lontal'', 1974 erhielt Herbrechtingen die Stadtrechte. Ein weiterer Stadtteil ist der kleine Ort ''Eselsburg''. == Anreise == === Mit dem Flugzeug === Der {{marker|type = airport|name = Flughafen Memmingen |wikidata = Q651281}} ist ca.&nbsp;90&#x202F;km entfernt, zum {{marker|type = airport|name = Flughafen Stuttgart |wikidata = Q158732}} sind es rund 100&#x202F;km. === Mit der Bahn === {{VCard | name = Bahnhof Herbrechtingen | type = train | wikidata=Q110243317 | description = Der Bahnhof liegt an der Strecke der [[w:Brenzbahn|Brenzbahn]] zwischen [[Aalen]] und [[Ulm]]. }} === Mit dem Bus === === Auf der Straße === Herbrechtingen hat gute Verkehrsanbindungen: * die {{RSIGN|DE|B|19}} kommt von [[Aalen]] und [[Heidenheim an der Brenz|Heidenheim]] * die {{RSIGN|DE|B|492}} kommt von [[Gundelfingen an der Donau]] * Die {{RSIGN|DE|A|7}} geht durch die Gemarkung von Herbrechtingen, es gibt 2 Ausfahrten: {{Ausfahrt|Giengen/Herbrechtingen|117}} und {{Ausfahrt|Niederstotzingen|118}}. <!--=== Mit dem Fahrrad (optional) ===--> <!--=== Zu Fuß (optional) ===--> == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == [[Datei:Herbrechtingen_Brenz.jpg|thumb|Herbrechtingen an der Brenz]] === Herbrechtingen === * {{vCard | type = museum | lastedit = 2015-06-28 | name = Heimatmuseum Herbrechtingen | address = Eselsburger Str. 28, 89542 Herbrechtingen | url = https://www.heimatmuseum-herbrechtingen.de/ | lat = 48.616482 | long = 10.176172 | phone =+49 07324 41522 | hours = geöffnet Sommer Sonntags 14-16 und n.V. | description = Das Heimatmuseum ist untergebracht in einer alten Sägemühle am Ausgang des Eselsburger Tals }} * {{Marker | name = Klosterkirche | alt = Evangelische Kirche | type = church | wikidata = Q114566234 }} des Klosters Herbrechtingen, jetzt Kulturzentrum mit Stadtbücherei, Musikschule und Volkshochschule === Anhausen === * {{vCard | type = monastery | name = Kloster Anhausen | alt = ehem. Benediktinerabtei Anhausen | wikidata = Q28976807 }} === Eselsburger Tal === [[Datei:EselsburgerTal2.jpg|thumb|Eselsburger Tal, Steinerne Jungfrauen]] Das Eselsburger Tal ist ein Natur- und Landschaftsschutzgebiet im Tal der Brenz. Es beginnt im Ortsteil Anhausen, wo die Brenz zunächst nach Süden fließt, vorbei an den Ruinen der Burgen {{Marker | name = Bindstein | type = ruins | wikidata = Q1011022 }} und {{Marker | name = Falkenstein | type = ruins |wikidata = Q1011678 }}. Beim Ortsteil Eselsburg ändert sie ihre Richtung nach Norden, vorbei an der Ruine {{Marker | name = Ruine Eselsburg | type = ruins | wikidata = Q1015726 }} und der sagenumwobenen Felsformation {{Marker | name = Steinerne Jungfrauen | type = rock | lat = 48.6079 | long = 10.1781 }}. Am Ende des Tals erreicht man das Heimatmuseum. == Aktivitäten == === Baden === * {{vCard|type=swimming pool |name= Freizeitbad Jurawell |address=Baumschulenweg 27, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 9851-60 |email=|fax=|url= https://www.jurawell.de/ |hours=|price=|lat= 48.617963|long= 10.174159 }} === Klettern === * Bei Kletterern sind die Felsformationen im Eselsburger Tal ein beliebtes Ziel. Allerdings gibt es Einschränkungen während der Brutzeit einiger Vogelarten, ebenso dürfen einige Felsformationen aus Sicherheitsgründen nicht bestiegen werden, dazu gehören die Steinernen Jungfrauen. Weitere Infos siehe '''[http://www.ig-klettern-alb.de/index.php?id=134 hier].''' == Einkaufen == * {{vCard | name = Biotal Hofladen & Bistro | type = shop | url = https://www.milchmobil.de/page/13/direktvermarktung | address = Talstraße 23, 89542 Eselsburg | lat = 48.60038849519559 | long = 10.179558021395902 | phone = +49 07324 9833499 | facebook = milchmobil.de | instagram = biotal_hofgemeinschaft | hours = Mo-Fr 8:30-18:30, Sa 7:30-16:00 | lastedit = 2026-09-03 | description = Regionale Lebensmittel aus ökologischer und gentechnikfreier Produktion. Eigene Hofmolkerei, die Biotal-Milch wird zu Joghurt, Quark, Hirtenkäse und Käse. }} == Küche == * {{vCard | name = Eselsburger Talschenke | type = restaurant | url = https://www.eselsburg-talschenke.de/ | address = Talstraße 15, 89542 Herbrechtingen | lat = 48.6001 | long = 10.1803 | phone = +49 07324 7476 |email=wirtshaus@eselsburg-talschenke.de | instagram = tal.schenke_eselsburg.official | hours = Di-Fr 11:30-19:00, Sa 11:30-20:00, So 10:00-20:00 , Küche ist ab 11:30 Uhr durchgehend | price = Hauptgerichte 12 - 17&#x202F;€ | lastedit = 2023-10-09 | description = Schwäbische Küche.}} * {{vCard|name=Restaurant Hirschbachkeller |wikidata=|type=restaurant |address=Eselsburger Str. 8, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 9169618 |email=|url=https://hirschbachkeller.de/ |hours=Mi-So 11:00–15:00 + 17:00–22:00 |price=|lat=48.61850 |long=10.17841 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Restaurant El Greco |wikidata=|type=restaurant |address=Schießbergstraße 11, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 9898548 |email=|url=https://herbrechtingen-elgreco.de/ |hours=Mo, Di, Do-Sa 17:30-22:00, So 11:30-14:30 + 17:30-21:00 |price=|lat=48.62102 |long=10.17822 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Restaurant Akropolis |wikidata=|type=restaurant |address=Mittlere Str. 1, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 2176 |email=|url=|hours=Mi-Sa 11:00–14:00 + 17:00–22:00 |price=|lat=48.62229 |long=10.17713 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Restaurant Ellas |wikidata=|type=restaurant |address=Maurerstraße 8, 89542 Herbrechtingen OT Bolheim |phone=+49 07324 704404 |email=|url=|hours=Di-Sa 17:00–21:00, So 11:00–14:00 + 17:00–21:00 |price=|lat=48.62939 |long=10.16137 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Pizzeria Seminara |wikidata=|type=restaurant |address=Schießbergstraße 2/1, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 6524 |email=|url=https://seminara1981.wixsite.com/pizzariaseminara |hours=Mi+Do 11:00–14:00 + 18:00–21:00, Fr+Sa 17:30–21:30, So 11:00–14:00 + 17:30–21:00 |price=|lat=48.62183 |long=10.17687 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Appalachian Barbecue + Burger |wikidata=|type=restaurant |address=Ziegelei 12, 89542 Herbrechtingen |phone=|email=|url=|hours=Mi+Do 11:30–13:30 + 18:00–22:00, Fr 11:30–14:00 + 18:00–22:00, Sa+So 18:00–22:00 |price=|lat=48.61342 |long=10.20162 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Restaurant Königshof |wikidata=|type=restaurant |address=Hirschhaldestraße 1, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 983104 |email=|url=|hours=Di-So 11:30–14:00 + 17:30–22:30 |price=|lat=48.63012 |long=10.17897 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Stadtcafé Flor |wikidata=|type=cafe |address=Lange Str. 51, 89542 Herbrechtingen |phone=|email=|url=|hours=Mi-Mo 9:00–21:00 |price=|lat=48.62161 |long=10.17638 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Jamas |wikidata=|type=bistro |address=Pfarrstraße 23, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 9169664 |email=|url=|hours=Di-So 10:00–22:00 |price=|lat=48.62076 |long=10.17558 |lastedit=2026-09-03 |description=}} == Nachtleben == * {{vCard|name=Pilsbar Krone |wikidata=|type=pub |address=Lange Str. 81, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 6110 |email=|url=|hours=Mo-Sa 17:00–5:00 |price=|lat=48.61983 |long=10.17871 |lastedit=2026-09-06 |description=}} == Unterkunft == * {{vCard|name=Hotel Hohe Wart |wikidata=|type=hotel |address=Ostpreussenstraße 1, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 96120 |email=info@hotelhohewart.de |url=https://www.hotelhohewart.de/ |hours=|price=EZ ab 65&#x202F;€, DZ ab 85&#x202F;€ |lat=48.62944 |long=10.17749 |lastedit=2026-09-03 |description=}} * {{vCard|name=Hotel Haus Kallenberg |wikidata=|type=hotel |address=Ziegelstraße 5, 89542 Herbrechtingen OT Anhausen |phone=+49 07324 9895930 |email=info@hauskallenberg.de |url=https://www.hauskallenberg.de/ |hours=|price=EZ ab 95&#x202F;€, DZ ab 130&#x202F;€ |lat=48.61935 |long=10.14587 |lastedit=2026-09-06 |description=}} == Sicherheit == * {{vCard|name=Polizeiposten Herbrechtingen |wikidata=|type=police |address=Pfarrstraße 4, 89542 Herbrechtingen |phone=+49 07324 919014 |lat=48.62029 |long=10.17633 |lastedit=2026-09-02 |description=}} == Gesundheit == == Praktische Hinweise == * {{vCard | type = tourist information | lastedit = 2015-06-28 | name = Stadt Herbrechtingen | address = Lange Str. 58, 89542 Herbrechtingen | url = https://www.herbrechtingen.de/ | lat = 48.620556 | long = 10.176218 | phone =+49 07324 955-0 }} == Ausflüge == == Literatur == == Weblinks == {{Offizielle_Webseite}} {{class-2}} {{GeoData| lat= 48.625278 | long= 10.173889| radius= }} {{IstInKat|Stauferland}} akx59g22us7il10mjjwak0kzl348ecr Reisen mit dem Zug in Tschechien 0 69551 1802375 1801788 2026-09-06T19:02:56Z Giebenrath 7963 /* LEO Express und RegioJet */ 1802375 wikitext text/x-wiki [[File:Map_of_Czech_railways.gif|thumb|right|<small>Grafik des Streckennetzes der ČD (mit Angabe der Strecken Kursbuchnummern).</small><br />[https://grapp.spravazeleznic.cz/ <small>Aktuelle Streckenverkehrsgrafik auf szdc.cz</small>]]] Eisenbahnfahren mit den Zügen der '''[https://www.cd.cz/ Tschechische Bahnen (ČD)]''' (České dráhy) ist sehr günstig und vermittelt weiterhin den '''Eindruck klassischen Eisenbahnreisens''', der etwa in Deutschland und anderen Ländern längst weg-modernisiert bzw. durch Triebwagenzüge ersetzt wurde. Dazu gehören die von vielen Reisenden bevorzugten Abteilwagen mit ihren weichen Polstern sowie die noch immer zahlreichen personal-bedienten Verkaufsstellen für Fahrkarten („Schalter“) auch an kleinen Bahnhöfen. Gegenüber den Fernzügen fallen die auf langsamen Nebenbahnen anzutreffenden Schienenbusse („Brotbüchsen“) aus den 1970ern im Komfort eindeutig hinter „europäisches Niveau“ zurück. In den letzten Jahren wurde mit der umfassenden Modernisierung der Züge, Bahnhöfe und des Schienennetzes begonnen. So wird inzwischen die Strecke Praha–Wien–Graz durch moderne [[w:de:Railjet|railjets]] und andere Strecken durch [[w:de:ČD-Baureihe 660|InterPanter]] bedient. Auf Nebenstrecken kommen ebenfalls zunehmend neue Nahverkehrszüge ([[w:de:ČD-Baureihe 844|RegioShark]], [[w:de:ČD-Baureihe 840|RegioSpider]], [[w:de:Škoda 7Ev|RegioPanter]], [[w:de:ČSD-Baureihe M 152.0|RegioMouse]]) zum Einsatz. == Zuggattungen == Folgende Zuggattungen werden geführt: * ''Osobní vlak'' ('''Os''') = [[w:de:Personenzug|Personenzug]], hält überall. Diese Zuggattung ist mit der deutschen Regionalbahn (RB) vergleichbar. Oft enden die Züge schon bald nach Fahrtbeginn. * ''Spěšný vlak'' ('''Sp''') = [[w:de:|Eilzug]] ist ein Personenzug, der nicht zwangsläufig an jedem Bahnhof hält. Sie sind in das Segment der langsameren deutschen Regionalexpresszüge (RE) einzuordnen. * ''Rychlík'' ('''R''') = [[w:de:|Schnellzug]] ist ein Durchgangs-Personenschnellzug mit häufigem Halt; die Durchschnittsgeschwindigkeit und gefahrenen Linien sind mit dem deutschen Regionalexpress (RE) bzw. teilweise dem IC2 (neuer IC in Deutschland) oder dem eingestellten Interregio (IR) vergleichbar; der Komfort liegt jedoch oft über dem der deutschen Züge. Er ist dem Fernverkehr zuzuordnen, zumal er größere Teile Tschechiens durchquert. * ''Expresní'' ('''Ex''') = [[w:de:|Expresszug]] ist ein Fernverbindungs-Personenschnellzug, hält an weniger Bahnhöfen und durch eine höhere Reisegeschwindigkeit ist er schneller als Sp und Os Personenzüge und die meisten R Schnellzüge. * [[w:de:InterCity|InterCity]] ('''IC''') ist ein Fernverbindungs-Personenschnellzug, hält nur an wenigen größeren Bahnhöfen. Diese Züge sind wie alle anderen erläuterten zuschlagsfrei und mit Bordrestaurant. * [[w:de:EuroCity|EuroCity]] ('''EC''') ist ein internationaler Fernverbindungs-Personenschnellzug. Diese entsprechen internationalen Standards. Charakteristisch sind wenige Haltebahnhöfe und eine hohe Reisegeschwindigkeit. Sie können in Tschechien ohne Zuschlag benutzt werden. Sie gelten als Pendant zum IC, können aber auch so häufig wie ein ''Expresní vlak'' halten. * [[w:de:EuroNight|EuroNight]] ('''EN''') sowie [[Nightjet]] ('''NJ''') sind internationale Nacht-Personenschnellzüge. * [[w:de:SuperCity#SuperCity_in_Tschechien|SuperCity]] ('''SC''') ist ein Triebwagen Personenschnellzug mit Neigetechnik. Sie SuperCity sind die schnellsten Züge der ČD. Sie verkehren daher ausschließlich auf ausgebaute Schnellstrecken. Für SuperCity Züge ist ein Zuschlag in Form einer Platzreservierung zu zahlen. * [[w:de:Railjet|Railjet]] ('''rj''') ist eine Fernverkehrszug-Reisegattung, die als Konzept von den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) übernommen wurde. Züge dieser Gattung kommen derzeit auf der Strecke Prag–Pardubice–Brno–Břeclav–Wien–Graz und seit Sommer 2019 auch auf der Strecke Prag–Pardubice–Brno–Břeclav–Bratislava zum Einsatz. Railjets haben neben der 1. und 2. Klasse eine Business-Klasse, ein Kinderkino, Fahrradstellplätze und kostenloses WLAN. Mit den R Schnellzügen (<small>{{SF|Tschechisch|tschech.}}:</small> ''Rychlík'') kommt man in alle Ecken des Landes. Wenn man es jedoch nicht eilig hat und entspannt entschleunigen möchte, dann sind Os Personenzüge (<small>{{SF|Tschechisch|tschech.}}:</small> ''Osobní vlak'') auch bei längeren Strecken die beste Wahl, sofern sie längere Strecken zurücklegen. Unter Umständen erhält man so einen kulturellen Einblick in das Leben im und auf dem Land, da diese Zuggattungen auch auf Nebenstrecken eingesetzt werden und dementsprechend in den kleinsten Dörfern anhalten. Folgende Zuggattungen werden nicht mehr geführt : * ''Motorovy osobní vlak'' (MOs) war eine eigene Gattungsbezeichnung für mit Triebwagen gebildete Personenzüge (Motorpersonenzug). == Tarife == Alle Züge sind zuschlagsfrei, reservierungspflichtig ist nur ein “SuperCity” Zug durch zusätzliche Platzkarte (200,- CZK; mit RailPlus ermäßigt). <br> Der Kilometertarif ist degressiv und im Vergleich zu Westeuropa sehr niedrig – 100&#x202F;km kosten etwa 7,- EUR, die 250 Kilometer lange Strecke [[Prag]] nach [[Brünn]] (<small>{{SF|Tschechisch|tschech.}}:</small> ''Brno'') kostet etwa 14,- EUR. Daher ist die Benutzung des etwa 33,- EUR teuren ''Gesamtnetz''-'''''Tagestickets''''' (<small>{{SF|Tschechisch|tschech.}}:</small> ''Celodenní jízdenka'') eher unattraktiv. Das '''''Wochenend-Gruppenticket''''' (<small>{{SF|Tschechisch|tschech.}}:</small> ''Skupinová víkendová jízdenka'') kostet umgerechnet etwa 41,- EUR (mit Nahverkehr Prag 49,- EUR) und kann an Samstagen, Sonn- oder Feiertagen von 2 Erwachsenen und bis zu 3 Kindern benutzt werden. * [https://www.cd.cz/de/typy-jizdenek/vnitrostatni-jizdenky/-28370/ '''''Celodenní jízdenka'''''] (<small>dt.:</small> '''''Tagesticket''''') bietet für eine Person einen Tag lang freie Fahrt in allen Zügen auf dem gesamten Netz der Tschechischen Bahnen. Der Preis beträgt 799,- CZK. Wer nur in einem bestimmten der tschechischen Kreise unterwegs ist, der kann sich die Fahrkarte auch nur für diese Region kaufen (vergleichbar mit den Ländertickets in Deutschland, allerdings nur für eine Person). Die Preise liegen dabei je nach Gebiet zwischen 179,- und 319,- CZK. * [https://www.cd.cz/de/typy-jizdenek/vnitrostatni-jizdenky/-28369/ '''''Skupinová víkendová jízdenka'''''] (<small>dt.:</small> '''''Wochenend-Gruppenticket''''') ist eine Fahrkarte für 2 Erwachsene und bis zu 3 Kinder unter 16 Jahren, mit einem Tag Gültigkeit in allen Zügen ohne Einschränkung. Lohnt sich, wenn man am Wochenende oder an Feiertagen unterwegs ist. Es ist in verschiedenen Ausführungen an einem ČD Bahnschalter erhältlich: # für die gesamte Tschechische Republik zu 999,- CZK. # für die gesamte Tschechische Republik + MHD Stadtverkehr Prag zu 1179,- CZK. # für den Mittelböhmischen Kreis (<small>{{SF|Tschechisch|tschech.}}:</small> ''Středočeský Kráj'') + Stadtverkehr Prag zu 629,- CZK. # für jeden einzelnen Kreis zu 289,- bis 379,- CZK. * [https://www.cd.cz/de/typy-jizdenek/vnitrostatni-jizdenky/-28377/ '''''In-karta 25''''']. Für Touristen, die mehrere Bahnfahrten beabsichtigen, kann die In-karta 25 von Interesse sein. Mit dieser erhält man 25% Ermäßigung auf den regulären Fahrpreis. Sie ist mit dreimonatiger Gültigkeit für 250 CZK (ca. 10,40 Euro) erhältlich. Wer häufiger nach Tschechien fährt, kann sich auch für die Ein- oder Drei-Jahres-Variante entscheiden. Diese kostet 590 CZK (ca. 24,40 Euro) bzw. 1290 CZK (ca. 53,40 Euro). * [https://www.cd.cz/de/typy-jizdenek/pro-duchodce/po-cr/default.htm '''''Sonderfahrpreise für Senioren'''''] Senioren ab 65 Jahren erhalten 50% Ermäßigung auf den Fahrpreis. Ab 2027 soll die Ermäßigung auf 75% steigen. So kostet z.&#x202F;B.&nbsp;die Fahrkarte von Prag nach Pilsen mit 50% Ermäßigung 89 CZK (3,70 Euro). * Studierende, die unter 26 Jahre alt sind, erhalten mit einem internationalen Studentenausweis (ISIC) im Nahverkehr 50% Ermäßigung. Ab 2027 soll die Ermäßigung 75 % betragen. Im Fernverkehr werden ebenfalls Rabatte gewährt. Der Ausweis kann über diverse Studierendenvertretungen und Universitätsverwaltungen bestellt werden, eine Übersicht befindet sich auf der [https://isic.org Webseite der ISIC Stiftung]. Einige Vereine und Gewerkschaften stellen ihren Mitgliedern den Ausweis kostenlos aus. *Kinder und Jugendliche von 6 bis 18 Jahren erhalten 50 % Ermäßigung. Kinder unter 6 Jahren reisen in der 2. Klasse kostenlos, sofern sie von einer über 10 Jahre alten Person begleitet werden, die über einen eigenen gültigen Fahrausweis verfügt. {{EgroNet-Ticket}} == LEO Express und [[Regiojet|RegioJet]] == Neben den Tschechischen Bahnen (ČD) wird vor allem die Strecke Praha–Ostrava durch Züge der Privatunternehmen [https://www.regiojet.de/ RegioJet] und [https://www.leoexpress.com/de LEO Express] bedient. Diese Bahnunternehmen haben eigene Tarife und in ihren Zügen gelten ausschließlich die eigenen Tickets (die am Schalter dieser Unternehmen oder auf deren Webseiten gekauft werden können). Eine gegenseitige Anerkennung von Tickets anderer Bahnunternehmen erfolgt derzeit nicht. Auch hier gibt es jeweils 50 % Rabatt für Senioren (ab 65), Studenten (bis 26) sowie für Kinder und Jugendliche. Die Rabatte gibt es nur in der Economy Class. Beide Privatunternehmen bieten neben der 1. und 2. Klasse auch in begrenzter Stückzahl Plätze in der ''business class'' bzw. ''premium (1+) class'', die je nach Strecke sehr günstig sind (Beispiel: Praha–Ostrava, Hinfahrt, 1 Person ab 354 CZK, etwa 13 Euro). == Fahrradmitnahme == Bei der tschechischen Bahngesellschaft České dráhy kostet die Fahrradmitnahme entfernungsabhängig 40 (bis 150 Kilometer) oder 60 CZK. Eine Tageskarte kostet 99 CZK (ca. 3,90 Euro). == Reiseverpflegung == Neben gewöhnlichen Einkaufsmöglichkeiten gibt es an vielen Bahnhöfen Bahnhofskneipen. Hier kann man, während man auf den nächsten Zug wartet, einkehren. In der Regel kennen die Gastwirte den Fahrplan und servieren die Mahlzeiten schnell, wenn es sonst knapp wird. In der Regel gibt es auf allen Eurocitys und Intercitys eine Verpflegung an Bord, teilweise auch auf Rychliky (Schnellzügen). Mindestens werden mit einer Minibar Snacks und Getränke ausgegeben. Auf vielen Verbindungen gibt es auch Speisewagen, wobei in älteren Speisewagen noch frisch gekocht wird. Auf der [https://jidelnivozy.cz/ Webseite des Betreibers] kann man zu der Zugverbindung die jeweilige Speisekarte finden. Auf internationalen Verbindungen werden teilweise unterschiedliche Preise angewandt (normal und ''Happy hour''). Der vergünstigte Preis gilt idr. für Bestellungen ab der ersten bzw. bis zur letzten Station in Tschechien. Für größere Reisegruppen kann man den Betreiber um eine Reservierung bitten. Wenn man ein erste-Klasse-Ticket oder eine Reservierung in den Zuggattungen IC, EC oder R der ČD gebucht hat, hat man Zutritt in die ČD-Lounge. Diese gibt es in Prag, Brünn, Olmütz und Břeclav. Dort gibt es separate Sitzplätze und kostenlose Getränke. == Online == * Auf der [https://cd.cz Webseite der České Drahy] können Verbindungen gesucht und Tickets erworben werden * Auf der [https://najdispoj.spravazeleznic.cz/ Webseite des Infrastrukturbetreibers] können Verbindungen gesucht und Verspätungen eingesehen werden. Das funktioniert für alle Anbieter. * Mit [https://vagonweb.cz Vagonweb] kann für Zugverbindungen die geplante Wagenreihung mit Bildern der Wagen gesucht werden. {{IstIn|Reisen mit dem Zug}} [[Kategorie:Reisen mit dem Zug in Europa]] [[Kategorie:Tschechien]] {{class-3}} dz8jxig1r1hsa26cnl2urokyoix2ag8 Aigen-Schlägl 0 71541 1802372 1756952 2026-09-06T18:08:50Z Benreis 362 /* Sehenswürdigkeiten */ 1802372 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort}} '''Aigen-Schlägl''' ist eine Gemeinde im [[Mühlviertel]] in [[Oberösterreich]]. Überregional bekannt ist die Gemeinde durch den prunkvollen Barockbau der Abtei [[w:Stift Schlägl|Stift Schlägl]]. == Hintergrund == Die Gemeinde entstand am 1. Mai 2015 durch die Fusion der vormals eigenständigen Gemeinden Aigen im Mühlkreis und Schlägl. == Anreise == === Mit dem Flugzeug === === Mit der Bahn === Aigen-Schlägl ist der nördliche Endbahnhof der in Linz beginnenden Mühlkreisbahn, die von den ÖBB betrieben wird. Es fahren alle 2 Stunden Züge von Linz-Urfahr nach Aigen-Schlägl und zurück. Die Bahnstrecke ist sehr schön und romantisch gelegen, etwa im Tal der Großen Mühl. === Mit dem Bus === === Auf der Straße === Aigen-Schlägl ist das nördliche Ende der {{RSIGN|AT|B|127}} von [[Linz]] kommend. Von [[Passau]] folgt die Anfahrt am besten über {{RSIGN|DE|B|388}} und {{RSIGN|AT|B|38}} über [[Rohrbach in Oberösterreich|Rohrbach]]. Von Tschechien kommend gibt es zwar einige Straßenverbindungen, jedoch muss man aus den größeren Städten kommend hierfür den Moldaustausee entweder per Fähre überqueren oder langwierig umrunden. Es bietet sich ein Umweg über die Hauptstraßen über Phillipsreuth oder Krumlov an. == Mobilität == {{Mapframe|48.6417|13.9717|zoom=14|height=300|width=300}} == Sehenswürdigkeiten == [[File:Stiftskirche Schlägl - Innenraum 1.jpg|thumb|Stiftskirche Schlägl - Innenraum]] * {{Marker | name = Stiftsbrauerei Schägl | type = brewery | lat = 48.63713 | long = 13.96967 | image = | url=http://www.stiftsbrauerei-schlaegl.at/ueber-uns/erlebniswelt.html }} - Führungen durch die Stiftsbrauerei Schlägl: Mittwoch, Donnerstag und Freitagvormittag gegen Voranmeldung bei Gruppengröße von 8-30 Personen. Kosten 9,50 Euro/Person inkl. Verkostung von 2 Pfiff Schlägl Bier im Stiftskeller. Anmeldung: Frau Heinzl +43 7281 8801-231, heinzl@stift-schlaegl.at * {{vCard | type = monastery | name = Prämonstratenser-Stift Schlägl | url = https://www.stift-schlaegl.at/ | lat = 48.636479 | long = 13.967505 }} * {{vCard | type = museum | lastedit = 2016-01-29 | name = Wachszieherei und Wachsmuseum | comment = ehem. Hoftaverne | address = Schlägler Hauptstraße 12 | url = http://www.kerzenwelt.de/Kerzenwelt-Schlaegl | lat = 48.636934 | long = 13.963856 | phone = +43 7281 8871 }} * {{Marker | name = Kath. Pfarrkirche | type = church | lat = 48.64587 | long = 13.971353 | image = }} * {{Marker | name = Kalvarienberg | type = mountain | lat = 48.658126 | long = 13.974827 | image = }} * {{vCard | name = Brunnen am Marktplatz | type = well | wikidata = Q37844850 | image = Aigen-Schlägl Marktplatz Marktbrunnen 02.jpg | description = Errichtet 1645. Die Brunnenfigur stellt ein Mann mit Sonne dar.}} <!--=== Kirchen, Moscheen, Synagogen, Tempel ===--> <!--=== Burgen, Schlösser und Paläste ===--> <!--=== Bauwerke ===--> <!--=== Denkmäler ===--> <!--=== Museen ===--> <!--=== Straßen und Plätze ===--> <!--=== Parks ===--> <!--=== Verschiedenes ===--> == Aktivitäten == === Wandern === * {{vCard|type=hiking |name=[[Europäischer Fernwanderweg E10]]|wikidata=|auto=|address=|phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} == Einkaufen == * {{vCard|type=crafts shop |name=Kerzenwelt Schlägl |address=Schlägler Hauptstraße 12 |url=https://www.kerzenwelt.de/Kerzenwelt-Schlaegl|hours=Montag - Freitag 9:00 - 18:00 Uhr Samstag und Sonntag 10:00 - 17:00 Uhr Feiertags geöffnet 10:00 - 17:00 Uhr |lat=48.63712 | lon=13.96392 |lastedit=|description=Ab 10 Personen gibt es eine bei Anmeldung eine kostenlose Vorführung und einen Einblick in das Handwerk der Kerzenherstellung}} * {{vCard|type=supermarket |name=Spar |address=Schlägler Hauptstraße 14 |url=https://www.spar.at/standorte/spar-express-aigen-schlaegl-4160-schlaegler-hauptstrasse-14 |hours= |price=|lat=48.63604 | lon=13.96498 |lastedit=|description=}} * {{vCard|type=supermarket |name=Nah & Frisch Wöber |address=Marktplatz 11, 4160 Aigen-Schlägl | url=https://www.nahundfrisch.at/de/kaufmann/woeber |hours=Mo – Fr 7.30 – 18.30 Uhr, Sa 7.30 – 17.00 Uhr |price=|lat=48.64650 |long=13.97091 |lastedit=|description=}} == Küche == * {{vCard|type=restaurant |name=Stiftskeller |address=Schlägl 1 |facebook=stiftskellerschlaegl|url= |hours=Montag bis Samstag 11:00 – 23:00 Uhr, Sonntag 09:00-15:00 Uhr |lat=48.63641 | lon=13.96733 |lastedit=|description=}} * {{vCard|type=restaurant |name=Gasthaus zum Auerhahn |address=Rudolfing 26 |facebook=gasthaus.auerhahn | url= |hours=Mi – So 10:00 – 0:00 Uhr, Mo + Di sind Ruhetage |price=|lat=48.65039 |long=13.96365 |lastedit=|description=}} == Nachtleben == * {{vCard|type=bar |name=Alm Bar |wikidata=|auto=|address=|phone=|email=|facebook=100045927136633|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} == Unterkunft == * {{vCard | name = Hotel Almesberger | type = hotel | wikidata = Q111410449 | phone = +43 7281 8713 | image = Aigen-Schlägl Marktplatz Hotel Almesberger.jpg | description = }} * {{vCard | name = Hotel Bärnsteinhof | type = hotel | wikidata = Q113297070 | image = Aigen-Schlägl Marktplatz Hotel Bärnsteinhof.jpg | description = }} * {{vCard | name = Landhotel Haagerhof | type = hotel | wikidata = Q112015010 | image = Landhotel Haagerhof 02.jpg | description = }} <!-- == Arbeiten == == Sicherheit == == Gesundheit ==--> == Praktische Hinweise == * {{vCard | name = Post Partner 4160 | type = post | comment=im EP Engleder | address=Kirchengasse 2 | hours=Montag-Freitag 8:00-12:00 Uhr und 14:00-17:00 Uhr | lat=48.64584 | lon= 13.97060 | description=}} == Ausflüge == * Der [[w:Bärenstein (Oberösterreich)|Bärenstein]] ist ein 1.077 Meter hoher Ausflugsberg. Das Gipfelkreuz ist über einen Steig erreichbar. Bei schönem Wetter sind in Richtung Süden die Alpen sichtbar. == Weblinks == {{Offizielle_Webseite}} {{class-3}} {{GeoData| lat= 48.638611| long=13.968611 | radius= }} {{IstInKat|Mühlviertel}} ouo7t6k2nq0j84hnb87v8q62crsfpsa 1802376 1802372 2026-09-06T19:23:35Z Eduard47 17518 Mapframe nach Hintergrund, +Leerzeilen nach Überschriften, Arbeiten raus 1802376 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort}} '''Aigen-Schlägl''' ist eine Gemeinde im [[Mühlviertel]] in [[Oberösterreich]]. Überregional bekannt ist die Gemeinde durch den prunkvollen Barockbau der Abtei [[w:Stift Schlägl|Stift Schlägl]]. == Hintergrund == {{Mapframe|48.6417|13.9717|zoom=14|height=300|width=300}} Die Gemeinde entstand am 1. Mai 2015 durch die Fusion der vormals eigenständigen Gemeinden Aigen im Mühlkreis und Schlägl. == Anreise == === Mit dem Flugzeug === === Mit der Bahn === Aigen-Schlägl ist der nördliche Endbahnhof der in Linz beginnenden Mühlkreisbahn, die von den ÖBB betrieben wird. Es fahren alle 2 Stunden Züge von Linz-Urfahr nach Aigen-Schlägl und zurück. Die Bahnstrecke ist sehr schön und romantisch gelegen, etwa im Tal der Großen Mühl. === Mit dem Bus === === Auf der Straße === Aigen-Schlägl ist das nördliche Ende der {{RSIGN|AT|B|127}} von [[Linz]] kommend. Von [[Passau]] folgt die Anfahrt am besten über {{RSIGN|DE|B|388}} und {{RSIGN|AT|B|38}} über [[Rohrbach in Oberösterreich|Rohrbach]]. Von Tschechien kommend gibt es zwar einige Straßenverbindungen, jedoch muss man aus den größeren Städten kommend hierfür den Moldaustausee entweder per Fähre überqueren oder langwierig umrunden. Es bietet sich ein Umweg über die Hauptstraßen über Phillipsreuth oder Krumlov an. == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == [[File:Stiftskirche Schlägl - Innenraum 1.jpg|thumb|Stiftskirche Schlägl - Innenraum]] * {{Marker | name = Stiftsbrauerei Schägl | type = brewery | lat = 48.63713 | long = 13.96967 | image = | url=http://www.stiftsbrauerei-schlaegl.at/ueber-uns/erlebniswelt.html }} - Führungen durch die Stiftsbrauerei Schlägl: Mittwoch, Donnerstag und Freitagvormittag gegen Voranmeldung bei Gruppengröße von 8-30 Personen. Kosten 9,50 Euro/Person inkl. Verkostung von 2 Pfiff Schlägl Bier im Stiftskeller. Anmeldung: Frau Heinzl +43 7281 8801-231, heinzl@stift-schlaegl.at * {{vCard | type = monastery | name = Prämonstratenser-Stift Schlägl | url = https://www.stift-schlaegl.at/ | lat = 48.636479 | long = 13.967505 }} * {{vCard | type = museum | lastedit = 2016-01-29 | name = Wachszieherei und Wachsmuseum | comment = ehem. Hoftaverne | address = Schlägler Hauptstraße 12 | url = http://www.kerzenwelt.de/Kerzenwelt-Schlaegl | lat = 48.636934 | long = 13.963856 | phone = +43 7281 8871 }} * {{Marker | name = Kath. Pfarrkirche | type = church | lat = 48.64587 | long = 13.971353 | image = }} * {{Marker | name = Kalvarienberg | type = mountain | lat = 48.658126 | long = 13.974827 | image = }} * {{vCard | name = Brunnen am Marktplatz | type = well | wikidata = Q37844850 | image = Aigen-Schlägl Marktplatz Marktbrunnen 02.jpg | description = Errichtet 1645. Die Brunnenfigur stellt ein Mann mit Sonne dar.}} <!--=== Kirchen, Moscheen, Synagogen, Tempel ===--> <!--=== Burgen, Schlösser und Paläste ===--> <!--=== Bauwerke ===--> <!--=== Denkmäler ===--> <!--=== Museen ===--> <!--=== Straßen und Plätze ===--> <!--=== Parks ===--> <!--=== Verschiedenes ===--> == Aktivitäten == === Wandern === * {{vCard|type=hiking |name=[[Europäischer Fernwanderweg E10]]|wikidata=|auto=|address=|phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} == Einkaufen == * {{vCard|type=crafts shop |name=Kerzenwelt Schlägl |address=Schlägler Hauptstraße 12 |url=https://www.kerzenwelt.de/Kerzenwelt-Schlaegl|hours=Montag - Freitag 9:00 - 18:00 Uhr Samstag und Sonntag 10:00 - 17:00 Uhr Feiertags geöffnet 10:00 - 17:00 Uhr |lat=48.63712 | lon=13.96392 |lastedit=|description=Ab 10 Personen gibt es eine bei Anmeldung eine kostenlose Vorführung und einen Einblick in das Handwerk der Kerzenherstellung }} * {{vCard|type=supermarket |name=Spar |address=Schlägler Hauptstraße 14 |url=https://www.spar.at/standorte/spar-express-aigen-schlaegl-4160-schlaegler-hauptstrasse-14 |hours= |price=|lat=48.63604 | lon=13.96498 |lastedit=|description= }} * {{vCard|type=supermarket |name=Nah & Frisch Wöber |address=Marktplatz 11, 4160 Aigen-Schlägl | url=https://www.nahundfrisch.at/de/kaufmann/woeber |hours=Mo – Fr 7.30 – 18.30 Uhr, Sa 7.30 – 17.00 Uhr |price=|lat=48.64650 |long=13.97091 |lastedit=|description= }} == Küche == * {{vCard|type=restaurant |name=Stiftskeller |address=Schlägl 1 |facebook=stiftskellerschlaegl|url= |hours=Montag bis Samstag 11:00 – 23:00 Uhr, Sonntag 09:00-15:00 Uhr |lat=48.63641 | lon=13.96733 |lastedit=|description= }} * {{vCard|type=restaurant |name=Gasthaus zum Auerhahn |address=Rudolfing 26 |facebook=gasthaus.auerhahn | url= |hours=Mi – So 10:00 – 0:00 Uhr, Mo + Di sind Ruhetage |price=|lat=48.65039 |long=13.96365 |lastedit=|description= }} == Nachtleben == * {{vCard|type=bar |name=Alm Bar |wikidata=|auto=|address=|phone=|email=|facebook=100045927136633|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description= }} == Unterkunft == * {{vCard | name = Hotel Almesberger | type = hotel | wikidata = Q111410449 | phone = +43 7281 8713 | image = Aigen-Schlägl Marktplatz Hotel Almesberger.jpg | description = }} * {{vCard | name = Hotel Bärnsteinhof | type = hotel | wikidata = Q113297070 | image = Aigen-Schlägl Marktplatz Hotel Bärnsteinhof.jpg | description = }} * {{vCard | name = Landhotel Haagerhof | type = hotel | wikidata = Q112015010 | image = Landhotel Haagerhof 02.jpg | description = }} == Sicherheit == == Gesundheit == == Praktische Hinweise == * {{vCard | name = Post Partner 4160 | type = post | comment=im EP Engleder | address=Kirchengasse 2 | hours=Montag-Freitag 8:00-12:00 Uhr und 14:00-17:00 Uhr | lat=48.64584 | lon= 13.97060 | description= }} == Ausflüge == * Der [[w:Bärenstein (Oberösterreich)|Bärenstein]] ist ein 1.077 Meter hoher Ausflugsberg. Das Gipfelkreuz ist über einen Steig erreichbar. Bei schönem Wetter sind in Richtung Süden die Alpen sichtbar. == Weblinks == {{Offizielle_Webseite}} {{class-3}} {{GeoData| lat= 48.638611| long=13.968611 | radius= }} {{IstInKat|Mühlviertel}} iwv91jzpceuu9x9q5mq3ofdx53vkyy0 Südkalifornien 0 73089 1802711 1798652 2026-09-07T11:49:12Z Wowo2024 53507 /* Städte */ 1802711 wikitext text/x-wiki {{quickbar Region}} '''Südkalifornien''' ({{enS|''Southern California''}}, oft kurz ''SoCal'') ist der südliche Teil des US-Bundesstaates [[Kalifornien]]. Geografische Pendants sind [[Zentralkalifornien]] und [[Nordkalifornien]]. == Hintergrund == Südkalifornien ist geografisch ein Teil der [[Westküste der USA]]. Die Trennung zwischen Nord- und Südkalifornien beschäftigte einige Zeit die Geografen. Ein Literatur-Magazin legte sie im Oktober 1943 auf die südliche Grenze des Monterey County fest. Ein anderer Wissenschaftlicher fand, dass südlich der {{Marker | name =Tehachapi Mountains | type =mountain | wikidata =Q1559442}} „selbst der [[Pazifik]], sowohl die Landstruktur als auch die Bewohner sich merklich verändern“.<ref>[https://www.google.de/books/edition/Southern_California/jcCrQC8rBPgC?hl=de&gbpv=1&dq=Southern+California+history&printsec=frontcover Carey McWilliams, ''Southern California'', Gibbs Smith Publishing, 1973, S. 4]</ref> Letztere hat sich durchgesetzt: Werden landesweite Geschäftstreffen, Konferenzen oder sonstige Foren zentral abgehalten, ist [[Fresno]] sozusagen als „neutrales Territorium“ anerkannt. Freilich befinden sich die ''Tehachapi Mountains'' im ''Santa Barbara County'', das jedoch zu Nordkalifornien gehört. == Geschichte == Die erste Besiedlung der Gegend erfolgte bereits zwischen 11000 und 8000 vor Christus; die Zeit der Besiedlung durch die indigenen Mojave kann auf 1200 nach Christus datiert werden.<ref>[https://www.google.de/books/edition/Death_Valley_National_Park/omyVDwAAQBAJ?hl=de&gbpv=1&dq=scotty%27s+castle+1931&pg=PT51&printsec=frontcover Hal Rothman/Char Miller, ''Death Valley National Park: A History'', University of Nevada Press, 2013, S. 51]</ref> Es bildeten sich nachfolgend 138 verschiedene Stämme mit 22 Sprachen heraus. Darunter befanden sich unter anderen die Cahuilla, Chamahuai, Chumash, Cochan oder Serrano. Die Bezeichnung „Kalifornien“ stammt entweder aus dem Ritterroman ''Las sergas de Esplandián'' des ''Garci Rodríguez de Montalvo'', worin das Fantasieland ''California'' vorkommt, das von einer Königin namens ''Calafia'' regiert wird. Die älteste bekannte erhaltene Ausgabe dieses Werks wurde im Juli 1510 in Sevilla veröffentlicht. Oder es leitet sich von der Bezeichnung „heißer Ofen“ ({{esS|''calida forna''}}) her. Der erste Europäer war der spanische Seefahrer [[w:Juan Rodríguez Cabrillo|Juan Rodríguez Cabrillo]], der am 28. September 1542 in der Nähe von [[San Diego]] an Land ging und auf auf Chumash traf.<ref>Carey McWilliams, ''Southern California'', Gibbs Smith Publishing, 1973, S. 25</ref> Er gelangte bis zur Höhe von San Francisco (Nordkalifornien) und kehrte zurück nach San Diego, wo er nach Auseinandersetzungen mit den Indigenen am 24. Dezember 1542 vermutlich auf der Insel {{Marker | name =Santa Catalina Island | type =island | wikidata =Q845229}} am 3. Januar 1543 verstarb. Im Jahre 1769 setzten die Spanier eine geplante Missionierung der Indigenen – ausgehend von Südkalifornien – um, welche die Errichtung von Klöstern an der kalifornischen Küste zu Ziele hatte. Auf diese Weise entstanden 21 Missions-Stationen, davon 11 in Südkalifornien. Die erste war die Mission ''San Diego de Alcalá'', gegründet am 16. Juli 1769 von dem spanischen Mönch Junípero Serra. Hinzu kamen Militärposten ({{esS|''presidios''}}), so 1775 in [[Monterey]], 1776 in [[San Francisco]] und 1782 in [[Santa Barbara]].<ref>Sara Benson, ''Reiseführer Kalifornien'', Lonely Planet/MairDumont, 2012, S. 794</ref> Am 14. Juni 1846 wurde das zu [[Mexiko]] gehörende Kalifornien durch die [[USA]] annektiert und am 9. September 1850 schließlich als einunddreißigster Staat in die USA aufgenommen. Gab es 1769 noch 30000 Indigene in Südkalifornien, schrumpfte ihre Zahl bis 1910 auf 1250. == Regionen == Ein großer Teil von {{Marker | name =Südkalifornien | type =region | wikidata =Q844837}} ist die {{Marker | name =Kalifornische Wüste | type =region |lat=34.516 | long =-117.158 | wikidata =Q5264114}}, sie macht etwa 38&#x202F;% der Landfläche Südkaliforniens aus. Eine weitere Region ist die [[Kalifornische Südküste]]. == Countys == [[Datei:Southern_California.png|thumb|Counties in Südkalifornien]] Südkalifornien umfasst die acht Counties Santa Barbara, Ventura, Los Angeles, Orange, San Diego, San Bernardino, Riverside und Imperial, manchmal zählt man auch die Counties San Luis Obispo und Kern zu Südkalifornien. * {{Marker | name =Los Angeles County | type =region | wikidata =Q104994}}: mit ca. 10 Millionen das bevölkerungsreichste County, städtisch geprägt; * {{Marker | name =Santa Barbara County | type =region | wikidata =Q108106}}: hierzu gehört der [[Channel-Islands-Nationalpark]]; * {{Marker | name =Ventura County | type =region | wikidata =Q108127}}: mit Santa Clara River, Topa Topa Mountains; * {{Marker | name =Orange County | type =region | wikidata =Q5925}}: Freizeit-Parks wie {{Marker | name =Disneyland | type =park | wikidata =Q181185}}; * {{Marker | name =San Bernardino County | type =region | wikidata =Q108053}}: [[Mojave-Wüste]], San Bernardino-Mountains; * {{Marker | name =San Diego County | type =region | wikidata =Q108143}}: San Diego River, Grenze zu [[Mexiko]]; * {{Marker | name =Riverside County | type =region | wikidata =Q108111}}: [[Joshua Tree National Park]]; * {{Marker | name =Imperial County | type =region | wikidata =Q169952}}: Salton See, Algodones-Dünen, Chocolate Mountains; * {{Marker | name =Kern County | type =region | wikidata =Q108047}}: Landwirtschaft, Ölfelder, Edwards Air Force Base; * {{Marker | name =San Luis Obispo County | type =region | wikidata =Q49014}}: Weinbauregion, Franziskaner-Mission. == Städte == {{mapframe}} [[File:DowntownSanDiegofromtheAirNov08.jpg|mini|San Diego mit Hafen]] * {{Marker | name =[[Bakersfield]] | type =city | wikidata =Q49256}}: von hier können Nationalparks und andere Schutzgebiete erreicht werden. * {{Marker | name =[[Barstow]] | type =city | wikidata =Q499174}}: liegt an der [[Route 66]], von hier können Nationalparks und andere Schutzgebiete erreicht werden. * {{Marker | name =[[Los Angeles]] | type =city | wikidata =Q65}}: größte Stadt in Kalifornien; * {{Marker | name =[[Greater Los Angeles Area]] | type =city | wikidata =Q1050826}}: Metropolregion von Los Angeles; * {{Marker | name =[[San Bernardino (Kalifornien)|San Bernardino]] | type =city | wikidata =Q486168}}: Stadt mit 225.000 Einwohnern; * {{Marker | name =[[San Diego]] | type =city | wikidata =Q16552}}: zweit größte Stadt in Kalifornien; * {{Marker | name =[[Santa Monica]] | type =city | wikidata =Q47164}}: Strandstadt von Los Angeles; * {{Marker | name =[[Santa Barbara]] | type =city | wikidata =Q159288}}: Sitz des ''Santa Barbara County''. == Nationalparks und Schutzgebiete == [[Datei:Boy Scout Trailhead (16460476134).jpg|miniatur|Joshua Tree National Park]] Lohnenswert ist eine Reise in die drei Teilwüsten der [[Kalifornische Wüste|Kalifornischen Wüste]]. ;Nationalparks In dieser Wüste befinden sich folgende [[Nationalparks in den Vereinigten Staaten|Nationalparks]]: * {{Marker | name =[[Death-Valley-Nationalpark]] | type =national park | wikidata =Q242111}}, * {{Marker | name =[[Joshua Tree National Park]] | type =national park | wikidata =Q735202}}, * {{Marker | name =Kings Canyon National Park | type =national park | wikidata =Q936623}}, * {{Marker | name =[[Sequoia and Kings Canyon National Parks]] | type =national park | wikidata =Q152660}}. Außerdem gehört zu Südkalifornien der im [[Pazifik]] liegende {{Marker | name =[[Channel-Islands-Nationalpark]] | type =national park | wikidata =Q306193}}. ;Schutzgebiete * {{Marker | name =Cabrillo National Monument | type =landscape | wikidata =Q1024971}}, * {{Marker | name =Giant Sequoia National Monument | type =landscape | wikidata =Q1522734}}, * {{Marker | name =[[Mojave National Preserve]] | type =landscape | wikidata =Q1943112}}, == Anreise == Der mit Abstand größte Passagierflughafen der Region ist der {{Marker | name =Los Angeles International Airport | type =airport | wikidata =Q8731}}. Ebenfalls größere Bedeutung hat der {{Marker | name =San Diego International Airport | type =airport | wikidata =Q1333923}} == Mobilität == [[Datei:Amboy1858.jpg|mini|Amboy an der Route 66]] Südkalifornien ist durch Fernstraßen in Nord-Süd-Richtung mit dem nördlichen Kalifornien bis hin zur kanadischen Grenze verbunden. Der [[Interstate Highways|Interstate Highway]] {{RSIGN|US|I|5}} führt über [[Seattle]] bis an die kanadische Grenze, der [[U.S. Highway 101|U.S. Highway]] {{RSIGN|US|H|101}} verbindet [[Los Angeles]] über [[San Francisco]] und die [[Golden Gate Bridge]] bis [[Nordkalifornien]]. Die legendäre {{Marker | name =U.S. Route 66 | type =road | lat =34.809761 | long =-116.639381 | wikidata =Q79934}} erreicht in {{Marker | name =Needles | type =city | wikidata =Q846591}} Südkalifornien und wird ab hier auch „(Old) National Trails Highway“ genannt. Dieser verläuft über {{Marker | name =Essex | type =city | wikidata =Q5399620}}, {{Marker | name =Amboy | type =city | wikidata =Q458547}}, {{Marker | name =Bagdad | type =city | wikidata =Q139063}}, {{Marker | name =Newberry Springs | type =city | wikidata =Q3339094}} und [[Barstow]] über {{Marker | name =La Delta | type =city | wikidata =Q14682996 }} nach Victorville zum dortigen {{Marker | name =California Route 66 Museum | type =museum | wikidata =Q5020931}}. Vorbei an {{Marker | name =San Bernardino | type =city | wikidata =Q486168}} und {{Marker | name =Pasadena | type =city | wikidata =Q485176}} endet sie schließlich in {{Marker | name =Santa Monica | type =city | lat =34.014094 | long =-118.498001 |wikidata =Q47164 | show = copy }} an der Strandpromenade. Im Großraum Los Angeles gibt es mit dem ''Metrolink'' ein Regionalbahnsystem mit 11 Linien und insgesamt rund 860&#x202F;km Streckennetz. In Oceanside besteht Anschluss vom Metrolink zum ''Coaster'' und ''Sprinter'', den beiden Regionalbahnlinien des Großraums San Diego. Zwischen Los Angeles und San Diego (und ein paarmal pro Tag auch Santa Barbara) fährt zudem der schnellere ''Pacific Surfliner'' der [[Amtrak]]. == Sehenswürdigkeiten == Außer den Nationalparks und Schutzgebieten sind insbesondere noch folgende Sehenswürdigkeiten von Bedeutung: * {{Marker | name =Hollywood | type =see | wikidata =Q34006}}: ein Stadtteil von Los Angeles mit bedeutenden Filmstudios und Produktionsgesellschaften. * {{Marker | name =Malibu | type =city | wikidata =Q387047}}: ein im Los Angeles-County gelegener Ort mit Villen von Filmstars und dem berühmten ''Malibu-Beach''. * {{Marker | name =Mount Whitney | type =mountain | wikidata =Q235539}} ist mit 4421&#x202F;m der höchste Berg von Kalifornien und der höchste der USA außerhalb Alaskas. Eine besondere kulturhistorische Sehenswürdigkeit sind die spanischen Missions-Stationen der Franziskaner in Südkalifornien (alphabetisch): * {{Marker | name =La Purisima Mission | type =church | wikidata =Q6464680}}, * {{Marker | name =Mission San Buenaventura | type =church | wikidata =Q12061890}}, * {{Marker | name =Mission San Diego de Alcalá | type =church | wikidata =Q617891}}, * {{Marker | name =Mission San Fernando Rey de España | type =church | wikidata =Q6878715}}, * {{Marker | name =Mission San Gabriel Arcángel | type =church | wikidata =Q1939046}}, * {{Marker | name =Mission San Juan Capistrano | type =church | wikidata =Q1939057}}, * {{Marker | name =Mission San Luis Obispo de Tolosa | type =church | wikidata =Q3304442}}, * {{Marker | name =Mission San Luis Rey de Francia | type =church | wikidata =Q6878751}}, * {{Marker | name =Mission San Miguel Arcángel | type =church | wikidata =Q12061891}}, * {{Marker | name =Mission Santa Barbara | type =church | wikidata =Q1413807}} und * {{Marker | name =Mission Santa Inés | type =church | wikidata =Q6878745}}. Sämtliche Missionen stammen aus dem 18. Jahrhundert und sind als ''National Historic Landmark'' als Baudenkmäler registriert. == Klima == Einem bekannten Song von Albert Hammond zufolge (veröffentlicht im Oktober 1972) regnet es in Südkalifornien niemals ({{enS|''It Never Rains in Southern California…''}}), was jedoch nur auf die Kalifornische Wüste zutrifft. Allgemein herrscht ein semi-arides Klima mit im Jahresverlauf 230–330 mm Niederschlag, der jedoch größtenteils in den Wintermonaten von Dezember bis März fällt. Von Mai bis September gibt es hingegen – ganz dem Klischee entsprechend – maximal einen Regentag pro Monat. Die Temperaturen sind ganzjährig mild und schwanken zum Beispiel in San Diego zwischen durchschnittlich 13,6&#x202F;°C im Dezember und 22&#x202F;°C im August. In den Wüstengebieten werden im Sommer Rekord-Temperaturen von 46&#x202F;°C und mehr gemessen. == Aktivitäten == Die Küste von Südkalifornien eignet sich besonders gut zum '''Wassersport''', insbesondere zum Wellenreiten, das geradezu der Inbegriff der Freizeitbeschäftigung in Südkalifornien ist. Weltbekannt dürften infolge der Erwähnung in zahlreichen Hollywoodfilmen etwa die Strände {{Marker | name =Huntington Beach | type =beach | wikidata =Q5917}}, {{Marker | name =Malibu Beach | type =beach | wikidata =Q49321946}} und {{Marker | name =Venice Beach | type =beach | wikidata =Q1303805}} bei Los Angeles sein. Der {{Marker | name =Salt Creek Beach Park | type =park | wikidata =Q7405822}} in {{Marker | name =Dana Point | type =city | wikidata =Q852638}} im südlichen Orange County war einer der Ausgangspunkte der Surfer-Bewegung in den 1950er- und 1960er-Jahren und gilt bis heute als eines der schönsten Surfgebiete an der kalifornischen Küste. Auch der {{Marker | name =Black's Beach / Scripps Beach | type =beach | wikidata =Q880988}} bei {{Marker | name =La Jolla | type =city | wikidata =Q840668}} ist ein exzellentes Gebiet für Surfer aller Erfahrungsklassen. == Küche == {{vCard| type = restaurant |name=Cobb Salad |wikidata = Q1104585 |description= ist ein typischer gemischter Salat. Erfunden soll er 1937 im Restaurant ''Brown Derby'' in Hollywood worden sein. Der Besitzer Robert H. Cobb soll ihn als Notlösung aus diversen Bestandteilen zusammengefügt haben. Der Salat besteht aus folgenden Zutaten: Kopfsalat, Tomatenwürfel, Avocado, gebratenen Speck, gebratene Hühnerbrust, gekochte Eier, Blauschimmelkäse, Frühlingszwieben, häufig auch Schwarzen Oliven, Gemüsepaprika oder Artischockenherzen. Dazu wird Cobb Salad Dressing serviert, eine stark gewürzte Vinaigrette.}} <div align="left"><gallery widths="220" heights="220"> Brown Derby Cobb Salad (2440195933).jpg|Cobb Salad </gallery></div> == Sicherheit == {{Siehe auch|USA#Sicherheit}}<br /> In ganz Kalifornien werden Waldbrände ({{enS|''wildfires''}}) thematisiert, die gerade die Hauptreisesaison beeinträchtigen können. Dann kann es zu Straßensperrungen in den betroffenen Gebieten kommen, wodurch Reiseziele nicht erreicht werden können. Da das Rettungspersonal ({{enS|''fire fighters''}}) in Hotels untergebracht wird, kann es zu Engpässen bei Unterkünften kommen. == Ausländische Vertretungen == In Los Angeles gibt es ein deutsches Generalkonsulat, zu dessen Amts- und Konsularbezirk ganz Südkalifornien gehört. == Literatur == * Manfred Braunger, ''Los Angeles & Südkalifornien'', DuMont-Reiseverlag, 2014; {{ISBN|978-3770172931}}. == Einzelnachweise == <references /> {{GeoData| lat= 34 | long=-117| radius= }} {{IstInKat|Kalifornien}} {{class-4}} ny41syvovl8ww0tz91i9hro4ibl9fao Zentraläthiopien 0 100246 1802613 1736508 2026-09-07T07:08:25Z RolandUnger 3 /* Städte */ +Oromo 1802613 wikitext text/x-wiki '''Zentraläthiopien''', historisch bekannt als Shewa, ist der Teil [[Äthiopien]]s, der die Hauptstadt [[Addis Abeba]] umgibt, und schließt Teile der regionen Oromia und Süd-Amhara ein. == Städte == {{mapframe | 9.057 | 38.617 | zoom = 8 | name = Lagekarte Zentraläthiopiens | id = Q3392 | type = geoline | title = Nil | stroke = #0000ff | stroke-opacity = 1 | image = 5emeCataracte Soudan.jpg | id2 = Q4814791 | type2 = geoline | title2 = Weißer Nil | stroke2 = #0000ff | stroke-opacity2 = 1 | image2 = Evening,_Nile_River,_Uganda.jpg | id3 = Q882739 | type3 = geoline | title3 = Blauer Nil | stroke3 = #0000ff | stroke-opacity3 = 1 | image3 = ET_Bahir_Dar_asv2018-02_img17_Tis_Issat.jpg }} * {{vCard | name = Addis Abeba | alt = Finfinnee | type = city | wikidata = Q3624 | status = top-sight | description = Die Hauptstadt von Äthiopien und Oromia. }} * {{vCard | name = Adama | name-local = አዳማ | type = city | wikidata = Q351427 | alt = Adaamaa, Nazret, {{am|ናዝሬት}} | description = Eine wichtige Handelsstadt südöstlich von Addis Abeba. }} * {{vCard | name = [[Ambo]] | alt = Amboo | type = city | wikidata = Q1266796 | description = Eine Kurstadt etwa 100{{nnbsp}}km westlich der Hauptstadt. }} * {{vCard | name = Bishoftu | name-local = n | type = city | wikidata = Q740499 | alt = Bishooftuu, Debre Zeyit, {{am|ደብረ ዘይት}} | description = Ein Urlaubsresort zwischen Addis Abeba und Adama im Bereich von fünf Vulkankraterseen. Im Westen der Stadt entsteht der neue Flughafen Bishoftu International. }} * {{vCard | name = [[Sodere]] | alt = Sodaree | type = city | wikidata = Q1766609 | description = Eine Kurstadt südöstlichlich von Adama. }} == Weitere Ziele == * {{vCard | name = Debre Libanos | type = monastery | wikidata = Q2511832 | description = Ein Kloster aus dem 13. Jahrhundert nördlich der Hauptstadt. | status = top-sight }} * {{vCard | name = Melka Awash | type = archaeological site | wikidata = Q3063392 | description = Mit der paläolithischen Ausgrabungsstätte, die zum Weltkulturerbe gehört. }} == Hintergrund == Shewa war früher eine südliche Grenzprovinz des äthiopischen Reiches, bevor sie Ende des 19. Jahrhunderts zum politischen (und geografischen) Zentrum wurde. Sie liegt am Rande des [[w:Großer Afrikanischer Grabenbruch|Großern Afrikanischen Grabenbruchs]] (engl.: Great Rift Valley) und macht Addis Abeba zur dritthöchsten Hauptstadt der Welt. == Sprache == Addis Abeba ist mehrsprachig, aber die nützlichste Sprache in der Hauptstadt ist Amharisch. Rund um die Hauptstadt machen die Angehörigen der Oromo den größten Teil der Bevölkerung, etwa 30% der 85 Millionen Einwohner Äthiopiens, aus. Die Oromo ist eine der zahlreichsten Ethnien in Afrika, die sich einer homogenen Kultur erfreut, eine gemeinsame Sprache und gemeinsame politische, religiöse und rechtliche Institutionen hat. Die [[w:Oromo (Sprache)|Oromo-Sprache]], Afaan Oromoo oder Oromiffa, gehört zur Gruppe der [[w:Kuschitische Sprachen|ostkuschitischen Sprachen]] und ist die umfangreichste der rund vierzig kuschitischen Sprachen. Es gilt auch als eine der fünf am häufigsten gesprochenen Sprachen unter den etwa 1000 in Afrika gesprochenen Sprachen. Die Oromo-Sprache ist sehr eng mit [[w:Konso (Sprache)|Konso]] verwandt, wobei mehr als fünfzig Prozent der Wörter gemeinsam sind, eng mit [[w:Somali (Sprache)|Somali]] und weit entfernt mit [[w:Afar (Sprache)|Afar]] und [[w:Saho (Sprache)|Saho]] verwandt. Amharisch ist auch in der Region weit verbreitet. In einigen großen Städten wie Nazret sprechen mehr Menschen Amharisch als Afaan Oromoo. Grundlegendes Englisch wird von jungen Leuten verstanden. == Anreise == Der internationale Flughafen {{Marker | name = Bole International Airport | type = airport | wikidata = Q44923 }} ist das Luftdrehkreuz für Ethiopian Airlines. Er wird zudem von Fluggesellschaften wie Lufthansa, Sudan Airways, Kenya Airways, British Airways, KLM, Turkish Airways, Emirate, Gulf Air und Egypt Air und fly Dubai angeflogen. == Mobilität == Dieses Gebiet verfügt über die beste Infrastruktur des Landes mit relativ zuverlässigen Straßen. == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == == Küche == == Ausgehen == == Sicherheit == == Ausflüge == {{Class-3}} {{IstInKat|Äthiopien}} {{GeoData| 8.47 | 38.88 | zoom = 8 }} 9v5woeku5f8bue8ps4pc1hhvtpb7cam 1802614 1802613 2026-09-07T07:11:16Z RolandUnger 3 /* Sprache */ 1802614 wikitext text/x-wiki '''Zentraläthiopien''', historisch bekannt als Shewa, ist der Teil [[Äthiopien]]s, der die Hauptstadt [[Addis Abeba]] umgibt, und schließt Teile der regionen Oromia und Süd-Amhara ein. == Städte == {{mapframe | 9.057 | 38.617 | zoom = 8 | name = Lagekarte Zentraläthiopiens | id = Q3392 | type = geoline | title = Nil | stroke = #0000ff | stroke-opacity = 1 | image = 5emeCataracte Soudan.jpg | id2 = Q4814791 | type2 = geoline | title2 = Weißer Nil | stroke2 = #0000ff | stroke-opacity2 = 1 | image2 = Evening,_Nile_River,_Uganda.jpg | id3 = Q882739 | type3 = geoline | title3 = Blauer Nil | stroke3 = #0000ff | stroke-opacity3 = 1 | image3 = ET_Bahir_Dar_asv2018-02_img17_Tis_Issat.jpg }} * {{vCard | name = Addis Abeba | alt = Finfinnee | type = city | wikidata = Q3624 | status = top-sight | description = Die Hauptstadt von Äthiopien und Oromia. }} * {{vCard | name = Adama | name-local = አዳማ | type = city | wikidata = Q351427 | alt = Adaamaa, Nazret, {{am|ናዝሬት}} | description = Eine wichtige Handelsstadt südöstlich von Addis Abeba. }} * {{vCard | name = [[Ambo]] | alt = Amboo | type = city | wikidata = Q1266796 | description = Eine Kurstadt etwa 100{{nnbsp}}km westlich der Hauptstadt. }} * {{vCard | name = Bishoftu | name-local = n | type = city | wikidata = Q740499 | alt = Bishooftuu, Debre Zeyit, {{am|ደብረ ዘይት}} | description = Ein Urlaubsresort zwischen Addis Abeba und Adama im Bereich von fünf Vulkankraterseen. Im Westen der Stadt entsteht der neue Flughafen Bishoftu International. }} * {{vCard | name = [[Sodere]] | alt = Sodaree | type = city | wikidata = Q1766609 | description = Eine Kurstadt südöstlichlich von Adama. }} == Weitere Ziele == * {{vCard | name = Debre Libanos | type = monastery | wikidata = Q2511832 | description = Ein Kloster aus dem 13. Jahrhundert nördlich der Hauptstadt. | status = top-sight }} * {{vCard | name = Melka Awash | type = archaeological site | wikidata = Q3063392 | description = Mit der paläolithischen Ausgrabungsstätte, die zum Weltkulturerbe gehört. }} == Hintergrund == Shewa war früher eine südliche Grenzprovinz des äthiopischen Reiches, bevor sie Ende des 19. Jahrhunderts zum politischen (und geografischen) Zentrum wurde. Sie liegt am Rande des [[w:Großer Afrikanischer Grabenbruch|Großern Afrikanischen Grabenbruchs]] (engl.: Great Rift Valley) und macht Addis Abeba zur dritthöchsten Hauptstadt der Welt. == Sprache == Addis Abeba ist mehrsprachig, aber die nützlichste Sprache in der Hauptstadt ist Amharisch. Rund um die Hauptstadt machen die Angehörigen der '''Oromo''' den größten Teil der Bevölkerung, etwa 30% der 85 Millionen Einwohner Äthiopiens, aus. Die Oromo ist eine der zahlreichsten Ethnien in Afrika, die sich einer homogenen Kultur erfreut, eine gemeinsame Sprache und gemeinsame politische, religiöse und rechtliche Institutionen hat. Die [[w:Oromo (Sprache)|Oromo-Sprache]], Afaan Oromoo oder Oromiffa, gehört zur Gruppe der [[w:Kuschitische Sprachen|ostkuschitischen Sprachen]] und ist die umfangreichste der rund vierzig kuschitischen Sprachen. Es gilt auch als eine der fünf am häufigsten gesprochenen Sprachen unter den etwa 1000 in Afrika gesprochenen Sprachen. Die Oromo-Sprache ist sehr eng mit [[w:Konso (Sprache)|Konso]] verwandt, wobei mehr als fünfzig Prozent der Wörter gemeinsam sind, eng mit [[w:Somali (Sprache)|Somali]] und weit entfernt mit [[w:Afar (Sprache)|Afar]] und [[w:Saho (Sprache)|Saho]] verwandt. '''Amharisch''' ist auch in der Region weit verbreitet. In einigen großen Städten wie Adama/Nazret sprechen mehr Menschen Amharisch als Afaan Oromoo. Grundlegendes Englisch wird von jungen Leuten verstanden. == Anreise == Der internationale Flughafen {{Marker | name = Bole International Airport | type = airport | wikidata = Q44923 }} ist das Luftdrehkreuz für Ethiopian Airlines. Er wird zudem von Fluggesellschaften wie Lufthansa, Sudan Airways, Kenya Airways, British Airways, KLM, Turkish Airways, Emirate, Gulf Air und Egypt Air und fly Dubai angeflogen. == Mobilität == Dieses Gebiet verfügt über die beste Infrastruktur des Landes mit relativ zuverlässigen Straßen. == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == == Küche == == Ausgehen == == Sicherheit == == Ausflüge == {{Class-3}} {{IstInKat|Äthiopien}} {{GeoData| 8.47 | 38.88 | zoom = 8 }} hccetq0pnigkhlee7ap5xrgpxw0j81f 1802615 1802614 2026-09-07T07:14:27Z RolandUnger 3 +Flughafenneubau 1802615 wikitext text/x-wiki '''Zentraläthiopien''', historisch bekannt als Shewa, ist der Teil [[Äthiopien]]s, der die Hauptstadt [[Addis Abeba]] umgibt, und schließt Teile der regionen Oromia und Süd-Amhara ein. == Städte == {{mapframe | 9.057 | 38.617 | zoom = 8 | name = Lagekarte Zentraläthiopiens | id = Q3392 | type = geoline | title = Nil | stroke = #0000ff | stroke-opacity = 1 | image = 5emeCataracte Soudan.jpg | id2 = Q4814791 | type2 = geoline | title2 = Weißer Nil | stroke2 = #0000ff | stroke-opacity2 = 1 | image2 = Evening,_Nile_River,_Uganda.jpg | id3 = Q882739 | type3 = geoline | title3 = Blauer Nil | stroke3 = #0000ff | stroke-opacity3 = 1 | image3 = ET_Bahir_Dar_asv2018-02_img17_Tis_Issat.jpg }} * {{vCard | name = Addis Abeba | alt = Finfinnee | type = city | wikidata = Q3624 | status = top-sight | description = Die Hauptstadt von Äthiopien und Oromia. }} * {{vCard | name = Adama | name-local = አዳማ | type = city | wikidata = Q351427 | alt = Adaamaa, Nazret, {{am|ናዝሬት}} | description = Eine wichtige Handelsstadt südöstlich von Addis Abeba. }} * {{vCard | name = [[Ambo]] | alt = Amboo | type = city | wikidata = Q1266796 | description = Eine Kurstadt etwa 100{{nnbsp}}km westlich der Hauptstadt. }} * {{vCard | name = Bishoftu | name-local = n | type = city | wikidata = Q740499 | alt = Bishooftuu, Debre Zeyit, {{am|ደብረ ዘይት}} | description = Ein Urlaubsresort zwischen Addis Abeba und Adama im Bereich von fünf Vulkankraterseen. Im Westen der Stadt entsteht der neue Flughafen Bishoftu International. }} * {{vCard | name = [[Sodere]] | alt = Sodaree | type = city | wikidata = Q1766609 | description = Eine Kurstadt südöstlichlich von Adama. }} == Weitere Ziele == * {{vCard | name = Debre Libanos | type = monastery | wikidata = Q2511832 | description = Ein Kloster aus dem 13. Jahrhundert nördlich der Hauptstadt. | status = top-sight }} * {{vCard | name = Melka Awash | type = archaeological site | wikidata = Q3063392 | description = Mit der paläolithischen Ausgrabungsstätte, die zum Weltkulturerbe gehört. }} == Hintergrund == Shewa war früher eine südliche Grenzprovinz des äthiopischen Reiches, bevor sie Ende des 19. Jahrhunderts zum politischen (und geografischen) Zentrum wurde. Sie liegt am Rande des [[w:Großer Afrikanischer Grabenbruch|Großern Afrikanischen Grabenbruchs]] (engl.: Great Rift Valley) und macht Addis Abeba zur dritthöchsten Hauptstadt der Welt. == Sprache == Addis Abeba ist mehrsprachig, aber die nützlichste Sprache in der Hauptstadt ist Amharisch. Rund um die Hauptstadt machen die Angehörigen der '''Oromo''' den größten Teil der Bevölkerung, etwa 30% der 85 Millionen Einwohner Äthiopiens, aus. Die Oromo ist eine der zahlreichsten Ethnien in Afrika, die sich einer homogenen Kultur erfreut, eine gemeinsame Sprache und gemeinsame politische, religiöse und rechtliche Institutionen hat. Die [[w:Oromo (Sprache)|Oromo-Sprache]], Afaan Oromoo oder Oromiffa, gehört zur Gruppe der [[w:Kuschitische Sprachen|ostkuschitischen Sprachen]] und ist die umfangreichste der rund vierzig kuschitischen Sprachen. Es gilt auch als eine der fünf am häufigsten gesprochenen Sprachen unter den etwa 1000 in Afrika gesprochenen Sprachen. Die Oromo-Sprache ist sehr eng mit [[w:Konso (Sprache)|Konso]] verwandt, wobei mehr als fünfzig Prozent der Wörter gemeinsam sind, eng mit [[w:Somali (Sprache)|Somali]] und weit entfernt mit [[w:Afar (Sprache)|Afar]] und [[w:Saho (Sprache)|Saho]] verwandt. '''Amharisch''' ist auch in der Region weit verbreitet. In einigen großen Städten wie Adama/Nazret sprechen mehr Menschen Amharisch als Afaan Oromoo. Grundlegendes Englisch wird von jungen Leuten verstanden. == Anreise == === Mit dem Flugzeug === Der internationale Flughafen {{Marker | name = Bole International Airport | type = airport | wikidata = Q44923 }} ist das Luftdrehkreuz für Ethiopian Airlines. Er wird zudem von Fluggesellschaften wie Lufthansa, Sudan Airways, Kenya Airways, British Airways, KLM, Turkish Airways, Emirate, Gulf Air und Egypt Air und fly Dubai angeflogen. Seit Januar 2026 läuft außerdem der Bau des komplett neuen Großflughafens {{Marker | name = Bishoftu International Airport | type = airport | wikidata = Q136659509 | styles = italic }}, der 45{{nnbsp}}km südöstlich von Addis Abeba liegt, 2030 fertiggestellt werden und Bole International langfristig ablösen soll.<ref name="bAirport" /> == Mobilität == Dieses Gebiet verfügt über die beste Infrastruktur des Landes mit relativ zuverlässigen Straßen. == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == == Küche == == Ausgehen == == Sicherheit == == Ausflüge == == Einzelnachweise == <references> * <ref name="bAirport">{{Nachricht | Autor = Endeshow, Dawit | Titel = Ethiopia begins $12.5 billion construction of 'Africa's biggest airport' | Website = Reuters | url = https://www.reuters.com/world/africa/ethiopia-begins-125-billion-construction-africas-biggest-airport-2026-01-10/ | Datum = 2026-1-10 | Abruf = 2026-9-6 }}</ref> </references> {{Class-3}} {{IstInKat|Äthiopien}} {{GeoData| 8.47 | 38.88 | zoom = 8 }} dr59t33rretvrega3kkfdmyppcxpxhl 1802616 1802615 2026-09-07T07:18:40Z RolandUnger 3 /* Weitere Ziele */ 1802616 wikitext text/x-wiki '''Zentraläthiopien''', historisch bekannt als Shewa, ist der Teil [[Äthiopien]]s, der die Hauptstadt [[Addis Abeba]] umgibt, und schließt Teile der regionen Oromia und Süd-Amhara ein. == Städte == {{mapframe | 9.057 | 38.617 | zoom = 8 | name = Lagekarte Zentraläthiopiens | id = Q3392 | type = geoline | title = Nil | stroke = #0000ff | stroke-opacity = 1 | image = 5emeCataracte Soudan.jpg | id2 = Q4814791 | type2 = geoline | title2 = Weißer Nil | stroke2 = #0000ff | stroke-opacity2 = 1 | image2 = Evening,_Nile_River,_Uganda.jpg | id3 = Q882739 | type3 = geoline | title3 = Blauer Nil | stroke3 = #0000ff | stroke-opacity3 = 1 | image3 = ET_Bahir_Dar_asv2018-02_img17_Tis_Issat.jpg }} * {{vCard | name = Addis Abeba | alt = Finfinnee | type = city | wikidata = Q3624 | status = top-sight | description = Die Hauptstadt von Äthiopien und Oromia. }} * {{vCard | name = Adama | name-local = አዳማ | type = city | wikidata = Q351427 | alt = Adaamaa, Nazret, {{am|ናዝሬት}} | description = Eine wichtige Handelsstadt südöstlich von Addis Abeba. }} * {{vCard | name = [[Ambo]] | alt = Amboo | type = city | wikidata = Q1266796 | description = Eine Kurstadt etwa 100{{nnbsp}}km westlich der Hauptstadt. }} * {{vCard | name = Bishoftu | name-local = n | type = city | wikidata = Q740499 | alt = Bishooftuu, Debre Zeyit, {{am|ደብረ ዘይት}} | description = Ein Urlaubsresort zwischen Addis Abeba und Adama im Bereich von fünf Vulkankraterseen. Im Westen der Stadt entsteht der neue Flughafen Bishoftu International. }} * {{vCard | name = [[Sodere]] | alt = Sodaree | type = city | wikidata = Q1766609 | description = Eine Kurstadt südöstlichlich von Adama. }} == Weitere Ziele == * {{vCard | name = Debre Libanos | type = monastery | wikidata = Q2511832 | description = Ein Kloster aus dem 13. Jahrhundert nördlich der Hauptstadt. | status = top-sight }} * {{vCard | name = Melka Awash | type = archaeological site | wikidata = Q3063392 | description = Mit der paläolithischen Ausgrabungsstätte, die zum Weltkulturerbe gehört. }} * {{vCard | name = Tiya | type = village, archaeological site | group = other | wikidata = Q224673 | status = top-sight | description = Weltkulturerbestätte an der Grenze zwischen Zentral- und Südäthiopien mit seinem mysteriösen Stonehenge-ähnlichen prähistorischen Grabkomplex {{Symbol Unesco | size = 15 }}. }} == Hintergrund == Shewa war früher eine südliche Grenzprovinz des äthiopischen Reiches, bevor sie Ende des 19. Jahrhunderts zum politischen (und geografischen) Zentrum wurde. Sie liegt am Rande des [[w:Großer Afrikanischer Grabenbruch|Großern Afrikanischen Grabenbruchs]] (engl.: Great Rift Valley) und macht Addis Abeba zur dritthöchsten Hauptstadt der Welt. == Sprache == Addis Abeba ist mehrsprachig, aber die nützlichste Sprache in der Hauptstadt ist Amharisch. Rund um die Hauptstadt machen die Angehörigen der '''Oromo''' den größten Teil der Bevölkerung, etwa 30% der 85 Millionen Einwohner Äthiopiens, aus. Die Oromo ist eine der zahlreichsten Ethnien in Afrika, die sich einer homogenen Kultur erfreut, eine gemeinsame Sprache und gemeinsame politische, religiöse und rechtliche Institutionen hat. Die [[w:Oromo (Sprache)|Oromo-Sprache]], Afaan Oromoo oder Oromiffa, gehört zur Gruppe der [[w:Kuschitische Sprachen|ostkuschitischen Sprachen]] und ist die umfangreichste der rund vierzig kuschitischen Sprachen. Es gilt auch als eine der fünf am häufigsten gesprochenen Sprachen unter den etwa 1000 in Afrika gesprochenen Sprachen. Die Oromo-Sprache ist sehr eng mit [[w:Konso (Sprache)|Konso]] verwandt, wobei mehr als fünfzig Prozent der Wörter gemeinsam sind, eng mit [[w:Somali (Sprache)|Somali]] und weit entfernt mit [[w:Afar (Sprache)|Afar]] und [[w:Saho (Sprache)|Saho]] verwandt. '''Amharisch''' ist auch in der Region weit verbreitet. In einigen großen Städten wie Adama/Nazret sprechen mehr Menschen Amharisch als Afaan Oromoo. Grundlegendes Englisch wird von jungen Leuten verstanden. == Anreise == === Mit dem Flugzeug === Der internationale Flughafen {{Marker | name = Bole International Airport | type = airport | wikidata = Q44923 }} ist das Luftdrehkreuz für Ethiopian Airlines. Er wird zudem von Fluggesellschaften wie Lufthansa, Sudan Airways, Kenya Airways, British Airways, KLM, Turkish Airways, Emirate, Gulf Air und Egypt Air und fly Dubai angeflogen. Seit Januar 2026 läuft außerdem der Bau des komplett neuen Großflughafens {{Marker | name = Bishoftu International Airport | type = airport | wikidata = Q136659509 | styles = italic }}, der 45{{nnbsp}}km südöstlich von Addis Abeba liegt, 2030 fertiggestellt werden und Bole International langfristig ablösen soll.<ref name="bAirport" /> == Mobilität == Dieses Gebiet verfügt über die beste Infrastruktur des Landes mit relativ zuverlässigen Straßen. == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == == Küche == == Ausgehen == == Sicherheit == == Ausflüge == == Einzelnachweise == <references> * <ref name="bAirport">{{Nachricht | Autor = Endeshow, Dawit | Titel = Ethiopia begins $12.5 billion construction of 'Africa's biggest airport' | Website = Reuters | url = https://www.reuters.com/world/africa/ethiopia-begins-125-billion-construction-africas-biggest-airport-2026-01-10/ | Datum = 2026-1-10 | Abruf = 2026-9-6 }}</ref> </references> {{Class-3}} {{IstInKat|Äthiopien}} {{GeoData| 8.47 | 38.88 | zoom = 8 }} oheu7g920xzgtwee0fr1a6sohszk8dd 1802617 1802616 2026-09-07T07:19:11Z RolandUnger 3 /* Weitere Ziele */ 1802617 wikitext text/x-wiki '''Zentraläthiopien''', historisch bekannt als Shewa, ist der Teil [[Äthiopien]]s, der die Hauptstadt [[Addis Abeba]] umgibt, und schließt Teile der regionen Oromia und Süd-Amhara ein. == Städte == {{mapframe | 9.057 | 38.617 | zoom = 8 | name = Lagekarte Zentraläthiopiens | id = Q3392 | type = geoline | title = Nil | stroke = #0000ff | stroke-opacity = 1 | image = 5emeCataracte Soudan.jpg | id2 = Q4814791 | type2 = geoline | title2 = Weißer Nil | stroke2 = #0000ff | stroke-opacity2 = 1 | image2 = Evening,_Nile_River,_Uganda.jpg | id3 = Q882739 | type3 = geoline | title3 = Blauer Nil | stroke3 = #0000ff | stroke-opacity3 = 1 | image3 = ET_Bahir_Dar_asv2018-02_img17_Tis_Issat.jpg }} * {{vCard | name = Addis Abeba | alt = Finfinnee | type = city | wikidata = Q3624 | status = top-sight | description = Die Hauptstadt von Äthiopien und Oromia. }} * {{vCard | name = Adama | name-local = አዳማ | type = city | wikidata = Q351427 | alt = Adaamaa, Nazret, {{am|ናዝሬት}} | description = Eine wichtige Handelsstadt südöstlich von Addis Abeba. }} * {{vCard | name = [[Ambo]] | alt = Amboo | type = city | wikidata = Q1266796 | description = Eine Kurstadt etwa 100{{nnbsp}}km westlich der Hauptstadt. }} * {{vCard | name = Bishoftu | name-local = n | type = city | wikidata = Q740499 | alt = Bishooftuu, Debre Zeyit, {{am|ደብረ ዘይት}} | description = Ein Urlaubsresort zwischen Addis Abeba und Adama im Bereich von fünf Vulkankraterseen. Im Westen der Stadt entsteht der neue Flughafen Bishoftu International. }} * {{vCard | name = [[Sodere]] | alt = Sodaree | type = city | wikidata = Q1766609 | description = Eine Kurstadt südöstlichlich von Adama. }} == Weitere Ziele == * {{vCard | name = Debre Libanos | type = monastery | wikidata = Q2511832 | description = Ein Kloster aus dem 13. Jahrhundert nördlich der Hauptstadt. | status = top-sight }} * {{vCard | name = Melka Awash | type = archaeological site | wikidata = Q3063392 | description = Mit der paläolithischen Ausgrabungsstätte, die zum Weltkulturerbe gehört. }} * {{vCard | name = Tiya | type = archaeological site, village | group = other | wikidata = Q224673 | status = top-sight | description = Weltkulturerbestätte an der Grenze zwischen Zentral- und Südäthiopien mit seinem mysteriösen Stonehenge-ähnlichen prähistorischen Grabkomplex {{Symbol Unesco | size = 15 }}. }} == Hintergrund == Shewa war früher eine südliche Grenzprovinz des äthiopischen Reiches, bevor sie Ende des 19. Jahrhunderts zum politischen (und geografischen) Zentrum wurde. Sie liegt am Rande des [[w:Großer Afrikanischer Grabenbruch|Großern Afrikanischen Grabenbruchs]] (engl.: Great Rift Valley) und macht Addis Abeba zur dritthöchsten Hauptstadt der Welt. == Sprache == Addis Abeba ist mehrsprachig, aber die nützlichste Sprache in der Hauptstadt ist Amharisch. Rund um die Hauptstadt machen die Angehörigen der '''Oromo''' den größten Teil der Bevölkerung, etwa 30% der 85 Millionen Einwohner Äthiopiens, aus. Die Oromo ist eine der zahlreichsten Ethnien in Afrika, die sich einer homogenen Kultur erfreut, eine gemeinsame Sprache und gemeinsame politische, religiöse und rechtliche Institutionen hat. Die [[w:Oromo (Sprache)|Oromo-Sprache]], Afaan Oromoo oder Oromiffa, gehört zur Gruppe der [[w:Kuschitische Sprachen|ostkuschitischen Sprachen]] und ist die umfangreichste der rund vierzig kuschitischen Sprachen. Es gilt auch als eine der fünf am häufigsten gesprochenen Sprachen unter den etwa 1000 in Afrika gesprochenen Sprachen. Die Oromo-Sprache ist sehr eng mit [[w:Konso (Sprache)|Konso]] verwandt, wobei mehr als fünfzig Prozent der Wörter gemeinsam sind, eng mit [[w:Somali (Sprache)|Somali]] und weit entfernt mit [[w:Afar (Sprache)|Afar]] und [[w:Saho (Sprache)|Saho]] verwandt. '''Amharisch''' ist auch in der Region weit verbreitet. In einigen großen Städten wie Adama/Nazret sprechen mehr Menschen Amharisch als Afaan Oromoo. Grundlegendes Englisch wird von jungen Leuten verstanden. == Anreise == === Mit dem Flugzeug === Der internationale Flughafen {{Marker | name = Bole International Airport | type = airport | wikidata = Q44923 }} ist das Luftdrehkreuz für Ethiopian Airlines. Er wird zudem von Fluggesellschaften wie Lufthansa, Sudan Airways, Kenya Airways, British Airways, KLM, Turkish Airways, Emirate, Gulf Air und Egypt Air und fly Dubai angeflogen. Seit Januar 2026 läuft außerdem der Bau des komplett neuen Großflughafens {{Marker | name = Bishoftu International Airport | type = airport | wikidata = Q136659509 | styles = italic }}, der 45{{nnbsp}}km südöstlich von Addis Abeba liegt, 2030 fertiggestellt werden und Bole International langfristig ablösen soll.<ref name="bAirport" /> == Mobilität == Dieses Gebiet verfügt über die beste Infrastruktur des Landes mit relativ zuverlässigen Straßen. == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == == Küche == == Ausgehen == == Sicherheit == == Ausflüge == == Einzelnachweise == <references> * <ref name="bAirport">{{Nachricht | Autor = Endeshow, Dawit | Titel = Ethiopia begins $12.5 billion construction of 'Africa's biggest airport' | Website = Reuters | url = https://www.reuters.com/world/africa/ethiopia-begins-125-billion-construction-africas-biggest-airport-2026-01-10/ | Datum = 2026-1-10 | Abruf = 2026-9-6 }}</ref> </references> {{Class-3}} {{IstInKat|Äthiopien}} {{GeoData| 8.47 | 38.88 | zoom = 8 }} f7wbkrcqizoa8gftx8pmw7n64044zlk 1802619 1802617 2026-09-07T07:19:49Z RolandUnger 3 /* Weitere Ziele */ 1802619 wikitext text/x-wiki '''Zentraläthiopien''', historisch bekannt als Shewa, ist der Teil [[Äthiopien]]s, der die Hauptstadt [[Addis Abeba]] umgibt, und schließt Teile der regionen Oromia und Süd-Amhara ein. == Städte == {{mapframe | 9.057 | 38.617 | zoom = 8 | name = Lagekarte Zentraläthiopiens | id = Q3392 | type = geoline | title = Nil | stroke = #0000ff | stroke-opacity = 1 | image = 5emeCataracte Soudan.jpg | id2 = Q4814791 | type2 = geoline | title2 = Weißer Nil | stroke2 = #0000ff | stroke-opacity2 = 1 | image2 = Evening,_Nile_River,_Uganda.jpg | id3 = Q882739 | type3 = geoline | title3 = Blauer Nil | stroke3 = #0000ff | stroke-opacity3 = 1 | image3 = ET_Bahir_Dar_asv2018-02_img17_Tis_Issat.jpg }} * {{vCard | name = Addis Abeba | alt = Finfinnee | type = city | wikidata = Q3624 | status = top-sight | description = Die Hauptstadt von Äthiopien und Oromia. }} * {{vCard | name = Adama | name-local = አዳማ | type = city | wikidata = Q351427 | alt = Adaamaa, Nazret, {{am|ናዝሬት}} | description = Eine wichtige Handelsstadt südöstlich von Addis Abeba. }} * {{vCard | name = [[Ambo]] | alt = Amboo | type = city | wikidata = Q1266796 | description = Eine Kurstadt etwa 100{{nnbsp}}km westlich der Hauptstadt. }} * {{vCard | name = Bishoftu | name-local = n | type = city | wikidata = Q740499 | alt = Bishooftuu, Debre Zeyit, {{am|ደብረ ዘይት}} | description = Ein Urlaubsresort zwischen Addis Abeba und Adama im Bereich von fünf Vulkankraterseen. Im Westen der Stadt entsteht der neue Flughafen Bishoftu International. }} * {{vCard | name = [[Sodere]] | alt = Sodaree | type = city | wikidata = Q1766609 | description = Eine Kurstadt südöstlichlich von Adama. }} == Weitere Ziele == * {{vCard | name = Debre Libanos | type = monastery | wikidata = Q2511832 | description = Ein Kloster aus dem 13. Jahrhundert nördlich der Hauptstadt. | status = top-sight }} * {{vCard | name = Melka Awash | type = archaeological site | wikidata = Q3063392 | description = Mit der paläolithischen Ausgrabungsstätte, die zum Weltkulturerbe gehört. }} * {{vCard | name = Tiya | type = archaeological site, village | wikidata = Q224673 | status = top-sight | description = Weltkulturerbestätte an der Grenze zwischen Zentral- und Südäthiopien mit seinem mysteriösen Stonehenge-ähnlichen prähistorischen Grabkomplex {{Symbol Unesco | size = 15 }}. }} == Hintergrund == Shewa war früher eine südliche Grenzprovinz des äthiopischen Reiches, bevor sie Ende des 19. Jahrhunderts zum politischen (und geografischen) Zentrum wurde. Sie liegt am Rande des [[w:Großer Afrikanischer Grabenbruch|Großern Afrikanischen Grabenbruchs]] (engl.: Great Rift Valley) und macht Addis Abeba zur dritthöchsten Hauptstadt der Welt. == Sprache == Addis Abeba ist mehrsprachig, aber die nützlichste Sprache in der Hauptstadt ist Amharisch. Rund um die Hauptstadt machen die Angehörigen der '''Oromo''' den größten Teil der Bevölkerung, etwa 30% der 85 Millionen Einwohner Äthiopiens, aus. Die Oromo ist eine der zahlreichsten Ethnien in Afrika, die sich einer homogenen Kultur erfreut, eine gemeinsame Sprache und gemeinsame politische, religiöse und rechtliche Institutionen hat. Die [[w:Oromo (Sprache)|Oromo-Sprache]], Afaan Oromoo oder Oromiffa, gehört zur Gruppe der [[w:Kuschitische Sprachen|ostkuschitischen Sprachen]] und ist die umfangreichste der rund vierzig kuschitischen Sprachen. Es gilt auch als eine der fünf am häufigsten gesprochenen Sprachen unter den etwa 1000 in Afrika gesprochenen Sprachen. Die Oromo-Sprache ist sehr eng mit [[w:Konso (Sprache)|Konso]] verwandt, wobei mehr als fünfzig Prozent der Wörter gemeinsam sind, eng mit [[w:Somali (Sprache)|Somali]] und weit entfernt mit [[w:Afar (Sprache)|Afar]] und [[w:Saho (Sprache)|Saho]] verwandt. '''Amharisch''' ist auch in der Region weit verbreitet. In einigen großen Städten wie Adama/Nazret sprechen mehr Menschen Amharisch als Afaan Oromoo. Grundlegendes Englisch wird von jungen Leuten verstanden. == Anreise == === Mit dem Flugzeug === Der internationale Flughafen {{Marker | name = Bole International Airport | type = airport | wikidata = Q44923 }} ist das Luftdrehkreuz für Ethiopian Airlines. Er wird zudem von Fluggesellschaften wie Lufthansa, Sudan Airways, Kenya Airways, British Airways, KLM, Turkish Airways, Emirate, Gulf Air und Egypt Air und fly Dubai angeflogen. Seit Januar 2026 läuft außerdem der Bau des komplett neuen Großflughafens {{Marker | name = Bishoftu International Airport | type = airport | wikidata = Q136659509 | styles = italic }}, der 45{{nnbsp}}km südöstlich von Addis Abeba liegt, 2030 fertiggestellt werden und Bole International langfristig ablösen soll.<ref name="bAirport" /> == Mobilität == Dieses Gebiet verfügt über die beste Infrastruktur des Landes mit relativ zuverlässigen Straßen. == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == == Küche == == Ausgehen == == Sicherheit == == Ausflüge == == Einzelnachweise == <references> * <ref name="bAirport">{{Nachricht | Autor = Endeshow, Dawit | Titel = Ethiopia begins $12.5 billion construction of 'Africa's biggest airport' | Website = Reuters | url = https://www.reuters.com/world/africa/ethiopia-begins-125-billion-construction-africas-biggest-airport-2026-01-10/ | Datum = 2026-1-10 | Abruf = 2026-9-6 }}</ref> </references> {{Class-3}} {{IstInKat|Äthiopien}} {{GeoData| 8.47 | 38.88 | zoom = 8 }} oafydc1edsip1z0s3sztbfrr8yub7r8 1802659 1802619 2026-09-07T10:48:18Z RolandUnger 3 /* Städte */ schreibfehler 1802659 wikitext text/x-wiki '''Zentraläthiopien''', historisch bekannt als Shewa, ist der Teil [[Äthiopien]]s, der die Hauptstadt [[Addis Abeba]] umgibt, und schließt Teile der regionen Oromia und Süd-Amhara ein. == Städte == {{mapframe | 9.057 | 38.617 | zoom = 8 | name = Lagekarte Zentraläthiopiens | id = Q3392 | type = geoline | title = Nil | stroke = #0000ff | stroke-opacity = 1 | image = 5emeCataracte Soudan.jpg | id2 = Q4814791 | type2 = geoline | title2 = Weißer Nil | stroke2 = #0000ff | stroke-opacity2 = 1 | image2 = Evening,_Nile_River,_Uganda.jpg | id3 = Q882739 | type3 = geoline | title3 = Blauer Nil | stroke3 = #0000ff | stroke-opacity3 = 1 | image3 = ET_Bahir_Dar_asv2018-02_img17_Tis_Issat.jpg }} * {{vCard | name = Addis Abeba | alt = Finfinnee | type = city | wikidata = Q3624 | status = top-sight | description = Die Hauptstadt von Äthiopien und Oromia. }} * {{vCard | name = Adama | name-local = አዳማ | type = city | wikidata = Q351427 | alt = Adaamaa, Nazret, {{am|ናዝሬት}} | description = Eine wichtige Handelsstadt südöstlich von Addis Abeba. }} * {{vCard | name = [[Ambo]] | alt = Amboo | type = city | wikidata = Q1266796 | description = Eine Kurstadt etwa 100{{nnbsp}}km westlich der Hauptstadt. }} * {{vCard | name = Bishoftu | name-local = n | type = city | wikidata = Q740499 | alt = Bishooftuu, Debre Zeyit, {{am|ደብረ ዘይት}} | description = Ein Urlaubsresort zwischen Addis Abeba und Adama im Bereich von fünf Vulkankraterseen. Im Westen der Stadt entsteht der neue Flughafen Bishoftu International. }} * {{vCard | name = [[Sodere]] | alt = Sodaree | type = city | wikidata = Q1766609 | description = Eine Kurstadt südöstlich von Adama. }} == Weitere Ziele == * {{vCard | name = Debre Libanos | type = monastery | wikidata = Q2511832 | description = Ein Kloster aus dem 13. Jahrhundert nördlich der Hauptstadt. | status = top-sight }} * {{vCard | name = Melka Awash | type = archaeological site | wikidata = Q3063392 | description = Mit der paläolithischen Ausgrabungsstätte, die zum Weltkulturerbe gehört. }} * {{vCard | name = Tiya | type = archaeological site, village | wikidata = Q224673 | status = top-sight | description = Weltkulturerbestätte an der Grenze zwischen Zentral- und Südäthiopien mit seinem mysteriösen Stonehenge-ähnlichen prähistorischen Grabkomplex {{Symbol Unesco | size = 15 }}. }} == Hintergrund == Shewa war früher eine südliche Grenzprovinz des äthiopischen Reiches, bevor sie Ende des 19. Jahrhunderts zum politischen (und geografischen) Zentrum wurde. Sie liegt am Rande des [[w:Großer Afrikanischer Grabenbruch|Großern Afrikanischen Grabenbruchs]] (engl.: Great Rift Valley) und macht Addis Abeba zur dritthöchsten Hauptstadt der Welt. == Sprache == Addis Abeba ist mehrsprachig, aber die nützlichste Sprache in der Hauptstadt ist Amharisch. Rund um die Hauptstadt machen die Angehörigen der '''Oromo''' den größten Teil der Bevölkerung, etwa 30% der 85 Millionen Einwohner Äthiopiens, aus. Die Oromo ist eine der zahlreichsten Ethnien in Afrika, die sich einer homogenen Kultur erfreut, eine gemeinsame Sprache und gemeinsame politische, religiöse und rechtliche Institutionen hat. Die [[w:Oromo (Sprache)|Oromo-Sprache]], Afaan Oromoo oder Oromiffa, gehört zur Gruppe der [[w:Kuschitische Sprachen|ostkuschitischen Sprachen]] und ist die umfangreichste der rund vierzig kuschitischen Sprachen. Es gilt auch als eine der fünf am häufigsten gesprochenen Sprachen unter den etwa 1000 in Afrika gesprochenen Sprachen. Die Oromo-Sprache ist sehr eng mit [[w:Konso (Sprache)|Konso]] verwandt, wobei mehr als fünfzig Prozent der Wörter gemeinsam sind, eng mit [[w:Somali (Sprache)|Somali]] und weit entfernt mit [[w:Afar (Sprache)|Afar]] und [[w:Saho (Sprache)|Saho]] verwandt. '''Amharisch''' ist auch in der Region weit verbreitet. In einigen großen Städten wie Adama/Nazret sprechen mehr Menschen Amharisch als Afaan Oromoo. Grundlegendes Englisch wird von jungen Leuten verstanden. == Anreise == === Mit dem Flugzeug === Der internationale Flughafen {{Marker | name = Bole International Airport | type = airport | wikidata = Q44923 }} ist das Luftdrehkreuz für Ethiopian Airlines. Er wird zudem von Fluggesellschaften wie Lufthansa, Sudan Airways, Kenya Airways, British Airways, KLM, Turkish Airways, Emirate, Gulf Air und Egypt Air und fly Dubai angeflogen. Seit Januar 2026 läuft außerdem der Bau des komplett neuen Großflughafens {{Marker | name = Bishoftu International Airport | type = airport | wikidata = Q136659509 | styles = italic }}, der 45{{nnbsp}}km südöstlich von Addis Abeba liegt, 2030 fertiggestellt werden und Bole International langfristig ablösen soll.<ref name="bAirport" /> == Mobilität == Dieses Gebiet verfügt über die beste Infrastruktur des Landes mit relativ zuverlässigen Straßen. == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == == Küche == == Ausgehen == == Sicherheit == == Ausflüge == == Einzelnachweise == <references> * <ref name="bAirport">{{Nachricht | Autor = Endeshow, Dawit | Titel = Ethiopia begins $12.5 billion construction of 'Africa's biggest airport' | Website = Reuters | url = https://www.reuters.com/world/africa/ethiopia-begins-125-billion-construction-africas-biggest-airport-2026-01-10/ | Datum = 2026-1-10 | Abruf = 2026-9-6 }}</ref> </references> {{Class-3}} {{IstInKat|Äthiopien}} {{GeoData| 8.47 | 38.88 | zoom = 8 }} rbo8ucwd6q71mteo69qg0lu0gxna5jn 1802660 1802659 2026-09-07T10:49:00Z RolandUnger 3 /* Städte */ 1802660 wikitext text/x-wiki '''Zentraläthiopien''', historisch bekannt als Shewa, ist der Teil [[Äthiopien]]s, der die Hauptstadt [[Addis Abeba]] umgibt, und schließt Teile der regionen Oromia und Süd-Amhara ein. == Städte == {{mapframe | 9.057 | 38.617 | zoom = 8 | name = Lagekarte Zentraläthiopiens | id = Q3392 | type = geoline | title = Nil | stroke = #0000ff | stroke-opacity = 1 | image = 5emeCataracte Soudan.jpg | id2 = Q4814791 | type2 = geoline | title2 = Weißer Nil | stroke2 = #0000ff | stroke-opacity2 = 1 | image2 = Evening,_Nile_River,_Uganda.jpg | id3 = Q882739 | type3 = geoline | title3 = Blauer Nil | stroke3 = #0000ff | stroke-opacity3 = 1 | image3 = ET_Bahir_Dar_asv2018-02_img17_Tis_Issat.jpg }} * {{vCard | name = Addis Abeba | alt = Finfinnee | type = city | wikidata = Q3624 | status = top-sight | description = Die Hauptstadt von Äthiopien und Oromia. }} * {{vCard | name = Adama | name-local = አዳማ | type = city | wikidata = Q351427 | alt = Adaamaa; Nazret, {{am|ናዝሬት}} | description = Eine wichtige Handelsstadt südöstlich von Addis Abeba. }} * {{vCard | name = [[Ambo]] | alt = Amboo | type = city | wikidata = Q1266796 | description = Eine Kurstadt etwa 100{{nnbsp}}km westlich der Hauptstadt. }} * {{vCard | name = Bishoftu | name-local = n | type = city | wikidata = Q740499 | alt = Bishooftuu; Debre Zeyit, {{am|ደብረ ዘይት}} | description = Ein Urlaubsresort zwischen Addis Abeba und Adama im Bereich von fünf Vulkankraterseen. Im Westen der Stadt entsteht der neue Flughafen Bishoftu International. }} * {{vCard | name = [[Sodere]] | alt = Sodaree | type = city | wikidata = Q1766609 | description = Eine Kurstadt südöstlich von Adama. }} == Weitere Ziele == * {{vCard | name = Debre Libanos | type = monastery | wikidata = Q2511832 | description = Ein Kloster aus dem 13. Jahrhundert nördlich der Hauptstadt. | status = top-sight }} * {{vCard | name = Melka Awash | type = archaeological site | wikidata = Q3063392 | description = Mit der paläolithischen Ausgrabungsstätte, die zum Weltkulturerbe gehört. }} * {{vCard | name = Tiya | type = archaeological site, village | wikidata = Q224673 | status = top-sight | description = Weltkulturerbestätte an der Grenze zwischen Zentral- und Südäthiopien mit seinem mysteriösen Stonehenge-ähnlichen prähistorischen Grabkomplex {{Symbol Unesco | size = 15 }}. }} == Hintergrund == Shewa war früher eine südliche Grenzprovinz des äthiopischen Reiches, bevor sie Ende des 19. Jahrhunderts zum politischen (und geografischen) Zentrum wurde. Sie liegt am Rande des [[w:Großer Afrikanischer Grabenbruch|Großern Afrikanischen Grabenbruchs]] (engl.: Great Rift Valley) und macht Addis Abeba zur dritthöchsten Hauptstadt der Welt. == Sprache == Addis Abeba ist mehrsprachig, aber die nützlichste Sprache in der Hauptstadt ist Amharisch. Rund um die Hauptstadt machen die Angehörigen der '''Oromo''' den größten Teil der Bevölkerung, etwa 30% der 85 Millionen Einwohner Äthiopiens, aus. Die Oromo ist eine der zahlreichsten Ethnien in Afrika, die sich einer homogenen Kultur erfreut, eine gemeinsame Sprache und gemeinsame politische, religiöse und rechtliche Institutionen hat. Die [[w:Oromo (Sprache)|Oromo-Sprache]], Afaan Oromoo oder Oromiffa, gehört zur Gruppe der [[w:Kuschitische Sprachen|ostkuschitischen Sprachen]] und ist die umfangreichste der rund vierzig kuschitischen Sprachen. Es gilt auch als eine der fünf am häufigsten gesprochenen Sprachen unter den etwa 1000 in Afrika gesprochenen Sprachen. Die Oromo-Sprache ist sehr eng mit [[w:Konso (Sprache)|Konso]] verwandt, wobei mehr als fünfzig Prozent der Wörter gemeinsam sind, eng mit [[w:Somali (Sprache)|Somali]] und weit entfernt mit [[w:Afar (Sprache)|Afar]] und [[w:Saho (Sprache)|Saho]] verwandt. '''Amharisch''' ist auch in der Region weit verbreitet. In einigen großen Städten wie Adama/Nazret sprechen mehr Menschen Amharisch als Afaan Oromoo. Grundlegendes Englisch wird von jungen Leuten verstanden. == Anreise == === Mit dem Flugzeug === Der internationale Flughafen {{Marker | name = Bole International Airport | type = airport | wikidata = Q44923 }} ist das Luftdrehkreuz für Ethiopian Airlines. Er wird zudem von Fluggesellschaften wie Lufthansa, Sudan Airways, Kenya Airways, British Airways, KLM, Turkish Airways, Emirate, Gulf Air und Egypt Air und fly Dubai angeflogen. Seit Januar 2026 läuft außerdem der Bau des komplett neuen Großflughafens {{Marker | name = Bishoftu International Airport | type = airport | wikidata = Q136659509 | styles = italic }}, der 45{{nnbsp}}km südöstlich von Addis Abeba liegt, 2030 fertiggestellt werden und Bole International langfristig ablösen soll.<ref name="bAirport" /> == Mobilität == Dieses Gebiet verfügt über die beste Infrastruktur des Landes mit relativ zuverlässigen Straßen. == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == == Küche == == Ausgehen == == Sicherheit == == Ausflüge == == Einzelnachweise == <references> * <ref name="bAirport">{{Nachricht | Autor = Endeshow, Dawit | Titel = Ethiopia begins $12.5 billion construction of 'Africa's biggest airport' | Website = Reuters | url = https://www.reuters.com/world/africa/ethiopia-begins-125-billion-construction-africas-biggest-airport-2026-01-10/ | Datum = 2026-1-10 | Abruf = 2026-9-6 }}</ref> </references> {{Class-3}} {{IstInKat|Äthiopien}} {{GeoData| 8.47 | 38.88 | zoom = 8 }} 3qovjp9fql3r4s04fibql02virp26f1 1802663 1802660 2026-09-07T10:50:10Z RolandUnger 3 1802663 wikitext text/x-wiki '''Zentraläthiopien''', historisch bekannt als Shewa, ist der Teil [[Äthiopien]]s, der die Hauptstadt [[Addis Abeba]] umgibt, und schließt Teile der Regionen Oromia und Süd-Amhara ein. == Städte == {{mapframe | 9.057 | 38.617 | zoom = 8 | name = Lagekarte Zentraläthiopiens | id = Q3392 | type = geoline | title = Nil | stroke = #0000ff | stroke-opacity = 1 | image = 5emeCataracte Soudan.jpg | id2 = Q4814791 | type2 = geoline | title2 = Weißer Nil | stroke2 = #0000ff | stroke-opacity2 = 1 | image2 = Evening,_Nile_River,_Uganda.jpg | id3 = Q882739 | type3 = geoline | title3 = Blauer Nil | stroke3 = #0000ff | stroke-opacity3 = 1 | image3 = ET_Bahir_Dar_asv2018-02_img17_Tis_Issat.jpg }} * {{vCard | name = Addis Abeba | alt = Finfinnee | type = city | wikidata = Q3624 | status = top-sight | description = Die Hauptstadt von Äthiopien und Oromia. }} * {{vCard | name = Adama | name-local = አዳማ | type = city | wikidata = Q351427 | alt = Adaamaa; Nazret, {{am|ናዝሬት}} | description = Eine wichtige Handelsstadt südöstlich von Addis Abeba. }} * {{vCard | name = [[Ambo]] | alt = Amboo | type = city | wikidata = Q1266796 | description = Eine Kurstadt etwa 100{{nnbsp}}km westlich der Hauptstadt. }} * {{vCard | name = Bishoftu | name-local = n | type = city | wikidata = Q740499 | alt = Bishooftuu; Debre Zeyit, {{am|ደብረ ዘይት}} | description = Ein Urlaubsresort zwischen Addis Abeba und Adama im Bereich von fünf Vulkankraterseen. 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Jahrhunderts zum politischen (und geografischen) Zentrum wurde. Sie liegt am Rande des [[w:Großer Afrikanischer Grabenbruch|Großern Afrikanischen Grabenbruchs]] (engl.: Great Rift Valley) und macht Addis Abeba zur dritthöchsten Hauptstadt der Welt. == Sprache == Addis Abeba ist mehrsprachig, aber die nützlichste Sprache in der Hauptstadt ist Amharisch. Rund um die Hauptstadt machen die Angehörigen der '''Oromo''' den größten Teil der Bevölkerung, etwa 30% der 85 Millionen Einwohner Äthiopiens, aus. Die Oromo ist eine der zahlreichsten Ethnien in Afrika, die sich einer homogenen Kultur erfreut, eine gemeinsame Sprache und gemeinsame politische, religiöse und rechtliche Institutionen hat. Die [[w:Oromo (Sprache)|Oromo-Sprache]], Afaan Oromoo oder Oromiffa, gehört zur Gruppe der [[w:Kuschitische Sprachen|ostkuschitischen Sprachen]] und ist die umfangreichste der rund vierzig kuschitischen Sprachen. Es gilt auch als eine der fünf am häufigsten gesprochenen Sprachen unter den etwa 1000 in Afrika gesprochenen Sprachen. Die Oromo-Sprache ist sehr eng mit [[w:Konso (Sprache)|Konso]] verwandt, wobei mehr als fünfzig Prozent der Wörter gemeinsam sind, eng mit [[w:Somali (Sprache)|Somali]] und weit entfernt mit [[w:Afar (Sprache)|Afar]] und [[w:Saho (Sprache)|Saho]] verwandt. '''Amharisch''' ist auch in der Region weit verbreitet. In einigen großen Städten wie Adama/Nazret sprechen mehr Menschen Amharisch als Afaan Oromoo. Grundlegendes Englisch wird von jungen Leuten verstanden. == Anreise == === Mit dem Flugzeug === Der internationale Flughafen {{Marker | name = Bole International Airport | type = airport | wikidata = Q44923 }} ist das Luftdrehkreuz für Ethiopian Airlines. Er wird zudem von Fluggesellschaften wie Lufthansa, Sudan Airways, Kenya Airways, British Airways, KLM, Turkish Airways, Emirate, Gulf Air und Egypt Air und fly Dubai angeflogen. Seit Januar 2026 läuft außerdem der Bau des komplett neuen Großflughafens {{Marker | name = Bishoftu International Airport | type = airport | wikidata = Q136659509 | styles = italic }}, der 45{{nnbsp}}km südöstlich von Addis Abeba liegt, 2030 fertiggestellt werden und Bole International langfristig ablösen soll.<ref name="bAirport" /> == Mobilität == Dieses Gebiet verfügt über die beste Infrastruktur des Landes mit relativ zuverlässigen Straßen. == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == == Küche == == Ausgehen == == Sicherheit == == Ausflüge == == Einzelnachweise == <references> * <ref name="bAirport">{{Nachricht | Autor = Endeshow, Dawit | Titel = Ethiopia begins $12.5 billion construction of 'Africa's biggest airport' | Website = Reuters | url = https://www.reuters.com/world/africa/ethiopia-begins-125-billion-construction-africas-biggest-airport-2026-01-10/ | Datum = 2026-1-10 | Abruf = 2026-9-6 }}</ref> </references> {{Class-3}} {{IstInKat|Äthiopien}} {{GeoData| 8.47 | 38.88 | zoom = 8 }} hrbuephj512qovmune9yv1s7m6kfqx5 Iłowa 0 105006 1802406 1607884 2026-09-07T04:32:44Z DerFussi 6 Scroll Gallery genutzt 1802406 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort}} '''Iłowa''' {{DeS|''Halbau''|inKlammern=ja}} ist eine Stadt in der Woiwodschaft [[Lebus]] an der Tschirn in [[Polen]]. Der Ort liegt im Grenzgebiet der historischen Regionen [[Lausitz]] und [[Niederschlesien]] in der Niederschlesischen Heide und ist insbesondere für sein Schloss mit dem angeschlossenen Schlosspark bekannt. == Hintergrund == {{Mapframe | 51.502 | 15.20 | zoom = 13 | type = geoline }} Im Jahr 1356 erhielten die Brüder [[w:Kottwitz (Adelsgeschlecht)|von Kottwitz]] das ''halbe Dorf an der Czirne'' von Kaiser [[w:Karl IV. (HRR)|Karl IV.]] als Lehen; sie besaßen Halbau bis 1567. 1440 zerstörte die Stadt [[Görlitz]] ein Schloss derer von Kottwitz, weil es sich als Raubnest erwiesen hatte. 1570 kaufte Christoph von Schellendorf das Rittergut. 1626 ließ Christoph Freiherr von Schellendorf das Gutshaus neu erbauen. Der überwiegende Teil des Ortes lag in der [[Oberlausitz]] und ging somit 1635 von [[Böhmen]] an das [[w:Kurfürstentum Sachsen|Kurfürstentum Sachsen]] über. 1682 erwarb Graf Balthasar [[w:Promnitz (Adelsgeschlecht)|von Promnitz]] den Besitz. Der 1459 erwähnte Eisenhammer ''zur Halbe'' lag an der Kleinen Tschirne und gehörte zum [[w:Herzogtum Sagan|Herzogtum Sagan]]. 1668 wurde eine evangelische Grenzkirche gebaut. Am 17.&nbsp;Mai 1679 erhielt der Oberlausitzer Teil durch Kurfürst [[w:Johann Georg II. (Sachsen)|Johann Georg&nbsp;II.]] Stadtrecht. 1804 wurde die Kirche in Kunau (Konin Żagański) eingeweiht und zum selbständigen Kirchspiel. 1815 fiel Halbau an Preußen und wurde dem Kreis Sagan ([[Żagań]]), ab&nbsp;1932 dem Landkreis Sprottau ([[Szprotawa]]) in der Provinz Niederschlesien zugeordnet. Zum Schloss gehörte die ausgedehnte Grundherrschaft Halbau, die viele Dörfer umfasste. Die Witwe eines 1744&nbsp;verstorbenen Grafen Promnitz heiratete Friedrich August von [[w:Kospoth|Kospoth]], wodurch Schloss und Gut an diese Familie kamen. Die Witwe des 1861&nbsp;verstorbenen Erdmann Graf von Kospoth verkaufte das Gut 1862 an Conrad Freiherr [[w:Recke (Adelsgeschlecht)|von der Reck]]. 1830&nbsp;büßte Halbau das Stadtrecht ein und war fortan ein Marktflecken. In Halbau waren Glasfabriken und Textilwerke ansässig. Durch die Raseneisenerzvorkommen befanden sich in der Umgebung auch viele kleinere Eisenhütten und Hämmer, sowie auch die ''Zeipauer Dachsteinwerke''. 1825 lebten hier 1000&#x202F;Einwohner, die sich auf das Rittergut Halbau, Oberlausitzisch Halbau und Schlesisch-Halbau verteilten. 1905 waren es 1500 und im Jahr 1939 3480 Einwohner. Am 1.&nbsp;März&nbsp;1936 wurde der Ort Zehrbeutel (Dolany), in dem 1925 125&#x202F;Menschen lebten, nach Halbau eingemeindet. Im Zweiten Weltkrieg wurde in Halbau ein Außenlager des [[w:KZ Groß-Rosen|KZ Groß-Rosen]] errichtet.<ref>{{Literatur |Hrsg=Wolfgang Benz, Barbara Distel |Titel=Der Ort des Terrors |TitelErg=Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager |Verlag=Verlag C. H. Beck |Ort=München |Datum= |Kommentar=9&nbsp;Bände; 2005–2009}}</ref><ref>{{Literatur |Autor=Isabell Sprenger |Titel=Groß-Rosen |TitelErg=Ein Konzentrationslager in Schlesien |Verlag=Böhlau Verlag |Datum=1997 |ISBN=3-412-11396-4}}</ref> 1957 wurde Iłowa zur städtischen Siedlung (osiedle) erhoben und 1962 erhielt der Ort wieder Stadtrecht. == Anreise == Der Ort liegt südlich von [[Żary]] und [[Żagań]] und hat eine direkte Anbindung an die [[Autostrada A18]]. Am westlichen Ortsrand liegt der Bahnhof {{ Marker | wikidata = Q11714990 | name = Iłowa Żagańska | type = train }}. Die Züge fahren Richtung Norden nach [[Żary]] und weiter nach [[Zielona Góra]] und in südlicher Richtung nach Węgliniec und [[Zgorzelec]]. <!--== Mobilität ==--> == Sehenswürdigkeiten == {{ Scroll Gallery | title = Sehenswürdigkeiten | Iłowa - Tor zum Schlosspark - 0004.jpg | Stadtbibliothek und Tor in den Schlosspark | Iłowa - Christkönig-Kirche - 0001.jpg | Christkönig-Kirche | Iłowa - Kirche des Heiligsten Herzens Jesu - 0001.jpg | Kirche des Heiligsten Herzens Jesu | Iłowa, Park, rzeka Czerna Mała opływa pałac - panoramio.jpg | Stadtpark | Iłowa, Czerna Wielka, Bory Dolnośląskie (1).jpg | Tschirne in der Niederschlesischen Heide }} * {{vCard | name = Schloss Halbau | type = château | wikidata = Q30142294 | description = Barockschloss mit schönem Schlossgarten. Als erstes stand dort vermutlich ein Wohnturm. Christian von Schellendorf ließ dort 1626&nbsp;ein Schloss errichten. War es ursprünglich im Stil der Spätrenaissance erbaut, ließen es die Freiherrn von [[w:Promnitz (Adelsgeschlecht)|Promnitz]] 1712&nbsp;barockisieren und acht Jahre später erweitern. Es folgten häufige Besitzerwechsel. Friedrich Maximilian von [[w:Hochberg (Adelsgeschlecht)|Hochberg]] ließ es erneut um- und anbauen. Die Fassade ist nun dem Neobarock zuzuordnen. }} * {{vCard | name = Christkönig-Kirche | type = church | wikidata = Q29414438 }} * {{vCard | name = Kirche des Heiligsten Herzens Jesu | type = church | wikidata = Q11745357 }} == Aktivitäten == Der Schlosspark lädt zum Spazieren ein. Östlich und Südöstlich des Ortes gibt es ein ausgedehntes Waldgebiet, welches man erlaufen oder mit dem Fahrrad erkunden kann. Damit erschöpft sich allerdings das Angebot. Ein Freizeitbad findet man in [[Żary]]. == Einkaufen == Die Einkaufsmöglichkeiten erschöpfen sich mit einigen einfachen Supermärkten. Geldautomaten findet man am zentralen kleinen Freiheitsplatz {{Pl|Plac Wolności|inKlammern=ja}}. == Küche == Der Ort hat im Zentrum zwei kleine Pizzerien. An der Autobahnabfahrt gibt es eine Raststätte. == Nachtleben == Ein Nachtleben existiert praktisch nicht. Die nächsten Bars sind in den nördlich gelegenen Städen [[Żary]] und [[Żagań]] zu finden. == Unterkunft == * {{vCard | name = Rezydencja Janków | type = hotel | wikidata = Q104370477 | price = 100-130&nbsp;zł/150-170&nbsp;zł/170-190&nbsp;zł/250-320&nbsp;zł (EZ/DZ/3P/App) | lastedit = 2020-12-19 }} * Zimmer gibt es auch in einem Hotel auf dem Raststättengelände an der Autobahnabfahrt. == Ausflüge == * {{Marker | name = [[Żagań]] | type = town | wikidata = Q158459 }} {{De|''Sagan''|inKlammern=ja}} mit dem Wallenstein-Palast liegt 17&#x202F;Kilometer nordöstlich der Stadt. Noch vor der Stadt liegt an der Zufahrtsstraße rechts die Gedenkstätte und das Museum '''StalagLuft 3'''. Noch mal die selbe Distanz weiter östlich liegt das kleine Städtchen {{Marker | name = [[Szprotawa]] | type = town | wikidata = Q165066 }} {{De|''Sprottau''|inKlammern=ja}} mit einer Reihe von Kirchen. * Weiter nördlich von Żagań liegt {{Marker | name = [[Zielona Góra]] | type = city | wikidata = Q104720 }} {{De|''Grünberg''|inKlammern=ja}}. Es ist der Regierungssitz der Woiwodschaft Lebus, und weithin bekannt für das größte Weinfest Polens {{Pl|Winobranie|inKlammern=ja}}. Es findet jedes Jahr im September statt. Die Stadt liegt ca.&nbsp;63&#x202F;Kilometer nordöstlich. Auf etwas mehr als halber Strecke durchquert man die Stadt {{Marker | name = [[Nowogród Bobrzański]] | type = city | wikidata = Q1023760 }} {{De|''Naumburg am Bober''|inKlammern=ja}} * Nördlich liegt die Stadt {{Marker | name = [[Żary]] | type = town | wikidata = Q148849 }} (''Sorau'') (23&#x202F;km) mit den Barock-Ruinen des Dewiner Schlosses und des Promnitzer Palasts und weiterer sehenswerter Gebäude. Südlich der Stadt kann man im '''Sorauer Wald''' ausgiebig wandern. Ein Aussichtsturm lässt bei guten Wetter bis zur Schneekoppe blicken. * Wer 22&#x202F;Kilometer weiter fährt, durchquert {{Marker | name = [[Jasień]] | type = town | wikidata = Q164241 }} {{De|''Gassen''|inKlammern=ja}} und erreicht schließlich die kleine Stadt {{Marker | name = [[Lubsko]] | type = city | wikidata = Q149111 }} {{De|''Sommerfeld''|inKlammern=ja}} mit einer kleinen Altstadt mit historischer Bebauung. {{Marker | name = [[Brody]] | type = town | wikidata = Q149790 }} {{De|''Pförten''|inKlammern=ja}} liegt 15&#x202F;Kilometer westlich von Lubsko an der Straße Richtung [[Forst (Lausitz)]]. In dem kleinen Örtchen steht die Ruine des im Stil des Rokoko errichteten '''Schlosses Pförten''', der ehemaligen Residenz des Grafen Brühl, dessen Restaurierung im Jahre&nbsp;2013 begann. Die Nebengebäude sind bereits wieder restauriert. * Die beiden deutsch-polnischen Grenzstädte liegen {{Marker | name = [[Bad Muskau]] | type = town | wikidata = Q165131 }} und {{Marker | name = [[Łęknica]] | type = town | wikidata = Q318346 }} 38&#x202F;km westlich und teilen sich den bekannten Muskauer Park mit dem Schloss Bad Muskau. In der Umgebung, im Muskauer Faltenbogen {{Pl|Łuk Mużakowa|inKlammern=ja}}, kann man geologisch interessante Wanderungen und Erkundungen unternehmen, gleich westlich von Bad Muskau befindet sich der Rhododendronpark Kromlau. * 50&#x202F;km südlich findet man die beiden Grenzstädte {{Marker | name = [[Görlitz]] | type = town | wikidata = Q4077 }} und {{Marker | name = [[Zgorzelec]] | type = town | wikidata = Q147929 }}. Görlitz ist die östlichste Stadt Deutschlands und bietet eine sehenswerte Altstadt. * {{Marker | name = [[Bolesławiec]] | type = town | wikidata = Q156828 }} {{De|''Bunzlau''|inKlammern=ja}} liegt 47&#x202F;km südöstlich am Bóbr. Sie ist überregional bekannt für ihre Bunzlauer Keramik und hat eine sehenswerte Altstadt. == Literatur == * {{Literatur|Hrsg=Arne Franke|Titel=Kleine Kulturgeschichte der schlesischen Schlösser|Band=1|Verlag=Bergstadtverlag Wilhelm Gottlieb Korn|Datum=2015|Seiten=231}} == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Lebus Orte}} {{class-3}}{{GeoData| lat= 51.501944| long= 15.205833}}{{IstInKat|Lebus}} pevh8twi4ka1hi87u53gve21epa7uu0 1802407 1802406 2026-09-07T04:33:24Z DerFussi 6 1802407 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort}} '''Iłowa''' {{DeS|''Halbau''|inKlammern=ja}} ist eine Stadt in der Woiwodschaft [[Lebus]] an der Tschirn in [[Polen]]. Der Ort liegt im Grenzgebiet der historischen Regionen [[Lausitz]] und [[Niederschlesien]] in der Niederschlesischen Heide und ist insbesondere für sein Schloss mit dem angeschlossenen Schlosspark bekannt. == Hintergrund == {{Mapframe | 51.502 | 15.20 | zoom = 13 | type = geoline }} Im Jahr 1356 erhielten die Brüder [[w:Kottwitz (Adelsgeschlecht)|von Kottwitz]] das ''halbe Dorf an der Czirne'' von Kaiser [[w:Karl IV. (HRR)|Karl IV.]] als Lehen; sie besaßen Halbau bis 1567. 1440 zerstörte die Stadt [[Görlitz]] ein Schloss derer von Kottwitz, weil es sich als Raubnest erwiesen hatte. 1570 kaufte Christoph von Schellendorf das Rittergut. 1626 ließ Christoph Freiherr von Schellendorf das Gutshaus neu erbauen. Der überwiegende Teil des Ortes lag in der [[Oberlausitz]] und ging somit 1635 von [[Böhmen]] an das [[w:Kurfürstentum Sachsen|Kurfürstentum Sachsen]] über. 1682 erwarb Graf Balthasar [[w:Promnitz (Adelsgeschlecht)|von Promnitz]] den Besitz. Der 1459 erwähnte Eisenhammer ''zur Halbe'' lag an der Kleinen Tschirne und gehörte zum [[w:Herzogtum Sagan|Herzogtum Sagan]]. 1668 wurde eine evangelische Grenzkirche gebaut. Am 17.&nbsp;Mai 1679 erhielt der Oberlausitzer Teil durch Kurfürst [[w:Johann Georg II. (Sachsen)|Johann Georg&nbsp;II.]] Stadtrecht. 1804 wurde die Kirche in Kunau (Konin Żagański) eingeweiht und zum selbständigen Kirchspiel. 1815 fiel Halbau an Preußen und wurde dem Kreis Sagan ([[Żagań]]), ab&nbsp;1932 dem Landkreis Sprottau ([[Szprotawa]]) in der Provinz Niederschlesien zugeordnet. Zum Schloss gehörte die ausgedehnte Grundherrschaft Halbau, die viele Dörfer umfasste. Die Witwe eines 1744&nbsp;verstorbenen Grafen Promnitz heiratete Friedrich August von [[w:Kospoth|Kospoth]], wodurch Schloss und Gut an diese Familie kamen. Die Witwe des 1861&nbsp;verstorbenen Erdmann Graf von Kospoth verkaufte das Gut 1862 an Conrad Freiherr [[w:Recke (Adelsgeschlecht)|von der Reck]]. 1830&nbsp;büßte Halbau das Stadtrecht ein und war fortan ein Marktflecken. In Halbau waren Glasfabriken und Textilwerke ansässig. Durch die Raseneisenerzvorkommen befanden sich in der Umgebung auch viele kleinere Eisenhütten und Hämmer, sowie auch die ''Zeipauer Dachsteinwerke''. 1825 lebten hier 1000&#x202F;Einwohner, die sich auf das Rittergut Halbau, Oberlausitzisch Halbau und Schlesisch-Halbau verteilten. 1905 waren es 1500 und im Jahr 1939 3480 Einwohner. Am 1.&nbsp;März&nbsp;1936 wurde der Ort Zehrbeutel (Dolany), in dem 1925 125&#x202F;Menschen lebten, nach Halbau eingemeindet. Im Zweiten Weltkrieg wurde in Halbau ein Außenlager des [[w:KZ Groß-Rosen|KZ Groß-Rosen]] errichtet.<ref>{{Literatur |Hrsg=Wolfgang Benz, Barbara Distel |Titel=Der Ort des Terrors |TitelErg=Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager |Verlag=Verlag C. H. Beck |Ort=München |Datum= |Kommentar=9&nbsp;Bände; 2005–2009}}</ref><ref>{{Literatur |Autor=Isabell Sprenger |Titel=Groß-Rosen |TitelErg=Ein Konzentrationslager in Schlesien |Verlag=Böhlau Verlag |Datum=1997 |ISBN=3-412-11396-4}}</ref> 1957 wurde Iłowa zur städtischen Siedlung (osiedle) erhoben und 1962 erhielt der Ort wieder Stadtrecht. == Anreise == Der Ort liegt südlich von [[Żary]] und [[Żagań]] und hat eine direkte Anbindung an die [[Autostrada A18]]. Am westlichen Ortsrand liegt der Bahnhof {{ Marker | wikidata = Q11714990 | name = Iłowa Żagańska | type = train }}. Die Züge fahren Richtung Norden nach [[Żary]] und weiter nach [[Zielona Góra]] und in südlicher Richtung nach Węgliniec und [[Zgorzelec]]. == Sehenswürdigkeiten == {{ Scroll Gallery | title = Sehenswürdigkeiten | Iłowa - Tor zum Schlosspark - 0004.jpg | Stadtbibliothek und Tor in den Schlosspark | Iłowa - Christkönig-Kirche - 0001.jpg | Christkönig-Kirche | Iłowa - Kirche des Heiligsten Herzens Jesu - 0001.jpg | Kirche des Heiligsten Herzens Jesu | Iłowa, Park, rzeka Czerna Mała opływa pałac - panoramio.jpg | Stadtpark | Iłowa, Czerna Wielka, Bory Dolnośląskie (1).jpg | Tschirne in der Niederschlesischen Heide }} * {{vCard | name = Schloss Halbau | type = château | wikidata = Q30142294 | description = Barockschloss mit schönem Schlossgarten. Als erstes stand dort vermutlich ein Wohnturm. Christian von Schellendorf ließ dort 1626&nbsp;ein Schloss errichten. War es ursprünglich im Stil der Spätrenaissance erbaut, ließen es die Freiherrn von [[w:Promnitz (Adelsgeschlecht)|Promnitz]] 1712&nbsp;barockisieren und acht Jahre später erweitern. Es folgten häufige Besitzerwechsel. Friedrich Maximilian von [[w:Hochberg (Adelsgeschlecht)|Hochberg]] ließ es erneut um- und anbauen. Die Fassade ist nun dem Neobarock zuzuordnen. }} * {{vCard | name = Christkönig-Kirche | type = church | wikidata = Q29414438 }} * {{vCard | name = Kirche des Heiligsten Herzens Jesu | type = church | wikidata = Q11745357 }} == Aktivitäten == Der Schlosspark lädt zum Spazieren ein. Östlich und Südöstlich des Ortes gibt es ein ausgedehntes Waldgebiet, welches man erlaufen oder mit dem Fahrrad erkunden kann. Damit erschöpft sich allerdings das Angebot. Ein Freizeitbad findet man in [[Żary]]. == Einkaufen == Die Einkaufsmöglichkeiten erschöpfen sich mit einigen einfachen Supermärkten. Geldautomaten findet man am zentralen kleinen Freiheitsplatz {{Pl|Plac Wolności|inKlammern=ja}}. == Küche == Der Ort hat im Zentrum zwei kleine Pizzerien. An der Autobahnabfahrt gibt es eine Raststätte. == Nachtleben == Ein Nachtleben existiert praktisch nicht. Die nächsten Bars sind in den nördlich gelegenen Städen [[Żary]] und [[Żagań]] zu finden. == Unterkunft == * {{vCard | name = Rezydencja Janków | type = hotel | wikidata = Q104370477 | price = 100-130&nbsp;zł/150-170&nbsp;zł/170-190&nbsp;zł/250-320&nbsp;zł (EZ/DZ/3P/App) | lastedit = 2020-12-19 }} * Zimmer gibt es auch in einem Hotel auf dem Raststättengelände an der Autobahnabfahrt. == Ausflüge == * {{Marker | name = [[Żagań]] | type = town | wikidata = Q158459 }} {{De|''Sagan''|inKlammern=ja}} mit dem Wallenstein-Palast liegt 17&#x202F;Kilometer nordöstlich der Stadt. Noch vor der Stadt liegt an der Zufahrtsstraße rechts die Gedenkstätte und das Museum '''StalagLuft 3'''. Noch mal die selbe Distanz weiter östlich liegt das kleine Städtchen {{Marker | name = [[Szprotawa]] | type = town | wikidata = Q165066 }} {{De|''Sprottau''|inKlammern=ja}} mit einer Reihe von Kirchen. * Weiter nördlich von Żagań liegt {{Marker | name = [[Zielona Góra]] | type = city | wikidata = Q104720 }} {{De|''Grünberg''|inKlammern=ja}}. Es ist der Regierungssitz der Woiwodschaft Lebus, und weithin bekannt für das größte Weinfest Polens {{Pl|Winobranie|inKlammern=ja}}. Es findet jedes Jahr im September statt. Die Stadt liegt ca.&nbsp;63&#x202F;Kilometer nordöstlich. Auf etwas mehr als halber Strecke durchquert man die Stadt {{Marker | name = [[Nowogród Bobrzański]] | type = city | wikidata = Q1023760 }} {{De|''Naumburg am Bober''|inKlammern=ja}} * Nördlich liegt die Stadt {{Marker | name = [[Żary]] | type = town | wikidata = Q148849 }} (''Sorau'') (23&#x202F;km) mit den Barock-Ruinen des Dewiner Schlosses und des Promnitzer Palasts und weiterer sehenswerter Gebäude. Südlich der Stadt kann man im '''Sorauer Wald''' ausgiebig wandern. Ein Aussichtsturm lässt bei guten Wetter bis zur Schneekoppe blicken. * Wer 22&#x202F;Kilometer weiter fährt, durchquert {{Marker | name = [[Jasień]] | type = town | wikidata = Q164241 }} {{De|''Gassen''|inKlammern=ja}} und erreicht schließlich die kleine Stadt {{Marker | name = [[Lubsko]] | type = city | wikidata = Q149111 }} {{De|''Sommerfeld''|inKlammern=ja}} mit einer kleinen Altstadt mit historischer Bebauung. {{Marker | name = [[Brody]] | type = town | wikidata = Q149790 }} {{De|''Pförten''|inKlammern=ja}} liegt 15&#x202F;Kilometer westlich von Lubsko an der Straße Richtung [[Forst (Lausitz)]]. In dem kleinen Örtchen steht die Ruine des im Stil des Rokoko errichteten '''Schlosses Pförten''', der ehemaligen Residenz des Grafen Brühl, dessen Restaurierung im Jahre&nbsp;2013 begann. Die Nebengebäude sind bereits wieder restauriert. * Die beiden deutsch-polnischen Grenzstädte liegen {{Marker | name = [[Bad Muskau]] | type = town | wikidata = Q165131 }} und {{Marker | name = [[Łęknica]] | type = town | wikidata = Q318346 }} 38&#x202F;km westlich und teilen sich den bekannten Muskauer Park mit dem Schloss Bad Muskau. In der Umgebung, im Muskauer Faltenbogen {{Pl|Łuk Mużakowa|inKlammern=ja}}, kann man geologisch interessante Wanderungen und Erkundungen unternehmen, gleich westlich von Bad Muskau befindet sich der Rhododendronpark Kromlau. * 50&#x202F;km südlich findet man die beiden Grenzstädte {{Marker | name = [[Görlitz]] | type = town | wikidata = Q4077 }} und {{Marker | name = [[Zgorzelec]] | type = town | wikidata = Q147929 }}. Görlitz ist die östlichste Stadt Deutschlands und bietet eine sehenswerte Altstadt. * {{Marker | name = [[Bolesławiec]] | type = town | wikidata = Q156828 }} {{De|''Bunzlau''|inKlammern=ja}} liegt 47&#x202F;km südöstlich am Bóbr. Sie ist überregional bekannt für ihre Bunzlauer Keramik und hat eine sehenswerte Altstadt. == Literatur == * {{Literatur|Hrsg=Arne Franke|Titel=Kleine Kulturgeschichte der schlesischen Schlösser|Band=1|Verlag=Bergstadtverlag Wilhelm Gottlieb Korn|Datum=2015|Seiten=231}} == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Lebus Orte}} {{class-3}}{{GeoData| lat= 51.501944| long= 15.205833}}{{IstInKat|Lebus}} s8bhbfgkqdqfw49eiv0pnw6svl6y0mu Benutzer:Wowo2024 2 123687 1802705 1801736 2026-09-07T11:45:14Z Wowo2024 53507 /* Neu verfasste Artikel */ 1802705 wikitext text/x-wiki {{Babel|de|en-4|fr-3|pt-2|nl-1|af-1|:Vorlage/aus Deutschland|:Vorlage/aus Nordrhein-Westfalen}} Ich bin privat und auch dienstlich viel in der Welt herumgekommen. Dazu bedurfte es insbesondere bei privaten, selbst organisierten Reisen einer dezidierten Reisevorbereitung. Als Analyst in der Länderrisiko-Analyse einer Düsseldorfer Großbank besitze ich auch volkswirtschaftliche Kenntnisse über die bereisten Staaten. Dieses Wissen, fundiert durch Quellenangaben, möchte ich Wikivoyage zur Verfügung stellen. == Bereiste Länder == Bereiste Länder und dortige geografische Objekte sind (alphabetisch): {| class="wikitable" style="padding:1em; vertical-align:top; border:2px;" |- ! Staat ! Städte ! Fernstraßen / Eisenbahnen ! Flüsse/Binnenseen/Landschaften |- | [[Bild:Flag of Argentina.svg|20px]] [[Argentinien]] || [[Buenos Aires]] || [[Ruta Nacional 9]] || [[Pampa]], [[Río-de-la-Plata-Region|Rio de la Plata]] |- | [[Bild:Flag of Australia.svg|20px]] [[Australien]] || [[Adelaide]], [[Alice Springs]], [[Brisbane]], [[Cairns]], [[Darwin]], [[Melbourne]], [[Sydney]] || [[Stuart Highway]], [[The Ghan]] || [[Outback]] |- |[[Bild:Flag of Bolivia.svg|20px]] [[Bolivien]] || [[La Paz]] || || [[Anden]], [[Titicacasee]] |- | [[Bild:Flag of Botswana.svg|20px]] [[Botswana]] || [[Kasane]], [[Maun]] || || [[Okavangodelta]] |- | [[Bild:Flag of Brazil.svg|20px]] [[Brasilien]] || [[Brasilia]], [[Manaus]], [[Olinda]], [[Porto Velho]], [[Recife]], [[Rio de Janeiro]], [[Salvador]] || [[BR-101]], [[BR-319]], [[Transpantaneira]] || [[Amazonas (Fluss)|Amazonas]], [[Rio de Janeiro#Guanabara|Guanabara-Bucht]] |- | [[Bild:Flag of Ecuador.svg|20px]] [[Ecuador]] || [[Quito]] || || |- | [[Bild:Flag of France.svg|20px]] [[Frankreich]] || [[Paris]] || || [[Seine]] |- | [[Bild:Flag of Hong Kong.svg|20px]] [[Hongkong]] || [[Hongkong]], [[Macau]] || || |- | [[Bild:Flag of India.svg|20px]] [[Indien]] || [[Agra]], [[Jaipur]], [[Mumbai]], [[New Delhi]] || || [[Corbett-Nationalpark]] |- | [[Bild:Flag of Indonesia.svg|20px]] [[Indonesien]] || [[Bandung]], [[Borobudur]], [[Jakarta]], [[Makassar]], [[Medan]], [[Rantepao]], [[Surabaya]], [[Yogyakarta]] || || [[Toba-See]] |- | [[Bild:Flag of Italy.svg|20px]] [[Italien]] || [[Genua]], [[Mailand]] || || |- | [[Bild:Flag of Canada.svg|20px]] [[Kanada]] || [[Banff]], [[Calgary]], [[Edmonton]], [[Jasper]], [[Kamloops]], [[Prince George]], [[Vancouver]] || [[Icefields Parkway]], [[Klondike Highway]], [[Trans-Canada Highway]], [[Yellowhead Highway]] || [[Lake Louise]], [[Peyto Lake]] |- | [[Bild:Flag of Kenya.svg|20px]] [[Kenia]] || [[Mombasa]], [[Kisumu]], [[Nairobi]] || [[Nairobi–Mombasa Road]] || [[Viktoriasee]] |- | [[Bild:Flag of Malaysia.svg|20px]] [[Malaysia]] || [[George Town (Malaysia)|Georgetown]], [[Kuantan]], [[Kuala Lumpur]], [[Malakka]] || [[East-West Highway]] || |- | [[Bild:Flag of Namibia.svg|20px]] [[Namibia]] ||[[Swakopmund]], [[Walfischbucht]], [[Windhoek]] || {{RSIGN|BW|A|3}},{{RSIGN|BW|A|35}} || |- | [[Bild:Flag of the Netherlands.svg|20px]] [[Niederlande]] || [[Amsterdam]] || || [[Rhein]] |- | [[Bild:Flag of Peru.svg|20px]] [[Peru]] || [[Cusco]], [[Lima]], [[Puno]] || [[Andenbahn]] || [[Titicacasee]] |- | [[Bild:Flag of Switzerland.svg|20px]] [[Schweiz]] || [[Altdorf UR]], [[Basel]], [[Lugano]], [[Luzern]] || [[Axenstraße]] || [[Vierwaldstättersee]] |- | [[Datei:Flag of Zimbabwe.svg|20px]] [[Simbabwe]] || [[Bulawayo]], [[Harare]] || || |- | [[Bild:Flag of Singapore.svg|20px]] [[Singapur]] || [[Singapur]] || || |- | [[Datei:Flag of South Africa.svg|20px]] [[Südafrika]] || [[Durban]], [[East London]], [[Johannesburg]], [[Kapstadt]], [[Port Elizabeth]] || [[Chapman’s Peak Drive]], [[Garden Route]] || |- | [[Bild:Flag of Tanzania.svg|20px]] [[Tansania]] || [[Arusha]] || || [[Ngorongoro-Nationalpark|Ngorongoro-Kratersee]] |- | [[Bild:Flag of United States.svg|20px]] [[Vereinigte Staaten]] || [[Anchorage]], [[Albuquerque]], [[Chicago]], [[Denver]], [[Fairbanks]], [[Honolulu]], [[Las Vegas]], [[Miami]], [[New York City]], [[Phoenix]], [[Salt Lake City]], [[St. Louis]], [[San Francisco]], [[Seattle]], [[Washington DC]] || [[Alaska Highway]], [[Alaska Route 3]], [[Alaska Route 5]], [[California State Route 1]], [[Dalton Highway]], [[Route 66]], [[Top of the World Highway]], [[U.S. Highway 101]], [[17-Mile Drive]] || [[Eriesee]], [[Großer Salzsee]], [[Lake Powell]], [[Michigansee]], [[Yellowstone-Nationalpark|Yellowstone Lake]] |- | [[Bild:Flag of United Kingdom.svg|20px]] [[Vereinigtes Königreich]] || [[London]] || || |} Besuchte Inseln: [[Bali]], [[Borneo]], [[Fiji]], [[Hawaii]], [[Mauritius]], [[Seychellen]], [[Sulawesi]], [[Sumatra]], [[Vancouver Island]]. Meine Hauptaufgabe besteht zunächst darin, die obigen Rotlinks durch Artikelinhalte in Blaulinks zu verwandeln. == Neu verfasste Artikel == * [[Viktoriasee]] * [[Massai Mara]] * [[Seine]] * [[Amazonas (Fluss)]] * [[Transamazônica]] * [[National Highway 1]] * [[Interstate Highways]] * [[The Ghan]] * [[Dalton Highway]] * [[U.S. Highway 101]] * [[California State Route 1]] * [[Golden Gate Bridge]] * [[Alaska Route 3]] * [[Million Dollar Highway]] * [[Alaska Route 1]] * [[Alaska Route 4]] * [[Alaska Route 2]] * [[Rocky Mountaineer]] * [[Axenstraße]] * [[Alaska Railroad]] * [[Whitehorse]] * [[Yellowhead Highway]] * [[Blue Train]] * [[Transoceánica]] * [[Klondike Highway]] * [[BR-101]] * [[17-Mile Drive]] * [[Panoramastraße]] * [[Top of the World Highway]] * [[Andenbahn]] * [[Alaska Route 5]] * [[Corniche Inférieure]] * [[Lhasa-Bahn]] * [[BR-364]] * [[Reise]] * [[Milford Road]] * [[Chepe Express]] * [[Qinghai-Tibet Highway]] * [[Banff-Nationalpark]] * [[Petrified Forest-Nationalpark]] * 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1802313 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = [[File:AdamaHotels.jpg|mini|300px|Hotels an der Hauptstraße von Adama]] | Namen = Adama '''·''' Adaamaa '''·''' {{am|አዳማ}} <br /> Nazret '''·''' {{am|ናዝሬት}} }} '''Adaamaa''' oder '''Adama''' ({{amS|አዳማ}}), vormals zeitweilig auch ''Nazret'' ({{am|ናዝሬት}}), ist eine Groß- und Universitätsstadt in [[Zentraläthiopien]]. Sie ist ein beliebtes Wochenendziel für Einwohner von [[Addis Abeba]] und Austragungsort zahlreicher Konferenzen von Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen. == Hintergrund == {{Mapframe | 8.5249 | 39.2550 | zoom = 12 | width = 300 | height = 250 | name = Stadtplan von Adama }} Adama wurde unter {{Wikipedia | Haile Selassie | Q41178 }} in den 1940er-Jahren nach Nazareth, der Heimatstadt Jesu, in Nazret oder Nazreth umbenannt. 2000 erhielt die Stadt ihren ursprünglichen Namen Adama zurück, ist aber weiterhin auch unter dem Namen Nazret bekannt. Sie diente einige Jahre als Hauptstadt der Region Oromia, bis Addis Abeba, auch bekannt als Finfinne, im Jahr 2005 wieder Hauptstadt von Oromia wurde. Adama liegt auf 1600{{nnbsp}}m Höhe, etwa 750 Meter tiefer als Addis Abeba, mitten im ostäthiopischen Grabenbruch, auch Rift Valley, und daher ist es in Adama deutlich wärmer als Addis Abeba und andere Teile des äthiopischen Hochlands. Aufgrund seiner Lage zwischen zwei Gebirgsketten ist es zudem viel trockener, sodass es selbst inmitten in der Regenzeit viele Sonnentage gibt. Das daraus resultierende Klima ist ganzjährig sehr angenehm mit Tagestemperaturen von 25 bis 30{{nnbsp}}°C und Nachttemperaturen um die 15{{nnbsp}}°C. == Anreise == === Auf der Straße === Adama liegt etwa 100{{nnbsp}}km südöstlich von [[Addis Abeba]] an der Hauptstraße, die über [[Dire Dawa]] nach [[Dschibuti]] führt. Wenn man aus Addis Abeba anreisen wollen, fragen Sie bereits in Ihrer Unterkunft nach dem besten Weg nach Adama. Die Busse fahren nämlich nicht mehr vom Hauptbahnhof (Le Gare) im Stadtzentrum ab (anders als in manchen älteren Reiseführern angegeben). Der wichtigste Busbahnhof im Süden/Osten befindet sich ungünstig im Vorort ''Kality'', 10{{nnbsp}}km vom Stadtzentrum entfernt (und jenseits der südlichsten {{Wikipedia | LRT | Q2140646 }}-Station gleichen Namens). Die Fahrt mit einem überfüllten Minivan vom Stadtzentrum dauert etwa eine Stunde und kostet etwa 50–60{{nnbsp}}Birr (Stand 2019), mit dem Taxi hingegen wohl mindestens 300–350 Birr. Wenn man nach Adama reisen möchte, werd man wahrscheinlich gefragt, wohin man in Addis Abeba möchte. Einige der vorgeschlagenen Orte, wie z.{{nnbsp}}B. Megenagna, liegen sowohl viel näher am Stadtzentrum als auch in der Nähe der LRT-Station. Die Busse fahren nicht nach einem festen Fahrplan. Normalerweise wartet der Fahrer, bis der Bus voll besetzt ist. Das bedeutet, dass die Busse in der Regel mindestens einmal pro Stunde abfahren (Minibusse seltener). Achten Sie darauf, dass der Bus/Minibus, den Sie nehmen möchten, ein „Express“-Bus ist. Dieser fährt ohne Zwischenstopp über die (gut ausgebaute) Mautstraße zwischen Addis Abeba und Adama. So dauert die 80{{nnbsp}}km lange Fahrt zwischen dem Stadtrand von Addis Abeba und Adama etwas über eine Stunde – der Verkehr in Addis Abeba kann diese Zeit jedoch leicht verdoppeln. Nach dem erreichen von Adama wird der Minibus voraussichtlich einige Male auf der Hauptstraße anhalten, um einige Fahrgäste aussteigen zu lassen, bevor er im Stadtzentrum rechts abbiegt. Wählen Sie die Haltestelle, die dem Ort/Gebiet, an dem Sie übernachten möchten, am nächsten liegt, da der {{Marker | name = Busbahnhof | type = bus | lat = 8.52407 | long = 39.27853 }} einige Kilometer vom Zentrum entfernt ist. In der Nähe der Innenstadt ist ein {{Marker | name = neuer Busbahnhof | name-map = Neuer Busbahnhof | type = bus | lat = 8.54197 | long = 39.26376 }} entstanden. === Mit der Bahn === Die Bahnstrecke Addis Abeba–[[Dschibuti]] verläuft durch die Stadt. Täglich verkehren Züge in beide Richtungen. Der {{Marker | name = Bahnhof Adama | type = rail | lat = 8.50564 | long = 39.26452 }} befindet sich im Süden der Stadt. == Mobilität == Straßennamen und Adressen sind kaum erkennbar, sofern überhaupt welche vorhanden sind. Die Addis Abeba–Dire Dawa Road ist die Hauptverkehrsader der Stadt und für afrikanische Verhältnisse gut zu Fuß zu erkunden, zumindest im Stadtzentrum. Blau-weiße Taxis fahren feste Routen entlang der Hauptstraßen und kosten weniger als einen Birr pro Person und Fahrt. Sie nehmen unterwegs weitere Fahrgäste auf und lassen sie aussteigen. Es ist möglich, ein Taxi für private Zwecke („Vertrag“ genannt) zu einem höheren Preis zu mieten, der im Voraus vereinbart werden sollte. Ein Pferdewagen, Gari genannt, ist noch günstiger als ein öffentliches Taxi, obwohl diese seit den 2010er-Jahren weitgehend von Autorikschas (genannt „Bajaj“, nach ihrem indischen Hersteller) verdrängt wurden. Bajaj-Fahrer belästigen vorbeigehende Ausländer in der Regel nicht, aber einige versuchen möglicherweise bei der Ankunft, mehr zu verlangen als vorher vereinbart, z.{{nnbsp}}B. 100 Birr zum Busbahnhof statt 50{{nnbsp}}Birr. Fahrten innerhalb der Stadt sollten definitiv noch günstiger sein. == Sehenswürdigkeiten == === Kirchen === * {{vCard | name = St.-Gabriel-Kathedrale | alt = Kidus Gebriel | name-local = ቅዱስ ገብርኤል ቤተ ክርስትያን | type = cathedral | image = Kidus Gebriel Cathedral, Adama.jpg | lat = 8.53868 | long = 39.26596 | description = }} * {{vCard | name = St.-Maria-Kirche | alt = Kidist Mariam | type = church | image = SaintMaryAdama02.jpg | lat = 8.52805 | long = 39.23475 | description = }} * {{vCard | name = Kidane-Mehret-Kirche | name-local = ማርያም ቤ/ክርስቲያን | type = church | image = Adama Kidane Mehret 20250802 183942.jpg | lat = 8.54406 | long = 39.27519 | description = }} <gallery mode="packed" heights="167"> Kidus Gebriel Cathedral, Adama.jpg | St.-Gabriel-Kathedrale SaintMaryAdama02.jpg | St.-Maria-Kirche Adama Mariam 20250807 144815.jpg | Kuppel der St.-Maria-Kirche Adama Kidane Mehret 20250802 183942.jpg | Kidane-Mehret-Kirche </gallery> === Denkmäler === [[Image:The Oromia Martyrs Monument.jpg|mini|upright|Oromia-Märtyrer-Denkmal]] * {{vCard | name = Oromia-Märtyrer-Denkmal | type = memorial | image = The Oromia Martyrs Monument.jpg | lat = 8.53520 | long = 39.24209 | hours = täglich 8:00–18:00 | description = }} == Aktivitäten == * Erklimmen Sie die umliegenden reizvolle Berge, darunter den Kechema. == Einkaufen == == Küche == Das berühmte „Tibs“ oder „Kurt“, rohes oder gebratenes Rindfleisch, wird in den bekannten Restaurants der Stadt serviert, die sich auf die Zubereitung von gebratenen Rindfleischgerichten spezialisiert haben. Die kleinen Restaurants in der Hauptstraße sind preisgünstig. Die meist teureren Fleischgerichte kosten um die 100–120 Birr. Oft gibt es weder eine englische Speisekarte noch jemanden, der ausreichend Englisch spricht, um einem Ausländer zu helfen. Jedoch sind die Speisekarten in Oromo verfasst und verwenden, anders als Amharisch, lateinische Schriftzeichen. Die Namen unterscheiden sich jedoch deutlich von denen, die man aus Addis Abeba kennt. Es lohnt sich also, etwas zu recherchieren, wenn man authentische lokale (oder somalische) Spezialitäten probieren möchte. == Ausgehen == An und in der Nähe der Hauptstraße gibt es mehrere preisgünstige Bars (etwa 20{{nnbsp}}Birr pro Bierkrug), in denen man am Wochenende viele Besucher aus Addis Abeba beim Biertrinken antrifft. Einige schickere, clubähnliche Bars haben bis spät in die Nacht geöffnet. Aber abgesehen davon ist das Nachtleben in der Stadt eher ruhig. Wie in Äthiopien üblich, ist Kaffee ebenfalls günstig, gut und leicht zu finden. == Unterkunft == Entlang der Hauptstraße sind zahlreiche Hotels angesiedelt. In den Seitenstraßen abseits der Hauptstraße gibt es zudem viele preiswerte Pensionen. Viele davon sind englischsprachig ausgeschildert und/oder über Google Maps zu finden. An Wochenenden, wenn viele Besucher aus Addis Abeba nach Adama kommen, müssen Sie eventuell etwas suchen. Der Preis für ein sauberes Zimmer mit Warmwasserdusche und älterem Fernseher in einem für eine Pension recht ansehnlichen Gebäude lag im Juli 2019 bei 250–300 Birr. * {{vCard | name = Ayu International Hotel | type = hotel | subtype = 4 | phone = +251 (0)22 112 5723 | google-maps = 854570005981322569 | lat = 8.54029 | long = 39.26496 | description = }} * {{vCard | name = Caneth Rift Valley Hotel | alt = Kanet Hotel, {{am|ካኔት ሆቴል}} | type = hotel | subtype = 3 | address = an der der Addis Abeba–Dire Dawa Road | google-maps = 12410317434885774055 | lat = 8.53732 | long = 39.25303 | phone = +251 (0)22 441 2345, +251 (0)22 111 4444, +251 (0)22 111 2345 | mobile = +251 (0)93 478 4362 | email = riva@telecom.net.et | description = Das Hotel befindet sich in einem modernen, mehrstöckigen Gebäude, das jedoch Gebrauchsspuren aufweist (insbesondere an den Sanitäranlagen). Die Garten„suiten“ sind neuer und ruhiger. Es gibt ein Restaurant mit Außenterrasse sowie ein kleines Café und einen großen Innenhof (ideal für Hochzeiten, Bankette usw.). Gegenüber dem Hotel liegt eine Tankstelle, weswegen der Lkw-Verkehr zeitweise laut sein kann. Im Jahr 2019 kostete ein Zimmer für zwei Personen etwa 30 bis 35 US-Dollar pro Nacht. }} * {{vCard | name = Dire International Hotel | name-local = ድሬ ኢንተርናሽናል ሆቴል | type = hotel | subtype = 3 | url = https://direinthotel.com/ | phone = +251 (0)22 112 5252 | checkin = 14:00 | checkout = 11:00 | google-maps = 3141632311745261539 | lat = 8.53720 | long = 39.25146 | description = Mit Wellness, 4 Restaurants und 2 Bars. }} * {{vCard | name = Haile Resort - Adama | type = resort | subtype = 4 | url = https://hailehotelsandresorts.com/adama-resort/ | phone = +251 (0)22 211 4995 | mobile = +251 (0)96 837 3737 | checkin = 14:00 | checkout = 11:00 | google-maps = 3163608460556628608 | lat = 8.53338 | long = 39.24577 | description = }} * {{vCard | name = Kereyu Hill Resort | type = resort | subtype = 4 | phone = +251 (0)22 112 7080 | google-maps = 4682100290170610110 | lat = 8.52788 | long = 39.24156 | description = }} * {{vCard | name = ODA Resort & Hotel | type = hotel | url = https://odaresortandhotel.com/ | phone = +251 (0)22 212 6061, +251 (0)22 212 8088 | mobile = +251 (0)93 554 6765 | email = contactmanager@odaresortandhotel.com | google-maps = 8721258544743298378 | lat = 8.52777 | long = 39.26141 | description = An der Addis Abeba–Dire Dawa Road. Mit einem Swimmingpool, Essbereich und sogar einem Saal für Hochzeitsbankette. }} * {{vCard | name = Pan Afric Hotel | type = hotel | directions = an der Hauptstraße | phone = +251 (0)22 112 2720 | fax = +251 (0)22 112 6888 | google-maps = 14182470178279774619 | lat = 8.53892 | long = 39.25854 | description = Einfaches Hotel mit Restaurant, Zimmer mit TV. }} * {{vCard | name = Safari Lodge Adama | alt = {{am|ሳፋሪ ሎጅ}} | type = lodge | address = 1 Wereda 2, Adama | directions = ein paar Blocks südlich der Addis Ababa–Dire Dawa Road | google-maps = 16637092068772763156 | lat = 8.53758 | long = 39.25689 | phone = +251 (0)22 112 2011, +251 (0)22 112 2013 | email = leilaworku@hotmail.com | description = Ein recht neues Hotel mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis für westliche Verhältnisse. Die gepflegten Zimmer gruppieren sich um einen üppig begrünten Innenhof mit Swimmingpool und Aussichtsturm. Im Jahr 2004 kostete eine Suite mit zwei Zimmern und Doppelbett etwa 26 US-Dollar pro Nacht. Ein komplettes Abendessen im Hotelrestaurant kostete zwischen 3 und 6 US-Dollar pro Person. }} == Klima == In Adama herrscht tropisches Savannenklima. Die meisten Niederschläge fallen in den Sommermonaten Juli bis September. {{Klimatabelle |ort = Adama |sourcelink = [https://en.climate-data.org/africa/ethiopia/oromia/adama-2108/ climate-data.org] |sourcetext = &nbsp; |atjan=19|atfeb=20|atmar=22|atapr=22|atmai=22|atjun=22|atjul=21|ataug=21|atsep=21|atoct=20|atnov=19|atdec=18 |xtjan=27|xtfeb=28|xtmar=29|xtapr=30|xtmai=30|xtjun=29|xtjul=27|xtaug=26|xtsep=27|xtoct=28|xtnov=27|xtdec=26 |ntjan=11|ntfeb=13|ntmar=14|ntapr=15|ntmai=15|ntjun=15|ntjul=15|ntaug=15|ntsep=15|ntoct=12|ntnov=11|ntdec=11 |rmjan=11|rmfeb=22|rmmar=45|rmapr=58|rmmai=43|rmjun=74|rmjul=200|rmaug=210|rmsep=102|rmoct=24|rmnov=13|rmdec= 6 |rdjan= 0|rdfeb= 0|rdmar= 2|rdapr= 2|rdmai= 4|rdjun= 7|rdjul=15|rdaug=14|rdsep=10|rdoct= 3|rdnov= 1|rddec= 0 }} == Praktische Hinweise == === Telefon und Internet === Die meisten Festnetz-Telefonnummern in Adama haben die Ortsvorwahl 022 (oder einfach 22 von außerhalb Äthiopiens). Einige Nummern verwenden jedoch die Vorwahl 011 von Addis Abeba. Internetzugang ist in den meisten Hotels sowie in diversen Internetcafés verfügbar. Günstigere Pensionen bieten möglicherweise kein WLAN an. Seit 2019 nutzt Adama ADSL-Anschlüsse, die eine nutzbare, aber nicht schnelle Verbindung bieten. Mobiles 3G-Internet ist über Ethiotel verfügbar. Beide Verbindungsarten können zeitweise ausfallen. == Ausflüge == Adama liegt etwa 25{{nnbsp}}km nördlich des Kurorts [[Sodere]]. Minibusse bringen Fahrgäste für wenige Birr zum Ortseingang von Södere. Obwohl es in Södere ein großes Hotel gibt, eignet sich der Ort aufgrund der besseren Unterkünfte in Adama eher für Tagesausflüge. Der Swimmingpool des Sodere Resort Hotels wird aus heißen Quellen gespeist. Minibusse, die zu den weiter östlich gelegenen Orten fahren (von denen [[Harar]] für Reisende wahrscheinlich der interessanteste ist), halten gelegentlich an der Hauptstraße, um Fahrgäste aufzunehmen. Wählen Sie die richtige (südliche) Straßenseite und achten Sie auf jemanden, der den Namen der gewünschten Stadt ruft. Für die Fahrt nach [[Addis Abeba]] empfiehlt es sich, mit einem Bajaj zum Busbahnhof zu fahren, da die Minibusse, die die Hauptstraße entlangfahren, oft schon voll sind. Am Busbahnhof kann man dann bequem den gewünschten Zielbusbahnhof in Addis auswählen und so Zeit und/oder Geld für den Nahverkehr sparen. == Literatur == * {{Buch | Autor = Lindahl, Bernhard | Titel = [https://nai.uu.se/library/resources/thematic-resources/local-history-of-ethiopia.html Local history of Ethiopia] : [https://nai.uu.se/download/18.39fca04516faedec8b248e20/1580829013391/ORTNA05.pdf Naader - Neguz] | Ort = Uppsala | Verlag = The Nordic Africa Institute | Jahr = 2005 | Seiten = 6–13 | Kommentar = Internetpublikation. }} {{Class-2}} {{IstInKat|Zentraläthiopien}} {{GeoData | lat = 8.5249 | long = 39.2550 | zoom = 13 }} h1ti5exxgitm0pc1iqbnmidgro9fxfs 1802314 1802313 2026-09-06T12:05:57Z RolandUnger 3 1802314 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = [[File:AdamaHotels.jpg|mini|300px|Hotels an der Hauptstraße von Adama]] | Namen = {{om|Adaamaa}} '''·''' Adama '''·''' {{am|አዳማ}} <br /> Nazret '''·''' {{am|ናዝሬት}} }} '''{{om|Adaamaa}}''' oder '''Adama''' ({{amS|አዳማ}}), vormals zeitweilig auch ''Nazret'' ({{am|ናዝሬት}}), ist eine Groß- und Universitätsstadt in [[Zentraläthiopien]]. Sie ist ein beliebtes Wochenendziel für Einwohner von [[Addis Abeba]] und Austragungsort zahlreicher Konferenzen von Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen. == Hintergrund == {{Mapframe | 8.5249 | 39.2550 | zoom = 12 | width = 300 | height = 250 | name = Stadtplan von Adama }} Adama wurde unter {{Wikipedia | Haile Selassie | Q41178 }} in den 1940er-Jahren nach Nazareth, der Heimatstadt Jesu, in Nazret oder Nazreth umbenannt. 2000 erhielt die Stadt ihren ursprünglichen Namen Adama zurück, ist aber weiterhin auch unter dem Namen Nazret bekannt. Sie diente einige Jahre als Hauptstadt der Region Oromia, bis Addis Abeba, auch bekannt als Finfinne, im Jahr 2005 wieder Hauptstadt von Oromia wurde. Adama liegt auf 1600{{nnbsp}}m Höhe, etwa 750 Meter tiefer als Addis Abeba, mitten im ostäthiopischen Grabenbruch, auch Rift Valley, und daher ist es in Adama deutlich wärmer als Addis Abeba und andere Teile des äthiopischen Hochlands. Aufgrund seiner Lage zwischen zwei Gebirgsketten ist es zudem viel trockener, sodass es selbst inmitten in der Regenzeit viele Sonnentage gibt. Das daraus resultierende Klima ist ganzjährig sehr angenehm mit Tagestemperaturen von 25 bis 30{{nnbsp}}°C und Nachttemperaturen um die 15{{nnbsp}}°C. == Anreise == === Auf der Straße === Adama liegt etwa 100{{nnbsp}}km südöstlich von [[Addis Abeba]] an der Hauptstraße, die über [[Dire Dawa]] nach [[Dschibuti]] führt. Wenn man aus Addis Abeba anreisen wollen, fragen Sie bereits in Ihrer Unterkunft nach dem besten Weg nach Adama. Die Busse fahren nämlich nicht mehr vom Hauptbahnhof (Le Gare) im Stadtzentrum ab (anders als in manchen älteren Reiseführern angegeben). Der wichtigste Busbahnhof im Süden/Osten befindet sich ungünstig im Vorort ''Kality'', 10{{nnbsp}}km vom Stadtzentrum entfernt (und jenseits der südlichsten {{Wikipedia | LRT | Q2140646 }}-Station gleichen Namens). Die Fahrt mit einem überfüllten Minivan vom Stadtzentrum dauert etwa eine Stunde und kostet etwa 50–60{{nnbsp}}Birr (Stand 2019), mit dem Taxi hingegen wohl mindestens 300–350 Birr. Wenn man nach Adama reisen möchte, werd man wahrscheinlich gefragt, wohin man in Addis Abeba möchte. Einige der vorgeschlagenen Orte, wie z.{{nnbsp}}B. Megenagna, liegen sowohl viel näher am Stadtzentrum als auch in der Nähe der LRT-Station. Die Busse fahren nicht nach einem festen Fahrplan. Normalerweise wartet der Fahrer, bis der Bus voll besetzt ist. Das bedeutet, dass die Busse in der Regel mindestens einmal pro Stunde abfahren (Minibusse seltener). Achten Sie darauf, dass der Bus/Minibus, den Sie nehmen möchten, ein „Express“-Bus ist. Dieser fährt ohne Zwischenstopp über die (gut ausgebaute) Mautstraße zwischen Addis Abeba und Adama. So dauert die 80{{nnbsp}}km lange Fahrt zwischen dem Stadtrand von Addis Abeba und Adama etwas über eine Stunde – der Verkehr in Addis Abeba kann diese Zeit jedoch leicht verdoppeln. Nach dem erreichen von Adama wird der Minibus voraussichtlich einige Male auf der Hauptstraße anhalten, um einige Fahrgäste aussteigen zu lassen, bevor er im Stadtzentrum rechts abbiegt. Wählen Sie die Haltestelle, die dem Ort/Gebiet, an dem Sie übernachten möchten, am nächsten liegt, da der {{Marker | name = Busbahnhof | type = bus | lat = 8.52407 | long = 39.27853 }} einige Kilometer vom Zentrum entfernt ist. In der Nähe der Innenstadt ist ein {{Marker | name = neuer Busbahnhof | name-map = Neuer Busbahnhof | type = bus | lat = 8.54197 | long = 39.26376 }} entstanden. === Mit der Bahn === Die Bahnstrecke Addis Abeba–[[Dschibuti]] verläuft durch die Stadt. Täglich verkehren Züge in beide Richtungen. Der {{Marker | name = Bahnhof Adama | type = rail | lat = 8.50564 | long = 39.26452 }} befindet sich im Süden der Stadt. == Mobilität == Straßennamen und Adressen sind kaum erkennbar, sofern überhaupt welche vorhanden sind. Die Addis Abeba–Dire Dawa Road ist die Hauptverkehrsader der Stadt und für afrikanische Verhältnisse gut zu Fuß zu erkunden, zumindest im Stadtzentrum. Blau-weiße Taxis fahren feste Routen entlang der Hauptstraßen und kosten weniger als einen Birr pro Person und Fahrt. Sie nehmen unterwegs weitere Fahrgäste auf und lassen sie aussteigen. Es ist möglich, ein Taxi für private Zwecke („Vertrag“ genannt) zu einem höheren Preis zu mieten, der im Voraus vereinbart werden sollte. Ein Pferdewagen, Gari genannt, ist noch günstiger als ein öffentliches Taxi, obwohl diese seit den 2010er-Jahren weitgehend von Autorikschas (genannt „Bajaj“, nach ihrem indischen Hersteller) verdrängt wurden. Bajaj-Fahrer belästigen vorbeigehende Ausländer in der Regel nicht, aber einige versuchen möglicherweise bei der Ankunft, mehr zu verlangen als vorher vereinbart, z.{{nnbsp}}B. 100 Birr zum Busbahnhof statt 50{{nnbsp}}Birr. Fahrten innerhalb der Stadt sollten definitiv noch günstiger sein. == Sehenswürdigkeiten == === Kirchen === * {{vCard | name = St.-Gabriel-Kathedrale | alt = Kidus Gebriel | name-local = ቅዱስ ገብርኤል ቤተ ክርስትያን | type = cathedral | image = Kidus Gebriel Cathedral, Adama.jpg | lat = 8.53868 | long = 39.26596 | description = }} * {{vCard | name = St.-Maria-Kirche | alt = Kidist Mariam | type = church | image = SaintMaryAdama02.jpg | lat = 8.52805 | long = 39.23475 | description = }} * {{vCard | name = Kidane-Mehret-Kirche | name-local = ማርያም ቤ/ክርስቲያን | type = church | image = Adama Kidane Mehret 20250802 183942.jpg | lat = 8.54406 | long = 39.27519 | description = }} <gallery mode="packed" heights="167"> Kidus Gebriel Cathedral, Adama.jpg | St.-Gabriel-Kathedrale SaintMaryAdama02.jpg | St.-Maria-Kirche Adama Mariam 20250807 144815.jpg | Kuppel der St.-Maria-Kirche Adama Kidane Mehret 20250802 183942.jpg | Kidane-Mehret-Kirche </gallery> === Denkmäler === [[Image:The Oromia Martyrs Monument.jpg|mini|upright|Oromia-Märtyrer-Denkmal]] * {{vCard | name = Oromia-Märtyrer-Denkmal | type = memorial | image = The Oromia Martyrs Monument.jpg | lat = 8.53520 | long = 39.24209 | hours = täglich 8:00–18:00 | description = }} == Aktivitäten == * Erklimmen Sie die umliegenden reizvolle Berge, darunter den Kechema. == Einkaufen == == Küche == Das berühmte „Tibs“ oder „Kurt“, rohes oder gebratenes Rindfleisch, wird in den bekannten Restaurants der Stadt serviert, die sich auf die Zubereitung von gebratenen Rindfleischgerichten spezialisiert haben. Die kleinen Restaurants in der Hauptstraße sind preisgünstig. Die meist teureren Fleischgerichte kosten um die 100–120 Birr. Oft gibt es weder eine englische Speisekarte noch jemanden, der ausreichend Englisch spricht, um einem Ausländer zu helfen. Jedoch sind die Speisekarten in Oromo verfasst und verwenden, anders als Amharisch, lateinische Schriftzeichen. Die Namen unterscheiden sich jedoch deutlich von denen, die man aus Addis Abeba kennt. Es lohnt sich also, etwas zu recherchieren, wenn man authentische lokale (oder somalische) Spezialitäten probieren möchte. == Ausgehen == An und in der Nähe der Hauptstraße gibt es mehrere preisgünstige Bars (etwa 20{{nnbsp}}Birr pro Bierkrug), in denen man am Wochenende viele Besucher aus Addis Abeba beim Biertrinken antrifft. Einige schickere, clubähnliche Bars haben bis spät in die Nacht geöffnet. Aber abgesehen davon ist das Nachtleben in der Stadt eher ruhig. Wie in Äthiopien üblich, ist Kaffee ebenfalls günstig, gut und leicht zu finden. == Unterkunft == Entlang der Hauptstraße sind zahlreiche Hotels angesiedelt. In den Seitenstraßen abseits der Hauptstraße gibt es zudem viele preiswerte Pensionen. Viele davon sind englischsprachig ausgeschildert und/oder über Google Maps zu finden. An Wochenenden, wenn viele Besucher aus Addis Abeba nach Adama kommen, müssen Sie eventuell etwas suchen. Der Preis für ein sauberes Zimmer mit Warmwasserdusche und älterem Fernseher in einem für eine Pension recht ansehnlichen Gebäude lag im Juli 2019 bei 250–300 Birr. * {{vCard | name = Ayu International Hotel | type = hotel | subtype = 4 | phone = +251 (0)22 112 5723 | google-maps = 854570005981322569 | lat = 8.54029 | long = 39.26496 | description = }} * {{vCard | name = Caneth Rift Valley Hotel | alt = Kanet Hotel, {{am|ካኔት ሆቴል}} | type = hotel | subtype = 3 | address = an der der Addis Abeba–Dire Dawa Road | google-maps = 12410317434885774055 | lat = 8.53732 | long = 39.25303 | phone = +251 (0)22 441 2345, +251 (0)22 111 4444, +251 (0)22 111 2345 | mobile = +251 (0)93 478 4362 | email = riva@telecom.net.et | description = Das Hotel befindet sich in einem modernen, mehrstöckigen Gebäude, das jedoch Gebrauchsspuren aufweist (insbesondere an den Sanitäranlagen). Die Garten„suiten“ sind neuer und ruhiger. Es gibt ein Restaurant mit Außenterrasse sowie ein kleines Café und einen großen Innenhof (ideal für Hochzeiten, Bankette usw.). Gegenüber dem Hotel liegt eine Tankstelle, weswegen der Lkw-Verkehr zeitweise laut sein kann. Im Jahr 2019 kostete ein Zimmer für zwei Personen etwa 30 bis 35 US-Dollar pro Nacht. }} * {{vCard | name = Dire International Hotel | name-local = ድሬ ኢንተርናሽናል ሆቴል | type = hotel | subtype = 3 | url = https://direinthotel.com/ | phone = +251 (0)22 112 5252 | checkin = 14:00 | checkout = 11:00 | google-maps = 3141632311745261539 | lat = 8.53720 | long = 39.25146 | description = Mit Wellness, 4 Restaurants und 2 Bars. }} * {{vCard | name = Haile Resort - Adama | type = resort | subtype = 4 | url = https://hailehotelsandresorts.com/adama-resort/ | phone = +251 (0)22 211 4995 | mobile = +251 (0)96 837 3737 | checkin = 14:00 | checkout = 11:00 | google-maps = 3163608460556628608 | lat = 8.53338 | long = 39.24577 | description = }} * {{vCard | name = Kereyu Hill Resort | type = resort | subtype = 4 | phone = +251 (0)22 112 7080 | google-maps = 4682100290170610110 | lat = 8.52788 | long = 39.24156 | description = }} * {{vCard | name = ODA Resort & Hotel | type = hotel | url = https://odaresortandhotel.com/ | phone = +251 (0)22 212 6061, +251 (0)22 212 8088 | mobile = +251 (0)93 554 6765 | email = contactmanager@odaresortandhotel.com | google-maps = 8721258544743298378 | lat = 8.52777 | long = 39.26141 | description = An der Addis Abeba–Dire Dawa Road. Mit einem Swimmingpool, Essbereich und sogar einem Saal für Hochzeitsbankette. }} * {{vCard | name = Pan Afric Hotel | type = hotel | directions = an der Hauptstraße | phone = +251 (0)22 112 2720 | fax = +251 (0)22 112 6888 | google-maps = 14182470178279774619 | lat = 8.53892 | long = 39.25854 | description = Einfaches Hotel mit Restaurant, Zimmer mit TV. }} * {{vCard | name = Safari Lodge Adama | alt = {{am|ሳፋሪ ሎጅ}} | type = lodge | address = 1 Wereda 2, Adama | directions = ein paar Blocks südlich der Addis Ababa–Dire Dawa Road | google-maps = 16637092068772763156 | lat = 8.53758 | long = 39.25689 | phone = +251 (0)22 112 2011, +251 (0)22 112 2013 | email = leilaworku@hotmail.com | description = Ein recht neues Hotel mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis für westliche Verhältnisse. Die gepflegten Zimmer gruppieren sich um einen üppig begrünten Innenhof mit Swimmingpool und Aussichtsturm. Im Jahr 2004 kostete eine Suite mit zwei Zimmern und Doppelbett etwa 26 US-Dollar pro Nacht. Ein komplettes Abendessen im Hotelrestaurant kostete zwischen 3 und 6 US-Dollar pro Person. }} == Klima == In Adama herrscht tropisches Savannenklima. Die meisten Niederschläge fallen in den Sommermonaten Juli bis September. {{Klimatabelle |ort = Adama |sourcelink = [https://en.climate-data.org/africa/ethiopia/oromia/adama-2108/ climate-data.org] |sourcetext = &nbsp; |atjan=19|atfeb=20|atmar=22|atapr=22|atmai=22|atjun=22|atjul=21|ataug=21|atsep=21|atoct=20|atnov=19|atdec=18 |xtjan=27|xtfeb=28|xtmar=29|xtapr=30|xtmai=30|xtjun=29|xtjul=27|xtaug=26|xtsep=27|xtoct=28|xtnov=27|xtdec=26 |ntjan=11|ntfeb=13|ntmar=14|ntapr=15|ntmai=15|ntjun=15|ntjul=15|ntaug=15|ntsep=15|ntoct=12|ntnov=11|ntdec=11 |rmjan=11|rmfeb=22|rmmar=45|rmapr=58|rmmai=43|rmjun=74|rmjul=200|rmaug=210|rmsep=102|rmoct=24|rmnov=13|rmdec= 6 |rdjan= 0|rdfeb= 0|rdmar= 2|rdapr= 2|rdmai= 4|rdjun= 7|rdjul=15|rdaug=14|rdsep=10|rdoct= 3|rdnov= 1|rddec= 0 }} == Praktische Hinweise == === Telefon und Internet === Die meisten Festnetz-Telefonnummern in Adama haben die Ortsvorwahl 022 (oder einfach 22 von außerhalb Äthiopiens). Einige Nummern verwenden jedoch die Vorwahl 011 von Addis Abeba. Internetzugang ist in den meisten Hotels sowie in diversen Internetcafés verfügbar. Günstigere Pensionen bieten möglicherweise kein WLAN an. Seit 2019 nutzt Adama ADSL-Anschlüsse, die eine nutzbare, aber nicht schnelle Verbindung bieten. Mobiles 3G-Internet ist über Ethiotel verfügbar. Beide Verbindungsarten können zeitweise ausfallen. == Ausflüge == Adama liegt etwa 25{{nnbsp}}km nördlich des Kurorts [[Sodere]]. Minibusse bringen Fahrgäste für wenige Birr zum Ortseingang von Södere. Obwohl es in Södere ein großes Hotel gibt, eignet sich der Ort aufgrund der besseren Unterkünfte in Adama eher für Tagesausflüge. Der Swimmingpool des Sodere Resort Hotels wird aus heißen Quellen gespeist. Minibusse, die zu den weiter östlich gelegenen Orten fahren (von denen [[Harar]] für Reisende wahrscheinlich der interessanteste ist), halten gelegentlich an der Hauptstraße, um Fahrgäste aufzunehmen. Wählen Sie die richtige (südliche) Straßenseite und achten Sie auf jemanden, der den Namen der gewünschten Stadt ruft. Für die Fahrt nach [[Addis Abeba]] empfiehlt es sich, mit einem Bajaj zum Busbahnhof zu fahren, da die Minibusse, die die Hauptstraße entlangfahren, oft schon voll sind. Am Busbahnhof kann man dann bequem den gewünschten Zielbusbahnhof in Addis auswählen und so Zeit und/oder Geld für den Nahverkehr sparen. == Literatur == * {{Buch | Autor = Lindahl, Bernhard | Titel = [https://nai.uu.se/library/resources/thematic-resources/local-history-of-ethiopia.html Local history of Ethiopia] : [https://nai.uu.se/download/18.39fca04516faedec8b248e20/1580829013391/ORTNA05.pdf Naader - Neguz] | Ort = Uppsala | Verlag = The Nordic Africa Institute | Jahr = 2005 | Seiten = 6–13 | Kommentar = Internetpublikation. }} {{Class-2}} {{IstInKat|Zentraläthiopien}} {{GeoData | lat = 8.5249 | long = 39.2550 | zoom = 13 }} eh4rkpr8qz4td2qyl1697y5vv1u09xp Wschowa 0 129347 1802315 1801920 2026-09-06T12:33:39Z DerFussi 6 /* Sehenswürdigkeiten */ VCards für beide Friedhöfe 1802315 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort}} '''Wschowa''' ({{Audio|Wschowa-audio.ogg|anhören}}) (deutsch: ''Fraustadt'') ist die Kreisstadt des Powiat Wschowski und Sitz der Stadt- und Landgemeinde Wschowa in der Woiwodschaft [[Lebus]] (''Leubus'') in Polen. Die Stadt liegt etwa 80 Kilometer östlich von [[Zielona Góra]] (''Grünberg in Schlesien''). Benachbarte größere Orte sind im Osten [[Leszno]] (''Lissa'') und im Südwesten [[Głogów]] (''Glogau''). == Hintergrund == {{Mapframe | lat= 51.8040134 | long= 16.3169410 | zoom= 13 }} [[File:Fraustadt.jpg|thumb|{{ Wikipedia | name= Schlacht bei Fraustadt | wikidata= Q694068}} 1706]] Die Stadt wurde um 1250 nach {{ Wikipedia | name= Magdeburger Recht | wikidata= Q163725 }} in einem zwischen [[Schlesien]] und [[Großpolen]] umstrittenen Gebiet von deutschen Kolonisten gegründet. Schon im 12. Jahrhundert soll die Bevölkerung der Ortschaft deutsch gewesen sein.<ref name="HW">{{ Literatur | Autor= Heinrich Wuttke | Titel= Städtebuch des Landes Posen. Codex diplomaticus: Allgemeine Geschichte der Städte im Lande Posen. Geschichtliche Nachrichten von 149 einzelnen Städten | Verlag= Fries | Ort= Leipzig| Datum= 1864 | Seiten= 294–310 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294 }}</ref> Die Siedlung entwickelte sich vermutlich an einer Grenzburg. Nach Meyers Lexikon wurde Fraustadt von Schlesiern angelegt und dem {{ Wikipedia | name= Herzogtum Glogau | wikidata= Q684501}} eingegliedert.<ref name="Meyers">{{ Literatur | Titel= Meyers Großes Konversations-Lexikon | Auflage= 6. Auflage | Band= 7 | Ort= Leipzig/Wien | Datum= 1907 | URL= http://www.zeno.org/Meyers-1905/K/meyers-1905-007-0049 | Seiten= 49 }}</ref> Die erste nachweisliche Nennung des Ortes als „Veschow“ datiert auf das Jahr 1248. Die erste Nennung als „Frowenstat Civitas“ stammt aus dem Jahre 1290. Bis 1343 wechselte der Besitz häufig, dann wurde das Fraustädter Land vom polnischen König Kasimir III. erobert und Fraustadt als unmittelbar dem König unterstellte {{ Wikipedia | name= Immediatstadt | wikidata= Q22865}} privilegiert. Das Fraustädter Land wurde ein eigenständiges Verwaltungsgebiet (''Ziemia''). Dennoch kam es zu wiederholten Versuchen der von Deutschen bewohnten Stadt, wieder mit dem benachbarten schlesischen Herzogtum Glogau vereint zu werden.<ref name=":0">{{ Literatur | Autor= Heinrich Wuttke | Titel=''Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis'' | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 296 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> König Władysław II. Jagiełło bestimmte 1426, dass gegen Fraustadt „kein polnisches Recht gelten“ sollte.<ref name=":0" /> Im 16. Jahrhundert gehörte Fraustadt durch seine weitgehend deutsche Bürgerschaft zu den Hochburgen des Protestantismus in Polen. Während der Reformation war 1555 nach der Erklärung des Kaisers Ferdinand I. die erste deutsche Messe gefeiert worden. 1552 war die Stelle des deutschen Predigers einem Protestanten übertragen worden.<ref>{{Zeitschrift | Autor = Sabisch, Alfred | Titel = Schulz, J.: Zur Geschichte von Schwetzkau | Zeitschrift = Zeitschrift für Kirchengeschichte | ISSN = 0044-2925 | Band = 85 | Nummer = 1 | Jahr = 1974 | Seiten = 114-116, insbesondere S. 115 | DOI = 10.60861/zkg.v85i1.62052 }}</ref> Die wichtigsten Vertreter des Protestantismus in Fraustadt waren die Pastoren Valerius Herberger (1562–1627) und Samuel Friedrich Lauterbach (1662–1728) sowie der Schriftsteller und Schulleiter Christian Gryphius (1649–1706). Als königliche Stadt unterstand sie einem königlich polnischen {{ Wikipedia | name= Starosten | wikidata= Q7231714}}. Nach der lutherischen Familie von Gorka wurden nur noch Katholiken Starosten, die Stadtpfarrkirche musste auf königlichen Befehl 1604 wieder an die römisch-katholische Kirche zurückgegeben werden. Zugleich wurde die Erlaubnis erteilt, für die Lutheraner eine eigene Kirche erbauen zu dürfen. Davon machte Pastor Valerius Herberger Gebrauch und ließ als neue Kirche das „[[#vCard_Q29653992|Kripplein Christi]]“ errichten.<ref>{{Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 303 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Trotz der Gegenreformation blieb Polen tolerant und nahm protestantische Glaubensflüchtlinge aus Schlesien auf. Der Starost Hieronimus Radomicki stiftete 1633 wegen des großen Andrangs die Neustadt nach Magdeburger Recht. Damit bestand Fraustadt aus der Altstadt mit zwei Vorstädten (''Glogauer'' und ''Polnische''), der Neustadt und den zwei Kämmereidörfern Nieder- und Oberpritschen. Im {{ Wikipedia | name= Großen Nordischen Krieg | wikidata= Q151616}} trafen in der {{ Wikipedia | name= Schlacht bei Fraustadt | wikidata= Q694068 }} am 13. Februar 1706 die schwedische und die sächsisch-russische Armee aufeinander. In der Schlacht, die nur zwei Stunden dauerte, verloren die sächsisch-russischen Verbündeten über 6000 Tote und Verwundete, 8000 Gefangene und 29 Kanonen, während die Schweden nur 400 Tote und 1000 Verwundete zu beklagen hatten.<ref name="Meyers" /> Während der Herrschaft des sächsischen {{ Wikipedia | name= Hauses Wettin | wikidata= Q152909 }} in Polen wurden in Fraustadt Sitzungen des Senates der Republik abgehalten (die erste 1699), zweimal (1755, 1773) wurde hier eine türkische Gesandtschaft empfangen. Mehrmals wurde Fraustadt von der Pest heimgesucht: 1568 fielen ihr 1100 Menschen zum Opfer, 1613 waren es 2125 Opfer.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 302 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Mit der Zweiten Teilung Polens kam Fraustadt 1795 an Preußen und wurde 1816 Kreisstadt des Landkreises Fraustadt an der südwestlichen Grenze der {{ Wikipedia | name= Provinz Posen | wikidata= Q635253 }}. Ab 1826 gab es eine lutherische, eine katholische und eine israelitische Elementarschule. Unterrichtssprache war in allen drei Elementarschulen Deutsch.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 310 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Eine polnische Schule gab es mangels polnischer Bevölkerung nicht. 1840 zählte die Stadt 5303 Einwohner, von denen 568 Juden waren. Obwohl es für sie ein Niederlassungsverbot gab, das zuletzt 1768 von König Stanislaus II. August bekräftigt worden war, konnten sich einige Familien im Ort festsetzen. Mit der Angliederung an Preußen fielen alle Niederlassungsbeschränkungen für Juden, was zu einem raschen Zuzug führte. Die Zahl fluktuierte jedoch stark.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 308ff | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Während der polnischen Erhebung in anderen Teilen der preußischen Provinz Posen im Frühjahr 1848 verlangte die Stadt, für den Fall einer Abtrennung der von Polen bewohnten Teile der Provinz, ihre weitere Zugehörigkeit zum Deutschen Bund eventuell durch Anschluss an die angrenzende {{ Wikipedia | name= Provinz Schlesien | wikidata= Q675032 }}.<ref>{{ Literatur | Autor= von Janta-Polczynski, Ludwig | Titel= Die polnische Insurrektion in Posen im Frühjahr 1848 | Ort= Glogau | Datum= 1849 | URL= https://books.google.de/books?id=B15KAAAAcAAJ&pg=PA41 | Seiten= 41 }}</ref> Fraustadt wurde auch Standort einer preußischen Garnison. Deren hier stationierter, bekanntester Soldat war Paul von Hindenburg; er diente hier als Kompaniechef von 1884 bis 1885. Unter Preußen setzte im Zuge der wirtschaftlichen Entwicklung auch ein Zuzug von Polen ein: 1871 zählte Fraustadt 6515 Einwohner (4100 Evangelische, 2050 Katholische, 350 Juden), darunter 410 (oder 6,3 %) Polen.<ref>{{ Literatur | Autor= Neumann, Gustav | Titel= Das deutsche Reich in geographischer, statistischer und topographischer Beziehung | Band= 2 | Auflage= 2 | Verlag= Müller | Ort= Berlin | Datum= 1874 | Seiten= 145 | URL= https://books.google.de/books?id=mx5fAAAAcAAJ&pg=PA145&q=Fraustadt+Polen+Deutsche+Polen#v=onepage&q=Fraustadt%20Polen%20Deutsche%20Polen&f=false }}</ref> Bis 1901 war der deutsche Bevölkerungsanteil auf 72,2&#x202F;% zurückgegangen, während der polnische Anteil durch Zuzug und eine höhere Geburtenrate auf 27,8&#x202F;% angewachsen war.<ref>{{ Literatur | Hrsg= Königliches Preussisches Statistisches Landesamt in Berlin | Titel= Preussische Statistik: (Amtliches Quellenwerk) | Verlag= Verlag der Königlichen Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei (R. Decker) | Ort= Berlin | Datum= 1905 | Seiten= 142 | URL= https://books.google.de/books?id=Y1hDAQAAMAAJ&q=Fraustadt+Polen+Deutsche+Prozent }}</ref> Um 1910 hatte Fraustadt zwei evangelische und zwei katholische Pfarrkirchen, eine evangelisch-lutherische Kapelle, eine Synagoge und an Bildungseinrichtungen ein Gymnasium, ein Lyzeum, eine Präparandenanstalt und eine landwirtschaftliche, gewerbliche sowie kaufmännische Fortbildungsschule.<ref name="mgaz">{{ Literatur | Titel= Fraustadt, Regierungsbezirk Posen, Provinz Posen | Zeitschrift= Meyers Gazetteer | Kommentar= mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Fraustadt | Jahr= 1912 | URL= https://www.meyersgaz.org/place/10505026 }}</ref> Nach dem Ersten Weltkrieg, dem Versailler Vertrag und der Grenzziehung von 1920 verlor Fraustadt sein Hinterland und ein wirtschaftlicher Niedergang setzte ein. Um 1935 hatte Fraustadt unter anderem drei Hotels, elf Gasthöfe und Restaurants, vier Bankhäuser, zwei Bierbrauereien, eine Branntweinbrennerei, eine Buchdruckerei, drei Destillationen und Likörfabriken, eine Melassefutterfabrik, eine Mineralwasserfabrik, eine Möbelfabrik, eine Molkerei, fünf Mühlen, zehn Viehhandlungen, einen Wagenbauer, eine Wollwarenfabrik, zwei Zeitungsverlage, eine Zementwarenfabrik, eine Zuckerfabrik und zahlreiche Einzelhändler, Dienstleister, sowie Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe.<ref>{{ Literatur | Titel= Klockhaus’ kaufmännisches Handels- und Gewerbe-Adressbuch des Deutschen Reichs für Industrie, Handwerk, Handel und Gewerbe, 2. Teil, ''Provinz Ober-Schlesien | Band= 1&#x202F;B | Ort= Berlin | Jahr= 1935 | Seiten= 1935–1936 | URL= https://books.google.de/books?id=RAsCqWnOcqAC&pg=RA24-PA23 }}</ref> Bis 1938 hatte die Stadt zur {{ Wikipedia | name= Provinz Niederschlesien | wikidata= Q700812 }} gehört, die am 1. April 1938 mit der Provinz Oberschlesien zur Provinz Schlesien zusammengeschlossen wurde.<ref>[http://www.territorial.de/ndschles/prndrsl.htm ''Provinz Niederschlesien''] (Territorial.de)</ref> Nach dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939 wurde die Region um Fraustadt zum Schauplatz der einzigen polnischen Gegenoffensive auf deutsches Territorium. Am 2. September 1939 erfolgte ein Störangriff polnischer Truppen auf das deutsche Grenzgebiet bis hin zum Stadtrand von Fraustadt samt Artilleriefeuer auf die deutschen Stellungen. Daraus folgte die Gefangennahme einiger deutscher Soldaten und die Vertreibung weiterer dort garnisonierter Truppenteile. Der Angriff wurde auf Anweisung des polnischen Oberkommandos noch am selben Abend eingestellt. Das polnische Regiment zog sich hinter die Grenze zurück, um zur polnischen Verteidigung beizutragen.<ref> {{ Internet | Autor= Felton, Mark | url= https://www.youtube.com/watch?v=sP79RBS5uFc | Titel= The POLISH Invasion of Germany 1939 | Abruf=2021-12-28 }}</ref> Im Jahr 1945 war Fraustadt Kreisstadt im {{ Wikipedia | name= Regierungsbezirk Liegnitz | wikidata= Q205816 }} der preußischen Provinz Schlesien des Deutschen Reichs.<ref name="MR">{{ Internet | Autor= Michael Rademacher | Titel= Fraustadt. Online-Material zur Dissertation | Ort= Osnabrück | Jahr= 2006 | Website= eirenicon.com | Website-URL= https://www.eirenicon.com | URL= https://www.eirenicon.com/rademacher/www.verwaltungsgeschichte.de/fraustadt.html | Abruf= 2026-09-02 }}</ref> Nach Besetzung durch die Rote Armee und Beendigung der Kampfhandlungen des Zweiten Weltkriegs wurde Fraustadt 1945 mit dem größten Teil Schlesiens von der Sowjetunion der Volksrepublik Polen zur Verwaltung überlassen, die Fraustadt in ''Wschowa'' umbenannte. Die deutschen Einwohner wurden – soweit sie nicht vorher geflohen waren – vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner waren teilweise Zwangsumgesiedelte aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war. Seit 2001 ist die Stadt Kreisstadt in der Woiwodschaft [[Lebus]]. == Anreise == [[File:2014-wschowa-stacja-kolejowa-abri.jpg|thumb|Bahnhof]] * Durch den Ort führt die [[Droga krajowa 12|Landesstraße DK12]]. * Wschowa liegt an der {{ Wikipedia | name= Bahnstrecke Łódź–Forst (Lausitz) | wikidata= Q11757154 }}. Im {{ Marker | name= Bahnhof Wschowa | type= train | wikidata= Q2846698 }} zweigte die Bahnstrecke Wschowa–Lipinka Głogowska ab. Es bestehen Zugverbindungen mit [[Głogów]] und [[Leszno]]. == Sehenswürdigkeiten == {{Scroll Gallery | Wschowa ratusz.jpg|Rathaus | Wschowa kościół farny.jpg|Stanislauskirche | !-2014-wschowa-kripplein-kosciol-abri.jpg|Kripplein-Jesu-Kirche | 20160606 wschowa rynek 05-8e-mk-a.jpg|Marktplatz | !-Wschowa-plac-zamkowy-abri-2013.jpg|Schlossplatz | Wschowa Ratusz.jpg|Altstadt | Wschowa klasztor franciszkanów 8.jpg|Josephskirche | !-20110414-abri-wschowa-kosciol-ul-kopernika.jpg|Dreifaltigkeitskirche | Wschowa kościół farny 3.jpg|Stadtmauer | Wschowa kaplica grobowa rodziny Teschner.jpg|evangelischer Friedhof }} * {{vCard | name = Rathaus | type = town hall | wikidata = Q9304654 | description = aus dem 16. Jahrhundert, 1860 umgebaut. }} * {{vCard | name = Kirche Saint Stanislaus | type = church | wikidata = Q11747437 | description= Pfarrkirche unter dem Patrozinium des hl. Bischofs und Märtyrers Stanislaus und der Mariä Himmelfahrt, gotisch, aus dem 15. Jahrhundert, nach dem Brand von 1685 zwischen 1720 und 1726 umgebaut }} * {{vCard | name = Kirche Kripplein Christi | type = church | wikidata = Q29653992 | description= Ehemalige evangelische Kirche von 1604, nach einem Brand 1647 wieder errichtet. }} * {{ VCard | before= Gebäudekomplex des | name= Franziskanerklosters | type = monastery | wikidata= Q11739794 | description= mit St.-Josef-Kirche, 1638–1646 erbaut, später mehrfach umgebaut }} * {{vCard | name = Dreifaltigkeitskirche | type = church | wikidata = Q29653990 | description = erbaut von 1837 bis 1839 nach Entwurf Karl Friedrich Schinkels aus dem Jahr 1825 als Hallenbau auf rechteckigem Grundriss mit zweitürmiger Fassade. Ursprünglich war es eine evangelische Kirche, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs als Lagerhaus genutzt wurde. Anfang der 1990er Jahre wurde die Kirche der Pfarrei St. Stanislaus zugeordnet und ist seitdem eine Filialkirche }} * Stadtmauern aus dem 15. und 16. Jahrhundert * barockes Jesuitenkloster * Springbrunnen am Markt * romantischer Stadtpark * {{vCard|name=Evangelischer Friedhof von 1609|wikidata=|type=|address=|phone=|email=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|name=jüdischer Friedhof|wikidata=|type=|address=|phone=|email=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} == Aktivitäten == == Einkaufen == == Nachtleben == == Unterkunft == == Ausflüge == == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} {{Navigationsleiste Lebus Orte}} == Einzelnachweise == <references /> {{GeoData | lat= 51.8040134 | long= 16.3169410 | radius= 5000 }} {{IstInKat|Lebus}} {{Class-2}} 7g2brith7aw0pdvglxkmtkruld509pn 1802316 1802315 2026-09-06T12:36:31Z DerFussi 6 /* Sehenswürdigkeiten */ Geänderte vCard für jüdischer Friedhof – +WD 1802316 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort}} '''Wschowa''' ({{Audio|Wschowa-audio.ogg|anhören}}) (deutsch: ''Fraustadt'') ist die Kreisstadt des Powiat Wschowski und Sitz der Stadt- und Landgemeinde Wschowa in der Woiwodschaft [[Lebus]] (''Leubus'') in Polen. Die Stadt liegt etwa 80 Kilometer östlich von [[Zielona Góra]] (''Grünberg in Schlesien''). Benachbarte größere Orte sind im Osten [[Leszno]] (''Lissa'') und im Südwesten [[Głogów]] (''Glogau''). == Hintergrund == {{Mapframe | lat= 51.8040134 | long= 16.3169410 | zoom= 13 }} [[File:Fraustadt.jpg|thumb|{{ Wikipedia | name= Schlacht bei Fraustadt | wikidata= Q694068}} 1706]] Die Stadt wurde um 1250 nach {{ Wikipedia | name= Magdeburger Recht | wikidata= Q163725 }} in einem zwischen [[Schlesien]] und [[Großpolen]] umstrittenen Gebiet von deutschen Kolonisten gegründet. Schon im 12. Jahrhundert soll die Bevölkerung der Ortschaft deutsch gewesen sein.<ref name="HW">{{ Literatur | Autor= Heinrich Wuttke | Titel= Städtebuch des Landes Posen. Codex diplomaticus: Allgemeine Geschichte der Städte im Lande Posen. Geschichtliche Nachrichten von 149 einzelnen Städten | Verlag= Fries | Ort= Leipzig| Datum= 1864 | Seiten= 294–310 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294 }}</ref> Die Siedlung entwickelte sich vermutlich an einer Grenzburg. Nach Meyers Lexikon wurde Fraustadt von Schlesiern angelegt und dem {{ Wikipedia | name= Herzogtum Glogau | wikidata= Q684501}} eingegliedert.<ref name="Meyers">{{ Literatur | Titel= Meyers Großes Konversations-Lexikon | Auflage= 6. Auflage | Band= 7 | Ort= Leipzig/Wien | Datum= 1907 | URL= http://www.zeno.org/Meyers-1905/K/meyers-1905-007-0049 | Seiten= 49 }}</ref> Die erste nachweisliche Nennung des Ortes als „Veschow“ datiert auf das Jahr 1248. Die erste Nennung als „Frowenstat Civitas“ stammt aus dem Jahre 1290. Bis 1343 wechselte der Besitz häufig, dann wurde das Fraustädter Land vom polnischen König Kasimir III. erobert und Fraustadt als unmittelbar dem König unterstellte {{ Wikipedia | name= Immediatstadt | wikidata= Q22865}} privilegiert. Das Fraustädter Land wurde ein eigenständiges Verwaltungsgebiet (''Ziemia''). Dennoch kam es zu wiederholten Versuchen der von Deutschen bewohnten Stadt, wieder mit dem benachbarten schlesischen Herzogtum Glogau vereint zu werden.<ref name=":0">{{ Literatur | Autor= Heinrich Wuttke | Titel=''Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis'' | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 296 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> König Władysław II. Jagiełło bestimmte 1426, dass gegen Fraustadt „kein polnisches Recht gelten“ sollte.<ref name=":0" /> Im 16. Jahrhundert gehörte Fraustadt durch seine weitgehend deutsche Bürgerschaft zu den Hochburgen des Protestantismus in Polen. Während der Reformation war 1555 nach der Erklärung des Kaisers Ferdinand I. die erste deutsche Messe gefeiert worden. 1552 war die Stelle des deutschen Predigers einem Protestanten übertragen worden.<ref>{{Zeitschrift | Autor = Sabisch, Alfred | Titel = Schulz, J.: Zur Geschichte von Schwetzkau | Zeitschrift = Zeitschrift für Kirchengeschichte | ISSN = 0044-2925 | Band = 85 | Nummer = 1 | Jahr = 1974 | Seiten = 114-116, insbesondere S. 115 | DOI = 10.60861/zkg.v85i1.62052 }}</ref> Die wichtigsten Vertreter des Protestantismus in Fraustadt waren die Pastoren Valerius Herberger (1562–1627) und Samuel Friedrich Lauterbach (1662–1728) sowie der Schriftsteller und Schulleiter Christian Gryphius (1649–1706). Als königliche Stadt unterstand sie einem königlich polnischen {{ Wikipedia | name= Starosten | wikidata= Q7231714}}. Nach der lutherischen Familie von Gorka wurden nur noch Katholiken Starosten, die Stadtpfarrkirche musste auf königlichen Befehl 1604 wieder an die römisch-katholische Kirche zurückgegeben werden. Zugleich wurde die Erlaubnis erteilt, für die Lutheraner eine eigene Kirche erbauen zu dürfen. Davon machte Pastor Valerius Herberger Gebrauch und ließ als neue Kirche das „[[#vCard_Q29653992|Kripplein Christi]]“ errichten.<ref>{{Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 303 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Trotz der Gegenreformation blieb Polen tolerant und nahm protestantische Glaubensflüchtlinge aus Schlesien auf. Der Starost Hieronimus Radomicki stiftete 1633 wegen des großen Andrangs die Neustadt nach Magdeburger Recht. Damit bestand Fraustadt aus der Altstadt mit zwei Vorstädten (''Glogauer'' und ''Polnische''), der Neustadt und den zwei Kämmereidörfern Nieder- und Oberpritschen. Im {{ Wikipedia | name= Großen Nordischen Krieg | wikidata= Q151616}} trafen in der {{ Wikipedia | name= Schlacht bei Fraustadt | wikidata= Q694068 }} am 13. Februar 1706 die schwedische und die sächsisch-russische Armee aufeinander. In der Schlacht, die nur zwei Stunden dauerte, verloren die sächsisch-russischen Verbündeten über 6000 Tote und Verwundete, 8000 Gefangene und 29 Kanonen, während die Schweden nur 400 Tote und 1000 Verwundete zu beklagen hatten.<ref name="Meyers" /> Während der Herrschaft des sächsischen {{ Wikipedia | name= Hauses Wettin | wikidata= Q152909 }} in Polen wurden in Fraustadt Sitzungen des Senates der Republik abgehalten (die erste 1699), zweimal (1755, 1773) wurde hier eine türkische Gesandtschaft empfangen. Mehrmals wurde Fraustadt von der Pest heimgesucht: 1568 fielen ihr 1100 Menschen zum Opfer, 1613 waren es 2125 Opfer.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 302 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Mit der Zweiten Teilung Polens kam Fraustadt 1795 an Preußen und wurde 1816 Kreisstadt des Landkreises Fraustadt an der südwestlichen Grenze der {{ Wikipedia | name= Provinz Posen | wikidata= Q635253 }}. Ab 1826 gab es eine lutherische, eine katholische und eine israelitische Elementarschule. Unterrichtssprache war in allen drei Elementarschulen Deutsch.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 310 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Eine polnische Schule gab es mangels polnischer Bevölkerung nicht. 1840 zählte die Stadt 5303 Einwohner, von denen 568 Juden waren. Obwohl es für sie ein Niederlassungsverbot gab, das zuletzt 1768 von König Stanislaus II. August bekräftigt worden war, konnten sich einige Familien im Ort festsetzen. Mit der Angliederung an Preußen fielen alle Niederlassungsbeschränkungen für Juden, was zu einem raschen Zuzug führte. Die Zahl fluktuierte jedoch stark.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 308ff | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Während der polnischen Erhebung in anderen Teilen der preußischen Provinz Posen im Frühjahr 1848 verlangte die Stadt, für den Fall einer Abtrennung der von Polen bewohnten Teile der Provinz, ihre weitere Zugehörigkeit zum Deutschen Bund eventuell durch Anschluss an die angrenzende {{ Wikipedia | name= Provinz Schlesien | wikidata= Q675032 }}.<ref>{{ Literatur | Autor= von Janta-Polczynski, Ludwig | Titel= Die polnische Insurrektion in Posen im Frühjahr 1848 | Ort= Glogau | Datum= 1849 | URL= https://books.google.de/books?id=B15KAAAAcAAJ&pg=PA41 | Seiten= 41 }}</ref> Fraustadt wurde auch Standort einer preußischen Garnison. Deren hier stationierter, bekanntester Soldat war Paul von Hindenburg; er diente hier als Kompaniechef von 1884 bis 1885. Unter Preußen setzte im Zuge der wirtschaftlichen Entwicklung auch ein Zuzug von Polen ein: 1871 zählte Fraustadt 6515 Einwohner (4100 Evangelische, 2050 Katholische, 350 Juden), darunter 410 (oder 6,3 %) Polen.<ref>{{ Literatur | Autor= Neumann, Gustav | Titel= Das deutsche Reich in geographischer, statistischer und topographischer Beziehung | Band= 2 | Auflage= 2 | Verlag= Müller | Ort= Berlin | Datum= 1874 | Seiten= 145 | URL= https://books.google.de/books?id=mx5fAAAAcAAJ&pg=PA145&q=Fraustadt+Polen+Deutsche+Polen#v=onepage&q=Fraustadt%20Polen%20Deutsche%20Polen&f=false }}</ref> Bis 1901 war der deutsche Bevölkerungsanteil auf 72,2&#x202F;% zurückgegangen, während der polnische Anteil durch Zuzug und eine höhere Geburtenrate auf 27,8&#x202F;% angewachsen war.<ref>{{ Literatur | Hrsg= Königliches Preussisches Statistisches Landesamt in Berlin | Titel= Preussische Statistik: (Amtliches Quellenwerk) | Verlag= Verlag der Königlichen Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei (R. Decker) | Ort= Berlin | Datum= 1905 | Seiten= 142 | URL= https://books.google.de/books?id=Y1hDAQAAMAAJ&q=Fraustadt+Polen+Deutsche+Prozent }}</ref> Um 1910 hatte Fraustadt zwei evangelische und zwei katholische Pfarrkirchen, eine evangelisch-lutherische Kapelle, eine Synagoge und an Bildungseinrichtungen ein Gymnasium, ein Lyzeum, eine Präparandenanstalt und eine landwirtschaftliche, gewerbliche sowie kaufmännische Fortbildungsschule.<ref name="mgaz">{{ Literatur | Titel= Fraustadt, Regierungsbezirk Posen, Provinz Posen | Zeitschrift= Meyers Gazetteer | Kommentar= mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Fraustadt | Jahr= 1912 | URL= https://www.meyersgaz.org/place/10505026 }}</ref> Nach dem Ersten Weltkrieg, dem Versailler Vertrag und der Grenzziehung von 1920 verlor Fraustadt sein Hinterland und ein wirtschaftlicher Niedergang setzte ein. Um 1935 hatte Fraustadt unter anderem drei Hotels, elf Gasthöfe und Restaurants, vier Bankhäuser, zwei Bierbrauereien, eine Branntweinbrennerei, eine Buchdruckerei, drei Destillationen und Likörfabriken, eine Melassefutterfabrik, eine Mineralwasserfabrik, eine Möbelfabrik, eine Molkerei, fünf Mühlen, zehn Viehhandlungen, einen Wagenbauer, eine Wollwarenfabrik, zwei Zeitungsverlage, eine Zementwarenfabrik, eine Zuckerfabrik und zahlreiche Einzelhändler, Dienstleister, sowie Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe.<ref>{{ Literatur | Titel= Klockhaus’ kaufmännisches Handels- und Gewerbe-Adressbuch des Deutschen Reichs für Industrie, Handwerk, Handel und Gewerbe, 2. Teil, ''Provinz Ober-Schlesien | Band= 1&#x202F;B | Ort= Berlin | Jahr= 1935 | Seiten= 1935–1936 | URL= https://books.google.de/books?id=RAsCqWnOcqAC&pg=RA24-PA23 }}</ref> Bis 1938 hatte die Stadt zur {{ Wikipedia | name= Provinz Niederschlesien | wikidata= Q700812 }} gehört, die am 1. April 1938 mit der Provinz Oberschlesien zur Provinz Schlesien zusammengeschlossen wurde.<ref>[http://www.territorial.de/ndschles/prndrsl.htm ''Provinz Niederschlesien''] (Territorial.de)</ref> Nach dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939 wurde die Region um Fraustadt zum Schauplatz der einzigen polnischen Gegenoffensive auf deutsches Territorium. Am 2. September 1939 erfolgte ein Störangriff polnischer Truppen auf das deutsche Grenzgebiet bis hin zum Stadtrand von Fraustadt samt Artilleriefeuer auf die deutschen Stellungen. Daraus folgte die Gefangennahme einiger deutscher Soldaten und die Vertreibung weiterer dort garnisonierter Truppenteile. Der Angriff wurde auf Anweisung des polnischen Oberkommandos noch am selben Abend eingestellt. Das polnische Regiment zog sich hinter die Grenze zurück, um zur polnischen Verteidigung beizutragen.<ref> {{ Internet | Autor= Felton, Mark | url= https://www.youtube.com/watch?v=sP79RBS5uFc | Titel= The POLISH Invasion of Germany 1939 | Abruf=2021-12-28 }}</ref> Im Jahr 1945 war Fraustadt Kreisstadt im {{ Wikipedia | name= Regierungsbezirk Liegnitz | wikidata= Q205816 }} der preußischen Provinz Schlesien des Deutschen Reichs.<ref name="MR">{{ Internet | Autor= Michael Rademacher | Titel= Fraustadt. Online-Material zur Dissertation | Ort= Osnabrück | Jahr= 2006 | Website= eirenicon.com | Website-URL= https://www.eirenicon.com | URL= https://www.eirenicon.com/rademacher/www.verwaltungsgeschichte.de/fraustadt.html | Abruf= 2026-09-02 }}</ref> Nach Besetzung durch die Rote Armee und Beendigung der Kampfhandlungen des Zweiten Weltkriegs wurde Fraustadt 1945 mit dem größten Teil Schlesiens von der Sowjetunion der Volksrepublik Polen zur Verwaltung überlassen, die Fraustadt in ''Wschowa'' umbenannte. Die deutschen Einwohner wurden – soweit sie nicht vorher geflohen waren – vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner waren teilweise Zwangsumgesiedelte aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war. Seit 2001 ist die Stadt Kreisstadt in der Woiwodschaft [[Lebus]]. == Anreise == [[File:2014-wschowa-stacja-kolejowa-abri.jpg|thumb|Bahnhof]] * Durch den Ort führt die [[Droga krajowa 12|Landesstraße DK12]]. * Wschowa liegt an der {{ Wikipedia | name= Bahnstrecke Łódź–Forst (Lausitz) | wikidata= Q11757154 }}. Im {{ Marker | name= Bahnhof Wschowa | type= train | wikidata= Q2846698 }} zweigte die Bahnstrecke Wschowa–Lipinka Głogowska ab. Es bestehen Zugverbindungen mit [[Głogów]] und [[Leszno]]. == Sehenswürdigkeiten == {{Scroll Gallery | Wschowa ratusz.jpg|Rathaus | Wschowa kościół farny.jpg|Stanislauskirche | !-2014-wschowa-kripplein-kosciol-abri.jpg|Kripplein-Jesu-Kirche | 20160606 wschowa rynek 05-8e-mk-a.jpg|Marktplatz | !-Wschowa-plac-zamkowy-abri-2013.jpg|Schlossplatz | Wschowa Ratusz.jpg|Altstadt | Wschowa klasztor franciszkanów 8.jpg|Josephskirche | !-20110414-abri-wschowa-kosciol-ul-kopernika.jpg|Dreifaltigkeitskirche | Wschowa kościół farny 3.jpg|Stadtmauer | Wschowa kaplica grobowa rodziny Teschner.jpg|evangelischer Friedhof }} * {{vCard | name = Rathaus | type = town hall | wikidata = Q9304654 | description = aus dem 16. Jahrhundert, 1860 umgebaut. }} * {{vCard | name = Kirche Saint Stanislaus | type = church | wikidata = Q11747437 | description= Pfarrkirche unter dem Patrozinium des hl. Bischofs und Märtyrers Stanislaus und der Mariä Himmelfahrt, gotisch, aus dem 15. Jahrhundert, nach dem Brand von 1685 zwischen 1720 und 1726 umgebaut }} * {{vCard | name = Kirche Kripplein Christi | type = church | wikidata = Q29653992 | description= Ehemalige evangelische Kirche von 1604, nach einem Brand 1647 wieder errichtet. }} * {{ VCard | before= Gebäudekomplex des | name= Franziskanerklosters | type = monastery | wikidata= Q11739794 | description= mit St.-Josef-Kirche, 1638–1646 erbaut, später mehrfach umgebaut }} * {{vCard | name = Dreifaltigkeitskirche | type = church | wikidata = Q29653990 | description = erbaut von 1837 bis 1839 nach Entwurf Karl Friedrich Schinkels aus dem Jahr 1825 als Hallenbau auf rechteckigem Grundriss mit zweitürmiger Fassade. Ursprünglich war es eine evangelische Kirche, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs als Lagerhaus genutzt wurde. Anfang der 1990er Jahre wurde die Kirche der Pfarrei St. Stanislaus zugeordnet und ist seitdem eine Filialkirche }} * Stadtmauern aus dem 15. und 16. Jahrhundert * barockes Jesuitenkloster * Springbrunnen am Markt * romantischer Stadtpark * {{vCard|name=Evangelischer Friedhof von 1609|wikidata=|type=|address=|phone=|email=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard | name = jüdischer Friedhof | type = cemetery | wikidata = Q9195077 }} == Aktivitäten == == Einkaufen == == Nachtleben == == Unterkunft == == Ausflüge == == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} {{Navigationsleiste Lebus Orte}} == Einzelnachweise == <references /> {{GeoData | lat= 51.8040134 | long= 16.3169410 | radius= 5000 }} {{IstInKat|Lebus}} {{Class-2}} man1ktzcr665a29quvmx51ed96uodpn 1802317 1802316 2026-09-06T12:37:47Z DerFussi 6 /* Sehenswürdigkeiten */ Geänderte vCard für Evangelischer Friedhof von 1609 – +Koordinate 1802317 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort}} '''Wschowa''' ({{Audio|Wschowa-audio.ogg|anhören}}) (deutsch: ''Fraustadt'') ist die Kreisstadt des Powiat Wschowski und Sitz der Stadt- und Landgemeinde Wschowa in der Woiwodschaft [[Lebus]] (''Leubus'') in Polen. Die Stadt liegt etwa 80 Kilometer östlich von [[Zielona Góra]] (''Grünberg in Schlesien''). Benachbarte größere Orte sind im Osten [[Leszno]] (''Lissa'') und im Südwesten [[Głogów]] (''Glogau''). == Hintergrund == {{Mapframe | lat= 51.8040134 | long= 16.3169410 | zoom= 13 }} [[File:Fraustadt.jpg|thumb|{{ Wikipedia | name= Schlacht bei Fraustadt | wikidata= Q694068}} 1706]] Die Stadt wurde um 1250 nach {{ Wikipedia | name= Magdeburger Recht | wikidata= Q163725 }} in einem zwischen [[Schlesien]] und [[Großpolen]] umstrittenen Gebiet von deutschen Kolonisten gegründet. Schon im 12. Jahrhundert soll die Bevölkerung der Ortschaft deutsch gewesen sein.<ref name="HW">{{ Literatur | Autor= Heinrich Wuttke | Titel= Städtebuch des Landes Posen. Codex diplomaticus: Allgemeine Geschichte der Städte im Lande Posen. Geschichtliche Nachrichten von 149 einzelnen Städten | Verlag= Fries | Ort= Leipzig| Datum= 1864 | Seiten= 294–310 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294 }}</ref> Die Siedlung entwickelte sich vermutlich an einer Grenzburg. Nach Meyers Lexikon wurde Fraustadt von Schlesiern angelegt und dem {{ Wikipedia | name= Herzogtum Glogau | wikidata= Q684501}} eingegliedert.<ref name="Meyers">{{ Literatur | Titel= Meyers Großes Konversations-Lexikon | Auflage= 6. Auflage | Band= 7 | Ort= Leipzig/Wien | Datum= 1907 | URL= http://www.zeno.org/Meyers-1905/K/meyers-1905-007-0049 | Seiten= 49 }}</ref> Die erste nachweisliche Nennung des Ortes als „Veschow“ datiert auf das Jahr 1248. Die erste Nennung als „Frowenstat Civitas“ stammt aus dem Jahre 1290. Bis 1343 wechselte der Besitz häufig, dann wurde das Fraustädter Land vom polnischen König Kasimir III. erobert und Fraustadt als unmittelbar dem König unterstellte {{ Wikipedia | name= Immediatstadt | wikidata= Q22865}} privilegiert. Das Fraustädter Land wurde ein eigenständiges Verwaltungsgebiet (''Ziemia''). Dennoch kam es zu wiederholten Versuchen der von Deutschen bewohnten Stadt, wieder mit dem benachbarten schlesischen Herzogtum Glogau vereint zu werden.<ref name=":0">{{ Literatur | Autor= Heinrich Wuttke | Titel=''Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis'' | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 296 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> König Władysław II. Jagiełło bestimmte 1426, dass gegen Fraustadt „kein polnisches Recht gelten“ sollte.<ref name=":0" /> Im 16. Jahrhundert gehörte Fraustadt durch seine weitgehend deutsche Bürgerschaft zu den Hochburgen des Protestantismus in Polen. Während der Reformation war 1555 nach der Erklärung des Kaisers Ferdinand I. die erste deutsche Messe gefeiert worden. 1552 war die Stelle des deutschen Predigers einem Protestanten übertragen worden.<ref>{{Zeitschrift | Autor = Sabisch, Alfred | Titel = Schulz, J.: Zur Geschichte von Schwetzkau | Zeitschrift = Zeitschrift für Kirchengeschichte | ISSN = 0044-2925 | Band = 85 | Nummer = 1 | Jahr = 1974 | Seiten = 114-116, insbesondere S. 115 | DOI = 10.60861/zkg.v85i1.62052 }}</ref> Die wichtigsten Vertreter des Protestantismus in Fraustadt waren die Pastoren Valerius Herberger (1562–1627) und Samuel Friedrich Lauterbach (1662–1728) sowie der Schriftsteller und Schulleiter Christian Gryphius (1649–1706). Als königliche Stadt unterstand sie einem königlich polnischen {{ Wikipedia | name= Starosten | wikidata= Q7231714}}. Nach der lutherischen Familie von Gorka wurden nur noch Katholiken Starosten, die Stadtpfarrkirche musste auf königlichen Befehl 1604 wieder an die römisch-katholische Kirche zurückgegeben werden. Zugleich wurde die Erlaubnis erteilt, für die Lutheraner eine eigene Kirche erbauen zu dürfen. Davon machte Pastor Valerius Herberger Gebrauch und ließ als neue Kirche das „[[#vCard_Q29653992|Kripplein Christi]]“ errichten.<ref>{{Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 303 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Trotz der Gegenreformation blieb Polen tolerant und nahm protestantische Glaubensflüchtlinge aus Schlesien auf. Der Starost Hieronimus Radomicki stiftete 1633 wegen des großen Andrangs die Neustadt nach Magdeburger Recht. Damit bestand Fraustadt aus der Altstadt mit zwei Vorstädten (''Glogauer'' und ''Polnische''), der Neustadt und den zwei Kämmereidörfern Nieder- und Oberpritschen. Im {{ Wikipedia | name= Großen Nordischen Krieg | wikidata= Q151616}} trafen in der {{ Wikipedia | name= Schlacht bei Fraustadt | wikidata= Q694068 }} am 13. Februar 1706 die schwedische und die sächsisch-russische Armee aufeinander. In der Schlacht, die nur zwei Stunden dauerte, verloren die sächsisch-russischen Verbündeten über 6000 Tote und Verwundete, 8000 Gefangene und 29 Kanonen, während die Schweden nur 400 Tote und 1000 Verwundete zu beklagen hatten.<ref name="Meyers" /> Während der Herrschaft des sächsischen {{ Wikipedia | name= Hauses Wettin | wikidata= Q152909 }} in Polen wurden in Fraustadt Sitzungen des Senates der Republik abgehalten (die erste 1699), zweimal (1755, 1773) wurde hier eine türkische Gesandtschaft empfangen. Mehrmals wurde Fraustadt von der Pest heimgesucht: 1568 fielen ihr 1100 Menschen zum Opfer, 1613 waren es 2125 Opfer.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 302 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Mit der Zweiten Teilung Polens kam Fraustadt 1795 an Preußen und wurde 1816 Kreisstadt des Landkreises Fraustadt an der südwestlichen Grenze der {{ Wikipedia | name= Provinz Posen | wikidata= Q635253 }}. Ab 1826 gab es eine lutherische, eine katholische und eine israelitische Elementarschule. Unterrichtssprache war in allen drei Elementarschulen Deutsch.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 310 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Eine polnische Schule gab es mangels polnischer Bevölkerung nicht. 1840 zählte die Stadt 5303 Einwohner, von denen 568 Juden waren. Obwohl es für sie ein Niederlassungsverbot gab, das zuletzt 1768 von König Stanislaus II. August bekräftigt worden war, konnten sich einige Familien im Ort festsetzen. Mit der Angliederung an Preußen fielen alle Niederlassungsbeschränkungen für Juden, was zu einem raschen Zuzug führte. Die Zahl fluktuierte jedoch stark.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 308ff | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Während der polnischen Erhebung in anderen Teilen der preußischen Provinz Posen im Frühjahr 1848 verlangte die Stadt, für den Fall einer Abtrennung der von Polen bewohnten Teile der Provinz, ihre weitere Zugehörigkeit zum Deutschen Bund eventuell durch Anschluss an die angrenzende {{ Wikipedia | name= Provinz Schlesien | wikidata= Q675032 }}.<ref>{{ Literatur | Autor= von Janta-Polczynski, Ludwig | Titel= Die polnische Insurrektion in Posen im Frühjahr 1848 | Ort= Glogau | Datum= 1849 | URL= https://books.google.de/books?id=B15KAAAAcAAJ&pg=PA41 | Seiten= 41 }}</ref> Fraustadt wurde auch Standort einer preußischen Garnison. Deren hier stationierter, bekanntester Soldat war Paul von Hindenburg; er diente hier als Kompaniechef von 1884 bis 1885. Unter Preußen setzte im Zuge der wirtschaftlichen Entwicklung auch ein Zuzug von Polen ein: 1871 zählte Fraustadt 6515 Einwohner (4100 Evangelische, 2050 Katholische, 350 Juden), darunter 410 (oder 6,3 %) Polen.<ref>{{ Literatur | Autor= Neumann, Gustav | Titel= Das deutsche Reich in geographischer, statistischer und topographischer Beziehung | Band= 2 | Auflage= 2 | Verlag= Müller | Ort= Berlin | Datum= 1874 | Seiten= 145 | URL= https://books.google.de/books?id=mx5fAAAAcAAJ&pg=PA145&q=Fraustadt+Polen+Deutsche+Polen#v=onepage&q=Fraustadt%20Polen%20Deutsche%20Polen&f=false }}</ref> Bis 1901 war der deutsche Bevölkerungsanteil auf 72,2&#x202F;% zurückgegangen, während der polnische Anteil durch Zuzug und eine höhere Geburtenrate auf 27,8&#x202F;% angewachsen war.<ref>{{ Literatur | Hrsg= Königliches Preussisches Statistisches Landesamt in Berlin | Titel= Preussische Statistik: (Amtliches Quellenwerk) | Verlag= Verlag der Königlichen Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei (R. Decker) | Ort= Berlin | Datum= 1905 | Seiten= 142 | URL= https://books.google.de/books?id=Y1hDAQAAMAAJ&q=Fraustadt+Polen+Deutsche+Prozent }}</ref> Um 1910 hatte Fraustadt zwei evangelische und zwei katholische Pfarrkirchen, eine evangelisch-lutherische Kapelle, eine Synagoge und an Bildungseinrichtungen ein Gymnasium, ein Lyzeum, eine Präparandenanstalt und eine landwirtschaftliche, gewerbliche sowie kaufmännische Fortbildungsschule.<ref name="mgaz">{{ Literatur | Titel= Fraustadt, Regierungsbezirk Posen, Provinz Posen | Zeitschrift= Meyers Gazetteer | Kommentar= mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Fraustadt | Jahr= 1912 | URL= https://www.meyersgaz.org/place/10505026 }}</ref> Nach dem Ersten Weltkrieg, dem Versailler Vertrag und der Grenzziehung von 1920 verlor Fraustadt sein Hinterland und ein wirtschaftlicher Niedergang setzte ein. Um 1935 hatte Fraustadt unter anderem drei Hotels, elf Gasthöfe und Restaurants, vier Bankhäuser, zwei Bierbrauereien, eine Branntweinbrennerei, eine Buchdruckerei, drei Destillationen und Likörfabriken, eine Melassefutterfabrik, eine Mineralwasserfabrik, eine Möbelfabrik, eine Molkerei, fünf Mühlen, zehn Viehhandlungen, einen Wagenbauer, eine Wollwarenfabrik, zwei Zeitungsverlage, eine Zementwarenfabrik, eine Zuckerfabrik und zahlreiche Einzelhändler, Dienstleister, sowie Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe.<ref>{{ Literatur | Titel= Klockhaus’ kaufmännisches Handels- und Gewerbe-Adressbuch des Deutschen Reichs für Industrie, Handwerk, Handel und Gewerbe, 2. Teil, ''Provinz Ober-Schlesien | Band= 1&#x202F;B | Ort= Berlin | Jahr= 1935 | Seiten= 1935–1936 | URL= https://books.google.de/books?id=RAsCqWnOcqAC&pg=RA24-PA23 }}</ref> Bis 1938 hatte die Stadt zur {{ Wikipedia | name= Provinz Niederschlesien | wikidata= Q700812 }} gehört, die am 1. April 1938 mit der Provinz Oberschlesien zur Provinz Schlesien zusammengeschlossen wurde.<ref>[http://www.territorial.de/ndschles/prndrsl.htm ''Provinz Niederschlesien''] (Territorial.de)</ref> Nach dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939 wurde die Region um Fraustadt zum Schauplatz der einzigen polnischen Gegenoffensive auf deutsches Territorium. Am 2. September 1939 erfolgte ein Störangriff polnischer Truppen auf das deutsche Grenzgebiet bis hin zum Stadtrand von Fraustadt samt Artilleriefeuer auf die deutschen Stellungen. Daraus folgte die Gefangennahme einiger deutscher Soldaten und die Vertreibung weiterer dort garnisonierter Truppenteile. Der Angriff wurde auf Anweisung des polnischen Oberkommandos noch am selben Abend eingestellt. Das polnische Regiment zog sich hinter die Grenze zurück, um zur polnischen Verteidigung beizutragen.<ref> {{ Internet | Autor= Felton, Mark | url= https://www.youtube.com/watch?v=sP79RBS5uFc | Titel= The POLISH Invasion of Germany 1939 | Abruf=2021-12-28 }}</ref> Im Jahr 1945 war Fraustadt Kreisstadt im {{ Wikipedia | name= Regierungsbezirk Liegnitz | wikidata= Q205816 }} der preußischen Provinz Schlesien des Deutschen Reichs.<ref name="MR">{{ Internet | Autor= Michael Rademacher | Titel= Fraustadt. Online-Material zur Dissertation | Ort= Osnabrück | Jahr= 2006 | Website= eirenicon.com | Website-URL= https://www.eirenicon.com | URL= https://www.eirenicon.com/rademacher/www.verwaltungsgeschichte.de/fraustadt.html | Abruf= 2026-09-02 }}</ref> Nach Besetzung durch die Rote Armee und Beendigung der Kampfhandlungen des Zweiten Weltkriegs wurde Fraustadt 1945 mit dem größten Teil Schlesiens von der Sowjetunion der Volksrepublik Polen zur Verwaltung überlassen, die Fraustadt in ''Wschowa'' umbenannte. Die deutschen Einwohner wurden – soweit sie nicht vorher geflohen waren – vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner waren teilweise Zwangsumgesiedelte aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war. Seit 2001 ist die Stadt Kreisstadt in der Woiwodschaft [[Lebus]]. == Anreise == [[File:2014-wschowa-stacja-kolejowa-abri.jpg|thumb|Bahnhof]] * Durch den Ort führt die [[Droga krajowa 12|Landesstraße DK12]]. * Wschowa liegt an der {{ Wikipedia | name= Bahnstrecke Łódź–Forst (Lausitz) | wikidata= Q11757154 }}. Im {{ Marker | name= Bahnhof Wschowa | type= train | wikidata= Q2846698 }} zweigte die Bahnstrecke Wschowa–Lipinka Głogowska ab. Es bestehen Zugverbindungen mit [[Głogów]] und [[Leszno]]. == Sehenswürdigkeiten == {{Scroll Gallery | Wschowa ratusz.jpg|Rathaus | Wschowa kościół farny.jpg|Stanislauskirche | !-2014-wschowa-kripplein-kosciol-abri.jpg|Kripplein-Jesu-Kirche | 20160606 wschowa rynek 05-8e-mk-a.jpg|Marktplatz | !-Wschowa-plac-zamkowy-abri-2013.jpg|Schlossplatz | Wschowa Ratusz.jpg|Altstadt | Wschowa klasztor franciszkanów 8.jpg|Josephskirche | !-20110414-abri-wschowa-kosciol-ul-kopernika.jpg|Dreifaltigkeitskirche | Wschowa kościół farny 3.jpg|Stadtmauer | Wschowa kaplica grobowa rodziny Teschner.jpg|evangelischer Friedhof }} * {{vCard | name = Rathaus | type = town hall | wikidata = Q9304654 | description = aus dem 16. Jahrhundert, 1860 umgebaut. }} * {{vCard | name = Kirche Saint Stanislaus | type = church | wikidata = Q11747437 | description= Pfarrkirche unter dem Patrozinium des hl. Bischofs und Märtyrers Stanislaus und der Mariä Himmelfahrt, gotisch, aus dem 15. Jahrhundert, nach dem Brand von 1685 zwischen 1720 und 1726 umgebaut }} * {{vCard | name = Kirche Kripplein Christi | type = church | wikidata = Q29653992 | description= Ehemalige evangelische Kirche von 1604, nach einem Brand 1647 wieder errichtet. }} * {{ VCard | before= Gebäudekomplex des | name= Franziskanerklosters | type = monastery | wikidata= Q11739794 | description= mit St.-Josef-Kirche, 1638–1646 erbaut, später mehrfach umgebaut }} * {{vCard | name = Dreifaltigkeitskirche | type = church | wikidata = Q29653990 | description = erbaut von 1837 bis 1839 nach Entwurf Karl Friedrich Schinkels aus dem Jahr 1825 als Hallenbau auf rechteckigem Grundriss mit zweitürmiger Fassade. Ursprünglich war es eine evangelische Kirche, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs als Lagerhaus genutzt wurde. Anfang der 1990er Jahre wurde die Kirche der Pfarrei St. Stanislaus zugeordnet und ist seitdem eine Filialkirche }} * Stadtmauern aus dem 15. und 16. Jahrhundert * barockes Jesuitenkloster * Springbrunnen am Markt * romantischer Stadtpark * {{vCard | name = Evangelischer Friedhof von 1609 | type = cemetery | lat = 51.80947 | long = 16.32383 | lastedit = 2026-09-06 }} * {{vCard | name = jüdischer Friedhof | type = cemetery | wikidata = Q9195077 }} == Aktivitäten == == Einkaufen == == Nachtleben == == Unterkunft == == Ausflüge == == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} {{Navigationsleiste Lebus Orte}} == Einzelnachweise == <references /> {{GeoData | lat= 51.8040134 | long= 16.3169410 | radius= 5000 }} {{IstInKat|Lebus}} {{Class-2}} ql4ngg1wwumliafwr2w6ubm02tihh7d 1802320 1802317 2026-09-06T12:48:28Z DerFussi 6 /* Sehenswürdigkeiten */ 1802320 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort}} '''Wschowa''' ({{Audio|Wschowa-audio.ogg|anhören}}) (deutsch: ''Fraustadt'') ist die Kreisstadt des Powiat Wschowski und Sitz der Stadt- und Landgemeinde Wschowa in der Woiwodschaft [[Lebus]] (''Leubus'') in Polen. Die Stadt liegt etwa 80 Kilometer östlich von [[Zielona Góra]] (''Grünberg in Schlesien''). Benachbarte größere Orte sind im Osten [[Leszno]] (''Lissa'') und im Südwesten [[Głogów]] (''Glogau''). == Hintergrund == {{Mapframe | lat= 51.8040134 | long= 16.3169410 | zoom= 13 }} [[File:Fraustadt.jpg|thumb|{{ Wikipedia | name= Schlacht bei Fraustadt | wikidata= Q694068}} 1706]] Die Stadt wurde um 1250 nach {{ Wikipedia | name= Magdeburger Recht | wikidata= Q163725 }} in einem zwischen [[Schlesien]] und [[Großpolen]] umstrittenen Gebiet von deutschen Kolonisten gegründet. Schon im 12. Jahrhundert soll die Bevölkerung der Ortschaft deutsch gewesen sein.<ref name="HW">{{ Literatur | Autor= Heinrich Wuttke | Titel= Städtebuch des Landes Posen. Codex diplomaticus: Allgemeine Geschichte der Städte im Lande Posen. Geschichtliche Nachrichten von 149 einzelnen Städten | Verlag= Fries | Ort= Leipzig| Datum= 1864 | Seiten= 294–310 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294 }}</ref> Die Siedlung entwickelte sich vermutlich an einer Grenzburg. Nach Meyers Lexikon wurde Fraustadt von Schlesiern angelegt und dem {{ Wikipedia | name= Herzogtum Glogau | wikidata= Q684501}} eingegliedert.<ref name="Meyers">{{ Literatur | Titel= Meyers Großes Konversations-Lexikon | Auflage= 6. Auflage | Band= 7 | Ort= Leipzig/Wien | Datum= 1907 | URL= http://www.zeno.org/Meyers-1905/K/meyers-1905-007-0049 | Seiten= 49 }}</ref> Die erste nachweisliche Nennung des Ortes als „Veschow“ datiert auf das Jahr 1248. Die erste Nennung als „Frowenstat Civitas“ stammt aus dem Jahre 1290. Bis 1343 wechselte der Besitz häufig, dann wurde das Fraustädter Land vom polnischen König Kasimir III. erobert und Fraustadt als unmittelbar dem König unterstellte {{ Wikipedia | name= Immediatstadt | wikidata= Q22865}} privilegiert. Das Fraustädter Land wurde ein eigenständiges Verwaltungsgebiet (''Ziemia''). Dennoch kam es zu wiederholten Versuchen der von Deutschen bewohnten Stadt, wieder mit dem benachbarten schlesischen Herzogtum Glogau vereint zu werden.<ref name=":0">{{ Literatur | Autor= Heinrich Wuttke | Titel=''Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis'' | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 296 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> König Władysław II. Jagiełło bestimmte 1426, dass gegen Fraustadt „kein polnisches Recht gelten“ sollte.<ref name=":0" /> Im 16. Jahrhundert gehörte Fraustadt durch seine weitgehend deutsche Bürgerschaft zu den Hochburgen des Protestantismus in Polen. Während der Reformation war 1555 nach der Erklärung des Kaisers Ferdinand I. die erste deutsche Messe gefeiert worden. 1552 war die Stelle des deutschen Predigers einem Protestanten übertragen worden.<ref>{{Zeitschrift | Autor = Sabisch, Alfred | Titel = Schulz, J.: Zur Geschichte von Schwetzkau | Zeitschrift = Zeitschrift für Kirchengeschichte | ISSN = 0044-2925 | Band = 85 | Nummer = 1 | Jahr = 1974 | Seiten = 114-116, insbesondere S. 115 | DOI = 10.60861/zkg.v85i1.62052 }}</ref> Die wichtigsten Vertreter des Protestantismus in Fraustadt waren die Pastoren Valerius Herberger (1562–1627) und Samuel Friedrich Lauterbach (1662–1728) sowie der Schriftsteller und Schulleiter Christian Gryphius (1649–1706). Als königliche Stadt unterstand sie einem königlich polnischen {{ Wikipedia | name= Starosten | wikidata= Q7231714}}. Nach der lutherischen Familie von Gorka wurden nur noch Katholiken Starosten, die Stadtpfarrkirche musste auf königlichen Befehl 1604 wieder an die römisch-katholische Kirche zurückgegeben werden. Zugleich wurde die Erlaubnis erteilt, für die Lutheraner eine eigene Kirche erbauen zu dürfen. Davon machte Pastor Valerius Herberger Gebrauch und ließ als neue Kirche das „[[#vCard_Q29653992|Kripplein Christi]]“ errichten.<ref>{{Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 303 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Trotz der Gegenreformation blieb Polen tolerant und nahm protestantische Glaubensflüchtlinge aus Schlesien auf. Der Starost Hieronimus Radomicki stiftete 1633 wegen des großen Andrangs die Neustadt nach Magdeburger Recht. Damit bestand Fraustadt aus der Altstadt mit zwei Vorstädten (''Glogauer'' und ''Polnische''), der Neustadt und den zwei Kämmereidörfern Nieder- und Oberpritschen. Im {{ Wikipedia | name= Großen Nordischen Krieg | wikidata= Q151616}} trafen in der {{ Wikipedia | name= Schlacht bei Fraustadt | wikidata= Q694068 }} am 13. Februar 1706 die schwedische und die sächsisch-russische Armee aufeinander. In der Schlacht, die nur zwei Stunden dauerte, verloren die sächsisch-russischen Verbündeten über 6000 Tote und Verwundete, 8000 Gefangene und 29 Kanonen, während die Schweden nur 400 Tote und 1000 Verwundete zu beklagen hatten.<ref name="Meyers" /> Während der Herrschaft des sächsischen {{ Wikipedia | name= Hauses Wettin | wikidata= Q152909 }} in Polen wurden in Fraustadt Sitzungen des Senates der Republik abgehalten (die erste 1699), zweimal (1755, 1773) wurde hier eine türkische Gesandtschaft empfangen. Mehrmals wurde Fraustadt von der Pest heimgesucht: 1568 fielen ihr 1100 Menschen zum Opfer, 1613 waren es 2125 Opfer.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 302 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Mit der Zweiten Teilung Polens kam Fraustadt 1795 an Preußen und wurde 1816 Kreisstadt des Landkreises Fraustadt an der südwestlichen Grenze der {{ Wikipedia | name= Provinz Posen | wikidata= Q635253 }}. Ab 1826 gab es eine lutherische, eine katholische und eine israelitische Elementarschule. Unterrichtssprache war in allen drei Elementarschulen Deutsch.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 310 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Eine polnische Schule gab es mangels polnischer Bevölkerung nicht. 1840 zählte die Stadt 5303 Einwohner, von denen 568 Juden waren. Obwohl es für sie ein Niederlassungsverbot gab, das zuletzt 1768 von König Stanislaus II. August bekräftigt worden war, konnten sich einige Familien im Ort festsetzen. Mit der Angliederung an Preußen fielen alle Niederlassungsbeschränkungen für Juden, was zu einem raschen Zuzug führte. Die Zahl fluktuierte jedoch stark.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 308ff | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Während der polnischen Erhebung in anderen Teilen der preußischen Provinz Posen im Frühjahr 1848 verlangte die Stadt, für den Fall einer Abtrennung der von Polen bewohnten Teile der Provinz, ihre weitere Zugehörigkeit zum Deutschen Bund eventuell durch Anschluss an die angrenzende {{ Wikipedia | name= Provinz Schlesien | wikidata= Q675032 }}.<ref>{{ Literatur | Autor= von Janta-Polczynski, Ludwig | Titel= Die polnische Insurrektion in Posen im Frühjahr 1848 | Ort= Glogau | Datum= 1849 | URL= https://books.google.de/books?id=B15KAAAAcAAJ&pg=PA41 | Seiten= 41 }}</ref> Fraustadt wurde auch Standort einer preußischen Garnison. Deren hier stationierter, bekanntester Soldat war Paul von Hindenburg; er diente hier als Kompaniechef von 1884 bis 1885. Unter Preußen setzte im Zuge der wirtschaftlichen Entwicklung auch ein Zuzug von Polen ein: 1871 zählte Fraustadt 6515 Einwohner (4100 Evangelische, 2050 Katholische, 350 Juden), darunter 410 (oder 6,3 %) Polen.<ref>{{ Literatur | Autor= Neumann, Gustav | Titel= Das deutsche Reich in geographischer, statistischer und topographischer Beziehung | Band= 2 | Auflage= 2 | Verlag= Müller | Ort= Berlin | Datum= 1874 | Seiten= 145 | URL= https://books.google.de/books?id=mx5fAAAAcAAJ&pg=PA145&q=Fraustadt+Polen+Deutsche+Polen#v=onepage&q=Fraustadt%20Polen%20Deutsche%20Polen&f=false }}</ref> Bis 1901 war der deutsche Bevölkerungsanteil auf 72,2&#x202F;% zurückgegangen, während der polnische Anteil durch Zuzug und eine höhere Geburtenrate auf 27,8&#x202F;% angewachsen war.<ref>{{ Literatur | Hrsg= Königliches Preussisches Statistisches Landesamt in Berlin | Titel= Preussische Statistik: (Amtliches Quellenwerk) | Verlag= Verlag der Königlichen Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei (R. Decker) | Ort= Berlin | Datum= 1905 | Seiten= 142 | URL= https://books.google.de/books?id=Y1hDAQAAMAAJ&q=Fraustadt+Polen+Deutsche+Prozent }}</ref> Um 1910 hatte Fraustadt zwei evangelische und zwei katholische Pfarrkirchen, eine evangelisch-lutherische Kapelle, eine Synagoge und an Bildungseinrichtungen ein Gymnasium, ein Lyzeum, eine Präparandenanstalt und eine landwirtschaftliche, gewerbliche sowie kaufmännische Fortbildungsschule.<ref name="mgaz">{{ Literatur | Titel= Fraustadt, Regierungsbezirk Posen, Provinz Posen | Zeitschrift= Meyers Gazetteer | Kommentar= mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Fraustadt | Jahr= 1912 | URL= https://www.meyersgaz.org/place/10505026 }}</ref> Nach dem Ersten Weltkrieg, dem Versailler Vertrag und der Grenzziehung von 1920 verlor Fraustadt sein Hinterland und ein wirtschaftlicher Niedergang setzte ein. Um 1935 hatte Fraustadt unter anderem drei Hotels, elf Gasthöfe und Restaurants, vier Bankhäuser, zwei Bierbrauereien, eine Branntweinbrennerei, eine Buchdruckerei, drei Destillationen und Likörfabriken, eine Melassefutterfabrik, eine Mineralwasserfabrik, eine Möbelfabrik, eine Molkerei, fünf Mühlen, zehn Viehhandlungen, einen Wagenbauer, eine Wollwarenfabrik, zwei Zeitungsverlage, eine Zementwarenfabrik, eine Zuckerfabrik und zahlreiche Einzelhändler, Dienstleister, sowie Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe.<ref>{{ Literatur | Titel= Klockhaus’ kaufmännisches Handels- und Gewerbe-Adressbuch des Deutschen Reichs für Industrie, Handwerk, Handel und Gewerbe, 2. Teil, ''Provinz Ober-Schlesien | Band= 1&#x202F;B | Ort= Berlin | Jahr= 1935 | Seiten= 1935–1936 | URL= https://books.google.de/books?id=RAsCqWnOcqAC&pg=RA24-PA23 }}</ref> Bis 1938 hatte die Stadt zur {{ Wikipedia | name= Provinz Niederschlesien | wikidata= Q700812 }} gehört, die am 1. April 1938 mit der Provinz Oberschlesien zur Provinz Schlesien zusammengeschlossen wurde.<ref>[http://www.territorial.de/ndschles/prndrsl.htm ''Provinz Niederschlesien''] (Territorial.de)</ref> Nach dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939 wurde die Region um Fraustadt zum Schauplatz der einzigen polnischen Gegenoffensive auf deutsches Territorium. Am 2. September 1939 erfolgte ein Störangriff polnischer Truppen auf das deutsche Grenzgebiet bis hin zum Stadtrand von Fraustadt samt Artilleriefeuer auf die deutschen Stellungen. Daraus folgte die Gefangennahme einiger deutscher Soldaten und die Vertreibung weiterer dort garnisonierter Truppenteile. Der Angriff wurde auf Anweisung des polnischen Oberkommandos noch am selben Abend eingestellt. Das polnische Regiment zog sich hinter die Grenze zurück, um zur polnischen Verteidigung beizutragen.<ref> {{ Internet | Autor= Felton, Mark | url= https://www.youtube.com/watch?v=sP79RBS5uFc | Titel= The POLISH Invasion of Germany 1939 | Abruf=2021-12-28 }}</ref> Im Jahr 1945 war Fraustadt Kreisstadt im {{ Wikipedia | name= Regierungsbezirk Liegnitz | wikidata= Q205816 }} der preußischen Provinz Schlesien des Deutschen Reichs.<ref name="MR">{{ Internet | Autor= Michael Rademacher | Titel= Fraustadt. Online-Material zur Dissertation | Ort= Osnabrück | Jahr= 2006 | Website= eirenicon.com | Website-URL= https://www.eirenicon.com | URL= https://www.eirenicon.com/rademacher/www.verwaltungsgeschichte.de/fraustadt.html | Abruf= 2026-09-02 }}</ref> Nach Besetzung durch die Rote Armee und Beendigung der Kampfhandlungen des Zweiten Weltkriegs wurde Fraustadt 1945 mit dem größten Teil Schlesiens von der Sowjetunion der Volksrepublik Polen zur Verwaltung überlassen, die Fraustadt in ''Wschowa'' umbenannte. Die deutschen Einwohner wurden – soweit sie nicht vorher geflohen waren – vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner waren teilweise Zwangsumgesiedelte aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war. Seit 2001 ist die Stadt Kreisstadt in der Woiwodschaft [[Lebus]]. == Anreise == [[File:2014-wschowa-stacja-kolejowa-abri.jpg|thumb|Bahnhof]] * Durch den Ort führt die [[Droga krajowa 12|Landesstraße DK12]]. * Wschowa liegt an der {{ Wikipedia | name= Bahnstrecke Łódź–Forst (Lausitz) | wikidata= Q11757154 }}. Im {{ Marker | name= Bahnhof Wschowa | type= train | wikidata= Q2846698 }} zweigte die Bahnstrecke Wschowa–Lipinka Głogowska ab. Es bestehen Zugverbindungen mit [[Głogów]] und [[Leszno]]. == Sehenswürdigkeiten == {{Scroll Gallery | Wschowa ratusz.jpg|Rathaus | Wschowa kościół farny.jpg|Stanislauskirche | !-2014-wschowa-kripplein-kosciol-abri.jpg|Kripplein-Jesu-Kirche | 20160606 wschowa rynek 05-8e-mk-a.jpg|Marktplatz | !-Wschowa-plac-zamkowy-abri-2013.jpg|Schlossplatz | Wschowa Ratusz.jpg|Altstadt | Wschowa klasztor franciszkanów 8.jpg|Josephskirche | !-20110414-abri-wschowa-kosciol-ul-kopernika.jpg|Dreifaltigkeitskirche | Wschowa kościół farny 3.jpg|Stadtmauer | Wschowa kaplica grobowa rodziny Teschner.jpg|evangelischer Friedhof }} * {{vCard | name = Rathaus | type = town hall | wikidata = Q9304654 | description = aus dem 16. Jahrhundert, 1860 umgebaut. }} * {{vCard | name = Kirche Saint Stanislaus | type = church | wikidata = Q11747437 | description= Pfarrkirche unter dem Patrozinium des hl. Bischofs und Märtyrers Stanislaus und der Mariä Himmelfahrt, gotisch, aus dem 15. Jahrhundert, nach dem Brand von 1685 zwischen 1720 und 1726 umgebaut }} * {{vCard | name = Kirche Kripplein Christi | type = church | wikidata = Q29653992 | description= Ehemalige evangelische Kirche von 1604, nach einem Brand 1647 wieder errichtet. }} * {{ VCard | before= Gebäudekomplex des | name= Franziskanerklosters | type = monastery | wikidata= Q11739794 | description= mit St.-Josef-Kirche, 1638–1646 erbaut, später mehrfach umgebaut }} * {{vCard | name = Dreifaltigkeitskirche | type = church | wikidata = Q29653990 | description = erbaut von 1837 bis 1839 nach Entwurf Karl Friedrich Schinkels aus dem Jahr 1825 als Hallenbau auf rechteckigem Grundriss mit zweitürmiger Fassade. Ursprünglich war es eine evangelische Kirche, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs als Lagerhaus genutzt wurde. Anfang der 1990er Jahre wurde die Kirche der Pfarrei St. Stanislaus zugeordnet und ist seitdem eine Filialkirche }} * {{ VCard | Jesuitenkolleg | description= aus dem JAh 1727 }} * {{ VCard | name= Stadtmauern | description= aus dem 15. und 16. Jahrhundert }} * {{vCard | name = Evangelischer Friedhof von 1609 | type = cemetery | lat = 51.80947 | long = 16.32383 | lastedit = 2026-09-06 }} * {{vCard | name = jüdischer Friedhof | type = cemetery | wikidata = Q9195077 }} * Historische '''Bürgerhäuser''' rund um den Markt. == Aktivitäten == == Einkaufen == == Nachtleben == == Unterkunft == == Ausflüge == == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} {{Navigationsleiste Lebus Orte}} == Einzelnachweise == <references /> {{GeoData | lat= 51.8040134 | long= 16.3169410 | radius= 5000 }} {{IstInKat|Lebus}} {{Class-2}} 7hykqhlndj7d2mi22f1g815nj4xpzc8 1802321 1802320 2026-09-06T12:49:26Z DerFussi 6 /* Sehenswürdigkeiten */ Geänderte vCard für Jesuitenkolleg 1802321 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort}} '''Wschowa''' ({{Audio|Wschowa-audio.ogg|anhören}}) (deutsch: ''Fraustadt'') ist die Kreisstadt des Powiat Wschowski und Sitz der Stadt- und Landgemeinde Wschowa in der Woiwodschaft [[Lebus]] (''Leubus'') in Polen. Die Stadt liegt etwa 80 Kilometer östlich von [[Zielona Góra]] (''Grünberg in Schlesien''). Benachbarte größere Orte sind im Osten [[Leszno]] (''Lissa'') und im Südwesten [[Głogów]] (''Glogau''). == Hintergrund == {{Mapframe | lat= 51.8040134 | long= 16.3169410 | zoom= 13 }} [[File:Fraustadt.jpg|thumb|{{ Wikipedia | name= Schlacht bei Fraustadt | wikidata= Q694068}} 1706]] Die Stadt wurde um 1250 nach {{ Wikipedia | name= Magdeburger Recht | wikidata= Q163725 }} in einem zwischen [[Schlesien]] und [[Großpolen]] umstrittenen Gebiet von deutschen Kolonisten gegründet. Schon im 12. Jahrhundert soll die Bevölkerung der Ortschaft deutsch gewesen sein.<ref name="HW">{{ Literatur | Autor= Heinrich Wuttke | Titel= Städtebuch des Landes Posen. Codex diplomaticus: Allgemeine Geschichte der Städte im Lande Posen. Geschichtliche Nachrichten von 149 einzelnen Städten | Verlag= Fries | Ort= Leipzig| Datum= 1864 | Seiten= 294–310 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294 }}</ref> Die Siedlung entwickelte sich vermutlich an einer Grenzburg. Nach Meyers Lexikon wurde Fraustadt von Schlesiern angelegt und dem {{ Wikipedia | name= Herzogtum Glogau | wikidata= Q684501}} eingegliedert.<ref name="Meyers">{{ Literatur | Titel= Meyers Großes Konversations-Lexikon | Auflage= 6. Auflage | Band= 7 | Ort= Leipzig/Wien | Datum= 1907 | URL= http://www.zeno.org/Meyers-1905/K/meyers-1905-007-0049 | Seiten= 49 }}</ref> Die erste nachweisliche Nennung des Ortes als „Veschow“ datiert auf das Jahr 1248. Die erste Nennung als „Frowenstat Civitas“ stammt aus dem Jahre 1290. Bis 1343 wechselte der Besitz häufig, dann wurde das Fraustädter Land vom polnischen König Kasimir III. erobert und Fraustadt als unmittelbar dem König unterstellte {{ Wikipedia | name= Immediatstadt | wikidata= Q22865}} privilegiert. Das Fraustädter Land wurde ein eigenständiges Verwaltungsgebiet (''Ziemia''). Dennoch kam es zu wiederholten Versuchen der von Deutschen bewohnten Stadt, wieder mit dem benachbarten schlesischen Herzogtum Glogau vereint zu werden.<ref name=":0">{{ Literatur | Autor= Heinrich Wuttke | Titel=''Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis'' | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 296 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> König Władysław II. Jagiełło bestimmte 1426, dass gegen Fraustadt „kein polnisches Recht gelten“ sollte.<ref name=":0" /> Im 16. Jahrhundert gehörte Fraustadt durch seine weitgehend deutsche Bürgerschaft zu den Hochburgen des Protestantismus in Polen. Während der Reformation war 1555 nach der Erklärung des Kaisers Ferdinand I. die erste deutsche Messe gefeiert worden. 1552 war die Stelle des deutschen Predigers einem Protestanten übertragen worden.<ref>{{Zeitschrift | Autor = Sabisch, Alfred | Titel = Schulz, J.: Zur Geschichte von Schwetzkau | Zeitschrift = Zeitschrift für Kirchengeschichte | ISSN = 0044-2925 | Band = 85 | Nummer = 1 | Jahr = 1974 | Seiten = 114-116, insbesondere S. 115 | DOI = 10.60861/zkg.v85i1.62052 }}</ref> Die wichtigsten Vertreter des Protestantismus in Fraustadt waren die Pastoren Valerius Herberger (1562–1627) und Samuel Friedrich Lauterbach (1662–1728) sowie der Schriftsteller und Schulleiter Christian Gryphius (1649–1706). Als königliche Stadt unterstand sie einem königlich polnischen {{ Wikipedia | name= Starosten | wikidata= Q7231714}}. Nach der lutherischen Familie von Gorka wurden nur noch Katholiken Starosten, die Stadtpfarrkirche musste auf königlichen Befehl 1604 wieder an die römisch-katholische Kirche zurückgegeben werden. Zugleich wurde die Erlaubnis erteilt, für die Lutheraner eine eigene Kirche erbauen zu dürfen. Davon machte Pastor Valerius Herberger Gebrauch und ließ als neue Kirche das „[[#vCard_Q29653992|Kripplein Christi]]“ errichten.<ref>{{Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 303 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Trotz der Gegenreformation blieb Polen tolerant und nahm protestantische Glaubensflüchtlinge aus Schlesien auf. Der Starost Hieronimus Radomicki stiftete 1633 wegen des großen Andrangs die Neustadt nach Magdeburger Recht. Damit bestand Fraustadt aus der Altstadt mit zwei Vorstädten (''Glogauer'' und ''Polnische''), der Neustadt und den zwei Kämmereidörfern Nieder- und Oberpritschen. Im {{ Wikipedia | name= Großen Nordischen Krieg | wikidata= Q151616}} trafen in der {{ Wikipedia | name= Schlacht bei Fraustadt | wikidata= Q694068 }} am 13. Februar 1706 die schwedische und die sächsisch-russische Armee aufeinander. In der Schlacht, die nur zwei Stunden dauerte, verloren die sächsisch-russischen Verbündeten über 6000 Tote und Verwundete, 8000 Gefangene und 29 Kanonen, während die Schweden nur 400 Tote und 1000 Verwundete zu beklagen hatten.<ref name="Meyers" /> Während der Herrschaft des sächsischen {{ Wikipedia | name= Hauses Wettin | wikidata= Q152909 }} in Polen wurden in Fraustadt Sitzungen des Senates der Republik abgehalten (die erste 1699), zweimal (1755, 1773) wurde hier eine türkische Gesandtschaft empfangen. Mehrmals wurde Fraustadt von der Pest heimgesucht: 1568 fielen ihr 1100 Menschen zum Opfer, 1613 waren es 2125 Opfer.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 302 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Mit der Zweiten Teilung Polens kam Fraustadt 1795 an Preußen und wurde 1816 Kreisstadt des Landkreises Fraustadt an der südwestlichen Grenze der {{ Wikipedia | name= Provinz Posen | wikidata= Q635253 }}. Ab 1826 gab es eine lutherische, eine katholische und eine israelitische Elementarschule. Unterrichtssprache war in allen drei Elementarschulen Deutsch.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 310 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Eine polnische Schule gab es mangels polnischer Bevölkerung nicht. 1840 zählte die Stadt 5303 Einwohner, von denen 568 Juden waren. Obwohl es für sie ein Niederlassungsverbot gab, das zuletzt 1768 von König Stanislaus II. August bekräftigt worden war, konnten sich einige Familien im Ort festsetzen. Mit der Angliederung an Preußen fielen alle Niederlassungsbeschränkungen für Juden, was zu einem raschen Zuzug führte. Die Zahl fluktuierte jedoch stark.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 308ff | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Während der polnischen Erhebung in anderen Teilen der preußischen Provinz Posen im Frühjahr 1848 verlangte die Stadt, für den Fall einer Abtrennung der von Polen bewohnten Teile der Provinz, ihre weitere Zugehörigkeit zum Deutschen Bund eventuell durch Anschluss an die angrenzende {{ Wikipedia | name= Provinz Schlesien | wikidata= Q675032 }}.<ref>{{ Literatur | Autor= von Janta-Polczynski, Ludwig | Titel= Die polnische Insurrektion in Posen im Frühjahr 1848 | Ort= Glogau | Datum= 1849 | URL= https://books.google.de/books?id=B15KAAAAcAAJ&pg=PA41 | Seiten= 41 }}</ref> Fraustadt wurde auch Standort einer preußischen Garnison. Deren hier stationierter, bekanntester Soldat war Paul von Hindenburg; er diente hier als Kompaniechef von 1884 bis 1885. Unter Preußen setzte im Zuge der wirtschaftlichen Entwicklung auch ein Zuzug von Polen ein: 1871 zählte Fraustadt 6515 Einwohner (4100 Evangelische, 2050 Katholische, 350 Juden), darunter 410 (oder 6,3 %) Polen.<ref>{{ Literatur | Autor= Neumann, Gustav | Titel= Das deutsche Reich in geographischer, statistischer und topographischer Beziehung | Band= 2 | Auflage= 2 | Verlag= Müller | Ort= Berlin | Datum= 1874 | Seiten= 145 | URL= https://books.google.de/books?id=mx5fAAAAcAAJ&pg=PA145&q=Fraustadt+Polen+Deutsche+Polen#v=onepage&q=Fraustadt%20Polen%20Deutsche%20Polen&f=false }}</ref> Bis 1901 war der deutsche Bevölkerungsanteil auf 72,2&#x202F;% zurückgegangen, während der polnische Anteil durch Zuzug und eine höhere Geburtenrate auf 27,8&#x202F;% angewachsen war.<ref>{{ Literatur | Hrsg= Königliches Preussisches Statistisches Landesamt in Berlin | Titel= Preussische Statistik: (Amtliches Quellenwerk) | Verlag= Verlag der Königlichen Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei (R. Decker) | Ort= Berlin | Datum= 1905 | Seiten= 142 | URL= https://books.google.de/books?id=Y1hDAQAAMAAJ&q=Fraustadt+Polen+Deutsche+Prozent }}</ref> Um 1910 hatte Fraustadt zwei evangelische und zwei katholische Pfarrkirchen, eine evangelisch-lutherische Kapelle, eine Synagoge und an Bildungseinrichtungen ein Gymnasium, ein Lyzeum, eine Präparandenanstalt und eine landwirtschaftliche, gewerbliche sowie kaufmännische Fortbildungsschule.<ref name="mgaz">{{ Literatur | Titel= Fraustadt, Regierungsbezirk Posen, Provinz Posen | Zeitschrift= Meyers Gazetteer | Kommentar= mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Fraustadt | Jahr= 1912 | URL= https://www.meyersgaz.org/place/10505026 }}</ref> Nach dem Ersten Weltkrieg, dem Versailler Vertrag und der Grenzziehung von 1920 verlor Fraustadt sein Hinterland und ein wirtschaftlicher Niedergang setzte ein. Um 1935 hatte Fraustadt unter anderem drei Hotels, elf Gasthöfe und Restaurants, vier Bankhäuser, zwei Bierbrauereien, eine Branntweinbrennerei, eine Buchdruckerei, drei Destillationen und Likörfabriken, eine Melassefutterfabrik, eine Mineralwasserfabrik, eine Möbelfabrik, eine Molkerei, fünf Mühlen, zehn Viehhandlungen, einen Wagenbauer, eine Wollwarenfabrik, zwei Zeitungsverlage, eine Zementwarenfabrik, eine Zuckerfabrik und zahlreiche Einzelhändler, Dienstleister, sowie Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe.<ref>{{ Literatur | Titel= Klockhaus’ kaufmännisches Handels- und Gewerbe-Adressbuch des Deutschen Reichs für Industrie, Handwerk, Handel und Gewerbe, 2. Teil, ''Provinz Ober-Schlesien | Band= 1&#x202F;B | Ort= Berlin | Jahr= 1935 | Seiten= 1935–1936 | URL= https://books.google.de/books?id=RAsCqWnOcqAC&pg=RA24-PA23 }}</ref> Bis 1938 hatte die Stadt zur {{ Wikipedia | name= Provinz Niederschlesien | wikidata= Q700812 }} gehört, die am 1. April 1938 mit der Provinz Oberschlesien zur Provinz Schlesien zusammengeschlossen wurde.<ref>[http://www.territorial.de/ndschles/prndrsl.htm ''Provinz Niederschlesien''] (Territorial.de)</ref> Nach dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939 wurde die Region um Fraustadt zum Schauplatz der einzigen polnischen Gegenoffensive auf deutsches Territorium. Am 2. September 1939 erfolgte ein Störangriff polnischer Truppen auf das deutsche Grenzgebiet bis hin zum Stadtrand von Fraustadt samt Artilleriefeuer auf die deutschen Stellungen. Daraus folgte die Gefangennahme einiger deutscher Soldaten und die Vertreibung weiterer dort garnisonierter Truppenteile. Der Angriff wurde auf Anweisung des polnischen Oberkommandos noch am selben Abend eingestellt. Das polnische Regiment zog sich hinter die Grenze zurück, um zur polnischen Verteidigung beizutragen.<ref> {{ Internet | Autor= Felton, Mark | url= https://www.youtube.com/watch?v=sP79RBS5uFc | Titel= The POLISH Invasion of Germany 1939 | Abruf=2021-12-28 }}</ref> Im Jahr 1945 war Fraustadt Kreisstadt im {{ Wikipedia | name= Regierungsbezirk Liegnitz | wikidata= Q205816 }} der preußischen Provinz Schlesien des Deutschen Reichs.<ref name="MR">{{ Internet | Autor= Michael Rademacher | Titel= Fraustadt. Online-Material zur Dissertation | Ort= Osnabrück | Jahr= 2006 | Website= eirenicon.com | Website-URL= https://www.eirenicon.com | URL= https://www.eirenicon.com/rademacher/www.verwaltungsgeschichte.de/fraustadt.html | Abruf= 2026-09-02 }}</ref> Nach Besetzung durch die Rote Armee und Beendigung der Kampfhandlungen des Zweiten Weltkriegs wurde Fraustadt 1945 mit dem größten Teil Schlesiens von der Sowjetunion der Volksrepublik Polen zur Verwaltung überlassen, die Fraustadt in ''Wschowa'' umbenannte. Die deutschen Einwohner wurden – soweit sie nicht vorher geflohen waren – vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner waren teilweise Zwangsumgesiedelte aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war. Seit 2001 ist die Stadt Kreisstadt in der Woiwodschaft [[Lebus]]. == Anreise == [[File:2014-wschowa-stacja-kolejowa-abri.jpg|thumb|Bahnhof]] * Durch den Ort führt die [[Droga krajowa 12|Landesstraße DK12]]. * Wschowa liegt an der {{ Wikipedia | name= Bahnstrecke Łódź–Forst (Lausitz) | wikidata= Q11757154 }}. Im {{ Marker | name= Bahnhof Wschowa | type= train | wikidata= Q2846698 }} zweigte die Bahnstrecke Wschowa–Lipinka Głogowska ab. Es bestehen Zugverbindungen mit [[Głogów]] und [[Leszno]]. == Sehenswürdigkeiten == {{Scroll Gallery | Wschowa ratusz.jpg|Rathaus | Wschowa kościół farny.jpg|Stanislauskirche | !-2014-wschowa-kripplein-kosciol-abri.jpg|Kripplein-Jesu-Kirche | 20160606 wschowa rynek 05-8e-mk-a.jpg|Marktplatz | !-Wschowa-plac-zamkowy-abri-2013.jpg|Schlossplatz | Wschowa Ratusz.jpg|Altstadt | Wschowa klasztor franciszkanów 8.jpg|Josephskirche | !-20110414-abri-wschowa-kosciol-ul-kopernika.jpg|Dreifaltigkeitskirche | Wschowa kościół farny 3.jpg|Stadtmauer | Wschowa kaplica grobowa rodziny Teschner.jpg|evangelischer Friedhof }} * {{vCard | name = Rathaus | type = town hall | wikidata = Q9304654 | description = aus dem 16. Jahrhundert, 1860 umgebaut. }} * {{vCard | name = Kirche Saint Stanislaus | type = church | wikidata = Q11747437 | description= Pfarrkirche unter dem Patrozinium des hl. Bischofs und Märtyrers Stanislaus und der Mariä Himmelfahrt, gotisch, aus dem 15. Jahrhundert, nach dem Brand von 1685 zwischen 1720 und 1726 umgebaut }} * {{vCard | name = Kirche Kripplein Christi | type = church | wikidata = Q29653992 | description= Ehemalige evangelische Kirche von 1604, nach einem Brand 1647 wieder errichtet. }} * {{ VCard | before= Gebäudekomplex des | name= Franziskanerklosters | type = monastery | wikidata= Q11739794 | description= mit St.-Josef-Kirche, 1638–1646 erbaut, später mehrfach umgebaut }} * {{vCard | name = Dreifaltigkeitskirche | type = church | wikidata = Q29653990 | description = erbaut von 1837 bis 1839 nach Entwurf Karl Friedrich Schinkels aus dem Jahr 1825 als Hallenbau auf rechteckigem Grundriss mit zweitürmiger Fassade. Ursprünglich war es eine evangelische Kirche, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs als Lagerhaus genutzt wurde. Anfang der 1990er Jahre wurde die Kirche der Pfarrei St. Stanislaus zugeordnet und ist seitdem eine Filialkirche }} * {{vCard | name = Jesuitenkolleg | type = college | description = aus dem Jahr 1727. | 1 = Jesuitenkolleg }} * {{ VCard | name= Stadtmauern | description= aus dem 15. und 16. Jahrhundert }} * {{vCard | name = Evangelischer Friedhof von 1609 | type = cemetery | lat = 51.80947 | long = 16.32383 | lastedit = 2026-09-06 }} * {{vCard | name = jüdischer Friedhof | type = cemetery | wikidata = Q9195077 }} * Historische '''Bürgerhäuser''' rund um den Markt. == Aktivitäten == == Einkaufen == == Nachtleben == == Unterkunft == == Ausflüge == == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} {{Navigationsleiste Lebus Orte}} == Einzelnachweise == <references /> {{GeoData | lat= 51.8040134 | long= 16.3169410 | radius= 5000 }} {{IstInKat|Lebus}} {{Class-2}} ruxhxx70f21v8fygh8mbol08ubty6oq 1802322 1802321 2026-09-06T12:49:51Z DerFussi 6 /* Sehenswürdigkeiten */ 1802322 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort}} '''Wschowa''' ({{Audio|Wschowa-audio.ogg|anhören}}) (deutsch: ''Fraustadt'') ist die Kreisstadt des Powiat Wschowski und Sitz der Stadt- und Landgemeinde Wschowa in der Woiwodschaft [[Lebus]] (''Leubus'') in Polen. Die Stadt liegt etwa 80 Kilometer östlich von [[Zielona Góra]] (''Grünberg in Schlesien''). Benachbarte größere Orte sind im Osten [[Leszno]] (''Lissa'') und im Südwesten [[Głogów]] (''Glogau''). == Hintergrund == {{Mapframe | lat= 51.8040134 | long= 16.3169410 | zoom= 13 }} [[File:Fraustadt.jpg|thumb|{{ Wikipedia | name= Schlacht bei Fraustadt | wikidata= Q694068}} 1706]] Die Stadt wurde um 1250 nach {{ Wikipedia | name= Magdeburger Recht | wikidata= Q163725 }} in einem zwischen [[Schlesien]] und [[Großpolen]] umstrittenen Gebiet von deutschen Kolonisten gegründet. Schon im 12. Jahrhundert soll die Bevölkerung der Ortschaft deutsch gewesen sein.<ref name="HW">{{ Literatur | Autor= Heinrich Wuttke | Titel= Städtebuch des Landes Posen. Codex diplomaticus: Allgemeine Geschichte der Städte im Lande Posen. Geschichtliche Nachrichten von 149 einzelnen Städten | Verlag= Fries | Ort= Leipzig| Datum= 1864 | Seiten= 294–310 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294 }}</ref> Die Siedlung entwickelte sich vermutlich an einer Grenzburg. Nach Meyers Lexikon wurde Fraustadt von Schlesiern angelegt und dem {{ Wikipedia | name= Herzogtum Glogau | wikidata= Q684501}} eingegliedert.<ref name="Meyers">{{ Literatur | Titel= Meyers Großes Konversations-Lexikon | Auflage= 6. Auflage | Band= 7 | Ort= Leipzig/Wien | Datum= 1907 | URL= http://www.zeno.org/Meyers-1905/K/meyers-1905-007-0049 | Seiten= 49 }}</ref> Die erste nachweisliche Nennung des Ortes als „Veschow“ datiert auf das Jahr 1248. Die erste Nennung als „Frowenstat Civitas“ stammt aus dem Jahre 1290. Bis 1343 wechselte der Besitz häufig, dann wurde das Fraustädter Land vom polnischen König Kasimir III. erobert und Fraustadt als unmittelbar dem König unterstellte {{ Wikipedia | name= Immediatstadt | wikidata= Q22865}} privilegiert. Das Fraustädter Land wurde ein eigenständiges Verwaltungsgebiet (''Ziemia''). Dennoch kam es zu wiederholten Versuchen der von Deutschen bewohnten Stadt, wieder mit dem benachbarten schlesischen Herzogtum Glogau vereint zu werden.<ref name=":0">{{ Literatur | Autor= Heinrich Wuttke | Titel=''Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis'' | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 296 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> König Władysław II. Jagiełło bestimmte 1426, dass gegen Fraustadt „kein polnisches Recht gelten“ sollte.<ref name=":0" /> Im 16. Jahrhundert gehörte Fraustadt durch seine weitgehend deutsche Bürgerschaft zu den Hochburgen des Protestantismus in Polen. Während der Reformation war 1555 nach der Erklärung des Kaisers Ferdinand I. die erste deutsche Messe gefeiert worden. 1552 war die Stelle des deutschen Predigers einem Protestanten übertragen worden.<ref>{{Zeitschrift | Autor = Sabisch, Alfred | Titel = Schulz, J.: Zur Geschichte von Schwetzkau | Zeitschrift = Zeitschrift für Kirchengeschichte | ISSN = 0044-2925 | Band = 85 | Nummer = 1 | Jahr = 1974 | Seiten = 114-116, insbesondere S. 115 | DOI = 10.60861/zkg.v85i1.62052 }}</ref> Die wichtigsten Vertreter des Protestantismus in Fraustadt waren die Pastoren Valerius Herberger (1562–1627) und Samuel Friedrich Lauterbach (1662–1728) sowie der Schriftsteller und Schulleiter Christian Gryphius (1649–1706). Als königliche Stadt unterstand sie einem königlich polnischen {{ Wikipedia | name= Starosten | wikidata= Q7231714}}. Nach der lutherischen Familie von Gorka wurden nur noch Katholiken Starosten, die Stadtpfarrkirche musste auf königlichen Befehl 1604 wieder an die römisch-katholische Kirche zurückgegeben werden. Zugleich wurde die Erlaubnis erteilt, für die Lutheraner eine eigene Kirche erbauen zu dürfen. Davon machte Pastor Valerius Herberger Gebrauch und ließ als neue Kirche das „[[#vCard_Q29653992|Kripplein Christi]]“ errichten.<ref>{{Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 303 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Trotz der Gegenreformation blieb Polen tolerant und nahm protestantische Glaubensflüchtlinge aus Schlesien auf. Der Starost Hieronimus Radomicki stiftete 1633 wegen des großen Andrangs die Neustadt nach Magdeburger Recht. Damit bestand Fraustadt aus der Altstadt mit zwei Vorstädten (''Glogauer'' und ''Polnische''), der Neustadt und den zwei Kämmereidörfern Nieder- und Oberpritschen. Im {{ Wikipedia | name= Großen Nordischen Krieg | wikidata= Q151616}} trafen in der {{ Wikipedia | name= Schlacht bei Fraustadt | wikidata= Q694068 }} am 13. Februar 1706 die schwedische und die sächsisch-russische Armee aufeinander. In der Schlacht, die nur zwei Stunden dauerte, verloren die sächsisch-russischen Verbündeten über 6000 Tote und Verwundete, 8000 Gefangene und 29 Kanonen, während die Schweden nur 400 Tote und 1000 Verwundete zu beklagen hatten.<ref name="Meyers" /> Während der Herrschaft des sächsischen {{ Wikipedia | name= Hauses Wettin | wikidata= Q152909 }} in Polen wurden in Fraustadt Sitzungen des Senates der Republik abgehalten (die erste 1699), zweimal (1755, 1773) wurde hier eine türkische Gesandtschaft empfangen. Mehrmals wurde Fraustadt von der Pest heimgesucht: 1568 fielen ihr 1100 Menschen zum Opfer, 1613 waren es 2125 Opfer.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 302 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Mit der Zweiten Teilung Polens kam Fraustadt 1795 an Preußen und wurde 1816 Kreisstadt des Landkreises Fraustadt an der südwestlichen Grenze der {{ Wikipedia | name= Provinz Posen | wikidata= Q635253 }}. Ab 1826 gab es eine lutherische, eine katholische und eine israelitische Elementarschule. Unterrichtssprache war in allen drei Elementarschulen Deutsch.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 310 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Eine polnische Schule gab es mangels polnischer Bevölkerung nicht. 1840 zählte die Stadt 5303 Einwohner, von denen 568 Juden waren. Obwohl es für sie ein Niederlassungsverbot gab, das zuletzt 1768 von König Stanislaus II. August bekräftigt worden war, konnten sich einige Familien im Ort festsetzen. Mit der Angliederung an Preußen fielen alle Niederlassungsbeschränkungen für Juden, was zu einem raschen Zuzug führte. Die Zahl fluktuierte jedoch stark.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 308ff | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Während der polnischen Erhebung in anderen Teilen der preußischen Provinz Posen im Frühjahr 1848 verlangte die Stadt, für den Fall einer Abtrennung der von Polen bewohnten Teile der Provinz, ihre weitere Zugehörigkeit zum Deutschen Bund eventuell durch Anschluss an die angrenzende {{ Wikipedia | name= Provinz Schlesien | wikidata= Q675032 }}.<ref>{{ Literatur | Autor= von Janta-Polczynski, Ludwig | Titel= Die polnische Insurrektion in Posen im Frühjahr 1848 | Ort= Glogau | Datum= 1849 | URL= https://books.google.de/books?id=B15KAAAAcAAJ&pg=PA41 | Seiten= 41 }}</ref> Fraustadt wurde auch Standort einer preußischen Garnison. Deren hier stationierter, bekanntester Soldat war Paul von Hindenburg; er diente hier als Kompaniechef von 1884 bis 1885. Unter Preußen setzte im Zuge der wirtschaftlichen Entwicklung auch ein Zuzug von Polen ein: 1871 zählte Fraustadt 6515 Einwohner (4100 Evangelische, 2050 Katholische, 350 Juden), darunter 410 (oder 6,3 %) Polen.<ref>{{ Literatur | Autor= Neumann, Gustav | Titel= Das deutsche Reich in geographischer, statistischer und topographischer Beziehung | Band= 2 | Auflage= 2 | Verlag= Müller | Ort= Berlin | Datum= 1874 | Seiten= 145 | URL= https://books.google.de/books?id=mx5fAAAAcAAJ&pg=PA145&q=Fraustadt+Polen+Deutsche+Polen#v=onepage&q=Fraustadt%20Polen%20Deutsche%20Polen&f=false }}</ref> Bis 1901 war der deutsche Bevölkerungsanteil auf 72,2&#x202F;% zurückgegangen, während der polnische Anteil durch Zuzug und eine höhere Geburtenrate auf 27,8&#x202F;% angewachsen war.<ref>{{ Literatur | Hrsg= Königliches Preussisches Statistisches Landesamt in Berlin | Titel= Preussische Statistik: (Amtliches Quellenwerk) | Verlag= Verlag der Königlichen Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei (R. Decker) | Ort= Berlin | Datum= 1905 | Seiten= 142 | URL= https://books.google.de/books?id=Y1hDAQAAMAAJ&q=Fraustadt+Polen+Deutsche+Prozent }}</ref> Um 1910 hatte Fraustadt zwei evangelische und zwei katholische Pfarrkirchen, eine evangelisch-lutherische Kapelle, eine Synagoge und an Bildungseinrichtungen ein Gymnasium, ein Lyzeum, eine Präparandenanstalt und eine landwirtschaftliche, gewerbliche sowie kaufmännische Fortbildungsschule.<ref name="mgaz">{{ Literatur | Titel= Fraustadt, Regierungsbezirk Posen, Provinz Posen | Zeitschrift= Meyers Gazetteer | Kommentar= mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Fraustadt | Jahr= 1912 | URL= https://www.meyersgaz.org/place/10505026 }}</ref> Nach dem Ersten Weltkrieg, dem Versailler Vertrag und der Grenzziehung von 1920 verlor Fraustadt sein Hinterland und ein wirtschaftlicher Niedergang setzte ein. Um 1935 hatte Fraustadt unter anderem drei Hotels, elf Gasthöfe und Restaurants, vier Bankhäuser, zwei Bierbrauereien, eine Branntweinbrennerei, eine Buchdruckerei, drei Destillationen und Likörfabriken, eine Melassefutterfabrik, eine Mineralwasserfabrik, eine Möbelfabrik, eine Molkerei, fünf Mühlen, zehn Viehhandlungen, einen Wagenbauer, eine Wollwarenfabrik, zwei Zeitungsverlage, eine Zementwarenfabrik, eine Zuckerfabrik und zahlreiche Einzelhändler, Dienstleister, sowie Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe.<ref>{{ Literatur | Titel= Klockhaus’ kaufmännisches Handels- und Gewerbe-Adressbuch des Deutschen Reichs für Industrie, Handwerk, Handel und Gewerbe, 2. Teil, ''Provinz Ober-Schlesien | Band= 1&#x202F;B | Ort= Berlin | Jahr= 1935 | Seiten= 1935–1936 | URL= https://books.google.de/books?id=RAsCqWnOcqAC&pg=RA24-PA23 }}</ref> Bis 1938 hatte die Stadt zur {{ Wikipedia | name= Provinz Niederschlesien | wikidata= Q700812 }} gehört, die am 1. April 1938 mit der Provinz Oberschlesien zur Provinz Schlesien zusammengeschlossen wurde.<ref>[http://www.territorial.de/ndschles/prndrsl.htm ''Provinz Niederschlesien''] (Territorial.de)</ref> Nach dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939 wurde die Region um Fraustadt zum Schauplatz der einzigen polnischen Gegenoffensive auf deutsches Territorium. Am 2. September 1939 erfolgte ein Störangriff polnischer Truppen auf das deutsche Grenzgebiet bis hin zum Stadtrand von Fraustadt samt Artilleriefeuer auf die deutschen Stellungen. Daraus folgte die Gefangennahme einiger deutscher Soldaten und die Vertreibung weiterer dort garnisonierter Truppenteile. Der Angriff wurde auf Anweisung des polnischen Oberkommandos noch am selben Abend eingestellt. Das polnische Regiment zog sich hinter die Grenze zurück, um zur polnischen Verteidigung beizutragen.<ref> {{ Internet | Autor= Felton, Mark | url= https://www.youtube.com/watch?v=sP79RBS5uFc | Titel= The POLISH Invasion of Germany 1939 | Abruf=2021-12-28 }}</ref> Im Jahr 1945 war Fraustadt Kreisstadt im {{ Wikipedia | name= Regierungsbezirk Liegnitz | wikidata= Q205816 }} der preußischen Provinz Schlesien des Deutschen Reichs.<ref name="MR">{{ Internet | Autor= Michael Rademacher | Titel= Fraustadt. Online-Material zur Dissertation | Ort= Osnabrück | Jahr= 2006 | Website= eirenicon.com | Website-URL= https://www.eirenicon.com | URL= https://www.eirenicon.com/rademacher/www.verwaltungsgeschichte.de/fraustadt.html | Abruf= 2026-09-02 }}</ref> Nach Besetzung durch die Rote Armee und Beendigung der Kampfhandlungen des Zweiten Weltkriegs wurde Fraustadt 1945 mit dem größten Teil Schlesiens von der Sowjetunion der Volksrepublik Polen zur Verwaltung überlassen, die Fraustadt in ''Wschowa'' umbenannte. Die deutschen Einwohner wurden – soweit sie nicht vorher geflohen waren – vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner waren teilweise Zwangsumgesiedelte aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war. Seit 2001 ist die Stadt Kreisstadt in der Woiwodschaft [[Lebus]]. == Anreise == [[File:2014-wschowa-stacja-kolejowa-abri.jpg|thumb|Bahnhof]] * Durch den Ort führt die [[Droga krajowa 12|Landesstraße DK12]]. * Wschowa liegt an der {{ Wikipedia | name= Bahnstrecke Łódź–Forst (Lausitz) | wikidata= Q11757154 }}. Im {{ Marker | name= Bahnhof Wschowa | type= train | wikidata= Q2846698 }} zweigte die Bahnstrecke Wschowa–Lipinka Głogowska ab. Es bestehen Zugverbindungen mit [[Głogów]] und [[Leszno]]. == Sehenswürdigkeiten == {{Scroll Gallery | Wschowa ratusz.jpg|Rathaus | Wschowa kościół farny.jpg|Stanislauskirche | !-2014-wschowa-kripplein-kosciol-abri.jpg|Kripplein-Jesu-Kirche | 20160606 wschowa rynek 05-8e-mk-a.jpg|Marktplatz | !-Wschowa-plac-zamkowy-abri-2013.jpg|Schlossplatz | Wschowa Ratusz.jpg|Altstadt | Wschowa klasztor franciszkanów 8.jpg|Josephskirche | !-20110414-abri-wschowa-kosciol-ul-kopernika.jpg|Dreifaltigkeitskirche | Wschowa kościół farny 3.jpg|Stadtmauer | Wschowa kaplica grobowa rodziny Teschner.jpg|evangelischer Friedhof }} * {{vCard | name = Rathaus | type = town hall | wikidata = Q9304654 | description = aus dem 16. Jahrhundert, 1860 umgebaut. }} * {{vCard | name = Kirche Saint Stanislaus | type = church | wikidata = Q11747437 | description= Pfarrkirche unter dem Patrozinium des hl. Bischofs und Märtyrers Stanislaus und der Mariä Himmelfahrt, gotisch, aus dem 15. Jahrhundert, nach dem Brand von 1685 zwischen 1720 und 1726 umgebaut }} * {{vCard | name = Kirche Kripplein Christi | type = church | wikidata = Q29653992 | description= Ehemalige evangelische Kirche von 1604, nach einem Brand 1647 wieder errichtet. }} * {{ VCard | before= Gebäudekomplex des | name= Franziskanerklosters | type = monastery | wikidata= Q11739794 | description= mit St.-Josef-Kirche, 1638–1646 erbaut, später mehrfach umgebaut }} * {{vCard | name = Dreifaltigkeitskirche | type = church | wikidata = Q29653990 | description = erbaut von 1837 bis 1839 nach Entwurf Karl Friedrich Schinkels aus dem Jahr 1825 als Hallenbau auf rechteckigem Grundriss mit zweitürmiger Fassade. Ursprünglich war es eine evangelische Kirche, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs als Lagerhaus genutzt wurde. Anfang der 1990er Jahre wurde die Kirche der Pfarrei St. Stanislaus zugeordnet und ist seitdem eine Filialkirche }} * {{vCard | name = Jesuitenkolleg | type = college | description = aus dem Jahr 1727 }} * {{ VCard | name= Stadtmauern | description= aus dem 15. und 16. Jahrhundert }} * {{vCard | name = Evangelischer Friedhof von 1609 | type = cemetery | lat = 51.80947 | long = 16.32383 | lastedit = 2026-09-06 }} * {{vCard | name = jüdischer Friedhof | type = cemetery | wikidata = Q9195077 }} * Historische '''Bürgerhäuser''' rund um den Markt. == Aktivitäten == == Einkaufen == == Nachtleben == == Unterkunft == == Ausflüge == == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} {{Navigationsleiste Lebus Orte}} == Einzelnachweise == <references /> {{GeoData | lat= 51.8040134 | long= 16.3169410 | radius= 5000 }} {{IstInKat|Lebus}} {{Class-2}} t4k2a7z2zde9drrshz2qb72jb5gnucv 1802323 1802322 2026-09-06T12:50:12Z DerFussi 6 /* Sehenswürdigkeiten */ Geänderte vCard für Stadtmauern 1802323 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort}} '''Wschowa''' ({{Audio|Wschowa-audio.ogg|anhören}}) (deutsch: ''Fraustadt'') ist die Kreisstadt des Powiat Wschowski und Sitz der Stadt- und Landgemeinde Wschowa in der Woiwodschaft [[Lebus]] (''Leubus'') in Polen. Die Stadt liegt etwa 80 Kilometer östlich von [[Zielona Góra]] (''Grünberg in Schlesien''). Benachbarte größere Orte sind im Osten [[Leszno]] (''Lissa'') und im Südwesten [[Głogów]] (''Glogau''). == Hintergrund == {{Mapframe | lat= 51.8040134 | long= 16.3169410 | zoom= 13 }} [[File:Fraustadt.jpg|thumb|{{ Wikipedia | name= Schlacht bei Fraustadt | wikidata= Q694068}} 1706]] Die Stadt wurde um 1250 nach {{ Wikipedia | name= Magdeburger Recht | wikidata= Q163725 }} in einem zwischen [[Schlesien]] und [[Großpolen]] umstrittenen Gebiet von deutschen Kolonisten gegründet. Schon im 12. Jahrhundert soll die Bevölkerung der Ortschaft deutsch gewesen sein.<ref name="HW">{{ Literatur | Autor= Heinrich Wuttke | Titel= Städtebuch des Landes Posen. Codex diplomaticus: Allgemeine Geschichte der Städte im Lande Posen. Geschichtliche Nachrichten von 149 einzelnen Städten | Verlag= Fries | Ort= Leipzig| Datum= 1864 | Seiten= 294–310 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294 }}</ref> Die Siedlung entwickelte sich vermutlich an einer Grenzburg. Nach Meyers Lexikon wurde Fraustadt von Schlesiern angelegt und dem {{ Wikipedia | name= Herzogtum Glogau | wikidata= Q684501}} eingegliedert.<ref name="Meyers">{{ Literatur | Titel= Meyers Großes Konversations-Lexikon | Auflage= 6. Auflage | Band= 7 | Ort= Leipzig/Wien | Datum= 1907 | URL= http://www.zeno.org/Meyers-1905/K/meyers-1905-007-0049 | Seiten= 49 }}</ref> Die erste nachweisliche Nennung des Ortes als „Veschow“ datiert auf das Jahr 1248. Die erste Nennung als „Frowenstat Civitas“ stammt aus dem Jahre 1290. Bis 1343 wechselte der Besitz häufig, dann wurde das Fraustädter Land vom polnischen König Kasimir III. erobert und Fraustadt als unmittelbar dem König unterstellte {{ Wikipedia | name= Immediatstadt | wikidata= Q22865}} privilegiert. Das Fraustädter Land wurde ein eigenständiges Verwaltungsgebiet (''Ziemia''). Dennoch kam es zu wiederholten Versuchen der von Deutschen bewohnten Stadt, wieder mit dem benachbarten schlesischen Herzogtum Glogau vereint zu werden.<ref name=":0">{{ Literatur | Autor= Heinrich Wuttke | Titel=''Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis'' | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 296 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> König Władysław II. Jagiełło bestimmte 1426, dass gegen Fraustadt „kein polnisches Recht gelten“ sollte.<ref name=":0" /> Im 16. Jahrhundert gehörte Fraustadt durch seine weitgehend deutsche Bürgerschaft zu den Hochburgen des Protestantismus in Polen. Während der Reformation war 1555 nach der Erklärung des Kaisers Ferdinand I. die erste deutsche Messe gefeiert worden. 1552 war die Stelle des deutschen Predigers einem Protestanten übertragen worden.<ref>{{Zeitschrift | Autor = Sabisch, Alfred | Titel = Schulz, J.: Zur Geschichte von Schwetzkau | Zeitschrift = Zeitschrift für Kirchengeschichte | ISSN = 0044-2925 | Band = 85 | Nummer = 1 | Jahr = 1974 | Seiten = 114-116, insbesondere S. 115 | DOI = 10.60861/zkg.v85i1.62052 }}</ref> Die wichtigsten Vertreter des Protestantismus in Fraustadt waren die Pastoren Valerius Herberger (1562–1627) und Samuel Friedrich Lauterbach (1662–1728) sowie der Schriftsteller und Schulleiter Christian Gryphius (1649–1706). Als königliche Stadt unterstand sie einem königlich polnischen {{ Wikipedia | name= Starosten | wikidata= Q7231714}}. Nach der lutherischen Familie von Gorka wurden nur noch Katholiken Starosten, die Stadtpfarrkirche musste auf königlichen Befehl 1604 wieder an die römisch-katholische Kirche zurückgegeben werden. Zugleich wurde die Erlaubnis erteilt, für die Lutheraner eine eigene Kirche erbauen zu dürfen. Davon machte Pastor Valerius Herberger Gebrauch und ließ als neue Kirche das „[[#vCard_Q29653992|Kripplein Christi]]“ errichten.<ref>{{Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 303 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Trotz der Gegenreformation blieb Polen tolerant und nahm protestantische Glaubensflüchtlinge aus Schlesien auf. Der Starost Hieronimus Radomicki stiftete 1633 wegen des großen Andrangs die Neustadt nach Magdeburger Recht. Damit bestand Fraustadt aus der Altstadt mit zwei Vorstädten (''Glogauer'' und ''Polnische''), der Neustadt und den zwei Kämmereidörfern Nieder- und Oberpritschen. Im {{ Wikipedia | name= Großen Nordischen Krieg | wikidata= Q151616}} trafen in der {{ Wikipedia | name= Schlacht bei Fraustadt | wikidata= Q694068 }} am 13. Februar 1706 die schwedische und die sächsisch-russische Armee aufeinander. In der Schlacht, die nur zwei Stunden dauerte, verloren die sächsisch-russischen Verbündeten über 6000 Tote und Verwundete, 8000 Gefangene und 29 Kanonen, während die Schweden nur 400 Tote und 1000 Verwundete zu beklagen hatten.<ref name="Meyers" /> Während der Herrschaft des sächsischen {{ Wikipedia | name= Hauses Wettin | wikidata= Q152909 }} in Polen wurden in Fraustadt Sitzungen des Senates der Republik abgehalten (die erste 1699), zweimal (1755, 1773) wurde hier eine türkische Gesandtschaft empfangen. Mehrmals wurde Fraustadt von der Pest heimgesucht: 1568 fielen ihr 1100 Menschen zum Opfer, 1613 waren es 2125 Opfer.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 302 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Mit der Zweiten Teilung Polens kam Fraustadt 1795 an Preußen und wurde 1816 Kreisstadt des Landkreises Fraustadt an der südwestlichen Grenze der {{ Wikipedia | name= Provinz Posen | wikidata= Q635253 }}. Ab 1826 gab es eine lutherische, eine katholische und eine israelitische Elementarschule. Unterrichtssprache war in allen drei Elementarschulen Deutsch.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 310 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Eine polnische Schule gab es mangels polnischer Bevölkerung nicht. 1840 zählte die Stadt 5303 Einwohner, von denen 568 Juden waren. Obwohl es für sie ein Niederlassungsverbot gab, das zuletzt 1768 von König Stanislaus II. August bekräftigt worden war, konnten sich einige Familien im Ort festsetzen. Mit der Angliederung an Preußen fielen alle Niederlassungsbeschränkungen für Juden, was zu einem raschen Zuzug führte. Die Zahl fluktuierte jedoch stark.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 308ff | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Während der polnischen Erhebung in anderen Teilen der preußischen Provinz Posen im Frühjahr 1848 verlangte die Stadt, für den Fall einer Abtrennung der von Polen bewohnten Teile der Provinz, ihre weitere Zugehörigkeit zum Deutschen Bund eventuell durch Anschluss an die angrenzende {{ Wikipedia | name= Provinz Schlesien | wikidata= Q675032 }}.<ref>{{ Literatur | Autor= von Janta-Polczynski, Ludwig | Titel= Die polnische Insurrektion in Posen im Frühjahr 1848 | Ort= Glogau | Datum= 1849 | URL= https://books.google.de/books?id=B15KAAAAcAAJ&pg=PA41 | Seiten= 41 }}</ref> Fraustadt wurde auch Standort einer preußischen Garnison. Deren hier stationierter, bekanntester Soldat war Paul von Hindenburg; er diente hier als Kompaniechef von 1884 bis 1885. Unter Preußen setzte im Zuge der wirtschaftlichen Entwicklung auch ein Zuzug von Polen ein: 1871 zählte Fraustadt 6515 Einwohner (4100 Evangelische, 2050 Katholische, 350 Juden), darunter 410 (oder 6,3 %) Polen.<ref>{{ Literatur | Autor= Neumann, Gustav | Titel= Das deutsche Reich in geographischer, statistischer und topographischer Beziehung | Band= 2 | Auflage= 2 | Verlag= Müller | Ort= Berlin | Datum= 1874 | Seiten= 145 | URL= https://books.google.de/books?id=mx5fAAAAcAAJ&pg=PA145&q=Fraustadt+Polen+Deutsche+Polen#v=onepage&q=Fraustadt%20Polen%20Deutsche%20Polen&f=false }}</ref> Bis 1901 war der deutsche Bevölkerungsanteil auf 72,2&#x202F;% zurückgegangen, während der polnische Anteil durch Zuzug und eine höhere Geburtenrate auf 27,8&#x202F;% angewachsen war.<ref>{{ Literatur | Hrsg= Königliches Preussisches Statistisches Landesamt in Berlin | Titel= Preussische Statistik: (Amtliches Quellenwerk) | Verlag= Verlag der Königlichen Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei (R. Decker) | Ort= Berlin | Datum= 1905 | Seiten= 142 | URL= https://books.google.de/books?id=Y1hDAQAAMAAJ&q=Fraustadt+Polen+Deutsche+Prozent }}</ref> Um 1910 hatte Fraustadt zwei evangelische und zwei katholische Pfarrkirchen, eine evangelisch-lutherische Kapelle, eine Synagoge und an Bildungseinrichtungen ein Gymnasium, ein Lyzeum, eine Präparandenanstalt und eine landwirtschaftliche, gewerbliche sowie kaufmännische Fortbildungsschule.<ref name="mgaz">{{ Literatur | Titel= Fraustadt, Regierungsbezirk Posen, Provinz Posen | Zeitschrift= Meyers Gazetteer | Kommentar= mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Fraustadt | Jahr= 1912 | URL= https://www.meyersgaz.org/place/10505026 }}</ref> Nach dem Ersten Weltkrieg, dem Versailler Vertrag und der Grenzziehung von 1920 verlor Fraustadt sein Hinterland und ein wirtschaftlicher Niedergang setzte ein. Um 1935 hatte Fraustadt unter anderem drei Hotels, elf Gasthöfe und Restaurants, vier Bankhäuser, zwei Bierbrauereien, eine Branntweinbrennerei, eine Buchdruckerei, drei Destillationen und Likörfabriken, eine Melassefutterfabrik, eine Mineralwasserfabrik, eine Möbelfabrik, eine Molkerei, fünf Mühlen, zehn Viehhandlungen, einen Wagenbauer, eine Wollwarenfabrik, zwei Zeitungsverlage, eine Zementwarenfabrik, eine Zuckerfabrik und zahlreiche Einzelhändler, Dienstleister, sowie Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe.<ref>{{ Literatur | Titel= Klockhaus’ kaufmännisches Handels- und Gewerbe-Adressbuch des Deutschen Reichs für Industrie, Handwerk, Handel und Gewerbe, 2. Teil, ''Provinz Ober-Schlesien | Band= 1&#x202F;B | Ort= Berlin | Jahr= 1935 | Seiten= 1935–1936 | URL= https://books.google.de/books?id=RAsCqWnOcqAC&pg=RA24-PA23 }}</ref> Bis 1938 hatte die Stadt zur {{ Wikipedia | name= Provinz Niederschlesien | wikidata= Q700812 }} gehört, die am 1. April 1938 mit der Provinz Oberschlesien zur Provinz Schlesien zusammengeschlossen wurde.<ref>[http://www.territorial.de/ndschles/prndrsl.htm ''Provinz Niederschlesien''] (Territorial.de)</ref> Nach dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939 wurde die Region um Fraustadt zum Schauplatz der einzigen polnischen Gegenoffensive auf deutsches Territorium. Am 2. September 1939 erfolgte ein Störangriff polnischer Truppen auf das deutsche Grenzgebiet bis hin zum Stadtrand von Fraustadt samt Artilleriefeuer auf die deutschen Stellungen. Daraus folgte die Gefangennahme einiger deutscher Soldaten und die Vertreibung weiterer dort garnisonierter Truppenteile. Der Angriff wurde auf Anweisung des polnischen Oberkommandos noch am selben Abend eingestellt. Das polnische Regiment zog sich hinter die Grenze zurück, um zur polnischen Verteidigung beizutragen.<ref> {{ Internet | Autor= Felton, Mark | url= https://www.youtube.com/watch?v=sP79RBS5uFc | Titel= The POLISH Invasion of Germany 1939 | Abruf=2021-12-28 }}</ref> Im Jahr 1945 war Fraustadt Kreisstadt im {{ Wikipedia | name= Regierungsbezirk Liegnitz | wikidata= Q205816 }} der preußischen Provinz Schlesien des Deutschen Reichs.<ref name="MR">{{ Internet | Autor= Michael Rademacher | Titel= Fraustadt. 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Seit 2001 ist die Stadt Kreisstadt in der Woiwodschaft [[Lebus]]. == Anreise == [[File:2014-wschowa-stacja-kolejowa-abri.jpg|thumb|Bahnhof]] * Durch den Ort führt die [[Droga krajowa 12|Landesstraße DK12]]. * Wschowa liegt an der {{ Wikipedia | name= Bahnstrecke Łódź–Forst (Lausitz) | wikidata= Q11757154 }}. Im {{ Marker | name= Bahnhof Wschowa | type= train | wikidata= Q2846698 }} zweigte die Bahnstrecke Wschowa–Lipinka Głogowska ab. Es bestehen Zugverbindungen mit [[Głogów]] und [[Leszno]]. == Sehenswürdigkeiten == {{Scroll Gallery | Wschowa ratusz.jpg|Rathaus | Wschowa kościół farny.jpg|Stanislauskirche | !-2014-wschowa-kripplein-kosciol-abri.jpg|Kripplein-Jesu-Kirche | 20160606 wschowa rynek 05-8e-mk-a.jpg|Marktplatz | !-Wschowa-plac-zamkowy-abri-2013.jpg|Schlossplatz | Wschowa Ratusz.jpg|Altstadt | Wschowa klasztor franciszkanów 8.jpg|Josephskirche | !-20110414-abri-wschowa-kosciol-ul-kopernika.jpg|Dreifaltigkeitskirche | Wschowa kościół farny 3.jpg|Stadtmauer | Wschowa kaplica grobowa rodziny Teschner.jpg|evangelischer Friedhof }} * {{vCard | name = Rathaus | type = town hall | wikidata = Q9304654 | description = aus dem 16. Jahrhundert, 1860 umgebaut. }} * {{vCard | name = Kirche Saint Stanislaus | type = church | wikidata = Q11747437 | description= Pfarrkirche unter dem Patrozinium des hl. Bischofs und Märtyrers Stanislaus und der Mariä Himmelfahrt, gotisch, aus dem 15. 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Jahrhundert. }} * {{vCard | name = Evangelischer Friedhof von 1609 | type = cemetery | lat = 51.80947 | long = 16.32383 | lastedit = 2026-09-06 }} * {{vCard | name = jüdischer Friedhof | type = cemetery | wikidata = Q9195077 }} * Historische '''Bürgerhäuser''' rund um den Markt. == Aktivitäten == == Einkaufen == == Nachtleben == == Unterkunft == == Ausflüge == == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} {{Navigationsleiste Lebus Orte}} == Einzelnachweise == <references /> {{GeoData | lat= 51.8040134 | long= 16.3169410 | radius= 5000 }} {{IstInKat|Lebus}} {{Class-2}} 72q7ngak308ur7g0a8vdb26ppjidflr 1802326 1802323 2026-09-06T12:53:25Z DerFussi 6 /* Sehenswürdigkeiten */ Zwischenüberschriften 1802326 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort}} '''Wschowa''' ({{Audio|Wschowa-audio.ogg|anhören}}) (deutsch: ''Fraustadt'') ist die Kreisstadt des Powiat Wschowski und Sitz der Stadt- und Landgemeinde Wschowa in der Woiwodschaft [[Lebus]] (''Leubus'') in Polen. Die Stadt liegt etwa 80 Kilometer östlich von [[Zielona Góra]] (''Grünberg in Schlesien''). Benachbarte größere Orte sind im Osten [[Leszno]] (''Lissa'') und im Südwesten [[Głogów]] (''Glogau''). == Hintergrund == {{Mapframe | lat= 51.8040134 | long= 16.3169410 | zoom= 13 }} [[File:Fraustadt.jpg|thumb|{{ Wikipedia | name= Schlacht bei Fraustadt | wikidata= Q694068}} 1706]] Die Stadt wurde um 1250 nach {{ Wikipedia | name= Magdeburger Recht | wikidata= Q163725 }} in einem zwischen [[Schlesien]] und [[Großpolen]] umstrittenen Gebiet von deutschen Kolonisten gegründet. Schon im 12. Jahrhundert soll die Bevölkerung der Ortschaft deutsch gewesen sein.<ref name="HW">{{ Literatur | Autor= Heinrich Wuttke | Titel= Städtebuch des Landes Posen. Codex diplomaticus: Allgemeine Geschichte der Städte im Lande Posen. Geschichtliche Nachrichten von 149 einzelnen Städten | Verlag= Fries | Ort= Leipzig| Datum= 1864 | Seiten= 294–310 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294 }}</ref> Die Siedlung entwickelte sich vermutlich an einer Grenzburg. Nach Meyers Lexikon wurde Fraustadt von Schlesiern angelegt und dem {{ Wikipedia | name= Herzogtum Glogau | wikidata= Q684501}} eingegliedert.<ref name="Meyers">{{ Literatur | Titel= Meyers Großes Konversations-Lexikon | Auflage= 6. Auflage | Band= 7 | Ort= Leipzig/Wien | Datum= 1907 | URL= http://www.zeno.org/Meyers-1905/K/meyers-1905-007-0049 | Seiten= 49 }}</ref> Die erste nachweisliche Nennung des Ortes als „Veschow“ datiert auf das Jahr 1248. Die erste Nennung als „Frowenstat Civitas“ stammt aus dem Jahre 1290. Bis 1343 wechselte der Besitz häufig, dann wurde das Fraustädter Land vom polnischen König Kasimir III. erobert und Fraustadt als unmittelbar dem König unterstellte {{ Wikipedia | name= Immediatstadt | wikidata= Q22865}} privilegiert. Das Fraustädter Land wurde ein eigenständiges Verwaltungsgebiet (''Ziemia''). Dennoch kam es zu wiederholten Versuchen der von Deutschen bewohnten Stadt, wieder mit dem benachbarten schlesischen Herzogtum Glogau vereint zu werden.<ref name=":0">{{ Literatur | Autor= Heinrich Wuttke | Titel=''Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis'' | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 296 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> König Władysław II. Jagiełło bestimmte 1426, dass gegen Fraustadt „kein polnisches Recht gelten“ sollte.<ref name=":0" /> Im 16. Jahrhundert gehörte Fraustadt durch seine weitgehend deutsche Bürgerschaft zu den Hochburgen des Protestantismus in Polen. Während der Reformation war 1555 nach der Erklärung des Kaisers Ferdinand I. die erste deutsche Messe gefeiert worden. 1552 war die Stelle des deutschen Predigers einem Protestanten übertragen worden.<ref>{{Zeitschrift | Autor = Sabisch, Alfred | Titel = Schulz, J.: Zur Geschichte von Schwetzkau | Zeitschrift = Zeitschrift für Kirchengeschichte | ISSN = 0044-2925 | Band = 85 | Nummer = 1 | Jahr = 1974 | Seiten = 114-116, insbesondere S. 115 | DOI = 10.60861/zkg.v85i1.62052 }}</ref> Die wichtigsten Vertreter des Protestantismus in Fraustadt waren die Pastoren Valerius Herberger (1562–1627) und Samuel Friedrich Lauterbach (1662–1728) sowie der Schriftsteller und Schulleiter Christian Gryphius (1649–1706). Als königliche Stadt unterstand sie einem königlich polnischen {{ Wikipedia | name= Starosten | wikidata= Q7231714}}. Nach der lutherischen Familie von Gorka wurden nur noch Katholiken Starosten, die Stadtpfarrkirche musste auf königlichen Befehl 1604 wieder an die römisch-katholische Kirche zurückgegeben werden. Zugleich wurde die Erlaubnis erteilt, für die Lutheraner eine eigene Kirche erbauen zu dürfen. Davon machte Pastor Valerius Herberger Gebrauch und ließ als neue Kirche das „[[#vCard_Q29653992|Kripplein Christi]]“ errichten.<ref>{{Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 303 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Trotz der Gegenreformation blieb Polen tolerant und nahm protestantische Glaubensflüchtlinge aus Schlesien auf. Der Starost Hieronimus Radomicki stiftete 1633 wegen des großen Andrangs die Neustadt nach Magdeburger Recht. Damit bestand Fraustadt aus der Altstadt mit zwei Vorstädten (''Glogauer'' und ''Polnische''), der Neustadt und den zwei Kämmereidörfern Nieder- und Oberpritschen. Im {{ Wikipedia | name= Großen Nordischen Krieg | wikidata= Q151616}} trafen in der {{ Wikipedia | name= Schlacht bei Fraustadt | wikidata= Q694068 }} am 13. Februar 1706 die schwedische und die sächsisch-russische Armee aufeinander. In der Schlacht, die nur zwei Stunden dauerte, verloren die sächsisch-russischen Verbündeten über 6000 Tote und Verwundete, 8000 Gefangene und 29 Kanonen, während die Schweden nur 400 Tote und 1000 Verwundete zu beklagen hatten.<ref name="Meyers" /> Während der Herrschaft des sächsischen {{ Wikipedia | name= Hauses Wettin | wikidata= Q152909 }} in Polen wurden in Fraustadt Sitzungen des Senates der Republik abgehalten (die erste 1699), zweimal (1755, 1773) wurde hier eine türkische Gesandtschaft empfangen. Mehrmals wurde Fraustadt von der Pest heimgesucht: 1568 fielen ihr 1100 Menschen zum Opfer, 1613 waren es 2125 Opfer.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 302 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Mit der Zweiten Teilung Polens kam Fraustadt 1795 an Preußen und wurde 1816 Kreisstadt des Landkreises Fraustadt an der südwestlichen Grenze der {{ Wikipedia | name= Provinz Posen | wikidata= Q635253 }}. Ab 1826 gab es eine lutherische, eine katholische und eine israelitische Elementarschule. Unterrichtssprache war in allen drei Elementarschulen Deutsch.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 310 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Eine polnische Schule gab es mangels polnischer Bevölkerung nicht. 1840 zählte die Stadt 5303 Einwohner, von denen 568 Juden waren. Obwohl es für sie ein Niederlassungsverbot gab, das zuletzt 1768 von König Stanislaus II. August bekräftigt worden war, konnten sich einige Familien im Ort festsetzen. Mit der Angliederung an Preußen fielen alle Niederlassungsbeschränkungen für Juden, was zu einem raschen Zuzug führte. Die Zahl fluktuierte jedoch stark.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 308ff | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Während der polnischen Erhebung in anderen Teilen der preußischen Provinz Posen im Frühjahr 1848 verlangte die Stadt, für den Fall einer Abtrennung der von Polen bewohnten Teile der Provinz, ihre weitere Zugehörigkeit zum Deutschen Bund eventuell durch Anschluss an die angrenzende {{ Wikipedia | name= Provinz Schlesien | wikidata= Q675032 }}.<ref>{{ Literatur | Autor= von Janta-Polczynski, Ludwig | Titel= Die polnische Insurrektion in Posen im Frühjahr 1848 | Ort= Glogau | Datum= 1849 | URL= https://books.google.de/books?id=B15KAAAAcAAJ&pg=PA41 | Seiten= 41 }}</ref> Fraustadt wurde auch Standort einer preußischen Garnison. Deren hier stationierter, bekanntester Soldat war Paul von Hindenburg; er diente hier als Kompaniechef von 1884 bis 1885. Unter Preußen setzte im Zuge der wirtschaftlichen Entwicklung auch ein Zuzug von Polen ein: 1871 zählte Fraustadt 6515 Einwohner (4100 Evangelische, 2050 Katholische, 350 Juden), darunter 410 (oder 6,3 %) Polen.<ref>{{ Literatur | Autor= Neumann, Gustav | Titel= Das deutsche Reich in geographischer, statistischer und topographischer Beziehung | Band= 2 | Auflage= 2 | Verlag= Müller | Ort= Berlin | Datum= 1874 | Seiten= 145 | URL= https://books.google.de/books?id=mx5fAAAAcAAJ&pg=PA145&q=Fraustadt+Polen+Deutsche+Polen#v=onepage&q=Fraustadt%20Polen%20Deutsche%20Polen&f=false }}</ref> Bis 1901 war der deutsche Bevölkerungsanteil auf 72,2&#x202F;% zurückgegangen, während der polnische Anteil durch Zuzug und eine höhere Geburtenrate auf 27,8&#x202F;% angewachsen war.<ref>{{ Literatur | Hrsg= Königliches Preussisches Statistisches Landesamt in Berlin | Titel= Preussische Statistik: (Amtliches Quellenwerk) | Verlag= Verlag der Königlichen Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei (R. Decker) | Ort= Berlin | Datum= 1905 | Seiten= 142 | URL= https://books.google.de/books?id=Y1hDAQAAMAAJ&q=Fraustadt+Polen+Deutsche+Prozent }}</ref> Um 1910 hatte Fraustadt zwei evangelische und zwei katholische Pfarrkirchen, eine evangelisch-lutherische Kapelle, eine Synagoge und an Bildungseinrichtungen ein Gymnasium, ein Lyzeum, eine Präparandenanstalt und eine landwirtschaftliche, gewerbliche sowie kaufmännische Fortbildungsschule.<ref name="mgaz">{{ Literatur | Titel= Fraustadt, Regierungsbezirk Posen, Provinz Posen | Zeitschrift= Meyers Gazetteer | Kommentar= mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Fraustadt | Jahr= 1912 | URL= https://www.meyersgaz.org/place/10505026 }}</ref> Nach dem Ersten Weltkrieg, dem Versailler Vertrag und der Grenzziehung von 1920 verlor Fraustadt sein Hinterland und ein wirtschaftlicher Niedergang setzte ein. Um 1935 hatte Fraustadt unter anderem drei Hotels, elf Gasthöfe und Restaurants, vier Bankhäuser, zwei Bierbrauereien, eine Branntweinbrennerei, eine Buchdruckerei, drei Destillationen und Likörfabriken, eine Melassefutterfabrik, eine Mineralwasserfabrik, eine Möbelfabrik, eine Molkerei, fünf Mühlen, zehn Viehhandlungen, einen Wagenbauer, eine Wollwarenfabrik, zwei Zeitungsverlage, eine Zementwarenfabrik, eine Zuckerfabrik und zahlreiche Einzelhändler, Dienstleister, sowie Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe.<ref>{{ Literatur | Titel= Klockhaus’ kaufmännisches Handels- und Gewerbe-Adressbuch des Deutschen Reichs für Industrie, Handwerk, Handel und Gewerbe, 2. Teil, ''Provinz Ober-Schlesien | Band= 1&#x202F;B | Ort= Berlin | Jahr= 1935 | Seiten= 1935–1936 | URL= https://books.google.de/books?id=RAsCqWnOcqAC&pg=RA24-PA23 }}</ref> Bis 1938 hatte die Stadt zur {{ Wikipedia | name= Provinz Niederschlesien | wikidata= Q700812 }} gehört, die am 1. April 1938 mit der Provinz Oberschlesien zur Provinz Schlesien zusammengeschlossen wurde.<ref>[http://www.territorial.de/ndschles/prndrsl.htm ''Provinz Niederschlesien''] (Territorial.de)</ref> Nach dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939 wurde die Region um Fraustadt zum Schauplatz der einzigen polnischen Gegenoffensive auf deutsches Territorium. Am 2. September 1939 erfolgte ein Störangriff polnischer Truppen auf das deutsche Grenzgebiet bis hin zum Stadtrand von Fraustadt samt Artilleriefeuer auf die deutschen Stellungen. Daraus folgte die Gefangennahme einiger deutscher Soldaten und die Vertreibung weiterer dort garnisonierter Truppenteile. Der Angriff wurde auf Anweisung des polnischen Oberkommandos noch am selben Abend eingestellt. Das polnische Regiment zog sich hinter die Grenze zurück, um zur polnischen Verteidigung beizutragen.<ref> {{ Internet | Autor= Felton, Mark | url= https://www.youtube.com/watch?v=sP79RBS5uFc | Titel= The POLISH Invasion of Germany 1939 | Abruf=2021-12-28 }}</ref> Im Jahr 1945 war Fraustadt Kreisstadt im {{ Wikipedia | name= Regierungsbezirk Liegnitz | wikidata= Q205816 }} der preußischen Provinz Schlesien des Deutschen Reichs.<ref name="MR">{{ Internet | Autor= Michael Rademacher | Titel= Fraustadt. Online-Material zur Dissertation | Ort= Osnabrück | Jahr= 2006 | Website= eirenicon.com | Website-URL= https://www.eirenicon.com | URL= https://www.eirenicon.com/rademacher/www.verwaltungsgeschichte.de/fraustadt.html | Abruf= 2026-09-02 }}</ref> Nach Besetzung durch die Rote Armee und Beendigung der Kampfhandlungen des Zweiten Weltkriegs wurde Fraustadt 1945 mit dem größten Teil Schlesiens von der Sowjetunion der Volksrepublik Polen zur Verwaltung überlassen, die Fraustadt in ''Wschowa'' umbenannte. Die deutschen Einwohner wurden – soweit sie nicht vorher geflohen waren – vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner waren teilweise Zwangsumgesiedelte aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war. Seit 2001 ist die Stadt Kreisstadt in der Woiwodschaft [[Lebus]]. == Anreise == [[File:2014-wschowa-stacja-kolejowa-abri.jpg|thumb|Bahnhof]] * Durch den Ort führt die [[Droga krajowa 12|Landesstraße DK12]]. * Wschowa liegt an der {{ Wikipedia | name= Bahnstrecke Łódź–Forst (Lausitz) | wikidata= Q11757154 }}. Im {{ Marker | name= Bahnhof Wschowa | type= train | wikidata= Q2846698 }} zweigte die Bahnstrecke Wschowa–Lipinka Głogowska ab. Es bestehen Zugverbindungen mit [[Głogów]] und [[Leszno]]. == Sehenswürdigkeiten == {{Scroll Gallery | Wschowa ratusz.jpg|Rathaus | Wschowa kościół farny.jpg|Stanislauskirche | !-2014-wschowa-kripplein-kosciol-abri.jpg|Kripplein-Jesu-Kirche | 20160606 wschowa rynek 05-8e-mk-a.jpg|Marktplatz | !-Wschowa-plac-zamkowy-abri-2013.jpg|Schlossplatz | Wschowa Ratusz.jpg|Altstadt | Wschowa klasztor franciszkanów 8.jpg|Josephskirche | !-20110414-abri-wschowa-kosciol-ul-kopernika.jpg|Dreifaltigkeitskirche | Wschowa kościół farny 3.jpg|Stadtmauer | Wschowa kaplica grobowa rodziny Teschner.jpg|evangelischer Friedhof }} === Kirchen und Klöster=== * {{vCard | name = Kirche Saint Stanislaus | type = church | wikidata = Q11747437 | description= Pfarrkirche unter dem Patrozinium des hl. Bischofs und Märtyrers Stanislaus und der Mariä Himmelfahrt, gotisch, aus dem 15. Jahrhundert, nach dem Brand von 1685 zwischen 1720 und 1726 umgebaut }} * {{vCard | name = Kirche Kripplein Christi | type = church | wikidata = Q29653992 | description= Ehemalige evangelische Kirche von 1604, nach einem Brand 1647 wieder errichtet. }} * {{ VCard | before= Gebäudekomplex des | name= Franziskanerklosters | type = monastery | wikidata= Q11739794 | description= mit St.-Josef-Kirche, 1638–1646 erbaut, später mehrfach umgebaut }} * {{vCard | name = Dreifaltigkeitskirche | type = church | wikidata = Q29653990 | description = erbaut von 1837 bis 1839 nach Entwurf Karl Friedrich Schinkels aus dem Jahr 1825 als Hallenbau auf rechteckigem Grundriss mit zweitürmiger Fassade. Ursprünglich war es eine evangelische Kirche, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs als Lagerhaus genutzt wurde. Anfang der 1990er Jahre wurde die Kirche der Pfarrei St. Stanislaus zugeordnet und ist seitdem eine Filialkirche }} * {{vCard | name = Jesuitenkolleg | type = college | description = aus dem Jahr 1727 }} === Bauwerke === * {{vCard | name = Rathaus | type = town hall | wikidata = Q9304654 | description = aus dem 16. Jahrhundert, 1860 umgebaut. }} * Historische '''Bürgerhäuser''' rund um den Markt. * {{vCard | name = Stadtmauern | type = city wall | description = aus dem 15. und 16. Jahrhundert. }} === Museen === === Parks und Friedhöfe === * {{vCard | name = Evangelischer Friedhof von 1609 | type = cemetery | lat = 51.80947 | long = 16.32383 | lastedit = 2026-09-06 }} * {{vCard | name = jüdischer Friedhof | type = cemetery | wikidata = Q9195077 }} == Aktivitäten == == Einkaufen == == Nachtleben == == Unterkunft == == Ausflüge == == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} {{Navigationsleiste Lebus Orte}} == Einzelnachweise == <references /> {{GeoData | lat= 51.8040134 | long= 16.3169410 | radius= 5000 }} {{IstInKat|Lebus}} {{Class-2}} dtsd3ebks8os6mucajtjn6kssfoniva 1802328 1802326 2026-09-06T12:55:54Z DerFussi 6 Hinzugefügte vCard für Muzeum Ziemi Wschowskiej - Rezydencja Jezuitów 1802328 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort}} '''Wschowa''' ({{Audio|Wschowa-audio.ogg|anhören}}) (deutsch: ''Fraustadt'') ist die Kreisstadt des Powiat Wschowski und Sitz der Stadt- und Landgemeinde Wschowa in der Woiwodschaft [[Lebus]] (''Leubus'') in Polen. Die Stadt liegt etwa 80 Kilometer östlich von [[Zielona Góra]] (''Grünberg in Schlesien''). Benachbarte größere Orte sind im Osten [[Leszno]] (''Lissa'') und im Südwesten [[Głogów]] (''Glogau''). == Hintergrund == {{Mapframe | lat= 51.8040134 | long= 16.3169410 | zoom= 13 }} [[File:Fraustadt.jpg|thumb|{{ Wikipedia | name= Schlacht bei Fraustadt | wikidata= Q694068}} 1706]] Die Stadt wurde um 1250 nach {{ Wikipedia | name= Magdeburger Recht | wikidata= Q163725 }} in einem zwischen [[Schlesien]] und [[Großpolen]] umstrittenen Gebiet von deutschen Kolonisten gegründet. Schon im 12. Jahrhundert soll die Bevölkerung der Ortschaft deutsch gewesen sein.<ref name="HW">{{ Literatur | Autor= Heinrich Wuttke | Titel= Städtebuch des Landes Posen. Codex diplomaticus: Allgemeine Geschichte der Städte im Lande Posen. Geschichtliche Nachrichten von 149 einzelnen Städten | Verlag= Fries | Ort= Leipzig| Datum= 1864 | Seiten= 294–310 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294 }}</ref> Die Siedlung entwickelte sich vermutlich an einer Grenzburg. Nach Meyers Lexikon wurde Fraustadt von Schlesiern angelegt und dem {{ Wikipedia | name= Herzogtum Glogau | wikidata= Q684501}} eingegliedert.<ref name="Meyers">{{ Literatur | Titel= Meyers Großes Konversations-Lexikon | Auflage= 6. Auflage | Band= 7 | Ort= Leipzig/Wien | Datum= 1907 | URL= http://www.zeno.org/Meyers-1905/K/meyers-1905-007-0049 | Seiten= 49 }}</ref> Die erste nachweisliche Nennung des Ortes als „Veschow“ datiert auf das Jahr 1248. Die erste Nennung als „Frowenstat Civitas“ stammt aus dem Jahre 1290. Bis 1343 wechselte der Besitz häufig, dann wurde das Fraustädter Land vom polnischen König Kasimir III. erobert und Fraustadt als unmittelbar dem König unterstellte {{ Wikipedia | name= Immediatstadt | wikidata= Q22865}} privilegiert. Das Fraustädter Land wurde ein eigenständiges Verwaltungsgebiet (''Ziemia''). Dennoch kam es zu wiederholten Versuchen der von Deutschen bewohnten Stadt, wieder mit dem benachbarten schlesischen Herzogtum Glogau vereint zu werden.<ref name=":0">{{ Literatur | Autor= Heinrich Wuttke | Titel=''Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis'' | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 296 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> König Władysław II. Jagiełło bestimmte 1426, dass gegen Fraustadt „kein polnisches Recht gelten“ sollte.<ref name=":0" /> Im 16. Jahrhundert gehörte Fraustadt durch seine weitgehend deutsche Bürgerschaft zu den Hochburgen des Protestantismus in Polen. Während der Reformation war 1555 nach der Erklärung des Kaisers Ferdinand I. die erste deutsche Messe gefeiert worden. 1552 war die Stelle des deutschen Predigers einem Protestanten übertragen worden.<ref>{{Zeitschrift | Autor = Sabisch, Alfred | Titel = Schulz, J.: Zur Geschichte von Schwetzkau | Zeitschrift = Zeitschrift für Kirchengeschichte | ISSN = 0044-2925 | Band = 85 | Nummer = 1 | Jahr = 1974 | Seiten = 114-116, insbesondere S. 115 | DOI = 10.60861/zkg.v85i1.62052 }}</ref> Die wichtigsten Vertreter des Protestantismus in Fraustadt waren die Pastoren Valerius Herberger (1562–1627) und Samuel Friedrich Lauterbach (1662–1728) sowie der Schriftsteller und Schulleiter Christian Gryphius (1649–1706). Als königliche Stadt unterstand sie einem königlich polnischen {{ Wikipedia | name= Starosten | wikidata= Q7231714}}. Nach der lutherischen Familie von Gorka wurden nur noch Katholiken Starosten, die Stadtpfarrkirche musste auf königlichen Befehl 1604 wieder an die römisch-katholische Kirche zurückgegeben werden. Zugleich wurde die Erlaubnis erteilt, für die Lutheraner eine eigene Kirche erbauen zu dürfen. Davon machte Pastor Valerius Herberger Gebrauch und ließ als neue Kirche das „[[#vCard_Q29653992|Kripplein Christi]]“ errichten.<ref>{{Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 303 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Trotz der Gegenreformation blieb Polen tolerant und nahm protestantische Glaubensflüchtlinge aus Schlesien auf. Der Starost Hieronimus Radomicki stiftete 1633 wegen des großen Andrangs die Neustadt nach Magdeburger Recht. Damit bestand Fraustadt aus der Altstadt mit zwei Vorstädten (''Glogauer'' und ''Polnische''), der Neustadt und den zwei Kämmereidörfern Nieder- und Oberpritschen. Im {{ Wikipedia | name= Großen Nordischen Krieg | wikidata= Q151616}} trafen in der {{ Wikipedia | name= Schlacht bei Fraustadt | wikidata= Q694068 }} am 13. Februar 1706 die schwedische und die sächsisch-russische Armee aufeinander. In der Schlacht, die nur zwei Stunden dauerte, verloren die sächsisch-russischen Verbündeten über 6000 Tote und Verwundete, 8000 Gefangene und 29 Kanonen, während die Schweden nur 400 Tote und 1000 Verwundete zu beklagen hatten.<ref name="Meyers" /> Während der Herrschaft des sächsischen {{ Wikipedia | name= Hauses Wettin | wikidata= Q152909 }} in Polen wurden in Fraustadt Sitzungen des Senates der Republik abgehalten (die erste 1699), zweimal (1755, 1773) wurde hier eine türkische Gesandtschaft empfangen. Mehrmals wurde Fraustadt von der Pest heimgesucht: 1568 fielen ihr 1100 Menschen zum Opfer, 1613 waren es 2125 Opfer.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 302 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Mit der Zweiten Teilung Polens kam Fraustadt 1795 an Preußen und wurde 1816 Kreisstadt des Landkreises Fraustadt an der südwestlichen Grenze der {{ Wikipedia | name= Provinz Posen | wikidata= Q635253 }}. Ab 1826 gab es eine lutherische, eine katholische und eine israelitische Elementarschule. Unterrichtssprache war in allen drei Elementarschulen Deutsch.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 310 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Eine polnische Schule gab es mangels polnischer Bevölkerung nicht. 1840 zählte die Stadt 5303 Einwohner, von denen 568 Juden waren. Obwohl es für sie ein Niederlassungsverbot gab, das zuletzt 1768 von König Stanislaus II. August bekräftigt worden war, konnten sich einige Familien im Ort festsetzen. Mit der Angliederung an Preußen fielen alle Niederlassungsbeschränkungen für Juden, was zu einem raschen Zuzug führte. 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Deren hier stationierter, bekanntester Soldat war Paul von Hindenburg; er diente hier als Kompaniechef von 1884 bis 1885. Unter Preußen setzte im Zuge der wirtschaftlichen Entwicklung auch ein Zuzug von Polen ein: 1871 zählte Fraustadt 6515 Einwohner (4100 Evangelische, 2050 Katholische, 350 Juden), darunter 410 (oder 6,3 %) Polen.<ref>{{ Literatur | Autor= Neumann, Gustav | Titel= Das deutsche Reich in geographischer, statistischer und topographischer Beziehung | Band= 2 | Auflage= 2 | Verlag= Müller | Ort= Berlin | Datum= 1874 | Seiten= 145 | URL= https://books.google.de/books?id=mx5fAAAAcAAJ&pg=PA145&q=Fraustadt+Polen+Deutsche+Polen#v=onepage&q=Fraustadt%20Polen%20Deutsche%20Polen&f=false }}</ref> Bis 1901 war der deutsche Bevölkerungsanteil auf 72,2&#x202F;% zurückgegangen, während der polnische Anteil durch Zuzug und eine höhere Geburtenrate auf 27,8&#x202F;% angewachsen war.<ref>{{ Literatur | Hrsg= Königliches Preussisches Statistisches Landesamt in Berlin | Titel= Preussische Statistik: (Amtliches Quellenwerk) | Verlag= Verlag der Königlichen Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei (R. Decker) | Ort= Berlin | Datum= 1905 | Seiten= 142 | URL= https://books.google.de/books?id=Y1hDAQAAMAAJ&q=Fraustadt+Polen+Deutsche+Prozent }}</ref> Um 1910 hatte Fraustadt zwei evangelische und zwei katholische Pfarrkirchen, eine evangelisch-lutherische Kapelle, eine Synagoge und an Bildungseinrichtungen ein Gymnasium, ein Lyzeum, eine Präparandenanstalt und eine landwirtschaftliche, gewerbliche sowie kaufmännische Fortbildungsschule.<ref name="mgaz">{{ Literatur | Titel= Fraustadt, Regierungsbezirk Posen, Provinz Posen | Zeitschrift= Meyers Gazetteer | Kommentar= mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Fraustadt | Jahr= 1912 | URL= https://www.meyersgaz.org/place/10505026 }}</ref> Nach dem Ersten Weltkrieg, dem Versailler Vertrag und der Grenzziehung von 1920 verlor Fraustadt sein Hinterland und ein wirtschaftlicher Niedergang setzte ein. Um 1935 hatte Fraustadt unter anderem drei Hotels, elf Gasthöfe und Restaurants, vier Bankhäuser, zwei Bierbrauereien, eine Branntweinbrennerei, eine Buchdruckerei, drei Destillationen und Likörfabriken, eine Melassefutterfabrik, eine Mineralwasserfabrik, eine Möbelfabrik, eine Molkerei, fünf Mühlen, zehn Viehhandlungen, einen Wagenbauer, eine Wollwarenfabrik, zwei Zeitungsverlage, eine Zementwarenfabrik, eine Zuckerfabrik und zahlreiche Einzelhändler, Dienstleister, sowie Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe.<ref>{{ Literatur | Titel= Klockhaus’ kaufmännisches Handels- und Gewerbe-Adressbuch des Deutschen Reichs für Industrie, Handwerk, Handel und Gewerbe, 2. Teil, ''Provinz Ober-Schlesien | Band= 1&#x202F;B | Ort= Berlin | Jahr= 1935 | Seiten= 1935–1936 | URL= https://books.google.de/books?id=RAsCqWnOcqAC&pg=RA24-PA23 }}</ref> Bis 1938 hatte die Stadt zur {{ Wikipedia | name= Provinz Niederschlesien | wikidata= Q700812 }} gehört, die am 1. April 1938 mit der Provinz Oberschlesien zur Provinz Schlesien zusammengeschlossen wurde.<ref>[http://www.territorial.de/ndschles/prndrsl.htm ''Provinz Niederschlesien''] (Territorial.de)</ref> Nach dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939 wurde die Region um Fraustadt zum Schauplatz der einzigen polnischen Gegenoffensive auf deutsches Territorium. Am 2. September 1939 erfolgte ein Störangriff polnischer Truppen auf das deutsche Grenzgebiet bis hin zum Stadtrand von Fraustadt samt Artilleriefeuer auf die deutschen Stellungen. Daraus folgte die Gefangennahme einiger deutscher Soldaten und die Vertreibung weiterer dort garnisonierter Truppenteile. Der Angriff wurde auf Anweisung des polnischen Oberkommandos noch am selben Abend eingestellt. Das polnische Regiment zog sich hinter die Grenze zurück, um zur polnischen Verteidigung beizutragen.<ref> {{ Internet | Autor= Felton, Mark | url= https://www.youtube.com/watch?v=sP79RBS5uFc | Titel= The POLISH Invasion of Germany 1939 | Abruf=2021-12-28 }}</ref> Im Jahr 1945 war Fraustadt Kreisstadt im {{ Wikipedia | name= Regierungsbezirk Liegnitz | wikidata= Q205816 }} der preußischen Provinz Schlesien des Deutschen Reichs.<ref name="MR">{{ Internet | Autor= Michael Rademacher | Titel= Fraustadt. Online-Material zur Dissertation | Ort= Osnabrück | Jahr= 2006 | Website= eirenicon.com | Website-URL= https://www.eirenicon.com | URL= https://www.eirenicon.com/rademacher/www.verwaltungsgeschichte.de/fraustadt.html | Abruf= 2026-09-02 }}</ref> Nach Besetzung durch die Rote Armee und Beendigung der Kampfhandlungen des Zweiten Weltkriegs wurde Fraustadt 1945 mit dem größten Teil Schlesiens von der Sowjetunion der Volksrepublik Polen zur Verwaltung überlassen, die Fraustadt in ''Wschowa'' umbenannte. Die deutschen Einwohner wurden – soweit sie nicht vorher geflohen waren – vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner waren teilweise Zwangsumgesiedelte aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war. Seit 2001 ist die Stadt Kreisstadt in der Woiwodschaft [[Lebus]]. == Anreise == [[File:2014-wschowa-stacja-kolejowa-abri.jpg|thumb|Bahnhof]] * Durch den Ort führt die [[Droga krajowa 12|Landesstraße DK12]]. * Wschowa liegt an der {{ Wikipedia | name= Bahnstrecke Łódź–Forst (Lausitz) | wikidata= Q11757154 }}. Im {{ Marker | name= Bahnhof Wschowa | type= train | wikidata= Q2846698 }} zweigte die Bahnstrecke Wschowa–Lipinka Głogowska ab. Es bestehen Zugverbindungen mit [[Głogów]] und [[Leszno]]. == Sehenswürdigkeiten == {{Scroll Gallery | Wschowa ratusz.jpg|Rathaus | Wschowa kościół farny.jpg|Stanislauskirche | !-2014-wschowa-kripplein-kosciol-abri.jpg|Kripplein-Jesu-Kirche | 20160606 wschowa rynek 05-8e-mk-a.jpg|Marktplatz | !-Wschowa-plac-zamkowy-abri-2013.jpg|Schlossplatz | Wschowa Ratusz.jpg|Altstadt | Wschowa klasztor franciszkanów 8.jpg|Josephskirche | !-20110414-abri-wschowa-kosciol-ul-kopernika.jpg|Dreifaltigkeitskirche | Wschowa kościół farny 3.jpg|Stadtmauer | Wschowa kaplica grobowa rodziny Teschner.jpg|evangelischer Friedhof }} === Kirchen und Klöster=== * {{vCard | name = Kirche Saint Stanislaus | type = church | wikidata = Q11747437 | description= Pfarrkirche unter dem Patrozinium des hl. Bischofs und Märtyrers Stanislaus und der Mariä Himmelfahrt, gotisch, aus dem 15. Jahrhundert, nach dem Brand von 1685 zwischen 1720 und 1726 umgebaut }} * {{vCard | name = Kirche Kripplein Christi | type = church | wikidata = Q29653992 | description= Ehemalige evangelische Kirche von 1604, nach einem Brand 1647 wieder errichtet. }} * {{ VCard | before= Gebäudekomplex des | name= Franziskanerklosters | type = monastery | wikidata= Q11739794 | description= mit St.-Josef-Kirche, 1638–1646 erbaut, später mehrfach umgebaut }} * {{vCard | name = Dreifaltigkeitskirche | type = church | wikidata = Q29653990 | description = erbaut von 1837 bis 1839 nach Entwurf Karl Friedrich Schinkels aus dem Jahr 1825 als Hallenbau auf rechteckigem Grundriss mit zweitürmiger Fassade. Ursprünglich war es eine evangelische Kirche, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs als Lagerhaus genutzt wurde. Anfang der 1990er Jahre wurde die Kirche der Pfarrei St. Stanislaus zugeordnet und ist seitdem eine Filialkirche }} * {{vCard | name = Jesuitenkolleg | type = college | description = aus dem Jahr 1727 }} === Bauwerke === * {{vCard | name = Rathaus | type = town hall | wikidata = Q9304654 | description = aus dem 16. Jahrhundert, 1860 umgebaut. }} * Historische '''Bürgerhäuser''' rund um den Markt. * {{vCard | name = Stadtmauern | type = city wall | description = aus dem 15. und 16. Jahrhundert. }} === Museen === * {{vCard | name = Muzeum Ziemi Wschowskiej - Rezydencja Jezuitów | type = museum | wikidata = Q11787286 | lastedit = 2026-09-06 }} === Parks und Friedhöfe === * {{vCard | name = Evangelischer Friedhof von 1609 | type = cemetery | lat = 51.80947 | long = 16.32383 | lastedit = 2026-09-06 }} * {{vCard | name = jüdischer Friedhof | type = cemetery | wikidata = Q9195077 }} == Aktivitäten == == Einkaufen == == Nachtleben == == Unterkunft == == Ausflüge == == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} {{Navigationsleiste Lebus Orte}} == Einzelnachweise == <references /> {{GeoData | lat= 51.8040134 | long= 16.3169410 | radius= 5000 }} {{IstInKat|Lebus}} {{Class-2}} 77fez944z51y9ka71tc0vnlcbzk0pff 1802330 1802328 2026-09-06T12:56:23Z DerFussi 6 /* Museen */ Geänderte vCard für Muzeum Ziemi Wschowskiej 1802330 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort}} '''Wschowa''' ({{Audio|Wschowa-audio.ogg|anhören}}) (deutsch: ''Fraustadt'') ist die Kreisstadt des Powiat Wschowski und Sitz der Stadt- und Landgemeinde Wschowa in der Woiwodschaft [[Lebus]] (''Leubus'') in Polen. Die Stadt liegt etwa 80 Kilometer östlich von [[Zielona Góra]] (''Grünberg in Schlesien''). Benachbarte größere Orte sind im Osten [[Leszno]] (''Lissa'') und im Südwesten [[Głogów]] (''Glogau''). == Hintergrund == {{Mapframe | lat= 51.8040134 | long= 16.3169410 | zoom= 13 }} [[File:Fraustadt.jpg|thumb|{{ Wikipedia | name= Schlacht bei Fraustadt | wikidata= Q694068}} 1706]] Die Stadt wurde um 1250 nach {{ Wikipedia | name= Magdeburger Recht | wikidata= Q163725 }} in einem zwischen [[Schlesien]] und [[Großpolen]] umstrittenen Gebiet von deutschen Kolonisten gegründet. Schon im 12. Jahrhundert soll die Bevölkerung der Ortschaft deutsch gewesen sein.<ref name="HW">{{ Literatur | Autor= Heinrich Wuttke | Titel= Städtebuch des Landes Posen. Codex diplomaticus: Allgemeine Geschichte der Städte im Lande Posen. Geschichtliche Nachrichten von 149 einzelnen Städten | Verlag= Fries | Ort= Leipzig| Datum= 1864 | Seiten= 294–310 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294 }}</ref> Die Siedlung entwickelte sich vermutlich an einer Grenzburg. Nach Meyers Lexikon wurde Fraustadt von Schlesiern angelegt und dem {{ Wikipedia | name= Herzogtum Glogau | wikidata= Q684501}} eingegliedert.<ref name="Meyers">{{ Literatur | Titel= Meyers Großes Konversations-Lexikon | Auflage= 6. Auflage | Band= 7 | Ort= Leipzig/Wien | Datum= 1907 | URL= http://www.zeno.org/Meyers-1905/K/meyers-1905-007-0049 | Seiten= 49 }}</ref> Die erste nachweisliche Nennung des Ortes als „Veschow“ datiert auf das Jahr 1248. Die erste Nennung als „Frowenstat Civitas“ stammt aus dem Jahre 1290. Bis 1343 wechselte der Besitz häufig, dann wurde das Fraustädter Land vom polnischen König Kasimir III. erobert und Fraustadt als unmittelbar dem König unterstellte {{ Wikipedia | name= Immediatstadt | wikidata= Q22865}} privilegiert. Das Fraustädter Land wurde ein eigenständiges Verwaltungsgebiet (''Ziemia''). Dennoch kam es zu wiederholten Versuchen der von Deutschen bewohnten Stadt, wieder mit dem benachbarten schlesischen Herzogtum Glogau vereint zu werden.<ref name=":0">{{ Literatur | Autor= Heinrich Wuttke | Titel=''Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis'' | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 296 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> König Władysław II. Jagiełło bestimmte 1426, dass gegen Fraustadt „kein polnisches Recht gelten“ sollte.<ref name=":0" /> Im 16. Jahrhundert gehörte Fraustadt durch seine weitgehend deutsche Bürgerschaft zu den Hochburgen des Protestantismus in Polen. Während der Reformation war 1555 nach der Erklärung des Kaisers Ferdinand I. die erste deutsche Messe gefeiert worden. 1552 war die Stelle des deutschen Predigers einem Protestanten übertragen worden.<ref>{{Zeitschrift | Autor = Sabisch, Alfred | Titel = Schulz, J.: Zur Geschichte von Schwetzkau | Zeitschrift = Zeitschrift für Kirchengeschichte | ISSN = 0044-2925 | Band = 85 | Nummer = 1 | Jahr = 1974 | Seiten = 114-116, insbesondere S. 115 | DOI = 10.60861/zkg.v85i1.62052 }}</ref> Die wichtigsten Vertreter des Protestantismus in Fraustadt waren die Pastoren Valerius Herberger (1562–1627) und Samuel Friedrich Lauterbach (1662–1728) sowie der Schriftsteller und Schulleiter Christian Gryphius (1649–1706). Als königliche Stadt unterstand sie einem königlich polnischen {{ Wikipedia | name= Starosten | wikidata= Q7231714}}. Nach der lutherischen Familie von Gorka wurden nur noch Katholiken Starosten, die Stadtpfarrkirche musste auf königlichen Befehl 1604 wieder an die römisch-katholische Kirche zurückgegeben werden. Zugleich wurde die Erlaubnis erteilt, für die Lutheraner eine eigene Kirche erbauen zu dürfen. Davon machte Pastor Valerius Herberger Gebrauch und ließ als neue Kirche das „[[#vCard_Q29653992|Kripplein Christi]]“ errichten.<ref>{{Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 303 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Trotz der Gegenreformation blieb Polen tolerant und nahm protestantische Glaubensflüchtlinge aus Schlesien auf. Der Starost Hieronimus Radomicki stiftete 1633 wegen des großen Andrangs die Neustadt nach Magdeburger Recht. Damit bestand Fraustadt aus der Altstadt mit zwei Vorstädten (''Glogauer'' und ''Polnische''), der Neustadt und den zwei Kämmereidörfern Nieder- und Oberpritschen. Im {{ Wikipedia | name= Großen Nordischen Krieg | wikidata= Q151616}} trafen in der {{ Wikipedia | name= Schlacht bei Fraustadt | wikidata= Q694068 }} am 13. Februar 1706 die schwedische und die sächsisch-russische Armee aufeinander. In der Schlacht, die nur zwei Stunden dauerte, verloren die sächsisch-russischen Verbündeten über 6000 Tote und Verwundete, 8000 Gefangene und 29 Kanonen, während die Schweden nur 400 Tote und 1000 Verwundete zu beklagen hatten.<ref name="Meyers" /> Während der Herrschaft des sächsischen {{ Wikipedia | name= Hauses Wettin | wikidata= Q152909 }} in Polen wurden in Fraustadt Sitzungen des Senates der Republik abgehalten (die erste 1699), zweimal (1755, 1773) wurde hier eine türkische Gesandtschaft empfangen. Mehrmals wurde Fraustadt von der Pest heimgesucht: 1568 fielen ihr 1100 Menschen zum Opfer, 1613 waren es 2125 Opfer.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 302 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Mit der Zweiten Teilung Polens kam Fraustadt 1795 an Preußen und wurde 1816 Kreisstadt des Landkreises Fraustadt an der südwestlichen Grenze der {{ Wikipedia | name= Provinz Posen | wikidata= Q635253 }}. Ab 1826 gab es eine lutherische, eine katholische und eine israelitische Elementarschule. Unterrichtssprache war in allen drei Elementarschulen Deutsch.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 310 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Eine polnische Schule gab es mangels polnischer Bevölkerung nicht. 1840 zählte die Stadt 5303 Einwohner, von denen 568 Juden waren. Obwohl es für sie ein Niederlassungsverbot gab, das zuletzt 1768 von König Stanislaus II. August bekräftigt worden war, konnten sich einige Familien im Ort festsetzen. Mit der Angliederung an Preußen fielen alle Niederlassungsbeschränkungen für Juden, was zu einem raschen Zuzug führte. Die Zahl fluktuierte jedoch stark.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 308ff | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Während der polnischen Erhebung in anderen Teilen der preußischen Provinz Posen im Frühjahr 1848 verlangte die Stadt, für den Fall einer Abtrennung der von Polen bewohnten Teile der Provinz, ihre weitere Zugehörigkeit zum Deutschen Bund eventuell durch Anschluss an die angrenzende {{ Wikipedia | name= Provinz Schlesien | wikidata= Q675032 }}.<ref>{{ Literatur | Autor= von Janta-Polczynski, Ludwig | Titel= Die polnische Insurrektion in Posen im Frühjahr 1848 | Ort= Glogau | Datum= 1849 | URL= https://books.google.de/books?id=B15KAAAAcAAJ&pg=PA41 | Seiten= 41 }}</ref> Fraustadt wurde auch Standort einer preußischen Garnison. Deren hier stationierter, bekanntester Soldat war Paul von Hindenburg; er diente hier als Kompaniechef von 1884 bis 1885. Unter Preußen setzte im Zuge der wirtschaftlichen Entwicklung auch ein Zuzug von Polen ein: 1871 zählte Fraustadt 6515 Einwohner (4100 Evangelische, 2050 Katholische, 350 Juden), darunter 410 (oder 6,3 %) Polen.<ref>{{ Literatur | Autor= Neumann, Gustav | Titel= Das deutsche Reich in geographischer, statistischer und topographischer Beziehung | Band= 2 | Auflage= 2 | Verlag= Müller | Ort= Berlin | Datum= 1874 | Seiten= 145 | URL= https://books.google.de/books?id=mx5fAAAAcAAJ&pg=PA145&q=Fraustadt+Polen+Deutsche+Polen#v=onepage&q=Fraustadt%20Polen%20Deutsche%20Polen&f=false }}</ref> Bis 1901 war der deutsche Bevölkerungsanteil auf 72,2&#x202F;% zurückgegangen, während der polnische Anteil durch Zuzug und eine höhere Geburtenrate auf 27,8&#x202F;% angewachsen war.<ref>{{ Literatur | Hrsg= Königliches Preussisches Statistisches Landesamt in Berlin | Titel= Preussische Statistik: (Amtliches Quellenwerk) | Verlag= Verlag der Königlichen Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei (R. Decker) | Ort= Berlin | Datum= 1905 | Seiten= 142 | URL= https://books.google.de/books?id=Y1hDAQAAMAAJ&q=Fraustadt+Polen+Deutsche+Prozent }}</ref> Um 1910 hatte Fraustadt zwei evangelische und zwei katholische Pfarrkirchen, eine evangelisch-lutherische Kapelle, eine Synagoge und an Bildungseinrichtungen ein Gymnasium, ein Lyzeum, eine Präparandenanstalt und eine landwirtschaftliche, gewerbliche sowie kaufmännische Fortbildungsschule.<ref name="mgaz">{{ Literatur | Titel= Fraustadt, Regierungsbezirk Posen, Provinz Posen | Zeitschrift= Meyers Gazetteer | Kommentar= mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Fraustadt | Jahr= 1912 | URL= https://www.meyersgaz.org/place/10505026 }}</ref> Nach dem Ersten Weltkrieg, dem Versailler Vertrag und der Grenzziehung von 1920 verlor Fraustadt sein Hinterland und ein wirtschaftlicher Niedergang setzte ein. Um 1935 hatte Fraustadt unter anderem drei Hotels, elf Gasthöfe und Restaurants, vier Bankhäuser, zwei Bierbrauereien, eine Branntweinbrennerei, eine Buchdruckerei, drei Destillationen und Likörfabriken, eine Melassefutterfabrik, eine Mineralwasserfabrik, eine Möbelfabrik, eine Molkerei, fünf Mühlen, zehn Viehhandlungen, einen Wagenbauer, eine Wollwarenfabrik, zwei Zeitungsverlage, eine Zementwarenfabrik, eine Zuckerfabrik und zahlreiche Einzelhändler, Dienstleister, sowie Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe.<ref>{{ Literatur | Titel= Klockhaus’ kaufmännisches Handels- und Gewerbe-Adressbuch des Deutschen Reichs für Industrie, Handwerk, Handel und Gewerbe, 2. Teil, ''Provinz Ober-Schlesien | Band= 1&#x202F;B | Ort= Berlin | Jahr= 1935 | Seiten= 1935–1936 | URL= https://books.google.de/books?id=RAsCqWnOcqAC&pg=RA24-PA23 }}</ref> Bis 1938 hatte die Stadt zur {{ Wikipedia | name= Provinz Niederschlesien | wikidata= Q700812 }} gehört, die am 1. April 1938 mit der Provinz Oberschlesien zur Provinz Schlesien zusammengeschlossen wurde.<ref>[http://www.territorial.de/ndschles/prndrsl.htm ''Provinz Niederschlesien''] (Territorial.de)</ref> Nach dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939 wurde die Region um Fraustadt zum Schauplatz der einzigen polnischen Gegenoffensive auf deutsches Territorium. Am 2. September 1939 erfolgte ein Störangriff polnischer Truppen auf das deutsche Grenzgebiet bis hin zum Stadtrand von Fraustadt samt Artilleriefeuer auf die deutschen Stellungen. Daraus folgte die Gefangennahme einiger deutscher Soldaten und die Vertreibung weiterer dort garnisonierter Truppenteile. Der Angriff wurde auf Anweisung des polnischen Oberkommandos noch am selben Abend eingestellt. Das polnische Regiment zog sich hinter die Grenze zurück, um zur polnischen Verteidigung beizutragen.<ref> {{ Internet | Autor= Felton, Mark | url= https://www.youtube.com/watch?v=sP79RBS5uFc | Titel= The POLISH Invasion of Germany 1939 | Abruf=2021-12-28 }}</ref> Im Jahr 1945 war Fraustadt Kreisstadt im {{ Wikipedia | name= Regierungsbezirk Liegnitz | wikidata= Q205816 }} der preußischen Provinz Schlesien des Deutschen Reichs.<ref name="MR">{{ Internet | Autor= Michael Rademacher | Titel= Fraustadt. Online-Material zur Dissertation | Ort= Osnabrück | Jahr= 2006 | Website= eirenicon.com | Website-URL= https://www.eirenicon.com | URL= https://www.eirenicon.com/rademacher/www.verwaltungsgeschichte.de/fraustadt.html | Abruf= 2026-09-02 }}</ref> Nach Besetzung durch die Rote Armee und Beendigung der Kampfhandlungen des Zweiten Weltkriegs wurde Fraustadt 1945 mit dem größten Teil Schlesiens von der Sowjetunion der Volksrepublik Polen zur Verwaltung überlassen, die Fraustadt in ''Wschowa'' umbenannte. Die deutschen Einwohner wurden – soweit sie nicht vorher geflohen waren – vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner waren teilweise Zwangsumgesiedelte aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war. Seit 2001 ist die Stadt Kreisstadt in der Woiwodschaft [[Lebus]]. == Anreise == [[File:2014-wschowa-stacja-kolejowa-abri.jpg|thumb|Bahnhof]] * Durch den Ort führt die [[Droga krajowa 12|Landesstraße DK12]]. * Wschowa liegt an der {{ Wikipedia | name= Bahnstrecke Łódź–Forst (Lausitz) | wikidata= Q11757154 }}. Im {{ Marker | name= Bahnhof Wschowa | type= train | wikidata= Q2846698 }} zweigte die Bahnstrecke Wschowa–Lipinka Głogowska ab. Es bestehen Zugverbindungen mit [[Głogów]] und [[Leszno]]. == Sehenswürdigkeiten == {{Scroll Gallery | Wschowa ratusz.jpg|Rathaus | Wschowa kościół farny.jpg|Stanislauskirche | !-2014-wschowa-kripplein-kosciol-abri.jpg|Kripplein-Jesu-Kirche | 20160606 wschowa rynek 05-8e-mk-a.jpg|Marktplatz | !-Wschowa-plac-zamkowy-abri-2013.jpg|Schlossplatz | Wschowa Ratusz.jpg|Altstadt | Wschowa klasztor franciszkanów 8.jpg|Josephskirche | !-20110414-abri-wschowa-kosciol-ul-kopernika.jpg|Dreifaltigkeitskirche | Wschowa kościół farny 3.jpg|Stadtmauer | Wschowa kaplica grobowa rodziny Teschner.jpg|evangelischer Friedhof }} === Kirchen und Klöster=== * {{vCard | name = Kirche Saint Stanislaus | type = church | wikidata = Q11747437 | description= Pfarrkirche unter dem Patrozinium des hl. Bischofs und Märtyrers Stanislaus und der Mariä Himmelfahrt, gotisch, aus dem 15. Jahrhundert, nach dem Brand von 1685 zwischen 1720 und 1726 umgebaut }} * {{vCard | name = Kirche Kripplein Christi | type = church | wikidata = Q29653992 | description= Ehemalige evangelische Kirche von 1604, nach einem Brand 1647 wieder errichtet. }} * {{ VCard | before= Gebäudekomplex des | name= Franziskanerklosters | type = monastery | wikidata= Q11739794 | description= mit St.-Josef-Kirche, 1638–1646 erbaut, später mehrfach umgebaut }} * {{vCard | name = Dreifaltigkeitskirche | type = church | wikidata = Q29653990 | description = erbaut von 1837 bis 1839 nach Entwurf Karl Friedrich Schinkels aus dem Jahr 1825 als Hallenbau auf rechteckigem Grundriss mit zweitürmiger Fassade. Ursprünglich war es eine evangelische Kirche, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs als Lagerhaus genutzt wurde. Anfang der 1990er Jahre wurde die Kirche der Pfarrei St. Stanislaus zugeordnet und ist seitdem eine Filialkirche }} * {{vCard | name = Jesuitenkolleg | type = college | description = aus dem Jahr 1727 }} === Bauwerke === * {{vCard | name = Rathaus | type = town hall | wikidata = Q9304654 | description = aus dem 16. Jahrhundert, 1860 umgebaut. }} * Historische '''Bürgerhäuser''' rund um den Markt. * {{vCard | name = Stadtmauern | type = city wall | description = aus dem 15. und 16. Jahrhundert. }} === Museen === * {{vCard | name = Muzeum Ziemi Wschowskiej | type = museum | wikidata = Q11787286 | lastedit = 2026-09-06 }} === Parks und Friedhöfe === * {{vCard | name = Evangelischer Friedhof von 1609 | type = cemetery | lat = 51.80947 | long = 16.32383 | lastedit = 2026-09-06 }} * {{vCard | name = jüdischer Friedhof | type = cemetery | wikidata = Q9195077 }} == Aktivitäten == == Einkaufen == == Nachtleben == == Unterkunft == == Ausflüge == == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} {{Navigationsleiste Lebus Orte}} == Einzelnachweise == <references /> {{GeoData | lat= 51.8040134 | long= 16.3169410 | radius= 5000 }} {{IstInKat|Lebus}} {{Class-2}} kj83012tovw4ebeilllbasedeutjugg 1802331 1802330 2026-09-06T13:01:04Z DerFussi 6 /* Anreise */ 1802331 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort}} '''Wschowa''' ({{Audio|Wschowa-audio.ogg|anhören}}) (deutsch: ''Fraustadt'') ist die Kreisstadt des Powiat Wschowski und Sitz der Stadt- und Landgemeinde Wschowa in der Woiwodschaft [[Lebus]] (''Leubus'') in Polen. Die Stadt liegt etwa 80 Kilometer östlich von [[Zielona Góra]] (''Grünberg in Schlesien''). Benachbarte größere Orte sind im Osten [[Leszno]] (''Lissa'') und im Südwesten [[Głogów]] (''Glogau''). == Hintergrund == {{Mapframe | lat= 51.8040134 | long= 16.3169410 | zoom= 13 }} [[File:Fraustadt.jpg|thumb|{{ Wikipedia | name= Schlacht bei Fraustadt | wikidata= Q694068}} 1706]] Die Stadt wurde um 1250 nach {{ Wikipedia | name= Magdeburger Recht | wikidata= Q163725 }} in einem zwischen [[Schlesien]] und [[Großpolen]] umstrittenen Gebiet von deutschen Kolonisten gegründet. Schon im 12. Jahrhundert soll die Bevölkerung der Ortschaft deutsch gewesen sein.<ref name="HW">{{ Literatur | Autor= Heinrich Wuttke | Titel= Städtebuch des Landes Posen. Codex diplomaticus: Allgemeine Geschichte der Städte im Lande Posen. Geschichtliche Nachrichten von 149 einzelnen Städten | Verlag= Fries | Ort= Leipzig| Datum= 1864 | Seiten= 294–310 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294 }}</ref> Die Siedlung entwickelte sich vermutlich an einer Grenzburg. Nach Meyers Lexikon wurde Fraustadt von Schlesiern angelegt und dem {{ Wikipedia | name= Herzogtum Glogau | wikidata= Q684501}} eingegliedert.<ref name="Meyers">{{ Literatur | Titel= Meyers Großes Konversations-Lexikon | Auflage= 6. Auflage | Band= 7 | Ort= Leipzig/Wien | Datum= 1907 | URL= http://www.zeno.org/Meyers-1905/K/meyers-1905-007-0049 | Seiten= 49 }}</ref> Die erste nachweisliche Nennung des Ortes als „Veschow“ datiert auf das Jahr 1248. Die erste Nennung als „Frowenstat Civitas“ stammt aus dem Jahre 1290. Bis 1343 wechselte der Besitz häufig, dann wurde das Fraustädter Land vom polnischen König Kasimir III. erobert und Fraustadt als unmittelbar dem König unterstellte {{ Wikipedia | name= Immediatstadt | wikidata= Q22865}} privilegiert. Das Fraustädter Land wurde ein eigenständiges Verwaltungsgebiet (''Ziemia''). Dennoch kam es zu wiederholten Versuchen der von Deutschen bewohnten Stadt, wieder mit dem benachbarten schlesischen Herzogtum Glogau vereint zu werden.<ref name=":0">{{ Literatur | Autor= Heinrich Wuttke | Titel=''Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis'' | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 296 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> König Władysław II. Jagiełło bestimmte 1426, dass gegen Fraustadt „kein polnisches Recht gelten“ sollte.<ref name=":0" /> Im 16. Jahrhundert gehörte Fraustadt durch seine weitgehend deutsche Bürgerschaft zu den Hochburgen des Protestantismus in Polen. Während der Reformation war 1555 nach der Erklärung des Kaisers Ferdinand I. die erste deutsche Messe gefeiert worden. 1552 war die Stelle des deutschen Predigers einem Protestanten übertragen worden.<ref>{{Zeitschrift | Autor = Sabisch, Alfred | Titel = Schulz, J.: Zur Geschichte von Schwetzkau | Zeitschrift = Zeitschrift für Kirchengeschichte | ISSN = 0044-2925 | Band = 85 | Nummer = 1 | Jahr = 1974 | Seiten = 114-116, insbesondere S. 115 | DOI = 10.60861/zkg.v85i1.62052 }}</ref> Die wichtigsten Vertreter des Protestantismus in Fraustadt waren die Pastoren Valerius Herberger (1562–1627) und Samuel Friedrich Lauterbach (1662–1728) sowie der Schriftsteller und Schulleiter Christian Gryphius (1649–1706). Als königliche Stadt unterstand sie einem königlich polnischen {{ Wikipedia | name= Starosten | wikidata= Q7231714}}. Nach der lutherischen Familie von Gorka wurden nur noch Katholiken Starosten, die Stadtpfarrkirche musste auf königlichen Befehl 1604 wieder an die römisch-katholische Kirche zurückgegeben werden. Zugleich wurde die Erlaubnis erteilt, für die Lutheraner eine eigene Kirche erbauen zu dürfen. Davon machte Pastor Valerius Herberger Gebrauch und ließ als neue Kirche das „[[#vCard_Q29653992|Kripplein Christi]]“ errichten.<ref>{{Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 303 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Trotz der Gegenreformation blieb Polen tolerant und nahm protestantische Glaubensflüchtlinge aus Schlesien auf. Der Starost Hieronimus Radomicki stiftete 1633 wegen des großen Andrangs die Neustadt nach Magdeburger Recht. Damit bestand Fraustadt aus der Altstadt mit zwei Vorstädten (''Glogauer'' und ''Polnische''), der Neustadt und den zwei Kämmereidörfern Nieder- und Oberpritschen. Im {{ Wikipedia | name= Großen Nordischen Krieg | wikidata= Q151616}} trafen in der {{ Wikipedia | name= Schlacht bei Fraustadt | wikidata= Q694068 }} am 13. Februar 1706 die schwedische und die sächsisch-russische Armee aufeinander. In der Schlacht, die nur zwei Stunden dauerte, verloren die sächsisch-russischen Verbündeten über 6000 Tote und Verwundete, 8000 Gefangene und 29 Kanonen, während die Schweden nur 400 Tote und 1000 Verwundete zu beklagen hatten.<ref name="Meyers" /> Während der Herrschaft des sächsischen {{ Wikipedia | name= Hauses Wettin | wikidata= Q152909 }} in Polen wurden in Fraustadt Sitzungen des Senates der Republik abgehalten (die erste 1699), zweimal (1755, 1773) wurde hier eine türkische Gesandtschaft empfangen. Mehrmals wurde Fraustadt von der Pest heimgesucht: 1568 fielen ihr 1100 Menschen zum Opfer, 1613 waren es 2125 Opfer.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 302 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Mit der Zweiten Teilung Polens kam Fraustadt 1795 an Preußen und wurde 1816 Kreisstadt des Landkreises Fraustadt an der südwestlichen Grenze der {{ Wikipedia | name= Provinz Posen | wikidata= Q635253 }}. Ab 1826 gab es eine lutherische, eine katholische und eine israelitische Elementarschule. Unterrichtssprache war in allen drei Elementarschulen Deutsch.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 310 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Eine polnische Schule gab es mangels polnischer Bevölkerung nicht. 1840 zählte die Stadt 5303 Einwohner, von denen 568 Juden waren. Obwohl es für sie ein Niederlassungsverbot gab, das zuletzt 1768 von König Stanislaus II. August bekräftigt worden war, konnten sich einige Familien im Ort festsetzen. Mit der Angliederung an Preußen fielen alle Niederlassungsbeschränkungen für Juden, was zu einem raschen Zuzug führte. Die Zahl fluktuierte jedoch stark.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 308ff | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Während der polnischen Erhebung in anderen Teilen der preußischen Provinz Posen im Frühjahr 1848 verlangte die Stadt, für den Fall einer Abtrennung der von Polen bewohnten Teile der Provinz, ihre weitere Zugehörigkeit zum Deutschen Bund eventuell durch Anschluss an die angrenzende {{ Wikipedia | name= Provinz Schlesien | wikidata= Q675032 }}.<ref>{{ Literatur | Autor= von Janta-Polczynski, Ludwig | Titel= Die polnische Insurrektion in Posen im Frühjahr 1848 | Ort= Glogau | Datum= 1849 | URL= https://books.google.de/books?id=B15KAAAAcAAJ&pg=PA41 | Seiten= 41 }}</ref> Fraustadt wurde auch Standort einer preußischen Garnison. Deren hier stationierter, bekanntester Soldat war Paul von Hindenburg; er diente hier als Kompaniechef von 1884 bis 1885. Unter Preußen setzte im Zuge der wirtschaftlichen Entwicklung auch ein Zuzug von Polen ein: 1871 zählte Fraustadt 6515 Einwohner (4100 Evangelische, 2050 Katholische, 350 Juden), darunter 410 (oder 6,3 %) Polen.<ref>{{ Literatur | Autor= Neumann, Gustav | Titel= Das deutsche Reich in geographischer, statistischer und topographischer Beziehung | Band= 2 | Auflage= 2 | Verlag= Müller | Ort= Berlin | Datum= 1874 | Seiten= 145 | URL= https://books.google.de/books?id=mx5fAAAAcAAJ&pg=PA145&q=Fraustadt+Polen+Deutsche+Polen#v=onepage&q=Fraustadt%20Polen%20Deutsche%20Polen&f=false }}</ref> Bis 1901 war der deutsche Bevölkerungsanteil auf 72,2&#x202F;% zurückgegangen, während der polnische Anteil durch Zuzug und eine höhere Geburtenrate auf 27,8&#x202F;% angewachsen war.<ref>{{ Literatur | Hrsg= Königliches Preussisches Statistisches Landesamt in Berlin | Titel= Preussische Statistik: (Amtliches Quellenwerk) | Verlag= Verlag der Königlichen Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei (R. Decker) | Ort= Berlin | Datum= 1905 | Seiten= 142 | URL= https://books.google.de/books?id=Y1hDAQAAMAAJ&q=Fraustadt+Polen+Deutsche+Prozent }}</ref> Um 1910 hatte Fraustadt zwei evangelische und zwei katholische Pfarrkirchen, eine evangelisch-lutherische Kapelle, eine Synagoge und an Bildungseinrichtungen ein Gymnasium, ein Lyzeum, eine Präparandenanstalt und eine landwirtschaftliche, gewerbliche sowie kaufmännische Fortbildungsschule.<ref name="mgaz">{{ Literatur | Titel= Fraustadt, Regierungsbezirk Posen, Provinz Posen | Zeitschrift= Meyers Gazetteer | Kommentar= mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Fraustadt | Jahr= 1912 | URL= https://www.meyersgaz.org/place/10505026 }}</ref> Nach dem Ersten Weltkrieg, dem Versailler Vertrag und der Grenzziehung von 1920 verlor Fraustadt sein Hinterland und ein wirtschaftlicher Niedergang setzte ein. Um 1935 hatte Fraustadt unter anderem drei Hotels, elf Gasthöfe und Restaurants, vier Bankhäuser, zwei Bierbrauereien, eine Branntweinbrennerei, eine Buchdruckerei, drei Destillationen und Likörfabriken, eine Melassefutterfabrik, eine Mineralwasserfabrik, eine Möbelfabrik, eine Molkerei, fünf Mühlen, zehn Viehhandlungen, einen Wagenbauer, eine Wollwarenfabrik, zwei Zeitungsverlage, eine Zementwarenfabrik, eine Zuckerfabrik und zahlreiche Einzelhändler, Dienstleister, sowie Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe.<ref>{{ Literatur | Titel= Klockhaus’ kaufmännisches Handels- und Gewerbe-Adressbuch des Deutschen Reichs für Industrie, Handwerk, Handel und Gewerbe, 2. Teil, ''Provinz Ober-Schlesien | Band= 1&#x202F;B | Ort= Berlin | Jahr= 1935 | Seiten= 1935–1936 | URL= https://books.google.de/books?id=RAsCqWnOcqAC&pg=RA24-PA23 }}</ref> Bis 1938 hatte die Stadt zur {{ Wikipedia | name= Provinz Niederschlesien | wikidata= Q700812 }} gehört, die am 1. April 1938 mit der Provinz Oberschlesien zur Provinz Schlesien zusammengeschlossen wurde.<ref>[http://www.territorial.de/ndschles/prndrsl.htm ''Provinz Niederschlesien''] (Territorial.de)</ref> Nach dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939 wurde die Region um Fraustadt zum Schauplatz der einzigen polnischen Gegenoffensive auf deutsches Territorium. Am 2. September 1939 erfolgte ein Störangriff polnischer Truppen auf das deutsche Grenzgebiet bis hin zum Stadtrand von Fraustadt samt Artilleriefeuer auf die deutschen Stellungen. Daraus folgte die Gefangennahme einiger deutscher Soldaten und die Vertreibung weiterer dort garnisonierter Truppenteile. Der Angriff wurde auf Anweisung des polnischen Oberkommandos noch am selben Abend eingestellt. Das polnische Regiment zog sich hinter die Grenze zurück, um zur polnischen Verteidigung beizutragen.<ref> {{ Internet | Autor= Felton, Mark | url= https://www.youtube.com/watch?v=sP79RBS5uFc | Titel= The POLISH Invasion of Germany 1939 | Abruf=2021-12-28 }}</ref> Im Jahr 1945 war Fraustadt Kreisstadt im {{ Wikipedia | name= Regierungsbezirk Liegnitz | wikidata= Q205816 }} der preußischen Provinz Schlesien des Deutschen Reichs.<ref name="MR">{{ Internet | Autor= Michael Rademacher | Titel= Fraustadt. Online-Material zur Dissertation | Ort= Osnabrück | Jahr= 2006 | Website= eirenicon.com | Website-URL= https://www.eirenicon.com | URL= https://www.eirenicon.com/rademacher/www.verwaltungsgeschichte.de/fraustadt.html | Abruf= 2026-09-02 }}</ref> Nach Besetzung durch die Rote Armee und Beendigung der Kampfhandlungen des Zweiten Weltkriegs wurde Fraustadt 1945 mit dem größten Teil Schlesiens von der Sowjetunion der Volksrepublik Polen zur Verwaltung überlassen, die Fraustadt in ''Wschowa'' umbenannte. Die deutschen Einwohner wurden – soweit sie nicht vorher geflohen waren – vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner waren teilweise Zwangsumgesiedelte aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war. Seit 2001 ist die Stadt Kreisstadt in der Woiwodschaft [[Lebus]]. == Anreise == [[File:2014-wschowa-stacja-kolejowa-abri.jpg|thumb|Bahnhof]] * Wschowa liegt an der {{ Wikipedia | name= Bahnstrecke Łódź–Forst (Lausitz) | wikidata= Q11757154 }}. Im {{ Marker | name= Bahnhof Wschowa | type= train | wikidata= Q2846698 }} zweigte die Bahnstrecke Wschowa–Lipinka Głogowska ab. Es bestehen Zugverbindungen mit [[Głogów]] und [[Leszno]]. * Durch den Ort führt die {{ Wikipedia | name= Landesstraße DK12 | wikidata= Q1089997 }}, von [[Łęknica]] nach [[Łęknica]], Polens zweitlängste Landesstraße. Nahbarstädte entlang der Straße sind [[Głogów]] und [[Leszno]]. == Sehenswürdigkeiten == {{Scroll Gallery | Wschowa ratusz.jpg|Rathaus | Wschowa kościół farny.jpg|Stanislauskirche | !-2014-wschowa-kripplein-kosciol-abri.jpg|Kripplein-Jesu-Kirche | 20160606 wschowa rynek 05-8e-mk-a.jpg|Marktplatz | !-Wschowa-plac-zamkowy-abri-2013.jpg|Schlossplatz | Wschowa Ratusz.jpg|Altstadt | Wschowa klasztor franciszkanów 8.jpg|Josephskirche | !-20110414-abri-wschowa-kosciol-ul-kopernika.jpg|Dreifaltigkeitskirche | Wschowa kościół farny 3.jpg|Stadtmauer | Wschowa kaplica grobowa rodziny Teschner.jpg|evangelischer Friedhof }} === Kirchen und Klöster=== * {{vCard | name = Kirche Saint Stanislaus | type = church | wikidata = Q11747437 | description= Pfarrkirche unter dem Patrozinium des hl. Bischofs und Märtyrers Stanislaus und der Mariä Himmelfahrt, gotisch, aus dem 15. Jahrhundert, nach dem Brand von 1685 zwischen 1720 und 1726 umgebaut }} * {{vCard | name = Kirche Kripplein Christi | type = church | wikidata = Q29653992 | description= Ehemalige evangelische Kirche von 1604, nach einem Brand 1647 wieder errichtet. }} * {{ VCard | before= Gebäudekomplex des | name= Franziskanerklosters | type = monastery | wikidata= Q11739794 | description= mit St.-Josef-Kirche, 1638–1646 erbaut, später mehrfach umgebaut }} * {{vCard | name = Dreifaltigkeitskirche | type = church | wikidata = Q29653990 | description = erbaut von 1837 bis 1839 nach Entwurf Karl Friedrich Schinkels aus dem Jahr 1825 als Hallenbau auf rechteckigem Grundriss mit zweitürmiger Fassade. Ursprünglich war es eine evangelische Kirche, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs als Lagerhaus genutzt wurde. Anfang der 1990er Jahre wurde die Kirche der Pfarrei St. Stanislaus zugeordnet und ist seitdem eine Filialkirche }} * {{vCard | name = Jesuitenkolleg | type = college | description = aus dem Jahr 1727 }} === Bauwerke === * {{vCard | name = Rathaus | type = town hall | wikidata = Q9304654 | description = aus dem 16. Jahrhundert, 1860 umgebaut. }} * Historische '''Bürgerhäuser''' rund um den Markt. * {{vCard | name = Stadtmauern | type = city wall | description = aus dem 15. und 16. Jahrhundert. }} === Museen === * {{vCard | name = Muzeum Ziemi Wschowskiej | type = museum | wikidata = Q11787286 | lastedit = 2026-09-06 }} === Parks und Friedhöfe === * {{vCard | name = Evangelischer Friedhof von 1609 | type = cemetery | lat = 51.80947 | long = 16.32383 | lastedit = 2026-09-06 }} * {{vCard | name = jüdischer Friedhof | type = cemetery | wikidata = Q9195077 }} == Aktivitäten == == Einkaufen == == Nachtleben == == Unterkunft == == Ausflüge == == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} {{Navigationsleiste Lebus Orte}} == Einzelnachweise == <references /> {{GeoData | lat= 51.8040134 | long= 16.3169410 | radius= 5000 }} {{IstInKat|Lebus}} {{Class-2}} 1lq1v2jyararxg3i81mux3pj868av6i 1802334 1802331 2026-09-06T13:12:58Z DerFussi 6 /* Museen */ Hinzugefügte vCard für Muzeum Lapidarium Rzeźby Nagrobnej 1802334 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort}} '''Wschowa''' ({{Audio|Wschowa-audio.ogg|anhören}}) (deutsch: ''Fraustadt'') ist die Kreisstadt des Powiat Wschowski und Sitz der Stadt- und Landgemeinde Wschowa in der Woiwodschaft [[Lebus]] (''Leubus'') in Polen. Die Stadt liegt etwa 80 Kilometer östlich von [[Zielona Góra]] (''Grünberg in Schlesien''). Benachbarte größere Orte sind im Osten [[Leszno]] (''Lissa'') und im Südwesten [[Głogów]] (''Glogau''). == Hintergrund == {{Mapframe | lat= 51.8040134 | long= 16.3169410 | zoom= 13 }} [[File:Fraustadt.jpg|thumb|{{ Wikipedia | name= Schlacht bei Fraustadt | wikidata= Q694068}} 1706]] Die Stadt wurde um 1250 nach {{ Wikipedia | name= Magdeburger Recht | wikidata= Q163725 }} in einem zwischen [[Schlesien]] und [[Großpolen]] umstrittenen Gebiet von deutschen Kolonisten gegründet. Schon im 12. Jahrhundert soll die Bevölkerung der Ortschaft deutsch gewesen sein.<ref name="HW">{{ Literatur | Autor= Heinrich Wuttke | Titel= Städtebuch des Landes Posen. Codex diplomaticus: Allgemeine Geschichte der Städte im Lande Posen. Geschichtliche Nachrichten von 149 einzelnen Städten | Verlag= Fries | Ort= Leipzig| Datum= 1864 | Seiten= 294–310 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294 }}</ref> Die Siedlung entwickelte sich vermutlich an einer Grenzburg. Nach Meyers Lexikon wurde Fraustadt von Schlesiern angelegt und dem {{ Wikipedia | name= Herzogtum Glogau | wikidata= Q684501}} eingegliedert.<ref name="Meyers">{{ Literatur | Titel= Meyers Großes Konversations-Lexikon | Auflage= 6. Auflage | Band= 7 | Ort= Leipzig/Wien | Datum= 1907 | URL= http://www.zeno.org/Meyers-1905/K/meyers-1905-007-0049 | Seiten= 49 }}</ref> Die erste nachweisliche Nennung des Ortes als „Veschow“ datiert auf das Jahr 1248. Die erste Nennung als „Frowenstat Civitas“ stammt aus dem Jahre 1290. Bis 1343 wechselte der Besitz häufig, dann wurde das Fraustädter Land vom polnischen König Kasimir III. erobert und Fraustadt als unmittelbar dem König unterstellte {{ Wikipedia | name= Immediatstadt | wikidata= Q22865}} privilegiert. Das Fraustädter Land wurde ein eigenständiges Verwaltungsgebiet (''Ziemia''). Dennoch kam es zu wiederholten Versuchen der von Deutschen bewohnten Stadt, wieder mit dem benachbarten schlesischen Herzogtum Glogau vereint zu werden.<ref name=":0">{{ Literatur | Autor= Heinrich Wuttke | Titel=''Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis'' | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 296 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> König Władysław II. Jagiełło bestimmte 1426, dass gegen Fraustadt „kein polnisches Recht gelten“ sollte.<ref name=":0" /> Im 16. Jahrhundert gehörte Fraustadt durch seine weitgehend deutsche Bürgerschaft zu den Hochburgen des Protestantismus in Polen. Während der Reformation war 1555 nach der Erklärung des Kaisers Ferdinand I. die erste deutsche Messe gefeiert worden. 1552 war die Stelle des deutschen Predigers einem Protestanten übertragen worden.<ref>{{Zeitschrift | Autor = Sabisch, Alfred | Titel = Schulz, J.: Zur Geschichte von Schwetzkau | Zeitschrift = Zeitschrift für Kirchengeschichte | ISSN = 0044-2925 | Band = 85 | Nummer = 1 | Jahr = 1974 | Seiten = 114-116, insbesondere S. 115 | DOI = 10.60861/zkg.v85i1.62052 }}</ref> Die wichtigsten Vertreter des Protestantismus in Fraustadt waren die Pastoren Valerius Herberger (1562–1627) und Samuel Friedrich Lauterbach (1662–1728) sowie der Schriftsteller und Schulleiter Christian Gryphius (1649–1706). Als königliche Stadt unterstand sie einem königlich polnischen {{ Wikipedia | name= Starosten | wikidata= Q7231714}}. Nach der lutherischen Familie von Gorka wurden nur noch Katholiken Starosten, die Stadtpfarrkirche musste auf königlichen Befehl 1604 wieder an die römisch-katholische Kirche zurückgegeben werden. Zugleich wurde die Erlaubnis erteilt, für die Lutheraner eine eigene Kirche erbauen zu dürfen. Davon machte Pastor Valerius Herberger Gebrauch und ließ als neue Kirche das „[[#vCard_Q29653992|Kripplein Christi]]“ errichten.<ref>{{Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 303 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Trotz der Gegenreformation blieb Polen tolerant und nahm protestantische Glaubensflüchtlinge aus Schlesien auf. Der Starost Hieronimus Radomicki stiftete 1633 wegen des großen Andrangs die Neustadt nach Magdeburger Recht. Damit bestand Fraustadt aus der Altstadt mit zwei Vorstädten (''Glogauer'' und ''Polnische''), der Neustadt und den zwei Kämmereidörfern Nieder- und Oberpritschen. Im {{ Wikipedia | name= Großen Nordischen Krieg | wikidata= Q151616}} trafen in der {{ Wikipedia | name= Schlacht bei Fraustadt | wikidata= Q694068 }} am 13. Februar 1706 die schwedische und die sächsisch-russische Armee aufeinander. In der Schlacht, die nur zwei Stunden dauerte, verloren die sächsisch-russischen Verbündeten über 6000 Tote und Verwundete, 8000 Gefangene und 29 Kanonen, während die Schweden nur 400 Tote und 1000 Verwundete zu beklagen hatten.<ref name="Meyers" /> Während der Herrschaft des sächsischen {{ Wikipedia | name= Hauses Wettin | wikidata= Q152909 }} in Polen wurden in Fraustadt Sitzungen des Senates der Republik abgehalten (die erste 1699), zweimal (1755, 1773) wurde hier eine türkische Gesandtschaft empfangen. Mehrmals wurde Fraustadt von der Pest heimgesucht: 1568 fielen ihr 1100 Menschen zum Opfer, 1613 waren es 2125 Opfer.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 302 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Mit der Zweiten Teilung Polens kam Fraustadt 1795 an Preußen und wurde 1816 Kreisstadt des Landkreises Fraustadt an der südwestlichen Grenze der {{ Wikipedia | name= Provinz Posen | wikidata= Q635253 }}. Ab 1826 gab es eine lutherische, eine katholische und eine israelitische Elementarschule. Unterrichtssprache war in allen drei Elementarschulen Deutsch.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 310 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Eine polnische Schule gab es mangels polnischer Bevölkerung nicht. 1840 zählte die Stadt 5303 Einwohner, von denen 568 Juden waren. Obwohl es für sie ein Niederlassungsverbot gab, das zuletzt 1768 von König Stanislaus II. August bekräftigt worden war, konnten sich einige Familien im Ort festsetzen. Mit der Angliederung an Preußen fielen alle Niederlassungsbeschränkungen für Juden, was zu einem raschen Zuzug führte. Die Zahl fluktuierte jedoch stark.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 308ff | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Während der polnischen Erhebung in anderen Teilen der preußischen Provinz Posen im Frühjahr 1848 verlangte die Stadt, für den Fall einer Abtrennung der von Polen bewohnten Teile der Provinz, ihre weitere Zugehörigkeit zum Deutschen Bund eventuell durch Anschluss an die angrenzende {{ Wikipedia | name= Provinz Schlesien | wikidata= Q675032 }}.<ref>{{ Literatur | Autor= von Janta-Polczynski, Ludwig | Titel= Die polnische Insurrektion in Posen im Frühjahr 1848 | Ort= Glogau | Datum= 1849 | URL= https://books.google.de/books?id=B15KAAAAcAAJ&pg=PA41 | Seiten= 41 }}</ref> Fraustadt wurde auch Standort einer preußischen Garnison. Deren hier stationierter, bekanntester Soldat war Paul von Hindenburg; er diente hier als Kompaniechef von 1884 bis 1885. Unter Preußen setzte im Zuge der wirtschaftlichen Entwicklung auch ein Zuzug von Polen ein: 1871 zählte Fraustadt 6515 Einwohner (4100 Evangelische, 2050 Katholische, 350 Juden), darunter 410 (oder 6,3 %) Polen.<ref>{{ Literatur | Autor= Neumann, Gustav | Titel= Das deutsche Reich in geographischer, statistischer und topographischer Beziehung | Band= 2 | Auflage= 2 | Verlag= Müller | Ort= Berlin | Datum= 1874 | Seiten= 145 | URL= https://books.google.de/books?id=mx5fAAAAcAAJ&pg=PA145&q=Fraustadt+Polen+Deutsche+Polen#v=onepage&q=Fraustadt%20Polen%20Deutsche%20Polen&f=false }}</ref> Bis 1901 war der deutsche Bevölkerungsanteil auf 72,2&#x202F;% zurückgegangen, während der polnische Anteil durch Zuzug und eine höhere Geburtenrate auf 27,8&#x202F;% angewachsen war.<ref>{{ Literatur | Hrsg= Königliches Preussisches Statistisches Landesamt in Berlin | Titel= Preussische Statistik: (Amtliches Quellenwerk) | Verlag= Verlag der Königlichen Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei (R. Decker) | Ort= Berlin | Datum= 1905 | Seiten= 142 | URL= https://books.google.de/books?id=Y1hDAQAAMAAJ&q=Fraustadt+Polen+Deutsche+Prozent }}</ref> Um 1910 hatte Fraustadt zwei evangelische und zwei katholische Pfarrkirchen, eine evangelisch-lutherische Kapelle, eine Synagoge und an Bildungseinrichtungen ein Gymnasium, ein Lyzeum, eine Präparandenanstalt und eine landwirtschaftliche, gewerbliche sowie kaufmännische Fortbildungsschule.<ref name="mgaz">{{ Literatur | Titel= Fraustadt, Regierungsbezirk Posen, Provinz Posen | Zeitschrift= Meyers Gazetteer | Kommentar= mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Fraustadt | Jahr= 1912 | URL= https://www.meyersgaz.org/place/10505026 }}</ref> Nach dem Ersten Weltkrieg, dem Versailler Vertrag und der Grenzziehung von 1920 verlor Fraustadt sein Hinterland und ein wirtschaftlicher Niedergang setzte ein. Um 1935 hatte Fraustadt unter anderem drei Hotels, elf Gasthöfe und Restaurants, vier Bankhäuser, zwei Bierbrauereien, eine Branntweinbrennerei, eine Buchdruckerei, drei Destillationen und Likörfabriken, eine Melassefutterfabrik, eine Mineralwasserfabrik, eine Möbelfabrik, eine Molkerei, fünf Mühlen, zehn Viehhandlungen, einen Wagenbauer, eine Wollwarenfabrik, zwei Zeitungsverlage, eine Zementwarenfabrik, eine Zuckerfabrik und zahlreiche Einzelhändler, Dienstleister, sowie Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe.<ref>{{ Literatur | Titel= Klockhaus’ kaufmännisches Handels- und Gewerbe-Adressbuch des Deutschen Reichs für Industrie, Handwerk, Handel und Gewerbe, 2. Teil, ''Provinz Ober-Schlesien | Band= 1&#x202F;B | Ort= Berlin | Jahr= 1935 | Seiten= 1935–1936 | URL= https://books.google.de/books?id=RAsCqWnOcqAC&pg=RA24-PA23 }}</ref> Bis 1938 hatte die Stadt zur {{ Wikipedia | name= Provinz Niederschlesien | wikidata= Q700812 }} gehört, die am 1. April 1938 mit der Provinz Oberschlesien zur Provinz Schlesien zusammengeschlossen wurde.<ref>[http://www.territorial.de/ndschles/prndrsl.htm ''Provinz Niederschlesien''] (Territorial.de)</ref> Nach dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939 wurde die Region um Fraustadt zum Schauplatz der einzigen polnischen Gegenoffensive auf deutsches Territorium. Am 2. September 1939 erfolgte ein Störangriff polnischer Truppen auf das deutsche Grenzgebiet bis hin zum Stadtrand von Fraustadt samt Artilleriefeuer auf die deutschen Stellungen. Daraus folgte die Gefangennahme einiger deutscher Soldaten und die Vertreibung weiterer dort garnisonierter Truppenteile. Der Angriff wurde auf Anweisung des polnischen Oberkommandos noch am selben Abend eingestellt. Das polnische Regiment zog sich hinter die Grenze zurück, um zur polnischen Verteidigung beizutragen.<ref> {{ Internet | Autor= Felton, Mark | url= https://www.youtube.com/watch?v=sP79RBS5uFc | Titel= The POLISH Invasion of Germany 1939 | Abruf=2021-12-28 }}</ref> Im Jahr 1945 war Fraustadt Kreisstadt im {{ Wikipedia | name= Regierungsbezirk Liegnitz | wikidata= Q205816 }} der preußischen Provinz Schlesien des Deutschen Reichs.<ref name="MR">{{ Internet | Autor= Michael Rademacher | Titel= Fraustadt. Online-Material zur Dissertation | Ort= Osnabrück | Jahr= 2006 | Website= eirenicon.com | Website-URL= https://www.eirenicon.com | URL= https://www.eirenicon.com/rademacher/www.verwaltungsgeschichte.de/fraustadt.html | Abruf= 2026-09-02 }}</ref> Nach Besetzung durch die Rote Armee und Beendigung der Kampfhandlungen des Zweiten Weltkriegs wurde Fraustadt 1945 mit dem größten Teil Schlesiens von der Sowjetunion der Volksrepublik Polen zur Verwaltung überlassen, die Fraustadt in ''Wschowa'' umbenannte. Die deutschen Einwohner wurden – soweit sie nicht vorher geflohen waren – vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner waren teilweise Zwangsumgesiedelte aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war. Seit 2001 ist die Stadt Kreisstadt in der Woiwodschaft [[Lebus]]. == Anreise == [[File:2014-wschowa-stacja-kolejowa-abri.jpg|thumb|Bahnhof]] * Wschowa liegt an der {{ Wikipedia | name= Bahnstrecke Łódź–Forst (Lausitz) | wikidata= Q11757154 }}. Im {{ Marker | name= Bahnhof Wschowa | type= train | wikidata= Q2846698 }} zweigte die Bahnstrecke Wschowa–Lipinka Głogowska ab. Es bestehen Zugverbindungen mit [[Głogów]] und [[Leszno]]. * Durch den Ort führt die {{ Wikipedia | name= Landesstraße DK12 | wikidata= Q1089997 }}, von [[Łęknica]] nach [[Łęknica]], Polens zweitlängste Landesstraße. Nahbarstädte entlang der Straße sind [[Głogów]] und [[Leszno]]. == Sehenswürdigkeiten == {{Scroll Gallery | Wschowa ratusz.jpg|Rathaus | Wschowa kościół farny.jpg|Stanislauskirche | !-2014-wschowa-kripplein-kosciol-abri.jpg|Kripplein-Jesu-Kirche | 20160606 wschowa rynek 05-8e-mk-a.jpg|Marktplatz | !-Wschowa-plac-zamkowy-abri-2013.jpg|Schlossplatz | Wschowa Ratusz.jpg|Altstadt | Wschowa klasztor franciszkanów 8.jpg|Josephskirche | !-20110414-abri-wschowa-kosciol-ul-kopernika.jpg|Dreifaltigkeitskirche | Wschowa kościół farny 3.jpg|Stadtmauer | Wschowa kaplica grobowa rodziny Teschner.jpg|evangelischer Friedhof }} === Kirchen und Klöster=== * {{vCard | name = Kirche Saint Stanislaus | type = church | wikidata = Q11747437 | description= Pfarrkirche unter dem Patrozinium des hl. Bischofs und Märtyrers Stanislaus und der Mariä Himmelfahrt, gotisch, aus dem 15. Jahrhundert, nach dem Brand von 1685 zwischen 1720 und 1726 umgebaut }} * {{vCard | name = Kirche Kripplein Christi | type = church | wikidata = Q29653992 | description= Ehemalige evangelische Kirche von 1604, nach einem Brand 1647 wieder errichtet. }} * {{ VCard | before= Gebäudekomplex des | name= Franziskanerklosters | type = monastery | wikidata= Q11739794 | description= mit St.-Josef-Kirche, 1638–1646 erbaut, später mehrfach umgebaut }} * {{vCard | name = Dreifaltigkeitskirche | type = church | wikidata = Q29653990 | description = erbaut von 1837 bis 1839 nach Entwurf Karl Friedrich Schinkels aus dem Jahr 1825 als Hallenbau auf rechteckigem Grundriss mit zweitürmiger Fassade. Ursprünglich war es eine evangelische Kirche, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs als Lagerhaus genutzt wurde. Anfang der 1990er Jahre wurde die Kirche der Pfarrei St. Stanislaus zugeordnet und ist seitdem eine Filialkirche }} * {{vCard | name = Jesuitenkolleg | type = college | description = aus dem Jahr 1727 }} === Bauwerke === * {{vCard | name = Rathaus | type = town hall | wikidata = Q9304654 | description = aus dem 16. Jahrhundert, 1860 umgebaut. }} * Historische '''Bürgerhäuser''' rund um den Markt. * {{vCard | name = Stadtmauern | type = city wall | description = aus dem 15. und 16. Jahrhundert. }} === Museen === * {{vCard | name = Muzeum Ziemi Wschowskiej | type = museum | wikidata = Q11787286 | lastedit = 2026-09-06 }} * {{vCard | name = Muzeum Lapidarium Rzeźby Nagrobnej | type = monument | wikidata = Q141325883 | lastedit = 2026-09-06 }} === Parks und Friedhöfe === * {{vCard | name = Evangelischer Friedhof von 1609 | type = cemetery | lat = 51.80947 | long = 16.32383 | lastedit = 2026-09-06 }} * {{vCard | name = jüdischer Friedhof | type = cemetery | wikidata = Q9195077 }} == Aktivitäten == == Einkaufen == == Nachtleben == == Unterkunft == == Ausflüge == == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} {{Navigationsleiste Lebus Orte}} == Einzelnachweise == <references /> {{GeoData | lat= 51.8040134 | long= 16.3169410 | radius= 5000 }} {{IstInKat|Lebus}} {{Class-2}} o5rxyrx1u9hdha3rzuod6209wq594hq 1802335 1802334 2026-09-06T13:16:51Z DerFussi 6 Hinzugefügte vCard für Zamek Królewski we Wschowie 1802335 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort}} '''Wschowa''' ({{Audio|Wschowa-audio.ogg|anhören}}) (deutsch: ''Fraustadt'') ist die Kreisstadt des Powiat Wschowski und Sitz der Stadt- und Landgemeinde Wschowa in der Woiwodschaft [[Lebus]] (''Leubus'') in Polen. Die Stadt liegt etwa 80 Kilometer östlich von [[Zielona Góra]] (''Grünberg in Schlesien''). Benachbarte größere Orte sind im Osten [[Leszno]] (''Lissa'') und im Südwesten [[Głogów]] (''Glogau''). == Hintergrund == {{Mapframe | lat= 51.8040134 | long= 16.3169410 | zoom= 13 }} [[File:Fraustadt.jpg|thumb|{{ Wikipedia | name= Schlacht bei Fraustadt | wikidata= Q694068}} 1706]] Die Stadt wurde um 1250 nach {{ Wikipedia | name= Magdeburger Recht | wikidata= Q163725 }} in einem zwischen [[Schlesien]] und [[Großpolen]] umstrittenen Gebiet von deutschen Kolonisten gegründet. Schon im 12. Jahrhundert soll die Bevölkerung der Ortschaft deutsch gewesen sein.<ref name="HW">{{ Literatur | Autor= Heinrich Wuttke | Titel= Städtebuch des Landes Posen. Codex diplomaticus: Allgemeine Geschichte der Städte im Lande Posen. Geschichtliche Nachrichten von 149 einzelnen Städten | Verlag= Fries | Ort= Leipzig| Datum= 1864 | Seiten= 294–310 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294 }}</ref> Die Siedlung entwickelte sich vermutlich an einer Grenzburg. Nach Meyers Lexikon wurde Fraustadt von Schlesiern angelegt und dem {{ Wikipedia | name= Herzogtum Glogau | wikidata= Q684501}} eingegliedert.<ref name="Meyers">{{ Literatur | Titel= Meyers Großes Konversations-Lexikon | Auflage= 6. Auflage | Band= 7 | Ort= Leipzig/Wien | Datum= 1907 | URL= http://www.zeno.org/Meyers-1905/K/meyers-1905-007-0049 | Seiten= 49 }}</ref> Die erste nachweisliche Nennung des Ortes als „Veschow“ datiert auf das Jahr 1248. Die erste Nennung als „Frowenstat Civitas“ stammt aus dem Jahre 1290. Bis 1343 wechselte der Besitz häufig, dann wurde das Fraustädter Land vom polnischen König Kasimir III. erobert und Fraustadt als unmittelbar dem König unterstellte {{ Wikipedia | name= Immediatstadt | wikidata= Q22865}} privilegiert. Das Fraustädter Land wurde ein eigenständiges Verwaltungsgebiet (''Ziemia''). Dennoch kam es zu wiederholten Versuchen der von Deutschen bewohnten Stadt, wieder mit dem benachbarten schlesischen Herzogtum Glogau vereint zu werden.<ref name=":0">{{ Literatur | Autor= Heinrich Wuttke | Titel=''Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis'' | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 296 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> König Władysław II. Jagiełło bestimmte 1426, dass gegen Fraustadt „kein polnisches Recht gelten“ sollte.<ref name=":0" /> Im 16. Jahrhundert gehörte Fraustadt durch seine weitgehend deutsche Bürgerschaft zu den Hochburgen des Protestantismus in Polen. Während der Reformation war 1555 nach der Erklärung des Kaisers Ferdinand I. die erste deutsche Messe gefeiert worden. 1552 war die Stelle des deutschen Predigers einem Protestanten übertragen worden.<ref>{{Zeitschrift | Autor = Sabisch, Alfred | Titel = Schulz, J.: Zur Geschichte von Schwetzkau | Zeitschrift = Zeitschrift für Kirchengeschichte | ISSN = 0044-2925 | Band = 85 | Nummer = 1 | Jahr = 1974 | Seiten = 114-116, insbesondere S. 115 | DOI = 10.60861/zkg.v85i1.62052 }}</ref> Die wichtigsten Vertreter des Protestantismus in Fraustadt waren die Pastoren Valerius Herberger (1562–1627) und Samuel Friedrich Lauterbach (1662–1728) sowie der Schriftsteller und Schulleiter Christian Gryphius (1649–1706). Als königliche Stadt unterstand sie einem königlich polnischen {{ Wikipedia | name= Starosten | wikidata= Q7231714}}. Nach der lutherischen Familie von Gorka wurden nur noch Katholiken Starosten, die Stadtpfarrkirche musste auf königlichen Befehl 1604 wieder an die römisch-katholische Kirche zurückgegeben werden. Zugleich wurde die Erlaubnis erteilt, für die Lutheraner eine eigene Kirche erbauen zu dürfen. Davon machte Pastor Valerius Herberger Gebrauch und ließ als neue Kirche das „[[#vCard_Q29653992|Kripplein Christi]]“ errichten.<ref>{{Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 303 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Trotz der Gegenreformation blieb Polen tolerant und nahm protestantische Glaubensflüchtlinge aus Schlesien auf. Der Starost Hieronimus Radomicki stiftete 1633 wegen des großen Andrangs die Neustadt nach Magdeburger Recht. Damit bestand Fraustadt aus der Altstadt mit zwei Vorstädten (''Glogauer'' und ''Polnische''), der Neustadt und den zwei Kämmereidörfern Nieder- und Oberpritschen. Im {{ Wikipedia | name= Großen Nordischen Krieg | wikidata= Q151616}} trafen in der {{ Wikipedia | name= Schlacht bei Fraustadt | wikidata= Q694068 }} am 13. Februar 1706 die schwedische und die sächsisch-russische Armee aufeinander. In der Schlacht, die nur zwei Stunden dauerte, verloren die sächsisch-russischen Verbündeten über 6000 Tote und Verwundete, 8000 Gefangene und 29 Kanonen, während die Schweden nur 400 Tote und 1000 Verwundete zu beklagen hatten.<ref name="Meyers" /> Während der Herrschaft des sächsischen {{ Wikipedia | name= Hauses Wettin | wikidata= Q152909 }} in Polen wurden in Fraustadt Sitzungen des Senates der Republik abgehalten (die erste 1699), zweimal (1755, 1773) wurde hier eine türkische Gesandtschaft empfangen. Mehrmals wurde Fraustadt von der Pest heimgesucht: 1568 fielen ihr 1100 Menschen zum Opfer, 1613 waren es 2125 Opfer.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 302 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Mit der Zweiten Teilung Polens kam Fraustadt 1795 an Preußen und wurde 1816 Kreisstadt des Landkreises Fraustadt an der südwestlichen Grenze der {{ Wikipedia | name= Provinz Posen | wikidata= Q635253 }}. Ab 1826 gab es eine lutherische, eine katholische und eine israelitische Elementarschule. Unterrichtssprache war in allen drei Elementarschulen Deutsch.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 310 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Eine polnische Schule gab es mangels polnischer Bevölkerung nicht. 1840 zählte die Stadt 5303 Einwohner, von denen 568 Juden waren. Obwohl es für sie ein Niederlassungsverbot gab, das zuletzt 1768 von König Stanislaus II. August bekräftigt worden war, konnten sich einige Familien im Ort festsetzen. Mit der Angliederung an Preußen fielen alle Niederlassungsbeschränkungen für Juden, was zu einem raschen Zuzug führte. Die Zahl fluktuierte jedoch stark.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 308ff | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Während der polnischen Erhebung in anderen Teilen der preußischen Provinz Posen im Frühjahr 1848 verlangte die Stadt, für den Fall einer Abtrennung der von Polen bewohnten Teile der Provinz, ihre weitere Zugehörigkeit zum Deutschen Bund eventuell durch Anschluss an die angrenzende {{ Wikipedia | name= Provinz Schlesien | wikidata= Q675032 }}.<ref>{{ Literatur | Autor= von Janta-Polczynski, Ludwig | Titel= Die polnische Insurrektion in Posen im Frühjahr 1848 | Ort= Glogau | Datum= 1849 | URL= https://books.google.de/books?id=B15KAAAAcAAJ&pg=PA41 | Seiten= 41 }}</ref> Fraustadt wurde auch Standort einer preußischen Garnison. Deren hier stationierter, bekanntester Soldat war Paul von Hindenburg; er diente hier als Kompaniechef von 1884 bis 1885. Unter Preußen setzte im Zuge der wirtschaftlichen Entwicklung auch ein Zuzug von Polen ein: 1871 zählte Fraustadt 6515 Einwohner (4100 Evangelische, 2050 Katholische, 350 Juden), darunter 410 (oder 6,3 %) Polen.<ref>{{ Literatur | Autor= Neumann, Gustav | Titel= Das deutsche Reich in geographischer, statistischer und topographischer Beziehung | Band= 2 | Auflage= 2 | Verlag= Müller | Ort= Berlin | Datum= 1874 | Seiten= 145 | URL= https://books.google.de/books?id=mx5fAAAAcAAJ&pg=PA145&q=Fraustadt+Polen+Deutsche+Polen#v=onepage&q=Fraustadt%20Polen%20Deutsche%20Polen&f=false }}</ref> Bis 1901 war der deutsche Bevölkerungsanteil auf 72,2&#x202F;% zurückgegangen, während der polnische Anteil durch Zuzug und eine höhere Geburtenrate auf 27,8&#x202F;% angewachsen war.<ref>{{ Literatur | Hrsg= Königliches Preussisches Statistisches Landesamt in Berlin | Titel= Preussische Statistik: (Amtliches Quellenwerk) | Verlag= Verlag der Königlichen Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei (R. Decker) | Ort= Berlin | Datum= 1905 | Seiten= 142 | URL= https://books.google.de/books?id=Y1hDAQAAMAAJ&q=Fraustadt+Polen+Deutsche+Prozent }}</ref> Um 1910 hatte Fraustadt zwei evangelische und zwei katholische Pfarrkirchen, eine evangelisch-lutherische Kapelle, eine Synagoge und an Bildungseinrichtungen ein Gymnasium, ein Lyzeum, eine Präparandenanstalt und eine landwirtschaftliche, gewerbliche sowie kaufmännische Fortbildungsschule.<ref name="mgaz">{{ Literatur | Titel= Fraustadt, Regierungsbezirk Posen, Provinz Posen | Zeitschrift= Meyers Gazetteer | Kommentar= mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Fraustadt | Jahr= 1912 | URL= https://www.meyersgaz.org/place/10505026 }}</ref> Nach dem Ersten Weltkrieg, dem Versailler Vertrag und der Grenzziehung von 1920 verlor Fraustadt sein Hinterland und ein wirtschaftlicher Niedergang setzte ein. Um 1935 hatte Fraustadt unter anderem drei Hotels, elf Gasthöfe und Restaurants, vier Bankhäuser, zwei Bierbrauereien, eine Branntweinbrennerei, eine Buchdruckerei, drei Destillationen und Likörfabriken, eine Melassefutterfabrik, eine Mineralwasserfabrik, eine Möbelfabrik, eine Molkerei, fünf Mühlen, zehn Viehhandlungen, einen Wagenbauer, eine Wollwarenfabrik, zwei Zeitungsverlage, eine Zementwarenfabrik, eine Zuckerfabrik und zahlreiche Einzelhändler, Dienstleister, sowie Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe.<ref>{{ Literatur | Titel= Klockhaus’ kaufmännisches Handels- und Gewerbe-Adressbuch des Deutschen Reichs für Industrie, Handwerk, Handel und Gewerbe, 2. Teil, ''Provinz Ober-Schlesien | Band= 1&#x202F;B | Ort= Berlin | Jahr= 1935 | Seiten= 1935–1936 | URL= https://books.google.de/books?id=RAsCqWnOcqAC&pg=RA24-PA23 }}</ref> Bis 1938 hatte die Stadt zur {{ Wikipedia | name= Provinz Niederschlesien | wikidata= Q700812 }} gehört, die am 1. April 1938 mit der Provinz Oberschlesien zur Provinz Schlesien zusammengeschlossen wurde.<ref>[http://www.territorial.de/ndschles/prndrsl.htm ''Provinz Niederschlesien''] (Territorial.de)</ref> Nach dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939 wurde die Region um Fraustadt zum Schauplatz der einzigen polnischen Gegenoffensive auf deutsches Territorium. Am 2. September 1939 erfolgte ein Störangriff polnischer Truppen auf das deutsche Grenzgebiet bis hin zum Stadtrand von Fraustadt samt Artilleriefeuer auf die deutschen Stellungen. Daraus folgte die Gefangennahme einiger deutscher Soldaten und die Vertreibung weiterer dort garnisonierter Truppenteile. Der Angriff wurde auf Anweisung des polnischen Oberkommandos noch am selben Abend eingestellt. Das polnische Regiment zog sich hinter die Grenze zurück, um zur polnischen Verteidigung beizutragen.<ref> {{ Internet | Autor= Felton, Mark | url= https://www.youtube.com/watch?v=sP79RBS5uFc | Titel= The POLISH Invasion of Germany 1939 | Abruf=2021-12-28 }}</ref> Im Jahr 1945 war Fraustadt Kreisstadt im {{ Wikipedia | name= Regierungsbezirk Liegnitz | wikidata= Q205816 }} der preußischen Provinz Schlesien des Deutschen Reichs.<ref name="MR">{{ Internet | Autor= Michael Rademacher | Titel= Fraustadt. Online-Material zur Dissertation | Ort= Osnabrück | Jahr= 2006 | Website= eirenicon.com | Website-URL= https://www.eirenicon.com | URL= https://www.eirenicon.com/rademacher/www.verwaltungsgeschichte.de/fraustadt.html | Abruf= 2026-09-02 }}</ref> Nach Besetzung durch die Rote Armee und Beendigung der Kampfhandlungen des Zweiten Weltkriegs wurde Fraustadt 1945 mit dem größten Teil Schlesiens von der Sowjetunion der Volksrepublik Polen zur Verwaltung überlassen, die Fraustadt in ''Wschowa'' umbenannte. Die deutschen Einwohner wurden – soweit sie nicht vorher geflohen waren – vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner waren teilweise Zwangsumgesiedelte aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war. Seit 2001 ist die Stadt Kreisstadt in der Woiwodschaft [[Lebus]]. == Anreise == [[File:2014-wschowa-stacja-kolejowa-abri.jpg|thumb|Bahnhof]] * Wschowa liegt an der {{ Wikipedia | name= Bahnstrecke Łódź–Forst (Lausitz) | wikidata= Q11757154 }}. Im {{ Marker | name= Bahnhof Wschowa | type= train | wikidata= Q2846698 }} zweigte die Bahnstrecke Wschowa–Lipinka Głogowska ab. Es bestehen Zugverbindungen mit [[Głogów]] und [[Leszno]]. * Durch den Ort führt die {{ Wikipedia | name= Landesstraße DK12 | wikidata= Q1089997 }}, von [[Łęknica]] nach [[Łęknica]], Polens zweitlängste Landesstraße. Nahbarstädte entlang der Straße sind [[Głogów]] und [[Leszno]]. == Sehenswürdigkeiten == {{Scroll Gallery | Wschowa ratusz.jpg|Rathaus | Wschowa kościół farny.jpg|Stanislauskirche | !-2014-wschowa-kripplein-kosciol-abri.jpg|Kripplein-Jesu-Kirche | 20160606 wschowa rynek 05-8e-mk-a.jpg|Marktplatz | !-Wschowa-plac-zamkowy-abri-2013.jpg|Schlossplatz | Wschowa Ratusz.jpg|Altstadt | Wschowa klasztor franciszkanów 8.jpg|Josephskirche | !-20110414-abri-wschowa-kosciol-ul-kopernika.jpg|Dreifaltigkeitskirche | Wschowa kościół farny 3.jpg|Stadtmauer | Wschowa kaplica grobowa rodziny Teschner.jpg|evangelischer Friedhof }} === Kirchen und Klöster=== * {{vCard | name = Kirche Saint Stanislaus | type = church | wikidata = Q11747437 | description= Pfarrkirche unter dem Patrozinium des hl. Bischofs und Märtyrers Stanislaus und der Mariä Himmelfahrt, gotisch, aus dem 15. Jahrhundert, nach dem Brand von 1685 zwischen 1720 und 1726 umgebaut }} * {{vCard | name = Kirche Kripplein Christi | type = church | wikidata = Q29653992 | description= Ehemalige evangelische Kirche von 1604, nach einem Brand 1647 wieder errichtet. }} * {{ VCard | before= Gebäudekomplex des | name= Franziskanerklosters | type = monastery | wikidata= Q11739794 | description= mit St.-Josef-Kirche, 1638–1646 erbaut, später mehrfach umgebaut }} * {{vCard | name = Dreifaltigkeitskirche | type = church | wikidata = Q29653990 | description = erbaut von 1837 bis 1839 nach Entwurf Karl Friedrich Schinkels aus dem Jahr 1825 als Hallenbau auf rechteckigem Grundriss mit zweitürmiger Fassade. Ursprünglich war es eine evangelische Kirche, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs als Lagerhaus genutzt wurde. Anfang der 1990er Jahre wurde die Kirche der Pfarrei St. Stanislaus zugeordnet und ist seitdem eine Filialkirche }} * {{vCard | name = Jesuitenkolleg | type = college | description = aus dem Jahr 1727 }} === Bauwerke === * {{vCard | name = Rathaus | type = town hall | wikidata = Q9304654 | description = aus dem 16. Jahrhundert, 1860 umgebaut. }} * Historische '''Bürgerhäuser''' rund um den Markt. * {{vCard | name = Stadtmauern | type = city wall | description = aus dem 15. und 16. Jahrhundert. }} === Museen === * {{vCard | name = Muzeum Ziemi Wschowskiej | type = museum | wikidata = Q11787286 | lastedit = 2026-09-06 }} * {{vCard | name = Muzeum Lapidarium Rzeźby Nagrobnej | type = monument | wikidata = Q141325883 | lastedit = 2026-09-06 }} === Parks und Friedhöfe === * {{vCard | name = Evangelischer Friedhof von 1609 | type = cemetery | lat = 51.80947 | long = 16.32383 | lastedit = 2026-09-06 }} * {{vCard | name = jüdischer Friedhof | type = cemetery | wikidata = Q9195077 }} == Aktivitäten == == Einkaufen == == Nachtleben == == Unterkunft == * {{vCard | name = Zamek Królewski we Wschowie | type = hotel | wikidata = Q141326656 }} == Ausflüge == == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} {{Navigationsleiste Lebus Orte}} == Einzelnachweise == <references /> {{GeoData | lat= 51.8040134 | long= 16.3169410 | radius= 5000 }} {{IstInKat|Lebus}} {{Class-2}} 7stsppew7lq8oekovynorwos00hrmq3 1802338 1802335 2026-09-06T13:25:54Z DerFussi 6 /* Unterkunft */ Hinzugefügte vCard für Schloss nördlich der Stadt 1802338 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort}} '''Wschowa''' ({{Audio|Wschowa-audio.ogg|anhören}}) (deutsch: ''Fraustadt'') ist die Kreisstadt des Powiat Wschowski und Sitz der Stadt- und Landgemeinde Wschowa in der Woiwodschaft [[Lebus]] (''Leubus'') in Polen. Die Stadt liegt etwa 80 Kilometer östlich von [[Zielona Góra]] (''Grünberg in Schlesien''). Benachbarte größere Orte sind im Osten [[Leszno]] (''Lissa'') und im Südwesten [[Głogów]] (''Glogau''). == Hintergrund == {{Mapframe | lat= 51.8040134 | long= 16.3169410 | zoom= 13 }} [[File:Fraustadt.jpg|thumb|{{ Wikipedia | name= Schlacht bei Fraustadt | wikidata= Q694068}} 1706]] Die Stadt wurde um 1250 nach {{ Wikipedia | name= Magdeburger Recht | wikidata= Q163725 }} in einem zwischen [[Schlesien]] und [[Großpolen]] umstrittenen Gebiet von deutschen Kolonisten gegründet. Schon im 12. Jahrhundert soll die Bevölkerung der Ortschaft deutsch gewesen sein.<ref name="HW">{{ Literatur | Autor= Heinrich Wuttke | Titel= Städtebuch des Landes Posen. Codex diplomaticus: Allgemeine Geschichte der Städte im Lande Posen. Geschichtliche Nachrichten von 149 einzelnen Städten | Verlag= Fries | Ort= Leipzig| Datum= 1864 | Seiten= 294–310 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294 }}</ref> Die Siedlung entwickelte sich vermutlich an einer Grenzburg. Nach Meyers Lexikon wurde Fraustadt von Schlesiern angelegt und dem {{ Wikipedia | name= Herzogtum Glogau | wikidata= Q684501}} eingegliedert.<ref name="Meyers">{{ Literatur | Titel= Meyers Großes Konversations-Lexikon | Auflage= 6. Auflage | Band= 7 | Ort= Leipzig/Wien | Datum= 1907 | URL= http://www.zeno.org/Meyers-1905/K/meyers-1905-007-0049 | Seiten= 49 }}</ref> Die erste nachweisliche Nennung des Ortes als „Veschow“ datiert auf das Jahr 1248. Die erste Nennung als „Frowenstat Civitas“ stammt aus dem Jahre 1290. Bis 1343 wechselte der Besitz häufig, dann wurde das Fraustädter Land vom polnischen König Kasimir III. erobert und Fraustadt als unmittelbar dem König unterstellte {{ Wikipedia | name= Immediatstadt | wikidata= Q22865}} privilegiert. Das Fraustädter Land wurde ein eigenständiges Verwaltungsgebiet (''Ziemia''). Dennoch kam es zu wiederholten Versuchen der von Deutschen bewohnten Stadt, wieder mit dem benachbarten schlesischen Herzogtum Glogau vereint zu werden.<ref name=":0">{{ Literatur | Autor= Heinrich Wuttke | Titel=''Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis'' | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 296 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> König Władysław II. Jagiełło bestimmte 1426, dass gegen Fraustadt „kein polnisches Recht gelten“ sollte.<ref name=":0" /> Im 16. Jahrhundert gehörte Fraustadt durch seine weitgehend deutsche Bürgerschaft zu den Hochburgen des Protestantismus in Polen. Während der Reformation war 1555 nach der Erklärung des Kaisers Ferdinand I. die erste deutsche Messe gefeiert worden. 1552 war die Stelle des deutschen Predigers einem Protestanten übertragen worden.<ref>{{Zeitschrift | Autor = Sabisch, Alfred | Titel = Schulz, J.: Zur Geschichte von Schwetzkau | Zeitschrift = Zeitschrift für Kirchengeschichte | ISSN = 0044-2925 | Band = 85 | Nummer = 1 | Jahr = 1974 | Seiten = 114-116, insbesondere S. 115 | DOI = 10.60861/zkg.v85i1.62052 }}</ref> Die wichtigsten Vertreter des Protestantismus in Fraustadt waren die Pastoren Valerius Herberger (1562–1627) und Samuel Friedrich Lauterbach (1662–1728) sowie der Schriftsteller und Schulleiter Christian Gryphius (1649–1706). Als königliche Stadt unterstand sie einem königlich polnischen {{ Wikipedia | name= Starosten | wikidata= Q7231714}}. Nach der lutherischen Familie von Gorka wurden nur noch Katholiken Starosten, die Stadtpfarrkirche musste auf königlichen Befehl 1604 wieder an die römisch-katholische Kirche zurückgegeben werden. Zugleich wurde die Erlaubnis erteilt, für die Lutheraner eine eigene Kirche erbauen zu dürfen. Davon machte Pastor Valerius Herberger Gebrauch und ließ als neue Kirche das „[[#vCard_Q29653992|Kripplein Christi]]“ errichten.<ref>{{Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 303 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Trotz der Gegenreformation blieb Polen tolerant und nahm protestantische Glaubensflüchtlinge aus Schlesien auf. Der Starost Hieronimus Radomicki stiftete 1633 wegen des großen Andrangs die Neustadt nach Magdeburger Recht. Damit bestand Fraustadt aus der Altstadt mit zwei Vorstädten (''Glogauer'' und ''Polnische''), der Neustadt und den zwei Kämmereidörfern Nieder- und Oberpritschen. Im {{ Wikipedia | name= Großen Nordischen Krieg | wikidata= Q151616}} trafen in der {{ Wikipedia | name= Schlacht bei Fraustadt | wikidata= Q694068 }} am 13. Februar 1706 die schwedische und die sächsisch-russische Armee aufeinander. In der Schlacht, die nur zwei Stunden dauerte, verloren die sächsisch-russischen Verbündeten über 6000 Tote und Verwundete, 8000 Gefangene und 29 Kanonen, während die Schweden nur 400 Tote und 1000 Verwundete zu beklagen hatten.<ref name="Meyers" /> Während der Herrschaft des sächsischen {{ Wikipedia | name= Hauses Wettin | wikidata= Q152909 }} in Polen wurden in Fraustadt Sitzungen des Senates der Republik abgehalten (die erste 1699), zweimal (1755, 1773) wurde hier eine türkische Gesandtschaft empfangen. Mehrmals wurde Fraustadt von der Pest heimgesucht: 1568 fielen ihr 1100 Menschen zum Opfer, 1613 waren es 2125 Opfer.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 302 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Mit der Zweiten Teilung Polens kam Fraustadt 1795 an Preußen und wurde 1816 Kreisstadt des Landkreises Fraustadt an der südwestlichen Grenze der {{ Wikipedia | name= Provinz Posen | wikidata= Q635253 }}. Ab 1826 gab es eine lutherische, eine katholische und eine israelitische Elementarschule. Unterrichtssprache war in allen drei Elementarschulen Deutsch.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 310 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Eine polnische Schule gab es mangels polnischer Bevölkerung nicht. 1840 zählte die Stadt 5303 Einwohner, von denen 568 Juden waren. Obwohl es für sie ein Niederlassungsverbot gab, das zuletzt 1768 von König Stanislaus II. August bekräftigt worden war, konnten sich einige Familien im Ort festsetzen. Mit der Angliederung an Preußen fielen alle Niederlassungsbeschränkungen für Juden, was zu einem raschen Zuzug führte. Die Zahl fluktuierte jedoch stark.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 308ff | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Während der polnischen Erhebung in anderen Teilen der preußischen Provinz Posen im Frühjahr 1848 verlangte die Stadt, für den Fall einer Abtrennung der von Polen bewohnten Teile der Provinz, ihre weitere Zugehörigkeit zum Deutschen Bund eventuell durch Anschluss an die angrenzende {{ Wikipedia | name= Provinz Schlesien | wikidata= Q675032 }}.<ref>{{ Literatur | Autor= von Janta-Polczynski, Ludwig | Titel= Die polnische Insurrektion in Posen im Frühjahr 1848 | Ort= Glogau | Datum= 1849 | URL= https://books.google.de/books?id=B15KAAAAcAAJ&pg=PA41 | Seiten= 41 }}</ref> Fraustadt wurde auch Standort einer preußischen Garnison. Deren hier stationierter, bekanntester Soldat war Paul von Hindenburg; er diente hier als Kompaniechef von 1884 bis 1885. Unter Preußen setzte im Zuge der wirtschaftlichen Entwicklung auch ein Zuzug von Polen ein: 1871 zählte Fraustadt 6515 Einwohner (4100 Evangelische, 2050 Katholische, 350 Juden), darunter 410 (oder 6,3 %) Polen.<ref>{{ Literatur | Autor= Neumann, Gustav | Titel= Das deutsche Reich in geographischer, statistischer und topographischer Beziehung | Band= 2 | Auflage= 2 | Verlag= Müller | Ort= Berlin | Datum= 1874 | Seiten= 145 | URL= https://books.google.de/books?id=mx5fAAAAcAAJ&pg=PA145&q=Fraustadt+Polen+Deutsche+Polen#v=onepage&q=Fraustadt%20Polen%20Deutsche%20Polen&f=false }}</ref> Bis 1901 war der deutsche Bevölkerungsanteil auf 72,2&#x202F;% zurückgegangen, während der polnische Anteil durch Zuzug und eine höhere Geburtenrate auf 27,8&#x202F;% angewachsen war.<ref>{{ Literatur | Hrsg= Königliches Preussisches Statistisches Landesamt in Berlin | Titel= Preussische Statistik: (Amtliches Quellenwerk) | Verlag= Verlag der Königlichen Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei (R. Decker) | Ort= Berlin | Datum= 1905 | Seiten= 142 | URL= https://books.google.de/books?id=Y1hDAQAAMAAJ&q=Fraustadt+Polen+Deutsche+Prozent }}</ref> Um 1910 hatte Fraustadt zwei evangelische und zwei katholische Pfarrkirchen, eine evangelisch-lutherische Kapelle, eine Synagoge und an Bildungseinrichtungen ein Gymnasium, ein Lyzeum, eine Präparandenanstalt und eine landwirtschaftliche, gewerbliche sowie kaufmännische Fortbildungsschule.<ref name="mgaz">{{ Literatur | Titel= Fraustadt, Regierungsbezirk Posen, Provinz Posen | Zeitschrift= Meyers Gazetteer | Kommentar= mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Fraustadt | Jahr= 1912 | URL= https://www.meyersgaz.org/place/10505026 }}</ref> Nach dem Ersten Weltkrieg, dem Versailler Vertrag und der Grenzziehung von 1920 verlor Fraustadt sein Hinterland und ein wirtschaftlicher Niedergang setzte ein. Um 1935 hatte Fraustadt unter anderem drei Hotels, elf Gasthöfe und Restaurants, vier Bankhäuser, zwei Bierbrauereien, eine Branntweinbrennerei, eine Buchdruckerei, drei Destillationen und Likörfabriken, eine Melassefutterfabrik, eine Mineralwasserfabrik, eine Möbelfabrik, eine Molkerei, fünf Mühlen, zehn Viehhandlungen, einen Wagenbauer, eine Wollwarenfabrik, zwei Zeitungsverlage, eine Zementwarenfabrik, eine Zuckerfabrik und zahlreiche Einzelhändler, Dienstleister, sowie Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe.<ref>{{ Literatur | Titel= Klockhaus’ kaufmännisches Handels- und Gewerbe-Adressbuch des Deutschen Reichs für Industrie, Handwerk, Handel und Gewerbe, 2. Teil, ''Provinz Ober-Schlesien | Band= 1&#x202F;B | Ort= Berlin | Jahr= 1935 | Seiten= 1935–1936 | URL= https://books.google.de/books?id=RAsCqWnOcqAC&pg=RA24-PA23 }}</ref> Bis 1938 hatte die Stadt zur {{ Wikipedia | name= Provinz Niederschlesien | wikidata= Q700812 }} gehört, die am 1. April 1938 mit der Provinz Oberschlesien zur Provinz Schlesien zusammengeschlossen wurde.<ref>[http://www.territorial.de/ndschles/prndrsl.htm ''Provinz Niederschlesien''] (Territorial.de)</ref> Nach dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939 wurde die Region um Fraustadt zum Schauplatz der einzigen polnischen Gegenoffensive auf deutsches Territorium. Am 2. September 1939 erfolgte ein Störangriff polnischer Truppen auf das deutsche Grenzgebiet bis hin zum Stadtrand von Fraustadt samt Artilleriefeuer auf die deutschen Stellungen. Daraus folgte die Gefangennahme einiger deutscher Soldaten und die Vertreibung weiterer dort garnisonierter Truppenteile. Der Angriff wurde auf Anweisung des polnischen Oberkommandos noch am selben Abend eingestellt. Das polnische Regiment zog sich hinter die Grenze zurück, um zur polnischen Verteidigung beizutragen.<ref> {{ Internet | Autor= Felton, Mark | url= https://www.youtube.com/watch?v=sP79RBS5uFc | Titel= The POLISH Invasion of Germany 1939 | Abruf=2021-12-28 }}</ref> Im Jahr 1945 war Fraustadt Kreisstadt im {{ Wikipedia | name= Regierungsbezirk Liegnitz | wikidata= Q205816 }} der preußischen Provinz Schlesien des Deutschen Reichs.<ref name="MR">{{ Internet | Autor= Michael Rademacher | Titel= Fraustadt. Online-Material zur Dissertation | Ort= Osnabrück | Jahr= 2006 | Website= eirenicon.com | Website-URL= https://www.eirenicon.com | URL= https://www.eirenicon.com/rademacher/www.verwaltungsgeschichte.de/fraustadt.html | Abruf= 2026-09-02 }}</ref> Nach Besetzung durch die Rote Armee und Beendigung der Kampfhandlungen des Zweiten Weltkriegs wurde Fraustadt 1945 mit dem größten Teil Schlesiens von der Sowjetunion der Volksrepublik Polen zur Verwaltung überlassen, die Fraustadt in ''Wschowa'' umbenannte. Die deutschen Einwohner wurden – soweit sie nicht vorher geflohen waren – vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner waren teilweise Zwangsumgesiedelte aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war. Seit 2001 ist die Stadt Kreisstadt in der Woiwodschaft [[Lebus]]. == Anreise == [[File:2014-wschowa-stacja-kolejowa-abri.jpg|thumb|Bahnhof]] * Wschowa liegt an der {{ Wikipedia | name= Bahnstrecke Łódź–Forst (Lausitz) | wikidata= Q11757154 }}. Im {{ Marker | name= Bahnhof Wschowa | type= train | wikidata= Q2846698 }} zweigte die Bahnstrecke Wschowa–Lipinka Głogowska ab. Es bestehen Zugverbindungen mit [[Głogów]] und [[Leszno]]. * Durch den Ort führt die {{ Wikipedia | name= Landesstraße DK12 | wikidata= Q1089997 }}, von [[Łęknica]] nach [[Łęknica]], Polens zweitlängste Landesstraße. Nahbarstädte entlang der Straße sind [[Głogów]] und [[Leszno]]. == Sehenswürdigkeiten == {{Scroll Gallery | Wschowa ratusz.jpg|Rathaus | Wschowa kościół farny.jpg|Stanislauskirche | !-2014-wschowa-kripplein-kosciol-abri.jpg|Kripplein-Jesu-Kirche | 20160606 wschowa rynek 05-8e-mk-a.jpg|Marktplatz | !-Wschowa-plac-zamkowy-abri-2013.jpg|Schlossplatz | Wschowa Ratusz.jpg|Altstadt | Wschowa klasztor franciszkanów 8.jpg|Josephskirche | !-20110414-abri-wschowa-kosciol-ul-kopernika.jpg|Dreifaltigkeitskirche | Wschowa kościół farny 3.jpg|Stadtmauer | Wschowa kaplica grobowa rodziny Teschner.jpg|evangelischer Friedhof }} === Kirchen und Klöster=== * {{vCard | name = Kirche Saint Stanislaus | type = church | wikidata = Q11747437 | description= Pfarrkirche unter dem Patrozinium des hl. Bischofs und Märtyrers Stanislaus und der Mariä Himmelfahrt, gotisch, aus dem 15. Jahrhundert, nach dem Brand von 1685 zwischen 1720 und 1726 umgebaut }} * {{vCard | name = Kirche Kripplein Christi | type = church | wikidata = Q29653992 | description= Ehemalige evangelische Kirche von 1604, nach einem Brand 1647 wieder errichtet. }} * {{ VCard | before= Gebäudekomplex des | name= Franziskanerklosters | type = monastery | wikidata= Q11739794 | description= mit St.-Josef-Kirche, 1638–1646 erbaut, später mehrfach umgebaut }} * {{vCard | name = Dreifaltigkeitskirche | type = church | wikidata = Q29653990 | description = erbaut von 1837 bis 1839 nach Entwurf Karl Friedrich Schinkels aus dem Jahr 1825 als Hallenbau auf rechteckigem Grundriss mit zweitürmiger Fassade. Ursprünglich war es eine evangelische Kirche, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs als Lagerhaus genutzt wurde. Anfang der 1990er Jahre wurde die Kirche der Pfarrei St. Stanislaus zugeordnet und ist seitdem eine Filialkirche }} * {{vCard | name = Jesuitenkolleg | type = college | description = aus dem Jahr 1727 }} === Bauwerke === * {{vCard | name = Rathaus | type = town hall | wikidata = Q9304654 | description = aus dem 16. Jahrhundert, 1860 umgebaut. }} * Historische '''Bürgerhäuser''' rund um den Markt. * {{vCard | name = Stadtmauern | type = city wall | description = aus dem 15. und 16. Jahrhundert. }} === Museen === * {{vCard | name = Muzeum Ziemi Wschowskiej | type = museum | wikidata = Q11787286 | lastedit = 2026-09-06 }} * {{vCard | name = Muzeum Lapidarium Rzeźby Nagrobnej | type = monument | wikidata = Q141325883 | lastedit = 2026-09-06 }} === Parks und Friedhöfe === * {{vCard | name = Evangelischer Friedhof von 1609 | type = cemetery | lat = 51.80947 | long = 16.32383 | lastedit = 2026-09-06 }} * {{vCard | name = jüdischer Friedhof | type = cemetery | wikidata = Q9195077 }} == Aktivitäten == == Einkaufen == == Nachtleben == == Unterkunft == * {{vCard | name = Zamek Królewski we Wschowie | type = hotel | wikidata = Q141326656 }} * {{vCard | name = Schloss nördlich der Stadt | type = hotel | wikidata = Q141327127 | lastedit = 2026-09-06 | description = Schloss nördlich der Stadt. }} == Ausflüge == == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} {{Navigationsleiste Lebus Orte}} == Einzelnachweise == <references /> {{GeoData | lat= 51.8040134 | long= 16.3169410 | radius= 5000 }} {{IstInKat|Lebus}} {{Class-2}} r6xwbo5yog8n1gbcs6d0v1tfw6u2y07 1802402 1802338 2026-09-07T04:20:51Z DerFussi 6 Einleitungssatz 1802402 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort}} '''Wschowa''' ({{Audio|Wschowa-audio.ogg|anhören}}) (deutsch: ''Fraustadt'') ist die Kreisstadt des Powiat Wschowski und Sitz der Stadt- und Landgemeinde Wschowa in der Woiwodschaft [[Lebus]] (''Leubus'') in Polen. Die geschichtsreiche und einst reiche Handelsstadt liegt im Südosten der Woiwodschaft, besitzt eine charmante Altstadt, viele Sakralbauten und gut erhaltene Baudenkmäler. Sie befindet sich etwa 80 Kilometer östlich von [[Zielona Góra]] (''Grünberg in Schlesien''). Benachbarte größere Orte sind im Osten [[Leszno]] (''Lissa'') und im Südwesten [[Głogów]] (''Glogau''). == Hintergrund == {{Mapframe | lat= 51.8040134 | long= 16.3169410 | zoom= 13 }} [[File:Fraustadt.jpg|thumb|{{ Wikipedia | name= Schlacht bei Fraustadt | wikidata= Q694068}} 1706]] Die Stadt wurde um 1250 nach {{ Wikipedia | name= Magdeburger Recht | wikidata= Q163725 }} in einem zwischen [[Schlesien]] und [[Großpolen]] umstrittenen Gebiet von deutschen Kolonisten gegründet. Schon im 12. Jahrhundert soll die Bevölkerung der Ortschaft deutsch gewesen sein.<ref name="HW">{{ Literatur | Autor= Heinrich Wuttke | Titel= Städtebuch des Landes Posen. Codex diplomaticus: Allgemeine Geschichte der Städte im Lande Posen. Geschichtliche Nachrichten von 149 einzelnen Städten | Verlag= Fries | Ort= Leipzig| Datum= 1864 | Seiten= 294–310 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294 }}</ref> Die Siedlung entwickelte sich vermutlich an einer Grenzburg. Nach Meyers Lexikon wurde Fraustadt von Schlesiern angelegt und dem {{ Wikipedia | name= Herzogtum Glogau | wikidata= Q684501}} eingegliedert.<ref name="Meyers">{{ Literatur | Titel= Meyers Großes Konversations-Lexikon | Auflage= 6. Auflage | Band= 7 | Ort= Leipzig/Wien | Datum= 1907 | URL= http://www.zeno.org/Meyers-1905/K/meyers-1905-007-0049 | Seiten= 49 }}</ref> Die erste nachweisliche Nennung des Ortes als „Veschow“ datiert auf das Jahr 1248. Die erste Nennung als „Frowenstat Civitas“ stammt aus dem Jahre 1290. Bis 1343 wechselte der Besitz häufig, dann wurde das Fraustädter Land vom polnischen König Kasimir III. erobert und Fraustadt als unmittelbar dem König unterstellte {{ Wikipedia | name= Immediatstadt | wikidata= Q22865}} privilegiert. Das Fraustädter Land wurde ein eigenständiges Verwaltungsgebiet (''Ziemia''). Dennoch kam es zu wiederholten Versuchen der von Deutschen bewohnten Stadt, wieder mit dem benachbarten schlesischen Herzogtum Glogau vereint zu werden.<ref name=":0">{{ Literatur | Autor= Heinrich Wuttke | Titel=''Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis'' | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 296 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> König Władysław II. Jagiełło bestimmte 1426, dass gegen Fraustadt „kein polnisches Recht gelten“ sollte.<ref name=":0" /> Im 16. Jahrhundert gehörte Fraustadt durch seine weitgehend deutsche Bürgerschaft zu den Hochburgen des Protestantismus in Polen. Während der Reformation war 1555 nach der Erklärung des Kaisers Ferdinand I. die erste deutsche Messe gefeiert worden. 1552 war die Stelle des deutschen Predigers einem Protestanten übertragen worden.<ref>{{Zeitschrift | Autor = Sabisch, Alfred | Titel = Schulz, J.: Zur Geschichte von Schwetzkau | Zeitschrift = Zeitschrift für Kirchengeschichte | ISSN = 0044-2925 | Band = 85 | Nummer = 1 | Jahr = 1974 | Seiten = 114-116, insbesondere S. 115 | DOI = 10.60861/zkg.v85i1.62052 }}</ref> Die wichtigsten Vertreter des Protestantismus in Fraustadt waren die Pastoren Valerius Herberger (1562–1627) und Samuel Friedrich Lauterbach (1662–1728) sowie der Schriftsteller und Schulleiter Christian Gryphius (1649–1706). Als königliche Stadt unterstand sie einem königlich polnischen {{ Wikipedia | name= Starosten | wikidata= Q7231714}}. Nach der lutherischen Familie von Gorka wurden nur noch Katholiken Starosten, die Stadtpfarrkirche musste auf königlichen Befehl 1604 wieder an die römisch-katholische Kirche zurückgegeben werden. Zugleich wurde die Erlaubnis erteilt, für die Lutheraner eine eigene Kirche erbauen zu dürfen. Davon machte Pastor Valerius Herberger Gebrauch und ließ als neue Kirche das „[[#vCard_Q29653992|Kripplein Christi]]“ errichten.<ref>{{Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 303 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Trotz der Gegenreformation blieb Polen tolerant und nahm protestantische Glaubensflüchtlinge aus Schlesien auf. Der Starost Hieronimus Radomicki stiftete 1633 wegen des großen Andrangs die Neustadt nach Magdeburger Recht. Damit bestand Fraustadt aus der Altstadt mit zwei Vorstädten (''Glogauer'' und ''Polnische''), der Neustadt und den zwei Kämmereidörfern Nieder- und Oberpritschen. Im {{ Wikipedia | name= Großen Nordischen Krieg | wikidata= Q151616}} trafen in der {{ Wikipedia | name= Schlacht bei Fraustadt | wikidata= Q694068 }} am 13. Februar 1706 die schwedische und die sächsisch-russische Armee aufeinander. In der Schlacht, die nur zwei Stunden dauerte, verloren die sächsisch-russischen Verbündeten über 6000 Tote und Verwundete, 8000 Gefangene und 29 Kanonen, während die Schweden nur 400 Tote und 1000 Verwundete zu beklagen hatten.<ref name="Meyers" /> Während der Herrschaft des sächsischen {{ Wikipedia | name= Hauses Wettin | wikidata= Q152909 }} in Polen wurden in Fraustadt Sitzungen des Senates der Republik abgehalten (die erste 1699), zweimal (1755, 1773) wurde hier eine türkische Gesandtschaft empfangen. Mehrmals wurde Fraustadt von der Pest heimgesucht: 1568 fielen ihr 1100 Menschen zum Opfer, 1613 waren es 2125 Opfer.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 302 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Mit der Zweiten Teilung Polens kam Fraustadt 1795 an Preußen und wurde 1816 Kreisstadt des Landkreises Fraustadt an der südwestlichen Grenze der {{ Wikipedia | name= Provinz Posen | wikidata= Q635253 }}. Ab 1826 gab es eine lutherische, eine katholische und eine israelitische Elementarschule. Unterrichtssprache war in allen drei Elementarschulen Deutsch.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 310 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Eine polnische Schule gab es mangels polnischer Bevölkerung nicht. 1840 zählte die Stadt 5303 Einwohner, von denen 568 Juden waren. Obwohl es für sie ein Niederlassungsverbot gab, das zuletzt 1768 von König Stanislaus II. August bekräftigt worden war, konnten sich einige Familien im Ort festsetzen. Mit der Angliederung an Preußen fielen alle Niederlassungsbeschränkungen für Juden, was zu einem raschen Zuzug führte. Die Zahl fluktuierte jedoch stark.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 308ff | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Während der polnischen Erhebung in anderen Teilen der preußischen Provinz Posen im Frühjahr 1848 verlangte die Stadt, für den Fall einer Abtrennung der von Polen bewohnten Teile der Provinz, ihre weitere Zugehörigkeit zum Deutschen Bund eventuell durch Anschluss an die angrenzende {{ Wikipedia | name= Provinz Schlesien | wikidata= Q675032 }}.<ref>{{ Literatur | Autor= von Janta-Polczynski, Ludwig | Titel= Die polnische Insurrektion in Posen im Frühjahr 1848 | Ort= Glogau | Datum= 1849 | URL= https://books.google.de/books?id=B15KAAAAcAAJ&pg=PA41 | Seiten= 41 }}</ref> Fraustadt wurde auch Standort einer preußischen Garnison. Deren hier stationierter, bekanntester Soldat war Paul von Hindenburg; er diente hier als Kompaniechef von 1884 bis 1885. Unter Preußen setzte im Zuge der wirtschaftlichen Entwicklung auch ein Zuzug von Polen ein: 1871 zählte Fraustadt 6515 Einwohner (4100 Evangelische, 2050 Katholische, 350 Juden), darunter 410 (oder 6,3 %) Polen.<ref>{{ Literatur | Autor= Neumann, Gustav | Titel= Das deutsche Reich in geographischer, statistischer und topographischer Beziehung | Band= 2 | Auflage= 2 | Verlag= Müller | Ort= Berlin | Datum= 1874 | Seiten= 145 | URL= https://books.google.de/books?id=mx5fAAAAcAAJ&pg=PA145&q=Fraustadt+Polen+Deutsche+Polen#v=onepage&q=Fraustadt%20Polen%20Deutsche%20Polen&f=false }}</ref> Bis 1901 war der deutsche Bevölkerungsanteil auf 72,2&#x202F;% zurückgegangen, während der polnische Anteil durch Zuzug und eine höhere Geburtenrate auf 27,8&#x202F;% angewachsen war.<ref>{{ Literatur | Hrsg= Königliches Preussisches Statistisches Landesamt in Berlin | Titel= Preussische Statistik: (Amtliches Quellenwerk) | Verlag= Verlag der Königlichen Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei (R. Decker) | Ort= Berlin | Datum= 1905 | Seiten= 142 | URL= https://books.google.de/books?id=Y1hDAQAAMAAJ&q=Fraustadt+Polen+Deutsche+Prozent }}</ref> Um 1910 hatte Fraustadt zwei evangelische und zwei katholische Pfarrkirchen, eine evangelisch-lutherische Kapelle, eine Synagoge und an Bildungseinrichtungen ein Gymnasium, ein Lyzeum, eine Präparandenanstalt und eine landwirtschaftliche, gewerbliche sowie kaufmännische Fortbildungsschule.<ref name="mgaz">{{ Literatur | Titel= Fraustadt, Regierungsbezirk Posen, Provinz Posen | Zeitschrift= Meyers Gazetteer | Kommentar= mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Fraustadt | Jahr= 1912 | URL= https://www.meyersgaz.org/place/10505026 }}</ref> Nach dem Ersten Weltkrieg, dem Versailler Vertrag und der Grenzziehung von 1920 verlor Fraustadt sein Hinterland und ein wirtschaftlicher Niedergang setzte ein. Um 1935 hatte Fraustadt unter anderem drei Hotels, elf Gasthöfe und Restaurants, vier Bankhäuser, zwei Bierbrauereien, eine Branntweinbrennerei, eine Buchdruckerei, drei Destillationen und Likörfabriken, eine Melassefutterfabrik, eine Mineralwasserfabrik, eine Möbelfabrik, eine Molkerei, fünf Mühlen, zehn Viehhandlungen, einen Wagenbauer, eine Wollwarenfabrik, zwei Zeitungsverlage, eine Zementwarenfabrik, eine Zuckerfabrik und zahlreiche Einzelhändler, Dienstleister, sowie Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe.<ref>{{ Literatur | Titel= Klockhaus’ kaufmännisches Handels- und Gewerbe-Adressbuch des Deutschen Reichs für Industrie, Handwerk, Handel und Gewerbe, 2. Teil, ''Provinz Ober-Schlesien | Band= 1&#x202F;B | Ort= Berlin | Jahr= 1935 | Seiten= 1935–1936 | URL= https://books.google.de/books?id=RAsCqWnOcqAC&pg=RA24-PA23 }}</ref> Bis 1938 hatte die Stadt zur {{ Wikipedia | name= Provinz Niederschlesien | wikidata= Q700812 }} gehört, die am 1. April 1938 mit der Provinz Oberschlesien zur Provinz Schlesien zusammengeschlossen wurde.<ref>[http://www.territorial.de/ndschles/prndrsl.htm ''Provinz Niederschlesien''] (Territorial.de)</ref> Nach dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939 wurde die Region um Fraustadt zum Schauplatz der einzigen polnischen Gegenoffensive auf deutsches Territorium. Am 2. September 1939 erfolgte ein Störangriff polnischer Truppen auf das deutsche Grenzgebiet bis hin zum Stadtrand von Fraustadt samt Artilleriefeuer auf die deutschen Stellungen. Daraus folgte die Gefangennahme einiger deutscher Soldaten und die Vertreibung weiterer dort garnisonierter Truppenteile. Der Angriff wurde auf Anweisung des polnischen Oberkommandos noch am selben Abend eingestellt. Das polnische Regiment zog sich hinter die Grenze zurück, um zur polnischen Verteidigung beizutragen.<ref> {{ Internet | Autor= Felton, Mark | url= https://www.youtube.com/watch?v=sP79RBS5uFc | Titel= The POLISH Invasion of Germany 1939 | Abruf=2021-12-28 }}</ref> Im Jahr 1945 war Fraustadt Kreisstadt im {{ Wikipedia | name= Regierungsbezirk Liegnitz | wikidata= Q205816 }} der preußischen Provinz Schlesien des Deutschen Reichs.<ref name="MR">{{ Internet | Autor= Michael Rademacher | Titel= Fraustadt. Online-Material zur Dissertation | Ort= Osnabrück | Jahr= 2006 | Website= eirenicon.com | Website-URL= https://www.eirenicon.com | URL= https://www.eirenicon.com/rademacher/www.verwaltungsgeschichte.de/fraustadt.html | Abruf= 2026-09-02 }}</ref> Nach Besetzung durch die Rote Armee und Beendigung der Kampfhandlungen des Zweiten Weltkriegs wurde Fraustadt 1945 mit dem größten Teil Schlesiens von der Sowjetunion der Volksrepublik Polen zur Verwaltung überlassen, die Fraustadt in ''Wschowa'' umbenannte. Die deutschen Einwohner wurden – soweit sie nicht vorher geflohen waren – vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner waren teilweise Zwangsumgesiedelte aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war. Seit 2001 ist die Stadt Kreisstadt in der Woiwodschaft [[Lebus]]. == Anreise == [[File:2014-wschowa-stacja-kolejowa-abri.jpg|thumb|Bahnhof]] * Wschowa liegt an der {{ Wikipedia | name= Bahnstrecke Łódź–Forst (Lausitz) | wikidata= Q11757154 }}. Im {{ Marker | name= Bahnhof Wschowa | type= train | wikidata= Q2846698 }} zweigte die Bahnstrecke Wschowa–Lipinka Głogowska ab. Es bestehen Zugverbindungen mit [[Głogów]] und [[Leszno]]. * Durch den Ort führt die {{ Wikipedia | name= Landesstraße DK12 | wikidata= Q1089997 }}, von [[Łęknica]] nach [[Łęknica]], Polens zweitlängste Landesstraße. Nahbarstädte entlang der Straße sind [[Głogów]] und [[Leszno]]. == Sehenswürdigkeiten == {{Scroll Gallery | Wschowa ratusz.jpg|Rathaus | Wschowa kościół farny.jpg|Stanislauskirche | !-2014-wschowa-kripplein-kosciol-abri.jpg|Kripplein-Jesu-Kirche | 20160606 wschowa rynek 05-8e-mk-a.jpg|Marktplatz | !-Wschowa-plac-zamkowy-abri-2013.jpg|Schlossplatz | Wschowa Ratusz.jpg|Altstadt | Wschowa klasztor franciszkanów 8.jpg|Josephskirche | !-20110414-abri-wschowa-kosciol-ul-kopernika.jpg|Dreifaltigkeitskirche | Wschowa kościół farny 3.jpg|Stadtmauer | Wschowa kaplica grobowa rodziny Teschner.jpg|evangelischer Friedhof }} === Kirchen und Klöster=== * {{vCard | name = Kirche Saint Stanislaus | type = church | wikidata = Q11747437 | description= Pfarrkirche unter dem Patrozinium des hl. Bischofs und Märtyrers Stanislaus und der Mariä Himmelfahrt, gotisch, aus dem 15. Jahrhundert, nach dem Brand von 1685 zwischen 1720 und 1726 umgebaut }} * {{vCard | name = Kirche Kripplein Christi | type = church | wikidata = Q29653992 | description= Ehemalige evangelische Kirche von 1604, nach einem Brand 1647 wieder errichtet. }} * {{ VCard | before= Gebäudekomplex des | name= Franziskanerklosters | type = monastery | wikidata= Q11739794 | description= mit St.-Josef-Kirche, 1638–1646 erbaut, später mehrfach umgebaut }} * {{vCard | name = Dreifaltigkeitskirche | type = church | wikidata = Q29653990 | description = erbaut von 1837 bis 1839 nach Entwurf Karl Friedrich Schinkels aus dem Jahr 1825 als Hallenbau auf rechteckigem Grundriss mit zweitürmiger Fassade. Ursprünglich war es eine evangelische Kirche, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs als Lagerhaus genutzt wurde. Anfang der 1990er Jahre wurde die Kirche der Pfarrei St. Stanislaus zugeordnet und ist seitdem eine Filialkirche }} * {{vCard | name = Jesuitenkolleg | type = college | description = aus dem Jahr 1727 }} === Bauwerke === * {{vCard | name = Rathaus | type = town hall | wikidata = Q9304654 | description = aus dem 16. Jahrhundert, 1860 umgebaut. }} * Historische '''Bürgerhäuser''' rund um den Markt. * {{vCard | name = Stadtmauern | type = city wall | description = aus dem 15. und 16. Jahrhundert. }} === Museen === * {{vCard | name = Muzeum Ziemi Wschowskiej | type = museum | wikidata = Q11787286 | lastedit = 2026-09-06 }} * {{vCard | name = Muzeum Lapidarium Rzeźby Nagrobnej | type = monument | wikidata = Q141325883 | lastedit = 2026-09-06 }} === Parks und Friedhöfe === * {{vCard | name = Evangelischer Friedhof von 1609 | type = cemetery | lat = 51.80947 | long = 16.32383 | lastedit = 2026-09-06 }} * {{vCard | name = jüdischer Friedhof | type = cemetery | wikidata = Q9195077 }} == Aktivitäten == == Einkaufen == == Nachtleben == == Unterkunft == * {{vCard | name = Zamek Królewski we Wschowie | type = hotel | wikidata = Q141326656 }} * {{vCard | name = Schloss nördlich der Stadt | type = hotel | wikidata = Q141327127 | lastedit = 2026-09-06 | description = Schloss nördlich der Stadt. }} == Ausflüge == == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} {{Navigationsleiste Lebus Orte}} == Einzelnachweise == <references /> {{GeoData | lat= 51.8040134 | long= 16.3169410 | radius= 5000 }} {{IstInKat|Lebus}} {{Class-2}} gwsbv0qi13gv82brn62e2qyz1rt8y3v 1802405 1802402 2026-09-07T04:27:03Z DerFussi 6 /* Unterkunft */ Geänderte vCard für Pałac Osowa Sień – Name gefixt 1802405 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort}} '''Wschowa''' ({{Audio|Wschowa-audio.ogg|anhören}}) (deutsch: ''Fraustadt'') ist die Kreisstadt des Powiat Wschowski und Sitz der Stadt- und Landgemeinde Wschowa in der Woiwodschaft [[Lebus]] (''Leubus'') in Polen. Die geschichtsreiche und einst reiche Handelsstadt liegt im Südosten der Woiwodschaft, besitzt eine charmante Altstadt, viele Sakralbauten und gut erhaltene Baudenkmäler. Sie befindet sich etwa 80 Kilometer östlich von [[Zielona Góra]] (''Grünberg in Schlesien''). Benachbarte größere Orte sind im Osten [[Leszno]] (''Lissa'') und im Südwesten [[Głogów]] (''Glogau''). == Hintergrund == {{Mapframe | lat= 51.8040134 | long= 16.3169410 | zoom= 13 }} [[File:Fraustadt.jpg|thumb|{{ Wikipedia | name= Schlacht bei Fraustadt | wikidata= Q694068}} 1706]] Die Stadt wurde um 1250 nach {{ Wikipedia | name= Magdeburger Recht | wikidata= Q163725 }} in einem zwischen [[Schlesien]] und [[Großpolen]] umstrittenen Gebiet von deutschen Kolonisten gegründet. Schon im 12. Jahrhundert soll die Bevölkerung der Ortschaft deutsch gewesen sein.<ref name="HW">{{ Literatur | Autor= Heinrich Wuttke | Titel= Städtebuch des Landes Posen. Codex diplomaticus: Allgemeine Geschichte der Städte im Lande Posen. Geschichtliche Nachrichten von 149 einzelnen Städten | Verlag= Fries | Ort= Leipzig| Datum= 1864 | Seiten= 294–310 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294 }}</ref> Die Siedlung entwickelte sich vermutlich an einer Grenzburg. Nach Meyers Lexikon wurde Fraustadt von Schlesiern angelegt und dem {{ Wikipedia | name= Herzogtum Glogau | wikidata= Q684501}} eingegliedert.<ref name="Meyers">{{ Literatur | Titel= Meyers Großes Konversations-Lexikon | Auflage= 6. Auflage | Band= 7 | Ort= Leipzig/Wien | Datum= 1907 | URL= http://www.zeno.org/Meyers-1905/K/meyers-1905-007-0049 | Seiten= 49 }}</ref> Die erste nachweisliche Nennung des Ortes als „Veschow“ datiert auf das Jahr 1248. Die erste Nennung als „Frowenstat Civitas“ stammt aus dem Jahre 1290. Bis 1343 wechselte der Besitz häufig, dann wurde das Fraustädter Land vom polnischen König Kasimir III. erobert und Fraustadt als unmittelbar dem König unterstellte {{ Wikipedia | name= Immediatstadt | wikidata= Q22865}} privilegiert. Das Fraustädter Land wurde ein eigenständiges Verwaltungsgebiet (''Ziemia''). Dennoch kam es zu wiederholten Versuchen der von Deutschen bewohnten Stadt, wieder mit dem benachbarten schlesischen Herzogtum Glogau vereint zu werden.<ref name=":0">{{ Literatur | Autor= Heinrich Wuttke | Titel=''Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis'' | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 296 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> König Władysław II. Jagiełło bestimmte 1426, dass gegen Fraustadt „kein polnisches Recht gelten“ sollte.<ref name=":0" /> Im 16. Jahrhundert gehörte Fraustadt durch seine weitgehend deutsche Bürgerschaft zu den Hochburgen des Protestantismus in Polen. Während der Reformation war 1555 nach der Erklärung des Kaisers Ferdinand I. die erste deutsche Messe gefeiert worden. 1552 war die Stelle des deutschen Predigers einem Protestanten übertragen worden.<ref>{{Zeitschrift | Autor = Sabisch, Alfred | Titel = Schulz, J.: Zur Geschichte von Schwetzkau | Zeitschrift = Zeitschrift für Kirchengeschichte | ISSN = 0044-2925 | Band = 85 | Nummer = 1 | Jahr = 1974 | Seiten = 114-116, insbesondere S. 115 | DOI = 10.60861/zkg.v85i1.62052 }}</ref> Die wichtigsten Vertreter des Protestantismus in Fraustadt waren die Pastoren Valerius Herberger (1562–1627) und Samuel Friedrich Lauterbach (1662–1728) sowie der Schriftsteller und Schulleiter Christian Gryphius (1649–1706). Als königliche Stadt unterstand sie einem königlich polnischen {{ Wikipedia | name= Starosten | wikidata= Q7231714}}. Nach der lutherischen Familie von Gorka wurden nur noch Katholiken Starosten, die Stadtpfarrkirche musste auf königlichen Befehl 1604 wieder an die römisch-katholische Kirche zurückgegeben werden. Zugleich wurde die Erlaubnis erteilt, für die Lutheraner eine eigene Kirche erbauen zu dürfen. Davon machte Pastor Valerius Herberger Gebrauch und ließ als neue Kirche das „[[#vCard_Q29653992|Kripplein Christi]]“ errichten.<ref>{{Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 303 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Trotz der Gegenreformation blieb Polen tolerant und nahm protestantische Glaubensflüchtlinge aus Schlesien auf. Der Starost Hieronimus Radomicki stiftete 1633 wegen des großen Andrangs die Neustadt nach Magdeburger Recht. Damit bestand Fraustadt aus der Altstadt mit zwei Vorstädten (''Glogauer'' und ''Polnische''), der Neustadt und den zwei Kämmereidörfern Nieder- und Oberpritschen. Im {{ Wikipedia | name= Großen Nordischen Krieg | wikidata= Q151616}} trafen in der {{ Wikipedia | name= Schlacht bei Fraustadt | wikidata= Q694068 }} am 13. Februar 1706 die schwedische und die sächsisch-russische Armee aufeinander. In der Schlacht, die nur zwei Stunden dauerte, verloren die sächsisch-russischen Verbündeten über 6000 Tote und Verwundete, 8000 Gefangene und 29 Kanonen, während die Schweden nur 400 Tote und 1000 Verwundete zu beklagen hatten.<ref name="Meyers" /> Während der Herrschaft des sächsischen {{ Wikipedia | name= Hauses Wettin | wikidata= Q152909 }} in Polen wurden in Fraustadt Sitzungen des Senates der Republik abgehalten (die erste 1699), zweimal (1755, 1773) wurde hier eine türkische Gesandtschaft empfangen. Mehrmals wurde Fraustadt von der Pest heimgesucht: 1568 fielen ihr 1100 Menschen zum Opfer, 1613 waren es 2125 Opfer.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 302 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Mit der Zweiten Teilung Polens kam Fraustadt 1795 an Preußen und wurde 1816 Kreisstadt des Landkreises Fraustadt an der südwestlichen Grenze der {{ Wikipedia | name= Provinz Posen | wikidata= Q635253 }}. Ab 1826 gab es eine lutherische, eine katholische und eine israelitische Elementarschule. Unterrichtssprache war in allen drei Elementarschulen Deutsch.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 310 | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Eine polnische Schule gab es mangels polnischer Bevölkerung nicht. 1840 zählte die Stadt 5303 Einwohner, von denen 568 Juden waren. Obwohl es für sie ein Niederlassungsverbot gab, das zuletzt 1768 von König Stanislaus II. August bekräftigt worden war, konnten sich einige Familien im Ort festsetzen. Mit der Angliederung an Preußen fielen alle Niederlassungsbeschränkungen für Juden, was zu einem raschen Zuzug führte. Die Zahl fluktuierte jedoch stark.<ref>{{ Literatur | Autor= Wuttke, Heinrich | Titel= Codex diplomaticus magni ducatus Posnaniensis | Verlag= Fries | Datum= 1864 | Seiten= 308ff | URL= https://books.google.de/books?id=cTRNAAAAcAAJ&pg=PA294#v=onepage&q&f=false }}</ref> Während der polnischen Erhebung in anderen Teilen der preußischen Provinz Posen im Frühjahr 1848 verlangte die Stadt, für den Fall einer Abtrennung der von Polen bewohnten Teile der Provinz, ihre weitere Zugehörigkeit zum Deutschen Bund eventuell durch Anschluss an die angrenzende {{ Wikipedia | name= Provinz Schlesien | wikidata= Q675032 }}.<ref>{{ Literatur | Autor= von Janta-Polczynski, Ludwig | Titel= Die polnische Insurrektion in Posen im Frühjahr 1848 | Ort= Glogau | Datum= 1849 | URL= https://books.google.de/books?id=B15KAAAAcAAJ&pg=PA41 | Seiten= 41 }}</ref> Fraustadt wurde auch Standort einer preußischen Garnison. Deren hier stationierter, bekanntester Soldat war Paul von Hindenburg; er diente hier als Kompaniechef von 1884 bis 1885. Unter Preußen setzte im Zuge der wirtschaftlichen Entwicklung auch ein Zuzug von Polen ein: 1871 zählte Fraustadt 6515 Einwohner (4100 Evangelische, 2050 Katholische, 350 Juden), darunter 410 (oder 6,3 %) Polen.<ref>{{ Literatur | Autor= Neumann, Gustav | Titel= Das deutsche Reich in geographischer, statistischer und topographischer Beziehung | Band= 2 | Auflage= 2 | Verlag= Müller | Ort= Berlin | Datum= 1874 | Seiten= 145 | URL= https://books.google.de/books?id=mx5fAAAAcAAJ&pg=PA145&q=Fraustadt+Polen+Deutsche+Polen#v=onepage&q=Fraustadt%20Polen%20Deutsche%20Polen&f=false }}</ref> Bis 1901 war der deutsche Bevölkerungsanteil auf 72,2&#x202F;% zurückgegangen, während der polnische Anteil durch Zuzug und eine höhere Geburtenrate auf 27,8&#x202F;% angewachsen war.<ref>{{ Literatur | Hrsg= Königliches Preussisches Statistisches Landesamt in Berlin | Titel= Preussische Statistik: (Amtliches Quellenwerk) | Verlag= Verlag der Königlichen Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei (R. Decker) | Ort= Berlin | Datum= 1905 | Seiten= 142 | URL= https://books.google.de/books?id=Y1hDAQAAMAAJ&q=Fraustadt+Polen+Deutsche+Prozent }}</ref> Um 1910 hatte Fraustadt zwei evangelische und zwei katholische Pfarrkirchen, eine evangelisch-lutherische Kapelle, eine Synagoge und an Bildungseinrichtungen ein Gymnasium, ein Lyzeum, eine Präparandenanstalt und eine landwirtschaftliche, gewerbliche sowie kaufmännische Fortbildungsschule.<ref name="mgaz">{{ Literatur | Titel= Fraustadt, Regierungsbezirk Posen, Provinz Posen | Zeitschrift= Meyers Gazetteer | Kommentar= mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Fraustadt | Jahr= 1912 | URL= https://www.meyersgaz.org/place/10505026 }}</ref> Nach dem Ersten Weltkrieg, dem Versailler Vertrag und der Grenzziehung von 1920 verlor Fraustadt sein Hinterland und ein wirtschaftlicher Niedergang setzte ein. Um 1935 hatte Fraustadt unter anderem drei Hotels, elf Gasthöfe und Restaurants, vier Bankhäuser, zwei Bierbrauereien, eine Branntweinbrennerei, eine Buchdruckerei, drei Destillationen und Likörfabriken, eine Melassefutterfabrik, eine Mineralwasserfabrik, eine Möbelfabrik, eine Molkerei, fünf Mühlen, zehn Viehhandlungen, einen Wagenbauer, eine Wollwarenfabrik, zwei Zeitungsverlage, eine Zementwarenfabrik, eine Zuckerfabrik und zahlreiche Einzelhändler, Dienstleister, sowie Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe.<ref>{{ Literatur | Titel= Klockhaus’ kaufmännisches Handels- und Gewerbe-Adressbuch des Deutschen Reichs für Industrie, Handwerk, Handel und Gewerbe, 2. Teil, ''Provinz Ober-Schlesien | Band= 1&#x202F;B | Ort= Berlin | Jahr= 1935 | Seiten= 1935–1936 | URL= https://books.google.de/books?id=RAsCqWnOcqAC&pg=RA24-PA23 }}</ref> Bis 1938 hatte die Stadt zur {{ Wikipedia | name= Provinz Niederschlesien | wikidata= Q700812 }} gehört, die am 1. April 1938 mit der Provinz Oberschlesien zur Provinz Schlesien zusammengeschlossen wurde.<ref>[http://www.territorial.de/ndschles/prndrsl.htm ''Provinz Niederschlesien''] (Territorial.de)</ref> Nach dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939 wurde die Region um Fraustadt zum Schauplatz der einzigen polnischen Gegenoffensive auf deutsches Territorium. Am 2. September 1939 erfolgte ein Störangriff polnischer Truppen auf das deutsche Grenzgebiet bis hin zum Stadtrand von Fraustadt samt Artilleriefeuer auf die deutschen Stellungen. Daraus folgte die Gefangennahme einiger deutscher Soldaten und die Vertreibung weiterer dort garnisonierter Truppenteile. Der Angriff wurde auf Anweisung des polnischen Oberkommandos noch am selben Abend eingestellt. Das polnische Regiment zog sich hinter die Grenze zurück, um zur polnischen Verteidigung beizutragen.<ref> {{ Internet | Autor= Felton, Mark | url= https://www.youtube.com/watch?v=sP79RBS5uFc | Titel= The POLISH Invasion of Germany 1939 | Abruf=2021-12-28 }}</ref> Im Jahr 1945 war Fraustadt Kreisstadt im {{ Wikipedia | name= Regierungsbezirk Liegnitz | wikidata= Q205816 }} der preußischen Provinz Schlesien des Deutschen Reichs.<ref name="MR">{{ Internet | Autor= Michael Rademacher | Titel= Fraustadt. 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Im {{ Marker | name= Bahnhof Wschowa | type= train | wikidata= Q2846698 }} zweigte die Bahnstrecke Wschowa–Lipinka Głogowska ab. Es bestehen Zugverbindungen mit [[Głogów]] und [[Leszno]]. * Durch den Ort führt die {{ Wikipedia | name= Landesstraße DK12 | wikidata= Q1089997 }}, von [[Łęknica]] nach [[Łęknica]], Polens zweitlängste Landesstraße. Nahbarstädte entlang der Straße sind [[Głogów]] und [[Leszno]]. == Sehenswürdigkeiten == {{Scroll Gallery | Wschowa ratusz.jpg|Rathaus | Wschowa kościół farny.jpg|Stanislauskirche | !-2014-wschowa-kripplein-kosciol-abri.jpg|Kripplein-Jesu-Kirche | 20160606 wschowa rynek 05-8e-mk-a.jpg|Marktplatz | !-Wschowa-plac-zamkowy-abri-2013.jpg|Schlossplatz | Wschowa Ratusz.jpg|Altstadt | Wschowa klasztor franciszkanów 8.jpg|Josephskirche | !-20110414-abri-wschowa-kosciol-ul-kopernika.jpg|Dreifaltigkeitskirche | Wschowa kościół farny 3.jpg|Stadtmauer | Wschowa kaplica grobowa rodziny Teschner.jpg|evangelischer Friedhof }} === Kirchen und Klöster=== * {{vCard | name = Kirche Saint Stanislaus | type = church | wikidata = Q11747437 | description= Pfarrkirche unter dem Patrozinium des hl. Bischofs und Märtyrers Stanislaus und der Mariä Himmelfahrt, gotisch, aus dem 15. Jahrhundert, nach dem Brand von 1685 zwischen 1720 und 1726 umgebaut }} * {{vCard | name = Kirche Kripplein Christi | type = church | wikidata = Q29653992 | description= Ehemalige evangelische Kirche von 1604, nach einem Brand 1647 wieder errichtet. }} * {{ VCard | before= Gebäudekomplex des | name= Franziskanerklosters | type = monastery | wikidata= Q11739794 | description= mit St.-Josef-Kirche, 1638–1646 erbaut, später mehrfach umgebaut }} * {{vCard | name = Dreifaltigkeitskirche | type = church | wikidata = Q29653990 | description = erbaut von 1837 bis 1839 nach Entwurf Karl Friedrich Schinkels aus dem Jahr 1825 als Hallenbau auf rechteckigem Grundriss mit zweitürmiger Fassade. Ursprünglich war es eine evangelische Kirche, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs als Lagerhaus genutzt wurde. Anfang der 1990er Jahre wurde die Kirche der Pfarrei St. Stanislaus zugeordnet und ist seitdem eine Filialkirche }} * {{vCard | name = Jesuitenkolleg | type = college | description = aus dem Jahr 1727 }} === Bauwerke === * {{vCard | name = Rathaus | type = town hall | wikidata = Q9304654 | description = aus dem 16. Jahrhundert, 1860 umgebaut. }} * Historische '''Bürgerhäuser''' rund um den Markt. * {{vCard | name = Stadtmauern | type = city wall | description = aus dem 15. und 16. Jahrhundert. }} === Museen === * {{vCard | name = Muzeum Ziemi Wschowskiej | type = museum | wikidata = Q11787286 | lastedit = 2026-09-06 }} * {{vCard | name = Muzeum Lapidarium Rzeźby Nagrobnej | type = monument | wikidata = Q141325883 | lastedit = 2026-09-06 }} === Parks und Friedhöfe === * {{vCard | name = Evangelischer Friedhof von 1609 | type = cemetery | lat = 51.80947 | long = 16.32383 | lastedit = 2026-09-06 }} * {{vCard | name = jüdischer Friedhof | type = cemetery | wikidata = Q9195077 }} == Aktivitäten == == Einkaufen == == Nachtleben == == Unterkunft == * {{vCard | name = Zamek Królewski we Wschowie | type = hotel | wikidata = Q141326656 }} * {{vCard | name = Pałac Osowa Sień | type = hotel | wikidata = Q141327127 | lastedit = 2026-09-07 | description = Schloss nördlich der Stadt. }} == Ausflüge == == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} {{Navigationsleiste Lebus Orte}} == Einzelnachweise == <references /> {{GeoData | lat= 51.8040134 | long= 16.3169410 | radius= 5000 }} {{IstInKat|Lebus}} {{Class-2}} 7yb14g4izhd567ubv7468evd1nwey06 Flughafen Bole International 0 129356 1802362 1802142 2026-09-06T16:51:41Z RolandUnger 3 +Ref 1802362 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Flughafen | Bild = [[File:Bole international airport.jpg|thumb|300px|Fassade des Flughafens Bole International]] | Namen = Bole International '''·''' Addis Abeba <br /> {{am|ቦሌ ዓለም አቀፍ አውሮፕላን ማረፊያ}} | Terminals = 3 }} Der Flughafen '''Bole International''' (auch Bole International Airport, Flughafen Addis Abeba, {{amS|ቦሌ ዓለም አቀፍ አውሮፕላን ማረፊያ}}) ist der wichtigste Flughafen [[Äthiopien]]s und einer der verkehrsreichsten Flughäfen Afrikas. Er liegt beim Stadtteil Bole, 6{{nnbsp}}km südöstlich des Zentrums von [[Addis Abeba]] und 65{{nnbsp}}km nördlich von [[Bishoftu]]. == Hintergrund == {{mapframe | lat = 8.9827 | long = 38.7914 | zoom = 14 | width = 300 | height = 300 | name = Lageplan am Flughafen Bole International }} Der {{Marker | name = Flughafen Bole International | type = airport | wikidata = Q44923 | show = symbol | styles = italic }} ist das Drehkreuz von [https://www.ethiopianairlines.com/de Ethiopian Airlines], der größten Fluggesellschaft Afrikas. Ethiopian Airlines selbst fliegt 120 Zielen an, darunter in Afrika, Europa, Asien, Nord- und Südamerika. Bei direkten Langstreckenflügen fliegt man meist mit Ethiopian Airlines. Darüber hinaus bedienen Fluggesellschaften aus dem Nahen Osten, Nord- und Ostafrika Addis Abeba von ihren Heimatflughäfen aus. Zu den weiteren Fluggesellschaften gehören auch Lufthansa, Sudan Airways, Kenya Airways, British Airways, KLM, Turkish Airways, Emirate, Gulf Air, EgyptAir und fly Dubai, die gelegentlich Flüge in Zusammenarbeit mit Partnerairlines anbieten. Mit den weiteren Fluggesellschaften werden 131 Ziele angeflogen. 1960 wurde entschieden, einen neuen Flughafen mit ausreichend langer Start- und Landebahn für die Boeing 720 zu errichten. Im Dezember 1962 waren die Start- und Landebahn sowie der Kontrollturm betriebsbereit. Seinerzeit hieß der Flughafen ''Haile Selassie I International Airport''. 2003 wurde das neue internationale Passagierterminal seiner Bestimmung übergeben und 2019 erweitert. Seit Januar 2026 läuft außerdem der Bau des komplett neuen Großflughafens {{Marker | name = Bishoftu International Airport | type = airport | wikidata = Q136659509 | styles = italic }}, der 45{{nnbsp}}km südöstlich von Addis Abeba liegt, 2030 fertiggestellt werden und Bole langfristig ablösen soll.<ref name="bAirport" /> 2025 reisten von und zum Flughafen etwa 13,1 Millionen Passagiere bei etwa 182.000 Flügen, das sind etwa 500 Flüge täglich.<ref name="fracs" /> == Anreise == === Mit dem Flugzeug === Flüge aus Deutschland mit Ethiopian Airways gibt es von den Flughäfen Frankfurt am Main und München. Flüge ab München landen in der Regel in Rom zwischen, ab Frankfurt am Main geht es direkt. Die Anreise mit den Fluggesellschfaten ''Emirates,'' ''Egypt Air'', ''Turkish Airlines'' oder ''Qatar Air'' dauert wegen der notwendigen Umsteigeverbindungen deutlich länger. === Visum === Ein Einreisevisum für Äthiopien ist für alle Staatsangehörigen erforderlich. Ausgenommen sind Staatsbürger von Kenia und Dschibuti. Offiziell erfolgt die Antragstellung von Touristen- und Geschäftsreisevisa nur noch über das [https://www.evisa.gov.et/ eVisum-Portal]. Am internationalen Flughafen Addis Abeba Bole werden bei der Aus- und/oder Einreise an der Passkontrolle Fingerabdrücke, sowie die Aufnahme eines digitalen Passfotos der einreisenden Person genommen. Die Einreise für Drittstaatler nach Eritrea ist von Äthiopien kommend weiterhin nur auf dem Luftweg nach [[Asmara]] möglich. {{Stand|2025|01}} === Mit dem Taxi === Der Zugang zu den Terminals ist seit Juli 2019 eingeschränkt. Taxis und Abholer befinden sich auf dem {{Marker | name = Parkplatz | type = parking | lat = 8.98492 | long = 38.79604 | styles = normal }}. Einige der Top-Hotels haben jedoch weiterhin einen Abholservice im Ankunftsbereich. Ähnliche Regelungen gelten an den anderen Flughäfen des Landes, sowohl für Ankünfte als auch für Abflüge. Viele Hotels bieten auf Anfrage einen Shuttle-Service an. Das Sheraton Addis, Dreamliner, Hilton Addis, die meisten anderen Hotels und viele beliebte Pensionen bieten auch einen regelmäßigen Shuttle-Service für ihre Gäste an. Eine Haltestelle des öffentlichen Nahverkehrs befindet sich etwas außerhalb, unter der Autobahnbrücke der Ringstraße. Für Fahrten mit den blau-weißen Taxis vom Flughafen ins Stadtzentrum gelten seit April 2024 feste Gebühren von 150–300 Birr. Taxifahrer treffen sich auf einem Parkplatz neben dem Flughafen. Sie werden Sie höchstwahrscheinlich mit dem Ruf „Taxi!“ ansprechen. Seriöse Fahrer sollten ihr Fahrzeug gelb-grün gekennzeichnet haben und eine gut sichtbare Lizenz anbringen. === Mit öffentlichen Verkehrsmitteln === Auch 2026 liegt der Flughafen noch über 4{{nnbsp}}km von der nächsten '''Straßenbahnhaltestelle''' (Light Rail Transit, auch Addis Metro) entfernt. Das ist kaum weniger als die Entfernung zum Stadtzentrum von Addis Abeba, weshalb sich die An- und Abreise mit der Straßenbahn für die meisten Reisenden kaum lohnt. Zukünftig ist eine neue Linie geplant, die den Flughafen Bole an das restliche Straßenbahnnetz anbinden soll. Unter der Ringroad (Stadtautobahn) in der Nähe der Stützpfeiler gibt es den Bahnhof für öffentliche '''Minibusse'''. Die Preise sind deutlich geringer als die für Taxis und betragen etwa 25 Birr. Die Busse fahren zwischen 5:00 und 21:00 Uhr. Zudem gibt es noch die gelb-roten '''Stadtbusse''', die die preisgünstigste Weiterfahrt ins Stadtzentrum bieten. === Gepäckträger === Ausländer werden oft von einer Schar Einheimischer empfangen, die ihnen beim Einladen des Gepäcks ins Auto „helfen“ wollen. Sie sind meist harmlos und erwarten lediglich ein Trinkgeld, doch es kann leicht passieren, dass ein Gepäckstück verloren geht. Ein angemessenes Trinkgeld für eine Kleinigkeit wie das Einladen des Gepäcks ins Auto sind 5 bis 15 Birr (ignorieren Sie Bitten um mehr Geld, nur weil Sie Ausländer sind). Wenn Ihnen eine Person hilft, werden Sie wahrscheinlich von zwanzig Personen nach Trinkgeld gefragt. Wenn Sie sich am Flughafen abholen lassen, kümmert sich der Fahrer in der Regel um das Trinkgeld. Vermeiden Sie es, allein im Flughafenbereich unterwegs zu sein, insbesondere nachts. == Mobilität == == Terminals == Bole verfügt über zwei Hauptterminals: * {{vCard | name = Terminal 1 | type = terminal | lat = 8.98196 | long = 38.79281 | description = Für Inlandflüge mit zehn Gates. Ethiopian Airlines bietet Flüge zu 25 Inlandzielen, darunter Arba Minch, Axum, Bahir Dar, Gonder und Lalibela sowie Assosa, Bale Robe, Dire Dawa, Gambela, Gode, Humera, Jijiga, Jimma, Kebri Dar, Kombolcha/Dessie, Mekele, Shilavo und Shire. Weitere inländische Fluggesellschaften sind [https://abyssinianflights.com/ Abyssinian Flights] und [https://www.nationalairways.com/ National Airways]. }} * {{vCard | name = Terminal 2 | type = terminal | lat = 8.98330 | long = 38.79633 | image = Addis Ababa Bole International Airport in 2024.03.jpg | description = Für internationale Flüge mit etwa 50 Gates. Inner-afrikanische Flüge werden zumeist im Neubau des Terminals 2, Bereich C, abgefertigt. }} * {{vCard | name = Terminal 3 | type = terminal | lat = 8.97946 | long = 38.78322 | description = Für Gäste des Ethiopian Skylight Hotels. }} <gallery mode="packed" heights="167"> Addis Ababa Bole International Airport in 2024.03.jpg|Terminal 2 Addis Ababa Bole International Airport in 2024.02.jpg|Abflughalle im Terminal 2 Addis Abeba airport, 16-12-2021.jpg|Wartehalle am Gate A12 im Terminal 2 </gallery> == Lounges == Bole International betreibt drei Lounges im Terminal 2 am Gate A13: * {{vCard | name = Cloud-9 Lounge | type = waiting room | directions = Terminal 2, am Gate A13 | hours = 24/7 | description = Eine Lounge, die ausschließlich Business-Class-Passagieren vorbehalten ist. }} * {{vCard | name = Sheba Platinum Lounge | type = waiting room | directions = Terminal 2, am Gate A13 | hours = 24/7 | description = Eine Lounge, die ausschließlich ShebaMiles-Platinum-Mitgliedern vorbehalten ist. }} * {{vCard | name = Star Alliance Gold Lounge | type = waiting room | directions = Terminal 2, am Gate A13 | hours = 24/7 | description = Eine Lounge, die ausschließlich ShebaMiles-Goldmitgliedern und allen anderen Goldmitgliedern der Star Alliance vorbehalten ist. }} Darüber hinaus betreibt Ethiopian Airlines auch die Shebamiles Silver Lounge, die sich im Erdgeschoss zwischen Terminal 1 und 2 befindet. == Einkaufen == Alfarag Duty Free bietet in den Terminals 1 und 2 zollfreie Luxusartikel zum Verkauf an. In beiden Terminals gibt es mehrere Banken. == Küche == === Terminal 2 === * {{vCard | name = Cravings Restaurant & Bar | type = restaurant, bar | lat = 8.98324 | long = 38.79720 | description = }} * {{vCard | name = London Cafe Satellite Restaurant and Catering | type = restaurant | lat = 8.98304 | long = 38.79602 | description = Warme Speisen, Bier, Kaffee. }} * {{vCard | name = Burger King | type = restaurant, fast food | lat = 8.98334 | long = 38.79536 | description = Fastfood-Restaurant. }} == Praktische Hinweise == === WLAN === Im gesamten Flughafen kann man kostenlos WLAN nutzen. Allerdings muss man nach 2 Stunden dafür bezahlen. == Unterkunft == [[File:Ethiopian Skylight Hotel.jpg|mini|Ethiopian Skylight Hotel]] [[File:Skyline_Hotel_2.jpg|mini|Lounge im Ethiopian Skylight Hotel]] * {{vCard | name = Ethiopian Skylight Hotel | type = hotel | directions = Airport Road & Ring Road | lat = 8.98767 | long = 38.7904 | wikidata = Q111888308 | price = ab US$130 | image = Ethiopian Skylight Hotel.jpg | description = Seit 2029 bestehendes großes und modernes Hotel im Besitz von Ethiopian Airlines mit 379 Zimmern, 651 Zimmern in der Erweiterung auf acht Etagen, einem großen Ballsaal für etwa 4.000 Personen, mehreren Restaurants (ADD Restaurant, Asian Bay Restaurant, Ethiopian Ta’em Cultural Restaurant, Jegol Arabic Restaurant, Mount Kilimanjaro, The African Hub, TinyTalian Italian Restaurant), mehreren Bars (Aquarius Pool Bar, Baboon Lounge Bar, Connexions Lobby Lounge, Ertale Lounge, Moodz Sport Bar & Terrace, Skylight Lounge, The Terrace), einem Café (Bean Kaffa), einem Health Club und einem Spa. Die Zimmer verfügen über Satelliten-TV, Minibar und Safe. Kostenloser 24-Stunden-Shuttlebus vom Flughafen. }} * {{vCard | name = Ethiopian Skylight In-Terminal Hotel | type = hotel | wikidata = Q141292925 | directions = befindet sich im Sicherheitsbereich in der Nähe der Gates B | url = https://www.ethiopianskylighthotel.com/in-terminal-hotel | price = Der Preis richtet sich nach der Aufenthaltsdauer und der Anzahl der Personen im Zimmer. | description = 97 Zimmer mit Satelliten-TV, Minibar und Safe. }} == Ausflüge == == Weblinks == * {{Offizielle Website}} == Einzelnachweise == <references> * <ref name="fracs">{{Zeitschrift | Autor = France Aviation Civile Services | Titel = Main Airports’ Traffic 2025: Africa & Middle East | Zeitschrift = Air Transport Data Bulletin | URL = https://fracs.aero/2026/04/28/air-transport-data-bulletin-april-2026/ | Datum = 2026-4 }}</ref> * <ref name="bAirport">{{Nachricht | Autor = Endeshow, Dawit | Titel = Ethiopia begins $12.5 billion construction of 'Africa's biggest airport' | Website = Reuters | url = https://www.reuters.com/world/africa/ethiopia-begins-125-billion-construction-africas-biggest-airport-2026-01-10/ | Datum = 2026-1-10 | Abruf = 2026-9-6 }}</ref> </references> {{Class-3}} {{geoData| lat = 8.9827 | long = 38.7914 | zoom = 14 }} {{IstInKat|Zentraläthiopien}} imvcspw1suut2w6w4emo9ttxegzknl1 Bontoc 0 129358 1802618 1802110 2026-09-07T07:19:36Z Scholless 15050 →Praktische Hinweise; Einheiten/Währungen mit schmalem Leerzeichen; 1802618 wikitext text/x-wiki '''Bontoc''' ist eine in der [[Mountain Province]] im Norden der Insel [[Luzon]] gelegene Stadt auf den [[Philippinen]]. {{Quickbar Ort | id = Q36025 | auto = ja | Bild = [[File:PHL Bontoc 1.jpg|300px]] | Namen = Bontoc | Provinz = [[Mountain Province]] }} == Hintergrund == Die in den Philippinischen Kordilleren am Fluss Chico gelegene Stadt mit knapp 25.000 Einwohnern ist die Hauptstadt der Mountain Province. Die Stadt ist für Besucher nicht attraktiv, bildet aber einen Knotenpunkt für Reisen nach [[Sagada]] und [[Banaue]]. == Anreise == Die Anreise erfolgt in der Regel per Bus von [[Baguio City|Baguio]] (Südwesten) oder Banaue (Südosten) aus, die ihrerseits per Bus von Manila aus erreichbar sind. Die Anreise dauert von Baguio sieben Stunden und von Banaue anderthalb Stunden. Der letzte reguläre Bus nach Banaue fährt um 14:00, was für selbstorganisierte Rundreisen eine signifikante Einschränkung darstellt. == Mobilität == Die für Besucher relevanten Teile des Ortes sind zu Fuß erreichbar. Besucher mit schwerem Gepäck oder Mobilitätseinschränkungen können ggf. die zahlreichen Motorradtaxis nutzen, die über Beiwagen verfügen. Verbindungen nach außerhalb sind wie überall auf den Philippinen nach Anbietern und Zielen getrennt. Das Busterminal von Rising Sun befindet sich im Süden der Stadt in der Nähe des "Rathauses" (Municipal Hall), das von Lizardo an der Provincial Plaza im Zentrum des Ortes. Jeepney-Stationen sind nach Zielort getrennt, die meisten befinden sich in unmittelbarer Umgebung der Provincial Plaza. Jeepneys nach Sagada starten in der Nähe des Havens Cafe, Jeepneys nach Banaue in der Nähe der Municipal Hall. Dort gibt es auch eine Tankstelle. == Sehenswürdigkeiten == In Bontoc gibt es nicht viel zu sehen. Die nächstgelegenen größeren Attraktionen sind die hängenden Särge von Sagada und die Reisterrassen in Banaue. In Bontoc selbst gibt es ein kleines [https://sites.google.com/site/museumsofthephilippines/directory/Luzon/bontoc-museum Museum] (''Bontoc Museum''), das die Geschichte der indigenen Völker der Region dokumentiert. == Einkaufen == Bontoc ist auf die Versorgung der Einheimischen mit Lebensmitteln sowie auf Handel mit Touristen ausgerichtet. Es gibt zahlreiche Straßenstände mit Essen, Kioske für Lebensmittel sowie Geschäfte für Bekleidung und Souvenirs. Die meisten finden sich entlang der Hauptstraße Lasangang Halsema sowie in deren neben- und Parallelstraßen. == Küche == * {{VCard | type=restaurant | name=Ridgebrook Hotel and Restaurant | address=Samoki Road | directions=Östlich des Chico-Flusses, ca. 500&#x202F;m die Hauptstraße entlang auf der linken Seite | url= | facebook=https://www.facebook.com/pages/Ridgebrooke-Hotel-And-Restauant-Bontoc-Mt-Province/481069841953205 | twitter= | lat=17.085785 | long=120.981199 | image= | phone=+63 910 485 9799 | mobile= | fax= | email= | price= | description=Für Landesverhältnisse akzeptable philippinische Küche, ausreichende Englischkenntnisse }} == Nachtleben == == Unterkunft == * {{VCard | type=hotel | name=Ridgebrook Hotel and Restaurant | address=Samoki Road | directions=Östlich des Chico-Flusses, ca. 500&#x202F;m die Hauptstraße entlang auf der linken Seite | url= | facebook=https://www.facebook.com/pages/Ridgebrooke-Hotel-And-Restauant-Bontoc-Mt-Province/481069841953205 | twitter= | lat=17.085785 | long=120.981199 | image= | phone=+63 910 485 9799 | mobile= | fax= | email= | price=DZ 30&#x202F;€ | description=Für Landesverhältnisse akzeptable philippinische Küche, ausreichende Englischkenntnisse }} == Sicherheit == == Gesundheit == Als Provinzhauptstadt verfügt Bontoc über ein Krankenhaus: Das kleine ''Bontoc General Hospital'' liegt im Nordteil des Orts. Mehrere Apotheken verteilen sich über Bontoc; zwei liegen in unmittelbarer Nähe des Krankenhauses, vier in unmittelbarer Nähe der Kreuzung der beiden Hauptstraßen. == Praktische Hinweise == == Post und Telekommunikation == == Ausflüge == Von Bontoc aus fahren Busse zum 30&#x202F;km entfernten [[Sagada]], wo die bekannten Hängenden Särge besucht und geführte Wanderungen unternommen werden können. == Literatur == == Weblinks == [[Kategorie:Mountain Province]] f05kcxivzq4mms1hux5v4nh4u6043sn Bishoftu 0 129359 1802336 1802195 2026-09-06T13:20:19Z RolandUnger 3 später weiter 1802336 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = [[File:Debre Zeyit - Flickr - Dave Proffer.jpg|mini|300px|Schwimmen und Bootfahren am Bishoftu-Guda-See]] | Namen = {{om|Bishooftuu}} '''·''' Bishoftu '''·''' {{am|ቢሾፍቱ}} <br /> Debre Zeyit '''·''' {{am|ደብረ ዘይት}} }} '''{{om|Bishooftuu}}''' oder '''Bishoftu''' ({{amS|ቢሾፍቱ}}; vormals ''Debre Zeyit'' oder ''Debre Zeyt'', {{am|ደብረ ዘይት}}) ist ein Ferienort mit 207.400 Einwohnern (2022) in [[Zentraläthiopien]], umgeben von fünf Kraterseen, etwa 47{{nnbsp}}km von der Hauptstadt [[Addis Abeba]] entfernt. Dank seiner Nähe zur Hauptstadt und mehrerer Seen in seinem Umfeld ist es ein beliebtes Ausflugsziel für Äthiopier und Touristen gleichermaßen. Viele Palmen und die knallrot blühenden {{Wikipedia | Bougainvilleen | Q156996 }} verleihen der Stadt ein leicht mediterranes Flair. == Hintergrund == === Lage und Namen === {{mapframe | lat = 8.7646 | long = 38.9944 | zoom = 12 | width = 300 | height = 300 | name = Karte von Bishoftu}} Bishooftuu liegt an der Straße von [[Addis Abeba]] nach [[Adama]], 47{{nnbsp}}km von der Hauptstadt entfernt. Sie ist Namensgeber für das {{Wikipedia | Bishoftu-Vulkanfeld | Q2904679 }}, in dem es liegt. In diesem Gebiet finden sich holozäne Lavaströme, Schlackenkegel, Tuffringe und Maare. Mehrere der Maare sind wassergefüllt und bilden Kraterseen. Die hohen Vulkanhügel südlich von Bishooftuu bestehen aus relativ jungem {{Wikipedia | Rhyolith | Q190727 }}, auf dem sehr junge Vorkommen von schlackigem {{Wikipedia | Olivinbasalt | Q43338 }} aufliegen. Etwa 10{{nnbsp}}km südlich der Stadt gibt es auch ein mehrere Meter mächtiges {{Wikipedia | Bimssteinvorkommen | Q180044 }}.<ref name="NAI-web" /> Es gibt Berichte früher Reisende seit 1880, in denen das Gebiet des heutigen Bishooftuu und dessen Kraterseen Ada, Adda, Addas oder Haddas genannt wurde.<ref name="NAI-web" /> In einem schwedischen Reisebericht von 1935 wurde der Ort ''Bitjofto'' genannt.<ref name="NAI-web" /> ''Bishooftuu'' (auch Bishoftu, Biscioftù, Buscioftu) ist ein Wort auf {{Wikipedia | Oromo | Q33864 }} und bedeutet schön oder angenehm. Um 1955 wurde der Ort durch Kaiser {{Wikipedia | Haile Selassie | Q41178 }} (Regierungszeit 1930–1974) umbenannt und mit dem amharischen biblischen Namen ''Debre Zeyit'' {{am|ደብረ ዘይት|b=[[w:Ölberg (Jerusalem)|Ölberg]]|inKlammern=ja}} versehen, der auf den 809{{nnbsp}}m hohen Berg östlich von [[Jerusalem]] über dem {{Wikipedia | Kidrontal | Q860532 }} Bezug nimmt. Debre Zeyit war der bevorzugte Wochenendaufenthaltsort für den Kaiser, in dem er sich auch einen Palast anlegen ließ. Ende der 1990er-Jahre, um 1999, wurde Debre Zeyit wieder in Bishooftuu umbenannt. Debre Zeyit ist aber nach wie vor gebräuchlich. === Geschichte === Wie bereits erwähnt, ist der Name Ada (Adda, Addas oder Haddas) für das Gebiet um Bishooftuu seit 1880, während Bishooftuu erstmals 1935 erwähnt wurde. Während ihrer Besatzungszeit ließen die Italiener 1937 ein Postamt errichten und begründeten 1937/1938 das Landwirtschaftsprojekt ''Azienda Agraria di Biscioftu dell’Opera Nazionale per i Combattenti'' (O.N.C.) mit dem Ziel, einen landwirtschaftlichen Versuchsbetriebs mit Plantagen und Wohngebäuden zu bilden. Das Projekt wurde aber mit dem Abzug der Italiener 1941 eingestellt.<ref name="NAI-web" /> 1946 wurde in Bishooftuu der Grundstein für die {{Wikipedia | äthiopische Luftwaffe | Q4114411 }} (ETAF) und ihren '''Luftwaffenstützpunkt''' gelegt. Die ersten ausländischen Ausbilder unter Leitung von {{Wikipedia | Carl Gustav von Rosen | Q715877 }} (1909–1977) stammten aus Schweden. Die Ausbildung erfolgte an sechs {{Wikipedia | Saab 91 Safir | Q696722 }}-Schulflugzeugen. 1947 wurden noch 16 Sturzkampfbomber {{Wikipedia | Saab B-17 | Q641911 }} geliefert, die letztmalig 1972 eingesetzt wurden. Schwedische Ausbilder waren noch bis zum Ende der 1960er-Jahre tätig. Mit der Lieferung von drei {{Wikipedia | Lockheed T-33 | Q58725 }} begann 1958 die amerikanische Zeit. Die Piloten wurden ab 1959 in den USA ausgebildet. Im Vorfeld der Gründung des {{Wikipedia | Provisorischen Militärverwaltungsrats | Q828005 }} unter {{Wikipedia | Mengistu Haile Mariam | Q192512 }} (de-facto-Machthaber 1974–1991) im Juni 1974 kam es Anfang 1974 zu Revolten auf dem Luftwaffenstützpunkt, die im Juni 1974 in Auseinandersetzungen zwischen Luftlandetruppen und Luftwaffenangehörigen eskalierten. Trotz Sturz von Haile Selassie durch den Derg wurden noch 1976 {{Wikipedia | Northrop F-5E | Q17505522 }}-Jagdflugzeuge an Äthiopien ausgeliefert. Während Mengistu-Regierung wurde der Luftwaffenstützpunkt mit sowjetischen Militärmaschinen MiG ausgestattet. Im Mai 1991 besetzten die Streitkräfte der {{Wikipedia | Revolutionären Demokratischen Front der Äthiopischen Völker | Q1145280 }} und stürzten in der Folge die Mengistu-Regierung. Vom {{Wikipedia | Äthiopischen Institut für Agrarforschung | Q5403550 }} wurde hier seit 1953 das ''Forschungszentrum Bishoftu'' betrieben. 1954 gab es erste Telefonanschlüsse, u.{{nnbsp}}a. für die Luftwaffe, den Kaiserpalast und das Bishoftu Hotel. Mit schwedischer, norwegischer und deutscher Unterstützung wurde 1956 das Evanglische Kolleg eingerichtet. Die Stadt beherbergt das 1963 mit UN-Unterstützung gegründete ''Nationale Veterinärinstitut Äthiopiens'', ursprünglich als ''Animal Health Assistants Training School'', das als führendes Forschungs- und Produktionszentrum für Veterinärimpfstoffe gilt. Direkt neben dem Institut befindet sich die veterinärmedizinische Fakultät der Universität Addis Abeba. In der Stadt lebten 2022 etwa 207.400 Einwohner. Die größten ethnischen Gruppen sind Amharen und Oromo. == Anreise == === Mit dem Bus === Vom Busbahnhof '''Kality''' in [[Addis Abeba]], der sich im Süden der Stadt und 10{{nnbsp}}km vom Stadtzentrum entfernt befindet fahren regelmäßig Busse ab. Der Busbahnhof ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln umständlich und mit dem Taxi teuer zu erreichen. Es gibt aber wahrscheinlich Verbindungen von anderen, günstiger gelegenen Busbahnhöfen in der Stadt. Fragen Sie am besten vor Ort nach, z.{{nnbsp}}B. in Ihrer Unterkunft in Addis Abeba, nach der besten Option von dort aus. === Mit dem Zug === Bishoftu verfügt über einen {{Marker | name = Bahnhof | name-map = Bahnhof Bishoftu | type = railway | lat = 8.76451 | long = 39.01892 }} an der Bahnstrecke Addis Abeba–Dschibuti im Osten der Stadt. Der Zug verkehrt alle vier Tage, ab Addis Abeba am 1., 5., 9., 13., 17., 21., 25. und 29. eines jeden Monats und benötigt 15½ Stunden für die Strecke zwischen den beiden Hauptstädten. === Mit dem Flugzeug === Der nächstgelegene Flughafen ist der [[Flughafen Bole International]]. == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == [[File:Lac Bishoftu (3).jpg|thumb|upright|Bishoftu-See]] === Landschaften === In Bishoftu gibt es mindestens fünf kleine Kraterseen. Der {{Marker | name = Bishoftu-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24031615 | lat = 8.74186 | long = 38.98244 | styles = normal }} liegt am nächsten zur Hauptstraße und an seinem Ufer befinden sich einige Ferienanlagen mit schönem Seeblick. Die anderen Seen sind der {{Marker | name = Hora-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24028207 | lat = 8.76171 | long = 38.99266 | styles = normal }} (ein beliebter Ausgangspunkt für Wassersport, Heimat vieler Wasservögel und Austragungsort eines jährlichen Festivals), der {{Marker | name = Bishoftu-Guda-See | alt = Babogaya-See | name-local = y | wikidata = Q24031616 | type = lake | lat = 8.78757 | long = 38.99375 | styles = normal }}, der {{Marker | name = Koriftu-See | type = lake | lat = 8.77923 | long = 39.00037 | styles = normal }} und der {{Marker | name = Cheleklaka-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24031755 | lat = 8.76527 | long = 38.96999 | styles = normal }}, der sich nur zur Regenzeit mit Wasser füllt. Zu den nahegelegenen Sehenswürdigkeiten gehören der südwestlich gelegene erloschene Vulkan {{Marker | name = Zuqualla | name-local = ዝቋላ | alt = 27{{nnbsp}}km südwestlich von Bishoftu | type = volcano | wikidata = Q230269 | styles = normal }}, der {{Marker | name = Mount Yerer | alt = Ērer Terara, 17{{nnbsp}}km nördlich von Bishoftu | type = mountain | wikidata = Q24031143 | lat = 8.88934 | long = 38.95119 | styles = normal }} und der unberührte {{Marker | name = Green Crater Lake | alt = Verde-See, 7{{nnbsp}}km südlich des Bishoftu-Sees | type = lake | wikidata = Q24028209 | lat = 8.69550 | long = 38.97642 | styles = normal }}. === Kirchen === In der Stadt gibt es mehrere Kirchen, u.{{nnbsp}}a.: * {{vCard | name = St.-Michael-Kirche | name-local = ቅዱስ ሚካኤል ቤተክርስቲያን | alt = St. Mikaeal Church | type = church | lat = 8.74700 | long = 38.96800 | image = St.Miichael Church.jpg | description = Äthiopisch-orthodoxe Kirche. }} == Aktivitäten == === Wassersport === In den Kraterseen kann man schwimmen und Boot fahren. === Vogelbeobachtung === An allen Seen lassen sich viele einheimische Vogelarten beobachten. == Einkaufen == == Küche == Die meisten Reisenden nutzen die Restaurants in ihren Unterkünften. Außerdem gibt es mehrere Restaurants entlang der Hauptstraße mit äthiopischen und internationalen Gerichten. == Nachtleben == == Unterkunft == An der Hauptstraße reihen sich zahlreiche Hotels aneinander. Am Ufer des Bishoftu-Sees befinden sich einige Ferienanlagen. == Klima == In Bishoftu herrscht mildes, gemäßigtes Klima. Die Temperaturen sind ganzjährig geringer als im Tiefland. Es gibt zwei Hauptjahreszeiten: die Regenzeit von Juni bis September und die Trockenzeit von Oktober bis Mai. {{Klimatabelle|ort=Debre Zeit|sourcelink=climate-data.org: [https://en.climate-data.org/africa/ethiopia/oromia/debre-zeit-29641/ Debre Zeit Climate], eingesehen am 5.9.2026|sourcetext=&nbsp; |at=ja|atjan=17|atfeb=18|atmar=19|atapr=20|atmai=20|atjun=18|atjul=17|ataug=17|atsep=17|atoct=17|atnov=17|atdec=16 |xt=ja|xtjan=24|xtfeb=25|xtmar=26|xtapr=26|xtmai=26|xtjun=24|xtjul=22|xtaug=22|xtsep=22|xtoct=23|xtnov=23|xtdec=23 |nt=ja|ntjan=10|ntfeb=11|ntmar=13|ntapr=14|ntmai=14|ntjun=13|ntjul=13|ntaug=13|ntsep=12|ntoct=10|ntnov=10|ntdec= 9 |rm=ja|rmjan=8|rmfeb=13|rmmar=35|rmapr=57|rmmai=67|rmjun=114|rmjul=195|rmaug=206|rmsep=133|rmoct=29|rmnov=7|rmdec=3 |rh=ja|rhjan=51|rhfeb=42|rhmar=46|rhapr=53|rhmai=56|rhjun=70|rhjul=81|rhaug=83|rhsep=78|rhoct=57|rhnov=49|rhdec=51 |rd=ja|rdjan= 2|rdfeb= 3|rdmar= 6|rdapr= 8|rdmai= 8|rdjun=14|rdjul=21|rdaug=21|rdsep=16|rdoct= 4|rdnov= 1|rddec= 1 |sd=ja|sdjan=9.6|sdfeb=10.0|sdmar=10.0|sdapr=10.0|sdmai=10.0|sdjun=9.6|sdjul=8.6|sdaug=8.4|sdsep=9.8|sdoct=9.8|sdnov=9.8|sddec=9.5 }} == Praktische Hinweise == == Ausflüge == * [[Addis Abeba]] – die Hauptstadt Äthiopiens, je nach Verkehrslage etwa eine Stunde Fahrtzeit entfernt. * [[Adama]] – Eine bedeutende Stadt südöstlich von Bishoftu. * [[Awash-Nationalpark]] – Ein Schutzgebiet, das für seine Tierwelt, seine vulkanischen Landschaften und den Awash-Fluss bekannt ist. * [[Baatuu]] (Ziway) – Eine Stadt am See weiter südlich im Großen Afrikanischen Grabenbruch. == Einzelnachweise == <references> * <ref name="NAI-web">{{Buch | Autor = Lindahl, Bernhard | Titel = [https://nai.uu.se/library/resources/thematic-resources/local-history-of-ethiopia.html Local history of Ethiopia] : [https://nai.uu.se/download/18.39fca04516faedec8b248c7f/1580827647442/ORTDEB205.pdf Debre Tabor - Delo wereda] | Ort = Uppsala | Verlag = The Nordic Africa Institute | Jahr = 2005 | Seiten = 23–41 | Kommentar = Internetpublikation. }}</ref> </references> {{Class-2}} {{geoData | lat = 8.7646 | long = 38.9944 | zoom = 13 }} {{IstInKat|Zentraläthiopien}} r3i4nnqv1kdqjt8qlxlhgba6mw9slgv 1802345 1802336 2026-09-06T15:15:05Z RolandUnger 3 /* Geschichte */ 1802345 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = [[File:Debre Zeyit - Flickr - Dave Proffer.jpg|mini|300px|Schwimmen und Bootfahren am Bishoftu-Guda-See]] | Namen = {{om|Bishooftuu}} '''·''' Bishoftu '''·''' {{am|ቢሾፍቱ}} <br /> Debre Zeyit '''·''' {{am|ደብረ ዘይት}} }} '''{{om|Bishooftuu}}''' oder '''Bishoftu''' ({{amS|ቢሾፍቱ}}; vormals ''Debre Zeyit'' oder ''Debre Zeyt'', {{am|ደብረ ዘይት}}) ist ein Ferienort mit 207.400 Einwohnern (2022) in [[Zentraläthiopien]], umgeben von fünf Kraterseen, etwa 47{{nnbsp}}km von der Hauptstadt [[Addis Abeba]] entfernt. Dank seiner Nähe zur Hauptstadt und mehrerer Seen in seinem Umfeld ist es ein beliebtes Ausflugsziel für Äthiopier und Touristen gleichermaßen. Viele Palmen und die knallrot blühenden {{Wikipedia | Bougainvilleen | Q156996 }} verleihen der Stadt ein leicht mediterranes Flair. == Hintergrund == === Lage und Namen === {{mapframe | lat = 8.7646 | long = 38.9944 | zoom = 12 | width = 300 | height = 300 | name = Karte von Bishoftu}} Bishooftuu liegt an der Straße von [[Addis Abeba]] nach [[Adama]], 47{{nnbsp}}km von der Hauptstadt entfernt. Sie ist Namensgeber für das {{Wikipedia | Bishoftu-Vulkanfeld | Q2904679 }}, in dem es liegt. In diesem Gebiet finden sich holozäne Lavaströme, Schlackenkegel, Tuffringe und Maare. Mehrere der Maare sind wassergefüllt und bilden Kraterseen. Die hohen Vulkanhügel südlich von Bishooftuu bestehen aus relativ jungem {{Wikipedia | Rhyolith | Q190727 }}, auf dem sehr junge Vorkommen von schlackigem {{Wikipedia | Olivinbasalt | Q43338 }} aufliegen. Etwa 10{{nnbsp}}km südlich der Stadt gibt es auch ein mehrere Meter mächtiges {{Wikipedia | Bimssteinvorkommen | Q180044 }}.<ref name="NAI-web" /> Es gibt Berichte früher Reisende seit 1880, in denen das Gebiet des heutigen Bishooftuu und dessen Kraterseen Ada, Adda, Addas oder Haddas genannt wurde.<ref name="NAI-web" /> In einem schwedischen Reisebericht von 1935 wurde der Ort ''Bitjofto'' genannt.<ref name="NAI-web" /> ''Bishooftuu'' (auch Bishoftu, Biscioftù, Buscioftu) ist ein Wort auf {{Wikipedia | Oromo | Q33864 }} und bedeutet schön oder angenehm. Um 1955 wurde der Ort durch Kaiser {{Wikipedia | Haile Selassie | Q41178 }} (Regierungszeit 1930–1974) umbenannt und mit dem amharischen biblischen Namen ''Debre Zeyit'' {{am|ደብረ ዘይት|b=[[w:Ölberg (Jerusalem)|Ölberg]]|inKlammern=ja}} versehen, der auf den 809{{nnbsp}}m hohen Berg östlich von [[Jerusalem]] über dem {{Wikipedia | Kidrontal | Q860532 }} Bezug nimmt. Debre Zeyit war der bevorzugte Wochenendaufenthaltsort für den Kaiser, in dem er sich auch einen Palast anlegen ließ. Ende der 1990er-Jahre, um 1999, wurde Debre Zeyit wieder in Bishooftuu umbenannt. Debre Zeyit ist aber nach wie vor gebräuchlich. === Geschichte === Wie bereits erwähnt, ist der Name Ada (Adda, Addas oder Haddas) für das Gebiet um Bishooftuu seit 1880, während Bishooftuu erstmals 1935 erwähnt wurde. Während ihrer Besatzungszeit ließen die Italiener 1937 ein Postamt errichten und begründeten 1937/1938 das Landwirtschaftsprojekt ''Azienda Agraria di Biscioftu dell’Opera Nazionale per i Combattenti'' (O.N.C.) mit dem Ziel, einen landwirtschaftlichen Versuchsbetriebs mit Plantagen und Wohngebäuden zu bilden. Das Projekt wurde aber mit dem Abzug der Italiener 1941 eingestellt.<ref name="NAI-web" /> 1946 wurde in Bishooftuu der Grundstein für die {{Wikipedia | äthiopische Luftwaffe | Q4114411 }} (ETAF) und ihren '''Luftwaffenstützpunkt''' gelegt. Die ersten ausländischen Ausbilder unter Leitung von {{Wikipedia | Carl Gustav von Rosen | Q715877 }} (1909–1977) stammten aus Schweden. Die Ausbildung erfolgte an sechs {{Wikipedia | Saab 91 Safir | Q696722 }}-Schulflugzeugen. 1947 wurden noch 16 Sturzkampfbomber {{Wikipedia | Saab B-17 | Q641911 }} geliefert, die letztmalig 1972 eingesetzt wurden. Schwedische Ausbilder waren noch bis zum Ende der 1960er-Jahre tätig. Mit der Lieferung von drei {{Wikipedia | Lockheed T-33 | Q58725 }} begann 1958 die amerikanische Zeit. Die Piloten wurden ab 1959 in den USA ausgebildet. Im Vorfeld der Gründung des {{Wikipedia | Provisorischen Militärverwaltungsrats | Q828005 }} unter {{Wikipedia | Mengistu Haile Mariam | Q192512 }} (de-facto-Machthaber 1974–1991) im Juni 1974 kam es Anfang 1974 zu Revolten auf dem Luftwaffenstützpunkt, die im Juni 1974 in Auseinandersetzungen zwischen Luftlandetruppen und Luftwaffenangehörigen eskalierten. Trotz Sturz von Haile Selassie durch den Derg wurden noch 1976 {{Wikipedia | Northrop F-5E | Q17505522 }}-Jagdflugzeuge an Äthiopien ausgeliefert. Während Mengistu-Regierung wurde der Luftwaffenstützpunkt mit sowjetischen Militärmaschinen MiG ausgestattet. Im Mai 1991 besetzten die Streitkräfte der {{Wikipedia | Revolutionären Demokratischen Front der Äthiopischen Völker | Q1145280 }} und stürzten in der Folge die Mengistu-Regierung.<ref name="NAI-web" /> Vom {{Wikipedia | Äthiopischen Institut für Agrarforschung | Q5403550 }} wurde hier seit 1953 das ''Forschungszentrum Bishoftu'' betrieben. 1954 gab es erste Telefonanschlüsse, u.{{nnbsp}}a. für die Luftwaffe, den Kaiserpalast und das Bishoftu Hotel. Mit schwedischer, norwegischer und deutscher Unterstützung wurde 1956 das ''Evangelische Kolleg'' eingerichtet. Die Stadt beherbergt das 1963 mit UN-Unterstützung gegründete ''Nationale Veterinärinstitut Äthiopiens'', ursprünglich als ''Animal Health Assistants Training School'', das als führendes Forschungs- und Produktionszentrum für Veterinärimpfstoffe gilt. Direkt neben dem Institut befindet sich die veterinärmedizinische Fakultät der Universität Addis Abeba.<ref name="NAI-web" /> Der Bradt-Reiseführer „Ethiopia“ von 1995 nannte mehrere Hotels in Debre Zeyit, als bestes das Hora Ras Hotel.<ref name="NAI-web" /> Am 10. März 2019 stürzte der {{Wikipedia | Ethiopian-Airlines-Flug 302 | Q62018034 }} mit einer Boeing 737 MAX 8 kurz nach dem Start in der Nähe der Stadt Bishooftuu ab. Alle 157 Insassen kamen ums Leben. Am 10. Januar 2026 begannen die Bauarbeiten am internationalen Flughafen Bishoftu, der langfristig den [[Flughafen Bole International]] ablösen soll. Die Fertigstellung ist für 2030 geplant. In der Stadt lebten 2022 etwa 207.400 Einwohner. Die größten ethnischen Gruppen sind Amharen und Oromo. == Anreise == === Mit dem Bus === Vom Busbahnhof '''Kality''' in [[Addis Abeba]], der sich im Süden der Stadt und 10{{nnbsp}}km vom Stadtzentrum entfernt befindet fahren regelmäßig Busse ab. Der Busbahnhof ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln umständlich und mit dem Taxi teuer zu erreichen. Es gibt aber wahrscheinlich Verbindungen von anderen, günstiger gelegenen Busbahnhöfen in der Stadt. Fragen Sie am besten vor Ort nach, z.{{nnbsp}}B. in Ihrer Unterkunft in Addis Abeba, nach der besten Option von dort aus. === Mit dem Zug === Bishoftu verfügt über einen {{Marker | name = Bahnhof | name-map = Bahnhof Bishoftu | type = railway | lat = 8.76451 | long = 39.01892 }} an der Bahnstrecke Addis Abeba–Dschibuti im Osten der Stadt. Der Zug verkehrt alle vier Tage, ab Addis Abeba am 1., 5., 9., 13., 17., 21., 25. und 29. eines jeden Monats und benötigt 15½ Stunden für die Strecke zwischen den beiden Hauptstädten. === Mit dem Flugzeug === Der nächstgelegene Flughafen ist der [[Flughafen Bole International]]. == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == [[File:Lac Bishoftu (3).jpg|thumb|upright|Bishoftu-See]] === Landschaften === In Bishoftu gibt es mindestens fünf kleine Kraterseen. Der {{Marker | name = Bishoftu-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24031615 | lat = 8.74186 | long = 38.98244 | styles = normal }} liegt am nächsten zur Hauptstraße und an seinem Ufer befinden sich einige Ferienanlagen mit schönem Seeblick. Die anderen Seen sind der {{Marker | name = Hora-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24028207 | lat = 8.76171 | long = 38.99266 | styles = normal }} (ein beliebter Ausgangspunkt für Wassersport, Heimat vieler Wasservögel und Austragungsort eines jährlichen Festivals), der {{Marker | name = Bishoftu-Guda-See | alt = Babogaya-See | name-local = y | wikidata = Q24031616 | type = lake | lat = 8.78757 | long = 38.99375 | styles = normal }}, der {{Marker | name = Koriftu-See | type = lake | lat = 8.77923 | long = 39.00037 | styles = normal }} und der {{Marker | name = Cheleklaka-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24031755 | lat = 8.76527 | long = 38.96999 | styles = normal }}, der sich nur zur Regenzeit mit Wasser füllt. Zu den nahegelegenen Sehenswürdigkeiten gehören der südwestlich gelegene erloschene Vulkan {{Marker | name = Zuqualla | name-local = ዝቋላ | alt = 27{{nnbsp}}km südwestlich von Bishoftu | type = volcano | wikidata = Q230269 | styles = normal }}, der {{Marker | name = Mount Yerer | alt = Ērer Terara, 17{{nnbsp}}km nördlich von Bishoftu | type = mountain | wikidata = Q24031143 | lat = 8.88934 | long = 38.95119 | styles = normal }} und der unberührte {{Marker | name = Green Crater Lake | alt = Verde-See, 7{{nnbsp}}km südlich des Bishoftu-Sees | type = lake | wikidata = Q24028209 | lat = 8.69550 | long = 38.97642 | styles = normal }}. === Kirchen === In der Stadt gibt es mehrere Kirchen, u.{{nnbsp}}a.: * {{vCard | name = St.-Michael-Kirche | name-local = ቅዱስ ሚካኤል ቤተክርስቲያን | alt = St. Mikaeal Church | type = church | lat = 8.74700 | long = 38.96800 | image = St.Miichael Church.jpg | description = Äthiopisch-orthodoxe Kirche. }} == Aktivitäten == === Wassersport === In den Kraterseen kann man schwimmen und Boot fahren. === Vogelbeobachtung === An allen Seen lassen sich viele einheimische Vogelarten beobachten. == Einkaufen == == Küche == Die meisten Reisenden nutzen die Restaurants in ihren Unterkünften. Außerdem gibt es mehrere Restaurants entlang der Hauptstraße mit äthiopischen und internationalen Gerichten. == Nachtleben == == Unterkunft == An der Hauptstraße reihen sich zahlreiche Hotels aneinander. Am Ufer des Bishoftu-Sees befinden sich einige Ferienanlagen. == Klima == In Bishoftu herrscht mildes, gemäßigtes Klima. Die Temperaturen sind ganzjährig geringer als im Tiefland. Es gibt zwei Hauptjahreszeiten: die Regenzeit von Juni bis September und die Trockenzeit von Oktober bis Mai. {{Klimatabelle|ort=Debre Zeit|sourcelink=climate-data.org: [https://en.climate-data.org/africa/ethiopia/oromia/debre-zeit-29641/ Debre Zeit Climate], eingesehen am 5.9.2026|sourcetext=&nbsp; |at=ja|atjan=17|atfeb=18|atmar=19|atapr=20|atmai=20|atjun=18|atjul=17|ataug=17|atsep=17|atoct=17|atnov=17|atdec=16 |xt=ja|xtjan=24|xtfeb=25|xtmar=26|xtapr=26|xtmai=26|xtjun=24|xtjul=22|xtaug=22|xtsep=22|xtoct=23|xtnov=23|xtdec=23 |nt=ja|ntjan=10|ntfeb=11|ntmar=13|ntapr=14|ntmai=14|ntjun=13|ntjul=13|ntaug=13|ntsep=12|ntoct=10|ntnov=10|ntdec= 9 |rm=ja|rmjan=8|rmfeb=13|rmmar=35|rmapr=57|rmmai=67|rmjun=114|rmjul=195|rmaug=206|rmsep=133|rmoct=29|rmnov=7|rmdec=3 |rh=ja|rhjan=51|rhfeb=42|rhmar=46|rhapr=53|rhmai=56|rhjun=70|rhjul=81|rhaug=83|rhsep=78|rhoct=57|rhnov=49|rhdec=51 |rd=ja|rdjan= 2|rdfeb= 3|rdmar= 6|rdapr= 8|rdmai= 8|rdjun=14|rdjul=21|rdaug=21|rdsep=16|rdoct= 4|rdnov= 1|rddec= 1 |sd=ja|sdjan=9.6|sdfeb=10.0|sdmar=10.0|sdapr=10.0|sdmai=10.0|sdjun=9.6|sdjul=8.6|sdaug=8.4|sdsep=9.8|sdoct=9.8|sdnov=9.8|sddec=9.5 }} == Praktische Hinweise == == Ausflüge == * [[Addis Abeba]] – die Hauptstadt Äthiopiens, je nach Verkehrslage etwa eine Stunde Fahrtzeit entfernt. * [[Adama]] – Eine bedeutende Stadt südöstlich von Bishoftu. * [[Awash-Nationalpark]] – Ein Schutzgebiet, das für seine Tierwelt, seine vulkanischen Landschaften und den Awash-Fluss bekannt ist. * [[Baatuu]] (Ziway) – Eine Stadt am See weiter südlich im Großen Afrikanischen Grabenbruch. == Einzelnachweise == <references> * <ref name="NAI-web">{{Buch | Autor = Lindahl, Bernhard | Titel = [https://nai.uu.se/library/resources/thematic-resources/local-history-of-ethiopia.html Local history of Ethiopia] : [https://nai.uu.se/download/18.39fca04516faedec8b248c7f/1580827647442/ORTDEB205.pdf Debre Tabor - Delo wereda] | Ort = Uppsala | Verlag = The Nordic Africa Institute | Jahr = 2005 | Seiten = 23–41 | Kommentar = Internetpublikation. }}</ref> </references> {{Class-2}} {{geoData | lat = 8.7646 | long = 38.9944 | zoom = 13 }} {{IstInKat|Zentraläthiopien}} isctwrrwfu3qjs6n3en372tycvvkh9j 1802351 1802345 2026-09-06T15:43:04Z RolandUnger 3 +Ref, Flughafen, Aktivitäten 1802351 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = [[File:Debre Zeyit - Flickr - Dave Proffer.jpg|mini|300px|Schwimmen und Bootfahren am Bishoftu-Guda-See]] | Namen = {{om|Bishooftuu}} '''·''' Bishoftu '''·''' {{am|ቢሾፍቱ}} <br /> Debre Zeyit '''·''' {{am|ደብረ ዘይት}} }} '''{{om|Bishooftuu}}''' oder '''Bishoftu''' ({{amS|ቢሾፍቱ}}; vormals ''Debre Zeyit'' oder ''Debre Zeyt'', {{am|ደብረ ዘይት}}) ist ein Ferienort mit 207.400 Einwohnern (2022) in [[Zentraläthiopien]], umgeben von fünf Kraterseen, etwa 47{{nnbsp}}km von der Hauptstadt [[Addis Abeba]] entfernt. Dank seiner Nähe zur Hauptstadt und mehrerer Seen in seinem Umfeld ist es ein beliebtes Ausflugsziel für Äthiopier und Touristen gleichermaßen. Viele Palmen und die knallrot blühenden {{Wikipedia | Bougainvilleen | Q156996 }} verleihen der Stadt ein leicht mediterranes Flair. == Hintergrund == === Lage und Namen === {{mapframe | lat = 8.7646 | long = 38.9944 | zoom = 12 | width = 300 | height = 300 | name = Karte von Bishoftu}} Bishooftuu liegt an der Straße von [[Addis Abeba]] nach [[Adama]], 47{{nnbsp}}km von der Hauptstadt entfernt. Sie ist Namensgeber für das {{Wikipedia | Bishoftu-Vulkanfeld | Q2904679 }}, in dem es liegt. In diesem Gebiet finden sich holozäne Lavaströme, Schlackenkegel, Tuffringe und Maare. Mehrere der Maare sind wassergefüllt und bilden Kraterseen. Die hohen Vulkanhügel südlich von Bishooftuu bestehen aus relativ jungem {{Wikipedia | Rhyolith | Q190727 }}, auf dem sehr junge Vorkommen von schlackigem {{Wikipedia | Olivinbasalt | Q43338 }} aufliegen. Etwa 10{{nnbsp}}km südlich der Stadt gibt es auch ein mehrere Meter mächtiges {{Wikipedia | Bimssteinvorkommen | Q180044 }}.<ref name="NAI-web" /> Es gibt Berichte früher Reisende seit 1880, in denen das Gebiet des heutigen Bishooftuu und dessen Kraterseen Ada, Adda, Addas oder Haddas genannt wurde.<ref name="NAI-web" /> In einem schwedischen Reisebericht von 1935 wurde der Ort ''Bitjofto'' genannt.<ref name="NAI-web" /> ''Bishooftuu'' (auch Bishoftu, Biscioftù, Buscioftu) ist ein Wort auf {{Wikipedia | Oromo | Q33864 }} und bedeutet schön oder angenehm. Um 1955 wurde der Ort durch Kaiser {{Wikipedia | Haile Selassie | Q41178 }} (Regierungszeit 1930–1974) umbenannt und mit dem amharischen biblischen Namen ''Debre Zeyit'' {{am|ደብረ ዘይት|b=[[w:Ölberg (Jerusalem)|Ölberg]]|inKlammern=ja}} versehen, der auf den 809{{nnbsp}}m hohen Berg östlich von [[Jerusalem]] über dem {{Wikipedia | Kidrontal | Q860532 }} Bezug nimmt. Debre Zeyit war der bevorzugte Wochenendaufenthaltsort für den Kaiser, in dem er sich auch einen Palast anlegen ließ. Ende der 1990er-Jahre, um 1999, wurde Debre Zeyit wieder in Bishooftuu umbenannt. Debre Zeyit ist aber nach wie vor gebräuchlich. === Geschichte === Wie bereits erwähnt, ist der Name Ada (Adda, Addas oder Haddas) für das Gebiet um Bishooftuu seit 1880, während Bishooftuu erstmals 1935 erwähnt wurde. Während ihrer Besatzungszeit ließen die Italiener 1937 ein Postamt errichten und begründeten 1937/1938 das Landwirtschaftsprojekt ''Azienda Agraria di Biscioftu dell’Opera Nazionale per i Combattenti'' (O.N.C.) mit dem Ziel, einen landwirtschaftlichen Versuchsbetriebs mit Plantagen und Wohngebäuden zu bilden. Das Projekt wurde aber mit dem Abzug der Italiener 1941 eingestellt.<ref name="NAI-web" /> 1946 wurde in Bishooftuu der Grundstein für die {{Wikipedia | äthiopische Luftwaffe | Q4114411 }} (ETAF) und ihren '''Luftwaffenstützpunkt''' gelegt. Die ersten ausländischen Ausbilder unter Leitung von {{Wikipedia | Carl Gustav von Rosen | Q715877 }} (1909–1977) stammten aus Schweden. Die Ausbildung erfolgte an sechs {{Wikipedia | Saab 91 Safir | Q696722 }}-Schulflugzeugen. 1947 wurden noch 16 Sturzkampfbomber {{Wikipedia | Saab B-17 | Q641911 }} geliefert, die letztmalig 1972 eingesetzt wurden. Schwedische Ausbilder waren noch bis zum Ende der 1960er-Jahre tätig. Mit der Lieferung von drei {{Wikipedia | Lockheed T-33 | Q58725 }} begann 1958 die amerikanische Zeit. Die Piloten wurden ab 1959 in den USA ausgebildet. Im Vorfeld der Gründung des {{Wikipedia | Provisorischen Militärverwaltungsrats | Q828005 }} unter {{Wikipedia | Mengistu Haile Mariam | Q192512 }} (de-facto-Machthaber 1974–1991) im Juni 1974 kam es Anfang 1974 zu Revolten auf dem Luftwaffenstützpunkt, die im Juni 1974 in Auseinandersetzungen zwischen Luftlandetruppen und Luftwaffenangehörigen eskalierten. Trotz Sturz von Haile Selassie durch den Derg wurden noch 1976 {{Wikipedia | Northrop F-5E | Q17505522 }}-Jagdflugzeuge an Äthiopien ausgeliefert. Während Mengistu-Regierung wurde der Luftwaffenstützpunkt mit sowjetischen Militärmaschinen MiG ausgestattet. Im Mai 1991 besetzten die Streitkräfte der {{Wikipedia | Revolutionären Demokratischen Front der Äthiopischen Völker | Q1145280 }} und stürzten in der Folge die Mengistu-Regierung.<ref name="NAI-web" /> Vom {{Wikipedia | Äthiopischen Institut für Agrarforschung | Q5403550 }} wurde hier seit 1953 das ''Forschungszentrum Bishoftu'' betrieben. 1954 gab es erste Telefonanschlüsse, u.{{nnbsp}}a. für die Luftwaffe, den Kaiserpalast und das Bishoftu Hotel. Mit schwedischer, norwegischer und deutscher Unterstützung wurde 1956 das ''Evangelische Kolleg'' eingerichtet. Die Stadt beherbergt das 1963 mit UN-Unterstützung gegründete ''Nationale Veterinärinstitut Äthiopiens'', ursprünglich als ''Animal Health Assistants Training School'', das als führendes Forschungs- und Produktionszentrum für Veterinärimpfstoffe gilt. Direkt neben dem Institut befindet sich die veterinärmedizinische Fakultät der Universität Addis Abeba.<ref name="NAI-web" /> Der Bradt-Reiseführer „Ethiopia“ von 1995 nannte mehrere Hotels in Debre Zeyit, als bestes das Hora Ras Hotel.<ref name="bradt" /> Am 10. März 2019 stürzte der {{Wikipedia | Ethiopian-Airlines-Flug 302 | Q62018034 }} mit einer Boeing 737 MAX 8 kurz nach dem Start in der Nähe der Stadt Bishooftuu ab. Alle 157 Insassen kamen ums Leben.<ref name="flug302" /> Am 10. Januar 2026 begannen die Bauarbeiten am internationalen Flughafen Bishoftu, der langfristig den [[Flughafen Bole International]] ablösen soll. Die Fertigstellung ist für 2030 geplant.<ref name="bAirport" /> In der Stadt lebten 2022 etwa 207.400 Einwohner. Die größten ethnischen Gruppen sind Amharen und Oromo. === Wirtschaft === Neben dem Luftwaffenstützpunkt gibt es den Rüstungskonzern Gafat, die Ada Mehl- und Nudelfabrik, die Glasfabrik Pasqua Giuseppe PLC, die Lederwarenmanufaktur Salmida, das Frauen-Jugend-Kinder-Entwicklungsprogramm Ratson, die Wohltätigkeitsvereinigung Winrock International Ethiopia<ref name="NAI-web" /> – und natürlich Tourismus. == Anreise == === Mit dem Bus === Vom Busbahnhof '''Kality''' in [[Addis Abeba]], der sich im Süden der Stadt und 10{{nnbsp}}km vom Stadtzentrum entfernt befindet fahren regelmäßig Busse ab. Der Busbahnhof ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln umständlich und mit dem Taxi teuer zu erreichen. Es gibt aber wahrscheinlich Verbindungen von anderen, günstiger gelegenen Busbahnhöfen in der Stadt. Fragen Sie am besten vor Ort nach, z.{{nnbsp}}B. in Ihrer Unterkunft in Addis Abeba, nach der besten Option von dort aus. === Mit dem Zug === Bishoftu verfügt über einen {{Marker | name = Bahnhof | name-map = Bahnhof Bishoftu | type = railway | lat = 8.76451 | long = 39.01892 }} an der Bahnstrecke Addis Abeba–Dschibuti im Osten der Stadt. Der Zug verkehrt alle vier Tage, ab Addis Abeba am 1., 5., 9., 13., 17., 21., 25. und 29. eines jeden Monats und benötigt 15½ Stunden für die Strecke zwischen den beiden Hauptstädten. === Mit dem Flugzeug === Der nächstgelegene Flughafen ist der [[Flughafen Bole International]]. Der neue {{Marker | name = Flughafen Bishoftu International | type = airport | wikidata = Q136659509 | styles = normal }} soll 2030 fertiggestellt werden. == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == [[File:Lac Bishoftu (3).jpg|thumb|upright|Bishoftu-See]] === Landschaften === In Bishoftu gibt es mindestens fünf kleine Kraterseen. Der {{Marker | name = Bishoftu-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24031615 | lat = 8.74186 | long = 38.98244 | styles = normal }} liegt am nächsten zur Hauptstraße und an seinem Ufer befinden sich einige Ferienanlagen mit schönem Seeblick. Die anderen Seen sind der {{Marker | name = Hora-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24028207 | lat = 8.76171 | long = 38.99266 | styles = normal }} (ein beliebter Ausgangspunkt für Wassersport, Heimat vieler Wasservögel und Austragungsort eines jährlichen Festivals), der {{Marker | name = Bishoftu-Guda-See | alt = Babogaya-See | name-local = y | wikidata = Q24031616 | type = lake | lat = 8.78757 | long = 38.99375 | styles = normal }}, der {{Marker | name = Koriftu-See | type = lake | lat = 8.77923 | long = 39.00037 | styles = normal }} und der {{Marker | name = Cheleklaka-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24031755 | lat = 8.76527 | long = 38.96999 | styles = normal }}, der sich nur zur Regenzeit mit Wasser füllt. Zu den nahegelegenen Sehenswürdigkeiten gehören der südwestlich gelegene erloschene Vulkan {{Marker | name = Zuqualla | name-local = ዝቋላ | alt = 27{{nnbsp}}km südwestlich von Bishoftu | type = volcano | wikidata = Q230269 | styles = normal }}, der {{Marker | name = Mount Yerer | alt = Ērer Terara, 17{{nnbsp}}km nördlich von Bishoftu | type = mountain | wikidata = Q24031143 | lat = 8.88934 | long = 38.95119 | styles = normal }} und der unberührte {{Marker | name = Green Crater Lake | alt = Verde-See, 7{{nnbsp}}km südlich des Bishoftu-Sees | type = lake | wikidata = Q24028209 | lat = 8.69550 | long = 38.97642 | styles = normal }}. === Kirchen === In der Stadt gibt es mehrere Kirchen, u.{{nnbsp}}a.: * {{vCard | name = St.-Michael-Kirche | name-local = ቅዱስ ሚካኤል ቤተክርስቲያን | alt = St. Mikaeal Church | type = church | lat = 8.74700 | long = 38.96800 | image = St.Miichael Church.jpg | description = Äthiopisch-orthodoxe Kirche. }} == Aktivitäten == === Wassersport === * In den Kraterseen kann man schwimmen und Boot fahren. * {{vCard | name = Kuriftu Water Park | name-local = ኩሪፍቱ የውሃ ፓርክ | type = water park | lat = 8.78172 | long = 39.00295 | description = Äthiopiens erster Wasserpark und zugleich der größte Wasserpark Ostafrikas. Er liegt im Nordosten des Kuriftu-Sees und ist ein beliebtes Ziel insbesondere für Familien mit Kindern. }} === Vogelbeobachtung === An allen Seen lassen sich viele einheimische Vogelarten beobachten. === Feste === Das '''Erntedankfest Irreecha''' der Oromo zu Ehren des Gotts Waaqa Tokkicha wird eine Woche nach der Meskel-Feier begangen. Es markiert das Ende der langen Regenzeit. Irreecha findet normalerweise jedes Jahr am 1. Oktober am Hora-See statt. == Einkaufen == == Küche == Die meisten Reisenden nutzen die Restaurants in ihren Unterkünften. Außerdem gibt es mehrere Restaurants entlang der Hauptstraße mit äthiopischen und internationalen Gerichten. == Nachtleben == == Unterkunft == An der Hauptstraße reihen sich zahlreiche Hotels aneinander. Am Ufer des Bishoftu-Sees befinden sich einige Ferienanlagen. == Klima == In Bishoftu herrscht mildes, gemäßigtes Klima. Die Temperaturen sind ganzjährig geringer als im Tiefland. Es gibt zwei Hauptjahreszeiten: die Regenzeit von Juni bis September und die Trockenzeit von Oktober bis Mai. {{Klimatabelle|ort=Debre Zeit|sourcelink=climate-data.org: [https://en.climate-data.org/africa/ethiopia/oromia/debre-zeit-29641/ Debre Zeit Climate], eingesehen am 5.9.2026|sourcetext=&nbsp; |at=ja|atjan=17|atfeb=18|atmar=19|atapr=20|atmai=20|atjun=18|atjul=17|ataug=17|atsep=17|atoct=17|atnov=17|atdec=16 |xt=ja|xtjan=24|xtfeb=25|xtmar=26|xtapr=26|xtmai=26|xtjun=24|xtjul=22|xtaug=22|xtsep=22|xtoct=23|xtnov=23|xtdec=23 |nt=ja|ntjan=10|ntfeb=11|ntmar=13|ntapr=14|ntmai=14|ntjun=13|ntjul=13|ntaug=13|ntsep=12|ntoct=10|ntnov=10|ntdec= 9 |rm=ja|rmjan=8|rmfeb=13|rmmar=35|rmapr=57|rmmai=67|rmjun=114|rmjul=195|rmaug=206|rmsep=133|rmoct=29|rmnov=7|rmdec=3 |rh=ja|rhjan=51|rhfeb=42|rhmar=46|rhapr=53|rhmai=56|rhjun=70|rhjul=81|rhaug=83|rhsep=78|rhoct=57|rhnov=49|rhdec=51 |rd=ja|rdjan= 2|rdfeb= 3|rdmar= 6|rdapr= 8|rdmai= 8|rdjun=14|rdjul=21|rdaug=21|rdsep=16|rdoct= 4|rdnov= 1|rddec= 1 |sd=ja|sdjan=9.6|sdfeb=10.0|sdmar=10.0|sdapr=10.0|sdmai=10.0|sdjun=9.6|sdjul=8.6|sdaug=8.4|sdsep=9.8|sdoct=9.8|sdnov=9.8|sddec=9.5 }} == Praktische Hinweise == == Ausflüge == * [[Addis Abeba]] – die Hauptstadt Äthiopiens, je nach Verkehrslage etwa eine Stunde Fahrtzeit entfernt. * [[Adama]] – Eine bedeutende Stadt südöstlich von Bishoftu. * [[Awash-Nationalpark]] – Ein Schutzgebiet, das für seine Tierwelt, seine vulkanischen Landschaften und den Awash-Fluss bekannt ist. * [[Baatuu]] (Ziway) – Eine Stadt am See weiter südlich im Großen Afrikanischen Grabenbruch. == Einzelnachweise == <references> * <ref name="NAI-web">{{Buch | Autor = Lindahl, Bernhard | Titel = [https://nai.uu.se/library/resources/thematic-resources/local-history-of-ethiopia.html Local history of Ethiopia] : [https://nai.uu.se/download/18.39fca04516faedec8b248c7f/1580827647442/ORTDEB205.pdf Debre Tabor - Delo wereda] | Ort = Uppsala | Verlag = The Nordic Africa Institute | Jahr = 2005 | Seiten = 23–41 | Kommentar = Internetpublikation. }}</ref> * <ref name="bradt">{{Buch | Autor = Briggs, Philip | Titel = Guide to Ethiopia | Ort = Chalfont St. Peter < Verlag = Bradt | Jahr = 1995 | ISBN = 978-1-898323-09-9 | Seiten = 164-165, 167 }}</ref> * <ref name="flug302">{{Nachricht | Autor = Olewe, Dickens u. a. | Titel = Ethiopian Airlines crash - events as they happened | url = https://www.bbc.com/news/live/world-africa-47513534 | Website = BBC News | Datum = 2019-3-10 | Abruf = 2026-9-6 }}</ref> * <ref name="bAirport">{{Nachricht | Autor = Endeshow, Dawit | Titel = Ethiopia begins $12.5 billion construction of 'Africa's biggest airport' | Website = Reuters | url = https://www.reuters.com/world/africa/ethiopia-begins-125-billion-construction-africas-biggest-airport-2026-01-10/ | Datum = 2026-1-10 | Abruf = 2026-9-6 }}</ref> </references> {{Class-2}} {{geoData | lat = 8.7646 | long = 38.9944 | zoom = 13 }} {{IstInKat|Zentraläthiopien}} b7co8rpqeo53pn60qtlh9yj5jryb3ob 1802353 1802351 2026-09-06T15:44:40Z RolandUnger 3 /* Mit dem Flugzeug */ 1802353 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = [[File:Debre Zeyit - Flickr - Dave Proffer.jpg|mini|300px|Schwimmen und Bootfahren am Bishoftu-Guda-See]] | Namen = {{om|Bishooftuu}} '''·''' Bishoftu '''·''' {{am|ቢሾፍቱ}} <br /> Debre Zeyit '''·''' {{am|ደብረ ዘይት}} }} '''{{om|Bishooftuu}}''' oder '''Bishoftu''' ({{amS|ቢሾፍቱ}}; vormals ''Debre Zeyit'' oder ''Debre Zeyt'', {{am|ደብረ ዘይት}}) ist ein Ferienort mit 207.400 Einwohnern (2022) in [[Zentraläthiopien]], umgeben von fünf Kraterseen, etwa 47{{nnbsp}}km von der Hauptstadt [[Addis Abeba]] entfernt. Dank seiner Nähe zur Hauptstadt und mehrerer Seen in seinem Umfeld ist es ein beliebtes Ausflugsziel für Äthiopier und Touristen gleichermaßen. Viele Palmen und die knallrot blühenden {{Wikipedia | Bougainvilleen | Q156996 }} verleihen der Stadt ein leicht mediterranes Flair. == Hintergrund == === Lage und Namen === {{mapframe | lat = 8.7646 | long = 38.9944 | zoom = 12 | width = 300 | height = 300 | name = Karte von Bishoftu}} Bishooftuu liegt an der Straße von [[Addis Abeba]] nach [[Adama]], 47{{nnbsp}}km von der Hauptstadt entfernt. Sie ist Namensgeber für das {{Wikipedia | Bishoftu-Vulkanfeld | Q2904679 }}, in dem es liegt. In diesem Gebiet finden sich holozäne Lavaströme, Schlackenkegel, Tuffringe und Maare. Mehrere der Maare sind wassergefüllt und bilden Kraterseen. Die hohen Vulkanhügel südlich von Bishooftuu bestehen aus relativ jungem {{Wikipedia | Rhyolith | Q190727 }}, auf dem sehr junge Vorkommen von schlackigem {{Wikipedia | Olivinbasalt | Q43338 }} aufliegen. Etwa 10{{nnbsp}}km südlich der Stadt gibt es auch ein mehrere Meter mächtiges {{Wikipedia | Bimssteinvorkommen | Q180044 }}.<ref name="NAI-web" /> Es gibt Berichte früher Reisende seit 1880, in denen das Gebiet des heutigen Bishooftuu und dessen Kraterseen Ada, Adda, Addas oder Haddas genannt wurde.<ref name="NAI-web" /> In einem schwedischen Reisebericht von 1935 wurde der Ort ''Bitjofto'' genannt.<ref name="NAI-web" /> ''Bishooftuu'' (auch Bishoftu, Biscioftù, Buscioftu) ist ein Wort auf {{Wikipedia | Oromo | Q33864 }} und bedeutet schön oder angenehm. Um 1955 wurde der Ort durch Kaiser {{Wikipedia | Haile Selassie | Q41178 }} (Regierungszeit 1930–1974) umbenannt und mit dem amharischen biblischen Namen ''Debre Zeyit'' {{am|ደብረ ዘይት|b=[[w:Ölberg (Jerusalem)|Ölberg]]|inKlammern=ja}} versehen, der auf den 809{{nnbsp}}m hohen Berg östlich von [[Jerusalem]] über dem {{Wikipedia | Kidrontal | Q860532 }} Bezug nimmt. Debre Zeyit war der bevorzugte Wochenendaufenthaltsort für den Kaiser, in dem er sich auch einen Palast anlegen ließ. Ende der 1990er-Jahre, um 1999, wurde Debre Zeyit wieder in Bishooftuu umbenannt. Debre Zeyit ist aber nach wie vor gebräuchlich. === Geschichte === Wie bereits erwähnt, ist der Name Ada (Adda, Addas oder Haddas) für das Gebiet um Bishooftuu seit 1880, während Bishooftuu erstmals 1935 erwähnt wurde. Während ihrer Besatzungszeit ließen die Italiener 1937 ein Postamt errichten und begründeten 1937/1938 das Landwirtschaftsprojekt ''Azienda Agraria di Biscioftu dell’Opera Nazionale per i Combattenti'' (O.N.C.) mit dem Ziel, einen landwirtschaftlichen Versuchsbetriebs mit Plantagen und Wohngebäuden zu bilden. Das Projekt wurde aber mit dem Abzug der Italiener 1941 eingestellt.<ref name="NAI-web" /> 1946 wurde in Bishooftuu der Grundstein für die {{Wikipedia | äthiopische Luftwaffe | Q4114411 }} (ETAF) und ihren '''Luftwaffenstützpunkt''' gelegt. Die ersten ausländischen Ausbilder unter Leitung von {{Wikipedia | Carl Gustav von Rosen | Q715877 }} (1909–1977) stammten aus Schweden. Die Ausbildung erfolgte an sechs {{Wikipedia | Saab 91 Safir | Q696722 }}-Schulflugzeugen. 1947 wurden noch 16 Sturzkampfbomber {{Wikipedia | Saab B-17 | Q641911 }} geliefert, die letztmalig 1972 eingesetzt wurden. Schwedische Ausbilder waren noch bis zum Ende der 1960er-Jahre tätig. Mit der Lieferung von drei {{Wikipedia | Lockheed T-33 | Q58725 }} begann 1958 die amerikanische Zeit. Die Piloten wurden ab 1959 in den USA ausgebildet. Im Vorfeld der Gründung des {{Wikipedia | Provisorischen Militärverwaltungsrats | Q828005 }} unter {{Wikipedia | Mengistu Haile Mariam | Q192512 }} (de-facto-Machthaber 1974–1991) im Juni 1974 kam es Anfang 1974 zu Revolten auf dem Luftwaffenstützpunkt, die im Juni 1974 in Auseinandersetzungen zwischen Luftlandetruppen und Luftwaffenangehörigen eskalierten. Trotz Sturz von Haile Selassie durch den Derg wurden noch 1976 {{Wikipedia | Northrop F-5E | Q17505522 }}-Jagdflugzeuge an Äthiopien ausgeliefert. Während Mengistu-Regierung wurde der Luftwaffenstützpunkt mit sowjetischen Militärmaschinen MiG ausgestattet. Im Mai 1991 besetzten die Streitkräfte der {{Wikipedia | Revolutionären Demokratischen Front der Äthiopischen Völker | Q1145280 }} und stürzten in der Folge die Mengistu-Regierung.<ref name="NAI-web" /> Vom {{Wikipedia | Äthiopischen Institut für Agrarforschung | Q5403550 }} wurde hier seit 1953 das ''Forschungszentrum Bishoftu'' betrieben. 1954 gab es erste Telefonanschlüsse, u.{{nnbsp}}a. für die Luftwaffe, den Kaiserpalast und das Bishoftu Hotel. Mit schwedischer, norwegischer und deutscher Unterstützung wurde 1956 das ''Evangelische Kolleg'' eingerichtet. Die Stadt beherbergt das 1963 mit UN-Unterstützung gegründete ''Nationale Veterinärinstitut Äthiopiens'', ursprünglich als ''Animal Health Assistants Training School'', das als führendes Forschungs- und Produktionszentrum für Veterinärimpfstoffe gilt. Direkt neben dem Institut befindet sich die veterinärmedizinische Fakultät der Universität Addis Abeba.<ref name="NAI-web" /> Der Bradt-Reiseführer „Ethiopia“ von 1995 nannte mehrere Hotels in Debre Zeyit, als bestes das Hora Ras Hotel.<ref name="bradt" /> Am 10. März 2019 stürzte der {{Wikipedia | Ethiopian-Airlines-Flug 302 | Q62018034 }} mit einer Boeing 737 MAX 8 kurz nach dem Start in der Nähe der Stadt Bishooftuu ab. Alle 157 Insassen kamen ums Leben.<ref name="flug302" /> Am 10. Januar 2026 begannen die Bauarbeiten am internationalen Flughafen Bishoftu, der langfristig den [[Flughafen Bole International]] ablösen soll. Die Fertigstellung ist für 2030 geplant.<ref name="bAirport" /> In der Stadt lebten 2022 etwa 207.400 Einwohner. Die größten ethnischen Gruppen sind Amharen und Oromo. === Wirtschaft === Neben dem Luftwaffenstützpunkt gibt es den Rüstungskonzern Gafat, die Ada Mehl- und Nudelfabrik, die Glasfabrik Pasqua Giuseppe PLC, die Lederwarenmanufaktur Salmida, das Frauen-Jugend-Kinder-Entwicklungsprogramm Ratson, die Wohltätigkeitsvereinigung Winrock International Ethiopia<ref name="NAI-web" /> – und natürlich Tourismus. == Anreise == === Mit dem Bus === Vom Busbahnhof '''Kality''' in [[Addis Abeba]], der sich im Süden der Stadt und 10{{nnbsp}}km vom Stadtzentrum entfernt befindet fahren regelmäßig Busse ab. Der Busbahnhof ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln umständlich und mit dem Taxi teuer zu erreichen. Es gibt aber wahrscheinlich Verbindungen von anderen, günstiger gelegenen Busbahnhöfen in der Stadt. Fragen Sie am besten vor Ort nach, z.{{nnbsp}}B. in Ihrer Unterkunft in Addis Abeba, nach der besten Option von dort aus. === Mit dem Zug === Bishoftu verfügt über einen {{Marker | name = Bahnhof | name-map = Bahnhof Bishoftu | type = railway | lat = 8.76451 | long = 39.01892 }} an der Bahnstrecke Addis Abeba–Dschibuti im Osten der Stadt. Der Zug verkehrt alle vier Tage, ab Addis Abeba am 1., 5., 9., 13., 17., 21., 25. und 29. eines jeden Monats und benötigt 15½ Stunden für die Strecke zwischen den beiden Hauptstädten. === Mit dem Flugzeug === Der nächstgelegene Flughafen ist der [[Flughafen Bole International]]. Der neue {{Marker | name = Flughafen Bishoftu International | type = airport | wikidata = Q136659509 | styles = normal }} im Westen der Stadt soll 2030 fertiggestellt werden. == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == [[File:Lac Bishoftu (3).jpg|thumb|upright|Bishoftu-See]] === Landschaften === In Bishoftu gibt es mindestens fünf kleine Kraterseen. Der {{Marker | name = Bishoftu-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24031615 | lat = 8.74186 | long = 38.98244 | styles = normal }} liegt am nächsten zur Hauptstraße und an seinem Ufer befinden sich einige Ferienanlagen mit schönem Seeblick. Die anderen Seen sind der {{Marker | name = Hora-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24028207 | lat = 8.76171 | long = 38.99266 | styles = normal }} (ein beliebter Ausgangspunkt für Wassersport, Heimat vieler Wasservögel und Austragungsort eines jährlichen Festivals), der {{Marker | name = Bishoftu-Guda-See | alt = Babogaya-See | name-local = y | wikidata = Q24031616 | type = lake | lat = 8.78757 | long = 38.99375 | styles = normal }}, der {{Marker | name = Koriftu-See | type = lake | lat = 8.77923 | long = 39.00037 | styles = normal }} und der {{Marker | name = Cheleklaka-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24031755 | lat = 8.76527 | long = 38.96999 | styles = normal }}, der sich nur zur Regenzeit mit Wasser füllt. Zu den nahegelegenen Sehenswürdigkeiten gehören der südwestlich gelegene erloschene Vulkan {{Marker | name = Zuqualla | name-local = ዝቋላ | alt = 27{{nnbsp}}km südwestlich von Bishoftu | type = volcano | wikidata = Q230269 | styles = normal }}, der {{Marker | name = Mount Yerer | alt = Ērer Terara, 17{{nnbsp}}km nördlich von Bishoftu | type = mountain | wikidata = Q24031143 | lat = 8.88934 | long = 38.95119 | styles = normal }} und der unberührte {{Marker | name = Green Crater Lake | alt = Verde-See, 7{{nnbsp}}km südlich des Bishoftu-Sees | type = lake | wikidata = Q24028209 | lat = 8.69550 | long = 38.97642 | styles = normal }}. === Kirchen === In der Stadt gibt es mehrere Kirchen, u.{{nnbsp}}a.: * {{vCard | name = St.-Michael-Kirche | name-local = ቅዱስ ሚካኤል ቤተክርስቲያን | alt = St. Mikaeal Church | type = church | lat = 8.74700 | long = 38.96800 | image = St.Miichael Church.jpg | description = Äthiopisch-orthodoxe Kirche. }} == Aktivitäten == === Wassersport === * In den Kraterseen kann man schwimmen und Boot fahren. * {{vCard | name = Kuriftu Water Park | name-local = ኩሪፍቱ የውሃ ፓርክ | type = water park | lat = 8.78172 | long = 39.00295 | description = Äthiopiens erster Wasserpark und zugleich der größte Wasserpark Ostafrikas. Er liegt im Nordosten des Kuriftu-Sees und ist ein beliebtes Ziel insbesondere für Familien mit Kindern. }} === Vogelbeobachtung === An allen Seen lassen sich viele einheimische Vogelarten beobachten. === Feste === Das '''Erntedankfest Irreecha''' der Oromo zu Ehren des Gotts Waaqa Tokkicha wird eine Woche nach der Meskel-Feier begangen. Es markiert das Ende der langen Regenzeit. Irreecha findet normalerweise jedes Jahr am 1. Oktober am Hora-See statt. == Einkaufen == == Küche == Die meisten Reisenden nutzen die Restaurants in ihren Unterkünften. Außerdem gibt es mehrere Restaurants entlang der Hauptstraße mit äthiopischen und internationalen Gerichten. == Nachtleben == == Unterkunft == An der Hauptstraße reihen sich zahlreiche Hotels aneinander. Am Ufer des Bishoftu-Sees befinden sich einige Ferienanlagen. == Klima == In Bishoftu herrscht mildes, gemäßigtes Klima. Die Temperaturen sind ganzjährig geringer als im Tiefland. Es gibt zwei Hauptjahreszeiten: die Regenzeit von Juni bis September und die Trockenzeit von Oktober bis Mai. {{Klimatabelle|ort=Debre Zeit|sourcelink=climate-data.org: [https://en.climate-data.org/africa/ethiopia/oromia/debre-zeit-29641/ Debre Zeit Climate], eingesehen am 5.9.2026|sourcetext=&nbsp; |at=ja|atjan=17|atfeb=18|atmar=19|atapr=20|atmai=20|atjun=18|atjul=17|ataug=17|atsep=17|atoct=17|atnov=17|atdec=16 |xt=ja|xtjan=24|xtfeb=25|xtmar=26|xtapr=26|xtmai=26|xtjun=24|xtjul=22|xtaug=22|xtsep=22|xtoct=23|xtnov=23|xtdec=23 |nt=ja|ntjan=10|ntfeb=11|ntmar=13|ntapr=14|ntmai=14|ntjun=13|ntjul=13|ntaug=13|ntsep=12|ntoct=10|ntnov=10|ntdec= 9 |rm=ja|rmjan=8|rmfeb=13|rmmar=35|rmapr=57|rmmai=67|rmjun=114|rmjul=195|rmaug=206|rmsep=133|rmoct=29|rmnov=7|rmdec=3 |rh=ja|rhjan=51|rhfeb=42|rhmar=46|rhapr=53|rhmai=56|rhjun=70|rhjul=81|rhaug=83|rhsep=78|rhoct=57|rhnov=49|rhdec=51 |rd=ja|rdjan= 2|rdfeb= 3|rdmar= 6|rdapr= 8|rdmai= 8|rdjun=14|rdjul=21|rdaug=21|rdsep=16|rdoct= 4|rdnov= 1|rddec= 1 |sd=ja|sdjan=9.6|sdfeb=10.0|sdmar=10.0|sdapr=10.0|sdmai=10.0|sdjun=9.6|sdjul=8.6|sdaug=8.4|sdsep=9.8|sdoct=9.8|sdnov=9.8|sddec=9.5 }} == Praktische Hinweise == == Ausflüge == * [[Addis Abeba]] – die Hauptstadt Äthiopiens, je nach Verkehrslage etwa eine Stunde Fahrtzeit entfernt. * [[Adama]] – Eine bedeutende Stadt südöstlich von Bishoftu. * [[Awash-Nationalpark]] – Ein Schutzgebiet, das für seine Tierwelt, seine vulkanischen Landschaften und den Awash-Fluss bekannt ist. * [[Baatuu]] (Ziway) – Eine Stadt am See weiter südlich im Großen Afrikanischen Grabenbruch. == Einzelnachweise == <references> * <ref name="NAI-web">{{Buch | Autor = Lindahl, Bernhard | Titel = [https://nai.uu.se/library/resources/thematic-resources/local-history-of-ethiopia.html Local history of Ethiopia] : [https://nai.uu.se/download/18.39fca04516faedec8b248c7f/1580827647442/ORTDEB205.pdf Debre Tabor - Delo wereda] | Ort = Uppsala | Verlag = The Nordic Africa Institute | Jahr = 2005 | Seiten = 23–41 | Kommentar = Internetpublikation. }}</ref> * <ref name="bradt">{{Buch | Autor = Briggs, Philip | Titel = Guide to Ethiopia | Ort = Chalfont St. Peter < Verlag = Bradt | Jahr = 1995 | ISBN = 978-1-898323-09-9 | Seiten = 164-165, 167 }}</ref> * <ref name="flug302">{{Nachricht | Autor = Olewe, Dickens u. a. | Titel = Ethiopian Airlines crash - events as they happened | url = https://www.bbc.com/news/live/world-africa-47513534 | Website = BBC News | Datum = 2019-3-10 | Abruf = 2026-9-6 }}</ref> * <ref name="bAirport">{{Nachricht | Autor = Endeshow, Dawit | Titel = Ethiopia begins $12.5 billion construction of 'Africa's biggest airport' | Website = Reuters | url = https://www.reuters.com/world/africa/ethiopia-begins-125-billion-construction-africas-biggest-airport-2026-01-10/ | Datum = 2026-1-10 | Abruf = 2026-9-6 }}</ref> </references> {{Class-2}} {{geoData | lat = 8.7646 | long = 38.9944 | zoom = 13 }} {{IstInKat|Zentraläthiopien}} 31iphsq2xe155z7b45hw6686hgv33o6 1802355 1802353 2026-09-06T16:20:42Z RolandUnger 3 /* Unterkunft */ 1802355 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = [[File:Debre Zeyit - Flickr - Dave Proffer.jpg|mini|300px|Schwimmen und Bootfahren am Bishoftu-Guda-See]] | Namen = {{om|Bishooftuu}} '''·''' Bishoftu '''·''' {{am|ቢሾፍቱ}} <br /> Debre Zeyit '''·''' {{am|ደብረ ዘይት}} }} '''{{om|Bishooftuu}}''' oder '''Bishoftu''' ({{amS|ቢሾፍቱ}}; vormals ''Debre Zeyit'' oder ''Debre Zeyt'', {{am|ደብረ ዘይት}}) ist ein Ferienort mit 207.400 Einwohnern (2022) in [[Zentraläthiopien]], umgeben von fünf Kraterseen, etwa 47{{nnbsp}}km von der Hauptstadt [[Addis Abeba]] entfernt. Dank seiner Nähe zur Hauptstadt und mehrerer Seen in seinem Umfeld ist es ein beliebtes Ausflugsziel für Äthiopier und Touristen gleichermaßen. Viele Palmen und die knallrot blühenden {{Wikipedia | Bougainvilleen | Q156996 }} verleihen der Stadt ein leicht mediterranes Flair. == Hintergrund == === Lage und Namen === {{mapframe | lat = 8.7646 | long = 38.9944 | zoom = 12 | width = 300 | height = 300 | name = Karte von Bishoftu}} Bishooftuu liegt an der Straße von [[Addis Abeba]] nach [[Adama]], 47{{nnbsp}}km von der Hauptstadt entfernt. Sie ist Namensgeber für das {{Wikipedia | Bishoftu-Vulkanfeld | Q2904679 }}, in dem es liegt. In diesem Gebiet finden sich holozäne Lavaströme, Schlackenkegel, Tuffringe und Maare. Mehrere der Maare sind wassergefüllt und bilden Kraterseen. Die hohen Vulkanhügel südlich von Bishooftuu bestehen aus relativ jungem {{Wikipedia | Rhyolith | Q190727 }}, auf dem sehr junge Vorkommen von schlackigem {{Wikipedia | Olivinbasalt | Q43338 }} aufliegen. Etwa 10{{nnbsp}}km südlich der Stadt gibt es auch ein mehrere Meter mächtiges {{Wikipedia | Bimssteinvorkommen | Q180044 }}.<ref name="NAI-web" /> Es gibt Berichte früher Reisende seit 1880, in denen das Gebiet des heutigen Bishooftuu und dessen Kraterseen Ada, Adda, Addas oder Haddas genannt wurde.<ref name="NAI-web" /> In einem schwedischen Reisebericht von 1935 wurde der Ort ''Bitjofto'' genannt.<ref name="NAI-web" /> ''Bishooftuu'' (auch Bishoftu, Biscioftù, Buscioftu) ist ein Wort auf {{Wikipedia | Oromo | Q33864 }} und bedeutet schön oder angenehm. Um 1955 wurde der Ort durch Kaiser {{Wikipedia | Haile Selassie | Q41178 }} (Regierungszeit 1930–1974) umbenannt und mit dem amharischen biblischen Namen ''Debre Zeyit'' {{am|ደብረ ዘይት|b=[[w:Ölberg (Jerusalem)|Ölberg]]|inKlammern=ja}} versehen, der auf den 809{{nnbsp}}m hohen Berg östlich von [[Jerusalem]] über dem {{Wikipedia | Kidrontal | Q860532 }} Bezug nimmt. Debre Zeyit war der bevorzugte Wochenendaufenthaltsort für den Kaiser, in dem er sich auch einen Palast anlegen ließ. Ende der 1990er-Jahre, um 1999, wurde Debre Zeyit wieder in Bishooftuu umbenannt. Debre Zeyit ist aber nach wie vor gebräuchlich. === Geschichte === Wie bereits erwähnt, ist der Name Ada (Adda, Addas oder Haddas) für das Gebiet um Bishooftuu seit 1880, während Bishooftuu erstmals 1935 erwähnt wurde. Während ihrer Besatzungszeit ließen die Italiener 1937 ein Postamt errichten und begründeten 1937/1938 das Landwirtschaftsprojekt ''Azienda Agraria di Biscioftu dell’Opera Nazionale per i Combattenti'' (O.N.C.) mit dem Ziel, einen landwirtschaftlichen Versuchsbetriebs mit Plantagen und Wohngebäuden zu bilden. Das Projekt wurde aber mit dem Abzug der Italiener 1941 eingestellt.<ref name="NAI-web" /> 1946 wurde in Bishooftuu der Grundstein für die {{Wikipedia | äthiopische Luftwaffe | Q4114411 }} (ETAF) und ihren '''Luftwaffenstützpunkt''' gelegt. Die ersten ausländischen Ausbilder unter Leitung von {{Wikipedia | Carl Gustav von Rosen | Q715877 }} (1909–1977) stammten aus Schweden. Die Ausbildung erfolgte an sechs {{Wikipedia | Saab 91 Safir | Q696722 }}-Schulflugzeugen. 1947 wurden noch 16 Sturzkampfbomber {{Wikipedia | Saab B-17 | Q641911 }} geliefert, die letztmalig 1972 eingesetzt wurden. Schwedische Ausbilder waren noch bis zum Ende der 1960er-Jahre tätig. Mit der Lieferung von drei {{Wikipedia | Lockheed T-33 | Q58725 }} begann 1958 die amerikanische Zeit. Die Piloten wurden ab 1959 in den USA ausgebildet. Im Vorfeld der Gründung des {{Wikipedia | Provisorischen Militärverwaltungsrats | Q828005 }} unter {{Wikipedia | Mengistu Haile Mariam | Q192512 }} (de-facto-Machthaber 1974–1991) im Juni 1974 kam es Anfang 1974 zu Revolten auf dem Luftwaffenstützpunkt, die im Juni 1974 in Auseinandersetzungen zwischen Luftlandetruppen und Luftwaffenangehörigen eskalierten. Trotz Sturz von Haile Selassie durch den Derg wurden noch 1976 {{Wikipedia | Northrop F-5E | Q17505522 }}-Jagdflugzeuge an Äthiopien ausgeliefert. Während Mengistu-Regierung wurde der Luftwaffenstützpunkt mit sowjetischen Militärmaschinen MiG ausgestattet. Im Mai 1991 besetzten die Streitkräfte der {{Wikipedia | Revolutionären Demokratischen Front der Äthiopischen Völker | Q1145280 }} und stürzten in der Folge die Mengistu-Regierung.<ref name="NAI-web" /> Vom {{Wikipedia | Äthiopischen Institut für Agrarforschung | Q5403550 }} wurde hier seit 1953 das ''Forschungszentrum Bishoftu'' betrieben. 1954 gab es erste Telefonanschlüsse, u.{{nnbsp}}a. für die Luftwaffe, den Kaiserpalast und das Bishoftu Hotel. Mit schwedischer, norwegischer und deutscher Unterstützung wurde 1956 das ''Evangelische Kolleg'' eingerichtet. Die Stadt beherbergt das 1963 mit UN-Unterstützung gegründete ''Nationale Veterinärinstitut Äthiopiens'', ursprünglich als ''Animal Health Assistants Training School'', das als führendes Forschungs- und Produktionszentrum für Veterinärimpfstoffe gilt. Direkt neben dem Institut befindet sich die veterinärmedizinische Fakultät der Universität Addis Abeba.<ref name="NAI-web" /> Der Bradt-Reiseführer „Ethiopia“ von 1995 nannte mehrere Hotels in Debre Zeyit, als bestes das Hora Ras Hotel.<ref name="bradt" /> Am 10. März 2019 stürzte der {{Wikipedia | Ethiopian-Airlines-Flug 302 | Q62018034 }} mit einer Boeing 737 MAX 8 kurz nach dem Start in der Nähe der Stadt Bishooftuu ab. Alle 157 Insassen kamen ums Leben.<ref name="flug302" /> Am 10. Januar 2026 begannen die Bauarbeiten am internationalen Flughafen Bishoftu, der langfristig den [[Flughafen Bole International]] ablösen soll. Die Fertigstellung ist für 2030 geplant.<ref name="bAirport" /> In der Stadt lebten 2022 etwa 207.400 Einwohner. Die größten ethnischen Gruppen sind Amharen und Oromo. === Wirtschaft === Neben dem Luftwaffenstützpunkt gibt es den Rüstungskonzern Gafat, die Ada Mehl- und Nudelfabrik, die Glasfabrik Pasqua Giuseppe PLC, die Lederwarenmanufaktur Salmida, das Frauen-Jugend-Kinder-Entwicklungsprogramm Ratson, die Wohltätigkeitsvereinigung Winrock International Ethiopia<ref name="NAI-web" /> – und natürlich Tourismus. == Anreise == === Mit dem Bus === Vom Busbahnhof '''Kality''' in [[Addis Abeba]], der sich im Süden der Stadt und 10{{nnbsp}}km vom Stadtzentrum entfernt befindet fahren regelmäßig Busse ab. Der Busbahnhof ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln umständlich und mit dem Taxi teuer zu erreichen. Es gibt aber wahrscheinlich Verbindungen von anderen, günstiger gelegenen Busbahnhöfen in der Stadt. Fragen Sie am besten vor Ort nach, z.{{nnbsp}}B. in Ihrer Unterkunft in Addis Abeba, nach der besten Option von dort aus. === Mit dem Zug === Bishoftu verfügt über einen {{Marker | name = Bahnhof | name-map = Bahnhof Bishoftu | type = railway | lat = 8.76451 | long = 39.01892 }} an der Bahnstrecke Addis Abeba–Dschibuti im Osten der Stadt. Der Zug verkehrt alle vier Tage, ab Addis Abeba am 1., 5., 9., 13., 17., 21., 25. und 29. eines jeden Monats und benötigt 15½ Stunden für die Strecke zwischen den beiden Hauptstädten. === Mit dem Flugzeug === Der nächstgelegene Flughafen ist der [[Flughafen Bole International]]. Der neue {{Marker | name = Flughafen Bishoftu International | type = airport | wikidata = Q136659509 | styles = normal }} im Westen der Stadt soll 2030 fertiggestellt werden. == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == [[File:Lac Bishoftu (3).jpg|thumb|upright|Bishoftu-See]] === Landschaften === In Bishoftu gibt es mindestens fünf kleine Kraterseen. Der {{Marker | name = Bishoftu-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24031615 | lat = 8.74186 | long = 38.98244 | styles = normal }} liegt am nächsten zur Hauptstraße und an seinem Ufer befinden sich einige Ferienanlagen mit schönem Seeblick. Die anderen Seen sind der {{Marker | name = Hora-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24028207 | lat = 8.76171 | long = 38.99266 | styles = normal }} (ein beliebter Ausgangspunkt für Wassersport, Heimat vieler Wasservögel und Austragungsort eines jährlichen Festivals), der {{Marker | name = Bishoftu-Guda-See | alt = Babogaya-See | name-local = y | wikidata = Q24031616 | type = lake | lat = 8.78757 | long = 38.99375 | styles = normal }}, der {{Marker | name = Koriftu-See | type = lake | lat = 8.77923 | long = 39.00037 | styles = normal }} und der {{Marker | name = Cheleklaka-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24031755 | lat = 8.76527 | long = 38.96999 | styles = normal }}, der sich nur zur Regenzeit mit Wasser füllt. Zu den nahegelegenen Sehenswürdigkeiten gehören der südwestlich gelegene erloschene Vulkan {{Marker | name = Zuqualla | name-local = ዝቋላ | alt = 27{{nnbsp}}km südwestlich von Bishoftu | type = volcano | wikidata = Q230269 | styles = normal }}, der {{Marker | name = Mount Yerer | alt = Ērer Terara, 17{{nnbsp}}km nördlich von Bishoftu | type = mountain | wikidata = Q24031143 | lat = 8.88934 | long = 38.95119 | styles = normal }} und der unberührte {{Marker | name = Green Crater Lake | alt = Verde-See, 7{{nnbsp}}km südlich des Bishoftu-Sees | type = lake | wikidata = Q24028209 | lat = 8.69550 | long = 38.97642 | styles = normal }}. === Kirchen === In der Stadt gibt es mehrere Kirchen, u.{{nnbsp}}a.: * {{vCard | name = St.-Michael-Kirche | name-local = ቅዱስ ሚካኤል ቤተክርስቲያን | alt = St. Mikaeal Church | type = church | lat = 8.74700 | long = 38.96800 | image = St.Miichael Church.jpg | description = Äthiopisch-orthodoxe Kirche. }} == Aktivitäten == === Wassersport === * In den Kraterseen kann man schwimmen und Boot fahren. * {{vCard | name = Kuriftu Water Park | name-local = ኩሪፍቱ የውሃ ፓርክ | type = water park | lat = 8.78172 | long = 39.00295 | description = Äthiopiens erster Wasserpark und zugleich der größte Wasserpark Ostafrikas. Er liegt im Nordosten des Kuriftu-Sees und ist ein beliebtes Ziel insbesondere für Familien mit Kindern. }} === Vogelbeobachtung === An allen Seen lassen sich viele einheimische Vogelarten beobachten. === Feste === Das '''Erntedankfest Irreecha''' der Oromo zu Ehren des Gotts Waaqa Tokkicha wird eine Woche nach der Meskel-Feier begangen. Es markiert das Ende der langen Regenzeit. Irreecha findet normalerweise jedes Jahr am 1. Oktober am Hora-See statt. == Einkaufen == == Küche == Die meisten Reisenden nutzen die Restaurants in ihren Unterkünften. Außerdem gibt es mehrere Restaurants entlang der Hauptstraße mit äthiopischen und internationalen Gerichten. == Nachtleben == == Unterkunft == An der Hauptstraße reihen sich zahlreiche Hotels aneinander. Am Ufer des Bishoftu-Sees befinden sich einige Ferienanlagen. === Mittel === === Gehoben === * {{vCard | name = Asham Africa Hotel and Resort | name-local = አሻም አፍሪካ ሆቴል እና ሪዞርት | type = hotel, resort | subtype = 4 | directions = im Osten des Bishoftu-Sees | url = https://www.ashamafrica.com/ | mobile = +251 (0)91 149 1025 | email = info@ashamafrica.com | price = ab 85 US-$ | google-maps = 550682702143406897 | lat = 8.74357 | long = 38.98938 | description = }} * {{vCard | name = Kuriftu Resort & Spa Debre Zeyit | name-local = ኩሪፍቱ ሪዞርትና ስፓ ቢሾፍቱ | type = resort | directions = am Südrand des Kuriftu-Sees | url = https://www.kurifturesorts.com/resorts/bishoftu | mobile = +251 91 109 1185 | google-maps = 4970051597349892583 | lat = 8.77671 | long = 38.99912 | description = Zimmer aus Naturstein und Holz. }} * {{vCard | name = Liesak Resort | name-local = ሊሳቅ ሪዞርት | type = resort | subtype = 4 | directions = am Ostrand des Bishoftu-Guda-Sees | url = https://www.liesakresort.com/ | mobile = +251 (0)93 385 8584 | email = liesakresort@gmail.com | google-maps = 4203938644125016110 | lat = 8.78788 | long = 38.99772 | description = }} * {{vCard | name = Pyramid Hotels and Resorts | name-local = የፒራሚድ ሆቴሎች እና ሪዞርቶች | type = resort, hotel | subtype = 4 | directions = am Nordrand des Bishoftu-Sees | url = https://pyramidresortet.com/ | phone = +251 (0)11 433 1555 | mobile = +251 (0)97 029 6688 | email = contact@pyramidresortet.com | google-maps = 9051815862538063457 | lat = 8.74658 | long = 38.98412 | description = }} == Klima == In Bishoftu herrscht mildes, gemäßigtes Klima. Die Temperaturen sind ganzjährig geringer als im Tiefland. Es gibt zwei Hauptjahreszeiten: die Regenzeit von Juni bis September und die Trockenzeit von Oktober bis Mai. {{Klimatabelle|ort=Debre Zeit|sourcelink=climate-data.org: [https://en.climate-data.org/africa/ethiopia/oromia/debre-zeit-29641/ Debre Zeit Climate], eingesehen am 5.9.2026|sourcetext=&nbsp; |at=ja|atjan=17|atfeb=18|atmar=19|atapr=20|atmai=20|atjun=18|atjul=17|ataug=17|atsep=17|atoct=17|atnov=17|atdec=16 |xt=ja|xtjan=24|xtfeb=25|xtmar=26|xtapr=26|xtmai=26|xtjun=24|xtjul=22|xtaug=22|xtsep=22|xtoct=23|xtnov=23|xtdec=23 |nt=ja|ntjan=10|ntfeb=11|ntmar=13|ntapr=14|ntmai=14|ntjun=13|ntjul=13|ntaug=13|ntsep=12|ntoct=10|ntnov=10|ntdec= 9 |rm=ja|rmjan=8|rmfeb=13|rmmar=35|rmapr=57|rmmai=67|rmjun=114|rmjul=195|rmaug=206|rmsep=133|rmoct=29|rmnov=7|rmdec=3 |rh=ja|rhjan=51|rhfeb=42|rhmar=46|rhapr=53|rhmai=56|rhjun=70|rhjul=81|rhaug=83|rhsep=78|rhoct=57|rhnov=49|rhdec=51 |rd=ja|rdjan= 2|rdfeb= 3|rdmar= 6|rdapr= 8|rdmai= 8|rdjun=14|rdjul=21|rdaug=21|rdsep=16|rdoct= 4|rdnov= 1|rddec= 1 |sd=ja|sdjan=9.6|sdfeb=10.0|sdmar=10.0|sdapr=10.0|sdmai=10.0|sdjun=9.6|sdjul=8.6|sdaug=8.4|sdsep=9.8|sdoct=9.8|sdnov=9.8|sddec=9.5 }} == Praktische Hinweise == == Ausflüge == * [[Addis Abeba]] – die Hauptstadt Äthiopiens, je nach Verkehrslage etwa eine Stunde Fahrtzeit entfernt. * [[Adama]] – Eine bedeutende Stadt südöstlich von Bishoftu. * [[Awash-Nationalpark]] – Ein Schutzgebiet, das für seine Tierwelt, seine vulkanischen Landschaften und den Awash-Fluss bekannt ist. * [[Baatuu]] (Ziway) – Eine Stadt am See weiter südlich im Großen Afrikanischen Grabenbruch. == Einzelnachweise == <references> * <ref name="NAI-web">{{Buch | Autor = Lindahl, Bernhard | Titel = [https://nai.uu.se/library/resources/thematic-resources/local-history-of-ethiopia.html Local history of Ethiopia] : [https://nai.uu.se/download/18.39fca04516faedec8b248c7f/1580827647442/ORTDEB205.pdf Debre Tabor - Delo wereda] | Ort = Uppsala | Verlag = The Nordic Africa Institute | Jahr = 2005 | Seiten = 23–41 | Kommentar = Internetpublikation. }}</ref> * <ref name="bradt">{{Buch | Autor = Briggs, Philip | Titel = Guide to Ethiopia | Ort = Chalfont St. Peter < Verlag = Bradt | Jahr = 1995 | ISBN = 978-1-898323-09-9 | Seiten = 164-165, 167 }}</ref> * <ref name="flug302">{{Nachricht | Autor = Olewe, Dickens u. a. | Titel = Ethiopian Airlines crash - events as they happened | url = https://www.bbc.com/news/live/world-africa-47513534 | Website = BBC News | Datum = 2019-3-10 | Abruf = 2026-9-6 }}</ref> * <ref name="bAirport">{{Nachricht | Autor = Endeshow, Dawit | Titel = Ethiopia begins $12.5 billion construction of 'Africa's biggest airport' | Website = Reuters | url = https://www.reuters.com/world/africa/ethiopia-begins-125-billion-construction-africas-biggest-airport-2026-01-10/ | Datum = 2026-1-10 | Abruf = 2026-9-6 }}</ref> </references> {{Class-2}} {{geoData | lat = 8.7646 | long = 38.9944 | zoom = 13 }} {{IstInKat|Zentraläthiopien}} odnezfquj0z7nizywiqtsw9a7jxa4cv 1802360 1802355 2026-09-06T16:45:50Z RolandUnger 3 /* Mittel */ 1802360 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = [[File:Debre Zeyit - Flickr - Dave Proffer.jpg|mini|300px|Schwimmen und Bootfahren am Bishoftu-Guda-See]] | Namen = {{om|Bishooftuu}} '''·''' Bishoftu '''·''' {{am|ቢሾፍቱ}} <br /> Debre Zeyit '''·''' {{am|ደብረ ዘይት}} }} '''{{om|Bishooftuu}}''' oder '''Bishoftu''' ({{amS|ቢሾፍቱ}}; vormals ''Debre Zeyit'' oder ''Debre Zeyt'', {{am|ደብረ ዘይት}}) ist ein Ferienort mit 207.400 Einwohnern (2022) in [[Zentraläthiopien]], umgeben von fünf Kraterseen, etwa 47{{nnbsp}}km von der Hauptstadt [[Addis Abeba]] entfernt. Dank seiner Nähe zur Hauptstadt und mehrerer Seen in seinem Umfeld ist es ein beliebtes Ausflugsziel für Äthiopier und Touristen gleichermaßen. Viele Palmen und die knallrot blühenden {{Wikipedia | Bougainvilleen | Q156996 }} verleihen der Stadt ein leicht mediterranes Flair. == Hintergrund == === Lage und Namen === {{mapframe | lat = 8.7646 | long = 38.9944 | zoom = 12 | width = 300 | height = 300 | name = Karte von Bishoftu}} Bishooftuu liegt an der Straße von [[Addis Abeba]] nach [[Adama]], 47{{nnbsp}}km von der Hauptstadt entfernt. Sie ist Namensgeber für das {{Wikipedia | Bishoftu-Vulkanfeld | Q2904679 }}, in dem es liegt. In diesem Gebiet finden sich holozäne Lavaströme, Schlackenkegel, Tuffringe und Maare. Mehrere der Maare sind wassergefüllt und bilden Kraterseen. Die hohen Vulkanhügel südlich von Bishooftuu bestehen aus relativ jungem {{Wikipedia | Rhyolith | Q190727 }}, auf dem sehr junge Vorkommen von schlackigem {{Wikipedia | Olivinbasalt | Q43338 }} aufliegen. Etwa 10{{nnbsp}}km südlich der Stadt gibt es auch ein mehrere Meter mächtiges {{Wikipedia | Bimssteinvorkommen | Q180044 }}.<ref name="NAI-web" /> Es gibt Berichte früher Reisende seit 1880, in denen das Gebiet des heutigen Bishooftuu und dessen Kraterseen Ada, Adda, Addas oder Haddas genannt wurde.<ref name="NAI-web" /> In einem schwedischen Reisebericht von 1935 wurde der Ort ''Bitjofto'' genannt.<ref name="NAI-web" /> ''Bishooftuu'' (auch Bishoftu, Biscioftù, Buscioftu) ist ein Wort auf {{Wikipedia | Oromo | Q33864 }} und bedeutet schön oder angenehm. Um 1955 wurde der Ort durch Kaiser {{Wikipedia | Haile Selassie | Q41178 }} (Regierungszeit 1930–1974) umbenannt und mit dem amharischen biblischen Namen ''Debre Zeyit'' {{am|ደብረ ዘይት|b=[[w:Ölberg (Jerusalem)|Ölberg]]|inKlammern=ja}} versehen, der auf den 809{{nnbsp}}m hohen Berg östlich von [[Jerusalem]] über dem {{Wikipedia | Kidrontal | Q860532 }} Bezug nimmt. Debre Zeyit war der bevorzugte Wochenendaufenthaltsort für den Kaiser, in dem er sich auch einen Palast anlegen ließ. Ende der 1990er-Jahre, um 1999, wurde Debre Zeyit wieder in Bishooftuu umbenannt. Debre Zeyit ist aber nach wie vor gebräuchlich. === Geschichte === Wie bereits erwähnt, ist der Name Ada (Adda, Addas oder Haddas) für das Gebiet um Bishooftuu seit 1880, während Bishooftuu erstmals 1935 erwähnt wurde. Während ihrer Besatzungszeit ließen die Italiener 1937 ein Postamt errichten und begründeten 1937/1938 das Landwirtschaftsprojekt ''Azienda Agraria di Biscioftu dell’Opera Nazionale per i Combattenti'' (O.N.C.) mit dem Ziel, einen landwirtschaftlichen Versuchsbetriebs mit Plantagen und Wohngebäuden zu bilden. Das Projekt wurde aber mit dem Abzug der Italiener 1941 eingestellt.<ref name="NAI-web" /> 1946 wurde in Bishooftuu der Grundstein für die {{Wikipedia | äthiopische Luftwaffe | Q4114411 }} (ETAF) und ihren '''Luftwaffenstützpunkt''' gelegt. Die ersten ausländischen Ausbilder unter Leitung von {{Wikipedia | Carl Gustav von Rosen | Q715877 }} (1909–1977) stammten aus Schweden. Die Ausbildung erfolgte an sechs {{Wikipedia | Saab 91 Safir | Q696722 }}-Schulflugzeugen. 1947 wurden noch 16 Sturzkampfbomber {{Wikipedia | Saab B-17 | Q641911 }} geliefert, die letztmalig 1972 eingesetzt wurden. Schwedische Ausbilder waren noch bis zum Ende der 1960er-Jahre tätig. Mit der Lieferung von drei {{Wikipedia | Lockheed T-33 | Q58725 }} begann 1958 die amerikanische Zeit. Die Piloten wurden ab 1959 in den USA ausgebildet. Im Vorfeld der Gründung des {{Wikipedia | Provisorischen Militärverwaltungsrats | Q828005 }} unter {{Wikipedia | Mengistu Haile Mariam | Q192512 }} (de-facto-Machthaber 1974–1991) im Juni 1974 kam es Anfang 1974 zu Revolten auf dem Luftwaffenstützpunkt, die im Juni 1974 in Auseinandersetzungen zwischen Luftlandetruppen und Luftwaffenangehörigen eskalierten. Trotz Sturz von Haile Selassie durch den Derg wurden noch 1976 {{Wikipedia | Northrop F-5E | Q17505522 }}-Jagdflugzeuge an Äthiopien ausgeliefert. Während Mengistu-Regierung wurde der Luftwaffenstützpunkt mit sowjetischen Militärmaschinen MiG ausgestattet. Im Mai 1991 besetzten die Streitkräfte der {{Wikipedia | Revolutionären Demokratischen Front der Äthiopischen Völker | Q1145280 }} und stürzten in der Folge die Mengistu-Regierung.<ref name="NAI-web" /> Vom {{Wikipedia | Äthiopischen Institut für Agrarforschung | Q5403550 }} wurde hier seit 1953 das ''Forschungszentrum Bishoftu'' betrieben. 1954 gab es erste Telefonanschlüsse, u.{{nnbsp}}a. für die Luftwaffe, den Kaiserpalast und das Bishoftu Hotel. Mit schwedischer, norwegischer und deutscher Unterstützung wurde 1956 das ''Evangelische Kolleg'' eingerichtet. Die Stadt beherbergt das 1963 mit UN-Unterstützung gegründete ''Nationale Veterinärinstitut Äthiopiens'', ursprünglich als ''Animal Health Assistants Training School'', das als führendes Forschungs- und Produktionszentrum für Veterinärimpfstoffe gilt. Direkt neben dem Institut befindet sich die veterinärmedizinische Fakultät der Universität Addis Abeba.<ref name="NAI-web" /> Der Bradt-Reiseführer „Ethiopia“ von 1995 nannte mehrere Hotels in Debre Zeyit, als bestes das Hora Ras Hotel.<ref name="bradt" /> Am 10. März 2019 stürzte der {{Wikipedia | Ethiopian-Airlines-Flug 302 | Q62018034 }} mit einer Boeing 737 MAX 8 kurz nach dem Start in der Nähe der Stadt Bishooftuu ab. Alle 157 Insassen kamen ums Leben.<ref name="flug302" /> Am 10. Januar 2026 begannen die Bauarbeiten am internationalen Flughafen Bishoftu, der langfristig den [[Flughafen Bole International]] ablösen soll. Die Fertigstellung ist für 2030 geplant.<ref name="bAirport" /> In der Stadt lebten 2022 etwa 207.400 Einwohner. Die größten ethnischen Gruppen sind Amharen und Oromo. === Wirtschaft === Neben dem Luftwaffenstützpunkt gibt es den Rüstungskonzern Gafat, die Ada Mehl- und Nudelfabrik, die Glasfabrik Pasqua Giuseppe PLC, die Lederwarenmanufaktur Salmida, das Frauen-Jugend-Kinder-Entwicklungsprogramm Ratson, die Wohltätigkeitsvereinigung Winrock International Ethiopia<ref name="NAI-web" /> – und natürlich Tourismus. == Anreise == === Mit dem Bus === Vom Busbahnhof '''Kality''' in [[Addis Abeba]], der sich im Süden der Stadt und 10{{nnbsp}}km vom Stadtzentrum entfernt befindet fahren regelmäßig Busse ab. Der Busbahnhof ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln umständlich und mit dem Taxi teuer zu erreichen. Es gibt aber wahrscheinlich Verbindungen von anderen, günstiger gelegenen Busbahnhöfen in der Stadt. Fragen Sie am besten vor Ort nach, z.{{nnbsp}}B. in Ihrer Unterkunft in Addis Abeba, nach der besten Option von dort aus. === Mit dem Zug === Bishoftu verfügt über einen {{Marker | name = Bahnhof | name-map = Bahnhof Bishoftu | type = railway | lat = 8.76451 | long = 39.01892 }} an der Bahnstrecke Addis Abeba–Dschibuti im Osten der Stadt. Der Zug verkehrt alle vier Tage, ab Addis Abeba am 1., 5., 9., 13., 17., 21., 25. und 29. eines jeden Monats und benötigt 15½ Stunden für die Strecke zwischen den beiden Hauptstädten. === Mit dem Flugzeug === Der nächstgelegene Flughafen ist der [[Flughafen Bole International]]. Der neue {{Marker | name = Flughafen Bishoftu International | type = airport | wikidata = Q136659509 | styles = normal }} im Westen der Stadt soll 2030 fertiggestellt werden. == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == [[File:Lac Bishoftu (3).jpg|thumb|upright|Bishoftu-See]] === Landschaften === In Bishoftu gibt es mindestens fünf kleine Kraterseen. Der {{Marker | name = Bishoftu-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24031615 | lat = 8.74186 | long = 38.98244 | styles = normal }} liegt am nächsten zur Hauptstraße und an seinem Ufer befinden sich einige Ferienanlagen mit schönem Seeblick. Die anderen Seen sind der {{Marker | name = Hora-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24028207 | lat = 8.76171 | long = 38.99266 | styles = normal }} (ein beliebter Ausgangspunkt für Wassersport, Heimat vieler Wasservögel und Austragungsort eines jährlichen Festivals), der {{Marker | name = Bishoftu-Guda-See | alt = Babogaya-See | name-local = y | wikidata = Q24031616 | type = lake | lat = 8.78757 | long = 38.99375 | styles = normal }}, der {{Marker | name = Koriftu-See | type = lake | lat = 8.77923 | long = 39.00037 | styles = normal }} und der {{Marker | name = Cheleklaka-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24031755 | lat = 8.76527 | long = 38.96999 | styles = normal }}, der sich nur zur Regenzeit mit Wasser füllt. Zu den nahegelegenen Sehenswürdigkeiten gehören der südwestlich gelegene erloschene Vulkan {{Marker | name = Zuqualla | name-local = ዝቋላ | alt = 27{{nnbsp}}km südwestlich von Bishoftu | type = volcano | wikidata = Q230269 | styles = normal }}, der {{Marker | name = Mount Yerer | alt = Ērer Terara, 17{{nnbsp}}km nördlich von Bishoftu | type = mountain | wikidata = Q24031143 | lat = 8.88934 | long = 38.95119 | styles = normal }} und der unberührte {{Marker | name = Green Crater Lake | alt = Verde-See, 7{{nnbsp}}km südlich des Bishoftu-Sees | type = lake | wikidata = Q24028209 | lat = 8.69550 | long = 38.97642 | styles = normal }}. === Kirchen === In der Stadt gibt es mehrere Kirchen, u.{{nnbsp}}a.: * {{vCard | name = St.-Michael-Kirche | name-local = ቅዱስ ሚካኤል ቤተክርስቲያን | alt = St. Mikaeal Church | type = church | lat = 8.74700 | long = 38.96800 | image = St.Miichael Church.jpg | description = Äthiopisch-orthodoxe Kirche. }} == Aktivitäten == === Wassersport === * In den Kraterseen kann man schwimmen und Boot fahren. * {{vCard | name = Kuriftu Water Park | name-local = ኩሪፍቱ የውሃ ፓርክ | type = water park | lat = 8.78172 | long = 39.00295 | description = Äthiopiens erster Wasserpark und zugleich der größte Wasserpark Ostafrikas. Er liegt im Nordosten des Kuriftu-Sees und ist ein beliebtes Ziel insbesondere für Familien mit Kindern. }} === Vogelbeobachtung === An allen Seen lassen sich viele einheimische Vogelarten beobachten. === Feste === Das '''Erntedankfest Irreecha''' der Oromo zu Ehren des Gotts Waaqa Tokkicha wird eine Woche nach der Meskel-Feier begangen. Es markiert das Ende der langen Regenzeit. Irreecha findet normalerweise jedes Jahr am 1. Oktober am Hora-See statt. == Einkaufen == == Küche == Die meisten Reisenden nutzen die Restaurants in ihren Unterkünften. Außerdem gibt es mehrere Restaurants entlang der Hauptstraße mit äthiopischen und internationalen Gerichten. == Nachtleben == == Unterkunft == An der Hauptstraße reihen sich zahlreiche Hotels aneinander. Am Ufer des Bishoftu-Sees befinden sich einige Ferienanlagen. === Mittel === * {{vCard | name = Dreamland Hotel and Resort | alt = Dreamland Family Resort | type = resort | url = https://ethiodreamland.com/ | directions = im Nordosten des Bishoftu-Sees | google-maps = 8209125702223831453 | lat = 8.74512 | long = 38.98813 | description = }} * {{vCard | name = Tommy International Hotel | name-local = ቶሚ ኢንተርናሽናል ሆቴል | type = hotel | mobile = +251 (0)91 191 5681 | google-maps = 7437323974434896319 | lat = 8.75123 | long = 38.96706 | description = }} * {{vCard | name = The Viewpoint Lodge Resort | type = resort | subtype = 3 | directions = im Südosten des Bishoftu-Guda-Sees | mobile = +251 (0)91 146 5693 | google-maps = 10721363212523267081 | lat = 8.78345 | long = 38.99701 | description = }} === Gehoben === * {{vCard | name = Asham Africa Hotel and Resort | name-local = አሻም አፍሪካ ሆቴል እና ሪዞርት | type = hotel, resort | subtype = 4 | directions = im Osten des Bishoftu-Sees | url = https://www.ashamafrica.com/ | mobile = +251 (0)91 149 1025 | email = info@ashamafrica.com | price = ab 85 US-$ | google-maps = 550682702143406897 | lat = 8.74357 | long = 38.98938 | description = }} * {{vCard | name = Kuriftu Resort & Spa Debre Zeyit | name-local = ኩሪፍቱ ሪዞርትና ስፓ ቢሾፍቱ | type = resort | directions = am Südrand des Kuriftu-Sees | url = https://www.kurifturesorts.com/resorts/bishoftu | mobile = +251 91 109 1185 | google-maps = 4970051597349892583 | lat = 8.77671 | long = 38.99912 | description = Zimmer aus Naturstein und Holz. }} * {{vCard | name = Liesak Resort | name-local = ሊሳቅ ሪዞርት | type = resort | subtype = 4 | directions = am Ostrand des Bishoftu-Guda-Sees | url = https://www.liesakresort.com/ | mobile = +251 (0)93 385 8584 | email = liesakresort@gmail.com | google-maps = 4203938644125016110 | lat = 8.78788 | long = 38.99772 | description = }} * {{vCard | name = Pyramid Hotels and Resorts | name-local = የፒራሚድ ሆቴሎች እና ሪዞርቶች | type = resort, hotel | subtype = 4 | directions = am Nordrand des Bishoftu-Sees | url = https://pyramidresortet.com/ | phone = +251 (0)11 433 1555 | mobile = +251 (0)97 029 6688 | email = contact@pyramidresortet.com | google-maps = 9051815862538063457 | lat = 8.74658 | long = 38.98412 | description = }} == Klima == In Bishoftu herrscht mildes, gemäßigtes Klima. Die Temperaturen sind ganzjährig geringer als im Tiefland. Es gibt zwei Hauptjahreszeiten: die Regenzeit von Juni bis September und die Trockenzeit von Oktober bis Mai. {{Klimatabelle|ort=Debre Zeit|sourcelink=climate-data.org: [https://en.climate-data.org/africa/ethiopia/oromia/debre-zeit-29641/ Debre Zeit Climate], eingesehen am 5.9.2026|sourcetext=&nbsp; |at=ja|atjan=17|atfeb=18|atmar=19|atapr=20|atmai=20|atjun=18|atjul=17|ataug=17|atsep=17|atoct=17|atnov=17|atdec=16 |xt=ja|xtjan=24|xtfeb=25|xtmar=26|xtapr=26|xtmai=26|xtjun=24|xtjul=22|xtaug=22|xtsep=22|xtoct=23|xtnov=23|xtdec=23 |nt=ja|ntjan=10|ntfeb=11|ntmar=13|ntapr=14|ntmai=14|ntjun=13|ntjul=13|ntaug=13|ntsep=12|ntoct=10|ntnov=10|ntdec= 9 |rm=ja|rmjan=8|rmfeb=13|rmmar=35|rmapr=57|rmmai=67|rmjun=114|rmjul=195|rmaug=206|rmsep=133|rmoct=29|rmnov=7|rmdec=3 |rh=ja|rhjan=51|rhfeb=42|rhmar=46|rhapr=53|rhmai=56|rhjun=70|rhjul=81|rhaug=83|rhsep=78|rhoct=57|rhnov=49|rhdec=51 |rd=ja|rdjan= 2|rdfeb= 3|rdmar= 6|rdapr= 8|rdmai= 8|rdjun=14|rdjul=21|rdaug=21|rdsep=16|rdoct= 4|rdnov= 1|rddec= 1 |sd=ja|sdjan=9.6|sdfeb=10.0|sdmar=10.0|sdapr=10.0|sdmai=10.0|sdjun=9.6|sdjul=8.6|sdaug=8.4|sdsep=9.8|sdoct=9.8|sdnov=9.8|sddec=9.5 }} == Praktische Hinweise == == Ausflüge == * [[Addis Abeba]] – die Hauptstadt Äthiopiens, je nach Verkehrslage etwa eine Stunde Fahrtzeit entfernt. * [[Adama]] – Eine bedeutende Stadt südöstlich von Bishoftu. * [[Awash-Nationalpark]] – Ein Schutzgebiet, das für seine Tierwelt, seine vulkanischen Landschaften und den Awash-Fluss bekannt ist. * [[Baatuu]] (Ziway) – Eine Stadt am See weiter südlich im Großen Afrikanischen Grabenbruch. == Einzelnachweise == <references> * <ref name="NAI-web">{{Buch | Autor = Lindahl, Bernhard | Titel = [https://nai.uu.se/library/resources/thematic-resources/local-history-of-ethiopia.html Local history of Ethiopia] : [https://nai.uu.se/download/18.39fca04516faedec8b248c7f/1580827647442/ORTDEB205.pdf Debre Tabor - Delo wereda] | Ort = Uppsala | Verlag = The Nordic Africa Institute | Jahr = 2005 | Seiten = 23–41 | Kommentar = Internetpublikation. }}</ref> * <ref name="bradt">{{Buch | Autor = Briggs, Philip | Titel = Guide to Ethiopia | Ort = Chalfont St. Peter < Verlag = Bradt | Jahr = 1995 | ISBN = 978-1-898323-09-9 | Seiten = 164-165, 167 }}</ref> * <ref name="flug302">{{Nachricht | Autor = Olewe, Dickens u. a. | Titel = Ethiopian Airlines crash - events as they happened | url = https://www.bbc.com/news/live/world-africa-47513534 | Website = BBC News | Datum = 2019-3-10 | Abruf = 2026-9-6 }}</ref> * <ref name="bAirport">{{Nachricht | Autor = Endeshow, Dawit | Titel = Ethiopia begins $12.5 billion construction of 'Africa's biggest airport' | Website = Reuters | url = https://www.reuters.com/world/africa/ethiopia-begins-125-billion-construction-africas-biggest-airport-2026-01-10/ | Datum = 2026-1-10 | Abruf = 2026-9-6 }}</ref> </references> {{Class-2}} {{geoData | lat = 8.7646 | long = 38.9944 | zoom = 13 }} {{IstInKat|Zentraläthiopien}} ky4j0okegdwhyl7wnkrj1tdzbw1c27a 1802363 1802360 2026-09-06T17:06:16Z RolandUnger 3 /* Einzelnachweise */ 1802363 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = [[File:Debre Zeyit - Flickr - Dave Proffer.jpg|mini|300px|Schwimmen und Bootfahren am Bishoftu-Guda-See]] | Namen = {{om|Bishooftuu}} '''·''' Bishoftu '''·''' {{am|ቢሾፍቱ}} <br /> Debre Zeyit '''·''' {{am|ደብረ ዘይት}} }} '''{{om|Bishooftuu}}''' oder '''Bishoftu''' ({{amS|ቢሾፍቱ}}; vormals ''Debre Zeyit'' oder ''Debre Zeyt'', {{am|ደብረ ዘይት}}) ist ein Ferienort mit 207.400 Einwohnern (2022) in [[Zentraläthiopien]], umgeben von fünf Kraterseen, etwa 47{{nnbsp}}km von der Hauptstadt [[Addis Abeba]] entfernt. Dank seiner Nähe zur Hauptstadt und mehrerer Seen in seinem Umfeld ist es ein beliebtes Ausflugsziel für Äthiopier und Touristen gleichermaßen. Viele Palmen und die knallrot blühenden {{Wikipedia | Bougainvilleen | Q156996 }} verleihen der Stadt ein leicht mediterranes Flair. == Hintergrund == === Lage und Namen === {{mapframe | lat = 8.7646 | long = 38.9944 | zoom = 12 | width = 300 | height = 300 | name = Karte von Bishoftu}} Bishooftuu liegt an der Straße von [[Addis Abeba]] nach [[Adama]], 47{{nnbsp}}km von der Hauptstadt entfernt. Sie ist Namensgeber für das {{Wikipedia | Bishoftu-Vulkanfeld | Q2904679 }}, in dem es liegt. In diesem Gebiet finden sich holozäne Lavaströme, Schlackenkegel, Tuffringe und Maare. Mehrere der Maare sind wassergefüllt und bilden Kraterseen. Die hohen Vulkanhügel südlich von Bishooftuu bestehen aus relativ jungem {{Wikipedia | Rhyolith | Q190727 }}, auf dem sehr junge Vorkommen von schlackigem {{Wikipedia | Olivinbasalt | Q43338 }} aufliegen. Etwa 10{{nnbsp}}km südlich der Stadt gibt es auch ein mehrere Meter mächtiges {{Wikipedia | Bimssteinvorkommen | Q180044 }}.<ref name="NAI-web" /> Es gibt Berichte früher Reisende seit 1880, in denen das Gebiet des heutigen Bishooftuu und dessen Kraterseen Ada, Adda, Addas oder Haddas genannt wurde.<ref name="NAI-web" /> In einem schwedischen Reisebericht von 1935 wurde der Ort ''Bitjofto'' genannt.<ref name="NAI-web" /> ''Bishooftuu'' (auch Bishoftu, Biscioftù, Buscioftu) ist ein Wort auf {{Wikipedia | Oromo | Q33864 }} und bedeutet schön oder angenehm. Um 1955 wurde der Ort durch Kaiser {{Wikipedia | Haile Selassie | Q41178 }} (Regierungszeit 1930–1974) umbenannt und mit dem amharischen biblischen Namen ''Debre Zeyit'' {{am|ደብረ ዘይት|b=[[w:Ölberg (Jerusalem)|Ölberg]]|inKlammern=ja}} versehen, der auf den 809{{nnbsp}}m hohen Berg östlich von [[Jerusalem]] über dem {{Wikipedia | Kidrontal | Q860532 }} Bezug nimmt. Debre Zeyit war der bevorzugte Wochenendaufenthaltsort für den Kaiser, in dem er sich auch einen Palast anlegen ließ. Ende der 1990er-Jahre, um 1999, wurde Debre Zeyit wieder in Bishooftuu umbenannt. Debre Zeyit ist aber nach wie vor gebräuchlich. === Geschichte === Wie bereits erwähnt, ist der Name Ada (Adda, Addas oder Haddas) für das Gebiet um Bishooftuu seit 1880, während Bishooftuu erstmals 1935 erwähnt wurde. Während ihrer Besatzungszeit ließen die Italiener 1937 ein Postamt errichten und begründeten 1937/1938 das Landwirtschaftsprojekt ''Azienda Agraria di Biscioftu dell’Opera Nazionale per i Combattenti'' (O.N.C.) mit dem Ziel, einen landwirtschaftlichen Versuchsbetriebs mit Plantagen und Wohngebäuden zu bilden. Das Projekt wurde aber mit dem Abzug der Italiener 1941 eingestellt.<ref name="NAI-web" /> 1946 wurde in Bishooftuu der Grundstein für die {{Wikipedia | äthiopische Luftwaffe | Q4114411 }} (ETAF) und ihren '''Luftwaffenstützpunkt''' gelegt. Die ersten ausländischen Ausbilder unter Leitung von {{Wikipedia | Carl Gustav von Rosen | Q715877 }} (1909–1977) stammten aus Schweden. Die Ausbildung erfolgte an sechs {{Wikipedia | Saab 91 Safir | Q696722 }}-Schulflugzeugen. 1947 wurden noch 16 Sturzkampfbomber {{Wikipedia | Saab B-17 | Q641911 }} geliefert, die letztmalig 1972 eingesetzt wurden. Schwedische Ausbilder waren noch bis zum Ende der 1960er-Jahre tätig. Mit der Lieferung von drei {{Wikipedia | Lockheed T-33 | Q58725 }} begann 1958 die amerikanische Zeit. Die Piloten wurden ab 1959 in den USA ausgebildet. Im Vorfeld der Gründung des {{Wikipedia | Provisorischen Militärverwaltungsrats | Q828005 }} unter {{Wikipedia | Mengistu Haile Mariam | Q192512 }} (de-facto-Machthaber 1974–1991) im Juni 1974 kam es Anfang 1974 zu Revolten auf dem Luftwaffenstützpunkt, die im Juni 1974 in Auseinandersetzungen zwischen Luftlandetruppen und Luftwaffenangehörigen eskalierten. Trotz Sturz von Haile Selassie durch den Derg wurden noch 1976 {{Wikipedia | Northrop F-5E | Q17505522 }}-Jagdflugzeuge an Äthiopien ausgeliefert. Während Mengistu-Regierung wurde der Luftwaffenstützpunkt mit sowjetischen Militärmaschinen MiG ausgestattet. Im Mai 1991 besetzten die Streitkräfte der {{Wikipedia | Revolutionären Demokratischen Front der Äthiopischen Völker | Q1145280 }} und stürzten in der Folge die Mengistu-Regierung.<ref name="NAI-web" /> Vom {{Wikipedia | Äthiopischen Institut für Agrarforschung | Q5403550 }} wurde hier seit 1953 das ''Forschungszentrum Bishoftu'' betrieben. 1954 gab es erste Telefonanschlüsse, u.{{nnbsp}}a. für die Luftwaffe, den Kaiserpalast und das Bishoftu Hotel. Mit schwedischer, norwegischer und deutscher Unterstützung wurde 1956 das ''Evangelische Kolleg'' eingerichtet. Die Stadt beherbergt das 1963 mit UN-Unterstützung gegründete ''Nationale Veterinärinstitut Äthiopiens'', ursprünglich als ''Animal Health Assistants Training School'', das als führendes Forschungs- und Produktionszentrum für Veterinärimpfstoffe gilt. Direkt neben dem Institut befindet sich die veterinärmedizinische Fakultät der Universität Addis Abeba.<ref name="NAI-web" /> Der Bradt-Reiseführer „Ethiopia“ von 1995 nannte mehrere Hotels in Debre Zeyit, als bestes das Hora Ras Hotel.<ref name="bradt" /> Am 10. März 2019 stürzte der {{Wikipedia | Ethiopian-Airlines-Flug 302 | Q62018034 }} mit einer Boeing 737 MAX 8 kurz nach dem Start in der Nähe der Stadt Bishooftuu ab. Alle 157 Insassen kamen ums Leben.<ref name="flug302" /> Am 10. Januar 2026 begannen die Bauarbeiten am internationalen Flughafen Bishoftu, der langfristig den [[Flughafen Bole International]] ablösen soll. Die Fertigstellung ist für 2030 geplant.<ref name="bAirport" /> In der Stadt lebten 2022 etwa 207.400 Einwohner. Die größten ethnischen Gruppen sind Amharen und Oromo. === Wirtschaft === Neben dem Luftwaffenstützpunkt gibt es den Rüstungskonzern Gafat, die Ada Mehl- und Nudelfabrik, die Glasfabrik Pasqua Giuseppe PLC, die Lederwarenmanufaktur Salmida, das Frauen-Jugend-Kinder-Entwicklungsprogramm Ratson, die Wohltätigkeitsvereinigung Winrock International Ethiopia<ref name="NAI-web" /> – und natürlich Tourismus. == Anreise == === Mit dem Bus === Vom Busbahnhof '''Kality''' in [[Addis Abeba]], der sich im Süden der Stadt und 10{{nnbsp}}km vom Stadtzentrum entfernt befindet fahren regelmäßig Busse ab. Der Busbahnhof ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln umständlich und mit dem Taxi teuer zu erreichen. Es gibt aber wahrscheinlich Verbindungen von anderen, günstiger gelegenen Busbahnhöfen in der Stadt. Fragen Sie am besten vor Ort nach, z.{{nnbsp}}B. in Ihrer Unterkunft in Addis Abeba, nach der besten Option von dort aus. === Mit dem Zug === Bishoftu verfügt über einen {{Marker | name = Bahnhof | name-map = Bahnhof Bishoftu | type = railway | lat = 8.76451 | long = 39.01892 }} an der Bahnstrecke Addis Abeba–Dschibuti im Osten der Stadt. Der Zug verkehrt alle vier Tage, ab Addis Abeba am 1., 5., 9., 13., 17., 21., 25. und 29. eines jeden Monats und benötigt 15½ Stunden für die Strecke zwischen den beiden Hauptstädten. === Mit dem Flugzeug === Der nächstgelegene Flughafen ist der [[Flughafen Bole International]]. Der neue {{Marker | name = Flughafen Bishoftu International | type = airport | wikidata = Q136659509 | styles = normal }} im Westen der Stadt soll 2030 fertiggestellt werden. == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == [[File:Lac Bishoftu (3).jpg|thumb|upright|Bishoftu-See]] === Landschaften === In Bishoftu gibt es mindestens fünf kleine Kraterseen. Der {{Marker | name = Bishoftu-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24031615 | lat = 8.74186 | long = 38.98244 | styles = normal }} liegt am nächsten zur Hauptstraße und an seinem Ufer befinden sich einige Ferienanlagen mit schönem Seeblick. Die anderen Seen sind der {{Marker | name = Hora-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24028207 | lat = 8.76171 | long = 38.99266 | styles = normal }} (ein beliebter Ausgangspunkt für Wassersport, Heimat vieler Wasservögel und Austragungsort eines jährlichen Festivals), der {{Marker | name = Bishoftu-Guda-See | alt = Babogaya-See | name-local = y | wikidata = Q24031616 | type = lake | lat = 8.78757 | long = 38.99375 | styles = normal }}, der {{Marker | name = Koriftu-See | type = lake | lat = 8.77923 | long = 39.00037 | styles = normal }} und der {{Marker | name = Cheleklaka-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24031755 | lat = 8.76527 | long = 38.96999 | styles = normal }}, der sich nur zur Regenzeit mit Wasser füllt. Zu den nahegelegenen Sehenswürdigkeiten gehören der südwestlich gelegene erloschene Vulkan {{Marker | name = Zuqualla | name-local = ዝቋላ | alt = 27{{nnbsp}}km südwestlich von Bishoftu | type = volcano | wikidata = Q230269 | styles = normal }}, der {{Marker | name = Mount Yerer | alt = Ērer Terara, 17{{nnbsp}}km nördlich von Bishoftu | type = mountain | wikidata = Q24031143 | lat = 8.88934 | long = 38.95119 | styles = normal }} und der unberührte {{Marker | name = Green Crater Lake | alt = Verde-See, 7{{nnbsp}}km südlich des Bishoftu-Sees | type = lake | wikidata = Q24028209 | lat = 8.69550 | long = 38.97642 | styles = normal }}. === Kirchen === In der Stadt gibt es mehrere Kirchen, u.{{nnbsp}}a.: * {{vCard | name = St.-Michael-Kirche | name-local = ቅዱስ ሚካኤል ቤተክርስቲያን | alt = St. Mikaeal Church | type = church | lat = 8.74700 | long = 38.96800 | image = St.Miichael Church.jpg | description = Äthiopisch-orthodoxe Kirche. }} == Aktivitäten == === Wassersport === * In den Kraterseen kann man schwimmen und Boot fahren. * {{vCard | name = Kuriftu Water Park | name-local = ኩሪፍቱ የውሃ ፓርክ | type = water park | lat = 8.78172 | long = 39.00295 | description = Äthiopiens erster Wasserpark und zugleich der größte Wasserpark Ostafrikas. Er liegt im Nordosten des Kuriftu-Sees und ist ein beliebtes Ziel insbesondere für Familien mit Kindern. }} === Vogelbeobachtung === An allen Seen lassen sich viele einheimische Vogelarten beobachten. === Feste === Das '''Erntedankfest Irreecha''' der Oromo zu Ehren des Gotts Waaqa Tokkicha wird eine Woche nach der Meskel-Feier begangen. Es markiert das Ende der langen Regenzeit. Irreecha findet normalerweise jedes Jahr am 1. Oktober am Hora-See statt. == Einkaufen == == Küche == Die meisten Reisenden nutzen die Restaurants in ihren Unterkünften. Außerdem gibt es mehrere Restaurants entlang der Hauptstraße mit äthiopischen und internationalen Gerichten. == Nachtleben == == Unterkunft == An der Hauptstraße reihen sich zahlreiche Hotels aneinander. Am Ufer des Bishoftu-Sees befinden sich einige Ferienanlagen. === Mittel === * {{vCard | name = Dreamland Hotel and Resort | alt = Dreamland Family Resort | type = resort | url = https://ethiodreamland.com/ | directions = im Nordosten des Bishoftu-Sees | google-maps = 8209125702223831453 | lat = 8.74512 | long = 38.98813 | description = }} * {{vCard | name = Tommy International Hotel | name-local = ቶሚ ኢንተርናሽናል ሆቴል | type = hotel | mobile = +251 (0)91 191 5681 | google-maps = 7437323974434896319 | lat = 8.75123 | long = 38.96706 | description = }} * {{vCard | name = The Viewpoint Lodge Resort | type = resort | subtype = 3 | directions = im Südosten des Bishoftu-Guda-Sees | mobile = +251 (0)91 146 5693 | google-maps = 10721363212523267081 | lat = 8.78345 | long = 38.99701 | description = }} === Gehoben === * {{vCard | name = Asham Africa Hotel and Resort | name-local = አሻም አፍሪካ ሆቴል እና ሪዞርት | type = hotel, resort | subtype = 4 | directions = im Osten des Bishoftu-Sees | url = https://www.ashamafrica.com/ | mobile = +251 (0)91 149 1025 | email = info@ashamafrica.com | price = ab 85 US-$ | google-maps = 550682702143406897 | lat = 8.74357 | long = 38.98938 | description = }} * {{vCard | name = Kuriftu Resort & Spa Debre Zeyit | name-local = ኩሪፍቱ ሪዞርትና ስፓ ቢሾፍቱ | type = resort | directions = am Südrand des Kuriftu-Sees | url = https://www.kurifturesorts.com/resorts/bishoftu | mobile = +251 91 109 1185 | google-maps = 4970051597349892583 | lat = 8.77671 | long = 38.99912 | description = Zimmer aus Naturstein und Holz. }} * {{vCard | name = Liesak Resort | name-local = ሊሳቅ ሪዞርት | type = resort | subtype = 4 | directions = am Ostrand des Bishoftu-Guda-Sees | url = https://www.liesakresort.com/ | mobile = +251 (0)93 385 8584 | email = liesakresort@gmail.com | google-maps = 4203938644125016110 | lat = 8.78788 | long = 38.99772 | description = }} * {{vCard | name = Pyramid Hotels and Resorts | name-local = የፒራሚድ ሆቴሎች እና ሪዞርቶች | type = resort, hotel | subtype = 4 | directions = am Nordrand des Bishoftu-Sees | url = https://pyramidresortet.com/ | phone = +251 (0)11 433 1555 | mobile = +251 (0)97 029 6688 | email = contact@pyramidresortet.com | google-maps = 9051815862538063457 | lat = 8.74658 | long = 38.98412 | description = }} == Klima == In Bishoftu herrscht mildes, gemäßigtes Klima. Die Temperaturen sind ganzjährig geringer als im Tiefland. Es gibt zwei Hauptjahreszeiten: die Regenzeit von Juni bis September und die Trockenzeit von Oktober bis Mai. {{Klimatabelle|ort=Debre Zeit|sourcelink=climate-data.org: [https://en.climate-data.org/africa/ethiopia/oromia/debre-zeit-29641/ Debre Zeit Climate], eingesehen am 5.9.2026|sourcetext=&nbsp; |at=ja|atjan=17|atfeb=18|atmar=19|atapr=20|atmai=20|atjun=18|atjul=17|ataug=17|atsep=17|atoct=17|atnov=17|atdec=16 |xt=ja|xtjan=24|xtfeb=25|xtmar=26|xtapr=26|xtmai=26|xtjun=24|xtjul=22|xtaug=22|xtsep=22|xtoct=23|xtnov=23|xtdec=23 |nt=ja|ntjan=10|ntfeb=11|ntmar=13|ntapr=14|ntmai=14|ntjun=13|ntjul=13|ntaug=13|ntsep=12|ntoct=10|ntnov=10|ntdec= 9 |rm=ja|rmjan=8|rmfeb=13|rmmar=35|rmapr=57|rmmai=67|rmjun=114|rmjul=195|rmaug=206|rmsep=133|rmoct=29|rmnov=7|rmdec=3 |rh=ja|rhjan=51|rhfeb=42|rhmar=46|rhapr=53|rhmai=56|rhjun=70|rhjul=81|rhaug=83|rhsep=78|rhoct=57|rhnov=49|rhdec=51 |rd=ja|rdjan= 2|rdfeb= 3|rdmar= 6|rdapr= 8|rdmai= 8|rdjun=14|rdjul=21|rdaug=21|rdsep=16|rdoct= 4|rdnov= 1|rddec= 1 |sd=ja|sdjan=9.6|sdfeb=10.0|sdmar=10.0|sdapr=10.0|sdmai=10.0|sdjun=9.6|sdjul=8.6|sdaug=8.4|sdsep=9.8|sdoct=9.8|sdnov=9.8|sddec=9.5 }} == Praktische Hinweise == == Ausflüge == * [[Addis Abeba]] – die Hauptstadt Äthiopiens, je nach Verkehrslage etwa eine Stunde Fahrtzeit entfernt. * [[Adama]] – Eine bedeutende Stadt südöstlich von Bishoftu. * [[Awash-Nationalpark]] – Ein Schutzgebiet, das für seine Tierwelt, seine vulkanischen Landschaften und den Awash-Fluss bekannt ist. * [[Baatuu]] (Ziway) – Eine Stadt am See weiter südlich im Großen Afrikanischen Grabenbruch. == Einzelnachweise == <references> * <ref name="NAI-web">{{Buch | Autor = Lindahl, Bernhard | Titel = [https://nai.uu.se/library/resources/thematic-resources/local-history-of-ethiopia.html Local history of Ethiopia] : [https://nai.uu.se/download/18.39fca04516faedec8b248c7f/1580827647442/ORTDEB205.pdf Debre Tabor - Delo wereda] | Ort = Uppsala | Verlag = The Nordic Africa Institute | Jahr = 2005 | Seiten = 23–41 | Kommentar = Internetpublikation. }}</ref> * <ref name="bradt">{{Buch | Autor = Briggs, Philip | Titel = Guide to Ethiopia | Ort = Chalfont St. Peter < Verlag = Bradt | Jahr = 1995 | ISBN = 978-1-898323-09-9 | Seiten = 164-165, 167 }}</ref> * <ref name="flug302">{{Nachricht | Autor = Olewe, Dickens u. a. | Titel = Ethiopian Airlines crash - events as they happened | url = https://www.bbc.com/news/live/world-africa-47513534 | Website = BBC News | Datum = 2019-3-10 | Abruf = 2026-9-6 }}</ref> * <ref name="bAirport">{{Nachricht | Autor = Endeshow, Dawit | Titel = Ethiopia begins $12.5 billion construction of 'Africa's biggest airport' | Website = Reuters | url = https://www.reuters.com/world/africa/ethiopia-begins-125-billion-construction-africas-biggest-airport-2026-01-10/ | Datum = 2026-1-10 | Abruf = 2026-9-6 }}</ref> </references> {{Class-3}} {{geoData | lat = 8.7646 | long = 38.9944 | zoom = 13 }} {{IstInKat|Zentraläthiopien}} 5tvbvrsxi7jssar7c4njojabqtngsdt 1802365 1802363 2026-09-06T17:16:59Z RolandUnger 3 /* Einzelnachweise */ Parameter 1802365 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = [[File:Debre Zeyit - Flickr - Dave Proffer.jpg|mini|300px|Schwimmen und Bootfahren am Bishoftu-Guda-See]] | Namen = {{om|Bishooftuu}} '''·''' Bishoftu '''·''' {{am|ቢሾፍቱ}} <br /> Debre Zeyit '''·''' {{am|ደብረ ዘይት}} }} '''{{om|Bishooftuu}}''' oder '''Bishoftu''' ({{amS|ቢሾፍቱ}}; vormals ''Debre Zeyit'' oder ''Debre Zeyt'', {{am|ደብረ ዘይት}}) ist ein Ferienort mit 207.400 Einwohnern (2022) in [[Zentraläthiopien]], umgeben von fünf Kraterseen, etwa 47{{nnbsp}}km von der Hauptstadt [[Addis Abeba]] entfernt. Dank seiner Nähe zur Hauptstadt und mehrerer Seen in seinem Umfeld ist es ein beliebtes Ausflugsziel für Äthiopier und Touristen gleichermaßen. Viele Palmen und die knallrot blühenden {{Wikipedia | Bougainvilleen | Q156996 }} verleihen der Stadt ein leicht mediterranes Flair. == Hintergrund == === Lage und Namen === {{mapframe | lat = 8.7646 | long = 38.9944 | zoom = 12 | width = 300 | height = 300 | name = Karte von Bishoftu}} Bishooftuu liegt an der Straße von [[Addis Abeba]] nach [[Adama]], 47{{nnbsp}}km von der Hauptstadt entfernt. Sie ist Namensgeber für das {{Wikipedia | Bishoftu-Vulkanfeld | Q2904679 }}, in dem es liegt. In diesem Gebiet finden sich holozäne Lavaströme, Schlackenkegel, Tuffringe und Maare. Mehrere der Maare sind wassergefüllt und bilden Kraterseen. Die hohen Vulkanhügel südlich von Bishooftuu bestehen aus relativ jungem {{Wikipedia | Rhyolith | Q190727 }}, auf dem sehr junge Vorkommen von schlackigem {{Wikipedia | Olivinbasalt | Q43338 }} aufliegen. Etwa 10{{nnbsp}}km südlich der Stadt gibt es auch ein mehrere Meter mächtiges {{Wikipedia | Bimssteinvorkommen | Q180044 }}.<ref name="NAI-web" /> Es gibt Berichte früher Reisende seit 1880, in denen das Gebiet des heutigen Bishooftuu und dessen Kraterseen Ada, Adda, Addas oder Haddas genannt wurde.<ref name="NAI-web" /> In einem schwedischen Reisebericht von 1935 wurde der Ort ''Bitjofto'' genannt.<ref name="NAI-web" /> ''Bishooftuu'' (auch Bishoftu, Biscioftù, Buscioftu) ist ein Wort auf {{Wikipedia | Oromo | Q33864 }} und bedeutet schön oder angenehm. Um 1955 wurde der Ort durch Kaiser {{Wikipedia | Haile Selassie | Q41178 }} (Regierungszeit 1930–1974) umbenannt und mit dem amharischen biblischen Namen ''Debre Zeyit'' {{am|ደብረ ዘይት|b=[[w:Ölberg (Jerusalem)|Ölberg]]|inKlammern=ja}} versehen, der auf den 809{{nnbsp}}m hohen Berg östlich von [[Jerusalem]] über dem {{Wikipedia | Kidrontal | Q860532 }} Bezug nimmt. Debre Zeyit war der bevorzugte Wochenendaufenthaltsort für den Kaiser, in dem er sich auch einen Palast anlegen ließ. Ende der 1990er-Jahre, um 1999, wurde Debre Zeyit wieder in Bishooftuu umbenannt. Debre Zeyit ist aber nach wie vor gebräuchlich. === Geschichte === Wie bereits erwähnt, ist der Name Ada (Adda, Addas oder Haddas) für das Gebiet um Bishooftuu seit 1880, während Bishooftuu erstmals 1935 erwähnt wurde. Während ihrer Besatzungszeit ließen die Italiener 1937 ein Postamt errichten und begründeten 1937/1938 das Landwirtschaftsprojekt ''Azienda Agraria di Biscioftu dell’Opera Nazionale per i Combattenti'' (O.N.C.) mit dem Ziel, einen landwirtschaftlichen Versuchsbetriebs mit Plantagen und Wohngebäuden zu bilden. Das Projekt wurde aber mit dem Abzug der Italiener 1941 eingestellt.<ref name="NAI-web" /> 1946 wurde in Bishooftuu der Grundstein für die {{Wikipedia | äthiopische Luftwaffe | Q4114411 }} (ETAF) und ihren '''Luftwaffenstützpunkt''' gelegt. Die ersten ausländischen Ausbilder unter Leitung von {{Wikipedia | Carl Gustav von Rosen | Q715877 }} (1909–1977) stammten aus Schweden. Die Ausbildung erfolgte an sechs {{Wikipedia | Saab 91 Safir | Q696722 }}-Schulflugzeugen. 1947 wurden noch 16 Sturzkampfbomber {{Wikipedia | Saab B-17 | Q641911 }} geliefert, die letztmalig 1972 eingesetzt wurden. Schwedische Ausbilder waren noch bis zum Ende der 1960er-Jahre tätig. Mit der Lieferung von drei {{Wikipedia | Lockheed T-33 | Q58725 }} begann 1958 die amerikanische Zeit. Die Piloten wurden ab 1959 in den USA ausgebildet. Im Vorfeld der Gründung des {{Wikipedia | Provisorischen Militärverwaltungsrats | Q828005 }} unter {{Wikipedia | Mengistu Haile Mariam | Q192512 }} (de-facto-Machthaber 1974–1991) im Juni 1974 kam es Anfang 1974 zu Revolten auf dem Luftwaffenstützpunkt, die im Juni 1974 in Auseinandersetzungen zwischen Luftlandetruppen und Luftwaffenangehörigen eskalierten. Trotz Sturz von Haile Selassie durch den Derg wurden noch 1976 {{Wikipedia | Northrop F-5E | Q17505522 }}-Jagdflugzeuge an Äthiopien ausgeliefert. Während Mengistu-Regierung wurde der Luftwaffenstützpunkt mit sowjetischen Militärmaschinen MiG ausgestattet. Im Mai 1991 besetzten die Streitkräfte der {{Wikipedia | Revolutionären Demokratischen Front der Äthiopischen Völker | Q1145280 }} und stürzten in der Folge die Mengistu-Regierung.<ref name="NAI-web" /> Vom {{Wikipedia | Äthiopischen Institut für Agrarforschung | Q5403550 }} wurde hier seit 1953 das ''Forschungszentrum Bishoftu'' betrieben. 1954 gab es erste Telefonanschlüsse, u.{{nnbsp}}a. für die Luftwaffe, den Kaiserpalast und das Bishoftu Hotel. Mit schwedischer, norwegischer und deutscher Unterstützung wurde 1956 das ''Evangelische Kolleg'' eingerichtet. Die Stadt beherbergt das 1963 mit UN-Unterstützung gegründete ''Nationale Veterinärinstitut Äthiopiens'', ursprünglich als ''Animal Health Assistants Training School'', das als führendes Forschungs- und Produktionszentrum für Veterinärimpfstoffe gilt. Direkt neben dem Institut befindet sich die veterinärmedizinische Fakultät der Universität Addis Abeba.<ref name="NAI-web" /> Der Bradt-Reiseführer „Ethiopia“ von 1995 nannte mehrere Hotels in Debre Zeyit, als bestes das Hora Ras Hotel.<ref name="bradt" /> Am 10. März 2019 stürzte der {{Wikipedia | Ethiopian-Airlines-Flug 302 | Q62018034 }} mit einer Boeing 737 MAX 8 kurz nach dem Start in der Nähe der Stadt Bishooftuu ab. Alle 157 Insassen kamen ums Leben.<ref name="flug302" /> Am 10. Januar 2026 begannen die Bauarbeiten am internationalen Flughafen Bishoftu, der langfristig den [[Flughafen Bole International]] ablösen soll. Die Fertigstellung ist für 2030 geplant.<ref name="bAirport" /> In der Stadt lebten 2022 etwa 207.400 Einwohner. Die größten ethnischen Gruppen sind Amharen und Oromo. === Wirtschaft === Neben dem Luftwaffenstützpunkt gibt es den Rüstungskonzern Gafat, die Ada Mehl- und Nudelfabrik, die Glasfabrik Pasqua Giuseppe PLC, die Lederwarenmanufaktur Salmida, das Frauen-Jugend-Kinder-Entwicklungsprogramm Ratson, die Wohltätigkeitsvereinigung Winrock International Ethiopia<ref name="NAI-web" /> – und natürlich Tourismus. == Anreise == === Mit dem Bus === Vom Busbahnhof '''Kality''' in [[Addis Abeba]], der sich im Süden der Stadt und 10{{nnbsp}}km vom Stadtzentrum entfernt befindet fahren regelmäßig Busse ab. Der Busbahnhof ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln umständlich und mit dem Taxi teuer zu erreichen. Es gibt aber wahrscheinlich Verbindungen von anderen, günstiger gelegenen Busbahnhöfen in der Stadt. Fragen Sie am besten vor Ort nach, z.{{nnbsp}}B. in Ihrer Unterkunft in Addis Abeba, nach der besten Option von dort aus. === Mit dem Zug === Bishoftu verfügt über einen {{Marker | name = Bahnhof | name-map = Bahnhof Bishoftu | type = railway | lat = 8.76451 | long = 39.01892 }} an der Bahnstrecke Addis Abeba–Dschibuti im Osten der Stadt. Der Zug verkehrt alle vier Tage, ab Addis Abeba am 1., 5., 9., 13., 17., 21., 25. und 29. eines jeden Monats und benötigt 15½ Stunden für die Strecke zwischen den beiden Hauptstädten. === Mit dem Flugzeug === Der nächstgelegene Flughafen ist der [[Flughafen Bole International]]. Der neue {{Marker | name = Flughafen Bishoftu International | type = airport | wikidata = Q136659509 | styles = normal }} im Westen der Stadt soll 2030 fertiggestellt werden. == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == [[File:Lac Bishoftu (3).jpg|thumb|upright|Bishoftu-See]] === Landschaften === In Bishoftu gibt es mindestens fünf kleine Kraterseen. Der {{Marker | name = Bishoftu-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24031615 | lat = 8.74186 | long = 38.98244 | styles = normal }} liegt am nächsten zur Hauptstraße und an seinem Ufer befinden sich einige Ferienanlagen mit schönem Seeblick. Die anderen Seen sind der {{Marker | name = Hora-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24028207 | lat = 8.76171 | long = 38.99266 | styles = normal }} (ein beliebter Ausgangspunkt für Wassersport, Heimat vieler Wasservögel und Austragungsort eines jährlichen Festivals), der {{Marker | name = Bishoftu-Guda-See | alt = Babogaya-See | name-local = y | wikidata = Q24031616 | type = lake | lat = 8.78757 | long = 38.99375 | styles = normal }}, der {{Marker | name = Koriftu-See | type = lake | lat = 8.77923 | long = 39.00037 | styles = normal }} und der {{Marker | name = Cheleklaka-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24031755 | lat = 8.76527 | long = 38.96999 | styles = normal }}, der sich nur zur Regenzeit mit Wasser füllt. Zu den nahegelegenen Sehenswürdigkeiten gehören der südwestlich gelegene erloschene Vulkan {{Marker | name = Zuqualla | name-local = ዝቋላ | alt = 27{{nnbsp}}km südwestlich von Bishoftu | type = volcano | wikidata = Q230269 | styles = normal }}, der {{Marker | name = Mount Yerer | alt = Ērer Terara, 17{{nnbsp}}km nördlich von Bishoftu | type = mountain | wikidata = Q24031143 | lat = 8.88934 | long = 38.95119 | styles = normal }} und der unberührte {{Marker | name = Green Crater Lake | alt = Verde-See, 7{{nnbsp}}km südlich des Bishoftu-Sees | type = lake | wikidata = Q24028209 | lat = 8.69550 | long = 38.97642 | styles = normal }}. === Kirchen === In der Stadt gibt es mehrere Kirchen, u.{{nnbsp}}a.: * {{vCard | name = St.-Michael-Kirche | name-local = ቅዱስ ሚካኤል ቤተክርስቲያን | alt = St. Mikaeal Church | type = church | lat = 8.74700 | long = 38.96800 | image = St.Miichael Church.jpg | description = Äthiopisch-orthodoxe Kirche. }} == Aktivitäten == === Wassersport === * In den Kraterseen kann man schwimmen und Boot fahren. * {{vCard | name = Kuriftu Water Park | name-local = ኩሪፍቱ የውሃ ፓርክ | type = water park | lat = 8.78172 | long = 39.00295 | description = Äthiopiens erster Wasserpark und zugleich der größte Wasserpark Ostafrikas. Er liegt im Nordosten des Kuriftu-Sees und ist ein beliebtes Ziel insbesondere für Familien mit Kindern. }} === Vogelbeobachtung === An allen Seen lassen sich viele einheimische Vogelarten beobachten. === Feste === Das '''Erntedankfest Irreecha''' der Oromo zu Ehren des Gotts Waaqa Tokkicha wird eine Woche nach der Meskel-Feier begangen. Es markiert das Ende der langen Regenzeit. Irreecha findet normalerweise jedes Jahr am 1. Oktober am Hora-See statt. == Einkaufen == == Küche == Die meisten Reisenden nutzen die Restaurants in ihren Unterkünften. Außerdem gibt es mehrere Restaurants entlang der Hauptstraße mit äthiopischen und internationalen Gerichten. == Nachtleben == == Unterkunft == An der Hauptstraße reihen sich zahlreiche Hotels aneinander. Am Ufer des Bishoftu-Sees befinden sich einige Ferienanlagen. === Mittel === * {{vCard | name = Dreamland Hotel and Resort | alt = Dreamland Family Resort | type = resort | url = https://ethiodreamland.com/ | directions = im Nordosten des Bishoftu-Sees | google-maps = 8209125702223831453 | lat = 8.74512 | long = 38.98813 | description = }} * {{vCard | name = Tommy International Hotel | name-local = ቶሚ ኢንተርናሽናል ሆቴል | type = hotel | mobile = +251 (0)91 191 5681 | google-maps = 7437323974434896319 | lat = 8.75123 | long = 38.96706 | description = }} * {{vCard | name = The Viewpoint Lodge Resort | type = resort | subtype = 3 | directions = im Südosten des Bishoftu-Guda-Sees | mobile = +251 (0)91 146 5693 | google-maps = 10721363212523267081 | lat = 8.78345 | long = 38.99701 | description = }} === Gehoben === * {{vCard | name = Asham Africa Hotel and Resort | name-local = አሻም አፍሪካ ሆቴል እና ሪዞርት | type = hotel, resort | subtype = 4 | directions = im Osten des Bishoftu-Sees | url = https://www.ashamafrica.com/ | mobile = +251 (0)91 149 1025 | email = info@ashamafrica.com | price = ab 85 US-$ | google-maps = 550682702143406897 | lat = 8.74357 | long = 38.98938 | description = }} * {{vCard | name = Kuriftu Resort & Spa Debre Zeyit | name-local = ኩሪፍቱ ሪዞርትና ስፓ ቢሾፍቱ | type = resort | directions = am Südrand des Kuriftu-Sees | url = https://www.kurifturesorts.com/resorts/bishoftu | mobile = +251 91 109 1185 | google-maps = 4970051597349892583 | lat = 8.77671 | long = 38.99912 | description = Zimmer aus Naturstein und Holz. }} * {{vCard | name = Liesak Resort | name-local = ሊሳቅ ሪዞርት | type = resort | subtype = 4 | directions = am Ostrand des Bishoftu-Guda-Sees | url = https://www.liesakresort.com/ | mobile = +251 (0)93 385 8584 | email = liesakresort@gmail.com | google-maps = 4203938644125016110 | lat = 8.78788 | long = 38.99772 | description = }} * {{vCard | name = Pyramid Hotels and Resorts | name-local = የፒራሚድ ሆቴሎች እና ሪዞርቶች | type = resort, hotel | subtype = 4 | directions = am Nordrand des Bishoftu-Sees | url = https://pyramidresortet.com/ | phone = +251 (0)11 433 1555 | mobile = +251 (0)97 029 6688 | email = contact@pyramidresortet.com | google-maps = 9051815862538063457 | lat = 8.74658 | long = 38.98412 | description = }} == Klima == In Bishoftu herrscht mildes, gemäßigtes Klima. Die Temperaturen sind ganzjährig geringer als im Tiefland. Es gibt zwei Hauptjahreszeiten: die Regenzeit von Juni bis September und die Trockenzeit von Oktober bis Mai. {{Klimatabelle|ort=Debre Zeit|sourcelink=climate-data.org: [https://en.climate-data.org/africa/ethiopia/oromia/debre-zeit-29641/ Debre Zeit Climate], eingesehen am 5.9.2026|sourcetext=&nbsp; |at=ja|atjan=17|atfeb=18|atmar=19|atapr=20|atmai=20|atjun=18|atjul=17|ataug=17|atsep=17|atoct=17|atnov=17|atdec=16 |xt=ja|xtjan=24|xtfeb=25|xtmar=26|xtapr=26|xtmai=26|xtjun=24|xtjul=22|xtaug=22|xtsep=22|xtoct=23|xtnov=23|xtdec=23 |nt=ja|ntjan=10|ntfeb=11|ntmar=13|ntapr=14|ntmai=14|ntjun=13|ntjul=13|ntaug=13|ntsep=12|ntoct=10|ntnov=10|ntdec= 9 |rm=ja|rmjan=8|rmfeb=13|rmmar=35|rmapr=57|rmmai=67|rmjun=114|rmjul=195|rmaug=206|rmsep=133|rmoct=29|rmnov=7|rmdec=3 |rh=ja|rhjan=51|rhfeb=42|rhmar=46|rhapr=53|rhmai=56|rhjun=70|rhjul=81|rhaug=83|rhsep=78|rhoct=57|rhnov=49|rhdec=51 |rd=ja|rdjan= 2|rdfeb= 3|rdmar= 6|rdapr= 8|rdmai= 8|rdjun=14|rdjul=21|rdaug=21|rdsep=16|rdoct= 4|rdnov= 1|rddec= 1 |sd=ja|sdjan=9.6|sdfeb=10.0|sdmar=10.0|sdapr=10.0|sdmai=10.0|sdjun=9.6|sdjul=8.6|sdaug=8.4|sdsep=9.8|sdoct=9.8|sdnov=9.8|sddec=9.5 }} == Praktische Hinweise == == Ausflüge == * [[Addis Abeba]] – die Hauptstadt Äthiopiens, je nach Verkehrslage etwa eine Stunde Fahrtzeit entfernt. * [[Adama]] – Eine bedeutende Stadt südöstlich von Bishoftu. * [[Awash-Nationalpark]] – Ein Schutzgebiet, das für seine Tierwelt, seine vulkanischen Landschaften und den Awash-Fluss bekannt ist. * [[Baatuu]] (Ziway) – Eine Stadt am See weiter südlich im Großen Afrikanischen Grabenbruch. == Einzelnachweise == <references> * <ref name="NAI-web">{{Buch | Autor = Lindahl, Bernhard | Titel = [https://nai.uu.se/library/resources/thematic-resources/local-history-of-ethiopia.html Local history of Ethiopia] : [https://nai.uu.se/download/18.39fca04516faedec8b248c7f/1580827647442/ORTDEB205.pdf Debre Tabor - Delo wereda] | Ort = Uppsala | Verlag = The Nordic Africa Institute | Jahr = 2005 | Seiten = 23–41 | Kommentar = Internetpublikation. }}</ref> * <ref name="bradt">{{Buch | Autor = Briggs, Philip | Titel = Guide to Ethiopia | Ort = Chalfont St. Peter | Verlag = Bradt | Jahr = 1995 | ISBN = 978-1-898323-09-9 | Seiten = 164-165, 167 }}</ref> * <ref name="flug302">{{Nachricht | Autor = Olewe, Dickens u. a. | Titel = Ethiopian Airlines crash - events as they happened | url = https://www.bbc.com/news/live/world-africa-47513534 | Website = BBC News | Datum = 2019-3-10 | Abruf = 2026-9-6 }}</ref> * <ref name="bAirport">{{Nachricht | Autor = Endeshow, Dawit | Titel = Ethiopia begins $12.5 billion construction of 'Africa's biggest airport' | Website = Reuters | url = https://www.reuters.com/world/africa/ethiopia-begins-125-billion-construction-africas-biggest-airport-2026-01-10/ | Datum = 2026-1-10 | Abruf = 2026-9-6 }}</ref> </references> {{Class-3}} {{geoData | lat = 8.7646 | long = 38.9944 | zoom = 13 }} {{IstInKat|Zentraläthiopien}} ig1hoe5yzmjr0134knig3e7rxcgie55 1802368 1802365 2026-09-06T17:24:26Z RolandUnger 3 /* Geschichte */ +derg 1802368 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = [[File:Debre Zeyit - Flickr - Dave Proffer.jpg|mini|300px|Schwimmen und Bootfahren am Bishoftu-Guda-See]] | Namen = {{om|Bishooftuu}} '''·''' Bishoftu '''·''' {{am|ቢሾፍቱ}} <br /> Debre Zeyit '''·''' {{am|ደብረ ዘይት}} }} '''{{om|Bishooftuu}}''' oder '''Bishoftu''' ({{amS|ቢሾፍቱ}}; vormals ''Debre Zeyit'' oder ''Debre Zeyt'', {{am|ደብረ ዘይት}}) ist ein Ferienort mit 207.400 Einwohnern (2022) in [[Zentraläthiopien]], umgeben von fünf Kraterseen, etwa 47{{nnbsp}}km von der Hauptstadt [[Addis Abeba]] entfernt. Dank seiner Nähe zur Hauptstadt und mehrerer Seen in seinem Umfeld ist es ein beliebtes Ausflugsziel für Äthiopier und Touristen gleichermaßen. Viele Palmen und die knallrot blühenden {{Wikipedia | Bougainvilleen | Q156996 }} verleihen der Stadt ein leicht mediterranes Flair. == Hintergrund == === Lage und Namen === {{mapframe | lat = 8.7646 | long = 38.9944 | zoom = 12 | width = 300 | height = 300 | name = Karte von Bishoftu}} Bishooftuu liegt an der Straße von [[Addis Abeba]] nach [[Adama]], 47{{nnbsp}}km von der Hauptstadt entfernt. Sie ist Namensgeber für das {{Wikipedia | Bishoftu-Vulkanfeld | Q2904679 }}, in dem es liegt. In diesem Gebiet finden sich holozäne Lavaströme, Schlackenkegel, Tuffringe und Maare. Mehrere der Maare sind wassergefüllt und bilden Kraterseen. Die hohen Vulkanhügel südlich von Bishooftuu bestehen aus relativ jungem {{Wikipedia | Rhyolith | Q190727 }}, auf dem sehr junge Vorkommen von schlackigem {{Wikipedia | Olivinbasalt | Q43338 }} aufliegen. Etwa 10{{nnbsp}}km südlich der Stadt gibt es auch ein mehrere Meter mächtiges {{Wikipedia | Bimssteinvorkommen | Q180044 }}.<ref name="NAI-web" /> Es gibt Berichte früher Reisende seit 1880, in denen das Gebiet des heutigen Bishooftuu und dessen Kraterseen Ada, Adda, Addas oder Haddas genannt wurde.<ref name="NAI-web" /> In einem schwedischen Reisebericht von 1935 wurde der Ort ''Bitjofto'' genannt.<ref name="NAI-web" /> ''Bishooftuu'' (auch Bishoftu, Biscioftù, Buscioftu) ist ein Wort auf {{Wikipedia | Oromo | Q33864 }} und bedeutet schön oder angenehm. Um 1955 wurde der Ort durch Kaiser {{Wikipedia | Haile Selassie | Q41178 }} (Regierungszeit 1930–1974) umbenannt und mit dem amharischen biblischen Namen ''Debre Zeyit'' {{am|ደብረ ዘይት|b=[[w:Ölberg (Jerusalem)|Ölberg]]|inKlammern=ja}} versehen, der auf den 809{{nnbsp}}m hohen Berg östlich von [[Jerusalem]] über dem {{Wikipedia | Kidrontal | Q860532 }} Bezug nimmt. Debre Zeyit war der bevorzugte Wochenendaufenthaltsort für den Kaiser, in dem er sich auch einen Palast anlegen ließ. Ende der 1990er-Jahre, um 1999, wurde Debre Zeyit wieder in Bishooftuu umbenannt. Debre Zeyit ist aber nach wie vor gebräuchlich. === Geschichte === Wie bereits erwähnt, ist der Name Ada (Adda, Addas oder Haddas) für das Gebiet um Bishooftuu seit 1880, während Bishooftuu erstmals 1935 erwähnt wurde. Während ihrer Besatzungszeit ließen die Italiener 1937 ein Postamt errichten und begründeten 1937/1938 das Landwirtschaftsprojekt ''Azienda Agraria di Biscioftu dell’Opera Nazionale per i Combattenti'' (O.N.C.) mit dem Ziel, einen landwirtschaftlichen Versuchsbetriebs mit Plantagen und Wohngebäuden zu bilden. Das Projekt wurde aber mit dem Abzug der Italiener 1941 eingestellt.<ref name="NAI-web" /> 1946 wurde in Bishooftuu der Grundstein für die {{Wikipedia | äthiopische Luftwaffe | Q4114411 }} (ETAF) und ihren '''Luftwaffenstützpunkt''' gelegt. Die ersten ausländischen Ausbilder unter Leitung von {{Wikipedia | Carl Gustav von Rosen | Q715877 }} (1909–1977) stammten aus Schweden. Die Ausbildung erfolgte an sechs {{Wikipedia | Saab 91 Safir | Q696722 }}-Schulflugzeugen. 1947 wurden noch 16 Sturzkampfbomber {{Wikipedia | Saab B-17 | Q641911 }} geliefert, die letztmalig 1972 eingesetzt wurden. Schwedische Ausbilder waren noch bis zum Ende der 1960er-Jahre tätig. Mit der Lieferung von drei {{Wikipedia | Lockheed T-33 | Q58725 }} begann 1958 die amerikanische Zeit. Die Piloten wurden ab 1959 in den USA ausgebildet. Im Vorfeld der Gründung des {{Wikipedia | Provisorischen Militärverwaltungsrats | Q828005 }} (Derg) unter {{Wikipedia | Mengistu Haile Mariam | Q192512 }} (de-facto-Machthaber 1974–1991) im Juni 1974 kam es Anfang 1974 zu Revolten auf dem Luftwaffenstützpunkt, die im Juni 1974 in Auseinandersetzungen zwischen Luftlandetruppen und Luftwaffenangehörigen eskalierten. Trotz Sturz von Haile Selassie durch den Derg wurden noch 1976 {{Wikipedia | Northrop F-5E | Q17505522 }}-Jagdflugzeuge an Äthiopien ausgeliefert. Während Mengistu-Regierung wurde der Luftwaffenstützpunkt mit sowjetischen Militärmaschinen MiG ausgestattet. Im Mai 1991 besetzten die Streitkräfte der {{Wikipedia | Revolutionären Demokratischen Front der Äthiopischen Völker | Q1145280 }} und stürzten in der Folge die Mengistu-Regierung.<ref name="NAI-web" /> Vom {{Wikipedia | Äthiopischen Institut für Agrarforschung | Q5403550 }} wurde hier seit 1953 das ''Forschungszentrum Bishoftu'' betrieben. 1954 gab es erste Telefonanschlüsse, u.{{nnbsp}}a. für die Luftwaffe, den Kaiserpalast und das Bishoftu Hotel. Mit schwedischer, norwegischer und deutscher Unterstützung wurde 1956 das ''Evangelische Kolleg'' eingerichtet. Die Stadt beherbergt das 1963 mit UN-Unterstützung gegründete ''Nationale Veterinärinstitut Äthiopiens'', ursprünglich als ''Animal Health Assistants Training School'', das als führendes Forschungs- und Produktionszentrum für Veterinärimpfstoffe gilt. Direkt neben dem Institut befindet sich die veterinärmedizinische Fakultät der Universität Addis Abeba.<ref name="NAI-web" /> Der Bradt-Reiseführer „Ethiopia“ von 1995 nannte mehrere Hotels in Debre Zeyit, als bestes das Hora Ras Hotel.<ref name="bradt" /> Am 10. März 2019 stürzte der {{Wikipedia | Ethiopian-Airlines-Flug 302 | Q62018034 }} mit einer Boeing 737 MAX 8 kurz nach dem Start in der Nähe der Stadt Bishooftuu ab. Alle 157 Insassen kamen ums Leben.<ref name="flug302" /> Am 10. Januar 2026 begannen die Bauarbeiten am internationalen Flughafen Bishoftu, der langfristig den [[Flughafen Bole International]] ablösen soll. Die Fertigstellung ist für 2030 geplant.<ref name="bAirport" /> In der Stadt lebten 2022 etwa 207.400 Einwohner. Die größten ethnischen Gruppen sind Amharen und Oromo. === Wirtschaft === Neben dem Luftwaffenstützpunkt gibt es den Rüstungskonzern Gafat, die Ada Mehl- und Nudelfabrik, die Glasfabrik Pasqua Giuseppe PLC, die Lederwarenmanufaktur Salmida, das Frauen-Jugend-Kinder-Entwicklungsprogramm Ratson, die Wohltätigkeitsvereinigung Winrock International Ethiopia<ref name="NAI-web" /> – und natürlich Tourismus. == Anreise == === Mit dem Bus === Vom Busbahnhof '''Kality''' in [[Addis Abeba]], der sich im Süden der Stadt und 10{{nnbsp}}km vom Stadtzentrum entfernt befindet fahren regelmäßig Busse ab. Der Busbahnhof ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln umständlich und mit dem Taxi teuer zu erreichen. Es gibt aber wahrscheinlich Verbindungen von anderen, günstiger gelegenen Busbahnhöfen in der Stadt. Fragen Sie am besten vor Ort nach, z.{{nnbsp}}B. in Ihrer Unterkunft in Addis Abeba, nach der besten Option von dort aus. === Mit dem Zug === Bishoftu verfügt über einen {{Marker | name = Bahnhof | name-map = Bahnhof Bishoftu | type = railway | lat = 8.76451 | long = 39.01892 }} an der Bahnstrecke Addis Abeba–Dschibuti im Osten der Stadt. Der Zug verkehrt alle vier Tage, ab Addis Abeba am 1., 5., 9., 13., 17., 21., 25. und 29. eines jeden Monats und benötigt 15½ Stunden für die Strecke zwischen den beiden Hauptstädten. === Mit dem Flugzeug === Der nächstgelegene Flughafen ist der [[Flughafen Bole International]]. Der neue {{Marker | name = Flughafen Bishoftu International | type = airport | wikidata = Q136659509 | styles = normal }} im Westen der Stadt soll 2030 fertiggestellt werden. == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == [[File:Lac Bishoftu (3).jpg|thumb|upright|Bishoftu-See]] === Landschaften === In Bishoftu gibt es mindestens fünf kleine Kraterseen. Der {{Marker | name = Bishoftu-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24031615 | lat = 8.74186 | long = 38.98244 | styles = normal }} liegt am nächsten zur Hauptstraße und an seinem Ufer befinden sich einige Ferienanlagen mit schönem Seeblick. Die anderen Seen sind der {{Marker | name = Hora-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24028207 | lat = 8.76171 | long = 38.99266 | styles = normal }} (ein beliebter Ausgangspunkt für Wassersport, Heimat vieler Wasservögel und Austragungsort eines jährlichen Festivals), der {{Marker | name = Bishoftu-Guda-See | alt = Babogaya-See | name-local = y | wikidata = Q24031616 | type = lake | lat = 8.78757 | long = 38.99375 | styles = normal }}, der {{Marker | name = Koriftu-See | type = lake | lat = 8.77923 | long = 39.00037 | styles = normal }} und der {{Marker | name = Cheleklaka-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24031755 | lat = 8.76527 | long = 38.96999 | styles = normal }}, der sich nur zur Regenzeit mit Wasser füllt. Zu den nahegelegenen Sehenswürdigkeiten gehören der südwestlich gelegene erloschene Vulkan {{Marker | name = Zuqualla | name-local = ዝቋላ | alt = 27{{nnbsp}}km südwestlich von Bishoftu | type = volcano | wikidata = Q230269 | styles = normal }}, der {{Marker | name = Mount Yerer | alt = Ērer Terara, 17{{nnbsp}}km nördlich von Bishoftu | type = mountain | wikidata = Q24031143 | lat = 8.88934 | long = 38.95119 | styles = normal }} und der unberührte {{Marker | name = Green Crater Lake | alt = Verde-See, 7{{nnbsp}}km südlich des Bishoftu-Sees | type = lake | wikidata = Q24028209 | lat = 8.69550 | long = 38.97642 | styles = normal }}. === Kirchen === In der Stadt gibt es mehrere Kirchen, u.{{nnbsp}}a.: * {{vCard | name = St.-Michael-Kirche | name-local = ቅዱስ ሚካኤል ቤተክርስቲያን | alt = St. Mikaeal Church | type = church | lat = 8.74700 | long = 38.96800 | image = St.Miichael Church.jpg | description = Äthiopisch-orthodoxe Kirche. }} == Aktivitäten == === Wassersport === * In den Kraterseen kann man schwimmen und Boot fahren. * {{vCard | name = Kuriftu Water Park | name-local = ኩሪፍቱ የውሃ ፓርክ | type = water park | lat = 8.78172 | long = 39.00295 | description = Äthiopiens erster Wasserpark und zugleich der größte Wasserpark Ostafrikas. Er liegt im Nordosten des Kuriftu-Sees und ist ein beliebtes Ziel insbesondere für Familien mit Kindern. }} === Vogelbeobachtung === An allen Seen lassen sich viele einheimische Vogelarten beobachten. === Feste === Das '''Erntedankfest Irreecha''' der Oromo zu Ehren des Gotts Waaqa Tokkicha wird eine Woche nach der Meskel-Feier begangen. Es markiert das Ende der langen Regenzeit. Irreecha findet normalerweise jedes Jahr am 1. Oktober am Hora-See statt. == Einkaufen == == Küche == Die meisten Reisenden nutzen die Restaurants in ihren Unterkünften. Außerdem gibt es mehrere Restaurants entlang der Hauptstraße mit äthiopischen und internationalen Gerichten. == Nachtleben == == Unterkunft == An der Hauptstraße reihen sich zahlreiche Hotels aneinander. Am Ufer des Bishoftu-Sees befinden sich einige Ferienanlagen. === Mittel === * {{vCard | name = Dreamland Hotel and Resort | alt = Dreamland Family Resort | type = resort | url = https://ethiodreamland.com/ | directions = im Nordosten des Bishoftu-Sees | google-maps = 8209125702223831453 | lat = 8.74512 | long = 38.98813 | description = }} * {{vCard | name = Tommy International Hotel | name-local = ቶሚ ኢንተርናሽናል ሆቴል | type = hotel | mobile = +251 (0)91 191 5681 | google-maps = 7437323974434896319 | lat = 8.75123 | long = 38.96706 | description = }} * {{vCard | name = The Viewpoint Lodge Resort | type = resort | subtype = 3 | directions = im Südosten des Bishoftu-Guda-Sees | mobile = +251 (0)91 146 5693 | google-maps = 10721363212523267081 | lat = 8.78345 | long = 38.99701 | description = }} === Gehoben === * {{vCard | name = Asham Africa Hotel and Resort | name-local = አሻም አፍሪካ ሆቴል እና ሪዞርት | type = hotel, resort | subtype = 4 | directions = im Osten des Bishoftu-Sees | url = https://www.ashamafrica.com/ | mobile = +251 (0)91 149 1025 | email = info@ashamafrica.com | price = ab 85 US-$ | google-maps = 550682702143406897 | lat = 8.74357 | long = 38.98938 | description = }} * {{vCard | name = Kuriftu Resort & Spa Debre Zeyit | name-local = ኩሪፍቱ ሪዞርትና ስፓ ቢሾፍቱ | type = resort | directions = am Südrand des Kuriftu-Sees | url = https://www.kurifturesorts.com/resorts/bishoftu | mobile = +251 91 109 1185 | google-maps = 4970051597349892583 | lat = 8.77671 | long = 38.99912 | description = Zimmer aus Naturstein und Holz. }} * {{vCard | name = Liesak Resort | name-local = ሊሳቅ ሪዞርት | type = resort | subtype = 4 | directions = am Ostrand des Bishoftu-Guda-Sees | url = https://www.liesakresort.com/ | mobile = +251 (0)93 385 8584 | email = liesakresort@gmail.com | google-maps = 4203938644125016110 | lat = 8.78788 | long = 38.99772 | description = }} * {{vCard | name = Pyramid Hotels and Resorts | name-local = የፒራሚድ ሆቴሎች እና ሪዞርቶች | type = resort, hotel | subtype = 4 | directions = am Nordrand des Bishoftu-Sees | url = https://pyramidresortet.com/ | phone = +251 (0)11 433 1555 | mobile = +251 (0)97 029 6688 | email = contact@pyramidresortet.com | google-maps = 9051815862538063457 | lat = 8.74658 | long = 38.98412 | description = }} == Klima == In Bishoftu herrscht mildes, gemäßigtes Klima. Die Temperaturen sind ganzjährig geringer als im Tiefland. Es gibt zwei Hauptjahreszeiten: die Regenzeit von Juni bis September und die Trockenzeit von Oktober bis Mai. {{Klimatabelle|ort=Debre Zeit|sourcelink=climate-data.org: [https://en.climate-data.org/africa/ethiopia/oromia/debre-zeit-29641/ Debre Zeit Climate], eingesehen am 5.9.2026|sourcetext=&nbsp; |at=ja|atjan=17|atfeb=18|atmar=19|atapr=20|atmai=20|atjun=18|atjul=17|ataug=17|atsep=17|atoct=17|atnov=17|atdec=16 |xt=ja|xtjan=24|xtfeb=25|xtmar=26|xtapr=26|xtmai=26|xtjun=24|xtjul=22|xtaug=22|xtsep=22|xtoct=23|xtnov=23|xtdec=23 |nt=ja|ntjan=10|ntfeb=11|ntmar=13|ntapr=14|ntmai=14|ntjun=13|ntjul=13|ntaug=13|ntsep=12|ntoct=10|ntnov=10|ntdec= 9 |rm=ja|rmjan=8|rmfeb=13|rmmar=35|rmapr=57|rmmai=67|rmjun=114|rmjul=195|rmaug=206|rmsep=133|rmoct=29|rmnov=7|rmdec=3 |rh=ja|rhjan=51|rhfeb=42|rhmar=46|rhapr=53|rhmai=56|rhjun=70|rhjul=81|rhaug=83|rhsep=78|rhoct=57|rhnov=49|rhdec=51 |rd=ja|rdjan= 2|rdfeb= 3|rdmar= 6|rdapr= 8|rdmai= 8|rdjun=14|rdjul=21|rdaug=21|rdsep=16|rdoct= 4|rdnov= 1|rddec= 1 |sd=ja|sdjan=9.6|sdfeb=10.0|sdmar=10.0|sdapr=10.0|sdmai=10.0|sdjun=9.6|sdjul=8.6|sdaug=8.4|sdsep=9.8|sdoct=9.8|sdnov=9.8|sddec=9.5 }} == Praktische Hinweise == == Ausflüge == * [[Addis Abeba]] – die Hauptstadt Äthiopiens, je nach Verkehrslage etwa eine Stunde Fahrtzeit entfernt. * [[Adama]] – Eine bedeutende Stadt südöstlich von Bishoftu. * [[Awash-Nationalpark]] – Ein Schutzgebiet, das für seine Tierwelt, seine vulkanischen Landschaften und den Awash-Fluss bekannt ist. * [[Baatuu]] (Ziway) – Eine Stadt am See weiter südlich im Großen Afrikanischen Grabenbruch. == Einzelnachweise == <references> * <ref name="NAI-web">{{Buch | Autor = Lindahl, Bernhard | Titel = [https://nai.uu.se/library/resources/thematic-resources/local-history-of-ethiopia.html Local history of Ethiopia] : [https://nai.uu.se/download/18.39fca04516faedec8b248c7f/1580827647442/ORTDEB205.pdf Debre Tabor - Delo wereda] | Ort = Uppsala | Verlag = The Nordic Africa Institute | Jahr = 2005 | Seiten = 23–41 | Kommentar = Internetpublikation. }}</ref> * <ref name="bradt">{{Buch | Autor = Briggs, Philip | Titel = Guide to Ethiopia | Ort = Chalfont St. Peter | Verlag = Bradt | Jahr = 1995 | ISBN = 978-1-898323-09-9 | Seiten = 164-165, 167 }}</ref> * <ref name="flug302">{{Nachricht | Autor = Olewe, Dickens u. a. | Titel = Ethiopian Airlines crash - events as they happened | url = https://www.bbc.com/news/live/world-africa-47513534 | Website = BBC News | Datum = 2019-3-10 | Abruf = 2026-9-6 }}</ref> * <ref name="bAirport">{{Nachricht | Autor = Endeshow, Dawit | Titel = Ethiopia begins $12.5 billion construction of 'Africa's biggest airport' | Website = Reuters | url = https://www.reuters.com/world/africa/ethiopia-begins-125-billion-construction-africas-biggest-airport-2026-01-10/ | Datum = 2026-1-10 | Abruf = 2026-9-6 }}</ref> </references> {{Class-3}} {{geoData | lat = 8.7646 | long = 38.9944 | zoom = 13 }} {{IstInKat|Zentraläthiopien}} crev6s0l88a3jniqwjt97cf8p7a35on 1802369 1802368 2026-09-06T17:26:11Z RolandUnger 3 /* Geschichte */ 1802369 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = [[File:Debre Zeyit - Flickr - Dave Proffer.jpg|mini|300px|Schwimmen und Bootfahren am Bishoftu-Guda-See]] | Namen = {{om|Bishooftuu}} '''·''' Bishoftu '''·''' {{am|ቢሾፍቱ}} <br /> Debre Zeyit '''·''' {{am|ደብረ ዘይት}} }} '''{{om|Bishooftuu}}''' oder '''Bishoftu''' ({{amS|ቢሾፍቱ}}; vormals ''Debre Zeyit'' oder ''Debre Zeyt'', {{am|ደብረ ዘይት}}) ist ein Ferienort mit 207.400 Einwohnern (2022) in [[Zentraläthiopien]], umgeben von fünf Kraterseen, etwa 47{{nnbsp}}km von der Hauptstadt [[Addis Abeba]] entfernt. Dank seiner Nähe zur Hauptstadt und mehrerer Seen in seinem Umfeld ist es ein beliebtes Ausflugsziel für Äthiopier und Touristen gleichermaßen. Viele Palmen und die knallrot blühenden {{Wikipedia | Bougainvilleen | Q156996 }} verleihen der Stadt ein leicht mediterranes Flair. == Hintergrund == === Lage und Namen === {{mapframe | lat = 8.7646 | long = 38.9944 | zoom = 12 | width = 300 | height = 300 | name = Karte von Bishoftu}} Bishooftuu liegt an der Straße von [[Addis Abeba]] nach [[Adama]], 47{{nnbsp}}km von der Hauptstadt entfernt. Sie ist Namensgeber für das {{Wikipedia | Bishoftu-Vulkanfeld | Q2904679 }}, in dem es liegt. In diesem Gebiet finden sich holozäne Lavaströme, Schlackenkegel, Tuffringe und Maare. Mehrere der Maare sind wassergefüllt und bilden Kraterseen. Die hohen Vulkanhügel südlich von Bishooftuu bestehen aus relativ jungem {{Wikipedia | Rhyolith | Q190727 }}, auf dem sehr junge Vorkommen von schlackigem {{Wikipedia | Olivinbasalt | Q43338 }} aufliegen. Etwa 10{{nnbsp}}km südlich der Stadt gibt es auch ein mehrere Meter mächtiges {{Wikipedia | Bimssteinvorkommen | Q180044 }}.<ref name="NAI-web" /> Es gibt Berichte früher Reisende seit 1880, in denen das Gebiet des heutigen Bishooftuu und dessen Kraterseen Ada, Adda, Addas oder Haddas genannt wurde.<ref name="NAI-web" /> In einem schwedischen Reisebericht von 1935 wurde der Ort ''Bitjofto'' genannt.<ref name="NAI-web" /> ''Bishooftuu'' (auch Bishoftu, Biscioftù, Buscioftu) ist ein Wort auf {{Wikipedia | Oromo | Q33864 }} und bedeutet schön oder angenehm. Um 1955 wurde der Ort durch Kaiser {{Wikipedia | Haile Selassie | Q41178 }} (Regierungszeit 1930–1974) umbenannt und mit dem amharischen biblischen Namen ''Debre Zeyit'' {{am|ደብረ ዘይት|b=[[w:Ölberg (Jerusalem)|Ölberg]]|inKlammern=ja}} versehen, der auf den 809{{nnbsp}}m hohen Berg östlich von [[Jerusalem]] über dem {{Wikipedia | Kidrontal | Q860532 }} Bezug nimmt. Debre Zeyit war der bevorzugte Wochenendaufenthaltsort für den Kaiser, in dem er sich auch einen Palast anlegen ließ. Ende der 1990er-Jahre, um 1999, wurde Debre Zeyit wieder in Bishooftuu umbenannt. Debre Zeyit ist aber nach wie vor gebräuchlich. === Geschichte === Wie bereits erwähnt, ist der Name Ada (Adda, Addas oder Haddas) für das Gebiet um Bishooftuu seit 1880, während Bishooftuu erstmals 1935 erwähnt wurde. Während ihrer Besatzungszeit ließen die Italiener 1937 ein Postamt errichten und begründeten 1937/1938 das Landwirtschaftsprojekt ''Azienda Agraria di Biscioftu dell’Opera Nazionale per i Combattenti'' (O.N.C.) mit dem Ziel, einen landwirtschaftlichen Versuchsbetriebs mit Plantagen und Wohngebäuden zu bilden. Das Projekt wurde aber mit dem Abzug der Italiener 1941 eingestellt.<ref name="NAI-web" /> 1946 wurde in Bishooftuu der Grundstein für die {{Wikipedia | äthiopische Luftwaffe | Q4114411 }} (ETAF) und ihren '''Luftwaffenstützpunkt''' gelegt. Die ersten ausländischen Ausbilder unter Leitung von {{Wikipedia | Carl Gustav von Rosen | Q715877 }} (1909–1977) stammten aus Schweden. Die Ausbildung erfolgte an sechs {{Wikipedia | Saab 91 Safir | Q696722 }}-Schulflugzeugen. 1947 wurden noch 16 Sturzkampfbomber {{Wikipedia | Saab B-17 | Q641911 }} geliefert, die letztmalig 1972 eingesetzt wurden. Schwedische Ausbilder waren noch bis zum Ende der 1960er-Jahre tätig. Mit der Lieferung von drei {{Wikipedia | Lockheed T-33 | Q58725 }} begann 1958 die amerikanische Zeit. Die Piloten wurden ab 1959 in den USA ausgebildet. Im Vorfeld der Gründung des {{Wikipedia | Provisorischen Militärverwaltungsrats | Q828005 }} (Derg) unter {{Wikipedia | Mengistu Haile Mariam | Q192512 }} (de-facto-Machthaber 1974–1991) im Juni 1974 kam es Anfang 1974 zu Revolten auf dem Luftwaffenstützpunkt, die im Juni 1974 in Auseinandersetzungen zwischen Luftlandetruppen und Luftwaffenangehörigen eskalierten. Trotz Sturz von Haile Selassie durch den Derg wurden noch 1976 {{Wikipedia | Northrop F-5E | Q17505522 }}-Jagdflugzeuge an Äthiopien ausgeliefert. Während der Mengistu-Regierung wurde der Luftwaffenstützpunkt mit sowjetischen Militärmaschinen MiG ausgestattet. Im Mai 1991 besetzten die Streitkräfte der {{Wikipedia | Revolutionären Demokratischen Front der Äthiopischen Völker | Q1145280 }} und stürzten in der Folge die Mengistu-Regierung.<ref name="NAI-web" /> Vom {{Wikipedia | Äthiopischen Institut für Agrarforschung | Q5403550 }} wurde hier seit 1953 das ''Forschungszentrum Bishoftu'' betrieben. 1954 gab es erste Telefonanschlüsse, u.{{nnbsp}}a. für die Luftwaffe, den Kaiserpalast und das Bishoftu Hotel. Mit schwedischer, norwegischer und deutscher Unterstützung wurde 1956 das ''Evangelische Kolleg'' eingerichtet. Die Stadt beherbergt das 1963 mit UN-Unterstützung gegründete ''Nationale Veterinärinstitut Äthiopiens'', ursprünglich als ''Animal Health Assistants Training School'', das als führendes Forschungs- und Produktionszentrum für Veterinärimpfstoffe gilt. Direkt neben dem Institut befindet sich die veterinärmedizinische Fakultät der Universität Addis Abeba.<ref name="NAI-web" /> Der Bradt-Reiseführer „Ethiopia“ von 1995 nannte mehrere Hotels in Debre Zeyit, als bestes das Hora Ras Hotel.<ref name="bradt" /> Am 10. März 2019 stürzte der {{Wikipedia | Ethiopian-Airlines-Flug 302 | Q62018034 }} mit einer Boeing 737 MAX 8 kurz nach dem Start in der Nähe der Stadt Bishooftuu ab. Alle 157 Insassen kamen ums Leben.<ref name="flug302" /> Am 10. Januar 2026 begannen die Bauarbeiten am internationalen Flughafen Bishoftu, der langfristig den [[Flughafen Bole International]] ablösen soll. Die Fertigstellung ist für 2030 geplant.<ref name="bAirport" /> In der Stadt lebten 2022 etwa 207.400 Einwohner. Die größten ethnischen Gruppen sind Amharen und Oromo. === Wirtschaft === Neben dem Luftwaffenstützpunkt gibt es den Rüstungskonzern Gafat, die Ada Mehl- und Nudelfabrik, die Glasfabrik Pasqua Giuseppe PLC, die Lederwarenmanufaktur Salmida, das Frauen-Jugend-Kinder-Entwicklungsprogramm Ratson, die Wohltätigkeitsvereinigung Winrock International Ethiopia<ref name="NAI-web" /> – und natürlich Tourismus. == Anreise == === Mit dem Bus === Vom Busbahnhof '''Kality''' in [[Addis Abeba]], der sich im Süden der Stadt und 10{{nnbsp}}km vom Stadtzentrum entfernt befindet fahren regelmäßig Busse ab. Der Busbahnhof ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln umständlich und mit dem Taxi teuer zu erreichen. Es gibt aber wahrscheinlich Verbindungen von anderen, günstiger gelegenen Busbahnhöfen in der Stadt. Fragen Sie am besten vor Ort nach, z.{{nnbsp}}B. in Ihrer Unterkunft in Addis Abeba, nach der besten Option von dort aus. === Mit dem Zug === Bishoftu verfügt über einen {{Marker | name = Bahnhof | name-map = Bahnhof Bishoftu | type = railway | lat = 8.76451 | long = 39.01892 }} an der Bahnstrecke Addis Abeba–Dschibuti im Osten der Stadt. Der Zug verkehrt alle vier Tage, ab Addis Abeba am 1., 5., 9., 13., 17., 21., 25. und 29. eines jeden Monats und benötigt 15½ Stunden für die Strecke zwischen den beiden Hauptstädten. === Mit dem Flugzeug === Der nächstgelegene Flughafen ist der [[Flughafen Bole International]]. Der neue {{Marker | name = Flughafen Bishoftu International | type = airport | wikidata = Q136659509 | styles = normal }} im Westen der Stadt soll 2030 fertiggestellt werden. == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == [[File:Lac Bishoftu (3).jpg|thumb|upright|Bishoftu-See]] === Landschaften === In Bishoftu gibt es mindestens fünf kleine Kraterseen. Der {{Marker | name = Bishoftu-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24031615 | lat = 8.74186 | long = 38.98244 | styles = normal }} liegt am nächsten zur Hauptstraße und an seinem Ufer befinden sich einige Ferienanlagen mit schönem Seeblick. Die anderen Seen sind der {{Marker | name = Hora-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24028207 | lat = 8.76171 | long = 38.99266 | styles = normal }} (ein beliebter Ausgangspunkt für Wassersport, Heimat vieler Wasservögel und Austragungsort eines jährlichen Festivals), der {{Marker | name = Bishoftu-Guda-See | alt = Babogaya-See | name-local = y | wikidata = Q24031616 | type = lake | lat = 8.78757 | long = 38.99375 | styles = normal }}, der {{Marker | name = Koriftu-See | type = lake | lat = 8.77923 | long = 39.00037 | styles = normal }} und der {{Marker | name = Cheleklaka-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24031755 | lat = 8.76527 | long = 38.96999 | styles = normal }}, der sich nur zur Regenzeit mit Wasser füllt. Zu den nahegelegenen Sehenswürdigkeiten gehören der südwestlich gelegene erloschene Vulkan {{Marker | name = Zuqualla | name-local = ዝቋላ | alt = 27{{nnbsp}}km südwestlich von Bishoftu | type = volcano | wikidata = Q230269 | styles = normal }}, der {{Marker | name = Mount Yerer | alt = Ērer Terara, 17{{nnbsp}}km nördlich von Bishoftu | type = mountain | wikidata = Q24031143 | lat = 8.88934 | long = 38.95119 | styles = normal }} und der unberührte {{Marker | name = Green Crater Lake | alt = Verde-See, 7{{nnbsp}}km südlich des Bishoftu-Sees | type = lake | wikidata = Q24028209 | lat = 8.69550 | long = 38.97642 | styles = normal }}. === Kirchen === In der Stadt gibt es mehrere Kirchen, u.{{nnbsp}}a.: * {{vCard | name = St.-Michael-Kirche | name-local = ቅዱስ ሚካኤል ቤተክርስቲያን | alt = St. Mikaeal Church | type = church | lat = 8.74700 | long = 38.96800 | image = St.Miichael Church.jpg | description = Äthiopisch-orthodoxe Kirche. }} == Aktivitäten == === Wassersport === * In den Kraterseen kann man schwimmen und Boot fahren. * {{vCard | name = Kuriftu Water Park | name-local = ኩሪፍቱ የውሃ ፓርክ | type = water park | lat = 8.78172 | long = 39.00295 | description = Äthiopiens erster Wasserpark und zugleich der größte Wasserpark Ostafrikas. Er liegt im Nordosten des Kuriftu-Sees und ist ein beliebtes Ziel insbesondere für Familien mit Kindern. }} === Vogelbeobachtung === An allen Seen lassen sich viele einheimische Vogelarten beobachten. === Feste === Das '''Erntedankfest Irreecha''' der Oromo zu Ehren des Gotts Waaqa Tokkicha wird eine Woche nach der Meskel-Feier begangen. Es markiert das Ende der langen Regenzeit. Irreecha findet normalerweise jedes Jahr am 1. Oktober am Hora-See statt. == Einkaufen == == Küche == Die meisten Reisenden nutzen die Restaurants in ihren Unterkünften. Außerdem gibt es mehrere Restaurants entlang der Hauptstraße mit äthiopischen und internationalen Gerichten. == Nachtleben == == Unterkunft == An der Hauptstraße reihen sich zahlreiche Hotels aneinander. Am Ufer des Bishoftu-Sees befinden sich einige Ferienanlagen. === Mittel === * {{vCard | name = Dreamland Hotel and Resort | alt = Dreamland Family Resort | type = resort | url = https://ethiodreamland.com/ | directions = im Nordosten des Bishoftu-Sees | google-maps = 8209125702223831453 | lat = 8.74512 | long = 38.98813 | description = }} * {{vCard | name = Tommy International Hotel | name-local = ቶሚ ኢንተርናሽናል ሆቴል | type = hotel | mobile = +251 (0)91 191 5681 | google-maps = 7437323974434896319 | lat = 8.75123 | long = 38.96706 | description = }} * {{vCard | name = The Viewpoint Lodge Resort | type = resort | subtype = 3 | directions = im Südosten des Bishoftu-Guda-Sees | mobile = +251 (0)91 146 5693 | google-maps = 10721363212523267081 | lat = 8.78345 | long = 38.99701 | description = }} === Gehoben === * {{vCard | name = Asham Africa Hotel and Resort | name-local = አሻም አፍሪካ ሆቴል እና ሪዞርት | type = hotel, resort | subtype = 4 | directions = im Osten des Bishoftu-Sees | url = https://www.ashamafrica.com/ | mobile = +251 (0)91 149 1025 | email = info@ashamafrica.com | price = ab 85 US-$ | google-maps = 550682702143406897 | lat = 8.74357 | long = 38.98938 | description = }} * {{vCard | name = Kuriftu Resort & Spa Debre Zeyit | name-local = ኩሪፍቱ ሪዞርትና ስፓ ቢሾፍቱ | type = resort | directions = am Südrand des Kuriftu-Sees | url = https://www.kurifturesorts.com/resorts/bishoftu | mobile = +251 91 109 1185 | google-maps = 4970051597349892583 | lat = 8.77671 | long = 38.99912 | description = Zimmer aus Naturstein und Holz. }} * {{vCard | name = Liesak Resort | name-local = ሊሳቅ ሪዞርት | type = resort | subtype = 4 | directions = am Ostrand des Bishoftu-Guda-Sees | url = https://www.liesakresort.com/ | mobile = +251 (0)93 385 8584 | email = liesakresort@gmail.com | google-maps = 4203938644125016110 | lat = 8.78788 | long = 38.99772 | description = }} * {{vCard | name = Pyramid Hotels and Resorts | name-local = የፒራሚድ ሆቴሎች እና ሪዞርቶች | type = resort, hotel | subtype = 4 | directions = am Nordrand des Bishoftu-Sees | url = https://pyramidresortet.com/ | phone = +251 (0)11 433 1555 | mobile = +251 (0)97 029 6688 | email = contact@pyramidresortet.com | google-maps = 9051815862538063457 | lat = 8.74658 | long = 38.98412 | description = }} == Klima == In Bishoftu herrscht mildes, gemäßigtes Klima. Die Temperaturen sind ganzjährig geringer als im Tiefland. Es gibt zwei Hauptjahreszeiten: die Regenzeit von Juni bis September und die Trockenzeit von Oktober bis Mai. {{Klimatabelle|ort=Debre Zeit|sourcelink=climate-data.org: [https://en.climate-data.org/africa/ethiopia/oromia/debre-zeit-29641/ Debre Zeit Climate], eingesehen am 5.9.2026|sourcetext=&nbsp; |at=ja|atjan=17|atfeb=18|atmar=19|atapr=20|atmai=20|atjun=18|atjul=17|ataug=17|atsep=17|atoct=17|atnov=17|atdec=16 |xt=ja|xtjan=24|xtfeb=25|xtmar=26|xtapr=26|xtmai=26|xtjun=24|xtjul=22|xtaug=22|xtsep=22|xtoct=23|xtnov=23|xtdec=23 |nt=ja|ntjan=10|ntfeb=11|ntmar=13|ntapr=14|ntmai=14|ntjun=13|ntjul=13|ntaug=13|ntsep=12|ntoct=10|ntnov=10|ntdec= 9 |rm=ja|rmjan=8|rmfeb=13|rmmar=35|rmapr=57|rmmai=67|rmjun=114|rmjul=195|rmaug=206|rmsep=133|rmoct=29|rmnov=7|rmdec=3 |rh=ja|rhjan=51|rhfeb=42|rhmar=46|rhapr=53|rhmai=56|rhjun=70|rhjul=81|rhaug=83|rhsep=78|rhoct=57|rhnov=49|rhdec=51 |rd=ja|rdjan= 2|rdfeb= 3|rdmar= 6|rdapr= 8|rdmai= 8|rdjun=14|rdjul=21|rdaug=21|rdsep=16|rdoct= 4|rdnov= 1|rddec= 1 |sd=ja|sdjan=9.6|sdfeb=10.0|sdmar=10.0|sdapr=10.0|sdmai=10.0|sdjun=9.6|sdjul=8.6|sdaug=8.4|sdsep=9.8|sdoct=9.8|sdnov=9.8|sddec=9.5 }} == Praktische Hinweise == == Ausflüge == * [[Addis Abeba]] – die Hauptstadt Äthiopiens, je nach Verkehrslage etwa eine Stunde Fahrtzeit entfernt. * [[Adama]] – Eine bedeutende Stadt südöstlich von Bishoftu. * [[Awash-Nationalpark]] – Ein Schutzgebiet, das für seine Tierwelt, seine vulkanischen Landschaften und den Awash-Fluss bekannt ist. * [[Baatuu]] (Ziway) – Eine Stadt am See weiter südlich im Großen Afrikanischen Grabenbruch. == Einzelnachweise == <references> * <ref name="NAI-web">{{Buch | Autor = Lindahl, Bernhard | Titel = [https://nai.uu.se/library/resources/thematic-resources/local-history-of-ethiopia.html Local history of Ethiopia] : [https://nai.uu.se/download/18.39fca04516faedec8b248c7f/1580827647442/ORTDEB205.pdf Debre Tabor - Delo wereda] | Ort = Uppsala | Verlag = The Nordic Africa Institute | Jahr = 2005 | Seiten = 23–41 | Kommentar = Internetpublikation. }}</ref> * <ref name="bradt">{{Buch | Autor = Briggs, Philip | Titel = Guide to Ethiopia | Ort = Chalfont St. Peter | Verlag = Bradt | Jahr = 1995 | ISBN = 978-1-898323-09-9 | Seiten = 164-165, 167 }}</ref> * <ref name="flug302">{{Nachricht | Autor = Olewe, Dickens u. a. | Titel = Ethiopian Airlines crash - events as they happened | url = https://www.bbc.com/news/live/world-africa-47513534 | Website = BBC News | Datum = 2019-3-10 | Abruf = 2026-9-6 }}</ref> * <ref name="bAirport">{{Nachricht | Autor = Endeshow, Dawit | Titel = Ethiopia begins $12.5 billion construction of 'Africa's biggest airport' | Website = Reuters | url = https://www.reuters.com/world/africa/ethiopia-begins-125-billion-construction-africas-biggest-airport-2026-01-10/ | Datum = 2026-1-10 | Abruf = 2026-9-6 }}</ref> </references> {{Class-3}} {{geoData | lat = 8.7646 | long = 38.9944 | zoom = 13 }} {{IstInKat|Zentraläthiopien}} 5vufy9ee5rtoch3bjv57l2eiow8x1mn 1802606 1802369 2026-09-07T06:31:36Z RolandUnger 3 /* Unterkunft */ 1802606 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = [[File:Debre Zeyit - Flickr - Dave Proffer.jpg|mini|300px|Schwimmen und Bootfahren am Bishoftu-Guda-See]] | Namen = {{om|Bishooftuu}} '''·''' Bishoftu '''·''' {{am|ቢሾፍቱ}} <br /> Debre Zeyit '''·''' {{am|ደብረ ዘይት}} }} '''{{om|Bishooftuu}}''' oder '''Bishoftu''' ({{amS|ቢሾፍቱ}}; vormals ''Debre Zeyit'' oder ''Debre Zeyt'', {{am|ደብረ ዘይት}}) ist ein Ferienort mit 207.400 Einwohnern (2022) in [[Zentraläthiopien]], umgeben von fünf Kraterseen, etwa 47{{nnbsp}}km von der Hauptstadt [[Addis Abeba]] entfernt. Dank seiner Nähe zur Hauptstadt und mehrerer Seen in seinem Umfeld ist es ein beliebtes Ausflugsziel für Äthiopier und Touristen gleichermaßen. Viele Palmen und die knallrot blühenden {{Wikipedia | Bougainvilleen | Q156996 }} verleihen der Stadt ein leicht mediterranes Flair. == Hintergrund == === Lage und Namen === {{mapframe | lat = 8.7646 | long = 38.9944 | zoom = 12 | width = 300 | height = 300 | name = Karte von Bishoftu}} Bishooftuu liegt an der Straße von [[Addis Abeba]] nach [[Adama]], 47{{nnbsp}}km von der Hauptstadt entfernt. Sie ist Namensgeber für das {{Wikipedia | Bishoftu-Vulkanfeld | Q2904679 }}, in dem es liegt. In diesem Gebiet finden sich holozäne Lavaströme, Schlackenkegel, Tuffringe und Maare. Mehrere der Maare sind wassergefüllt und bilden Kraterseen. Die hohen Vulkanhügel südlich von Bishooftuu bestehen aus relativ jungem {{Wikipedia | Rhyolith | Q190727 }}, auf dem sehr junge Vorkommen von schlackigem {{Wikipedia | Olivinbasalt | Q43338 }} aufliegen. Etwa 10{{nnbsp}}km südlich der Stadt gibt es auch ein mehrere Meter mächtiges {{Wikipedia | Bimssteinvorkommen | Q180044 }}.<ref name="NAI-web" /> Es gibt Berichte früher Reisende seit 1880, in denen das Gebiet des heutigen Bishooftuu und dessen Kraterseen Ada, Adda, Addas oder Haddas genannt wurde.<ref name="NAI-web" /> In einem schwedischen Reisebericht von 1935 wurde der Ort ''Bitjofto'' genannt.<ref name="NAI-web" /> ''Bishooftuu'' (auch Bishoftu, Biscioftù, Buscioftu) ist ein Wort auf {{Wikipedia | Oromo | Q33864 }} und bedeutet schön oder angenehm. Um 1955 wurde der Ort durch Kaiser {{Wikipedia | Haile Selassie | Q41178 }} (Regierungszeit 1930–1974) umbenannt und mit dem amharischen biblischen Namen ''Debre Zeyit'' {{am|ደብረ ዘይት|b=[[w:Ölberg (Jerusalem)|Ölberg]]|inKlammern=ja}} versehen, der auf den 809{{nnbsp}}m hohen Berg östlich von [[Jerusalem]] über dem {{Wikipedia | Kidrontal | Q860532 }} Bezug nimmt. Debre Zeyit war der bevorzugte Wochenendaufenthaltsort für den Kaiser, in dem er sich auch einen Palast anlegen ließ. Ende der 1990er-Jahre, um 1999, wurde Debre Zeyit wieder in Bishooftuu umbenannt. Debre Zeyit ist aber nach wie vor gebräuchlich. === Geschichte === Wie bereits erwähnt, ist der Name Ada (Adda, Addas oder Haddas) für das Gebiet um Bishooftuu seit 1880, während Bishooftuu erstmals 1935 erwähnt wurde. Während ihrer Besatzungszeit ließen die Italiener 1937 ein Postamt errichten und begründeten 1937/1938 das Landwirtschaftsprojekt ''Azienda Agraria di Biscioftu dell’Opera Nazionale per i Combattenti'' (O.N.C.) mit dem Ziel, einen landwirtschaftlichen Versuchsbetriebs mit Plantagen und Wohngebäuden zu bilden. Das Projekt wurde aber mit dem Abzug der Italiener 1941 eingestellt.<ref name="NAI-web" /> 1946 wurde in Bishooftuu der Grundstein für die {{Wikipedia | äthiopische Luftwaffe | Q4114411 }} (ETAF) und ihren '''Luftwaffenstützpunkt''' gelegt. Die ersten ausländischen Ausbilder unter Leitung von {{Wikipedia | Carl Gustav von Rosen | Q715877 }} (1909–1977) stammten aus Schweden. Die Ausbildung erfolgte an sechs {{Wikipedia | Saab 91 Safir | Q696722 }}-Schulflugzeugen. 1947 wurden noch 16 Sturzkampfbomber {{Wikipedia | Saab B-17 | Q641911 }} geliefert, die letztmalig 1972 eingesetzt wurden. Schwedische Ausbilder waren noch bis zum Ende der 1960er-Jahre tätig. Mit der Lieferung von drei {{Wikipedia | Lockheed T-33 | Q58725 }} begann 1958 die amerikanische Zeit. Die Piloten wurden ab 1959 in den USA ausgebildet. Im Vorfeld der Gründung des {{Wikipedia | Provisorischen Militärverwaltungsrats | Q828005 }} (Derg) unter {{Wikipedia | Mengistu Haile Mariam | Q192512 }} (de-facto-Machthaber 1974–1991) im Juni 1974 kam es Anfang 1974 zu Revolten auf dem Luftwaffenstützpunkt, die im Juni 1974 in Auseinandersetzungen zwischen Luftlandetruppen und Luftwaffenangehörigen eskalierten. Trotz Sturz von Haile Selassie durch den Derg wurden noch 1976 {{Wikipedia | Northrop F-5E | Q17505522 }}-Jagdflugzeuge an Äthiopien ausgeliefert. Während der Mengistu-Regierung wurde der Luftwaffenstützpunkt mit sowjetischen Militärmaschinen MiG ausgestattet. Im Mai 1991 besetzten die Streitkräfte der {{Wikipedia | Revolutionären Demokratischen Front der Äthiopischen Völker | Q1145280 }} und stürzten in der Folge die Mengistu-Regierung.<ref name="NAI-web" /> Vom {{Wikipedia | Äthiopischen Institut für Agrarforschung | Q5403550 }} wurde hier seit 1953 das ''Forschungszentrum Bishoftu'' betrieben. 1954 gab es erste Telefonanschlüsse, u.{{nnbsp}}a. für die Luftwaffe, den Kaiserpalast und das Bishoftu Hotel. Mit schwedischer, norwegischer und deutscher Unterstützung wurde 1956 das ''Evangelische Kolleg'' eingerichtet. Die Stadt beherbergt das 1963 mit UN-Unterstützung gegründete ''Nationale Veterinärinstitut Äthiopiens'', ursprünglich als ''Animal Health Assistants Training School'', das als führendes Forschungs- und Produktionszentrum für Veterinärimpfstoffe gilt. Direkt neben dem Institut befindet sich die veterinärmedizinische Fakultät der Universität Addis Abeba.<ref name="NAI-web" /> Der Bradt-Reiseführer „Ethiopia“ von 1995 nannte mehrere Hotels in Debre Zeyit, als bestes das Hora Ras Hotel.<ref name="bradt" /> Am 10. März 2019 stürzte der {{Wikipedia | Ethiopian-Airlines-Flug 302 | Q62018034 }} mit einer Boeing 737 MAX 8 kurz nach dem Start in der Nähe der Stadt Bishooftuu ab. Alle 157 Insassen kamen ums Leben.<ref name="flug302" /> Am 10. Januar 2026 begannen die Bauarbeiten am internationalen Flughafen Bishoftu, der langfristig den [[Flughafen Bole International]] ablösen soll. Die Fertigstellung ist für 2030 geplant.<ref name="bAirport" /> In der Stadt lebten 2022 etwa 207.400 Einwohner. Die größten ethnischen Gruppen sind Amharen und Oromo. === Wirtschaft === Neben dem Luftwaffenstützpunkt gibt es den Rüstungskonzern Gafat, die Ada Mehl- und Nudelfabrik, die Glasfabrik Pasqua Giuseppe PLC, die Lederwarenmanufaktur Salmida, das Frauen-Jugend-Kinder-Entwicklungsprogramm Ratson, die Wohltätigkeitsvereinigung Winrock International Ethiopia<ref name="NAI-web" /> – und natürlich Tourismus. == Anreise == === Mit dem Bus === Vom Busbahnhof '''Kality''' in [[Addis Abeba]], der sich im Süden der Stadt und 10{{nnbsp}}km vom Stadtzentrum entfernt befindet fahren regelmäßig Busse ab. Der Busbahnhof ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln umständlich und mit dem Taxi teuer zu erreichen. Es gibt aber wahrscheinlich Verbindungen von anderen, günstiger gelegenen Busbahnhöfen in der Stadt. Fragen Sie am besten vor Ort nach, z.{{nnbsp}}B. in Ihrer Unterkunft in Addis Abeba, nach der besten Option von dort aus. === Mit dem Zug === Bishoftu verfügt über einen {{Marker | name = Bahnhof | name-map = Bahnhof Bishoftu | type = railway | lat = 8.76451 | long = 39.01892 }} an der Bahnstrecke Addis Abeba–Dschibuti im Osten der Stadt. Der Zug verkehrt alle vier Tage, ab Addis Abeba am 1., 5., 9., 13., 17., 21., 25. und 29. eines jeden Monats und benötigt 15½ Stunden für die Strecke zwischen den beiden Hauptstädten. === Mit dem Flugzeug === Der nächstgelegene Flughafen ist der [[Flughafen Bole International]]. Der neue {{Marker | name = Flughafen Bishoftu International | type = airport | wikidata = Q136659509 | styles = normal }} im Westen der Stadt soll 2030 fertiggestellt werden. == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == [[File:Lac Bishoftu (3).jpg|thumb|upright|Bishoftu-See]] === Landschaften === In Bishoftu gibt es mindestens fünf kleine Kraterseen. Der {{Marker | name = Bishoftu-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24031615 | lat = 8.74186 | long = 38.98244 | styles = normal }} liegt am nächsten zur Hauptstraße und an seinem Ufer befinden sich einige Ferienanlagen mit schönem Seeblick. Die anderen Seen sind der {{Marker | name = Hora-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24028207 | lat = 8.76171 | long = 38.99266 | styles = normal }} (ein beliebter Ausgangspunkt für Wassersport, Heimat vieler Wasservögel und Austragungsort eines jährlichen Festivals), der {{Marker | name = Bishoftu-Guda-See | alt = Babogaya-See | name-local = y | wikidata = Q24031616 | type = lake | lat = 8.78757 | long = 38.99375 | styles = normal }}, der {{Marker | name = Koriftu-See | type = lake | lat = 8.77923 | long = 39.00037 | styles = normal }} und der {{Marker | name = Cheleklaka-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24031755 | lat = 8.76527 | long = 38.96999 | styles = normal }}, der sich nur zur Regenzeit mit Wasser füllt. Zu den nahegelegenen Sehenswürdigkeiten gehören der südwestlich gelegene erloschene Vulkan {{Marker | name = Zuqualla | name-local = ዝቋላ | alt = 27{{nnbsp}}km südwestlich von Bishoftu | type = volcano | wikidata = Q230269 | styles = normal }}, der {{Marker | name = Mount Yerer | alt = Ērer Terara, 17{{nnbsp}}km nördlich von Bishoftu | type = mountain | wikidata = Q24031143 | lat = 8.88934 | long = 38.95119 | styles = normal }} und der unberührte {{Marker | name = Green Crater Lake | alt = Verde-See, 7{{nnbsp}}km südlich des Bishoftu-Sees | type = lake | wikidata = Q24028209 | lat = 8.69550 | long = 38.97642 | styles = normal }}. === Kirchen === In der Stadt gibt es mehrere Kirchen, u.{{nnbsp}}a.: * {{vCard | name = St.-Michael-Kirche | name-local = ቅዱስ ሚካኤል ቤተክርስቲያን | alt = St. Mikaeal Church | type = church | lat = 8.74700 | long = 38.96800 | image = St.Miichael Church.jpg | description = Äthiopisch-orthodoxe Kirche. }} == Aktivitäten == === Wassersport === * In den Kraterseen kann man schwimmen und Boot fahren. * {{vCard | name = Kuriftu Water Park | name-local = ኩሪፍቱ የውሃ ፓርክ | type = water park | lat = 8.78172 | long = 39.00295 | description = Äthiopiens erster Wasserpark und zugleich der größte Wasserpark Ostafrikas. Er liegt im Nordosten des Kuriftu-Sees und ist ein beliebtes Ziel insbesondere für Familien mit Kindern. }} === Vogelbeobachtung === An allen Seen lassen sich viele einheimische Vogelarten beobachten. === Feste === Das '''Erntedankfest Irreecha''' der Oromo zu Ehren des Gotts Waaqa Tokkicha wird eine Woche nach der Meskel-Feier begangen. Es markiert das Ende der langen Regenzeit. Irreecha findet normalerweise jedes Jahr am 1. Oktober am Hora-See statt. == Einkaufen == == Küche == Die meisten Reisenden nutzen die Restaurants in ihren Unterkünften. Außerdem gibt es mehrere Restaurants entlang der Hauptstraße mit äthiopischen und internationalen Gerichten. == Nachtleben == == Unterkunft == An der Hauptstraße, der Fernverkehrsstraße A1, reihen sich zahlreiche Hotels aneinander. Am Ufer des Bishoftu-Sees befinden sich einige Ferienanlagen. Im Folgenden gibt es eine Auswahl an Hotels und Resorts, die zumeist am Bishoftu- und Bishoftu-Guda-See liegen. === Mittel === * {{vCard | name = Bishandar Cottage | alt = Bishan Dar Cottage | type = hotel | directions = Ostrand des Bishoftu-Sees | mobile = +251 (0)93 088 3333 | google-maps = 6698004550317316021 | lat = 8.74428 | long = 38.98889 | description = }} * {{vCard | name = Dreamland Hotel and Resort | alt = Dreamland Family Resort | type = resort | subtype = free wlan | url = https://ethiodreamland.com/ | directions = im Nordosten des Bishoftu-Sees | google-maps = 8209125702223831453 | lat = 8.74512 | long = 38.98813 | description = }} * {{vCard | name = Pelican Paradise Resort Hotel | type = resort, hotel | directions = im Osten des Bishoftu-Guda-Sees | mobile = +251 (0)97 796 8585 | google-maps = 17305091286713966755 | lat = 8.78671 | long = 38.99824 | description = }} * {{vCard | name = Tommy International Hotel | name-local = ቶሚ ኢንተርናሽናል ሆቴል | type = hotel | mobile = +251 (0)91 191 5681 | google-maps = 7437323974434896319 | lat = 8.75123 | long = 38.96706 | description = }} * {{vCard | name = The Viewpoint Lodge Resort | type = resort | subtype = 3 | directions = im Südosten des Bishoftu-Guda-Sees | mobile = +251 (0)91 146 5693 | google-maps = 10721363212523267081 | lat = 8.78345 | long = 38.99701 | description = }} === Gehoben === * {{vCard | name = Asham Africa Hotel and Resort | name-local = አሻም አፍሪካ ሆቴል እና ሪዞርት | type = hotel, resort | subtype = 4, free wlan, swimming pool, spa | directions = im Osten des Bishoftu-Sees | url = https://www.ashamafrica.com/ | mobile = +251 (0)91 149 1025 | email = info@ashamafrica.com | price = ab 85 US-$ | google-maps = 550682702143406897 | lat = 8.74357 | long = 38.98938 | description = }} * {{vCard | name = IVY HOTEL Bishoftu | type = hotel | subtype = free wlan, spa, conference | url = https://www.ivyhotelbishoftu.com/ | phone = +251 (0)11 430 3434 | mobile = +251 (0)91 604 0506 (WhatsApp, Telegram) | email = info@ivyhotelbishoftu.com | google-maps = 17199296101690654999 | lat = 8.74443 | long = 38.96036 | description = }} * {{vCard | name = Kuriftu Resort & Spa Debre Zeyit | name-local = ኩሪፍቱ ሪዞርትና ስፓ ቢሾፍቱ | type = resort | directions = am Südrand des Kuriftu-Sees | url = https://www.kurifturesorts.com/resorts/bishoftu | mobile = +251 91 109 1185 | google-maps = 4970051597349892583 | lat = 8.77671 | long = 38.99912 | description = Zimmer aus Naturstein und Holz. }} * {{vCard | name = Lake Bishoftu Resort | type = resort | subtype = 4, free wlan, swimming pool | directions = im Westen des Bishoftu-Sees | url = https://lakebishofturesort.co/ | mobile = +251 (0)98 657 5757 | email = reservations@lakebishofturesort.co | facebook = lakebishofturesort | google-maps = 10254002077667509563 | lat = 8.74214 | long = 38.97607 | description = }} * {{vCard | name = Liesak Resort | name-local = ሊሳቅ ሪዞርት | type = resort | subtype = 4 | directions = am Ostrand des Bishoftu-Guda-Sees | url = https://www.liesakresort.com/ | mobile = +251 (0)93 385 8584 | email = liesakresort@gmail.com | google-maps = 4203938644125016110 | lat = 8.78788 | long = 38.99772 | description = }} * {{vCard | name = NOORA Resort | type = resort | subtype = 4 | url = https://nooraresort.com/ | mobile = +251 (0)97 948 4848 | email = reservation@nooraresort.com | facebook = Noora-Resort-61560754042726 | instagram = noora_resort | google-maps = 793231996995118564 | lat = 8.73978 | long = 38.97602 | description = }} * {{vCard | name = Pyramid Hotels and Resorts | name-local = የፒራሚድ ሆቴሎች እና ሪዞርቶች | type = resort, hotel | subtype = 4, free wlan, swimming pool, spa | directions = am Nordrand des Bishoftu-Sees | url = https://pyramidresortet.com/ | phone = +251 (0)11 433 1555 | mobile = +251 (0)97 029 6688 | email = contact@pyramidresortet.com | facebook = PyramidHotelsandResortsDebrezeit | instagram = pyramid_resort_ | google-maps = 9051815862538063457 | lat = 8.74658 | long = 38.98412 | description = }} * {{vCard | name = Salayish Lodge and Park | type = hotel | subtype = 4, free wlan | directions = im Nordosten des Bishoftu-Guda-Sees | url = https://www.salayishecolodge.com/ | mobile = +251 (0)94 977 7707, (0)91 121 5540 (Englisch) | email = contact@salayishlodge.com | google-maps = 14406564232724637844 | lat = 8.79015 | long = 38.99775 | description = }} == Klima == In Bishoftu herrscht mildes, gemäßigtes Klima. Die Temperaturen sind ganzjährig geringer als im Tiefland. Es gibt zwei Hauptjahreszeiten: die Regenzeit von Juni bis September und die Trockenzeit von Oktober bis Mai. {{Klimatabelle|ort=Debre Zeit|sourcelink=climate-data.org: [https://en.climate-data.org/africa/ethiopia/oromia/debre-zeit-29641/ Debre Zeit Climate], eingesehen am 5.9.2026|sourcetext=&nbsp; |at=ja|atjan=17|atfeb=18|atmar=19|atapr=20|atmai=20|atjun=18|atjul=17|ataug=17|atsep=17|atoct=17|atnov=17|atdec=16 |xt=ja|xtjan=24|xtfeb=25|xtmar=26|xtapr=26|xtmai=26|xtjun=24|xtjul=22|xtaug=22|xtsep=22|xtoct=23|xtnov=23|xtdec=23 |nt=ja|ntjan=10|ntfeb=11|ntmar=13|ntapr=14|ntmai=14|ntjun=13|ntjul=13|ntaug=13|ntsep=12|ntoct=10|ntnov=10|ntdec= 9 |rm=ja|rmjan=8|rmfeb=13|rmmar=35|rmapr=57|rmmai=67|rmjun=114|rmjul=195|rmaug=206|rmsep=133|rmoct=29|rmnov=7|rmdec=3 |rh=ja|rhjan=51|rhfeb=42|rhmar=46|rhapr=53|rhmai=56|rhjun=70|rhjul=81|rhaug=83|rhsep=78|rhoct=57|rhnov=49|rhdec=51 |rd=ja|rdjan= 2|rdfeb= 3|rdmar= 6|rdapr= 8|rdmai= 8|rdjun=14|rdjul=21|rdaug=21|rdsep=16|rdoct= 4|rdnov= 1|rddec= 1 |sd=ja|sdjan=9.6|sdfeb=10.0|sdmar=10.0|sdapr=10.0|sdmai=10.0|sdjun=9.6|sdjul=8.6|sdaug=8.4|sdsep=9.8|sdoct=9.8|sdnov=9.8|sddec=9.5 }} == Praktische Hinweise == == Ausflüge == * [[Addis Abeba]] – die Hauptstadt Äthiopiens, je nach Verkehrslage etwa eine Stunde Fahrtzeit entfernt. * [[Adama]] – Eine bedeutende Stadt südöstlich von Bishoftu. * [[Awash-Nationalpark]] – Ein Schutzgebiet, das für seine Tierwelt, seine vulkanischen Landschaften und den Awash-Fluss bekannt ist. * [[Baatuu]] (Ziway) – Eine Stadt am See weiter südlich im Großen Afrikanischen Grabenbruch. == Einzelnachweise == <references> * <ref name="NAI-web">{{Buch | Autor = Lindahl, Bernhard | Titel = [https://nai.uu.se/library/resources/thematic-resources/local-history-of-ethiopia.html Local history of Ethiopia] : [https://nai.uu.se/download/18.39fca04516faedec8b248c7f/1580827647442/ORTDEB205.pdf Debre Tabor - Delo wereda] | Ort = Uppsala | Verlag = The Nordic Africa Institute | Jahr = 2005 | Seiten = 23–41 | Kommentar = Internetpublikation. }}</ref> * <ref name="bradt">{{Buch | Autor = Briggs, Philip | Titel = Guide to Ethiopia | Ort = Chalfont St. Peter | Verlag = Bradt | Jahr = 1995 | ISBN = 978-1-898323-09-9 | Seiten = 164-165, 167 }}</ref> * <ref name="flug302">{{Nachricht | Autor = Olewe, Dickens u. a. | Titel = Ethiopian Airlines crash - events as they happened | url = https://www.bbc.com/news/live/world-africa-47513534 | Website = BBC News | Datum = 2019-3-10 | Abruf = 2026-9-6 }}</ref> * <ref name="bAirport">{{Nachricht | Autor = Endeshow, Dawit | Titel = Ethiopia begins $12.5 billion construction of 'Africa's biggest airport' | Website = Reuters | url = https://www.reuters.com/world/africa/ethiopia-begins-125-billion-construction-africas-biggest-airport-2026-01-10/ | Datum = 2026-1-10 | Abruf = 2026-9-6 }}</ref> </references> {{Class-3}} {{geoData | lat = 8.7646 | long = 38.9944 | zoom = 13 }} {{IstInKat|Zentraläthiopien}} qy7ysio7o8yrmk8vpowc74q2qtg0ofh 1802607 1802606 2026-09-07T06:37:25Z RolandUnger 3 /* Lage und Namen */ 1802607 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = [[File:Debre Zeyit - Flickr - Dave Proffer.jpg|mini|300px|Schwimmen und Bootfahren am Bishoftu-Guda-See]] | Namen = {{om|Bishooftuu}} '''·''' Bishoftu '''·''' {{am|ቢሾፍቱ}} <br /> Debre Zeyit '''·''' {{am|ደብረ ዘይት}} }} '''{{om|Bishooftuu}}''' oder '''Bishoftu''' ({{amS|ቢሾፍቱ}}; vormals ''Debre Zeyit'' oder ''Debre Zeyt'', {{am|ደብረ ዘይት}}) ist ein Ferienort mit 207.400 Einwohnern (2022) in [[Zentraläthiopien]], umgeben von fünf Kraterseen, etwa 47{{nnbsp}}km von der Hauptstadt [[Addis Abeba]] entfernt. Dank seiner Nähe zur Hauptstadt und mehrerer Seen in seinem Umfeld ist es ein beliebtes Ausflugsziel für Äthiopier und Touristen gleichermaßen. Viele Palmen und die knallrot blühenden {{Wikipedia | Bougainvilleen | Q156996 }} verleihen der Stadt ein leicht mediterranes Flair. == Hintergrund == === Lage und Namen === {{mapframe | lat = 8.7646 | long = 38.9944 | zoom = 12 | width = 300 | height = 300 | name = Karte von Bishoftu}} Bishooftuu liegt an der Fernverkehrsstraße A1 südlich von [[Addis Abeba]] nach [[Adama]], 47{{nnbsp}}km von der Hauptstadt entfernt. Sie ist Namensgeber für das {{Wikipedia | Bishoftu-Vulkanfeld | Q2904679 }}, in dem es liegt. In diesem Gebiet finden sich holozäne Lavaströme, Schlackenkegel, Tuffringe und Maare. Mehrere der Maare sind wassergefüllt und bilden Kraterseen. Die hohen Vulkanhügel südlich von Bishooftuu bestehen aus relativ jungem {{Wikipedia | Rhyolith | Q190727 }}, auf dem sehr junge Vorkommen von schlackigem {{Wikipedia | Olivinbasalt | Q43338 }} aufliegen. Etwa 10{{nnbsp}}km südlich der Stadt gibt es auch ein mehrere Meter mächtiges {{Wikipedia | Bimssteinvorkommen | Q180044 }}.<ref name="NAI-web" /> Es gibt Berichte früher Reisende seit 1880, in denen das Gebiet des heutigen Bishooftuu und dessen Kraterseen Ada, Adda, Addas oder Haddas genannt wurde.<ref name="NAI-web" /> In einem schwedischen Reisebericht von 1935 wurde der Ort ''Bitjofto'' genannt.<ref name="NAI-web" /> ''Bishooftuu'' (auch Bishoftu, Biscioftù, Buscioftu) ist ein Wort auf {{Wikipedia | Oromo | Q33864 }} und bedeutet schön oder angenehm. Um 1955 wurde der Ort durch Kaiser {{Wikipedia | Haile Selassie | Q41178 }} (Regierungszeit 1930–1974) umbenannt und mit dem amharischen biblischen Namen ''Debre Zeyit'' {{am|ደብረ ዘይት|b=[[w:Ölberg (Jerusalem)|Ölberg]]|inKlammern=ja}} versehen, der auf den 809{{nnbsp}}m hohen Berg östlich von [[Jerusalem]] über dem {{Wikipedia | Kidrontal | Q860532 }} Bezug nimmt. Debre Zeyit war der bevorzugte Wochenendaufenthaltsort für den Kaiser, in dem er sich auch einen Palast anlegen ließ. Ende der 1990er-Jahre, um 1999, wurde Debre Zeyit wieder in Bishooftuu umbenannt. Debre Zeyit ist aber nach wie vor gebräuchlich. === Geschichte === Wie bereits erwähnt, ist der Name Ada (Adda, Addas oder Haddas) für das Gebiet um Bishooftuu seit 1880, während Bishooftuu erstmals 1935 erwähnt wurde. Während ihrer Besatzungszeit ließen die Italiener 1937 ein Postamt errichten und begründeten 1937/1938 das Landwirtschaftsprojekt ''Azienda Agraria di Biscioftu dell’Opera Nazionale per i Combattenti'' (O.N.C.) mit dem Ziel, einen landwirtschaftlichen Versuchsbetriebs mit Plantagen und Wohngebäuden zu bilden. Das Projekt wurde aber mit dem Abzug der Italiener 1941 eingestellt.<ref name="NAI-web" /> 1946 wurde in Bishooftuu der Grundstein für die {{Wikipedia | äthiopische Luftwaffe | Q4114411 }} (ETAF) und ihren '''Luftwaffenstützpunkt''' gelegt. Die ersten ausländischen Ausbilder unter Leitung von {{Wikipedia | Carl Gustav von Rosen | Q715877 }} (1909–1977) stammten aus Schweden. Die Ausbildung erfolgte an sechs {{Wikipedia | Saab 91 Safir | Q696722 }}-Schulflugzeugen. 1947 wurden noch 16 Sturzkampfbomber {{Wikipedia | Saab B-17 | Q641911 }} geliefert, die letztmalig 1972 eingesetzt wurden. Schwedische Ausbilder waren noch bis zum Ende der 1960er-Jahre tätig. Mit der Lieferung von drei {{Wikipedia | Lockheed T-33 | Q58725 }} begann 1958 die amerikanische Zeit. Die Piloten wurden ab 1959 in den USA ausgebildet. Im Vorfeld der Gründung des {{Wikipedia | Provisorischen Militärverwaltungsrats | Q828005 }} (Derg) unter {{Wikipedia | Mengistu Haile Mariam | Q192512 }} (de-facto-Machthaber 1974–1991) im Juni 1974 kam es Anfang 1974 zu Revolten auf dem Luftwaffenstützpunkt, die im Juni 1974 in Auseinandersetzungen zwischen Luftlandetruppen und Luftwaffenangehörigen eskalierten. Trotz Sturz von Haile Selassie durch den Derg wurden noch 1976 {{Wikipedia | Northrop F-5E | Q17505522 }}-Jagdflugzeuge an Äthiopien ausgeliefert. Während der Mengistu-Regierung wurde der Luftwaffenstützpunkt mit sowjetischen Militärmaschinen MiG ausgestattet. Im Mai 1991 besetzten die Streitkräfte der {{Wikipedia | Revolutionären Demokratischen Front der Äthiopischen Völker | Q1145280 }} und stürzten in der Folge die Mengistu-Regierung.<ref name="NAI-web" /> Vom {{Wikipedia | Äthiopischen Institut für Agrarforschung | Q5403550 }} wurde hier seit 1953 das ''Forschungszentrum Bishoftu'' betrieben. 1954 gab es erste Telefonanschlüsse, u.{{nnbsp}}a. für die Luftwaffe, den Kaiserpalast und das Bishoftu Hotel. Mit schwedischer, norwegischer und deutscher Unterstützung wurde 1956 das ''Evangelische Kolleg'' eingerichtet. Die Stadt beherbergt das 1963 mit UN-Unterstützung gegründete ''Nationale Veterinärinstitut Äthiopiens'', ursprünglich als ''Animal Health Assistants Training School'', das als führendes Forschungs- und Produktionszentrum für Veterinärimpfstoffe gilt. Direkt neben dem Institut befindet sich die veterinärmedizinische Fakultät der Universität Addis Abeba.<ref name="NAI-web" /> Der Bradt-Reiseführer „Ethiopia“ von 1995 nannte mehrere Hotels in Debre Zeyit, als bestes das Hora Ras Hotel.<ref name="bradt" /> Am 10. März 2019 stürzte der {{Wikipedia | Ethiopian-Airlines-Flug 302 | Q62018034 }} mit einer Boeing 737 MAX 8 kurz nach dem Start in der Nähe der Stadt Bishooftuu ab. Alle 157 Insassen kamen ums Leben.<ref name="flug302" /> Am 10. Januar 2026 begannen die Bauarbeiten am internationalen Flughafen Bishoftu, der langfristig den [[Flughafen Bole International]] ablösen soll. Die Fertigstellung ist für 2030 geplant.<ref name="bAirport" /> In der Stadt lebten 2022 etwa 207.400 Einwohner. Die größten ethnischen Gruppen sind Amharen und Oromo. === Wirtschaft === Neben dem Luftwaffenstützpunkt gibt es den Rüstungskonzern Gafat, die Ada Mehl- und Nudelfabrik, die Glasfabrik Pasqua Giuseppe PLC, die Lederwarenmanufaktur Salmida, das Frauen-Jugend-Kinder-Entwicklungsprogramm Ratson, die Wohltätigkeitsvereinigung Winrock International Ethiopia<ref name="NAI-web" /> – und natürlich Tourismus. == Anreise == === Mit dem Bus === Vom Busbahnhof '''Kality''' in [[Addis Abeba]], der sich im Süden der Stadt und 10{{nnbsp}}km vom Stadtzentrum entfernt befindet fahren regelmäßig Busse ab. Der Busbahnhof ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln umständlich und mit dem Taxi teuer zu erreichen. Es gibt aber wahrscheinlich Verbindungen von anderen, günstiger gelegenen Busbahnhöfen in der Stadt. Fragen Sie am besten vor Ort nach, z.{{nnbsp}}B. in Ihrer Unterkunft in Addis Abeba, nach der besten Option von dort aus. === Mit dem Zug === Bishoftu verfügt über einen {{Marker | name = Bahnhof | name-map = Bahnhof Bishoftu | type = railway | lat = 8.76451 | long = 39.01892 }} an der Bahnstrecke Addis Abeba–Dschibuti im Osten der Stadt. Der Zug verkehrt alle vier Tage, ab Addis Abeba am 1., 5., 9., 13., 17., 21., 25. und 29. eines jeden Monats und benötigt 15½ Stunden für die Strecke zwischen den beiden Hauptstädten. === Mit dem Flugzeug === Der nächstgelegene Flughafen ist der [[Flughafen Bole International]]. Der neue {{Marker | name = Flughafen Bishoftu International | type = airport | wikidata = Q136659509 | styles = normal }} im Westen der Stadt soll 2030 fertiggestellt werden. == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == [[File:Lac Bishoftu (3).jpg|thumb|upright|Bishoftu-See]] === Landschaften === In Bishoftu gibt es mindestens fünf kleine Kraterseen. Der {{Marker | name = Bishoftu-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24031615 | lat = 8.74186 | long = 38.98244 | styles = normal }} liegt am nächsten zur Hauptstraße und an seinem Ufer befinden sich einige Ferienanlagen mit schönem Seeblick. Die anderen Seen sind der {{Marker | name = Hora-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24028207 | lat = 8.76171 | long = 38.99266 | styles = normal }} (ein beliebter Ausgangspunkt für Wassersport, Heimat vieler Wasservögel und Austragungsort eines jährlichen Festivals), der {{Marker | name = Bishoftu-Guda-See | alt = Babogaya-See | name-local = y | wikidata = Q24031616 | type = lake | lat = 8.78757 | long = 38.99375 | styles = normal }}, der {{Marker | name = Koriftu-See | type = lake | lat = 8.77923 | long = 39.00037 | styles = normal }} und der {{Marker | name = Cheleklaka-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24031755 | lat = 8.76527 | long = 38.96999 | styles = normal }}, der sich nur zur Regenzeit mit Wasser füllt. Zu den nahegelegenen Sehenswürdigkeiten gehören der südwestlich gelegene erloschene Vulkan {{Marker | name = Zuqualla | name-local = ዝቋላ | alt = 27{{nnbsp}}km südwestlich von Bishoftu | type = volcano | wikidata = Q230269 | styles = normal }}, der {{Marker | name = Mount Yerer | alt = Ērer Terara, 17{{nnbsp}}km nördlich von Bishoftu | type = mountain | wikidata = Q24031143 | lat = 8.88934 | long = 38.95119 | styles = normal }} und der unberührte {{Marker | name = Green Crater Lake | alt = Verde-See, 7{{nnbsp}}km südlich des Bishoftu-Sees | type = lake | wikidata = Q24028209 | lat = 8.69550 | long = 38.97642 | styles = normal }}. === Kirchen === In der Stadt gibt es mehrere Kirchen, u.{{nnbsp}}a.: * {{vCard | name = St.-Michael-Kirche | name-local = ቅዱስ ሚካኤል ቤተክርስቲያን | alt = St. Mikaeal Church | type = church | lat = 8.74700 | long = 38.96800 | image = St.Miichael Church.jpg | description = Äthiopisch-orthodoxe Kirche. }} == Aktivitäten == === Wassersport === * In den Kraterseen kann man schwimmen und Boot fahren. * {{vCard | name = Kuriftu Water Park | name-local = ኩሪፍቱ የውሃ ፓርክ | type = water park | lat = 8.78172 | long = 39.00295 | description = Äthiopiens erster Wasserpark und zugleich der größte Wasserpark Ostafrikas. Er liegt im Nordosten des Kuriftu-Sees und ist ein beliebtes Ziel insbesondere für Familien mit Kindern. }} === Vogelbeobachtung === An allen Seen lassen sich viele einheimische Vogelarten beobachten. === Feste === Das '''Erntedankfest Irreecha''' der Oromo zu Ehren des Gotts Waaqa Tokkicha wird eine Woche nach der Meskel-Feier begangen. Es markiert das Ende der langen Regenzeit. Irreecha findet normalerweise jedes Jahr am 1. Oktober am Hora-See statt. == Einkaufen == == Küche == Die meisten Reisenden nutzen die Restaurants in ihren Unterkünften. Außerdem gibt es mehrere Restaurants entlang der Hauptstraße mit äthiopischen und internationalen Gerichten. == Nachtleben == == Unterkunft == An der Hauptstraße, der Fernverkehrsstraße A1, reihen sich zahlreiche Hotels aneinander. Am Ufer des Bishoftu-Sees befinden sich einige Ferienanlagen. Im Folgenden gibt es eine Auswahl an Hotels und Resorts, die zumeist am Bishoftu- und Bishoftu-Guda-See liegen. === Mittel === * {{vCard | name = Bishandar Cottage | alt = Bishan Dar Cottage | type = hotel | directions = Ostrand des Bishoftu-Sees | mobile = +251 (0)93 088 3333 | google-maps = 6698004550317316021 | lat = 8.74428 | long = 38.98889 | description = }} * {{vCard | name = Dreamland Hotel and Resort | alt = Dreamland Family Resort | type = resort | subtype = free wlan | url = https://ethiodreamland.com/ | directions = im Nordosten des Bishoftu-Sees | google-maps = 8209125702223831453 | lat = 8.74512 | long = 38.98813 | description = }} * {{vCard | name = Pelican Paradise Resort Hotel | type = resort, hotel | directions = im Osten des Bishoftu-Guda-Sees | mobile = +251 (0)97 796 8585 | google-maps = 17305091286713966755 | lat = 8.78671 | long = 38.99824 | description = }} * {{vCard | name = Tommy International Hotel | name-local = ቶሚ ኢንተርናሽናል ሆቴል | type = hotel | mobile = +251 (0)91 191 5681 | google-maps = 7437323974434896319 | lat = 8.75123 | long = 38.96706 | description = }} * {{vCard | name = The Viewpoint Lodge Resort | type = resort | subtype = 3 | directions = im Südosten des Bishoftu-Guda-Sees | mobile = +251 (0)91 146 5693 | google-maps = 10721363212523267081 | lat = 8.78345 | long = 38.99701 | description = }} === Gehoben === * {{vCard | name = Asham Africa Hotel and Resort | name-local = አሻም አፍሪካ ሆቴል እና ሪዞርት | type = hotel, resort | subtype = 4, free wlan, swimming pool, spa | directions = im Osten des Bishoftu-Sees | url = https://www.ashamafrica.com/ | mobile = +251 (0)91 149 1025 | email = info@ashamafrica.com | price = ab 85 US-$ | google-maps = 550682702143406897 | lat = 8.74357 | long = 38.98938 | description = }} * {{vCard | name = IVY HOTEL Bishoftu | type = hotel | subtype = free wlan, spa, conference | url = https://www.ivyhotelbishoftu.com/ | phone = +251 (0)11 430 3434 | mobile = +251 (0)91 604 0506 (WhatsApp, Telegram) | email = info@ivyhotelbishoftu.com | google-maps = 17199296101690654999 | lat = 8.74443 | long = 38.96036 | description = }} * {{vCard | name = Kuriftu Resort & Spa Debre Zeyit | name-local = ኩሪፍቱ ሪዞርትና ስፓ ቢሾፍቱ | type = resort | directions = am Südrand des Kuriftu-Sees | url = https://www.kurifturesorts.com/resorts/bishoftu | mobile = +251 91 109 1185 | google-maps = 4970051597349892583 | lat = 8.77671 | long = 38.99912 | description = Zimmer aus Naturstein und Holz. }} * {{vCard | name = Lake Bishoftu Resort | type = resort | subtype = 4, free wlan, swimming pool | directions = im Westen des Bishoftu-Sees | url = https://lakebishofturesort.co/ | mobile = +251 (0)98 657 5757 | email = reservations@lakebishofturesort.co | facebook = lakebishofturesort | google-maps = 10254002077667509563 | lat = 8.74214 | long = 38.97607 | description = }} * {{vCard | name = Liesak Resort | name-local = ሊሳቅ ሪዞርት | type = resort | subtype = 4 | directions = am Ostrand des Bishoftu-Guda-Sees | url = https://www.liesakresort.com/ | mobile = +251 (0)93 385 8584 | email = liesakresort@gmail.com | google-maps = 4203938644125016110 | lat = 8.78788 | long = 38.99772 | description = }} * {{vCard | name = NOORA Resort | type = resort | subtype = 4 | url = https://nooraresort.com/ | mobile = +251 (0)97 948 4848 | email = reservation@nooraresort.com | facebook = Noora-Resort-61560754042726 | instagram = noora_resort | google-maps = 793231996995118564 | lat = 8.73978 | long = 38.97602 | description = }} * {{vCard | name = Pyramid Hotels and Resorts | name-local = የፒራሚድ ሆቴሎች እና ሪዞርቶች | type = resort, hotel | subtype = 4, free wlan, swimming pool, spa | directions = am Nordrand des Bishoftu-Sees | url = https://pyramidresortet.com/ | phone = +251 (0)11 433 1555 | mobile = +251 (0)97 029 6688 | email = contact@pyramidresortet.com | facebook = PyramidHotelsandResortsDebrezeit | instagram = pyramid_resort_ | google-maps = 9051815862538063457 | lat = 8.74658 | long = 38.98412 | description = }} * {{vCard | name = Salayish Lodge and Park | type = hotel | subtype = 4, free wlan | directions = im Nordosten des Bishoftu-Guda-Sees | url = https://www.salayishecolodge.com/ | mobile = +251 (0)94 977 7707, (0)91 121 5540 (Englisch) | email = contact@salayishlodge.com | google-maps = 14406564232724637844 | lat = 8.79015 | long = 38.99775 | description = }} == Klima == In Bishoftu herrscht mildes, gemäßigtes Klima. Die Temperaturen sind ganzjährig geringer als im Tiefland. Es gibt zwei Hauptjahreszeiten: die Regenzeit von Juni bis September und die Trockenzeit von Oktober bis Mai. {{Klimatabelle|ort=Debre Zeit|sourcelink=climate-data.org: [https://en.climate-data.org/africa/ethiopia/oromia/debre-zeit-29641/ Debre Zeit Climate], eingesehen am 5.9.2026|sourcetext=&nbsp; |at=ja|atjan=17|atfeb=18|atmar=19|atapr=20|atmai=20|atjun=18|atjul=17|ataug=17|atsep=17|atoct=17|atnov=17|atdec=16 |xt=ja|xtjan=24|xtfeb=25|xtmar=26|xtapr=26|xtmai=26|xtjun=24|xtjul=22|xtaug=22|xtsep=22|xtoct=23|xtnov=23|xtdec=23 |nt=ja|ntjan=10|ntfeb=11|ntmar=13|ntapr=14|ntmai=14|ntjun=13|ntjul=13|ntaug=13|ntsep=12|ntoct=10|ntnov=10|ntdec= 9 |rm=ja|rmjan=8|rmfeb=13|rmmar=35|rmapr=57|rmmai=67|rmjun=114|rmjul=195|rmaug=206|rmsep=133|rmoct=29|rmnov=7|rmdec=3 |rh=ja|rhjan=51|rhfeb=42|rhmar=46|rhapr=53|rhmai=56|rhjun=70|rhjul=81|rhaug=83|rhsep=78|rhoct=57|rhnov=49|rhdec=51 |rd=ja|rdjan= 2|rdfeb= 3|rdmar= 6|rdapr= 8|rdmai= 8|rdjun=14|rdjul=21|rdaug=21|rdsep=16|rdoct= 4|rdnov= 1|rddec= 1 |sd=ja|sdjan=9.6|sdfeb=10.0|sdmar=10.0|sdapr=10.0|sdmai=10.0|sdjun=9.6|sdjul=8.6|sdaug=8.4|sdsep=9.8|sdoct=9.8|sdnov=9.8|sddec=9.5 }} == Praktische Hinweise == == Ausflüge == * [[Addis Abeba]] – die Hauptstadt Äthiopiens, je nach Verkehrslage etwa eine Stunde Fahrtzeit entfernt. * [[Adama]] – Eine bedeutende Stadt südöstlich von Bishoftu. * [[Awash-Nationalpark]] – Ein Schutzgebiet, das für seine Tierwelt, seine vulkanischen Landschaften und den Awash-Fluss bekannt ist. * [[Baatuu]] (Ziway) – Eine Stadt am See weiter südlich im Großen Afrikanischen Grabenbruch. == Einzelnachweise == <references> * <ref name="NAI-web">{{Buch | Autor = Lindahl, Bernhard | Titel = [https://nai.uu.se/library/resources/thematic-resources/local-history-of-ethiopia.html Local history of Ethiopia] : [https://nai.uu.se/download/18.39fca04516faedec8b248c7f/1580827647442/ORTDEB205.pdf Debre Tabor - Delo wereda] | Ort = Uppsala | Verlag = The Nordic Africa Institute | Jahr = 2005 | Seiten = 23–41 | Kommentar = Internetpublikation. }}</ref> * <ref name="bradt">{{Buch | Autor = Briggs, Philip | Titel = Guide to Ethiopia | Ort = Chalfont St. Peter | Verlag = Bradt | Jahr = 1995 | ISBN = 978-1-898323-09-9 | Seiten = 164-165, 167 }}</ref> * <ref name="flug302">{{Nachricht | Autor = Olewe, Dickens u. a. | Titel = Ethiopian Airlines crash - events as they happened | url = https://www.bbc.com/news/live/world-africa-47513534 | Website = BBC News | Datum = 2019-3-10 | Abruf = 2026-9-6 }}</ref> * <ref name="bAirport">{{Nachricht | Autor = Endeshow, Dawit | Titel = Ethiopia begins $12.5 billion construction of 'Africa's biggest airport' | Website = Reuters | url = https://www.reuters.com/world/africa/ethiopia-begins-125-billion-construction-africas-biggest-airport-2026-01-10/ | Datum = 2026-1-10 | Abruf = 2026-9-6 }}</ref> </references> {{Class-3}} {{geoData | lat = 8.7646 | long = 38.9944 | zoom = 13 }} {{IstInKat|Zentraläthiopien}} tnj1k1owq36e0z111oziwpl420bqnam 1802608 1802607 2026-09-07T06:40:07Z RolandUnger 3 /* Anreise */ +Straße 1802608 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = [[File:Debre Zeyit - Flickr - Dave Proffer.jpg|mini|300px|Schwimmen und Bootfahren am Bishoftu-Guda-See]] | Namen = {{om|Bishooftuu}} '''·''' Bishoftu '''·''' {{am|ቢሾፍቱ}} <br /> Debre Zeyit '''·''' {{am|ደብረ ዘይት}} }} '''{{om|Bishooftuu}}''' oder '''Bishoftu''' ({{amS|ቢሾፍቱ}}; vormals ''Debre Zeyit'' oder ''Debre Zeyt'', {{am|ደብረ ዘይት}}) ist ein Ferienort mit 207.400 Einwohnern (2022) in [[Zentraläthiopien]], umgeben von fünf Kraterseen, etwa 47{{nnbsp}}km von der Hauptstadt [[Addis Abeba]] entfernt. Dank seiner Nähe zur Hauptstadt und mehrerer Seen in seinem Umfeld ist es ein beliebtes Ausflugsziel für Äthiopier und Touristen gleichermaßen. Viele Palmen und die knallrot blühenden {{Wikipedia | Bougainvilleen | Q156996 }} verleihen der Stadt ein leicht mediterranes Flair. == Hintergrund == === Lage und Namen === {{mapframe | lat = 8.7646 | long = 38.9944 | zoom = 12 | width = 300 | height = 300 | name = Karte von Bishoftu}} Bishooftuu liegt an der Fernverkehrsstraße A1 südlich von [[Addis Abeba]] nach [[Adama]], 47{{nnbsp}}km von der Hauptstadt entfernt. Sie ist Namensgeber für das {{Wikipedia | Bishoftu-Vulkanfeld | Q2904679 }}, in dem es liegt. In diesem Gebiet finden sich holozäne Lavaströme, Schlackenkegel, Tuffringe und Maare. Mehrere der Maare sind wassergefüllt und bilden Kraterseen. Die hohen Vulkanhügel südlich von Bishooftuu bestehen aus relativ jungem {{Wikipedia | Rhyolith | Q190727 }}, auf dem sehr junge Vorkommen von schlackigem {{Wikipedia | Olivinbasalt | Q43338 }} aufliegen. Etwa 10{{nnbsp}}km südlich der Stadt gibt es auch ein mehrere Meter mächtiges {{Wikipedia | Bimssteinvorkommen | Q180044 }}.<ref name="NAI-web" /> Es gibt Berichte früher Reisende seit 1880, in denen das Gebiet des heutigen Bishooftuu und dessen Kraterseen Ada, Adda, Addas oder Haddas genannt wurde.<ref name="NAI-web" /> In einem schwedischen Reisebericht von 1935 wurde der Ort ''Bitjofto'' genannt.<ref name="NAI-web" /> ''Bishooftuu'' (auch Bishoftu, Biscioftù, Buscioftu) ist ein Wort auf {{Wikipedia | Oromo | Q33864 }} und bedeutet schön oder angenehm. Um 1955 wurde der Ort durch Kaiser {{Wikipedia | Haile Selassie | Q41178 }} (Regierungszeit 1930–1974) umbenannt und mit dem amharischen biblischen Namen ''Debre Zeyit'' {{am|ደብረ ዘይት|b=[[w:Ölberg (Jerusalem)|Ölberg]]|inKlammern=ja}} versehen, der auf den 809{{nnbsp}}m hohen Berg östlich von [[Jerusalem]] über dem {{Wikipedia | Kidrontal | Q860532 }} Bezug nimmt. Debre Zeyit war der bevorzugte Wochenendaufenthaltsort für den Kaiser, in dem er sich auch einen Palast anlegen ließ. Ende der 1990er-Jahre, um 1999, wurde Debre Zeyit wieder in Bishooftuu umbenannt. Debre Zeyit ist aber nach wie vor gebräuchlich. === Geschichte === Wie bereits erwähnt, ist der Name Ada (Adda, Addas oder Haddas) für das Gebiet um Bishooftuu seit 1880, während Bishooftuu erstmals 1935 erwähnt wurde. Während ihrer Besatzungszeit ließen die Italiener 1937 ein Postamt errichten und begründeten 1937/1938 das Landwirtschaftsprojekt ''Azienda Agraria di Biscioftu dell’Opera Nazionale per i Combattenti'' (O.N.C.) mit dem Ziel, einen landwirtschaftlichen Versuchsbetriebs mit Plantagen und Wohngebäuden zu bilden. Das Projekt wurde aber mit dem Abzug der Italiener 1941 eingestellt.<ref name="NAI-web" /> 1946 wurde in Bishooftuu der Grundstein für die {{Wikipedia | äthiopische Luftwaffe | Q4114411 }} (ETAF) und ihren '''Luftwaffenstützpunkt''' gelegt. Die ersten ausländischen Ausbilder unter Leitung von {{Wikipedia | Carl Gustav von Rosen | Q715877 }} (1909–1977) stammten aus Schweden. Die Ausbildung erfolgte an sechs {{Wikipedia | Saab 91 Safir | Q696722 }}-Schulflugzeugen. 1947 wurden noch 16 Sturzkampfbomber {{Wikipedia | Saab B-17 | Q641911 }} geliefert, die letztmalig 1972 eingesetzt wurden. Schwedische Ausbilder waren noch bis zum Ende der 1960er-Jahre tätig. Mit der Lieferung von drei {{Wikipedia | Lockheed T-33 | Q58725 }} begann 1958 die amerikanische Zeit. Die Piloten wurden ab 1959 in den USA ausgebildet. Im Vorfeld der Gründung des {{Wikipedia | Provisorischen Militärverwaltungsrats | Q828005 }} (Derg) unter {{Wikipedia | Mengistu Haile Mariam | Q192512 }} (de-facto-Machthaber 1974–1991) im Juni 1974 kam es Anfang 1974 zu Revolten auf dem Luftwaffenstützpunkt, die im Juni 1974 in Auseinandersetzungen zwischen Luftlandetruppen und Luftwaffenangehörigen eskalierten. Trotz Sturz von Haile Selassie durch den Derg wurden noch 1976 {{Wikipedia | Northrop F-5E | Q17505522 }}-Jagdflugzeuge an Äthiopien ausgeliefert. Während der Mengistu-Regierung wurde der Luftwaffenstützpunkt mit sowjetischen Militärmaschinen MiG ausgestattet. Im Mai 1991 besetzten die Streitkräfte der {{Wikipedia | Revolutionären Demokratischen Front der Äthiopischen Völker | Q1145280 }} und stürzten in der Folge die Mengistu-Regierung.<ref name="NAI-web" /> Vom {{Wikipedia | Äthiopischen Institut für Agrarforschung | Q5403550 }} wurde hier seit 1953 das ''Forschungszentrum Bishoftu'' betrieben. 1954 gab es erste Telefonanschlüsse, u.{{nnbsp}}a. für die Luftwaffe, den Kaiserpalast und das Bishoftu Hotel. Mit schwedischer, norwegischer und deutscher Unterstützung wurde 1956 das ''Evangelische Kolleg'' eingerichtet. Die Stadt beherbergt das 1963 mit UN-Unterstützung gegründete ''Nationale Veterinärinstitut Äthiopiens'', ursprünglich als ''Animal Health Assistants Training School'', das als führendes Forschungs- und Produktionszentrum für Veterinärimpfstoffe gilt. Direkt neben dem Institut befindet sich die veterinärmedizinische Fakultät der Universität Addis Abeba.<ref name="NAI-web" /> Der Bradt-Reiseführer „Ethiopia“ von 1995 nannte mehrere Hotels in Debre Zeyit, als bestes das Hora Ras Hotel.<ref name="bradt" /> Am 10. März 2019 stürzte der {{Wikipedia | Ethiopian-Airlines-Flug 302 | Q62018034 }} mit einer Boeing 737 MAX 8 kurz nach dem Start in der Nähe der Stadt Bishooftuu ab. Alle 157 Insassen kamen ums Leben.<ref name="flug302" /> Am 10. Januar 2026 begannen die Bauarbeiten am internationalen Flughafen Bishoftu, der langfristig den [[Flughafen Bole International]] ablösen soll. Die Fertigstellung ist für 2030 geplant.<ref name="bAirport" /> In der Stadt lebten 2022 etwa 207.400 Einwohner. Die größten ethnischen Gruppen sind Amharen und Oromo. === Wirtschaft === Neben dem Luftwaffenstützpunkt gibt es den Rüstungskonzern Gafat, die Ada Mehl- und Nudelfabrik, die Glasfabrik Pasqua Giuseppe PLC, die Lederwarenmanufaktur Salmida, das Frauen-Jugend-Kinder-Entwicklungsprogramm Ratson, die Wohltätigkeitsvereinigung Winrock International Ethiopia<ref name="NAI-web" /> – und natürlich Tourismus. == Anreise == === Auf der Straße === Die Fernverkehrsstraße A1, die südlich von Addis Abeba beginnt und nach [[Adama]] führt, durchquert Bishooftuu etwa von Nordwesten nach Südosten und bildet gleichsam die Hauptstraße, an der sich auch eine Reihe von Hotels befinden. Die Entfernung beträgt etwa 50{{nnbsp}}km. === Mit dem Bus === Vom Busbahnhof '''Kality''' in [[Addis Abeba]], der sich im Süden der Stadt und 10{{nnbsp}}km vom Stadtzentrum entfernt befindet fahren regelmäßig Busse ab. Der Busbahnhof ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln umständlich und mit dem Taxi teuer zu erreichen. Es gibt aber wahrscheinlich Verbindungen von anderen, günstiger gelegenen Busbahnhöfen in der Stadt. Fragen Sie am besten vor Ort nach, z.{{nnbsp}}B. in Ihrer Unterkunft in Addis Abeba, nach der besten Option von dort aus. === Mit dem Zug === Bishoftu verfügt über einen {{Marker | name = Bahnhof | name-map = Bahnhof Bishoftu | type = railway | lat = 8.76451 | long = 39.01892 }} an der Bahnstrecke Addis Abeba–Dschibuti im Osten der Stadt. Der Zug verkehrt alle vier Tage, ab Addis Abeba am 1., 5., 9., 13., 17., 21., 25. und 29. eines jeden Monats und benötigt 15½ Stunden für die Strecke zwischen den beiden Hauptstädten. === Mit dem Flugzeug === Der nächstgelegene Flughafen ist der [[Flughafen Bole International]]. Der neue {{Marker | name = Flughafen Bishoftu International | type = airport | wikidata = Q136659509 | styles = normal }} im Westen der Stadt soll 2030 fertiggestellt werden. == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == [[File:Lac Bishoftu (3).jpg|thumb|upright|Bishoftu-See]] === Landschaften === In Bishoftu gibt es mindestens fünf kleine Kraterseen. Der {{Marker | name = Bishoftu-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24031615 | lat = 8.74186 | long = 38.98244 | styles = normal }} liegt am nächsten zur Hauptstraße und an seinem Ufer befinden sich einige Ferienanlagen mit schönem Seeblick. Die anderen Seen sind der {{Marker | name = Hora-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24028207 | lat = 8.76171 | long = 38.99266 | styles = normal }} (ein beliebter Ausgangspunkt für Wassersport, Heimat vieler Wasservögel und Austragungsort eines jährlichen Festivals), der {{Marker | name = Bishoftu-Guda-See | alt = Babogaya-See | name-local = y | wikidata = Q24031616 | type = lake | lat = 8.78757 | long = 38.99375 | styles = normal }}, der {{Marker | name = Koriftu-See | type = lake | lat = 8.77923 | long = 39.00037 | styles = normal }} und der {{Marker | name = Cheleklaka-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24031755 | lat = 8.76527 | long = 38.96999 | styles = normal }}, der sich nur zur Regenzeit mit Wasser füllt. Zu den nahegelegenen Sehenswürdigkeiten gehören der südwestlich gelegene erloschene Vulkan {{Marker | name = Zuqualla | name-local = ዝቋላ | alt = 27{{nnbsp}}km südwestlich von Bishoftu | type = volcano | wikidata = Q230269 | styles = normal }}, der {{Marker | name = Mount Yerer | alt = Ērer Terara, 17{{nnbsp}}km nördlich von Bishoftu | type = mountain | wikidata = Q24031143 | lat = 8.88934 | long = 38.95119 | styles = normal }} und der unberührte {{Marker | name = Green Crater Lake | alt = Verde-See, 7{{nnbsp}}km südlich des Bishoftu-Sees | type = lake | wikidata = Q24028209 | lat = 8.69550 | long = 38.97642 | styles = normal }}. === Kirchen === In der Stadt gibt es mehrere Kirchen, u.{{nnbsp}}a.: * {{vCard | name = St.-Michael-Kirche | name-local = ቅዱስ ሚካኤል ቤተክርስቲያን | alt = St. Mikaeal Church | type = church | lat = 8.74700 | long = 38.96800 | image = St.Miichael Church.jpg | description = Äthiopisch-orthodoxe Kirche. }} == Aktivitäten == === Wassersport === * In den Kraterseen kann man schwimmen und Boot fahren. * {{vCard | name = Kuriftu Water Park | name-local = ኩሪፍቱ የውሃ ፓርክ | type = water park | lat = 8.78172 | long = 39.00295 | description = Äthiopiens erster Wasserpark und zugleich der größte Wasserpark Ostafrikas. Er liegt im Nordosten des Kuriftu-Sees und ist ein beliebtes Ziel insbesondere für Familien mit Kindern. }} === Vogelbeobachtung === An allen Seen lassen sich viele einheimische Vogelarten beobachten. === Feste === Das '''Erntedankfest Irreecha''' der Oromo zu Ehren des Gotts Waaqa Tokkicha wird eine Woche nach der Meskel-Feier begangen. Es markiert das Ende der langen Regenzeit. Irreecha findet normalerweise jedes Jahr am 1. Oktober am Hora-See statt. == Einkaufen == == Küche == Die meisten Reisenden nutzen die Restaurants in ihren Unterkünften. Außerdem gibt es mehrere Restaurants entlang der Hauptstraße mit äthiopischen und internationalen Gerichten. == Nachtleben == == Unterkunft == An der Hauptstraße, der Fernverkehrsstraße A1, reihen sich zahlreiche Hotels aneinander. Am Ufer des Bishoftu-Sees befinden sich einige Ferienanlagen. Im Folgenden gibt es eine Auswahl an Hotels und Resorts, die zumeist am Bishoftu- und Bishoftu-Guda-See liegen. === Mittel === * {{vCard | name = Bishandar Cottage | alt = Bishan Dar Cottage | type = hotel | directions = Ostrand des Bishoftu-Sees | mobile = +251 (0)93 088 3333 | google-maps = 6698004550317316021 | lat = 8.74428 | long = 38.98889 | description = }} * {{vCard | name = Dreamland Hotel and Resort | alt = Dreamland Family Resort | type = resort | subtype = free wlan | url = https://ethiodreamland.com/ | directions = im Nordosten des Bishoftu-Sees | google-maps = 8209125702223831453 | lat = 8.74512 | long = 38.98813 | description = }} * {{vCard | name = Pelican Paradise Resort Hotel | type = resort, hotel | directions = im Osten des Bishoftu-Guda-Sees | mobile = +251 (0)97 796 8585 | google-maps = 17305091286713966755 | lat = 8.78671 | long = 38.99824 | description = }} * {{vCard | name = Tommy International Hotel | name-local = ቶሚ ኢንተርናሽናል ሆቴል | type = hotel | mobile = +251 (0)91 191 5681 | google-maps = 7437323974434896319 | lat = 8.75123 | long = 38.96706 | description = }} * {{vCard | name = The Viewpoint Lodge Resort | type = resort | subtype = 3 | directions = im Südosten des Bishoftu-Guda-Sees | mobile = +251 (0)91 146 5693 | google-maps = 10721363212523267081 | lat = 8.78345 | long = 38.99701 | description = }} === Gehoben === * {{vCard | name = Asham Africa Hotel and Resort | name-local = አሻም አፍሪካ ሆቴል እና ሪዞርት | type = hotel, resort | subtype = 4, free wlan, swimming pool, spa | directions = im Osten des Bishoftu-Sees | url = https://www.ashamafrica.com/ | mobile = +251 (0)91 149 1025 | email = info@ashamafrica.com | price = ab 85 US-$ | google-maps = 550682702143406897 | lat = 8.74357 | long = 38.98938 | description = }} * {{vCard | name = IVY HOTEL Bishoftu | type = hotel | subtype = free wlan, spa, conference | url = https://www.ivyhotelbishoftu.com/ | phone = +251 (0)11 430 3434 | mobile = +251 (0)91 604 0506 (WhatsApp, Telegram) | email = info@ivyhotelbishoftu.com | google-maps = 17199296101690654999 | lat = 8.74443 | long = 38.96036 | description = }} * {{vCard | name = Kuriftu Resort & Spa Debre Zeyit | name-local = ኩሪፍቱ ሪዞርትና ስፓ ቢሾፍቱ | type = resort | directions = am Südrand des Kuriftu-Sees | url = https://www.kurifturesorts.com/resorts/bishoftu | mobile = +251 91 109 1185 | google-maps = 4970051597349892583 | lat = 8.77671 | long = 38.99912 | description = Zimmer aus Naturstein und Holz. }} * {{vCard | name = Lake Bishoftu Resort | type = resort | subtype = 4, free wlan, swimming pool | directions = im Westen des Bishoftu-Sees | url = https://lakebishofturesort.co/ | mobile = +251 (0)98 657 5757 | email = reservations@lakebishofturesort.co | facebook = lakebishofturesort | google-maps = 10254002077667509563 | lat = 8.74214 | long = 38.97607 | description = }} * {{vCard | name = Liesak Resort | name-local = ሊሳቅ ሪዞርት | type = resort | subtype = 4 | directions = am Ostrand des Bishoftu-Guda-Sees | url = https://www.liesakresort.com/ | mobile = +251 (0)93 385 8584 | email = liesakresort@gmail.com | google-maps = 4203938644125016110 | lat = 8.78788 | long = 38.99772 | description = }} * {{vCard | name = NOORA Resort | type = resort | subtype = 4 | url = https://nooraresort.com/ | mobile = +251 (0)97 948 4848 | email = reservation@nooraresort.com | facebook = Noora-Resort-61560754042726 | instagram = noora_resort | google-maps = 793231996995118564 | lat = 8.73978 | long = 38.97602 | description = }} * {{vCard | name = Pyramid Hotels and Resorts | name-local = የፒራሚድ ሆቴሎች እና ሪዞርቶች | type = resort, hotel | subtype = 4, free wlan, swimming pool, spa | directions = am Nordrand des Bishoftu-Sees | url = https://pyramidresortet.com/ | phone = +251 (0)11 433 1555 | mobile = +251 (0)97 029 6688 | email = contact@pyramidresortet.com | facebook = PyramidHotelsandResortsDebrezeit | instagram = pyramid_resort_ | google-maps = 9051815862538063457 | lat = 8.74658 | long = 38.98412 | description = }} * {{vCard | name = Salayish Lodge and Park | type = hotel | subtype = 4, free wlan | directions = im Nordosten des Bishoftu-Guda-Sees | url = https://www.salayishecolodge.com/ | mobile = +251 (0)94 977 7707, (0)91 121 5540 (Englisch) | email = contact@salayishlodge.com | google-maps = 14406564232724637844 | lat = 8.79015 | long = 38.99775 | description = }} == Klima == In Bishoftu herrscht mildes, gemäßigtes Klima. Die Temperaturen sind ganzjährig geringer als im Tiefland. Es gibt zwei Hauptjahreszeiten: die Regenzeit von Juni bis September und die Trockenzeit von Oktober bis Mai. {{Klimatabelle|ort=Debre Zeit|sourcelink=climate-data.org: [https://en.climate-data.org/africa/ethiopia/oromia/debre-zeit-29641/ Debre Zeit Climate], eingesehen am 5.9.2026|sourcetext=&nbsp; |at=ja|atjan=17|atfeb=18|atmar=19|atapr=20|atmai=20|atjun=18|atjul=17|ataug=17|atsep=17|atoct=17|atnov=17|atdec=16 |xt=ja|xtjan=24|xtfeb=25|xtmar=26|xtapr=26|xtmai=26|xtjun=24|xtjul=22|xtaug=22|xtsep=22|xtoct=23|xtnov=23|xtdec=23 |nt=ja|ntjan=10|ntfeb=11|ntmar=13|ntapr=14|ntmai=14|ntjun=13|ntjul=13|ntaug=13|ntsep=12|ntoct=10|ntnov=10|ntdec= 9 |rm=ja|rmjan=8|rmfeb=13|rmmar=35|rmapr=57|rmmai=67|rmjun=114|rmjul=195|rmaug=206|rmsep=133|rmoct=29|rmnov=7|rmdec=3 |rh=ja|rhjan=51|rhfeb=42|rhmar=46|rhapr=53|rhmai=56|rhjun=70|rhjul=81|rhaug=83|rhsep=78|rhoct=57|rhnov=49|rhdec=51 |rd=ja|rdjan= 2|rdfeb= 3|rdmar= 6|rdapr= 8|rdmai= 8|rdjun=14|rdjul=21|rdaug=21|rdsep=16|rdoct= 4|rdnov= 1|rddec= 1 |sd=ja|sdjan=9.6|sdfeb=10.0|sdmar=10.0|sdapr=10.0|sdmai=10.0|sdjun=9.6|sdjul=8.6|sdaug=8.4|sdsep=9.8|sdoct=9.8|sdnov=9.8|sddec=9.5 }} == Praktische Hinweise == == Ausflüge == * [[Addis Abeba]] – die Hauptstadt Äthiopiens, je nach Verkehrslage etwa eine Stunde Fahrtzeit entfernt. * [[Adama]] – Eine bedeutende Stadt südöstlich von Bishoftu. * [[Awash-Nationalpark]] – Ein Schutzgebiet, das für seine Tierwelt, seine vulkanischen Landschaften und den Awash-Fluss bekannt ist. * [[Baatuu]] (Ziway) – Eine Stadt am See weiter südlich im Großen Afrikanischen Grabenbruch. == Einzelnachweise == <references> * <ref name="NAI-web">{{Buch | Autor = Lindahl, Bernhard | Titel = [https://nai.uu.se/library/resources/thematic-resources/local-history-of-ethiopia.html Local history of Ethiopia] : [https://nai.uu.se/download/18.39fca04516faedec8b248c7f/1580827647442/ORTDEB205.pdf Debre Tabor - Delo wereda] | Ort = Uppsala | Verlag = The Nordic Africa Institute | Jahr = 2005 | Seiten = 23–41 | Kommentar = Internetpublikation. }}</ref> * <ref name="bradt">{{Buch | Autor = Briggs, Philip | Titel = Guide to Ethiopia | Ort = Chalfont St. Peter | Verlag = Bradt | Jahr = 1995 | ISBN = 978-1-898323-09-9 | Seiten = 164-165, 167 }}</ref> * <ref name="flug302">{{Nachricht | Autor = Olewe, Dickens u. a. | Titel = Ethiopian Airlines crash - events as they happened | url = https://www.bbc.com/news/live/world-africa-47513534 | Website = BBC News | Datum = 2019-3-10 | Abruf = 2026-9-6 }}</ref> * <ref name="bAirport">{{Nachricht | Autor = Endeshow, Dawit | Titel = Ethiopia begins $12.5 billion construction of 'Africa's biggest airport' | Website = Reuters | url = https://www.reuters.com/world/africa/ethiopia-begins-125-billion-construction-africas-biggest-airport-2026-01-10/ | Datum = 2026-1-10 | Abruf = 2026-9-6 }}</ref> </references> {{Class-3}} {{geoData | lat = 8.7646 | long = 38.9944 | zoom = 13 }} {{IstInKat|Zentraläthiopien}} 0d2u5yflxwar8qkzvidnhg0q2tb6p29 1802609 1802608 2026-09-07T06:52:37Z RolandUnger 3 /* Gehoben */ 1802609 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = [[File:Debre Zeyit - Flickr - Dave Proffer.jpg|mini|300px|Schwimmen und Bootfahren am Bishoftu-Guda-See]] | Namen = {{om|Bishooftuu}} '''·''' Bishoftu '''·''' {{am|ቢሾፍቱ}} <br /> Debre Zeyit '''·''' {{am|ደብረ ዘይት}} }} '''{{om|Bishooftuu}}''' oder '''Bishoftu''' ({{amS|ቢሾፍቱ}}; vormals ''Debre Zeyit'' oder ''Debre Zeyt'', {{am|ደብረ ዘይት}}) ist ein Ferienort mit 207.400 Einwohnern (2022) in [[Zentraläthiopien]], umgeben von fünf Kraterseen, etwa 47{{nnbsp}}km von der Hauptstadt [[Addis Abeba]] entfernt. Dank seiner Nähe zur Hauptstadt und mehrerer Seen in seinem Umfeld ist es ein beliebtes Ausflugsziel für Äthiopier und Touristen gleichermaßen. Viele Palmen und die knallrot blühenden {{Wikipedia | Bougainvilleen | Q156996 }} verleihen der Stadt ein leicht mediterranes Flair. == Hintergrund == === Lage und Namen === {{mapframe | lat = 8.7646 | long = 38.9944 | zoom = 12 | width = 300 | height = 300 | name = Karte von Bishoftu}} Bishooftuu liegt an der Fernverkehrsstraße A1 südlich von [[Addis Abeba]] nach [[Adama]], 47{{nnbsp}}km von der Hauptstadt entfernt. Sie ist Namensgeber für das {{Wikipedia | Bishoftu-Vulkanfeld | Q2904679 }}, in dem es liegt. In diesem Gebiet finden sich holozäne Lavaströme, Schlackenkegel, Tuffringe und Maare. Mehrere der Maare sind wassergefüllt und bilden Kraterseen. Die hohen Vulkanhügel südlich von Bishooftuu bestehen aus relativ jungem {{Wikipedia | Rhyolith | Q190727 }}, auf dem sehr junge Vorkommen von schlackigem {{Wikipedia | Olivinbasalt | Q43338 }} aufliegen. Etwa 10{{nnbsp}}km südlich der Stadt gibt es auch ein mehrere Meter mächtiges {{Wikipedia | Bimssteinvorkommen | Q180044 }}.<ref name="NAI-web" /> Es gibt Berichte früher Reisende seit 1880, in denen das Gebiet des heutigen Bishooftuu und dessen Kraterseen Ada, Adda, Addas oder Haddas genannt wurde.<ref name="NAI-web" /> In einem schwedischen Reisebericht von 1935 wurde der Ort ''Bitjofto'' genannt.<ref name="NAI-web" /> ''Bishooftuu'' (auch Bishoftu, Biscioftù, Buscioftu) ist ein Wort auf {{Wikipedia | Oromo | Q33864 }} und bedeutet schön oder angenehm. Um 1955 wurde der Ort durch Kaiser {{Wikipedia | Haile Selassie | Q41178 }} (Regierungszeit 1930–1974) umbenannt und mit dem amharischen biblischen Namen ''Debre Zeyit'' {{am|ደብረ ዘይት|b=[[w:Ölberg (Jerusalem)|Ölberg]]|inKlammern=ja}} versehen, der auf den 809{{nnbsp}}m hohen Berg östlich von [[Jerusalem]] über dem {{Wikipedia | Kidrontal | Q860532 }} Bezug nimmt. Debre Zeyit war der bevorzugte Wochenendaufenthaltsort für den Kaiser, in dem er sich auch einen Palast anlegen ließ. Ende der 1990er-Jahre, um 1999, wurde Debre Zeyit wieder in Bishooftuu umbenannt. Debre Zeyit ist aber nach wie vor gebräuchlich. === Geschichte === Wie bereits erwähnt, ist der Name Ada (Adda, Addas oder Haddas) für das Gebiet um Bishooftuu seit 1880, während Bishooftuu erstmals 1935 erwähnt wurde. Während ihrer Besatzungszeit ließen die Italiener 1937 ein Postamt errichten und begründeten 1937/1938 das Landwirtschaftsprojekt ''Azienda Agraria di Biscioftu dell’Opera Nazionale per i Combattenti'' (O.N.C.) mit dem Ziel, einen landwirtschaftlichen Versuchsbetriebs mit Plantagen und Wohngebäuden zu bilden. Das Projekt wurde aber mit dem Abzug der Italiener 1941 eingestellt.<ref name="NAI-web" /> 1946 wurde in Bishooftuu der Grundstein für die {{Wikipedia | äthiopische Luftwaffe | Q4114411 }} (ETAF) und ihren '''Luftwaffenstützpunkt''' gelegt. Die ersten ausländischen Ausbilder unter Leitung von {{Wikipedia | Carl Gustav von Rosen | Q715877 }} (1909–1977) stammten aus Schweden. Die Ausbildung erfolgte an sechs {{Wikipedia | Saab 91 Safir | Q696722 }}-Schulflugzeugen. 1947 wurden noch 16 Sturzkampfbomber {{Wikipedia | Saab B-17 | Q641911 }} geliefert, die letztmalig 1972 eingesetzt wurden. Schwedische Ausbilder waren noch bis zum Ende der 1960er-Jahre tätig. Mit der Lieferung von drei {{Wikipedia | Lockheed T-33 | Q58725 }} begann 1958 die amerikanische Zeit. Die Piloten wurden ab 1959 in den USA ausgebildet. Im Vorfeld der Gründung des {{Wikipedia | Provisorischen Militärverwaltungsrats | Q828005 }} (Derg) unter {{Wikipedia | Mengistu Haile Mariam | Q192512 }} (de-facto-Machthaber 1974–1991) im Juni 1974 kam es Anfang 1974 zu Revolten auf dem Luftwaffenstützpunkt, die im Juni 1974 in Auseinandersetzungen zwischen Luftlandetruppen und Luftwaffenangehörigen eskalierten. Trotz Sturz von Haile Selassie durch den Derg wurden noch 1976 {{Wikipedia | Northrop F-5E | Q17505522 }}-Jagdflugzeuge an Äthiopien ausgeliefert. Während der Mengistu-Regierung wurde der Luftwaffenstützpunkt mit sowjetischen Militärmaschinen MiG ausgestattet. Im Mai 1991 besetzten die Streitkräfte der {{Wikipedia | Revolutionären Demokratischen Front der Äthiopischen Völker | Q1145280 }} und stürzten in der Folge die Mengistu-Regierung.<ref name="NAI-web" /> Vom {{Wikipedia | Äthiopischen Institut für Agrarforschung | Q5403550 }} wurde hier seit 1953 das ''Forschungszentrum Bishoftu'' betrieben. 1954 gab es erste Telefonanschlüsse, u.{{nnbsp}}a. für die Luftwaffe, den Kaiserpalast und das Bishoftu Hotel. Mit schwedischer, norwegischer und deutscher Unterstützung wurde 1956 das ''Evangelische Kolleg'' eingerichtet. Die Stadt beherbergt das 1963 mit UN-Unterstützung gegründete ''Nationale Veterinärinstitut Äthiopiens'', ursprünglich als ''Animal Health Assistants Training School'', das als führendes Forschungs- und Produktionszentrum für Veterinärimpfstoffe gilt. Direkt neben dem Institut befindet sich die veterinärmedizinische Fakultät der Universität Addis Abeba.<ref name="NAI-web" /> Der Bradt-Reiseführer „Ethiopia“ von 1995 nannte mehrere Hotels in Debre Zeyit, als bestes das Hora Ras Hotel.<ref name="bradt" /> Am 10. März 2019 stürzte der {{Wikipedia | Ethiopian-Airlines-Flug 302 | Q62018034 }} mit einer Boeing 737 MAX 8 kurz nach dem Start in der Nähe der Stadt Bishooftuu ab. Alle 157 Insassen kamen ums Leben.<ref name="flug302" /> Am 10. Januar 2026 begannen die Bauarbeiten am internationalen Flughafen Bishoftu, der langfristig den [[Flughafen Bole International]] ablösen soll. Die Fertigstellung ist für 2030 geplant.<ref name="bAirport" /> In der Stadt lebten 2022 etwa 207.400 Einwohner. Die größten ethnischen Gruppen sind Amharen und Oromo. === Wirtschaft === Neben dem Luftwaffenstützpunkt gibt es den Rüstungskonzern Gafat, die Ada Mehl- und Nudelfabrik, die Glasfabrik Pasqua Giuseppe PLC, die Lederwarenmanufaktur Salmida, das Frauen-Jugend-Kinder-Entwicklungsprogramm Ratson, die Wohltätigkeitsvereinigung Winrock International Ethiopia<ref name="NAI-web" /> – und natürlich Tourismus. == Anreise == === Auf der Straße === Die Fernverkehrsstraße A1, die südlich von Addis Abeba beginnt und nach [[Adama]] führt, durchquert Bishooftuu etwa von Nordwesten nach Südosten und bildet gleichsam die Hauptstraße, an der sich auch eine Reihe von Hotels befinden. Die Entfernung beträgt etwa 50{{nnbsp}}km. === Mit dem Bus === Vom Busbahnhof '''Kality''' in [[Addis Abeba]], der sich im Süden der Stadt und 10{{nnbsp}}km vom Stadtzentrum entfernt befindet fahren regelmäßig Busse ab. Der Busbahnhof ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln umständlich und mit dem Taxi teuer zu erreichen. Es gibt aber wahrscheinlich Verbindungen von anderen, günstiger gelegenen Busbahnhöfen in der Stadt. Fragen Sie am besten vor Ort nach, z.{{nnbsp}}B. in Ihrer Unterkunft in Addis Abeba, nach der besten Option von dort aus. === Mit dem Zug === Bishoftu verfügt über einen {{Marker | name = Bahnhof | name-map = Bahnhof Bishoftu | type = railway | lat = 8.76451 | long = 39.01892 }} an der Bahnstrecke Addis Abeba–Dschibuti im Osten der Stadt. Der Zug verkehrt alle vier Tage, ab Addis Abeba am 1., 5., 9., 13., 17., 21., 25. und 29. eines jeden Monats und benötigt 15½ Stunden für die Strecke zwischen den beiden Hauptstädten. === Mit dem Flugzeug === Der nächstgelegene Flughafen ist der [[Flughafen Bole International]]. Der neue {{Marker | name = Flughafen Bishoftu International | type = airport | wikidata = Q136659509 | styles = normal }} im Westen der Stadt soll 2030 fertiggestellt werden. == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == [[File:Lac Bishoftu (3).jpg|thumb|upright|Bishoftu-See]] === Landschaften === In Bishoftu gibt es mindestens fünf kleine Kraterseen. Der {{Marker | name = Bishoftu-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24031615 | lat = 8.74186 | long = 38.98244 | styles = normal }} liegt am nächsten zur Hauptstraße und an seinem Ufer befinden sich einige Ferienanlagen mit schönem Seeblick. Die anderen Seen sind der {{Marker | name = Hora-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24028207 | lat = 8.76171 | long = 38.99266 | styles = normal }} (ein beliebter Ausgangspunkt für Wassersport, Heimat vieler Wasservögel und Austragungsort eines jährlichen Festivals), der {{Marker | name = Bishoftu-Guda-See | alt = Babogaya-See | name-local = y | wikidata = Q24031616 | type = lake | lat = 8.78757 | long = 38.99375 | styles = normal }}, der {{Marker | name = Koriftu-See | type = lake | lat = 8.77923 | long = 39.00037 | styles = normal }} und der {{Marker | name = Cheleklaka-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24031755 | lat = 8.76527 | long = 38.96999 | styles = normal }}, der sich nur zur Regenzeit mit Wasser füllt. Zu den nahegelegenen Sehenswürdigkeiten gehören der südwestlich gelegene erloschene Vulkan {{Marker | name = Zuqualla | name-local = ዝቋላ | alt = 27{{nnbsp}}km südwestlich von Bishoftu | type = volcano | wikidata = Q230269 | styles = normal }}, der {{Marker | name = Mount Yerer | alt = Ērer Terara, 17{{nnbsp}}km nördlich von Bishoftu | type = mountain | wikidata = Q24031143 | lat = 8.88934 | long = 38.95119 | styles = normal }} und der unberührte {{Marker | name = Green Crater Lake | alt = Verde-See, 7{{nnbsp}}km südlich des Bishoftu-Sees | type = lake | wikidata = Q24028209 | lat = 8.69550 | long = 38.97642 | styles = normal }}. === Kirchen === In der Stadt gibt es mehrere Kirchen, u.{{nnbsp}}a.: * {{vCard | name = St.-Michael-Kirche | name-local = ቅዱስ ሚካኤል ቤተክርስቲያን | alt = St. Mikaeal Church | type = church | lat = 8.74700 | long = 38.96800 | image = St.Miichael Church.jpg | description = Äthiopisch-orthodoxe Kirche. }} == Aktivitäten == === Wassersport === * In den Kraterseen kann man schwimmen und Boot fahren. * {{vCard | name = Kuriftu Water Park | name-local = ኩሪፍቱ የውሃ ፓርክ | type = water park | lat = 8.78172 | long = 39.00295 | description = Äthiopiens erster Wasserpark und zugleich der größte Wasserpark Ostafrikas. Er liegt im Nordosten des Kuriftu-Sees und ist ein beliebtes Ziel insbesondere für Familien mit Kindern. }} === Vogelbeobachtung === An allen Seen lassen sich viele einheimische Vogelarten beobachten. === Feste === Das '''Erntedankfest Irreecha''' der Oromo zu Ehren des Gotts Waaqa Tokkicha wird eine Woche nach der Meskel-Feier begangen. Es markiert das Ende der langen Regenzeit. Irreecha findet normalerweise jedes Jahr am 1. Oktober am Hora-See statt. == Einkaufen == == Küche == Die meisten Reisenden nutzen die Restaurants in ihren Unterkünften. Außerdem gibt es mehrere Restaurants entlang der Hauptstraße mit äthiopischen und internationalen Gerichten. == Nachtleben == == Unterkunft == An der Hauptstraße, der Fernverkehrsstraße A1, reihen sich zahlreiche Hotels aneinander. Am Ufer des Bishoftu-Sees befinden sich einige Ferienanlagen. Im Folgenden gibt es eine Auswahl an Hotels und Resorts, die zumeist am Bishoftu- und Bishoftu-Guda-See liegen. === Mittel === * {{vCard | name = Bishandar Cottage | alt = Bishan Dar Cottage | type = hotel | directions = Ostrand des Bishoftu-Sees | mobile = +251 (0)93 088 3333 | google-maps = 6698004550317316021 | lat = 8.74428 | long = 38.98889 | description = }} * {{vCard | name = Dreamland Hotel and Resort | alt = Dreamland Family Resort | type = resort | subtype = free wlan | url = https://ethiodreamland.com/ | directions = im Nordosten des Bishoftu-Sees | google-maps = 8209125702223831453 | lat = 8.74512 | long = 38.98813 | description = }} * {{vCard | name = Pelican Paradise Resort Hotel | type = resort, hotel | directions = im Osten des Bishoftu-Guda-Sees | mobile = +251 (0)97 796 8585 | google-maps = 17305091286713966755 | lat = 8.78671 | long = 38.99824 | description = }} * {{vCard | name = Tommy International Hotel | name-local = ቶሚ ኢንተርናሽናል ሆቴል | type = hotel | mobile = +251 (0)91 191 5681 | google-maps = 7437323974434896319 | lat = 8.75123 | long = 38.96706 | description = }} * {{vCard | name = The Viewpoint Lodge Resort | type = resort | subtype = 3 | directions = im Südosten des Bishoftu-Guda-Sees | mobile = +251 (0)91 146 5693 | google-maps = 10721363212523267081 | lat = 8.78345 | long = 38.99701 | description = }} === Gehoben === * {{vCard | name = Asham Africa Hotel and Resort | name-local = አሻም አፍሪካ ሆቴል እና ሪዞርት | type = hotel, resort | subtype = 4, free wlan, swimming pool, spa | directions = im Osten des Bishoftu-Sees | url = https://www.ashamafrica.com/ | mobile = +251 (0)91 149 1025 | email = info@ashamafrica.com | price = ab 85 US-$ | google-maps = 550682702143406897 | lat = 8.74357 | long = 38.98938 | description = }} * {{vCard | name = Babogaya Resort | type = hotel, resort | subtype = free wlan | url = https://babogayaresort.com/ | directions = im Norden des Bishoftu-Guda-Sees | mobile = +251 (0)94 414 1516 | email = info@babogayaresort.com | facebook = Babogayaresort | instagram = babogayaresort | tiktok = babogayaresort | checkin = 14:00 | google-maps = 16873588466630963189 | lat = 8.79288 | long = 38.99075 | description = }} * {{vCard | name = IVY HOTEL Bishoftu | type = hotel | subtype = free wlan, spa, conference | url = https://www.ivyhotelbishoftu.com/ | phone = +251 (0)11 430 3434 | mobile = +251 (0)91 604 0506 (WhatsApp, Telegram) | email = info@ivyhotelbishoftu.com | google-maps = 17199296101690654999 | lat = 8.74443 | long = 38.96036 | description = }} * {{vCard | name = Kuriftu Resort & Spa Debre Zeyit | name-local = ኩሪፍቱ ሪዞርትና ስፓ ቢሾፍቱ | type = resort | directions = am Südrand des Kuriftu-Sees | url = https://www.kurifturesorts.com/resorts/bishoftu | mobile = +251 91 109 1185 | google-maps = 4970051597349892583 | lat = 8.77671 | long = 38.99912 | description = Zimmer aus Naturstein und Holz. }} * {{vCard | name = Lake Bishoftu Resort | type = resort | subtype = 4, free wlan, swimming pool | directions = im Westen des Bishoftu-Sees | url = https://lakebishofturesort.co/ | mobile = +251 (0)98 657 5757 | email = reservations@lakebishofturesort.co | facebook = lakebishofturesort | google-maps = 10254002077667509563 | lat = 8.74214 | long = 38.97607 | description = }} * {{vCard | name = Liesak Resort | name-local = ሊሳቅ ሪዞርት | type = resort | subtype = 4 | directions = am Ostrand des Bishoftu-Guda-Sees | url = https://www.liesakresort.com/ | mobile = +251 (0)93 385 8584 | email = liesakresort@gmail.com | google-maps = 4203938644125016110 | lat = 8.78788 | long = 38.99772 | description = }} * {{vCard | name = NOORA Resort | type = resort | subtype = 4 | url = https://nooraresort.com/ | mobile = +251 (0)97 948 4848 | email = reservation@nooraresort.com | facebook = Noora-Resort-61560754042726 | instagram = noora_resort | google-maps = 793231996995118564 | lat = 8.73978 | long = 38.97602 | description = }} * {{vCard | name = Pyramid Hotels and Resorts | name-local = የፒራሚድ ሆቴሎች እና ሪዞርቶች | type = resort, hotel | subtype = 4, free wlan, swimming pool, spa | directions = am Nordrand des Bishoftu-Sees | url = https://pyramidresortet.com/ | phone = +251 (0)11 433 1555 | mobile = +251 (0)97 029 6688 | email = contact@pyramidresortet.com | facebook = PyramidHotelsandResortsDebrezeit | instagram = pyramid_resort_ | google-maps = 9051815862538063457 | lat = 8.74658 | long = 38.98412 | description = }} * {{vCard | name = Salayish Lodge and Park | type = hotel | subtype = 4, free wlan | directions = im Nordosten des Bishoftu-Guda-Sees | url = https://www.salayishecolodge.com/ | mobile = +251 (0)94 977 7707, (0)91 121 5540 (Englisch) | email = contact@salayishlodge.com | google-maps = 14406564232724637844 | lat = 8.79015 | long = 38.99775 | description = }} == Klima == In Bishoftu herrscht mildes, gemäßigtes Klima. Die Temperaturen sind ganzjährig geringer als im Tiefland. Es gibt zwei Hauptjahreszeiten: die Regenzeit von Juni bis September und die Trockenzeit von Oktober bis Mai. {{Klimatabelle|ort=Debre Zeit|sourcelink=climate-data.org: [https://en.climate-data.org/africa/ethiopia/oromia/debre-zeit-29641/ Debre Zeit Climate], eingesehen am 5.9.2026|sourcetext=&nbsp; |at=ja|atjan=17|atfeb=18|atmar=19|atapr=20|atmai=20|atjun=18|atjul=17|ataug=17|atsep=17|atoct=17|atnov=17|atdec=16 |xt=ja|xtjan=24|xtfeb=25|xtmar=26|xtapr=26|xtmai=26|xtjun=24|xtjul=22|xtaug=22|xtsep=22|xtoct=23|xtnov=23|xtdec=23 |nt=ja|ntjan=10|ntfeb=11|ntmar=13|ntapr=14|ntmai=14|ntjun=13|ntjul=13|ntaug=13|ntsep=12|ntoct=10|ntnov=10|ntdec= 9 |rm=ja|rmjan=8|rmfeb=13|rmmar=35|rmapr=57|rmmai=67|rmjun=114|rmjul=195|rmaug=206|rmsep=133|rmoct=29|rmnov=7|rmdec=3 |rh=ja|rhjan=51|rhfeb=42|rhmar=46|rhapr=53|rhmai=56|rhjun=70|rhjul=81|rhaug=83|rhsep=78|rhoct=57|rhnov=49|rhdec=51 |rd=ja|rdjan= 2|rdfeb= 3|rdmar= 6|rdapr= 8|rdmai= 8|rdjun=14|rdjul=21|rdaug=21|rdsep=16|rdoct= 4|rdnov= 1|rddec= 1 |sd=ja|sdjan=9.6|sdfeb=10.0|sdmar=10.0|sdapr=10.0|sdmai=10.0|sdjun=9.6|sdjul=8.6|sdaug=8.4|sdsep=9.8|sdoct=9.8|sdnov=9.8|sddec=9.5 }} == Praktische Hinweise == == Ausflüge == * [[Addis Abeba]] – die Hauptstadt Äthiopiens, je nach Verkehrslage etwa eine Stunde Fahrtzeit entfernt. * [[Adama]] – Eine bedeutende Stadt südöstlich von Bishoftu. * [[Awash-Nationalpark]] – Ein Schutzgebiet, das für seine Tierwelt, seine vulkanischen Landschaften und den Awash-Fluss bekannt ist. * [[Baatuu]] (Ziway) – Eine Stadt am See weiter südlich im Großen Afrikanischen Grabenbruch. == Einzelnachweise == <references> * <ref name="NAI-web">{{Buch | Autor = Lindahl, Bernhard | Titel = [https://nai.uu.se/library/resources/thematic-resources/local-history-of-ethiopia.html Local history of Ethiopia] : [https://nai.uu.se/download/18.39fca04516faedec8b248c7f/1580827647442/ORTDEB205.pdf Debre Tabor - Delo wereda] | Ort = Uppsala | Verlag = The Nordic Africa Institute | Jahr = 2005 | Seiten = 23–41 | Kommentar = Internetpublikation. }}</ref> * <ref name="bradt">{{Buch | Autor = Briggs, Philip | Titel = Guide to Ethiopia | Ort = Chalfont St. Peter | Verlag = Bradt | Jahr = 1995 | ISBN = 978-1-898323-09-9 | Seiten = 164-165, 167 }}</ref> * <ref name="flug302">{{Nachricht | Autor = Olewe, Dickens u. a. | Titel = Ethiopian Airlines crash - events as they happened | url = https://www.bbc.com/news/live/world-africa-47513534 | Website = BBC News | Datum = 2019-3-10 | Abruf = 2026-9-6 }}</ref> * <ref name="bAirport">{{Nachricht | Autor = Endeshow, Dawit | Titel = Ethiopia begins $12.5 billion construction of 'Africa's biggest airport' | Website = Reuters | url = https://www.reuters.com/world/africa/ethiopia-begins-125-billion-construction-africas-biggest-airport-2026-01-10/ | Datum = 2026-1-10 | Abruf = 2026-9-6 }}</ref> </references> {{Class-3}} {{geoData | lat = 8.7646 | long = 38.9944 | zoom = 13 }} {{IstInKat|Zentraläthiopien}} fdv70wnpabd34u66450jpx42b6reug0 1802610 1802609 2026-09-07T06:53:08Z RolandUnger 3 /* Unterkunft */ 1802610 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = [[File:Debre Zeyit - Flickr - Dave Proffer.jpg|mini|300px|Schwimmen und Bootfahren am Bishoftu-Guda-See]] | Namen = {{om|Bishooftuu}} '''·''' Bishoftu '''·''' {{am|ቢሾፍቱ}} <br /> Debre Zeyit '''·''' {{am|ደብረ ዘይት}} }} '''{{om|Bishooftuu}}''' oder '''Bishoftu''' ({{amS|ቢሾፍቱ}}; vormals ''Debre Zeyit'' oder ''Debre Zeyt'', {{am|ደብረ ዘይት}}) ist ein Ferienort mit 207.400 Einwohnern (2022) in [[Zentraläthiopien]], umgeben von fünf Kraterseen, etwa 47{{nnbsp}}km von der Hauptstadt [[Addis Abeba]] entfernt. Dank seiner Nähe zur Hauptstadt und mehrerer Seen in seinem Umfeld ist es ein beliebtes Ausflugsziel für Äthiopier und Touristen gleichermaßen. Viele Palmen und die knallrot blühenden {{Wikipedia | Bougainvilleen | Q156996 }} verleihen der Stadt ein leicht mediterranes Flair. == Hintergrund == === Lage und Namen === {{mapframe | lat = 8.7646 | long = 38.9944 | zoom = 12 | width = 300 | height = 300 | name = Karte von Bishoftu}} Bishooftuu liegt an der Fernverkehrsstraße A1 südlich von [[Addis Abeba]] nach [[Adama]], 47{{nnbsp}}km von der Hauptstadt entfernt. Sie ist Namensgeber für das {{Wikipedia | Bishoftu-Vulkanfeld | Q2904679 }}, in dem es liegt. In diesem Gebiet finden sich holozäne Lavaströme, Schlackenkegel, Tuffringe und Maare. Mehrere der Maare sind wassergefüllt und bilden Kraterseen. Die hohen Vulkanhügel südlich von Bishooftuu bestehen aus relativ jungem {{Wikipedia | Rhyolith | Q190727 }}, auf dem sehr junge Vorkommen von schlackigem {{Wikipedia | Olivinbasalt | Q43338 }} aufliegen. Etwa 10{{nnbsp}}km südlich der Stadt gibt es auch ein mehrere Meter mächtiges {{Wikipedia | Bimssteinvorkommen | Q180044 }}.<ref name="NAI-web" /> Es gibt Berichte früher Reisende seit 1880, in denen das Gebiet des heutigen Bishooftuu und dessen Kraterseen Ada, Adda, Addas oder Haddas genannt wurde.<ref name="NAI-web" /> In einem schwedischen Reisebericht von 1935 wurde der Ort ''Bitjofto'' genannt.<ref name="NAI-web" /> ''Bishooftuu'' (auch Bishoftu, Biscioftù, Buscioftu) ist ein Wort auf {{Wikipedia | Oromo | Q33864 }} und bedeutet schön oder angenehm. Um 1955 wurde der Ort durch Kaiser {{Wikipedia | Haile Selassie | Q41178 }} (Regierungszeit 1930–1974) umbenannt und mit dem amharischen biblischen Namen ''Debre Zeyit'' {{am|ደብረ ዘይት|b=[[w:Ölberg (Jerusalem)|Ölberg]]|inKlammern=ja}} versehen, der auf den 809{{nnbsp}}m hohen Berg östlich von [[Jerusalem]] über dem {{Wikipedia | Kidrontal | Q860532 }} Bezug nimmt. Debre Zeyit war der bevorzugte Wochenendaufenthaltsort für den Kaiser, in dem er sich auch einen Palast anlegen ließ. Ende der 1990er-Jahre, um 1999, wurde Debre Zeyit wieder in Bishooftuu umbenannt. Debre Zeyit ist aber nach wie vor gebräuchlich. === Geschichte === Wie bereits erwähnt, ist der Name Ada (Adda, Addas oder Haddas) für das Gebiet um Bishooftuu seit 1880, während Bishooftuu erstmals 1935 erwähnt wurde. Während ihrer Besatzungszeit ließen die Italiener 1937 ein Postamt errichten und begründeten 1937/1938 das Landwirtschaftsprojekt ''Azienda Agraria di Biscioftu dell’Opera Nazionale per i Combattenti'' (O.N.C.) mit dem Ziel, einen landwirtschaftlichen Versuchsbetriebs mit Plantagen und Wohngebäuden zu bilden. Das Projekt wurde aber mit dem Abzug der Italiener 1941 eingestellt.<ref name="NAI-web" /> 1946 wurde in Bishooftuu der Grundstein für die {{Wikipedia | äthiopische Luftwaffe | Q4114411 }} (ETAF) und ihren '''Luftwaffenstützpunkt''' gelegt. Die ersten ausländischen Ausbilder unter Leitung von {{Wikipedia | Carl Gustav von Rosen | Q715877 }} (1909–1977) stammten aus Schweden. Die Ausbildung erfolgte an sechs {{Wikipedia | Saab 91 Safir | Q696722 }}-Schulflugzeugen. 1947 wurden noch 16 Sturzkampfbomber {{Wikipedia | Saab B-17 | Q641911 }} geliefert, die letztmalig 1972 eingesetzt wurden. Schwedische Ausbilder waren noch bis zum Ende der 1960er-Jahre tätig. Mit der Lieferung von drei {{Wikipedia | Lockheed T-33 | Q58725 }} begann 1958 die amerikanische Zeit. Die Piloten wurden ab 1959 in den USA ausgebildet. Im Vorfeld der Gründung des {{Wikipedia | Provisorischen Militärverwaltungsrats | Q828005 }} (Derg) unter {{Wikipedia | Mengistu Haile Mariam | Q192512 }} (de-facto-Machthaber 1974–1991) im Juni 1974 kam es Anfang 1974 zu Revolten auf dem Luftwaffenstützpunkt, die im Juni 1974 in Auseinandersetzungen zwischen Luftlandetruppen und Luftwaffenangehörigen eskalierten. Trotz Sturz von Haile Selassie durch den Derg wurden noch 1976 {{Wikipedia | Northrop F-5E | Q17505522 }}-Jagdflugzeuge an Äthiopien ausgeliefert. Während der Mengistu-Regierung wurde der Luftwaffenstützpunkt mit sowjetischen Militärmaschinen MiG ausgestattet. Im Mai 1991 besetzten die Streitkräfte der {{Wikipedia | Revolutionären Demokratischen Front der Äthiopischen Völker | Q1145280 }} und stürzten in der Folge die Mengistu-Regierung.<ref name="NAI-web" /> Vom {{Wikipedia | Äthiopischen Institut für Agrarforschung | Q5403550 }} wurde hier seit 1953 das ''Forschungszentrum Bishoftu'' betrieben. 1954 gab es erste Telefonanschlüsse, u.{{nnbsp}}a. für die Luftwaffe, den Kaiserpalast und das Bishoftu Hotel. Mit schwedischer, norwegischer und deutscher Unterstützung wurde 1956 das ''Evangelische Kolleg'' eingerichtet. Die Stadt beherbergt das 1963 mit UN-Unterstützung gegründete ''Nationale Veterinärinstitut Äthiopiens'', ursprünglich als ''Animal Health Assistants Training School'', das als führendes Forschungs- und Produktionszentrum für Veterinärimpfstoffe gilt. Direkt neben dem Institut befindet sich die veterinärmedizinische Fakultät der Universität Addis Abeba.<ref name="NAI-web" /> Der Bradt-Reiseführer „Ethiopia“ von 1995 nannte mehrere Hotels in Debre Zeyit, als bestes das Hora Ras Hotel.<ref name="bradt" /> Am 10. März 2019 stürzte der {{Wikipedia | Ethiopian-Airlines-Flug 302 | Q62018034 }} mit einer Boeing 737 MAX 8 kurz nach dem Start in der Nähe der Stadt Bishooftuu ab. Alle 157 Insassen kamen ums Leben.<ref name="flug302" /> Am 10. Januar 2026 begannen die Bauarbeiten am internationalen Flughafen Bishoftu, der langfristig den [[Flughafen Bole International]] ablösen soll. Die Fertigstellung ist für 2030 geplant.<ref name="bAirport" /> In der Stadt lebten 2022 etwa 207.400 Einwohner. Die größten ethnischen Gruppen sind Amharen und Oromo. === Wirtschaft === Neben dem Luftwaffenstützpunkt gibt es den Rüstungskonzern Gafat, die Ada Mehl- und Nudelfabrik, die Glasfabrik Pasqua Giuseppe PLC, die Lederwarenmanufaktur Salmida, das Frauen-Jugend-Kinder-Entwicklungsprogramm Ratson, die Wohltätigkeitsvereinigung Winrock International Ethiopia<ref name="NAI-web" /> – und natürlich Tourismus. == Anreise == === Auf der Straße === Die Fernverkehrsstraße A1, die südlich von Addis Abeba beginnt und nach [[Adama]] führt, durchquert Bishooftuu etwa von Nordwesten nach Südosten und bildet gleichsam die Hauptstraße, an der sich auch eine Reihe von Hotels befinden. Die Entfernung beträgt etwa 50{{nnbsp}}km. === Mit dem Bus === Vom Busbahnhof '''Kality''' in [[Addis Abeba]], der sich im Süden der Stadt und 10{{nnbsp}}km vom Stadtzentrum entfernt befindet fahren regelmäßig Busse ab. Der Busbahnhof ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln umständlich und mit dem Taxi teuer zu erreichen. Es gibt aber wahrscheinlich Verbindungen von anderen, günstiger gelegenen Busbahnhöfen in der Stadt. Fragen Sie am besten vor Ort nach, z.{{nnbsp}}B. in Ihrer Unterkunft in Addis Abeba, nach der besten Option von dort aus. === Mit dem Zug === Bishoftu verfügt über einen {{Marker | name = Bahnhof | name-map = Bahnhof Bishoftu | type = railway | lat = 8.76451 | long = 39.01892 }} an der Bahnstrecke Addis Abeba–Dschibuti im Osten der Stadt. Der Zug verkehrt alle vier Tage, ab Addis Abeba am 1., 5., 9., 13., 17., 21., 25. und 29. eines jeden Monats und benötigt 15½ Stunden für die Strecke zwischen den beiden Hauptstädten. === Mit dem Flugzeug === Der nächstgelegene Flughafen ist der [[Flughafen Bole International]]. Der neue {{Marker | name = Flughafen Bishoftu International | type = airport | wikidata = Q136659509 | styles = normal }} im Westen der Stadt soll 2030 fertiggestellt werden. == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == [[File:Lac Bishoftu (3).jpg|thumb|upright|Bishoftu-See]] === Landschaften === In Bishoftu gibt es mindestens fünf kleine Kraterseen. Der {{Marker | name = Bishoftu-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24031615 | lat = 8.74186 | long = 38.98244 | styles = normal }} liegt am nächsten zur Hauptstraße und an seinem Ufer befinden sich einige Ferienanlagen mit schönem Seeblick. Die anderen Seen sind der {{Marker | name = Hora-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24028207 | lat = 8.76171 | long = 38.99266 | styles = normal }} (ein beliebter Ausgangspunkt für Wassersport, Heimat vieler Wasservögel und Austragungsort eines jährlichen Festivals), der {{Marker | name = Bishoftu-Guda-See | alt = Babogaya-See | name-local = y | wikidata = Q24031616 | type = lake | lat = 8.78757 | long = 38.99375 | styles = normal }}, der {{Marker | name = Koriftu-See | type = lake | lat = 8.77923 | long = 39.00037 | styles = normal }} und der {{Marker | name = Cheleklaka-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24031755 | lat = 8.76527 | long = 38.96999 | styles = normal }}, der sich nur zur Regenzeit mit Wasser füllt. Zu den nahegelegenen Sehenswürdigkeiten gehören der südwestlich gelegene erloschene Vulkan {{Marker | name = Zuqualla | name-local = ዝቋላ | alt = 27{{nnbsp}}km südwestlich von Bishoftu | type = volcano | wikidata = Q230269 | styles = normal }}, der {{Marker | name = Mount Yerer | alt = Ērer Terara, 17{{nnbsp}}km nördlich von Bishoftu | type = mountain | wikidata = Q24031143 | lat = 8.88934 | long = 38.95119 | styles = normal }} und der unberührte {{Marker | name = Green Crater Lake | alt = Verde-See, 7{{nnbsp}}km südlich des Bishoftu-Sees | type = lake | wikidata = Q24028209 | lat = 8.69550 | long = 38.97642 | styles = normal }}. === Kirchen === In der Stadt gibt es mehrere Kirchen, u.{{nnbsp}}a.: * {{vCard | name = St.-Michael-Kirche | name-local = ቅዱስ ሚካኤል ቤተክርስቲያን | alt = St. Mikaeal Church | type = church | lat = 8.74700 | long = 38.96800 | image = St.Miichael Church.jpg | description = Äthiopisch-orthodoxe Kirche. }} == Aktivitäten == === Wassersport === * In den Kraterseen kann man schwimmen und Boot fahren. * {{vCard | name = Kuriftu Water Park | name-local = ኩሪፍቱ የውሃ ፓርክ | type = water park | lat = 8.78172 | long = 39.00295 | description = Äthiopiens erster Wasserpark und zugleich der größte Wasserpark Ostafrikas. Er liegt im Nordosten des Kuriftu-Sees und ist ein beliebtes Ziel insbesondere für Familien mit Kindern. }} === Vogelbeobachtung === An allen Seen lassen sich viele einheimische Vogelarten beobachten. === Feste === Das '''Erntedankfest Irreecha''' der Oromo zu Ehren des Gotts Waaqa Tokkicha wird eine Woche nach der Meskel-Feier begangen. Es markiert das Ende der langen Regenzeit. Irreecha findet normalerweise jedes Jahr am 1. Oktober am Hora-See statt. == Einkaufen == == Küche == Die meisten Reisenden nutzen die Restaurants in ihren Unterkünften. Außerdem gibt es mehrere Restaurants entlang der Hauptstraße mit äthiopischen und internationalen Gerichten. == Nachtleben == == Unterkunft == An der Hauptstraße, der Fernverkehrsstraße A1, reihen sich zahlreiche Hotels aneinander. Am Ufer des Bishoftu-Sees befinden sich einige Ferienanlagen. Im Folgenden gibt es eine Auswahl an Hotels und Resorts, die zumeist am Bishoftu- und Bishoftu-Guda-See liegen. An den anderen Kraterseen gibt es keine Hotels oder Resorts. === Mittel === * {{vCard | name = Bishandar Cottage | alt = Bishan Dar Cottage | type = hotel | directions = Ostrand des Bishoftu-Sees | mobile = +251 (0)93 088 3333 | google-maps = 6698004550317316021 | lat = 8.74428 | long = 38.98889 | description = }} * {{vCard | name = Dreamland Hotel and Resort | alt = Dreamland Family Resort | type = resort | subtype = free wlan | url = https://ethiodreamland.com/ | directions = im Nordosten des Bishoftu-Sees | google-maps = 8209125702223831453 | lat = 8.74512 | long = 38.98813 | description = }} * {{vCard | name = Pelican Paradise Resort Hotel | type = resort, hotel | directions = im Osten des Bishoftu-Guda-Sees | mobile = +251 (0)97 796 8585 | google-maps = 17305091286713966755 | lat = 8.78671 | long = 38.99824 | description = }} * {{vCard | name = Tommy International Hotel | name-local = ቶሚ ኢንተርናሽናል ሆቴል | type = hotel | mobile = +251 (0)91 191 5681 | google-maps = 7437323974434896319 | lat = 8.75123 | long = 38.96706 | description = }} * {{vCard | name = The Viewpoint Lodge Resort | type = resort | subtype = 3 | directions = im Südosten des Bishoftu-Guda-Sees | mobile = +251 (0)91 146 5693 | google-maps = 10721363212523267081 | lat = 8.78345 | long = 38.99701 | description = }} === Gehoben === * {{vCard | name = Asham Africa Hotel and Resort | name-local = አሻም አፍሪካ ሆቴል እና ሪዞርት | type = hotel, resort | subtype = 4, free wlan, swimming pool, spa | directions = im Osten des Bishoftu-Sees | url = https://www.ashamafrica.com/ | mobile = +251 (0)91 149 1025 | email = info@ashamafrica.com | price = ab 85 US-$ | google-maps = 550682702143406897 | lat = 8.74357 | long = 38.98938 | description = }} * {{vCard | name = Babogaya Resort | type = hotel, resort | subtype = free wlan | url = https://babogayaresort.com/ | directions = im Norden des Bishoftu-Guda-Sees | mobile = +251 (0)94 414 1516 | email = info@babogayaresort.com | facebook = Babogayaresort | instagram = babogayaresort | tiktok = babogayaresort | checkin = 14:00 | google-maps = 16873588466630963189 | lat = 8.79288 | long = 38.99075 | description = }} * {{vCard | name = IVY HOTEL Bishoftu | type = hotel | subtype = free wlan, spa, conference | url = https://www.ivyhotelbishoftu.com/ | phone = +251 (0)11 430 3434 | mobile = +251 (0)91 604 0506 (WhatsApp, Telegram) | email = info@ivyhotelbishoftu.com | google-maps = 17199296101690654999 | lat = 8.74443 | long = 38.96036 | description = }} * {{vCard | name = Kuriftu Resort & Spa Debre Zeyit | name-local = ኩሪፍቱ ሪዞርትና ስፓ ቢሾፍቱ | type = resort | directions = am Südrand des Kuriftu-Sees | url = https://www.kurifturesorts.com/resorts/bishoftu | mobile = +251 91 109 1185 | google-maps = 4970051597349892583 | lat = 8.77671 | long = 38.99912 | description = Zimmer aus Naturstein und Holz. }} * {{vCard | name = Lake Bishoftu Resort | type = resort | subtype = 4, free wlan, swimming pool | directions = im Westen des Bishoftu-Sees | url = https://lakebishofturesort.co/ | mobile = +251 (0)98 657 5757 | email = reservations@lakebishofturesort.co | facebook = lakebishofturesort | google-maps = 10254002077667509563 | lat = 8.74214 | long = 38.97607 | description = }} * {{vCard | name = Liesak Resort | name-local = ሊሳቅ ሪዞርት | type = resort | subtype = 4 | directions = am Ostrand des Bishoftu-Guda-Sees | url = https://www.liesakresort.com/ | mobile = +251 (0)93 385 8584 | email = liesakresort@gmail.com | google-maps = 4203938644125016110 | lat = 8.78788 | long = 38.99772 | description = }} * {{vCard | name = NOORA Resort | type = resort | subtype = 4 | url = https://nooraresort.com/ | mobile = +251 (0)97 948 4848 | email = reservation@nooraresort.com | facebook = Noora-Resort-61560754042726 | instagram = noora_resort | google-maps = 793231996995118564 | lat = 8.73978 | long = 38.97602 | description = }} * {{vCard | name = Pyramid Hotels and Resorts | name-local = የፒራሚድ ሆቴሎች እና ሪዞርቶች | type = resort, hotel | subtype = 4, free wlan, swimming pool, spa | directions = am Nordrand des Bishoftu-Sees | url = https://pyramidresortet.com/ | phone = +251 (0)11 433 1555 | mobile = +251 (0)97 029 6688 | email = contact@pyramidresortet.com | facebook = PyramidHotelsandResortsDebrezeit | instagram = pyramid_resort_ | google-maps = 9051815862538063457 | lat = 8.74658 | long = 38.98412 | description = }} * {{vCard | name = Salayish Lodge and Park | type = hotel | subtype = 4, free wlan | directions = im Nordosten des Bishoftu-Guda-Sees | url = https://www.salayishecolodge.com/ | mobile = +251 (0)94 977 7707, (0)91 121 5540 (Englisch) | email = contact@salayishlodge.com | google-maps = 14406564232724637844 | lat = 8.79015 | long = 38.99775 | description = }} == Klima == In Bishoftu herrscht mildes, gemäßigtes Klima. Die Temperaturen sind ganzjährig geringer als im Tiefland. Es gibt zwei Hauptjahreszeiten: die Regenzeit von Juni bis September und die Trockenzeit von Oktober bis Mai. {{Klimatabelle|ort=Debre Zeit|sourcelink=climate-data.org: [https://en.climate-data.org/africa/ethiopia/oromia/debre-zeit-29641/ Debre Zeit Climate], eingesehen am 5.9.2026|sourcetext=&nbsp; |at=ja|atjan=17|atfeb=18|atmar=19|atapr=20|atmai=20|atjun=18|atjul=17|ataug=17|atsep=17|atoct=17|atnov=17|atdec=16 |xt=ja|xtjan=24|xtfeb=25|xtmar=26|xtapr=26|xtmai=26|xtjun=24|xtjul=22|xtaug=22|xtsep=22|xtoct=23|xtnov=23|xtdec=23 |nt=ja|ntjan=10|ntfeb=11|ntmar=13|ntapr=14|ntmai=14|ntjun=13|ntjul=13|ntaug=13|ntsep=12|ntoct=10|ntnov=10|ntdec= 9 |rm=ja|rmjan=8|rmfeb=13|rmmar=35|rmapr=57|rmmai=67|rmjun=114|rmjul=195|rmaug=206|rmsep=133|rmoct=29|rmnov=7|rmdec=3 |rh=ja|rhjan=51|rhfeb=42|rhmar=46|rhapr=53|rhmai=56|rhjun=70|rhjul=81|rhaug=83|rhsep=78|rhoct=57|rhnov=49|rhdec=51 |rd=ja|rdjan= 2|rdfeb= 3|rdmar= 6|rdapr= 8|rdmai= 8|rdjun=14|rdjul=21|rdaug=21|rdsep=16|rdoct= 4|rdnov= 1|rddec= 1 |sd=ja|sdjan=9.6|sdfeb=10.0|sdmar=10.0|sdapr=10.0|sdmai=10.0|sdjun=9.6|sdjul=8.6|sdaug=8.4|sdsep=9.8|sdoct=9.8|sdnov=9.8|sddec=9.5 }} == Praktische Hinweise == == Ausflüge == * [[Addis Abeba]] – die Hauptstadt Äthiopiens, je nach Verkehrslage etwa eine Stunde Fahrtzeit entfernt. * [[Adama]] – Eine bedeutende Stadt südöstlich von Bishoftu. * [[Awash-Nationalpark]] – Ein Schutzgebiet, das für seine Tierwelt, seine vulkanischen Landschaften und den Awash-Fluss bekannt ist. * [[Baatuu]] (Ziway) – Eine Stadt am See weiter südlich im Großen Afrikanischen Grabenbruch. == Einzelnachweise == <references> * <ref name="NAI-web">{{Buch | Autor = Lindahl, Bernhard | Titel = [https://nai.uu.se/library/resources/thematic-resources/local-history-of-ethiopia.html Local history of Ethiopia] : [https://nai.uu.se/download/18.39fca04516faedec8b248c7f/1580827647442/ORTDEB205.pdf Debre Tabor - Delo wereda] | Ort = Uppsala | Verlag = The Nordic Africa Institute | Jahr = 2005 | Seiten = 23–41 | Kommentar = Internetpublikation. }}</ref> * <ref name="bradt">{{Buch | Autor = Briggs, Philip | Titel = Guide to Ethiopia | Ort = Chalfont St. Peter | Verlag = Bradt | Jahr = 1995 | ISBN = 978-1-898323-09-9 | Seiten = 164-165, 167 }}</ref> * <ref name="flug302">{{Nachricht | Autor = Olewe, Dickens u. a. | Titel = Ethiopian Airlines crash - events as they happened | url = https://www.bbc.com/news/live/world-africa-47513534 | Website = BBC News | Datum = 2019-3-10 | Abruf = 2026-9-6 }}</ref> * <ref name="bAirport">{{Nachricht | Autor = Endeshow, Dawit | Titel = Ethiopia begins $12.5 billion construction of 'Africa's biggest airport' | Website = Reuters | url = https://www.reuters.com/world/africa/ethiopia-begins-125-billion-construction-africas-biggest-airport-2026-01-10/ | Datum = 2026-1-10 | Abruf = 2026-9-6 }}</ref> </references> {{Class-3}} {{geoData | lat = 8.7646 | long = 38.9944 | zoom = 13 }} {{IstInKat|Zentraläthiopien}} n3xilh3np6fykrbndfsy88mwkeemewp 1802611 1802610 2026-09-07T06:55:30Z RolandUnger 3 /* Geschichte */ +Koord 1802611 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = [[File:Debre Zeyit - Flickr - Dave Proffer.jpg|mini|300px|Schwimmen und Bootfahren am Bishoftu-Guda-See]] | Namen = {{om|Bishooftuu}} '''·''' Bishoftu '''·''' {{am|ቢሾፍቱ}} <br /> Debre Zeyit '''·''' {{am|ደብረ ዘይት}} }} '''{{om|Bishooftuu}}''' oder '''Bishoftu''' ({{amS|ቢሾፍቱ}}; vormals ''Debre Zeyit'' oder ''Debre Zeyt'', {{am|ደብረ ዘይት}}) ist ein Ferienort mit 207.400 Einwohnern (2022) in [[Zentraläthiopien]], umgeben von fünf Kraterseen, etwa 47{{nnbsp}}km von der Hauptstadt [[Addis Abeba]] entfernt. Dank seiner Nähe zur Hauptstadt und mehrerer Seen in seinem Umfeld ist es ein beliebtes Ausflugsziel für Äthiopier und Touristen gleichermaßen. Viele Palmen und die knallrot blühenden {{Wikipedia | Bougainvilleen | Q156996 }} verleihen der Stadt ein leicht mediterranes Flair. == Hintergrund == === Lage und Namen === {{mapframe | lat = 8.7646 | long = 38.9944 | zoom = 12 | width = 300 | height = 300 | name = Karte von Bishoftu}} Bishooftuu liegt an der Fernverkehrsstraße A1 südlich von [[Addis Abeba]] nach [[Adama]], 47{{nnbsp}}km von der Hauptstadt entfernt. Sie ist Namensgeber für das {{Wikipedia | Bishoftu-Vulkanfeld | Q2904679 }}, in dem es liegt. In diesem Gebiet finden sich holozäne Lavaströme, Schlackenkegel, Tuffringe und Maare. Mehrere der Maare sind wassergefüllt und bilden Kraterseen. Die hohen Vulkanhügel südlich von Bishooftuu bestehen aus relativ jungem {{Wikipedia | Rhyolith | Q190727 }}, auf dem sehr junge Vorkommen von schlackigem {{Wikipedia | Olivinbasalt | Q43338 }} aufliegen. Etwa 10{{nnbsp}}km südlich der Stadt gibt es auch ein mehrere Meter mächtiges {{Wikipedia | Bimssteinvorkommen | Q180044 }}.<ref name="NAI-web" /> Es gibt Berichte früher Reisende seit 1880, in denen das Gebiet des heutigen Bishooftuu und dessen Kraterseen Ada, Adda, Addas oder Haddas genannt wurde.<ref name="NAI-web" /> In einem schwedischen Reisebericht von 1935 wurde der Ort ''Bitjofto'' genannt.<ref name="NAI-web" /> ''Bishooftuu'' (auch Bishoftu, Biscioftù, Buscioftu) ist ein Wort auf {{Wikipedia | Oromo | Q33864 }} und bedeutet schön oder angenehm. Um 1955 wurde der Ort durch Kaiser {{Wikipedia | Haile Selassie | Q41178 }} (Regierungszeit 1930–1974) umbenannt und mit dem amharischen biblischen Namen ''Debre Zeyit'' {{am|ደብረ ዘይት|b=[[w:Ölberg (Jerusalem)|Ölberg]]|inKlammern=ja}} versehen, der auf den 809{{nnbsp}}m hohen Berg östlich von [[Jerusalem]] über dem {{Wikipedia | Kidrontal | Q860532 }} Bezug nimmt. Debre Zeyit war der bevorzugte Wochenendaufenthaltsort für den Kaiser, in dem er sich auch einen Palast anlegen ließ. Ende der 1990er-Jahre, um 1999, wurde Debre Zeyit wieder in Bishooftuu umbenannt. Debre Zeyit ist aber nach wie vor gebräuchlich. === Geschichte === Wie bereits erwähnt, ist der Name Ada (Adda, Addas oder Haddas) für das Gebiet um Bishooftuu seit 1880, während Bishooftuu erstmals 1935 erwähnt wurde. Während ihrer Besatzungszeit ließen die Italiener 1937 ein Postamt errichten und begründeten 1937/1938 das Landwirtschaftsprojekt ''Azienda Agraria di Biscioftu dell’Opera Nazionale per i Combattenti'' (O.N.C.) mit dem Ziel, einen landwirtschaftlichen Versuchsbetriebs mit Plantagen und Wohngebäuden zu bilden. Das Projekt wurde aber mit dem Abzug der Italiener 1941 eingestellt.<ref name="NAI-web" /> 1946 wurde in Bishooftuu der Grundstein für die {{Wikipedia | äthiopische Luftwaffe | Q4114411 }} (ETAF) und ihren {{{Marker | name = Luftwaffenstützpunkt | type = airport | lat = 8.71320 | long = 39.00701 }} gelegt. Die ersten ausländischen Ausbilder unter Leitung von {{Wikipedia | Carl Gustav von Rosen | Q715877 }} (1909–1977) stammten aus Schweden. Die Ausbildung erfolgte an sechs {{Wikipedia | Saab 91 Safir | Q696722 }}-Schulflugzeugen. 1947 wurden noch 16 Sturzkampfbomber {{Wikipedia | Saab B-17 | Q641911 }} geliefert, die letztmalig 1972 eingesetzt wurden. Schwedische Ausbilder waren noch bis zum Ende der 1960er-Jahre tätig. Mit der Lieferung von drei {{Wikipedia | Lockheed T-33 | Q58725 }} begann 1958 die amerikanische Zeit. Die Piloten wurden ab 1959 in den USA ausgebildet. Im Vorfeld der Gründung des {{Wikipedia | Provisorischen Militärverwaltungsrats | Q828005 }} (Derg) unter {{Wikipedia | Mengistu Haile Mariam | Q192512 }} (de-facto-Machthaber 1974–1991) im Juni 1974 kam es Anfang 1974 zu Revolten auf dem Luftwaffenstützpunkt, die im Juni 1974 in Auseinandersetzungen zwischen Luftlandetruppen und Luftwaffenangehörigen eskalierten. Trotz Sturz von Haile Selassie durch den Derg wurden noch 1976 {{Wikipedia | Northrop F-5E | Q17505522 }}-Jagdflugzeuge an Äthiopien ausgeliefert. Während der Mengistu-Regierung wurde der Luftwaffenstützpunkt mit sowjetischen Militärmaschinen MiG ausgestattet. Im Mai 1991 besetzten die Streitkräfte der {{Wikipedia | Revolutionären Demokratischen Front der Äthiopischen Völker | Q1145280 }} und stürzten in der Folge die Mengistu-Regierung.<ref name="NAI-web" /> Vom {{Wikipedia | Äthiopischen Institut für Agrarforschung | Q5403550 }} wurde hier seit 1953 das ''Forschungszentrum Bishoftu'' betrieben. 1954 gab es erste Telefonanschlüsse, u.{{nnbsp}}a. für die Luftwaffe, den Kaiserpalast und das Bishoftu Hotel. Mit schwedischer, norwegischer und deutscher Unterstützung wurde 1956 das ''Evangelische Kolleg'' eingerichtet. Die Stadt beherbergt das 1963 mit UN-Unterstützung gegründete ''Nationale Veterinärinstitut Äthiopiens'', ursprünglich als ''Animal Health Assistants Training School'', das als führendes Forschungs- und Produktionszentrum für Veterinärimpfstoffe gilt. Direkt neben dem Institut befindet sich die veterinärmedizinische Fakultät der Universität Addis Abeba.<ref name="NAI-web" /> Der Bradt-Reiseführer „Ethiopia“ von 1995 nannte mehrere Hotels in Debre Zeyit, als bestes das Hora Ras Hotel.<ref name="bradt" /> Am 10. März 2019 stürzte der {{Wikipedia | Ethiopian-Airlines-Flug 302 | Q62018034 }} mit einer Boeing 737 MAX 8 kurz nach dem Start in der Nähe der Stadt Bishooftuu ab. Alle 157 Insassen kamen ums Leben.<ref name="flug302" /> Am 10. Januar 2026 begannen die Bauarbeiten am internationalen Flughafen Bishoftu, der langfristig den [[Flughafen Bole International]] ablösen soll. Die Fertigstellung ist für 2030 geplant.<ref name="bAirport" /> In der Stadt lebten 2022 etwa 207.400 Einwohner. Die größten ethnischen Gruppen sind Amharen und Oromo. === Wirtschaft === Neben dem Luftwaffenstützpunkt gibt es den Rüstungskonzern Gafat, die Ada Mehl- und Nudelfabrik, die Glasfabrik Pasqua Giuseppe PLC, die Lederwarenmanufaktur Salmida, das Frauen-Jugend-Kinder-Entwicklungsprogramm Ratson, die Wohltätigkeitsvereinigung Winrock International Ethiopia<ref name="NAI-web" /> – und natürlich Tourismus. == Anreise == === Auf der Straße === Die Fernverkehrsstraße A1, die südlich von Addis Abeba beginnt und nach [[Adama]] führt, durchquert Bishooftuu etwa von Nordwesten nach Südosten und bildet gleichsam die Hauptstraße, an der sich auch eine Reihe von Hotels befinden. Die Entfernung beträgt etwa 50{{nnbsp}}km. === Mit dem Bus === Vom Busbahnhof '''Kality''' in [[Addis Abeba]], der sich im Süden der Stadt und 10{{nnbsp}}km vom Stadtzentrum entfernt befindet fahren regelmäßig Busse ab. Der Busbahnhof ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln umständlich und mit dem Taxi teuer zu erreichen. Es gibt aber wahrscheinlich Verbindungen von anderen, günstiger gelegenen Busbahnhöfen in der Stadt. Fragen Sie am besten vor Ort nach, z.{{nnbsp}}B. in Ihrer Unterkunft in Addis Abeba, nach der besten Option von dort aus. === Mit dem Zug === Bishoftu verfügt über einen {{Marker | name = Bahnhof | name-map = Bahnhof Bishoftu | type = railway | lat = 8.76451 | long = 39.01892 }} an der Bahnstrecke Addis Abeba–Dschibuti im Osten der Stadt. Der Zug verkehrt alle vier Tage, ab Addis Abeba am 1., 5., 9., 13., 17., 21., 25. und 29. eines jeden Monats und benötigt 15½ Stunden für die Strecke zwischen den beiden Hauptstädten. === Mit dem Flugzeug === Der nächstgelegene Flughafen ist der [[Flughafen Bole International]]. Der neue {{Marker | name = Flughafen Bishoftu International | type = airport | wikidata = Q136659509 | styles = normal }} im Westen der Stadt soll 2030 fertiggestellt werden. == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == [[File:Lac Bishoftu (3).jpg|thumb|upright|Bishoftu-See]] === Landschaften === In Bishoftu gibt es mindestens fünf kleine Kraterseen. Der {{Marker | name = Bishoftu-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24031615 | lat = 8.74186 | long = 38.98244 | styles = normal }} liegt am nächsten zur Hauptstraße und an seinem Ufer befinden sich einige Ferienanlagen mit schönem Seeblick. Die anderen Seen sind der {{Marker | name = Hora-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24028207 | lat = 8.76171 | long = 38.99266 | styles = normal }} (ein beliebter Ausgangspunkt für Wassersport, Heimat vieler Wasservögel und Austragungsort eines jährlichen Festivals), der {{Marker | name = Bishoftu-Guda-See | alt = Babogaya-See | name-local = y | wikidata = Q24031616 | type = lake | lat = 8.78757 | long = 38.99375 | styles = normal }}, der {{Marker | name = Koriftu-See | type = lake | lat = 8.77923 | long = 39.00037 | styles = normal }} und der {{Marker | name = Cheleklaka-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24031755 | lat = 8.76527 | long = 38.96999 | styles = normal }}, der sich nur zur Regenzeit mit Wasser füllt. Zu den nahegelegenen Sehenswürdigkeiten gehören der südwestlich gelegene erloschene Vulkan {{Marker | name = Zuqualla | name-local = ዝቋላ | alt = 27{{nnbsp}}km südwestlich von Bishoftu | type = volcano | wikidata = Q230269 | styles = normal }}, der {{Marker | name = Mount Yerer | alt = Ērer Terara, 17{{nnbsp}}km nördlich von Bishoftu | type = mountain | wikidata = Q24031143 | lat = 8.88934 | long = 38.95119 | styles = normal }} und der unberührte {{Marker | name = Green Crater Lake | alt = Verde-See, 7{{nnbsp}}km südlich des Bishoftu-Sees | type = lake | wikidata = Q24028209 | lat = 8.69550 | long = 38.97642 | styles = normal }}. === Kirchen === In der Stadt gibt es mehrere Kirchen, u.{{nnbsp}}a.: * {{vCard | name = St.-Michael-Kirche | name-local = ቅዱስ ሚካኤል ቤተክርስቲያን | alt = St. Mikaeal Church | type = church | lat = 8.74700 | long = 38.96800 | image = St.Miichael Church.jpg | description = Äthiopisch-orthodoxe Kirche. }} == Aktivitäten == === Wassersport === * In den Kraterseen kann man schwimmen und Boot fahren. * {{vCard | name = Kuriftu Water Park | name-local = ኩሪፍቱ የውሃ ፓርክ | type = water park | lat = 8.78172 | long = 39.00295 | description = Äthiopiens erster Wasserpark und zugleich der größte Wasserpark Ostafrikas. Er liegt im Nordosten des Kuriftu-Sees und ist ein beliebtes Ziel insbesondere für Familien mit Kindern. }} === Vogelbeobachtung === An allen Seen lassen sich viele einheimische Vogelarten beobachten. === Feste === Das '''Erntedankfest Irreecha''' der Oromo zu Ehren des Gotts Waaqa Tokkicha wird eine Woche nach der Meskel-Feier begangen. Es markiert das Ende der langen Regenzeit. Irreecha findet normalerweise jedes Jahr am 1. Oktober am Hora-See statt. == Einkaufen == == Küche == Die meisten Reisenden nutzen die Restaurants in ihren Unterkünften. Außerdem gibt es mehrere Restaurants entlang der Hauptstraße mit äthiopischen und internationalen Gerichten. == Nachtleben == == Unterkunft == An der Hauptstraße, der Fernverkehrsstraße A1, reihen sich zahlreiche Hotels aneinander. Am Ufer des Bishoftu-Sees befinden sich einige Ferienanlagen. Im Folgenden gibt es eine Auswahl an Hotels und Resorts, die zumeist am Bishoftu- und Bishoftu-Guda-See liegen. An den anderen Kraterseen gibt es keine Hotels oder Resorts. === Mittel === * {{vCard | name = Bishandar Cottage | alt = Bishan Dar Cottage | type = hotel | directions = Ostrand des Bishoftu-Sees | mobile = +251 (0)93 088 3333 | google-maps = 6698004550317316021 | lat = 8.74428 | long = 38.98889 | description = }} * {{vCard | name = Dreamland Hotel and Resort | alt = Dreamland Family Resort | type = resort | subtype = free wlan | url = https://ethiodreamland.com/ | directions = im Nordosten des Bishoftu-Sees | google-maps = 8209125702223831453 | lat = 8.74512 | long = 38.98813 | description = }} * {{vCard | name = Pelican Paradise Resort Hotel | type = resort, hotel | directions = im Osten des Bishoftu-Guda-Sees | mobile = +251 (0)97 796 8585 | google-maps = 17305091286713966755 | lat = 8.78671 | long = 38.99824 | description = }} * {{vCard | name = Tommy International Hotel | name-local = ቶሚ ኢንተርናሽናል ሆቴል | type = hotel | mobile = +251 (0)91 191 5681 | google-maps = 7437323974434896319 | lat = 8.75123 | long = 38.96706 | description = }} * {{vCard | name = The Viewpoint Lodge Resort | type = resort | subtype = 3 | directions = im Südosten des Bishoftu-Guda-Sees | mobile = +251 (0)91 146 5693 | google-maps = 10721363212523267081 | lat = 8.78345 | long = 38.99701 | description = }} === Gehoben === * {{vCard | name = Asham Africa Hotel and Resort | name-local = አሻም አፍሪካ ሆቴል እና ሪዞርት | type = hotel, resort | subtype = 4, free wlan, swimming pool, spa | directions = im Osten des Bishoftu-Sees | url = https://www.ashamafrica.com/ | mobile = +251 (0)91 149 1025 | email = info@ashamafrica.com | price = ab 85 US-$ | google-maps = 550682702143406897 | lat = 8.74357 | long = 38.98938 | description = }} * {{vCard | name = Babogaya Resort | type = hotel, resort | subtype = free wlan | url = https://babogayaresort.com/ | directions = im Norden des Bishoftu-Guda-Sees | mobile = +251 (0)94 414 1516 | email = info@babogayaresort.com | facebook = Babogayaresort | instagram = babogayaresort | tiktok = babogayaresort | checkin = 14:00 | google-maps = 16873588466630963189 | lat = 8.79288 | long = 38.99075 | description = }} * {{vCard | name = IVY HOTEL Bishoftu | type = hotel | subtype = free wlan, spa, conference | url = https://www.ivyhotelbishoftu.com/ | phone = +251 (0)11 430 3434 | mobile = +251 (0)91 604 0506 (WhatsApp, Telegram) | email = info@ivyhotelbishoftu.com | google-maps = 17199296101690654999 | lat = 8.74443 | long = 38.96036 | description = }} * {{vCard | name = Kuriftu Resort & Spa Debre Zeyit | name-local = ኩሪፍቱ ሪዞርትና ስፓ ቢሾፍቱ | type = resort | directions = am Südrand des Kuriftu-Sees | url = https://www.kurifturesorts.com/resorts/bishoftu | mobile = +251 91 109 1185 | google-maps = 4970051597349892583 | lat = 8.77671 | long = 38.99912 | description = Zimmer aus Naturstein und Holz. }} * {{vCard | name = Lake Bishoftu Resort | type = resort | subtype = 4, free wlan, swimming pool | directions = im Westen des Bishoftu-Sees | url = https://lakebishofturesort.co/ | mobile = +251 (0)98 657 5757 | email = reservations@lakebishofturesort.co | facebook = lakebishofturesort | google-maps = 10254002077667509563 | lat = 8.74214 | long = 38.97607 | description = }} * {{vCard | name = Liesak Resort | name-local = ሊሳቅ ሪዞርት | type = resort | subtype = 4 | directions = am Ostrand des Bishoftu-Guda-Sees | url = https://www.liesakresort.com/ | mobile = +251 (0)93 385 8584 | email = liesakresort@gmail.com | google-maps = 4203938644125016110 | lat = 8.78788 | long = 38.99772 | description = }} * {{vCard | name = NOORA Resort | type = resort | subtype = 4 | url = https://nooraresort.com/ | mobile = +251 (0)97 948 4848 | email = reservation@nooraresort.com | facebook = Noora-Resort-61560754042726 | instagram = noora_resort | google-maps = 793231996995118564 | lat = 8.73978 | long = 38.97602 | description = }} * {{vCard | name = Pyramid Hotels and Resorts | name-local = የፒራሚድ ሆቴሎች እና ሪዞርቶች | type = resort, hotel | subtype = 4, free wlan, swimming pool, spa | directions = am Nordrand des Bishoftu-Sees | url = https://pyramidresortet.com/ | phone = +251 (0)11 433 1555 | mobile = +251 (0)97 029 6688 | email = contact@pyramidresortet.com | facebook = PyramidHotelsandResortsDebrezeit | instagram = pyramid_resort_ | google-maps = 9051815862538063457 | lat = 8.74658 | long = 38.98412 | description = }} * {{vCard | name = Salayish Lodge and Park | type = hotel | subtype = 4, free wlan | directions = im Nordosten des Bishoftu-Guda-Sees | url = https://www.salayishecolodge.com/ | mobile = +251 (0)94 977 7707, (0)91 121 5540 (Englisch) | email = contact@salayishlodge.com | google-maps = 14406564232724637844 | lat = 8.79015 | long = 38.99775 | description = }} == Klima == In Bishoftu herrscht mildes, gemäßigtes Klima. Die Temperaturen sind ganzjährig geringer als im Tiefland. Es gibt zwei Hauptjahreszeiten: die Regenzeit von Juni bis September und die Trockenzeit von Oktober bis Mai. {{Klimatabelle|ort=Debre Zeit|sourcelink=climate-data.org: [https://en.climate-data.org/africa/ethiopia/oromia/debre-zeit-29641/ Debre Zeit Climate], eingesehen am 5.9.2026|sourcetext=&nbsp; |at=ja|atjan=17|atfeb=18|atmar=19|atapr=20|atmai=20|atjun=18|atjul=17|ataug=17|atsep=17|atoct=17|atnov=17|atdec=16 |xt=ja|xtjan=24|xtfeb=25|xtmar=26|xtapr=26|xtmai=26|xtjun=24|xtjul=22|xtaug=22|xtsep=22|xtoct=23|xtnov=23|xtdec=23 |nt=ja|ntjan=10|ntfeb=11|ntmar=13|ntapr=14|ntmai=14|ntjun=13|ntjul=13|ntaug=13|ntsep=12|ntoct=10|ntnov=10|ntdec= 9 |rm=ja|rmjan=8|rmfeb=13|rmmar=35|rmapr=57|rmmai=67|rmjun=114|rmjul=195|rmaug=206|rmsep=133|rmoct=29|rmnov=7|rmdec=3 |rh=ja|rhjan=51|rhfeb=42|rhmar=46|rhapr=53|rhmai=56|rhjun=70|rhjul=81|rhaug=83|rhsep=78|rhoct=57|rhnov=49|rhdec=51 |rd=ja|rdjan= 2|rdfeb= 3|rdmar= 6|rdapr= 8|rdmai= 8|rdjun=14|rdjul=21|rdaug=21|rdsep=16|rdoct= 4|rdnov= 1|rddec= 1 |sd=ja|sdjan=9.6|sdfeb=10.0|sdmar=10.0|sdapr=10.0|sdmai=10.0|sdjun=9.6|sdjul=8.6|sdaug=8.4|sdsep=9.8|sdoct=9.8|sdnov=9.8|sddec=9.5 }} == Praktische Hinweise == == Ausflüge == * [[Addis Abeba]] – die Hauptstadt Äthiopiens, je nach Verkehrslage etwa eine Stunde Fahrtzeit entfernt. * [[Adama]] – Eine bedeutende Stadt südöstlich von Bishoftu. * [[Awash-Nationalpark]] – Ein Schutzgebiet, das für seine Tierwelt, seine vulkanischen Landschaften und den Awash-Fluss bekannt ist. * [[Baatuu]] (Ziway) – Eine Stadt am See weiter südlich im Großen Afrikanischen Grabenbruch. == Einzelnachweise == <references> * <ref name="NAI-web">{{Buch | Autor = Lindahl, Bernhard | Titel = [https://nai.uu.se/library/resources/thematic-resources/local-history-of-ethiopia.html Local history of Ethiopia] : [https://nai.uu.se/download/18.39fca04516faedec8b248c7f/1580827647442/ORTDEB205.pdf Debre Tabor - Delo wereda] | Ort = Uppsala | Verlag = The Nordic Africa Institute | Jahr = 2005 | Seiten = 23–41 | Kommentar = Internetpublikation. }}</ref> * <ref name="bradt">{{Buch | Autor = Briggs, Philip | Titel = Guide to Ethiopia | Ort = Chalfont St. Peter | Verlag = Bradt | Jahr = 1995 | ISBN = 978-1-898323-09-9 | Seiten = 164-165, 167 }}</ref> * <ref name="flug302">{{Nachricht | Autor = Olewe, Dickens u. a. | Titel = Ethiopian Airlines crash - events as they happened | url = https://www.bbc.com/news/live/world-africa-47513534 | Website = BBC News | Datum = 2019-3-10 | Abruf = 2026-9-6 }}</ref> * <ref name="bAirport">{{Nachricht | Autor = Endeshow, Dawit | Titel = Ethiopia begins $12.5 billion construction of 'Africa's biggest airport' | Website = Reuters | url = https://www.reuters.com/world/africa/ethiopia-begins-125-billion-construction-africas-biggest-airport-2026-01-10/ | Datum = 2026-1-10 | Abruf = 2026-9-6 }}</ref> </references> {{Class-3}} {{geoData | lat = 8.7646 | long = 38.9944 | zoom = 13 }} {{IstInKat|Zentraläthiopien}} 7hdhvijlvhz3a40chh72z2o1uut76k1 1802612 1802611 2026-09-07T06:56:12Z RolandUnger 3 /* Geschichte */ 1802612 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = [[File:Debre Zeyit - Flickr - Dave Proffer.jpg|mini|300px|Schwimmen und Bootfahren am Bishoftu-Guda-See]] | Namen = {{om|Bishooftuu}} '''·''' Bishoftu '''·''' {{am|ቢሾፍቱ}} <br /> Debre Zeyit '''·''' {{am|ደብረ ዘይት}} }} '''{{om|Bishooftuu}}''' oder '''Bishoftu''' ({{amS|ቢሾፍቱ}}; vormals ''Debre Zeyit'' oder ''Debre Zeyt'', {{am|ደብረ ዘይት}}) ist ein Ferienort mit 207.400 Einwohnern (2022) in [[Zentraläthiopien]], umgeben von fünf Kraterseen, etwa 47{{nnbsp}}km von der Hauptstadt [[Addis Abeba]] entfernt. Dank seiner Nähe zur Hauptstadt und mehrerer Seen in seinem Umfeld ist es ein beliebtes Ausflugsziel für Äthiopier und Touristen gleichermaßen. Viele Palmen und die knallrot blühenden {{Wikipedia | Bougainvilleen | Q156996 }} verleihen der Stadt ein leicht mediterranes Flair. == Hintergrund == === Lage und Namen === {{mapframe | lat = 8.7646 | long = 38.9944 | zoom = 12 | width = 300 | height = 300 | name = Karte von Bishoftu}} Bishooftuu liegt an der Fernverkehrsstraße A1 südlich von [[Addis Abeba]] nach [[Adama]], 47{{nnbsp}}km von der Hauptstadt entfernt. Sie ist Namensgeber für das {{Wikipedia | Bishoftu-Vulkanfeld | Q2904679 }}, in dem es liegt. In diesem Gebiet finden sich holozäne Lavaströme, Schlackenkegel, Tuffringe und Maare. Mehrere der Maare sind wassergefüllt und bilden Kraterseen. Die hohen Vulkanhügel südlich von Bishooftuu bestehen aus relativ jungem {{Wikipedia | Rhyolith | Q190727 }}, auf dem sehr junge Vorkommen von schlackigem {{Wikipedia | Olivinbasalt | Q43338 }} aufliegen. Etwa 10{{nnbsp}}km südlich der Stadt gibt es auch ein mehrere Meter mächtiges {{Wikipedia | Bimssteinvorkommen | Q180044 }}.<ref name="NAI-web" /> Es gibt Berichte früher Reisende seit 1880, in denen das Gebiet des heutigen Bishooftuu und dessen Kraterseen Ada, Adda, Addas oder Haddas genannt wurde.<ref name="NAI-web" /> In einem schwedischen Reisebericht von 1935 wurde der Ort ''Bitjofto'' genannt.<ref name="NAI-web" /> ''Bishooftuu'' (auch Bishoftu, Biscioftù, Buscioftu) ist ein Wort auf {{Wikipedia | Oromo | Q33864 }} und bedeutet schön oder angenehm. Um 1955 wurde der Ort durch Kaiser {{Wikipedia | Haile Selassie | Q41178 }} (Regierungszeit 1930–1974) umbenannt und mit dem amharischen biblischen Namen ''Debre Zeyit'' {{am|ደብረ ዘይት|b=[[w:Ölberg (Jerusalem)|Ölberg]]|inKlammern=ja}} versehen, der auf den 809{{nnbsp}}m hohen Berg östlich von [[Jerusalem]] über dem {{Wikipedia | Kidrontal | Q860532 }} Bezug nimmt. Debre Zeyit war der bevorzugte Wochenendaufenthaltsort für den Kaiser, in dem er sich auch einen Palast anlegen ließ. Ende der 1990er-Jahre, um 1999, wurde Debre Zeyit wieder in Bishooftuu umbenannt. Debre Zeyit ist aber nach wie vor gebräuchlich. === Geschichte === Wie bereits erwähnt, ist der Name Ada (Adda, Addas oder Haddas) für das Gebiet um Bishooftuu seit 1880, während Bishooftuu erstmals 1935 erwähnt wurde. Während ihrer Besatzungszeit ließen die Italiener 1937 ein Postamt errichten und begründeten 1937/1938 das Landwirtschaftsprojekt ''Azienda Agraria di Biscioftu dell’Opera Nazionale per i Combattenti'' (O.N.C.) mit dem Ziel, einen landwirtschaftlichen Versuchsbetriebs mit Plantagen und Wohngebäuden zu bilden. Das Projekt wurde aber mit dem Abzug der Italiener 1941 eingestellt.<ref name="NAI-web" /> 1946 wurde in Bishooftuu der Grundstein für die {{Wikipedia | äthiopische Luftwaffe | Q4114411 }} (ETAF) und ihren {{Marker | name = Luftwaffenstützpunkt | type = airport | lat = 8.71320 | long = 39.00701 }} gelegt. Die ersten ausländischen Ausbilder unter Leitung von {{Wikipedia | Carl Gustav von Rosen | Q715877 }} (1909–1977) stammten aus Schweden. Die Ausbildung erfolgte an sechs {{Wikipedia | Saab 91 Safir | Q696722 }}-Schulflugzeugen. 1947 wurden noch 16 Sturzkampfbomber {{Wikipedia | Saab B-17 | Q641911 }} geliefert, die letztmalig 1972 eingesetzt wurden. Schwedische Ausbilder waren noch bis zum Ende der 1960er-Jahre tätig. Mit der Lieferung von drei {{Wikipedia | Lockheed T-33 | Q58725 }} begann 1958 die amerikanische Zeit. Die Piloten wurden ab 1959 in den USA ausgebildet. Im Vorfeld der Gründung des {{Wikipedia | Provisorischen Militärverwaltungsrats | Q828005 }} (Derg) unter {{Wikipedia | Mengistu Haile Mariam | Q192512 }} (de-facto-Machthaber 1974–1991) im Juni 1974 kam es Anfang 1974 zu Revolten auf dem Luftwaffenstützpunkt, die im Juni 1974 in Auseinandersetzungen zwischen Luftlandetruppen und Luftwaffenangehörigen eskalierten. Trotz Sturz von Haile Selassie durch den Derg wurden noch 1976 {{Wikipedia | Northrop F-5E | Q17505522 }}-Jagdflugzeuge an Äthiopien ausgeliefert. Während der Mengistu-Regierung wurde der Luftwaffenstützpunkt mit sowjetischen Militärmaschinen MiG ausgestattet. Im Mai 1991 besetzten die Streitkräfte der {{Wikipedia | Revolutionären Demokratischen Front der Äthiopischen Völker | Q1145280 }} und stürzten in der Folge die Mengistu-Regierung.<ref name="NAI-web" /> Vom {{Wikipedia | Äthiopischen Institut für Agrarforschung | Q5403550 }} wurde hier seit 1953 das ''Forschungszentrum Bishoftu'' betrieben. 1954 gab es erste Telefonanschlüsse, u.{{nnbsp}}a. für die Luftwaffe, den Kaiserpalast und das Bishoftu Hotel. Mit schwedischer, norwegischer und deutscher Unterstützung wurde 1956 das ''Evangelische Kolleg'' eingerichtet. Die Stadt beherbergt das 1963 mit UN-Unterstützung gegründete ''Nationale Veterinärinstitut Äthiopiens'', ursprünglich als ''Animal Health Assistants Training School'', das als führendes Forschungs- und Produktionszentrum für Veterinärimpfstoffe gilt. Direkt neben dem Institut befindet sich die veterinärmedizinische Fakultät der Universität Addis Abeba.<ref name="NAI-web" /> Der Bradt-Reiseführer „Ethiopia“ von 1995 nannte mehrere Hotels in Debre Zeyit, als bestes das Hora Ras Hotel.<ref name="bradt" /> Am 10. März 2019 stürzte der {{Wikipedia | Ethiopian-Airlines-Flug 302 | Q62018034 }} mit einer Boeing 737 MAX 8 kurz nach dem Start in der Nähe der Stadt Bishooftuu ab. Alle 157 Insassen kamen ums Leben.<ref name="flug302" /> Am 10. Januar 2026 begannen die Bauarbeiten am internationalen Flughafen Bishoftu, der langfristig den [[Flughafen Bole International]] ablösen soll. Die Fertigstellung ist für 2030 geplant.<ref name="bAirport" /> In der Stadt lebten 2022 etwa 207.400 Einwohner. Die größten ethnischen Gruppen sind Amharen und Oromo. === Wirtschaft === Neben dem Luftwaffenstützpunkt gibt es den Rüstungskonzern Gafat, die Ada Mehl- und Nudelfabrik, die Glasfabrik Pasqua Giuseppe PLC, die Lederwarenmanufaktur Salmida, das Frauen-Jugend-Kinder-Entwicklungsprogramm Ratson, die Wohltätigkeitsvereinigung Winrock International Ethiopia<ref name="NAI-web" /> – und natürlich Tourismus. == Anreise == === Auf der Straße === Die Fernverkehrsstraße A1, die südlich von Addis Abeba beginnt und nach [[Adama]] führt, durchquert Bishooftuu etwa von Nordwesten nach Südosten und bildet gleichsam die Hauptstraße, an der sich auch eine Reihe von Hotels befinden. Die Entfernung beträgt etwa 50{{nnbsp}}km. === Mit dem Bus === Vom Busbahnhof '''Kality''' in [[Addis Abeba]], der sich im Süden der Stadt und 10{{nnbsp}}km vom Stadtzentrum entfernt befindet fahren regelmäßig Busse ab. Der Busbahnhof ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln umständlich und mit dem Taxi teuer zu erreichen. Es gibt aber wahrscheinlich Verbindungen von anderen, günstiger gelegenen Busbahnhöfen in der Stadt. Fragen Sie am besten vor Ort nach, z.{{nnbsp}}B. in Ihrer Unterkunft in Addis Abeba, nach der besten Option von dort aus. === Mit dem Zug === Bishoftu verfügt über einen {{Marker | name = Bahnhof | name-map = Bahnhof Bishoftu | type = railway | lat = 8.76451 | long = 39.01892 }} an der Bahnstrecke Addis Abeba–Dschibuti im Osten der Stadt. Der Zug verkehrt alle vier Tage, ab Addis Abeba am 1., 5., 9., 13., 17., 21., 25. und 29. eines jeden Monats und benötigt 15½ Stunden für die Strecke zwischen den beiden Hauptstädten. === Mit dem Flugzeug === Der nächstgelegene Flughafen ist der [[Flughafen Bole International]]. Der neue {{Marker | name = Flughafen Bishoftu International | type = airport | wikidata = Q136659509 | styles = normal }} im Westen der Stadt soll 2030 fertiggestellt werden. == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == [[File:Lac Bishoftu (3).jpg|thumb|upright|Bishoftu-See]] === Landschaften === In Bishoftu gibt es mindestens fünf kleine Kraterseen. Der {{Marker | name = Bishoftu-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24031615 | lat = 8.74186 | long = 38.98244 | styles = normal }} liegt am nächsten zur Hauptstraße und an seinem Ufer befinden sich einige Ferienanlagen mit schönem Seeblick. Die anderen Seen sind der {{Marker | name = Hora-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24028207 | lat = 8.76171 | long = 38.99266 | styles = normal }} (ein beliebter Ausgangspunkt für Wassersport, Heimat vieler Wasservögel und Austragungsort eines jährlichen Festivals), der {{Marker | name = Bishoftu-Guda-See | alt = Babogaya-See | name-local = y | wikidata = Q24031616 | type = lake | lat = 8.78757 | long = 38.99375 | styles = normal }}, der {{Marker | name = Koriftu-See | type = lake | lat = 8.77923 | long = 39.00037 | styles = normal }} und der {{Marker | name = Cheleklaka-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24031755 | lat = 8.76527 | long = 38.96999 | styles = normal }}, der sich nur zur Regenzeit mit Wasser füllt. Zu den nahegelegenen Sehenswürdigkeiten gehören der südwestlich gelegene erloschene Vulkan {{Marker | name = Zuqualla | name-local = ዝቋላ | alt = 27{{nnbsp}}km südwestlich von Bishoftu | type = volcano | wikidata = Q230269 | styles = normal }}, der {{Marker | name = Mount Yerer | alt = Ērer Terara, 17{{nnbsp}}km nördlich von Bishoftu | type = mountain | wikidata = Q24031143 | lat = 8.88934 | long = 38.95119 | styles = normal }} und der unberührte {{Marker | name = Green Crater Lake | alt = Verde-See, 7{{nnbsp}}km südlich des Bishoftu-Sees | type = lake | wikidata = Q24028209 | lat = 8.69550 | long = 38.97642 | styles = normal }}. === Kirchen === In der Stadt gibt es mehrere Kirchen, u.{{nnbsp}}a.: * {{vCard | name = St.-Michael-Kirche | name-local = ቅዱስ ሚካኤል ቤተክርስቲያን | alt = St. Mikaeal Church | type = church | lat = 8.74700 | long = 38.96800 | image = St.Miichael Church.jpg | description = Äthiopisch-orthodoxe Kirche. }} == Aktivitäten == === Wassersport === * In den Kraterseen kann man schwimmen und Boot fahren. * {{vCard | name = Kuriftu Water Park | name-local = ኩሪፍቱ የውሃ ፓርክ | type = water park | lat = 8.78172 | long = 39.00295 | description = Äthiopiens erster Wasserpark und zugleich der größte Wasserpark Ostafrikas. Er liegt im Nordosten des Kuriftu-Sees und ist ein beliebtes Ziel insbesondere für Familien mit Kindern. }} === Vogelbeobachtung === An allen Seen lassen sich viele einheimische Vogelarten beobachten. === Feste === Das '''Erntedankfest Irreecha''' der Oromo zu Ehren des Gotts Waaqa Tokkicha wird eine Woche nach der Meskel-Feier begangen. Es markiert das Ende der langen Regenzeit. Irreecha findet normalerweise jedes Jahr am 1. Oktober am Hora-See statt. == Einkaufen == == Küche == Die meisten Reisenden nutzen die Restaurants in ihren Unterkünften. Außerdem gibt es mehrere Restaurants entlang der Hauptstraße mit äthiopischen und internationalen Gerichten. == Nachtleben == == Unterkunft == An der Hauptstraße, der Fernverkehrsstraße A1, reihen sich zahlreiche Hotels aneinander. Am Ufer des Bishoftu-Sees befinden sich einige Ferienanlagen. Im Folgenden gibt es eine Auswahl an Hotels und Resorts, die zumeist am Bishoftu- und Bishoftu-Guda-See liegen. An den anderen Kraterseen gibt es keine Hotels oder Resorts. === Mittel === * {{vCard | name = Bishandar Cottage | alt = Bishan Dar Cottage | type = hotel | directions = Ostrand des Bishoftu-Sees | mobile = +251 (0)93 088 3333 | google-maps = 6698004550317316021 | lat = 8.74428 | long = 38.98889 | description = }} * {{vCard | name = Dreamland Hotel and Resort | alt = Dreamland Family Resort | type = resort | subtype = free wlan | url = https://ethiodreamland.com/ | directions = im Nordosten des Bishoftu-Sees | google-maps = 8209125702223831453 | lat = 8.74512 | long = 38.98813 | description = }} * {{vCard | name = Pelican Paradise Resort Hotel | type = resort, hotel | directions = im Osten des Bishoftu-Guda-Sees | mobile = +251 (0)97 796 8585 | google-maps = 17305091286713966755 | lat = 8.78671 | long = 38.99824 | description = }} * {{vCard | name = Tommy International Hotel | name-local = ቶሚ ኢንተርናሽናል ሆቴል | type = hotel | mobile = +251 (0)91 191 5681 | google-maps = 7437323974434896319 | lat = 8.75123 | long = 38.96706 | description = }} * {{vCard | name = The Viewpoint Lodge Resort | type = resort | subtype = 3 | directions = im Südosten des Bishoftu-Guda-Sees | mobile = +251 (0)91 146 5693 | google-maps = 10721363212523267081 | lat = 8.78345 | long = 38.99701 | description = }} === Gehoben === * {{vCard | name = Asham Africa Hotel and Resort | name-local = አሻም አፍሪካ ሆቴል እና ሪዞርት | type = hotel, resort | subtype = 4, free wlan, swimming pool, spa | directions = im Osten des Bishoftu-Sees | url = https://www.ashamafrica.com/ | mobile = +251 (0)91 149 1025 | email = info@ashamafrica.com | price = ab 85 US-$ | google-maps = 550682702143406897 | lat = 8.74357 | long = 38.98938 | description = }} * {{vCard | name = Babogaya Resort | type = hotel, resort | subtype = free wlan | url = https://babogayaresort.com/ | directions = im Norden des Bishoftu-Guda-Sees | mobile = +251 (0)94 414 1516 | email = info@babogayaresort.com | facebook = Babogayaresort | instagram = babogayaresort | tiktok = babogayaresort | checkin = 14:00 | google-maps = 16873588466630963189 | lat = 8.79288 | long = 38.99075 | description = }} * {{vCard | name = IVY HOTEL Bishoftu | type = hotel | subtype = free wlan, spa, conference | url = https://www.ivyhotelbishoftu.com/ | phone = +251 (0)11 430 3434 | mobile = +251 (0)91 604 0506 (WhatsApp, Telegram) | email = info@ivyhotelbishoftu.com | google-maps = 17199296101690654999 | lat = 8.74443 | long = 38.96036 | description = }} * {{vCard | name = Kuriftu Resort & Spa Debre Zeyit | name-local = ኩሪፍቱ ሪዞርትና ስፓ ቢሾፍቱ | type = resort | directions = am Südrand des Kuriftu-Sees | url = https://www.kurifturesorts.com/resorts/bishoftu | mobile = +251 91 109 1185 | google-maps = 4970051597349892583 | lat = 8.77671 | long = 38.99912 | description = Zimmer aus Naturstein und Holz. }} * {{vCard | name = Lake Bishoftu Resort | type = resort | subtype = 4, free wlan, swimming pool | directions = im Westen des Bishoftu-Sees | url = https://lakebishofturesort.co/ | mobile = +251 (0)98 657 5757 | email = reservations@lakebishofturesort.co | facebook = lakebishofturesort | google-maps = 10254002077667509563 | lat = 8.74214 | long = 38.97607 | description = }} * {{vCard | name = Liesak Resort | name-local = ሊሳቅ ሪዞርት | type = resort | subtype = 4 | directions = am Ostrand des Bishoftu-Guda-Sees | url = https://www.liesakresort.com/ | mobile = +251 (0)93 385 8584 | email = liesakresort@gmail.com | google-maps = 4203938644125016110 | lat = 8.78788 | long = 38.99772 | description = }} * {{vCard | name = NOORA Resort | type = resort | subtype = 4 | url = https://nooraresort.com/ | mobile = +251 (0)97 948 4848 | email = reservation@nooraresort.com | facebook = Noora-Resort-61560754042726 | instagram = noora_resort | google-maps = 793231996995118564 | lat = 8.73978 | long = 38.97602 | description = }} * {{vCard | name = Pyramid Hotels and Resorts | name-local = የፒራሚድ ሆቴሎች እና ሪዞርቶች | type = resort, hotel | subtype = 4, free wlan, swimming pool, spa | directions = am Nordrand des Bishoftu-Sees | url = https://pyramidresortet.com/ | phone = +251 (0)11 433 1555 | mobile = +251 (0)97 029 6688 | email = contact@pyramidresortet.com | facebook = PyramidHotelsandResortsDebrezeit | instagram = pyramid_resort_ | google-maps = 9051815862538063457 | lat = 8.74658 | long = 38.98412 | description = }} * {{vCard | name = Salayish Lodge and Park | type = hotel | subtype = 4, free wlan | directions = im Nordosten des Bishoftu-Guda-Sees | url = https://www.salayishecolodge.com/ | mobile = +251 (0)94 977 7707, (0)91 121 5540 (Englisch) | email = contact@salayishlodge.com | google-maps = 14406564232724637844 | lat = 8.79015 | long = 38.99775 | description = }} == Klima == In Bishoftu herrscht mildes, gemäßigtes Klima. Die Temperaturen sind ganzjährig geringer als im Tiefland. Es gibt zwei Hauptjahreszeiten: die Regenzeit von Juni bis September und die Trockenzeit von Oktober bis Mai. {{Klimatabelle|ort=Debre Zeit|sourcelink=climate-data.org: [https://en.climate-data.org/africa/ethiopia/oromia/debre-zeit-29641/ Debre Zeit Climate], eingesehen am 5.9.2026|sourcetext=&nbsp; |at=ja|atjan=17|atfeb=18|atmar=19|atapr=20|atmai=20|atjun=18|atjul=17|ataug=17|atsep=17|atoct=17|atnov=17|atdec=16 |xt=ja|xtjan=24|xtfeb=25|xtmar=26|xtapr=26|xtmai=26|xtjun=24|xtjul=22|xtaug=22|xtsep=22|xtoct=23|xtnov=23|xtdec=23 |nt=ja|ntjan=10|ntfeb=11|ntmar=13|ntapr=14|ntmai=14|ntjun=13|ntjul=13|ntaug=13|ntsep=12|ntoct=10|ntnov=10|ntdec= 9 |rm=ja|rmjan=8|rmfeb=13|rmmar=35|rmapr=57|rmmai=67|rmjun=114|rmjul=195|rmaug=206|rmsep=133|rmoct=29|rmnov=7|rmdec=3 |rh=ja|rhjan=51|rhfeb=42|rhmar=46|rhapr=53|rhmai=56|rhjun=70|rhjul=81|rhaug=83|rhsep=78|rhoct=57|rhnov=49|rhdec=51 |rd=ja|rdjan= 2|rdfeb= 3|rdmar= 6|rdapr= 8|rdmai= 8|rdjun=14|rdjul=21|rdaug=21|rdsep=16|rdoct= 4|rdnov= 1|rddec= 1 |sd=ja|sdjan=9.6|sdfeb=10.0|sdmar=10.0|sdapr=10.0|sdmai=10.0|sdjun=9.6|sdjul=8.6|sdaug=8.4|sdsep=9.8|sdoct=9.8|sdnov=9.8|sddec=9.5 }} == Praktische Hinweise == == Ausflüge == * [[Addis Abeba]] – die Hauptstadt Äthiopiens, je nach Verkehrslage etwa eine Stunde Fahrtzeit entfernt. * [[Adama]] – Eine bedeutende Stadt südöstlich von Bishoftu. * [[Awash-Nationalpark]] – Ein Schutzgebiet, das für seine Tierwelt, seine vulkanischen Landschaften und den Awash-Fluss bekannt ist. * [[Baatuu]] (Ziway) – Eine Stadt am See weiter südlich im Großen Afrikanischen Grabenbruch. == Einzelnachweise == <references> * <ref name="NAI-web">{{Buch | Autor = Lindahl, Bernhard | Titel = [https://nai.uu.se/library/resources/thematic-resources/local-history-of-ethiopia.html Local history of Ethiopia] : [https://nai.uu.se/download/18.39fca04516faedec8b248c7f/1580827647442/ORTDEB205.pdf Debre Tabor - Delo wereda] | Ort = Uppsala | Verlag = The Nordic Africa Institute | Jahr = 2005 | Seiten = 23–41 | Kommentar = Internetpublikation. }}</ref> * <ref name="bradt">{{Buch | Autor = Briggs, Philip | Titel = Guide to Ethiopia | Ort = Chalfont St. Peter | Verlag = Bradt | Jahr = 1995 | ISBN = 978-1-898323-09-9 | Seiten = 164-165, 167 }}</ref> * <ref name="flug302">{{Nachricht | Autor = Olewe, Dickens u. a. | Titel = Ethiopian Airlines crash - events as they happened | url = https://www.bbc.com/news/live/world-africa-47513534 | Website = BBC News | Datum = 2019-3-10 | Abruf = 2026-9-6 }}</ref> * <ref name="bAirport">{{Nachricht | Autor = Endeshow, Dawit | Titel = Ethiopia begins $12.5 billion construction of 'Africa's biggest airport' | Website = Reuters | url = https://www.reuters.com/world/africa/ethiopia-begins-125-billion-construction-africas-biggest-airport-2026-01-10/ | Datum = 2026-1-10 | Abruf = 2026-9-6 }}</ref> </references> {{Class-3}} {{geoData | lat = 8.7646 | long = 38.9944 | zoom = 13 }} {{IstInKat|Zentraläthiopien}} 0cy8a0o15o5qnds8tvmpr1kc7imeium 1802650 1802612 2026-09-07T10:36:54Z RolandUnger 3 Korrekturlesung 1802650 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = [[File:Debre Zeyit - Flickr - Dave Proffer.jpg|mini|300px|Schwimmen und Bootfahren am Bishoftu-Guda-See]] | Namen = {{om|Bishooftuu}} '''·''' Bishoftu '''·''' {{am|ቢሾፍቱ}} <br /> Debre Zeyit '''·''' {{am|ደብረ ዘይት}} }} '''{{om|Bishooftuu}}''' oder '''Bishoftu''' ({{amS|ቢሾፍቱ}}; vormals ''Debre Zeyit'' oder ''Debre Zeyt'', {{am|ደብረ ዘይት}}) ist ein Ferienort mit 207.400 Einwohnern (2022) in [[Zentraläthiopien]], umgeben von fünf Kraterseen, etwa 47{{nnbsp}}km von der Hauptstadt [[Addis Abeba]] entfernt. Dank seiner Nähe zur Hauptstadt, der Existenz mehrerer Seen in seinem Umfeld und ganzjährig milden Klimas ist es ein beliebtes Ausflugsziel für Äthiopier und Touristen gleichermaßen. Viele Palmen und die knallrot blühenden {{Wikipedia | Bougainvilleen | Q156996 }} verleihen der Stadt ein leicht mediterranes Flair. == Hintergrund == === Lage und Namen === {{mapframe | lat = 8.7560 | long = 38.9944 | zoom = 12 | width = 300 | height = 300 | name = Karte von Bishoftu}} Bishooftuu liegt an der Fernverkehrsstraße A1, die südlich von [[Addis Abeba]] nach [[Adama]] führt, 47{{nnbsp}}km südöstlich von der Hauptstadt entfernt. Sie ist Namensgeber für das {{Wikipedia | Bishoftu-Vulkanfeld | Q2904679 }}, in dem es liegt. In diesem Gebiet finden sich holozäne Lavaströme, Schlackenkegel, Tuffringe und Maare. Mehrere der Maare sind wassergefüllt und bilden Kraterseen. Die hohen Vulkanhügel südlich von Bishooftuu bestehen aus relativ jungem {{Wikipedia | Rhyolith | Q190727 }}, auf dem sehr junge Vorkommen von schlackigem {{Wikipedia | Olivinbasalt | Q43338 }} aufliegen. Etwa 10{{nnbsp}}km südlich der Stadt gibt es auch ein mehrere Meter mächtiges {{Wikipedia | Bimssteinvorkommen | Q180044 }}.<ref name="NAI-web" /> Der italienische Forschungsreisende {{Wikipedia | Gustavo Bianchi | Q3779930 }} (1845–1884) berichtete über seinen Besuch der Kraterseen von Ada (von anderen auch Adda, Addas oder Haddas genannt) im Gebiet des heutigen Bishooftuu im März 1880.<ref name="bianchi" /> In einem schwedischen Reisebericht von 1935 wurde der Ort erstmals ''Bitjofto'' genannt.<ref name="NAI-web" /> ''Bishooftuu'' (auch Bishoftu, Biscioftù, Buscioftu) ist ein Wort auf {{Wikipedia | Oromo | Q33864 }} und bedeutet schön oder angenehm. Um 1955 wurde der Ort durch Kaiser {{Wikipedia | Haile Selassie | Q41178 }} (Regierungszeit 1930–1974) umbenannt und mit dem amharischen biblischen Namen ''Debre Zeyit'' {{am|ደብረ ዘይት|b=[[w:Ölberg (Jerusalem)|Ölberg]]|inKlammern=ja}} versehen, der auf den 809{{nnbsp}}m hohen Berg östlich von [[Jerusalem]] über dem {{Wikipedia | Kidrontal | Q860532 }} Bezug nimmt. Debre Zeyit war der bevorzugte Wochenendaufenthaltsort für den Kaiser, in dem er sich auch einen Palast anlegen ließ. Ende der 1990er-Jahre, um 1999, wurde Debre Zeyit wieder in Bishooftuu umbenannt. Debre Zeyit ist aber nach wie vor gebräuchlich. === Geschichte === Wie bereits erwähnt, wurde der Name Ada (Adda, Addas oder Haddas) für das Gebiet um Bishooftuu 1880 verwendet, während Bishooftuu erstmals 1935 erwähnt wurde. Während ihrer Besatzungszeit ließen die Italiener 1937 ein Postamt errichten und begründeten 1937/1938 das Landwirtschaftsprojekt ''Azienda Agraria di Biscioftu dell’Opera Nazionale per i Combattenti'' (O.N.C.) mit dem Ziel, einen landwirtschaftlichen Versuchsbetrieb mit Plantagen und Wohngebäuden zu bilden. Das Projekt wurde aber mit dem Abzug der Italiener 1941 eingestellt.<ref name="NAI-web" /> 1946 wurde in Bishooftuu der Grundstein für die {{Wikipedia | äthiopische Luftwaffe | Q4114411 }} (ETAF) und ihren {{Marker | name = Luftwaffenstützpunkt | type = airport | lat = 8.71320 | long = 39.00701 }} gelegt. Die ersten ausländischen Ausbilder unter Leitung des Piloten {{Wikipedia | Carl Gustav von Rosen | Q715877 }} (1909–1977) stammten aus Schweden. Die Ausbildung erfolgte an sechs {{Wikipedia | Saab 91 Safir | Q696722 }}-Schulflugzeugen. 1947 wurden noch 16 Sturzkampfbomber {{Wikipedia | Saab B-17 | Q641911 }} geliefert, die letztmalig 1972 eingesetzt wurden. Schwedische Ausbilder waren noch bis zum Ende der 1960er-Jahre tätig. Mit der Lieferung von drei {{Wikipedia | Lockheed T-33 | Q58725 }} begann 1958 die amerikanische Zeit. Die Piloten wurden ab 1959 in den USA ausgebildet. Im Vorfeld der Gründung des {{Wikipedia | Provisorischen Militärverwaltungsrats | Q828005 }} (Derg) unter {{Wikipedia | Mengistu Haile Mariam | Q192512 }} (de-facto-Machthaber 1974–1991) im Juni 1974 kam es Anfang 1974 zu Revolten auf dem Luftwaffenstützpunkt, die im Juni 1974 in Auseinandersetzungen zwischen Luftlandetruppen und Luftwaffenangehörigen eskalierten. Trotz Sturz von Haile Selassie durch den Derg wurden noch 1976 {{Wikipedia | Northrop F-5E | Q308940 }}-Jagdflugzeuge an Äthiopien ausgeliefert. Während der Mengistu-Regierung wurde der Luftwaffenstützpunkt mit sowjetischen Militärmaschinen MiG ausgestattet. Im Mai 1991 besetzten die Streitkräfte der {{Wikipedia | Revolutionären Demokratischen Front der Äthiopischen Völker | Q1145280 }} Bishooftuu und stürzten in der Folge die Mengistu-Regierung.<ref name="NAI-web" /> Vom {{Wikipedia | Äthiopischen Institut für Agrarforschung | Q5403550 }} wurde hier seit 1953 das ''Forschungszentrum Bishoftu'' betrieben. 1954 gab es erste Telefonanschlüsse, u.{{nnbsp}}a. für die Luftwaffe, den Kaiserpalast und das Bishoftu Hotel. Mit schwedischer, norwegischer und deutscher Unterstützung wurde 1956 das ''Evangelische Kolleg'' eingerichtet. Die Stadt beherbergt das 1963 mit UN-Unterstützung gegründete ''Nationale Veterinärinstitut Äthiopiens'', ursprünglich als ''Animal Health Assistants Training School'', das als führendes Forschungs- und Produktionszentrum für Veterinärimpfstoffe in Äthiopien gilt. Direkt neben dem Institut befindet sich die veterinärmedizinische Fakultät der Universität Addis Abeba.<ref name="NAI-web" /> Der Bradt-Reiseführer „Ethiopia“ von 1995 beschrieb mehrere Hotels in Debre Zeyit, als bestes das mittlerweile nicht mehr genutzte ''Hora Ras Hotel''.<ref name="bradt" /> Am 10. März 2019 stürzte der {{Wikipedia | Ethiopian-Airlines-Flug 302 | Q62018034 }} mit einer Boeing 737 MAX 8 kurz nach dem Start in der Nähe der Stadt Bishooftuu ab. Alle 157 Insassen kamen ums Leben.<ref name="flug302" /> Am 10. Januar 2026 begannen die Bauarbeiten am internationalen Flughafen Bishoftu, der langfristig den [[Flughafen Bole International]] ablösen soll. Die Fertigstellung ist für 2030 geplant.<ref name="bAirport" /> In der Stadt lebten 2022 etwa 207.400 Einwohner. Die größten ethnischen Gruppen sind Amharen und Oromo. === Wirtschaft === Neben dem Luftwaffenstützpunkt gibt es den Rüstungskonzern Gafat, die Ada Mehl- und Nudelfabrik, die Glasfabrik Pasqua Giuseppe PLC, die Lederwarenmanufaktur Salmida, das Frauen-Jugend-Kinder-Entwicklungsprogramm Ratson, die Wohltätigkeitsvereinigung Winrock International Ethiopia<ref name="NAI-web" /> – und natürlich Tourismus. == Anreise == === Auf der Straße === Die Fernverkehrsstraße A1, die südlich von Addis Abeba beginnt und nach [[Adama]] führt, durchquert Bishooftuu etwa von Nordwesten nach Südosten und bildet gleichsam die Hauptstraße, an der sich auch eine Reihe von Hotels befinden. Die Entfernung von Addis Abeba beträgt etwa 50{{nnbsp}}km. === Mit dem Bus === Vom Busbahnhof '''Kality''' in [[Addis Abeba]], der sich im Süden der Stadt und 10{{nnbsp}}km vom Stadtzentrum entfernt befindet, fahren regelmäßig Busse ab. Der Busbahnhof ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln umständlich und mit dem Taxi teuer zu erreichen. Es gibt aber wahrscheinlich Verbindungen von anderen, günstiger gelegenen Busbahnhöfen in der Stadt. Fragen Sie am besten vor Ort nach, z.{{nnbsp}}B. in Ihrer Unterkunft in Addis Abeba, nach der besten Option von dort aus. === Mit dem Zug === Bishoftu verfügt über einen {{Marker | name = Bahnhof | name-map = Bahnhof Bishoftu | type = railway | lat = 8.76451 | long = 39.01892 }} an der Bahnstrecke Addis Abeba–Dschibuti im Osten der Stadt. Der Zug verkehrt alle vier Tage, ab Addis Abeba am 1., 5., 9., 13., 17., 21., 25. und 29. eines jeden Monats und benötigt 15½ Stunden für die Strecke zwischen den beiden Hauptstädten. === Mit dem Flugzeug === Der nächstgelegene Flughafen ist der [[Flughafen Bole International]]. Der neue {{Marker | name = Flughafen Bishoftu International | type = airport | wikidata = Q136659509 | styles = normal }} im Westen der Stadt soll 2030 fertiggestellt werden. == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == [[File:Lac Bishoftu (3).jpg|thumb|upright|Bishoftu-See]] === Landschaften === In Bishoftu gibt es mindestens fünf kleine Kraterseen. Der {{Marker | name = Bishoftu-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24031615 | lat = 8.74186 | long = 38.98244 | styles = normal }} liegt am nächsten zur Hauptstraße und an seinem Ufer befinden sich einige Ferienanlagen mit schönem Seeblick. Die anderen Seen sind der {{Marker | name = Hora-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24028207 | lat = 8.76171 | long = 38.99266 | styles = normal }} (ein beliebter Ausgangspunkt für Wassersport, Heimat vieler Wasservögel und Austragungsort eines jährlichen Festivals), der {{Marker | name = Bishoftu-Guda-See | alt = Babogaya-See | name-local = y | wikidata = Q24031616 | type = lake | lat = 8.78757 | long = 38.99375 | styles = normal }}, der {{Marker | name = Koriftu-See | type = lake | lat = 8.77923 | long = 39.00037 | styles = normal }} und der {{Marker | name = Cheleklaka-See | name-local = y | type = lake | wikidata = Q24031755 | lat = 8.76527 | long = 38.96999 | styles = normal }}, der sich nur zur Regenzeit mit Wasser füllt. Zu den nahegelegenen Sehenswürdigkeiten gehören der südwestlich gelegene erloschene Vulkan {{Marker | name = Zuqualla | name-local = ዝቋላ | type = volcano | wikidata = Q230269 | styles = normal }} 27{{nnbsp}}km südwestlich von Bishoftu, der {{Marker | name = Mount Yerer | alt = Ērer Terara | type = mountain | wikidata = Q24031143 | lat = 8.88934 | long = 38.95119 | styles = normal }} 17{{nnbsp}}km nördlich von Bishoftu und der unberührte {{Marker | name = Green Crater Lake | alt = Verde-See | type = lake | wikidata = Q24028209 | lat = 8.69550 | long = 38.97642 | styles = normal }} 7{{nnbsp}}km südlich des Bishoftu-Sees. === Kirchen === In der Stadt gibt es mehrere Kirchen, u.{{nnbsp}}a.: * {{vCard | name = St.-Michael-Kirche | name-local = ቅዱስ ሚካኤል ቤተክርስቲያን | alt = St. Mikaeal Church | type = church | lat = 8.74700 | long = 38.96800 | image = St.Miichael Church.jpg | description = Äthiopisch-orthodoxe Kirche. }} == Aktivitäten == === Wassersport === * In den Kraterseen kann man schwimmen und Boot fahren. * {{vCard | name = Kuriftu Water Park | name-local = ኩሪፍቱ የውሃ ፓርክ | type = water park | lat = 8.78172 | long = 39.00295 | description = Äthiopiens erster Wasserpark und zugleich der größte Wasserpark Ostafrikas. Er liegt im Nordosten des Kuriftu-Sees und ist ein beliebtes Ziel insbesondere für Familien mit Kindern. }} === Vogelbeobachtung === An allen Seen lassen sich viele einheimische Vogelarten beobachten. === Feste === Das '''Erntedankfest Irreecha''' der Oromo zu Ehren des Gotts Waaqa Tokkicha wird eine Woche nach der Meskel-Feier begangen. Es markiert das Ende der langen Regenzeit. Irreecha findet normalerweise jedes Jahr am 1. Oktober am Hora-See statt. == Einkaufen == == Küche == Die meisten Reisenden nutzen die Restaurants in ihren Unterkünften. Außerdem gibt es mehrere Restaurants entlang der Hauptstraße mit äthiopischen und internationalen Gerichten. == Nachtleben == == Unterkunft == An der Hauptstraße, der Fernverkehrsstraße A1, reihen sich zahlreiche Hotels aneinander. Am Ufer des Bishoftu- und Bishoftu-Guda-See befinden sich einige Ferienanlagen. Im Folgenden gibt es eine Auswahl an Hotels und Resorts, die zumeist an den genannten Seen liegen. An den anderen Kraterseen gibt es keine Hotels oder Resorts. === Mittel === * {{vCard | name = Bishandar Cottage | alt = Bishan Dar Cottage | type = hotel | directions = Ostrand des Bishoftu-Sees | mobile = +251 (0)93 088 3333 | google-maps = 6698004550317316021 | lat = 8.74428 | long = 38.98889 | description = }} * {{vCard | name = Dreamland Hotel and Resort | alt = Dreamland Family Resort | type = resort | subtype = free wlan | url = https://ethiodreamland.com/ | directions = im Nordosten des Bishoftu-Sees | google-maps = 8209125702223831453 | lat = 8.74512 | long = 38.98813 | description = }} * {{vCard | name = Pelican Paradise Resort Hotel | type = resort, hotel | directions = im Osten des Bishoftu-Guda-Sees | mobile = +251 (0)97 796 8585 | google-maps = 17305091286713966755 | lat = 8.78671 | long = 38.99824 | description = }} * {{vCard | name = Tommy International Hotel | name-local = ቶሚ ኢንተርናሽናል ሆቴል | type = hotel | mobile = +251 (0)91 191 5681 | google-maps = 7437323974434896319 | lat = 8.75123 | long = 38.96706 | description = }} * {{vCard | name = The Viewpoint Lodge Resort | type = resort | subtype = 3 | directions = im Südosten des Bishoftu-Guda-Sees | mobile = +251 (0)91 146 5693 | google-maps = 10721363212523267081 | lat = 8.78345 | long = 38.99701 | description = }} === Gehoben === * {{vCard | name = Asham Africa Hotel and Resort | name-local = አሻም አፍሪካ ሆቴል እና ሪዞርት | type = hotel, resort | subtype = 4, free wlan, swimming pool, spa | directions = im Osten des Bishoftu-Sees | url = https://www.ashamafrica.com/ | mobile = +251 (0)91 149 1025 | email = info@ashamafrica.com | price = ab 85 US-$ | google-maps = 550682702143406897 | lat = 8.74357 | long = 38.98938 | description = }} * {{vCard | name = Babogaya Resort | type = hotel, resort | subtype = free wlan | url = https://babogayaresort.com/ | directions = im Norden des Bishoftu-Guda-Sees | mobile = +251 (0)94 414 1516 | email = info@babogayaresort.com | facebook = Babogayaresort | instagram = babogayaresort | tiktok = babogayaresort | checkin = 14:00 | google-maps = 16873588466630963189 | lat = 8.79288 | long = 38.99075 | description = }} * {{vCard | name = IVY HOTEL Bishoftu | type = hotel | subtype = free wlan, spa, conference | url = https://www.ivyhotelbishoftu.com/ | phone = +251 (0)11 430 3434 | mobile = +251 (0)91 604 0506 (WhatsApp, Telegram) | email = info@ivyhotelbishoftu.com | google-maps = 17199296101690654999 | lat = 8.74443 | long = 38.96036 | description = }} * {{vCard | name = Kuriftu Resort & Spa Debre Zeyit | name-local = ኩሪፍቱ ሪዞርትና ስፓ ቢሾፍቱ | type = resort | directions = am Südrand des Kuriftu-Sees | url = https://www.kurifturesorts.com/resorts/bishoftu | mobile = +251 91 109 1185 | google-maps = 4970051597349892583 | lat = 8.77671 | long = 38.99912 | description = Zimmer aus Naturstein und Holz. }} * {{vCard | name = Lake Bishoftu Resort | type = resort | subtype = 4, free wlan, swimming pool | directions = im Westen des Bishoftu-Sees | url = https://lakebishofturesort.co/ | mobile = +251 (0)98 657 5757 | email = reservations@lakebishofturesort.co | facebook = lakebishofturesort | google-maps = 10254002077667509563 | lat = 8.74214 | long = 38.97607 | description = }} * {{vCard | name = Liesak Resort | name-local = ሊሳቅ ሪዞርት | type = resort | subtype = 4 | directions = am Ostrand des Bishoftu-Guda-Sees | url = https://www.liesakresort.com/ | mobile = +251 (0)93 385 8584 | email = liesakresort@gmail.com | google-maps = 4203938644125016110 | lat = 8.78788 | long = 38.99772 | description = }} * {{vCard | name = NOORA Resort | type = resort | subtype = 4 | url = https://nooraresort.com/ | mobile = +251 (0)97 948 4848 | email = reservation@nooraresort.com | facebook = Noora-Resort-61560754042726 | instagram = noora_resort | google-maps = 793231996995118564 | lat = 8.73978 | long = 38.97602 | description = }} * {{vCard | name = Pyramid Hotels and Resorts | name-local = የፒራሚድ ሆቴሎች እና ሪዞርቶች | type = resort, hotel | subtype = 4, free wlan, swimming pool, spa | directions = am Nordrand des Bishoftu-Sees | url = https://pyramidresortet.com/ | phone = +251 (0)11 433 1555 | mobile = +251 (0)97 029 6688 | email = contact@pyramidresortet.com | facebook = PyramidHotelsandResortsDebrezeit | instagram = pyramid_resort_ | google-maps = 9051815862538063457 | lat = 8.74658 | long = 38.98412 | description = }} * {{vCard | name = Salayish Lodge and Park | type = hotel | subtype = 4, free wlan | directions = im Nordosten des Bishoftu-Guda-Sees | url = https://www.salayishecolodge.com/ | mobile = +251 (0)94 977 7707, (0)91 121 5540 (Englisch) | email = contact@salayishlodge.com | google-maps = 14406564232724637844 | lat = 8.79015 | long = 38.99775 | description = }} == Klima == In Bishooftuu herrscht mildes, gemäßigtes Klima. Aufgrund der Höhe der Stadt sind die Temperaturen ganzjährig geringer als im Tiefland. Es gibt zwei Hauptjahreszeiten: die Regenzeit von Juni bis September und die Trockenzeit von Oktober bis Mai. {{Klimatabelle|ort=Debre Zeit|sourcelink=climate-data.org: [https://en.climate-data.org/africa/ethiopia/oromia/debre-zeit-29641/ Debre Zeit Climate], eingesehen am 5.9.2026|sourcetext=&nbsp; |at=ja|atjan=17|atfeb=18|atmar=19|atapr=20|atmai=20|atjun=18|atjul=17|ataug=17|atsep=17|atoct=17|atnov=17|atdec=16 |xt=ja|xtjan=24|xtfeb=25|xtmar=26|xtapr=26|xtmai=26|xtjun=24|xtjul=22|xtaug=22|xtsep=22|xtoct=23|xtnov=23|xtdec=23 |nt=ja|ntjan=10|ntfeb=11|ntmar=13|ntapr=14|ntmai=14|ntjun=13|ntjul=13|ntaug=13|ntsep=12|ntoct=10|ntnov=10|ntdec= 9 |rm=ja|rmjan=8|rmfeb=13|rmmar=35|rmapr=57|rmmai=67|rmjun=114|rmjul=195|rmaug=206|rmsep=133|rmoct=29|rmnov=7|rmdec=3 |rh=ja|rhjan=51|rhfeb=42|rhmar=46|rhapr=53|rhmai=56|rhjun=70|rhjul=81|rhaug=83|rhsep=78|rhoct=57|rhnov=49|rhdec=51 |rd=ja|rdjan= 2|rdfeb= 3|rdmar= 6|rdapr= 8|rdmai= 8|rdjun=14|rdjul=21|rdaug=21|rdsep=16|rdoct= 4|rdnov= 1|rddec= 1 |sd=ja|sdjan=9.6|sdfeb=10.0|sdmar=10.0|sdapr=10.0|sdmai=10.0|sdjun=9.6|sdjul=8.6|sdaug=8.4|sdsep=9.8|sdoct=9.8|sdnov=9.8|sddec=9.5 }} == Praktische Hinweise == == Ausflüge == * [[Addis Abeba]] – die Hauptstadt Äthiopiens, je nach Verkehrslage etwa eine Stunde Fahrtzeit entfernt. * [[Adama]] – Eine bedeutende Stadt südöstlich von Bishooftuu. * [[Awash-Nationalpark]] – Ein Schutzgebiet, das für seine Tierwelt, seine vulkanischen Landschaften und den Awash-Fluss bekannt ist. * [[Baatuu]] (Ziway) – Eine Stadt am Westufer des Ziway-Sees weiter südlich im Großen Afrikanischen Grabenbruch. == Einzelnachweise == <references> * <ref name="bianchi">{{Buch | Autor = Bianchi, Gustavo | Titel = Alla terra dei Galla : narrazione della spedizione Bianchi in Africa | Ort = Milano | Verlag = Treves | Jahr = 1884 | Seiten = 424 | url = https://archive.org/details/allaterradeigal00biangoog/page/424/mode/2up }}</ref> * <ref name="NAI-web">{{Buch | Autor = Lindahl, Bernhard | Titel = [https://nai.uu.se/library/resources/thematic-resources/local-history-of-ethiopia.html Local history of Ethiopia] : [https://nai.uu.se/download/18.39fca04516faedec8b248c7f/1580827647442/ORTDEB205.pdf Debre Tabor - Delo wereda] | Ort = Uppsala | Verlag = The Nordic Africa Institute | Jahr = 2005 | Seiten = 23–41 | Kommentar = Internetpublikation. }}</ref> * <ref name="bradt">{{Buch | Autor = Briggs, Philip | Titel = Guide to Ethiopia | Ort = Chalfont St. Peter | Verlag = Bradt | Jahr = 1995 | ISBN = 978-1-898323-09-9 | Seiten = 164-165, 167 }}</ref> * <ref name="flug302">{{Nachricht | Autor = Olewe, Dickens u. a. | Titel = Ethiopian Airlines crash - events as they happened | url = https://www.bbc.com/news/live/world-africa-47513534 | Website = BBC News | Datum = 2019-3-10 | Abruf = 2026-9-6 }}</ref> * <ref name="bAirport">{{Nachricht | Autor = Endeshow, Dawit | Titel = Ethiopia begins $12.5 billion construction of 'Africa's biggest airport' | Website = Reuters | url = https://www.reuters.com/world/africa/ethiopia-begins-125-billion-construction-africas-biggest-airport-2026-01-10/ | Datum = 2026-1-10 | Abruf = 2026-9-6 }}</ref> </references> {{Class-3}} {{geoData | lat = 8.7646 | long = 38.9944 | zoom = 13 }} {{IstInKat|Zentraläthiopien}} 6v3e4zbj2vwfiyfkhi87q4acjs7900a Fraustadt 0 129361 1802408 2026-09-07T04:34:11Z DerFussi 6 Weiterleitung nach [[Wschowa]] erstellt 1802408 wikitext text/x-wiki #REDIRECT[[Wschowa]] e48bmirfnetynb9lgh8r4kxw1plkwje Strzelce Krajeńskie 0 129362 1802410 2006-01-04T12:15:55Z w>Muggmag 0 Ursprungstext 1802410 wikitext text/x-wiki '''Strzelce Krajeńskie''', deutscher Name '''Friedeberg''' ist eine Kleinstadt in der [[Polen|polnischen]] [[Woiwodschaft Lebus]]. {| |[[bild:friedebergwappen.jpg|thumb|110px|Stadtwappen]] |[[bild:Friedeberglokal.jpg|thumb|130px|Lage in der Woiwodschaft]] |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|220px|Lage um 1900]] |[[bild:Friedeberg1920.jpg|thumb|220px|Friedeberg um 1920]] |} ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie / Friedeberg liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch, 72 Meter über dem Meeresspiegel. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]] - [[Danzig]]. Koordinaten: 15° 32’ O 52° 53’ N. ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des Polenkönigs Premisls erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzen Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Große veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin - Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industriealisierung Ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajenskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młynska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. ==Partnerstadt== *[[Angermünde]] [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Ort in Pommern]] p7utyt9hawaawuz9cokn379d68q8kn2 1802411 1802410 2006-01-04T12:17:24Z w>Muggmag 0 Ursprungstext 1802411 wikitext text/x-wiki '''Strzelce Krajeńskie''', deutscher Name '''Friedeberg''', ist eine Kleinstadt in der [[Polen|polnischen]] [[Woiwodschaft Lebus]]. {| |[[bild:friedebergwappen.jpg|thumb|110px|Stadtwappen]] |[[bild:Friedeberglokal.jpg|thumb|130px|Lage in der Woiwodschaft]] |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|220px|Lage um 1900]] |[[bild:Friedeberg1920.jpg|thumb|220px|Friedeberg um 1920]] |} ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie / Friedeberg liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch, 72 Meter über dem Meeresspiegel. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]] - [[Danzig]]. Koordinaten: 15° 32’ O 52° 53’ N. ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des Polenkönigs Premisls erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzen Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Große veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin - Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industriealisierung Ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młynska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. ==Partnerstadt== *[[Angermünde]] [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Ort in Pommern]] j2ux279fmf18x5gyj4mv5oic2unpgjn 1802412 1802411 2006-01-04T17:54:28Z w>AHZ 0 /* Partnerstadt */ 1802412 wikitext text/x-wiki '''Strzelce Krajeńskie''', deutscher Name '''Friedeberg''', ist eine Kleinstadt in der [[Polen|polnischen]] [[Woiwodschaft Lebus]]. {| |[[bild:friedebergwappen.jpg|thumb|110px|Stadtwappen]] |[[bild:Friedeberglokal.jpg|thumb|130px|Lage in der Woiwodschaft]] |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|220px|Lage um 1900]] |[[bild:Friedeberg1920.jpg|thumb|220px|Friedeberg um 1920]] |} ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie / Friedeberg liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch, 72 Meter über dem Meeresspiegel. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]] - [[Danzig]]. Koordinaten: 15° 32’ O 52° 53’ N. ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des Polenkönigs Premisls erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzen Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Große veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin - Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industriealisierung Ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młynska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. ==Partnerstadt== *[[Angermünde]] {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Ort in Pommern]] s6cij865livnobub39msqkwihltv907 1802413 1802412 2006-03-12T15:28:10Z w>Balcer~dewiki 0 1802413 wikitext text/x-wiki '''Strzelce Krajeńskie''', deutscher Name '''Friedeberg''', ist eine Kleinstadt in der [[Polen|polnischen]] [[Woiwodschaft Lebus]]. {| |[[bild:friedebergwappen.jpg|thumb|110px|Stadtwappen]] |[[bild:Friedeberglokal.jpg|thumb|130px|Lage in der Woiwodschaft]] |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|220px|Lage um 1900]] |[[bild:Friedeberg1920.jpg|thumb|220px|Friedeberg um 1920]] |} ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie / Friedeberg liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch, 72 Meter über dem Meeresspiegel. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]] - [[Danzig]]. Koordinaten: 15° 32’ O 52° 53’ N. ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des Polenkönigs Premisls erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzen Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Große veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin - Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industriealisierung Ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młynska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. ==Partnerstadt== *[[Angermünde]] {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] trqt59heezqyp0yc0vxvexd7sgpbc4r 1802414 1802413 2006-03-13T09:19:02Z w>Historyk 0 + Infobox und kleinere Korrekturen 1802414 wikitext text/x-wiki '''Strzelce Krajeńskie''', deutscher Name '''Friedeberg''', ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox (Polen)]] --> {{Infobox (Polen) |Stadt=Strzelce Krajeńskie / Friedeberg |Wappen=friedebergwappen.jpg |Karte=Friedeberglokal.jpg |Woiwodschaft=Lebus |ISO 3166-2=MA |Powiat_link=Strzelecko-Drezdenecki |Powiat=Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt= |Fläche=4,94 |GradN=52 |MinutenN=53 |SekundenN= |GradO=15 |MinutenO=31 |SekundenO= |Höhe=72 |Einwohner=10.186 |EinwohnerDatum=2004 |Postleitzahl=66-500 |Telefonvorwahl=95 |KFZ-Kennzeichen=FSD |Wirtschaftszweige= |Straßen=[[Berlin]]–[[Danzig]] |Schienen=[[Berlin]]-[[Danzig]] |Flughafen=[[Flughafen Stettin]] |Gemeinde=[[Stadt- und Landgemeinde]] |Gemeindegliederung= |GemeindeFläche=318,57 |GemeindeEinwohner=17.432 |GemeindeEinwohnerDatum=2004 |Bürgermeister=Romuald Gawlik |BürgermeisterDatum=2006 |AnschriftStraße=pl. Wolności 48 |AnschriftOrt=66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz=www.strzelce.pl }} ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]] - [[Danzig]]. ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I. (Großpolen)|Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Große veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin - Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung Ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. [[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|220px|Lage um 1900]] [[bild:Friedeberg1920.jpg|thumb|220px|Friedeberg um 1920]] Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młynska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. ==Partnerstadt== *[[Angermünde]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Interessante Seite mit vielen Fotos und weiteren Infos] {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] dssnx1y3569divj8vymtdkvofmh4l3z 1802415 1802414 2006-03-21T16:50:44Z w>Historyk 0 1802415 wikitext text/x-wiki '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox (Polen)]] --> {{Infobox (Polen) |Stadt=Strzelce Krajeńskie / Friedeberg |Wappen=friedebergwappen.jpg |Karte=Friedeberglokal.jpg |Woiwodschaft=Lebus |ISO 3166-2=MA |Powiat_link=Strzelecko-Drezdenecki |Powiat=Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt= |Fläche=4,94 |GradN=52 |MinutenN=53 |SekundenN= |GradO=15 |MinutenO=31 |SekundenO= |Höhe=72 |Einwohner=10.186 |EinwohnerDatum=2004 |Postleitzahl=66-500 |Telefonvorwahl=95 |KFZ-Kennzeichen=FSD |Wirtschaftszweige= |Straßen=[[Berlin]]–[[Danzig]] |Schienen=[[Berlin]]-[[Danzig]] |Flughafen=[[Flughafen Stettin]] |Gemeinde=[[Stadt- und Landgemeinde]] |Gemeindegliederung= |GemeindeFläche=318,57 |GemeindeEinwohner=17.432 |GemeindeEinwohnerDatum=2004 |Bürgermeister=Romuald Gawlik |BürgermeisterDatum=2006 |AnschriftStraße=pl. Wolności 48 |AnschriftOrt=66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz=www.strzelce.pl }} ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]] - [[Danzig]]. ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I. (Großpolen)|Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Große veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin - Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung Ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. [[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|220px|Lage um 1900]] [[bild:Friedeberg1920.jpg|thumb|220px|Friedeberg um 1920]] Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młynska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. ==Partnerstadt== *[[Angermünde]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Interessante Seite mit vielen Fotos und weiteren Infos] {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] gskxokwrv3o6g17lx3p4sc92wy47i2a 1802416 1802415 2006-03-29T21:31:21Z w>Tawbot~dewiki 0 infobox correction 1802416 wikitext text/x-wiki '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox (Polen)]] --> {{Infobox (Polen) |Stadt=Strzelce Krajeńskie / Friedeberg |Wappen=[[Bild:friedebergwappen.jpg|149px|]] |Karte=[[Bild:Friedeberglokal.jpg|149px|]] |Woiwodschaft=Lebus |ISO 3166-2=MA |Powiat_link=Strzelecko-Drezdenecki |Powiat=Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt= |Fläche=4,94 |type=city |Koordinate_Breite=N |Koordinate_Breitengrad=52 |Koordinate_Breitenminute=53 |Koordinate_Breitensekunde= |Koordinate_Länge=O |Koordinate_Längengrad=15 |Koordinate_Längenminute=31 |Koordinate_Längensekunde= |Höhe=72 |Einwohner=10.186 |EinwohnerDatum=2004 |Postleitzahl=66-500 |Telefonvorwahl=95 |KFZ-Kennzeichen=FSD |Wirtschaftszweige= |Straßen=[[Berlin]]–[[Danzig]] |Schienen=[[Berlin]]-[[Danzig]] |Flughafen=[[Flughafen Stettin]] |Gemeinde=[[Stadt- und Landgemeinde]] |Gemeindegliederung= |GemeindeFläche=318,57 |GemeindeEinwohner=17.432 |GemeindeEinwohnerDatum=2004 |Bürgermeister=Romuald Gawlik |Bürgermeister_Art= |BürgermeisterDatum=2006 |AnschriftStraße=pl. Wolności 48 |AnschriftOrt=66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz=www.strzelce.pl }} ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]] - [[Danzig]]. ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I. (Großpolen)|Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Große veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin - Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung Ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. [[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|220px|Lage um 1900]] [[bild:Friedeberg1920.jpg|thumb|220px|Friedeberg um 1920]] Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młynska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. ==Partnerstadt== *[[Angermünde]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Interessante Seite mit vielen Fotos und weiteren Infos] {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] 71zhfuyba52hkv1973d2uto0sin2naw 1802417 1802416 2006-04-01T11:21:40Z w>Historyk 0 1802417 wikitext text/x-wiki '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox (Polen)]] --> {{Infobox (Polen) |Stadt=Strzelce Krajeńskie / Friedeberg |Wappen=[[Bild:friedebergwappen.jpg|119px|]] |Karte=[[Bild:Friedeberglokal.jpg|149px|]] |Woiwodschaft=Lebus |ISO 3166-2=MA |Powiat_link=Strzelecko-Drezdenecki |Powiat=Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt= |Fläche=4,94 |type=city |Koordinate_Breite=N |Koordinate_Breitengrad=52 |Koordinate_Breitenminute=53 |Koordinate_Breitensekunde= |Koordinate_Länge=O |Koordinate_Längengrad=15 |Koordinate_Längenminute=31 |Koordinate_Längensekunde= |Höhe=72 |Einwohner=10.186 |EinwohnerDatum=2004 |Postleitzahl=66-500 |Telefonvorwahl=95 |KFZ-Kennzeichen=FSD |Wirtschaftszweige= |Straßen=[[Berlin]]–[[Danzig]] |Schienen=[[Berlin]]-[[Danzig]] |Flughafen=[[Flughafen Stettin]] |Gemeinde=[[Stadt- und Landgemeinde]] |Gemeindegliederung= |GemeindeFläche=318,57 |GemeindeEinwohner=17.432 |GemeindeEinwohnerDatum=2004 |Bürgermeister=Romuald Gawlik |Bürgermeister_Art= |BürgermeisterDatum=2006 |AnschriftStraße=pl. Wolności 48 |AnschriftOrt=66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz=www.strzelce.pl }} ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]] - [[Danzig]]. ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I. (Großpolen)|Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Große veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin - Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung Ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. [[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|220px|Lage um 1900]] [[bild:Friedeberg1920.jpg|thumb|220px|Friedeberg um 1920]] Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młynska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. ==Partnerstadt== *[[Angermünde]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Interessante Seite mit vielen Fotos und weiteren Infos] {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] rw6ijtygca8pc7y8grr6by6t9mswnta 1802418 1802417 2006-04-11T21:14:53Z w>Historyk 0 1802418 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox (Polen)]] --> {{Infobox (Polen) |Stadt=Strzelce Krajeńskie / Friedeberg |Wappen=[[Bild:friedebergwappen.jpg|119px|]] |Karte=[[Bild:Friedeberglokal.jpg|149px|]] |Woiwodschaft=Lebus |ISO 3166-2=MA |Powiat_link=Strzelecko-Drezdenecki |Powiat=Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt= |Fläche=4,94 |type=city |Koordinate_Breite=N |Koordinate_Breitengrad=52 |Koordinate_Breitenminute=53 |Koordinate_Breitensekunde= |Koordinate_Länge=O |Koordinate_Längengrad=15 |Koordinate_Längenminute=31 |Koordinate_Längensekunde= |Höhe=72 |Einwohner=10.186 |EinwohnerDatum=2004 |Postleitzahl=66-500 |Telefonvorwahl=95 |KFZ-Kennzeichen=FSD |Wirtschaftszweige= |Straßen=[[Berlin]]–[[Danzig]] |Schienen=[[Berlin]]-[[Danzig]] |Flughafen=[[Flughafen Stettin]] |Gemeinde=[[Stadt- und Landgemeinde]] |Gemeindegliederung= |GemeindeFläche=318,57 |GemeindeEinwohner=17.432 |GemeindeEinwohnerDatum=2004 |Bürgermeister=Romuald Gawlik |Bürgermeister_Art= |BürgermeisterDatum=2006 |AnschriftStraße=pl. Wolności 48 |AnschriftOrt=66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz=www.strzelce.pl }} '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]] - [[Danzig]]. ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I. (Großpolen)|Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Große veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin - Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung Ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. [[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|220px|Lage um 1900]] [[bild:Friedeberg1920.jpg|thumb|220px|Friedeberg um 1920]] Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młynska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. ==Partnerstadt== *[[Angermünde]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Interessante Seite mit vielen Fotos und weiteren Infos] {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] l21f8284miwvj811grbij8vhxw5lv8r 1802419 1802418 2006-06-28T20:40:24Z 88.73.184.141 Wernicke 1802419 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox (Polen)]] --> {{Infobox (Polen) |Stadt=Strzelce Krajeńskie / Friedeberg |Wappen=[[Bild:friedebergwappen.jpg|119px|]] |Karte=[[Bild:Friedeberglokal.jpg|149px|]] |Woiwodschaft=Lebus |ISO 3166-2=MA |Powiat_link=Strzelecko-Drezdenecki |Powiat=Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt= |Fläche=4,94 |type=city |Koordinate_Breite=N |Koordinate_Breitengrad=52 |Koordinate_Breitenminute=53 |Koordinate_Breitensekunde= |Koordinate_Länge=O |Koordinate_Längengrad=15 |Koordinate_Längenminute=31 |Koordinate_Längensekunde= |Höhe=72 |Einwohner=10.186 |EinwohnerDatum=2004 |Postleitzahl=66-500 |Telefonvorwahl=95 |KFZ-Kennzeichen=FSD |Wirtschaftszweige= |Straßen=[[Berlin]]–[[Danzig]] |Schienen=[[Berlin]]-[[Danzig]] |Flughafen=[[Flughafen Stettin]] |Gemeinde=[[Stadt- und Landgemeinde]] |Gemeindegliederung= |GemeindeFläche=318,57 |GemeindeEinwohner=17.432 |GemeindeEinwohnerDatum=2004 |Bürgermeister=Romuald Gawlik |Bürgermeister_Art= |BürgermeisterDatum=2006 |AnschriftStraße=pl. Wolności 48 |AnschriftOrt=66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz=www.strzelce.pl }} '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]] - [[Danzig]]. ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I. (Großpolen)|Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Große veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin - Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung Ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. [[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|220px|Lage um 1900]] [[bild:Friedeberg1920.jpg|thumb|220px|Friedeberg um 1920]] Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młynska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. == Söhne und Töchter der Stadt == *[[Erich Wernicke]] (* 1859), Mediziner ==Partnerstadt== *[[Angermünde]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Interessante Seite mit vielen Fotos und weiteren Infos] {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] bf80b67m890tlm553gq4xlb3m3zumru 1802420 1802419 2006-08-12T21:57:49Z w>Crux 0 Bild raus, Löschantrag gestellt 1802420 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. 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Wolności 48 |AnschriftOrt=66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz=www.strzelce.pl }} '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]] - [[Danzig]]. ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I. (Großpolen)|Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Große veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin - Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung Ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. [[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|220px|Lage um 1900]] Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młynska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. == Söhne und Töchter der Stadt == *[[Erich Wernicke]] (* 1859), Mediziner ==Partnerstadt== *[[Angermünde]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Interessante Seite mit vielen Fotos und weiteren Infos] {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] 7v4go0l918m27213h1l5858gkm9ffz4 1802421 1802420 2006-08-27T13:52:08Z 88.73.232.3 /* Söhne und Töchter der Stadt */ 1802421 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. 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Wolności 48 |AnschriftOrt=66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz=www.strzelce.pl }} '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]] - [[Danzig]]. ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I. (Großpolen)|Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Große veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin - Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung Ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. [[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|220px|Lage um 1900]] Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młynska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. == Söhne und Töchter der Stadt == *Erich Wernicke (* 1859), Mediziner *[[Wilhelm Uhde]] (* 1874), Kunsthistoriker ==Partnerstadt== *[[Angermünde]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Interessante Seite mit vielen Fotos und weiteren Infos] {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] m3zoags02c1kiycurr2brgx848g3sf1 1802422 1802421 2006-09-16T18:43:44Z 80.171.96.144 /* Partnerstadt */ 1802422 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox (Polen)]] --> {{Infobox (Polen) |Stadt=Strzelce Krajeńskie / Friedeberg |Wappen=[[Bild:friedebergwappen.jpg|119px|]] |Karte=[[Bild:Friedeberglokal.jpg|149px|]] |Woiwodschaft=Lebus |ISO 3166-2=MA |Powiat_link=Strzelecko-Drezdenecki |Powiat=Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt= |Fläche=4,94 |type=city |Koordinate_Breite=N |Koordinate_Breitengrad=52 |Koordinate_Breitenminute=53 |Koordinate_Breitensekunde= |Koordinate_Länge=O |Koordinate_Längengrad=15 |Koordinate_Längenminute=31 |Koordinate_Längensekunde= |Höhe=72 |Einwohner=10.186 |EinwohnerDatum=2004 |Postleitzahl=66-500 |Telefonvorwahl=95 |KFZ-Kennzeichen=FSD |Wirtschaftszweige= |Straßen=[[Berlin]]–[[Danzig]] |Schienen=[[Berlin]]-[[Danzig]] |Flughafen=[[Flughafen Stettin]] |Gemeinde=[[Stadt- und Landgemeinde]] |Gemeindegliederung= |GemeindeFläche=318,57 |GemeindeEinwohner=17.432 |GemeindeEinwohnerDatum=2004 |Bürgermeister=Romuald Gawlik |Bürgermeister_Art= |BürgermeisterDatum=2006 |AnschriftStraße=pl. Wolności 48 |AnschriftOrt=66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz=www.strzelce.pl }} '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]] - [[Danzig]]. ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I. (Großpolen)|Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Große veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin - Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung Ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. [[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|220px|Lage um 1900]] Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młynska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. == Söhne und Töchter der Stadt == *Erich Wernicke (* 1859), Mediziner *[[Wilhelm Uhde]] (* 1874), Kunsthistoriker ==Partnerstadt== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Interessante Seite mit vielen Fotos und weiteren Infos] {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] b02nln1bxy9qm20f3cpfaqujs7tja8g 1802423 1802422 2006-11-28T22:00:03Z w>LLN 0 Link 1802423 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox (Polen)]] --> {{Infobox (Polen) |Stadt=Strzelce Krajeńskie / Friedeberg |Wappen=[[Bild:friedebergwappen.jpg|119px|]] |Karte=[[Bild:Friedeberglokal.jpg|149px|]] |Woiwodschaft=Lebus |ISO 3166-2=MA |Powiat_link=Strzelecko-Drezdenecki |Powiat=Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt= |Fläche=4,94 |type=city |Koordinate_Breite=N |Koordinate_Breitengrad=52 |Koordinate_Breitenminute=53 |Koordinate_Breitensekunde= |Koordinate_Länge=O |Koordinate_Längengrad=15 |Koordinate_Längenminute=31 |Koordinate_Längensekunde= |Höhe=72 |Einwohner=10.186 |EinwohnerDatum=2004 |Postleitzahl=66-500 |Telefonvorwahl=95 |KFZ-Kennzeichen=FSD |Wirtschaftszweige= |Straßen=[[Berlin]]–[[Danzig]] |Schienen=[[Berlin]]-[[Danzig]] |Flughafen=[[Flughafen Stettin-Goleniów|Flughafen Stettin]] |Gemeinde=[[Stadt- und Landgemeinde]] |Gemeindegliederung= |GemeindeFläche=318,57 |GemeindeEinwohner=17.432 |GemeindeEinwohnerDatum=2004 |Bürgermeister=Romuald Gawlik |Bürgermeister_Art= |BürgermeisterDatum=2006 |AnschriftStraße=pl. Wolności 48 |AnschriftOrt=66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz=www.strzelce.pl }} '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]] - [[Danzig]]. ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I. (Großpolen)|Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Große veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin - Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung Ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. [[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|220px|Lage um 1900]] Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młynska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. == Söhne und Töchter der Stadt == *Erich Wernicke (* 1859), Mediziner *[[Wilhelm Uhde]] (* 1874), Kunsthistoriker ==Partnerstadt== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Interessante Seite mit vielen Fotos und weiteren Infos] {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] 7x5o91efpmzx1vp8ys5nt5wdxqf9nt9 1802424 1802423 2007-01-12T21:14:02Z w>RKBot 0 ***RKBot*** Aktualisierung von [[Vorlage:Infobox Ort in Polen]] - Kommentare bitte auf [[Benutzer Diskussion:RKraasch/Infobox Polen]] 1802424 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen |Ort = Strzelce Krajeńskie / Friedeberg |Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] |Woiwodschaft = Lebus |Powiat_link = Strzelecko-Drezdenecki |Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt = |Fläche = 4,94 |Koordinate_Breitengrad = 52 |Koordinate_Breitenminute = 53 |Koordinate_Breitensekunde = |Koordinate_Längengrad = 15 |Koordinate_Längenminute = 31 |Koordinate_Längensekunde = |Höhe = 72 |Einwohner = 10.186 |EinwohnerDatum = 2004 |Postleitzahl = 66-500 |Telefonvorwahl = 95 |KFZ-Kennzeichen = FSD |Wirtschaftszweige = |Straßen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Schienen = [[Berlin]]-[[Danzig]] |Flughafen = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Flughafen Stettin]] |GemeindeArt = [[Stadt- und Landgemeinde]] |Gemeindegliederung = |GemeindeFläche = 318,57 |GemeindeEinwohner = 17.432 |GemeindeEinwohnerDatum = 2004 |Bürgermeister = Tadeusz Feder |BürgermeisterArt = |BürgermeisterDatum = 2007 |AnschriftStraße = pl. Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]] - [[Danzig]]. ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I. (Großpolen)|Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Große veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin - Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung Ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. [[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|220px|Lage um 1900]] Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młynska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. == Söhne und Töchter der Stadt == *Erich Wernicke (* 1859), Mediziner *[[Wilhelm Uhde]] (* 1874), Kunsthistoriker ==Partnerstadt== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Interessante Seite mit vielen Fotos und weiteren Infos] {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus|Strzelce Krajenskie]] [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] 83cv6cjv4qs6elwdf0d6y5johqvy511 1802425 1802424 2007-01-23T21:04:41Z w>BLueFiSH.as 0 lf 1802425 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. 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Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]] - [[Danzig]]. ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I. (Großpolen)|Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Große veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin - Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung Ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. [[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|220px|Lage um 1900]] Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młynska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. == Söhne und Töchter der Stadt == *Erich Wernicke (* 1859), Mediziner *[[Wilhelm Uhde]] (* 1874), Kunsthistoriker ==Partnerstadt== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Interessante Seite mit vielen Fotos und weiteren Infos] {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus|Strzelce Krajenskie]] [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] 72czya0e4euraan328aoils7gdy21az 1802426 1802425 2007-02-13T17:52:33Z 130.149.173.4 /* Weblinks */ 1802426 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen |Ort = Strzelce Krajeńskie / Friedeberg |Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] |Woiwodschaft = Lebus |Powiat_link = Strzelecko-Drezdenecki |Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt = |Fläche = 4,94 |Koordinate_Breitengrad = 52 |Koordinate_Breitenminute = 53 |Koordinate_Breitensekunde = |Koordinate_Längengrad = 15 |Koordinate_Längenminute = 31 |Koordinate_Längensekunde = |Höhe = 72 |Einwohner = 10.186 |EinwohnerDatum = 2004 |Postleitzahl = 66-500 |Telefonvorwahl = 95 |KFZ-Kennzeichen = FSD |Wirtschaftszweige = |Straßen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Schienen = [[Berlin]]-[[Danzig]] |Flughafen = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Flughafen Stettin]] |GemeindeArt = [[Stadt- und Landgemeinde]] |Gemeindegliederung = |GemeindeFläche = 318,57 |GemeindeEinwohner = 17.432 |GemeindeEinwohnerDatum = 2004 |Bürgermeister = Tadeusz Feder |BürgermeisterArt = |BürgermeisterDatum = 2007 |AnschriftStraße = pl. Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]] - [[Danzig]]. ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I. (Großpolen)|Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Große veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin - Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung Ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. [[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|220px|Lage um 1900]] Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młynska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. == Söhne und Töchter der Stadt == *Erich Wernicke (* 1859), Mediziner *[[Wilhelm Uhde]] (* 1874), Kunsthistoriker ==Partnerstadt== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Interessante Seite mit vielen Fotos und weiteren Infos] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie - Friedeberg in der Neumark - Geschichte einer Stadt] {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus|Strzelce Krajenskie]] [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] d38fjjici90hcj8mmkgd0o2tf7oi107 1802427 1802426 2007-02-19T19:15:38Z w>Nepomucki 0 typo 1802427 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen |Ort = Strzelce Krajeńskie / Friedeberg |Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] |Woiwodschaft = Lebus |Powiat_link = Strzelecko-Drezdenecki |Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt = |Fläche = 4,94 |Koordinate_Breitengrad = 52 |Koordinate_Breitenminute = 53 |Koordinate_Breitensekunde = |Koordinate_Längengrad = 15 |Koordinate_Längenminute = 31 |Koordinate_Längensekunde = |Höhe = 72 |Einwohner = 10.186 |EinwohnerDatum = 2004 |Postleitzahl = 66-500 |Telefonvorwahl = 95 |KFZ-Kennzeichen = FSD |Wirtschaftszweige = |Straßen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Schienen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Flughafen = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Flughafen Stettin]] |GemeindeArt = [[Stadt- und Landgemeinde]] |Gemeindegliederung = |GemeindeFläche = 318,57 |GemeindeEinwohner = 17.432 |GemeindeEinwohnerDatum = 2004 |Bürgermeister = Tadeusz Feder |BürgermeisterArt = |BürgermeisterDatum = 2007 |AnschriftStraße = pl. Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Danzig]]. ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I. (Großpolen)|Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. [[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|220px|Lage um 1900]] Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młynska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. == Söhne und Töchter der Stadt == *Erich Wernicke (* 1859), Mediziner *[[Wilhelm Uhde]] (* 1874), Kunsthistoriker ==Partnerstadt== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Interessante Seite mit vielen Fotos und weiteren Infos] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus|Strzelce Krajenskie]] [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] 966ed2ttl6wx0e3ohiv6s7k95spc3le 1802428 1802427 2007-02-28T12:26:33Z 87.122.26.69 /* Geografische Lage */ 1802428 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen |Ort = Strzelce Krajeńskie / Friedeberg |Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] |Woiwodschaft = Lebus |Powiat_link = Strzelecko-Drezdenecki |Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt = |Fläche = 4,94 |Koordinate_Breitengrad = 52 |Koordinate_Breitenminute = 53 |Koordinate_Breitensekunde = |Koordinate_Längengrad = 15 |Koordinate_Längenminute = 31 |Koordinate_Längensekunde = |Höhe = 72 |Einwohner = 10.186 |EinwohnerDatum = 2004 |Postleitzahl = 66-500 |Telefonvorwahl = 95 |KFZ-Kennzeichen = FSD |Wirtschaftszweige = |Straßen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Schienen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Flughafen = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Flughafen Stettin]] |GemeindeArt = [[Stadt- und Landgemeinde]] |Gemeindegliederung = |GemeindeFläche = 318,57 |GemeindeEinwohner = 17.432 |GemeindeEinwohnerDatum = 2004 |Bürgermeister = Tadeusz Feder |BürgermeisterArt = |BürgermeisterDatum = 2007 |AnschriftStraße = pl. Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Danzig]]. und Sven stinkt nach scheiße ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I. (Großpolen)|Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. [[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|220px|Lage um 1900]] Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młynska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. == Söhne und Töchter der Stadt == *Erich Wernicke (* 1859), Mediziner *[[Wilhelm Uhde]] (* 1874), Kunsthistoriker ==Partnerstadt== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Interessante Seite mit vielen Fotos und weiteren Infos] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus|Strzelce Krajenskie]] [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] 04vi111hfgzetqbsv0x09syblt4j90x 1802429 1802428 2007-02-28T12:34:25Z 87.122.26.69 /* Geografische Lage */ 1802429 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen |Ort = Strzelce Krajeńskie / Friedeberg |Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] |Woiwodschaft = Lebus |Powiat_link = Strzelecko-Drezdenecki |Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt = |Fläche = 4,94 |Koordinate_Breitengrad = 52 |Koordinate_Breitenminute = 53 |Koordinate_Breitensekunde = |Koordinate_Längengrad = 15 |Koordinate_Längenminute = 31 |Koordinate_Längensekunde = |Höhe = 72 |Einwohner = 10.186 |EinwohnerDatum = 2004 |Postleitzahl = 66-500 |Telefonvorwahl = 95 |KFZ-Kennzeichen = FSD |Wirtschaftszweige = |Straßen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Schienen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Flughafen = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Flughafen Stettin]] |GemeindeArt = [[Stadt- und Landgemeinde]] |Gemeindegliederung = |GemeindeFläche = 318,57 |GemeindeEinwohner = 17.432 |GemeindeEinwohnerDatum = 2004 |Bürgermeister = Tadeusz Feder |BürgermeisterArt = |BürgermeisterDatum = 2007 |AnschriftStraße = pl. Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Danzig]]. Sven liebt halina ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I. (Großpolen)|Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. [[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|220px|Lage um 1900]] Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młynska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. == Söhne und Töchter der Stadt == *Erich Wernicke (* 1859), Mediziner *[[Wilhelm Uhde]] (* 1874), Kunsthistoriker ==Partnerstadt== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Interessante Seite mit vielen Fotos und weiteren Infos] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus|Strzelce Krajenskie]] [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] qa8m887en19nap2ahtxk4fxpg22imxt 1802430 1802429 2007-02-28T12:35:00Z 87.122.26.69 /* Geografische Lage */ 1802430 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen |Ort = Strzelce Krajeńskie / Friedeberg |Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] |Woiwodschaft = Lebus |Powiat_link = Strzelecko-Drezdenecki |Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt = |Fläche = 4,94 |Koordinate_Breitengrad = 52 |Koordinate_Breitenminute = 53 |Koordinate_Breitensekunde = |Koordinate_Längengrad = 15 |Koordinate_Längenminute = 31 |Koordinate_Längensekunde = |Höhe = 72 |Einwohner = 10.186 |EinwohnerDatum = 2004 |Postleitzahl = 66-500 |Telefonvorwahl = 95 |KFZ-Kennzeichen = FSD |Wirtschaftszweige = |Straßen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Schienen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Flughafen = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Flughafen Stettin]] |GemeindeArt = [[Stadt- und Landgemeinde]] |Gemeindegliederung = |GemeindeFläche = 318,57 |GemeindeEinwohner = 17.432 |GemeindeEinwohnerDatum = 2004 |Bürgermeister = Tadeusz Feder |BürgermeisterArt = |BürgermeisterDatum = 2007 |AnschriftStraße = pl. Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Danzig]]. Ich fick euch alle ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I. (Großpolen)|Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. [[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|220px|Lage um 1900]] Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młynska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. == Söhne und Töchter der Stadt == *Erich Wernicke (* 1859), Mediziner *[[Wilhelm Uhde]] (* 1874), Kunsthistoriker ==Partnerstadt== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Interessante Seite mit vielen Fotos und weiteren Infos] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus|Strzelce Krajenskie]] [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] jq4mt9gkf198kb08tslqcykymyfcmbi 1802431 1802430 2007-02-28T12:35:53Z 87.122.26.69 /* Geografische Lage */ 1802431 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen |Ort = Strzelce Krajeńskie / Friedeberg |Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] |Woiwodschaft = Lebus |Powiat_link = Strzelecko-Drezdenecki |Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt = |Fläche = 4,94 |Koordinate_Breitengrad = 52 |Koordinate_Breitenminute = 53 |Koordinate_Breitensekunde = |Koordinate_Längengrad = 15 |Koordinate_Längenminute = 31 |Koordinate_Längensekunde = |Höhe = 72 |Einwohner = 10.186 |EinwohnerDatum = 2004 |Postleitzahl = 66-500 |Telefonvorwahl = 95 |KFZ-Kennzeichen = FSD |Wirtschaftszweige = |Straßen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Schienen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Flughafen = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Flughafen Stettin]] |GemeindeArt = [[Stadt- und Landgemeinde]] |Gemeindegliederung = |GemeindeFläche = 318,57 |GemeindeEinwohner = 17.432 |GemeindeEinwohnerDatum = 2004 |Bürgermeister = Tadeusz Feder |BürgermeisterArt = |BürgermeisterDatum = 2007 |AnschriftStraße = pl. Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Danzig]]. hi vivi ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I. (Großpolen)|Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. [[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|220px|Lage um 1900]] Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młynska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. == Söhne und Töchter der Stadt == *Erich Wernicke (* 1859), Mediziner *[[Wilhelm Uhde]] (* 1874), Kunsthistoriker ==Partnerstadt== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Interessante Seite mit vielen Fotos und weiteren Infos] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus|Strzelce Krajenskie]] [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] dcfgi01de7ve0sjh07uf6drdhpn6rfy 1802432 1802431 2007-02-28T12:36:03Z w>Tönjes 0 Änderungen von [[Benutzer:87.122.26.69|87.122.26.69]] ([[Spezial:Contributions/87.122.26.69|Beiträge]]) rückgängig gemacht und letzte Version von Nepomucki wiederhergestellt 1802432 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen |Ort = Strzelce Krajeńskie / Friedeberg |Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] |Woiwodschaft = Lebus |Powiat_link = Strzelecko-Drezdenecki |Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt = |Fläche = 4,94 |Koordinate_Breitengrad = 52 |Koordinate_Breitenminute = 53 |Koordinate_Breitensekunde = |Koordinate_Längengrad = 15 |Koordinate_Längenminute = 31 |Koordinate_Längensekunde = |Höhe = 72 |Einwohner = 10.186 |EinwohnerDatum = 2004 |Postleitzahl = 66-500 |Telefonvorwahl = 95 |KFZ-Kennzeichen = FSD |Wirtschaftszweige = |Straßen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Schienen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Flughafen = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Flughafen Stettin]] |GemeindeArt = [[Stadt- und Landgemeinde]] |Gemeindegliederung = |GemeindeFläche = 318,57 |GemeindeEinwohner = 17.432 |GemeindeEinwohnerDatum = 2004 |Bürgermeister = Tadeusz Feder |BürgermeisterArt = |BürgermeisterDatum = 2007 |AnschriftStraße = pl. Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Danzig]]. ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I. (Großpolen)|Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. [[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|220px|Lage um 1900]] Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młynska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. == Söhne und Töchter der Stadt == *Erich Wernicke (* 1859), Mediziner *[[Wilhelm Uhde]] (* 1874), Kunsthistoriker ==Partnerstadt== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Interessante Seite mit vielen Fotos und weiteren Infos] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus|Strzelce Krajenskie]] [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] 966ed2ttl6wx0e3ohiv6s7k95spc3le 1802433 1802432 2007-03-20T12:19:18Z w>Muggmag 0 Liste 1802433 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. 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Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Danzig]]. ==Geschichte== [[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|left|240px|Lage um 1900]] Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I. (Großpolen)|Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młynska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. == Söhne und Töchter der Stadt == *Erich Wernicke (* 1859), Mediziner *[[Wilhelm Uhde]] (* 1874), Kunsthistoriker ==Partnerstadt== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==siehe auch== *[[Liste der Städte in der Neumark|Liste: Städte in der Neumark]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Interessante Seite mit vielen Fotos und weiteren Infos] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus|Strzelce Krajenskie]] [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] qmgx51qwey0yd15mwbh5iqlbholn4q6 1802434 1802433 2007-03-23T11:14:43Z w>Picman~dewiki 0 hist. Foto 1802434 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen |Ort = Strzelce Krajeńskie / Friedeberg |Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] |Woiwodschaft = Lebus |Powiat_link = Strzelecko-Drezdenecki |Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt = |Fläche = 4,94 |Koordinate_Breitengrad = 52 |Koordinate_Breitenminute = 53 |Koordinate_Breitensekunde = |Koordinate_Längengrad = 15 |Koordinate_Längenminute = 31 |Koordinate_Längensekunde = |Höhe = 72 |Einwohner = 10.186 |EinwohnerDatum = 2004 |Postleitzahl = 66-500 |Telefonvorwahl = 95 |KFZ-Kennzeichen = FSD |Wirtschaftszweige = |Straßen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Schienen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Flughafen = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Flughafen Stettin]] |GemeindeArt = [[Stadt- und Landgemeinde]] |Gemeindegliederung = |GemeindeFläche = 318,57 |GemeindeEinwohner = 17.432 |GemeindeEinwohnerDatum = 2004 |Bürgermeister = Tadeusz Feder |BürgermeisterArt = |BürgermeisterDatum = 2007 |AnschriftStraße = pl. Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} [[Image:Friedeberg.jpg|thumb|295px|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Danzig]]. {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|240px|Lage um 1900]] |} ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I. (Großpolen)|Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młynska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. == Söhne und Töchter der Stadt == *Erich Wernicke (* 1859), Mediziner *[[Wilhelm Uhde]] (* 1874), Kunsthistoriker ==Partnerstadt== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==siehe auch== *[[Liste der Städte in der Neumark|Liste: Städte in der Neumark]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Interessante Seite mit vielen Fotos und weiteren Infos] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus|Strzelce Krajenskie]] [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] jrp5pep3w1xddzm07fych9raqalms19 1802435 1802434 2007-03-29T16:29:11Z w>AHZ 0 hat keinen Doppelnamen 1802435 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen |Ort = Strzelce Krajeńskie |Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] |Woiwodschaft = Lebus |Powiat_link = Strzelecko-Drezdenecki |Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt = |Fläche = 4,94 |Koordinate_Breitengrad = 52 |Koordinate_Breitenminute = 53 |Koordinate_Breitensekunde = |Koordinate_Längengrad = 15 |Koordinate_Längenminute = 31 |Koordinate_Längensekunde = |Höhe = 72 |Einwohner = 10.186 |EinwohnerDatum = 2004 |Postleitzahl = 66-500 |Telefonvorwahl = 95 |KFZ-Kennzeichen = FSD |Wirtschaftszweige = |Straßen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Schienen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Flughafen = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Flughafen Stettin]] |GemeindeArt = [[Stadt- und Landgemeinde]] |Gemeindegliederung = |GemeindeFläche = 318,57 |GemeindeEinwohner = 17.432 |GemeindeEinwohnerDatum = 2004 |Bürgermeister = Tadeusz Feder |BürgermeisterArt = |BürgermeisterDatum = 2007 |AnschriftStraße = pl. Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} [[Image:Friedeberg.jpg|thumb|295px|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Danzig]]. {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|240px|Lage um 1900]] |} ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I. (Großpolen)|Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młynska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. == Söhne und Töchter der Stadt == *Erich Wernicke (* 1859), Mediziner *[[Wilhelm Uhde]] (* 1874), Kunsthistoriker ==Partnerstadt== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==siehe auch== *[[Liste der Städte in der Neumark|Liste: Städte in der Neumark]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Interessante Seite mit vielen Fotos und weiteren Infos] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus|Strzelce Krajenskie]] [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] lmtrsg4tfxsiqxbc866s520qvc4ttna 1802436 1802435 2007-04-18T13:38:05Z w>PolarBot 0 Bot: Ergänze: [[jv:Strzelce Krajeńskie]] 1802436 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen |Ort = Strzelce Krajeńskie |Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] |Woiwodschaft = Lebus |Powiat_link = Strzelecko-Drezdenecki |Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt = |Fläche = 4,94 |Koordinate_Breitengrad = 52 |Koordinate_Breitenminute = 53 |Koordinate_Breitensekunde = |Koordinate_Längengrad = 15 |Koordinate_Längenminute = 31 |Koordinate_Längensekunde = |Höhe = 72 |Einwohner = 10.186 |EinwohnerDatum = 2004 |Postleitzahl = 66-500 |Telefonvorwahl = 95 |KFZ-Kennzeichen = FSD |Wirtschaftszweige = |Straßen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Schienen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Flughafen = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Flughafen Stettin]] |GemeindeArt = [[Stadt- und Landgemeinde]] |Gemeindegliederung = |GemeindeFläche = 318,57 |GemeindeEinwohner = 17.432 |GemeindeEinwohnerDatum = 2004 |Bürgermeister = Tadeusz Feder |BürgermeisterArt = |BürgermeisterDatum = 2007 |AnschriftStraße = pl. Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} [[Image:Friedeberg.jpg|thumb|295px|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Danzig]]. {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|240px|Lage um 1900]] |} ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I. (Großpolen)|Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młynska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. == Söhne und Töchter der Stadt == *Erich Wernicke (* 1859), Mediziner *[[Wilhelm Uhde]] (* 1874), Kunsthistoriker ==Partnerstadt== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==siehe auch== *[[Liste der Städte in der Neumark|Liste: Städte in der Neumark]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Interessante Seite mit vielen Fotos und weiteren Infos] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus|Strzelce Krajenskie]] [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] sygx5k96qhl9r99rc2kppzg9137dwwm 1802437 1802436 2007-05-03T04:13:35Z w>SieBot 0 Bot: Ergänze: [[eo:Strzelce Krajeńskie]] 1802437 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. 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Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} [[Image:Friedeberg.jpg|thumb|295px|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Danzig]]. {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|240px|Lage um 1900]] |} ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I. (Großpolen)|Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młynska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. == Söhne und Töchter der Stadt == *Erich Wernicke (* 1859), Mediziner *[[Wilhelm Uhde]] (* 1874), Kunsthistoriker ==Partnerstadt== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==siehe auch== *[[Liste der Städte in der Neumark|Liste: Städte in der Neumark]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Interessante Seite mit vielen Fotos und weiteren Infos] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus|Strzelce Krajenskie]] [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] cqmyuhifwofe4yaojcv7ksthbaoq4t3 1802438 1802437 2007-06-04T16:09:29Z w>Zinnmann 0 /* Geschichte */ linkfix 1802438 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen |Ort = Strzelce Krajeńskie |Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] |Woiwodschaft = Lebus |Powiat_link = Strzelecko-Drezdenecki |Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt = |Fläche = 4,94 |Koordinate_Breitengrad = 52 |Koordinate_Breitenminute = 53 |Koordinate_Breitensekunde = |Koordinate_Längengrad = 15 |Koordinate_Längenminute = 31 |Koordinate_Längensekunde = |Höhe = 72 |Einwohner = 10.186 |EinwohnerDatum = 2004 |Postleitzahl = 66-500 |Telefonvorwahl = 95 |KFZ-Kennzeichen = FSD |Wirtschaftszweige = |Straßen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Schienen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Flughafen = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Flughafen Stettin]] |GemeindeArt = [[Stadt- und Landgemeinde]] |Gemeindegliederung = |GemeindeFläche = 318,57 |GemeindeEinwohner = 17.432 |GemeindeEinwohnerDatum = 2004 |Bürgermeister = Tadeusz Feder |BürgermeisterArt = |BürgermeisterDatum = 2007 |AnschriftStraße = pl. Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} [[Image:Friedeberg.jpg|thumb|295px|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Danzig]]. {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|240px|Lage um 1900]] |} ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młynska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. == Söhne und Töchter der Stadt == *Erich Wernicke (* 1859), Mediziner *[[Wilhelm Uhde]] (* 1874), Kunsthistoriker ==Partnerstadt== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==siehe auch== *[[Liste der Städte in der Neumark|Liste: Städte in der Neumark]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Interessante Seite mit vielen Fotos und weiteren Infos] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus|Strzelce Krajenskie]] [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] q9upb0kiaqtgtly8ad0i5lah0alunnu 1802439 1802438 2007-06-16T08:54:47Z w>Alnolithyne 0 1802439 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen |Ort = Strzelce Krajeńskie |Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] |Woiwodschaft = Lebus |Powiat_link = Strzelecko-Drezdenecki |Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt = |Fläche = 4,94 |Koordinate_Breitengrad = 52 |Koordinate_Breitenminute = 53 |Koordinate_Breitensekunde = |Koordinate_Längengrad = 15 |Koordinate_Längenminute = 31 |Koordinate_Längensekunde = |Höhe = 72 |Einwohner = 10.186 |EinwohnerDatum = 2004 |Postleitzahl = 66-500 |Telefonvorwahl = 95 |KFZ-Kennzeichen = FSD |Wirtschaftszweige = |Straßen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Schienen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Flughafen = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Flughafen Stettin]] |GemeindeArt = [[Stadt- und Landgemeinde]] |Gemeindegliederung = |GemeindeFläche = 318,57 |GemeindeEinwohner = 17.432 |GemeindeEinwohnerDatum = 2004 |Bürgermeister = Tadeusz Feder |BürgermeisterArt = |BürgermeisterDatum = 2007 |AnschriftStraße = pl. Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} [[Image:Friedeberg.jpg|thumb|295px|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Danzig]]. {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|240px|Lage um 1900]] |} ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. == Söhne und Töchter der Stadt == *Erich Wernicke (* 1859), Mediziner *[[Wilhelm Uhde]] (* 1874), Kunsthistoriker ==Partnerstadt== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==siehe auch== *[[Liste der Städte in der Neumark|Liste: Städte in der Neumark]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Interessante Seite mit vielen Fotos und weiteren Infos] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus|Strzelce Krajenskie]] [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] i0cpdepbig8gspmk2nke32wc3uvkajn 1802440 1802439 2007-06-17T16:40:11Z 88.73.231.231 /* Söhne und Töchter der Stadt */ 1802440 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen |Ort = Strzelce Krajeńskie |Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] |Woiwodschaft = Lebus |Powiat_link = Strzelecko-Drezdenecki |Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt = |Fläche = 4,94 |Koordinate_Breitengrad = 52 |Koordinate_Breitenminute = 53 |Koordinate_Breitensekunde = |Koordinate_Längengrad = 15 |Koordinate_Längenminute = 31 |Koordinate_Längensekunde = |Höhe = 72 |Einwohner = 10.186 |EinwohnerDatum = 2004 |Postleitzahl = 66-500 |Telefonvorwahl = 95 |KFZ-Kennzeichen = FSD |Wirtschaftszweige = |Straßen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Schienen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Flughafen = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Flughafen Stettin]] |GemeindeArt = [[Stadt- und Landgemeinde]] |Gemeindegliederung = |GemeindeFläche = 318,57 |GemeindeEinwohner = 17.432 |GemeindeEinwohnerDatum = 2004 |Bürgermeister = Tadeusz Feder |BürgermeisterArt = |BürgermeisterDatum = 2007 |AnschriftStraße = pl. Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} [[Image:Friedeberg.jpg|thumb|295px|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Danzig]]. {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|240px|Lage um 1900]] |} ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. == Söhne und Töchter der Stadt == *Erich Wernicke (* 1859), Mediziner *[[Wilhelm Uhde]] (* 1874), Kunsthistoriker *[[Erich Böhlig]] (* 1885), deutscher Politiker der KPD *[[Georg Karg]] (* 1888), Unternehmer ==Partnerstadt== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==siehe auch== *[[Liste der Städte in der Neumark|Liste: Städte in der Neumark]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Interessante Seite mit vielen Fotos und weiteren Infos] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus|Strzelce Krajenskie]] [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] d3ypo61nguq4g8gi9k9s6glc9hu9dna 1802441 1802440 2007-06-18T13:16:48Z w>BotMultichill 0 Bot: Ergänze: [[ru:Стшельце-Краеньске]] 1802441 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. 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Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} [[Image:Friedeberg.jpg|thumb|295px|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Danzig]]. {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|240px|Lage um 1900]] |} ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. == Söhne und Töchter der Stadt == *Erich Wernicke (* 1859), Mediziner *[[Wilhelm Uhde]] (* 1874), Kunsthistoriker *[[Erich Böhlig]] (* 1885), deutscher Politiker der KPD *[[Georg Karg]] (* 1888), Unternehmer ==Partnerstadt== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==siehe auch== *[[Liste der Städte in der Neumark|Liste: Städte in der Neumark]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Interessante Seite mit vielen Fotos und weiteren Infos] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus|Strzelce Krajenskie]] [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] o6lsjltyhlhdb3oa73544oajeazkoxd 1802442 1802441 2007-10-12T22:01:50Z w>AHZ 0 lf 1802442 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen |Ort = Strzelce Krajeńskie |Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] |Woiwodschaft = Lebus |Powiat_link = Strzelecko-Drezdenecki |Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt = |Fläche = 4,94 |Koordinate_Breitengrad = 52 |Koordinate_Breitenminute = 53 |Koordinate_Breitensekunde = |Koordinate_Längengrad = 15 |Koordinate_Längenminute = 31 |Koordinate_Längensekunde = |Höhe = 72 |Einwohner = 10.186 |EinwohnerDatum = 2004 |Postleitzahl = 66-500 |Telefonvorwahl = 95 |KFZ-Kennzeichen = FSD |Wirtschaftszweige = |Straßen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Schienen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Flughafen = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Flughafen Stettin]] |GemeindeArt = [[Stadt- und Landgemeinde]] |Gemeindegliederung = |GemeindeFläche = 318,57 |GemeindeEinwohner = 17.432 |GemeindeEinwohnerDatum = 2004 |Bürgermeister = Tadeusz Feder |BürgermeisterArt = |BürgermeisterDatum = 2007 |AnschriftStraße = pl. Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} [[Image:Friedeberg.jpg|thumb|295px|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Danzig]]. {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|240px|Lage um 1900]] |} ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. == Söhne und Töchter der Stadt == * [[Erich Wernicke]] (* 1859), Mediziner *[[Wilhelm Uhde]] (* 1874), Kunsthistoriker *[[Erich Böhlig]] (* 1885), deutscher Politiker der KPD *[[Georg Karg]] (* 1888), Unternehmer ==Partnerstadt== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==siehe auch== *[[Liste der Städte in der Neumark|Liste: Städte in der Neumark]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Interessante Seite mit vielen Fotos und weiteren Infos] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus|Strzelce Krajenskie]] [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] 5v6wo5nn2bu8ulj3fcgzrgna5odmojl 1802443 1802442 2007-10-12T22:02:33Z w>AHZ 0 1802443 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. 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Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} [[Image:Friedeberg.jpg|thumb|295px|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Danzig]]. {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|240px|Lage um 1900]] |} ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. == Söhne und Töchter der Stadt == * [[Erich Wernicke]] (* 1859), Mediziner *[[Wilhelm Uhde]] (* 1874), Kunsthistoriker *[[Erich Böhlig]] (* 1885), deutscher Politiker der KPD *[[Georg Karg]] (* 1888), Unternehmer ==Partnerstadt== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==siehe auch== *[[Liste der Städte in der Neumark|Liste: Städte in der Neumark]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus|Strzelce Krajenskie]] [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] hca25nfncybzfbbw7t2iy3wkebpudvf 1802444 1802443 2007-11-18T18:53:17Z w>Aktionsbot 0 Link auf BKL Neumark aufgelöst 1802444 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. 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Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} [[Image:Friedeberg.jpg|thumb|295px|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Danzig]]. {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|240px|Lage um 1900]] |} ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. == Söhne und Töchter der Stadt == * [[Erich Wernicke]] (* 1859), Mediziner *[[Wilhelm Uhde]] (* 1874), Kunsthistoriker *[[Erich Böhlig]] (* 1885), deutscher Politiker der KPD *[[Georg Karg]] (* 1888), Unternehmer ==Partnerstadt== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==siehe auch== *[[Liste der Städte in der Neumark|Liste: Städte in der Neumark]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus|Strzelce Krajenskie]] [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] 3k5ub1y6qcbed0m92840phy6ct9ypl5 1802445 1802444 2007-11-19T23:20:48Z w>Turpit 0 /* Söhne und Töchter der Stadt */ Wikilink auf Georg Karg verbessert. 1802445 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. 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Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} [[Image:Friedeberg.jpg|thumb|295px|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Danzig]]. {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|240px|Lage um 1900]] |} ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. == Söhne und Töchter der Stadt == * [[Erich Wernicke]] (* 1859), Mediziner *[[Wilhelm Uhde]] (* 1874), Kunsthistoriker *[[Erich Böhlig]] (* 1885), deutscher Politiker der KPD *[[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (* 1888), Unternehmer ==Partnerstadt== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==siehe auch== *[[Liste der Städte in der Neumark|Liste: Städte in der Neumark]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus|Strzelce Krajenskie]] [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] ow5ekq4zmyay0weqr7q2obhj494otbf 1802446 1802445 2007-12-13T22:13:53Z w>Turpit 0 /* siehe auch */ "Liste der Städte in der Neumark" 1802446 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen |Ort = Strzelce Krajeńskie |Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] |Woiwodschaft = Lebus |Powiat_link = Strzelecko-Drezdenecki |Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt = |Fläche = 4,94 |Koordinate_Breitengrad = 52 |Koordinate_Breitenminute = 53 |Koordinate_Breitensekunde = |Koordinate_Längengrad = 15 |Koordinate_Längenminute = 31 |Koordinate_Längensekunde = |Höhe = 72 |Einwohner = 10.186 |EinwohnerDatum = 2004 |Postleitzahl = 66-500 |Telefonvorwahl = 95 |KFZ-Kennzeichen = FSD |Wirtschaftszweige = |Straßen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Schienen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Flughafen = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Flughafen Stettin]] |GemeindeArt = [[Stadt- und Landgemeinde]] |Gemeindegliederung = |GemeindeFläche = 318,57 |GemeindeEinwohner = 17.432 |GemeindeEinwohnerDatum = 2004 |Bürgermeister = Tadeusz Feder |BürgermeisterArt = |BürgermeisterDatum = 2007 |AnschriftStraße = pl. Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} [[Image:Friedeberg.jpg|thumb|295px|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Danzig]]. {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|240px|Lage um 1900]] |} ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. == Söhne und Töchter der Stadt == * [[Erich Wernicke]] (* 1859), Mediziner *[[Wilhelm Uhde]] (* 1874), Kunsthistoriker *[[Erich Böhlig]] (* 1885), deutscher Politiker der KPD *[[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (* 1888), Unternehmer ==Partnerstadt== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==siehe auch== *[[Liste der Städte in der Neumark]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus|Strzelce Krajenskie]] [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] 58ok7ybua5zbitinegj3zkuh88e5stu 1802447 1802446 2008-03-22T07:03:51Z w>Sicherlich 0 1802447 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen |Ort = Strzelce Krajeńskie |Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] |Woiwodschaft = Lebus |Powiat_link = Strzelecko-Drezdenecki |Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt = |Fläche = 4,94 |Koordinate_Breitengrad = 52 |Koordinate_Breitenminute = 53 |Koordinate_Breitensekunde = |Koordinate_Längengrad = 15 |Koordinate_Längenminute = 31 |Koordinate_Längensekunde = |Höhe = 72 |Einwohner = 10.149 |EinwohnerDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007"> [http://www.stat.gov.pl/cps/rde/xbcr/gus/PUBL_ludnosc_stan_struktura_teryt_1pol_2007.pdf Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ - STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 30. Juni 2007] </ref> |Postleitzahl = 66-500 |Telefonvorwahl = 95 |KFZ-Kennzeichen = FSD |Wirtschaftszweige = |Straßen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Schienen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Flughafen = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] |GemeindeArt = [[Stadt- und Landgemeinde]] |Gemeindegliederung = |GemeindeFläche = 318,57 |GemeindeEinwohner = 17.387 |GemeindeEinwohnerDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007" /> |Bürgermeister = Tadeusz Feder |BürgermeisterArt = |BürgermeisterDatum = 2007 |AnschriftStraße = pl. Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} [[Bild:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Danzig]]. {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. == Söhne und Töchter der Stadt == * [[Erich Wernicke]] (* 1859), Mediziner *[[Wilhelm Uhde]] (* 1874), Kunsthistoriker *[[Erich Böhlig]] (* 1885), deutscher Politiker der KPD *[[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (* 1888), Unternehmer ==Partnerstädte == *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] mygxxjd7m8f3us58wj3njmmyhc2yrno 1802448 1802447 2008-05-09T20:44:15Z w>Turpit 0 /* Söhne und Töchter der Stadt */ Ergänzungen zu den Einträge 1802448 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. 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Juni 2007] </ref> |Postleitzahl = 66-500 |Telefonvorwahl = 95 |KFZ-Kennzeichen = FSD |Wirtschaftszweige = |Straßen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Schienen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Flughafen = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] |GemeindeArt = [[Stadt- und Landgemeinde]] |Gemeindegliederung = |GemeindeFläche = 318,57 |GemeindeEinwohner = 17.387 |GemeindeEinwohnerDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007" /> |Bürgermeister = Tadeusz Feder |BürgermeisterArt = |BürgermeisterDatum = 2007 |AnschriftStraße = pl. Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} [[Bild:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Danzig]]. {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. == Söhne und Töchter der Stadt == * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Erich Böhlig]] (1885–1945), deutscher Politiker (KPD) * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer ==Partnerstädte == *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] af1r3s0l03o86qt6lc23hyw8z84s93a 1802449 1802448 2008-06-09T01:15:22Z 62.203.49.10 Nicht relevant. 1802449 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. 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Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} [[Bild:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Danzig]]. {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. == Söhne und Töchter der Stadt == * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer ==Partnerstädte == *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] 4czghwjygc4q40609aju3d09jmamfgi 1802450 1802449 2008-06-09T18:43:50Z w>Defchris 0 Änderungen von [[User:62.203.49.10|62.203.49.10]] ([[Spezial:Contributions/62.203.49.10|Beiträge]]) rückgängig gemacht und letzte Version von Turpit wiederhergestellt 1802450 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen |Ort = Strzelce Krajeńskie |Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] |Woiwodschaft = Lebus |Powiat_link = Strzelecko-Drezdenecki |Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt = |Fläche = 4,94 |Koordinate_Breitengrad = 52 |Koordinate_Breitenminute = 53 |Koordinate_Breitensekunde = |Koordinate_Längengrad = 15 |Koordinate_Längenminute = 31 |Koordinate_Längensekunde = |Höhe = 72 |Einwohner = 10.149 |EinwohnerDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007"> [http://www.stat.gov.pl/cps/rde/xbcr/gus/PUBL_ludnosc_stan_struktura_teryt_1pol_2007.pdf Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ - STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 30. Juni 2007] </ref> |Postleitzahl = 66-500 |Telefonvorwahl = 95 |KFZ-Kennzeichen = FSD |Wirtschaftszweige = |Straßen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Schienen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Flughafen = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] |GemeindeArt = [[Stadt- und Landgemeinde]] |Gemeindegliederung = |GemeindeFläche = 318,57 |GemeindeEinwohner = 17.387 |GemeindeEinwohnerDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007" /> |Bürgermeister = Tadeusz Feder |BürgermeisterArt = |BürgermeisterDatum = 2007 |AnschriftStraße = pl. Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} [[Bild:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Danzig]]. {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. == Söhne und Töchter der Stadt == * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Erich Böhlig]] (1885–1945), deutscher Politiker (KPD) * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer ==Partnerstädte == *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] af1r3s0l03o86qt6lc23hyw8z84s93a 1802451 1802450 2008-06-10T20:04:37Z 85.1.10.204 Wurde vor kurzem gelöscht. 1802451 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen |Ort = Strzelce Krajeńskie |Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] |Woiwodschaft = Lebus |Powiat_link = Strzelecko-Drezdenecki |Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt = |Fläche = 4,94 |Koordinate_Breitengrad = 52 |Koordinate_Breitenminute = 53 |Koordinate_Breitensekunde = |Koordinate_Längengrad = 15 |Koordinate_Längenminute = 31 |Koordinate_Längensekunde = |Höhe = 72 |Einwohner = 10.149 |EinwohnerDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007"> [http://www.stat.gov.pl/cps/rde/xbcr/gus/PUBL_ludnosc_stan_struktura_teryt_1pol_2007.pdf Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ - STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 30. Juni 2007] </ref> |Postleitzahl = 66-500 |Telefonvorwahl = 95 |KFZ-Kennzeichen = FSD |Wirtschaftszweige = |Straßen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Schienen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Flughafen = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] |GemeindeArt = [[Stadt- und Landgemeinde]] |Gemeindegliederung = |GemeindeFläche = 318,57 |GemeindeEinwohner = 17.387 |GemeindeEinwohnerDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007" /> |Bürgermeister = Tadeusz Feder |BürgermeisterArt = |BürgermeisterDatum = 2007 |AnschriftStraße = pl. Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} [[Bild:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Danzig]]. {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. == Söhne und Töchter der Stadt == * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer ==Partnerstädte == *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] 4czghwjygc4q40609aju3d09jmamfgi 1802452 1802451 2008-06-28T21:38:05Z w>Wilkinus 0 /* Sehenswürdigkeiten */ + Kriegerdenkmal 1870/71 1802452 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen |Ort = Strzelce Krajeńskie |Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] |Woiwodschaft = Lebus |Powiat_link = Strzelecko-Drezdenecki |Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt = |Fläche = 4,94 |Koordinate_Breitengrad = 52 |Koordinate_Breitenminute = 53 |Koordinate_Breitensekunde = |Koordinate_Längengrad = 15 |Koordinate_Längenminute = 31 |Koordinate_Längensekunde = |Höhe = 72 |Einwohner = 10.149 |EinwohnerDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007"> [http://www.stat.gov.pl/cps/rde/xbcr/gus/PUBL_ludnosc_stan_struktura_teryt_1pol_2007.pdf Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ - STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 30. Juni 2007] </ref> |Postleitzahl = 66-500 |Telefonvorwahl = 95 |KFZ-Kennzeichen = FSD |Wirtschaftszweige = |Straßen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Schienen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Flughafen = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] |GemeindeArt = [[Stadt- und Landgemeinde]] |Gemeindegliederung = |GemeindeFläche = 318,57 |GemeindeEinwohner = 17.387 |GemeindeEinwohnerDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007" /> |Bürgermeister = Tadeusz Feder |BürgermeisterArt = |BürgermeisterDatum = 2007 |AnschriftStraße = pl. Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} [[Bild:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Danzig]]. {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. == Söhne und Töchter der Stadt == * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer ==Partnerstädte == *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] hmggma0v92ghqx9e97ta4ui1mso9f6o 1802453 1802452 2008-06-29T00:30:37Z w>Escarbot 0 Bot: Ergänze: [[pt:Strzelce Krajeńskie]] 1802453 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen |Ort = Strzelce Krajeńskie |Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] |Woiwodschaft = Lebus |Powiat_link = Strzelecko-Drezdenecki |Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt = |Fläche = 4,94 |Koordinate_Breitengrad = 52 |Koordinate_Breitenminute = 53 |Koordinate_Breitensekunde = |Koordinate_Längengrad = 15 |Koordinate_Längenminute = 31 |Koordinate_Längensekunde = |Höhe = 72 |Einwohner = 10.149 |EinwohnerDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007"> [http://www.stat.gov.pl/cps/rde/xbcr/gus/PUBL_ludnosc_stan_struktura_teryt_1pol_2007.pdf Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ - STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 30. Juni 2007] </ref> |Postleitzahl = 66-500 |Telefonvorwahl = 95 |KFZ-Kennzeichen = FSD |Wirtschaftszweige = |Straßen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Schienen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Flughafen = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] |GemeindeArt = [[Stadt- und Landgemeinde]] |Gemeindegliederung = |GemeindeFläche = 318,57 |GemeindeEinwohner = 17.387 |GemeindeEinwohnerDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007" /> |Bürgermeister = Tadeusz Feder |BürgermeisterArt = |BürgermeisterDatum = 2007 |AnschriftStraße = pl. Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} [[Bild:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Danzig]]. {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. == Söhne und Töchter der Stadt == * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer ==Partnerstädte == *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] oxxslhdsfjmkefan9d7bvgmwaztghph 1802454 1802453 2008-09-12T18:19:04Z w>GrouchoBot 0 Bot: Ergänze: [[uk:Стшельце-Краєнські]] 1802454 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen |Ort = Strzelce Krajeńskie |Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] |Woiwodschaft = Lebus |Powiat_link = Strzelecko-Drezdenecki |Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt = |Fläche = 4,94 |Koordinate_Breitengrad = 52 |Koordinate_Breitenminute = 53 |Koordinate_Breitensekunde = |Koordinate_Längengrad = 15 |Koordinate_Längenminute = 31 |Koordinate_Längensekunde = |Höhe = 72 |Einwohner = 10.149 |EinwohnerDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007"> [http://www.stat.gov.pl/cps/rde/xbcr/gus/PUBL_ludnosc_stan_struktura_teryt_1pol_2007.pdf Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ - STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 30. Juni 2007] </ref> |Postleitzahl = 66-500 |Telefonvorwahl = 95 |KFZ-Kennzeichen = FSD |Wirtschaftszweige = |Straßen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Schienen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Flughafen = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] |GemeindeArt = [[Stadt- und Landgemeinde]] |Gemeindegliederung = |GemeindeFläche = 318,57 |GemeindeEinwohner = 17.387 |GemeindeEinwohnerDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007" /> |Bürgermeister = Tadeusz Feder |BürgermeisterArt = |BürgermeisterDatum = 2007 |AnschriftStraße = pl. Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} [[Bild:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Danzig]]. {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. == Söhne und Töchter der Stadt == * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer ==Partnerstädte == *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[uk:Стшельце-Краєнські]] 9fw7u4anflezcf9u0bx61ennrw6ioe9 1802455 1802454 2008-10-14T20:46:34Z w>Ulz 0 /* Söhne und Töchter der Stadt */ Linkfix nach Verschiebung 1802455 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen |Ort = Strzelce Krajeńskie |Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] |Woiwodschaft = Lebus |Powiat_link = Strzelecko-Drezdenecki |Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt = |Fläche = 4,94 |Koordinate_Breitengrad = 52 |Koordinate_Breitenminute = 53 |Koordinate_Breitensekunde = |Koordinate_Längengrad = 15 |Koordinate_Längenminute = 31 |Koordinate_Längensekunde = |Höhe = 72 |Einwohner = 10.149 |EinwohnerDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007"> [http://www.stat.gov.pl/cps/rde/xbcr/gus/PUBL_ludnosc_stan_struktura_teryt_1pol_2007.pdf Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ - STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 30. Juni 2007] </ref> |Postleitzahl = 66-500 |Telefonvorwahl = 95 |KFZ-Kennzeichen = FSD |Wirtschaftszweige = |Straßen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Schienen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Flughafen = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] |GemeindeArt = [[Stadt- und Landgemeinde]] |Gemeindegliederung = |GemeindeFläche = 318,57 |GemeindeEinwohner = 17.387 |GemeindeEinwohnerDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007" /> |Bürgermeister = Tadeusz Feder |BürgermeisterArt = |BürgermeisterDatum = 2007 |AnschriftStraße = pl. Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} [[Bild:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Danzig]]. {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. == Söhne und Töchter der Stadt == * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer ==Partnerstädte == *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[uk:Стшельце-Краєнські]] cp7e330ktm0bodmpdtq2nzgy1z2l9nu 1802456 1802455 2008-10-18T12:07:06Z w>SieBot 0 Bot: Ergänze: [[sk:Strzelce Krajeńskie]] 1802456 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen |Ort = Strzelce Krajeńskie |Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] |Woiwodschaft = Lebus |Powiat_link = Strzelecko-Drezdenecki |Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt = |Fläche = 4,94 |Koordinate_Breitengrad = 52 |Koordinate_Breitenminute = 53 |Koordinate_Breitensekunde = |Koordinate_Längengrad = 15 |Koordinate_Längenminute = 31 |Koordinate_Längensekunde = |Höhe = 72 |Einwohner = 10.149 |EinwohnerDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007"> [http://www.stat.gov.pl/cps/rde/xbcr/gus/PUBL_ludnosc_stan_struktura_teryt_1pol_2007.pdf Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ - STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 30. 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Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} [[Bild:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Danzig]]. {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. == Söhne und Töchter der Stadt == * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer ==Partnerstädte == *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнські]] hrurmkyeprwlgu5vkfjmy1bpb3zcks5 1802457 1802456 2008-10-26T02:24:07Z w>Cäsium137Bot 0 Anpassung "Infobox Ort in Polen" 1802457 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen |Ort = Strzelce Krajeńskie |Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] |Woiwodschaft = Lebus |Powiat_link = Strzelecko-Drezdenecki |Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt = |OrtFläche = 4,94 |Breitengrad = 52 |Breitenminute = 53 |Breitensekunde = |Längengrad = 15 |Längenminute = 31 |Längensekunde = |Höhe = 72 |OrtEinwohner = 10.149 |OrtEinwDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007"> [http://www.stat.gov.pl/cps/rde/xbcr/gus/PUBL_ludnosc_stan_struktura_teryt_1pol_2007.pdf Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ - STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 30. Juni 2007] </ref> |Postleitzahl = 66-500 |Telefonvorwahl = 95 |KFZ-Kennzeichen = FSD |Wirtschaftszweige = |Straßen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Schienen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Flughafen = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] |GemeindeTyp = [[Stadt- und Landgemeinde]] |GemeindeGliederung = |GemeindeFläche = 318,57 |GemeindeEinwohner = 17.387 |GemeindeEinwDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007" /> |Bürgermeister = Tadeusz Feder |BürgermeisterArt = |BürgermeisterDatum = 2007 |AnschriftStraße = pl. Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} [[Bild:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Danzig]]. {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. == Söhne und Töchter der Stadt == * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer ==Partnerstädte == *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнські]] qok7jvs0jobsostrmq4x5t27necrq5p 1802458 1802457 2008-10-26T15:19:22Z w>Cäsium137Bot 0 Anpassung "Infobox Ort in Polen", Zweite Stufe 1802458 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen |Ort = Strzelce Krajeńskie |Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] |Woiwodschaft = Lebus |Powiat_link = Strzelecko-Drezdenecki |Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt = |OrtFläche = 4,94 |Breitengrad = 52 |Breitenminute = 53 |Breitensekunde = |Längengrad = 15 |Längenminute = 31 |Längensekunde = |Höhe = 72 |OrtEinwohner = 10.149 |OrtEinwDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007"> [http://www.stat.gov.pl/cps/rde/xbcr/gus/PUBL_ludnosc_stan_struktura_teryt_1pol_2007.pdf Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ - STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 30. Juni 2007] </ref> |Postleitzahl = 66-500 |Telefonvorwahl = 95 |KFZ-Kennzeichen = FSD |Wirtschaftszweige = |Straßen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Schienen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Flughafen = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] |GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde |GemeindeGliederung = |GemeindeFläche = 318,57 |GemeindeEinwohner = 17.387 |GemeindeEinwDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007" /> |Bürgermeister = Tadeusz Feder |BürgermeisterArt = |BürgermeisterDatum = 2007 |AnschriftStraße = pl. Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} [[Bild:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Danzig]]. {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. == Söhne und Töchter der Stadt == * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer ==Partnerstädte == *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнські]] ebg79k9eo2xdzz41a0rpiapx3ddmnud 1802459 1802458 2008-11-04T06:47:55Z w>Cäsium137Bot 0 Anpassung "Infobox Ort in Polen" Dritte Stufe 1802459 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen |Ort = Strzelce Krajeńskie |Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] |Woiwodschaft = Lebus |PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki |Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt = |OrtFläche = 4,94 |Breitengrad = 52 |Breitenminute = 53 |Breitensekunde = |Längengrad = 15 |Längenminute = 31 |Längensekunde = |Höhe = 72 |OrtEinwohner = 10.149 |OrtEinwDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007"> [http://www.stat.gov.pl/cps/rde/xbcr/gus/PUBL_ludnosc_stan_struktura_teryt_1pol_2007.pdf Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ - STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 30. Juni 2007] </ref> |Postleitzahl = 66-500 |Telefonvorwahl = 95 |KFZ-Kennzeichen = FSD |Wirtschaftszweige = |Straßen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Schienen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Flughafen = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] |GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde |GemeindeGliederung = |GemeindeFläche = 318,57 |GemeindeEinwohner = 17.387 |GemeindeEinwDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007" /> |Bürgermeister = Tadeusz Feder |BürgermeisterArt = |BürgermeisterDatum = 2007 |AnschriftStraße = pl. Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} [[Bild:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Danzig]]. {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. == Söhne und Töchter der Stadt == * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer ==Partnerstädte == *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнські]] 3bwvs61rpzhiw2ihpxvq2sgibevclpz 1802460 1802459 2008-12-23T11:31:56Z w>Nerenz 0 /* Söhne und Töchter der Stadt */ + [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] 1802460 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. 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Juni 2007] </ref> |Postleitzahl = 66-500 |Telefonvorwahl = 95 |KFZ-Kennzeichen = FSD |Wirtschaftszweige = |Straßen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Schienen = [[Berlin]]–[[Danzig]] |Flughafen = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] |GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde |GemeindeGliederung = |GemeindeFläche = 318,57 |GemeindeEinwohner = 17.387 |GemeindeEinwDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007" /> |Bürgermeister = Tadeusz Feder |BürgermeisterArt = |BürgermeisterDatum = 2007 |AnschriftStraße = pl. Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} [[Bild:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]]. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Danzig]]. {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} ==Geschichte== Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ==Sehenswürdigkeiten== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. == Söhne und Töchter der Stadt == * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer ==Partnerstädte == *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнські]] 28ismzs8j7jhzzwm9rka9p7s9imlsc2 1802461 1802460 2009-04-25T17:34:06Z 62.180.164.48 1802461 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen |Ort = Strzelce Krajeńskie |Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] |Woiwodschaft = Lebus |PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki |Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt = |OrtFläche = 4,94 |Breitengrad = 52 |Breitenminute = 53 |Breitensekunde = |Längengrad = 15 |Längenminute = 31 |Längensekunde = |Höhe = 72 |OrtEinwohner = 10.149 |OrtEinwDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007"> [http://www.stat.gov.pl/cps/rde/xbcr/gus/PUBL_ludnosc_stan_struktura_teryt_1pol_2007.pdf Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ - STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 30. Juni 2007] </ref> |Postleitzahl = 66-500 |Telefonvorwahl = 95 |KFZ-Kennzeichen = FSD |Wirtschaftszweige = |Straßen = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]–[[Grzetchotki]] und [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] |Schienen1 = [[Kostrzyn nad Odra]]–[[Tczew]] |Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie |Flughafen = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] |GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde |GemeindeGliederung = 22 Ortsteile ("Schulzenämter"), 36 Ortschaften |GemeindeFläche = 318,57 |GemeindeEinwohner = 17.387 |GemeindeEinwDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007" /> |Bürgermeister = Tadeusz Feder |BürgermeisterArt = |BürgermeisterDatum = 2007 |AnschriftStraße = pl. Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} [[Bild:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz der gleichnamigen [[Stadt- und Landgemeinde]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen''). ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Danzig]]. ==Stadt Strzelce Krajeńskie== ===Geschichte=== {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ===Sehenswürdigkeiten=== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. ===Söhne und Töchter der Stadt=== * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer ===Partnerstädte=== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Gmina Strzelce Krajeńskie== ===Allgemeines=== Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52% der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeindén sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.d. Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Strzelce Krajeńskie)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczenski)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczenski)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). ===Gemeindegliederung=== * '''Ortsteile''' (Schulzenämter): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). ===Verkehr=== ====Straßen==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ====Schienen==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt und wird an diese durch die PKP-Strecke 426 zum Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'' angebunden. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнські]] st98rf0zjul53d7eb8vyb001n6yrkyt 1802462 1802461 2009-06-09T10:06:10Z w>MorbZ-Bot 0 Bot: Füge Dateiinformationen hinzu 1802462 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen |Ort = Strzelce Krajeńskie |Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] |Woiwodschaft = Lebus |PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki |Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt = |OrtFläche = 4,94 |Breitengrad = 52 |Breitenminute = 53 |Breitensekunde = |Längengrad = 15 |Längenminute = 31 |Längensekunde = |Höhe = 72 |OrtEinwohner = 10.149 |OrtEinwDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007"> [http://www.stat.gov.pl/cps/rde/xbcr/gus/PUBL_ludnosc_stan_struktura_teryt_1pol_2007.pdf Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ - STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 30. 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Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} [[Bild:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz der gleichnamigen [[Stadt- und Landgemeinde]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen''). ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Danzig]]. ==Stadt Strzelce Krajeńskie== ===Geschichte=== {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ===Sehenswürdigkeiten=== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. ===Söhne und Töchter der Stadt=== * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer ===Partnerstädte=== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Gmina Strzelce Krajeńskie== ===Allgemeines=== Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52% der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeindén sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.d. Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Strzelce Krajeńskie)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczenski)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczenski)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). ===Gemeindegliederung=== * '''Ortsteile''' (Schulzenämter): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). ===Verkehr=== ====Straßen==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ====Schienen==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt und wird an diese durch die PKP-Strecke 426 zum Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'' angebunden. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнські]] 5idoet9jo6tj6deli8iy98d0czame4g 1802463 1802462 2009-07-15T15:16:36Z w>Global Fish 0 -kat, siehe [[Portal Diskussion:Pommern]] 1802463 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen |Ort = Strzelce Krajeńskie |Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] |Woiwodschaft = Lebus |PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki |Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt = |OrtFläche = 4,94 |Breitengrad = 52 |Breitenminute = 53 |Breitensekunde = |Längengrad = 15 |Längenminute = 31 |Längensekunde = |Höhe = 72 |OrtEinwohner = 10.149 |OrtEinwDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007"> [http://www.stat.gov.pl/cps/rde/xbcr/gus/PUBL_ludnosc_stan_struktura_teryt_1pol_2007.pdf Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ - STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 30. Juni 2007] </ref> |Postleitzahl = 66-500 |Telefonvorwahl = 95 |KFZ-Kennzeichen = FSD |Wirtschaftszweige = |Straßen = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]–[[Grzetchotki]] und [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] |Schienen1 = [[Kostrzyn nad Odra]]–[[Tczew]] |Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie |Flughafen = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] |GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde |GemeindeGliederung = 22 Ortsteile ("Schulzenämter"), 36 Ortschaften |GemeindeFläche = 318,57 |GemeindeEinwohner = 17.387 |GemeindeEinwDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007" /> |Bürgermeister = Tadeusz Feder |BürgermeisterArt = |BürgermeisterDatum = 2007 |AnschriftStraße = pl. Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} [[Bild:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz der gleichnamigen [[Stadt- und Landgemeinde]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen''). ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Danzig]]. ==Stadt Strzelce Krajeńskie== ===Geschichte=== {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ===Sehenswürdigkeiten=== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. ===Söhne und Töchter der Stadt=== * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer ===Partnerstädte=== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Gmina Strzelce Krajeńskie== ===Allgemeines=== Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52% der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeindén sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.d. Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Strzelce Krajeńskie)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczenski)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczenski)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). ===Gemeindegliederung=== * '''Ortsteile''' (Schulzenämter): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). ===Verkehr=== ====Straßen==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ====Schienen==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt und wird an diese durch die PKP-Strecke 426 zum Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'' angebunden. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнські]] 80alqqx4ea3rj042aunzijr91s3xv5b 1802464 1802463 2009-07-15T15:20:47Z w>Global Fish 0 Schienenverkehr korr. 1802464 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen |Ort = Strzelce Krajeńskie |Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] |Woiwodschaft = Lebus |PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki |Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt = |OrtFläche = 4,94 |Breitengrad = 52 |Breitenminute = 53 |Breitensekunde = |Längengrad = 15 |Längenminute = 31 |Längensekunde = |Höhe = 72 |OrtEinwohner = 10.149 |OrtEinwDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007"> [http://www.stat.gov.pl/cps/rde/xbcr/gus/PUBL_ludnosc_stan_struktura_teryt_1pol_2007.pdf Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ - STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 30. Juni 2007] </ref> |Postleitzahl = 66-500 |Telefonvorwahl = 95 |KFZ-Kennzeichen = FSD |Wirtschaftszweige = |Straßen = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]–[[Grzetchotki]] und [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] |Schienen1 = [[Kostrzyn nad Odra]]–[[Tczew]] |Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie |Flughafen = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] |GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde |GemeindeGliederung = 22 Ortsteile ("Schulzenämter"), 36 Ortschaften |GemeindeFläche = 318,57 |GemeindeEinwohner = 17.387 |GemeindeEinwDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007" /> |Bürgermeister = Tadeusz Feder |BürgermeisterArt = |BürgermeisterDatum = 2007 |AnschriftStraße = pl. Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} [[Bild:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz der gleichnamigen [[Stadt- und Landgemeinde]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen''). ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Danzig]]. ==Stadt Strzelce Krajeńskie== ===Geschichte=== {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ===Sehenswürdigkeiten=== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. ===Söhne und Töchter der Stadt=== * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer ===Partnerstädte=== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Gmina Strzelce Krajeńskie== ===Allgemeines=== Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52% der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeindén sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.d. Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Strzelce Krajeńskie)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczenski)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczenski)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). ===Gemeindegliederung=== * '''Ortsteile''' (Schulzenämter): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). ===Verkehr=== ====Straßen==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ====Schienen==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнські]] 9fb8k1dw75iytv5ktrxr5whdiot41c0 1802465 1802464 2009-07-18T16:20:25Z 149.225.54.227 K 1802465 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen |Ort = Strzelce Krajeńskie |Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] |Woiwodschaft = Lebus |PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki |Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt = |OrtFläche = 4,94 |Breitengrad = 52 |Breitenminute = 53 |Breitensekunde = |Längengrad = 15 |Längenminute = 31 |Längensekunde = |Höhe = 72 |OrtEinwohner = 10.149 |OrtEinwDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007"> [http://www.stat.gov.pl/cps/rde/xbcr/gus/PUBL_ludnosc_stan_struktura_teryt_1pol_2007.pdf Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ - STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 30. Juni 2007] </ref> |Postleitzahl = 66-500 |Telefonvorwahl = 95 |KFZ-Kennzeichen = FSD |Wirtschaftszweige = |Straßen = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]–[[Grzetchotki]] und [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] |Schienen1 = [[Kostrzyn nad Odra]]–[[Tczew]] |Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie |Flughafen = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] |GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde |GemeindeGliederung = 22 Ortsteile ("Schulzenämter"), 36 Ortschaften |GemeindeFläche = 318,57 |GemeindeEinwohner = 17.387 |GemeindeEinwDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007" /> |Bürgermeister = Tadeusz Feder |BürgermeisterArt = |BürgermeisterDatum = 2007 |AnschriftStraße = pl. Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} [[Bild:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz der gleichnamigen [[Stadt- und Landgemeinde]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen''). ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Danzig]]. ==Stadt Strzelce Krajeńskie== ===Geschichte=== {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ===Sehenswürdigkeiten=== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. ===Söhne und Töchter der Stadt=== * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer ===Partnerstädte=== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Gmina Strzelce Krajeńskie== ===Allgemeines=== Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52% der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeindén sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.d. Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczenski)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczenski)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). ===Gemeindegliederung=== * '''Ortsteile''' (Schulzenämter): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). ===Verkehr=== ====Straßen==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ====Schienen==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie: Ort in Pommern]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнські]] 0zjsyat7s1mnluscx7zd0hl9odw0dgy 1802466 1802465 2009-07-18T22:22:30Z w>Global Fish 0 Revert. Liegt nicht in Pommern in den Grenzen von 1937, siehe [[Portal:Diskussion Pommern]] 1802466 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen |Ort = Strzelce Krajeńskie |Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] |Woiwodschaft = Lebus |PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki |Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt = |OrtFläche = 4,94 |Breitengrad = 52 |Breitenminute = 53 |Breitensekunde = |Längengrad = 15 |Längenminute = 31 |Längensekunde = |Höhe = 72 |OrtEinwohner = 10.149 |OrtEinwDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007"> [http://www.stat.gov.pl/cps/rde/xbcr/gus/PUBL_ludnosc_stan_struktura_teryt_1pol_2007.pdf Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ - STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 30. Juni 2007] </ref> |Postleitzahl = 66-500 |Telefonvorwahl = 95 |KFZ-Kennzeichen = FSD |Wirtschaftszweige = |Straßen = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]–[[Grzetchotki]] und [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] |Schienen1 = [[Kostrzyn nad Odra]]–[[Tczew]] |Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie |Flughafen = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] |GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde |GemeindeGliederung = 22 Ortsteile ("Schulzenämter"), 36 Ortschaften |GemeindeFläche = 318,57 |GemeindeEinwohner = 17.387 |GemeindeEinwDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007" /> |Bürgermeister = Tadeusz Feder |BürgermeisterArt = |BürgermeisterDatum = 2007 |AnschriftStraße = pl. Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} [[Bild:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz der gleichnamigen [[Stadt- und Landgemeinde]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen''). ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Danzig]]. ==Stadt Strzelce Krajeńskie== ===Geschichte=== {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ===Sehenswürdigkeiten=== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. ===Söhne und Töchter der Stadt=== * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer ===Partnerstädte=== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Gmina Strzelce Krajeńskie== ===Allgemeines=== Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52% der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeindén sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.d. Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Strzelce Krajeńskie)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczenski)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczenski)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). ===Gemeindegliederung=== * '''Ortsteile''' (Schulzenämter): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). ===Verkehr=== ====Straßen==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ====Schienen==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнські]] 9fb8k1dw75iytv5ktrxr5whdiot41c0 1802467 1802466 2009-07-31T18:59:48Z 83.176.154.157 1802467 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen |Ort = Strzelce Krajeńskie |Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] |Woiwodschaft = Lebus |PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki |Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt = |OrtFläche = 4,94 |Breitengrad = 52 |Breitenminute = 53 |Breitensekunde = |Längengrad = 15 |Längenminute = 31 |Längensekunde = |Höhe = 72 |OrtEinwohner = 10.149 |OrtEinwDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007"> [http://www.stat.gov.pl/cps/rde/xbcr/gus/PUBL_ludnosc_stan_struktura_teryt_1pol_2007.pdf Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ - STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 30. Juni 2007] </ref> |Postleitzahl = 66-500 |Telefonvorwahl = 95 |KFZ-Kennzeichen = FSD |Wirtschaftszweige = |Straßen = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]–[[Grzetchotki]] und [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] |Schienen1 = [[Kostrzyn nad Odra]]–[[Tczew]] |Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie |Flughafen = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] |GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde |Schulzenämter= 22 |Ortschaften = 36 |GemeindeFläche = 318,57 |GemeindeEinwohner = 17.387 |GemeindeEinwDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007" /> |Bürgermeister = Tadeusz Feder |BürgermeisterArt = |BürgermeisterDatum = 2007 |AnschriftStraße = pl. Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} [[Bild:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz der gleichnamigen [[Stadt- und Landgemeinde]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen''). ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die Fernverkehrsstraße 22 in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Danzig]]. ==Stadt Strzelce Krajeńskie (''Friedeberg (Neumark)'')== ===Geschichte=== {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ===Sehenswürdigkeiten=== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. ===Söhne und Töchter der Stadt=== * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer ===Partnerstädte=== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Gmina Strzelce Krajeńskie== ===Allgemeines=== Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52% der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeindén sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.d. Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). ===Gemeindegliederung=== * '''Ortsteile''' (Schulzenämter): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). ===Verkehr=== ====Straßen==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ====Schienen==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнські]] cmv1glt8o0pgu5jpcdgk5nqlmc37vkv 1802468 1802467 2009-11-06T14:44:52Z 83.176.154.144 1802468 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen |Ort = Strzelce Krajeńskie |Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] |Woiwodschaft = Lebus |PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki |Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt = |OrtFläche = 4,94 |Breitengrad = 52 |Breitenminute = 53 |Breitensekunde = |Längengrad = 15 |Längenminute = 31 |Längensekunde = |Höhe = 72 |OrtEinwohner = 10.149 |OrtEinwDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007"> [http://www.stat.gov.pl/cps/rde/xbcr/gus/PUBL_ludnosc_stan_struktura_teryt_1pol_2007.pdf Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ - STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 30. 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Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} [[Bild:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz der gleichnamigen [[Stadt- und Landgemeinde]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen''). ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die [[Droga krajowa 22|Fernverkehrsstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'') (–[[Danzig]]). ==Stadt Strzelce Krajeńskie (''Friedeberg (Neumark)'')== ===Geschichte=== {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ===Sehenswürdigkeiten=== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. ===Söhne und Töchter der Stadt=== * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer ===Partnerstädte=== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Gmina Strzelce Krajeńskie== ===Allgemeines=== Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52% der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeindén sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.d. Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). ===Gemeindegliederung=== * '''Ortsteile''' (Schulzenämter): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). ===Verkehr=== ====Straßen==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ====Schienen==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнські]] h6j0ejmcywg9i4gxyr3b21o3x5o5uqi 1802469 1802468 2009-12-18T12:19:48Z w>Tiem Borussia 73 0 /* Allgemeines */ wikilink 1802469 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen |Ort = Strzelce Krajeńskie |Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] |Woiwodschaft = Lebus |PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki |Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt = |OrtFläche = 4,94 |Breitengrad = 52 |Breitenminute = 53 |Breitensekunde = |Längengrad = 15 |Längenminute = 31 |Längensekunde = |Höhe = 72 |OrtEinwohner = 10.149 |OrtEinwDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007"> [http://www.stat.gov.pl/cps/rde/xbcr/gus/PUBL_ludnosc_stan_struktura_teryt_1pol_2007.pdf Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ - STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 30. Juni 2007] </ref> |Postleitzahl = 66-500 |Telefonvorwahl = 95 |KFZ-Kennzeichen = FSD |Wirtschaftszweige = |Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] |Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] |Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] |Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie |Flughafen = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] |GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde |Schulzenämter= 22 |Ortschaften = 36 |GemeindeFläche = 318,57 |GemeindeEinwohner = 17.387 |GemeindeEinwDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007" /> |Bürgermeister = Tadeusz Feder |BürgermeisterArt = |BürgermeisterDatum = 2007 |AnschriftStraße = pl. Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} [[Bild:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz der gleichnamigen [[Stadt- und Landgemeinde]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen''). ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die [[Droga krajowa 22|Fernverkehrsstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'') (–[[Danzig]]). ==Stadt Strzelce Krajeńskie (''Friedeberg (Neumark)'')== ===Geschichte=== {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ===Sehenswürdigkeiten=== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. ===Söhne und Töchter der Stadt=== * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer ===Partnerstädte=== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Gmina Strzelce Krajeńskie== ===Allgemeines=== Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52% der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Kłodawa (Lebus)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.d. Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). ===Gemeindegliederung=== * '''Ortsteile''' (Schulzenämter): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). ===Verkehr=== ====Straßen==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ====Schienen==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнські]] q95nluw3l3jpkgq9ubdp5ph2ed4apa6 1802470 1802469 2010-02-23T14:49:04Z w>EdgarvonSchleck 0 /* Söhne und Töchter der Stadt */ 1802470 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen |Ort = Strzelce Krajeńskie |Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] |Woiwodschaft = Lebus |PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki |Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt = |OrtFläche = 4,94 |Breitengrad = 52 |Breitenminute = 53 |Breitensekunde = |Längengrad = 15 |Längenminute = 31 |Längensekunde = |Höhe = 72 |OrtEinwohner = 10.149 |OrtEinwDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007"> [http://www.stat.gov.pl/cps/rde/xbcr/gus/PUBL_ludnosc_stan_struktura_teryt_1pol_2007.pdf Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ - STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 30. Juni 2007] </ref> |Postleitzahl = 66-500 |Telefonvorwahl = 95 |KFZ-Kennzeichen = FSD |Wirtschaftszweige = |Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] |Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] |Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] |Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie |Flughafen = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] |GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde |Schulzenämter= 22 |Ortschaften = 36 |GemeindeFläche = 318,57 |GemeindeEinwohner = 17.387 |GemeindeEinwDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007" /> |Bürgermeister = Tadeusz Feder |BürgermeisterArt = |BürgermeisterDatum = 2007 |AnschriftStraße = pl. Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} [[Bild:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz der gleichnamigen [[Stadt- und Landgemeinde]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen''). ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die [[Droga krajowa 22|Fernverkehrsstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'') (–[[Danzig]]). ==Stadt Strzelce Krajeńskie (''Friedeberg (Neumark)'')== ===Geschichte=== {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ===Sehenswürdigkeiten=== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. ===Söhne und Töchter der Stadt=== * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer ===Partnerstädte=== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Gmina Strzelce Krajeńskie== ===Allgemeines=== Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52% der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Kłodawa (Lebus)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.d. Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). ===Gemeindegliederung=== * '''Ortsteile''' (Schulzenämter): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). ===Verkehr=== ====Straßen==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ====Schienen==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнські]] mgdysla6f9tcmkdax8blsh6t77onpxz 1802471 1802470 2010-08-05T09:55:10Z w>ArthurBot 0 Bot: Ergänze: [[war:Strzelce Krajeńskie]] 1802471 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen |Ort = Strzelce Krajeńskie |Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] |Woiwodschaft = Lebus |PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki |Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt = |OrtFläche = 4,94 |Breitengrad = 52 |Breitenminute = 53 |Breitensekunde = |Längengrad = 15 |Längenminute = 31 |Längensekunde = |Höhe = 72 |OrtEinwohner = 10.149 |OrtEinwDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007"> [http://www.stat.gov.pl/cps/rde/xbcr/gus/PUBL_ludnosc_stan_struktura_teryt_1pol_2007.pdf Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ - STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 30. Juni 2007] </ref> |Postleitzahl = 66-500 |Telefonvorwahl = 95 |KFZ-Kennzeichen = FSD |Wirtschaftszweige = |Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] |Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] |Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] |Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie |Flughafen = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] |GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde |Schulzenämter= 22 |Ortschaften = 36 |GemeindeFläche = 318,57 |GemeindeEinwohner = 17.387 |GemeindeEinwDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007" /> |Bürgermeister = Tadeusz Feder |BürgermeisterArt = |BürgermeisterDatum = 2007 |AnschriftStraße = pl. Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} [[Bild:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz der gleichnamigen [[Stadt- und Landgemeinde]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen''). ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die [[Droga krajowa 22|Fernverkehrsstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'') (–[[Danzig]]). ==Stadt Strzelce Krajeńskie (''Friedeberg (Neumark)'')== ===Geschichte=== {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ===Sehenswürdigkeiten=== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. ===Söhne und Töchter der Stadt=== * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer ===Partnerstädte=== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Gmina Strzelce Krajeńskie== ===Allgemeines=== Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52% der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Kłodawa (Lebus)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.d. Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). ===Gemeindegliederung=== * '''Ortsteile''' (Schulzenämter): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). ===Verkehr=== ====Straßen==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ====Schienen==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнські]] [[war:Strzelce Krajeńskie]] c0av6nquuujobcqhd9q5js5gethppsb 1802472 1802471 2010-08-05T14:50:26Z 92.77.158.246 /* Geografische Lage */ 1802472 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen |Ort = Strzelce Krajeńskie |Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] |Woiwodschaft = Lebus |PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki |Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt = |OrtFläche = 4,94 |Breitengrad = 52 |Breitenminute = 53 |Breitensekunde = |Längengrad = 15 |Längenminute = 31 |Längensekunde = |Höhe = 72 |OrtEinwohner = 10.149 |OrtEinwDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007"> [http://www.stat.gov.pl/cps/rde/xbcr/gus/PUBL_ludnosc_stan_struktura_teryt_1pol_2007.pdf Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ - STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 30. 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Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} [[Bild:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz der gleichnamigen [[Stadt- und Landgemeinde]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen''). ==Geografische Lage== Friedeberg liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die [[Droga krajowa 22|Fernverkehrsstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'') (–[[Danzig]]). ==Stadt Strzelce Krajeńskie (''Friedeberg (Neumark)'')== ===Geschichte=== {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ===Sehenswürdigkeiten=== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. ===Söhne und Töchter der Stadt=== * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer ===Partnerstädte=== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Gmina Strzelce Krajeńskie== ===Allgemeines=== Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52% der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Kłodawa (Lebus)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.d. Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). ===Gemeindegliederung=== * '''Ortsteile''' (Schulzenämter): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). ===Verkehr=== ====Straßen==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ====Schienen==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнські]] [[war:Strzelce Krajeńskie]] ggmxi4h5aswaxfffgby390vwrsivfaj 1802473 1802472 2010-08-05T15:12:31Z w>Sicherlich 0 Änderungen von [[Special:Contributions/92.77.158.246|92.77.158.246]] ([[User talk:92.77.158.246|Diskussion]]) rückgängig gemacht und letzte Version von [[User:ArthurBot|ArthurBot]] wiederhergestellt 1802473 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen |Ort = Strzelce Krajeńskie |Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] |Woiwodschaft = Lebus |PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki |Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt = |OrtFläche = 4,94 |Breitengrad = 52 |Breitenminute = 53 |Breitensekunde = |Längengrad = 15 |Längenminute = 31 |Längensekunde = |Höhe = 72 |OrtEinwohner = 10.149 |OrtEinwDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007"> [http://www.stat.gov.pl/cps/rde/xbcr/gus/PUBL_ludnosc_stan_struktura_teryt_1pol_2007.pdf Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ - STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 30. Juni 2007] </ref> |Postleitzahl = 66-500 |Telefonvorwahl = 95 |KFZ-Kennzeichen = FSD |Wirtschaftszweige = |Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] |Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] |Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] |Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie |Flughafen = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] |GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde |Schulzenämter= 22 |Ortschaften = 36 |GemeindeFläche = 318,57 |GemeindeEinwohner = 17.387 |GemeindeEinwDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007" /> |Bürgermeister = Tadeusz Feder |BürgermeisterArt = |BürgermeisterDatum = 2007 |AnschriftStraße = pl. Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} [[Bild:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz der gleichnamigen [[Stadt- und Landgemeinde]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen''). ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die [[Droga krajowa 22|Fernverkehrsstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'') (–[[Danzig]]). ==Stadt Strzelce Krajeńskie (''Friedeberg (Neumark)'')== ===Geschichte=== {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz Grenzmark aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ===Sehenswürdigkeiten=== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. ===Söhne und Töchter der Stadt=== * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer ===Partnerstädte=== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Gmina Strzelce Krajeńskie== ===Allgemeines=== Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52% der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Kłodawa (Lebus)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.d. Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). ===Gemeindegliederung=== * '''Ortsteile''' (Schulzenämter): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). ===Verkehr=== ====Straßen==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ====Schienen==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнські]] [[war:Strzelce Krajeńskie]] c0av6nquuujobcqhd9q5js5gethppsb 1802474 1802473 2010-08-09T08:06:16Z 80.142.163.173 /* Geschichte */ +wikilinks - staatliche Verwaltungsstruktur erklärt sich nicht von alleine 1802474 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen |Ort = Strzelce Krajeńskie |Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] |Woiwodschaft = Lebus |PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki |Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt = |OrtFläche = 4,94 |Breitengrad = 52 |Breitenminute = 53 |Breitensekunde = |Längengrad = 15 |Längenminute = 31 |Längensekunde = |Höhe = 72 |OrtEinwohner = 10.149 |OrtEinwDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007"> [http://www.stat.gov.pl/cps/rde/xbcr/gus/PUBL_ludnosc_stan_struktura_teryt_1pol_2007.pdf Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ - STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 30. Juni 2007] </ref> |Postleitzahl = 66-500 |Telefonvorwahl = 95 |KFZ-Kennzeichen = FSD |Wirtschaftszweige = |Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] |Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] |Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] |Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie |Flughafen = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] |GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde |Schulzenämter= 22 |Ortschaften = 36 |GemeindeFläche = 318,57 |GemeindeEinwohner = 17.387 |GemeindeEinwDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007" /> |Bürgermeister = Tadeusz Feder |BürgermeisterArt = |BürgermeisterDatum = 2007 |AnschriftStraße = pl. Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} [[Bild:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz der gleichnamigen [[Stadt- und Landgemeinde]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen''). ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die [[Droga krajowa 22|Fernverkehrsstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'') (–[[Danzig]]). ==Stadt Strzelce Krajeńskie (''Friedeberg (Neumark)'')== ===Geschichte=== {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor dessen Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ===Sehenswürdigkeiten=== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. ===Söhne und Töchter der Stadt=== * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer ===Partnerstädte=== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Gmina Strzelce Krajeńskie== ===Allgemeines=== Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52% der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Kłodawa (Lebus)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.d. Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). ===Gemeindegliederung=== * '''Ortsteile''' (Schulzenämter): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). ===Verkehr=== ====Straßen==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ====Schienen==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнські]] [[war:Strzelce Krajeńskie]] 1c68yoxndzjic2v8dqasuykqsawvee6 1802475 1802474 2011-02-19T15:33:52Z w>Jürgen Klatt 0 /* Geschichte */ 1802475 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen |Ort = Strzelce Krajeńskie |Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] |Woiwodschaft = Lebus |PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki |Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt = |OrtFläche = 4,94 |Breitengrad = 52 |Breitenminute = 53 |Breitensekunde = |Längengrad = 15 |Längenminute = 31 |Längensekunde = |Höhe = 72 |OrtEinwohner = 10.149 |OrtEinwDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007"> [http://www.stat.gov.pl/cps/rde/xbcr/gus/PUBL_ludnosc_stan_struktura_teryt_1pol_2007.pdf Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ - STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 30. Juni 2007] </ref> |Postleitzahl = 66-500 |Telefonvorwahl = 95 |KFZ-Kennzeichen = FSD |Wirtschaftszweige = |Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] |Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] |Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] |Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie |Flughafen = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] |GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde |Schulzenämter= 22 |Ortschaften = 36 |GemeindeFläche = 318,57 |GemeindeEinwohner = 17.387 |GemeindeEinwDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007" /> |Bürgermeister = Tadeusz Feder |BürgermeisterArt = |BürgermeisterDatum = 2007 |AnschriftStraße = pl. Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} [[Bild:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz der gleichnamigen [[Stadt- und Landgemeinde]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen''). ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die [[Droga krajowa 22|Fernverkehrsstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'') (–[[Danzig]]). ==Stadt Strzelce Krajeńskie (''Friedeberg (Neumark)'')== ===Geschichte=== {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor deren Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. [[Benutzer:Jürgen Klatt|Jürgen Klatt]] 16:33, 19. Feb. 2011 (CET) Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ===Sehenswürdigkeiten=== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. ===Söhne und Töchter der Stadt=== * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer ===Partnerstädte=== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Gmina Strzelce Krajeńskie== ===Allgemeines=== Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52% der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Kłodawa (Lebus)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.d. Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). ===Gemeindegliederung=== * '''Ortsteile''' (Schulzenämter): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). ===Verkehr=== ====Straßen==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ====Schienen==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнські]] [[war:Strzelce Krajeńskie]] eyuqmxcjzvu4gcvuq7fay569s0ho62s 1802476 1802475 2011-02-19T15:35:09Z w>Sicherlich 0 1802476 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen |Ort = Strzelce Krajeńskie |Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] |Woiwodschaft = Lebus |PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki |Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko |kreisfreieStadt = |OrtFläche = 4,94 |Breitengrad = 52 |Breitenminute = 53 |Breitensekunde = |Längengrad = 15 |Längenminute = 31 |Längensekunde = |Höhe = 72 |OrtEinwohner = 10.149 |OrtEinwDatum = 30. Juni 2007<ref name="GUS2007"> [http://www.stat.gov.pl/cps/rde/xbcr/gus/PUBL_ludnosc_stan_struktura_teryt_1pol_2007.pdf Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ - STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 30. 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Wolności 48 |AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie |Webpräsenz = www.strzelce.pl |TERYT = 4081006044 }} [[Bild:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz der gleichnamigen [[Stadt- und Landgemeinde]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen''). ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die [[Droga krajowa 22|Fernverkehrsstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'') (–[[Danzig]]). ==Stadt Strzelce Krajeńskie (''Friedeberg (Neumark)'')== ===Geschichte=== {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor deren Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ===Sehenswürdigkeiten=== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. ===Söhne und Töchter der Stadt=== * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer ===Partnerstädte=== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Gmina Strzelce Krajeńskie== ===Allgemeines=== Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52% der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Kłodawa (Lebus)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.d. Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). ===Gemeindegliederung=== * '''Ortsteile''' (Schulzenämter): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). ===Verkehr=== ====Straßen==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ====Schienen==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнські]] [[war:Strzelce Krajeńskie]] pr0uuzw62b4xxam9u3ugqtc526a4lyx 1802477 1802476 2011-02-27T10:49:02Z w>CactusBot 0 Bot: Parameterwerte der [[Vorlage:Infobox Ort in Polen]] angepasst 1802477 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Tadeusz Feder | BürgermeisterArt = | BürgermeisterDatum = 2007 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl | kreisfreieStadt = }} [[Bild:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine polnische Kleinstadt in der [[Woiwodschaft Lebus]] und Sitz der gleichnamigen [[Stadt- und Landgemeinde]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki|Kreises Strzelce Krajeńskie-Drezdenko]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen''). ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die [[Droga krajowa 22|Fernverkehrsstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'') (–[[Danzig]]). ==Stadt Strzelce Krajeńskie (''Friedeberg (Neumark)'')== ===Geschichte=== {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor deren Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ===Sehenswürdigkeiten=== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. ===Söhne und Töchter der Stadt=== * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer ===Partnerstädte=== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Gmina Strzelce Krajeńskie== ===Allgemeines=== Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52% der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Kłodawa (Lebus)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.d. Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). ===Gemeindegliederung=== * '''Ortsteile''' (Schulzenämter): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). ===Verkehr=== ====Straßen==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ====Schienen==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнські]] [[war:Strzelce Krajeńskie]] 4egadgn782bo12whqum90cy4in2m5tl 1802478 1802477 2011-03-02T18:59:41Z w>Georg0431 0 Um die Gemeinde mit abzudecken 1802478 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Tadeusz Feder | BürgermeisterArt = | BürgermeisterDatum = 2007 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl | kreisfreieStadt = }} [[Bild:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt und eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]] in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die [[Droga krajowa 22|Fernverkehrsstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'') (–[[Danzig]]). ==Stadt Strzelce Krajeńskie (''Friedeberg (Neumark)'')== ===Geschichte=== {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor deren Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ===Sehenswürdigkeiten=== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. ===Söhne und Töchter der Stadt=== * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer ===Partnerstädte=== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Gmina Strzelce Krajeńskie== ===Allgemeines=== Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52% der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Kłodawa (Lebus)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.d. Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). ===Gemeindegliederung=== * '''Ortsteile''' (Schulzenämter): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). ===Verkehr=== ====Straßen==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ====Schienen==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнські]] [[war:Strzelce Krajeńskie]] i9q24ucjjlytl1o30pz2hsdealp2rno 1802479 1802478 2011-03-07T17:26:48Z w>Georg0431 0 /* Allgemeines */ Link 1802479 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Tadeusz Feder | BürgermeisterArt = | BürgermeisterDatum = 2007 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl | kreisfreieStadt = }} [[Bild:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt und eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]] in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die [[Droga krajowa 22|Fernverkehrsstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'') (–[[Danzig]]). ==Stadt Strzelce Krajeńskie (''Friedeberg (Neumark)'')== ===Geschichte=== {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor deren Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ===Sehenswürdigkeiten=== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. ===Söhne und Töchter der Stadt=== * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer ===Partnerstädte=== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Gmina Strzelce Krajeńskie== ===Allgemeines=== Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52% der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.d. Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). ===Gemeindegliederung=== * '''Ortsteile''' (Schulzenämter): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). ===Verkehr=== ====Straßen==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ====Schienen==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнські]] [[war:Strzelce Krajeńskie]] 5fk52xbb35nb14v3cffk1idh7dcitki 1802480 1802479 2011-03-20T10:19:59Z w>Georg0431 0 Formulierung 1802480 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Tadeusz Feder | BürgermeisterArt = | BürgermeisterDatum = 2007 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl | kreisfreieStadt = }} [[Bild:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die [[Droga krajowa 22|Fernverkehrsstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'') (–[[Danzig]]). ==Stadt Strzelce Krajeńskie (''Friedeberg (Neumark)'')== ===Geschichte=== {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor deren Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ===Sehenswürdigkeiten=== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. ===Söhne und Töchter der Stadt=== * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer ===Partnerstädte=== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Gmina Strzelce Krajeńskie== ===Allgemeines=== Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52% der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.d. Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). ===Gemeindegliederung=== * '''Ortsteile''' (Schulzenämter): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). ===Verkehr=== ====Straßen==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ====Schienen==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнські]] [[war:Strzelce Krajeńskie]] e4fadhzldbolv6sdbz37m7qeckb1ysx 1802481 1802480 2011-05-10T19:02:40Z w>Aka 0 1802481 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Tadeusz Feder | BürgermeisterArt = | BürgermeisterDatum = 2007 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl | kreisfreieStadt = }} [[Bild:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die [[Droga krajowa 22|Fernverkehrsstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'') (–[[Danzig]]). ==Stadt Strzelce Krajeńskie (''Friedeberg (Neumark)'')== ===Geschichte=== {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor deren Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ===Sehenswürdigkeiten=== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. ===Söhne und Töchter der Stadt=== * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer ===Partnerstädte=== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Gmina Strzelce Krajeńskie== ===Allgemeines=== Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52% der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.d. Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). ===Gemeindegliederung=== * '''Ortsteile''' (Schulzenämter): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). ===Verkehr=== ====Straßen==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ====Schienen==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнські]] [[war:Strzelce Krajeńskie]] 9ujg3lddsccawdme2w3q8po6gbg4x1w 1802482 1802481 2011-05-12T07:36:46Z 87.139.105.124 Ergänzung Söhne und Töchter um Ludwig Noster 1802482 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Tadeusz Feder | BürgermeisterArt = | BürgermeisterDatum = 2007 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl | kreisfreieStadt = }} [[Bild:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die [[Droga krajowa 22|Fernverkehrsstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'') (–[[Danzig]]). ==Stadt Strzelce Krajeńskie (''Friedeberg (Neumark)'')== ===Geschichte=== {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor deren Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ===Sehenswürdigkeiten=== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. ===Söhne und Töchter der Stadt=== * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer * [[Ludwig Noster]] (1859-1910), deutscher Hofportrait- und Genremaler ===Partnerstädte=== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Gmina Strzelce Krajeńskie== ===Allgemeines=== Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52% der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.d. Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). ===Gemeindegliederung=== * '''Ortsteile''' (Schulzenämter): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). ===Verkehr=== ====Straßen==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ====Schienen==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнські]] [[war:Strzelce Krajeńskie]] e5s7gcon6xdvjv50h2lsiyl5c1fmxm4 1802483 1802482 2011-05-14T08:22:22Z w>Turpit 0 /* Söhne und Töchter der Stadt */ Neuzugang chronologisch eingeordnet 1802483 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Bild:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Tadeusz Feder | BürgermeisterArt = | BürgermeisterDatum = 2007 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl | kreisfreieStadt = }} [[Bild:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. ==Geografische Lage== Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die [[Droga krajowa 22|Fernverkehrsstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'') (–[[Danzig]]). ==Stadt Strzelce Krajeńskie (''Friedeberg (Neumark)'')== ===Geschichte=== {| |[[bild:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor deren Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. ===Sehenswürdigkeiten=== Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. ===Söhne und Töchter der Stadt=== * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofportrait- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer ===Partnerstädte=== *[[Angermünde]] *[[Tornesch]] ==Gmina Strzelce Krajeńskie== ===Allgemeines=== Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52% der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.d. Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). ===Gemeindegliederung=== * '''Ortsteile''' (Schulzenämter): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). ===Verkehr=== ====Straßen==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ====Schienen==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). ==Weblinks== * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнські]] [[war:Strzelce Krajeńskie]] j3emutbg5kqzzpxmud3pni3h3byxpkb 1802484 1802483 2011-05-22T05:02:49Z w>HRoestBot 0 r2.6.5) (Bot: Ergänze: [[csb:Strzelcé]]; kosmetische Änderungen 1802484 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Tadeusz Feder | BürgermeisterArt = | BürgermeisterDatum = 2007 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl | kreisfreieStadt = }} [[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geografische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die [[Droga krajowa 22|Fernverkehrsstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'') (–[[Danzig]]). == Stadt Strzelce Krajeńskie (''Friedeberg (Neumark)'') == === Geschichte === {| |[[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor deren Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. === Sehenswürdigkeiten === Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofportrait- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52% der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.d. Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' (Schulzenämter): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[csb:Strzelcé]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнські]] [[war:Strzelce Krajeńskie]] j8iqa0mnirtgw7pwb20kkl5a7qhezs9 1802485 1802484 2011-08-05T23:18:58Z w>Luckas-bot 0 r2.7.1) (Bot: Ergänze: [[lv:Stšelce Krajeņske]] 1802485 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Tadeusz Feder | BürgermeisterArt = | BürgermeisterDatum = 2007 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl | kreisfreieStadt = }} [[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geografische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die [[Droga krajowa 22|Fernverkehrsstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'') (–[[Danzig]]). == Stadt Strzelce Krajeńskie (''Friedeberg (Neumark)'') == === Geschichte === {| |[[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor deren Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. === Sehenswürdigkeiten === Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofportrait- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52% der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.d. Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' (Schulzenämter): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[csb:Strzelcé]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[lv:Stšelce Krajeņske]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнські]] [[war:Strzelce Krajeńskie]] f63rygtgoji8rndhdnpllye8k3ly0fz 1802486 1802485 2011-10-31T14:33:03Z w>Sökaren 0 /* Geschichte */ (polnische Namensherkunft) 1802486 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Tadeusz Feder | BürgermeisterArt = | BürgermeisterDatum = 2007 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl | kreisfreieStadt = }} [[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geografische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die [[Droga krajowa 22|Fernverkehrsstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'') (–[[Danzig]]). == Stadt Strzelce Krajeńskie (''Friedeberg (Neumark)'') == === Geschichte === {| |[[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor deren Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet. === Sehenswürdigkeiten === Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofportrait- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52% der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.d. Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' (Schulzenämter): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[csb:Strzelcé]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[lv:Stšelce Krajeņske]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнські]] [[war:Strzelce Krajeńskie]] dxcrdsdedktfx57hrk0457nv8hb4nal 1802487 1802486 2011-10-31T14:47:37Z w>Sicherlich 0 revert; das kann gut sein aber es fehlt eine Quelle für diese Behauptung ([[WP:Q]]) 1802487 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Tadeusz Feder | BürgermeisterArt = | BürgermeisterDatum = 2007 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl | kreisfreieStadt = }} [[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geografische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die [[Droga krajowa 22|Fernverkehrsstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'') (–[[Danzig]]). == Stadt Strzelce Krajeńskie (''Friedeberg (Neumark)'') == === Geschichte === {| |[[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor deren Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. === Sehenswürdigkeiten === Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofportrait- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52% der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.d. Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' (Schulzenämter): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[csb:Strzelcé]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[lv:Stšelce Krajeņske]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнські]] [[war:Strzelce Krajeńskie]] f63rygtgoji8rndhdnpllye8k3ly0fz 1802488 1802487 2011-10-31T15:03:41Z w>Sökaren 0 rev rev: hier bitte 1802488 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Tadeusz Feder | BürgermeisterArt = | BürgermeisterDatum = 2007 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl | kreisfreieStadt = }} [[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geografische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die [[Droga krajowa 22|Fernverkehrsstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'') (–[[Danzig]]). == Stadt Strzelce Krajeńskie (''Friedeberg (Neumark)'') == === Geschichte === {| |[[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor deren Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet. <ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofportrait- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52% der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.d. Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' (Schulzenämter): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[csb:Strzelcé]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[lv:Stšelce Krajeņske]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнські]] [[war:Strzelce Krajeńskie]] l2w2zv635blaf1dy9hfcevji8hweu79 1802489 1802488 2011-10-31T18:59:32Z w>Aka 0 zu großen Zeilenabstand entfernt 1802489 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Tadeusz Feder | BürgermeisterArt = | BürgermeisterDatum = 2007 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl | kreisfreieStadt = }} [[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geografische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Hohenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die [[Droga krajowa 22|Fernverkehrsstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'') (–[[Danzig]]). == Stadt Strzelce Krajeńskie (''Friedeberg (Neumark)'') == === Geschichte === {| |[[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor deren Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet. <ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofportrait- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52% der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.d. Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' (Schulzenämter): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[csb:Strzelcé]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[lv:Stšelce Krajeņske]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнські]] [[war:Strzelce Krajeńskie]] h2by3jt2b5ge7fsi9rds8zizbceiyyi 1802490 1802489 2011-11-14T09:34:56Z 81.209.187.118 /* Geografische Lage */ 1802490 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelce Krajeńskie-Drezdenko | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Tadeusz Feder | BürgermeisterArt = | BürgermeisterDatum = 2007 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl | kreisfreieStadt = }} [[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geografische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die [[Droga krajowa 22|Fernverkehrsstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'') (–[[Danzig]]). == Stadt Strzelce Krajeńskie (''Friedeberg (Neumark)'') == === Geschichte === {| |[[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor deren Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet. <ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofportrait- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52% der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.d. Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' (Schulzenämter): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[csb:Strzelcé]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[lv:Stšelce Krajeņske]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнські]] [[war:Strzelce Krajeńskie]] lw7gtmx9kd1cc9k7a5tn21cbjl5ra1b 1802491 1802490 2011-12-14T15:39:31Z w>Sökaren 0 korr. poln. Powiat-Name 1802491 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Tadeusz Feder | BürgermeisterArt = | BürgermeisterDatum = 2007 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl | kreisfreieStadt = }} [[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geografische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt im Osten der Woiwodschaft Lebus zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die [[Droga krajowa 22|Fernverkehrsstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'') (–[[Danzig]]). == Stadt Strzelce Krajeńskie (''Friedeberg (Neumark)'') == === Geschichte === {| |[[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor deren Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet. <ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofportrait- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52% der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.d. Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' (Schulzenämter): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[csb:Strzelcé]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[lv:Stšelce Krajeņske]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнські]] [[war:Strzelce Krajeńskie]] 988e0vhgrac4olqoxt8wyvhkyp6lave 1802492 1802491 2012-01-05T14:51:46Z w>Herzog von Pommern 0 & Verkehrsanbindung 1802492 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Tadeusz Feder | BürgermeisterArt = | BürgermeisterDatum = 2007 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl | kreisfreieStadt = }} [[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage und Verkehrsanbindung == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die [[Droga krajowa 22|Fernverkehrsstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'') (–[[Danzig]]). == Stadt Strzelce Krajeńskie (''Friedeberg (Neumark)'') == === Geschichte === {| |[[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor deren Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet. <ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofportrait- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52% der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.d. Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' (Schulzenämter): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[csb:Strzelcé]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[lv:Stšelce Krajeņske]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнські]] [[war:Strzelce Krajeńskie]] nf3cguvqogf51iygbzmbh9e96mr2vca 1802493 1802492 2012-03-20T23:08:38Z w>Århus 0 [[WP:HC|HC]]: Ergänze [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] 1802493 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Tadeusz Feder | BürgermeisterArt = | BürgermeisterDatum = 2007 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl | kreisfreieStadt = }} [[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage und Verkehrsanbindung == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die [[Droga krajowa 22|Fernverkehrsstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'') (–[[Danzig]]). == Stadt Strzelce Krajeńskie (''Friedeberg (Neumark)'') == === Geschichte === {| |[[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor deren Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet. <ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofportrait- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52% der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.d. Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' (Schulzenämter): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] [[csb:Strzelcé]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[lv:Stšelce Krajeņske]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнські]] [[war:Strzelce Krajeńskie]] 5t82gc7lc0vr2jt3oywl5mdin35w216 1802494 1802493 2012-05-14T00:26:09Z w>EmausBot 0 r2.7.3) (Bot: Ergänze: [[vi:Strzelce Krajeńskie]] 1802494 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Tadeusz Feder | BürgermeisterArt = | BürgermeisterDatum = 2007 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl | kreisfreieStadt = }} [[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage und Verkehrsanbindung == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die [[Droga krajowa 22|Fernverkehrsstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'') (–[[Danzig]]). == Stadt Strzelce Krajeńskie (''Friedeberg (Neumark)'') == === Geschichte === {| |[[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor deren Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet. <ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofportrait- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52% der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.d. Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' (Schulzenämter): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] [[csb:Strzelcé]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[lv:Stšelce Krajeņske]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнські]] [[vi:Strzelce Krajeńskie]] [[war:Strzelce Krajeńskie]] 9lbeqgpq0o7evdi7n4u81vq5529svay 1802495 1802494 2012-05-18T16:57:51Z w>Aka 0 Leerzeichen vor Prozentzeichen eingefügt 1802495 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Tadeusz Feder | BürgermeisterArt = | BürgermeisterDatum = 2007 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl | kreisfreieStadt = }} [[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage und Verkehrsanbindung == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die [[Droga krajowa 22|Fernverkehrsstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'') (–[[Danzig]]). == Stadt Strzelce Krajeńskie (''Friedeberg (Neumark)'') == === Geschichte === {| |[[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor deren Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet. <ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofportrait- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.d. Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' (Schulzenämter): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] [[csb:Strzelcé]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[lv:Stšelce Krajeņske]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнські]] [[vi:Strzelce Krajeńskie]] [[war:Strzelce Krajeńskie]] ajiyd0fdt92gbwn9cpwj2j7kygrd8ns 1802496 1802495 2012-06-04T16:53:44Z w>RedBot 0 r2.7.2) (Bot: Ergänze: [[zh:斯切爾采-克拉延斯凱]] 1802496 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Tadeusz Feder | BürgermeisterArt = | BürgermeisterDatum = 2007 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl | kreisfreieStadt = }} [[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage und Verkehrsanbindung == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die [[Droga krajowa 22|Fernverkehrsstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'') (–[[Danzig]]). == Stadt Strzelce Krajeńskie (''Friedeberg (Neumark)'') == === Geschichte === {| |[[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor deren Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet. <ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1.000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofportrait- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.d. Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' (Schulzenämter): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] [[csb:Strzelcé]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[lv:Stšelce Krajeņske]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнські]] [[vi:Strzelce Krajeńskie]] [[war:Strzelce Krajeńskie]] [[zh:斯切爾采-克拉延斯凱]] s2dwityh2l8pw33jmahb9yss7u1736l 1802497 1802496 2012-10-10T20:37:46Z w>Wilske 0 Tausenderpunkte erst ab 10.000 nach wiki-regeln 1802497 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Tadeusz Feder | BürgermeisterArt = | BürgermeisterDatum = 2007 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl | kreisfreieStadt = }} [[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage und Verkehrsanbindung == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die [[Droga krajowa 22|Fernverkehrsstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'') (–[[Danzig]]). == Stadt Strzelce Krajeńskie (''Friedeberg (Neumark)'') == === Geschichte === {| |[[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor deren Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofportrait- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.d. Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' (Schulzenämter): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] [[csb:Strzelcé]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[lv:Stšelce Krajeņske]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнські]] [[vi:Strzelce Krajeńskie]] [[war:Strzelce Krajeńskie]] [[zh:斯切爾采-克拉延斯凱]] kbvvls4zkvqaq6n242yo5vd5tz89dv8 1802498 1802497 2012-10-17T08:25:42Z w>EmausBot 0 r2.7.2+) (Bot: Ändere: [[uk:Стшельце-Краєнське]] 1802498 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Tadeusz Feder | BürgermeisterArt = | BürgermeisterDatum = 2007 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl | kreisfreieStadt = }} [[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage und Verkehrsanbindung == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die [[Droga krajowa 22|Fernverkehrsstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'') (–[[Danzig]]). == Stadt Strzelce Krajeńskie (''Friedeberg (Neumark)'') == === Geschichte === {| |[[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor deren Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofportrait- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.d. Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' (Schulzenämter): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] [[csb:Strzelcé]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[lv:Stšelce Krajeņske]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнське]] [[vi:Strzelce Krajeńskie]] [[war:Strzelce Krajeńskie]] [[zh:斯切爾采-克拉延斯凱]] e2a2qhiaoa028q5eqiw2zpq3zw98ah4 1802499 1802498 2012-10-17T15:50:58Z w>Wilske 0 /* Allgemeines */ LZ 1802499 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Tadeusz Feder | BürgermeisterArt = | BürgermeisterDatum = 2007 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl | kreisfreieStadt = }} [[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage und Verkehrsanbindung == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die [[Droga krajowa 22|Fernverkehrsstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'') (–[[Danzig]]). == Stadt Strzelce Krajeńskie (''Friedeberg (Neumark)'') == === Geschichte === {| |[[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor deren Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofportrait- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' (Schulzenämter): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] [[csb:Strzelcé]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[lv:Stšelce Krajeņske]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнське]] [[vi:Strzelce Krajeńskie]] [[war:Strzelce Krajeńskie]] [[zh:斯切爾采-克拉延斯凱]] 7xa1voh0goddjc55kiv6rn68n7fdwqm 1802500 1802499 2012-12-09T11:08:20Z w>JackieBot 0 r2.7.2) (Bot: Ergänze: [[bg:Стшелце Крайненско]] 1802500 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Tadeusz Feder | BürgermeisterArt = | BürgermeisterDatum = 2007 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl | kreisfreieStadt = }} [[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage und Verkehrsanbindung == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die [[Droga krajowa 22|Fernverkehrsstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'') (–[[Danzig]]). == Stadt Strzelce Krajeńskie (''Friedeberg (Neumark)'') == === Geschichte === {| |[[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor deren Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofportrait- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' (Schulzenämter): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] [[bg:Стшелце Крайненско]] [[csb:Strzelcé]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[lv:Stšelce Krajeņske]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнське]] [[vi:Strzelce Krajeńskie]] [[war:Strzelce Krajeńskie]] [[zh:斯切爾采-克拉延斯凱]] exvlf6ort416p1rl6jtt555xzg329o7 1802501 1802500 2013-01-02T10:23:52Z w>YFdyh-bot 0 r2.7.3) (Bot: Ergänze: [[ms:Strzelce Krajeńskie]] 1802501 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Tadeusz Feder | BürgermeisterArt = | BürgermeisterDatum = 2007 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl | kreisfreieStadt = }} [[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage und Verkehrsanbindung == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die [[Droga krajowa 22|Fernverkehrsstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'') (–[[Danzig]]). == Stadt Strzelce Krajeńskie (''Friedeberg (Neumark)'') == === Geschichte === {| |[[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor deren Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofportrait- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' (Schulzenämter): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] [[bg:Стшелце Крайненско]] [[csb:Strzelcé]] [[en:Strzelce Krajeńskie]] [[eo:Strzelce Krajeńskie]] [[fr:Strzelce Krajeńskie]] [[jv:Strzelce Krajeńskie]] [[lv:Stšelce Krajeņske]] [[ms:Strzelce Krajeńskie]] [[nl:Strzelce Krajeńskie]] [[pl:Strzelce Krajeńskie]] [[pt:Strzelce Krajeńskie]] [[ro:Strzelce Krajeńskie]] [[ru:Стшельце-Краеньске]] [[sk:Strzelce Krajeńskie]] [[uk:Стшельце-Краєнське]] [[vi:Strzelce Krajeńskie]] [[war:Strzelce Krajeńskie]] [[zh:斯切爾采-克拉延斯凱]] s5ai3eiapryavfgbch6h41mqoqv8mpe 1802502 1802501 2013-04-01T02:14:23Z w>KLBot2 0 Bot: 18 [[Hilfe:Internationalisierung|Interwiki-Link(s)]] nach [[WP:Wikidata|Wikidata]] ([[:d:Q717399]]) migriert 1802502 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Tadeusz Feder | BürgermeisterArt = | BürgermeisterDatum = 2007 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl | kreisfreieStadt = }} [[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage und Verkehrsanbindung == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die [[Droga krajowa 22|Fernverkehrsstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'') (–[[Danzig]]). == Stadt Strzelce Krajeńskie (''Friedeberg (Neumark)'') == === Geschichte === {| |[[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor deren Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofportrait- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' (Schulzenämter): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] 2mxuunj9wkh6sb07ajh4zirvjwmfe7i 1802503 1802502 2013-05-12T10:38:18Z 92.231.85.187 /* Geographische Lage und Verkehrsanbindung */ 1802503 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Tadeusz Feder | BürgermeisterArt = | BürgermeisterDatum = 2007 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl | kreisfreieStadt = }} [[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage und Verkehrsanbindung == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]], die über die [[Droga krajowa 22|Fernverkehrsstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] –[[Gdansk]]). == Stadt Strzelce Krajeńskie (''Friedeberg (Neumark)'') == === Geschichte === {| |[[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor deren Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofportrait- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' (Schulzenämter): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] gn7frkdwh5ddaw9ewty9ciz02nk4yuf 1802504 1802503 2013-05-12T10:53:12Z w>Tohma 0 Änderungen von [[Special:Contributions/92.231.85.187|92.231.85.187]] ([[User talk:92.231.85.187|Diskussion]]) auf die letzte Version von [[User:KLBot2|KLBot2]] zurückgesetzt 1802504 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Tadeusz Feder | BürgermeisterArt = | BürgermeisterDatum = 2007 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl | kreisfreieStadt = }} [[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage und Verkehrsanbindung == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg/Warthe]], die über die [[Droga krajowa 22|Fernverkehrsstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'') (–[[Danzig]]). == Stadt Strzelce Krajeńskie (''Friedeberg (Neumark)'') == === Geschichte === {| |[[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor deren Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofportrait- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' (Schulzenämter): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Fußnoten == <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] 2mxuunj9wkh6sb07ajh4zirvjwmfe7i 1802505 1802504 2013-05-12T10:55:45Z w>Sicherlich 0 1802505 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Tadeusz Feder | BürgermeisterDatum = 2007 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} [[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage und Verkehrsanbindung == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]], die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')). == Stadt Strzelce Krajeńskie (''Friedeberg (Neumark)'') == === Geschichte === {| |[[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor deren Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofportrait- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Verweise == === Weblinks === * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) === Fußnoten === <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] q15xxedzk20k5w6w6o2h0g1rtq7ytvg 1802506 1802505 2013-05-13T16:35:44Z w>Rita2008 0 1802506 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Tadeusz Feder | BürgermeisterDatum = 2007 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} [[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage und Verkehrsanbindung == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]], die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Gdansk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == === Geschichte === {| |[[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor deren Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofportrait- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Verweise == === Weblinks === * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) === Fußnoten === <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] 68fm2hjzwoous4n8olaj7i92h5n20cn 1802507 1802506 2013-06-09T16:02:55Z w>Wilske 0 gibts nicht mehr 1802507 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Tadeusz Feder | BürgermeisterDatum = 2007 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} [[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage und Verkehrsanbindung == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Polen]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]], die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Gdansk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == === Geschichte === {| |[[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor deren Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofportrait- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Verweise == === Weblinks === * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) === Fußnoten === <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] kmt879oyojnys10nf0stqukk4pm0xs3 1802508 1802507 2013-06-09T19:31:26Z w>Turpit 0 Änderung 119380083 von [[Special:Contributions/Wilske|Wilske]] rückgängig gemacht; hier geht es um die Landschaft 1802508 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Tadeusz Feder | BürgermeisterDatum = 2007 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} [[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage und Verkehrsanbindung == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]], die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Gdansk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == === Geschichte === {| |[[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor deren Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofportrait- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Verweise == === Weblinks === * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) === Fußnoten === <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] 68fm2hjzwoous4n8olaj7i92h5n20cn 1802509 1802508 2013-07-04T14:16:42Z w>Wilske 0 /* Geographische Lage und Verkehrsanbindung */ laut wikilink ist es aber eine hist. Landschaft 1802509 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Tadeusz Feder | BürgermeisterDatum = 2007 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} [[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage und Verkehrsanbindung == Strzelce Krajeńskie liegt zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch (in der ehemaligen [[Neumark (Landschaft)|Neumark]]). Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]], die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Gdansk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == === Geschichte === {| |[[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor deren Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofportrait- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Verweise == === Weblinks === * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) === Fußnoten === <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] 9jd60jplmo43c3bmroodo3rz3ooqgeq 1802510 1802509 2013-07-04T20:09:15Z w>Turpit 0 Änderung 120213435 von [[Special:Contributions/Wilske|Wilske]] rückgängig gemacht; siehe Artikel: "Die Neumark (poln. Nowa Marchia) ist ...", nicht "war" 1802510 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Tadeusz Feder | BürgermeisterDatum = 2007 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} [[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage und Verkehrsanbindung == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]], die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Gdansk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == === Geschichte === {| |[[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor deren Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofportrait- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Verweise == === Weblinks === * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) === Fußnoten === <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] 68fm2hjzwoous4n8olaj7i92h5n20cn 1802511 1802510 2014-02-08T23:25:39Z w>Werddemer 0 1802511 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Tadeusz Feder | BürgermeisterDatum = 2007 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} [[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: '''Friedeberg (Neumark)''') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage und Verkehrsanbindung == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]], die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Gdansk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == === Geschichte === {| |[[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor deren Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhundert nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofportrait- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Verweise == === Weblinks === * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) === Fußnoten === <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] tg4mbgtzbe6odnjpnjijaubzghedwbv 1802512 1802511 2014-04-09T17:20:15Z w>Invisigoth67 0 /* Geschichte */ typo 1802512 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Tadeusz Feder | BürgermeisterDatum = 2007 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} [[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: '''Friedeberg (Neumark)''') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage und Verkehrsanbindung == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]], die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Gdansk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == === Geschichte === {| |[[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Anstelle von Friedeberg gab es bereits im frühen Mittelalter eine [[Slawen|slawische]] Siedlung. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute der brandenburgische Markgraf Konrad eine Burg, vor deren Toren er Zuwanderer aus dem Westen ansiedelte. Konrad hatte 1254 diesen Teil der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] als Mitgift zur Hochzeit mit der Tochter des großpolnischen Herzogs [[Przemysł I.]] erhalten. 1260 verlieh der Markgraf dem Burgort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen Friedeberg. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Auch der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]], als schwedische und kaiserliche Truppen die alte Heerstraße, an der Friedeberg lag, für ihre Durchmärsche nutzten, hinterließ schwere Verwüstungen. Am Ende des Krieges hatte die Stadt nur noch etwa 40 Einwohner. Nach der Gründung des [[Preußen|preußischen]] Königreiches 1701 rückte die Neumark wieder mehr in den Blickpunkt des Interesses. Friedeberg profitierte unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der Reichsstraße 1 Berlin–Königsberg ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Zu dieser Zeit lebten etwa 6100 Einwohner in der Stadt. Bei den Kämpfen um die Stadt zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Friedeberg zu 80 Prozent zerstört. Nach Übernahme durch die polnische Verwaltung erhielt die Stadt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die '''St.-Marien-Kirche''' wurde 1433 als dreischiffige Hallenkirche aus Backsteinen errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofportrait- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Verweise == === Weblinks === * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) === Fußnoten === <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] bkoqgui2e6o6g5faauqx6yiceadcgvx 1802513 1802512 2014-04-09T21:01:19Z w>Gloser 0 Ergänzungen anhand hinzugesetzter Literatur, mit Nachweis, Verlinkungen 1802513 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Tadeusz Feder | BürgermeisterDatum = 2007 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} [[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: '''Friedeberg (Neumark)''') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage und Verkehrsanbindung == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]], die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Gdansk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == === Geschichte === {| |[[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf namens Strzelecz. Sie wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harz]]vorland besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Enwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6100 Einwohner in der Stadt. Am 29. Januar 1945 nahm die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein, brannte es zu etwa 80 Prozent gezielt nieder und übergab es anschließend der polnischen Verwaltung. Die Einwohner wurden [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]]. Zu den neu angesiedelten [[Polen (Ethnie)|Polen]] kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofportrait- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Literatur == * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]](Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Verweise == === Weblinks === * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) === Fußnoten === <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] phhgkkcuug7mm0j63694evdwwt3lapq 1802514 1802513 2014-04-09T21:06:46Z w>Turpit 0 /* Literatur */ Typo 1802514 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Tadeusz Feder | BürgermeisterDatum = 2007 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} [[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: '''Friedeberg (Neumark)''') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage und Verkehrsanbindung == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]], die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Gdansk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == === Geschichte === {| |[[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf namens Strzelecz. Sie wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harz]]vorland besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Enwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6100 Einwohner in der Stadt. Am 29. Januar 1945 nahm die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein, brannte es zu etwa 80 Prozent gezielt nieder und übergab es anschließend der polnischen Verwaltung. Die Einwohner wurden [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]]. Zu den neu angesiedelten [[Polen (Ethnie)|Polen]] kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofportrait- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Literatur == * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Verweise == === Weblinks === * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) === Fußnoten === <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ibkomsogu7ws3q54ruxs877769wf2up 1802515 1802514 2014-04-10T20:10:03Z w>Aka 0 Tippfehler entfernt 1802515 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Tadeusz Feder | BürgermeisterDatum = 2007 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} [[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' (deutsch: '''Friedeberg (Neumark)''') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage und Verkehrsanbindung == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]], die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Gdansk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == === Geschichte === {| |[[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf namens Strzelecz. Sie wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harz]]vorland besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6100 Einwohner in der Stadt. Am 29. Januar 1945 nahm die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein, brannte es zu etwa 80 Prozent gezielt nieder und übergab es anschließend der polnischen Verwaltung. Die Einwohner wurden [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]]. Zu den neu angesiedelten [[Polen (Ethnie)|Polen]] kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofportrait- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Literatur == * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Verweise == === Weblinks === * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) === Fußnoten === <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] 61ynrkzv2eizi8qe3rbloucj51eyovm 1802516 1802515 2014-09-29T19:12:13Z w>Szczebrzeszynski 0 audio 1802516 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Tadeusz Feder | BürgermeisterDatum = 2007 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} [[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''Strzelce Krajeńskie''' ({{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|anhören}}) (deutsch: '''Friedeberg (Neumark)''') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage und Verkehrsanbindung == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]], die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Gdansk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == === Geschichte === {| |[[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf namens Strzelecz. Sie wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harz]]vorland besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6100 Einwohner in der Stadt. Am 29. Januar 1945 nahm die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein, brannte es zu etwa 80 Prozent gezielt nieder und übergab es anschließend der polnischen Verwaltung. Die Einwohner wurden [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]]. Zu den neu angesiedelten [[Polen (Ethnie)|Polen]] kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofportrait- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Literatur == * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Verweise == === Weblinks === * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) === Fußnoten === <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ic8mz33qp0ovetifqb0qyqodmqguf60 1802517 1802516 2014-09-29T20:19:05Z w>Sicherlich 0 1802517 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Tadeusz Feder | BürgermeisterDatum = 2007 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} [[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch: '''Friedeberg (Neumark)''') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage und Verkehrsanbindung == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]], die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Gdansk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == === Geschichte === {| |[[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf namens Strzelecz. Sie wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harz]]vorland besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6100 Einwohner in der Stadt. Am 29. Januar 1945 nahm die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein, brannte es zu etwa 80 Prozent gezielt nieder und übergab es anschließend der polnischen Verwaltung. Die Einwohner wurden [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]]. Zu den neu angesiedelten [[Polen (Ethnie)|Polen]] kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofportrait- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Literatur == * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Verweise == === Weblinks === * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) === Fußnoten === <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] seh75ipi80el6acvi84r137augim16z 1802518 1802517 2015-03-12T16:22:01Z w>Bestoernesto 0 /* Literatur */ Wikilink 1802518 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Tadeusz Feder | BürgermeisterDatum = 2007 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} [[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch: '''Friedeberg (Neumark)''') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage und Verkehrsanbindung == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]], die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Gdansk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == === Geschichte === {| |[[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf namens Strzelecz. Sie wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harz]]vorland besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6100 Einwohner in der Stadt. Am 29. Januar 1945 nahm die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein, brannte es zu etwa 80 Prozent gezielt nieder und übergab es anschließend der polnischen Verwaltung. Die Einwohner wurden [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]]. Zu den neu angesiedelten [[Polen (Ethnie)|Polen]] kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofportrait- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Literatur == * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Verweise == === Weblinks === * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) === Fußnoten === <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] bdqsg74biauxodmjhl1dj09nnkyy7po 1802519 1802518 2015-03-13T22:09:52Z w>Sicherlich 0 /* Stadt Strzelce Krajeńskie */ 1802519 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Tadeusz Feder | BürgermeisterDatum = 2007 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} [[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch: '''Friedeberg (Neumark)''') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage und Verkehrsanbindung == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]], die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Gdansk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == === Geschichte === {| |[[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf namens Strzelecz. Sie wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6100 Einwohner in der Stadt. Am 29. Januar 1945 nahm die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein, brannte es zu etwa 80 Prozent gezielt nieder und übergab es anschließend der polnischen Verwaltung. Die Einwohner wurden [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]]. Zu den neu angesiedelten [[Polen (Ethnie)|Polen]] kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofportrait- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Literatur == * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Verweise == === Weblinks === * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) === Fußnoten === <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] 6fqkucbh7mctxn4tx85ptjqon1t5zz1 1802520 1802519 2015-03-13T22:10:29Z w>Sicherlich 0 1802520 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Tadeusz Feder | BürgermeisterDatum = 2007 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} [[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch: '''Friedeberg (Neumark)''') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage und Verkehrsanbindung == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]], die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Gdansk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == === Geschichte === {| |[[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf namens Strzelecz. Sie wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6100 Einwohner in der Stadt. Am 29. Januar 1945 nahm die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein, brannte es zu etwa 80 Prozent gezielt nieder und übergab es anschließend der polnischen Verwaltung. Die Einwohner wurden [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]]. Zu den neu angesiedelten [[Polen (Ethnie)|Polen]] kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofportrait- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Literatur == * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Verweise == === Weblinks === * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) === Fußnoten === <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] 08dbt2foc0lhpr8e5km67d3kc6n9ybc 1802521 1802520 2015-03-13T22:13:32Z w>Sicherlich 0 1802521 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} [[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage und Verkehrsanbindung == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]], die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Gdansk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == === Geschichte === {| |[[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf namens Strzelecz. Sie wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6100 Einwohner in der Stadt. Am 29. Januar 1945 nahm die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein, brannte es zu etwa 80 Prozent gezielt nieder und übergab es anschließend der polnischen Verwaltung. Die Einwohner wurden [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]]. Zu den neu angesiedelten [[Polen (Ethnie)|Polen]] kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofportrait- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Verweise == === Literatur === * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. === Weblinks === * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) === Fußnoten === <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ev7cawg22alid1093tveeoj9kixwivq 1802522 1802521 2015-04-09T14:43:57Z w>Dmicha 0 /* Söhne und Töchter der Stadt */ derzeitige Schreibweise 1802522 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} [[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage und Verkehrsanbindung == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]], die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Gdansk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == === Geschichte === {| |[[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf namens Strzelecz. Sie wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6100 Einwohner in der Stadt. Am 29. Januar 1945 nahm die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein, brannte es zu etwa 80 Prozent gezielt nieder und übergab es anschließend der polnischen Verwaltung. Die Einwohner wurden [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]]. Zu den neu angesiedelten [[Polen (Ethnie)|Polen]] kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Verweise == === Literatur === * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. === Weblinks === * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) === Fußnoten === <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] i864g90f6d5zl6ephg81ulca5bf4sxh 1802523 1802522 2015-06-27T18:10:34Z w>Wadis 0 +hugo prejawa 1802523 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 203: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} [[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage und Verkehrsanbindung == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]], die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Gdansk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == === Geschichte === {| |[[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf namens Strzelecz. Sie wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6100 Einwohner in der Stadt. Am 29. Januar 1945 nahm die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein, brannte es zu etwa 80 Prozent gezielt nieder und übergab es anschließend der polnischen Verwaltung. Die Einwohner wurden [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]]. Zu den neu angesiedelten [[Polen (Ethnie)|Polen]] kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Verweise == === Literatur === * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. === Weblinks === * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) === Fußnoten === <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] flebcq3i6anchuglqmttu3moumpaxky 1802524 1802523 2015-07-24T14:54:59Z w>Altsprachenfreund 0 /* Einleitung */ 1802524 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Preußische Ostbahn|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} [[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage und Verkehrsanbindung == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]], die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Gdansk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == === Geschichte === {| |[[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf namens Strzelecz. Sie wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6100 Einwohner in der Stadt. Am 29. Januar 1945 nahm die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein, brannte es zu etwa 80 Prozent gezielt nieder und übergab es anschließend der polnischen Verwaltung. Die Einwohner wurden [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]]. Zu den neu angesiedelten [[Polen (Ethnie)|Polen]] kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Verweise == === Literatur === * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. === Weblinks === * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) === Fußnoten === <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] jyb8niwd1w1aquqvm6z13xndv4v72sg 1802525 1802524 2015-07-31T11:08:04Z w>JamesP 0 fixed typo 1802525 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Preußische Ostbahn|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} [[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage und Verkehrsanbindung == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]], die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Gdansk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == === Geschichte === {| |[[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf namens Strzelecz. Sie wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6100 Einwohner in der Stadt. Am 29. Januar 1945 nahm die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein, brannte es zu etwa 80 Prozent gezielt nieder und übergab es anschließend der polnischen Verwaltung. Die Einwohner wurden [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]]. Zu den neu angesiedelten [[Polen (Ethnie)|Polen]] kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Verweise == === Literatur === * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. === Weblinks === * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) === Fußnoten === <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] c4flxadmtazway0unufczoz7pni7mq7 1802526 1802525 2015-08-29T16:12:17Z w>DerHexer 0 Linkfix ([[Gdansk]] → [[Danzig|Gdańsk]]) 1802526 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Preußische Ostbahn|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} [[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage und Verkehrsanbindung == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]], die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == === Geschichte === {| |[[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf namens Strzelecz. Sie wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6100 Einwohner in der Stadt. Am 29. Januar 1945 nahm die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein, brannte es zu etwa 80 Prozent gezielt nieder und übergab es anschließend der polnischen Verwaltung. Die Einwohner wurden [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]]. Zu den neu angesiedelten [[Polen (Ethnie)|Polen]] kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Verweise == === Literatur === * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. === Weblinks === * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) === Fußnoten === <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] 19g1tlh9sfz4aqs8upyzgb3tf4rurt4 1802527 1802526 2015-10-17T15:06:26Z w>Swanage 0 /* Söhne und Töchter der Stadt */ 1802527 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Preußische Ostbahn|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} [[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage und Verkehrsanbindung == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]], die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == === Geschichte === {| |[[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] |} Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf namens Strzelecz. Sie wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6100 Einwohner in der Stadt. Am 29. Januar 1945 nahm die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein, brannte es zu etwa 80 Prozent gezielt nieder und übergab es anschließend der polnischen Verwaltung. Die Einwohner wurden [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]]. Zu den neu angesiedelten [[Polen (Ethnie)|Polen]] kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Hermann Kreutz]] (* 1931), deutscher Kirchenmusiker * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Verweise == === Literatur === * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. === Weblinks === * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) === Fußnoten === <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] gh86j19pxdi8hyoqtxsh1gxyrkjnzja 1802528 1802527 2015-10-27T22:35:49Z w>Iwan Solodownikoff 0 Lk. 1905 1802528 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Preußische Ostbahn|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage und Verkehrsanbindung == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]], die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|thumb|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] |} Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf namens Strzelecz. Sie wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6100 Einwohner in der Stadt. Am 29. Januar 1945 nahm die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein, brannte es zu etwa 80 Prozent gezielt nieder und übergab es anschließend der polnischen Verwaltung. Die deutschen Einwohner wurden [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]]. Zu den neu angesiedelten [[Polen (Ethnie)|Polen]] kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Hermann Kreutz]] (* 1931), deutscher Kirchenmusiker * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Verweise == === Literatur === * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. === Weblinks === * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) === Fußnoten === <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] f0ej62ojmwkweo3dan507ixlu1b26yr 1802529 1802528 2015-10-27T22:58:41Z w>Gloser 0 /* Geschichte */ Bitte um Nachweis, dass es in Friedeberg andere als „deutsche“ Einwohner gab. 1802529 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Preußische Ostbahn|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage und Verkehrsanbindung == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]], die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|thumb|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Lage um 1900]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] |} Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf namens Strzelecz. Sie wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6100 Einwohner in der Stadt. Am 29. Januar 1945 nahm die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein, brannte es zu etwa 80 Prozent gezielt nieder und übergab es anschließend der polnischen Verwaltung. Die Einwohner wurden [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]]. Zu den neu angesiedelten [[Polen (Ethnie)|Polen]] kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Hermann Kreutz]] (* 1931), deutscher Kirchenmusiker * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Verweise == === Literatur === * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. === Weblinks === * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) === Fußnoten === <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] 9cghkvqxc57og847dl0nm2arrj6rgyd 1802530 1802529 2015-10-28T07:24:01Z w>Iwan Solodownikoff 0 Maßstab in Bildunterschrift verdeutlicht 1802530 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Preußische Ostbahn|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage und Verkehrsanbindung == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]], die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|thumb|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] |} Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf namens Strzelecz. Sie wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6100 Einwohner in der Stadt. Am 29. Januar 1945 nahm die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein, brannte es zu etwa 80 Prozent gezielt nieder und übergab es anschließend der polnischen Verwaltung. Die Einwohner wurden [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]]. Zu den neu angesiedelten [[Polen (Ethnie)|Polen]] kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Hermann Kreutz]] (* 1931), deutscher Kirchenmusiker * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Verweise == === Literatur === * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. === Weblinks === * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) === Fußnoten === <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] 5naj4njft0oq34l1wrehzo46t0x7y8n 1802531 1802530 2015-12-02T16:18:51Z w>Iwan Solodownikoff 0 Lit. online 1802531 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Preußische Ostbahn|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|thumb|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|thumb|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|thumb|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf namens Strzelecz. Sie wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957-1973 Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der Stadtbefestigung (1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Nach Kriegsende wurde die Stadt unter [[Volksrepublik Polen|polnischen]] Verwaltung gestellt. Die Einwohner wurden [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]] und durch Polen ersetzt. Zu den neu angesiedelten [[Polen (Ethnie)|Polen]] kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Hermann Kreutz]] (* 1931), deutscher Kirchenmusiker * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Verweise == === Literatur === * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. === Weblinks === * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) === Fußnoten === <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] 4h59rqgj59785mzavyl1kiwbuab2qhf 1802532 1802531 2015-12-02T16:22:22Z w>Iwan Solodownikoff 0 /* Stadt Strzelce Krajeńskie */ 1802532 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Preußische Ostbahn|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|thumb|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|thumb|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|thumb|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|thumb|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf namens Strzelecz. Sie wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957-1973 Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Nach Kriegsende wurde die Stadt unter [[Volksrepublik Polen|polnischen]] Verwaltung gestellt. Die Einwohner wurden [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]] und durch Polen ersetzt. Zu den neu angesiedelten [[Polen (Ethnie)|Polen]] kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Hermann Kreutz]] (* 1931), deutscher Kirchenmusiker * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Verweise == === Literatur === * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. === Weblinks === * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) === Fußnoten === <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] lwlqui11k3l5oasavwkw62ob3xkedsv 1802533 1802532 2015-12-08T18:41:18Z w>RoesslerP 0 Klammern korrigiert | [[Benutzer:Aka/Klammerfehler|Klammerfehler - Helfer gesucht]] 1802533 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odra]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Preußische Ostbahn|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf namens Strzelecz. Sie wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957-1973) Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Nach Kriegsende wurde die Stadt unter [[Volksrepublik Polen|polnischen]] Verwaltung gestellt. Die Einwohner wurden [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]] und durch Polen ersetzt. Zu den neu angesiedelten [[Polen (Ethnie)|Polen]] kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Hermann Kreutz]] (* 1931), deutscher Kirchenmusiker * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczenski]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odra]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Verweise == === Literatur === * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. === Weblinks === * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) === Fußnoten === <references/> {{Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] k650xdsb4u8l8qvirsywxrsnozikoyw 1802534 1802533 2015-12-19T15:58:26Z w>Aka 0 Link korrigiert, Vorlagennamensraum entfernt | ♥ 1802534 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Preußische Ostbahn|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf namens Strzelecz. Sie wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957-1973) Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Nach Kriegsende wurde die Stadt unter [[Volksrepublik Polen|polnischen]] Verwaltung gestellt. Die Einwohner wurden [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]] und durch Polen ersetzt. Zu den neu angesiedelten [[Polen (Ethnie)|Polen]] kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Hermann Kreutz]] (* 1931), deutscher Kirchenmusiker * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * Tuczno (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Verweise == === Literatur === * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. === Weblinks === * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) === Fußnoten === <references/> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] 7tvj5z2ry5vlct6hgqjlqm1zguecvgq 1802535 1802534 2016-01-10T19:50:58Z w>Iwan Solodownikoff 0 /* Gemeindegliederung */ Rotlink Schönrade 1802535 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Preußische Ostbahn|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf namens Strzelecz. Sie wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957-1973) Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Nach Kriegsende wurde die Stadt unter [[Volksrepublik Polen|polnischen]] Verwaltung gestellt. Die Einwohner wurden [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]] und durch Polen ersetzt. Zu den neu angesiedelten [[Polen (Ethnie)|Polen]] kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Hermann Kreutz]] (* 1931), deutscher Kirchenmusiker * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Verweise == === Literatur === * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. === Weblinks === * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) === Fußnoten === <references/> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] 4k4gmcvj4qco4jsvhk7wnmtuobdj0a0 1802536 1802535 2016-01-10T19:52:12Z w>Iwan Solodownikoff 0 /* Gemeindegliederung */ Tippf. 1802536 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Preußische Ostbahn|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf namens Strzelecz. Sie wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957-1973) Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Nach Kriegsende wurde die Stadt unter [[Volksrepublik Polen|polnischen]] Verwaltung gestellt. Die Einwohner wurden [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]] und durch Polen ersetzt. Zu den neu angesiedelten [[Polen (Ethnie)|Polen]] kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Hermann Kreutz]] (* 1931), deutscher Kirchenmusiker * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * Danków (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Verweise == === Literatur === * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. === Weblinks === * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) === Fußnoten === <references/> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] a8jeowvhvcl67n7s7zwbqb3d74cq4ak 1802537 1802536 2016-01-11T19:33:25Z w>Iwan Solodownikoff 0 Rotlink Tankow 1802537 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Preußische Ostbahn|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf namens Strzelecz. Sie wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957-1973) Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Nach Kriegsende wurde die Stadt unter [[Volksrepublik Polen|polnischen]] Verwaltung gestellt. Die Einwohner wurden [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]] und durch Polen ersetzt. Zu den neu angesiedelten [[Polen (Ethnie)|Polen]] kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Hermann Kreutz]] (* 1931), deutscher Kirchenmusiker * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Verweise == === Literatur === * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. === Weblinks === * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) === Fußnoten === <references/> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] j08s9w4kjkyaoed4sbps6zl6hw2fqdi 1802538 1802537 2016-01-12T11:28:40Z w>Iwan Solodownikoff 0 kl. Erg., PDF-Datei in den Weblinks nicht abrufbar 1802538 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Preußische Ostbahn|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957-1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Nach Kriegsende wurde die Stadt unter [[Volksrepublik Polen|polnischen]] Verwaltung gestellt. Die Einwohner wurden von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]] und durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] ersetzt. Zu den neu angesiedelten Polen kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Einwohnerzahlen === * 1750: 2.051<ref name="RS" /> * 1801: 2.496<ref name="RS" /> * 1840: 4.290<ref name="RS" /> * 1858: 5.371, daunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> * 1875: 5.804<ref name="MR">http://www.geschichte-on-demand.de/friedeberg.html</ref> * 1880: 6.381<ref name="MR" /> * 1890: 6.431, darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> * 1925: 5.591, darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> * 1933: 6.134<ref name="MR" /> * 1939: 5.923<ref name="MR" /> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Hermann Kreutz]] (* 1931), deutscher Kirchenmusiker * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Verweise == === Literatur === * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. === Weblinks === * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) === Fußnoten === <references/> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] nj1swc1s5iobcpojx53akkxpxny1xgo 1802539 1802538 2016-01-12T11:53:05Z w>Iwan Solodownikoff 0 /* Literatur */ Berghaus online 1802539 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Preußische Ostbahn|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957-1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Nach Kriegsende wurde die Stadt unter [[Volksrepublik Polen|polnischen]] Verwaltung gestellt. Die Einwohner wurden von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]] und durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] ersetzt. Zu den neu angesiedelten Polen kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Einwohnerzahlen === * 1750: 2.051<ref name="RS" /> * 1801: 2.496<ref name="RS" /> * 1840: 4.290<ref name="RS" /> * 1858: 5.371, daunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> * 1875: 5.804<ref name="MR">http://www.geschichte-on-demand.de/friedeberg.html</ref> * 1880: 6.381<ref name="MR" /> * 1890: 6.431, darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> * 1925: 5.591, darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> * 1933: 6.134<ref name="MR" /> * 1939: 5.923<ref name="MR" /> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Hermann Kreutz]] (* 1931), deutscher Kirchenmusiker * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Verweise == === Literatur === * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. === Weblinks === * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/publikacje/strzelce_krajenskie_de.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) === Fußnoten === <references/> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] pgricpvxbvdcnislriwymfs0q0qjuuu 1802540 1802539 2016-01-12T11:56:05Z w>Rita2008 0 /* Weblinks */ Linkfix 1802540 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Preußische Ostbahn|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957-1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Nach Kriegsende wurde die Stadt unter [[Volksrepublik Polen|polnischen]] Verwaltung gestellt. Die Einwohner wurden von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]] und durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] ersetzt. Zu den neu angesiedelten Polen kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Einwohnerzahlen === * 1750: 2.051<ref name="RS" /> * 1801: 2.496<ref name="RS" /> * 1840: 4.290<ref name="RS" /> * 1858: 5.371, daunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> * 1875: 5.804<ref name="MR">http://www.geschichte-on-demand.de/friedeberg.html</ref> * 1880: 6.381<ref name="MR" /> * 1890: 6.431, darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> * 1925: 5.591, darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> * 1933: 6.134<ref name="MR" /> * 1939: 5.923<ref name="MR" /> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Hermann Kreutz]] (* 1931), deutscher Kirchenmusiker * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Verweise == === Literatur === * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. === Weblinks === * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) === Fußnoten === <references/> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] hl1txzer58aa8z4m6zqtpe5h5pzj8cj 1802541 1802540 2016-01-12T11:59:40Z w>Rita2008 0 Typo 1802541 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Preußische Ostbahn|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957-1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Nach Kriegsende wurde die Stadt unter [[Volksrepublik Polen|polnische]] Verwaltung gestellt. Die Einwohner wurden von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]] und durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] ersetzt. Zu den neu angesiedelten Polen kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Einwohnerzahlen === * 1750: 2.051<ref name="RS" /> * 1801: 2.496<ref name="RS" /> * 1840: 4.290<ref name="RS" /> * 1858: 5.371, daunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> * 1875: 5.804<ref name="MR">http://www.geschichte-on-demand.de/friedeberg.html</ref> * 1880: 6.381<ref name="MR" /> * 1890: 6.431, darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> * 1925: 5.591, darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> * 1933: 6.134<ref name="MR" /> * 1939: 5.923<ref name="MR" /> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Hermann Kreutz]] (* 1931), deutscher Kirchenmusiker * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), Długie (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Verweise == === Literatur === * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. === Weblinks === * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) === Fußnoten === <references/> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] hrbwhs1ybsvwxfoh8wtt0pr5zm8wz59 1802542 1802541 2016-01-14T20:19:34Z w>Iwan Solodownikoff 0 Rotlink Dolgen 1802542 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Preußische Ostbahn|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957-1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Nach Kriegsende wurde die Stadt unter [[Volksrepublik Polen|polnische]] Verwaltung gestellt. Die Einwohner wurden von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]] und durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] ersetzt. Zu den neu angesiedelten Polen kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Einwohnerzahlen === * 1750: 2.051<ref name="RS" /> * 1801: 2.496<ref name="RS" /> * 1840: 4.290<ref name="RS" /> * 1858: 5.371, daunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> * 1875: 5.804<ref name="MR">http://www.geschichte-on-demand.de/friedeberg.html</ref> * 1880: 6.381<ref name="MR" /> * 1890: 6.431, darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> * 1925: 5.591, darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> * 1933: 6.134<ref name="MR" /> * 1939: 5.923<ref name="MR" /> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Hermann Kreutz]] (* 1931), deutscher Kirchenmusiker * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajenńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Verweise == === Literatur === * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. === Weblinks === * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) === Fußnoten === <references/> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] jqvjmn5v67xw8ei9otylll5hihzzcoa 1802543 1802542 2016-01-18T17:39:04Z w>Altsprachenfreund 0 /* Schienen */ 1802543 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Preußische Ostbahn|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957-1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Nach Kriegsende wurde die Stadt unter [[Volksrepublik Polen|polnische]] Verwaltung gestellt. Die Einwohner wurden von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]] und durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] ersetzt. Zu den neu angesiedelten Polen kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Einwohnerzahlen === * 1750: 2.051<ref name="RS" /> * 1801: 2.496<ref name="RS" /> * 1840: 4.290<ref name="RS" /> * 1858: 5.371, daunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> * 1875: 5.804<ref name="MR">http://www.geschichte-on-demand.de/friedeberg.html</ref> * 1880: 6.381<ref name="MR" /> * 1890: 6.431, darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> * 1925: 5.591, darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> * 1933: 6.134<ref name="MR" /> * 1939: 5.923<ref name="MR" /> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Hermann Kreutz]] (* 1931), deutscher Kirchenmusiker * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 345 von [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') nach [[Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher "''Friedeberg (Neumark)''") liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Verweise == === Literatur === * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. === Weblinks === * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) === Fußnoten === <references/> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] mbwc0k2euadhpmztiwc96v9huotf9e4 1802544 1802543 2016-01-29T18:41:49Z w>Altsprachenfreund 0 1802544 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957-1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Nach Kriegsende wurde die Stadt unter [[Volksrepublik Polen|polnische]] Verwaltung gestellt. Die Einwohner wurden von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]] und durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] ersetzt. Zu den neu angesiedelten Polen kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Einwohnerzahlen === * 1750: 2.051<ref name="RS" /> * 1801: 2.496<ref name="RS" /> * 1840: 4.290<ref name="RS" /> * 1858: 5.371, daunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> * 1875: 5.804<ref name="MR">http://www.geschichte-on-demand.de/friedeberg.html</ref> * 1880: 6.381<ref name="MR" /> * 1890: 6.431, darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> * 1925: 5.591, darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> * 1933: 6.134<ref name="MR" /> * 1939: 5.923<ref name="MR" /> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Hermann Kreutz]] (* 1931), deutscher Kirchenmusiker * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Verweise == === Literatur === * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. === Weblinks === * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) === Fußnoten === <references/> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] qed53w6p1r1rfdmom5dswrijvxaarkj 1802545 1802544 2016-01-30T18:16:37Z w>Aka 0 /* Einwohnerzahlen */ Tippfehler entfernt | ♥ 1802545 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957-1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Nach Kriegsende wurde die Stadt unter [[Volksrepublik Polen|polnische]] Verwaltung gestellt. Die Einwohner wurden von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]] und durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] ersetzt. Zu den neu angesiedelten Polen kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Einwohnerzahlen === * 1750: 2.051<ref name="RS" /> * 1801: 2.496<ref name="RS" /> * 1840: 4.290<ref name="RS" /> * 1858: 5.371, darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> * 1875: 5.804<ref name="MR">http://www.geschichte-on-demand.de/friedeberg.html</ref> * 1880: 6.381<ref name="MR" /> * 1890: 6.431, darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> * 1925: 5.591, darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> * 1933: 6.134<ref name="MR" /> * 1939: 5.923<ref name="MR" /> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Hermann Kreutz]] (* 1931), deutscher Kirchenmusiker * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Verweise == === Literatur === * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. === Weblinks === * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) === Fußnoten === <references/> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] 82rznion9s2yoyhbwgtwruwroh1u3cc 1802546 1802545 2016-02-04T19:20:09Z w>HRoestTypo 0 Tippfehler entfernt: Forschungsgemeinschft -> Forschungsgemeinschaft 1802546 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957-1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Nach Kriegsende wurde die Stadt unter [[Volksrepublik Polen|polnische]] Verwaltung gestellt. Die Einwohner wurden von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]] und durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] ersetzt. Zu den neu angesiedelten Polen kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Einwohnerzahlen === * 1750: 2.051<ref name="RS" /> * 1801: 2.496<ref name="RS" /> * 1840: 4.290<ref name="RS" /> * 1858: 5.371, darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> * 1875: 5.804<ref name="MR">http://www.geschichte-on-demand.de/friedeberg.html</ref> * 1880: 6.381<ref name="MR" /> * 1890: 6.431, darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> * 1925: 5.591, darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> * 1933: 6.134<ref name="MR" /> * 1939: 5.923<ref name="MR" /> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Hermann Kreutz]] (* 1931), deutscher Kirchenmusiker * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Verweise == === Literatur === * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. === Weblinks === * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) === Fußnoten === <references/> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] 6wit3s5uhgfksguktvhq0j4xx7hp9ms 1802547 1802546 2016-02-27T17:08:34Z w>Århus 0 [[WP:HC|HC]]: Entferne [[Kategorie:Powiat Strzelecko-Drezdenecki]]; Ergänze [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] 1802547 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957-1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Nach Kriegsende wurde die Stadt unter [[Volksrepublik Polen|polnische]] Verwaltung gestellt. Die Einwohner wurden von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]] und durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] ersetzt. Zu den neu angesiedelten Polen kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Einwohnerzahlen === * 1750: 2.051<ref name="RS" /> * 1801: 2.496<ref name="RS" /> * 1840: 4.290<ref name="RS" /> * 1858: 5.371, darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> * 1875: 5.804<ref name="MR">http://www.geschichte-on-demand.de/friedeberg.html</ref> * 1880: 6.381<ref name="MR" /> * 1890: 6.431, darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> * 1925: 5.591, darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> * 1933: 6.134<ref name="MR" /> * 1939: 5.923<ref name="MR" /> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Hermann Kreutz]] (* 1931), deutscher Kirchenmusiker * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). == Verweise == === Literatur === * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. === Weblinks === * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) === Fußnoten === <references/> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] ew6qdgch21ubfh14ervdx777kd5vtlv 1802548 1802547 2016-03-20T12:11:47Z w>Metrophil 0 Ergänze teilweise Verlängerung der RB26 nach Kreuz (Ostbahn) 1802548 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957-1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Nach Kriegsende wurde die Stadt unter [[Volksrepublik Polen|polnische]] Verwaltung gestellt. Die Einwohner wurden von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]] und durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] ersetzt. Zu den neu angesiedelten Polen kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Einwohnerzahlen === * 1750: 2.051<ref name="RS" /> * 1801: 2.496<ref name="RS" /> * 1840: 4.290<ref name="RS" /> * 1858: 5.371, darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> * 1875: 5.804<ref name="MR">http://www.geschichte-on-demand.de/friedeberg.html</ref> * 1880: 6.381<ref name="MR" /> * 1890: 6.431, darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> * 1925: 5.591, darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> * 1933: 6.134<ref name="MR" /> * 1939: 5.923<ref name="MR" /> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Hermann Kreutz]] (* 1931), deutscher Kirchenmusiker * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Verweise == === Literatur === * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. === Weblinks === * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) === Fußnoten === <references/> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] cdgdn2urqqavd6cdev2j431733kosql 1802549 1802548 2016-03-20T12:15:25Z w>Metrophil 0 /* Schienen */ 1802549 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957-1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Nach Kriegsende wurde die Stadt unter [[Volksrepublik Polen|polnische]] Verwaltung gestellt. Die Einwohner wurden von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]] und durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] ersetzt. Zu den neu angesiedelten Polen kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Einwohnerzahlen === * 1750: 2.051<ref name="RS" /> * 1801: 2.496<ref name="RS" /> * 1840: 4.290<ref name="RS" /> * 1858: 5.371, darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> * 1875: 5.804<ref name="MR">http://www.geschichte-on-demand.de/friedeberg.html</ref> * 1880: 6.381<ref name="MR" /> * 1890: 6.431, darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> * 1925: 5.591, darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> * 1933: 6.134<ref name="MR" /> * 1939: 5.923<ref name="MR" /> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Hermann Kreutz]] (* 1931), deutscher Kirchenmusiker * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Verweise == === Literatur === * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. === Weblinks === * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) === Fußnoten === <references/> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] r7zqqfc5vpnksxniajj8byemeesmf3u 1802550 1802549 2016-07-27T12:11:32Z w>Verweisung 0 typo, an akt. [[Wikipedia:Formatvorlage Ort (Polen)|Vorlage]] angepasst 1802550 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957-1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Nach Kriegsende wurde die Stadt unter [[Volksrepublik Polen|polnische]] Verwaltung gestellt. Die Einwohner wurden von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]] und durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] ersetzt. Zu den neu angesiedelten Polen kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> ==== Einwohnerentwicklung ==== * 1750: 2.051<ref name="RS" /> * 1801: 2.496<ref name="RS" /> * 1840: 4.290<ref name="RS" /> * 1858: 5.371, darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> * 1875: 5.804<ref name="MR">http://www.geschichte-on-demand.de/friedeberg.html</ref> * 1880: 6.381<ref name="MR" /> * 1890: 6.431, darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> * 1925: 5.591, darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> * 1933: 6.134<ref name="MR" /> * 1939: 5.923<ref name="MR" /> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Hermann Kreutz]] (* 1931), deutscher Kirchenmusiker * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] ffncof8vvvn3atd7j5anle9rd2p7wnj 1802551 1802550 2016-07-27T12:47:11Z 88.128.80.151 Änderung 156501498 von [[Special:Contribs/Verweisung|Verweisung]] rückgängig gemacht; 1802551 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957-1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Nach Kriegsende wurde die Stadt unter [[Volksrepublik Polen|polnische]] Verwaltung gestellt. Die Einwohner wurden von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]] und durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] ersetzt. Zu den neu angesiedelten Polen kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Einwohnerzahlen === * 1750: 2.051<ref name="RS" /> * 1801: 2.496<ref name="RS" /> * 1840: 4.290<ref name="RS" /> * 1858: 5.371, darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> * 1875: 5.804<ref name="MR">http://www.geschichte-on-demand.de/friedeberg.html</ref> * 1880: 6.381<ref name="MR" /> * 1890: 6.431, darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> * 1925: 5.591, darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> * 1933: 6.134<ref name="MR" /> * 1939: 5.923<ref name="MR" /> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Hermann Kreutz]] (* 1931), deutscher Kirchenmusiker * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). === Verkehr === ==== Straßen ==== Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. ==== Schienen ==== Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Verweise == === Literatur === * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. === Weblinks === * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) === Fußnoten === <references/> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] r7zqqfc5vpnksxniajj8byemeesmf3u 1802552 1802551 2016-07-27T13:03:34Z w>Dr.cueppers 0 Änderungen von [[Special:Contributions/88.128.80.151|88.128.80.151]] ([[User talk:88.128.80.151|Diskussion]]) auf die letzte Version von [[User:Verweisung|Verweisung]] zurückgesetzt 1802552 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957-1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Nach Kriegsende wurde die Stadt unter [[Volksrepublik Polen|polnische]] Verwaltung gestellt. Die Einwohner wurden von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]] und durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] ersetzt. Zu den neu angesiedelten Polen kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> ==== Einwohnerentwicklung ==== * 1750: 2.051<ref name="RS" /> * 1801: 2.496<ref name="RS" /> * 1840: 4.290<ref name="RS" /> * 1858: 5.371, darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> * 1875: 5.804<ref name="MR">http://www.geschichte-on-demand.de/friedeberg.html</ref> * 1880: 6.381<ref name="MR" /> * 1890: 6.431, darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> * 1925: 5.591, darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> * 1933: 6.134<ref name="MR" /> * 1939: 5.923<ref name="MR" /> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Hermann Kreutz]] (* 1931), deutscher Kirchenmusiker * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] ffncof8vvvn3atd7j5anle9rd2p7wnj 1802553 1802552 2017-08-08T16:29:15Z w>Aka 0 Halbgeviertstrich 1802553 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957–1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Nach Kriegsende wurde die Stadt unter [[Volksrepublik Polen|polnische]] Verwaltung gestellt. Die Einwohner wurden von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]] und durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] ersetzt. Zu den neu angesiedelten Polen kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> ==== Einwohnerentwicklung ==== * 1750: 2.051<ref name="RS" /> * 1801: 2.496<ref name="RS" /> * 1840: 4.290<ref name="RS" /> * 1858: 5.371, darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> * 1875: 5.804<ref name="MR">http://www.geschichte-on-demand.de/friedeberg.html</ref> * 1880: 6.381<ref name="MR" /> * 1890: 6.431, darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> * 1925: 5.591, darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> * 1933: 6.134<ref name="MR" /> * 1939: 5.923<ref name="MR" /> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Hermann Kreutz]] (* 1931), deutscher Kirchenmusiker * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] rz4c87bvsqqqzcbc0op5075kpasfvea 1802554 1802553 2017-09-26T20:52:36Z 2A02:8108:680:A1C:24A5:B51C:2F54:1AE8 /* Söhne und Töchter der Stadt */ Link zu vorhandener Seite hergestellt 1802554 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957–1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Nach Kriegsende wurde die Stadt unter [[Volksrepublik Polen|polnische]] Verwaltung gestellt. Die Einwohner wurden von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]] und durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] ersetzt. Zu den neu angesiedelten Polen kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> ==== Einwohnerentwicklung ==== * 1750: 2.051<ref name="RS" /> * 1801: 2.496<ref name="RS" /> * 1840: 4.290<ref name="RS" /> * 1858: 5.371, darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> * 1875: 5.804<ref name="MR">http://www.geschichte-on-demand.de/friedeberg.html</ref> * 1880: 6.381<ref name="MR" /> * 1890: 6.431, darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> * 1925: 5.591, darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> * 1933: 6.134<ref name="MR" /> * 1939: 5.923<ref name="MR" /> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861 -1922), [[Deutsche|deutscher]] [[Bildhauer]]. * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Hermann Kreutz]] (* 1931), deutscher Kirchenmusiker * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] gj2malo4n438ufwzdb430i8uw79jcfb 1802555 1802554 2017-10-21T07:53:12Z w>Adelfrank 0 /* Söhne und Töchter der Stadt */ 1802555 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957–1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Nach Kriegsende wurde die Stadt unter [[Volksrepublik Polen|polnische]] Verwaltung gestellt. Die Einwohner wurden von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]] und durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] ersetzt. Zu den neu angesiedelten Polen kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> ==== Einwohnerentwicklung ==== * 1750: 2.051<ref name="RS" /> * 1801: 2.496<ref name="RS" /> * 1840: 4.290<ref name="RS" /> * 1858: 5.371, darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> * 1875: 5.804<ref name="MR">http://www.geschichte-on-demand.de/friedeberg.html</ref> * 1880: 6.381<ref name="MR" /> * 1890: 6.431, darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> * 1925: 5.591, darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> * 1933: 6.134<ref name="MR" /> * 1939: 5.923<ref name="MR" /> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861 -1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Hermann Kreutz]] (* 1931), deutscher Kirchenmusiker * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer [[Cyclocross]]fahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] e7qjjhfpir9yt4s396iz2lkjrdn5uk6 1802556 1802555 2017-10-21T07:54:21Z w>Adelfrank 0 /* Söhne und Töchter der Stadt */ 1802556 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Markgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957–1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Nach Kriegsende wurde die Stadt unter [[Volksrepublik Polen|polnische]] Verwaltung gestellt. Die Einwohner wurden von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]] und durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] ersetzt. Zu den neu angesiedelten Polen kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> ==== Einwohnerentwicklung ==== * 1750: 2.051<ref name="RS" /> * 1801: 2.496<ref name="RS" /> * 1840: 4.290<ref name="RS" /> * 1858: 5.371, darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> * 1875: 5.804<ref name="MR">http://www.geschichte-on-demand.de/friedeberg.html</ref> * 1880: 6.381<ref name="MR" /> * 1890: 6.431, darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> * 1925: 5.591, darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> * 1933: 6.134<ref name="MR" /> * 1939: 5.923<ref name="MR" /> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Hermann Kreutz]] (* 1931), deutscher Kirchenmusiker * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer [[Cyclocross]]fahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] jl15b74n6jnyk8toawtnhtzf2egzsk1 1802557 1802556 2018-01-08T09:35:58Z w>Aka 0 Tippfehler entfernt 1802557 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957–1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Nach Kriegsende wurde die Stadt unter [[Volksrepublik Polen|polnische]] Verwaltung gestellt. Die Einwohner wurden von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]] und durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] ersetzt. Zu den neu angesiedelten Polen kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> ==== Einwohnerentwicklung ==== * 1750: 2.051<ref name="RS" /> * 1801: 2.496<ref name="RS" /> * 1840: 4.290<ref name="RS" /> * 1858: 5.371, darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> * 1875: 5.804<ref name="MR">http://www.geschichte-on-demand.de/friedeberg.html</ref> * 1880: 6.381<ref name="MR" /> * 1890: 6.431, darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> * 1925: 5.591, darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> * 1933: 6.134<ref name="MR" /> * 1939: 5.923<ref name="MR" /> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Hermann Kreutz]] (* 1931), deutscher Kirchenmusiker * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer [[Cyclocross]]fahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * Machary (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] bzsahqcptpf2aew0j528jzilebsfcvk 1802558 1802557 2018-08-08T10:41:57Z 46.89.160.240 /* Gemeindegliederung */ 1802558 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957–1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Nach Kriegsende wurde die Stadt unter [[Volksrepublik Polen|polnische]] Verwaltung gestellt. Die Einwohner wurden von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]] und durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] ersetzt. Zu den neu angesiedelten Polen kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> ==== Einwohnerentwicklung ==== * 1750: 2.051<ref name="RS" /> * 1801: 2.496<ref name="RS" /> * 1840: 4.290<ref name="RS" /> * 1858: 5.371, darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> * 1875: 5.804<ref name="MR">http://www.geschichte-on-demand.de/friedeberg.html</ref> * 1880: 6.381<ref name="MR" /> * 1890: 6.431, darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> * 1925: 5.591, darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> * 1933: 6.134<ref name="MR" /> * 1939: 5.923<ref name="MR" /> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Hermann Kreutz]] (* 1931), deutscher Kirchenmusiker * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer [[Cyclocross]]fahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * [[Machary (Strzelce Krajeńskie)|Machary]] (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] 0gtitnnl1krhgrmvqzmbj7h0lnsjpwu 1802559 1802558 2018-10-06T06:40:35Z w>Dieringer63 0 inzwischen defekten Link mit neuer Vorlage Verwaltungsgeschichte.de korrigiert 1802559 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957–1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Nach Kriegsende wurde die Stadt unter [[Volksrepublik Polen|polnische]] Verwaltung gestellt. Die Einwohner wurden von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]] und durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] ersetzt. Zu den neu angesiedelten Polen kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> ==== Einwohnerentwicklung ==== * 1750: 2.051<ref name="RS" /> * 1801: 2.496<ref name="RS" /> * 1840: 4.290<ref name="RS" /> * 1858: 5.371, darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> * 1875: 5.804<ref name="MR">{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=friedeberg.html|name=Landkreis Friedeberg (poln. Strzelce Krajenskie)}}</ref> * 1880: 6.381<ref name="MR" /> * 1890: 6.431, darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> * 1925: 5.591, darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> * 1933: 6.134<ref name="MR" /> * 1939: 5.923<ref name="MR" /> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Hermann Kreutz]] (* 1931), deutscher Kirchenmusiker * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer [[Cyclocross]]fahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * [[Machary (Strzelce Krajeńskie)|Machary]] (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''Berlin und Brandenburg. Mit Neumark und Grenzmark Posen-Westpreußen'' (= [[Handbuch der historischen Stätten]], 10. Bd.). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] ia17v5gd8p42c6ook3s0kt5q34hwdfy 1802560 1802559 2018-12-01T22:07:18Z w>FredDassel 0 Lit format 1802560 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957–1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Nach Kriegsende wurde die Stadt unter [[Volksrepublik Polen|polnische]] Verwaltung gestellt. Die Einwohner wurden von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]] und durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] ersetzt. Zu den neu angesiedelten Polen kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> ==== Einwohnerentwicklung ==== * 1750: 2.051<ref name="RS" /> * 1801: 2.496<ref name="RS" /> * 1840: 4.290<ref name="RS" /> * 1858: 5.371, darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> * 1875: 5.804<ref name="MR">{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=friedeberg.html|name=Landkreis Friedeberg (poln. Strzelce Krajenskie)}}</ref> * 1880: 6.381<ref name="MR" /> * 1890: 6.431, darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> * 1925: 5.591, darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> * 1933: 6.134<ref name="MR" /> * 1939: 5.923<ref name="MR" /> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Hermann Kreutz]] (* 1931), deutscher Kirchenmusiker * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer [[Cyclocross]]fahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * [[Machary (Strzelce Krajeńskie)|Machary]] (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] gsgxtustjqh1wrzy9v0y8ywnus5oj8m 1802561 1802560 2019-03-22T06:25:13Z w>Mehlauge 0 /* Söhne und Töchter der Stadt */ 1802561 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957–1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Nach Kriegsende wurde die Stadt unter [[Volksrepublik Polen|polnische]] Verwaltung gestellt. Die Einwohner wurden von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]] und durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] ersetzt. Zu den neu angesiedelten Polen kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> ==== Einwohnerentwicklung ==== * 1750: 2.051<ref name="RS" /> * 1801: 2.496<ref name="RS" /> * 1840: 4.290<ref name="RS" /> * 1858: 5.371, darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> * 1875: 5.804<ref name="MR">{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=friedeberg.html|name=Landkreis Friedeberg (poln. Strzelce Krajenskie)}}</ref> * 1880: 6.381<ref name="MR" /> * 1890: 6.431, darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> * 1925: 5.591, darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> * 1933: 6.134<ref name="MR" /> * 1939: 5.923<ref name="MR" /> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Karl Heinrich Pudor]] (1777–1839), Altphilologe, Gymnasiallehrer * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Hermann Kreutz]] (* 1931), deutscher Kirchenmusiker * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer [[Cyclocross]]fahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * [[Machary (Strzelce Krajeńskie)|Machary]] (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] kj8mk8syvuz9h3c75r5dii1rtm71317 1802562 1802561 2019-03-23T15:05:12Z w>Färber 0 1802562 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957–1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Nach Kriegsende wurde die Stadt unter [[Volksrepublik Polen|polnische]] Verwaltung gestellt. Die Einwohner wurden von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]] und durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] ersetzt. Zu den neu angesiedelten Polen kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> ==== Einwohnerentwicklung ==== * 1750: 2.051<ref name="RS" /> * 1801: 2.496<ref name="RS" /> * 1840: 4.290<ref name="RS" /> * 1858: 5.371, darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> * 1875: 5.804<ref name="MR">{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=friedeberg.html|name=Landkreis Friedeberg (poln. Strzelce Krajenskie)}}</ref> * 1880: 6.381<ref name="MR" /> * 1890: 6.431, darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> * 1925: 5.591, darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> * 1933: 6.134<ref name="MR" /> * 1939: 5.923<ref name="MR" /> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Karl Heinrich Pudor]] (1777–1839), Altphilologe, Gymnasiallehrer * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke (Mediziner)|Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Hermann Kreutz]] (* 1931), deutscher Kirchenmusiker * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer [[Cyclocross]]fahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * [[Machary (Strzelce Krajeńskie)|Machary]] (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] mf438migd0b4o8xg2vqd7vc6k8qsuj8 1802563 1802562 2019-11-12T08:31:32Z w>Van.ike 0 /* Söhne und Töchter der Stadt */ Theodor Hoffmann 1802563 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957–1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Nach Kriegsende wurde die Stadt unter [[Volksrepublik Polen|polnische]] Verwaltung gestellt. Die Einwohner wurden von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]] und durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] ersetzt. Zu den neu angesiedelten Polen kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> ==== Einwohnerentwicklung ==== * 1750: 2.051<ref name="RS" /> * 1801: 2.496<ref name="RS" /> * 1840: 4.290<ref name="RS" /> * 1858: 5.371, darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> * 1875: 5.804<ref name="MR">{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=friedeberg.html|name=Landkreis Friedeberg (poln. Strzelce Krajenskie)}}</ref> * 1880: 6.381<ref name="MR" /> * 1890: 6.431, darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> * 1925: 5.591, darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> * 1933: 6.134<ref name="MR" /> * 1939: 5.923<ref name="MR" /> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Karl Heinrich Pudor]] (1777–1839), Altphilologe, Gymnasiallehrer * [[Theodor Hoffmann (Sanitätsoffizier)|Theodor Hoffmann]] (1837–1894), deutscher Sanitätsoffizier und Hochschullehrer, auch in Japan * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke (Mediziner)|Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Hermann Kreutz]] (* 1931), deutscher Kirchenmusiker * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer [[Cyclocross]]fahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * [[Machary (Strzelce Krajeńskie)|Machary]] (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] hu6ztt5vw0ireu5lai8y657wziqsfcy 1802564 1802563 2020-09-09T10:23:59Z w>Van.ike 0 /* Söhne und Töchter der Stadt */ Rudolf Hermann Meyer 1802564 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957–1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Nach Kriegsende wurde die Stadt unter [[Volksrepublik Polen|polnische]] Verwaltung gestellt. Die Einwohner wurden von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]] und durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] ersetzt. Zu den neu angesiedelten Polen kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksstamm)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutet.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> ==== Einwohnerentwicklung ==== * 1750: 2.051<ref name="RS" /> * 1801: 2.496<ref name="RS" /> * 1840: 4.290<ref name="RS" /> * 1858: 5.371, darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> * 1875: 5.804<ref name="MR">{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=friedeberg.html|name=Landkreis Friedeberg (poln. Strzelce Krajenskie)}}</ref> * 1880: 6.381<ref name="MR" /> * 1890: 6.431, darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> * 1925: 5.591, darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> * 1933: 6.134<ref name="MR" /> * 1939: 5.923<ref name="MR" /> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Karl Heinrich Pudor]] (1777–1839), Altphilologe, Gymnasiallehrer * [[Theodor Hoffmann (Sanitätsoffizier)|Theodor Hoffmann]] (1837–1894), deutscher Sanitätsoffizier und Hochschullehrer, auch in Japan * [[Rudolf Meyer (Publizist)|Rudolf Hermann Meyer]] (1839–1899), deutscher Politiker und Publizist * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke (Mediziner)|Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Hermann Kreutz]] (* 1931), deutscher Kirchenmusiker * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer [[Cyclocross]]fahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * [[Machary (Strzelce Krajeńskie)|Machary]] (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] se2c0vm9cixfw1nofumtsjohf3egkhz 1802565 1802564 2020-09-09T15:28:03Z w>Gloser 0 Korr., poln. Verw. noch vor Kriegsende 1802565 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957–1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Kriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Im März /April 1945 unterstellte sie die Stadt der Verwaltung der [[Volksrepublik Polen]]. Diese [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieb]] die Einwohner und ersetzte sie durch [[Polen (Ethnie)|Polen]]. Zu den Neusiedlern kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutete.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> ==== Einwohnerentwicklung ==== * 1750: 2.051<ref name="RS" /> * 1801: 2.496<ref name="RS" /> * 1840: 4.290<ref name="RS" /> * 1858: 5.371, darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> * 1875: 5.804<ref name="MR">{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=friedeberg.html|name=Landkreis Friedeberg (poln. Strzelce Krajenskie)}}</ref> * 1880: 6.381<ref name="MR" /> * 1890: 6.431, darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> * 1925: 5.591, darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> * 1933: 6.134<ref name="MR" /> * 1939: 5.923<ref name="MR" /> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Karl Heinrich Pudor]] (1777–1839), Altphilologe, Gymnasiallehrer * [[Theodor Hoffmann (Sanitätsoffizier)|Theodor Hoffmann]] (1837–1894), deutscher Sanitätsoffizier und Hochschullehrer, auch in Japan * [[Rudolf Meyer (Publizist)|Rudolf Hermann Meyer]] (1839–1899), deutscher Politiker und Publizist * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke (Mediziner)|Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Hermann Kreutz]] (* 1931), deutscher Kirchenmusiker * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer [[Cyclocross]]fahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * [[Machary (Strzelce Krajeńskie)|Machary]] (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] nb286codr2xhwvwq2yo6bvocrno4akh 1802566 1802565 2020-11-01T07:30:26Z w>Van.ike 0 /* Söhne und Töchter der Stadt */ Herbert Müller 1802566 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957–1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Kriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Im März /April 1945 unterstellte sie die Stadt der Verwaltung der [[Volksrepublik Polen]]. Diese [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieb]] die Einwohner und ersetzte sie durch [[Polen (Ethnie)|Polen]]. Zu den Neusiedlern kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutete.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> ==== Einwohnerentwicklung ==== * 1750: 2.051<ref name="RS" /> * 1801: 2.496<ref name="RS" /> * 1840: 4.290<ref name="RS" /> * 1858: 5.371, darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> * 1875: 5.804<ref name="MR">{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=friedeberg.html|name=Landkreis Friedeberg (poln. Strzelce Krajenskie)}}</ref> * 1880: 6.381<ref name="MR" /> * 1890: 6.431, darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> * 1925: 5.591, darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> * 1933: 6.134<ref name="MR" /> * 1939: 5.923<ref name="MR" /> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Karl Heinrich Pudor]] (1777–1839), Altphilologe, Gymnasiallehrer * [[Theodor Hoffmann (Sanitätsoffizier)|Theodor Hoffmann]] (1837–1894), deutscher Sanitätsoffizier und Hochschullehrer, auch in Japan * [[Rudolf Meyer (Publizist)|Rudolf Hermann Meyer]] (1839–1899), deutscher Politiker und Publizist * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke (Mediziner)|Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Herbert Müller (Hockeyspieler)|Herbert Müller]] (1904–1966), deutscher Hockeyspieler, Bronzemedaillengewinner bei Olympia * [[Hermann Kreutz]] (* 1931), deutscher Kirchenmusiker * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer [[Cyclocross]]fahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * [[Machary (Strzelce Krajeńskie)|Machary]] (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] t2l3itplmht75ayg9v9zfx7r8zex8cj 1802567 1802566 2020-11-22T16:41:02Z w>Turpit 0 /* Söhne und Töchter der Stadt */ + Ernst von Petersdorff 1802567 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957–1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Kriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Im März /April 1945 unterstellte sie die Stadt der Verwaltung der [[Volksrepublik Polen]]. Diese [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieb]] die Einwohner und ersetzte sie durch [[Polen (Ethnie)|Polen]]. Zu den Neusiedlern kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutete.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> ==== Einwohnerentwicklung ==== * 1750: 2.051<ref name="RS" /> * 1801: 2.496<ref name="RS" /> * 1840: 4.290<ref name="RS" /> * 1858: 5.371, darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> * 1875: 5.804<ref name="MR">{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=friedeberg.html|name=Landkreis Friedeberg (poln. Strzelce Krajenskie)}}</ref> * 1880: 6.381<ref name="MR" /> * 1890: 6.431, darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> * 1925: 5.591, darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> * 1933: 6.134<ref name="MR" /> * 1939: 5.923<ref name="MR" /> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Karl Heinrich Pudor]] (1777–1839), Altphilologe, Gymnasiallehrer * [[Theodor Hoffmann (Sanitätsoffizier)|Theodor Hoffmann]] (1837–1894), deutscher Sanitätsoffizier und Hochschullehrer, auch in Japan * [[Rudolf Meyer (Publizist)|Rudolf Hermann Meyer]] (1839–1899), deutscher Politiker und Publizist * [[Ernst von Petersdorff]] (1841–1903), preußischer Generalleutnant und Kommandeur der 17. Division * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke (Mediziner)|Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Herbert Müller (Hockeyspieler)|Herbert Müller]] (1904–1966), deutscher Hockeyspieler, Bronzemedaillengewinner bei Olympia * [[Hermann Kreutz]] (* 1931), deutscher Kirchenmusiker * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * [[Machary (Strzelce Krajeńskie)|Machary]] (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] qk6dosim9yh179kpehlh1bymx5a2mtf 1802568 1802567 2020-12-14T09:46:21Z w>Jack User 0 1802568 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957–1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Kriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Im März /April 1945 unterstellte sie die Stadt der Verwaltung der [[Volksrepublik Polen]]. Diese [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieb]] die Einwohner und ersetzte sie durch [[Polen (Ethnie)|Polen]]. Zu den Neusiedlern kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutete.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> ==== Einwohnerentwicklung ==== * 1750: 2.051<ref name="RS" /> * 1801: 2.496<ref name="RS" /> * 1840: 4.290<ref name="RS" /> * 1858: 5.371, darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> * 1875: 5.804<ref name="MR">{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=friedeberg.html|name=Landkreis Friedeberg (poln. Strzelce Krajenskie)}}</ref> * 1880: 6.381<ref name="MR" /> * 1890: 6.431, darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> * 1925: 5.591, darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> * 1933: 6.134<ref name="MR" /> * 1939: 5.923<ref name="MR" /> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Karl Heinrich Pudor]] (1777–1839), Altphilologe, Gymnasiallehrer * [[Theodor Hoffmann (Mediziner)|Theodor Hoffmann]] (1837–1894), deutscher Sanitätsoffizier und Hochschullehrer, auch in Japan * [[Rudolf Meyer (Publizist)|Rudolf Hermann Meyer]] (1839–1899), deutscher Politiker und Publizist * [[Ernst von Petersdorff]] (1841–1903), preußischer Generalleutnant und Kommandeur der 17. Division * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke (Mediziner)|Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Herbert Müller (Hockeyspieler)|Herbert Müller]] (1904–1966), deutscher Hockeyspieler, Bronzemedaillengewinner bei Olympia * [[Hermann Kreutz]] (* 1931), deutscher Kirchenmusiker * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * [[Machary (Strzelce Krajeńskie)|Machary]] (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] 6shmlz12nphbi47biqntco8dvscg2j0 1802569 1802568 2021-04-10T18:43:42Z 2A02:8108:41C0:5544:9492:1ACB:95B8:4FC4 /* Söhne und Töchter der Stadt */ im Ortsteil Gilów/Geilenfelde geboren 1802569 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957–1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Kriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Im März /April 1945 unterstellte sie die Stadt der Verwaltung der [[Volksrepublik Polen]]. Diese [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieb]] die Einwohner und ersetzte sie durch [[Polen (Ethnie)|Polen]]. Zu den Neusiedlern kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutete.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> ==== Einwohnerentwicklung ==== * 1750: 2.051<ref name="RS" /> * 1801: 2.496<ref name="RS" /> * 1840: 4.290<ref name="RS" /> * 1858: 5.371, darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> * 1875: 5.804<ref name="MR">{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=friedeberg.html|name=Landkreis Friedeberg (poln. Strzelce Krajenskie)}}</ref> * 1880: 6.381<ref name="MR" /> * 1890: 6.431, darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> * 1925: 5.591, darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> * 1933: 6.134<ref name="MR" /> * 1939: 5.923<ref name="MR" /> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Karl Heinrich Pudor]] (1777–1839), Altphilologe, Gymnasiallehrer * [[Theodor Hoffmann (Mediziner)|Theodor Hoffmann]] (1837–1894), deutscher Sanitätsoffizier und Hochschullehrer, auch in Japan * [[Rudolf Meyer (Publizist)|Rudolf Hermann Meyer]] (1839–1899), deutscher Politiker und Publizist * [[Ernst von Petersdorff]] (1841–1903), preußischer Generalleutnant und Kommandeur der 17. Division * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke (Mediziner)|Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Herbert Müller (Hockeyspieler)|Herbert Müller]] (1904–1966), deutscher Hockeyspieler, Bronzemedaillengewinner bei Olympia * [[Hermann Kreutz]] (* 1931), deutscher Kirchenmusiker * [[Edward Włodarczyk]] (1946–2021), polnischer Historiker * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * [[Machary (Strzelce Krajeńskie)|Machary]] (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] cncc6zwgkge29f31f0wodb2n0mtjam0 1802570 1802569 2021-04-11T17:22:32Z w>Turpit 0 /* Söhne und Töchter der Stadt */ beide laut Personenartikeln nicht in der Stadt geboren 1802570 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957–1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Kriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Im März /April 1945 unterstellte sie die Stadt der Verwaltung der [[Volksrepublik Polen]]. Diese [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieb]] die Einwohner und ersetzte sie durch [[Polen (Ethnie)|Polen]]. Zu den Neusiedlern kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutete.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> ==== Einwohnerentwicklung ==== * 1750: 2.051<ref name="RS" /> * 1801: 2.496<ref name="RS" /> * 1840: 4.290<ref name="RS" /> * 1858: 5.371, darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> * 1875: 5.804<ref name="MR">{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=friedeberg.html|name=Landkreis Friedeberg (poln. Strzelce Krajenskie)}}</ref> * 1880: 6.381<ref name="MR" /> * 1890: 6.431, darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> * 1925: 5.591, darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> * 1933: 6.134<ref name="MR" /> * 1939: 5.923<ref name="MR" /> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Karl Heinrich Pudor]] (1777–1839), deutscher Altphilologe und Gymnasiallehrer * [[Theodor Hoffmann (Mediziner)|Theodor Hoffmann]] (1837–1894), deutscher Sanitätsoffizier und Hochschullehrer, auch in Japan * [[Rudolf Meyer (Publizist)|Rudolf Hermann Meyer]] (1839–1899), deutscher Politiker und Publizist * [[Ernst von Petersdorff]] (1841–1903), preußischer Generalleutnant und Kommandeur der 17. Division * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke (Mediziner)|Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Herbert Müller (Hockeyspieler)|Herbert Müller]] (1904–1966), deutscher Hockeyspieler, Bronzemedaillengewinner bei Olympia * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * [[Machary (Strzelce Krajeńskie)|Machary]] (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] ouiychhanfw27ncazgo0kqlfn2kh7yt 1802571 1802570 2021-04-12T04:35:59Z w>Lorenz Ernst 0 /* Geschichte */ 1802571 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957–1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Kriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Im März /April 1945 unterstellte sie die Stadt der Verwaltung der [[Volksrepublik Polen]]. Diese [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieb]] die Einwohner und ersetzte sie durch [[Polen (Ethnie)|Polen]]. Zu den Neusiedlern kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksgruppe)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutete.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> ==== Einwohnerentwicklung ==== * 1750: 2.051<ref name="RS" /> * 1801: 2.496<ref name="RS" /> * 1840: 4.290<ref name="RS" /> * 1858: 5.371, darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> * 1875: 5.804<ref name="MR">{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=friedeberg.html|name=Landkreis Friedeberg (poln. Strzelce Krajenskie)}}</ref> * 1880: 6.381<ref name="MR" /> * 1890: 6.431, darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> * 1925: 5.591, darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> * 1933: 6.134<ref name="MR" /> * 1939: 5.923<ref name="MR" /> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Karl Heinrich Pudor]] (1777–1839), deutscher Altphilologe und Gymnasiallehrer * [[Theodor Hoffmann (Mediziner)|Theodor Hoffmann]] (1837–1894), deutscher Sanitätsoffizier und Hochschullehrer, auch in Japan * [[Rudolf Meyer (Publizist)|Rudolf Hermann Meyer]] (1839–1899), deutscher Politiker und Publizist * [[Ernst von Petersdorff]] (1841–1903), preußischer Generalleutnant und Kommandeur der 17. Division * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke (Mediziner)|Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Herbert Müller (Hockeyspieler)|Herbert Müller]] (1904–1966), deutscher Hockeyspieler, Bronzemedaillengewinner bei Olympia * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenau'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * [[Machary (Strzelce Krajeńskie)|Machary]] (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] 7klxhbpq1kq7gb6jxdhrmuwiqqs78ed 1802572 1802571 2021-04-12T04:38:33Z w>Lorenz Ernst 0 /* Gemeindegliederung */ nach bestem Wissen und Gewissen 1802572 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957–1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Kriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Im März /April 1945 unterstellte sie die Stadt der Verwaltung der [[Volksrepublik Polen]]. Diese [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieb]] die Einwohner und ersetzte sie durch [[Polen (Ethnie)|Polen]]. Zu den Neusiedlern kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksgruppe)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutete.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> ==== Einwohnerentwicklung ==== * 1750: 2.051<ref name="RS" /> * 1801: 2.496<ref name="RS" /> * 1840: 4.290<ref name="RS" /> * 1858: 5.371, darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> * 1875: 5.804<ref name="MR">{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=friedeberg.html|name=Landkreis Friedeberg (poln. Strzelce Krajenskie)}}</ref> * 1880: 6.381<ref name="MR" /> * 1890: 6.431, darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> * 1925: 5.591, darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> * 1933: 6.134<ref name="MR" /> * 1939: 5.923<ref name="MR" /> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Karl Heinrich Pudor]] (1777–1839), deutscher Altphilologe und Gymnasiallehrer * [[Theodor Hoffmann (Mediziner)|Theodor Hoffmann]] (1837–1894), deutscher Sanitätsoffizier und Hochschullehrer, auch in Japan * [[Rudolf Meyer (Publizist)|Rudolf Hermann Meyer]] (1839–1899), deutscher Politiker und Publizist * [[Ernst von Petersdorff]] (1841–1903), preußischer Generalleutnant und Kommandeur der 17. Division * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke (Mediziner)|Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Herbert Müller (Hockeyspieler)|Herbert Müller]] (1904–1966), deutscher Hockeyspieler, Bronzemedaillengewinner bei Olympia * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenow'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * [[Machary (Strzelce Krajeńskie)|Machary]] (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] cnbazj8gm3bpvd9czkqnumanq9p41o6 1802573 1802572 2021-04-19T17:22:48Z w>Matthäus Edinger 0 /* Söhne und Töchter der Stadt */ Ernst Garden 1802573 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957–1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel- Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Kriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Im März /April 1945 unterstellte sie die Stadt der Verwaltung der [[Volksrepublik Polen]]. Diese [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieb]] die Einwohner und ersetzte sie durch [[Polen (Ethnie)|Polen]]. Zu den Neusiedlern kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksgruppe)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutete.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> ==== Einwohnerentwicklung ==== * 1750: 2.051<ref name="RS" /> * 1801: 2.496<ref name="RS" /> * 1840: 4.290<ref name="RS" /> * 1858: 5.371, darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> * 1875: 5.804<ref name="MR">{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=friedeberg.html|name=Landkreis Friedeberg (poln. Strzelce Krajenskie)}}</ref> * 1880: 6.381<ref name="MR" /> * 1890: 6.431, darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> * 1925: 5.591, darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> * 1933: 6.134<ref name="MR" /> * 1939: 5.923<ref name="MR" /> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Karl Heinrich Pudor]] (1777–1839), deutscher Altphilologe und Gymnasiallehrer * [[Theodor Hoffmann (Mediziner)|Theodor Hoffmann]] (1837–1894), deutscher Sanitätsoffizier und Hochschullehrer, auch in Japan * [[Rudolf Meyer (Publizist)|Rudolf Hermann Meyer]] (1839–1899), deutscher Politiker und Publizist * [[Ernst von Petersdorff]] (1841–1903), preußischer Generalleutnant und Kommandeur der 17. Division * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke (Mediziner)|Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Ernst Garden]] (1900–1945), deutscher Filmproduktionsleiter * [[Herbert Müller (Hockeyspieler)|Herbert Müller]] (1904–1966), deutscher Hockeyspieler, Bronzemedaillengewinner bei Olympia * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenow'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * [[Machary (Strzelce Krajeńskie)|Machary]] (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] 1sfxv3ldh6ws0rg2rnbo32i21ev2kyu 1802574 1802573 2021-05-03T20:10:19Z w>MacOrcas 0 Leerzeichen vor/nach Bindestrich korrigiert 1802574 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957–1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel-, Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Kriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Im März /April 1945 unterstellte sie die Stadt der Verwaltung der [[Volksrepublik Polen]]. Diese [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieb]] die Einwohner und ersetzte sie durch [[Polen (Ethnie)|Polen]]. Zu den Neusiedlern kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksgruppe)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutete.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> ==== Einwohnerentwicklung ==== * 1750: 2.051<ref name="RS" /> * 1801: 2.496<ref name="RS" /> * 1840: 4.290<ref name="RS" /> * 1858: 5.371, darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> * 1875: 5.804<ref name="MR">{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=friedeberg.html|name=Landkreis Friedeberg (poln. Strzelce Krajenskie)}}</ref> * 1880: 6.381<ref name="MR" /> * 1890: 6.431, darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> * 1925: 5.591, darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> * 1933: 6.134<ref name="MR" /> * 1939: 5.923<ref name="MR" /> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Karl Heinrich Pudor]] (1777–1839), deutscher Altphilologe und Gymnasiallehrer * [[Theodor Hoffmann (Mediziner)|Theodor Hoffmann]] (1837–1894), deutscher Sanitätsoffizier und Hochschullehrer, auch in Japan * [[Rudolf Meyer (Publizist)|Rudolf Hermann Meyer]] (1839–1899), deutscher Politiker und Publizist * [[Ernst von Petersdorff]] (1841–1903), preußischer Generalleutnant und Kommandeur der 17. Division * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke (Mediziner)|Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Ernst Garden]] (1900–1945), deutscher Filmproduktionsleiter * [[Herbert Müller (Hockeyspieler)|Herbert Müller]] (1904–1966), deutscher Hockeyspieler, Bronzemedaillengewinner bei Olympia * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenow'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * [[Machary (Strzelce Krajeńskie)|Machary]] (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] fhdhdcqchapxph0jx5yigjiqi2xzlcp 1802575 1802574 2021-12-09T16:07:25Z w>Loper12321 0 /* Söhne und Töchter der Stadt */ 1802575 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odra/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957–1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel-, Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Kriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Im März /April 1945 unterstellte sie die Stadt der Verwaltung der [[Volksrepublik Polen]]. Diese [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieb]] die Einwohner und ersetzte sie durch [[Polen (Ethnie)|Polen]]. Zu den Neusiedlern kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksgruppe)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutete.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> ==== Einwohnerentwicklung ==== * 1750: 2.051<ref name="RS" /> * 1801: 2.496<ref name="RS" /> * 1840: 4.290<ref name="RS" /> * 1858: 5.371, darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> * 1875: 5.804<ref name="MR">{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=friedeberg.html|name=Landkreis Friedeberg (poln. Strzelce Krajenskie)}}</ref> * 1880: 6.381<ref name="MR" /> * 1890: 6.431, darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> * 1925: 5.591, darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> * 1933: 6.134<ref name="MR" /> * 1939: 5.923<ref name="MR" /> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Karl Heinrich Pudor]] (1777–1839), deutscher Altphilologe und Gymnasiallehrer * [[Theodor Hoffmann (Mediziner)|Theodor Hoffmann]] (1837–1894), deutscher Sanitätsoffizier und Hochschullehrer, auch in Japan * [[Rudolf Meyer (Publizist)|Rudolf Hermann Meyer]] (1839–1899), deutscher Politiker und Publizist * [[Ernst von Petersdorff]] (1841–1903), preußischer Generalleutnant und Kommandeur der 17. Division * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke (Mediziner)|Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Ernst Garden]] (1900–1945), deutscher Filmproduktionsleiter * [[Herbert Müller (Hockeyspieler)|Herbert Müller]] (1904–1966), deutscher Hockeyspieler, Bronzemedaillengewinner bei Olympia * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer * [[Michał Paluta]] (* 1995), Radrennfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenow'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * [[Machary (Strzelce Krajeńskie)|Machary]] (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] rddys31q4i45s3ieaz3570d3d50xi1c 1802576 1802575 2021-12-11T01:57:31Z w>Monow 0 Korrekte Schreibweise 1802576 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odrą/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg_Kr_Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957–1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel-, Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Kriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Im März /April 1945 unterstellte sie die Stadt der Verwaltung der [[Volksrepublik Polen]]. Diese [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieb]] die Einwohner und ersetzte sie durch [[Polen (Ethnie)|Polen]]. Zu den Neusiedlern kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksgruppe)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutete.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> ==== Einwohnerentwicklung ==== * 1750: 2.051<ref name="RS" /> * 1801: 2.496<ref name="RS" /> * 1840: 4.290<ref name="RS" /> * 1858: 5.371, darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> * 1875: 5.804<ref name="MR">{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=friedeberg.html|name=Landkreis Friedeberg (poln. Strzelce Krajenskie)}}</ref> * 1880: 6.381<ref name="MR" /> * 1890: 6.431, darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> * 1925: 5.591, darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> * 1933: 6.134<ref name="MR" /> * 1939: 5.923<ref name="MR" /> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Karl Heinrich Pudor]] (1777–1839), deutscher Altphilologe und Gymnasiallehrer * [[Theodor Hoffmann (Mediziner)|Theodor Hoffmann]] (1837–1894), deutscher Sanitätsoffizier und Hochschullehrer, auch in Japan * [[Rudolf Meyer (Publizist)|Rudolf Hermann Meyer]] (1839–1899), deutscher Politiker und Publizist * [[Ernst von Petersdorff]] (1841–1903), preußischer Generalleutnant und Kommandeur der 17. Division * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke (Mediziner)|Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Ernst Garden]] (1900–1945), deutscher Filmproduktionsleiter * [[Herbert Müller (Hockeyspieler)|Herbert Müller]] (1904–1966), deutscher Hockeyspieler, Bronzemedaillengewinner bei Olympia * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer * [[Michał Paluta]] (* 1995), Radrennfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenow'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * [[Machary (Strzelce Krajeńskie)|Machary]] (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{DEFAULTSORT:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] k7m9cgb1lyf6e6opa8rhdk65600e4oo 1802577 1802576 2022-01-10T08:33:55Z w>Wurgl 0 +Normdaten, Wikilink formatiert, deutsche Schlüsselworte 1802577 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odrą/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' (deutsch ''Friedeberg (Neumark)'') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Strzelce Krajeńskie liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg Kr Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957–1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel-, Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.100 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Kriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Im März /April 1945 unterstellte sie die Stadt der Verwaltung der [[Volksrepublik Polen]]. Diese [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieb]] die Einwohner und ersetzte sie durch [[Polen (Ethnie)|Polen]]. Zu den Neusiedlern kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksgruppe)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutete.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> ==== Einwohnerentwicklung ==== * 1750: 2.051<ref name="RS" /> * 1801: 2.496<ref name="RS" /> * 1840: 4.290<ref name="RS" /> * 1858: 5.371, darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> * 1875: 5.804<ref name="MR">{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=friedeberg.html|name=Landkreis Friedeberg (poln. Strzelce Krajenskie)}}</ref> * 1880: 6.381<ref name="MR" /> * 1890: 6.431, darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> * 1925: 5.591, darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> * 1933: 6.134<ref name="MR" /> * 1939: 5.923<ref name="MR" /> === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Karl Heinrich Pudor]] (1777–1839), deutscher Altphilologe und Gymnasiallehrer * [[Theodor Hoffmann (Mediziner)|Theodor Hoffmann]] (1837–1894), deutscher Sanitätsoffizier und Hochschullehrer, auch in Japan * [[Rudolf Meyer (Publizist)|Rudolf Hermann Meyer]] (1839–1899), deutscher Politiker und Publizist * [[Ernst von Petersdorff]] (1841–1903), preußischer Generalleutnant und Kommandeur der 17. Division * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke (Mediziner)|Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Ernst Garden]] (1900–1945), deutscher Filmproduktionsleiter * [[Herbert Müller (Hockeyspieler)|Herbert Müller]] (1904–1966), deutscher Hockeyspieler, Bronzemedaillengewinner bei Olympia * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer * [[Michał Paluta]] (* 1995), Radrennfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenow'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * [[Machary (Strzelce Krajeńskie)|Machary]] (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{Normdaten|TYP=g|GND=7533452-5|VIAF=248756288}} {{SORTIERUNG:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] kyytrurfmnenp4jinreo4nb34qlr022 1802578 1802577 2022-01-25T21:56:28Z w>Boddenheim 0 Tabelle gerahmt 1802578 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odrą/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' ({{DeS}} '''Friedeberg (Neumark)''') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Die Stadt liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg Kr Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957–1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel-, Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.00 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Kriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Im März /April 1945 unterstellte sie die Stadt der Verwaltung der [[Volksrepublik Polen]]. Es begann nun die Zuwanderung von Migranten, die anfangs vorwiegend aus von der [[Sowjetunion]] beanspruchten Gebieten östlich der [[Curzon-Linie]] kamen, der sogenannten [[Kresy]]. In der Folgezeit unternahm die örtliche polnische Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|die „wilde“ Vertreibung]] der einheimischen Bevölkerung, um sie durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] zu ersetzen. Zu den Neusiedlern kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksgruppe)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutete.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Demographie === {| class="wikitable" |+ Bevölkerungsentwicklung bis 1945 |- class="hintergrundfarbe6" ! Jahr ! Einwohner ! Anmerkungen |- | 1750 || align=center | 2051 || <ref name="RS" /> |- | 1801 || align=center | 2496 || <ref name="RS" /> |- | 1802 || align="center" | 2317 || <ref name="Krug" >Alexander August Mützell und [[Leopold Krug (Ökonom)|Leopold Krug]]: ''Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preußischen Staats'', Band 5: ''T–Z'', Halle 1823, [https://books.google.de/books?id=cDzRAAAAMAAJ&pg=PA280 S. 280–287, Ziffer 174.]</ref> |- | 1810 || align="center" | 2696 || <ref name="Krug" /> |- | 1816 || align=center | 2963 || davon Evangelische, Katholiken und Juden (sechs Schullehrer und -lehrerinnen)<ref name="Krug" /> |- | 1821 || align=center | || in 402 Privatwohnhäusern<ref name="Krug" /> |- | 1840 || align=center | 4290 || <ref name="RS" /> |- | 1858 || align=center | 5371 || darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> |- | 1875 || align=center | 5804 || <ref name="MR">{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=friedeberg.html|name=Landkreis Friedeberg (poln. Strzelce Krajenskie)}}</ref> |- | 1880 || align=center | 6381 || <ref name="MR" /> |- | 1890 || align=center | 6431 || darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> |- | 1925 || align=center | 5591 || darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> |- | 1933 || align=center | 6134 ||<ref name="MR" /> |- | 1939 || align=center | 5923 || <ref name="MR" /> |} === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Karl Heinrich Pudor]] (1777–1839), deutscher Altphilologe und Gymnasiallehrer * [[Theodor Hoffmann (Mediziner)|Theodor Hoffmann]] (1837–1894), deutscher Sanitätsoffizier und Hochschullehrer, auch in Japan * [[Rudolf Meyer (Publizist)|Rudolf Hermann Meyer]] (1839–1899), deutscher Politiker und Publizist * [[Ernst von Petersdorff]] (1841–1903), preußischer Generalleutnant und Kommandeur der 17. Division * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke (Mediziner)|Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Ernst Garden]] (1900–1945), deutscher Filmproduktionsleiter * [[Herbert Müller (Hockeyspieler)|Herbert Müller]] (1904–1966), deutscher Hockeyspieler, Bronzemedaillengewinner bei Olympia * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer * [[Michał Paluta]] (* 1995), Radrennfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenow'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * [[Machary (Strzelce Krajeńskie)|Machary]] (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{Normdaten|TYP=g|GND=7533452-5|VIAF=248756288}} {{SORTIERUNG:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] orxksoslqp6f09a2p9kq82t1mnuswpx 1802579 1802578 2022-01-25T22:04:05Z w>Boddenheim 0 /* Demographie */ Bev.-Statistik 1802579 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odrą/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' ({{DeS}} '''Friedeberg (Neumark)''') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Die Stadt liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg Kr Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957–1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel-, Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.00 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Kriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Im März /April 1945 unterstellte sie die Stadt der Verwaltung der [[Volksrepublik Polen]]. Es begann nun die Zuwanderung von Migranten, die anfangs vorwiegend aus von der [[Sowjetunion]] beanspruchten Gebieten östlich der [[Curzon-Linie]] kamen, der sogenannten [[Kresy]]. In der Folgezeit unternahm die örtliche polnische Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|die „wilde“ Vertreibung]] der einheimischen Bevölkerung, um sie durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] zu ersetzen. Zu den Neusiedlern kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksgruppe)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutete.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Demographie === {| class="wikitable" |+ Bevölkerungsentwicklung bis 1945 |- class="hintergrundfarbe6" ! Jahr ! Einwohner ! Anmerkungen |- | 1750 || align=center | 2051 || <ref name="RS" /> |- | 1801 || align=center | 2496 || <ref name="RS" /> |- | 1802 || align="center" | 2317 || <ref name="Krug" >Alexander August Mützell und [[Leopold Krug (Ökonom)|Leopold Krug]]: ''Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preußischen Staats'', Band 5: ''T–Z'', Halle 1823, [https://books.google.de/books?id=cDzRAAAAMAAJ&pg=PA280 S. 280–287, Ziffer 174.]</ref> |- | 1810 || align="center" | 2696 || <ref name="Krug" /> |- | 1816 || align=center | 2963 || davon 2842 Evangelische, acht Katholiken und 113 Juden (sieben Schullehrer und -lehrerinnen)<ref name="Krug" /> |- | 1821 || align=center | 3317 || in 402 Privatwohnhäusern<ref name="Krug" /> |- | 1840 || align=center | 4290 || <ref name="RS" /> |- | 1858 || align=center | 5371 || darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> |- | 1875 || align=center | 5804 || <ref name="MR">{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=friedeberg.html|name=Landkreis Friedeberg (poln. Strzelce Krajenskie)}}</ref> |- | 1880 || align=center | 6381 || <ref name="MR" /> |- | 1890 || align=center | 6431 || darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> |- | 1925 || align=center | 5591 || darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> |- | 1933 || align=center | 6134 ||<ref name="MR" /> |- | 1939 || align=center | 5923 || <ref name="MR" /> |} === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Karl Heinrich Pudor]] (1777–1839), deutscher Altphilologe und Gymnasiallehrer * [[Theodor Hoffmann (Mediziner)|Theodor Hoffmann]] (1837–1894), deutscher Sanitätsoffizier und Hochschullehrer, auch in Japan * [[Rudolf Meyer (Publizist)|Rudolf Hermann Meyer]] (1839–1899), deutscher Politiker und Publizist * [[Ernst von Petersdorff]] (1841–1903), preußischer Generalleutnant und Kommandeur der 17. Division * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke (Mediziner)|Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Ernst Garden]] (1900–1945), deutscher Filmproduktionsleiter * [[Herbert Müller (Hockeyspieler)|Herbert Müller]] (1904–1966), deutscher Hockeyspieler, Bronzemedaillengewinner bei Olympia * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer * [[Michał Paluta]] (* 1995), Radrennfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenow'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * [[Machary (Strzelce Krajeńskie)|Machary]] (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{Normdaten|TYP=g|GND=7533452-5|VIAF=248756288}} {{SORTIERUNG:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] 6fnols2x389ulabtmntpdczxoxmwtjb 1802580 1802579 2022-01-25T23:03:42Z w>Boddenheim 0 /* Demographie */ Bev.-Statistik 1802580 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odrą/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' ({{DeS}} '''Friedeberg (Neumark)''') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Die Stadt liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg Kr Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957–1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel-, Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.00 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Kriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Im März /April 1945 unterstellte sie die Stadt der Verwaltung der [[Volksrepublik Polen]]. Es begann nun die Zuwanderung von Migranten, die anfangs vorwiegend aus von der [[Sowjetunion]] beanspruchten Gebieten östlich der [[Curzon-Linie]] kamen, der sogenannten [[Kresy]]. In der Folgezeit unternahm die örtliche polnische Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|die „wilde“ Vertreibung]] der einheimischen Bevölkerung, um sie durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] zu ersetzen. Zu den Neusiedlern kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksgruppe)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutete.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Demographie === {| class="wikitable" |+ Bevölkerungsentwicklung bis 1945 |- class="hintergrundfarbe6" ! Jahr ! Einwohner ! Anmerkungen |- | 1750 || align=center | 2051 || <ref name="RS" /> |- | 1801 || align=center | 2496 || <ref name="RS" /> |- | 1802 || align="center" | 2317 || <ref name="Krug" >Alexander August Mützell und [[Leopold Krug (Ökonom)|Leopold Krug]]: ''Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preußischen Staats'', Band 5: ''T–Z'', Halle 1823, [https://books.google.de/books?id=cDzRAAAAMAAJ&pg=PA280 S. 280–287, Ziffer 174.]</ref> |- | 1810 || align="center" | 2696 || <ref name="Krug" /> |- | 1816 || align=center | 2963 || davon 2842 Evangelische, acht Katholiken und 113 Juden (sieben Schullehrer und -lehrerinnen)<ref name="Krug" /> |- | 1821 || align=center | 3317 || in 402 Privatwohnhäusern<ref name="Krug" /> |- | 1840 || align=center | 4290 || <ref name="RS" /> |- | 1858 || align=center | 5371 || darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> |- | 1875 || align=center | 5804 || <ref name="MR">{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=friedeberg.html|name=Landkreis Friedeberg (poln. Strzelce Krajenskie)}}</ref> |- | 1880 || align=center | 6381 || <ref name="MR" /> |- | 1890 || align=center | 6431 || darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> |- | 1910 || align=center | 5460 || am 1. Dezember<ref name="MeyersGaz" >[https://www.meyersgaz.org/place/10513029 Friedeberg, Neumark], in: ''Meyers Gazetteer'' (mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Friedeberg)</ref><ref>[https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?brandenburg/friedeberg.htm Landkreis Friedeberg] - gemeindeverzeichnis.de (U. Schubert, 2021)</ref> |- | 1925 || align=center | 5591 || darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> |- | 1933 || align=center | 6134 ||<ref name="MR" /> |- | 1939 || align=center | 5923 || <ref name="MR" /> |} === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Karl Heinrich Pudor]] (1777–1839), deutscher Altphilologe und Gymnasiallehrer * [[Theodor Hoffmann (Mediziner)|Theodor Hoffmann]] (1837–1894), deutscher Sanitätsoffizier und Hochschullehrer, auch in Japan * [[Rudolf Meyer (Publizist)|Rudolf Hermann Meyer]] (1839–1899), deutscher Politiker und Publizist * [[Ernst von Petersdorff]] (1841–1903), preußischer Generalleutnant und Kommandeur der 17. Division * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke (Mediziner)|Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Ernst Garden]] (1900–1945), deutscher Filmproduktionsleiter * [[Herbert Müller (Hockeyspieler)|Herbert Müller]] (1904–1966), deutscher Hockeyspieler, Bronzemedaillengewinner bei Olympia * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer * [[Michał Paluta]] (* 1995), Radrennfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenow'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * [[Machary (Strzelce Krajeńskie)|Machary]] (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{Normdaten|TYP=g|GND=7533452-5|VIAF=248756288}} {{SORTIERUNG:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] twavz90uzywu3i8082afz2bj647ppff 1802581 1802580 2022-01-25T23:17:02Z w>Boddenheim 0 /* Demographie */ Bev.-Statistik 1802581 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odrą/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' ({{DeS}} '''Friedeberg (Neumark)''') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Die Stadt liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg Kr Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957–1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel-, Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.00 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Kriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Im März /April 1945 unterstellte sie die Stadt der Verwaltung der [[Volksrepublik Polen]]. Es begann nun die Zuwanderung von Migranten, die anfangs vorwiegend aus von der [[Sowjetunion]] beanspruchten Gebieten östlich der [[Curzon-Linie]] kamen, der sogenannten [[Kresy]]. In der Folgezeit unternahm die örtliche polnische Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|die „wilde“ Vertreibung]] der einheimischen Bevölkerung, um sie durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] zu ersetzen. Zu den Neusiedlern kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksgruppe)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutete.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Demographie === {| class="wikitable" |+ Bevölkerungsentwicklung bis 1945 |- class="hintergrundfarbe6" ! Jahr ! Einwohner ! Anmerkungen |- | 1750 || align=center | 2051 || <ref name="RS" /> |- | 1801 || align=center | 2496 || <ref name="RS" /> |- | 1802 || align="center" | 2317 || <ref name="Krug" >Alexander August Mützell und [[Leopold Krug (Ökonom)|Leopold Krug]]: ''Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preußischen Staats'', Band 5: ''T–Z'', Halle 1823, [https://books.google.de/books?id=cDzRAAAAMAAJ&pg=PA280 S. 280–287, Ziffer 174.]</ref> |- | 1810 || align="center" | 2696 || <ref name="Krug" /> |- | 1816 || align=center | 2963 || davon 2842 Evangelische, acht Katholiken und 113 Juden (sieben Schullehrer und -lehrerinnen)<ref name="Krug" /> |- | 1821 || align=center | 3317 || in 402 Privatwohnhäusern<ref name="Krug" /> |- | 1840 || align=center | 4290 || <ref name="RS" /> |- | 1858 || align=center | 5371 || darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> |- | 1875 || align=center | 5804 || <ref name="MR">{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=friedeberg.html|name=Landkreis Friedeberg (poln. Strzelce Krajenskie)}}</ref> |- | 1880 || align=center | 6381 || <ref name="MR" /> |- | 1890 || align=center | 6431 || darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> |- | 1900 || style="text-align:center" | 6056 ||<ref>''Meyers Großes Konversations-Lexikon'', Band 7, Leipzig/Wien 1907, [http://www.zeno.org/Meyers-1905/K/meyers-1905-007-0106 S. 106–107. ].</ref> |- | 1910 || align=center | 5460 || am 1. Dezember<ref name="MeyersGaz" >[https://www.meyersgaz.org/place/10513029 Friedeberg, Neumark], in: ''Meyers Gazetteer'' (mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Friedeberg)</ref><ref>[https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?brandenburg/friedeberg.htm Landkreis Friedeberg] - gemeindeverzeichnis.de (U. Schubert, 2021)</ref> |- | 1925 || align=center | 5591 || darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> |- | 1933 || align=center | 6134 ||<ref name="MR" /> |- | 1939 || align=center | 5923 || <ref name="MR" /> |} === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Karl Heinrich Pudor]] (1777–1839), deutscher Altphilologe und Gymnasiallehrer * [[Theodor Hoffmann (Mediziner)|Theodor Hoffmann]] (1837–1894), deutscher Sanitätsoffizier und Hochschullehrer, auch in Japan * [[Rudolf Meyer (Publizist)|Rudolf Hermann Meyer]] (1839–1899), deutscher Politiker und Publizist * [[Ernst von Petersdorff]] (1841–1903), preußischer Generalleutnant und Kommandeur der 17. Division * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke (Mediziner)|Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Ernst Garden]] (1900–1945), deutscher Filmproduktionsleiter * [[Herbert Müller (Hockeyspieler)|Herbert Müller]] (1904–1966), deutscher Hockeyspieler, Bronzemedaillengewinner bei Olympia * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer * [[Michał Paluta]] (* 1995), Radrennfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenow'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * [[Machary (Strzelce Krajeńskie)|Machary]] (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{Normdaten|TYP=g|GND=7533452-5|VIAF=248756288}} {{SORTIERUNG:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] 7zh9oln30qvjl5lultxeyu3ad3cvqhs 1802582 1802581 2022-08-21T16:07:58Z w>Orthographus 0 Leerzeichen entfernt 1802582 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odrą/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' ({{DeS}} '''Friedeberg (Neumark)''') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Die Stadt liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg Kr Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957–1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel-, Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.00 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Kriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Im März/April 1945 unterstellte sie die Stadt der Verwaltung der [[Volksrepublik Polen]]. Es begann nun die Zuwanderung von Migranten, die anfangs vorwiegend aus von der [[Sowjetunion]] beanspruchten Gebieten östlich der [[Curzon-Linie]] kamen, der sogenannten [[Kresy]]. In der Folgezeit unternahm die örtliche polnische Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|die „wilde“ Vertreibung]] der einheimischen Bevölkerung, um sie durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] zu ersetzen. Zu den Neusiedlern kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksgruppe)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutete.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Demographie === {| class="wikitable" |+ Bevölkerungsentwicklung bis 1945 |- class="hintergrundfarbe6" ! Jahr ! Einwohner ! Anmerkungen |- | 1750 || align=center | 2051 || <ref name="RS" /> |- | 1801 || align=center | 2496 || <ref name="RS" /> |- | 1802 || align="center" | 2317 || <ref name="Krug" >Alexander August Mützell und [[Leopold Krug (Ökonom)|Leopold Krug]]: ''Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preußischen Staats'', Band 5: ''T–Z'', Halle 1823, [https://books.google.de/books?id=cDzRAAAAMAAJ&pg=PA280 S. 280–287, Ziffer 174.]</ref> |- | 1810 || align="center" | 2696 || <ref name="Krug" /> |- | 1816 || align=center | 2963 || davon 2842 Evangelische, acht Katholiken und 113 Juden (sieben Schullehrer und -lehrerinnen)<ref name="Krug" /> |- | 1821 || align=center | 3317 || in 402 Privatwohnhäusern<ref name="Krug" /> |- | 1840 || align=center | 4290 || <ref name="RS" /> |- | 1858 || align=center | 5371 || darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> |- | 1875 || align=center | 5804 || <ref name="MR">{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=friedeberg.html|name=Landkreis Friedeberg (poln. Strzelce Krajenskie)}}</ref> |- | 1880 || align=center | 6381 || <ref name="MR" /> |- | 1890 || align=center | 6431 || darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> |- | 1900 || style="text-align:center" | 6056 ||<ref>''Meyers Großes Konversations-Lexikon'', Band 7, Leipzig/Wien 1907, [http://www.zeno.org/Meyers-1905/K/meyers-1905-007-0106 S. 106–107. ].</ref> |- | 1910 || align=center | 5460 || am 1. Dezember<ref name="MeyersGaz" >[https://www.meyersgaz.org/place/10513029 Friedeberg, Neumark], in: ''Meyers Gazetteer'' (mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Friedeberg)</ref><ref>[https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?brandenburg/friedeberg.htm Landkreis Friedeberg] - gemeindeverzeichnis.de (U. Schubert, 2021)</ref> |- | 1925 || align=center | 5591 || darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> |- | 1933 || align=center | 6134 ||<ref name="MR" /> |- | 1939 || align=center | 5923 || <ref name="MR" /> |} === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Karl Heinrich Pudor]] (1777–1839), deutscher Altphilologe und Gymnasiallehrer * [[Theodor Hoffmann (Mediziner)|Theodor Hoffmann]] (1837–1894), deutscher Sanitätsoffizier und Hochschullehrer, auch in Japan * [[Rudolf Meyer (Publizist)|Rudolf Hermann Meyer]] (1839–1899), deutscher Politiker und Publizist * [[Ernst von Petersdorff]] (1841–1903), preußischer Generalleutnant und Kommandeur der 17. Division * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke (Mediziner)|Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Ernst Garden]] (1900–1945), deutscher Filmproduktionsleiter * [[Herbert Müller (Hockeyspieler)|Herbert Müller]] (1904–1966), deutscher Hockeyspieler, Bronzemedaillengewinner bei Olympia * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer * [[Michał Paluta]] (* 1995), Radrennfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenow'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * [[Machary (Strzelce Krajeńskie)|Machary]] (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{Normdaten|TYP=g|GND=7533452-5|VIAF=248756288}} {{SORTIERUNG:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] suif6mcy7ro98x72nwlrsb19kgbpuue 1802583 1802582 2022-09-15T05:58:16Z w>5snake5 0 1802583 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odrą/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' ({{DeS}} '''Friedeberg (Neumark)''') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Die Stadt liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. == Stadt Strzelce Krajeńskie == [[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich der Stadt [[Posen]] und südwestlich der Stadt [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung).]] [[Datei:Brandenburg Kr Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] === Geschichte === {| |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} [[Datei:Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|mini|Driesener Tor]] [[Datei:Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|mini|Rathaus]] Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957–1973), bis 1945 evangelisch. Baszta obronna przy drodze wyjazdowej z miasta - Strzelce Krajeńskie - 003545n.jpg|Bauwerk der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Aufnahme 1959) Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert </gallery> Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel-, Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.00 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Kriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Im März/April 1945 unterstellte sie die Stadt der Verwaltung der [[Volksrepublik Polen]]. Es begann nun die Zuwanderung von Migranten, die anfangs vorwiegend aus von der [[Sowjetunion]] beanspruchten Gebieten östlich der [[Curzon-Linie]] kamen, der sogenannten [[Kresy]]. In der Folgezeit unternahm die örtliche polnische Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|die „wilde“ Vertreibung]] der einheimischen Bevölkerung, um sie durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] zu ersetzen. Zu den Neusiedlern kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksgruppe)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutete.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> === Demographie === {| class="wikitable" |+ Bevölkerungsentwicklung bis 1945 |- class="hintergrundfarbe6" ! Jahr ! Einwohner ! Anmerkungen |- | 1750 || align=center | 2051 || <ref name="RS" /> |- | 1801 || align=center | 2496 || <ref name="RS" /> |- | 1802 || align="center" | 2317 || <ref name="Krug" >Alexander August Mützell und [[Leopold Krug (Ökonom)|Leopold Krug]]: ''Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preußischen Staats'', Band 5: ''T–Z'', Halle 1823, [https://books.google.de/books?id=cDzRAAAAMAAJ&pg=PA280 S. 280–287, Ziffer 174.]</ref> |- | 1810 || align="center" | 2696 || <ref name="Krug" /> |- | 1816 || align=center | 2963 || davon 2842 Evangelische, acht Katholiken und 113 Juden (sieben Schullehrer und -lehrerinnen)<ref name="Krug" /> |- | 1821 || align=center | 3317 || in 402 Privatwohnhäusern<ref name="Krug" /> |- | 1840 || align=center | 4290 || <ref name="RS" /> |- | 1858 || align=center | 5371 || darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> |- | 1875 || align=center | 5804 || <ref name="MR">{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=friedeberg.html|name=Landkreis Friedeberg (poln. Strzelce Krajenskie)}}</ref> |- | 1880 || align=center | 6381 || <ref name="MR" /> |- | 1890 || align=center | 6431 || darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> |- | 1900 || style="text-align:center" | 6056 ||<ref>''Meyers Großes Konversations-Lexikon'', Band 7, Leipzig/Wien 1907, [http://www.zeno.org/Meyers-1905/K/meyers-1905-007-0106 S. 106–107. ].</ref> |- | 1910 || align=center | 5460 || am 1. Dezember<ref name="MeyersGaz" >[https://www.meyersgaz.org/place/10513029 Friedeberg, Neumark], in: ''Meyers Gazetteer'' (mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Friedeberg)</ref><ref>[https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?brandenburg/friedeberg.htm Landkreis Friedeberg] - gemeindeverzeichnis.de (U. Schubert, 2021)</ref> |- | 1925 || align=center | 5591 || darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> |- | 1933 || align=center | 6134 ||<ref name="MR" /> |- | 1939 || align=center | 5923 || <ref name="MR" /> |} === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Karl Heinrich Pudor]] (1777–1839), deutscher Altphilologe und Gymnasiallehrer * [[Theodor Hoffmann (Mediziner)|Theodor Hoffmann]] (1837–1894), deutscher Sanitätsoffizier und Hochschullehrer, auch in Japan * [[Rudolf Meyer (Publizist)|Rudolf Hermann Meyer]] (1839–1899), deutscher Politiker und Publizist * [[Ernst von Petersdorff]] (1841–1903), preußischer Generalleutnant und Kommandeur der 17. Division * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke (Mediziner)|Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Ernst Garden]] (1900–1945), deutscher Filmproduktionsleiter * [[Herbert Müller (Hockeyspieler)|Herbert Müller]] (1904–1966), deutscher Hockeyspieler, Bronzemedaillengewinner bei Olympia * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer * [[Michał Paluta]] (* 1995), Radrennfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenow'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * [[Machary (Strzelce Krajeńskie)|Machary]] (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == {{Commonscat|Strzelce Krajeńskie}} * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{Normdaten|TYP=g|GND=7533452-5|VIAF=248756288}} {{SORTIERUNG:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] flg7qmu9e8eikunt08n7ty5a1w2jm7q 1802584 1802583 2022-10-21T12:17:44Z w>Exprimidor 0 1802584 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odrą/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' ({{DeS}} '''Friedeberg (Neumark)''') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Die Stadt liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. {| |[[Datei:Posen 1905.png|mini|Friedeberg nordwestlich von [[Posen]] und südwestlich von [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung)]] |[[Datei:Brandenburg Kr Friedeberg.png|mini|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer).]] |[[Datei:Friedeberg.jpg|mini|Ansicht um 1900]] |} === Geschichte === Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel-, Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.00 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Kriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Im März/April 1945 unterstellte sie die Stadt der Verwaltung der [[Volksrepublik Polen]]. Es begann nun die Zuwanderung von Migranten, die anfangs vorwiegend aus von der [[Sowjetunion]] annektierten Gebieten östlich der neuen polnischen Ostgrenze ([[Curzon-Linie]]) kamen, der sogenannten [[Kresy]]. In der Folgezeit unternahm die örtliche polnische Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|die „wilde“ Vertreibung]] der einheimischen Bevölkerung, um sie durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] zu ersetzen. Zu den Neusiedlern kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksgruppe)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutete.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957–1973), bis 1945 evangelisch. Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|Driesener Tor Baszta strzelce kraj down.jpg|Hexenturm der mittelalterlichen Stadtbefestigung Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert Spichlerz Strzelce Krajeńskie.jpg|Getreidespeicher von 1764 Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|Rathaus Strzelce Krajenskie wieza.jpg|Wasserturm von 1929 </gallery> === Demographie === {| class="wikitable" |+ Bevölkerungsentwicklung bis 1945 |- class="hintergrundfarbe6" ! Jahr ! Einwohner ! Anmerkungen |- | 1750 || align=center | 2051 || <ref name="RS" /> |- | 1801 || align=center | 2496 || <ref name="RS" /> |- | 1802 || align="center" | 2317 || <ref name="Krug" >Alexander August Mützell und [[Leopold Krug (Ökonom)|Leopold Krug]]: ''Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preußischen Staats'', Band 5: ''T–Z'', Halle 1823, [https://books.google.de/books?id=cDzRAAAAMAAJ&pg=PA280 S. 280–287, Ziffer 174.]</ref> |- | 1810 || align="center" | 2696 || <ref name="Krug" /> |- | 1816 || align=center | 2963 || davon 2842 Evangelische, acht Katholiken und 113 Juden (sieben Schullehrer und -lehrerinnen)<ref name="Krug" /> |- | 1821 || align=center | 3317 || in 402 Privatwohnhäusern<ref name="Krug" /> |- | 1840 || align=center | 4290 || <ref name="RS" /> |- | 1858 || align=center | 5371 || darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> |- | 1875 || align=center | 5804 || <ref name="MR">{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=friedeberg.html|name=Landkreis Friedeberg (poln. Strzelce Krajenskie)}}</ref> |- | 1880 || align=center | 6381 || <ref name="MR" /> |- | 1890 || align=center | 6431 || darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> |- | 1900 || style="text-align:center" | 6056 ||<ref>''Meyers Großes Konversations-Lexikon'', Band 7, Leipzig/Wien 1907, [http://www.zeno.org/Meyers-1905/K/meyers-1905-007-0106 S. 106–107. ].</ref> |- | 1910 || align=center | 5460 || am 1. Dezember<ref name="MeyersGaz" >[https://www.meyersgaz.org/place/10513029 Friedeberg, Neumark], in: ''Meyers Gazetteer'' (mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Friedeberg)</ref><ref>[https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?brandenburg/friedeberg.htm Landkreis Friedeberg] - gemeindeverzeichnis.de (U. Schubert, 2021)</ref> |- | 1925 || align=center | 5591 || darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> |- | 1933 || align=center | 6134 ||<ref name="MR" /> |- | 1939 || align=center | 5923 || <ref name="MR" /> |} === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Karl Heinrich Pudor]] (1777–1839), deutscher Altphilologe und Gymnasiallehrer * [[Theodor Hoffmann (Mediziner)|Theodor Hoffmann]] (1837–1894), deutscher Sanitätsoffizier und Hochschullehrer, auch in Japan * [[Rudolf Meyer (Publizist)|Rudolf Hermann Meyer]] (1839–1899), deutscher Politiker und Publizist * [[Ernst von Petersdorff]] (1841–1903), preußischer Generalleutnant und Kommandeur der 17. Division * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke (Mediziner)|Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Ernst Garden]] (1900–1945), deutscher Filmproduktionsleiter * [[Herbert Müller (Hockeyspieler)|Herbert Müller]] (1904–1966), deutscher Hockeyspieler, Bronzemedaillengewinner bei Olympia * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer * [[Michał Paluta]] (* 1995), Radrennfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenow'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * [[Machary (Strzelce Krajeńskie)|Machary]] (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == {{Commonscat|Strzelce Krajeńskie}} * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{Normdaten|TYP=g|GND=7533452-5|VIAF=248756288}} {{SORTIERUNG:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] lreg5ltsy403td4bcxpta4f3ltp62ri 1802585 1802584 2022-10-21T12:20:33Z w>Exprimidor 0 1802585 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odrą/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' ({{DeS}} '''Friedeberg (Neumark)''') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Die Stadt liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. <Gallery> Posen 1905.png|Friedeberg nordwestlich von [[Posen]] und südwestlich von [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung) Brandenburg Kr Friedeberg.png|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer) Friedeberg.jpg|Ansicht um 1900 </Gallery> === Geschichte === Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel-, Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.00 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Kriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Im März/April 1945 unterstellte sie die Stadt der Verwaltung der [[Volksrepublik Polen]]. Es begann nun die Zuwanderung von Migranten, die anfangs vorwiegend aus von der [[Sowjetunion]] annektierten Gebieten östlich der neuen polnischen Ostgrenze ([[Curzon-Linie]]) kamen, der sogenannten [[Kresy]]. In der Folgezeit unternahm die örtliche polnische Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|die „wilde“ Vertreibung]] der einheimischen Bevölkerung, um sie durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] zu ersetzen. Zu den Neusiedlern kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksgruppe)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutete.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957–1973), bis 1945 evangelisch. Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|Driesener Tor Baszta strzelce kraj down.jpg|Hexenturm der mittelalterlichen Stadtbefestigung Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert Spichlerz Strzelce Krajeńskie.jpg|Getreidespeicher von 1764 Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|Rathaus Strzelce Krajenskie wieza.jpg|Wasserturm von 1929 </gallery> === Demographie === {| class="wikitable" |+ Bevölkerungsentwicklung bis 1945 |- class="hintergrundfarbe6" ! Jahr ! Einwohner ! Anmerkungen |- | 1750 || align=center | 2051 || <ref name="RS" /> |- | 1801 || align=center | 2496 || <ref name="RS" /> |- | 1802 || align="center" | 2317 || <ref name="Krug" >Alexander August Mützell und [[Leopold Krug (Ökonom)|Leopold Krug]]: ''Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preußischen Staats'', Band 5: ''T–Z'', Halle 1823, [https://books.google.de/books?id=cDzRAAAAMAAJ&pg=PA280 S. 280–287, Ziffer 174.]</ref> |- | 1810 || align="center" | 2696 || <ref name="Krug" /> |- | 1816 || align=center | 2963 || davon 2842 Evangelische, acht Katholiken und 113 Juden (sieben Schullehrer und -lehrerinnen)<ref name="Krug" /> |- | 1821 || align=center | 3317 || in 402 Privatwohnhäusern<ref name="Krug" /> |- | 1840 || align=center | 4290 || <ref name="RS" /> |- | 1858 || align=center | 5371 || darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> |- | 1875 || align=center | 5804 || <ref name="MR">{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=friedeberg.html|name=Landkreis Friedeberg (poln. Strzelce Krajenskie)}}</ref> |- | 1880 || align=center | 6381 || <ref name="MR" /> |- | 1890 || align=center | 6431 || darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> |- | 1900 || style="text-align:center" | 6056 ||<ref>''Meyers Großes Konversations-Lexikon'', Band 7, Leipzig/Wien 1907, [http://www.zeno.org/Meyers-1905/K/meyers-1905-007-0106 S. 106–107. ].</ref> |- | 1910 || align=center | 5460 || am 1. Dezember<ref name="MeyersGaz" >[https://www.meyersgaz.org/place/10513029 Friedeberg, Neumark], in: ''Meyers Gazetteer'' (mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Friedeberg)</ref><ref>[https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?brandenburg/friedeberg.htm Landkreis Friedeberg] - gemeindeverzeichnis.de (U. Schubert, 2021)</ref> |- | 1925 || align=center | 5591 || darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> |- | 1933 || align=center | 6134 ||<ref name="MR" /> |- | 1939 || align=center | 5923 || <ref name="MR" /> |} === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Karl Heinrich Pudor]] (1777–1839), deutscher Altphilologe und Gymnasiallehrer * [[Theodor Hoffmann (Mediziner)|Theodor Hoffmann]] (1837–1894), deutscher Sanitätsoffizier und Hochschullehrer, auch in Japan * [[Rudolf Meyer (Publizist)|Rudolf Hermann Meyer]] (1839–1899), deutscher Politiker und Publizist * [[Ernst von Petersdorff]] (1841–1903), preußischer Generalleutnant und Kommandeur der 17. Division * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke (Mediziner)|Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Ernst Garden]] (1900–1945), deutscher Filmproduktionsleiter * [[Herbert Müller (Hockeyspieler)|Herbert Müller]] (1904–1966), deutscher Hockeyspieler, Bronzemedaillengewinner bei Olympia * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer * [[Michał Paluta]] (* 1995), Radrennfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenow'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * [[Machary (Strzelce Krajeńskie)|Machary]] (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == {{Commonscat|Strzelce Krajeńskie}} * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{Normdaten|TYP=g|GND=7533452-5|VIAF=248756288}} {{SORTIERUNG:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] hrbkohie2kgqkzyfx57xkp01k7oognw 1802586 1802585 2022-12-02T13:36:44Z w>Karsten11 0 /* Geschichte */ 1802586 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odrą/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015 </ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' ({{DeS}} '''Friedeberg (Neumark)''') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Die Stadt liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. <Gallery> Posen 1905.png|Friedeberg nordwestlich von [[Posen]] und südwestlich von [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung) Brandenburg Kr Friedeberg.png|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer) Friedeberg.jpg|Ansicht um 1900 </Gallery> === Geschichte === Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Seit 1849 bestanden in [[Kreisgericht (Preußen)|Preußen Kreisgerichte]]. Das [[Kreisgericht Friedeberg in der Neumark]] war dem [[Appellationsgericht Frankfurt a. d. Oder]] nachgeordnet. Im Rahmen der [[Reichsjustizgesetze]] wurden diese Gerichte 1879 aufgehoben. Zwischen 1879 und 1945 bestand dann das [[Amtsgericht Friedeberg N.M.]]. Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel-, Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.00 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Kriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Im März/April 1945 unterstellte sie die Stadt der Verwaltung der [[Volksrepublik Polen]]. Es begann nun die Zuwanderung von Migranten, die anfangs vorwiegend aus von der [[Sowjetunion]] annektierten Gebieten östlich der neuen polnischen Ostgrenze ([[Curzon-Linie]]) kamen, der sogenannten [[Kresy]]. In der Folgezeit unternahm die örtliche polnische Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|die „wilde“ Vertreibung]] der einheimischen Bevölkerung, um sie durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] zu ersetzen. Zu den Neusiedlern kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksgruppe)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutete.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957–1973), bis 1945 evangelisch. Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|Driesener Tor Baszta strzelce kraj down.jpg|Hexenturm der mittelalterlichen Stadtbefestigung Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert Spichlerz Strzelce Krajeńskie.jpg|Getreidespeicher von 1764 Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|Rathaus Strzelce Krajenskie wieza.jpg|Wasserturm von 1929 </gallery> === Demographie === {| class="wikitable" |+ Bevölkerungsentwicklung bis 1945 |- class="hintergrundfarbe6" ! Jahr ! Einwohner ! Anmerkungen |- | 1750 || align=center | 2051 || <ref name="RS" /> |- | 1801 || align=center | 2496 || <ref name="RS" /> |- | 1802 || align="center" | 2317 || <ref name="Krug" >Alexander August Mützell und [[Leopold Krug (Ökonom)|Leopold Krug]]: ''Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preußischen Staats'', Band 5: ''T–Z'', Halle 1823, [https://books.google.de/books?id=cDzRAAAAMAAJ&pg=PA280 S. 280–287, Ziffer 174.]</ref> |- | 1810 || align="center" | 2696 || <ref name="Krug" /> |- | 1816 || align=center | 2963 || davon 2842 Evangelische, acht Katholiken und 113 Juden (sieben Schullehrer und -lehrerinnen)<ref name="Krug" /> |- | 1821 || align=center | 3317 || in 402 Privatwohnhäusern<ref name="Krug" /> |- | 1840 || align=center | 4290 || <ref name="RS" /> |- | 1858 || align=center | 5371 || darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> |- | 1875 || align=center | 5804 || <ref name="MR">{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=friedeberg.html|name=Landkreis Friedeberg (poln. Strzelce Krajenskie)}}</ref> |- | 1880 || align=center | 6381 || <ref name="MR" /> |- | 1890 || align=center | 6431 || darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> |- | 1900 || style="text-align:center" | 6056 ||<ref>''Meyers Großes Konversations-Lexikon'', Band 7, Leipzig/Wien 1907, [http://www.zeno.org/Meyers-1905/K/meyers-1905-007-0106 S. 106–107. ].</ref> |- | 1910 || align=center | 5460 || am 1. Dezember<ref name="MeyersGaz" >[https://www.meyersgaz.org/place/10513029 Friedeberg, Neumark], in: ''Meyers Gazetteer'' (mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Friedeberg)</ref><ref>[https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?brandenburg/friedeberg.htm Landkreis Friedeberg] - gemeindeverzeichnis.de (U. Schubert, 2021)</ref> |- | 1925 || align=center | 5591 || darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> |- | 1933 || align=center | 6134 ||<ref name="MR" /> |- | 1939 || align=center | 5923 || <ref name="MR" /> |} === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Karl Heinrich Pudor]] (1777–1839), deutscher Altphilologe und Gymnasiallehrer * [[Theodor Hoffmann (Mediziner)|Theodor Hoffmann]] (1837–1894), deutscher Sanitätsoffizier und Hochschullehrer, auch in Japan * [[Rudolf Meyer (Publizist)|Rudolf Hermann Meyer]] (1839–1899), deutscher Politiker und Publizist * [[Ernst von Petersdorff]] (1841–1903), preußischer Generalleutnant und Kommandeur der 17. Division * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke (Mediziner)|Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Ernst Garden]] (1900–1945), deutscher Filmproduktionsleiter * [[Herbert Müller (Hockeyspieler)|Herbert Müller]] (1904–1966), deutscher Hockeyspieler, Bronzemedaillengewinner bei Olympia * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer * [[Michał Paluta]] (* 1995), Radrennfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenow'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * [[Machary (Strzelce Krajeńskie)|Machary]] (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == {{Commonscat|Strzelce Krajeńskie}} * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{Normdaten|TYP=g|GND=7533452-5|VIAF=248756288}} {{SORTIERUNG:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] dtt6fep8ipwaif492u8knxm3eecvrgo 1802587 1802586 2022-12-02T14:06:53Z w>CamelBot 0 Bot: [[whitespace]] vor ref-end-tag, zweiter punkt hinter abkuerzung in querverweis; siehe [[user:CamelBot]]. 1802587 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odrą/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015</ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' ({{DeS}} '''Friedeberg (Neumark)''') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Die Stadt liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. <Gallery> Posen 1905.png|Friedeberg nordwestlich von [[Posen]] und südwestlich von [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung) Brandenburg Kr Friedeberg.png|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer) Friedeberg.jpg|Ansicht um 1900 </Gallery> === Geschichte === Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Seit 1849 bestanden in [[Kreisgericht (Preußen)|Preußen Kreisgerichte]]. Das [[Kreisgericht Friedeberg in der Neumark]] war dem [[Appellationsgericht Frankfurt a. d. Oder]] nachgeordnet. Im Rahmen der [[Reichsjustizgesetze]] wurden diese Gerichte 1879 aufgehoben. Zwischen 1879 und 1945 bestand dann das [[Amtsgericht Friedeberg N.M.]] Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel-, Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.00 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Kriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Im März/April 1945 unterstellte sie die Stadt der Verwaltung der [[Volksrepublik Polen]]. Es begann nun die Zuwanderung von Migranten, die anfangs vorwiegend aus von der [[Sowjetunion]] annektierten Gebieten östlich der neuen polnischen Ostgrenze ([[Curzon-Linie]]) kamen, der sogenannten [[Kresy]]. In der Folgezeit unternahm die örtliche polnische Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|die „wilde“ Vertreibung]] der einheimischen Bevölkerung, um sie durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] zu ersetzen. Zu den Neusiedlern kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksgruppe)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutete.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957–1973), bis 1945 evangelisch. Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|Driesener Tor Baszta strzelce kraj down.jpg|Hexenturm der mittelalterlichen Stadtbefestigung Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert Spichlerz Strzelce Krajeńskie.jpg|Getreidespeicher von 1764 Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|Rathaus Strzelce Krajenskie wieza.jpg|Wasserturm von 1929 </gallery> === Demographie === {| class="wikitable" |+ Bevölkerungsentwicklung bis 1945 |- class="hintergrundfarbe6" ! Jahr ! Einwohner ! Anmerkungen |- | 1750 || align=center | 2051 || <ref name="RS" /> |- | 1801 || align=center | 2496 || <ref name="RS" /> |- | 1802 || align="center" | 2317 || <ref name="Krug" >Alexander August Mützell und [[Leopold Krug (Ökonom)|Leopold Krug]]: ''Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preußischen Staats'', Band 5: ''T–Z'', Halle 1823, [https://books.google.de/books?id=cDzRAAAAMAAJ&pg=PA280 S. 280–287, Ziffer 174.]</ref> |- | 1810 || align="center" | 2696 || <ref name="Krug" /> |- | 1816 || align=center | 2963 || davon 2842 Evangelische, acht Katholiken und 113 Juden (sieben Schullehrer und -lehrerinnen)<ref name="Krug" /> |- | 1821 || align=center | 3317 || in 402 Privatwohnhäusern<ref name="Krug" /> |- | 1840 || align=center | 4290 || <ref name="RS" /> |- | 1858 || align=center | 5371 || darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> |- | 1875 || align=center | 5804 || <ref name="MR">{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=friedeberg.html|name=Landkreis Friedeberg (poln. Strzelce Krajenskie)}}</ref> |- | 1880 || align=center | 6381 || <ref name="MR" /> |- | 1890 || align=center | 6431 || darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> |- | 1900 || style="text-align:center" | 6056 ||<ref>''Meyers Großes Konversations-Lexikon'', Band 7, Leipzig/Wien 1907, [http://www.zeno.org/Meyers-1905/K/meyers-1905-007-0106 S. 106–107. ].</ref> |- | 1910 || align=center | 5460 || am 1. Dezember<ref name="MeyersGaz" >[https://www.meyersgaz.org/place/10513029 Friedeberg, Neumark], in: ''Meyers Gazetteer'' (mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Friedeberg)</ref><ref>[https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?brandenburg/friedeberg.htm Landkreis Friedeberg] - gemeindeverzeichnis.de (U. Schubert, 2021)</ref> |- | 1925 || align=center | 5591 || darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> |- | 1933 || align=center | 6134 ||<ref name="MR" /> |- | 1939 || align=center | 5923 || <ref name="MR" /> |} === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Karl Heinrich Pudor]] (1777–1839), deutscher Altphilologe und Gymnasiallehrer * [[Theodor Hoffmann (Mediziner)|Theodor Hoffmann]] (1837–1894), deutscher Sanitätsoffizier und Hochschullehrer, auch in Japan * [[Rudolf Meyer (Publizist)|Rudolf Hermann Meyer]] (1839–1899), deutscher Politiker und Publizist * [[Ernst von Petersdorff]] (1841–1903), preußischer Generalleutnant und Kommandeur der 17. Division * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke (Mediziner)|Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Ernst Garden]] (1900–1945), deutscher Filmproduktionsleiter * [[Herbert Müller (Hockeyspieler)|Herbert Müller]] (1904–1966), deutscher Hockeyspieler, Bronzemedaillengewinner bei Olympia * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer * [[Michał Paluta]] (* 1995), Radrennfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenow'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * [[Machary (Strzelce Krajeńskie)|Machary]] (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, Ciecierzyn (''Arendshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == {{Commonscat|Strzelce Krajeńskie}} * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{Normdaten|TYP=g|GND=7533452-5|VIAF=248756288}} {{SORTIERUNG:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] 1hfw4ryy51kg6nvc1afn1tj5qkluvm7 1802588 1802587 2023-02-27T19:16:01Z 2003:D0:9718:FD25:C0F1:5FE3:D0BF:102B /* Gemeindegliederung */ 1802588 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odrą/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015</ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' ({{DeS}} '''Friedeberg (Neumark)''') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Die Stadt liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. <Gallery> Posen 1905.png|Friedeberg nordwestlich von [[Posen]] und südwestlich von [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung) Brandenburg Kr Friedeberg.png|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer) Friedeberg.jpg|Ansicht um 1900 </Gallery> === Geschichte === Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Seit 1849 bestanden in [[Kreisgericht (Preußen)|Preußen Kreisgerichte]]. Das [[Kreisgericht Friedeberg in der Neumark]] war dem [[Appellationsgericht Frankfurt a. d. Oder]] nachgeordnet. Im Rahmen der [[Reichsjustizgesetze]] wurden diese Gerichte 1879 aufgehoben. Zwischen 1879 und 1945 bestand dann das [[Amtsgericht Friedeberg N.M.]] Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel-, Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.00 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Kriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Im März/April 1945 unterstellte sie die Stadt der Verwaltung der [[Volksrepublik Polen]]. Es begann nun die Zuwanderung von Migranten, die anfangs vorwiegend aus von der [[Sowjetunion]] annektierten Gebieten östlich der neuen polnischen Ostgrenze ([[Curzon-Linie]]) kamen, der sogenannten [[Kresy]]. In der Folgezeit unternahm die örtliche polnische Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|die „wilde“ Vertreibung]] der einheimischen Bevölkerung, um sie durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] zu ersetzen. Zu den Neusiedlern kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksgruppe)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutete.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957–1973), bis 1945 evangelisch. Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|Driesener Tor Baszta strzelce kraj down.jpg|Hexenturm der mittelalterlichen Stadtbefestigung Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert Spichlerz Strzelce Krajeńskie.jpg|Getreidespeicher von 1764 Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|Rathaus Strzelce Krajenskie wieza.jpg|Wasserturm von 1929 </gallery> === Demographie === {| class="wikitable" |+ Bevölkerungsentwicklung bis 1945 |- class="hintergrundfarbe6" ! Jahr ! Einwohner ! Anmerkungen |- | 1750 || align=center | 2051 || <ref name="RS" /> |- | 1801 || align=center | 2496 || <ref name="RS" /> |- | 1802 || align="center" | 2317 || <ref name="Krug" >Alexander August Mützell und [[Leopold Krug (Ökonom)|Leopold Krug]]: ''Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preußischen Staats'', Band 5: ''T–Z'', Halle 1823, [https://books.google.de/books?id=cDzRAAAAMAAJ&pg=PA280 S. 280–287, Ziffer 174.]</ref> |- | 1810 || align="center" | 2696 || <ref name="Krug" /> |- | 1816 || align=center | 2963 || davon 2842 Evangelische, acht Katholiken und 113 Juden (sieben Schullehrer und -lehrerinnen)<ref name="Krug" /> |- | 1821 || align=center | 3317 || in 402 Privatwohnhäusern<ref name="Krug" /> |- | 1840 || align=center | 4290 || <ref name="RS" /> |- | 1858 || align=center | 5371 || darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> |- | 1875 || align=center | 5804 || <ref name="MR">{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=friedeberg.html|name=Landkreis Friedeberg (poln. Strzelce Krajenskie)}}</ref> |- | 1880 || align=center | 6381 || <ref name="MR" /> |- | 1890 || align=center | 6431 || darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> |- | 1900 || style="text-align:center" | 6056 ||<ref>''Meyers Großes Konversations-Lexikon'', Band 7, Leipzig/Wien 1907, [http://www.zeno.org/Meyers-1905/K/meyers-1905-007-0106 S. 106–107. ].</ref> |- | 1910 || align=center | 5460 || am 1. Dezember<ref name="MeyersGaz" >[https://www.meyersgaz.org/place/10513029 Friedeberg, Neumark], in: ''Meyers Gazetteer'' (mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Friedeberg)</ref><ref>[https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?brandenburg/friedeberg.htm Landkreis Friedeberg] - gemeindeverzeichnis.de (U. Schubert, 2021)</ref> |- | 1925 || align=center | 5591 || darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> |- | 1933 || align=center | 6134 ||<ref name="MR" /> |- | 1939 || align=center | 5923 || <ref name="MR" /> |} === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Karl Heinrich Pudor]] (1777–1839), deutscher Altphilologe und Gymnasiallehrer * [[Theodor Hoffmann (Mediziner)|Theodor Hoffmann]] (1837–1894), deutscher Sanitätsoffizier und Hochschullehrer, auch in Japan * [[Rudolf Meyer (Publizist)|Rudolf Hermann Meyer]] (1839–1899), deutscher Politiker und Publizist * [[Ernst von Petersdorff]] (1841–1903), preußischer Generalleutnant und Kommandeur der 17. Division * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke (Mediziner)|Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Ernst Garden]] (1900–1945), deutscher Filmproduktionsleiter * [[Herbert Müller (Hockeyspieler)|Herbert Müller]] (1904–1966), deutscher Hockeyspieler, Bronzemedaillengewinner bei Olympia * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer * [[Michał Paluta]] (* 1995), Radrennfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenow'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * [[Machary (Strzelce Krajeńskie)|Machary]] (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, [[Ciecierzyn (Strzelce Krajeńskie)|Ciecierzyn]] (''Arndtshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == {{Commonscat|Strzelce Krajeńskie}} * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{Normdaten|TYP=g|GND=7533452-5|VIAF=248756288}} {{SORTIERUNG:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] ijed0qz3q9xipbumbv1hid1dcdn09vb 1802589 1802588 2023-04-10T18:52:56Z w>Scholless 0 /* Söhne und Töchter der Stadt */ + 1 Person 1802589 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odrą/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015</ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' ({{DeS}} '''Friedeberg (Neumark)''') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Die Stadt liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. <Gallery> Posen 1905.png|Friedeberg nordwestlich von [[Posen]] und südwestlich von [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung) Brandenburg Kr Friedeberg.png|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer) Friedeberg.jpg|Ansicht um 1900 </Gallery> === Geschichte === Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Seit 1849 bestanden in [[Kreisgericht (Preußen)|Preußen Kreisgerichte]]. Das [[Kreisgericht Friedeberg in der Neumark]] war dem [[Appellationsgericht Frankfurt a. d. Oder]] nachgeordnet. Im Rahmen der [[Reichsjustizgesetze]] wurden diese Gerichte 1879 aufgehoben. Zwischen 1879 und 1945 bestand dann das [[Amtsgericht Friedeberg N.M.]] Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel-, Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.00 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Kriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Im März/April 1945 unterstellte sie die Stadt der Verwaltung der [[Volksrepublik Polen]]. Es begann nun die Zuwanderung von Migranten, die anfangs vorwiegend aus von der [[Sowjetunion]] annektierten Gebieten östlich der neuen polnischen Ostgrenze ([[Curzon-Linie]]) kamen, der sogenannten [[Kresy]]. In der Folgezeit unternahm die örtliche polnische Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|die „wilde“ Vertreibung]] der einheimischen Bevölkerung, um sie durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] zu ersetzen. Zu den Neusiedlern kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksgruppe)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutete.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche (15. und 19. Jahrhundert, renoviert 1957–1973), bis 1945 evangelisch. Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|Driesener Tor Baszta strzelce kraj down.jpg|Hexenturm der mittelalterlichen Stadtbefestigung Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert Spichlerz Strzelce Krajeńskie.jpg|Getreidespeicher von 1764 Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|Rathaus Strzelce Krajenskie wieza.jpg|Wasserturm von 1929 </gallery> === Demographie === {| class="wikitable" |+ Bevölkerungsentwicklung bis 1945 |- class="hintergrundfarbe6" ! Jahr ! Einwohner ! Anmerkungen |- | 1750 || align=center | 2051 || <ref name="RS" /> |- | 1801 || align=center | 2496 || <ref name="RS" /> |- | 1802 || align="center" | 2317 || <ref name="Krug" >Alexander August Mützell und [[Leopold Krug (Ökonom)|Leopold Krug]]: ''Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preußischen Staats'', Band 5: ''T–Z'', Halle 1823, [https://books.google.de/books?id=cDzRAAAAMAAJ&pg=PA280 S. 280–287, Ziffer 174.]</ref> |- | 1810 || align="center" | 2696 || <ref name="Krug" /> |- | 1816 || align=center | 2963 || davon 2842 Evangelische, acht Katholiken und 113 Juden (sieben Schullehrer und -lehrerinnen)<ref name="Krug" /> |- | 1821 || align=center | 3317 || in 402 Privatwohnhäusern<ref name="Krug" /> |- | 1840 || align=center | 4290 || <ref name="RS" /> |- | 1858 || align=center | 5371 || darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> |- | 1875 || align=center | 5804 || <ref name="MR">{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=friedeberg.html|name=Landkreis Friedeberg (poln. Strzelce Krajenskie)}}</ref> |- | 1880 || align=center | 6381 || <ref name="MR" /> |- | 1890 || align=center | 6431 || darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> |- | 1900 || style="text-align:center" | 6056 ||<ref>''Meyers Großes Konversations-Lexikon'', Band 7, Leipzig/Wien 1907, [http://www.zeno.org/Meyers-1905/K/meyers-1905-007-0106 S. 106–107. ].</ref> |- | 1910 || align=center | 5460 || am 1. Dezember<ref name="MeyersGaz" >[https://www.meyersgaz.org/place/10513029 Friedeberg, Neumark], in: ''Meyers Gazetteer'' (mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Friedeberg)</ref><ref>[https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?brandenburg/friedeberg.htm Landkreis Friedeberg] - gemeindeverzeichnis.de (U. Schubert, 2021)</ref> |- | 1925 || align=center | 5591 || darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> |- | 1933 || align=center | 6134 ||<ref name="MR" /> |- | 1939 || align=center | 5923 || <ref name="MR" /> |} === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind noch über 1000 Meter der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer und das gotische Driesener Tor (Młyńska) erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Karl Heinrich Pudor]] (1777–1839), deutscher Altphilologe und Gymnasiallehrer * [[Theodor Hoffmann (Mediziner)|Theodor Hoffmann]] (1837–1894), deutscher Sanitätsoffizier und Hochschullehrer, auch in Japan * [[Rudolf Meyer (Publizist)|Rudolf Hermann Meyer]] (1839–1899), deutscher Politiker und Publizist * [[Ernst von Petersdorff]] (1841–1903), preußischer Generalleutnant und Kommandeur der 17. Division * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke (Mediziner)|Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Ernst Garden]] (1900–1945), deutscher Filmproduktionsleiter * [[Herbert Müller (Hockeyspieler)|Herbert Müller]] (1904–1966), deutscher Hockeyspieler, Bronzemedaillengewinner bei Olympia * [[Irene Haschke]] (1921–unbekannt), deutsche SS-Lageraufseherin * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer * [[Michał Paluta]] (* 1995), Radrennfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenow'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * [[Machary (Strzelce Krajeńskie)|Machary]] (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, [[Ciecierzyn (Strzelce Krajeńskie)|Ciecierzyn]] (''Arndtshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == {{Commonscat|Strzelce Krajeńskie}} * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{Normdaten|TYP=g|GND=7533452-5|VIAF=248756288}} {{SORTIERUNG:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] exexkax50bw6wj3tfvle0p29r1golus 1802590 1802589 2024-09-19T10:02:39Z w>Exprimidor 0 1802590 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odrą/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015</ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' ({{DeS}} '''Friedeberg (Neumark)''') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Die Stadt liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. <Gallery> Posen 1905.png|Friedeberg nordwestlich von [[Posen]] und südwestlich von [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung) Brandenburg Kr Friedeberg.png|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer) Friedeberg.jpg|Ansicht um 1900 </Gallery> === Geschichte === Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Seit 1849 bestanden in [[Kreisgericht (Preußen)|Preußen Kreisgerichte]]. Das [[Kreisgericht Friedeberg in der Neumark]] war dem [[Appellationsgericht Frankfurt a. d. Oder]] nachgeordnet. Im Rahmen der [[Reichsjustizgesetze]] wurden diese Gerichte 1879 aufgehoben. Zwischen 1879 und 1945 bestand dann das [[Amtsgericht Friedeberg N.M.]] Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel-, Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.00 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Kriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Im März/April 1945 unterstellte sie die Stadt der Verwaltung der [[Volksrepublik Polen]]. Es begann nun die Zuwanderung von Migranten, die anfangs vorwiegend aus von der [[Sowjetunion]] annektierten Gebieten östlich der neuen polnischen Ostgrenze ([[Curzon-Linie]]) kamen, der sogenannten [[Kresy]]. In der Folgezeit wurde die einheimische deutsche Bevölkerung durch die örtliche polnische Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]], um sie durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] zu ersetzen. Zu den Neusiedlern kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksgruppe)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutete.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|Driesener Tor Baszta strzelce kraj down.jpg|Hexenturm der mittelalterlichen Stadtbefestigung Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert Spichlerz Strzelce Krajeńskie.jpg|Getreidespeicher von 1764 Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|Rathaus Strzelce Krajenskie wieza.jpg|Wasserturm von 1929 </gallery> === Demographie === {| class="wikitable" |+ Bevölkerungsentwicklung bis 1945 |- class="hintergrundfarbe6" ! Jahr ! Einwohner ! Anmerkungen |- | 1750 || align=center | 2051 || <ref name="RS" /> |- | 1801 || align=center | 2496 || <ref name="RS" /> |- | 1802 || align="center" | 2317 || <ref name="Krug" >Alexander August Mützell und [[Leopold Krug (Ökonom)|Leopold Krug]]: ''Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preußischen Staats'', Band 5: ''T–Z'', Halle 1823, [https://books.google.de/books?id=cDzRAAAAMAAJ&pg=PA280 S. 280–287, Ziffer 174.]</ref> |- | 1810 || align="center" | 2696 || <ref name="Krug" /> |- | 1816 || align=center | 2963 || davon 2842 Evangelische, acht Katholiken und 113 Juden (sieben Schullehrer und -lehrerinnen)<ref name="Krug" /> |- | 1821 || align=center | 3317 || in 402 Privatwohnhäusern<ref name="Krug" /> |- | 1840 || align=center | 4290 || <ref name="RS" /> |- | 1858 || align=center | 5371 || darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> |- | 1875 || align=center | 5804 || <ref name="MR">{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=friedeberg.html|name=Landkreis Friedeberg (poln. Strzelce Krajenskie)}}</ref> |- | 1880 || align=center | 6381 || <ref name="MR" /> |- | 1890 || align=center | 6431 || darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> |- | 1900 || style="text-align:center" | 6056 ||<ref>''Meyers Großes Konversations-Lexikon'', Band 7, Leipzig/Wien 1907, [http://www.zeno.org/Meyers-1905/K/meyers-1905-007-0106 S. 106–107. ].</ref> |- | 1910 || align=center | 5460 || am 1. Dezember<ref name="MeyersGaz" >[https://www.meyersgaz.org/place/10513029 Friedeberg, Neumark], in: ''Meyers Gazetteer'' (mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Friedeberg)</ref><ref>[https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?brandenburg/friedeberg.htm Landkreis Friedeberg] - gemeindeverzeichnis.de (U. Schubert, 2021)</ref> |- | 1925 || align=center | 5591 || darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> |- | 1933 || align=center | 6134 ||<ref name="MR" /> |- | 1939 || align=center | 5923 || <ref name="MR" /> |} === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der Reformation bis 1945 evangelisch ist die Kirche seitdem wieder katholisch. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind ein über 1000 Meter langes Teilstück der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer, das gotische Driesener Tor (Młyńska) sowie der Hexenturm erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Karl Heinrich Pudor]] (1777–1839), deutscher Altphilologe und Gymnasiallehrer * [[Theodor Hoffmann (Mediziner)|Theodor Hoffmann]] (1837–1894), deutscher Sanitätsoffizier und Hochschullehrer, auch in Japan * [[Rudolf Meyer (Publizist)|Rudolf Hermann Meyer]] (1839–1899), deutscher Politiker und Publizist * [[Ernst von Petersdorff]] (1841–1903), preußischer Generalleutnant und Kommandeur der 17. Division * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke (Mediziner)|Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Ernst Garden]] (1900–1945), deutscher Filmproduktionsleiter * [[Herbert Müller (Hockeyspieler)|Herbert Müller]] (1904–1966), deutscher Hockeyspieler, Bronzemedaillengewinner bei Olympia * [[Irene Haschke]] (1921–unbekannt), deutsche SS-Lageraufseherin * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer * [[Michał Paluta]] (* 1995), Radrennfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenow'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * [[Machary (Strzelce Krajeńskie)|Machary]] (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, [[Ciecierzyn (Strzelce Krajeńskie)|Ciecierzyn]] (''Arndtshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == {{Commonscat|Strzelce Krajeńskie}} * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{Normdaten|TYP=g|GND=7533452-5|VIAF=248756288}} {{SORTIERUNG:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] kpq81iymtafb43dfqnvay7pebd7xp17 1802591 1802590 2024-11-17T10:27:42Z w>Gmünder 0 /* Söhne und Töchter der Stadt */ +1 1802591 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odrą/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015</ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' ({{DeS}} '''Friedeberg (Neumark)''') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Die Stadt liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. <Gallery> Posen 1905.png|Friedeberg nordwestlich von [[Posen]] und südwestlich von [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung) Brandenburg Kr Friedeberg.png|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer) Friedeberg.jpg|Ansicht um 1900 </Gallery> === Geschichte === Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Seit 1849 bestanden in [[Kreisgericht (Preußen)|Preußen Kreisgerichte]]. Das [[Kreisgericht Friedeberg in der Neumark]] war dem [[Appellationsgericht Frankfurt a. d. Oder]] nachgeordnet. Im Rahmen der [[Reichsjustizgesetze]] wurden diese Gerichte 1879 aufgehoben. Zwischen 1879 und 1945 bestand dann das [[Amtsgericht Friedeberg N.M.]] Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel-, Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.00 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Kriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Im März/April 1945 unterstellte sie die Stadt der Verwaltung der [[Volksrepublik Polen]]. Es begann nun die Zuwanderung von Migranten, die anfangs vorwiegend aus von der [[Sowjetunion]] annektierten Gebieten östlich der neuen polnischen Ostgrenze ([[Curzon-Linie]]) kamen, der sogenannten [[Kresy]]. In der Folgezeit wurde die einheimische deutsche Bevölkerung durch die örtliche polnische Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]], um sie durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] zu ersetzen. Zu den Neusiedlern kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksgruppe)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutete.<ref>[http://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|Driesener Tor Baszta strzelce kraj down.jpg|Hexenturm der mittelalterlichen Stadtbefestigung Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert Spichlerz Strzelce Krajeńskie.jpg|Getreidespeicher von 1764 Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|Rathaus Strzelce Krajenskie wieza.jpg|Wasserturm von 1929 </gallery> === Demographie === {| class="wikitable" |+ Bevölkerungsentwicklung bis 1945 |- class="hintergrundfarbe6" ! Jahr ! Einwohner ! Anmerkungen |- | 1750 || align=center | 2051 || <ref name="RS" /> |- | 1801 || align=center | 2496 || <ref name="RS" /> |- | 1802 || align="center" | 2317 || <ref name="Krug" >Alexander August Mützell und [[Leopold Krug (Ökonom)|Leopold Krug]]: ''Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preußischen Staats'', Band 5: ''T–Z'', Halle 1823, [https://books.google.de/books?id=cDzRAAAAMAAJ&pg=PA280 S. 280–287, Ziffer 174.]</ref> |- | 1810 || align="center" | 2696 || <ref name="Krug" /> |- | 1816 || align=center | 2963 || davon 2842 Evangelische, acht Katholiken und 113 Juden (sieben Schullehrer und -lehrerinnen)<ref name="Krug" /> |- | 1821 || align=center | 3317 || in 402 Privatwohnhäusern<ref name="Krug" /> |- | 1840 || align=center | 4290 || <ref name="RS" /> |- | 1858 || align=center | 5371 || darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> |- | 1875 || align=center | 5804 || <ref name="MR">{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=friedeberg.html|name=Landkreis Friedeberg (poln. Strzelce Krajenskie)}}</ref> |- | 1880 || align=center | 6381 || <ref name="MR" /> |- | 1890 || align=center | 6431 || darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> |- | 1900 || style="text-align:center" | 6056 ||<ref>''Meyers Großes Konversations-Lexikon'', Band 7, Leipzig/Wien 1907, [http://www.zeno.org/Meyers-1905/K/meyers-1905-007-0106 S. 106–107. ].</ref> |- | 1910 || align=center | 5460 || am 1. Dezember<ref name="MeyersGaz" >[https://www.meyersgaz.org/place/10513029 Friedeberg, Neumark], in: ''Meyers Gazetteer'' (mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Friedeberg)</ref><ref>[https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?brandenburg/friedeberg.htm Landkreis Friedeberg] - gemeindeverzeichnis.de (U. Schubert, 2021)</ref> |- | 1925 || align=center | 5591 || darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> |- | 1933 || align=center | 6134 ||<ref name="MR" /> |- | 1939 || align=center | 5923 || <ref name="MR" /> |} === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der Reformation bis 1945 evangelisch ist die Kirche seitdem wieder katholisch. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind ein über 1000 Meter langes Teilstück der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer, das gotische Driesener Tor (Młyńska) sowie der Hexenturm erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Karl Heinrich Pudor]] (1777–1839), deutscher Altphilologe und Gymnasiallehrer * [[Christoph Friedrich Ferdinand Haacke]] (1781–1855), Klassischer Philologe und Gymnasiallehrer * [[Theodor Hoffmann (Mediziner)|Theodor Hoffmann]] (1837–1894), deutscher Sanitätsoffizier und Hochschullehrer, auch in Japan * [[Rudolf Meyer (Publizist)|Rudolf Hermann Meyer]] (1839–1899), deutscher Politiker und Publizist * [[Ernst von Petersdorff]] (1841–1903), preußischer Generalleutnant und Kommandeur der 17. Division * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke (Mediziner)|Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Ernst Garden]] (1900–1945), deutscher Filmproduktionsleiter * [[Herbert Müller (Hockeyspieler)|Herbert Müller]] (1904–1966), deutscher Hockeyspieler, Bronzemedaillengewinner bei Olympia * [[Irene Haschke]] (1921–unbekannt), deutsche SS-Lageraufseherin * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer * [[Michał Paluta]] (* 1995), Radrennfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenow'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * [[Machary (Strzelce Krajeńskie)|Machary]] (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, [[Ciecierzyn (Strzelce Krajeńskie)|Ciecierzyn]] (''Arndtshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == {{Commonscat|Strzelce Krajeńskie}} * [http://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [http://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{Normdaten|TYP=g|GND=7533452-5|VIAF=248756288}} {{SORTIERUNG:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] 9be60od1i8yrntuk5dcma6kxftrrd05 1802592 1802591 2025-04-17T18:16:04Z w>SchlurcherBot 0 Bot: http → https 1802592 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odrą/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015</ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' ({{DeS}} '''Friedeberg (Neumark)''') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Die Stadt liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. <Gallery> Posen 1905.png|Friedeberg nordwestlich von [[Posen]] und südwestlich von [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung) Brandenburg Kr Friedeberg.png|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer) Friedeberg.jpg|Ansicht um 1900 </Gallery> === Geschichte === Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und Warthe erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der Deutsche Orden, der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten Raubritter, polnische und hussitische Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die [[Hussiten]] zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 kaiserliche Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] Garnison, was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die Russen. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Seit 1849 bestanden in [[Kreisgericht (Preußen)|Preußen Kreisgerichte]]. Das [[Kreisgericht Friedeberg in der Neumark]] war dem [[Appellationsgericht Frankfurt a. d. Oder]] nachgeordnet. Im Rahmen der [[Reichsjustizgesetze]] wurden diese Gerichte 1879 aufgehoben. Zwischen 1879 und 1945 bestand dann das [[Amtsgericht Friedeberg N.M.]] Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel-, Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.00 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Kriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Im März/April 1945 unterstellte sie die Stadt der Verwaltung der [[Volksrepublik Polen]]. Es begann nun die Zuwanderung von Migranten, die anfangs vorwiegend aus von der [[Sowjetunion]] annektierten Gebieten östlich der neuen polnischen Ostgrenze ([[Curzon-Linie]]) kamen, der sogenannten [[Kresy]]. In der Folgezeit wurde die einheimische deutsche Bevölkerung durch die örtliche polnische Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]], um sie durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] zu ersetzen. Zu den Neusiedlern kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksgruppe)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutete.<ref>[https://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|Driesener Tor Baszta strzelce kraj down.jpg|Hexenturm der mittelalterlichen Stadtbefestigung Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert Spichlerz Strzelce Krajeńskie.jpg|Getreidespeicher von 1764 Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|Rathaus Strzelce Krajenskie wieza.jpg|Wasserturm von 1929 </gallery> === Demographie === {| class="wikitable" |+ Bevölkerungsentwicklung bis 1945 |- class="hintergrundfarbe6" ! Jahr ! Einwohner ! Anmerkungen |- | 1750 || align=center | 2051 || <ref name="RS" /> |- | 1801 || align=center | 2496 || <ref name="RS" /> |- | 1802 || align="center" | 2317 || <ref name="Krug" >Alexander August Mützell und [[Leopold Krug (Ökonom)|Leopold Krug]]: ''Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preußischen Staats'', Band 5: ''T–Z'', Halle 1823, [https://books.google.de/books?id=cDzRAAAAMAAJ&pg=PA280 S. 280–287, Ziffer 174.]</ref> |- | 1810 || align="center" | 2696 || <ref name="Krug" /> |- | 1816 || align=center | 2963 || davon 2842 Evangelische, acht Katholiken und 113 Juden (sieben Schullehrer und -lehrerinnen)<ref name="Krug" /> |- | 1821 || align=center | 3317 || in 402 Privatwohnhäusern<ref name="Krug" /> |- | 1840 || align=center | 4290 || <ref name="RS" /> |- | 1858 || align=center | 5371 || darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> |- | 1875 || align=center | 5804 || <ref name="MR">{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=friedeberg.html|name=Landkreis Friedeberg (poln. Strzelce Krajenskie)}}</ref> |- | 1880 || align=center | 6381 || <ref name="MR" /> |- | 1890 || align=center | 6431 || darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> |- | 1900 || style="text-align:center" | 6056 ||<ref>''Meyers Großes Konversations-Lexikon'', Band 7, Leipzig/Wien 1907, [http://www.zeno.org/Meyers-1905/K/meyers-1905-007-0106 S. 106–107. ].</ref> |- | 1910 || align=center | 5460 || am 1. Dezember<ref name="MeyersGaz" >[https://www.meyersgaz.org/place/10513029 Friedeberg, Neumark], in: ''Meyers Gazetteer'' (mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Friedeberg)</ref><ref>[https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?brandenburg/friedeberg.htm Landkreis Friedeberg] - gemeindeverzeichnis.de (U. Schubert, 2021)</ref> |- | 1925 || align=center | 5591 || darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> |- | 1933 || align=center | 6134 ||<ref name="MR" /> |- | 1939 || align=center | 5923 || <ref name="MR" /> |} === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der Reformation bis 1945 evangelisch ist die Kirche seitdem wieder katholisch. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind ein über 1000 Meter langes Teilstück der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer, das gotische Driesener Tor (Młyńska) sowie der Hexenturm erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Karl Heinrich Pudor]] (1777–1839), deutscher Altphilologe und Gymnasiallehrer * [[Christoph Friedrich Ferdinand Haacke]] (1781–1855), Klassischer Philologe und Gymnasiallehrer * [[Theodor Hoffmann (Mediziner)|Theodor Hoffmann]] (1837–1894), deutscher Sanitätsoffizier und Hochschullehrer, auch in Japan * [[Rudolf Meyer (Publizist)|Rudolf Hermann Meyer]] (1839–1899), deutscher Politiker und Publizist * [[Ernst von Petersdorff]] (1841–1903), preußischer Generalleutnant und Kommandeur der 17. Division * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke (Mediziner)|Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Ernst Garden]] (1900–1945), deutscher Filmproduktionsleiter * [[Herbert Müller (Hockeyspieler)|Herbert Müller]] (1904–1966), deutscher Hockeyspieler, Bronzemedaillengewinner bei Olympia * [[Irene Haschke]] (1921–unbekannt), deutsche SS-Lageraufseherin * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer * [[Michał Paluta]] (* 1995), Radrennfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenow'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * [[Machary (Strzelce Krajeńskie)|Machary]] (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, [[Ciecierzyn (Strzelce Krajeńskie)|Ciecierzyn]] (''Arndtshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == {{Commonscat|Strzelce Krajeńskie}} * [https://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [https://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{Normdaten|TYP=g|GND=7533452-5|VIAF=248756288}} {{SORTIERUNG:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] goyjq51pd2yqq7pl0qs4a5v0vi2i17g 1802593 1802592 2025-05-26T16:23:21Z w>Lorenz Ernst 0 1802593 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odrą/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015</ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' ({{DeS}} '''Friedeberg (Neumark)''') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Die Stadt liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. <Gallery> Posen 1905.png|Friedeberg nordwestlich von [[Posen]] und südwestlich von [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung) Brandenburg Kr Friedeberg.png|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer) Friedeberg.jpg|Ansicht um 1900 </Gallery> === Geschichte === Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und [[Warthe]] erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der [[Deutscher Orden|Deutsche Orden]], der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten [[Raubritter]], polnische und [[Hussiten|hussitische]] Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die Hussiten zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 [[HRR|kaiserliche]] Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] [[Garnison]], was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die [[Kaiserlich Russische Armee|Russen]]. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Seit 1849 bestanden in [[Kreisgericht (Preußen)|Preußen Kreisgerichte]]. Das [[Kreisgericht Friedeberg in der Neumark]] war dem [[Appellationsgericht Frankfurt a. d. Oder]] nachgeordnet. Im Rahmen der [[Reichsjustizgesetze]] wurden diese Gerichte 1879 aufgehoben. Zwischen 1879 und 1945 bestand dann das [[Amtsgericht Friedeberg N.M.]] Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel-, Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.000 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Kriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Im März/April 1945 unterstellte sie die Stadt der Verwaltung der [[Volksrepublik Polen]]. Es begann nun die Zuwanderung von Migranten, die anfangs vorwiegend aus von der [[Sowjetunion]] annektierten Gebieten östlich der neuen polnischen Ostgrenze ([[Curzon-Linie]]) kamen, der sogenannten [[Kresy]]. In der Folgezeit wurde die einheimische deutsche Bevölkerung durch die örtliche polnische Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]], um sie durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] zu ersetzen. Zu den Neusiedlern kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksgruppe)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutete.<ref>[https://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|Driesener Tor Baszta strzelce kraj down.jpg|Hexenturm der mittelalterlichen Stadtbefestigung Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert Spichlerz Strzelce Krajeńskie.jpg|Getreidespeicher von 1764 Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|Rathaus Strzelce Krajenskie wieza.jpg|Wasserturm von 1929 </gallery> === Demographie === {| class="wikitable" |+ Bevölkerungsentwicklung bis 1945 |- class="hintergrundfarbe6" ! Jahr ! Einwohner ! Anmerkungen |- | 1750 || align=center | 2051 || <ref name="RS" /> |- | 1801 || align=center | 2496 || <ref name="RS" /> |- | 1802 || align="center" | 2317 || <ref name="Krug" >Alexander August Mützell und [[Leopold Krug (Ökonom)|Leopold Krug]]: ''Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preußischen Staats'', Band 5: ''T–Z'', Halle 1823, [https://books.google.de/books?id=cDzRAAAAMAAJ&pg=PA280 S. 280–287, Ziffer 174.]</ref> |- | 1810 || align="center" | 2696 || <ref name="Krug" /> |- | 1816 || align=center | 2963 || davon 2842 Evangelische, acht Katholiken und 113 Juden (sieben Schullehrer und -lehrerinnen)<ref name="Krug" /> |- | 1821 || align=center | 3317 || in 402 Privatwohnhäusern<ref name="Krug" /> |- | 1840 || align=center | 4290 || <ref name="RS" /> |- | 1858 || align=center | 5371 || darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> |- | 1875 || align=center | 5804 || <ref name="MR">{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=friedeberg.html|name=Landkreis Friedeberg (poln. Strzelce Krajenskie)}}</ref> |- | 1880 || align=center | 6381 || <ref name="MR" /> |- | 1890 || align=center | 6431 || darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> |- | 1900 || style="text-align:center" | 6056 ||<ref>''[[Meyers Großes Konversations-Lexikon]]'', Band 7, Leipzig/Wien 1907, [http://www.zeno.org/Meyers-1905/K/meyers-1905-007-0106 S. 106–107. ].</ref> |- | 1910 || align=center | 5460 || am 1. Dezember<ref name="MeyersGaz" >[https://www.meyersgaz.org/place/10513029 Friedeberg, Neumark], in: ''Meyers Gazetteer'' (mit Eintrag aus [[Meyers Orts- und Verkehrslexikon]], Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Friedeberg)</ref><ref>[https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?brandenburg/friedeberg.htm Landkreis Friedeberg] - gemeindeverzeichnis.de (U. Schubert, 2021)</ref> |- | 1925 || align=center | 5591 || darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> |- | 1933 || align=center | 6134 ||<ref name="MR" /> |- | 1939 || align=center | 5923 || <ref name="MR" /> |} === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der Reformation bis 1945 evangelisch ist die Kirche seitdem wieder katholisch. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind ein über 1000 Meter langes Teilstück der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer, das gotische Driesener Tor (Młyńska) sowie der Hexenturm erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Karl Heinrich Pudor]] (1777–1839), deutscher Altphilologe und Gymnasiallehrer * [[Christoph Friedrich Ferdinand Haacke]] (1781–1855), Klassischer Philologe und Gymnasiallehrer * [[Theodor Hoffmann (Mediziner)|Theodor Hoffmann]] (1837–1894), deutscher Sanitätsoffizier und Hochschullehrer, auch in Japan * [[Rudolf Meyer (Publizist)|Rudolf Hermann Meyer]] (1839–1899), deutscher Politiker und Publizist * [[Ernst von Petersdorff]] (1841–1903), preußischer Generalleutnant und Kommandeur der 17. Division * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke (Mediziner)|Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Ernst Garden]] (1900–1945), deutscher Filmproduktionsleiter * [[Herbert Müller (Hockeyspieler)|Herbert Müller]] (1904–1966), deutscher Hockeyspieler, Bronzemedaillengewinner bei Olympia * [[Irene Haschke]] (1921–unbekannt), deutsche SS-Lageraufseherin * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer * [[Michał Paluta]] (* 1995), Radrennfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenow'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * [[Machary (Strzelce Krajeńskie)|Machary]] (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, [[Ciecierzyn (Strzelce Krajeńskie)|Ciecierzyn]] (''Arndtshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * [[Wilhelm Heinrich Riehl|W. Riehl]] und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == {{Commonscat|Strzelce Krajeńskie}} * [https://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [https://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{Normdaten|TYP=g|GND=7533452-5|VIAF=248756288}} {{SORTIERUNG:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] [[Kategorie:Ersterwähnung 1269]] fbapqi8ecjprbz9447npbgy5dyb4q7d 1802594 1802593 2025-08-13T13:18:36Z w>Altsprachenfreund 0 /* Schienen */ 1802594 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odrą/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015</ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' ({{DeS}} '''Friedeberg (Neumark)''') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Die Stadt liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. <Gallery> Posen 1905.png|Friedeberg nordwestlich von [[Posen]] und südwestlich von [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung) Brandenburg Kr Friedeberg.png|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer) Friedeberg.jpg|Ansicht um 1900 </Gallery> === Geschichte === Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und [[Warthe]] erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der [[Deutscher Orden|Deutsche Orden]], der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten [[Raubritter]], polnische und [[Hussiten|hussitische]] Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die Hussiten zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 [[HRR|kaiserliche]] Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] [[Garnison]], was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die [[Kaiserlich Russische Armee|Russen]]. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Seit 1849 bestanden in [[Kreisgericht (Preußen)|Preußen Kreisgerichte]]. Das [[Kreisgericht Friedeberg in der Neumark]] war dem [[Appellationsgericht Frankfurt a. d. Oder]] nachgeordnet. Im Rahmen der [[Reichsjustizgesetze]] wurden diese Gerichte 1879 aufgehoben. Zwischen 1879 und 1945 bestand dann das [[Amtsgericht Friedeberg N.M.]] Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel-, Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.000 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Kriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Im März/April 1945 unterstellte sie die Stadt der Verwaltung der [[Volksrepublik Polen]]. Es begann nun die Zuwanderung von Migranten, die anfangs vorwiegend aus von der [[Sowjetunion]] annektierten Gebieten östlich der neuen polnischen Ostgrenze ([[Curzon-Linie]]) kamen, der sogenannten [[Kresy]]. In der Folgezeit wurde die einheimische deutsche Bevölkerung durch die örtliche polnische Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]], um sie durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] zu ersetzen. Zu den Neusiedlern kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksgruppe)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutete.<ref>[https://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|Driesener Tor Baszta strzelce kraj down.jpg|Hexenturm der mittelalterlichen Stadtbefestigung Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert Spichlerz Strzelce Krajeńskie.jpg|Getreidespeicher von 1764 Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|Rathaus Strzelce Krajenskie wieza.jpg|Wasserturm von 1929 </gallery> === Demographie === {| class="wikitable" |+ Bevölkerungsentwicklung bis 1945 |- class="hintergrundfarbe6" ! Jahr ! Einwohner ! Anmerkungen |- | 1750 || align=center | 2051 || <ref name="RS" /> |- | 1801 || align=center | 2496 || <ref name="RS" /> |- | 1802 || align="center" | 2317 || <ref name="Krug" >Alexander August Mützell und [[Leopold Krug (Ökonom)|Leopold Krug]]: ''Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preußischen Staats'', Band 5: ''T–Z'', Halle 1823, [https://books.google.de/books?id=cDzRAAAAMAAJ&pg=PA280 S. 280–287, Ziffer 174.]</ref> |- | 1810 || align="center" | 2696 || <ref name="Krug" /> |- | 1816 || align=center | 2963 || davon 2842 Evangelische, acht Katholiken und 113 Juden (sieben Schullehrer und -lehrerinnen)<ref name="Krug" /> |- | 1821 || align=center | 3317 || in 402 Privatwohnhäusern<ref name="Krug" /> |- | 1840 || align=center | 4290 || <ref name="RS" /> |- | 1858 || align=center | 5371 || darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> |- | 1875 || align=center | 5804 || <ref name="MR">{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=friedeberg.html|name=Landkreis Friedeberg (poln. Strzelce Krajenskie)}}</ref> |- | 1880 || align=center | 6381 || <ref name="MR" /> |- | 1890 || align=center | 6431 || darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> |- | 1900 || style="text-align:center" | 6056 ||<ref>''[[Meyers Großes Konversations-Lexikon]]'', Band 7, Leipzig/Wien 1907, [http://www.zeno.org/Meyers-1905/K/meyers-1905-007-0106 S. 106–107. ].</ref> |- | 1910 || align=center | 5460 || am 1. Dezember<ref name="MeyersGaz" >[https://www.meyersgaz.org/place/10513029 Friedeberg, Neumark], in: ''Meyers Gazetteer'' (mit Eintrag aus [[Meyers Orts- und Verkehrslexikon]], Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Friedeberg)</ref><ref>[https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?brandenburg/friedeberg.htm Landkreis Friedeberg] - gemeindeverzeichnis.de (U. Schubert, 2021)</ref> |- | 1925 || align=center | 5591 || darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> |- | 1933 || align=center | 6134 ||<ref name="MR" /> |- | 1939 || align=center | 5923 || <ref name="MR" /> |} === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der Reformation bis 1945 evangelisch ist die Kirche seitdem wieder katholisch. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind ein über 1000 Meter langes Teilstück der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer, das gotische Driesener Tor (Młyńska) sowie der Hexenturm erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Karl Heinrich Pudor]] (1777–1839), deutscher Altphilologe und Gymnasiallehrer * [[Christoph Friedrich Ferdinand Haacke]] (1781–1855), Klassischer Philologe und Gymnasiallehrer * [[Theodor Hoffmann (Mediziner)|Theodor Hoffmann]] (1837–1894), deutscher Sanitätsoffizier und Hochschullehrer, auch in Japan * [[Rudolf Meyer (Publizist)|Rudolf Hermann Meyer]] (1839–1899), deutscher Politiker und Publizist * [[Ernst von Petersdorff]] (1841–1903), preußischer Generalleutnant und Kommandeur der 17. Division * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke (Mediziner)|Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Ernst Garden]] (1900–1945), deutscher Filmproduktionsleiter * [[Herbert Müller (Hockeyspieler)|Herbert Müller]] (1904–1966), deutscher Hockeyspieler, Bronzemedaillengewinner bei Olympia * [[Irene Haschke]] (1921–unbekannt), deutsche SS-Lageraufseherin * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer * [[Michał Paluta]] (* 1995), Radrennfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenow'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * [[Machary (Strzelce Krajeńskie)|Machary]] (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * Żabicko (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, [[Ciecierzyn (Strzelce Krajeńskie)|Ciecierzyn]] (''Arndtshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż Wielkopolski|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * [[Wilhelm Heinrich Riehl|W. Riehl]] und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == {{Commonscat|Strzelce Krajeńskie}} * [https://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [https://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{Normdaten|TYP=g|GND=7533452-5|VIAF=248756288}} {{SORTIERUNG:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] [[Kategorie:Ersterwähnung 1269]] om337n5t0rvsqb12vg8v9pe6ailvkxw 1802595 1802594 2025-08-23T20:01:11Z w>Turpit 0 /* Gemeindegliederung */ Wikilink (leider noch rot) 1802595 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odrą/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015</ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' ({{DeS}} '''Friedeberg (Neumark)''') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Die Stadt liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. <Gallery> Posen 1905.png|Friedeberg nordwestlich von [[Posen]] und südwestlich von [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung) Brandenburg Kr Friedeberg.png|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer) Friedeberg.jpg|Ansicht um 1900 </Gallery> === Geschichte === Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und [[Warthe]] erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der [[Deutscher Orden|Deutsche Orden]], der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten [[Raubritter]], polnische und [[Hussiten|hussitische]] Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die Hussiten zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 [[HRR|kaiserliche]] Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] [[Garnison]], was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die [[Kaiserlich Russische Armee|Russen]]. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Seit 1849 bestanden in [[Kreisgericht (Preußen)|Preußen Kreisgerichte]]. Das [[Kreisgericht Friedeberg in der Neumark]] war dem [[Appellationsgericht Frankfurt a. d. Oder]] nachgeordnet. Im Rahmen der [[Reichsjustizgesetze]] wurden diese Gerichte 1879 aufgehoben. Zwischen 1879 und 1945 bestand dann das [[Amtsgericht Friedeberg N.M.]] Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel-, Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.000 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Kriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Im März/April 1945 unterstellte sie die Stadt der Verwaltung der [[Volksrepublik Polen]]. Es begann nun die Zuwanderung von Migranten, die anfangs vorwiegend aus von der [[Sowjetunion]] annektierten Gebieten östlich der neuen polnischen Ostgrenze ([[Curzon-Linie]]) kamen, der sogenannten [[Kresy]]. In der Folgezeit wurde die einheimische deutsche Bevölkerung durch die örtliche polnische Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]], um sie durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] zu ersetzen. Zu den Neusiedlern kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksgruppe)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutete.<ref>[https://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|Driesener Tor Baszta strzelce kraj down.jpg|Hexenturm der mittelalterlichen Stadtbefestigung Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert Spichlerz Strzelce Krajeńskie.jpg|Getreidespeicher von 1764 Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|Rathaus Strzelce Krajenskie wieza.jpg|Wasserturm von 1929 </gallery> === Demographie === {| class="wikitable" |+ Bevölkerungsentwicklung bis 1945 |- class="hintergrundfarbe6" ! Jahr ! Einwohner ! Anmerkungen |- | 1750 || align=center | 2051 || <ref name="RS" /> |- | 1801 || align=center | 2496 || <ref name="RS" /> |- | 1802 || align="center" | 2317 || <ref name="Krug" >Alexander August Mützell und [[Leopold Krug (Ökonom)|Leopold Krug]]: ''Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preußischen Staats'', Band 5: ''T–Z'', Halle 1823, [https://books.google.de/books?id=cDzRAAAAMAAJ&pg=PA280 S. 280–287, Ziffer 174.]</ref> |- | 1810 || align="center" | 2696 || <ref name="Krug" /> |- | 1816 || align=center | 2963 || davon 2842 Evangelische, acht Katholiken und 113 Juden (sieben Schullehrer und -lehrerinnen)<ref name="Krug" /> |- | 1821 || align=center | 3317 || in 402 Privatwohnhäusern<ref name="Krug" /> |- | 1840 || align=center | 4290 || <ref name="RS" /> |- | 1858 || align=center | 5371 || darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> |- | 1875 || align=center | 5804 || <ref name="MR">{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=friedeberg.html|name=Landkreis Friedeberg (poln. Strzelce Krajenskie)}}</ref> |- | 1880 || align=center | 6381 || <ref name="MR" /> |- | 1890 || align=center | 6431 || darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> |- | 1900 || style="text-align:center" | 6056 ||<ref>''[[Meyers Großes Konversations-Lexikon]]'', Band 7, Leipzig/Wien 1907, [http://www.zeno.org/Meyers-1905/K/meyers-1905-007-0106 S. 106–107. ].</ref> |- | 1910 || align=center | 5460 || am 1. Dezember<ref name="MeyersGaz" >[https://www.meyersgaz.org/place/10513029 Friedeberg, Neumark], in: ''Meyers Gazetteer'' (mit Eintrag aus [[Meyers Orts- und Verkehrslexikon]], Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Friedeberg)</ref><ref>[https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?brandenburg/friedeberg.htm Landkreis Friedeberg] - gemeindeverzeichnis.de (U. Schubert, 2021)</ref> |- | 1925 || align=center | 5591 || darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> |- | 1933 || align=center | 6134 ||<ref name="MR" /> |- | 1939 || align=center | 5923 || <ref name="MR" /> |} === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der Reformation bis 1945 evangelisch ist die Kirche seitdem wieder katholisch. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind ein über 1000 Meter langes Teilstück der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer, das gotische Driesener Tor (Młyńska) sowie der Hexenturm erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Karl Heinrich Pudor]] (1777–1839), deutscher Altphilologe und Gymnasiallehrer * [[Christoph Friedrich Ferdinand Haacke]] (1781–1855), Klassischer Philologe und Gymnasiallehrer * [[Theodor Hoffmann (Mediziner)|Theodor Hoffmann]] (1837–1894), deutscher Sanitätsoffizier und Hochschullehrer, auch in Japan * [[Rudolf Meyer (Publizist)|Rudolf Hermann Meyer]] (1839–1899), deutscher Politiker und Publizist * [[Ernst von Petersdorff]] (1841–1903), preußischer Generalleutnant und Kommandeur der 17. Division * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke (Mediziner)|Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Ernst Garden]] (1900–1945), deutscher Filmproduktionsleiter * [[Herbert Müller (Hockeyspieler)|Herbert Müller]] (1904–1966), deutscher Hockeyspieler, Bronzemedaillengewinner bei Olympia * [[Irene Haschke]] (1921–unbekannt), deutsche SS-Lageraufseherin * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer * [[Michał Paluta]] (* 1995), Radrennfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenow'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * [[Machary (Strzelce Krajeńskie)|Machary]] (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * [[Żabicko]] (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, [[Ciecierzyn (Strzelce Krajeńskie)|Ciecierzyn]] (''Arndtshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż Wielkopolski|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * [[Wilhelm Heinrich Riehl|W. Riehl]] und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == {{Commonscat|Strzelce Krajeńskie}} * [https://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [https://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{Normdaten|TYP=g|GND=7533452-5|VIAF=248756288}} {{SORTIERUNG:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] [[Kategorie:Ersterwähnung 1269]] fmwb2hxq2de3tuym900l3gw6slguyz3 1802596 1802595 2025-10-16T16:18:56Z w>Eriosw 0 /* Demographie */ archivlink gemeindeverezeichnis 1802596 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odrą/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015</ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' ({{DeS}} '''Friedeberg (Neumark)''') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Die Stadt liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. <Gallery> Posen 1905.png|Friedeberg nordwestlich von [[Posen]] und südwestlich von [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung) Brandenburg Kr Friedeberg.png|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer) Friedeberg.jpg|Ansicht um 1900 </Gallery> === Geschichte === Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und [[Warthe]] erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der [[Deutscher Orden|Deutsche Orden]], der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten [[Raubritter]], polnische und [[Hussiten|hussitische]] Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die Hussiten zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 [[HRR|kaiserliche]] Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] [[Garnison]], was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die [[Kaiserlich Russische Armee|Russen]]. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Seit 1849 bestanden in [[Kreisgericht (Preußen)|Preußen Kreisgerichte]]. Das [[Kreisgericht Friedeberg in der Neumark]] war dem [[Appellationsgericht Frankfurt a. d. Oder]] nachgeordnet. Im Rahmen der [[Reichsjustizgesetze]] wurden diese Gerichte 1879 aufgehoben. Zwischen 1879 und 1945 bestand dann das [[Amtsgericht Friedeberg N.M.]] Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel-, Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.000 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Kriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Im März/April 1945 unterstellte sie die Stadt der Verwaltung der [[Volksrepublik Polen]]. Es begann nun die Zuwanderung von Migranten, die anfangs vorwiegend aus von der [[Sowjetunion]] annektierten Gebieten östlich der neuen polnischen Ostgrenze ([[Curzon-Linie]]) kamen, der sogenannten [[Kresy]]. In der Folgezeit wurde die einheimische deutsche Bevölkerung durch die örtliche polnische Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]], um sie durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] zu ersetzen. Zu den Neusiedlern kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksgruppe)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutete.<ref>[https://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|Driesener Tor Baszta strzelce kraj down.jpg|Hexenturm der mittelalterlichen Stadtbefestigung Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert Spichlerz Strzelce Krajeńskie.jpg|Getreidespeicher von 1764 Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|Rathaus Strzelce Krajenskie wieza.jpg|Wasserturm von 1929 </gallery> === Demographie === {| class="wikitable" |+ Bevölkerungsentwicklung bis 1945 |- class="hintergrundfarbe6" ! Jahr ! Einwohner ! Anmerkungen |- | 1750 || align=center | 2051 || <ref name="RS" /> |- | 1801 || align=center | 2496 || <ref name="RS" /> |- | 1802 || align="center" | 2317 || <ref name="Krug" >Alexander August Mützell und [[Leopold Krug (Ökonom)|Leopold Krug]]: ''Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preußischen Staats'', Band 5: ''T–Z'', Halle 1823, [https://books.google.de/books?id=cDzRAAAAMAAJ&pg=PA280 S. 280–287, Ziffer 174.]</ref> |- | 1810 || align="center" | 2696 || <ref name="Krug" /> |- | 1816 || align=center | 2963 || davon 2842 Evangelische, acht Katholiken und 113 Juden (sieben Schullehrer und -lehrerinnen)<ref name="Krug" /> |- | 1821 || align=center | 3317 || in 402 Privatwohnhäusern<ref name="Krug" /> |- | 1840 || align=center | 4290 || <ref name="RS" /> |- | 1858 || align=center | 5371 || darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> |- | 1875 || align=center | 5804 || <ref name="MR">{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=friedeberg.html|name=Landkreis Friedeberg (poln. Strzelce Krajenskie)}}</ref> |- | 1880 || align=center | 6381 || <ref name="MR" /> |- | 1890 || align=center | 6431 || darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> |- | 1900 || style="text-align:center" | 6056 ||<ref>''[[Meyers Großes Konversations-Lexikon]]'', Band 7, Leipzig/Wien 1907, [http://www.zeno.org/Meyers-1905/K/meyers-1905-007-0106 S. 106–107. ].</ref> |- | 1910 || align=center | 5460 || am 1. Dezember<ref name="MeyersGaz" >[https://www.meyersgaz.org/place/10513029 Friedeberg, Neumark], in: ''Meyers Gazetteer'' (mit Eintrag aus [[Meyers Orts- und Verkehrslexikon]], Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Friedeberg)</ref><ref>{{Internetquelle | url=https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?brandenburg/friedeberg.htm |titel=Der Landkreis Friedeberg im Gemeindeverzeichnis 1900 |hrsg=Uli Schubert |offline= 2025-10-16 | https://web.archive.org/web/20241211065856/https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?brandenburg/friedeberg.htm | archiv-datum=2024-12-11 | abruf=2025-10-16}}</ref> |- | 1925 || align=center | 5591 || darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> |- | 1933 || align=center | 6134 ||<ref name="MR" /> |- | 1939 || align=center | 5923 || <ref name="MR" /> |} === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der Reformation bis 1945 evangelisch ist die Kirche seitdem wieder katholisch. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind ein über 1000 Meter langes Teilstück der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer, das gotische Driesener Tor (Młyńska) sowie der Hexenturm erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Karl Heinrich Pudor]] (1777–1839), deutscher Altphilologe und Gymnasiallehrer * [[Christoph Friedrich Ferdinand Haacke]] (1781–1855), Klassischer Philologe und Gymnasiallehrer * [[Theodor Hoffmann (Mediziner)|Theodor Hoffmann]] (1837–1894), deutscher Sanitätsoffizier und Hochschullehrer, auch in Japan * [[Rudolf Meyer (Publizist)|Rudolf Hermann Meyer]] (1839–1899), deutscher Politiker und Publizist * [[Ernst von Petersdorff]] (1841–1903), preußischer Generalleutnant und Kommandeur der 17. Division * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke (Mediziner)|Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Ernst Garden]] (1900–1945), deutscher Filmproduktionsleiter * [[Herbert Müller (Hockeyspieler)|Herbert Müller]] (1904–1966), deutscher Hockeyspieler, Bronzemedaillengewinner bei Olympia * [[Irene Haschke]] (1921–unbekannt), deutsche SS-Lageraufseherin * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer * [[Michał Paluta]] (* 1995), Radrennfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenow'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * [[Machary (Strzelce Krajeńskie)|Machary]] (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * [[Żabicko]] (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, [[Ciecierzyn (Strzelce Krajeńskie)|Ciecierzyn]] (''Arndtshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż Wielkopolski|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * [[Wilhelm Heinrich Riehl|W. Riehl]] und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == {{Commonscat|Strzelce Krajeńskie}} * [https://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [https://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{Normdaten|TYP=g|GND=7533452-5|VIAF=248756288}} {{SORTIERUNG:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] [[Kategorie:Ersterwähnung 1269]] jhvjcwng125d0pwy962a02f0lf00ium 1802597 1802596 2025-10-16T16:20:07Z w>Eriosw 0 1802597 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odrą/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015</ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' ({{DeS}} '''Friedeberg (Neumark)''') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Die Stadt liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netze]]bruch. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. <Gallery> Posen 1905.png|Friedeberg nordwestlich von [[Posen]] und südwestlich von [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung) Brandenburg Kr Friedeberg.png|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer) Friedeberg.jpg|Ansicht um 1900 </Gallery> === Geschichte === Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und [[Warthe]] erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der [[Deutscher Orden|Deutsche Orden]], der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten [[Raubritter]], polnische und [[Hussiten|hussitische]] Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die Hussiten zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 [[HRR|kaiserliche]] Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] [[Garnison]], was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die [[Kaiserlich Russische Armee|Russen]]. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Seit 1849 bestanden in [[Kreisgericht (Preußen)|Preußen Kreisgerichte]]. Das [[Kreisgericht Friedeberg in der Neumark]] war dem [[Appellationsgericht Frankfurt a. d. Oder]] nachgeordnet. Im Rahmen der [[Reichsjustizgesetze]] wurden diese Gerichte 1879 aufgehoben. Zwischen 1879 und 1945 bestand dann das [[Amtsgericht Friedeberg N.M.]] Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel-, Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.000 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Kriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Im März/April 1945 unterstellte sie die Stadt der Verwaltung der [[Volksrepublik Polen]]. Es begann nun die Zuwanderung von Migranten, die anfangs vorwiegend aus von der [[Sowjetunion]] annektierten Gebieten östlich der neuen polnischen Ostgrenze ([[Curzon-Linie]]) kamen, der sogenannten [[Kresy]]. In der Folgezeit wurde die einheimische deutsche Bevölkerung durch die örtliche polnische Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]], um sie durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] zu ersetzen. Zu den Neusiedlern kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksgruppe)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutete.<ref>[https://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|Driesener Tor Baszta strzelce kraj down.jpg|Hexenturm der mittelalterlichen Stadtbefestigung Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert Spichlerz Strzelce Krajeńskie.jpg|Getreidespeicher von 1764 Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|Rathaus Strzelce Krajenskie wieza.jpg|Wasserturm von 1929 </gallery> === Demographie === {| class="wikitable" |+ Bevölkerungsentwicklung bis 1945 |- class="hintergrundfarbe6" ! Jahr ! Einwohner ! Anmerkungen |- | 1750 || align=center | 2051 || <ref name="RS" /> |- | 1801 || align=center | 2496 || <ref name="RS" /> |- | 1802 || align="center" | 2317 || <ref name="Krug" >Alexander August Mützell und [[Leopold Krug (Ökonom)|Leopold Krug]]: ''Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preußischen Staats'', Band 5: ''T–Z'', Halle 1823, [https://books.google.de/books?id=cDzRAAAAMAAJ&pg=PA280 S. 280–287, Ziffer 174.]</ref> |- | 1810 || align="center" | 2696 || <ref name="Krug" /> |- | 1816 || align=center | 2963 || davon 2842 Evangelische, acht Katholiken und 113 Juden (sieben Schullehrer und -lehrerinnen)<ref name="Krug" /> |- | 1821 || align=center | 3317 || in 402 Privatwohnhäusern<ref name="Krug" /> |- | 1840 || align=center | 4290 || <ref name="RS" /> |- | 1858 || align=center | 5371 || darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> |- | 1875 || align=center | 5804 || <ref name="MR">{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=friedeberg.html|name=Landkreis Friedeberg (poln. Strzelce Krajenskie)}}</ref> |- | 1880 || align=center | 6381 || <ref name="MR" /> |- | 1890 || align=center | 6431 || darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> |- | 1900 || style="text-align:center" | 6056 ||<ref>''[[Meyers Großes Konversations-Lexikon]]'', Band 7, Leipzig/Wien 1907, [http://www.zeno.org/Meyers-1905/K/meyers-1905-007-0106 S. 106–107. ].</ref> |- | 1910 || align=center | 5460 || am 1. Dezember<ref name="MeyersGaz" >[https://www.meyersgaz.org/place/10513029 Friedeberg, Neumark], in: ''Meyers Gazetteer'' (mit Eintrag aus [[Meyers Orts- und Verkehrslexikon]], Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Friedeberg)</ref><ref>{{Internetquelle | url=https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?brandenburg/friedeberg.htm |titel=Der Landkreis Friedeberg im Gemeindeverzeichnis 1900 |hrsg=Uli Schubert |offline= 2025-10-16 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20241211065856/https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?brandenburg/friedeberg.htm | archiv-datum=2024-12-11 | abruf=2025-10-16}}</ref> |- | 1925 || align=center | 5591 || darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> |- | 1933 || align=center | 6134 ||<ref name="MR" /> |- | 1939 || align=center | 5923 || <ref name="MR" /> |} === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der Reformation bis 1945 evangelisch ist die Kirche seitdem wieder katholisch. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind ein über 1000 Meter langes Teilstück der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer, das gotische Driesener Tor (Młyńska) sowie der Hexenturm erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Karl Heinrich Pudor]] (1777–1839), deutscher Altphilologe und Gymnasiallehrer * [[Christoph Friedrich Ferdinand Haacke]] (1781–1855), Klassischer Philologe und Gymnasiallehrer * [[Theodor Hoffmann (Mediziner)|Theodor Hoffmann]] (1837–1894), deutscher Sanitätsoffizier und Hochschullehrer, auch in Japan * [[Rudolf Meyer (Publizist)|Rudolf Hermann Meyer]] (1839–1899), deutscher Politiker und Publizist * [[Ernst von Petersdorff]] (1841–1903), preußischer Generalleutnant und Kommandeur der 17. Division * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke (Mediziner)|Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Ernst Garden]] (1900–1945), deutscher Filmproduktionsleiter * [[Herbert Müller (Hockeyspieler)|Herbert Müller]] (1904–1966), deutscher Hockeyspieler, Bronzemedaillengewinner bei Olympia * [[Irene Haschke]] (1921–unbekannt), deutsche SS-Lageraufseherin * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer * [[Michał Paluta]] (* 1995), Radrennfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenow'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * [[Machary (Strzelce Krajeńskie)|Machary]] (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * [[Żabicko]] (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, [[Ciecierzyn (Strzelce Krajeńskie)|Ciecierzyn]] (''Arndtshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż Wielkopolski|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * [[Wilhelm Heinrich Riehl|W. Riehl]] und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == {{Commonscat|Strzelce Krajeńskie}} * [https://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [https://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{Normdaten|TYP=g|GND=7533452-5|VIAF=248756288}} {{SORTIERUNG:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] [[Kategorie:Ersterwähnung 1269]] 1gkxe1ku56omrz0q426hnag4xstkeer 1802598 1802597 2026-01-01T10:52:51Z w>Prüm 0 /* Geographische Lage */ 1802598 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odrą/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015</ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' ({{DeS}} '''Friedeberg (Neumark)''') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Die Stadt liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netzebruch]]. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. <Gallery> Posen 1905.png|Friedeberg nordwestlich von [[Posen]] und südwestlich von [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung) Brandenburg Kr Friedeberg.png|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer) Friedeberg.jpg|Ansicht um 1900 </Gallery> === Geschichte === Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und [[Warthe]] erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der [[Deutscher Orden|Deutsche Orden]], der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten [[Raubritter]], polnische und [[Hussiten|hussitische]] Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die Hussiten zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 [[HRR|kaiserliche]] Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] [[Garnison]], was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die [[Kaiserlich Russische Armee|Russen]]. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Seit 1849 bestanden in [[Kreisgericht (Preußen)|Preußen Kreisgerichte]]. Das [[Kreisgericht Friedeberg in der Neumark]] war dem [[Appellationsgericht Frankfurt a. d. Oder]] nachgeordnet. Im Rahmen der [[Reichsjustizgesetze]] wurden diese Gerichte 1879 aufgehoben. Zwischen 1879 und 1945 bestand dann das [[Amtsgericht Friedeberg N.M.]] Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel-, Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Als 1938 die Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] aufgelöst wurde, kam Friedeberg mit dem Landkreis zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.000 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Kriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Im März/April 1945 unterstellte sie die Stadt der Verwaltung der [[Volksrepublik Polen]]. Es begann nun die Zuwanderung von Migranten, die anfangs vorwiegend aus von der [[Sowjetunion]] annektierten Gebieten östlich der neuen polnischen Ostgrenze ([[Curzon-Linie]]) kamen, der sogenannten [[Kresy]]. In der Folgezeit wurde die einheimische deutsche Bevölkerung durch die örtliche polnische Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]], um sie durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] zu ersetzen. Zu den Neusiedlern kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksgruppe)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutete.<ref>[https://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|Driesener Tor Baszta strzelce kraj down.jpg|Hexenturm der mittelalterlichen Stadtbefestigung Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert Spichlerz Strzelce Krajeńskie.jpg|Getreidespeicher von 1764 Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|Rathaus Strzelce Krajenskie wieza.jpg|Wasserturm von 1929 </gallery> === Demographie === {| class="wikitable" |+ Bevölkerungsentwicklung bis 1945 |- class="hintergrundfarbe6" ! Jahr ! Einwohner ! Anmerkungen |- | 1750 || align=center | 2051 || <ref name="RS" /> |- | 1801 || align=center | 2496 || <ref name="RS" /> |- | 1802 || align="center" | 2317 || <ref name="Krug" >Alexander August Mützell und [[Leopold Krug (Ökonom)|Leopold Krug]]: ''Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preußischen Staats'', Band 5: ''T–Z'', Halle 1823, [https://books.google.de/books?id=cDzRAAAAMAAJ&pg=PA280 S. 280–287, Ziffer 174.]</ref> |- | 1810 || align="center" | 2696 || <ref name="Krug" /> |- | 1816 || align=center | 2963 || davon 2842 Evangelische, acht Katholiken und 113 Juden (sieben Schullehrer und -lehrerinnen)<ref name="Krug" /> |- | 1821 || align=center | 3317 || in 402 Privatwohnhäusern<ref name="Krug" /> |- | 1840 || align=center | 4290 || <ref name="RS" /> |- | 1858 || align=center | 5371 || darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> |- | 1875 || align=center | 5804 || <ref name="MR">{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=friedeberg.html|name=Landkreis Friedeberg (poln. Strzelce Krajenskie)}}</ref> |- | 1880 || align=center | 6381 || <ref name="MR" /> |- | 1890 || align=center | 6431 || darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> |- | 1900 || style="text-align:center" | 6056 ||<ref>''[[Meyers Großes Konversations-Lexikon]]'', Band 7, Leipzig/Wien 1907, [http://www.zeno.org/Meyers-1905/K/meyers-1905-007-0106 S. 106–107. ].</ref> |- | 1910 || align=center | 5460 || am 1. Dezember<ref name="MeyersGaz" >[https://www.meyersgaz.org/place/10513029 Friedeberg, Neumark], in: ''Meyers Gazetteer'' (mit Eintrag aus [[Meyers Orts- und Verkehrslexikon]], Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Friedeberg)</ref><ref>{{Internetquelle | url=https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?brandenburg/friedeberg.htm |titel=Der Landkreis Friedeberg im Gemeindeverzeichnis 1900 |hrsg=Uli Schubert |offline= 2025-10-16 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20241211065856/https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?brandenburg/friedeberg.htm | archiv-datum=2024-12-11 | abruf=2025-10-16}}</ref> |- | 1925 || align=center | 5591 || darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> |- | 1933 || align=center | 6134 ||<ref name="MR" /> |- | 1939 || align=center | 5923 || <ref name="MR" /> |} === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der Reformation bis 1945 evangelisch ist die Kirche seitdem wieder katholisch. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind ein über 1000 Meter langes Teilstück der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer, das gotische Driesener Tor (Młyńska) sowie der Hexenturm erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Karl Heinrich Pudor]] (1777–1839), deutscher Altphilologe und Gymnasiallehrer * [[Christoph Friedrich Ferdinand Haacke]] (1781–1855), Klassischer Philologe und Gymnasiallehrer * [[Theodor Hoffmann (Mediziner)|Theodor Hoffmann]] (1837–1894), deutscher Sanitätsoffizier und Hochschullehrer, auch in Japan * [[Rudolf Meyer (Publizist)|Rudolf Hermann Meyer]] (1839–1899), deutscher Politiker und Publizist * [[Ernst von Petersdorff]] (1841–1903), preußischer Generalleutnant und Kommandeur der 17. Division * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke (Mediziner)|Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Ernst Garden]] (1900–1945), deutscher Filmproduktionsleiter * [[Herbert Müller (Hockeyspieler)|Herbert Müller]] (1904–1966), deutscher Hockeyspieler, Bronzemedaillengewinner bei Olympia * [[Irene Haschke]] (1921–unbekannt), deutsche SS-Lageraufseherin * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer * [[Michał Paluta]] (* 1995), Radrennfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenow'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * [[Machary (Strzelce Krajeńskie)|Machary]] (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * [[Żabicko]] (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, [[Ciecierzyn (Strzelce Krajeńskie)|Ciecierzyn]] (''Arndtshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż Wielkopolski|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * [[Wilhelm Heinrich Riehl|W. Riehl]] und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == {{Commonscat|Strzelce Krajeńskie}} * [https://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [https://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{Normdaten|TYP=g|GND=7533452-5|VIAF=248756288}} {{SORTIERUNG:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] [[Kategorie:Ersterwähnung 1269]] iyskzj5ibu2kuh4ejam450yph64e7e7 1802599 1802598 2026-06-14T16:39:00Z w>Marcus Kasner 0 Klarstellung des Kreiswechsels 1802599 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odrą/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015</ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' ({{DeS}} '''Friedeberg (Neumark)''') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Die Stadt liegt in der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netzebruch]]. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. <Gallery> Posen 1905.png|Friedeberg nordwestlich von [[Posen]] und südwestlich von [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung) Brandenburg Kr Friedeberg.png|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer) Friedeberg.jpg|Ansicht um 1900 </Gallery> === Geschichte === Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und [[Warthe]] erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der [[Deutscher Orden|Deutsche Orden]], der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten [[Raubritter]], polnische und [[Hussiten|hussitische]] Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die Hussiten zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 [[HRR|kaiserliche]] Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] [[Garnison]], was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die [[Kaiserlich Russische Armee|Russen]]. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Seit 1849 bestanden in [[Kreisgericht (Preußen)|Preußen Kreisgerichte]]. Das [[Kreisgericht Friedeberg in der Neumark]] war dem [[Appellationsgericht Frankfurt a. d. Oder]] nachgeordnet. Im Rahmen der [[Reichsjustizgesetze]] wurden diese Gerichte 1879 aufgehoben. Zwischen 1879 und 1945 bestand dann das [[Amtsgericht Friedeberg N.M.]] Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel-, Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Im Zusammenhang mit der Auflösung der Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] im Jahr 1938 kam Friedeberg mit dem gleichnamigen Landkreis von der [[Provinz Brandenburg]] zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.000 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Kriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Im März/April 1945 unterstellte sie die Stadt der Verwaltung der [[Volksrepublik Polen]]. Es begann nun die Zuwanderung von Migranten, die anfangs vorwiegend aus von der [[Sowjetunion]] annektierten Gebieten östlich der neuen polnischen Ostgrenze ([[Curzon-Linie]]) kamen, der sogenannten [[Kresy]]. In der Folgezeit wurde die einheimische deutsche Bevölkerung durch die örtliche polnische Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]], um sie durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] zu ersetzen. Zu den Neusiedlern kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksgruppe)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutete.<ref>[https://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|Driesener Tor Baszta strzelce kraj down.jpg|Hexenturm der mittelalterlichen Stadtbefestigung Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert Spichlerz Strzelce Krajeńskie.jpg|Getreidespeicher von 1764 Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|Rathaus Strzelce Krajenskie wieza.jpg|Wasserturm von 1929 </gallery> === Demographie === {| class="wikitable" |+ Bevölkerungsentwicklung bis 1945 |- class="hintergrundfarbe6" ! Jahr ! Einwohner ! Anmerkungen |- | 1750 || align=center | 2051 || <ref name="RS" /> |- | 1801 || align=center | 2496 || <ref name="RS" /> |- | 1802 || align="center" | 2317 || <ref name="Krug" >Alexander August Mützell und [[Leopold Krug (Ökonom)|Leopold Krug]]: ''Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preußischen Staats'', Band 5: ''T–Z'', Halle 1823, [https://books.google.de/books?id=cDzRAAAAMAAJ&pg=PA280 S. 280–287, Ziffer 174.]</ref> |- | 1810 || align="center" | 2696 || <ref name="Krug" /> |- | 1816 || align=center | 2963 || davon 2842 Evangelische, acht Katholiken und 113 Juden (sieben Schullehrer und -lehrerinnen)<ref name="Krug" /> |- | 1821 || align=center | 3317 || in 402 Privatwohnhäusern<ref name="Krug" /> |- | 1840 || align=center | 4290 || <ref name="RS" /> |- | 1858 || align=center | 5371 || darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> |- | 1875 || align=center | 5804 || <ref name="MR">{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=friedeberg.html|name=Landkreis Friedeberg (poln. Strzelce Krajenskie)}}</ref> |- | 1880 || align=center | 6381 || <ref name="MR" /> |- | 1890 || align=center | 6431 || darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> |- | 1900 || style="text-align:center" | 6056 ||<ref>''[[Meyers Großes Konversations-Lexikon]]'', Band 7, Leipzig/Wien 1907, [http://www.zeno.org/Meyers-1905/K/meyers-1905-007-0106 S. 106–107. ].</ref> |- | 1910 || align=center | 5460 || am 1. Dezember<ref name="MeyersGaz" >[https://www.meyersgaz.org/place/10513029 Friedeberg, Neumark], in: ''Meyers Gazetteer'' (mit Eintrag aus [[Meyers Orts- und Verkehrslexikon]], Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Friedeberg)</ref><ref>{{Internetquelle | url=https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?brandenburg/friedeberg.htm |titel=Der Landkreis Friedeberg im Gemeindeverzeichnis 1900 |hrsg=Uli Schubert |offline= 2025-10-16 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20241211065856/https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?brandenburg/friedeberg.htm | archiv-datum=2024-12-11 | abruf=2025-10-16}}</ref> |- | 1925 || align=center | 5591 || darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> |- | 1933 || align=center | 6134 ||<ref name="MR" /> |- | 1939 || align=center | 5923 || <ref name="MR" /> |} === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der Reformation bis 1945 evangelisch ist die Kirche seitdem wieder katholisch. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind ein über 1000 Meter langes Teilstück der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer, das gotische Driesener Tor (Młyńska) sowie der Hexenturm erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Karl Heinrich Pudor]] (1777–1839), deutscher Altphilologe und Gymnasiallehrer * [[Christoph Friedrich Ferdinand Haacke]] (1781–1855), Klassischer Philologe und Gymnasiallehrer * [[Theodor Hoffmann (Mediziner)|Theodor Hoffmann]] (1837–1894), deutscher Sanitätsoffizier und Hochschullehrer, auch in Japan * [[Rudolf Meyer (Publizist)|Rudolf Hermann Meyer]] (1839–1899), deutscher Politiker und Publizist * [[Ernst von Petersdorff]] (1841–1903), preußischer Generalleutnant und Kommandeur der 17. Division * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke (Mediziner)|Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Ernst Garden]] (1900–1945), deutscher Filmproduktionsleiter * [[Herbert Müller (Hockeyspieler)|Herbert Müller]] (1904–1966), deutscher Hockeyspieler, Bronzemedaillengewinner bei Olympia * [[Irene Haschke]] (1921–unbekannt), deutsche SS-Lageraufseherin * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer * [[Michał Paluta]] (* 1995), Radrennfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenow'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * [[Machary (Strzelce Krajeńskie)|Machary]] (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * [[Żabicko]] (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, [[Ciecierzyn (Strzelce Krajeńskie)|Ciecierzyn]] (''Arndtshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż Wielkopolski|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * [[Wilhelm Heinrich Riehl|W. Riehl]] und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == {{Commonscat|Strzelce Krajeńskie}} * [https://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [https://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{Normdaten|TYP=g|GND=7533452-5|VIAF=248756288}} {{SORTIERUNG:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] [[Kategorie:Ersterwähnung 1269]] 4o8821p8vce10t8rixk1cjlu6bnyz1n 1802600 1802599 2026-06-22T10:13:47Z w>Birkho 0 historischen eingefügt 1802600 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odrą/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015</ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' ({{DeS}} '''Friedeberg (Neumark)''') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]], die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Die Stadt liegt in der historischen [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netzebruch]]. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. <Gallery> Posen 1905.png|Friedeberg nordwestlich von [[Posen]] und südwestlich von [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung) Brandenburg Kr Friedeberg.png|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer) Friedeberg.jpg|Ansicht um 1900 </Gallery> === Geschichte === Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und [[Warthe]] erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der [[Deutscher Orden|Deutsche Orden]], der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten [[Raubritter]], polnische und [[Hussiten|hussitische]] Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die Hussiten zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 [[HRR|kaiserliche]] Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] [[Garnison]], was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die [[Kaiserlich Russische Armee|Russen]]. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Seit 1849 bestanden in [[Kreisgericht (Preußen)|Preußen Kreisgerichte]]. Das [[Kreisgericht Friedeberg in der Neumark]] war dem [[Appellationsgericht Frankfurt a. d. Oder]] nachgeordnet. Im Rahmen der [[Reichsjustizgesetze]] wurden diese Gerichte 1879 aufgehoben. Zwischen 1879 und 1945 bestand dann das [[Amtsgericht Friedeberg N.M.]] Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel-, Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Im Zusammenhang mit der Auflösung der Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] im Jahr 1938 kam Friedeberg mit dem gleichnamigen Landkreis von der [[Provinz Brandenburg]] zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.000 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Kriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Im März/April 1945 unterstellte sie die Stadt der Verwaltung der [[Volksrepublik Polen]]. Es begann nun die Zuwanderung von Migranten, die anfangs vorwiegend aus von der [[Sowjetunion]] annektierten Gebieten östlich der neuen polnischen Ostgrenze ([[Curzon-Linie]]) kamen, der sogenannten [[Kresy]]. In der Folgezeit wurde die einheimische deutsche Bevölkerung durch die örtliche polnische Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]], um sie durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] zu ersetzen. Zu den Neusiedlern kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksgruppe)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutete.<ref>[https://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|Driesener Tor Baszta strzelce kraj down.jpg|Hexenturm der mittelalterlichen Stadtbefestigung Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert Spichlerz Strzelce Krajeńskie.jpg|Getreidespeicher von 1764 Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|Rathaus Strzelce Krajenskie wieza.jpg|Wasserturm von 1929 </gallery> === Demographie === {| class="wikitable" |+ Bevölkerungsentwicklung bis 1945 |- class="hintergrundfarbe6" ! Jahr ! Einwohner ! Anmerkungen |- | 1750 || align=center | 2051 || <ref name="RS" /> |- | 1801 || align=center | 2496 || <ref name="RS" /> |- | 1802 || align="center" | 2317 || <ref name="Krug" >Alexander August Mützell und [[Leopold Krug (Ökonom)|Leopold Krug]]: ''Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preußischen Staats'', Band 5: ''T–Z'', Halle 1823, [https://books.google.de/books?id=cDzRAAAAMAAJ&pg=PA280 S. 280–287, Ziffer 174.]</ref> |- | 1810 || align="center" | 2696 || <ref name="Krug" /> |- | 1816 || align=center | 2963 || davon 2842 Evangelische, acht Katholiken und 113 Juden (sieben Schullehrer und -lehrerinnen)<ref name="Krug" /> |- | 1821 || align=center | 3317 || in 402 Privatwohnhäusern<ref name="Krug" /> |- | 1840 || align=center | 4290 || <ref name="RS" /> |- | 1858 || align=center | 5371 || darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> |- | 1875 || align=center | 5804 || <ref name="MR">{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=friedeberg.html|name=Landkreis Friedeberg (poln. Strzelce Krajenskie)}}</ref> |- | 1880 || align=center | 6381 || <ref name="MR" /> |- | 1890 || align=center | 6431 || darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> |- | 1900 || style="text-align:center" | 6056 ||<ref>''[[Meyers Großes Konversations-Lexikon]]'', Band 7, Leipzig/Wien 1907, [http://www.zeno.org/Meyers-1905/K/meyers-1905-007-0106 S. 106–107. ].</ref> |- | 1910 || align=center | 5460 || am 1. Dezember<ref name="MeyersGaz" >[https://www.meyersgaz.org/place/10513029 Friedeberg, Neumark], in: ''Meyers Gazetteer'' (mit Eintrag aus [[Meyers Orts- und Verkehrslexikon]], Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Friedeberg)</ref><ref>{{Internetquelle | url=https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?brandenburg/friedeberg.htm |titel=Der Landkreis Friedeberg im Gemeindeverzeichnis 1900 |hrsg=Uli Schubert |offline= 2025-10-16 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20241211065856/https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?brandenburg/friedeberg.htm | archiv-datum=2024-12-11 | abruf=2025-10-16}}</ref> |- | 1925 || align=center | 5591 || darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> |- | 1933 || align=center | 6134 ||<ref name="MR" /> |- | 1939 || align=center | 5923 || <ref name="MR" /> |} === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der Reformation bis 1945 evangelisch ist die Kirche seitdem wieder katholisch. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind ein über 1000 Meter langes Teilstück der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer, das gotische Driesener Tor (Młyńska) sowie der Hexenturm erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Karl Heinrich Pudor]] (1777–1839), deutscher Altphilologe und Gymnasiallehrer * [[Christoph Friedrich Ferdinand Haacke]] (1781–1855), Klassischer Philologe und Gymnasiallehrer * [[Theodor Hoffmann (Mediziner)|Theodor Hoffmann]] (1837–1894), deutscher Sanitätsoffizier und Hochschullehrer, auch in Japan * [[Rudolf Meyer (Publizist)|Rudolf Hermann Meyer]] (1839–1899), deutscher Politiker und Publizist * [[Ernst von Petersdorff]] (1841–1903), preußischer Generalleutnant und Kommandeur der 17. Division * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke (Mediziner)|Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Ernst Garden]] (1900–1945), deutscher Filmproduktionsleiter * [[Herbert Müller (Hockeyspieler)|Herbert Müller]] (1904–1966), deutscher Hockeyspieler, Bronzemedaillengewinner bei Olympia * [[Irene Haschke]] (1921–unbekannt), deutsche SS-Lageraufseherin * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer * [[Michał Paluta]] (* 1995), Radrennfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenow'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * [[Machary (Strzelce Krajeńskie)|Machary]] (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * [[Żabicko]] (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, [[Ciecierzyn (Strzelce Krajeńskie)|Ciecierzyn]] (''Arndtshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż Wielkopolski|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * [[Wilhelm Heinrich Riehl|W. Riehl]] und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == {{Commonscat|Strzelce Krajeńskie}} * [https://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [https://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{Normdaten|TYP=g|GND=7533452-5|VIAF=248756288}} {{SORTIERUNG:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] [[Kategorie:Ersterwähnung 1269]] rt64v7xdvv9uzzvmdshwhhuqmfflshh 1802601 1802600 2026-06-22T10:15:44Z w>Birkho 0 1802601 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odrą/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015</ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' ({{DeS}} '''Friedeberg (Neumark)''') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina]] (Stadt- und Landgemeinde), die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Die Stadt liegt in der historischen [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netzebruch]]. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. <Gallery> Posen 1905.png|Friedeberg nordwestlich von [[Posen]] und südwestlich von [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung) Brandenburg Kr Friedeberg.png|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer) Friedeberg.jpg|Ansicht um 1900 </Gallery> === Geschichte === Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und [[Warthe]] erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der [[Deutscher Orden|Deutsche Orden]], der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten [[Raubritter]], polnische und [[Hussiten|hussitische]] Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die Hussiten zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 [[HRR|kaiserliche]] Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] [[Garnison]], was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die [[Kaiserlich Russische Armee|Russen]]. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Seit 1849 bestanden in [[Kreisgericht (Preußen)|Preußen Kreisgerichte]]. Das [[Kreisgericht Friedeberg in der Neumark]] war dem [[Appellationsgericht Frankfurt a. d. Oder]] nachgeordnet. Im Rahmen der [[Reichsjustizgesetze]] wurden diese Gerichte 1879 aufgehoben. Zwischen 1879 und 1945 bestand dann das [[Amtsgericht Friedeberg N.M.]] Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel-, Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Im Zusammenhang mit der Auflösung der Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] im Jahr 1938 kam Friedeberg mit dem gleichnamigen Landkreis von der [[Provinz Brandenburg]] zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.000 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Kriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Im März/April 1945 unterstellte sie die Stadt der Verwaltung der [[Volksrepublik Polen]]. Es begann nun die Zuwanderung von Migranten, die anfangs vorwiegend aus von der [[Sowjetunion]] annektierten Gebieten östlich der neuen polnischen Ostgrenze ([[Curzon-Linie]]) kamen, der sogenannten [[Kresy]]. In der Folgezeit wurde die einheimische deutsche Bevölkerung durch die örtliche polnische Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]], um sie durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] zu ersetzen. Zu den Neusiedlern kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksgruppe)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutete.<ref>[https://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|Driesener Tor Baszta strzelce kraj down.jpg|Hexenturm der mittelalterlichen Stadtbefestigung Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert Spichlerz Strzelce Krajeńskie.jpg|Getreidespeicher von 1764 Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|Rathaus Strzelce Krajenskie wieza.jpg|Wasserturm von 1929 </gallery> === Demographie === {| class="wikitable" |+ Bevölkerungsentwicklung bis 1945 |- class="hintergrundfarbe6" ! Jahr ! Einwohner ! Anmerkungen |- | 1750 || align=center | 2051 || <ref name="RS" /> |- | 1801 || align=center | 2496 || <ref name="RS" /> |- | 1802 || align="center" | 2317 || <ref name="Krug" >Alexander August Mützell und [[Leopold Krug (Ökonom)|Leopold Krug]]: ''Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preußischen Staats'', Band 5: ''T–Z'', Halle 1823, [https://books.google.de/books?id=cDzRAAAAMAAJ&pg=PA280 S. 280–287, Ziffer 174.]</ref> |- | 1810 || align="center" | 2696 || <ref name="Krug" /> |- | 1816 || align=center | 2963 || davon 2842 Evangelische, acht Katholiken und 113 Juden (sieben Schullehrer und -lehrerinnen)<ref name="Krug" /> |- | 1821 || align=center | 3317 || in 402 Privatwohnhäusern<ref name="Krug" /> |- | 1840 || align=center | 4290 || <ref name="RS" /> |- | 1858 || align=center | 5371 || darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> |- | 1875 || align=center | 5804 || <ref name="MR">{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=friedeberg.html|name=Landkreis Friedeberg (poln. Strzelce Krajenskie)}}</ref> |- | 1880 || align=center | 6381 || <ref name="MR" /> |- | 1890 || align=center | 6431 || darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> |- | 1900 || style="text-align:center" | 6056 ||<ref>''[[Meyers Großes Konversations-Lexikon]]'', Band 7, Leipzig/Wien 1907, [http://www.zeno.org/Meyers-1905/K/meyers-1905-007-0106 S. 106–107. ].</ref> |- | 1910 || align=center | 5460 || am 1. Dezember<ref name="MeyersGaz" >[https://www.meyersgaz.org/place/10513029 Friedeberg, Neumark], in: ''Meyers Gazetteer'' (mit Eintrag aus [[Meyers Orts- und Verkehrslexikon]], Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Friedeberg)</ref><ref>{{Internetquelle | url=https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?brandenburg/friedeberg.htm |titel=Der Landkreis Friedeberg im Gemeindeverzeichnis 1900 |hrsg=Uli Schubert |offline= 2025-10-16 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20241211065856/https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?brandenburg/friedeberg.htm | archiv-datum=2024-12-11 | abruf=2025-10-16}}</ref> |- | 1925 || align=center | 5591 || darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> |- | 1933 || align=center | 6134 ||<ref name="MR" /> |- | 1939 || align=center | 5923 || <ref name="MR" /> |} === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der Reformation bis 1945 evangelisch ist die Kirche seitdem wieder katholisch. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind ein über 1000 Meter langes Teilstück der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer, das gotische Driesener Tor (Młyńska) sowie der Hexenturm erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Karl Heinrich Pudor]] (1777–1839), deutscher Altphilologe und Gymnasiallehrer * [[Christoph Friedrich Ferdinand Haacke]] (1781–1855), Klassischer Philologe und Gymnasiallehrer * [[Theodor Hoffmann (Mediziner)|Theodor Hoffmann]] (1837–1894), deutscher Sanitätsoffizier und Hochschullehrer, auch in Japan * [[Rudolf Meyer (Publizist)|Rudolf Hermann Meyer]] (1839–1899), deutscher Politiker und Publizist * [[Ernst von Petersdorff]] (1841–1903), preußischer Generalleutnant und Kommandeur der 17. Division * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke (Mediziner)|Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Ernst Garden]] (1900–1945), deutscher Filmproduktionsleiter * [[Herbert Müller (Hockeyspieler)|Herbert Müller]] (1904–1966), deutscher Hockeyspieler, Bronzemedaillengewinner bei Olympia * [[Irene Haschke]] (1921–unbekannt), deutsche SS-Lageraufseherin * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer * [[Michał Paluta]] (* 1995), Radrennfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenow'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * [[Machary (Strzelce Krajeńskie)|Machary]] (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * [[Żabicko]] (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, [[Ciecierzyn (Strzelce Krajeńskie)|Ciecierzyn]] (''Arndtshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż Wielkopolski|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * [[Wilhelm Heinrich Riehl|W. Riehl]] und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == {{Commonscat|Strzelce Krajeńskie}} * [https://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [https://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{Normdaten|TYP=g|GND=7533452-5|VIAF=248756288}} {{SORTIERUNG:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] [[Kategorie:Ersterwähnung 1269]] fp3vc8ifzxibkx9n1w0o0s4mje9jb7h 1802602 1802601 2026-09-07T05:19:35Z DerFussi 6 192 Versionen von [[:w:Strzelce_Krajeńskie]] importiert 1802601 wikitext text/x-wiki <!-- Zum Bearbeiten des Artikels nach unten scrollen. Eine Hilfe zur Bearbeitung der Tabelle findet sich unter [[Vorlage Diskussion:Infobox Ort in Polen]] --> {{Infobox Ort in Polen | Ort = Strzelce Krajeńskie | Wappen = [[Datei:POL Strzelce Krajeńskie COA.svg|119px|Wappen von Strzelce Krajeńskie]] | Woiwodschaft = Lebus | Powiat = Strzelecko-Drezdenecki | PowiatLink = Strzelecko-Drezdenecki | Breitengrad = 52 | Breitenminute = 53 | Breitensekunde = | Längengrad = 15 | Längenminute = 31 | Längensekunde = | OrtFläche = 4.94 | Höhe = 72 | Postleitzahl = 66-500 | Telefonvorwahl = 95 | KFZ-Kennzeichen = FSD | Straße1 = [[Droga krajowa 22]]: [[Kostrzyn nad Odrą]]/[[Deutschland]]–[[Grzechotki]]/[[Russland]] | Straße2 = [[Droga wojewódzka 156]]: [[Lipiany]]−[[Drezdenko]] | Schienen1 = [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203: Kostrzyn nad Odrą/Deutschland–Tczew]] | Schienen2 = Strzelce Krajeńskie Wschód–Strzelce Krajeńskie | Flughafen1 = [[Flughafen Stettin-Goleniów|Stettin-Goleniów]] | GemeindeTyp = Stadt- und Landgemeinde | Schulzenämter = 22 | Ortschaften = 36 | GemeindeFläche = 318.57 | TERYT = 0806043 | Bürgermeister = Mateusz Feder<ref> [http://www.bip.strzelce.pl/61/Urzad_Miejski/ Website der Gemeinde, ''Burmistrz''], abgerufen am 13. März 2015</ref> | BürgermeisterDatum = 2015 | AnschriftStraße = pl. Wolności 48 | AnschriftOrt = 66-500 Strzelce Krajeńskie | Webpräsenz = www.strzelce.pl }} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' ({{DeS}} '''Friedeberg (Neumark)''') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina]] (Stadt- und Landgemeinde), die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Geographische Lage == Die Stadt liegt in der historischen [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netzebruch]]. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. <Gallery> Posen 1905.png|Friedeberg nordwestlich von [[Posen]] und südwestlich von [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung) Brandenburg Kr Friedeberg.png|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer) Friedeberg.jpg|Ansicht um 1900 </Gallery> === Geschichte === Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und [[Warthe]] erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der [[Deutscher Orden|Deutsche Orden]], der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten [[Raubritter]], polnische und [[Hussiten|hussitische]] Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die Hussiten zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 [[HRR|kaiserliche]] Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] [[Garnison]], was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die [[Kaiserlich Russische Armee|Russen]]. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Seit 1849 bestanden in [[Kreisgericht (Preußen)|Preußen Kreisgerichte]]. Das [[Kreisgericht Friedeberg in der Neumark]] war dem [[Appellationsgericht Frankfurt a. d. Oder]] nachgeordnet. Im Rahmen der [[Reichsjustizgesetze]] wurden diese Gerichte 1879 aufgehoben. Zwischen 1879 und 1945 bestand dann das [[Amtsgericht Friedeberg N.M.]] Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel-, Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Im Zusammenhang mit der Auflösung der Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] im Jahr 1938 kam Friedeberg mit dem gleichnamigen Landkreis von der [[Provinz Brandenburg]] zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.000 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Kriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Im März/April 1945 unterstellte sie die Stadt der Verwaltung der [[Volksrepublik Polen]]. Es begann nun die Zuwanderung von Migranten, die anfangs vorwiegend aus von der [[Sowjetunion]] annektierten Gebieten östlich der neuen polnischen Ostgrenze ([[Curzon-Linie]]) kamen, der sogenannten [[Kresy]]. In der Folgezeit wurde die einheimische deutsche Bevölkerung durch die örtliche polnische Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]], um sie durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] zu ersetzen. Zu den Neusiedlern kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksgruppe)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutete.<ref>[https://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|Driesener Tor Baszta strzelce kraj down.jpg|Hexenturm der mittelalterlichen Stadtbefestigung Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert Spichlerz Strzelce Krajeńskie.jpg|Getreidespeicher von 1764 Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|Rathaus Strzelce Krajenskie wieza.jpg|Wasserturm von 1929 </gallery> === Demographie === {| class="wikitable" |+ Bevölkerungsentwicklung bis 1945 |- class="hintergrundfarbe6" ! Jahr ! Einwohner ! Anmerkungen |- | 1750 || align=center | 2051 || <ref name="RS" /> |- | 1801 || align=center | 2496 || <ref name="RS" /> |- | 1802 || align="center" | 2317 || <ref name="Krug" >Alexander August Mützell und [[Leopold Krug (Ökonom)|Leopold Krug]]: ''Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preußischen Staats'', Band 5: ''T–Z'', Halle 1823, [https://books.google.de/books?id=cDzRAAAAMAAJ&pg=PA280 S. 280–287, Ziffer 174.]</ref> |- | 1810 || align="center" | 2696 || <ref name="Krug" /> |- | 1816 || align=center | 2963 || davon 2842 Evangelische, acht Katholiken und 113 Juden (sieben Schullehrer und -lehrerinnen)<ref name="Krug" /> |- | 1821 || align=center | 3317 || in 402 Privatwohnhäusern<ref name="Krug" /> |- | 1840 || align=center | 4290 || <ref name="RS" /> |- | 1858 || align=center | 5371 || darunter zwölf Katholiken und 219 Juden<ref name="RS" /> |- | 1875 || align=center | 5804 || <ref name="MR">{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=friedeberg.html|name=Landkreis Friedeberg (poln. Strzelce Krajenskie)}}</ref> |- | 1880 || align=center | 6381 || <ref name="MR" /> |- | 1890 || align=center | 6431 || darunter 84 Katholiken und 196 Juden<ref name="MR" /> |- | 1900 || style="text-align:center" | 6056 ||<ref>''[[Meyers Großes Konversations-Lexikon]]'', Band 7, Leipzig/Wien 1907, [http://www.zeno.org/Meyers-1905/K/meyers-1905-007-0106 S. 106–107. ].</ref> |- | 1910 || align=center | 5460 || am 1. Dezember<ref name="MeyersGaz" >[https://www.meyersgaz.org/place/10513029 Friedeberg, Neumark], in: ''Meyers Gazetteer'' (mit Eintrag aus [[Meyers Orts- und Verkehrslexikon]], Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Friedeberg)</ref><ref>{{Internetquelle | url=https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?brandenburg/friedeberg.htm |titel=Der Landkreis Friedeberg im Gemeindeverzeichnis 1900 |hrsg=Uli Schubert |offline= 2025-10-16 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20241211065856/https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?brandenburg/friedeberg.htm | archiv-datum=2024-12-11 | abruf=2025-10-16}}</ref> |- | 1925 || align=center | 5591 || darunter 120 Katholiken und 44 Juden<ref>http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/</ref> |- | 1933 || align=center | 6134 ||<ref name="MR" /> |- | 1939 || align=center | 5923 || <ref name="MR" /> |} === Sehenswürdigkeiten === Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der Reformation bis 1945 evangelisch ist die Kirche seitdem wieder katholisch. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind ein über 1000 Meter langes Teilstück der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer, das gotische Driesener Tor (Młyńska) sowie der Hexenturm erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. === Söhne und Töchter der Stadt === * [[Karl Heinrich Pudor]] (1777–1839), deutscher Altphilologe und Gymnasiallehrer * [[Christoph Friedrich Ferdinand Haacke]] (1781–1855), Klassischer Philologe und Gymnasiallehrer * [[Theodor Hoffmann (Mediziner)|Theodor Hoffmann]] (1837–1894), deutscher Sanitätsoffizier und Hochschullehrer, auch in Japan * [[Rudolf Meyer (Publizist)|Rudolf Hermann Meyer]] (1839–1899), deutscher Politiker und Publizist * [[Ernst von Petersdorff]] (1841–1903), preußischer Generalleutnant und Kommandeur der 17. Division * [[Ludwig Noster]] (1859–1910), deutscher Hofporträt- und Genremaler * [[Erich Wernicke (Mediziner)|Erich Wernicke]] (1859–1928), deutscher Mediziner * [[Max Dennert]] (1861–1922), deutscher Bildhauer * [[Bruno Schulz (Architekt)|Bruno Schulz]] (1865–1932), deutscher Architekt und Hochschullehrer * [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]] (1874–1947), deutscher Kunsthistoriker * [[Georg Karg (Unternehmer)|Georg Karg]] (1888–1972), deutscher Unternehmer * [[Ernst Garden]] (1900–1945), deutscher Filmproduktionsleiter * [[Herbert Müller (Hockeyspieler)|Herbert Müller]] (1904–1966), deutscher Hockeyspieler, Bronzemedaillengewinner bei Olympia * [[Irene Haschke]] (1921–unbekannt), deutsche SS-Lageraufseherin * [[Mariusz Gil]] (* 1983), polnischer Cyclocrossfahrer * [[Michał Paluta]] (* 1995), Radrennfahrer === Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben === * [[Hugo Prejawa]] (1854–1926), deutscher Archäologe, Architekt und Bauinspektor === Partnerstädte === * [[Angermünde]] * [[Tornesch]] == Gmina Strzelce Krajeńskie == === Allgemeines === Die [[Stadt- und Landgemeinde]] Strzelce Krajeńskie liegt im äußersten Nordosten der [[Woiwodschaft Lebus]] und zählt mehr als 17.000 Einwohner. Ihre Gemeindefläche beträgt 318,57 km², damit nimmt sie 25,52 % der Fläche des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] (Kreis ''Friedeberg-Driesen'') ein. Nachbargemeinden sind: * Woiwodschaft Lebus: ** [[Gmina Kłodawa (Powiat Gorzowski)|Kłodawa]] (''Kladow'') und [[Santok]] (''Zantoch'') im [[Powiat Gorzowski]] (Kreis ''Landsberg a.&nbsp;d.&nbsp;Warthe''), ** [[Dobiegniew]] (''Woldenberg''), [[Stare Kurowo]] (''Altkarbe'') und [[Zwierzyn (Powiat Strzelecko-Drezdenecki)|Zwierzyn]] (''Neu Mecklenburg'') im Powiat Strzelecko-Drezdenecki, * [[Woiwodschaft Westpommern]]: ** [[Bierzwnik (Powiat Choszczeński)|Bierzwnik]] (''Marienwalde''), [[Krzęcin (Powiat Choszczeński)|Krzęcin]] (''Kranzin'') und [[Pełczyce]] (''Bernstein'') im [[Powiat Choszczeński]] (Kreis ''Arnswalde''), ** [[Barlinek]] (''Berlinchen'') im [[Powiat Myśliborski]] (Kreis ''Soldin''). === Gemeindegliederung === * '''Ortsteile''' ([[sołectwo]]): {| | width="40%" valign="top"| * Bobrówko (''Breitenstein'') * Bronowice (''Braunsfelde'') * Brzoza (''Birkholz'') * Buszów (''Büssow'') * [[Danków (Strzelce Krajeńskie)|Danków ]] (''Tankow'') * Gardzko (''Hohenkarzig'') * Gilów (''Geilenfelde'') * Licheń (''Lichtenow'') * Lipie Góry (''Mansfelde'') * Lubicz (''Blumenfelde'') * [[Machary (Strzelce Krajeńskie)|Machary]] (''Machern'') | width="40%" valign="top"| * Ogardy (''Wugarten'') * Pielice (''Pehlitz'') * Przyłęg (''Altenfließ'') * Sidłów (''Zeitlow'') * Sławno (''Schönfeld'') * Sokólsko (''Falkenstein'') * Strzelce Klasztorne (''Klostergut'') * [[Tuczno (Strzelce Krajeńskie)|Tuczno]] (''Schönrade'') * Wełmin (''Buchwerder'') * Wielisławice (''Wildenow'') * [[Żabicko]] (''Seegenfelde''). |} * '''Übrige Ortschaften''': Buszewko (''Neumühle F''), Chwytowo, [[Ciecierzyn (Strzelce Krajeńskie)|Ciecierzyn]] (''Arndtshof''), Czyżewo (''Voigtei''), [[Długie (Strzelce Krajeńskie)|Długie]] (''Dolgen''), Golczewice (''Marienland''), Małe Osiedle, Ogardzki Młyn (''Wugartener Mühle''), Piastowo (''Bachmannshof''), Pieńkowice, Puszczykowo (''Käuzchenberg''), Sródlesie (''Tonnenspring''), Tuczenko und Wilanów (''Wildenower Försterei''). == Verkehr == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż Wielkopolski|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Literatur == * [[Wilhelm Heinrich Riehl|W. Riehl]] und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == {{Commonscat|Strzelce Krajeńskie}} * [https://www.strzelce.pl/ Offizielle Homepage der Stadt] (polnisch) * [http://www.strzelcekraj.republika.pl/ Informationen und Fotos zur Stadt] * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [https://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Strzelecko-Drezdenecki}} {{Normdaten|TYP=g|GND=7533452-5|VIAF=248756288}} {{SORTIERUNG:Strzelce Krajenskie}} [[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]] [[Kategorie:Gmina Strzelce Krajeńskie]] [[Kategorie:Ersterwähnung 1269]] fp3vc8ifzxibkx9n1w0o0s4mje9jb7h 1802603 1802602 2026-09-07T05:23:41Z DerFussi 6 Gerippe und Vorlagen 1802603 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort}} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' ({{DeS}} '''Friedeberg (Neumark)''') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina]] (Stadt- und Landgemeinde), die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Hintergrund == Die Stadt liegt in der historischen [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netzebruch]]. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. <Gallery> Posen 1905.png|Friedeberg nordwestlich von [[Posen]] und südwestlich von [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung) Brandenburg Kr Friedeberg.png|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer) Friedeberg.jpg|Ansicht um 1900 </Gallery> === Geschichte === Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und [[Warthe]] erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der [[Deutscher Orden|Deutsche Orden]], der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten [[Raubritter]], polnische und [[Hussiten|hussitische]] Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die Hussiten zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 [[HRR|kaiserliche]] Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] [[Garnison]], was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die [[Kaiserlich Russische Armee|Russen]]. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Seit 1849 bestanden in [[Kreisgericht (Preußen)|Preußen Kreisgerichte]]. Das [[Kreisgericht Friedeberg in der Neumark]] war dem [[Appellationsgericht Frankfurt a. d. Oder]] nachgeordnet. Im Rahmen der [[Reichsjustizgesetze]] wurden diese Gerichte 1879 aufgehoben. Zwischen 1879 und 1945 bestand dann das [[Amtsgericht Friedeberg N.M.]] Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel-, Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Im Zusammenhang mit der Auflösung der Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] im Jahr 1938 kam Friedeberg mit dem gleichnamigen Landkreis von der [[Provinz Brandenburg]] zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.000 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Kriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Im März/April 1945 unterstellte sie die Stadt der Verwaltung der [[Volksrepublik Polen]]. Es begann nun die Zuwanderung von Migranten, die anfangs vorwiegend aus von der [[Sowjetunion]] annektierten Gebieten östlich der neuen polnischen Ostgrenze ([[Curzon-Linie]]) kamen, der sogenannten [[Kresy]]. In der Folgezeit wurde die einheimische deutsche Bevölkerung durch die örtliche polnische Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]], um sie durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] zu ersetzen. Zu den Neusiedlern kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksgruppe)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutete.<ref>[https://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> == Anreise == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż Wielkopolski|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. === Sehenswürdigkeiten === <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|Driesener Tor Baszta strzelce kraj down.jpg|Hexenturm der mittelalterlichen Stadtbefestigung Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert Spichlerz Strzelce Krajeńskie.jpg|Getreidespeicher von 1764 Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|Rathaus Strzelce Krajenskie wieza.jpg|Wasserturm von 1929 </gallery> Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der Reformation bis 1945 evangelisch ist die Kirche seitdem wieder katholisch. Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind ein über 1000 Meter langes Teilstück der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer, das gotische Driesener Tor (Młyńska) sowie der Hexenturm erhalten. In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. == Aktivitäten == == Einkaufen == == Nachtleben == == Unterkunft == == Ausflüge == * [[Dobiegniew]] * [[Słubice]] * [[Gorzów Wielkopolski]] * [[Zielona Góra]] * [[Szczecinek]] * [[Borne Sulinowo]] * [[Drawno]] * [[Człopa]] * [[Tuczno]] * [[Mirosławiec]] * [[Wałcz]] == Literatur == * [[Wilhelm Heinrich Riehl|W. Riehl]] und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [https://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) {{Navigationsleiste Lebus Orte}} == Einzelnachweise == <references /> {{stub}}{{GeoData| lat= 52.875556| long= 15.531944}}{{IstInKat|Lebus}} gctv7oqecj1xzs2cqe4vl3zaekww6bs 1802604 1802603 2026-09-07T05:25:41Z DerFussi 6 /* Sehenswürdigkeiten */ 1802604 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort}} '''{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}''' ({{DeS}} '''Friedeberg (Neumark)''') ist eine Kleinstadt in der polnischen [[Woiwodschaft Lebus]]. Außerdem ist sie Amtssitz des [[Powiat Strzelecko-Drezdenecki]] ''(Kreis Friedeberg-Driesen)''. Die '''Gmina Strzelce Krajeńskie''' ist eine [[Gmina]] (Stadt- und Landgemeinde), die ihren Sitz in Strzelce Krajeńskie hat. == Hintergrund == Die Stadt liegt in der historischen [[Neumark (Landschaft)|Neumark]], zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[Netzebruch]]. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] (''Landsberg an der Warthe''), die über die [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 1]]) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] (''Dirschau'')-[[Danzig|Gdańsk]]. <Gallery> Posen 1905.png|Friedeberg nordwestlich von [[Posen]] und südwestlich von [[Schneidemühl]] auf einer Landkarte der [[Provinz Posen]] von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich [[Polnische Sprache|polnischsprachiger]] Bevölkerung) Brandenburg Kr Friedeberg.png|Friedeberg und seine Nachbarorte um 1900 (die geographische Entfernung zur Stadt [[Driesen]] im Südosten beträgt rund 20 Kilometer) Friedeberg.jpg|Ansicht um 1900 </Gallery> === Geschichte === Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und [[Warthe]] erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der [[Deutscher Orden|Deutsche Orden]], der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten [[Raubritter]], polnische und [[Hussiten|hussitische]] Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die Hussiten zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 [[HRR|kaiserliche]] Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] [[Garnison]], was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die [[Kaiserlich Russische Armee|Russen]]. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Seit 1849 bestanden in [[Kreisgericht (Preußen)|Preußen Kreisgerichte]]. Das [[Kreisgericht Friedeberg in der Neumark]] war dem [[Appellationsgericht Frankfurt a. d. Oder]] nachgeordnet. Im Rahmen der [[Reichsjustizgesetze]] wurden diese Gerichte 1879 aufgehoben. Zwischen 1879 und 1945 bestand dann das [[Amtsgericht Friedeberg N.M.]] Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel-, Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Im Zusammenhang mit der Auflösung der Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] im Jahr 1938 kam Friedeberg mit dem gleichnamigen Landkreis von der [[Provinz Brandenburg]] zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.000 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Kriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Im März/April 1945 unterstellte sie die Stadt der Verwaltung der [[Volksrepublik Polen]]. Es begann nun die Zuwanderung von Migranten, die anfangs vorwiegend aus von der [[Sowjetunion]] annektierten Gebieten östlich der neuen polnischen Ostgrenze ([[Curzon-Linie]]) kamen, der sogenannten [[Kresy]]. In der Folgezeit wurde die einheimische deutsche Bevölkerung durch die örtliche polnische Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]], um sie durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] zu ersetzen. Zu den Neusiedlern kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksgruppe)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutete.<ref>[https://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> == Anreise == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż Wielkopolski|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Sehenswürdigkeiten == <gallery> Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|Driesener Tor Baszta strzelce kraj down.jpg|Hexenturm der mittelalterlichen Stadtbefestigung Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert Spichlerz Strzelce Krajeńskie.jpg|Getreidespeicher von 1764 Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|Rathaus Strzelce Krajenskie wieza.jpg|Wasserturm von 1929 </gallery> * Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der Reformation bis 1945 evangelisch ist die Kirche seitdem wieder katholisch. * Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind ein über 1000 Meter langes Teilstück der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer, das gotische Driesener Tor (Młyńska) sowie der Hexenturm erhalten. ** backsteingotisches Mühlentor ** backsteingotisches Schuldtor * In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. * Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. * historische Franziskuskirche * Neorenaissance-Rathaus * historische Bürger- und Fachwerkhäuser * jüdischer Friedhof == Aktivitäten == == Einkaufen == == Nachtleben == == Unterkunft == == Ausflüge == * [[Dobiegniew]] * [[Słubice]] * [[Gorzów Wielkopolski]] * [[Zielona Góra]] * [[Szczecinek]] * [[Borne Sulinowo]] * [[Drawno]] * [[Człopa]] * [[Tuczno]] * [[Mirosławiec]] * [[Wałcz]] == Literatur == * [[Wilhelm Heinrich Riehl|W. Riehl]] und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [https://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) {{Navigationsleiste Lebus Orte}} == Einzelnachweise == <references /> {{stub}}{{GeoData| lat= 52.875556| long= 15.531944}}{{IstInKat|Lebus}} 2u01mjvpvjehm9opm81te0igitehaxe 1802639 1802604 2026-09-07T10:15:55Z DerFussi 6 Scroll Galleriy 1802639 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort}} {{Strong|{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}}} ({{DeS|Friedeberg (Neumark)}}) ist eine Kleinstadt in der polnischen Woiwodschaft [[Lebus]] und Amtssitz des Powiat {{ Wikipedia | name= Strzelecko-Drezdenecki | wikidata= Q317976 }} ({{Em|Kreis Friedeberg-Driesen}}). == Hintergrund == [[File:Posen 1905.png|thumb|Friedeberg in der {{ Wikipedia | name= Provinz Posen | wikidata= Q635253}} von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich polnischsprachiger Bevölkerung)]] Die Stadt liegt in der historischen {{ Wikipedia | name= Neumark | wikidata= Q819411 }}, zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[w:Noteć#Netzebruch|Netzebruch]]. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] ({{Em|Landsberg an der Warthe}}), die über die Landesstraße 22 (ehemalige deutsche Reichsstraße 1) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] ({{Em|Dirschau}})-[[Danzig|Gdańsk]]. === Geschichte === Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und [[Warthe]] erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der [[Deutscher Orden|Deutsche Orden]], der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten [[Raubritter]], polnische und [[Hussiten|hussitische]] Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die Hussiten zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 [[HRR|kaiserliche]] Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] [[Garnison]], was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die [[Kaiserlich Russische Armee|Russen]]. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. [[File:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Seit 1849 bestanden in [[Kreisgericht (Preußen)|Preußen Kreisgerichte]]. Das [[Kreisgericht Friedeberg in der Neumark]] war dem [[Appellationsgericht Frankfurt a. d. Oder]] nachgeordnet. Im Rahmen der [[Reichsjustizgesetze]] wurden diese Gerichte 1879 aufgehoben. Zwischen 1879 und 1945 bestand dann das [[Amtsgericht Friedeberg N.M.]] Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel-, Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Im Zusammenhang mit der Auflösung der Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] im Jahr 1938 kam Friedeberg mit dem gleichnamigen Landkreis von der [[Provinz Brandenburg]] zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.000 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Kriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Im März/April 1945 unterstellte sie die Stadt der Verwaltung der [[Volksrepublik Polen]]. Es begann nun die Zuwanderung von Migranten, die anfangs vorwiegend aus von der [[Sowjetunion]] annektierten Gebieten östlich der neuen polnischen Ostgrenze ([[Curzon-Linie]]) kamen, der sogenannten [[Kresy]]. In der Folgezeit wurde die einheimische deutsche Bevölkerung durch die örtliche polnische Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]], um sie durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] zu ersetzen. Zu den Neusiedlern kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksgruppe)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutete.<ref>[https://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> == Anreise == === Straßen === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. === Schienen === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż Wielkopolski|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. == Sehenswürdigkeiten == {{ Scroll Gallery | title= Sehenswürdigkeiten | Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche | Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|Driesener Tor | Baszta strzelce kraj down.jpg|Hexenturm der mittelalterlichen Stadtbefestigung | Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert | Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert | Spichlerz Strzelce Krajeńskie.jpg|Getreidespeicher von 1764 | Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|Rathaus | Strzelce Krajenskie wieza.jpg|Wasserturm von 1929 }} * Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der Reformation bis 1945 evangelisch ist die Kirche seitdem wieder katholisch. * Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind ein über 1000 Meter langes Teilstück der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer, das gotische Driesener Tor (Młyńska) sowie der Hexenturm erhalten. ** backsteingotisches Mühlentor ** backsteingotisches Schuldtor * In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. * Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. * historische Franziskuskirche * Neorenaissance-Rathaus * historische Bürger- und Fachwerkhäuser * jüdischer Friedhof == Aktivitäten == == Einkaufen == == Nachtleben == == Unterkunft == == Ausflüge == * [[Dobiegniew]] * [[Słubice]] * [[Gorzów Wielkopolski]] * [[Zielona Góra]] * [[Szczecinek]] * [[Borne Sulinowo]] * [[Drawno]] * [[Człopa]] * [[Tuczno]] * [[Mirosławiec]] * [[Wałcz]] == Literatur == * [[Wilhelm Heinrich Riehl|W. Riehl]] und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [https://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) {{Navigationsleiste Lebus Orte}} == Einzelnachweise == <references /> {{stub}}{{GeoData| lat= 52.875556| long= 15.531944}}{{IstInKat|Lebus}} gy1gzjo7ivp64ecfg92lfp3a9er4w56 1802647 1802639 2026-09-07T10:32:49Z Eduard47 17518 Skelett komplettiert 1802647 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort}} {{Strong|{{Audio|Strzelce Krajeńskie audio.ogg|Strzelce Krajeńskie}}}} ({{DeS|Friedeberg (Neumark)}}) ist eine Kleinstadt in der polnischen Woiwodschaft [[Lebus]] und Amtssitz des Powiat {{ Wikipedia | name= Strzelecko-Drezdenecki | wikidata= Q317976 }} ({{Em|Kreis Friedeberg-Driesen}}). == Hintergrund == [[File:Posen 1905.png|thumb|Friedeberg in der {{ Wikipedia | name= Provinz Posen | wikidata= Q635253}} von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich polnischsprachiger Bevölkerung)]] Die Stadt liegt in der historischen {{ Wikipedia | name= Neumark | wikidata= Q819411 }}, zwischen dem Pommerschen Höhenrücken und dem [[w:Noteć#Netzebruch|Netzebruch]]. Die nächste größere Stadt ist [[Gorzów Wielkopolski]] ({{Em|Landsberg an der Warthe}}), die über die Landesstraße 22 (ehemalige deutsche Reichsstraße 1) in 26 Kilometern südwestlicher Richtung zu erreichen ist. Eine Stichbahn verbindet die Stadt mit der Bahnlinie [[Berlin]]–[[Küstrin]]–[[Tczew]] ({{Em|Dirschau}})-[[Danzig|Gdańsk]]. === Geschichte === Im Jahr 1254 erhielt Markgraf [[Konrad I. (Brandenburg)|Konrad von Brandenburg]] die [[Santok|Kastellanei Zantoch]] vom großpolnischen Herzog [[Przemysł I.]] als Mitgift zur Vermählung mit dessen Tochter. In strategisch günstiger Lage, am so genannten Markgrafenweg von Landsberg nach Osten, erbaute Konrad in der Entstehungsphase der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] eine Burg in einem [[Slawen|slawischen]] Dorf unbekannten Namens.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.]</ref> Im Jahr 1269 verlieh er der Ortschaft deutsches Stadtrecht.<ref name="RS" /> Die Burg wurde 1272 durch Przemysł I. zerstört. Noch vor 1286 verlieh der Markgraf dem neu angelegten Ort das [[Magdeburger Recht|Magdeburger Stadtrecht]] und den Namen ''Friedeberg'', wohl abgeleitet von der Familie Friedeberg aus dem [[Saalkreis]], aus der sich Angehörige in seinem [[Gefolge]] befanden. Friedeberg wurde planmäßig innerhalb einer kreisrunden Befestigung mit schachbrettartigem Stadtgrundriss angelegt und mit Zuwanderern aus dem Gebiet der unteren [[Saale]] und dem [[Harzvorland]] besiedelt. Im 14. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung, als sie 1345 das alleinige Schifffahrtsrecht für Netze und [[Warthe]] erhielt, 1348 zum Gerichtsort erhoben und ihr 1363 die Marktgerechtigkeit verliehen wurde. Weniger gut erging es ihr im nächsten Jahrhundert. Die brandenburgischen Kurfürsten hatten das Interesse an der Neumark verloren, und auch der [[Deutscher Orden|Deutsche Orden]], der das Land 1402 erwarb, tat wenig für die Weiterentwicklung. Das Machtvakuum nutzten [[Raubritter]], polnische und [[Hussiten|hussitische]] Heere, um plündernd durch das Land zu ziehen. Die Hussiten zerstörten 1433 die Stadt. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] brannten 1637 [[HRR|kaiserliche]] Truppen die Stadt nieder. Am Ende des Krieges war die Einwohnerschaft auf 20 Prozent des Vorkriegsstandes gesunken. Im Jahr 1717 wurde Friedeberg [[Preußen|preußische]] [[Garnison]], was einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge hatte. Im 18. Jahrhundert profitierte es unmittelbar vom Trockenlegungsprogramm für den Netzebruch, das 1770 von Friedrich dem Großen veranlasst worden war. Die Lage Friedebergs an einer Heerstraße führte allerdings im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] zu einer längeren Besetzung durch die [[Kaiserlich Russische Armee|Russen]]. Auch im [[Vierter Koalitionskrieg|Krieg von 1806/07]] hinterließen Durchmärsche Verwüstungen. In Friedeberg hatten sich inzwischen Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt. Nicht unbedeutend war die Tuchmacherei, Brauerei, Schuhmacherei und ab 1781 die Herstellung von Munition. [[File:Friedeberg.jpg|thumb|Ansicht um 1900]] Mit der preußischen Verwaltungsneuordnung wurde Friedeberg 1816 Kreisstadt des gleichnamigen [[Landkreis Friedeberg Nm.|Landkreises]] im [[Regierungsbezirk Frankfurt]] der [[Provinz Brandenburg]]. Seit 1849 bestanden in [[Kreisgericht (Preußen)|Preußen Kreisgerichte]]. Das [[Kreisgericht Friedeberg in der Neumark]] war dem [[Appellationsgericht Frankfurt a. d. Oder]] nachgeordnet. Im Rahmen der [[Reichsjustizgesetze]] wurden diese Gerichte 1879 aufgehoben. Zwischen 1879 und 1945 bestand dann das [[Amtsgericht Friedeberg N.M.]] Bei der Anlegung moderner Verkehrswege konnte die Stadt zunächst nur Nutzen von der [[Reichsstraße 1|Staatsstraße Berlin–Königsberg]] ziehen, die sie unmittelbar berührte. Die ebenso wichtige Strecke der [[Preußische Ostbahn|Ostbahn]] verlief allerdings sieben Kilometer südlich, erst 1897 konnte durch den Bau der Friedeberger Kleinbahn der Anschluss an das Hauptbahnnetz geschaffen werden. Den Charakter einer Ackerbürgerstadt konnte Friedeberg auch während der Phase der Industrialisierung ausgangs des 19. Jahrhunderts nicht abschütteln, denn nur kleine Betriebe der Möbel-, Kachel- und Lederwarenherstellung siedelten sich an. Im Zusammenhang mit der Auflösung der Provinz [[Grenzmark Posen-Westpreußen]] im Jahr 1938 kam Friedeberg mit dem gleichnamigen Landkreis von der [[Provinz Brandenburg]] zur [[Provinz Pommern]]. Am Vorabend des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lebten etwa 6.000 Einwohner in der Stadt. Gegen Ende des Kriegs nahm am 29. Januar 1945 die [[Rote Armee]] Friedeberg nahezu kampflos ein und brannte die Stadt zu etwa 80 Prozent gezielt nieder. Im März/April 1945 unterstellte sie die Stadt der Verwaltung der [[Volksrepublik Polen]]. Es begann nun die Zuwanderung von Migranten, die anfangs vorwiegend aus von der [[Sowjetunion]] annektierten Gebieten östlich der neuen polnischen Ostgrenze ([[Curzon-Linie]]) kamen, der sogenannten [[Kresy]]. In der Folgezeit wurde die einheimische deutsche Bevölkerung durch die örtliche polnische Verwaltungsbehörde [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]], um sie durch [[Polen (Ethnie)|Polen]] zu ersetzen. Zu den Neusiedlern kamen 1947 im Rahmen der innerpolnischen ''[[Aktion Weichsel]]'' aus den [[Beskiden]] zwangsumgesiedelte [[Ukrainer]] und [[Lemken (Volksgruppe)|Lemken]]. Sie schufen sich im ehemaligen Wasserturm ein eigenes Kulturzentrum zur Pflege ihrer Traditionen.<ref>Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 188f.</ref> Friedberg erhielt 1946 den Namen Strzelce Krajeńskie. Dieser Name geht auf die slawische Bezeichnung des Ortes zurück, der bereits vor der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert in Form von ''Strelci'' vorhanden war und etwa ''Ort der Bogenschützen'' bedeutete.<ref>[https://www.strzelce.pl/artykul/5048.html Stadtgeschichte von Strzelce Krajeńskie]</ref> == Anreise == === Mit dem Flugzeug === === Mit der Bahn === Durch das Gemeindegebiet führt die [[Bahnstrecke Tczew–Küstrin-Kietz Grenze|PKP-Linie 203 von Kostrzyn nad Odrą (''Küstrin'') nach Tczew]] (''Dirschau''). Es ist die Strecke der früheren [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]] von [[Berlin]] bis nach [[Königsberg (Preußen)]]. Der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie Wschód'' (Ost) dieser Strecke (früher ''Friedeberg (Neumark)'') liegt sechs Kilometer südlich der Stadt. In der Stadt liegt der Bahnhof ''Strzelce Krajeńskie'', der seit den 1990er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Vor 1945 reichte diese Linie der [[Friedeberger Bahnen]] bis nach [[Alt Libbehne]] (heute polnisch: Lubiana Pyrzycka). Seit dem 20. März 2016 verkehren einzelne Züge der RB&nbsp;26 der [[Niederbarnimer Eisenbahn]] von [[Kostrzyn|Küstrin]] über [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg (Warthe)]] weiter nach [[Krzyż Wielkopolski|Kreuz (Ostbahn)]]. Diese Fahrten werden in Zusammenarbeit mit [[Przewozy Regionalne]] und [[Arriva]] Polen von der [[DB Regio]] mit einem Triebwagen der [[DB-Baureihe 628]] durchgeführt. === Mit dem Bus === === Auf der Straße === Strzelce Krajeńskie liegt an der bedeutenden polnischen [[Droga krajowa 22|Landesstraße 22]], die von der deutschen Grenze bei [[Kostrzyn nad Odrą]] (''Küstrin'') bis nach [[Braniewo|Grzechotki]] (''Rehfeld'') an der Grenze nach [[Russland]] führt. Sie entspricht in fast ihrem ganzen Verlauf der früheren deutschen [[Reichsstraße 1]], die von [[Aachen]] über [[Berlin]] und [[Königsberg (Preußen)]] bis nach [[Eydtkuhnen]] reichte. In Strzelce Krajeńskie kreuzt sie die [[Droga wojewódzka 156|Woiwodschaftsstraße 156]], die von [[Lipiany]] (''Lippehne'') kommend südwärts bis nach [[Drezdenko]] (''Driesen'') verläuft. == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == {{ Scroll Gallery | title= Sehenswürdigkeiten | Strzelce Krajenskie church.jpg|Marienkirche | Strzelce Krajeńskie, Brama Młyńska (04).jpg|Driesener Tor | Baszta strzelce kraj down.jpg|Hexenturm der mittelalterlichen Stadtbefestigung | Strzelce Krajeńskie, mury obronne (15).jpg|Rest der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert | Strzelce Krajeńskie, ul. Północna 36.jpg|[[Fachwerk]]haus aus dem 18./19. Jahrhundert | Spichlerz Strzelce Krajeńskie.jpg|Getreidespeicher von 1764 | Ratusz w Strzelcach Krajeńskich.jpg|Rathaus | Strzelce Krajenskie wieza.jpg|Wasserturm von 1929 }} * Die von den Hussiten niedergebrannte dreischiffige '''St.-Marien-Kirche''' aus dem 13. Jahrhundert wurde 1433 als Hallenkirche aus Backsteinen neu errichtet und im Innenraum mit einem Sterngewölbe ausgestattet. Im Jahr 1697 wurde der Turm mit einem barocken Aufsatz versehen. Innenraum und Turmbekrönung brannten im Februar 1945 aus und das Dach des Langhauses brach ein. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Von der Reformation bis 1945 evangelisch ist die Kirche seitdem wieder katholisch. * Von der mittelalterlichen '''Stadtbefestigung''' sind ein über 1000 Meter langes Teilstück der bis zu acht Meter hohen Feldsteinmauer, das gotische Driesener Tor (Młyńska) sowie der Hexenturm erhalten. ** backsteingotisches Mühlentor ** backsteingotisches Schuldtor * In der Nähe des Driesener Tores befindet sich ein 1764 aus Backsteinen gebauter '''Getreidespeicher'''. * Der Berliner Bildhauer Steinemann schuf das '''Kriegerdenkmal 1870/71''' des Kreises Friedeberg, welches 1879 eingeweiht wurde. Auf dem Sockel stand ein [[Nationalallegorie Germania|Germania]]-Standbild. * historische Franziskuskirche * Neorenaissance-Rathaus * historische Bürger- und Fachwerkhäuser * jüdischer Friedhof == Aktivitäten == == Einkaufen == == Küche == == Nachtleben == == Unterkunft == == Sicherheit == == Gesundheit == == Praktische Hinweise == == Ausflüge == * [[Dobiegniew]] * [[Słubice]] * [[Gorzów Wielkopolski]] * [[Zielona Góra]] * [[Szczecinek]] * [[Borne Sulinowo]] * [[Drawno]] * [[Człopa]] * [[Tuczno]] * [[Mirosławiec]] * [[Wałcz]] == Literatur == * [[Wilhelm Heinrich Riehl|W. Riehl]] und J. Scheu (Hrsg.): ''Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande''. Berlin 1861, [https://books.google.de/books?id=yatYAAAAcAAJ&pg=PA455 S. 455–456.] * [[Heinrich Berghaus]]: ''Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz'', Band 3, Brandenburg 1856, [http://books.google.de/books?id=ygg_AAAAcAAJ&pg=PA469 S. 469–472.] * Paweł Rutkowski: ''Streifzüge zwischen Oder und Drage''. [[Deutsches Kulturforum östliches Europa]], Potsdam 2012, ISBN 978-3-936168-44-0, S. 185–189. * [[Johannes Schultze (Historiker)|Johannes Schultze]]: ''Friedeberg''. In: [[Gerd Heinrich (Historiker)|Gerd Heinrich]] (Hrsg.): ''[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].'' Band 10: ''Berlin und Brandenburg'' (= ''[[Kröners Taschenausgabe]].'' Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 431–433. == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} * Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: [http://stadt.friedeberg.kreis-friedeberg.de/ ''Die Stadt Friedeberg Nm. im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern''] (2011) * [https://www.strzelce.pl/g2/2009_06/3d4a85d01a69249d8594aaf671af445a.pdf Strzelce Krajeńskie – Friedeberg in der Neumark – Geschichte einer Stadt] (PDF-Datei; 6,24 MB) {{Navigationsleiste Lebus Orte}} == Einzelnachweise == <references /> {{stub}}{{GeoData| lat= 52.875556| long= 15.531944}}{{IstInKat|Lebus}} pg2w2h30u10rl3nppqatsn6xa0srulf Italienische Riviera 0 129363 1802646 2026-09-07T10:30:15Z DocWoKav 14575 Die Seite wurde neu angelegt: „{{Quickbar Region }} Die '''Italienische Riviera''' (italienisch Riviera ligure) bezeichnet die Küste der Region [[Ligurien]] in [[Italien]]. Sie erstreckt sich von der französisch-italienischen Grenze bis in die Ausläufer der [[Toskana]] entlang des Golfs von Genua. == Regionen == {{Mapframe|lat=|long=|zoom=|name=}} == Orte == == Weitere Ziele == == Hintergrund == == Sprache == == Anreise == == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == == Aktiv…“ 1802646 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region }} Die '''Italienische Riviera''' (italienisch Riviera ligure) bezeichnet die Küste der Region [[Ligurien]] in [[Italien]]. Sie erstreckt sich von der französisch-italienischen Grenze bis in die Ausläufer der [[Toskana]] entlang des Golfs von Genua. == Regionen == {{Mapframe|lat=|long=|zoom=|name=}} == Orte == == Weitere Ziele == == Hintergrund == == Sprache == == Anreise == == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == == Küche == == Nachtleben == == Sicherheit == == Klima == == Literatur == == Weblinks == {{class-1}} {{GeoData| lat= | long= | radius= }} <!-- Bitte hier den übergeordneten Artikel eintragen und dann den Kommentar entfernen --> {{IstInKat|Ist-In eintragen}} dz9zk4f4z2vh3mll63k7s737kw3zfvn 1802648 1802646 2026-09-07T10:35:36Z DocWoKav 14575 /* Orte */ 1802648 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region }} Die '''Italienische Riviera''' (italienisch Riviera ligure) bezeichnet die Küste der Region [[Ligurien]] in [[Italien]]. 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Sie erstreckt sich von der französisch-italienischen Grenze bis in die Ausläufer der [[Toskana]] entlang des Golfs von Genua. == Regionen == {{Mapframe|lat=|long=|zoom=|name=}} == Orte == * {{vCard | name = Ventimiglia | type = city | wikidata = Q191759 | description = Besonders sehenswert sind die mittelalterliche Oberstadt mit ihren engen Gassen, die Kathedrale Santa Maria Assunta und der lebhafte Wochenmarkt. 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Sie erstreckt sich von der französisch-italienischen Grenze bis in die Ausläufer der [[Toskana]] entlang des Golfs von Genua. == Regionen == {{Mapframe|lat=|long=|zoom=|name=}} == Orte == * {{vCard | name = Ventimiglia | type = city | wikidata = Q191759 | description = Besonders sehenswert sind die mittelalterliche Oberstadt mit ihren engen Gassen, die Kathedrale Santa Maria Assunta und der lebhafte Wochenmarkt. In der Umgebung befinden sich außerdem die berühmten Giardini Botanici Hanbury, die zu den bedeutendsten botanischen Gärten Italiens gehören. }} * {{vCard | name = Bordighera | type = city | wikidata = Q268214 | description = Bordighera ist ein eleganter, von Palmen und mediterraner Vegetation geprägter Küstenort. Der Ort wurde bereits im 19. Jahrhundert von wohlhabenden europäischen Besuchern als Winterkurort geschätzt und besitzt zahlreiche historische Villen und Gärten. 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Sie erstreckt sich von der französisch-italienischen Grenze bis in die Ausläufer der [[Toskana]] entlang des Golfs von Genua. == Regionen == {{Mapframe|lat=|long=|zoom=|name=}} == Orte == * {{vCard | name = Ventimiglia | type = city | wikidata = Q191759 | description = Besonders sehenswert sind die mittelalterliche Oberstadt mit ihren engen Gassen, die Kathedrale Santa Maria Assunta und der lebhafte Wochenmarkt. In der Umgebung befinden sich außerdem die berühmten Giardini Botanici Hanbury, die zu den bedeutendsten botanischen Gärten Italiens gehören. }} * {{vCard | name = Bordighera | type = city | wikidata = Q268214 | description = Bordighera ist ein eleganter, von Palmen und mediterraner Vegetation geprägter Küstenort. Der Ort wurde bereits im 19. Jahrhundert von wohlhabenden europäischen Besuchern als Winterkurort geschätzt und besitzt zahlreiche historische Villen und Gärten. 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Sie erstreckt sich von der französisch-italienischen Grenze bis in die Ausläufer der [[Toskana]] entlang des Golfs von Genua. == Regionen == {{Mapframe|lat=|long=|zoom=|name=}} == Orte == * {{vCard | name = Ventimiglia | type = city | wikidata = Q191759 | description = Besonders sehenswert sind die mittelalterliche Oberstadt mit ihren engen Gassen, die Kathedrale Santa Maria Assunta und der lebhafte Wochenmarkt. In der Umgebung befinden sich außerdem die berühmten Giardini Botanici Hanbury, die zu den bedeutendsten botanischen Gärten Italiens gehören. }} * {{vCard | name = Bordighera | type = city | wikidata = Q268214 | description = Bordighera ist ein eleganter, von Palmen und mediterraner Vegetation geprägter Küstenort. Der Ort wurde bereits im 19. Jahrhundert von wohlhabenden europäischen Besuchern als Winterkurort geschätzt und besitzt zahlreiche historische Villen und Gärten. 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Sie erstreckt sich von der französisch-italienischen Grenze bis in die Ausläufer der [[Toskana]] entlang des Golfs von Genua. == Regionen == {{Mapframe|lat=|long=|zoom=|name=}} == Orte == * {{vCard | name = Ventimiglia | type = city | wikidata = Q191759 | description = Besonders sehenswert sind die mittelalterliche Oberstadt mit ihren engen Gassen, die Kathedrale Santa Maria Assunta und der lebhafte Wochenmarkt. In der Umgebung befinden sich außerdem die berühmten Giardini Botanici Hanbury, die zu den bedeutendsten botanischen Gärten Italiens gehören. }} * {{vCard | name = Bordighera | type = city | wikidata = Q268214 | description = Bordighera ist ein eleganter, von Palmen und mediterraner Vegetation geprägter Küstenort. Der Ort wurde bereits im 19. Jahrhundert von wohlhabenden europäischen Besuchern als Winterkurort geschätzt und besitzt zahlreiche historische Villen und Gärten. 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Sie erstreckt sich von der französisch-italienischen Grenze bis in die Ausläufer der [[Toskana]] entlang des Golfs von Genua. == Regionen == {{Mapframe|lat=|long=|zoom=|name=}} == Orte == * {{vCard | name = Ventimiglia | type = city | wikidata = Q191759 | description = Besonders sehenswert sind die mittelalterliche Oberstadt mit ihren engen Gassen, die Kathedrale Santa Maria Assunta und der lebhafte Wochenmarkt. In der Umgebung befinden sich außerdem die berühmten Giardini Botanici Hanbury, die zu den bedeutendsten botanischen Gärten Italiens gehören. }} * {{vCard | name = Bordighera | type = city | wikidata = Q268214 | description = Bordighera ist ein eleganter, von Palmen und mediterraner Vegetation geprägter Küstenort. Der Ort wurde bereits im 19. Jahrhundert von wohlhabenden europäischen Besuchern als Winterkurort geschätzt und besitzt zahlreiche historische Villen und Gärten. 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Im Übrigen ist die Stadt ein Zentrum des ligurischen Olivenanbaus und der Olivenölproduktion. }} * {{vCard | name = Alassio | type = city | wikidata = Q270482 | description = Alassio zählt zu den beliebtesten Badeorten der Riviera und ist vor allem für seinen langen Sandstrand und die lebhafte Uferpromenade bekannt. Die Innenstadt bietet zahlreiche Geschäfte, Cafés und Restaurants und eignet sich gut zum Flanieren. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist das Muretto di Alassio, eine mit zahlreichen signierten Keramiktafeln berühmter Persönlichkeiten geschmückte Mauer. }} * {{vCard | name = Albenga | type = city | wikidata = Q241298 | description = Albenga unterscheidet sich deutlich von den klassischen Badeorten der Riviera und ist vor allem wegen seiner außergewöhnlich gut erhaltenen mittelalterlichen Altstadt interessant. Mehrere hohe Geschlechtertürme, romanische Kirchen und historische Paläste prägen das Stadtbild. 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Sie erstreckt sich von der französisch-italienischen Grenze bis in die Ausläufer der [[Toskana]] entlang des Golfs von Genua. == Regionen == {{Mapframe|lat=|long=|zoom=|name=}} == Orte == * {{vCard | name = Ventimiglia | type = city | wikidata = Q191759 | description = Besonders sehenswert sind die mittelalterliche Oberstadt mit ihren engen Gassen, die Kathedrale Santa Maria Assunta und der lebhafte Wochenmarkt. In der Umgebung befinden sich außerdem die berühmten Giardini Botanici Hanbury, die zu den bedeutendsten botanischen Gärten Italiens gehören. }} * {{vCard | name = Bordighera | type = city | wikidata = Q268214 | description = Bordighera ist ein eleganter, von Palmen und mediterraner Vegetation geprägter Küstenort. Der Ort wurde bereits im 19. Jahrhundert von wohlhabenden europäischen Besuchern als Winterkurort geschätzt und besitzt zahlreiche historische Villen und Gärten. 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Sie erstreckt sich von der französisch-italienischen Grenze bis in die Ausläufer der [[Toskana]] entlang des Golfs von Genua. == Regionen == {{Mapframe|lat=|long=|zoom=|name=}} == Orte == * {{vCard | name = Ventimiglia | type = city | wikidata = Q191759 | description = Besonders sehenswert sind die mittelalterliche Oberstadt mit ihren engen Gassen, die Kathedrale Santa Maria Assunta und der lebhafte Wochenmarkt. In der Umgebung befinden sich außerdem die berühmten Giardini Botanici Hanbury, die zu den bedeutendsten botanischen Gärten Italiens gehören. }} * {{vCard | name = Bordighera | type = city | wikidata = Q268214 | description = Bordighera ist ein eleganter, von Palmen und mediterraner Vegetation geprägter Küstenort. Der Ort wurde bereits im 19. Jahrhundert von wohlhabenden europäischen Besuchern als Winterkurort geschätzt und besitzt zahlreiche historische Villen und Gärten. 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Sie erstreckt sich von der französisch-italienischen Grenze bis in die Ausläufer der [[Toskana]] entlang des Golfs von Genua. == Regionen == {{Mapframe|lat=|long=|zoom=|name=}} * {{vCard | name = Ligurien | type = region | wikidata = Q1256 | description = Touristisch besonders interessant sind in Ligurien die abwechslungsreiche Mittelmeerküste mit malerischen Buchten und Stränden, spektakulären Steilküsten und Wanderwegen, die Cinque Terre, mediterrane Landschaften und Weinberge, historische Dörfer und Kulturlandschaften, elegante Küstenpromenaden, regionale Küche mit Spezialitäten wie Pesto und Focaccia sowie das bergige Hinterland mit zahlreichen Möglichkeiten zum Wandern und für Naturerlebnisse. }} * {{vCard|type= region| |name= |wikidata= |description= }} == Orte == * {{vCard | name = Ventimiglia | type = city | wikidata = Q191759 | description = Besonders sehenswert sind die mittelalterliche Oberstadt mit ihren engen Gassen, die Kathedrale Santa Maria Assunta und der lebhafte Wochenmarkt. 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Sehenswert ist auch die historische Altstadt La Pigna, die sich mit ihren verwinkelten Gassen den Hang hinaufzieht. }} * {{vCard | name = Imperia | type = city | wikidata = Q13318 | description = Imperia liegt an einer weit geschwungenen Küste und besteht aus den beiden historischen Stadtteilen Porto Maurizio und Oneglia. Während Porto Maurizio mit einer erhöht gelegenen Altstadt und dem imposanten Dom San Maurizio aufwartet, ist Oneglia stärker vom Hafen und vom traditionellen Handel geprägt. Im Übrigen ist die Stadt ein Zentrum des ligurischen Olivenanbaus und der Olivenölproduktion. }} * {{vCard | name = Alassio | type = city | wikidata = Q270482 | description = Alassio zählt zu den beliebtesten Badeorten der Riviera und ist vor allem für seinen langen Sandstrand und die lebhafte Uferpromenade bekannt. Die Innenstadt bietet zahlreiche Geschäfte, Cafés und Restaurants und eignet sich gut zum Flanieren. 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Sie erstreckt sich von der französisch-italienischen Grenze bis in die Ausläufer der [[Toskana]] entlang des Golfs von Genua. == Regionen == {{Mapframe|lat=|long=|zoom=|name=}} * {{vCard | name = Ligurien | type = region | wikidata = Q1256 | description = Touristisch besonders interessant sind in Ligurien die abwechslungsreiche Mittelmeerküste mit malerischen Buchten und Stränden, spektakulären Steilküsten und Wanderwegen, die Cinque Terre, mediterrane Landschaften und Weinberge, historische Dörfer und Kulturlandschaften, elegante Küstenpromenaden, regionale Küche mit Spezialitäten wie Pesto und Focaccia sowie das bergige Hinterland mit zahlreichen Möglichkeiten zum Wandern und für Naturerlebnisse. }} * {{vCard | name = Toskana | type = region | wikidata = Q1273 | description = Die Toskana ist touristisch besonders für ihre sanften Hügellandschaften, Weinberge und Olivenhaine, historischen Kulturlandschaften, mittelalterlichen Dörfer, Kunstschätze, Thermalquellen, die Apuanischen Alpen sowie die abwechslungsreiche Küste und die Insel Elba bekannt. }} == Orte == * {{vCard | name = Ventimiglia | type = city | wikidata = Q191759 | description = Besonders sehenswert sind die mittelalterliche Oberstadt mit ihren engen Gassen, die Kathedrale Santa Maria Assunta und der lebhafte Wochenmarkt. In der Umgebung befinden sich außerdem die berühmten Giardini Botanici Hanbury, die zu den bedeutendsten botanischen Gärten Italiens gehören. }} * {{vCard | name = Bordighera | type = city | wikidata = Q268214 | description = Bordighera ist ein eleganter, von Palmen und mediterraner Vegetation geprägter Küstenort. Der Ort wurde bereits im 19. Jahrhundert von wohlhabenden europäischen Besuchern als Winterkurort geschätzt und besitzt zahlreiche historische Villen und Gärten. Besonders reizvoll ist die auf einem Hügel gelegene Altstadt mit ihren schmalen Gassen und dem Blick über das Ligurische Meer. }} * {{vCard | name = Sanremo | type = city | wikidata = Q33962 | description = Sanremo ist der bekannteste Ferienort der westlichen Riviera und verbindet mondänes Flair mit typisch ligurischer Atmosphäre. Die Stadt ist bekannt für ihr Casino, die palmengesäumte Uferpromenade, den Yachthafen und das jährlich stattfindende Sanremo-Musikfestival. Sehenswert ist auch die historische Altstadt La Pigna, die sich mit ihren verwinkelten Gassen den Hang hinaufzieht. }} * {{vCard | name = Imperia | type = city | wikidata = Q13318 | description = Imperia liegt an einer weit geschwungenen Küste und besteht aus den beiden historischen Stadtteilen Porto Maurizio und Oneglia. Während Porto Maurizio mit einer erhöht gelegenen Altstadt und dem imposanten Dom San Maurizio aufwartet, ist Oneglia stärker vom Hafen und vom traditionellen Handel geprägt. Im Übrigen ist die Stadt ein Zentrum des ligurischen Olivenanbaus und der Olivenölproduktion. }} * {{vCard | name = Alassio | type = city | wikidata = Q270482 | description = Alassio zählt zu den beliebtesten Badeorten der Riviera und ist vor allem für seinen langen Sandstrand und die lebhafte Uferpromenade bekannt. Die Innenstadt bietet zahlreiche Geschäfte, Cafés und Restaurants und eignet sich gut zum Flanieren. 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Sie erstreckt sich von der französisch-italienischen Grenze bis in die Ausläufer der [[Toskana]] entlang des Golfs von Genua. == Orte == * {{vCard | name = Ventimiglia | type = city | wikidata = Q191759 | description = Besonders sehenswert sind die mittelalterliche Oberstadt mit ihren engen Gassen, die Kathedrale Santa Maria Assunta und der lebhafte Wochenmarkt. In der Umgebung befinden sich außerdem die berühmten Giardini Botanici Hanbury, die zu den bedeutendsten botanischen Gärten Italiens gehören. }} * {{vCard | name = Bordighera | type = city | wikidata = Q268214 | description = Bordighera ist ein eleganter, von Palmen und mediterraner Vegetation geprägter Küstenort. Der Ort wurde bereits im 19. Jahrhundert von wohlhabenden europäischen Besuchern als Winterkurort geschätzt und besitzt zahlreiche historische Villen und Gärten. 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Sie erstreckt sich von der französisch-italienischen Grenze bis in die Ausläufer der [[Toskana]] entlang des Golfs von Genua. == Orte == [[mapframe]] * {{vCard | name = Ventimiglia | type = city | wikidata = Q191759 | description = Besonders sehenswert sind die mittelalterliche Oberstadt mit ihren engen Gassen, die Kathedrale Santa Maria Assunta und der lebhafte Wochenmarkt. In der Umgebung befinden sich außerdem die berühmten Giardini Botanici Hanbury, die zu den bedeutendsten botanischen Gärten Italiens gehören. }} * {{vCard | name = Bordighera | type = city | wikidata = Q268214 | description = Bordighera ist ein eleganter, von Palmen und mediterraner Vegetation geprägter Küstenort. Der Ort wurde bereits im 19. Jahrhundert von wohlhabenden europäischen Besuchern als Winterkurort geschätzt und besitzt zahlreiche historische Villen und Gärten. 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Sie ist bekannt für ihre malerischen Küstenlandschaften, mediterranen Strände, farbenfrohen Fischerdörfer, elegante Badeorte, historische Altstädte, Yachthäfen und kulinarische Spezialitäten sowie das abwechslungsreiche Zusammenspiel von Meer und Bergen. == Orte == {{mapframe}} * {{vCard | name = Ventimiglia | type = city | wikidata = Q191759 | description = Besonders sehenswert sind die mittelalterliche Oberstadt mit ihren engen Gassen, die Kathedrale Santa Maria Assunta und der lebhafte Wochenmarkt. In der Umgebung befinden sich außerdem die berühmten Giardini Botanici Hanbury, die zu den bedeutendsten botanischen Gärten Italiens gehören. }} * {{vCard | name = Bordighera | type = city | wikidata = Q268214 | description = Bordighera ist ein eleganter, von Palmen und mediterraner Vegetation geprägter Küstenort. Der Ort wurde bereits im 19. Jahrhundert von wohlhabenden europäischen Besuchern als Winterkurort geschätzt und besitzt zahlreiche historische Villen und Gärten. 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Zusammen mit dem Sandstrand und der geschützten Bucht entsteht ein besonders stimmungsvolles Gesamtbild. }} * {{vCard | name = Savona | type = city | wikidata = Q13320 | description = Savona ist eine größere Hafenstadt und bietet neben ihrem modernen Stadtbild eine interessante historische Altstadt. Wahrzeichen der Stadt ist die Fortezza del Priamar, eine mächtige Festungsanlage direkt über dem Meer. Sehenswert sind außerdem der Dom, die Sixtinische Kapelle von Savona und die mittelalterlichen Gassen rund um das historische Zentrum. }} * {{vCard | name = Genua | type = city | wikidata = Q1449 | description = Genua ist die Hauptstadt Liguriens und mit Abstand die bedeutendste Großstadt der Riviera. Die Stadt besitzt eine der größten historischen Altstädte Europas, in der sich enge mittelalterliche Gassen mit prächtigen Adelspalästen abwechseln. 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Besonders bekannt ist die Baia del Silenzio, eine malerische Bucht mit bunten Häusern, Sandstrand und ruhigem Meer. }} == Weitere Ziele == == Hintergrund == == Sprache == == Anreise == == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == == Küche == == Nachtleben == == Sicherheit == == Klima == == Literatur == == Weblinks == {{class-1}} {{GeoData| lat= | long= | radius= }} <!-- Bitte hier den übergeordneten Artikel eintragen und dann den Kommentar entfernen --> {{IstInKat|Ist-In eintragen}} g9qvlobi71udoo5m345pdj7m341fzdo 1802676 1802672 2026-09-07T11:06:52Z DocWoKav 14575 1802676 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region }} Die '''Italienische Riviera''' (italienisch Riviera ligure) bezeichnet die Küste der Region [[Ligurien]] in [[Italien]]. Sie erstreckt sich von der französisch-italienischen Grenze bis in die Ausläufer der [[Toskana]] entlang des Golfs von Genua. Sie ist bekannt für ihre malerischen Küstenlandschaften, mediterranen Strände, farbenfrohen Fischerdörfer, elegante Badeorte, historische Altstädte, Yachthäfen und kulinarische Spezialitäten sowie das abwechslungsreiche Zusammenspiel von Meer und Bergen. == Orte == {{mapframe}} * {{vCard | name = Ventimiglia | type = city | wikidata = Q191759 | description = Besonders sehenswert sind die mittelalterliche Oberstadt mit ihren engen Gassen, die Kathedrale Santa Maria Assunta und der lebhafte Wochenmarkt. In der Umgebung befinden sich außerdem die berühmten Giardini Botanici Hanbury, die zu den bedeutendsten botanischen Gärten Italiens gehören. }} * {{vCard | name = Bordighera | type = city | wikidata = Q268214 | description = Bordighera ist ein eleganter, von Palmen und mediterraner Vegetation geprägter Küstenort. Der Ort wurde bereits im 19. Jahrhundert von wohlhabenden europäischen Besuchern als Winterkurort geschätzt und besitzt zahlreiche historische Villen und Gärten. 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Besonders bekannt ist die Baia del Silenzio, eine malerische Bucht mit bunten Häusern, Sandstrand und ruhigem Meer. }} == Weitere Ziele == == Hintergrund == == Sprache == == Anreise == == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == == Küche == == Nachtleben == == Sicherheit == == Klima == == Literatur == == Weblinks == {{class-1}} {{GeoData| lat= | long= | radius= }} {{IstInKat|Ligurien }} djfgg3ppq9csaygph4ahjme6zapea40 1802678 1802676 2026-09-07T11:09:30Z DocWoKav 14575 /* Orte */ 1802678 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region }} Die '''Italienische Riviera''' (italienisch Riviera ligure) bezeichnet die Küste der Region [[Ligurien]] in [[Italien]]. Sie erstreckt sich von der französisch-italienischen Grenze bis in die Ausläufer der [[Toskana]] entlang des Golfs von Genua. Sie ist bekannt für ihre malerischen Küstenlandschaften, mediterranen Strände, farbenfrohen Fischerdörfer, elegante Badeorte, historische Altstädte, Yachthäfen und kulinarische Spezialitäten sowie das abwechslungsreiche Zusammenspiel von Meer und Bergen. == Regionen == * {{vCard|type= region| |name= Riviera di Ponente |wikidata=Q1515140 |description= }} * {{vCard|type= region| |name= |wikidata= |description= }} == Orte == {{mapframe}} * {{vCard | name = Ventimiglia | type = city | wikidata = Q191759 | description = Besonders sehenswert sind die mittelalterliche Oberstadt mit ihren engen Gassen, die Kathedrale Santa Maria Assunta und der lebhafte Wochenmarkt. In der Umgebung befinden sich außerdem die berühmten Giardini Botanici Hanbury, die zu den bedeutendsten botanischen Gärten Italiens gehören. }} * {{vCard | name = Bordighera | type = city | wikidata = Q268214 | description = Bordighera ist ein eleganter, von Palmen und mediterraner Vegetation geprägter Küstenort. Der Ort wurde bereits im 19. Jahrhundert von wohlhabenden europäischen Besuchern als Winterkurort geschätzt und besitzt zahlreiche historische Villen und Gärten. Besonders reizvoll ist die auf einem Hügel gelegene Altstadt mit ihren schmalen Gassen und dem Blick über das Ligurische Meer. }} * {{vCard | name = Sanremo | type = city | wikidata = Q33962 | description = Sanremo ist der bekannteste Ferienort der westlichen Riviera und verbindet mondänes Flair mit typisch ligurischer Atmosphäre. Die Stadt ist bekannt für ihr Casino, die palmengesäumte Uferpromenade, den Yachthafen und das jährlich stattfindende Sanremo-Musikfestival. Sehenswert ist auch die historische Altstadt La Pigna, die sich mit ihren verwinkelten Gassen den Hang hinaufzieht. }} * {{vCard | name = Imperia | type = city | wikidata = Q13318 | description = Imperia liegt an einer weit geschwungenen Küste und besteht aus den beiden historischen Stadtteilen Porto Maurizio und Oneglia. 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Eine besondere Sehenswürdigkeit ist das Muretto di Alassio, eine mit zahlreichen signierten Keramiktafeln berühmter Persönlichkeiten geschmückte Mauer. }} * {{vCard | name = Albenga | type = city | wikidata = Q241298 | description = Albenga unterscheidet sich deutlich von den klassischen Badeorten der Riviera und ist vor allem wegen seiner außergewöhnlich gut erhaltenen mittelalterlichen Altstadt interessant. Mehrere hohe Geschlechtertürme, romanische Kirchen und historische Paläste prägen das Stadtbild. Der Dom San Michele und das Baptisterium gehören zu den wichtigsten historischen Bauwerken der Stadt. }} * {{vCard | name = Finale Ligure | type = city | wikidata = Q270737 | description = Es ist ein attraktiver Badeort mit historischem Zentrum und einer beeindruckenden Landschaft aus Bergen, Wäldern und Kalksteinfelsen im Hinterland. 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Besonders bekannt ist die Baia del Silenzio, eine malerische Bucht mit bunten Häusern, Sandstrand und ruhigem Meer. }} == Weitere Ziele == == Hintergrund == == Sprache == == Anreise == == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == == Küche == == Nachtleben == == Sicherheit == == Klima == == Literatur == == Weblinks == {{class-1}} {{GeoData| lat= | long= | radius= }} {{IstInKat|Ligurien }} bfcqtrk2jla3svulk2d0eonwkcyel21 1802679 1802678 2026-09-07T11:10:17Z DocWoKav 14575 /* Regionen */ Geänderte vCard für Riviera di Levante 1802679 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region }} Die '''Italienische Riviera''' (italienisch Riviera ligure) bezeichnet die Küste der Region [[Ligurien]] in [[Italien]]. Sie erstreckt sich von der französisch-italienischen Grenze bis in die Ausläufer der [[Toskana]] entlang des Golfs von Genua. Sie ist bekannt für ihre malerischen Küstenlandschaften, mediterranen Strände, farbenfrohen Fischerdörfer, elegante Badeorte, historische Altstädte, Yachthäfen und kulinarische Spezialitäten sowie das abwechslungsreiche Zusammenspiel von Meer und Bergen. == Regionen == * {{vCard|type= region| |name= Riviera di Ponente |wikidata=Q1515140 |description= }} * {{vCard | name = Riviera di Levante | type = region | wikidata = Q2155654 }} == Orte == {{mapframe}} * {{vCard | name = Ventimiglia | type = city | wikidata = Q191759 | description = Besonders sehenswert sind die mittelalterliche Oberstadt mit ihren engen Gassen, die Kathedrale Santa Maria Assunta und der lebhafte Wochenmarkt. 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Sehenswert ist auch die historische Altstadt La Pigna, die sich mit ihren verwinkelten Gassen den Hang hinaufzieht. }} * {{vCard | name = Imperia | type = city | wikidata = Q13318 | description = Imperia liegt an einer weit geschwungenen Küste und besteht aus den beiden historischen Stadtteilen Porto Maurizio und Oneglia. Während Porto Maurizio mit einer erhöht gelegenen Altstadt und dem imposanten Dom San Maurizio aufwartet, ist Oneglia stärker vom Hafen und vom traditionellen Handel geprägt. Im Übrigen ist die Stadt ein Zentrum des ligurischen Olivenanbaus und der Olivenölproduktion. }} * {{vCard | name = Alassio | type = city | wikidata = Q270482 | description = Alassio zählt zu den beliebtesten Badeorten der Riviera und ist vor allem für seinen langen Sandstrand und die lebhafte Uferpromenade bekannt. Die Innenstadt bietet zahlreiche Geschäfte, Cafés und Restaurants und eignet sich gut zum Flanieren. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist das Muretto di Alassio, eine mit zahlreichen signierten Keramiktafeln berühmter Persönlichkeiten geschmückte Mauer. }} * {{vCard | name = Albenga | type = city | wikidata = Q241298 | description = Albenga unterscheidet sich deutlich von den klassischen Badeorten der Riviera und ist vor allem wegen seiner außergewöhnlich gut erhaltenen mittelalterlichen Altstadt interessant. Mehrere hohe Geschlechtertürme, romanische Kirchen und historische Paläste prägen das Stadtbild. Der Dom San Michele und das Baptisterium gehören zu den wichtigsten historischen Bauwerken der Stadt. }} * {{vCard | name = Finale Ligure | type = city | wikidata = Q270737 | description = Es ist ein attraktiver Badeort mit historischem Zentrum und einer beeindruckenden Landschaft aus Bergen, Wäldern und Kalksteinfelsen im Hinterland. Besonders sehenswert ist Finalborgo, eine hervorragend erhaltene mittelalterliche Ortschaft etwas landeinwärts mit Stadtmauern, Toren und historischen Gebäuden. Das Hinterland macht Finale Ligure zudem zu einem beliebten Ziel für Wanderer, Kletterer und Mountainbiker. }} * {{vCard | name = Noli | type = city | wikidata = Q270968 | description = Noli ist eines der schönsten historischen Küstenstädtchen Liguriens und war im Mittelalter eine bedeutende Seerepublik. Die kleine Altstadt besitzt zahlreiche mittelalterliche Türme, enge Gassen und historische Gebäude, die sich vom Meer den Hang hinaufziehen. Zusammen mit dem Sandstrand und der geschützten Bucht entsteht ein besonders stimmungsvolles Gesamtbild. }} * {{vCard | name = Savona | type = city | wikidata = Q13320 | description = Savona ist eine größere Hafenstadt und bietet neben ihrem modernen Stadtbild eine interessante historische Altstadt. Wahrzeichen der Stadt ist die Fortezza del Priamar, eine mächtige Festungsanlage direkt über dem Meer. Sehenswert sind außerdem der Dom, die Sixtinische Kapelle von Savona und die mittelalterlichen Gassen rund um das historische Zentrum. }} * {{vCard | name = Genua | type = city | wikidata = Q1449 | description = Genua ist die Hauptstadt Liguriens und mit Abstand die bedeutendste Großstadt der Riviera. Die Stadt besitzt eine der größten historischen Altstädte Europas, in der sich enge mittelalterliche Gassen mit prächtigen Adelspalästen abwechseln. Besonders sehenswert sind die Via Garibaldi mit ihren Palazzi, der alte Hafen, die Kathedrale San Lorenzo und die zahlreichen Museen; zugleich vermittelt Genua mit seinem großen Hafen einen authentischen Eindruck einer ligurischen Hafenstadt. }} * {{vCard | name = Portofino | type = city | wikidata = Q232782 | description = Portofino ist einer der berühmtesten Orte an der gesamten italienischen Küste und liegt spektakulär in einer kleinen, von bewaldeten Hügeln umgebenen Bucht. Die bunten Häuser rund um den Hafen, die eleganten Geschäfte und die zahlreichen Yachten verleihen dem Ort eine exklusive Atmosphäre. Oberhalb des Ortes bieten die Kirche San Giorgio und die umliegenden Wanderwege hervorragende Ausblicke auf die Küste. }} * {{vCard | name = Sestri Levante | type = city | wikidata = Q194081 | description = Sestri Levante gehört zu den landschaftlich reizvollsten Orten der Riviera di Levante und liegt auf einer schmalen Landzunge zwischen zwei Buchten. Besonders bekannt ist die Baia del Silenzio, eine malerische Bucht mit bunten Häusern, Sandstrand und ruhigem Meer. }} == Weitere Ziele == == Hintergrund == == Sprache == == Anreise == == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == == Küche == == Nachtleben == == Sicherheit == == Klima == == Literatur == == Weblinks == {{class-1}} {{GeoData| lat= | long= | radius= }} {{IstInKat|Ligurien }} p7rl1cfyfc3z3qajj1uu5bg1axyrl1r 1802680 1802679 2026-09-07T11:10:30Z DocWoKav 14575 /* Regionen */ Geänderte vCard für Riviera di Ponente 1802680 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region }} Die '''Italienische Riviera''' (italienisch Riviera ligure) bezeichnet die Küste der Region [[Ligurien]] in [[Italien]]. Sie erstreckt sich von der französisch-italienischen Grenze bis in die Ausläufer der [[Toskana]] entlang des Golfs von Genua. Sie ist bekannt für ihre malerischen Küstenlandschaften, mediterranen Strände, farbenfrohen Fischerdörfer, elegante Badeorte, historische Altstädte, Yachthäfen und kulinarische Spezialitäten sowie das abwechslungsreiche Zusammenspiel von Meer und Bergen. == Regionen == * {{vCard | name = Riviera di Ponente | type = region | wikidata = Q1515140 }} * {{vCard | name = Riviera di Levante | type = region | wikidata = Q2155654 }} == Orte == {{mapframe}} * {{vCard | name = Ventimiglia | type = city | wikidata = Q191759 | description = Besonders sehenswert sind die mittelalterliche Oberstadt mit ihren engen Gassen, die Kathedrale Santa Maria Assunta und der lebhafte Wochenmarkt. In der Umgebung befinden sich außerdem die berühmten Giardini Botanici Hanbury, die zu den bedeutendsten botanischen Gärten Italiens gehören. }} * {{vCard | name = Bordighera | type = city | wikidata = Q268214 | description = Bordighera ist ein eleganter, von Palmen und mediterraner Vegetation geprägter Küstenort. Der Ort wurde bereits im 19. Jahrhundert von wohlhabenden europäischen Besuchern als Winterkurort geschätzt und besitzt zahlreiche historische Villen und Gärten. Besonders reizvoll ist die auf einem Hügel gelegene Altstadt mit ihren schmalen Gassen und dem Blick über das Ligurische Meer. }} * {{vCard | name = Sanremo | type = city | wikidata = Q33962 | description = Sanremo ist der bekannteste Ferienort der westlichen Riviera und verbindet mondänes Flair mit typisch ligurischer Atmosphäre. Die Stadt ist bekannt für ihr Casino, die palmengesäumte Uferpromenade, den Yachthafen und das jährlich stattfindende Sanremo-Musikfestival. Sehenswert ist auch die historische Altstadt La Pigna, die sich mit ihren verwinkelten Gassen den Hang hinaufzieht. }} * {{vCard | name = Imperia | type = city | wikidata = Q13318 | description = Imperia liegt an einer weit geschwungenen Küste und besteht aus den beiden historischen Stadtteilen Porto Maurizio und Oneglia. 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Eine besondere Sehenswürdigkeit ist das Muretto di Alassio, eine mit zahlreichen signierten Keramiktafeln berühmter Persönlichkeiten geschmückte Mauer. }} * {{vCard | name = Albenga | type = city | wikidata = Q241298 | description = Albenga unterscheidet sich deutlich von den klassischen Badeorten der Riviera und ist vor allem wegen seiner außergewöhnlich gut erhaltenen mittelalterlichen Altstadt interessant. Mehrere hohe Geschlechtertürme, romanische Kirchen und historische Paläste prägen das Stadtbild. Der Dom San Michele und das Baptisterium gehören zu den wichtigsten historischen Bauwerken der Stadt. }} * {{vCard | name = Finale Ligure | type = city | wikidata = Q270737 | description = Es ist ein attraktiver Badeort mit historischem Zentrum und einer beeindruckenden Landschaft aus Bergen, Wäldern und Kalksteinfelsen im Hinterland. Besonders sehenswert ist Finalborgo, eine hervorragend erhaltene mittelalterliche Ortschaft etwas landeinwärts mit Stadtmauern, Toren und historischen Gebäuden. Das Hinterland macht Finale Ligure zudem zu einem beliebten Ziel für Wanderer, Kletterer und Mountainbiker. }} * {{vCard | name = Noli | type = city | wikidata = Q270968 | description = Noli ist eines der schönsten historischen Küstenstädtchen Liguriens und war im Mittelalter eine bedeutende Seerepublik. Die kleine Altstadt besitzt zahlreiche mittelalterliche Türme, enge Gassen und historische Gebäude, die sich vom Meer den Hang hinaufziehen. Zusammen mit dem Sandstrand und der geschützten Bucht entsteht ein besonders stimmungsvolles Gesamtbild. }} * {{vCard | name = Savona | type = city | wikidata = Q13320 | description = Savona ist eine größere Hafenstadt und bietet neben ihrem modernen Stadtbild eine interessante historische Altstadt. Wahrzeichen der Stadt ist die Fortezza del Priamar, eine mächtige Festungsanlage direkt über dem Meer. Sehenswert sind außerdem der Dom, die Sixtinische Kapelle von Savona und die mittelalterlichen Gassen rund um das historische Zentrum. }} * {{vCard | name = Genua | type = city | wikidata = Q1449 | description = Genua ist die Hauptstadt Liguriens und mit Abstand die bedeutendste Großstadt der Riviera. Die Stadt besitzt eine der größten historischen Altstädte Europas, in der sich enge mittelalterliche Gassen mit prächtigen Adelspalästen abwechseln. Besonders sehenswert sind die Via Garibaldi mit ihren Palazzi, der alte Hafen, die Kathedrale San Lorenzo und die zahlreichen Museen; zugleich vermittelt Genua mit seinem großen Hafen einen authentischen Eindruck einer ligurischen Hafenstadt. }} * {{vCard | name = Portofino | type = city | wikidata = Q232782 | description = Portofino ist einer der berühmtesten Orte an der gesamten italienischen Küste und liegt spektakulär in einer kleinen, von bewaldeten Hügeln umgebenen Bucht. Die bunten Häuser rund um den Hafen, die eleganten Geschäfte und die zahlreichen Yachten verleihen dem Ort eine exklusive Atmosphäre. Oberhalb des Ortes bieten die Kirche San Giorgio und die umliegenden Wanderwege hervorragende Ausblicke auf die Küste. }} * {{vCard | name = Sestri Levante | type = city | wikidata = Q194081 | description = Sestri Levante gehört zu den landschaftlich reizvollsten Orten der Riviera di Levante und liegt auf einer schmalen Landzunge zwischen zwei Buchten. Besonders bekannt ist die Baia del Silenzio, eine malerische Bucht mit bunten Häusern, Sandstrand und ruhigem Meer. }} == Weitere Ziele == == Hintergrund == == Sprache == == Anreise == == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == == Küche == == Nachtleben == == Sicherheit == == Klima == == Literatur == == Weblinks == {{class-1}} {{GeoData| lat= | long= | radius= }} {{IstInKat|Ligurien }} 3nf64pnjm9sfjied2j1djbvvli6vwxg 1802681 1802680 2026-09-07T11:11:39Z DocWoKav 14575 /* Regionen */ Geänderte vCard für Riviera di Levante 1802681 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region }} Die '''Italienische Riviera''' (italienisch Riviera ligure) bezeichnet die Küste der Region [[Ligurien]] in [[Italien]]. Sie erstreckt sich von der französisch-italienischen Grenze bis in die Ausläufer der [[Toskana]] entlang des Golfs von Genua. Sie ist bekannt für ihre malerischen Küstenlandschaften, mediterranen Strände, farbenfrohen Fischerdörfer, elegante Badeorte, historische Altstädte, Yachthäfen und kulinarische Spezialitäten sowie das abwechslungsreiche Zusammenspiel von Meer und Bergen. == Regionen == * {{vCard | name = Riviera di Ponente | type = region | wikidata = Q1515140 }} * {{vCard | name = Riviera di Levante | type = region | wikidata = Q2155654 | description = Die Riviera di Levante ist der östliche Abschnitt der italienischen Riviera, der sich östlich von Genua bis in die Gegend von La Spezia erstreckt und vor allem für seine steilen Küsten, malerischen Buchten, farbenfrohen Fischerdörfer, bewaldeten Berge und die berühmten Cinque Terre bekannt ist. }} == Orte == {{mapframe}} * {{vCard | name = Ventimiglia | type = city | wikidata = Q191759 | description = Besonders sehenswert sind die mittelalterliche Oberstadt mit ihren engen Gassen, die Kathedrale Santa Maria Assunta und der lebhafte Wochenmarkt. In der Umgebung befinden sich außerdem die berühmten Giardini Botanici Hanbury, die zu den bedeutendsten botanischen Gärten Italiens gehören. }} * {{vCard | name = Bordighera | type = city | wikidata = Q268214 | description = Bordighera ist ein eleganter, von Palmen und mediterraner Vegetation geprägter Küstenort. Der Ort wurde bereits im 19. Jahrhundert von wohlhabenden europäischen Besuchern als Winterkurort geschätzt und besitzt zahlreiche historische Villen und Gärten. Besonders reizvoll ist die auf einem Hügel gelegene Altstadt mit ihren schmalen Gassen und dem Blick über das Ligurische Meer. }} * {{vCard | name = Sanremo | type = city | wikidata = Q33962 | description = Sanremo ist der bekannteste Ferienort der westlichen Riviera und verbindet mondänes Flair mit typisch ligurischer Atmosphäre. Die Stadt ist bekannt für ihr Casino, die palmengesäumte Uferpromenade, den Yachthafen und das jährlich stattfindende Sanremo-Musikfestival. Sehenswert ist auch die historische Altstadt La Pigna, die sich mit ihren verwinkelten Gassen den Hang hinaufzieht. }} * {{vCard | name = Imperia | type = city | wikidata = Q13318 | description = Imperia liegt an einer weit geschwungenen Küste und besteht aus den beiden historischen Stadtteilen Porto Maurizio und Oneglia. Während Porto Maurizio mit einer erhöht gelegenen Altstadt und dem imposanten Dom San Maurizio aufwartet, ist Oneglia stärker vom Hafen und vom traditionellen Handel geprägt. Im Übrigen ist die Stadt ein Zentrum des ligurischen Olivenanbaus und der Olivenölproduktion. }} * {{vCard | name = Alassio | type = city | wikidata = Q270482 | description = Alassio zählt zu den beliebtesten Badeorten der Riviera und ist vor allem für seinen langen Sandstrand und die lebhafte Uferpromenade bekannt. Die Innenstadt bietet zahlreiche Geschäfte, Cafés und Restaurants und eignet sich gut zum Flanieren. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist das Muretto di Alassio, eine mit zahlreichen signierten Keramiktafeln berühmter Persönlichkeiten geschmückte Mauer. }} * {{vCard | name = Albenga | type = city | wikidata = Q241298 | description = Albenga unterscheidet sich deutlich von den klassischen Badeorten der Riviera und ist vor allem wegen seiner außergewöhnlich gut erhaltenen mittelalterlichen Altstadt interessant. Mehrere hohe Geschlechtertürme, romanische Kirchen und historische Paläste prägen das Stadtbild. Der Dom San Michele und das Baptisterium gehören zu den wichtigsten historischen Bauwerken der Stadt. }} * {{vCard | name = Finale Ligure | type = city | wikidata = Q270737 | description = Es ist ein attraktiver Badeort mit historischem Zentrum und einer beeindruckenden Landschaft aus Bergen, Wäldern und Kalksteinfelsen im Hinterland. Besonders sehenswert ist Finalborgo, eine hervorragend erhaltene mittelalterliche Ortschaft etwas landeinwärts mit Stadtmauern, Toren und historischen Gebäuden. Das Hinterland macht Finale Ligure zudem zu einem beliebten Ziel für Wanderer, Kletterer und Mountainbiker. }} * {{vCard | name = Noli | type = city | wikidata = Q270968 | description = Noli ist eines der schönsten historischen Küstenstädtchen Liguriens und war im Mittelalter eine bedeutende Seerepublik. Die kleine Altstadt besitzt zahlreiche mittelalterliche Türme, enge Gassen und historische Gebäude, die sich vom Meer den Hang hinaufziehen. Zusammen mit dem Sandstrand und der geschützten Bucht entsteht ein besonders stimmungsvolles Gesamtbild. }} * {{vCard | name = Savona | type = city | wikidata = Q13320 | description = Savona ist eine größere Hafenstadt und bietet neben ihrem modernen Stadtbild eine interessante historische Altstadt. Wahrzeichen der Stadt ist die Fortezza del Priamar, eine mächtige Festungsanlage direkt über dem Meer. Sehenswert sind außerdem der Dom, die Sixtinische Kapelle von Savona und die mittelalterlichen Gassen rund um das historische Zentrum. }} * {{vCard | name = Genua | type = city | wikidata = Q1449 | description = Genua ist die Hauptstadt Liguriens und mit Abstand die bedeutendste Großstadt der Riviera. Die Stadt besitzt eine der größten historischen Altstädte Europas, in der sich enge mittelalterliche Gassen mit prächtigen Adelspalästen abwechseln. Besonders sehenswert sind die Via Garibaldi mit ihren Palazzi, der alte Hafen, die Kathedrale San Lorenzo und die zahlreichen Museen; zugleich vermittelt Genua mit seinem großen Hafen einen authentischen Eindruck einer ligurischen Hafenstadt. }} * {{vCard | name = Portofino | type = city | wikidata = Q232782 | description = Portofino ist einer der berühmtesten Orte an der gesamten italienischen Küste und liegt spektakulär in einer kleinen, von bewaldeten Hügeln umgebenen Bucht. Die bunten Häuser rund um den Hafen, die eleganten Geschäfte und die zahlreichen Yachten verleihen dem Ort eine exklusive Atmosphäre. Oberhalb des Ortes bieten die Kirche San Giorgio und die umliegenden Wanderwege hervorragende Ausblicke auf die Küste. }} * {{vCard | name = Sestri Levante | type = city | wikidata = Q194081 | description = Sestri Levante gehört zu den landschaftlich reizvollsten Orten der Riviera di Levante und liegt auf einer schmalen Landzunge zwischen zwei Buchten. Besonders bekannt ist die Baia del Silenzio, eine malerische Bucht mit bunten Häusern, Sandstrand und ruhigem Meer. }} == Weitere Ziele == == Hintergrund == == Sprache == == Anreise == == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == == Küche == == Nachtleben == == Sicherheit == == Klima == == Literatur == == Weblinks == {{class-1}} {{GeoData| lat= | long= | radius= }} {{IstInKat|Ligurien }} rw1v0rdllezi5p9jnay02b9nmvmg0xn 1802682 1802681 2026-09-07T11:12:31Z DocWoKav 14575 /* Regionen */ Geänderte vCard für Riviera di Ponente 1802682 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region }} Die '''Italienische Riviera''' (italienisch Riviera ligure) bezeichnet die Küste der Region [[Ligurien]] in [[Italien]]. Sie erstreckt sich von der französisch-italienischen Grenze bis in die Ausläufer der [[Toskana]] entlang des Golfs von Genua. Sie ist bekannt für ihre malerischen Küstenlandschaften, mediterranen Strände, farbenfrohen Fischerdörfer, elegante Badeorte, historische Altstädte, Yachthäfen und kulinarische Spezialitäten sowie das abwechslungsreiche Zusammenspiel von Meer und Bergen. == Regionen == * {{vCard | name = Riviera di Ponente | type = region | wikidata = Q1515140 | description = Die Riviera di Ponente ist der westliche Abschnitt der italienischen Riviera, der sich von Genua bis zur französischen Grenze bei Ventimiglia erstreckt und vor allem für seine mediterranen Küstenlandschaften, Sandstrände, Palmenpromenaden, Badeorte, historischen Orte und das milde Klima bekannt ist. }} * {{vCard | name = Riviera di Levante | type = region | wikidata = Q2155654 | description = Die Riviera di Levante ist der östliche Abschnitt der italienischen Riviera, der sich östlich von Genua bis in die Gegend von La Spezia erstreckt und vor allem für seine steilen Küsten, malerischen Buchten, farbenfrohen Fischerdörfer, bewaldeten Berge und die berühmten Cinque Terre bekannt ist. }} == Orte == {{mapframe}} * {{vCard | name = Ventimiglia | type = city | wikidata = Q191759 | description = Besonders sehenswert sind die mittelalterliche Oberstadt mit ihren engen Gassen, die Kathedrale Santa Maria Assunta und der lebhafte Wochenmarkt. In der Umgebung befinden sich außerdem die berühmten Giardini Botanici Hanbury, die zu den bedeutendsten botanischen Gärten Italiens gehören. }} * {{vCard | name = Bordighera | type = city | wikidata = Q268214 | description = Bordighera ist ein eleganter, von Palmen und mediterraner Vegetation geprägter Küstenort. Der Ort wurde bereits im 19. Jahrhundert von wohlhabenden europäischen Besuchern als Winterkurort geschätzt und besitzt zahlreiche historische Villen und Gärten. Besonders reizvoll ist die auf einem Hügel gelegene Altstadt mit ihren schmalen Gassen und dem Blick über das Ligurische Meer. }} * {{vCard | name = Sanremo | type = city | wikidata = Q33962 | description = Sanremo ist der bekannteste Ferienort der westlichen Riviera und verbindet mondänes Flair mit typisch ligurischer Atmosphäre. Die Stadt ist bekannt für ihr Casino, die palmengesäumte Uferpromenade, den Yachthafen und das jährlich stattfindende Sanremo-Musikfestival. Sehenswert ist auch die historische Altstadt La Pigna, die sich mit ihren verwinkelten Gassen den Hang hinaufzieht. }} * {{vCard | name = Imperia | type = city | wikidata = Q13318 | description = Imperia liegt an einer weit geschwungenen Küste und besteht aus den beiden historischen Stadtteilen Porto Maurizio und Oneglia. Während Porto Maurizio mit einer erhöht gelegenen Altstadt und dem imposanten Dom San Maurizio aufwartet, ist Oneglia stärker vom Hafen und vom traditionellen Handel geprägt. Im Übrigen ist die Stadt ein Zentrum des ligurischen Olivenanbaus und der Olivenölproduktion. }} * {{vCard | name = Alassio | type = city | wikidata = Q270482 | description = Alassio zählt zu den beliebtesten Badeorten der Riviera und ist vor allem für seinen langen Sandstrand und die lebhafte Uferpromenade bekannt. Die Innenstadt bietet zahlreiche Geschäfte, Cafés und Restaurants und eignet sich gut zum Flanieren. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist das Muretto di Alassio, eine mit zahlreichen signierten Keramiktafeln berühmter Persönlichkeiten geschmückte Mauer. }} * {{vCard | name = Albenga | type = city | wikidata = Q241298 | description = Albenga unterscheidet sich deutlich von den klassischen Badeorten der Riviera und ist vor allem wegen seiner außergewöhnlich gut erhaltenen mittelalterlichen Altstadt interessant. Mehrere hohe Geschlechtertürme, romanische Kirchen und historische Paläste prägen das Stadtbild. Der Dom San Michele und das Baptisterium gehören zu den wichtigsten historischen Bauwerken der Stadt. }} * {{vCard | name = Finale Ligure | type = city | wikidata = Q270737 | description = Es ist ein attraktiver Badeort mit historischem Zentrum und einer beeindruckenden Landschaft aus Bergen, Wäldern und Kalksteinfelsen im Hinterland. Besonders sehenswert ist Finalborgo, eine hervorragend erhaltene mittelalterliche Ortschaft etwas landeinwärts mit Stadtmauern, Toren und historischen Gebäuden. Das Hinterland macht Finale Ligure zudem zu einem beliebten Ziel für Wanderer, Kletterer und Mountainbiker. }} * {{vCard | name = Noli | type = city | wikidata = Q270968 | description = Noli ist eines der schönsten historischen Küstenstädtchen Liguriens und war im Mittelalter eine bedeutende Seerepublik. Die kleine Altstadt besitzt zahlreiche mittelalterliche Türme, enge Gassen und historische Gebäude, die sich vom Meer den Hang hinaufziehen. Zusammen mit dem Sandstrand und der geschützten Bucht entsteht ein besonders stimmungsvolles Gesamtbild. }} * {{vCard | name = Savona | type = city | wikidata = Q13320 | description = Savona ist eine größere Hafenstadt und bietet neben ihrem modernen Stadtbild eine interessante historische Altstadt. Wahrzeichen der Stadt ist die Fortezza del Priamar, eine mächtige Festungsanlage direkt über dem Meer. Sehenswert sind außerdem der Dom, die Sixtinische Kapelle von Savona und die mittelalterlichen Gassen rund um das historische Zentrum. }} * {{vCard | name = Genua | type = city | wikidata = Q1449 | description = Genua ist die Hauptstadt Liguriens und mit Abstand die bedeutendste Großstadt der Riviera. Die Stadt besitzt eine der größten historischen Altstädte Europas, in der sich enge mittelalterliche Gassen mit prächtigen Adelspalästen abwechseln. Besonders sehenswert sind die Via Garibaldi mit ihren Palazzi, der alte Hafen, die Kathedrale San Lorenzo und die zahlreichen Museen; zugleich vermittelt Genua mit seinem großen Hafen einen authentischen Eindruck einer ligurischen Hafenstadt. }} * {{vCard | name = Portofino | type = city | wikidata = Q232782 | description = Portofino ist einer der berühmtesten Orte an der gesamten italienischen Küste und liegt spektakulär in einer kleinen, von bewaldeten Hügeln umgebenen Bucht. Die bunten Häuser rund um den Hafen, die eleganten Geschäfte und die zahlreichen Yachten verleihen dem Ort eine exklusive Atmosphäre. Oberhalb des Ortes bieten die Kirche San Giorgio und die umliegenden Wanderwege hervorragende Ausblicke auf die Küste. }} * {{vCard | name = Sestri Levante | type = city | wikidata = Q194081 | description = Sestri Levante gehört zu den landschaftlich reizvollsten Orten der Riviera di Levante und liegt auf einer schmalen Landzunge zwischen zwei Buchten. Besonders bekannt ist die Baia del Silenzio, eine malerische Bucht mit bunten Häusern, Sandstrand und ruhigem Meer. }} == Weitere Ziele == == Hintergrund == == Sprache == == Anreise == == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == == Aktivitäten == == Küche == == Nachtleben == == Sicherheit == == Klima == == Literatur == == Weblinks == {{class-1}} {{GeoData| lat= | long= | radius= }} {{IstInKat|Ligurien }} 0s3xyynxp692vjquzqpuy90t55dywaw Friedeberg 0 129364 1802673 2026-09-07T11:04:45Z DerFussi 6 Weiterleitung nach [[Strzelce Krajeńskie]] erstellt 1802673 wikitext text/x-wiki #REDIRECT[[Strzelce Krajeńskie]] pj5xpjrfznblr3zf24u9zo1xbqadhqk San Bernardino (Kalifornien) 0 129365 1802703 2026-09-07T11:41:55Z Wowo2024 53507 Die Seite wurde neu angelegt: „{{Quickbar Ort}} '''San Bernardino''' ist eine Stadt in [[Südkalifornien]]. == Hintergrund == {{Marker | name =San Bernardino | type =city | wikidata =Q486168}} (von Bewohnern „San Berdoo“ genannt) ist Sitz des {{Marker | name =San Bernardino County | type =region | lat =34.406910 | long =-117.327118 | wikidata =Q108053 | show =copy}} – mit 52.073&#x202F;km² dem flächenmäßig größten County der USA – und liegt am Fuße der bis 3506 Meter ho…“ 1802703 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort}} '''San Bernardino''' ist eine Stadt in [[Südkalifornien]]. == Hintergrund == {{Marker | name =San Bernardino | type =city | wikidata =Q486168}} (von Bewohnern „San Berdoo“ genannt) ist Sitz des {{Marker | name =San Bernardino County | type =region | lat =34.406910 | long =-117.327118 | wikidata =Q108053 | show =copy}} – mit 52.073&#x202F;km² dem flächenmäßig größten County der USA – und liegt am Fuße der bis 3506 Meter hohen {{Marker | name =San Bernardino Mountains | type =mountain range | wikidata =Q3364408}}. Mitten durch die Stadt fließt der nur 154&#x202F;km lange {{Marker | name =Santa Ana River | type =river | lat =34.071129 | long =-117.276682 | wikidata =Q1761189}}. Die Stadt gehört zur [[Greater Los Angeles Area]] und liegt an der legendären [[Route 66]]. == Geschichte == [[Datei:SanBernardino-1865.jpg|mini|San Bernardino im Jahre 1865]] [[Datei:Street view in San Bernardino, California, includes courthouse, ca.1905 (CHS-8547) (16475726449) (cropped).jpg|mini|Blick auf das Gerichtsgebäude (1905)]] Die in der Region seit etwa 1000 vor Christus lebenden indigenen Serrano nannten ihre Siedlung Wa‘aach.<ref>[https://www.google.de/books/edition/The_Indian_Tribes_of_North_America/7BmTAAAAIAAJ?hl=de&gbpv=1&dq=san+bernardino+Serrano&pg=PA513&printsec=frontcover John Reed Swanton, ''The Indian Tribes of North America'', United States Government Publishing Office, 1952, S. 513]</ref> Als hier an der Siedlung ''Guachama'' der spanische Pater [[w:en:Francisco Dumetz|Francisco Dumetz]] vorbeikam, benannte er am 20. Mai 1810 die Siedlung ''San Bernardino'' nach dem heiligen Franziskaner [[w:Bernhardin von Siena|Bernhardin von Siena]], der am 20. Mai 1444 verstorben war. Die damals zuständige mexikanische Regierung vergab das 144&#x202F;&#x202F;km² große Land ({{esS|''rancho''}}) als {{Marker | name =Rancho San Bernardino | type =landscape | wikidata =Q7291226}} am 21. Juni 1842 an den Farmer Antonio Maria Lugo für US-$ 800. In der Folgezeit musste die Lugo-Familie häufige Rinder- und Pferdediebstähle der Indigenen hinnehmen. Im Juni 1851 überwand ein Treck von fast 500 Mormonen den nahen, 1153 Meter hohen {{Marker | name =Cajon Pass | type =mountain pass | wikidata =Q1886676}} und erwarb die Rancho San Bernardino für US-$ 77.500.<ref>[https://www.google.de/books/edition/The_Journal_of_the_Senate_During_the_Ses/tgLOAAAAMAAJ?hl=de&gbpv=1&dq=san+bernardino+Francisco+Dumetz&pg=RA1-PA174&printsec=frontcover California Legislature/Senate (Hrsg.), ''The Journal of the Senate During the 1960 Session of the Legislature of the State of California'', State of California Press, 1960, S. 174]</ref> Am 7. November 1852 wurde die Gegend durch den Landvermesser Colonel Henry Washington vermessen. Im Jahre 1853 entstand das {{Marker | name =San Bernardino County | type =region | lat =34.406910 | long =-117.327118 | wikidata =Q108053}}, die Stadt mit knapp 1200 Einwohnern wurde am 13. April 1854 inkorporiert und zum County-Sitz ernannt. 1857 verließen die meisten Mormonen die Gegend, nachdem sie von ihrem geistigen Oberhaupt nach [[Salt Lake City]] zurückgerufen wurden. Im August 1867 erreichten die ersten chinesischen Einwanderer die Stadt, denen man 1875 eine Unterbietung der Löhne vorwarf. Im Jahre 1882 entstand das – heute nicht mehr existierende – {{Marker | name =San Bernardino Opera House | type =opera house | wikidata =Q44880205}}. Die Eisenbahn kam 1883 nach San Bernardino, das im selben Jahr einen Bahnhof erhielt, der aber 1916 abbrannte. Die Stadt rief am 6. März 1911 das jährlich stattfindende {{Marker | name =National Orange Show Festival | type =festival | wikidata =Q6974662}} ins Leben, um die Zitrus-Industrie zu fördern. In San Bernardino wurde am 15. Mai 1940 von den Brüdern [[w:Richard und Maurice McDonald|Richard und Maurice McDonald]] die „Dick & Mac McDonald – McDonald’s Bar-B-Q“ eröffnet.<ref>[https://corporate.mcdonalds.com/content/mcd/our_company/mcdonalds-history.html McDonald’s (Hrsg.), ''History of McDonald’'' vom 26. Oktober 2016]</ref> Das erste Burger-Restaurant ist heute ein umfangreiches, inoffizielles Museum. Der Unternehmer Glenn Bell ließ sich im aufstrebenden Ort von dem mexikanischen ''Mitla Café'' inspirieren und eröffnete am 21. März 1962 in {{Marker | name =Downey | type =town | wikidata =Q488946}} die Systemgastronomie {{Marker | name =Taco Bell | type =company | wikidata =Q752941}}. . Als die {{Marker | name =Norton Air Force Base | type =airport | wikidata =Q7060581}} am 31. März 1994 schloss, gingen 12.500 Arbeitsplätze verloren, was den wirtschaftlichen Niedergang der Stadt einleitete. Wachsende kommunale Verschuldung (über US-$ 1 Milliarde Schulden) und hohe Pensionsverpflichtungen führten schließlich im August 2012 zum Bankrott der Stadt nach [[w:Chapter 9|Chapter 9]].<ref>Das Chapter 9 des US-Konkursrechts gilt nur für Städte und Gemeinden ({{enS|''municipalities''}}) und sieht die Fortführung der Stadt vor, wobei deren Gläubiger (wie Banken und pensionierte Kommunal-Arbeitskräfte) einen teilweisen und temporären Schuldenerlass erklären müssen und die Bewohner mit eingeschränkten Dienstleistungen (Daseinsvorsorge wie Müllabfuhr) auskommen müssen.</ref> Erst im Februar 2017 wurde der Bankrott wieder aufgehoben. == Klima == Allgemein herrscht in Südkalifornien ein semi-arides Klima mit im Jahresverlauf 230–330&#x202F;mm Niederschlag, der jedoch größtenteils in den Wintermonaten von Dezember bis März fällt. Im Sommer zwischen Mai und September gibt es hingegen maximal einen Regentag pro Monat. Die Temperaturen sind ganzjährig mild bis heiß und erreichen in den Wüstengebieten im Sommer Rekord-Temperaturen von 46&#x202F;°C und mehr. Die mit großer Trockenheit verbundenen hohen Temperaturen sind die Ursache für häufige Waldbrände, die zu einem Reisehindernis werden können. == Anreise == Der 4&#x202F;km vom Stadtzentrum entfernte {{Marker | name =San Bernardino International Airport | type =airport | wikidata =Q1626991}} hat Flugverbindungen nach [[San Francisco]] und [[Provo]], der Zusatz „International” ist irreführend. Drei [[Interstate Highways]] berühren die Stadt, nämlich {{RSIGN|US|I|10}}, {{RSIGN|US|I|15}} und {{RSIGN|US|I|215}}. Wer die [[Route 66|Route]] {{RSIGN|US|H|66}} befährt, kommt automatisch nach San Bernardino. In der Stadt verläuft sie über den {{Marker | name =East Foothill Boulevard | type =road | lat =34.106794 | long =-117.338866}}, auf dem sie den I-15 unterquert und als {{Marker | name =West Foothill Boulevard | type = road | lat =34.106790 | long =-117.699572}} weiter westwärts führt. Über die {{Marker | name =Colorado Street | type =road | lat =34.127295 | long =-117.822200}} verläuft die Route 66 schließlich Richtung Westen aus der Stadt hinaus. Am Bahnhof {{Marker | name =San Bernardino Santa Fe Depot | type =railway station | wikidata =Q7419522 | show =copy}} halt der Fernzug der [[Amtrak]] „Southwest Chief“ von/nach [[Chicago]] bzw. [[Los Angeles]]. [https://metrolinktrains.com/schedules/ MetroLink] fährt mit der ''San Bernardino Line'' von/nach Los Angeles, die ''Inland Empire–Orange County Line'' verbindet San Bernardino mit Riverside, Orange County und [[Oceanside]]. Am {{Marker | name =San Bernardino Transit Center | type =railway station | wikidata =Q14683861}} gibt es intermodale Verbindungen. Am Bahnhof befindet sich auch der {{Marker | name =Bus-Terminal | type =tour operator | lat =34.103888 | long =-117.312247}} von [https://www.greyhound.com Greyhound] (''1170 W 3rd St''; 07:00-21:30 Uhr) mit Verbindungen in ganz Kalifornien. == Stadtteile == San Bernardino wird in drei Stadtteile unterteilt: * {{Marker | name =Downtown San Bernardino | type =region | wikidata =Q14681861}} * {{Marker | name =Northside | type =region | lat =34.18241 | long =-117.32144}} * {{Marker | name =Westside | type =region | lat =34.108352 | long =-117.329674}}. == Sehenswürdigkeiten == {{mapframe | type= geoline | stroke= #FF0000 | stroke-width= 2 | stroke-opacity= 1 | id =Q486168}} [[Datei:SanBernardinoStationStreetside.jpg|mini|Der Bahnhof von San Bernardino]] [[Datei:Our Lady of the Rosary Cathedral - San Bernardino, California 01.jpg|mini|Die Kathedrale ''Our Lady of the Rosary'']] [[Datei:California Theatre, San Bernardino.JPG|mini|Das ''California Theatre'']] [[Datei:San Bernardino City Hall, 2009.JPG|mini|Das Rathaus]] ;Bauwerke * {{vCard | name =San Bernardino de Sena Estancia | type =museum | hours =mo+mi 10:00-12:00 | wikidata =Q7413445 | description =1819 als Ranch für Indigene gegründet, fiel sie 1842 unter die Landvergabe und wechselte mehrfach den Eigentümer, bis sie 1925 vom County San Bernardino erworben wurde. Seitdem ist sie ein Museum mit der Nachbildung des ''Fort San Bernardino''.}} * {{vCard | name =Yucaipa Adobe | type =house | address =32183 Kentucky Street, Yucaipa | lat =34.02234 | long =-117.10237 | wikidata =Q85782610 | description =1842 vom Farmer Diego Sepúlveda erbaut, dem Neffen von Don Antonio Maria Lugo; ältestes Bauwerk von San Bernardino.}} * {{vCard | name =Fort San Bernardino | type =fort | wikidata =Q140073420 | description =(„Mormon Stockade“) 1851 von Mormonen angelegtes, 228&#x202F;m langes und 37&#x202F;m breites Fort, das dem Schutz vor Angriffen der Ureinwohner diente. Zwischen 1858 und März 1862 nutzten US-Soldaten das Fort als militärischen Stützpunkt. Es befand sich am Standort des heutigen ''San Bernardino County Courthouse''. Eine Nachbildung des „alten Forts“ ist im anfangs erwähnten Museum ''San Bernardino de Sena Estancia'' zu besichtigen.}} * {{vCard | name =San Bernardino church | type =church | address =531 North F St | lat =34.108847 | long =-117.296093 | description =am 7. Juli 1862 geweihte katholische Kirche und damit die älteste Kirche der Stadt.}} * {{vCard | name =San Bernardino Santa Fe Depot | type =railway station | status =top-sight | wikidata =Q7419522 | description =am 15. Juli 1918 erbauter, pompöser Bahnhof der Stadt.}} * {{vCard | name =San Bernardino County Court House | type =building | wikidata =Q14683858 | description =1927 erbautes Landgerichtsgebäude an der Stelle des alten Forts.}} * {{vCard | name =Andreson Building / Enterprise Building | type =building | address =320 North E Street | lat =34.105151 | long =-117.294395 | description =im Mai 1927 von John Andreson Jr. eröffnetes Geschäftsgebäude.}} * {{vCard | name =Harris’ Company Building | type =building | address =300 North E Str | lat =34.103870 | long =-117.294501 | description =am 7. November 1927 von den Brüdern Philip und Herman Harris erbautes Warenhaus, das 2024 teilweise abbrannte und derzeit saniert wird.}} * {{vCard | name =California Theatre of the Performing Arts | type =theater | wikidata =Q5021138 | description =1928 eröffnetes Theater für darstellende Künste. Es beherbergt noch immer seine originale Wurlitzer-Orgel vom Typ 216.}} * {{vCard | name =Our Lady of the Rosary Cathedral | type =church | wikidata =Q7111033 | description =am 7. Oktober 1928 geweihte Bischofskirche des römisch-katholischen Bistums San Bernardino.}} * {{vCard | name =Arrowhead Springs Hotel | type =hotel | wikidata =Q106771001 | description =im Dezember 1939 eröffnet, 2016 von der indigenen San Manuel Band erworben, derzeit geschlossen.}} * {{vCard | name =Erster McDonald Brothers Hamburger-Laden | type =shop | address =1398 North E St | lat =34.1247 | long =-117.2945 | hours =mo-fr 09:00-17:00, sa+so 10:00-17:00 | description =am 15. Mai 1940 eröffneter Hamburger-Shop der Brüder Richard ("Dick") and Maurice ("Mac") McDonald. Er begann als Drive-In, bis 1948 die Speisekarte gestrafft wurde. 1972 wurde der ursprüngliche Laden abgerissen.}} * {{vCard | name =Historic Original McDonald's Museum | type =museum | address =1398 North E St | lat =34.125660 | long =-117.294571 | hours =10:00-17:00 | price =Spende US-$ 5 | description =informatives Museum an der ältesten Verkaufsstelle mit Memorabilien wie Verpackungen und den Änderungen des Logos.}} * {{vCard | name =San Bernardino County Museum | type =museum | hours =di-so 09:00-17:00 | wikidata =Q105990997 | description =1952 eröffnetes Museum über die Geschichte des County und Südkaliforniens.}} * {{vCard | name =California State University | type =university | wikidata =Q1026944 | description =1965 gegründete staatliche Universität des California-State-University-Systems.}} * {{vCard | name =San Bernardino city hall | type =building | hours =mo-fr 07:30-17:00 | wikidata =Q118289409 | description =das im September 1972 eröffnete Rathaus ist das fünfte Gebäude. Das erste Rathaus wurde 1872 bezogen.}} * {{vCard | name =Robert and Frances Fullerton Museum of Art | type =museum | url=https://www.csusb.edu/raffma | address =5500 University Pkwy | wikidata =Q7351359 | description =1996 auf dem Campus der California State University erbautes Kunstmuseum.}} ;Parks * {{Marker | name =Blair Park | type =park | wikidata =Q49474990}} * {{Marker | name =Perris Hill Park | type =park | wikidata =Q49541481}} == Mobilität == Die lokale Buslinie {{Marker | name =Omnitrans | type =tour operator | wikidata =Q7090404}} (''1700 W Fifth Street'') bedient 29 Linien-Strecken innerstädtisch und in der näheren Außenregion. == Aktivitäten == Baseball-Spiele können besucht werden im 3500 Zuschauer fassenden {{Marker | name =Fiscalini Field | type =stadium | wikidata =Q5454405}} oder im 8000 Zuschauer fassenden {{Marker | name =San Manuel Stadium | type =stadium | wikidata =Q7414791}}. Am Südufer des ''Santa Ana River'' kann man entlang des {{Marker | name =Santa Ana River trail | type =trail | lat =34.077519 | long =-117.266395}} wandern. == Einkaufen == Die Shopping-Mall {{Marker | name =Inland Center | type =mall | wikidata =Q6034743}} hat 112 Geschäfte (''500 Inland Center Dr''; 10:00-20:00 Uhr). == Küche == Außer den allgegenwärtigen Systemgastronomie-Ketten findet man auch gute Restaurants wie {{Marker | name =BJ's Restaurant & Brewhouse | type =restaurant | lat =34.064943 | long =-117.264668}} (''1045 Harriman Pl''; so-do 11:00-00:00, fr+sa bis 01:00 Uhr), {{Marker | name =Sundowners Family Restaurant | type =restaurant | lat =34.081038 | long =-117.293317}} (''1131 South E St''; 10:30-21:30), {{Marker | name =Black Angus Steakhouse | type =restaurant | lat =34.066297 | long =-117.280645}} (''290 E Hospitality Ln''; 11:00-22:00) oder {{Marker | name =El Torito | type =restaurant | lat =34.066421 | long =-117.284714}} (''118 E Hospitality Ln''; 11:00-22:00). == Nachtleben == Aus der großen Auswahl ist zu erwähnen {{Marker | name =Lulu's Hideout | type =bar | lat =34.100282 | long =-117.331366}} (''1958 W Rialto Av''; 08:45-01:45), {{Marker | name =Pepe’s Nightclub | type =club | lat =34.108264 | long =-117.313636}} (''1293 W 5th St''; fr+sa 20:00-02:00), {{Marker | name =Party Doll | type =bar | lat =34.121333 | long =-117.248888}} (''25461 E Baseline St''; 06:00-01:00) oder {{Marker | name =The Jet Bar & Night Club | type =bar | lat =34.104972 | long =-117.254802}} (''25214 3rd St''; 08:00-02:00). == Unterkunft == [[Datei:Another wigwam hotel in San Bernardino.jpg|mini|Das legendäre Wigwam Motel]] Der Webseite ''Booking.com'' zufolge gibt es in San Bernardino 35 Unterkünfte aller Kategorien. Darunter befinden sich ;Günstig * {{Marker | name =Hospitality Inn | type =hotel | lat =34.068544 | long =-117.281358}} (''1909 S Business Center Dr'') ;Mittel An der Route 66 liegt etwas außerhalb in Rialto das legendäre {{Marker | name =Wigwam Motel | type =motel | wikidata =Q139236045 | status =top-sight}} (''2728 W Foothill Blvd''). Es handelt sich um 19 Teepees aus Beton, nicht um Wigwams. Zur Mittelklasse gehören auch {{Marker | name =Motel 7 | type =hotel | lat =34.12509 | long =-117.29352}} (''1363 North E St'') oder {{Marker | name =Best Western San Bernardino Hotel | type =hotel | lat =34.06344 | long =-117.28035}} (''258 E Redlands Blvd''). ;Teuer * {{Marker | name =DoubleTree by Hilton San Bernardino | type =hotel | lat =34.06524 | long =-117.28046}} (''285 E Hospitality Ln'') * {{Marker | name =Staybridge Suites - Loma Linda by IHG | type =hotel | lat =34.066964 | long =-117.281891}} (''1911 Commercenter Court'') == Sicherheit == In ganz Kalifornien werden Waldbrände ({{enS|''wildfires''}}) thematisiert, die insbesondere die Hauptreisesaison beeinträchtigen können. Dann kann es zu Straßensperrungen in den betroffenen Gebieten kommen, wodurch Reiseziele nicht erreicht werden können. Da das Rettungspersonal ({{enS|''fire fighters''}}) in Hotels untergebracht wird, kann es zu Engpässen bei Unterkünften kommen. San Bernardino hat über dem Durchschnitt Kaliforniens liegende Kriminalitätsraten und gilt daher als eine der am wenigsten sicheren Städte. Mit einer Kriminalitätsrate von 40 Straftaten pro 1.000 Einwohner liegt das Risiko, Opfer einer Straftat zu werden, deutlich über dem US- und kalifornischen Durchschnitt. Generell gilt, dass der aufmerksame Tourist sich stets unauffällig kleidet und ohne Markenware unterwegs ist, auf sein Gepäck achtet und konzentriert seine nähere Umgebung beobachtet. In Notfällen hilft das {{Marker | name =San Bernardino Police Department | type =police | lat =34.112534 | long =-117.292383}} (''710 North D St''). == Gesundheit == In Südkalifornien gibt es eine intensive Sonneneinstrahlung mit deutlich höheren UV-Werten als in Europa (Werte zwischen 6 und 10 – hoch bis sehr hoch). Diese erfordert einen hohen Sonnenschutz durch lange, leichte und helle Kleidung (lange Ärmel und Hosen sind empfehlenswert), eine Kopfbedeckung und eine Sonnenbrille. Außerdem sind Sonnenschutzmittel mit einem hohen Lichtschutzfaktor (50+) erforderlich. Um einer Dehydrierung vorzubeugen, müssen am Tag mindestens 3 Liter Trinkwasser konsumiert werden. In Notfällen hilft das {{Marker | name =Community Hospital of San Bernardino | type =hospital | wikidata =Q5154793}} (''1805 Medical Center Dr''). == Praktische Hinweise == Das – nach dem Stadt-Konkurs wiedereröffnete – Besucherzentrum {{Marker | name =City Information Center | type =tourist information | lat =34.10413 | long =-117.2923}} befindet sich im Rathaus (''290 North D St'') und ist geöffnet mo-do 07:30-17:30 und fr 07:30-16:30 Uhr. == Literatur == * Ulrich Quack, ''Kalifornien'', Iwanowski's Reisebuchverlag, 2011, S. 525 f.; {{ISBN|978-3861970125}}. == Weblinks == * [https://www.sanbernardino.gov/ San Bernardino (englisch)] == Einzelnachweise == <references /> {{GeoData | lat =34.10413 | long =-117.2923 | radius =}} {{IstIn|Kalöifornien}} [[Kategorie:Südkalifornien]] {{Class-4}} iztdh1ohjdb4x23nysdcojdrc57ou62