Wikivoyage dewikivoyage https://de.wikivoyage.org/wiki/Hauptseite MediaWiki 1.47.0-wmf.20 first-letter Medium Spezial Diskussion Benutzer Benutzer Diskussion Wikivoyage Wikivoyage Diskussion Datei Datei Diskussion MediaWiki MediaWiki Diskussion Vorlage Vorlage Diskussion Hilfe Hilfe Diskussion Kategorie Kategorie Diskussion Portal Portal Diskussion Wahl Wahl Diskussion Thema Thema Diskussion Nachrichten Nachrichten Diskussion TimedText TimedText talk Modul Modul Diskussion Veranstaltung Veranstaltung Diskussion Falklandinseln 0 3602 1804834 1789943 2026-09-18T17:37:20Z TommyG 40221 ([[c:GR|GR]]) [[c:COM:FR|File renamed]]: [[File:2635-sea-lion-figas-plane RJ.jpg]] → [[File:Britten-Norman Islander aircraft of the Falkland Islands Government Air Service (FIGAS) on the compacted gravel airstrip at Sea Lion Island, 2004.jpg]] [[c:COM:FR#FR2|Criterion 2]] (meaningless or ambiguous name) 1804834 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Land | Religion=Anglikaner (Hauptreligion), Römisch-Katholisch, Freie Kirchen, Zeugen Jehovas, Lutheraner u.a. | Zeitzone=MEZ-5h }} Die '''Falklandinseln''' sind ein Archipel aus 200 Inseln im Südatlantik. Sie liegen vor der Ostküste [[Südamerika]]s, stellen aber ein [[Vereinigtes Königreich|britisches]] Überseeterritorium dar. Die Inseln werden von [[Argentinien]] beansprucht und auf Spanisch ''Islas Malvinas'' genannt. Die raue, unberührte Natur der Falklandinseln mit ihrer überwältigenden Tierwelt – von riesigen Pinguinkolonien über brütende Albatrosse bis hin zu See-Elefanten an einsamen Stränden – zieht Natur- und Abenteuerliebhaber an. == Regionen == {{mapframe}} Es gibt 2 Hauptinseln und eine Reihe von Nebeninseln: '''Hauptinseln''': * {{vCard | name = Ostfalkland | type = island | wikidata = Q642226 | description = Die größte Insel. Hier liegt die Hauptstadt Stanley, der internationale Flughafen Mount Pleasant und geschichtsträchtige Orte wie Goose Green. }} * {{vCard | name = Westfalkland | type = island | wikidata = Q733338 | description = Die zweitgrößte Insel, geprägt durch raue Hügellandschaften und große Schaf-Farmen. Hauptort ist Port Howard. }} '''Nebeninseln''': * {{vCard | name = Weddell Island | type = island | wikidata = Q1543033 | description = Die drittgrößte Insel des Archipels. Sie ist bekannt für ihre Tierwelt, darunter die dort eingeführten Patagonischen Füchse (Graufüchse). }} * {{vCard | name = ​Saunders Island | type = island | wikidata = Q523533 | description = Bekannt für „The Neck“. Hier brüten vier verschiedene Pinguinarten und Schwarzbrauenalbatrosse direkt nebeneinander. }} * {{vCard | name = Pebble Island | type = island | wikidata = Q1359998 | description = Bekannt für ihre langen Sandstrände und die namensgebenden „Pebbles“ (durchscheinende Kieselsteine). }} * {{vCard | name = Sea Lion Island | type = island | wikidata = Q110538 | description = Die südlichste bewohnte Insel. Perfekt für Beobachter von See-Elefanten, Seelöwen und Orcas. }} * {{vCard | name = Carcass Island | type = island | wikidata = Q1035608 | description = Eine Besonderheit, da sie frei von Ratten und Katzen ist. Dadurch gibt es hier eine enorme Dichte an Singvögeln, die man sonst selten so nah erlebt. }} * {{vCard | name = New Island | type = island | wikidata = Q1968010 | description = Eine der abgelegensten Inseln im Westen mit spektakulären Klippen und einer alten Walfangstation. }} * {{vCard | name = ​West Point Island | type = island | wikidata = Q1890823 | description = Bekannt für die riesigen Kolonien von Felsenpinguinen und Albatrossen. }} * {{vCard | name = ​Jason Islands | type = island | wikidata = Q1683932 | description = Eine Kette von Inseln im äußersten Nordwesten. Sie beherbergen eine der weltweit größten Kolonien von Schwarzbrauenalbatrossen. }} * {{vCard | name = ​Kidney Island | type = island | wikidata = Q24571551 | description = Eine winzige Insel in der Nähe von Stanley, die nur mit Sondergenehmigung besucht werden darf, um die dortigen Pinguine und das dichte Tussock-Gras zu schützen. }} == Städte == [[File:Aerial photo Port Stanley.jpg|thumb|Port Stanley]] Auf den Falkland-Inseln wohnen ca. 2500 Menschen, die über 60 Nationen zuzuordnen sind, die meisten davon in der Hauptstadt Stanley. * {{vCard | name = Stanley | type = city | wikidata = Q12245 | description = auf Ostfalkland ist das wirtschaftliche, kulturelle und administrative Zentrum. Rund 2.500 EW. (ca. 75 % der Gesamtbevölkerung). Eine Mischung aus britischem Küstenort und Pionier-Siedlung. Es gibt Schulen, ein Krankenhaus, Supermärkte, Regierungsgebäude und die gute Pubs. Fast alle touristischen Reisen beginnen und enden hier. }} * {{vCard | name = ​Mount Pleasant Complex | type = city | wikidata = Q2071294 | description = Diese britische Militärbasis beherbergt je nach Rotation zwischen 1.000 und 2.000 Personen und fungiert als der wichtigste internationale Luftverkehrsknotenpunkt der Inseln. }} * {{vCard | name = ​Goose Green | type = city | wikidata = Q1537762 | description = (Ostfalkland). Eine der größten ländlichen Farm-Siedlungen der Inseln, die vor allem durch die bedeutende Schlacht während des Konflikts im Jahr 1982 bekannt wurde. }} * {{vCard | name = Port Howard | type = city | wikidata = Q1754464 | description = Die größte Siedlung auf Westfalkland, die als zentraler Knotenpunkt für die Schafzucht der Westinsel dient und über ein eigenes kleines Kriegsmuseum verfügt. }} * {{vCard | name = ​Fox Bay | type = city | wikidata = Q3366786 | description = Einst ein bedeutendes regionales Zentrum in Westfalkland, besteht diese Siedlung heute aus zwei Teilen (East und West) und dient als ruhiger Stützpunkt für die Landwirtschaft. }} * {{vCard | name = ​Pebble Island Settlement | type = city | wikidata = Q7158515 | description = Eine kleine, privat geführte Siedlung auf der gleichnamigen Insel, die primär von der Schafzucht und dem Tourismus in der örtlichen Lodge lebt. }} * {{vCard | name = ​Carcass Island Settlement | type = city | wikidata = Q7230840 | description = Ein winziger Weiler, der für seine üppigen Gärten und die Gastfreundschaft bekannt ist, während die umliegende Natur völlig frei von eingeschleppten Raubtieren blieb. }} == Hintergrund == [[File:Falklandschlacht.jpg|thumb|upright|Falklandschlacht am 8. Dez. 1914, bei der das deutsche Ostasiensquadron unter Admiral Spee vernichtet wurde.]] [[File:3253-pebble-rockhopper_RJ.jpg|thumb|Felsenpinguin auf [[Pebble Island]].]] Die Falklandinseln sind ein britisches Überseeterritorium. Als ''Islas Malvinas'' von [[Argentinien]] beansprucht, waren sie 1982 Schauplatz eines Waffengangs zwischen beiden Ländern. Obwohl sie bereits 1592 von einem englischen Seefahrer entdeckt wurden, fand der erste Landgang erst 100 Jahre später, im Jahre 1690 statt. Die erste Siedlung entstand nicht durch die Engländer, sondern durch die Franzosen. Zwei Jahre später wurden die Inseln an die Spanier abgetreten. Seitdem waren die Inseln immer wieder Gegenstand von Gebietsstreitigkeiten, zuerst zwischen England und Spanien, dann zwischen England und Argentinien. 1833 behauptete Großbritannien durch Errichtung einer Marinebasis seinen Anspruch. Am 2. April 1982 besetzte Argentinien die Inselgruppe und begann damit den [[w:Falklandkrieg|Falklandkrieg]]. Sieben Wochen später antworteten die Briten mit einem militärischen Gegenschlag, der zum Abzug der Argentinier am 14. Juni 1982 und mittelbar zum Sturz der argentinischen Militärjunta führte, die sich von einem erfolgreichen Krieg eine Steigerung ihres Ansehens erhofft hatte. Seit 2009 hat man eine neue Verfassung, die den Gouverneur verpflichtet dem gewählten Gremium mehr Beachtung zu schenken. Zugleich wurden die Niederlassungsrechte für Commonwealth-Bürger, die nicht echte Briten sind, stark eingeschränkt. Die '''Wirtschaft''' der Falklandinseln basierte früher auf der Landwirtschaft (hauptsächlich Schafzucht), heute ist der wichtigste Erwerbszweig jedoch die Fischerei. Inbesondere die Lizenzvergabe an ausländische Fischfangunternehmen, die in den fischreichen Gewässern um die Falklandinseln operieren. Mit 75&#x202F;% Anteil am Gesamtertrag bilden Tintenfische den größten Anteil in diesem Erwerbszweig. Die Lizenzvergabe bringt der Inselgruppe jährlich 40 Mio $. Landwirtschaftliche Aktivitäten beschränken sich auf die Selbstversorgung, lediglich hochwertige Schafwolle wird exportiert. Bei Untersuchungen wurden Erdölvorkommen in der 200-Meilenzone rund um die Inseln entdeckt. Aber bisher hat eine Förderung noch nicht stattgefunden. Ein weiteres wichtiges wirtschaftliches Standbein ist die Präsenz des britischen Militärs. Der '''Tourismus''' wird stark gefördert und nimmt stark zu - 2025 gab es 70000 Touristen, die meisten davon kamen für Tagesaufenthalte mit Kreuzfahrtschiffen. Pauschalreisen für mehrtägige oder -wöchige Aufenthalte sind verfügbar, aber sehr teuer. Für Individualreisende auf eigene Faust sind die Inseln ein riskantes Ziel, wenn man keine großzügigen Zeit- und Geldreserven hat (siehe dazu unter "Anreise"). Obwohl man Inlandsflüge und Unterkünfte auf eigene Faust buchen kann, werden Individualreisenden vom Tourismussektor vernachlässigt und gegenüber Tagesbesuchern sogar gezielt benachteiligt (z.B. beim Museumseintritt). Die '''Hauptsaison''' ist vom November bis zum März, das Angeln von Meerforellen ist aber besser außerhalb der Saison. Reisende besuchen die Inseln meist wegen der landschaftlichen Schönheit und Unberührtheit der Inseln, sowie deren Flora und Fauna. Die Tierwelt besteht hauptsächlich aus Vögeln und Meerestieren. Dazu gehören fünf Pinguinarten, vier Seehundarten, Albatrosse, die Versicolorente, Geierfalken und der Falklandpieper, der nur hier und auf einigen Inseln um das [[Kap Horn]] zu finden ist. Tümmler und Delfine lassen sich oft beobachten, auch Wale sind gelegentlich zu sehen. [[File:2884-saunders-landscape_RJ.jpg|thumb|“The Neck” auf Saunders Island.]] Die '''Landschaft''' ist felsig und hüglig, teilweise finden sich auch Moraste. Torf ist auf der ganzen Insel zu finden und stellt ein hohes Gefahrenpotential für Schwelbrände dar, die monatelang anhalten können. Die stark zerklüftete Küste bietet viele Naturhäfen. Die höchste Erhebung der Inseln ist der 705 Meter hohe ''Mount Usbourne.'' * {{vCard|type=tourist information |name=Falkland Islands Tourism |address=Jetty Visitor Centre, Stanley |phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long= |lastedit=|description=}} * {{vCard|type=government |name=Falkland Islands Government Office |address=Falkland House, 14 Broadway, Westminster, London, SW1H 0BH |phone=|email=|fax= |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} == Anreise == Bürger der Europäischen Union, EFTA, der europäischen Kleinstaaten und solche mit britischem Pass sowie Argentinier benötigen zur Einreise kein Visum. <br /> Alle Besucher der Falklandinseln müssen bei Einreise ein Rückreiseticket, Unterkunft und einen Nachweis über ausreichende Geldmittel vorweisen. Eine Kreditkarte wird als Beweis für vorhandene Mittel akzeptiert. Bei der Abreise wird für die Passagiere, die mit LATAM fliegen, eine Gebühr von £ 40 erhoben (Kreditkartenzahlung möglich). === Mit dem Flugzeug === Der Hauptflughafen ist {{marker|type=airport|name=Mount Pleasant|wikidata=Q2071294 | show = copy }}, der gleichzeitig eine Militärbasis ist. Der einzige internationale Flugbetreiber ist die chilenische ''LATAM'' mit einem Flug pro Woche, jeweils am Samstag von [[Santiago de Chile|Santiago]] über [[Punta Arenas]]. Einmal im Monat macht dieser Flug auch einen Zwischenstopp in [[Río Gallegos]]. Der LATAM-Flug von und nach den Falkland-Inseln kann mehrere Tage verspätet sein. Dafür gibt es drei Gründe: Erstens ist der Flughafen Mount Pleasant häufig von gefährlichen Fallwinden betroffen. Zweitens weigert sich das britische Militär, zwei Passagierflüge kurz hintereinander abzufertigen: Wird ein Flug aus Brize Norton erwartet, darf LATAM nicht landen. Drittens reagiert LATAM äußerst schwerfällig auf diese sich ständig ändernden Bedingungen. Flugpläne und bestätigte Flugbuchungen sind völlig unverbindlich. Jeder LATAM-Flug wird als Einzelereignis behandelt. Wer also Flüge für einen zweiwöchigen Aufenthalt auf den Falklands gebucht hat, muss darauf vorbereitet sein, nur eine Woche oder bis zu drei Wochen auf den Inseln zu verbringen. Zeit- und Geldreserven für derartige Verzögerungen sind unbedingt einzuplanen, weil LATAM bei allen Flugverspätungen, die die Fluggesellschaft höherer Gewalt zurechnet, keinerlei Betreuungsleistungen erbringt oder Entschädigungen zahlt. Die britische ''Royal Air Force'' (RAF) fliegt zivile Fluggäste ab dem Flughafen Brize Norton ([[Oxfordshire]]) jeden Mittwoch und Sonntag auf die Falklands. Der Rückflug startet dann jeweils am Dienstag und Freitag. Die Flugzeit beträgt etwa 20 Stunden und beinhaltet einen Zwischenstop auf [[Kap Verde]], wo man auch ein paar Tage verbringen kann, wenn man möchte. Der Preis für ein Hin- und Rückflugticket beträgt über 2200 £. Anfragen richtet man am Besten an das Londoner Büro der Falklandinseln, das telefonisch unter +44 20 7222 2542 erreichbar ist. Die Ankunft oder der Abflug am Flughafen Mount Pleasant sind keine angenehme Erfahrung. Vier Jahrzehnte nach der Flughafeneröffnung sieht das Passagierterminal immer noch aus wie ein hastig zusammengezimmerter, provisorischer Militärstützpunkt. Es ist beengt, ungemütlich und es gibt fast keine Passagier-Infrastruktur. Rechnen Sie damit, aus Stanley bereits 6 bis 7 Stunden vor Abflug zum Flughafen aufbrechen zu müssen. Das Flughafenpersonal ist nicht unhöflich, aber es herrscht durchaus ein ruppiger Kasernenton vor. Wenn Ihr Handgepäck für eine manuelle Prüfung ausgewählt wird, machen sie sich auf eine penible Untersuchung gefaßt. Touristen werden strenger überprüft als Einheimische. Die Kontrolleure verrichten ihren Dienst streng nach Vorschrift: Wenn man Pech hat, wird jede Münze in der Geldbörse prüfend umgedreht, jede Batterie in isolierendes Klebeband gewickelt, die Zahnpastatube mißtrauisch durchgeknetet, jedes Buch durchgeblättert und jedes noch so winzige Fläschchen mit Flüssigkeitsinhalt aufgeschraubt, um daran zu riechen. Der Flughafen ist 56&#x202F;km von Stanley entfernt. Die Falkland Island Tours & Travel (Tel. 21775, [mailto:fitt@horizon.co.fk fitt@horizon.co.fk]) bietet einen Shuttle-Bus an, der bei allen Landungen bereit steht und 22&#x202F;£ pro Person kostet. Taxis können ebenfalls Reisende zum und vom Flughafen bringen. Eine Buchung ist auch vor Ort im FITT-Büro (nahe Stanley's Motel) möglich. === Mit dem Schiff === Während des ganzen (Süd-)Sommers legen im Hafen von [[Stanley]] Kreuzfahrtschiffe an. Einige Schiffe steuern auch die abgelegenen Inseln an. == Mobilität == [[File:Britten-Norman Islander aircraft of the Falkland Islands Government Air Service (FIGAS) on the compacted gravel airstrip at Sea Lion Island, 2004.jpg|thumb|FIGAS-Flugzeug auf der Start- und Landebahn von [[Sea Lion Island]].]] Der '''Flugverkehr''' zwischen den Inseln wird von dem Falkland Islands Government Air Service (FIGAS) gewährleistet. Bei dem Flugzeugen handelt es sich um fünf zwischen 1986 und 1992 in Dienst gestellte ''Britten Norman Islander,'' die in der Lage sind, bis zu acht Passagiere samt Pilot zu transportieren. Die Passagierzahl kann jedoch von der Qualität der Landebahn abhängen. Außerhalb von Stanley und Mt. Pleasant bestehen die Landebahnen nur aus unbefestigten Pisten oder Grasebenen. Vor dem Start/vor der Landung können außerdem Verzögerungen auftreten, wenn sich Vieh auf der Landebahn befinden. Preise und Kontaktinformation findet sich auf der [https://www.fig.gov.fk/figas/ FIGAS-]Webseite der Regierung. Für einen einfachen Flug müssen (Stand 2019) zwischen £ 40 und £ 200 bezahlt werden, die Preise orientieren sich an der Flugdistanz. FIGAS bietet zudem die Möglichkeit, die Passagiere direkt nach der LATAM-Ankunft weiterzufliegen oder vor dem Abflug zum Flughafen Mt. Pleasant. Allerdings fallen die Preise für diesen Service bis zu drei mal so hoch aus wie bei einem regulären Flug. == Sprache == Die offizielle Sprache ist [[Sprachführer Englisch|Englisch]]. == Einkaufen == Die offizielle Währung ist das Falkländische Pfund (FKP). Diese Währung ist 1:1 an das Britische Pfund gekoppelt. Geld kann in Stanley in der einzigen Bank der Inseln getauscht werden - Standard Chartered gegenüber vom FIC West Store. Überall auf den Inseln wird jedoch auch das Britische Pfund akzeptiert, in Stanley zusätzlich Kreditkarten und US-Dollar. Auf den abgelegenen Inseln werden Kreditkarten höchstwahrscheinlich nicht genommen. Es ist daher ratsam, sich vorher bei den Eigentümern über die Zahlungsmethoden zu informieren. In Stanley gibt es zwei große Supermärkte (West Store und Chandlery Supermarkt) sowie ein paar kleinere Shops. Vor der Rückreise sollte man auf jeden Fall falkländische Pfund zurücktauschen, da es nahezu unmöglich ist, falkländische Währung außerhalb der Inseln zu wechseln. Numismatiker oder Souvenirjäger bekommen druckfrische FKP-Banknoten (aber keine Münzen) bei der ''Treasury'' in Stanley (Thatcher Drive). Man muss 24 Stunden im Voraus bestellen und den Nennwert plus 20% Gebühr (!) bar in britischen Pfund bezahlen. Es gibt einen Geldautomat in der Tankstelle, Stanley Services & Convenience Store, an der Airport Road. Dort kann man mit Kreditkarte Falklandpfund abheben. == Küche == Die Küche auf den Falklands besteht vorrangig aus britischem Essen, sei also auf charakterloses und manchmal geschmackloses Essen gefasst. Gourmets sollten jedenfalls für sich selbst kochen. Während die Preise für fast alles durch hohe Importkosten sehr teuer sind, sind alkoholische Getränke gänzlich steuerfrei und damit preislich relativ akzeptabel. Kneipen und Unterkünfte bieten eine große Auswahl an alkoholischen Getränken. == Unterkunft == In Stanley gibt es zahlreiche ''Bed and Breakfasts,'' aber auch eine Handvoll Hotels. Die Gebäude sind oft älter und die herzliche Gastfreundschaft scheint aus längst vergangenen Zeiten zu stammen. Außerhalb von Stanley reichen die Übernachtungsmöglichkeiten vom einfachen Farmhaus bis zu Häusern, die extra für den Tourismus gebaut worden sind. Viele Übernachtungsmöglichkeiten setzen Selbstversorgung voraus und öffnen nur von Oktober bis März. Auf dem Land ist es zwingend erforderlich, vorher zu buchen. In Stanley ist es möglich, ohne vorherige Reservierung eine Übernachtung zu finden; Reservierungen sind jedoch auch hier empfohlen. Das Preisniveau ist hoch. Für ein Doppelzimmer werden (Stand 2020) zwischen £ 50 und £ 340 fällig. Buchungen sind in der Regel telefonisch und per E-Mail möglich. Begehrte Unterkünfte können vor allem in der Hauptsaison mehrere Monate im Voraus ausgebucht sein. == Arbeiten == Alle Angehörigen fremder Nationalität müssen eine Arbeitserlaubnis beantragen. Weitere Informationen sind [http://www.falklands.gov.fk/workpermit.htm hier] erhältlich. == Feiertage == * der Geburtstag der Queen am 21. April * Tag der Befreiung am 14. Juni (1982) * Battle Day, 8. Dezember == Sicherheit == Verbrechen sind auf den Inseln relativ unbekannt, obwohl man auch hier grundsätzliche Vorsichtsmaßnahmen einhalten sollte. Persönliche Sachen sollten nicht unbeaufsichtigt bleiben, außerdem sollte man spät in der Nacht nicht alleine unterwegs sein. Bei Problemen ist die Polizei definitiv hilfreich. Landminen und Blindgänger aus dem Konflikt von 1982 sind immer noch vorhanden, vor allem in der Gegend von [[Fox Bay]] und [[Goose Green]]. Es ist jedoch höchst unwahrscheinlich, dass ein Fremder eine finden wird. Falls dies doch der Fall ist, sollte die Landmine (selbstverständlich) nicht berührt und die Verwaltung informiert werden. Es sollte außerdem beruhigend sein, dass seit dem Krieg keine Zivilisten von einer Landmine getötet oder verletzt wurden. Viele Tiere können gefährlich werden, wenn ihnen der Fluchtweg versperrt wird, oder sie Junge haben. Seeelefanten und Seelöwen sind die gefährlichsten - halte eine sichere Distanz ein, wenn du diese Tiere siehst. Eine generelle Regel lautet, dass du zu nahe bist, wenn ein Tier dich bemerkt. Die Falklandinseln, weit im Süden gelegen, werden von August bis Dezember vom Ozonloch belastet. An sonnigen Tagen ist die Sonnenbrandgefahr dann um ein beträchtliches Maß höher und man sollte unbedingt Sonnencreme benutzen. In den anderen Monaten schrumpft das Ozonloch wieder; dann ist die Gefahr nicht höher als in anderen Teilen der Erde. == Gesundheit == Besondere medizinische Vorsorge ist für einen Besuch der Inseln nicht notwendig. In Stanley gibt es ein [[Stanley#Gesundheit|Krankenhaus]], außerhalb der Stadt bist du jedoch selbst für deine Gesundheit verantwortlich. Bei schweren Unfällen ist der Abtransport mit dem Hubschrauber sehr teuer, möglicherweise wird man sich auch vorher erkundigen, ob du eine Reiseversicherung abgeschlossen hast, damit die Kosten für den Abtransport gedeckt sind. == Klima == Auf vielen Teilen der Inseln existieren starke und beständige Westwinde. Im Südosten ist die Regenwahrscheinlichkeit höher, während die westlichen Inseln einen geringen jährlichen Niederschlag vorzuweisen haben. Die Temperaturen sind kühl, Schnee kann außer im Januar und Februar fast immer fallen, obwohl nur wenig Schnee liegen bleibt. Die meisten Besucher kommen deswegen zwischen November und März. Die Falklandinseln sind Opfer des antarktischen Ozonlochs, deswegen ist es besonders im Frühling ratsam, Sonnencreme aufzutragen. == Respekt == Aufgrund britischer Wurzeln sind Traditionen und Brauchtümer auf den Inseln ähnlich denen des [[Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreiches]]. In vieler Weise sind die Inseln jedoch konservativer als das Mutterland. Drogen werden nicht toleriert, außerdem sollten sich Besucher der Tatsache bewusst sein, dass viele Einheimische seit dem Krieg von 1982 immer noch misstrauisch gegenüber Argentiniern sind. Zusätzlich existiert ein „Ländercode", der von den Besuchern eingehalten werden sollte: * Immer um Erlaubnis bitten, bevor man Privatland betritt. * Sich auf Fußwegen halten, wo es möglich ist. Tore so lassen, wie man sie vorgefunden hat. * Es besteht hohes Feuerrisiko. Besonders beim Rauchen darauf achten; Zigarettenkippen sollte man nicht wegwerfen, sondern mitnehmen. * Keine Abfälle hinterlassen, eigenen Müll wieder in die Unterkunft zurücknehmen. * Keine Felsen oder Gebäude verunstalten. * Keine Vögel oder andere wilde Tiere anfassen, verletzen oder töten. * Niemals wilde Tiere füttern. * Tieren nicht den Weg verstellen und nicht den Weg für Seevögel zwischen dem Strand und ihren Kolonien blockieren. * Einige Pflanzen sind geschützt und sollten daher nicht gepflückt werden. * Fischbein, Schädel, Eier oder ähnliches sollten nicht ausgeführt werden. == Praktische Hinweise == Die Post ist auf den Inseln ziemlich zuverlässig. Briefe können in Stanley und den meisten anderen Siedlungen einfach verschickt werden. Die Hauptpost befindet sich im Zentrum von Stanley, gegenüber dem FIC West. Der Monopolist ''Sure'' (vormals ''Cable & Wireless'') betreibt Festnetz- und Mobiltelephonie sowie Internet (als „Breitband“ gilt 5 Mb/s), letzteres mit Volumenbeschränkung. Das einzige Prepaid-Mobilangebot kostet (Alle Preise 2018) 30&#x202F;£ Grundgebühr davon 10&#x202F;£ Guthaben (gültig 60 Tage), 15 p/Min. lokal, 90 p/Min. Auslandsgepräche. Daten 12 p/MB. Man verkauft Telefonkarten, die in den neun noch bestehenden (anrufbaren) Telephonzellen in Stanley benutzt werden können. Internationale Telefonate kosten extrem teure 90 p/Min. == Literatur == == Weblinks == <!-- geprüft 2018-08-17 --> * [https://www.latam.com/de_de/ Latam Airlines], direkte online-Buchung 2018 nicht möglich * [https://www.falklandislands.com/ Falkland Islands Tourist Board] * [https://www.falklands.gov.fk/ Regierungsseite der Falklandinseln] * [https://www.falklands-museum.com/ Museum der Falklandinseln] * [https://www.raf.mod.uk/our-organisation/stations/raf-brize-norton/flying-info/passenger-information/ “Passenger Information”] der RAF {{GeoData| lat=-51.79625 | long=-59.52361 | radius= }} {{IstInKat|Südamerika||Vereinigtes Königreich}} {{class-3}} 9vpbeu2xvd26li0g28mcl8en4vzzrik Kanada 0 4213 1804825 1774650 2026-09-18T13:10:56Z Wowo2024 53507 Artikel erweitert +Marker. 1804825 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Land | Religion=Römisch-Katholisch 46&#x202F;%, Protestantisch 36&#x202F;%, andere 18&#x202F;% | Zeitzone=UTC-2,5 &ndash; UTC-8 }} '''Kanada''' ist ein Staat in [[Nordamerika]]. Er ist nach [[Russland]] flächenmäßig das zweitgrößte Land der Erde. Einzige Landgrenze ist im Süden und im Nordwesten die Grenze zu den [[Vereinigte Staaten von Amerika|Vereinigten Staaten]], die gleichzeitig die längste Landgrenze der Welt ist. {{Marker | name =Kanada | type =country | wikidata =Q16}} ist ein beliebtes Touristenziel und eines der wohlhabendsten Länder der Welt. Seine unendliche, unberührte Landschaft sowie seine kulturellen Eigenheiten sind weit bekannt. == Klima, Flora und Fauna == [[Datei:Indian2.jpg|mini|Indian Summer]] Wer in Kanada lebt, muss den Winter mögen. Im Norden ist das Permafrost-Gebiet, hier leben nur einzelne Ureinwohner-Stämme, die über Kleinflugzeuge versorgt werden. Im Süden beginnt die Touristen-Saison im Mai. Juni bis August ist kommen vor allem Camper, die sich Wohnmobile mieten und Rucksack-Touristen, die wandern oder mehrere Tage mit Booten unterwegs sein wollen. Im September endet die warme Zeit. Der sehr lange Winter dauert von Oktober bis April mit extremen Temperaturen und viel Schnee. Allerdings darf nicht ganz Kanada mit polarem oder subpolarem Klima assoziiert werden. Der Süden Kanadas wie {{Marker | name =Vancouver | type =city | wikidata =Q24639 | show =copy}} liegt auf der Höhe von [[Mainz]], in {{Marker | name =Kamloops | type =city | wikidata =Q473209}} kann es im Sommer über 30&#x202F;°C werden. Das Klima Kanadas ist aufgrund der enormen Landmasse sehr unterschiedlich (die größte Nord-Süd-Ausdehnung beträgt ca. 4500&#x202F;km während die Ost-West-Ausdehnung ca. 5000&#x202F;km beträgt). In den nördlichen Inselgebieten herrscht das ewige Eis. Weiter südlich lässt das Klima einige Sträucher zu. Ein „angenehmes“ Klima ist erst im Osten, ab dem 50., und im Westen ab dem 55. Breitengrad anzutreffen. Die Winter sind, bis auf einige Täler im Süden British Columbias und an der Westküste, im gesamten Staatsgebiet eisig kalt. Hinzu kommen die berüchtigten Blizzards die ganze Landstriche unter einer meterhohen Schneedecke begraben (treten nur im mittleren Westen und im Osten auf). '''''Klimaerläuterung zu den Gebieten südlich der oben genannten Breitengrade!''''' '''Das Klima im Westen''': Am [[Pazifischer Ozean|Pazifik]] herrscht ozeanisches Klima, mit milden Wintern und kühlen Sommern. Regen fällt hier das ganze Jahr hindurch. Im Landesinneren ist es kontinental, mit zum Teil extremen Temperaturschwankungen zwischen Sommer und Winter, es regnet hier auch weniger als an der Küste. In den nördlichen Gebieten und ab einer Höhe von 700&#x202F;m (im Süden) sind die Winter eisig kalt (Temperaturen bis -30&#x202F;°C keine Seltenheit). Im Sommer kann es auch hin und wieder heiß werden, nachts kühlt es jedoch stark ab. In den südlichen Tälern [[British Columbia]]s ist es erstaunlich mild. Die Winter sind ähnlich kalt wie in Bayern, im Sommer ist es jedoch um einiges wärmer und vor allem auch sonniger. Eine klimatische Besonderheit stellt das Tal um die Stadt [[Osoyoos]] dar (Grenze zur [[Vereinigte Staaten von Amerika|USA]]), hier gibt es die einzige Wüste Kanadas mit Kakteen und Klapperschlangen inklusive. '''Das Klima des mittleren Westen''': Da es hier keine nennenswerte Gebirge gibt welche die Winde aufhalten und die Nähe zum Meer auch fehlt, ist die Temperaturspanne zwischen Sommer und Winter sehr groß. Die Winter sind lang und kalt, Temperaturen von -35&#x202F;°C gibt es in dieser Region regelmäßig. Der Sommer ist kurz. Die Temperaturen können in dieser Zeit auch hin und wieder die +35&#x202F;°C Marke erreichen. Niederschlag fällt bevorzugt in den Sommermonaten. '''Das Klima im Osten''': In dieser Region ist das Klima sehr unterschiedlich, bedingt durch die Nähe zum [[Atlantischer Ozean|Atlantik]] und den [[Große Seen|Great Lakes]]. Der Einfluss des Atlantiks auf die Küstennahen Gebiete ist unverkennbar. Im Winter ist es am Atlantik nicht ganz so kalt wie im Landesinneren, dafür ist es im Sommer um einige Grade kühler. Das Landesinnere ist durch starke Kontraste geprägt (im Winter ist es weniger kalt als im mittleren Westen). Die Sommer sind lang und warm. Im Bereich der Großen Seen ist das Klima milder, besonders im Herbst wo die Landfläche stark abkühlt und die Seen als Wärmespeicher dienen. Längere Trocken bzw. Feuchtperioden können zu jeder Jahreszeit auftreten. Die Winter können durch die Nähe der großen Seen sehr schneereich werden. In der Wildnis Kanadas leben über 200 Säugetierarten, darunter drei der acht Bärenarten (Grizzly-, Schwarz- und Polarbär). Weitere Arten sind Biber, Bison, Elch, Fuchs, Karibu, Wapiti, Waschbär und Wolf. Unter den über 5.300 Pflanzenarten gibt es etwa 140 Baumarten (Koniferen- und boreale Wälder). Etwa 450 Vogelarten können beobachtet werden. Über 1.200 Arten von Fischen (Süßwasser- und Meeresfische) sind zu verzeichnen, von denen 6 Lachsarten (fünf Pazifische und eine Art Atlantischer Lachs) hervorzuheben sind. Rund 39&#x202F;% der Landesfläche entfallen auf Waldgebiete - mit sinkender Tendenz. Typische Wälder des Nordens mit Permafrost-Boden sind die „betrunkenen Wälder“ ({{enS|''drunken forests''}}), wo die Bäume wegen der temperaturbedingten Bodenverschiebungen nicht gerade wachsen. == Regionen == === Geografische Gliederung === {{Region List | title = Die Reiseregionen Kanadas | map = Canada provinces Regionl.png | {{Region Item | color = #FF0000 | name = Atlantische Provinzen | description = Die Atlantikprovinzen befinden sich im Osten des Landes. |Nova Scotia|New Brunswick|Neufundland und Labrador|Prince Edward Island}} | {{Region Item | color = #FF1493 | name = Québec (Provinz){{!}}Québec | description = Québec ist die flächengrößte Provinz Kanadas. Nunavut ist zwar größer, aber keine Provinz. }} | {{Region Item | color = #00FF00 | name = Ontario | description = Ontario schließt sich in Richtung Westen an und ist die bevölkerungsreichste und wirtschaftlich wichtigste Provinz. }} | {{Region Item | color = #FFA54F | name = Prärieprovinzen |Alberta|Manitoba|Saskatchewan}} | {{Region Item | color = #1E90FF | name = British Columbia | description = British Columbia bildet die kanadische Westküste.}} | {{Region Item | color = #FFFF00 | name = Kanada/Norden{{!}}Norden | description = Die Territorien im Norden des Landes sind direkt der Bundesregierung unterstellt und bilden keine eigenständigen Provinzen. Es besteht aus drei Territorien, [[Yukon|Yukon-Territorium]], [[Nordwest-Territorien]], [[Nunavut]] (Iqaluit)}} }} === Politische Gliederung: Provinzen und Territorien === {| class="wikitable" style="padding:1em; vertical-align:top; border:2px;" |- ! [[w:Provinz|Provinz / Territorium]] ! Hauptstadt |- | {{Marker | name =Alberta | type =region | wikidata =Q1951}} || {{Marker | name =Edmonton | type =city | wikidata =Q2096 | show =copy}} |- | {{Marker | name =British Columbia | type =region | wikidata =Q1973}} || {{Marker | name =[[Victoria (British Columbia)|Victoria]] | type =city | wikidata =Q2132 | show =copy}} |- | {{Marker | name =Manitoba | type =region | wikidata =Q1948}} || {{Marker | name =Winnipeg | type =city | wikidata =Q2135 | show =copy}} |- | {{Marker | name =Neufundland und Labrador | type =region | wikidata =Q2003}} || {{Marker | name =[[St. John's (Neufundland)|St. John's]] | type =city | wikidata =Q2082 | show =copy}} |- | {{Marker | name =New Brunswick | type =region | wikidata =Q1965}} || {{Marker | name =Fredericton | type =city | wikidata =Q2138}} |- | {{Marker | name =Nordwest Territorien | type =region | wikidata =Q2007}} || {{Marker | name =Yellowknife | type =city | wikidata =Q2061}} |- | {{Marker | name =Nova Scotia | type =region | wikidata =Q1952}} || {{Marker | name =Halifax | type =city | wikidata =Q2141 | show =copy}} |- | {{Marker | name =Nunavut | type =region | wikidata =Q2023}} || {{Marker | name =Iqaluit | type =city | wikidata =Q2030}} |- | {{Marker | name =Ontario | type =region | wikidata =Q1904}} || {{Marker | name =Toronto | type =city | wikidata =Q172 | show =copy}} |- | {{Marker | name =Prince Edward Island | type =region | wikidata =Q1978}} || {{Marker | name =Charlottetown | type =city | wikidata =Q2127}} |- | {{Marker | name =Quebec | type =region | wikidata =Q176}} || {{Marker | name =[[Québec|Quebec City]] | type =city | wikidata =Q2145 | show =copy}} |- | {{Marker | name =Saskatchewan | type =region | wikidata =Q1989}} || {{Marker | name =Regina | type =city | wikidata =Q2123}} |- | {{Marker | name =Yukon | type =region | wikidata =Q2009}} || {{Marker | name =Whitehorse | type =city | wikidata =Q2055 | show =copy}} |} == Städte == {{mapframe | type= geoline | stroke= #FF0000 | stroke-width= 2 | stroke-opacity= 1 | id =Q16}} Im Folgenden ist eine Liste mit den auch für den Tourismus wichtigsten Städten aufgeführt. Weitere Städte können in den Regionsartikeln gefunden werden. * {{ Marker | name = Calgary | type= city | wikidata= Q36312 }} – fünftgrößte Stadt und schnell wachsend. * {{ Marker | name = Dawson City | type =city | wikidata =Q372324}} - Western-Stadt aus der Zeit des Goldrauschs am Klondike River. * {{ Marker | name = Edmonton | type= city | wikidata= Q2096 }} – Hauptstadt von [[Alberta]]. * {{ Marker | name = Halifax | type= city | wikidata= Q2141 }} – Hauptstadt von [[Nova Scotia]]. * {{ Marker | name = Montreal | type= city | wikidata= Q340 }} – die größte Stadt in [[Québec (Provinz)|Québec]], die zweitgrößte in Kanada und ein kulturelles Highlight. Weltausstellung 1967 und Olympische Sommerspiele 1976. * {{ Marker | name = Ottawa | type= city | wikidata= Q1930 }} – viertgrößte Stadt und Hauptstadt des Landes. Hochtechnologiestandort und Touristenmagnet. * {{ Marker | name = Québec | type= city | wikidata= Q2145 }} – Hauptstadt der [[Québec (Provinz)|gleichnamigen Provinz]]. * {{ Marker | name = Toronto | type= city | wikidata= Q172 }} – Kanadas größte Stadt und das wichtigste Wirtschaftszentrum. * {{ Marker | name = Vancouver | type= city | wikidata= Q24639 }} – schön gelegen und geschäftige Metropole an der Westküste. Drittgrößte Stadt Kanadas und Austragungsort der Olympischen Winterspiele im Jahre 2010. Zusammen mit Calgary das wirtschaftliche Zentrum im Westen. * {{ Marker | name = [[Whitehorse]] | type= city | wikidata=Q2055 }} – Hauptstadt des [[Yukon]]. * {{ Marker | name = Winnipeg | type= city | wikidata= Q2135 }} – Hauptstadt von [[Manitoba]]. Verkehrsknotenpunkt und „Tor zum Westen“ - im Grunde das kanadische Pendant zu [[Chicago]]. * {{ Marker | name = Victoria | type= city | wikidata= Q2132 }} – Hauptstadt der Provinz [[British Columbia]]; befindet sich auf Vancouver Island. * {{ Marker | name = St. John’s (Neufundland) | type = city | wikidata = Q2082 }} – Provinzhauptstadt der Provinz [[Neufundland und Labrador]], eine der ältesten europäischen Siedlungen Nordamerikas und östlichste Stadt Kanadas; befindet sich auf der Insel [[Neufundland]]. == Sehenswürdigkeiten == === Nationalparks === [[Datei:Niagarafälle.JPG|mini|hochkant|Die Niagarafälle gehören mit über 20 Millionen Besuchern jährlich zu den größten Touristenattraktionen der Welt. Die Grenze zwischen den USA und Kanada verläuft mitten durch den Fluss, und die kanadische Seite gilt als deutlich attraktiver.]] Es gibt 38 [[Nationalparks in Kanada]], unter anderem: * {{Marker | name =[[Banff-Nationalpark]] | type = national park | wikidata =Q41858}} * {{Marker | name =[[Glacier National Park (Kanada)]] | type = national park | wikidata =Q1161253}} * {{Marker | name =[[Jasper-Nationalpark]] | type = national park | wikidata =Q503429}} * {{Marker | name =[[Kootenay National Park]] | type = national park | wikidata =Q903323}} * {{Marker | name =[[Mount-Revelstoke-Nationalpark]] | type = national park | wikidata =Q862265}} * {{Marker | name =[[Waterton-Lakes-Nationalpark]] | type = national park | wikidata =Q902778}} * {{Marker | name =[[Yoho National Park]] | type = national park | wikidata =Q828404}} 10 weitere Nationalparks gelten als ''Reserves''. Weder Kanada noch die USA haben für die [[Niagarafälle]] einen Nationalpark. === Berge, Flüsse, Seen === Wichtigste Gebirge sind die {{Marker | name =Kanadischen Rocky Mountains | type =mountain range | wikidata =Q1353201}}, die sich über die Provinzen ''British Columbia'' und ''Alberta'' erstrecken. Höchster Berg hierin ist der {{Marker | name =Mount Robson | type =mountain | wikidata =Q1161258}} (3954&#x202F;m). Eine weitere mächtige Bergkette ist die {{Marker | name =Kluane Range | type =mountain range | wikidata =Q22544759}}, deren höchster Berg {{Marker | name =Mount Logan | type =mountain | wikidata =Q120306}} mit 5959 Metern auch der höchste Berg Kanadas ist. Der in Kanada entspringende, 3190&#x202F;km lange {{Marker | name =[[Yukon River]] | type =river | lat =60.5419 | long =-134.5192 | wikidata =Q104437}} ist ein wilder Strom wie man ihn sich für Nordamerika vorstellt. Auf ihm oder in seiner Umgebung können von Whitehorse oder Dawson City Kanufahrten oder [[Trekking]]-Touren unternommen werden. Längster Fluss Kanadas ist allerdings der 4241&#x202F;km lange {{Marker | name =Mackenzie River | type =river | wikidata =Q3411}}. Die beiden größten Seen Kanadas werden mit den USA geteilt. Es sind die zu den [[Große Seen|Großen Seen]] zählenden {{Marker | name =[[Oberer See]] | type =lake | wikidata =Q1066}} und {{Marker | name =[[Huronsee]]| type =lake | wikidata =Q1383}}. Vollständig zu Kanada gehört mit einer Fläche von 31.153&#x202F;km² der {{Marker | name =Große Bärensee | type =lake | wikidata =Q5525}}. === Regionalparks === Jede Region hat ihr eigenes Parksystem. Die Parks sind verschieden groß und verschieden gut zu erreichen. Der Sinn hinter den Parks ist verschieden. Einige sind nur zum Erholen gedacht, andere zum Erhalten der Flora und Fauna und manchmal auch einfach nur zum Schutz eines historischen Gebäudes. In Kanada gibt es mehr Regionalparks als Nationalparks, alleine in Ontario gibt es 270 solcher Parks. Einige Regionalparks haben Zeltplätze und andere nur Hygieneeinrichtungen. Der Eintrittspreis wird meistens erst beim Übernachten erhoben. Bemerkenswert ist, dass die rustikalen Toiletten an den Parkplätzen und Viewpoints sauber und gepflegt sind sowie stets mit Toilettenpapier und fast immer wasserfreier Seife ausgestattet sind und auch dem weiblichen Geschlecht mit höheren Ansprüchen gefallen. === Die fünf großen Seen und der Sankt-Lorenz-Strom === Der [[Eriesee]] (''Lake Erie''), der [[Huronsee]] (''Lake Huron''), der [[Michigansee]] (''Lake Michigan''), der [[Oberer See|Obere See]] (''Lake Superior'') und der [[Ontariosee]] (''Lake Ontario'') sind die fünf großen Seen ([[Große Seen|Great Lakes]]) im Süden Kanadas bzw. im Norden der USA. Sie repräsentieren allein 22 Prozent der Welt-Süßwasser-Vorräte. Die US-amerikanisch-kanadische Grenze verläuft mitten durch vier der fünf Seen, nur der Michigansee liegt vollständig in den USA. Die fünf Seen sind miteinander verbunden. Zwischen dem Eriesee und dem Ontariosee liegen die [[Niagarafälle]] bei [[Niagara Falls (Ontario)]]. Der Obere See ist der größte und etwa so groß wie Österreich, der Ontariosee ist der kleinste und etwa halb so groß wie die Niederlande. Aufgrund der großen Wassermengen haben die Seen einen ausgleichenden Effekt auf das Klima und die Temperatur der Umgebung. Die Winter werden nicht ganz so extrem kalt wie im Rest des Landes, die Sommer nicht ganz so heiß. Während alle anderen bedeutenden Flüsse Kanadas tendenziell von Nord nach Süd fließen und so im Frühjahr beispielsweise das Schmelzwasser aus den arktischen Gebieten abführen, fließt der Sankt-Lorenz-Strom ({{enS|''Saint Lawrence River''}}, {{frS|''fleuve Saint-Laurent''}}) leicht von Süden nach Norden, in erster Linie aber von West nach Ost. Er verbindet die fünf Seen mit dem Atlantik. Er ist auch eine wichtige Schifffahrtsstraße, durch ihn können Frachter vom Atlantik Waren bis in die Mitte des Kontinents transportieren. Im Fluss liegen nahe der Stadt [[Kingston (Ontario)]] die [[Thousand Islands]], eine Gruppe von 1793 kleinen und kleinsten Inseln, die eine oft besuchte Touristenattraktion sind und durch das ''Thousand-Islands-Dressing'' weithin bekannt wurden. === Reiserouten === * Der {{Marker | name =[[Alaska Highway]] | type =road | wikidata =Q628076}} - Die bekannte [[Panoramastraße]] beginnt in {{Marker | name =Dawson Creek | type =city | wikidata =Q1012625}} in der Provinz [[British Columbia]]. Von hier führt der 2.288&#x202F;km lange Highway durch die großartige Landschaft Nordamerikas und der [[w:Kanadische Rocky Mountains|kanadischen Rocky Mountains]] bis nach [[Delta Junction]] in [[Alaska]]. * Der {{Marker | name =[[Icefields Parkway]] | type =road | wikidata =Q1344271}} ist 233&#x202F;km lang, führt als Panoramastraße durch die kanadischen Rocky Mountains und verbindet die Touristen-Städte {{Marker | name =[[Banff]] | type =city | wikidata =Q58337}} und {{Marker | name =[[Jasper (Alberta)|Jasper]] | type =city | wikidata =Q999429}} mit den gleichnamigen Nationalparks. * Der {{Marker | name =[[Trans-Canada Highway]] | type =road | wikidata =Q1061576}} ({{RSIGN|CA/AB|H|1}}) - Mit 8.030 Kilometern der längste Highway Kanadas, der in West-Ost-Richtung verläuft. Er durchquert Kanada im Süden von West ([[Victoria (British Columbia)|Victoria]] auf [[Vancouver Island]]) bis nach [[St. John's (Neufundland)|St. John's]] auf [[Neufundland]] im Osten. Dabei passiert man alle großartigen Landschaften (z.&#x202F;B.&nbsp;die [[Rocky Mountains]] bei [[Banff]]) und kommt durch viele Großstädte wie z.&#x202F;B.&nbsp;Vancouver und Montreal. In Ost-Kanada führt er an den [[Große Seen|Großen Seen]] vorbei. Für diese Strecke sollte man mindestens vier Wochen Zeit einplanen. * Kürzere Fernstraßen wie der [[Yellowhead Highway]] durchqueren als [[Panoramastraße]]n mehrere Provinzen, auf dem [[Klondike Highway]] wird an die Zeit des Goldrauschs erinnert. * '''Der Osten''' - Diese Route startet an den Niagarafällen und führt über Toronto, Ottawa und Montreal nach Quebec. Diese Route führt durch das kulturelle Zentrum, sowie durch die bevölkerungsreichsten Regionen Kanadas. Außerdem kann man die wunderschönen [[w:Thousand Islands|"Thousand Islands"]] anschauen, sowie die beeindruckenden Landschaften der [[w:Laurentinische Berge|Laurentides]]. == Hintergrund == [[Datei:Konferenzzentrum Ottawa.JPG|mini|Das Konferenzzentrum in Ottawa war früher der Hauptbahnhof und hat auch für Deutschland eine wichtige Bedeutung: Hier wurde 1990 der 2+4-Vertrag ausgehandelt.]] [[Datei:Amtssitz des kanadischen Ministerpräsidenten.JPG|mini|Der offizielle Amtssitz des kanadischen Ministerpräsidenten. Vor ein paar Jahren hat es ein Eindringling bis in das Schlafzimmer geschafft und wurde von dessen Gattin mit einem Baseballschläger verprügelt. Tagelang wurde in Kanada danach diskutiert, was das Präsidentenehepaar im Schlafzimmer mit einem Baseballschläger macht. Staatsoberhaupt Kanadas ist de jure übrigens bis heute der jeweilige englische Monarch.]] Kanada ist ein Land, das durch beträchtliche Entfernungen und von einer reichen natürlichen Schönheit geprägt ist. Ökonomisch und technologisch ähnelt es seinem Nachbar im Süden, den Vereinigten Staaten. Kanada wurde 1867 vom britischen Parlament in Form einer Verfassung erstmals eine gewisse Eigenständigkeit zugesprochen, die seitdem beträchtlich gewachsen ist. Jedoch ist Kanada weiterhin ein Mitglied des Commonwealth of Nations. Von der Bevölkerung her eher ein mittelgroßes Land, hat sich Kanada auf internationaler Ebene Respekt für seine starken diplomatischen Fähigkeiten erworben. Innenpolitisch versucht das Land stattdessen durch Kompromisse in der kulturellen und sprachlichen mannigfaltigen Bevölkerung zu vermitteln. Dabei verteilen sich die progressiveren Kräfte (wie beim großen „Bruder“ im Süden) auf die küstennahen Regionen, während im Binnenland die konservativen Kräfte überwiegen. In den unterschiedlichen Regionen finden man ebenso viele Unterschiede wie Ähnlichkeiten. Die Sprache, die Kultur, die Küche und sogar die Geschichte variieren, je nachdem, wo man sich befindet. Die folgenden Informationen geben einen kurzen Überblick, aber man sollte sich trotzdem nach lokalen Besonderheiten erkundigen. Dar Name Kanada leitet sich vom Wort der Irokesen für Dorf ab. Als die Franzosen die erste Siedlung gründeten, luden die benachbarten Irokesen sie immer in ihre „Ansammlung von Hütten“ ein, in ihre ''Kanata''. Über die Zeit schliff sich das „T“ zu einem „D“ ab, ein Vorort von Ottawa heißt allerdings immer noch ''Kanata''. In einem so riesigen Land wie Kanada spielt die Natur eine wichtige Rolle. Kanada ist bekannt für seine riesigen Waldgebiete. Daher existiert eine große Holzindustrie. Mittlerweile achtet man in Kanada darauf, dass abgeholzte Gebiete wieder aufgeforstet werden. An den Küsten sind bedeutende Fischfanggebiete. In den arktischen Gebieten gibt es nur Eiswüste, sie sind fast unbewohnt. 90 Prozent aller Kanadier wohnen in einem Streifen von 350 Kilometern entlang der Grenze zu den USA, davon alleine 55&#x202F;% zwischen den Städten [[Québec]] und [[Windsor (Ontario)|Windsor]]. Die Prärie dazwischen ist kaum bewohnt. Es gibt auch eine immer stärker werdende Landflucht. In den Kleinstädten und Dörfern gibt es kaum Arbeit, viele ziehen in die Metropolen. Doch Kanada gehört zu den sieben großen Industrienationen. Toronto hat nach New York und Chicago die drittwichtigste Börse Nordamerikas. Unternehmen wie ''Bombardier Inc.'' sind weltbekannt. === [[Québec]] und (gegen) Kanada === [[Datei:Sankt-Lorenz-Strom bei Quèbec.JPG|mini|„Die Engstelle des Flusses“: Der ''Québec'' des Sankt-Lorenz-Stroms]] Eigentlich handelt es sich bei Kanada um zwei Länder, und beinahe wäre das auch wörtlich so gekommen. In der Sprache der Ureinwohner bedeutet Québec (gesprochen ''Kebek'') die „Stelle, an der sich der Fluss verengt“. Gemeint war der Sankt-Lorenz-Strom. An dieser Stelle bauten die Franzosen um ihren Anführer Samuel de Champlain die erste Siedlung auf dem nordamerikanischen Festland. Später wurde die ganze Provinz so genannt, die mehr als vier Mal so groß ist wie [[Deutschland]]. Nach mehreren Kriegen und Eroberungsversuchen durch die Briten fiel die französische Kolonie 1763 endgültig an Großbritannien. Die Briten gewährten Québec 1776, dass die dortigen Franzosen Sprache und Religion behalten durften, damit sie sich nicht den aufständischen Kolonien anschlossen, die später die USA gründeten. So ist bis heute Québec katholisch geprägt, der englische Teil Kanadas protestantisch. Beide Seiten bauten zahlreiche Kirchen in Städten und Dörfern, die Touristen als dankbare Fotomotive dienen. Offiziell ist Kanada heute zweisprachig - englisch und französisch. Allerdings achten die Einwohner Québecs intensiv darauf, dass möglichst nur französisch gesprochen oder geschrieben wird. Und selbst wenn Barack Obama persönlich in Québec aus dem Wagen steigen würde: Ganz sicher würde er zunächst auf Französisch begrüßt werden und erst nach einer englischen Erwiderung würde der Québecer völlig überrascht tun und auf Englisch umstellen. In den größeren Städten wie z.&#x202F;B.&nbsp;Montréal wird ein nicht-französischsprachiger Tourist keine Kommunikationsprobleme haben: oft reicht bereits ein Blick auf einen Stadtplan um von freundlichen Passanten erst auf Französisch, dann aber sogleich in englischer Sprache angesprochen zu werden. Auf dem Land kann nicht mehr davon ausgegangen werden, dass jeder auch Englisch spricht, denn es gibt dort viele Menschen, die überhaupt kein Englisch können und die Provinz in ihrem Leben nie verlassen. Überhaupt achten die Québecer sehr darauf, dass die Belange Québecs nur nicht zu kurz kommen. In jeder kanadischen Botschaft auf der Welt gibt es auch eine Vertretung Québecs. Führungen von Touristen dürfen nur von einheimischen Touristenführern durchgeführt werden, damit nichts „Falsches“ erzählt wird. Eine Gruppe von Touristen ist mit dem Französisch in Québec besonders unzufrieden: Die Franzosen! Beide Sprachen entwickelten sich auseinander und haben heute nicht mehr so viel miteinander zu tun. Mit Schulkenntnissen in Französisch hat man es in Québec nicht leicht. Franzosen sind oft unangenehm überrascht, dass sie nicht so perfekt verstehen und verstanden werden. [[File:Toronto Innenstadt.JPG|thumb|Der Unterschied zwischen dem englischen und dem französischen Teil wird nicht nur auf diesen Bildern deutlich: Die Skyline von Toronto …]] [[File:Geschäftsstraße in Quèbec.jpg|thumb|right|… und eine Einkaufsstraße in der Innenstadt von Québec.]] 1980 und 1995 gab es zwei Referenden in der Bevölkerung, ob Québec unabhängig werden soll. Stimmten bei der ersten Abstimmung noch knapp 60&#x202F;% für einen Verbleib in Kanada, war es 1995 gerade noch ein Prozentpunkt Vorsprung. In dieser Zeit gab es auch ziemliche Verstimmung zwischen beiden Bevölkerungsteilen. Im Zuge der Auseinandersetzungen verließen viele Firmen Québec und die Provinz kam in wirtschaftliche Probleme. Erst nach dem zweiten Referendum beruhigte sich die Lage und auch die Wirtschaftsentwicklung besserte sich. Trotzdem sind sich beide Landesteile nicht so wirklich grün, auch wenn es nicht gleich in Straßenkämpfe ausartet. Es gibt auch deutliche Mentalitätsunterschiede zwischen beiden Landesteilen. Aus Sicht eines Touristen wirkt vieles angenehmer in Québec. Salopp formuliert lebt man im englischen Teil, um zu arbeiten, während man im französischen Teil arbeitet um zu leben. Im hektischen, ziemlich amerikanisch wirkenden [[Toronto]] steht man als Tourist oft den Einheimischen im Weg, weil man so langsam ist. Im nur wenige hundert Kilometer entfernten [[Montreal]], der zweitgrößten, französischsprachigen Stadt nach Paris, stehen einem die Einheimischen im Weg, weil die zu langsam sind. Und obwohl beide Städte eine vergleichbare Skyline haben, fallen einem in [[Montreal]] die weithin sichtbaren Sex-Shops ins Auge, die es in den Straßenschluchten von [[Toronto]] so nicht gibt. Die Architektur in Québec ist ansprechender für das Auge und die Kultur des Essens wesentlich besser. Allerdings haben die ''Québécois'', wie sich manchmal selbst nennen, durchaus einen Hang zur Eigenbrödelei und zur Abgrenzung. === Die Ureinwohner === [[Datei:Indianischer Touristenshop.JPG|mini|Auch vom Andenkenverkauf an Touristen kann man leben - wenn das Reservat irgendwo liegt, wohin sich Touristen verirren.]] [[Datei:Zigaretten- und Benzinverkauf im Reservat.JPG|mini|left|Zigaretten- und Benzinverkauf im Reservat ist die Haupteinnahmequelle der Ureinwohner.]] [[Datei:Wohnhäuser im Reservat.JPG|mini|left|Der Schein trügt: Die Häuser sind wertlos und werden oft von zehn oder mehr Personen bewohnt. Und in diesem Reservat sieht es noch gut aus.]] So sehr sich Kanadier gerne von den US-Amerikanern unterscheiden möchten, im Falle der ''First Nations'', wie die amerikanischen Ureinwohner auch genannt werden, sind sie kaum besser. Während die Franzosen zuerst noch versuchten, Handel zu treiben, waren die Briten weniger zimperlich. Doch auch die Begegnung mit den Franzosen war für die Indianer verheerend. Viele starben an Krankheiten, auf die ihr Immunsystem nicht vorbereitet war. Später konnten es die Franzosen auch nicht vermeiden, sich in die Konflikte zwischen den verschiedenen Stämmen hineinziehen zu lassen. Es ist schon erstaunlich, dass ein Volk, das aus so vielen eingewanderten Ethnien zusammengesetzt ist, ausgerechnet mit den ursprünglichen Bewohnern so benachteiligend umgeht. Das ist aber oft der Fall (beispielsweise in Australien). Noch in den 1880er Jahren stellte die kanadische Verfassung fest, die Indianer seien Tiere. Später versuchte man, sie zu assimilieren, zu kanadisieren. Die Kinder wurden den Eltern weggenommen und in Internaten aufgezogen. Heute gibt man viel Geld dafür aus, die verloren gegangenen Sprachen zu erhalten. Etwa 800.000 Ureinwohner leben heute verteilt auf 2.400 Reservate. Im einzelnen Reservat leben immer nur einige hundert oder tausend von ihnen, man hat Angst, dass eine große Ansammlung bei Aufständen nicht mehr zu kontrollieren ist. Ihr Leben ist mehr schlecht als recht. Der Boden gehört ihnen nicht, auch nicht die Bodenschätze darunter. Darauf gebaute Häuser sind daher de facto wertlos. Bis heute bekommt bei zwei gleichwertigen Bewerbern eher der Nicht-Indianer den Job. In den meisten Reservaten lebt man vom Zigarettenschmuggel. Indianer zahlen bei Geschäften untereinander keine Steuern. Sie bekommen eine Karte, die sie als Ureinwohner ausweist. Wer steuerfrei Zigaretten oder Benzin kaufen will, wird gefragt, ob er eine solche hat, ein "Ja" als Antwort genügt. Damit wird dem Gesetz offiziell genüge getan, egal wie chinesisch, afrikanisch oder europäisch der Käufer aussieht. Die Polizei sieht dabei meist nur zu, zu groß ist die Gefahr von Aufständen bei einem systematischen Eingreifen. Die Kriminalitätsrate ist entsprechend hoch, Alkohol und Drogen weit verbreitet. Die Mohawk haben in [[Kahnawake]] ein Serverzentrum für Online-Glücksspiel eingerichtet, darüber laufen etwa 60 Prozent der weltweiten Online-Glücksspiele. Eigentlich ist es Gesetz, dass nur der Staat solche Glücksspiele betreiben darf. Aber die Mohawk argumentieren, dass ihr Reservat kein Teil von Kanada ist und sie keine Kanadier seien. Die Regierung scheut die direkte Konfrontation aus Angst vor Gewalt-Eskalation [https://www.sueddeutsche.de/panorama/indianer-macht-im-gluecksspiel-der-clou-des-manitu-1.998961-3]. === Kanada und die USA === [[File:Sainte-Anne-de-Beaupré.jpg|thumb|left|Kanadier fühlen sich oft hin- und hergerissen zwischen US-amerikanischem Kommerz und europäischer Kultur: Die Wallfahrtskirche ''Basilique de Sainte-Anne-de-Beaupré'' bei Québec (man beachte das Ahornblatt im McDonalds-Logo)]] [[File:Fussballspieler_vor_Parlament_in_Ottawa.JPG|thumb|right|Alles etwas entspannter: Fußballspielende Jungs vor dem Parlament in Ottawa. Auf dem Rasen des Weissen Hauses in Washington wäre dies unvorstellbar. US-Boys spielen schließlich keinen Fußball. Oder weshalb sonst?]] „Ein Kanadier ist ein US-Amerikaner mit Krankenversicherung.“ Mit Sprüchen wie diesen versuchen Kanadier das heute entspannte Verhältnis zum großen Bruder im Süden zu beschreiben. Das war nicht immer so. Der Landkrieg zwischen beiden Ländern 1812 bis 1814 war lange Zeit prägend. Kanada baute anschließend Verteidigungsanlagen an strategischen Punkten, die Kanonen immer ausgerichtet nach Süden. Auch die Hauptstadt-Frage wurde danach entschieden, dass sie nicht zu nah an der Grenze zu den USA liegt und dann zu schnell überrannt werden könnte. Doch am Ende gab es nie wieder einen bewaffneten Konflikt zwischen diesen beiden Ländern. Doch wie bei so vielen „kleinen“ Ländern reiben sie sich ständig am großen Nachbarn, versuchen sich abzugrenzen und ahmen dann doch so vieles nach. Besonders der englischsprachige Teil wirkt zuweilen als USA light, auch wenn die Kanadier das selbst nicht gerne hören. In der Skyline von Toronto kann man sich ernsthaft in New York wähnen. Nicht umsonst werden so viele US-Fernsehserien in Wirklichkeit in Toronto gedreht. Dennoch wollen Kanadier als solche wahrgenommen werden und nicht als US-Amerikaner. [[File:Kanadischer Schulbus.JPG|thumb|right|Amerikanischer geht es nicht, denkt man. Diese Art Schulbusse kennt man sonst nur aus US-Filmen und man sieht sie in ganz Kanada. Doch überrascht registriert man die Herstellermarke auf dem Kühlergrill.]] [[File:Martello Turm.JPG|thumb|right|Ein sogenannter Martello Turm aus dem 19. Jahrhundert. Wie hier bei Quèbec befinden sich zahlreiche solcher Verteidigungsanlagen an der US-Kanadischen Grenze. Zum Kampfeinsatz kamen sie dann nie.]] Unterm Strich kann man sagen, dass in Kanada vieles entspannter und gemäßigter abläuft, die Kanadier wirken auch kulturell interessierter am Fremden, europäische Besucher empfinden das oft als angenehmer. == Anreise == === Einreisebestimmungen === Bürger der meisten EU-Staaten können für bis zu 6 Monate zu beruflichen oder privaten Zwecken ohne Visum einreisen. Seit 10. November 2016 ist vor der visafreien Einreise der Besitz einer Electonic Travel Authorization (eTA) erforderlich, das auf dieser [https://www.canada.ca/en/immigration-refugees-citizenship/services/visit-canada/eta/apply.html Website] erworben werden kann. Bei einer Einreise auf dem Landweg ist seit 2023 ebenfalls eine eTA notwendig. Es fällt eine nur mit Kreditkarte zahlbare Gebühr von 7 kanadischen Dollar an. Die Aufnahme eines Studiums ist innerhalb dieses Zeitraums erlaubt, nicht jedoch die Arbeitsaufnahmen. Alle Reisenden brauchen einen gültigen Reisepass. Falls ein Visum benötigt wird, lässt sich dieses teilweise online beantragen. Die Bearbeitungszeit beträgt einige Wochen. ==== Zoll ==== Alle Reisenden müssen eine Zollerklärung ausfüllen und bei der Einreisekontrolle abgeben, auch wenn sie nichts anzumelden haben. Die Zollbeamten entscheiden dann über eine Gepäckkontrolle (meist bleibt diese jedoch aus). Touristen wie Einheimische können pro Person bis zu 8,5 l Bier oder 1,5 l Wein oder 1,14 l anderer Alkoholischer Getränke (über 0,5&#x202F;% vol.) zollfrei einführen. Das wird allerdings relativ lax gehandhabt, so dass in der Regel auch zwei Literflaschen Spirituosen erlaubt werden. Die Zollgebühren bei deutliche Überschreitung der Freigrenzen sind aufgrund der rigiden Alkoholpolitik allerdings erheblich und machen einen Privatimport von Alkoholika nicht lohnenswert. Neben Alkohol können folgende Tabakprodukte eingeführt werden: * 200 Zigaretten und * 50 Zigarren und * 200 Gramm Tabak und * 200 Tabak-Sticks Währung und Wertpapiere bis zu einem Wert von 10.000 CAD können anmeldefrei ein- und ausgeführt werden. Die kanadischen Behörden untersagen die Einfuhr zahlreicher Lebensmittel. Sofern man nach der Anreise in einer Großstadt landet ist das aber auch kein Problem. Dort haben zahlreiche Imbisse und kleine Läden von früh morgens bis spät in die Nacht geöffnet − oder auch mal die ganze Nacht durch. Entweder bezahlt man mit einer Kreditkarte (''Visa'' oder ''Mastercard'') oder man besorgt sich mit einer Kredit- oder Bankkarte (Maestro, V-Pay, Cirrus) Bargeld an den zahllosen Geldautomaten in den Geschäften selbst. Doch Vorsicht, nicht alle Bankautomaten akzeptieren auch alle Karten oder erheben teilweise Extragebühren. Im Zweifel einfach bei der nächsten Bank probieren. Kanadische Zollbeamte sind im Allgemeinen höflich, fragen aber genauso wie in den USA detailliert diverses ab (Grund des Aufenthalts? Rückflugdatum? Reiseroute?), daher sollte man immer eine Antwort parat haben um nicht unter Umständen ein (sehr zeitaufwendiges) Einzelinterview zu bekommen. === Flugzeug === Die Anreise mit dem Flugzeug ist sinnvoll. Die Großstädte sind mit allen wichtigen Flughäfen Europas vernetzt. Um einen günstigen Flug zu finden, ist es hilfreich, die Homepage des Zielflughafens in Kanada aufzusuchen und zu prüfen, welche Fluglinien im Einzelnen diesen anfliegen. Einige Airlines fliegen nur im Frühling und Sommer, insbesondere nach Vancouver und den Norden des Landes. [http://www.aircanada.com/de/home.html/ Air Canada] fliegt dagegen täglich und man kann [[Air Canada]]-Flüge von allen Flughäfen ab buchen, die von der Lufthansa Group angeflogen werden (Frankfurt, München, Wien und Zürich). Überlegenswert ist es manchmal, die Anschlussflüge nicht von Deutschland aus, sondern Air Canada-, [[Westjet]]- oder [[Porter Airlines|Porter]]- vor Ort (oder z.&#x202F;B.&nbsp;im Internet) zu buchen. Das ist manchmal billiger und vor allem meist ohne Gebühren umbuchbar. So kann man kurzfristig noch einen Tag länger an einem Ort bleiben. Bei Flügen über die USA gelten die gleichen Regeln, wie bei einer Einreise in die USA, weil Flüge zwischen den USA und Kanada üblicherweise, wie US-Inlandsflüge behandelt werden. Das bedeutet: *eine Voranmeldung über das Internet (14 USD Gebühr für [https://esta.cbp.dhs.gov/esta/application.html?execution=e1s1 ESTA]) *lange Wartezeiten bei Einreise- und Sicherheitskontrollen (bis zu 90 min) *obligatorische erkennungsdienstliche Maßnahmen (Aufnahme der Fingerabdrücke und Foto) *das Gepäck muss durch die US-Zoll-Kontrolle (Einfuhrbestimmungen beachten) und anschließen erneut eingecheckt werden Vorsicht ist auch bei Aufenthalten in Kanada für länger als 90 Tage geboten. Die offiziellen Regeln verlangen dann ein Transitvisum für die USA (ca. 160 USD), ein Direktflug nach Kanada ist dann möglicherweise günstiger. Aus der Praxis sind jedoch keine Probleme aufgrund dieser Regelung bekannt. Für Rückreisen mit dem Flugzeug gibt es vergleichbare Handgepäckregeln wie innerhalb der EU: Flüssigkeiten müssen in einen wiederverschließbaren Beutel und werden auf maximal 10 Packungen mit höchstens 100 ml beschränkt. === Bahn === [[File:Arbeitsfahrzeug auf Schienen.JPG|thumb|right|Obwohl die Kanadier der Bahn viel verdanken, führt sie heute ein Schattendasein. Selbst dieses Arbeitsfahrzeug ist ein umgebautes Auto.]] [[File:Hauptbahnhof Toronto.JPG|thumb|left|In ganz Kanada tobt sonst im wahrsten Sinne des Wortes der Bär, nur nicht im Hauptbahnhof von Toronto. Bahnhöfe so großer europäischer Millionenmetropolen sähen um kurz nach 22 Uhr anders aus.]] Amtrak hat vier Bahnlinien zwischen den USA und Kanada. Im Osten bestehen folgende Verbindungen: New York nach Montreal (''Andirondack'', 10 Std), New York nach Toronto (''Maple Leaf'', 12 Std via [[Niagara Falls (Ontario)|Niagara Falls]]) und Chicago nach Toronto (über Buffalo, 11:30 Std). An der Westküste diese: von Seattle nach Vancouver (''Cascades'', 4 Std). Die Bahn spielte eine wichtige Rolle in der Geschichte von Kanada. Das Versprechen, dass die Westküste mit der Bahn erschlossen werde, brachte den Westen dazu sich Kanada anzuschließen, dadurch kamen die ersten europäischen Siedler in den Westteil Kanadas. In Anbetracht dieses geschichtlichen Hintergrunds fühlen sich die Kanadier sehr mit der Bahn verbunden, leider heißt dies aber noch lange nicht, dass die Bahn von vielen Kanadiern benutzt wird. Die beiden größten Bahnunternehmen, Canadian Pacific Railway (CPR) und Canadian National Railway (CNR), befördern deshalb keine Passagiere mehr. Passagiere werden von VIA Rail transportiert, die meisten Großstädte sind ans Netz von VIA Rail angeschlossen. === Bus === Das Greyhound-Bussystem verbindet die größten Städte der USA mit vielen Großstädten Kanadas, oder mit der nächsten Kleinstadt nach der Grenze. Das Bussystem ist das beste Fortbewegungsmittel in Kanada, weil die meisten Teile des Landes von ihm abgedeckt werden. Das größte Unternehmen ist Greyhound, es bietet Routen von Montreal westwärts an. Die Busse sind meistens sauber, sicher und bieten einen großen Komfort. === Auto/Motorrad/Fahrrad === Zwischen Kanada und den USA gibt es diverse Grenzübergänge, die Tag und Nacht befahren werden können. Einer der meistbefahrenen ist "Pacific Highway", südlich von Vancouver. Bei Mitführung des Mietwagens ist darauf zu achten, dass eine Einfuhr nach Kanada erlaubt ist. Die meisten Mietwagenfirmen lassen jedoch eine Überfahrt nach Kanada zu. Eine eTA wird bei einem Grenzübertritt über Land auch benötigt (siehe Punkt "Visum"). === Schiff === An der Ostküste ist Kanada durch verschieden Fähren mit den USA verbunden. An der Westküste gibt es Fähren zwischen dem Staat Washington und Victoria auf Vancouver Island. Fahrzeugverschiffung von Deutschland nach Halifax: https://www.mafratours.eu == Mobilität == === Allgemein === Wenn man das Land besichtigen will, empfiehlt es sich, entweder ein Auto zu mieten, oder mit dem Bus zu fahren. Die Überlandbusse (zum Beispiel von Greyhound) sind relativ günstig und die Verbindungen zwischen den einzelnen Städten sind sehr gut. Meistens fahren die Busse stündlich. So ist das Busfahren (im Gegensatz zum Automieten) auch sehr kurzfristig möglich. Eine Alternative dazu ist die Anmietung eines Wohnmobils. Dies ist in Kanada direkt möglich, kann aber billiger bereits in Deutschland gebucht werden. Übernachtet wird dann meist auf Campingplätzen, die sehr gut ausgestattet sind. Besonders in Nationalparks empfiehlt sich diese Art zu reisen. In den 1970er Jahren stellte man sich in Kanada auf das metrische System um, Geschwindigkeitsangaben sind also in km/h. Als das Auto noch neu war führte man in Kanada als Mitglied des Commonwealth zuerst den Linksverkehr nach englischem Vorbild ein. Da jedoch alle Fahrzeuge aus den USA importiert wurden und man dort den Rechtsverkehr hatte, weil man sich eben von den Briten abgrenzen wollte, mussten sich die Kanadier der Macht des Faktischen beugen und wechselten nach wenigen Monaten auf '''Rechtsverkehr'''. Kanada hat nicht sehr viele Straßen, aber die werden intensiv benutzt. Die 401 bei Toronto beispielsweise gehört zu den am stärksten befahrenen Straßenabschnitten der Welt: Es gibt im Berufsverkehr immer wieder Stau, obwohl sie 20-spurig ist. Im Winter werden Städte und wichtige Straßen regelmäßig geräumt, der kanadische Winterdienst ist gut organisiert. === Auf der Straße === [[Datei:Fernstraße in Ontario.JPG|mini|Doch, irgendwann kommen auch in Kanada Kurven. Und bis dahin: Bloß nicht einschlafen.]] Ein Mietauto stellt sicher eine der besten Möglichkeiten dar, dieses riesige Land zu erkunden. Als Mitglied eines Automobilklubs sollte man den Ausweis mitbringen und vor Ort eine Filiale des kanadischen Klubs aufsuchen. Dort hilft man auch Ausländern gerne mit Gratis-Kartenmaterial weiter. Keine Billigvarianten, voll einsetzbare Strassenkarten und immer aktuell! Ausserdem gibt es mit Ausweis in vielen Hotels Preisreduktionen bis 20&#x202F;% – einfach an der Rezeption danach fragen. Die Benzinpreise haben insbesondere seit der Jahrtausendwende drastisch angezogen, sind jedoch noch weit vom europäischen Niveau entfernt. Ein Liter Normalbezin (das die meisten Autos brauchen) kostet im Moment etwa 1,05 $, also etwa 0,76 €. Mal sollte allerdings bei der Reiseplanung bedenken, das auch das preiswerte Benzin allein durch die Menge der zurückgelegten Kilometer ein großes Loch in die Reisekasse reißen kann. Dazu kommt, dass selbst normalgroße Mietwagen oft große Sechszylindermotoren haben und entsprechend durstig sind. Es hat sich bewährt, dass man prinzipiell vor jeder größeren Strecke den Tank komplett auffüllt auch wenn noch die Hälfte oder mehr drin ist. Auf manchen Routen findet man schwer eine neue Tankstelle, wenn es darauf ankommt. Generell ist das Straßennetz in Kanada sehr gut ausgebaut. Schlaglöcher sind eher selten. Dies variiert aber mit der Abgelegenheit der Region. Als Faustregel gilt: Je abgelegener die Region, desto schlechter die Straße. Ansonsten ist das Straßennetz ähnlich wie in den USA, bestehend aus Highways, die von der jeweiligen Provinz instandgehalten werden. Der längste Highway Kanadas ist mit 8.030 Kilometer der [[w:Trans-Canada Highway | Trans-Canada Highway]], der ganz Kanada von Victoria bis St. John's durchquert. Für den Fall, dass man von der Polizei angehalten wird, empfiehlt sich das gleiche Verhalten, wie in den USA: Rechts ranfahren, sitzenbleiben und die Hände ans Steuer zu legen. Nach dem Führerschein zu wühlen, bis der Officer am Seitenfenster ist, kann unter Umständen als Griff nach der Waffe gedeutet werden. Mit allen daraus resultierenden Konsequenzen. Kanadier fahren ausgesprochen diszipliniert Auto. Geschwindigkeitsübertretungen sind selten. Grund sind nicht die Geldstrafen von einigen hundert Dollar für zu schnelles Fahren, sondern dass auch die Versicherung sich beim ersten größeren Verstoß sofort für 2 Jahre verdoppelt. Dies sind dann schnell mehrere Tausend Dollar. Vor einigen Jahrzehnten wurden die Strafen für grobes Fehlverhalten im Verkehr deutlich verschärft. Wer betrunken oder auf andere grob schuldhafte Weise den Tod eines Menschen verursacht, muss mit einer Gefängnisstrafe rechnen, die nicht zur Bewährung ausgesetzt wird. ==== Besonderheiten im Verkehr ==== * an allen Ampeln gilt (sofern Schilder nicht etwas anders sagen): rechts abbiegen auch bei Rotlicht, wenn man vorher angehalten hat und sich davon überzeugt hat, dass frei ist (auf Fußgänger achten) * an Kreuzungen ohne Ampeln steht fast immer an allen Einfahrten ein Stop-Schild (4-way-stop). Zuerst fahren darf, wer zuerst an der Kreuzung war, d. h., in der Reihenfolge der Ankunft am Stop-Schild * wie auch in den USA wird das Stop-Schild sehr ernst genommen. Die Räder müssen still stehen. * die Ampeln und Schilder befinden sich stets auf der anderen Seite der Kreuzung * Ampeln schalten von Rot direkt auf Grün. * man kann rechts überholen * das gehende Männchen bei Fußgängerampeln ist nicht grün, sondern weiß, häufig wird während der „Grünphase“ (manchmal auch währen der Rotphase) runtergezählt. * die Promillegrenze liegt bei 0,8 Promille, außer in Newfoundland, Manitoba, British Columbia und New Brunswick, da ist sie bei 0,5 Promille. ==== Trampen ==== Ein hoher Prozentsatz von ehemaligen Trampern unter den Autofahrern, die freundliche Bevölkerung sowie sehr große Distanzen zwischen den Städten (der Fahrer kann nicht vorher abbiegen, weil da nichts ist) machen Kanada zum Trampland schlechthin. Die 6.000&#x202F;km von Vancouver nach Halifax sind mit etwas Tramperfahrung und Glück in fünf bis sechs Tagen zu bewältigen (Anfänger oder wer an einen Abflugtermin gebunden ist planen besser 10 bis 14 Tage ein). LKWs halten verhältnismäßig oft an. Allerdings raten manche Reiseführer speziell Frauen (auch wenn sie zu zweit oder mehr sind) vom Trampen ab. In manchen Gegenden ist Trampen sogar behördlich verboten. Schwarz-weiße Schilder am Straßenrand machen darauf aufmerksam. ==== Mitfahrgelegenheit ==== Mitfahrgelegenheiten („Car pooling“) sind eine weitere Möglichkeit vergleichsweise günstig zu reisen. Fahrer (oder Mitfahrer) werden z.&#x202F;B.&nbsp;auf [https://www.shareyourride.net/carpool/Canada shareyourride.net] (kostenlos) oder [http://kangaride.com kangaride.com] (gebührenpflichtig) vermittelt. === Mit dem Bus === Auch ohne eigenes Fahrzeug kommt man gut durch Kanada. Neben dem landesweiten ''Greyhound'' gibt es auch einige kleinere Busgesellschaften, die populäre Routen (z.&#x202F;B.&nbsp;Vancouver−Seattle) mit günstigen Preisen und guten Service (Free-Wifi an Bord) besonders attraktiv machen. Um nicht nur von einer Stadt in die andere zu kommen, sondern auch interessante Ziele unterwegs oder Nationalparks anzufahren, empfiehlt sich ein Touranbieter. Neben kleineren lokalen Unternehmen (die man meist über das örtliche Hotel bucht, für Sehenswürdigkeiten in der näheren Umgebung) gibt es an der West- und Ostküste als einzigen größeren Anbieter ''Moose Tours'', die sich vor allem an Backpacker richten (generell eher junges Publikum, einfache Unterkünfte). === Mit der Bahn === [[File:Thecanadiannearjasper.jpg|mini|The Canadian im Jasper-Nationalpark]] Das Reisen mit der Bahn ist in Kanada ist meist kein billiges Vergnügen. Allerdings warten die Züge der Kanadischen Staatsbahn [https://www.viarail.ca/ VIA Rail] mit großem Komfort auf. Das Netz ist nicht sehr dicht und beschränkt sich außer im Osten auf wenige touristische Strecken. Highlight ist die Reise im '''[[The Canadian]]'''. Dieser Zug verkehrt zwischen [[Toronto]] und [[Vancouver]] und durchquert auf der 4466&#x202F;km langen Reise das Gebiet der [[Große Seen|Großen Seen]], die weiten Prärien und schließlich die [[Rocky Mountains]]. Die dreieinhalbtägige Reise in diesem Zug kostet pro Strecke allerdings zwischen 400 und mehr als 7000 C$. Etwas günstiger ist eine Fahrt z.&#x202F;B.&nbsp;zwischen Toronto und Montreal (am Ufer des Ontariosees entlang), diese kostet in der Economy-Klasse beispielsweise ab 50 C$ (bequeme Sitze und stabiles Wifi inklusive). In den großen Metropolen gibt es darüber hinaus moderne Vorortbahnen, die auch für Touristen sinnvoll nutzbar sind, z.&#x202F;B.&nbsp;mit [http://www.gotransit.com/ GO Transit] von Toronto zu den [[Niagarafälle]]n. === Mit dem Fahrrad === Die Highways sind zwar oft recht befahren, besonders die Verbindungen zwischen den großen Städten, haben aber meist breite Seitenstreifen, die von Fahrradfahrern benutzt werden dürfen. Die Fahrradmitnahme im transkontinentalen Zug ''The Canadian'' von VIA-Rail ist im Gepäckwagen möglich. Die Fahrradmitnahme in Greyhound-Bussen ist möglich, sofern die Fahrräder verpackt werden (Pedale abschrauben, Lenker querstellen, gebrauchte Fahrradkartonagen gibt es meist billig im nächsten Fahrradladen). In einigen Provinzen besteht eine generelle Helmpflicht (British Columbia, New Brunswick, Newfoundland and Labrador <ref>https://www.servicenl.gov.nl.ca/bikehelmet/index.html</ref>, Nova Scotia, Prince Edward Island), in einigen für Kinder bis 18 Jahre (Alberta, Ontario, Manitoba), in den anderen keine. === Mit dem Flugzeug === Bedingt durch die großen Distanzen ist das Flugzeug ein gängiges Transportmittel. Um z.&#x202F;B.&nbsp;von Toronto nach Vancouver zu gelangen ist ein Flugzeug unerlässlich, es sei denn, man möchte mehrere Tage mit dem PKW unterwegs sein. Alle größeren Städte haben einen internationalen Verkehrsflughafen, und auch kleinere Städte haben einen Flugplatz, mit dem man die nächstgrößere Stadt anfliegen kann. Für Siedlungen im äußerst abgelegenen Norden Kanadas sind Flugzeuge (besonders Wasserflugzeuge) die einzige Verbindung zur Außenwelt und werden regelmäßig angeflogen. Die Preise halten sich in Grenzen. So kostet z.&#x202F;B.&nbsp;die Verbindung Nanaimo (Vancouver Island) und Vancouver mit dem Wasserflugzeug ca. 90C$. Der Flug dauert nur 15 Minuten, anstelle von 2h mit der Fähre. === Schneemobil === So diszipliniert Kanadier auch Autofahren, sobald es auf ein Schneemobil geht, ist es mit der Disziplin schnell vorbei. Mit mehr als 150 Sachen sind Einheimische damit im Winter unterwegs. Viele Kanadier schaffen sich ein Schneemobil zum privaten Vergnügen an, auch weit abseits von jedem Gebirge. Schließlich fallen auch im kanadischen Flachland (aufaddiert) mehrere Meter Schnee in einem durchschnittlichen Winter. Es gibt extra Warnschilder, die Autofahrer auf diese besonderen Verkehrsteilnehmer aufmerksam machen. == Sprache == Offiziell ist Kanada zweisprachig ([[Sprachführer Englisch|Englisch]] und [[Sprachführer Französisch|Französisch]]). Auf bundesstaatlicher Ebene sind daher alle offiziellen Formulare, Schilder und Hinweise zweisprachig. Im Westen und in der Mitte Kanadas wird fast ausschließlich Englisch gesprochen (und verstanden). Das [[w:Kanadisches Englisch | Kanadische Englisch]] ähnelt dem Klang nach eher dem US-Amerikanischem Englisch als dem Britischen. Jedoch wird dieses aber langsamer und deutlicher gesprochen, als beim südlichen Nachbarn, sodass man dieses als Europäer besser verstehen kann. Außerdem soll gesagt sein, dass Kanada sehr hohe Einwanderungsquoten hatte, d.&#x202F;h.&nbsp;dass viele Kanadier keine Muttersprachler sind und Englisch nur als Zweitsprache beherrschen. Im Osten gibt es zweisprachige und französischsprachige Regionen. In der Provinz Québec können vor allem auf dem Land viele Menschen nur Französisch. Und zwar wird hier ein französischer Dialekt gesprochen, mit dem man seine liebe Mühe hat, falls man selbst nur ein wenig Schulfranzösisch kann und wenig Übung hat. Aber die Menschen sind sehr (welt-)offen und geben sich viel Mühe, wenn sie merken, dass man sie nicht versteht. Die Beschilderung in Kanada ist generell zweisprachig (Englisch und Französisch), daher wird man auch in den französischsprachigen Regionen keine Probleme mit der Orientierung haben. == Aktivitäten == [[File:Kanufahren.JPG|thumb|right|Wegen solcher Postkarten-Idyllen kommen viele Naturfreunde nach Kanada. Kanus und andere Boote können an vielen Stellen gemietet werden.]] * '''Wandern''': Ein so weites Land wie Kanada lädt natürlich zum Wandern ein. Allerdings sind die Wälder teilweise undurchdringlich. Das Dickicht erlaubt in manchen Bereichen Kanadas nur ein regelrechtes "Durchschlagen" durch das Unterholz. Außerdem sollte man wegen der Bären immer Geräusche machen, beispielsweise durch eine Klingel am Bein. * '''Kanu''': Kanu fahren ist weit verbreitet in den zahlreichen Seen Kanadas. Allein [[Ontario]] hat 300.000 Seen, davon die Hälfte ohne Namen. Im Winter sind viele davon komplett zugefroren, die Kanu-Saison beginnt realistisch im Mai und endet im September. Kanuverleiher gibt es in ganz Kanada. Viele sind so organisiert, dass man sich in kleinen Supermärkten komplett mit allem eindecken kann, was man für ein paar Tage Wildnis braucht. Der Verleih findet normalerweise tageweise statt, nicht stundenweise (ob man individuell was aushandeln kann, ist eine andere Sache). Ein einfaches Kanu kostet pro Tag rund 25&#x202F;$ aufwärts, ggf. kommen noch zahlreiche Ausrüstungsgegenstände dazu, wie eine Rettungsweste oder ähnliches. Übrigens ist nicht jeder gleich gut im Halten des Gleichgewichts: Man kann auch kentern. Daher sollte man vorsichtig sein und elektronische Geräte wie Handy oder Kamera wasserdicht einpacken. Und vorher vielleicht auch die Wassertemperatur prüfen, kleinere Gewässer heizen sich im Frühjahr schneller auf als große. * '''Skifahren''': Kanada hat mit den Rocky Mountains ein bekanntes Skigebiet. Allerdings kann man auch in den östlichen Mittelgebirgen Wintersport betreiben, die Berge dort erreichen immerhin knapp 2.000 Meter Höhe. Infos zu den Skigebieten in Kanada siehe auch im Artikel [[Skigebiete in Kanada|Skigebiete in Kanada]].}} * Verzeichnis der [[Freizeitparks in Kanada|Freizeitparks in Kanada]] == Einkaufen == Die Einkaufsmöglichkeiten variieren von exzellent in den Großstädten bis hin zu „auf das Nötigste beschränkt“. Nur wer weite Strecken abseits der Zivilisation zurücklegen möchte, sollte einige Sondermaßnahmen treffen. Dazu gehören ausreichende Vorräte an Wasser, Nahrung und Benzin genauso wie Handwerkszeug und eine Überlebensausrüstung. Kanada ist '''kein billiges Shopping-Paradies''', die Preise liegen auf mitteleuropäischem Niveau oder darüber. === Kleidung === Auch Markenkleidung ist nicht mehr unbedingt günstiger. Nur bei Jeans kann man noch ein Schnäppchen machen, allerdings nicht in den Innenstadt-Shopping-Centern, sondern eher bei den Wal-Marts in den Außenbezirken. Je nach Marke geht es ab 13&#x202F;Dollar los, ''Wrangler'' oder ''Levi's'' kosten etwa 25&#x202F;$, jeweils zzgl. Steuern. Die Umkleidekabinen muss man sich dort übrigens aufschließen lassen. === Lebensmittel === Supermärkte bieten allerdings gerne Sonderangebote an. Neben einfachen Preisaktionen gibt es weit verbreitet Mengenrabatte nach dem System „2 für den Preis von 1“ oder „Kauf eines, das zweite dann für den halben Preis“. Oder es werden für mehrere Packungen die Preise mit einem Schrägstrich angegeben, z.&#x202F;B.&nbsp;1/1,99&#x202F;$, 3/4,99&#x202F;$ (also eines für 1,99, drei für 4,99). Die Rabatte bei solchen Aktionen können erheblich sein. Wer aufs Geld achten muss, ist mit ''Walmart'' recht gut beraten, die im Durchschnitt am günstigsten sind. Andere Supermärkte (''Loblaws'', ''Metro'') haben einzelne Sonderangebote, sind jedoch ansonsten teurer. === Elektronikprodukte === Elektronikprodukte sind im Schnitt etwas günstiger, als in Europa, jedoch teurer als in den USA. Beim Kauf sollte man außerdem beachten, dass die Stromstecker nach Nordamerikanischem Standard sind und die Netzteile auf 110 V ausgelegt sind. Die meisten Geräte kommen inzwischen jedoch mit beiden Spannungen klar, sodass ein Betrieb auch in Europa mittels Adapter möglich ist. Manche Mobiltelefone (hauptsächlich die günstigen Einsteigergerate) sind nicht zu allen europäischen Mobilfunkstandards kompatibel und funktionieren ggf. eingeschränkt oder gar nicht. Aufpassen sollte man auch bei gebrandeten Geräten ( z.&#x202F;B.&nbsp;von ''Rogers'' oder ''Telus''). Deutlich teurer sind Batterien, wer Kamera und anderes versorgen muss, sollte besser welche von daheim mitbringen. === Drogerieartikel === Kosmetikprodukte sind ebenfalls deutlich teurer als in Europa. Dafür sind viele Medikamente, die in Deutschland Apothekenpflichtig sind (z.&#x202F;B.&nbsp;Aspirin) hier in jedem Drogeriemarkt (z.&#x202F;B.&nbsp;''Shoppers Drugmart'') erhältlich und dadurch wesentlich günstiger. Beinahe alle Drogeriemärkte haben eine Apotheke integriert, in der man Beratung und verschreibungspflichtige Medikamente erhält. === Duty-Free === Die Duty-Free-Shops an den Flughäfen kann man getrost vergessen, die Waren kosten dort etwa das Doppelte wie im normalen Geschäft. Wer einen Ausflug in die USA macht kann allerdings bei der Rückreise einen Duty-Free-Shop (gibt es an jeden größeren Grenzübergang) besuchen um sich dort mit relativ günstigen Alkoholika zu versorgen. Die persönliche Zollfreigrenze beträgt 1,14 l Spirituosen pro Erwachsenen. === Steuern === In Kanada werden sämtliche Preise (auch in Restaurants) ohne Steuern ausgeschrieben. Der Grund dafür ist, dass die Mehrwertsteuer ''Sales Tax'' einmal vom Bund erhoben wird (5 %) und zusätzlich die ''Provincial Tax'' von der Provinz. Letztere ist regional unterschiedlich: In [[British Columbia]] zahlt man z.&#x202F;B.&nbsp;7 %, in [[Alberta]] keine, so dass sich die Gesamtsteuer einmal auf 12 und das andere mal auf 5 Prozent addiert. Zusätzlich kompliziert wird es durch unterschiedliche Steuersätze und Ausnahmen (z.&#x202F;B.&nbsp;auf Grundnahrungsmittel). Es ist daher ratsam immer darauf vorbereitet zu sein, am Ende immer etwas mehr zu bezahlen, als ausgezeichnet wurde, um böse Überraschungen zu vermeiden. === Alkohol === Die Abgabe alkoholischer Getränke wird in Kanada staatlich kontrolliert was dort zu den hohen Preisen für Alkoholika führt, so wird z.&#x202F;B.&nbsp;beim Ausschank von Getränken in Bars oder Restaurants neben der allgemein üblichen Steuer noch eine Alkoholsteuer aufgeschlagen. Alkoholische Getränke sind (wie in den USA) nur im Liquor Store erhältlich, eine Ausnahme ist die Provinz Québec. Hier werden auch Weine und Biere im normalen Supermarkt verkauft. Dringend zu beachten ist, dass der Genuss von Alkohol in der Öffentlichkeit verboten ist. === Mitbringsel === Als Reiseandenken eignet sich an erster Stelle natürlich der '''Ahornsirup''', auch wenn man ihn in Deutschland schon mal billiger bekommen kann. Wo man Ahornsirup kriegt, gibt es auch oft '''Ahornbutter''', ein süßer Brotaufstrich, den man besonders in der Provinz Québec findet. Das '''Thousand-Islands-Dressing''' gibt es natürlich ebenfalls bei uns zu kaufen. Aber auch das ist ein denkbares Mitbringsel, dazu noch ein sehr preiswertes. '''Edelsteine''' und '''Mineralien''' sowie '''Schmuck''' in Form eines Ahornblattes werden in diversen Touri-Shops angeboten. Der kanadische '''Maple Leaf''' ist eine Münze aus Gold, Silber, Platin oder Palladium. Man bekommt ihn bei der Post. Aufgrund des Wertes sollte man die Einfuhrgrenzen in die EU beachten und bei erheblichen Summen die Vorschriften des Geldwäschegesetzes. Aufgrund der Nähe zu den USA bekommt man überall Süßwaren aus dem Nachbarland, z.&#x202F;B.&nbsp;auch Erdnussbutter. Viele kanadische Tiergattungen stehen unter Artenschutz. "Tierische" Mitbringsel können daher schnell Ärger mit den Zoll einbringen. Wenn '''DVDs''' und '''Blu-ray Discs''' in Kanada gekauft werden, muss man damit rechnen, dass sie einen nordamerikanischen Regionalcode haben und auf europäischen Geräten eventuell nicht so einfach abgespielt werden können. === Bezahlen === Der '''kanadische Dollar''' und die Unterwährung '''Cent''' existiert in der Münzstückelung 5, 10 und 25 (auch ''Quarter'' genannt) Cent, 1 und 2 Dollar. Die kleinste Banknote beginnt bei 5 Dollar. Während die Geldscheine aufgrund der unterschiedlichen Farbe gut auseinandergehalten werden können, tun sich Reisende meist mit den silbernen 5, 10 und 25 Cent schwer, die sich nur durch die Größe unterscheiden − sehr verwirrend ist dabei dass die 10 Cent Münze kleiner als die 5 Cent Münze ist. Da in Kanada die Preise wie hierzulande auf 99 ct enden und danach meist noch die Steuer hinzukommt, gibt es regelmäßig sehr krumme Beträge und schnell hat man eine große Münzsammlung in der Geldbörse. Bei Barzahlung wird auf die nächsten 5 Cent gerundet (da es keine kleineren Münzen mehr gibt), bei Kartenzahlung wird hingegen centgenau abgerechnet. '''Wechselstuben''' gibt es an touristischen Zielen und in Großstädten. Gerade an Flughäfen sind sie extrem teuer und hier sollte nur im Notfall getauscht werden, da zwischen An- und Verkaufskurs etwa eine Differenz von einem Drittel liegt. Viele '''Geldautomaten''' (aber nicht alle) akzeptieren Bankkarten mit dem ''Maestro''-Zeichen. Man findet sie wesentlich häufiger als in Europa. Nicht nur in Banken, auch in jedem zweiten Laden und vielen Hotels gibt es Geldautomaten, an denen man problemlos Geld abheben kann. Man achte auf das Schild '''ATM''' (Automated Teller Machine) oder '''ABM'''. Bei der Bedienung geht man auf ''Withdrawel'' (Abhebung) und dann auf ''Chequing'' (Bankkarte) oder ''Credit (Card)''. Manche Geldautomaten erheben ein Zusatzentgelt. Wenn man nicht in Not ist, sollte man getrost den Vorgang abbrechen und den nächsten Automaten/Bank ausprobieren. Dies dürfte auch die billigste Möglichkeit sein, an Bargeld zu kommen. Gleiches gilt, falls ein Automat eine Karte nicht akzeptiert (was vorkommen kann): einfach den nächsten ausprobieren. Das Bezahlen mit '''Kreditkarte''' ist sehr weit verbreitet und selbst bei Cent-Einkäufen im Supermarkt wird rege davon Gebrauch gemacht. ''Visa'' und ''Mastercard'' sind mit Abstand die gebräuchlichsten, ''American Express'' wird deutlich seltener akzeptiert. Allerdings gibt es bis heute kleine Läden, die keine Kreditkarten akzeptieren (''„cash only“''). Auch in lokalen Bussen wirft man beim Fahrer Bargeld in eine Box (so passend wie möglich, Wechselgeld gibt es aus Zeitgründen keines zurück). Komplett ohne Bargeld sollte man also nicht unterwegs sein. Man kann sich auf keine EC- oder Kreditkarte in Kanada hundertprozentig verlassen, man sollte also immer einen Mix aus mehreren Karten und Bargeld dabei haben. == Küche == [[File:Kanadisches Hotel.JPG|thumb|hochkant|right|Das ist der Grund, warum man aus dem deutschsprachigen Raum unbedingt nach Kanada sollte: Endlich mal ein echtes Schnitzel essen.]] Die Küche Kanadas ist vor allem von den zahlreichen Einwanderern geprägt, die jeweils ihr Essen mitbrachten. Wenn man eine Richtung bevorzugt, geht man in einer Großstadt in das entsprechende Viertel und findet dort seinen Geschmack - chinesisch, portugiesisch oder was auch immer. Da sich die Einwanderer allmählich untereinander mischen und man zum wirtschaftlichen Überleben auch verschiedene Zielgruppen ansprechen muss, bieten Restaurants und Imbisse in Großstädten oft mehrere Stile an. Das führt zu kunterbunten Kuriositäten und es gibt ernsthaft Lokale mit vietnamesisch-griechischer Halal-Küche. Allgemein ist das Essen in Kanada in den englischen Teilen mehr „Fast Food“. In den französischen Teilen gibt es aber überwältigende Spezialitäten. Neben den auch bei uns bekannten Ketten ''McDonald's'', ''BurgerKing'', ''PizzaHut'' und ''Subway'' ist noch die Burgerkette ''Wendy's'' sehr verbreitet. ''Kentucky Fried Chicken'' (KFC) nennt sich in Quebec übrigens ''PFK''. '''Kaffee''': Ob man es nun Sockenwasser oder Plörre nennt, der dünne Kaffee, den man in vielen Lokalen serviert bekommt, ist eher keine Reise wert. Wer einen besseren Kaffee trinken will, vielleicht mit Gebäck oder Sandwich, stolpert über nicht mehr zu zählende Fillialen der US-Kette ''Starbucks''. Noch verbreiteter ist die Kette ''Tim Hortons'', die allerdings nicht in allen Filialen guten „Espressokaffee“ anbieten, sondern meist nur besagten Filterkaffee, dafür jedoch sehr günstig. Sie haben den besonderen Vorteil, dass man auch an Top-Touristen-Zielen oder Flughäfen die landesweiten Einheits-Preise hat. Wenn man bei ''Tim Hortons'' ist, hört man die Einheimischen häufig einen „Double-double“ bestellen. Dabei handelt es sich um eine Tasse Filterkaffee mit zwei Löffeln Zucker und zwei Schlücken Milch. Ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bietet die Kette ''[https://www.secondcup.com/ Second Cup]''. Hier gibt es hochwertigen Kaffee zu Preisen, die deutlich unter denen von Starbucks liegen. Da viele Pendler einen weiten, staureichen Weg in die Innenstädte kanadischer Metropolen haben, hat es sich eingebürgert, dass die etwas besser verdienenden früher in die Stadt fahren und dort '''frühstücken'''. Daher gibt es dort zahlreiche Lokale, die ab 6 Uhr morgens oder noch früher Frühstück für ein paar Dollar anbieten. Meist gibt es Varianten aus Ei, Kartoffeln, Würstchen, Speck, Schinken, Toast und anderem. Bei der Bestellung muss man viele Fragen beantworten. Ein Tipp für alle, die es gerne etwas hochwertiger haben, ist die auf Frühstück und Mittagessen spezialisierte Kette [https://www.chezcora.com/ cora]. Hier muss man mit 8 bis 15 Dollar rechnen, Bedienung und Steuern sind bereits inklusive. {{ Anekdote |float= left |heading=Das süße Leben ist gesichert! |text=Für die Kanadier ist Ahornsirup so wichtig, dass die Provinz Quebec tatsächlich ein Lager mit einer Notreserve von mehreren tausend Tonnen eingerichtet hat - für schlechte Zeiten.}} Kanadas bekannteste Spezialität ist sicher der '''Ahornsirup''', der aber nur zum Süßen der Speisen geeignet ist. In den letzten Jahren wurde er auch verstärkt von kanadischen Spitzenköchen entdeckt. Dabei werden Ahornbäume ähnlich wie Gummibäume durch Anritzen angezapft und der kristallklare Saft entweder in Eimern aufgefangen oder in letzter Zeit immer häufiger durch elektrische Anlagen abgepumpt. Der Saft wird dann durch Einkochen etwa um den Faktor 40 eingedickt und gereinigt. Jetzt hat der Ahornsirup seine charakteristische goldbraune Farbe und ein gewisses Funkeln. Kanada stellt 80 Prozent der Weltproduktion her, die restlichen 20 entfallen fast komplett auf die USA. Es gibt den Sirup in hellen, milden Varianten und in dunkleren, die entsprechend intensiver schmecken. Ahornsirup gibt es in jedem Laden, groß suchen muss man ihn nicht. Er ist aber nicht gerade billig, in einem schmucken Glas kosten 250 ml etwa 8 Dollar plus Steuern, eine einfache Dose mit 591 ml liegt bei etwas über 8 Dollar plus Steuer. In Deutschland gibt es ihn durchaus günstiger. Wenn man ihn denn in Kanada kaufen will, sind billige Quellen die Wal-Marts oder, wenn man gerade in Ottawa ist, der dortige Markt. Keinesfalls sollte man ihn in Touristenshops erwerben oder im Duty-free am Flughafen, dort kostet er etwa das Doppelte. Man sollte aber daran denken, dass Ahornsirup im Glas durchaus Gewicht hat (Übergepäck) und in Kanada die selben Handgepäckregeln für Flüssigkeiten gelten. Durch die beiden Ozeane und die vielen Seen steht regelmäßig '''Fisch''' auf der Speisekarte. Hummer (Lobster) und Lachs (Salmon) gibt es günstig in vielen Restaurants. Eine Spezialität wäre auch das „dirty pigg“, auf Deutsch „schmutziges Schwein“. Das Wort leitet sich nicht etwa von schmutzig „dirty“ sondern von „ditry“ ab. Nach einer Sage hatte es ein Ausländer falsch ausgesprochen und das Wort verbreitete sich so immer weiter. In Quebec gibt es als Fast-Food weitverbreitet '''Poutine''': Pommes mit einer dunklen Soße, die in etwa einer pilzfreien Jägersoße entspricht, und einem eher geschmacklosen Käse, der angeblich kein Fensterkitt sein soll, obwohl er beim Beißen verdächtig quietscht. Man bekommt Poutine in Quebec in zahlreichen Restaurants und Imbissen, auch bei McDonalds. Am besten soll es sein bei einer Kette namens '''[http://www.chez-ashton.com/ chez Ashton]'''. {{ Anekdote |float= left |heading=Hummer, bis er zu den Ohren rauskommt. |text=Der nordamerikanische Hummer war in früheren Jahrhunderten in so hoher Anzahl vorhanden, dass er als Arme-Leute-Essen galt. Er war ungeliebter Beifang, weil er so schwierig zu essen war. Er wurde oft zermahlen und als Dünger auf die Felder gestreut. In Nordamerika haben Dienstboten Anfang des 19. Jhdts. sogar dafür gestreikt, dass sie Hummer nicht mehr als dreimal pro Woche bekamen. In Gefängnissen der jungen USA mussten Gefangene so viel Hummer essen, dass ein Gesetz irgendwann verbat, Hummer mehr als einmal pro Woche zu verteilen. Es wäre sonst unwürdige Behandlung der Gefängnisinsassen.}} Die Trends in der Lebensmittelbranche gehen stark zu Nahrungsergänzungsmitteln, von Vitaminen und Spurenelementen bis hin zu „fibre“ (= Ballaststoffe), die sich in Pulverform in alle Nahrungsmittel einrühren lassen. Dies ist bedingt durch die Essgewohnheiten in Nordamerika, sprich Fast Food und relativ viel Fleisch. '''Gemüse und Obst''' ist für europäische Verhältnisse teuer, wahrscheinlich bedingt durch die langen Transportwege (z.&#x202F;B.&nbsp;Paprika aus Mexiko). '''Käse''' ist auch relativ teuer, es sei denn man kauft Cheddar. [[File:Montreal Chinatown.JPG|thumb|right|Chinatown in Montreal. Hier bekommt man hochwertige chinesische Spezialitäten.]] Vorherrschendes '''Brot''' ist wie in den USA das Sandwichbrot (schmeckt und fühlt sich weicher an als ungetoastetes Toastbrot). Man kann nicht darauf vertrauen, dass das Brot eine Kruste hat, nur weil es den Zusatz „deutsch“, „italienisch“ oder „französisch“ im Namen trägt - es sieht aus wie Ciabatta, fühlt sich aber fast so an wie Sandwichbrot. Ein "Pumpernickel" ist dort ein dunkel gefärbtes, genauso pappiges Brot. In Kanada findet man ab und zu (vor allem in und in der Nähe von Quebec) „richtiges Brot“, aber meist muss man lange suchen. Es ist dann in der Regel abgepackt aus Deutschland importiert. Um die Lücke zu füllen, haben sich auch in kleineren Orten ''German Bakeries'' angesiedelt. Kanada besitzt einige weltweit prämierte [[w:Weinbau in Kanada | '''Weine''']]. Bekannt sind vor allem die Eisweine aus der Niagara-Region, sowie Weine aus dem Okanagan Valley in British Columbia. Die Eisweine sind aber entsprechend teuer, kleine Fläschchen kosten ab 30 Dollar plus Steuern aufwärts. Kleinere Weinanbaugebiete gibt es auch in Nova Scotia und Quebec. Besonders in der Provinz [[Québec (Provinz)|Québec]] bekommt man den '''Caribou''', ein Gemisch aus Wein und Rum, den man in Norddeutschland auch als „Eisbrecher“ kennt. Er wird aber weniger im Flaschenverkauf angeboten, sondern eher als selbstgemischtes. In ganz Kanada zu kaufen ist der '''Cidre''', der Apfelmost. '''Bier''' ist in Kanada in fast jedem Restaurant erhältlich. Die bekanntesten Marken sind Molson, Labatt und Sleeman. Der Trend zum Craftbier hat auch vor Kanada auch nicht halt gemacht, so gibt es in jeder mittelgroßen Stadt mindestens eine Brauerei, die hochwertiges Bier herstellt. Generell ist Bier im Restaurant sehr teuer. Für 0,5 Liter Bier sind ca. 6 C$ fällig. Zu beachten gilt es, dass darauf noch die Umsatzsteuer, sowie eine Alkoholsteuer aufgeschlagen wird. Bier kann man nur in speziellen (ähnlich wie in den USA) Liquor Stores kaufen. Wer in [[Toronto]] oder [[Montreal]] die lokalen '''Chinatowns''' besucht, bekommt dort zahlreiche Spezialitäten. Besser als die abgepackten Waren aus China in kleineren Supermärkten sollte man dort unbedingt eine „Chinese Bakery“, eine chinesische Bäckerei plündern. Süße und deftige Leckereien sind dort wild durcheinander, man sollte die Schilder genau lesen oder sich überraschen lassen. Für westliche Geschmäcker eklige Lebensmittel gibt es dort im Gegensatz zu den Supermärkten eher nicht. === Restaurants === In sämtlichen Restaurants wird vom Gast ein Trinkgeld von mindestens 15&#x202F;% erwartet, da die Bedienungen oft nur ein relativ geringes Grundgehalt verdienen (für Rechenschwache: dies entspricht je nach Provinz ungefähr der ausgezeichneten Steuer auf der Rechnung). In sehr touristischen Gegenden kann es vorkommen, dass so eine Servicepauschale auch mal auf der Rechnung erscheint, üblicherweise überlässt man dies jedoch dem Gast. In den Pubs bekommt man oft auch abends eine warme Küche von oft überraschend guter Qualität zu kleinem Preis. Ein (sehr großer) Burger mit Pommes Frites kostet zwischen 8 und 12 Dollar, also etwa 6 bis 8 €. Die Pubs müssen preislich also die Konkurrenz der allgegenwärtigen Fastfoodketten nicht scheuen, besser schmecken tut es sowieso. Was in Kanada sehr angenehm ist und woran man sich sehr schnell gewöhnt: es herrscht Rauchverbot in allen Lokalen. Trotzdem sind die Restaurants fast immer voll. Was für Deutsche anfänglich etwas gewöhnungsbedürftig sein dürfte: „please wait to be seated“. Man wird sozusagen an der Tür empfangen und zu einem freien Platz gebracht. Freie Tischwahl ist eher selten. Einige Restaurants haben keine Lizenz für Alkoholausschank, erlauben aber das Mitbringen eigener alkoholischer Getränke. Dafür wird dann üblicherweise eine kleine Gebühr erhoben. Nahezu alle Restaurants servieren ihren Gästen gekühltes Leitungswasser (kostenlos, häufig direkt mit der Karte zusammen). Es ist durchaus akzeptabel, dabei zu bleiben und keine weiteren Getränke zu bestellen. == Unterkunft == Es ist kein Problem ein Hotel zu finden. Aber eigentlich lernt man das Land und seine Bewohner am besten im '''[http://www.bbcanada.com/ Bed & Breakfast]''' kennen. In jedem Ort gibt es Vermieter, meist alleinstehende Damen, welche gerne in Kontakt zu Ausländern treten wollen und ihr Wissen über Land+Leute gerne weitergeben. Preislich liegen die Hotels ungefähr im europäischen Niveau. Bemerkenswert ist, dass viele – auch noble − Hotels den Mitgliedern des Autofahrerclubs Ermäßigungen gewähren. Man sollte also aus Europa den Mitgliedsausweis z.&#x202F;B.&nbsp;von ADAC oder ÖAMTC mitbringen und beim kanadischen Klub bestätigen lassen. Dort ist dann auch Gratis-Kartenmaterial zur jeweiligen Region erhältlich. Die allgegenwärtigen Motels sollte man nur als letzte Zuflucht nutzen. Die Qualität der Unterkunft liegt meist deutlich unter der von guten Bed & Breakfast und das bei meist höherem Preis. In '''Stadthotels''' ist im Preis das Frühstück meist '''nicht''' inbegriffen, das gilt ausdrücklich auch für Pauschalreisen aus Europa. Meist hat man nicht nur im Hotel, sondern auch in direkter Umgebung eine Frühstücksmöglichkeit gegen Bezahlung. In Großstädten sind es meist sogar ein Dutzend im Umkreis von 100 Metern um das Hotel. Je nach Hunger muss man mit 5 bis 10 Dollar rechnen, Kaffee inklusive. Hotels in Hochhäusern haben schnell 20 oder 30 Stockwerke, die Anzahl und Geschwindigkeit der Aufzüge kommt oft nicht mit. Man muss daher etwas Warterei bei der Zeitplanung berücksichtigen. Großstadthotels werben oft mit '''Swimmingpool''' und '''Fitnessraum'''. Meist wurden sie aber nur aus Konkurrenzgründen nachgerüstet. Die Pools sind dementsprechend meist klein, die Fitnessstudios befinden sich in guten Fällen in ehemaligen Besprechungsräumen, in schlechteren in umgeräumten Hotelzimmern. Dort findet man dann zwei oder drei Cardiogeräte und eine Heimkraftstation und manche funktionieren sogar. Bei den Schwimmbädern gibt es im Gegensatz zu Europa oft eine Aufsichtsperson, auch wenn der Pool nur ein paar Meter groß ist. Wenn nicht, läuft man an zahlreichen Warnschildern vorbei, dass man auf eigene Gefahr badet. Was einem angesichts US-Millionenklagen skurill vorkommt oder, wenn man Kleinkinder dabei hat, sogar vernünftig, hat in der Praxis einen Nachteil: Wegen des Personalaufwandes sind die Öffnungszeiten der Bäder meist so ungünstig, dass man abends nicht mehr schwimmen kann und morgens noch nicht. Nun fährt zwar niemand von Europa nach Kanada, weil es hier keine Fitnessgeräte oder Pools gibt, aber wenn man es mitbezahlt, sollte es auch funktionieren. Ausdauer- und Kraftgeräte stammen übrigens oft aus den USA und die Geschwindigkeiten sind entsprechend in Meilen, Pfund etc angegeben. Viele Hotels verfügen auch über eine '''Sauna'''. Nun ist man sicher lockerer als in den USA, aber so locker, dass man eine gemischte Nacktsauna hat, ist man nun wieder nicht. Man bleibt in Badebekleidung, auch in Québec. Man findet die Saunen entweder beim Pool oder jeweils eine in den Umkleiden für Männer und Frauen eines Fitnessbereichs. Manchmal muss man sie selbst einschalten, die Aufheizzeit muss man mit mindestens 30, besser 60 Minuten veranschlagen. Auch wenn man schon mal im Keller suchen muss, viele Hotels verfügen über Getränke-, Snack- und Kaffeeautomaten. Auch Eismaschinen sind verbreitet. In Hotels sind zahlreiche englisch- und französischsprachige '''TV-Sender''' empfangbar. Wer eine der beiden Sprachen kann, bleibt über Nachrichten und Wetter auf dem laufenden. Sender in anderen Sprachen gibt es normalerweise nicht. Ab Mittelklasse ist drahtloses '''[[#Internet|Internet]]''' Standard, viele Hotels haben auch gebührenpflichtige oder kostenfreie Internetterminals. == Lernen und Studieren == Kanada ist eines der am besten gebildeten Länder der Erde. 2012 hatten mehr als die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung einen College- oder Universitäts-Abschluss. Dies ist der höchste Wert unter allen OECD-Ländern. Das Hochschulsystem wird von staatlichen Universitäten dominiert, gleicht ansonsten aber sehr dem US-Amerikanischen System. Insbesondere das Bachelor-Studium ist sehr verschult (regelmäßige Hausaufgaben, teilweise Anwesenheitspflicht etc). Die Dozenten sind verglichen mit manchen Professoren in Europa sehr zugänglich. Es ist üblich sich beim Vornamen anzusprechen. Die Unis sind sehr gut ausgestattet und bieten gute Lehre. Die Kehrseite davon ist, dass alle Universitäten recht hohe Studiengebühren, insbesondere von ausländischen Studenten verlangen (25.000 C$ pro Semester sind keine Seltenheit). Billiger ist es meist an einem Austauschprogramm der Heimatuniversität teilzunehmen, dann fallen üblicherweise keine zusätzlichen Studiengebühren an. Trotzdem sind die Kosten für Unterkunft, obligatorische Krankenversicherung und Lebensmittel nicht zu vernachlässigen. Es empfiehlt sich daher, soweit möglich, um ein Stipendium zu bemühen. Hat man ein Stipendium (oder genügend eigene Mittel) und eine Zusage der kanadischen Hochschule, kann man sich um ein Studienvisum (genauer eine Studienerlaubnis) bewerben. Diese benötigen alle Ausländer, falls sie länger als sechs Monate im Land bleiben wollen (siehe ''[[#Visum]]''). Doch auch für kürzere Aufenthalte kann es sich lohnen, eine Studienerlaubnis zu haben: seit 2014 ist diese nämlich direkt mit einer (befristeten) Arbeitserlaubnis gekoppelt. == Arbeiten == [[File:Hundesitter.JPG|thumb|right|Hundesitter führen ein straff organisiertes Gewerbe in Kanada. Hunde werden nach Zeitplan mit einem Lieferwagen abgeholt und gebracht, auch mehrfach täglich − für 15 Dollar pro Stunde und Hund.]] Ende der 1970er Jahre änderte Kanada die Einwanderungspolitik deutlich. Wurden bis dahin Werbeaktionen für Einwanderer durchgeführt, werden seitdem gezielt Arbeitskräfte bestimmter Qualifikationen gesucht, die sich je nach Konjunktur immer wieder ändern. Bei den gesuchten Berufen handelt es sich jedoch nicht ausschließlich um hochqualifizierte, auch bestimmte Handwerker werden gesucht. Kanada hat dazu ein detailiertes Punktesystem entwickelt, in das zahlreiche Faktoren aus beruflicher Erfahrung und persönlichen Eigenschaften wie z.&#x202F;B.&nbsp;der Gesundheitszustand einfließen. Mit gesuchten Berufen überschreitet man die Punktgrenze recht leicht, mit anderen ist es nahezu unmöglich, dauerhaft einzuwandern. Auch eine mehrjährige Arbeitserlaubnis ist auf keinen Fall eine Garantie, dass man danach dauerhaft bleiben kann. Man hört zuweilen, dass man mit Korruption seinem Glück nachhelfen kann. Allerdings ist das − abgesehen davon, dass man dafür Geld braucht − natürlich eine Straftat. * '''[http://inhalt.monster.de/section1675.asp Bewerben in Kanada]''': Wichtige Informationen rund um das Thema Bewerben, Jobsuche, Bürokratie * '''[http://www.skillclear.co.uk/canada/canada-skilled-worker-points-calculator-1.asp 'Skilled Worker Test']''': Online-Test, ob man als 'skilled worker' eingestuft wird. * '''[http://inhalt.monster.de/3236_de-DE_p1.asp nordamerikanischer Musterlebenslauf]''' * '''[http://www.dfait-maeci.gc.ca/canada-europa/germany/visa-work-procedure-de.asp Zeitweise Arbeiten in Kanada]''': * '''[http://www.dfait-maeci.gc.ca/canada-europa/germany/site/pdfs/IRPAwork-de.pdf Hilfreiches zum Antrag auf eine Arbeitserlaubnis]''' In Kanada gibt es einen gesetzlichen Mindestlohn, der sich je nach Provinz in der Höhe etwas unterscheidet. Dieser bewahrt zwar vor absoluter Armut, ist aber angesichts der recht hohen Lebenshaltungskosten auch keine Garantie für ein leichtes Leben. == Feiertage == {{Feiertage Anfang}} {{Feiertag | datum= 01-01 | New Year's Day (Jour de l’an) | Neujahr, Bundesweit gesetzlicher Feiertag }} {{Feiertag | 2. Montag im Februar | Family Day | Familientag, gesetzlicher Feiertag in British Columbia }} {{Feiertag | 3. Montag im Februar | Family Day (Fête de la Famille)<br />Louis Riel Day (Manitoba)<br />Islander Day (Prince Edward Island) | Familientag, gesetzlicher Feiertag in Alberta, Manitoba, Ontario, Prince Edward Island und Saskatchewan }} {{Feiertag | {{Ostern.next|tag=Karfreitag}} | Good Friday (Vendredi Saint) | Karfreitag, Bundesweit gesetzlicher Feiertag }} {{Feiertag | {{Ostern.next|tag=Ostermontag}} | Easter Monday (Lundi du Pâques) | Ostermontag, Bundesweit anerkannter Feiertag }} {{Feiertag | Montag vor<br/>dem 25. Mai | Victoria Day (Fête de la Reine) | Offizieller Geburtstag der Königin, Bundesweit anerkannter Feiertag }} {{Feiertag | 1. Juli (2. Juli, falls dies ein Montag ist) | Canada Day (Fête du Canada) | Zur Feier des British North America Act vom 1. Juli 1867, Bundesweit gesetzlicher Feiertag }} {{Feiertag | erster Montag im August | diverse Namen | gesetzlicher Feiertag in British Columbia, New Brunswick, Northwest Territories, Nunavut und Saskatchewan<br />anerkannter Feiertag in Alberta, Manitoba, Ontario, Nova Scotia und Prince Edward Island }} {{Feiertag | erster Montag in September | Labour Day (Fête du Travail) | Tag der Arbeit, Bundesweit gesetzlicher Feiertag }} {{Feiertag | zweiter Montag in Oktober | Thanksgiving Day (Action de Grâce) | Erntedankfest, Bundesweit anerkannter Feiertag<br />gesetzlicher Feiertag in Alberta, British Columbia, Manitoba, Northwest Territories, Nunavut, Ontario, Quebec, Saskatchewan und Yukon }} {{Feiertag | datum= 11-11 | Remembrance Day (Jour du Souvenir) | Gedenktag zum Ende des 1. Weltkriegs, Bundesweit anerkannter Feiertag/<br />gesetzlicher Feiertag in Alberta, British Columbia, New Brunswick, Newfoundland and Labrador, Northwest Territories, Nunavut, Prince Edward Island, Saskatchewan und Yukon }} {{Feiertag | datum= 12-25 | Christmas Day (Noël) | Weihnachtstag, Bundesweit gesetzlicher Feiertag }} {{Feiertag | datum= 12-26 | Boxing Day (lendemain de Noël) | Bundesweit anerkannter Feiertag; gesetzlicher Feiertag in Ontario; gesetzlicher Ruhetag in New Brunswick }} {{Feiertage Ende}} == Sicherheit == [[File:Kanadischer Mountie-Puppe.JPG|thumb|hochkant|right|Die weltberühmten Mounties in den roten Uniformen gibt es nur noch bei besonderen Gelegenheiten - oder als Puppe.]] Die Sicherheit in Kanada für Touristen ist gewährleistet. Das Land hat im Vergleich zu anderen Ländern eine geringe Kriminalitätsrate. Allerdings ist es nicht kriminalitätsfrei, auch wenn so mancher Reiseführer so etwas andeutet. Die Hells Angels zum Beispiel kassieren von Läden Schutzgeld, die Bauindustrie ist in der Hand der italienischen Mafia. Es wäre auch realitätsfremd, wenn man annehmen würde, ein Land mit Einwanderervierteln würde nicht eine gewisse Abschottung gegenüber staatlicher Autorität innerhalb ihrer Landsmannschaften entwickeln. Touristen müssen aber abgesehen von üblichen Sicherheitsmaßnahmen keine besonderen Vorkehrungen ergreifen. === Mounties === Die ''Royal Canadian Mounted Police'' (RCMP) in ihren berühmten roten Jacken wurde 1873 gegründet, um in die westlichen Provinzen erste staatliche Ordnung zu bringen. Seit den 1960er Jahren ist die rote Uniform nur noch für besondere Gelegenheiten vorgesehen, im Alltag wird sie nicht mehr getragen. Die kanadische Polizei ist auf dreierlei Art gegliedert: Größere Städte haben eine Stadtpolizei, einzelne Provinzen wie Ontario und Québec haben eine eigene Polizei, für den Rest des Landes sowie für Bundesangelegenheiten ist dann die RCMP zuständig. == Gesundheit == {{Quickbar Notruf}} Kanada hat eines der leistungsfähigsten Gesundheitssysteme der Erde und in den großen Städten gibt es einige der besten Krankenhäuser überhaupt, in denen Spezialfälle aus der ganzen Welt behandelt werden. Die Arztkosten sind für Kanadier laut Verfassung mit den Steuern abgegolten, die Ärzte werden vom Staat bezahlt. Trotzdem jammert man auch in Kanada darüber, dass das Gesundheitssystem nicht mehr so gut ist wie früher. Viele Ärzte wandern in die USA ab, weil sie dort mehr verdienen können. In abgelegenen Gegenden Kanadas kann der Zugang zu medizinischer Versorgung begrenzt sein. Stellen Sie sicher, dass Sie gegebenenfalls Medikamente und medizinische Versorgung mitbringen. Für Reisende ist die Behandlung natürlich nicht kostenlos. Im Gegenteil, die Kosten einer aufwendigen Behandlung können schnell astronomische Summen erreichen. Eine Reisekrankenversicherung ist daher praktisch zwingend. Insbesondere sollte die Versicherung über eine entsprechende Telefonnummer, die man greifbar haben sollte, '''vor''' einer Behandlung informiert werden, damit sie Kosten direkt mit dem Krankenhaus verrechnen kann. Ein vorläufiges Auslegen der Rechnung kann schnell selbst die besten Kreditkartenlimits sprengen. '''Medikamente''' bekommt man in Drogeriemärkten oder nahezu allen großen Supermärkten. Frei verkäufliche gibt es in wenig übersichtlichen Regalen zum Mitnehmen, rezeptpflichtige Arzneimittel werden an einer Theke direkt daneben ausgegeben. Kanada ist insgesamt ein sehr sauberes Land. Auf etwas anderes als hohe hygienische Ansprüche braucht man sich nicht einzulassen. Nur kleinere Supermärkte kommen manchmal etwas schmuddelig daher. Wenn man Bedenken hat, sollte man sich auf abgepackte Ware beschränken. Das '''Wasser''' ist problemlos trinkbar. Es ist jedoch stark gechlort und der Geschmack passt nicht jedem. Das Chlor-Aroma kann durch Eiswürfel sogar Erfrischungsgetränke befallen. Kanadier kaufen daher gerne große Plastikbehälter mit mehreren Litern einfachem, stillen Wasser. Öffentliche '''Toiletten''' sind prinzipiell sauber und technisch in Ordnung. Viele lösen mit Hilfe eines Sensors aus, und wenn der mal nicht funktioniert, findet man neben dem Sensor einen kleinen Knopf, mit dem man nachhelfen kann. Auch wenn Nordamerikaner die Privatheit ihrer Geschlechtsteile in der Sauna mehr schätzen als Mitteleuropäer, auf der Toilette sehen sie das deutlich lockerer: Die Kabinentüren sind so kurz, dass man oben und unten gute Einsicht hat und was man da noch nicht erkennen kann, zeigt man der Welt durch die Spalten zwischen Trennwänden und Türen, die oft in Zentimetern zu messen sind. Die zahlreichen Gewässer sind natürlich eine ideale Brutstätte für '''Mücken'''. Es wird empfohlen, sich besser mit den kanadischen Abwehr-Produkten zu versorgen, als welche aus Europa mitzubringen. Auch die '''Zecke''' ist in den Wäldern verbreitet. Auch wenn es wenig bekannt ist, in Kanada gibt es regelmäßig '''Tornados'''. Von diesen gefährlichen Wirbelstürmen sollte man sich so weit wie möglich fernhalten. Natürlich gibt es in Kanada die typischen Wintergefahren. Die Straßen und Gehwege in den Städten werden allerdings systematisch geräumt. == Tiere == [[File:Bärenstatue in Ottawa.JPG|thumb|hochkant|left|Neben dem Ahornbaum ist der Bär Kanadas Nationalsymbol.]] [[File:Skyline Toronto bei Tag.JPG|thumb|right|Die einzigen Bären, die man hier trifft, findet man an der Börse: Toronto ist der drittgrößte Finanzplatz Nordamerikas.]] [[File:Waschbär.JPG|thumb|right|Der nordamerikanische Waschbär ist ein häufiger Nachbar des Menschen − und ein unbeliebter dazu.]] * '''Bären:''' Über eine Million soll es davon in Kanada geben. Im Süden gibt es Schwarzbären und Grizzlys, in den arktischen Gebieten Eisbären. Schwarzbären und Grizzlys gelten als scheue Tiere, sie meiden Menschen, der außer in extremen Hungersituationen normalerweise nicht auf ihren Speiseplan steht. Allerdings gibt es jedes Jahr einige Bärenangriffe auf Menschen, vorallem dann, wenn ein Mensch einem Bär plötzlich gegenüber steht oder eine Bärin ein Junges dabei hat. Wanderern wird daher dringend empfohlen, auf irgendeine Weise Lärm zu machen, z.&#x202F;B.&nbsp;durch lautes reden oder eine Klingel am Hosenbein, damit Meister Petz sich rechtzeitig verziehen kann. Sehr gefährlich kann es für Camper sein, lecker riechende Essabfälle nicht sofort wegzuräumen und geruchssicher zu entsorgen, notfalls durch vergraben. Da kann man tatsächlich schnell mal Besuch von den falschen Gästen bekommen. Während es im Osten und der Mitte Kanadas recht unwahrscheinlich ist, einem Bären zu begegnen, kann das im Westen, besonders in den Rockies, schon sehr viel wahrscheinlicher werden. In menschliche Siedlungen wagt er sich allerdings nicht, auch wenn zuweilen Bücher für Touristen so etwas glauben machen wollen. Eisbären sind sehr aggressiv und eine Begegnung mit ihnen bedeutet Lebensgefahr. Das Tragen einer Schusswaffe ist im arktischen Teil Kanadas angesagt. * '''Elche:''' Auch diesen Riesentieren kann man in Kanada durchaus begegnen. Je nach Lebensbedingungen werden die Tiere weit über 2 Meter groß (Schulterhöhe) und haben mehrere hundert Kilo Lebendgewicht. Auch wenn es wenig bekannt ist, sind Elche sehr gefährliche Tiere, da sie urplötzlich sehr aggressiv werden können und blitzschnell auf einen zurennen. Sie sind dabei so schnell, dass bei wenigen Metern Abstand ein Ausweichen nicht mehr möglich ist. Ob der Elch einem Menschen den Kopf oder die Hufe in die Brust rammt, ist dann auch egal. Die ersten Farmer in Kanada haben versucht, die Elche zu domestizieren und sind an deren Aggressivität gescheitert. Vor der Erfindung des Gewehres galt die Elchjagd als gefährlicher als die Bärenjagd. * '''Bison (Büffel):''' In der Prärie ist bis heute der ''Buffalo'' heimisch und man bekommt gelegentlich auch das Fleisch der Tiere angeboten. * '''Biber:''' Wenn man irgendwo an einem Gewässer Holz gestapelt sieht, war es ein Biber. Zu sehen bekommt man die scheuen Tiere aber so gut wie nie. Biber gelten übrigens als extrem treue Tiere, die ihr Leben lang nur einen Partner haben. Als Biber anfingen, ihre Partner zu betrügen, fanden Wissenschaftler heraus, dass Umweltbelastungen das Gehirn der Tiere geschädigt hatte. Ob Menschen diese Ausrede auch anführen können? * '''Waschbären:''' Von allen aufgezählten Tieren trifft man dieses am leichtesten, denn es findet die Großstadt toll. Da kommen Menschen an, werfen viele Leckereien in diese komischen Mülltonnen und wenn man die nachts umwirft, kann man so herrlich darin wühlen. Ob die besagten Menschen es so toll finden, am nächsten Morgen die Mülltonne wieder einzuräumen, ist dem Waschbären egal. Waschbären sind ausgesprochen dankbare Fotomotive, manchen Exemplaren kann man die Kameralinse direkt vor die Nase halten. Für den durchschnittlichen Touristen kündigt sich eine Begegnung mit einem Bär oder Elch auf seiner Fahrt meist dadurch an, dass bereits andere Fahrzeuge an beiden Straßenrändern halten und unvernünftigerweise Leute auch ausgestiegen sind. Man sollte dann auf keinen Fall scharf bremsen, das verscheucht die Tiere, sondern den Wagen rollend nähern und schon mal die Kamera zücken. Aussteigen sollte man nicht. == Respekt == Man sollte darauf achten, Kanadier und US-Amerikaner nicht pauschal in einen Topf zu werfen, wenn man in Kanada ist. Die Kanadier legen großen Wert auf die Unterschiede. Die Frankokanadier sind sehr stolz auf ihre eigenständige Sprache und Kultur und legen großen Wert darauf, dass man diese respektiert. So sollte man daher in französischsprachigen Teilen Kanadas stets auf Französisch grüßen. Ein freundliches "Bonjour" reicht dabei völlig. Es ist gar nicht notwendig Französisch zu sprechen, wenn der Gegenüber merkt, dass man sich zumindest etwas bemüht hat, Französisch zu sprechen wird dies honoriert. ; “Pronouns” Kanada hat die vorgeschriebene Sprachpraxis, als Menschenrecht, für „2SLGBTQI+“ {{Stand|2025|06|17}} mit einem bestimmten Personalpronomen angesprochen zu werden, am weitesten unter allen westlichen Ländern umgesetzt. Zwar wird man bei Fehlgebrauch nur dann eingesperrt wenn es sich um „Volksverhetzung“ handelt, was seit 2016 in den §§&#8201;318-19 des Strafgesetzes unter „Völkermord“ (“genocide“) definiert ist, es werden jedoch zivilrechtliche Geldstrafen von „Menschenrechtskommissionen“ verhängt. Im Alltag wird man als Besucher, sofern man sich in entsprechenden Kreisen bewegt, allenfalls einer mehr oder weniger langen Belehrung ausgesetzt werden. Jeder Bundesstaat kann ergänzende Bestimmungen erlassen. == Praktische Hinweise == '''Zeitzonen''': Der Kanadier Sir Sandford Fleming schlug bereits 1876 als erster ein Zeitzonennetz für die gesamte Welt vor. Kanada wird von Küste zu Küste von sechs verschiedenen Zeitzonen durchzogen: * Newfoundland Time Zone (UTC−3:30/UTC−2:30): [[Neufundland und Labrador|Neufundland]] * Atlantic Time Zone (UTC−4/UTC−3): [[Atlantische Provinzen]] (ohne Neufundland), östliches [[Québec (Provinz)|Québec]] * Eastern Time Zone (UTC−5/UTC−4): [[Québec (Provinz)|Québec]], [[Ontario]], östliches [[Nunavut]] * Central Time Zone (UTC−6/UTC−5): [[Manitoba]], Zentral-Nunavut, [[Saskatchewan]] (keine Sommerzeit) * Mountain Time Zone (UTC−7/UTC−6): [[Alberta]], westliches Nunavut, [[Nordwest-Territorien]] * Pacific Time Zone (UTC−8/UTC−7): [[British Columbia]], [[Yukon]] Anmerkung: Einzelne Regionen der genannten Provinzen liegen aus wirtschaftlichen Gründen in einer Nachbarzeitzone. Es ist daher ratsam sich genau zu informieren, in welcher Zeitzone der besuchte Ort liegt um Überraschungen zu vermeiden. Das gesetzliche Mindestalter um Alkohol in der Öffentlichkeit zu trinken ist in Kanada 19 Jahre, bzw. 18 Jahre in Alberta, Manitoba und Québec. In einigen Teilen Kanadas, insbesondere in abgelegenen Gebieten oder Nationalparks, ist es wichtig, sich über die richtige Verhaltensweise bei Begegnungen mit Bären und anderen Wildtieren zu informieren. Dies kann Ihre Sicherheit und die der Tiere gewährleisten. == Post und Telekommunikation == {| class="wikitable sortable float-right" |- class=hintergrundfarbe6 ! Provinz <br>oder Territorium ! Flagge ! Abkürzung <br />[[w:ISO 3166-2:CA|ISO code]] |- | [[Alberta]] || {{Flagicon|Alberta|60px}} ||style=text-align:center | '''AB''' |- | [[British Columbia]] || {{Flagicon|British Columbia|60px}} ||style=text-align:center | '''BC''' |- | [[Manitoba]] || {{Flagicon|Manitoba|60px}}||style=text-align:center | '''MB''' |- | [[New Brunswick]] ||{{Flagicon|New Brunswick|60px}} || style=text-align:center | '''NB''' |- | [[Neufundland und Labrador]]|| {{Flagicon|Newfoundland_and_Labrador|60px}} || style=text-align:center | '''NL''' |- | [[Nova Scotia]] || {{Flagicon|Nova Scotia|60px}} || style=text-align:center | '''NS''' |- | [[Nordwest-Territorien]] || {{Flagicon|the Northwest Territories|60px}} || style=text-align:center | '''NT''' |- | [[Nunavut]] ||{{Flagicon|Nunavut|60px}} || style=text-align:center | '''NU''' |- | [[Ontario]] ||{{Flagicon|Ontario|60px}} || style=text-align:center | '''ON''' |- | [[Prince Edward Island]] ||{{Flagicon|Prince Edward Island|60px}} || style=text-align:center | '''PE''' |- | [[Québec (Provinz)|Québec]] || {{Flagicon|Quebec|60px}} ||style=text-align:center | '''QC''' |- | [[Saskatchewan]] ||{{Flagicon|Saskatchewan|60px}} || style=text-align:center | '''SK''' |- | [[Yukon]] || {{Flagicon|Yukon|60px}}|| style=text-align:center | '''YT''' |} === Festnetz === Das Telefonnetz in Kanada ist in bevölkerten Gebieten flächendeckend verfügbar. Die Technik ist dem europäischen Analoganschluss vergleichbar. ISDN oder ähnliche Anschlüsse sind nur in Firmen verbreitet. Der Ländercode für Kanada ist 1. Internationale Gespräche von Kanada in andere Länder beginnen mit 011, für Deutschland beispielsweise 011-49. Beinahe jeder kleine Ort in Kanada hat eine Telefonzelle, in der größtenteils auch mit Münzgeld bezahlt werden kann. === Mobiltelefon === ==== Technische Aspekte ==== Mit modernen Telefonen und SIM-Karten gibt es keinerlei Probleme. Allerdings ist zu beachten, daß unter den 26 Anbietern, davon vier große, etliche nur eine regionale Abdeckung bieten. Landesweit agieren Rogers Wireless (+ Fido, Chatr, Fizz, 7-Eleven Speak), Bell Mobility (+ Virgin Plus, Lucky Mobile) und Telus Mobility (+ Koodo / Public Mobile); ''Freedom Mobile'' ist nur in Ontario brauchbar. Nutzt man eine Prepaid-Karte gibt es kein Roaming zwischen diesen Betreibern (allerdings nutzen Bell und Telus gegenseitig ihre Funktürme), anders als bei regionalen wie zum Beispiel ''Sask'' nur in Sakatchewan (mit roaming andernorts), ''East Link'' nur in Neuschottland und Prince Edward Island. Außerhalb der dicht besiedelten Gebiete um die großen Seen oder den wichtigen Orten nach Westen ist schnell Schluß mit Empfang. Wer den Highway nach Alaska fahren möchte hat nur mit ''Bell Mobility'' Abdeckung. Diese Firma hat landesweit das größte Netz. Mit einer ''Rogers''-Karte kann man in USA nicht roamen. ==== Kosten ==== Die Roaminggebühren für übliche deutsche SIM-Karten sind sehr hoch, so dass sich schon für Aufenthalte von wenigen Wochen der Kauf einer einheimischen Prepaid-SIM-Karte lohnen kann. Generell gilt, dass Mobilfunk etwas teurer als in Europa oder den USA ist. Außerdem sind manche Netze nur in bestimmten Provinzen ausgebaut, so dass in anderen Landesteilen Roaminggebühren anfallen können. Wer im Land reisen möchte sollte also nach Angeboten, mit dem Stichwort „Nationwide“ Ausschau halten. Wer aus USA oder Mexiko kommt kann ggf. mit einer dort erworbenen SIM-Karte, trotz Roaming-Gebühr günstiger wegkommen, besonders wenn man bei Kurzbesuchen die Aktivierungsgebühr und Mehrwertsteuer (die extra geht) mit einrechnet. Bei der Datennutzung gehört Kanada zu den teuersten Ländern weltweit. ==== Geräte ==== Wer sich in Kanada ein neues Gerät zulegen möchte sollte unbedingt darauf achten das es „unlocked“ ist. Viele Geräte werden nämlich mit SIM- oder Netlock verkauft. === Internet === Internetzugang erhält man entweder in so gut wie jeder öffentlichen Bibliothek, in Ballungsräumen auch per WLAN oder auch in einem Internetcafé. Preise schwanken hier zwischen $3 bis $6 für eine Stunde. Freies WLAN (hier immer „Wifi“ genannt) gehört zum Standard in Hotels. Auch sehr viele Cafés, Bars, etc. bieten ihren Kunden Wifi ohne Gebühr. Über 80&#x202F;% der Kanadischen Internetanschlüsse sind laut OECD Breitbandanschlüsse. Die Geschwindigkeiten reichen von 256 KBit/s bis zu 100 MBit/s, der Landesdurchschnitt liegt bei 7 MBit/s. '''Es ist zu beachten''', dass das Surfen in ungeschützten WLANs ohne Zustimmung des Betreibers in Kanada strafbar ist. === Post === Die Farbe der kanadischen Post ist rot. Die Laufzeiten von Briefen variieren stark von ein bis zwei Tagen für innerstädtische Briefe bis zu zwei Wochen bei Langstreckenbriefen. Ähnlich lange Laufzeiten sind bei Auslandssendungen zu erwarten. Nach Deutschland benötigt Luftpost durchschnittlich 5 Werktage, Seepost allerdings bis zu 2 Monate. Inlandspost ist sehr preiswert, wobei dagegen Auslandspost oft unverhältnismäßig teuer ist. Postfilialen sind an ihrer rot-weißen Farbe erkennbar und montags bis freitags von 9 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Briefmarken bekommt man außer bei der Post auch bei zahlreichen Läden oder Hotels. Porto nach Deutschland kostet für Postkarte wie für Brief 3,65&#x202F;$ plus Steuern ([https://www.canadapost-postescanada.ca/cpc/en/personal/stamp-prices.page Portoübersicht]), wenn man die Briefmarken nicht bei der Post erwirbt, kommen ggf. noch ein paar Cent Provision hinzu. == Literatur == === Reiseführer für das ganze Land === * Kaiser, Laura; ''Roadtrips Kanada: unvergessliche Traumrouten für den perfekten Urlaub mit Auto, Camper & Motorrad;'' München 2025 (Bruckmann) * Kränzle, Peter; ''Das Reisebuch Kanada: die schönsten Ziele entdecken: Highlights, Nationalparks und Traumrouten;'' München 2022 (Bruckmann) * Ottinger, Iris; ''Unterwegs in Kanada: das große Reisebuch;'' München 2022 (Kunth) * Winterberg, Sonya; ''Gebrauchsanweisung für Kanada;'' München 2023 (Piper) ;Historisch * Hesse-Wartegg, Ernst von [1854-1918]; ''Kanada und Neu-Fundland: nach eigenen Reisen und Beobachtungen;'' Freiburg 1888 (Herder); [https://archive.org/details/kanadaundneufund00hessuoft Scan] == Weblinks == * [https://www.auswaertiges-amt.de/DE/Aussenpolitik/Laender/Laenderinfos/01-Nodes_Uebersichtsseiten/Kanada_node.html Auswärtiges Amt] - Auswärtiges Amt Deutschlands mit Informationen über Kanada * [https://www.pc.gc.ca/ Hauptwebseite der kanadischen Nationalparks] * [http://www.national-parks-kanada.de Webseite zu den kanadischen Nationalparks] * [https://www.fremdenverkehrsamt.com/kanada.html Verzeichnis der Fremdenverkehrsämter] aller kanadischen Provinzen mit Adresse, Homepage und Online-Anfrage == Einzelnachweise == <references /> {{GeoData| lat=56.13037 | long=-106.34677 | radius= }} {{IstInKat|Nordamerika}} {{Ferientipps}} {{class-4}} hr08em8qlywvqroj9lqneg78j3jg4is 1804828 1804825 2026-09-18T13:17:25Z Wowo2024 53507 /* Städte */ 1804828 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Land | Religion=Römisch-Katholisch 46&#x202F;%, Protestantisch 36&#x202F;%, andere 18&#x202F;% | Zeitzone=UTC-2,5 &ndash; UTC-8 }} '''Kanada''' ist ein Staat in [[Nordamerika]]. Er ist nach [[Russland]] flächenmäßig das zweitgrößte Land der Erde. Einzige Landgrenze ist im Süden und im Nordwesten die Grenze zu den [[Vereinigte Staaten von Amerika|Vereinigten Staaten]], die gleichzeitig die längste Landgrenze der Welt ist. {{Marker | name =Kanada | type =country | wikidata =Q16}} ist ein beliebtes Touristenziel und eines der wohlhabendsten Länder der Welt. Seine unendliche, unberührte Landschaft sowie seine kulturellen Eigenheiten sind weit bekannt. == Klima, Flora und Fauna == [[Datei:Indian2.jpg|mini|Indian Summer]] Wer in Kanada lebt, muss den Winter mögen. Im Norden ist das Permafrost-Gebiet, hier leben nur einzelne Ureinwohner-Stämme, die über Kleinflugzeuge versorgt werden. Im Süden beginnt die Touristen-Saison im Mai. Juni bis August ist kommen vor allem Camper, die sich Wohnmobile mieten und Rucksack-Touristen, die wandern oder mehrere Tage mit Booten unterwegs sein wollen. Im September endet die warme Zeit. Der sehr lange Winter dauert von Oktober bis April mit extremen Temperaturen und viel Schnee. Allerdings darf nicht ganz Kanada mit polarem oder subpolarem Klima assoziiert werden. Der Süden Kanadas wie {{Marker | name =Vancouver | type =city | wikidata =Q24639 | show =copy}} liegt auf der Höhe von [[Mainz]], in {{Marker | name =Kamloops | type =city | wikidata =Q473209}} kann es im Sommer über 30&#x202F;°C werden. Das Klima Kanadas ist aufgrund der enormen Landmasse sehr unterschiedlich (die größte Nord-Süd-Ausdehnung beträgt ca. 4500&#x202F;km während die Ost-West-Ausdehnung ca. 5000&#x202F;km beträgt). In den nördlichen Inselgebieten herrscht das ewige Eis. Weiter südlich lässt das Klima einige Sträucher zu. Ein „angenehmes“ Klima ist erst im Osten, ab dem 50., und im Westen ab dem 55. Breitengrad anzutreffen. Die Winter sind, bis auf einige Täler im Süden British Columbias und an der Westküste, im gesamten Staatsgebiet eisig kalt. Hinzu kommen die berüchtigten Blizzards die ganze Landstriche unter einer meterhohen Schneedecke begraben (treten nur im mittleren Westen und im Osten auf). '''''Klimaerläuterung zu den Gebieten südlich der oben genannten Breitengrade!''''' '''Das Klima im Westen''': Am [[Pazifischer Ozean|Pazifik]] herrscht ozeanisches Klima, mit milden Wintern und kühlen Sommern. Regen fällt hier das ganze Jahr hindurch. Im Landesinneren ist es kontinental, mit zum Teil extremen Temperaturschwankungen zwischen Sommer und Winter, es regnet hier auch weniger als an der Küste. In den nördlichen Gebieten und ab einer Höhe von 700&#x202F;m (im Süden) sind die Winter eisig kalt (Temperaturen bis -30&#x202F;°C keine Seltenheit). Im Sommer kann es auch hin und wieder heiß werden, nachts kühlt es jedoch stark ab. In den südlichen Tälern [[British Columbia]]s ist es erstaunlich mild. Die Winter sind ähnlich kalt wie in Bayern, im Sommer ist es jedoch um einiges wärmer und vor allem auch sonniger. Eine klimatische Besonderheit stellt das Tal um die Stadt [[Osoyoos]] dar (Grenze zur [[Vereinigte Staaten von Amerika|USA]]), hier gibt es die einzige Wüste Kanadas mit Kakteen und Klapperschlangen inklusive. '''Das Klima des mittleren Westen''': Da es hier keine nennenswerte Gebirge gibt welche die Winde aufhalten und die Nähe zum Meer auch fehlt, ist die Temperaturspanne zwischen Sommer und Winter sehr groß. Die Winter sind lang und kalt, Temperaturen von -35&#x202F;°C gibt es in dieser Region regelmäßig. Der Sommer ist kurz. Die Temperaturen können in dieser Zeit auch hin und wieder die +35&#x202F;°C Marke erreichen. Niederschlag fällt bevorzugt in den Sommermonaten. '''Das Klima im Osten''': In dieser Region ist das Klima sehr unterschiedlich, bedingt durch die Nähe zum [[Atlantischer Ozean|Atlantik]] und den [[Große Seen|Great Lakes]]. Der Einfluss des Atlantiks auf die Küstennahen Gebiete ist unverkennbar. Im Winter ist es am Atlantik nicht ganz so kalt wie im Landesinneren, dafür ist es im Sommer um einige Grade kühler. Das Landesinnere ist durch starke Kontraste geprägt (im Winter ist es weniger kalt als im mittleren Westen). Die Sommer sind lang und warm. Im Bereich der Großen Seen ist das Klima milder, besonders im Herbst wo die Landfläche stark abkühlt und die Seen als Wärmespeicher dienen. Längere Trocken bzw. Feuchtperioden können zu jeder Jahreszeit auftreten. Die Winter können durch die Nähe der großen Seen sehr schneereich werden. In der Wildnis Kanadas leben über 200 Säugetierarten, darunter drei der acht Bärenarten (Grizzly-, Schwarz- und Polarbär). Weitere Arten sind Biber, Bison, Elch, Fuchs, Karibu, Wapiti, Waschbär und Wolf. Unter den über 5.300 Pflanzenarten gibt es etwa 140 Baumarten (Koniferen- und boreale Wälder). Etwa 450 Vogelarten können beobachtet werden. Über 1.200 Arten von Fischen (Süßwasser- und Meeresfische) sind zu verzeichnen, von denen 6 Lachsarten (fünf Pazifische und eine Art Atlantischer Lachs) hervorzuheben sind. Rund 39&#x202F;% der Landesfläche entfallen auf Waldgebiete - mit sinkender Tendenz. Typische Wälder des Nordens mit Permafrost-Boden sind die „betrunkenen Wälder“ ({{enS|''drunken forests''}}), wo die Bäume wegen der temperaturbedingten Bodenverschiebungen nicht gerade wachsen. == Regionen == === Geografische Gliederung === {{Region List | title = Die Reiseregionen Kanadas | map = Canada provinces Regionl.png | {{Region Item | color = #FF0000 | name = Atlantische Provinzen | description = Die Atlantikprovinzen befinden sich im Osten des Landes. |Nova Scotia|New Brunswick|Neufundland und Labrador|Prince Edward Island}} | {{Region Item | color = #FF1493 | name = Québec (Provinz){{!}}Québec | description = Québec ist die flächengrößte Provinz Kanadas. Nunavut ist zwar größer, aber keine Provinz. }} | {{Region Item | color = #00FF00 | name = Ontario | description = Ontario schließt sich in Richtung Westen an und ist die bevölkerungsreichste und wirtschaftlich wichtigste Provinz. }} | {{Region Item | color = #FFA54F | name = Prärieprovinzen |Alberta|Manitoba|Saskatchewan}} | {{Region Item | color = #1E90FF | name = British Columbia | description = British Columbia bildet die kanadische Westküste.}} | {{Region Item | color = #FFFF00 | name = Kanada/Norden{{!}}Norden | description = Die Territorien im Norden des Landes sind direkt der Bundesregierung unterstellt und bilden keine eigenständigen Provinzen. Es besteht aus drei Territorien, [[Yukon|Yukon-Territorium]], [[Nordwest-Territorien]], [[Nunavut]] (Iqaluit)}} }} === Politische Gliederung: Provinzen und Territorien === {| class="wikitable" style="padding:1em; vertical-align:top; border:2px;" |- ! [[w:Provinz|Provinz / Territorium]] ! Hauptstadt |- | {{Marker | name =Alberta | type =region | wikidata =Q1951}} || {{Marker | name =Edmonton | type =city | wikidata =Q2096 | show =copy}} |- | {{Marker | name =British Columbia | type =region | wikidata =Q1973}} || {{Marker | name =[[Victoria (British Columbia)|Victoria]] | type =city | wikidata =Q2132 | show =copy}} |- | {{Marker | name =Manitoba | type =region | wikidata =Q1948}} || {{Marker | name =Winnipeg | type =city | wikidata =Q2135 | show =copy}} |- | {{Marker | name =Neufundland und Labrador | type =region | wikidata =Q2003}} || {{Marker | name =[[St. John's (Neufundland)|St. John's]] | type =city | wikidata =Q2082 | show =copy}} |- | {{Marker | name =New Brunswick | type =region | wikidata =Q1965}} || {{Marker | name =Fredericton | type =city | wikidata =Q2138}} |- | {{Marker | name =Nordwest Territorien | type =region | wikidata =Q2007}} || {{Marker | name =Yellowknife | type =city | wikidata =Q2061}} |- | {{Marker | name =Nova Scotia | type =region | wikidata =Q1952}} || {{Marker | name =Halifax | type =city | wikidata =Q2141 | show =copy}} |- | {{Marker | name =Nunavut | type =region | wikidata =Q2023}} || {{Marker | name =Iqaluit | type =city | wikidata =Q2030}} |- | {{Marker | name =Ontario | type =region | wikidata =Q1904}} || {{Marker | name =Toronto | type =city | wikidata =Q172 | show =copy}} |- | {{Marker | name =Prince Edward Island | type =region | wikidata =Q1978}} || {{Marker | name =Charlottetown | type =city | wikidata =Q2127}} |- | {{Marker | name =Quebec | type =region | wikidata =Q176}} || {{Marker | name =[[Québec|Quebec City]] | type =city | wikidata =Q2145 | show =copy}} |- | {{Marker | name =Saskatchewan | type =region | wikidata =Q1989}} || {{Marker | name =Regina | type =city | wikidata =Q2123}} |- | {{Marker | name =Yukon | type =region | wikidata =Q2009}} || {{Marker | name =Whitehorse | type =city | wikidata =Q2055 | show =copy}} |} == Städte == {{mapframe | type= geoline | stroke= #FF0000 | stroke-width= 2 | stroke-opacity= 1 | id =Q16}} Im Folgenden ist eine Liste mit den auch für den Tourismus wichtigsten Städten aufgeführt. Weitere Städte können in den Regionsartikeln gefunden werden. * {{ Marker | name = Calgary | type= city | wikidata= Q36312 }} – fünftgrößte Stadt und schnell wachsend. * {{ Marker | name = Dawson City | type =city | wikidata =Q372324 | status =top-sight}} - Western-Stadt aus der Zeit des Goldrauschs am Klondike River. * {{ Marker | name = Edmonton | type= city | wikidata= Q2096 }} – Hauptstadt von [[Alberta]]. * {{ Marker | name = Halifax | type= city | wikidata= Q2141 }} – Hauptstadt von [[Nova Scotia]]. * {{ Marker | name = Montreal | type= city | wikidata= Q340 }} – die größte Stadt in [[Québec (Provinz)|Québec]], die zweitgrößte in Kanada und ein kulturelles Highlight. Weltausstellung 1967 und Olympische Sommerspiele 1976. * {{ Marker | name = Ottawa | type= city | wikidata= Q1930 }} – viertgrößte Stadt und Hauptstadt des Landes. Hochtechnologiestandort und Touristenmagnet. * {{ Marker | name = Québec | type= city | wikidata= Q2145 | status =top-sight}} – Hauptstadt der [[Québec (Provinz)|gleichnamigen Provinz]]. * {{ Marker | name = Toronto | type= city | wikidata= Q172 }} – Kanadas größte Stadt und das wichtigste Wirtschaftszentrum. * {{ Marker | name = Vancouver | type= city | wikidata= Q24639 | status =top-sight}} – schön gelegen und geschäftige Metropole an der Westküste. Drittgrößte Stadt Kanadas und Austragungsort der Olympischen Winterspiele im Jahre 2010. Zusammen mit Calgary das wirtschaftliche Zentrum im Westen. * {{ Marker | name = [[Whitehorse]] | type= city | wikidata=Q2055 | status =top-sight}} – Hauptstadt des [[Yukon]]. * {{ Marker | name = Winnipeg | type= city | wikidata= Q2135 }} – Hauptstadt von [[Manitoba]]. Verkehrsknotenpunkt und „Tor zum Westen“ - im Grunde das kanadische Pendant zu [[Chicago]]. * {{ Marker | name = Victoria | type= city | wikidata= Q2132 }} – Hauptstadt der Provinz [[British Columbia]]; befindet sich auf Vancouver Island. * {{ Marker | name = St. John’s (Neufundland) | type = city | wikidata = Q2082 }} – Provinzhauptstadt der Provinz [[Neufundland und Labrador]], eine der ältesten europäischen Siedlungen Nordamerikas und östlichste Stadt Kanadas; befindet sich auf der Insel [[Neufundland]]. == Sehenswürdigkeiten == === Nationalparks === [[Datei:Niagarafälle.JPG|mini|hochkant|Die Niagarafälle gehören mit über 20 Millionen Besuchern jährlich zu den größten Touristenattraktionen der Welt. Die Grenze zwischen den USA und Kanada verläuft mitten durch den Fluss, und die kanadische Seite gilt als deutlich attraktiver.]] Es gibt 38 [[Nationalparks in Kanada]], unter anderem: * {{Marker | name =[[Banff-Nationalpark]] | type = national park | wikidata =Q41858}} * {{Marker | name =[[Glacier National Park (Kanada)]] | type = national park | wikidata =Q1161253}} * {{Marker | name =[[Jasper-Nationalpark]] | type = national park | wikidata =Q503429}} * {{Marker | name =[[Kootenay National Park]] | type = national park | wikidata =Q903323}} * {{Marker | name =[[Mount-Revelstoke-Nationalpark]] | type = national park | wikidata =Q862265}} * {{Marker | name =[[Waterton-Lakes-Nationalpark]] | type = national park | wikidata =Q902778}} * {{Marker | name =[[Yoho National Park]] | type = national park | wikidata =Q828404}} 10 weitere Nationalparks gelten als ''Reserves''. Weder Kanada noch die USA haben für die [[Niagarafälle]] einen Nationalpark. === Berge, Flüsse, Seen === Wichtigste Gebirge sind die {{Marker | name =Kanadischen Rocky Mountains | type =mountain range | wikidata =Q1353201}}, die sich über die Provinzen ''British Columbia'' und ''Alberta'' erstrecken. Höchster Berg hierin ist der {{Marker | name =Mount Robson | type =mountain | wikidata =Q1161258}} (3954&#x202F;m). Eine weitere mächtige Bergkette ist die {{Marker | name =Kluane Range | type =mountain range | wikidata =Q22544759}}, deren höchster Berg {{Marker | name =Mount Logan | type =mountain | wikidata =Q120306}} mit 5959 Metern auch der höchste Berg Kanadas ist. Der in Kanada entspringende, 3190&#x202F;km lange {{Marker | name =[[Yukon River]] | type =river | lat =60.5419 | long =-134.5192 | wikidata =Q104437}} ist ein wilder Strom wie man ihn sich für Nordamerika vorstellt. Auf ihm oder in seiner Umgebung können von Whitehorse oder Dawson City Kanufahrten oder [[Trekking]]-Touren unternommen werden. Längster Fluss Kanadas ist allerdings der 4241&#x202F;km lange {{Marker | name =Mackenzie River | type =river | wikidata =Q3411}}. Die beiden größten Seen Kanadas werden mit den USA geteilt. Es sind die zu den [[Große Seen|Großen Seen]] zählenden {{Marker | name =[[Oberer See]] | type =lake | wikidata =Q1066}} und {{Marker | name =[[Huronsee]]| type =lake | wikidata =Q1383}}. Vollständig zu Kanada gehört mit einer Fläche von 31.153&#x202F;km² der {{Marker | name =Große Bärensee | type =lake | wikidata =Q5525}}. === Regionalparks === Jede Region hat ihr eigenes Parksystem. Die Parks sind verschieden groß und verschieden gut zu erreichen. Der Sinn hinter den Parks ist verschieden. Einige sind nur zum Erholen gedacht, andere zum Erhalten der Flora und Fauna und manchmal auch einfach nur zum Schutz eines historischen Gebäudes. In Kanada gibt es mehr Regionalparks als Nationalparks, alleine in Ontario gibt es 270 solcher Parks. Einige Regionalparks haben Zeltplätze und andere nur Hygieneeinrichtungen. Der Eintrittspreis wird meistens erst beim Übernachten erhoben. Bemerkenswert ist, dass die rustikalen Toiletten an den Parkplätzen und Viewpoints sauber und gepflegt sind sowie stets mit Toilettenpapier und fast immer wasserfreier Seife ausgestattet sind und auch dem weiblichen Geschlecht mit höheren Ansprüchen gefallen. === Die fünf großen Seen und der Sankt-Lorenz-Strom === Der [[Eriesee]] (''Lake Erie''), der [[Huronsee]] (''Lake Huron''), der [[Michigansee]] (''Lake Michigan''), der [[Oberer See|Obere See]] (''Lake Superior'') und der [[Ontariosee]] (''Lake Ontario'') sind die fünf großen Seen ([[Große Seen|Great Lakes]]) im Süden Kanadas bzw. im Norden der USA. Sie repräsentieren allein 22 Prozent der Welt-Süßwasser-Vorräte. Die US-amerikanisch-kanadische Grenze verläuft mitten durch vier der fünf Seen, nur der Michigansee liegt vollständig in den USA. Die fünf Seen sind miteinander verbunden. Zwischen dem Eriesee und dem Ontariosee liegen die [[Niagarafälle]] bei [[Niagara Falls (Ontario)]]. Der Obere See ist der größte und etwa so groß wie Österreich, der Ontariosee ist der kleinste und etwa halb so groß wie die Niederlande. Aufgrund der großen Wassermengen haben die Seen einen ausgleichenden Effekt auf das Klima und die Temperatur der Umgebung. Die Winter werden nicht ganz so extrem kalt wie im Rest des Landes, die Sommer nicht ganz so heiß. Während alle anderen bedeutenden Flüsse Kanadas tendenziell von Nord nach Süd fließen und so im Frühjahr beispielsweise das Schmelzwasser aus den arktischen Gebieten abführen, fließt der Sankt-Lorenz-Strom ({{enS|''Saint Lawrence River''}}, {{frS|''fleuve Saint-Laurent''}}) leicht von Süden nach Norden, in erster Linie aber von West nach Ost. Er verbindet die fünf Seen mit dem Atlantik. Er ist auch eine wichtige Schifffahrtsstraße, durch ihn können Frachter vom Atlantik Waren bis in die Mitte des Kontinents transportieren. Im Fluss liegen nahe der Stadt [[Kingston (Ontario)]] die [[Thousand Islands]], eine Gruppe von 1793 kleinen und kleinsten Inseln, die eine oft besuchte Touristenattraktion sind und durch das ''Thousand-Islands-Dressing'' weithin bekannt wurden. === Reiserouten === * Der {{Marker | name =[[Alaska Highway]] | type =road | wikidata =Q628076}} - Die bekannte [[Panoramastraße]] beginnt in {{Marker | name =Dawson Creek | type =city | wikidata =Q1012625}} in der Provinz [[British Columbia]]. Von hier führt der 2.288&#x202F;km lange Highway durch die großartige Landschaft Nordamerikas und der [[w:Kanadische Rocky Mountains|kanadischen Rocky Mountains]] bis nach [[Delta Junction]] in [[Alaska]]. * Der {{Marker | name =[[Icefields Parkway]] | type =road | wikidata =Q1344271}} ist 233&#x202F;km lang, führt als Panoramastraße durch die kanadischen Rocky Mountains und verbindet die Touristen-Städte {{Marker | name =[[Banff]] | type =city | wikidata =Q58337}} und {{Marker | name =[[Jasper (Alberta)|Jasper]] | type =city | wikidata =Q999429}} mit den gleichnamigen Nationalparks. * Der {{Marker | name =[[Trans-Canada Highway]] | type =road | wikidata =Q1061576}} ({{RSIGN|CA/AB|H|1}}) - Mit 8.030 Kilometern der längste Highway Kanadas, der in West-Ost-Richtung verläuft. Er durchquert Kanada im Süden von West ([[Victoria (British Columbia)|Victoria]] auf [[Vancouver Island]]) bis nach [[St. John's (Neufundland)|St. John's]] auf [[Neufundland]] im Osten. Dabei passiert man alle großartigen Landschaften (z.&#x202F;B.&nbsp;die [[Rocky Mountains]] bei [[Banff]]) und kommt durch viele Großstädte wie z.&#x202F;B.&nbsp;Vancouver und Montreal. In Ost-Kanada führt er an den [[Große Seen|Großen Seen]] vorbei. Für diese Strecke sollte man mindestens vier Wochen Zeit einplanen. * Kürzere Fernstraßen wie der [[Yellowhead Highway]] durchqueren als [[Panoramastraße]]n mehrere Provinzen, auf dem [[Klondike Highway]] wird an die Zeit des Goldrauschs erinnert. * '''Der Osten''' - Diese Route startet an den Niagarafällen und führt über Toronto, Ottawa und Montreal nach Quebec. Diese Route führt durch das kulturelle Zentrum, sowie durch die bevölkerungsreichsten Regionen Kanadas. Außerdem kann man die wunderschönen [[w:Thousand Islands|"Thousand Islands"]] anschauen, sowie die beeindruckenden Landschaften der [[w:Laurentinische Berge|Laurentides]]. == Hintergrund == [[Datei:Konferenzzentrum Ottawa.JPG|mini|Das Konferenzzentrum in Ottawa war früher der Hauptbahnhof und hat auch für Deutschland eine wichtige Bedeutung: Hier wurde 1990 der 2+4-Vertrag ausgehandelt.]] [[Datei:Amtssitz des kanadischen Ministerpräsidenten.JPG|mini|Der offizielle Amtssitz des kanadischen Ministerpräsidenten. Vor ein paar Jahren hat es ein Eindringling bis in das Schlafzimmer geschafft und wurde von dessen Gattin mit einem Baseballschläger verprügelt. Tagelang wurde in Kanada danach diskutiert, was das Präsidentenehepaar im Schlafzimmer mit einem Baseballschläger macht. Staatsoberhaupt Kanadas ist de jure übrigens bis heute der jeweilige englische Monarch.]] Kanada ist ein Land, das durch beträchtliche Entfernungen und von einer reichen natürlichen Schönheit geprägt ist. Ökonomisch und technologisch ähnelt es seinem Nachbar im Süden, den Vereinigten Staaten. Kanada wurde 1867 vom britischen Parlament in Form einer Verfassung erstmals eine gewisse Eigenständigkeit zugesprochen, die seitdem beträchtlich gewachsen ist. Jedoch ist Kanada weiterhin ein Mitglied des Commonwealth of Nations. Von der Bevölkerung her eher ein mittelgroßes Land, hat sich Kanada auf internationaler Ebene Respekt für seine starken diplomatischen Fähigkeiten erworben. Innenpolitisch versucht das Land stattdessen durch Kompromisse in der kulturellen und sprachlichen mannigfaltigen Bevölkerung zu vermitteln. Dabei verteilen sich die progressiveren Kräfte (wie beim großen „Bruder“ im Süden) auf die küstennahen Regionen, während im Binnenland die konservativen Kräfte überwiegen. In den unterschiedlichen Regionen finden man ebenso viele Unterschiede wie Ähnlichkeiten. Die Sprache, die Kultur, die Küche und sogar die Geschichte variieren, je nachdem, wo man sich befindet. Die folgenden Informationen geben einen kurzen Überblick, aber man sollte sich trotzdem nach lokalen Besonderheiten erkundigen. Dar Name Kanada leitet sich vom Wort der Irokesen für Dorf ab. Als die Franzosen die erste Siedlung gründeten, luden die benachbarten Irokesen sie immer in ihre „Ansammlung von Hütten“ ein, in ihre ''Kanata''. Über die Zeit schliff sich das „T“ zu einem „D“ ab, ein Vorort von Ottawa heißt allerdings immer noch ''Kanata''. In einem so riesigen Land wie Kanada spielt die Natur eine wichtige Rolle. Kanada ist bekannt für seine riesigen Waldgebiete. Daher existiert eine große Holzindustrie. Mittlerweile achtet man in Kanada darauf, dass abgeholzte Gebiete wieder aufgeforstet werden. An den Küsten sind bedeutende Fischfanggebiete. In den arktischen Gebieten gibt es nur Eiswüste, sie sind fast unbewohnt. 90 Prozent aller Kanadier wohnen in einem Streifen von 350 Kilometern entlang der Grenze zu den USA, davon alleine 55&#x202F;% zwischen den Städten [[Québec]] und [[Windsor (Ontario)|Windsor]]. Die Prärie dazwischen ist kaum bewohnt. Es gibt auch eine immer stärker werdende Landflucht. In den Kleinstädten und Dörfern gibt es kaum Arbeit, viele ziehen in die Metropolen. Doch Kanada gehört zu den sieben großen Industrienationen. Toronto hat nach New York und Chicago die drittwichtigste Börse Nordamerikas. Unternehmen wie ''Bombardier Inc.'' sind weltbekannt. === [[Québec]] und (gegen) Kanada === [[Datei:Sankt-Lorenz-Strom bei Quèbec.JPG|mini|„Die Engstelle des Flusses“: Der ''Québec'' des Sankt-Lorenz-Stroms]] Eigentlich handelt es sich bei Kanada um zwei Länder, und beinahe wäre das auch wörtlich so gekommen. In der Sprache der Ureinwohner bedeutet Québec (gesprochen ''Kebek'') die „Stelle, an der sich der Fluss verengt“. Gemeint war der Sankt-Lorenz-Strom. An dieser Stelle bauten die Franzosen um ihren Anführer Samuel de Champlain die erste Siedlung auf dem nordamerikanischen Festland. Später wurde die ganze Provinz so genannt, die mehr als vier Mal so groß ist wie [[Deutschland]]. Nach mehreren Kriegen und Eroberungsversuchen durch die Briten fiel die französische Kolonie 1763 endgültig an Großbritannien. Die Briten gewährten Québec 1776, dass die dortigen Franzosen Sprache und Religion behalten durften, damit sie sich nicht den aufständischen Kolonien anschlossen, die später die USA gründeten. So ist bis heute Québec katholisch geprägt, der englische Teil Kanadas protestantisch. Beide Seiten bauten zahlreiche Kirchen in Städten und Dörfern, die Touristen als dankbare Fotomotive dienen. Offiziell ist Kanada heute zweisprachig - englisch und französisch. Allerdings achten die Einwohner Québecs intensiv darauf, dass möglichst nur französisch gesprochen oder geschrieben wird. Und selbst wenn Barack Obama persönlich in Québec aus dem Wagen steigen würde: Ganz sicher würde er zunächst auf Französisch begrüßt werden und erst nach einer englischen Erwiderung würde der Québecer völlig überrascht tun und auf Englisch umstellen. In den größeren Städten wie z.&#x202F;B.&nbsp;Montréal wird ein nicht-französischsprachiger Tourist keine Kommunikationsprobleme haben: oft reicht bereits ein Blick auf einen Stadtplan um von freundlichen Passanten erst auf Französisch, dann aber sogleich in englischer Sprache angesprochen zu werden. Auf dem Land kann nicht mehr davon ausgegangen werden, dass jeder auch Englisch spricht, denn es gibt dort viele Menschen, die überhaupt kein Englisch können und die Provinz in ihrem Leben nie verlassen. Überhaupt achten die Québecer sehr darauf, dass die Belange Québecs nur nicht zu kurz kommen. In jeder kanadischen Botschaft auf der Welt gibt es auch eine Vertretung Québecs. Führungen von Touristen dürfen nur von einheimischen Touristenführern durchgeführt werden, damit nichts „Falsches“ erzählt wird. Eine Gruppe von Touristen ist mit dem Französisch in Québec besonders unzufrieden: Die Franzosen! Beide Sprachen entwickelten sich auseinander und haben heute nicht mehr so viel miteinander zu tun. Mit Schulkenntnissen in Französisch hat man es in Québec nicht leicht. Franzosen sind oft unangenehm überrascht, dass sie nicht so perfekt verstehen und verstanden werden. [[File:Toronto Innenstadt.JPG|thumb|Der Unterschied zwischen dem englischen und dem französischen Teil wird nicht nur auf diesen Bildern deutlich: Die Skyline von Toronto …]] [[File:Geschäftsstraße in Quèbec.jpg|thumb|right|… und eine Einkaufsstraße in der Innenstadt von Québec.]] 1980 und 1995 gab es zwei Referenden in der Bevölkerung, ob Québec unabhängig werden soll. Stimmten bei der ersten Abstimmung noch knapp 60&#x202F;% für einen Verbleib in Kanada, war es 1995 gerade noch ein Prozentpunkt Vorsprung. In dieser Zeit gab es auch ziemliche Verstimmung zwischen beiden Bevölkerungsteilen. Im Zuge der Auseinandersetzungen verließen viele Firmen Québec und die Provinz kam in wirtschaftliche Probleme. Erst nach dem zweiten Referendum beruhigte sich die Lage und auch die Wirtschaftsentwicklung besserte sich. Trotzdem sind sich beide Landesteile nicht so wirklich grün, auch wenn es nicht gleich in Straßenkämpfe ausartet. Es gibt auch deutliche Mentalitätsunterschiede zwischen beiden Landesteilen. Aus Sicht eines Touristen wirkt vieles angenehmer in Québec. Salopp formuliert lebt man im englischen Teil, um zu arbeiten, während man im französischen Teil arbeitet um zu leben. Im hektischen, ziemlich amerikanisch wirkenden [[Toronto]] steht man als Tourist oft den Einheimischen im Weg, weil man so langsam ist. Im nur wenige hundert Kilometer entfernten [[Montreal]], der zweitgrößten, französischsprachigen Stadt nach Paris, stehen einem die Einheimischen im Weg, weil die zu langsam sind. Und obwohl beide Städte eine vergleichbare Skyline haben, fallen einem in [[Montreal]] die weithin sichtbaren Sex-Shops ins Auge, die es in den Straßenschluchten von [[Toronto]] so nicht gibt. Die Architektur in Québec ist ansprechender für das Auge und die Kultur des Essens wesentlich besser. Allerdings haben die ''Québécois'', wie sich manchmal selbst nennen, durchaus einen Hang zur Eigenbrödelei und zur Abgrenzung. === Die Ureinwohner === [[Datei:Indianischer Touristenshop.JPG|mini|Auch vom Andenkenverkauf an Touristen kann man leben - wenn das Reservat irgendwo liegt, wohin sich Touristen verirren.]] [[Datei:Zigaretten- und Benzinverkauf im Reservat.JPG|mini|left|Zigaretten- und Benzinverkauf im Reservat ist die Haupteinnahmequelle der Ureinwohner.]] [[Datei:Wohnhäuser im Reservat.JPG|mini|left|Der Schein trügt: Die Häuser sind wertlos und werden oft von zehn oder mehr Personen bewohnt. Und in diesem Reservat sieht es noch gut aus.]] So sehr sich Kanadier gerne von den US-Amerikanern unterscheiden möchten, im Falle der ''First Nations'', wie die amerikanischen Ureinwohner auch genannt werden, sind sie kaum besser. Während die Franzosen zuerst noch versuchten, Handel zu treiben, waren die Briten weniger zimperlich. Doch auch die Begegnung mit den Franzosen war für die Indianer verheerend. Viele starben an Krankheiten, auf die ihr Immunsystem nicht vorbereitet war. Später konnten es die Franzosen auch nicht vermeiden, sich in die Konflikte zwischen den verschiedenen Stämmen hineinziehen zu lassen. Es ist schon erstaunlich, dass ein Volk, das aus so vielen eingewanderten Ethnien zusammengesetzt ist, ausgerechnet mit den ursprünglichen Bewohnern so benachteiligend umgeht. Das ist aber oft der Fall (beispielsweise in Australien). Noch in den 1880er Jahren stellte die kanadische Verfassung fest, die Indianer seien Tiere. Später versuchte man, sie zu assimilieren, zu kanadisieren. Die Kinder wurden den Eltern weggenommen und in Internaten aufgezogen. Heute gibt man viel Geld dafür aus, die verloren gegangenen Sprachen zu erhalten. Etwa 800.000 Ureinwohner leben heute verteilt auf 2.400 Reservate. Im einzelnen Reservat leben immer nur einige hundert oder tausend von ihnen, man hat Angst, dass eine große Ansammlung bei Aufständen nicht mehr zu kontrollieren ist. Ihr Leben ist mehr schlecht als recht. Der Boden gehört ihnen nicht, auch nicht die Bodenschätze darunter. Darauf gebaute Häuser sind daher de facto wertlos. Bis heute bekommt bei zwei gleichwertigen Bewerbern eher der Nicht-Indianer den Job. In den meisten Reservaten lebt man vom Zigarettenschmuggel. Indianer zahlen bei Geschäften untereinander keine Steuern. Sie bekommen eine Karte, die sie als Ureinwohner ausweist. Wer steuerfrei Zigaretten oder Benzin kaufen will, wird gefragt, ob er eine solche hat, ein "Ja" als Antwort genügt. Damit wird dem Gesetz offiziell genüge getan, egal wie chinesisch, afrikanisch oder europäisch der Käufer aussieht. Die Polizei sieht dabei meist nur zu, zu groß ist die Gefahr von Aufständen bei einem systematischen Eingreifen. Die Kriminalitätsrate ist entsprechend hoch, Alkohol und Drogen weit verbreitet. Die Mohawk haben in [[Kahnawake]] ein Serverzentrum für Online-Glücksspiel eingerichtet, darüber laufen etwa 60 Prozent der weltweiten Online-Glücksspiele. Eigentlich ist es Gesetz, dass nur der Staat solche Glücksspiele betreiben darf. Aber die Mohawk argumentieren, dass ihr Reservat kein Teil von Kanada ist und sie keine Kanadier seien. Die Regierung scheut die direkte Konfrontation aus Angst vor Gewalt-Eskalation [https://www.sueddeutsche.de/panorama/indianer-macht-im-gluecksspiel-der-clou-des-manitu-1.998961-3]. === Kanada und die USA === [[File:Sainte-Anne-de-Beaupré.jpg|thumb|left|Kanadier fühlen sich oft hin- und hergerissen zwischen US-amerikanischem Kommerz und europäischer Kultur: Die Wallfahrtskirche ''Basilique de Sainte-Anne-de-Beaupré'' bei Québec (man beachte das Ahornblatt im McDonalds-Logo)]] [[File:Fussballspieler_vor_Parlament_in_Ottawa.JPG|thumb|right|Alles etwas entspannter: Fußballspielende Jungs vor dem Parlament in Ottawa. Auf dem Rasen des Weissen Hauses in Washington wäre dies unvorstellbar. US-Boys spielen schließlich keinen Fußball. Oder weshalb sonst?]] „Ein Kanadier ist ein US-Amerikaner mit Krankenversicherung.“ Mit Sprüchen wie diesen versuchen Kanadier das heute entspannte Verhältnis zum großen Bruder im Süden zu beschreiben. Das war nicht immer so. Der Landkrieg zwischen beiden Ländern 1812 bis 1814 war lange Zeit prägend. Kanada baute anschließend Verteidigungsanlagen an strategischen Punkten, die Kanonen immer ausgerichtet nach Süden. Auch die Hauptstadt-Frage wurde danach entschieden, dass sie nicht zu nah an der Grenze zu den USA liegt und dann zu schnell überrannt werden könnte. Doch am Ende gab es nie wieder einen bewaffneten Konflikt zwischen diesen beiden Ländern. Doch wie bei so vielen „kleinen“ Ländern reiben sie sich ständig am großen Nachbarn, versuchen sich abzugrenzen und ahmen dann doch so vieles nach. Besonders der englischsprachige Teil wirkt zuweilen als USA light, auch wenn die Kanadier das selbst nicht gerne hören. In der Skyline von Toronto kann man sich ernsthaft in New York wähnen. Nicht umsonst werden so viele US-Fernsehserien in Wirklichkeit in Toronto gedreht. Dennoch wollen Kanadier als solche wahrgenommen werden und nicht als US-Amerikaner. [[File:Kanadischer Schulbus.JPG|thumb|right|Amerikanischer geht es nicht, denkt man. Diese Art Schulbusse kennt man sonst nur aus US-Filmen und man sieht sie in ganz Kanada. Doch überrascht registriert man die Herstellermarke auf dem Kühlergrill.]] [[File:Martello Turm.JPG|thumb|right|Ein sogenannter Martello Turm aus dem 19. Jahrhundert. Wie hier bei Quèbec befinden sich zahlreiche solcher Verteidigungsanlagen an der US-Kanadischen Grenze. Zum Kampfeinsatz kamen sie dann nie.]] Unterm Strich kann man sagen, dass in Kanada vieles entspannter und gemäßigter abläuft, die Kanadier wirken auch kulturell interessierter am Fremden, europäische Besucher empfinden das oft als angenehmer. == Anreise == === Einreisebestimmungen === Bürger der meisten EU-Staaten können für bis zu 6 Monate zu beruflichen oder privaten Zwecken ohne Visum einreisen. Seit 10. November 2016 ist vor der visafreien Einreise der Besitz einer Electonic Travel Authorization (eTA) erforderlich, das auf dieser [https://www.canada.ca/en/immigration-refugees-citizenship/services/visit-canada/eta/apply.html Website] erworben werden kann. Bei einer Einreise auf dem Landweg ist seit 2023 ebenfalls eine eTA notwendig. Es fällt eine nur mit Kreditkarte zahlbare Gebühr von 7 kanadischen Dollar an. Die Aufnahme eines Studiums ist innerhalb dieses Zeitraums erlaubt, nicht jedoch die Arbeitsaufnahmen. Alle Reisenden brauchen einen gültigen Reisepass. Falls ein Visum benötigt wird, lässt sich dieses teilweise online beantragen. Die Bearbeitungszeit beträgt einige Wochen. ==== Zoll ==== Alle Reisenden müssen eine Zollerklärung ausfüllen und bei der Einreisekontrolle abgeben, auch wenn sie nichts anzumelden haben. Die Zollbeamten entscheiden dann über eine Gepäckkontrolle (meist bleibt diese jedoch aus). Touristen wie Einheimische können pro Person bis zu 8,5 l Bier oder 1,5 l Wein oder 1,14 l anderer Alkoholischer Getränke (über 0,5&#x202F;% vol.) zollfrei einführen. Das wird allerdings relativ lax gehandhabt, so dass in der Regel auch zwei Literflaschen Spirituosen erlaubt werden. Die Zollgebühren bei deutliche Überschreitung der Freigrenzen sind aufgrund der rigiden Alkoholpolitik allerdings erheblich und machen einen Privatimport von Alkoholika nicht lohnenswert. Neben Alkohol können folgende Tabakprodukte eingeführt werden: * 200 Zigaretten und * 50 Zigarren und * 200 Gramm Tabak und * 200 Tabak-Sticks Währung und Wertpapiere bis zu einem Wert von 10.000 CAD können anmeldefrei ein- und ausgeführt werden. Die kanadischen Behörden untersagen die Einfuhr zahlreicher Lebensmittel. Sofern man nach der Anreise in einer Großstadt landet ist das aber auch kein Problem. Dort haben zahlreiche Imbisse und kleine Läden von früh morgens bis spät in die Nacht geöffnet − oder auch mal die ganze Nacht durch. Entweder bezahlt man mit einer Kreditkarte (''Visa'' oder ''Mastercard'') oder man besorgt sich mit einer Kredit- oder Bankkarte (Maestro, V-Pay, Cirrus) Bargeld an den zahllosen Geldautomaten in den Geschäften selbst. Doch Vorsicht, nicht alle Bankautomaten akzeptieren auch alle Karten oder erheben teilweise Extragebühren. Im Zweifel einfach bei der nächsten Bank probieren. Kanadische Zollbeamte sind im Allgemeinen höflich, fragen aber genauso wie in den USA detailliert diverses ab (Grund des Aufenthalts? Rückflugdatum? Reiseroute?), daher sollte man immer eine Antwort parat haben um nicht unter Umständen ein (sehr zeitaufwendiges) Einzelinterview zu bekommen. === Flugzeug === Die Anreise mit dem Flugzeug ist sinnvoll. Die Großstädte sind mit allen wichtigen Flughäfen Europas vernetzt. Um einen günstigen Flug zu finden, ist es hilfreich, die Homepage des Zielflughafens in Kanada aufzusuchen und zu prüfen, welche Fluglinien im Einzelnen diesen anfliegen. Einige Airlines fliegen nur im Frühling und Sommer, insbesondere nach Vancouver und den Norden des Landes. [http://www.aircanada.com/de/home.html/ Air Canada] fliegt dagegen täglich und man kann [[Air Canada]]-Flüge von allen Flughäfen ab buchen, die von der Lufthansa Group angeflogen werden (Frankfurt, München, Wien und Zürich). Überlegenswert ist es manchmal, die Anschlussflüge nicht von Deutschland aus, sondern Air Canada-, [[Westjet]]- oder [[Porter Airlines|Porter]]- vor Ort (oder z.&#x202F;B.&nbsp;im Internet) zu buchen. Das ist manchmal billiger und vor allem meist ohne Gebühren umbuchbar. So kann man kurzfristig noch einen Tag länger an einem Ort bleiben. Bei Flügen über die USA gelten die gleichen Regeln, wie bei einer Einreise in die USA, weil Flüge zwischen den USA und Kanada üblicherweise, wie US-Inlandsflüge behandelt werden. Das bedeutet: *eine Voranmeldung über das Internet (14 USD Gebühr für [https://esta.cbp.dhs.gov/esta/application.html?execution=e1s1 ESTA]) *lange Wartezeiten bei Einreise- und Sicherheitskontrollen (bis zu 90 min) *obligatorische erkennungsdienstliche Maßnahmen (Aufnahme der Fingerabdrücke und Foto) *das Gepäck muss durch die US-Zoll-Kontrolle (Einfuhrbestimmungen beachten) und anschließen erneut eingecheckt werden Vorsicht ist auch bei Aufenthalten in Kanada für länger als 90 Tage geboten. Die offiziellen Regeln verlangen dann ein Transitvisum für die USA (ca. 160 USD), ein Direktflug nach Kanada ist dann möglicherweise günstiger. Aus der Praxis sind jedoch keine Probleme aufgrund dieser Regelung bekannt. Für Rückreisen mit dem Flugzeug gibt es vergleichbare Handgepäckregeln wie innerhalb der EU: Flüssigkeiten müssen in einen wiederverschließbaren Beutel und werden auf maximal 10 Packungen mit höchstens 100 ml beschränkt. === Bahn === [[File:Arbeitsfahrzeug auf Schienen.JPG|thumb|right|Obwohl die Kanadier der Bahn viel verdanken, führt sie heute ein Schattendasein. Selbst dieses Arbeitsfahrzeug ist ein umgebautes Auto.]] [[File:Hauptbahnhof Toronto.JPG|thumb|left|In ganz Kanada tobt sonst im wahrsten Sinne des Wortes der Bär, nur nicht im Hauptbahnhof von Toronto. Bahnhöfe so großer europäischer Millionenmetropolen sähen um kurz nach 22 Uhr anders aus.]] Amtrak hat vier Bahnlinien zwischen den USA und Kanada. Im Osten bestehen folgende Verbindungen: New York nach Montreal (''Andirondack'', 10 Std), New York nach Toronto (''Maple Leaf'', 12 Std via [[Niagara Falls (Ontario)|Niagara Falls]]) und Chicago nach Toronto (über Buffalo, 11:30 Std). An der Westküste diese: von Seattle nach Vancouver (''Cascades'', 4 Std). Die Bahn spielte eine wichtige Rolle in der Geschichte von Kanada. Das Versprechen, dass die Westküste mit der Bahn erschlossen werde, brachte den Westen dazu sich Kanada anzuschließen, dadurch kamen die ersten europäischen Siedler in den Westteil Kanadas. In Anbetracht dieses geschichtlichen Hintergrunds fühlen sich die Kanadier sehr mit der Bahn verbunden, leider heißt dies aber noch lange nicht, dass die Bahn von vielen Kanadiern benutzt wird. Die beiden größten Bahnunternehmen, Canadian Pacific Railway (CPR) und Canadian National Railway (CNR), befördern deshalb keine Passagiere mehr. Passagiere werden von VIA Rail transportiert, die meisten Großstädte sind ans Netz von VIA Rail angeschlossen. === Bus === Das Greyhound-Bussystem verbindet die größten Städte der USA mit vielen Großstädten Kanadas, oder mit der nächsten Kleinstadt nach der Grenze. Das Bussystem ist das beste Fortbewegungsmittel in Kanada, weil die meisten Teile des Landes von ihm abgedeckt werden. Das größte Unternehmen ist Greyhound, es bietet Routen von Montreal westwärts an. Die Busse sind meistens sauber, sicher und bieten einen großen Komfort. === Auto/Motorrad/Fahrrad === Zwischen Kanada und den USA gibt es diverse Grenzübergänge, die Tag und Nacht befahren werden können. Einer der meistbefahrenen ist "Pacific Highway", südlich von Vancouver. Bei Mitführung des Mietwagens ist darauf zu achten, dass eine Einfuhr nach Kanada erlaubt ist. Die meisten Mietwagenfirmen lassen jedoch eine Überfahrt nach Kanada zu. Eine eTA wird bei einem Grenzübertritt über Land auch benötigt (siehe Punkt "Visum"). === Schiff === An der Ostküste ist Kanada durch verschieden Fähren mit den USA verbunden. An der Westküste gibt es Fähren zwischen dem Staat Washington und Victoria auf Vancouver Island. Fahrzeugverschiffung von Deutschland nach Halifax: https://www.mafratours.eu == Mobilität == === Allgemein === Wenn man das Land besichtigen will, empfiehlt es sich, entweder ein Auto zu mieten, oder mit dem Bus zu fahren. Die Überlandbusse (zum Beispiel von Greyhound) sind relativ günstig und die Verbindungen zwischen den einzelnen Städten sind sehr gut. Meistens fahren die Busse stündlich. So ist das Busfahren (im Gegensatz zum Automieten) auch sehr kurzfristig möglich. Eine Alternative dazu ist die Anmietung eines Wohnmobils. Dies ist in Kanada direkt möglich, kann aber billiger bereits in Deutschland gebucht werden. Übernachtet wird dann meist auf Campingplätzen, die sehr gut ausgestattet sind. Besonders in Nationalparks empfiehlt sich diese Art zu reisen. In den 1970er Jahren stellte man sich in Kanada auf das metrische System um, Geschwindigkeitsangaben sind also in km/h. Als das Auto noch neu war führte man in Kanada als Mitglied des Commonwealth zuerst den Linksverkehr nach englischem Vorbild ein. Da jedoch alle Fahrzeuge aus den USA importiert wurden und man dort den Rechtsverkehr hatte, weil man sich eben von den Briten abgrenzen wollte, mussten sich die Kanadier der Macht des Faktischen beugen und wechselten nach wenigen Monaten auf '''Rechtsverkehr'''. Kanada hat nicht sehr viele Straßen, aber die werden intensiv benutzt. Die 401 bei Toronto beispielsweise gehört zu den am stärksten befahrenen Straßenabschnitten der Welt: Es gibt im Berufsverkehr immer wieder Stau, obwohl sie 20-spurig ist. Im Winter werden Städte und wichtige Straßen regelmäßig geräumt, der kanadische Winterdienst ist gut organisiert. === Auf der Straße === [[Datei:Fernstraße in Ontario.JPG|mini|Doch, irgendwann kommen auch in Kanada Kurven. Und bis dahin: Bloß nicht einschlafen.]] Ein Mietauto stellt sicher eine der besten Möglichkeiten dar, dieses riesige Land zu erkunden. Als Mitglied eines Automobilklubs sollte man den Ausweis mitbringen und vor Ort eine Filiale des kanadischen Klubs aufsuchen. Dort hilft man auch Ausländern gerne mit Gratis-Kartenmaterial weiter. Keine Billigvarianten, voll einsetzbare Strassenkarten und immer aktuell! Ausserdem gibt es mit Ausweis in vielen Hotels Preisreduktionen bis 20&#x202F;% – einfach an der Rezeption danach fragen. Die Benzinpreise haben insbesondere seit der Jahrtausendwende drastisch angezogen, sind jedoch noch weit vom europäischen Niveau entfernt. Ein Liter Normalbezin (das die meisten Autos brauchen) kostet im Moment etwa 1,05 $, also etwa 0,76 €. Mal sollte allerdings bei der Reiseplanung bedenken, das auch das preiswerte Benzin allein durch die Menge der zurückgelegten Kilometer ein großes Loch in die Reisekasse reißen kann. Dazu kommt, dass selbst normalgroße Mietwagen oft große Sechszylindermotoren haben und entsprechend durstig sind. Es hat sich bewährt, dass man prinzipiell vor jeder größeren Strecke den Tank komplett auffüllt auch wenn noch die Hälfte oder mehr drin ist. Auf manchen Routen findet man schwer eine neue Tankstelle, wenn es darauf ankommt. Generell ist das Straßennetz in Kanada sehr gut ausgebaut. Schlaglöcher sind eher selten. Dies variiert aber mit der Abgelegenheit der Region. Als Faustregel gilt: Je abgelegener die Region, desto schlechter die Straße. Ansonsten ist das Straßennetz ähnlich wie in den USA, bestehend aus Highways, die von der jeweiligen Provinz instandgehalten werden. Der längste Highway Kanadas ist mit 8.030 Kilometer der [[w:Trans-Canada Highway | Trans-Canada Highway]], der ganz Kanada von Victoria bis St. John's durchquert. Für den Fall, dass man von der Polizei angehalten wird, empfiehlt sich das gleiche Verhalten, wie in den USA: Rechts ranfahren, sitzenbleiben und die Hände ans Steuer zu legen. Nach dem Führerschein zu wühlen, bis der Officer am Seitenfenster ist, kann unter Umständen als Griff nach der Waffe gedeutet werden. Mit allen daraus resultierenden Konsequenzen. Kanadier fahren ausgesprochen diszipliniert Auto. Geschwindigkeitsübertretungen sind selten. Grund sind nicht die Geldstrafen von einigen hundert Dollar für zu schnelles Fahren, sondern dass auch die Versicherung sich beim ersten größeren Verstoß sofort für 2 Jahre verdoppelt. Dies sind dann schnell mehrere Tausend Dollar. Vor einigen Jahrzehnten wurden die Strafen für grobes Fehlverhalten im Verkehr deutlich verschärft. Wer betrunken oder auf andere grob schuldhafte Weise den Tod eines Menschen verursacht, muss mit einer Gefängnisstrafe rechnen, die nicht zur Bewährung ausgesetzt wird. ==== Besonderheiten im Verkehr ==== * an allen Ampeln gilt (sofern Schilder nicht etwas anders sagen): rechts abbiegen auch bei Rotlicht, wenn man vorher angehalten hat und sich davon überzeugt hat, dass frei ist (auf Fußgänger achten) * an Kreuzungen ohne Ampeln steht fast immer an allen Einfahrten ein Stop-Schild (4-way-stop). Zuerst fahren darf, wer zuerst an der Kreuzung war, d. h., in der Reihenfolge der Ankunft am Stop-Schild * wie auch in den USA wird das Stop-Schild sehr ernst genommen. Die Räder müssen still stehen. * die Ampeln und Schilder befinden sich stets auf der anderen Seite der Kreuzung * Ampeln schalten von Rot direkt auf Grün. * man kann rechts überholen * das gehende Männchen bei Fußgängerampeln ist nicht grün, sondern weiß, häufig wird während der „Grünphase“ (manchmal auch währen der Rotphase) runtergezählt. * die Promillegrenze liegt bei 0,8 Promille, außer in Newfoundland, Manitoba, British Columbia und New Brunswick, da ist sie bei 0,5 Promille. ==== Trampen ==== Ein hoher Prozentsatz von ehemaligen Trampern unter den Autofahrern, die freundliche Bevölkerung sowie sehr große Distanzen zwischen den Städten (der Fahrer kann nicht vorher abbiegen, weil da nichts ist) machen Kanada zum Trampland schlechthin. Die 6.000&#x202F;km von Vancouver nach Halifax sind mit etwas Tramperfahrung und Glück in fünf bis sechs Tagen zu bewältigen (Anfänger oder wer an einen Abflugtermin gebunden ist planen besser 10 bis 14 Tage ein). LKWs halten verhältnismäßig oft an. Allerdings raten manche Reiseführer speziell Frauen (auch wenn sie zu zweit oder mehr sind) vom Trampen ab. In manchen Gegenden ist Trampen sogar behördlich verboten. Schwarz-weiße Schilder am Straßenrand machen darauf aufmerksam. ==== Mitfahrgelegenheit ==== Mitfahrgelegenheiten („Car pooling“) sind eine weitere Möglichkeit vergleichsweise günstig zu reisen. Fahrer (oder Mitfahrer) werden z.&#x202F;B.&nbsp;auf [https://www.shareyourride.net/carpool/Canada shareyourride.net] (kostenlos) oder [http://kangaride.com kangaride.com] (gebührenpflichtig) vermittelt. === Mit dem Bus === Auch ohne eigenes Fahrzeug kommt man gut durch Kanada. Neben dem landesweiten ''Greyhound'' gibt es auch einige kleinere Busgesellschaften, die populäre Routen (z.&#x202F;B.&nbsp;Vancouver−Seattle) mit günstigen Preisen und guten Service (Free-Wifi an Bord) besonders attraktiv machen. Um nicht nur von einer Stadt in die andere zu kommen, sondern auch interessante Ziele unterwegs oder Nationalparks anzufahren, empfiehlt sich ein Touranbieter. Neben kleineren lokalen Unternehmen (die man meist über das örtliche Hotel bucht, für Sehenswürdigkeiten in der näheren Umgebung) gibt es an der West- und Ostküste als einzigen größeren Anbieter ''Moose Tours'', die sich vor allem an Backpacker richten (generell eher junges Publikum, einfache Unterkünfte). === Mit der Bahn === [[File:Thecanadiannearjasper.jpg|mini|The Canadian im Jasper-Nationalpark]] Das Reisen mit der Bahn ist in Kanada ist meist kein billiges Vergnügen. Allerdings warten die Züge der Kanadischen Staatsbahn [https://www.viarail.ca/ VIA Rail] mit großem Komfort auf. Das Netz ist nicht sehr dicht und beschränkt sich außer im Osten auf wenige touristische Strecken. Highlight ist die Reise im '''[[The Canadian]]'''. Dieser Zug verkehrt zwischen [[Toronto]] und [[Vancouver]] und durchquert auf der 4466&#x202F;km langen Reise das Gebiet der [[Große Seen|Großen Seen]], die weiten Prärien und schließlich die [[Rocky Mountains]]. Die dreieinhalbtägige Reise in diesem Zug kostet pro Strecke allerdings zwischen 400 und mehr als 7000 C$. Etwas günstiger ist eine Fahrt z.&#x202F;B.&nbsp;zwischen Toronto und Montreal (am Ufer des Ontariosees entlang), diese kostet in der Economy-Klasse beispielsweise ab 50 C$ (bequeme Sitze und stabiles Wifi inklusive). In den großen Metropolen gibt es darüber hinaus moderne Vorortbahnen, die auch für Touristen sinnvoll nutzbar sind, z.&#x202F;B.&nbsp;mit [http://www.gotransit.com/ GO Transit] von Toronto zu den [[Niagarafälle]]n. === Mit dem Fahrrad === Die Highways sind zwar oft recht befahren, besonders die Verbindungen zwischen den großen Städten, haben aber meist breite Seitenstreifen, die von Fahrradfahrern benutzt werden dürfen. Die Fahrradmitnahme im transkontinentalen Zug ''The Canadian'' von VIA-Rail ist im Gepäckwagen möglich. Die Fahrradmitnahme in Greyhound-Bussen ist möglich, sofern die Fahrräder verpackt werden (Pedale abschrauben, Lenker querstellen, gebrauchte Fahrradkartonagen gibt es meist billig im nächsten Fahrradladen). In einigen Provinzen besteht eine generelle Helmpflicht (British Columbia, New Brunswick, Newfoundland and Labrador <ref>https://www.servicenl.gov.nl.ca/bikehelmet/index.html</ref>, Nova Scotia, Prince Edward Island), in einigen für Kinder bis 18 Jahre (Alberta, Ontario, Manitoba), in den anderen keine. === Mit dem Flugzeug === Bedingt durch die großen Distanzen ist das Flugzeug ein gängiges Transportmittel. Um z.&#x202F;B.&nbsp;von Toronto nach Vancouver zu gelangen ist ein Flugzeug unerlässlich, es sei denn, man möchte mehrere Tage mit dem PKW unterwegs sein. Alle größeren Städte haben einen internationalen Verkehrsflughafen, und auch kleinere Städte haben einen Flugplatz, mit dem man die nächstgrößere Stadt anfliegen kann. Für Siedlungen im äußerst abgelegenen Norden Kanadas sind Flugzeuge (besonders Wasserflugzeuge) die einzige Verbindung zur Außenwelt und werden regelmäßig angeflogen. Die Preise halten sich in Grenzen. So kostet z.&#x202F;B.&nbsp;die Verbindung Nanaimo (Vancouver Island) und Vancouver mit dem Wasserflugzeug ca. 90C$. Der Flug dauert nur 15 Minuten, anstelle von 2h mit der Fähre. === Schneemobil === So diszipliniert Kanadier auch Autofahren, sobald es auf ein Schneemobil geht, ist es mit der Disziplin schnell vorbei. Mit mehr als 150 Sachen sind Einheimische damit im Winter unterwegs. Viele Kanadier schaffen sich ein Schneemobil zum privaten Vergnügen an, auch weit abseits von jedem Gebirge. Schließlich fallen auch im kanadischen Flachland (aufaddiert) mehrere Meter Schnee in einem durchschnittlichen Winter. Es gibt extra Warnschilder, die Autofahrer auf diese besonderen Verkehrsteilnehmer aufmerksam machen. == Sprache == Offiziell ist Kanada zweisprachig ([[Sprachführer Englisch|Englisch]] und [[Sprachführer Französisch|Französisch]]). Auf bundesstaatlicher Ebene sind daher alle offiziellen Formulare, Schilder und Hinweise zweisprachig. Im Westen und in der Mitte Kanadas wird fast ausschließlich Englisch gesprochen (und verstanden). Das [[w:Kanadisches Englisch | Kanadische Englisch]] ähnelt dem Klang nach eher dem US-Amerikanischem Englisch als dem Britischen. Jedoch wird dieses aber langsamer und deutlicher gesprochen, als beim südlichen Nachbarn, sodass man dieses als Europäer besser verstehen kann. Außerdem soll gesagt sein, dass Kanada sehr hohe Einwanderungsquoten hatte, d.&#x202F;h.&nbsp;dass viele Kanadier keine Muttersprachler sind und Englisch nur als Zweitsprache beherrschen. Im Osten gibt es zweisprachige und französischsprachige Regionen. In der Provinz Québec können vor allem auf dem Land viele Menschen nur Französisch. Und zwar wird hier ein französischer Dialekt gesprochen, mit dem man seine liebe Mühe hat, falls man selbst nur ein wenig Schulfranzösisch kann und wenig Übung hat. Aber die Menschen sind sehr (welt-)offen und geben sich viel Mühe, wenn sie merken, dass man sie nicht versteht. Die Beschilderung in Kanada ist generell zweisprachig (Englisch und Französisch), daher wird man auch in den französischsprachigen Regionen keine Probleme mit der Orientierung haben. == Aktivitäten == [[File:Kanufahren.JPG|thumb|right|Wegen solcher Postkarten-Idyllen kommen viele Naturfreunde nach Kanada. Kanus und andere Boote können an vielen Stellen gemietet werden.]] * '''Wandern''': Ein so weites Land wie Kanada lädt natürlich zum Wandern ein. Allerdings sind die Wälder teilweise undurchdringlich. Das Dickicht erlaubt in manchen Bereichen Kanadas nur ein regelrechtes "Durchschlagen" durch das Unterholz. Außerdem sollte man wegen der Bären immer Geräusche machen, beispielsweise durch eine Klingel am Bein. * '''Kanu''': Kanu fahren ist weit verbreitet in den zahlreichen Seen Kanadas. Allein [[Ontario]] hat 300.000 Seen, davon die Hälfte ohne Namen. Im Winter sind viele davon komplett zugefroren, die Kanu-Saison beginnt realistisch im Mai und endet im September. Kanuverleiher gibt es in ganz Kanada. Viele sind so organisiert, dass man sich in kleinen Supermärkten komplett mit allem eindecken kann, was man für ein paar Tage Wildnis braucht. Der Verleih findet normalerweise tageweise statt, nicht stundenweise (ob man individuell was aushandeln kann, ist eine andere Sache). Ein einfaches Kanu kostet pro Tag rund 25&#x202F;$ aufwärts, ggf. kommen noch zahlreiche Ausrüstungsgegenstände dazu, wie eine Rettungsweste oder ähnliches. Übrigens ist nicht jeder gleich gut im Halten des Gleichgewichts: Man kann auch kentern. Daher sollte man vorsichtig sein und elektronische Geräte wie Handy oder Kamera wasserdicht einpacken. Und vorher vielleicht auch die Wassertemperatur prüfen, kleinere Gewässer heizen sich im Frühjahr schneller auf als große. * '''Skifahren''': Kanada hat mit den Rocky Mountains ein bekanntes Skigebiet. Allerdings kann man auch in den östlichen Mittelgebirgen Wintersport betreiben, die Berge dort erreichen immerhin knapp 2.000 Meter Höhe. Infos zu den Skigebieten in Kanada siehe auch im Artikel [[Skigebiete in Kanada|Skigebiete in Kanada]].}} * Verzeichnis der [[Freizeitparks in Kanada|Freizeitparks in Kanada]] == Einkaufen == Die Einkaufsmöglichkeiten variieren von exzellent in den Großstädten bis hin zu „auf das Nötigste beschränkt“. Nur wer weite Strecken abseits der Zivilisation zurücklegen möchte, sollte einige Sondermaßnahmen treffen. Dazu gehören ausreichende Vorräte an Wasser, Nahrung und Benzin genauso wie Handwerkszeug und eine Überlebensausrüstung. Kanada ist '''kein billiges Shopping-Paradies''', die Preise liegen auf mitteleuropäischem Niveau oder darüber. === Kleidung === Auch Markenkleidung ist nicht mehr unbedingt günstiger. Nur bei Jeans kann man noch ein Schnäppchen machen, allerdings nicht in den Innenstadt-Shopping-Centern, sondern eher bei den Wal-Marts in den Außenbezirken. Je nach Marke geht es ab 13&#x202F;Dollar los, ''Wrangler'' oder ''Levi's'' kosten etwa 25&#x202F;$, jeweils zzgl. Steuern. Die Umkleidekabinen muss man sich dort übrigens aufschließen lassen. === Lebensmittel === Supermärkte bieten allerdings gerne Sonderangebote an. Neben einfachen Preisaktionen gibt es weit verbreitet Mengenrabatte nach dem System „2 für den Preis von 1“ oder „Kauf eines, das zweite dann für den halben Preis“. Oder es werden für mehrere Packungen die Preise mit einem Schrägstrich angegeben, z.&#x202F;B.&nbsp;1/1,99&#x202F;$, 3/4,99&#x202F;$ (also eines für 1,99, drei für 4,99). Die Rabatte bei solchen Aktionen können erheblich sein. Wer aufs Geld achten muss, ist mit ''Walmart'' recht gut beraten, die im Durchschnitt am günstigsten sind. Andere Supermärkte (''Loblaws'', ''Metro'') haben einzelne Sonderangebote, sind jedoch ansonsten teurer. === Elektronikprodukte === Elektronikprodukte sind im Schnitt etwas günstiger, als in Europa, jedoch teurer als in den USA. Beim Kauf sollte man außerdem beachten, dass die Stromstecker nach Nordamerikanischem Standard sind und die Netzteile auf 110 V ausgelegt sind. Die meisten Geräte kommen inzwischen jedoch mit beiden Spannungen klar, sodass ein Betrieb auch in Europa mittels Adapter möglich ist. Manche Mobiltelefone (hauptsächlich die günstigen Einsteigergerate) sind nicht zu allen europäischen Mobilfunkstandards kompatibel und funktionieren ggf. eingeschränkt oder gar nicht. Aufpassen sollte man auch bei gebrandeten Geräten ( z.&#x202F;B.&nbsp;von ''Rogers'' oder ''Telus''). Deutlich teurer sind Batterien, wer Kamera und anderes versorgen muss, sollte besser welche von daheim mitbringen. === Drogerieartikel === Kosmetikprodukte sind ebenfalls deutlich teurer als in Europa. Dafür sind viele Medikamente, die in Deutschland Apothekenpflichtig sind (z.&#x202F;B.&nbsp;Aspirin) hier in jedem Drogeriemarkt (z.&#x202F;B.&nbsp;''Shoppers Drugmart'') erhältlich und dadurch wesentlich günstiger. Beinahe alle Drogeriemärkte haben eine Apotheke integriert, in der man Beratung und verschreibungspflichtige Medikamente erhält. === Duty-Free === Die Duty-Free-Shops an den Flughäfen kann man getrost vergessen, die Waren kosten dort etwa das Doppelte wie im normalen Geschäft. Wer einen Ausflug in die USA macht kann allerdings bei der Rückreise einen Duty-Free-Shop (gibt es an jeden größeren Grenzübergang) besuchen um sich dort mit relativ günstigen Alkoholika zu versorgen. Die persönliche Zollfreigrenze beträgt 1,14 l Spirituosen pro Erwachsenen. === Steuern === In Kanada werden sämtliche Preise (auch in Restaurants) ohne Steuern ausgeschrieben. Der Grund dafür ist, dass die Mehrwertsteuer ''Sales Tax'' einmal vom Bund erhoben wird (5 %) und zusätzlich die ''Provincial Tax'' von der Provinz. Letztere ist regional unterschiedlich: In [[British Columbia]] zahlt man z.&#x202F;B.&nbsp;7 %, in [[Alberta]] keine, so dass sich die Gesamtsteuer einmal auf 12 und das andere mal auf 5 Prozent addiert. Zusätzlich kompliziert wird es durch unterschiedliche Steuersätze und Ausnahmen (z.&#x202F;B.&nbsp;auf Grundnahrungsmittel). Es ist daher ratsam immer darauf vorbereitet zu sein, am Ende immer etwas mehr zu bezahlen, als ausgezeichnet wurde, um böse Überraschungen zu vermeiden. === Alkohol === Die Abgabe alkoholischer Getränke wird in Kanada staatlich kontrolliert was dort zu den hohen Preisen für Alkoholika führt, so wird z.&#x202F;B.&nbsp;beim Ausschank von Getränken in Bars oder Restaurants neben der allgemein üblichen Steuer noch eine Alkoholsteuer aufgeschlagen. Alkoholische Getränke sind (wie in den USA) nur im Liquor Store erhältlich, eine Ausnahme ist die Provinz Québec. Hier werden auch Weine und Biere im normalen Supermarkt verkauft. Dringend zu beachten ist, dass der Genuss von Alkohol in der Öffentlichkeit verboten ist. === Mitbringsel === Als Reiseandenken eignet sich an erster Stelle natürlich der '''Ahornsirup''', auch wenn man ihn in Deutschland schon mal billiger bekommen kann. Wo man Ahornsirup kriegt, gibt es auch oft '''Ahornbutter''', ein süßer Brotaufstrich, den man besonders in der Provinz Québec findet. Das '''Thousand-Islands-Dressing''' gibt es natürlich ebenfalls bei uns zu kaufen. Aber auch das ist ein denkbares Mitbringsel, dazu noch ein sehr preiswertes. '''Edelsteine''' und '''Mineralien''' sowie '''Schmuck''' in Form eines Ahornblattes werden in diversen Touri-Shops angeboten. Der kanadische '''Maple Leaf''' ist eine Münze aus Gold, Silber, Platin oder Palladium. Man bekommt ihn bei der Post. Aufgrund des Wertes sollte man die Einfuhrgrenzen in die EU beachten und bei erheblichen Summen die Vorschriften des Geldwäschegesetzes. Aufgrund der Nähe zu den USA bekommt man überall Süßwaren aus dem Nachbarland, z.&#x202F;B.&nbsp;auch Erdnussbutter. Viele kanadische Tiergattungen stehen unter Artenschutz. "Tierische" Mitbringsel können daher schnell Ärger mit den Zoll einbringen. Wenn '''DVDs''' und '''Blu-ray Discs''' in Kanada gekauft werden, muss man damit rechnen, dass sie einen nordamerikanischen Regionalcode haben und auf europäischen Geräten eventuell nicht so einfach abgespielt werden können. === Bezahlen === Der '''kanadische Dollar''' und die Unterwährung '''Cent''' existiert in der Münzstückelung 5, 10 und 25 (auch ''Quarter'' genannt) Cent, 1 und 2 Dollar. Die kleinste Banknote beginnt bei 5 Dollar. Während die Geldscheine aufgrund der unterschiedlichen Farbe gut auseinandergehalten werden können, tun sich Reisende meist mit den silbernen 5, 10 und 25 Cent schwer, die sich nur durch die Größe unterscheiden − sehr verwirrend ist dabei dass die 10 Cent Münze kleiner als die 5 Cent Münze ist. Da in Kanada die Preise wie hierzulande auf 99 ct enden und danach meist noch die Steuer hinzukommt, gibt es regelmäßig sehr krumme Beträge und schnell hat man eine große Münzsammlung in der Geldbörse. Bei Barzahlung wird auf die nächsten 5 Cent gerundet (da es keine kleineren Münzen mehr gibt), bei Kartenzahlung wird hingegen centgenau abgerechnet. '''Wechselstuben''' gibt es an touristischen Zielen und in Großstädten. Gerade an Flughäfen sind sie extrem teuer und hier sollte nur im Notfall getauscht werden, da zwischen An- und Verkaufskurs etwa eine Differenz von einem Drittel liegt. Viele '''Geldautomaten''' (aber nicht alle) akzeptieren Bankkarten mit dem ''Maestro''-Zeichen. Man findet sie wesentlich häufiger als in Europa. Nicht nur in Banken, auch in jedem zweiten Laden und vielen Hotels gibt es Geldautomaten, an denen man problemlos Geld abheben kann. Man achte auf das Schild '''ATM''' (Automated Teller Machine) oder '''ABM'''. Bei der Bedienung geht man auf ''Withdrawel'' (Abhebung) und dann auf ''Chequing'' (Bankkarte) oder ''Credit (Card)''. Manche Geldautomaten erheben ein Zusatzentgelt. Wenn man nicht in Not ist, sollte man getrost den Vorgang abbrechen und den nächsten Automaten/Bank ausprobieren. Dies dürfte auch die billigste Möglichkeit sein, an Bargeld zu kommen. Gleiches gilt, falls ein Automat eine Karte nicht akzeptiert (was vorkommen kann): einfach den nächsten ausprobieren. Das Bezahlen mit '''Kreditkarte''' ist sehr weit verbreitet und selbst bei Cent-Einkäufen im Supermarkt wird rege davon Gebrauch gemacht. ''Visa'' und ''Mastercard'' sind mit Abstand die gebräuchlichsten, ''American Express'' wird deutlich seltener akzeptiert. Allerdings gibt es bis heute kleine Läden, die keine Kreditkarten akzeptieren (''„cash only“''). Auch in lokalen Bussen wirft man beim Fahrer Bargeld in eine Box (so passend wie möglich, Wechselgeld gibt es aus Zeitgründen keines zurück). Komplett ohne Bargeld sollte man also nicht unterwegs sein. Man kann sich auf keine EC- oder Kreditkarte in Kanada hundertprozentig verlassen, man sollte also immer einen Mix aus mehreren Karten und Bargeld dabei haben. == Küche == [[File:Kanadisches Hotel.JPG|thumb|hochkant|right|Das ist der Grund, warum man aus dem deutschsprachigen Raum unbedingt nach Kanada sollte: Endlich mal ein echtes Schnitzel essen.]] Die Küche Kanadas ist vor allem von den zahlreichen Einwanderern geprägt, die jeweils ihr Essen mitbrachten. Wenn man eine Richtung bevorzugt, geht man in einer Großstadt in das entsprechende Viertel und findet dort seinen Geschmack - chinesisch, portugiesisch oder was auch immer. Da sich die Einwanderer allmählich untereinander mischen und man zum wirtschaftlichen Überleben auch verschiedene Zielgruppen ansprechen muss, bieten Restaurants und Imbisse in Großstädten oft mehrere Stile an. Das führt zu kunterbunten Kuriositäten und es gibt ernsthaft Lokale mit vietnamesisch-griechischer Halal-Küche. Allgemein ist das Essen in Kanada in den englischen Teilen mehr „Fast Food“. In den französischen Teilen gibt es aber überwältigende Spezialitäten. Neben den auch bei uns bekannten Ketten ''McDonald's'', ''BurgerKing'', ''PizzaHut'' und ''Subway'' ist noch die Burgerkette ''Wendy's'' sehr verbreitet. ''Kentucky Fried Chicken'' (KFC) nennt sich in Quebec übrigens ''PFK''. '''Kaffee''': Ob man es nun Sockenwasser oder Plörre nennt, der dünne Kaffee, den man in vielen Lokalen serviert bekommt, ist eher keine Reise wert. Wer einen besseren Kaffee trinken will, vielleicht mit Gebäck oder Sandwich, stolpert über nicht mehr zu zählende Fillialen der US-Kette ''Starbucks''. Noch verbreiteter ist die Kette ''Tim Hortons'', die allerdings nicht in allen Filialen guten „Espressokaffee“ anbieten, sondern meist nur besagten Filterkaffee, dafür jedoch sehr günstig. Sie haben den besonderen Vorteil, dass man auch an Top-Touristen-Zielen oder Flughäfen die landesweiten Einheits-Preise hat. Wenn man bei ''Tim Hortons'' ist, hört man die Einheimischen häufig einen „Double-double“ bestellen. Dabei handelt es sich um eine Tasse Filterkaffee mit zwei Löffeln Zucker und zwei Schlücken Milch. Ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bietet die Kette ''[https://www.secondcup.com/ Second Cup]''. Hier gibt es hochwertigen Kaffee zu Preisen, die deutlich unter denen von Starbucks liegen. Da viele Pendler einen weiten, staureichen Weg in die Innenstädte kanadischer Metropolen haben, hat es sich eingebürgert, dass die etwas besser verdienenden früher in die Stadt fahren und dort '''frühstücken'''. Daher gibt es dort zahlreiche Lokale, die ab 6 Uhr morgens oder noch früher Frühstück für ein paar Dollar anbieten. Meist gibt es Varianten aus Ei, Kartoffeln, Würstchen, Speck, Schinken, Toast und anderem. Bei der Bestellung muss man viele Fragen beantworten. Ein Tipp für alle, die es gerne etwas hochwertiger haben, ist die auf Frühstück und Mittagessen spezialisierte Kette [https://www.chezcora.com/ cora]. Hier muss man mit 8 bis 15 Dollar rechnen, Bedienung und Steuern sind bereits inklusive. {{ Anekdote |float= left |heading=Das süße Leben ist gesichert! |text=Für die Kanadier ist Ahornsirup so wichtig, dass die Provinz Quebec tatsächlich ein Lager mit einer Notreserve von mehreren tausend Tonnen eingerichtet hat - für schlechte Zeiten.}} Kanadas bekannteste Spezialität ist sicher der '''Ahornsirup''', der aber nur zum Süßen der Speisen geeignet ist. In den letzten Jahren wurde er auch verstärkt von kanadischen Spitzenköchen entdeckt. Dabei werden Ahornbäume ähnlich wie Gummibäume durch Anritzen angezapft und der kristallklare Saft entweder in Eimern aufgefangen oder in letzter Zeit immer häufiger durch elektrische Anlagen abgepumpt. Der Saft wird dann durch Einkochen etwa um den Faktor 40 eingedickt und gereinigt. Jetzt hat der Ahornsirup seine charakteristische goldbraune Farbe und ein gewisses Funkeln. Kanada stellt 80 Prozent der Weltproduktion her, die restlichen 20 entfallen fast komplett auf die USA. Es gibt den Sirup in hellen, milden Varianten und in dunkleren, die entsprechend intensiver schmecken. Ahornsirup gibt es in jedem Laden, groß suchen muss man ihn nicht. Er ist aber nicht gerade billig, in einem schmucken Glas kosten 250 ml etwa 8 Dollar plus Steuern, eine einfache Dose mit 591 ml liegt bei etwas über 8 Dollar plus Steuer. In Deutschland gibt es ihn durchaus günstiger. Wenn man ihn denn in Kanada kaufen will, sind billige Quellen die Wal-Marts oder, wenn man gerade in Ottawa ist, der dortige Markt. Keinesfalls sollte man ihn in Touristenshops erwerben oder im Duty-free am Flughafen, dort kostet er etwa das Doppelte. Man sollte aber daran denken, dass Ahornsirup im Glas durchaus Gewicht hat (Übergepäck) und in Kanada die selben Handgepäckregeln für Flüssigkeiten gelten. Durch die beiden Ozeane und die vielen Seen steht regelmäßig '''Fisch''' auf der Speisekarte. Hummer (Lobster) und Lachs (Salmon) gibt es günstig in vielen Restaurants. Eine Spezialität wäre auch das „dirty pigg“, auf Deutsch „schmutziges Schwein“. Das Wort leitet sich nicht etwa von schmutzig „dirty“ sondern von „ditry“ ab. Nach einer Sage hatte es ein Ausländer falsch ausgesprochen und das Wort verbreitete sich so immer weiter. In Quebec gibt es als Fast-Food weitverbreitet '''Poutine''': Pommes mit einer dunklen Soße, die in etwa einer pilzfreien Jägersoße entspricht, und einem eher geschmacklosen Käse, der angeblich kein Fensterkitt sein soll, obwohl er beim Beißen verdächtig quietscht. Man bekommt Poutine in Quebec in zahlreichen Restaurants und Imbissen, auch bei McDonalds. Am besten soll es sein bei einer Kette namens '''[http://www.chez-ashton.com/ chez Ashton]'''. {{ Anekdote |float= left |heading=Hummer, bis er zu den Ohren rauskommt. |text=Der nordamerikanische Hummer war in früheren Jahrhunderten in so hoher Anzahl vorhanden, dass er als Arme-Leute-Essen galt. Er war ungeliebter Beifang, weil er so schwierig zu essen war. Er wurde oft zermahlen und als Dünger auf die Felder gestreut. In Nordamerika haben Dienstboten Anfang des 19. Jhdts. sogar dafür gestreikt, dass sie Hummer nicht mehr als dreimal pro Woche bekamen. In Gefängnissen der jungen USA mussten Gefangene so viel Hummer essen, dass ein Gesetz irgendwann verbat, Hummer mehr als einmal pro Woche zu verteilen. Es wäre sonst unwürdige Behandlung der Gefängnisinsassen.}} Die Trends in der Lebensmittelbranche gehen stark zu Nahrungsergänzungsmitteln, von Vitaminen und Spurenelementen bis hin zu „fibre“ (= Ballaststoffe), die sich in Pulverform in alle Nahrungsmittel einrühren lassen. Dies ist bedingt durch die Essgewohnheiten in Nordamerika, sprich Fast Food und relativ viel Fleisch. '''Gemüse und Obst''' ist für europäische Verhältnisse teuer, wahrscheinlich bedingt durch die langen Transportwege (z.&#x202F;B.&nbsp;Paprika aus Mexiko). '''Käse''' ist auch relativ teuer, es sei denn man kauft Cheddar. [[File:Montreal Chinatown.JPG|thumb|right|Chinatown in Montreal. Hier bekommt man hochwertige chinesische Spezialitäten.]] Vorherrschendes '''Brot''' ist wie in den USA das Sandwichbrot (schmeckt und fühlt sich weicher an als ungetoastetes Toastbrot). Man kann nicht darauf vertrauen, dass das Brot eine Kruste hat, nur weil es den Zusatz „deutsch“, „italienisch“ oder „französisch“ im Namen trägt - es sieht aus wie Ciabatta, fühlt sich aber fast so an wie Sandwichbrot. Ein "Pumpernickel" ist dort ein dunkel gefärbtes, genauso pappiges Brot. In Kanada findet man ab und zu (vor allem in und in der Nähe von Quebec) „richtiges Brot“, aber meist muss man lange suchen. Es ist dann in der Regel abgepackt aus Deutschland importiert. Um die Lücke zu füllen, haben sich auch in kleineren Orten ''German Bakeries'' angesiedelt. Kanada besitzt einige weltweit prämierte [[w:Weinbau in Kanada | '''Weine''']]. Bekannt sind vor allem die Eisweine aus der Niagara-Region, sowie Weine aus dem Okanagan Valley in British Columbia. Die Eisweine sind aber entsprechend teuer, kleine Fläschchen kosten ab 30 Dollar plus Steuern aufwärts. Kleinere Weinanbaugebiete gibt es auch in Nova Scotia und Quebec. Besonders in der Provinz [[Québec (Provinz)|Québec]] bekommt man den '''Caribou''', ein Gemisch aus Wein und Rum, den man in Norddeutschland auch als „Eisbrecher“ kennt. Er wird aber weniger im Flaschenverkauf angeboten, sondern eher als selbstgemischtes. In ganz Kanada zu kaufen ist der '''Cidre''', der Apfelmost. '''Bier''' ist in Kanada in fast jedem Restaurant erhältlich. Die bekanntesten Marken sind Molson, Labatt und Sleeman. Der Trend zum Craftbier hat auch vor Kanada auch nicht halt gemacht, so gibt es in jeder mittelgroßen Stadt mindestens eine Brauerei, die hochwertiges Bier herstellt. Generell ist Bier im Restaurant sehr teuer. Für 0,5 Liter Bier sind ca. 6 C$ fällig. Zu beachten gilt es, dass darauf noch die Umsatzsteuer, sowie eine Alkoholsteuer aufgeschlagen wird. Bier kann man nur in speziellen (ähnlich wie in den USA) Liquor Stores kaufen. Wer in [[Toronto]] oder [[Montreal]] die lokalen '''Chinatowns''' besucht, bekommt dort zahlreiche Spezialitäten. Besser als die abgepackten Waren aus China in kleineren Supermärkten sollte man dort unbedingt eine „Chinese Bakery“, eine chinesische Bäckerei plündern. Süße und deftige Leckereien sind dort wild durcheinander, man sollte die Schilder genau lesen oder sich überraschen lassen. Für westliche Geschmäcker eklige Lebensmittel gibt es dort im Gegensatz zu den Supermärkten eher nicht. === Restaurants === In sämtlichen Restaurants wird vom Gast ein Trinkgeld von mindestens 15&#x202F;% erwartet, da die Bedienungen oft nur ein relativ geringes Grundgehalt verdienen (für Rechenschwache: dies entspricht je nach Provinz ungefähr der ausgezeichneten Steuer auf der Rechnung). In sehr touristischen Gegenden kann es vorkommen, dass so eine Servicepauschale auch mal auf der Rechnung erscheint, üblicherweise überlässt man dies jedoch dem Gast. In den Pubs bekommt man oft auch abends eine warme Küche von oft überraschend guter Qualität zu kleinem Preis. Ein (sehr großer) Burger mit Pommes Frites kostet zwischen 8 und 12 Dollar, also etwa 6 bis 8 €. Die Pubs müssen preislich also die Konkurrenz der allgegenwärtigen Fastfoodketten nicht scheuen, besser schmecken tut es sowieso. Was in Kanada sehr angenehm ist und woran man sich sehr schnell gewöhnt: es herrscht Rauchverbot in allen Lokalen. Trotzdem sind die Restaurants fast immer voll. Was für Deutsche anfänglich etwas gewöhnungsbedürftig sein dürfte: „please wait to be seated“. Man wird sozusagen an der Tür empfangen und zu einem freien Platz gebracht. Freie Tischwahl ist eher selten. Einige Restaurants haben keine Lizenz für Alkoholausschank, erlauben aber das Mitbringen eigener alkoholischer Getränke. Dafür wird dann üblicherweise eine kleine Gebühr erhoben. Nahezu alle Restaurants servieren ihren Gästen gekühltes Leitungswasser (kostenlos, häufig direkt mit der Karte zusammen). Es ist durchaus akzeptabel, dabei zu bleiben und keine weiteren Getränke zu bestellen. == Unterkunft == Es ist kein Problem ein Hotel zu finden. Aber eigentlich lernt man das Land und seine Bewohner am besten im '''[http://www.bbcanada.com/ Bed & Breakfast]''' kennen. In jedem Ort gibt es Vermieter, meist alleinstehende Damen, welche gerne in Kontakt zu Ausländern treten wollen und ihr Wissen über Land+Leute gerne weitergeben. Preislich liegen die Hotels ungefähr im europäischen Niveau. Bemerkenswert ist, dass viele – auch noble − Hotels den Mitgliedern des Autofahrerclubs Ermäßigungen gewähren. Man sollte also aus Europa den Mitgliedsausweis z.&#x202F;B.&nbsp;von ADAC oder ÖAMTC mitbringen und beim kanadischen Klub bestätigen lassen. Dort ist dann auch Gratis-Kartenmaterial zur jeweiligen Region erhältlich. Die allgegenwärtigen Motels sollte man nur als letzte Zuflucht nutzen. Die Qualität der Unterkunft liegt meist deutlich unter der von guten Bed & Breakfast und das bei meist höherem Preis. In '''Stadthotels''' ist im Preis das Frühstück meist '''nicht''' inbegriffen, das gilt ausdrücklich auch für Pauschalreisen aus Europa. Meist hat man nicht nur im Hotel, sondern auch in direkter Umgebung eine Frühstücksmöglichkeit gegen Bezahlung. In Großstädten sind es meist sogar ein Dutzend im Umkreis von 100 Metern um das Hotel. Je nach Hunger muss man mit 5 bis 10 Dollar rechnen, Kaffee inklusive. Hotels in Hochhäusern haben schnell 20 oder 30 Stockwerke, die Anzahl und Geschwindigkeit der Aufzüge kommt oft nicht mit. Man muss daher etwas Warterei bei der Zeitplanung berücksichtigen. Großstadthotels werben oft mit '''Swimmingpool''' und '''Fitnessraum'''. Meist wurden sie aber nur aus Konkurrenzgründen nachgerüstet. Die Pools sind dementsprechend meist klein, die Fitnessstudios befinden sich in guten Fällen in ehemaligen Besprechungsräumen, in schlechteren in umgeräumten Hotelzimmern. Dort findet man dann zwei oder drei Cardiogeräte und eine Heimkraftstation und manche funktionieren sogar. Bei den Schwimmbädern gibt es im Gegensatz zu Europa oft eine Aufsichtsperson, auch wenn der Pool nur ein paar Meter groß ist. Wenn nicht, läuft man an zahlreichen Warnschildern vorbei, dass man auf eigene Gefahr badet. Was einem angesichts US-Millionenklagen skurill vorkommt oder, wenn man Kleinkinder dabei hat, sogar vernünftig, hat in der Praxis einen Nachteil: Wegen des Personalaufwandes sind die Öffnungszeiten der Bäder meist so ungünstig, dass man abends nicht mehr schwimmen kann und morgens noch nicht. Nun fährt zwar niemand von Europa nach Kanada, weil es hier keine Fitnessgeräte oder Pools gibt, aber wenn man es mitbezahlt, sollte es auch funktionieren. Ausdauer- und Kraftgeräte stammen übrigens oft aus den USA und die Geschwindigkeiten sind entsprechend in Meilen, Pfund etc angegeben. Viele Hotels verfügen auch über eine '''Sauna'''. Nun ist man sicher lockerer als in den USA, aber so locker, dass man eine gemischte Nacktsauna hat, ist man nun wieder nicht. Man bleibt in Badebekleidung, auch in Québec. Man findet die Saunen entweder beim Pool oder jeweils eine in den Umkleiden für Männer und Frauen eines Fitnessbereichs. Manchmal muss man sie selbst einschalten, die Aufheizzeit muss man mit mindestens 30, besser 60 Minuten veranschlagen. Auch wenn man schon mal im Keller suchen muss, viele Hotels verfügen über Getränke-, Snack- und Kaffeeautomaten. Auch Eismaschinen sind verbreitet. In Hotels sind zahlreiche englisch- und französischsprachige '''TV-Sender''' empfangbar. Wer eine der beiden Sprachen kann, bleibt über Nachrichten und Wetter auf dem laufenden. Sender in anderen Sprachen gibt es normalerweise nicht. Ab Mittelklasse ist drahtloses '''[[#Internet|Internet]]''' Standard, viele Hotels haben auch gebührenpflichtige oder kostenfreie Internetterminals. == Lernen und Studieren == Kanada ist eines der am besten gebildeten Länder der Erde. 2012 hatten mehr als die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung einen College- oder Universitäts-Abschluss. Dies ist der höchste Wert unter allen OECD-Ländern. Das Hochschulsystem wird von staatlichen Universitäten dominiert, gleicht ansonsten aber sehr dem US-Amerikanischen System. Insbesondere das Bachelor-Studium ist sehr verschult (regelmäßige Hausaufgaben, teilweise Anwesenheitspflicht etc). Die Dozenten sind verglichen mit manchen Professoren in Europa sehr zugänglich. Es ist üblich sich beim Vornamen anzusprechen. Die Unis sind sehr gut ausgestattet und bieten gute Lehre. Die Kehrseite davon ist, dass alle Universitäten recht hohe Studiengebühren, insbesondere von ausländischen Studenten verlangen (25.000 C$ pro Semester sind keine Seltenheit). Billiger ist es meist an einem Austauschprogramm der Heimatuniversität teilzunehmen, dann fallen üblicherweise keine zusätzlichen Studiengebühren an. Trotzdem sind die Kosten für Unterkunft, obligatorische Krankenversicherung und Lebensmittel nicht zu vernachlässigen. Es empfiehlt sich daher, soweit möglich, um ein Stipendium zu bemühen. Hat man ein Stipendium (oder genügend eigene Mittel) und eine Zusage der kanadischen Hochschule, kann man sich um ein Studienvisum (genauer eine Studienerlaubnis) bewerben. Diese benötigen alle Ausländer, falls sie länger als sechs Monate im Land bleiben wollen (siehe ''[[#Visum]]''). Doch auch für kürzere Aufenthalte kann es sich lohnen, eine Studienerlaubnis zu haben: seit 2014 ist diese nämlich direkt mit einer (befristeten) Arbeitserlaubnis gekoppelt. == Arbeiten == [[File:Hundesitter.JPG|thumb|right|Hundesitter führen ein straff organisiertes Gewerbe in Kanada. Hunde werden nach Zeitplan mit einem Lieferwagen abgeholt und gebracht, auch mehrfach täglich − für 15 Dollar pro Stunde und Hund.]] Ende der 1970er Jahre änderte Kanada die Einwanderungspolitik deutlich. Wurden bis dahin Werbeaktionen für Einwanderer durchgeführt, werden seitdem gezielt Arbeitskräfte bestimmter Qualifikationen gesucht, die sich je nach Konjunktur immer wieder ändern. Bei den gesuchten Berufen handelt es sich jedoch nicht ausschließlich um hochqualifizierte, auch bestimmte Handwerker werden gesucht. Kanada hat dazu ein detailiertes Punktesystem entwickelt, in das zahlreiche Faktoren aus beruflicher Erfahrung und persönlichen Eigenschaften wie z.&#x202F;B.&nbsp;der Gesundheitszustand einfließen. Mit gesuchten Berufen überschreitet man die Punktgrenze recht leicht, mit anderen ist es nahezu unmöglich, dauerhaft einzuwandern. Auch eine mehrjährige Arbeitserlaubnis ist auf keinen Fall eine Garantie, dass man danach dauerhaft bleiben kann. Man hört zuweilen, dass man mit Korruption seinem Glück nachhelfen kann. Allerdings ist das − abgesehen davon, dass man dafür Geld braucht − natürlich eine Straftat. * '''[http://inhalt.monster.de/section1675.asp Bewerben in Kanada]''': Wichtige Informationen rund um das Thema Bewerben, Jobsuche, Bürokratie * '''[http://www.skillclear.co.uk/canada/canada-skilled-worker-points-calculator-1.asp 'Skilled Worker Test']''': Online-Test, ob man als 'skilled worker' eingestuft wird. * '''[http://inhalt.monster.de/3236_de-DE_p1.asp nordamerikanischer Musterlebenslauf]''' * '''[http://www.dfait-maeci.gc.ca/canada-europa/germany/visa-work-procedure-de.asp Zeitweise Arbeiten in Kanada]''': * '''[http://www.dfait-maeci.gc.ca/canada-europa/germany/site/pdfs/IRPAwork-de.pdf Hilfreiches zum Antrag auf eine Arbeitserlaubnis]''' In Kanada gibt es einen gesetzlichen Mindestlohn, der sich je nach Provinz in der Höhe etwas unterscheidet. Dieser bewahrt zwar vor absoluter Armut, ist aber angesichts der recht hohen Lebenshaltungskosten auch keine Garantie für ein leichtes Leben. == Feiertage == {{Feiertage Anfang}} {{Feiertag | datum= 01-01 | New Year's Day (Jour de l’an) | Neujahr, Bundesweit gesetzlicher Feiertag }} {{Feiertag | 2. Montag im Februar | Family Day | Familientag, gesetzlicher Feiertag in British Columbia }} {{Feiertag | 3. Montag im Februar | Family Day (Fête de la Famille)<br />Louis Riel Day (Manitoba)<br />Islander Day (Prince Edward Island) | Familientag, gesetzlicher Feiertag in Alberta, Manitoba, Ontario, Prince Edward Island und Saskatchewan }} {{Feiertag | {{Ostern.next|tag=Karfreitag}} | Good Friday (Vendredi Saint) | Karfreitag, Bundesweit gesetzlicher Feiertag }} {{Feiertag | {{Ostern.next|tag=Ostermontag}} | Easter Monday (Lundi du Pâques) | Ostermontag, Bundesweit anerkannter Feiertag }} {{Feiertag | Montag vor<br/>dem 25. Mai | Victoria Day (Fête de la Reine) | Offizieller Geburtstag der Königin, Bundesweit anerkannter Feiertag }} {{Feiertag | 1. Juli (2. Juli, falls dies ein Montag ist) | Canada Day (Fête du Canada) | Zur Feier des British North America Act vom 1. Juli 1867, Bundesweit gesetzlicher Feiertag }} {{Feiertag | erster Montag im August | diverse Namen | gesetzlicher Feiertag in British Columbia, New Brunswick, Northwest Territories, Nunavut und Saskatchewan<br />anerkannter Feiertag in Alberta, Manitoba, Ontario, Nova Scotia und Prince Edward Island }} {{Feiertag | erster Montag in September | Labour Day (Fête du Travail) | Tag der Arbeit, Bundesweit gesetzlicher Feiertag }} {{Feiertag | zweiter Montag in Oktober | Thanksgiving Day (Action de Grâce) | Erntedankfest, Bundesweit anerkannter Feiertag<br />gesetzlicher Feiertag in Alberta, British Columbia, Manitoba, Northwest Territories, Nunavut, Ontario, Quebec, Saskatchewan und Yukon }} {{Feiertag | datum= 11-11 | Remembrance Day (Jour du Souvenir) | Gedenktag zum Ende des 1. Weltkriegs, Bundesweit anerkannter Feiertag/<br />gesetzlicher Feiertag in Alberta, British Columbia, New Brunswick, Newfoundland and Labrador, Northwest Territories, Nunavut, Prince Edward Island, Saskatchewan und Yukon }} {{Feiertag | datum= 12-25 | Christmas Day (Noël) | Weihnachtstag, Bundesweit gesetzlicher Feiertag }} {{Feiertag | datum= 12-26 | Boxing Day (lendemain de Noël) | Bundesweit anerkannter Feiertag; gesetzlicher Feiertag in Ontario; gesetzlicher Ruhetag in New Brunswick }} {{Feiertage Ende}} == Sicherheit == [[File:Kanadischer Mountie-Puppe.JPG|thumb|hochkant|right|Die weltberühmten Mounties in den roten Uniformen gibt es nur noch bei besonderen Gelegenheiten - oder als Puppe.]] Die Sicherheit in Kanada für Touristen ist gewährleistet. Das Land hat im Vergleich zu anderen Ländern eine geringe Kriminalitätsrate. Allerdings ist es nicht kriminalitätsfrei, auch wenn so mancher Reiseführer so etwas andeutet. Die Hells Angels zum Beispiel kassieren von Läden Schutzgeld, die Bauindustrie ist in der Hand der italienischen Mafia. Es wäre auch realitätsfremd, wenn man annehmen würde, ein Land mit Einwanderervierteln würde nicht eine gewisse Abschottung gegenüber staatlicher Autorität innerhalb ihrer Landsmannschaften entwickeln. Touristen müssen aber abgesehen von üblichen Sicherheitsmaßnahmen keine besonderen Vorkehrungen ergreifen. === Mounties === Die ''Royal Canadian Mounted Police'' (RCMP) in ihren berühmten roten Jacken wurde 1873 gegründet, um in die westlichen Provinzen erste staatliche Ordnung zu bringen. Seit den 1960er Jahren ist die rote Uniform nur noch für besondere Gelegenheiten vorgesehen, im Alltag wird sie nicht mehr getragen. Die kanadische Polizei ist auf dreierlei Art gegliedert: Größere Städte haben eine Stadtpolizei, einzelne Provinzen wie Ontario und Québec haben eine eigene Polizei, für den Rest des Landes sowie für Bundesangelegenheiten ist dann die RCMP zuständig. == Gesundheit == {{Quickbar Notruf}} Kanada hat eines der leistungsfähigsten Gesundheitssysteme der Erde und in den großen Städten gibt es einige der besten Krankenhäuser überhaupt, in denen Spezialfälle aus der ganzen Welt behandelt werden. Die Arztkosten sind für Kanadier laut Verfassung mit den Steuern abgegolten, die Ärzte werden vom Staat bezahlt. Trotzdem jammert man auch in Kanada darüber, dass das Gesundheitssystem nicht mehr so gut ist wie früher. Viele Ärzte wandern in die USA ab, weil sie dort mehr verdienen können. In abgelegenen Gegenden Kanadas kann der Zugang zu medizinischer Versorgung begrenzt sein. Stellen Sie sicher, dass Sie gegebenenfalls Medikamente und medizinische Versorgung mitbringen. Für Reisende ist die Behandlung natürlich nicht kostenlos. Im Gegenteil, die Kosten einer aufwendigen Behandlung können schnell astronomische Summen erreichen. Eine Reisekrankenversicherung ist daher praktisch zwingend. Insbesondere sollte die Versicherung über eine entsprechende Telefonnummer, die man greifbar haben sollte, '''vor''' einer Behandlung informiert werden, damit sie Kosten direkt mit dem Krankenhaus verrechnen kann. Ein vorläufiges Auslegen der Rechnung kann schnell selbst die besten Kreditkartenlimits sprengen. '''Medikamente''' bekommt man in Drogeriemärkten oder nahezu allen großen Supermärkten. Frei verkäufliche gibt es in wenig übersichtlichen Regalen zum Mitnehmen, rezeptpflichtige Arzneimittel werden an einer Theke direkt daneben ausgegeben. Kanada ist insgesamt ein sehr sauberes Land. Auf etwas anderes als hohe hygienische Ansprüche braucht man sich nicht einzulassen. Nur kleinere Supermärkte kommen manchmal etwas schmuddelig daher. Wenn man Bedenken hat, sollte man sich auf abgepackte Ware beschränken. Das '''Wasser''' ist problemlos trinkbar. Es ist jedoch stark gechlort und der Geschmack passt nicht jedem. Das Chlor-Aroma kann durch Eiswürfel sogar Erfrischungsgetränke befallen. Kanadier kaufen daher gerne große Plastikbehälter mit mehreren Litern einfachem, stillen Wasser. Öffentliche '''Toiletten''' sind prinzipiell sauber und technisch in Ordnung. Viele lösen mit Hilfe eines Sensors aus, und wenn der mal nicht funktioniert, findet man neben dem Sensor einen kleinen Knopf, mit dem man nachhelfen kann. Auch wenn Nordamerikaner die Privatheit ihrer Geschlechtsteile in der Sauna mehr schätzen als Mitteleuropäer, auf der Toilette sehen sie das deutlich lockerer: Die Kabinentüren sind so kurz, dass man oben und unten gute Einsicht hat und was man da noch nicht erkennen kann, zeigt man der Welt durch die Spalten zwischen Trennwänden und Türen, die oft in Zentimetern zu messen sind. Die zahlreichen Gewässer sind natürlich eine ideale Brutstätte für '''Mücken'''. Es wird empfohlen, sich besser mit den kanadischen Abwehr-Produkten zu versorgen, als welche aus Europa mitzubringen. Auch die '''Zecke''' ist in den Wäldern verbreitet. Auch wenn es wenig bekannt ist, in Kanada gibt es regelmäßig '''Tornados'''. Von diesen gefährlichen Wirbelstürmen sollte man sich so weit wie möglich fernhalten. Natürlich gibt es in Kanada die typischen Wintergefahren. Die Straßen und Gehwege in den Städten werden allerdings systematisch geräumt. == Tiere == [[File:Bärenstatue in Ottawa.JPG|thumb|hochkant|left|Neben dem Ahornbaum ist der Bär Kanadas Nationalsymbol.]] [[File:Skyline Toronto bei Tag.JPG|thumb|right|Die einzigen Bären, die man hier trifft, findet man an der Börse: Toronto ist der drittgrößte Finanzplatz Nordamerikas.]] [[File:Waschbär.JPG|thumb|right|Der nordamerikanische Waschbär ist ein häufiger Nachbar des Menschen − und ein unbeliebter dazu.]] * '''Bären:''' Über eine Million soll es davon in Kanada geben. Im Süden gibt es Schwarzbären und Grizzlys, in den arktischen Gebieten Eisbären. Schwarzbären und Grizzlys gelten als scheue Tiere, sie meiden Menschen, der außer in extremen Hungersituationen normalerweise nicht auf ihren Speiseplan steht. Allerdings gibt es jedes Jahr einige Bärenangriffe auf Menschen, vorallem dann, wenn ein Mensch einem Bär plötzlich gegenüber steht oder eine Bärin ein Junges dabei hat. Wanderern wird daher dringend empfohlen, auf irgendeine Weise Lärm zu machen, z.&#x202F;B.&nbsp;durch lautes reden oder eine Klingel am Hosenbein, damit Meister Petz sich rechtzeitig verziehen kann. Sehr gefährlich kann es für Camper sein, lecker riechende Essabfälle nicht sofort wegzuräumen und geruchssicher zu entsorgen, notfalls durch vergraben. Da kann man tatsächlich schnell mal Besuch von den falschen Gästen bekommen. Während es im Osten und der Mitte Kanadas recht unwahrscheinlich ist, einem Bären zu begegnen, kann das im Westen, besonders in den Rockies, schon sehr viel wahrscheinlicher werden. In menschliche Siedlungen wagt er sich allerdings nicht, auch wenn zuweilen Bücher für Touristen so etwas glauben machen wollen. Eisbären sind sehr aggressiv und eine Begegnung mit ihnen bedeutet Lebensgefahr. Das Tragen einer Schusswaffe ist im arktischen Teil Kanadas angesagt. * '''Elche:''' Auch diesen Riesentieren kann man in Kanada durchaus begegnen. Je nach Lebensbedingungen werden die Tiere weit über 2 Meter groß (Schulterhöhe) und haben mehrere hundert Kilo Lebendgewicht. Auch wenn es wenig bekannt ist, sind Elche sehr gefährliche Tiere, da sie urplötzlich sehr aggressiv werden können und blitzschnell auf einen zurennen. Sie sind dabei so schnell, dass bei wenigen Metern Abstand ein Ausweichen nicht mehr möglich ist. Ob der Elch einem Menschen den Kopf oder die Hufe in die Brust rammt, ist dann auch egal. Die ersten Farmer in Kanada haben versucht, die Elche zu domestizieren und sind an deren Aggressivität gescheitert. Vor der Erfindung des Gewehres galt die Elchjagd als gefährlicher als die Bärenjagd. * '''Bison (Büffel):''' In der Prärie ist bis heute der ''Buffalo'' heimisch und man bekommt gelegentlich auch das Fleisch der Tiere angeboten. * '''Biber:''' Wenn man irgendwo an einem Gewässer Holz gestapelt sieht, war es ein Biber. Zu sehen bekommt man die scheuen Tiere aber so gut wie nie. Biber gelten übrigens als extrem treue Tiere, die ihr Leben lang nur einen Partner haben. Als Biber anfingen, ihre Partner zu betrügen, fanden Wissenschaftler heraus, dass Umweltbelastungen das Gehirn der Tiere geschädigt hatte. Ob Menschen diese Ausrede auch anführen können? * '''Waschbären:''' Von allen aufgezählten Tieren trifft man dieses am leichtesten, denn es findet die Großstadt toll. Da kommen Menschen an, werfen viele Leckereien in diese komischen Mülltonnen und wenn man die nachts umwirft, kann man so herrlich darin wühlen. Ob die besagten Menschen es so toll finden, am nächsten Morgen die Mülltonne wieder einzuräumen, ist dem Waschbären egal. Waschbären sind ausgesprochen dankbare Fotomotive, manchen Exemplaren kann man die Kameralinse direkt vor die Nase halten. Für den durchschnittlichen Touristen kündigt sich eine Begegnung mit einem Bär oder Elch auf seiner Fahrt meist dadurch an, dass bereits andere Fahrzeuge an beiden Straßenrändern halten und unvernünftigerweise Leute auch ausgestiegen sind. Man sollte dann auf keinen Fall scharf bremsen, das verscheucht die Tiere, sondern den Wagen rollend nähern und schon mal die Kamera zücken. Aussteigen sollte man nicht. == Respekt == Man sollte darauf achten, Kanadier und US-Amerikaner nicht pauschal in einen Topf zu werfen, wenn man in Kanada ist. Die Kanadier legen großen Wert auf die Unterschiede. Die Frankokanadier sind sehr stolz auf ihre eigenständige Sprache und Kultur und legen großen Wert darauf, dass man diese respektiert. So sollte man daher in französischsprachigen Teilen Kanadas stets auf Französisch grüßen. Ein freundliches "Bonjour" reicht dabei völlig. Es ist gar nicht notwendig Französisch zu sprechen, wenn der Gegenüber merkt, dass man sich zumindest etwas bemüht hat, Französisch zu sprechen wird dies honoriert. ; “Pronouns” Kanada hat die vorgeschriebene Sprachpraxis, als Menschenrecht, für „2SLGBTQI+“ {{Stand|2025|06|17}} mit einem bestimmten Personalpronomen angesprochen zu werden, am weitesten unter allen westlichen Ländern umgesetzt. Zwar wird man bei Fehlgebrauch nur dann eingesperrt wenn es sich um „Volksverhetzung“ handelt, was seit 2016 in den §§&#8201;318-19 des Strafgesetzes unter „Völkermord“ (“genocide“) definiert ist, es werden jedoch zivilrechtliche Geldstrafen von „Menschenrechtskommissionen“ verhängt. Im Alltag wird man als Besucher, sofern man sich in entsprechenden Kreisen bewegt, allenfalls einer mehr oder weniger langen Belehrung ausgesetzt werden. Jeder Bundesstaat kann ergänzende Bestimmungen erlassen. == Praktische Hinweise == '''Zeitzonen''': Der Kanadier Sir Sandford Fleming schlug bereits 1876 als erster ein Zeitzonennetz für die gesamte Welt vor. Kanada wird von Küste zu Küste von sechs verschiedenen Zeitzonen durchzogen: * Newfoundland Time Zone (UTC−3:30/UTC−2:30): [[Neufundland und Labrador|Neufundland]] * Atlantic Time Zone (UTC−4/UTC−3): [[Atlantische Provinzen]] (ohne Neufundland), östliches [[Québec (Provinz)|Québec]] * Eastern Time Zone (UTC−5/UTC−4): [[Québec (Provinz)|Québec]], [[Ontario]], östliches [[Nunavut]] * Central Time Zone (UTC−6/UTC−5): [[Manitoba]], Zentral-Nunavut, [[Saskatchewan]] (keine Sommerzeit) * Mountain Time Zone (UTC−7/UTC−6): [[Alberta]], westliches Nunavut, [[Nordwest-Territorien]] * Pacific Time Zone (UTC−8/UTC−7): [[British Columbia]], [[Yukon]] Anmerkung: Einzelne Regionen der genannten Provinzen liegen aus wirtschaftlichen Gründen in einer Nachbarzeitzone. Es ist daher ratsam sich genau zu informieren, in welcher Zeitzone der besuchte Ort liegt um Überraschungen zu vermeiden. Das gesetzliche Mindestalter um Alkohol in der Öffentlichkeit zu trinken ist in Kanada 19 Jahre, bzw. 18 Jahre in Alberta, Manitoba und Québec. In einigen Teilen Kanadas, insbesondere in abgelegenen Gebieten oder Nationalparks, ist es wichtig, sich über die richtige Verhaltensweise bei Begegnungen mit Bären und anderen Wildtieren zu informieren. Dies kann Ihre Sicherheit und die der Tiere gewährleisten. == Post und Telekommunikation == {| class="wikitable sortable float-right" |- class=hintergrundfarbe6 ! Provinz <br>oder Territorium ! Flagge ! Abkürzung <br />[[w:ISO 3166-2:CA|ISO code]] |- | [[Alberta]] || {{Flagicon|Alberta|60px}} ||style=text-align:center | '''AB''' |- | [[British Columbia]] || {{Flagicon|British Columbia|60px}} ||style=text-align:center | '''BC''' |- | [[Manitoba]] || {{Flagicon|Manitoba|60px}}||style=text-align:center | '''MB''' |- | [[New Brunswick]] ||{{Flagicon|New Brunswick|60px}} || style=text-align:center | '''NB''' |- | [[Neufundland und Labrador]]|| {{Flagicon|Newfoundland_and_Labrador|60px}} || style=text-align:center | '''NL''' |- | [[Nova Scotia]] || {{Flagicon|Nova Scotia|60px}} || style=text-align:center | '''NS''' |- | [[Nordwest-Territorien]] || {{Flagicon|the Northwest Territories|60px}} || style=text-align:center | '''NT''' |- | [[Nunavut]] ||{{Flagicon|Nunavut|60px}} || style=text-align:center | '''NU''' |- | [[Ontario]] ||{{Flagicon|Ontario|60px}} || style=text-align:center | '''ON''' |- | [[Prince Edward Island]] ||{{Flagicon|Prince Edward Island|60px}} || style=text-align:center | '''PE''' |- | [[Québec (Provinz)|Québec]] || {{Flagicon|Quebec|60px}} ||style=text-align:center | '''QC''' |- | [[Saskatchewan]] ||{{Flagicon|Saskatchewan|60px}} || style=text-align:center | '''SK''' |- | [[Yukon]] || {{Flagicon|Yukon|60px}}|| style=text-align:center | '''YT''' |} === Festnetz === Das Telefonnetz in Kanada ist in bevölkerten Gebieten flächendeckend verfügbar. Die Technik ist dem europäischen Analoganschluss vergleichbar. ISDN oder ähnliche Anschlüsse sind nur in Firmen verbreitet. Der Ländercode für Kanada ist 1. Internationale Gespräche von Kanada in andere Länder beginnen mit 011, für Deutschland beispielsweise 011-49. Beinahe jeder kleine Ort in Kanada hat eine Telefonzelle, in der größtenteils auch mit Münzgeld bezahlt werden kann. === Mobiltelefon === ==== Technische Aspekte ==== Mit modernen Telefonen und SIM-Karten gibt es keinerlei Probleme. Allerdings ist zu beachten, daß unter den 26 Anbietern, davon vier große, etliche nur eine regionale Abdeckung bieten. Landesweit agieren Rogers Wireless (+ Fido, Chatr, Fizz, 7-Eleven Speak), Bell Mobility (+ Virgin Plus, Lucky Mobile) und Telus Mobility (+ Koodo / Public Mobile); ''Freedom Mobile'' ist nur in Ontario brauchbar. Nutzt man eine Prepaid-Karte gibt es kein Roaming zwischen diesen Betreibern (allerdings nutzen Bell und Telus gegenseitig ihre Funktürme), anders als bei regionalen wie zum Beispiel ''Sask'' nur in Sakatchewan (mit roaming andernorts), ''East Link'' nur in Neuschottland und Prince Edward Island. Außerhalb der dicht besiedelten Gebiete um die großen Seen oder den wichtigen Orten nach Westen ist schnell Schluß mit Empfang. Wer den Highway nach Alaska fahren möchte hat nur mit ''Bell Mobility'' Abdeckung. Diese Firma hat landesweit das größte Netz. Mit einer ''Rogers''-Karte kann man in USA nicht roamen. ==== Kosten ==== Die Roaminggebühren für übliche deutsche SIM-Karten sind sehr hoch, so dass sich schon für Aufenthalte von wenigen Wochen der Kauf einer einheimischen Prepaid-SIM-Karte lohnen kann. Generell gilt, dass Mobilfunk etwas teurer als in Europa oder den USA ist. Außerdem sind manche Netze nur in bestimmten Provinzen ausgebaut, so dass in anderen Landesteilen Roaminggebühren anfallen können. Wer im Land reisen möchte sollte also nach Angeboten, mit dem Stichwort „Nationwide“ Ausschau halten. Wer aus USA oder Mexiko kommt kann ggf. mit einer dort erworbenen SIM-Karte, trotz Roaming-Gebühr günstiger wegkommen, besonders wenn man bei Kurzbesuchen die Aktivierungsgebühr und Mehrwertsteuer (die extra geht) mit einrechnet. Bei der Datennutzung gehört Kanada zu den teuersten Ländern weltweit. ==== Geräte ==== Wer sich in Kanada ein neues Gerät zulegen möchte sollte unbedingt darauf achten das es „unlocked“ ist. Viele Geräte werden nämlich mit SIM- oder Netlock verkauft. === Internet === Internetzugang erhält man entweder in so gut wie jeder öffentlichen Bibliothek, in Ballungsräumen auch per WLAN oder auch in einem Internetcafé. Preise schwanken hier zwischen $3 bis $6 für eine Stunde. Freies WLAN (hier immer „Wifi“ genannt) gehört zum Standard in Hotels. Auch sehr viele Cafés, Bars, etc. bieten ihren Kunden Wifi ohne Gebühr. Über 80&#x202F;% der Kanadischen Internetanschlüsse sind laut OECD Breitbandanschlüsse. Die Geschwindigkeiten reichen von 256 KBit/s bis zu 100 MBit/s, der Landesdurchschnitt liegt bei 7 MBit/s. '''Es ist zu beachten''', dass das Surfen in ungeschützten WLANs ohne Zustimmung des Betreibers in Kanada strafbar ist. === Post === Die Farbe der kanadischen Post ist rot. Die Laufzeiten von Briefen variieren stark von ein bis zwei Tagen für innerstädtische Briefe bis zu zwei Wochen bei Langstreckenbriefen. Ähnlich lange Laufzeiten sind bei Auslandssendungen zu erwarten. Nach Deutschland benötigt Luftpost durchschnittlich 5 Werktage, Seepost allerdings bis zu 2 Monate. Inlandspost ist sehr preiswert, wobei dagegen Auslandspost oft unverhältnismäßig teuer ist. Postfilialen sind an ihrer rot-weißen Farbe erkennbar und montags bis freitags von 9 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Briefmarken bekommt man außer bei der Post auch bei zahlreichen Läden oder Hotels. Porto nach Deutschland kostet für Postkarte wie für Brief 3,65&#x202F;$ plus Steuern ([https://www.canadapost-postescanada.ca/cpc/en/personal/stamp-prices.page Portoübersicht]), wenn man die Briefmarken nicht bei der Post erwirbt, kommen ggf. noch ein paar Cent Provision hinzu. == Literatur == === Reiseführer für das ganze Land === * Kaiser, Laura; ''Roadtrips Kanada: unvergessliche Traumrouten für den perfekten Urlaub mit Auto, Camper & Motorrad;'' München 2025 (Bruckmann) * Kränzle, Peter; ''Das Reisebuch Kanada: die schönsten Ziele entdecken: Highlights, Nationalparks und Traumrouten;'' München 2022 (Bruckmann) * Ottinger, Iris; ''Unterwegs in Kanada: das große Reisebuch;'' München 2022 (Kunth) * Winterberg, Sonya; ''Gebrauchsanweisung für Kanada;'' München 2023 (Piper) ;Historisch * Hesse-Wartegg, Ernst von [1854-1918]; ''Kanada und Neu-Fundland: nach eigenen Reisen und Beobachtungen;'' Freiburg 1888 (Herder); [https://archive.org/details/kanadaundneufund00hessuoft Scan] == Weblinks == * [https://www.auswaertiges-amt.de/DE/Aussenpolitik/Laender/Laenderinfos/01-Nodes_Uebersichtsseiten/Kanada_node.html Auswärtiges Amt] - Auswärtiges Amt Deutschlands mit Informationen über Kanada * [https://www.pc.gc.ca/ Hauptwebseite der kanadischen Nationalparks] * [http://www.national-parks-kanada.de Webseite zu den kanadischen Nationalparks] * [https://www.fremdenverkehrsamt.com/kanada.html Verzeichnis der Fremdenverkehrsämter] aller kanadischen Provinzen mit Adresse, Homepage und Online-Anfrage == Einzelnachweise == <references /> {{GeoData| lat=56.13037 | long=-106.34677 | radius= }} {{IstInKat|Nordamerika}} {{Ferientipps}} {{class-4}} r75dp6c5udo46daep7fv82yyi1e4ugg 1804829 1804828 2026-09-18T13:18:16Z Wowo2024 53507 /* Nationalparks */ 1804829 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Land | Religion=Römisch-Katholisch 46&#x202F;%, Protestantisch 36&#x202F;%, andere 18&#x202F;% | Zeitzone=UTC-2,5 &ndash; UTC-8 }} '''Kanada''' ist ein Staat in [[Nordamerika]]. Er ist nach [[Russland]] flächenmäßig das zweitgrößte Land der Erde. Einzige Landgrenze ist im Süden und im Nordwesten die Grenze zu den [[Vereinigte Staaten von Amerika|Vereinigten Staaten]], die gleichzeitig die längste Landgrenze der Welt ist. {{Marker | name =Kanada | type =country | wikidata =Q16}} ist ein beliebtes Touristenziel und eines der wohlhabendsten Länder der Welt. Seine unendliche, unberührte Landschaft sowie seine kulturellen Eigenheiten sind weit bekannt. == Klima, Flora und Fauna == [[Datei:Indian2.jpg|mini|Indian Summer]] Wer in Kanada lebt, muss den Winter mögen. Im Norden ist das Permafrost-Gebiet, hier leben nur einzelne Ureinwohner-Stämme, die über Kleinflugzeuge versorgt werden. Im Süden beginnt die Touristen-Saison im Mai. Juni bis August ist kommen vor allem Camper, die sich Wohnmobile mieten und Rucksack-Touristen, die wandern oder mehrere Tage mit Booten unterwegs sein wollen. Im September endet die warme Zeit. Der sehr lange Winter dauert von Oktober bis April mit extremen Temperaturen und viel Schnee. Allerdings darf nicht ganz Kanada mit polarem oder subpolarem Klima assoziiert werden. Der Süden Kanadas wie {{Marker | name =Vancouver | type =city | wikidata =Q24639 | show =copy}} liegt auf der Höhe von [[Mainz]], in {{Marker | name =Kamloops | type =city | wikidata =Q473209}} kann es im Sommer über 30&#x202F;°C werden. Das Klima Kanadas ist aufgrund der enormen Landmasse sehr unterschiedlich (die größte Nord-Süd-Ausdehnung beträgt ca. 4500&#x202F;km während die Ost-West-Ausdehnung ca. 5000&#x202F;km beträgt). In den nördlichen Inselgebieten herrscht das ewige Eis. Weiter südlich lässt das Klima einige Sträucher zu. Ein „angenehmes“ Klima ist erst im Osten, ab dem 50., und im Westen ab dem 55. Breitengrad anzutreffen. Die Winter sind, bis auf einige Täler im Süden British Columbias und an der Westküste, im gesamten Staatsgebiet eisig kalt. Hinzu kommen die berüchtigten Blizzards die ganze Landstriche unter einer meterhohen Schneedecke begraben (treten nur im mittleren Westen und im Osten auf). '''''Klimaerläuterung zu den Gebieten südlich der oben genannten Breitengrade!''''' '''Das Klima im Westen''': Am [[Pazifischer Ozean|Pazifik]] herrscht ozeanisches Klima, mit milden Wintern und kühlen Sommern. Regen fällt hier das ganze Jahr hindurch. Im Landesinneren ist es kontinental, mit zum Teil extremen Temperaturschwankungen zwischen Sommer und Winter, es regnet hier auch weniger als an der Küste. In den nördlichen Gebieten und ab einer Höhe von 700&#x202F;m (im Süden) sind die Winter eisig kalt (Temperaturen bis -30&#x202F;°C keine Seltenheit). Im Sommer kann es auch hin und wieder heiß werden, nachts kühlt es jedoch stark ab. In den südlichen Tälern [[British Columbia]]s ist es erstaunlich mild. Die Winter sind ähnlich kalt wie in Bayern, im Sommer ist es jedoch um einiges wärmer und vor allem auch sonniger. Eine klimatische Besonderheit stellt das Tal um die Stadt [[Osoyoos]] dar (Grenze zur [[Vereinigte Staaten von Amerika|USA]]), hier gibt es die einzige Wüste Kanadas mit Kakteen und Klapperschlangen inklusive. '''Das Klima des mittleren Westen''': Da es hier keine nennenswerte Gebirge gibt welche die Winde aufhalten und die Nähe zum Meer auch fehlt, ist die Temperaturspanne zwischen Sommer und Winter sehr groß. Die Winter sind lang und kalt, Temperaturen von -35&#x202F;°C gibt es in dieser Region regelmäßig. Der Sommer ist kurz. Die Temperaturen können in dieser Zeit auch hin und wieder die +35&#x202F;°C Marke erreichen. Niederschlag fällt bevorzugt in den Sommermonaten. '''Das Klima im Osten''': In dieser Region ist das Klima sehr unterschiedlich, bedingt durch die Nähe zum [[Atlantischer Ozean|Atlantik]] und den [[Große Seen|Great Lakes]]. Der Einfluss des Atlantiks auf die Küstennahen Gebiete ist unverkennbar. Im Winter ist es am Atlantik nicht ganz so kalt wie im Landesinneren, dafür ist es im Sommer um einige Grade kühler. Das Landesinnere ist durch starke Kontraste geprägt (im Winter ist es weniger kalt als im mittleren Westen). Die Sommer sind lang und warm. Im Bereich der Großen Seen ist das Klima milder, besonders im Herbst wo die Landfläche stark abkühlt und die Seen als Wärmespeicher dienen. Längere Trocken bzw. Feuchtperioden können zu jeder Jahreszeit auftreten. Die Winter können durch die Nähe der großen Seen sehr schneereich werden. In der Wildnis Kanadas leben über 200 Säugetierarten, darunter drei der acht Bärenarten (Grizzly-, Schwarz- und Polarbär). Weitere Arten sind Biber, Bison, Elch, Fuchs, Karibu, Wapiti, Waschbär und Wolf. Unter den über 5.300 Pflanzenarten gibt es etwa 140 Baumarten (Koniferen- und boreale Wälder). Etwa 450 Vogelarten können beobachtet werden. Über 1.200 Arten von Fischen (Süßwasser- und Meeresfische) sind zu verzeichnen, von denen 6 Lachsarten (fünf Pazifische und eine Art Atlantischer Lachs) hervorzuheben sind. Rund 39&#x202F;% der Landesfläche entfallen auf Waldgebiete - mit sinkender Tendenz. Typische Wälder des Nordens mit Permafrost-Boden sind die „betrunkenen Wälder“ ({{enS|''drunken forests''}}), wo die Bäume wegen der temperaturbedingten Bodenverschiebungen nicht gerade wachsen. == Regionen == === Geografische Gliederung === {{Region List | title = Die Reiseregionen Kanadas | map = Canada provinces Regionl.png | {{Region Item | color = #FF0000 | name = Atlantische Provinzen | description = Die Atlantikprovinzen befinden sich im Osten des Landes. |Nova Scotia|New Brunswick|Neufundland und Labrador|Prince Edward Island}} | {{Region Item | color = #FF1493 | name = Québec (Provinz){{!}}Québec | description = Québec ist die flächengrößte Provinz Kanadas. Nunavut ist zwar größer, aber keine Provinz. }} | {{Region Item | color = #00FF00 | name = Ontario | description = Ontario schließt sich in Richtung Westen an und ist die bevölkerungsreichste und wirtschaftlich wichtigste Provinz. }} | {{Region Item | color = #FFA54F | name = Prärieprovinzen |Alberta|Manitoba|Saskatchewan}} | {{Region Item | color = #1E90FF | name = British Columbia | description = British Columbia bildet die kanadische Westküste.}} | {{Region Item | color = #FFFF00 | name = Kanada/Norden{{!}}Norden | description = Die Territorien im Norden des Landes sind direkt der Bundesregierung unterstellt und bilden keine eigenständigen Provinzen. Es besteht aus drei Territorien, [[Yukon|Yukon-Territorium]], [[Nordwest-Territorien]], [[Nunavut]] (Iqaluit)}} }} === Politische Gliederung: Provinzen und Territorien === {| class="wikitable" style="padding:1em; vertical-align:top; border:2px;" |- ! [[w:Provinz|Provinz / Territorium]] ! Hauptstadt |- | {{Marker | name =Alberta | type =region | wikidata =Q1951}} || {{Marker | name =Edmonton | type =city | wikidata =Q2096 | show =copy}} |- | {{Marker | name =British Columbia | type =region | wikidata =Q1973}} || {{Marker | name =[[Victoria (British Columbia)|Victoria]] | type =city | wikidata =Q2132 | show =copy}} |- | {{Marker | name =Manitoba | type =region | wikidata =Q1948}} || {{Marker | name =Winnipeg | type =city | wikidata =Q2135 | show =copy}} |- | {{Marker | name =Neufundland und Labrador | type =region | wikidata =Q2003}} || {{Marker | name =[[St. John's (Neufundland)|St. John's]] | type =city | wikidata =Q2082 | show =copy}} |- | {{Marker | name =New Brunswick | type =region | wikidata =Q1965}} || {{Marker | name =Fredericton | type =city | wikidata =Q2138}} |- | {{Marker | name =Nordwest Territorien | type =region | wikidata =Q2007}} || {{Marker | name =Yellowknife | type =city | wikidata =Q2061}} |- | {{Marker | name =Nova Scotia | type =region | wikidata =Q1952}} || {{Marker | name =Halifax | type =city | wikidata =Q2141 | show =copy}} |- | {{Marker | name =Nunavut | type =region | wikidata =Q2023}} || {{Marker | name =Iqaluit | type =city | wikidata =Q2030}} |- | {{Marker | name =Ontario | type =region | wikidata =Q1904}} || {{Marker | name =Toronto | type =city | wikidata =Q172 | show =copy}} |- | {{Marker | name =Prince Edward Island | type =region | wikidata =Q1978}} || {{Marker | name =Charlottetown | type =city | wikidata =Q2127}} |- | {{Marker | name =Quebec | type =region | wikidata =Q176}} || {{Marker | name =[[Québec|Quebec City]] | type =city | wikidata =Q2145 | show =copy}} |- | {{Marker | name =Saskatchewan | type =region | wikidata =Q1989}} || {{Marker | name =Regina | type =city | wikidata =Q2123}} |- | {{Marker | name =Yukon | type =region | wikidata =Q2009}} || {{Marker | name =Whitehorse | type =city | wikidata =Q2055 | show =copy}} |} == Städte == {{mapframe | type= geoline | stroke= #FF0000 | stroke-width= 2 | stroke-opacity= 1 | id =Q16}} Im Folgenden ist eine Liste mit den auch für den Tourismus wichtigsten Städten aufgeführt. Weitere Städte können in den Regionsartikeln gefunden werden. * {{ Marker | name = Calgary | type= city | wikidata= Q36312 }} – fünftgrößte Stadt und schnell wachsend. * {{ Marker | name = Dawson City | type =city | wikidata =Q372324 | status =top-sight}} - Western-Stadt aus der Zeit des Goldrauschs am Klondike River. * {{ Marker | name = Edmonton | type= city | wikidata= Q2096 }} – Hauptstadt von [[Alberta]]. * {{ Marker | name = Halifax | type= city | wikidata= Q2141 }} – Hauptstadt von [[Nova Scotia]]. * {{ Marker | name = Montreal | type= city | wikidata= Q340 }} – die größte Stadt in [[Québec (Provinz)|Québec]], die zweitgrößte in Kanada und ein kulturelles Highlight. Weltausstellung 1967 und Olympische Sommerspiele 1976. * {{ Marker | name = Ottawa | type= city | wikidata= Q1930 }} – viertgrößte Stadt und Hauptstadt des Landes. Hochtechnologiestandort und Touristenmagnet. * {{ Marker | name = Québec | type= city | wikidata= Q2145 | status =top-sight}} – Hauptstadt der [[Québec (Provinz)|gleichnamigen Provinz]]. * {{ Marker | name = Toronto | type= city | wikidata= Q172 }} – Kanadas größte Stadt und das wichtigste Wirtschaftszentrum. * {{ Marker | name = Vancouver | type= city | wikidata= Q24639 | status =top-sight}} – schön gelegen und geschäftige Metropole an der Westküste. Drittgrößte Stadt Kanadas und Austragungsort der Olympischen Winterspiele im Jahre 2010. Zusammen mit Calgary das wirtschaftliche Zentrum im Westen. * {{ Marker | name = [[Whitehorse]] | type= city | wikidata=Q2055 | status =top-sight}} – Hauptstadt des [[Yukon]]. * {{ Marker | name = Winnipeg | type= city | wikidata= Q2135 }} – Hauptstadt von [[Manitoba]]. Verkehrsknotenpunkt und „Tor zum Westen“ - im Grunde das kanadische Pendant zu [[Chicago]]. * {{ Marker | name = Victoria | type= city | wikidata= Q2132 }} – Hauptstadt der Provinz [[British Columbia]]; befindet sich auf Vancouver Island. * {{ Marker | name = St. John’s (Neufundland) | type = city | wikidata = Q2082 }} – Provinzhauptstadt der Provinz [[Neufundland und Labrador]], eine der ältesten europäischen Siedlungen Nordamerikas und östlichste Stadt Kanadas; befindet sich auf der Insel [[Neufundland]]. == Sehenswürdigkeiten == === Nationalparks === [[Datei:Niagarafälle.JPG|mini|hochkant|Die Niagarafälle gehören mit über 20 Millionen Besuchern jährlich zu den größten Touristenattraktionen der Welt. Die Grenze zwischen den USA und Kanada verläuft mitten durch den Fluss, und die kanadische Seite gilt als deutlich attraktiver.]] Es gibt 38 [[Nationalparks in Kanada]], unter anderem: * {{Marker | name =[[Banff-Nationalpark]] | type = national park | wikidata =Q41858 | status =top-sight}} * {{Marker | name =[[Glacier National Park (Kanada)]] | type = national park | wikidata =Q1161253}} * {{Marker | name =[[Jasper-Nationalpark]] | type = national park | wikidata =Q503429 | status =top-sight}} * {{Marker | name =[[Kootenay National Park]] | type = national park | wikidata =Q903323}} * {{Marker | name =[[Mount-Revelstoke-Nationalpark]] | type = national park | wikidata =Q862265}} * {{Marker | name =[[Waterton-Lakes-Nationalpark]] | type = national park | wikidata =Q902778}} * {{Marker | name =[[Yoho National Park]] | type = national park | wikidata =Q828404}} 10 weitere Nationalparks gelten als ''Reserves''. Weder Kanada noch die USA haben für die [[Niagarafälle]] einen Nationalpark. === Berge, Flüsse, Seen === Wichtigste Gebirge sind die {{Marker | name =Kanadischen Rocky Mountains | type =mountain range | wikidata =Q1353201}}, die sich über die Provinzen ''British Columbia'' und ''Alberta'' erstrecken. Höchster Berg hierin ist der {{Marker | name =Mount Robson | type =mountain | wikidata =Q1161258}} (3954&#x202F;m). Eine weitere mächtige Bergkette ist die {{Marker | name =Kluane Range | type =mountain range | wikidata =Q22544759}}, deren höchster Berg {{Marker | name =Mount Logan | type =mountain | wikidata =Q120306}} mit 5959 Metern auch der höchste Berg Kanadas ist. Der in Kanada entspringende, 3190&#x202F;km lange {{Marker | name =[[Yukon River]] | type =river | lat =60.5419 | long =-134.5192 | wikidata =Q104437}} ist ein wilder Strom wie man ihn sich für Nordamerika vorstellt. Auf ihm oder in seiner Umgebung können von Whitehorse oder Dawson City Kanufahrten oder [[Trekking]]-Touren unternommen werden. Längster Fluss Kanadas ist allerdings der 4241&#x202F;km lange {{Marker | name =Mackenzie River | type =river | wikidata =Q3411}}. Die beiden größten Seen Kanadas werden mit den USA geteilt. Es sind die zu den [[Große Seen|Großen Seen]] zählenden {{Marker | name =[[Oberer See]] | type =lake | wikidata =Q1066}} und {{Marker | name =[[Huronsee]]| type =lake | wikidata =Q1383}}. Vollständig zu Kanada gehört mit einer Fläche von 31.153&#x202F;km² der {{Marker | name =Große Bärensee | type =lake | wikidata =Q5525}}. === Regionalparks === Jede Region hat ihr eigenes Parksystem. Die Parks sind verschieden groß und verschieden gut zu erreichen. Der Sinn hinter den Parks ist verschieden. Einige sind nur zum Erholen gedacht, andere zum Erhalten der Flora und Fauna und manchmal auch einfach nur zum Schutz eines historischen Gebäudes. In Kanada gibt es mehr Regionalparks als Nationalparks, alleine in Ontario gibt es 270 solcher Parks. Einige Regionalparks haben Zeltplätze und andere nur Hygieneeinrichtungen. Der Eintrittspreis wird meistens erst beim Übernachten erhoben. Bemerkenswert ist, dass die rustikalen Toiletten an den Parkplätzen und Viewpoints sauber und gepflegt sind sowie stets mit Toilettenpapier und fast immer wasserfreier Seife ausgestattet sind und auch dem weiblichen Geschlecht mit höheren Ansprüchen gefallen. === Die fünf großen Seen und der Sankt-Lorenz-Strom === Der [[Eriesee]] (''Lake Erie''), der [[Huronsee]] (''Lake Huron''), der [[Michigansee]] (''Lake Michigan''), der [[Oberer See|Obere See]] (''Lake Superior'') und der [[Ontariosee]] (''Lake Ontario'') sind die fünf großen Seen ([[Große Seen|Great Lakes]]) im Süden Kanadas bzw. im Norden der USA. Sie repräsentieren allein 22 Prozent der Welt-Süßwasser-Vorräte. Die US-amerikanisch-kanadische Grenze verläuft mitten durch vier der fünf Seen, nur der Michigansee liegt vollständig in den USA. Die fünf Seen sind miteinander verbunden. Zwischen dem Eriesee und dem Ontariosee liegen die [[Niagarafälle]] bei [[Niagara Falls (Ontario)]]. Der Obere See ist der größte und etwa so groß wie Österreich, der Ontariosee ist der kleinste und etwa halb so groß wie die Niederlande. Aufgrund der großen Wassermengen haben die Seen einen ausgleichenden Effekt auf das Klima und die Temperatur der Umgebung. Die Winter werden nicht ganz so extrem kalt wie im Rest des Landes, die Sommer nicht ganz so heiß. Während alle anderen bedeutenden Flüsse Kanadas tendenziell von Nord nach Süd fließen und so im Frühjahr beispielsweise das Schmelzwasser aus den arktischen Gebieten abführen, fließt der Sankt-Lorenz-Strom ({{enS|''Saint Lawrence River''}}, {{frS|''fleuve Saint-Laurent''}}) leicht von Süden nach Norden, in erster Linie aber von West nach Ost. Er verbindet die fünf Seen mit dem Atlantik. Er ist auch eine wichtige Schifffahrtsstraße, durch ihn können Frachter vom Atlantik Waren bis in die Mitte des Kontinents transportieren. Im Fluss liegen nahe der Stadt [[Kingston (Ontario)]] die [[Thousand Islands]], eine Gruppe von 1793 kleinen und kleinsten Inseln, die eine oft besuchte Touristenattraktion sind und durch das ''Thousand-Islands-Dressing'' weithin bekannt wurden. === Reiserouten === * Der {{Marker | name =[[Alaska Highway]] | type =road | wikidata =Q628076}} - Die bekannte [[Panoramastraße]] beginnt in {{Marker | name =Dawson Creek | type =city | wikidata =Q1012625}} in der Provinz [[British Columbia]]. Von hier führt der 2.288&#x202F;km lange Highway durch die großartige Landschaft Nordamerikas und der [[w:Kanadische Rocky Mountains|kanadischen Rocky Mountains]] bis nach [[Delta Junction]] in [[Alaska]]. * Der {{Marker | name =[[Icefields Parkway]] | type =road | wikidata =Q1344271}} ist 233&#x202F;km lang, führt als Panoramastraße durch die kanadischen Rocky Mountains und verbindet die Touristen-Städte {{Marker | name =[[Banff]] | type =city | wikidata =Q58337}} und {{Marker | name =[[Jasper (Alberta)|Jasper]] | type =city | wikidata =Q999429}} mit den gleichnamigen Nationalparks. * Der {{Marker | name =[[Trans-Canada Highway]] | type =road | wikidata =Q1061576}} ({{RSIGN|CA/AB|H|1}}) - Mit 8.030 Kilometern der längste Highway Kanadas, der in West-Ost-Richtung verläuft. Er durchquert Kanada im Süden von West ([[Victoria (British Columbia)|Victoria]] auf [[Vancouver Island]]) bis nach [[St. John's (Neufundland)|St. John's]] auf [[Neufundland]] im Osten. Dabei passiert man alle großartigen Landschaften (z.&#x202F;B.&nbsp;die [[Rocky Mountains]] bei [[Banff]]) und kommt durch viele Großstädte wie z.&#x202F;B.&nbsp;Vancouver und Montreal. In Ost-Kanada führt er an den [[Große Seen|Großen Seen]] vorbei. Für diese Strecke sollte man mindestens vier Wochen Zeit einplanen. * Kürzere Fernstraßen wie der [[Yellowhead Highway]] durchqueren als [[Panoramastraße]]n mehrere Provinzen, auf dem [[Klondike Highway]] wird an die Zeit des Goldrauschs erinnert. * '''Der Osten''' - Diese Route startet an den Niagarafällen und führt über Toronto, Ottawa und Montreal nach Quebec. Diese Route führt durch das kulturelle Zentrum, sowie durch die bevölkerungsreichsten Regionen Kanadas. Außerdem kann man die wunderschönen [[w:Thousand Islands|"Thousand Islands"]] anschauen, sowie die beeindruckenden Landschaften der [[w:Laurentinische Berge|Laurentides]]. == Hintergrund == [[Datei:Konferenzzentrum Ottawa.JPG|mini|Das Konferenzzentrum in Ottawa war früher der Hauptbahnhof und hat auch für Deutschland eine wichtige Bedeutung: Hier wurde 1990 der 2+4-Vertrag ausgehandelt.]] [[Datei:Amtssitz des kanadischen Ministerpräsidenten.JPG|mini|Der offizielle Amtssitz des kanadischen Ministerpräsidenten. Vor ein paar Jahren hat es ein Eindringling bis in das Schlafzimmer geschafft und wurde von dessen Gattin mit einem Baseballschläger verprügelt. Tagelang wurde in Kanada danach diskutiert, was das Präsidentenehepaar im Schlafzimmer mit einem Baseballschläger macht. Staatsoberhaupt Kanadas ist de jure übrigens bis heute der jeweilige englische Monarch.]] Kanada ist ein Land, das durch beträchtliche Entfernungen und von einer reichen natürlichen Schönheit geprägt ist. Ökonomisch und technologisch ähnelt es seinem Nachbar im Süden, den Vereinigten Staaten. Kanada wurde 1867 vom britischen Parlament in Form einer Verfassung erstmals eine gewisse Eigenständigkeit zugesprochen, die seitdem beträchtlich gewachsen ist. Jedoch ist Kanada weiterhin ein Mitglied des Commonwealth of Nations. Von der Bevölkerung her eher ein mittelgroßes Land, hat sich Kanada auf internationaler Ebene Respekt für seine starken diplomatischen Fähigkeiten erworben. Innenpolitisch versucht das Land stattdessen durch Kompromisse in der kulturellen und sprachlichen mannigfaltigen Bevölkerung zu vermitteln. Dabei verteilen sich die progressiveren Kräfte (wie beim großen „Bruder“ im Süden) auf die küstennahen Regionen, während im Binnenland die konservativen Kräfte überwiegen. In den unterschiedlichen Regionen finden man ebenso viele Unterschiede wie Ähnlichkeiten. Die Sprache, die Kultur, die Küche und sogar die Geschichte variieren, je nachdem, wo man sich befindet. Die folgenden Informationen geben einen kurzen Überblick, aber man sollte sich trotzdem nach lokalen Besonderheiten erkundigen. Dar Name Kanada leitet sich vom Wort der Irokesen für Dorf ab. Als die Franzosen die erste Siedlung gründeten, luden die benachbarten Irokesen sie immer in ihre „Ansammlung von Hütten“ ein, in ihre ''Kanata''. Über die Zeit schliff sich das „T“ zu einem „D“ ab, ein Vorort von Ottawa heißt allerdings immer noch ''Kanata''. In einem so riesigen Land wie Kanada spielt die Natur eine wichtige Rolle. Kanada ist bekannt für seine riesigen Waldgebiete. Daher existiert eine große Holzindustrie. Mittlerweile achtet man in Kanada darauf, dass abgeholzte Gebiete wieder aufgeforstet werden. An den Küsten sind bedeutende Fischfanggebiete. In den arktischen Gebieten gibt es nur Eiswüste, sie sind fast unbewohnt. 90 Prozent aller Kanadier wohnen in einem Streifen von 350 Kilometern entlang der Grenze zu den USA, davon alleine 55&#x202F;% zwischen den Städten [[Québec]] und [[Windsor (Ontario)|Windsor]]. Die Prärie dazwischen ist kaum bewohnt. Es gibt auch eine immer stärker werdende Landflucht. In den Kleinstädten und Dörfern gibt es kaum Arbeit, viele ziehen in die Metropolen. Doch Kanada gehört zu den sieben großen Industrienationen. Toronto hat nach New York und Chicago die drittwichtigste Börse Nordamerikas. Unternehmen wie ''Bombardier Inc.'' sind weltbekannt. === [[Québec]] und (gegen) Kanada === [[Datei:Sankt-Lorenz-Strom bei Quèbec.JPG|mini|„Die Engstelle des Flusses“: Der ''Québec'' des Sankt-Lorenz-Stroms]] Eigentlich handelt es sich bei Kanada um zwei Länder, und beinahe wäre das auch wörtlich so gekommen. In der Sprache der Ureinwohner bedeutet Québec (gesprochen ''Kebek'') die „Stelle, an der sich der Fluss verengt“. Gemeint war der Sankt-Lorenz-Strom. An dieser Stelle bauten die Franzosen um ihren Anführer Samuel de Champlain die erste Siedlung auf dem nordamerikanischen Festland. Später wurde die ganze Provinz so genannt, die mehr als vier Mal so groß ist wie [[Deutschland]]. Nach mehreren Kriegen und Eroberungsversuchen durch die Briten fiel die französische Kolonie 1763 endgültig an Großbritannien. Die Briten gewährten Québec 1776, dass die dortigen Franzosen Sprache und Religion behalten durften, damit sie sich nicht den aufständischen Kolonien anschlossen, die später die USA gründeten. So ist bis heute Québec katholisch geprägt, der englische Teil Kanadas protestantisch. Beide Seiten bauten zahlreiche Kirchen in Städten und Dörfern, die Touristen als dankbare Fotomotive dienen. Offiziell ist Kanada heute zweisprachig - englisch und französisch. Allerdings achten die Einwohner Québecs intensiv darauf, dass möglichst nur französisch gesprochen oder geschrieben wird. Und selbst wenn Barack Obama persönlich in Québec aus dem Wagen steigen würde: Ganz sicher würde er zunächst auf Französisch begrüßt werden und erst nach einer englischen Erwiderung würde der Québecer völlig überrascht tun und auf Englisch umstellen. In den größeren Städten wie z.&#x202F;B.&nbsp;Montréal wird ein nicht-französischsprachiger Tourist keine Kommunikationsprobleme haben: oft reicht bereits ein Blick auf einen Stadtplan um von freundlichen Passanten erst auf Französisch, dann aber sogleich in englischer Sprache angesprochen zu werden. Auf dem Land kann nicht mehr davon ausgegangen werden, dass jeder auch Englisch spricht, denn es gibt dort viele Menschen, die überhaupt kein Englisch können und die Provinz in ihrem Leben nie verlassen. Überhaupt achten die Québecer sehr darauf, dass die Belange Québecs nur nicht zu kurz kommen. In jeder kanadischen Botschaft auf der Welt gibt es auch eine Vertretung Québecs. Führungen von Touristen dürfen nur von einheimischen Touristenführern durchgeführt werden, damit nichts „Falsches“ erzählt wird. Eine Gruppe von Touristen ist mit dem Französisch in Québec besonders unzufrieden: Die Franzosen! Beide Sprachen entwickelten sich auseinander und haben heute nicht mehr so viel miteinander zu tun. Mit Schulkenntnissen in Französisch hat man es in Québec nicht leicht. Franzosen sind oft unangenehm überrascht, dass sie nicht so perfekt verstehen und verstanden werden. [[File:Toronto Innenstadt.JPG|thumb|Der Unterschied zwischen dem englischen und dem französischen Teil wird nicht nur auf diesen Bildern deutlich: Die Skyline von Toronto …]] [[File:Geschäftsstraße in Quèbec.jpg|thumb|right|… und eine Einkaufsstraße in der Innenstadt von Québec.]] 1980 und 1995 gab es zwei Referenden in der Bevölkerung, ob Québec unabhängig werden soll. Stimmten bei der ersten Abstimmung noch knapp 60&#x202F;% für einen Verbleib in Kanada, war es 1995 gerade noch ein Prozentpunkt Vorsprung. In dieser Zeit gab es auch ziemliche Verstimmung zwischen beiden Bevölkerungsteilen. Im Zuge der Auseinandersetzungen verließen viele Firmen Québec und die Provinz kam in wirtschaftliche Probleme. Erst nach dem zweiten Referendum beruhigte sich die Lage und auch die Wirtschaftsentwicklung besserte sich. Trotzdem sind sich beide Landesteile nicht so wirklich grün, auch wenn es nicht gleich in Straßenkämpfe ausartet. Es gibt auch deutliche Mentalitätsunterschiede zwischen beiden Landesteilen. Aus Sicht eines Touristen wirkt vieles angenehmer in Québec. Salopp formuliert lebt man im englischen Teil, um zu arbeiten, während man im französischen Teil arbeitet um zu leben. Im hektischen, ziemlich amerikanisch wirkenden [[Toronto]] steht man als Tourist oft den Einheimischen im Weg, weil man so langsam ist. Im nur wenige hundert Kilometer entfernten [[Montreal]], der zweitgrößten, französischsprachigen Stadt nach Paris, stehen einem die Einheimischen im Weg, weil die zu langsam sind. Und obwohl beide Städte eine vergleichbare Skyline haben, fallen einem in [[Montreal]] die weithin sichtbaren Sex-Shops ins Auge, die es in den Straßenschluchten von [[Toronto]] so nicht gibt. Die Architektur in Québec ist ansprechender für das Auge und die Kultur des Essens wesentlich besser. Allerdings haben die ''Québécois'', wie sich manchmal selbst nennen, durchaus einen Hang zur Eigenbrödelei und zur Abgrenzung. === Die Ureinwohner === [[Datei:Indianischer Touristenshop.JPG|mini|Auch vom Andenkenverkauf an Touristen kann man leben - wenn das Reservat irgendwo liegt, wohin sich Touristen verirren.]] [[Datei:Zigaretten- und Benzinverkauf im Reservat.JPG|mini|left|Zigaretten- und Benzinverkauf im Reservat ist die Haupteinnahmequelle der Ureinwohner.]] [[Datei:Wohnhäuser im Reservat.JPG|mini|left|Der Schein trügt: Die Häuser sind wertlos und werden oft von zehn oder mehr Personen bewohnt. Und in diesem Reservat sieht es noch gut aus.]] So sehr sich Kanadier gerne von den US-Amerikanern unterscheiden möchten, im Falle der ''First Nations'', wie die amerikanischen Ureinwohner auch genannt werden, sind sie kaum besser. Während die Franzosen zuerst noch versuchten, Handel zu treiben, waren die Briten weniger zimperlich. Doch auch die Begegnung mit den Franzosen war für die Indianer verheerend. Viele starben an Krankheiten, auf die ihr Immunsystem nicht vorbereitet war. Später konnten es die Franzosen auch nicht vermeiden, sich in die Konflikte zwischen den verschiedenen Stämmen hineinziehen zu lassen. Es ist schon erstaunlich, dass ein Volk, das aus so vielen eingewanderten Ethnien zusammengesetzt ist, ausgerechnet mit den ursprünglichen Bewohnern so benachteiligend umgeht. Das ist aber oft der Fall (beispielsweise in Australien). Noch in den 1880er Jahren stellte die kanadische Verfassung fest, die Indianer seien Tiere. Später versuchte man, sie zu assimilieren, zu kanadisieren. Die Kinder wurden den Eltern weggenommen und in Internaten aufgezogen. Heute gibt man viel Geld dafür aus, die verloren gegangenen Sprachen zu erhalten. Etwa 800.000 Ureinwohner leben heute verteilt auf 2.400 Reservate. Im einzelnen Reservat leben immer nur einige hundert oder tausend von ihnen, man hat Angst, dass eine große Ansammlung bei Aufständen nicht mehr zu kontrollieren ist. Ihr Leben ist mehr schlecht als recht. Der Boden gehört ihnen nicht, auch nicht die Bodenschätze darunter. Darauf gebaute Häuser sind daher de facto wertlos. Bis heute bekommt bei zwei gleichwertigen Bewerbern eher der Nicht-Indianer den Job. In den meisten Reservaten lebt man vom Zigarettenschmuggel. Indianer zahlen bei Geschäften untereinander keine Steuern. Sie bekommen eine Karte, die sie als Ureinwohner ausweist. Wer steuerfrei Zigaretten oder Benzin kaufen will, wird gefragt, ob er eine solche hat, ein "Ja" als Antwort genügt. Damit wird dem Gesetz offiziell genüge getan, egal wie chinesisch, afrikanisch oder europäisch der Käufer aussieht. Die Polizei sieht dabei meist nur zu, zu groß ist die Gefahr von Aufständen bei einem systematischen Eingreifen. Die Kriminalitätsrate ist entsprechend hoch, Alkohol und Drogen weit verbreitet. Die Mohawk haben in [[Kahnawake]] ein Serverzentrum für Online-Glücksspiel eingerichtet, darüber laufen etwa 60 Prozent der weltweiten Online-Glücksspiele. Eigentlich ist es Gesetz, dass nur der Staat solche Glücksspiele betreiben darf. Aber die Mohawk argumentieren, dass ihr Reservat kein Teil von Kanada ist und sie keine Kanadier seien. Die Regierung scheut die direkte Konfrontation aus Angst vor Gewalt-Eskalation [https://www.sueddeutsche.de/panorama/indianer-macht-im-gluecksspiel-der-clou-des-manitu-1.998961-3]. === Kanada und die USA === [[File:Sainte-Anne-de-Beaupré.jpg|thumb|left|Kanadier fühlen sich oft hin- und hergerissen zwischen US-amerikanischem Kommerz und europäischer Kultur: Die Wallfahrtskirche ''Basilique de Sainte-Anne-de-Beaupré'' bei Québec (man beachte das Ahornblatt im McDonalds-Logo)]] [[File:Fussballspieler_vor_Parlament_in_Ottawa.JPG|thumb|right|Alles etwas entspannter: Fußballspielende Jungs vor dem Parlament in Ottawa. Auf dem Rasen des Weissen Hauses in Washington wäre dies unvorstellbar. US-Boys spielen schließlich keinen Fußball. Oder weshalb sonst?]] „Ein Kanadier ist ein US-Amerikaner mit Krankenversicherung.“ Mit Sprüchen wie diesen versuchen Kanadier das heute entspannte Verhältnis zum großen Bruder im Süden zu beschreiben. Das war nicht immer so. Der Landkrieg zwischen beiden Ländern 1812 bis 1814 war lange Zeit prägend. Kanada baute anschließend Verteidigungsanlagen an strategischen Punkten, die Kanonen immer ausgerichtet nach Süden. Auch die Hauptstadt-Frage wurde danach entschieden, dass sie nicht zu nah an der Grenze zu den USA liegt und dann zu schnell überrannt werden könnte. Doch am Ende gab es nie wieder einen bewaffneten Konflikt zwischen diesen beiden Ländern. Doch wie bei so vielen „kleinen“ Ländern reiben sie sich ständig am großen Nachbarn, versuchen sich abzugrenzen und ahmen dann doch so vieles nach. Besonders der englischsprachige Teil wirkt zuweilen als USA light, auch wenn die Kanadier das selbst nicht gerne hören. In der Skyline von Toronto kann man sich ernsthaft in New York wähnen. Nicht umsonst werden so viele US-Fernsehserien in Wirklichkeit in Toronto gedreht. Dennoch wollen Kanadier als solche wahrgenommen werden und nicht als US-Amerikaner. [[File:Kanadischer Schulbus.JPG|thumb|right|Amerikanischer geht es nicht, denkt man. Diese Art Schulbusse kennt man sonst nur aus US-Filmen und man sieht sie in ganz Kanada. Doch überrascht registriert man die Herstellermarke auf dem Kühlergrill.]] [[File:Martello Turm.JPG|thumb|right|Ein sogenannter Martello Turm aus dem 19. Jahrhundert. Wie hier bei Quèbec befinden sich zahlreiche solcher Verteidigungsanlagen an der US-Kanadischen Grenze. Zum Kampfeinsatz kamen sie dann nie.]] Unterm Strich kann man sagen, dass in Kanada vieles entspannter und gemäßigter abläuft, die Kanadier wirken auch kulturell interessierter am Fremden, europäische Besucher empfinden das oft als angenehmer. == Anreise == === Einreisebestimmungen === Bürger der meisten EU-Staaten können für bis zu 6 Monate zu beruflichen oder privaten Zwecken ohne Visum einreisen. Seit 10. November 2016 ist vor der visafreien Einreise der Besitz einer Electonic Travel Authorization (eTA) erforderlich, das auf dieser [https://www.canada.ca/en/immigration-refugees-citizenship/services/visit-canada/eta/apply.html Website] erworben werden kann. Bei einer Einreise auf dem Landweg ist seit 2023 ebenfalls eine eTA notwendig. Es fällt eine nur mit Kreditkarte zahlbare Gebühr von 7 kanadischen Dollar an. Die Aufnahme eines Studiums ist innerhalb dieses Zeitraums erlaubt, nicht jedoch die Arbeitsaufnahmen. Alle Reisenden brauchen einen gültigen Reisepass. Falls ein Visum benötigt wird, lässt sich dieses teilweise online beantragen. Die Bearbeitungszeit beträgt einige Wochen. ==== Zoll ==== Alle Reisenden müssen eine Zollerklärung ausfüllen und bei der Einreisekontrolle abgeben, auch wenn sie nichts anzumelden haben. Die Zollbeamten entscheiden dann über eine Gepäckkontrolle (meist bleibt diese jedoch aus). Touristen wie Einheimische können pro Person bis zu 8,5 l Bier oder 1,5 l Wein oder 1,14 l anderer Alkoholischer Getränke (über 0,5&#x202F;% vol.) zollfrei einführen. Das wird allerdings relativ lax gehandhabt, so dass in der Regel auch zwei Literflaschen Spirituosen erlaubt werden. Die Zollgebühren bei deutliche Überschreitung der Freigrenzen sind aufgrund der rigiden Alkoholpolitik allerdings erheblich und machen einen Privatimport von Alkoholika nicht lohnenswert. Neben Alkohol können folgende Tabakprodukte eingeführt werden: * 200 Zigaretten und * 50 Zigarren und * 200 Gramm Tabak und * 200 Tabak-Sticks Währung und Wertpapiere bis zu einem Wert von 10.000 CAD können anmeldefrei ein- und ausgeführt werden. Die kanadischen Behörden untersagen die Einfuhr zahlreicher Lebensmittel. Sofern man nach der Anreise in einer Großstadt landet ist das aber auch kein Problem. Dort haben zahlreiche Imbisse und kleine Läden von früh morgens bis spät in die Nacht geöffnet − oder auch mal die ganze Nacht durch. Entweder bezahlt man mit einer Kreditkarte (''Visa'' oder ''Mastercard'') oder man besorgt sich mit einer Kredit- oder Bankkarte (Maestro, V-Pay, Cirrus) Bargeld an den zahllosen Geldautomaten in den Geschäften selbst. Doch Vorsicht, nicht alle Bankautomaten akzeptieren auch alle Karten oder erheben teilweise Extragebühren. Im Zweifel einfach bei der nächsten Bank probieren. Kanadische Zollbeamte sind im Allgemeinen höflich, fragen aber genauso wie in den USA detailliert diverses ab (Grund des Aufenthalts? Rückflugdatum? Reiseroute?), daher sollte man immer eine Antwort parat haben um nicht unter Umständen ein (sehr zeitaufwendiges) Einzelinterview zu bekommen. === Flugzeug === Die Anreise mit dem Flugzeug ist sinnvoll. Die Großstädte sind mit allen wichtigen Flughäfen Europas vernetzt. Um einen günstigen Flug zu finden, ist es hilfreich, die Homepage des Zielflughafens in Kanada aufzusuchen und zu prüfen, welche Fluglinien im Einzelnen diesen anfliegen. Einige Airlines fliegen nur im Frühling und Sommer, insbesondere nach Vancouver und den Norden des Landes. [http://www.aircanada.com/de/home.html/ Air Canada] fliegt dagegen täglich und man kann [[Air Canada]]-Flüge von allen Flughäfen ab buchen, die von der Lufthansa Group angeflogen werden (Frankfurt, München, Wien und Zürich). Überlegenswert ist es manchmal, die Anschlussflüge nicht von Deutschland aus, sondern Air Canada-, [[Westjet]]- oder [[Porter Airlines|Porter]]- vor Ort (oder z.&#x202F;B.&nbsp;im Internet) zu buchen. Das ist manchmal billiger und vor allem meist ohne Gebühren umbuchbar. So kann man kurzfristig noch einen Tag länger an einem Ort bleiben. Bei Flügen über die USA gelten die gleichen Regeln, wie bei einer Einreise in die USA, weil Flüge zwischen den USA und Kanada üblicherweise, wie US-Inlandsflüge behandelt werden. Das bedeutet: *eine Voranmeldung über das Internet (14 USD Gebühr für [https://esta.cbp.dhs.gov/esta/application.html?execution=e1s1 ESTA]) *lange Wartezeiten bei Einreise- und Sicherheitskontrollen (bis zu 90 min) *obligatorische erkennungsdienstliche Maßnahmen (Aufnahme der Fingerabdrücke und Foto) *das Gepäck muss durch die US-Zoll-Kontrolle (Einfuhrbestimmungen beachten) und anschließen erneut eingecheckt werden Vorsicht ist auch bei Aufenthalten in Kanada für länger als 90 Tage geboten. Die offiziellen Regeln verlangen dann ein Transitvisum für die USA (ca. 160 USD), ein Direktflug nach Kanada ist dann möglicherweise günstiger. Aus der Praxis sind jedoch keine Probleme aufgrund dieser Regelung bekannt. Für Rückreisen mit dem Flugzeug gibt es vergleichbare Handgepäckregeln wie innerhalb der EU: Flüssigkeiten müssen in einen wiederverschließbaren Beutel und werden auf maximal 10 Packungen mit höchstens 100 ml beschränkt. === Bahn === [[File:Arbeitsfahrzeug auf Schienen.JPG|thumb|right|Obwohl die Kanadier der Bahn viel verdanken, führt sie heute ein Schattendasein. Selbst dieses Arbeitsfahrzeug ist ein umgebautes Auto.]] [[File:Hauptbahnhof Toronto.JPG|thumb|left|In ganz Kanada tobt sonst im wahrsten Sinne des Wortes der Bär, nur nicht im Hauptbahnhof von Toronto. Bahnhöfe so großer europäischer Millionenmetropolen sähen um kurz nach 22 Uhr anders aus.]] Amtrak hat vier Bahnlinien zwischen den USA und Kanada. Im Osten bestehen folgende Verbindungen: New York nach Montreal (''Andirondack'', 10 Std), New York nach Toronto (''Maple Leaf'', 12 Std via [[Niagara Falls (Ontario)|Niagara Falls]]) und Chicago nach Toronto (über Buffalo, 11:30 Std). An der Westküste diese: von Seattle nach Vancouver (''Cascades'', 4 Std). Die Bahn spielte eine wichtige Rolle in der Geschichte von Kanada. Das Versprechen, dass die Westküste mit der Bahn erschlossen werde, brachte den Westen dazu sich Kanada anzuschließen, dadurch kamen die ersten europäischen Siedler in den Westteil Kanadas. In Anbetracht dieses geschichtlichen Hintergrunds fühlen sich die Kanadier sehr mit der Bahn verbunden, leider heißt dies aber noch lange nicht, dass die Bahn von vielen Kanadiern benutzt wird. Die beiden größten Bahnunternehmen, Canadian Pacific Railway (CPR) und Canadian National Railway (CNR), befördern deshalb keine Passagiere mehr. Passagiere werden von VIA Rail transportiert, die meisten Großstädte sind ans Netz von VIA Rail angeschlossen. === Bus === Das Greyhound-Bussystem verbindet die größten Städte der USA mit vielen Großstädten Kanadas, oder mit der nächsten Kleinstadt nach der Grenze. Das Bussystem ist das beste Fortbewegungsmittel in Kanada, weil die meisten Teile des Landes von ihm abgedeckt werden. Das größte Unternehmen ist Greyhound, es bietet Routen von Montreal westwärts an. Die Busse sind meistens sauber, sicher und bieten einen großen Komfort. === Auto/Motorrad/Fahrrad === Zwischen Kanada und den USA gibt es diverse Grenzübergänge, die Tag und Nacht befahren werden können. Einer der meistbefahrenen ist "Pacific Highway", südlich von Vancouver. Bei Mitführung des Mietwagens ist darauf zu achten, dass eine Einfuhr nach Kanada erlaubt ist. Die meisten Mietwagenfirmen lassen jedoch eine Überfahrt nach Kanada zu. Eine eTA wird bei einem Grenzübertritt über Land auch benötigt (siehe Punkt "Visum"). === Schiff === An der Ostküste ist Kanada durch verschieden Fähren mit den USA verbunden. An der Westküste gibt es Fähren zwischen dem Staat Washington und Victoria auf Vancouver Island. Fahrzeugverschiffung von Deutschland nach Halifax: https://www.mafratours.eu == Mobilität == === Allgemein === Wenn man das Land besichtigen will, empfiehlt es sich, entweder ein Auto zu mieten, oder mit dem Bus zu fahren. Die Überlandbusse (zum Beispiel von Greyhound) sind relativ günstig und die Verbindungen zwischen den einzelnen Städten sind sehr gut. Meistens fahren die Busse stündlich. So ist das Busfahren (im Gegensatz zum Automieten) auch sehr kurzfristig möglich. Eine Alternative dazu ist die Anmietung eines Wohnmobils. Dies ist in Kanada direkt möglich, kann aber billiger bereits in Deutschland gebucht werden. Übernachtet wird dann meist auf Campingplätzen, die sehr gut ausgestattet sind. Besonders in Nationalparks empfiehlt sich diese Art zu reisen. In den 1970er Jahren stellte man sich in Kanada auf das metrische System um, Geschwindigkeitsangaben sind also in km/h. Als das Auto noch neu war führte man in Kanada als Mitglied des Commonwealth zuerst den Linksverkehr nach englischem Vorbild ein. Da jedoch alle Fahrzeuge aus den USA importiert wurden und man dort den Rechtsverkehr hatte, weil man sich eben von den Briten abgrenzen wollte, mussten sich die Kanadier der Macht des Faktischen beugen und wechselten nach wenigen Monaten auf '''Rechtsverkehr'''. Kanada hat nicht sehr viele Straßen, aber die werden intensiv benutzt. Die 401 bei Toronto beispielsweise gehört zu den am stärksten befahrenen Straßenabschnitten der Welt: Es gibt im Berufsverkehr immer wieder Stau, obwohl sie 20-spurig ist. Im Winter werden Städte und wichtige Straßen regelmäßig geräumt, der kanadische Winterdienst ist gut organisiert. === Auf der Straße === [[Datei:Fernstraße in Ontario.JPG|mini|Doch, irgendwann kommen auch in Kanada Kurven. Und bis dahin: Bloß nicht einschlafen.]] Ein Mietauto stellt sicher eine der besten Möglichkeiten dar, dieses riesige Land zu erkunden. Als Mitglied eines Automobilklubs sollte man den Ausweis mitbringen und vor Ort eine Filiale des kanadischen Klubs aufsuchen. Dort hilft man auch Ausländern gerne mit Gratis-Kartenmaterial weiter. Keine Billigvarianten, voll einsetzbare Strassenkarten und immer aktuell! Ausserdem gibt es mit Ausweis in vielen Hotels Preisreduktionen bis 20&#x202F;% – einfach an der Rezeption danach fragen. Die Benzinpreise haben insbesondere seit der Jahrtausendwende drastisch angezogen, sind jedoch noch weit vom europäischen Niveau entfernt. Ein Liter Normalbezin (das die meisten Autos brauchen) kostet im Moment etwa 1,05 $, also etwa 0,76 €. Mal sollte allerdings bei der Reiseplanung bedenken, das auch das preiswerte Benzin allein durch die Menge der zurückgelegten Kilometer ein großes Loch in die Reisekasse reißen kann. Dazu kommt, dass selbst normalgroße Mietwagen oft große Sechszylindermotoren haben und entsprechend durstig sind. Es hat sich bewährt, dass man prinzipiell vor jeder größeren Strecke den Tank komplett auffüllt auch wenn noch die Hälfte oder mehr drin ist. Auf manchen Routen findet man schwer eine neue Tankstelle, wenn es darauf ankommt. Generell ist das Straßennetz in Kanada sehr gut ausgebaut. Schlaglöcher sind eher selten. Dies variiert aber mit der Abgelegenheit der Region. Als Faustregel gilt: Je abgelegener die Region, desto schlechter die Straße. Ansonsten ist das Straßennetz ähnlich wie in den USA, bestehend aus Highways, die von der jeweiligen Provinz instandgehalten werden. Der längste Highway Kanadas ist mit 8.030 Kilometer der [[w:Trans-Canada Highway | Trans-Canada Highway]], der ganz Kanada von Victoria bis St. John's durchquert. Für den Fall, dass man von der Polizei angehalten wird, empfiehlt sich das gleiche Verhalten, wie in den USA: Rechts ranfahren, sitzenbleiben und die Hände ans Steuer zu legen. Nach dem Führerschein zu wühlen, bis der Officer am Seitenfenster ist, kann unter Umständen als Griff nach der Waffe gedeutet werden. Mit allen daraus resultierenden Konsequenzen. Kanadier fahren ausgesprochen diszipliniert Auto. Geschwindigkeitsübertretungen sind selten. Grund sind nicht die Geldstrafen von einigen hundert Dollar für zu schnelles Fahren, sondern dass auch die Versicherung sich beim ersten größeren Verstoß sofort für 2 Jahre verdoppelt. Dies sind dann schnell mehrere Tausend Dollar. Vor einigen Jahrzehnten wurden die Strafen für grobes Fehlverhalten im Verkehr deutlich verschärft. Wer betrunken oder auf andere grob schuldhafte Weise den Tod eines Menschen verursacht, muss mit einer Gefängnisstrafe rechnen, die nicht zur Bewährung ausgesetzt wird. ==== Besonderheiten im Verkehr ==== * an allen Ampeln gilt (sofern Schilder nicht etwas anders sagen): rechts abbiegen auch bei Rotlicht, wenn man vorher angehalten hat und sich davon überzeugt hat, dass frei ist (auf Fußgänger achten) * an Kreuzungen ohne Ampeln steht fast immer an allen Einfahrten ein Stop-Schild (4-way-stop). Zuerst fahren darf, wer zuerst an der Kreuzung war, d. h., in der Reihenfolge der Ankunft am Stop-Schild * wie auch in den USA wird das Stop-Schild sehr ernst genommen. Die Räder müssen still stehen. * die Ampeln und Schilder befinden sich stets auf der anderen Seite der Kreuzung * Ampeln schalten von Rot direkt auf Grün. * man kann rechts überholen * das gehende Männchen bei Fußgängerampeln ist nicht grün, sondern weiß, häufig wird während der „Grünphase“ (manchmal auch währen der Rotphase) runtergezählt. * die Promillegrenze liegt bei 0,8 Promille, außer in Newfoundland, Manitoba, British Columbia und New Brunswick, da ist sie bei 0,5 Promille. ==== Trampen ==== Ein hoher Prozentsatz von ehemaligen Trampern unter den Autofahrern, die freundliche Bevölkerung sowie sehr große Distanzen zwischen den Städten (der Fahrer kann nicht vorher abbiegen, weil da nichts ist) machen Kanada zum Trampland schlechthin. Die 6.000&#x202F;km von Vancouver nach Halifax sind mit etwas Tramperfahrung und Glück in fünf bis sechs Tagen zu bewältigen (Anfänger oder wer an einen Abflugtermin gebunden ist planen besser 10 bis 14 Tage ein). LKWs halten verhältnismäßig oft an. Allerdings raten manche Reiseführer speziell Frauen (auch wenn sie zu zweit oder mehr sind) vom Trampen ab. In manchen Gegenden ist Trampen sogar behördlich verboten. Schwarz-weiße Schilder am Straßenrand machen darauf aufmerksam. ==== Mitfahrgelegenheit ==== Mitfahrgelegenheiten („Car pooling“) sind eine weitere Möglichkeit vergleichsweise günstig zu reisen. Fahrer (oder Mitfahrer) werden z.&#x202F;B.&nbsp;auf [https://www.shareyourride.net/carpool/Canada shareyourride.net] (kostenlos) oder [http://kangaride.com kangaride.com] (gebührenpflichtig) vermittelt. === Mit dem Bus === Auch ohne eigenes Fahrzeug kommt man gut durch Kanada. Neben dem landesweiten ''Greyhound'' gibt es auch einige kleinere Busgesellschaften, die populäre Routen (z.&#x202F;B.&nbsp;Vancouver−Seattle) mit günstigen Preisen und guten Service (Free-Wifi an Bord) besonders attraktiv machen. Um nicht nur von einer Stadt in die andere zu kommen, sondern auch interessante Ziele unterwegs oder Nationalparks anzufahren, empfiehlt sich ein Touranbieter. Neben kleineren lokalen Unternehmen (die man meist über das örtliche Hotel bucht, für Sehenswürdigkeiten in der näheren Umgebung) gibt es an der West- und Ostküste als einzigen größeren Anbieter ''Moose Tours'', die sich vor allem an Backpacker richten (generell eher junges Publikum, einfache Unterkünfte). === Mit der Bahn === [[File:Thecanadiannearjasper.jpg|mini|The Canadian im Jasper-Nationalpark]] Das Reisen mit der Bahn ist in Kanada ist meist kein billiges Vergnügen. Allerdings warten die Züge der Kanadischen Staatsbahn [https://www.viarail.ca/ VIA Rail] mit großem Komfort auf. Das Netz ist nicht sehr dicht und beschränkt sich außer im Osten auf wenige touristische Strecken. Highlight ist die Reise im '''[[The Canadian]]'''. Dieser Zug verkehrt zwischen [[Toronto]] und [[Vancouver]] und durchquert auf der 4466&#x202F;km langen Reise das Gebiet der [[Große Seen|Großen Seen]], die weiten Prärien und schließlich die [[Rocky Mountains]]. Die dreieinhalbtägige Reise in diesem Zug kostet pro Strecke allerdings zwischen 400 und mehr als 7000 C$. Etwas günstiger ist eine Fahrt z.&#x202F;B.&nbsp;zwischen Toronto und Montreal (am Ufer des Ontariosees entlang), diese kostet in der Economy-Klasse beispielsweise ab 50 C$ (bequeme Sitze und stabiles Wifi inklusive). In den großen Metropolen gibt es darüber hinaus moderne Vorortbahnen, die auch für Touristen sinnvoll nutzbar sind, z.&#x202F;B.&nbsp;mit [http://www.gotransit.com/ GO Transit] von Toronto zu den [[Niagarafälle]]n. === Mit dem Fahrrad === Die Highways sind zwar oft recht befahren, besonders die Verbindungen zwischen den großen Städten, haben aber meist breite Seitenstreifen, die von Fahrradfahrern benutzt werden dürfen. Die Fahrradmitnahme im transkontinentalen Zug ''The Canadian'' von VIA-Rail ist im Gepäckwagen möglich. Die Fahrradmitnahme in Greyhound-Bussen ist möglich, sofern die Fahrräder verpackt werden (Pedale abschrauben, Lenker querstellen, gebrauchte Fahrradkartonagen gibt es meist billig im nächsten Fahrradladen). In einigen Provinzen besteht eine generelle Helmpflicht (British Columbia, New Brunswick, Newfoundland and Labrador <ref>https://www.servicenl.gov.nl.ca/bikehelmet/index.html</ref>, Nova Scotia, Prince Edward Island), in einigen für Kinder bis 18 Jahre (Alberta, Ontario, Manitoba), in den anderen keine. === Mit dem Flugzeug === Bedingt durch die großen Distanzen ist das Flugzeug ein gängiges Transportmittel. Um z.&#x202F;B.&nbsp;von Toronto nach Vancouver zu gelangen ist ein Flugzeug unerlässlich, es sei denn, man möchte mehrere Tage mit dem PKW unterwegs sein. Alle größeren Städte haben einen internationalen Verkehrsflughafen, und auch kleinere Städte haben einen Flugplatz, mit dem man die nächstgrößere Stadt anfliegen kann. Für Siedlungen im äußerst abgelegenen Norden Kanadas sind Flugzeuge (besonders Wasserflugzeuge) die einzige Verbindung zur Außenwelt und werden regelmäßig angeflogen. Die Preise halten sich in Grenzen. So kostet z.&#x202F;B.&nbsp;die Verbindung Nanaimo (Vancouver Island) und Vancouver mit dem Wasserflugzeug ca. 90C$. Der Flug dauert nur 15 Minuten, anstelle von 2h mit der Fähre. === Schneemobil === So diszipliniert Kanadier auch Autofahren, sobald es auf ein Schneemobil geht, ist es mit der Disziplin schnell vorbei. Mit mehr als 150 Sachen sind Einheimische damit im Winter unterwegs. Viele Kanadier schaffen sich ein Schneemobil zum privaten Vergnügen an, auch weit abseits von jedem Gebirge. Schließlich fallen auch im kanadischen Flachland (aufaddiert) mehrere Meter Schnee in einem durchschnittlichen Winter. Es gibt extra Warnschilder, die Autofahrer auf diese besonderen Verkehrsteilnehmer aufmerksam machen. == Sprache == Offiziell ist Kanada zweisprachig ([[Sprachführer Englisch|Englisch]] und [[Sprachführer Französisch|Französisch]]). Auf bundesstaatlicher Ebene sind daher alle offiziellen Formulare, Schilder und Hinweise zweisprachig. Im Westen und in der Mitte Kanadas wird fast ausschließlich Englisch gesprochen (und verstanden). Das [[w:Kanadisches Englisch | Kanadische Englisch]] ähnelt dem Klang nach eher dem US-Amerikanischem Englisch als dem Britischen. Jedoch wird dieses aber langsamer und deutlicher gesprochen, als beim südlichen Nachbarn, sodass man dieses als Europäer besser verstehen kann. Außerdem soll gesagt sein, dass Kanada sehr hohe Einwanderungsquoten hatte, d.&#x202F;h.&nbsp;dass viele Kanadier keine Muttersprachler sind und Englisch nur als Zweitsprache beherrschen. Im Osten gibt es zweisprachige und französischsprachige Regionen. In der Provinz Québec können vor allem auf dem Land viele Menschen nur Französisch. Und zwar wird hier ein französischer Dialekt gesprochen, mit dem man seine liebe Mühe hat, falls man selbst nur ein wenig Schulfranzösisch kann und wenig Übung hat. Aber die Menschen sind sehr (welt-)offen und geben sich viel Mühe, wenn sie merken, dass man sie nicht versteht. Die Beschilderung in Kanada ist generell zweisprachig (Englisch und Französisch), daher wird man auch in den französischsprachigen Regionen keine Probleme mit der Orientierung haben. == Aktivitäten == [[File:Kanufahren.JPG|thumb|right|Wegen solcher Postkarten-Idyllen kommen viele Naturfreunde nach Kanada. Kanus und andere Boote können an vielen Stellen gemietet werden.]] * '''Wandern''': Ein so weites Land wie Kanada lädt natürlich zum Wandern ein. Allerdings sind die Wälder teilweise undurchdringlich. Das Dickicht erlaubt in manchen Bereichen Kanadas nur ein regelrechtes "Durchschlagen" durch das Unterholz. Außerdem sollte man wegen der Bären immer Geräusche machen, beispielsweise durch eine Klingel am Bein. * '''Kanu''': Kanu fahren ist weit verbreitet in den zahlreichen Seen Kanadas. Allein [[Ontario]] hat 300.000 Seen, davon die Hälfte ohne Namen. Im Winter sind viele davon komplett zugefroren, die Kanu-Saison beginnt realistisch im Mai und endet im September. Kanuverleiher gibt es in ganz Kanada. Viele sind so organisiert, dass man sich in kleinen Supermärkten komplett mit allem eindecken kann, was man für ein paar Tage Wildnis braucht. Der Verleih findet normalerweise tageweise statt, nicht stundenweise (ob man individuell was aushandeln kann, ist eine andere Sache). Ein einfaches Kanu kostet pro Tag rund 25&#x202F;$ aufwärts, ggf. kommen noch zahlreiche Ausrüstungsgegenstände dazu, wie eine Rettungsweste oder ähnliches. Übrigens ist nicht jeder gleich gut im Halten des Gleichgewichts: Man kann auch kentern. Daher sollte man vorsichtig sein und elektronische Geräte wie Handy oder Kamera wasserdicht einpacken. Und vorher vielleicht auch die Wassertemperatur prüfen, kleinere Gewässer heizen sich im Frühjahr schneller auf als große. * '''Skifahren''': Kanada hat mit den Rocky Mountains ein bekanntes Skigebiet. Allerdings kann man auch in den östlichen Mittelgebirgen Wintersport betreiben, die Berge dort erreichen immerhin knapp 2.000 Meter Höhe. Infos zu den Skigebieten in Kanada siehe auch im Artikel [[Skigebiete in Kanada|Skigebiete in Kanada]].}} * Verzeichnis der [[Freizeitparks in Kanada|Freizeitparks in Kanada]] == Einkaufen == Die Einkaufsmöglichkeiten variieren von exzellent in den Großstädten bis hin zu „auf das Nötigste beschränkt“. Nur wer weite Strecken abseits der Zivilisation zurücklegen möchte, sollte einige Sondermaßnahmen treffen. Dazu gehören ausreichende Vorräte an Wasser, Nahrung und Benzin genauso wie Handwerkszeug und eine Überlebensausrüstung. Kanada ist '''kein billiges Shopping-Paradies''', die Preise liegen auf mitteleuropäischem Niveau oder darüber. === Kleidung === Auch Markenkleidung ist nicht mehr unbedingt günstiger. Nur bei Jeans kann man noch ein Schnäppchen machen, allerdings nicht in den Innenstadt-Shopping-Centern, sondern eher bei den Wal-Marts in den Außenbezirken. Je nach Marke geht es ab 13&#x202F;Dollar los, ''Wrangler'' oder ''Levi's'' kosten etwa 25&#x202F;$, jeweils zzgl. Steuern. Die Umkleidekabinen muss man sich dort übrigens aufschließen lassen. === Lebensmittel === Supermärkte bieten allerdings gerne Sonderangebote an. Neben einfachen Preisaktionen gibt es weit verbreitet Mengenrabatte nach dem System „2 für den Preis von 1“ oder „Kauf eines, das zweite dann für den halben Preis“. Oder es werden für mehrere Packungen die Preise mit einem Schrägstrich angegeben, z.&#x202F;B.&nbsp;1/1,99&#x202F;$, 3/4,99&#x202F;$ (also eines für 1,99, drei für 4,99). Die Rabatte bei solchen Aktionen können erheblich sein. Wer aufs Geld achten muss, ist mit ''Walmart'' recht gut beraten, die im Durchschnitt am günstigsten sind. Andere Supermärkte (''Loblaws'', ''Metro'') haben einzelne Sonderangebote, sind jedoch ansonsten teurer. === Elektronikprodukte === Elektronikprodukte sind im Schnitt etwas günstiger, als in Europa, jedoch teurer als in den USA. Beim Kauf sollte man außerdem beachten, dass die Stromstecker nach Nordamerikanischem Standard sind und die Netzteile auf 110 V ausgelegt sind. Die meisten Geräte kommen inzwischen jedoch mit beiden Spannungen klar, sodass ein Betrieb auch in Europa mittels Adapter möglich ist. Manche Mobiltelefone (hauptsächlich die günstigen Einsteigergerate) sind nicht zu allen europäischen Mobilfunkstandards kompatibel und funktionieren ggf. eingeschränkt oder gar nicht. Aufpassen sollte man auch bei gebrandeten Geräten ( z.&#x202F;B.&nbsp;von ''Rogers'' oder ''Telus''). Deutlich teurer sind Batterien, wer Kamera und anderes versorgen muss, sollte besser welche von daheim mitbringen. === Drogerieartikel === Kosmetikprodukte sind ebenfalls deutlich teurer als in Europa. Dafür sind viele Medikamente, die in Deutschland Apothekenpflichtig sind (z.&#x202F;B.&nbsp;Aspirin) hier in jedem Drogeriemarkt (z.&#x202F;B.&nbsp;''Shoppers Drugmart'') erhältlich und dadurch wesentlich günstiger. Beinahe alle Drogeriemärkte haben eine Apotheke integriert, in der man Beratung und verschreibungspflichtige Medikamente erhält. === Duty-Free === Die Duty-Free-Shops an den Flughäfen kann man getrost vergessen, die Waren kosten dort etwa das Doppelte wie im normalen Geschäft. Wer einen Ausflug in die USA macht kann allerdings bei der Rückreise einen Duty-Free-Shop (gibt es an jeden größeren Grenzübergang) besuchen um sich dort mit relativ günstigen Alkoholika zu versorgen. Die persönliche Zollfreigrenze beträgt 1,14 l Spirituosen pro Erwachsenen. === Steuern === In Kanada werden sämtliche Preise (auch in Restaurants) ohne Steuern ausgeschrieben. Der Grund dafür ist, dass die Mehrwertsteuer ''Sales Tax'' einmal vom Bund erhoben wird (5 %) und zusätzlich die ''Provincial Tax'' von der Provinz. Letztere ist regional unterschiedlich: In [[British Columbia]] zahlt man z.&#x202F;B.&nbsp;7 %, in [[Alberta]] keine, so dass sich die Gesamtsteuer einmal auf 12 und das andere mal auf 5 Prozent addiert. Zusätzlich kompliziert wird es durch unterschiedliche Steuersätze und Ausnahmen (z.&#x202F;B.&nbsp;auf Grundnahrungsmittel). Es ist daher ratsam immer darauf vorbereitet zu sein, am Ende immer etwas mehr zu bezahlen, als ausgezeichnet wurde, um böse Überraschungen zu vermeiden. === Alkohol === Die Abgabe alkoholischer Getränke wird in Kanada staatlich kontrolliert was dort zu den hohen Preisen für Alkoholika führt, so wird z.&#x202F;B.&nbsp;beim Ausschank von Getränken in Bars oder Restaurants neben der allgemein üblichen Steuer noch eine Alkoholsteuer aufgeschlagen. Alkoholische Getränke sind (wie in den USA) nur im Liquor Store erhältlich, eine Ausnahme ist die Provinz Québec. Hier werden auch Weine und Biere im normalen Supermarkt verkauft. Dringend zu beachten ist, dass der Genuss von Alkohol in der Öffentlichkeit verboten ist. === Mitbringsel === Als Reiseandenken eignet sich an erster Stelle natürlich der '''Ahornsirup''', auch wenn man ihn in Deutschland schon mal billiger bekommen kann. Wo man Ahornsirup kriegt, gibt es auch oft '''Ahornbutter''', ein süßer Brotaufstrich, den man besonders in der Provinz Québec findet. Das '''Thousand-Islands-Dressing''' gibt es natürlich ebenfalls bei uns zu kaufen. Aber auch das ist ein denkbares Mitbringsel, dazu noch ein sehr preiswertes. '''Edelsteine''' und '''Mineralien''' sowie '''Schmuck''' in Form eines Ahornblattes werden in diversen Touri-Shops angeboten. Der kanadische '''Maple Leaf''' ist eine Münze aus Gold, Silber, Platin oder Palladium. Man bekommt ihn bei der Post. Aufgrund des Wertes sollte man die Einfuhrgrenzen in die EU beachten und bei erheblichen Summen die Vorschriften des Geldwäschegesetzes. Aufgrund der Nähe zu den USA bekommt man überall Süßwaren aus dem Nachbarland, z.&#x202F;B.&nbsp;auch Erdnussbutter. Viele kanadische Tiergattungen stehen unter Artenschutz. "Tierische" Mitbringsel können daher schnell Ärger mit den Zoll einbringen. Wenn '''DVDs''' und '''Blu-ray Discs''' in Kanada gekauft werden, muss man damit rechnen, dass sie einen nordamerikanischen Regionalcode haben und auf europäischen Geräten eventuell nicht so einfach abgespielt werden können. === Bezahlen === Der '''kanadische Dollar''' und die Unterwährung '''Cent''' existiert in der Münzstückelung 5, 10 und 25 (auch ''Quarter'' genannt) Cent, 1 und 2 Dollar. Die kleinste Banknote beginnt bei 5 Dollar. Während die Geldscheine aufgrund der unterschiedlichen Farbe gut auseinandergehalten werden können, tun sich Reisende meist mit den silbernen 5, 10 und 25 Cent schwer, die sich nur durch die Größe unterscheiden − sehr verwirrend ist dabei dass die 10 Cent Münze kleiner als die 5 Cent Münze ist. Da in Kanada die Preise wie hierzulande auf 99 ct enden und danach meist noch die Steuer hinzukommt, gibt es regelmäßig sehr krumme Beträge und schnell hat man eine große Münzsammlung in der Geldbörse. Bei Barzahlung wird auf die nächsten 5 Cent gerundet (da es keine kleineren Münzen mehr gibt), bei Kartenzahlung wird hingegen centgenau abgerechnet. '''Wechselstuben''' gibt es an touristischen Zielen und in Großstädten. Gerade an Flughäfen sind sie extrem teuer und hier sollte nur im Notfall getauscht werden, da zwischen An- und Verkaufskurs etwa eine Differenz von einem Drittel liegt. Viele '''Geldautomaten''' (aber nicht alle) akzeptieren Bankkarten mit dem ''Maestro''-Zeichen. Man findet sie wesentlich häufiger als in Europa. Nicht nur in Banken, auch in jedem zweiten Laden und vielen Hotels gibt es Geldautomaten, an denen man problemlos Geld abheben kann. Man achte auf das Schild '''ATM''' (Automated Teller Machine) oder '''ABM'''. Bei der Bedienung geht man auf ''Withdrawel'' (Abhebung) und dann auf ''Chequing'' (Bankkarte) oder ''Credit (Card)''. Manche Geldautomaten erheben ein Zusatzentgelt. Wenn man nicht in Not ist, sollte man getrost den Vorgang abbrechen und den nächsten Automaten/Bank ausprobieren. Dies dürfte auch die billigste Möglichkeit sein, an Bargeld zu kommen. Gleiches gilt, falls ein Automat eine Karte nicht akzeptiert (was vorkommen kann): einfach den nächsten ausprobieren. Das Bezahlen mit '''Kreditkarte''' ist sehr weit verbreitet und selbst bei Cent-Einkäufen im Supermarkt wird rege davon Gebrauch gemacht. ''Visa'' und ''Mastercard'' sind mit Abstand die gebräuchlichsten, ''American Express'' wird deutlich seltener akzeptiert. Allerdings gibt es bis heute kleine Läden, die keine Kreditkarten akzeptieren (''„cash only“''). Auch in lokalen Bussen wirft man beim Fahrer Bargeld in eine Box (so passend wie möglich, Wechselgeld gibt es aus Zeitgründen keines zurück). Komplett ohne Bargeld sollte man also nicht unterwegs sein. Man kann sich auf keine EC- oder Kreditkarte in Kanada hundertprozentig verlassen, man sollte also immer einen Mix aus mehreren Karten und Bargeld dabei haben. == Küche == [[File:Kanadisches Hotel.JPG|thumb|hochkant|right|Das ist der Grund, warum man aus dem deutschsprachigen Raum unbedingt nach Kanada sollte: Endlich mal ein echtes Schnitzel essen.]] Die Küche Kanadas ist vor allem von den zahlreichen Einwanderern geprägt, die jeweils ihr Essen mitbrachten. Wenn man eine Richtung bevorzugt, geht man in einer Großstadt in das entsprechende Viertel und findet dort seinen Geschmack - chinesisch, portugiesisch oder was auch immer. Da sich die Einwanderer allmählich untereinander mischen und man zum wirtschaftlichen Überleben auch verschiedene Zielgruppen ansprechen muss, bieten Restaurants und Imbisse in Großstädten oft mehrere Stile an. Das führt zu kunterbunten Kuriositäten und es gibt ernsthaft Lokale mit vietnamesisch-griechischer Halal-Küche. Allgemein ist das Essen in Kanada in den englischen Teilen mehr „Fast Food“. In den französischen Teilen gibt es aber überwältigende Spezialitäten. Neben den auch bei uns bekannten Ketten ''McDonald's'', ''BurgerKing'', ''PizzaHut'' und ''Subway'' ist noch die Burgerkette ''Wendy's'' sehr verbreitet. ''Kentucky Fried Chicken'' (KFC) nennt sich in Quebec übrigens ''PFK''. '''Kaffee''': Ob man es nun Sockenwasser oder Plörre nennt, der dünne Kaffee, den man in vielen Lokalen serviert bekommt, ist eher keine Reise wert. Wer einen besseren Kaffee trinken will, vielleicht mit Gebäck oder Sandwich, stolpert über nicht mehr zu zählende Fillialen der US-Kette ''Starbucks''. Noch verbreiteter ist die Kette ''Tim Hortons'', die allerdings nicht in allen Filialen guten „Espressokaffee“ anbieten, sondern meist nur besagten Filterkaffee, dafür jedoch sehr günstig. Sie haben den besonderen Vorteil, dass man auch an Top-Touristen-Zielen oder Flughäfen die landesweiten Einheits-Preise hat. Wenn man bei ''Tim Hortons'' ist, hört man die Einheimischen häufig einen „Double-double“ bestellen. Dabei handelt es sich um eine Tasse Filterkaffee mit zwei Löffeln Zucker und zwei Schlücken Milch. Ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bietet die Kette ''[https://www.secondcup.com/ Second Cup]''. Hier gibt es hochwertigen Kaffee zu Preisen, die deutlich unter denen von Starbucks liegen. Da viele Pendler einen weiten, staureichen Weg in die Innenstädte kanadischer Metropolen haben, hat es sich eingebürgert, dass die etwas besser verdienenden früher in die Stadt fahren und dort '''frühstücken'''. Daher gibt es dort zahlreiche Lokale, die ab 6 Uhr morgens oder noch früher Frühstück für ein paar Dollar anbieten. Meist gibt es Varianten aus Ei, Kartoffeln, Würstchen, Speck, Schinken, Toast und anderem. Bei der Bestellung muss man viele Fragen beantworten. Ein Tipp für alle, die es gerne etwas hochwertiger haben, ist die auf Frühstück und Mittagessen spezialisierte Kette [https://www.chezcora.com/ cora]. Hier muss man mit 8 bis 15 Dollar rechnen, Bedienung und Steuern sind bereits inklusive. {{ Anekdote |float= left |heading=Das süße Leben ist gesichert! |text=Für die Kanadier ist Ahornsirup so wichtig, dass die Provinz Quebec tatsächlich ein Lager mit einer Notreserve von mehreren tausend Tonnen eingerichtet hat - für schlechte Zeiten.}} Kanadas bekannteste Spezialität ist sicher der '''Ahornsirup''', der aber nur zum Süßen der Speisen geeignet ist. In den letzten Jahren wurde er auch verstärkt von kanadischen Spitzenköchen entdeckt. Dabei werden Ahornbäume ähnlich wie Gummibäume durch Anritzen angezapft und der kristallklare Saft entweder in Eimern aufgefangen oder in letzter Zeit immer häufiger durch elektrische Anlagen abgepumpt. Der Saft wird dann durch Einkochen etwa um den Faktor 40 eingedickt und gereinigt. Jetzt hat der Ahornsirup seine charakteristische goldbraune Farbe und ein gewisses Funkeln. Kanada stellt 80 Prozent der Weltproduktion her, die restlichen 20 entfallen fast komplett auf die USA. Es gibt den Sirup in hellen, milden Varianten und in dunkleren, die entsprechend intensiver schmecken. Ahornsirup gibt es in jedem Laden, groß suchen muss man ihn nicht. Er ist aber nicht gerade billig, in einem schmucken Glas kosten 250 ml etwa 8 Dollar plus Steuern, eine einfache Dose mit 591 ml liegt bei etwas über 8 Dollar plus Steuer. In Deutschland gibt es ihn durchaus günstiger. Wenn man ihn denn in Kanada kaufen will, sind billige Quellen die Wal-Marts oder, wenn man gerade in Ottawa ist, der dortige Markt. Keinesfalls sollte man ihn in Touristenshops erwerben oder im Duty-free am Flughafen, dort kostet er etwa das Doppelte. Man sollte aber daran denken, dass Ahornsirup im Glas durchaus Gewicht hat (Übergepäck) und in Kanada die selben Handgepäckregeln für Flüssigkeiten gelten. Durch die beiden Ozeane und die vielen Seen steht regelmäßig '''Fisch''' auf der Speisekarte. Hummer (Lobster) und Lachs (Salmon) gibt es günstig in vielen Restaurants. Eine Spezialität wäre auch das „dirty pigg“, auf Deutsch „schmutziges Schwein“. Das Wort leitet sich nicht etwa von schmutzig „dirty“ sondern von „ditry“ ab. Nach einer Sage hatte es ein Ausländer falsch ausgesprochen und das Wort verbreitete sich so immer weiter. In Quebec gibt es als Fast-Food weitverbreitet '''Poutine''': Pommes mit einer dunklen Soße, die in etwa einer pilzfreien Jägersoße entspricht, und einem eher geschmacklosen Käse, der angeblich kein Fensterkitt sein soll, obwohl er beim Beißen verdächtig quietscht. Man bekommt Poutine in Quebec in zahlreichen Restaurants und Imbissen, auch bei McDonalds. Am besten soll es sein bei einer Kette namens '''[http://www.chez-ashton.com/ chez Ashton]'''. {{ Anekdote |float= left |heading=Hummer, bis er zu den Ohren rauskommt. |text=Der nordamerikanische Hummer war in früheren Jahrhunderten in so hoher Anzahl vorhanden, dass er als Arme-Leute-Essen galt. Er war ungeliebter Beifang, weil er so schwierig zu essen war. Er wurde oft zermahlen und als Dünger auf die Felder gestreut. In Nordamerika haben Dienstboten Anfang des 19. Jhdts. sogar dafür gestreikt, dass sie Hummer nicht mehr als dreimal pro Woche bekamen. In Gefängnissen der jungen USA mussten Gefangene so viel Hummer essen, dass ein Gesetz irgendwann verbat, Hummer mehr als einmal pro Woche zu verteilen. Es wäre sonst unwürdige Behandlung der Gefängnisinsassen.}} Die Trends in der Lebensmittelbranche gehen stark zu Nahrungsergänzungsmitteln, von Vitaminen und Spurenelementen bis hin zu „fibre“ (= Ballaststoffe), die sich in Pulverform in alle Nahrungsmittel einrühren lassen. Dies ist bedingt durch die Essgewohnheiten in Nordamerika, sprich Fast Food und relativ viel Fleisch. '''Gemüse und Obst''' ist für europäische Verhältnisse teuer, wahrscheinlich bedingt durch die langen Transportwege (z.&#x202F;B.&nbsp;Paprika aus Mexiko). '''Käse''' ist auch relativ teuer, es sei denn man kauft Cheddar. [[File:Montreal Chinatown.JPG|thumb|right|Chinatown in Montreal. Hier bekommt man hochwertige chinesische Spezialitäten.]] Vorherrschendes '''Brot''' ist wie in den USA das Sandwichbrot (schmeckt und fühlt sich weicher an als ungetoastetes Toastbrot). Man kann nicht darauf vertrauen, dass das Brot eine Kruste hat, nur weil es den Zusatz „deutsch“, „italienisch“ oder „französisch“ im Namen trägt - es sieht aus wie Ciabatta, fühlt sich aber fast so an wie Sandwichbrot. Ein "Pumpernickel" ist dort ein dunkel gefärbtes, genauso pappiges Brot. In Kanada findet man ab und zu (vor allem in und in der Nähe von Quebec) „richtiges Brot“, aber meist muss man lange suchen. Es ist dann in der Regel abgepackt aus Deutschland importiert. Um die Lücke zu füllen, haben sich auch in kleineren Orten ''German Bakeries'' angesiedelt. Kanada besitzt einige weltweit prämierte [[w:Weinbau in Kanada | '''Weine''']]. Bekannt sind vor allem die Eisweine aus der Niagara-Region, sowie Weine aus dem Okanagan Valley in British Columbia. Die Eisweine sind aber entsprechend teuer, kleine Fläschchen kosten ab 30 Dollar plus Steuern aufwärts. Kleinere Weinanbaugebiete gibt es auch in Nova Scotia und Quebec. Besonders in der Provinz [[Québec (Provinz)|Québec]] bekommt man den '''Caribou''', ein Gemisch aus Wein und Rum, den man in Norddeutschland auch als „Eisbrecher“ kennt. Er wird aber weniger im Flaschenverkauf angeboten, sondern eher als selbstgemischtes. In ganz Kanada zu kaufen ist der '''Cidre''', der Apfelmost. '''Bier''' ist in Kanada in fast jedem Restaurant erhältlich. Die bekanntesten Marken sind Molson, Labatt und Sleeman. Der Trend zum Craftbier hat auch vor Kanada auch nicht halt gemacht, so gibt es in jeder mittelgroßen Stadt mindestens eine Brauerei, die hochwertiges Bier herstellt. Generell ist Bier im Restaurant sehr teuer. Für 0,5 Liter Bier sind ca. 6 C$ fällig. Zu beachten gilt es, dass darauf noch die Umsatzsteuer, sowie eine Alkoholsteuer aufgeschlagen wird. Bier kann man nur in speziellen (ähnlich wie in den USA) Liquor Stores kaufen. Wer in [[Toronto]] oder [[Montreal]] die lokalen '''Chinatowns''' besucht, bekommt dort zahlreiche Spezialitäten. Besser als die abgepackten Waren aus China in kleineren Supermärkten sollte man dort unbedingt eine „Chinese Bakery“, eine chinesische Bäckerei plündern. Süße und deftige Leckereien sind dort wild durcheinander, man sollte die Schilder genau lesen oder sich überraschen lassen. Für westliche Geschmäcker eklige Lebensmittel gibt es dort im Gegensatz zu den Supermärkten eher nicht. === Restaurants === In sämtlichen Restaurants wird vom Gast ein Trinkgeld von mindestens 15&#x202F;% erwartet, da die Bedienungen oft nur ein relativ geringes Grundgehalt verdienen (für Rechenschwache: dies entspricht je nach Provinz ungefähr der ausgezeichneten Steuer auf der Rechnung). In sehr touristischen Gegenden kann es vorkommen, dass so eine Servicepauschale auch mal auf der Rechnung erscheint, üblicherweise überlässt man dies jedoch dem Gast. In den Pubs bekommt man oft auch abends eine warme Küche von oft überraschend guter Qualität zu kleinem Preis. Ein (sehr großer) Burger mit Pommes Frites kostet zwischen 8 und 12 Dollar, also etwa 6 bis 8 €. Die Pubs müssen preislich also die Konkurrenz der allgegenwärtigen Fastfoodketten nicht scheuen, besser schmecken tut es sowieso. Was in Kanada sehr angenehm ist und woran man sich sehr schnell gewöhnt: es herrscht Rauchverbot in allen Lokalen. Trotzdem sind die Restaurants fast immer voll. Was für Deutsche anfänglich etwas gewöhnungsbedürftig sein dürfte: „please wait to be seated“. Man wird sozusagen an der Tür empfangen und zu einem freien Platz gebracht. Freie Tischwahl ist eher selten. Einige Restaurants haben keine Lizenz für Alkoholausschank, erlauben aber das Mitbringen eigener alkoholischer Getränke. Dafür wird dann üblicherweise eine kleine Gebühr erhoben. Nahezu alle Restaurants servieren ihren Gästen gekühltes Leitungswasser (kostenlos, häufig direkt mit der Karte zusammen). Es ist durchaus akzeptabel, dabei zu bleiben und keine weiteren Getränke zu bestellen. == Unterkunft == Es ist kein Problem ein Hotel zu finden. Aber eigentlich lernt man das Land und seine Bewohner am besten im '''[http://www.bbcanada.com/ Bed & Breakfast]''' kennen. In jedem Ort gibt es Vermieter, meist alleinstehende Damen, welche gerne in Kontakt zu Ausländern treten wollen und ihr Wissen über Land+Leute gerne weitergeben. Preislich liegen die Hotels ungefähr im europäischen Niveau. Bemerkenswert ist, dass viele – auch noble − Hotels den Mitgliedern des Autofahrerclubs Ermäßigungen gewähren. Man sollte also aus Europa den Mitgliedsausweis z.&#x202F;B.&nbsp;von ADAC oder ÖAMTC mitbringen und beim kanadischen Klub bestätigen lassen. Dort ist dann auch Gratis-Kartenmaterial zur jeweiligen Region erhältlich. Die allgegenwärtigen Motels sollte man nur als letzte Zuflucht nutzen. Die Qualität der Unterkunft liegt meist deutlich unter der von guten Bed & Breakfast und das bei meist höherem Preis. In '''Stadthotels''' ist im Preis das Frühstück meist '''nicht''' inbegriffen, das gilt ausdrücklich auch für Pauschalreisen aus Europa. Meist hat man nicht nur im Hotel, sondern auch in direkter Umgebung eine Frühstücksmöglichkeit gegen Bezahlung. In Großstädten sind es meist sogar ein Dutzend im Umkreis von 100 Metern um das Hotel. Je nach Hunger muss man mit 5 bis 10 Dollar rechnen, Kaffee inklusive. Hotels in Hochhäusern haben schnell 20 oder 30 Stockwerke, die Anzahl und Geschwindigkeit der Aufzüge kommt oft nicht mit. Man muss daher etwas Warterei bei der Zeitplanung berücksichtigen. Großstadthotels werben oft mit '''Swimmingpool''' und '''Fitnessraum'''. Meist wurden sie aber nur aus Konkurrenzgründen nachgerüstet. Die Pools sind dementsprechend meist klein, die Fitnessstudios befinden sich in guten Fällen in ehemaligen Besprechungsräumen, in schlechteren in umgeräumten Hotelzimmern. Dort findet man dann zwei oder drei Cardiogeräte und eine Heimkraftstation und manche funktionieren sogar. Bei den Schwimmbädern gibt es im Gegensatz zu Europa oft eine Aufsichtsperson, auch wenn der Pool nur ein paar Meter groß ist. Wenn nicht, läuft man an zahlreichen Warnschildern vorbei, dass man auf eigene Gefahr badet. Was einem angesichts US-Millionenklagen skurill vorkommt oder, wenn man Kleinkinder dabei hat, sogar vernünftig, hat in der Praxis einen Nachteil: Wegen des Personalaufwandes sind die Öffnungszeiten der Bäder meist so ungünstig, dass man abends nicht mehr schwimmen kann und morgens noch nicht. Nun fährt zwar niemand von Europa nach Kanada, weil es hier keine Fitnessgeräte oder Pools gibt, aber wenn man es mitbezahlt, sollte es auch funktionieren. Ausdauer- und Kraftgeräte stammen übrigens oft aus den USA und die Geschwindigkeiten sind entsprechend in Meilen, Pfund etc angegeben. Viele Hotels verfügen auch über eine '''Sauna'''. Nun ist man sicher lockerer als in den USA, aber so locker, dass man eine gemischte Nacktsauna hat, ist man nun wieder nicht. Man bleibt in Badebekleidung, auch in Québec. Man findet die Saunen entweder beim Pool oder jeweils eine in den Umkleiden für Männer und Frauen eines Fitnessbereichs. Manchmal muss man sie selbst einschalten, die Aufheizzeit muss man mit mindestens 30, besser 60 Minuten veranschlagen. Auch wenn man schon mal im Keller suchen muss, viele Hotels verfügen über Getränke-, Snack- und Kaffeeautomaten. Auch Eismaschinen sind verbreitet. In Hotels sind zahlreiche englisch- und französischsprachige '''TV-Sender''' empfangbar. Wer eine der beiden Sprachen kann, bleibt über Nachrichten und Wetter auf dem laufenden. Sender in anderen Sprachen gibt es normalerweise nicht. Ab Mittelklasse ist drahtloses '''[[#Internet|Internet]]''' Standard, viele Hotels haben auch gebührenpflichtige oder kostenfreie Internetterminals. == Lernen und Studieren == Kanada ist eines der am besten gebildeten Länder der Erde. 2012 hatten mehr als die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung einen College- oder Universitäts-Abschluss. Dies ist der höchste Wert unter allen OECD-Ländern. Das Hochschulsystem wird von staatlichen Universitäten dominiert, gleicht ansonsten aber sehr dem US-Amerikanischen System. Insbesondere das Bachelor-Studium ist sehr verschult (regelmäßige Hausaufgaben, teilweise Anwesenheitspflicht etc). Die Dozenten sind verglichen mit manchen Professoren in Europa sehr zugänglich. Es ist üblich sich beim Vornamen anzusprechen. Die Unis sind sehr gut ausgestattet und bieten gute Lehre. Die Kehrseite davon ist, dass alle Universitäten recht hohe Studiengebühren, insbesondere von ausländischen Studenten verlangen (25.000 C$ pro Semester sind keine Seltenheit). Billiger ist es meist an einem Austauschprogramm der Heimatuniversität teilzunehmen, dann fallen üblicherweise keine zusätzlichen Studiengebühren an. Trotzdem sind die Kosten für Unterkunft, obligatorische Krankenversicherung und Lebensmittel nicht zu vernachlässigen. Es empfiehlt sich daher, soweit möglich, um ein Stipendium zu bemühen. Hat man ein Stipendium (oder genügend eigene Mittel) und eine Zusage der kanadischen Hochschule, kann man sich um ein Studienvisum (genauer eine Studienerlaubnis) bewerben. Diese benötigen alle Ausländer, falls sie länger als sechs Monate im Land bleiben wollen (siehe ''[[#Visum]]''). Doch auch für kürzere Aufenthalte kann es sich lohnen, eine Studienerlaubnis zu haben: seit 2014 ist diese nämlich direkt mit einer (befristeten) Arbeitserlaubnis gekoppelt. == Arbeiten == [[File:Hundesitter.JPG|thumb|right|Hundesitter führen ein straff organisiertes Gewerbe in Kanada. Hunde werden nach Zeitplan mit einem Lieferwagen abgeholt und gebracht, auch mehrfach täglich − für 15 Dollar pro Stunde und Hund.]] Ende der 1970er Jahre änderte Kanada die Einwanderungspolitik deutlich. Wurden bis dahin Werbeaktionen für Einwanderer durchgeführt, werden seitdem gezielt Arbeitskräfte bestimmter Qualifikationen gesucht, die sich je nach Konjunktur immer wieder ändern. Bei den gesuchten Berufen handelt es sich jedoch nicht ausschließlich um hochqualifizierte, auch bestimmte Handwerker werden gesucht. Kanada hat dazu ein detailiertes Punktesystem entwickelt, in das zahlreiche Faktoren aus beruflicher Erfahrung und persönlichen Eigenschaften wie z.&#x202F;B.&nbsp;der Gesundheitszustand einfließen. Mit gesuchten Berufen überschreitet man die Punktgrenze recht leicht, mit anderen ist es nahezu unmöglich, dauerhaft einzuwandern. Auch eine mehrjährige Arbeitserlaubnis ist auf keinen Fall eine Garantie, dass man danach dauerhaft bleiben kann. Man hört zuweilen, dass man mit Korruption seinem Glück nachhelfen kann. Allerdings ist das − abgesehen davon, dass man dafür Geld braucht − natürlich eine Straftat. * '''[http://inhalt.monster.de/section1675.asp Bewerben in Kanada]''': Wichtige Informationen rund um das Thema Bewerben, Jobsuche, Bürokratie * '''[http://www.skillclear.co.uk/canada/canada-skilled-worker-points-calculator-1.asp 'Skilled Worker Test']''': Online-Test, ob man als 'skilled worker' eingestuft wird. * '''[http://inhalt.monster.de/3236_de-DE_p1.asp nordamerikanischer Musterlebenslauf]''' * '''[http://www.dfait-maeci.gc.ca/canada-europa/germany/visa-work-procedure-de.asp Zeitweise Arbeiten in Kanada]''': * '''[http://www.dfait-maeci.gc.ca/canada-europa/germany/site/pdfs/IRPAwork-de.pdf Hilfreiches zum Antrag auf eine Arbeitserlaubnis]''' In Kanada gibt es einen gesetzlichen Mindestlohn, der sich je nach Provinz in der Höhe etwas unterscheidet. Dieser bewahrt zwar vor absoluter Armut, ist aber angesichts der recht hohen Lebenshaltungskosten auch keine Garantie für ein leichtes Leben. == Feiertage == {{Feiertage Anfang}} {{Feiertag | datum= 01-01 | New Year's Day (Jour de l’an) | Neujahr, Bundesweit gesetzlicher Feiertag }} {{Feiertag | 2. Montag im Februar | Family Day | Familientag, gesetzlicher Feiertag in British Columbia }} {{Feiertag | 3. Montag im Februar | Family Day (Fête de la Famille)<br />Louis Riel Day (Manitoba)<br />Islander Day (Prince Edward Island) | Familientag, gesetzlicher Feiertag in Alberta, Manitoba, Ontario, Prince Edward Island und Saskatchewan }} {{Feiertag | {{Ostern.next|tag=Karfreitag}} | Good Friday (Vendredi Saint) | Karfreitag, Bundesweit gesetzlicher Feiertag }} {{Feiertag | {{Ostern.next|tag=Ostermontag}} | Easter Monday (Lundi du Pâques) | Ostermontag, Bundesweit anerkannter Feiertag }} {{Feiertag | Montag vor<br/>dem 25. Mai | Victoria Day (Fête de la Reine) | Offizieller Geburtstag der Königin, Bundesweit anerkannter Feiertag }} {{Feiertag | 1. Juli (2. Juli, falls dies ein Montag ist) | Canada Day (Fête du Canada) | Zur Feier des British North America Act vom 1. Juli 1867, Bundesweit gesetzlicher Feiertag }} {{Feiertag | erster Montag im August | diverse Namen | gesetzlicher Feiertag in British Columbia, New Brunswick, Northwest Territories, Nunavut und Saskatchewan<br />anerkannter Feiertag in Alberta, Manitoba, Ontario, Nova Scotia und Prince Edward Island }} {{Feiertag | erster Montag in September | Labour Day (Fête du Travail) | Tag der Arbeit, Bundesweit gesetzlicher Feiertag }} {{Feiertag | zweiter Montag in Oktober | Thanksgiving Day (Action de Grâce) | Erntedankfest, Bundesweit anerkannter Feiertag<br />gesetzlicher Feiertag in Alberta, British Columbia, Manitoba, Northwest Territories, Nunavut, Ontario, Quebec, Saskatchewan und Yukon }} {{Feiertag | datum= 11-11 | Remembrance Day (Jour du Souvenir) | Gedenktag zum Ende des 1. Weltkriegs, Bundesweit anerkannter Feiertag/<br />gesetzlicher Feiertag in Alberta, British Columbia, New Brunswick, Newfoundland and Labrador, Northwest Territories, Nunavut, Prince Edward Island, Saskatchewan und Yukon }} {{Feiertag | datum= 12-25 | Christmas Day (Noël) | Weihnachtstag, Bundesweit gesetzlicher Feiertag }} {{Feiertag | datum= 12-26 | Boxing Day (lendemain de Noël) | Bundesweit anerkannter Feiertag; gesetzlicher Feiertag in Ontario; gesetzlicher Ruhetag in New Brunswick }} {{Feiertage Ende}} == Sicherheit == [[File:Kanadischer Mountie-Puppe.JPG|thumb|hochkant|right|Die weltberühmten Mounties in den roten Uniformen gibt es nur noch bei besonderen Gelegenheiten - oder als Puppe.]] Die Sicherheit in Kanada für Touristen ist gewährleistet. Das Land hat im Vergleich zu anderen Ländern eine geringe Kriminalitätsrate. Allerdings ist es nicht kriminalitätsfrei, auch wenn so mancher Reiseführer so etwas andeutet. Die Hells Angels zum Beispiel kassieren von Läden Schutzgeld, die Bauindustrie ist in der Hand der italienischen Mafia. Es wäre auch realitätsfremd, wenn man annehmen würde, ein Land mit Einwanderervierteln würde nicht eine gewisse Abschottung gegenüber staatlicher Autorität innerhalb ihrer Landsmannschaften entwickeln. Touristen müssen aber abgesehen von üblichen Sicherheitsmaßnahmen keine besonderen Vorkehrungen ergreifen. === Mounties === Die ''Royal Canadian Mounted Police'' (RCMP) in ihren berühmten roten Jacken wurde 1873 gegründet, um in die westlichen Provinzen erste staatliche Ordnung zu bringen. Seit den 1960er Jahren ist die rote Uniform nur noch für besondere Gelegenheiten vorgesehen, im Alltag wird sie nicht mehr getragen. Die kanadische Polizei ist auf dreierlei Art gegliedert: Größere Städte haben eine Stadtpolizei, einzelne Provinzen wie Ontario und Québec haben eine eigene Polizei, für den Rest des Landes sowie für Bundesangelegenheiten ist dann die RCMP zuständig. == Gesundheit == {{Quickbar Notruf}} Kanada hat eines der leistungsfähigsten Gesundheitssysteme der Erde und in den großen Städten gibt es einige der besten Krankenhäuser überhaupt, in denen Spezialfälle aus der ganzen Welt behandelt werden. Die Arztkosten sind für Kanadier laut Verfassung mit den Steuern abgegolten, die Ärzte werden vom Staat bezahlt. Trotzdem jammert man auch in Kanada darüber, dass das Gesundheitssystem nicht mehr so gut ist wie früher. Viele Ärzte wandern in die USA ab, weil sie dort mehr verdienen können. In abgelegenen Gegenden Kanadas kann der Zugang zu medizinischer Versorgung begrenzt sein. Stellen Sie sicher, dass Sie gegebenenfalls Medikamente und medizinische Versorgung mitbringen. Für Reisende ist die Behandlung natürlich nicht kostenlos. Im Gegenteil, die Kosten einer aufwendigen Behandlung können schnell astronomische Summen erreichen. Eine Reisekrankenversicherung ist daher praktisch zwingend. Insbesondere sollte die Versicherung über eine entsprechende Telefonnummer, die man greifbar haben sollte, '''vor''' einer Behandlung informiert werden, damit sie Kosten direkt mit dem Krankenhaus verrechnen kann. Ein vorläufiges Auslegen der Rechnung kann schnell selbst die besten Kreditkartenlimits sprengen. '''Medikamente''' bekommt man in Drogeriemärkten oder nahezu allen großen Supermärkten. Frei verkäufliche gibt es in wenig übersichtlichen Regalen zum Mitnehmen, rezeptpflichtige Arzneimittel werden an einer Theke direkt daneben ausgegeben. Kanada ist insgesamt ein sehr sauberes Land. Auf etwas anderes als hohe hygienische Ansprüche braucht man sich nicht einzulassen. Nur kleinere Supermärkte kommen manchmal etwas schmuddelig daher. Wenn man Bedenken hat, sollte man sich auf abgepackte Ware beschränken. Das '''Wasser''' ist problemlos trinkbar. Es ist jedoch stark gechlort und der Geschmack passt nicht jedem. Das Chlor-Aroma kann durch Eiswürfel sogar Erfrischungsgetränke befallen. Kanadier kaufen daher gerne große Plastikbehälter mit mehreren Litern einfachem, stillen Wasser. Öffentliche '''Toiletten''' sind prinzipiell sauber und technisch in Ordnung. Viele lösen mit Hilfe eines Sensors aus, und wenn der mal nicht funktioniert, findet man neben dem Sensor einen kleinen Knopf, mit dem man nachhelfen kann. Auch wenn Nordamerikaner die Privatheit ihrer Geschlechtsteile in der Sauna mehr schätzen als Mitteleuropäer, auf der Toilette sehen sie das deutlich lockerer: Die Kabinentüren sind so kurz, dass man oben und unten gute Einsicht hat und was man da noch nicht erkennen kann, zeigt man der Welt durch die Spalten zwischen Trennwänden und Türen, die oft in Zentimetern zu messen sind. Die zahlreichen Gewässer sind natürlich eine ideale Brutstätte für '''Mücken'''. Es wird empfohlen, sich besser mit den kanadischen Abwehr-Produkten zu versorgen, als welche aus Europa mitzubringen. Auch die '''Zecke''' ist in den Wäldern verbreitet. Auch wenn es wenig bekannt ist, in Kanada gibt es regelmäßig '''Tornados'''. Von diesen gefährlichen Wirbelstürmen sollte man sich so weit wie möglich fernhalten. Natürlich gibt es in Kanada die typischen Wintergefahren. Die Straßen und Gehwege in den Städten werden allerdings systematisch geräumt. == Tiere == [[File:Bärenstatue in Ottawa.JPG|thumb|hochkant|left|Neben dem Ahornbaum ist der Bär Kanadas Nationalsymbol.]] [[File:Skyline Toronto bei Tag.JPG|thumb|right|Die einzigen Bären, die man hier trifft, findet man an der Börse: Toronto ist der drittgrößte Finanzplatz Nordamerikas.]] [[File:Waschbär.JPG|thumb|right|Der nordamerikanische Waschbär ist ein häufiger Nachbar des Menschen − und ein unbeliebter dazu.]] * '''Bären:''' Über eine Million soll es davon in Kanada geben. Im Süden gibt es Schwarzbären und Grizzlys, in den arktischen Gebieten Eisbären. Schwarzbären und Grizzlys gelten als scheue Tiere, sie meiden Menschen, der außer in extremen Hungersituationen normalerweise nicht auf ihren Speiseplan steht. Allerdings gibt es jedes Jahr einige Bärenangriffe auf Menschen, vorallem dann, wenn ein Mensch einem Bär plötzlich gegenüber steht oder eine Bärin ein Junges dabei hat. Wanderern wird daher dringend empfohlen, auf irgendeine Weise Lärm zu machen, z.&#x202F;B.&nbsp;durch lautes reden oder eine Klingel am Hosenbein, damit Meister Petz sich rechtzeitig verziehen kann. Sehr gefährlich kann es für Camper sein, lecker riechende Essabfälle nicht sofort wegzuräumen und geruchssicher zu entsorgen, notfalls durch vergraben. Da kann man tatsächlich schnell mal Besuch von den falschen Gästen bekommen. Während es im Osten und der Mitte Kanadas recht unwahrscheinlich ist, einem Bären zu begegnen, kann das im Westen, besonders in den Rockies, schon sehr viel wahrscheinlicher werden. In menschliche Siedlungen wagt er sich allerdings nicht, auch wenn zuweilen Bücher für Touristen so etwas glauben machen wollen. Eisbären sind sehr aggressiv und eine Begegnung mit ihnen bedeutet Lebensgefahr. Das Tragen einer Schusswaffe ist im arktischen Teil Kanadas angesagt. * '''Elche:''' Auch diesen Riesentieren kann man in Kanada durchaus begegnen. Je nach Lebensbedingungen werden die Tiere weit über 2 Meter groß (Schulterhöhe) und haben mehrere hundert Kilo Lebendgewicht. Auch wenn es wenig bekannt ist, sind Elche sehr gefährliche Tiere, da sie urplötzlich sehr aggressiv werden können und blitzschnell auf einen zurennen. Sie sind dabei so schnell, dass bei wenigen Metern Abstand ein Ausweichen nicht mehr möglich ist. Ob der Elch einem Menschen den Kopf oder die Hufe in die Brust rammt, ist dann auch egal. Die ersten Farmer in Kanada haben versucht, die Elche zu domestizieren und sind an deren Aggressivität gescheitert. Vor der Erfindung des Gewehres galt die Elchjagd als gefährlicher als die Bärenjagd. * '''Bison (Büffel):''' In der Prärie ist bis heute der ''Buffalo'' heimisch und man bekommt gelegentlich auch das Fleisch der Tiere angeboten. * '''Biber:''' Wenn man irgendwo an einem Gewässer Holz gestapelt sieht, war es ein Biber. Zu sehen bekommt man die scheuen Tiere aber so gut wie nie. Biber gelten übrigens als extrem treue Tiere, die ihr Leben lang nur einen Partner haben. Als Biber anfingen, ihre Partner zu betrügen, fanden Wissenschaftler heraus, dass Umweltbelastungen das Gehirn der Tiere geschädigt hatte. Ob Menschen diese Ausrede auch anführen können? * '''Waschbären:''' Von allen aufgezählten Tieren trifft man dieses am leichtesten, denn es findet die Großstadt toll. Da kommen Menschen an, werfen viele Leckereien in diese komischen Mülltonnen und wenn man die nachts umwirft, kann man so herrlich darin wühlen. Ob die besagten Menschen es so toll finden, am nächsten Morgen die Mülltonne wieder einzuräumen, ist dem Waschbären egal. Waschbären sind ausgesprochen dankbare Fotomotive, manchen Exemplaren kann man die Kameralinse direkt vor die Nase halten. Für den durchschnittlichen Touristen kündigt sich eine Begegnung mit einem Bär oder Elch auf seiner Fahrt meist dadurch an, dass bereits andere Fahrzeuge an beiden Straßenrändern halten und unvernünftigerweise Leute auch ausgestiegen sind. Man sollte dann auf keinen Fall scharf bremsen, das verscheucht die Tiere, sondern den Wagen rollend nähern und schon mal die Kamera zücken. Aussteigen sollte man nicht. == Respekt == Man sollte darauf achten, Kanadier und US-Amerikaner nicht pauschal in einen Topf zu werfen, wenn man in Kanada ist. Die Kanadier legen großen Wert auf die Unterschiede. Die Frankokanadier sind sehr stolz auf ihre eigenständige Sprache und Kultur und legen großen Wert darauf, dass man diese respektiert. So sollte man daher in französischsprachigen Teilen Kanadas stets auf Französisch grüßen. Ein freundliches "Bonjour" reicht dabei völlig. Es ist gar nicht notwendig Französisch zu sprechen, wenn der Gegenüber merkt, dass man sich zumindest etwas bemüht hat, Französisch zu sprechen wird dies honoriert. ; “Pronouns” Kanada hat die vorgeschriebene Sprachpraxis, als Menschenrecht, für „2SLGBTQI+“ {{Stand|2025|06|17}} mit einem bestimmten Personalpronomen angesprochen zu werden, am weitesten unter allen westlichen Ländern umgesetzt. Zwar wird man bei Fehlgebrauch nur dann eingesperrt wenn es sich um „Volksverhetzung“ handelt, was seit 2016 in den §§&#8201;318-19 des Strafgesetzes unter „Völkermord“ (“genocide“) definiert ist, es werden jedoch zivilrechtliche Geldstrafen von „Menschenrechtskommissionen“ verhängt. Im Alltag wird man als Besucher, sofern man sich in entsprechenden Kreisen bewegt, allenfalls einer mehr oder weniger langen Belehrung ausgesetzt werden. Jeder Bundesstaat kann ergänzende Bestimmungen erlassen. == Praktische Hinweise == '''Zeitzonen''': Der Kanadier Sir Sandford Fleming schlug bereits 1876 als erster ein Zeitzonennetz für die gesamte Welt vor. Kanada wird von Küste zu Küste von sechs verschiedenen Zeitzonen durchzogen: * Newfoundland Time Zone (UTC−3:30/UTC−2:30): [[Neufundland und Labrador|Neufundland]] * Atlantic Time Zone (UTC−4/UTC−3): [[Atlantische Provinzen]] (ohne Neufundland), östliches [[Québec (Provinz)|Québec]] * Eastern Time Zone (UTC−5/UTC−4): [[Québec (Provinz)|Québec]], [[Ontario]], östliches [[Nunavut]] * Central Time Zone (UTC−6/UTC−5): [[Manitoba]], Zentral-Nunavut, [[Saskatchewan]] (keine Sommerzeit) * Mountain Time Zone (UTC−7/UTC−6): [[Alberta]], westliches Nunavut, [[Nordwest-Territorien]] * Pacific Time Zone (UTC−8/UTC−7): [[British Columbia]], [[Yukon]] Anmerkung: Einzelne Regionen der genannten Provinzen liegen aus wirtschaftlichen Gründen in einer Nachbarzeitzone. Es ist daher ratsam sich genau zu informieren, in welcher Zeitzone der besuchte Ort liegt um Überraschungen zu vermeiden. Das gesetzliche Mindestalter um Alkohol in der Öffentlichkeit zu trinken ist in Kanada 19 Jahre, bzw. 18 Jahre in Alberta, Manitoba und Québec. In einigen Teilen Kanadas, insbesondere in abgelegenen Gebieten oder Nationalparks, ist es wichtig, sich über die richtige Verhaltensweise bei Begegnungen mit Bären und anderen Wildtieren zu informieren. Dies kann Ihre Sicherheit und die der Tiere gewährleisten. == Post und Telekommunikation == {| class="wikitable sortable float-right" |- class=hintergrundfarbe6 ! Provinz <br>oder Territorium ! Flagge ! Abkürzung <br />[[w:ISO 3166-2:CA|ISO code]] |- | [[Alberta]] || {{Flagicon|Alberta|60px}} ||style=text-align:center | '''AB''' |- | [[British Columbia]] || {{Flagicon|British Columbia|60px}} ||style=text-align:center | '''BC''' |- | [[Manitoba]] || {{Flagicon|Manitoba|60px}}||style=text-align:center | '''MB''' |- | [[New Brunswick]] ||{{Flagicon|New Brunswick|60px}} || style=text-align:center | '''NB''' |- | [[Neufundland und Labrador]]|| {{Flagicon|Newfoundland_and_Labrador|60px}} || style=text-align:center | '''NL''' |- | [[Nova Scotia]] || {{Flagicon|Nova Scotia|60px}} || style=text-align:center | '''NS''' |- | [[Nordwest-Territorien]] || {{Flagicon|the Northwest Territories|60px}} || style=text-align:center | '''NT''' |- | [[Nunavut]] ||{{Flagicon|Nunavut|60px}} || style=text-align:center | '''NU''' |- | [[Ontario]] ||{{Flagicon|Ontario|60px}} || style=text-align:center | '''ON''' |- | [[Prince Edward Island]] ||{{Flagicon|Prince Edward Island|60px}} || style=text-align:center | '''PE''' |- | [[Québec (Provinz)|Québec]] || {{Flagicon|Quebec|60px}} ||style=text-align:center | '''QC''' |- | [[Saskatchewan]] ||{{Flagicon|Saskatchewan|60px}} || style=text-align:center | '''SK''' |- | [[Yukon]] || {{Flagicon|Yukon|60px}}|| style=text-align:center | '''YT''' |} === Festnetz === Das Telefonnetz in Kanada ist in bevölkerten Gebieten flächendeckend verfügbar. Die Technik ist dem europäischen Analoganschluss vergleichbar. ISDN oder ähnliche Anschlüsse sind nur in Firmen verbreitet. Der Ländercode für Kanada ist 1. Internationale Gespräche von Kanada in andere Länder beginnen mit 011, für Deutschland beispielsweise 011-49. Beinahe jeder kleine Ort in Kanada hat eine Telefonzelle, in der größtenteils auch mit Münzgeld bezahlt werden kann. === Mobiltelefon === ==== Technische Aspekte ==== Mit modernen Telefonen und SIM-Karten gibt es keinerlei Probleme. Allerdings ist zu beachten, daß unter den 26 Anbietern, davon vier große, etliche nur eine regionale Abdeckung bieten. Landesweit agieren Rogers Wireless (+ Fido, Chatr, Fizz, 7-Eleven Speak), Bell Mobility (+ Virgin Plus, Lucky Mobile) und Telus Mobility (+ Koodo / Public Mobile); ''Freedom Mobile'' ist nur in Ontario brauchbar. Nutzt man eine Prepaid-Karte gibt es kein Roaming zwischen diesen Betreibern (allerdings nutzen Bell und Telus gegenseitig ihre Funktürme), anders als bei regionalen wie zum Beispiel ''Sask'' nur in Sakatchewan (mit roaming andernorts), ''East Link'' nur in Neuschottland und Prince Edward Island. Außerhalb der dicht besiedelten Gebiete um die großen Seen oder den wichtigen Orten nach Westen ist schnell Schluß mit Empfang. Wer den Highway nach Alaska fahren möchte hat nur mit ''Bell Mobility'' Abdeckung. Diese Firma hat landesweit das größte Netz. Mit einer ''Rogers''-Karte kann man in USA nicht roamen. ==== Kosten ==== Die Roaminggebühren für übliche deutsche SIM-Karten sind sehr hoch, so dass sich schon für Aufenthalte von wenigen Wochen der Kauf einer einheimischen Prepaid-SIM-Karte lohnen kann. Generell gilt, dass Mobilfunk etwas teurer als in Europa oder den USA ist. Außerdem sind manche Netze nur in bestimmten Provinzen ausgebaut, so dass in anderen Landesteilen Roaminggebühren anfallen können. Wer im Land reisen möchte sollte also nach Angeboten, mit dem Stichwort „Nationwide“ Ausschau halten. Wer aus USA oder Mexiko kommt kann ggf. mit einer dort erworbenen SIM-Karte, trotz Roaming-Gebühr günstiger wegkommen, besonders wenn man bei Kurzbesuchen die Aktivierungsgebühr und Mehrwertsteuer (die extra geht) mit einrechnet. Bei der Datennutzung gehört Kanada zu den teuersten Ländern weltweit. ==== Geräte ==== Wer sich in Kanada ein neues Gerät zulegen möchte sollte unbedingt darauf achten das es „unlocked“ ist. Viele Geräte werden nämlich mit SIM- oder Netlock verkauft. === Internet === Internetzugang erhält man entweder in so gut wie jeder öffentlichen Bibliothek, in Ballungsräumen auch per WLAN oder auch in einem Internetcafé. Preise schwanken hier zwischen $3 bis $6 für eine Stunde. Freies WLAN (hier immer „Wifi“ genannt) gehört zum Standard in Hotels. Auch sehr viele Cafés, Bars, etc. bieten ihren Kunden Wifi ohne Gebühr. Über 80&#x202F;% der Kanadischen Internetanschlüsse sind laut OECD Breitbandanschlüsse. Die Geschwindigkeiten reichen von 256 KBit/s bis zu 100 MBit/s, der Landesdurchschnitt liegt bei 7 MBit/s. '''Es ist zu beachten''', dass das Surfen in ungeschützten WLANs ohne Zustimmung des Betreibers in Kanada strafbar ist. === Post === Die Farbe der kanadischen Post ist rot. Die Laufzeiten von Briefen variieren stark von ein bis zwei Tagen für innerstädtische Briefe bis zu zwei Wochen bei Langstreckenbriefen. Ähnlich lange Laufzeiten sind bei Auslandssendungen zu erwarten. Nach Deutschland benötigt Luftpost durchschnittlich 5 Werktage, Seepost allerdings bis zu 2 Monate. Inlandspost ist sehr preiswert, wobei dagegen Auslandspost oft unverhältnismäßig teuer ist. Postfilialen sind an ihrer rot-weißen Farbe erkennbar und montags bis freitags von 9 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Briefmarken bekommt man außer bei der Post auch bei zahlreichen Läden oder Hotels. Porto nach Deutschland kostet für Postkarte wie für Brief 3,65&#x202F;$ plus Steuern ([https://www.canadapost-postescanada.ca/cpc/en/personal/stamp-prices.page Portoübersicht]), wenn man die Briefmarken nicht bei der Post erwirbt, kommen ggf. noch ein paar Cent Provision hinzu. == Literatur == === Reiseführer für das ganze Land === * Kaiser, Laura; ''Roadtrips Kanada: unvergessliche Traumrouten für den perfekten Urlaub mit Auto, Camper & Motorrad;'' München 2025 (Bruckmann) * Kränzle, Peter; ''Das Reisebuch Kanada: die schönsten Ziele entdecken: Highlights, Nationalparks und Traumrouten;'' München 2022 (Bruckmann) * Ottinger, Iris; ''Unterwegs in Kanada: das große Reisebuch;'' München 2022 (Kunth) * Winterberg, Sonya; ''Gebrauchsanweisung für Kanada;'' München 2023 (Piper) ;Historisch * Hesse-Wartegg, Ernst von [1854-1918]; ''Kanada und Neu-Fundland: nach eigenen Reisen und Beobachtungen;'' Freiburg 1888 (Herder); [https://archive.org/details/kanadaundneufund00hessuoft Scan] == Weblinks == * [https://www.auswaertiges-amt.de/DE/Aussenpolitik/Laender/Laenderinfos/01-Nodes_Uebersichtsseiten/Kanada_node.html Auswärtiges Amt] - Auswärtiges Amt Deutschlands mit Informationen über Kanada * [https://www.pc.gc.ca/ Hauptwebseite der kanadischen Nationalparks] * [http://www.national-parks-kanada.de Webseite zu den kanadischen Nationalparks] * [https://www.fremdenverkehrsamt.com/kanada.html Verzeichnis der Fremdenverkehrsämter] aller kanadischen Provinzen mit Adresse, Homepage und Online-Anfrage == Einzelnachweise == <references /> {{GeoData| lat=56.13037 | long=-106.34677 | radius= }} {{IstInKat|Nordamerika}} {{Ferientipps}} {{class-4}} csl933upk1wo7k90fmfs3s0c7wvak97 Luxemburg 0 4601 1804833 1803793 2026-09-18T15:02:28Z ~2026-50311-13 59531 /* Bahn */ Anreise mit Deutschland-Ticket 1804833 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Land | Religion= 87&#x202F;%&nbsp;Römisch-Katholisch, 13&#x202F;%&nbsp;Protestanten, Juden und Muslime | Zeitzone= ME(S)Z }} '''Luxemburg''', landessprachlich ''Lëtzebuerg'', offiziell unter dem Namen Großherzogtum Luxemburg bekannt, ist ein Staat in [[Westeuropa]]. Das Land liegt zwischen [[Deutschland]], [[Frankreich]] und [[Belgien]]. Das kleinste Land der [[Benelux]]-Länder ist vor allem für seine Banken und den günstigen Kraftstoff bekannt, besticht aber darüber hinaus durch seine vielfältige Mittelgebirgslandschaft, das reiche kulturelle Erbe und die wechselvolle Geschichte. == Regionen == Das Land untergliedert sich in zwölf Kantone und 100 Gemeinden. Zwölf dieser Gemeinden besitzen den Status einer Stadt. Die Gemeinden sind Selbstverwaltungskörperschaften. Die [[Luxemburg Stadt|Stadt Luxemburg]] ist Hauptstadt des Großherzogtums und Sitz der Regierung. === Touristische Regionen === {{mapframe | zoom |type = geoshape |id = Q397678| fill = #89ffa9| title = [[Kanton Capellen]] |type2 = geoshape |id2 = Q188283| fill2 = #d56d76 | title2 = [[Kanton Esch an der Alzette]] |type3 = geoshape |id3 = Q691741| fill3 = #89FFa9 | title3 = [[Kanton Luxemburg]] |type4 = geoshape |id4 = Q753917| fill4 = #89FFa9 | title4 = [[Kanton Mersch]] |type5 = geoshape |id5 = Q691793| fill5 = #a9e2f3| title5 = [[Kanton Clerf]] |type6 = geoshape |id6 = Q691842| fill6 = #a9e2f3| title6 = [[Kanton Diekirch]] |type7 = geoshape |id7 = Q835980| fill7 = #a9e2f3| title7 = [[Kanton Redingen]] |type8 = geoshape |id8 = Q845600| fill8 = #a9e2f3| title8 = [[Kanton Vianden]] |type9 = geoshape |id9 = Q550021| fill9 = #a9e2f3| title9 = [[Kanton Wiltz]] |type10 = geoshape |id10 = Q720221| fill10 = #aaa989 | title10 = [[Kanton Echternach]] |type11 = geoshape |id11 = Q836002| fill11 = #b569b5| title11 = [[Kanton Grevenmacher]] |type12 = geoshape |id12 = Q691781| fill12 = #b569b5| title12 = [[Kanton Remich]] }} {{farbbox|#a9e2f3}} '''[[Nordluxemburg]]''' (Ösling, Éislek) ist die Übergangsregion von der [[Eifel]] zu den [[Ardennen]] * Kanton Clerf * Kanton Diekirch * Kanton Redingen * Kanton Vianden * Kanton Wiltz {{farbbox|#89ffa9}} '''[[Gutland]]''' (Bon Pays) nennt man auch Zentral-Luxemburg * Kanton Capellen * Kanton Luxemburg * Kanton Mersch {{farbbox|#aaa989 }} '''[[Müllerthal]]''' bildet zusammen mit dem deutsch-luxemburgischen Naturpark die „Kleine Luxemburger Schweiz“. * Kanton Echternach {{farbbox|#b569b5}} '''[[Luxemburger Moseltal]]''' ist der Luxemburger Teil am und im [[Moseltal]] * Kanton Grevenmacher * Kanton Remich {{farbbox|#d56d76}} '''[[Minett]]''' (Terres Rouges) ist die südliche Bergbau-Region, sie wird auch „Rote Erde“ genannt * Kanton Esch an der Alzette === Grenzüberschreitende Regionen === * Die Region '''Kleine Luxemburger Schweiz''' ist Teilregion der '''[[Eifel]]'''. * Die Region '''Ösling''' gehört zu Teilen zur '''[[Eifel]]''' (bsp. das Ourtal), im übrigen zu den '''[[Ardennen]]''' (diese ragen nach Belgien und nach Frankreich). * Die Region '''Moselle''' gehört zur Großlandschaft '''[[Moseltal]]''', das überwiegend zu Frankreich und Deutschland gehört. * Die übrigen Teile Luxemburgs sind Teil des '''Lothringischen Schichtstufenlandes''', das überwiegend zu Frankreich, aber in Teilen auch zu Deutschland und auch zu Belgien gehört. == Städte == * {{Marker | name = [[Luxemburg Stadt|Luxemburg]] | type = city | wikidata = Q1842 }} – Die Hauptstadt und größte Stadt Luxemburgs ist Sitz des Großherzogs von Luxemburg und bietet eine malerische Altstadt mit großer Einkaufsmeile. Die Altstadt und Festung Luxemburg sind als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt. * {{Marker | name = [[Esch-sur-Alzette]] | type = city | wikidata = Q16010 }} – Die zweitgrößte Stadt Luxemburgs ist eine ehemalige Bergbaustadt und verfügt heute noch über viele sehenswerte Industrierelikte. * {{Marker | name = [[Düdelingen]] | type = city | wikidata = Q16014 }} – Stadt an der Grenze zu Lothringen, wichtiger Industriestandort. * {{Marker | name = [[Echternach]]| type = city | wikidata = Q204317 }} – Die Stadt an der Sauer direkt gegenüber von Deutschland gelegen ist vor allem für die Echternacher Springprozession bekannt, die größte katholische Wallfahrt Luxemburgs und Teil des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO. Daneben verfügt die Stadt über eine sehenswerte historische Altstadt mit einer schönen Basilika sowie zahlreiche Freizeitmöglichkeiten. * {{Marker | name = [[Diekirch]]| type = city | wikidata = Q16050 }} – Überregional vor allem für seine Brauerei bekannt, bietet die Stadt ein reichhaltiges museales Angebot, vor allem das militärgeschichtliche Museum gilt als renommiert auf seinem Gebiet. * {{Marker | name = [[Grevenmacher]]| type = city | wikidata = Q215826 }} – Winzerort an der Mosel mit dem bedeutendsten Weinfest Luxemburgs. * {{Marker | name = [[Vianden]]| type = city | wikidata = Q836082 }} – Das Schloss Vianden hoch über dem Ourtal gelegen ist eines der größten erhaltenen Schlösser Westeuropas und eine der Top-Sehenswürdigkeiten des Landes. * {{Marker | name = [[Wiltz]]| type = city | wikidata = Q741589 }} – Bedeutendes Schloss, militärgeschichtliches Museum. * {{Marker | name = [[Clerf]]| type = city | wikidata = Q836075 }} – Ardennendorf an der Nordspitze des Landes mit Schloss und Benediktinerabtei. * {{Marker | name = [[Bad Mondorf]] | type = city | wikidata = Q798747 }} – Einziges Spielcasino im Land. Große Thermalbad- und Wellnesseinrichtung mit Heilwasserquellen. Weitläufiger Kurpark mit historischem Baumbestand und Orangerie. * {{Marker|name=[[Remich]]|type=city|lat=49.544917| long= 6.364111|url=https://www.remich.lu|name-local=Réimech|wikidata=Q734284}} – Zentrum des luxemburgischen Weinbaus an der Mosel. Lange Promenade mit Cafés und Blick auf die Weinberge. Schiffsrundfahrten auf der Mosel entlang der luxemburgischen und deutschen Grenze. == Weitere Ziele == * {{vCard|type=lake|name=Obersauer-Stausee|wikidata=Q2621998}} – Das größte Gewässer des Landes bietet im Sommer umfangreiche Möglichkeiten zum Wassersport (Baden, Wasserwandern, Tauchen), auch Naturliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten. * {{vCard | name = Schiessentümpel | type = landscape | wikidata = Q2529613 | description = Ein malerischer, dreigeteilter Wasserfall an der Schwarzen Ernz mit einer historischen Steinbrücke mitten in der Felsenlandschaft des Müllerthals. }} * {{vCard | name = Naturpark Obersauer | type = landscape | wikidata = Q1970623 | description = Ein weitläufiger Stausee und Naturpark im Nordwesten des Landes, der ideal zum Baden, Kajakfahren, Angeln und Wandern ist. }} * {{vCard | name = Bourscheid Castle | type = castle | wikidata = Q1011162 | description = Eine eindrucksvolle mittelalterliche Burgruine, die auf einem 150 Meter hohen Felssporn liegt und einen fantastischen Panoramaausblick auf das Sauertal bietet. }} * {{vCard | name = Burg Beaufort | type = castle | wikidata = Q1010933 | description = Eine faszinierende Anlage im Wald, bestehend aus den Ruinen einer Ritterburg aus dem 11. Jahrhundert und einem angrenzenden Renaissance-Schloss. }} * {{vCard | name = Minett Park Fond-de-Gras | type = see | wikidata = Q2627532 | description = Ein Freilicht- und Industrie-Erlebnispark, in dem historische Dampfeisenbahnen und Grubenbahnen durch alte Bergbaugebiete fahren. }} == Hintergrund == [[File:Kierch Klierf.jpg|thumb|Dekanatskirche in [[Clerf]]]] [[File:Wiltz castle 2012-07.JPG|thumb|Schloss von [[Wiltz]]]] [[File:Veianen Buerg 05.jpg|thumb|Burg [[Vianden]]]] [[File:Bahnhof Luxemburg bei Nacht.jpg|thumb|Bahnhof [[Luxemburg Stadt]] bei Nacht]] Im Jahre 963 erwarb Graf Siegfried I. den kleinen Bockfelsen im Alzettetal mit der Burg Lucilinburhuc und legte damit den Grundstein für das Land und Adelsgeschlecht der Luxemburger. Das Großherzogtum war lange Zeit Spielball der europäischen Großmächte, die abwechselnd die Kontrolle über das Territorium zu übernehmen anstrebten; zahlreiche Burgen zeugen heute noch von der einstigen strategischen Bedeutung des Landes. Nachdem die Streitigkeiten um Luxemburg in eine [[w:Luxemburgkrise|diplomatische Krise]] mündeten, einigte man sich 1867 auf die Unabhängigkeit und „immerwährende Neutralität“ des Landes. Der Satz ''„Mir wëlle bleiwe wat mir sinn“'' (wir wollen bleiben, was wir sind) spielte eine wichtige Rolle im Kampf um die Unabhängigkeit und ist bis heute als Wahlspruch tief im Bewusstsein der Luxemburger verankert. Diese Neutralität wurde von Deutschland zweimal verletzt: im Ersten Weltkrieg marschierten deutsche Truppen entsprechend des [[w:Schlieffenplan|Schlieffenplans]] durch das unbewaffnete Luxemburg nach Frankreich, im Zweiten Weltkrieg wurde Luxemburg von deutschen Truppen besetzt und war 1944 einer der Schauplätze der [[w:Ardennenoffensive|Ardennenoffensive]]. Vor allem die Besetzung im Zweiten Weltkrieg löste ein schweres Trauma unter der Luxemburger Bevölkerung aus, weshalb Luxemburg seine Position als neutraler Staat aufgab: Luxemburg ist heute einer der größten Verfechter eines vereinigten Europas, federführend in der Europäischen Union und Sitz des [[w:Europäischer Gerichtshof|Europäischen Gerichtshofs]]. Gleichzeitig hat das Land seine Traditionen nie aufgegeben und ist heute das einzige verbliebene Großherzogtum weltweit. Luxemburg ist vor allem bekannt als Land der Banken: aufgrund der liberalen Gesetzgebung und der niedrigen Steuern haben sich zahlreiche Banken aus der ganzen Welt in Luxemburg angesiedelt. Vor allem Investmentfonds zahlreicher europäischer Banken werden aus Luxemburg gehandelt, was der deutsche Bankkunde an der Luxemburger Telefonnummer erkennt. Der Kirchberg oberhalb von Luxemburg-Stadt, Sitz der meisten Banken, ist schon von weitem durch seine riesigen Bürogebäude zu erkennen. Die wirtschaftliche Stärke Luxemburgs strahlt weit in die ansonsten dünn besiedelte und strukturschwache Region aus, sodass unzählige Pendler aus den Nachbarländern jeden Tag nach Luxemburg zur Arbeit fahren; die Großregion um Luxemburg wird häufig auch als ''[[w:Saar-Lor-Lux|Saar-Lor-Lux]]'' bezeichnet. Die einst bedeutende Stahlindustrie, die auf den reichen Erzvorkommen des Landes fußte, ist nach zahlreichen schweren Krisen nur noch von untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung, hat aber vor allem im Süden des Landes zahlreiche Spuren in Form von Industriedenkmälern hinterlassen. Das Land grenzt im Westen an das Königreich [[Belgien]], im Osten an die Bundesrepublik [[Deutschland]] sowie im Süden an die Republik [[Frankreich]]. Im Nordosten des Landes liegt die kleine luxemburgische Schweiz und in Norden die touristische Region Ösling. Hier liegt die Stadt [[Vianden]] mit der gleichnamigen Burg, die öffentlich zugänglich und ein echtes Erlebnis ist. In [[Ostluxemburg]] lohnt sich ein Besuch der Grenzstadt zu [[Deutschland]] [[Echternach]]. Ein Schmetterlingshaus gibt es in der Stadt [[Grevenmacher]], das von April bis Oktober geöffnet ist. Zum größten Teil ist [[Südwestluxemburg]] von Industrie geprägt. Allerdings liegt hier die Hauptstadt [[Luxemburg Stadt]]. Hier gibt es zahlreiche touristische Angebote. Die Eintrittspreise sind günstig. Die Verpflegung liegt hier, so wie im gesamten Land, über dem deutschen Durchschnitt. Sparen kann man beim Benzin und bei Tabakwaren. Es gibt zahlreiche Hotels, Hostels und Campingplätze. Für Wanderungen bietet sich z.&#x202F;B. das Tal der sieben Schlösser an. Abgesehen von dem Ballungsraum um die Stadt Luxemburg und dem Ballungsraum um Esch-Alzette und Differdange im Südwesten ist das Land für mitteleuropäische Verhältnisse dünn besiedelt. == Anreise == === Flugzeug === Der einzige Flughafen des Landes ist der {{marker|type=airport|name=[[Flughafen Luxemburg]]|wikidata=Q872186}}. Neben der staatlichen Airline Luxair fliegen [[Lufthansa]] und [[Swiss International Air Lines|Swiss]] den Flughafen an, Ziele aus dem deutschsprachigen Raum sind Berlin, Frankfurt, Hamburg, München, Wien und Zürich, saisonal noch Innsbruck, Rostock, Salzburg und Usedom. === Bahn === {{Hauptartikel|Reisen mit dem Zug in Luxemburg}} Die einzige Fernverkehrsverbindung nach Luxemburg ist der TGV [[Luxemburg Stadt|Luxemburg]] - [[Thionville]] - [[Metz]] - [[Paris]]. Alle anderen Fernverkehrsverbindungen wurden eingestellt. Aus Deutschland fährt der {{Bahnlinie|RE|11}} von [[Koblenz]] via [[Trier]] nach Luxemburg, daneben fahren Verstärkerzüge {{Bahnlinie|RB|83}} ab [[Wittlich]] Hbf über Trier nach Luxemburg. Die Fahrtzeit ab Koblenz beträgt 2:20 Stunden. Zu beachten ist, dass die Züge in der Regel zwischen Koblenz und Trier gekoppelt fahren; ein Zugteil fährt nach Luxemburg, der andere Zugteil ab Trier über Saarbrücken nach Mannheim. Es muss unbedingt darauf geachtet werden, in Koblenz in den richtigen Zugteil zu steigen. Einmal täglich fährt die IC-Linie 37 von [[Düsseldorf]] über [[Köln]], [[Bonn]] und [[Koblenz]] nach Luxemburg; dieser Intercity kann ab Koblenz mit Fahrscheinen des Nahverkehrs benutzt werden. Aus Belgien fahren Nahverkehrszüge unter der Bezeichnung Intercity von [[Brüssel]] (Bahnhof Bruxelles Midi) direkt nach Luxemburg. Die andere Verbindung führt von [[Lüttich]] über [[Troisvierges]] nach Luxemburg. Aus Frankreich fahren TER-Züge im dichten Takt zwischen [[Metz]] und Luxemburg, teilweise mit Durchbindung bis [[Nancy]]. Die andere Verbindung von [[Longwy]] nach Luxemburg wird nur sporadisch bedient, werktags teilweise mit Durchbindung bis [[Charleville-Mézières]]. {{Anker|Luxemburg Spezial}} Das [https://www.bahn.de/angebot/regio/rheinland-pfalz/luxemburg-spezial Luxemburg-Spezial-Ticket] gilt als Tagesrückfahrkarte für eine Person zur Hin- und Rückfahrt mit Zügen der CFL bei Zustieg in Trier Hbf, Trier Süd, Karthaus, Kreuz-Konz oder Igel zu allen luxemburgischen Bahnhöfen und zurück. Es kann an einem frei wählbaren Kalendertag von 0:00 Uhr bis 3:00 Uhr am Folgetag genutzt werden und kostet 6,50&#x202F;€ (bzw. 13,00&#x202F;€ in der 1. Klasse).<ref>{{Internet |Website=Deutsche Bahn |URL=https://www.bahn.de/angebot/regio/rheinland-pfalz/luxemburg-spezial |Titel=Luxemburg Spezial |Abruf=2025-04-06 |Sprache=de}}</ref> Die grenzüberschreitenden Bus- und Bahnverbindungen aus Deutschland sind zudem im Deutschland-Ticket mit inbegriffen. Da der ÖPNV innerhalb von Luxemburg vollständig kostenlos ist, ist die Anreise also mit nur diesem Ticket möglich. === Bus === [[Luxemburg Stadt#Mit dem Bus|Luxemburg Stadt]] kann mit dem Luxemburg-Saarbrücken-Express {{Bahnlinie|RB||L40||white|#ca2030}} der luxemburgischen Eisenbahngesellschaft von [[Saarbrücken]] aus ohne Zwischenhalt erreicht werden. Der Bus verkehrt mehrfach täglich. Der Luxemburg-Saarbrücken-Express ist im Semesterticket der Saarbrücker Hochschulen inkludiert, ansonsten muss ein Luxemburger Fahrschein gezogen werden. Deutsche Tarife gelten auf dieser Buslinie nicht (siehe Mobilität). Weitere Verbindungen bestehen u. a. von [[Saarlouis]] über [[Dillingen/Saar|Dillingen]] und [[Merzig]] nach Luxemburg Stadt, von [[Perl]] nach Luxemburg Stadt, von [[Bitburg]] über Vianden nach Ettelbrück, von [[Losheim am See]] über [[Mettlach]] zum Kirchberg, von [[Saarburg]] zum Kirchberg, von [[Schweich]] zum Kirchberg sowie von Trier zum Flughafen Luxemburg. Die meisten dieser Verbindungen sind für den Berufsverkehr konzipiert, werden also nur montags bis freitags bedient. Einige deutsche Buslinien verkehren ebenfalls grenzüberschreitend nach Luxemburg, sie sind aber wegen der Fahrtzeiten nur von regionaler Bedeutung. Unter anderem gibt es die Verbindungen: * [[Gerolstein]] - [[Prüm]] - [[Clerf]] (Linie 460) * [[Bitburg]] - [[Vianden]] (Linie 455) * [[Bitburg]] - Kirchberg (Linie 410) Für Reisende aus Frankreich bietet die CFL einen Pendelbus von und zum [[w:Bahnhof Lorraine TGV|Bahnhof Lorraine TGV]] an der Hochgeschwindigkeitsachse Paris-Straßburg an. Die Abfahrtszeiten der Pendelbusse sind auf die Ankunftszeiten der französischen TGV-Züge abgestimmt. ==== Fernbusse ==== Die meisten [[Fernbusse in Deutschland|Fernbusverbindungen]] nach Luxemburg wurden nach Einführung des Nulltarifs im ÖPNV wegen Unwirtschaftlichkeit eingestellt. Es gibt noch einige Nachtbusverbindungen von [[Flix|Flixbus]] u. a. nach [[Amsterdam]]. Vom Billigflughafen Brüssel-Charleroi verkehrt ein regelmäßiger Busshuttle nach Luxemburg über Arlon. === Auto/Motorrad/Fahrrad === * Aus Richtung Deutschland führen zwei Autobahnen nach Luxemburg: die [[Bundesautobahn 8|Bundsesautobahn]] {{RSIGN|DE|A|8}} führt von Saarbrücken nach Luxemburg, die [[Bundesautobahn 64|Bundesautobahn]] {{RSIGN|DE|A|64}} führt von Trier nach Luxemburg. Daneben gibt es noch zahlreiche Grenzübergänge im untergeordneten Straßennetz, die wichtigsten sind die {{RSIGN|DE|B|257}} von Bitburg nach Echternach, die {{RSIGN|DE|B|50}} von Bitburg nach Vianden, und die {{RSIGN|DE|B|410}} von Prüm nach Dasburg. * Aus Richtung Frankreich führt die {{RSIGN|FR|A|31}} von Metz nach Luxemburg. * Aus Richtung Belgien führt die {{RSIGN|BE|E|25}} von Lüttich über Arlon nach Luxemburg. Aus der Region Sankt Vith kann man auch über die Landstraße bei [[Troisvierges]] einreisen. * Bedingt durch den hohen Anteil an Grenzgängern sind die Autobahnen aus und nach Deutschland, Belgien und Frankreich an Werktagen jeden Morgen und am späten Nachmittag ziemlich ausgelastet, sehr oft staut es auch. === Mit dem Schiff === Die Anreise mit dem Schiff ist ungewöhnlich, obwohl die Mosel grundsätzlich schiffbar ist. Es gibt keine regelmäßigen Passagierverbindungen entlang der Obermosel. Sportboote können aber gut in Luxemburg anlegen. Die einzige Fähre des Landes verkehrt zwischen Wasserbillig und Oberbillig (Rheinland-Pfalz). === Mit dem Fahrrad === * der PC30 verbindet die Stadt Luxemburg mit [[Echternach]] * der EuroVelo 5 (Strecke [[Brüssel]] - [[Saarbrücken]]) passiert die Stadt Luxemburg, wobei der Verlauf aber unklar und nicht ausgeschildert ist. == Mobilität == Luxemburg hat als erstes Land der Welt den Nulltarif im ÖPNV eingeführt: die Nutzung aller Busse und Bahnen im Großherzogtum ist komplett '''kostenlos'''. Fahrscheine sind nur noch für die 1. Klasse der Eisenbahn sowie für grenzüberschreitende Fahrten ins Ausland notwendig. === Mit der Bahn === Das Bahnnetz in Luxemburg wird von der staatlichen [https://www.cfl.lu/ Chemins de Fer Luxembourgeois] (CFL) betrieben. Die Bahnlinien führen sternförmig von Luxemburg-Stadt in alle Himmelsrichtungen, die Züge sind modern und komfortabel und fahren in der Regel im Stundentakt. Sofern noch Bahnfahrkarten erforderlich sind (was nur bei grenzüberschreitenden Fahrten oder für die 1. Klasse der Fall ist) können diese an Automaten erworben werden, die an jedem Bahnhof vorhanden sind. Die Automaten akzeptieren Euromünzen und alle gängigen Bankkarten, an wichtigen Bahnknotenpunkten zusätzlich Scheine bis 50 €, bei Fahrkarten ab 40&#x202F;€ Verkaufspreis auch 100-€-Scheine. Der einzige mit Personen besetzte Schalter befindet sich am Bahnhof Luxemburg. Die Fahrradmitnahme im Zug ist innerhalb Luxemburgs ebenfalls kostenlos, sofern freie Plätze verfügbar sind. Bei grenzüberschreitenden Zugverbindungen kann für den ausländischen Teil der Fahrt ggfs. eine Fahrradkarte erforderlich werden. Die CFL bietet durchgehende Fahrradkarten für Fahrten nach Trier Hbf, Aachen Hbf, sowie alle Ziele in Belgien und den Niederlanden an. Seit 2017 gibt es wieder eine Straßenbahn in Luxemburg-Stadt. === Mit dem Bus === Innerhalb Luxemburgs gibt es ein dichtes Busnetz mit mehr als 300 Überlandlinien, zusätzlich kommen noch 15 Linien in der Südregion und 25 Linien auf dem Gebiet der Hauptstadt und Umgebung hinzu. Es gibt in verschiedenen Ortschaften spezielle Busangebote auf Abruf für ältere und behinderte Menschen (call-a-bus). Das staatliche Portal [https://www.mobiliteit.lu/ Mobilitéitszentral] bietet eine Live-Fahrplanauskunft aller öffentlichen Verkehrsmittel in Luxemburg sowie Meldungen über Baustellen und Ausfälle. Das Portal ist neben der Webseite auch als App auf dem Smartphone erhältlich. Ein Fahrschein muss nur noch für grenzüberschreitende Buslinien gekauft werden, es gibt dabei zwei Tarifzonen: * Tarifzone 2 (Einzelfahrt 5 €, Tageskarte 9 €): Busse nach Saarlouis, Dillingen, und der Luxemburg-Saarbrücken-Express * Tarifzone 1 (Einzelfahrt 3 €, Tageskarte 5 €): alle anderen Buslinien Wer an einer Bushaltestelle wartet, muss seinen Bus von der Straße heranwinken - wer einfach nur sitzt, kann lange warten. === Auf der Straße === [[File:Autobahnnetz Luxembourg.JPG|miniatur|250px|Autobahnnetz in Luxemburg]] Tempolimits in Luxemburg: * Für Pkw und Motorräder: innerorts 50 km/h, außerorts 90 km/h, auf Autobahnen 130&#x202F;km/h (bei Nässe 110&#x202F;km/h) * Für Pkw mit Anhänger und Wohnmobile: innerorts 50 km/h, außerorts 75 km/h, auf Autobahnen 90&#x202F;km/h Die Straßenverhältnisse sind im allgemeinen sehr gut, die Autobahnen sogar hervorragend. Die Autobahnen im Land sind überwiegend auf die Ballungszentren Luxemburg und Esch im Süden ausgerichtet, im Norden des Landes gibt es keine Autobahn und die Straßen sind topographisch bedingt sehr eng, steil und kurvig, was die Fahrt bisweilen sehr anstrengend machen kann. Wer plant, den Norden Luxemburgs zu durchqueren, sollte zumindest grundlegende Erfahrung mit dem Fahren in bergigen Gegenden haben; das gilt erst recht, wenn man ein Wohnmobil oder gar ein Wohnwagengespann führt. Geschwindigkeitskontrollen finden außerorts entlang der Nationalstraßen und vereinzelt auch an niederrangigen Straßen, sowohl mit mobilen wie auch stationären Überwachungsanlagen statt. Stationäre Anlagen sind zumeist vom Typ ''Poliscan Speed Tower'', der auch in Deutschland häufig eingesetzt wird und eine große Reichweite hat. Im Gegensatz zu Deutschland findet sich in der Regel etwa 500 bis 700 Meter vor einer stationären Anlage ein weißes Hinweisschild mit der Aufschrift "Radar" und dem Radar-Symbol. Die Alkoholpromillegrenze beträgt 0,5 Promille sowie 0,2 Promille für Fahrer, welche die Fahrerlaubnis noch keine zwei Jahre lang besitzen. Das Telefonieren während der Fahrt ist nur per Freisprecheinrichtung erlaubt. Autobahnen können in Luxemburg kostenlos befahren werden, es herrscht keine Maut- oder Vignettenpflicht. [[File:Luxembourg road sign modèle 7b (C,18) (1).svg|thumb|right|An Parkplätzen mit diesem Schild darf innerhalb der angegebenen Zeit (Mo-Sa 8:00-18:00) zwei Stunden mit Parkschein geparkt werden.]] '''Parken''' ist in Luxemburg eine Qual, da es nicht nur aus topographischen Gründen sehr wenige Parkplätze im öffentlichen Straßenraum gibt. In den meisten größeren (und damit touristisch interessanten) Städten wird der gesamte öffentliche Parkraum bewirtschaftet und man darf mit Parkschein maximal drei Stunden parken (die Parkscheinpflicht erkennt man am Schild mit dem roten Symbol), Dauerparker sollten vorab klären, wo sie ihr Auto abstellen können. An Sonntagen gilt Happy Hour und man darf im ganzen Land kostenlos parken. Die Einhaltung der Parkregeln wird rigoros kontrolliert, man braucht sich hier keine Hoffnungen zu machen. Ein wichtiger Unterschied zu Deutschland: ein gelb markierter Bordstein bedeutet Parkverbot. [[File:Mertert-tankstellen.jpg|thumb|right|Tankstellenpromenade in Wasserbillig: in Luxemburg kein unübliches Bild.]] Luxemburg ist für seinen günstigen Kraftstoff bekannt. Die Kraftstoffpreise in Luxemburg gehören zu den günstigsten Europas und liegen ca. 8 bis 10 Prozent unter den Nachbarländern, weshalb die Tankstellendichte entlang der Grenze sehr hoch ist; einige Grenzorte wie [[Wasserbillig]], [[Remich]], [[Schengen]] und [[Frisange]] haben ganze Promenaden voller Tankstellen. Es gibt zwei große Autobahnraststätten auf den wichtigsten Autobahntrassen, die „Aire de Berchem“ auf der Autobahn Luxemburg-Metz und die „Aire de Capellen“ auf der Autobahn Luxemburg-Arlon. Die Aire de Berchem ist die Tankstelle, die europaweit den höchsten Umsatz an Kraftstoffen erzielt und weltweit zu den Top 5 gehört. Die Kraftstoffpreise werden täglich von staatlicher Stelle festgelegt und sind im ganzen Land einheitlich, sodass es egal ist, welche Tankstelle man ansteuert. Übliche Kraftstoffsorten sind Diesel, E10 (E5 ist in Luxemburg nicht erhältlich) und Super Plus. Das Auffüllen von Reservekanistern ist in Luxemburg verboten (auch wenn dieses Verbot nicht immer beachtet wird). Verkehrsinformationen werden von den luxemburgischen Radiosendern auf luxemburgisch vermeldet. Das einzige deutschsprachige Radioprogramm, [https://www.rtlradio.de/ RTL Radio], sendet Verkehrshinweise auf Deutsch für Luxemburg und die angrenzenden Gebiete, empfangbar auf den Frequenzen UKW 93.3 und 97.0. Die Pannenhilfe ist in Luxemburg unter der Telefonnummer {{LinkPhone|26000}} zu erreichen. Auch bei kleinen Verkehrsunfällen sollte stets die Polizei hinzugezogen werden, diese dokumentiert den Unfallvorgang und prüft die Fahrerlaubnis der Fahrer sowie die Zulassung der betreffenden Fahrzeuge. Beim Verlassen des Fahrzeugs auf Autobahnen und Schnellstraßen muss eine Warnweste getragen werden; eine allgemeine Mitführpflicht besteht nicht (auch wenn verschiedene Zeitschriften immer wieder anderes behaupten). === Mit dem Taxi === Taxis sind am Flughafen, in der Hauptstadt und in den größeren Ortschaften stationiert und können telefonisch bestellt werden. Die Preise sind allerdings relativ hoch. Anders als in einigen Nachbarländern ist es in Luxemburg nicht erlaubt, ein Taxi von der Straße heranzuwinken. == Sprache == Umgangssprache ist meist Luxemburgisch (Lëtzebuergesch), eine moselfränkische Sprachvariante. In Luxemburg-Stadt überwiegt eher das Französische. Ein Gesetz von 1983 bestimmt: „Die Sprache der Luxemburger ist Luxemburgisch.“ Dennoch hat Luxemburg drei offizielle Sprachen, neben Luxemburgisch noch Französisch und Deutsch. Luxemburgisch ist für einen Menschen, der nur des Hochdeutschen mächtig ist, ähnlich schwer zu verstehen wie Schwyzerdütsch. Es braucht einige Stunden bis Tage, bis man sich einigermaßen „eingehört“ hat. Große Vorteile hat man, wenn man Moselfränkisch (Dialekt in Rheinland-Pfalz, Saarland und Westlothringen) kann. Hochdeutsch wird nahezu überall verstanden und meist auch gesprochen, da einheimische Luxemburger schon in der Grundschule Hochdeutsch und Französisch lernen; französischsprachige Grenzgänger können jedoch meist weder Deutsch noch Englisch. Vor allem in Luxemburg-Stadt gibt es immer mehr Grenzgänger aus Belgien und Frankreich, die nur Französisch sprechen bzw. verstehen. Zudem gibt es viele Bürger mit portugiesischem Migrationshintergrund, die eher Französisch vorziehen –Französischkenntnisse sind also klar von Vorteil. Die Gesetzessprache ist {{SF|Französisch}}, demnach sind alle Gesetzestexte sowie die meisten Schilder einschließlich der Verkehrsschilder in dieser Sprache. Auf den Ortsschildern ist unterhalb der offiziellen französischen Ortsbezeichnung (oft gleich der hochdeutschen) der luxemburgische Ortsname angeführt. Printmedien erscheinen mehrheitlich auf Hochdeutsch, Radio- und TV-Programme gibt es auf Deutsch und Luxemburgisch. Letzteres wird (ähnlich wie Schwyzerdütsch) meist nur gesprochen, da luxemburgische Schüler nur 1 Jahr Luxemburgisch-Unterricht haben. Private Chat-Nachrichten werden jedoch meistens auf Luxemburgisch geschrieben, allerdings eher selten in der Standardsprache. Im Schriftverkehr dominieren Hochdeutsch und Französisch. Wer sich in die luxemburgische Sprache einhören will, kann das [https://www.rtl.lu/ luxemburgische Programm von RTL] einschalten, empfangbar landesweit auf den Frequenzen 88,9 MHz und 92,5 MHz mit einem auf den regionalen Bedarf abgestimmten Programm sowie Verkehrsmeldungen auf Luxemburgisch. Alternativ gibt es [https://www.100komma7.lu/ Radio 100,7] mit einem mehr kulturell ausgerichteten Programm. == Aktivitäten == [[Datei:Mullerthal.jpg|thumb|right|Schiessentümpel im Müllerthal]] Wer in Luxemburg eine Städtetour plant, sollte den Kauf einer [https://www.visitluxembourg.com/de/reiseplanung/luxembourgcard Luxembourg Card] in Erwägung ziehen. Mit dieser Karte sind viele Angebote, wie etwa der Eintritt in Museen und Sehenswürdigkeiten sowie die Nutzung von Fahrradverleihstationen, kostenlos. Es gibt die Karte jeweils für 1, 2 oder 3 frei wählbare Tage innerhalb eines Kalenderjahres. * '''Wandern''' ist im ganzen Land möglich. Es gibt zahlreiche beschilderte Weit- und Rundwanderwege, die sowohl professionelle Wanderer als auch Freizeitspaziergänger ansprechen. In den bedeutenderen Wanderregionen des Landes lässt sich auch die passende Ausrüstung vor Ort kaufen. * '''Radfahren''': Neben den Flusstälern bieten sich vor allem die zahlreichen Bahntrassenwanderwege sehr gut zum Radfahren an; eine der landschaftlich reizvollsten Radwege ist die Strecke Luxemburg-Echternach. Wer kein Fahrrad dabei hat, kann sich vor Ort eins leihen, Fahrradverleihstationen sind im gesamten Land verteilt. Mit der Luxembourg Card sind die Fahrräder sogar kostenlos. * '''Motorradfahrer''' kommen in Luxemburg voll auf ihre Kosten: die engen und gewundenen Straßen in der reizvollen Mittelgebirgslandschaft sind für Biker ideal, und die meisten Hotels haben sich auf diese Zielgruppe eingerichtet. * '''Wasserwandern''' ist entlang der Sauer möglich. Für Outdooraktivitäten empfiehlt sich ein Blick ins [http://tourisme.geoportail.lu/?lang=de luxemburgische Geoportal]: Dort sind alle Wander- und Radwanderwege im Land verzeichnet und können individuell ein- oder ausgeblendet werden, einschließlich Download als GPX-Datei für das eigene Smartphone. == Einkaufen == Zahlungsmittel in Luxemburg ist der Euro. Praktisch jedes Geschäft in Luxemburg akzeptiert Kartenzahlung, Bargeld benötigt man gelegentlich noch für Parkautomaten, die nur Münzen akzeptieren. Luxemburg ist ein teures Land. Obwohl Luxemburg die niedrigste Mehrwertsteuer der EU hat (17% allgemein, 8% auf Lebensmittel - 2023 zur Eindämmung der Inflation gesenkt auf 16%/7%) schlagen die hohen Lebenshaltungskosten im Land voll auf die Preise durch. Kaffee, Spirituosen, Zigaretten sind in Luxemburg steuerlich begünstigt und deshalb günstiger als in Deutschland, weshalb ein Tankstopp in Luxemburg häufig genutzt wird, um sich mit einem entsprechenden Vorrat einzudecken. Shoppingmeilen befinden sich vor allem in Luxemburg-Stadt entlang der Grand-Rue („Grousgaass“) sowie um den Bahnhof, in Esch-Alzette (rue d'Alzette „Uelzechtstrooss“) sowie in Ettelbrück, ansonsten ist das Angebot entsprechend der Bevölkerungsdichte sehr dünn. Tankstellen haben in Luxemburg fast immer eine Shop-Ecke (deutlich größer, als man es in Deutschland gewohnt ist), in der neben den obengenannten steuerlich begünstigten Waren auch viele Luxemburger Spezialitäten erhältlich sind. In vielen kleineren Orten ist die Tankstelle die einzige Einkaufsmöglichkeit. Entlang der großen Verkehrsachsen gibt es Hypermarchés nach französischem Vorbild, die ein deutlich größeres Angebot an Lebensmitteln bieten als in Deutschland. Öffnungszeiten sind in Luxemburg nicht reguliert, und die allermeisten Geschäfte haben auch sonntags geöffnet. Übliche Öffnungszeiten für kleinere Läden sind 10 bis 18 Uhr, Supermärkte haben meist von 8 bis 20 Uhr geöffnet. Tankstellen haben viel länger geöffnet, häufig rund um die Uhr. == Küche == Die [[w:luxemburgische Küche|luxemburgische Küche]] ist stark von den deutschen Nachbarn beeinflusst und besteht wie diese zu einem großen Teil aus gut sättigender Hausmannskost. === Nationalgerichte === * Als '''Kuddelfleck''' wird ein stundenlang gekochter Pansen bezeichnet, der wie ein Schnitzel paniert wird. * '''Bouneschlupp''' ist eine grüne Bohnensuppe * Bei '''Judd mat Gaardebounen''' handelt es sich um Schweinenacken mit Saubohnen * '''Fierkelsjelli''' nennt man Spanferkel in Aspik * '''Rieslingspaschtéit''' ist eine Kalbfleischpastete im Teigmantel mit Aspik <gallery mode="packed" heights="150"> Bouneschlupp16.jpg|Bouneschlupp Judd mat Gaardebounen.jpg|Judd mat Gaardebounen </gallery> * '''Stäerzelen''' sind Knödel aus grauem Mehl mit Grieben und Sahne * Bei '''Paschtéit''' handelt es sich um gekochtes Hühnerfrikassee mit Champignons in weißer Sauce. Serviert in speziellen Blätterteigformen und Pommes als Beilage * '''Kachkéis''' ist ein Luxemburger Kochkäse. Er gehört zum Land wie die Echternacher Springprozession. <gallery mode="packed" heights="150"> Paschtéitchen hausgemacht mat Hong Bistro 1865 Clervaux.jpg|Paschtéit Kachkéis 009.jpg|Kachkéis </gallery> === Restaurants === Der Luxemburger liebt es, im Restaurant zu essen, dementsprechend sind die Restaurantdichte und Vielfalt sehr hoch. Viele Luxemburger Köche kommen aus Frankreich und der französische Einfluss ist im Land unverkennbar; auch die zahlreichen Einwanderer vor allem aus Portugal haben ihre Spuren hinterlassen. Bäckereien/Konditoreien französischer Art mit Baguette, Kaffee und Kuchen und süßen Stückchen sind im ganzen Land problemlos zu finden. Die meisten Restaurants in Luxemburg kombinieren die Raffiniertheit französischer Gerichte mit deutschen Portionsgrößen. Rein französische Restaurants im Stil der [[w:Nouvelle Cuisine|Nouvelle Cuisine]] gibt es auch, ebenso zahlreiche Sternerestaurants. Wer günstig essen will, sollte auf den Mittagstisch achten, der in den meisten Restaurants angeboten wird. À la carte ist, ähnlich wie in Frankreich, recht teuer. Typisch luxemburgische Gerichte muss man manchmal etwas suchen, da viele Restaurants diese nicht im Angebot haben bzw. nur auf Anfrage zubereiten. Vegetarische und vegane Optionen gibt es inzwischen in den meisten Restaurants. Wer wenig Zeit hat und schnell essen will, sollte besser auf eine der zahlreichen Einwandererküchen zurückgreifen. Italienische und chinesische Restaurants gibt es in jedem größeren Ort. Zum Gericht wird häufig Luxemburger Bier gereicht, meist der Marke '''Diekirch''', das in der gleichnamigen Stadt gebraut wird. Die Luxemburger Biere sind außerhalb des Landes kaum bekannt, können sich aber problemlos mit den deutschen Bieren messen. Wer es etwas edler mag, kann auch '''Luxemburger Moselwein''' bestellen, der nach französischer Tradition trocken ist und nicht lieblich oder süß wie viele deutschen Weine. == Nachtleben == Das Nachtleben spielt sich überwiegend in der Hauptstadt ab. So gibt es hier zahlreiche Bars und Clubs mit den unterschiedlichsten Musikstilrichtungen. Die Preise bewegen sich in der Mittelklasse. Urige und trendige Kneipen gibt es hauptsächlich und gebündelt in Clausen und Grund, Nachtclubs eher im Bereich des Bahnhofs. == Unterkunft == Es gibt zahlreiche Hotels, Hostels und Campingplätze. Die Hotelpreise in Luxemburg-Stadt haben durchaus internationales Niveau. Ist man aber gewillt, auch nur 5–10&#x202F;km vom Zentrum entfernt zu übernachten, gehen die Preise relativ schnell zurück. Wer mobil ist, sollte in Erwägung ziehen, ein grenznahes Hotel auf deutscher Seite zu buchen und lediglich tagesweise nach Luxemburg einzupendeln; das Preisniveau der deutschen Hotels ist meist deutlich niedriger. '''Camping''' ist in Luxemburg weit verbreitet und es gibt im ganzen Land zahlreiche Campingplätze. Die Campingplätze sind durchweg sehr gut ausgebaut und komfortabel bis luxuriös, dafür aber (wie alles andere im Land) vergleichsweise teuer. Die meisten Campingplätze sind nur saisonal (April bis Oktober) geöffnet, in der Hochsaison (Juli und August) sollte man unbedingt reservieren, in der Nebensaison kann man häufig auch spontan einen Platz ergattern. Da die Campingplätze im Land hauptsächlich von Niederländern und Belgiern (Flamen) frequentiert werden, kann es durchaus passieren, dass man am Telefon auf Niederländisch angesprochen wird bzw. Informationen im Internet nur auf Niederländisch verfügbar sind. Die insgesamt 9 Jugendherbergen im Land sind im [https://youthhostels.lu/de/ luxemburgischen Jugendherbergsverband] zusammengeschlossen. Es gibt keine Altersgrenze; Reisende mit Mitgliedsausweis ihres heimatlichen Jugendherbergsverbands erhalten eine Ermäßigung. Verpflegung ist nicht im Übernachtungspreis enthalten und recht teuer, sodass es sich empfiehlt, stattdessen auswärts zu essen. Die beste Anlaufstelle für allgemeine Informationen und Unterkunft ist das [https://www.visitluxembourg.com/de nationale Tourismusbüro] == Lernen und Studieren== Luxemburg besitzt seit 2003 eine Universität. Infos unter [https://wwwde.uni.lu/ Universität] == Feiertage == {{Feiertage Anfang}} {{Feiertag |datum=01-01 |Neujahr |Neujahrstag}} {{Feiertag |datum1={{Ostern|Format=Y-m-d|diff=1}} |datum2={{Ostern|{{NextYear}}|Format=Y-m-d|diff=1}} |Ostermontag |Ostern, Gedenken an die Auferstehung Christi}} {{Feiertag |datum=05-01 |Tag der Arbeit |Internationaler Tag der Arbeit}} {{Feiertag |datum=05-09 |Europatag |Tag der Europäischen Union}} {{Feiertag |datum1={{Ostern|Format=Y-m-d|diff=39}} |datum2={{Ostern|{{NextYear}}|Format=Y-m-d|diff=39}} |Christi&nbsp;Himmelfahrt |Gedenken an die Himmelfahrt Christi}} {{Feiertag |datum1={{Ostern|Format=Y-m-d|diff=50}} |datum2={{Ostern|{{NextYear}}|Format=Y-m-d|diff=50}} |Pfingstmontag |Gedenken an die Ausschüttung des Heiligen Geistes}} {{Feiertag |datum=06-23 |Nationalfeiertag |Geburtstag des Großherzogs, aus klimatischen Gründen im Juni gefeiert}} {{Feiertag |datum=08-15 |Mariä Himmelfahrt |Katholisches Hochfest der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel}} {{Feiertag |datum=11-01 |Allerheiligen |Christliches Fest, zu dem aller Heiligen gedacht wird}} {{Feiertag |datum=12-25 |Weihnachtsfeiertag |Weihnachten, Gedenken an Christi Geburt}} {{Feiertag |datum=12-26 |Heiliger Stefan |Christlicher Gedenktag des Martyriums des heiligen Diakons Stephanus}} {{Feiertage Ende}} An Luxemburger Feiertagen sind alle Geschäfte geschlossen. An Neujahr, dem Tag der Arbeit, dem Nationalfeiertag, an Allerheiligen und an Weihnachten sind auch Museen und Restaurants geschlossen. Luxemburg hat viel mehr '''Schulferien''' als Deutschland oder Österreich. Die Ferienzeiten sind wie folgt über das Jahr verteilt: * Allerheiligenferien, 1 Woche um Allerheiligen * Weihnachtsferien, 2 Wochen zu Weihnachten und dem Jahreswechsel * Karnevalsferien, 1 Woche im Februar * Osterferien, 2 Wochen an Ostern * Pfingstferien, 1 Woche Ende Mai * Sommerferien, 8 Wochen von Mitte Juli bis Mitte September == Sicherheit == Luxemburg ist ein sehr sicheres Reiseland, Die Polizeipräsenz im Großherzogtum ist deutlich höher als etwa in Deutschland, Kleinkriminalität kommt zur Tageszeit praktisch nicht vor. Allenfalls beim Besuch von Bahnhöfen zur Nachtzeit sollte man eine gewisse Vorsicht walten lassen. Die größte Gefahr geht im Großherzogtum von der Natur aus. Da ein Großteil des Landes hügelig bis bergig ist, befinden sich viele Wanderwege an steilen Klippen, die weit hinabfallen. Befestigte Wege sollten nicht verlassen werden, und nach stärkeren Regenfällen ist besondere Vorsicht geboten. Die durch Zecken übertragene [[w:Borreliose|Borreliose]] ist in Luxemburg sehr verbreitet, eine Impfung ist anders als bei FSME nicht möglich, deshalb sollte man bei Waldspaziergängen lange Kleidung tragen und nach dem Spaziergang auf Zeckenbisse achten. Überschwemmungen in den Flusstälern kommen vor, es wird aber in der Regel im Voraus gewarnt. == Gesundheit == {{Quickbar Notruf}} Luxemburg hat an sich eine sehr gute medizinische Grund-und Notfallversorgung. Durch die überschaubare Größe des Landes kann es allerdings schon mal vorkommen, dass eines der Notfallzentren überlastet ist, was sich aber nicht in schlechterer Versorgung äußert, sondern lediglich in manchmal längeren Wartezeiten. Größere Kliniken gibt es in Luxemburg Stadt, [[Esch-sur-Alzette|Esch-Alzette]] und [[Ettelbrück]], regionale Krankenhäuser in [[Steinfort]], [[Düdelingen]], [[Niederkorn]] und [[Wiltz]]. In Luxemburg Stadt, Esch-Alzette und Ettelbrück gibt es sogenannte ''Maisons médicales'', das sind spezialisierte Häuser für medizinische Betreuung durch einen Arzt, die man bei kleineren medizinischen Problemen während der Nacht und an den Wochenenden aufsuchen kann. Luxemburg verfügt außerdem über ein, relativ zur Bevölkerungszahl, äußerst gut ausgebautes Luftrettungssystem ([https://www.lar.lu Luxembourg Air Rescue]). Alle Infos über Dienstpläne von Notfallzentren und Apotheken findet man hier: [http://www.112.public.lu/ Notfall-Portal] Bei medizinischen Behandlungen gilt in Luxemburg Vorkasse: Der Patient zahlt den Arztbesuch zunächst aus eigener Tasche und reicht anschließend die Rechnung im Original (keine Kopien) bei der staatlichen Krankenversicherung, der [https://cns.public.lu/ Caisse nationale de santé] ein. Diese erstattet in der Regel 88 Prozent der Kosten des Arztbesuchs (bei Kindern und Jugendlichen die vollen Kosten). Unter bestimmten Umständen, etwa bei einem Krankenhausaufenthalt, kann der Arzt auch direkt mit der Krankenversicherung abrechnen. Die [[Europäische Krankenversicherungskarte]] wird in Luxemburg anerkannt (die Rechnung ist dann bei der Krankenkasse im Heimatland einzureichen). == Regeln und Respekt == === Sprache === Ein heikles Thema für Deutsche ist die Sprache. Zeigen Sie Respekt gegenüber der Landessprache Luxemburgisch. '''Auf keinen Fall''' sollten Sie diese dem Deutschen gleichsetzen oder als "deutschen Dialekt" oder ähnliches bezeichnen, auch wenn die Linguistik zu keinem eindeutigen Urteil kommt. Dies zu tun hat für viele dort eine nationalsozialistische Konnotation und wird viele Luxemburger sehr verärgern, da die luxemburgische Sprache eines der wenigen zentralen Elemente der luxemburgischen Identität ist. Dies hängt mit Luxemburgs Geschichte während des zweiten Weltkriegs zusammen. Das Nazi-Regime nahm unter anderem die vermeindlich "deutsche" Sprache der Luxemburger als Anlass, Luxemburg zu besetzen ("Heim ins Reich"). Während des Krieges war die luxemburgische Sprache ein zentrales Merkmal des Widerstands und der Abgrenzung gegen die Deutschen und entwickelte sich in Folge als ein starkes Nationalsymbol. '''Ähnliches gilt für die luxemburgische Monarchie'''. Obwohl die luxemburgische Sprache dem Deutschen in vielerlei Hinsicht ähnelt, hat sie dennoch eigene Regeln und eine standardisierte Grammatik und Orthographie. Luxemburgisch ist dennoch klar Bestandteil des moselfränkischen Dialektkontinuums, welches eine Brücke zu den übrigen deutschen Dialekten schlägt. Die Eigenständigkeit der Sprache in Frage zu stellen käme in den Augen eines Luxemburgers einer Unrechtmäßigkeitserklärung der Luxemburgischen Nation gleich und sollte unterlassen werden. === Gesellschaft === Die Luxemburger sind ein ausgeglichenes Volk, offen und modern. Luxemburg-Stadt ist eine der kosmopolitischsten Städte Europas, über 120 Nationen leben und arbeiten hier. Dies hat in der Praxis zu weitestgehender Toleranz geführt, rassistische Ausschreitungen sind in Luxemburg nahezu unbekannt. Deutsche sollten Vorsicht walten lassen, wenn es um den Zweiten Weltkrieg geht. Luxemburg hatte, gemessen an seiner Bevölkerungszahl, im internationalen Vergleich einen der höchsten Anteile an Verlusten innerhalb der Zivilbevölkerung während des Krieges, spezifisch auch durch die Zwangsrekrutierung Luxemburger Jugendlicher für die Wehrmacht und den Reichsarbeitsdienst, das Wüten der Gestapo unter der (zivilen) Opposition sowie während der Rundstedtoffensive. Als Deutscher muss man aber keine Befürchtungen haben, darauf angesprochen zu werden, es sei denn, man wolle es oder erzwinge es durch unangemessenes Verhalten oder Reden. Allgemein liebt der Luxemburger die Zurückhaltung, fast britisches Understatement. Arroganz wird, von welcher Nationalität auch immer, gnadenlos mit Verachtung abgestraft. Andererseits darf man auch als Ausländer ruhig Witze machen über die Kleinheit des Landes - die Luxemburger wissen um ihre Größe und sehen das selbst auch ironisch. Der Wahlspruch der Luxemburger lautet: „Mir wëlle bleiwe wat mir sinn“ (Wir wollen bleiben, was wir sind.) Will man mit Luxemburgern in Kontakt kommen, geht das am einfachsten mit freundlicher Bescheidenheit. Es kann etwas dauern, dafür wird aber dann die Beziehung umso herzlicher. == Klima und Reisezeit == Das Klima ist leicht kontinental mit milden Wintern, obwohl im Januar und Februar die Temperaturen stark in den Keller gehen können. Die Sommertemperaturen sind in den letzten Jahren gestiegen; im Juli und August erreichen sie nicht selten 35&#x202F;°C. {{Klimatab-col|ort=Luxemburg|sourcelink= |sourcetext= |xt=y|xtjan=2|xtfeb=4|xtmar=10|xtapr=14|xtmai=18|xtjun=21|xtjul=23|xtaug=22|xtsep=19|xtoct=13|xtnov=7|xtdec=3 |nt=y|ntjan=-3|ntfeb=-2|ntmar=1|ntapr=4|ntmai=7|ntjun=10|ntjul=12|ntaug=12|ntsep=9|ntoct=5|ntnov=2|ntdec=-1 |rm=y|rmjan=69|rmfeb=61|rmmar=62|rmapr=53|rmmai=72|rmjun=68|rmjul=65|rmaug=74|rmsep=67|rmoct=68|rmnov=74|rmdec=78 |rd=y|rdjan=13|rdfeb=11|rdmar=10|rdapr=10|rdmai=10|rdjun=10|rdjul=10|rdaug=12|rdsep=10|rdoct=9|rdnov=12|rddec=12 |rh=y|rhjan=89|rhfeb=84|rhmar=76|rhapr=72|rhmai=71|rhjun=73|rhjul=73|rhaug=77|rhsep=81|rhoct=87|rhnov=90|rhdec=91 }} == Post und Telekommunikation == Die Post in Luxemburg wird von der weiterhin staatlichen [https://www.post.lu/ POST Telecom] betrieben. Die Briefkästen sind die gleichen gelben Briefkästen wie in Deutschland und zahlreich zu finden. Briefe im Standardformat sowie Postkarten kosten innerhalb Luxemburgs 1,00 €, ins europäische Ausland 1,40&#x202F;€ {{Stand|2022}}. Postämter sind in allen größeren Orten vertreten. Es gibt 3 Mobilfunknetze, neben der staatlichen Postbehörde [https://www.post.lu/ POST Telecom] betreiben noch [https://www.tango.lu/de Tango] und [https://www.orange.lu/en Orange] ein Mobilfunknetz. Die Abdeckung ist vor allem in den dünner besiedelten Regionen lückenhaft, aber in den Ballungszentren in Ordnung. Zum Kauf einer SIM-Karte muss ein Ausweisdokument vorgelegt werden. Da Luxemburg zur EU gehört, gilt die EU-Roaming-Verordnung auch hier, sodass der heimische Tarif aus Deutschland oder Österreich ohne Zusatzkosten benutzt werden kann. == Praktische Hinweise == * '''Zeitungen''': Wer sich über die Geschehnisse im Land informieren will, kann sich zwischen zwei landesweit erhältlichen Tageszeitungen entscheiden: dem konservativ-christlichen [https://www.wort.lu/ Luxemburger Wort] und dem sozialdemokratischen [https://www.tageblatt.lu/ Tageblatt]. * '''Rauchverbot''': In Luxemburg gilt seit 2014 ein strikes Rauchverbot in der Gastronomie. Kneipen dürfen einen separaten Raucherraum einrichten, wenn dort eine Filteranlage vorhanden ist, in diesem Raum darf aber keine Bedienung stattfinden. Rauchen ist ferner verboten auf Spiel- und Sportplätzen sowie auch im eigenen Fahrzeug, wenn dort Kinder unter 12 Jahren mitfahren. == Auslandsvertretungen == * {{vCard|type=embassy |name=Deutsche Botschaft in Luxemburg |address=20-22, Avenue Emile Reuter, 2420 Luxembourg |wikidata=Q58924865 |phone=+352 453445-1 |email=info@luxemburg.diplo.de |fax=+352 455604 |url=https://www.luxemburg.diplo.de/ |hours=Mo 9:00–12:00, Di 8:15–12:00, Mi 9:00–12:00, Do 9:00–12:00 + 14:00–16:30, Fr 9:00–12:00 |price=|lat=49.61300 |long=6.12128 |lastedit=|description=}} * {{vCard|type=embassy |name=Österreichische Botschaft in Luxemburg |address=3, Rue de Bains, 1212 Luxembourg|lat=49.61331|long=6.12918|phone=+352 471188|fax=+352 463974|email=luxemburg-ob@bmeia.gv.at |url=https://www.bmeia.gv.at/oeb-luxemburg/}} * {{vCard|type=embassy |name=Botschaft der Schweiz in Luxemburg|address=25A, Boulevard Royal, 2449 Luxembourg|lat=49.61339|long=6.12705|phone=+352 2274741|email=luxembourg@eda.admin.ch|url=https://www.eda.admin.ch/luxembourg}} == Literatur == * {{Buch |Titel=Marco Polo Reiseführer Luxemburg |Verlag=MAIRDUMONT, Ostfildern |ISBN=3829700490}} * {{Buch |Titel=Merian Luxemburg |Verlag=TRAVEL HOUSE MEDIA |ISBN=3834207039}} * {{Buch |Titel=Reise durch Luxemburg |Verlag=Stürtz Verlag |ISBN=3800317613}} * {{Buch |Titel=Letzebuergesch schwätzen: Einblick in die luxemburgische Sprache |Verlag=Weyand Verlag |ISBN=3935281382}} == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} * [https://www.visitluxembourg.com/de Touristeninfo] * [https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/luxemburg-node/luxemburgsicherheit/211256 Auswärtiges Amt mit Einreisebestimmungen] == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsleiste Europa}} {{GeoData| lat= | long= | radius= }}{{IstInKat|Benelux}}{{class-4}} ssn22vkyadcpvv1tdc04vfu7p78z1o9 Trier 0 6214 1804845 1787459 2026-09-18T22:22:27Z ~2026-49169-06 59479 /* Mit der Bahn */ 1804845 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | TouriInfoWeb=[https://www.trier-info.de/kontakt/kontakt-oeffnungszeiten Trier Tourismus] | TouriInfoTel= +49 (0)651 97808-0 }} '''Trier''' ist eine über 2000 Jahre alte Großstadt an der [[Mittelmosel]] in [[Rheinland-Pfalz]]. Trier, einst als Augusta Treverorum von den Römern gegründet, ist eine der ältesten Städte Deutschlands. Triers große historische Bedeutung wird durch die zahlreichen antiken und mittelalterlichen Baudenkmäler unterstrichen, von denen acht von der UNESCO als Welterbe ausgezeichnet wurden. == Hintergrund == {{mapframe|49.760|6.639|zoom= 12|width= 300|height= 300| type = geoline}} Gegründet wurde Trier von Kaiser Augustus spätestens im Jahr 16 v. Chr., was durch den Bau der ersten römischen Moselbrücke dokumentiert ist. Als Siedlungsgebiet der Treverer liegen die Ursprünge der Stadt jedoch bereits in vorrömischer Zeit. Die Bedeutung der Stadt im römischen Reich wuchs schnell; es wurde eine Stadtbefestigung errichtet, ein Amphitheater und Thermen gebaut. Im 3. Jahrhundert stieg Trier zur Provinzhauptstadt auf. Zeitweise residierten verschiedene römische Kaiser in Trier, insbesondere Konstantin der Große, was die Stadt zur Hauptstadt des Weströmischen Reiches machte. In seiner antiken Blütezeit besaß Trier rund 80.000 Einwohner und war damit die größte Stadt nördlich der Alpen. Mit dem Einfall der Germanen und der Zerstörung der Stadt durch die Wikinger verlor Trier an Bedeutung. Als Bischofssitz allerdings erlebte Trier im Mittelalter eine erneute Blütezeit. Es entstanden der Dom und die Liebfrauenkirche sowie eine Stadtbefestigung, deren Verlauf noch heute durch den Alleenring gekennzeichnet ist. Besonderer Anziehungspunkt sind heute die zahlreichen römischen und mittelalterlichen Baudenkmäler, allen voran das Wahrzeichen der Stadt, die Porta Nigra. Diese historischen Bauten sind in der hübschen, kompakten Innenstadt konzentriert − Fußgängerzonen und zahlreiche Plätze laden zum Flanieren, Shoppen und Entspannen ein. Als Universitätsstadt und regionales Kultur- und Wirtschaftszentrum ist Trier auch heute eine lebendige Stadt. Bekannt ist Trier auch als Geburtsstadt von Karl Marx. Trier liegt landschaftlich reizvoll im [[Moseltal]] und grenzt an die Mittelgebirgsregionen [[Eifel]] und [[Hunsrück]] an. === Stadtteile === Die Stadt Trier besteht aus 19{{nnbsp}}Stadtteilen, von denen viele noch den Charakter eigenständiger Ortschaften haben. Besonders interessant für Besucher sind folgende Stadtteile: * '''[[Ehrang]]/[[Quint]]''' − einer der größten Stadtteile, nördlich der Innenstadt auf der linken Moselseite an der Mündung der Kyll gelegen. Der Stadtteil setzt sich aus den bis in die 60er Jahre unabhängigen Gemeinden [[Ehrang]] und [[Quint]] zusammen. Durch die von der Innenstadt entfernte Lage hat Ehrang/Quint den Charakter einer Kleinstadt behalten mit zahlreichen Geschäften und Restaurants. Ehrang ist Ausgangspunkt des [[Kylltal-Radweg|Kylltal-Radwegs]]. Sehenswert ist das Quinter Schloss. * '''Olewig''' − ein Weinort im Südosten der Stadt. Olewig ist für seine Gaststätten und Weinlokale sowie das jährliche Olewiger Weinfest bekannt. * '''Pfalzel''' − zwischen Ehrang und Innenstadt am linken Moselufer gelegen. Pfalzels Geschichte geht auf eine palastähnliche Burganlage aus dem 4{{nnbsp}}Jhd. zurück (Pfalzel = kleine Pfalz). Im Mittelalter wurde die Burg weiter ausgebaut, ein Nonnenkloster angesiedelt und eine Wallmauer errichtet. Noch heute sind Teile des mittelalterlichem Ortskern und der Wallmauer erhalten. * '''Ruwer''' − nördlich der Innenstadt auf der rechten Moselseite an der Mündung des gleichnamigen Flusses Ruwer gelegen. Ruwer ist Ausgangspunkt des [[Ruwer-Hochwald-Radweg|Ruwer-Hochwald-Radwegs]]. == Anreise == === Mit dem Flugzeug === Auch wenn Trier selbst über keinen eigenen Flughafen verfügt, ist Trier gut per Flugzeug zu erreichen: der Flughafen Luxemburg befindet sich in unmittelbarer Nähe; aber auch andere Flughäfen sind schnell zu erreichen. Dies sind der {{Marker |type=airport |name=Flughafen Luxemburg |wikidata=Q872186 |show=none}} (Fahrtzeit ca. 30 Minuten; Buslinie 117 der Firma Voyages Emile Weber ([http://www.trier-info.de/tl_files/downloads/voyages-emile-weber-117.pdf Fahrplan]), der {{Marker |type=airport |name=Flughafen Frankfurt-Hahn |wikidata=Q158211 |show=none}} (Fahrtzeit ca. 1 Stunde; nur mit Taxi erreichbar) und der {{Marker |name=Flughafen Saarbrücken |type=airport |show=none |wikidata=Q697101}} (Fahrtzeit ca. 1 Stunde 15 Minuten). Für Interkontinentale Verbindungen ist der {{Marker |type=airport |name=Flughafen Frankfurt am Main |wikidata=Q46033 |show=none}} mit Fahrtzeit ca. 2 Stunden; Bahnverbindung: Fahrtzeit 3 - 3,5 Stunden; die nächstgelegene Alternative. === Mit der Bahn === {{Marker|type=go|name=Trier Hauptbahnhof|wikidata=Q543921}} liegt in unmittelbarer Innenstadtnähe und wird von fast allen nach/über Trier fahrenden Zügen bedient. Es bestehen folgende Verbindungen: * {{Bahnlinie|RE|1}} ([[Koblenz]]-'''Trier '''-[[Saarbrücken]]-[[Kaiserslautern]]-[[Mannheim]]) weitgehend stündlich * {{Bahnlinie|RE|11}} (Koblenz-'''Trier'''-[[Luxemburg Stadt]]) stündlich * {{Bahnlinie|RE|12}} (Köln-Euskirchen-Gerolstein-Trier) etwa dreimal täglich, außerdem stündliche Regionalbahnlinie nach Köln ({{Bahnlinie|RB|22}}) * {{Bahnlinie|RE|16}} (Trier-Perl-Metz) zwei Fahrten am Wochenende * {{Bahnlinie|RB|82}} (Trier-Perl) stündlich In Koblenz, Saarbrücken, Mannheim und Köln besteht Anschluss an den Fernverkehr. Seit Sommer 2025 verkehren auch wieder Züge über den {{Marker|type=go|name=Bahnhof Trier West|wikidata=Q19608520}} am anderen Moselufer, nämlich die {{Bahnlinie|RB|83}} Wittlich - Trier - Luxemburg sowie die {{Bahnlinie|RB|84}} Trier - Saarburg. Es sind die einzigen Bahnlinien, die nicht im Trierer Hauptbahnhof halten. === Mit dem Bus === Trier wird von mehreren [[Fernbusse in Deutschland|Fernbusverbünden]] angefahren: * '''[http://meinfernbus.de/ MeinFernbus.de]''' − Verbindung [[Luxemburg Stadt]]−'''Trier Hbf'''−[[Kaiserslautern]]−[[Mainz]]−[[Frankfurt am Main|Frankfurt]]; verkehrt täglich zwei- bis dreimal in beide Richtungen. Mit Anschluss in Frankfurt nach Hamburg, Berlin und Zürich. *'''Flixbus.de''' - Tägliche Verbindungen nach Frankfurt, [[Berlin]], [[Essen]], [[München]], [[Antwerpen]] (über Brüssel) und [[Bratislava]] (über Heilbronn, München und Wien). Zudem gibt es einzelne Verbindungen nach Nancy und [[Paris]]. Verbindung nach Luxemburg besteht über zwei [https://www.voyages-weber.lu/de/bus/rgtr.html Buslinien (Linien 117 und 118)] mit werktags sehr dichtem Fahrplan und einzelnen Fahrten an Sonn- und Feiertagen. === Auf der Straße === Am 15. August, Mariä Himmelfahrt, sollte man unbedingt vermeiden, mit dem Auto nach Trier zu fahren. Dieser Tag ist in Luxemburg und im Saarland Feiertag und wird traditionell von der dortigen Bevölkerung zu einer Einkaufsfahrt nach Trier genutzt. Dadurch kommt es regelmäßig zu langen Staus und voll belegten Parkhäusern. ==== Aus Deutschland ==== Da Trier von zahlreichen Touristen besucht wird, ist die Stadt schon schon relativ früh auf den Autobahnen ausgeschildert. In Frankreich, Belgien und Luxembourg ist Trier zumeist als "Treves" bezeichnet und ausgeschildert. *Von Norden kommend (aus Richtung Köln) fährt man entweder über die {{RSIGN|DE|A|1}}, wobei man ein fehlendes Stück Autobahn in Kauf nehmen muss ({{RSIGN|DE|B|51}}), dann weiter über die {{RSIGN|DE|A|60}} und wieder auf die {{RSIGN|DE|B|51}}, oder über die {{RSIGN|DE|A|61}} bis Koblenz und von dort aus die {{RSIGN|DE|A|48}} (abkürzen kann man hier, indem bei Mendig die {{RSIGN|DE|B|262}} genutzt wird}. *Von Nordosten und Osten kommend benutzt man ab Koblenz die {{RSIGN|DE|A|48}} und gelangt beim Autobahndreieck Vulkaneifel auf die {{RSIGN|DE|A|1}}. *{{RSIGN|DE|B|49}} Koblenz – [[Treis-Karden]] – Cochem – Alf → {{RSIGN|DE|B|53}} Traben-Trabach – Bernkastel-Kues – Trier (Moselstrecke) *Von Osten (aus Richtung Frankfurt, Mainz, Wiesbaden) hat sich die Anfahrt durch die Fertigstellung der Hochmoselbrücke deutlich verkürzt. Man fährt die {{RSIGN|DE|A|60}} bis Bingen, dann die {{RSIGN|DE|A|61}} bis Rheinböllen, wechselt dort auf die autobahnähnlich ausgebaute {{RSIGN|DE|B|50}}. Nach dem Hochmoselübergang wechselt man am Kreuz Wittlich auf die {{RSIGN|DE|A|1}} Richtung Trier. *Von Südosten (aus Richtung Mannheim, Ludwigshafen) benutzt man ab dem Frankenthaler Kreuz oder dem Viernheimer Dreieck die {{RSIGN|DE|A|6}} Richtung Kaiserslautern, wechselt hinter Kaiserslautern am Autobahnkreuz Landstuhl West auf die {{RSIGN|DE|A|62}} und gelangt am Autobahndreieck Nonnweiler auf die {{RSIGN|DE|A|1}}. Bei allen Anfahrtswegen wechselt man am Dreieck Moseltal auf die {{RSIGN|DE|A|602}}. Um die Innenstadt zu erreichen benutzt man keine Abfahrt, sondern fährt bis zum Autobahnende und zunächst geradeaus weiter und folgt der Beschilderung "Centrum". Zur Parkplatzsuche unbedingt das Parkleitsystem beachten. ==== Aus dem Ausland ==== ==== Aus Luxemburg ==== Aus Luxembourg kommt man über die luxemburgische {{RSIGN|LU|A|1}}. Unmittelbar vor der Grenze befindet sich eine sehr große Tankstelle mit Supermarkt. Spätestens hier sollte man die Gelegenheit zum günstigen Tanken und Einkauf in Deutschland hoch besteuerter Waren (Zigaretten, Spirituosen, Sekt) nutzen. Nach der Grenze befindet man sich auf der {{RSIGN|DE|A|64}}. PKW verlassen diese an der Anschlußstelle Trier und folgen der {{RSIGN|DE|B|51}} nach Trier. Beschilderung und Parkleitsystem beachten. LKW und Busse fahren weiter bis zur {{RSIGN|DE|A|602}} und folgen dieser nach Trier. ===== Aus Frankreich ===== *Aus dem Elsass kommend benutzt man die französische {{RSIGN|FR|A|4}} bis Saarbrücken fährt von dort weiter über die deutsche {{RSIGN|DE|A|1}}. *Aus dem übrigen Frankreich kommt man aus Richtung Metz, Thionville über die französische {{RSIGN|FR|A|31}}. Man verlässt diese, trotz Beschilderung (frz. Treves für Trier), nicht an der Abfahrt Yutz, um die Route Nationale zu benutzen, sondern fährt auf der Autobahn weiter Richtung Luxembourg. Vor der Hauptstadt Luxembourg folgt man der Beschilderung Trier / Airport zur {{RSIGN|LU|A|1}}. Weiter wie oben. === Mit dem Schiff === Die Mosel ist schiffbar; Anlegemöglichkeiten für Sportboote sind vorhanden. [http://www.moselrundfahrten.de/ '''Personenschifffahrt Gebr. Kolb''']; Schifffahrtslinie Koblenz - Treis - Cochem - Traben-Trabach - Bernkastel - '''[[Trier]]''' === Auf dem Fahrrad === * '''[[Mosel-Radweg]]''' − Von den [[Vogesen]] über [[Metz]] nach [[Koblenz]] am [[Rhein]]. Auf dem Moselradweg verläuft auch die [[D-Route 5: Saar-Mosel-Main]]. * '''[[Kylltal-Radweg]]''' − Nach Norden in die [[Eifel]] * '''[[Ruwer-Hochwald-Radweg]]''' − Bahntrassenradweg, der von Trier-Ruwer nach [[Hermeskeil]] in den [[Hunsrück]] führt. Hier besteht Anschluss an den [[Hunsrück-Radweg]]. === Zu Fuß === Trier ist ein wichtiger Knotenpunkt deutscher [[Jakobsweg]]e. Hierher führen der Jakobsweg Köln–Trier, der Eifel-Camino (von Andernach), der [[Mosel-Camino]] (von Koblenz) und der Jakobsweg Fulda–Mainz–Trier (entspricht der mittelalterlichen Via Regia). Von hier aus führen sie vereinigt weiter über [[Perl]] nach [[Metz]] und letztenendes natürlich Richtung [[Santiago de Compostela]]. == Mobilität == Die '''Sehenswürdigkeiten''' kann man gut zu Fuß erlaufen. Die '''Stadtbusse''' werden von den [https://www.swt.de/ Stadtwerken Trier (SWT)] betrieben und sind Teil des [https://www.vrt-info.de/ Verkehrsverbunds Region Trier (VRT)]. Die Stadt Trier ist in vier Tarifzonen unterteilt: eine Innenstadtzone und drei Zonen, die in verschiedenen Richtungen die weiteren Stadtteile der Stadt abdecken. Während werktags (tagsüber) die Linien 1 bis 30 dezentral verkehren, wird der Fahrplan am Abend und am Wochenende auf einen Sternverkehr umgestellt, bei dem sich die Linien 81 bis 87 viertel- oder halbstündig am Hauptbahnhof treffen. Eine einfache Fahrkarte für eine Zone kostet 2,10 €, für das gesamte Stadtgebiet 2,90&#x202F;€ . Das TagesTicket Single kostet: 6,00 / 7,80 €, Gruppe: 11,30 / 13,00&#x202F;€ (Stand 2019). '''Es gibt vergünstigte Viererkarten mit 25% Rabatt.''' Die Tickets gelten auch in den innerstädtisch verkehrenden Zügen der Deutschen Bahn (Bahnhöfe Trier Hbf, Trier Süd, Ehrang, Ehrang-Ort, Pfalzel, Quint). Mit dem Römer-Express (eine Zugmaschine mit Anhängern in Form eines Zuges) kann man eine Stadtrundfahrt unternehmen, Abfahrt ist an der Porta Nigra. In der Fußgängerzone und in allen Bussen kann auf das kostenlose [https://www.swt.de/p/Eine_Stadt,_ein_WLAN_das_SWT_City_WLAN-5-6555.html SWT City WLAN] zugegriffen werden. Die '''Parkgebühren''' in den Parkhäusern der Trierer Stadtwerke betragen 1,70&#x202F;€ pro Stunde, die Zeiten werden dabei jeweils für angefangene halbe Stunden berechnet und gegebenenfalls um 5 Cent abgerundet [https://www.swt.de/swt/Integrale?SID=E79A79743324E9CA28C670F2A64410C9&ACTION=ViewPageView&MODULE=Frontend&PageView.PK=5&Document.PK=3087]. == Sehenswürdigkeiten == === Kirchen === [[Bild:Trier Konstantinbasilika BW 1.JPG|mini|Konstantinbasilika]] *{{vCard | type = church |wikidata= Q686773| name = Konstantinbasilika | address = Martin-Luther-Platz 1, 54290 Trier | hours = 10 - 18 Uhr (April - Oktober); im Winter nur stundenweise Dienstag bis Sonntag. | description = (UNESCO-Welterbe) − Die Basilika wurde als Audienzhalle im 4. Jahrhundert unter Kaiser Konstantin dem Großen erbaut. Im Mittelalter wurde sie als Teil der Erzbischöflichen Residenz genutzt. Seit Mitte des 19. Jhd. bis heute ist sie eine evangelische Kirche, die „Kirche zum Erlöser“. }} [[Bild:Trier Dom BW 24.JPG|mini|Dom (links) und Liebfrauenkirche (rechts)]] *{{vCard | type = cathedral | name = Dom | wikidata = Q5920 | address = Domfreihof 4b, 54290 Trier | url = https://www.dominformation.de | hours = 6:30 - 18 Uhr (Sommer) bzw. 17:30 Uhr (Winter) | image = Trier_Dom_BW_24.JPG | lastedit = 2016-07-22 | description = (UNESCO-Welterbe) − Der Dom zu Trier ist die Kathedralkirche der ältesten Diözese Deutschlands. Im Dom wird in der Heiltums- oder Heilig-Rock-Kapelle im Ostchor der '''Heilige Rock''' aufbewahrt: er gilt als das Kleidungsstück Jesu, das bei seiner Kreuzigung verlost wurde. Das Objekt ist selbst allerdings nicht sichtbar, sondern lediglich der sargähnliche Schrein in einer Glasvitrine, welcher in der mit Panzerglas und Gitter gesicherten Kapelle liegt, und es ist nicht absehbar, ob die Tunika jemals wieder gezeigt werden wird. Der Dom ist auch Grablege der Trierer Bischöfe. Der Dom ist teilweise rollstuhlgerecht (Automatik-Schiebetür). }} *{{vCard | name = Liebfrauenbasilika | type = church | wikidata = Q530208 | address = Liebfrauenstraße 2, 54290 Trier | image = Trier BW 2014-06-18 19-43-01.jpg | description = (UNESCO-Welterbe) − Die Liebfrauenkirche von Trier gilt zusammen mit der Elisabethkirche in Marburg als älteste gotische Kirche in Deutschland und als bedeutendster und frühester gotischer Zentralbau des Landes. Seit 1986 ist die Liebfrauenkirche Teil des UNESCO-Welterbes Römische Baudenkmäler, Dom und Liebfrauenkirche in Trier. }} *{{vCard | type = church | name = St. Gangolf | wikidata = Q467160 | hours = 8 - 18 Uhr | image = Trier BW 2014-05-19 08-30-44.jpg | lastedit = 2016-07-22 | description = Die spätgotische Kirche am Hauptmarkt, die fast vollständig von Häusern umbaut ist, geht auf einen Kirchenbau aus dem 10 Jhd. zurück und ist damit die zweitälteste Kirche Triers. Zugänglich ist sie nur durch ein schmales Barocktor an der Südseite des Hauptmarktes. }} *{{vCard | type = church | name = St. Paulin | hours = werktags 9 - 18 Uhr, sonntags 10 - 18 Uhr | image = Trier St. Paulin BW 2018-04-07 15-09-21.jpg | wikidata = Q572918 | lastedit = 2016-07-25 | description = Der Innenraum der spätbarocken Pfarrkirche wurde von 1734 bis 1757 von [[Balthasar Neumann]] gestaltet. }} *{{vCard | type = church | name = Benediktinerabtei St. Matthias | image = Trier_Sankt_Matthias_BW_1.JPG | wikidata = Q666976 | lastedit = | description = Dort wird die Reliquie des Apostels Matthias verehrt, der nach dem Selbstmord des Judas als 12. Apostel ausgewählt wurde. Sie ist Pfarrkirche und Abteikirche eines Benediktinerklosters. Die Kirche wird im wesentlichen auf das 18. Jahrhundert datiert. }} * {{vCard | name = Synagoge Trier | type = synagogue | address = Kaiserstraße 25, 54290 Trier | lat = 49.75074 | long = 6.63453 | lastedit = 2023-05-10 | description = }} === Burgen, Schlösser und Paläste === *{{vCard | type = castle | name = Kurfürstliches Palais |wikidata= Q316766| address = am Palastgarten | lastedit = | description = Das Kurfürstliche Palais in der Stadt Trier war vom 17. Jahrhundert bis 1794 Residenz der Trierer Kurfürsten, das heißt der Trierer Erzbischöfe. Der Renaissance- und Rokokobau war teilweise auf der Grundfläche der römischen Konstantinbasilika gebaut worden. Im 19. Jahrhundert wurde deswegen der Westflügel des Palais niedergelegt, um auf seinem Grund die Basilika wieder zu errichten. }} *{{vCard | type = castle | name = Schloss Monaise | address = im Stadtteil Zewen | lat = 49.717306 | long = 6.599694 | image = Trier Schloss Monaise BW 2011-09-02 11-12-10.jpg | wikidata = Q1354002 | lastedit = | description = Schloss Monaise (von französ. „mon aise“ „meine Muße“, „meine Leichtigkeit“) wurde 1779–1783 von François Ignace Mangin als Sommerresidenz für den Trierer Domdechanten und späteren Fürstbischof von Speyer, Philipp Franz Wilderich Nepomuk von Walderdorf erbaut. }} *{{vCard | type = castle | name = Quinter Schloss | address = im Stadtteil Ehrang/Quint | lat = 49.824306 | long = 6.707694 | wikidata = Q1342449 | lastedit = | description = Das Quinter Schloss ist ein barockes Schloss an der linken Seite der Mosel im Trierer Stadtteil Quint. Es wurde im 18. Jahrhundert von dem Eigentümer der Quinter Hütte errichtet und steht heute als Kulturdenkmal unter Denkmalschutz. Es ist nur von außen zu besichtigen. }} === Bauwerke === Trier ist reich an historischen Bauten aus der Römerzeit. Die Gebäude waren teilweise von der Bildfläche verschwunden und wurden in den letzten zwei Jahrhunderten aufgrund des größeren Interesse der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht. Die Bauwerke aus römischer Zeit sind Teil des [[Welterbe/Europa#Deutschland|UNESCO-Welterbes]]. [[Bild:Trier Porta Nigra BW 4.JPG|thumb|Porta Nigra]] * {{vCard | type = see | name = Porta Nigra | url = https://www.zentrum-der-antike.de/de/monumente/porta-nigra/ | lat = 49.759722 | long = 6.643889 | image = Trier BW 2014-05-19 08-19-34.jpg | wikidata = Q152339 | lastedit = | price = €6 | description = (UNESCO-Welterbe) − das bekannteste Stadttor aus der römischen Zeit. Das Tor ist das einzig erhaltene der fünf ehemals rund um die Stadt verteilten Stadttore aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. Durch das als Doppeltor angelegte Bauwerk ließ sich der Stadtzugang bestens kontrollieren. Die Porta Nigra erhielt im Mittelalter ihren Namen aufgrund des stark verfärbten ursprünglich helleren Sandsteines. Das Tor hat sich so gut erhalten, da es bis zum 19. Jahrhundert mit der St. Simeon-Kirche verbunden und damit vor Steinräubern geschützt war. Die Porta Nigra ist von innen begehbar. }} * {{vCard | type = see | name = Kaiserthermen | url = https://www.zentrum-der-antike.de/de/monumente/kaiserthermen/ | lat = 49.749694 | long = 6.642194 | hours = täglich von 9 − 16 Uhr, März u. Okt. bis 17 Uhr, April − Sept. bis 18 Uhr | price = 3,- €, Kinder bis 17 J.: 1,50&#x202F;€ | image = Trier Kaiserthermen BW 3.JPG | wikidata = Q697693 | description = (UNESCO-Welterbe) − Diese Thermen wurden als großes römisches Bad geplant, aufgrund der politischen Lage jedoch nie fertiggestellt und später als Kastell für die fränkische Garde des Kaisers Valentinian genutzt. Diese Therme ist besser erhalten als die Barbarathermen. So kann man die unterirdischen Gänge für die Beheizung das Bades sowie die Abwasserkanäle begehen. Am Wochenende finden abends Erlebnisführungen statt, die 11,50&#x202F;€ kosten. }} * {{vCard | type = see | name = Amphitheater | url = https://www.zentrum-der-antike.de/de/monumente/amphitheater/ | lat = 49.748111 | long = 6.648889 | image = Trier Amphitheater BW 2013-07-08 13-24-21.JPG | wikidata = Q474982 | lastedit = | description = (UNESCO-Welterbe) − Das Theater konnte bis zu 18.000 Zuschauer aufnehmen. Im Mittelalter verschwanden die Steine der Besuchertribünen, so dass man nur noch die Wälle besichtigen kann. Außerdem sind noch die Kellergänge begehbar. }} * {{vCard | name = Barbarathermen | url = https://www.zentrum-der-antike.de/de/monumente/barbarathermen/ | lat = 49.75 | long = 6.629722 | wikidata = Q807733 | hours=siehe Kaiserthermen | price = kostenlos | description = (UNESCO-Welterbe) − Die Barbarathermen waren die zweitgrößte Badeanstalt im antiken römischen Reich. Sie wurden nur von der Traian-Thermen in Rom übertroffen. Die Anlage war noch bis in das 17. Jahrhundert zu sehen. Danach wurden die Thermen Opfer militärischer Gewalt sowie von Steinräubern abgetragen und gerieten in Vergessenheit. Mittlerweile fanden umfangreiche Grabungsarbeiten statt, um die Überreste der Thermen wieder sichtbar zu machen. Dabei blieben allerdings 2/3 der Fläche verborgen. Über einen 2015 neu errichteten Besuchersteg kann die Anlage besichtigt werden, gleichzeitig wird die Geschichte der Anlage und die Ausgrabungsarbeiten anschaulich illustriert.}} * {{vCard | type = see | name = Römerbrücke | url = https://www.zentrum-der-antike.de/de/angebote-programm/tipps/ | lat = 49.751669 | long = 6.626111 | image = Trier Roemerbruecke BW 1.JPG | wikidata = Q284125 | lastedit = | price = kostenlos | description = (UNESCO-Welterbe) − älteste Brücke Deutschlands, erbaut ca. 17 vor Christus zunächst aus Holz, später durch eine Brücke mit Steinpfeilern ersetzt. Die heutige Brücke steht auf den originalen römischen Pfeilern einer zweiten steinernen Brücke aus dem 2. Jhd }} * {{vCard | type = see | name = Igeler Säule | url = https://www.zentrum-der-antike.de/de/monumente/igeler-saeule/ | lat = 49.709194 | long = 6.549389 | image = Igel BW 2011-09-03 16-41-58.JPG | wikidata = Q338834 | lastedit = | description = (UNESCO-Welterbe) − römische Grabsäule mit aufwändigen Reliefen, 23m hoch, im 3. Jhd. errichtet, außerhalb der Trierer Stadtgebiets in Igel gelegen (zwischen Trier-Zewen und Luxemburger Grenze). }} * {{vCard | type = see | name = Thermen am Viehmarkt | url = https://www.zentrum-der-antike.de/de/monumente/thermen-am-viehmarkt/ | lat = 49.752694 | long = 6.637694 | image = Trier BW 2012-04-06 16-24-40.jpg | wikidata = Q885314 | lastedit = | description = In den 1980er Jahren wurde in der Trierer Innenstadt eine Tiefgarage gebaut. Bei den Tiefbaumaßnahmen stieß man auf die Ruinen einer römischen Bäderanlage. Über den Ruinen wurde das Thermenmuseum nach Plänen des Architekten Oswald Mathias Ungers (sogenannter Ungers-Kubus) errichtet. }} * {{vCard | type = see | name = Frankenturm | lat = 49.756889 | long = 6.639389 | image = Trier Frankenturm BW 1.JPG | wikidata = Q1444788 | lastedit = | description = Ein mittelalterlicher Wohnturm aus dem 11. Jahrhundert. Heute wird der Turm als Veranstaltungsort genutzt. }} * {{vCard | type = see | name = Alter Krahnen | lat = 49.756306 | long = 6.629111 | image = Trier Alter Krahnen BW 1.JPG | wikidata = Q438053 | lastedit = | description = mittelalterlicher Moselkran zum Beladen von Schiffen nahe der Römerbrücke, betrieben durch ein Tretrad. }} * {{vCard | type = see | name = Dreikönigenhaus | lat = 49.758111 | long = 6.642806 | image = Trier Dreikönigenhaus BW 1.JPG | wikidata = Q1257914 | lastedit = | description = mittelalterliches Wohnhaus }} * {{vCard | type = museum | name = Karl-Marx-Haus | lat = 49.753889 | long = 6.635561 | image = Trier BW 2014-06-21 11-11-49.jpg | wikidata = Q463748 | lastedit = | price = €5 | description = Geburtshaus des deutschen Ökonomen, Philosophen, Autors und Revolutionärs Karl Marx, heute ein Museum. }} Die meisten Bauten werden von den "Staatlichen Burgen und Schlössern" betrieben. Der Eintritt kostet je 3,- € pro Person. Die AntikenCard Basic zu 9&#x202F;€ ermöglicht den Besuch des Rheinische Landesmuseum Trier sowie zwei Trierer Römerbauten. Die AntikenCard Premium beinhaltet den Eintritt in zwei weiteren Römerbauten sowie die römische Villa Otrang und die Klause Kastel. Beide Karten sind 1 Jahr gültig, Kinder unter 18 Jahre können kostenlos mitgenommen werden. Montags sind die Einrichtungen der "Staatlichen Schlösser" geschlossen. <!--Architektonisches Kleinod findet sich jedoch auch abseits der monumentalen römischen und mittelalterlichen Bauten. Die Serie "Kennen Sie Trier?" des Lokalnachrichtenportals 16vor.de beschreibt sehr fundiert solche, nicht nur für Architekturliebhaber faszinierenden Gebäude, beispielsweise das eiserne Haus oder die Pyramidenkirche--> === Denkmäler === [[Datei:Trier Marktkreuz BW.jpg|miniatur|hochkant|Marktkreuz auf dem Hauptmarkt]] *{{vCard | type = fountain | name = Petrusbrunnen | wikidata = Q96347629 | lat = 49.756569 | long = 6.6413 | image = Trier Hauptmarkt Brunnen BW 1.JPG | lastedit = | description = Brunnen mit Petrusstatue auf dem Hauptmarkt (1595). Der Heilige Petrus ist Schutzpatron sowohl des Doms als auch der Stadt. }} *{{vCard | type = memorial | name = Marktkreuz | wikidata = Q110768029 | lat = 49.756767 | long = 6.641275 | image = Trier Marktkreuz BW.jpg | lastedit = | description = Säule mit Kreuz auf dem Hauptmarkt aus dem 10. Jhd. }} *{{vCard | type = memorial | name = Balduinbrunnen | lat = 49.757572 | long = 6.64965 | image = Trier_Balduinbrunnen_BW_2015-06-17_07-06-29.jpg | wikidata = Q16054543 | lastedit = | description = Brunnen zwischen Hauptbahnhof und Porta Nigra, im 19. Jhd. zu Ehren des Trier Bischofs und Kurfürst Balduin von Luxemburg (1307-54) errichtet. }} *{{vCard | type = memorial | name = Mariensäule | lat = 49.759722 | long = 6.619722 | wikidata = Q464654 | lastedit = | description = Weit sichtbare, 40&#x202F;m hohe Säule auf dem Markusberg aus dem 19. Jhd. }} * {{vCard | type = monument | name = Karl-Marx-Statue | alt = Karl-Marx-Denkmal | url = https://www.trier.de/kultur-freizeit/karl-marx/karl-marx-statue/ | address = Simeonstiftplatz | directions = Die Statue steht nahe bei der Porta Nigra auf der Rückseite des Stadtmuseums in Sichtweite des Wohnhauses der Familie Marx in der Simeonstraße. Am einfachsten aufzufinden ist die Statue, wenn man hinter einer beliebigen Gruppe chinesischer Touristen herläuft. | hours = Frei stehende Statue, rund um die Uhr zugänglich. | wikidata = Q52696123 | lastedit = | description = Die Statue wurde am 5. Mai 2018 zum 200. Geburtstag von Karl Marx in seiner Geburtsstadt enthüllt. Das Werk des chinesischen Bildhauers Wu Weishan ist ein Geschenk der Volksrepublik China an die Stadt Trier. }} === Museen === * {{vCard | type = museum | wikidata= Q885326 | lastedit = 2016-07-22 | name = Rheinisches Landesmuseum | address = Weimarer Allee 1 | url = https://www.landesmuseum-trier.de | lat = 49.75112 | long = 6.64374 | image = Trier Landesmuseum BW 1.jpg | phone = +49 (0)651 9774 0 | fax = +49 (0)651 9774-222 | email = landesmuseum-trier@gdke.rlp.de | hours = Öffnungszeiten: Di-So von 10 - 17 Uhr | price = Erwachsene: 8€, ermäßigt: 6€, Kinder 6-18 J.: 4€, Familien: 8/16 €. incl. Audio-Guide | description = Das Rheinische Landesmuseum Trier ist eines der bedeutendsten archäologischen Museen in Deutschland. Seine Sammlung erstreckt sich von der Vorgeschichte über die römische Zeit, das Mittelalter bis zum Barock. Vor allem aber die römische Vergangenheit der ältesten Stadt Deutschlands (Augusta Treverorum) wird im Landesmuseum Trier anhand von archäologischen Funden dargestellt. }} * {{vCard | type = museum | name = Stadtmuseum Simeonstift Trier | url = https://www.museum-trier.de/ | lat = 49.759694 | long = 6.643306 | wikidata = Q2327696 | lastedit = | description = Das Stadtmuseum Simeonstift Trier, früher „Städtisches Museum Trier“, befindet sich in den Gebäuden des ehemaligen Simeonstifts um den Brunnenhof direkt neben der Porta Nigra. Die Dauerausstellung zeigt Kunst- und Kulturschätze von der frühen Neuzeit bis ins 20. Jahrhundert. }} * {{vCard | type = museum | name = Spielzeugmuseum Trier | url = http://www.spielzeugmuseum-trier.de | lat = 49.756914 | long = 6.640644 | wikidata = Q15848160 | lastedit = | description = Das Spielzeugmuseum beherbergt mehr als 5000 Exponate, verteilt auf 500 m² und zwei Etagen. Es können unter anderem altes Blechspielzeug, Modelleisenbahnen, Puppenstuben, Kaufläden, Teddys, Dampfmaschinen und Schaukelpferde besichtigt werden. }} * {{vCard | type = museum | name = Museum am Dom Trier | alt = bis 2010 Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum | url = https://www.bistum-trier.de/museum | address = Bischof-Stein-Platz 1 | lat = 49.756611 | long = 6.644889 | directions = Hinter dem Dom | wikidata = Q1954513 | lastedit = | description = Das Museum am Dom Trier ist ein Museum des Bistums Trier, das die Aufgabe hat, die Kultur- und Frömmigkeitsgeschichte des Bistums Trier zu erforschen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. }} * {{vCard | type = museum | name = Domschatzkammer | wikidata = Q42306237 | url = https://www.dominformation.de | lat = 49.756111 | long = 6.643056 | directions = Zugang im Dom | lastedit = | description = }} * {{vCard | type = open air_museum | name = Volkskunde- und Freilichtmuseum Roscheider Hof | url = https://www.roscheiderhof.de | address = Roscheiderhof 1; D-54329 Konz | lat = 49.704722 | long = 6.597222 | wikidata = Q315313 | lastedit = | description = Das Volkskunde- und Freilichtmuseum Roscheider Hof ist ein 1976 gegründetes Freilichtmuseum in Konz (Landkreis Trier-Saarburg, Rheinland-Pfalz). Das Museum befindet sich auf einer Anhöhe über dem Moseltal im Stadtteil Konz-Roscheid an der Gemarkungsgrenze zu Trier. Seine Aufgabe ist die Darstellung der Volkskultur der Region um Mosel und Saar, wozu Eifel, Hunsrück und das Saarland ebenso gehören wie Teile Luxemburgs und Lothringens. Es zählt mit 4000 Quadratmetern Ausstellungsfläche und 22 Hektar Freigelände zu den größten deutschen Volkskundemuseen. Von überregionaler Bedeutung sind die Ausstellungen Eine kleine Welt in Zinn, Spielzeug aus aller Welt und Takenplatten. }} === Straßen und Plätze === * {{vCard | type = square | name = Hauptmarkt | lat = 49.756694 | long = 6.641111 | wikidata = Q897212 | lastedit = | description = mit Steipe (Fest- und Empfangsgebäude der Bürgerschaft), Rotem Haus, St. Gangolf, Marktkreuz, Petrusbrunnen und der naheliegenden Judengasse. }} * {{vCard | type = square | name = Domfreihof | lat = 49.756597 | long = 6.642593 | image = Trier BW 2013-04-14 15-59-54.JPG | wikidata = Q18286695 | lastedit = | description = mit Dom, Liebfrauen Basilika, Palais Walderdorff, Dompropstei }} * {{vCard | type = square | name = Kornmarkt | lat = 49.755144 | long = 6.638519 | image = Trier Kornmarkt BW 2.JPG | wikidata = Q1464876 | lastedit = | description = mit ehem. Oberpostdirektion, Kasino und Georgsbrunnen }} * {{vCard | type = square | name = Viehmarktplatz | lat = 49.752881 | long = 6.637039 | image = Trier Thermenmuseum BW 1.JPG | wikidata = Q16295258 | lastedit = | description = mit Thermenmuseum, St. Antonius Kirche und Europahalle }} * {{vCard | type = road | name = Judengasse | lat = 49.757306 | long = 6.641389 | image = Trier Judengasse und Judenpforte.jpg | wikidata = Q897225 | lastedit = | description = }} alle mit unterschiedlicher Gastronomie. === Parks === * {{vCard | type = park | name = Palastgarten | lat = 49.752414 | long = 6.643214 | image = Trier_Kurfuerstliches_Palais_BW_2.JPG | lastedit = | description = Zwischen kurfürstlichem Palais und Kaiserthermen gelegen. Der an das kurfürstliche Palais angrenzende Teil ist mit Statuen, Blumenrabatten und Hecken aufwändig angelegt. Die große Rasenfläche, die sich im an den Kaiserthemen gelegenen Teil befindet, lädt im Sommer zum Grillen und Spiel ein. }} * {{vCard | type = park | name = Nells Park | lat = 49.77 | long = 6.669722 | image = Trier_Nells_Park_BW_2013-07-11_15-31-37.jpg | wikidata = Q1975497 | lastedit = | description = Nördlich der Innenstadt am Verteilerkreis. An eine große Teichanlage grenzen Rasenflächen, ein Rosengarten und ein Spielplatz an. Die alten Bäume des Parks rahmen die Anlage ein. Das am Rande des Parks gelegene klassizistische Herrenhaus beheimatet heute das [http://www.nellsparkhotel.com/ Nells Park Hotel], wo viele Hochzeiten gefeiert werden. }} *{{vCard | type = park | name = Petrispark | url = https://www.petrispark.de | lat = 49.750614 | long = 6.673603 | image = Trier BW 2012-08-05 17-36-51.jpg | lastedit = | description = Auf dem Petrisberg gelegen ist als dauerhafte Park- und Freizeitanlage aus dem Gelände der Landesgartenschau 2004 hervorgegangen. Vom Aussichtsturm Turm Luxemburg und anderen Stellen, insbesondere dem beliebten Aussichtspunkt oberhalb des Amphitheaters, bietet sich ein schöner Blick auf Trier und die nahe Umgebung. Mit einer begehbare geologische Karte, dem Wasserband, einem Wasserturm und verschiedenen Gärten bietet der Petrispark abwechslungsreiche Sehenswürdigkeiten. Die Freizeitanlage besteht aus einem großen Abenteuerspielplatz, einem Fußballplatz, Beachvolleyballfeldern und einem Skaterpark. }} === Verschiedenes === == Aktivitäten == === Wandern === Das hügelige, bewaldete Umland von Trier ist ideal zum Wandern geeignet. Nördlich der Mosel beginnt die [[Eifel]] mit den zahlreichen Wanderwegen des Eifelvereins. Insbesondere hervorzuheben ist der [https://www.eifelsteig.de Eifelsteig], der in [[Aachen]] startet und in Trier endet. Nördlich der Mosel grenzt der [[Hunsrück]] an, der ebenso viele Möglichkeiten zum Wandern bietet. Hier verbindet der [https://www.saar-hunsrueck-steig.de/ Saar-Hunsrück-Steig] Trier mit [[Mettlach]] und [[Idar-Oberstein]]. Nicht zuletzt ist das [[Moseltal]] selbst ideal geeignet für Wanderungen entlang des Flusses, sei es auf dem Moselradweg am Ufer oder über den Moselhöhenweg entlang der Steilhänge. [[Bild:Butzerbachtal.JPG|thumb|200px|Butzerbachtal]] Auch im Stadtgebiet bieten sich vielfältige Möglichkeiten für Spaziergänge und Wandertouren. * Direkt am '''Moselufer''' führen im Stadtgebiet auf den beiden Seiten des Flusses Fuß- und Radwege (Ausnahme: zwischen Trier-Nord und Trier-Ruwer). Besonders schöne Strecken sind das Zurlaubener Ufer (an der Kaiser-Wilhelm-Brücke flussabwärts) oder das gegenüberliegende Ufer unterhalb der Sandsteinfelsen von Trier-Pallien bis Trier-Pfalzel. Auch zu empfehlen ist das Stück von der Moselstaustufe Trier moselaufwärts in Richtung [[Igel]] vorbei am Yachthafen und dem Schloss Monaise. Nachteilig an den Uferwegen sind die beengten Verhältnisse, sodass sich meist Radfahrer und Fußgänger einen Weg teilen müssen. * Der '''Weisshauswald''', der Stadtwald Triers, ist mit seinem Wildgehege ein beliebtes Ausflugsziel am Wochenende. Ein Spielplatz, ein Waldlehrpfad und ein [http://www.hochseilgarten-trier.de/ Hochseilgarten] bieten ein umfangreiches Freizeitangebot. Das Weisshaus (derzeit geschlossen), der Namensgeber des Waldes, thront gut sichtbar auf den Sandsteinfelsen. Von dort kann man entlang der Felsen bis Trier-Biewer wandern und an zahlreichen Stellen eine schöne Aussicht auf Trier und die Mosel genießen. Für den Rückweg bietet sich der Weg durch das sogenannte falsche Biewertal an, das entlang der Rückseite der Felsen verläuft. * Oberhalb des Amphitheaters beginnt ein '''Weinlehrpfad''' (in der zweiten Serpentine der Sickingenstraße), der durch die Olewiger Weinberge am Petrisberg führt und im Trierer Weinort Olewig endet. * Das '''Butzerbachtal''' zwischen Trier-[[Ehrang]] und Kordel ist ein idyllisches Bachtal mit zahlreichen Wasserfällen. Über kleine Brücken kreuzt man den kleinen Bach an zahlreichen Stellen. In der Nähe befinden sich weitere Sehenswürdigkeiten wie ein römisches Kupferbergwerk, die Klausen- und die Genovevahöhle sowie eine römische Langmauer. Startpunkt für eine Wanderung ist die [https://www.burg-ramstein.de/ Burg Ramstein], die man entweder mit dem Auto aus Richtung Kordel erreichen kann oder mit dem Fahrrad über den [[Kylltal-Radweg|Kylltal-Radweg]] aus Richtung Trier-Ehrang oder Kordel. === Mit dem Fahrrad === Trier ist ein Knotenpunkt einiger '''Radfernwege''': Trier liegt am [[Mosel-Radweg|Mosel-Radweg]] und ist Endpunkt des [[Kylltal-Radweg|Kylltal-Radweges]] sowie des [[Ruwer-Hochwald-Radweg|Ruwer-Hochwald-Radwegs]] (Stadtteil Ruwer). In unmittelbare Umgebung befindet sich auch der [[Saar-Radweg|Saar-Radweg]] (ab der Saarmündung in [[Konz]]) und der [[Sauer-Radweg|Sauer-Radweg]] (ab der Sauermündung in [[Wasserbillig]]). Jährlich finden in der Nähe unter dem Motto [http://www.saarpedal.de/ „Saarpedal“] autofreie Tage an der [[Saar]] ab [[Konz]] statt. Die '''Innenstadt''' selbst ist nicht sonderlich fahrradfreundlich gestaltet, was in den kommenden Jahren aber verbessert werden soll. Besondere Angebote für Fahrradfahrer sind der Fahrradverleih im Hauptbahnhof und das [http://www.trier-info.de/parken-in-trier-fahrrad Fahrradparkhaus] an der Porta Nigra. === Wallfahrten === * Die "Matthias-Wallfahrt" führt traditionell von [[Aachen]] nach Trier als mehrtägige Fuß-Wallfahrt. * Der "Heilige Rock" wird nur selten sichtbar präsentiert. Dennoch wird der Aufbewahrungsort der Reliquie auch außerhalb der Heilig-Rock-Wallfahrten aufgesucht. * [[Mosel-Camino|Mosel-Camino]] == Einkaufen == Die Fußgängerzonen der Trierer '''Innenstadt''' bieten vielfältige Einkaufsmöglichkeiten. Insbesondere entlang der Simeonstraße, der Brotstraße und Fleischstraße finden sich die Filialen vieler Kaufhäuser, Modeketten, Buchhandlungen und Juweliere. Mit der '''[http://www.triergalerie.de/ Trier Galerie]''' in der Fleischstraße hat Trier ein großes Einkaufszentrum direkt im Stadtzentrum. Am Hauptbahnhof befindet mit dem '''Alleencenter''' ein weiteres, etwas kleineres Einkaufszentrum. Etwas beschaulicher als in den Kaufhäusern und Einkaufszentren geht es in den kleinen, eher unkonventionellen Läden der '''Neustraße''' zu. Großer Vorteil beim Einkaufen in der Trierer Innenstadt ist ein breites Angebot bei kurzen Wegen in einem historischen Ambiente. Gute Einkaufsgegenden außerhalb des Alleenrings, der die Innenstadt umschließt, sind die '''Paulinstraße''' im Norden und die '''Saarstraße''' im Süden, die von zahlreichen, meist kleineren Läden gesäumt sind. Große Einkaufsmärkte, die am besten mit dem Auto anzufahren sind, befinden sich unter anderem am Verteilerkreis und im Industriegebiet zwischen Trier-Euren und Trier-Zewen. In Trier findet man für eine Großstadt verhältnismäßig wenige '''Tankstellen'''. Der Grund dafür ist ein reger Tanktourismus ins benachbarte [[Luxemburg]], wo die Kraftstoffpreise ca. 20 Cent unter dem deutschen Durchschnittspreis liegen. Für einen solchen Ausflug empfiehlt sich das 20&#x202F;km entfernte [[Wasserbillig]], das direkt hinter der Luxemburger Grenze liegt. Neben Benzin sind dort vor allem Kaffee und Zigaretten deutlich günstiger. Es gibt viele Souvenirgeschäfte. Ein geschmackvolles Sortiment hat der Klosterladen bei der Matthiaskirche; er ist auch sonntags ab 11 Uhr geöffnet (evtl. Ende des Gottesdienstes abwarten!). Auch die "Dominformation" direkt gegenüber dem Eingang der Liebfrauenkirche und die Touristinformation neben der Porta Nigra bieten ein sehr ansprechendes Angebot. == Küche == Ein charakteristisches Gericht ist ''Kappes Teerditsch'' (auch ''Kappes Teerdisch''), eine Mischung aus Kartoffelpüree und Sauerkraut, dazu wird z. B. Blut- und Leberwurst gegessen; außerdem ''Himmel und Erde'' (''Himmel und Ärd''), ein ähnliches Gericht mit Kartoffeln, Apfelpüree und Blutwurst. Man bekommt diese Gerichte in der Kartoffelkiste, im Weinhaus oder im Früh bis spät. Als Getränk ist ''Viez'' beliebt, also Apfel- oder Birnwein; er wird aus einem charakteristischen Steingutglas, dem ''Viez-Porz'', mit einem Füllvolumen von 0,3 l bis einem halben Liter und einem Henkel getrunken. Ein beliebter Treffpunkt ist der Weinstand auf dem Hauptmakt, das Glas kostet ca. €4. Es gibt eine große Auswahl an Restaurants und Imbissen. === Günstig === * {{vCard |name=Astarix | type = restaurant |address=Karl Marx Str.11, 54290 Trier |url=https://www.astarix-trier.de/ |directions=im Südwesten der Innenstadt in der Nähe vom Theater und Rathaus |phone=+49 0651 72239 |lat=49.75277 |long=6.63461 |hours=Mo – Do ab 11.30 Uhr, Küche bis 23.00 Uhr, Fr + Sa ab 11.30 Uhr, Küche bis 23.30 Uhr, So ab 13.00 Uhr, Küche bis 23.00 Uhr |description=Günstiges und schmackhaftes Essen (Pizza und Salate etc.)}} * {{vCard | name = Romikulum | type = restaurant | url = https://romikulum.com/ | address = Metternichstraße 33 | directions = In der Nähe des Nells Park | lat = 49.7684 | long = 6.6711 | phone = +49 (0)651 14567700 | email = info@romikulum.com | hours = Di. - Fr.: 11:30 - 14:00 Uhr // 17:00 - 22:00 Uhr; Sa., So. & Feiertags: 11:30 - 22:00 Uhr | lastedit = 2022-06-15 | description = Abseits der Touristenströme mit großem Außenbereich. Hauptsächlich von Einheimischen besucht. Überwiegend italienische Küche. }} === Mittel === === Gehoben === Überregionale Bekanntheit hat das vom Gault Millau und Guide Michelin gelobte Restaurant [https://www.beckers-trier.de/ Beckers] im Stadtteil Olewig. == Nachtleben == === Günstig === * {{vCard |type=cinema |name=Broadway |url=https://www.broadway-trier.de/ |address=Paulinstraße 18 |lat=49.76113 |long=6.64610 |description=Programmkino. Ermäßigte Preise am Donnerstag (Kinotag).}} === Mittel === * {{vCard |type=arts center |name=Tufa |wikidata=Q1583731 |url=http://www.tufa-trier.de/ |address=Wechselstraße 4 |lat=49.75120 |long=6.63989 |description=Kultur- und Kommunikationszentrum mit regelmäigen Theaterveranstaltungen, Lesungen und Konzerten. }} * {{vCard |type=cinema |name=Cinemaxx Trier |url=http://www.cinemaxx.de/?SwitchCinemaId=76 |address=Moselstraße 17 |lat=49.75891 |long=6.64115 |description=Kino der bekannten Kinokette. }} === Gehoben === * {{vCard |name=Theater Trier |wikidata=Q2415967 |url=https://www.theater-trier.de/ |address=Am Augustinerhof |description=klassisches städtisches Schauspielhaus.}} * {{vCard |name=Arena Trier |wikidata=Q641507 | type = event venue |url=https://www.arena-trier.de/ |address=Fort-Worth-Platz 1 |description=Sport- und Veranstaltungshalle mit regelmäßigen Konzerten, Musicals und Shows.}} == Unterkunft == Gelegentlich ist Trier ausgebucht. In diesem Fall ist es erwägenswert, in die Nachbarorte [[Konz]] oder [[Schweich]] auszuweichen. Es besteht Bahnverbindung. Deren Touristenservices verfügen auch über Onlineabfrage bei Unterkünften (Trier dagegen nicht). Die Gemeinde erhebt eine '''Bettensteuer''' von 3,5{{nnbsp}}% auf den Bruttoübernachtungspreis. Befreiungen sind nicht vorgesehen. {{Stand|2026|01}} === Camping/Wohnmobile === * {{vCard | name = Wohnmobilstellplatz Weingut Georg Fritz von Nell | type = caravan site | url = https://www.vonnell.de/weinstube/ | address = Im Tiergarten 12, 54295 Trier | directions = Am Stadtrand, mit dem Fahrrad ca. 3&#x202F;km bis zur Stadtmitte | lat = 49.7383115 | long = 6.6596206 | phone = +49 651 32397 | price = EUR 13,00/Nacht | image = Wohnmobilstellplatz Weingut Georg Fritz von Nell, Trier-0582.jpg | lastedit = 2021-08-25 | description = Sehr ruhig gelegener Wohnmobilstellplatz am Hang von Weinbergen in direkter Nähe zum Weingut. Preis inklusive Beherbergungssteuer der Stadt Trier, Strom, Wasser. Brötchenservice. Ca. 15 Stellplätze. }} === Günstig === * {{vCard | type= hostel | name= Kolpinghaus Warsberger Hof | url= https://www.kolpinghaus-warsberger-hof.de | address= Dietrichstr. 42 | directions= in einer ruhigen Seitenstraße nahe des Hauptmarkts | lat=49.75755 | long=6.63930 | email= | checkin= | checkout= | price= }} * {{vCard | type= hotel, restaurant | name= Hotel Restaurant Pieper | url= http://www.hotel-pieper-trier.de/ | address= Thebäerstraße 39 | directions= in einer ruhigen Seitenstraße am Rande der Innenstadt | phone= | lat=49.76102 | long=6.65033 | checkin= | checkout= | price= |description = }} * {{vCard | type= hotel | name= Hotel Constantin | url= http://www.hotel-constantin.de/ | address=St.-Barbara-Ufer 1 | directions= an einem Verkehrsknotenpunkt am Moselufer, zu Fuß zur Innenstadt ca. 15 min | phone= | lat=49.75153 | long=6.62854 | checkin= | checkout= | price= }} * {{vCard | type= hotel | name= Hotel Deutschherrenhof | url= https://www.hotel-deutschherrenhof-trier.de | address= Deutschherrenstraße 32 | directions= günstige Lage aber keine schöne Umgebung | phone= | lat=49.76024 | long=6.63754 | checkin= | checkout= | price= }} * {{vCard | type= hostel | name= Jugendherberge | url= https://www.diejugendherbergen.de/die-jugendherbergen-auf-einen-blick/trier/portrait | address= An der Jugendherberge 4 | directions= am Moselufer, zu Fuß zur Innenstadt ca. 15 min | phone= | lat=49.76807 | long=6.64067 | checkin= | checkout= | price= }} === Mittel === * {{vCard | type= hotel | name= Altstadt Hotel | url= http://www.friedrich-hotels.de/roemischer-kaiser/?page_id=717 | address= Rindertanzstraße 1 | directions= zentrale Lage, direkt an der Porta Nigra | phone= | lat=49.75885 | long=6.64484 | checkin= | checkout= | price= }} * {{vCard | type= hotel | name= Hotel Römischer Kaiser | url= http://www.friedrich-hotels.de/roemischer-kaiser/ | address= Porta-Nigra-Platz 6 | directions= zentrale Lage, direkt an der Porta Nigra | phone= | lat=49.75926 | long=6.64484 | checkin= | checkout= | price= }} * {{vCard | type= hotel | name= Nells Park Hotel | url= https://www.nellsparkhotel.de/ | address= Dasbachstraße 12 | directions= im Nells Park am Verteilerkreis, abseits der Innenstadt | phone= | lat=49.77076 | long=6.66958 | checkin= | checkout= | price= |description = Wird gerne für Hochzeiten genutzt.}} * {{vCard | type= hotel | name= Hotel Casa Chiara | url= http://www.casa-chiara.de/ | address= Engelstraße 8 | directions= in einer ruhigen Seitenstraße am Rande der Innenstadt | phone= | lat=49.76098 | long=6.64359 | checkin= | checkout= | price= }} * {{vCard | type= hotel | name= Hotel Deutscher Hof | url= https://www.hotel-deutscher-hof.de/ | address= Südallee 25 | directions= am Alleenring am Rande der Innenstadt | phone= | lat=49.74975 | long=6.63619 | checkin= | checkout= | price= }} * {{vCard | type= hotel | name= Berghotel Kockelsberg | url= http://www.kockelsberg.de/ | address= Kockelsberg 1 | directions= abgelegene aber wunderschöne Lage mit Blick auf die Stadt | phone= | lat=49.77563 | long=6.62666 | checkin= | checkout= | price= }} * {{vCard | type= hotel | name= Hotel Petrisberg | url= https://www.hotel-petrisberg.de/ | address= Sickingenstraße 11 | directions= schöne Aussicht über Trier, zu Fuß zur Innenstadt ca. 30 min | phone= | lat=49.75097 | long=6.65545 | checkin= | checkout= | price= }} * {{vCard | type= hotel | name= Vienna House Easy Trier | url= https://www.viennahouse.com/index.php?id=935&L=1 | address= Metzer Allee 6 | directions= zu Fuß zur Innenstadt ca. 20 min | phone= | lat=49.74473 | long=6.64480 | checkin= | checkout= | price= }} * {{vCard | type= hotel | name= Blesius Garten | url= https://www.blesius-garten.de/ | address= Olewiger Straße 135 | directions= im Stadtteil Olewig abseits der Innenstadt | phone= | lat=49.74340 | long=6.65993 | checkin= | checkout= | price= |description = Sehr beliebt, eigene Brauerei, Weinlokale in der Nähe.}} * {{vCard | type= hotel | name= Hotel Klosterschenke | url= https://www.hotel-klosterschenke.de/ | address= Klosterstraße 10 | directions= im Stadtteil Pfalzel abseits der Innenstadt | phone= | lat=49.78055 | long=6.69550 | checkin= | checkout= | price= |description = Ein altes Kloster am Moselufer.}} * {{vCard | type= hotel | name= Hotel Frankenturm | url= http://pizzeria-frankenturm.de/?page_id=69 | address= Dietrichstraße 3 | directions= sehr zentral in der Innenstadt gelegen | phone= 0049 651 978 240 | lat=49.75698 | long=6.63994 | checkin= | checkout= | price= }} * {{vCard | name = ibis Styles Trier | type = hotel | url = https://all.accor.com/hotel/9752/index.de.shtml?dateIn=&nights=&compositions=1&stayplus=false&snu=false#origin=mercure | address = Metzelstrasse 12 | directions = Zentral gelegen | lat = 49.75540 | long = 6.63756 | phone = +49 (0)651 994920 | fax = +49 (0)651 99492100 | email = smile@ibisstyles-trier.com | checkin = ab 15h00 | checkout = bis 12h00 | lastedit = 2022-06-15 | description = }} === Gehoben === * {{vCard | name = Park Plaza | type = hotel | wikidata = Q111388398 | url = http://www.parkplaza-trier.de/ | address = Nikolaus-Koch-Platz 1, 54290 Trier | directions = zentrale Lage | phone = +49 (0)651 99930 | fax = +49 (0)651 9993555 | email = info@parkplaza-trier.de }} * {{vCard | name = Mercure Hotel Trier Porta Nigra | type = hotel | url = https://all.accor.com/hotel/5356/index.de.shtml?dateIn=&nights=&compositions=1&stayplus=false&snu=false#origin=mercure | address = Porta-Nigra-Platz 1 | directions = zentrale Lage, direkt gegenüber der Porta Nigra | lat = 49.76016 | long = 6.64460 | phone = +49 (0)651 27010 | fax = +49 (0)651 2701170 | email = h5356@accor.com | description = }} * {{vCard | name = Hotel Eurener Hof | type = hotel | wikidata = Q111390287 | address = Eurener Straße 171, 54294 Trier | directions = im Stadtteil Euren abseits der Innenstadt | phone = +49 (0)651 8240-0 | checkin = 16:00 | checkout = 11:00 }} == Sicherheit == * {{vCard|type=police |name=Polizeiinspektion Trier |address=Kürenzer Str. 3, 54290 Trier |phone=+49 0651 97795210 |email=|fax=|url=|hours=|price= |lat=49.75879 |long=6.65290 |lastedit=|description=}} * {{vCard|type=police |name=Polizeipräsidium Trier |address=Salvianstraße 9, 54290 Trier |phone=+49 0651 97790 |email=|fax=|url=|hours=|price= |lat=49.75703 |long=6.63470 |lastedit=2022-01-11 |description=}} == Lernen == Trier besitzt eine Universität sowie die größte Hochschule in [[Rheinland-Pfalz]]. * {{vCard|type=university |name=Universität Trier |address=Universitätsring 15, 54296 Trier |phone=+49 0651 2010 |email=|fax=|url=https://www.uni-trier.de |hours=|price=|lat=49.74607 |long=6.68719 |lastedit=|description=}} * {{vCard|type=school |name=Hochschule |address=|phone=|email=|fax=|url=https://www.hochschule-trier.de |hours=|price=|lat=|long=|lastedit=2022-01-11 |description=}} == Gesundheit == === Krankenhäuser === * {{vCard|type=hospital |name=Krankenhaus der Barmherzigen Brüder |address=Nordallee 1, 54292 Trier |phone=+49 0651 208-0 |email=info@bk-trier.de |fax= |url=https://www.bk-trier.de/bkt/index.php |hours=|price=|lat=49.76264 |long=6.63925 |lastedit=|description=}} * {{vCard | name = Klinikum Mutterhaus Mitte | alt = Mutterhaus der Borromäerinnen | type = hospital | wikidata = Q991759 | description = }} == Praktische Hinweise == === Tourist-Information === * {{vCard | name = Trier Tourismus und Marketing GmbH | type = tourist information | url = https://www.trier-info.de/kontakt/kontakt-oeffnungszeiten | address = Simeonstraße 60, 54290 Trier | lat = 49.75979 | long = 6.64356 | phone = +49 0651 97808-0 | fax = +49 0651 97808-88 | email = info@trier-info.de | directions = direkt an der Porta Nigra | hours = Jan-Mär: Mo-Sa 10:00-17:00; Apr-Dez: Mo-Sa 09:30-18:00, So und Feiertage 10:00-17:00 }} === Stadtführungen === * [https://www.erlebnisfuehrungen.de Erlebnisstadtführungen zum römischen Trier] === Lokalpresse === * {{vCard|type=newspaper |name=Trierischer Volksfreund |address=|phone=|email=|fax=|url=https://www.volksfreund.de |hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=Tageszeitung und Nachrichtenportal.}} * {{vCard|type=newspaper |name=lokalo.de |address=|phone=|email=|fax=|url=https://www.lokalo.de |hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=Nachrichten aus der Region.}} == Ausflüge == * '''Städte''': [[Luxemburg]], [[Bernkastel-Kues]], [[Cochem]], [[Saarbrücken]], [[Metz]] * '''Natur''': [[Moseltal]], [[Eifel]], [[Hunsrück]] == Literatur == * {{Buch |Autor=Michael Moll |Titel=Trier - Erlebniswanderungen rund um die Stadt |Datum=2013 |Verlag=Droste Verlag |ISBN=978-3-7700-1472-9}} * Freck langsam (2010): in Trier und im Trierer Platt gedrehte Actionkomödie == Weblinks == * http://www.trier-info.de - offizielle Touristeninformation der Stadt * {{Offizielle Webseite}} * https://www.zentrum-der-antike.de offizielle Internetseite des römischen Trier * https://www.youtube.com/watch?v=-J87FFCocbc Touristisches Video auf Youtube * https://www.dw.com/de/trier-von-oben/av-44042895 Video „Trier von oben“ bei der Deutschen Welle {{class-3}}{{Unesco|Kontinent = Europa |Deutschland}} {{GeoData| lat= 49.75667| long= 6.64139| radius= 20000}} {{IstInKat|Region Trier||Mittelmosel}} jtvonx8pb6bb7ma2xqwy7zwgw1l47x2 1804872 1804845 2026-09-19T07:51:50Z Eduard47 17518 /* Mit der Bahn */ Typ präziser 1804872 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | TouriInfoWeb=[https://www.trier-info.de/kontakt/kontakt-oeffnungszeiten Trier Tourismus] | TouriInfoTel= +49 (0)651 97808-0 }} '''Trier''' ist eine über 2000 Jahre alte Großstadt an der [[Mittelmosel]] in [[Rheinland-Pfalz]]. Trier, einst als Augusta Treverorum von den Römern gegründet, ist eine der ältesten Städte Deutschlands. Triers große historische Bedeutung wird durch die zahlreichen antiken und mittelalterlichen Baudenkmäler unterstrichen, von denen acht von der UNESCO als Welterbe ausgezeichnet wurden. == Hintergrund == {{mapframe|49.760|6.639|zoom= 12|width= 300|height= 300| type = geoline}} Gegründet wurde Trier von Kaiser Augustus spätestens im Jahr 16 v. Chr., was durch den Bau der ersten römischen Moselbrücke dokumentiert ist. Als Siedlungsgebiet der Treverer liegen die Ursprünge der Stadt jedoch bereits in vorrömischer Zeit. Die Bedeutung der Stadt im römischen Reich wuchs schnell; es wurde eine Stadtbefestigung errichtet, ein Amphitheater und Thermen gebaut. Im 3. Jahrhundert stieg Trier zur Provinzhauptstadt auf. Zeitweise residierten verschiedene römische Kaiser in Trier, insbesondere Konstantin der Große, was die Stadt zur Hauptstadt des Weströmischen Reiches machte. In seiner antiken Blütezeit besaß Trier rund 80.000 Einwohner und war damit die größte Stadt nördlich der Alpen. Mit dem Einfall der Germanen und der Zerstörung der Stadt durch die Wikinger verlor Trier an Bedeutung. Als Bischofssitz allerdings erlebte Trier im Mittelalter eine erneute Blütezeit. Es entstanden der Dom und die Liebfrauenkirche sowie eine Stadtbefestigung, deren Verlauf noch heute durch den Alleenring gekennzeichnet ist. Besonderer Anziehungspunkt sind heute die zahlreichen römischen und mittelalterlichen Baudenkmäler, allen voran das Wahrzeichen der Stadt, die Porta Nigra. Diese historischen Bauten sind in der hübschen, kompakten Innenstadt konzentriert − Fußgängerzonen und zahlreiche Plätze laden zum Flanieren, Shoppen und Entspannen ein. Als Universitätsstadt und regionales Kultur- und Wirtschaftszentrum ist Trier auch heute eine lebendige Stadt. Bekannt ist Trier auch als Geburtsstadt von Karl Marx. Trier liegt landschaftlich reizvoll im [[Moseltal]] und grenzt an die Mittelgebirgsregionen [[Eifel]] und [[Hunsrück]] an. === Stadtteile === Die Stadt Trier besteht aus 19{{nnbsp}}Stadtteilen, von denen viele noch den Charakter eigenständiger Ortschaften haben. Besonders interessant für Besucher sind folgende Stadtteile: * '''[[Ehrang]]/[[Quint]]''' − einer der größten Stadtteile, nördlich der Innenstadt auf der linken Moselseite an der Mündung der Kyll gelegen. Der Stadtteil setzt sich aus den bis in die 60er Jahre unabhängigen Gemeinden [[Ehrang]] und [[Quint]] zusammen. Durch die von der Innenstadt entfernte Lage hat Ehrang/Quint den Charakter einer Kleinstadt behalten mit zahlreichen Geschäften und Restaurants. Ehrang ist Ausgangspunkt des [[Kylltal-Radweg|Kylltal-Radwegs]]. Sehenswert ist das Quinter Schloss. * '''Olewig''' − ein Weinort im Südosten der Stadt. Olewig ist für seine Gaststätten und Weinlokale sowie das jährliche Olewiger Weinfest bekannt. * '''Pfalzel''' − zwischen Ehrang und Innenstadt am linken Moselufer gelegen. Pfalzels Geschichte geht auf eine palastähnliche Burganlage aus dem 4{{nnbsp}}Jhd. zurück (Pfalzel = kleine Pfalz). Im Mittelalter wurde die Burg weiter ausgebaut, ein Nonnenkloster angesiedelt und eine Wallmauer errichtet. Noch heute sind Teile des mittelalterlichem Ortskern und der Wallmauer erhalten. * '''Ruwer''' − nördlich der Innenstadt auf der rechten Moselseite an der Mündung des gleichnamigen Flusses Ruwer gelegen. Ruwer ist Ausgangspunkt des [[Ruwer-Hochwald-Radweg|Ruwer-Hochwald-Radwegs]]. == Anreise == === Mit dem Flugzeug === Auch wenn Trier selbst über keinen eigenen Flughafen verfügt, ist Trier gut per Flugzeug zu erreichen: der Flughafen Luxemburg befindet sich in unmittelbarer Nähe; aber auch andere Flughäfen sind schnell zu erreichen. Dies sind der {{Marker |type=airport |name=Flughafen Luxemburg |wikidata=Q872186 |show=none}} (Fahrtzeit ca. 30 Minuten; Buslinie 117 der Firma Voyages Emile Weber ([http://www.trier-info.de/tl_files/downloads/voyages-emile-weber-117.pdf Fahrplan]), der {{Marker |type=airport |name=Flughafen Frankfurt-Hahn |wikidata=Q158211 |show=none}} (Fahrtzeit ca. 1 Stunde; nur mit Taxi erreichbar) und der {{Marker |name=Flughafen Saarbrücken |type=airport |show=none |wikidata=Q697101}} (Fahrtzeit ca. 1 Stunde 15 Minuten). Für Interkontinentale Verbindungen ist der {{Marker |type=airport |name=Flughafen Frankfurt am Main |wikidata=Q46033 |show=none}} mit Fahrtzeit ca. 2 Stunden; Bahnverbindung: Fahrtzeit 3 - 3,5 Stunden; die nächstgelegene Alternative. === Mit der Bahn === {{Marker|type=rail|name=Trier Hauptbahnhof|wikidata=Q543921}} liegt in unmittelbarer Innenstadtnähe und wird von fast allen nach/über Trier fahrenden Zügen bedient. Es bestehen folgende Verbindungen: * {{Bahnlinie|RE|1}} ([[Koblenz]]-'''Trier '''-[[Saarbrücken]]-[[Kaiserslautern]]-[[Mannheim]]) weitgehend stündlich * {{Bahnlinie|RE|11}} (Koblenz-'''Trier'''-[[Luxemburg Stadt]]) stündlich * {{Bahnlinie|RE|12}} (Köln-Euskirchen-Gerolstein-Trier) etwa dreimal täglich, außerdem stündliche Regionalbahnlinie nach Köln ({{Bahnlinie|RB|22}}) * {{Bahnlinie|RE|16}} (Trier-Perl-Metz) zwei Fahrten am Wochenende * {{Bahnlinie|RB|82}} (Trier-Perl) stündlich In Koblenz, Saarbrücken, Mannheim und Köln besteht Anschluss an den Fernverkehr. Seit Sommer 2025 verkehren auch wieder Züge über den {{Marker|type=rail|name=Bahnhof Trier West|wikidata=Q19608520}} am anderen Moselufer, nämlich die {{Bahnlinie|RB|83}} Wittlich - Trier - Luxemburg sowie die {{Bahnlinie|RB|84}} Trier - Saarburg. Es sind die einzigen Bahnlinien, die nicht im Trierer Hauptbahnhof halten. === Mit dem Bus === Trier wird von mehreren [[Fernbusse in Deutschland|Fernbusverbünden]] angefahren: * '''[http://meinfernbus.de/ MeinFernbus.de]''' − Verbindung [[Luxemburg Stadt]]−'''Trier Hbf'''−[[Kaiserslautern]]−[[Mainz]]−[[Frankfurt am Main|Frankfurt]]; verkehrt täglich zwei- bis dreimal in beide Richtungen. Mit Anschluss in Frankfurt nach Hamburg, Berlin und Zürich. *'''Flixbus.de''' - Tägliche Verbindungen nach Frankfurt, [[Berlin]], [[Essen]], [[München]], [[Antwerpen]] (über Brüssel) und [[Bratislava]] (über Heilbronn, München und Wien). Zudem gibt es einzelne Verbindungen nach Nancy und [[Paris]]. Verbindung nach Luxemburg besteht über zwei [https://www.voyages-weber.lu/de/bus/rgtr.html Buslinien (Linien 117 und 118)] mit werktags sehr dichtem Fahrplan und einzelnen Fahrten an Sonn- und Feiertagen. === Auf der Straße === Am 15. August, Mariä Himmelfahrt, sollte man unbedingt vermeiden, mit dem Auto nach Trier zu fahren. Dieser Tag ist in Luxemburg und im Saarland Feiertag und wird traditionell von der dortigen Bevölkerung zu einer Einkaufsfahrt nach Trier genutzt. Dadurch kommt es regelmäßig zu langen Staus und voll belegten Parkhäusern. ==== Aus Deutschland ==== Da Trier von zahlreichen Touristen besucht wird, ist die Stadt schon schon relativ früh auf den Autobahnen ausgeschildert. In Frankreich, Belgien und Luxembourg ist Trier zumeist als "Treves" bezeichnet und ausgeschildert. *Von Norden kommend (aus Richtung Köln) fährt man entweder über die {{RSIGN|DE|A|1}}, wobei man ein fehlendes Stück Autobahn in Kauf nehmen muss ({{RSIGN|DE|B|51}}), dann weiter über die {{RSIGN|DE|A|60}} und wieder auf die {{RSIGN|DE|B|51}}, oder über die {{RSIGN|DE|A|61}} bis Koblenz und von dort aus die {{RSIGN|DE|A|48}} (abkürzen kann man hier, indem bei Mendig die {{RSIGN|DE|B|262}} genutzt wird}. *Von Nordosten und Osten kommend benutzt man ab Koblenz die {{RSIGN|DE|A|48}} und gelangt beim Autobahndreieck Vulkaneifel auf die {{RSIGN|DE|A|1}}. *{{RSIGN|DE|B|49}} Koblenz – [[Treis-Karden]] – Cochem – Alf → {{RSIGN|DE|B|53}} Traben-Trabach – Bernkastel-Kues – Trier (Moselstrecke) *Von Osten (aus Richtung Frankfurt, Mainz, Wiesbaden) hat sich die Anfahrt durch die Fertigstellung der Hochmoselbrücke deutlich verkürzt. Man fährt die {{RSIGN|DE|A|60}} bis Bingen, dann die {{RSIGN|DE|A|61}} bis Rheinböllen, wechselt dort auf die autobahnähnlich ausgebaute {{RSIGN|DE|B|50}}. Nach dem Hochmoselübergang wechselt man am Kreuz Wittlich auf die {{RSIGN|DE|A|1}} Richtung Trier. *Von Südosten (aus Richtung Mannheim, Ludwigshafen) benutzt man ab dem Frankenthaler Kreuz oder dem Viernheimer Dreieck die {{RSIGN|DE|A|6}} Richtung Kaiserslautern, wechselt hinter Kaiserslautern am Autobahnkreuz Landstuhl West auf die {{RSIGN|DE|A|62}} und gelangt am Autobahndreieck Nonnweiler auf die {{RSIGN|DE|A|1}}. Bei allen Anfahrtswegen wechselt man am Dreieck Moseltal auf die {{RSIGN|DE|A|602}}. Um die Innenstadt zu erreichen benutzt man keine Abfahrt, sondern fährt bis zum Autobahnende und zunächst geradeaus weiter und folgt der Beschilderung "Centrum". Zur Parkplatzsuche unbedingt das Parkleitsystem beachten. ==== Aus dem Ausland ==== ==== Aus Luxemburg ==== Aus Luxembourg kommt man über die luxemburgische {{RSIGN|LU|A|1}}. Unmittelbar vor der Grenze befindet sich eine sehr große Tankstelle mit Supermarkt. Spätestens hier sollte man die Gelegenheit zum günstigen Tanken und Einkauf in Deutschland hoch besteuerter Waren (Zigaretten, Spirituosen, Sekt) nutzen. Nach der Grenze befindet man sich auf der {{RSIGN|DE|A|64}}. PKW verlassen diese an der Anschlußstelle Trier und folgen der {{RSIGN|DE|B|51}} nach Trier. Beschilderung und Parkleitsystem beachten. LKW und Busse fahren weiter bis zur {{RSIGN|DE|A|602}} und folgen dieser nach Trier. ===== Aus Frankreich ===== *Aus dem Elsass kommend benutzt man die französische {{RSIGN|FR|A|4}} bis Saarbrücken fährt von dort weiter über die deutsche {{RSIGN|DE|A|1}}. *Aus dem übrigen Frankreich kommt man aus Richtung Metz, Thionville über die französische {{RSIGN|FR|A|31}}. Man verlässt diese, trotz Beschilderung (frz. Treves für Trier), nicht an der Abfahrt Yutz, um die Route Nationale zu benutzen, sondern fährt auf der Autobahn weiter Richtung Luxembourg. Vor der Hauptstadt Luxembourg folgt man der Beschilderung Trier / Airport zur {{RSIGN|LU|A|1}}. Weiter wie oben. === Mit dem Schiff === Die Mosel ist schiffbar; Anlegemöglichkeiten für Sportboote sind vorhanden. [http://www.moselrundfahrten.de/ '''Personenschifffahrt Gebr. Kolb''']; Schifffahrtslinie Koblenz - Treis - Cochem - Traben-Trabach - Bernkastel - '''[[Trier]]''' === Auf dem Fahrrad === * '''[[Mosel-Radweg]]''' − Von den [[Vogesen]] über [[Metz]] nach [[Koblenz]] am [[Rhein]]. Auf dem Moselradweg verläuft auch die [[D-Route 5: Saar-Mosel-Main]]. * '''[[Kylltal-Radweg]]''' − Nach Norden in die [[Eifel]] * '''[[Ruwer-Hochwald-Radweg]]''' − Bahntrassenradweg, der von Trier-Ruwer nach [[Hermeskeil]] in den [[Hunsrück]] führt. Hier besteht Anschluss an den [[Hunsrück-Radweg]]. === Zu Fuß === Trier ist ein wichtiger Knotenpunkt deutscher [[Jakobsweg]]e. Hierher führen der Jakobsweg Köln–Trier, der Eifel-Camino (von Andernach), der [[Mosel-Camino]] (von Koblenz) und der Jakobsweg Fulda–Mainz–Trier (entspricht der mittelalterlichen Via Regia). Von hier aus führen sie vereinigt weiter über [[Perl]] nach [[Metz]] und letztenendes natürlich Richtung [[Santiago de Compostela]]. == Mobilität == Die '''Sehenswürdigkeiten''' kann man gut zu Fuß erlaufen. Die '''Stadtbusse''' werden von den [https://www.swt.de/ Stadtwerken Trier (SWT)] betrieben und sind Teil des [https://www.vrt-info.de/ Verkehrsverbunds Region Trier (VRT)]. Die Stadt Trier ist in vier Tarifzonen unterteilt: eine Innenstadtzone und drei Zonen, die in verschiedenen Richtungen die weiteren Stadtteile der Stadt abdecken. Während werktags (tagsüber) die Linien 1 bis 30 dezentral verkehren, wird der Fahrplan am Abend und am Wochenende auf einen Sternverkehr umgestellt, bei dem sich die Linien 81 bis 87 viertel- oder halbstündig am Hauptbahnhof treffen. Eine einfache Fahrkarte für eine Zone kostet 2,10 €, für das gesamte Stadtgebiet 2,90&#x202F;€ . Das TagesTicket Single kostet: 6,00 / 7,80 €, Gruppe: 11,30 / 13,00&#x202F;€ (Stand 2019). '''Es gibt vergünstigte Viererkarten mit 25% Rabatt.''' Die Tickets gelten auch in den innerstädtisch verkehrenden Zügen der Deutschen Bahn (Bahnhöfe Trier Hbf, Trier Süd, Ehrang, Ehrang-Ort, Pfalzel, Quint). Mit dem Römer-Express (eine Zugmaschine mit Anhängern in Form eines Zuges) kann man eine Stadtrundfahrt unternehmen, Abfahrt ist an der Porta Nigra. In der Fußgängerzone und in allen Bussen kann auf das kostenlose [https://www.swt.de/p/Eine_Stadt,_ein_WLAN_das_SWT_City_WLAN-5-6555.html SWT City WLAN] zugegriffen werden. Die '''Parkgebühren''' in den Parkhäusern der Trierer Stadtwerke betragen 1,70&#x202F;€ pro Stunde, die Zeiten werden dabei jeweils für angefangene halbe Stunden berechnet und gegebenenfalls um 5 Cent abgerundet [https://www.swt.de/swt/Integrale?SID=E79A79743324E9CA28C670F2A64410C9&ACTION=ViewPageView&MODULE=Frontend&PageView.PK=5&Document.PK=3087]. == Sehenswürdigkeiten == === Kirchen === [[Bild:Trier Konstantinbasilika BW 1.JPG|mini|Konstantinbasilika]] *{{vCard | type = church |wikidata= Q686773| name = Konstantinbasilika | address = Martin-Luther-Platz 1, 54290 Trier | hours = 10 - 18 Uhr (April - Oktober); im Winter nur stundenweise Dienstag bis Sonntag. | description = (UNESCO-Welterbe) − Die Basilika wurde als Audienzhalle im 4. Jahrhundert unter Kaiser Konstantin dem Großen erbaut. Im Mittelalter wurde sie als Teil der Erzbischöflichen Residenz genutzt. Seit Mitte des 19. Jhd. bis heute ist sie eine evangelische Kirche, die „Kirche zum Erlöser“. }} [[Bild:Trier Dom BW 24.JPG|mini|Dom (links) und Liebfrauenkirche (rechts)]] *{{vCard | type = cathedral | name = Dom | wikidata = Q5920 | address = Domfreihof 4b, 54290 Trier | url = https://www.dominformation.de | hours = 6:30 - 18 Uhr (Sommer) bzw. 17:30 Uhr (Winter) | image = Trier_Dom_BW_24.JPG | lastedit = 2016-07-22 | description = (UNESCO-Welterbe) − Der Dom zu Trier ist die Kathedralkirche der ältesten Diözese Deutschlands. Im Dom wird in der Heiltums- oder Heilig-Rock-Kapelle im Ostchor der '''Heilige Rock''' aufbewahrt: er gilt als das Kleidungsstück Jesu, das bei seiner Kreuzigung verlost wurde. Das Objekt ist selbst allerdings nicht sichtbar, sondern lediglich der sargähnliche Schrein in einer Glasvitrine, welcher in der mit Panzerglas und Gitter gesicherten Kapelle liegt, und es ist nicht absehbar, ob die Tunika jemals wieder gezeigt werden wird. Der Dom ist auch Grablege der Trierer Bischöfe. Der Dom ist teilweise rollstuhlgerecht (Automatik-Schiebetür). }} *{{vCard | name = Liebfrauenbasilika | type = church | wikidata = Q530208 | address = Liebfrauenstraße 2, 54290 Trier | image = Trier BW 2014-06-18 19-43-01.jpg | description = (UNESCO-Welterbe) − Die Liebfrauenkirche von Trier gilt zusammen mit der Elisabethkirche in Marburg als älteste gotische Kirche in Deutschland und als bedeutendster und frühester gotischer Zentralbau des Landes. Seit 1986 ist die Liebfrauenkirche Teil des UNESCO-Welterbes Römische Baudenkmäler, Dom und Liebfrauenkirche in Trier. }} *{{vCard | type = church | name = St. Gangolf | wikidata = Q467160 | hours = 8 - 18 Uhr | image = Trier BW 2014-05-19 08-30-44.jpg | lastedit = 2016-07-22 | description = Die spätgotische Kirche am Hauptmarkt, die fast vollständig von Häusern umbaut ist, geht auf einen Kirchenbau aus dem 10 Jhd. zurück und ist damit die zweitälteste Kirche Triers. Zugänglich ist sie nur durch ein schmales Barocktor an der Südseite des Hauptmarktes. }} *{{vCard | type = church | name = St. Paulin | hours = werktags 9 - 18 Uhr, sonntags 10 - 18 Uhr | image = Trier St. Paulin BW 2018-04-07 15-09-21.jpg | wikidata = Q572918 | lastedit = 2016-07-25 | description = Der Innenraum der spätbarocken Pfarrkirche wurde von 1734 bis 1757 von [[Balthasar Neumann]] gestaltet. }} *{{vCard | type = church | name = Benediktinerabtei St. Matthias | image = Trier_Sankt_Matthias_BW_1.JPG | wikidata = Q666976 | lastedit = | description = Dort wird die Reliquie des Apostels Matthias verehrt, der nach dem Selbstmord des Judas als 12. Apostel ausgewählt wurde. Sie ist Pfarrkirche und Abteikirche eines Benediktinerklosters. Die Kirche wird im wesentlichen auf das 18. Jahrhundert datiert. }} * {{vCard | name = Synagoge Trier | type = synagogue | address = Kaiserstraße 25, 54290 Trier | lat = 49.75074 | long = 6.63453 | lastedit = 2023-05-10 | description = }} === Burgen, Schlösser und Paläste === *{{vCard | type = castle | name = Kurfürstliches Palais |wikidata= Q316766| address = am Palastgarten | lastedit = | description = Das Kurfürstliche Palais in der Stadt Trier war vom 17. Jahrhundert bis 1794 Residenz der Trierer Kurfürsten, das heißt der Trierer Erzbischöfe. Der Renaissance- und Rokokobau war teilweise auf der Grundfläche der römischen Konstantinbasilika gebaut worden. Im 19. Jahrhundert wurde deswegen der Westflügel des Palais niedergelegt, um auf seinem Grund die Basilika wieder zu errichten. }} *{{vCard | type = castle | name = Schloss Monaise | address = im Stadtteil Zewen | lat = 49.717306 | long = 6.599694 | image = Trier Schloss Monaise BW 2011-09-02 11-12-10.jpg | wikidata = Q1354002 | lastedit = | description = Schloss Monaise (von französ. „mon aise“ „meine Muße“, „meine Leichtigkeit“) wurde 1779–1783 von François Ignace Mangin als Sommerresidenz für den Trierer Domdechanten und späteren Fürstbischof von Speyer, Philipp Franz Wilderich Nepomuk von Walderdorf erbaut. }} *{{vCard | type = castle | name = Quinter Schloss | address = im Stadtteil Ehrang/Quint | lat = 49.824306 | long = 6.707694 | wikidata = Q1342449 | lastedit = | description = Das Quinter Schloss ist ein barockes Schloss an der linken Seite der Mosel im Trierer Stadtteil Quint. Es wurde im 18. Jahrhundert von dem Eigentümer der Quinter Hütte errichtet und steht heute als Kulturdenkmal unter Denkmalschutz. Es ist nur von außen zu besichtigen. }} === Bauwerke === Trier ist reich an historischen Bauten aus der Römerzeit. Die Gebäude waren teilweise von der Bildfläche verschwunden und wurden in den letzten zwei Jahrhunderten aufgrund des größeren Interesse der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht. Die Bauwerke aus römischer Zeit sind Teil des [[Welterbe/Europa#Deutschland|UNESCO-Welterbes]]. [[Bild:Trier Porta Nigra BW 4.JPG|thumb|Porta Nigra]] * {{vCard | type = see | name = Porta Nigra | url = https://www.zentrum-der-antike.de/de/monumente/porta-nigra/ | lat = 49.759722 | long = 6.643889 | image = Trier BW 2014-05-19 08-19-34.jpg | wikidata = Q152339 | lastedit = | price = €6 | description = (UNESCO-Welterbe) − das bekannteste Stadttor aus der römischen Zeit. Das Tor ist das einzig erhaltene der fünf ehemals rund um die Stadt verteilten Stadttore aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. Durch das als Doppeltor angelegte Bauwerk ließ sich der Stadtzugang bestens kontrollieren. Die Porta Nigra erhielt im Mittelalter ihren Namen aufgrund des stark verfärbten ursprünglich helleren Sandsteines. Das Tor hat sich so gut erhalten, da es bis zum 19. Jahrhundert mit der St. Simeon-Kirche verbunden und damit vor Steinräubern geschützt war. Die Porta Nigra ist von innen begehbar. }} * {{vCard | type = see | name = Kaiserthermen | url = https://www.zentrum-der-antike.de/de/monumente/kaiserthermen/ | lat = 49.749694 | long = 6.642194 | hours = täglich von 9 − 16 Uhr, März u. Okt. bis 17 Uhr, April − Sept. bis 18 Uhr | price = 3,- €, Kinder bis 17 J.: 1,50&#x202F;€ | image = Trier Kaiserthermen BW 3.JPG | wikidata = Q697693 | description = (UNESCO-Welterbe) − Diese Thermen wurden als großes römisches Bad geplant, aufgrund der politischen Lage jedoch nie fertiggestellt und später als Kastell für die fränkische Garde des Kaisers Valentinian genutzt. Diese Therme ist besser erhalten als die Barbarathermen. So kann man die unterirdischen Gänge für die Beheizung das Bades sowie die Abwasserkanäle begehen. Am Wochenende finden abends Erlebnisführungen statt, die 11,50&#x202F;€ kosten. }} * {{vCard | type = see | name = Amphitheater | url = https://www.zentrum-der-antike.de/de/monumente/amphitheater/ | lat = 49.748111 | long = 6.648889 | image = Trier Amphitheater BW 2013-07-08 13-24-21.JPG | wikidata = Q474982 | lastedit = | description = (UNESCO-Welterbe) − Das Theater konnte bis zu 18.000 Zuschauer aufnehmen. Im Mittelalter verschwanden die Steine der Besuchertribünen, so dass man nur noch die Wälle besichtigen kann. Außerdem sind noch die Kellergänge begehbar. }} * {{vCard | name = Barbarathermen | url = https://www.zentrum-der-antike.de/de/monumente/barbarathermen/ | lat = 49.75 | long = 6.629722 | wikidata = Q807733 | hours=siehe Kaiserthermen | price = kostenlos | description = (UNESCO-Welterbe) − Die Barbarathermen waren die zweitgrößte Badeanstalt im antiken römischen Reich. Sie wurden nur von der Traian-Thermen in Rom übertroffen. Die Anlage war noch bis in das 17. Jahrhundert zu sehen. Danach wurden die Thermen Opfer militärischer Gewalt sowie von Steinräubern abgetragen und gerieten in Vergessenheit. Mittlerweile fanden umfangreiche Grabungsarbeiten statt, um die Überreste der Thermen wieder sichtbar zu machen. Dabei blieben allerdings 2/3 der Fläche verborgen. Über einen 2015 neu errichteten Besuchersteg kann die Anlage besichtigt werden, gleichzeitig wird die Geschichte der Anlage und die Ausgrabungsarbeiten anschaulich illustriert.}} * {{vCard | type = see | name = Römerbrücke | url = https://www.zentrum-der-antike.de/de/angebote-programm/tipps/ | lat = 49.751669 | long = 6.626111 | image = Trier Roemerbruecke BW 1.JPG | wikidata = Q284125 | lastedit = | price = kostenlos | description = (UNESCO-Welterbe) − älteste Brücke Deutschlands, erbaut ca. 17 vor Christus zunächst aus Holz, später durch eine Brücke mit Steinpfeilern ersetzt. Die heutige Brücke steht auf den originalen römischen Pfeilern einer zweiten steinernen Brücke aus dem 2. Jhd }} * {{vCard | type = see | name = Igeler Säule | url = https://www.zentrum-der-antike.de/de/monumente/igeler-saeule/ | lat = 49.709194 | long = 6.549389 | image = Igel BW 2011-09-03 16-41-58.JPG | wikidata = Q338834 | lastedit = | description = (UNESCO-Welterbe) − römische Grabsäule mit aufwändigen Reliefen, 23m hoch, im 3. Jhd. errichtet, außerhalb der Trierer Stadtgebiets in Igel gelegen (zwischen Trier-Zewen und Luxemburger Grenze). }} * {{vCard | type = see | name = Thermen am Viehmarkt | url = https://www.zentrum-der-antike.de/de/monumente/thermen-am-viehmarkt/ | lat = 49.752694 | long = 6.637694 | image = Trier BW 2012-04-06 16-24-40.jpg | wikidata = Q885314 | lastedit = | description = In den 1980er Jahren wurde in der Trierer Innenstadt eine Tiefgarage gebaut. Bei den Tiefbaumaßnahmen stieß man auf die Ruinen einer römischen Bäderanlage. Über den Ruinen wurde das Thermenmuseum nach Plänen des Architekten Oswald Mathias Ungers (sogenannter Ungers-Kubus) errichtet. }} * {{vCard | type = see | name = Frankenturm | lat = 49.756889 | long = 6.639389 | image = Trier Frankenturm BW 1.JPG | wikidata = Q1444788 | lastedit = | description = Ein mittelalterlicher Wohnturm aus dem 11. Jahrhundert. Heute wird der Turm als Veranstaltungsort genutzt. }} * {{vCard | type = see | name = Alter Krahnen | lat = 49.756306 | long = 6.629111 | image = Trier Alter Krahnen BW 1.JPG | wikidata = Q438053 | lastedit = | description = mittelalterlicher Moselkran zum Beladen von Schiffen nahe der Römerbrücke, betrieben durch ein Tretrad. }} * {{vCard | type = see | name = Dreikönigenhaus | lat = 49.758111 | long = 6.642806 | image = Trier Dreikönigenhaus BW 1.JPG | wikidata = Q1257914 | lastedit = | description = mittelalterliches Wohnhaus }} * {{vCard | type = museum | name = Karl-Marx-Haus | lat = 49.753889 | long = 6.635561 | image = Trier BW 2014-06-21 11-11-49.jpg | wikidata = Q463748 | lastedit = | price = €5 | description = Geburtshaus des deutschen Ökonomen, Philosophen, Autors und Revolutionärs Karl Marx, heute ein Museum. }} Die meisten Bauten werden von den "Staatlichen Burgen und Schlössern" betrieben. Der Eintritt kostet je 3,- € pro Person. Die AntikenCard Basic zu 9&#x202F;€ ermöglicht den Besuch des Rheinische Landesmuseum Trier sowie zwei Trierer Römerbauten. Die AntikenCard Premium beinhaltet den Eintritt in zwei weiteren Römerbauten sowie die römische Villa Otrang und die Klause Kastel. Beide Karten sind 1 Jahr gültig, Kinder unter 18 Jahre können kostenlos mitgenommen werden. Montags sind die Einrichtungen der "Staatlichen Schlösser" geschlossen. <!--Architektonisches Kleinod findet sich jedoch auch abseits der monumentalen römischen und mittelalterlichen Bauten. Die Serie "Kennen Sie Trier?" des Lokalnachrichtenportals 16vor.de beschreibt sehr fundiert solche, nicht nur für Architekturliebhaber faszinierenden Gebäude, beispielsweise das eiserne Haus oder die Pyramidenkirche--> === Denkmäler === [[Datei:Trier Marktkreuz BW.jpg|miniatur|hochkant|Marktkreuz auf dem Hauptmarkt]] *{{vCard | type = fountain | name = Petrusbrunnen | wikidata = Q96347629 | lat = 49.756569 | long = 6.6413 | image = Trier Hauptmarkt Brunnen BW 1.JPG | lastedit = | description = Brunnen mit Petrusstatue auf dem Hauptmarkt (1595). Der Heilige Petrus ist Schutzpatron sowohl des Doms als auch der Stadt. }} *{{vCard | type = memorial | name = Marktkreuz | wikidata = Q110768029 | lat = 49.756767 | long = 6.641275 | image = Trier Marktkreuz BW.jpg | lastedit = | description = Säule mit Kreuz auf dem Hauptmarkt aus dem 10. Jhd. }} *{{vCard | type = memorial | name = Balduinbrunnen | lat = 49.757572 | long = 6.64965 | image = Trier_Balduinbrunnen_BW_2015-06-17_07-06-29.jpg | wikidata = Q16054543 | lastedit = | description = Brunnen zwischen Hauptbahnhof und Porta Nigra, im 19. Jhd. zu Ehren des Trier Bischofs und Kurfürst Balduin von Luxemburg (1307-54) errichtet. }} *{{vCard | type = memorial | name = Mariensäule | lat = 49.759722 | long = 6.619722 | wikidata = Q464654 | lastedit = | description = Weit sichtbare, 40&#x202F;m hohe Säule auf dem Markusberg aus dem 19. Jhd. }} * {{vCard | type = monument | name = Karl-Marx-Statue | alt = Karl-Marx-Denkmal | url = https://www.trier.de/kultur-freizeit/karl-marx/karl-marx-statue/ | address = Simeonstiftplatz | directions = Die Statue steht nahe bei der Porta Nigra auf der Rückseite des Stadtmuseums in Sichtweite des Wohnhauses der Familie Marx in der Simeonstraße. Am einfachsten aufzufinden ist die Statue, wenn man hinter einer beliebigen Gruppe chinesischer Touristen herläuft. | hours = Frei stehende Statue, rund um die Uhr zugänglich. | wikidata = Q52696123 | lastedit = | description = Die Statue wurde am 5. Mai 2018 zum 200. Geburtstag von Karl Marx in seiner Geburtsstadt enthüllt. Das Werk des chinesischen Bildhauers Wu Weishan ist ein Geschenk der Volksrepublik China an die Stadt Trier. }} === Museen === * {{vCard | type = museum | wikidata= Q885326 | lastedit = 2016-07-22 | name = Rheinisches Landesmuseum | address = Weimarer Allee 1 | url = https://www.landesmuseum-trier.de | lat = 49.75112 | long = 6.64374 | image = Trier Landesmuseum BW 1.jpg | phone = +49 (0)651 9774 0 | fax = +49 (0)651 9774-222 | email = landesmuseum-trier@gdke.rlp.de | hours = Öffnungszeiten: Di-So von 10 - 17 Uhr | price = Erwachsene: 8€, ermäßigt: 6€, Kinder 6-18 J.: 4€, Familien: 8/16 €. incl. Audio-Guide | description = Das Rheinische Landesmuseum Trier ist eines der bedeutendsten archäologischen Museen in Deutschland. Seine Sammlung erstreckt sich von der Vorgeschichte über die römische Zeit, das Mittelalter bis zum Barock. Vor allem aber die römische Vergangenheit der ältesten Stadt Deutschlands (Augusta Treverorum) wird im Landesmuseum Trier anhand von archäologischen Funden dargestellt. }} * {{vCard | type = museum | name = Stadtmuseum Simeonstift Trier | url = https://www.museum-trier.de/ | lat = 49.759694 | long = 6.643306 | wikidata = Q2327696 | lastedit = | description = Das Stadtmuseum Simeonstift Trier, früher „Städtisches Museum Trier“, befindet sich in den Gebäuden des ehemaligen Simeonstifts um den Brunnenhof direkt neben der Porta Nigra. Die Dauerausstellung zeigt Kunst- und Kulturschätze von der frühen Neuzeit bis ins 20. Jahrhundert. }} * {{vCard | type = museum | name = Spielzeugmuseum Trier | url = http://www.spielzeugmuseum-trier.de | lat = 49.756914 | long = 6.640644 | wikidata = Q15848160 | lastedit = | description = Das Spielzeugmuseum beherbergt mehr als 5000 Exponate, verteilt auf 500 m² und zwei Etagen. Es können unter anderem altes Blechspielzeug, Modelleisenbahnen, Puppenstuben, Kaufläden, Teddys, Dampfmaschinen und Schaukelpferde besichtigt werden. }} * {{vCard | type = museum | name = Museum am Dom Trier | alt = bis 2010 Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum | url = https://www.bistum-trier.de/museum | address = Bischof-Stein-Platz 1 | lat = 49.756611 | long = 6.644889 | directions = Hinter dem Dom | wikidata = Q1954513 | lastedit = | description = Das Museum am Dom Trier ist ein Museum des Bistums Trier, das die Aufgabe hat, die Kultur- und Frömmigkeitsgeschichte des Bistums Trier zu erforschen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. }} * {{vCard | type = museum | name = Domschatzkammer | wikidata = Q42306237 | url = https://www.dominformation.de | lat = 49.756111 | long = 6.643056 | directions = Zugang im Dom | lastedit = | description = }} * {{vCard | type = open air_museum | name = Volkskunde- und Freilichtmuseum Roscheider Hof | url = https://www.roscheiderhof.de | address = Roscheiderhof 1; D-54329 Konz | lat = 49.704722 | long = 6.597222 | wikidata = Q315313 | lastedit = | description = Das Volkskunde- und Freilichtmuseum Roscheider Hof ist ein 1976 gegründetes Freilichtmuseum in Konz (Landkreis Trier-Saarburg, Rheinland-Pfalz). Das Museum befindet sich auf einer Anhöhe über dem Moseltal im Stadtteil Konz-Roscheid an der Gemarkungsgrenze zu Trier. Seine Aufgabe ist die Darstellung der Volkskultur der Region um Mosel und Saar, wozu Eifel, Hunsrück und das Saarland ebenso gehören wie Teile Luxemburgs und Lothringens. Es zählt mit 4000 Quadratmetern Ausstellungsfläche und 22 Hektar Freigelände zu den größten deutschen Volkskundemuseen. Von überregionaler Bedeutung sind die Ausstellungen Eine kleine Welt in Zinn, Spielzeug aus aller Welt und Takenplatten. }} === Straßen und Plätze === * {{vCard | type = square | name = Hauptmarkt | lat = 49.756694 | long = 6.641111 | wikidata = Q897212 | lastedit = | description = mit Steipe (Fest- und Empfangsgebäude der Bürgerschaft), Rotem Haus, St. Gangolf, Marktkreuz, Petrusbrunnen und der naheliegenden Judengasse. }} * {{vCard | type = square | name = Domfreihof | lat = 49.756597 | long = 6.642593 | image = Trier BW 2013-04-14 15-59-54.JPG | wikidata = Q18286695 | lastedit = | description = mit Dom, Liebfrauen Basilika, Palais Walderdorff, Dompropstei }} * {{vCard | type = square | name = Kornmarkt | lat = 49.755144 | long = 6.638519 | image = Trier Kornmarkt BW 2.JPG | wikidata = Q1464876 | lastedit = | description = mit ehem. Oberpostdirektion, Kasino und Georgsbrunnen }} * {{vCard | type = square | name = Viehmarktplatz | lat = 49.752881 | long = 6.637039 | image = Trier Thermenmuseum BW 1.JPG | wikidata = Q16295258 | lastedit = | description = mit Thermenmuseum, St. Antonius Kirche und Europahalle }} * {{vCard | type = road | name = Judengasse | lat = 49.757306 | long = 6.641389 | image = Trier Judengasse und Judenpforte.jpg | wikidata = Q897225 | lastedit = | description = }} alle mit unterschiedlicher Gastronomie. === Parks === * {{vCard | type = park | name = Palastgarten | lat = 49.752414 | long = 6.643214 | image = Trier_Kurfuerstliches_Palais_BW_2.JPG | lastedit = | description = Zwischen kurfürstlichem Palais und Kaiserthermen gelegen. Der an das kurfürstliche Palais angrenzende Teil ist mit Statuen, Blumenrabatten und Hecken aufwändig angelegt. Die große Rasenfläche, die sich im an den Kaiserthemen gelegenen Teil befindet, lädt im Sommer zum Grillen und Spiel ein. }} * {{vCard | type = park | name = Nells Park | lat = 49.77 | long = 6.669722 | image = Trier_Nells_Park_BW_2013-07-11_15-31-37.jpg | wikidata = Q1975497 | lastedit = | description = Nördlich der Innenstadt am Verteilerkreis. An eine große Teichanlage grenzen Rasenflächen, ein Rosengarten und ein Spielplatz an. Die alten Bäume des Parks rahmen die Anlage ein. Das am Rande des Parks gelegene klassizistische Herrenhaus beheimatet heute das [http://www.nellsparkhotel.com/ Nells Park Hotel], wo viele Hochzeiten gefeiert werden. }} *{{vCard | type = park | name = Petrispark | url = https://www.petrispark.de | lat = 49.750614 | long = 6.673603 | image = Trier BW 2012-08-05 17-36-51.jpg | lastedit = | description = Auf dem Petrisberg gelegen ist als dauerhafte Park- und Freizeitanlage aus dem Gelände der Landesgartenschau 2004 hervorgegangen. Vom Aussichtsturm Turm Luxemburg und anderen Stellen, insbesondere dem beliebten Aussichtspunkt oberhalb des Amphitheaters, bietet sich ein schöner Blick auf Trier und die nahe Umgebung. Mit einer begehbare geologische Karte, dem Wasserband, einem Wasserturm und verschiedenen Gärten bietet der Petrispark abwechslungsreiche Sehenswürdigkeiten. Die Freizeitanlage besteht aus einem großen Abenteuerspielplatz, einem Fußballplatz, Beachvolleyballfeldern und einem Skaterpark. }} === Verschiedenes === == Aktivitäten == === Wandern === Das hügelige, bewaldete Umland von Trier ist ideal zum Wandern geeignet. Nördlich der Mosel beginnt die [[Eifel]] mit den zahlreichen Wanderwegen des Eifelvereins. Insbesondere hervorzuheben ist der [https://www.eifelsteig.de Eifelsteig], der in [[Aachen]] startet und in Trier endet. Nördlich der Mosel grenzt der [[Hunsrück]] an, der ebenso viele Möglichkeiten zum Wandern bietet. Hier verbindet der [https://www.saar-hunsrueck-steig.de/ Saar-Hunsrück-Steig] Trier mit [[Mettlach]] und [[Idar-Oberstein]]. Nicht zuletzt ist das [[Moseltal]] selbst ideal geeignet für Wanderungen entlang des Flusses, sei es auf dem Moselradweg am Ufer oder über den Moselhöhenweg entlang der Steilhänge. [[Bild:Butzerbachtal.JPG|thumb|200px|Butzerbachtal]] Auch im Stadtgebiet bieten sich vielfältige Möglichkeiten für Spaziergänge und Wandertouren. * Direkt am '''Moselufer''' führen im Stadtgebiet auf den beiden Seiten des Flusses Fuß- und Radwege (Ausnahme: zwischen Trier-Nord und Trier-Ruwer). Besonders schöne Strecken sind das Zurlaubener Ufer (an der Kaiser-Wilhelm-Brücke flussabwärts) oder das gegenüberliegende Ufer unterhalb der Sandsteinfelsen von Trier-Pallien bis Trier-Pfalzel. Auch zu empfehlen ist das Stück von der Moselstaustufe Trier moselaufwärts in Richtung [[Igel]] vorbei am Yachthafen und dem Schloss Monaise. Nachteilig an den Uferwegen sind die beengten Verhältnisse, sodass sich meist Radfahrer und Fußgänger einen Weg teilen müssen. * Der '''Weisshauswald''', der Stadtwald Triers, ist mit seinem Wildgehege ein beliebtes Ausflugsziel am Wochenende. Ein Spielplatz, ein Waldlehrpfad und ein [http://www.hochseilgarten-trier.de/ Hochseilgarten] bieten ein umfangreiches Freizeitangebot. Das Weisshaus (derzeit geschlossen), der Namensgeber des Waldes, thront gut sichtbar auf den Sandsteinfelsen. Von dort kann man entlang der Felsen bis Trier-Biewer wandern und an zahlreichen Stellen eine schöne Aussicht auf Trier und die Mosel genießen. Für den Rückweg bietet sich der Weg durch das sogenannte falsche Biewertal an, das entlang der Rückseite der Felsen verläuft. * Oberhalb des Amphitheaters beginnt ein '''Weinlehrpfad''' (in der zweiten Serpentine der Sickingenstraße), der durch die Olewiger Weinberge am Petrisberg führt und im Trierer Weinort Olewig endet. * Das '''Butzerbachtal''' zwischen Trier-[[Ehrang]] und Kordel ist ein idyllisches Bachtal mit zahlreichen Wasserfällen. Über kleine Brücken kreuzt man den kleinen Bach an zahlreichen Stellen. In der Nähe befinden sich weitere Sehenswürdigkeiten wie ein römisches Kupferbergwerk, die Klausen- und die Genovevahöhle sowie eine römische Langmauer. Startpunkt für eine Wanderung ist die [https://www.burg-ramstein.de/ Burg Ramstein], die man entweder mit dem Auto aus Richtung Kordel erreichen kann oder mit dem Fahrrad über den [[Kylltal-Radweg|Kylltal-Radweg]] aus Richtung Trier-Ehrang oder Kordel. === Mit dem Fahrrad === Trier ist ein Knotenpunkt einiger '''Radfernwege''': Trier liegt am [[Mosel-Radweg|Mosel-Radweg]] und ist Endpunkt des [[Kylltal-Radweg|Kylltal-Radweges]] sowie des [[Ruwer-Hochwald-Radweg|Ruwer-Hochwald-Radwegs]] (Stadtteil Ruwer). In unmittelbare Umgebung befindet sich auch der [[Saar-Radweg|Saar-Radweg]] (ab der Saarmündung in [[Konz]]) und der [[Sauer-Radweg|Sauer-Radweg]] (ab der Sauermündung in [[Wasserbillig]]). Jährlich finden in der Nähe unter dem Motto [http://www.saarpedal.de/ „Saarpedal“] autofreie Tage an der [[Saar]] ab [[Konz]] statt. Die '''Innenstadt''' selbst ist nicht sonderlich fahrradfreundlich gestaltet, was in den kommenden Jahren aber verbessert werden soll. Besondere Angebote für Fahrradfahrer sind der Fahrradverleih im Hauptbahnhof und das [http://www.trier-info.de/parken-in-trier-fahrrad Fahrradparkhaus] an der Porta Nigra. === Wallfahrten === * Die "Matthias-Wallfahrt" führt traditionell von [[Aachen]] nach Trier als mehrtägige Fuß-Wallfahrt. * Der "Heilige Rock" wird nur selten sichtbar präsentiert. Dennoch wird der Aufbewahrungsort der Reliquie auch außerhalb der Heilig-Rock-Wallfahrten aufgesucht. * [[Mosel-Camino|Mosel-Camino]] == Einkaufen == Die Fußgängerzonen der Trierer '''Innenstadt''' bieten vielfältige Einkaufsmöglichkeiten. Insbesondere entlang der Simeonstraße, der Brotstraße und Fleischstraße finden sich die Filialen vieler Kaufhäuser, Modeketten, Buchhandlungen und Juweliere. Mit der '''[http://www.triergalerie.de/ Trier Galerie]''' in der Fleischstraße hat Trier ein großes Einkaufszentrum direkt im Stadtzentrum. Am Hauptbahnhof befindet mit dem '''Alleencenter''' ein weiteres, etwas kleineres Einkaufszentrum. Etwas beschaulicher als in den Kaufhäusern und Einkaufszentren geht es in den kleinen, eher unkonventionellen Läden der '''Neustraße''' zu. Großer Vorteil beim Einkaufen in der Trierer Innenstadt ist ein breites Angebot bei kurzen Wegen in einem historischen Ambiente. Gute Einkaufsgegenden außerhalb des Alleenrings, der die Innenstadt umschließt, sind die '''Paulinstraße''' im Norden und die '''Saarstraße''' im Süden, die von zahlreichen, meist kleineren Läden gesäumt sind. Große Einkaufsmärkte, die am besten mit dem Auto anzufahren sind, befinden sich unter anderem am Verteilerkreis und im Industriegebiet zwischen Trier-Euren und Trier-Zewen. In Trier findet man für eine Großstadt verhältnismäßig wenige '''Tankstellen'''. Der Grund dafür ist ein reger Tanktourismus ins benachbarte [[Luxemburg]], wo die Kraftstoffpreise ca. 20 Cent unter dem deutschen Durchschnittspreis liegen. Für einen solchen Ausflug empfiehlt sich das 20&#x202F;km entfernte [[Wasserbillig]], das direkt hinter der Luxemburger Grenze liegt. Neben Benzin sind dort vor allem Kaffee und Zigaretten deutlich günstiger. Es gibt viele Souvenirgeschäfte. Ein geschmackvolles Sortiment hat der Klosterladen bei der Matthiaskirche; er ist auch sonntags ab 11 Uhr geöffnet (evtl. Ende des Gottesdienstes abwarten!). Auch die "Dominformation" direkt gegenüber dem Eingang der Liebfrauenkirche und die Touristinformation neben der Porta Nigra bieten ein sehr ansprechendes Angebot. == Küche == Ein charakteristisches Gericht ist ''Kappes Teerditsch'' (auch ''Kappes Teerdisch''), eine Mischung aus Kartoffelpüree und Sauerkraut, dazu wird z. B. Blut- und Leberwurst gegessen; außerdem ''Himmel und Erde'' (''Himmel und Ärd''), ein ähnliches Gericht mit Kartoffeln, Apfelpüree und Blutwurst. Man bekommt diese Gerichte in der Kartoffelkiste, im Weinhaus oder im Früh bis spät. Als Getränk ist ''Viez'' beliebt, also Apfel- oder Birnwein; er wird aus einem charakteristischen Steingutglas, dem ''Viez-Porz'', mit einem Füllvolumen von 0,3 l bis einem halben Liter und einem Henkel getrunken. Ein beliebter Treffpunkt ist der Weinstand auf dem Hauptmakt, das Glas kostet ca. €4. Es gibt eine große Auswahl an Restaurants und Imbissen. === Günstig === * {{vCard |name=Astarix | type = restaurant |address=Karl Marx Str.11, 54290 Trier |url=https://www.astarix-trier.de/ |directions=im Südwesten der Innenstadt in der Nähe vom Theater und Rathaus |phone=+49 0651 72239 |lat=49.75277 |long=6.63461 |hours=Mo – Do ab 11.30 Uhr, Küche bis 23.00 Uhr, Fr + Sa ab 11.30 Uhr, Küche bis 23.30 Uhr, So ab 13.00 Uhr, Küche bis 23.00 Uhr |description=Günstiges und schmackhaftes Essen (Pizza und Salate etc.)}} * {{vCard | name = Romikulum | type = restaurant | url = https://romikulum.com/ | address = Metternichstraße 33 | directions = In der Nähe des Nells Park | lat = 49.7684 | long = 6.6711 | phone = +49 (0)651 14567700 | email = info@romikulum.com | hours = Di. - Fr.: 11:30 - 14:00 Uhr // 17:00 - 22:00 Uhr; Sa., So. & Feiertags: 11:30 - 22:00 Uhr | lastedit = 2022-06-15 | description = Abseits der Touristenströme mit großem Außenbereich. Hauptsächlich von Einheimischen besucht. Überwiegend italienische Küche. }} === Mittel === === Gehoben === Überregionale Bekanntheit hat das vom Gault Millau und Guide Michelin gelobte Restaurant [https://www.beckers-trier.de/ Beckers] im Stadtteil Olewig. == Nachtleben == === Günstig === * {{vCard |type=cinema |name=Broadway |url=https://www.broadway-trier.de/ |address=Paulinstraße 18 |lat=49.76113 |long=6.64610 |description=Programmkino. Ermäßigte Preise am Donnerstag (Kinotag).}} === Mittel === * {{vCard |type=arts center |name=Tufa |wikidata=Q1583731 |url=http://www.tufa-trier.de/ |address=Wechselstraße 4 |lat=49.75120 |long=6.63989 |description=Kultur- und Kommunikationszentrum mit regelmäigen Theaterveranstaltungen, Lesungen und Konzerten. }} * {{vCard |type=cinema |name=Cinemaxx Trier |url=http://www.cinemaxx.de/?SwitchCinemaId=76 |address=Moselstraße 17 |lat=49.75891 |long=6.64115 |description=Kino der bekannten Kinokette. }} === Gehoben === * {{vCard |name=Theater Trier |wikidata=Q2415967 |url=https://www.theater-trier.de/ |address=Am Augustinerhof |description=klassisches städtisches Schauspielhaus.}} * {{vCard |name=Arena Trier |wikidata=Q641507 | type = event venue |url=https://www.arena-trier.de/ |address=Fort-Worth-Platz 1 |description=Sport- und Veranstaltungshalle mit regelmäßigen Konzerten, Musicals und Shows.}} == Unterkunft == Gelegentlich ist Trier ausgebucht. In diesem Fall ist es erwägenswert, in die Nachbarorte [[Konz]] oder [[Schweich]] auszuweichen. Es besteht Bahnverbindung. Deren Touristenservices verfügen auch über Onlineabfrage bei Unterkünften (Trier dagegen nicht). Die Gemeinde erhebt eine '''Bettensteuer''' von 3,5{{nnbsp}}% auf den Bruttoübernachtungspreis. Befreiungen sind nicht vorgesehen. {{Stand|2026|01}} === Camping/Wohnmobile === * {{vCard | name = Wohnmobilstellplatz Weingut Georg Fritz von Nell | type = caravan site | url = https://www.vonnell.de/weinstube/ | address = Im Tiergarten 12, 54295 Trier | directions = Am Stadtrand, mit dem Fahrrad ca. 3&#x202F;km bis zur Stadtmitte | lat = 49.7383115 | long = 6.6596206 | phone = +49 651 32397 | price = EUR 13,00/Nacht | image = Wohnmobilstellplatz Weingut Georg Fritz von Nell, Trier-0582.jpg | lastedit = 2021-08-25 | description = Sehr ruhig gelegener Wohnmobilstellplatz am Hang von Weinbergen in direkter Nähe zum Weingut. Preis inklusive Beherbergungssteuer der Stadt Trier, Strom, Wasser. Brötchenservice. Ca. 15 Stellplätze. }} === Günstig === * {{vCard | type= hostel | name= Kolpinghaus Warsberger Hof | url= https://www.kolpinghaus-warsberger-hof.de | address= Dietrichstr. 42 | directions= in einer ruhigen Seitenstraße nahe des Hauptmarkts | lat=49.75755 | long=6.63930 | email= | checkin= | checkout= | price= }} * {{vCard | type= hotel, restaurant | name= Hotel Restaurant Pieper | url= http://www.hotel-pieper-trier.de/ | address= Thebäerstraße 39 | directions= in einer ruhigen Seitenstraße am Rande der Innenstadt | phone= | lat=49.76102 | long=6.65033 | checkin= | checkout= | price= |description = }} * {{vCard | type= hotel | name= Hotel Constantin | url= http://www.hotel-constantin.de/ | address=St.-Barbara-Ufer 1 | directions= an einem Verkehrsknotenpunkt am Moselufer, zu Fuß zur Innenstadt ca. 15 min | phone= | lat=49.75153 | long=6.62854 | checkin= | checkout= | price= }} * {{vCard | type= hotel | name= Hotel Deutschherrenhof | url= https://www.hotel-deutschherrenhof-trier.de | address= Deutschherrenstraße 32 | directions= günstige Lage aber keine schöne Umgebung | phone= | lat=49.76024 | long=6.63754 | checkin= | checkout= | price= }} * {{vCard | type= hostel | name= Jugendherberge | url= https://www.diejugendherbergen.de/die-jugendherbergen-auf-einen-blick/trier/portrait | address= An der Jugendherberge 4 | directions= am Moselufer, zu Fuß zur Innenstadt ca. 15 min | phone= | lat=49.76807 | long=6.64067 | checkin= | checkout= | price= }} === Mittel === * {{vCard | type= hotel | name= Altstadt Hotel | url= http://www.friedrich-hotels.de/roemischer-kaiser/?page_id=717 | address= Rindertanzstraße 1 | directions= zentrale Lage, direkt an der Porta Nigra | phone= | lat=49.75885 | long=6.64484 | checkin= | checkout= | price= }} * {{vCard | type= hotel | name= Hotel Römischer Kaiser | url= http://www.friedrich-hotels.de/roemischer-kaiser/ | address= Porta-Nigra-Platz 6 | directions= zentrale Lage, direkt an der Porta Nigra | phone= | lat=49.75926 | long=6.64484 | checkin= | checkout= | price= }} * {{vCard | type= hotel | name= Nells Park Hotel | url= https://www.nellsparkhotel.de/ | address= Dasbachstraße 12 | directions= im Nells Park am Verteilerkreis, abseits der Innenstadt | phone= | lat=49.77076 | long=6.66958 | checkin= | checkout= | price= |description = Wird gerne für Hochzeiten genutzt.}} * {{vCard | type= hotel | name= Hotel Casa Chiara | url= http://www.casa-chiara.de/ | address= Engelstraße 8 | directions= in einer ruhigen Seitenstraße am Rande der Innenstadt | phone= | lat=49.76098 | long=6.64359 | checkin= | checkout= | price= }} * {{vCard | type= hotel | name= Hotel Deutscher Hof | url= https://www.hotel-deutscher-hof.de/ | address= Südallee 25 | directions= am Alleenring am Rande der Innenstadt | phone= | lat=49.74975 | long=6.63619 | checkin= | checkout= | price= }} * {{vCard | type= hotel | name= Berghotel Kockelsberg | url= http://www.kockelsberg.de/ | address= Kockelsberg 1 | directions= abgelegene aber wunderschöne Lage mit Blick auf die Stadt | phone= | lat=49.77563 | long=6.62666 | checkin= | checkout= | price= }} * {{vCard | type= hotel | name= Hotel Petrisberg | url= https://www.hotel-petrisberg.de/ | address= Sickingenstraße 11 | directions= schöne Aussicht über Trier, zu Fuß zur Innenstadt ca. 30 min | phone= | lat=49.75097 | long=6.65545 | checkin= | checkout= | price= }} * {{vCard | type= hotel | name= Vienna House Easy Trier | url= https://www.viennahouse.com/index.php?id=935&L=1 | address= Metzer Allee 6 | directions= zu Fuß zur Innenstadt ca. 20 min | phone= | lat=49.74473 | long=6.64480 | checkin= | checkout= | price= }} * {{vCard | type= hotel | name= Blesius Garten | url= https://www.blesius-garten.de/ | address= Olewiger Straße 135 | directions= im Stadtteil Olewig abseits der Innenstadt | phone= | lat=49.74340 | long=6.65993 | checkin= | checkout= | price= |description = Sehr beliebt, eigene Brauerei, Weinlokale in der Nähe.}} * {{vCard | type= hotel | name= Hotel Klosterschenke | url= https://www.hotel-klosterschenke.de/ | address= Klosterstraße 10 | directions= im Stadtteil Pfalzel abseits der Innenstadt | phone= | lat=49.78055 | long=6.69550 | checkin= | checkout= | price= |description = Ein altes Kloster am Moselufer.}} * {{vCard | type= hotel | name= Hotel Frankenturm | url= http://pizzeria-frankenturm.de/?page_id=69 | address= Dietrichstraße 3 | directions= sehr zentral in der Innenstadt gelegen | phone= 0049 651 978 240 | lat=49.75698 | long=6.63994 | checkin= | checkout= | price= }} * {{vCard | name = ibis Styles Trier | type = hotel | url = https://all.accor.com/hotel/9752/index.de.shtml?dateIn=&nights=&compositions=1&stayplus=false&snu=false#origin=mercure | address = Metzelstrasse 12 | directions = Zentral gelegen | lat = 49.75540 | long = 6.63756 | phone = +49 (0)651 994920 | fax = +49 (0)651 99492100 | email = smile@ibisstyles-trier.com | checkin = ab 15h00 | checkout = bis 12h00 | lastedit = 2022-06-15 | description = }} === Gehoben === * {{vCard | name = Park Plaza | type = hotel | wikidata = Q111388398 | url = http://www.parkplaza-trier.de/ | address = Nikolaus-Koch-Platz 1, 54290 Trier | directions = zentrale Lage | phone = +49 (0)651 99930 | fax = +49 (0)651 9993555 | email = info@parkplaza-trier.de }} * {{vCard | name = Mercure Hotel Trier Porta Nigra | type = hotel | url = https://all.accor.com/hotel/5356/index.de.shtml?dateIn=&nights=&compositions=1&stayplus=false&snu=false#origin=mercure | address = Porta-Nigra-Platz 1 | directions = zentrale Lage, direkt gegenüber der Porta Nigra | lat = 49.76016 | long = 6.64460 | phone = +49 (0)651 27010 | fax = +49 (0)651 2701170 | email = h5356@accor.com | description = }} * {{vCard | name = Hotel Eurener Hof | type = hotel | wikidata = Q111390287 | address = Eurener Straße 171, 54294 Trier | directions = im Stadtteil Euren abseits der Innenstadt | phone = +49 (0)651 8240-0 | checkin = 16:00 | checkout = 11:00 }} == Sicherheit == * {{vCard|type=police |name=Polizeiinspektion Trier |address=Kürenzer Str. 3, 54290 Trier |phone=+49 0651 97795210 |email=|fax=|url=|hours=|price= |lat=49.75879 |long=6.65290 |lastedit=|description=}} * {{vCard|type=police |name=Polizeipräsidium Trier |address=Salvianstraße 9, 54290 Trier |phone=+49 0651 97790 |email=|fax=|url=|hours=|price= |lat=49.75703 |long=6.63470 |lastedit=2022-01-11 |description=}} == Lernen == Trier besitzt eine Universität sowie die größte Hochschule in [[Rheinland-Pfalz]]. * {{vCard|type=university |name=Universität Trier |address=Universitätsring 15, 54296 Trier |phone=+49 0651 2010 |email=|fax=|url=https://www.uni-trier.de |hours=|price=|lat=49.74607 |long=6.68719 |lastedit=|description=}} * {{vCard|type=school |name=Hochschule |address=|phone=|email=|fax=|url=https://www.hochschule-trier.de |hours=|price=|lat=|long=|lastedit=2022-01-11 |description=}} == Gesundheit == === Krankenhäuser === * {{vCard|type=hospital |name=Krankenhaus der Barmherzigen Brüder |address=Nordallee 1, 54292 Trier |phone=+49 0651 208-0 |email=info@bk-trier.de |fax= |url=https://www.bk-trier.de/bkt/index.php |hours=|price=|lat=49.76264 |long=6.63925 |lastedit=|description=}} * {{vCard | name = Klinikum Mutterhaus Mitte | alt = Mutterhaus der Borromäerinnen | type = hospital | wikidata = Q991759 | description = }} == Praktische Hinweise == === Tourist-Information === * {{vCard | name = Trier Tourismus und Marketing GmbH | type = tourist information | url = https://www.trier-info.de/kontakt/kontakt-oeffnungszeiten | address = Simeonstraße 60, 54290 Trier | lat = 49.75979 | long = 6.64356 | phone = +49 0651 97808-0 | fax = +49 0651 97808-88 | email = info@trier-info.de | directions = direkt an der Porta Nigra | hours = Jan-Mär: Mo-Sa 10:00-17:00; Apr-Dez: Mo-Sa 09:30-18:00, So und Feiertage 10:00-17:00 }} === Stadtführungen === * [https://www.erlebnisfuehrungen.de Erlebnisstadtführungen zum römischen Trier] === Lokalpresse === * {{vCard|type=newspaper |name=Trierischer Volksfreund |address=|phone=|email=|fax=|url=https://www.volksfreund.de |hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=Tageszeitung und Nachrichtenportal.}} * {{vCard|type=newspaper |name=lokalo.de |address=|phone=|email=|fax=|url=https://www.lokalo.de |hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=Nachrichten aus der Region.}} == Ausflüge == * '''Städte''': [[Luxemburg]], [[Bernkastel-Kues]], [[Cochem]], [[Saarbrücken]], [[Metz]] * '''Natur''': [[Moseltal]], [[Eifel]], [[Hunsrück]] == Literatur == * {{Buch |Autor=Michael Moll |Titel=Trier - Erlebniswanderungen rund um die Stadt |Datum=2013 |Verlag=Droste Verlag |ISBN=978-3-7700-1472-9}} * Freck langsam (2010): in Trier und im Trierer Platt gedrehte Actionkomödie == Weblinks == * http://www.trier-info.de - offizielle Touristeninformation der Stadt * {{Offizielle Webseite}} * https://www.zentrum-der-antike.de offizielle Internetseite des römischen Trier * https://www.youtube.com/watch?v=-J87FFCocbc Touristisches Video auf Youtube * https://www.dw.com/de/trier-von-oben/av-44042895 Video „Trier von oben“ bei der Deutschen Welle {{class-3}}{{Unesco|Kontinent = Europa |Deutschland}} {{GeoData| lat= 49.75667| long= 6.64139| radius= 20000}} {{IstInKat|Region Trier||Mittelmosel}} c5nornv1xdblvlwb6s4peup9ehtf1ku Trinidad und Tobago 0 6216 1804846 1758463 2026-09-19T03:09:41Z Grueslayer 11765 Kleinkram. 1804846 wikitext text/x-wiki {{quickbar | Lage = [[Datei:Trinidad_and_Tobago_in_its_region_(special_marker).svg|Karte der Karibik mit hervorgehobener Lage von Trinidad und Tobago]] | Flagge = [[Datei:Flag of Trinidad and Tobago.svg|100px|Flagge von Trinidad und Tobago]] | Hauptstadt = [[Port of Spain]] | Staatsform = Präsidiale Republik im Commonwealth | Währung=1 Trinidad-und-Tobago-Dollar (TTD) = 100 Cents | Fläche=5.130 km² | Bevölkerung=1,3 Mio | Amtssprache=Englisch | Religion=Katholiken 29,4&#x202F;%, Hindus 23,8&#x202F;%, Anglikaner 10,9&#x202F;%, Muslime 5,8&#x202F;% | Stromnetz=115 V/ 60 Hz | Telefonvorwahl=+1-868 | TLD=.tt | Zeitzone=MEZ-5h }} '''Trinidad und Tobago''' liegt im Süden der [[Karibik]]. Der Inselstaat setzt sich aus der größeren Insel [[Trinidad]], der kleineren Insel [[Tobago]] sowie mehreren kleinen, zumeist unbewohnten Inseln zusammen. == Regionen == * '''[[Trinidad (Trinidad und Tobago)|Trinidad]]''' - Auf Trinidad ist die Hauptstadt [[Port of Spain]] einen Besuch wert. Maracas Bay lockt mit feinen Sandstränden und lokalen Spezialitäten. Naturliebhaber besuchen das Asa Wright Nature Centre und den Pitch Lake, den größten natürlichen Asphaltsee der Welt. Das Caroni Bird Sanctuary bietet Bootstouren durch die Mangroven und Vogelbeobachtung. Der Karneval von Trinidad ist weltberühmt für seine farbenfrohen Umzüge. * '''[[Tobago]]''' - Auf Tobago ist Pigeon Point ein bekannter Strand, ideal zum Schwimmen und Schnorcheln. Das Buccoo Reef und der Nylon Pool bieten spektakuläre Unterwasserlandschaften. In Scarborough beeindruckt das historische Fort King George. Argyle Waterfall und Little Tobago sind ideale Orte für Naturliebhaber. Das Tobago Forest Reserve ist ein beliebtes Wander- und Vogelparadies. == Städte == * '''[[Port of Spain]]''' - auf Trinidad, Hauptstadt des Landes. * '''[[Scarborough (Tobago)]]''' - größte Stadt auf Tobago. [[Datei:Trinidad and Tobago-CIA WFB Map.png|right|Karte von Trinidad und Tobago]] == Hintergrund == Trinidad und Tobago ist ein Inselstaat der südlichen Karibik, in unmittelbarer Nähe zum südamerikanischen Festland, vor der Küste von Venezuela. Trinidad ist neben Jamaika die wirtschaftlich und industriell bedeutendste Insel in der Gruppe der englischsprachigen Karibikinseln. Vor der Küste befinden sich bedeutende Erdöl- und Erdgasvorkommen. Weltweit bekannt ist auch der Karneval von Trinidad und die Musik der "Steelbands". Im Gegensatz zu allen anderen Karibikinseln hat Trinidad einen sehr hohen Bevölkerungsanteil (ca. 40&#x202F;%) mit indischen Wurzeln. Dies hat große Auswirkungen auf das soziale Leben, Feiertage und die Kultur im allgemeinen. Der Tourismus ist auf der Insel Trinidad abseits des Karnevals nicht von Bedeutung. Ganz im Gegensatz dazu steht die kleinere, nördlich gelegene Insel Tobago. Seit dem Zusammenbruch der Zuckerindustrie lebt man dort fast ausschließlich vom Tourismus. Unterschiedlich ist auch die Bevölkerung, auf Tobago leben überwiegend die Nachkommen von afrikanischen Sklaven, die auf Trinidad nur etwa 40&#x202F;% der Bevölkerung ausmachen. == Anreise == * Für die Einreise muss ein sechs Monate über das Reiseende hinaus gültiger Reisepass vorgelegt werden. * Der Nachweis eines Weiter- oder Rückflugtickets kann bei Einreise mit dem Flugzeug gefordert werden. * Noch im Flugzeug erhält jeder Reisende eine Einreisekarte, die vor der Landung ausgefüllt werden muss. Eine benötigte Angabe ist die genaue Aufenthaltsadresse, die auch oft bei der Einreise abgefragt wird. * Die Einfuhr von Währungen ist nicht begrenzt, muss aber ab einem Wert von 20.000 TTD (Stand 2025 etwa 2.500 EUR) deklariert werden. Es dürfen nur max. 200 TTD ausgeführt werden; für Fremdwährungen gibt es keine Beschränkungen, ggf. muss der Wert aber der deklarierten Einfuhr entsprechen. * Die Einfuhr von Waffen ist streng verboten; dazu zählen auch Messer, Signalpistolen und Abwehrsprays. * Bei der Ausreise sind z. Z. eine Flughafengebühr von 100 TTD und eine Sicherheitsgebühr von 10 TTD zu zahlen. === Mit dem Flugzeug === Tobago, als Ferienziel, wird von verschiedenen Fluglinien aus Europa angeflogen. Neben Verbindungen von London gibt es Flüge mit Condor von Frankfurt/Main und [http://www.martinair.de/ Martinair] von Amsterdam. Trinidad wird von Europa aus dreimal pro Woche von [http://www.britishairways.com/travel/home/public/de_de British Airways] aus von London-Gatwick angeflogen. Ansonsten bietet British Airways tägliche Umsteigeverbindugen über Barbados mit Caribbean Airlines im Codeshare an. KLM fliegt wöchentlich von Amsterdam nach Port of Spain. Es gibt auch verschiedene Umsteigeverbindungen über die USA hauptsächlich via Miami und New York. Dabei sollten aber mindestens drei Stunden für den Transit mit den Ein- und Ausreiseformalitäten der USA eingeplant werden. Durchgangstarife aus Deutschland bieten u.a. British Airways, American Airlines, Continental und Delta an. Von den Nachbarinseln sowie aus Guyana und Suriname fliegen Caribbean Airlines (Fluggesellschaft von Trinidad & Tobago) und/oder LIAT nach Trinidad. Außerdem fliegen Insel Air aus Curacao, Surinam Airways aus Suriname und Aeropostal aus Venezuela regelmäßig Trinidad an. Caribbean Airlines bietet günstige Airpässe für ihr karibisches Streckennetz an. Zwischen Trinidad und Tobago gibt es mehrmals täglich eine günstige Flugverbindung (20 Min.) mit Caribbean Airlines sowie eine Fährverbindung zwischen Port of Spain und Scarborough. === Mit dem Schiff === Es gibt Stand 2025 eine Fährverbindung zwischen Chaguaramas (westlich von Port of Spain) und Güira in Venezuela. Wegen der volatilen politischen und ökonomischen Situation in Venezuela war diese Fährverbindung in der Vergangenheit teils jahrelang suspendiert und kann jederzeit aufgrund aktueller Ereignisse eingestellt werden. Die Fähre wird von einem privaten venezolanischen Anbieter betrieben und transportiert Passagire und Fracht, keine Fahrzeuge. Neben der Möglichkeit, mit Kreuzfahrtschiffen anzureisen, kann man erfragen, ob es Frachtschiffe gibt, die noch Passagiere mitnehmen. Dafür sollte man sich bei spezialisierten Reisebüros erkundigen. Zwischen beiden Inseln verkehren regelmäßig Fähren (je nach Fähre ca. 2,5 bzw. 4,5 Stunden Fahrzeit). Zwischen San Fernando und Port of Spain besteht eine Passagierfährverbindung, das „Wassertaxi“. == Mobilität == === ÖPNV === Es gibt ein Busnetz der staatlichen Public Transport Service Corporation (PTSC), das aber nicht besonders gut ausgebaut ist. Zwischen Port of Spain und San Fernando sowie zwischen Port of Spain und Arima gibt es eine "Express Bus"-Verbindung. Übersicht über das [Busnetz der PTSC]. === Sammeltaxis und Taxis === Ansonsten fahren Sammeltaxis alle Hauptstraßen ab. Dies sind PKW mit 4-5 Fahrgästen, die man an der Straße anhält oder die von bestimmten Ständen in Port of Spain oder den Provinzstädten abfahren. Der Fahrpreis ist günstig. Sammeltaxis haben immer auch ein Kennzeichen, das mit „H“ (wie „Hire“, „mieten“) anfängt (Kennzeichen von Privatfahrzeugen beginnen mit „P“). Individuelle und Funktaxis sind eher teuer, ebenso wie die Taxis von und zum Flughafen. Aber Achtung: Taxipreise hängen am Flughafen vor Verlassen der Ankunftshalle aus und sind auch gültig. Auch für die Rückfahrt merken! Nachts gibt es einen Zuschlag. Weiterhin gibt es in Trinidad Maxitaxis, das sind Kleinbusse auf festgelegten Routen und je nach Route festen Start- und Endorten. Für die einzelnen Richtungen gibt es unterschiedlich Farbmakierungen an den Fahrzeugen. Maxi-Taxis halten auf Zuwinken an allen möglichen Plätzen zum Ein- und Aussteigen. Am Besten immer die Einwohner fragen, welches Transportmittel wohin fährt. Fahrpläne für Sammel- und Maxitaxis gibt es keine, wenn ein Auto voll ist, wird losgefahren. === Mietwagen === Die internationalen Mietwagenanbieter sind ausschließlich am Flughafen Piarco vertreten, Alamo auch in San Fernando. Kleine, lokale Anbieter finden sich auch in ein paar weiteren Städten Trinidads sowie auf Tobago. Das Anbieternetz ist insgesamt recht dünn. Der deutsche Führerschein wird drei Monate anerkannt; der internationale ein Jahr. Ein internationaler Führerschein wird von einigen Mietwagenanbietern verlangt und ist, da Unfälle wegen des Fahrstils der Einheimischen keine Seltenheit sind und auf Trinidad wenige Besitzer ausländischer Führerscheine unterwegs sind, mitunter im Umgang mit der Polizei hilfreich. Trinidad hat Linksverkehr. Der Fahrstil ist eher südeuropäisch, problematisch sind insbesondere abends und nachts alkoholisierte Fahrer. Das Straßennetz ist gut ausgebaut, aber voller Schlaglöcher, außerorts noch schlimmer als innerorts. == Sprache == Amts- und Schriftsprache ist Englisch. Die gesprochene Sprache, Trinidadian and Tobagonian English, hat eine melodischeres Klangbild als "Oxford English", eine wie bei Kreolsprachen vereinfachte Grammatik und, bedingt durch die Kolonial- und Zuwanderungshistorie, zahlreiche Lehnwörter aus dem Französischen und dem Hindi. In der Metropolregion Port of Spain ist das Resultat dabei oft besser verständlich als im eher ländlichen Süden und Osten. == Kaufen == Im Dezember 2019 wurde die 100-Dollar-Note durch eine Polymer-Version ersetzt. Seit dem 1. Januar 2020 sind die alten 100-Dollar-Noten aus Papier ungültig. == Küche == Für mitteleuropäische Besucher auffällig ist die sehr große Anzahl von Fast-Food-Restaurants. Den größten Anteil an diesen nehmen Ketten mit Fokus auf Hühnerfleisch wie Kentucky Fried Chicken und Royal Castle ein, auch Subway hat sehr viele Filialen im Land. Daneben finden sich viele kleine Imbissbuden und mobile Essensverkäufer, die warme, oft einheimische, meist frittierte Snacks anbieten. Restaurants haben ausnahmslos internationalen, oft US-amerikanisch geprägten Charakter und sind vergleichsweise teuer. Traditionelle trinidadische Küche findet sich am ehesten an spezifischen Ständen in den Food Courts der Shopping Malls. == Nachtleben == Viele Bars und Kneipen, vereinzelte Freiluftdiscos in den Touristenorten. Absolutes Muss ist die sogenannte "Sunday School" im kleinen Fischerdorf Buccoo. Dabei handelt es sich um eine Veranstaltung, die jeden Sonntag dort stattfindet. Es spielen eine oder mehrere Steelbands und das ganze Dorf feiert bis in den Morgen bei Carib und anderen Drinks. Unbedingt hingehen! == Unterkunft == In Tobago gibt es verschiedenste Unterkünfte aller Komfort- und Preisklassen. In Trinidad sind Hotels mehr auf Geschäftsreisen eingerichtet und nicht besonders zahlreich. Die mit Abstand meisten Hotels gibt es in Port of Spain. Eine geringe Zahl an Hotels findet sich in San Fernando, in Point Fortin und in der Nähe des internationalen Flughafens in Piarco. Ferienunterkünfte und Air-BnB-Unterkünfte finden sich vereinzelt auch an der Nordwest-, der Nordost und der Ostküste. == Lernen == Auf der Insel Trinidad hat die Universität der Westindischen Inseln (UWI) einen großen Campus. == Arbeiten == Wenn man nicht von seiner Firma zum Arbeiten nach Trinidad entsandt wird, ist es eher schlecht, Arbeit zu finden. Eine Arbeitserlaubnis ist nur schwierig zu bekommen. == Feiertage == * 01. Januar, New Year, Neujahr * 30. März, Shouter Day, Befreiung der Baptistengemeinde (1917 - 1951 von der Kolonialregierung unter Bann) * {{Karfreitag|{{CURRENTYEAR}}}}, Good Friday, Karfreitag * {{Ostermontag|{{CURRENTYEAR}}}}, Easter Monday, Ostermontag * 30. Mai, Indian Arrival Day, Gedenken an die indischen Einwanderer * 19. Juni, Labor Day, Tag der Arbeit * Ascension, Christi Himmelfahrt * 01. August, Emancipation Day, Befreiungstag * 31. August, Independence Day, Feiertag zur Loslösung der Republik von Großbritannien im Jahre 1962 * 24. September, Republic Day, Tag der Republik * {{Id al-Fitr}}, Eid-ul-Fitr, moslemisches Neujahrsfest * Divali, hinduistische Fest * 25. Dezember, Christmas, Weihnachten * 26. Dezember, Boxing Day, Weihnachtsfeiertag * 31. Dezember, New Years Eve, Silvester == Sicherheit == * Es gibt in Trinidad einige Gebiete, die man als Europäer nicht unbedingt aufsuchen sollte. Die Deutsche Botschaft in Port of Spain gibt dazu Ratschläge auf ihrer Website:<ref>[https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/trinidadundtobago-node/trinidadundtobagosicherheit/220466] (Stand 2021-10-24)</ref> „Innenstadt östlich von Henry Street sowie der Stadtteile Beetham, Laventille, Morvant, Sea Lots und Belmont sowie in Enterprise, einem Stadtteil von Chaguanas in der Nähe von Mowietowne Chaguanas und in Carapo, einen Stadtteil von Arima immer wieder zu Raubüberfällen und Einbruchdiebstählen unter Gewaltanwendung, manchmal auch unter Einsatz von Schusswaffen. [...] Auf Tobago ist dies in geringerem Maße in Charlotteville und in Minister Bay/Bacolet und im Südwesten Tobagos (z.&#x202F;B.&nbsp;in Buccoo, Bon Accord, der Gegend von Black Rock und Lambeau). [...] Militärähnliche Tarnkleidung jeglicher Art und Farbe (Camouflage) ist laut Gesetz dem Militär vorbehalten.“ * Die Kriminalitätsrate ist in Trinidad eher höher als im Rest der Ostkaribik - In den letzten Jahren gab es verstärkt Entführungen, die aber Einwohner aus Trinidad betrafen, um Lösegelder zu erpressen. * Der Besitz, Handel und Gebrauch von Drogen, einschließlich Marihuana, steht unter Strafe. Delikte dieser Art werden von der OCNU (Organised Crime and Narcotics Unit) verfolgt. == Gesundheit == Wenn man die üblichen Vorsichtsmaßnahmen für Reisen in tropische Länder beachtet, ist Reisen in Trinidad problemlos möglich. Wegen möglicher Ausbrüche von Dengue-Fieber sollte an Mückenschutz gedacht werden. Das Trinkwasser ist normalerweise trinkbar. Man bekommt aber überall Mineralwasser zu kaufen. Da die öffentlichen Krankenhäuser unter einem Mangel an Fachkräften leiden, sollte man auf jeden Fall eine private Krankenversicherung abschließen, um auch private Ärzte und Kliniken besuchen zu können. Die Deutsche Botschaft hilft bei Bedarf mit Auskünften zu Ärzten weiter. Als Schutzimpfung vor der Reise ist Hepatitis-A auf jeden Fall zu empfehlen. === AIDS === Auch sollte man daran denken, dass HIV und andere Hepatitis-Infektionen in der Karibik verbreitet sind und daher ungeschützte Sexualkontakte vermeiden. Die Verbreitung unter Erwachsenen schätzte man 2020 auf 0,7 %. == Klima == Das ganze Jahr über tropisch mit Regenzeit im späten Frühjahr und im Sommer. Trinidad gilt aber, im Gegensatz zu allen sonstigen ostkaribischen Inseln als „hurricane-sicher“, da es südlich der Hurricane-Zone liegt. == Praktische Hinweise == == Telekommunikation == * Vorwahl: +868 für Gespräche vor Ort. Für Ferngespräche +1 868. Die großen örtlichen, auch auf den umliegenden Inseln operierenden Mobilfunkbetreiber sind Bmobile und Digicel. Eine 30 Tage gültige Prepaid-SIM-Karte kostet Stand 2026 35 (Bmobile) bzw. 40 (Digicel) Euro und bietet 30 GB Datenvolumen. Es gibt etwas günstigere Karten mit weniger Datenvolumen sowie Karten für 7 und 14 Tage. Karten können in Geschäften bzw. an Ständen der Anbieter (z.B. am Flughafen oder in Einkaufszentren) erworben und bei Bedarf in zahlreichen Kiosken, Lebensmittelgeschäften etc. aufgeladen werden. Die Netzabdeckung ist bei beiden Anbietern in etwa gleich gut; Signalverlust gibt es lediglich in einigen abgelegenen Gebieten der Northern Range. == Literatur == === deutsche Reiseführer === * Christine De Vreese; ''Trinidad & Tobago, Grenada mit Carriacou,'' Dumont Reisebuch, ⁴2013, {{ISBN|978-3-7701-6719-7}} * ''Trinidad und Tobago: Reiseführer für individuelles Entdecken'', Reise Know-How Verlag Peter Rump 2013, {{ISBN|978-3831723232}} === englische Reiseführer === * ''Trinidad & Tobago,'' Insight Guides, London, 2005, {{ISBN|981-258-147-2}} * ''Trinidad & Tobago,'' Rough Guides, 2018, {{ISBN|9780241308844}} * ''Caribbean, Lesser Antilles: special maps;'' München: Nelles Verlag, 2018; 1:2.500.000, Mit 30 Nebenkarten. Legende in englisch, deutsch und französisch === Belletristik === * V. S. Naipaul, ''Ein Haus für Mr. Biswas,'' dtv Verlag, 1995, {{ISBN|3-423-12020-7}} == Weblinks == * [https://visittrinidad.tt/ Trinidad Tourism] * [https://www.visittobago.gov.tt/ Tobago Tourism Agency] * [https://discovertnt.com Discovertnt.com] - Touristische Informationen == Einzelnachweise == <references /> {{GeoData| lat= | long= | radius= }} {{IstInKat|Karibik}} {{class-2}} 91vapduif0339gh39tu5zylgei5eyol Butzbach 0 10299 1804841 1739877 2026-09-18T21:41:55Z ~2026-49169-06 59479 /* Mit der Bahn */ 1804841 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort}} '''Butzbach''' ist eine Stadt in [[Hessen]], am Rande der [[Wetterau]] und des [[Taunus]] gelegen. == Hintergrund == {{Mapframe|50.4362|8.6686|zoom=14|height=300|width=300|type=geoline}} [[File:Butzbach_(Merian).jpg|thumb|Butzbach in der Topographia Hassiae von [[w:Matthäus Merian|Matthäus Merian]] 1655.]] Butzbach hat eine gut erhaltene historische Altstadt und liegt an der [[Deutsche Fachwerkstraße|Deutschen Fachwerkstraße]]. Obwohl Butzbach selbst in der Wetterau liegt, reichen seine Stadtteile weit in den Hintertaunus hinein. Die Stadtteile sind größtenteils dörflich-ländlich geprägt. == Anreise == === Mit der Bahn === Der {{Marker|type=go|name=Bahnhof Butzbach|wikidata=Q800598}} liegt sehr zentral direkt neben der historischen Altstadt und dem Busbahnhof. Hier hält im Stundentakt der Mittelhessen-Express von Frankfurt über [[Marburg]] nach [[Schwalm|Treysa]], der in [[Gießen]] geflügelt wird und der hintere Teil nach [[Dillenburg]] fährt. Regional-Express-Züge rauschen ohne Halt durch. Weitere Bahnhöfe auf dem Stadtgebiet von Butzbach sind der {{Marker|type=go|name=Bahnhof Kirch Göns|lat=50.47377|long=8.66653}} sowie der {{Marker|type=go|name=Bahnhof Ostheim (b Butzbach)|lat=50.40644|long=8.67502}}. Diese Bahnhöfe werden nur im Zweistundentakt von Regionalbahnen bedient, die Anreise über diese Bahnhöfe ist nicht zu empfehlen. Butzbach liegt im Gebiet des Nahverkehrsverbundes Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV). Die Mitnahme von Fahrrädern ist im Gebiet des RMV kostenlos und in von der Deutschen Bahn AG betriebenen Zügen ganztägig möglich. Bei anderen Verkehrsmittel kann die Fahrradmitnahme zeitlich eingeschränkt sein auf Zeiten außerhalb des Berufsverkehrs (z.&#x202F;B. Stadtbusse in Butzbach). === Auf der Straße === {{RSIGN|DE|A|45}} {{Ausfahrt|Giessener Südkreuz}}, {{RSIGN|DE|A|5}} {{Ausfahrt|Butzbach }} und {{RSIGN|DE|B|3}} Die [[Deutsche Fachwerkstraße]] führt durch den Ort. === Mit dem Fahrrad === *'''[[Limes-Radweg]]''' === Hinweis für Navigationssysteme und Stadtpläne === 2010 wurden in Butzbach die Straßennamen, die seit der Gebietsreform und der Eingemeindung der umliegenden Dörfer häufig mehrfach existierten, umbenannt. Jetzt gibt es jeden Straßennamen nur noch einmal im Stadtgebiet. Achten Sie deshalb auf den Stand Ihrer Kartenunterlagen bzw. -software. In der Regel sind die neuen Straßennamen ab 2012 auch in Kartenmaterial und -software umgesetzt. == Mobilität == === Busverkehr === Der Busverkehr bietet in Butzbach bis ca. 21.00 Uhr ein gutes Angebot. Allerdings ist die Linienbenennung teilweise irreführend. So gibt es z.&#x202F;B. zwei Linien 500 mit ganz unterschiedlichen Streckenverläufen. === Radwegenetz === Alle Stadtteile sind an ein gut ausgeschildertes Radwegenetz angeschlossen. == Sehenswürdigkeiten == === Kernstadt === * '''Marktplatz''' mit '''Marktbrunnen''' * '''Fachwerkhäuser''' aus dem 16. bis 18. Jahrhundert * '''Gotische Markuskirche''' aus dem 15. Jahrhundert * '''Reste der Stadtmauer mit Schwibbogenhäuschen''' * '''Solmser Schloss''' − Der spätgotische Steinbau wurde um 1481 erbaut, wobei die Stadtmauer mit einbezogen wurde. Prächtiges Renaissance-Treppenhaus von 1588. Von 1879 - 2004 Sitz des Amtsgerichts Butzbach. * '''Landgrafenschloss''' * '''Reste des Limes mit Wachturm''' === Stadtteile === Viele umliegende alte Bauerndörfer sind Stadtteile von Butzbach. Viele haben noch alte erhaltene Bausubstanz und sind wirklich sehenswert. ==== Griedel ==== {{Marker|type = village |lat = 50.440|long = 8.705|name =Griedel}} * Im Ort gibt es noch viele alte '''Bauernhäuser''' * {{vCard|type= train|name=Museumseisenbahn|address=|phone=+49 6032 9292 29|email=|fax=|url=http://www.draisine.de/EFW_Homepage_neu/index.htm|hours=|price=|lat=|long= |lastedit=|description= Sie fährt durch Griedel dank der Eisenbahnfreunde Wetterau e.V. Diese fahren von April bis Oktober jeden 1. und 3. Sonntag mit Dampf- oder Diesel-gezogenen Museumszügen. Die Rückfahrkarte Bad Nauheim-Nord - Münzenberg kostet (Saison 2015): Erwachsene 12,00 €, Kinder 7,00 €. Die einfache Fahrt ist für 7,00&#x202F;€ (Erwachsene) bzw. 4,00&#x202F;€ (Kinder ab 3 Jahren) zu haben. Die Mitnahme von Fahrrädern ist kostenlos möglich. Bei Fahrten unter Dampf wird ein Dampfzuschlag von 3.00&#x202F;€ erhoben. Der aktuelle Fahrplan ist unter obigem Link aufrufbar. }} * Einmal im Jahr findet im Sommer das [http://www.griedeler-entenrennen.de/ Griedeler Entenrennen] statt. In 2013 startet es am 25. August. Bei diesem Volksfest versuchen hunderte kleiner gelber Gummienten, von ihren "Besitzern" angefeuert, als erste die Rennstrecke auf der Wetter zu überwinden. Die ersten Enten gewinnen Preise. ==== Hochweisel ==== * '''Ortskern''' mit alten Fachwerk-Bauernhöfen teilweise aus dem 16. Jahrhundert und evangelische Pfarrkirche * ''' Römerkastell''' am Fuße des Hausbergs im Wald. Das Kastell ist teilweise überwuchert. Für Kinder ist es eine Enttäuschung, wenn sie sich etwas ähnliches wie [[Kastell_Saalburg|das Kastell Saalburg]] vorstellen. Informationstafeln sind aufgestellt. Erreichbar nur zu Fuß. * Noch weniger erhalten ist die '''keltische Fluchtburg''' unterhalb des Hausberg-Gipfels. Die Reste der Ringwälle sind nur für gute Wanderer erreichbar, da der Weg nur bergauf geht. ==== Nieder-Weisel ==== * '''Ortskern''' mit alten Fachwerkhäusern * '''Komturkirche''' aus dem 12./13. Jahrhundert der Johanniterkommende. Besichtigung nur nach Terminvereinbarung mit dem ev. Pfarramt Nieder-Weisel möglich. * '''Ev. Pfarrkirche''', angelegt als Wehrkirche * '''Jüdischer Friedhof''' am Ende der Weingartenstraße == Aktivitäten == == Einkaufen == * {{vCard | name = Hoffreunde | type = shop | url = https://hoffreunde.com/ | address = Am Seefeld 1, 35510 Butzbach | lat = 50.4193 | long = 8.68529 | phone = +49 6033 9289003 | hours = Mo bis Fr. 6:30 - 19:00, Sa 7:30 - 15:00 Uhr | lastedit = 2025-01-22 | description = Drei Landwirte haben sich zusammengeschlossen und betreiben einen eigenen Hofladen. Wurstwaren und Fleisch vom Strohschwein, Kartoffeln, Obst und Gemüse usw., Frühstück und heiße Theke zum Mitnehmen während den Öffnungszeiten. }} * Bücher: Buchhandlung Bindernagel GmbH, Wetzlarer Straße 25, 35510 Butzbach und Buchshop der Butzbacher Zeitung, Verlagshaus Gratzfeld, Langgasse 20, 35510 Butzbach * Filme, Fotobedarf: Foto-Koch, Marktplatz 9, 35510 Butzbach * hessnatur Butzbach, Marie- Curie-Straße 7, 35510 Butzbach und hessnatur Butzbach Restpostenmarkt, Griedeler Strasse 42, 35510 Butzbach * Tee und Kräuter: [http://www.kruethus.de/ Krüthus], Marktplatz 16, 35510 Butzbach == Küche == * {{vCard | name = Restaurant Grillhaus | type = restaurant | url = https://www.grillhaus-butzbach.de/ | address = Himmrichsweg 22, 35510 Butzbach | lat = 50.43663 | long = 8.68303 | hours = Di bis So 11:00 - 22:00 Uhr | lastedit = 2025-01-22 | description = Türkisches Restaurant. }} == Nachtleben == * Legendäre "Back To" Nacht im "Busters", jeden 2. Samstag im Monat. == Unterkunft == == Sicherheit == == Gesundheit == Die nächsten Krankenhäuser befinden sich in Bad Nauheim und der Kreisstadt Friedberg. == Praktische Hinweise == Geldautomaten der Banken, der Postbank, von Sparkassen und des Volks- und Raiffeisenverbandes sind in der Kernstadt vorhanden. In Nieder-Weisel und Hochweisel Geldautomaten der Volksbank, in Hochweisel auch der Sparkasse. == Ausflüge == * Besuch des Aussichtsturm auf dem [[Wetterau#Hausberg|Hausberg]] (etwa 5&#x202F;km südwestlich von Butzbach gelegen). * [[Wetterau#Burgruine Münzenberg|Burgruine Münzenberg]] · ''Bus Linie 200 u. 210 vom Bahnhof Butzbach'' * [[Bad Nauheim]] == Literatur == == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} {{GeoData| lat= 50.43333| long= 8.675| radius= }} {{IstInKat|Wetterau}} {{class-2}} 7gei2zfxqhpyhuzp7bwgw0jh0rj6o2q 1804842 1804841 2026-09-18T21:44:09Z ~2026-49169-06 59479 1804842 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort}} '''Butzbach''' ist eine Stadt in [[Hessen]], am Rande der [[Wetterau]] und des [[Taunus]] gelegen. == Hintergrund == {{Mapframe|50.4362|8.6686|zoom=14|height=300|width=300|type=geoline}} [[File:Butzbach_(Merian).jpg|thumb|Butzbach in der Topographia Hassiae von [[w:Matthäus Merian|Matthäus Merian]] 1655.]] Butzbach hat eine gut erhaltene historische Altstadt und liegt an der [[Deutsche Fachwerkstraße|Deutschen Fachwerkstraße]]. Obwohl Butzbach selbst in der Wetterau liegt, reichen seine Stadtteile weit in den Hintertaunus hinein. Die Stadtteile sind größtenteils dörflich-ländlich geprägt. == Anreise == === Mit der Bahn === Der {{Marker|type=go|name=Bahnhof Butzbach|wikidata=Q800598}} liegt sehr zentral direkt neben der historischen Altstadt und dem Busbahnhof. Hier hält im Stundentakt der Mittelhessen-Express von Frankfurt über [[Marburg]] nach [[Schwalm|Treysa]], der in [[Gießen]] geflügelt wird und der hintere Teil nach [[Dillenburg]] fährt. Regional-Express-Züge rauschen ohne Halt durch. {{Rolli|rot}} Nur der Hausbahnsteig (Züge Richtung Gießen) ist barrierefrei erreichbar, der Mittelbahnsteig für Gleis 2 und 3 kann nur über Treppen erreicht werden. Ein barrierefreier Ausbau ist bis auf Weiteres nicht geplant. Weitere Bahnhöfe auf dem Stadtgebiet von Butzbach sind der {{Marker|type=go|name=Bahnhof Kirch Göns|lat=50.47377|long=8.66653}} sowie der {{Marker|type=go|name=Bahnhof Ostheim (b Butzbach)|lat=50.40644|long=8.67502}}. Diese Bahnhöfe werden nur im Zweistundentakt von Regionalbahnen bedient, die Anreise über diese Bahnhöfe ist nicht zu empfehlen. Butzbach liegt im Gebiet des Nahverkehrsverbundes Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV). Die Mitnahme von Fahrrädern ist im Gebiet des RMV kostenlos und in von der Deutschen Bahn AG betriebenen Zügen ganztägig möglich. Bei anderen Verkehrsmittel kann die Fahrradmitnahme zeitlich eingeschränkt sein auf Zeiten außerhalb des Berufsverkehrs (z.&#x202F;B. Stadtbusse in Butzbach). === Auf der Straße === {{RSIGN|DE|A|45}} {{Ausfahrt|Giessener Südkreuz}}, {{RSIGN|DE|A|5}} {{Ausfahrt|Butzbach }} und {{RSIGN|DE|B|3}} Die [[Deutsche Fachwerkstraße]] führt durch den Ort. === Mit dem Fahrrad === *'''[[Limes-Radweg]]''' === Hinweis für Navigationssysteme und Stadtpläne === 2010 wurden in Butzbach die Straßennamen, die seit der Gebietsreform und der Eingemeindung der umliegenden Dörfer häufig mehrfach existierten, umbenannt. Jetzt gibt es jeden Straßennamen nur noch einmal im Stadtgebiet. Achten Sie deshalb auf den Stand Ihrer Kartenunterlagen bzw. -software. In der Regel sind die neuen Straßennamen ab 2012 auch in Kartenmaterial und -software umgesetzt. == Mobilität == === Busverkehr === Der Busverkehr bietet in Butzbach bis ca. 21.00 Uhr ein gutes Angebot. Allerdings ist die Linienbenennung teilweise irreführend. So gibt es z.&#x202F;B. zwei Linien 500 mit ganz unterschiedlichen Streckenverläufen. === Radwegenetz === Alle Stadtteile sind an ein gut ausgeschildertes Radwegenetz angeschlossen. == Sehenswürdigkeiten == === Kernstadt === * '''Marktplatz''' mit '''Marktbrunnen''' * '''Fachwerkhäuser''' aus dem 16. bis 18. Jahrhundert * '''Gotische Markuskirche''' aus dem 15. Jahrhundert * '''Reste der Stadtmauer mit Schwibbogenhäuschen''' * '''Solmser Schloss''' − Der spätgotische Steinbau wurde um 1481 erbaut, wobei die Stadtmauer mit einbezogen wurde. Prächtiges Renaissance-Treppenhaus von 1588. Von 1879 - 2004 Sitz des Amtsgerichts Butzbach. * '''Landgrafenschloss''' * '''Reste des Limes mit Wachturm''' === Stadtteile === Viele umliegende alte Bauerndörfer sind Stadtteile von Butzbach. Viele haben noch alte erhaltene Bausubstanz und sind wirklich sehenswert. ==== Griedel ==== {{Marker|type = village |lat = 50.440|long = 8.705|name =Griedel}} * Im Ort gibt es noch viele alte '''Bauernhäuser''' * {{vCard|type= train|name=Museumseisenbahn|address=|phone=+49 6032 9292 29|email=|fax=|url=http://www.draisine.de/EFW_Homepage_neu/index.htm|hours=|price=|lat=|long= |lastedit=|description= Sie fährt durch Griedel dank der Eisenbahnfreunde Wetterau e.V. Diese fahren von April bis Oktober jeden 1. und 3. Sonntag mit Dampf- oder Diesel-gezogenen Museumszügen. Die Rückfahrkarte Bad Nauheim-Nord - Münzenberg kostet (Saison 2015): Erwachsene 12,00 €, Kinder 7,00 €. Die einfache Fahrt ist für 7,00&#x202F;€ (Erwachsene) bzw. 4,00&#x202F;€ (Kinder ab 3 Jahren) zu haben. Die Mitnahme von Fahrrädern ist kostenlos möglich. Bei Fahrten unter Dampf wird ein Dampfzuschlag von 3.00&#x202F;€ erhoben. Der aktuelle Fahrplan ist unter obigem Link aufrufbar. }} * Einmal im Jahr findet im Sommer das [http://www.griedeler-entenrennen.de/ Griedeler Entenrennen] statt. In 2013 startet es am 25. August. Bei diesem Volksfest versuchen hunderte kleiner gelber Gummienten, von ihren "Besitzern" angefeuert, als erste die Rennstrecke auf der Wetter zu überwinden. Die ersten Enten gewinnen Preise. ==== Hochweisel ==== * '''Ortskern''' mit alten Fachwerk-Bauernhöfen teilweise aus dem 16. Jahrhundert und evangelische Pfarrkirche * ''' Römerkastell''' am Fuße des Hausbergs im Wald. Das Kastell ist teilweise überwuchert. Für Kinder ist es eine Enttäuschung, wenn sie sich etwas ähnliches wie [[Kastell_Saalburg|das Kastell Saalburg]] vorstellen. Informationstafeln sind aufgestellt. Erreichbar nur zu Fuß. * Noch weniger erhalten ist die '''keltische Fluchtburg''' unterhalb des Hausberg-Gipfels. Die Reste der Ringwälle sind nur für gute Wanderer erreichbar, da der Weg nur bergauf geht. ==== Nieder-Weisel ==== * '''Ortskern''' mit alten Fachwerkhäusern * '''Komturkirche''' aus dem 12./13. Jahrhundert der Johanniterkommende. Besichtigung nur nach Terminvereinbarung mit dem ev. Pfarramt Nieder-Weisel möglich. * '''Ev. Pfarrkirche''', angelegt als Wehrkirche * '''Jüdischer Friedhof''' am Ende der Weingartenstraße == Aktivitäten == == Einkaufen == * {{vCard | name = Hoffreunde | type = shop | url = https://hoffreunde.com/ | address = Am Seefeld 1, 35510 Butzbach | lat = 50.4193 | long = 8.68529 | phone = +49 6033 9289003 | hours = Mo bis Fr. 6:30 - 19:00, Sa 7:30 - 15:00 Uhr | lastedit = 2025-01-22 | description = Drei Landwirte haben sich zusammengeschlossen und betreiben einen eigenen Hofladen. Wurstwaren und Fleisch vom Strohschwein, Kartoffeln, Obst und Gemüse usw., Frühstück und heiße Theke zum Mitnehmen während den Öffnungszeiten. }} * Bücher: Buchhandlung Bindernagel GmbH, Wetzlarer Straße 25, 35510 Butzbach und Buchshop der Butzbacher Zeitung, Verlagshaus Gratzfeld, Langgasse 20, 35510 Butzbach * Filme, Fotobedarf: Foto-Koch, Marktplatz 9, 35510 Butzbach * hessnatur Butzbach, Marie- Curie-Straße 7, 35510 Butzbach und hessnatur Butzbach Restpostenmarkt, Griedeler Strasse 42, 35510 Butzbach * Tee und Kräuter: [http://www.kruethus.de/ Krüthus], Marktplatz 16, 35510 Butzbach == Küche == * {{vCard | name = Restaurant Grillhaus | type = restaurant | url = https://www.grillhaus-butzbach.de/ | address = Himmrichsweg 22, 35510 Butzbach | lat = 50.43663 | long = 8.68303 | hours = Di bis So 11:00 - 22:00 Uhr | lastedit = 2025-01-22 | description = Türkisches Restaurant. }} == Nachtleben == * Legendäre "Back To" Nacht im "Busters", jeden 2. Samstag im Monat. == Unterkunft == == Sicherheit == == Gesundheit == Die nächsten Krankenhäuser befinden sich in Bad Nauheim und der Kreisstadt Friedberg. == Praktische Hinweise == Geldautomaten der Banken, der Postbank, von Sparkassen und des Volks- und Raiffeisenverbandes sind in der Kernstadt vorhanden. In Nieder-Weisel und Hochweisel Geldautomaten der Volksbank, in Hochweisel auch der Sparkasse. == Ausflüge == * Besuch des Aussichtsturm auf dem [[Wetterau#Hausberg|Hausberg]] (etwa 5&#x202F;km südwestlich von Butzbach gelegen). * [[Wetterau#Burgruine Münzenberg|Burgruine Münzenberg]] · ''Bus Linie 200 u. 210 vom Bahnhof Butzbach'' * [[Bad Nauheim]] == Literatur == == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} {{GeoData| lat= 50.43333| long= 8.675| radius= }} {{IstInKat|Wetterau}} {{class-2}} 6nafv26x3xit1swdqzw6uemzzrcsyse 1804844 1804842 2026-09-18T21:55:17Z ~2026-49169-06 59479 1804844 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort}} '''Butzbach''' ist eine Stadt in [[Hessen]], am Rande der [[Wetterau]] und des [[Taunus]] gelegen. == Hintergrund == {{Mapframe|50.4362|8.6686|zoom=14|height=300|width=300|type=geoline}} [[File:Butzbach_(Merian).jpg|thumb|Butzbach in der Topographia Hassiae von [[w:Matthäus Merian|Matthäus Merian]] 1655.]] Butzbach hat eine gut erhaltene historische Altstadt und liegt an der [[Deutsche Fachwerkstraße|Deutschen Fachwerkstraße]]. Obwohl Butzbach selbst in der Wetterau liegt, reichen seine Stadtteile weit in den Hintertaunus hinein. Die Stadtteile sind größtenteils dörflich-ländlich geprägt. == Anreise == === Mit der Bahn === Der {{Marker|type=go|name=Bahnhof Butzbach|wikidata=Q800598}} liegt sehr zentral direkt neben der historischen Altstadt und dem Busbahnhof. Hier hält im Stundentakt der Mittelhessen-Express von Frankfurt über [[Marburg]] nach [[Schwalm|Treysa]], der in [[Gießen]] geflügelt wird und der hintere Teil nach [[Dillenburg]] fährt. Regional-Express-Züge rauschen ohne Halt durch. {{Rolli|rot}} Nur der Hausbahnsteig (Züge Richtung Gießen) ist barrierefrei erreichbar, der Mittelbahnsteig an Gleis 2 und 3 kann nur über Treppen erreicht werden. Ein barrierefreier Ausbau ist bis auf Weiteres nicht geplant. Weitere Bahnhöfe auf dem Stadtgebiet von Butzbach sind der {{Marker|type=go|name=Bahnhof Kirch Göns|lat=50.47377|long=8.66653}} sowie der {{Marker|type=go|name=Bahnhof Ostheim (b Butzbach)|lat=50.40644|long=8.67502}}. Diese Bahnhöfe werden nur im Zweistundentakt von Regionalbahnen bedient, die Anreise über diese Bahnhöfe ist nicht zu empfehlen. Butzbach liegt im Gebiet des Nahverkehrsverbundes Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV). Die Mitnahme von Fahrrädern ist im Gebiet des RMV kostenlos und in von der Deutschen Bahn AG betriebenen Zügen ganztägig möglich. Bei anderen Verkehrsmittel kann die Fahrradmitnahme zeitlich eingeschränkt sein auf Zeiten außerhalb des Berufsverkehrs (z.&#x202F;B. Stadtbusse in Butzbach). === Auf der Straße === {{RSIGN|DE|A|45}} {{Ausfahrt|Giessener Südkreuz}}, {{RSIGN|DE|A|5}} {{Ausfahrt|Butzbach }} und {{RSIGN|DE|B|3}} Die [[Deutsche Fachwerkstraße]] führt durch den Ort. === Mit dem Fahrrad === *'''[[Limes-Radweg]]''' === Hinweis für Navigationssysteme und Stadtpläne === 2010 wurden in Butzbach die Straßennamen, die seit der Gebietsreform und der Eingemeindung der umliegenden Dörfer häufig mehrfach existierten, umbenannt. Jetzt gibt es jeden Straßennamen nur noch einmal im Stadtgebiet. Achten Sie deshalb auf den Stand Ihrer Kartenunterlagen bzw. -software. In der Regel sind die neuen Straßennamen ab 2012 auch in Kartenmaterial und -software umgesetzt. == Mobilität == === Busverkehr === Butzbach verfügt über eine Stadtbuslinie sowie insgesamt 8 Regionalbuslinien für die Stadtteile. Das Angebot ist in Butzbach-Kernstadt und den Wetterauorten (Hoch- und Nieder-Weisel, Ostheim, Pohl-Göns und Griedel) akzeptabel, die Busse fahren im Stundentakt bzw. an Sonn- und Feiertagen im Zweistundentakt. Die Taunusdörfer sind hingegen ÖPNV-mäßig ziemlich abgehängt, hier empfiehlt sich dringend ein eigenes Auto. === Radwegenetz === Alle Stadtteile sind an ein gut ausgeschildertes Radwegenetz angeschlossen. == Sehenswürdigkeiten == === Kernstadt === * '''Marktplatz''' mit '''Marktbrunnen''' * '''Fachwerkhäuser''' aus dem 16. bis 18. Jahrhundert * '''Gotische Markuskirche''' aus dem 15. Jahrhundert * '''Reste der Stadtmauer mit Schwibbogenhäuschen''' * '''Solmser Schloss''' − Der spätgotische Steinbau wurde um 1481 erbaut, wobei die Stadtmauer mit einbezogen wurde. Prächtiges Renaissance-Treppenhaus von 1588. Von 1879 - 2004 Sitz des Amtsgerichts Butzbach. * '''Landgrafenschloss''' * '''Reste des Limes mit Wachturm''' === Stadtteile === Viele umliegende alte Bauerndörfer sind Stadtteile von Butzbach. Viele haben noch alte erhaltene Bausubstanz und sind wirklich sehenswert. ==== Griedel ==== {{Marker|type = village |lat = 50.440|long = 8.705|name =Griedel}} * Im Ort gibt es noch viele alte '''Bauernhäuser''' * {{vCard|type= train|name=Museumseisenbahn|address=|phone=+49 6032 9292 29|email=|fax=|url=http://www.draisine.de/EFW_Homepage_neu/index.htm|hours=|price=|lat=|long= |lastedit=|description= Sie fährt durch Griedel dank der Eisenbahnfreunde Wetterau e.V. Diese fahren von April bis Oktober jeden 1. und 3. Sonntag mit Dampf- oder Diesel-gezogenen Museumszügen. Die Rückfahrkarte Bad Nauheim-Nord - Münzenberg kostet (Saison 2015): Erwachsene 12,00 €, Kinder 7,00 €. Die einfache Fahrt ist für 7,00&#x202F;€ (Erwachsene) bzw. 4,00&#x202F;€ (Kinder ab 3 Jahren) zu haben. Die Mitnahme von Fahrrädern ist kostenlos möglich. Bei Fahrten unter Dampf wird ein Dampfzuschlag von 3.00&#x202F;€ erhoben. Der aktuelle Fahrplan ist unter obigem Link aufrufbar. }} * Einmal im Jahr findet im Sommer das [http://www.griedeler-entenrennen.de/ Griedeler Entenrennen] statt. In 2013 startet es am 25. August. Bei diesem Volksfest versuchen hunderte kleiner gelber Gummienten, von ihren "Besitzern" angefeuert, als erste die Rennstrecke auf der Wetter zu überwinden. Die ersten Enten gewinnen Preise. ==== Hochweisel ==== * '''Ortskern''' mit alten Fachwerk-Bauernhöfen teilweise aus dem 16. Jahrhundert und evangelische Pfarrkirche * ''' Römerkastell''' am Fuße des Hausbergs im Wald. Das Kastell ist teilweise überwuchert. Für Kinder ist es eine Enttäuschung, wenn sie sich etwas ähnliches wie [[Kastell_Saalburg|das Kastell Saalburg]] vorstellen. Informationstafeln sind aufgestellt. Erreichbar nur zu Fuß. * Noch weniger erhalten ist die '''keltische Fluchtburg''' unterhalb des Hausberg-Gipfels. Die Reste der Ringwälle sind nur für gute Wanderer erreichbar, da der Weg nur bergauf geht. ==== Nieder-Weisel ==== * '''Ortskern''' mit alten Fachwerkhäusern * '''Komturkirche''' aus dem 12./13. Jahrhundert der Johanniterkommende. Besichtigung nur nach Terminvereinbarung mit dem ev. Pfarramt Nieder-Weisel möglich. * '''Ev. Pfarrkirche''', angelegt als Wehrkirche * '''Jüdischer Friedhof''' am Ende der Weingartenstraße == Aktivitäten == == Einkaufen == * {{vCard | name = Hoffreunde | type = shop | url = https://hoffreunde.com/ | address = Am Seefeld 1, 35510 Butzbach | lat = 50.4193 | long = 8.68529 | phone = +49 6033 9289003 | hours = Mo bis Fr. 6:30 - 19:00, Sa 7:30 - 15:00 Uhr | lastedit = 2025-01-22 | description = Drei Landwirte haben sich zusammengeschlossen und betreiben einen eigenen Hofladen. Wurstwaren und Fleisch vom Strohschwein, Kartoffeln, Obst und Gemüse usw., Frühstück und heiße Theke zum Mitnehmen während den Öffnungszeiten. }} * Bücher: Buchhandlung Bindernagel GmbH, Wetzlarer Straße 25, 35510 Butzbach und Buchshop der Butzbacher Zeitung, Verlagshaus Gratzfeld, Langgasse 20, 35510 Butzbach * Filme, Fotobedarf: Foto-Koch, Marktplatz 9, 35510 Butzbach * hessnatur Butzbach, Marie- Curie-Straße 7, 35510 Butzbach und hessnatur Butzbach Restpostenmarkt, Griedeler Strasse 42, 35510 Butzbach * Tee und Kräuter: [http://www.kruethus.de/ Krüthus], Marktplatz 16, 35510 Butzbach == Küche == * {{vCard | name = Restaurant Grillhaus | type = restaurant | url = https://www.grillhaus-butzbach.de/ | address = Himmrichsweg 22, 35510 Butzbach | lat = 50.43663 | long = 8.68303 | hours = Di bis So 11:00 - 22:00 Uhr | lastedit = 2025-01-22 | description = Türkisches Restaurant. }} == Nachtleben == * Legendäre "Back To" Nacht im "Busters", jeden 2. Samstag im Monat. == Unterkunft == == Sicherheit == == Gesundheit == Die nächsten Krankenhäuser befinden sich in Bad Nauheim und der Kreisstadt Friedberg. == Praktische Hinweise == Geldautomaten der Banken, der Postbank, von Sparkassen und des Volks- und Raiffeisenverbandes sind in der Kernstadt vorhanden. In Nieder-Weisel und Hochweisel Geldautomaten der Volksbank, in Hochweisel auch der Sparkasse. == Ausflüge == * Besuch des Aussichtsturm auf dem [[Wetterau#Hausberg|Hausberg]] (etwa 5&#x202F;km südwestlich von Butzbach gelegen). * [[Wetterau#Burgruine Münzenberg|Burgruine Münzenberg]] · ''Bus Linie 200 u. 210 vom Bahnhof Butzbach'' * [[Bad Nauheim]] == Literatur == == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} {{GeoData| lat= 50.43333| long= 8.675| radius= }} {{IstInKat|Wetterau}} {{class-2}} fqmr6snt5k09qjdhx1pojuoolcegxhu 1804882 1804844 2026-09-19T10:32:51Z Eduard47 17518 + WD 1804882 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort}} '''Butzbach''' ist eine Stadt in [[Hessen]], am Rande der [[Wetterau]] und des [[Taunus]] gelegen. == Hintergrund == {{Mapframe|50.4362|8.6686|zoom=14|height=300|width=300|type=geoline}} [[File:Butzbach_(Merian).jpg|thumb|Butzbach in der Topographia Hassiae von [[w:Matthäus Merian|Matthäus Merian]] 1655.]] Butzbach hat eine gut erhaltene historische Altstadt und liegt an der [[Deutsche Fachwerkstraße|Deutschen Fachwerkstraße]]. Obwohl Butzbach selbst in der Wetterau liegt, reichen seine Stadtteile weit in den Hintertaunus hinein. Die Stadtteile sind größtenteils dörflich-ländlich geprägt. == Anreise == === Mit der Bahn === Der {{Marker|type=rail|name=Bahnhof Butzbach|wikidata=Q800598}} liegt sehr zentral direkt neben der historischen Altstadt und dem Busbahnhof. Hier hält im Stundentakt der Mittelhessen-Express von Frankfurt über [[Marburg]] nach [[Schwalm|Treysa]], der in [[Gießen]] geflügelt wird und der hintere Teil nach [[Dillenburg]] fährt. Regional-Express-Züge rauschen ohne Halt durch. {{Rolli|rot}} Nur der Hausbahnsteig (Züge Richtung Gießen) ist barrierefrei erreichbar, der Mittelbahnsteig an Gleis 2 und 3 kann nur über Treppen erreicht werden. Ein barrierefreier Ausbau ist bis auf Weiteres nicht geplant. Weitere Bahnhöfe auf dem Stadtgebiet von Butzbach sind der {{Marker|type=rail|name=Bahnhof Kirch Göns| wikidata = Q116017421}} sowie der Haltepunkt {{Marker|type=rail|name= Ostheim (b Butzbach)| wikidata = Q116018196}}. Diese Bahnhöfe werden nur im Zweistundentakt von Regionalbahnen bedient, die Anreise über diese Bahnhöfe ist nicht zu empfehlen. Butzbach liegt im Gebiet des Nahverkehrsverbundes Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV). Die Mitnahme von Fahrrädern ist im Gebiet des RMV kostenlos und in von der Deutschen Bahn AG betriebenen Zügen ganztägig möglich. Bei anderen Verkehrsmittel kann die Fahrradmitnahme zeitlich eingeschränkt sein auf Zeiten außerhalb des Berufsverkehrs (z.&#x202F;B. Stadtbusse in Butzbach). === Auf der Straße === {{RSIGN|DE|A|45}} {{Ausfahrt|Giessener Südkreuz}}, {{RSIGN|DE|A|5}} {{Ausfahrt|Butzbach }} und {{RSIGN|DE|B|3}} Die [[Deutsche Fachwerkstraße]] führt durch den Ort. === Mit dem Fahrrad === *'''[[Limes-Radweg]]''' === Hinweis für Navigationssysteme und Stadtpläne === 2010 wurden in Butzbach die Straßennamen, die seit der Gebietsreform und der Eingemeindung der umliegenden Dörfer häufig mehrfach existierten, umbenannt. Jetzt gibt es jeden Straßennamen nur noch einmal im Stadtgebiet. Achten Sie deshalb auf den Stand Ihrer Kartenunterlagen bzw. -software. In der Regel sind die neuen Straßennamen ab 2012 auch in Kartenmaterial und -software umgesetzt. == Mobilität == === Busverkehr === Butzbach verfügt über eine Stadtbuslinie sowie insgesamt 8 Regionalbuslinien für die Stadtteile. Das Angebot ist in Butzbach-Kernstadt und den Wetterauorten (Hoch- und Nieder-Weisel, Ostheim, Pohl-Göns und Griedel) akzeptabel, die Busse fahren im Stundentakt bzw. an Sonn- und Feiertagen im Zweistundentakt. Die Taunusdörfer sind hingegen ÖPNV-mäßig ziemlich abgehängt, hier empfiehlt sich dringend ein eigenes Auto. === Radwegenetz === Alle Stadtteile sind an ein gut ausgeschildertes Radwegenetz angeschlossen. == Sehenswürdigkeiten == === Kernstadt === * '''Marktplatz''' mit '''Marktbrunnen''' * '''Fachwerkhäuser''' aus dem 16. bis 18. Jahrhundert * '''Gotische Markuskirche''' aus dem 15. Jahrhundert * '''Reste der Stadtmauer mit Schwibbogenhäuschen''' * '''Solmser Schloss''' − Der spätgotische Steinbau wurde um 1481 erbaut, wobei die Stadtmauer mit einbezogen wurde. Prächtiges Renaissance-Treppenhaus von 1588. Von 1879 - 2004 Sitz des Amtsgerichts Butzbach. * '''Landgrafenschloss''' * '''Reste des Limes mit Wachturm''' === Stadtteile === Viele umliegende alte Bauerndörfer sind Stadtteile von Butzbach. Viele haben noch alte erhaltene Bausubstanz und sind wirklich sehenswert. ==== Griedel ==== {{Marker|type = village |lat = 50.440|long = 8.705|name =Griedel}} * Im Ort gibt es noch viele alte '''Bauernhäuser''' * {{vCard|type= train|name=Museumseisenbahn|address=|phone=+49 6032 9292 29|email=|fax=|url=http://www.draisine.de/EFW_Homepage_neu/index.htm|hours=|price=|lat=|long= |lastedit=|description= Sie fährt durch Griedel dank der Eisenbahnfreunde Wetterau e.V. Diese fahren von April bis Oktober jeden 1. und 3. Sonntag mit Dampf- oder Diesel-gezogenen Museumszügen. Die Rückfahrkarte Bad Nauheim-Nord - Münzenberg kostet (Saison 2015): Erwachsene 12,00 €, Kinder 7,00 €. Die einfache Fahrt ist für 7,00&#x202F;€ (Erwachsene) bzw. 4,00&#x202F;€ (Kinder ab 3 Jahren) zu haben. Die Mitnahme von Fahrrädern ist kostenlos möglich. Bei Fahrten unter Dampf wird ein Dampfzuschlag von 3.00&#x202F;€ erhoben. Der aktuelle Fahrplan ist unter obigem Link aufrufbar. }} * Einmal im Jahr findet im Sommer das [http://www.griedeler-entenrennen.de/ Griedeler Entenrennen] statt. In 2013 startet es am 25. August. Bei diesem Volksfest versuchen hunderte kleiner gelber Gummienten, von ihren "Besitzern" angefeuert, als erste die Rennstrecke auf der Wetter zu überwinden. Die ersten Enten gewinnen Preise. ==== Hochweisel ==== * '''Ortskern''' mit alten Fachwerk-Bauernhöfen teilweise aus dem 16. Jahrhundert und evangelische Pfarrkirche * ''' Römerkastell''' am Fuße des Hausbergs im Wald. Das Kastell ist teilweise überwuchert. Für Kinder ist es eine Enttäuschung, wenn sie sich etwas ähnliches wie [[Kastell_Saalburg|das Kastell Saalburg]] vorstellen. Informationstafeln sind aufgestellt. Erreichbar nur zu Fuß. * Noch weniger erhalten ist die '''keltische Fluchtburg''' unterhalb des Hausberg-Gipfels. Die Reste der Ringwälle sind nur für gute Wanderer erreichbar, da der Weg nur bergauf geht. ==== Nieder-Weisel ==== * '''Ortskern''' mit alten Fachwerkhäusern * '''Komturkirche''' aus dem 12./13. Jahrhundert der Johanniterkommende. Besichtigung nur nach Terminvereinbarung mit dem ev. Pfarramt Nieder-Weisel möglich. * '''Ev. Pfarrkirche''', angelegt als Wehrkirche * '''Jüdischer Friedhof''' am Ende der Weingartenstraße == Aktivitäten == == Einkaufen == * {{vCard | name = Hoffreunde | type = shop | url = https://hoffreunde.com/ | address = Am Seefeld 1, 35510 Butzbach | lat = 50.4193 | long = 8.68529 | phone = +49 6033 9289003 | hours = Mo bis Fr. 6:30 - 19:00, Sa 7:30 - 15:00 Uhr | lastedit = 2025-01-22 | description = Drei Landwirte haben sich zusammengeschlossen und betreiben einen eigenen Hofladen. Wurstwaren und Fleisch vom Strohschwein, Kartoffeln, Obst und Gemüse usw., Frühstück und heiße Theke zum Mitnehmen während den Öffnungszeiten. }} * Bücher: Buchhandlung Bindernagel GmbH, Wetzlarer Straße 25, 35510 Butzbach und Buchshop der Butzbacher Zeitung, Verlagshaus Gratzfeld, Langgasse 20, 35510 Butzbach * Filme, Fotobedarf: Foto-Koch, Marktplatz 9, 35510 Butzbach * hessnatur Butzbach, Marie- Curie-Straße 7, 35510 Butzbach und hessnatur Butzbach Restpostenmarkt, Griedeler Strasse 42, 35510 Butzbach * Tee und Kräuter: [http://www.kruethus.de/ Krüthus], Marktplatz 16, 35510 Butzbach == Küche == * {{vCard | name = Restaurant Grillhaus | type = restaurant | url = https://www.grillhaus-butzbach.de/ | address = Himmrichsweg 22, 35510 Butzbach | lat = 50.43663 | long = 8.68303 | hours = Di bis So 11:00 - 22:00 Uhr | lastedit = 2025-01-22 | description = Türkisches Restaurant. }} == Nachtleben == * Legendäre "Back To" Nacht im "Busters", jeden 2. Samstag im Monat. == Unterkunft == == Sicherheit == == Gesundheit == Die nächsten Krankenhäuser befinden sich in Bad Nauheim und der Kreisstadt Friedberg. == Praktische Hinweise == Geldautomaten der Banken, der Postbank, von Sparkassen und des Volks- und Raiffeisenverbandes sind in der Kernstadt vorhanden. In Nieder-Weisel und Hochweisel Geldautomaten der Volksbank, in Hochweisel auch der Sparkasse. == Ausflüge == * Besuch des Aussichtsturm auf dem [[Wetterau#Hausberg|Hausberg]] (etwa 5&#x202F;km südwestlich von Butzbach gelegen). * [[Wetterau#Burgruine Münzenberg|Burgruine Münzenberg]] · ''Bus Linie 200 u. 210 vom Bahnhof Butzbach'' * [[Bad Nauheim]] == Literatur == == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} {{GeoData| lat= 50.43333| long= 8.675| radius= }} {{IstInKat|Wetterau}} {{class-2}} dqtjwh941zdqmwqv3f0yafdjn0c400n 1804883 1804882 2026-09-19T10:38:51Z Eduard47 17518 Mapframe neu zentriert 1804883 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort}} '''Butzbach''' ist eine Stadt in [[Hessen]], am Rande der [[Wetterau]] und des [[Taunus]] gelegen. == Hintergrund == {{Mapframe|50.43627|8.66865|zoom=11|height=300|width=300|type=geoline}} [[File:Butzbach_(Merian).jpg|thumb|Butzbach in der Topographia Hassiae von [[w:Matthäus Merian|Matthäus Merian]] 1655.]] Butzbach hat eine gut erhaltene historische Altstadt und liegt an der [[Deutsche Fachwerkstraße|Deutschen Fachwerkstraße]]. Obwohl Butzbach selbst in der Wetterau liegt, reichen seine Stadtteile weit in den Hintertaunus hinein. Die Stadtteile sind größtenteils dörflich-ländlich geprägt. == Anreise == === Mit der Bahn === Der {{Marker|type=rail|name=Bahnhof Butzbach|wikidata=Q800598}} liegt sehr zentral direkt neben der historischen Altstadt und dem Busbahnhof. Hier hält im Stundentakt der Mittelhessen-Express von Frankfurt über [[Marburg]] nach [[Schwalm|Treysa]], der in [[Gießen]] geflügelt wird und der hintere Teil nach [[Dillenburg]] fährt. Regional-Express-Züge rauschen ohne Halt durch. {{Rolli|rot}} Nur der Hausbahnsteig (Züge Richtung Gießen) ist barrierefrei erreichbar, der Mittelbahnsteig an Gleis 2 und 3 kann nur über Treppen erreicht werden. Ein barrierefreier Ausbau ist bis auf Weiteres nicht geplant. Weitere Bahnhöfe auf dem Stadtgebiet von Butzbach sind der {{Marker|type=rail|name=Bahnhof Kirch Göns| wikidata = Q116017421}} sowie der Haltepunkt {{Marker|type=rail|name= Ostheim (b Butzbach)| wikidata = Q116018196}}. Diese Bahnhöfe werden nur im Zweistundentakt von Regionalbahnen bedient, die Anreise über diese Bahnhöfe ist nicht zu empfehlen. Butzbach liegt im Gebiet des Nahverkehrsverbundes Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV). Die Mitnahme von Fahrrädern ist im Gebiet des RMV kostenlos und in von der Deutschen Bahn AG betriebenen Zügen ganztägig möglich. Bei anderen Verkehrsmittel kann die Fahrradmitnahme zeitlich eingeschränkt sein auf Zeiten außerhalb des Berufsverkehrs (z.&#x202F;B. Stadtbusse in Butzbach). === Auf der Straße === {{RSIGN|DE|A|45}} {{Ausfahrt|Giessener Südkreuz}}, {{RSIGN|DE|A|5}} {{Ausfahrt|Butzbach }} und {{RSIGN|DE|B|3}} Die [[Deutsche Fachwerkstraße]] führt durch den Ort. === Mit dem Fahrrad === *'''[[Limes-Radweg]]''' === Hinweis für Navigationssysteme und Stadtpläne === 2010 wurden in Butzbach die Straßennamen, die seit der Gebietsreform und der Eingemeindung der umliegenden Dörfer häufig mehrfach existierten, umbenannt. Jetzt gibt es jeden Straßennamen nur noch einmal im Stadtgebiet. Achten Sie deshalb auf den Stand Ihrer Kartenunterlagen bzw. -software. In der Regel sind die neuen Straßennamen ab 2012 auch in Kartenmaterial und -software umgesetzt. == Mobilität == === Busverkehr === Butzbach verfügt über eine Stadtbuslinie sowie insgesamt 8 Regionalbuslinien für die Stadtteile. Das Angebot ist in Butzbach-Kernstadt und den Wetterauorten (Hoch- und Nieder-Weisel, Ostheim, Pohl-Göns und Griedel) akzeptabel, die Busse fahren im Stundentakt bzw. an Sonn- und Feiertagen im Zweistundentakt. Die Taunusdörfer sind hingegen ÖPNV-mäßig ziemlich abgehängt, hier empfiehlt sich dringend ein eigenes Auto. === Radwegenetz === Alle Stadtteile sind an ein gut ausgeschildertes Radwegenetz angeschlossen. == Sehenswürdigkeiten == === Kernstadt === * '''Marktplatz''' mit '''Marktbrunnen''' * '''Fachwerkhäuser''' aus dem 16. bis 18. Jahrhundert * '''Gotische Markuskirche''' aus dem 15. Jahrhundert * '''Reste der Stadtmauer mit Schwibbogenhäuschen''' * '''Solmser Schloss''' − Der spätgotische Steinbau wurde um 1481 erbaut, wobei die Stadtmauer mit einbezogen wurde. Prächtiges Renaissance-Treppenhaus von 1588. Von 1879 - 2004 Sitz des Amtsgerichts Butzbach. * '''Landgrafenschloss''' * '''Reste des Limes mit Wachturm''' === Stadtteile === Viele umliegende alte Bauerndörfer sind Stadtteile von Butzbach. Viele haben noch alte erhaltene Bausubstanz und sind wirklich sehenswert. ==== Griedel ==== {{Marker|type = village |lat = 50.440|long = 8.705|name =Griedel}} * Im Ort gibt es noch viele alte '''Bauernhäuser''' * {{vCard|type= train|name=Museumseisenbahn|address=|phone=+49 6032 9292 29|email=|fax=|url=http://www.draisine.de/EFW_Homepage_neu/index.htm|hours=|price=|lat=|long= |lastedit=|description= Sie fährt durch Griedel dank der Eisenbahnfreunde Wetterau e.V. Diese fahren von April bis Oktober jeden 1. und 3. Sonntag mit Dampf- oder Diesel-gezogenen Museumszügen. Die Rückfahrkarte Bad Nauheim-Nord - Münzenberg kostet (Saison 2015): Erwachsene 12,00 €, Kinder 7,00 €. Die einfache Fahrt ist für 7,00&#x202F;€ (Erwachsene) bzw. 4,00&#x202F;€ (Kinder ab 3 Jahren) zu haben. Die Mitnahme von Fahrrädern ist kostenlos möglich. Bei Fahrten unter Dampf wird ein Dampfzuschlag von 3.00&#x202F;€ erhoben. Der aktuelle Fahrplan ist unter obigem Link aufrufbar. }} * Einmal im Jahr findet im Sommer das [http://www.griedeler-entenrennen.de/ Griedeler Entenrennen] statt. In 2013 startet es am 25. August. Bei diesem Volksfest versuchen hunderte kleiner gelber Gummienten, von ihren "Besitzern" angefeuert, als erste die Rennstrecke auf der Wetter zu überwinden. Die ersten Enten gewinnen Preise. ==== Hochweisel ==== * '''Ortskern''' mit alten Fachwerk-Bauernhöfen teilweise aus dem 16. Jahrhundert und evangelische Pfarrkirche * ''' Römerkastell''' am Fuße des Hausbergs im Wald. Das Kastell ist teilweise überwuchert. Für Kinder ist es eine Enttäuschung, wenn sie sich etwas ähnliches wie [[Kastell_Saalburg|das Kastell Saalburg]] vorstellen. Informationstafeln sind aufgestellt. Erreichbar nur zu Fuß. * Noch weniger erhalten ist die '''keltische Fluchtburg''' unterhalb des Hausberg-Gipfels. Die Reste der Ringwälle sind nur für gute Wanderer erreichbar, da der Weg nur bergauf geht. ==== Nieder-Weisel ==== * '''Ortskern''' mit alten Fachwerkhäusern * '''Komturkirche''' aus dem 12./13. Jahrhundert der Johanniterkommende. Besichtigung nur nach Terminvereinbarung mit dem ev. Pfarramt Nieder-Weisel möglich. * '''Ev. Pfarrkirche''', angelegt als Wehrkirche * '''Jüdischer Friedhof''' am Ende der Weingartenstraße == Aktivitäten == == Einkaufen == * {{vCard | name = Hoffreunde | type = shop | url = https://hoffreunde.com/ | address = Am Seefeld 1, 35510 Butzbach | lat = 50.4193 | long = 8.68529 | phone = +49 6033 9289003 | hours = Mo bis Fr. 6:30 - 19:00, Sa 7:30 - 15:00 Uhr | lastedit = 2025-01-22 | description = Drei Landwirte haben sich zusammengeschlossen und betreiben einen eigenen Hofladen. Wurstwaren und Fleisch vom Strohschwein, Kartoffeln, Obst und Gemüse usw., Frühstück und heiße Theke zum Mitnehmen während den Öffnungszeiten. }} * Bücher: Buchhandlung Bindernagel GmbH, Wetzlarer Straße 25, 35510 Butzbach und Buchshop der Butzbacher Zeitung, Verlagshaus Gratzfeld, Langgasse 20, 35510 Butzbach * Filme, Fotobedarf: Foto-Koch, Marktplatz 9, 35510 Butzbach * hessnatur Butzbach, Marie- Curie-Straße 7, 35510 Butzbach und hessnatur Butzbach Restpostenmarkt, Griedeler Strasse 42, 35510 Butzbach * Tee und Kräuter: [http://www.kruethus.de/ Krüthus], Marktplatz 16, 35510 Butzbach == Küche == * {{vCard | name = Restaurant Grillhaus | type = restaurant | url = https://www.grillhaus-butzbach.de/ | address = Himmrichsweg 22, 35510 Butzbach | lat = 50.43663 | long = 8.68303 | hours = Di bis So 11:00 - 22:00 Uhr | lastedit = 2025-01-22 | description = Türkisches Restaurant. }} == Nachtleben == * Legendäre "Back To" Nacht im "Busters", jeden 2. Samstag im Monat. == Unterkunft == == Sicherheit == == Gesundheit == Die nächsten Krankenhäuser befinden sich in Bad Nauheim und der Kreisstadt Friedberg. == Praktische Hinweise == Geldautomaten der Banken, der Postbank, von Sparkassen und des Volks- und Raiffeisenverbandes sind in der Kernstadt vorhanden. In Nieder-Weisel und Hochweisel Geldautomaten der Volksbank, in Hochweisel auch der Sparkasse. == Ausflüge == * Besuch des Aussichtsturm auf dem [[Wetterau#Hausberg|Hausberg]] (etwa 5&#x202F;km südwestlich von Butzbach gelegen). * [[Wetterau#Burgruine Münzenberg|Burgruine Münzenberg]] · ''Bus Linie 200 u. 210 vom Bahnhof Butzbach'' * [[Bad Nauheim]] == Literatur == == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} {{GeoData| lat= 50.43333| long= 8.675| radius= }} {{IstInKat|Wetterau}} {{class-2}} f6epfzgj3umvzqw4sfjpmpxbdye39un 1804884 1804883 2026-09-19T10:44:35Z Eduard47 17518 QB erweitert, Tel.nrn. formatiert 1804884 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = | TouriInfoWeb = | TouriInfoTel = }} '''Butzbach''' ist eine Stadt in [[Hessen]], am Rande der [[Wetterau]] und des [[Taunus]] gelegen. == Hintergrund == {{Mapframe|50.43627|8.66865|zoom=11|height=300|width=300|type=geoline}} [[File:Butzbach_(Merian).jpg|thumb|Butzbach in der Topographia Hassiae von [[w:Matthäus Merian|Matthäus Merian]] 1655.]] Butzbach hat eine gut erhaltene historische Altstadt und liegt an der [[Deutsche Fachwerkstraße|Deutschen Fachwerkstraße]]. Obwohl Butzbach selbst in der Wetterau liegt, reichen seine Stadtteile weit in den Hintertaunus hinein. Die Stadtteile sind größtenteils dörflich-ländlich geprägt. == Anreise == === Mit der Bahn === Der {{Marker|type=rail|name=Bahnhof Butzbach|wikidata=Q800598}} liegt sehr zentral direkt neben der historischen Altstadt und dem Busbahnhof. Hier hält im Stundentakt der Mittelhessen-Express von Frankfurt über [[Marburg]] nach [[Schwalm|Treysa]], der in [[Gießen]] geflügelt wird und der hintere Teil nach [[Dillenburg]] fährt. Regional-Express-Züge rauschen ohne Halt durch. {{Rolli|rot}} Nur der Hausbahnsteig (Züge Richtung Gießen) ist barrierefrei erreichbar, der Mittelbahnsteig an Gleis 2 und 3 kann nur über Treppen erreicht werden. Ein barrierefreier Ausbau ist bis auf Weiteres nicht geplant. Weitere Bahnhöfe auf dem Stadtgebiet von Butzbach sind der {{Marker|type=rail|name=Bahnhof Kirch Göns| wikidata = Q116017421}} sowie der Haltepunkt {{Marker|type=rail|name= Ostheim (b Butzbach)| wikidata = Q116018196}}. Diese Bahnhöfe werden nur im Zweistundentakt von Regionalbahnen bedient, die Anreise über diese Bahnhöfe ist nicht zu empfehlen. Butzbach liegt im Gebiet des Nahverkehrsverbundes Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV). Die Mitnahme von Fahrrädern ist im Gebiet des RMV kostenlos und in von der Deutschen Bahn AG betriebenen Zügen ganztägig möglich. Bei anderen Verkehrsmittel kann die Fahrradmitnahme zeitlich eingeschränkt sein auf Zeiten außerhalb des Berufsverkehrs (z.&#x202F;B. Stadtbusse in Butzbach). === Auf der Straße === {{RSIGN|DE|A|45}} {{Ausfahrt|Giessener Südkreuz}}, {{RSIGN|DE|A|5}} {{Ausfahrt|Butzbach }} und {{RSIGN|DE|B|3}} Die [[Deutsche Fachwerkstraße]] führt durch den Ort. === Mit dem Fahrrad === *'''[[Limes-Radweg]]''' === Hinweis für Navigationssysteme und Stadtpläne === 2010 wurden in Butzbach die Straßennamen, die seit der Gebietsreform und der Eingemeindung der umliegenden Dörfer häufig mehrfach existierten, umbenannt. Jetzt gibt es jeden Straßennamen nur noch einmal im Stadtgebiet. Achten Sie deshalb auf den Stand Ihrer Kartenunterlagen bzw. -software. In der Regel sind die neuen Straßennamen ab 2012 auch in Kartenmaterial und -software umgesetzt. == Mobilität == === Busverkehr === Butzbach verfügt über eine Stadtbuslinie sowie insgesamt 8 Regionalbuslinien für die Stadtteile. Das Angebot ist in Butzbach-Kernstadt und den Wetterauorten (Hoch- und Nieder-Weisel, Ostheim, Pohl-Göns und Griedel) akzeptabel, die Busse fahren im Stundentakt bzw. an Sonn- und Feiertagen im Zweistundentakt. Die Taunusdörfer sind hingegen ÖPNV-mäßig ziemlich abgehängt, hier empfiehlt sich dringend ein eigenes Auto. === Radwegenetz === Alle Stadtteile sind an ein gut ausgeschildertes Radwegenetz angeschlossen. == Sehenswürdigkeiten == === Kernstadt === * '''Marktplatz''' mit '''Marktbrunnen''' * '''Fachwerkhäuser''' aus dem 16. bis 18. Jahrhundert * '''Gotische Markuskirche''' aus dem 15. Jahrhundert * '''Reste der Stadtmauer mit Schwibbogenhäuschen''' * '''Solmser Schloss''' − Der spätgotische Steinbau wurde um 1481 erbaut, wobei die Stadtmauer mit einbezogen wurde. Prächtiges Renaissance-Treppenhaus von 1588. Von 1879 - 2004 Sitz des Amtsgerichts Butzbach. * '''Landgrafenschloss''' * '''Reste des Limes mit Wachturm''' === Stadtteile === Viele umliegende alte Bauerndörfer sind Stadtteile von Butzbach. Viele haben noch alte erhaltene Bausubstanz und sind wirklich sehenswert. ==== Griedel ==== {{Marker|type = village |lat = 50.440|long = 8.705|name =Griedel}} * Im Ort gibt es noch viele alte '''Bauernhäuser''' * {{vCard|type= train|name=Museumseisenbahn|address=|phone=+49 (0)6032 9292 29|email=|fax=|url=http://www.draisine.de/EFW_Homepage_neu/index.htm|hours=|price=|lat=|long= |lastedit=|description= Sie fährt durch Griedel dank der Eisenbahnfreunde Wetterau e.V. Diese fahren von April bis Oktober jeden 1. und 3. Sonntag mit Dampf- oder Diesel-gezogenen Museumszügen. Die Rückfahrkarte Bad Nauheim-Nord - Münzenberg kostet (Saison 2015): Erwachsene 12,00 €, Kinder 7,00 €. Die einfache Fahrt ist für 7,00&#x202F;€ (Erwachsene) bzw. 4,00&#x202F;€ (Kinder ab 3 Jahren) zu haben. Die Mitnahme von Fahrrädern ist kostenlos möglich. Bei Fahrten unter Dampf wird ein Dampfzuschlag von 3.00&#x202F;€ erhoben. Der aktuelle Fahrplan ist unter obigem Link aufrufbar. }} * Einmal im Jahr findet im Sommer das [http://www.griedeler-entenrennen.de/ Griedeler Entenrennen] statt. In 2013 startet es am 25. August. Bei diesem Volksfest versuchen hunderte kleiner gelber Gummienten, von ihren "Besitzern" angefeuert, als erste die Rennstrecke auf der Wetter zu überwinden. Die ersten Enten gewinnen Preise. ==== Hochweisel ==== * '''Ortskern''' mit alten Fachwerk-Bauernhöfen teilweise aus dem 16. Jahrhundert und evangelische Pfarrkirche * ''' Römerkastell''' am Fuße des Hausbergs im Wald. Das Kastell ist teilweise überwuchert. Für Kinder ist es eine Enttäuschung, wenn sie sich etwas ähnliches wie [[Kastell_Saalburg|das Kastell Saalburg]] vorstellen. Informationstafeln sind aufgestellt. Erreichbar nur zu Fuß. * Noch weniger erhalten ist die '''keltische Fluchtburg''' unterhalb des Hausberg-Gipfels. Die Reste der Ringwälle sind nur für gute Wanderer erreichbar, da der Weg nur bergauf geht. ==== Nieder-Weisel ==== * '''Ortskern''' mit alten Fachwerkhäusern * '''Komturkirche''' aus dem 12./13. Jahrhundert der Johanniterkommende. Besichtigung nur nach Terminvereinbarung mit dem ev. Pfarramt Nieder-Weisel möglich. * '''Ev. Pfarrkirche''', angelegt als Wehrkirche * '''Jüdischer Friedhof''' am Ende der Weingartenstraße == Aktivitäten == == Einkaufen == * {{vCard | name = Hoffreunde | type = shop | url = https://hoffreunde.com/ | address = Am Seefeld 1, 35510 Butzbach | lat = 50.4193 | long = 8.68529 | phone = +49 (0)6033 9289003 | hours = Mo bis Fr. 6:30 - 19:00, Sa 7:30 - 15:00 Uhr | lastedit = 2025-01-22 | description = Drei Landwirte haben sich zusammengeschlossen und betreiben einen eigenen Hofladen. Wurstwaren und Fleisch vom Strohschwein, Kartoffeln, Obst und Gemüse usw., Frühstück und heiße Theke zum Mitnehmen während den Öffnungszeiten. }} * Bücher: Buchhandlung Bindernagel GmbH, Wetzlarer Straße 25, 35510 Butzbach und Buchshop der Butzbacher Zeitung, Verlagshaus Gratzfeld, Langgasse 20, 35510 Butzbach * Filme, Fotobedarf: Foto-Koch, Marktplatz 9, 35510 Butzbach * hessnatur Butzbach, Marie- Curie-Straße 7, 35510 Butzbach und hessnatur Butzbach Restpostenmarkt, Griedeler Strasse 42, 35510 Butzbach * Tee und Kräuter: [http://www.kruethus.de/ Krüthus], Marktplatz 16, 35510 Butzbach == Küche == * {{vCard | name = Restaurant Grillhaus | type = restaurant | url = https://www.grillhaus-butzbach.de/ | address = Himmrichsweg 22, 35510 Butzbach | lat = 50.43663 | long = 8.68303 | hours = Di bis So 11:00 - 22:00 Uhr | lastedit = 2025-01-22 | description = Türkisches Restaurant. }} == Nachtleben == * Legendäre "Back To" Nacht im "Busters", jeden 2. Samstag im Monat. == Unterkunft == == Sicherheit == == Gesundheit == Die nächsten Krankenhäuser befinden sich in Bad Nauheim und der Kreisstadt Friedberg. == Praktische Hinweise == == Ausflüge == * Besuch des Aussichtsturm auf dem [[Wetterau#Hausberg|Hausberg]] (etwa 5&#x202F;km südwestlich von Butzbach gelegen). * [[Wetterau#Burgruine Münzenberg|Burgruine Münzenberg]] · ''Bus Linie 200 u. 210 vom Bahnhof Butzbach'' * [[Bad Nauheim]] == Literatur == == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} {{GeoData| lat= 50.43333| long= 8.675| radius= }} {{IstInKat|Wetterau}} {{class-2}} bdtr1gt799zdch6e6cvfkeaz6xz4xur 1804885 1804884 2026-09-19T10:56:38Z Eduard47 17518 /* Stadtteile */ + Marker 1804885 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = | TouriInfoWeb = | TouriInfoTel = }} '''Butzbach''' ist eine Stadt in [[Hessen]], am Rande der [[Wetterau]] und des [[Taunus]] gelegen. == Hintergrund == {{Mapframe|50.43627|8.66865|zoom=11|height=300|width=300|type=geoline}} [[File:Butzbach_(Merian).jpg|thumb|Butzbach in der Topographia Hassiae von [[w:Matthäus Merian|Matthäus Merian]] 1655.]] Butzbach hat eine gut erhaltene historische Altstadt und liegt an der [[Deutsche Fachwerkstraße|Deutschen Fachwerkstraße]]. Obwohl Butzbach selbst in der Wetterau liegt, reichen seine Stadtteile weit in den Hintertaunus hinein. Die Stadtteile sind größtenteils dörflich-ländlich geprägt. == Anreise == === Mit der Bahn === Der {{Marker|type=rail|name=Bahnhof Butzbach|wikidata=Q800598}} liegt sehr zentral direkt neben der historischen Altstadt und dem Busbahnhof. Hier hält im Stundentakt der Mittelhessen-Express von Frankfurt über [[Marburg]] nach [[Schwalm|Treysa]], der in [[Gießen]] geflügelt wird und der hintere Teil nach [[Dillenburg]] fährt. Regional-Express-Züge rauschen ohne Halt durch. {{Rolli|rot}} Nur der Hausbahnsteig (Züge Richtung Gießen) ist barrierefrei erreichbar, der Mittelbahnsteig an Gleis 2 und 3 kann nur über Treppen erreicht werden. Ein barrierefreier Ausbau ist bis auf Weiteres nicht geplant. Weitere Bahnhöfe auf dem Stadtgebiet von Butzbach sind der {{Marker|type=rail|name=Bahnhof Kirch Göns| wikidata = Q116017421}} sowie der Haltepunkt {{Marker|type=rail|name= Ostheim (b Butzbach)| wikidata = Q116018196}}. Diese Bahnhöfe werden nur im Zweistundentakt von Regionalbahnen bedient, die Anreise über diese Bahnhöfe ist nicht zu empfehlen. Butzbach liegt im Gebiet des Nahverkehrsverbundes Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV). Die Mitnahme von Fahrrädern ist im Gebiet des RMV kostenlos und in von der Deutschen Bahn AG betriebenen Zügen ganztägig möglich. Bei anderen Verkehrsmittel kann die Fahrradmitnahme zeitlich eingeschränkt sein auf Zeiten außerhalb des Berufsverkehrs (z.&#x202F;B. Stadtbusse in Butzbach). === Auf der Straße === {{RSIGN|DE|A|45}} {{Ausfahrt|Giessener Südkreuz}}, {{RSIGN|DE|A|5}} {{Ausfahrt|Butzbach }} und {{RSIGN|DE|B|3}} Die [[Deutsche Fachwerkstraße]] führt durch den Ort. === Mit dem Fahrrad === *'''[[Limes-Radweg]]''' === Hinweis für Navigationssysteme und Stadtpläne === 2010 wurden in Butzbach die Straßennamen, die seit der Gebietsreform und der Eingemeindung der umliegenden Dörfer häufig mehrfach existierten, umbenannt. Jetzt gibt es jeden Straßennamen nur noch einmal im Stadtgebiet. Achten Sie deshalb auf den Stand Ihrer Kartenunterlagen bzw. -software. In der Regel sind die neuen Straßennamen ab 2012 auch in Kartenmaterial und -software umgesetzt. == Mobilität == === Busverkehr === Butzbach verfügt über eine Stadtbuslinie sowie insgesamt 8 Regionalbuslinien für die Stadtteile. Das Angebot ist in Butzbach-Kernstadt und den Wetterauorten (Hoch- und Nieder-Weisel, Ostheim, Pohl-Göns und Griedel) akzeptabel, die Busse fahren im Stundentakt bzw. an Sonn- und Feiertagen im Zweistundentakt. Die Taunusdörfer sind hingegen ÖPNV-mäßig ziemlich abgehängt, hier empfiehlt sich dringend ein eigenes Auto. === Radwegenetz === Alle Stadtteile sind an ein gut ausgeschildertes Radwegenetz angeschlossen. == Sehenswürdigkeiten == === Kernstadt === * '''Marktplatz''' mit '''Marktbrunnen''' * '''Fachwerkhäuser''' aus dem 16. bis 18. Jahrhundert * '''Gotische Markuskirche''' aus dem 15. Jahrhundert * '''Reste der Stadtmauer mit Schwibbogenhäuschen''' * '''Solmser Schloss''' − Der spätgotische Steinbau wurde um 1481 erbaut, wobei die Stadtmauer mit einbezogen wurde. Prächtiges Renaissance-Treppenhaus von 1588. Von 1879 - 2004 Sitz des Amtsgerichts Butzbach. * '''Landgrafenschloss''' * '''Reste des Limes mit Wachturm''' === Stadtteile === Viele umliegende alte Bauerndörfer sind Stadtteile von Butzbach. Viele haben noch alte erhaltene Bausubstanz und sind wirklich sehenswert. {{Marker|type = fraction |name =Griedel | wikidata = Q1546429}} * Im Ort gibt es noch viele alte '''Bauernhäuser''' * {{vCard|type= train|name=Museumseisenbahn|address=|phone=+49 (0)6032 9292 29|email=|fax=|url=http://www.draisine.de/EFW_Homepage_neu/index.htm|hours=|price=|lat=|long= |lastedit=|description= Sie fährt durch Griedel dank der Eisenbahnfreunde Wetterau e.V. Diese fahren von April bis Oktober jeden 1. und 3. Sonntag mit Dampf- oder Diesel-gezogenen Museumszügen. Die Rückfahrkarte Bad Nauheim-Nord - Münzenberg kostet (Saison 2015): Erwachsene 12,00 €, Kinder 7,00 €. Die einfache Fahrt ist für 7,00&#x202F;€ (Erwachsene) bzw. 4,00&#x202F;€ (Kinder ab 3 Jahren) zu haben. Die Mitnahme von Fahrrädern ist kostenlos möglich. Bei Fahrten unter Dampf wird ein Dampfzuschlag von 3.00&#x202F;€ erhoben. Der aktuelle Fahrplan ist unter obigem Link aufrufbar. }} * Einmal im Jahr findet im Sommer das [http://www.griedeler-entenrennen.de/ Griedeler Entenrennen] statt. In 2013 startet es am 25. August. Bei diesem Volksfest versuchen hunderte kleiner gelber Gummienten, von ihren "Besitzern" angefeuert, als erste die Rennstrecke auf der Wetter zu überwinden. Die ersten Enten gewinnen Preise. {{Marker | type = fraction | name = Hoch-Weisel | wikidata = Q1621622}} * '''Ortskern''' mit alten Fachwerk-Bauernhöfen teilweise aus dem 16. Jahrhundert und evangelische Pfarrkirche * ''' Römerkastell''' am Fuße des Hausbergs im Wald. Das Kastell ist teilweise überwuchert. Für Kinder ist es eine Enttäuschung, wenn sie sich etwas ähnliches wie [[Kastell_Saalburg|das Kastell Saalburg]] vorstellen. Informationstafeln sind aufgestellt. Erreichbar nur zu Fuß. * Noch weniger erhalten ist die '''keltische Fluchtburg''' unterhalb des Hausberg-Gipfels. Die Reste der Ringwälle sind nur für gute Wanderer erreichbar, da der Weg nur bergauf geht. {{Marker | type = fraction | name = Nieder-Weisel | wikidata = Q989808}} * '''Ortskern''' mit alten Fachwerkhäusern * '''Komturkirche''' aus dem 12./13. Jahrhundert der Johanniterkommende. Besichtigung nur nach Terminvereinbarung mit dem ev. Pfarramt Nieder-Weisel möglich. * '''Ev. Pfarrkirche''', angelegt als Wehrkirche * '''Jüdischer Friedhof''' am Ende der Weingartenstraße == Aktivitäten == == Einkaufen == * {{vCard | name = Hoffreunde | type = shop | url = https://hoffreunde.com/ | address = Am Seefeld 1, 35510 Butzbach | lat = 50.4193 | long = 8.68529 | phone = +49 (0)6033 9289003 | hours = Mo bis Fr. 6:30 - 19:00, Sa 7:30 - 15:00 Uhr | lastedit = 2025-01-22 | description = Drei Landwirte haben sich zusammengeschlossen und betreiben einen eigenen Hofladen. Wurstwaren und Fleisch vom Strohschwein, Kartoffeln, Obst und Gemüse usw., Frühstück und heiße Theke zum Mitnehmen während den Öffnungszeiten. }} * Bücher: Buchhandlung Bindernagel GmbH, Wetzlarer Straße 25, 35510 Butzbach und Buchshop der Butzbacher Zeitung, Verlagshaus Gratzfeld, Langgasse 20, 35510 Butzbach * Filme, Fotobedarf: Foto-Koch, Marktplatz 9, 35510 Butzbach * hessnatur Butzbach, Marie- Curie-Straße 7, 35510 Butzbach und hessnatur Butzbach Restpostenmarkt, Griedeler Strasse 42, 35510 Butzbach * Tee und Kräuter: [http://www.kruethus.de/ Krüthus], Marktplatz 16, 35510 Butzbach == Küche == * {{vCard | name = Restaurant Grillhaus | type = restaurant | url = https://www.grillhaus-butzbach.de/ | address = Himmrichsweg 22, 35510 Butzbach | lat = 50.43663 | long = 8.68303 | hours = Di bis So 11:00 - 22:00 Uhr | lastedit = 2025-01-22 | description = Türkisches Restaurant. }} == Nachtleben == * Legendäre "Back To" Nacht im "Busters", jeden 2. Samstag im Monat. == Unterkunft == == Sicherheit == == Gesundheit == Die nächsten Krankenhäuser befinden sich in Bad Nauheim und der Kreisstadt Friedberg. == Praktische Hinweise == == Ausflüge == * Besuch des Aussichtsturm auf dem [[Wetterau#Hausberg|Hausberg]] (etwa 5&#x202F;km südwestlich von Butzbach gelegen). * [[Wetterau#Burgruine Münzenberg|Burgruine Münzenberg]] · ''Bus Linie 200 u. 210 vom Bahnhof Butzbach'' * [[Bad Nauheim]] == Literatur == == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} {{GeoData| lat= 50.43333| long= 8.675| radius= }} {{IstInKat|Wetterau}} {{class-2}} 668t02irko15grhlqrmfa287lugqgq7 1804886 1804885 2026-09-19T10:58:03Z Eduard47 17518 Hinweis aus 2012 nicht mehr notwendig 1804886 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = | TouriInfoWeb = | TouriInfoTel = }} '''Butzbach''' ist eine Stadt in [[Hessen]], am Rande der [[Wetterau]] und des [[Taunus]] gelegen. == Hintergrund == {{Mapframe|50.43627|8.66865|zoom=11|height=300|width=300|type=geoline}} [[File:Butzbach_(Merian).jpg|thumb|Butzbach in der Topographia Hassiae von [[w:Matthäus Merian|Matthäus Merian]] 1655.]] Butzbach hat eine gut erhaltene historische Altstadt und liegt an der [[Deutsche Fachwerkstraße|Deutschen Fachwerkstraße]]. Obwohl Butzbach selbst in der Wetterau liegt, reichen seine Stadtteile weit in den Hintertaunus hinein. Die Stadtteile sind größtenteils dörflich-ländlich geprägt. == Anreise == === Mit der Bahn === Der {{Marker|type=rail|name=Bahnhof Butzbach|wikidata=Q800598}} liegt sehr zentral direkt neben der historischen Altstadt und dem Busbahnhof. Hier hält im Stundentakt der Mittelhessen-Express von Frankfurt über [[Marburg]] nach [[Schwalm|Treysa]], der in [[Gießen]] geflügelt wird und der hintere Teil nach [[Dillenburg]] fährt. Regional-Express-Züge rauschen ohne Halt durch. {{Rolli|rot}} Nur der Hausbahnsteig (Züge Richtung Gießen) ist barrierefrei erreichbar, der Mittelbahnsteig an Gleis 2 und 3 kann nur über Treppen erreicht werden. Ein barrierefreier Ausbau ist bis auf Weiteres nicht geplant. Weitere Bahnhöfe auf dem Stadtgebiet von Butzbach sind der {{Marker|type=rail|name=Bahnhof Kirch Göns| wikidata = Q116017421}} sowie der Haltepunkt {{Marker|type=rail|name= Ostheim (b Butzbach)| wikidata = Q116018196}}. Diese Bahnhöfe werden nur im Zweistundentakt von Regionalbahnen bedient, die Anreise über diese Bahnhöfe ist nicht zu empfehlen. Butzbach liegt im Gebiet des Nahverkehrsverbundes Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV). Die Mitnahme von Fahrrädern ist im Gebiet des RMV kostenlos und in von der Deutschen Bahn AG betriebenen Zügen ganztägig möglich. Bei anderen Verkehrsmittel kann die Fahrradmitnahme zeitlich eingeschränkt sein auf Zeiten außerhalb des Berufsverkehrs (z.&#x202F;B. Stadtbusse in Butzbach). === Auf der Straße === {{RSIGN|DE|A|45}} {{Ausfahrt|Giessener Südkreuz}}, {{RSIGN|DE|A|5}} {{Ausfahrt|Butzbach }} und {{RSIGN|DE|B|3}} Die [[Deutsche Fachwerkstraße]] führt durch den Ort. === Mit dem Fahrrad === *'''[[Limes-Radweg]]''' == Mobilität == === Busverkehr === Butzbach verfügt über eine Stadtbuslinie sowie insgesamt 8 Regionalbuslinien für die Stadtteile. Das Angebot ist in Butzbach-Kernstadt und den Wetterauorten (Hoch- und Nieder-Weisel, Ostheim, Pohl-Göns und Griedel) akzeptabel, die Busse fahren im Stundentakt bzw. an Sonn- und Feiertagen im Zweistundentakt. Die Taunusdörfer sind hingegen ÖPNV-mäßig ziemlich abgehängt, hier empfiehlt sich dringend ein eigenes Auto. === Radwegenetz === Alle Stadtteile sind an ein gut ausgeschildertes Radwegenetz angeschlossen. == Sehenswürdigkeiten == === Kernstadt === * '''Marktplatz''' mit '''Marktbrunnen''' * '''Fachwerkhäuser''' aus dem 16. bis 18. Jahrhundert * '''Gotische Markuskirche''' aus dem 15. Jahrhundert * '''Reste der Stadtmauer mit Schwibbogenhäuschen''' * '''Solmser Schloss''' − Der spätgotische Steinbau wurde um 1481 erbaut, wobei die Stadtmauer mit einbezogen wurde. Prächtiges Renaissance-Treppenhaus von 1588. Von 1879 - 2004 Sitz des Amtsgerichts Butzbach. * '''Landgrafenschloss''' * '''Reste des Limes mit Wachturm''' === Stadtteile === Viele umliegende alte Bauerndörfer sind Stadtteile von Butzbach. Viele haben noch alte erhaltene Bausubstanz und sind wirklich sehenswert. {{Marker|type = fraction |name =Griedel | wikidata = Q1546429}} * Im Ort gibt es noch viele alte '''Bauernhäuser''' * {{vCard|type= train|name=Museumseisenbahn|address=|phone=+49 (0)6032 9292 29|email=|fax=|url=http://www.draisine.de/EFW_Homepage_neu/index.htm|hours=|price=|lat=|long= |lastedit=|description= Sie fährt durch Griedel dank der Eisenbahnfreunde Wetterau e.V. Diese fahren von April bis Oktober jeden 1. und 3. Sonntag mit Dampf- oder Diesel-gezogenen Museumszügen. Die Rückfahrkarte Bad Nauheim-Nord - Münzenberg kostet (Saison 2015): Erwachsene 12,00 €, Kinder 7,00 €. Die einfache Fahrt ist für 7,00&#x202F;€ (Erwachsene) bzw. 4,00&#x202F;€ (Kinder ab 3 Jahren) zu haben. Die Mitnahme von Fahrrädern ist kostenlos möglich. Bei Fahrten unter Dampf wird ein Dampfzuschlag von 3.00&#x202F;€ erhoben. Der aktuelle Fahrplan ist unter obigem Link aufrufbar. }} * Einmal im Jahr findet im Sommer das [http://www.griedeler-entenrennen.de/ Griedeler Entenrennen] statt. In 2013 startet es am 25. August. Bei diesem Volksfest versuchen hunderte kleiner gelber Gummienten, von ihren "Besitzern" angefeuert, als erste die Rennstrecke auf der Wetter zu überwinden. Die ersten Enten gewinnen Preise. {{Marker | type = fraction | name = Hoch-Weisel | wikidata = Q1621622}} * '''Ortskern''' mit alten Fachwerk-Bauernhöfen teilweise aus dem 16. Jahrhundert und evangelische Pfarrkirche * ''' Römerkastell''' am Fuße des Hausbergs im Wald. Das Kastell ist teilweise überwuchert. Für Kinder ist es eine Enttäuschung, wenn sie sich etwas ähnliches wie [[Kastell_Saalburg|das Kastell Saalburg]] vorstellen. Informationstafeln sind aufgestellt. Erreichbar nur zu Fuß. * Noch weniger erhalten ist die '''keltische Fluchtburg''' unterhalb des Hausberg-Gipfels. Die Reste der Ringwälle sind nur für gute Wanderer erreichbar, da der Weg nur bergauf geht. {{Marker | type = fraction | name = Nieder-Weisel | wikidata = Q989808}} * '''Ortskern''' mit alten Fachwerkhäusern * '''Komturkirche''' aus dem 12./13. Jahrhundert der Johanniterkommende. Besichtigung nur nach Terminvereinbarung mit dem ev. Pfarramt Nieder-Weisel möglich. * '''Ev. Pfarrkirche''', angelegt als Wehrkirche * '''Jüdischer Friedhof''' am Ende der Weingartenstraße == Aktivitäten == == Einkaufen == * {{vCard | name = Hoffreunde | type = shop | url = https://hoffreunde.com/ | address = Am Seefeld 1, 35510 Butzbach | lat = 50.4193 | long = 8.68529 | phone = +49 (0)6033 9289003 | hours = Mo bis Fr. 6:30 - 19:00, Sa 7:30 - 15:00 Uhr | lastedit = 2025-01-22 | description = Drei Landwirte haben sich zusammengeschlossen und betreiben einen eigenen Hofladen. Wurstwaren und Fleisch vom Strohschwein, Kartoffeln, Obst und Gemüse usw., Frühstück und heiße Theke zum Mitnehmen während den Öffnungszeiten. }} * Bücher: Buchhandlung Bindernagel GmbH, Wetzlarer Straße 25, 35510 Butzbach und Buchshop der Butzbacher Zeitung, Verlagshaus Gratzfeld, Langgasse 20, 35510 Butzbach * Filme, Fotobedarf: Foto-Koch, Marktplatz 9, 35510 Butzbach * hessnatur Butzbach, Marie- Curie-Straße 7, 35510 Butzbach und hessnatur Butzbach Restpostenmarkt, Griedeler Strasse 42, 35510 Butzbach * Tee und Kräuter: [http://www.kruethus.de/ Krüthus], Marktplatz 16, 35510 Butzbach == Küche == * {{vCard | name = Restaurant Grillhaus | type = restaurant | url = https://www.grillhaus-butzbach.de/ | address = Himmrichsweg 22, 35510 Butzbach | lat = 50.43663 | long = 8.68303 | hours = Di bis So 11:00 - 22:00 Uhr | lastedit = 2025-01-22 | description = Türkisches Restaurant. }} == Nachtleben == * Legendäre "Back To" Nacht im "Busters", jeden 2. Samstag im Monat. == Unterkunft == == Sicherheit == == Gesundheit == Die nächsten Krankenhäuser befinden sich in Bad Nauheim und der Kreisstadt Friedberg. == Praktische Hinweise == == Ausflüge == * Besuch des Aussichtsturm auf dem [[Wetterau#Hausberg|Hausberg]] (etwa 5&#x202F;km südwestlich von Butzbach gelegen). * [[Wetterau#Burgruine Münzenberg|Burgruine Münzenberg]] · ''Bus Linie 200 u. 210 vom Bahnhof Butzbach'' * [[Bad Nauheim]] == Literatur == == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} {{GeoData| lat= 50.43333| long= 8.675| radius= }} {{IstInKat|Wetterau}} {{class-2}} dahmdyiz2cbtb6gf133pcksa32sk340 Wootz 0 12709 1804836 1697108 2026-09-18T19:59:02Z Scholless 15050 /* Nachtleben */ das kann raus 1804836 wikitext text/x-wiki {{Autoquickbar Ort}} '''Wootz''' ist ein Ortsteil der Gemeinde [[Lenzerwische]] im Landkreis [[Prignitz]] in [[Brandenburg]]. Zu ihr gehört der Ortsteil Rosendorf. Zu Tipps für Radfahrer vgl. auch '''[[Lenzen (Elbe)|Lenzen]]'''. == Hintergrund == Die Gemeinde Wootz liegt direkt am Nordufer der [[Elbe]], unter anderem gegenüber von '''[[Gorleben]]''' '''Nachbargemeinden''' *In der [[Prignitz]] in Brandenburg: [[Lenzen (Elbe)|Lenzen]] *In [[Mecklenburg-Schwerin|Mecklenburg]]: [[Dömitz]] *Im [[Wendland]] in Niedersachsen: [[Langendorf]], [[Trebel]], [[Gorleben]], [[Höhbeck]] == Anreise == === Mit dem Flugzeug === * Flughäfen in Hamburg, Hannover, Berlin === Mit der Bahn === * Kein Bahnanschluß === Auf der Straße === * B 195 === Mit dem Schiff === * Fährverbindung bei '''[[Lenzen (Elbe)|Lenzen]]''' * Anlegemöglichkeiten für Sportboote === Mit dem Fahrrad === *[[Elbe-Radweg]]: Nordost-Ufer, Abschnitt [[Wittenberge]]-[[Lauenburg/Elbe|Lauenburg]] Nächster per Rad erreichbare Bahnhöfe: * [[Karstädt]]: 30&#x202F;km * [[Arendsee]]: 30&#x202F;km == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == * {{vCard|name=Kirche Mödlich |wikidata=|type=church |address=|phone=|email=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Besichtigung Sa 14 Uhr, in Pension am Elbdeich anzumelden.}} == Aktivitäten == == Einkaufen == * in [[Lenzen (Elbe)|Lenzen]] und [[Dömitz]] ist das meiste vorhanden, auch KFZ- und Fahrradservice. == Küche == === Mödlich === * {{vCard|name=Pension am Elbdeich/Gartencafé |wikidata=|type=cafe|address=|phone=|email=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Imbiss.}} * {{vCard|name=Alte Fischerkate |wikidata=|type=restaurant |address=|phone=|email=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Gehobene Preise. Es werden auch Fleischgerichte angeboten. Es wird aber empfohlen, die Fischgerichte zu wählen. Mittags (auf der Terasse) sind weitere und preiswertere Angebote möglich.}} == Nachtleben == == Unterkunft == * {{vCard|name=Pension am Elbdeich |wikidata=|type=boarding house |address=|phone=|email=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} == Arbeiten == == Sicherheit == == Gesundheit == == Praktische Hinweise == == Ausflüge == == Literatur == == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} {{class-2}} {{GeoData| lat= 53.06514| long= 11.35739| radius= }} {{IstInKat|Prignitz}} h0ui6hlb4bgbg80zztqr0gqseyswgev 1804837 1804836 2026-09-18T19:59:23Z Scholless 15050 /* Arbeiten */ das kann raus 1804837 wikitext text/x-wiki {{Autoquickbar Ort}} '''Wootz''' ist ein Ortsteil der Gemeinde [[Lenzerwische]] im Landkreis [[Prignitz]] in [[Brandenburg]]. Zu ihr gehört der Ortsteil Rosendorf. Zu Tipps für Radfahrer vgl. auch '''[[Lenzen (Elbe)|Lenzen]]'''. == Hintergrund == Die Gemeinde Wootz liegt direkt am Nordufer der [[Elbe]], unter anderem gegenüber von '''[[Gorleben]]''' '''Nachbargemeinden''' *In der [[Prignitz]] in Brandenburg: [[Lenzen (Elbe)|Lenzen]] *In [[Mecklenburg-Schwerin|Mecklenburg]]: [[Dömitz]] *Im [[Wendland]] in Niedersachsen: [[Langendorf]], [[Trebel]], [[Gorleben]], [[Höhbeck]] == Anreise == === Mit dem Flugzeug === * Flughäfen in Hamburg, Hannover, Berlin === Mit der Bahn === * Kein Bahnanschluß === Auf der Straße === * B 195 === Mit dem Schiff === * Fährverbindung bei '''[[Lenzen (Elbe)|Lenzen]]''' * Anlegemöglichkeiten für Sportboote === Mit dem Fahrrad === *[[Elbe-Radweg]]: Nordost-Ufer, Abschnitt [[Wittenberge]]-[[Lauenburg/Elbe|Lauenburg]] Nächster per Rad erreichbare Bahnhöfe: * [[Karstädt]]: 30&#x202F;km * [[Arendsee]]: 30&#x202F;km == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == * {{vCard|name=Kirche Mödlich |wikidata=|type=church |address=|phone=|email=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Besichtigung Sa 14 Uhr, in Pension am Elbdeich anzumelden.}} == Aktivitäten == == Einkaufen == * in [[Lenzen (Elbe)|Lenzen]] und [[Dömitz]] ist das meiste vorhanden, auch KFZ- und Fahrradservice. == Küche == === Mödlich === * {{vCard|name=Pension am Elbdeich/Gartencafé |wikidata=|type=cafe|address=|phone=|email=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Imbiss.}} * {{vCard|name=Alte Fischerkate |wikidata=|type=restaurant |address=|phone=|email=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Gehobene Preise. Es werden auch Fleischgerichte angeboten. Es wird aber empfohlen, die Fischgerichte zu wählen. Mittags (auf der Terasse) sind weitere und preiswertere Angebote möglich.}} == Nachtleben == == Unterkunft == * {{vCard|name=Pension am Elbdeich |wikidata=|type=boarding house |address=|phone=|email=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} == Sicherheit == == Gesundheit == == Praktische Hinweise == == Ausflüge == == Literatur == == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} {{class-2}} {{GeoData| lat= 53.06514| long= 11.35739| radius= }} {{IstInKat|Prignitz}} fg9j1pjpt4og3rdn5xzb1i4nrb0q2x5 Mehring 0 13717 1804878 1705000 2026-09-19T08:02:21Z Scholless 15050 /* Küche */ + Koordinaten 1804878 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = | TouriInfoWeb = | TouriInfoTel = }} '''Mehring''' ist eine Gemeinde in [[Rheinland-Pfalz]] an der [[Moseltal|Mosel]]. == Hintergrund == {{Mapframe|49.79699| 6.825|zoom=14|height=300|width=300|type=geoline}} Mehring liegt beiderseits der '''Mosel''', wobei sich das Ortszentrum im nördlichen, linksmoselanischen Teil befindet. Nächste bedeutendere Ortschaften sind [[Schweich]] an der Mosel, [[Hermeskeil]] im [[Hunsrück]]. Aufgrund der Nähe zur A 1/A 48 bietet sich Mehring als Zwischenstopp für motorisierte Reisende an. Mehring wird vom [[Mosel-Radweg]] erreicht und liegt an der [[Römische Weinstraße|Römischen Weinstraße]]. Mehring hat eine dörfliche Atmosphäre und ist daher eher für ruhesuchende Gäste geeignet, während die naheliegenden Städte Schweich und Trier kleinstädtisch bzw. urban wirken. Vor allem überzeugt Mehring durch moderate Preise für Übernachtung. === Nachbargemeinden === * An der [[Moseltal|Mosel]]: [[Longen]], [[Schweich]], [[Ensch]], [[Schleich]], [[Pölich]], [[Riol]], [[Detzem]] * In der [[Eifel]]: [[Bekond]] * Im [[Hunsrück]]: [[Naurath]], [[Bescheid]], [[Lorscheid]], [[Fell]] == Anreise == === Mit dem Flugzeug === Nächste Flughäfen sind in [[Flughafen Frankfurt-Hahn|Hahn]] (3 Stunden über Schweich, Föhren, Bullay) und [[Flughafen Luxemburg|Luxemburg Stadt]] (2 Stunden mit Bus und Bahn über Trier). === Mit der Bahn === DB-Haltepunkt [[Schweich]] ist 6&#x202F;km entfernt, weitere Bahnhalts befinden sich in [[Trier]]. === Auf der Straße === {{RSIGN|DE|A|1}}, {{Ausfahrt|Mehring|131}} (5 km) aus Richtung Süden kommend, {{Ausfahrt|Dreieck Moseltal|130}} (5,5 km) aus dem Raum Trier kommend und {{Ausfahrt|Föhren|128}} (11 km) von Norden kommend === Mit dem Schiff === === Mit dem Fahrrad === * Der [[Mosel-Radweg]] verbindet Mehring mit den übrigen Moselgemeinden und über viele Anschlussrouten mit weiteren Städten am [[Rhein]] und ihren Nebenflüssen. * Der [[Kylltal-Radweg]] ermöglicht die steigungsarme Anreise aus den [[Kölner Bucht|rheinischen]] Großstädten und den Benelux-Staaten (über Trier-[[Ehrang]]). '''Erreichbare Bahnhöfe''': * [[Trier]], Fahrradservice am Bahnhof * [[Kordel]] == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == * {{vCard|type=ruins|name=Ruine der Römischen Villa Rustica|description=Das Gutshofherrenhaus (28 mal 23 Meter) entsprach zunächst in seiner Grundform dem weit verbreiteten gallo-römischen Villentyp „Bollendorf“: eine Halle mit zwei Eckrisaliten und dazwischen liegender Säulenhalle (Portikus). Im Laufe des 3. und 4. Jahrhunderts n. Chr. erfuhr die Villa zahlreiche An- und Umbauten, so dass sie am Ende ihrer Bauzeit mit einer Grundfläche von 48 mal 29 Meter und 34 Räumen zu den größeren Herrenhäusern im gesamten Umland von Trier (Augusta Treverorum) gehörte. Mitte des 4. Jahrhunderts wurde es von den Germanen zerstört. Von der prächtigen Ausstattung der Räume zeugen heute noch Reste eines mehrfarbigen Fußbodenmosaiks und einer Wandverkleidung aus schwarzem Marmor. Dies und einzelne wertvolle Kleinfunde lassen auf die hohe soziale Stellung des Villenbesitzers schließen. Die Fundstelle der Villa war schon im 19. Jahrhundert bekannt. Zwischen 1983 und 1987 wurde das Herrenhaus freigelegt, konserviert und teilweise rekonstruiert. Zu sehen sind heute die Hauptfront mit den Eckrisaliten und dem Portikus, ein beheizbarer Wohnraum mit Mosaik sowie Teile des Badetraktes. <small>(Quelle: Wikipedia)</small> 1. Hälfte des 2. Jh., ist kostenlos begehbar (Südteil). Sie ist mit Rampen ausgestattet und daher rollstuhlgerecht.|lat=49.793851 |long= 6.834457}} * {{vCard|type=church|name=Katholische Pfarrkirche St. Medardus|description= 19. Jh., im Stil des Klassizismus|lat=49.7956 |long=6.8245}} * {{vCard|type=museum|name=Heimat- und Weinmuseum|description= Untergebracht im barocken Rathhausgebäude, Bachstr. 47|lat=49.796966 |long=6.824498}} == Aktivitäten == == Einkaufen == Für die Güter des täglichen Bedarfs stehen Supermarkt, Metzgereien und Bäckereien zur Verfügung. Der Direkterwerb von Wein und Sekt beim Winzer ist möglich. Schwerpunktmäßig wird Riesling angeboten. * {{vCard | name = Horst Adams | type = vineyard | lastedit = 2017-01-15 | address = Brückenstraße 35 | phone = +49 (0)6502 7026 | description = Sekt, Riesling, Weißburgunder, Rotweine in geringerer Menge }} Gute Einkaufsmöglichkeiten im Umkreis bestehen in [[Schweich]] und [[Kenn]]. Zum ausgedehnten Shopping ist [[Trier]] gut geeignet. == Küche == * Es gibt mehrere Restaurants mit deutscher Küche * {{vCard | name = Da Riccardo | type = restaurant | subtype = midrange | lastedit = 2017-01-15 | address =Brückenstraße 32, 54346 Mehring |lat=49.79798 |long=6.82864 | description = Mittlere Preislage; Italienische Küche }} == Nachtleben == == Unterkunft == * Campingplatz ist vorhanden * zwei Wohnmobilstellplätze vorhanden * Eine Auswahl von Pensionen, Hotelbetrieben und Ferienwohnungen ist vorhanden. Für ein Doppelzimmer mit Frühstück muss man 40,- €/Nacht rechnen. == Gesundheit == == Praktische Hinweise == * {{vCard | type = tourist information | name = Touristinformation Mehring | url = http://mehring-mosel.de/urlaub/ | email = info@mehring-mosel.de | address = Bachstraße 47, 54346 Mehring | lat = 49.796989 | long = 6.82595 | phone = +49 6502 1413 | fax = +49 6502 1253 | wikidata = Q40230785 | lastedit = 2017-01-15 | description = }} == Ausflüge == === Mit dem Fahrrad === * Mosel-Metropole '''[[Trier]]''', 15&#x202F;km * [[Konz]], 20&#x202F;km * [[Mertert|Wasserbillig]], 30&#x202F;km * [[Neumagen-Dhron]], 15&#x202F;km * [[Hermeskeil]], 20&#x202F;km mit Steigungen * [[Wittlich]], 20&#x202F;km mit Steigungen === Mit der Bahn === kombiniert mit dem Fahrrad: * Es sind alle [[Moseltal|Mosel]]-Anlieger zwischen [[Metz]] und [[Koblenz]] als Tages-Ausflugsziele erreichbar. * [[Bitburg]] und [[Gerolstein]] mit Umsteigen in '''Trier''' * [[Saarbrücken]] (evtl. umsteigen in Trier) == Literatur == == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} {{class-2}} {{GeoData| lat= 49.79699| long= 6.82595| radius= }} {{IstInKat|Mittelmosel}} ingjd3jctfdxevszo09o9sucfdor8nv 1804879 1804878 2026-09-19T08:03:02Z Scholless 15050 /* Küche */ url 1804879 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = | TouriInfoWeb = | TouriInfoTel = }} '''Mehring''' ist eine Gemeinde in [[Rheinland-Pfalz]] an der [[Moseltal|Mosel]]. == Hintergrund == {{Mapframe|49.79699| 6.825|zoom=14|height=300|width=300|type=geoline}} Mehring liegt beiderseits der '''Mosel''', wobei sich das Ortszentrum im nördlichen, linksmoselanischen Teil befindet. Nächste bedeutendere Ortschaften sind [[Schweich]] an der Mosel, [[Hermeskeil]] im [[Hunsrück]]. Aufgrund der Nähe zur A 1/A 48 bietet sich Mehring als Zwischenstopp für motorisierte Reisende an. Mehring wird vom [[Mosel-Radweg]] erreicht und liegt an der [[Römische Weinstraße|Römischen Weinstraße]]. Mehring hat eine dörfliche Atmosphäre und ist daher eher für ruhesuchende Gäste geeignet, während die naheliegenden Städte Schweich und Trier kleinstädtisch bzw. urban wirken. Vor allem überzeugt Mehring durch moderate Preise für Übernachtung. === Nachbargemeinden === * An der [[Moseltal|Mosel]]: [[Longen]], [[Schweich]], [[Ensch]], [[Schleich]], [[Pölich]], [[Riol]], [[Detzem]] * In der [[Eifel]]: [[Bekond]] * Im [[Hunsrück]]: [[Naurath]], [[Bescheid]], [[Lorscheid]], [[Fell]] == Anreise == === Mit dem Flugzeug === Nächste Flughäfen sind in [[Flughafen Frankfurt-Hahn|Hahn]] (3 Stunden über Schweich, Föhren, Bullay) und [[Flughafen Luxemburg|Luxemburg Stadt]] (2 Stunden mit Bus und Bahn über Trier). === Mit der Bahn === DB-Haltepunkt [[Schweich]] ist 6&#x202F;km entfernt, weitere Bahnhalts befinden sich in [[Trier]]. === Auf der Straße === {{RSIGN|DE|A|1}}, {{Ausfahrt|Mehring|131}} (5 km) aus Richtung Süden kommend, {{Ausfahrt|Dreieck Moseltal|130}} (5,5 km) aus dem Raum Trier kommend und {{Ausfahrt|Föhren|128}} (11 km) von Norden kommend === Mit dem Schiff === === Mit dem Fahrrad === * Der [[Mosel-Radweg]] verbindet Mehring mit den übrigen Moselgemeinden und über viele Anschlussrouten mit weiteren Städten am [[Rhein]] und ihren Nebenflüssen. * Der [[Kylltal-Radweg]] ermöglicht die steigungsarme Anreise aus den [[Kölner Bucht|rheinischen]] Großstädten und den Benelux-Staaten (über Trier-[[Ehrang]]). '''Erreichbare Bahnhöfe''': * [[Trier]], Fahrradservice am Bahnhof * [[Kordel]] == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == * {{vCard|type=ruins|name=Ruine der Römischen Villa Rustica|description=Das Gutshofherrenhaus (28 mal 23 Meter) entsprach zunächst in seiner Grundform dem weit verbreiteten gallo-römischen Villentyp „Bollendorf“: eine Halle mit zwei Eckrisaliten und dazwischen liegender Säulenhalle (Portikus). Im Laufe des 3. und 4. Jahrhunderts n. Chr. erfuhr die Villa zahlreiche An- und Umbauten, so dass sie am Ende ihrer Bauzeit mit einer Grundfläche von 48 mal 29 Meter und 34 Räumen zu den größeren Herrenhäusern im gesamten Umland von Trier (Augusta Treverorum) gehörte. Mitte des 4. Jahrhunderts wurde es von den Germanen zerstört. Von der prächtigen Ausstattung der Räume zeugen heute noch Reste eines mehrfarbigen Fußbodenmosaiks und einer Wandverkleidung aus schwarzem Marmor. Dies und einzelne wertvolle Kleinfunde lassen auf die hohe soziale Stellung des Villenbesitzers schließen. Die Fundstelle der Villa war schon im 19. Jahrhundert bekannt. Zwischen 1983 und 1987 wurde das Herrenhaus freigelegt, konserviert und teilweise rekonstruiert. Zu sehen sind heute die Hauptfront mit den Eckrisaliten und dem Portikus, ein beheizbarer Wohnraum mit Mosaik sowie Teile des Badetraktes. <small>(Quelle: Wikipedia)</small> 1. Hälfte des 2. Jh., ist kostenlos begehbar (Südteil). Sie ist mit Rampen ausgestattet und daher rollstuhlgerecht.|lat=49.793851 |long= 6.834457}} * {{vCard|type=church|name=Katholische Pfarrkirche St. Medardus|description= 19. Jh., im Stil des Klassizismus|lat=49.7956 |long=6.8245}} * {{vCard|type=museum|name=Heimat- und Weinmuseum|description= Untergebracht im barocken Rathhausgebäude, Bachstr. 47|lat=49.796966 |long=6.824498}} == Aktivitäten == == Einkaufen == Für die Güter des täglichen Bedarfs stehen Supermarkt, Metzgereien und Bäckereien zur Verfügung. Der Direkterwerb von Wein und Sekt beim Winzer ist möglich. Schwerpunktmäßig wird Riesling angeboten. * {{vCard | name = Horst Adams | type = vineyard | lastedit = 2017-01-15 | address = Brückenstraße 35 | phone = +49 (0)6502 7026 | description = Sekt, Riesling, Weißburgunder, Rotweine in geringerer Menge }} Gute Einkaufsmöglichkeiten im Umkreis bestehen in [[Schweich]] und [[Kenn]]. Zum ausgedehnten Shopping ist [[Trier]] gut geeignet. == Küche == * Es gibt mehrere Restaurants mit deutscher Küche * {{vCard | name = Da Riccardo | type = restaurant | subtype = midrange | lastedit = 2017-01-15 | address =Brückenstraße 32, 54346 Mehring |lat=49.79798 |long=6.82864 |url=https://www.da-riccardo.de/ | description = Mittlere Preislage; Italienische Küche }} == Nachtleben == == Unterkunft == * Campingplatz ist vorhanden * zwei Wohnmobilstellplätze vorhanden * Eine Auswahl von Pensionen, Hotelbetrieben und Ferienwohnungen ist vorhanden. Für ein Doppelzimmer mit Frühstück muss man 40,- €/Nacht rechnen. == Gesundheit == == Praktische Hinweise == * {{vCard | type = tourist information | name = Touristinformation Mehring | url = http://mehring-mosel.de/urlaub/ | email = info@mehring-mosel.de | address = Bachstraße 47, 54346 Mehring | lat = 49.796989 | long = 6.82595 | phone = +49 6502 1413 | fax = +49 6502 1253 | wikidata = Q40230785 | lastedit = 2017-01-15 | description = }} == Ausflüge == === Mit dem Fahrrad === * Mosel-Metropole '''[[Trier]]''', 15&#x202F;km * [[Konz]], 20&#x202F;km * [[Mertert|Wasserbillig]], 30&#x202F;km * [[Neumagen-Dhron]], 15&#x202F;km * [[Hermeskeil]], 20&#x202F;km mit Steigungen * [[Wittlich]], 20&#x202F;km mit Steigungen === Mit der Bahn === kombiniert mit dem Fahrrad: * Es sind alle [[Moseltal|Mosel]]-Anlieger zwischen [[Metz]] und [[Koblenz]] als Tages-Ausflugsziele erreichbar. * [[Bitburg]] und [[Gerolstein]] mit Umsteigen in '''Trier''' * [[Saarbrücken]] (evtl. umsteigen in Trier) == Literatur == == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} {{class-2}} {{GeoData| lat= 49.79699| long= 6.82595| radius= }} {{IstInKat|Mittelmosel}} bho90jaa6hef4jdolsjjnyzqxoyge6p 1804881 1804879 2026-09-19T08:05:41Z Scholless 15050 /* Küche */ Ergänzungen 1804881 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Ort | Bild = | TouriInfoWeb = | TouriInfoTel = }} '''Mehring''' ist eine Gemeinde in [[Rheinland-Pfalz]] an der [[Moseltal|Mosel]]. == Hintergrund == {{Mapframe|49.79699| 6.825|zoom=14|height=300|width=300|type=geoline}} Mehring liegt beiderseits der '''Mosel''', wobei sich das Ortszentrum im nördlichen, linksmoselanischen Teil befindet. Nächste bedeutendere Ortschaften sind [[Schweich]] an der Mosel, [[Hermeskeil]] im [[Hunsrück]]. Aufgrund der Nähe zur A 1/A 48 bietet sich Mehring als Zwischenstopp für motorisierte Reisende an. Mehring wird vom [[Mosel-Radweg]] erreicht und liegt an der [[Römische Weinstraße|Römischen Weinstraße]]. Mehring hat eine dörfliche Atmosphäre und ist daher eher für ruhesuchende Gäste geeignet, während die naheliegenden Städte Schweich und Trier kleinstädtisch bzw. urban wirken. Vor allem überzeugt Mehring durch moderate Preise für Übernachtung. === Nachbargemeinden === * An der [[Moseltal|Mosel]]: [[Longen]], [[Schweich]], [[Ensch]], [[Schleich]], [[Pölich]], [[Riol]], [[Detzem]] * In der [[Eifel]]: [[Bekond]] * Im [[Hunsrück]]: [[Naurath]], [[Bescheid]], [[Lorscheid]], [[Fell]] == Anreise == === Mit dem Flugzeug === Nächste Flughäfen sind in [[Flughafen Frankfurt-Hahn|Hahn]] (3 Stunden über Schweich, Föhren, Bullay) und [[Flughafen Luxemburg|Luxemburg Stadt]] (2 Stunden mit Bus und Bahn über Trier). === Mit der Bahn === DB-Haltepunkt [[Schweich]] ist 6&#x202F;km entfernt, weitere Bahnhalts befinden sich in [[Trier]]. === Auf der Straße === {{RSIGN|DE|A|1}}, {{Ausfahrt|Mehring|131}} (5 km) aus Richtung Süden kommend, {{Ausfahrt|Dreieck Moseltal|130}} (5,5 km) aus dem Raum Trier kommend und {{Ausfahrt|Föhren|128}} (11 km) von Norden kommend === Mit dem Schiff === === Mit dem Fahrrad === * Der [[Mosel-Radweg]] verbindet Mehring mit den übrigen Moselgemeinden und über viele Anschlussrouten mit weiteren Städten am [[Rhein]] und ihren Nebenflüssen. * Der [[Kylltal-Radweg]] ermöglicht die steigungsarme Anreise aus den [[Kölner Bucht|rheinischen]] Großstädten und den Benelux-Staaten (über Trier-[[Ehrang]]). '''Erreichbare Bahnhöfe''': * [[Trier]], Fahrradservice am Bahnhof * [[Kordel]] == Mobilität == == Sehenswürdigkeiten == * {{vCard|type=ruins|name=Ruine der Römischen Villa Rustica|description=Das Gutshofherrenhaus (28 mal 23 Meter) entsprach zunächst in seiner Grundform dem weit verbreiteten gallo-römischen Villentyp „Bollendorf“: eine Halle mit zwei Eckrisaliten und dazwischen liegender Säulenhalle (Portikus). Im Laufe des 3. und 4. Jahrhunderts n. Chr. erfuhr die Villa zahlreiche An- und Umbauten, so dass sie am Ende ihrer Bauzeit mit einer Grundfläche von 48 mal 29 Meter und 34 Räumen zu den größeren Herrenhäusern im gesamten Umland von Trier (Augusta Treverorum) gehörte. Mitte des 4. Jahrhunderts wurde es von den Germanen zerstört. Von der prächtigen Ausstattung der Räume zeugen heute noch Reste eines mehrfarbigen Fußbodenmosaiks und einer Wandverkleidung aus schwarzem Marmor. Dies und einzelne wertvolle Kleinfunde lassen auf die hohe soziale Stellung des Villenbesitzers schließen. Die Fundstelle der Villa war schon im 19. Jahrhundert bekannt. Zwischen 1983 und 1987 wurde das Herrenhaus freigelegt, konserviert und teilweise rekonstruiert. Zu sehen sind heute die Hauptfront mit den Eckrisaliten und dem Portikus, ein beheizbarer Wohnraum mit Mosaik sowie Teile des Badetraktes. <small>(Quelle: Wikipedia)</small> 1. Hälfte des 2. Jh., ist kostenlos begehbar (Südteil). Sie ist mit Rampen ausgestattet und daher rollstuhlgerecht.|lat=49.793851 |long= 6.834457}} * {{vCard|type=church|name=Katholische Pfarrkirche St. Medardus|description= 19. Jh., im Stil des Klassizismus|lat=49.7956 |long=6.8245}} * {{vCard|type=museum|name=Heimat- und Weinmuseum|description= Untergebracht im barocken Rathhausgebäude, Bachstr. 47|lat=49.796966 |long=6.824498}} == Aktivitäten == == Einkaufen == Für die Güter des täglichen Bedarfs stehen Supermarkt, Metzgereien und Bäckereien zur Verfügung. Der Direkterwerb von Wein und Sekt beim Winzer ist möglich. Schwerpunktmäßig wird Riesling angeboten. * {{vCard | name = Horst Adams | type = vineyard | lastedit = 2017-01-15 | address = Brückenstraße 35 | phone = +49 (0)6502 7026 | description = Sekt, Riesling, Weißburgunder, Rotweine in geringerer Menge }} Gute Einkaufsmöglichkeiten im Umkreis bestehen in [[Schweich]] und [[Kenn]]. Zum ausgedehnten Shopping ist [[Trier]] gut geeignet. == Küche == * Es gibt mehrere Restaurants mit deutscher Küche * {{vCard | name = Da Riccardo | type = restaurant | subtype = midrange | lastedit = 2026-09-19 |phone=+49 06502 9973977 |fax=+49 06502 938 41 43 |email=info@da-riccardo.de |hours=Di-So 11:30-14:30 + 17:30-22:00 | address =Brückenstraße 32, 54346 Mehring |lat=49.79798 |long=6.82864 |url=https://www.da-riccardo.de/ | description = Mittlere Preislage; Italienische Küche }} == Nachtleben == == Unterkunft == * Campingplatz ist vorhanden * zwei Wohnmobilstellplätze vorhanden * Eine Auswahl von Pensionen, Hotelbetrieben und Ferienwohnungen ist vorhanden. Für ein Doppelzimmer mit Frühstück muss man 40,- €/Nacht rechnen. == Gesundheit == == Praktische Hinweise == * {{vCard | type = tourist information | name = Touristinformation Mehring | url = http://mehring-mosel.de/urlaub/ | email = info@mehring-mosel.de | address = Bachstraße 47, 54346 Mehring | lat = 49.796989 | long = 6.82595 | phone = +49 6502 1413 | fax = +49 6502 1253 | wikidata = Q40230785 | lastedit = 2017-01-15 | description = }} == Ausflüge == === Mit dem Fahrrad === * Mosel-Metropole '''[[Trier]]''', 15&#x202F;km * [[Konz]], 20&#x202F;km * [[Mertert|Wasserbillig]], 30&#x202F;km * [[Neumagen-Dhron]], 15&#x202F;km * [[Hermeskeil]], 20&#x202F;km mit Steigungen * [[Wittlich]], 20&#x202F;km mit Steigungen === Mit der Bahn === kombiniert mit dem Fahrrad: * Es sind alle [[Moseltal|Mosel]]-Anlieger zwischen [[Metz]] und [[Koblenz]] als Tages-Ausflugsziele erreichbar. * [[Bitburg]] und [[Gerolstein]] mit Umsteigen in '''Trier''' * [[Saarbrücken]] (evtl. umsteigen in Trier) == Literatur == == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} {{class-2}} {{GeoData| lat= 49.79699| long= 6.82595| radius= }} {{IstInKat|Mittelmosel}} 9hboyijocq3mbtvfiyjzhyhpgn7j1h3 Kocher-Jagst-Radweg 0 15629 1804839 1793145 2026-09-18T20:08:34Z Dirk Schmidt 15181 /* 1. Etappe: Von Aalen bis Künzelsau (74&#x202F;km) */ format 1804839 wikitext text/x-wiki Der '''Kocher-Jagst-Radweg''' führt am Kocher entlang von [[Aalen]] über [[Schwäbisch Hall]] und [[Künzelsau]] nach [[Bad Friedrichshall]], dann die Jagst hinauf über [[Dörzbach]] und [[Crailsheim]] nach [[Ellwangen (Jagst)|Ellwangen]] und wieder zurück nach Aalen. 2018 wurde die Rundtour als ADFC-Qualitätsradroute mit [https://www.adfc-radtourismus.de/kocher-jagst-radweg/ 4 von 5 Sternen zertifiziert]. [[Bild:Kocher-Jagst-Radweg_Logo.jpg|right|200px|mini|'''Logo aktuell''']] [[Bild:Kocher-jagst-radweg.svg|right|120px|mini|Logo alt]] == Streckenprofil == * '''Länge:''': Gesamtlänge 335 km, aufteilbar in beliebige Etappen, erweiterbar durch zahlreiche Verbindungen zu anderen Radwegen * '''Ausschilderung:''' siehe Abbildung, gute Beschilderung *'''Steigungen:''' Der Weg bleibt überwiegend im Flusstal, im Kochertal erst oberhalb Schwäbisch Hall, im Jagsttal oberhalb von Langenburg nennenswerte Steigungen. *'''Wegzustand:''' überwiegend asphaltiert, im Bereich des Kochers gibt es noch geschotterte Teilstrecken. *'''Verkehrsbelastung:''' gering *'''Geeignetes Fahrrad:''': Normales Trekkingrad *'''Familieneignung:''' am Unterlauf von Kocher und Jagst gut geeignet *'''Inlinereignung''': Im Kochertal sind die Abschnitte Künzelsau-Sindringen und Ohrnberg-Bad Friedrichshall gut geeignet; zwischen Sindringen und Ohrnberg ist der Weg teilweise geschottert. Der Unterlauf im Jagsttal (ab Dörsbach) ist ebenfalls für Inliner geeignet. Jedoch sind einige Anstiege und Abfahrten zu bewältigen (sicheres Bremsen erforderlich), der Belag ist teilweise sehr rau und die Strecke führt teilweise über öffentliche Straßen. == Hintergrund == [[Datei:2017-04-17 Jagsttal Oberregenbach Langenburg.jpg|350px|mini|Jagsttal: Blick auf Oberregenbach und Langenburg. Wer wenig Zeit hat und es klassisch ländlich mit vielen kleinen Dörfern und Städtchen mag, sollte bevorzugt das Jagsttal in Angriff nehmen. Das Kochertal ist vor allem im Unterlauf klar dichter besiedelt und so urbaner.]] [[Datei:Criesbacher Sattel Kochertalblick02 2008-07-20.jpg|350px|mini|Kochertalblick mit Weinflair bei Künzellsau]] Die Zwillingsflüsse Kocher und Jagst durchqueren die Regionen [[Ostalb]], [[Hohenloher Ebene]] und das [[Heilbronner Land]]. Auf dem Weg kommt man vorbei an idyllischen Dörfchen mit Fachwerkbauten, an Burgen und Schlössern, an Weinbergen und Wiesen und Feldern. Meist sind die Höhenunterschiede nicht besonders groß, die Wege sind überwiegend asphaltiert und gut beschildert. Es empfiehlt sich, die Route aufzuteilen je nach Können und Interessen. Für die Gesamtstrecke sollte man etwa eine Woche einplanen, es ist aber auch lohnend, sich auf nur eine Teilstrecke zu beschränken, um sich desto intensiver mit Land und Leuten zu beschäftigen. Das Kocher und das Jagsttal per Kanu vom Wasser aus der Flussperspektive zu entdecken ist eines der schönsten Erlebnisse in Hohenlohe. Für eine naturverträgliche Kanutour müssen die zeitlichen und räumlichen Einschränkungen beachtet werden. Zertifizierte Kanu-Verleih-Stationen und nähere Infos gibt es * in Braunsbach bei [https://www.hohenlohe-aktiv-tours.de Hohenlohe-Aktivtours] * in Neuenstadt-Kocherthürn bei [https://www.kanu-bike.de 100&#x202F;% Kanu & Bike] * in Niedernhall bei [http://www.heffner-outdoor-events.de Heffner Outdoor-Events] == Vorbereitung == * Tourenlänge festlegen: für die Gesamtstrecke werden üblicherweise 5 - 6 Tage veranschlagt. * Übernachtungsmöglichkeiten überprüfen. In [[Dörzbach]] gibt es z.&#x202F;B.&nbsp;ein [https://www.heuhotel.de Heuhotel], was für Familien eine interessante Alternative sein kann. Heuschnupfen darf dann allerdings kein Problem sein. * An- und Abreise klären. Hervorragende Bahnverbindungen gibt es von [[Bad Friedrichshall]], [[Möckmühl]], [[Crailsheim]], [[Schwäbisch Hall]] und [[Aalen]]. Fahrdienste und Rückholservice bieten etliche Hotels an, darüber hinaus gibt es sie z.&#x202F;B.&nbsp;hier: ** '''Bad Friedrichshall''': Micha's Taxi- und Limousinenservice, Bautzenweg 6, Tel. 07136 5757 ** '''Möckmühl''':Taxi Strässer, Marktstr. 3, Tel. 06298 92230 ** '''Schwäbisch Hall''': Andreas Gehring, Johanniterstr. 49, Tel. 0791 71692. * Mit oder ohne Gepäck radeln? Es gibt [http://www.kocher-jagst.de/ Pauschalangebote] für Touren, bei denen das Gepäck transportiert wird. * Welchen Schwerpunkt soll die Tour haben? Geht es mehr um Radwandern mit Kindern, dann empfiehlt sich das untere Jagst- bzw. Kochertal, bei sportlich ambitionierten Fahrern darf es ohne weiteres auch mal ein Abstecher hoch auf die Hohenloher Ebene mit ihren schroff eingeschnittenen Tälern sein. Da wäre dann ein Abstecher auf die [https://www.kocher-jagst.de/tour/buckelestour-bb75f8ce9a Buckelestour] vielleicht gerade richtig. == Anreise == === Öffentliche Verkehrsmittel === Mit der Bahn sind erreichbar die an der Strecke liegenden Orte Aalen, Gaildorf, Schwäbisch Hall, Bad Friedrichshall, Möckmühl, Crailsheim, Jagstzell und Lauchheim. === Mit dem Fahrrad === Es gibt Verbindungen mit * dem Paneuropa-Radweg (Paris-Prag) * [[:Radweg Liebliches Taubertal|Radweg Liebliches Taubertal]] * Idyllische Straße * [[:Neckartal-Radweg|Neckartal-Radweg]] * [[Remstal-Radweg]] === Auf der Straße === In der Nähe der Autobahn '''A6''' sind Bad Friedrichshall, Schwäbisch Hall und Crailsheim, die Orte Aalen und Westhausen sind in der Nähe der '''A7''', die Orte Neuenstadt am Kocher und Möckmühl sind in der Nähe der '''A81'''. == Streckenbeschreibung mit Sehenswürdigkeiten == Die Runde ist hier ab Aalen im Uhrzeigersinn beschrieben. Je nach Anreiserichtung bieten sich allerdings auch andere Einstiege in die Radrunde an. {{Mapframe |zoom=9}} {{Mapshape|wikidata=Q1778090|type=geoline|stroke=#0000ff|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} ===1. Etappe: Von Aalen bis Künzelsau (74&#x202F;km) === Die Straße führt überwiegend am Kocher entlang, teilweise muss man an der B19 mit starkem Verkehr rechnen. * {{Marker |type=city |wikidata=Q3951| name= [[Aalen]]}} '''(429 hm)''' - Man erreicht die Stadt bequem mit der Bahn. Hier kann die Tour starten. Zuvor kann man sich das größte Römermuseum Süddeutschlands ansehen, das den Limes als Weltkulturerbe der UNESCO näherbringt. Oder das [http://www.urweltmuseum-aalen.de/ Urweltmuseum]. Ein Abstecher nach Oberkochen kann zur Quelle des '''Schwarzen Kocher''' führen. * '''Abtsgmünd 375 hm'''. Hier geht die Straße ein Stück weit an der verkehrsreichen '''B19''' entlang. Im Ortsteil Untergröningen sieht man Schloss Laubach. Hier treffen die '''Idyllische Straße''' und der '''Bühlertal-Radweg''' und die '''Limpurg-Tour''' das [[Kocher|Kochertal]]. * In '''Sulzbach-Laufen, 360 hm''' sieht man die Heerbergskirche auf der Höhe. Der ''Altenberg'' mit einem Aussichtsturm ist der höchste Punkt des Landkreises Schwäbisch Hall. Weiter geht es im Kochertal nach * {{Marker |type=city |wikidata=Q81811| name= [[Gaildorf]]}} '''(329 m)''' - sehenswert das alte Schloss. An der Nordseite des Schlosses liegt eine {{Marker | name = E-Bike Ladestation |type= waypoint |group = gold | lat = 49.000965| long = 9.770326 }} (kostenlos zugänglich). Hier findet sich auch eine mit Werkzeugstation. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Auf der Weiterfahrt wird es etwas hügelig, da die Straße das Tal verlässt. [[File:Zeichen_101_-_Gefahrstelle,_StVO_1970.svg|20px]] Achtung: Einmal gibt es bei Rosengarten-Westheim eine Gefällstrecke mit 17%, wo es die Vernunft gebieten kann, abzusteigen. :Wenn man in Westheim die Kirche und die Kapelle erreicht hat, bietet sich dem Radreisenden ein traumhafter Ausblick ins Limpurgen Land mit Kochertal. [[Datei:Blick auf die Altstadt von Schwäbisch Hall.jpg|mini|400px|Postkartenmotiv von Schwäbisch Hall. Unten rechts die Kocher.]] * {{Marker |type=city |wikidata=Q14910| name= [[Schwäbisch Hall]]}} '''(304 hm)''' - Die Stadt hat viel zu bieten: einmal das Hällisch-Fränkische Museum, dann die Kunsthalle Würth, das Feuerwehrmuseum und schließlich das Freilandmuseum Wackershofen, das mit über 60 Gebäuden das Leben der Bevölkerung Hohenlohes in früherer Zeit anschaulich dokumentiert. Auch das Stadtbild ist sehenswert. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Weiter geht es nach {{Marker |type=city |wikidata=Q83143| name= [[Untermünkheim]]}} und Geislingen am Kocher. Hier fährt man unter der Kochertalbrücke hindurch, die zu {{Marker |type=city |wikidata=Q80995| name= [[Braunsbach]]}} '''268 hm''' gehört. Das Bauwerk hat mit einer Höhe von bis 185&#x202F;m und einer Länge von 1128&#x202F;m imposante Ausmaße. * {{Marker |type=city |wikidata=Q545177| name= [[Künzelsau]]}} '''(218 hm)''' - Die Stadt ist Kreisstadt des Hohenlohekreises. Neben etlichen malerischen Häusern ist das Museum Würth ein Anziehungspunkt. ===2. Etappe: Von Künzelsau nach Bad Friedrichshall (54&#x202F;km) === Der Weg folgt dem Kocher in einem tief eingeschnittenen Tal. Hinter * '''Künzelsau ''' wird das Tal weiter, an seinen sonnigen Hängen sind die Weinberge der Orte {{Marker |type=city |wikidata=Q509666| name= [[Ingelfingen]]}} und {{Marker |type=city |wikidata=Q386998| name= [[Niedernhall]]}}. * {{Marker |type=city |wikidata=Q502780 | name= [[Forchtenberg]]}} '''223 hm''' hat eine schöne Altstadt mit Stadtmauer. Dann fährt man durch * {{Marker |type=city |wikidata=Q294783| name= [[Ohrnberg]]}} '''188 hm''', von wo aus der Radweg der Trasse der ehemaligen unteren Kochertalbahn folgt, nach * {{Marker |type=city |wikidata=Q518078| name= [[Hardthausen]]}} '''182 hm''' und schließlich nach * {{Marker |type=city |wikidata=Q503145| name= [[Neuenstadt am Kocher]]}} '''182 hm'''. Jetz ist es nicht mehr weit bis zur Mündung des Kochers in den Neckar in * {{Marker |type=city |wikidata=Q502646| name= [[Bad Friedrichshall]]}} '''167 hm''', Stadtteil Kochendorf. Hier sieht man den Förderturm des [https://www.salzwerke.de/ Salzbergwerks.] Das Besucherbergwerk kann von Mai bis Anfang Oktober besichtigt werden. ===3. Etappe: Von Bad Friedrichshall nach Dörzbach (59&#x202F;km) === Nun wird das Flusstal gewechselt. Es geht das Jagsttal aufwärts. An Burgen und Schlössern vorbei wird die [[Hohenloher Ebene]] angefahren. * Von Bad Friedrichshall lohnt sich ein Abstecher zur Kaiserpfalz in [[Bad Wimpfen]]. Hier kommt man auch auf den [[:Alb-Neckar-Radweg|Alb-Neckar-Radweg]], den [[:Neckartal-Radweg|Neckartal-Radweg]] und die '''Burgenstraße'''. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Am Ortsende von Bad Friedrichshall biegt der Weg nach rechts ab entlang der Jagst, vorbei am ehemaligen Heuchlinger Schloss. :Bereits nach wenigen Kilometern erreicht man Neudenau. * {{Marker |type=city |wikidata=Q503291| name= [[Neudenau]]}} '''18 hm'''. Das Städtchen liegt malerisch oberhalb der Jagst. Bald danach kommt man zur Ganolf-Kapelle und zum Freibad. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Nach zwei Flussschleifen kommt man nach Möckmühl. * {{Marker |type=city |wikidata=Q504447| name= [[Möckmühl]]}} '''179 m'''. Es lohnt sich, die Stadtmauern nicht nur von außen zu betrachten. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Weiter geht die Fahrt durch [[Widdern]] nach Jagsthausen. * {{Marker |type=city |wikidata=Q167823| name= [[Jagsthausen]]}} '''240 hm''', wo das Stammschloss derer von Berlichingen steht. Von hier sind es nur ca. 4&#x202F;km zum [[Forchtenberg]]er Ortsteil '''Sindringen''' an der Kocher, wieder zurück nach Bad Friedrichshall wäre eine gemütliche Ganztagestour mit vielen interessanten Aussichtspunkten. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Aber es geht weiter nach Schöntal. * {{Marker |type=city |wikidata=Q552236| name= [[Schöntal]]}} '''209 m''', das ehemalige Kloster nicht zu besuchen wäre eine Sünde. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Dann kommt man nach Krautheim. * {{Marker |type=city |wikidata=Q539659| name= [[Krautheim (Jagst)|Krautheim]]}} '''289 m''' mit einer sehenswerten Burg. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Nun erreicht man Dörzbach. * {{Marker |type=city |wikidata=Q544758| name= [[Dörzbach]]}} '''(242 m)''' - Dötzbach wird auch als die ''Drei-Schlösser-Gemeinde'' bezeichnet. ===4. Etappe: Von Dörzbach nach Crailsheim (55&#x202F;km) === [[Datei:2017-04-17 Jagsttal Eberbach.jpg|300px|mini|Frühlingserwachen im Jagsttal. Blick flussabwärts auf Eberbach. Links der Kocher-Jagst-Radweg, in der Mitte die Jagst, rechts die Landstraße.]] * Hinter '''Dörzbach''' liegt flussaufwärts nach knapp 3&#x202F;km die Kapelle ''St. Wendel'', nach der Ortschaft Ailringen führt der Radweg am Erlebnispfad entlang. Kurz vor * {{Marker |type=city |wikidata=Q552108 | name= [[Mulfingen]]}} '''263 m''' sieht man die Annakapelle aus dem 16. Jahrhundert. Einige Kilometer weiter wartet das '''Rätsel von Unterregenbach''', die Überreste einer Basilika, deren Bedeutung noch nicht endgültig geklärt ist. Nun sieht man vor sich die Silhouette von * {{Marker |type=city |wikidata=Q82382 | name= [[Langenburg]]}} '''439 m'''. Auch wenn man die 180 Höhenmeter hoch in die Altstadt scheuen mag, sollte man sich doch zu einem Besuch überwinden. Es warten neben einer herrlichen Aussicht über das Jagsttal zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Die bedeutendsten sind wohl das Renaissance-Schloss mit dem Barockgarten und einer Sammlung von ca. 80 fahrbereiten Oldtimern. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Auf der Fahrt nach Süden kommt man an der Ruine '''Leofels''' vorbei, dann erreicht man Kirchberg an der Jagst. * {{Marker |type=city |wikidata=Q82372 | name= [[Kirchberg an der Jagst]]}} '''384 m''', besonders sehenswert sind hier das ehemalige Residenzschloss und der Stadtturm. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Das Jagsttal bildet nun einige Schleifen, an deren Ende liegt Crailsheim. * {{Marker |type=city |wikidata=Q16048 | name= [[Crailsheim]] }} '''414 m'''. Der Rathausturm mit 57&#x202F;m Höhe, der Wasserturm und die Stadtmauer mit Zeughausturm sind nur eine Auswahl der interessantesten Gebäude. === 5. Etappe: Von Crailsheim über Ellwangen nach Aalen (58&#x202F;km) === * Von '''Crailsheim''' flussaufwärts geht es durch den ''Virngrund''. Kurz hinter * '''[[Jagstzell]] 424 hm''' liegt in einem Seitental der ''Orrotsee'' und der ''Fischbachsee''. Nun ist es nicht mehr weit nach * {{Marker |type=city |wikidata=Q163973| name= [[Ellwangen (Jagst)|Ellwangen]] }} '''440 hm'''. Hier sind das '''Alamannenmuseum''', die '''Basilika St. Vitus''' und '''Schloss Ellwangen''' die bedeutendsten Attraktionen. Wenige Kilometer oberhalb wird die Jagst in einem Hochwasserrückhaltebecken zu einem Badesee angestaut. Es gehört bereits zu * '''[[Westhausen]] 474 hm'''. In der Gemeinde gibt es noch etliche ansehnliche Kirchlein, dann erreicht man * {{Marker |type=city |wikidata=Q574207 | name= [[Lauchheim]] }} '''492 hm'''. Oberes Stadttor, die Stadtpfarrkirche und Schloss Kapfenburg sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Von hier wendet sich der Flusslauf der Jagst nach Norden, in Richtung ihrer Quelle kommt man schnell zum Stausee Stockmühle. Der Radweg jedoch schließt jedoch seinen Kreis: ein kurzer, aber kräftiger Anstieg überquert die Alb bei den Ortschaften Waldhausen und Ebnat, schließlich geht es wieder bergab nach * '''Aalen 429 hm''', einem der möglichen Startpunkte der Route. == Querverbindungen vom Kocher zur Jagst == In [[Bad Friedrichshall]] münden beide Flüsse in den Neckar in einer Höhe von rund 145&#x202F;m ü.NN, das Umland liegt aber rund 60&#x202F;m höher. Schon hier sieht man, dass sich die Flüsse tief in die [[Hohenloher Ebene]] eingegraben haben. Dies zeigt sich dann flussaufwärts noch viel deutlicher. Obwohl beide Flüsse teilweise nur wenige Kilometer voneinander entfernt sind, kann es durchaus beschwerlich sein, von einem zum anderen zu wechseln, zumal wenn noch einige dazwischen fließende Bäche tiefe Schluchten in die Landschaft gegraben haben. Dennoch ist es an einigen Stellen gut möglich. ==== Von [[Neuenstadt am Kocher]] nach [[Neudenau]] ==== Vom Neuenstädter Ortsteil '''Stein am Kocher''' führt eine Straße nach Herbolzheim und Neudenau an die Jagst, es ist ein Höhenunterschied von ca. 80&#x202F;m auf einer Strecke von ca. 5&#x202F;km zu überwinden, eine weitere Straße ginge von Stein über den Weiler Kreßbach nach Siglingen und Neudenau, Höhenunterschied ca. 100&#x202F;m auf rund 6&#x202F;km Weglänge. Es ist zu empfehlen für eine gemütliche Tagestour von Bad Friedrichshall aus, die auch mit Kindern zu bewältigen ist. Großteils gut mit Inlinern zu bewältigen. ==== Von [[Forchtenberg]] nach [[Jagsthausen]] bzw. [[Schöntal]] ==== Vom Forchtenberger Ortsteil Sindringen am Kocher (185 m ü. NN)) führt ein Weg nach Jagsthausen (200 m ü.NN), auf einer Strecke von 4&#x202F;km geht es über einen Höhenrücken, rund 100 Höhenmeter sind dabei zurückzulegen. Ein weiterer Weg geht von Sindringen über den Edelmannshof (345 m ü.NN) und den Neuhof zum Kloster Schöntal (210 m ü. NN). Gut machbar als Rundweg von Bad Friedrichshall über Neuenstadt zum Kloster Schöntal, zurück über Jagsthausen und Möckmühl. Interessante Tagestour, mit Kindern kann es auch eine Zweitagestour sein, die streckenmäßig sehr interessant ist und bis auf diese eine Steigungsstrecke sehr leicht zu bewältigen ist. ==== Von [[Ingelfingen]] nach [[Dörzbach]] ==== Ein Weg führt an der B19 entlang über Belsenberg, Stachenhausen nach Dörzbach-Hohebach. Höhenunterschied: ca. 180&#x202F;m Anstieg, 150&#x202F;m Abfahrt auf einer Strecke von rund 11 km. Es gibt ruhigere, geringfügig längere Strecken, z.&#x202F;B.&nbsp;über Rodachshof und Wendischenhof, weniger Höhenmeter werden es leider nicht. ==== Von [[Braunsbach]] nach [[Kirchberg an der Jagst]] ==== Die Strecke führt von ca. 250&#x202F;m Höhe über Orlach (430 m ü. NN) und Nesselbach (440 m ü.NN) nach Bächlingen (290 m ü.NN). ==== Von Braunsbach-Geislingen nach [[Kirchberg an der Jagst]] ==== In Geislingen mündet der einzig nennenswerte rechte Nebenfluss des Kochers, die '''Bühler'''. Die Fahrt geht zunächst ins Bühlertal bis Cröffelbach, dann über Wolpertshausen und [[Ilshofen]] nach Kirchberg. Ca. 22 km. ==== Von [[Schwäbisch Hall]] nach [[Crailsheim]] ==== Schwäbisch Hall-Steinbach, über Sulzdorf ins Bühlertal nach [[Vellberg]], weiter über Waldbuch nach Crailsheim. ==== Von [[Gaildorf]] nach [[Crailsheim]] ==== Über die Limpurger Berge nach Obersontheim, durchs Bühlertal und weiter nach Crailsheim, ca. 34&#x202F;km ==== Von Sulzbach-Laufen nach Jagstzell ==== Über die Limpurger Berge nach Bühlerzell, weiter nach Rosenberg und nach Jagstzell, alternativ auch nach Ellwangen. ==== Von Abtsgmünd nach Braunsbach ==== Nach einem kurzen Anstieg von knapp 100 hm nach Pommertsweiler geht die Fahrt nur noch bergab durch das Bühlertal über Bühlerzell, Bühlertann, Obersontheim nach Vellberg und schließlich nach Braunsbach-Geislingen. Diese Route entspricht dem '''Bühlertal-Radweg'''. <!-- == Weitere Übernachtungsorte == --> == Sicherheit == Einige Reparaturwerkstätten, falls notwendig: * Aalen: Rad und Tat, Bahnhofstr. 33 b, Tel. 07361 62238 * Aalen-Wasseralfingen: Rundum der Fahrradladen, Wilhelmstr. 30, Tel. 07361 79152 * Bad Friedrichshall: Roland Schmieg, Heilbronner Str. 18/1, Tel. 07136 21886 * Crailsheim: Zweirad Stegmaier, Lange Str. 39, Tel. 07951 7962 * Ellwangen: Fahrrad Ilg, Amtsgasse 12, Tel. 07961 2390 * Forchtenberg: Peter Tröndle, Hauptstr. 5, Tel. 07947 942 437 * Gaildorf: Eggis Bike Planet, Bahnhofstr. 50, Tel. 07971 92499 50 * Oberkochen: Zweiradcenter Emil Elmer, Aalener Str. 64, Tel. 07364 6507 * Schöntal-Bieringen: Fahrrad Link, Gartenstr. 7, Tel. 07943 586 * Schwäbisch Hall: 2 Rad Zügel, Johanniterstr. 55, Terl. 0791 971 400 Auch beim Radwandern kann ein Fahrradhelm die Schwere von Kopfverletzungen bei Stürzen entscheidend mindern. [[Checkliste Ausrüstung auf Radreisen#Fahrradhelm|Weitere Infos zum Helm siehe hier]]. == Weiter geht's == Verbindungen zu anderen Radwegen: * Zum [[Radweg Liebliches Taubertal]] ** Von [[Dörzbach]] über Rengershausen und Stuppach nach [[Bad Mergentheim]], ca. 14&#x202F;km ** Von [[Langenburg]] über [[Blaufelden]], [[Schrozberg]] und [[Niederstetten]] nach [[Weikersheim]], ca. 35&#x202F;km ** Von [[Crailsheim]] über [[Satteldorf]], Wallhausen und Insingen nach [[Rothenburg ob der Tauber]] * Der [[Grünkernradweg]] zweigt in [[Widdern]] nach Norden ab * Der [[Limes-Radweg]] kreuzt in [[Jagsthausen]] den Kocher-Jagst-Radweg * Die '''Idyllische Straße''', die quer durch den [[Schwäbisch-Fränkischer Wald|Schwäbisch Fränkischen Wald]] führt, trifft in [[Gaildorf]] auf den Kocher-Jagst-Radweg. * Der '''Burgenweg''' oder auch Kraichgau-Burgenweg kreuzt bei Braunsbach und bei Langenburg. Hier bilden Kocher-Jagst-Radweg und Burgenweg ein Teilstück des [[Paneuropa-Radwegs]] von Paris nach Prag. * [[Neckar-Radweg]] ab Bad Friedrichshall Richtung Heidelberg oder Stuttgart. Insbesondere das Odenwälder Neckartal flussabwärts besitzt viel grün. == GPX-Daten == * Streckenverlauf Kocher-Jagst-Radweg als GPX-Track von Openstreetmap zum Herunterladen (GPX-Download) als [https://cycling.waymarkedtrails.org/#route?id=22712&type=relation&map=9.0/49.0964/10.1584 GPX- und KML-Datei auf waymarkedtrails.org]. Es kann die Richtung der GPX-Daten gewählt werden. Ferner kann hier auch ein Höhenprofil eingesehen werden. Achtung: Die Daten des Höhenprofil auf Basis von Openstreetmap sind insbesondere auf weitgehend ebenen Routen mit Vorsicht zu betrachten. Oft ist die Zahl der Höhenmeter hier durch Datenfehler des Höhenmodells bedeutend größer als real auf der Strecke. == Literatur- und Kartenhinweise == Radwanderkarte - Leporello Kocher-Jagst-Radweg, 26 Teilkarten, Maßstab 1:50.000, Publicpress-Verlag, {{ISBN|978-3-89920-379-0}} == Weblinks == * [http://www.kocher-jagst.de/cms/front_content.php offizielle Webpräsenz Kocher-Jagst-Radweg] * [http://www.kanu-rad-paradies.de Kanu-Rad-Paradies] <!--{{PortalLink|Portal:Fahrrad}}--> {{IstIn|Radrouten in Baden-Württemberg}} [[Kategorie:Radwege in Baden-Württemberg]] [[Kategorie:Radrouten in Deutschland gesamt]] {{class-3}} {{Radweg|kat=Radwege in Baden-Württemberg}} 53ya7gaw7j5c61ze3vmos1x6kmousji 1804840 1804839 2026-09-18T20:12:46Z Dirk Schmidt 15181 /* Sicherheit */ format 1804840 wikitext text/x-wiki Der '''Kocher-Jagst-Radweg''' führt am Kocher entlang von [[Aalen]] über [[Schwäbisch Hall]] und [[Künzelsau]] nach [[Bad Friedrichshall]], dann die Jagst hinauf über [[Dörzbach]] und [[Crailsheim]] nach [[Ellwangen (Jagst)|Ellwangen]] und wieder zurück nach Aalen. 2018 wurde die Rundtour als ADFC-Qualitätsradroute mit [https://www.adfc-radtourismus.de/kocher-jagst-radweg/ 4 von 5 Sternen zertifiziert]. [[Bild:Kocher-Jagst-Radweg_Logo.jpg|right|200px|mini|'''Logo aktuell''']] [[Bild:Kocher-jagst-radweg.svg|right|120px|mini|Logo alt]] == Streckenprofil == * '''Länge:''': Gesamtlänge 335 km, aufteilbar in beliebige Etappen, erweiterbar durch zahlreiche Verbindungen zu anderen Radwegen * '''Ausschilderung:''' siehe Abbildung, gute Beschilderung *'''Steigungen:''' Der Weg bleibt überwiegend im Flusstal, im Kochertal erst oberhalb Schwäbisch Hall, im Jagsttal oberhalb von Langenburg nennenswerte Steigungen. *'''Wegzustand:''' überwiegend asphaltiert, im Bereich des Kochers gibt es noch geschotterte Teilstrecken. *'''Verkehrsbelastung:''' gering *'''Geeignetes Fahrrad:''': Normales Trekkingrad *'''Familieneignung:''' am Unterlauf von Kocher und Jagst gut geeignet *'''Inlinereignung''': Im Kochertal sind die Abschnitte Künzelsau-Sindringen und Ohrnberg-Bad Friedrichshall gut geeignet; zwischen Sindringen und Ohrnberg ist der Weg teilweise geschottert. Der Unterlauf im Jagsttal (ab Dörsbach) ist ebenfalls für Inliner geeignet. Jedoch sind einige Anstiege und Abfahrten zu bewältigen (sicheres Bremsen erforderlich), der Belag ist teilweise sehr rau und die Strecke führt teilweise über öffentliche Straßen. == Hintergrund == [[Datei:2017-04-17 Jagsttal Oberregenbach Langenburg.jpg|350px|mini|Jagsttal: Blick auf Oberregenbach und Langenburg. Wer wenig Zeit hat und es klassisch ländlich mit vielen kleinen Dörfern und Städtchen mag, sollte bevorzugt das Jagsttal in Angriff nehmen. Das Kochertal ist vor allem im Unterlauf klar dichter besiedelt und so urbaner.]] [[Datei:Criesbacher Sattel Kochertalblick02 2008-07-20.jpg|350px|mini|Kochertalblick mit Weinflair bei Künzellsau]] Die Zwillingsflüsse Kocher und Jagst durchqueren die Regionen [[Ostalb]], [[Hohenloher Ebene]] und das [[Heilbronner Land]]. Auf dem Weg kommt man vorbei an idyllischen Dörfchen mit Fachwerkbauten, an Burgen und Schlössern, an Weinbergen und Wiesen und Feldern. Meist sind die Höhenunterschiede nicht besonders groß, die Wege sind überwiegend asphaltiert und gut beschildert. Es empfiehlt sich, die Route aufzuteilen je nach Können und Interessen. Für die Gesamtstrecke sollte man etwa eine Woche einplanen, es ist aber auch lohnend, sich auf nur eine Teilstrecke zu beschränken, um sich desto intensiver mit Land und Leuten zu beschäftigen. Das Kocher und das Jagsttal per Kanu vom Wasser aus der Flussperspektive zu entdecken ist eines der schönsten Erlebnisse in Hohenlohe. Für eine naturverträgliche Kanutour müssen die zeitlichen und räumlichen Einschränkungen beachtet werden. Zertifizierte Kanu-Verleih-Stationen und nähere Infos gibt es * in Braunsbach bei [https://www.hohenlohe-aktiv-tours.de Hohenlohe-Aktivtours] * in Neuenstadt-Kocherthürn bei [https://www.kanu-bike.de 100&#x202F;% Kanu & Bike] * in Niedernhall bei [http://www.heffner-outdoor-events.de Heffner Outdoor-Events] == Vorbereitung == * Tourenlänge festlegen: für die Gesamtstrecke werden üblicherweise 5 - 6 Tage veranschlagt. * Übernachtungsmöglichkeiten überprüfen. In [[Dörzbach]] gibt es z.&#x202F;B.&nbsp;ein [https://www.heuhotel.de Heuhotel], was für Familien eine interessante Alternative sein kann. Heuschnupfen darf dann allerdings kein Problem sein. * An- und Abreise klären. Hervorragende Bahnverbindungen gibt es von [[Bad Friedrichshall]], [[Möckmühl]], [[Crailsheim]], [[Schwäbisch Hall]] und [[Aalen]]. Fahrdienste und Rückholservice bieten etliche Hotels an, darüber hinaus gibt es sie z.&#x202F;B.&nbsp;hier: ** '''Bad Friedrichshall''': Micha's Taxi- und Limousinenservice, Bautzenweg 6, Tel. 07136 5757 ** '''Möckmühl''':Taxi Strässer, Marktstr. 3, Tel. 06298 92230 ** '''Schwäbisch Hall''': Andreas Gehring, Johanniterstr. 49, Tel. 0791 71692. * Mit oder ohne Gepäck radeln? Es gibt [http://www.kocher-jagst.de/ Pauschalangebote] für Touren, bei denen das Gepäck transportiert wird. * Welchen Schwerpunkt soll die Tour haben? Geht es mehr um Radwandern mit Kindern, dann empfiehlt sich das untere Jagst- bzw. Kochertal, bei sportlich ambitionierten Fahrern darf es ohne weiteres auch mal ein Abstecher hoch auf die Hohenloher Ebene mit ihren schroff eingeschnittenen Tälern sein. Da wäre dann ein Abstecher auf die [https://www.kocher-jagst.de/tour/buckelestour-bb75f8ce9a Buckelestour] vielleicht gerade richtig. == Anreise == === Öffentliche Verkehrsmittel === Mit der Bahn sind erreichbar die an der Strecke liegenden Orte Aalen, Gaildorf, Schwäbisch Hall, Bad Friedrichshall, Möckmühl, Crailsheim, Jagstzell und Lauchheim. === Mit dem Fahrrad === Es gibt Verbindungen mit * dem Paneuropa-Radweg (Paris-Prag) * [[:Radweg Liebliches Taubertal|Radweg Liebliches Taubertal]] * Idyllische Straße * [[:Neckartal-Radweg|Neckartal-Radweg]] * [[Remstal-Radweg]] === Auf der Straße === In der Nähe der Autobahn '''A6''' sind Bad Friedrichshall, Schwäbisch Hall und Crailsheim, die Orte Aalen und Westhausen sind in der Nähe der '''A7''', die Orte Neuenstadt am Kocher und Möckmühl sind in der Nähe der '''A81'''. == Streckenbeschreibung mit Sehenswürdigkeiten == Die Runde ist hier ab Aalen im Uhrzeigersinn beschrieben. Je nach Anreiserichtung bieten sich allerdings auch andere Einstiege in die Radrunde an. {{Mapframe |zoom=9}} {{Mapshape|wikidata=Q1778090|type=geoline|stroke=#0000ff|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} ===1. Etappe: Von Aalen bis Künzelsau (74&#x202F;km) === Die Straße führt überwiegend am Kocher entlang, teilweise muss man an der B19 mit starkem Verkehr rechnen. * {{Marker |type=city |wikidata=Q3951| name= [[Aalen]]}} '''(429 hm)''' - Man erreicht die Stadt bequem mit der Bahn. Hier kann die Tour starten. Zuvor kann man sich das größte Römermuseum Süddeutschlands ansehen, das den Limes als Weltkulturerbe der UNESCO näherbringt. Oder das [http://www.urweltmuseum-aalen.de/ Urweltmuseum]. Ein Abstecher nach Oberkochen kann zur Quelle des '''Schwarzen Kocher''' führen. * '''Abtsgmünd 375 hm'''. Hier geht die Straße ein Stück weit an der verkehrsreichen '''B19''' entlang. Im Ortsteil Untergröningen sieht man Schloss Laubach. Hier treffen die '''Idyllische Straße''' und der '''Bühlertal-Radweg''' und die '''Limpurg-Tour''' das [[Kocher|Kochertal]]. * In '''Sulzbach-Laufen, 360 hm''' sieht man die Heerbergskirche auf der Höhe. Der ''Altenberg'' mit einem Aussichtsturm ist der höchste Punkt des Landkreises Schwäbisch Hall. Weiter geht es im Kochertal nach * {{Marker |type=city |wikidata=Q81811| name= [[Gaildorf]]}} '''(329 m)''' - sehenswert das alte Schloss. An der Nordseite des Schlosses liegt eine {{Marker | name = E-Bike Ladestation |type= waypoint |group = gold | lat = 49.000965| long = 9.770326 }} (kostenlos zugänglich). Hier findet sich auch eine mit Werkzeugstation. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Auf der Weiterfahrt wird es etwas hügelig, da die Straße das Tal verlässt. [[File:Zeichen_101_-_Gefahrstelle,_StVO_1970.svg|20px]] Achtung: Einmal gibt es bei Rosengarten-Westheim eine Gefällstrecke mit 17%, wo es die Vernunft gebieten kann, abzusteigen. :Wenn man in Westheim die Kirche und die Kapelle erreicht hat, bietet sich dem Radreisenden ein traumhafter Ausblick ins Limpurgen Land mit Kochertal. [[Datei:Blick auf die Altstadt von Schwäbisch Hall.jpg|mini|400px|Postkartenmotiv von Schwäbisch Hall. Unten rechts die Kocher.]] * {{Marker |type=city |wikidata=Q14910| name= [[Schwäbisch Hall]]}} '''(304 hm)''' - Die Stadt hat viel zu bieten: einmal das Hällisch-Fränkische Museum, dann die Kunsthalle Würth, das Feuerwehrmuseum und schließlich das Freilandmuseum Wackershofen, das mit über 60 Gebäuden das Leben der Bevölkerung Hohenlohes in früherer Zeit anschaulich dokumentiert. Auch das Stadtbild ist sehenswert. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Weiter geht es nach {{Marker |type=city |wikidata=Q83143| name= [[Untermünkheim]]}} und Geislingen am Kocher. Hier fährt man unter der Kochertalbrücke hindurch, die zu {{Marker |type=city |wikidata=Q80995| name= [[Braunsbach]]}} '''268 hm''' gehört. Das Bauwerk hat mit einer Höhe von bis 185&#x202F;m und einer Länge von 1128&#x202F;m imposante Ausmaße. * {{Marker |type=city |wikidata=Q545177| name= [[Künzelsau]]}} '''(218 hm)''' - Die Stadt ist Kreisstadt des Hohenlohekreises. Neben etlichen malerischen Häusern ist das Museum Würth ein Anziehungspunkt. ===2. Etappe: Von Künzelsau nach Bad Friedrichshall (54&#x202F;km) === Der Weg folgt dem Kocher in einem tief eingeschnittenen Tal. Hinter * '''Künzelsau ''' wird das Tal weiter, an seinen sonnigen Hängen sind die Weinberge der Orte {{Marker |type=city |wikidata=Q509666| name= [[Ingelfingen]]}} und {{Marker |type=city |wikidata=Q386998| name= [[Niedernhall]]}}. * {{Marker |type=city |wikidata=Q502780 | name= [[Forchtenberg]]}} '''223 hm''' hat eine schöne Altstadt mit Stadtmauer. Dann fährt man durch * {{Marker |type=city |wikidata=Q294783| name= [[Ohrnberg]]}} '''188 hm''', von wo aus der Radweg der Trasse der ehemaligen unteren Kochertalbahn folgt, nach * {{Marker |type=city |wikidata=Q518078| name= [[Hardthausen]]}} '''182 hm''' und schließlich nach * {{Marker |type=city |wikidata=Q503145| name= [[Neuenstadt am Kocher]]}} '''182 hm'''. Jetz ist es nicht mehr weit bis zur Mündung des Kochers in den Neckar in * {{Marker |type=city |wikidata=Q502646| name= [[Bad Friedrichshall]]}} '''167 hm''', Stadtteil Kochendorf. Hier sieht man den Förderturm des [https://www.salzwerke.de/ Salzbergwerks.] Das Besucherbergwerk kann von Mai bis Anfang Oktober besichtigt werden. ===3. Etappe: Von Bad Friedrichshall nach Dörzbach (59&#x202F;km) === Nun wird das Flusstal gewechselt. Es geht das Jagsttal aufwärts. An Burgen und Schlössern vorbei wird die [[Hohenloher Ebene]] angefahren. * Von Bad Friedrichshall lohnt sich ein Abstecher zur Kaiserpfalz in [[Bad Wimpfen]]. Hier kommt man auch auf den [[:Alb-Neckar-Radweg|Alb-Neckar-Radweg]], den [[:Neckartal-Radweg|Neckartal-Radweg]] und die '''Burgenstraße'''. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Am Ortsende von Bad Friedrichshall biegt der Weg nach rechts ab entlang der Jagst, vorbei am ehemaligen Heuchlinger Schloss. :Bereits nach wenigen Kilometern erreicht man Neudenau. * {{Marker |type=city |wikidata=Q503291| name= [[Neudenau]]}} '''18 hm'''. Das Städtchen liegt malerisch oberhalb der Jagst. Bald danach kommt man zur Ganolf-Kapelle und zum Freibad. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Nach zwei Flussschleifen kommt man nach Möckmühl. * {{Marker |type=city |wikidata=Q504447| name= [[Möckmühl]]}} '''179 m'''. Es lohnt sich, die Stadtmauern nicht nur von außen zu betrachten. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Weiter geht die Fahrt durch [[Widdern]] nach Jagsthausen. * {{Marker |type=city |wikidata=Q167823| name= [[Jagsthausen]]}} '''240 hm''', wo das Stammschloss derer von Berlichingen steht. Von hier sind es nur ca. 4&#x202F;km zum [[Forchtenberg]]er Ortsteil '''Sindringen''' an der Kocher, wieder zurück nach Bad Friedrichshall wäre eine gemütliche Ganztagestour mit vielen interessanten Aussichtspunkten. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Aber es geht weiter nach Schöntal. * {{Marker |type=city |wikidata=Q552236| name= [[Schöntal]]}} '''209 m''', das ehemalige Kloster nicht zu besuchen wäre eine Sünde. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Dann kommt man nach Krautheim. * {{Marker |type=city |wikidata=Q539659| name= [[Krautheim (Jagst)|Krautheim]]}} '''289 m''' mit einer sehenswerten Burg. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Nun erreicht man Dörzbach. * {{Marker |type=city |wikidata=Q544758| name= [[Dörzbach]]}} '''(242 m)''' - Dötzbach wird auch als die ''Drei-Schlösser-Gemeinde'' bezeichnet. ===4. Etappe: Von Dörzbach nach Crailsheim (55&#x202F;km) === [[Datei:2017-04-17 Jagsttal Eberbach.jpg|300px|mini|Frühlingserwachen im Jagsttal. Blick flussabwärts auf Eberbach. Links der Kocher-Jagst-Radweg, in der Mitte die Jagst, rechts die Landstraße.]] * Hinter '''Dörzbach''' liegt flussaufwärts nach knapp 3&#x202F;km die Kapelle ''St. Wendel'', nach der Ortschaft Ailringen führt der Radweg am Erlebnispfad entlang. Kurz vor * {{Marker |type=city |wikidata=Q552108 | name= [[Mulfingen]]}} '''263 m''' sieht man die Annakapelle aus dem 16. Jahrhundert. Einige Kilometer weiter wartet das '''Rätsel von Unterregenbach''', die Überreste einer Basilika, deren Bedeutung noch nicht endgültig geklärt ist. Nun sieht man vor sich die Silhouette von * {{Marker |type=city |wikidata=Q82382 | name= [[Langenburg]]}} '''439 m'''. Auch wenn man die 180 Höhenmeter hoch in die Altstadt scheuen mag, sollte man sich doch zu einem Besuch überwinden. Es warten neben einer herrlichen Aussicht über das Jagsttal zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Die bedeutendsten sind wohl das Renaissance-Schloss mit dem Barockgarten und einer Sammlung von ca. 80 fahrbereiten Oldtimern. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Auf der Fahrt nach Süden kommt man an der Ruine '''Leofels''' vorbei, dann erreicht man Kirchberg an der Jagst. * {{Marker |type=city |wikidata=Q82372 | name= [[Kirchberg an der Jagst]]}} '''384 m''', besonders sehenswert sind hier das ehemalige Residenzschloss und der Stadtturm. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Das Jagsttal bildet nun einige Schleifen, an deren Ende liegt Crailsheim. * {{Marker |type=city |wikidata=Q16048 | name= [[Crailsheim]] }} '''414 m'''. Der Rathausturm mit 57&#x202F;m Höhe, der Wasserturm und die Stadtmauer mit Zeughausturm sind nur eine Auswahl der interessantesten Gebäude. === 5. Etappe: Von Crailsheim über Ellwangen nach Aalen (58&#x202F;km) === * Von '''Crailsheim''' flussaufwärts geht es durch den ''Virngrund''. Kurz hinter * '''[[Jagstzell]] 424 hm''' liegt in einem Seitental der ''Orrotsee'' und der ''Fischbachsee''. Nun ist es nicht mehr weit nach * {{Marker |type=city |wikidata=Q163973| name= [[Ellwangen (Jagst)|Ellwangen]] }} '''440 hm'''. Hier sind das '''Alamannenmuseum''', die '''Basilika St. Vitus''' und '''Schloss Ellwangen''' die bedeutendsten Attraktionen. Wenige Kilometer oberhalb wird die Jagst in einem Hochwasserrückhaltebecken zu einem Badesee angestaut. Es gehört bereits zu * '''[[Westhausen]] 474 hm'''. In der Gemeinde gibt es noch etliche ansehnliche Kirchlein, dann erreicht man * {{Marker |type=city |wikidata=Q574207 | name= [[Lauchheim]] }} '''492 hm'''. Oberes Stadttor, die Stadtpfarrkirche und Schloss Kapfenburg sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Von hier wendet sich der Flusslauf der Jagst nach Norden, in Richtung ihrer Quelle kommt man schnell zum Stausee Stockmühle. Der Radweg jedoch schließt jedoch seinen Kreis: ein kurzer, aber kräftiger Anstieg überquert die Alb bei den Ortschaften Waldhausen und Ebnat, schließlich geht es wieder bergab nach * '''Aalen 429 hm''', einem der möglichen Startpunkte der Route. == Querverbindungen vom Kocher zur Jagst == In [[Bad Friedrichshall]] münden beide Flüsse in den Neckar in einer Höhe von rund 145&#x202F;m ü.NN, das Umland liegt aber rund 60&#x202F;m höher. Schon hier sieht man, dass sich die Flüsse tief in die [[Hohenloher Ebene]] eingegraben haben. Dies zeigt sich dann flussaufwärts noch viel deutlicher. Obwohl beide Flüsse teilweise nur wenige Kilometer voneinander entfernt sind, kann es durchaus beschwerlich sein, von einem zum anderen zu wechseln, zumal wenn noch einige dazwischen fließende Bäche tiefe Schluchten in die Landschaft gegraben haben. Dennoch ist es an einigen Stellen gut möglich. ==== Von [[Neuenstadt am Kocher]] nach [[Neudenau]] ==== Vom Neuenstädter Ortsteil '''Stein am Kocher''' führt eine Straße nach Herbolzheim und Neudenau an die Jagst, es ist ein Höhenunterschied von ca. 80&#x202F;m auf einer Strecke von ca. 5&#x202F;km zu überwinden, eine weitere Straße ginge von Stein über den Weiler Kreßbach nach Siglingen und Neudenau, Höhenunterschied ca. 100&#x202F;m auf rund 6&#x202F;km Weglänge. Es ist zu empfehlen für eine gemütliche Tagestour von Bad Friedrichshall aus, die auch mit Kindern zu bewältigen ist. Großteils gut mit Inlinern zu bewältigen. ==== Von [[Forchtenberg]] nach [[Jagsthausen]] bzw. [[Schöntal]] ==== Vom Forchtenberger Ortsteil Sindringen am Kocher (185 m ü. NN)) führt ein Weg nach Jagsthausen (200 m ü.NN), auf einer Strecke von 4&#x202F;km geht es über einen Höhenrücken, rund 100 Höhenmeter sind dabei zurückzulegen. Ein weiterer Weg geht von Sindringen über den Edelmannshof (345 m ü.NN) und den Neuhof zum Kloster Schöntal (210 m ü. NN). Gut machbar als Rundweg von Bad Friedrichshall über Neuenstadt zum Kloster Schöntal, zurück über Jagsthausen und Möckmühl. Interessante Tagestour, mit Kindern kann es auch eine Zweitagestour sein, die streckenmäßig sehr interessant ist und bis auf diese eine Steigungsstrecke sehr leicht zu bewältigen ist. ==== Von [[Ingelfingen]] nach [[Dörzbach]] ==== Ein Weg führt an der B19 entlang über Belsenberg, Stachenhausen nach Dörzbach-Hohebach. Höhenunterschied: ca. 180&#x202F;m Anstieg, 150&#x202F;m Abfahrt auf einer Strecke von rund 11 km. Es gibt ruhigere, geringfügig längere Strecken, z.&#x202F;B.&nbsp;über Rodachshof und Wendischenhof, weniger Höhenmeter werden es leider nicht. ==== Von [[Braunsbach]] nach [[Kirchberg an der Jagst]] ==== Die Strecke führt von ca. 250&#x202F;m Höhe über Orlach (430 m ü. NN) und Nesselbach (440 m ü.NN) nach Bächlingen (290 m ü.NN). ==== Von Braunsbach-Geislingen nach [[Kirchberg an der Jagst]] ==== In Geislingen mündet der einzig nennenswerte rechte Nebenfluss des Kochers, die '''Bühler'''. Die Fahrt geht zunächst ins Bühlertal bis Cröffelbach, dann über Wolpertshausen und [[Ilshofen]] nach Kirchberg. Ca. 22 km. ==== Von [[Schwäbisch Hall]] nach [[Crailsheim]] ==== Schwäbisch Hall-Steinbach, über Sulzdorf ins Bühlertal nach [[Vellberg]], weiter über Waldbuch nach Crailsheim. ==== Von [[Gaildorf]] nach [[Crailsheim]] ==== Über die Limpurger Berge nach Obersontheim, durchs Bühlertal und weiter nach Crailsheim, ca. 34&#x202F;km ==== Von Sulzbach-Laufen nach Jagstzell ==== Über die Limpurger Berge nach Bühlerzell, weiter nach Rosenberg und nach Jagstzell, alternativ auch nach Ellwangen. ==== Von Abtsgmünd nach Braunsbach ==== Nach einem kurzen Anstieg von knapp 100 hm nach Pommertsweiler geht die Fahrt nur noch bergab durch das Bühlertal über Bühlerzell, Bühlertann, Obersontheim nach Vellberg und schließlich nach Braunsbach-Geislingen. Diese Route entspricht dem '''Bühlertal-Radweg'''. <!-- == Weitere Übernachtungsorte == --> == Sicherheit == <!-- In der Regel laut "Wikivoyage:Vorgabe für Radrouten" so nicht vogesehen. Inhalt sehr alt (vermutlich von um 2010 bis 2015, aktualität nicht überpfrüft. Radgeschäfte bzw. Reparaturwerkstätten gehören mit diesen Detialinformationen in die Ortsartikel, in Radroutenartikel dann maximal Marker mit Links auf die Ortsartikel. Daher diesen Abschnitt auskommentiert. Einige Reparaturwerkstätten, falls notwendig: * Aalen: Rad und Tat, Bahnhofstr. 33 b, Tel. 07361 62238 * Aalen-Wasseralfingen: Rundum der Fahrradladen, Wilhelmstr. 30, Tel. 07361 79152 * Bad Friedrichshall: Roland Schmieg, Heilbronner Str. 18/1, Tel. 07136 21886 * Crailsheim: Zweirad Stegmaier, Lange Str. 39, Tel. 07951 7962 * Ellwangen: Fahrrad Ilg, Amtsgasse 12, Tel. 07961 2390 * Forchtenberg: Peter Tröndle, Hauptstr. 5, Tel. 07947 942 437 * Gaildorf: Eggis Bike Planet, Bahnhofstr. 50, Tel. 07971 92499 50 * Oberkochen: Zweiradcenter Emil Elmer, Aalener Str. 64, Tel. 07364 6507 * Schöntal-Bieringen: Fahrrad Link, Gartenstr. 7, Tel. 07943 586 * Schwäbisch Hall: 2 Rad Zügel, Johanniterstr. 55, Terl. 0791 971 400 --> Auch beim Radwandern kann ein Fahrradhelm die Schwere von Kopfverletzungen bei Stürzen entscheidend mindern. [[Checkliste Ausrüstung auf Radreisen#Fahrradhelm|Weitere Infos zum Helm siehe hier]]. == Weiter geht's == Verbindungen zu anderen Radwegen: * Zum [[Radweg Liebliches Taubertal]] ** Von [[Dörzbach]] über Rengershausen und Stuppach nach [[Bad Mergentheim]], ca. 14&#x202F;km ** Von [[Langenburg]] über [[Blaufelden]], [[Schrozberg]] und [[Niederstetten]] nach [[Weikersheim]], ca. 35&#x202F;km ** Von [[Crailsheim]] über [[Satteldorf]], Wallhausen und Insingen nach [[Rothenburg ob der Tauber]] * Der [[Grünkernradweg]] zweigt in [[Widdern]] nach Norden ab * Der [[Limes-Radweg]] kreuzt in [[Jagsthausen]] den Kocher-Jagst-Radweg * Die '''Idyllische Straße''', die quer durch den [[Schwäbisch-Fränkischer Wald|Schwäbisch Fränkischen Wald]] führt, trifft in [[Gaildorf]] auf den Kocher-Jagst-Radweg. * Der '''Burgenweg''' oder auch Kraichgau-Burgenweg kreuzt bei Braunsbach und bei Langenburg. Hier bilden Kocher-Jagst-Radweg und Burgenweg ein Teilstück des [[Paneuropa-Radwegs]] von Paris nach Prag. * [[Neckar-Radweg]] ab Bad Friedrichshall Richtung Heidelberg oder Stuttgart. Insbesondere das Odenwälder Neckartal flussabwärts besitzt viel grün. == GPX-Daten == * Streckenverlauf Kocher-Jagst-Radweg als GPX-Track von Openstreetmap zum Herunterladen (GPX-Download) als [https://cycling.waymarkedtrails.org/#route?id=22712&type=relation&map=9.0/49.0964/10.1584 GPX- und KML-Datei auf waymarkedtrails.org]. Es kann die Richtung der GPX-Daten gewählt werden. Ferner kann hier auch ein Höhenprofil eingesehen werden. Achtung: Die Daten des Höhenprofil auf Basis von Openstreetmap sind insbesondere auf weitgehend ebenen Routen mit Vorsicht zu betrachten. Oft ist die Zahl der Höhenmeter hier durch Datenfehler des Höhenmodells bedeutend größer als real auf der Strecke. == Literatur- und Kartenhinweise == Radwanderkarte - Leporello Kocher-Jagst-Radweg, 26 Teilkarten, Maßstab 1:50.000, Publicpress-Verlag, {{ISBN|978-3-89920-379-0}} == Weblinks == * [http://www.kocher-jagst.de/cms/front_content.php offizielle Webpräsenz Kocher-Jagst-Radweg] * [http://www.kanu-rad-paradies.de Kanu-Rad-Paradies] <!--{{PortalLink|Portal:Fahrrad}}--> {{IstIn|Radrouten in Baden-Württemberg}} [[Kategorie:Radwege in Baden-Württemberg]] [[Kategorie:Radrouten in Deutschland gesamt]] {{class-3}} {{Radweg|kat=Radwege in Baden-Württemberg}} 0fp9fw8gvo5ff4oyz3ud0bvhl2b545f Trinidad (Trinidad und Tobago) 0 23902 1804853 1744386 2026-09-19T07:25:25Z DocWoKav 14575 1804853 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region}} '''Trinidad''' ist eine Insel in [[Trinidad und Tobago]]. Auf Trinidad sind vor allem die vielfältige Natur, der berühmte Karneval, die Strände und der artenreiche Regenwald interessant. == Regionen == === Politische Einteilung === Trinidad und Tobago gliedert sich in elf ''regions'', drei ''boroughs'' und zwei ''cities''. Eine ''region'' ist einem Bundesland vergleichbar, ein ''borough'' einer kreisfreien Stadt und eine ''city'' einem Stadtstaat wie Hamburg oder Berlin, wobei das Konstrukt des ''borough'' aus dem englischen Rechtsraum stammt und im deutschsprachigen Raum unbekannt ist. ''cities'' sind [[Port of Spain]] und [[San Fernando (Trinidad und Tobago)|San Fernando]], ''boroughs'' sind [[Arima]], [[Chaguanas]] und [[Point Fortin]]. === Geographische Aufteilung === * Northern Range: Dieser Höhenzug erstreckt sich auf einer Länge von 65&#x202F;Km entlang der Nordküste. Die Nordküste ist steil und felsig. Dort findet man keine durchgehende, befahrbare Straße. Das ganze Gebiet ist überhaupt wenig erschlossen, damit ein wahres Paradies für die Tierwelt. Einzig von Port of Spain aus und entlang der Ostküste gibt es Straßenverbindungen zur Nordküste. Von Arima aus kann man auf teilweise sehr schlechter Straße nach Norden vordringen. Die höchsten Erhebungen sind der Berg "El Tucuche" mit 936&#x202F;m und der "El Corre de Aripo" mit 940&#x202F;m. Nordwestlich von Arima findet man eine größere Anzahl von Höhlen. * Der Ost-West-Korridor ist eine Ebene am Fuße der Northern Range. Es ist das am dichtesten bebaute und besiedelte Gebiet der Insel. Von der Matura Bay im Osten reicht die Ebene bis zur Hauptstadt Port of Spain im Westen. In Port of Spain beginnend erreicht man übergangslos die Städte San Juan, St. Joseph, Curepe (mit dem Ortsteil St. Augustine und der Universität), Tunapuna, Arouca (mit dem internationalen Flughafen Piarco im Süden), Valencia und Sangre Grande. Das bebaute Gebiet ist dort zwischen zwei und sieben Kilometer breit. Auf nördlicher Route erreicht man alle Orte auf der Straße Eastern Main Road. Mehr oder weniger parallel dazu gab es dort früher eine Eisenbahnlinie von Port of Spain bis nach Arima. Die ehemaligen Gleisanlagen sind einer Straße gewichen, die für den Busverkehr reserviert ist, die "Priority Bus Route". Auf südlicher Route wurde der autobahnähnliche "Churchill Roosevelt Highway" als entlastungsstraße gebaut. * Central Range: Dieser Höhenzug ist wesentlich flacher, er erstreckt sich leicht schräg, nördlich von San Fernando im Westen bis nach Manzanilla im Osten. * Im Süder der Central Range findet man wieder flaches Land, es riecht dor überall nach Erdöl. Überall wird Erdgas und -öl gefördert. Zwischen San Fernando und Point Fortin befindet sich einer vor drei bekannten Teer-Seen dieser Erde. Weit verbreitet sind Schlammvulkane. * Die Southern Range, auch "the Deep South" genannt, also der tiefe Süden bildet als flacher Höhenrücken den Abschluss. == Orte == * [[Arima]] in der Mitte des Ost-West Korridors * [[Blanchisseuse]] an der Nordküste * [[Chaguaramas]] an der Nordwestspitze der Insel * [[Manzanilla]] langer Strandabschnitt an der Ostküste * [[Maracas Bay]] nördlich von Port of Spain * [[Mayaro]] langer Strandabschnitt an der Ostküste, südlich von Manzanilla * [[Piarco]] mit dem internationalen Flughafen * [[Port of Spain]] die Hauptstadt * [[San Fernando (Trinidad and Tobago)|San Fernando]] Küstenstadt, 42&#x202F;km südlich von Port of Spain * [[Tunapuna]] die Universitätsstadt im Ost-West Korridor == Weitere Ziele == == Hintergrund == === Landesbeschreibung === Geologen und Faunisten zählen Trinidad und Tobago zu Südamerika, nicht zu den Karibischen Inseln. Vor vermutlich noch 10.000 Jahren waren die Inseln mit dem südamerikanischen Festland verbunden. Heute ist die Insel Trinidad durch eine 11&#x202F;km breite Meerenge von Venezuela getrennt. Die Insel Trinidad hat eine etwa rechteckige Form, deren Westküste durch den Golf von Paria tief eingeschnitten ist. Die Nord-Süd Ausdehnung beträgt 83&#x202F;km. Entlang der Nordküste verläuft eine flache Bergkette, die bis zu 940&#x202F;m hoch aufragt, die Northern Range. Dort findet man eine Vielzahl von Höhlen und Wasserfällen. Sie ist Erdgeschichtlich der östlichste Ausläufer der südamerikanischen Anden. Dort hat die Insel eine Breite von 86 km, vom Golf von Paria zur Ostküste sind es an der schmalsten Stelle nur 48 km, während sie an der Südküste 104&#x202F;km mißt. An der Ostküste ließen sich 1783 französische Siedler südlich von Manzanilla nieder, wo sie zwölf aneinandergrenzende Kokosplantagen anlegten, die noch heute die Landschaft prägen. Die Nord- und Südküste sind wenig erschlossen. Dort gibt es keine durchgehenden Straßenverbindungen. Abgesehen von der Churchill Roosevelt und der Uriah Butler Schnellstraße sind alle anderen Straßenverbindungen auf der Insel nicht sehr gut. Bis 1957 war die Southern Main Road die Hauptstraße zwischen dem Norden und dem Süden. Dann wurde der Princess Margaret Highway als Schnellstraße zwischen Port of Spain und Chaguanas gebaut. Inzwischen wurde die Straße umbenannt in Uriah Butler Highway. Während des ersten Ölbooms in den 1970er Jahren wurde diese Schnellstraße als Sir Solomon Hochoy Highway bis nach San Fernando erweitert. Es gibt inzwischen Ausbaupläne bis nach Point Fortin. In West Ost Richtung verbindet der Beetham Highway Port of Spain mit dem Uriah Butler Highway. Von dort aus führt der Churchill Roosevelt Highway weiter bis zu seinem derzeitigen Ende, drei Kilometer hinter Arima. In diesem sogenannten Ost-West Korridor der sich von Chguaramas bis nach Arima am Fuße der Northern Range Hügelkette entlangzieht lebt über die Hälfte der Inselbevölkerung. Fast die Hälfte von Trinidad ist noch bewaldet. Die Insel hat aber keine ausgeprägte Tourismusindustrie. Dafür besitzt Trinidad die einzigen größeren Erdgas und -ölvorkommen aller Karibikinseln. Vor Point Lisas befinden sich große Erdgasfelder im Meer. Dort findet man deshalb die größte Industrieansammlung. Neben Eisen und Stahl gibt es vier Methanolproduzenten und sechs Anlagen für die Ammoniumproduktion. 1999 begann man mit dem Bau einer Aluminiumschmelze. Am Galeota Point und in Pointe a Pierre stehen Erdölraffinerien. Erst 1998 hat die Amoco Trinidad Oil Company neue große Erdölfelder vor der Küste von Trinidad gefunden. Im ganzen Süden der Insel wird Erdöl gefördert. Dort gibt es auch mehrere Schlammvulkane. Vor der Nordwestküste liegen mehrere Inseln, die zum Territorium von Trinidad und Toabago gehören. * '''Diego Islands''': Zu den Diego Islands gehören die Inseln Carrera und Cronstad Island. Sie liegen etwas mehr als 500&#x202F;m vor der Halbinsel Point Gourde. Die Insel Carrera hat eine Ausdehnung von 420 x 270 Metern, seit dem Jahre 1877 ist sie Gefängnisinsel. Angeblich ist sie so sicher wie das amerikanische Alcatraz. * '''Five Islands''': Die Inselgruppe Five Islands besteht aus den fünf Inseln Caledonia, Craig, Lenagan, Nelson und Rock. * '''Insel Chacachacare''': Die Insel befindet sich fast auf halbem Wege nach Venezuela. Die Strömung in der Meerenge ist stark und gefürchtet. Seeleute nennen die Durchfahrt Boca del Drago oder „dragon´s mouth“, also Drachenmaul. Die Insel hat eine Ausdehnung von 15&#x202F;km in der Länge und 3&#x202F;km in der Breite, sie ist 8&#x202F;km von Trinidad entfernt. : Die Überfahrt von Chaguaramas dauert je nach Wetterlage etwa eine Stunde. Seit dem Jahre 1877 befand sich auf der Insel eine Leprakolonie, seit 1984 ist sie unbewohnt. : Im Jahre 1885 wurde nahe der Perruquier Bay auf dem höchsten Punkt der Insel, 818 m, ein Leuchtturm gebaut, er ist immer noch im Betrieb. Auf der Ostseite befindet sich die tief eingeschnittene Bucht Chacachacare Bay. Auf der gegenüberliegenden Inselseite liegt die La Tinta Bay. Sie hat schwarzen Sandstrand und wurde jahrelang als Versteck für Schmuggelgut genutzt. : Bei Chapelle Bay findet man einen Salzsee. * '''Insel Gaspar Grande''': Die Insel ist rund 2&#x202F;km lang und 800&#x202F;m breit, sie ist auch unter dem Namen Gasparee Island bekannt. Ihr Name geht auf den früheren Besitzer Don Gaspar de Percin zurück. Sie liegt nur einen Kilometer vor der Küste. Von der Crews Inn Marina in Chaguaramas fahren Boote in 20 Minuten dorthin. Die Überfahrt von Chaguanas zur Südseite kostet 40 TT $, zur Ostseite 30 TT $. Im allgemeinen fahren die Boote zum Point Baleine, wo es zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Walfangstation gab. Heute befindet sich dort eine kleine Marina und Picknick Plätze. : Im 19. Jahrhundert wurde auf der Insel noch Baumwolle angebaut. : Die kleine Bombshell Bay am Ostende ist zum Baden geeignet. Auf dem Bombshell Hill befand sich ein Fort. : Die Gasparee Caves sind ein Netzwerk von Tropfsteinhöhlen, es gibt dort sogar einen kleinen See. Der Zugang ist nur mit Genehmigung der Chaguaranas Development Authority und mit Führung eines registrierten Tourunternemers möglich. Sie sind täglich von 9-15 Uhr geöffnet, Eintritt: 10 TT $. : Innerhalb von 25 Minuten kann man zur anderen Inselseite laufen, dort findet man Geschützstellungen aus dem II. Weltkrieg. : Seit den 1980er Jahren befand sich dort auch das Fantasy Island Resort mit Restaurant, Cafe und Pool. Tel. 678-9001. : Bayview Beach Resort & Marina, Tel. 678-9001-02 * '''Insel Huevos''': Die kleine, länglich, schmale Insel Huevos befindet sich in Privatbesitz. Sie ist unbewohnt und Brutplatz für Seevögel. * '''Insel Monos''': Monos liegt nur etwa 650&#x202F;m vom Entrada Point entfernt und hat zwei Landestege in der Morris Bay und in der Grand Fond Bay. Sie ist dicht bewaldet und nicht dauerhaft bewohnt. Es gibt dort aber eine zunehmende Anzahl von Ferienhäuser von reichen Trinis. Früher gab es in der Turtle´s Bay eine Walfangstation. Dort ist noch einer der Kupferkessel erhalten, in dem das Walfett gekocht wurde. === Geschichte === Über die allerersten Inselbewohner ist nichts bekannt, man nimmt aber an, dass schon 5.000 Jahre vor Christi Geburt Indianerstämme aus Südamerika auf Trinidad und Tobago gelebt haben. Auf dem Weg in den Norden haben Ciboney-Indianer als Sammler und Jäger vermutlich zuerst die Insel Trinidad besiedelt. Zwischen 100 und 1000 nach Christus folgten ihnen höher entwickelte Ignerie-Indianer und Taino-Indianer vom Stamm der Arawaks aus dem Orinokogebiet, die schon Landwirtschaft betrieben. Im 13. Jahrhundert überfielen kriegerische Carib-Indianer die friedlichen Arawaks, töteten die Männer und nahmen sich die Frauen. Auf seiner dritten Reise entdeckte '''Christopher Kolumbus''' auf südlicher Route segelnd diese Insel im Sommer 1498. Er nannte die Insel ''La Isla de la Trinidad'', Insel der Dreifaltigkeit, und umfuhr sie im Uhrzeigersinn. Einen Tag später verließ er sie um die Insel [[Grenada]] zu erreichen. Zu dieser Zeit lebten noch geschätzt 35.000 Indianer auf den beiden Inseln; Arawaks im Südosten und Carib-Indianer im Norden und Westen in der Gegend von Arima, Mucurapo und Port of Spain. Erst 1532 betrat '''Don Antonio Sedeno''' beim Fischerdorf Cumucarapo, das heute Mucarapo heißt, als erster spanischer Entdecker die Insel. 50 Jahre später kam eine größere Gruppe von Siedlern mit dem spanischen Soldatenführer '''Don Antonio de Berrio y Oruna''' und dessen Leutnant Domingo de Vera auf der Suche nach dem berühmten Gold von El Dorado auf die Insel. An der Ostküste bauten sie die Siedlung San José de Oruna, das heutige St. Joseph, dort wurde auch die Inselverwaltung angesiedelt. In der Indianersprache hieß der Ort Caroni. Er wurde 1595 durch den britischen Seefahrer '''Sir Walter Raleigh''' zerstört, Berrio y Oruna wurde gefangen genommen. Die älteste Kirche der Insel, die St. Joseph Catholic Church aus dem Jahre 1593, blieb aber erhalten. Die ist zugleich der älteste Kirchenbau auf Trinidad. 1699 rebellierten die Indianer gegen die spanischen Missionierungsversuche. Missionare und der Gouverneur wurden dabei getötet. Soldaten wurden gegen die Indianer eingesetzt. Die Armee trieb die Indianer bis zur Nordostspitze der Insel. Bei dem Ort Toco stürzten sich viele Indianer ins Meer. Zehn Jahre später wurden die Missionsstationen abgeschafft. 1739 gab es auf der Insel eine Pockenepedemie, an der ein großer Teil der Bevölkerung starb. Nach wiederholten Angriffen von Piraten auf den Ort San José de Oruna, heute Saint Joseph, verlegte der '''Gouverneur Pedro de la Moneda''' den Regierungssitz im Jahre 1757 nach Puerto de Espana, dem heutigen ''Port of Spain''. Da die Insel nur sehr schwach besiedelt war und Spanien fürchtete, die Insel könne dadurch leicht von England eingenommen werden, lockte der spanische '''Gouverneur Manuel Falques''' 1776 katholische Siedler mit Steuererleichterungen ins Land. Er brachte der Insel etwas wirtschaftlichen Aufschwung und veranlasste die Gründung des Ortes San Fernando. Mit Hilfe von Sklavenarbeit entstanden Zuckerrohr- und Baumwollplantagen. 1784 schickte Spanien seinen fähigsten Gouverneur, '''Don José Maria Chacon''', auf die Insel. Unter seiner Führung wuchs die Bevölkerung auf fast 18.000 Menschen an. Davon waren nur 2.000 Weiße, über 10.000 waren afrikanische Sklaven und knapp 1.000 waren Indianer, der Rest bestand aus freien Mischlingen. Im Jahre 1795 kam es zum Krieg zwischen Spanien und England. Im Mai 1796 lief das britische Schiff „H. M. S. Lebra“ unter der Führung von '''Sir Ralph Abercromby''' bei Chaguaramas die Insel an. Der spanische '''Admiral Don Sebastian Ruiz de Apodaca''' ließ alle spanischen Schiffe im Hafen in Brand setzen und '''Gouverneur Chacon''' übergab Trinidad kampflos an die Engländer. Sir Abercromby ernannte einen seiner Offiziere, '''Thomas Picton''', zum ersten Gouverneur. Die Ernennung entwickelte sich zu einem absoluten Missgriff. Picton betrachtete Sklaven und Mischlinge als Aufwiegler. Farbige Plantagenbesitzer und Sklaven wurden ständigen Repressalien ausgesetzt. 1802 musste er von '''Thomas Hislop''' abgelöst werden. Im gleichen Jahr gab es auf der Insel 150 Plantagen, alle waren im Besitz von Franzosen. Bis zum Jahre 1808 stieg die Zahl der Sklaven auf 20.000. Die Fachleute der damaligen Zeit kamen zu dem Ergebnis, um aus der Insel eine gewinnbringende Zuckerrohrbesitzung zu machen, wären mindestens 250.000 Sklaven nötig gewesen. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Insel trotzdem Kronkolonie. Die Zusammensetzung der Inselbevölkerung ließ in den Augen der britischen Regierung keine Wahlen zu. Die Zahl der freien Farbigen war doppelt so groß wie die der Weißen, und von der weißen Bevölkerung waren nicht einmal die Hälfte Engländer. So wurde die Insel direkt von London aus regiert, und der Gouverneur war das ausführende Organ. Als der Sklavenhandel 1807 offiziell eingestellt wurde, kam es noch jahrelang zu illegalen Sklaveneinfuhren. Die Abschaffung der Sklaverei im Jahre 1834 führte auf der Insel zu einer lang anhaltenden Ratlosigkeit, wie die Zukunft ohne Sklaven aussehen sollte. Selbst das Parlament in London beschäftigte sich immer wieder mit dieser Frage. Verschiedene Pläne wurden entwickelt und wieder verworfen. Menschen verschiedenster Nationalitäten wurden als Arbeitskräfte auf die Insel geholt: Iren, Schotten, Chinesen, Portugiesen von Madeira, europäische Emigranten, Arbeitskräfte von anderen karibischen Inseln, befreite Sklaven aus Sierra Leone und St. Helena, die meisten kehrten bald wieder in ihre Heimat zurück. Schließlich waren es Inder, die die Inselbevölkerung verändern sollten. Zwischen 1845 und 1917 kamen 144.000 Inder als billige Arbeitskräfte ins Land. Sie hatten Verträge für fünf oder zehn Jahre und waren danach berechtigt zurückzukehren. Aber viele von ihnen blieben in Trinidad, kauften ein Stück Land für ihre Reispflanzen oder Kakaobäume und eröffneten kleine Geschäfte. 1871 betrug der indische Bevölkerungsanteil schon 25&#x202F;% der Gesamtbevölkerung. Bis in die heutige Zeit haben sich die Familienclans erhalten und die indische Gesellschaft in Trinidad ist noch immer eine fast „geschlossene Gesellschaft“. 1847 richtete ein Wirbelsturm große Schäden an. 1857 bohrte die ''Merrimac Oil Company'' bei La Brea die erste Ölquelle an, aber erst 50 Jahre später wusste man diesen Reichtum richtig zu nutzen. Zur Jahrhundertwende führte die weitergehende Verarmung der Massen zur Gründung von mehreren politisch-gesellschaftlichen Interessengemeinschaften. 1897 wurde die Arbeiterbewegung Trinidad Workmen´s Association gegründet. Im gleichen Jahr entstand die East Indian National Association, und vier Jahre später folgten die Pan African Association und die Rate Payers Association, ein Zusammenschluss der Wassergebührenzahler. 1889 wurden Trinidad und Tobago zu einer Union zusammengeschlossen. 1914 entstand bei Pointe-A-Pierre die erste Ölraffinerie. Als Folge der Weltwirtschaftskrise kam es in den 1930-er Jahren auch in Trinidad zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die vermehrt zu Aufständen führten und zur Gründung von Arbeiterbewegungen. 1937 kam es in dem Dorf Fyzabad unter der Führung von '''Uriah Butler''' zu einem Aufstand der Erdölarbeiter. 1938 lag der durchschnittliche Tagesverdienst bei 35 Cents. Diese niedrigen Löhne führten schon 1935 zu einem Hungermarsch und 1937 zu wiederholten Streiks auf den Ölfeldern. 1941 verpachtete die Regierung das Gebiet um ''Chaguaramas'' und ''Waller Field'' an das US-Militär. Die Amerikaner bauten einen großen Marine- und Luftwaffenstützpunkt. Dies brachte dem Land für einige Jahre gut bezahlte Arbeitsplätze. Erst 1960 zogen die Amerikaner nach großen Protesten aus der Bevölkerung wieder ab. Nach dem Krieg und der Einführung des allgemeinen Wahlrechtes entstanden unzählige Parteien und in deren Folge Gründungen von Gewerkschaften. Den hohen Erlösen aus der Erdölindustrie standen nur wenige Arbeitsplätze gegenüber. 1956 gründete '''Dr. Eric Williams''' die Partei People´s National Movement. Am 31. August 1962 wurden Trinidad und Tobago rund drei Wochen nach Jamaika von den Engländern in die Unabhängigkeit entlassen. Eric Williams wurde erster Premierminister. Er behielt diesen Posten bis zu seinem Tode im Jahre 1981. Mit der Unabhängigkeit fielen die großzügigen finanziellen Unterstützungen von England fort. Internationale Konzerne wurden stattdessen von der Regierung „eingeladen”, sich auf der Insel niederzulassen. Bis 1966 konnten so 169 Industriefirmen angesiedelt werden. Die Ölförderung teileten sich Amoco, Shell und Texaco, die Zuckerindustrie wurde von Tate & Lyle kontrolliert. Während der 1970-er Jahre konnte Trinidad aufgrund seiner Erdöl- und Erdgasvorkommen noch ein deutliches Wirtschaftswachstum verzeichnen. Zum großen Teil ist dies den Preisbeschlüssen der OPEC von 1973 zu verdanken. Diese Preissteigerungen verdreifachten die Deviseneinnahmen des Landes schlagartig. Nach der zweiten deutlichen Ölpreiserhöhung in den Jahren 1979 und 1980 verzehnfachten sich diese Einnahmen sogar. Mit diesen Geldern kaufte Premierminister Williams die Kapitalmehrheit der nationalen Shell und BP, verstaatlichte die Zuckerindustrie, die Fluglinie BWIA und die Telefon- und Fernsehgesellschaften. Für 460 Millionen US-Dollar ließ er zudem ein Stahlwerk bauen. Anfang der 1980-er Jahre kam es dann mit Ende des Ölbooms und anderer politischer Fehler zu einer tiefen Strukturkrise, die sich besonders aus der Person des seit 25 Jahren regierenden Eric Williams ergab. Hatte er die weiße Mittelschicht vor der Unabhängigkeit noch als Nutznießer der Kolonialherrschaft bekämpft, so sicherte er seine Macht nun genau durch diese Gruppe. Korruption und schwere Mängel in der Gesundheits-, Verkehrs- und Baupolitik wurden ihm angelastet. Im März 1981 konnte der plötzliche Tod von Williams nicht eindeutig geklärt werden. Bei den Parlamentswahlen im November des gleichen Jahres konnte sein Nachfolger '''George Chambers''' noch die Mehrheit erzielen, bei den Kommunalwahlen 1983 gab es dann aber eine herbe Niederlage. Seit 1974 waren mit der Ölindustrie 50 Milliarden Petrodollar erwirtschaftet worden. Als der Einbruch der Ölpreise zu einer Rezession führte, musste man feststellen, dass der größte Teil des Geldes durch Misswirtschaft und Fehlplanungen verschwendet worden war. Der TT-Dollar musste mehrfach abgewertet werden, im Staatsdienst gab es Entlassungen, unrentable Staatsbetriebe wurden privatisiert. Bis 1990 stieg die Arbeitslosigkeit im Lande daraufhin bis auf 27 %. Am 27. Juli 1990 besetzte die kleine, radikale Moslemgruppe ''Jamaat al Muslimeen'' unter der Führung von '''Yasin Abu Bakr''' das Parlamentsgebäude. 45 Parlamentsmitglieder, einschließlich des Premierministers A. N. R. Robinson, wurden als Geiseln genommen. Robinson wurde aufgefordert zurückzutreten und innerhalb von 90 Tagen Neuwahlen auszuschreiben. Nachdem er dies verweigerte, kam es zu einem Schusswechsel, bei dem der Premierminister eine Schusswunde im Bein erlitt. Erst nach fünf Tagen gaben die Rebellen auf. Bei diesen Unruhen kamen insgesamt 30 Personen zu Tode, weitere 500 wurden verletzt. 114 Rebellen erhielten nach langen Gerichtsverhandlungen, zu denen auch der Kronrat in London gehört wurde, eine Amnestie. Dieser Putschversuch verschreckte verständlicherweise ausländische Investoren. Erst 1994 verzeichnete das Land sinkende Arbeitslosenzahlen und eine steigende Bruttoinlandsproduktivität. In den folgenden Jahren legte die Regierung ein Programm zur Modernisierung des Erdölsektors auf. Zugleich schaffte sie sich ein zweites wirtschaftliches Standbein, indem die Erschließung von Off-shore-Erdgasvorkommen gefördert wurde. === Erdöl und Erdgas === Im Jahre 1906 kam der Geologe ''Arthur Beeby Thompson'' nach Point Fortin. Er erhielt von der Regierung die Genehmigung, Land zu erwerben und nach Öl zu bohren. Er kaufte die Adventure und La Fortunée Plantagen um Werkanlagen zu errichten. Im Mai 1907 fand man in 210&#x202F;m Tiefe Öl. Zwei Jahre später wurde die '''Trinidad Oil Company''' gegründet. 1913 übernahm die '''United British Oilfields of Trinidad''' die Anlagen. 1957 wechselte der Besitz an '''Shell'''. Nach langen Protesten der Bevölkerung in den 1960-er und 1970-er Jahren übernahm der inzwischen von England losgelöste, selbstständige Staat Trinidad and Tobago die Shell und seit 1974 nennt sich das Unternehmen '''Trinidad & Tobago Oil Company''' (TRINTOC). Im Jahre 1993 gründte der Staat dann die '''Petroleum Company of Trinidad & Tobago''' (PETROTRIN) mit der Zentrale in Pointe-a-Pierre, und mit dem Zweck, alle Ölförderungen, die Weiterverarbeitung und den Verkauf von Erdölprodukten zu zentralisieren. Im Jahre 2000 übernahm die PETROTRIN dann in Zusammenarbeit mit TRINMAR alle Vermögenswerte von TEXACO. PETROTRIN hat seine größten Operationsbasen in Fyzabad, Guayaguayare, Marabella, Penal und Point Fortin. Von der Südostspitze der Insel (Guayaguayare) nach Point Fortin wurde eine neue Hochdruck-Pipeline verlegt, unterwegs gibt es mehrere Pumpstationen. In Pointe-a-Pierre steht die einzige Ölraffinerie des Landes. Die Anlage umfasst 809 Ha Grundfläche. Die Tagesproduktion liegt bei 160.000 Barrel von denen 70.000 für den lokalen Markt bestimmt sind, der größere Rest wird nach Brasilien, Equador, Kolumbien, Venezuela und West Afrika exportiert. Dort wird Flugbenzin, bleifreies Benzin, Diesel, Schmierstoffe und Bitumen hergestellt. TRINMAR, Trinidad Marine, betreibt im Seegebiet von Trinidad und Tobago 23 Ölbohrplattformen und 238 freistehende Bohrtürme. Der Beitrag von PETROTRIN am Sozialwesen von Trinidad besteht im Straßen- und Brückenbau, man beteiligt sich an der Reparatur von Schulen, baut Spielplätze und stellt Computer zur Verfügung. === Geister, Geisterglaube === Wie auf allen anderen karibischen Inseln haben auch die Bewohner von Trinidad und Tobago eine lebhafte Vorstellungskraft, kennen vielerlei Gruselgeschichten, glauben an gute und böse Geister. Viele dieser Geister und Geistergeschichten haben ihren Ursprung in Afrika. Der '''Dupp''' (auf der Insel Jamaika: Duppy) ist auf allen Inseln bekannt. Zusammen mit den '''Jumbies''' zählt er zu den harmlosen Geistern. Es sind die Geister von Toten, die nachts aus den Gräbern steigen, sich an dunklen Orten herumtreiben und die Lebenden gerne erschrecken. '''Belarivoist''' der Geist des Joachim Belarivo. Ein wenig begabter Zauberer wollte diesen Geist auferstehen und für sich arbeiten lassen. Für die Auferstehung reichte das Wissen, für weiteres nicht. Stattdessen erschien der Geist auf unzähligen Hochzeitsfeiern und erschreckte die Gäste. Er musste schließlich in einen Bleisarg eingeschlossen werden und unter einem großen Steinhaufen begraben werden. Der bedeutendste Geist auf Trinidad und Tobago ist '''Papa Bois''', der Beschützer des Waldes. Er hat Hörner, Fell und eine Harfe, seine Mutter war ein Reh, sein Vater ein Jäger, meistens erscheint er in Gestalt eines alten Mannes mit Bart und langen Haaren. Er kann sich auch in ein Tier verwandeln und Wilderer tief in den Wald locken, so dass sie sich verlaufen. Er hat auch eine Geliebte, '''Mama Dlo''' oder Mama d l‘eau, halb Frau, halb Schlange. Sie ist die Beschützerin der Flüsse. Von '''La Diablesse''' erzählt man, sie sei eine schöne Frau mit Kuhfuß, die man häufig auf großen Festen antrifft. Dort soll sie die Männer verführen. Wer sich mit ihr einlässt, wird nie mehr sein wie vorher oder nach kurzer Zeit sterben. Begegnet man ihr, soll man seine Kleidung ausziehen und mit der linken Seite nach außen wieder anziehen, dann kann sie einem nichts mehr anhaben. '''Douens''' und '''Douennes''' sind die Geister von kleinen Kindern, die ungetauft sterben. Sie tragen große Strohhüte, haben keine Gesichter, und ihre Füße stehen rückwärts. Es gibt auch Meerjungfrauen, Feen und Vampire. Man sagt, dass sich einsame und ungeliebte Menschen in Vampire, sogenannte '''Sousouyants''', verwandeln konnen. Sie ziehen ihre Haut aus und lassen diese auf der Türschwelle liegen, dann verwandeln sie sich in Feuerbälle, die durch die Luft fliegen. Dann kommen sie zu den Menschen und saugen ihnen das Blut aus. Man kann sich vor ihnen schützen, indem man Reis oder Salz um sein Bett streut. Der Vampir muss jedes Korn zählen, bevor er Blut saugen kann, bis er damit fertig ist, wird schon wieder Morgen und er muss unverrichteter Dinge abziehen. === Karneval === Französische Einwanderer brachten im 18. Jahrhundert den Karneval mit in die Karibik. In Frankreich war der Karneval damals ein riesiges Schlemmer- und Kostümfest vor dem Beginn der Fastenzeit. Die französischen Großgrundbesitzer in der Karibik feierten dieses Fest unter sich und ohne die Sklaven, nur freie Mulatten wurden zur Teilnahme eingeladen. Nach der Sklavenbefreiung 1834 wollten auch die Farbigen ihr Fest feiern. Das traditionelle Erntedankfest '''Canboulay''' wurde auf den Karnevalsonntag vorverlegt. Sie veranstalteten Straßenumzüge mit Trommelmusik, Stockkämpfen und Spottliedern auf die Weißen, dazu kleideten sie sich in elegante Kleider wie ihre weißen Herren. Diese fühlten sich schnell beleidigt und feierten in der Folgezeit nur noch in ihren Häusern. 1883 wurde den Farbigen das Mitführen von Trommeln verboten, ein Jahr später fanden die Umzüge nur noch am Karnevalmontag und unter Polizeibegleitung statt. So entstanden in den Vororten von Port of Spain die ersten '''Mas Camps''' - Kostümgruppen. Statt der Trommeln benutzte man Bambusstücke um den Takt zu schlagen, zur Zeit des II. Weltkrieges erfand man neue Musikinstrumente: Keksdosen und leere Ölfässer. 1894 kam dem Kaufmann ''Ingnatius Bodu'' die Idee, aus dem Karneval einen Wettbewerb zu machen. 1921 richtete ''Chieftain Douglas'' als erster ein '''Calypso Tent''' ein, in dem während der Karnevalsaison Nonstop gesungen wurde. Heute gibt es das '''National Carneval Commitee''' (NCC), es entstand aus der 1957 gegründeten ''Carneval Development Commission''. Diese Behörde betreut den gesamten Karneval, schreibt die Wettbewerbe aus, bestimmt die Veranstaltungsorte, organisiert die Showveranstaltungen, stellt die Preisrichter und wirbt Spenden ein, mit denen Gewinner zu hohen Geldpreisen kommen. Eine Jury wählt die Gewinner. Sie besteht aus Mitarbeitern von Ministerien, des NCC und Mitgliedern von Tanz-, Steelband- und Gesangsgruppen. Gewählt werden die besten Königs- und Königinkostüme, der beste Kostümdesigner, das Karnevallied des Jahres und die Musikband des Jahres. Eine Musikband kann zwischen 3.000 und 9.000 Mitglieder zählen. Für die Offiziellen beginnt die Karnevalsaison am Tag nach Aschermittwoch. Die Calypso-tents öffnen im Laufe des Januar. Danach beginnen die Vorentscheidungen für den Calypso- und Soca Monarchen, für Karnevalskönig und -königin. Die heiße Phase der Feierlichkeiten beginnt kurz vor Beginn der Fastenzeit mit dem Kinderkarneval. Am Karnevalmontag starten die Umzüge am frühen Morgen Richtung Stadtzentrum. Um die Mittagszeit finden die Maskenumzüge statt. Karnevaldienstag strömen die Massen zur Hauptveranstaltung im Queen´s Park, die bis in die späte Nacht dauert. Am Mittwoch ist alles vorbei und die Insulaner gehen wieder ihrem Gewerbe nach. === Musik === * '''Calypso''': Der Calypso hat seinen Ursprung an den Küsten von Westafrika und wurde von den Sklaven mit ins Land gebracht. Das „Urwort“ ist Kaiso und kommt aus Nigeria, Kaisos sind dort Spottlieder. Von den Sklaven wurden diese Lieder bei der Feldarbeit gesungen um die qualvolle Arbeit etwas zu erleichtern. Zugleich war es die einzige Möglichkeit, sich verschlüsselt über die Herrschaft zu beschweren oder lustig zu machen. : Seit der Abschaffung der Sklaverei wird dies von deren Nachfahren gefeiert. Seitdem wurden die Liedertexte immer bissiger. Im Jahre 1881 wurde bei so einer Veranstaltung von den Farbigen so auf die Regierung geschimpft und die politischen Mißstände wurden derart in ihren Gesängen verspottet, dass die Umzüge und Gesänge verboten wurden. In der Folgezeit texteten die Sänger, die Calypsonians, im Untergrund weiter. Aktuelle private und besonders politische Ereignisse werden seitdem besungen und ersetzen für den Teil der Bevölkerung, die nicht lesen können, die Tageszeitung. Man sagt auch: der Calypso bietet die Gelegenheit, etwas in Liedform zu sagen, was man in der besseren Gesellschaft nicht aussprechen kann. : Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. : Zwischen den beiden Weltkriegen wurde der Calypso international durch das Lied „''Rum and Coca Cola''“ bekannt. Es wurde von Lord Invader geschrieben und von den Andrew Sisters in den USA auf den Markt gebracht, sie verkauften die Platte fünf Millionen Mal. : 1978 wurde Calypso Rose als erste Frau zum alljährlichen Calypso King gekrönt. : Fast alle Sänger haben ausgenommen auffallende Namen: Atilla the Hun, Growling Tiger, Mighty Chalkdust, Roaring Lion, Valentino oder Black Stalin. Zu den weltweit bekanntesten gehören '''Lord Kitchener''' (*1922, †2000) und '''Mighty Sparrow'''. : In jüngster Zeit ist auch der Calypso extrem kommerzialisiert worden. * '''Indische Musik''': Mit einem Bevölkerungsanteil von etwa 40&#x202F;% beherrschen die Inder auch einen großen Teil der Musikszene. Im Laufe der Jahrzehnte hat die ursprünglich religiöse Musik sich teilweise an die Ansprüche der Jugendlichen Zuhörer angepaßt. '''Chutney''' ist eine dieser neuen Musikrichtungen, heute mit schnellerem Rhythmus und tanzbar, hat sie sich aus hinduistischen Folkloreliedern entwickelt. Chutney ist auch ein Teil des Trinidad-Karnevals geworden und für die Musikgruppen werden Preise vergeben. '''Pantar''' ist die Fusion von Pan-Musik und Sitar, eines der schönsten und ältesten indischen Musikinstrumente. Mit dieser Kombination lassen sich alle Arten von Calypsomusik bis zu indischer Ragmusik spielen. Einer der bekanntesten Pantar Interpreten ist Sitarist ''Mungal Patasar'' und seine Gruppe. * '''Panmusik und Steelbands''': Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. Ab 1935 begannen die Musiker deshalb, auf Dosen, Fässern und Benzinkanistern zu trommeln. Ein Jahr später gelang es dem Musiker '''Ellie Mannette''' ein Ölfaß so zu manipulieren, dass man ihm verschiedene Töne entlocken konnte. 1939 spielte die John John Band zum ersten Mal des amerikanische Kinderlied „Mary had a little lamb“ auf gestimmten Ölfässern. Seit 1945 erschienen abgeschnittene und gestimmte Ölfässer, die Pans, in der Öffentlichkeit. Heute ist der Beruf des Ölfaßstimmers sehr geachtet. Man unterscheidet die Pans nach Größe und Klangfarbe. Bass Pans verfügen über 5-7 Töne, sie werden auf etwa 7,5 cm Höhe zusammengeschnitten. Cello Pans haben 10 Töne und werden bei 35 cm abgeschnitten. Die Tenor Pans verfügen über 26-32 Töne und werden auf eine Länge von 15-18 cm geschnitten. : Die Pans werden blank geschliffen, verchromt, poliert und auf Gerüste montiert, damit der Musiker Bewegungsfreiheit hat. Die Tonfelder werden mit unterschiedlich großen Klöppeln geschlagen. Die Pans können von einem Solomusiker bearbeitet werden oder als Band können bis zu 100 Personen zusammen musizieren. Auf Trinidad soll es über 100.000 Ölfaß-Spieler geben. * '''Parang''': Besonders in der Weihnachtszeit beherrscht Parang die Musikszene. Diese Musikrichtung leitet sich aus venezuelanischen Weihnachtsliedern ab und den damit verbundenen Haus-zu-Haus besuchen und -feiern. Zu spanischen Texten mit religiösem Inhalt kommen südamerikanische Rhythmen mit Violine, Gitarre, Baß, Cuatro und Maracas. Einige Gruppen spielen die traditionellen Weisen, andere mixen es mit Soca, so dass '''Soca Parang''' entsteht. * '''Rapso''': Eine weitere Fortsetzung von der afrikanischen Tradition des Geschichtenerzählens führte zur Entwicklung des Rapso, einer Mischung von amerikanischem Rap mit Calypso. Hier wird Sprechgesang in Versen vom Rhythmus großer, schwerer Trommeln untermalt. Zwei der bedeutendsten Künstlergruppen sind ''Brother Resistance'' und ''Network Rapso Riddum''. * '''Soca''': Diese flottere Art des Calypso wurde 1970 geboren, als die Elektronik Einzug in die Musikszene hielt. Diese neue Form wird dem Musiker zugesprochen, der sich damals '''Lord Shorty''' nannte und heute unter dem Namen ''Ras Shorty I'' Musik produziert. Der Soca-Rhythmus läßt sich leicht mit anderen Musikformen verbinden. So findet man auf Trinidad den Soca heute als Bestandteil von Reggae, Jazz, Rythem & Blues als auch mit indischer Musik. Auch die im Lande lebenden Inder fanden an diesem Musikstil gefallen, verbanden den Rhythmus mit Hinditexten und so wurde der '''Chutney-Soca''' geboren. === Pflanzen- und Tierwelt === Trinidad und Tobago zählen zu den zehn führenden Ländern bei der Anzahl von Vogelarten pro Qaudratmeile. Auf beiden Inseln findet man auf Grund der Nähe zu Südamerika eine größere Anzahl von Pflanzen und Tieren als auf den anderen Karibischen Inseln. Man kennt 2.300 verschiedene, blühende Pflanzen, davon sind alleine 700 Orchideen. Die Nationalblume von Trinidad ist die '''Chaconia''', englisch: Wild Poinsettia. Ein Strauchgewächs von 2-3&#x202F;m Höhe, es ähnelt dem Weihnachtsstern. Den „Buffalypso“ gibt es nur auf der Insel Trinidad. Er ist das Ergebnis intensiver Zuchtversuche aus den 1960-er Jahren. Fünf auf Trinidad heimische Wasserbüffel Rassen wurden gekreuzt. Das Ergebnis ist ein friedfertiges Tier, dass tropische Hitze gut verträgt, mit schmackhaftem Fleisch. Es gibt 620 verschiedene Arten von Schmetterlingen. Von den 433 verschiedene Vogelarten brüten 250 auf der Insel, es gibt 41 verschiedene Kolibriarten. Den blinden Ölvogel findet man nur in Trinidad, es ist der größte Vogel, der sich von Früchten ernährt, aber nur nachts auf Futtersuche geht und selbst ein Amazonas-Papagei ist auf Trinidad zu finden. 108 verschiedene Säugetiere sind vertreten, dazu zählen 57 Fledermausarten und es gibt 70 verschiedene Arten von Kriechtieren. Die einzigen '''giftigen Schlangen''' sind die '''Far de Lance''' und der '''Buschmeister'''. Die Morocoy ist eine kleine Landschildkröte, die früher als Delikatesse gejagt wurde und fast ausgerottet war, heute wurd sie vielerorts als Haustier und Spielgefährte der Kinder gehalten. Verschiedene Strände von Trinidad und Tobago werden in den Monaten März bis Juli von Meeresschildkröten zur Eiablage aufgesucht. Der Besuch von Strandabschnitten, die von Schildkröten zur Eiablage aufgesucht werden, unterliegt einer Genehmigung durch die Forstverwaltung. The Forest Division, Long Circular Road, Port of Spain, Tel. 622-7476. The Forest Division, San Fernando, Tel. 657-8391, 657-7256. Den Schmetterling „89“, er hat eine schwarz-beigene Markierung auf der Flügelunterseite, die wie eine 89 aussieht, findet man nur auf Trinidad. Der Pauis ist ein großer truthahnartiger Vogel, der früher viel gejagt wurde und dadurch sehr selten geworden ist. Es gibt ihn nur auf Trinidad, nirgendwo sonst auf der Welt, er steht unter Schutz. Einzigartig auf der Welt ist auch der Fisch Cascadura. Diese Welsart ist ein Urtier aus dem Silur-Zeitalter. Sein Lebensraum sind zahlreiche schlammige Gewässer an der Südküste Trinidads. Ebenso selten sind die Reiherarten Agami, Blongios und Crabier Bec, die es nur auf Trinidad gibt. Weitere Vogelarten, die es in der Karibik nur auf Trinidad gibt sind Eisvögel, Pirol und Tukane. Das größte wilde Tier auf Trinidad ist der Braune Waldmazama, eine Hirschart. Das Halsband-Pekari wird von den Einheimischen Quenk genannt, es ist eine Wildschweinart. Auf der Insel gibt es verschiedene Opossumarten, die auch Manicou genannt werden, Waschbären, das hasengroße Agouti und den größeren Gefleckten Paka. Das gepanzerte Gürteltier, Armadillo oder Tatu genannt, und die seltenen Ozelote bekommt man kaum zu sehen. In einigen Flüssen und Sümpfen lebt der bis zu 2&#x202F;m lange Kaiman. === Plantagenwirtschaft === Die Landfläche von Trinidad und Tobago umfasst 513.000 Ha, weniger als ein Drittel davon ist Ackerfläche, 45&#x202F;% sind als Waldflächen ausgewiesen. Nur 13&#x202F;% des pflügbaren Landes ist bewässert. Es gibt aber eine Vielzahl von kleinen und großen Flüssen, Überflutungen in der Regenzeit sind normal. Die letzte umfassende Erhebung aus den 1970-er Jahren zählt 35.000 Farmen mit einer Gesamtfläche von etwa 130.000 Ha. Die Durchschnittsgröße einer Farm wurde mit 6 Ha angegeben, aber die 40 größten Plantagen hatten alle eine Größe über 400 Ha. Die landwirtschaftlichen Ernteerträge der 1970-er und 1980-er Jahre in Trinidad stehen in einem engen Zusammenhang mit der Ölindustrie. Dieser Trend begann Anfang der 1970-er mit dem starken Anstieg des Ölpreises. Löhne in der Landwirtschaft waren erheblich niedriger als in der Ölindustrie, der Geldreichtum führte zu größeren Importen von landwirtschaftlichen Produkten. Die Zahl der Landarbeiter sank um 50 %. Die Ernteerträge bei Zitrusfrüchten sanken um 75 %, bei Kakao waren es 61 %, bei Kokosprodukten 56&#x202F;% und bei Kaffee immer noch 15 %. Der Zuwachs von landwirtschaftlichen Produkten in den 1980-er Jahren wurde von Kleinstfarmern erwirtschaftet, die ihre Produkte oft in gartenähnlichen Familienbetrieben anbauten. Die Viehzucht im Land hat keine große Bedeutung. Es gibt nur rund 30.000 Rinder. Rindfleisch wird überwiegend aus Australien un Neuseeland importiert. Milch und Milchprodukte werden zu 90&#x202F;% von der Firma Nestlé eingeführt. Seit den späten 1980-er Jahren gibt es Zuchtversuche von Kühen und Indischen Wasserbüffeln, die man im Lande „Buffalyso” nennt. Bedeutender ist die Aufzucht von Hühnern und Schweinen. '''Kaffee''' wird in Trinidad verstärkt seit 1930 angepflanzt. Die Produktion sank von den späten 1960-er Jahren bis Mitte der 1980-er Jahre aber um rund 50 %. 1984 konnte zum ersten Mal kein Kaffee exportiert werden. Ein Jahr später betrug die Ernte wieder 2,1 Millionen KG, von denen 35&#x202F;% exportiert wurden. '''Zitrusfrüchte''' hatten in den 1950-er Jahren einen Boom. Man erntete zu der Zeit über 90.000 Tonnen pro Jahr, 1982 waren es nur noch 4.700 Tonnen. '''Kakaoplantagen''': Kakao war von den späten 1880-er Jahren bis in die 1930-er Jahre die wichtigste Anbaufrucht auf Trinidad und Tobago. Auf Tobago war sie dies sogar bis in die späten 1980-er Jahre. Kakao war schon im 18. Jahrhundert durch die Spanier nach Trinidad gekommen. Zeitweise war die Insel der zweitgrößte Kakaolieferant auf der Erde. Verschiedene Krankheiten haben der Fucht aber sehr zugesetzt. So sank die Jahresernte von 2.600 Tonnen im Jahre 1981 auf unter 1.300 Tonnen in 1985. Seit den 1970-er Jahren ist das Land nicht mehr in der Lage den Bedarf von Kokosöl und Seife mit den Ernten aus dem eigenen Land zu befriedigen. * Lopinot Estate. In Arouca führt die Lopinot Road nach Norden in die Northern Range. Um 1800 legte der Franzose Charles Joseph Comte de Lopinot dort eine 193 Ha große Kakaoplantage an. Der Graf war ein Offizier der französischen Armee in Haiti. Nach der Ausrufung der Unabhängigkeit und der damit verbundenen Freilassung der Sklaven in Haiti verließ er das Land und brachte seine 100 Sklaven mit nach Trinidad. Er nannte die Plantage „La Reconnaissance“. Das Herrenhaus, die Stallgebäude, die Sklavenunterkünfte und das Gefängnis wurden restauriert und können heute besichtigt werden. Im Herrenhaus wurde ein kleines Museum eingerichtet. Öffnungszeiten: täglich von 8-18 Uhr, Eintritt frei, Führungen finden zwischen 10 und 18 Uhr statt. '''Zuckerplantagen''': Im 19. Jahrhundert war Zucker trotz der überwältigenden Probleme noch immer die bedeutendste Einnahmequelle der Insel Trinidad. In den 1880-er Jahren gab es noch über 300 selbstständige Zuckerrohrplantagen. Ein Jahrhundert hatte die staatliche Carioni Gesellschaft hier das Monopol, nachdem man im Jahre 1971 51&#x202F;% der Aktien von Tate and Lyle zurückgekauft hatte. In den 1980-er Jahren wurde Zuckerrohr auf knapp 20.000 Ha angepflanzt, 20.000 Arbeitskräfte wurden in der Industrie gezählt. Die Jahresproduktion von Zucker lag zwischen 70.000 und 80.000 Tonnen. * Caroni Estate and Sugar Factory, Couva, Tel. 636-2371. Die Zuckerfabrik und die Distillerie liegen fast 40&#x202F;Km voneinander entfernt. Seit 1918 wird dort Rum destilliert. 1957 übernahm Caroni die Esperanza Estate. Deren Destillieranlagen wurden nach Caroni gebracht. 1980 wurde die Produktion ausgebaut. Neben eigenen Anbauflächen erhält Caroni Zuckerrohr von 6.000 unabhängigen Kleinfarmern. Seit 2003 wir die Caroni Gesellschaft umstrukturiert. Die Zuckerfabrik von Caroni wird geschlossen, die Fabrik von Sainte Madeleine bleibt bestehen. Der Landbesitz von Caroni, etwa 30.000 Ha geht in Staatsbesitz über und wird von einer neugegründeten Agentur verwaltet, der Estate Management and Business Development Company. Das Ziel ist, statt Rohzucker Zitrusfrüchte und Reis anzupflanzen und Milchviehzucht zu betreiben. :Der Rum wird unter den Markennamen Caroni Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, als Stallion Puncheon Rum mit 78&#x202F;% Alkohol, als Felicite Gold, White Magic Light und Special Old Cask Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol abgefüllt. Nur die leichten Rumsorten werden nach Kanada und Europa exportiert. * Champs Elysée Estate, Maraval Tal, Port of Spain. Um 1785 führte die Einwanderungspolitik des Franzosen Roumé de St. Laurent unter dem Gouverneur Don José Chacon viele französische Siedler mitsamt ihren Sklaven auf die Insel. Im fruchtbaren Maraval Tal bauten sie Baumwolle, Kaffee und Zuckerrohr an. Die Mehrheit der dort lebenden Menschen konnte kein englisch, fast alle gehörten der römisch-katholischen Kirche an. Im Jahre 1881 lebten dort 1.480 Menschen, davon waren 88 Plantagenbesitzer oder -verwalter. :Roumé de St. Laurent erwarb selbst ein großes Stück Land am Taleingang, aus dem die Champs Elysée Plantage entstand. Aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten musste seine Familie die Plantage schon bald verpfänden, später ging sie in den Besitz eines Pflanzers mit Namen Boissiere über. 1849 fasste man das ganze Tal zum Stadtbezirk Maraval zusammen. Gegen Ende des Jahrhunderts waren viele der kleinen Plantagen verschwunden. Auf den verbliebenen größeren Ländereien Champs Elysée, Moka, Haleland Park und Val de Oro wurde weiter Landwirtschaft betrieben. Heute werden nur noch auf der Paramin Plantage, westlich von Maraval, Gemüse und Gewürze angepflanzt. * Diego Martin River Estate, am Diego Martin Fluß. Direkt neben der Hauptstraße steht noch das 150 Jahre alte und 12&#x202F;m hohe Wasserrad der Zuckerplantage. Die Plantage fiel im Jahre 1897 in den Besitz der Regierung. Weitere historische Gebäude sind nicht erhalten, das einfache Plantagenhaus wurde aber wieder hergestellt. Es gibt aber noch einen Park mit Picknickplätzen und ein Mini-Museum. Das Museum ist täglich von 10-18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. * Spring Hill Estate. Um 1900 gründetet der in Frankfurt geborene Friedrich Wilhelm Mayer im fruchtbaren Arimatal in einer Höhe von etwa 400 Metern diese Plantage, um Kaffee, Kakao und Zitrusfrüchte anzupflanzen. 1908 wurde das Haupthaus fertig gestellt. Sohn Charles Mayer bewirtschaftete das Anwesen bis 1925, dann gab er auf, weil ihm der Gewinn zu gering war. 1932 kaufte der amerikanische Geologe Joseph Holmes das Land auf. Er brachte einen Stromgenerator dorthin und ließ einen Pool bauen. 1947 kauften Dr. Newcome Wright und seine Frau Asa Wright die 74 Ha große Plantage. Drei Jahre später richtete Dr. William Bebe von der New Yorker Zoologischen Gesellschaft dort eine Forschungsstation zum Studium tropischer Pflanzen und Tiere ein. 1955 verstarb Asa Wright. 1967 verkaufte ihr Mann das Gelände an die Forschungsstation. Im gleichen Jahr wurde das Herrenhaus in ein Gästehaus umgewandelt. Unter finanzieller Mithilfe der Bank of Nova Scotia wurde das Asa Wright Naturschutzgebiet eingerichtet. * Woodbrook Estate, Port of Spain. Nachdem die Siegert Familie 1875 (siehe unten) Venezuela verlassen hatte entstand in Port of Spain am Marina Square Ecke Charlotte Street die neue Angostura Fabrik. Die gleichbleibende Qualität und der weltweite Erfolg der Firma erlaubte es der Familie 1899 die 140 Ha große Woodbrook Estate zu kaufen. Die drei Brüder Alfredo, Carlos und Luis Siegert kultivierten ein Teil des Landes, zugleich planten sie eine Wohnsiedlung. Der Bau von 11 Straßen wurde in Angriff genommen, jede wurde nach einem Familienmitglied und nach Mitarbeitern des Projektes benannt. Nach dem Tod der Brüder Carlos und Luis verkaufte Alleinerbe Alfredo das Land 1911 an die Stadt Port of Spain. * '''Angostura Bitters''' Limited, Rumdistillerie, Eastern Main Road, Tel. 623-1845, Fax 623-1847. Im Jahre 1820 wanderte der preussische Chirurg Dr. Johann Gottlieb Benjamin Siegert nach Venezuela aus. Er wollte mit Simon Bolivar gegen die Spanier kämpfen. Vier Jahre später, als Leiter des Militärhospitals im Ort Angostura, am Ufer des Orinoco Flusses, entwickelte er eine Mischung aus tropischen Heilpflanzen, Gewürzen und Alkohol. Dieses Mittel „''Siegert´s Aromatic Bitters''“ sollte den von Tropenkrankheiten geschwächten Soldaten zu neuer Kraft verhelfen. Soldaten und Schiffsbesatzungen machten die Tinktur auf der ganzen Welt bekannt. 1850 verließ Dr. Siegert die Armee um sich vollständig der Produktion seines gefragten Elixiers zu widmen. 1875 verließ die Siegert Familie das krisengeschüttelte Venezuela wo ein politischer Diktator auf den anderen folgte und ließ sich in Trinidad nieder. :Im Jahre 1903 starb Carlos Siegert, zwei Jahre später sein Bruder Luis. Alfredo Siegert war nun einziger Kenner der geheimen Formel für Angostura. In der Folgezeit spekulierte er mit großen Geldmengen in verschiedenen Sektoren, verlor das Geld und auch die Firma. Amerikanische und kanadische Geschäftsleute versuchten erfolglos, die Fabrik im Ausland anzusiedeln. :1936 begann die Firma Angostura Bitters unter der Leitung von Robert W. Siegert, einem Enkel des Gründers, Alkohol zu brennen, dazu wurde eine Tochtergesellschaft, die Trinidad Distillers Ltd. gegründet und die Fernandes Rumbrennerei aufgekauft. Das Rezept für Angostura Bitters ist eines der bestgehüteten Geheimnisse der Karibik. 1960 wurden die Produkte von Angostura bereits in 140 Länder exportiert. Die Jahresproduktion von 1.3 Millionen Liter wurde bis 1998 auf 20 Millionen Liter gesteigert. :Das Besucherzentrum, Tel. 623-1841 im Ortsteil Laventille in Port of Spain ist geöffnet. Führungen finden dort montags bis freitags um 9.30, 13.30 und 14 Uhr statt, Führungen kosten 8 US $. :Die Distillerie kauft ihre Melasse von verschiedenen Zuckermühlen im Lande und vergärt und destilliert den Rohstoff in einer eigenen Brennerei. Der Rum wird unter dem Markennamen Royal Oak als 43 %-iger Rum verkauft. Weitere Markennamen sind Old Oak White und Old Oak Gold. 1973 erwarb man die auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindliche Distillerie Fernandes. Der Rum von dieser Destille wird unter den Markennamen Forres Park Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, Fernandes Vat 19, Fernandes Black Label, Ferdi´s Premium Rum und Crystal White Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol vertrieben. Daneben werden leichtere Mischgetränke hergestellt: Caribbean Club Rum Punch, Limbo Drummer, Lemon Lime & Bitters, Blu Vodka und Correla´s. :Das Grundprodukt Angostura Bitters ist eine aromatische Lösung mit 44,7&#x202F;% Akoholanteil. Man verwendet es hauptsächlich zur Verfeinerung von Mixgetränken, aber auch in Fisch- und Fleischgerichten, für Gemüse, Kuchen, Marmelade, Pudding, in Salaten und Suppen. * Fernandes Distillers, Fernandes Industrial Centre, Eastern Main Road, Laventille, Tel. 623-2101, 623-2501, Fax 623-1847. Als das Trinidad & Tobago Rum Bond Lager im Jahre 1932 abbrannte, nutzte der Besitzer der Fernandes Distillery, Joseph Bento Fernandes, die Gunst der Stunde. Er kaufte die angesengten Rumfässer günstig auf stellte fest, dass der Rum darin von besonderer Güte war. Dieser Rum wurde unter dem Namen „1919 Super Premium Rum“ verkauft. 1919 war das Jahr, in welchem die Fässer gefüllt worden waren. === Trinidad´s Eisenbahn === Schon kurz nach 1800 waren es die Großhändler, Kaufleute und Plantagenbesitzer, die bei der Kolonialverwaltung nach besseren Verkehrsverbindungen fragten. Doch wenig oder nichts geschah. Ebenso oder ähnlich verhielt es sich mit der Eisenbahn. Um 1846 wurde die '''Trinidad Railway Company''' gegründet. Man begann mit der Vermessung von möglichen Fahrlinien, kam aber zu der Überzeugung die Finanzierung sei nicht möglich. Im Jahre 1859 entstand dann die erste privat finanzierte Linie von Princes Town zum Hafen von San Fernando. Man nannte sie die Pflanzerlinie, da zunächst nur landwirtschaftliche Produkte an zur Kings Wharf gebracht wurden, zum weitertransport auf Schiffen rund um die Insel. Die Wagen wurden von Pferden oder Mulis gezogen. Auf Grund des öffentlichen Drucks wurde das Angebot auf den Personentransport ausgedehnt, auch die Post wurde nun mit der Eisenbahn transportiert. Diese Linie wurde unter dem Namen '''Cipero Tramroad''' bekannt. Sie existierte bis 1920, dann ging sie an die Trinidad Government Railway über. 1873 begann man mit dem Bau einer Bahnverbindung von Port of Spain nach Arima. Der Ausgangspunkt war der South Quay in Port of Spain, über San Juan und St. Joseph verlief die Linie bis nach Arima. Am 31. August 1876 wurde die Linie in Betrieb genommen. Die Eisenbahngesellschaft, offiziel Trinidad Government Railway, wurde gegründet. Ursprünglich sollte sie nur das reiche Landwirtschaftsgebiet um den Ort Arima herum mit dem Hafen von Port of Spain verbinden. Nun gab es aber eine kleine Eisenbahn Manie. Jeder einflußreichere Plantagenbesitzer verlangte die Anbindung seiner Farm an das Eisenbahnnetz. Schon im Januar 1880 gab es eine Verbindung nach Couva im Süden, bis 1882 wurde die Linie nach San Fernando fertig gestellt. Der Erfolg der Eisenbahnlinie nach Arima war überwältigend. Bis 1896 wurde sie nach Gunapo erweitert und 1897 wurde Sangre Grande erreicht. Im Jahre 1897 entstand an der Südlinie bei Cunupia ein Abzweig durch das Tal des Caparo Flusses nach Tabaquite. Nachdem man im Südwesten von Trinidad große Ölvorkommen gefunden hatte wurde die Eisenbahnlinie von San Fernando aus im Jahre 1913 bis nach Siparia verlängert. Im Jahre 1914 hatte das Netz dann seine größte Ausdehnung mit dem Ausbau bis nach Rio Claro. Die Länge des Schinennetzes betrug nun 173&#x202F;Km. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurden diese Eisenbahnwagen von Pferden gezogen. 1910 gab es die erste Motor-Bus-Verbindung in Trinidad. Die beiden Geschäftsleute Newallo und Asgarelli Syne betrieben '''Syne´s Bus Service'''. Mit der Zentrale in Icacos fuhren ihre Busse von dort über San Fernando bis nach Siparia und St. James in Port of Spain. Bis zum Beginn des I. Weltkrieges war dies das einzige Busunternehmen des Landes. Bis zum Jahre 1920 stieg die Zahl von angemeldeten Motorautos von etwa 100 auf 1.176. Im gleichen Jahr eröffnete Charles Ross eine Buslinie zwischen Four Roads und Macqueripe. Ab 1923 verzeichnete die Eisenbahn einen deutlichen Einbruch bei ihren Fahrgastzahlen. Trotzdem blieb die Eisenbahn ein Erfolg. Erst nach der Unabhängigkeit führte ein Missmanagement der Regierung zum Zusammenbruch des Eisenbahnverkehrs. Die Trasse der Linie von Port of Spain nach Arima, die mehr oder weniger parallel zur Eastern Main Road verläuft, wurde zur Fahrbahn nur für Express-Busse und Maxi-Taxi umgebaut. An das Zeitalter der Eisenbahn erinnert die Lokomotive Nr. 11, sie steht als Denkmal in der Harris Promenade von San Fernando. Ein zweites Exemplar befindet sich im Busdepot von Port of Spain. == Sprache == Amtssprache ist englisch. Besonders auf Trinidad wird aber auch verbreitet Französisch, Spanisch, Hindi und Chinesisch gesprochen. Daneben gibt es ein überwiegend englisches Patois. == Anreise == * {{vCard |type=airport |name=Piarco International Airport |wikidata=Q788810 |address=Golden Grove Road, Piarco |phone=669-4101 |fax=669-2319 |description=Landebahn 10/28, 10.440 × 151 Feet (3.182 × 46 m). Airport Authority of Trinidad & Tobago, Piarco Airport, Tel. 669-4101. Einreisebehörde, Immigration, Piarco Airport, Tel. 669-5859, Zollbehörde, Customs, Piarco Airport, Tel. 669-4361. |url=https://piarcoairport.com }} * '''Schiffsverbindungen''': Zwischen Trinidad und Tobago gibt es einen regeläßigen Fährverkehr. Der Hafen von Port of Spain wird von Kreuzfahrtschiffen angelaufen. == Mobilität == Achtung: '''Linksverkehr'''! Für das Fahren von Mietwagen wird für 90 Tage ein in Deutschland ausgestellter gültiger Internationaler Führerschein anerkannt. Wer länger im Lande ist muss eine nationale Fahrerlaubnis beantragen. Licening Department, Wrightson Road, Port of Spain. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 50 km/h, nur auf einigen Schnellstraßen darf man 80&#x202F;km/h fahren. Von der Hauptstadt Port of Spain gibt es eine autobahnähnliche Schnellstraße in Richtung Osten bis nach Arima und etwas darüber hinaus. Etwa 9&#x202F;km hinter Port of Spain zweigt davon eine Schnellstraße nach Süden ab, über die Stadt Chaguanas führt sie bis nach San Fernando. Die Eisenbahnlinie von Port of Spain nach Arima wurde eingestellt. Die ehemalige Bahntrasse wurde aus- und umgebaut, dies ist heute der Fahrweg für Expressbusse und Maxi Taxi. == Aktivitäten == * Naturbeobachtungen, hauptsächlich die Vogelwelt. * Strandleben, in Trinidad ist es nicht so ausgeprägt wie im Rest der Karibik. An der Nordküste findet man nur einzelne kleine Sandbuchten. Das Wasser an den kilometerlangen Stränden der Ostküste ist trüb, bedingt durch die Einschwämmungen des nahen Orinoco in Venezuela. Die Westküste ist verschmutzt durch intensive Bohrarbeiten der Erdölindustrie. * Wanderungen, hauptsächlich im Bereich der Northern Range. [[File:TnT Caroni Swamp 2.jpg|thumb|right|Caroni Swamp]] * Caroni Swamp: Sumpfgebiet im Mündungsbereich des Caroni River, durch das geführte Touren angeboten werden. Hauptattraktion ist eine riesige Kolonie Scharlachsichler, die am späten Nachmittag von ihren Fressrevieren zu ihrem Ruhegebiet zurückkehren. Ganz selten können Wasserschlangen oder Kaimane beobachtet werden. == Küche == Die Küche von Trinidad spiegelt die Zusammensetzung der Bevölkerung wieder. Neben der traditionallen karibischen Küche findet man heute viele chinesische, libanesische und syrische Einflüsse. Einen sehr großen Anteil an den Restaurants und Essgewohnheiten hat der indische Bevölkerungsanteil. Dadurch gibt es große Unterschiede zu den Restaurants auf der Insel Tobago. * '''Callaloo soup''' ist eine Suppe aus den spinatähnlichen Dasheenblättern mit allerlei Gewürzen und Krebsfleisch, stellenweise wird sie auch sehr scharf gewürzt. '''Dhal''' ist eine indische Suppe aus roten Linsen. * '''Buljol''' nennt man Saltfish, der zusammen mit Avocados, Paprika, Tomaten und Zwiebeln in Olivenöl gedünstet wird. * Ham´n Hops oder einfach nur '''Hops''' ist eine knusprige Brötchenart mit Schinkenfüllung. * '''Pastelles''' sind gefüllte Maismehltaschen die in Sohareeblättern gegart werden, ein klassisches Street Food. Die Füllung besteht aus angebratenes Rinderhack, Tomaten, Worcestershiresauce, diversen Gemüsen und Kräutern Besonders zu Weihnachten werden auch Oliven, Kapern und Rosinen dazugemischt. <gallery mode="packed" heights="150"> Callaloo-mit-Shrimps-GT.jpg|Callaloo soup mit Shrimps Buljol (Salted cod, oil, onions, tomatoes, pepper, boiled eggs).jpg|Buljol (gesalzener Kabeljau, Öl, Zwiebeln, Tomaten, Paprika, gekochte Eier) FOOD Pastelle open.jpg|geöffnete Pastelle </gallery> * Reis, der mit Kokosnußmilch gekocht wird erhält eine bräunliche Farbe. Auf vielen Karibikinseln wird er mit roten Bohnen vermischt zu jedem Essen angeboten. Auf Trinidad heißt er nicht „rice and peas“ sondern '''Pelau''', dazu gibt es im allgemeinen Hühnerfleisch, Paprikagemüse und alles ist scharf gewürzt. * Zu vielen Gerichten gehört '''Dumplin'''. Dumplins sind fingerdicke, längliche Klöße aus Wasser und Mehl, die in die Suppe oder Sauce gegeben werden. * '''Souse''' ist keine Soße sondern gekochtes Schweinefleisch, das mit Gurken, Paprika und Zwiebeln serviert wird, wir kennen es besser als Sülze. * '''Cascadura''' ist Fisch, den es nur in Trinidad gibt, der mit viel Curry gekocht wurde. <gallery mode="packed" heights="150"> Trinidadian Chicken Pelau (15399269506).jpg|Chicken Pelau </gallery> * '''Saltfish''' kommt überwiegend aus Norwegen und ist in der Karibik inzwischen ein teures Lebensmittel geworden. Der frisch gefangene Fisch wird dort ausgenommen, gewaschen, gesalzen und auf langen, dünnen Stangen aufgereiht und luftgetrocknet. * '''Black Pudding''' ist eine Blutwurst die viele Zwiebeln, Knoblauch und Gewürze enthält, sie gilt warm oder auf Brot als absolute Delikatesse. * '''Black cake''' ist ein sehr schwerer Kuchen aus dunklem Teig, der Teig wird mit Trockenfrüchten vermischt, die zuvor in Cherrybrandy und Rum eingeweicht wurden. * Das einheimische '''Bier''' trägt die Namen Carib, Heiroun und Stag Lager Beer. Auf der Insel wird aber auch Guinness, Mackeson und Stout in Lizenz abgefüllt. Die bekanntesten '''Rumsorten''' der Insel sind Old Oak und VAT 19. * Daneben gibt es unzählige '''alkoholfreie''', soganannte Soft Drinks, die meistens nur extrem süß und nach Chemie schmecken. == Feiertage == Zusätzlich zu den gesetzlichen Feiertagen die für die beiden Inseln Trinidad und Tobago gelten, gibt es auf der Insel Trinidad eine Vielzahl von religiösen Veranstaltungen und Feierlichkeiten, die teilweise auch zu nationalen Feiertagen geworden sind. === religiöse (regionale) Feiertage === * '''Divali''' oder '''Diwali''', dieses hinduistische Fest ist dem Licht gewidmet, es wird in verschiedenen Orten Trinidads auch als Ramleela Festival gefeiert. Mit dem Fest wird in Indien die Rückkehr von Lord Rama in sein Königreich Ayodha nach 14-jährigem Exil gefeiert. Zu Ehren seiner Ankunft erleuchteten seine Untertanen die Straßen mit tausenden von Öllampen. Dieses Fest wird im November auf ganz Trinidad gefeiert. Diviali bedeutet der Triumph des Guten über das Böse. Es wird zu Ehren der Göttin Lakshmis gefeiert, die Liebe, Schönheit, Reichtum und Licht verkörpert. In der Divalinacht werden auf der ganzen Insel mit Kokosöl gefüllte Tonschalen aufgestellt und angezündet. * '''Eid-ul-Fitr''', das moslemisches Neujahrsfest. Dies ist kein festes Datum, das Fest wird am Neumondtag des Fastenmonats Ramadan gefeiert. * '''Ganga Dashara'''. Am Fluß Marianne River im Ort Blanchisseuse feiern die Hindus ihr Reinigungsritual. * Das '''Hosey Festival''' wird in Trinidad seit 1884 gefeiert, es erinnert an den Krieg von Kerbala im Jahre 640. Die ursprüngliche, drei Nächte dauernde Trauerprozession wurde bis vor 40 Jahren nach strengen Regeln durchgeführt. Seitdem hat man sich an die Mentalität der Inselbewohner angepaßt. Heute finden die Prozessionen in den Monaten Februar und März in St. James, Cedros, Couva und Tunapuna statt. * '''La Divina Pastora Festival''', katholische Kirche, Siparia. Bei dieser Prozession am zweiten Sonntag nach Ostern wird die Schwarze Madonna durch die Straßen getragen. Diese Feier ist bei den Hindus auch als Soparee Mai bekannt. * '''Phagwa''', das Neujahrsfest der Hindus findet im März statt. In Trinidad ist es seit der Landung der ersten Inder im Jahre 1845 bekannt. * '''Ramleela''', ein Hindufest, das in über 20 Gemeinden gefeiert wird. * '''Santa Rosa Festival'''. Dieses Fest der kleinen Cariben Gemeinde wird im Juli gefeiert. Am 28. August findet eine gleichnamige Feier in Arima statt. Dort wurde 1775 eine Kapelle zum Gedenken an die Schutzheilige Santa Rosa de Arima gebaut. == Sicherheit == Auf Trinidad werden Drogen, insbesondere Marihuana angeboten. Der Besitz kleinster Mengen ist verboten und wird schwer bestraft. Wertgegenstände sollten im Hotelsafe hinterlegt werden. Zimmertüren und Mietwagen immer verschließen. Nachts sollte man nicht allein unterwegs sein und dunkle Orte generell meiden. Die hohe Zahl von arbeitslosen Jugendlichen führt zu wachsender Kriminalität gegen Touristen. == Klima == {{Klimatab-col |ort= |sourcelink= |sourcetext= |xt=ja|xtjan=31|xtfeb=31|xtmar=32|xtapr=32|xtmai=32|xtjun=32|xtjul=31|xtaug=31|xtsep=32|xtoct=32|xtnov=32|xtdec=31 |nt=ja|ntjan=21|ntfeb=20|ntmar=20|ntapr=21|ntmai=22|ntjun=22|ntjul=22|ntaug=22|ntsep=22|ntoct=22|ntnov=22|ntdec=21 |rm=ja|rmjan=70|rmfeb=45|rmmar=50|rmapr=55|rmmai=100|rmjun=190|rmjul=225|rmaug=250|rmsep=200|rmoct=175.0|rmnov=185|rmdec=125 }} == Literatur == === Landkarten === * {{Karte |Titel=Trinidad |Maßstab=1 : 150.000 |Hrsg=Mapping & Control, Lands & Surveys Division, Ministry of Planning & Mobilization, Government of the Republic of Trinidad & Tobago}} == Weblinks == {{GeoData| lat= 10.41611| long= -61.34444| radius= }} {{IstInKat|Trinidad und Tobago}} {{class-3}} ozh8frxx971wqxaifmqecje8w9ic3gw 1804854 1804853 2026-09-19T07:29:17Z DocWoKav 14575 /* Orte */ 1804854 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region}} '''Trinidad''' ist eine Insel in [[Trinidad und Tobago]]. Auf Trinidad sind vor allem die vielfältige Natur, der berühmte Karneval, die Strände und der artenreiche Regenwald interessant. == Regionen == === Politische Einteilung === Trinidad und Tobago gliedert sich in elf ''regions'', drei ''boroughs'' und zwei ''cities''. Eine ''region'' ist einem Bundesland vergleichbar, ein ''borough'' einer kreisfreien Stadt und eine ''city'' einem Stadtstaat wie Hamburg oder Berlin, wobei das Konstrukt des ''borough'' aus dem englischen Rechtsraum stammt und im deutschsprachigen Raum unbekannt ist. ''cities'' sind [[Port of Spain]] und [[San Fernando (Trinidad und Tobago)|San Fernando]], ''boroughs'' sind [[Arima]], [[Chaguanas]] und [[Point Fortin]]. === Geographische Aufteilung === * Northern Range: Dieser Höhenzug erstreckt sich auf einer Länge von 65&#x202F;Km entlang der Nordküste. Die Nordküste ist steil und felsig. Dort findet man keine durchgehende, befahrbare Straße. Das ganze Gebiet ist überhaupt wenig erschlossen, damit ein wahres Paradies für die Tierwelt. Einzig von Port of Spain aus und entlang der Ostküste gibt es Straßenverbindungen zur Nordküste. Von Arima aus kann man auf teilweise sehr schlechter Straße nach Norden vordringen. Die höchsten Erhebungen sind der Berg "El Tucuche" mit 936&#x202F;m und der "El Corre de Aripo" mit 940&#x202F;m. Nordwestlich von Arima findet man eine größere Anzahl von Höhlen. * Der Ost-West-Korridor ist eine Ebene am Fuße der Northern Range. Es ist das am dichtesten bebaute und besiedelte Gebiet der Insel. Von der Matura Bay im Osten reicht die Ebene bis zur Hauptstadt Port of Spain im Westen. In Port of Spain beginnend erreicht man übergangslos die Städte San Juan, St. Joseph, Curepe (mit dem Ortsteil St. Augustine und der Universität), Tunapuna, Arouca (mit dem internationalen Flughafen Piarco im Süden), Valencia und Sangre Grande. Das bebaute Gebiet ist dort zwischen zwei und sieben Kilometer breit. Auf nördlicher Route erreicht man alle Orte auf der Straße Eastern Main Road. Mehr oder weniger parallel dazu gab es dort früher eine Eisenbahnlinie von Port of Spain bis nach Arima. Die ehemaligen Gleisanlagen sind einer Straße gewichen, die für den Busverkehr reserviert ist, die "Priority Bus Route". Auf südlicher Route wurde der autobahnähnliche "Churchill Roosevelt Highway" als entlastungsstraße gebaut. * Central Range: Dieser Höhenzug ist wesentlich flacher, er erstreckt sich leicht schräg, nördlich von San Fernando im Westen bis nach Manzanilla im Osten. * Im Süder der Central Range findet man wieder flaches Land, es riecht dor überall nach Erdöl. Überall wird Erdgas und -öl gefördert. Zwischen San Fernando und Point Fortin befindet sich einer vor drei bekannten Teer-Seen dieser Erde. Weit verbreitet sind Schlammvulkane. * Die Southern Range, auch "the Deep South" genannt, also der tiefe Süden bildet als flacher Höhenrücken den Abschluss. == Orte == {{mapframe}} * {{vCard|type= city|name= |description= }} * {{vCard|type= city|name= |description= }} * {{vCard|type= city|name= |description= }} * {{vCard|type= city|name= |description= }} * {{vCard|type= city|name= |description= }} * {{vCard|type= city|name= |description= }} * {{vCard|type= city|name= |description= }} * {{vCard|type= city|name= |description= }} * {{vCard|type= city|name= |description= }} * [[Arima]] in der Mitte des Ost-West Korridors * [[Blanchisseuse]] an der Nordküste * [[Chaguaramas]] an der Nordwestspitze der Insel * [[Manzanilla]] langer Strandabschnitt an der Ostküste * [[Maracas Bay]] nördlich von Port of Spain * [[Mayaro]] langer Strandabschnitt an der Ostküste, südlich von Manzanilla * [[Piarco]] mit dem internationalen Flughafen * [[Port of Spain]] die Hauptstadt * [[San Fernando (Trinidad and Tobago)|San Fernando]] Küstenstadt, 42&#x202F;km südlich von Port of Spain * [[Tunapuna]] die Universitätsstadt im Ost-West Korridor == Weitere Ziele == == Hintergrund == === Landesbeschreibung === Geologen und Faunisten zählen Trinidad und Tobago zu Südamerika, nicht zu den Karibischen Inseln. Vor vermutlich noch 10.000 Jahren waren die Inseln mit dem südamerikanischen Festland verbunden. Heute ist die Insel Trinidad durch eine 11&#x202F;km breite Meerenge von Venezuela getrennt. Die Insel Trinidad hat eine etwa rechteckige Form, deren Westküste durch den Golf von Paria tief eingeschnitten ist. Die Nord-Süd Ausdehnung beträgt 83&#x202F;km. Entlang der Nordküste verläuft eine flache Bergkette, die bis zu 940&#x202F;m hoch aufragt, die Northern Range. Dort findet man eine Vielzahl von Höhlen und Wasserfällen. Sie ist Erdgeschichtlich der östlichste Ausläufer der südamerikanischen Anden. Dort hat die Insel eine Breite von 86 km, vom Golf von Paria zur Ostküste sind es an der schmalsten Stelle nur 48 km, während sie an der Südküste 104&#x202F;km mißt. An der Ostküste ließen sich 1783 französische Siedler südlich von Manzanilla nieder, wo sie zwölf aneinandergrenzende Kokosplantagen anlegten, die noch heute die Landschaft prägen. Die Nord- und Südküste sind wenig erschlossen. Dort gibt es keine durchgehenden Straßenverbindungen. Abgesehen von der Churchill Roosevelt und der Uriah Butler Schnellstraße sind alle anderen Straßenverbindungen auf der Insel nicht sehr gut. Bis 1957 war die Southern Main Road die Hauptstraße zwischen dem Norden und dem Süden. Dann wurde der Princess Margaret Highway als Schnellstraße zwischen Port of Spain und Chaguanas gebaut. Inzwischen wurde die Straße umbenannt in Uriah Butler Highway. Während des ersten Ölbooms in den 1970er Jahren wurde diese Schnellstraße als Sir Solomon Hochoy Highway bis nach San Fernando erweitert. Es gibt inzwischen Ausbaupläne bis nach Point Fortin. In West Ost Richtung verbindet der Beetham Highway Port of Spain mit dem Uriah Butler Highway. Von dort aus führt der Churchill Roosevelt Highway weiter bis zu seinem derzeitigen Ende, drei Kilometer hinter Arima. In diesem sogenannten Ost-West Korridor der sich von Chguaramas bis nach Arima am Fuße der Northern Range Hügelkette entlangzieht lebt über die Hälfte der Inselbevölkerung. Fast die Hälfte von Trinidad ist noch bewaldet. Die Insel hat aber keine ausgeprägte Tourismusindustrie. Dafür besitzt Trinidad die einzigen größeren Erdgas und -ölvorkommen aller Karibikinseln. Vor Point Lisas befinden sich große Erdgasfelder im Meer. Dort findet man deshalb die größte Industrieansammlung. Neben Eisen und Stahl gibt es vier Methanolproduzenten und sechs Anlagen für die Ammoniumproduktion. 1999 begann man mit dem Bau einer Aluminiumschmelze. Am Galeota Point und in Pointe a Pierre stehen Erdölraffinerien. Erst 1998 hat die Amoco Trinidad Oil Company neue große Erdölfelder vor der Küste von Trinidad gefunden. Im ganzen Süden der Insel wird Erdöl gefördert. Dort gibt es auch mehrere Schlammvulkane. Vor der Nordwestküste liegen mehrere Inseln, die zum Territorium von Trinidad und Toabago gehören. * '''Diego Islands''': Zu den Diego Islands gehören die Inseln Carrera und Cronstad Island. Sie liegen etwas mehr als 500&#x202F;m vor der Halbinsel Point Gourde. Die Insel Carrera hat eine Ausdehnung von 420 x 270 Metern, seit dem Jahre 1877 ist sie Gefängnisinsel. Angeblich ist sie so sicher wie das amerikanische Alcatraz. * '''Five Islands''': Die Inselgruppe Five Islands besteht aus den fünf Inseln Caledonia, Craig, Lenagan, Nelson und Rock. * '''Insel Chacachacare''': Die Insel befindet sich fast auf halbem Wege nach Venezuela. Die Strömung in der Meerenge ist stark und gefürchtet. Seeleute nennen die Durchfahrt Boca del Drago oder „dragon´s mouth“, also Drachenmaul. Die Insel hat eine Ausdehnung von 15&#x202F;km in der Länge und 3&#x202F;km in der Breite, sie ist 8&#x202F;km von Trinidad entfernt. : Die Überfahrt von Chaguaramas dauert je nach Wetterlage etwa eine Stunde. Seit dem Jahre 1877 befand sich auf der Insel eine Leprakolonie, seit 1984 ist sie unbewohnt. : Im Jahre 1885 wurde nahe der Perruquier Bay auf dem höchsten Punkt der Insel, 818 m, ein Leuchtturm gebaut, er ist immer noch im Betrieb. Auf der Ostseite befindet sich die tief eingeschnittene Bucht Chacachacare Bay. Auf der gegenüberliegenden Inselseite liegt die La Tinta Bay. Sie hat schwarzen Sandstrand und wurde jahrelang als Versteck für Schmuggelgut genutzt. : Bei Chapelle Bay findet man einen Salzsee. * '''Insel Gaspar Grande''': Die Insel ist rund 2&#x202F;km lang und 800&#x202F;m breit, sie ist auch unter dem Namen Gasparee Island bekannt. Ihr Name geht auf den früheren Besitzer Don Gaspar de Percin zurück. Sie liegt nur einen Kilometer vor der Küste. Von der Crews Inn Marina in Chaguaramas fahren Boote in 20 Minuten dorthin. Die Überfahrt von Chaguanas zur Südseite kostet 40 TT $, zur Ostseite 30 TT $. Im allgemeinen fahren die Boote zum Point Baleine, wo es zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Walfangstation gab. Heute befindet sich dort eine kleine Marina und Picknick Plätze. : Im 19. Jahrhundert wurde auf der Insel noch Baumwolle angebaut. : Die kleine Bombshell Bay am Ostende ist zum Baden geeignet. Auf dem Bombshell Hill befand sich ein Fort. : Die Gasparee Caves sind ein Netzwerk von Tropfsteinhöhlen, es gibt dort sogar einen kleinen See. Der Zugang ist nur mit Genehmigung der Chaguaranas Development Authority und mit Führung eines registrierten Tourunternemers möglich. Sie sind täglich von 9-15 Uhr geöffnet, Eintritt: 10 TT $. : Innerhalb von 25 Minuten kann man zur anderen Inselseite laufen, dort findet man Geschützstellungen aus dem II. Weltkrieg. : Seit den 1980er Jahren befand sich dort auch das Fantasy Island Resort mit Restaurant, Cafe und Pool. Tel. 678-9001. : Bayview Beach Resort & Marina, Tel. 678-9001-02 * '''Insel Huevos''': Die kleine, länglich, schmale Insel Huevos befindet sich in Privatbesitz. Sie ist unbewohnt und Brutplatz für Seevögel. * '''Insel Monos''': Monos liegt nur etwa 650&#x202F;m vom Entrada Point entfernt und hat zwei Landestege in der Morris Bay und in der Grand Fond Bay. Sie ist dicht bewaldet und nicht dauerhaft bewohnt. Es gibt dort aber eine zunehmende Anzahl von Ferienhäuser von reichen Trinis. Früher gab es in der Turtle´s Bay eine Walfangstation. Dort ist noch einer der Kupferkessel erhalten, in dem das Walfett gekocht wurde. === Geschichte === Über die allerersten Inselbewohner ist nichts bekannt, man nimmt aber an, dass schon 5.000 Jahre vor Christi Geburt Indianerstämme aus Südamerika auf Trinidad und Tobago gelebt haben. Auf dem Weg in den Norden haben Ciboney-Indianer als Sammler und Jäger vermutlich zuerst die Insel Trinidad besiedelt. Zwischen 100 und 1000 nach Christus folgten ihnen höher entwickelte Ignerie-Indianer und Taino-Indianer vom Stamm der Arawaks aus dem Orinokogebiet, die schon Landwirtschaft betrieben. Im 13. Jahrhundert überfielen kriegerische Carib-Indianer die friedlichen Arawaks, töteten die Männer und nahmen sich die Frauen. Auf seiner dritten Reise entdeckte '''Christopher Kolumbus''' auf südlicher Route segelnd diese Insel im Sommer 1498. Er nannte die Insel ''La Isla de la Trinidad'', Insel der Dreifaltigkeit, und umfuhr sie im Uhrzeigersinn. Einen Tag später verließ er sie um die Insel [[Grenada]] zu erreichen. Zu dieser Zeit lebten noch geschätzt 35.000 Indianer auf den beiden Inseln; Arawaks im Südosten und Carib-Indianer im Norden und Westen in der Gegend von Arima, Mucurapo und Port of Spain. Erst 1532 betrat '''Don Antonio Sedeno''' beim Fischerdorf Cumucarapo, das heute Mucarapo heißt, als erster spanischer Entdecker die Insel. 50 Jahre später kam eine größere Gruppe von Siedlern mit dem spanischen Soldatenführer '''Don Antonio de Berrio y Oruna''' und dessen Leutnant Domingo de Vera auf der Suche nach dem berühmten Gold von El Dorado auf die Insel. An der Ostküste bauten sie die Siedlung San José de Oruna, das heutige St. Joseph, dort wurde auch die Inselverwaltung angesiedelt. In der Indianersprache hieß der Ort Caroni. Er wurde 1595 durch den britischen Seefahrer '''Sir Walter Raleigh''' zerstört, Berrio y Oruna wurde gefangen genommen. Die älteste Kirche der Insel, die St. Joseph Catholic Church aus dem Jahre 1593, blieb aber erhalten. Die ist zugleich der älteste Kirchenbau auf Trinidad. 1699 rebellierten die Indianer gegen die spanischen Missionierungsversuche. Missionare und der Gouverneur wurden dabei getötet. Soldaten wurden gegen die Indianer eingesetzt. Die Armee trieb die Indianer bis zur Nordostspitze der Insel. Bei dem Ort Toco stürzten sich viele Indianer ins Meer. Zehn Jahre später wurden die Missionsstationen abgeschafft. 1739 gab es auf der Insel eine Pockenepedemie, an der ein großer Teil der Bevölkerung starb. Nach wiederholten Angriffen von Piraten auf den Ort San José de Oruna, heute Saint Joseph, verlegte der '''Gouverneur Pedro de la Moneda''' den Regierungssitz im Jahre 1757 nach Puerto de Espana, dem heutigen ''Port of Spain''. Da die Insel nur sehr schwach besiedelt war und Spanien fürchtete, die Insel könne dadurch leicht von England eingenommen werden, lockte der spanische '''Gouverneur Manuel Falques''' 1776 katholische Siedler mit Steuererleichterungen ins Land. Er brachte der Insel etwas wirtschaftlichen Aufschwung und veranlasste die Gründung des Ortes San Fernando. Mit Hilfe von Sklavenarbeit entstanden Zuckerrohr- und Baumwollplantagen. 1784 schickte Spanien seinen fähigsten Gouverneur, '''Don José Maria Chacon''', auf die Insel. Unter seiner Führung wuchs die Bevölkerung auf fast 18.000 Menschen an. Davon waren nur 2.000 Weiße, über 10.000 waren afrikanische Sklaven und knapp 1.000 waren Indianer, der Rest bestand aus freien Mischlingen. Im Jahre 1795 kam es zum Krieg zwischen Spanien und England. Im Mai 1796 lief das britische Schiff „H. M. S. Lebra“ unter der Führung von '''Sir Ralph Abercromby''' bei Chaguaramas die Insel an. Der spanische '''Admiral Don Sebastian Ruiz de Apodaca''' ließ alle spanischen Schiffe im Hafen in Brand setzen und '''Gouverneur Chacon''' übergab Trinidad kampflos an die Engländer. Sir Abercromby ernannte einen seiner Offiziere, '''Thomas Picton''', zum ersten Gouverneur. Die Ernennung entwickelte sich zu einem absoluten Missgriff. Picton betrachtete Sklaven und Mischlinge als Aufwiegler. Farbige Plantagenbesitzer und Sklaven wurden ständigen Repressalien ausgesetzt. 1802 musste er von '''Thomas Hislop''' abgelöst werden. Im gleichen Jahr gab es auf der Insel 150 Plantagen, alle waren im Besitz von Franzosen. Bis zum Jahre 1808 stieg die Zahl der Sklaven auf 20.000. Die Fachleute der damaligen Zeit kamen zu dem Ergebnis, um aus der Insel eine gewinnbringende Zuckerrohrbesitzung zu machen, wären mindestens 250.000 Sklaven nötig gewesen. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Insel trotzdem Kronkolonie. Die Zusammensetzung der Inselbevölkerung ließ in den Augen der britischen Regierung keine Wahlen zu. Die Zahl der freien Farbigen war doppelt so groß wie die der Weißen, und von der weißen Bevölkerung waren nicht einmal die Hälfte Engländer. So wurde die Insel direkt von London aus regiert, und der Gouverneur war das ausführende Organ. Als der Sklavenhandel 1807 offiziell eingestellt wurde, kam es noch jahrelang zu illegalen Sklaveneinfuhren. Die Abschaffung der Sklaverei im Jahre 1834 führte auf der Insel zu einer lang anhaltenden Ratlosigkeit, wie die Zukunft ohne Sklaven aussehen sollte. Selbst das Parlament in London beschäftigte sich immer wieder mit dieser Frage. Verschiedene Pläne wurden entwickelt und wieder verworfen. Menschen verschiedenster Nationalitäten wurden als Arbeitskräfte auf die Insel geholt: Iren, Schotten, Chinesen, Portugiesen von Madeira, europäische Emigranten, Arbeitskräfte von anderen karibischen Inseln, befreite Sklaven aus Sierra Leone und St. Helena, die meisten kehrten bald wieder in ihre Heimat zurück. Schließlich waren es Inder, die die Inselbevölkerung verändern sollten. Zwischen 1845 und 1917 kamen 144.000 Inder als billige Arbeitskräfte ins Land. Sie hatten Verträge für fünf oder zehn Jahre und waren danach berechtigt zurückzukehren. Aber viele von ihnen blieben in Trinidad, kauften ein Stück Land für ihre Reispflanzen oder Kakaobäume und eröffneten kleine Geschäfte. 1871 betrug der indische Bevölkerungsanteil schon 25&#x202F;% der Gesamtbevölkerung. Bis in die heutige Zeit haben sich die Familienclans erhalten und die indische Gesellschaft in Trinidad ist noch immer eine fast „geschlossene Gesellschaft“. 1847 richtete ein Wirbelsturm große Schäden an. 1857 bohrte die ''Merrimac Oil Company'' bei La Brea die erste Ölquelle an, aber erst 50 Jahre später wusste man diesen Reichtum richtig zu nutzen. Zur Jahrhundertwende führte die weitergehende Verarmung der Massen zur Gründung von mehreren politisch-gesellschaftlichen Interessengemeinschaften. 1897 wurde die Arbeiterbewegung Trinidad Workmen´s Association gegründet. Im gleichen Jahr entstand die East Indian National Association, und vier Jahre später folgten die Pan African Association und die Rate Payers Association, ein Zusammenschluss der Wassergebührenzahler. 1889 wurden Trinidad und Tobago zu einer Union zusammengeschlossen. 1914 entstand bei Pointe-A-Pierre die erste Ölraffinerie. Als Folge der Weltwirtschaftskrise kam es in den 1930-er Jahren auch in Trinidad zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die vermehrt zu Aufständen führten und zur Gründung von Arbeiterbewegungen. 1937 kam es in dem Dorf Fyzabad unter der Führung von '''Uriah Butler''' zu einem Aufstand der Erdölarbeiter. 1938 lag der durchschnittliche Tagesverdienst bei 35 Cents. Diese niedrigen Löhne führten schon 1935 zu einem Hungermarsch und 1937 zu wiederholten Streiks auf den Ölfeldern. 1941 verpachtete die Regierung das Gebiet um ''Chaguaramas'' und ''Waller Field'' an das US-Militär. Die Amerikaner bauten einen großen Marine- und Luftwaffenstützpunkt. Dies brachte dem Land für einige Jahre gut bezahlte Arbeitsplätze. Erst 1960 zogen die Amerikaner nach großen Protesten aus der Bevölkerung wieder ab. Nach dem Krieg und der Einführung des allgemeinen Wahlrechtes entstanden unzählige Parteien und in deren Folge Gründungen von Gewerkschaften. Den hohen Erlösen aus der Erdölindustrie standen nur wenige Arbeitsplätze gegenüber. 1956 gründete '''Dr. Eric Williams''' die Partei People´s National Movement. Am 31. August 1962 wurden Trinidad und Tobago rund drei Wochen nach Jamaika von den Engländern in die Unabhängigkeit entlassen. Eric Williams wurde erster Premierminister. Er behielt diesen Posten bis zu seinem Tode im Jahre 1981. Mit der Unabhängigkeit fielen die großzügigen finanziellen Unterstützungen von England fort. Internationale Konzerne wurden stattdessen von der Regierung „eingeladen”, sich auf der Insel niederzulassen. Bis 1966 konnten so 169 Industriefirmen angesiedelt werden. Die Ölförderung teileten sich Amoco, Shell und Texaco, die Zuckerindustrie wurde von Tate & Lyle kontrolliert. Während der 1970-er Jahre konnte Trinidad aufgrund seiner Erdöl- und Erdgasvorkommen noch ein deutliches Wirtschaftswachstum verzeichnen. Zum großen Teil ist dies den Preisbeschlüssen der OPEC von 1973 zu verdanken. Diese Preissteigerungen verdreifachten die Deviseneinnahmen des Landes schlagartig. Nach der zweiten deutlichen Ölpreiserhöhung in den Jahren 1979 und 1980 verzehnfachten sich diese Einnahmen sogar. Mit diesen Geldern kaufte Premierminister Williams die Kapitalmehrheit der nationalen Shell und BP, verstaatlichte die Zuckerindustrie, die Fluglinie BWIA und die Telefon- und Fernsehgesellschaften. Für 460 Millionen US-Dollar ließ er zudem ein Stahlwerk bauen. Anfang der 1980-er Jahre kam es dann mit Ende des Ölbooms und anderer politischer Fehler zu einer tiefen Strukturkrise, die sich besonders aus der Person des seit 25 Jahren regierenden Eric Williams ergab. Hatte er die weiße Mittelschicht vor der Unabhängigkeit noch als Nutznießer der Kolonialherrschaft bekämpft, so sicherte er seine Macht nun genau durch diese Gruppe. Korruption und schwere Mängel in der Gesundheits-, Verkehrs- und Baupolitik wurden ihm angelastet. Im März 1981 konnte der plötzliche Tod von Williams nicht eindeutig geklärt werden. Bei den Parlamentswahlen im November des gleichen Jahres konnte sein Nachfolger '''George Chambers''' noch die Mehrheit erzielen, bei den Kommunalwahlen 1983 gab es dann aber eine herbe Niederlage. Seit 1974 waren mit der Ölindustrie 50 Milliarden Petrodollar erwirtschaftet worden. Als der Einbruch der Ölpreise zu einer Rezession führte, musste man feststellen, dass der größte Teil des Geldes durch Misswirtschaft und Fehlplanungen verschwendet worden war. Der TT-Dollar musste mehrfach abgewertet werden, im Staatsdienst gab es Entlassungen, unrentable Staatsbetriebe wurden privatisiert. Bis 1990 stieg die Arbeitslosigkeit im Lande daraufhin bis auf 27 %. Am 27. Juli 1990 besetzte die kleine, radikale Moslemgruppe ''Jamaat al Muslimeen'' unter der Führung von '''Yasin Abu Bakr''' das Parlamentsgebäude. 45 Parlamentsmitglieder, einschließlich des Premierministers A. N. R. Robinson, wurden als Geiseln genommen. Robinson wurde aufgefordert zurückzutreten und innerhalb von 90 Tagen Neuwahlen auszuschreiben. Nachdem er dies verweigerte, kam es zu einem Schusswechsel, bei dem der Premierminister eine Schusswunde im Bein erlitt. Erst nach fünf Tagen gaben die Rebellen auf. Bei diesen Unruhen kamen insgesamt 30 Personen zu Tode, weitere 500 wurden verletzt. 114 Rebellen erhielten nach langen Gerichtsverhandlungen, zu denen auch der Kronrat in London gehört wurde, eine Amnestie. Dieser Putschversuch verschreckte verständlicherweise ausländische Investoren. Erst 1994 verzeichnete das Land sinkende Arbeitslosenzahlen und eine steigende Bruttoinlandsproduktivität. In den folgenden Jahren legte die Regierung ein Programm zur Modernisierung des Erdölsektors auf. Zugleich schaffte sie sich ein zweites wirtschaftliches Standbein, indem die Erschließung von Off-shore-Erdgasvorkommen gefördert wurde. === Erdöl und Erdgas === Im Jahre 1906 kam der Geologe ''Arthur Beeby Thompson'' nach Point Fortin. Er erhielt von der Regierung die Genehmigung, Land zu erwerben und nach Öl zu bohren. Er kaufte die Adventure und La Fortunée Plantagen um Werkanlagen zu errichten. Im Mai 1907 fand man in 210&#x202F;m Tiefe Öl. Zwei Jahre später wurde die '''Trinidad Oil Company''' gegründet. 1913 übernahm die '''United British Oilfields of Trinidad''' die Anlagen. 1957 wechselte der Besitz an '''Shell'''. Nach langen Protesten der Bevölkerung in den 1960-er und 1970-er Jahren übernahm der inzwischen von England losgelöste, selbstständige Staat Trinidad and Tobago die Shell und seit 1974 nennt sich das Unternehmen '''Trinidad & Tobago Oil Company''' (TRINTOC). Im Jahre 1993 gründte der Staat dann die '''Petroleum Company of Trinidad & Tobago''' (PETROTRIN) mit der Zentrale in Pointe-a-Pierre, und mit dem Zweck, alle Ölförderungen, die Weiterverarbeitung und den Verkauf von Erdölprodukten zu zentralisieren. Im Jahre 2000 übernahm die PETROTRIN dann in Zusammenarbeit mit TRINMAR alle Vermögenswerte von TEXACO. PETROTRIN hat seine größten Operationsbasen in Fyzabad, Guayaguayare, Marabella, Penal und Point Fortin. Von der Südostspitze der Insel (Guayaguayare) nach Point Fortin wurde eine neue Hochdruck-Pipeline verlegt, unterwegs gibt es mehrere Pumpstationen. In Pointe-a-Pierre steht die einzige Ölraffinerie des Landes. Die Anlage umfasst 809 Ha Grundfläche. Die Tagesproduktion liegt bei 160.000 Barrel von denen 70.000 für den lokalen Markt bestimmt sind, der größere Rest wird nach Brasilien, Equador, Kolumbien, Venezuela und West Afrika exportiert. Dort wird Flugbenzin, bleifreies Benzin, Diesel, Schmierstoffe und Bitumen hergestellt. TRINMAR, Trinidad Marine, betreibt im Seegebiet von Trinidad und Tobago 23 Ölbohrplattformen und 238 freistehende Bohrtürme. Der Beitrag von PETROTRIN am Sozialwesen von Trinidad besteht im Straßen- und Brückenbau, man beteiligt sich an der Reparatur von Schulen, baut Spielplätze und stellt Computer zur Verfügung. === Geister, Geisterglaube === Wie auf allen anderen karibischen Inseln haben auch die Bewohner von Trinidad und Tobago eine lebhafte Vorstellungskraft, kennen vielerlei Gruselgeschichten, glauben an gute und böse Geister. Viele dieser Geister und Geistergeschichten haben ihren Ursprung in Afrika. Der '''Dupp''' (auf der Insel Jamaika: Duppy) ist auf allen Inseln bekannt. Zusammen mit den '''Jumbies''' zählt er zu den harmlosen Geistern. Es sind die Geister von Toten, die nachts aus den Gräbern steigen, sich an dunklen Orten herumtreiben und die Lebenden gerne erschrecken. '''Belarivoist''' der Geist des Joachim Belarivo. Ein wenig begabter Zauberer wollte diesen Geist auferstehen und für sich arbeiten lassen. Für die Auferstehung reichte das Wissen, für weiteres nicht. Stattdessen erschien der Geist auf unzähligen Hochzeitsfeiern und erschreckte die Gäste. Er musste schließlich in einen Bleisarg eingeschlossen werden und unter einem großen Steinhaufen begraben werden. Der bedeutendste Geist auf Trinidad und Tobago ist '''Papa Bois''', der Beschützer des Waldes. Er hat Hörner, Fell und eine Harfe, seine Mutter war ein Reh, sein Vater ein Jäger, meistens erscheint er in Gestalt eines alten Mannes mit Bart und langen Haaren. Er kann sich auch in ein Tier verwandeln und Wilderer tief in den Wald locken, so dass sie sich verlaufen. Er hat auch eine Geliebte, '''Mama Dlo''' oder Mama d l‘eau, halb Frau, halb Schlange. Sie ist die Beschützerin der Flüsse. Von '''La Diablesse''' erzählt man, sie sei eine schöne Frau mit Kuhfuß, die man häufig auf großen Festen antrifft. Dort soll sie die Männer verführen. Wer sich mit ihr einlässt, wird nie mehr sein wie vorher oder nach kurzer Zeit sterben. Begegnet man ihr, soll man seine Kleidung ausziehen und mit der linken Seite nach außen wieder anziehen, dann kann sie einem nichts mehr anhaben. '''Douens''' und '''Douennes''' sind die Geister von kleinen Kindern, die ungetauft sterben. Sie tragen große Strohhüte, haben keine Gesichter, und ihre Füße stehen rückwärts. Es gibt auch Meerjungfrauen, Feen und Vampire. Man sagt, dass sich einsame und ungeliebte Menschen in Vampire, sogenannte '''Sousouyants''', verwandeln konnen. Sie ziehen ihre Haut aus und lassen diese auf der Türschwelle liegen, dann verwandeln sie sich in Feuerbälle, die durch die Luft fliegen. Dann kommen sie zu den Menschen und saugen ihnen das Blut aus. Man kann sich vor ihnen schützen, indem man Reis oder Salz um sein Bett streut. Der Vampir muss jedes Korn zählen, bevor er Blut saugen kann, bis er damit fertig ist, wird schon wieder Morgen und er muss unverrichteter Dinge abziehen. === Karneval === Französische Einwanderer brachten im 18. Jahrhundert den Karneval mit in die Karibik. In Frankreich war der Karneval damals ein riesiges Schlemmer- und Kostümfest vor dem Beginn der Fastenzeit. Die französischen Großgrundbesitzer in der Karibik feierten dieses Fest unter sich und ohne die Sklaven, nur freie Mulatten wurden zur Teilnahme eingeladen. Nach der Sklavenbefreiung 1834 wollten auch die Farbigen ihr Fest feiern. Das traditionelle Erntedankfest '''Canboulay''' wurde auf den Karnevalsonntag vorverlegt. Sie veranstalteten Straßenumzüge mit Trommelmusik, Stockkämpfen und Spottliedern auf die Weißen, dazu kleideten sie sich in elegante Kleider wie ihre weißen Herren. Diese fühlten sich schnell beleidigt und feierten in der Folgezeit nur noch in ihren Häusern. 1883 wurde den Farbigen das Mitführen von Trommeln verboten, ein Jahr später fanden die Umzüge nur noch am Karnevalmontag und unter Polizeibegleitung statt. So entstanden in den Vororten von Port of Spain die ersten '''Mas Camps''' - Kostümgruppen. Statt der Trommeln benutzte man Bambusstücke um den Takt zu schlagen, zur Zeit des II. Weltkrieges erfand man neue Musikinstrumente: Keksdosen und leere Ölfässer. 1894 kam dem Kaufmann ''Ingnatius Bodu'' die Idee, aus dem Karneval einen Wettbewerb zu machen. 1921 richtete ''Chieftain Douglas'' als erster ein '''Calypso Tent''' ein, in dem während der Karnevalsaison Nonstop gesungen wurde. Heute gibt es das '''National Carneval Commitee''' (NCC), es entstand aus der 1957 gegründeten ''Carneval Development Commission''. Diese Behörde betreut den gesamten Karneval, schreibt die Wettbewerbe aus, bestimmt die Veranstaltungsorte, organisiert die Showveranstaltungen, stellt die Preisrichter und wirbt Spenden ein, mit denen Gewinner zu hohen Geldpreisen kommen. Eine Jury wählt die Gewinner. Sie besteht aus Mitarbeitern von Ministerien, des NCC und Mitgliedern von Tanz-, Steelband- und Gesangsgruppen. Gewählt werden die besten Königs- und Königinkostüme, der beste Kostümdesigner, das Karnevallied des Jahres und die Musikband des Jahres. Eine Musikband kann zwischen 3.000 und 9.000 Mitglieder zählen. Für die Offiziellen beginnt die Karnevalsaison am Tag nach Aschermittwoch. Die Calypso-tents öffnen im Laufe des Januar. Danach beginnen die Vorentscheidungen für den Calypso- und Soca Monarchen, für Karnevalskönig und -königin. Die heiße Phase der Feierlichkeiten beginnt kurz vor Beginn der Fastenzeit mit dem Kinderkarneval. Am Karnevalmontag starten die Umzüge am frühen Morgen Richtung Stadtzentrum. Um die Mittagszeit finden die Maskenumzüge statt. Karnevaldienstag strömen die Massen zur Hauptveranstaltung im Queen´s Park, die bis in die späte Nacht dauert. Am Mittwoch ist alles vorbei und die Insulaner gehen wieder ihrem Gewerbe nach. === Musik === * '''Calypso''': Der Calypso hat seinen Ursprung an den Küsten von Westafrika und wurde von den Sklaven mit ins Land gebracht. Das „Urwort“ ist Kaiso und kommt aus Nigeria, Kaisos sind dort Spottlieder. Von den Sklaven wurden diese Lieder bei der Feldarbeit gesungen um die qualvolle Arbeit etwas zu erleichtern. Zugleich war es die einzige Möglichkeit, sich verschlüsselt über die Herrschaft zu beschweren oder lustig zu machen. : Seit der Abschaffung der Sklaverei wird dies von deren Nachfahren gefeiert. Seitdem wurden die Liedertexte immer bissiger. Im Jahre 1881 wurde bei so einer Veranstaltung von den Farbigen so auf die Regierung geschimpft und die politischen Mißstände wurden derart in ihren Gesängen verspottet, dass die Umzüge und Gesänge verboten wurden. In der Folgezeit texteten die Sänger, die Calypsonians, im Untergrund weiter. Aktuelle private und besonders politische Ereignisse werden seitdem besungen und ersetzen für den Teil der Bevölkerung, die nicht lesen können, die Tageszeitung. Man sagt auch: der Calypso bietet die Gelegenheit, etwas in Liedform zu sagen, was man in der besseren Gesellschaft nicht aussprechen kann. : Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. : Zwischen den beiden Weltkriegen wurde der Calypso international durch das Lied „''Rum and Coca Cola''“ bekannt. Es wurde von Lord Invader geschrieben und von den Andrew Sisters in den USA auf den Markt gebracht, sie verkauften die Platte fünf Millionen Mal. : 1978 wurde Calypso Rose als erste Frau zum alljährlichen Calypso King gekrönt. : Fast alle Sänger haben ausgenommen auffallende Namen: Atilla the Hun, Growling Tiger, Mighty Chalkdust, Roaring Lion, Valentino oder Black Stalin. Zu den weltweit bekanntesten gehören '''Lord Kitchener''' (*1922, †2000) und '''Mighty Sparrow'''. : In jüngster Zeit ist auch der Calypso extrem kommerzialisiert worden. * '''Indische Musik''': Mit einem Bevölkerungsanteil von etwa 40&#x202F;% beherrschen die Inder auch einen großen Teil der Musikszene. Im Laufe der Jahrzehnte hat die ursprünglich religiöse Musik sich teilweise an die Ansprüche der Jugendlichen Zuhörer angepaßt. '''Chutney''' ist eine dieser neuen Musikrichtungen, heute mit schnellerem Rhythmus und tanzbar, hat sie sich aus hinduistischen Folkloreliedern entwickelt. Chutney ist auch ein Teil des Trinidad-Karnevals geworden und für die Musikgruppen werden Preise vergeben. '''Pantar''' ist die Fusion von Pan-Musik und Sitar, eines der schönsten und ältesten indischen Musikinstrumente. Mit dieser Kombination lassen sich alle Arten von Calypsomusik bis zu indischer Ragmusik spielen. Einer der bekanntesten Pantar Interpreten ist Sitarist ''Mungal Patasar'' und seine Gruppe. * '''Panmusik und Steelbands''': Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. Ab 1935 begannen die Musiker deshalb, auf Dosen, Fässern und Benzinkanistern zu trommeln. Ein Jahr später gelang es dem Musiker '''Ellie Mannette''' ein Ölfaß so zu manipulieren, dass man ihm verschiedene Töne entlocken konnte. 1939 spielte die John John Band zum ersten Mal des amerikanische Kinderlied „Mary had a little lamb“ auf gestimmten Ölfässern. Seit 1945 erschienen abgeschnittene und gestimmte Ölfässer, die Pans, in der Öffentlichkeit. Heute ist der Beruf des Ölfaßstimmers sehr geachtet. Man unterscheidet die Pans nach Größe und Klangfarbe. Bass Pans verfügen über 5-7 Töne, sie werden auf etwa 7,5 cm Höhe zusammengeschnitten. Cello Pans haben 10 Töne und werden bei 35 cm abgeschnitten. Die Tenor Pans verfügen über 26-32 Töne und werden auf eine Länge von 15-18 cm geschnitten. : Die Pans werden blank geschliffen, verchromt, poliert und auf Gerüste montiert, damit der Musiker Bewegungsfreiheit hat. Die Tonfelder werden mit unterschiedlich großen Klöppeln geschlagen. Die Pans können von einem Solomusiker bearbeitet werden oder als Band können bis zu 100 Personen zusammen musizieren. Auf Trinidad soll es über 100.000 Ölfaß-Spieler geben. * '''Parang''': Besonders in der Weihnachtszeit beherrscht Parang die Musikszene. Diese Musikrichtung leitet sich aus venezuelanischen Weihnachtsliedern ab und den damit verbundenen Haus-zu-Haus besuchen und -feiern. Zu spanischen Texten mit religiösem Inhalt kommen südamerikanische Rhythmen mit Violine, Gitarre, Baß, Cuatro und Maracas. Einige Gruppen spielen die traditionellen Weisen, andere mixen es mit Soca, so dass '''Soca Parang''' entsteht. * '''Rapso''': Eine weitere Fortsetzung von der afrikanischen Tradition des Geschichtenerzählens führte zur Entwicklung des Rapso, einer Mischung von amerikanischem Rap mit Calypso. Hier wird Sprechgesang in Versen vom Rhythmus großer, schwerer Trommeln untermalt. Zwei der bedeutendsten Künstlergruppen sind ''Brother Resistance'' und ''Network Rapso Riddum''. * '''Soca''': Diese flottere Art des Calypso wurde 1970 geboren, als die Elektronik Einzug in die Musikszene hielt. Diese neue Form wird dem Musiker zugesprochen, der sich damals '''Lord Shorty''' nannte und heute unter dem Namen ''Ras Shorty I'' Musik produziert. Der Soca-Rhythmus läßt sich leicht mit anderen Musikformen verbinden. So findet man auf Trinidad den Soca heute als Bestandteil von Reggae, Jazz, Rythem & Blues als auch mit indischer Musik. Auch die im Lande lebenden Inder fanden an diesem Musikstil gefallen, verbanden den Rhythmus mit Hinditexten und so wurde der '''Chutney-Soca''' geboren. === Pflanzen- und Tierwelt === Trinidad und Tobago zählen zu den zehn führenden Ländern bei der Anzahl von Vogelarten pro Qaudratmeile. Auf beiden Inseln findet man auf Grund der Nähe zu Südamerika eine größere Anzahl von Pflanzen und Tieren als auf den anderen Karibischen Inseln. Man kennt 2.300 verschiedene, blühende Pflanzen, davon sind alleine 700 Orchideen. Die Nationalblume von Trinidad ist die '''Chaconia''', englisch: Wild Poinsettia. Ein Strauchgewächs von 2-3&#x202F;m Höhe, es ähnelt dem Weihnachtsstern. Den „Buffalypso“ gibt es nur auf der Insel Trinidad. Er ist das Ergebnis intensiver Zuchtversuche aus den 1960-er Jahren. Fünf auf Trinidad heimische Wasserbüffel Rassen wurden gekreuzt. Das Ergebnis ist ein friedfertiges Tier, dass tropische Hitze gut verträgt, mit schmackhaftem Fleisch. Es gibt 620 verschiedene Arten von Schmetterlingen. Von den 433 verschiedene Vogelarten brüten 250 auf der Insel, es gibt 41 verschiedene Kolibriarten. Den blinden Ölvogel findet man nur in Trinidad, es ist der größte Vogel, der sich von Früchten ernährt, aber nur nachts auf Futtersuche geht und selbst ein Amazonas-Papagei ist auf Trinidad zu finden. 108 verschiedene Säugetiere sind vertreten, dazu zählen 57 Fledermausarten und es gibt 70 verschiedene Arten von Kriechtieren. Die einzigen '''giftigen Schlangen''' sind die '''Far de Lance''' und der '''Buschmeister'''. Die Morocoy ist eine kleine Landschildkröte, die früher als Delikatesse gejagt wurde und fast ausgerottet war, heute wurd sie vielerorts als Haustier und Spielgefährte der Kinder gehalten. Verschiedene Strände von Trinidad und Tobago werden in den Monaten März bis Juli von Meeresschildkröten zur Eiablage aufgesucht. Der Besuch von Strandabschnitten, die von Schildkröten zur Eiablage aufgesucht werden, unterliegt einer Genehmigung durch die Forstverwaltung. The Forest Division, Long Circular Road, Port of Spain, Tel. 622-7476. The Forest Division, San Fernando, Tel. 657-8391, 657-7256. Den Schmetterling „89“, er hat eine schwarz-beigene Markierung auf der Flügelunterseite, die wie eine 89 aussieht, findet man nur auf Trinidad. Der Pauis ist ein großer truthahnartiger Vogel, der früher viel gejagt wurde und dadurch sehr selten geworden ist. Es gibt ihn nur auf Trinidad, nirgendwo sonst auf der Welt, er steht unter Schutz. Einzigartig auf der Welt ist auch der Fisch Cascadura. Diese Welsart ist ein Urtier aus dem Silur-Zeitalter. Sein Lebensraum sind zahlreiche schlammige Gewässer an der Südküste Trinidads. Ebenso selten sind die Reiherarten Agami, Blongios und Crabier Bec, die es nur auf Trinidad gibt. Weitere Vogelarten, die es in der Karibik nur auf Trinidad gibt sind Eisvögel, Pirol und Tukane. Das größte wilde Tier auf Trinidad ist der Braune Waldmazama, eine Hirschart. Das Halsband-Pekari wird von den Einheimischen Quenk genannt, es ist eine Wildschweinart. Auf der Insel gibt es verschiedene Opossumarten, die auch Manicou genannt werden, Waschbären, das hasengroße Agouti und den größeren Gefleckten Paka. Das gepanzerte Gürteltier, Armadillo oder Tatu genannt, und die seltenen Ozelote bekommt man kaum zu sehen. In einigen Flüssen und Sümpfen lebt der bis zu 2&#x202F;m lange Kaiman. === Plantagenwirtschaft === Die Landfläche von Trinidad und Tobago umfasst 513.000 Ha, weniger als ein Drittel davon ist Ackerfläche, 45&#x202F;% sind als Waldflächen ausgewiesen. Nur 13&#x202F;% des pflügbaren Landes ist bewässert. Es gibt aber eine Vielzahl von kleinen und großen Flüssen, Überflutungen in der Regenzeit sind normal. Die letzte umfassende Erhebung aus den 1970-er Jahren zählt 35.000 Farmen mit einer Gesamtfläche von etwa 130.000 Ha. Die Durchschnittsgröße einer Farm wurde mit 6 Ha angegeben, aber die 40 größten Plantagen hatten alle eine Größe über 400 Ha. Die landwirtschaftlichen Ernteerträge der 1970-er und 1980-er Jahre in Trinidad stehen in einem engen Zusammenhang mit der Ölindustrie. Dieser Trend begann Anfang der 1970-er mit dem starken Anstieg des Ölpreises. Löhne in der Landwirtschaft waren erheblich niedriger als in der Ölindustrie, der Geldreichtum führte zu größeren Importen von landwirtschaftlichen Produkten. Die Zahl der Landarbeiter sank um 50 %. Die Ernteerträge bei Zitrusfrüchten sanken um 75 %, bei Kakao waren es 61 %, bei Kokosprodukten 56&#x202F;% und bei Kaffee immer noch 15 %. Der Zuwachs von landwirtschaftlichen Produkten in den 1980-er Jahren wurde von Kleinstfarmern erwirtschaftet, die ihre Produkte oft in gartenähnlichen Familienbetrieben anbauten. Die Viehzucht im Land hat keine große Bedeutung. Es gibt nur rund 30.000 Rinder. Rindfleisch wird überwiegend aus Australien un Neuseeland importiert. Milch und Milchprodukte werden zu 90&#x202F;% von der Firma Nestlé eingeführt. Seit den späten 1980-er Jahren gibt es Zuchtversuche von Kühen und Indischen Wasserbüffeln, die man im Lande „Buffalyso” nennt. Bedeutender ist die Aufzucht von Hühnern und Schweinen. '''Kaffee''' wird in Trinidad verstärkt seit 1930 angepflanzt. Die Produktion sank von den späten 1960-er Jahren bis Mitte der 1980-er Jahre aber um rund 50 %. 1984 konnte zum ersten Mal kein Kaffee exportiert werden. Ein Jahr später betrug die Ernte wieder 2,1 Millionen KG, von denen 35&#x202F;% exportiert wurden. '''Zitrusfrüchte''' hatten in den 1950-er Jahren einen Boom. Man erntete zu der Zeit über 90.000 Tonnen pro Jahr, 1982 waren es nur noch 4.700 Tonnen. '''Kakaoplantagen''': Kakao war von den späten 1880-er Jahren bis in die 1930-er Jahre die wichtigste Anbaufrucht auf Trinidad und Tobago. Auf Tobago war sie dies sogar bis in die späten 1980-er Jahre. Kakao war schon im 18. Jahrhundert durch die Spanier nach Trinidad gekommen. Zeitweise war die Insel der zweitgrößte Kakaolieferant auf der Erde. Verschiedene Krankheiten haben der Fucht aber sehr zugesetzt. So sank die Jahresernte von 2.600 Tonnen im Jahre 1981 auf unter 1.300 Tonnen in 1985. Seit den 1970-er Jahren ist das Land nicht mehr in der Lage den Bedarf von Kokosöl und Seife mit den Ernten aus dem eigenen Land zu befriedigen. * Lopinot Estate. In Arouca führt die Lopinot Road nach Norden in die Northern Range. Um 1800 legte der Franzose Charles Joseph Comte de Lopinot dort eine 193 Ha große Kakaoplantage an. Der Graf war ein Offizier der französischen Armee in Haiti. Nach der Ausrufung der Unabhängigkeit und der damit verbundenen Freilassung der Sklaven in Haiti verließ er das Land und brachte seine 100 Sklaven mit nach Trinidad. Er nannte die Plantage „La Reconnaissance“. Das Herrenhaus, die Stallgebäude, die Sklavenunterkünfte und das Gefängnis wurden restauriert und können heute besichtigt werden. Im Herrenhaus wurde ein kleines Museum eingerichtet. Öffnungszeiten: täglich von 8-18 Uhr, Eintritt frei, Führungen finden zwischen 10 und 18 Uhr statt. '''Zuckerplantagen''': Im 19. Jahrhundert war Zucker trotz der überwältigenden Probleme noch immer die bedeutendste Einnahmequelle der Insel Trinidad. In den 1880-er Jahren gab es noch über 300 selbstständige Zuckerrohrplantagen. Ein Jahrhundert hatte die staatliche Carioni Gesellschaft hier das Monopol, nachdem man im Jahre 1971 51&#x202F;% der Aktien von Tate and Lyle zurückgekauft hatte. In den 1980-er Jahren wurde Zuckerrohr auf knapp 20.000 Ha angepflanzt, 20.000 Arbeitskräfte wurden in der Industrie gezählt. Die Jahresproduktion von Zucker lag zwischen 70.000 und 80.000 Tonnen. * Caroni Estate and Sugar Factory, Couva, Tel. 636-2371. Die Zuckerfabrik und die Distillerie liegen fast 40&#x202F;Km voneinander entfernt. Seit 1918 wird dort Rum destilliert. 1957 übernahm Caroni die Esperanza Estate. Deren Destillieranlagen wurden nach Caroni gebracht. 1980 wurde die Produktion ausgebaut. Neben eigenen Anbauflächen erhält Caroni Zuckerrohr von 6.000 unabhängigen Kleinfarmern. Seit 2003 wir die Caroni Gesellschaft umstrukturiert. Die Zuckerfabrik von Caroni wird geschlossen, die Fabrik von Sainte Madeleine bleibt bestehen. Der Landbesitz von Caroni, etwa 30.000 Ha geht in Staatsbesitz über und wird von einer neugegründeten Agentur verwaltet, der Estate Management and Business Development Company. Das Ziel ist, statt Rohzucker Zitrusfrüchte und Reis anzupflanzen und Milchviehzucht zu betreiben. :Der Rum wird unter den Markennamen Caroni Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, als Stallion Puncheon Rum mit 78&#x202F;% Alkohol, als Felicite Gold, White Magic Light und Special Old Cask Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol abgefüllt. Nur die leichten Rumsorten werden nach Kanada und Europa exportiert. * Champs Elysée Estate, Maraval Tal, Port of Spain. Um 1785 führte die Einwanderungspolitik des Franzosen Roumé de St. Laurent unter dem Gouverneur Don José Chacon viele französische Siedler mitsamt ihren Sklaven auf die Insel. Im fruchtbaren Maraval Tal bauten sie Baumwolle, Kaffee und Zuckerrohr an. Die Mehrheit der dort lebenden Menschen konnte kein englisch, fast alle gehörten der römisch-katholischen Kirche an. Im Jahre 1881 lebten dort 1.480 Menschen, davon waren 88 Plantagenbesitzer oder -verwalter. :Roumé de St. Laurent erwarb selbst ein großes Stück Land am Taleingang, aus dem die Champs Elysée Plantage entstand. Aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten musste seine Familie die Plantage schon bald verpfänden, später ging sie in den Besitz eines Pflanzers mit Namen Boissiere über. 1849 fasste man das ganze Tal zum Stadtbezirk Maraval zusammen. Gegen Ende des Jahrhunderts waren viele der kleinen Plantagen verschwunden. Auf den verbliebenen größeren Ländereien Champs Elysée, Moka, Haleland Park und Val de Oro wurde weiter Landwirtschaft betrieben. Heute werden nur noch auf der Paramin Plantage, westlich von Maraval, Gemüse und Gewürze angepflanzt. * Diego Martin River Estate, am Diego Martin Fluß. Direkt neben der Hauptstraße steht noch das 150 Jahre alte und 12&#x202F;m hohe Wasserrad der Zuckerplantage. Die Plantage fiel im Jahre 1897 in den Besitz der Regierung. Weitere historische Gebäude sind nicht erhalten, das einfache Plantagenhaus wurde aber wieder hergestellt. Es gibt aber noch einen Park mit Picknickplätzen und ein Mini-Museum. Das Museum ist täglich von 10-18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. * Spring Hill Estate. Um 1900 gründetet der in Frankfurt geborene Friedrich Wilhelm Mayer im fruchtbaren Arimatal in einer Höhe von etwa 400 Metern diese Plantage, um Kaffee, Kakao und Zitrusfrüchte anzupflanzen. 1908 wurde das Haupthaus fertig gestellt. Sohn Charles Mayer bewirtschaftete das Anwesen bis 1925, dann gab er auf, weil ihm der Gewinn zu gering war. 1932 kaufte der amerikanische Geologe Joseph Holmes das Land auf. Er brachte einen Stromgenerator dorthin und ließ einen Pool bauen. 1947 kauften Dr. Newcome Wright und seine Frau Asa Wright die 74 Ha große Plantage. Drei Jahre später richtete Dr. William Bebe von der New Yorker Zoologischen Gesellschaft dort eine Forschungsstation zum Studium tropischer Pflanzen und Tiere ein. 1955 verstarb Asa Wright. 1967 verkaufte ihr Mann das Gelände an die Forschungsstation. Im gleichen Jahr wurde das Herrenhaus in ein Gästehaus umgewandelt. Unter finanzieller Mithilfe der Bank of Nova Scotia wurde das Asa Wright Naturschutzgebiet eingerichtet. * Woodbrook Estate, Port of Spain. Nachdem die Siegert Familie 1875 (siehe unten) Venezuela verlassen hatte entstand in Port of Spain am Marina Square Ecke Charlotte Street die neue Angostura Fabrik. Die gleichbleibende Qualität und der weltweite Erfolg der Firma erlaubte es der Familie 1899 die 140 Ha große Woodbrook Estate zu kaufen. Die drei Brüder Alfredo, Carlos und Luis Siegert kultivierten ein Teil des Landes, zugleich planten sie eine Wohnsiedlung. Der Bau von 11 Straßen wurde in Angriff genommen, jede wurde nach einem Familienmitglied und nach Mitarbeitern des Projektes benannt. Nach dem Tod der Brüder Carlos und Luis verkaufte Alleinerbe Alfredo das Land 1911 an die Stadt Port of Spain. * '''Angostura Bitters''' Limited, Rumdistillerie, Eastern Main Road, Tel. 623-1845, Fax 623-1847. Im Jahre 1820 wanderte der preussische Chirurg Dr. Johann Gottlieb Benjamin Siegert nach Venezuela aus. Er wollte mit Simon Bolivar gegen die Spanier kämpfen. Vier Jahre später, als Leiter des Militärhospitals im Ort Angostura, am Ufer des Orinoco Flusses, entwickelte er eine Mischung aus tropischen Heilpflanzen, Gewürzen und Alkohol. Dieses Mittel „''Siegert´s Aromatic Bitters''“ sollte den von Tropenkrankheiten geschwächten Soldaten zu neuer Kraft verhelfen. Soldaten und Schiffsbesatzungen machten die Tinktur auf der ganzen Welt bekannt. 1850 verließ Dr. Siegert die Armee um sich vollständig der Produktion seines gefragten Elixiers zu widmen. 1875 verließ die Siegert Familie das krisengeschüttelte Venezuela wo ein politischer Diktator auf den anderen folgte und ließ sich in Trinidad nieder. :Im Jahre 1903 starb Carlos Siegert, zwei Jahre später sein Bruder Luis. Alfredo Siegert war nun einziger Kenner der geheimen Formel für Angostura. In der Folgezeit spekulierte er mit großen Geldmengen in verschiedenen Sektoren, verlor das Geld und auch die Firma. Amerikanische und kanadische Geschäftsleute versuchten erfolglos, die Fabrik im Ausland anzusiedeln. :1936 begann die Firma Angostura Bitters unter der Leitung von Robert W. Siegert, einem Enkel des Gründers, Alkohol zu brennen, dazu wurde eine Tochtergesellschaft, die Trinidad Distillers Ltd. gegründet und die Fernandes Rumbrennerei aufgekauft. Das Rezept für Angostura Bitters ist eines der bestgehüteten Geheimnisse der Karibik. 1960 wurden die Produkte von Angostura bereits in 140 Länder exportiert. Die Jahresproduktion von 1.3 Millionen Liter wurde bis 1998 auf 20 Millionen Liter gesteigert. :Das Besucherzentrum, Tel. 623-1841 im Ortsteil Laventille in Port of Spain ist geöffnet. Führungen finden dort montags bis freitags um 9.30, 13.30 und 14 Uhr statt, Führungen kosten 8 US $. :Die Distillerie kauft ihre Melasse von verschiedenen Zuckermühlen im Lande und vergärt und destilliert den Rohstoff in einer eigenen Brennerei. Der Rum wird unter dem Markennamen Royal Oak als 43 %-iger Rum verkauft. Weitere Markennamen sind Old Oak White und Old Oak Gold. 1973 erwarb man die auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindliche Distillerie Fernandes. Der Rum von dieser Destille wird unter den Markennamen Forres Park Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, Fernandes Vat 19, Fernandes Black Label, Ferdi´s Premium Rum und Crystal White Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol vertrieben. Daneben werden leichtere Mischgetränke hergestellt: Caribbean Club Rum Punch, Limbo Drummer, Lemon Lime & Bitters, Blu Vodka und Correla´s. :Das Grundprodukt Angostura Bitters ist eine aromatische Lösung mit 44,7&#x202F;% Akoholanteil. Man verwendet es hauptsächlich zur Verfeinerung von Mixgetränken, aber auch in Fisch- und Fleischgerichten, für Gemüse, Kuchen, Marmelade, Pudding, in Salaten und Suppen. * Fernandes Distillers, Fernandes Industrial Centre, Eastern Main Road, Laventille, Tel. 623-2101, 623-2501, Fax 623-1847. Als das Trinidad & Tobago Rum Bond Lager im Jahre 1932 abbrannte, nutzte der Besitzer der Fernandes Distillery, Joseph Bento Fernandes, die Gunst der Stunde. Er kaufte die angesengten Rumfässer günstig auf stellte fest, dass der Rum darin von besonderer Güte war. Dieser Rum wurde unter dem Namen „1919 Super Premium Rum“ verkauft. 1919 war das Jahr, in welchem die Fässer gefüllt worden waren. === Trinidad´s Eisenbahn === Schon kurz nach 1800 waren es die Großhändler, Kaufleute und Plantagenbesitzer, die bei der Kolonialverwaltung nach besseren Verkehrsverbindungen fragten. Doch wenig oder nichts geschah. Ebenso oder ähnlich verhielt es sich mit der Eisenbahn. Um 1846 wurde die '''Trinidad Railway Company''' gegründet. Man begann mit der Vermessung von möglichen Fahrlinien, kam aber zu der Überzeugung die Finanzierung sei nicht möglich. Im Jahre 1859 entstand dann die erste privat finanzierte Linie von Princes Town zum Hafen von San Fernando. Man nannte sie die Pflanzerlinie, da zunächst nur landwirtschaftliche Produkte an zur Kings Wharf gebracht wurden, zum weitertransport auf Schiffen rund um die Insel. Die Wagen wurden von Pferden oder Mulis gezogen. Auf Grund des öffentlichen Drucks wurde das Angebot auf den Personentransport ausgedehnt, auch die Post wurde nun mit der Eisenbahn transportiert. Diese Linie wurde unter dem Namen '''Cipero Tramroad''' bekannt. Sie existierte bis 1920, dann ging sie an die Trinidad Government Railway über. 1873 begann man mit dem Bau einer Bahnverbindung von Port of Spain nach Arima. Der Ausgangspunkt war der South Quay in Port of Spain, über San Juan und St. Joseph verlief die Linie bis nach Arima. Am 31. August 1876 wurde die Linie in Betrieb genommen. Die Eisenbahngesellschaft, offiziel Trinidad Government Railway, wurde gegründet. Ursprünglich sollte sie nur das reiche Landwirtschaftsgebiet um den Ort Arima herum mit dem Hafen von Port of Spain verbinden. Nun gab es aber eine kleine Eisenbahn Manie. Jeder einflußreichere Plantagenbesitzer verlangte die Anbindung seiner Farm an das Eisenbahnnetz. Schon im Januar 1880 gab es eine Verbindung nach Couva im Süden, bis 1882 wurde die Linie nach San Fernando fertig gestellt. Der Erfolg der Eisenbahnlinie nach Arima war überwältigend. Bis 1896 wurde sie nach Gunapo erweitert und 1897 wurde Sangre Grande erreicht. Im Jahre 1897 entstand an der Südlinie bei Cunupia ein Abzweig durch das Tal des Caparo Flusses nach Tabaquite. Nachdem man im Südwesten von Trinidad große Ölvorkommen gefunden hatte wurde die Eisenbahnlinie von San Fernando aus im Jahre 1913 bis nach Siparia verlängert. Im Jahre 1914 hatte das Netz dann seine größte Ausdehnung mit dem Ausbau bis nach Rio Claro. Die Länge des Schinennetzes betrug nun 173&#x202F;Km. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurden diese Eisenbahnwagen von Pferden gezogen. 1910 gab es die erste Motor-Bus-Verbindung in Trinidad. Die beiden Geschäftsleute Newallo und Asgarelli Syne betrieben '''Syne´s Bus Service'''. Mit der Zentrale in Icacos fuhren ihre Busse von dort über San Fernando bis nach Siparia und St. James in Port of Spain. Bis zum Beginn des I. Weltkrieges war dies das einzige Busunternehmen des Landes. Bis zum Jahre 1920 stieg die Zahl von angemeldeten Motorautos von etwa 100 auf 1.176. Im gleichen Jahr eröffnete Charles Ross eine Buslinie zwischen Four Roads und Macqueripe. Ab 1923 verzeichnete die Eisenbahn einen deutlichen Einbruch bei ihren Fahrgastzahlen. Trotzdem blieb die Eisenbahn ein Erfolg. Erst nach der Unabhängigkeit führte ein Missmanagement der Regierung zum Zusammenbruch des Eisenbahnverkehrs. Die Trasse der Linie von Port of Spain nach Arima, die mehr oder weniger parallel zur Eastern Main Road verläuft, wurde zur Fahrbahn nur für Express-Busse und Maxi-Taxi umgebaut. An das Zeitalter der Eisenbahn erinnert die Lokomotive Nr. 11, sie steht als Denkmal in der Harris Promenade von San Fernando. Ein zweites Exemplar befindet sich im Busdepot von Port of Spain. == Sprache == Amtssprache ist englisch. Besonders auf Trinidad wird aber auch verbreitet Französisch, Spanisch, Hindi und Chinesisch gesprochen. Daneben gibt es ein überwiegend englisches Patois. == Anreise == * {{vCard |type=airport |name=Piarco International Airport |wikidata=Q788810 |address=Golden Grove Road, Piarco |phone=669-4101 |fax=669-2319 |description=Landebahn 10/28, 10.440 × 151 Feet (3.182 × 46 m). Airport Authority of Trinidad & Tobago, Piarco Airport, Tel. 669-4101. Einreisebehörde, Immigration, Piarco Airport, Tel. 669-5859, Zollbehörde, Customs, Piarco Airport, Tel. 669-4361. |url=https://piarcoairport.com }} * '''Schiffsverbindungen''': Zwischen Trinidad und Tobago gibt es einen regeläßigen Fährverkehr. Der Hafen von Port of Spain wird von Kreuzfahrtschiffen angelaufen. == Mobilität == Achtung: '''Linksverkehr'''! Für das Fahren von Mietwagen wird für 90 Tage ein in Deutschland ausgestellter gültiger Internationaler Führerschein anerkannt. Wer länger im Lande ist muss eine nationale Fahrerlaubnis beantragen. Licening Department, Wrightson Road, Port of Spain. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 50 km/h, nur auf einigen Schnellstraßen darf man 80&#x202F;km/h fahren. Von der Hauptstadt Port of Spain gibt es eine autobahnähnliche Schnellstraße in Richtung Osten bis nach Arima und etwas darüber hinaus. Etwa 9&#x202F;km hinter Port of Spain zweigt davon eine Schnellstraße nach Süden ab, über die Stadt Chaguanas führt sie bis nach San Fernando. Die Eisenbahnlinie von Port of Spain nach Arima wurde eingestellt. Die ehemalige Bahntrasse wurde aus- und umgebaut, dies ist heute der Fahrweg für Expressbusse und Maxi Taxi. == Aktivitäten == * Naturbeobachtungen, hauptsächlich die Vogelwelt. * Strandleben, in Trinidad ist es nicht so ausgeprägt wie im Rest der Karibik. An der Nordküste findet man nur einzelne kleine Sandbuchten. Das Wasser an den kilometerlangen Stränden der Ostküste ist trüb, bedingt durch die Einschwämmungen des nahen Orinoco in Venezuela. Die Westküste ist verschmutzt durch intensive Bohrarbeiten der Erdölindustrie. * Wanderungen, hauptsächlich im Bereich der Northern Range. [[File:TnT Caroni Swamp 2.jpg|thumb|right|Caroni Swamp]] * Caroni Swamp: Sumpfgebiet im Mündungsbereich des Caroni River, durch das geführte Touren angeboten werden. Hauptattraktion ist eine riesige Kolonie Scharlachsichler, die am späten Nachmittag von ihren Fressrevieren zu ihrem Ruhegebiet zurückkehren. Ganz selten können Wasserschlangen oder Kaimane beobachtet werden. == Küche == Die Küche von Trinidad spiegelt die Zusammensetzung der Bevölkerung wieder. Neben der traditionallen karibischen Küche findet man heute viele chinesische, libanesische und syrische Einflüsse. Einen sehr großen Anteil an den Restaurants und Essgewohnheiten hat der indische Bevölkerungsanteil. Dadurch gibt es große Unterschiede zu den Restaurants auf der Insel Tobago. * '''Callaloo soup''' ist eine Suppe aus den spinatähnlichen Dasheenblättern mit allerlei Gewürzen und Krebsfleisch, stellenweise wird sie auch sehr scharf gewürzt. '''Dhal''' ist eine indische Suppe aus roten Linsen. * '''Buljol''' nennt man Saltfish, der zusammen mit Avocados, Paprika, Tomaten und Zwiebeln in Olivenöl gedünstet wird. * Ham´n Hops oder einfach nur '''Hops''' ist eine knusprige Brötchenart mit Schinkenfüllung. * '''Pastelles''' sind gefüllte Maismehltaschen die in Sohareeblättern gegart werden, ein klassisches Street Food. Die Füllung besteht aus angebratenes Rinderhack, Tomaten, Worcestershiresauce, diversen Gemüsen und Kräutern Besonders zu Weihnachten werden auch Oliven, Kapern und Rosinen dazugemischt. <gallery mode="packed" heights="150"> Callaloo-mit-Shrimps-GT.jpg|Callaloo soup mit Shrimps Buljol (Salted cod, oil, onions, tomatoes, pepper, boiled eggs).jpg|Buljol (gesalzener Kabeljau, Öl, Zwiebeln, Tomaten, Paprika, gekochte Eier) FOOD Pastelle open.jpg|geöffnete Pastelle </gallery> * Reis, der mit Kokosnußmilch gekocht wird erhält eine bräunliche Farbe. Auf vielen Karibikinseln wird er mit roten Bohnen vermischt zu jedem Essen angeboten. Auf Trinidad heißt er nicht „rice and peas“ sondern '''Pelau''', dazu gibt es im allgemeinen Hühnerfleisch, Paprikagemüse und alles ist scharf gewürzt. * Zu vielen Gerichten gehört '''Dumplin'''. Dumplins sind fingerdicke, längliche Klöße aus Wasser und Mehl, die in die Suppe oder Sauce gegeben werden. * '''Souse''' ist keine Soße sondern gekochtes Schweinefleisch, das mit Gurken, Paprika und Zwiebeln serviert wird, wir kennen es besser als Sülze. * '''Cascadura''' ist Fisch, den es nur in Trinidad gibt, der mit viel Curry gekocht wurde. <gallery mode="packed" heights="150"> Trinidadian Chicken Pelau (15399269506).jpg|Chicken Pelau </gallery> * '''Saltfish''' kommt überwiegend aus Norwegen und ist in der Karibik inzwischen ein teures Lebensmittel geworden. Der frisch gefangene Fisch wird dort ausgenommen, gewaschen, gesalzen und auf langen, dünnen Stangen aufgereiht und luftgetrocknet. * '''Black Pudding''' ist eine Blutwurst die viele Zwiebeln, Knoblauch und Gewürze enthält, sie gilt warm oder auf Brot als absolute Delikatesse. * '''Black cake''' ist ein sehr schwerer Kuchen aus dunklem Teig, der Teig wird mit Trockenfrüchten vermischt, die zuvor in Cherrybrandy und Rum eingeweicht wurden. * Das einheimische '''Bier''' trägt die Namen Carib, Heiroun und Stag Lager Beer. Auf der Insel wird aber auch Guinness, Mackeson und Stout in Lizenz abgefüllt. Die bekanntesten '''Rumsorten''' der Insel sind Old Oak und VAT 19. * Daneben gibt es unzählige '''alkoholfreie''', soganannte Soft Drinks, die meistens nur extrem süß und nach Chemie schmecken. == Feiertage == Zusätzlich zu den gesetzlichen Feiertagen die für die beiden Inseln Trinidad und Tobago gelten, gibt es auf der Insel Trinidad eine Vielzahl von religiösen Veranstaltungen und Feierlichkeiten, die teilweise auch zu nationalen Feiertagen geworden sind. === religiöse (regionale) Feiertage === * '''Divali''' oder '''Diwali''', dieses hinduistische Fest ist dem Licht gewidmet, es wird in verschiedenen Orten Trinidads auch als Ramleela Festival gefeiert. Mit dem Fest wird in Indien die Rückkehr von Lord Rama in sein Königreich Ayodha nach 14-jährigem Exil gefeiert. Zu Ehren seiner Ankunft erleuchteten seine Untertanen die Straßen mit tausenden von Öllampen. Dieses Fest wird im November auf ganz Trinidad gefeiert. Diviali bedeutet der Triumph des Guten über das Böse. Es wird zu Ehren der Göttin Lakshmis gefeiert, die Liebe, Schönheit, Reichtum und Licht verkörpert. In der Divalinacht werden auf der ganzen Insel mit Kokosöl gefüllte Tonschalen aufgestellt und angezündet. * '''Eid-ul-Fitr''', das moslemisches Neujahrsfest. Dies ist kein festes Datum, das Fest wird am Neumondtag des Fastenmonats Ramadan gefeiert. * '''Ganga Dashara'''. Am Fluß Marianne River im Ort Blanchisseuse feiern die Hindus ihr Reinigungsritual. * Das '''Hosey Festival''' wird in Trinidad seit 1884 gefeiert, es erinnert an den Krieg von Kerbala im Jahre 640. Die ursprüngliche, drei Nächte dauernde Trauerprozession wurde bis vor 40 Jahren nach strengen Regeln durchgeführt. Seitdem hat man sich an die Mentalität der Inselbewohner angepaßt. Heute finden die Prozessionen in den Monaten Februar und März in St. James, Cedros, Couva und Tunapuna statt. * '''La Divina Pastora Festival''', katholische Kirche, Siparia. Bei dieser Prozession am zweiten Sonntag nach Ostern wird die Schwarze Madonna durch die Straßen getragen. Diese Feier ist bei den Hindus auch als Soparee Mai bekannt. * '''Phagwa''', das Neujahrsfest der Hindus findet im März statt. In Trinidad ist es seit der Landung der ersten Inder im Jahre 1845 bekannt. * '''Ramleela''', ein Hindufest, das in über 20 Gemeinden gefeiert wird. * '''Santa Rosa Festival'''. Dieses Fest der kleinen Cariben Gemeinde wird im Juli gefeiert. Am 28. August findet eine gleichnamige Feier in Arima statt. Dort wurde 1775 eine Kapelle zum Gedenken an die Schutzheilige Santa Rosa de Arima gebaut. == Sicherheit == Auf Trinidad werden Drogen, insbesondere Marihuana angeboten. Der Besitz kleinster Mengen ist verboten und wird schwer bestraft. Wertgegenstände sollten im Hotelsafe hinterlegt werden. Zimmertüren und Mietwagen immer verschließen. Nachts sollte man nicht allein unterwegs sein und dunkle Orte generell meiden. Die hohe Zahl von arbeitslosen Jugendlichen führt zu wachsender Kriminalität gegen Touristen. == Klima == {{Klimatab-col |ort= |sourcelink= |sourcetext= |xt=ja|xtjan=31|xtfeb=31|xtmar=32|xtapr=32|xtmai=32|xtjun=32|xtjul=31|xtaug=31|xtsep=32|xtoct=32|xtnov=32|xtdec=31 |nt=ja|ntjan=21|ntfeb=20|ntmar=20|ntapr=21|ntmai=22|ntjun=22|ntjul=22|ntaug=22|ntsep=22|ntoct=22|ntnov=22|ntdec=21 |rm=ja|rmjan=70|rmfeb=45|rmmar=50|rmapr=55|rmmai=100|rmjun=190|rmjul=225|rmaug=250|rmsep=200|rmoct=175.0|rmnov=185|rmdec=125 }} == Literatur == === Landkarten === * {{Karte |Titel=Trinidad |Maßstab=1 : 150.000 |Hrsg=Mapping & Control, Lands & Surveys Division, Ministry of Planning & Mobilization, Government of the Republic of Trinidad & Tobago}} == Weblinks == {{GeoData| lat= 10.41611| long= -61.34444| radius= }} {{IstInKat|Trinidad und Tobago}} {{class-3}} 1j4lfjh52hm8c2pwf33enavjybwub4f 1804856 1804854 2026-09-19T07:32:16Z DocWoKav 14575 /* Orte */ Geänderte vCard für Port of Spain 1804856 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region}} '''Trinidad''' ist eine Insel in [[Trinidad und Tobago]]. Auf Trinidad sind vor allem die vielfältige Natur, der berühmte Karneval, die Strände und der artenreiche Regenwald interessant. == Regionen == === Politische Einteilung === Trinidad und Tobago gliedert sich in elf ''regions'', drei ''boroughs'' und zwei ''cities''. Eine ''region'' ist einem Bundesland vergleichbar, ein ''borough'' einer kreisfreien Stadt und eine ''city'' einem Stadtstaat wie Hamburg oder Berlin, wobei das Konstrukt des ''borough'' aus dem englischen Rechtsraum stammt und im deutschsprachigen Raum unbekannt ist. ''cities'' sind [[Port of Spain]] und [[San Fernando (Trinidad und Tobago)|San Fernando]], ''boroughs'' sind [[Arima]], [[Chaguanas]] und [[Point Fortin]]. === Geographische Aufteilung === * Northern Range: Dieser Höhenzug erstreckt sich auf einer Länge von 65&#x202F;Km entlang der Nordküste. Die Nordküste ist steil und felsig. Dort findet man keine durchgehende, befahrbare Straße. Das ganze Gebiet ist überhaupt wenig erschlossen, damit ein wahres Paradies für die Tierwelt. Einzig von Port of Spain aus und entlang der Ostküste gibt es Straßenverbindungen zur Nordküste. Von Arima aus kann man auf teilweise sehr schlechter Straße nach Norden vordringen. Die höchsten Erhebungen sind der Berg "El Tucuche" mit 936&#x202F;m und der "El Corre de Aripo" mit 940&#x202F;m. Nordwestlich von Arima findet man eine größere Anzahl von Höhlen. * Der Ost-West-Korridor ist eine Ebene am Fuße der Northern Range. Es ist das am dichtesten bebaute und besiedelte Gebiet der Insel. Von der Matura Bay im Osten reicht die Ebene bis zur Hauptstadt Port of Spain im Westen. In Port of Spain beginnend erreicht man übergangslos die Städte San Juan, St. Joseph, Curepe (mit dem Ortsteil St. Augustine und der Universität), Tunapuna, Arouca (mit dem internationalen Flughafen Piarco im Süden), Valencia und Sangre Grande. Das bebaute Gebiet ist dort zwischen zwei und sieben Kilometer breit. Auf nördlicher Route erreicht man alle Orte auf der Straße Eastern Main Road. Mehr oder weniger parallel dazu gab es dort früher eine Eisenbahnlinie von Port of Spain bis nach Arima. Die ehemaligen Gleisanlagen sind einer Straße gewichen, die für den Busverkehr reserviert ist, die "Priority Bus Route". Auf südlicher Route wurde der autobahnähnliche "Churchill Roosevelt Highway" als entlastungsstraße gebaut. * Central Range: Dieser Höhenzug ist wesentlich flacher, er erstreckt sich leicht schräg, nördlich von San Fernando im Westen bis nach Manzanilla im Osten. * Im Süder der Central Range findet man wieder flaches Land, es riecht dor überall nach Erdöl. Überall wird Erdgas und -öl gefördert. Zwischen San Fernando und Point Fortin befindet sich einer vor drei bekannten Teer-Seen dieser Erde. Weit verbreitet sind Schlammvulkane. * Die Southern Range, auch "the Deep South" genannt, also der tiefe Süden bildet als flacher Höhenrücken den Abschluss. == Orte == {{mapframe}} * {{vCard | name = Port of Spain | type = city | wikidata = Q39178 | description = Die Hauptstadt Trinidads ist das wichtigste politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Insel. Besonders bekannt ist die Stadt für den Trinidad Carnival, Museen, historische Gebäude und das lebendige Stadtviertel rund um die Queen’s Park Savannah. }} * {{vCard|type= city|name= |description= }} * {{vCard|type= city|name= |description= }} * {{vCard|type= city|name= |description= }} * {{vCard|type= city|name= |description= }} * {{vCard|type= city|name= |description= }} * {{vCard|type= city|name= |description= }} * {{vCard|type= city|name= |description= }} * {{vCard|type= city|name= |description= }} * [[Arima]] in der Mitte des Ost-West Korridors * [[Blanchisseuse]] an der Nordküste * [[Chaguaramas]] an der Nordwestspitze der Insel * [[Manzanilla]] langer Strandabschnitt an der Ostküste * [[Maracas Bay]] nördlich von Port of Spain * [[Mayaro]] langer Strandabschnitt an der Ostküste, südlich von Manzanilla * [[Piarco]] mit dem internationalen Flughafen * [[Port of Spain]] die Hauptstadt * [[San Fernando (Trinidad and Tobago)|San Fernando]] Küstenstadt, 42&#x202F;km südlich von Port of Spain * [[Tunapuna]] die Universitätsstadt im Ost-West Korridor == Weitere Ziele == == Hintergrund == === Landesbeschreibung === Geologen und Faunisten zählen Trinidad und Tobago zu Südamerika, nicht zu den Karibischen Inseln. Vor vermutlich noch 10.000 Jahren waren die Inseln mit dem südamerikanischen Festland verbunden. Heute ist die Insel Trinidad durch eine 11&#x202F;km breite Meerenge von Venezuela getrennt. Die Insel Trinidad hat eine etwa rechteckige Form, deren Westküste durch den Golf von Paria tief eingeschnitten ist. Die Nord-Süd Ausdehnung beträgt 83&#x202F;km. Entlang der Nordküste verläuft eine flache Bergkette, die bis zu 940&#x202F;m hoch aufragt, die Northern Range. Dort findet man eine Vielzahl von Höhlen und Wasserfällen. Sie ist Erdgeschichtlich der östlichste Ausläufer der südamerikanischen Anden. Dort hat die Insel eine Breite von 86 km, vom Golf von Paria zur Ostküste sind es an der schmalsten Stelle nur 48 km, während sie an der Südküste 104&#x202F;km mißt. An der Ostküste ließen sich 1783 französische Siedler südlich von Manzanilla nieder, wo sie zwölf aneinandergrenzende Kokosplantagen anlegten, die noch heute die Landschaft prägen. Die Nord- und Südküste sind wenig erschlossen. Dort gibt es keine durchgehenden Straßenverbindungen. Abgesehen von der Churchill Roosevelt und der Uriah Butler Schnellstraße sind alle anderen Straßenverbindungen auf der Insel nicht sehr gut. Bis 1957 war die Southern Main Road die Hauptstraße zwischen dem Norden und dem Süden. Dann wurde der Princess Margaret Highway als Schnellstraße zwischen Port of Spain und Chaguanas gebaut. Inzwischen wurde die Straße umbenannt in Uriah Butler Highway. Während des ersten Ölbooms in den 1970er Jahren wurde diese Schnellstraße als Sir Solomon Hochoy Highway bis nach San Fernando erweitert. Es gibt inzwischen Ausbaupläne bis nach Point Fortin. In West Ost Richtung verbindet der Beetham Highway Port of Spain mit dem Uriah Butler Highway. Von dort aus führt der Churchill Roosevelt Highway weiter bis zu seinem derzeitigen Ende, drei Kilometer hinter Arima. In diesem sogenannten Ost-West Korridor der sich von Chguaramas bis nach Arima am Fuße der Northern Range Hügelkette entlangzieht lebt über die Hälfte der Inselbevölkerung. Fast die Hälfte von Trinidad ist noch bewaldet. Die Insel hat aber keine ausgeprägte Tourismusindustrie. Dafür besitzt Trinidad die einzigen größeren Erdgas und -ölvorkommen aller Karibikinseln. Vor Point Lisas befinden sich große Erdgasfelder im Meer. Dort findet man deshalb die größte Industrieansammlung. Neben Eisen und Stahl gibt es vier Methanolproduzenten und sechs Anlagen für die Ammoniumproduktion. 1999 begann man mit dem Bau einer Aluminiumschmelze. Am Galeota Point und in Pointe a Pierre stehen Erdölraffinerien. Erst 1998 hat die Amoco Trinidad Oil Company neue große Erdölfelder vor der Küste von Trinidad gefunden. Im ganzen Süden der Insel wird Erdöl gefördert. Dort gibt es auch mehrere Schlammvulkane. Vor der Nordwestküste liegen mehrere Inseln, die zum Territorium von Trinidad und Toabago gehören. * '''Diego Islands''': Zu den Diego Islands gehören die Inseln Carrera und Cronstad Island. Sie liegen etwas mehr als 500&#x202F;m vor der Halbinsel Point Gourde. Die Insel Carrera hat eine Ausdehnung von 420 x 270 Metern, seit dem Jahre 1877 ist sie Gefängnisinsel. Angeblich ist sie so sicher wie das amerikanische Alcatraz. * '''Five Islands''': Die Inselgruppe Five Islands besteht aus den fünf Inseln Caledonia, Craig, Lenagan, Nelson und Rock. * '''Insel Chacachacare''': Die Insel befindet sich fast auf halbem Wege nach Venezuela. Die Strömung in der Meerenge ist stark und gefürchtet. Seeleute nennen die Durchfahrt Boca del Drago oder „dragon´s mouth“, also Drachenmaul. Die Insel hat eine Ausdehnung von 15&#x202F;km in der Länge und 3&#x202F;km in der Breite, sie ist 8&#x202F;km von Trinidad entfernt. : Die Überfahrt von Chaguaramas dauert je nach Wetterlage etwa eine Stunde. Seit dem Jahre 1877 befand sich auf der Insel eine Leprakolonie, seit 1984 ist sie unbewohnt. : Im Jahre 1885 wurde nahe der Perruquier Bay auf dem höchsten Punkt der Insel, 818 m, ein Leuchtturm gebaut, er ist immer noch im Betrieb. Auf der Ostseite befindet sich die tief eingeschnittene Bucht Chacachacare Bay. Auf der gegenüberliegenden Inselseite liegt die La Tinta Bay. Sie hat schwarzen Sandstrand und wurde jahrelang als Versteck für Schmuggelgut genutzt. : Bei Chapelle Bay findet man einen Salzsee. * '''Insel Gaspar Grande''': Die Insel ist rund 2&#x202F;km lang und 800&#x202F;m breit, sie ist auch unter dem Namen Gasparee Island bekannt. Ihr Name geht auf den früheren Besitzer Don Gaspar de Percin zurück. Sie liegt nur einen Kilometer vor der Küste. Von der Crews Inn Marina in Chaguaramas fahren Boote in 20 Minuten dorthin. Die Überfahrt von Chaguanas zur Südseite kostet 40 TT $, zur Ostseite 30 TT $. Im allgemeinen fahren die Boote zum Point Baleine, wo es zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Walfangstation gab. Heute befindet sich dort eine kleine Marina und Picknick Plätze. : Im 19. Jahrhundert wurde auf der Insel noch Baumwolle angebaut. : Die kleine Bombshell Bay am Ostende ist zum Baden geeignet. Auf dem Bombshell Hill befand sich ein Fort. : Die Gasparee Caves sind ein Netzwerk von Tropfsteinhöhlen, es gibt dort sogar einen kleinen See. Der Zugang ist nur mit Genehmigung der Chaguaranas Development Authority und mit Führung eines registrierten Tourunternemers möglich. Sie sind täglich von 9-15 Uhr geöffnet, Eintritt: 10 TT $. : Innerhalb von 25 Minuten kann man zur anderen Inselseite laufen, dort findet man Geschützstellungen aus dem II. Weltkrieg. : Seit den 1980er Jahren befand sich dort auch das Fantasy Island Resort mit Restaurant, Cafe und Pool. Tel. 678-9001. : Bayview Beach Resort & Marina, Tel. 678-9001-02 * '''Insel Huevos''': Die kleine, länglich, schmale Insel Huevos befindet sich in Privatbesitz. Sie ist unbewohnt und Brutplatz für Seevögel. * '''Insel Monos''': Monos liegt nur etwa 650&#x202F;m vom Entrada Point entfernt und hat zwei Landestege in der Morris Bay und in der Grand Fond Bay. Sie ist dicht bewaldet und nicht dauerhaft bewohnt. Es gibt dort aber eine zunehmende Anzahl von Ferienhäuser von reichen Trinis. Früher gab es in der Turtle´s Bay eine Walfangstation. Dort ist noch einer der Kupferkessel erhalten, in dem das Walfett gekocht wurde. === Geschichte === Über die allerersten Inselbewohner ist nichts bekannt, man nimmt aber an, dass schon 5.000 Jahre vor Christi Geburt Indianerstämme aus Südamerika auf Trinidad und Tobago gelebt haben. Auf dem Weg in den Norden haben Ciboney-Indianer als Sammler und Jäger vermutlich zuerst die Insel Trinidad besiedelt. Zwischen 100 und 1000 nach Christus folgten ihnen höher entwickelte Ignerie-Indianer und Taino-Indianer vom Stamm der Arawaks aus dem Orinokogebiet, die schon Landwirtschaft betrieben. Im 13. Jahrhundert überfielen kriegerische Carib-Indianer die friedlichen Arawaks, töteten die Männer und nahmen sich die Frauen. Auf seiner dritten Reise entdeckte '''Christopher Kolumbus''' auf südlicher Route segelnd diese Insel im Sommer 1498. Er nannte die Insel ''La Isla de la Trinidad'', Insel der Dreifaltigkeit, und umfuhr sie im Uhrzeigersinn. Einen Tag später verließ er sie um die Insel [[Grenada]] zu erreichen. Zu dieser Zeit lebten noch geschätzt 35.000 Indianer auf den beiden Inseln; Arawaks im Südosten und Carib-Indianer im Norden und Westen in der Gegend von Arima, Mucurapo und Port of Spain. Erst 1532 betrat '''Don Antonio Sedeno''' beim Fischerdorf Cumucarapo, das heute Mucarapo heißt, als erster spanischer Entdecker die Insel. 50 Jahre später kam eine größere Gruppe von Siedlern mit dem spanischen Soldatenführer '''Don Antonio de Berrio y Oruna''' und dessen Leutnant Domingo de Vera auf der Suche nach dem berühmten Gold von El Dorado auf die Insel. An der Ostküste bauten sie die Siedlung San José de Oruna, das heutige St. Joseph, dort wurde auch die Inselverwaltung angesiedelt. In der Indianersprache hieß der Ort Caroni. Er wurde 1595 durch den britischen Seefahrer '''Sir Walter Raleigh''' zerstört, Berrio y Oruna wurde gefangen genommen. Die älteste Kirche der Insel, die St. Joseph Catholic Church aus dem Jahre 1593, blieb aber erhalten. Die ist zugleich der älteste Kirchenbau auf Trinidad. 1699 rebellierten die Indianer gegen die spanischen Missionierungsversuche. Missionare und der Gouverneur wurden dabei getötet. Soldaten wurden gegen die Indianer eingesetzt. Die Armee trieb die Indianer bis zur Nordostspitze der Insel. Bei dem Ort Toco stürzten sich viele Indianer ins Meer. Zehn Jahre später wurden die Missionsstationen abgeschafft. 1739 gab es auf der Insel eine Pockenepedemie, an der ein großer Teil der Bevölkerung starb. Nach wiederholten Angriffen von Piraten auf den Ort San José de Oruna, heute Saint Joseph, verlegte der '''Gouverneur Pedro de la Moneda''' den Regierungssitz im Jahre 1757 nach Puerto de Espana, dem heutigen ''Port of Spain''. Da die Insel nur sehr schwach besiedelt war und Spanien fürchtete, die Insel könne dadurch leicht von England eingenommen werden, lockte der spanische '''Gouverneur Manuel Falques''' 1776 katholische Siedler mit Steuererleichterungen ins Land. Er brachte der Insel etwas wirtschaftlichen Aufschwung und veranlasste die Gründung des Ortes San Fernando. Mit Hilfe von Sklavenarbeit entstanden Zuckerrohr- und Baumwollplantagen. 1784 schickte Spanien seinen fähigsten Gouverneur, '''Don José Maria Chacon''', auf die Insel. Unter seiner Führung wuchs die Bevölkerung auf fast 18.000 Menschen an. Davon waren nur 2.000 Weiße, über 10.000 waren afrikanische Sklaven und knapp 1.000 waren Indianer, der Rest bestand aus freien Mischlingen. Im Jahre 1795 kam es zum Krieg zwischen Spanien und England. Im Mai 1796 lief das britische Schiff „H. M. S. Lebra“ unter der Führung von '''Sir Ralph Abercromby''' bei Chaguaramas die Insel an. Der spanische '''Admiral Don Sebastian Ruiz de Apodaca''' ließ alle spanischen Schiffe im Hafen in Brand setzen und '''Gouverneur Chacon''' übergab Trinidad kampflos an die Engländer. Sir Abercromby ernannte einen seiner Offiziere, '''Thomas Picton''', zum ersten Gouverneur. Die Ernennung entwickelte sich zu einem absoluten Missgriff. Picton betrachtete Sklaven und Mischlinge als Aufwiegler. Farbige Plantagenbesitzer und Sklaven wurden ständigen Repressalien ausgesetzt. 1802 musste er von '''Thomas Hislop''' abgelöst werden. Im gleichen Jahr gab es auf der Insel 150 Plantagen, alle waren im Besitz von Franzosen. Bis zum Jahre 1808 stieg die Zahl der Sklaven auf 20.000. Die Fachleute der damaligen Zeit kamen zu dem Ergebnis, um aus der Insel eine gewinnbringende Zuckerrohrbesitzung zu machen, wären mindestens 250.000 Sklaven nötig gewesen. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Insel trotzdem Kronkolonie. Die Zusammensetzung der Inselbevölkerung ließ in den Augen der britischen Regierung keine Wahlen zu. Die Zahl der freien Farbigen war doppelt so groß wie die der Weißen, und von der weißen Bevölkerung waren nicht einmal die Hälfte Engländer. So wurde die Insel direkt von London aus regiert, und der Gouverneur war das ausführende Organ. Als der Sklavenhandel 1807 offiziell eingestellt wurde, kam es noch jahrelang zu illegalen Sklaveneinfuhren. Die Abschaffung der Sklaverei im Jahre 1834 führte auf der Insel zu einer lang anhaltenden Ratlosigkeit, wie die Zukunft ohne Sklaven aussehen sollte. Selbst das Parlament in London beschäftigte sich immer wieder mit dieser Frage. Verschiedene Pläne wurden entwickelt und wieder verworfen. Menschen verschiedenster Nationalitäten wurden als Arbeitskräfte auf die Insel geholt: Iren, Schotten, Chinesen, Portugiesen von Madeira, europäische Emigranten, Arbeitskräfte von anderen karibischen Inseln, befreite Sklaven aus Sierra Leone und St. Helena, die meisten kehrten bald wieder in ihre Heimat zurück. Schließlich waren es Inder, die die Inselbevölkerung verändern sollten. Zwischen 1845 und 1917 kamen 144.000 Inder als billige Arbeitskräfte ins Land. Sie hatten Verträge für fünf oder zehn Jahre und waren danach berechtigt zurückzukehren. Aber viele von ihnen blieben in Trinidad, kauften ein Stück Land für ihre Reispflanzen oder Kakaobäume und eröffneten kleine Geschäfte. 1871 betrug der indische Bevölkerungsanteil schon 25&#x202F;% der Gesamtbevölkerung. Bis in die heutige Zeit haben sich die Familienclans erhalten und die indische Gesellschaft in Trinidad ist noch immer eine fast „geschlossene Gesellschaft“. 1847 richtete ein Wirbelsturm große Schäden an. 1857 bohrte die ''Merrimac Oil Company'' bei La Brea die erste Ölquelle an, aber erst 50 Jahre später wusste man diesen Reichtum richtig zu nutzen. Zur Jahrhundertwende führte die weitergehende Verarmung der Massen zur Gründung von mehreren politisch-gesellschaftlichen Interessengemeinschaften. 1897 wurde die Arbeiterbewegung Trinidad Workmen´s Association gegründet. Im gleichen Jahr entstand die East Indian National Association, und vier Jahre später folgten die Pan African Association und die Rate Payers Association, ein Zusammenschluss der Wassergebührenzahler. 1889 wurden Trinidad und Tobago zu einer Union zusammengeschlossen. 1914 entstand bei Pointe-A-Pierre die erste Ölraffinerie. Als Folge der Weltwirtschaftskrise kam es in den 1930-er Jahren auch in Trinidad zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die vermehrt zu Aufständen führten und zur Gründung von Arbeiterbewegungen. 1937 kam es in dem Dorf Fyzabad unter der Führung von '''Uriah Butler''' zu einem Aufstand der Erdölarbeiter. 1938 lag der durchschnittliche Tagesverdienst bei 35 Cents. Diese niedrigen Löhne führten schon 1935 zu einem Hungermarsch und 1937 zu wiederholten Streiks auf den Ölfeldern. 1941 verpachtete die Regierung das Gebiet um ''Chaguaramas'' und ''Waller Field'' an das US-Militär. Die Amerikaner bauten einen großen Marine- und Luftwaffenstützpunkt. Dies brachte dem Land für einige Jahre gut bezahlte Arbeitsplätze. Erst 1960 zogen die Amerikaner nach großen Protesten aus der Bevölkerung wieder ab. Nach dem Krieg und der Einführung des allgemeinen Wahlrechtes entstanden unzählige Parteien und in deren Folge Gründungen von Gewerkschaften. Den hohen Erlösen aus der Erdölindustrie standen nur wenige Arbeitsplätze gegenüber. 1956 gründete '''Dr. Eric Williams''' die Partei People´s National Movement. Am 31. August 1962 wurden Trinidad und Tobago rund drei Wochen nach Jamaika von den Engländern in die Unabhängigkeit entlassen. Eric Williams wurde erster Premierminister. Er behielt diesen Posten bis zu seinem Tode im Jahre 1981. Mit der Unabhängigkeit fielen die großzügigen finanziellen Unterstützungen von England fort. Internationale Konzerne wurden stattdessen von der Regierung „eingeladen”, sich auf der Insel niederzulassen. Bis 1966 konnten so 169 Industriefirmen angesiedelt werden. Die Ölförderung teileten sich Amoco, Shell und Texaco, die Zuckerindustrie wurde von Tate & Lyle kontrolliert. Während der 1970-er Jahre konnte Trinidad aufgrund seiner Erdöl- und Erdgasvorkommen noch ein deutliches Wirtschaftswachstum verzeichnen. Zum großen Teil ist dies den Preisbeschlüssen der OPEC von 1973 zu verdanken. Diese Preissteigerungen verdreifachten die Deviseneinnahmen des Landes schlagartig. Nach der zweiten deutlichen Ölpreiserhöhung in den Jahren 1979 und 1980 verzehnfachten sich diese Einnahmen sogar. Mit diesen Geldern kaufte Premierminister Williams die Kapitalmehrheit der nationalen Shell und BP, verstaatlichte die Zuckerindustrie, die Fluglinie BWIA und die Telefon- und Fernsehgesellschaften. Für 460 Millionen US-Dollar ließ er zudem ein Stahlwerk bauen. Anfang der 1980-er Jahre kam es dann mit Ende des Ölbooms und anderer politischer Fehler zu einer tiefen Strukturkrise, die sich besonders aus der Person des seit 25 Jahren regierenden Eric Williams ergab. Hatte er die weiße Mittelschicht vor der Unabhängigkeit noch als Nutznießer der Kolonialherrschaft bekämpft, so sicherte er seine Macht nun genau durch diese Gruppe. Korruption und schwere Mängel in der Gesundheits-, Verkehrs- und Baupolitik wurden ihm angelastet. Im März 1981 konnte der plötzliche Tod von Williams nicht eindeutig geklärt werden. Bei den Parlamentswahlen im November des gleichen Jahres konnte sein Nachfolger '''George Chambers''' noch die Mehrheit erzielen, bei den Kommunalwahlen 1983 gab es dann aber eine herbe Niederlage. Seit 1974 waren mit der Ölindustrie 50 Milliarden Petrodollar erwirtschaftet worden. Als der Einbruch der Ölpreise zu einer Rezession führte, musste man feststellen, dass der größte Teil des Geldes durch Misswirtschaft und Fehlplanungen verschwendet worden war. Der TT-Dollar musste mehrfach abgewertet werden, im Staatsdienst gab es Entlassungen, unrentable Staatsbetriebe wurden privatisiert. Bis 1990 stieg die Arbeitslosigkeit im Lande daraufhin bis auf 27 %. Am 27. Juli 1990 besetzte die kleine, radikale Moslemgruppe ''Jamaat al Muslimeen'' unter der Führung von '''Yasin Abu Bakr''' das Parlamentsgebäude. 45 Parlamentsmitglieder, einschließlich des Premierministers A. N. R. Robinson, wurden als Geiseln genommen. Robinson wurde aufgefordert zurückzutreten und innerhalb von 90 Tagen Neuwahlen auszuschreiben. Nachdem er dies verweigerte, kam es zu einem Schusswechsel, bei dem der Premierminister eine Schusswunde im Bein erlitt. Erst nach fünf Tagen gaben die Rebellen auf. Bei diesen Unruhen kamen insgesamt 30 Personen zu Tode, weitere 500 wurden verletzt. 114 Rebellen erhielten nach langen Gerichtsverhandlungen, zu denen auch der Kronrat in London gehört wurde, eine Amnestie. Dieser Putschversuch verschreckte verständlicherweise ausländische Investoren. Erst 1994 verzeichnete das Land sinkende Arbeitslosenzahlen und eine steigende Bruttoinlandsproduktivität. In den folgenden Jahren legte die Regierung ein Programm zur Modernisierung des Erdölsektors auf. Zugleich schaffte sie sich ein zweites wirtschaftliches Standbein, indem die Erschließung von Off-shore-Erdgasvorkommen gefördert wurde. === Erdöl und Erdgas === Im Jahre 1906 kam der Geologe ''Arthur Beeby Thompson'' nach Point Fortin. Er erhielt von der Regierung die Genehmigung, Land zu erwerben und nach Öl zu bohren. Er kaufte die Adventure und La Fortunée Plantagen um Werkanlagen zu errichten. Im Mai 1907 fand man in 210&#x202F;m Tiefe Öl. Zwei Jahre später wurde die '''Trinidad Oil Company''' gegründet. 1913 übernahm die '''United British Oilfields of Trinidad''' die Anlagen. 1957 wechselte der Besitz an '''Shell'''. Nach langen Protesten der Bevölkerung in den 1960-er und 1970-er Jahren übernahm der inzwischen von England losgelöste, selbstständige Staat Trinidad and Tobago die Shell und seit 1974 nennt sich das Unternehmen '''Trinidad & Tobago Oil Company''' (TRINTOC). Im Jahre 1993 gründte der Staat dann die '''Petroleum Company of Trinidad & Tobago''' (PETROTRIN) mit der Zentrale in Pointe-a-Pierre, und mit dem Zweck, alle Ölförderungen, die Weiterverarbeitung und den Verkauf von Erdölprodukten zu zentralisieren. Im Jahre 2000 übernahm die PETROTRIN dann in Zusammenarbeit mit TRINMAR alle Vermögenswerte von TEXACO. PETROTRIN hat seine größten Operationsbasen in Fyzabad, Guayaguayare, Marabella, Penal und Point Fortin. Von der Südostspitze der Insel (Guayaguayare) nach Point Fortin wurde eine neue Hochdruck-Pipeline verlegt, unterwegs gibt es mehrere Pumpstationen. In Pointe-a-Pierre steht die einzige Ölraffinerie des Landes. Die Anlage umfasst 809 Ha Grundfläche. Die Tagesproduktion liegt bei 160.000 Barrel von denen 70.000 für den lokalen Markt bestimmt sind, der größere Rest wird nach Brasilien, Equador, Kolumbien, Venezuela und West Afrika exportiert. Dort wird Flugbenzin, bleifreies Benzin, Diesel, Schmierstoffe und Bitumen hergestellt. TRINMAR, Trinidad Marine, betreibt im Seegebiet von Trinidad und Tobago 23 Ölbohrplattformen und 238 freistehende Bohrtürme. Der Beitrag von PETROTRIN am Sozialwesen von Trinidad besteht im Straßen- und Brückenbau, man beteiligt sich an der Reparatur von Schulen, baut Spielplätze und stellt Computer zur Verfügung. === Geister, Geisterglaube === Wie auf allen anderen karibischen Inseln haben auch die Bewohner von Trinidad und Tobago eine lebhafte Vorstellungskraft, kennen vielerlei Gruselgeschichten, glauben an gute und böse Geister. Viele dieser Geister und Geistergeschichten haben ihren Ursprung in Afrika. Der '''Dupp''' (auf der Insel Jamaika: Duppy) ist auf allen Inseln bekannt. Zusammen mit den '''Jumbies''' zählt er zu den harmlosen Geistern. Es sind die Geister von Toten, die nachts aus den Gräbern steigen, sich an dunklen Orten herumtreiben und die Lebenden gerne erschrecken. '''Belarivoist''' der Geist des Joachim Belarivo. Ein wenig begabter Zauberer wollte diesen Geist auferstehen und für sich arbeiten lassen. Für die Auferstehung reichte das Wissen, für weiteres nicht. Stattdessen erschien der Geist auf unzähligen Hochzeitsfeiern und erschreckte die Gäste. Er musste schließlich in einen Bleisarg eingeschlossen werden und unter einem großen Steinhaufen begraben werden. Der bedeutendste Geist auf Trinidad und Tobago ist '''Papa Bois''', der Beschützer des Waldes. Er hat Hörner, Fell und eine Harfe, seine Mutter war ein Reh, sein Vater ein Jäger, meistens erscheint er in Gestalt eines alten Mannes mit Bart und langen Haaren. Er kann sich auch in ein Tier verwandeln und Wilderer tief in den Wald locken, so dass sie sich verlaufen. Er hat auch eine Geliebte, '''Mama Dlo''' oder Mama d l‘eau, halb Frau, halb Schlange. Sie ist die Beschützerin der Flüsse. Von '''La Diablesse''' erzählt man, sie sei eine schöne Frau mit Kuhfuß, die man häufig auf großen Festen antrifft. Dort soll sie die Männer verführen. Wer sich mit ihr einlässt, wird nie mehr sein wie vorher oder nach kurzer Zeit sterben. Begegnet man ihr, soll man seine Kleidung ausziehen und mit der linken Seite nach außen wieder anziehen, dann kann sie einem nichts mehr anhaben. '''Douens''' und '''Douennes''' sind die Geister von kleinen Kindern, die ungetauft sterben. Sie tragen große Strohhüte, haben keine Gesichter, und ihre Füße stehen rückwärts. Es gibt auch Meerjungfrauen, Feen und Vampire. Man sagt, dass sich einsame und ungeliebte Menschen in Vampire, sogenannte '''Sousouyants''', verwandeln konnen. Sie ziehen ihre Haut aus und lassen diese auf der Türschwelle liegen, dann verwandeln sie sich in Feuerbälle, die durch die Luft fliegen. Dann kommen sie zu den Menschen und saugen ihnen das Blut aus. Man kann sich vor ihnen schützen, indem man Reis oder Salz um sein Bett streut. Der Vampir muss jedes Korn zählen, bevor er Blut saugen kann, bis er damit fertig ist, wird schon wieder Morgen und er muss unverrichteter Dinge abziehen. === Karneval === Französische Einwanderer brachten im 18. Jahrhundert den Karneval mit in die Karibik. In Frankreich war der Karneval damals ein riesiges Schlemmer- und Kostümfest vor dem Beginn der Fastenzeit. Die französischen Großgrundbesitzer in der Karibik feierten dieses Fest unter sich und ohne die Sklaven, nur freie Mulatten wurden zur Teilnahme eingeladen. Nach der Sklavenbefreiung 1834 wollten auch die Farbigen ihr Fest feiern. Das traditionelle Erntedankfest '''Canboulay''' wurde auf den Karnevalsonntag vorverlegt. Sie veranstalteten Straßenumzüge mit Trommelmusik, Stockkämpfen und Spottliedern auf die Weißen, dazu kleideten sie sich in elegante Kleider wie ihre weißen Herren. Diese fühlten sich schnell beleidigt und feierten in der Folgezeit nur noch in ihren Häusern. 1883 wurde den Farbigen das Mitführen von Trommeln verboten, ein Jahr später fanden die Umzüge nur noch am Karnevalmontag und unter Polizeibegleitung statt. So entstanden in den Vororten von Port of Spain die ersten '''Mas Camps''' - Kostümgruppen. Statt der Trommeln benutzte man Bambusstücke um den Takt zu schlagen, zur Zeit des II. Weltkrieges erfand man neue Musikinstrumente: Keksdosen und leere Ölfässer. 1894 kam dem Kaufmann ''Ingnatius Bodu'' die Idee, aus dem Karneval einen Wettbewerb zu machen. 1921 richtete ''Chieftain Douglas'' als erster ein '''Calypso Tent''' ein, in dem während der Karnevalsaison Nonstop gesungen wurde. Heute gibt es das '''National Carneval Commitee''' (NCC), es entstand aus der 1957 gegründeten ''Carneval Development Commission''. Diese Behörde betreut den gesamten Karneval, schreibt die Wettbewerbe aus, bestimmt die Veranstaltungsorte, organisiert die Showveranstaltungen, stellt die Preisrichter und wirbt Spenden ein, mit denen Gewinner zu hohen Geldpreisen kommen. Eine Jury wählt die Gewinner. Sie besteht aus Mitarbeitern von Ministerien, des NCC und Mitgliedern von Tanz-, Steelband- und Gesangsgruppen. Gewählt werden die besten Königs- und Königinkostüme, der beste Kostümdesigner, das Karnevallied des Jahres und die Musikband des Jahres. Eine Musikband kann zwischen 3.000 und 9.000 Mitglieder zählen. Für die Offiziellen beginnt die Karnevalsaison am Tag nach Aschermittwoch. Die Calypso-tents öffnen im Laufe des Januar. Danach beginnen die Vorentscheidungen für den Calypso- und Soca Monarchen, für Karnevalskönig und -königin. Die heiße Phase der Feierlichkeiten beginnt kurz vor Beginn der Fastenzeit mit dem Kinderkarneval. Am Karnevalmontag starten die Umzüge am frühen Morgen Richtung Stadtzentrum. Um die Mittagszeit finden die Maskenumzüge statt. Karnevaldienstag strömen die Massen zur Hauptveranstaltung im Queen´s Park, die bis in die späte Nacht dauert. Am Mittwoch ist alles vorbei und die Insulaner gehen wieder ihrem Gewerbe nach. === Musik === * '''Calypso''': Der Calypso hat seinen Ursprung an den Küsten von Westafrika und wurde von den Sklaven mit ins Land gebracht. Das „Urwort“ ist Kaiso und kommt aus Nigeria, Kaisos sind dort Spottlieder. Von den Sklaven wurden diese Lieder bei der Feldarbeit gesungen um die qualvolle Arbeit etwas zu erleichtern. Zugleich war es die einzige Möglichkeit, sich verschlüsselt über die Herrschaft zu beschweren oder lustig zu machen. : Seit der Abschaffung der Sklaverei wird dies von deren Nachfahren gefeiert. Seitdem wurden die Liedertexte immer bissiger. Im Jahre 1881 wurde bei so einer Veranstaltung von den Farbigen so auf die Regierung geschimpft und die politischen Mißstände wurden derart in ihren Gesängen verspottet, dass die Umzüge und Gesänge verboten wurden. In der Folgezeit texteten die Sänger, die Calypsonians, im Untergrund weiter. Aktuelle private und besonders politische Ereignisse werden seitdem besungen und ersetzen für den Teil der Bevölkerung, die nicht lesen können, die Tageszeitung. Man sagt auch: der Calypso bietet die Gelegenheit, etwas in Liedform zu sagen, was man in der besseren Gesellschaft nicht aussprechen kann. : Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. : Zwischen den beiden Weltkriegen wurde der Calypso international durch das Lied „''Rum and Coca Cola''“ bekannt. Es wurde von Lord Invader geschrieben und von den Andrew Sisters in den USA auf den Markt gebracht, sie verkauften die Platte fünf Millionen Mal. : 1978 wurde Calypso Rose als erste Frau zum alljährlichen Calypso King gekrönt. : Fast alle Sänger haben ausgenommen auffallende Namen: Atilla the Hun, Growling Tiger, Mighty Chalkdust, Roaring Lion, Valentino oder Black Stalin. Zu den weltweit bekanntesten gehören '''Lord Kitchener''' (*1922, †2000) und '''Mighty Sparrow'''. : In jüngster Zeit ist auch der Calypso extrem kommerzialisiert worden. * '''Indische Musik''': Mit einem Bevölkerungsanteil von etwa 40&#x202F;% beherrschen die Inder auch einen großen Teil der Musikszene. Im Laufe der Jahrzehnte hat die ursprünglich religiöse Musik sich teilweise an die Ansprüche der Jugendlichen Zuhörer angepaßt. '''Chutney''' ist eine dieser neuen Musikrichtungen, heute mit schnellerem Rhythmus und tanzbar, hat sie sich aus hinduistischen Folkloreliedern entwickelt. Chutney ist auch ein Teil des Trinidad-Karnevals geworden und für die Musikgruppen werden Preise vergeben. '''Pantar''' ist die Fusion von Pan-Musik und Sitar, eines der schönsten und ältesten indischen Musikinstrumente. Mit dieser Kombination lassen sich alle Arten von Calypsomusik bis zu indischer Ragmusik spielen. Einer der bekanntesten Pantar Interpreten ist Sitarist ''Mungal Patasar'' und seine Gruppe. * '''Panmusik und Steelbands''': Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. Ab 1935 begannen die Musiker deshalb, auf Dosen, Fässern und Benzinkanistern zu trommeln. Ein Jahr später gelang es dem Musiker '''Ellie Mannette''' ein Ölfaß so zu manipulieren, dass man ihm verschiedene Töne entlocken konnte. 1939 spielte die John John Band zum ersten Mal des amerikanische Kinderlied „Mary had a little lamb“ auf gestimmten Ölfässern. Seit 1945 erschienen abgeschnittene und gestimmte Ölfässer, die Pans, in der Öffentlichkeit. Heute ist der Beruf des Ölfaßstimmers sehr geachtet. Man unterscheidet die Pans nach Größe und Klangfarbe. Bass Pans verfügen über 5-7 Töne, sie werden auf etwa 7,5 cm Höhe zusammengeschnitten. Cello Pans haben 10 Töne und werden bei 35 cm abgeschnitten. Die Tenor Pans verfügen über 26-32 Töne und werden auf eine Länge von 15-18 cm geschnitten. : Die Pans werden blank geschliffen, verchromt, poliert und auf Gerüste montiert, damit der Musiker Bewegungsfreiheit hat. Die Tonfelder werden mit unterschiedlich großen Klöppeln geschlagen. Die Pans können von einem Solomusiker bearbeitet werden oder als Band können bis zu 100 Personen zusammen musizieren. Auf Trinidad soll es über 100.000 Ölfaß-Spieler geben. * '''Parang''': Besonders in der Weihnachtszeit beherrscht Parang die Musikszene. Diese Musikrichtung leitet sich aus venezuelanischen Weihnachtsliedern ab und den damit verbundenen Haus-zu-Haus besuchen und -feiern. Zu spanischen Texten mit religiösem Inhalt kommen südamerikanische Rhythmen mit Violine, Gitarre, Baß, Cuatro und Maracas. Einige Gruppen spielen die traditionellen Weisen, andere mixen es mit Soca, so dass '''Soca Parang''' entsteht. * '''Rapso''': Eine weitere Fortsetzung von der afrikanischen Tradition des Geschichtenerzählens führte zur Entwicklung des Rapso, einer Mischung von amerikanischem Rap mit Calypso. Hier wird Sprechgesang in Versen vom Rhythmus großer, schwerer Trommeln untermalt. Zwei der bedeutendsten Künstlergruppen sind ''Brother Resistance'' und ''Network Rapso Riddum''. * '''Soca''': Diese flottere Art des Calypso wurde 1970 geboren, als die Elektronik Einzug in die Musikszene hielt. Diese neue Form wird dem Musiker zugesprochen, der sich damals '''Lord Shorty''' nannte und heute unter dem Namen ''Ras Shorty I'' Musik produziert. Der Soca-Rhythmus läßt sich leicht mit anderen Musikformen verbinden. So findet man auf Trinidad den Soca heute als Bestandteil von Reggae, Jazz, Rythem & Blues als auch mit indischer Musik. Auch die im Lande lebenden Inder fanden an diesem Musikstil gefallen, verbanden den Rhythmus mit Hinditexten und so wurde der '''Chutney-Soca''' geboren. === Pflanzen- und Tierwelt === Trinidad und Tobago zählen zu den zehn führenden Ländern bei der Anzahl von Vogelarten pro Qaudratmeile. Auf beiden Inseln findet man auf Grund der Nähe zu Südamerika eine größere Anzahl von Pflanzen und Tieren als auf den anderen Karibischen Inseln. Man kennt 2.300 verschiedene, blühende Pflanzen, davon sind alleine 700 Orchideen. Die Nationalblume von Trinidad ist die '''Chaconia''', englisch: Wild Poinsettia. Ein Strauchgewächs von 2-3&#x202F;m Höhe, es ähnelt dem Weihnachtsstern. Den „Buffalypso“ gibt es nur auf der Insel Trinidad. Er ist das Ergebnis intensiver Zuchtversuche aus den 1960-er Jahren. Fünf auf Trinidad heimische Wasserbüffel Rassen wurden gekreuzt. Das Ergebnis ist ein friedfertiges Tier, dass tropische Hitze gut verträgt, mit schmackhaftem Fleisch. Es gibt 620 verschiedene Arten von Schmetterlingen. Von den 433 verschiedene Vogelarten brüten 250 auf der Insel, es gibt 41 verschiedene Kolibriarten. Den blinden Ölvogel findet man nur in Trinidad, es ist der größte Vogel, der sich von Früchten ernährt, aber nur nachts auf Futtersuche geht und selbst ein Amazonas-Papagei ist auf Trinidad zu finden. 108 verschiedene Säugetiere sind vertreten, dazu zählen 57 Fledermausarten und es gibt 70 verschiedene Arten von Kriechtieren. Die einzigen '''giftigen Schlangen''' sind die '''Far de Lance''' und der '''Buschmeister'''. Die Morocoy ist eine kleine Landschildkröte, die früher als Delikatesse gejagt wurde und fast ausgerottet war, heute wurd sie vielerorts als Haustier und Spielgefährte der Kinder gehalten. Verschiedene Strände von Trinidad und Tobago werden in den Monaten März bis Juli von Meeresschildkröten zur Eiablage aufgesucht. Der Besuch von Strandabschnitten, die von Schildkröten zur Eiablage aufgesucht werden, unterliegt einer Genehmigung durch die Forstverwaltung. The Forest Division, Long Circular Road, Port of Spain, Tel. 622-7476. The Forest Division, San Fernando, Tel. 657-8391, 657-7256. Den Schmetterling „89“, er hat eine schwarz-beigene Markierung auf der Flügelunterseite, die wie eine 89 aussieht, findet man nur auf Trinidad. Der Pauis ist ein großer truthahnartiger Vogel, der früher viel gejagt wurde und dadurch sehr selten geworden ist. Es gibt ihn nur auf Trinidad, nirgendwo sonst auf der Welt, er steht unter Schutz. Einzigartig auf der Welt ist auch der Fisch Cascadura. Diese Welsart ist ein Urtier aus dem Silur-Zeitalter. Sein Lebensraum sind zahlreiche schlammige Gewässer an der Südküste Trinidads. Ebenso selten sind die Reiherarten Agami, Blongios und Crabier Bec, die es nur auf Trinidad gibt. Weitere Vogelarten, die es in der Karibik nur auf Trinidad gibt sind Eisvögel, Pirol und Tukane. Das größte wilde Tier auf Trinidad ist der Braune Waldmazama, eine Hirschart. Das Halsband-Pekari wird von den Einheimischen Quenk genannt, es ist eine Wildschweinart. Auf der Insel gibt es verschiedene Opossumarten, die auch Manicou genannt werden, Waschbären, das hasengroße Agouti und den größeren Gefleckten Paka. Das gepanzerte Gürteltier, Armadillo oder Tatu genannt, und die seltenen Ozelote bekommt man kaum zu sehen. In einigen Flüssen und Sümpfen lebt der bis zu 2&#x202F;m lange Kaiman. === Plantagenwirtschaft === Die Landfläche von Trinidad und Tobago umfasst 513.000 Ha, weniger als ein Drittel davon ist Ackerfläche, 45&#x202F;% sind als Waldflächen ausgewiesen. Nur 13&#x202F;% des pflügbaren Landes ist bewässert. Es gibt aber eine Vielzahl von kleinen und großen Flüssen, Überflutungen in der Regenzeit sind normal. Die letzte umfassende Erhebung aus den 1970-er Jahren zählt 35.000 Farmen mit einer Gesamtfläche von etwa 130.000 Ha. Die Durchschnittsgröße einer Farm wurde mit 6 Ha angegeben, aber die 40 größten Plantagen hatten alle eine Größe über 400 Ha. Die landwirtschaftlichen Ernteerträge der 1970-er und 1980-er Jahre in Trinidad stehen in einem engen Zusammenhang mit der Ölindustrie. Dieser Trend begann Anfang der 1970-er mit dem starken Anstieg des Ölpreises. Löhne in der Landwirtschaft waren erheblich niedriger als in der Ölindustrie, der Geldreichtum führte zu größeren Importen von landwirtschaftlichen Produkten. Die Zahl der Landarbeiter sank um 50 %. Die Ernteerträge bei Zitrusfrüchten sanken um 75 %, bei Kakao waren es 61 %, bei Kokosprodukten 56&#x202F;% und bei Kaffee immer noch 15 %. Der Zuwachs von landwirtschaftlichen Produkten in den 1980-er Jahren wurde von Kleinstfarmern erwirtschaftet, die ihre Produkte oft in gartenähnlichen Familienbetrieben anbauten. Die Viehzucht im Land hat keine große Bedeutung. Es gibt nur rund 30.000 Rinder. Rindfleisch wird überwiegend aus Australien un Neuseeland importiert. Milch und Milchprodukte werden zu 90&#x202F;% von der Firma Nestlé eingeführt. Seit den späten 1980-er Jahren gibt es Zuchtversuche von Kühen und Indischen Wasserbüffeln, die man im Lande „Buffalyso” nennt. Bedeutender ist die Aufzucht von Hühnern und Schweinen. '''Kaffee''' wird in Trinidad verstärkt seit 1930 angepflanzt. Die Produktion sank von den späten 1960-er Jahren bis Mitte der 1980-er Jahre aber um rund 50 %. 1984 konnte zum ersten Mal kein Kaffee exportiert werden. Ein Jahr später betrug die Ernte wieder 2,1 Millionen KG, von denen 35&#x202F;% exportiert wurden. '''Zitrusfrüchte''' hatten in den 1950-er Jahren einen Boom. Man erntete zu der Zeit über 90.000 Tonnen pro Jahr, 1982 waren es nur noch 4.700 Tonnen. '''Kakaoplantagen''': Kakao war von den späten 1880-er Jahren bis in die 1930-er Jahre die wichtigste Anbaufrucht auf Trinidad und Tobago. Auf Tobago war sie dies sogar bis in die späten 1980-er Jahre. Kakao war schon im 18. Jahrhundert durch die Spanier nach Trinidad gekommen. Zeitweise war die Insel der zweitgrößte Kakaolieferant auf der Erde. Verschiedene Krankheiten haben der Fucht aber sehr zugesetzt. So sank die Jahresernte von 2.600 Tonnen im Jahre 1981 auf unter 1.300 Tonnen in 1985. Seit den 1970-er Jahren ist das Land nicht mehr in der Lage den Bedarf von Kokosöl und Seife mit den Ernten aus dem eigenen Land zu befriedigen. * Lopinot Estate. In Arouca führt die Lopinot Road nach Norden in die Northern Range. Um 1800 legte der Franzose Charles Joseph Comte de Lopinot dort eine 193 Ha große Kakaoplantage an. Der Graf war ein Offizier der französischen Armee in Haiti. Nach der Ausrufung der Unabhängigkeit und der damit verbundenen Freilassung der Sklaven in Haiti verließ er das Land und brachte seine 100 Sklaven mit nach Trinidad. Er nannte die Plantage „La Reconnaissance“. Das Herrenhaus, die Stallgebäude, die Sklavenunterkünfte und das Gefängnis wurden restauriert und können heute besichtigt werden. Im Herrenhaus wurde ein kleines Museum eingerichtet. Öffnungszeiten: täglich von 8-18 Uhr, Eintritt frei, Führungen finden zwischen 10 und 18 Uhr statt. '''Zuckerplantagen''': Im 19. Jahrhundert war Zucker trotz der überwältigenden Probleme noch immer die bedeutendste Einnahmequelle der Insel Trinidad. In den 1880-er Jahren gab es noch über 300 selbstständige Zuckerrohrplantagen. Ein Jahrhundert hatte die staatliche Carioni Gesellschaft hier das Monopol, nachdem man im Jahre 1971 51&#x202F;% der Aktien von Tate and Lyle zurückgekauft hatte. In den 1980-er Jahren wurde Zuckerrohr auf knapp 20.000 Ha angepflanzt, 20.000 Arbeitskräfte wurden in der Industrie gezählt. Die Jahresproduktion von Zucker lag zwischen 70.000 und 80.000 Tonnen. * Caroni Estate and Sugar Factory, Couva, Tel. 636-2371. Die Zuckerfabrik und die Distillerie liegen fast 40&#x202F;Km voneinander entfernt. Seit 1918 wird dort Rum destilliert. 1957 übernahm Caroni die Esperanza Estate. Deren Destillieranlagen wurden nach Caroni gebracht. 1980 wurde die Produktion ausgebaut. Neben eigenen Anbauflächen erhält Caroni Zuckerrohr von 6.000 unabhängigen Kleinfarmern. Seit 2003 wir die Caroni Gesellschaft umstrukturiert. Die Zuckerfabrik von Caroni wird geschlossen, die Fabrik von Sainte Madeleine bleibt bestehen. Der Landbesitz von Caroni, etwa 30.000 Ha geht in Staatsbesitz über und wird von einer neugegründeten Agentur verwaltet, der Estate Management and Business Development Company. Das Ziel ist, statt Rohzucker Zitrusfrüchte und Reis anzupflanzen und Milchviehzucht zu betreiben. :Der Rum wird unter den Markennamen Caroni Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, als Stallion Puncheon Rum mit 78&#x202F;% Alkohol, als Felicite Gold, White Magic Light und Special Old Cask Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol abgefüllt. Nur die leichten Rumsorten werden nach Kanada und Europa exportiert. * Champs Elysée Estate, Maraval Tal, Port of Spain. Um 1785 führte die Einwanderungspolitik des Franzosen Roumé de St. Laurent unter dem Gouverneur Don José Chacon viele französische Siedler mitsamt ihren Sklaven auf die Insel. Im fruchtbaren Maraval Tal bauten sie Baumwolle, Kaffee und Zuckerrohr an. Die Mehrheit der dort lebenden Menschen konnte kein englisch, fast alle gehörten der römisch-katholischen Kirche an. Im Jahre 1881 lebten dort 1.480 Menschen, davon waren 88 Plantagenbesitzer oder -verwalter. :Roumé de St. Laurent erwarb selbst ein großes Stück Land am Taleingang, aus dem die Champs Elysée Plantage entstand. Aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten musste seine Familie die Plantage schon bald verpfänden, später ging sie in den Besitz eines Pflanzers mit Namen Boissiere über. 1849 fasste man das ganze Tal zum Stadtbezirk Maraval zusammen. Gegen Ende des Jahrhunderts waren viele der kleinen Plantagen verschwunden. Auf den verbliebenen größeren Ländereien Champs Elysée, Moka, Haleland Park und Val de Oro wurde weiter Landwirtschaft betrieben. Heute werden nur noch auf der Paramin Plantage, westlich von Maraval, Gemüse und Gewürze angepflanzt. * Diego Martin River Estate, am Diego Martin Fluß. Direkt neben der Hauptstraße steht noch das 150 Jahre alte und 12&#x202F;m hohe Wasserrad der Zuckerplantage. Die Plantage fiel im Jahre 1897 in den Besitz der Regierung. Weitere historische Gebäude sind nicht erhalten, das einfache Plantagenhaus wurde aber wieder hergestellt. Es gibt aber noch einen Park mit Picknickplätzen und ein Mini-Museum. Das Museum ist täglich von 10-18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. * Spring Hill Estate. Um 1900 gründetet der in Frankfurt geborene Friedrich Wilhelm Mayer im fruchtbaren Arimatal in einer Höhe von etwa 400 Metern diese Plantage, um Kaffee, Kakao und Zitrusfrüchte anzupflanzen. 1908 wurde das Haupthaus fertig gestellt. Sohn Charles Mayer bewirtschaftete das Anwesen bis 1925, dann gab er auf, weil ihm der Gewinn zu gering war. 1932 kaufte der amerikanische Geologe Joseph Holmes das Land auf. Er brachte einen Stromgenerator dorthin und ließ einen Pool bauen. 1947 kauften Dr. Newcome Wright und seine Frau Asa Wright die 74 Ha große Plantage. Drei Jahre später richtete Dr. William Bebe von der New Yorker Zoologischen Gesellschaft dort eine Forschungsstation zum Studium tropischer Pflanzen und Tiere ein. 1955 verstarb Asa Wright. 1967 verkaufte ihr Mann das Gelände an die Forschungsstation. Im gleichen Jahr wurde das Herrenhaus in ein Gästehaus umgewandelt. Unter finanzieller Mithilfe der Bank of Nova Scotia wurde das Asa Wright Naturschutzgebiet eingerichtet. * Woodbrook Estate, Port of Spain. Nachdem die Siegert Familie 1875 (siehe unten) Venezuela verlassen hatte entstand in Port of Spain am Marina Square Ecke Charlotte Street die neue Angostura Fabrik. Die gleichbleibende Qualität und der weltweite Erfolg der Firma erlaubte es der Familie 1899 die 140 Ha große Woodbrook Estate zu kaufen. Die drei Brüder Alfredo, Carlos und Luis Siegert kultivierten ein Teil des Landes, zugleich planten sie eine Wohnsiedlung. Der Bau von 11 Straßen wurde in Angriff genommen, jede wurde nach einem Familienmitglied und nach Mitarbeitern des Projektes benannt. Nach dem Tod der Brüder Carlos und Luis verkaufte Alleinerbe Alfredo das Land 1911 an die Stadt Port of Spain. * '''Angostura Bitters''' Limited, Rumdistillerie, Eastern Main Road, Tel. 623-1845, Fax 623-1847. Im Jahre 1820 wanderte der preussische Chirurg Dr. Johann Gottlieb Benjamin Siegert nach Venezuela aus. Er wollte mit Simon Bolivar gegen die Spanier kämpfen. Vier Jahre später, als Leiter des Militärhospitals im Ort Angostura, am Ufer des Orinoco Flusses, entwickelte er eine Mischung aus tropischen Heilpflanzen, Gewürzen und Alkohol. Dieses Mittel „''Siegert´s Aromatic Bitters''“ sollte den von Tropenkrankheiten geschwächten Soldaten zu neuer Kraft verhelfen. Soldaten und Schiffsbesatzungen machten die Tinktur auf der ganzen Welt bekannt. 1850 verließ Dr. Siegert die Armee um sich vollständig der Produktion seines gefragten Elixiers zu widmen. 1875 verließ die Siegert Familie das krisengeschüttelte Venezuela wo ein politischer Diktator auf den anderen folgte und ließ sich in Trinidad nieder. :Im Jahre 1903 starb Carlos Siegert, zwei Jahre später sein Bruder Luis. Alfredo Siegert war nun einziger Kenner der geheimen Formel für Angostura. In der Folgezeit spekulierte er mit großen Geldmengen in verschiedenen Sektoren, verlor das Geld und auch die Firma. Amerikanische und kanadische Geschäftsleute versuchten erfolglos, die Fabrik im Ausland anzusiedeln. :1936 begann die Firma Angostura Bitters unter der Leitung von Robert W. Siegert, einem Enkel des Gründers, Alkohol zu brennen, dazu wurde eine Tochtergesellschaft, die Trinidad Distillers Ltd. gegründet und die Fernandes Rumbrennerei aufgekauft. Das Rezept für Angostura Bitters ist eines der bestgehüteten Geheimnisse der Karibik. 1960 wurden die Produkte von Angostura bereits in 140 Länder exportiert. Die Jahresproduktion von 1.3 Millionen Liter wurde bis 1998 auf 20 Millionen Liter gesteigert. :Das Besucherzentrum, Tel. 623-1841 im Ortsteil Laventille in Port of Spain ist geöffnet. Führungen finden dort montags bis freitags um 9.30, 13.30 und 14 Uhr statt, Führungen kosten 8 US $. :Die Distillerie kauft ihre Melasse von verschiedenen Zuckermühlen im Lande und vergärt und destilliert den Rohstoff in einer eigenen Brennerei. Der Rum wird unter dem Markennamen Royal Oak als 43 %-iger Rum verkauft. Weitere Markennamen sind Old Oak White und Old Oak Gold. 1973 erwarb man die auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindliche Distillerie Fernandes. Der Rum von dieser Destille wird unter den Markennamen Forres Park Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, Fernandes Vat 19, Fernandes Black Label, Ferdi´s Premium Rum und Crystal White Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol vertrieben. Daneben werden leichtere Mischgetränke hergestellt: Caribbean Club Rum Punch, Limbo Drummer, Lemon Lime & Bitters, Blu Vodka und Correla´s. :Das Grundprodukt Angostura Bitters ist eine aromatische Lösung mit 44,7&#x202F;% Akoholanteil. Man verwendet es hauptsächlich zur Verfeinerung von Mixgetränken, aber auch in Fisch- und Fleischgerichten, für Gemüse, Kuchen, Marmelade, Pudding, in Salaten und Suppen. * Fernandes Distillers, Fernandes Industrial Centre, Eastern Main Road, Laventille, Tel. 623-2101, 623-2501, Fax 623-1847. Als das Trinidad & Tobago Rum Bond Lager im Jahre 1932 abbrannte, nutzte der Besitzer der Fernandes Distillery, Joseph Bento Fernandes, die Gunst der Stunde. Er kaufte die angesengten Rumfässer günstig auf stellte fest, dass der Rum darin von besonderer Güte war. Dieser Rum wurde unter dem Namen „1919 Super Premium Rum“ verkauft. 1919 war das Jahr, in welchem die Fässer gefüllt worden waren. === Trinidad´s Eisenbahn === Schon kurz nach 1800 waren es die Großhändler, Kaufleute und Plantagenbesitzer, die bei der Kolonialverwaltung nach besseren Verkehrsverbindungen fragten. Doch wenig oder nichts geschah. Ebenso oder ähnlich verhielt es sich mit der Eisenbahn. Um 1846 wurde die '''Trinidad Railway Company''' gegründet. Man begann mit der Vermessung von möglichen Fahrlinien, kam aber zu der Überzeugung die Finanzierung sei nicht möglich. Im Jahre 1859 entstand dann die erste privat finanzierte Linie von Princes Town zum Hafen von San Fernando. Man nannte sie die Pflanzerlinie, da zunächst nur landwirtschaftliche Produkte an zur Kings Wharf gebracht wurden, zum weitertransport auf Schiffen rund um die Insel. Die Wagen wurden von Pferden oder Mulis gezogen. Auf Grund des öffentlichen Drucks wurde das Angebot auf den Personentransport ausgedehnt, auch die Post wurde nun mit der Eisenbahn transportiert. Diese Linie wurde unter dem Namen '''Cipero Tramroad''' bekannt. Sie existierte bis 1920, dann ging sie an die Trinidad Government Railway über. 1873 begann man mit dem Bau einer Bahnverbindung von Port of Spain nach Arima. Der Ausgangspunkt war der South Quay in Port of Spain, über San Juan und St. Joseph verlief die Linie bis nach Arima. Am 31. August 1876 wurde die Linie in Betrieb genommen. Die Eisenbahngesellschaft, offiziel Trinidad Government Railway, wurde gegründet. Ursprünglich sollte sie nur das reiche Landwirtschaftsgebiet um den Ort Arima herum mit dem Hafen von Port of Spain verbinden. Nun gab es aber eine kleine Eisenbahn Manie. Jeder einflußreichere Plantagenbesitzer verlangte die Anbindung seiner Farm an das Eisenbahnnetz. Schon im Januar 1880 gab es eine Verbindung nach Couva im Süden, bis 1882 wurde die Linie nach San Fernando fertig gestellt. Der Erfolg der Eisenbahnlinie nach Arima war überwältigend. Bis 1896 wurde sie nach Gunapo erweitert und 1897 wurde Sangre Grande erreicht. Im Jahre 1897 entstand an der Südlinie bei Cunupia ein Abzweig durch das Tal des Caparo Flusses nach Tabaquite. Nachdem man im Südwesten von Trinidad große Ölvorkommen gefunden hatte wurde die Eisenbahnlinie von San Fernando aus im Jahre 1913 bis nach Siparia verlängert. Im Jahre 1914 hatte das Netz dann seine größte Ausdehnung mit dem Ausbau bis nach Rio Claro. Die Länge des Schinennetzes betrug nun 173&#x202F;Km. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurden diese Eisenbahnwagen von Pferden gezogen. 1910 gab es die erste Motor-Bus-Verbindung in Trinidad. Die beiden Geschäftsleute Newallo und Asgarelli Syne betrieben '''Syne´s Bus Service'''. Mit der Zentrale in Icacos fuhren ihre Busse von dort über San Fernando bis nach Siparia und St. James in Port of Spain. Bis zum Beginn des I. Weltkrieges war dies das einzige Busunternehmen des Landes. Bis zum Jahre 1920 stieg die Zahl von angemeldeten Motorautos von etwa 100 auf 1.176. Im gleichen Jahr eröffnete Charles Ross eine Buslinie zwischen Four Roads und Macqueripe. Ab 1923 verzeichnete die Eisenbahn einen deutlichen Einbruch bei ihren Fahrgastzahlen. Trotzdem blieb die Eisenbahn ein Erfolg. Erst nach der Unabhängigkeit führte ein Missmanagement der Regierung zum Zusammenbruch des Eisenbahnverkehrs. Die Trasse der Linie von Port of Spain nach Arima, die mehr oder weniger parallel zur Eastern Main Road verläuft, wurde zur Fahrbahn nur für Express-Busse und Maxi-Taxi umgebaut. An das Zeitalter der Eisenbahn erinnert die Lokomotive Nr. 11, sie steht als Denkmal in der Harris Promenade von San Fernando. Ein zweites Exemplar befindet sich im Busdepot von Port of Spain. == Sprache == Amtssprache ist englisch. Besonders auf Trinidad wird aber auch verbreitet Französisch, Spanisch, Hindi und Chinesisch gesprochen. Daneben gibt es ein überwiegend englisches Patois. == Anreise == * {{vCard |type=airport |name=Piarco International Airport |wikidata=Q788810 |address=Golden Grove Road, Piarco |phone=669-4101 |fax=669-2319 |description=Landebahn 10/28, 10.440 × 151 Feet (3.182 × 46 m). Airport Authority of Trinidad & Tobago, Piarco Airport, Tel. 669-4101. Einreisebehörde, Immigration, Piarco Airport, Tel. 669-5859, Zollbehörde, Customs, Piarco Airport, Tel. 669-4361. |url=https://piarcoairport.com }} * '''Schiffsverbindungen''': Zwischen Trinidad und Tobago gibt es einen regeläßigen Fährverkehr. Der Hafen von Port of Spain wird von Kreuzfahrtschiffen angelaufen. == Mobilität == Achtung: '''Linksverkehr'''! Für das Fahren von Mietwagen wird für 90 Tage ein in Deutschland ausgestellter gültiger Internationaler Führerschein anerkannt. Wer länger im Lande ist muss eine nationale Fahrerlaubnis beantragen. Licening Department, Wrightson Road, Port of Spain. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 50 km/h, nur auf einigen Schnellstraßen darf man 80&#x202F;km/h fahren. Von der Hauptstadt Port of Spain gibt es eine autobahnähnliche Schnellstraße in Richtung Osten bis nach Arima und etwas darüber hinaus. Etwa 9&#x202F;km hinter Port of Spain zweigt davon eine Schnellstraße nach Süden ab, über die Stadt Chaguanas führt sie bis nach San Fernando. Die Eisenbahnlinie von Port of Spain nach Arima wurde eingestellt. Die ehemalige Bahntrasse wurde aus- und umgebaut, dies ist heute der Fahrweg für Expressbusse und Maxi Taxi. == Aktivitäten == * Naturbeobachtungen, hauptsächlich die Vogelwelt. * Strandleben, in Trinidad ist es nicht so ausgeprägt wie im Rest der Karibik. An der Nordküste findet man nur einzelne kleine Sandbuchten. Das Wasser an den kilometerlangen Stränden der Ostküste ist trüb, bedingt durch die Einschwämmungen des nahen Orinoco in Venezuela. Die Westküste ist verschmutzt durch intensive Bohrarbeiten der Erdölindustrie. * Wanderungen, hauptsächlich im Bereich der Northern Range. [[File:TnT Caroni Swamp 2.jpg|thumb|right|Caroni Swamp]] * Caroni Swamp: Sumpfgebiet im Mündungsbereich des Caroni River, durch das geführte Touren angeboten werden. Hauptattraktion ist eine riesige Kolonie Scharlachsichler, die am späten Nachmittag von ihren Fressrevieren zu ihrem Ruhegebiet zurückkehren. Ganz selten können Wasserschlangen oder Kaimane beobachtet werden. == Küche == Die Küche von Trinidad spiegelt die Zusammensetzung der Bevölkerung wieder. Neben der traditionallen karibischen Küche findet man heute viele chinesische, libanesische und syrische Einflüsse. Einen sehr großen Anteil an den Restaurants und Essgewohnheiten hat der indische Bevölkerungsanteil. Dadurch gibt es große Unterschiede zu den Restaurants auf der Insel Tobago. * '''Callaloo soup''' ist eine Suppe aus den spinatähnlichen Dasheenblättern mit allerlei Gewürzen und Krebsfleisch, stellenweise wird sie auch sehr scharf gewürzt. '''Dhal''' ist eine indische Suppe aus roten Linsen. * '''Buljol''' nennt man Saltfish, der zusammen mit Avocados, Paprika, Tomaten und Zwiebeln in Olivenöl gedünstet wird. * Ham´n Hops oder einfach nur '''Hops''' ist eine knusprige Brötchenart mit Schinkenfüllung. * '''Pastelles''' sind gefüllte Maismehltaschen die in Sohareeblättern gegart werden, ein klassisches Street Food. Die Füllung besteht aus angebratenes Rinderhack, Tomaten, Worcestershiresauce, diversen Gemüsen und Kräutern Besonders zu Weihnachten werden auch Oliven, Kapern und Rosinen dazugemischt. <gallery mode="packed" heights="150"> Callaloo-mit-Shrimps-GT.jpg|Callaloo soup mit Shrimps Buljol (Salted cod, oil, onions, tomatoes, pepper, boiled eggs).jpg|Buljol (gesalzener Kabeljau, Öl, Zwiebeln, Tomaten, Paprika, gekochte Eier) FOOD Pastelle open.jpg|geöffnete Pastelle </gallery> * Reis, der mit Kokosnußmilch gekocht wird erhält eine bräunliche Farbe. Auf vielen Karibikinseln wird er mit roten Bohnen vermischt zu jedem Essen angeboten. Auf Trinidad heißt er nicht „rice and peas“ sondern '''Pelau''', dazu gibt es im allgemeinen Hühnerfleisch, Paprikagemüse und alles ist scharf gewürzt. * Zu vielen Gerichten gehört '''Dumplin'''. Dumplins sind fingerdicke, längliche Klöße aus Wasser und Mehl, die in die Suppe oder Sauce gegeben werden. * '''Souse''' ist keine Soße sondern gekochtes Schweinefleisch, das mit Gurken, Paprika und Zwiebeln serviert wird, wir kennen es besser als Sülze. * '''Cascadura''' ist Fisch, den es nur in Trinidad gibt, der mit viel Curry gekocht wurde. <gallery mode="packed" heights="150"> Trinidadian Chicken Pelau (15399269506).jpg|Chicken Pelau </gallery> * '''Saltfish''' kommt überwiegend aus Norwegen und ist in der Karibik inzwischen ein teures Lebensmittel geworden. Der frisch gefangene Fisch wird dort ausgenommen, gewaschen, gesalzen und auf langen, dünnen Stangen aufgereiht und luftgetrocknet. * '''Black Pudding''' ist eine Blutwurst die viele Zwiebeln, Knoblauch und Gewürze enthält, sie gilt warm oder auf Brot als absolute Delikatesse. * '''Black cake''' ist ein sehr schwerer Kuchen aus dunklem Teig, der Teig wird mit Trockenfrüchten vermischt, die zuvor in Cherrybrandy und Rum eingeweicht wurden. * Das einheimische '''Bier''' trägt die Namen Carib, Heiroun und Stag Lager Beer. Auf der Insel wird aber auch Guinness, Mackeson und Stout in Lizenz abgefüllt. Die bekanntesten '''Rumsorten''' der Insel sind Old Oak und VAT 19. * Daneben gibt es unzählige '''alkoholfreie''', soganannte Soft Drinks, die meistens nur extrem süß und nach Chemie schmecken. == Feiertage == Zusätzlich zu den gesetzlichen Feiertagen die für die beiden Inseln Trinidad und Tobago gelten, gibt es auf der Insel Trinidad eine Vielzahl von religiösen Veranstaltungen und Feierlichkeiten, die teilweise auch zu nationalen Feiertagen geworden sind. === religiöse (regionale) Feiertage === * '''Divali''' oder '''Diwali''', dieses hinduistische Fest ist dem Licht gewidmet, es wird in verschiedenen Orten Trinidads auch als Ramleela Festival gefeiert. Mit dem Fest wird in Indien die Rückkehr von Lord Rama in sein Königreich Ayodha nach 14-jährigem Exil gefeiert. Zu Ehren seiner Ankunft erleuchteten seine Untertanen die Straßen mit tausenden von Öllampen. Dieses Fest wird im November auf ganz Trinidad gefeiert. Diviali bedeutet der Triumph des Guten über das Böse. Es wird zu Ehren der Göttin Lakshmis gefeiert, die Liebe, Schönheit, Reichtum und Licht verkörpert. In der Divalinacht werden auf der ganzen Insel mit Kokosöl gefüllte Tonschalen aufgestellt und angezündet. * '''Eid-ul-Fitr''', das moslemisches Neujahrsfest. Dies ist kein festes Datum, das Fest wird am Neumondtag des Fastenmonats Ramadan gefeiert. * '''Ganga Dashara'''. Am Fluß Marianne River im Ort Blanchisseuse feiern die Hindus ihr Reinigungsritual. * Das '''Hosey Festival''' wird in Trinidad seit 1884 gefeiert, es erinnert an den Krieg von Kerbala im Jahre 640. Die ursprüngliche, drei Nächte dauernde Trauerprozession wurde bis vor 40 Jahren nach strengen Regeln durchgeführt. Seitdem hat man sich an die Mentalität der Inselbewohner angepaßt. Heute finden die Prozessionen in den Monaten Februar und März in St. James, Cedros, Couva und Tunapuna statt. * '''La Divina Pastora Festival''', katholische Kirche, Siparia. Bei dieser Prozession am zweiten Sonntag nach Ostern wird die Schwarze Madonna durch die Straßen getragen. Diese Feier ist bei den Hindus auch als Soparee Mai bekannt. * '''Phagwa''', das Neujahrsfest der Hindus findet im März statt. In Trinidad ist es seit der Landung der ersten Inder im Jahre 1845 bekannt. * '''Ramleela''', ein Hindufest, das in über 20 Gemeinden gefeiert wird. * '''Santa Rosa Festival'''. Dieses Fest der kleinen Cariben Gemeinde wird im Juli gefeiert. Am 28. August findet eine gleichnamige Feier in Arima statt. Dort wurde 1775 eine Kapelle zum Gedenken an die Schutzheilige Santa Rosa de Arima gebaut. == Sicherheit == Auf Trinidad werden Drogen, insbesondere Marihuana angeboten. Der Besitz kleinster Mengen ist verboten und wird schwer bestraft. Wertgegenstände sollten im Hotelsafe hinterlegt werden. Zimmertüren und Mietwagen immer verschließen. Nachts sollte man nicht allein unterwegs sein und dunkle Orte generell meiden. Die hohe Zahl von arbeitslosen Jugendlichen führt zu wachsender Kriminalität gegen Touristen. == Klima == {{Klimatab-col |ort= |sourcelink= |sourcetext= |xt=ja|xtjan=31|xtfeb=31|xtmar=32|xtapr=32|xtmai=32|xtjun=32|xtjul=31|xtaug=31|xtsep=32|xtoct=32|xtnov=32|xtdec=31 |nt=ja|ntjan=21|ntfeb=20|ntmar=20|ntapr=21|ntmai=22|ntjun=22|ntjul=22|ntaug=22|ntsep=22|ntoct=22|ntnov=22|ntdec=21 |rm=ja|rmjan=70|rmfeb=45|rmmar=50|rmapr=55|rmmai=100|rmjun=190|rmjul=225|rmaug=250|rmsep=200|rmoct=175.0|rmnov=185|rmdec=125 }} == Literatur == === Landkarten === * {{Karte |Titel=Trinidad |Maßstab=1 : 150.000 |Hrsg=Mapping & Control, Lands & Surveys Division, Ministry of Planning & Mobilization, Government of the Republic of Trinidad & Tobago}} == Weblinks == {{GeoData| lat= 10.41611| long= -61.34444| radius= }} {{IstInKat|Trinidad und Tobago}} {{class-3}} hvf7xzwslhychil84ppowztdpr50xmh 1804857 1804856 2026-09-19T07:34:27Z DocWoKav 14575 /* Orte */ Geänderte vCard für Arima 1804857 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region}} '''Trinidad''' ist eine Insel in [[Trinidad und Tobago]]. Auf Trinidad sind vor allem die vielfältige Natur, der berühmte Karneval, die Strände und der artenreiche Regenwald interessant. == Regionen == === Politische Einteilung === Trinidad und Tobago gliedert sich in elf ''regions'', drei ''boroughs'' und zwei ''cities''. Eine ''region'' ist einem Bundesland vergleichbar, ein ''borough'' einer kreisfreien Stadt und eine ''city'' einem Stadtstaat wie Hamburg oder Berlin, wobei das Konstrukt des ''borough'' aus dem englischen Rechtsraum stammt und im deutschsprachigen Raum unbekannt ist. ''cities'' sind [[Port of Spain]] und [[San Fernando (Trinidad und Tobago)|San Fernando]], ''boroughs'' sind [[Arima]], [[Chaguanas]] und [[Point Fortin]]. === Geographische Aufteilung === * Northern Range: Dieser Höhenzug erstreckt sich auf einer Länge von 65&#x202F;Km entlang der Nordküste. Die Nordküste ist steil und felsig. Dort findet man keine durchgehende, befahrbare Straße. Das ganze Gebiet ist überhaupt wenig erschlossen, damit ein wahres Paradies für die Tierwelt. Einzig von Port of Spain aus und entlang der Ostküste gibt es Straßenverbindungen zur Nordküste. Von Arima aus kann man auf teilweise sehr schlechter Straße nach Norden vordringen. Die höchsten Erhebungen sind der Berg "El Tucuche" mit 936&#x202F;m und der "El Corre de Aripo" mit 940&#x202F;m. Nordwestlich von Arima findet man eine größere Anzahl von Höhlen. * Der Ost-West-Korridor ist eine Ebene am Fuße der Northern Range. Es ist das am dichtesten bebaute und besiedelte Gebiet der Insel. Von der Matura Bay im Osten reicht die Ebene bis zur Hauptstadt Port of Spain im Westen. In Port of Spain beginnend erreicht man übergangslos die Städte San Juan, St. Joseph, Curepe (mit dem Ortsteil St. Augustine und der Universität), Tunapuna, Arouca (mit dem internationalen Flughafen Piarco im Süden), Valencia und Sangre Grande. Das bebaute Gebiet ist dort zwischen zwei und sieben Kilometer breit. Auf nördlicher Route erreicht man alle Orte auf der Straße Eastern Main Road. Mehr oder weniger parallel dazu gab es dort früher eine Eisenbahnlinie von Port of Spain bis nach Arima. Die ehemaligen Gleisanlagen sind einer Straße gewichen, die für den Busverkehr reserviert ist, die "Priority Bus Route". Auf südlicher Route wurde der autobahnähnliche "Churchill Roosevelt Highway" als entlastungsstraße gebaut. * Central Range: Dieser Höhenzug ist wesentlich flacher, er erstreckt sich leicht schräg, nördlich von San Fernando im Westen bis nach Manzanilla im Osten. * Im Süder der Central Range findet man wieder flaches Land, es riecht dor überall nach Erdöl. Überall wird Erdgas und -öl gefördert. Zwischen San Fernando und Point Fortin befindet sich einer vor drei bekannten Teer-Seen dieser Erde. Weit verbreitet sind Schlammvulkane. * Die Southern Range, auch "the Deep South" genannt, also der tiefe Süden bildet als flacher Höhenrücken den Abschluss. == Orte == {{mapframe}} * {{vCard | name = Port of Spain | type = city | wikidata = Q39178 | description = Die Hauptstadt Trinidads ist das wichtigste politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Insel. Besonders bekannt ist die Stadt für den Trinidad Carnival, Museen, historische Gebäude und das lebendige Stadtviertel rund um die Queen’s Park Savannah. }} * {{vCard | name = Arima | type = city | wikidata = Q661405 | description = Arima liegt am Rand der Northern Range und ist eine der älteren Städte Trinidads. Sie ist für ihre indigene Kultur, traditionelle Feste und ihre Nähe zu den tropischen Waldgebieten im Norden bekannt. }} * {{vCard|type= city|name= |description= }} * {{vCard|type= city|name= |description= }} * {{vCard|type= city|name= |description= }} * {{vCard|type= city|name= |description= }} * {{vCard|type= city|name= |description= }} * {{vCard|type= city|name= |description= }} * {{vCard|type= city|name= |description= }} * [[Arima]] in der Mitte des Ost-West Korridors * [[Blanchisseuse]] an der Nordküste * [[Chaguaramas]] an der Nordwestspitze der Insel * [[Manzanilla]] langer Strandabschnitt an der Ostküste * [[Maracas Bay]] nördlich von Port of Spain * [[Mayaro]] langer Strandabschnitt an der Ostküste, südlich von Manzanilla * [[Piarco]] mit dem internationalen Flughafen * [[Port of Spain]] die Hauptstadt * [[San Fernando (Trinidad and Tobago)|San Fernando]] Küstenstadt, 42&#x202F;km südlich von Port of Spain * [[Tunapuna]] die Universitätsstadt im Ost-West Korridor == Weitere Ziele == == Hintergrund == === Landesbeschreibung === Geologen und Faunisten zählen Trinidad und Tobago zu Südamerika, nicht zu den Karibischen Inseln. Vor vermutlich noch 10.000 Jahren waren die Inseln mit dem südamerikanischen Festland verbunden. Heute ist die Insel Trinidad durch eine 11&#x202F;km breite Meerenge von Venezuela getrennt. Die Insel Trinidad hat eine etwa rechteckige Form, deren Westküste durch den Golf von Paria tief eingeschnitten ist. Die Nord-Süd Ausdehnung beträgt 83&#x202F;km. Entlang der Nordküste verläuft eine flache Bergkette, die bis zu 940&#x202F;m hoch aufragt, die Northern Range. Dort findet man eine Vielzahl von Höhlen und Wasserfällen. Sie ist Erdgeschichtlich der östlichste Ausläufer der südamerikanischen Anden. Dort hat die Insel eine Breite von 86 km, vom Golf von Paria zur Ostküste sind es an der schmalsten Stelle nur 48 km, während sie an der Südküste 104&#x202F;km mißt. An der Ostküste ließen sich 1783 französische Siedler südlich von Manzanilla nieder, wo sie zwölf aneinandergrenzende Kokosplantagen anlegten, die noch heute die Landschaft prägen. Die Nord- und Südküste sind wenig erschlossen. Dort gibt es keine durchgehenden Straßenverbindungen. Abgesehen von der Churchill Roosevelt und der Uriah Butler Schnellstraße sind alle anderen Straßenverbindungen auf der Insel nicht sehr gut. Bis 1957 war die Southern Main Road die Hauptstraße zwischen dem Norden und dem Süden. Dann wurde der Princess Margaret Highway als Schnellstraße zwischen Port of Spain und Chaguanas gebaut. Inzwischen wurde die Straße umbenannt in Uriah Butler Highway. Während des ersten Ölbooms in den 1970er Jahren wurde diese Schnellstraße als Sir Solomon Hochoy Highway bis nach San Fernando erweitert. Es gibt inzwischen Ausbaupläne bis nach Point Fortin. In West Ost Richtung verbindet der Beetham Highway Port of Spain mit dem Uriah Butler Highway. Von dort aus führt der Churchill Roosevelt Highway weiter bis zu seinem derzeitigen Ende, drei Kilometer hinter Arima. In diesem sogenannten Ost-West Korridor der sich von Chguaramas bis nach Arima am Fuße der Northern Range Hügelkette entlangzieht lebt über die Hälfte der Inselbevölkerung. Fast die Hälfte von Trinidad ist noch bewaldet. Die Insel hat aber keine ausgeprägte Tourismusindustrie. Dafür besitzt Trinidad die einzigen größeren Erdgas und -ölvorkommen aller Karibikinseln. Vor Point Lisas befinden sich große Erdgasfelder im Meer. Dort findet man deshalb die größte Industrieansammlung. Neben Eisen und Stahl gibt es vier Methanolproduzenten und sechs Anlagen für die Ammoniumproduktion. 1999 begann man mit dem Bau einer Aluminiumschmelze. Am Galeota Point und in Pointe a Pierre stehen Erdölraffinerien. Erst 1998 hat die Amoco Trinidad Oil Company neue große Erdölfelder vor der Küste von Trinidad gefunden. Im ganzen Süden der Insel wird Erdöl gefördert. Dort gibt es auch mehrere Schlammvulkane. Vor der Nordwestküste liegen mehrere Inseln, die zum Territorium von Trinidad und Toabago gehören. * '''Diego Islands''': Zu den Diego Islands gehören die Inseln Carrera und Cronstad Island. Sie liegen etwas mehr als 500&#x202F;m vor der Halbinsel Point Gourde. Die Insel Carrera hat eine Ausdehnung von 420 x 270 Metern, seit dem Jahre 1877 ist sie Gefängnisinsel. Angeblich ist sie so sicher wie das amerikanische Alcatraz. * '''Five Islands''': Die Inselgruppe Five Islands besteht aus den fünf Inseln Caledonia, Craig, Lenagan, Nelson und Rock. * '''Insel Chacachacare''': Die Insel befindet sich fast auf halbem Wege nach Venezuela. Die Strömung in der Meerenge ist stark und gefürchtet. Seeleute nennen die Durchfahrt Boca del Drago oder „dragon´s mouth“, also Drachenmaul. Die Insel hat eine Ausdehnung von 15&#x202F;km in der Länge und 3&#x202F;km in der Breite, sie ist 8&#x202F;km von Trinidad entfernt. : Die Überfahrt von Chaguaramas dauert je nach Wetterlage etwa eine Stunde. Seit dem Jahre 1877 befand sich auf der Insel eine Leprakolonie, seit 1984 ist sie unbewohnt. : Im Jahre 1885 wurde nahe der Perruquier Bay auf dem höchsten Punkt der Insel, 818 m, ein Leuchtturm gebaut, er ist immer noch im Betrieb. Auf der Ostseite befindet sich die tief eingeschnittene Bucht Chacachacare Bay. Auf der gegenüberliegenden Inselseite liegt die La Tinta Bay. Sie hat schwarzen Sandstrand und wurde jahrelang als Versteck für Schmuggelgut genutzt. : Bei Chapelle Bay findet man einen Salzsee. * '''Insel Gaspar Grande''': Die Insel ist rund 2&#x202F;km lang und 800&#x202F;m breit, sie ist auch unter dem Namen Gasparee Island bekannt. Ihr Name geht auf den früheren Besitzer Don Gaspar de Percin zurück. Sie liegt nur einen Kilometer vor der Küste. Von der Crews Inn Marina in Chaguaramas fahren Boote in 20 Minuten dorthin. Die Überfahrt von Chaguanas zur Südseite kostet 40 TT $, zur Ostseite 30 TT $. Im allgemeinen fahren die Boote zum Point Baleine, wo es zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Walfangstation gab. Heute befindet sich dort eine kleine Marina und Picknick Plätze. : Im 19. Jahrhundert wurde auf der Insel noch Baumwolle angebaut. : Die kleine Bombshell Bay am Ostende ist zum Baden geeignet. Auf dem Bombshell Hill befand sich ein Fort. : Die Gasparee Caves sind ein Netzwerk von Tropfsteinhöhlen, es gibt dort sogar einen kleinen See. Der Zugang ist nur mit Genehmigung der Chaguaranas Development Authority und mit Führung eines registrierten Tourunternemers möglich. Sie sind täglich von 9-15 Uhr geöffnet, Eintritt: 10 TT $. : Innerhalb von 25 Minuten kann man zur anderen Inselseite laufen, dort findet man Geschützstellungen aus dem II. Weltkrieg. : Seit den 1980er Jahren befand sich dort auch das Fantasy Island Resort mit Restaurant, Cafe und Pool. Tel. 678-9001. : Bayview Beach Resort & Marina, Tel. 678-9001-02 * '''Insel Huevos''': Die kleine, länglich, schmale Insel Huevos befindet sich in Privatbesitz. Sie ist unbewohnt und Brutplatz für Seevögel. * '''Insel Monos''': Monos liegt nur etwa 650&#x202F;m vom Entrada Point entfernt und hat zwei Landestege in der Morris Bay und in der Grand Fond Bay. Sie ist dicht bewaldet und nicht dauerhaft bewohnt. Es gibt dort aber eine zunehmende Anzahl von Ferienhäuser von reichen Trinis. Früher gab es in der Turtle´s Bay eine Walfangstation. Dort ist noch einer der Kupferkessel erhalten, in dem das Walfett gekocht wurde. === Geschichte === Über die allerersten Inselbewohner ist nichts bekannt, man nimmt aber an, dass schon 5.000 Jahre vor Christi Geburt Indianerstämme aus Südamerika auf Trinidad und Tobago gelebt haben. Auf dem Weg in den Norden haben Ciboney-Indianer als Sammler und Jäger vermutlich zuerst die Insel Trinidad besiedelt. Zwischen 100 und 1000 nach Christus folgten ihnen höher entwickelte Ignerie-Indianer und Taino-Indianer vom Stamm der Arawaks aus dem Orinokogebiet, die schon Landwirtschaft betrieben. Im 13. Jahrhundert überfielen kriegerische Carib-Indianer die friedlichen Arawaks, töteten die Männer und nahmen sich die Frauen. Auf seiner dritten Reise entdeckte '''Christopher Kolumbus''' auf südlicher Route segelnd diese Insel im Sommer 1498. Er nannte die Insel ''La Isla de la Trinidad'', Insel der Dreifaltigkeit, und umfuhr sie im Uhrzeigersinn. Einen Tag später verließ er sie um die Insel [[Grenada]] zu erreichen. Zu dieser Zeit lebten noch geschätzt 35.000 Indianer auf den beiden Inseln; Arawaks im Südosten und Carib-Indianer im Norden und Westen in der Gegend von Arima, Mucurapo und Port of Spain. Erst 1532 betrat '''Don Antonio Sedeno''' beim Fischerdorf Cumucarapo, das heute Mucarapo heißt, als erster spanischer Entdecker die Insel. 50 Jahre später kam eine größere Gruppe von Siedlern mit dem spanischen Soldatenführer '''Don Antonio de Berrio y Oruna''' und dessen Leutnant Domingo de Vera auf der Suche nach dem berühmten Gold von El Dorado auf die Insel. An der Ostküste bauten sie die Siedlung San José de Oruna, das heutige St. Joseph, dort wurde auch die Inselverwaltung angesiedelt. In der Indianersprache hieß der Ort Caroni. Er wurde 1595 durch den britischen Seefahrer '''Sir Walter Raleigh''' zerstört, Berrio y Oruna wurde gefangen genommen. Die älteste Kirche der Insel, die St. Joseph Catholic Church aus dem Jahre 1593, blieb aber erhalten. Die ist zugleich der älteste Kirchenbau auf Trinidad. 1699 rebellierten die Indianer gegen die spanischen Missionierungsversuche. Missionare und der Gouverneur wurden dabei getötet. Soldaten wurden gegen die Indianer eingesetzt. Die Armee trieb die Indianer bis zur Nordostspitze der Insel. Bei dem Ort Toco stürzten sich viele Indianer ins Meer. Zehn Jahre später wurden die Missionsstationen abgeschafft. 1739 gab es auf der Insel eine Pockenepedemie, an der ein großer Teil der Bevölkerung starb. Nach wiederholten Angriffen von Piraten auf den Ort San José de Oruna, heute Saint Joseph, verlegte der '''Gouverneur Pedro de la Moneda''' den Regierungssitz im Jahre 1757 nach Puerto de Espana, dem heutigen ''Port of Spain''. Da die Insel nur sehr schwach besiedelt war und Spanien fürchtete, die Insel könne dadurch leicht von England eingenommen werden, lockte der spanische '''Gouverneur Manuel Falques''' 1776 katholische Siedler mit Steuererleichterungen ins Land. Er brachte der Insel etwas wirtschaftlichen Aufschwung und veranlasste die Gründung des Ortes San Fernando. Mit Hilfe von Sklavenarbeit entstanden Zuckerrohr- und Baumwollplantagen. 1784 schickte Spanien seinen fähigsten Gouverneur, '''Don José Maria Chacon''', auf die Insel. Unter seiner Führung wuchs die Bevölkerung auf fast 18.000 Menschen an. Davon waren nur 2.000 Weiße, über 10.000 waren afrikanische Sklaven und knapp 1.000 waren Indianer, der Rest bestand aus freien Mischlingen. Im Jahre 1795 kam es zum Krieg zwischen Spanien und England. Im Mai 1796 lief das britische Schiff „H. M. S. Lebra“ unter der Führung von '''Sir Ralph Abercromby''' bei Chaguaramas die Insel an. Der spanische '''Admiral Don Sebastian Ruiz de Apodaca''' ließ alle spanischen Schiffe im Hafen in Brand setzen und '''Gouverneur Chacon''' übergab Trinidad kampflos an die Engländer. Sir Abercromby ernannte einen seiner Offiziere, '''Thomas Picton''', zum ersten Gouverneur. Die Ernennung entwickelte sich zu einem absoluten Missgriff. Picton betrachtete Sklaven und Mischlinge als Aufwiegler. Farbige Plantagenbesitzer und Sklaven wurden ständigen Repressalien ausgesetzt. 1802 musste er von '''Thomas Hislop''' abgelöst werden. Im gleichen Jahr gab es auf der Insel 150 Plantagen, alle waren im Besitz von Franzosen. Bis zum Jahre 1808 stieg die Zahl der Sklaven auf 20.000. Die Fachleute der damaligen Zeit kamen zu dem Ergebnis, um aus der Insel eine gewinnbringende Zuckerrohrbesitzung zu machen, wären mindestens 250.000 Sklaven nötig gewesen. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Insel trotzdem Kronkolonie. Die Zusammensetzung der Inselbevölkerung ließ in den Augen der britischen Regierung keine Wahlen zu. Die Zahl der freien Farbigen war doppelt so groß wie die der Weißen, und von der weißen Bevölkerung waren nicht einmal die Hälfte Engländer. So wurde die Insel direkt von London aus regiert, und der Gouverneur war das ausführende Organ. Als der Sklavenhandel 1807 offiziell eingestellt wurde, kam es noch jahrelang zu illegalen Sklaveneinfuhren. Die Abschaffung der Sklaverei im Jahre 1834 führte auf der Insel zu einer lang anhaltenden Ratlosigkeit, wie die Zukunft ohne Sklaven aussehen sollte. Selbst das Parlament in London beschäftigte sich immer wieder mit dieser Frage. Verschiedene Pläne wurden entwickelt und wieder verworfen. Menschen verschiedenster Nationalitäten wurden als Arbeitskräfte auf die Insel geholt: Iren, Schotten, Chinesen, Portugiesen von Madeira, europäische Emigranten, Arbeitskräfte von anderen karibischen Inseln, befreite Sklaven aus Sierra Leone und St. Helena, die meisten kehrten bald wieder in ihre Heimat zurück. Schließlich waren es Inder, die die Inselbevölkerung verändern sollten. Zwischen 1845 und 1917 kamen 144.000 Inder als billige Arbeitskräfte ins Land. Sie hatten Verträge für fünf oder zehn Jahre und waren danach berechtigt zurückzukehren. Aber viele von ihnen blieben in Trinidad, kauften ein Stück Land für ihre Reispflanzen oder Kakaobäume und eröffneten kleine Geschäfte. 1871 betrug der indische Bevölkerungsanteil schon 25&#x202F;% der Gesamtbevölkerung. Bis in die heutige Zeit haben sich die Familienclans erhalten und die indische Gesellschaft in Trinidad ist noch immer eine fast „geschlossene Gesellschaft“. 1847 richtete ein Wirbelsturm große Schäden an. 1857 bohrte die ''Merrimac Oil Company'' bei La Brea die erste Ölquelle an, aber erst 50 Jahre später wusste man diesen Reichtum richtig zu nutzen. Zur Jahrhundertwende führte die weitergehende Verarmung der Massen zur Gründung von mehreren politisch-gesellschaftlichen Interessengemeinschaften. 1897 wurde die Arbeiterbewegung Trinidad Workmen´s Association gegründet. Im gleichen Jahr entstand die East Indian National Association, und vier Jahre später folgten die Pan African Association und die Rate Payers Association, ein Zusammenschluss der Wassergebührenzahler. 1889 wurden Trinidad und Tobago zu einer Union zusammengeschlossen. 1914 entstand bei Pointe-A-Pierre die erste Ölraffinerie. Als Folge der Weltwirtschaftskrise kam es in den 1930-er Jahren auch in Trinidad zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die vermehrt zu Aufständen führten und zur Gründung von Arbeiterbewegungen. 1937 kam es in dem Dorf Fyzabad unter der Führung von '''Uriah Butler''' zu einem Aufstand der Erdölarbeiter. 1938 lag der durchschnittliche Tagesverdienst bei 35 Cents. Diese niedrigen Löhne führten schon 1935 zu einem Hungermarsch und 1937 zu wiederholten Streiks auf den Ölfeldern. 1941 verpachtete die Regierung das Gebiet um ''Chaguaramas'' und ''Waller Field'' an das US-Militär. Die Amerikaner bauten einen großen Marine- und Luftwaffenstützpunkt. Dies brachte dem Land für einige Jahre gut bezahlte Arbeitsplätze. Erst 1960 zogen die Amerikaner nach großen Protesten aus der Bevölkerung wieder ab. Nach dem Krieg und der Einführung des allgemeinen Wahlrechtes entstanden unzählige Parteien und in deren Folge Gründungen von Gewerkschaften. Den hohen Erlösen aus der Erdölindustrie standen nur wenige Arbeitsplätze gegenüber. 1956 gründete '''Dr. Eric Williams''' die Partei People´s National Movement. Am 31. August 1962 wurden Trinidad und Tobago rund drei Wochen nach Jamaika von den Engländern in die Unabhängigkeit entlassen. Eric Williams wurde erster Premierminister. Er behielt diesen Posten bis zu seinem Tode im Jahre 1981. Mit der Unabhängigkeit fielen die großzügigen finanziellen Unterstützungen von England fort. Internationale Konzerne wurden stattdessen von der Regierung „eingeladen”, sich auf der Insel niederzulassen. Bis 1966 konnten so 169 Industriefirmen angesiedelt werden. Die Ölförderung teileten sich Amoco, Shell und Texaco, die Zuckerindustrie wurde von Tate & Lyle kontrolliert. Während der 1970-er Jahre konnte Trinidad aufgrund seiner Erdöl- und Erdgasvorkommen noch ein deutliches Wirtschaftswachstum verzeichnen. Zum großen Teil ist dies den Preisbeschlüssen der OPEC von 1973 zu verdanken. Diese Preissteigerungen verdreifachten die Deviseneinnahmen des Landes schlagartig. Nach der zweiten deutlichen Ölpreiserhöhung in den Jahren 1979 und 1980 verzehnfachten sich diese Einnahmen sogar. Mit diesen Geldern kaufte Premierminister Williams die Kapitalmehrheit der nationalen Shell und BP, verstaatlichte die Zuckerindustrie, die Fluglinie BWIA und die Telefon- und Fernsehgesellschaften. Für 460 Millionen US-Dollar ließ er zudem ein Stahlwerk bauen. Anfang der 1980-er Jahre kam es dann mit Ende des Ölbooms und anderer politischer Fehler zu einer tiefen Strukturkrise, die sich besonders aus der Person des seit 25 Jahren regierenden Eric Williams ergab. Hatte er die weiße Mittelschicht vor der Unabhängigkeit noch als Nutznießer der Kolonialherrschaft bekämpft, so sicherte er seine Macht nun genau durch diese Gruppe. Korruption und schwere Mängel in der Gesundheits-, Verkehrs- und Baupolitik wurden ihm angelastet. Im März 1981 konnte der plötzliche Tod von Williams nicht eindeutig geklärt werden. Bei den Parlamentswahlen im November des gleichen Jahres konnte sein Nachfolger '''George Chambers''' noch die Mehrheit erzielen, bei den Kommunalwahlen 1983 gab es dann aber eine herbe Niederlage. Seit 1974 waren mit der Ölindustrie 50 Milliarden Petrodollar erwirtschaftet worden. Als der Einbruch der Ölpreise zu einer Rezession führte, musste man feststellen, dass der größte Teil des Geldes durch Misswirtschaft und Fehlplanungen verschwendet worden war. Der TT-Dollar musste mehrfach abgewertet werden, im Staatsdienst gab es Entlassungen, unrentable Staatsbetriebe wurden privatisiert. Bis 1990 stieg die Arbeitslosigkeit im Lande daraufhin bis auf 27 %. Am 27. Juli 1990 besetzte die kleine, radikale Moslemgruppe ''Jamaat al Muslimeen'' unter der Führung von '''Yasin Abu Bakr''' das Parlamentsgebäude. 45 Parlamentsmitglieder, einschließlich des Premierministers A. N. R. Robinson, wurden als Geiseln genommen. Robinson wurde aufgefordert zurückzutreten und innerhalb von 90 Tagen Neuwahlen auszuschreiben. Nachdem er dies verweigerte, kam es zu einem Schusswechsel, bei dem der Premierminister eine Schusswunde im Bein erlitt. Erst nach fünf Tagen gaben die Rebellen auf. Bei diesen Unruhen kamen insgesamt 30 Personen zu Tode, weitere 500 wurden verletzt. 114 Rebellen erhielten nach langen Gerichtsverhandlungen, zu denen auch der Kronrat in London gehört wurde, eine Amnestie. Dieser Putschversuch verschreckte verständlicherweise ausländische Investoren. Erst 1994 verzeichnete das Land sinkende Arbeitslosenzahlen und eine steigende Bruttoinlandsproduktivität. In den folgenden Jahren legte die Regierung ein Programm zur Modernisierung des Erdölsektors auf. Zugleich schaffte sie sich ein zweites wirtschaftliches Standbein, indem die Erschließung von Off-shore-Erdgasvorkommen gefördert wurde. === Erdöl und Erdgas === Im Jahre 1906 kam der Geologe ''Arthur Beeby Thompson'' nach Point Fortin. Er erhielt von der Regierung die Genehmigung, Land zu erwerben und nach Öl zu bohren. Er kaufte die Adventure und La Fortunée Plantagen um Werkanlagen zu errichten. Im Mai 1907 fand man in 210&#x202F;m Tiefe Öl. Zwei Jahre später wurde die '''Trinidad Oil Company''' gegründet. 1913 übernahm die '''United British Oilfields of Trinidad''' die Anlagen. 1957 wechselte der Besitz an '''Shell'''. Nach langen Protesten der Bevölkerung in den 1960-er und 1970-er Jahren übernahm der inzwischen von England losgelöste, selbstständige Staat Trinidad and Tobago die Shell und seit 1974 nennt sich das Unternehmen '''Trinidad & Tobago Oil Company''' (TRINTOC). Im Jahre 1993 gründte der Staat dann die '''Petroleum Company of Trinidad & Tobago''' (PETROTRIN) mit der Zentrale in Pointe-a-Pierre, und mit dem Zweck, alle Ölförderungen, die Weiterverarbeitung und den Verkauf von Erdölprodukten zu zentralisieren. Im Jahre 2000 übernahm die PETROTRIN dann in Zusammenarbeit mit TRINMAR alle Vermögenswerte von TEXACO. PETROTRIN hat seine größten Operationsbasen in Fyzabad, Guayaguayare, Marabella, Penal und Point Fortin. Von der Südostspitze der Insel (Guayaguayare) nach Point Fortin wurde eine neue Hochdruck-Pipeline verlegt, unterwegs gibt es mehrere Pumpstationen. In Pointe-a-Pierre steht die einzige Ölraffinerie des Landes. Die Anlage umfasst 809 Ha Grundfläche. Die Tagesproduktion liegt bei 160.000 Barrel von denen 70.000 für den lokalen Markt bestimmt sind, der größere Rest wird nach Brasilien, Equador, Kolumbien, Venezuela und West Afrika exportiert. Dort wird Flugbenzin, bleifreies Benzin, Diesel, Schmierstoffe und Bitumen hergestellt. TRINMAR, Trinidad Marine, betreibt im Seegebiet von Trinidad und Tobago 23 Ölbohrplattformen und 238 freistehende Bohrtürme. Der Beitrag von PETROTRIN am Sozialwesen von Trinidad besteht im Straßen- und Brückenbau, man beteiligt sich an der Reparatur von Schulen, baut Spielplätze und stellt Computer zur Verfügung. === Geister, Geisterglaube === Wie auf allen anderen karibischen Inseln haben auch die Bewohner von Trinidad und Tobago eine lebhafte Vorstellungskraft, kennen vielerlei Gruselgeschichten, glauben an gute und böse Geister. Viele dieser Geister und Geistergeschichten haben ihren Ursprung in Afrika. Der '''Dupp''' (auf der Insel Jamaika: Duppy) ist auf allen Inseln bekannt. Zusammen mit den '''Jumbies''' zählt er zu den harmlosen Geistern. Es sind die Geister von Toten, die nachts aus den Gräbern steigen, sich an dunklen Orten herumtreiben und die Lebenden gerne erschrecken. '''Belarivoist''' der Geist des Joachim Belarivo. Ein wenig begabter Zauberer wollte diesen Geist auferstehen und für sich arbeiten lassen. Für die Auferstehung reichte das Wissen, für weiteres nicht. Stattdessen erschien der Geist auf unzähligen Hochzeitsfeiern und erschreckte die Gäste. Er musste schließlich in einen Bleisarg eingeschlossen werden und unter einem großen Steinhaufen begraben werden. Der bedeutendste Geist auf Trinidad und Tobago ist '''Papa Bois''', der Beschützer des Waldes. Er hat Hörner, Fell und eine Harfe, seine Mutter war ein Reh, sein Vater ein Jäger, meistens erscheint er in Gestalt eines alten Mannes mit Bart und langen Haaren. Er kann sich auch in ein Tier verwandeln und Wilderer tief in den Wald locken, so dass sie sich verlaufen. Er hat auch eine Geliebte, '''Mama Dlo''' oder Mama d l‘eau, halb Frau, halb Schlange. Sie ist die Beschützerin der Flüsse. Von '''La Diablesse''' erzählt man, sie sei eine schöne Frau mit Kuhfuß, die man häufig auf großen Festen antrifft. Dort soll sie die Männer verführen. Wer sich mit ihr einlässt, wird nie mehr sein wie vorher oder nach kurzer Zeit sterben. Begegnet man ihr, soll man seine Kleidung ausziehen und mit der linken Seite nach außen wieder anziehen, dann kann sie einem nichts mehr anhaben. '''Douens''' und '''Douennes''' sind die Geister von kleinen Kindern, die ungetauft sterben. Sie tragen große Strohhüte, haben keine Gesichter, und ihre Füße stehen rückwärts. Es gibt auch Meerjungfrauen, Feen und Vampire. Man sagt, dass sich einsame und ungeliebte Menschen in Vampire, sogenannte '''Sousouyants''', verwandeln konnen. Sie ziehen ihre Haut aus und lassen diese auf der Türschwelle liegen, dann verwandeln sie sich in Feuerbälle, die durch die Luft fliegen. Dann kommen sie zu den Menschen und saugen ihnen das Blut aus. Man kann sich vor ihnen schützen, indem man Reis oder Salz um sein Bett streut. Der Vampir muss jedes Korn zählen, bevor er Blut saugen kann, bis er damit fertig ist, wird schon wieder Morgen und er muss unverrichteter Dinge abziehen. === Karneval === Französische Einwanderer brachten im 18. Jahrhundert den Karneval mit in die Karibik. In Frankreich war der Karneval damals ein riesiges Schlemmer- und Kostümfest vor dem Beginn der Fastenzeit. Die französischen Großgrundbesitzer in der Karibik feierten dieses Fest unter sich und ohne die Sklaven, nur freie Mulatten wurden zur Teilnahme eingeladen. Nach der Sklavenbefreiung 1834 wollten auch die Farbigen ihr Fest feiern. Das traditionelle Erntedankfest '''Canboulay''' wurde auf den Karnevalsonntag vorverlegt. Sie veranstalteten Straßenumzüge mit Trommelmusik, Stockkämpfen und Spottliedern auf die Weißen, dazu kleideten sie sich in elegante Kleider wie ihre weißen Herren. Diese fühlten sich schnell beleidigt und feierten in der Folgezeit nur noch in ihren Häusern. 1883 wurde den Farbigen das Mitführen von Trommeln verboten, ein Jahr später fanden die Umzüge nur noch am Karnevalmontag und unter Polizeibegleitung statt. So entstanden in den Vororten von Port of Spain die ersten '''Mas Camps''' - Kostümgruppen. Statt der Trommeln benutzte man Bambusstücke um den Takt zu schlagen, zur Zeit des II. Weltkrieges erfand man neue Musikinstrumente: Keksdosen und leere Ölfässer. 1894 kam dem Kaufmann ''Ingnatius Bodu'' die Idee, aus dem Karneval einen Wettbewerb zu machen. 1921 richtete ''Chieftain Douglas'' als erster ein '''Calypso Tent''' ein, in dem während der Karnevalsaison Nonstop gesungen wurde. Heute gibt es das '''National Carneval Commitee''' (NCC), es entstand aus der 1957 gegründeten ''Carneval Development Commission''. Diese Behörde betreut den gesamten Karneval, schreibt die Wettbewerbe aus, bestimmt die Veranstaltungsorte, organisiert die Showveranstaltungen, stellt die Preisrichter und wirbt Spenden ein, mit denen Gewinner zu hohen Geldpreisen kommen. Eine Jury wählt die Gewinner. Sie besteht aus Mitarbeitern von Ministerien, des NCC und Mitgliedern von Tanz-, Steelband- und Gesangsgruppen. Gewählt werden die besten Königs- und Königinkostüme, der beste Kostümdesigner, das Karnevallied des Jahres und die Musikband des Jahres. Eine Musikband kann zwischen 3.000 und 9.000 Mitglieder zählen. Für die Offiziellen beginnt die Karnevalsaison am Tag nach Aschermittwoch. Die Calypso-tents öffnen im Laufe des Januar. Danach beginnen die Vorentscheidungen für den Calypso- und Soca Monarchen, für Karnevalskönig und -königin. Die heiße Phase der Feierlichkeiten beginnt kurz vor Beginn der Fastenzeit mit dem Kinderkarneval. Am Karnevalmontag starten die Umzüge am frühen Morgen Richtung Stadtzentrum. Um die Mittagszeit finden die Maskenumzüge statt. Karnevaldienstag strömen die Massen zur Hauptveranstaltung im Queen´s Park, die bis in die späte Nacht dauert. Am Mittwoch ist alles vorbei und die Insulaner gehen wieder ihrem Gewerbe nach. === Musik === * '''Calypso''': Der Calypso hat seinen Ursprung an den Küsten von Westafrika und wurde von den Sklaven mit ins Land gebracht. Das „Urwort“ ist Kaiso und kommt aus Nigeria, Kaisos sind dort Spottlieder. Von den Sklaven wurden diese Lieder bei der Feldarbeit gesungen um die qualvolle Arbeit etwas zu erleichtern. Zugleich war es die einzige Möglichkeit, sich verschlüsselt über die Herrschaft zu beschweren oder lustig zu machen. : Seit der Abschaffung der Sklaverei wird dies von deren Nachfahren gefeiert. Seitdem wurden die Liedertexte immer bissiger. Im Jahre 1881 wurde bei so einer Veranstaltung von den Farbigen so auf die Regierung geschimpft und die politischen Mißstände wurden derart in ihren Gesängen verspottet, dass die Umzüge und Gesänge verboten wurden. In der Folgezeit texteten die Sänger, die Calypsonians, im Untergrund weiter. Aktuelle private und besonders politische Ereignisse werden seitdem besungen und ersetzen für den Teil der Bevölkerung, die nicht lesen können, die Tageszeitung. Man sagt auch: der Calypso bietet die Gelegenheit, etwas in Liedform zu sagen, was man in der besseren Gesellschaft nicht aussprechen kann. : Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. : Zwischen den beiden Weltkriegen wurde der Calypso international durch das Lied „''Rum and Coca Cola''“ bekannt. Es wurde von Lord Invader geschrieben und von den Andrew Sisters in den USA auf den Markt gebracht, sie verkauften die Platte fünf Millionen Mal. : 1978 wurde Calypso Rose als erste Frau zum alljährlichen Calypso King gekrönt. : Fast alle Sänger haben ausgenommen auffallende Namen: Atilla the Hun, Growling Tiger, Mighty Chalkdust, Roaring Lion, Valentino oder Black Stalin. Zu den weltweit bekanntesten gehören '''Lord Kitchener''' (*1922, †2000) und '''Mighty Sparrow'''. : In jüngster Zeit ist auch der Calypso extrem kommerzialisiert worden. * '''Indische Musik''': Mit einem Bevölkerungsanteil von etwa 40&#x202F;% beherrschen die Inder auch einen großen Teil der Musikszene. Im Laufe der Jahrzehnte hat die ursprünglich religiöse Musik sich teilweise an die Ansprüche der Jugendlichen Zuhörer angepaßt. '''Chutney''' ist eine dieser neuen Musikrichtungen, heute mit schnellerem Rhythmus und tanzbar, hat sie sich aus hinduistischen Folkloreliedern entwickelt. Chutney ist auch ein Teil des Trinidad-Karnevals geworden und für die Musikgruppen werden Preise vergeben. '''Pantar''' ist die Fusion von Pan-Musik und Sitar, eines der schönsten und ältesten indischen Musikinstrumente. Mit dieser Kombination lassen sich alle Arten von Calypsomusik bis zu indischer Ragmusik spielen. Einer der bekanntesten Pantar Interpreten ist Sitarist ''Mungal Patasar'' und seine Gruppe. * '''Panmusik und Steelbands''': Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. Ab 1935 begannen die Musiker deshalb, auf Dosen, Fässern und Benzinkanistern zu trommeln. Ein Jahr später gelang es dem Musiker '''Ellie Mannette''' ein Ölfaß so zu manipulieren, dass man ihm verschiedene Töne entlocken konnte. 1939 spielte die John John Band zum ersten Mal des amerikanische Kinderlied „Mary had a little lamb“ auf gestimmten Ölfässern. Seit 1945 erschienen abgeschnittene und gestimmte Ölfässer, die Pans, in der Öffentlichkeit. Heute ist der Beruf des Ölfaßstimmers sehr geachtet. Man unterscheidet die Pans nach Größe und Klangfarbe. Bass Pans verfügen über 5-7 Töne, sie werden auf etwa 7,5 cm Höhe zusammengeschnitten. Cello Pans haben 10 Töne und werden bei 35 cm abgeschnitten. Die Tenor Pans verfügen über 26-32 Töne und werden auf eine Länge von 15-18 cm geschnitten. : Die Pans werden blank geschliffen, verchromt, poliert und auf Gerüste montiert, damit der Musiker Bewegungsfreiheit hat. Die Tonfelder werden mit unterschiedlich großen Klöppeln geschlagen. Die Pans können von einem Solomusiker bearbeitet werden oder als Band können bis zu 100 Personen zusammen musizieren. Auf Trinidad soll es über 100.000 Ölfaß-Spieler geben. * '''Parang''': Besonders in der Weihnachtszeit beherrscht Parang die Musikszene. Diese Musikrichtung leitet sich aus venezuelanischen Weihnachtsliedern ab und den damit verbundenen Haus-zu-Haus besuchen und -feiern. Zu spanischen Texten mit religiösem Inhalt kommen südamerikanische Rhythmen mit Violine, Gitarre, Baß, Cuatro und Maracas. Einige Gruppen spielen die traditionellen Weisen, andere mixen es mit Soca, so dass '''Soca Parang''' entsteht. * '''Rapso''': Eine weitere Fortsetzung von der afrikanischen Tradition des Geschichtenerzählens führte zur Entwicklung des Rapso, einer Mischung von amerikanischem Rap mit Calypso. Hier wird Sprechgesang in Versen vom Rhythmus großer, schwerer Trommeln untermalt. Zwei der bedeutendsten Künstlergruppen sind ''Brother Resistance'' und ''Network Rapso Riddum''. * '''Soca''': Diese flottere Art des Calypso wurde 1970 geboren, als die Elektronik Einzug in die Musikszene hielt. Diese neue Form wird dem Musiker zugesprochen, der sich damals '''Lord Shorty''' nannte und heute unter dem Namen ''Ras Shorty I'' Musik produziert. Der Soca-Rhythmus läßt sich leicht mit anderen Musikformen verbinden. So findet man auf Trinidad den Soca heute als Bestandteil von Reggae, Jazz, Rythem & Blues als auch mit indischer Musik. Auch die im Lande lebenden Inder fanden an diesem Musikstil gefallen, verbanden den Rhythmus mit Hinditexten und so wurde der '''Chutney-Soca''' geboren. === Pflanzen- und Tierwelt === Trinidad und Tobago zählen zu den zehn führenden Ländern bei der Anzahl von Vogelarten pro Qaudratmeile. Auf beiden Inseln findet man auf Grund der Nähe zu Südamerika eine größere Anzahl von Pflanzen und Tieren als auf den anderen Karibischen Inseln. Man kennt 2.300 verschiedene, blühende Pflanzen, davon sind alleine 700 Orchideen. Die Nationalblume von Trinidad ist die '''Chaconia''', englisch: Wild Poinsettia. Ein Strauchgewächs von 2-3&#x202F;m Höhe, es ähnelt dem Weihnachtsstern. Den „Buffalypso“ gibt es nur auf der Insel Trinidad. Er ist das Ergebnis intensiver Zuchtversuche aus den 1960-er Jahren. Fünf auf Trinidad heimische Wasserbüffel Rassen wurden gekreuzt. Das Ergebnis ist ein friedfertiges Tier, dass tropische Hitze gut verträgt, mit schmackhaftem Fleisch. Es gibt 620 verschiedene Arten von Schmetterlingen. Von den 433 verschiedene Vogelarten brüten 250 auf der Insel, es gibt 41 verschiedene Kolibriarten. Den blinden Ölvogel findet man nur in Trinidad, es ist der größte Vogel, der sich von Früchten ernährt, aber nur nachts auf Futtersuche geht und selbst ein Amazonas-Papagei ist auf Trinidad zu finden. 108 verschiedene Säugetiere sind vertreten, dazu zählen 57 Fledermausarten und es gibt 70 verschiedene Arten von Kriechtieren. Die einzigen '''giftigen Schlangen''' sind die '''Far de Lance''' und der '''Buschmeister'''. Die Morocoy ist eine kleine Landschildkröte, die früher als Delikatesse gejagt wurde und fast ausgerottet war, heute wurd sie vielerorts als Haustier und Spielgefährte der Kinder gehalten. Verschiedene Strände von Trinidad und Tobago werden in den Monaten März bis Juli von Meeresschildkröten zur Eiablage aufgesucht. Der Besuch von Strandabschnitten, die von Schildkröten zur Eiablage aufgesucht werden, unterliegt einer Genehmigung durch die Forstverwaltung. The Forest Division, Long Circular Road, Port of Spain, Tel. 622-7476. The Forest Division, San Fernando, Tel. 657-8391, 657-7256. Den Schmetterling „89“, er hat eine schwarz-beigene Markierung auf der Flügelunterseite, die wie eine 89 aussieht, findet man nur auf Trinidad. Der Pauis ist ein großer truthahnartiger Vogel, der früher viel gejagt wurde und dadurch sehr selten geworden ist. Es gibt ihn nur auf Trinidad, nirgendwo sonst auf der Welt, er steht unter Schutz. Einzigartig auf der Welt ist auch der Fisch Cascadura. Diese Welsart ist ein Urtier aus dem Silur-Zeitalter. Sein Lebensraum sind zahlreiche schlammige Gewässer an der Südküste Trinidads. Ebenso selten sind die Reiherarten Agami, Blongios und Crabier Bec, die es nur auf Trinidad gibt. Weitere Vogelarten, die es in der Karibik nur auf Trinidad gibt sind Eisvögel, Pirol und Tukane. Das größte wilde Tier auf Trinidad ist der Braune Waldmazama, eine Hirschart. Das Halsband-Pekari wird von den Einheimischen Quenk genannt, es ist eine Wildschweinart. Auf der Insel gibt es verschiedene Opossumarten, die auch Manicou genannt werden, Waschbären, das hasengroße Agouti und den größeren Gefleckten Paka. Das gepanzerte Gürteltier, Armadillo oder Tatu genannt, und die seltenen Ozelote bekommt man kaum zu sehen. In einigen Flüssen und Sümpfen lebt der bis zu 2&#x202F;m lange Kaiman. === Plantagenwirtschaft === Die Landfläche von Trinidad und Tobago umfasst 513.000 Ha, weniger als ein Drittel davon ist Ackerfläche, 45&#x202F;% sind als Waldflächen ausgewiesen. Nur 13&#x202F;% des pflügbaren Landes ist bewässert. Es gibt aber eine Vielzahl von kleinen und großen Flüssen, Überflutungen in der Regenzeit sind normal. Die letzte umfassende Erhebung aus den 1970-er Jahren zählt 35.000 Farmen mit einer Gesamtfläche von etwa 130.000 Ha. Die Durchschnittsgröße einer Farm wurde mit 6 Ha angegeben, aber die 40 größten Plantagen hatten alle eine Größe über 400 Ha. Die landwirtschaftlichen Ernteerträge der 1970-er und 1980-er Jahre in Trinidad stehen in einem engen Zusammenhang mit der Ölindustrie. Dieser Trend begann Anfang der 1970-er mit dem starken Anstieg des Ölpreises. Löhne in der Landwirtschaft waren erheblich niedriger als in der Ölindustrie, der Geldreichtum führte zu größeren Importen von landwirtschaftlichen Produkten. Die Zahl der Landarbeiter sank um 50 %. Die Ernteerträge bei Zitrusfrüchten sanken um 75 %, bei Kakao waren es 61 %, bei Kokosprodukten 56&#x202F;% und bei Kaffee immer noch 15 %. Der Zuwachs von landwirtschaftlichen Produkten in den 1980-er Jahren wurde von Kleinstfarmern erwirtschaftet, die ihre Produkte oft in gartenähnlichen Familienbetrieben anbauten. Die Viehzucht im Land hat keine große Bedeutung. Es gibt nur rund 30.000 Rinder. Rindfleisch wird überwiegend aus Australien un Neuseeland importiert. Milch und Milchprodukte werden zu 90&#x202F;% von der Firma Nestlé eingeführt. Seit den späten 1980-er Jahren gibt es Zuchtversuche von Kühen und Indischen Wasserbüffeln, die man im Lande „Buffalyso” nennt. Bedeutender ist die Aufzucht von Hühnern und Schweinen. '''Kaffee''' wird in Trinidad verstärkt seit 1930 angepflanzt. Die Produktion sank von den späten 1960-er Jahren bis Mitte der 1980-er Jahre aber um rund 50 %. 1984 konnte zum ersten Mal kein Kaffee exportiert werden. Ein Jahr später betrug die Ernte wieder 2,1 Millionen KG, von denen 35&#x202F;% exportiert wurden. '''Zitrusfrüchte''' hatten in den 1950-er Jahren einen Boom. Man erntete zu der Zeit über 90.000 Tonnen pro Jahr, 1982 waren es nur noch 4.700 Tonnen. '''Kakaoplantagen''': Kakao war von den späten 1880-er Jahren bis in die 1930-er Jahre die wichtigste Anbaufrucht auf Trinidad und Tobago. Auf Tobago war sie dies sogar bis in die späten 1980-er Jahre. Kakao war schon im 18. Jahrhundert durch die Spanier nach Trinidad gekommen. Zeitweise war die Insel der zweitgrößte Kakaolieferant auf der Erde. Verschiedene Krankheiten haben der Fucht aber sehr zugesetzt. So sank die Jahresernte von 2.600 Tonnen im Jahre 1981 auf unter 1.300 Tonnen in 1985. Seit den 1970-er Jahren ist das Land nicht mehr in der Lage den Bedarf von Kokosöl und Seife mit den Ernten aus dem eigenen Land zu befriedigen. * Lopinot Estate. In Arouca führt die Lopinot Road nach Norden in die Northern Range. Um 1800 legte der Franzose Charles Joseph Comte de Lopinot dort eine 193 Ha große Kakaoplantage an. Der Graf war ein Offizier der französischen Armee in Haiti. Nach der Ausrufung der Unabhängigkeit und der damit verbundenen Freilassung der Sklaven in Haiti verließ er das Land und brachte seine 100 Sklaven mit nach Trinidad. Er nannte die Plantage „La Reconnaissance“. Das Herrenhaus, die Stallgebäude, die Sklavenunterkünfte und das Gefängnis wurden restauriert und können heute besichtigt werden. Im Herrenhaus wurde ein kleines Museum eingerichtet. Öffnungszeiten: täglich von 8-18 Uhr, Eintritt frei, Führungen finden zwischen 10 und 18 Uhr statt. '''Zuckerplantagen''': Im 19. Jahrhundert war Zucker trotz der überwältigenden Probleme noch immer die bedeutendste Einnahmequelle der Insel Trinidad. In den 1880-er Jahren gab es noch über 300 selbstständige Zuckerrohrplantagen. Ein Jahrhundert hatte die staatliche Carioni Gesellschaft hier das Monopol, nachdem man im Jahre 1971 51&#x202F;% der Aktien von Tate and Lyle zurückgekauft hatte. In den 1980-er Jahren wurde Zuckerrohr auf knapp 20.000 Ha angepflanzt, 20.000 Arbeitskräfte wurden in der Industrie gezählt. Die Jahresproduktion von Zucker lag zwischen 70.000 und 80.000 Tonnen. * Caroni Estate and Sugar Factory, Couva, Tel. 636-2371. Die Zuckerfabrik und die Distillerie liegen fast 40&#x202F;Km voneinander entfernt. Seit 1918 wird dort Rum destilliert. 1957 übernahm Caroni die Esperanza Estate. Deren Destillieranlagen wurden nach Caroni gebracht. 1980 wurde die Produktion ausgebaut. Neben eigenen Anbauflächen erhält Caroni Zuckerrohr von 6.000 unabhängigen Kleinfarmern. Seit 2003 wir die Caroni Gesellschaft umstrukturiert. Die Zuckerfabrik von Caroni wird geschlossen, die Fabrik von Sainte Madeleine bleibt bestehen. Der Landbesitz von Caroni, etwa 30.000 Ha geht in Staatsbesitz über und wird von einer neugegründeten Agentur verwaltet, der Estate Management and Business Development Company. Das Ziel ist, statt Rohzucker Zitrusfrüchte und Reis anzupflanzen und Milchviehzucht zu betreiben. :Der Rum wird unter den Markennamen Caroni Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, als Stallion Puncheon Rum mit 78&#x202F;% Alkohol, als Felicite Gold, White Magic Light und Special Old Cask Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol abgefüllt. Nur die leichten Rumsorten werden nach Kanada und Europa exportiert. * Champs Elysée Estate, Maraval Tal, Port of Spain. Um 1785 führte die Einwanderungspolitik des Franzosen Roumé de St. Laurent unter dem Gouverneur Don José Chacon viele französische Siedler mitsamt ihren Sklaven auf die Insel. Im fruchtbaren Maraval Tal bauten sie Baumwolle, Kaffee und Zuckerrohr an. Die Mehrheit der dort lebenden Menschen konnte kein englisch, fast alle gehörten der römisch-katholischen Kirche an. Im Jahre 1881 lebten dort 1.480 Menschen, davon waren 88 Plantagenbesitzer oder -verwalter. :Roumé de St. Laurent erwarb selbst ein großes Stück Land am Taleingang, aus dem die Champs Elysée Plantage entstand. Aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten musste seine Familie die Plantage schon bald verpfänden, später ging sie in den Besitz eines Pflanzers mit Namen Boissiere über. 1849 fasste man das ganze Tal zum Stadtbezirk Maraval zusammen. Gegen Ende des Jahrhunderts waren viele der kleinen Plantagen verschwunden. Auf den verbliebenen größeren Ländereien Champs Elysée, Moka, Haleland Park und Val de Oro wurde weiter Landwirtschaft betrieben. Heute werden nur noch auf der Paramin Plantage, westlich von Maraval, Gemüse und Gewürze angepflanzt. * Diego Martin River Estate, am Diego Martin Fluß. Direkt neben der Hauptstraße steht noch das 150 Jahre alte und 12&#x202F;m hohe Wasserrad der Zuckerplantage. Die Plantage fiel im Jahre 1897 in den Besitz der Regierung. Weitere historische Gebäude sind nicht erhalten, das einfache Plantagenhaus wurde aber wieder hergestellt. Es gibt aber noch einen Park mit Picknickplätzen und ein Mini-Museum. Das Museum ist täglich von 10-18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. * Spring Hill Estate. Um 1900 gründetet der in Frankfurt geborene Friedrich Wilhelm Mayer im fruchtbaren Arimatal in einer Höhe von etwa 400 Metern diese Plantage, um Kaffee, Kakao und Zitrusfrüchte anzupflanzen. 1908 wurde das Haupthaus fertig gestellt. Sohn Charles Mayer bewirtschaftete das Anwesen bis 1925, dann gab er auf, weil ihm der Gewinn zu gering war. 1932 kaufte der amerikanische Geologe Joseph Holmes das Land auf. Er brachte einen Stromgenerator dorthin und ließ einen Pool bauen. 1947 kauften Dr. Newcome Wright und seine Frau Asa Wright die 74 Ha große Plantage. Drei Jahre später richtete Dr. William Bebe von der New Yorker Zoologischen Gesellschaft dort eine Forschungsstation zum Studium tropischer Pflanzen und Tiere ein. 1955 verstarb Asa Wright. 1967 verkaufte ihr Mann das Gelände an die Forschungsstation. Im gleichen Jahr wurde das Herrenhaus in ein Gästehaus umgewandelt. Unter finanzieller Mithilfe der Bank of Nova Scotia wurde das Asa Wright Naturschutzgebiet eingerichtet. * Woodbrook Estate, Port of Spain. Nachdem die Siegert Familie 1875 (siehe unten) Venezuela verlassen hatte entstand in Port of Spain am Marina Square Ecke Charlotte Street die neue Angostura Fabrik. Die gleichbleibende Qualität und der weltweite Erfolg der Firma erlaubte es der Familie 1899 die 140 Ha große Woodbrook Estate zu kaufen. Die drei Brüder Alfredo, Carlos und Luis Siegert kultivierten ein Teil des Landes, zugleich planten sie eine Wohnsiedlung. Der Bau von 11 Straßen wurde in Angriff genommen, jede wurde nach einem Familienmitglied und nach Mitarbeitern des Projektes benannt. Nach dem Tod der Brüder Carlos und Luis verkaufte Alleinerbe Alfredo das Land 1911 an die Stadt Port of Spain. * '''Angostura Bitters''' Limited, Rumdistillerie, Eastern Main Road, Tel. 623-1845, Fax 623-1847. Im Jahre 1820 wanderte der preussische Chirurg Dr. Johann Gottlieb Benjamin Siegert nach Venezuela aus. Er wollte mit Simon Bolivar gegen die Spanier kämpfen. Vier Jahre später, als Leiter des Militärhospitals im Ort Angostura, am Ufer des Orinoco Flusses, entwickelte er eine Mischung aus tropischen Heilpflanzen, Gewürzen und Alkohol. Dieses Mittel „''Siegert´s Aromatic Bitters''“ sollte den von Tropenkrankheiten geschwächten Soldaten zu neuer Kraft verhelfen. Soldaten und Schiffsbesatzungen machten die Tinktur auf der ganzen Welt bekannt. 1850 verließ Dr. Siegert die Armee um sich vollständig der Produktion seines gefragten Elixiers zu widmen. 1875 verließ die Siegert Familie das krisengeschüttelte Venezuela wo ein politischer Diktator auf den anderen folgte und ließ sich in Trinidad nieder. :Im Jahre 1903 starb Carlos Siegert, zwei Jahre später sein Bruder Luis. Alfredo Siegert war nun einziger Kenner der geheimen Formel für Angostura. In der Folgezeit spekulierte er mit großen Geldmengen in verschiedenen Sektoren, verlor das Geld und auch die Firma. Amerikanische und kanadische Geschäftsleute versuchten erfolglos, die Fabrik im Ausland anzusiedeln. :1936 begann die Firma Angostura Bitters unter der Leitung von Robert W. Siegert, einem Enkel des Gründers, Alkohol zu brennen, dazu wurde eine Tochtergesellschaft, die Trinidad Distillers Ltd. gegründet und die Fernandes Rumbrennerei aufgekauft. Das Rezept für Angostura Bitters ist eines der bestgehüteten Geheimnisse der Karibik. 1960 wurden die Produkte von Angostura bereits in 140 Länder exportiert. Die Jahresproduktion von 1.3 Millionen Liter wurde bis 1998 auf 20 Millionen Liter gesteigert. :Das Besucherzentrum, Tel. 623-1841 im Ortsteil Laventille in Port of Spain ist geöffnet. Führungen finden dort montags bis freitags um 9.30, 13.30 und 14 Uhr statt, Führungen kosten 8 US $. :Die Distillerie kauft ihre Melasse von verschiedenen Zuckermühlen im Lande und vergärt und destilliert den Rohstoff in einer eigenen Brennerei. Der Rum wird unter dem Markennamen Royal Oak als 43 %-iger Rum verkauft. Weitere Markennamen sind Old Oak White und Old Oak Gold. 1973 erwarb man die auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindliche Distillerie Fernandes. Der Rum von dieser Destille wird unter den Markennamen Forres Park Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, Fernandes Vat 19, Fernandes Black Label, Ferdi´s Premium Rum und Crystal White Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol vertrieben. Daneben werden leichtere Mischgetränke hergestellt: Caribbean Club Rum Punch, Limbo Drummer, Lemon Lime & Bitters, Blu Vodka und Correla´s. :Das Grundprodukt Angostura Bitters ist eine aromatische Lösung mit 44,7&#x202F;% Akoholanteil. Man verwendet es hauptsächlich zur Verfeinerung von Mixgetränken, aber auch in Fisch- und Fleischgerichten, für Gemüse, Kuchen, Marmelade, Pudding, in Salaten und Suppen. * Fernandes Distillers, Fernandes Industrial Centre, Eastern Main Road, Laventille, Tel. 623-2101, 623-2501, Fax 623-1847. Als das Trinidad & Tobago Rum Bond Lager im Jahre 1932 abbrannte, nutzte der Besitzer der Fernandes Distillery, Joseph Bento Fernandes, die Gunst der Stunde. Er kaufte die angesengten Rumfässer günstig auf stellte fest, dass der Rum darin von besonderer Güte war. Dieser Rum wurde unter dem Namen „1919 Super Premium Rum“ verkauft. 1919 war das Jahr, in welchem die Fässer gefüllt worden waren. === Trinidad´s Eisenbahn === Schon kurz nach 1800 waren es die Großhändler, Kaufleute und Plantagenbesitzer, die bei der Kolonialverwaltung nach besseren Verkehrsverbindungen fragten. Doch wenig oder nichts geschah. Ebenso oder ähnlich verhielt es sich mit der Eisenbahn. Um 1846 wurde die '''Trinidad Railway Company''' gegründet. Man begann mit der Vermessung von möglichen Fahrlinien, kam aber zu der Überzeugung die Finanzierung sei nicht möglich. Im Jahre 1859 entstand dann die erste privat finanzierte Linie von Princes Town zum Hafen von San Fernando. Man nannte sie die Pflanzerlinie, da zunächst nur landwirtschaftliche Produkte an zur Kings Wharf gebracht wurden, zum weitertransport auf Schiffen rund um die Insel. Die Wagen wurden von Pferden oder Mulis gezogen. Auf Grund des öffentlichen Drucks wurde das Angebot auf den Personentransport ausgedehnt, auch die Post wurde nun mit der Eisenbahn transportiert. Diese Linie wurde unter dem Namen '''Cipero Tramroad''' bekannt. Sie existierte bis 1920, dann ging sie an die Trinidad Government Railway über. 1873 begann man mit dem Bau einer Bahnverbindung von Port of Spain nach Arima. Der Ausgangspunkt war der South Quay in Port of Spain, über San Juan und St. Joseph verlief die Linie bis nach Arima. Am 31. August 1876 wurde die Linie in Betrieb genommen. Die Eisenbahngesellschaft, offiziel Trinidad Government Railway, wurde gegründet. Ursprünglich sollte sie nur das reiche Landwirtschaftsgebiet um den Ort Arima herum mit dem Hafen von Port of Spain verbinden. Nun gab es aber eine kleine Eisenbahn Manie. Jeder einflußreichere Plantagenbesitzer verlangte die Anbindung seiner Farm an das Eisenbahnnetz. Schon im Januar 1880 gab es eine Verbindung nach Couva im Süden, bis 1882 wurde die Linie nach San Fernando fertig gestellt. Der Erfolg der Eisenbahnlinie nach Arima war überwältigend. Bis 1896 wurde sie nach Gunapo erweitert und 1897 wurde Sangre Grande erreicht. Im Jahre 1897 entstand an der Südlinie bei Cunupia ein Abzweig durch das Tal des Caparo Flusses nach Tabaquite. Nachdem man im Südwesten von Trinidad große Ölvorkommen gefunden hatte wurde die Eisenbahnlinie von San Fernando aus im Jahre 1913 bis nach Siparia verlängert. Im Jahre 1914 hatte das Netz dann seine größte Ausdehnung mit dem Ausbau bis nach Rio Claro. Die Länge des Schinennetzes betrug nun 173&#x202F;Km. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurden diese Eisenbahnwagen von Pferden gezogen. 1910 gab es die erste Motor-Bus-Verbindung in Trinidad. Die beiden Geschäftsleute Newallo und Asgarelli Syne betrieben '''Syne´s Bus Service'''. Mit der Zentrale in Icacos fuhren ihre Busse von dort über San Fernando bis nach Siparia und St. James in Port of Spain. Bis zum Beginn des I. Weltkrieges war dies das einzige Busunternehmen des Landes. Bis zum Jahre 1920 stieg die Zahl von angemeldeten Motorautos von etwa 100 auf 1.176. Im gleichen Jahr eröffnete Charles Ross eine Buslinie zwischen Four Roads und Macqueripe. Ab 1923 verzeichnete die Eisenbahn einen deutlichen Einbruch bei ihren Fahrgastzahlen. Trotzdem blieb die Eisenbahn ein Erfolg. Erst nach der Unabhängigkeit führte ein Missmanagement der Regierung zum Zusammenbruch des Eisenbahnverkehrs. Die Trasse der Linie von Port of Spain nach Arima, die mehr oder weniger parallel zur Eastern Main Road verläuft, wurde zur Fahrbahn nur für Express-Busse und Maxi-Taxi umgebaut. An das Zeitalter der Eisenbahn erinnert die Lokomotive Nr. 11, sie steht als Denkmal in der Harris Promenade von San Fernando. Ein zweites Exemplar befindet sich im Busdepot von Port of Spain. == Sprache == Amtssprache ist englisch. Besonders auf Trinidad wird aber auch verbreitet Französisch, Spanisch, Hindi und Chinesisch gesprochen. Daneben gibt es ein überwiegend englisches Patois. == Anreise == * {{vCard |type=airport |name=Piarco International Airport |wikidata=Q788810 |address=Golden Grove Road, Piarco |phone=669-4101 |fax=669-2319 |description=Landebahn 10/28, 10.440 × 151 Feet (3.182 × 46 m). Airport Authority of Trinidad & Tobago, Piarco Airport, Tel. 669-4101. Einreisebehörde, Immigration, Piarco Airport, Tel. 669-5859, Zollbehörde, Customs, Piarco Airport, Tel. 669-4361. |url=https://piarcoairport.com }} * '''Schiffsverbindungen''': Zwischen Trinidad und Tobago gibt es einen regeläßigen Fährverkehr. Der Hafen von Port of Spain wird von Kreuzfahrtschiffen angelaufen. == Mobilität == Achtung: '''Linksverkehr'''! Für das Fahren von Mietwagen wird für 90 Tage ein in Deutschland ausgestellter gültiger Internationaler Führerschein anerkannt. Wer länger im Lande ist muss eine nationale Fahrerlaubnis beantragen. Licening Department, Wrightson Road, Port of Spain. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 50 km/h, nur auf einigen Schnellstraßen darf man 80&#x202F;km/h fahren. Von der Hauptstadt Port of Spain gibt es eine autobahnähnliche Schnellstraße in Richtung Osten bis nach Arima und etwas darüber hinaus. Etwa 9&#x202F;km hinter Port of Spain zweigt davon eine Schnellstraße nach Süden ab, über die Stadt Chaguanas führt sie bis nach San Fernando. Die Eisenbahnlinie von Port of Spain nach Arima wurde eingestellt. Die ehemalige Bahntrasse wurde aus- und umgebaut, dies ist heute der Fahrweg für Expressbusse und Maxi Taxi. == Aktivitäten == * Naturbeobachtungen, hauptsächlich die Vogelwelt. * Strandleben, in Trinidad ist es nicht so ausgeprägt wie im Rest der Karibik. An der Nordküste findet man nur einzelne kleine Sandbuchten. Das Wasser an den kilometerlangen Stränden der Ostküste ist trüb, bedingt durch die Einschwämmungen des nahen Orinoco in Venezuela. Die Westküste ist verschmutzt durch intensive Bohrarbeiten der Erdölindustrie. * Wanderungen, hauptsächlich im Bereich der Northern Range. [[File:TnT Caroni Swamp 2.jpg|thumb|right|Caroni Swamp]] * Caroni Swamp: Sumpfgebiet im Mündungsbereich des Caroni River, durch das geführte Touren angeboten werden. Hauptattraktion ist eine riesige Kolonie Scharlachsichler, die am späten Nachmittag von ihren Fressrevieren zu ihrem Ruhegebiet zurückkehren. Ganz selten können Wasserschlangen oder Kaimane beobachtet werden. == Küche == Die Küche von Trinidad spiegelt die Zusammensetzung der Bevölkerung wieder. Neben der traditionallen karibischen Küche findet man heute viele chinesische, libanesische und syrische Einflüsse. Einen sehr großen Anteil an den Restaurants und Essgewohnheiten hat der indische Bevölkerungsanteil. Dadurch gibt es große Unterschiede zu den Restaurants auf der Insel Tobago. * '''Callaloo soup''' ist eine Suppe aus den spinatähnlichen Dasheenblättern mit allerlei Gewürzen und Krebsfleisch, stellenweise wird sie auch sehr scharf gewürzt. '''Dhal''' ist eine indische Suppe aus roten Linsen. * '''Buljol''' nennt man Saltfish, der zusammen mit Avocados, Paprika, Tomaten und Zwiebeln in Olivenöl gedünstet wird. * Ham´n Hops oder einfach nur '''Hops''' ist eine knusprige Brötchenart mit Schinkenfüllung. * '''Pastelles''' sind gefüllte Maismehltaschen die in Sohareeblättern gegart werden, ein klassisches Street Food. Die Füllung besteht aus angebratenes Rinderhack, Tomaten, Worcestershiresauce, diversen Gemüsen und Kräutern Besonders zu Weihnachten werden auch Oliven, Kapern und Rosinen dazugemischt. <gallery mode="packed" heights="150"> Callaloo-mit-Shrimps-GT.jpg|Callaloo soup mit Shrimps Buljol (Salted cod, oil, onions, tomatoes, pepper, boiled eggs).jpg|Buljol (gesalzener Kabeljau, Öl, Zwiebeln, Tomaten, Paprika, gekochte Eier) FOOD Pastelle open.jpg|geöffnete Pastelle </gallery> * Reis, der mit Kokosnußmilch gekocht wird erhält eine bräunliche Farbe. Auf vielen Karibikinseln wird er mit roten Bohnen vermischt zu jedem Essen angeboten. Auf Trinidad heißt er nicht „rice and peas“ sondern '''Pelau''', dazu gibt es im allgemeinen Hühnerfleisch, Paprikagemüse und alles ist scharf gewürzt. * Zu vielen Gerichten gehört '''Dumplin'''. Dumplins sind fingerdicke, längliche Klöße aus Wasser und Mehl, die in die Suppe oder Sauce gegeben werden. * '''Souse''' ist keine Soße sondern gekochtes Schweinefleisch, das mit Gurken, Paprika und Zwiebeln serviert wird, wir kennen es besser als Sülze. * '''Cascadura''' ist Fisch, den es nur in Trinidad gibt, der mit viel Curry gekocht wurde. <gallery mode="packed" heights="150"> Trinidadian Chicken Pelau (15399269506).jpg|Chicken Pelau </gallery> * '''Saltfish''' kommt überwiegend aus Norwegen und ist in der Karibik inzwischen ein teures Lebensmittel geworden. Der frisch gefangene Fisch wird dort ausgenommen, gewaschen, gesalzen und auf langen, dünnen Stangen aufgereiht und luftgetrocknet. * '''Black Pudding''' ist eine Blutwurst die viele Zwiebeln, Knoblauch und Gewürze enthält, sie gilt warm oder auf Brot als absolute Delikatesse. * '''Black cake''' ist ein sehr schwerer Kuchen aus dunklem Teig, der Teig wird mit Trockenfrüchten vermischt, die zuvor in Cherrybrandy und Rum eingeweicht wurden. * Das einheimische '''Bier''' trägt die Namen Carib, Heiroun und Stag Lager Beer. Auf der Insel wird aber auch Guinness, Mackeson und Stout in Lizenz abgefüllt. Die bekanntesten '''Rumsorten''' der Insel sind Old Oak und VAT 19. * Daneben gibt es unzählige '''alkoholfreie''', soganannte Soft Drinks, die meistens nur extrem süß und nach Chemie schmecken. == Feiertage == Zusätzlich zu den gesetzlichen Feiertagen die für die beiden Inseln Trinidad und Tobago gelten, gibt es auf der Insel Trinidad eine Vielzahl von religiösen Veranstaltungen und Feierlichkeiten, die teilweise auch zu nationalen Feiertagen geworden sind. === religiöse (regionale) Feiertage === * '''Divali''' oder '''Diwali''', dieses hinduistische Fest ist dem Licht gewidmet, es wird in verschiedenen Orten Trinidads auch als Ramleela Festival gefeiert. Mit dem Fest wird in Indien die Rückkehr von Lord Rama in sein Königreich Ayodha nach 14-jährigem Exil gefeiert. Zu Ehren seiner Ankunft erleuchteten seine Untertanen die Straßen mit tausenden von Öllampen. Dieses Fest wird im November auf ganz Trinidad gefeiert. Diviali bedeutet der Triumph des Guten über das Böse. Es wird zu Ehren der Göttin Lakshmis gefeiert, die Liebe, Schönheit, Reichtum und Licht verkörpert. In der Divalinacht werden auf der ganzen Insel mit Kokosöl gefüllte Tonschalen aufgestellt und angezündet. * '''Eid-ul-Fitr''', das moslemisches Neujahrsfest. Dies ist kein festes Datum, das Fest wird am Neumondtag des Fastenmonats Ramadan gefeiert. * '''Ganga Dashara'''. Am Fluß Marianne River im Ort Blanchisseuse feiern die Hindus ihr Reinigungsritual. * Das '''Hosey Festival''' wird in Trinidad seit 1884 gefeiert, es erinnert an den Krieg von Kerbala im Jahre 640. Die ursprüngliche, drei Nächte dauernde Trauerprozession wurde bis vor 40 Jahren nach strengen Regeln durchgeführt. Seitdem hat man sich an die Mentalität der Inselbewohner angepaßt. Heute finden die Prozessionen in den Monaten Februar und März in St. James, Cedros, Couva und Tunapuna statt. * '''La Divina Pastora Festival''', katholische Kirche, Siparia. Bei dieser Prozession am zweiten Sonntag nach Ostern wird die Schwarze Madonna durch die Straßen getragen. Diese Feier ist bei den Hindus auch als Soparee Mai bekannt. * '''Phagwa''', das Neujahrsfest der Hindus findet im März statt. In Trinidad ist es seit der Landung der ersten Inder im Jahre 1845 bekannt. * '''Ramleela''', ein Hindufest, das in über 20 Gemeinden gefeiert wird. * '''Santa Rosa Festival'''. Dieses Fest der kleinen Cariben Gemeinde wird im Juli gefeiert. Am 28. August findet eine gleichnamige Feier in Arima statt. Dort wurde 1775 eine Kapelle zum Gedenken an die Schutzheilige Santa Rosa de Arima gebaut. == Sicherheit == Auf Trinidad werden Drogen, insbesondere Marihuana angeboten. Der Besitz kleinster Mengen ist verboten und wird schwer bestraft. Wertgegenstände sollten im Hotelsafe hinterlegt werden. Zimmertüren und Mietwagen immer verschließen. Nachts sollte man nicht allein unterwegs sein und dunkle Orte generell meiden. Die hohe Zahl von arbeitslosen Jugendlichen führt zu wachsender Kriminalität gegen Touristen. == Klima == {{Klimatab-col |ort= |sourcelink= |sourcetext= |xt=ja|xtjan=31|xtfeb=31|xtmar=32|xtapr=32|xtmai=32|xtjun=32|xtjul=31|xtaug=31|xtsep=32|xtoct=32|xtnov=32|xtdec=31 |nt=ja|ntjan=21|ntfeb=20|ntmar=20|ntapr=21|ntmai=22|ntjun=22|ntjul=22|ntaug=22|ntsep=22|ntoct=22|ntnov=22|ntdec=21 |rm=ja|rmjan=70|rmfeb=45|rmmar=50|rmapr=55|rmmai=100|rmjun=190|rmjul=225|rmaug=250|rmsep=200|rmoct=175.0|rmnov=185|rmdec=125 }} == Literatur == === Landkarten === * {{Karte |Titel=Trinidad |Maßstab=1 : 150.000 |Hrsg=Mapping & Control, Lands & Surveys Division, Ministry of Planning & Mobilization, Government of the Republic of Trinidad & Tobago}} == Weblinks == {{GeoData| lat= 10.41611| long= -61.34444| radius= }} {{IstInKat|Trinidad und Tobago}} {{class-3}} biwpr0gewafy8myg9w4fvyhd6p1tfep 1804858 1804857 2026-09-19T07:35:49Z DocWoKav 14575 /* Orte */ Geänderte vCard für Chaguanas 1804858 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region}} '''Trinidad''' ist eine Insel in [[Trinidad und Tobago]]. Auf Trinidad sind vor allem die vielfältige Natur, der berühmte Karneval, die Strände und der artenreiche Regenwald interessant. == Regionen == === Politische Einteilung === Trinidad und Tobago gliedert sich in elf ''regions'', drei ''boroughs'' und zwei ''cities''. Eine ''region'' ist einem Bundesland vergleichbar, ein ''borough'' einer kreisfreien Stadt und eine ''city'' einem Stadtstaat wie Hamburg oder Berlin, wobei das Konstrukt des ''borough'' aus dem englischen Rechtsraum stammt und im deutschsprachigen Raum unbekannt ist. ''cities'' sind [[Port of Spain]] und [[San Fernando (Trinidad und Tobago)|San Fernando]], ''boroughs'' sind [[Arima]], [[Chaguanas]] und [[Point Fortin]]. === Geographische Aufteilung === * Northern Range: Dieser Höhenzug erstreckt sich auf einer Länge von 65&#x202F;Km entlang der Nordküste. Die Nordküste ist steil und felsig. Dort findet man keine durchgehende, befahrbare Straße. Das ganze Gebiet ist überhaupt wenig erschlossen, damit ein wahres Paradies für die Tierwelt. Einzig von Port of Spain aus und entlang der Ostküste gibt es Straßenverbindungen zur Nordküste. Von Arima aus kann man auf teilweise sehr schlechter Straße nach Norden vordringen. Die höchsten Erhebungen sind der Berg "El Tucuche" mit 936&#x202F;m und der "El Corre de Aripo" mit 940&#x202F;m. Nordwestlich von Arima findet man eine größere Anzahl von Höhlen. * Der Ost-West-Korridor ist eine Ebene am Fuße der Northern Range. Es ist das am dichtesten bebaute und besiedelte Gebiet der Insel. Von der Matura Bay im Osten reicht die Ebene bis zur Hauptstadt Port of Spain im Westen. In Port of Spain beginnend erreicht man übergangslos die Städte San Juan, St. Joseph, Curepe (mit dem Ortsteil St. Augustine und der Universität), Tunapuna, Arouca (mit dem internationalen Flughafen Piarco im Süden), Valencia und Sangre Grande. Das bebaute Gebiet ist dort zwischen zwei und sieben Kilometer breit. Auf nördlicher Route erreicht man alle Orte auf der Straße Eastern Main Road. Mehr oder weniger parallel dazu gab es dort früher eine Eisenbahnlinie von Port of Spain bis nach Arima. Die ehemaligen Gleisanlagen sind einer Straße gewichen, die für den Busverkehr reserviert ist, die "Priority Bus Route". Auf südlicher Route wurde der autobahnähnliche "Churchill Roosevelt Highway" als entlastungsstraße gebaut. * Central Range: Dieser Höhenzug ist wesentlich flacher, er erstreckt sich leicht schräg, nördlich von San Fernando im Westen bis nach Manzanilla im Osten. * Im Süder der Central Range findet man wieder flaches Land, es riecht dor überall nach Erdöl. Überall wird Erdgas und -öl gefördert. Zwischen San Fernando und Point Fortin befindet sich einer vor drei bekannten Teer-Seen dieser Erde. Weit verbreitet sind Schlammvulkane. * Die Southern Range, auch "the Deep South" genannt, also der tiefe Süden bildet als flacher Höhenrücken den Abschluss. == Orte == {{mapframe}} * {{vCard | name = Port of Spain | type = city | wikidata = Q39178 | description = Die Hauptstadt Trinidads ist das wichtigste politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Insel. Besonders bekannt ist die Stadt für den Trinidad Carnival, Museen, historische Gebäude und das lebendige Stadtviertel rund um die Queen’s Park Savannah. }} * {{vCard | name = Arima | type = city | wikidata = Q661405 | description = Arima liegt am Rand der Northern Range und ist eine der älteren Städte Trinidads. Sie ist für ihre indigene Kultur, traditionelle Feste und ihre Nähe zu den tropischen Waldgebieten im Norden bekannt. }} * {{vCard | name = Chaguanas | type = city | wikidata = Q1444575 | description = Sie ist eine lebhafte Handelsstadt mit zahlreichen Geschäften, Märkten und Einkaufszentren. Besonders interessant sind die vielfältige Bevölkerung sowie die starke indisch-trinidadische Kultur. }} * {{vCard|type= city|name= |description= }} * {{vCard|type= city|name= |description= }} * {{vCard|type= city|name= |description= }} * {{vCard|type= city|name= |description= }} * {{vCard|type= city|name= |description= }} * {{vCard|type= city|name= |description= }} * [[Arima]] in der Mitte des Ost-West Korridors * [[Blanchisseuse]] an der Nordküste * [[Chaguaramas]] an der Nordwestspitze der Insel * [[Manzanilla]] langer Strandabschnitt an der Ostküste * [[Maracas Bay]] nördlich von Port of Spain * [[Mayaro]] langer Strandabschnitt an der Ostküste, südlich von Manzanilla * [[Piarco]] mit dem internationalen Flughafen * [[Port of Spain]] die Hauptstadt * [[San Fernando (Trinidad and Tobago)|San Fernando]] Küstenstadt, 42&#x202F;km südlich von Port of Spain * [[Tunapuna]] die Universitätsstadt im Ost-West Korridor == Weitere Ziele == == Hintergrund == === Landesbeschreibung === Geologen und Faunisten zählen Trinidad und Tobago zu Südamerika, nicht zu den Karibischen Inseln. Vor vermutlich noch 10.000 Jahren waren die Inseln mit dem südamerikanischen Festland verbunden. Heute ist die Insel Trinidad durch eine 11&#x202F;km breite Meerenge von Venezuela getrennt. Die Insel Trinidad hat eine etwa rechteckige Form, deren Westküste durch den Golf von Paria tief eingeschnitten ist. Die Nord-Süd Ausdehnung beträgt 83&#x202F;km. Entlang der Nordküste verläuft eine flache Bergkette, die bis zu 940&#x202F;m hoch aufragt, die Northern Range. Dort findet man eine Vielzahl von Höhlen und Wasserfällen. Sie ist Erdgeschichtlich der östlichste Ausläufer der südamerikanischen Anden. Dort hat die Insel eine Breite von 86 km, vom Golf von Paria zur Ostküste sind es an der schmalsten Stelle nur 48 km, während sie an der Südküste 104&#x202F;km mißt. An der Ostküste ließen sich 1783 französische Siedler südlich von Manzanilla nieder, wo sie zwölf aneinandergrenzende Kokosplantagen anlegten, die noch heute die Landschaft prägen. Die Nord- und Südküste sind wenig erschlossen. Dort gibt es keine durchgehenden Straßenverbindungen. Abgesehen von der Churchill Roosevelt und der Uriah Butler Schnellstraße sind alle anderen Straßenverbindungen auf der Insel nicht sehr gut. Bis 1957 war die Southern Main Road die Hauptstraße zwischen dem Norden und dem Süden. Dann wurde der Princess Margaret Highway als Schnellstraße zwischen Port of Spain und Chaguanas gebaut. Inzwischen wurde die Straße umbenannt in Uriah Butler Highway. Während des ersten Ölbooms in den 1970er Jahren wurde diese Schnellstraße als Sir Solomon Hochoy Highway bis nach San Fernando erweitert. Es gibt inzwischen Ausbaupläne bis nach Point Fortin. In West Ost Richtung verbindet der Beetham Highway Port of Spain mit dem Uriah Butler Highway. Von dort aus führt der Churchill Roosevelt Highway weiter bis zu seinem derzeitigen Ende, drei Kilometer hinter Arima. In diesem sogenannten Ost-West Korridor der sich von Chguaramas bis nach Arima am Fuße der Northern Range Hügelkette entlangzieht lebt über die Hälfte der Inselbevölkerung. Fast die Hälfte von Trinidad ist noch bewaldet. Die Insel hat aber keine ausgeprägte Tourismusindustrie. Dafür besitzt Trinidad die einzigen größeren Erdgas und -ölvorkommen aller Karibikinseln. Vor Point Lisas befinden sich große Erdgasfelder im Meer. Dort findet man deshalb die größte Industrieansammlung. Neben Eisen und Stahl gibt es vier Methanolproduzenten und sechs Anlagen für die Ammoniumproduktion. 1999 begann man mit dem Bau einer Aluminiumschmelze. Am Galeota Point und in Pointe a Pierre stehen Erdölraffinerien. Erst 1998 hat die Amoco Trinidad Oil Company neue große Erdölfelder vor der Küste von Trinidad gefunden. Im ganzen Süden der Insel wird Erdöl gefördert. Dort gibt es auch mehrere Schlammvulkane. Vor der Nordwestküste liegen mehrere Inseln, die zum Territorium von Trinidad und Toabago gehören. * '''Diego Islands''': Zu den Diego Islands gehören die Inseln Carrera und Cronstad Island. Sie liegen etwas mehr als 500&#x202F;m vor der Halbinsel Point Gourde. Die Insel Carrera hat eine Ausdehnung von 420 x 270 Metern, seit dem Jahre 1877 ist sie Gefängnisinsel. Angeblich ist sie so sicher wie das amerikanische Alcatraz. * '''Five Islands''': Die Inselgruppe Five Islands besteht aus den fünf Inseln Caledonia, Craig, Lenagan, Nelson und Rock. * '''Insel Chacachacare''': Die Insel befindet sich fast auf halbem Wege nach Venezuela. Die Strömung in der Meerenge ist stark und gefürchtet. Seeleute nennen die Durchfahrt Boca del Drago oder „dragon´s mouth“, also Drachenmaul. Die Insel hat eine Ausdehnung von 15&#x202F;km in der Länge und 3&#x202F;km in der Breite, sie ist 8&#x202F;km von Trinidad entfernt. : Die Überfahrt von Chaguaramas dauert je nach Wetterlage etwa eine Stunde. Seit dem Jahre 1877 befand sich auf der Insel eine Leprakolonie, seit 1984 ist sie unbewohnt. : Im Jahre 1885 wurde nahe der Perruquier Bay auf dem höchsten Punkt der Insel, 818 m, ein Leuchtturm gebaut, er ist immer noch im Betrieb. Auf der Ostseite befindet sich die tief eingeschnittene Bucht Chacachacare Bay. Auf der gegenüberliegenden Inselseite liegt die La Tinta Bay. Sie hat schwarzen Sandstrand und wurde jahrelang als Versteck für Schmuggelgut genutzt. : Bei Chapelle Bay findet man einen Salzsee. * '''Insel Gaspar Grande''': Die Insel ist rund 2&#x202F;km lang und 800&#x202F;m breit, sie ist auch unter dem Namen Gasparee Island bekannt. Ihr Name geht auf den früheren Besitzer Don Gaspar de Percin zurück. Sie liegt nur einen Kilometer vor der Küste. Von der Crews Inn Marina in Chaguaramas fahren Boote in 20 Minuten dorthin. Die Überfahrt von Chaguanas zur Südseite kostet 40 TT $, zur Ostseite 30 TT $. Im allgemeinen fahren die Boote zum Point Baleine, wo es zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Walfangstation gab. Heute befindet sich dort eine kleine Marina und Picknick Plätze. : Im 19. Jahrhundert wurde auf der Insel noch Baumwolle angebaut. : Die kleine Bombshell Bay am Ostende ist zum Baden geeignet. Auf dem Bombshell Hill befand sich ein Fort. : Die Gasparee Caves sind ein Netzwerk von Tropfsteinhöhlen, es gibt dort sogar einen kleinen See. Der Zugang ist nur mit Genehmigung der Chaguaranas Development Authority und mit Führung eines registrierten Tourunternemers möglich. Sie sind täglich von 9-15 Uhr geöffnet, Eintritt: 10 TT $. : Innerhalb von 25 Minuten kann man zur anderen Inselseite laufen, dort findet man Geschützstellungen aus dem II. Weltkrieg. : Seit den 1980er Jahren befand sich dort auch das Fantasy Island Resort mit Restaurant, Cafe und Pool. Tel. 678-9001. : Bayview Beach Resort & Marina, Tel. 678-9001-02 * '''Insel Huevos''': Die kleine, länglich, schmale Insel Huevos befindet sich in Privatbesitz. Sie ist unbewohnt und Brutplatz für Seevögel. * '''Insel Monos''': Monos liegt nur etwa 650&#x202F;m vom Entrada Point entfernt und hat zwei Landestege in der Morris Bay und in der Grand Fond Bay. Sie ist dicht bewaldet und nicht dauerhaft bewohnt. Es gibt dort aber eine zunehmende Anzahl von Ferienhäuser von reichen Trinis. Früher gab es in der Turtle´s Bay eine Walfangstation. Dort ist noch einer der Kupferkessel erhalten, in dem das Walfett gekocht wurde. === Geschichte === Über die allerersten Inselbewohner ist nichts bekannt, man nimmt aber an, dass schon 5.000 Jahre vor Christi Geburt Indianerstämme aus Südamerika auf Trinidad und Tobago gelebt haben. Auf dem Weg in den Norden haben Ciboney-Indianer als Sammler und Jäger vermutlich zuerst die Insel Trinidad besiedelt. Zwischen 100 und 1000 nach Christus folgten ihnen höher entwickelte Ignerie-Indianer und Taino-Indianer vom Stamm der Arawaks aus dem Orinokogebiet, die schon Landwirtschaft betrieben. Im 13. Jahrhundert überfielen kriegerische Carib-Indianer die friedlichen Arawaks, töteten die Männer und nahmen sich die Frauen. Auf seiner dritten Reise entdeckte '''Christopher Kolumbus''' auf südlicher Route segelnd diese Insel im Sommer 1498. Er nannte die Insel ''La Isla de la Trinidad'', Insel der Dreifaltigkeit, und umfuhr sie im Uhrzeigersinn. Einen Tag später verließ er sie um die Insel [[Grenada]] zu erreichen. Zu dieser Zeit lebten noch geschätzt 35.000 Indianer auf den beiden Inseln; Arawaks im Südosten und Carib-Indianer im Norden und Westen in der Gegend von Arima, Mucurapo und Port of Spain. Erst 1532 betrat '''Don Antonio Sedeno''' beim Fischerdorf Cumucarapo, das heute Mucarapo heißt, als erster spanischer Entdecker die Insel. 50 Jahre später kam eine größere Gruppe von Siedlern mit dem spanischen Soldatenführer '''Don Antonio de Berrio y Oruna''' und dessen Leutnant Domingo de Vera auf der Suche nach dem berühmten Gold von El Dorado auf die Insel. An der Ostküste bauten sie die Siedlung San José de Oruna, das heutige St. Joseph, dort wurde auch die Inselverwaltung angesiedelt. In der Indianersprache hieß der Ort Caroni. Er wurde 1595 durch den britischen Seefahrer '''Sir Walter Raleigh''' zerstört, Berrio y Oruna wurde gefangen genommen. Die älteste Kirche der Insel, die St. Joseph Catholic Church aus dem Jahre 1593, blieb aber erhalten. Die ist zugleich der älteste Kirchenbau auf Trinidad. 1699 rebellierten die Indianer gegen die spanischen Missionierungsversuche. Missionare und der Gouverneur wurden dabei getötet. Soldaten wurden gegen die Indianer eingesetzt. Die Armee trieb die Indianer bis zur Nordostspitze der Insel. Bei dem Ort Toco stürzten sich viele Indianer ins Meer. Zehn Jahre später wurden die Missionsstationen abgeschafft. 1739 gab es auf der Insel eine Pockenepedemie, an der ein großer Teil der Bevölkerung starb. Nach wiederholten Angriffen von Piraten auf den Ort San José de Oruna, heute Saint Joseph, verlegte der '''Gouverneur Pedro de la Moneda''' den Regierungssitz im Jahre 1757 nach Puerto de Espana, dem heutigen ''Port of Spain''. Da die Insel nur sehr schwach besiedelt war und Spanien fürchtete, die Insel könne dadurch leicht von England eingenommen werden, lockte der spanische '''Gouverneur Manuel Falques''' 1776 katholische Siedler mit Steuererleichterungen ins Land. Er brachte der Insel etwas wirtschaftlichen Aufschwung und veranlasste die Gründung des Ortes San Fernando. Mit Hilfe von Sklavenarbeit entstanden Zuckerrohr- und Baumwollplantagen. 1784 schickte Spanien seinen fähigsten Gouverneur, '''Don José Maria Chacon''', auf die Insel. Unter seiner Führung wuchs die Bevölkerung auf fast 18.000 Menschen an. Davon waren nur 2.000 Weiße, über 10.000 waren afrikanische Sklaven und knapp 1.000 waren Indianer, der Rest bestand aus freien Mischlingen. Im Jahre 1795 kam es zum Krieg zwischen Spanien und England. Im Mai 1796 lief das britische Schiff „H. M. S. Lebra“ unter der Führung von '''Sir Ralph Abercromby''' bei Chaguaramas die Insel an. Der spanische '''Admiral Don Sebastian Ruiz de Apodaca''' ließ alle spanischen Schiffe im Hafen in Brand setzen und '''Gouverneur Chacon''' übergab Trinidad kampflos an die Engländer. Sir Abercromby ernannte einen seiner Offiziere, '''Thomas Picton''', zum ersten Gouverneur. Die Ernennung entwickelte sich zu einem absoluten Missgriff. Picton betrachtete Sklaven und Mischlinge als Aufwiegler. Farbige Plantagenbesitzer und Sklaven wurden ständigen Repressalien ausgesetzt. 1802 musste er von '''Thomas Hislop''' abgelöst werden. Im gleichen Jahr gab es auf der Insel 150 Plantagen, alle waren im Besitz von Franzosen. Bis zum Jahre 1808 stieg die Zahl der Sklaven auf 20.000. Die Fachleute der damaligen Zeit kamen zu dem Ergebnis, um aus der Insel eine gewinnbringende Zuckerrohrbesitzung zu machen, wären mindestens 250.000 Sklaven nötig gewesen. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Insel trotzdem Kronkolonie. Die Zusammensetzung der Inselbevölkerung ließ in den Augen der britischen Regierung keine Wahlen zu. Die Zahl der freien Farbigen war doppelt so groß wie die der Weißen, und von der weißen Bevölkerung waren nicht einmal die Hälfte Engländer. So wurde die Insel direkt von London aus regiert, und der Gouverneur war das ausführende Organ. Als der Sklavenhandel 1807 offiziell eingestellt wurde, kam es noch jahrelang zu illegalen Sklaveneinfuhren. Die Abschaffung der Sklaverei im Jahre 1834 führte auf der Insel zu einer lang anhaltenden Ratlosigkeit, wie die Zukunft ohne Sklaven aussehen sollte. Selbst das Parlament in London beschäftigte sich immer wieder mit dieser Frage. Verschiedene Pläne wurden entwickelt und wieder verworfen. Menschen verschiedenster Nationalitäten wurden als Arbeitskräfte auf die Insel geholt: Iren, Schotten, Chinesen, Portugiesen von Madeira, europäische Emigranten, Arbeitskräfte von anderen karibischen Inseln, befreite Sklaven aus Sierra Leone und St. Helena, die meisten kehrten bald wieder in ihre Heimat zurück. Schließlich waren es Inder, die die Inselbevölkerung verändern sollten. Zwischen 1845 und 1917 kamen 144.000 Inder als billige Arbeitskräfte ins Land. Sie hatten Verträge für fünf oder zehn Jahre und waren danach berechtigt zurückzukehren. Aber viele von ihnen blieben in Trinidad, kauften ein Stück Land für ihre Reispflanzen oder Kakaobäume und eröffneten kleine Geschäfte. 1871 betrug der indische Bevölkerungsanteil schon 25&#x202F;% der Gesamtbevölkerung. Bis in die heutige Zeit haben sich die Familienclans erhalten und die indische Gesellschaft in Trinidad ist noch immer eine fast „geschlossene Gesellschaft“. 1847 richtete ein Wirbelsturm große Schäden an. 1857 bohrte die ''Merrimac Oil Company'' bei La Brea die erste Ölquelle an, aber erst 50 Jahre später wusste man diesen Reichtum richtig zu nutzen. Zur Jahrhundertwende führte die weitergehende Verarmung der Massen zur Gründung von mehreren politisch-gesellschaftlichen Interessengemeinschaften. 1897 wurde die Arbeiterbewegung Trinidad Workmen´s Association gegründet. Im gleichen Jahr entstand die East Indian National Association, und vier Jahre später folgten die Pan African Association und die Rate Payers Association, ein Zusammenschluss der Wassergebührenzahler. 1889 wurden Trinidad und Tobago zu einer Union zusammengeschlossen. 1914 entstand bei Pointe-A-Pierre die erste Ölraffinerie. Als Folge der Weltwirtschaftskrise kam es in den 1930-er Jahren auch in Trinidad zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die vermehrt zu Aufständen führten und zur Gründung von Arbeiterbewegungen. 1937 kam es in dem Dorf Fyzabad unter der Führung von '''Uriah Butler''' zu einem Aufstand der Erdölarbeiter. 1938 lag der durchschnittliche Tagesverdienst bei 35 Cents. Diese niedrigen Löhne führten schon 1935 zu einem Hungermarsch und 1937 zu wiederholten Streiks auf den Ölfeldern. 1941 verpachtete die Regierung das Gebiet um ''Chaguaramas'' und ''Waller Field'' an das US-Militär. Die Amerikaner bauten einen großen Marine- und Luftwaffenstützpunkt. Dies brachte dem Land für einige Jahre gut bezahlte Arbeitsplätze. Erst 1960 zogen die Amerikaner nach großen Protesten aus der Bevölkerung wieder ab. Nach dem Krieg und der Einführung des allgemeinen Wahlrechtes entstanden unzählige Parteien und in deren Folge Gründungen von Gewerkschaften. Den hohen Erlösen aus der Erdölindustrie standen nur wenige Arbeitsplätze gegenüber. 1956 gründete '''Dr. Eric Williams''' die Partei People´s National Movement. Am 31. August 1962 wurden Trinidad und Tobago rund drei Wochen nach Jamaika von den Engländern in die Unabhängigkeit entlassen. Eric Williams wurde erster Premierminister. Er behielt diesen Posten bis zu seinem Tode im Jahre 1981. Mit der Unabhängigkeit fielen die großzügigen finanziellen Unterstützungen von England fort. Internationale Konzerne wurden stattdessen von der Regierung „eingeladen”, sich auf der Insel niederzulassen. Bis 1966 konnten so 169 Industriefirmen angesiedelt werden. Die Ölförderung teileten sich Amoco, Shell und Texaco, die Zuckerindustrie wurde von Tate & Lyle kontrolliert. Während der 1970-er Jahre konnte Trinidad aufgrund seiner Erdöl- und Erdgasvorkommen noch ein deutliches Wirtschaftswachstum verzeichnen. Zum großen Teil ist dies den Preisbeschlüssen der OPEC von 1973 zu verdanken. Diese Preissteigerungen verdreifachten die Deviseneinnahmen des Landes schlagartig. Nach der zweiten deutlichen Ölpreiserhöhung in den Jahren 1979 und 1980 verzehnfachten sich diese Einnahmen sogar. Mit diesen Geldern kaufte Premierminister Williams die Kapitalmehrheit der nationalen Shell und BP, verstaatlichte die Zuckerindustrie, die Fluglinie BWIA und die Telefon- und Fernsehgesellschaften. Für 460 Millionen US-Dollar ließ er zudem ein Stahlwerk bauen. Anfang der 1980-er Jahre kam es dann mit Ende des Ölbooms und anderer politischer Fehler zu einer tiefen Strukturkrise, die sich besonders aus der Person des seit 25 Jahren regierenden Eric Williams ergab. Hatte er die weiße Mittelschicht vor der Unabhängigkeit noch als Nutznießer der Kolonialherrschaft bekämpft, so sicherte er seine Macht nun genau durch diese Gruppe. Korruption und schwere Mängel in der Gesundheits-, Verkehrs- und Baupolitik wurden ihm angelastet. Im März 1981 konnte der plötzliche Tod von Williams nicht eindeutig geklärt werden. Bei den Parlamentswahlen im November des gleichen Jahres konnte sein Nachfolger '''George Chambers''' noch die Mehrheit erzielen, bei den Kommunalwahlen 1983 gab es dann aber eine herbe Niederlage. Seit 1974 waren mit der Ölindustrie 50 Milliarden Petrodollar erwirtschaftet worden. Als der Einbruch der Ölpreise zu einer Rezession führte, musste man feststellen, dass der größte Teil des Geldes durch Misswirtschaft und Fehlplanungen verschwendet worden war. Der TT-Dollar musste mehrfach abgewertet werden, im Staatsdienst gab es Entlassungen, unrentable Staatsbetriebe wurden privatisiert. Bis 1990 stieg die Arbeitslosigkeit im Lande daraufhin bis auf 27 %. Am 27. Juli 1990 besetzte die kleine, radikale Moslemgruppe ''Jamaat al Muslimeen'' unter der Führung von '''Yasin Abu Bakr''' das Parlamentsgebäude. 45 Parlamentsmitglieder, einschließlich des Premierministers A. N. R. Robinson, wurden als Geiseln genommen. Robinson wurde aufgefordert zurückzutreten und innerhalb von 90 Tagen Neuwahlen auszuschreiben. Nachdem er dies verweigerte, kam es zu einem Schusswechsel, bei dem der Premierminister eine Schusswunde im Bein erlitt. Erst nach fünf Tagen gaben die Rebellen auf. Bei diesen Unruhen kamen insgesamt 30 Personen zu Tode, weitere 500 wurden verletzt. 114 Rebellen erhielten nach langen Gerichtsverhandlungen, zu denen auch der Kronrat in London gehört wurde, eine Amnestie. Dieser Putschversuch verschreckte verständlicherweise ausländische Investoren. Erst 1994 verzeichnete das Land sinkende Arbeitslosenzahlen und eine steigende Bruttoinlandsproduktivität. In den folgenden Jahren legte die Regierung ein Programm zur Modernisierung des Erdölsektors auf. Zugleich schaffte sie sich ein zweites wirtschaftliches Standbein, indem die Erschließung von Off-shore-Erdgasvorkommen gefördert wurde. === Erdöl und Erdgas === Im Jahre 1906 kam der Geologe ''Arthur Beeby Thompson'' nach Point Fortin. Er erhielt von der Regierung die Genehmigung, Land zu erwerben und nach Öl zu bohren. Er kaufte die Adventure und La Fortunée Plantagen um Werkanlagen zu errichten. Im Mai 1907 fand man in 210&#x202F;m Tiefe Öl. Zwei Jahre später wurde die '''Trinidad Oil Company''' gegründet. 1913 übernahm die '''United British Oilfields of Trinidad''' die Anlagen. 1957 wechselte der Besitz an '''Shell'''. Nach langen Protesten der Bevölkerung in den 1960-er und 1970-er Jahren übernahm der inzwischen von England losgelöste, selbstständige Staat Trinidad and Tobago die Shell und seit 1974 nennt sich das Unternehmen '''Trinidad & Tobago Oil Company''' (TRINTOC). Im Jahre 1993 gründte der Staat dann die '''Petroleum Company of Trinidad & Tobago''' (PETROTRIN) mit der Zentrale in Pointe-a-Pierre, und mit dem Zweck, alle Ölförderungen, die Weiterverarbeitung und den Verkauf von Erdölprodukten zu zentralisieren. Im Jahre 2000 übernahm die PETROTRIN dann in Zusammenarbeit mit TRINMAR alle Vermögenswerte von TEXACO. PETROTRIN hat seine größten Operationsbasen in Fyzabad, Guayaguayare, Marabella, Penal und Point Fortin. Von der Südostspitze der Insel (Guayaguayare) nach Point Fortin wurde eine neue Hochdruck-Pipeline verlegt, unterwegs gibt es mehrere Pumpstationen. In Pointe-a-Pierre steht die einzige Ölraffinerie des Landes. Die Anlage umfasst 809 Ha Grundfläche. Die Tagesproduktion liegt bei 160.000 Barrel von denen 70.000 für den lokalen Markt bestimmt sind, der größere Rest wird nach Brasilien, Equador, Kolumbien, Venezuela und West Afrika exportiert. Dort wird Flugbenzin, bleifreies Benzin, Diesel, Schmierstoffe und Bitumen hergestellt. TRINMAR, Trinidad Marine, betreibt im Seegebiet von Trinidad und Tobago 23 Ölbohrplattformen und 238 freistehende Bohrtürme. Der Beitrag von PETROTRIN am Sozialwesen von Trinidad besteht im Straßen- und Brückenbau, man beteiligt sich an der Reparatur von Schulen, baut Spielplätze und stellt Computer zur Verfügung. === Geister, Geisterglaube === Wie auf allen anderen karibischen Inseln haben auch die Bewohner von Trinidad und Tobago eine lebhafte Vorstellungskraft, kennen vielerlei Gruselgeschichten, glauben an gute und böse Geister. Viele dieser Geister und Geistergeschichten haben ihren Ursprung in Afrika. Der '''Dupp''' (auf der Insel Jamaika: Duppy) ist auf allen Inseln bekannt. Zusammen mit den '''Jumbies''' zählt er zu den harmlosen Geistern. Es sind die Geister von Toten, die nachts aus den Gräbern steigen, sich an dunklen Orten herumtreiben und die Lebenden gerne erschrecken. '''Belarivoist''' der Geist des Joachim Belarivo. Ein wenig begabter Zauberer wollte diesen Geist auferstehen und für sich arbeiten lassen. Für die Auferstehung reichte das Wissen, für weiteres nicht. Stattdessen erschien der Geist auf unzähligen Hochzeitsfeiern und erschreckte die Gäste. Er musste schließlich in einen Bleisarg eingeschlossen werden und unter einem großen Steinhaufen begraben werden. Der bedeutendste Geist auf Trinidad und Tobago ist '''Papa Bois''', der Beschützer des Waldes. Er hat Hörner, Fell und eine Harfe, seine Mutter war ein Reh, sein Vater ein Jäger, meistens erscheint er in Gestalt eines alten Mannes mit Bart und langen Haaren. Er kann sich auch in ein Tier verwandeln und Wilderer tief in den Wald locken, so dass sie sich verlaufen. Er hat auch eine Geliebte, '''Mama Dlo''' oder Mama d l‘eau, halb Frau, halb Schlange. Sie ist die Beschützerin der Flüsse. Von '''La Diablesse''' erzählt man, sie sei eine schöne Frau mit Kuhfuß, die man häufig auf großen Festen antrifft. Dort soll sie die Männer verführen. Wer sich mit ihr einlässt, wird nie mehr sein wie vorher oder nach kurzer Zeit sterben. Begegnet man ihr, soll man seine Kleidung ausziehen und mit der linken Seite nach außen wieder anziehen, dann kann sie einem nichts mehr anhaben. '''Douens''' und '''Douennes''' sind die Geister von kleinen Kindern, die ungetauft sterben. Sie tragen große Strohhüte, haben keine Gesichter, und ihre Füße stehen rückwärts. Es gibt auch Meerjungfrauen, Feen und Vampire. Man sagt, dass sich einsame und ungeliebte Menschen in Vampire, sogenannte '''Sousouyants''', verwandeln konnen. Sie ziehen ihre Haut aus und lassen diese auf der Türschwelle liegen, dann verwandeln sie sich in Feuerbälle, die durch die Luft fliegen. Dann kommen sie zu den Menschen und saugen ihnen das Blut aus. Man kann sich vor ihnen schützen, indem man Reis oder Salz um sein Bett streut. Der Vampir muss jedes Korn zählen, bevor er Blut saugen kann, bis er damit fertig ist, wird schon wieder Morgen und er muss unverrichteter Dinge abziehen. === Karneval === Französische Einwanderer brachten im 18. Jahrhundert den Karneval mit in die Karibik. In Frankreich war der Karneval damals ein riesiges Schlemmer- und Kostümfest vor dem Beginn der Fastenzeit. Die französischen Großgrundbesitzer in der Karibik feierten dieses Fest unter sich und ohne die Sklaven, nur freie Mulatten wurden zur Teilnahme eingeladen. Nach der Sklavenbefreiung 1834 wollten auch die Farbigen ihr Fest feiern. Das traditionelle Erntedankfest '''Canboulay''' wurde auf den Karnevalsonntag vorverlegt. Sie veranstalteten Straßenumzüge mit Trommelmusik, Stockkämpfen und Spottliedern auf die Weißen, dazu kleideten sie sich in elegante Kleider wie ihre weißen Herren. Diese fühlten sich schnell beleidigt und feierten in der Folgezeit nur noch in ihren Häusern. 1883 wurde den Farbigen das Mitführen von Trommeln verboten, ein Jahr später fanden die Umzüge nur noch am Karnevalmontag und unter Polizeibegleitung statt. So entstanden in den Vororten von Port of Spain die ersten '''Mas Camps''' - Kostümgruppen. Statt der Trommeln benutzte man Bambusstücke um den Takt zu schlagen, zur Zeit des II. Weltkrieges erfand man neue Musikinstrumente: Keksdosen und leere Ölfässer. 1894 kam dem Kaufmann ''Ingnatius Bodu'' die Idee, aus dem Karneval einen Wettbewerb zu machen. 1921 richtete ''Chieftain Douglas'' als erster ein '''Calypso Tent''' ein, in dem während der Karnevalsaison Nonstop gesungen wurde. Heute gibt es das '''National Carneval Commitee''' (NCC), es entstand aus der 1957 gegründeten ''Carneval Development Commission''. Diese Behörde betreut den gesamten Karneval, schreibt die Wettbewerbe aus, bestimmt die Veranstaltungsorte, organisiert die Showveranstaltungen, stellt die Preisrichter und wirbt Spenden ein, mit denen Gewinner zu hohen Geldpreisen kommen. Eine Jury wählt die Gewinner. Sie besteht aus Mitarbeitern von Ministerien, des NCC und Mitgliedern von Tanz-, Steelband- und Gesangsgruppen. Gewählt werden die besten Königs- und Königinkostüme, der beste Kostümdesigner, das Karnevallied des Jahres und die Musikband des Jahres. Eine Musikband kann zwischen 3.000 und 9.000 Mitglieder zählen. Für die Offiziellen beginnt die Karnevalsaison am Tag nach Aschermittwoch. Die Calypso-tents öffnen im Laufe des Januar. Danach beginnen die Vorentscheidungen für den Calypso- und Soca Monarchen, für Karnevalskönig und -königin. Die heiße Phase der Feierlichkeiten beginnt kurz vor Beginn der Fastenzeit mit dem Kinderkarneval. Am Karnevalmontag starten die Umzüge am frühen Morgen Richtung Stadtzentrum. Um die Mittagszeit finden die Maskenumzüge statt. Karnevaldienstag strömen die Massen zur Hauptveranstaltung im Queen´s Park, die bis in die späte Nacht dauert. Am Mittwoch ist alles vorbei und die Insulaner gehen wieder ihrem Gewerbe nach. === Musik === * '''Calypso''': Der Calypso hat seinen Ursprung an den Küsten von Westafrika und wurde von den Sklaven mit ins Land gebracht. Das „Urwort“ ist Kaiso und kommt aus Nigeria, Kaisos sind dort Spottlieder. Von den Sklaven wurden diese Lieder bei der Feldarbeit gesungen um die qualvolle Arbeit etwas zu erleichtern. Zugleich war es die einzige Möglichkeit, sich verschlüsselt über die Herrschaft zu beschweren oder lustig zu machen. : Seit der Abschaffung der Sklaverei wird dies von deren Nachfahren gefeiert. Seitdem wurden die Liedertexte immer bissiger. Im Jahre 1881 wurde bei so einer Veranstaltung von den Farbigen so auf die Regierung geschimpft und die politischen Mißstände wurden derart in ihren Gesängen verspottet, dass die Umzüge und Gesänge verboten wurden. In der Folgezeit texteten die Sänger, die Calypsonians, im Untergrund weiter. Aktuelle private und besonders politische Ereignisse werden seitdem besungen und ersetzen für den Teil der Bevölkerung, die nicht lesen können, die Tageszeitung. Man sagt auch: der Calypso bietet die Gelegenheit, etwas in Liedform zu sagen, was man in der besseren Gesellschaft nicht aussprechen kann. : Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. : Zwischen den beiden Weltkriegen wurde der Calypso international durch das Lied „''Rum and Coca Cola''“ bekannt. Es wurde von Lord Invader geschrieben und von den Andrew Sisters in den USA auf den Markt gebracht, sie verkauften die Platte fünf Millionen Mal. : 1978 wurde Calypso Rose als erste Frau zum alljährlichen Calypso King gekrönt. : Fast alle Sänger haben ausgenommen auffallende Namen: Atilla the Hun, Growling Tiger, Mighty Chalkdust, Roaring Lion, Valentino oder Black Stalin. Zu den weltweit bekanntesten gehören '''Lord Kitchener''' (*1922, †2000) und '''Mighty Sparrow'''. : In jüngster Zeit ist auch der Calypso extrem kommerzialisiert worden. * '''Indische Musik''': Mit einem Bevölkerungsanteil von etwa 40&#x202F;% beherrschen die Inder auch einen großen Teil der Musikszene. Im Laufe der Jahrzehnte hat die ursprünglich religiöse Musik sich teilweise an die Ansprüche der Jugendlichen Zuhörer angepaßt. '''Chutney''' ist eine dieser neuen Musikrichtungen, heute mit schnellerem Rhythmus und tanzbar, hat sie sich aus hinduistischen Folkloreliedern entwickelt. Chutney ist auch ein Teil des Trinidad-Karnevals geworden und für die Musikgruppen werden Preise vergeben. '''Pantar''' ist die Fusion von Pan-Musik und Sitar, eines der schönsten und ältesten indischen Musikinstrumente. Mit dieser Kombination lassen sich alle Arten von Calypsomusik bis zu indischer Ragmusik spielen. Einer der bekanntesten Pantar Interpreten ist Sitarist ''Mungal Patasar'' und seine Gruppe. * '''Panmusik und Steelbands''': Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. Ab 1935 begannen die Musiker deshalb, auf Dosen, Fässern und Benzinkanistern zu trommeln. Ein Jahr später gelang es dem Musiker '''Ellie Mannette''' ein Ölfaß so zu manipulieren, dass man ihm verschiedene Töne entlocken konnte. 1939 spielte die John John Band zum ersten Mal des amerikanische Kinderlied „Mary had a little lamb“ auf gestimmten Ölfässern. Seit 1945 erschienen abgeschnittene und gestimmte Ölfässer, die Pans, in der Öffentlichkeit. Heute ist der Beruf des Ölfaßstimmers sehr geachtet. Man unterscheidet die Pans nach Größe und Klangfarbe. Bass Pans verfügen über 5-7 Töne, sie werden auf etwa 7,5 cm Höhe zusammengeschnitten. Cello Pans haben 10 Töne und werden bei 35 cm abgeschnitten. Die Tenor Pans verfügen über 26-32 Töne und werden auf eine Länge von 15-18 cm geschnitten. : Die Pans werden blank geschliffen, verchromt, poliert und auf Gerüste montiert, damit der Musiker Bewegungsfreiheit hat. Die Tonfelder werden mit unterschiedlich großen Klöppeln geschlagen. Die Pans können von einem Solomusiker bearbeitet werden oder als Band können bis zu 100 Personen zusammen musizieren. Auf Trinidad soll es über 100.000 Ölfaß-Spieler geben. * '''Parang''': Besonders in der Weihnachtszeit beherrscht Parang die Musikszene. Diese Musikrichtung leitet sich aus venezuelanischen Weihnachtsliedern ab und den damit verbundenen Haus-zu-Haus besuchen und -feiern. Zu spanischen Texten mit religiösem Inhalt kommen südamerikanische Rhythmen mit Violine, Gitarre, Baß, Cuatro und Maracas. Einige Gruppen spielen die traditionellen Weisen, andere mixen es mit Soca, so dass '''Soca Parang''' entsteht. * '''Rapso''': Eine weitere Fortsetzung von der afrikanischen Tradition des Geschichtenerzählens führte zur Entwicklung des Rapso, einer Mischung von amerikanischem Rap mit Calypso. Hier wird Sprechgesang in Versen vom Rhythmus großer, schwerer Trommeln untermalt. Zwei der bedeutendsten Künstlergruppen sind ''Brother Resistance'' und ''Network Rapso Riddum''. * '''Soca''': Diese flottere Art des Calypso wurde 1970 geboren, als die Elektronik Einzug in die Musikszene hielt. Diese neue Form wird dem Musiker zugesprochen, der sich damals '''Lord Shorty''' nannte und heute unter dem Namen ''Ras Shorty I'' Musik produziert. Der Soca-Rhythmus läßt sich leicht mit anderen Musikformen verbinden. So findet man auf Trinidad den Soca heute als Bestandteil von Reggae, Jazz, Rythem & Blues als auch mit indischer Musik. Auch die im Lande lebenden Inder fanden an diesem Musikstil gefallen, verbanden den Rhythmus mit Hinditexten und so wurde der '''Chutney-Soca''' geboren. === Pflanzen- und Tierwelt === Trinidad und Tobago zählen zu den zehn führenden Ländern bei der Anzahl von Vogelarten pro Qaudratmeile. Auf beiden Inseln findet man auf Grund der Nähe zu Südamerika eine größere Anzahl von Pflanzen und Tieren als auf den anderen Karibischen Inseln. Man kennt 2.300 verschiedene, blühende Pflanzen, davon sind alleine 700 Orchideen. Die Nationalblume von Trinidad ist die '''Chaconia''', englisch: Wild Poinsettia. Ein Strauchgewächs von 2-3&#x202F;m Höhe, es ähnelt dem Weihnachtsstern. Den „Buffalypso“ gibt es nur auf der Insel Trinidad. Er ist das Ergebnis intensiver Zuchtversuche aus den 1960-er Jahren. Fünf auf Trinidad heimische Wasserbüffel Rassen wurden gekreuzt. Das Ergebnis ist ein friedfertiges Tier, dass tropische Hitze gut verträgt, mit schmackhaftem Fleisch. Es gibt 620 verschiedene Arten von Schmetterlingen. Von den 433 verschiedene Vogelarten brüten 250 auf der Insel, es gibt 41 verschiedene Kolibriarten. Den blinden Ölvogel findet man nur in Trinidad, es ist der größte Vogel, der sich von Früchten ernährt, aber nur nachts auf Futtersuche geht und selbst ein Amazonas-Papagei ist auf Trinidad zu finden. 108 verschiedene Säugetiere sind vertreten, dazu zählen 57 Fledermausarten und es gibt 70 verschiedene Arten von Kriechtieren. Die einzigen '''giftigen Schlangen''' sind die '''Far de Lance''' und der '''Buschmeister'''. Die Morocoy ist eine kleine Landschildkröte, die früher als Delikatesse gejagt wurde und fast ausgerottet war, heute wurd sie vielerorts als Haustier und Spielgefährte der Kinder gehalten. Verschiedene Strände von Trinidad und Tobago werden in den Monaten März bis Juli von Meeresschildkröten zur Eiablage aufgesucht. Der Besuch von Strandabschnitten, die von Schildkröten zur Eiablage aufgesucht werden, unterliegt einer Genehmigung durch die Forstverwaltung. The Forest Division, Long Circular Road, Port of Spain, Tel. 622-7476. The Forest Division, San Fernando, Tel. 657-8391, 657-7256. Den Schmetterling „89“, er hat eine schwarz-beigene Markierung auf der Flügelunterseite, die wie eine 89 aussieht, findet man nur auf Trinidad. Der Pauis ist ein großer truthahnartiger Vogel, der früher viel gejagt wurde und dadurch sehr selten geworden ist. Es gibt ihn nur auf Trinidad, nirgendwo sonst auf der Welt, er steht unter Schutz. Einzigartig auf der Welt ist auch der Fisch Cascadura. Diese Welsart ist ein Urtier aus dem Silur-Zeitalter. Sein Lebensraum sind zahlreiche schlammige Gewässer an der Südküste Trinidads. Ebenso selten sind die Reiherarten Agami, Blongios und Crabier Bec, die es nur auf Trinidad gibt. Weitere Vogelarten, die es in der Karibik nur auf Trinidad gibt sind Eisvögel, Pirol und Tukane. Das größte wilde Tier auf Trinidad ist der Braune Waldmazama, eine Hirschart. Das Halsband-Pekari wird von den Einheimischen Quenk genannt, es ist eine Wildschweinart. Auf der Insel gibt es verschiedene Opossumarten, die auch Manicou genannt werden, Waschbären, das hasengroße Agouti und den größeren Gefleckten Paka. Das gepanzerte Gürteltier, Armadillo oder Tatu genannt, und die seltenen Ozelote bekommt man kaum zu sehen. In einigen Flüssen und Sümpfen lebt der bis zu 2&#x202F;m lange Kaiman. === Plantagenwirtschaft === Die Landfläche von Trinidad und Tobago umfasst 513.000 Ha, weniger als ein Drittel davon ist Ackerfläche, 45&#x202F;% sind als Waldflächen ausgewiesen. Nur 13&#x202F;% des pflügbaren Landes ist bewässert. Es gibt aber eine Vielzahl von kleinen und großen Flüssen, Überflutungen in der Regenzeit sind normal. Die letzte umfassende Erhebung aus den 1970-er Jahren zählt 35.000 Farmen mit einer Gesamtfläche von etwa 130.000 Ha. Die Durchschnittsgröße einer Farm wurde mit 6 Ha angegeben, aber die 40 größten Plantagen hatten alle eine Größe über 400 Ha. Die landwirtschaftlichen Ernteerträge der 1970-er und 1980-er Jahre in Trinidad stehen in einem engen Zusammenhang mit der Ölindustrie. Dieser Trend begann Anfang der 1970-er mit dem starken Anstieg des Ölpreises. Löhne in der Landwirtschaft waren erheblich niedriger als in der Ölindustrie, der Geldreichtum führte zu größeren Importen von landwirtschaftlichen Produkten. Die Zahl der Landarbeiter sank um 50 %. Die Ernteerträge bei Zitrusfrüchten sanken um 75 %, bei Kakao waren es 61 %, bei Kokosprodukten 56&#x202F;% und bei Kaffee immer noch 15 %. Der Zuwachs von landwirtschaftlichen Produkten in den 1980-er Jahren wurde von Kleinstfarmern erwirtschaftet, die ihre Produkte oft in gartenähnlichen Familienbetrieben anbauten. Die Viehzucht im Land hat keine große Bedeutung. Es gibt nur rund 30.000 Rinder. Rindfleisch wird überwiegend aus Australien un Neuseeland importiert. Milch und Milchprodukte werden zu 90&#x202F;% von der Firma Nestlé eingeführt. Seit den späten 1980-er Jahren gibt es Zuchtversuche von Kühen und Indischen Wasserbüffeln, die man im Lande „Buffalyso” nennt. Bedeutender ist die Aufzucht von Hühnern und Schweinen. '''Kaffee''' wird in Trinidad verstärkt seit 1930 angepflanzt. Die Produktion sank von den späten 1960-er Jahren bis Mitte der 1980-er Jahre aber um rund 50 %. 1984 konnte zum ersten Mal kein Kaffee exportiert werden. Ein Jahr später betrug die Ernte wieder 2,1 Millionen KG, von denen 35&#x202F;% exportiert wurden. '''Zitrusfrüchte''' hatten in den 1950-er Jahren einen Boom. Man erntete zu der Zeit über 90.000 Tonnen pro Jahr, 1982 waren es nur noch 4.700 Tonnen. '''Kakaoplantagen''': Kakao war von den späten 1880-er Jahren bis in die 1930-er Jahre die wichtigste Anbaufrucht auf Trinidad und Tobago. Auf Tobago war sie dies sogar bis in die späten 1980-er Jahre. Kakao war schon im 18. Jahrhundert durch die Spanier nach Trinidad gekommen. Zeitweise war die Insel der zweitgrößte Kakaolieferant auf der Erde. Verschiedene Krankheiten haben der Fucht aber sehr zugesetzt. So sank die Jahresernte von 2.600 Tonnen im Jahre 1981 auf unter 1.300 Tonnen in 1985. Seit den 1970-er Jahren ist das Land nicht mehr in der Lage den Bedarf von Kokosöl und Seife mit den Ernten aus dem eigenen Land zu befriedigen. * Lopinot Estate. In Arouca führt die Lopinot Road nach Norden in die Northern Range. Um 1800 legte der Franzose Charles Joseph Comte de Lopinot dort eine 193 Ha große Kakaoplantage an. Der Graf war ein Offizier der französischen Armee in Haiti. Nach der Ausrufung der Unabhängigkeit und der damit verbundenen Freilassung der Sklaven in Haiti verließ er das Land und brachte seine 100 Sklaven mit nach Trinidad. Er nannte die Plantage „La Reconnaissance“. Das Herrenhaus, die Stallgebäude, die Sklavenunterkünfte und das Gefängnis wurden restauriert und können heute besichtigt werden. Im Herrenhaus wurde ein kleines Museum eingerichtet. Öffnungszeiten: täglich von 8-18 Uhr, Eintritt frei, Führungen finden zwischen 10 und 18 Uhr statt. '''Zuckerplantagen''': Im 19. Jahrhundert war Zucker trotz der überwältigenden Probleme noch immer die bedeutendste Einnahmequelle der Insel Trinidad. In den 1880-er Jahren gab es noch über 300 selbstständige Zuckerrohrplantagen. Ein Jahrhundert hatte die staatliche Carioni Gesellschaft hier das Monopol, nachdem man im Jahre 1971 51&#x202F;% der Aktien von Tate and Lyle zurückgekauft hatte. In den 1980-er Jahren wurde Zuckerrohr auf knapp 20.000 Ha angepflanzt, 20.000 Arbeitskräfte wurden in der Industrie gezählt. Die Jahresproduktion von Zucker lag zwischen 70.000 und 80.000 Tonnen. * Caroni Estate and Sugar Factory, Couva, Tel. 636-2371. Die Zuckerfabrik und die Distillerie liegen fast 40&#x202F;Km voneinander entfernt. Seit 1918 wird dort Rum destilliert. 1957 übernahm Caroni die Esperanza Estate. Deren Destillieranlagen wurden nach Caroni gebracht. 1980 wurde die Produktion ausgebaut. Neben eigenen Anbauflächen erhält Caroni Zuckerrohr von 6.000 unabhängigen Kleinfarmern. Seit 2003 wir die Caroni Gesellschaft umstrukturiert. Die Zuckerfabrik von Caroni wird geschlossen, die Fabrik von Sainte Madeleine bleibt bestehen. Der Landbesitz von Caroni, etwa 30.000 Ha geht in Staatsbesitz über und wird von einer neugegründeten Agentur verwaltet, der Estate Management and Business Development Company. Das Ziel ist, statt Rohzucker Zitrusfrüchte und Reis anzupflanzen und Milchviehzucht zu betreiben. :Der Rum wird unter den Markennamen Caroni Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, als Stallion Puncheon Rum mit 78&#x202F;% Alkohol, als Felicite Gold, White Magic Light und Special Old Cask Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol abgefüllt. Nur die leichten Rumsorten werden nach Kanada und Europa exportiert. * Champs Elysée Estate, Maraval Tal, Port of Spain. Um 1785 führte die Einwanderungspolitik des Franzosen Roumé de St. Laurent unter dem Gouverneur Don José Chacon viele französische Siedler mitsamt ihren Sklaven auf die Insel. Im fruchtbaren Maraval Tal bauten sie Baumwolle, Kaffee und Zuckerrohr an. Die Mehrheit der dort lebenden Menschen konnte kein englisch, fast alle gehörten der römisch-katholischen Kirche an. Im Jahre 1881 lebten dort 1.480 Menschen, davon waren 88 Plantagenbesitzer oder -verwalter. :Roumé de St. Laurent erwarb selbst ein großes Stück Land am Taleingang, aus dem die Champs Elysée Plantage entstand. Aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten musste seine Familie die Plantage schon bald verpfänden, später ging sie in den Besitz eines Pflanzers mit Namen Boissiere über. 1849 fasste man das ganze Tal zum Stadtbezirk Maraval zusammen. Gegen Ende des Jahrhunderts waren viele der kleinen Plantagen verschwunden. Auf den verbliebenen größeren Ländereien Champs Elysée, Moka, Haleland Park und Val de Oro wurde weiter Landwirtschaft betrieben. Heute werden nur noch auf der Paramin Plantage, westlich von Maraval, Gemüse und Gewürze angepflanzt. * Diego Martin River Estate, am Diego Martin Fluß. Direkt neben der Hauptstraße steht noch das 150 Jahre alte und 12&#x202F;m hohe Wasserrad der Zuckerplantage. Die Plantage fiel im Jahre 1897 in den Besitz der Regierung. Weitere historische Gebäude sind nicht erhalten, das einfache Plantagenhaus wurde aber wieder hergestellt. Es gibt aber noch einen Park mit Picknickplätzen und ein Mini-Museum. Das Museum ist täglich von 10-18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. * Spring Hill Estate. Um 1900 gründetet der in Frankfurt geborene Friedrich Wilhelm Mayer im fruchtbaren Arimatal in einer Höhe von etwa 400 Metern diese Plantage, um Kaffee, Kakao und Zitrusfrüchte anzupflanzen. 1908 wurde das Haupthaus fertig gestellt. Sohn Charles Mayer bewirtschaftete das Anwesen bis 1925, dann gab er auf, weil ihm der Gewinn zu gering war. 1932 kaufte der amerikanische Geologe Joseph Holmes das Land auf. Er brachte einen Stromgenerator dorthin und ließ einen Pool bauen. 1947 kauften Dr. Newcome Wright und seine Frau Asa Wright die 74 Ha große Plantage. Drei Jahre später richtete Dr. William Bebe von der New Yorker Zoologischen Gesellschaft dort eine Forschungsstation zum Studium tropischer Pflanzen und Tiere ein. 1955 verstarb Asa Wright. 1967 verkaufte ihr Mann das Gelände an die Forschungsstation. Im gleichen Jahr wurde das Herrenhaus in ein Gästehaus umgewandelt. Unter finanzieller Mithilfe der Bank of Nova Scotia wurde das Asa Wright Naturschutzgebiet eingerichtet. * Woodbrook Estate, Port of Spain. Nachdem die Siegert Familie 1875 (siehe unten) Venezuela verlassen hatte entstand in Port of Spain am Marina Square Ecke Charlotte Street die neue Angostura Fabrik. Die gleichbleibende Qualität und der weltweite Erfolg der Firma erlaubte es der Familie 1899 die 140 Ha große Woodbrook Estate zu kaufen. Die drei Brüder Alfredo, Carlos und Luis Siegert kultivierten ein Teil des Landes, zugleich planten sie eine Wohnsiedlung. Der Bau von 11 Straßen wurde in Angriff genommen, jede wurde nach einem Familienmitglied und nach Mitarbeitern des Projektes benannt. Nach dem Tod der Brüder Carlos und Luis verkaufte Alleinerbe Alfredo das Land 1911 an die Stadt Port of Spain. * '''Angostura Bitters''' Limited, Rumdistillerie, Eastern Main Road, Tel. 623-1845, Fax 623-1847. Im Jahre 1820 wanderte der preussische Chirurg Dr. Johann Gottlieb Benjamin Siegert nach Venezuela aus. Er wollte mit Simon Bolivar gegen die Spanier kämpfen. Vier Jahre später, als Leiter des Militärhospitals im Ort Angostura, am Ufer des Orinoco Flusses, entwickelte er eine Mischung aus tropischen Heilpflanzen, Gewürzen und Alkohol. Dieses Mittel „''Siegert´s Aromatic Bitters''“ sollte den von Tropenkrankheiten geschwächten Soldaten zu neuer Kraft verhelfen. Soldaten und Schiffsbesatzungen machten die Tinktur auf der ganzen Welt bekannt. 1850 verließ Dr. Siegert die Armee um sich vollständig der Produktion seines gefragten Elixiers zu widmen. 1875 verließ die Siegert Familie das krisengeschüttelte Venezuela wo ein politischer Diktator auf den anderen folgte und ließ sich in Trinidad nieder. :Im Jahre 1903 starb Carlos Siegert, zwei Jahre später sein Bruder Luis. Alfredo Siegert war nun einziger Kenner der geheimen Formel für Angostura. In der Folgezeit spekulierte er mit großen Geldmengen in verschiedenen Sektoren, verlor das Geld und auch die Firma. Amerikanische und kanadische Geschäftsleute versuchten erfolglos, die Fabrik im Ausland anzusiedeln. :1936 begann die Firma Angostura Bitters unter der Leitung von Robert W. Siegert, einem Enkel des Gründers, Alkohol zu brennen, dazu wurde eine Tochtergesellschaft, die Trinidad Distillers Ltd. gegründet und die Fernandes Rumbrennerei aufgekauft. Das Rezept für Angostura Bitters ist eines der bestgehüteten Geheimnisse der Karibik. 1960 wurden die Produkte von Angostura bereits in 140 Länder exportiert. Die Jahresproduktion von 1.3 Millionen Liter wurde bis 1998 auf 20 Millionen Liter gesteigert. :Das Besucherzentrum, Tel. 623-1841 im Ortsteil Laventille in Port of Spain ist geöffnet. Führungen finden dort montags bis freitags um 9.30, 13.30 und 14 Uhr statt, Führungen kosten 8 US $. :Die Distillerie kauft ihre Melasse von verschiedenen Zuckermühlen im Lande und vergärt und destilliert den Rohstoff in einer eigenen Brennerei. Der Rum wird unter dem Markennamen Royal Oak als 43 %-iger Rum verkauft. Weitere Markennamen sind Old Oak White und Old Oak Gold. 1973 erwarb man die auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindliche Distillerie Fernandes. Der Rum von dieser Destille wird unter den Markennamen Forres Park Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, Fernandes Vat 19, Fernandes Black Label, Ferdi´s Premium Rum und Crystal White Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol vertrieben. Daneben werden leichtere Mischgetränke hergestellt: Caribbean Club Rum Punch, Limbo Drummer, Lemon Lime & Bitters, Blu Vodka und Correla´s. :Das Grundprodukt Angostura Bitters ist eine aromatische Lösung mit 44,7&#x202F;% Akoholanteil. Man verwendet es hauptsächlich zur Verfeinerung von Mixgetränken, aber auch in Fisch- und Fleischgerichten, für Gemüse, Kuchen, Marmelade, Pudding, in Salaten und Suppen. * Fernandes Distillers, Fernandes Industrial Centre, Eastern Main Road, Laventille, Tel. 623-2101, 623-2501, Fax 623-1847. Als das Trinidad & Tobago Rum Bond Lager im Jahre 1932 abbrannte, nutzte der Besitzer der Fernandes Distillery, Joseph Bento Fernandes, die Gunst der Stunde. Er kaufte die angesengten Rumfässer günstig auf stellte fest, dass der Rum darin von besonderer Güte war. Dieser Rum wurde unter dem Namen „1919 Super Premium Rum“ verkauft. 1919 war das Jahr, in welchem die Fässer gefüllt worden waren. === Trinidad´s Eisenbahn === Schon kurz nach 1800 waren es die Großhändler, Kaufleute und Plantagenbesitzer, die bei der Kolonialverwaltung nach besseren Verkehrsverbindungen fragten. Doch wenig oder nichts geschah. Ebenso oder ähnlich verhielt es sich mit der Eisenbahn. Um 1846 wurde die '''Trinidad Railway Company''' gegründet. Man begann mit der Vermessung von möglichen Fahrlinien, kam aber zu der Überzeugung die Finanzierung sei nicht möglich. Im Jahre 1859 entstand dann die erste privat finanzierte Linie von Princes Town zum Hafen von San Fernando. Man nannte sie die Pflanzerlinie, da zunächst nur landwirtschaftliche Produkte an zur Kings Wharf gebracht wurden, zum weitertransport auf Schiffen rund um die Insel. Die Wagen wurden von Pferden oder Mulis gezogen. Auf Grund des öffentlichen Drucks wurde das Angebot auf den Personentransport ausgedehnt, auch die Post wurde nun mit der Eisenbahn transportiert. Diese Linie wurde unter dem Namen '''Cipero Tramroad''' bekannt. Sie existierte bis 1920, dann ging sie an die Trinidad Government Railway über. 1873 begann man mit dem Bau einer Bahnverbindung von Port of Spain nach Arima. Der Ausgangspunkt war der South Quay in Port of Spain, über San Juan und St. Joseph verlief die Linie bis nach Arima. Am 31. August 1876 wurde die Linie in Betrieb genommen. Die Eisenbahngesellschaft, offiziel Trinidad Government Railway, wurde gegründet. Ursprünglich sollte sie nur das reiche Landwirtschaftsgebiet um den Ort Arima herum mit dem Hafen von Port of Spain verbinden. Nun gab es aber eine kleine Eisenbahn Manie. Jeder einflußreichere Plantagenbesitzer verlangte die Anbindung seiner Farm an das Eisenbahnnetz. Schon im Januar 1880 gab es eine Verbindung nach Couva im Süden, bis 1882 wurde die Linie nach San Fernando fertig gestellt. Der Erfolg der Eisenbahnlinie nach Arima war überwältigend. Bis 1896 wurde sie nach Gunapo erweitert und 1897 wurde Sangre Grande erreicht. Im Jahre 1897 entstand an der Südlinie bei Cunupia ein Abzweig durch das Tal des Caparo Flusses nach Tabaquite. Nachdem man im Südwesten von Trinidad große Ölvorkommen gefunden hatte wurde die Eisenbahnlinie von San Fernando aus im Jahre 1913 bis nach Siparia verlängert. Im Jahre 1914 hatte das Netz dann seine größte Ausdehnung mit dem Ausbau bis nach Rio Claro. Die Länge des Schinennetzes betrug nun 173&#x202F;Km. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurden diese Eisenbahnwagen von Pferden gezogen. 1910 gab es die erste Motor-Bus-Verbindung in Trinidad. Die beiden Geschäftsleute Newallo und Asgarelli Syne betrieben '''Syne´s Bus Service'''. Mit der Zentrale in Icacos fuhren ihre Busse von dort über San Fernando bis nach Siparia und St. James in Port of Spain. Bis zum Beginn des I. Weltkrieges war dies das einzige Busunternehmen des Landes. Bis zum Jahre 1920 stieg die Zahl von angemeldeten Motorautos von etwa 100 auf 1.176. Im gleichen Jahr eröffnete Charles Ross eine Buslinie zwischen Four Roads und Macqueripe. Ab 1923 verzeichnete die Eisenbahn einen deutlichen Einbruch bei ihren Fahrgastzahlen. Trotzdem blieb die Eisenbahn ein Erfolg. Erst nach der Unabhängigkeit führte ein Missmanagement der Regierung zum Zusammenbruch des Eisenbahnverkehrs. Die Trasse der Linie von Port of Spain nach Arima, die mehr oder weniger parallel zur Eastern Main Road verläuft, wurde zur Fahrbahn nur für Express-Busse und Maxi-Taxi umgebaut. An das Zeitalter der Eisenbahn erinnert die Lokomotive Nr. 11, sie steht als Denkmal in der Harris Promenade von San Fernando. Ein zweites Exemplar befindet sich im Busdepot von Port of Spain. == Sprache == Amtssprache ist englisch. Besonders auf Trinidad wird aber auch verbreitet Französisch, Spanisch, Hindi und Chinesisch gesprochen. Daneben gibt es ein überwiegend englisches Patois. == Anreise == * {{vCard |type=airport |name=Piarco International Airport |wikidata=Q788810 |address=Golden Grove Road, Piarco |phone=669-4101 |fax=669-2319 |description=Landebahn 10/28, 10.440 × 151 Feet (3.182 × 46 m). Airport Authority of Trinidad & Tobago, Piarco Airport, Tel. 669-4101. Einreisebehörde, Immigration, Piarco Airport, Tel. 669-5859, Zollbehörde, Customs, Piarco Airport, Tel. 669-4361. |url=https://piarcoairport.com }} * '''Schiffsverbindungen''': Zwischen Trinidad und Tobago gibt es einen regeläßigen Fährverkehr. Der Hafen von Port of Spain wird von Kreuzfahrtschiffen angelaufen. == Mobilität == Achtung: '''Linksverkehr'''! Für das Fahren von Mietwagen wird für 90 Tage ein in Deutschland ausgestellter gültiger Internationaler Führerschein anerkannt. Wer länger im Lande ist muss eine nationale Fahrerlaubnis beantragen. Licening Department, Wrightson Road, Port of Spain. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 50 km/h, nur auf einigen Schnellstraßen darf man 80&#x202F;km/h fahren. Von der Hauptstadt Port of Spain gibt es eine autobahnähnliche Schnellstraße in Richtung Osten bis nach Arima und etwas darüber hinaus. Etwa 9&#x202F;km hinter Port of Spain zweigt davon eine Schnellstraße nach Süden ab, über die Stadt Chaguanas führt sie bis nach San Fernando. Die Eisenbahnlinie von Port of Spain nach Arima wurde eingestellt. Die ehemalige Bahntrasse wurde aus- und umgebaut, dies ist heute der Fahrweg für Expressbusse und Maxi Taxi. == Aktivitäten == * Naturbeobachtungen, hauptsächlich die Vogelwelt. * Strandleben, in Trinidad ist es nicht so ausgeprägt wie im Rest der Karibik. An der Nordküste findet man nur einzelne kleine Sandbuchten. Das Wasser an den kilometerlangen Stränden der Ostküste ist trüb, bedingt durch die Einschwämmungen des nahen Orinoco in Venezuela. Die Westküste ist verschmutzt durch intensive Bohrarbeiten der Erdölindustrie. * Wanderungen, hauptsächlich im Bereich der Northern Range. [[File:TnT Caroni Swamp 2.jpg|thumb|right|Caroni Swamp]] * Caroni Swamp: Sumpfgebiet im Mündungsbereich des Caroni River, durch das geführte Touren angeboten werden. Hauptattraktion ist eine riesige Kolonie Scharlachsichler, die am späten Nachmittag von ihren Fressrevieren zu ihrem Ruhegebiet zurückkehren. Ganz selten können Wasserschlangen oder Kaimane beobachtet werden. == Küche == Die Küche von Trinidad spiegelt die Zusammensetzung der Bevölkerung wieder. Neben der traditionallen karibischen Küche findet man heute viele chinesische, libanesische und syrische Einflüsse. Einen sehr großen Anteil an den Restaurants und Essgewohnheiten hat der indische Bevölkerungsanteil. Dadurch gibt es große Unterschiede zu den Restaurants auf der Insel Tobago. * '''Callaloo soup''' ist eine Suppe aus den spinatähnlichen Dasheenblättern mit allerlei Gewürzen und Krebsfleisch, stellenweise wird sie auch sehr scharf gewürzt. '''Dhal''' ist eine indische Suppe aus roten Linsen. * '''Buljol''' nennt man Saltfish, der zusammen mit Avocados, Paprika, Tomaten und Zwiebeln in Olivenöl gedünstet wird. * Ham´n Hops oder einfach nur '''Hops''' ist eine knusprige Brötchenart mit Schinkenfüllung. * '''Pastelles''' sind gefüllte Maismehltaschen die in Sohareeblättern gegart werden, ein klassisches Street Food. Die Füllung besteht aus angebratenes Rinderhack, Tomaten, Worcestershiresauce, diversen Gemüsen und Kräutern Besonders zu Weihnachten werden auch Oliven, Kapern und Rosinen dazugemischt. <gallery mode="packed" heights="150"> Callaloo-mit-Shrimps-GT.jpg|Callaloo soup mit Shrimps Buljol (Salted cod, oil, onions, tomatoes, pepper, boiled eggs).jpg|Buljol (gesalzener Kabeljau, Öl, Zwiebeln, Tomaten, Paprika, gekochte Eier) FOOD Pastelle open.jpg|geöffnete Pastelle </gallery> * Reis, der mit Kokosnußmilch gekocht wird erhält eine bräunliche Farbe. Auf vielen Karibikinseln wird er mit roten Bohnen vermischt zu jedem Essen angeboten. Auf Trinidad heißt er nicht „rice and peas“ sondern '''Pelau''', dazu gibt es im allgemeinen Hühnerfleisch, Paprikagemüse und alles ist scharf gewürzt. * Zu vielen Gerichten gehört '''Dumplin'''. Dumplins sind fingerdicke, längliche Klöße aus Wasser und Mehl, die in die Suppe oder Sauce gegeben werden. * '''Souse''' ist keine Soße sondern gekochtes Schweinefleisch, das mit Gurken, Paprika und Zwiebeln serviert wird, wir kennen es besser als Sülze. * '''Cascadura''' ist Fisch, den es nur in Trinidad gibt, der mit viel Curry gekocht wurde. <gallery mode="packed" heights="150"> Trinidadian Chicken Pelau (15399269506).jpg|Chicken Pelau </gallery> * '''Saltfish''' kommt überwiegend aus Norwegen und ist in der Karibik inzwischen ein teures Lebensmittel geworden. Der frisch gefangene Fisch wird dort ausgenommen, gewaschen, gesalzen und auf langen, dünnen Stangen aufgereiht und luftgetrocknet. * '''Black Pudding''' ist eine Blutwurst die viele Zwiebeln, Knoblauch und Gewürze enthält, sie gilt warm oder auf Brot als absolute Delikatesse. * '''Black cake''' ist ein sehr schwerer Kuchen aus dunklem Teig, der Teig wird mit Trockenfrüchten vermischt, die zuvor in Cherrybrandy und Rum eingeweicht wurden. * Das einheimische '''Bier''' trägt die Namen Carib, Heiroun und Stag Lager Beer. Auf der Insel wird aber auch Guinness, Mackeson und Stout in Lizenz abgefüllt. Die bekanntesten '''Rumsorten''' der Insel sind Old Oak und VAT 19. * Daneben gibt es unzählige '''alkoholfreie''', soganannte Soft Drinks, die meistens nur extrem süß und nach Chemie schmecken. == Feiertage == Zusätzlich zu den gesetzlichen Feiertagen die für die beiden Inseln Trinidad und Tobago gelten, gibt es auf der Insel Trinidad eine Vielzahl von religiösen Veranstaltungen und Feierlichkeiten, die teilweise auch zu nationalen Feiertagen geworden sind. === religiöse (regionale) Feiertage === * '''Divali''' oder '''Diwali''', dieses hinduistische Fest ist dem Licht gewidmet, es wird in verschiedenen Orten Trinidads auch als Ramleela Festival gefeiert. Mit dem Fest wird in Indien die Rückkehr von Lord Rama in sein Königreich Ayodha nach 14-jährigem Exil gefeiert. Zu Ehren seiner Ankunft erleuchteten seine Untertanen die Straßen mit tausenden von Öllampen. Dieses Fest wird im November auf ganz Trinidad gefeiert. Diviali bedeutet der Triumph des Guten über das Böse. Es wird zu Ehren der Göttin Lakshmis gefeiert, die Liebe, Schönheit, Reichtum und Licht verkörpert. In der Divalinacht werden auf der ganzen Insel mit Kokosöl gefüllte Tonschalen aufgestellt und angezündet. * '''Eid-ul-Fitr''', das moslemisches Neujahrsfest. Dies ist kein festes Datum, das Fest wird am Neumondtag des Fastenmonats Ramadan gefeiert. * '''Ganga Dashara'''. Am Fluß Marianne River im Ort Blanchisseuse feiern die Hindus ihr Reinigungsritual. * Das '''Hosey Festival''' wird in Trinidad seit 1884 gefeiert, es erinnert an den Krieg von Kerbala im Jahre 640. Die ursprüngliche, drei Nächte dauernde Trauerprozession wurde bis vor 40 Jahren nach strengen Regeln durchgeführt. Seitdem hat man sich an die Mentalität der Inselbewohner angepaßt. Heute finden die Prozessionen in den Monaten Februar und März in St. James, Cedros, Couva und Tunapuna statt. * '''La Divina Pastora Festival''', katholische Kirche, Siparia. Bei dieser Prozession am zweiten Sonntag nach Ostern wird die Schwarze Madonna durch die Straßen getragen. Diese Feier ist bei den Hindus auch als Soparee Mai bekannt. * '''Phagwa''', das Neujahrsfest der Hindus findet im März statt. In Trinidad ist es seit der Landung der ersten Inder im Jahre 1845 bekannt. * '''Ramleela''', ein Hindufest, das in über 20 Gemeinden gefeiert wird. * '''Santa Rosa Festival'''. Dieses Fest der kleinen Cariben Gemeinde wird im Juli gefeiert. Am 28. August findet eine gleichnamige Feier in Arima statt. Dort wurde 1775 eine Kapelle zum Gedenken an die Schutzheilige Santa Rosa de Arima gebaut. == Sicherheit == Auf Trinidad werden Drogen, insbesondere Marihuana angeboten. Der Besitz kleinster Mengen ist verboten und wird schwer bestraft. Wertgegenstände sollten im Hotelsafe hinterlegt werden. Zimmertüren und Mietwagen immer verschließen. Nachts sollte man nicht allein unterwegs sein und dunkle Orte generell meiden. Die hohe Zahl von arbeitslosen Jugendlichen führt zu wachsender Kriminalität gegen Touristen. == Klima == {{Klimatab-col |ort= |sourcelink= |sourcetext= |xt=ja|xtjan=31|xtfeb=31|xtmar=32|xtapr=32|xtmai=32|xtjun=32|xtjul=31|xtaug=31|xtsep=32|xtoct=32|xtnov=32|xtdec=31 |nt=ja|ntjan=21|ntfeb=20|ntmar=20|ntapr=21|ntmai=22|ntjun=22|ntjul=22|ntaug=22|ntsep=22|ntoct=22|ntnov=22|ntdec=21 |rm=ja|rmjan=70|rmfeb=45|rmmar=50|rmapr=55|rmmai=100|rmjun=190|rmjul=225|rmaug=250|rmsep=200|rmoct=175.0|rmnov=185|rmdec=125 }} == Literatur == === Landkarten === * {{Karte |Titel=Trinidad |Maßstab=1 : 150.000 |Hrsg=Mapping & Control, Lands & Surveys Division, Ministry of Planning & Mobilization, Government of the Republic of Trinidad & Tobago}} == Weblinks == {{GeoData| lat= 10.41611| long= -61.34444| radius= }} {{IstInKat|Trinidad und Tobago}} {{class-3}} px7xezffk1cdj6e3r3hz0iqniz81vf0 1804859 1804858 2026-09-19T07:36:34Z DocWoKav 14575 /* Orte */ Geänderte vCard für Couva 1804859 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region}} '''Trinidad''' ist eine Insel in [[Trinidad und Tobago]]. Auf Trinidad sind vor allem die vielfältige Natur, der berühmte Karneval, die Strände und der artenreiche Regenwald interessant. == Regionen == === Politische Einteilung === Trinidad und Tobago gliedert sich in elf ''regions'', drei ''boroughs'' und zwei ''cities''. Eine ''region'' ist einem Bundesland vergleichbar, ein ''borough'' einer kreisfreien Stadt und eine ''city'' einem Stadtstaat wie Hamburg oder Berlin, wobei das Konstrukt des ''borough'' aus dem englischen Rechtsraum stammt und im deutschsprachigen Raum unbekannt ist. ''cities'' sind [[Port of Spain]] und [[San Fernando (Trinidad und Tobago)|San Fernando]], ''boroughs'' sind [[Arima]], [[Chaguanas]] und [[Point Fortin]]. === Geographische Aufteilung === * Northern Range: Dieser Höhenzug erstreckt sich auf einer Länge von 65&#x202F;Km entlang der Nordküste. Die Nordküste ist steil und felsig. Dort findet man keine durchgehende, befahrbare Straße. Das ganze Gebiet ist überhaupt wenig erschlossen, damit ein wahres Paradies für die Tierwelt. Einzig von Port of Spain aus und entlang der Ostküste gibt es Straßenverbindungen zur Nordküste. Von Arima aus kann man auf teilweise sehr schlechter Straße nach Norden vordringen. Die höchsten Erhebungen sind der Berg "El Tucuche" mit 936&#x202F;m und der "El Corre de Aripo" mit 940&#x202F;m. Nordwestlich von Arima findet man eine größere Anzahl von Höhlen. * Der Ost-West-Korridor ist eine Ebene am Fuße der Northern Range. Es ist das am dichtesten bebaute und besiedelte Gebiet der Insel. Von der Matura Bay im Osten reicht die Ebene bis zur Hauptstadt Port of Spain im Westen. In Port of Spain beginnend erreicht man übergangslos die Städte San Juan, St. Joseph, Curepe (mit dem Ortsteil St. Augustine und der Universität), Tunapuna, Arouca (mit dem internationalen Flughafen Piarco im Süden), Valencia und Sangre Grande. Das bebaute Gebiet ist dort zwischen zwei und sieben Kilometer breit. Auf nördlicher Route erreicht man alle Orte auf der Straße Eastern Main Road. Mehr oder weniger parallel dazu gab es dort früher eine Eisenbahnlinie von Port of Spain bis nach Arima. Die ehemaligen Gleisanlagen sind einer Straße gewichen, die für den Busverkehr reserviert ist, die "Priority Bus Route". Auf südlicher Route wurde der autobahnähnliche "Churchill Roosevelt Highway" als entlastungsstraße gebaut. * Central Range: Dieser Höhenzug ist wesentlich flacher, er erstreckt sich leicht schräg, nördlich von San Fernando im Westen bis nach Manzanilla im Osten. * Im Süder der Central Range findet man wieder flaches Land, es riecht dor überall nach Erdöl. Überall wird Erdgas und -öl gefördert. Zwischen San Fernando und Point Fortin befindet sich einer vor drei bekannten Teer-Seen dieser Erde. Weit verbreitet sind Schlammvulkane. * Die Southern Range, auch "the Deep South" genannt, also der tiefe Süden bildet als flacher Höhenrücken den Abschluss. == Orte == {{mapframe}} * {{vCard | name = Port of Spain | type = city | wikidata = Q39178 | description = Die Hauptstadt Trinidads ist das wichtigste politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Insel. Besonders bekannt ist die Stadt für den Trinidad Carnival, Museen, historische Gebäude und das lebendige Stadtviertel rund um die Queen’s Park Savannah. }} * {{vCard | name = Arima | type = city | wikidata = Q661405 | description = Arima liegt am Rand der Northern Range und ist eine der älteren Städte Trinidads. Sie ist für ihre indigene Kultur, traditionelle Feste und ihre Nähe zu den tropischen Waldgebieten im Norden bekannt. }} * {{vCard | name = Chaguanas | type = city | wikidata = Q1444575 | description = Sie ist eine lebhafte Handelsstadt mit zahlreichen Geschäften, Märkten und Einkaufszentren. Besonders interessant sind die vielfältige Bevölkerung sowie die starke indisch-trinidadische Kultur. }} * {{vCard | name = Couva | type = city | wikidata = Q2602007 | description = Couva ist eine moderne Stadt mit Einkaufszentren, Restaurants und verschiedenen Freizeiteinrichtungen. Sie spielt außerdem eine wichtige Rolle im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben Trinidads. }} * {{vCard|type= city|name= |description= }} * {{vCard|type= city|name= |description= }} * {{vCard|type= city|name= |description= }} * {{vCard|type= city|name= |description= }} * {{vCard|type= city|name= |description= }} * [[Arima]] in der Mitte des Ost-West Korridors * [[Blanchisseuse]] an der Nordküste * [[Chaguaramas]] an der Nordwestspitze der Insel * [[Manzanilla]] langer Strandabschnitt an der Ostküste * [[Maracas Bay]] nördlich von Port of Spain * [[Mayaro]] langer Strandabschnitt an der Ostküste, südlich von Manzanilla * [[Piarco]] mit dem internationalen Flughafen * [[Port of Spain]] die Hauptstadt * [[San Fernando (Trinidad and Tobago)|San Fernando]] Küstenstadt, 42&#x202F;km südlich von Port of Spain * [[Tunapuna]] die Universitätsstadt im Ost-West Korridor == Weitere Ziele == == Hintergrund == === Landesbeschreibung === Geologen und Faunisten zählen Trinidad und Tobago zu Südamerika, nicht zu den Karibischen Inseln. Vor vermutlich noch 10.000 Jahren waren die Inseln mit dem südamerikanischen Festland verbunden. Heute ist die Insel Trinidad durch eine 11&#x202F;km breite Meerenge von Venezuela getrennt. Die Insel Trinidad hat eine etwa rechteckige Form, deren Westküste durch den Golf von Paria tief eingeschnitten ist. Die Nord-Süd Ausdehnung beträgt 83&#x202F;km. Entlang der Nordküste verläuft eine flache Bergkette, die bis zu 940&#x202F;m hoch aufragt, die Northern Range. Dort findet man eine Vielzahl von Höhlen und Wasserfällen. Sie ist Erdgeschichtlich der östlichste Ausläufer der südamerikanischen Anden. Dort hat die Insel eine Breite von 86 km, vom Golf von Paria zur Ostküste sind es an der schmalsten Stelle nur 48 km, während sie an der Südküste 104&#x202F;km mißt. An der Ostküste ließen sich 1783 französische Siedler südlich von Manzanilla nieder, wo sie zwölf aneinandergrenzende Kokosplantagen anlegten, die noch heute die Landschaft prägen. Die Nord- und Südküste sind wenig erschlossen. Dort gibt es keine durchgehenden Straßenverbindungen. Abgesehen von der Churchill Roosevelt und der Uriah Butler Schnellstraße sind alle anderen Straßenverbindungen auf der Insel nicht sehr gut. Bis 1957 war die Southern Main Road die Hauptstraße zwischen dem Norden und dem Süden. Dann wurde der Princess Margaret Highway als Schnellstraße zwischen Port of Spain und Chaguanas gebaut. Inzwischen wurde die Straße umbenannt in Uriah Butler Highway. Während des ersten Ölbooms in den 1970er Jahren wurde diese Schnellstraße als Sir Solomon Hochoy Highway bis nach San Fernando erweitert. Es gibt inzwischen Ausbaupläne bis nach Point Fortin. In West Ost Richtung verbindet der Beetham Highway Port of Spain mit dem Uriah Butler Highway. Von dort aus führt der Churchill Roosevelt Highway weiter bis zu seinem derzeitigen Ende, drei Kilometer hinter Arima. In diesem sogenannten Ost-West Korridor der sich von Chguaramas bis nach Arima am Fuße der Northern Range Hügelkette entlangzieht lebt über die Hälfte der Inselbevölkerung. Fast die Hälfte von Trinidad ist noch bewaldet. Die Insel hat aber keine ausgeprägte Tourismusindustrie. Dafür besitzt Trinidad die einzigen größeren Erdgas und -ölvorkommen aller Karibikinseln. Vor Point Lisas befinden sich große Erdgasfelder im Meer. Dort findet man deshalb die größte Industrieansammlung. Neben Eisen und Stahl gibt es vier Methanolproduzenten und sechs Anlagen für die Ammoniumproduktion. 1999 begann man mit dem Bau einer Aluminiumschmelze. Am Galeota Point und in Pointe a Pierre stehen Erdölraffinerien. Erst 1998 hat die Amoco Trinidad Oil Company neue große Erdölfelder vor der Küste von Trinidad gefunden. Im ganzen Süden der Insel wird Erdöl gefördert. Dort gibt es auch mehrere Schlammvulkane. Vor der Nordwestküste liegen mehrere Inseln, die zum Territorium von Trinidad und Toabago gehören. * '''Diego Islands''': Zu den Diego Islands gehören die Inseln Carrera und Cronstad Island. Sie liegen etwas mehr als 500&#x202F;m vor der Halbinsel Point Gourde. Die Insel Carrera hat eine Ausdehnung von 420 x 270 Metern, seit dem Jahre 1877 ist sie Gefängnisinsel. Angeblich ist sie so sicher wie das amerikanische Alcatraz. * '''Five Islands''': Die Inselgruppe Five Islands besteht aus den fünf Inseln Caledonia, Craig, Lenagan, Nelson und Rock. * '''Insel Chacachacare''': Die Insel befindet sich fast auf halbem Wege nach Venezuela. Die Strömung in der Meerenge ist stark und gefürchtet. Seeleute nennen die Durchfahrt Boca del Drago oder „dragon´s mouth“, also Drachenmaul. Die Insel hat eine Ausdehnung von 15&#x202F;km in der Länge und 3&#x202F;km in der Breite, sie ist 8&#x202F;km von Trinidad entfernt. : Die Überfahrt von Chaguaramas dauert je nach Wetterlage etwa eine Stunde. Seit dem Jahre 1877 befand sich auf der Insel eine Leprakolonie, seit 1984 ist sie unbewohnt. : Im Jahre 1885 wurde nahe der Perruquier Bay auf dem höchsten Punkt der Insel, 818 m, ein Leuchtturm gebaut, er ist immer noch im Betrieb. Auf der Ostseite befindet sich die tief eingeschnittene Bucht Chacachacare Bay. Auf der gegenüberliegenden Inselseite liegt die La Tinta Bay. Sie hat schwarzen Sandstrand und wurde jahrelang als Versteck für Schmuggelgut genutzt. : Bei Chapelle Bay findet man einen Salzsee. * '''Insel Gaspar Grande''': Die Insel ist rund 2&#x202F;km lang und 800&#x202F;m breit, sie ist auch unter dem Namen Gasparee Island bekannt. Ihr Name geht auf den früheren Besitzer Don Gaspar de Percin zurück. Sie liegt nur einen Kilometer vor der Küste. Von der Crews Inn Marina in Chaguaramas fahren Boote in 20 Minuten dorthin. Die Überfahrt von Chaguanas zur Südseite kostet 40 TT $, zur Ostseite 30 TT $. Im allgemeinen fahren die Boote zum Point Baleine, wo es zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Walfangstation gab. Heute befindet sich dort eine kleine Marina und Picknick Plätze. : Im 19. Jahrhundert wurde auf der Insel noch Baumwolle angebaut. : Die kleine Bombshell Bay am Ostende ist zum Baden geeignet. Auf dem Bombshell Hill befand sich ein Fort. : Die Gasparee Caves sind ein Netzwerk von Tropfsteinhöhlen, es gibt dort sogar einen kleinen See. Der Zugang ist nur mit Genehmigung der Chaguaranas Development Authority und mit Führung eines registrierten Tourunternemers möglich. Sie sind täglich von 9-15 Uhr geöffnet, Eintritt: 10 TT $. : Innerhalb von 25 Minuten kann man zur anderen Inselseite laufen, dort findet man Geschützstellungen aus dem II. Weltkrieg. : Seit den 1980er Jahren befand sich dort auch das Fantasy Island Resort mit Restaurant, Cafe und Pool. Tel. 678-9001. : Bayview Beach Resort & Marina, Tel. 678-9001-02 * '''Insel Huevos''': Die kleine, länglich, schmale Insel Huevos befindet sich in Privatbesitz. Sie ist unbewohnt und Brutplatz für Seevögel. * '''Insel Monos''': Monos liegt nur etwa 650&#x202F;m vom Entrada Point entfernt und hat zwei Landestege in der Morris Bay und in der Grand Fond Bay. Sie ist dicht bewaldet und nicht dauerhaft bewohnt. Es gibt dort aber eine zunehmende Anzahl von Ferienhäuser von reichen Trinis. Früher gab es in der Turtle´s Bay eine Walfangstation. Dort ist noch einer der Kupferkessel erhalten, in dem das Walfett gekocht wurde. === Geschichte === Über die allerersten Inselbewohner ist nichts bekannt, man nimmt aber an, dass schon 5.000 Jahre vor Christi Geburt Indianerstämme aus Südamerika auf Trinidad und Tobago gelebt haben. Auf dem Weg in den Norden haben Ciboney-Indianer als Sammler und Jäger vermutlich zuerst die Insel Trinidad besiedelt. Zwischen 100 und 1000 nach Christus folgten ihnen höher entwickelte Ignerie-Indianer und Taino-Indianer vom Stamm der Arawaks aus dem Orinokogebiet, die schon Landwirtschaft betrieben. Im 13. Jahrhundert überfielen kriegerische Carib-Indianer die friedlichen Arawaks, töteten die Männer und nahmen sich die Frauen. Auf seiner dritten Reise entdeckte '''Christopher Kolumbus''' auf südlicher Route segelnd diese Insel im Sommer 1498. Er nannte die Insel ''La Isla de la Trinidad'', Insel der Dreifaltigkeit, und umfuhr sie im Uhrzeigersinn. Einen Tag später verließ er sie um die Insel [[Grenada]] zu erreichen. Zu dieser Zeit lebten noch geschätzt 35.000 Indianer auf den beiden Inseln; Arawaks im Südosten und Carib-Indianer im Norden und Westen in der Gegend von Arima, Mucurapo und Port of Spain. Erst 1532 betrat '''Don Antonio Sedeno''' beim Fischerdorf Cumucarapo, das heute Mucarapo heißt, als erster spanischer Entdecker die Insel. 50 Jahre später kam eine größere Gruppe von Siedlern mit dem spanischen Soldatenführer '''Don Antonio de Berrio y Oruna''' und dessen Leutnant Domingo de Vera auf der Suche nach dem berühmten Gold von El Dorado auf die Insel. An der Ostküste bauten sie die Siedlung San José de Oruna, das heutige St. Joseph, dort wurde auch die Inselverwaltung angesiedelt. In der Indianersprache hieß der Ort Caroni. Er wurde 1595 durch den britischen Seefahrer '''Sir Walter Raleigh''' zerstört, Berrio y Oruna wurde gefangen genommen. Die älteste Kirche der Insel, die St. Joseph Catholic Church aus dem Jahre 1593, blieb aber erhalten. Die ist zugleich der älteste Kirchenbau auf Trinidad. 1699 rebellierten die Indianer gegen die spanischen Missionierungsversuche. Missionare und der Gouverneur wurden dabei getötet. Soldaten wurden gegen die Indianer eingesetzt. Die Armee trieb die Indianer bis zur Nordostspitze der Insel. Bei dem Ort Toco stürzten sich viele Indianer ins Meer. Zehn Jahre später wurden die Missionsstationen abgeschafft. 1739 gab es auf der Insel eine Pockenepedemie, an der ein großer Teil der Bevölkerung starb. Nach wiederholten Angriffen von Piraten auf den Ort San José de Oruna, heute Saint Joseph, verlegte der '''Gouverneur Pedro de la Moneda''' den Regierungssitz im Jahre 1757 nach Puerto de Espana, dem heutigen ''Port of Spain''. Da die Insel nur sehr schwach besiedelt war und Spanien fürchtete, die Insel könne dadurch leicht von England eingenommen werden, lockte der spanische '''Gouverneur Manuel Falques''' 1776 katholische Siedler mit Steuererleichterungen ins Land. Er brachte der Insel etwas wirtschaftlichen Aufschwung und veranlasste die Gründung des Ortes San Fernando. Mit Hilfe von Sklavenarbeit entstanden Zuckerrohr- und Baumwollplantagen. 1784 schickte Spanien seinen fähigsten Gouverneur, '''Don José Maria Chacon''', auf die Insel. Unter seiner Führung wuchs die Bevölkerung auf fast 18.000 Menschen an. Davon waren nur 2.000 Weiße, über 10.000 waren afrikanische Sklaven und knapp 1.000 waren Indianer, der Rest bestand aus freien Mischlingen. Im Jahre 1795 kam es zum Krieg zwischen Spanien und England. Im Mai 1796 lief das britische Schiff „H. M. S. Lebra“ unter der Führung von '''Sir Ralph Abercromby''' bei Chaguaramas die Insel an. Der spanische '''Admiral Don Sebastian Ruiz de Apodaca''' ließ alle spanischen Schiffe im Hafen in Brand setzen und '''Gouverneur Chacon''' übergab Trinidad kampflos an die Engländer. Sir Abercromby ernannte einen seiner Offiziere, '''Thomas Picton''', zum ersten Gouverneur. Die Ernennung entwickelte sich zu einem absoluten Missgriff. Picton betrachtete Sklaven und Mischlinge als Aufwiegler. Farbige Plantagenbesitzer und Sklaven wurden ständigen Repressalien ausgesetzt. 1802 musste er von '''Thomas Hislop''' abgelöst werden. Im gleichen Jahr gab es auf der Insel 150 Plantagen, alle waren im Besitz von Franzosen. Bis zum Jahre 1808 stieg die Zahl der Sklaven auf 20.000. Die Fachleute der damaligen Zeit kamen zu dem Ergebnis, um aus der Insel eine gewinnbringende Zuckerrohrbesitzung zu machen, wären mindestens 250.000 Sklaven nötig gewesen. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Insel trotzdem Kronkolonie. Die Zusammensetzung der Inselbevölkerung ließ in den Augen der britischen Regierung keine Wahlen zu. Die Zahl der freien Farbigen war doppelt so groß wie die der Weißen, und von der weißen Bevölkerung waren nicht einmal die Hälfte Engländer. So wurde die Insel direkt von London aus regiert, und der Gouverneur war das ausführende Organ. Als der Sklavenhandel 1807 offiziell eingestellt wurde, kam es noch jahrelang zu illegalen Sklaveneinfuhren. Die Abschaffung der Sklaverei im Jahre 1834 führte auf der Insel zu einer lang anhaltenden Ratlosigkeit, wie die Zukunft ohne Sklaven aussehen sollte. Selbst das Parlament in London beschäftigte sich immer wieder mit dieser Frage. Verschiedene Pläne wurden entwickelt und wieder verworfen. Menschen verschiedenster Nationalitäten wurden als Arbeitskräfte auf die Insel geholt: Iren, Schotten, Chinesen, Portugiesen von Madeira, europäische Emigranten, Arbeitskräfte von anderen karibischen Inseln, befreite Sklaven aus Sierra Leone und St. Helena, die meisten kehrten bald wieder in ihre Heimat zurück. Schließlich waren es Inder, die die Inselbevölkerung verändern sollten. Zwischen 1845 und 1917 kamen 144.000 Inder als billige Arbeitskräfte ins Land. Sie hatten Verträge für fünf oder zehn Jahre und waren danach berechtigt zurückzukehren. Aber viele von ihnen blieben in Trinidad, kauften ein Stück Land für ihre Reispflanzen oder Kakaobäume und eröffneten kleine Geschäfte. 1871 betrug der indische Bevölkerungsanteil schon 25&#x202F;% der Gesamtbevölkerung. Bis in die heutige Zeit haben sich die Familienclans erhalten und die indische Gesellschaft in Trinidad ist noch immer eine fast „geschlossene Gesellschaft“. 1847 richtete ein Wirbelsturm große Schäden an. 1857 bohrte die ''Merrimac Oil Company'' bei La Brea die erste Ölquelle an, aber erst 50 Jahre später wusste man diesen Reichtum richtig zu nutzen. Zur Jahrhundertwende führte die weitergehende Verarmung der Massen zur Gründung von mehreren politisch-gesellschaftlichen Interessengemeinschaften. 1897 wurde die Arbeiterbewegung Trinidad Workmen´s Association gegründet. Im gleichen Jahr entstand die East Indian National Association, und vier Jahre später folgten die Pan African Association und die Rate Payers Association, ein Zusammenschluss der Wassergebührenzahler. 1889 wurden Trinidad und Tobago zu einer Union zusammengeschlossen. 1914 entstand bei Pointe-A-Pierre die erste Ölraffinerie. Als Folge der Weltwirtschaftskrise kam es in den 1930-er Jahren auch in Trinidad zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die vermehrt zu Aufständen führten und zur Gründung von Arbeiterbewegungen. 1937 kam es in dem Dorf Fyzabad unter der Führung von '''Uriah Butler''' zu einem Aufstand der Erdölarbeiter. 1938 lag der durchschnittliche Tagesverdienst bei 35 Cents. Diese niedrigen Löhne führten schon 1935 zu einem Hungermarsch und 1937 zu wiederholten Streiks auf den Ölfeldern. 1941 verpachtete die Regierung das Gebiet um ''Chaguaramas'' und ''Waller Field'' an das US-Militär. Die Amerikaner bauten einen großen Marine- und Luftwaffenstützpunkt. Dies brachte dem Land für einige Jahre gut bezahlte Arbeitsplätze. Erst 1960 zogen die Amerikaner nach großen Protesten aus der Bevölkerung wieder ab. Nach dem Krieg und der Einführung des allgemeinen Wahlrechtes entstanden unzählige Parteien und in deren Folge Gründungen von Gewerkschaften. Den hohen Erlösen aus der Erdölindustrie standen nur wenige Arbeitsplätze gegenüber. 1956 gründete '''Dr. Eric Williams''' die Partei People´s National Movement. Am 31. August 1962 wurden Trinidad und Tobago rund drei Wochen nach Jamaika von den Engländern in die Unabhängigkeit entlassen. Eric Williams wurde erster Premierminister. Er behielt diesen Posten bis zu seinem Tode im Jahre 1981. Mit der Unabhängigkeit fielen die großzügigen finanziellen Unterstützungen von England fort. Internationale Konzerne wurden stattdessen von der Regierung „eingeladen”, sich auf der Insel niederzulassen. Bis 1966 konnten so 169 Industriefirmen angesiedelt werden. Die Ölförderung teileten sich Amoco, Shell und Texaco, die Zuckerindustrie wurde von Tate & Lyle kontrolliert. Während der 1970-er Jahre konnte Trinidad aufgrund seiner Erdöl- und Erdgasvorkommen noch ein deutliches Wirtschaftswachstum verzeichnen. Zum großen Teil ist dies den Preisbeschlüssen der OPEC von 1973 zu verdanken. Diese Preissteigerungen verdreifachten die Deviseneinnahmen des Landes schlagartig. Nach der zweiten deutlichen Ölpreiserhöhung in den Jahren 1979 und 1980 verzehnfachten sich diese Einnahmen sogar. Mit diesen Geldern kaufte Premierminister Williams die Kapitalmehrheit der nationalen Shell und BP, verstaatlichte die Zuckerindustrie, die Fluglinie BWIA und die Telefon- und Fernsehgesellschaften. Für 460 Millionen US-Dollar ließ er zudem ein Stahlwerk bauen. Anfang der 1980-er Jahre kam es dann mit Ende des Ölbooms und anderer politischer Fehler zu einer tiefen Strukturkrise, die sich besonders aus der Person des seit 25 Jahren regierenden Eric Williams ergab. Hatte er die weiße Mittelschicht vor der Unabhängigkeit noch als Nutznießer der Kolonialherrschaft bekämpft, so sicherte er seine Macht nun genau durch diese Gruppe. Korruption und schwere Mängel in der Gesundheits-, Verkehrs- und Baupolitik wurden ihm angelastet. Im März 1981 konnte der plötzliche Tod von Williams nicht eindeutig geklärt werden. Bei den Parlamentswahlen im November des gleichen Jahres konnte sein Nachfolger '''George Chambers''' noch die Mehrheit erzielen, bei den Kommunalwahlen 1983 gab es dann aber eine herbe Niederlage. Seit 1974 waren mit der Ölindustrie 50 Milliarden Petrodollar erwirtschaftet worden. Als der Einbruch der Ölpreise zu einer Rezession führte, musste man feststellen, dass der größte Teil des Geldes durch Misswirtschaft und Fehlplanungen verschwendet worden war. Der TT-Dollar musste mehrfach abgewertet werden, im Staatsdienst gab es Entlassungen, unrentable Staatsbetriebe wurden privatisiert. Bis 1990 stieg die Arbeitslosigkeit im Lande daraufhin bis auf 27 %. Am 27. Juli 1990 besetzte die kleine, radikale Moslemgruppe ''Jamaat al Muslimeen'' unter der Führung von '''Yasin Abu Bakr''' das Parlamentsgebäude. 45 Parlamentsmitglieder, einschließlich des Premierministers A. N. R. Robinson, wurden als Geiseln genommen. Robinson wurde aufgefordert zurückzutreten und innerhalb von 90 Tagen Neuwahlen auszuschreiben. Nachdem er dies verweigerte, kam es zu einem Schusswechsel, bei dem der Premierminister eine Schusswunde im Bein erlitt. Erst nach fünf Tagen gaben die Rebellen auf. Bei diesen Unruhen kamen insgesamt 30 Personen zu Tode, weitere 500 wurden verletzt. 114 Rebellen erhielten nach langen Gerichtsverhandlungen, zu denen auch der Kronrat in London gehört wurde, eine Amnestie. Dieser Putschversuch verschreckte verständlicherweise ausländische Investoren. Erst 1994 verzeichnete das Land sinkende Arbeitslosenzahlen und eine steigende Bruttoinlandsproduktivität. In den folgenden Jahren legte die Regierung ein Programm zur Modernisierung des Erdölsektors auf. Zugleich schaffte sie sich ein zweites wirtschaftliches Standbein, indem die Erschließung von Off-shore-Erdgasvorkommen gefördert wurde. === Erdöl und Erdgas === Im Jahre 1906 kam der Geologe ''Arthur Beeby Thompson'' nach Point Fortin. Er erhielt von der Regierung die Genehmigung, Land zu erwerben und nach Öl zu bohren. Er kaufte die Adventure und La Fortunée Plantagen um Werkanlagen zu errichten. Im Mai 1907 fand man in 210&#x202F;m Tiefe Öl. Zwei Jahre später wurde die '''Trinidad Oil Company''' gegründet. 1913 übernahm die '''United British Oilfields of Trinidad''' die Anlagen. 1957 wechselte der Besitz an '''Shell'''. Nach langen Protesten der Bevölkerung in den 1960-er und 1970-er Jahren übernahm der inzwischen von England losgelöste, selbstständige Staat Trinidad and Tobago die Shell und seit 1974 nennt sich das Unternehmen '''Trinidad & Tobago Oil Company''' (TRINTOC). Im Jahre 1993 gründte der Staat dann die '''Petroleum Company of Trinidad & Tobago''' (PETROTRIN) mit der Zentrale in Pointe-a-Pierre, und mit dem Zweck, alle Ölförderungen, die Weiterverarbeitung und den Verkauf von Erdölprodukten zu zentralisieren. Im Jahre 2000 übernahm die PETROTRIN dann in Zusammenarbeit mit TRINMAR alle Vermögenswerte von TEXACO. PETROTRIN hat seine größten Operationsbasen in Fyzabad, Guayaguayare, Marabella, Penal und Point Fortin. Von der Südostspitze der Insel (Guayaguayare) nach Point Fortin wurde eine neue Hochdruck-Pipeline verlegt, unterwegs gibt es mehrere Pumpstationen. In Pointe-a-Pierre steht die einzige Ölraffinerie des Landes. Die Anlage umfasst 809 Ha Grundfläche. Die Tagesproduktion liegt bei 160.000 Barrel von denen 70.000 für den lokalen Markt bestimmt sind, der größere Rest wird nach Brasilien, Equador, Kolumbien, Venezuela und West Afrika exportiert. Dort wird Flugbenzin, bleifreies Benzin, Diesel, Schmierstoffe und Bitumen hergestellt. TRINMAR, Trinidad Marine, betreibt im Seegebiet von Trinidad und Tobago 23 Ölbohrplattformen und 238 freistehende Bohrtürme. Der Beitrag von PETROTRIN am Sozialwesen von Trinidad besteht im Straßen- und Brückenbau, man beteiligt sich an der Reparatur von Schulen, baut Spielplätze und stellt Computer zur Verfügung. === Geister, Geisterglaube === Wie auf allen anderen karibischen Inseln haben auch die Bewohner von Trinidad und Tobago eine lebhafte Vorstellungskraft, kennen vielerlei Gruselgeschichten, glauben an gute und böse Geister. Viele dieser Geister und Geistergeschichten haben ihren Ursprung in Afrika. Der '''Dupp''' (auf der Insel Jamaika: Duppy) ist auf allen Inseln bekannt. Zusammen mit den '''Jumbies''' zählt er zu den harmlosen Geistern. Es sind die Geister von Toten, die nachts aus den Gräbern steigen, sich an dunklen Orten herumtreiben und die Lebenden gerne erschrecken. '''Belarivoist''' der Geist des Joachim Belarivo. Ein wenig begabter Zauberer wollte diesen Geist auferstehen und für sich arbeiten lassen. Für die Auferstehung reichte das Wissen, für weiteres nicht. Stattdessen erschien der Geist auf unzähligen Hochzeitsfeiern und erschreckte die Gäste. Er musste schließlich in einen Bleisarg eingeschlossen werden und unter einem großen Steinhaufen begraben werden. Der bedeutendste Geist auf Trinidad und Tobago ist '''Papa Bois''', der Beschützer des Waldes. Er hat Hörner, Fell und eine Harfe, seine Mutter war ein Reh, sein Vater ein Jäger, meistens erscheint er in Gestalt eines alten Mannes mit Bart und langen Haaren. Er kann sich auch in ein Tier verwandeln und Wilderer tief in den Wald locken, so dass sie sich verlaufen. Er hat auch eine Geliebte, '''Mama Dlo''' oder Mama d l‘eau, halb Frau, halb Schlange. Sie ist die Beschützerin der Flüsse. Von '''La Diablesse''' erzählt man, sie sei eine schöne Frau mit Kuhfuß, die man häufig auf großen Festen antrifft. Dort soll sie die Männer verführen. Wer sich mit ihr einlässt, wird nie mehr sein wie vorher oder nach kurzer Zeit sterben. Begegnet man ihr, soll man seine Kleidung ausziehen und mit der linken Seite nach außen wieder anziehen, dann kann sie einem nichts mehr anhaben. '''Douens''' und '''Douennes''' sind die Geister von kleinen Kindern, die ungetauft sterben. Sie tragen große Strohhüte, haben keine Gesichter, und ihre Füße stehen rückwärts. Es gibt auch Meerjungfrauen, Feen und Vampire. Man sagt, dass sich einsame und ungeliebte Menschen in Vampire, sogenannte '''Sousouyants''', verwandeln konnen. Sie ziehen ihre Haut aus und lassen diese auf der Türschwelle liegen, dann verwandeln sie sich in Feuerbälle, die durch die Luft fliegen. Dann kommen sie zu den Menschen und saugen ihnen das Blut aus. Man kann sich vor ihnen schützen, indem man Reis oder Salz um sein Bett streut. Der Vampir muss jedes Korn zählen, bevor er Blut saugen kann, bis er damit fertig ist, wird schon wieder Morgen und er muss unverrichteter Dinge abziehen. === Karneval === Französische Einwanderer brachten im 18. Jahrhundert den Karneval mit in die Karibik. In Frankreich war der Karneval damals ein riesiges Schlemmer- und Kostümfest vor dem Beginn der Fastenzeit. Die französischen Großgrundbesitzer in der Karibik feierten dieses Fest unter sich und ohne die Sklaven, nur freie Mulatten wurden zur Teilnahme eingeladen. Nach der Sklavenbefreiung 1834 wollten auch die Farbigen ihr Fest feiern. Das traditionelle Erntedankfest '''Canboulay''' wurde auf den Karnevalsonntag vorverlegt. Sie veranstalteten Straßenumzüge mit Trommelmusik, Stockkämpfen und Spottliedern auf die Weißen, dazu kleideten sie sich in elegante Kleider wie ihre weißen Herren. Diese fühlten sich schnell beleidigt und feierten in der Folgezeit nur noch in ihren Häusern. 1883 wurde den Farbigen das Mitführen von Trommeln verboten, ein Jahr später fanden die Umzüge nur noch am Karnevalmontag und unter Polizeibegleitung statt. So entstanden in den Vororten von Port of Spain die ersten '''Mas Camps''' - Kostümgruppen. Statt der Trommeln benutzte man Bambusstücke um den Takt zu schlagen, zur Zeit des II. Weltkrieges erfand man neue Musikinstrumente: Keksdosen und leere Ölfässer. 1894 kam dem Kaufmann ''Ingnatius Bodu'' die Idee, aus dem Karneval einen Wettbewerb zu machen. 1921 richtete ''Chieftain Douglas'' als erster ein '''Calypso Tent''' ein, in dem während der Karnevalsaison Nonstop gesungen wurde. Heute gibt es das '''National Carneval Commitee''' (NCC), es entstand aus der 1957 gegründeten ''Carneval Development Commission''. Diese Behörde betreut den gesamten Karneval, schreibt die Wettbewerbe aus, bestimmt die Veranstaltungsorte, organisiert die Showveranstaltungen, stellt die Preisrichter und wirbt Spenden ein, mit denen Gewinner zu hohen Geldpreisen kommen. Eine Jury wählt die Gewinner. Sie besteht aus Mitarbeitern von Ministerien, des NCC und Mitgliedern von Tanz-, Steelband- und Gesangsgruppen. Gewählt werden die besten Königs- und Königinkostüme, der beste Kostümdesigner, das Karnevallied des Jahres und die Musikband des Jahres. Eine Musikband kann zwischen 3.000 und 9.000 Mitglieder zählen. Für die Offiziellen beginnt die Karnevalsaison am Tag nach Aschermittwoch. Die Calypso-tents öffnen im Laufe des Januar. Danach beginnen die Vorentscheidungen für den Calypso- und Soca Monarchen, für Karnevalskönig und -königin. Die heiße Phase der Feierlichkeiten beginnt kurz vor Beginn der Fastenzeit mit dem Kinderkarneval. Am Karnevalmontag starten die Umzüge am frühen Morgen Richtung Stadtzentrum. Um die Mittagszeit finden die Maskenumzüge statt. Karnevaldienstag strömen die Massen zur Hauptveranstaltung im Queen´s Park, die bis in die späte Nacht dauert. Am Mittwoch ist alles vorbei und die Insulaner gehen wieder ihrem Gewerbe nach. === Musik === * '''Calypso''': Der Calypso hat seinen Ursprung an den Küsten von Westafrika und wurde von den Sklaven mit ins Land gebracht. Das „Urwort“ ist Kaiso und kommt aus Nigeria, Kaisos sind dort Spottlieder. Von den Sklaven wurden diese Lieder bei der Feldarbeit gesungen um die qualvolle Arbeit etwas zu erleichtern. Zugleich war es die einzige Möglichkeit, sich verschlüsselt über die Herrschaft zu beschweren oder lustig zu machen. : Seit der Abschaffung der Sklaverei wird dies von deren Nachfahren gefeiert. Seitdem wurden die Liedertexte immer bissiger. Im Jahre 1881 wurde bei so einer Veranstaltung von den Farbigen so auf die Regierung geschimpft und die politischen Mißstände wurden derart in ihren Gesängen verspottet, dass die Umzüge und Gesänge verboten wurden. In der Folgezeit texteten die Sänger, die Calypsonians, im Untergrund weiter. Aktuelle private und besonders politische Ereignisse werden seitdem besungen und ersetzen für den Teil der Bevölkerung, die nicht lesen können, die Tageszeitung. Man sagt auch: der Calypso bietet die Gelegenheit, etwas in Liedform zu sagen, was man in der besseren Gesellschaft nicht aussprechen kann. : Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. : Zwischen den beiden Weltkriegen wurde der Calypso international durch das Lied „''Rum and Coca Cola''“ bekannt. Es wurde von Lord Invader geschrieben und von den Andrew Sisters in den USA auf den Markt gebracht, sie verkauften die Platte fünf Millionen Mal. : 1978 wurde Calypso Rose als erste Frau zum alljährlichen Calypso King gekrönt. : Fast alle Sänger haben ausgenommen auffallende Namen: Atilla the Hun, Growling Tiger, Mighty Chalkdust, Roaring Lion, Valentino oder Black Stalin. Zu den weltweit bekanntesten gehören '''Lord Kitchener''' (*1922, †2000) und '''Mighty Sparrow'''. : In jüngster Zeit ist auch der Calypso extrem kommerzialisiert worden. * '''Indische Musik''': Mit einem Bevölkerungsanteil von etwa 40&#x202F;% beherrschen die Inder auch einen großen Teil der Musikszene. Im Laufe der Jahrzehnte hat die ursprünglich religiöse Musik sich teilweise an die Ansprüche der Jugendlichen Zuhörer angepaßt. '''Chutney''' ist eine dieser neuen Musikrichtungen, heute mit schnellerem Rhythmus und tanzbar, hat sie sich aus hinduistischen Folkloreliedern entwickelt. Chutney ist auch ein Teil des Trinidad-Karnevals geworden und für die Musikgruppen werden Preise vergeben. '''Pantar''' ist die Fusion von Pan-Musik und Sitar, eines der schönsten und ältesten indischen Musikinstrumente. Mit dieser Kombination lassen sich alle Arten von Calypsomusik bis zu indischer Ragmusik spielen. Einer der bekanntesten Pantar Interpreten ist Sitarist ''Mungal Patasar'' und seine Gruppe. * '''Panmusik und Steelbands''': Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. Ab 1935 begannen die Musiker deshalb, auf Dosen, Fässern und Benzinkanistern zu trommeln. Ein Jahr später gelang es dem Musiker '''Ellie Mannette''' ein Ölfaß so zu manipulieren, dass man ihm verschiedene Töne entlocken konnte. 1939 spielte die John John Band zum ersten Mal des amerikanische Kinderlied „Mary had a little lamb“ auf gestimmten Ölfässern. Seit 1945 erschienen abgeschnittene und gestimmte Ölfässer, die Pans, in der Öffentlichkeit. Heute ist der Beruf des Ölfaßstimmers sehr geachtet. Man unterscheidet die Pans nach Größe und Klangfarbe. Bass Pans verfügen über 5-7 Töne, sie werden auf etwa 7,5 cm Höhe zusammengeschnitten. Cello Pans haben 10 Töne und werden bei 35 cm abgeschnitten. Die Tenor Pans verfügen über 26-32 Töne und werden auf eine Länge von 15-18 cm geschnitten. : Die Pans werden blank geschliffen, verchromt, poliert und auf Gerüste montiert, damit der Musiker Bewegungsfreiheit hat. Die Tonfelder werden mit unterschiedlich großen Klöppeln geschlagen. Die Pans können von einem Solomusiker bearbeitet werden oder als Band können bis zu 100 Personen zusammen musizieren. Auf Trinidad soll es über 100.000 Ölfaß-Spieler geben. * '''Parang''': Besonders in der Weihnachtszeit beherrscht Parang die Musikszene. Diese Musikrichtung leitet sich aus venezuelanischen Weihnachtsliedern ab und den damit verbundenen Haus-zu-Haus besuchen und -feiern. Zu spanischen Texten mit religiösem Inhalt kommen südamerikanische Rhythmen mit Violine, Gitarre, Baß, Cuatro und Maracas. Einige Gruppen spielen die traditionellen Weisen, andere mixen es mit Soca, so dass '''Soca Parang''' entsteht. * '''Rapso''': Eine weitere Fortsetzung von der afrikanischen Tradition des Geschichtenerzählens führte zur Entwicklung des Rapso, einer Mischung von amerikanischem Rap mit Calypso. Hier wird Sprechgesang in Versen vom Rhythmus großer, schwerer Trommeln untermalt. Zwei der bedeutendsten Künstlergruppen sind ''Brother Resistance'' und ''Network Rapso Riddum''. * '''Soca''': Diese flottere Art des Calypso wurde 1970 geboren, als die Elektronik Einzug in die Musikszene hielt. Diese neue Form wird dem Musiker zugesprochen, der sich damals '''Lord Shorty''' nannte und heute unter dem Namen ''Ras Shorty I'' Musik produziert. Der Soca-Rhythmus läßt sich leicht mit anderen Musikformen verbinden. So findet man auf Trinidad den Soca heute als Bestandteil von Reggae, Jazz, Rythem & Blues als auch mit indischer Musik. Auch die im Lande lebenden Inder fanden an diesem Musikstil gefallen, verbanden den Rhythmus mit Hinditexten und so wurde der '''Chutney-Soca''' geboren. === Pflanzen- und Tierwelt === Trinidad und Tobago zählen zu den zehn führenden Ländern bei der Anzahl von Vogelarten pro Qaudratmeile. Auf beiden Inseln findet man auf Grund der Nähe zu Südamerika eine größere Anzahl von Pflanzen und Tieren als auf den anderen Karibischen Inseln. Man kennt 2.300 verschiedene, blühende Pflanzen, davon sind alleine 700 Orchideen. Die Nationalblume von Trinidad ist die '''Chaconia''', englisch: Wild Poinsettia. Ein Strauchgewächs von 2-3&#x202F;m Höhe, es ähnelt dem Weihnachtsstern. Den „Buffalypso“ gibt es nur auf der Insel Trinidad. Er ist das Ergebnis intensiver Zuchtversuche aus den 1960-er Jahren. Fünf auf Trinidad heimische Wasserbüffel Rassen wurden gekreuzt. Das Ergebnis ist ein friedfertiges Tier, dass tropische Hitze gut verträgt, mit schmackhaftem Fleisch. Es gibt 620 verschiedene Arten von Schmetterlingen. Von den 433 verschiedene Vogelarten brüten 250 auf der Insel, es gibt 41 verschiedene Kolibriarten. Den blinden Ölvogel findet man nur in Trinidad, es ist der größte Vogel, der sich von Früchten ernährt, aber nur nachts auf Futtersuche geht und selbst ein Amazonas-Papagei ist auf Trinidad zu finden. 108 verschiedene Säugetiere sind vertreten, dazu zählen 57 Fledermausarten und es gibt 70 verschiedene Arten von Kriechtieren. Die einzigen '''giftigen Schlangen''' sind die '''Far de Lance''' und der '''Buschmeister'''. Die Morocoy ist eine kleine Landschildkröte, die früher als Delikatesse gejagt wurde und fast ausgerottet war, heute wurd sie vielerorts als Haustier und Spielgefährte der Kinder gehalten. Verschiedene Strände von Trinidad und Tobago werden in den Monaten März bis Juli von Meeresschildkröten zur Eiablage aufgesucht. Der Besuch von Strandabschnitten, die von Schildkröten zur Eiablage aufgesucht werden, unterliegt einer Genehmigung durch die Forstverwaltung. The Forest Division, Long Circular Road, Port of Spain, Tel. 622-7476. The Forest Division, San Fernando, Tel. 657-8391, 657-7256. Den Schmetterling „89“, er hat eine schwarz-beigene Markierung auf der Flügelunterseite, die wie eine 89 aussieht, findet man nur auf Trinidad. Der Pauis ist ein großer truthahnartiger Vogel, der früher viel gejagt wurde und dadurch sehr selten geworden ist. Es gibt ihn nur auf Trinidad, nirgendwo sonst auf der Welt, er steht unter Schutz. Einzigartig auf der Welt ist auch der Fisch Cascadura. Diese Welsart ist ein Urtier aus dem Silur-Zeitalter. Sein Lebensraum sind zahlreiche schlammige Gewässer an der Südküste Trinidads. Ebenso selten sind die Reiherarten Agami, Blongios und Crabier Bec, die es nur auf Trinidad gibt. Weitere Vogelarten, die es in der Karibik nur auf Trinidad gibt sind Eisvögel, Pirol und Tukane. Das größte wilde Tier auf Trinidad ist der Braune Waldmazama, eine Hirschart. Das Halsband-Pekari wird von den Einheimischen Quenk genannt, es ist eine Wildschweinart. Auf der Insel gibt es verschiedene Opossumarten, die auch Manicou genannt werden, Waschbären, das hasengroße Agouti und den größeren Gefleckten Paka. Das gepanzerte Gürteltier, Armadillo oder Tatu genannt, und die seltenen Ozelote bekommt man kaum zu sehen. In einigen Flüssen und Sümpfen lebt der bis zu 2&#x202F;m lange Kaiman. === Plantagenwirtschaft === Die Landfläche von Trinidad und Tobago umfasst 513.000 Ha, weniger als ein Drittel davon ist Ackerfläche, 45&#x202F;% sind als Waldflächen ausgewiesen. Nur 13&#x202F;% des pflügbaren Landes ist bewässert. Es gibt aber eine Vielzahl von kleinen und großen Flüssen, Überflutungen in der Regenzeit sind normal. Die letzte umfassende Erhebung aus den 1970-er Jahren zählt 35.000 Farmen mit einer Gesamtfläche von etwa 130.000 Ha. Die Durchschnittsgröße einer Farm wurde mit 6 Ha angegeben, aber die 40 größten Plantagen hatten alle eine Größe über 400 Ha. Die landwirtschaftlichen Ernteerträge der 1970-er und 1980-er Jahre in Trinidad stehen in einem engen Zusammenhang mit der Ölindustrie. Dieser Trend begann Anfang der 1970-er mit dem starken Anstieg des Ölpreises. Löhne in der Landwirtschaft waren erheblich niedriger als in der Ölindustrie, der Geldreichtum führte zu größeren Importen von landwirtschaftlichen Produkten. Die Zahl der Landarbeiter sank um 50 %. Die Ernteerträge bei Zitrusfrüchten sanken um 75 %, bei Kakao waren es 61 %, bei Kokosprodukten 56&#x202F;% und bei Kaffee immer noch 15 %. Der Zuwachs von landwirtschaftlichen Produkten in den 1980-er Jahren wurde von Kleinstfarmern erwirtschaftet, die ihre Produkte oft in gartenähnlichen Familienbetrieben anbauten. Die Viehzucht im Land hat keine große Bedeutung. Es gibt nur rund 30.000 Rinder. Rindfleisch wird überwiegend aus Australien un Neuseeland importiert. Milch und Milchprodukte werden zu 90&#x202F;% von der Firma Nestlé eingeführt. Seit den späten 1980-er Jahren gibt es Zuchtversuche von Kühen und Indischen Wasserbüffeln, die man im Lande „Buffalyso” nennt. Bedeutender ist die Aufzucht von Hühnern und Schweinen. '''Kaffee''' wird in Trinidad verstärkt seit 1930 angepflanzt. Die Produktion sank von den späten 1960-er Jahren bis Mitte der 1980-er Jahre aber um rund 50 %. 1984 konnte zum ersten Mal kein Kaffee exportiert werden. Ein Jahr später betrug die Ernte wieder 2,1 Millionen KG, von denen 35&#x202F;% exportiert wurden. '''Zitrusfrüchte''' hatten in den 1950-er Jahren einen Boom. Man erntete zu der Zeit über 90.000 Tonnen pro Jahr, 1982 waren es nur noch 4.700 Tonnen. '''Kakaoplantagen''': Kakao war von den späten 1880-er Jahren bis in die 1930-er Jahre die wichtigste Anbaufrucht auf Trinidad und Tobago. Auf Tobago war sie dies sogar bis in die späten 1980-er Jahre. Kakao war schon im 18. Jahrhundert durch die Spanier nach Trinidad gekommen. Zeitweise war die Insel der zweitgrößte Kakaolieferant auf der Erde. Verschiedene Krankheiten haben der Fucht aber sehr zugesetzt. So sank die Jahresernte von 2.600 Tonnen im Jahre 1981 auf unter 1.300 Tonnen in 1985. Seit den 1970-er Jahren ist das Land nicht mehr in der Lage den Bedarf von Kokosöl und Seife mit den Ernten aus dem eigenen Land zu befriedigen. * Lopinot Estate. In Arouca führt die Lopinot Road nach Norden in die Northern Range. Um 1800 legte der Franzose Charles Joseph Comte de Lopinot dort eine 193 Ha große Kakaoplantage an. Der Graf war ein Offizier der französischen Armee in Haiti. Nach der Ausrufung der Unabhängigkeit und der damit verbundenen Freilassung der Sklaven in Haiti verließ er das Land und brachte seine 100 Sklaven mit nach Trinidad. Er nannte die Plantage „La Reconnaissance“. Das Herrenhaus, die Stallgebäude, die Sklavenunterkünfte und das Gefängnis wurden restauriert und können heute besichtigt werden. Im Herrenhaus wurde ein kleines Museum eingerichtet. Öffnungszeiten: täglich von 8-18 Uhr, Eintritt frei, Führungen finden zwischen 10 und 18 Uhr statt. '''Zuckerplantagen''': Im 19. Jahrhundert war Zucker trotz der überwältigenden Probleme noch immer die bedeutendste Einnahmequelle der Insel Trinidad. In den 1880-er Jahren gab es noch über 300 selbstständige Zuckerrohrplantagen. Ein Jahrhundert hatte die staatliche Carioni Gesellschaft hier das Monopol, nachdem man im Jahre 1971 51&#x202F;% der Aktien von Tate and Lyle zurückgekauft hatte. In den 1980-er Jahren wurde Zuckerrohr auf knapp 20.000 Ha angepflanzt, 20.000 Arbeitskräfte wurden in der Industrie gezählt. Die Jahresproduktion von Zucker lag zwischen 70.000 und 80.000 Tonnen. * Caroni Estate and Sugar Factory, Couva, Tel. 636-2371. Die Zuckerfabrik und die Distillerie liegen fast 40&#x202F;Km voneinander entfernt. Seit 1918 wird dort Rum destilliert. 1957 übernahm Caroni die Esperanza Estate. Deren Destillieranlagen wurden nach Caroni gebracht. 1980 wurde die Produktion ausgebaut. Neben eigenen Anbauflächen erhält Caroni Zuckerrohr von 6.000 unabhängigen Kleinfarmern. Seit 2003 wir die Caroni Gesellschaft umstrukturiert. Die Zuckerfabrik von Caroni wird geschlossen, die Fabrik von Sainte Madeleine bleibt bestehen. Der Landbesitz von Caroni, etwa 30.000 Ha geht in Staatsbesitz über und wird von einer neugegründeten Agentur verwaltet, der Estate Management and Business Development Company. Das Ziel ist, statt Rohzucker Zitrusfrüchte und Reis anzupflanzen und Milchviehzucht zu betreiben. :Der Rum wird unter den Markennamen Caroni Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, als Stallion Puncheon Rum mit 78&#x202F;% Alkohol, als Felicite Gold, White Magic Light und Special Old Cask Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol abgefüllt. Nur die leichten Rumsorten werden nach Kanada und Europa exportiert. * Champs Elysée Estate, Maraval Tal, Port of Spain. Um 1785 führte die Einwanderungspolitik des Franzosen Roumé de St. Laurent unter dem Gouverneur Don José Chacon viele französische Siedler mitsamt ihren Sklaven auf die Insel. Im fruchtbaren Maraval Tal bauten sie Baumwolle, Kaffee und Zuckerrohr an. Die Mehrheit der dort lebenden Menschen konnte kein englisch, fast alle gehörten der römisch-katholischen Kirche an. Im Jahre 1881 lebten dort 1.480 Menschen, davon waren 88 Plantagenbesitzer oder -verwalter. :Roumé de St. Laurent erwarb selbst ein großes Stück Land am Taleingang, aus dem die Champs Elysée Plantage entstand. Aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten musste seine Familie die Plantage schon bald verpfänden, später ging sie in den Besitz eines Pflanzers mit Namen Boissiere über. 1849 fasste man das ganze Tal zum Stadtbezirk Maraval zusammen. Gegen Ende des Jahrhunderts waren viele der kleinen Plantagen verschwunden. Auf den verbliebenen größeren Ländereien Champs Elysée, Moka, Haleland Park und Val de Oro wurde weiter Landwirtschaft betrieben. Heute werden nur noch auf der Paramin Plantage, westlich von Maraval, Gemüse und Gewürze angepflanzt. * Diego Martin River Estate, am Diego Martin Fluß. Direkt neben der Hauptstraße steht noch das 150 Jahre alte und 12&#x202F;m hohe Wasserrad der Zuckerplantage. Die Plantage fiel im Jahre 1897 in den Besitz der Regierung. Weitere historische Gebäude sind nicht erhalten, das einfache Plantagenhaus wurde aber wieder hergestellt. Es gibt aber noch einen Park mit Picknickplätzen und ein Mini-Museum. Das Museum ist täglich von 10-18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. * Spring Hill Estate. Um 1900 gründetet der in Frankfurt geborene Friedrich Wilhelm Mayer im fruchtbaren Arimatal in einer Höhe von etwa 400 Metern diese Plantage, um Kaffee, Kakao und Zitrusfrüchte anzupflanzen. 1908 wurde das Haupthaus fertig gestellt. Sohn Charles Mayer bewirtschaftete das Anwesen bis 1925, dann gab er auf, weil ihm der Gewinn zu gering war. 1932 kaufte der amerikanische Geologe Joseph Holmes das Land auf. Er brachte einen Stromgenerator dorthin und ließ einen Pool bauen. 1947 kauften Dr. Newcome Wright und seine Frau Asa Wright die 74 Ha große Plantage. Drei Jahre später richtete Dr. William Bebe von der New Yorker Zoologischen Gesellschaft dort eine Forschungsstation zum Studium tropischer Pflanzen und Tiere ein. 1955 verstarb Asa Wright. 1967 verkaufte ihr Mann das Gelände an die Forschungsstation. Im gleichen Jahr wurde das Herrenhaus in ein Gästehaus umgewandelt. Unter finanzieller Mithilfe der Bank of Nova Scotia wurde das Asa Wright Naturschutzgebiet eingerichtet. * Woodbrook Estate, Port of Spain. Nachdem die Siegert Familie 1875 (siehe unten) Venezuela verlassen hatte entstand in Port of Spain am Marina Square Ecke Charlotte Street die neue Angostura Fabrik. Die gleichbleibende Qualität und der weltweite Erfolg der Firma erlaubte es der Familie 1899 die 140 Ha große Woodbrook Estate zu kaufen. Die drei Brüder Alfredo, Carlos und Luis Siegert kultivierten ein Teil des Landes, zugleich planten sie eine Wohnsiedlung. Der Bau von 11 Straßen wurde in Angriff genommen, jede wurde nach einem Familienmitglied und nach Mitarbeitern des Projektes benannt. Nach dem Tod der Brüder Carlos und Luis verkaufte Alleinerbe Alfredo das Land 1911 an die Stadt Port of Spain. * '''Angostura Bitters''' Limited, Rumdistillerie, Eastern Main Road, Tel. 623-1845, Fax 623-1847. Im Jahre 1820 wanderte der preussische Chirurg Dr. Johann Gottlieb Benjamin Siegert nach Venezuela aus. Er wollte mit Simon Bolivar gegen die Spanier kämpfen. Vier Jahre später, als Leiter des Militärhospitals im Ort Angostura, am Ufer des Orinoco Flusses, entwickelte er eine Mischung aus tropischen Heilpflanzen, Gewürzen und Alkohol. Dieses Mittel „''Siegert´s Aromatic Bitters''“ sollte den von Tropenkrankheiten geschwächten Soldaten zu neuer Kraft verhelfen. Soldaten und Schiffsbesatzungen machten die Tinktur auf der ganzen Welt bekannt. 1850 verließ Dr. Siegert die Armee um sich vollständig der Produktion seines gefragten Elixiers zu widmen. 1875 verließ die Siegert Familie das krisengeschüttelte Venezuela wo ein politischer Diktator auf den anderen folgte und ließ sich in Trinidad nieder. :Im Jahre 1903 starb Carlos Siegert, zwei Jahre später sein Bruder Luis. Alfredo Siegert war nun einziger Kenner der geheimen Formel für Angostura. In der Folgezeit spekulierte er mit großen Geldmengen in verschiedenen Sektoren, verlor das Geld und auch die Firma. Amerikanische und kanadische Geschäftsleute versuchten erfolglos, die Fabrik im Ausland anzusiedeln. :1936 begann die Firma Angostura Bitters unter der Leitung von Robert W. Siegert, einem Enkel des Gründers, Alkohol zu brennen, dazu wurde eine Tochtergesellschaft, die Trinidad Distillers Ltd. gegründet und die Fernandes Rumbrennerei aufgekauft. Das Rezept für Angostura Bitters ist eines der bestgehüteten Geheimnisse der Karibik. 1960 wurden die Produkte von Angostura bereits in 140 Länder exportiert. Die Jahresproduktion von 1.3 Millionen Liter wurde bis 1998 auf 20 Millionen Liter gesteigert. :Das Besucherzentrum, Tel. 623-1841 im Ortsteil Laventille in Port of Spain ist geöffnet. Führungen finden dort montags bis freitags um 9.30, 13.30 und 14 Uhr statt, Führungen kosten 8 US $. :Die Distillerie kauft ihre Melasse von verschiedenen Zuckermühlen im Lande und vergärt und destilliert den Rohstoff in einer eigenen Brennerei. Der Rum wird unter dem Markennamen Royal Oak als 43 %-iger Rum verkauft. Weitere Markennamen sind Old Oak White und Old Oak Gold. 1973 erwarb man die auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindliche Distillerie Fernandes. Der Rum von dieser Destille wird unter den Markennamen Forres Park Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, Fernandes Vat 19, Fernandes Black Label, Ferdi´s Premium Rum und Crystal White Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol vertrieben. Daneben werden leichtere Mischgetränke hergestellt: Caribbean Club Rum Punch, Limbo Drummer, Lemon Lime & Bitters, Blu Vodka und Correla´s. :Das Grundprodukt Angostura Bitters ist eine aromatische Lösung mit 44,7&#x202F;% Akoholanteil. Man verwendet es hauptsächlich zur Verfeinerung von Mixgetränken, aber auch in Fisch- und Fleischgerichten, für Gemüse, Kuchen, Marmelade, Pudding, in Salaten und Suppen. * Fernandes Distillers, Fernandes Industrial Centre, Eastern Main Road, Laventille, Tel. 623-2101, 623-2501, Fax 623-1847. Als das Trinidad & Tobago Rum Bond Lager im Jahre 1932 abbrannte, nutzte der Besitzer der Fernandes Distillery, Joseph Bento Fernandes, die Gunst der Stunde. Er kaufte die angesengten Rumfässer günstig auf stellte fest, dass der Rum darin von besonderer Güte war. Dieser Rum wurde unter dem Namen „1919 Super Premium Rum“ verkauft. 1919 war das Jahr, in welchem die Fässer gefüllt worden waren. === Trinidad´s Eisenbahn === Schon kurz nach 1800 waren es die Großhändler, Kaufleute und Plantagenbesitzer, die bei der Kolonialverwaltung nach besseren Verkehrsverbindungen fragten. Doch wenig oder nichts geschah. Ebenso oder ähnlich verhielt es sich mit der Eisenbahn. Um 1846 wurde die '''Trinidad Railway Company''' gegründet. Man begann mit der Vermessung von möglichen Fahrlinien, kam aber zu der Überzeugung die Finanzierung sei nicht möglich. Im Jahre 1859 entstand dann die erste privat finanzierte Linie von Princes Town zum Hafen von San Fernando. Man nannte sie die Pflanzerlinie, da zunächst nur landwirtschaftliche Produkte an zur Kings Wharf gebracht wurden, zum weitertransport auf Schiffen rund um die Insel. Die Wagen wurden von Pferden oder Mulis gezogen. Auf Grund des öffentlichen Drucks wurde das Angebot auf den Personentransport ausgedehnt, auch die Post wurde nun mit der Eisenbahn transportiert. Diese Linie wurde unter dem Namen '''Cipero Tramroad''' bekannt. Sie existierte bis 1920, dann ging sie an die Trinidad Government Railway über. 1873 begann man mit dem Bau einer Bahnverbindung von Port of Spain nach Arima. Der Ausgangspunkt war der South Quay in Port of Spain, über San Juan und St. Joseph verlief die Linie bis nach Arima. Am 31. August 1876 wurde die Linie in Betrieb genommen. Die Eisenbahngesellschaft, offiziel Trinidad Government Railway, wurde gegründet. Ursprünglich sollte sie nur das reiche Landwirtschaftsgebiet um den Ort Arima herum mit dem Hafen von Port of Spain verbinden. Nun gab es aber eine kleine Eisenbahn Manie. Jeder einflußreichere Plantagenbesitzer verlangte die Anbindung seiner Farm an das Eisenbahnnetz. Schon im Januar 1880 gab es eine Verbindung nach Couva im Süden, bis 1882 wurde die Linie nach San Fernando fertig gestellt. Der Erfolg der Eisenbahnlinie nach Arima war überwältigend. Bis 1896 wurde sie nach Gunapo erweitert und 1897 wurde Sangre Grande erreicht. Im Jahre 1897 entstand an der Südlinie bei Cunupia ein Abzweig durch das Tal des Caparo Flusses nach Tabaquite. Nachdem man im Südwesten von Trinidad große Ölvorkommen gefunden hatte wurde die Eisenbahnlinie von San Fernando aus im Jahre 1913 bis nach Siparia verlängert. Im Jahre 1914 hatte das Netz dann seine größte Ausdehnung mit dem Ausbau bis nach Rio Claro. Die Länge des Schinennetzes betrug nun 173&#x202F;Km. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurden diese Eisenbahnwagen von Pferden gezogen. 1910 gab es die erste Motor-Bus-Verbindung in Trinidad. Die beiden Geschäftsleute Newallo und Asgarelli Syne betrieben '''Syne´s Bus Service'''. Mit der Zentrale in Icacos fuhren ihre Busse von dort über San Fernando bis nach Siparia und St. James in Port of Spain. Bis zum Beginn des I. Weltkrieges war dies das einzige Busunternehmen des Landes. Bis zum Jahre 1920 stieg die Zahl von angemeldeten Motorautos von etwa 100 auf 1.176. Im gleichen Jahr eröffnete Charles Ross eine Buslinie zwischen Four Roads und Macqueripe. Ab 1923 verzeichnete die Eisenbahn einen deutlichen Einbruch bei ihren Fahrgastzahlen. Trotzdem blieb die Eisenbahn ein Erfolg. Erst nach der Unabhängigkeit führte ein Missmanagement der Regierung zum Zusammenbruch des Eisenbahnverkehrs. Die Trasse der Linie von Port of Spain nach Arima, die mehr oder weniger parallel zur Eastern Main Road verläuft, wurde zur Fahrbahn nur für Express-Busse und Maxi-Taxi umgebaut. An das Zeitalter der Eisenbahn erinnert die Lokomotive Nr. 11, sie steht als Denkmal in der Harris Promenade von San Fernando. Ein zweites Exemplar befindet sich im Busdepot von Port of Spain. == Sprache == Amtssprache ist englisch. Besonders auf Trinidad wird aber auch verbreitet Französisch, Spanisch, Hindi und Chinesisch gesprochen. Daneben gibt es ein überwiegend englisches Patois. == Anreise == * {{vCard |type=airport |name=Piarco International Airport |wikidata=Q788810 |address=Golden Grove Road, Piarco |phone=669-4101 |fax=669-2319 |description=Landebahn 10/28, 10.440 × 151 Feet (3.182 × 46 m). Airport Authority of Trinidad & Tobago, Piarco Airport, Tel. 669-4101. Einreisebehörde, Immigration, Piarco Airport, Tel. 669-5859, Zollbehörde, Customs, Piarco Airport, Tel. 669-4361. |url=https://piarcoairport.com }} * '''Schiffsverbindungen''': Zwischen Trinidad und Tobago gibt es einen regeläßigen Fährverkehr. Der Hafen von Port of Spain wird von Kreuzfahrtschiffen angelaufen. == Mobilität == Achtung: '''Linksverkehr'''! Für das Fahren von Mietwagen wird für 90 Tage ein in Deutschland ausgestellter gültiger Internationaler Führerschein anerkannt. Wer länger im Lande ist muss eine nationale Fahrerlaubnis beantragen. Licening Department, Wrightson Road, Port of Spain. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 50 km/h, nur auf einigen Schnellstraßen darf man 80&#x202F;km/h fahren. Von der Hauptstadt Port of Spain gibt es eine autobahnähnliche Schnellstraße in Richtung Osten bis nach Arima und etwas darüber hinaus. Etwa 9&#x202F;km hinter Port of Spain zweigt davon eine Schnellstraße nach Süden ab, über die Stadt Chaguanas führt sie bis nach San Fernando. Die Eisenbahnlinie von Port of Spain nach Arima wurde eingestellt. Die ehemalige Bahntrasse wurde aus- und umgebaut, dies ist heute der Fahrweg für Expressbusse und Maxi Taxi. == Aktivitäten == * Naturbeobachtungen, hauptsächlich die Vogelwelt. * Strandleben, in Trinidad ist es nicht so ausgeprägt wie im Rest der Karibik. An der Nordküste findet man nur einzelne kleine Sandbuchten. Das Wasser an den kilometerlangen Stränden der Ostküste ist trüb, bedingt durch die Einschwämmungen des nahen Orinoco in Venezuela. Die Westküste ist verschmutzt durch intensive Bohrarbeiten der Erdölindustrie. * Wanderungen, hauptsächlich im Bereich der Northern Range. [[File:TnT Caroni Swamp 2.jpg|thumb|right|Caroni Swamp]] * Caroni Swamp: Sumpfgebiet im Mündungsbereich des Caroni River, durch das geführte Touren angeboten werden. Hauptattraktion ist eine riesige Kolonie Scharlachsichler, die am späten Nachmittag von ihren Fressrevieren zu ihrem Ruhegebiet zurückkehren. Ganz selten können Wasserschlangen oder Kaimane beobachtet werden. == Küche == Die Küche von Trinidad spiegelt die Zusammensetzung der Bevölkerung wieder. Neben der traditionallen karibischen Küche findet man heute viele chinesische, libanesische und syrische Einflüsse. Einen sehr großen Anteil an den Restaurants und Essgewohnheiten hat der indische Bevölkerungsanteil. Dadurch gibt es große Unterschiede zu den Restaurants auf der Insel Tobago. * '''Callaloo soup''' ist eine Suppe aus den spinatähnlichen Dasheenblättern mit allerlei Gewürzen und Krebsfleisch, stellenweise wird sie auch sehr scharf gewürzt. '''Dhal''' ist eine indische Suppe aus roten Linsen. * '''Buljol''' nennt man Saltfish, der zusammen mit Avocados, Paprika, Tomaten und Zwiebeln in Olivenöl gedünstet wird. * Ham´n Hops oder einfach nur '''Hops''' ist eine knusprige Brötchenart mit Schinkenfüllung. * '''Pastelles''' sind gefüllte Maismehltaschen die in Sohareeblättern gegart werden, ein klassisches Street Food. Die Füllung besteht aus angebratenes Rinderhack, Tomaten, Worcestershiresauce, diversen Gemüsen und Kräutern Besonders zu Weihnachten werden auch Oliven, Kapern und Rosinen dazugemischt. <gallery mode="packed" heights="150"> Callaloo-mit-Shrimps-GT.jpg|Callaloo soup mit Shrimps Buljol (Salted cod, oil, onions, tomatoes, pepper, boiled eggs).jpg|Buljol (gesalzener Kabeljau, Öl, Zwiebeln, Tomaten, Paprika, gekochte Eier) FOOD Pastelle open.jpg|geöffnete Pastelle </gallery> * Reis, der mit Kokosnußmilch gekocht wird erhält eine bräunliche Farbe. Auf vielen Karibikinseln wird er mit roten Bohnen vermischt zu jedem Essen angeboten. Auf Trinidad heißt er nicht „rice and peas“ sondern '''Pelau''', dazu gibt es im allgemeinen Hühnerfleisch, Paprikagemüse und alles ist scharf gewürzt. * Zu vielen Gerichten gehört '''Dumplin'''. Dumplins sind fingerdicke, längliche Klöße aus Wasser und Mehl, die in die Suppe oder Sauce gegeben werden. * '''Souse''' ist keine Soße sondern gekochtes Schweinefleisch, das mit Gurken, Paprika und Zwiebeln serviert wird, wir kennen es besser als Sülze. * '''Cascadura''' ist Fisch, den es nur in Trinidad gibt, der mit viel Curry gekocht wurde. <gallery mode="packed" heights="150"> Trinidadian Chicken Pelau (15399269506).jpg|Chicken Pelau </gallery> * '''Saltfish''' kommt überwiegend aus Norwegen und ist in der Karibik inzwischen ein teures Lebensmittel geworden. Der frisch gefangene Fisch wird dort ausgenommen, gewaschen, gesalzen und auf langen, dünnen Stangen aufgereiht und luftgetrocknet. * '''Black Pudding''' ist eine Blutwurst die viele Zwiebeln, Knoblauch und Gewürze enthält, sie gilt warm oder auf Brot als absolute Delikatesse. * '''Black cake''' ist ein sehr schwerer Kuchen aus dunklem Teig, der Teig wird mit Trockenfrüchten vermischt, die zuvor in Cherrybrandy und Rum eingeweicht wurden. * Das einheimische '''Bier''' trägt die Namen Carib, Heiroun und Stag Lager Beer. Auf der Insel wird aber auch Guinness, Mackeson und Stout in Lizenz abgefüllt. Die bekanntesten '''Rumsorten''' der Insel sind Old Oak und VAT 19. * Daneben gibt es unzählige '''alkoholfreie''', soganannte Soft Drinks, die meistens nur extrem süß und nach Chemie schmecken. == Feiertage == Zusätzlich zu den gesetzlichen Feiertagen die für die beiden Inseln Trinidad und Tobago gelten, gibt es auf der Insel Trinidad eine Vielzahl von religiösen Veranstaltungen und Feierlichkeiten, die teilweise auch zu nationalen Feiertagen geworden sind. === religiöse (regionale) Feiertage === * '''Divali''' oder '''Diwali''', dieses hinduistische Fest ist dem Licht gewidmet, es wird in verschiedenen Orten Trinidads auch als Ramleela Festival gefeiert. Mit dem Fest wird in Indien die Rückkehr von Lord Rama in sein Königreich Ayodha nach 14-jährigem Exil gefeiert. Zu Ehren seiner Ankunft erleuchteten seine Untertanen die Straßen mit tausenden von Öllampen. Dieses Fest wird im November auf ganz Trinidad gefeiert. Diviali bedeutet der Triumph des Guten über das Böse. Es wird zu Ehren der Göttin Lakshmis gefeiert, die Liebe, Schönheit, Reichtum und Licht verkörpert. In der Divalinacht werden auf der ganzen Insel mit Kokosöl gefüllte Tonschalen aufgestellt und angezündet. * '''Eid-ul-Fitr''', das moslemisches Neujahrsfest. Dies ist kein festes Datum, das Fest wird am Neumondtag des Fastenmonats Ramadan gefeiert. * '''Ganga Dashara'''. Am Fluß Marianne River im Ort Blanchisseuse feiern die Hindus ihr Reinigungsritual. * Das '''Hosey Festival''' wird in Trinidad seit 1884 gefeiert, es erinnert an den Krieg von Kerbala im Jahre 640. Die ursprüngliche, drei Nächte dauernde Trauerprozession wurde bis vor 40 Jahren nach strengen Regeln durchgeführt. Seitdem hat man sich an die Mentalität der Inselbewohner angepaßt. Heute finden die Prozessionen in den Monaten Februar und März in St. James, Cedros, Couva und Tunapuna statt. * '''La Divina Pastora Festival''', katholische Kirche, Siparia. Bei dieser Prozession am zweiten Sonntag nach Ostern wird die Schwarze Madonna durch die Straßen getragen. Diese Feier ist bei den Hindus auch als Soparee Mai bekannt. * '''Phagwa''', das Neujahrsfest der Hindus findet im März statt. In Trinidad ist es seit der Landung der ersten Inder im Jahre 1845 bekannt. * '''Ramleela''', ein Hindufest, das in über 20 Gemeinden gefeiert wird. * '''Santa Rosa Festival'''. Dieses Fest der kleinen Cariben Gemeinde wird im Juli gefeiert. Am 28. August findet eine gleichnamige Feier in Arima statt. Dort wurde 1775 eine Kapelle zum Gedenken an die Schutzheilige Santa Rosa de Arima gebaut. == Sicherheit == Auf Trinidad werden Drogen, insbesondere Marihuana angeboten. Der Besitz kleinster Mengen ist verboten und wird schwer bestraft. Wertgegenstände sollten im Hotelsafe hinterlegt werden. Zimmertüren und Mietwagen immer verschließen. Nachts sollte man nicht allein unterwegs sein und dunkle Orte generell meiden. Die hohe Zahl von arbeitslosen Jugendlichen führt zu wachsender Kriminalität gegen Touristen. == Klima == {{Klimatab-col |ort= |sourcelink= |sourcetext= |xt=ja|xtjan=31|xtfeb=31|xtmar=32|xtapr=32|xtmai=32|xtjun=32|xtjul=31|xtaug=31|xtsep=32|xtoct=32|xtnov=32|xtdec=31 |nt=ja|ntjan=21|ntfeb=20|ntmar=20|ntapr=21|ntmai=22|ntjun=22|ntjul=22|ntaug=22|ntsep=22|ntoct=22|ntnov=22|ntdec=21 |rm=ja|rmjan=70|rmfeb=45|rmmar=50|rmapr=55|rmmai=100|rmjun=190|rmjul=225|rmaug=250|rmsep=200|rmoct=175.0|rmnov=185|rmdec=125 }} == Literatur == === Landkarten === * {{Karte |Titel=Trinidad |Maßstab=1 : 150.000 |Hrsg=Mapping & Control, Lands & Surveys Division, Ministry of Planning & Mobilization, Government of the Republic of Trinidad & Tobago}} == Weblinks == {{GeoData| lat= 10.41611| long= -61.34444| radius= }} {{IstInKat|Trinidad und Tobago}} {{class-3}} ca8yalbpnixw4hg22y2brpdlc2zi27r 1804860 1804859 2026-09-19T07:37:46Z DocWoKav 14575 /* Orte */ Geänderte vCard für San Fernando 1804860 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region}} '''Trinidad''' ist eine Insel in [[Trinidad und Tobago]]. Auf Trinidad sind vor allem die vielfältige Natur, der berühmte Karneval, die Strände und der artenreiche Regenwald interessant. == Regionen == === Politische Einteilung === Trinidad und Tobago gliedert sich in elf ''regions'', drei ''boroughs'' und zwei ''cities''. Eine ''region'' ist einem Bundesland vergleichbar, ein ''borough'' einer kreisfreien Stadt und eine ''city'' einem Stadtstaat wie Hamburg oder Berlin, wobei das Konstrukt des ''borough'' aus dem englischen Rechtsraum stammt und im deutschsprachigen Raum unbekannt ist. ''cities'' sind [[Port of Spain]] und [[San Fernando (Trinidad und Tobago)|San Fernando]], ''boroughs'' sind [[Arima]], [[Chaguanas]] und [[Point Fortin]]. === Geographische Aufteilung === * Northern Range: Dieser Höhenzug erstreckt sich auf einer Länge von 65&#x202F;Km entlang der Nordküste. Die Nordküste ist steil und felsig. Dort findet man keine durchgehende, befahrbare Straße. Das ganze Gebiet ist überhaupt wenig erschlossen, damit ein wahres Paradies für die Tierwelt. Einzig von Port of Spain aus und entlang der Ostküste gibt es Straßenverbindungen zur Nordküste. Von Arima aus kann man auf teilweise sehr schlechter Straße nach Norden vordringen. Die höchsten Erhebungen sind der Berg "El Tucuche" mit 936&#x202F;m und der "El Corre de Aripo" mit 940&#x202F;m. Nordwestlich von Arima findet man eine größere Anzahl von Höhlen. * Der Ost-West-Korridor ist eine Ebene am Fuße der Northern Range. Es ist das am dichtesten bebaute und besiedelte Gebiet der Insel. Von der Matura Bay im Osten reicht die Ebene bis zur Hauptstadt Port of Spain im Westen. In Port of Spain beginnend erreicht man übergangslos die Städte San Juan, St. Joseph, Curepe (mit dem Ortsteil St. Augustine und der Universität), Tunapuna, Arouca (mit dem internationalen Flughafen Piarco im Süden), Valencia und Sangre Grande. Das bebaute Gebiet ist dort zwischen zwei und sieben Kilometer breit. Auf nördlicher Route erreicht man alle Orte auf der Straße Eastern Main Road. Mehr oder weniger parallel dazu gab es dort früher eine Eisenbahnlinie von Port of Spain bis nach Arima. Die ehemaligen Gleisanlagen sind einer Straße gewichen, die für den Busverkehr reserviert ist, die "Priority Bus Route". Auf südlicher Route wurde der autobahnähnliche "Churchill Roosevelt Highway" als entlastungsstraße gebaut. * Central Range: Dieser Höhenzug ist wesentlich flacher, er erstreckt sich leicht schräg, nördlich von San Fernando im Westen bis nach Manzanilla im Osten. * Im Süder der Central Range findet man wieder flaches Land, es riecht dor überall nach Erdöl. Überall wird Erdgas und -öl gefördert. Zwischen San Fernando und Point Fortin befindet sich einer vor drei bekannten Teer-Seen dieser Erde. Weit verbreitet sind Schlammvulkane. * Die Southern Range, auch "the Deep South" genannt, also der tiefe Süden bildet als flacher Höhenrücken den Abschluss. == Orte == {{mapframe}} * {{vCard | name = Port of Spain | type = city | wikidata = Q39178 | description = Die Hauptstadt Trinidads ist das wichtigste politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Insel. Besonders bekannt ist die Stadt für den Trinidad Carnival, Museen, historische Gebäude und das lebendige Stadtviertel rund um die Queen’s Park Savannah. }} * {{vCard | name = Arima | type = city | wikidata = Q661405 | description = Arima liegt am Rand der Northern Range und ist eine der älteren Städte Trinidads. Sie ist für ihre indigene Kultur, traditionelle Feste und ihre Nähe zu den tropischen Waldgebieten im Norden bekannt. }} * {{vCard | name = Chaguanas | type = city | wikidata = Q1444575 | description = Sie ist eine lebhafte Handelsstadt mit zahlreichen Geschäften, Märkten und Einkaufszentren. Besonders interessant sind die vielfältige Bevölkerung sowie die starke indisch-trinidadische Kultur. }} * {{vCard | name = Couva | type = city | wikidata = Q2602007 | description = Couva ist eine moderne Stadt mit Einkaufszentren, Restaurants und verschiedenen Freizeiteinrichtungen. Sie spielt außerdem eine wichtige Rolle im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben Trinidads. }} * {{vCard | name = San Fernando | type = city | wikidata = Q1023712 | description = Sie ist eine der wichtigsten Städte Trinidads und ein bedeutendes Handels- und Kulturzentrum. Sehenswert sind unter anderem die Innenstadt, Märkte, Geschäfte und verschiedene kulturelle Veranstaltungen. }} * {{vCard|type= city|name= |description= }} * {{vCard|type= city|name= |description= }} * {{vCard|type= city|name= |description= }} * {{vCard|type= city|name= |description= }} * [[Arima]] in der Mitte des Ost-West Korridors * [[Blanchisseuse]] an der Nordküste * [[Chaguaramas]] an der Nordwestspitze der Insel * [[Manzanilla]] langer Strandabschnitt an der Ostküste * [[Maracas Bay]] nördlich von Port of Spain * [[Mayaro]] langer Strandabschnitt an der Ostküste, südlich von Manzanilla * [[Piarco]] mit dem internationalen Flughafen * [[Port of Spain]] die Hauptstadt * [[San Fernando (Trinidad and Tobago)|San Fernando]] Küstenstadt, 42&#x202F;km südlich von Port of Spain * [[Tunapuna]] die Universitätsstadt im Ost-West Korridor == Weitere Ziele == == Hintergrund == === Landesbeschreibung === Geologen und Faunisten zählen Trinidad und Tobago zu Südamerika, nicht zu den Karibischen Inseln. Vor vermutlich noch 10.000 Jahren waren die Inseln mit dem südamerikanischen Festland verbunden. Heute ist die Insel Trinidad durch eine 11&#x202F;km breite Meerenge von Venezuela getrennt. Die Insel Trinidad hat eine etwa rechteckige Form, deren Westküste durch den Golf von Paria tief eingeschnitten ist. Die Nord-Süd Ausdehnung beträgt 83&#x202F;km. Entlang der Nordküste verläuft eine flache Bergkette, die bis zu 940&#x202F;m hoch aufragt, die Northern Range. Dort findet man eine Vielzahl von Höhlen und Wasserfällen. Sie ist Erdgeschichtlich der östlichste Ausläufer der südamerikanischen Anden. Dort hat die Insel eine Breite von 86 km, vom Golf von Paria zur Ostküste sind es an der schmalsten Stelle nur 48 km, während sie an der Südküste 104&#x202F;km mißt. An der Ostküste ließen sich 1783 französische Siedler südlich von Manzanilla nieder, wo sie zwölf aneinandergrenzende Kokosplantagen anlegten, die noch heute die Landschaft prägen. Die Nord- und Südküste sind wenig erschlossen. Dort gibt es keine durchgehenden Straßenverbindungen. Abgesehen von der Churchill Roosevelt und der Uriah Butler Schnellstraße sind alle anderen Straßenverbindungen auf der Insel nicht sehr gut. Bis 1957 war die Southern Main Road die Hauptstraße zwischen dem Norden und dem Süden. Dann wurde der Princess Margaret Highway als Schnellstraße zwischen Port of Spain und Chaguanas gebaut. Inzwischen wurde die Straße umbenannt in Uriah Butler Highway. Während des ersten Ölbooms in den 1970er Jahren wurde diese Schnellstraße als Sir Solomon Hochoy Highway bis nach San Fernando erweitert. Es gibt inzwischen Ausbaupläne bis nach Point Fortin. In West Ost Richtung verbindet der Beetham Highway Port of Spain mit dem Uriah Butler Highway. Von dort aus führt der Churchill Roosevelt Highway weiter bis zu seinem derzeitigen Ende, drei Kilometer hinter Arima. In diesem sogenannten Ost-West Korridor der sich von Chguaramas bis nach Arima am Fuße der Northern Range Hügelkette entlangzieht lebt über die Hälfte der Inselbevölkerung. Fast die Hälfte von Trinidad ist noch bewaldet. Die Insel hat aber keine ausgeprägte Tourismusindustrie. Dafür besitzt Trinidad die einzigen größeren Erdgas und -ölvorkommen aller Karibikinseln. Vor Point Lisas befinden sich große Erdgasfelder im Meer. Dort findet man deshalb die größte Industrieansammlung. Neben Eisen und Stahl gibt es vier Methanolproduzenten und sechs Anlagen für die Ammoniumproduktion. 1999 begann man mit dem Bau einer Aluminiumschmelze. Am Galeota Point und in Pointe a Pierre stehen Erdölraffinerien. Erst 1998 hat die Amoco Trinidad Oil Company neue große Erdölfelder vor der Küste von Trinidad gefunden. Im ganzen Süden der Insel wird Erdöl gefördert. Dort gibt es auch mehrere Schlammvulkane. Vor der Nordwestküste liegen mehrere Inseln, die zum Territorium von Trinidad und Toabago gehören. * '''Diego Islands''': Zu den Diego Islands gehören die Inseln Carrera und Cronstad Island. Sie liegen etwas mehr als 500&#x202F;m vor der Halbinsel Point Gourde. Die Insel Carrera hat eine Ausdehnung von 420 x 270 Metern, seit dem Jahre 1877 ist sie Gefängnisinsel. Angeblich ist sie so sicher wie das amerikanische Alcatraz. * '''Five Islands''': Die Inselgruppe Five Islands besteht aus den fünf Inseln Caledonia, Craig, Lenagan, Nelson und Rock. * '''Insel Chacachacare''': Die Insel befindet sich fast auf halbem Wege nach Venezuela. Die Strömung in der Meerenge ist stark und gefürchtet. Seeleute nennen die Durchfahrt Boca del Drago oder „dragon´s mouth“, also Drachenmaul. Die Insel hat eine Ausdehnung von 15&#x202F;km in der Länge und 3&#x202F;km in der Breite, sie ist 8&#x202F;km von Trinidad entfernt. : Die Überfahrt von Chaguaramas dauert je nach Wetterlage etwa eine Stunde. Seit dem Jahre 1877 befand sich auf der Insel eine Leprakolonie, seit 1984 ist sie unbewohnt. : Im Jahre 1885 wurde nahe der Perruquier Bay auf dem höchsten Punkt der Insel, 818 m, ein Leuchtturm gebaut, er ist immer noch im Betrieb. Auf der Ostseite befindet sich die tief eingeschnittene Bucht Chacachacare Bay. Auf der gegenüberliegenden Inselseite liegt die La Tinta Bay. Sie hat schwarzen Sandstrand und wurde jahrelang als Versteck für Schmuggelgut genutzt. : Bei Chapelle Bay findet man einen Salzsee. * '''Insel Gaspar Grande''': Die Insel ist rund 2&#x202F;km lang und 800&#x202F;m breit, sie ist auch unter dem Namen Gasparee Island bekannt. Ihr Name geht auf den früheren Besitzer Don Gaspar de Percin zurück. Sie liegt nur einen Kilometer vor der Küste. Von der Crews Inn Marina in Chaguaramas fahren Boote in 20 Minuten dorthin. Die Überfahrt von Chaguanas zur Südseite kostet 40 TT $, zur Ostseite 30 TT $. Im allgemeinen fahren die Boote zum Point Baleine, wo es zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Walfangstation gab. Heute befindet sich dort eine kleine Marina und Picknick Plätze. : Im 19. Jahrhundert wurde auf der Insel noch Baumwolle angebaut. : Die kleine Bombshell Bay am Ostende ist zum Baden geeignet. Auf dem Bombshell Hill befand sich ein Fort. : Die Gasparee Caves sind ein Netzwerk von Tropfsteinhöhlen, es gibt dort sogar einen kleinen See. Der Zugang ist nur mit Genehmigung der Chaguaranas Development Authority und mit Führung eines registrierten Tourunternemers möglich. Sie sind täglich von 9-15 Uhr geöffnet, Eintritt: 10 TT $. : Innerhalb von 25 Minuten kann man zur anderen Inselseite laufen, dort findet man Geschützstellungen aus dem II. Weltkrieg. : Seit den 1980er Jahren befand sich dort auch das Fantasy Island Resort mit Restaurant, Cafe und Pool. Tel. 678-9001. : Bayview Beach Resort & Marina, Tel. 678-9001-02 * '''Insel Huevos''': Die kleine, länglich, schmale Insel Huevos befindet sich in Privatbesitz. Sie ist unbewohnt und Brutplatz für Seevögel. * '''Insel Monos''': Monos liegt nur etwa 650&#x202F;m vom Entrada Point entfernt und hat zwei Landestege in der Morris Bay und in der Grand Fond Bay. Sie ist dicht bewaldet und nicht dauerhaft bewohnt. Es gibt dort aber eine zunehmende Anzahl von Ferienhäuser von reichen Trinis. Früher gab es in der Turtle´s Bay eine Walfangstation. Dort ist noch einer der Kupferkessel erhalten, in dem das Walfett gekocht wurde. === Geschichte === Über die allerersten Inselbewohner ist nichts bekannt, man nimmt aber an, dass schon 5.000 Jahre vor Christi Geburt Indianerstämme aus Südamerika auf Trinidad und Tobago gelebt haben. Auf dem Weg in den Norden haben Ciboney-Indianer als Sammler und Jäger vermutlich zuerst die Insel Trinidad besiedelt. Zwischen 100 und 1000 nach Christus folgten ihnen höher entwickelte Ignerie-Indianer und Taino-Indianer vom Stamm der Arawaks aus dem Orinokogebiet, die schon Landwirtschaft betrieben. Im 13. Jahrhundert überfielen kriegerische Carib-Indianer die friedlichen Arawaks, töteten die Männer und nahmen sich die Frauen. Auf seiner dritten Reise entdeckte '''Christopher Kolumbus''' auf südlicher Route segelnd diese Insel im Sommer 1498. Er nannte die Insel ''La Isla de la Trinidad'', Insel der Dreifaltigkeit, und umfuhr sie im Uhrzeigersinn. Einen Tag später verließ er sie um die Insel [[Grenada]] zu erreichen. Zu dieser Zeit lebten noch geschätzt 35.000 Indianer auf den beiden Inseln; Arawaks im Südosten und Carib-Indianer im Norden und Westen in der Gegend von Arima, Mucurapo und Port of Spain. Erst 1532 betrat '''Don Antonio Sedeno''' beim Fischerdorf Cumucarapo, das heute Mucarapo heißt, als erster spanischer Entdecker die Insel. 50 Jahre später kam eine größere Gruppe von Siedlern mit dem spanischen Soldatenführer '''Don Antonio de Berrio y Oruna''' und dessen Leutnant Domingo de Vera auf der Suche nach dem berühmten Gold von El Dorado auf die Insel. An der Ostküste bauten sie die Siedlung San José de Oruna, das heutige St. Joseph, dort wurde auch die Inselverwaltung angesiedelt. In der Indianersprache hieß der Ort Caroni. Er wurde 1595 durch den britischen Seefahrer '''Sir Walter Raleigh''' zerstört, Berrio y Oruna wurde gefangen genommen. Die älteste Kirche der Insel, die St. Joseph Catholic Church aus dem Jahre 1593, blieb aber erhalten. Die ist zugleich der älteste Kirchenbau auf Trinidad. 1699 rebellierten die Indianer gegen die spanischen Missionierungsversuche. Missionare und der Gouverneur wurden dabei getötet. Soldaten wurden gegen die Indianer eingesetzt. Die Armee trieb die Indianer bis zur Nordostspitze der Insel. Bei dem Ort Toco stürzten sich viele Indianer ins Meer. Zehn Jahre später wurden die Missionsstationen abgeschafft. 1739 gab es auf der Insel eine Pockenepedemie, an der ein großer Teil der Bevölkerung starb. Nach wiederholten Angriffen von Piraten auf den Ort San José de Oruna, heute Saint Joseph, verlegte der '''Gouverneur Pedro de la Moneda''' den Regierungssitz im Jahre 1757 nach Puerto de Espana, dem heutigen ''Port of Spain''. Da die Insel nur sehr schwach besiedelt war und Spanien fürchtete, die Insel könne dadurch leicht von England eingenommen werden, lockte der spanische '''Gouverneur Manuel Falques''' 1776 katholische Siedler mit Steuererleichterungen ins Land. Er brachte der Insel etwas wirtschaftlichen Aufschwung und veranlasste die Gründung des Ortes San Fernando. Mit Hilfe von Sklavenarbeit entstanden Zuckerrohr- und Baumwollplantagen. 1784 schickte Spanien seinen fähigsten Gouverneur, '''Don José Maria Chacon''', auf die Insel. Unter seiner Führung wuchs die Bevölkerung auf fast 18.000 Menschen an. Davon waren nur 2.000 Weiße, über 10.000 waren afrikanische Sklaven und knapp 1.000 waren Indianer, der Rest bestand aus freien Mischlingen. Im Jahre 1795 kam es zum Krieg zwischen Spanien und England. Im Mai 1796 lief das britische Schiff „H. M. S. Lebra“ unter der Führung von '''Sir Ralph Abercromby''' bei Chaguaramas die Insel an. Der spanische '''Admiral Don Sebastian Ruiz de Apodaca''' ließ alle spanischen Schiffe im Hafen in Brand setzen und '''Gouverneur Chacon''' übergab Trinidad kampflos an die Engländer. Sir Abercromby ernannte einen seiner Offiziere, '''Thomas Picton''', zum ersten Gouverneur. Die Ernennung entwickelte sich zu einem absoluten Missgriff. Picton betrachtete Sklaven und Mischlinge als Aufwiegler. Farbige Plantagenbesitzer und Sklaven wurden ständigen Repressalien ausgesetzt. 1802 musste er von '''Thomas Hislop''' abgelöst werden. Im gleichen Jahr gab es auf der Insel 150 Plantagen, alle waren im Besitz von Franzosen. Bis zum Jahre 1808 stieg die Zahl der Sklaven auf 20.000. Die Fachleute der damaligen Zeit kamen zu dem Ergebnis, um aus der Insel eine gewinnbringende Zuckerrohrbesitzung zu machen, wären mindestens 250.000 Sklaven nötig gewesen. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Insel trotzdem Kronkolonie. Die Zusammensetzung der Inselbevölkerung ließ in den Augen der britischen Regierung keine Wahlen zu. Die Zahl der freien Farbigen war doppelt so groß wie die der Weißen, und von der weißen Bevölkerung waren nicht einmal die Hälfte Engländer. So wurde die Insel direkt von London aus regiert, und der Gouverneur war das ausführende Organ. Als der Sklavenhandel 1807 offiziell eingestellt wurde, kam es noch jahrelang zu illegalen Sklaveneinfuhren. Die Abschaffung der Sklaverei im Jahre 1834 führte auf der Insel zu einer lang anhaltenden Ratlosigkeit, wie die Zukunft ohne Sklaven aussehen sollte. Selbst das Parlament in London beschäftigte sich immer wieder mit dieser Frage. Verschiedene Pläne wurden entwickelt und wieder verworfen. Menschen verschiedenster Nationalitäten wurden als Arbeitskräfte auf die Insel geholt: Iren, Schotten, Chinesen, Portugiesen von Madeira, europäische Emigranten, Arbeitskräfte von anderen karibischen Inseln, befreite Sklaven aus Sierra Leone und St. Helena, die meisten kehrten bald wieder in ihre Heimat zurück. Schließlich waren es Inder, die die Inselbevölkerung verändern sollten. Zwischen 1845 und 1917 kamen 144.000 Inder als billige Arbeitskräfte ins Land. Sie hatten Verträge für fünf oder zehn Jahre und waren danach berechtigt zurückzukehren. Aber viele von ihnen blieben in Trinidad, kauften ein Stück Land für ihre Reispflanzen oder Kakaobäume und eröffneten kleine Geschäfte. 1871 betrug der indische Bevölkerungsanteil schon 25&#x202F;% der Gesamtbevölkerung. Bis in die heutige Zeit haben sich die Familienclans erhalten und die indische Gesellschaft in Trinidad ist noch immer eine fast „geschlossene Gesellschaft“. 1847 richtete ein Wirbelsturm große Schäden an. 1857 bohrte die ''Merrimac Oil Company'' bei La Brea die erste Ölquelle an, aber erst 50 Jahre später wusste man diesen Reichtum richtig zu nutzen. Zur Jahrhundertwende führte die weitergehende Verarmung der Massen zur Gründung von mehreren politisch-gesellschaftlichen Interessengemeinschaften. 1897 wurde die Arbeiterbewegung Trinidad Workmen´s Association gegründet. Im gleichen Jahr entstand die East Indian National Association, und vier Jahre später folgten die Pan African Association und die Rate Payers Association, ein Zusammenschluss der Wassergebührenzahler. 1889 wurden Trinidad und Tobago zu einer Union zusammengeschlossen. 1914 entstand bei Pointe-A-Pierre die erste Ölraffinerie. Als Folge der Weltwirtschaftskrise kam es in den 1930-er Jahren auch in Trinidad zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die vermehrt zu Aufständen führten und zur Gründung von Arbeiterbewegungen. 1937 kam es in dem Dorf Fyzabad unter der Führung von '''Uriah Butler''' zu einem Aufstand der Erdölarbeiter. 1938 lag der durchschnittliche Tagesverdienst bei 35 Cents. Diese niedrigen Löhne führten schon 1935 zu einem Hungermarsch und 1937 zu wiederholten Streiks auf den Ölfeldern. 1941 verpachtete die Regierung das Gebiet um ''Chaguaramas'' und ''Waller Field'' an das US-Militär. Die Amerikaner bauten einen großen Marine- und Luftwaffenstützpunkt. Dies brachte dem Land für einige Jahre gut bezahlte Arbeitsplätze. Erst 1960 zogen die Amerikaner nach großen Protesten aus der Bevölkerung wieder ab. Nach dem Krieg und der Einführung des allgemeinen Wahlrechtes entstanden unzählige Parteien und in deren Folge Gründungen von Gewerkschaften. Den hohen Erlösen aus der Erdölindustrie standen nur wenige Arbeitsplätze gegenüber. 1956 gründete '''Dr. Eric Williams''' die Partei People´s National Movement. Am 31. August 1962 wurden Trinidad und Tobago rund drei Wochen nach Jamaika von den Engländern in die Unabhängigkeit entlassen. Eric Williams wurde erster Premierminister. Er behielt diesen Posten bis zu seinem Tode im Jahre 1981. Mit der Unabhängigkeit fielen die großzügigen finanziellen Unterstützungen von England fort. Internationale Konzerne wurden stattdessen von der Regierung „eingeladen”, sich auf der Insel niederzulassen. Bis 1966 konnten so 169 Industriefirmen angesiedelt werden. Die Ölförderung teileten sich Amoco, Shell und Texaco, die Zuckerindustrie wurde von Tate & Lyle kontrolliert. Während der 1970-er Jahre konnte Trinidad aufgrund seiner Erdöl- und Erdgasvorkommen noch ein deutliches Wirtschaftswachstum verzeichnen. Zum großen Teil ist dies den Preisbeschlüssen der OPEC von 1973 zu verdanken. Diese Preissteigerungen verdreifachten die Deviseneinnahmen des Landes schlagartig. Nach der zweiten deutlichen Ölpreiserhöhung in den Jahren 1979 und 1980 verzehnfachten sich diese Einnahmen sogar. Mit diesen Geldern kaufte Premierminister Williams die Kapitalmehrheit der nationalen Shell und BP, verstaatlichte die Zuckerindustrie, die Fluglinie BWIA und die Telefon- und Fernsehgesellschaften. Für 460 Millionen US-Dollar ließ er zudem ein Stahlwerk bauen. Anfang der 1980-er Jahre kam es dann mit Ende des Ölbooms und anderer politischer Fehler zu einer tiefen Strukturkrise, die sich besonders aus der Person des seit 25 Jahren regierenden Eric Williams ergab. Hatte er die weiße Mittelschicht vor der Unabhängigkeit noch als Nutznießer der Kolonialherrschaft bekämpft, so sicherte er seine Macht nun genau durch diese Gruppe. Korruption und schwere Mängel in der Gesundheits-, Verkehrs- und Baupolitik wurden ihm angelastet. Im März 1981 konnte der plötzliche Tod von Williams nicht eindeutig geklärt werden. Bei den Parlamentswahlen im November des gleichen Jahres konnte sein Nachfolger '''George Chambers''' noch die Mehrheit erzielen, bei den Kommunalwahlen 1983 gab es dann aber eine herbe Niederlage. Seit 1974 waren mit der Ölindustrie 50 Milliarden Petrodollar erwirtschaftet worden. Als der Einbruch der Ölpreise zu einer Rezession führte, musste man feststellen, dass der größte Teil des Geldes durch Misswirtschaft und Fehlplanungen verschwendet worden war. Der TT-Dollar musste mehrfach abgewertet werden, im Staatsdienst gab es Entlassungen, unrentable Staatsbetriebe wurden privatisiert. Bis 1990 stieg die Arbeitslosigkeit im Lande daraufhin bis auf 27 %. Am 27. Juli 1990 besetzte die kleine, radikale Moslemgruppe ''Jamaat al Muslimeen'' unter der Führung von '''Yasin Abu Bakr''' das Parlamentsgebäude. 45 Parlamentsmitglieder, einschließlich des Premierministers A. N. R. Robinson, wurden als Geiseln genommen. Robinson wurde aufgefordert zurückzutreten und innerhalb von 90 Tagen Neuwahlen auszuschreiben. Nachdem er dies verweigerte, kam es zu einem Schusswechsel, bei dem der Premierminister eine Schusswunde im Bein erlitt. Erst nach fünf Tagen gaben die Rebellen auf. Bei diesen Unruhen kamen insgesamt 30 Personen zu Tode, weitere 500 wurden verletzt. 114 Rebellen erhielten nach langen Gerichtsverhandlungen, zu denen auch der Kronrat in London gehört wurde, eine Amnestie. Dieser Putschversuch verschreckte verständlicherweise ausländische Investoren. Erst 1994 verzeichnete das Land sinkende Arbeitslosenzahlen und eine steigende Bruttoinlandsproduktivität. In den folgenden Jahren legte die Regierung ein Programm zur Modernisierung des Erdölsektors auf. Zugleich schaffte sie sich ein zweites wirtschaftliches Standbein, indem die Erschließung von Off-shore-Erdgasvorkommen gefördert wurde. === Erdöl und Erdgas === Im Jahre 1906 kam der Geologe ''Arthur Beeby Thompson'' nach Point Fortin. Er erhielt von der Regierung die Genehmigung, Land zu erwerben und nach Öl zu bohren. Er kaufte die Adventure und La Fortunée Plantagen um Werkanlagen zu errichten. Im Mai 1907 fand man in 210&#x202F;m Tiefe Öl. Zwei Jahre später wurde die '''Trinidad Oil Company''' gegründet. 1913 übernahm die '''United British Oilfields of Trinidad''' die Anlagen. 1957 wechselte der Besitz an '''Shell'''. Nach langen Protesten der Bevölkerung in den 1960-er und 1970-er Jahren übernahm der inzwischen von England losgelöste, selbstständige Staat Trinidad and Tobago die Shell und seit 1974 nennt sich das Unternehmen '''Trinidad & Tobago Oil Company''' (TRINTOC). Im Jahre 1993 gründte der Staat dann die '''Petroleum Company of Trinidad & Tobago''' (PETROTRIN) mit der Zentrale in Pointe-a-Pierre, und mit dem Zweck, alle Ölförderungen, die Weiterverarbeitung und den Verkauf von Erdölprodukten zu zentralisieren. Im Jahre 2000 übernahm die PETROTRIN dann in Zusammenarbeit mit TRINMAR alle Vermögenswerte von TEXACO. PETROTRIN hat seine größten Operationsbasen in Fyzabad, Guayaguayare, Marabella, Penal und Point Fortin. Von der Südostspitze der Insel (Guayaguayare) nach Point Fortin wurde eine neue Hochdruck-Pipeline verlegt, unterwegs gibt es mehrere Pumpstationen. In Pointe-a-Pierre steht die einzige Ölraffinerie des Landes. Die Anlage umfasst 809 Ha Grundfläche. Die Tagesproduktion liegt bei 160.000 Barrel von denen 70.000 für den lokalen Markt bestimmt sind, der größere Rest wird nach Brasilien, Equador, Kolumbien, Venezuela und West Afrika exportiert. Dort wird Flugbenzin, bleifreies Benzin, Diesel, Schmierstoffe und Bitumen hergestellt. TRINMAR, Trinidad Marine, betreibt im Seegebiet von Trinidad und Tobago 23 Ölbohrplattformen und 238 freistehende Bohrtürme. Der Beitrag von PETROTRIN am Sozialwesen von Trinidad besteht im Straßen- und Brückenbau, man beteiligt sich an der Reparatur von Schulen, baut Spielplätze und stellt Computer zur Verfügung. === Geister, Geisterglaube === Wie auf allen anderen karibischen Inseln haben auch die Bewohner von Trinidad und Tobago eine lebhafte Vorstellungskraft, kennen vielerlei Gruselgeschichten, glauben an gute und böse Geister. Viele dieser Geister und Geistergeschichten haben ihren Ursprung in Afrika. Der '''Dupp''' (auf der Insel Jamaika: Duppy) ist auf allen Inseln bekannt. Zusammen mit den '''Jumbies''' zählt er zu den harmlosen Geistern. Es sind die Geister von Toten, die nachts aus den Gräbern steigen, sich an dunklen Orten herumtreiben und die Lebenden gerne erschrecken. '''Belarivoist''' der Geist des Joachim Belarivo. Ein wenig begabter Zauberer wollte diesen Geist auferstehen und für sich arbeiten lassen. Für die Auferstehung reichte das Wissen, für weiteres nicht. Stattdessen erschien der Geist auf unzähligen Hochzeitsfeiern und erschreckte die Gäste. Er musste schließlich in einen Bleisarg eingeschlossen werden und unter einem großen Steinhaufen begraben werden. Der bedeutendste Geist auf Trinidad und Tobago ist '''Papa Bois''', der Beschützer des Waldes. Er hat Hörner, Fell und eine Harfe, seine Mutter war ein Reh, sein Vater ein Jäger, meistens erscheint er in Gestalt eines alten Mannes mit Bart und langen Haaren. Er kann sich auch in ein Tier verwandeln und Wilderer tief in den Wald locken, so dass sie sich verlaufen. Er hat auch eine Geliebte, '''Mama Dlo''' oder Mama d l‘eau, halb Frau, halb Schlange. Sie ist die Beschützerin der Flüsse. Von '''La Diablesse''' erzählt man, sie sei eine schöne Frau mit Kuhfuß, die man häufig auf großen Festen antrifft. Dort soll sie die Männer verführen. Wer sich mit ihr einlässt, wird nie mehr sein wie vorher oder nach kurzer Zeit sterben. Begegnet man ihr, soll man seine Kleidung ausziehen und mit der linken Seite nach außen wieder anziehen, dann kann sie einem nichts mehr anhaben. '''Douens''' und '''Douennes''' sind die Geister von kleinen Kindern, die ungetauft sterben. Sie tragen große Strohhüte, haben keine Gesichter, und ihre Füße stehen rückwärts. Es gibt auch Meerjungfrauen, Feen und Vampire. Man sagt, dass sich einsame und ungeliebte Menschen in Vampire, sogenannte '''Sousouyants''', verwandeln konnen. Sie ziehen ihre Haut aus und lassen diese auf der Türschwelle liegen, dann verwandeln sie sich in Feuerbälle, die durch die Luft fliegen. Dann kommen sie zu den Menschen und saugen ihnen das Blut aus. Man kann sich vor ihnen schützen, indem man Reis oder Salz um sein Bett streut. Der Vampir muss jedes Korn zählen, bevor er Blut saugen kann, bis er damit fertig ist, wird schon wieder Morgen und er muss unverrichteter Dinge abziehen. === Karneval === Französische Einwanderer brachten im 18. Jahrhundert den Karneval mit in die Karibik. In Frankreich war der Karneval damals ein riesiges Schlemmer- und Kostümfest vor dem Beginn der Fastenzeit. Die französischen Großgrundbesitzer in der Karibik feierten dieses Fest unter sich und ohne die Sklaven, nur freie Mulatten wurden zur Teilnahme eingeladen. Nach der Sklavenbefreiung 1834 wollten auch die Farbigen ihr Fest feiern. Das traditionelle Erntedankfest '''Canboulay''' wurde auf den Karnevalsonntag vorverlegt. Sie veranstalteten Straßenumzüge mit Trommelmusik, Stockkämpfen und Spottliedern auf die Weißen, dazu kleideten sie sich in elegante Kleider wie ihre weißen Herren. Diese fühlten sich schnell beleidigt und feierten in der Folgezeit nur noch in ihren Häusern. 1883 wurde den Farbigen das Mitführen von Trommeln verboten, ein Jahr später fanden die Umzüge nur noch am Karnevalmontag und unter Polizeibegleitung statt. So entstanden in den Vororten von Port of Spain die ersten '''Mas Camps''' - Kostümgruppen. Statt der Trommeln benutzte man Bambusstücke um den Takt zu schlagen, zur Zeit des II. Weltkrieges erfand man neue Musikinstrumente: Keksdosen und leere Ölfässer. 1894 kam dem Kaufmann ''Ingnatius Bodu'' die Idee, aus dem Karneval einen Wettbewerb zu machen. 1921 richtete ''Chieftain Douglas'' als erster ein '''Calypso Tent''' ein, in dem während der Karnevalsaison Nonstop gesungen wurde. Heute gibt es das '''National Carneval Commitee''' (NCC), es entstand aus der 1957 gegründeten ''Carneval Development Commission''. Diese Behörde betreut den gesamten Karneval, schreibt die Wettbewerbe aus, bestimmt die Veranstaltungsorte, organisiert die Showveranstaltungen, stellt die Preisrichter und wirbt Spenden ein, mit denen Gewinner zu hohen Geldpreisen kommen. Eine Jury wählt die Gewinner. Sie besteht aus Mitarbeitern von Ministerien, des NCC und Mitgliedern von Tanz-, Steelband- und Gesangsgruppen. Gewählt werden die besten Königs- und Königinkostüme, der beste Kostümdesigner, das Karnevallied des Jahres und die Musikband des Jahres. Eine Musikband kann zwischen 3.000 und 9.000 Mitglieder zählen. Für die Offiziellen beginnt die Karnevalsaison am Tag nach Aschermittwoch. Die Calypso-tents öffnen im Laufe des Januar. Danach beginnen die Vorentscheidungen für den Calypso- und Soca Monarchen, für Karnevalskönig und -königin. Die heiße Phase der Feierlichkeiten beginnt kurz vor Beginn der Fastenzeit mit dem Kinderkarneval. Am Karnevalmontag starten die Umzüge am frühen Morgen Richtung Stadtzentrum. Um die Mittagszeit finden die Maskenumzüge statt. Karnevaldienstag strömen die Massen zur Hauptveranstaltung im Queen´s Park, die bis in die späte Nacht dauert. Am Mittwoch ist alles vorbei und die Insulaner gehen wieder ihrem Gewerbe nach. === Musik === * '''Calypso''': Der Calypso hat seinen Ursprung an den Küsten von Westafrika und wurde von den Sklaven mit ins Land gebracht. Das „Urwort“ ist Kaiso und kommt aus Nigeria, Kaisos sind dort Spottlieder. Von den Sklaven wurden diese Lieder bei der Feldarbeit gesungen um die qualvolle Arbeit etwas zu erleichtern. Zugleich war es die einzige Möglichkeit, sich verschlüsselt über die Herrschaft zu beschweren oder lustig zu machen. : Seit der Abschaffung der Sklaverei wird dies von deren Nachfahren gefeiert. Seitdem wurden die Liedertexte immer bissiger. Im Jahre 1881 wurde bei so einer Veranstaltung von den Farbigen so auf die Regierung geschimpft und die politischen Mißstände wurden derart in ihren Gesängen verspottet, dass die Umzüge und Gesänge verboten wurden. In der Folgezeit texteten die Sänger, die Calypsonians, im Untergrund weiter. Aktuelle private und besonders politische Ereignisse werden seitdem besungen und ersetzen für den Teil der Bevölkerung, die nicht lesen können, die Tageszeitung. Man sagt auch: der Calypso bietet die Gelegenheit, etwas in Liedform zu sagen, was man in der besseren Gesellschaft nicht aussprechen kann. : Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. : Zwischen den beiden Weltkriegen wurde der Calypso international durch das Lied „''Rum and Coca Cola''“ bekannt. Es wurde von Lord Invader geschrieben und von den Andrew Sisters in den USA auf den Markt gebracht, sie verkauften die Platte fünf Millionen Mal. : 1978 wurde Calypso Rose als erste Frau zum alljährlichen Calypso King gekrönt. : Fast alle Sänger haben ausgenommen auffallende Namen: Atilla the Hun, Growling Tiger, Mighty Chalkdust, Roaring Lion, Valentino oder Black Stalin. Zu den weltweit bekanntesten gehören '''Lord Kitchener''' (*1922, †2000) und '''Mighty Sparrow'''. : In jüngster Zeit ist auch der Calypso extrem kommerzialisiert worden. * '''Indische Musik''': Mit einem Bevölkerungsanteil von etwa 40&#x202F;% beherrschen die Inder auch einen großen Teil der Musikszene. Im Laufe der Jahrzehnte hat die ursprünglich religiöse Musik sich teilweise an die Ansprüche der Jugendlichen Zuhörer angepaßt. '''Chutney''' ist eine dieser neuen Musikrichtungen, heute mit schnellerem Rhythmus und tanzbar, hat sie sich aus hinduistischen Folkloreliedern entwickelt. Chutney ist auch ein Teil des Trinidad-Karnevals geworden und für die Musikgruppen werden Preise vergeben. '''Pantar''' ist die Fusion von Pan-Musik und Sitar, eines der schönsten und ältesten indischen Musikinstrumente. Mit dieser Kombination lassen sich alle Arten von Calypsomusik bis zu indischer Ragmusik spielen. Einer der bekanntesten Pantar Interpreten ist Sitarist ''Mungal Patasar'' und seine Gruppe. * '''Panmusik und Steelbands''': Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. Ab 1935 begannen die Musiker deshalb, auf Dosen, Fässern und Benzinkanistern zu trommeln. Ein Jahr später gelang es dem Musiker '''Ellie Mannette''' ein Ölfaß so zu manipulieren, dass man ihm verschiedene Töne entlocken konnte. 1939 spielte die John John Band zum ersten Mal des amerikanische Kinderlied „Mary had a little lamb“ auf gestimmten Ölfässern. Seit 1945 erschienen abgeschnittene und gestimmte Ölfässer, die Pans, in der Öffentlichkeit. Heute ist der Beruf des Ölfaßstimmers sehr geachtet. Man unterscheidet die Pans nach Größe und Klangfarbe. Bass Pans verfügen über 5-7 Töne, sie werden auf etwa 7,5 cm Höhe zusammengeschnitten. Cello Pans haben 10 Töne und werden bei 35 cm abgeschnitten. Die Tenor Pans verfügen über 26-32 Töne und werden auf eine Länge von 15-18 cm geschnitten. : Die Pans werden blank geschliffen, verchromt, poliert und auf Gerüste montiert, damit der Musiker Bewegungsfreiheit hat. Die Tonfelder werden mit unterschiedlich großen Klöppeln geschlagen. Die Pans können von einem Solomusiker bearbeitet werden oder als Band können bis zu 100 Personen zusammen musizieren. Auf Trinidad soll es über 100.000 Ölfaß-Spieler geben. * '''Parang''': Besonders in der Weihnachtszeit beherrscht Parang die Musikszene. Diese Musikrichtung leitet sich aus venezuelanischen Weihnachtsliedern ab und den damit verbundenen Haus-zu-Haus besuchen und -feiern. Zu spanischen Texten mit religiösem Inhalt kommen südamerikanische Rhythmen mit Violine, Gitarre, Baß, Cuatro und Maracas. Einige Gruppen spielen die traditionellen Weisen, andere mixen es mit Soca, so dass '''Soca Parang''' entsteht. * '''Rapso''': Eine weitere Fortsetzung von der afrikanischen Tradition des Geschichtenerzählens führte zur Entwicklung des Rapso, einer Mischung von amerikanischem Rap mit Calypso. Hier wird Sprechgesang in Versen vom Rhythmus großer, schwerer Trommeln untermalt. Zwei der bedeutendsten Künstlergruppen sind ''Brother Resistance'' und ''Network Rapso Riddum''. * '''Soca''': Diese flottere Art des Calypso wurde 1970 geboren, als die Elektronik Einzug in die Musikszene hielt. Diese neue Form wird dem Musiker zugesprochen, der sich damals '''Lord Shorty''' nannte und heute unter dem Namen ''Ras Shorty I'' Musik produziert. Der Soca-Rhythmus läßt sich leicht mit anderen Musikformen verbinden. So findet man auf Trinidad den Soca heute als Bestandteil von Reggae, Jazz, Rythem & Blues als auch mit indischer Musik. Auch die im Lande lebenden Inder fanden an diesem Musikstil gefallen, verbanden den Rhythmus mit Hinditexten und so wurde der '''Chutney-Soca''' geboren. === Pflanzen- und Tierwelt === Trinidad und Tobago zählen zu den zehn führenden Ländern bei der Anzahl von Vogelarten pro Qaudratmeile. Auf beiden Inseln findet man auf Grund der Nähe zu Südamerika eine größere Anzahl von Pflanzen und Tieren als auf den anderen Karibischen Inseln. Man kennt 2.300 verschiedene, blühende Pflanzen, davon sind alleine 700 Orchideen. Die Nationalblume von Trinidad ist die '''Chaconia''', englisch: Wild Poinsettia. Ein Strauchgewächs von 2-3&#x202F;m Höhe, es ähnelt dem Weihnachtsstern. Den „Buffalypso“ gibt es nur auf der Insel Trinidad. Er ist das Ergebnis intensiver Zuchtversuche aus den 1960-er Jahren. Fünf auf Trinidad heimische Wasserbüffel Rassen wurden gekreuzt. Das Ergebnis ist ein friedfertiges Tier, dass tropische Hitze gut verträgt, mit schmackhaftem Fleisch. Es gibt 620 verschiedene Arten von Schmetterlingen. Von den 433 verschiedene Vogelarten brüten 250 auf der Insel, es gibt 41 verschiedene Kolibriarten. Den blinden Ölvogel findet man nur in Trinidad, es ist der größte Vogel, der sich von Früchten ernährt, aber nur nachts auf Futtersuche geht und selbst ein Amazonas-Papagei ist auf Trinidad zu finden. 108 verschiedene Säugetiere sind vertreten, dazu zählen 57 Fledermausarten und es gibt 70 verschiedene Arten von Kriechtieren. Die einzigen '''giftigen Schlangen''' sind die '''Far de Lance''' und der '''Buschmeister'''. Die Morocoy ist eine kleine Landschildkröte, die früher als Delikatesse gejagt wurde und fast ausgerottet war, heute wurd sie vielerorts als Haustier und Spielgefährte der Kinder gehalten. Verschiedene Strände von Trinidad und Tobago werden in den Monaten März bis Juli von Meeresschildkröten zur Eiablage aufgesucht. Der Besuch von Strandabschnitten, die von Schildkröten zur Eiablage aufgesucht werden, unterliegt einer Genehmigung durch die Forstverwaltung. The Forest Division, Long Circular Road, Port of Spain, Tel. 622-7476. The Forest Division, San Fernando, Tel. 657-8391, 657-7256. Den Schmetterling „89“, er hat eine schwarz-beigene Markierung auf der Flügelunterseite, die wie eine 89 aussieht, findet man nur auf Trinidad. Der Pauis ist ein großer truthahnartiger Vogel, der früher viel gejagt wurde und dadurch sehr selten geworden ist. Es gibt ihn nur auf Trinidad, nirgendwo sonst auf der Welt, er steht unter Schutz. Einzigartig auf der Welt ist auch der Fisch Cascadura. Diese Welsart ist ein Urtier aus dem Silur-Zeitalter. Sein Lebensraum sind zahlreiche schlammige Gewässer an der Südküste Trinidads. Ebenso selten sind die Reiherarten Agami, Blongios und Crabier Bec, die es nur auf Trinidad gibt. Weitere Vogelarten, die es in der Karibik nur auf Trinidad gibt sind Eisvögel, Pirol und Tukane. Das größte wilde Tier auf Trinidad ist der Braune Waldmazama, eine Hirschart. Das Halsband-Pekari wird von den Einheimischen Quenk genannt, es ist eine Wildschweinart. Auf der Insel gibt es verschiedene Opossumarten, die auch Manicou genannt werden, Waschbären, das hasengroße Agouti und den größeren Gefleckten Paka. Das gepanzerte Gürteltier, Armadillo oder Tatu genannt, und die seltenen Ozelote bekommt man kaum zu sehen. In einigen Flüssen und Sümpfen lebt der bis zu 2&#x202F;m lange Kaiman. === Plantagenwirtschaft === Die Landfläche von Trinidad und Tobago umfasst 513.000 Ha, weniger als ein Drittel davon ist Ackerfläche, 45&#x202F;% sind als Waldflächen ausgewiesen. Nur 13&#x202F;% des pflügbaren Landes ist bewässert. Es gibt aber eine Vielzahl von kleinen und großen Flüssen, Überflutungen in der Regenzeit sind normal. Die letzte umfassende Erhebung aus den 1970-er Jahren zählt 35.000 Farmen mit einer Gesamtfläche von etwa 130.000 Ha. Die Durchschnittsgröße einer Farm wurde mit 6 Ha angegeben, aber die 40 größten Plantagen hatten alle eine Größe über 400 Ha. Die landwirtschaftlichen Ernteerträge der 1970-er und 1980-er Jahre in Trinidad stehen in einem engen Zusammenhang mit der Ölindustrie. Dieser Trend begann Anfang der 1970-er mit dem starken Anstieg des Ölpreises. Löhne in der Landwirtschaft waren erheblich niedriger als in der Ölindustrie, der Geldreichtum führte zu größeren Importen von landwirtschaftlichen Produkten. Die Zahl der Landarbeiter sank um 50 %. Die Ernteerträge bei Zitrusfrüchten sanken um 75 %, bei Kakao waren es 61 %, bei Kokosprodukten 56&#x202F;% und bei Kaffee immer noch 15 %. Der Zuwachs von landwirtschaftlichen Produkten in den 1980-er Jahren wurde von Kleinstfarmern erwirtschaftet, die ihre Produkte oft in gartenähnlichen Familienbetrieben anbauten. Die Viehzucht im Land hat keine große Bedeutung. Es gibt nur rund 30.000 Rinder. Rindfleisch wird überwiegend aus Australien un Neuseeland importiert. Milch und Milchprodukte werden zu 90&#x202F;% von der Firma Nestlé eingeführt. Seit den späten 1980-er Jahren gibt es Zuchtversuche von Kühen und Indischen Wasserbüffeln, die man im Lande „Buffalyso” nennt. Bedeutender ist die Aufzucht von Hühnern und Schweinen. '''Kaffee''' wird in Trinidad verstärkt seit 1930 angepflanzt. Die Produktion sank von den späten 1960-er Jahren bis Mitte der 1980-er Jahre aber um rund 50 %. 1984 konnte zum ersten Mal kein Kaffee exportiert werden. Ein Jahr später betrug die Ernte wieder 2,1 Millionen KG, von denen 35&#x202F;% exportiert wurden. '''Zitrusfrüchte''' hatten in den 1950-er Jahren einen Boom. Man erntete zu der Zeit über 90.000 Tonnen pro Jahr, 1982 waren es nur noch 4.700 Tonnen. '''Kakaoplantagen''': Kakao war von den späten 1880-er Jahren bis in die 1930-er Jahre die wichtigste Anbaufrucht auf Trinidad und Tobago. Auf Tobago war sie dies sogar bis in die späten 1980-er Jahre. Kakao war schon im 18. Jahrhundert durch die Spanier nach Trinidad gekommen. Zeitweise war die Insel der zweitgrößte Kakaolieferant auf der Erde. Verschiedene Krankheiten haben der Fucht aber sehr zugesetzt. So sank die Jahresernte von 2.600 Tonnen im Jahre 1981 auf unter 1.300 Tonnen in 1985. Seit den 1970-er Jahren ist das Land nicht mehr in der Lage den Bedarf von Kokosöl und Seife mit den Ernten aus dem eigenen Land zu befriedigen. * Lopinot Estate. In Arouca führt die Lopinot Road nach Norden in die Northern Range. Um 1800 legte der Franzose Charles Joseph Comte de Lopinot dort eine 193 Ha große Kakaoplantage an. Der Graf war ein Offizier der französischen Armee in Haiti. Nach der Ausrufung der Unabhängigkeit und der damit verbundenen Freilassung der Sklaven in Haiti verließ er das Land und brachte seine 100 Sklaven mit nach Trinidad. Er nannte die Plantage „La Reconnaissance“. Das Herrenhaus, die Stallgebäude, die Sklavenunterkünfte und das Gefängnis wurden restauriert und können heute besichtigt werden. Im Herrenhaus wurde ein kleines Museum eingerichtet. Öffnungszeiten: täglich von 8-18 Uhr, Eintritt frei, Führungen finden zwischen 10 und 18 Uhr statt. '''Zuckerplantagen''': Im 19. Jahrhundert war Zucker trotz der überwältigenden Probleme noch immer die bedeutendste Einnahmequelle der Insel Trinidad. In den 1880-er Jahren gab es noch über 300 selbstständige Zuckerrohrplantagen. Ein Jahrhundert hatte die staatliche Carioni Gesellschaft hier das Monopol, nachdem man im Jahre 1971 51&#x202F;% der Aktien von Tate and Lyle zurückgekauft hatte. In den 1980-er Jahren wurde Zuckerrohr auf knapp 20.000 Ha angepflanzt, 20.000 Arbeitskräfte wurden in der Industrie gezählt. Die Jahresproduktion von Zucker lag zwischen 70.000 und 80.000 Tonnen. * Caroni Estate and Sugar Factory, Couva, Tel. 636-2371. Die Zuckerfabrik und die Distillerie liegen fast 40&#x202F;Km voneinander entfernt. Seit 1918 wird dort Rum destilliert. 1957 übernahm Caroni die Esperanza Estate. Deren Destillieranlagen wurden nach Caroni gebracht. 1980 wurde die Produktion ausgebaut. Neben eigenen Anbauflächen erhält Caroni Zuckerrohr von 6.000 unabhängigen Kleinfarmern. Seit 2003 wir die Caroni Gesellschaft umstrukturiert. Die Zuckerfabrik von Caroni wird geschlossen, die Fabrik von Sainte Madeleine bleibt bestehen. Der Landbesitz von Caroni, etwa 30.000 Ha geht in Staatsbesitz über und wird von einer neugegründeten Agentur verwaltet, der Estate Management and Business Development Company. Das Ziel ist, statt Rohzucker Zitrusfrüchte und Reis anzupflanzen und Milchviehzucht zu betreiben. :Der Rum wird unter den Markennamen Caroni Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, als Stallion Puncheon Rum mit 78&#x202F;% Alkohol, als Felicite Gold, White Magic Light und Special Old Cask Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol abgefüllt. Nur die leichten Rumsorten werden nach Kanada und Europa exportiert. * Champs Elysée Estate, Maraval Tal, Port of Spain. Um 1785 führte die Einwanderungspolitik des Franzosen Roumé de St. Laurent unter dem Gouverneur Don José Chacon viele französische Siedler mitsamt ihren Sklaven auf die Insel. Im fruchtbaren Maraval Tal bauten sie Baumwolle, Kaffee und Zuckerrohr an. Die Mehrheit der dort lebenden Menschen konnte kein englisch, fast alle gehörten der römisch-katholischen Kirche an. Im Jahre 1881 lebten dort 1.480 Menschen, davon waren 88 Plantagenbesitzer oder -verwalter. :Roumé de St. Laurent erwarb selbst ein großes Stück Land am Taleingang, aus dem die Champs Elysée Plantage entstand. Aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten musste seine Familie die Plantage schon bald verpfänden, später ging sie in den Besitz eines Pflanzers mit Namen Boissiere über. 1849 fasste man das ganze Tal zum Stadtbezirk Maraval zusammen. Gegen Ende des Jahrhunderts waren viele der kleinen Plantagen verschwunden. Auf den verbliebenen größeren Ländereien Champs Elysée, Moka, Haleland Park und Val de Oro wurde weiter Landwirtschaft betrieben. Heute werden nur noch auf der Paramin Plantage, westlich von Maraval, Gemüse und Gewürze angepflanzt. * Diego Martin River Estate, am Diego Martin Fluß. Direkt neben der Hauptstraße steht noch das 150 Jahre alte und 12&#x202F;m hohe Wasserrad der Zuckerplantage. Die Plantage fiel im Jahre 1897 in den Besitz der Regierung. Weitere historische Gebäude sind nicht erhalten, das einfache Plantagenhaus wurde aber wieder hergestellt. Es gibt aber noch einen Park mit Picknickplätzen und ein Mini-Museum. Das Museum ist täglich von 10-18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. * Spring Hill Estate. Um 1900 gründetet der in Frankfurt geborene Friedrich Wilhelm Mayer im fruchtbaren Arimatal in einer Höhe von etwa 400 Metern diese Plantage, um Kaffee, Kakao und Zitrusfrüchte anzupflanzen. 1908 wurde das Haupthaus fertig gestellt. Sohn Charles Mayer bewirtschaftete das Anwesen bis 1925, dann gab er auf, weil ihm der Gewinn zu gering war. 1932 kaufte der amerikanische Geologe Joseph Holmes das Land auf. Er brachte einen Stromgenerator dorthin und ließ einen Pool bauen. 1947 kauften Dr. Newcome Wright und seine Frau Asa Wright die 74 Ha große Plantage. Drei Jahre später richtete Dr. William Bebe von der New Yorker Zoologischen Gesellschaft dort eine Forschungsstation zum Studium tropischer Pflanzen und Tiere ein. 1955 verstarb Asa Wright. 1967 verkaufte ihr Mann das Gelände an die Forschungsstation. Im gleichen Jahr wurde das Herrenhaus in ein Gästehaus umgewandelt. Unter finanzieller Mithilfe der Bank of Nova Scotia wurde das Asa Wright Naturschutzgebiet eingerichtet. * Woodbrook Estate, Port of Spain. Nachdem die Siegert Familie 1875 (siehe unten) Venezuela verlassen hatte entstand in Port of Spain am Marina Square Ecke Charlotte Street die neue Angostura Fabrik. Die gleichbleibende Qualität und der weltweite Erfolg der Firma erlaubte es der Familie 1899 die 140 Ha große Woodbrook Estate zu kaufen. Die drei Brüder Alfredo, Carlos und Luis Siegert kultivierten ein Teil des Landes, zugleich planten sie eine Wohnsiedlung. Der Bau von 11 Straßen wurde in Angriff genommen, jede wurde nach einem Familienmitglied und nach Mitarbeitern des Projektes benannt. Nach dem Tod der Brüder Carlos und Luis verkaufte Alleinerbe Alfredo das Land 1911 an die Stadt Port of Spain. * '''Angostura Bitters''' Limited, Rumdistillerie, Eastern Main Road, Tel. 623-1845, Fax 623-1847. Im Jahre 1820 wanderte der preussische Chirurg Dr. Johann Gottlieb Benjamin Siegert nach Venezuela aus. Er wollte mit Simon Bolivar gegen die Spanier kämpfen. Vier Jahre später, als Leiter des Militärhospitals im Ort Angostura, am Ufer des Orinoco Flusses, entwickelte er eine Mischung aus tropischen Heilpflanzen, Gewürzen und Alkohol. Dieses Mittel „''Siegert´s Aromatic Bitters''“ sollte den von Tropenkrankheiten geschwächten Soldaten zu neuer Kraft verhelfen. Soldaten und Schiffsbesatzungen machten die Tinktur auf der ganzen Welt bekannt. 1850 verließ Dr. Siegert die Armee um sich vollständig der Produktion seines gefragten Elixiers zu widmen. 1875 verließ die Siegert Familie das krisengeschüttelte Venezuela wo ein politischer Diktator auf den anderen folgte und ließ sich in Trinidad nieder. :Im Jahre 1903 starb Carlos Siegert, zwei Jahre später sein Bruder Luis. Alfredo Siegert war nun einziger Kenner der geheimen Formel für Angostura. In der Folgezeit spekulierte er mit großen Geldmengen in verschiedenen Sektoren, verlor das Geld und auch die Firma. Amerikanische und kanadische Geschäftsleute versuchten erfolglos, die Fabrik im Ausland anzusiedeln. :1936 begann die Firma Angostura Bitters unter der Leitung von Robert W. Siegert, einem Enkel des Gründers, Alkohol zu brennen, dazu wurde eine Tochtergesellschaft, die Trinidad Distillers Ltd. gegründet und die Fernandes Rumbrennerei aufgekauft. Das Rezept für Angostura Bitters ist eines der bestgehüteten Geheimnisse der Karibik. 1960 wurden die Produkte von Angostura bereits in 140 Länder exportiert. Die Jahresproduktion von 1.3 Millionen Liter wurde bis 1998 auf 20 Millionen Liter gesteigert. :Das Besucherzentrum, Tel. 623-1841 im Ortsteil Laventille in Port of Spain ist geöffnet. Führungen finden dort montags bis freitags um 9.30, 13.30 und 14 Uhr statt, Führungen kosten 8 US $. :Die Distillerie kauft ihre Melasse von verschiedenen Zuckermühlen im Lande und vergärt und destilliert den Rohstoff in einer eigenen Brennerei. Der Rum wird unter dem Markennamen Royal Oak als 43 %-iger Rum verkauft. Weitere Markennamen sind Old Oak White und Old Oak Gold. 1973 erwarb man die auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindliche Distillerie Fernandes. Der Rum von dieser Destille wird unter den Markennamen Forres Park Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, Fernandes Vat 19, Fernandes Black Label, Ferdi´s Premium Rum und Crystal White Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol vertrieben. Daneben werden leichtere Mischgetränke hergestellt: Caribbean Club Rum Punch, Limbo Drummer, Lemon Lime & Bitters, Blu Vodka und Correla´s. :Das Grundprodukt Angostura Bitters ist eine aromatische Lösung mit 44,7&#x202F;% Akoholanteil. Man verwendet es hauptsächlich zur Verfeinerung von Mixgetränken, aber auch in Fisch- und Fleischgerichten, für Gemüse, Kuchen, Marmelade, Pudding, in Salaten und Suppen. * Fernandes Distillers, Fernandes Industrial Centre, Eastern Main Road, Laventille, Tel. 623-2101, 623-2501, Fax 623-1847. Als das Trinidad & Tobago Rum Bond Lager im Jahre 1932 abbrannte, nutzte der Besitzer der Fernandes Distillery, Joseph Bento Fernandes, die Gunst der Stunde. Er kaufte die angesengten Rumfässer günstig auf stellte fest, dass der Rum darin von besonderer Güte war. Dieser Rum wurde unter dem Namen „1919 Super Premium Rum“ verkauft. 1919 war das Jahr, in welchem die Fässer gefüllt worden waren. === Trinidad´s Eisenbahn === Schon kurz nach 1800 waren es die Großhändler, Kaufleute und Plantagenbesitzer, die bei der Kolonialverwaltung nach besseren Verkehrsverbindungen fragten. Doch wenig oder nichts geschah. Ebenso oder ähnlich verhielt es sich mit der Eisenbahn. Um 1846 wurde die '''Trinidad Railway Company''' gegründet. Man begann mit der Vermessung von möglichen Fahrlinien, kam aber zu der Überzeugung die Finanzierung sei nicht möglich. Im Jahre 1859 entstand dann die erste privat finanzierte Linie von Princes Town zum Hafen von San Fernando. Man nannte sie die Pflanzerlinie, da zunächst nur landwirtschaftliche Produkte an zur Kings Wharf gebracht wurden, zum weitertransport auf Schiffen rund um die Insel. Die Wagen wurden von Pferden oder Mulis gezogen. Auf Grund des öffentlichen Drucks wurde das Angebot auf den Personentransport ausgedehnt, auch die Post wurde nun mit der Eisenbahn transportiert. Diese Linie wurde unter dem Namen '''Cipero Tramroad''' bekannt. Sie existierte bis 1920, dann ging sie an die Trinidad Government Railway über. 1873 begann man mit dem Bau einer Bahnverbindung von Port of Spain nach Arima. Der Ausgangspunkt war der South Quay in Port of Spain, über San Juan und St. Joseph verlief die Linie bis nach Arima. Am 31. August 1876 wurde die Linie in Betrieb genommen. Die Eisenbahngesellschaft, offiziel Trinidad Government Railway, wurde gegründet. Ursprünglich sollte sie nur das reiche Landwirtschaftsgebiet um den Ort Arima herum mit dem Hafen von Port of Spain verbinden. Nun gab es aber eine kleine Eisenbahn Manie. Jeder einflußreichere Plantagenbesitzer verlangte die Anbindung seiner Farm an das Eisenbahnnetz. Schon im Januar 1880 gab es eine Verbindung nach Couva im Süden, bis 1882 wurde die Linie nach San Fernando fertig gestellt. Der Erfolg der Eisenbahnlinie nach Arima war überwältigend. Bis 1896 wurde sie nach Gunapo erweitert und 1897 wurde Sangre Grande erreicht. Im Jahre 1897 entstand an der Südlinie bei Cunupia ein Abzweig durch das Tal des Caparo Flusses nach Tabaquite. Nachdem man im Südwesten von Trinidad große Ölvorkommen gefunden hatte wurde die Eisenbahnlinie von San Fernando aus im Jahre 1913 bis nach Siparia verlängert. Im Jahre 1914 hatte das Netz dann seine größte Ausdehnung mit dem Ausbau bis nach Rio Claro. Die Länge des Schinennetzes betrug nun 173&#x202F;Km. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurden diese Eisenbahnwagen von Pferden gezogen. 1910 gab es die erste Motor-Bus-Verbindung in Trinidad. Die beiden Geschäftsleute Newallo und Asgarelli Syne betrieben '''Syne´s Bus Service'''. Mit der Zentrale in Icacos fuhren ihre Busse von dort über San Fernando bis nach Siparia und St. James in Port of Spain. Bis zum Beginn des I. Weltkrieges war dies das einzige Busunternehmen des Landes. Bis zum Jahre 1920 stieg die Zahl von angemeldeten Motorautos von etwa 100 auf 1.176. Im gleichen Jahr eröffnete Charles Ross eine Buslinie zwischen Four Roads und Macqueripe. Ab 1923 verzeichnete die Eisenbahn einen deutlichen Einbruch bei ihren Fahrgastzahlen. Trotzdem blieb die Eisenbahn ein Erfolg. Erst nach der Unabhängigkeit führte ein Missmanagement der Regierung zum Zusammenbruch des Eisenbahnverkehrs. Die Trasse der Linie von Port of Spain nach Arima, die mehr oder weniger parallel zur Eastern Main Road verläuft, wurde zur Fahrbahn nur für Express-Busse und Maxi-Taxi umgebaut. An das Zeitalter der Eisenbahn erinnert die Lokomotive Nr. 11, sie steht als Denkmal in der Harris Promenade von San Fernando. Ein zweites Exemplar befindet sich im Busdepot von Port of Spain. == Sprache == Amtssprache ist englisch. Besonders auf Trinidad wird aber auch verbreitet Französisch, Spanisch, Hindi und Chinesisch gesprochen. Daneben gibt es ein überwiegend englisches Patois. == Anreise == * {{vCard |type=airport |name=Piarco International Airport |wikidata=Q788810 |address=Golden Grove Road, Piarco |phone=669-4101 |fax=669-2319 |description=Landebahn 10/28, 10.440 × 151 Feet (3.182 × 46 m). Airport Authority of Trinidad & Tobago, Piarco Airport, Tel. 669-4101. Einreisebehörde, Immigration, Piarco Airport, Tel. 669-5859, Zollbehörde, Customs, Piarco Airport, Tel. 669-4361. |url=https://piarcoairport.com }} * '''Schiffsverbindungen''': Zwischen Trinidad und Tobago gibt es einen regeläßigen Fährverkehr. Der Hafen von Port of Spain wird von Kreuzfahrtschiffen angelaufen. == Mobilität == Achtung: '''Linksverkehr'''! Für das Fahren von Mietwagen wird für 90 Tage ein in Deutschland ausgestellter gültiger Internationaler Führerschein anerkannt. Wer länger im Lande ist muss eine nationale Fahrerlaubnis beantragen. Licening Department, Wrightson Road, Port of Spain. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 50 km/h, nur auf einigen Schnellstraßen darf man 80&#x202F;km/h fahren. Von der Hauptstadt Port of Spain gibt es eine autobahnähnliche Schnellstraße in Richtung Osten bis nach Arima und etwas darüber hinaus. Etwa 9&#x202F;km hinter Port of Spain zweigt davon eine Schnellstraße nach Süden ab, über die Stadt Chaguanas führt sie bis nach San Fernando. Die Eisenbahnlinie von Port of Spain nach Arima wurde eingestellt. Die ehemalige Bahntrasse wurde aus- und umgebaut, dies ist heute der Fahrweg für Expressbusse und Maxi Taxi. == Aktivitäten == * Naturbeobachtungen, hauptsächlich die Vogelwelt. * Strandleben, in Trinidad ist es nicht so ausgeprägt wie im Rest der Karibik. An der Nordküste findet man nur einzelne kleine Sandbuchten. Das Wasser an den kilometerlangen Stränden der Ostküste ist trüb, bedingt durch die Einschwämmungen des nahen Orinoco in Venezuela. Die Westküste ist verschmutzt durch intensive Bohrarbeiten der Erdölindustrie. * Wanderungen, hauptsächlich im Bereich der Northern Range. [[File:TnT Caroni Swamp 2.jpg|thumb|right|Caroni Swamp]] * Caroni Swamp: Sumpfgebiet im Mündungsbereich des Caroni River, durch das geführte Touren angeboten werden. Hauptattraktion ist eine riesige Kolonie Scharlachsichler, die am späten Nachmittag von ihren Fressrevieren zu ihrem Ruhegebiet zurückkehren. Ganz selten können Wasserschlangen oder Kaimane beobachtet werden. == Küche == Die Küche von Trinidad spiegelt die Zusammensetzung der Bevölkerung wieder. Neben der traditionallen karibischen Küche findet man heute viele chinesische, libanesische und syrische Einflüsse. Einen sehr großen Anteil an den Restaurants und Essgewohnheiten hat der indische Bevölkerungsanteil. Dadurch gibt es große Unterschiede zu den Restaurants auf der Insel Tobago. * '''Callaloo soup''' ist eine Suppe aus den spinatähnlichen Dasheenblättern mit allerlei Gewürzen und Krebsfleisch, stellenweise wird sie auch sehr scharf gewürzt. '''Dhal''' ist eine indische Suppe aus roten Linsen. * '''Buljol''' nennt man Saltfish, der zusammen mit Avocados, Paprika, Tomaten und Zwiebeln in Olivenöl gedünstet wird. * Ham´n Hops oder einfach nur '''Hops''' ist eine knusprige Brötchenart mit Schinkenfüllung. * '''Pastelles''' sind gefüllte Maismehltaschen die in Sohareeblättern gegart werden, ein klassisches Street Food. Die Füllung besteht aus angebratenes Rinderhack, Tomaten, Worcestershiresauce, diversen Gemüsen und Kräutern Besonders zu Weihnachten werden auch Oliven, Kapern und Rosinen dazugemischt. <gallery mode="packed" heights="150"> Callaloo-mit-Shrimps-GT.jpg|Callaloo soup mit Shrimps Buljol (Salted cod, oil, onions, tomatoes, pepper, boiled eggs).jpg|Buljol (gesalzener Kabeljau, Öl, Zwiebeln, Tomaten, Paprika, gekochte Eier) FOOD Pastelle open.jpg|geöffnete Pastelle </gallery> * Reis, der mit Kokosnußmilch gekocht wird erhält eine bräunliche Farbe. Auf vielen Karibikinseln wird er mit roten Bohnen vermischt zu jedem Essen angeboten. Auf Trinidad heißt er nicht „rice and peas“ sondern '''Pelau''', dazu gibt es im allgemeinen Hühnerfleisch, Paprikagemüse und alles ist scharf gewürzt. * Zu vielen Gerichten gehört '''Dumplin'''. Dumplins sind fingerdicke, längliche Klöße aus Wasser und Mehl, die in die Suppe oder Sauce gegeben werden. * '''Souse''' ist keine Soße sondern gekochtes Schweinefleisch, das mit Gurken, Paprika und Zwiebeln serviert wird, wir kennen es besser als Sülze. * '''Cascadura''' ist Fisch, den es nur in Trinidad gibt, der mit viel Curry gekocht wurde. <gallery mode="packed" heights="150"> Trinidadian Chicken Pelau (15399269506).jpg|Chicken Pelau </gallery> * '''Saltfish''' kommt überwiegend aus Norwegen und ist in der Karibik inzwischen ein teures Lebensmittel geworden. Der frisch gefangene Fisch wird dort ausgenommen, gewaschen, gesalzen und auf langen, dünnen Stangen aufgereiht und luftgetrocknet. * '''Black Pudding''' ist eine Blutwurst die viele Zwiebeln, Knoblauch und Gewürze enthält, sie gilt warm oder auf Brot als absolute Delikatesse. * '''Black cake''' ist ein sehr schwerer Kuchen aus dunklem Teig, der Teig wird mit Trockenfrüchten vermischt, die zuvor in Cherrybrandy und Rum eingeweicht wurden. * Das einheimische '''Bier''' trägt die Namen Carib, Heiroun und Stag Lager Beer. Auf der Insel wird aber auch Guinness, Mackeson und Stout in Lizenz abgefüllt. Die bekanntesten '''Rumsorten''' der Insel sind Old Oak und VAT 19. * Daneben gibt es unzählige '''alkoholfreie''', soganannte Soft Drinks, die meistens nur extrem süß und nach Chemie schmecken. == Feiertage == Zusätzlich zu den gesetzlichen Feiertagen die für die beiden Inseln Trinidad und Tobago gelten, gibt es auf der Insel Trinidad eine Vielzahl von religiösen Veranstaltungen und Feierlichkeiten, die teilweise auch zu nationalen Feiertagen geworden sind. === religiöse (regionale) Feiertage === * '''Divali''' oder '''Diwali''', dieses hinduistische Fest ist dem Licht gewidmet, es wird in verschiedenen Orten Trinidads auch als Ramleela Festival gefeiert. Mit dem Fest wird in Indien die Rückkehr von Lord Rama in sein Königreich Ayodha nach 14-jährigem Exil gefeiert. Zu Ehren seiner Ankunft erleuchteten seine Untertanen die Straßen mit tausenden von Öllampen. Dieses Fest wird im November auf ganz Trinidad gefeiert. Diviali bedeutet der Triumph des Guten über das Böse. Es wird zu Ehren der Göttin Lakshmis gefeiert, die Liebe, Schönheit, Reichtum und Licht verkörpert. In der Divalinacht werden auf der ganzen Insel mit Kokosöl gefüllte Tonschalen aufgestellt und angezündet. * '''Eid-ul-Fitr''', das moslemisches Neujahrsfest. Dies ist kein festes Datum, das Fest wird am Neumondtag des Fastenmonats Ramadan gefeiert. * '''Ganga Dashara'''. Am Fluß Marianne River im Ort Blanchisseuse feiern die Hindus ihr Reinigungsritual. * Das '''Hosey Festival''' wird in Trinidad seit 1884 gefeiert, es erinnert an den Krieg von Kerbala im Jahre 640. Die ursprüngliche, drei Nächte dauernde Trauerprozession wurde bis vor 40 Jahren nach strengen Regeln durchgeführt. Seitdem hat man sich an die Mentalität der Inselbewohner angepaßt. Heute finden die Prozessionen in den Monaten Februar und März in St. James, Cedros, Couva und Tunapuna statt. * '''La Divina Pastora Festival''', katholische Kirche, Siparia. Bei dieser Prozession am zweiten Sonntag nach Ostern wird die Schwarze Madonna durch die Straßen getragen. Diese Feier ist bei den Hindus auch als Soparee Mai bekannt. * '''Phagwa''', das Neujahrsfest der Hindus findet im März statt. In Trinidad ist es seit der Landung der ersten Inder im Jahre 1845 bekannt. * '''Ramleela''', ein Hindufest, das in über 20 Gemeinden gefeiert wird. * '''Santa Rosa Festival'''. Dieses Fest der kleinen Cariben Gemeinde wird im Juli gefeiert. Am 28. August findet eine gleichnamige Feier in Arima statt. Dort wurde 1775 eine Kapelle zum Gedenken an die Schutzheilige Santa Rosa de Arima gebaut. == Sicherheit == Auf Trinidad werden Drogen, insbesondere Marihuana angeboten. Der Besitz kleinster Mengen ist verboten und wird schwer bestraft. Wertgegenstände sollten im Hotelsafe hinterlegt werden. Zimmertüren und Mietwagen immer verschließen. Nachts sollte man nicht allein unterwegs sein und dunkle Orte generell meiden. Die hohe Zahl von arbeitslosen Jugendlichen führt zu wachsender Kriminalität gegen Touristen. == Klima == {{Klimatab-col |ort= |sourcelink= |sourcetext= |xt=ja|xtjan=31|xtfeb=31|xtmar=32|xtapr=32|xtmai=32|xtjun=32|xtjul=31|xtaug=31|xtsep=32|xtoct=32|xtnov=32|xtdec=31 |nt=ja|ntjan=21|ntfeb=20|ntmar=20|ntapr=21|ntmai=22|ntjun=22|ntjul=22|ntaug=22|ntsep=22|ntoct=22|ntnov=22|ntdec=21 |rm=ja|rmjan=70|rmfeb=45|rmmar=50|rmapr=55|rmmai=100|rmjun=190|rmjul=225|rmaug=250|rmsep=200|rmoct=175.0|rmnov=185|rmdec=125 }} == Literatur == === Landkarten === * {{Karte |Titel=Trinidad |Maßstab=1 : 150.000 |Hrsg=Mapping & Control, Lands & Surveys Division, Ministry of Planning & Mobilization, Government of the Republic of Trinidad & Tobago}} == Weblinks == {{GeoData| lat= 10.41611| long= -61.34444| radius= }} {{IstInKat|Trinidad und Tobago}} {{class-3}} mzkrsvvkt2jyboezafop3vj03a0uxzj 1804861 1804860 2026-09-19T07:38:49Z DocWoKav 14575 /* Orte */ Geänderte vCard für Princes Town 1804861 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region}} '''Trinidad''' ist eine Insel in [[Trinidad und Tobago]]. Auf Trinidad sind vor allem die vielfältige Natur, der berühmte Karneval, die Strände und der artenreiche Regenwald interessant. == Regionen == === Politische Einteilung === Trinidad und Tobago gliedert sich in elf ''regions'', drei ''boroughs'' und zwei ''cities''. Eine ''region'' ist einem Bundesland vergleichbar, ein ''borough'' einer kreisfreien Stadt und eine ''city'' einem Stadtstaat wie Hamburg oder Berlin, wobei das Konstrukt des ''borough'' aus dem englischen Rechtsraum stammt und im deutschsprachigen Raum unbekannt ist. ''cities'' sind [[Port of Spain]] und [[San Fernando (Trinidad und Tobago)|San Fernando]], ''boroughs'' sind [[Arima]], [[Chaguanas]] und [[Point Fortin]]. === Geographische Aufteilung === * Northern Range: Dieser Höhenzug erstreckt sich auf einer Länge von 65&#x202F;Km entlang der Nordküste. Die Nordküste ist steil und felsig. Dort findet man keine durchgehende, befahrbare Straße. Das ganze Gebiet ist überhaupt wenig erschlossen, damit ein wahres Paradies für die Tierwelt. Einzig von Port of Spain aus und entlang der Ostküste gibt es Straßenverbindungen zur Nordküste. Von Arima aus kann man auf teilweise sehr schlechter Straße nach Norden vordringen. Die höchsten Erhebungen sind der Berg "El Tucuche" mit 936&#x202F;m und der "El Corre de Aripo" mit 940&#x202F;m. Nordwestlich von Arima findet man eine größere Anzahl von Höhlen. * Der Ost-West-Korridor ist eine Ebene am Fuße der Northern Range. Es ist das am dichtesten bebaute und besiedelte Gebiet der Insel. Von der Matura Bay im Osten reicht die Ebene bis zur Hauptstadt Port of Spain im Westen. In Port of Spain beginnend erreicht man übergangslos die Städte San Juan, St. Joseph, Curepe (mit dem Ortsteil St. Augustine und der Universität), Tunapuna, Arouca (mit dem internationalen Flughafen Piarco im Süden), Valencia und Sangre Grande. Das bebaute Gebiet ist dort zwischen zwei und sieben Kilometer breit. Auf nördlicher Route erreicht man alle Orte auf der Straße Eastern Main Road. Mehr oder weniger parallel dazu gab es dort früher eine Eisenbahnlinie von Port of Spain bis nach Arima. Die ehemaligen Gleisanlagen sind einer Straße gewichen, die für den Busverkehr reserviert ist, die "Priority Bus Route". Auf südlicher Route wurde der autobahnähnliche "Churchill Roosevelt Highway" als entlastungsstraße gebaut. * Central Range: Dieser Höhenzug ist wesentlich flacher, er erstreckt sich leicht schräg, nördlich von San Fernando im Westen bis nach Manzanilla im Osten. * Im Süder der Central Range findet man wieder flaches Land, es riecht dor überall nach Erdöl. Überall wird Erdgas und -öl gefördert. Zwischen San Fernando und Point Fortin befindet sich einer vor drei bekannten Teer-Seen dieser Erde. Weit verbreitet sind Schlammvulkane. * Die Southern Range, auch "the Deep South" genannt, also der tiefe Süden bildet als flacher Höhenrücken den Abschluss. == Orte == {{mapframe}} * {{vCard | name = Port of Spain | type = city | wikidata = Q39178 | description = Die Hauptstadt Trinidads ist das wichtigste politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Insel. Besonders bekannt ist die Stadt für den Trinidad Carnival, Museen, historische Gebäude und das lebendige Stadtviertel rund um die Queen’s Park Savannah. }} * {{vCard | name = Arima | type = city | wikidata = Q661405 | description = Arima liegt am Rand der Northern Range und ist eine der älteren Städte Trinidads. Sie ist für ihre indigene Kultur, traditionelle Feste und ihre Nähe zu den tropischen Waldgebieten im Norden bekannt. }} * {{vCard | name = Chaguanas | type = city | wikidata = Q1444575 | description = Sie ist eine lebhafte Handelsstadt mit zahlreichen Geschäften, Märkten und Einkaufszentren. Besonders interessant sind die vielfältige Bevölkerung sowie die starke indisch-trinidadische Kultur. }} * {{vCard | name = Couva | type = city | wikidata = Q2602007 | description = Couva ist eine moderne Stadt mit Einkaufszentren, Restaurants und verschiedenen Freizeiteinrichtungen. Sie spielt außerdem eine wichtige Rolle im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben Trinidads. }} * {{vCard | name = San Fernando | type = city | wikidata = Q1023712 | description = Sie ist eine der wichtigsten Städte Trinidads und ein bedeutendes Handels- und Kulturzentrum. Sehenswert sind unter anderem die Innenstadt, Märkte, Geschäfte und verschiedene kulturelle Veranstaltungen. }} * {{vCard | name = Princes Town | type = city | wikidata = Q1011576 | description = Eine kleinere Stadt mit einer ruhigen Atmosphäre und einer langen Geschichte. Sie ist vor allem für ihre lokalen Märkte, traditionellen Veranstaltungen und den Einfluss der Zuckerindustrie auf die regionale Geschichte interessant. }} * {{vCard|type= city|name= |description= }} * {{vCard|type= city|name= |description= }} * {{vCard|type= city|name= |description= }} * [[Arima]] in der Mitte des Ost-West Korridors * [[Blanchisseuse]] an der Nordküste * [[Chaguaramas]] an der Nordwestspitze der Insel * [[Manzanilla]] langer Strandabschnitt an der Ostküste * [[Maracas Bay]] nördlich von Port of Spain * [[Mayaro]] langer Strandabschnitt an der Ostküste, südlich von Manzanilla * [[Piarco]] mit dem internationalen Flughafen * [[Port of Spain]] die Hauptstadt * [[San Fernando (Trinidad and Tobago)|San Fernando]] Küstenstadt, 42&#x202F;km südlich von Port of Spain * [[Tunapuna]] die Universitätsstadt im Ost-West Korridor == Weitere Ziele == == Hintergrund == === Landesbeschreibung === Geologen und Faunisten zählen Trinidad und Tobago zu Südamerika, nicht zu den Karibischen Inseln. Vor vermutlich noch 10.000 Jahren waren die Inseln mit dem südamerikanischen Festland verbunden. Heute ist die Insel Trinidad durch eine 11&#x202F;km breite Meerenge von Venezuela getrennt. Die Insel Trinidad hat eine etwa rechteckige Form, deren Westküste durch den Golf von Paria tief eingeschnitten ist. Die Nord-Süd Ausdehnung beträgt 83&#x202F;km. Entlang der Nordküste verläuft eine flache Bergkette, die bis zu 940&#x202F;m hoch aufragt, die Northern Range. Dort findet man eine Vielzahl von Höhlen und Wasserfällen. Sie ist Erdgeschichtlich der östlichste Ausläufer der südamerikanischen Anden. Dort hat die Insel eine Breite von 86 km, vom Golf von Paria zur Ostküste sind es an der schmalsten Stelle nur 48 km, während sie an der Südküste 104&#x202F;km mißt. An der Ostküste ließen sich 1783 französische Siedler südlich von Manzanilla nieder, wo sie zwölf aneinandergrenzende Kokosplantagen anlegten, die noch heute die Landschaft prägen. Die Nord- und Südküste sind wenig erschlossen. Dort gibt es keine durchgehenden Straßenverbindungen. Abgesehen von der Churchill Roosevelt und der Uriah Butler Schnellstraße sind alle anderen Straßenverbindungen auf der Insel nicht sehr gut. Bis 1957 war die Southern Main Road die Hauptstraße zwischen dem Norden und dem Süden. Dann wurde der Princess Margaret Highway als Schnellstraße zwischen Port of Spain und Chaguanas gebaut. Inzwischen wurde die Straße umbenannt in Uriah Butler Highway. Während des ersten Ölbooms in den 1970er Jahren wurde diese Schnellstraße als Sir Solomon Hochoy Highway bis nach San Fernando erweitert. Es gibt inzwischen Ausbaupläne bis nach Point Fortin. In West Ost Richtung verbindet der Beetham Highway Port of Spain mit dem Uriah Butler Highway. Von dort aus führt der Churchill Roosevelt Highway weiter bis zu seinem derzeitigen Ende, drei Kilometer hinter Arima. In diesem sogenannten Ost-West Korridor der sich von Chguaramas bis nach Arima am Fuße der Northern Range Hügelkette entlangzieht lebt über die Hälfte der Inselbevölkerung. Fast die Hälfte von Trinidad ist noch bewaldet. Die Insel hat aber keine ausgeprägte Tourismusindustrie. Dafür besitzt Trinidad die einzigen größeren Erdgas und -ölvorkommen aller Karibikinseln. Vor Point Lisas befinden sich große Erdgasfelder im Meer. Dort findet man deshalb die größte Industrieansammlung. Neben Eisen und Stahl gibt es vier Methanolproduzenten und sechs Anlagen für die Ammoniumproduktion. 1999 begann man mit dem Bau einer Aluminiumschmelze. Am Galeota Point und in Pointe a Pierre stehen Erdölraffinerien. Erst 1998 hat die Amoco Trinidad Oil Company neue große Erdölfelder vor der Küste von Trinidad gefunden. Im ganzen Süden der Insel wird Erdöl gefördert. Dort gibt es auch mehrere Schlammvulkane. Vor der Nordwestküste liegen mehrere Inseln, die zum Territorium von Trinidad und Toabago gehören. * '''Diego Islands''': Zu den Diego Islands gehören die Inseln Carrera und Cronstad Island. Sie liegen etwas mehr als 500&#x202F;m vor der Halbinsel Point Gourde. Die Insel Carrera hat eine Ausdehnung von 420 x 270 Metern, seit dem Jahre 1877 ist sie Gefängnisinsel. Angeblich ist sie so sicher wie das amerikanische Alcatraz. * '''Five Islands''': Die Inselgruppe Five Islands besteht aus den fünf Inseln Caledonia, Craig, Lenagan, Nelson und Rock. * '''Insel Chacachacare''': Die Insel befindet sich fast auf halbem Wege nach Venezuela. Die Strömung in der Meerenge ist stark und gefürchtet. Seeleute nennen die Durchfahrt Boca del Drago oder „dragon´s mouth“, also Drachenmaul. Die Insel hat eine Ausdehnung von 15&#x202F;km in der Länge und 3&#x202F;km in der Breite, sie ist 8&#x202F;km von Trinidad entfernt. : Die Überfahrt von Chaguaramas dauert je nach Wetterlage etwa eine Stunde. Seit dem Jahre 1877 befand sich auf der Insel eine Leprakolonie, seit 1984 ist sie unbewohnt. : Im Jahre 1885 wurde nahe der Perruquier Bay auf dem höchsten Punkt der Insel, 818 m, ein Leuchtturm gebaut, er ist immer noch im Betrieb. Auf der Ostseite befindet sich die tief eingeschnittene Bucht Chacachacare Bay. Auf der gegenüberliegenden Inselseite liegt die La Tinta Bay. Sie hat schwarzen Sandstrand und wurde jahrelang als Versteck für Schmuggelgut genutzt. : Bei Chapelle Bay findet man einen Salzsee. * '''Insel Gaspar Grande''': Die Insel ist rund 2&#x202F;km lang und 800&#x202F;m breit, sie ist auch unter dem Namen Gasparee Island bekannt. Ihr Name geht auf den früheren Besitzer Don Gaspar de Percin zurück. Sie liegt nur einen Kilometer vor der Küste. Von der Crews Inn Marina in Chaguaramas fahren Boote in 20 Minuten dorthin. Die Überfahrt von Chaguanas zur Südseite kostet 40 TT $, zur Ostseite 30 TT $. Im allgemeinen fahren die Boote zum Point Baleine, wo es zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Walfangstation gab. Heute befindet sich dort eine kleine Marina und Picknick Plätze. : Im 19. Jahrhundert wurde auf der Insel noch Baumwolle angebaut. : Die kleine Bombshell Bay am Ostende ist zum Baden geeignet. Auf dem Bombshell Hill befand sich ein Fort. : Die Gasparee Caves sind ein Netzwerk von Tropfsteinhöhlen, es gibt dort sogar einen kleinen See. Der Zugang ist nur mit Genehmigung der Chaguaranas Development Authority und mit Führung eines registrierten Tourunternemers möglich. Sie sind täglich von 9-15 Uhr geöffnet, Eintritt: 10 TT $. : Innerhalb von 25 Minuten kann man zur anderen Inselseite laufen, dort findet man Geschützstellungen aus dem II. Weltkrieg. : Seit den 1980er Jahren befand sich dort auch das Fantasy Island Resort mit Restaurant, Cafe und Pool. Tel. 678-9001. : Bayview Beach Resort & Marina, Tel. 678-9001-02 * '''Insel Huevos''': Die kleine, länglich, schmale Insel Huevos befindet sich in Privatbesitz. Sie ist unbewohnt und Brutplatz für Seevögel. * '''Insel Monos''': Monos liegt nur etwa 650&#x202F;m vom Entrada Point entfernt und hat zwei Landestege in der Morris Bay und in der Grand Fond Bay. Sie ist dicht bewaldet und nicht dauerhaft bewohnt. Es gibt dort aber eine zunehmende Anzahl von Ferienhäuser von reichen Trinis. Früher gab es in der Turtle´s Bay eine Walfangstation. Dort ist noch einer der Kupferkessel erhalten, in dem das Walfett gekocht wurde. === Geschichte === Über die allerersten Inselbewohner ist nichts bekannt, man nimmt aber an, dass schon 5.000 Jahre vor Christi Geburt Indianerstämme aus Südamerika auf Trinidad und Tobago gelebt haben. Auf dem Weg in den Norden haben Ciboney-Indianer als Sammler und Jäger vermutlich zuerst die Insel Trinidad besiedelt. Zwischen 100 und 1000 nach Christus folgten ihnen höher entwickelte Ignerie-Indianer und Taino-Indianer vom Stamm der Arawaks aus dem Orinokogebiet, die schon Landwirtschaft betrieben. Im 13. Jahrhundert überfielen kriegerische Carib-Indianer die friedlichen Arawaks, töteten die Männer und nahmen sich die Frauen. Auf seiner dritten Reise entdeckte '''Christopher Kolumbus''' auf südlicher Route segelnd diese Insel im Sommer 1498. Er nannte die Insel ''La Isla de la Trinidad'', Insel der Dreifaltigkeit, und umfuhr sie im Uhrzeigersinn. Einen Tag später verließ er sie um die Insel [[Grenada]] zu erreichen. Zu dieser Zeit lebten noch geschätzt 35.000 Indianer auf den beiden Inseln; Arawaks im Südosten und Carib-Indianer im Norden und Westen in der Gegend von Arima, Mucurapo und Port of Spain. Erst 1532 betrat '''Don Antonio Sedeno''' beim Fischerdorf Cumucarapo, das heute Mucarapo heißt, als erster spanischer Entdecker die Insel. 50 Jahre später kam eine größere Gruppe von Siedlern mit dem spanischen Soldatenführer '''Don Antonio de Berrio y Oruna''' und dessen Leutnant Domingo de Vera auf der Suche nach dem berühmten Gold von El Dorado auf die Insel. An der Ostküste bauten sie die Siedlung San José de Oruna, das heutige St. Joseph, dort wurde auch die Inselverwaltung angesiedelt. In der Indianersprache hieß der Ort Caroni. Er wurde 1595 durch den britischen Seefahrer '''Sir Walter Raleigh''' zerstört, Berrio y Oruna wurde gefangen genommen. Die älteste Kirche der Insel, die St. Joseph Catholic Church aus dem Jahre 1593, blieb aber erhalten. Die ist zugleich der älteste Kirchenbau auf Trinidad. 1699 rebellierten die Indianer gegen die spanischen Missionierungsversuche. Missionare und der Gouverneur wurden dabei getötet. Soldaten wurden gegen die Indianer eingesetzt. Die Armee trieb die Indianer bis zur Nordostspitze der Insel. Bei dem Ort Toco stürzten sich viele Indianer ins Meer. Zehn Jahre später wurden die Missionsstationen abgeschafft. 1739 gab es auf der Insel eine Pockenepedemie, an der ein großer Teil der Bevölkerung starb. Nach wiederholten Angriffen von Piraten auf den Ort San José de Oruna, heute Saint Joseph, verlegte der '''Gouverneur Pedro de la Moneda''' den Regierungssitz im Jahre 1757 nach Puerto de Espana, dem heutigen ''Port of Spain''. Da die Insel nur sehr schwach besiedelt war und Spanien fürchtete, die Insel könne dadurch leicht von England eingenommen werden, lockte der spanische '''Gouverneur Manuel Falques''' 1776 katholische Siedler mit Steuererleichterungen ins Land. Er brachte der Insel etwas wirtschaftlichen Aufschwung und veranlasste die Gründung des Ortes San Fernando. Mit Hilfe von Sklavenarbeit entstanden Zuckerrohr- und Baumwollplantagen. 1784 schickte Spanien seinen fähigsten Gouverneur, '''Don José Maria Chacon''', auf die Insel. Unter seiner Führung wuchs die Bevölkerung auf fast 18.000 Menschen an. Davon waren nur 2.000 Weiße, über 10.000 waren afrikanische Sklaven und knapp 1.000 waren Indianer, der Rest bestand aus freien Mischlingen. Im Jahre 1795 kam es zum Krieg zwischen Spanien und England. Im Mai 1796 lief das britische Schiff „H. M. S. Lebra“ unter der Führung von '''Sir Ralph Abercromby''' bei Chaguaramas die Insel an. Der spanische '''Admiral Don Sebastian Ruiz de Apodaca''' ließ alle spanischen Schiffe im Hafen in Brand setzen und '''Gouverneur Chacon''' übergab Trinidad kampflos an die Engländer. Sir Abercromby ernannte einen seiner Offiziere, '''Thomas Picton''', zum ersten Gouverneur. Die Ernennung entwickelte sich zu einem absoluten Missgriff. Picton betrachtete Sklaven und Mischlinge als Aufwiegler. Farbige Plantagenbesitzer und Sklaven wurden ständigen Repressalien ausgesetzt. 1802 musste er von '''Thomas Hislop''' abgelöst werden. Im gleichen Jahr gab es auf der Insel 150 Plantagen, alle waren im Besitz von Franzosen. Bis zum Jahre 1808 stieg die Zahl der Sklaven auf 20.000. Die Fachleute der damaligen Zeit kamen zu dem Ergebnis, um aus der Insel eine gewinnbringende Zuckerrohrbesitzung zu machen, wären mindestens 250.000 Sklaven nötig gewesen. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Insel trotzdem Kronkolonie. Die Zusammensetzung der Inselbevölkerung ließ in den Augen der britischen Regierung keine Wahlen zu. Die Zahl der freien Farbigen war doppelt so groß wie die der Weißen, und von der weißen Bevölkerung waren nicht einmal die Hälfte Engländer. So wurde die Insel direkt von London aus regiert, und der Gouverneur war das ausführende Organ. Als der Sklavenhandel 1807 offiziell eingestellt wurde, kam es noch jahrelang zu illegalen Sklaveneinfuhren. Die Abschaffung der Sklaverei im Jahre 1834 führte auf der Insel zu einer lang anhaltenden Ratlosigkeit, wie die Zukunft ohne Sklaven aussehen sollte. Selbst das Parlament in London beschäftigte sich immer wieder mit dieser Frage. Verschiedene Pläne wurden entwickelt und wieder verworfen. Menschen verschiedenster Nationalitäten wurden als Arbeitskräfte auf die Insel geholt: Iren, Schotten, Chinesen, Portugiesen von Madeira, europäische Emigranten, Arbeitskräfte von anderen karibischen Inseln, befreite Sklaven aus Sierra Leone und St. Helena, die meisten kehrten bald wieder in ihre Heimat zurück. Schließlich waren es Inder, die die Inselbevölkerung verändern sollten. Zwischen 1845 und 1917 kamen 144.000 Inder als billige Arbeitskräfte ins Land. Sie hatten Verträge für fünf oder zehn Jahre und waren danach berechtigt zurückzukehren. Aber viele von ihnen blieben in Trinidad, kauften ein Stück Land für ihre Reispflanzen oder Kakaobäume und eröffneten kleine Geschäfte. 1871 betrug der indische Bevölkerungsanteil schon 25&#x202F;% der Gesamtbevölkerung. Bis in die heutige Zeit haben sich die Familienclans erhalten und die indische Gesellschaft in Trinidad ist noch immer eine fast „geschlossene Gesellschaft“. 1847 richtete ein Wirbelsturm große Schäden an. 1857 bohrte die ''Merrimac Oil Company'' bei La Brea die erste Ölquelle an, aber erst 50 Jahre später wusste man diesen Reichtum richtig zu nutzen. Zur Jahrhundertwende führte die weitergehende Verarmung der Massen zur Gründung von mehreren politisch-gesellschaftlichen Interessengemeinschaften. 1897 wurde die Arbeiterbewegung Trinidad Workmen´s Association gegründet. Im gleichen Jahr entstand die East Indian National Association, und vier Jahre später folgten die Pan African Association und die Rate Payers Association, ein Zusammenschluss der Wassergebührenzahler. 1889 wurden Trinidad und Tobago zu einer Union zusammengeschlossen. 1914 entstand bei Pointe-A-Pierre die erste Ölraffinerie. Als Folge der Weltwirtschaftskrise kam es in den 1930-er Jahren auch in Trinidad zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die vermehrt zu Aufständen führten und zur Gründung von Arbeiterbewegungen. 1937 kam es in dem Dorf Fyzabad unter der Führung von '''Uriah Butler''' zu einem Aufstand der Erdölarbeiter. 1938 lag der durchschnittliche Tagesverdienst bei 35 Cents. Diese niedrigen Löhne führten schon 1935 zu einem Hungermarsch und 1937 zu wiederholten Streiks auf den Ölfeldern. 1941 verpachtete die Regierung das Gebiet um ''Chaguaramas'' und ''Waller Field'' an das US-Militär. Die Amerikaner bauten einen großen Marine- und Luftwaffenstützpunkt. Dies brachte dem Land für einige Jahre gut bezahlte Arbeitsplätze. Erst 1960 zogen die Amerikaner nach großen Protesten aus der Bevölkerung wieder ab. Nach dem Krieg und der Einführung des allgemeinen Wahlrechtes entstanden unzählige Parteien und in deren Folge Gründungen von Gewerkschaften. Den hohen Erlösen aus der Erdölindustrie standen nur wenige Arbeitsplätze gegenüber. 1956 gründete '''Dr. Eric Williams''' die Partei People´s National Movement. Am 31. August 1962 wurden Trinidad und Tobago rund drei Wochen nach Jamaika von den Engländern in die Unabhängigkeit entlassen. Eric Williams wurde erster Premierminister. Er behielt diesen Posten bis zu seinem Tode im Jahre 1981. Mit der Unabhängigkeit fielen die großzügigen finanziellen Unterstützungen von England fort. Internationale Konzerne wurden stattdessen von der Regierung „eingeladen”, sich auf der Insel niederzulassen. Bis 1966 konnten so 169 Industriefirmen angesiedelt werden. Die Ölförderung teileten sich Amoco, Shell und Texaco, die Zuckerindustrie wurde von Tate & Lyle kontrolliert. Während der 1970-er Jahre konnte Trinidad aufgrund seiner Erdöl- und Erdgasvorkommen noch ein deutliches Wirtschaftswachstum verzeichnen. Zum großen Teil ist dies den Preisbeschlüssen der OPEC von 1973 zu verdanken. Diese Preissteigerungen verdreifachten die Deviseneinnahmen des Landes schlagartig. Nach der zweiten deutlichen Ölpreiserhöhung in den Jahren 1979 und 1980 verzehnfachten sich diese Einnahmen sogar. Mit diesen Geldern kaufte Premierminister Williams die Kapitalmehrheit der nationalen Shell und BP, verstaatlichte die Zuckerindustrie, die Fluglinie BWIA und die Telefon- und Fernsehgesellschaften. Für 460 Millionen US-Dollar ließ er zudem ein Stahlwerk bauen. Anfang der 1980-er Jahre kam es dann mit Ende des Ölbooms und anderer politischer Fehler zu einer tiefen Strukturkrise, die sich besonders aus der Person des seit 25 Jahren regierenden Eric Williams ergab. Hatte er die weiße Mittelschicht vor der Unabhängigkeit noch als Nutznießer der Kolonialherrschaft bekämpft, so sicherte er seine Macht nun genau durch diese Gruppe. Korruption und schwere Mängel in der Gesundheits-, Verkehrs- und Baupolitik wurden ihm angelastet. Im März 1981 konnte der plötzliche Tod von Williams nicht eindeutig geklärt werden. Bei den Parlamentswahlen im November des gleichen Jahres konnte sein Nachfolger '''George Chambers''' noch die Mehrheit erzielen, bei den Kommunalwahlen 1983 gab es dann aber eine herbe Niederlage. Seit 1974 waren mit der Ölindustrie 50 Milliarden Petrodollar erwirtschaftet worden. Als der Einbruch der Ölpreise zu einer Rezession führte, musste man feststellen, dass der größte Teil des Geldes durch Misswirtschaft und Fehlplanungen verschwendet worden war. Der TT-Dollar musste mehrfach abgewertet werden, im Staatsdienst gab es Entlassungen, unrentable Staatsbetriebe wurden privatisiert. Bis 1990 stieg die Arbeitslosigkeit im Lande daraufhin bis auf 27 %. Am 27. Juli 1990 besetzte die kleine, radikale Moslemgruppe ''Jamaat al Muslimeen'' unter der Führung von '''Yasin Abu Bakr''' das Parlamentsgebäude. 45 Parlamentsmitglieder, einschließlich des Premierministers A. N. R. Robinson, wurden als Geiseln genommen. Robinson wurde aufgefordert zurückzutreten und innerhalb von 90 Tagen Neuwahlen auszuschreiben. Nachdem er dies verweigerte, kam es zu einem Schusswechsel, bei dem der Premierminister eine Schusswunde im Bein erlitt. Erst nach fünf Tagen gaben die Rebellen auf. Bei diesen Unruhen kamen insgesamt 30 Personen zu Tode, weitere 500 wurden verletzt. 114 Rebellen erhielten nach langen Gerichtsverhandlungen, zu denen auch der Kronrat in London gehört wurde, eine Amnestie. Dieser Putschversuch verschreckte verständlicherweise ausländische Investoren. Erst 1994 verzeichnete das Land sinkende Arbeitslosenzahlen und eine steigende Bruttoinlandsproduktivität. In den folgenden Jahren legte die Regierung ein Programm zur Modernisierung des Erdölsektors auf. Zugleich schaffte sie sich ein zweites wirtschaftliches Standbein, indem die Erschließung von Off-shore-Erdgasvorkommen gefördert wurde. === Erdöl und Erdgas === Im Jahre 1906 kam der Geologe ''Arthur Beeby Thompson'' nach Point Fortin. Er erhielt von der Regierung die Genehmigung, Land zu erwerben und nach Öl zu bohren. Er kaufte die Adventure und La Fortunée Plantagen um Werkanlagen zu errichten. Im Mai 1907 fand man in 210&#x202F;m Tiefe Öl. Zwei Jahre später wurde die '''Trinidad Oil Company''' gegründet. 1913 übernahm die '''United British Oilfields of Trinidad''' die Anlagen. 1957 wechselte der Besitz an '''Shell'''. Nach langen Protesten der Bevölkerung in den 1960-er und 1970-er Jahren übernahm der inzwischen von England losgelöste, selbstständige Staat Trinidad and Tobago die Shell und seit 1974 nennt sich das Unternehmen '''Trinidad & Tobago Oil Company''' (TRINTOC). Im Jahre 1993 gründte der Staat dann die '''Petroleum Company of Trinidad & Tobago''' (PETROTRIN) mit der Zentrale in Pointe-a-Pierre, und mit dem Zweck, alle Ölförderungen, die Weiterverarbeitung und den Verkauf von Erdölprodukten zu zentralisieren. Im Jahre 2000 übernahm die PETROTRIN dann in Zusammenarbeit mit TRINMAR alle Vermögenswerte von TEXACO. PETROTRIN hat seine größten Operationsbasen in Fyzabad, Guayaguayare, Marabella, Penal und Point Fortin. Von der Südostspitze der Insel (Guayaguayare) nach Point Fortin wurde eine neue Hochdruck-Pipeline verlegt, unterwegs gibt es mehrere Pumpstationen. In Pointe-a-Pierre steht die einzige Ölraffinerie des Landes. Die Anlage umfasst 809 Ha Grundfläche. Die Tagesproduktion liegt bei 160.000 Barrel von denen 70.000 für den lokalen Markt bestimmt sind, der größere Rest wird nach Brasilien, Equador, Kolumbien, Venezuela und West Afrika exportiert. Dort wird Flugbenzin, bleifreies Benzin, Diesel, Schmierstoffe und Bitumen hergestellt. TRINMAR, Trinidad Marine, betreibt im Seegebiet von Trinidad und Tobago 23 Ölbohrplattformen und 238 freistehende Bohrtürme. Der Beitrag von PETROTRIN am Sozialwesen von Trinidad besteht im Straßen- und Brückenbau, man beteiligt sich an der Reparatur von Schulen, baut Spielplätze und stellt Computer zur Verfügung. === Geister, Geisterglaube === Wie auf allen anderen karibischen Inseln haben auch die Bewohner von Trinidad und Tobago eine lebhafte Vorstellungskraft, kennen vielerlei Gruselgeschichten, glauben an gute und böse Geister. Viele dieser Geister und Geistergeschichten haben ihren Ursprung in Afrika. Der '''Dupp''' (auf der Insel Jamaika: Duppy) ist auf allen Inseln bekannt. Zusammen mit den '''Jumbies''' zählt er zu den harmlosen Geistern. Es sind die Geister von Toten, die nachts aus den Gräbern steigen, sich an dunklen Orten herumtreiben und die Lebenden gerne erschrecken. '''Belarivoist''' der Geist des Joachim Belarivo. Ein wenig begabter Zauberer wollte diesen Geist auferstehen und für sich arbeiten lassen. Für die Auferstehung reichte das Wissen, für weiteres nicht. Stattdessen erschien der Geist auf unzähligen Hochzeitsfeiern und erschreckte die Gäste. Er musste schließlich in einen Bleisarg eingeschlossen werden und unter einem großen Steinhaufen begraben werden. Der bedeutendste Geist auf Trinidad und Tobago ist '''Papa Bois''', der Beschützer des Waldes. Er hat Hörner, Fell und eine Harfe, seine Mutter war ein Reh, sein Vater ein Jäger, meistens erscheint er in Gestalt eines alten Mannes mit Bart und langen Haaren. Er kann sich auch in ein Tier verwandeln und Wilderer tief in den Wald locken, so dass sie sich verlaufen. Er hat auch eine Geliebte, '''Mama Dlo''' oder Mama d l‘eau, halb Frau, halb Schlange. Sie ist die Beschützerin der Flüsse. Von '''La Diablesse''' erzählt man, sie sei eine schöne Frau mit Kuhfuß, die man häufig auf großen Festen antrifft. Dort soll sie die Männer verführen. Wer sich mit ihr einlässt, wird nie mehr sein wie vorher oder nach kurzer Zeit sterben. Begegnet man ihr, soll man seine Kleidung ausziehen und mit der linken Seite nach außen wieder anziehen, dann kann sie einem nichts mehr anhaben. '''Douens''' und '''Douennes''' sind die Geister von kleinen Kindern, die ungetauft sterben. Sie tragen große Strohhüte, haben keine Gesichter, und ihre Füße stehen rückwärts. Es gibt auch Meerjungfrauen, Feen und Vampire. Man sagt, dass sich einsame und ungeliebte Menschen in Vampire, sogenannte '''Sousouyants''', verwandeln konnen. Sie ziehen ihre Haut aus und lassen diese auf der Türschwelle liegen, dann verwandeln sie sich in Feuerbälle, die durch die Luft fliegen. Dann kommen sie zu den Menschen und saugen ihnen das Blut aus. Man kann sich vor ihnen schützen, indem man Reis oder Salz um sein Bett streut. Der Vampir muss jedes Korn zählen, bevor er Blut saugen kann, bis er damit fertig ist, wird schon wieder Morgen und er muss unverrichteter Dinge abziehen. === Karneval === Französische Einwanderer brachten im 18. Jahrhundert den Karneval mit in die Karibik. In Frankreich war der Karneval damals ein riesiges Schlemmer- und Kostümfest vor dem Beginn der Fastenzeit. Die französischen Großgrundbesitzer in der Karibik feierten dieses Fest unter sich und ohne die Sklaven, nur freie Mulatten wurden zur Teilnahme eingeladen. Nach der Sklavenbefreiung 1834 wollten auch die Farbigen ihr Fest feiern. Das traditionelle Erntedankfest '''Canboulay''' wurde auf den Karnevalsonntag vorverlegt. Sie veranstalteten Straßenumzüge mit Trommelmusik, Stockkämpfen und Spottliedern auf die Weißen, dazu kleideten sie sich in elegante Kleider wie ihre weißen Herren. Diese fühlten sich schnell beleidigt und feierten in der Folgezeit nur noch in ihren Häusern. 1883 wurde den Farbigen das Mitführen von Trommeln verboten, ein Jahr später fanden die Umzüge nur noch am Karnevalmontag und unter Polizeibegleitung statt. So entstanden in den Vororten von Port of Spain die ersten '''Mas Camps''' - Kostümgruppen. Statt der Trommeln benutzte man Bambusstücke um den Takt zu schlagen, zur Zeit des II. Weltkrieges erfand man neue Musikinstrumente: Keksdosen und leere Ölfässer. 1894 kam dem Kaufmann ''Ingnatius Bodu'' die Idee, aus dem Karneval einen Wettbewerb zu machen. 1921 richtete ''Chieftain Douglas'' als erster ein '''Calypso Tent''' ein, in dem während der Karnevalsaison Nonstop gesungen wurde. Heute gibt es das '''National Carneval Commitee''' (NCC), es entstand aus der 1957 gegründeten ''Carneval Development Commission''. Diese Behörde betreut den gesamten Karneval, schreibt die Wettbewerbe aus, bestimmt die Veranstaltungsorte, organisiert die Showveranstaltungen, stellt die Preisrichter und wirbt Spenden ein, mit denen Gewinner zu hohen Geldpreisen kommen. Eine Jury wählt die Gewinner. Sie besteht aus Mitarbeitern von Ministerien, des NCC und Mitgliedern von Tanz-, Steelband- und Gesangsgruppen. Gewählt werden die besten Königs- und Königinkostüme, der beste Kostümdesigner, das Karnevallied des Jahres und die Musikband des Jahres. Eine Musikband kann zwischen 3.000 und 9.000 Mitglieder zählen. Für die Offiziellen beginnt die Karnevalsaison am Tag nach Aschermittwoch. Die Calypso-tents öffnen im Laufe des Januar. Danach beginnen die Vorentscheidungen für den Calypso- und Soca Monarchen, für Karnevalskönig und -königin. Die heiße Phase der Feierlichkeiten beginnt kurz vor Beginn der Fastenzeit mit dem Kinderkarneval. Am Karnevalmontag starten die Umzüge am frühen Morgen Richtung Stadtzentrum. Um die Mittagszeit finden die Maskenumzüge statt. Karnevaldienstag strömen die Massen zur Hauptveranstaltung im Queen´s Park, die bis in die späte Nacht dauert. Am Mittwoch ist alles vorbei und die Insulaner gehen wieder ihrem Gewerbe nach. === Musik === * '''Calypso''': Der Calypso hat seinen Ursprung an den Küsten von Westafrika und wurde von den Sklaven mit ins Land gebracht. Das „Urwort“ ist Kaiso und kommt aus Nigeria, Kaisos sind dort Spottlieder. Von den Sklaven wurden diese Lieder bei der Feldarbeit gesungen um die qualvolle Arbeit etwas zu erleichtern. Zugleich war es die einzige Möglichkeit, sich verschlüsselt über die Herrschaft zu beschweren oder lustig zu machen. : Seit der Abschaffung der Sklaverei wird dies von deren Nachfahren gefeiert. Seitdem wurden die Liedertexte immer bissiger. Im Jahre 1881 wurde bei so einer Veranstaltung von den Farbigen so auf die Regierung geschimpft und die politischen Mißstände wurden derart in ihren Gesängen verspottet, dass die Umzüge und Gesänge verboten wurden. In der Folgezeit texteten die Sänger, die Calypsonians, im Untergrund weiter. Aktuelle private und besonders politische Ereignisse werden seitdem besungen und ersetzen für den Teil der Bevölkerung, die nicht lesen können, die Tageszeitung. Man sagt auch: der Calypso bietet die Gelegenheit, etwas in Liedform zu sagen, was man in der besseren Gesellschaft nicht aussprechen kann. : Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. : Zwischen den beiden Weltkriegen wurde der Calypso international durch das Lied „''Rum and Coca Cola''“ bekannt. Es wurde von Lord Invader geschrieben und von den Andrew Sisters in den USA auf den Markt gebracht, sie verkauften die Platte fünf Millionen Mal. : 1978 wurde Calypso Rose als erste Frau zum alljährlichen Calypso King gekrönt. : Fast alle Sänger haben ausgenommen auffallende Namen: Atilla the Hun, Growling Tiger, Mighty Chalkdust, Roaring Lion, Valentino oder Black Stalin. Zu den weltweit bekanntesten gehören '''Lord Kitchener''' (*1922, †2000) und '''Mighty Sparrow'''. : In jüngster Zeit ist auch der Calypso extrem kommerzialisiert worden. * '''Indische Musik''': Mit einem Bevölkerungsanteil von etwa 40&#x202F;% beherrschen die Inder auch einen großen Teil der Musikszene. Im Laufe der Jahrzehnte hat die ursprünglich religiöse Musik sich teilweise an die Ansprüche der Jugendlichen Zuhörer angepaßt. '''Chutney''' ist eine dieser neuen Musikrichtungen, heute mit schnellerem Rhythmus und tanzbar, hat sie sich aus hinduistischen Folkloreliedern entwickelt. Chutney ist auch ein Teil des Trinidad-Karnevals geworden und für die Musikgruppen werden Preise vergeben. '''Pantar''' ist die Fusion von Pan-Musik und Sitar, eines der schönsten und ältesten indischen Musikinstrumente. Mit dieser Kombination lassen sich alle Arten von Calypsomusik bis zu indischer Ragmusik spielen. Einer der bekanntesten Pantar Interpreten ist Sitarist ''Mungal Patasar'' und seine Gruppe. * '''Panmusik und Steelbands''': Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. Ab 1935 begannen die Musiker deshalb, auf Dosen, Fässern und Benzinkanistern zu trommeln. Ein Jahr später gelang es dem Musiker '''Ellie Mannette''' ein Ölfaß so zu manipulieren, dass man ihm verschiedene Töne entlocken konnte. 1939 spielte die John John Band zum ersten Mal des amerikanische Kinderlied „Mary had a little lamb“ auf gestimmten Ölfässern. Seit 1945 erschienen abgeschnittene und gestimmte Ölfässer, die Pans, in der Öffentlichkeit. Heute ist der Beruf des Ölfaßstimmers sehr geachtet. Man unterscheidet die Pans nach Größe und Klangfarbe. Bass Pans verfügen über 5-7 Töne, sie werden auf etwa 7,5 cm Höhe zusammengeschnitten. Cello Pans haben 10 Töne und werden bei 35 cm abgeschnitten. Die Tenor Pans verfügen über 26-32 Töne und werden auf eine Länge von 15-18 cm geschnitten. : Die Pans werden blank geschliffen, verchromt, poliert und auf Gerüste montiert, damit der Musiker Bewegungsfreiheit hat. Die Tonfelder werden mit unterschiedlich großen Klöppeln geschlagen. Die Pans können von einem Solomusiker bearbeitet werden oder als Band können bis zu 100 Personen zusammen musizieren. Auf Trinidad soll es über 100.000 Ölfaß-Spieler geben. * '''Parang''': Besonders in der Weihnachtszeit beherrscht Parang die Musikszene. Diese Musikrichtung leitet sich aus venezuelanischen Weihnachtsliedern ab und den damit verbundenen Haus-zu-Haus besuchen und -feiern. Zu spanischen Texten mit religiösem Inhalt kommen südamerikanische Rhythmen mit Violine, Gitarre, Baß, Cuatro und Maracas. Einige Gruppen spielen die traditionellen Weisen, andere mixen es mit Soca, so dass '''Soca Parang''' entsteht. * '''Rapso''': Eine weitere Fortsetzung von der afrikanischen Tradition des Geschichtenerzählens führte zur Entwicklung des Rapso, einer Mischung von amerikanischem Rap mit Calypso. Hier wird Sprechgesang in Versen vom Rhythmus großer, schwerer Trommeln untermalt. Zwei der bedeutendsten Künstlergruppen sind ''Brother Resistance'' und ''Network Rapso Riddum''. * '''Soca''': Diese flottere Art des Calypso wurde 1970 geboren, als die Elektronik Einzug in die Musikszene hielt. Diese neue Form wird dem Musiker zugesprochen, der sich damals '''Lord Shorty''' nannte und heute unter dem Namen ''Ras Shorty I'' Musik produziert. Der Soca-Rhythmus läßt sich leicht mit anderen Musikformen verbinden. So findet man auf Trinidad den Soca heute als Bestandteil von Reggae, Jazz, Rythem & Blues als auch mit indischer Musik. Auch die im Lande lebenden Inder fanden an diesem Musikstil gefallen, verbanden den Rhythmus mit Hinditexten und so wurde der '''Chutney-Soca''' geboren. === Pflanzen- und Tierwelt === Trinidad und Tobago zählen zu den zehn führenden Ländern bei der Anzahl von Vogelarten pro Qaudratmeile. Auf beiden Inseln findet man auf Grund der Nähe zu Südamerika eine größere Anzahl von Pflanzen und Tieren als auf den anderen Karibischen Inseln. Man kennt 2.300 verschiedene, blühende Pflanzen, davon sind alleine 700 Orchideen. Die Nationalblume von Trinidad ist die '''Chaconia''', englisch: Wild Poinsettia. Ein Strauchgewächs von 2-3&#x202F;m Höhe, es ähnelt dem Weihnachtsstern. Den „Buffalypso“ gibt es nur auf der Insel Trinidad. Er ist das Ergebnis intensiver Zuchtversuche aus den 1960-er Jahren. Fünf auf Trinidad heimische Wasserbüffel Rassen wurden gekreuzt. Das Ergebnis ist ein friedfertiges Tier, dass tropische Hitze gut verträgt, mit schmackhaftem Fleisch. Es gibt 620 verschiedene Arten von Schmetterlingen. Von den 433 verschiedene Vogelarten brüten 250 auf der Insel, es gibt 41 verschiedene Kolibriarten. Den blinden Ölvogel findet man nur in Trinidad, es ist der größte Vogel, der sich von Früchten ernährt, aber nur nachts auf Futtersuche geht und selbst ein Amazonas-Papagei ist auf Trinidad zu finden. 108 verschiedene Säugetiere sind vertreten, dazu zählen 57 Fledermausarten und es gibt 70 verschiedene Arten von Kriechtieren. Die einzigen '''giftigen Schlangen''' sind die '''Far de Lance''' und der '''Buschmeister'''. Die Morocoy ist eine kleine Landschildkröte, die früher als Delikatesse gejagt wurde und fast ausgerottet war, heute wurd sie vielerorts als Haustier und Spielgefährte der Kinder gehalten. Verschiedene Strände von Trinidad und Tobago werden in den Monaten März bis Juli von Meeresschildkröten zur Eiablage aufgesucht. Der Besuch von Strandabschnitten, die von Schildkröten zur Eiablage aufgesucht werden, unterliegt einer Genehmigung durch die Forstverwaltung. The Forest Division, Long Circular Road, Port of Spain, Tel. 622-7476. The Forest Division, San Fernando, Tel. 657-8391, 657-7256. Den Schmetterling „89“, er hat eine schwarz-beigene Markierung auf der Flügelunterseite, die wie eine 89 aussieht, findet man nur auf Trinidad. Der Pauis ist ein großer truthahnartiger Vogel, der früher viel gejagt wurde und dadurch sehr selten geworden ist. Es gibt ihn nur auf Trinidad, nirgendwo sonst auf der Welt, er steht unter Schutz. Einzigartig auf der Welt ist auch der Fisch Cascadura. Diese Welsart ist ein Urtier aus dem Silur-Zeitalter. Sein Lebensraum sind zahlreiche schlammige Gewässer an der Südküste Trinidads. Ebenso selten sind die Reiherarten Agami, Blongios und Crabier Bec, die es nur auf Trinidad gibt. Weitere Vogelarten, die es in der Karibik nur auf Trinidad gibt sind Eisvögel, Pirol und Tukane. Das größte wilde Tier auf Trinidad ist der Braune Waldmazama, eine Hirschart. Das Halsband-Pekari wird von den Einheimischen Quenk genannt, es ist eine Wildschweinart. Auf der Insel gibt es verschiedene Opossumarten, die auch Manicou genannt werden, Waschbären, das hasengroße Agouti und den größeren Gefleckten Paka. Das gepanzerte Gürteltier, Armadillo oder Tatu genannt, und die seltenen Ozelote bekommt man kaum zu sehen. In einigen Flüssen und Sümpfen lebt der bis zu 2&#x202F;m lange Kaiman. === Plantagenwirtschaft === Die Landfläche von Trinidad und Tobago umfasst 513.000 Ha, weniger als ein Drittel davon ist Ackerfläche, 45&#x202F;% sind als Waldflächen ausgewiesen. Nur 13&#x202F;% des pflügbaren Landes ist bewässert. Es gibt aber eine Vielzahl von kleinen und großen Flüssen, Überflutungen in der Regenzeit sind normal. Die letzte umfassende Erhebung aus den 1970-er Jahren zählt 35.000 Farmen mit einer Gesamtfläche von etwa 130.000 Ha. Die Durchschnittsgröße einer Farm wurde mit 6 Ha angegeben, aber die 40 größten Plantagen hatten alle eine Größe über 400 Ha. Die landwirtschaftlichen Ernteerträge der 1970-er und 1980-er Jahre in Trinidad stehen in einem engen Zusammenhang mit der Ölindustrie. Dieser Trend begann Anfang der 1970-er mit dem starken Anstieg des Ölpreises. Löhne in der Landwirtschaft waren erheblich niedriger als in der Ölindustrie, der Geldreichtum führte zu größeren Importen von landwirtschaftlichen Produkten. Die Zahl der Landarbeiter sank um 50 %. Die Ernteerträge bei Zitrusfrüchten sanken um 75 %, bei Kakao waren es 61 %, bei Kokosprodukten 56&#x202F;% und bei Kaffee immer noch 15 %. Der Zuwachs von landwirtschaftlichen Produkten in den 1980-er Jahren wurde von Kleinstfarmern erwirtschaftet, die ihre Produkte oft in gartenähnlichen Familienbetrieben anbauten. Die Viehzucht im Land hat keine große Bedeutung. Es gibt nur rund 30.000 Rinder. Rindfleisch wird überwiegend aus Australien un Neuseeland importiert. Milch und Milchprodukte werden zu 90&#x202F;% von der Firma Nestlé eingeführt. Seit den späten 1980-er Jahren gibt es Zuchtversuche von Kühen und Indischen Wasserbüffeln, die man im Lande „Buffalyso” nennt. Bedeutender ist die Aufzucht von Hühnern und Schweinen. '''Kaffee''' wird in Trinidad verstärkt seit 1930 angepflanzt. Die Produktion sank von den späten 1960-er Jahren bis Mitte der 1980-er Jahre aber um rund 50 %. 1984 konnte zum ersten Mal kein Kaffee exportiert werden. Ein Jahr später betrug die Ernte wieder 2,1 Millionen KG, von denen 35&#x202F;% exportiert wurden. '''Zitrusfrüchte''' hatten in den 1950-er Jahren einen Boom. Man erntete zu der Zeit über 90.000 Tonnen pro Jahr, 1982 waren es nur noch 4.700 Tonnen. '''Kakaoplantagen''': Kakao war von den späten 1880-er Jahren bis in die 1930-er Jahre die wichtigste Anbaufrucht auf Trinidad und Tobago. Auf Tobago war sie dies sogar bis in die späten 1980-er Jahre. Kakao war schon im 18. Jahrhundert durch die Spanier nach Trinidad gekommen. Zeitweise war die Insel der zweitgrößte Kakaolieferant auf der Erde. Verschiedene Krankheiten haben der Fucht aber sehr zugesetzt. So sank die Jahresernte von 2.600 Tonnen im Jahre 1981 auf unter 1.300 Tonnen in 1985. Seit den 1970-er Jahren ist das Land nicht mehr in der Lage den Bedarf von Kokosöl und Seife mit den Ernten aus dem eigenen Land zu befriedigen. * Lopinot Estate. In Arouca führt die Lopinot Road nach Norden in die Northern Range. Um 1800 legte der Franzose Charles Joseph Comte de Lopinot dort eine 193 Ha große Kakaoplantage an. Der Graf war ein Offizier der französischen Armee in Haiti. Nach der Ausrufung der Unabhängigkeit und der damit verbundenen Freilassung der Sklaven in Haiti verließ er das Land und brachte seine 100 Sklaven mit nach Trinidad. Er nannte die Plantage „La Reconnaissance“. Das Herrenhaus, die Stallgebäude, die Sklavenunterkünfte und das Gefängnis wurden restauriert und können heute besichtigt werden. Im Herrenhaus wurde ein kleines Museum eingerichtet. Öffnungszeiten: täglich von 8-18 Uhr, Eintritt frei, Führungen finden zwischen 10 und 18 Uhr statt. '''Zuckerplantagen''': Im 19. Jahrhundert war Zucker trotz der überwältigenden Probleme noch immer die bedeutendste Einnahmequelle der Insel Trinidad. In den 1880-er Jahren gab es noch über 300 selbstständige Zuckerrohrplantagen. Ein Jahrhundert hatte die staatliche Carioni Gesellschaft hier das Monopol, nachdem man im Jahre 1971 51&#x202F;% der Aktien von Tate and Lyle zurückgekauft hatte. In den 1980-er Jahren wurde Zuckerrohr auf knapp 20.000 Ha angepflanzt, 20.000 Arbeitskräfte wurden in der Industrie gezählt. Die Jahresproduktion von Zucker lag zwischen 70.000 und 80.000 Tonnen. * Caroni Estate and Sugar Factory, Couva, Tel. 636-2371. Die Zuckerfabrik und die Distillerie liegen fast 40&#x202F;Km voneinander entfernt. Seit 1918 wird dort Rum destilliert. 1957 übernahm Caroni die Esperanza Estate. Deren Destillieranlagen wurden nach Caroni gebracht. 1980 wurde die Produktion ausgebaut. Neben eigenen Anbauflächen erhält Caroni Zuckerrohr von 6.000 unabhängigen Kleinfarmern. Seit 2003 wir die Caroni Gesellschaft umstrukturiert. Die Zuckerfabrik von Caroni wird geschlossen, die Fabrik von Sainte Madeleine bleibt bestehen. Der Landbesitz von Caroni, etwa 30.000 Ha geht in Staatsbesitz über und wird von einer neugegründeten Agentur verwaltet, der Estate Management and Business Development Company. Das Ziel ist, statt Rohzucker Zitrusfrüchte und Reis anzupflanzen und Milchviehzucht zu betreiben. :Der Rum wird unter den Markennamen Caroni Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, als Stallion Puncheon Rum mit 78&#x202F;% Alkohol, als Felicite Gold, White Magic Light und Special Old Cask Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol abgefüllt. Nur die leichten Rumsorten werden nach Kanada und Europa exportiert. * Champs Elysée Estate, Maraval Tal, Port of Spain. Um 1785 führte die Einwanderungspolitik des Franzosen Roumé de St. Laurent unter dem Gouverneur Don José Chacon viele französische Siedler mitsamt ihren Sklaven auf die Insel. Im fruchtbaren Maraval Tal bauten sie Baumwolle, Kaffee und Zuckerrohr an. Die Mehrheit der dort lebenden Menschen konnte kein englisch, fast alle gehörten der römisch-katholischen Kirche an. Im Jahre 1881 lebten dort 1.480 Menschen, davon waren 88 Plantagenbesitzer oder -verwalter. :Roumé de St. Laurent erwarb selbst ein großes Stück Land am Taleingang, aus dem die Champs Elysée Plantage entstand. Aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten musste seine Familie die Plantage schon bald verpfänden, später ging sie in den Besitz eines Pflanzers mit Namen Boissiere über. 1849 fasste man das ganze Tal zum Stadtbezirk Maraval zusammen. Gegen Ende des Jahrhunderts waren viele der kleinen Plantagen verschwunden. Auf den verbliebenen größeren Ländereien Champs Elysée, Moka, Haleland Park und Val de Oro wurde weiter Landwirtschaft betrieben. Heute werden nur noch auf der Paramin Plantage, westlich von Maraval, Gemüse und Gewürze angepflanzt. * Diego Martin River Estate, am Diego Martin Fluß. Direkt neben der Hauptstraße steht noch das 150 Jahre alte und 12&#x202F;m hohe Wasserrad der Zuckerplantage. Die Plantage fiel im Jahre 1897 in den Besitz der Regierung. Weitere historische Gebäude sind nicht erhalten, das einfache Plantagenhaus wurde aber wieder hergestellt. Es gibt aber noch einen Park mit Picknickplätzen und ein Mini-Museum. Das Museum ist täglich von 10-18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. * Spring Hill Estate. Um 1900 gründetet der in Frankfurt geborene Friedrich Wilhelm Mayer im fruchtbaren Arimatal in einer Höhe von etwa 400 Metern diese Plantage, um Kaffee, Kakao und Zitrusfrüchte anzupflanzen. 1908 wurde das Haupthaus fertig gestellt. Sohn Charles Mayer bewirtschaftete das Anwesen bis 1925, dann gab er auf, weil ihm der Gewinn zu gering war. 1932 kaufte der amerikanische Geologe Joseph Holmes das Land auf. Er brachte einen Stromgenerator dorthin und ließ einen Pool bauen. 1947 kauften Dr. Newcome Wright und seine Frau Asa Wright die 74 Ha große Plantage. Drei Jahre später richtete Dr. William Bebe von der New Yorker Zoologischen Gesellschaft dort eine Forschungsstation zum Studium tropischer Pflanzen und Tiere ein. 1955 verstarb Asa Wright. 1967 verkaufte ihr Mann das Gelände an die Forschungsstation. Im gleichen Jahr wurde das Herrenhaus in ein Gästehaus umgewandelt. Unter finanzieller Mithilfe der Bank of Nova Scotia wurde das Asa Wright Naturschutzgebiet eingerichtet. * Woodbrook Estate, Port of Spain. Nachdem die Siegert Familie 1875 (siehe unten) Venezuela verlassen hatte entstand in Port of Spain am Marina Square Ecke Charlotte Street die neue Angostura Fabrik. Die gleichbleibende Qualität und der weltweite Erfolg der Firma erlaubte es der Familie 1899 die 140 Ha große Woodbrook Estate zu kaufen. Die drei Brüder Alfredo, Carlos und Luis Siegert kultivierten ein Teil des Landes, zugleich planten sie eine Wohnsiedlung. Der Bau von 11 Straßen wurde in Angriff genommen, jede wurde nach einem Familienmitglied und nach Mitarbeitern des Projektes benannt. Nach dem Tod der Brüder Carlos und Luis verkaufte Alleinerbe Alfredo das Land 1911 an die Stadt Port of Spain. * '''Angostura Bitters''' Limited, Rumdistillerie, Eastern Main Road, Tel. 623-1845, Fax 623-1847. Im Jahre 1820 wanderte der preussische Chirurg Dr. Johann Gottlieb Benjamin Siegert nach Venezuela aus. Er wollte mit Simon Bolivar gegen die Spanier kämpfen. Vier Jahre später, als Leiter des Militärhospitals im Ort Angostura, am Ufer des Orinoco Flusses, entwickelte er eine Mischung aus tropischen Heilpflanzen, Gewürzen und Alkohol. Dieses Mittel „''Siegert´s Aromatic Bitters''“ sollte den von Tropenkrankheiten geschwächten Soldaten zu neuer Kraft verhelfen. Soldaten und Schiffsbesatzungen machten die Tinktur auf der ganzen Welt bekannt. 1850 verließ Dr. Siegert die Armee um sich vollständig der Produktion seines gefragten Elixiers zu widmen. 1875 verließ die Siegert Familie das krisengeschüttelte Venezuela wo ein politischer Diktator auf den anderen folgte und ließ sich in Trinidad nieder. :Im Jahre 1903 starb Carlos Siegert, zwei Jahre später sein Bruder Luis. Alfredo Siegert war nun einziger Kenner der geheimen Formel für Angostura. In der Folgezeit spekulierte er mit großen Geldmengen in verschiedenen Sektoren, verlor das Geld und auch die Firma. Amerikanische und kanadische Geschäftsleute versuchten erfolglos, die Fabrik im Ausland anzusiedeln. :1936 begann die Firma Angostura Bitters unter der Leitung von Robert W. Siegert, einem Enkel des Gründers, Alkohol zu brennen, dazu wurde eine Tochtergesellschaft, die Trinidad Distillers Ltd. gegründet und die Fernandes Rumbrennerei aufgekauft. Das Rezept für Angostura Bitters ist eines der bestgehüteten Geheimnisse der Karibik. 1960 wurden die Produkte von Angostura bereits in 140 Länder exportiert. Die Jahresproduktion von 1.3 Millionen Liter wurde bis 1998 auf 20 Millionen Liter gesteigert. :Das Besucherzentrum, Tel. 623-1841 im Ortsteil Laventille in Port of Spain ist geöffnet. Führungen finden dort montags bis freitags um 9.30, 13.30 und 14 Uhr statt, Führungen kosten 8 US $. :Die Distillerie kauft ihre Melasse von verschiedenen Zuckermühlen im Lande und vergärt und destilliert den Rohstoff in einer eigenen Brennerei. Der Rum wird unter dem Markennamen Royal Oak als 43 %-iger Rum verkauft. Weitere Markennamen sind Old Oak White und Old Oak Gold. 1973 erwarb man die auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindliche Distillerie Fernandes. Der Rum von dieser Destille wird unter den Markennamen Forres Park Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, Fernandes Vat 19, Fernandes Black Label, Ferdi´s Premium Rum und Crystal White Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol vertrieben. Daneben werden leichtere Mischgetränke hergestellt: Caribbean Club Rum Punch, Limbo Drummer, Lemon Lime & Bitters, Blu Vodka und Correla´s. :Das Grundprodukt Angostura Bitters ist eine aromatische Lösung mit 44,7&#x202F;% Akoholanteil. Man verwendet es hauptsächlich zur Verfeinerung von Mixgetränken, aber auch in Fisch- und Fleischgerichten, für Gemüse, Kuchen, Marmelade, Pudding, in Salaten und Suppen. * Fernandes Distillers, Fernandes Industrial Centre, Eastern Main Road, Laventille, Tel. 623-2101, 623-2501, Fax 623-1847. Als das Trinidad & Tobago Rum Bond Lager im Jahre 1932 abbrannte, nutzte der Besitzer der Fernandes Distillery, Joseph Bento Fernandes, die Gunst der Stunde. Er kaufte die angesengten Rumfässer günstig auf stellte fest, dass der Rum darin von besonderer Güte war. Dieser Rum wurde unter dem Namen „1919 Super Premium Rum“ verkauft. 1919 war das Jahr, in welchem die Fässer gefüllt worden waren. === Trinidad´s Eisenbahn === Schon kurz nach 1800 waren es die Großhändler, Kaufleute und Plantagenbesitzer, die bei der Kolonialverwaltung nach besseren Verkehrsverbindungen fragten. Doch wenig oder nichts geschah. Ebenso oder ähnlich verhielt es sich mit der Eisenbahn. Um 1846 wurde die '''Trinidad Railway Company''' gegründet. Man begann mit der Vermessung von möglichen Fahrlinien, kam aber zu der Überzeugung die Finanzierung sei nicht möglich. Im Jahre 1859 entstand dann die erste privat finanzierte Linie von Princes Town zum Hafen von San Fernando. Man nannte sie die Pflanzerlinie, da zunächst nur landwirtschaftliche Produkte an zur Kings Wharf gebracht wurden, zum weitertransport auf Schiffen rund um die Insel. Die Wagen wurden von Pferden oder Mulis gezogen. Auf Grund des öffentlichen Drucks wurde das Angebot auf den Personentransport ausgedehnt, auch die Post wurde nun mit der Eisenbahn transportiert. Diese Linie wurde unter dem Namen '''Cipero Tramroad''' bekannt. Sie existierte bis 1920, dann ging sie an die Trinidad Government Railway über. 1873 begann man mit dem Bau einer Bahnverbindung von Port of Spain nach Arima. Der Ausgangspunkt war der South Quay in Port of Spain, über San Juan und St. Joseph verlief die Linie bis nach Arima. Am 31. August 1876 wurde die Linie in Betrieb genommen. Die Eisenbahngesellschaft, offiziel Trinidad Government Railway, wurde gegründet. Ursprünglich sollte sie nur das reiche Landwirtschaftsgebiet um den Ort Arima herum mit dem Hafen von Port of Spain verbinden. Nun gab es aber eine kleine Eisenbahn Manie. Jeder einflußreichere Plantagenbesitzer verlangte die Anbindung seiner Farm an das Eisenbahnnetz. Schon im Januar 1880 gab es eine Verbindung nach Couva im Süden, bis 1882 wurde die Linie nach San Fernando fertig gestellt. Der Erfolg der Eisenbahnlinie nach Arima war überwältigend. Bis 1896 wurde sie nach Gunapo erweitert und 1897 wurde Sangre Grande erreicht. Im Jahre 1897 entstand an der Südlinie bei Cunupia ein Abzweig durch das Tal des Caparo Flusses nach Tabaquite. Nachdem man im Südwesten von Trinidad große Ölvorkommen gefunden hatte wurde die Eisenbahnlinie von San Fernando aus im Jahre 1913 bis nach Siparia verlängert. Im Jahre 1914 hatte das Netz dann seine größte Ausdehnung mit dem Ausbau bis nach Rio Claro. Die Länge des Schinennetzes betrug nun 173&#x202F;Km. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurden diese Eisenbahnwagen von Pferden gezogen. 1910 gab es die erste Motor-Bus-Verbindung in Trinidad. Die beiden Geschäftsleute Newallo und Asgarelli Syne betrieben '''Syne´s Bus Service'''. Mit der Zentrale in Icacos fuhren ihre Busse von dort über San Fernando bis nach Siparia und St. James in Port of Spain. Bis zum Beginn des I. Weltkrieges war dies das einzige Busunternehmen des Landes. Bis zum Jahre 1920 stieg die Zahl von angemeldeten Motorautos von etwa 100 auf 1.176. Im gleichen Jahr eröffnete Charles Ross eine Buslinie zwischen Four Roads und Macqueripe. Ab 1923 verzeichnete die Eisenbahn einen deutlichen Einbruch bei ihren Fahrgastzahlen. Trotzdem blieb die Eisenbahn ein Erfolg. Erst nach der Unabhängigkeit führte ein Missmanagement der Regierung zum Zusammenbruch des Eisenbahnverkehrs. Die Trasse der Linie von Port of Spain nach Arima, die mehr oder weniger parallel zur Eastern Main Road verläuft, wurde zur Fahrbahn nur für Express-Busse und Maxi-Taxi umgebaut. An das Zeitalter der Eisenbahn erinnert die Lokomotive Nr. 11, sie steht als Denkmal in der Harris Promenade von San Fernando. Ein zweites Exemplar befindet sich im Busdepot von Port of Spain. == Sprache == Amtssprache ist englisch. Besonders auf Trinidad wird aber auch verbreitet Französisch, Spanisch, Hindi und Chinesisch gesprochen. Daneben gibt es ein überwiegend englisches Patois. == Anreise == * {{vCard |type=airport |name=Piarco International Airport |wikidata=Q788810 |address=Golden Grove Road, Piarco |phone=669-4101 |fax=669-2319 |description=Landebahn 10/28, 10.440 × 151 Feet (3.182 × 46 m). Airport Authority of Trinidad & Tobago, Piarco Airport, Tel. 669-4101. Einreisebehörde, Immigration, Piarco Airport, Tel. 669-5859, Zollbehörde, Customs, Piarco Airport, Tel. 669-4361. |url=https://piarcoairport.com }} * '''Schiffsverbindungen''': Zwischen Trinidad und Tobago gibt es einen regeläßigen Fährverkehr. Der Hafen von Port of Spain wird von Kreuzfahrtschiffen angelaufen. == Mobilität == Achtung: '''Linksverkehr'''! Für das Fahren von Mietwagen wird für 90 Tage ein in Deutschland ausgestellter gültiger Internationaler Führerschein anerkannt. Wer länger im Lande ist muss eine nationale Fahrerlaubnis beantragen. Licening Department, Wrightson Road, Port of Spain. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 50 km/h, nur auf einigen Schnellstraßen darf man 80&#x202F;km/h fahren. Von der Hauptstadt Port of Spain gibt es eine autobahnähnliche Schnellstraße in Richtung Osten bis nach Arima und etwas darüber hinaus. Etwa 9&#x202F;km hinter Port of Spain zweigt davon eine Schnellstraße nach Süden ab, über die Stadt Chaguanas führt sie bis nach San Fernando. Die Eisenbahnlinie von Port of Spain nach Arima wurde eingestellt. Die ehemalige Bahntrasse wurde aus- und umgebaut, dies ist heute der Fahrweg für Expressbusse und Maxi Taxi. == Aktivitäten == * Naturbeobachtungen, hauptsächlich die Vogelwelt. * Strandleben, in Trinidad ist es nicht so ausgeprägt wie im Rest der Karibik. An der Nordküste findet man nur einzelne kleine Sandbuchten. Das Wasser an den kilometerlangen Stränden der Ostküste ist trüb, bedingt durch die Einschwämmungen des nahen Orinoco in Venezuela. Die Westküste ist verschmutzt durch intensive Bohrarbeiten der Erdölindustrie. * Wanderungen, hauptsächlich im Bereich der Northern Range. [[File:TnT Caroni Swamp 2.jpg|thumb|right|Caroni Swamp]] * Caroni Swamp: Sumpfgebiet im Mündungsbereich des Caroni River, durch das geführte Touren angeboten werden. Hauptattraktion ist eine riesige Kolonie Scharlachsichler, die am späten Nachmittag von ihren Fressrevieren zu ihrem Ruhegebiet zurückkehren. Ganz selten können Wasserschlangen oder Kaimane beobachtet werden. == Küche == Die Küche von Trinidad spiegelt die Zusammensetzung der Bevölkerung wieder. Neben der traditionallen karibischen Küche findet man heute viele chinesische, libanesische und syrische Einflüsse. Einen sehr großen Anteil an den Restaurants und Essgewohnheiten hat der indische Bevölkerungsanteil. Dadurch gibt es große Unterschiede zu den Restaurants auf der Insel Tobago. * '''Callaloo soup''' ist eine Suppe aus den spinatähnlichen Dasheenblättern mit allerlei Gewürzen und Krebsfleisch, stellenweise wird sie auch sehr scharf gewürzt. '''Dhal''' ist eine indische Suppe aus roten Linsen. * '''Buljol''' nennt man Saltfish, der zusammen mit Avocados, Paprika, Tomaten und Zwiebeln in Olivenöl gedünstet wird. * Ham´n Hops oder einfach nur '''Hops''' ist eine knusprige Brötchenart mit Schinkenfüllung. * '''Pastelles''' sind gefüllte Maismehltaschen die in Sohareeblättern gegart werden, ein klassisches Street Food. Die Füllung besteht aus angebratenes Rinderhack, Tomaten, Worcestershiresauce, diversen Gemüsen und Kräutern Besonders zu Weihnachten werden auch Oliven, Kapern und Rosinen dazugemischt. <gallery mode="packed" heights="150"> Callaloo-mit-Shrimps-GT.jpg|Callaloo soup mit Shrimps Buljol (Salted cod, oil, onions, tomatoes, pepper, boiled eggs).jpg|Buljol (gesalzener Kabeljau, Öl, Zwiebeln, Tomaten, Paprika, gekochte Eier) FOOD Pastelle open.jpg|geöffnete Pastelle </gallery> * Reis, der mit Kokosnußmilch gekocht wird erhält eine bräunliche Farbe. Auf vielen Karibikinseln wird er mit roten Bohnen vermischt zu jedem Essen angeboten. Auf Trinidad heißt er nicht „rice and peas“ sondern '''Pelau''', dazu gibt es im allgemeinen Hühnerfleisch, Paprikagemüse und alles ist scharf gewürzt. * Zu vielen Gerichten gehört '''Dumplin'''. Dumplins sind fingerdicke, längliche Klöße aus Wasser und Mehl, die in die Suppe oder Sauce gegeben werden. * '''Souse''' ist keine Soße sondern gekochtes Schweinefleisch, das mit Gurken, Paprika und Zwiebeln serviert wird, wir kennen es besser als Sülze. * '''Cascadura''' ist Fisch, den es nur in Trinidad gibt, der mit viel Curry gekocht wurde. <gallery mode="packed" heights="150"> Trinidadian Chicken Pelau (15399269506).jpg|Chicken Pelau </gallery> * '''Saltfish''' kommt überwiegend aus Norwegen und ist in der Karibik inzwischen ein teures Lebensmittel geworden. Der frisch gefangene Fisch wird dort ausgenommen, gewaschen, gesalzen und auf langen, dünnen Stangen aufgereiht und luftgetrocknet. * '''Black Pudding''' ist eine Blutwurst die viele Zwiebeln, Knoblauch und Gewürze enthält, sie gilt warm oder auf Brot als absolute Delikatesse. * '''Black cake''' ist ein sehr schwerer Kuchen aus dunklem Teig, der Teig wird mit Trockenfrüchten vermischt, die zuvor in Cherrybrandy und Rum eingeweicht wurden. * Das einheimische '''Bier''' trägt die Namen Carib, Heiroun und Stag Lager Beer. Auf der Insel wird aber auch Guinness, Mackeson und Stout in Lizenz abgefüllt. Die bekanntesten '''Rumsorten''' der Insel sind Old Oak und VAT 19. * Daneben gibt es unzählige '''alkoholfreie''', soganannte Soft Drinks, die meistens nur extrem süß und nach Chemie schmecken. == Feiertage == Zusätzlich zu den gesetzlichen Feiertagen die für die beiden Inseln Trinidad und Tobago gelten, gibt es auf der Insel Trinidad eine Vielzahl von religiösen Veranstaltungen und Feierlichkeiten, die teilweise auch zu nationalen Feiertagen geworden sind. === religiöse (regionale) Feiertage === * '''Divali''' oder '''Diwali''', dieses hinduistische Fest ist dem Licht gewidmet, es wird in verschiedenen Orten Trinidads auch als Ramleela Festival gefeiert. Mit dem Fest wird in Indien die Rückkehr von Lord Rama in sein Königreich Ayodha nach 14-jährigem Exil gefeiert. Zu Ehren seiner Ankunft erleuchteten seine Untertanen die Straßen mit tausenden von Öllampen. Dieses Fest wird im November auf ganz Trinidad gefeiert. Diviali bedeutet der Triumph des Guten über das Böse. Es wird zu Ehren der Göttin Lakshmis gefeiert, die Liebe, Schönheit, Reichtum und Licht verkörpert. In der Divalinacht werden auf der ganzen Insel mit Kokosöl gefüllte Tonschalen aufgestellt und angezündet. * '''Eid-ul-Fitr''', das moslemisches Neujahrsfest. Dies ist kein festes Datum, das Fest wird am Neumondtag des Fastenmonats Ramadan gefeiert. * '''Ganga Dashara'''. Am Fluß Marianne River im Ort Blanchisseuse feiern die Hindus ihr Reinigungsritual. * Das '''Hosey Festival''' wird in Trinidad seit 1884 gefeiert, es erinnert an den Krieg von Kerbala im Jahre 640. Die ursprüngliche, drei Nächte dauernde Trauerprozession wurde bis vor 40 Jahren nach strengen Regeln durchgeführt. Seitdem hat man sich an die Mentalität der Inselbewohner angepaßt. Heute finden die Prozessionen in den Monaten Februar und März in St. James, Cedros, Couva und Tunapuna statt. * '''La Divina Pastora Festival''', katholische Kirche, Siparia. Bei dieser Prozession am zweiten Sonntag nach Ostern wird die Schwarze Madonna durch die Straßen getragen. Diese Feier ist bei den Hindus auch als Soparee Mai bekannt. * '''Phagwa''', das Neujahrsfest der Hindus findet im März statt. In Trinidad ist es seit der Landung der ersten Inder im Jahre 1845 bekannt. * '''Ramleela''', ein Hindufest, das in über 20 Gemeinden gefeiert wird. * '''Santa Rosa Festival'''. Dieses Fest der kleinen Cariben Gemeinde wird im Juli gefeiert. Am 28. August findet eine gleichnamige Feier in Arima statt. Dort wurde 1775 eine Kapelle zum Gedenken an die Schutzheilige Santa Rosa de Arima gebaut. == Sicherheit == Auf Trinidad werden Drogen, insbesondere Marihuana angeboten. Der Besitz kleinster Mengen ist verboten und wird schwer bestraft. Wertgegenstände sollten im Hotelsafe hinterlegt werden. Zimmertüren und Mietwagen immer verschließen. Nachts sollte man nicht allein unterwegs sein und dunkle Orte generell meiden. Die hohe Zahl von arbeitslosen Jugendlichen führt zu wachsender Kriminalität gegen Touristen. == Klima == {{Klimatab-col |ort= |sourcelink= |sourcetext= |xt=ja|xtjan=31|xtfeb=31|xtmar=32|xtapr=32|xtmai=32|xtjun=32|xtjul=31|xtaug=31|xtsep=32|xtoct=32|xtnov=32|xtdec=31 |nt=ja|ntjan=21|ntfeb=20|ntmar=20|ntapr=21|ntmai=22|ntjun=22|ntjul=22|ntaug=22|ntsep=22|ntoct=22|ntnov=22|ntdec=21 |rm=ja|rmjan=70|rmfeb=45|rmmar=50|rmapr=55|rmmai=100|rmjun=190|rmjul=225|rmaug=250|rmsep=200|rmoct=175.0|rmnov=185|rmdec=125 }} == Literatur == === Landkarten === * {{Karte |Titel=Trinidad |Maßstab=1 : 150.000 |Hrsg=Mapping & Control, Lands & Surveys Division, Ministry of Planning & Mobilization, Government of the Republic of Trinidad & Tobago}} == Weblinks == {{GeoData| lat= 10.41611| long= -61.34444| radius= }} {{IstInKat|Trinidad und Tobago}} {{class-3}} m1ge2tnat7ba7sel625hi9g1kpji248 1804862 1804861 2026-09-19T07:42:14Z DocWoKav 14575 /* Orte */ Geänderte vCard für Penal 1804862 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region}} '''Trinidad''' ist eine Insel in [[Trinidad und Tobago]]. Auf Trinidad sind vor allem die vielfältige Natur, der berühmte Karneval, die Strände und der artenreiche Regenwald interessant. == Regionen == === Politische Einteilung === Trinidad und Tobago gliedert sich in elf ''regions'', drei ''boroughs'' und zwei ''cities''. Eine ''region'' ist einem Bundesland vergleichbar, ein ''borough'' einer kreisfreien Stadt und eine ''city'' einem Stadtstaat wie Hamburg oder Berlin, wobei das Konstrukt des ''borough'' aus dem englischen Rechtsraum stammt und im deutschsprachigen Raum unbekannt ist. ''cities'' sind [[Port of Spain]] und [[San Fernando (Trinidad und Tobago)|San Fernando]], ''boroughs'' sind [[Arima]], [[Chaguanas]] und [[Point Fortin]]. === Geographische Aufteilung === * Northern Range: Dieser Höhenzug erstreckt sich auf einer Länge von 65&#x202F;Km entlang der Nordküste. Die Nordküste ist steil und felsig. Dort findet man keine durchgehende, befahrbare Straße. Das ganze Gebiet ist überhaupt wenig erschlossen, damit ein wahres Paradies für die Tierwelt. Einzig von Port of Spain aus und entlang der Ostküste gibt es Straßenverbindungen zur Nordküste. Von Arima aus kann man auf teilweise sehr schlechter Straße nach Norden vordringen. Die höchsten Erhebungen sind der Berg "El Tucuche" mit 936&#x202F;m und der "El Corre de Aripo" mit 940&#x202F;m. Nordwestlich von Arima findet man eine größere Anzahl von Höhlen. * Der Ost-West-Korridor ist eine Ebene am Fuße der Northern Range. Es ist das am dichtesten bebaute und besiedelte Gebiet der Insel. Von der Matura Bay im Osten reicht die Ebene bis zur Hauptstadt Port of Spain im Westen. In Port of Spain beginnend erreicht man übergangslos die Städte San Juan, St. Joseph, Curepe (mit dem Ortsteil St. Augustine und der Universität), Tunapuna, Arouca (mit dem internationalen Flughafen Piarco im Süden), Valencia und Sangre Grande. Das bebaute Gebiet ist dort zwischen zwei und sieben Kilometer breit. Auf nördlicher Route erreicht man alle Orte auf der Straße Eastern Main Road. Mehr oder weniger parallel dazu gab es dort früher eine Eisenbahnlinie von Port of Spain bis nach Arima. Die ehemaligen Gleisanlagen sind einer Straße gewichen, die für den Busverkehr reserviert ist, die "Priority Bus Route". Auf südlicher Route wurde der autobahnähnliche "Churchill Roosevelt Highway" als entlastungsstraße gebaut. * Central Range: Dieser Höhenzug ist wesentlich flacher, er erstreckt sich leicht schräg, nördlich von San Fernando im Westen bis nach Manzanilla im Osten. * Im Süder der Central Range findet man wieder flaches Land, es riecht dor überall nach Erdöl. Überall wird Erdgas und -öl gefördert. Zwischen San Fernando und Point Fortin befindet sich einer vor drei bekannten Teer-Seen dieser Erde. Weit verbreitet sind Schlammvulkane. * Die Southern Range, auch "the Deep South" genannt, also der tiefe Süden bildet als flacher Höhenrücken den Abschluss. == Orte == {{mapframe}} * {{vCard | name = Port of Spain | type = city | wikidata = Q39178 | description = Die Hauptstadt Trinidads ist das wichtigste politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Insel. Besonders bekannt ist die Stadt für den Trinidad Carnival, Museen, historische Gebäude und das lebendige Stadtviertel rund um die Queen’s Park Savannah. }} * {{vCard | name = Arima | type = city | wikidata = Q661405 | description = Arima liegt am Rand der Northern Range und ist eine der älteren Städte Trinidads. Sie ist für ihre indigene Kultur, traditionelle Feste und ihre Nähe zu den tropischen Waldgebieten im Norden bekannt. }} * {{vCard | name = Chaguanas | type = city | wikidata = Q1444575 | description = Sie ist eine lebhafte Handelsstadt mit zahlreichen Geschäften, Märkten und Einkaufszentren. Besonders interessant sind die vielfältige Bevölkerung sowie die starke indisch-trinidadische Kultur. }} * {{vCard | name = Couva | type = city | wikidata = Q2602007 | description = Couva ist eine moderne Stadt mit Einkaufszentren, Restaurants und verschiedenen Freizeiteinrichtungen. Sie spielt außerdem eine wichtige Rolle im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben Trinidads. }} * {{vCard | name = San Fernando | type = city | wikidata = Q1023712 | description = Sie ist eine der wichtigsten Städte Trinidads und ein bedeutendes Handels- und Kulturzentrum. Sehenswert sind unter anderem die Innenstadt, Märkte, Geschäfte und verschiedene kulturelle Veranstaltungen. }} * {{vCard | name = Princes Town | type = city | wikidata = Q1011576 | description = Eine kleinere Stadt mit einer ruhigen Atmosphäre und einer langen Geschichte. Sie ist vor allem für ihre lokalen Märkte, traditionellen Veranstaltungen und den Einfluss der Zuckerindustrie auf die regionale Geschichte interessant. }} * {{vCard | name = Penal | type = city | wikidata = Q2510034 | description = Penal ist vor allem durch seine indisch-trinidadische Bevölkerung und deren kulturelle Traditionen geprägt. Es gibt lokale Märkte, Geschäfte und Restaurants sowie religiöse Feste. }} * {{vCard|type= city|name= |description= }} * {{vCard|type= city|name= |description= }} * [[Arima]] in der Mitte des Ost-West Korridors * [[Blanchisseuse]] an der Nordküste * [[Chaguaramas]] an der Nordwestspitze der Insel * [[Manzanilla]] langer Strandabschnitt an der Ostküste * [[Maracas Bay]] nördlich von Port of Spain * [[Mayaro]] langer Strandabschnitt an der Ostküste, südlich von Manzanilla * [[Piarco]] mit dem internationalen Flughafen * [[Port of Spain]] die Hauptstadt * [[San Fernando (Trinidad and Tobago)|San Fernando]] Küstenstadt, 42&#x202F;km südlich von Port of Spain * [[Tunapuna]] die Universitätsstadt im Ost-West Korridor == Weitere Ziele == == Hintergrund == === Landesbeschreibung === Geologen und Faunisten zählen Trinidad und Tobago zu Südamerika, nicht zu den Karibischen Inseln. Vor vermutlich noch 10.000 Jahren waren die Inseln mit dem südamerikanischen Festland verbunden. Heute ist die Insel Trinidad durch eine 11&#x202F;km breite Meerenge von Venezuela getrennt. Die Insel Trinidad hat eine etwa rechteckige Form, deren Westküste durch den Golf von Paria tief eingeschnitten ist. Die Nord-Süd Ausdehnung beträgt 83&#x202F;km. Entlang der Nordküste verläuft eine flache Bergkette, die bis zu 940&#x202F;m hoch aufragt, die Northern Range. Dort findet man eine Vielzahl von Höhlen und Wasserfällen. Sie ist Erdgeschichtlich der östlichste Ausläufer der südamerikanischen Anden. Dort hat die Insel eine Breite von 86 km, vom Golf von Paria zur Ostküste sind es an der schmalsten Stelle nur 48 km, während sie an der Südküste 104&#x202F;km mißt. An der Ostküste ließen sich 1783 französische Siedler südlich von Manzanilla nieder, wo sie zwölf aneinandergrenzende Kokosplantagen anlegten, die noch heute die Landschaft prägen. Die Nord- und Südküste sind wenig erschlossen. Dort gibt es keine durchgehenden Straßenverbindungen. Abgesehen von der Churchill Roosevelt und der Uriah Butler Schnellstraße sind alle anderen Straßenverbindungen auf der Insel nicht sehr gut. Bis 1957 war die Southern Main Road die Hauptstraße zwischen dem Norden und dem Süden. Dann wurde der Princess Margaret Highway als Schnellstraße zwischen Port of Spain und Chaguanas gebaut. Inzwischen wurde die Straße umbenannt in Uriah Butler Highway. Während des ersten Ölbooms in den 1970er Jahren wurde diese Schnellstraße als Sir Solomon Hochoy Highway bis nach San Fernando erweitert. Es gibt inzwischen Ausbaupläne bis nach Point Fortin. In West Ost Richtung verbindet der Beetham Highway Port of Spain mit dem Uriah Butler Highway. Von dort aus führt der Churchill Roosevelt Highway weiter bis zu seinem derzeitigen Ende, drei Kilometer hinter Arima. In diesem sogenannten Ost-West Korridor der sich von Chguaramas bis nach Arima am Fuße der Northern Range Hügelkette entlangzieht lebt über die Hälfte der Inselbevölkerung. Fast die Hälfte von Trinidad ist noch bewaldet. Die Insel hat aber keine ausgeprägte Tourismusindustrie. Dafür besitzt Trinidad die einzigen größeren Erdgas und -ölvorkommen aller Karibikinseln. Vor Point Lisas befinden sich große Erdgasfelder im Meer. Dort findet man deshalb die größte Industrieansammlung. Neben Eisen und Stahl gibt es vier Methanolproduzenten und sechs Anlagen für die Ammoniumproduktion. 1999 begann man mit dem Bau einer Aluminiumschmelze. Am Galeota Point und in Pointe a Pierre stehen Erdölraffinerien. Erst 1998 hat die Amoco Trinidad Oil Company neue große Erdölfelder vor der Küste von Trinidad gefunden. Im ganzen Süden der Insel wird Erdöl gefördert. Dort gibt es auch mehrere Schlammvulkane. Vor der Nordwestküste liegen mehrere Inseln, die zum Territorium von Trinidad und Toabago gehören. * '''Diego Islands''': Zu den Diego Islands gehören die Inseln Carrera und Cronstad Island. Sie liegen etwas mehr als 500&#x202F;m vor der Halbinsel Point Gourde. Die Insel Carrera hat eine Ausdehnung von 420 x 270 Metern, seit dem Jahre 1877 ist sie Gefängnisinsel. Angeblich ist sie so sicher wie das amerikanische Alcatraz. * '''Five Islands''': Die Inselgruppe Five Islands besteht aus den fünf Inseln Caledonia, Craig, Lenagan, Nelson und Rock. * '''Insel Chacachacare''': Die Insel befindet sich fast auf halbem Wege nach Venezuela. Die Strömung in der Meerenge ist stark und gefürchtet. Seeleute nennen die Durchfahrt Boca del Drago oder „dragon´s mouth“, also Drachenmaul. Die Insel hat eine Ausdehnung von 15&#x202F;km in der Länge und 3&#x202F;km in der Breite, sie ist 8&#x202F;km von Trinidad entfernt. : Die Überfahrt von Chaguaramas dauert je nach Wetterlage etwa eine Stunde. Seit dem Jahre 1877 befand sich auf der Insel eine Leprakolonie, seit 1984 ist sie unbewohnt. : Im Jahre 1885 wurde nahe der Perruquier Bay auf dem höchsten Punkt der Insel, 818 m, ein Leuchtturm gebaut, er ist immer noch im Betrieb. Auf der Ostseite befindet sich die tief eingeschnittene Bucht Chacachacare Bay. Auf der gegenüberliegenden Inselseite liegt die La Tinta Bay. Sie hat schwarzen Sandstrand und wurde jahrelang als Versteck für Schmuggelgut genutzt. : Bei Chapelle Bay findet man einen Salzsee. * '''Insel Gaspar Grande''': Die Insel ist rund 2&#x202F;km lang und 800&#x202F;m breit, sie ist auch unter dem Namen Gasparee Island bekannt. Ihr Name geht auf den früheren Besitzer Don Gaspar de Percin zurück. Sie liegt nur einen Kilometer vor der Küste. Von der Crews Inn Marina in Chaguaramas fahren Boote in 20 Minuten dorthin. Die Überfahrt von Chaguanas zur Südseite kostet 40 TT $, zur Ostseite 30 TT $. Im allgemeinen fahren die Boote zum Point Baleine, wo es zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Walfangstation gab. Heute befindet sich dort eine kleine Marina und Picknick Plätze. : Im 19. Jahrhundert wurde auf der Insel noch Baumwolle angebaut. : Die kleine Bombshell Bay am Ostende ist zum Baden geeignet. Auf dem Bombshell Hill befand sich ein Fort. : Die Gasparee Caves sind ein Netzwerk von Tropfsteinhöhlen, es gibt dort sogar einen kleinen See. Der Zugang ist nur mit Genehmigung der Chaguaranas Development Authority und mit Führung eines registrierten Tourunternemers möglich. Sie sind täglich von 9-15 Uhr geöffnet, Eintritt: 10 TT $. : Innerhalb von 25 Minuten kann man zur anderen Inselseite laufen, dort findet man Geschützstellungen aus dem II. Weltkrieg. : Seit den 1980er Jahren befand sich dort auch das Fantasy Island Resort mit Restaurant, Cafe und Pool. Tel. 678-9001. : Bayview Beach Resort & Marina, Tel. 678-9001-02 * '''Insel Huevos''': Die kleine, länglich, schmale Insel Huevos befindet sich in Privatbesitz. Sie ist unbewohnt und Brutplatz für Seevögel. * '''Insel Monos''': Monos liegt nur etwa 650&#x202F;m vom Entrada Point entfernt und hat zwei Landestege in der Morris Bay und in der Grand Fond Bay. Sie ist dicht bewaldet und nicht dauerhaft bewohnt. Es gibt dort aber eine zunehmende Anzahl von Ferienhäuser von reichen Trinis. Früher gab es in der Turtle´s Bay eine Walfangstation. Dort ist noch einer der Kupferkessel erhalten, in dem das Walfett gekocht wurde. === Geschichte === Über die allerersten Inselbewohner ist nichts bekannt, man nimmt aber an, dass schon 5.000 Jahre vor Christi Geburt Indianerstämme aus Südamerika auf Trinidad und Tobago gelebt haben. Auf dem Weg in den Norden haben Ciboney-Indianer als Sammler und Jäger vermutlich zuerst die Insel Trinidad besiedelt. Zwischen 100 und 1000 nach Christus folgten ihnen höher entwickelte Ignerie-Indianer und Taino-Indianer vom Stamm der Arawaks aus dem Orinokogebiet, die schon Landwirtschaft betrieben. Im 13. Jahrhundert überfielen kriegerische Carib-Indianer die friedlichen Arawaks, töteten die Männer und nahmen sich die Frauen. Auf seiner dritten Reise entdeckte '''Christopher Kolumbus''' auf südlicher Route segelnd diese Insel im Sommer 1498. Er nannte die Insel ''La Isla de la Trinidad'', Insel der Dreifaltigkeit, und umfuhr sie im Uhrzeigersinn. Einen Tag später verließ er sie um die Insel [[Grenada]] zu erreichen. Zu dieser Zeit lebten noch geschätzt 35.000 Indianer auf den beiden Inseln; Arawaks im Südosten und Carib-Indianer im Norden und Westen in der Gegend von Arima, Mucurapo und Port of Spain. Erst 1532 betrat '''Don Antonio Sedeno''' beim Fischerdorf Cumucarapo, das heute Mucarapo heißt, als erster spanischer Entdecker die Insel. 50 Jahre später kam eine größere Gruppe von Siedlern mit dem spanischen Soldatenführer '''Don Antonio de Berrio y Oruna''' und dessen Leutnant Domingo de Vera auf der Suche nach dem berühmten Gold von El Dorado auf die Insel. An der Ostküste bauten sie die Siedlung San José de Oruna, das heutige St. Joseph, dort wurde auch die Inselverwaltung angesiedelt. In der Indianersprache hieß der Ort Caroni. Er wurde 1595 durch den britischen Seefahrer '''Sir Walter Raleigh''' zerstört, Berrio y Oruna wurde gefangen genommen. Die älteste Kirche der Insel, die St. Joseph Catholic Church aus dem Jahre 1593, blieb aber erhalten. Die ist zugleich der älteste Kirchenbau auf Trinidad. 1699 rebellierten die Indianer gegen die spanischen Missionierungsversuche. Missionare und der Gouverneur wurden dabei getötet. Soldaten wurden gegen die Indianer eingesetzt. Die Armee trieb die Indianer bis zur Nordostspitze der Insel. Bei dem Ort Toco stürzten sich viele Indianer ins Meer. Zehn Jahre später wurden die Missionsstationen abgeschafft. 1739 gab es auf der Insel eine Pockenepedemie, an der ein großer Teil der Bevölkerung starb. Nach wiederholten Angriffen von Piraten auf den Ort San José de Oruna, heute Saint Joseph, verlegte der '''Gouverneur Pedro de la Moneda''' den Regierungssitz im Jahre 1757 nach Puerto de Espana, dem heutigen ''Port of Spain''. Da die Insel nur sehr schwach besiedelt war und Spanien fürchtete, die Insel könne dadurch leicht von England eingenommen werden, lockte der spanische '''Gouverneur Manuel Falques''' 1776 katholische Siedler mit Steuererleichterungen ins Land. Er brachte der Insel etwas wirtschaftlichen Aufschwung und veranlasste die Gründung des Ortes San Fernando. Mit Hilfe von Sklavenarbeit entstanden Zuckerrohr- und Baumwollplantagen. 1784 schickte Spanien seinen fähigsten Gouverneur, '''Don José Maria Chacon''', auf die Insel. Unter seiner Führung wuchs die Bevölkerung auf fast 18.000 Menschen an. Davon waren nur 2.000 Weiße, über 10.000 waren afrikanische Sklaven und knapp 1.000 waren Indianer, der Rest bestand aus freien Mischlingen. Im Jahre 1795 kam es zum Krieg zwischen Spanien und England. Im Mai 1796 lief das britische Schiff „H. M. S. Lebra“ unter der Führung von '''Sir Ralph Abercromby''' bei Chaguaramas die Insel an. Der spanische '''Admiral Don Sebastian Ruiz de Apodaca''' ließ alle spanischen Schiffe im Hafen in Brand setzen und '''Gouverneur Chacon''' übergab Trinidad kampflos an die Engländer. Sir Abercromby ernannte einen seiner Offiziere, '''Thomas Picton''', zum ersten Gouverneur. Die Ernennung entwickelte sich zu einem absoluten Missgriff. Picton betrachtete Sklaven und Mischlinge als Aufwiegler. Farbige Plantagenbesitzer und Sklaven wurden ständigen Repressalien ausgesetzt. 1802 musste er von '''Thomas Hislop''' abgelöst werden. Im gleichen Jahr gab es auf der Insel 150 Plantagen, alle waren im Besitz von Franzosen. Bis zum Jahre 1808 stieg die Zahl der Sklaven auf 20.000. Die Fachleute der damaligen Zeit kamen zu dem Ergebnis, um aus der Insel eine gewinnbringende Zuckerrohrbesitzung zu machen, wären mindestens 250.000 Sklaven nötig gewesen. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Insel trotzdem Kronkolonie. Die Zusammensetzung der Inselbevölkerung ließ in den Augen der britischen Regierung keine Wahlen zu. Die Zahl der freien Farbigen war doppelt so groß wie die der Weißen, und von der weißen Bevölkerung waren nicht einmal die Hälfte Engländer. So wurde die Insel direkt von London aus regiert, und der Gouverneur war das ausführende Organ. Als der Sklavenhandel 1807 offiziell eingestellt wurde, kam es noch jahrelang zu illegalen Sklaveneinfuhren. Die Abschaffung der Sklaverei im Jahre 1834 führte auf der Insel zu einer lang anhaltenden Ratlosigkeit, wie die Zukunft ohne Sklaven aussehen sollte. Selbst das Parlament in London beschäftigte sich immer wieder mit dieser Frage. Verschiedene Pläne wurden entwickelt und wieder verworfen. Menschen verschiedenster Nationalitäten wurden als Arbeitskräfte auf die Insel geholt: Iren, Schotten, Chinesen, Portugiesen von Madeira, europäische Emigranten, Arbeitskräfte von anderen karibischen Inseln, befreite Sklaven aus Sierra Leone und St. Helena, die meisten kehrten bald wieder in ihre Heimat zurück. Schließlich waren es Inder, die die Inselbevölkerung verändern sollten. Zwischen 1845 und 1917 kamen 144.000 Inder als billige Arbeitskräfte ins Land. Sie hatten Verträge für fünf oder zehn Jahre und waren danach berechtigt zurückzukehren. Aber viele von ihnen blieben in Trinidad, kauften ein Stück Land für ihre Reispflanzen oder Kakaobäume und eröffneten kleine Geschäfte. 1871 betrug der indische Bevölkerungsanteil schon 25&#x202F;% der Gesamtbevölkerung. Bis in die heutige Zeit haben sich die Familienclans erhalten und die indische Gesellschaft in Trinidad ist noch immer eine fast „geschlossene Gesellschaft“. 1847 richtete ein Wirbelsturm große Schäden an. 1857 bohrte die ''Merrimac Oil Company'' bei La Brea die erste Ölquelle an, aber erst 50 Jahre später wusste man diesen Reichtum richtig zu nutzen. Zur Jahrhundertwende führte die weitergehende Verarmung der Massen zur Gründung von mehreren politisch-gesellschaftlichen Interessengemeinschaften. 1897 wurde die Arbeiterbewegung Trinidad Workmen´s Association gegründet. Im gleichen Jahr entstand die East Indian National Association, und vier Jahre später folgten die Pan African Association und die Rate Payers Association, ein Zusammenschluss der Wassergebührenzahler. 1889 wurden Trinidad und Tobago zu einer Union zusammengeschlossen. 1914 entstand bei Pointe-A-Pierre die erste Ölraffinerie. Als Folge der Weltwirtschaftskrise kam es in den 1930-er Jahren auch in Trinidad zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die vermehrt zu Aufständen führten und zur Gründung von Arbeiterbewegungen. 1937 kam es in dem Dorf Fyzabad unter der Führung von '''Uriah Butler''' zu einem Aufstand der Erdölarbeiter. 1938 lag der durchschnittliche Tagesverdienst bei 35 Cents. Diese niedrigen Löhne führten schon 1935 zu einem Hungermarsch und 1937 zu wiederholten Streiks auf den Ölfeldern. 1941 verpachtete die Regierung das Gebiet um ''Chaguaramas'' und ''Waller Field'' an das US-Militär. Die Amerikaner bauten einen großen Marine- und Luftwaffenstützpunkt. Dies brachte dem Land für einige Jahre gut bezahlte Arbeitsplätze. Erst 1960 zogen die Amerikaner nach großen Protesten aus der Bevölkerung wieder ab. Nach dem Krieg und der Einführung des allgemeinen Wahlrechtes entstanden unzählige Parteien und in deren Folge Gründungen von Gewerkschaften. Den hohen Erlösen aus der Erdölindustrie standen nur wenige Arbeitsplätze gegenüber. 1956 gründete '''Dr. Eric Williams''' die Partei People´s National Movement. Am 31. August 1962 wurden Trinidad und Tobago rund drei Wochen nach Jamaika von den Engländern in die Unabhängigkeit entlassen. Eric Williams wurde erster Premierminister. Er behielt diesen Posten bis zu seinem Tode im Jahre 1981. Mit der Unabhängigkeit fielen die großzügigen finanziellen Unterstützungen von England fort. Internationale Konzerne wurden stattdessen von der Regierung „eingeladen”, sich auf der Insel niederzulassen. Bis 1966 konnten so 169 Industriefirmen angesiedelt werden. Die Ölförderung teileten sich Amoco, Shell und Texaco, die Zuckerindustrie wurde von Tate & Lyle kontrolliert. Während der 1970-er Jahre konnte Trinidad aufgrund seiner Erdöl- und Erdgasvorkommen noch ein deutliches Wirtschaftswachstum verzeichnen. Zum großen Teil ist dies den Preisbeschlüssen der OPEC von 1973 zu verdanken. Diese Preissteigerungen verdreifachten die Deviseneinnahmen des Landes schlagartig. Nach der zweiten deutlichen Ölpreiserhöhung in den Jahren 1979 und 1980 verzehnfachten sich diese Einnahmen sogar. Mit diesen Geldern kaufte Premierminister Williams die Kapitalmehrheit der nationalen Shell und BP, verstaatlichte die Zuckerindustrie, die Fluglinie BWIA und die Telefon- und Fernsehgesellschaften. Für 460 Millionen US-Dollar ließ er zudem ein Stahlwerk bauen. Anfang der 1980-er Jahre kam es dann mit Ende des Ölbooms und anderer politischer Fehler zu einer tiefen Strukturkrise, die sich besonders aus der Person des seit 25 Jahren regierenden Eric Williams ergab. Hatte er die weiße Mittelschicht vor der Unabhängigkeit noch als Nutznießer der Kolonialherrschaft bekämpft, so sicherte er seine Macht nun genau durch diese Gruppe. Korruption und schwere Mängel in der Gesundheits-, Verkehrs- und Baupolitik wurden ihm angelastet. Im März 1981 konnte der plötzliche Tod von Williams nicht eindeutig geklärt werden. Bei den Parlamentswahlen im November des gleichen Jahres konnte sein Nachfolger '''George Chambers''' noch die Mehrheit erzielen, bei den Kommunalwahlen 1983 gab es dann aber eine herbe Niederlage. Seit 1974 waren mit der Ölindustrie 50 Milliarden Petrodollar erwirtschaftet worden. Als der Einbruch der Ölpreise zu einer Rezession führte, musste man feststellen, dass der größte Teil des Geldes durch Misswirtschaft und Fehlplanungen verschwendet worden war. Der TT-Dollar musste mehrfach abgewertet werden, im Staatsdienst gab es Entlassungen, unrentable Staatsbetriebe wurden privatisiert. Bis 1990 stieg die Arbeitslosigkeit im Lande daraufhin bis auf 27 %. Am 27. Juli 1990 besetzte die kleine, radikale Moslemgruppe ''Jamaat al Muslimeen'' unter der Führung von '''Yasin Abu Bakr''' das Parlamentsgebäude. 45 Parlamentsmitglieder, einschließlich des Premierministers A. N. R. Robinson, wurden als Geiseln genommen. Robinson wurde aufgefordert zurückzutreten und innerhalb von 90 Tagen Neuwahlen auszuschreiben. Nachdem er dies verweigerte, kam es zu einem Schusswechsel, bei dem der Premierminister eine Schusswunde im Bein erlitt. Erst nach fünf Tagen gaben die Rebellen auf. Bei diesen Unruhen kamen insgesamt 30 Personen zu Tode, weitere 500 wurden verletzt. 114 Rebellen erhielten nach langen Gerichtsverhandlungen, zu denen auch der Kronrat in London gehört wurde, eine Amnestie. Dieser Putschversuch verschreckte verständlicherweise ausländische Investoren. Erst 1994 verzeichnete das Land sinkende Arbeitslosenzahlen und eine steigende Bruttoinlandsproduktivität. In den folgenden Jahren legte die Regierung ein Programm zur Modernisierung des Erdölsektors auf. Zugleich schaffte sie sich ein zweites wirtschaftliches Standbein, indem die Erschließung von Off-shore-Erdgasvorkommen gefördert wurde. === Erdöl und Erdgas === Im Jahre 1906 kam der Geologe ''Arthur Beeby Thompson'' nach Point Fortin. Er erhielt von der Regierung die Genehmigung, Land zu erwerben und nach Öl zu bohren. Er kaufte die Adventure und La Fortunée Plantagen um Werkanlagen zu errichten. Im Mai 1907 fand man in 210&#x202F;m Tiefe Öl. Zwei Jahre später wurde die '''Trinidad Oil Company''' gegründet. 1913 übernahm die '''United British Oilfields of Trinidad''' die Anlagen. 1957 wechselte der Besitz an '''Shell'''. Nach langen Protesten der Bevölkerung in den 1960-er und 1970-er Jahren übernahm der inzwischen von England losgelöste, selbstständige Staat Trinidad and Tobago die Shell und seit 1974 nennt sich das Unternehmen '''Trinidad & Tobago Oil Company''' (TRINTOC). Im Jahre 1993 gründte der Staat dann die '''Petroleum Company of Trinidad & Tobago''' (PETROTRIN) mit der Zentrale in Pointe-a-Pierre, und mit dem Zweck, alle Ölförderungen, die Weiterverarbeitung und den Verkauf von Erdölprodukten zu zentralisieren. Im Jahre 2000 übernahm die PETROTRIN dann in Zusammenarbeit mit TRINMAR alle Vermögenswerte von TEXACO. PETROTRIN hat seine größten Operationsbasen in Fyzabad, Guayaguayare, Marabella, Penal und Point Fortin. Von der Südostspitze der Insel (Guayaguayare) nach Point Fortin wurde eine neue Hochdruck-Pipeline verlegt, unterwegs gibt es mehrere Pumpstationen. In Pointe-a-Pierre steht die einzige Ölraffinerie des Landes. Die Anlage umfasst 809 Ha Grundfläche. Die Tagesproduktion liegt bei 160.000 Barrel von denen 70.000 für den lokalen Markt bestimmt sind, der größere Rest wird nach Brasilien, Equador, Kolumbien, Venezuela und West Afrika exportiert. Dort wird Flugbenzin, bleifreies Benzin, Diesel, Schmierstoffe und Bitumen hergestellt. TRINMAR, Trinidad Marine, betreibt im Seegebiet von Trinidad und Tobago 23 Ölbohrplattformen und 238 freistehende Bohrtürme. Der Beitrag von PETROTRIN am Sozialwesen von Trinidad besteht im Straßen- und Brückenbau, man beteiligt sich an der Reparatur von Schulen, baut Spielplätze und stellt Computer zur Verfügung. === Geister, Geisterglaube === Wie auf allen anderen karibischen Inseln haben auch die Bewohner von Trinidad und Tobago eine lebhafte Vorstellungskraft, kennen vielerlei Gruselgeschichten, glauben an gute und böse Geister. Viele dieser Geister und Geistergeschichten haben ihren Ursprung in Afrika. Der '''Dupp''' (auf der Insel Jamaika: Duppy) ist auf allen Inseln bekannt. Zusammen mit den '''Jumbies''' zählt er zu den harmlosen Geistern. Es sind die Geister von Toten, die nachts aus den Gräbern steigen, sich an dunklen Orten herumtreiben und die Lebenden gerne erschrecken. '''Belarivoist''' der Geist des Joachim Belarivo. Ein wenig begabter Zauberer wollte diesen Geist auferstehen und für sich arbeiten lassen. Für die Auferstehung reichte das Wissen, für weiteres nicht. Stattdessen erschien der Geist auf unzähligen Hochzeitsfeiern und erschreckte die Gäste. Er musste schließlich in einen Bleisarg eingeschlossen werden und unter einem großen Steinhaufen begraben werden. Der bedeutendste Geist auf Trinidad und Tobago ist '''Papa Bois''', der Beschützer des Waldes. Er hat Hörner, Fell und eine Harfe, seine Mutter war ein Reh, sein Vater ein Jäger, meistens erscheint er in Gestalt eines alten Mannes mit Bart und langen Haaren. Er kann sich auch in ein Tier verwandeln und Wilderer tief in den Wald locken, so dass sie sich verlaufen. Er hat auch eine Geliebte, '''Mama Dlo''' oder Mama d l‘eau, halb Frau, halb Schlange. Sie ist die Beschützerin der Flüsse. Von '''La Diablesse''' erzählt man, sie sei eine schöne Frau mit Kuhfuß, die man häufig auf großen Festen antrifft. Dort soll sie die Männer verführen. Wer sich mit ihr einlässt, wird nie mehr sein wie vorher oder nach kurzer Zeit sterben. Begegnet man ihr, soll man seine Kleidung ausziehen und mit der linken Seite nach außen wieder anziehen, dann kann sie einem nichts mehr anhaben. '''Douens''' und '''Douennes''' sind die Geister von kleinen Kindern, die ungetauft sterben. Sie tragen große Strohhüte, haben keine Gesichter, und ihre Füße stehen rückwärts. Es gibt auch Meerjungfrauen, Feen und Vampire. Man sagt, dass sich einsame und ungeliebte Menschen in Vampire, sogenannte '''Sousouyants''', verwandeln konnen. Sie ziehen ihre Haut aus und lassen diese auf der Türschwelle liegen, dann verwandeln sie sich in Feuerbälle, die durch die Luft fliegen. Dann kommen sie zu den Menschen und saugen ihnen das Blut aus. Man kann sich vor ihnen schützen, indem man Reis oder Salz um sein Bett streut. Der Vampir muss jedes Korn zählen, bevor er Blut saugen kann, bis er damit fertig ist, wird schon wieder Morgen und er muss unverrichteter Dinge abziehen. === Karneval === Französische Einwanderer brachten im 18. Jahrhundert den Karneval mit in die Karibik. In Frankreich war der Karneval damals ein riesiges Schlemmer- und Kostümfest vor dem Beginn der Fastenzeit. Die französischen Großgrundbesitzer in der Karibik feierten dieses Fest unter sich und ohne die Sklaven, nur freie Mulatten wurden zur Teilnahme eingeladen. Nach der Sklavenbefreiung 1834 wollten auch die Farbigen ihr Fest feiern. Das traditionelle Erntedankfest '''Canboulay''' wurde auf den Karnevalsonntag vorverlegt. Sie veranstalteten Straßenumzüge mit Trommelmusik, Stockkämpfen und Spottliedern auf die Weißen, dazu kleideten sie sich in elegante Kleider wie ihre weißen Herren. Diese fühlten sich schnell beleidigt und feierten in der Folgezeit nur noch in ihren Häusern. 1883 wurde den Farbigen das Mitführen von Trommeln verboten, ein Jahr später fanden die Umzüge nur noch am Karnevalmontag und unter Polizeibegleitung statt. So entstanden in den Vororten von Port of Spain die ersten '''Mas Camps''' - Kostümgruppen. Statt der Trommeln benutzte man Bambusstücke um den Takt zu schlagen, zur Zeit des II. Weltkrieges erfand man neue Musikinstrumente: Keksdosen und leere Ölfässer. 1894 kam dem Kaufmann ''Ingnatius Bodu'' die Idee, aus dem Karneval einen Wettbewerb zu machen. 1921 richtete ''Chieftain Douglas'' als erster ein '''Calypso Tent''' ein, in dem während der Karnevalsaison Nonstop gesungen wurde. Heute gibt es das '''National Carneval Commitee''' (NCC), es entstand aus der 1957 gegründeten ''Carneval Development Commission''. Diese Behörde betreut den gesamten Karneval, schreibt die Wettbewerbe aus, bestimmt die Veranstaltungsorte, organisiert die Showveranstaltungen, stellt die Preisrichter und wirbt Spenden ein, mit denen Gewinner zu hohen Geldpreisen kommen. Eine Jury wählt die Gewinner. Sie besteht aus Mitarbeitern von Ministerien, des NCC und Mitgliedern von Tanz-, Steelband- und Gesangsgruppen. Gewählt werden die besten Königs- und Königinkostüme, der beste Kostümdesigner, das Karnevallied des Jahres und die Musikband des Jahres. Eine Musikband kann zwischen 3.000 und 9.000 Mitglieder zählen. Für die Offiziellen beginnt die Karnevalsaison am Tag nach Aschermittwoch. Die Calypso-tents öffnen im Laufe des Januar. Danach beginnen die Vorentscheidungen für den Calypso- und Soca Monarchen, für Karnevalskönig und -königin. Die heiße Phase der Feierlichkeiten beginnt kurz vor Beginn der Fastenzeit mit dem Kinderkarneval. Am Karnevalmontag starten die Umzüge am frühen Morgen Richtung Stadtzentrum. Um die Mittagszeit finden die Maskenumzüge statt. Karnevaldienstag strömen die Massen zur Hauptveranstaltung im Queen´s Park, die bis in die späte Nacht dauert. Am Mittwoch ist alles vorbei und die Insulaner gehen wieder ihrem Gewerbe nach. === Musik === * '''Calypso''': Der Calypso hat seinen Ursprung an den Küsten von Westafrika und wurde von den Sklaven mit ins Land gebracht. Das „Urwort“ ist Kaiso und kommt aus Nigeria, Kaisos sind dort Spottlieder. Von den Sklaven wurden diese Lieder bei der Feldarbeit gesungen um die qualvolle Arbeit etwas zu erleichtern. Zugleich war es die einzige Möglichkeit, sich verschlüsselt über die Herrschaft zu beschweren oder lustig zu machen. : Seit der Abschaffung der Sklaverei wird dies von deren Nachfahren gefeiert. Seitdem wurden die Liedertexte immer bissiger. Im Jahre 1881 wurde bei so einer Veranstaltung von den Farbigen so auf die Regierung geschimpft und die politischen Mißstände wurden derart in ihren Gesängen verspottet, dass die Umzüge und Gesänge verboten wurden. In der Folgezeit texteten die Sänger, die Calypsonians, im Untergrund weiter. Aktuelle private und besonders politische Ereignisse werden seitdem besungen und ersetzen für den Teil der Bevölkerung, die nicht lesen können, die Tageszeitung. Man sagt auch: der Calypso bietet die Gelegenheit, etwas in Liedform zu sagen, was man in der besseren Gesellschaft nicht aussprechen kann. : Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. : Zwischen den beiden Weltkriegen wurde der Calypso international durch das Lied „''Rum and Coca Cola''“ bekannt. Es wurde von Lord Invader geschrieben und von den Andrew Sisters in den USA auf den Markt gebracht, sie verkauften die Platte fünf Millionen Mal. : 1978 wurde Calypso Rose als erste Frau zum alljährlichen Calypso King gekrönt. : Fast alle Sänger haben ausgenommen auffallende Namen: Atilla the Hun, Growling Tiger, Mighty Chalkdust, Roaring Lion, Valentino oder Black Stalin. Zu den weltweit bekanntesten gehören '''Lord Kitchener''' (*1922, †2000) und '''Mighty Sparrow'''. : In jüngster Zeit ist auch der Calypso extrem kommerzialisiert worden. * '''Indische Musik''': Mit einem Bevölkerungsanteil von etwa 40&#x202F;% beherrschen die Inder auch einen großen Teil der Musikszene. Im Laufe der Jahrzehnte hat die ursprünglich religiöse Musik sich teilweise an die Ansprüche der Jugendlichen Zuhörer angepaßt. '''Chutney''' ist eine dieser neuen Musikrichtungen, heute mit schnellerem Rhythmus und tanzbar, hat sie sich aus hinduistischen Folkloreliedern entwickelt. Chutney ist auch ein Teil des Trinidad-Karnevals geworden und für die Musikgruppen werden Preise vergeben. '''Pantar''' ist die Fusion von Pan-Musik und Sitar, eines der schönsten und ältesten indischen Musikinstrumente. Mit dieser Kombination lassen sich alle Arten von Calypsomusik bis zu indischer Ragmusik spielen. Einer der bekanntesten Pantar Interpreten ist Sitarist ''Mungal Patasar'' und seine Gruppe. * '''Panmusik und Steelbands''': Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. Ab 1935 begannen die Musiker deshalb, auf Dosen, Fässern und Benzinkanistern zu trommeln. Ein Jahr später gelang es dem Musiker '''Ellie Mannette''' ein Ölfaß so zu manipulieren, dass man ihm verschiedene Töne entlocken konnte. 1939 spielte die John John Band zum ersten Mal des amerikanische Kinderlied „Mary had a little lamb“ auf gestimmten Ölfässern. Seit 1945 erschienen abgeschnittene und gestimmte Ölfässer, die Pans, in der Öffentlichkeit. Heute ist der Beruf des Ölfaßstimmers sehr geachtet. Man unterscheidet die Pans nach Größe und Klangfarbe. Bass Pans verfügen über 5-7 Töne, sie werden auf etwa 7,5 cm Höhe zusammengeschnitten. Cello Pans haben 10 Töne und werden bei 35 cm abgeschnitten. Die Tenor Pans verfügen über 26-32 Töne und werden auf eine Länge von 15-18 cm geschnitten. : Die Pans werden blank geschliffen, verchromt, poliert und auf Gerüste montiert, damit der Musiker Bewegungsfreiheit hat. Die Tonfelder werden mit unterschiedlich großen Klöppeln geschlagen. Die Pans können von einem Solomusiker bearbeitet werden oder als Band können bis zu 100 Personen zusammen musizieren. Auf Trinidad soll es über 100.000 Ölfaß-Spieler geben. * '''Parang''': Besonders in der Weihnachtszeit beherrscht Parang die Musikszene. Diese Musikrichtung leitet sich aus venezuelanischen Weihnachtsliedern ab und den damit verbundenen Haus-zu-Haus besuchen und -feiern. Zu spanischen Texten mit religiösem Inhalt kommen südamerikanische Rhythmen mit Violine, Gitarre, Baß, Cuatro und Maracas. Einige Gruppen spielen die traditionellen Weisen, andere mixen es mit Soca, so dass '''Soca Parang''' entsteht. * '''Rapso''': Eine weitere Fortsetzung von der afrikanischen Tradition des Geschichtenerzählens führte zur Entwicklung des Rapso, einer Mischung von amerikanischem Rap mit Calypso. Hier wird Sprechgesang in Versen vom Rhythmus großer, schwerer Trommeln untermalt. Zwei der bedeutendsten Künstlergruppen sind ''Brother Resistance'' und ''Network Rapso Riddum''. * '''Soca''': Diese flottere Art des Calypso wurde 1970 geboren, als die Elektronik Einzug in die Musikszene hielt. Diese neue Form wird dem Musiker zugesprochen, der sich damals '''Lord Shorty''' nannte und heute unter dem Namen ''Ras Shorty I'' Musik produziert. Der Soca-Rhythmus läßt sich leicht mit anderen Musikformen verbinden. So findet man auf Trinidad den Soca heute als Bestandteil von Reggae, Jazz, Rythem & Blues als auch mit indischer Musik. Auch die im Lande lebenden Inder fanden an diesem Musikstil gefallen, verbanden den Rhythmus mit Hinditexten und so wurde der '''Chutney-Soca''' geboren. === Pflanzen- und Tierwelt === Trinidad und Tobago zählen zu den zehn führenden Ländern bei der Anzahl von Vogelarten pro Qaudratmeile. Auf beiden Inseln findet man auf Grund der Nähe zu Südamerika eine größere Anzahl von Pflanzen und Tieren als auf den anderen Karibischen Inseln. Man kennt 2.300 verschiedene, blühende Pflanzen, davon sind alleine 700 Orchideen. Die Nationalblume von Trinidad ist die '''Chaconia''', englisch: Wild Poinsettia. Ein Strauchgewächs von 2-3&#x202F;m Höhe, es ähnelt dem Weihnachtsstern. Den „Buffalypso“ gibt es nur auf der Insel Trinidad. Er ist das Ergebnis intensiver Zuchtversuche aus den 1960-er Jahren. Fünf auf Trinidad heimische Wasserbüffel Rassen wurden gekreuzt. Das Ergebnis ist ein friedfertiges Tier, dass tropische Hitze gut verträgt, mit schmackhaftem Fleisch. Es gibt 620 verschiedene Arten von Schmetterlingen. Von den 433 verschiedene Vogelarten brüten 250 auf der Insel, es gibt 41 verschiedene Kolibriarten. Den blinden Ölvogel findet man nur in Trinidad, es ist der größte Vogel, der sich von Früchten ernährt, aber nur nachts auf Futtersuche geht und selbst ein Amazonas-Papagei ist auf Trinidad zu finden. 108 verschiedene Säugetiere sind vertreten, dazu zählen 57 Fledermausarten und es gibt 70 verschiedene Arten von Kriechtieren. Die einzigen '''giftigen Schlangen''' sind die '''Far de Lance''' und der '''Buschmeister'''. Die Morocoy ist eine kleine Landschildkröte, die früher als Delikatesse gejagt wurde und fast ausgerottet war, heute wurd sie vielerorts als Haustier und Spielgefährte der Kinder gehalten. Verschiedene Strände von Trinidad und Tobago werden in den Monaten März bis Juli von Meeresschildkröten zur Eiablage aufgesucht. Der Besuch von Strandabschnitten, die von Schildkröten zur Eiablage aufgesucht werden, unterliegt einer Genehmigung durch die Forstverwaltung. The Forest Division, Long Circular Road, Port of Spain, Tel. 622-7476. The Forest Division, San Fernando, Tel. 657-8391, 657-7256. Den Schmetterling „89“, er hat eine schwarz-beigene Markierung auf der Flügelunterseite, die wie eine 89 aussieht, findet man nur auf Trinidad. Der Pauis ist ein großer truthahnartiger Vogel, der früher viel gejagt wurde und dadurch sehr selten geworden ist. Es gibt ihn nur auf Trinidad, nirgendwo sonst auf der Welt, er steht unter Schutz. Einzigartig auf der Welt ist auch der Fisch Cascadura. Diese Welsart ist ein Urtier aus dem Silur-Zeitalter. Sein Lebensraum sind zahlreiche schlammige Gewässer an der Südküste Trinidads. Ebenso selten sind die Reiherarten Agami, Blongios und Crabier Bec, die es nur auf Trinidad gibt. Weitere Vogelarten, die es in der Karibik nur auf Trinidad gibt sind Eisvögel, Pirol und Tukane. Das größte wilde Tier auf Trinidad ist der Braune Waldmazama, eine Hirschart. Das Halsband-Pekari wird von den Einheimischen Quenk genannt, es ist eine Wildschweinart. Auf der Insel gibt es verschiedene Opossumarten, die auch Manicou genannt werden, Waschbären, das hasengroße Agouti und den größeren Gefleckten Paka. Das gepanzerte Gürteltier, Armadillo oder Tatu genannt, und die seltenen Ozelote bekommt man kaum zu sehen. In einigen Flüssen und Sümpfen lebt der bis zu 2&#x202F;m lange Kaiman. === Plantagenwirtschaft === Die Landfläche von Trinidad und Tobago umfasst 513.000 Ha, weniger als ein Drittel davon ist Ackerfläche, 45&#x202F;% sind als Waldflächen ausgewiesen. Nur 13&#x202F;% des pflügbaren Landes ist bewässert. Es gibt aber eine Vielzahl von kleinen und großen Flüssen, Überflutungen in der Regenzeit sind normal. Die letzte umfassende Erhebung aus den 1970-er Jahren zählt 35.000 Farmen mit einer Gesamtfläche von etwa 130.000 Ha. Die Durchschnittsgröße einer Farm wurde mit 6 Ha angegeben, aber die 40 größten Plantagen hatten alle eine Größe über 400 Ha. Die landwirtschaftlichen Ernteerträge der 1970-er und 1980-er Jahre in Trinidad stehen in einem engen Zusammenhang mit der Ölindustrie. Dieser Trend begann Anfang der 1970-er mit dem starken Anstieg des Ölpreises. Löhne in der Landwirtschaft waren erheblich niedriger als in der Ölindustrie, der Geldreichtum führte zu größeren Importen von landwirtschaftlichen Produkten. Die Zahl der Landarbeiter sank um 50 %. Die Ernteerträge bei Zitrusfrüchten sanken um 75 %, bei Kakao waren es 61 %, bei Kokosprodukten 56&#x202F;% und bei Kaffee immer noch 15 %. Der Zuwachs von landwirtschaftlichen Produkten in den 1980-er Jahren wurde von Kleinstfarmern erwirtschaftet, die ihre Produkte oft in gartenähnlichen Familienbetrieben anbauten. Die Viehzucht im Land hat keine große Bedeutung. Es gibt nur rund 30.000 Rinder. Rindfleisch wird überwiegend aus Australien un Neuseeland importiert. Milch und Milchprodukte werden zu 90&#x202F;% von der Firma Nestlé eingeführt. Seit den späten 1980-er Jahren gibt es Zuchtversuche von Kühen und Indischen Wasserbüffeln, die man im Lande „Buffalyso” nennt. Bedeutender ist die Aufzucht von Hühnern und Schweinen. '''Kaffee''' wird in Trinidad verstärkt seit 1930 angepflanzt. Die Produktion sank von den späten 1960-er Jahren bis Mitte der 1980-er Jahre aber um rund 50 %. 1984 konnte zum ersten Mal kein Kaffee exportiert werden. Ein Jahr später betrug die Ernte wieder 2,1 Millionen KG, von denen 35&#x202F;% exportiert wurden. '''Zitrusfrüchte''' hatten in den 1950-er Jahren einen Boom. Man erntete zu der Zeit über 90.000 Tonnen pro Jahr, 1982 waren es nur noch 4.700 Tonnen. '''Kakaoplantagen''': Kakao war von den späten 1880-er Jahren bis in die 1930-er Jahre die wichtigste Anbaufrucht auf Trinidad und Tobago. Auf Tobago war sie dies sogar bis in die späten 1980-er Jahre. Kakao war schon im 18. Jahrhundert durch die Spanier nach Trinidad gekommen. Zeitweise war die Insel der zweitgrößte Kakaolieferant auf der Erde. Verschiedene Krankheiten haben der Fucht aber sehr zugesetzt. So sank die Jahresernte von 2.600 Tonnen im Jahre 1981 auf unter 1.300 Tonnen in 1985. Seit den 1970-er Jahren ist das Land nicht mehr in der Lage den Bedarf von Kokosöl und Seife mit den Ernten aus dem eigenen Land zu befriedigen. * Lopinot Estate. In Arouca führt die Lopinot Road nach Norden in die Northern Range. Um 1800 legte der Franzose Charles Joseph Comte de Lopinot dort eine 193 Ha große Kakaoplantage an. Der Graf war ein Offizier der französischen Armee in Haiti. Nach der Ausrufung der Unabhängigkeit und der damit verbundenen Freilassung der Sklaven in Haiti verließ er das Land und brachte seine 100 Sklaven mit nach Trinidad. Er nannte die Plantage „La Reconnaissance“. Das Herrenhaus, die Stallgebäude, die Sklavenunterkünfte und das Gefängnis wurden restauriert und können heute besichtigt werden. Im Herrenhaus wurde ein kleines Museum eingerichtet. Öffnungszeiten: täglich von 8-18 Uhr, Eintritt frei, Führungen finden zwischen 10 und 18 Uhr statt. '''Zuckerplantagen''': Im 19. Jahrhundert war Zucker trotz der überwältigenden Probleme noch immer die bedeutendste Einnahmequelle der Insel Trinidad. In den 1880-er Jahren gab es noch über 300 selbstständige Zuckerrohrplantagen. Ein Jahrhundert hatte die staatliche Carioni Gesellschaft hier das Monopol, nachdem man im Jahre 1971 51&#x202F;% der Aktien von Tate and Lyle zurückgekauft hatte. In den 1980-er Jahren wurde Zuckerrohr auf knapp 20.000 Ha angepflanzt, 20.000 Arbeitskräfte wurden in der Industrie gezählt. Die Jahresproduktion von Zucker lag zwischen 70.000 und 80.000 Tonnen. * Caroni Estate and Sugar Factory, Couva, Tel. 636-2371. Die Zuckerfabrik und die Distillerie liegen fast 40&#x202F;Km voneinander entfernt. Seit 1918 wird dort Rum destilliert. 1957 übernahm Caroni die Esperanza Estate. Deren Destillieranlagen wurden nach Caroni gebracht. 1980 wurde die Produktion ausgebaut. Neben eigenen Anbauflächen erhält Caroni Zuckerrohr von 6.000 unabhängigen Kleinfarmern. Seit 2003 wir die Caroni Gesellschaft umstrukturiert. Die Zuckerfabrik von Caroni wird geschlossen, die Fabrik von Sainte Madeleine bleibt bestehen. Der Landbesitz von Caroni, etwa 30.000 Ha geht in Staatsbesitz über und wird von einer neugegründeten Agentur verwaltet, der Estate Management and Business Development Company. Das Ziel ist, statt Rohzucker Zitrusfrüchte und Reis anzupflanzen und Milchviehzucht zu betreiben. :Der Rum wird unter den Markennamen Caroni Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, als Stallion Puncheon Rum mit 78&#x202F;% Alkohol, als Felicite Gold, White Magic Light und Special Old Cask Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol abgefüllt. Nur die leichten Rumsorten werden nach Kanada und Europa exportiert. * Champs Elysée Estate, Maraval Tal, Port of Spain. Um 1785 führte die Einwanderungspolitik des Franzosen Roumé de St. Laurent unter dem Gouverneur Don José Chacon viele französische Siedler mitsamt ihren Sklaven auf die Insel. Im fruchtbaren Maraval Tal bauten sie Baumwolle, Kaffee und Zuckerrohr an. Die Mehrheit der dort lebenden Menschen konnte kein englisch, fast alle gehörten der römisch-katholischen Kirche an. Im Jahre 1881 lebten dort 1.480 Menschen, davon waren 88 Plantagenbesitzer oder -verwalter. :Roumé de St. Laurent erwarb selbst ein großes Stück Land am Taleingang, aus dem die Champs Elysée Plantage entstand. Aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten musste seine Familie die Plantage schon bald verpfänden, später ging sie in den Besitz eines Pflanzers mit Namen Boissiere über. 1849 fasste man das ganze Tal zum Stadtbezirk Maraval zusammen. Gegen Ende des Jahrhunderts waren viele der kleinen Plantagen verschwunden. Auf den verbliebenen größeren Ländereien Champs Elysée, Moka, Haleland Park und Val de Oro wurde weiter Landwirtschaft betrieben. Heute werden nur noch auf der Paramin Plantage, westlich von Maraval, Gemüse und Gewürze angepflanzt. * Diego Martin River Estate, am Diego Martin Fluß. Direkt neben der Hauptstraße steht noch das 150 Jahre alte und 12&#x202F;m hohe Wasserrad der Zuckerplantage. Die Plantage fiel im Jahre 1897 in den Besitz der Regierung. Weitere historische Gebäude sind nicht erhalten, das einfache Plantagenhaus wurde aber wieder hergestellt. Es gibt aber noch einen Park mit Picknickplätzen und ein Mini-Museum. Das Museum ist täglich von 10-18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. * Spring Hill Estate. Um 1900 gründetet der in Frankfurt geborene Friedrich Wilhelm Mayer im fruchtbaren Arimatal in einer Höhe von etwa 400 Metern diese Plantage, um Kaffee, Kakao und Zitrusfrüchte anzupflanzen. 1908 wurde das Haupthaus fertig gestellt. Sohn Charles Mayer bewirtschaftete das Anwesen bis 1925, dann gab er auf, weil ihm der Gewinn zu gering war. 1932 kaufte der amerikanische Geologe Joseph Holmes das Land auf. Er brachte einen Stromgenerator dorthin und ließ einen Pool bauen. 1947 kauften Dr. Newcome Wright und seine Frau Asa Wright die 74 Ha große Plantage. Drei Jahre später richtete Dr. William Bebe von der New Yorker Zoologischen Gesellschaft dort eine Forschungsstation zum Studium tropischer Pflanzen und Tiere ein. 1955 verstarb Asa Wright. 1967 verkaufte ihr Mann das Gelände an die Forschungsstation. Im gleichen Jahr wurde das Herrenhaus in ein Gästehaus umgewandelt. Unter finanzieller Mithilfe der Bank of Nova Scotia wurde das Asa Wright Naturschutzgebiet eingerichtet. * Woodbrook Estate, Port of Spain. Nachdem die Siegert Familie 1875 (siehe unten) Venezuela verlassen hatte entstand in Port of Spain am Marina Square Ecke Charlotte Street die neue Angostura Fabrik. Die gleichbleibende Qualität und der weltweite Erfolg der Firma erlaubte es der Familie 1899 die 140 Ha große Woodbrook Estate zu kaufen. Die drei Brüder Alfredo, Carlos und Luis Siegert kultivierten ein Teil des Landes, zugleich planten sie eine Wohnsiedlung. Der Bau von 11 Straßen wurde in Angriff genommen, jede wurde nach einem Familienmitglied und nach Mitarbeitern des Projektes benannt. Nach dem Tod der Brüder Carlos und Luis verkaufte Alleinerbe Alfredo das Land 1911 an die Stadt Port of Spain. * '''Angostura Bitters''' Limited, Rumdistillerie, Eastern Main Road, Tel. 623-1845, Fax 623-1847. Im Jahre 1820 wanderte der preussische Chirurg Dr. Johann Gottlieb Benjamin Siegert nach Venezuela aus. Er wollte mit Simon Bolivar gegen die Spanier kämpfen. Vier Jahre später, als Leiter des Militärhospitals im Ort Angostura, am Ufer des Orinoco Flusses, entwickelte er eine Mischung aus tropischen Heilpflanzen, Gewürzen und Alkohol. Dieses Mittel „''Siegert´s Aromatic Bitters''“ sollte den von Tropenkrankheiten geschwächten Soldaten zu neuer Kraft verhelfen. Soldaten und Schiffsbesatzungen machten die Tinktur auf der ganzen Welt bekannt. 1850 verließ Dr. Siegert die Armee um sich vollständig der Produktion seines gefragten Elixiers zu widmen. 1875 verließ die Siegert Familie das krisengeschüttelte Venezuela wo ein politischer Diktator auf den anderen folgte und ließ sich in Trinidad nieder. :Im Jahre 1903 starb Carlos Siegert, zwei Jahre später sein Bruder Luis. Alfredo Siegert war nun einziger Kenner der geheimen Formel für Angostura. In der Folgezeit spekulierte er mit großen Geldmengen in verschiedenen Sektoren, verlor das Geld und auch die Firma. Amerikanische und kanadische Geschäftsleute versuchten erfolglos, die Fabrik im Ausland anzusiedeln. :1936 begann die Firma Angostura Bitters unter der Leitung von Robert W. Siegert, einem Enkel des Gründers, Alkohol zu brennen, dazu wurde eine Tochtergesellschaft, die Trinidad Distillers Ltd. gegründet und die Fernandes Rumbrennerei aufgekauft. Das Rezept für Angostura Bitters ist eines der bestgehüteten Geheimnisse der Karibik. 1960 wurden die Produkte von Angostura bereits in 140 Länder exportiert. Die Jahresproduktion von 1.3 Millionen Liter wurde bis 1998 auf 20 Millionen Liter gesteigert. :Das Besucherzentrum, Tel. 623-1841 im Ortsteil Laventille in Port of Spain ist geöffnet. Führungen finden dort montags bis freitags um 9.30, 13.30 und 14 Uhr statt, Führungen kosten 8 US $. :Die Distillerie kauft ihre Melasse von verschiedenen Zuckermühlen im Lande und vergärt und destilliert den Rohstoff in einer eigenen Brennerei. Der Rum wird unter dem Markennamen Royal Oak als 43 %-iger Rum verkauft. Weitere Markennamen sind Old Oak White und Old Oak Gold. 1973 erwarb man die auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindliche Distillerie Fernandes. Der Rum von dieser Destille wird unter den Markennamen Forres Park Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, Fernandes Vat 19, Fernandes Black Label, Ferdi´s Premium Rum und Crystal White Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol vertrieben. Daneben werden leichtere Mischgetränke hergestellt: Caribbean Club Rum Punch, Limbo Drummer, Lemon Lime & Bitters, Blu Vodka und Correla´s. :Das Grundprodukt Angostura Bitters ist eine aromatische Lösung mit 44,7&#x202F;% Akoholanteil. Man verwendet es hauptsächlich zur Verfeinerung von Mixgetränken, aber auch in Fisch- und Fleischgerichten, für Gemüse, Kuchen, Marmelade, Pudding, in Salaten und Suppen. * Fernandes Distillers, Fernandes Industrial Centre, Eastern Main Road, Laventille, Tel. 623-2101, 623-2501, Fax 623-1847. Als das Trinidad & Tobago Rum Bond Lager im Jahre 1932 abbrannte, nutzte der Besitzer der Fernandes Distillery, Joseph Bento Fernandes, die Gunst der Stunde. Er kaufte die angesengten Rumfässer günstig auf stellte fest, dass der Rum darin von besonderer Güte war. Dieser Rum wurde unter dem Namen „1919 Super Premium Rum“ verkauft. 1919 war das Jahr, in welchem die Fässer gefüllt worden waren. === Trinidad´s Eisenbahn === Schon kurz nach 1800 waren es die Großhändler, Kaufleute und Plantagenbesitzer, die bei der Kolonialverwaltung nach besseren Verkehrsverbindungen fragten. Doch wenig oder nichts geschah. Ebenso oder ähnlich verhielt es sich mit der Eisenbahn. Um 1846 wurde die '''Trinidad Railway Company''' gegründet. Man begann mit der Vermessung von möglichen Fahrlinien, kam aber zu der Überzeugung die Finanzierung sei nicht möglich. Im Jahre 1859 entstand dann die erste privat finanzierte Linie von Princes Town zum Hafen von San Fernando. Man nannte sie die Pflanzerlinie, da zunächst nur landwirtschaftliche Produkte an zur Kings Wharf gebracht wurden, zum weitertransport auf Schiffen rund um die Insel. Die Wagen wurden von Pferden oder Mulis gezogen. Auf Grund des öffentlichen Drucks wurde das Angebot auf den Personentransport ausgedehnt, auch die Post wurde nun mit der Eisenbahn transportiert. Diese Linie wurde unter dem Namen '''Cipero Tramroad''' bekannt. Sie existierte bis 1920, dann ging sie an die Trinidad Government Railway über. 1873 begann man mit dem Bau einer Bahnverbindung von Port of Spain nach Arima. Der Ausgangspunkt war der South Quay in Port of Spain, über San Juan und St. Joseph verlief die Linie bis nach Arima. Am 31. August 1876 wurde die Linie in Betrieb genommen. Die Eisenbahngesellschaft, offiziel Trinidad Government Railway, wurde gegründet. Ursprünglich sollte sie nur das reiche Landwirtschaftsgebiet um den Ort Arima herum mit dem Hafen von Port of Spain verbinden. Nun gab es aber eine kleine Eisenbahn Manie. Jeder einflußreichere Plantagenbesitzer verlangte die Anbindung seiner Farm an das Eisenbahnnetz. Schon im Januar 1880 gab es eine Verbindung nach Couva im Süden, bis 1882 wurde die Linie nach San Fernando fertig gestellt. Der Erfolg der Eisenbahnlinie nach Arima war überwältigend. Bis 1896 wurde sie nach Gunapo erweitert und 1897 wurde Sangre Grande erreicht. Im Jahre 1897 entstand an der Südlinie bei Cunupia ein Abzweig durch das Tal des Caparo Flusses nach Tabaquite. Nachdem man im Südwesten von Trinidad große Ölvorkommen gefunden hatte wurde die Eisenbahnlinie von San Fernando aus im Jahre 1913 bis nach Siparia verlängert. Im Jahre 1914 hatte das Netz dann seine größte Ausdehnung mit dem Ausbau bis nach Rio Claro. Die Länge des Schinennetzes betrug nun 173&#x202F;Km. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurden diese Eisenbahnwagen von Pferden gezogen. 1910 gab es die erste Motor-Bus-Verbindung in Trinidad. Die beiden Geschäftsleute Newallo und Asgarelli Syne betrieben '''Syne´s Bus Service'''. Mit der Zentrale in Icacos fuhren ihre Busse von dort über San Fernando bis nach Siparia und St. James in Port of Spain. Bis zum Beginn des I. Weltkrieges war dies das einzige Busunternehmen des Landes. Bis zum Jahre 1920 stieg die Zahl von angemeldeten Motorautos von etwa 100 auf 1.176. Im gleichen Jahr eröffnete Charles Ross eine Buslinie zwischen Four Roads und Macqueripe. Ab 1923 verzeichnete die Eisenbahn einen deutlichen Einbruch bei ihren Fahrgastzahlen. Trotzdem blieb die Eisenbahn ein Erfolg. Erst nach der Unabhängigkeit führte ein Missmanagement der Regierung zum Zusammenbruch des Eisenbahnverkehrs. Die Trasse der Linie von Port of Spain nach Arima, die mehr oder weniger parallel zur Eastern Main Road verläuft, wurde zur Fahrbahn nur für Express-Busse und Maxi-Taxi umgebaut. An das Zeitalter der Eisenbahn erinnert die Lokomotive Nr. 11, sie steht als Denkmal in der Harris Promenade von San Fernando. Ein zweites Exemplar befindet sich im Busdepot von Port of Spain. == Sprache == Amtssprache ist englisch. Besonders auf Trinidad wird aber auch verbreitet Französisch, Spanisch, Hindi und Chinesisch gesprochen. Daneben gibt es ein überwiegend englisches Patois. == Anreise == * {{vCard |type=airport |name=Piarco International Airport |wikidata=Q788810 |address=Golden Grove Road, Piarco |phone=669-4101 |fax=669-2319 |description=Landebahn 10/28, 10.440 × 151 Feet (3.182 × 46 m). Airport Authority of Trinidad & Tobago, Piarco Airport, Tel. 669-4101. Einreisebehörde, Immigration, Piarco Airport, Tel. 669-5859, Zollbehörde, Customs, Piarco Airport, Tel. 669-4361. |url=https://piarcoairport.com }} * '''Schiffsverbindungen''': Zwischen Trinidad und Tobago gibt es einen regeläßigen Fährverkehr. Der Hafen von Port of Spain wird von Kreuzfahrtschiffen angelaufen. == Mobilität == Achtung: '''Linksverkehr'''! Für das Fahren von Mietwagen wird für 90 Tage ein in Deutschland ausgestellter gültiger Internationaler Führerschein anerkannt. Wer länger im Lande ist muss eine nationale Fahrerlaubnis beantragen. Licening Department, Wrightson Road, Port of Spain. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 50 km/h, nur auf einigen Schnellstraßen darf man 80&#x202F;km/h fahren. Von der Hauptstadt Port of Spain gibt es eine autobahnähnliche Schnellstraße in Richtung Osten bis nach Arima und etwas darüber hinaus. Etwa 9&#x202F;km hinter Port of Spain zweigt davon eine Schnellstraße nach Süden ab, über die Stadt Chaguanas führt sie bis nach San Fernando. Die Eisenbahnlinie von Port of Spain nach Arima wurde eingestellt. Die ehemalige Bahntrasse wurde aus- und umgebaut, dies ist heute der Fahrweg für Expressbusse und Maxi Taxi. == Aktivitäten == * Naturbeobachtungen, hauptsächlich die Vogelwelt. * Strandleben, in Trinidad ist es nicht so ausgeprägt wie im Rest der Karibik. An der Nordküste findet man nur einzelne kleine Sandbuchten. Das Wasser an den kilometerlangen Stränden der Ostküste ist trüb, bedingt durch die Einschwämmungen des nahen Orinoco in Venezuela. Die Westküste ist verschmutzt durch intensive Bohrarbeiten der Erdölindustrie. * Wanderungen, hauptsächlich im Bereich der Northern Range. [[File:TnT Caroni Swamp 2.jpg|thumb|right|Caroni Swamp]] * Caroni Swamp: Sumpfgebiet im Mündungsbereich des Caroni River, durch das geführte Touren angeboten werden. Hauptattraktion ist eine riesige Kolonie Scharlachsichler, die am späten Nachmittag von ihren Fressrevieren zu ihrem Ruhegebiet zurückkehren. Ganz selten können Wasserschlangen oder Kaimane beobachtet werden. == Küche == Die Küche von Trinidad spiegelt die Zusammensetzung der Bevölkerung wieder. Neben der traditionallen karibischen Küche findet man heute viele chinesische, libanesische und syrische Einflüsse. Einen sehr großen Anteil an den Restaurants und Essgewohnheiten hat der indische Bevölkerungsanteil. Dadurch gibt es große Unterschiede zu den Restaurants auf der Insel Tobago. * '''Callaloo soup''' ist eine Suppe aus den spinatähnlichen Dasheenblättern mit allerlei Gewürzen und Krebsfleisch, stellenweise wird sie auch sehr scharf gewürzt. '''Dhal''' ist eine indische Suppe aus roten Linsen. * '''Buljol''' nennt man Saltfish, der zusammen mit Avocados, Paprika, Tomaten und Zwiebeln in Olivenöl gedünstet wird. * Ham´n Hops oder einfach nur '''Hops''' ist eine knusprige Brötchenart mit Schinkenfüllung. * '''Pastelles''' sind gefüllte Maismehltaschen die in Sohareeblättern gegart werden, ein klassisches Street Food. Die Füllung besteht aus angebratenes Rinderhack, Tomaten, Worcestershiresauce, diversen Gemüsen und Kräutern Besonders zu Weihnachten werden auch Oliven, Kapern und Rosinen dazugemischt. <gallery mode="packed" heights="150"> Callaloo-mit-Shrimps-GT.jpg|Callaloo soup mit Shrimps Buljol (Salted cod, oil, onions, tomatoes, pepper, boiled eggs).jpg|Buljol (gesalzener Kabeljau, Öl, Zwiebeln, Tomaten, Paprika, gekochte Eier) FOOD Pastelle open.jpg|geöffnete Pastelle </gallery> * Reis, der mit Kokosnußmilch gekocht wird erhält eine bräunliche Farbe. Auf vielen Karibikinseln wird er mit roten Bohnen vermischt zu jedem Essen angeboten. Auf Trinidad heißt er nicht „rice and peas“ sondern '''Pelau''', dazu gibt es im allgemeinen Hühnerfleisch, Paprikagemüse und alles ist scharf gewürzt. * Zu vielen Gerichten gehört '''Dumplin'''. Dumplins sind fingerdicke, längliche Klöße aus Wasser und Mehl, die in die Suppe oder Sauce gegeben werden. * '''Souse''' ist keine Soße sondern gekochtes Schweinefleisch, das mit Gurken, Paprika und Zwiebeln serviert wird, wir kennen es besser als Sülze. * '''Cascadura''' ist Fisch, den es nur in Trinidad gibt, der mit viel Curry gekocht wurde. <gallery mode="packed" heights="150"> Trinidadian Chicken Pelau (15399269506).jpg|Chicken Pelau </gallery> * '''Saltfish''' kommt überwiegend aus Norwegen und ist in der Karibik inzwischen ein teures Lebensmittel geworden. Der frisch gefangene Fisch wird dort ausgenommen, gewaschen, gesalzen und auf langen, dünnen Stangen aufgereiht und luftgetrocknet. * '''Black Pudding''' ist eine Blutwurst die viele Zwiebeln, Knoblauch und Gewürze enthält, sie gilt warm oder auf Brot als absolute Delikatesse. * '''Black cake''' ist ein sehr schwerer Kuchen aus dunklem Teig, der Teig wird mit Trockenfrüchten vermischt, die zuvor in Cherrybrandy und Rum eingeweicht wurden. * Das einheimische '''Bier''' trägt die Namen Carib, Heiroun und Stag Lager Beer. Auf der Insel wird aber auch Guinness, Mackeson und Stout in Lizenz abgefüllt. Die bekanntesten '''Rumsorten''' der Insel sind Old Oak und VAT 19. * Daneben gibt es unzählige '''alkoholfreie''', soganannte Soft Drinks, die meistens nur extrem süß und nach Chemie schmecken. == Feiertage == Zusätzlich zu den gesetzlichen Feiertagen die für die beiden Inseln Trinidad und Tobago gelten, gibt es auf der Insel Trinidad eine Vielzahl von religiösen Veranstaltungen und Feierlichkeiten, die teilweise auch zu nationalen Feiertagen geworden sind. === religiöse (regionale) Feiertage === * '''Divali''' oder '''Diwali''', dieses hinduistische Fest ist dem Licht gewidmet, es wird in verschiedenen Orten Trinidads auch als Ramleela Festival gefeiert. Mit dem Fest wird in Indien die Rückkehr von Lord Rama in sein Königreich Ayodha nach 14-jährigem Exil gefeiert. Zu Ehren seiner Ankunft erleuchteten seine Untertanen die Straßen mit tausenden von Öllampen. Dieses Fest wird im November auf ganz Trinidad gefeiert. Diviali bedeutet der Triumph des Guten über das Böse. Es wird zu Ehren der Göttin Lakshmis gefeiert, die Liebe, Schönheit, Reichtum und Licht verkörpert. In der Divalinacht werden auf der ganzen Insel mit Kokosöl gefüllte Tonschalen aufgestellt und angezündet. * '''Eid-ul-Fitr''', das moslemisches Neujahrsfest. Dies ist kein festes Datum, das Fest wird am Neumondtag des Fastenmonats Ramadan gefeiert. * '''Ganga Dashara'''. Am Fluß Marianne River im Ort Blanchisseuse feiern die Hindus ihr Reinigungsritual. * Das '''Hosey Festival''' wird in Trinidad seit 1884 gefeiert, es erinnert an den Krieg von Kerbala im Jahre 640. Die ursprüngliche, drei Nächte dauernde Trauerprozession wurde bis vor 40 Jahren nach strengen Regeln durchgeführt. Seitdem hat man sich an die Mentalität der Inselbewohner angepaßt. Heute finden die Prozessionen in den Monaten Februar und März in St. James, Cedros, Couva und Tunapuna statt. * '''La Divina Pastora Festival''', katholische Kirche, Siparia. Bei dieser Prozession am zweiten Sonntag nach Ostern wird die Schwarze Madonna durch die Straßen getragen. Diese Feier ist bei den Hindus auch als Soparee Mai bekannt. * '''Phagwa''', das Neujahrsfest der Hindus findet im März statt. In Trinidad ist es seit der Landung der ersten Inder im Jahre 1845 bekannt. * '''Ramleela''', ein Hindufest, das in über 20 Gemeinden gefeiert wird. * '''Santa Rosa Festival'''. Dieses Fest der kleinen Cariben Gemeinde wird im Juli gefeiert. Am 28. August findet eine gleichnamige Feier in Arima statt. Dort wurde 1775 eine Kapelle zum Gedenken an die Schutzheilige Santa Rosa de Arima gebaut. == Sicherheit == Auf Trinidad werden Drogen, insbesondere Marihuana angeboten. Der Besitz kleinster Mengen ist verboten und wird schwer bestraft. Wertgegenstände sollten im Hotelsafe hinterlegt werden. Zimmertüren und Mietwagen immer verschließen. Nachts sollte man nicht allein unterwegs sein und dunkle Orte generell meiden. Die hohe Zahl von arbeitslosen Jugendlichen führt zu wachsender Kriminalität gegen Touristen. == Klima == {{Klimatab-col |ort= |sourcelink= |sourcetext= |xt=ja|xtjan=31|xtfeb=31|xtmar=32|xtapr=32|xtmai=32|xtjun=32|xtjul=31|xtaug=31|xtsep=32|xtoct=32|xtnov=32|xtdec=31 |nt=ja|ntjan=21|ntfeb=20|ntmar=20|ntapr=21|ntmai=22|ntjun=22|ntjul=22|ntaug=22|ntsep=22|ntoct=22|ntnov=22|ntdec=21 |rm=ja|rmjan=70|rmfeb=45|rmmar=50|rmapr=55|rmmai=100|rmjun=190|rmjul=225|rmaug=250|rmsep=200|rmoct=175.0|rmnov=185|rmdec=125 }} == Literatur == === Landkarten === * {{Karte |Titel=Trinidad |Maßstab=1 : 150.000 |Hrsg=Mapping & Control, Lands & Surveys Division, Ministry of Planning & Mobilization, Government of the Republic of Trinidad & Tobago}} == Weblinks == {{GeoData| lat= 10.41611| long= -61.34444| radius= }} {{IstInKat|Trinidad und Tobago}} {{class-3}} efmpbla8msxjbwy0lmffrzvew0w9wk8 1804863 1804862 2026-09-19T07:42:56Z DocWoKav 14575 /* Orte */ Geänderte vCard für Point Fortin 1804863 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region}} '''Trinidad''' ist eine Insel in [[Trinidad und Tobago]]. Auf Trinidad sind vor allem die vielfältige Natur, der berühmte Karneval, die Strände und der artenreiche Regenwald interessant. == Regionen == === Politische Einteilung === Trinidad und Tobago gliedert sich in elf ''regions'', drei ''boroughs'' und zwei ''cities''. Eine ''region'' ist einem Bundesland vergleichbar, ein ''borough'' einer kreisfreien Stadt und eine ''city'' einem Stadtstaat wie Hamburg oder Berlin, wobei das Konstrukt des ''borough'' aus dem englischen Rechtsraum stammt und im deutschsprachigen Raum unbekannt ist. ''cities'' sind [[Port of Spain]] und [[San Fernando (Trinidad und Tobago)|San Fernando]], ''boroughs'' sind [[Arima]], [[Chaguanas]] und [[Point Fortin]]. === Geographische Aufteilung === * Northern Range: Dieser Höhenzug erstreckt sich auf einer Länge von 65&#x202F;Km entlang der Nordküste. Die Nordküste ist steil und felsig. Dort findet man keine durchgehende, befahrbare Straße. Das ganze Gebiet ist überhaupt wenig erschlossen, damit ein wahres Paradies für die Tierwelt. Einzig von Port of Spain aus und entlang der Ostküste gibt es Straßenverbindungen zur Nordküste. Von Arima aus kann man auf teilweise sehr schlechter Straße nach Norden vordringen. Die höchsten Erhebungen sind der Berg "El Tucuche" mit 936&#x202F;m und der "El Corre de Aripo" mit 940&#x202F;m. Nordwestlich von Arima findet man eine größere Anzahl von Höhlen. * Der Ost-West-Korridor ist eine Ebene am Fuße der Northern Range. Es ist das am dichtesten bebaute und besiedelte Gebiet der Insel. Von der Matura Bay im Osten reicht die Ebene bis zur Hauptstadt Port of Spain im Westen. In Port of Spain beginnend erreicht man übergangslos die Städte San Juan, St. Joseph, Curepe (mit dem Ortsteil St. Augustine und der Universität), Tunapuna, Arouca (mit dem internationalen Flughafen Piarco im Süden), Valencia und Sangre Grande. Das bebaute Gebiet ist dort zwischen zwei und sieben Kilometer breit. Auf nördlicher Route erreicht man alle Orte auf der Straße Eastern Main Road. Mehr oder weniger parallel dazu gab es dort früher eine Eisenbahnlinie von Port of Spain bis nach Arima. Die ehemaligen Gleisanlagen sind einer Straße gewichen, die für den Busverkehr reserviert ist, die "Priority Bus Route". Auf südlicher Route wurde der autobahnähnliche "Churchill Roosevelt Highway" als entlastungsstraße gebaut. * Central Range: Dieser Höhenzug ist wesentlich flacher, er erstreckt sich leicht schräg, nördlich von San Fernando im Westen bis nach Manzanilla im Osten. * Im Süder der Central Range findet man wieder flaches Land, es riecht dor überall nach Erdöl. Überall wird Erdgas und -öl gefördert. Zwischen San Fernando und Point Fortin befindet sich einer vor drei bekannten Teer-Seen dieser Erde. Weit verbreitet sind Schlammvulkane. * Die Southern Range, auch "the Deep South" genannt, also der tiefe Süden bildet als flacher Höhenrücken den Abschluss. == Orte == {{mapframe}} * {{vCard | name = Port of Spain | type = city | wikidata = Q39178 | description = Die Hauptstadt Trinidads ist das wichtigste politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Insel. Besonders bekannt ist die Stadt für den Trinidad Carnival, Museen, historische Gebäude und das lebendige Stadtviertel rund um die Queen’s Park Savannah. }} * {{vCard | name = Arima | type = city | wikidata = Q661405 | description = Arima liegt am Rand der Northern Range und ist eine der älteren Städte Trinidads. Sie ist für ihre indigene Kultur, traditionelle Feste und ihre Nähe zu den tropischen Waldgebieten im Norden bekannt. }} * {{vCard | name = Chaguanas | type = city | wikidata = Q1444575 | description = Sie ist eine lebhafte Handelsstadt mit zahlreichen Geschäften, Märkten und Einkaufszentren. Besonders interessant sind die vielfältige Bevölkerung sowie die starke indisch-trinidadische Kultur. }} * {{vCard | name = Couva | type = city | wikidata = Q2602007 | description = Couva ist eine moderne Stadt mit Einkaufszentren, Restaurants und verschiedenen Freizeiteinrichtungen. Sie spielt außerdem eine wichtige Rolle im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben Trinidads. }} * {{vCard | name = San Fernando | type = city | wikidata = Q1023712 | description = Sie ist eine der wichtigsten Städte Trinidads und ein bedeutendes Handels- und Kulturzentrum. Sehenswert sind unter anderem die Innenstadt, Märkte, Geschäfte und verschiedene kulturelle Veranstaltungen. }} * {{vCard | name = Princes Town | type = city | wikidata = Q1011576 | description = Eine kleinere Stadt mit einer ruhigen Atmosphäre und einer langen Geschichte. Sie ist vor allem für ihre lokalen Märkte, traditionellen Veranstaltungen und den Einfluss der Zuckerindustrie auf die regionale Geschichte interessant. }} * {{vCard | name = Penal | type = city | wikidata = Q2510034 | description = Penal ist vor allem durch seine indisch-trinidadische Bevölkerung und deren kulturelle Traditionen geprägt. Es gibt lokale Märkte, Geschäfte und Restaurants sowie religiöse Feste. }} * {{vCard | name = Point Fortin | type = city | wikidata = Q786957 | description = Point Fortin ist vor allem durch die Erdöl- und Erdgasindustrie geprägt, besitzt aber auch ein aktives gesellschaftliches und kulturelles Leben. Die Stadt ist außerdem für Veranstaltungen und traditionelle Feste bekannt. }} * {{vCard|type= city|name= |description= }} * [[Arima]] in der Mitte des Ost-West Korridors * [[Blanchisseuse]] an der Nordküste * [[Chaguaramas]] an der Nordwestspitze der Insel * [[Manzanilla]] langer Strandabschnitt an der Ostküste * [[Maracas Bay]] nördlich von Port of Spain * [[Mayaro]] langer Strandabschnitt an der Ostküste, südlich von Manzanilla * [[Piarco]] mit dem internationalen Flughafen * [[Port of Spain]] die Hauptstadt * [[San Fernando (Trinidad and Tobago)|San Fernando]] Küstenstadt, 42&#x202F;km südlich von Port of Spain * [[Tunapuna]] die Universitätsstadt im Ost-West Korridor == Weitere Ziele == == Hintergrund == === Landesbeschreibung === Geologen und Faunisten zählen Trinidad und Tobago zu Südamerika, nicht zu den Karibischen Inseln. Vor vermutlich noch 10.000 Jahren waren die Inseln mit dem südamerikanischen Festland verbunden. Heute ist die Insel Trinidad durch eine 11&#x202F;km breite Meerenge von Venezuela getrennt. Die Insel Trinidad hat eine etwa rechteckige Form, deren Westküste durch den Golf von Paria tief eingeschnitten ist. Die Nord-Süd Ausdehnung beträgt 83&#x202F;km. Entlang der Nordküste verläuft eine flache Bergkette, die bis zu 940&#x202F;m hoch aufragt, die Northern Range. Dort findet man eine Vielzahl von Höhlen und Wasserfällen. Sie ist Erdgeschichtlich der östlichste Ausläufer der südamerikanischen Anden. Dort hat die Insel eine Breite von 86 km, vom Golf von Paria zur Ostküste sind es an der schmalsten Stelle nur 48 km, während sie an der Südküste 104&#x202F;km mißt. An der Ostküste ließen sich 1783 französische Siedler südlich von Manzanilla nieder, wo sie zwölf aneinandergrenzende Kokosplantagen anlegten, die noch heute die Landschaft prägen. Die Nord- und Südküste sind wenig erschlossen. Dort gibt es keine durchgehenden Straßenverbindungen. Abgesehen von der Churchill Roosevelt und der Uriah Butler Schnellstraße sind alle anderen Straßenverbindungen auf der Insel nicht sehr gut. Bis 1957 war die Southern Main Road die Hauptstraße zwischen dem Norden und dem Süden. Dann wurde der Princess Margaret Highway als Schnellstraße zwischen Port of Spain und Chaguanas gebaut. Inzwischen wurde die Straße umbenannt in Uriah Butler Highway. Während des ersten Ölbooms in den 1970er Jahren wurde diese Schnellstraße als Sir Solomon Hochoy Highway bis nach San Fernando erweitert. Es gibt inzwischen Ausbaupläne bis nach Point Fortin. In West Ost Richtung verbindet der Beetham Highway Port of Spain mit dem Uriah Butler Highway. Von dort aus führt der Churchill Roosevelt Highway weiter bis zu seinem derzeitigen Ende, drei Kilometer hinter Arima. In diesem sogenannten Ost-West Korridor der sich von Chguaramas bis nach Arima am Fuße der Northern Range Hügelkette entlangzieht lebt über die Hälfte der Inselbevölkerung. Fast die Hälfte von Trinidad ist noch bewaldet. Die Insel hat aber keine ausgeprägte Tourismusindustrie. Dafür besitzt Trinidad die einzigen größeren Erdgas und -ölvorkommen aller Karibikinseln. Vor Point Lisas befinden sich große Erdgasfelder im Meer. Dort findet man deshalb die größte Industrieansammlung. Neben Eisen und Stahl gibt es vier Methanolproduzenten und sechs Anlagen für die Ammoniumproduktion. 1999 begann man mit dem Bau einer Aluminiumschmelze. Am Galeota Point und in Pointe a Pierre stehen Erdölraffinerien. Erst 1998 hat die Amoco Trinidad Oil Company neue große Erdölfelder vor der Küste von Trinidad gefunden. Im ganzen Süden der Insel wird Erdöl gefördert. Dort gibt es auch mehrere Schlammvulkane. Vor der Nordwestküste liegen mehrere Inseln, die zum Territorium von Trinidad und Toabago gehören. * '''Diego Islands''': Zu den Diego Islands gehören die Inseln Carrera und Cronstad Island. Sie liegen etwas mehr als 500&#x202F;m vor der Halbinsel Point Gourde. Die Insel Carrera hat eine Ausdehnung von 420 x 270 Metern, seit dem Jahre 1877 ist sie Gefängnisinsel. Angeblich ist sie so sicher wie das amerikanische Alcatraz. * '''Five Islands''': Die Inselgruppe Five Islands besteht aus den fünf Inseln Caledonia, Craig, Lenagan, Nelson und Rock. * '''Insel Chacachacare''': Die Insel befindet sich fast auf halbem Wege nach Venezuela. Die Strömung in der Meerenge ist stark und gefürchtet. Seeleute nennen die Durchfahrt Boca del Drago oder „dragon´s mouth“, also Drachenmaul. Die Insel hat eine Ausdehnung von 15&#x202F;km in der Länge und 3&#x202F;km in der Breite, sie ist 8&#x202F;km von Trinidad entfernt. : Die Überfahrt von Chaguaramas dauert je nach Wetterlage etwa eine Stunde. Seit dem Jahre 1877 befand sich auf der Insel eine Leprakolonie, seit 1984 ist sie unbewohnt. : Im Jahre 1885 wurde nahe der Perruquier Bay auf dem höchsten Punkt der Insel, 818 m, ein Leuchtturm gebaut, er ist immer noch im Betrieb. Auf der Ostseite befindet sich die tief eingeschnittene Bucht Chacachacare Bay. Auf der gegenüberliegenden Inselseite liegt die La Tinta Bay. Sie hat schwarzen Sandstrand und wurde jahrelang als Versteck für Schmuggelgut genutzt. : Bei Chapelle Bay findet man einen Salzsee. * '''Insel Gaspar Grande''': Die Insel ist rund 2&#x202F;km lang und 800&#x202F;m breit, sie ist auch unter dem Namen Gasparee Island bekannt. Ihr Name geht auf den früheren Besitzer Don Gaspar de Percin zurück. Sie liegt nur einen Kilometer vor der Küste. Von der Crews Inn Marina in Chaguaramas fahren Boote in 20 Minuten dorthin. Die Überfahrt von Chaguanas zur Südseite kostet 40 TT $, zur Ostseite 30 TT $. Im allgemeinen fahren die Boote zum Point Baleine, wo es zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Walfangstation gab. Heute befindet sich dort eine kleine Marina und Picknick Plätze. : Im 19. Jahrhundert wurde auf der Insel noch Baumwolle angebaut. : Die kleine Bombshell Bay am Ostende ist zum Baden geeignet. Auf dem Bombshell Hill befand sich ein Fort. : Die Gasparee Caves sind ein Netzwerk von Tropfsteinhöhlen, es gibt dort sogar einen kleinen See. Der Zugang ist nur mit Genehmigung der Chaguaranas Development Authority und mit Führung eines registrierten Tourunternemers möglich. Sie sind täglich von 9-15 Uhr geöffnet, Eintritt: 10 TT $. : Innerhalb von 25 Minuten kann man zur anderen Inselseite laufen, dort findet man Geschützstellungen aus dem II. Weltkrieg. : Seit den 1980er Jahren befand sich dort auch das Fantasy Island Resort mit Restaurant, Cafe und Pool. Tel. 678-9001. : Bayview Beach Resort & Marina, Tel. 678-9001-02 * '''Insel Huevos''': Die kleine, länglich, schmale Insel Huevos befindet sich in Privatbesitz. Sie ist unbewohnt und Brutplatz für Seevögel. * '''Insel Monos''': Monos liegt nur etwa 650&#x202F;m vom Entrada Point entfernt und hat zwei Landestege in der Morris Bay und in der Grand Fond Bay. Sie ist dicht bewaldet und nicht dauerhaft bewohnt. Es gibt dort aber eine zunehmende Anzahl von Ferienhäuser von reichen Trinis. Früher gab es in der Turtle´s Bay eine Walfangstation. Dort ist noch einer der Kupferkessel erhalten, in dem das Walfett gekocht wurde. === Geschichte === Über die allerersten Inselbewohner ist nichts bekannt, man nimmt aber an, dass schon 5.000 Jahre vor Christi Geburt Indianerstämme aus Südamerika auf Trinidad und Tobago gelebt haben. Auf dem Weg in den Norden haben Ciboney-Indianer als Sammler und Jäger vermutlich zuerst die Insel Trinidad besiedelt. Zwischen 100 und 1000 nach Christus folgten ihnen höher entwickelte Ignerie-Indianer und Taino-Indianer vom Stamm der Arawaks aus dem Orinokogebiet, die schon Landwirtschaft betrieben. Im 13. Jahrhundert überfielen kriegerische Carib-Indianer die friedlichen Arawaks, töteten die Männer und nahmen sich die Frauen. Auf seiner dritten Reise entdeckte '''Christopher Kolumbus''' auf südlicher Route segelnd diese Insel im Sommer 1498. Er nannte die Insel ''La Isla de la Trinidad'', Insel der Dreifaltigkeit, und umfuhr sie im Uhrzeigersinn. Einen Tag später verließ er sie um die Insel [[Grenada]] zu erreichen. Zu dieser Zeit lebten noch geschätzt 35.000 Indianer auf den beiden Inseln; Arawaks im Südosten und Carib-Indianer im Norden und Westen in der Gegend von Arima, Mucurapo und Port of Spain. Erst 1532 betrat '''Don Antonio Sedeno''' beim Fischerdorf Cumucarapo, das heute Mucarapo heißt, als erster spanischer Entdecker die Insel. 50 Jahre später kam eine größere Gruppe von Siedlern mit dem spanischen Soldatenführer '''Don Antonio de Berrio y Oruna''' und dessen Leutnant Domingo de Vera auf der Suche nach dem berühmten Gold von El Dorado auf die Insel. An der Ostküste bauten sie die Siedlung San José de Oruna, das heutige St. Joseph, dort wurde auch die Inselverwaltung angesiedelt. In der Indianersprache hieß der Ort Caroni. Er wurde 1595 durch den britischen Seefahrer '''Sir Walter Raleigh''' zerstört, Berrio y Oruna wurde gefangen genommen. Die älteste Kirche der Insel, die St. Joseph Catholic Church aus dem Jahre 1593, blieb aber erhalten. Die ist zugleich der älteste Kirchenbau auf Trinidad. 1699 rebellierten die Indianer gegen die spanischen Missionierungsversuche. Missionare und der Gouverneur wurden dabei getötet. Soldaten wurden gegen die Indianer eingesetzt. Die Armee trieb die Indianer bis zur Nordostspitze der Insel. Bei dem Ort Toco stürzten sich viele Indianer ins Meer. Zehn Jahre später wurden die Missionsstationen abgeschafft. 1739 gab es auf der Insel eine Pockenepedemie, an der ein großer Teil der Bevölkerung starb. Nach wiederholten Angriffen von Piraten auf den Ort San José de Oruna, heute Saint Joseph, verlegte der '''Gouverneur Pedro de la Moneda''' den Regierungssitz im Jahre 1757 nach Puerto de Espana, dem heutigen ''Port of Spain''. Da die Insel nur sehr schwach besiedelt war und Spanien fürchtete, die Insel könne dadurch leicht von England eingenommen werden, lockte der spanische '''Gouverneur Manuel Falques''' 1776 katholische Siedler mit Steuererleichterungen ins Land. Er brachte der Insel etwas wirtschaftlichen Aufschwung und veranlasste die Gründung des Ortes San Fernando. Mit Hilfe von Sklavenarbeit entstanden Zuckerrohr- und Baumwollplantagen. 1784 schickte Spanien seinen fähigsten Gouverneur, '''Don José Maria Chacon''', auf die Insel. Unter seiner Führung wuchs die Bevölkerung auf fast 18.000 Menschen an. Davon waren nur 2.000 Weiße, über 10.000 waren afrikanische Sklaven und knapp 1.000 waren Indianer, der Rest bestand aus freien Mischlingen. Im Jahre 1795 kam es zum Krieg zwischen Spanien und England. Im Mai 1796 lief das britische Schiff „H. M. S. Lebra“ unter der Führung von '''Sir Ralph Abercromby''' bei Chaguaramas die Insel an. Der spanische '''Admiral Don Sebastian Ruiz de Apodaca''' ließ alle spanischen Schiffe im Hafen in Brand setzen und '''Gouverneur Chacon''' übergab Trinidad kampflos an die Engländer. Sir Abercromby ernannte einen seiner Offiziere, '''Thomas Picton''', zum ersten Gouverneur. Die Ernennung entwickelte sich zu einem absoluten Missgriff. Picton betrachtete Sklaven und Mischlinge als Aufwiegler. Farbige Plantagenbesitzer und Sklaven wurden ständigen Repressalien ausgesetzt. 1802 musste er von '''Thomas Hislop''' abgelöst werden. Im gleichen Jahr gab es auf der Insel 150 Plantagen, alle waren im Besitz von Franzosen. Bis zum Jahre 1808 stieg die Zahl der Sklaven auf 20.000. Die Fachleute der damaligen Zeit kamen zu dem Ergebnis, um aus der Insel eine gewinnbringende Zuckerrohrbesitzung zu machen, wären mindestens 250.000 Sklaven nötig gewesen. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Insel trotzdem Kronkolonie. Die Zusammensetzung der Inselbevölkerung ließ in den Augen der britischen Regierung keine Wahlen zu. Die Zahl der freien Farbigen war doppelt so groß wie die der Weißen, und von der weißen Bevölkerung waren nicht einmal die Hälfte Engländer. So wurde die Insel direkt von London aus regiert, und der Gouverneur war das ausführende Organ. Als der Sklavenhandel 1807 offiziell eingestellt wurde, kam es noch jahrelang zu illegalen Sklaveneinfuhren. Die Abschaffung der Sklaverei im Jahre 1834 führte auf der Insel zu einer lang anhaltenden Ratlosigkeit, wie die Zukunft ohne Sklaven aussehen sollte. Selbst das Parlament in London beschäftigte sich immer wieder mit dieser Frage. Verschiedene Pläne wurden entwickelt und wieder verworfen. Menschen verschiedenster Nationalitäten wurden als Arbeitskräfte auf die Insel geholt: Iren, Schotten, Chinesen, Portugiesen von Madeira, europäische Emigranten, Arbeitskräfte von anderen karibischen Inseln, befreite Sklaven aus Sierra Leone und St. Helena, die meisten kehrten bald wieder in ihre Heimat zurück. Schließlich waren es Inder, die die Inselbevölkerung verändern sollten. Zwischen 1845 und 1917 kamen 144.000 Inder als billige Arbeitskräfte ins Land. Sie hatten Verträge für fünf oder zehn Jahre und waren danach berechtigt zurückzukehren. Aber viele von ihnen blieben in Trinidad, kauften ein Stück Land für ihre Reispflanzen oder Kakaobäume und eröffneten kleine Geschäfte. 1871 betrug der indische Bevölkerungsanteil schon 25&#x202F;% der Gesamtbevölkerung. Bis in die heutige Zeit haben sich die Familienclans erhalten und die indische Gesellschaft in Trinidad ist noch immer eine fast „geschlossene Gesellschaft“. 1847 richtete ein Wirbelsturm große Schäden an. 1857 bohrte die ''Merrimac Oil Company'' bei La Brea die erste Ölquelle an, aber erst 50 Jahre später wusste man diesen Reichtum richtig zu nutzen. Zur Jahrhundertwende führte die weitergehende Verarmung der Massen zur Gründung von mehreren politisch-gesellschaftlichen Interessengemeinschaften. 1897 wurde die Arbeiterbewegung Trinidad Workmen´s Association gegründet. Im gleichen Jahr entstand die East Indian National Association, und vier Jahre später folgten die Pan African Association und die Rate Payers Association, ein Zusammenschluss der Wassergebührenzahler. 1889 wurden Trinidad und Tobago zu einer Union zusammengeschlossen. 1914 entstand bei Pointe-A-Pierre die erste Ölraffinerie. Als Folge der Weltwirtschaftskrise kam es in den 1930-er Jahren auch in Trinidad zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die vermehrt zu Aufständen führten und zur Gründung von Arbeiterbewegungen. 1937 kam es in dem Dorf Fyzabad unter der Führung von '''Uriah Butler''' zu einem Aufstand der Erdölarbeiter. 1938 lag der durchschnittliche Tagesverdienst bei 35 Cents. Diese niedrigen Löhne führten schon 1935 zu einem Hungermarsch und 1937 zu wiederholten Streiks auf den Ölfeldern. 1941 verpachtete die Regierung das Gebiet um ''Chaguaramas'' und ''Waller Field'' an das US-Militär. Die Amerikaner bauten einen großen Marine- und Luftwaffenstützpunkt. Dies brachte dem Land für einige Jahre gut bezahlte Arbeitsplätze. Erst 1960 zogen die Amerikaner nach großen Protesten aus der Bevölkerung wieder ab. Nach dem Krieg und der Einführung des allgemeinen Wahlrechtes entstanden unzählige Parteien und in deren Folge Gründungen von Gewerkschaften. Den hohen Erlösen aus der Erdölindustrie standen nur wenige Arbeitsplätze gegenüber. 1956 gründete '''Dr. Eric Williams''' die Partei People´s National Movement. Am 31. August 1962 wurden Trinidad und Tobago rund drei Wochen nach Jamaika von den Engländern in die Unabhängigkeit entlassen. Eric Williams wurde erster Premierminister. Er behielt diesen Posten bis zu seinem Tode im Jahre 1981. Mit der Unabhängigkeit fielen die großzügigen finanziellen Unterstützungen von England fort. Internationale Konzerne wurden stattdessen von der Regierung „eingeladen”, sich auf der Insel niederzulassen. Bis 1966 konnten so 169 Industriefirmen angesiedelt werden. Die Ölförderung teileten sich Amoco, Shell und Texaco, die Zuckerindustrie wurde von Tate & Lyle kontrolliert. Während der 1970-er Jahre konnte Trinidad aufgrund seiner Erdöl- und Erdgasvorkommen noch ein deutliches Wirtschaftswachstum verzeichnen. Zum großen Teil ist dies den Preisbeschlüssen der OPEC von 1973 zu verdanken. Diese Preissteigerungen verdreifachten die Deviseneinnahmen des Landes schlagartig. Nach der zweiten deutlichen Ölpreiserhöhung in den Jahren 1979 und 1980 verzehnfachten sich diese Einnahmen sogar. Mit diesen Geldern kaufte Premierminister Williams die Kapitalmehrheit der nationalen Shell und BP, verstaatlichte die Zuckerindustrie, die Fluglinie BWIA und die Telefon- und Fernsehgesellschaften. Für 460 Millionen US-Dollar ließ er zudem ein Stahlwerk bauen. Anfang der 1980-er Jahre kam es dann mit Ende des Ölbooms und anderer politischer Fehler zu einer tiefen Strukturkrise, die sich besonders aus der Person des seit 25 Jahren regierenden Eric Williams ergab. Hatte er die weiße Mittelschicht vor der Unabhängigkeit noch als Nutznießer der Kolonialherrschaft bekämpft, so sicherte er seine Macht nun genau durch diese Gruppe. Korruption und schwere Mängel in der Gesundheits-, Verkehrs- und Baupolitik wurden ihm angelastet. Im März 1981 konnte der plötzliche Tod von Williams nicht eindeutig geklärt werden. Bei den Parlamentswahlen im November des gleichen Jahres konnte sein Nachfolger '''George Chambers''' noch die Mehrheit erzielen, bei den Kommunalwahlen 1983 gab es dann aber eine herbe Niederlage. Seit 1974 waren mit der Ölindustrie 50 Milliarden Petrodollar erwirtschaftet worden. Als der Einbruch der Ölpreise zu einer Rezession führte, musste man feststellen, dass der größte Teil des Geldes durch Misswirtschaft und Fehlplanungen verschwendet worden war. Der TT-Dollar musste mehrfach abgewertet werden, im Staatsdienst gab es Entlassungen, unrentable Staatsbetriebe wurden privatisiert. Bis 1990 stieg die Arbeitslosigkeit im Lande daraufhin bis auf 27 %. Am 27. Juli 1990 besetzte die kleine, radikale Moslemgruppe ''Jamaat al Muslimeen'' unter der Führung von '''Yasin Abu Bakr''' das Parlamentsgebäude. 45 Parlamentsmitglieder, einschließlich des Premierministers A. N. R. Robinson, wurden als Geiseln genommen. Robinson wurde aufgefordert zurückzutreten und innerhalb von 90 Tagen Neuwahlen auszuschreiben. Nachdem er dies verweigerte, kam es zu einem Schusswechsel, bei dem der Premierminister eine Schusswunde im Bein erlitt. Erst nach fünf Tagen gaben die Rebellen auf. Bei diesen Unruhen kamen insgesamt 30 Personen zu Tode, weitere 500 wurden verletzt. 114 Rebellen erhielten nach langen Gerichtsverhandlungen, zu denen auch der Kronrat in London gehört wurde, eine Amnestie. Dieser Putschversuch verschreckte verständlicherweise ausländische Investoren. Erst 1994 verzeichnete das Land sinkende Arbeitslosenzahlen und eine steigende Bruttoinlandsproduktivität. In den folgenden Jahren legte die Regierung ein Programm zur Modernisierung des Erdölsektors auf. Zugleich schaffte sie sich ein zweites wirtschaftliches Standbein, indem die Erschließung von Off-shore-Erdgasvorkommen gefördert wurde. === Erdöl und Erdgas === Im Jahre 1906 kam der Geologe ''Arthur Beeby Thompson'' nach Point Fortin. Er erhielt von der Regierung die Genehmigung, Land zu erwerben und nach Öl zu bohren. Er kaufte die Adventure und La Fortunée Plantagen um Werkanlagen zu errichten. Im Mai 1907 fand man in 210&#x202F;m Tiefe Öl. Zwei Jahre später wurde die '''Trinidad Oil Company''' gegründet. 1913 übernahm die '''United British Oilfields of Trinidad''' die Anlagen. 1957 wechselte der Besitz an '''Shell'''. Nach langen Protesten der Bevölkerung in den 1960-er und 1970-er Jahren übernahm der inzwischen von England losgelöste, selbstständige Staat Trinidad and Tobago die Shell und seit 1974 nennt sich das Unternehmen '''Trinidad & Tobago Oil Company''' (TRINTOC). Im Jahre 1993 gründte der Staat dann die '''Petroleum Company of Trinidad & Tobago''' (PETROTRIN) mit der Zentrale in Pointe-a-Pierre, und mit dem Zweck, alle Ölförderungen, die Weiterverarbeitung und den Verkauf von Erdölprodukten zu zentralisieren. Im Jahre 2000 übernahm die PETROTRIN dann in Zusammenarbeit mit TRINMAR alle Vermögenswerte von TEXACO. PETROTRIN hat seine größten Operationsbasen in Fyzabad, Guayaguayare, Marabella, Penal und Point Fortin. Von der Südostspitze der Insel (Guayaguayare) nach Point Fortin wurde eine neue Hochdruck-Pipeline verlegt, unterwegs gibt es mehrere Pumpstationen. In Pointe-a-Pierre steht die einzige Ölraffinerie des Landes. Die Anlage umfasst 809 Ha Grundfläche. Die Tagesproduktion liegt bei 160.000 Barrel von denen 70.000 für den lokalen Markt bestimmt sind, der größere Rest wird nach Brasilien, Equador, Kolumbien, Venezuela und West Afrika exportiert. Dort wird Flugbenzin, bleifreies Benzin, Diesel, Schmierstoffe und Bitumen hergestellt. TRINMAR, Trinidad Marine, betreibt im Seegebiet von Trinidad und Tobago 23 Ölbohrplattformen und 238 freistehende Bohrtürme. Der Beitrag von PETROTRIN am Sozialwesen von Trinidad besteht im Straßen- und Brückenbau, man beteiligt sich an der Reparatur von Schulen, baut Spielplätze und stellt Computer zur Verfügung. === Geister, Geisterglaube === Wie auf allen anderen karibischen Inseln haben auch die Bewohner von Trinidad und Tobago eine lebhafte Vorstellungskraft, kennen vielerlei Gruselgeschichten, glauben an gute und böse Geister. Viele dieser Geister und Geistergeschichten haben ihren Ursprung in Afrika. Der '''Dupp''' (auf der Insel Jamaika: Duppy) ist auf allen Inseln bekannt. Zusammen mit den '''Jumbies''' zählt er zu den harmlosen Geistern. Es sind die Geister von Toten, die nachts aus den Gräbern steigen, sich an dunklen Orten herumtreiben und die Lebenden gerne erschrecken. '''Belarivoist''' der Geist des Joachim Belarivo. Ein wenig begabter Zauberer wollte diesen Geist auferstehen und für sich arbeiten lassen. Für die Auferstehung reichte das Wissen, für weiteres nicht. Stattdessen erschien der Geist auf unzähligen Hochzeitsfeiern und erschreckte die Gäste. Er musste schließlich in einen Bleisarg eingeschlossen werden und unter einem großen Steinhaufen begraben werden. Der bedeutendste Geist auf Trinidad und Tobago ist '''Papa Bois''', der Beschützer des Waldes. Er hat Hörner, Fell und eine Harfe, seine Mutter war ein Reh, sein Vater ein Jäger, meistens erscheint er in Gestalt eines alten Mannes mit Bart und langen Haaren. Er kann sich auch in ein Tier verwandeln und Wilderer tief in den Wald locken, so dass sie sich verlaufen. Er hat auch eine Geliebte, '''Mama Dlo''' oder Mama d l‘eau, halb Frau, halb Schlange. Sie ist die Beschützerin der Flüsse. Von '''La Diablesse''' erzählt man, sie sei eine schöne Frau mit Kuhfuß, die man häufig auf großen Festen antrifft. Dort soll sie die Männer verführen. Wer sich mit ihr einlässt, wird nie mehr sein wie vorher oder nach kurzer Zeit sterben. Begegnet man ihr, soll man seine Kleidung ausziehen und mit der linken Seite nach außen wieder anziehen, dann kann sie einem nichts mehr anhaben. '''Douens''' und '''Douennes''' sind die Geister von kleinen Kindern, die ungetauft sterben. Sie tragen große Strohhüte, haben keine Gesichter, und ihre Füße stehen rückwärts. Es gibt auch Meerjungfrauen, Feen und Vampire. Man sagt, dass sich einsame und ungeliebte Menschen in Vampire, sogenannte '''Sousouyants''', verwandeln konnen. Sie ziehen ihre Haut aus und lassen diese auf der Türschwelle liegen, dann verwandeln sie sich in Feuerbälle, die durch die Luft fliegen. Dann kommen sie zu den Menschen und saugen ihnen das Blut aus. Man kann sich vor ihnen schützen, indem man Reis oder Salz um sein Bett streut. Der Vampir muss jedes Korn zählen, bevor er Blut saugen kann, bis er damit fertig ist, wird schon wieder Morgen und er muss unverrichteter Dinge abziehen. === Karneval === Französische Einwanderer brachten im 18. Jahrhundert den Karneval mit in die Karibik. In Frankreich war der Karneval damals ein riesiges Schlemmer- und Kostümfest vor dem Beginn der Fastenzeit. Die französischen Großgrundbesitzer in der Karibik feierten dieses Fest unter sich und ohne die Sklaven, nur freie Mulatten wurden zur Teilnahme eingeladen. Nach der Sklavenbefreiung 1834 wollten auch die Farbigen ihr Fest feiern. Das traditionelle Erntedankfest '''Canboulay''' wurde auf den Karnevalsonntag vorverlegt. Sie veranstalteten Straßenumzüge mit Trommelmusik, Stockkämpfen und Spottliedern auf die Weißen, dazu kleideten sie sich in elegante Kleider wie ihre weißen Herren. Diese fühlten sich schnell beleidigt und feierten in der Folgezeit nur noch in ihren Häusern. 1883 wurde den Farbigen das Mitführen von Trommeln verboten, ein Jahr später fanden die Umzüge nur noch am Karnevalmontag und unter Polizeibegleitung statt. So entstanden in den Vororten von Port of Spain die ersten '''Mas Camps''' - Kostümgruppen. Statt der Trommeln benutzte man Bambusstücke um den Takt zu schlagen, zur Zeit des II. Weltkrieges erfand man neue Musikinstrumente: Keksdosen und leere Ölfässer. 1894 kam dem Kaufmann ''Ingnatius Bodu'' die Idee, aus dem Karneval einen Wettbewerb zu machen. 1921 richtete ''Chieftain Douglas'' als erster ein '''Calypso Tent''' ein, in dem während der Karnevalsaison Nonstop gesungen wurde. Heute gibt es das '''National Carneval Commitee''' (NCC), es entstand aus der 1957 gegründeten ''Carneval Development Commission''. Diese Behörde betreut den gesamten Karneval, schreibt die Wettbewerbe aus, bestimmt die Veranstaltungsorte, organisiert die Showveranstaltungen, stellt die Preisrichter und wirbt Spenden ein, mit denen Gewinner zu hohen Geldpreisen kommen. Eine Jury wählt die Gewinner. Sie besteht aus Mitarbeitern von Ministerien, des NCC und Mitgliedern von Tanz-, Steelband- und Gesangsgruppen. Gewählt werden die besten Königs- und Königinkostüme, der beste Kostümdesigner, das Karnevallied des Jahres und die Musikband des Jahres. Eine Musikband kann zwischen 3.000 und 9.000 Mitglieder zählen. Für die Offiziellen beginnt die Karnevalsaison am Tag nach Aschermittwoch. Die Calypso-tents öffnen im Laufe des Januar. Danach beginnen die Vorentscheidungen für den Calypso- und Soca Monarchen, für Karnevalskönig und -königin. Die heiße Phase der Feierlichkeiten beginnt kurz vor Beginn der Fastenzeit mit dem Kinderkarneval. Am Karnevalmontag starten die Umzüge am frühen Morgen Richtung Stadtzentrum. Um die Mittagszeit finden die Maskenumzüge statt. Karnevaldienstag strömen die Massen zur Hauptveranstaltung im Queen´s Park, die bis in die späte Nacht dauert. Am Mittwoch ist alles vorbei und die Insulaner gehen wieder ihrem Gewerbe nach. === Musik === * '''Calypso''': Der Calypso hat seinen Ursprung an den Küsten von Westafrika und wurde von den Sklaven mit ins Land gebracht. Das „Urwort“ ist Kaiso und kommt aus Nigeria, Kaisos sind dort Spottlieder. Von den Sklaven wurden diese Lieder bei der Feldarbeit gesungen um die qualvolle Arbeit etwas zu erleichtern. Zugleich war es die einzige Möglichkeit, sich verschlüsselt über die Herrschaft zu beschweren oder lustig zu machen. : Seit der Abschaffung der Sklaverei wird dies von deren Nachfahren gefeiert. Seitdem wurden die Liedertexte immer bissiger. Im Jahre 1881 wurde bei so einer Veranstaltung von den Farbigen so auf die Regierung geschimpft und die politischen Mißstände wurden derart in ihren Gesängen verspottet, dass die Umzüge und Gesänge verboten wurden. In der Folgezeit texteten die Sänger, die Calypsonians, im Untergrund weiter. Aktuelle private und besonders politische Ereignisse werden seitdem besungen und ersetzen für den Teil der Bevölkerung, die nicht lesen können, die Tageszeitung. Man sagt auch: der Calypso bietet die Gelegenheit, etwas in Liedform zu sagen, was man in der besseren Gesellschaft nicht aussprechen kann. : Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. : Zwischen den beiden Weltkriegen wurde der Calypso international durch das Lied „''Rum and Coca Cola''“ bekannt. Es wurde von Lord Invader geschrieben und von den Andrew Sisters in den USA auf den Markt gebracht, sie verkauften die Platte fünf Millionen Mal. : 1978 wurde Calypso Rose als erste Frau zum alljährlichen Calypso King gekrönt. : Fast alle Sänger haben ausgenommen auffallende Namen: Atilla the Hun, Growling Tiger, Mighty Chalkdust, Roaring Lion, Valentino oder Black Stalin. Zu den weltweit bekanntesten gehören '''Lord Kitchener''' (*1922, †2000) und '''Mighty Sparrow'''. : In jüngster Zeit ist auch der Calypso extrem kommerzialisiert worden. * '''Indische Musik''': Mit einem Bevölkerungsanteil von etwa 40&#x202F;% beherrschen die Inder auch einen großen Teil der Musikszene. Im Laufe der Jahrzehnte hat die ursprünglich religiöse Musik sich teilweise an die Ansprüche der Jugendlichen Zuhörer angepaßt. '''Chutney''' ist eine dieser neuen Musikrichtungen, heute mit schnellerem Rhythmus und tanzbar, hat sie sich aus hinduistischen Folkloreliedern entwickelt. Chutney ist auch ein Teil des Trinidad-Karnevals geworden und für die Musikgruppen werden Preise vergeben. '''Pantar''' ist die Fusion von Pan-Musik und Sitar, eines der schönsten und ältesten indischen Musikinstrumente. Mit dieser Kombination lassen sich alle Arten von Calypsomusik bis zu indischer Ragmusik spielen. Einer der bekanntesten Pantar Interpreten ist Sitarist ''Mungal Patasar'' und seine Gruppe. * '''Panmusik und Steelbands''': Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. Ab 1935 begannen die Musiker deshalb, auf Dosen, Fässern und Benzinkanistern zu trommeln. Ein Jahr später gelang es dem Musiker '''Ellie Mannette''' ein Ölfaß so zu manipulieren, dass man ihm verschiedene Töne entlocken konnte. 1939 spielte die John John Band zum ersten Mal des amerikanische Kinderlied „Mary had a little lamb“ auf gestimmten Ölfässern. Seit 1945 erschienen abgeschnittene und gestimmte Ölfässer, die Pans, in der Öffentlichkeit. Heute ist der Beruf des Ölfaßstimmers sehr geachtet. Man unterscheidet die Pans nach Größe und Klangfarbe. Bass Pans verfügen über 5-7 Töne, sie werden auf etwa 7,5 cm Höhe zusammengeschnitten. Cello Pans haben 10 Töne und werden bei 35 cm abgeschnitten. Die Tenor Pans verfügen über 26-32 Töne und werden auf eine Länge von 15-18 cm geschnitten. : Die Pans werden blank geschliffen, verchromt, poliert und auf Gerüste montiert, damit der Musiker Bewegungsfreiheit hat. Die Tonfelder werden mit unterschiedlich großen Klöppeln geschlagen. Die Pans können von einem Solomusiker bearbeitet werden oder als Band können bis zu 100 Personen zusammen musizieren. Auf Trinidad soll es über 100.000 Ölfaß-Spieler geben. * '''Parang''': Besonders in der Weihnachtszeit beherrscht Parang die Musikszene. Diese Musikrichtung leitet sich aus venezuelanischen Weihnachtsliedern ab und den damit verbundenen Haus-zu-Haus besuchen und -feiern. Zu spanischen Texten mit religiösem Inhalt kommen südamerikanische Rhythmen mit Violine, Gitarre, Baß, Cuatro und Maracas. Einige Gruppen spielen die traditionellen Weisen, andere mixen es mit Soca, so dass '''Soca Parang''' entsteht. * '''Rapso''': Eine weitere Fortsetzung von der afrikanischen Tradition des Geschichtenerzählens führte zur Entwicklung des Rapso, einer Mischung von amerikanischem Rap mit Calypso. Hier wird Sprechgesang in Versen vom Rhythmus großer, schwerer Trommeln untermalt. Zwei der bedeutendsten Künstlergruppen sind ''Brother Resistance'' und ''Network Rapso Riddum''. * '''Soca''': Diese flottere Art des Calypso wurde 1970 geboren, als die Elektronik Einzug in die Musikszene hielt. Diese neue Form wird dem Musiker zugesprochen, der sich damals '''Lord Shorty''' nannte und heute unter dem Namen ''Ras Shorty I'' Musik produziert. Der Soca-Rhythmus läßt sich leicht mit anderen Musikformen verbinden. So findet man auf Trinidad den Soca heute als Bestandteil von Reggae, Jazz, Rythem & Blues als auch mit indischer Musik. Auch die im Lande lebenden Inder fanden an diesem Musikstil gefallen, verbanden den Rhythmus mit Hinditexten und so wurde der '''Chutney-Soca''' geboren. === Pflanzen- und Tierwelt === Trinidad und Tobago zählen zu den zehn führenden Ländern bei der Anzahl von Vogelarten pro Qaudratmeile. Auf beiden Inseln findet man auf Grund der Nähe zu Südamerika eine größere Anzahl von Pflanzen und Tieren als auf den anderen Karibischen Inseln. Man kennt 2.300 verschiedene, blühende Pflanzen, davon sind alleine 700 Orchideen. Die Nationalblume von Trinidad ist die '''Chaconia''', englisch: Wild Poinsettia. Ein Strauchgewächs von 2-3&#x202F;m Höhe, es ähnelt dem Weihnachtsstern. Den „Buffalypso“ gibt es nur auf der Insel Trinidad. Er ist das Ergebnis intensiver Zuchtversuche aus den 1960-er Jahren. Fünf auf Trinidad heimische Wasserbüffel Rassen wurden gekreuzt. Das Ergebnis ist ein friedfertiges Tier, dass tropische Hitze gut verträgt, mit schmackhaftem Fleisch. Es gibt 620 verschiedene Arten von Schmetterlingen. Von den 433 verschiedene Vogelarten brüten 250 auf der Insel, es gibt 41 verschiedene Kolibriarten. Den blinden Ölvogel findet man nur in Trinidad, es ist der größte Vogel, der sich von Früchten ernährt, aber nur nachts auf Futtersuche geht und selbst ein Amazonas-Papagei ist auf Trinidad zu finden. 108 verschiedene Säugetiere sind vertreten, dazu zählen 57 Fledermausarten und es gibt 70 verschiedene Arten von Kriechtieren. Die einzigen '''giftigen Schlangen''' sind die '''Far de Lance''' und der '''Buschmeister'''. Die Morocoy ist eine kleine Landschildkröte, die früher als Delikatesse gejagt wurde und fast ausgerottet war, heute wurd sie vielerorts als Haustier und Spielgefährte der Kinder gehalten. Verschiedene Strände von Trinidad und Tobago werden in den Monaten März bis Juli von Meeresschildkröten zur Eiablage aufgesucht. Der Besuch von Strandabschnitten, die von Schildkröten zur Eiablage aufgesucht werden, unterliegt einer Genehmigung durch die Forstverwaltung. The Forest Division, Long Circular Road, Port of Spain, Tel. 622-7476. The Forest Division, San Fernando, Tel. 657-8391, 657-7256. Den Schmetterling „89“, er hat eine schwarz-beigene Markierung auf der Flügelunterseite, die wie eine 89 aussieht, findet man nur auf Trinidad. Der Pauis ist ein großer truthahnartiger Vogel, der früher viel gejagt wurde und dadurch sehr selten geworden ist. Es gibt ihn nur auf Trinidad, nirgendwo sonst auf der Welt, er steht unter Schutz. Einzigartig auf der Welt ist auch der Fisch Cascadura. Diese Welsart ist ein Urtier aus dem Silur-Zeitalter. Sein Lebensraum sind zahlreiche schlammige Gewässer an der Südküste Trinidads. Ebenso selten sind die Reiherarten Agami, Blongios und Crabier Bec, die es nur auf Trinidad gibt. Weitere Vogelarten, die es in der Karibik nur auf Trinidad gibt sind Eisvögel, Pirol und Tukane. Das größte wilde Tier auf Trinidad ist der Braune Waldmazama, eine Hirschart. Das Halsband-Pekari wird von den Einheimischen Quenk genannt, es ist eine Wildschweinart. Auf der Insel gibt es verschiedene Opossumarten, die auch Manicou genannt werden, Waschbären, das hasengroße Agouti und den größeren Gefleckten Paka. Das gepanzerte Gürteltier, Armadillo oder Tatu genannt, und die seltenen Ozelote bekommt man kaum zu sehen. In einigen Flüssen und Sümpfen lebt der bis zu 2&#x202F;m lange Kaiman. === Plantagenwirtschaft === Die Landfläche von Trinidad und Tobago umfasst 513.000 Ha, weniger als ein Drittel davon ist Ackerfläche, 45&#x202F;% sind als Waldflächen ausgewiesen. Nur 13&#x202F;% des pflügbaren Landes ist bewässert. Es gibt aber eine Vielzahl von kleinen und großen Flüssen, Überflutungen in der Regenzeit sind normal. Die letzte umfassende Erhebung aus den 1970-er Jahren zählt 35.000 Farmen mit einer Gesamtfläche von etwa 130.000 Ha. Die Durchschnittsgröße einer Farm wurde mit 6 Ha angegeben, aber die 40 größten Plantagen hatten alle eine Größe über 400 Ha. Die landwirtschaftlichen Ernteerträge der 1970-er und 1980-er Jahre in Trinidad stehen in einem engen Zusammenhang mit der Ölindustrie. Dieser Trend begann Anfang der 1970-er mit dem starken Anstieg des Ölpreises. Löhne in der Landwirtschaft waren erheblich niedriger als in der Ölindustrie, der Geldreichtum führte zu größeren Importen von landwirtschaftlichen Produkten. Die Zahl der Landarbeiter sank um 50 %. Die Ernteerträge bei Zitrusfrüchten sanken um 75 %, bei Kakao waren es 61 %, bei Kokosprodukten 56&#x202F;% und bei Kaffee immer noch 15 %. Der Zuwachs von landwirtschaftlichen Produkten in den 1980-er Jahren wurde von Kleinstfarmern erwirtschaftet, die ihre Produkte oft in gartenähnlichen Familienbetrieben anbauten. Die Viehzucht im Land hat keine große Bedeutung. Es gibt nur rund 30.000 Rinder. Rindfleisch wird überwiegend aus Australien un Neuseeland importiert. Milch und Milchprodukte werden zu 90&#x202F;% von der Firma Nestlé eingeführt. Seit den späten 1980-er Jahren gibt es Zuchtversuche von Kühen und Indischen Wasserbüffeln, die man im Lande „Buffalyso” nennt. Bedeutender ist die Aufzucht von Hühnern und Schweinen. '''Kaffee''' wird in Trinidad verstärkt seit 1930 angepflanzt. Die Produktion sank von den späten 1960-er Jahren bis Mitte der 1980-er Jahre aber um rund 50 %. 1984 konnte zum ersten Mal kein Kaffee exportiert werden. Ein Jahr später betrug die Ernte wieder 2,1 Millionen KG, von denen 35&#x202F;% exportiert wurden. '''Zitrusfrüchte''' hatten in den 1950-er Jahren einen Boom. Man erntete zu der Zeit über 90.000 Tonnen pro Jahr, 1982 waren es nur noch 4.700 Tonnen. '''Kakaoplantagen''': Kakao war von den späten 1880-er Jahren bis in die 1930-er Jahre die wichtigste Anbaufrucht auf Trinidad und Tobago. Auf Tobago war sie dies sogar bis in die späten 1980-er Jahre. Kakao war schon im 18. Jahrhundert durch die Spanier nach Trinidad gekommen. Zeitweise war die Insel der zweitgrößte Kakaolieferant auf der Erde. Verschiedene Krankheiten haben der Fucht aber sehr zugesetzt. So sank die Jahresernte von 2.600 Tonnen im Jahre 1981 auf unter 1.300 Tonnen in 1985. Seit den 1970-er Jahren ist das Land nicht mehr in der Lage den Bedarf von Kokosöl und Seife mit den Ernten aus dem eigenen Land zu befriedigen. * Lopinot Estate. In Arouca führt die Lopinot Road nach Norden in die Northern Range. Um 1800 legte der Franzose Charles Joseph Comte de Lopinot dort eine 193 Ha große Kakaoplantage an. Der Graf war ein Offizier der französischen Armee in Haiti. Nach der Ausrufung der Unabhängigkeit und der damit verbundenen Freilassung der Sklaven in Haiti verließ er das Land und brachte seine 100 Sklaven mit nach Trinidad. Er nannte die Plantage „La Reconnaissance“. Das Herrenhaus, die Stallgebäude, die Sklavenunterkünfte und das Gefängnis wurden restauriert und können heute besichtigt werden. Im Herrenhaus wurde ein kleines Museum eingerichtet. Öffnungszeiten: täglich von 8-18 Uhr, Eintritt frei, Führungen finden zwischen 10 und 18 Uhr statt. '''Zuckerplantagen''': Im 19. Jahrhundert war Zucker trotz der überwältigenden Probleme noch immer die bedeutendste Einnahmequelle der Insel Trinidad. In den 1880-er Jahren gab es noch über 300 selbstständige Zuckerrohrplantagen. Ein Jahrhundert hatte die staatliche Carioni Gesellschaft hier das Monopol, nachdem man im Jahre 1971 51&#x202F;% der Aktien von Tate and Lyle zurückgekauft hatte. In den 1980-er Jahren wurde Zuckerrohr auf knapp 20.000 Ha angepflanzt, 20.000 Arbeitskräfte wurden in der Industrie gezählt. Die Jahresproduktion von Zucker lag zwischen 70.000 und 80.000 Tonnen. * Caroni Estate and Sugar Factory, Couva, Tel. 636-2371. Die Zuckerfabrik und die Distillerie liegen fast 40&#x202F;Km voneinander entfernt. Seit 1918 wird dort Rum destilliert. 1957 übernahm Caroni die Esperanza Estate. Deren Destillieranlagen wurden nach Caroni gebracht. 1980 wurde die Produktion ausgebaut. Neben eigenen Anbauflächen erhält Caroni Zuckerrohr von 6.000 unabhängigen Kleinfarmern. Seit 2003 wir die Caroni Gesellschaft umstrukturiert. Die Zuckerfabrik von Caroni wird geschlossen, die Fabrik von Sainte Madeleine bleibt bestehen. Der Landbesitz von Caroni, etwa 30.000 Ha geht in Staatsbesitz über und wird von einer neugegründeten Agentur verwaltet, der Estate Management and Business Development Company. Das Ziel ist, statt Rohzucker Zitrusfrüchte und Reis anzupflanzen und Milchviehzucht zu betreiben. :Der Rum wird unter den Markennamen Caroni Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, als Stallion Puncheon Rum mit 78&#x202F;% Alkohol, als Felicite Gold, White Magic Light und Special Old Cask Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol abgefüllt. Nur die leichten Rumsorten werden nach Kanada und Europa exportiert. * Champs Elysée Estate, Maraval Tal, Port of Spain. Um 1785 führte die Einwanderungspolitik des Franzosen Roumé de St. Laurent unter dem Gouverneur Don José Chacon viele französische Siedler mitsamt ihren Sklaven auf die Insel. Im fruchtbaren Maraval Tal bauten sie Baumwolle, Kaffee und Zuckerrohr an. Die Mehrheit der dort lebenden Menschen konnte kein englisch, fast alle gehörten der römisch-katholischen Kirche an. Im Jahre 1881 lebten dort 1.480 Menschen, davon waren 88 Plantagenbesitzer oder -verwalter. :Roumé de St. Laurent erwarb selbst ein großes Stück Land am Taleingang, aus dem die Champs Elysée Plantage entstand. Aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten musste seine Familie die Plantage schon bald verpfänden, später ging sie in den Besitz eines Pflanzers mit Namen Boissiere über. 1849 fasste man das ganze Tal zum Stadtbezirk Maraval zusammen. Gegen Ende des Jahrhunderts waren viele der kleinen Plantagen verschwunden. Auf den verbliebenen größeren Ländereien Champs Elysée, Moka, Haleland Park und Val de Oro wurde weiter Landwirtschaft betrieben. Heute werden nur noch auf der Paramin Plantage, westlich von Maraval, Gemüse und Gewürze angepflanzt. * Diego Martin River Estate, am Diego Martin Fluß. Direkt neben der Hauptstraße steht noch das 150 Jahre alte und 12&#x202F;m hohe Wasserrad der Zuckerplantage. Die Plantage fiel im Jahre 1897 in den Besitz der Regierung. Weitere historische Gebäude sind nicht erhalten, das einfache Plantagenhaus wurde aber wieder hergestellt. Es gibt aber noch einen Park mit Picknickplätzen und ein Mini-Museum. Das Museum ist täglich von 10-18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. * Spring Hill Estate. Um 1900 gründetet der in Frankfurt geborene Friedrich Wilhelm Mayer im fruchtbaren Arimatal in einer Höhe von etwa 400 Metern diese Plantage, um Kaffee, Kakao und Zitrusfrüchte anzupflanzen. 1908 wurde das Haupthaus fertig gestellt. Sohn Charles Mayer bewirtschaftete das Anwesen bis 1925, dann gab er auf, weil ihm der Gewinn zu gering war. 1932 kaufte der amerikanische Geologe Joseph Holmes das Land auf. Er brachte einen Stromgenerator dorthin und ließ einen Pool bauen. 1947 kauften Dr. Newcome Wright und seine Frau Asa Wright die 74 Ha große Plantage. Drei Jahre später richtete Dr. William Bebe von der New Yorker Zoologischen Gesellschaft dort eine Forschungsstation zum Studium tropischer Pflanzen und Tiere ein. 1955 verstarb Asa Wright. 1967 verkaufte ihr Mann das Gelände an die Forschungsstation. Im gleichen Jahr wurde das Herrenhaus in ein Gästehaus umgewandelt. Unter finanzieller Mithilfe der Bank of Nova Scotia wurde das Asa Wright Naturschutzgebiet eingerichtet. * Woodbrook Estate, Port of Spain. Nachdem die Siegert Familie 1875 (siehe unten) Venezuela verlassen hatte entstand in Port of Spain am Marina Square Ecke Charlotte Street die neue Angostura Fabrik. Die gleichbleibende Qualität und der weltweite Erfolg der Firma erlaubte es der Familie 1899 die 140 Ha große Woodbrook Estate zu kaufen. Die drei Brüder Alfredo, Carlos und Luis Siegert kultivierten ein Teil des Landes, zugleich planten sie eine Wohnsiedlung. Der Bau von 11 Straßen wurde in Angriff genommen, jede wurde nach einem Familienmitglied und nach Mitarbeitern des Projektes benannt. Nach dem Tod der Brüder Carlos und Luis verkaufte Alleinerbe Alfredo das Land 1911 an die Stadt Port of Spain. * '''Angostura Bitters''' Limited, Rumdistillerie, Eastern Main Road, Tel. 623-1845, Fax 623-1847. Im Jahre 1820 wanderte der preussische Chirurg Dr. Johann Gottlieb Benjamin Siegert nach Venezuela aus. Er wollte mit Simon Bolivar gegen die Spanier kämpfen. Vier Jahre später, als Leiter des Militärhospitals im Ort Angostura, am Ufer des Orinoco Flusses, entwickelte er eine Mischung aus tropischen Heilpflanzen, Gewürzen und Alkohol. Dieses Mittel „''Siegert´s Aromatic Bitters''“ sollte den von Tropenkrankheiten geschwächten Soldaten zu neuer Kraft verhelfen. Soldaten und Schiffsbesatzungen machten die Tinktur auf der ganzen Welt bekannt. 1850 verließ Dr. Siegert die Armee um sich vollständig der Produktion seines gefragten Elixiers zu widmen. 1875 verließ die Siegert Familie das krisengeschüttelte Venezuela wo ein politischer Diktator auf den anderen folgte und ließ sich in Trinidad nieder. :Im Jahre 1903 starb Carlos Siegert, zwei Jahre später sein Bruder Luis. Alfredo Siegert war nun einziger Kenner der geheimen Formel für Angostura. In der Folgezeit spekulierte er mit großen Geldmengen in verschiedenen Sektoren, verlor das Geld und auch die Firma. Amerikanische und kanadische Geschäftsleute versuchten erfolglos, die Fabrik im Ausland anzusiedeln. :1936 begann die Firma Angostura Bitters unter der Leitung von Robert W. Siegert, einem Enkel des Gründers, Alkohol zu brennen, dazu wurde eine Tochtergesellschaft, die Trinidad Distillers Ltd. gegründet und die Fernandes Rumbrennerei aufgekauft. Das Rezept für Angostura Bitters ist eines der bestgehüteten Geheimnisse der Karibik. 1960 wurden die Produkte von Angostura bereits in 140 Länder exportiert. Die Jahresproduktion von 1.3 Millionen Liter wurde bis 1998 auf 20 Millionen Liter gesteigert. :Das Besucherzentrum, Tel. 623-1841 im Ortsteil Laventille in Port of Spain ist geöffnet. Führungen finden dort montags bis freitags um 9.30, 13.30 und 14 Uhr statt, Führungen kosten 8 US $. :Die Distillerie kauft ihre Melasse von verschiedenen Zuckermühlen im Lande und vergärt und destilliert den Rohstoff in einer eigenen Brennerei. Der Rum wird unter dem Markennamen Royal Oak als 43 %-iger Rum verkauft. Weitere Markennamen sind Old Oak White und Old Oak Gold. 1973 erwarb man die auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindliche Distillerie Fernandes. Der Rum von dieser Destille wird unter den Markennamen Forres Park Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, Fernandes Vat 19, Fernandes Black Label, Ferdi´s Premium Rum und Crystal White Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol vertrieben. Daneben werden leichtere Mischgetränke hergestellt: Caribbean Club Rum Punch, Limbo Drummer, Lemon Lime & Bitters, Blu Vodka und Correla´s. :Das Grundprodukt Angostura Bitters ist eine aromatische Lösung mit 44,7&#x202F;% Akoholanteil. Man verwendet es hauptsächlich zur Verfeinerung von Mixgetränken, aber auch in Fisch- und Fleischgerichten, für Gemüse, Kuchen, Marmelade, Pudding, in Salaten und Suppen. * Fernandes Distillers, Fernandes Industrial Centre, Eastern Main Road, Laventille, Tel. 623-2101, 623-2501, Fax 623-1847. Als das Trinidad & Tobago Rum Bond Lager im Jahre 1932 abbrannte, nutzte der Besitzer der Fernandes Distillery, Joseph Bento Fernandes, die Gunst der Stunde. Er kaufte die angesengten Rumfässer günstig auf stellte fest, dass der Rum darin von besonderer Güte war. Dieser Rum wurde unter dem Namen „1919 Super Premium Rum“ verkauft. 1919 war das Jahr, in welchem die Fässer gefüllt worden waren. === Trinidad´s Eisenbahn === Schon kurz nach 1800 waren es die Großhändler, Kaufleute und Plantagenbesitzer, die bei der Kolonialverwaltung nach besseren Verkehrsverbindungen fragten. Doch wenig oder nichts geschah. Ebenso oder ähnlich verhielt es sich mit der Eisenbahn. Um 1846 wurde die '''Trinidad Railway Company''' gegründet. Man begann mit der Vermessung von möglichen Fahrlinien, kam aber zu der Überzeugung die Finanzierung sei nicht möglich. Im Jahre 1859 entstand dann die erste privat finanzierte Linie von Princes Town zum Hafen von San Fernando. Man nannte sie die Pflanzerlinie, da zunächst nur landwirtschaftliche Produkte an zur Kings Wharf gebracht wurden, zum weitertransport auf Schiffen rund um die Insel. Die Wagen wurden von Pferden oder Mulis gezogen. Auf Grund des öffentlichen Drucks wurde das Angebot auf den Personentransport ausgedehnt, auch die Post wurde nun mit der Eisenbahn transportiert. Diese Linie wurde unter dem Namen '''Cipero Tramroad''' bekannt. Sie existierte bis 1920, dann ging sie an die Trinidad Government Railway über. 1873 begann man mit dem Bau einer Bahnverbindung von Port of Spain nach Arima. Der Ausgangspunkt war der South Quay in Port of Spain, über San Juan und St. Joseph verlief die Linie bis nach Arima. Am 31. August 1876 wurde die Linie in Betrieb genommen. Die Eisenbahngesellschaft, offiziel Trinidad Government Railway, wurde gegründet. Ursprünglich sollte sie nur das reiche Landwirtschaftsgebiet um den Ort Arima herum mit dem Hafen von Port of Spain verbinden. Nun gab es aber eine kleine Eisenbahn Manie. Jeder einflußreichere Plantagenbesitzer verlangte die Anbindung seiner Farm an das Eisenbahnnetz. Schon im Januar 1880 gab es eine Verbindung nach Couva im Süden, bis 1882 wurde die Linie nach San Fernando fertig gestellt. Der Erfolg der Eisenbahnlinie nach Arima war überwältigend. Bis 1896 wurde sie nach Gunapo erweitert und 1897 wurde Sangre Grande erreicht. Im Jahre 1897 entstand an der Südlinie bei Cunupia ein Abzweig durch das Tal des Caparo Flusses nach Tabaquite. Nachdem man im Südwesten von Trinidad große Ölvorkommen gefunden hatte wurde die Eisenbahnlinie von San Fernando aus im Jahre 1913 bis nach Siparia verlängert. Im Jahre 1914 hatte das Netz dann seine größte Ausdehnung mit dem Ausbau bis nach Rio Claro. Die Länge des Schinennetzes betrug nun 173&#x202F;Km. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurden diese Eisenbahnwagen von Pferden gezogen. 1910 gab es die erste Motor-Bus-Verbindung in Trinidad. Die beiden Geschäftsleute Newallo und Asgarelli Syne betrieben '''Syne´s Bus Service'''. Mit der Zentrale in Icacos fuhren ihre Busse von dort über San Fernando bis nach Siparia und St. James in Port of Spain. Bis zum Beginn des I. Weltkrieges war dies das einzige Busunternehmen des Landes. Bis zum Jahre 1920 stieg die Zahl von angemeldeten Motorautos von etwa 100 auf 1.176. Im gleichen Jahr eröffnete Charles Ross eine Buslinie zwischen Four Roads und Macqueripe. Ab 1923 verzeichnete die Eisenbahn einen deutlichen Einbruch bei ihren Fahrgastzahlen. Trotzdem blieb die Eisenbahn ein Erfolg. Erst nach der Unabhängigkeit führte ein Missmanagement der Regierung zum Zusammenbruch des Eisenbahnverkehrs. Die Trasse der Linie von Port of Spain nach Arima, die mehr oder weniger parallel zur Eastern Main Road verläuft, wurde zur Fahrbahn nur für Express-Busse und Maxi-Taxi umgebaut. An das Zeitalter der Eisenbahn erinnert die Lokomotive Nr. 11, sie steht als Denkmal in der Harris Promenade von San Fernando. Ein zweites Exemplar befindet sich im Busdepot von Port of Spain. == Sprache == Amtssprache ist englisch. Besonders auf Trinidad wird aber auch verbreitet Französisch, Spanisch, Hindi und Chinesisch gesprochen. Daneben gibt es ein überwiegend englisches Patois. == Anreise == * {{vCard |type=airport |name=Piarco International Airport |wikidata=Q788810 |address=Golden Grove Road, Piarco |phone=669-4101 |fax=669-2319 |description=Landebahn 10/28, 10.440 × 151 Feet (3.182 × 46 m). Airport Authority of Trinidad & Tobago, Piarco Airport, Tel. 669-4101. Einreisebehörde, Immigration, Piarco Airport, Tel. 669-5859, Zollbehörde, Customs, Piarco Airport, Tel. 669-4361. |url=https://piarcoairport.com }} * '''Schiffsverbindungen''': Zwischen Trinidad und Tobago gibt es einen regeläßigen Fährverkehr. Der Hafen von Port of Spain wird von Kreuzfahrtschiffen angelaufen. == Mobilität == Achtung: '''Linksverkehr'''! Für das Fahren von Mietwagen wird für 90 Tage ein in Deutschland ausgestellter gültiger Internationaler Führerschein anerkannt. Wer länger im Lande ist muss eine nationale Fahrerlaubnis beantragen. Licening Department, Wrightson Road, Port of Spain. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 50 km/h, nur auf einigen Schnellstraßen darf man 80&#x202F;km/h fahren. Von der Hauptstadt Port of Spain gibt es eine autobahnähnliche Schnellstraße in Richtung Osten bis nach Arima und etwas darüber hinaus. Etwa 9&#x202F;km hinter Port of Spain zweigt davon eine Schnellstraße nach Süden ab, über die Stadt Chaguanas führt sie bis nach San Fernando. Die Eisenbahnlinie von Port of Spain nach Arima wurde eingestellt. Die ehemalige Bahntrasse wurde aus- und umgebaut, dies ist heute der Fahrweg für Expressbusse und Maxi Taxi. == Aktivitäten == * Naturbeobachtungen, hauptsächlich die Vogelwelt. * Strandleben, in Trinidad ist es nicht so ausgeprägt wie im Rest der Karibik. An der Nordküste findet man nur einzelne kleine Sandbuchten. Das Wasser an den kilometerlangen Stränden der Ostküste ist trüb, bedingt durch die Einschwämmungen des nahen Orinoco in Venezuela. Die Westküste ist verschmutzt durch intensive Bohrarbeiten der Erdölindustrie. * Wanderungen, hauptsächlich im Bereich der Northern Range. [[File:TnT Caroni Swamp 2.jpg|thumb|right|Caroni Swamp]] * Caroni Swamp: Sumpfgebiet im Mündungsbereich des Caroni River, durch das geführte Touren angeboten werden. Hauptattraktion ist eine riesige Kolonie Scharlachsichler, die am späten Nachmittag von ihren Fressrevieren zu ihrem Ruhegebiet zurückkehren. Ganz selten können Wasserschlangen oder Kaimane beobachtet werden. == Küche == Die Küche von Trinidad spiegelt die Zusammensetzung der Bevölkerung wieder. Neben der traditionallen karibischen Küche findet man heute viele chinesische, libanesische und syrische Einflüsse. Einen sehr großen Anteil an den Restaurants und Essgewohnheiten hat der indische Bevölkerungsanteil. Dadurch gibt es große Unterschiede zu den Restaurants auf der Insel Tobago. * '''Callaloo soup''' ist eine Suppe aus den spinatähnlichen Dasheenblättern mit allerlei Gewürzen und Krebsfleisch, stellenweise wird sie auch sehr scharf gewürzt. '''Dhal''' ist eine indische Suppe aus roten Linsen. * '''Buljol''' nennt man Saltfish, der zusammen mit Avocados, Paprika, Tomaten und Zwiebeln in Olivenöl gedünstet wird. * Ham´n Hops oder einfach nur '''Hops''' ist eine knusprige Brötchenart mit Schinkenfüllung. * '''Pastelles''' sind gefüllte Maismehltaschen die in Sohareeblättern gegart werden, ein klassisches Street Food. Die Füllung besteht aus angebratenes Rinderhack, Tomaten, Worcestershiresauce, diversen Gemüsen und Kräutern Besonders zu Weihnachten werden auch Oliven, Kapern und Rosinen dazugemischt. <gallery mode="packed" heights="150"> Callaloo-mit-Shrimps-GT.jpg|Callaloo soup mit Shrimps Buljol (Salted cod, oil, onions, tomatoes, pepper, boiled eggs).jpg|Buljol (gesalzener Kabeljau, Öl, Zwiebeln, Tomaten, Paprika, gekochte Eier) FOOD Pastelle open.jpg|geöffnete Pastelle </gallery> * Reis, der mit Kokosnußmilch gekocht wird erhält eine bräunliche Farbe. Auf vielen Karibikinseln wird er mit roten Bohnen vermischt zu jedem Essen angeboten. Auf Trinidad heißt er nicht „rice and peas“ sondern '''Pelau''', dazu gibt es im allgemeinen Hühnerfleisch, Paprikagemüse und alles ist scharf gewürzt. * Zu vielen Gerichten gehört '''Dumplin'''. Dumplins sind fingerdicke, längliche Klöße aus Wasser und Mehl, die in die Suppe oder Sauce gegeben werden. * '''Souse''' ist keine Soße sondern gekochtes Schweinefleisch, das mit Gurken, Paprika und Zwiebeln serviert wird, wir kennen es besser als Sülze. * '''Cascadura''' ist Fisch, den es nur in Trinidad gibt, der mit viel Curry gekocht wurde. <gallery mode="packed" heights="150"> Trinidadian Chicken Pelau (15399269506).jpg|Chicken Pelau </gallery> * '''Saltfish''' kommt überwiegend aus Norwegen und ist in der Karibik inzwischen ein teures Lebensmittel geworden. Der frisch gefangene Fisch wird dort ausgenommen, gewaschen, gesalzen und auf langen, dünnen Stangen aufgereiht und luftgetrocknet. * '''Black Pudding''' ist eine Blutwurst die viele Zwiebeln, Knoblauch und Gewürze enthält, sie gilt warm oder auf Brot als absolute Delikatesse. * '''Black cake''' ist ein sehr schwerer Kuchen aus dunklem Teig, der Teig wird mit Trockenfrüchten vermischt, die zuvor in Cherrybrandy und Rum eingeweicht wurden. * Das einheimische '''Bier''' trägt die Namen Carib, Heiroun und Stag Lager Beer. Auf der Insel wird aber auch Guinness, Mackeson und Stout in Lizenz abgefüllt. Die bekanntesten '''Rumsorten''' der Insel sind Old Oak und VAT 19. * Daneben gibt es unzählige '''alkoholfreie''', soganannte Soft Drinks, die meistens nur extrem süß und nach Chemie schmecken. == Feiertage == Zusätzlich zu den gesetzlichen Feiertagen die für die beiden Inseln Trinidad und Tobago gelten, gibt es auf der Insel Trinidad eine Vielzahl von religiösen Veranstaltungen und Feierlichkeiten, die teilweise auch zu nationalen Feiertagen geworden sind. === religiöse (regionale) Feiertage === * '''Divali''' oder '''Diwali''', dieses hinduistische Fest ist dem Licht gewidmet, es wird in verschiedenen Orten Trinidads auch als Ramleela Festival gefeiert. Mit dem Fest wird in Indien die Rückkehr von Lord Rama in sein Königreich Ayodha nach 14-jährigem Exil gefeiert. Zu Ehren seiner Ankunft erleuchteten seine Untertanen die Straßen mit tausenden von Öllampen. Dieses Fest wird im November auf ganz Trinidad gefeiert. Diviali bedeutet der Triumph des Guten über das Böse. Es wird zu Ehren der Göttin Lakshmis gefeiert, die Liebe, Schönheit, Reichtum und Licht verkörpert. In der Divalinacht werden auf der ganzen Insel mit Kokosöl gefüllte Tonschalen aufgestellt und angezündet. * '''Eid-ul-Fitr''', das moslemisches Neujahrsfest. Dies ist kein festes Datum, das Fest wird am Neumondtag des Fastenmonats Ramadan gefeiert. * '''Ganga Dashara'''. Am Fluß Marianne River im Ort Blanchisseuse feiern die Hindus ihr Reinigungsritual. * Das '''Hosey Festival''' wird in Trinidad seit 1884 gefeiert, es erinnert an den Krieg von Kerbala im Jahre 640. Die ursprüngliche, drei Nächte dauernde Trauerprozession wurde bis vor 40 Jahren nach strengen Regeln durchgeführt. Seitdem hat man sich an die Mentalität der Inselbewohner angepaßt. Heute finden die Prozessionen in den Monaten Februar und März in St. James, Cedros, Couva und Tunapuna statt. * '''La Divina Pastora Festival''', katholische Kirche, Siparia. Bei dieser Prozession am zweiten Sonntag nach Ostern wird die Schwarze Madonna durch die Straßen getragen. Diese Feier ist bei den Hindus auch als Soparee Mai bekannt. * '''Phagwa''', das Neujahrsfest der Hindus findet im März statt. In Trinidad ist es seit der Landung der ersten Inder im Jahre 1845 bekannt. * '''Ramleela''', ein Hindufest, das in über 20 Gemeinden gefeiert wird. * '''Santa Rosa Festival'''. Dieses Fest der kleinen Cariben Gemeinde wird im Juli gefeiert. Am 28. August findet eine gleichnamige Feier in Arima statt. Dort wurde 1775 eine Kapelle zum Gedenken an die Schutzheilige Santa Rosa de Arima gebaut. == Sicherheit == Auf Trinidad werden Drogen, insbesondere Marihuana angeboten. Der Besitz kleinster Mengen ist verboten und wird schwer bestraft. Wertgegenstände sollten im Hotelsafe hinterlegt werden. Zimmertüren und Mietwagen immer verschließen. Nachts sollte man nicht allein unterwegs sein und dunkle Orte generell meiden. Die hohe Zahl von arbeitslosen Jugendlichen führt zu wachsender Kriminalität gegen Touristen. == Klima == {{Klimatab-col |ort= |sourcelink= |sourcetext= |xt=ja|xtjan=31|xtfeb=31|xtmar=32|xtapr=32|xtmai=32|xtjun=32|xtjul=31|xtaug=31|xtsep=32|xtoct=32|xtnov=32|xtdec=31 |nt=ja|ntjan=21|ntfeb=20|ntmar=20|ntapr=21|ntmai=22|ntjun=22|ntjul=22|ntaug=22|ntsep=22|ntoct=22|ntnov=22|ntdec=21 |rm=ja|rmjan=70|rmfeb=45|rmmar=50|rmapr=55|rmmai=100|rmjun=190|rmjul=225|rmaug=250|rmsep=200|rmoct=175.0|rmnov=185|rmdec=125 }} == Literatur == === Landkarten === * {{Karte |Titel=Trinidad |Maßstab=1 : 150.000 |Hrsg=Mapping & Control, Lands & Surveys Division, Ministry of Planning & Mobilization, Government of the Republic of Trinidad & Tobago}} == Weblinks == {{GeoData| lat= 10.41611| long= -61.34444| radius= }} {{IstInKat|Trinidad und Tobago}} {{class-3}} qa829kgxd18doljnbwu79x36531xavz 1804864 1804863 2026-09-19T07:43:44Z DocWoKav 14575 /* Orte */ Geänderte vCard für Siparia 1804864 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region}} '''Trinidad''' ist eine Insel in [[Trinidad und Tobago]]. Auf Trinidad sind vor allem die vielfältige Natur, der berühmte Karneval, die Strände und der artenreiche Regenwald interessant. == Regionen == === Politische Einteilung === Trinidad und Tobago gliedert sich in elf ''regions'', drei ''boroughs'' und zwei ''cities''. Eine ''region'' ist einem Bundesland vergleichbar, ein ''borough'' einer kreisfreien Stadt und eine ''city'' einem Stadtstaat wie Hamburg oder Berlin, wobei das Konstrukt des ''borough'' aus dem englischen Rechtsraum stammt und im deutschsprachigen Raum unbekannt ist. ''cities'' sind [[Port of Spain]] und [[San Fernando (Trinidad und Tobago)|San Fernando]], ''boroughs'' sind [[Arima]], [[Chaguanas]] und [[Point Fortin]]. === Geographische Aufteilung === * Northern Range: Dieser Höhenzug erstreckt sich auf einer Länge von 65&#x202F;Km entlang der Nordküste. Die Nordküste ist steil und felsig. Dort findet man keine durchgehende, befahrbare Straße. Das ganze Gebiet ist überhaupt wenig erschlossen, damit ein wahres Paradies für die Tierwelt. Einzig von Port of Spain aus und entlang der Ostküste gibt es Straßenverbindungen zur Nordküste. Von Arima aus kann man auf teilweise sehr schlechter Straße nach Norden vordringen. Die höchsten Erhebungen sind der Berg "El Tucuche" mit 936&#x202F;m und der "El Corre de Aripo" mit 940&#x202F;m. Nordwestlich von Arima findet man eine größere Anzahl von Höhlen. * Der Ost-West-Korridor ist eine Ebene am Fuße der Northern Range. Es ist das am dichtesten bebaute und besiedelte Gebiet der Insel. Von der Matura Bay im Osten reicht die Ebene bis zur Hauptstadt Port of Spain im Westen. In Port of Spain beginnend erreicht man übergangslos die Städte San Juan, St. Joseph, Curepe (mit dem Ortsteil St. Augustine und der Universität), Tunapuna, Arouca (mit dem internationalen Flughafen Piarco im Süden), Valencia und Sangre Grande. Das bebaute Gebiet ist dort zwischen zwei und sieben Kilometer breit. Auf nördlicher Route erreicht man alle Orte auf der Straße Eastern Main Road. Mehr oder weniger parallel dazu gab es dort früher eine Eisenbahnlinie von Port of Spain bis nach Arima. Die ehemaligen Gleisanlagen sind einer Straße gewichen, die für den Busverkehr reserviert ist, die "Priority Bus Route". Auf südlicher Route wurde der autobahnähnliche "Churchill Roosevelt Highway" als entlastungsstraße gebaut. * Central Range: Dieser Höhenzug ist wesentlich flacher, er erstreckt sich leicht schräg, nördlich von San Fernando im Westen bis nach Manzanilla im Osten. * Im Süder der Central Range findet man wieder flaches Land, es riecht dor überall nach Erdöl. Überall wird Erdgas und -öl gefördert. Zwischen San Fernando und Point Fortin befindet sich einer vor drei bekannten Teer-Seen dieser Erde. Weit verbreitet sind Schlammvulkane. * Die Southern Range, auch "the Deep South" genannt, also der tiefe Süden bildet als flacher Höhenrücken den Abschluss. == Orte == {{mapframe}} * {{vCard | name = Port of Spain | type = city | wikidata = Q39178 | description = Die Hauptstadt Trinidads ist das wichtigste politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Insel. Besonders bekannt ist die Stadt für den Trinidad Carnival, Museen, historische Gebäude und das lebendige Stadtviertel rund um die Queen’s Park Savannah. }} * {{vCard | name = Arima | type = city | wikidata = Q661405 | description = Arima liegt am Rand der Northern Range und ist eine der älteren Städte Trinidads. Sie ist für ihre indigene Kultur, traditionelle Feste und ihre Nähe zu den tropischen Waldgebieten im Norden bekannt. }} * {{vCard | name = Chaguanas | type = city | wikidata = Q1444575 | description = Sie ist eine lebhafte Handelsstadt mit zahlreichen Geschäften, Märkten und Einkaufszentren. Besonders interessant sind die vielfältige Bevölkerung sowie die starke indisch-trinidadische Kultur. }} * {{vCard | name = Couva | type = city | wikidata = Q2602007 | description = Couva ist eine moderne Stadt mit Einkaufszentren, Restaurants und verschiedenen Freizeiteinrichtungen. Sie spielt außerdem eine wichtige Rolle im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben Trinidads. }} * {{vCard | name = San Fernando | type = city | wikidata = Q1023712 | description = Sie ist eine der wichtigsten Städte Trinidads und ein bedeutendes Handels- und Kulturzentrum. Sehenswert sind unter anderem die Innenstadt, Märkte, Geschäfte und verschiedene kulturelle Veranstaltungen. }} * {{vCard | name = Princes Town | type = city | wikidata = Q1011576 | description = Eine kleinere Stadt mit einer ruhigen Atmosphäre und einer langen Geschichte. Sie ist vor allem für ihre lokalen Märkte, traditionellen Veranstaltungen und den Einfluss der Zuckerindustrie auf die regionale Geschichte interessant. }} * {{vCard | name = Penal | type = city | wikidata = Q2510034 | description = Penal ist vor allem durch seine indisch-trinidadische Bevölkerung und deren kulturelle Traditionen geprägt. Es gibt lokale Märkte, Geschäfte und Restaurants sowie religiöse Feste. }} * {{vCard | name = Point Fortin | type = city | wikidata = Q786957 | description = Point Fortin ist vor allem durch die Erdöl- und Erdgasindustrie geprägt, besitzt aber auch ein aktives gesellschaftliches und kulturelles Leben. Die Stadt ist außerdem für Veranstaltungen und traditionelle Feste bekannt. }} * {{vCard | name = Siparia | type = city | wikidata = Q3493381 | description = Siparia ist eine traditionsreiche Stadt, die besonders für religiöse Feste und kulturelle Veranstaltungen bekannt ist. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Verehrung der „Siparia Devi“, wodurch die Stadt für Besucher kulturell besonders interessant ist. }} * [[Arima]] in der Mitte des Ost-West Korridors * [[Blanchisseuse]] an der Nordküste * [[Chaguaramas]] an der Nordwestspitze der Insel * [[Manzanilla]] langer Strandabschnitt an der Ostküste * [[Maracas Bay]] nördlich von Port of Spain * [[Mayaro]] langer Strandabschnitt an der Ostküste, südlich von Manzanilla * [[Piarco]] mit dem internationalen Flughafen * [[Port of Spain]] die Hauptstadt * [[San Fernando (Trinidad and Tobago)|San Fernando]] Küstenstadt, 42&#x202F;km südlich von Port of Spain * [[Tunapuna]] die Universitätsstadt im Ost-West Korridor == Weitere Ziele == == Hintergrund == === Landesbeschreibung === Geologen und Faunisten zählen Trinidad und Tobago zu Südamerika, nicht zu den Karibischen Inseln. Vor vermutlich noch 10.000 Jahren waren die Inseln mit dem südamerikanischen Festland verbunden. Heute ist die Insel Trinidad durch eine 11&#x202F;km breite Meerenge von Venezuela getrennt. Die Insel Trinidad hat eine etwa rechteckige Form, deren Westküste durch den Golf von Paria tief eingeschnitten ist. Die Nord-Süd Ausdehnung beträgt 83&#x202F;km. Entlang der Nordküste verläuft eine flache Bergkette, die bis zu 940&#x202F;m hoch aufragt, die Northern Range. Dort findet man eine Vielzahl von Höhlen und Wasserfällen. Sie ist Erdgeschichtlich der östlichste Ausläufer der südamerikanischen Anden. Dort hat die Insel eine Breite von 86 km, vom Golf von Paria zur Ostküste sind es an der schmalsten Stelle nur 48 km, während sie an der Südküste 104&#x202F;km mißt. An der Ostküste ließen sich 1783 französische Siedler südlich von Manzanilla nieder, wo sie zwölf aneinandergrenzende Kokosplantagen anlegten, die noch heute die Landschaft prägen. Die Nord- und Südküste sind wenig erschlossen. Dort gibt es keine durchgehenden Straßenverbindungen. Abgesehen von der Churchill Roosevelt und der Uriah Butler Schnellstraße sind alle anderen Straßenverbindungen auf der Insel nicht sehr gut. Bis 1957 war die Southern Main Road die Hauptstraße zwischen dem Norden und dem Süden. Dann wurde der Princess Margaret Highway als Schnellstraße zwischen Port of Spain und Chaguanas gebaut. Inzwischen wurde die Straße umbenannt in Uriah Butler Highway. Während des ersten Ölbooms in den 1970er Jahren wurde diese Schnellstraße als Sir Solomon Hochoy Highway bis nach San Fernando erweitert. Es gibt inzwischen Ausbaupläne bis nach Point Fortin. In West Ost Richtung verbindet der Beetham Highway Port of Spain mit dem Uriah Butler Highway. Von dort aus führt der Churchill Roosevelt Highway weiter bis zu seinem derzeitigen Ende, drei Kilometer hinter Arima. In diesem sogenannten Ost-West Korridor der sich von Chguaramas bis nach Arima am Fuße der Northern Range Hügelkette entlangzieht lebt über die Hälfte der Inselbevölkerung. Fast die Hälfte von Trinidad ist noch bewaldet. Die Insel hat aber keine ausgeprägte Tourismusindustrie. Dafür besitzt Trinidad die einzigen größeren Erdgas und -ölvorkommen aller Karibikinseln. Vor Point Lisas befinden sich große Erdgasfelder im Meer. Dort findet man deshalb die größte Industrieansammlung. Neben Eisen und Stahl gibt es vier Methanolproduzenten und sechs Anlagen für die Ammoniumproduktion. 1999 begann man mit dem Bau einer Aluminiumschmelze. Am Galeota Point und in Pointe a Pierre stehen Erdölraffinerien. Erst 1998 hat die Amoco Trinidad Oil Company neue große Erdölfelder vor der Küste von Trinidad gefunden. Im ganzen Süden der Insel wird Erdöl gefördert. Dort gibt es auch mehrere Schlammvulkane. Vor der Nordwestküste liegen mehrere Inseln, die zum Territorium von Trinidad und Toabago gehören. * '''Diego Islands''': Zu den Diego Islands gehören die Inseln Carrera und Cronstad Island. Sie liegen etwas mehr als 500&#x202F;m vor der Halbinsel Point Gourde. Die Insel Carrera hat eine Ausdehnung von 420 x 270 Metern, seit dem Jahre 1877 ist sie Gefängnisinsel. Angeblich ist sie so sicher wie das amerikanische Alcatraz. * '''Five Islands''': Die Inselgruppe Five Islands besteht aus den fünf Inseln Caledonia, Craig, Lenagan, Nelson und Rock. * '''Insel Chacachacare''': Die Insel befindet sich fast auf halbem Wege nach Venezuela. Die Strömung in der Meerenge ist stark und gefürchtet. Seeleute nennen die Durchfahrt Boca del Drago oder „dragon´s mouth“, also Drachenmaul. Die Insel hat eine Ausdehnung von 15&#x202F;km in der Länge und 3&#x202F;km in der Breite, sie ist 8&#x202F;km von Trinidad entfernt. : Die Überfahrt von Chaguaramas dauert je nach Wetterlage etwa eine Stunde. Seit dem Jahre 1877 befand sich auf der Insel eine Leprakolonie, seit 1984 ist sie unbewohnt. : Im Jahre 1885 wurde nahe der Perruquier Bay auf dem höchsten Punkt der Insel, 818 m, ein Leuchtturm gebaut, er ist immer noch im Betrieb. Auf der Ostseite befindet sich die tief eingeschnittene Bucht Chacachacare Bay. Auf der gegenüberliegenden Inselseite liegt die La Tinta Bay. Sie hat schwarzen Sandstrand und wurde jahrelang als Versteck für Schmuggelgut genutzt. : Bei Chapelle Bay findet man einen Salzsee. * '''Insel Gaspar Grande''': Die Insel ist rund 2&#x202F;km lang und 800&#x202F;m breit, sie ist auch unter dem Namen Gasparee Island bekannt. Ihr Name geht auf den früheren Besitzer Don Gaspar de Percin zurück. Sie liegt nur einen Kilometer vor der Küste. Von der Crews Inn Marina in Chaguaramas fahren Boote in 20 Minuten dorthin. Die Überfahrt von Chaguanas zur Südseite kostet 40 TT $, zur Ostseite 30 TT $. Im allgemeinen fahren die Boote zum Point Baleine, wo es zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Walfangstation gab. Heute befindet sich dort eine kleine Marina und Picknick Plätze. : Im 19. Jahrhundert wurde auf der Insel noch Baumwolle angebaut. : Die kleine Bombshell Bay am Ostende ist zum Baden geeignet. Auf dem Bombshell Hill befand sich ein Fort. : Die Gasparee Caves sind ein Netzwerk von Tropfsteinhöhlen, es gibt dort sogar einen kleinen See. Der Zugang ist nur mit Genehmigung der Chaguaranas Development Authority und mit Führung eines registrierten Tourunternemers möglich. Sie sind täglich von 9-15 Uhr geöffnet, Eintritt: 10 TT $. : Innerhalb von 25 Minuten kann man zur anderen Inselseite laufen, dort findet man Geschützstellungen aus dem II. Weltkrieg. : Seit den 1980er Jahren befand sich dort auch das Fantasy Island Resort mit Restaurant, Cafe und Pool. Tel. 678-9001. : Bayview Beach Resort & Marina, Tel. 678-9001-02 * '''Insel Huevos''': Die kleine, länglich, schmale Insel Huevos befindet sich in Privatbesitz. Sie ist unbewohnt und Brutplatz für Seevögel. * '''Insel Monos''': Monos liegt nur etwa 650&#x202F;m vom Entrada Point entfernt und hat zwei Landestege in der Morris Bay und in der Grand Fond Bay. Sie ist dicht bewaldet und nicht dauerhaft bewohnt. Es gibt dort aber eine zunehmende Anzahl von Ferienhäuser von reichen Trinis. Früher gab es in der Turtle´s Bay eine Walfangstation. Dort ist noch einer der Kupferkessel erhalten, in dem das Walfett gekocht wurde. === Geschichte === Über die allerersten Inselbewohner ist nichts bekannt, man nimmt aber an, dass schon 5.000 Jahre vor Christi Geburt Indianerstämme aus Südamerika auf Trinidad und Tobago gelebt haben. Auf dem Weg in den Norden haben Ciboney-Indianer als Sammler und Jäger vermutlich zuerst die Insel Trinidad besiedelt. Zwischen 100 und 1000 nach Christus folgten ihnen höher entwickelte Ignerie-Indianer und Taino-Indianer vom Stamm der Arawaks aus dem Orinokogebiet, die schon Landwirtschaft betrieben. Im 13. Jahrhundert überfielen kriegerische Carib-Indianer die friedlichen Arawaks, töteten die Männer und nahmen sich die Frauen. Auf seiner dritten Reise entdeckte '''Christopher Kolumbus''' auf südlicher Route segelnd diese Insel im Sommer 1498. Er nannte die Insel ''La Isla de la Trinidad'', Insel der Dreifaltigkeit, und umfuhr sie im Uhrzeigersinn. Einen Tag später verließ er sie um die Insel [[Grenada]] zu erreichen. Zu dieser Zeit lebten noch geschätzt 35.000 Indianer auf den beiden Inseln; Arawaks im Südosten und Carib-Indianer im Norden und Westen in der Gegend von Arima, Mucurapo und Port of Spain. Erst 1532 betrat '''Don Antonio Sedeno''' beim Fischerdorf Cumucarapo, das heute Mucarapo heißt, als erster spanischer Entdecker die Insel. 50 Jahre später kam eine größere Gruppe von Siedlern mit dem spanischen Soldatenführer '''Don Antonio de Berrio y Oruna''' und dessen Leutnant Domingo de Vera auf der Suche nach dem berühmten Gold von El Dorado auf die Insel. An der Ostküste bauten sie die Siedlung San José de Oruna, das heutige St. Joseph, dort wurde auch die Inselverwaltung angesiedelt. In der Indianersprache hieß der Ort Caroni. Er wurde 1595 durch den britischen Seefahrer '''Sir Walter Raleigh''' zerstört, Berrio y Oruna wurde gefangen genommen. Die älteste Kirche der Insel, die St. Joseph Catholic Church aus dem Jahre 1593, blieb aber erhalten. Die ist zugleich der älteste Kirchenbau auf Trinidad. 1699 rebellierten die Indianer gegen die spanischen Missionierungsversuche. Missionare und der Gouverneur wurden dabei getötet. Soldaten wurden gegen die Indianer eingesetzt. Die Armee trieb die Indianer bis zur Nordostspitze der Insel. Bei dem Ort Toco stürzten sich viele Indianer ins Meer. Zehn Jahre später wurden die Missionsstationen abgeschafft. 1739 gab es auf der Insel eine Pockenepedemie, an der ein großer Teil der Bevölkerung starb. Nach wiederholten Angriffen von Piraten auf den Ort San José de Oruna, heute Saint Joseph, verlegte der '''Gouverneur Pedro de la Moneda''' den Regierungssitz im Jahre 1757 nach Puerto de Espana, dem heutigen ''Port of Spain''. Da die Insel nur sehr schwach besiedelt war und Spanien fürchtete, die Insel könne dadurch leicht von England eingenommen werden, lockte der spanische '''Gouverneur Manuel Falques''' 1776 katholische Siedler mit Steuererleichterungen ins Land. Er brachte der Insel etwas wirtschaftlichen Aufschwung und veranlasste die Gründung des Ortes San Fernando. Mit Hilfe von Sklavenarbeit entstanden Zuckerrohr- und Baumwollplantagen. 1784 schickte Spanien seinen fähigsten Gouverneur, '''Don José Maria Chacon''', auf die Insel. Unter seiner Führung wuchs die Bevölkerung auf fast 18.000 Menschen an. Davon waren nur 2.000 Weiße, über 10.000 waren afrikanische Sklaven und knapp 1.000 waren Indianer, der Rest bestand aus freien Mischlingen. Im Jahre 1795 kam es zum Krieg zwischen Spanien und England. Im Mai 1796 lief das britische Schiff „H. M. S. Lebra“ unter der Führung von '''Sir Ralph Abercromby''' bei Chaguaramas die Insel an. Der spanische '''Admiral Don Sebastian Ruiz de Apodaca''' ließ alle spanischen Schiffe im Hafen in Brand setzen und '''Gouverneur Chacon''' übergab Trinidad kampflos an die Engländer. Sir Abercromby ernannte einen seiner Offiziere, '''Thomas Picton''', zum ersten Gouverneur. Die Ernennung entwickelte sich zu einem absoluten Missgriff. Picton betrachtete Sklaven und Mischlinge als Aufwiegler. Farbige Plantagenbesitzer und Sklaven wurden ständigen Repressalien ausgesetzt. 1802 musste er von '''Thomas Hislop''' abgelöst werden. Im gleichen Jahr gab es auf der Insel 150 Plantagen, alle waren im Besitz von Franzosen. Bis zum Jahre 1808 stieg die Zahl der Sklaven auf 20.000. Die Fachleute der damaligen Zeit kamen zu dem Ergebnis, um aus der Insel eine gewinnbringende Zuckerrohrbesitzung zu machen, wären mindestens 250.000 Sklaven nötig gewesen. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Insel trotzdem Kronkolonie. Die Zusammensetzung der Inselbevölkerung ließ in den Augen der britischen Regierung keine Wahlen zu. Die Zahl der freien Farbigen war doppelt so groß wie die der Weißen, und von der weißen Bevölkerung waren nicht einmal die Hälfte Engländer. So wurde die Insel direkt von London aus regiert, und der Gouverneur war das ausführende Organ. Als der Sklavenhandel 1807 offiziell eingestellt wurde, kam es noch jahrelang zu illegalen Sklaveneinfuhren. Die Abschaffung der Sklaverei im Jahre 1834 führte auf der Insel zu einer lang anhaltenden Ratlosigkeit, wie die Zukunft ohne Sklaven aussehen sollte. Selbst das Parlament in London beschäftigte sich immer wieder mit dieser Frage. Verschiedene Pläne wurden entwickelt und wieder verworfen. Menschen verschiedenster Nationalitäten wurden als Arbeitskräfte auf die Insel geholt: Iren, Schotten, Chinesen, Portugiesen von Madeira, europäische Emigranten, Arbeitskräfte von anderen karibischen Inseln, befreite Sklaven aus Sierra Leone und St. Helena, die meisten kehrten bald wieder in ihre Heimat zurück. Schließlich waren es Inder, die die Inselbevölkerung verändern sollten. Zwischen 1845 und 1917 kamen 144.000 Inder als billige Arbeitskräfte ins Land. Sie hatten Verträge für fünf oder zehn Jahre und waren danach berechtigt zurückzukehren. Aber viele von ihnen blieben in Trinidad, kauften ein Stück Land für ihre Reispflanzen oder Kakaobäume und eröffneten kleine Geschäfte. 1871 betrug der indische Bevölkerungsanteil schon 25&#x202F;% der Gesamtbevölkerung. Bis in die heutige Zeit haben sich die Familienclans erhalten und die indische Gesellschaft in Trinidad ist noch immer eine fast „geschlossene Gesellschaft“. 1847 richtete ein Wirbelsturm große Schäden an. 1857 bohrte die ''Merrimac Oil Company'' bei La Brea die erste Ölquelle an, aber erst 50 Jahre später wusste man diesen Reichtum richtig zu nutzen. Zur Jahrhundertwende führte die weitergehende Verarmung der Massen zur Gründung von mehreren politisch-gesellschaftlichen Interessengemeinschaften. 1897 wurde die Arbeiterbewegung Trinidad Workmen´s Association gegründet. Im gleichen Jahr entstand die East Indian National Association, und vier Jahre später folgten die Pan African Association und die Rate Payers Association, ein Zusammenschluss der Wassergebührenzahler. 1889 wurden Trinidad und Tobago zu einer Union zusammengeschlossen. 1914 entstand bei Pointe-A-Pierre die erste Ölraffinerie. Als Folge der Weltwirtschaftskrise kam es in den 1930-er Jahren auch in Trinidad zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die vermehrt zu Aufständen führten und zur Gründung von Arbeiterbewegungen. 1937 kam es in dem Dorf Fyzabad unter der Führung von '''Uriah Butler''' zu einem Aufstand der Erdölarbeiter. 1938 lag der durchschnittliche Tagesverdienst bei 35 Cents. Diese niedrigen Löhne führten schon 1935 zu einem Hungermarsch und 1937 zu wiederholten Streiks auf den Ölfeldern. 1941 verpachtete die Regierung das Gebiet um ''Chaguaramas'' und ''Waller Field'' an das US-Militär. Die Amerikaner bauten einen großen Marine- und Luftwaffenstützpunkt. Dies brachte dem Land für einige Jahre gut bezahlte Arbeitsplätze. Erst 1960 zogen die Amerikaner nach großen Protesten aus der Bevölkerung wieder ab. Nach dem Krieg und der Einführung des allgemeinen Wahlrechtes entstanden unzählige Parteien und in deren Folge Gründungen von Gewerkschaften. Den hohen Erlösen aus der Erdölindustrie standen nur wenige Arbeitsplätze gegenüber. 1956 gründete '''Dr. Eric Williams''' die Partei People´s National Movement. Am 31. August 1962 wurden Trinidad und Tobago rund drei Wochen nach Jamaika von den Engländern in die Unabhängigkeit entlassen. Eric Williams wurde erster Premierminister. Er behielt diesen Posten bis zu seinem Tode im Jahre 1981. Mit der Unabhängigkeit fielen die großzügigen finanziellen Unterstützungen von England fort. Internationale Konzerne wurden stattdessen von der Regierung „eingeladen”, sich auf der Insel niederzulassen. Bis 1966 konnten so 169 Industriefirmen angesiedelt werden. Die Ölförderung teileten sich Amoco, Shell und Texaco, die Zuckerindustrie wurde von Tate & Lyle kontrolliert. Während der 1970-er Jahre konnte Trinidad aufgrund seiner Erdöl- und Erdgasvorkommen noch ein deutliches Wirtschaftswachstum verzeichnen. Zum großen Teil ist dies den Preisbeschlüssen der OPEC von 1973 zu verdanken. Diese Preissteigerungen verdreifachten die Deviseneinnahmen des Landes schlagartig. Nach der zweiten deutlichen Ölpreiserhöhung in den Jahren 1979 und 1980 verzehnfachten sich diese Einnahmen sogar. Mit diesen Geldern kaufte Premierminister Williams die Kapitalmehrheit der nationalen Shell und BP, verstaatlichte die Zuckerindustrie, die Fluglinie BWIA und die Telefon- und Fernsehgesellschaften. Für 460 Millionen US-Dollar ließ er zudem ein Stahlwerk bauen. Anfang der 1980-er Jahre kam es dann mit Ende des Ölbooms und anderer politischer Fehler zu einer tiefen Strukturkrise, die sich besonders aus der Person des seit 25 Jahren regierenden Eric Williams ergab. Hatte er die weiße Mittelschicht vor der Unabhängigkeit noch als Nutznießer der Kolonialherrschaft bekämpft, so sicherte er seine Macht nun genau durch diese Gruppe. Korruption und schwere Mängel in der Gesundheits-, Verkehrs- und Baupolitik wurden ihm angelastet. Im März 1981 konnte der plötzliche Tod von Williams nicht eindeutig geklärt werden. Bei den Parlamentswahlen im November des gleichen Jahres konnte sein Nachfolger '''George Chambers''' noch die Mehrheit erzielen, bei den Kommunalwahlen 1983 gab es dann aber eine herbe Niederlage. Seit 1974 waren mit der Ölindustrie 50 Milliarden Petrodollar erwirtschaftet worden. Als der Einbruch der Ölpreise zu einer Rezession führte, musste man feststellen, dass der größte Teil des Geldes durch Misswirtschaft und Fehlplanungen verschwendet worden war. Der TT-Dollar musste mehrfach abgewertet werden, im Staatsdienst gab es Entlassungen, unrentable Staatsbetriebe wurden privatisiert. Bis 1990 stieg die Arbeitslosigkeit im Lande daraufhin bis auf 27 %. Am 27. Juli 1990 besetzte die kleine, radikale Moslemgruppe ''Jamaat al Muslimeen'' unter der Führung von '''Yasin Abu Bakr''' das Parlamentsgebäude. 45 Parlamentsmitglieder, einschließlich des Premierministers A. N. R. Robinson, wurden als Geiseln genommen. Robinson wurde aufgefordert zurückzutreten und innerhalb von 90 Tagen Neuwahlen auszuschreiben. Nachdem er dies verweigerte, kam es zu einem Schusswechsel, bei dem der Premierminister eine Schusswunde im Bein erlitt. Erst nach fünf Tagen gaben die Rebellen auf. Bei diesen Unruhen kamen insgesamt 30 Personen zu Tode, weitere 500 wurden verletzt. 114 Rebellen erhielten nach langen Gerichtsverhandlungen, zu denen auch der Kronrat in London gehört wurde, eine Amnestie. Dieser Putschversuch verschreckte verständlicherweise ausländische Investoren. Erst 1994 verzeichnete das Land sinkende Arbeitslosenzahlen und eine steigende Bruttoinlandsproduktivität. In den folgenden Jahren legte die Regierung ein Programm zur Modernisierung des Erdölsektors auf. Zugleich schaffte sie sich ein zweites wirtschaftliches Standbein, indem die Erschließung von Off-shore-Erdgasvorkommen gefördert wurde. === Erdöl und Erdgas === Im Jahre 1906 kam der Geologe ''Arthur Beeby Thompson'' nach Point Fortin. Er erhielt von der Regierung die Genehmigung, Land zu erwerben und nach Öl zu bohren. Er kaufte die Adventure und La Fortunée Plantagen um Werkanlagen zu errichten. Im Mai 1907 fand man in 210&#x202F;m Tiefe Öl. Zwei Jahre später wurde die '''Trinidad Oil Company''' gegründet. 1913 übernahm die '''United British Oilfields of Trinidad''' die Anlagen. 1957 wechselte der Besitz an '''Shell'''. Nach langen Protesten der Bevölkerung in den 1960-er und 1970-er Jahren übernahm der inzwischen von England losgelöste, selbstständige Staat Trinidad and Tobago die Shell und seit 1974 nennt sich das Unternehmen '''Trinidad & Tobago Oil Company''' (TRINTOC). Im Jahre 1993 gründte der Staat dann die '''Petroleum Company of Trinidad & Tobago''' (PETROTRIN) mit der Zentrale in Pointe-a-Pierre, und mit dem Zweck, alle Ölförderungen, die Weiterverarbeitung und den Verkauf von Erdölprodukten zu zentralisieren. Im Jahre 2000 übernahm die PETROTRIN dann in Zusammenarbeit mit TRINMAR alle Vermögenswerte von TEXACO. PETROTRIN hat seine größten Operationsbasen in Fyzabad, Guayaguayare, Marabella, Penal und Point Fortin. Von der Südostspitze der Insel (Guayaguayare) nach Point Fortin wurde eine neue Hochdruck-Pipeline verlegt, unterwegs gibt es mehrere Pumpstationen. In Pointe-a-Pierre steht die einzige Ölraffinerie des Landes. Die Anlage umfasst 809 Ha Grundfläche. Die Tagesproduktion liegt bei 160.000 Barrel von denen 70.000 für den lokalen Markt bestimmt sind, der größere Rest wird nach Brasilien, Equador, Kolumbien, Venezuela und West Afrika exportiert. Dort wird Flugbenzin, bleifreies Benzin, Diesel, Schmierstoffe und Bitumen hergestellt. TRINMAR, Trinidad Marine, betreibt im Seegebiet von Trinidad und Tobago 23 Ölbohrplattformen und 238 freistehende Bohrtürme. Der Beitrag von PETROTRIN am Sozialwesen von Trinidad besteht im Straßen- und Brückenbau, man beteiligt sich an der Reparatur von Schulen, baut Spielplätze und stellt Computer zur Verfügung. === Geister, Geisterglaube === Wie auf allen anderen karibischen Inseln haben auch die Bewohner von Trinidad und Tobago eine lebhafte Vorstellungskraft, kennen vielerlei Gruselgeschichten, glauben an gute und böse Geister. Viele dieser Geister und Geistergeschichten haben ihren Ursprung in Afrika. Der '''Dupp''' (auf der Insel Jamaika: Duppy) ist auf allen Inseln bekannt. Zusammen mit den '''Jumbies''' zählt er zu den harmlosen Geistern. Es sind die Geister von Toten, die nachts aus den Gräbern steigen, sich an dunklen Orten herumtreiben und die Lebenden gerne erschrecken. '''Belarivoist''' der Geist des Joachim Belarivo. Ein wenig begabter Zauberer wollte diesen Geist auferstehen und für sich arbeiten lassen. Für die Auferstehung reichte das Wissen, für weiteres nicht. Stattdessen erschien der Geist auf unzähligen Hochzeitsfeiern und erschreckte die Gäste. Er musste schließlich in einen Bleisarg eingeschlossen werden und unter einem großen Steinhaufen begraben werden. Der bedeutendste Geist auf Trinidad und Tobago ist '''Papa Bois''', der Beschützer des Waldes. Er hat Hörner, Fell und eine Harfe, seine Mutter war ein Reh, sein Vater ein Jäger, meistens erscheint er in Gestalt eines alten Mannes mit Bart und langen Haaren. Er kann sich auch in ein Tier verwandeln und Wilderer tief in den Wald locken, so dass sie sich verlaufen. Er hat auch eine Geliebte, '''Mama Dlo''' oder Mama d l‘eau, halb Frau, halb Schlange. Sie ist die Beschützerin der Flüsse. Von '''La Diablesse''' erzählt man, sie sei eine schöne Frau mit Kuhfuß, die man häufig auf großen Festen antrifft. Dort soll sie die Männer verführen. Wer sich mit ihr einlässt, wird nie mehr sein wie vorher oder nach kurzer Zeit sterben. Begegnet man ihr, soll man seine Kleidung ausziehen und mit der linken Seite nach außen wieder anziehen, dann kann sie einem nichts mehr anhaben. '''Douens''' und '''Douennes''' sind die Geister von kleinen Kindern, die ungetauft sterben. Sie tragen große Strohhüte, haben keine Gesichter, und ihre Füße stehen rückwärts. Es gibt auch Meerjungfrauen, Feen und Vampire. Man sagt, dass sich einsame und ungeliebte Menschen in Vampire, sogenannte '''Sousouyants''', verwandeln konnen. Sie ziehen ihre Haut aus und lassen diese auf der Türschwelle liegen, dann verwandeln sie sich in Feuerbälle, die durch die Luft fliegen. Dann kommen sie zu den Menschen und saugen ihnen das Blut aus. Man kann sich vor ihnen schützen, indem man Reis oder Salz um sein Bett streut. Der Vampir muss jedes Korn zählen, bevor er Blut saugen kann, bis er damit fertig ist, wird schon wieder Morgen und er muss unverrichteter Dinge abziehen. === Karneval === Französische Einwanderer brachten im 18. Jahrhundert den Karneval mit in die Karibik. In Frankreich war der Karneval damals ein riesiges Schlemmer- und Kostümfest vor dem Beginn der Fastenzeit. Die französischen Großgrundbesitzer in der Karibik feierten dieses Fest unter sich und ohne die Sklaven, nur freie Mulatten wurden zur Teilnahme eingeladen. Nach der Sklavenbefreiung 1834 wollten auch die Farbigen ihr Fest feiern. Das traditionelle Erntedankfest '''Canboulay''' wurde auf den Karnevalsonntag vorverlegt. Sie veranstalteten Straßenumzüge mit Trommelmusik, Stockkämpfen und Spottliedern auf die Weißen, dazu kleideten sie sich in elegante Kleider wie ihre weißen Herren. Diese fühlten sich schnell beleidigt und feierten in der Folgezeit nur noch in ihren Häusern. 1883 wurde den Farbigen das Mitführen von Trommeln verboten, ein Jahr später fanden die Umzüge nur noch am Karnevalmontag und unter Polizeibegleitung statt. So entstanden in den Vororten von Port of Spain die ersten '''Mas Camps''' - Kostümgruppen. Statt der Trommeln benutzte man Bambusstücke um den Takt zu schlagen, zur Zeit des II. Weltkrieges erfand man neue Musikinstrumente: Keksdosen und leere Ölfässer. 1894 kam dem Kaufmann ''Ingnatius Bodu'' die Idee, aus dem Karneval einen Wettbewerb zu machen. 1921 richtete ''Chieftain Douglas'' als erster ein '''Calypso Tent''' ein, in dem während der Karnevalsaison Nonstop gesungen wurde. Heute gibt es das '''National Carneval Commitee''' (NCC), es entstand aus der 1957 gegründeten ''Carneval Development Commission''. Diese Behörde betreut den gesamten Karneval, schreibt die Wettbewerbe aus, bestimmt die Veranstaltungsorte, organisiert die Showveranstaltungen, stellt die Preisrichter und wirbt Spenden ein, mit denen Gewinner zu hohen Geldpreisen kommen. Eine Jury wählt die Gewinner. Sie besteht aus Mitarbeitern von Ministerien, des NCC und Mitgliedern von Tanz-, Steelband- und Gesangsgruppen. Gewählt werden die besten Königs- und Königinkostüme, der beste Kostümdesigner, das Karnevallied des Jahres und die Musikband des Jahres. Eine Musikband kann zwischen 3.000 und 9.000 Mitglieder zählen. Für die Offiziellen beginnt die Karnevalsaison am Tag nach Aschermittwoch. Die Calypso-tents öffnen im Laufe des Januar. Danach beginnen die Vorentscheidungen für den Calypso- und Soca Monarchen, für Karnevalskönig und -königin. Die heiße Phase der Feierlichkeiten beginnt kurz vor Beginn der Fastenzeit mit dem Kinderkarneval. Am Karnevalmontag starten die Umzüge am frühen Morgen Richtung Stadtzentrum. Um die Mittagszeit finden die Maskenumzüge statt. Karnevaldienstag strömen die Massen zur Hauptveranstaltung im Queen´s Park, die bis in die späte Nacht dauert. Am Mittwoch ist alles vorbei und die Insulaner gehen wieder ihrem Gewerbe nach. === Musik === * '''Calypso''': Der Calypso hat seinen Ursprung an den Küsten von Westafrika und wurde von den Sklaven mit ins Land gebracht. Das „Urwort“ ist Kaiso und kommt aus Nigeria, Kaisos sind dort Spottlieder. Von den Sklaven wurden diese Lieder bei der Feldarbeit gesungen um die qualvolle Arbeit etwas zu erleichtern. Zugleich war es die einzige Möglichkeit, sich verschlüsselt über die Herrschaft zu beschweren oder lustig zu machen. : Seit der Abschaffung der Sklaverei wird dies von deren Nachfahren gefeiert. Seitdem wurden die Liedertexte immer bissiger. Im Jahre 1881 wurde bei so einer Veranstaltung von den Farbigen so auf die Regierung geschimpft und die politischen Mißstände wurden derart in ihren Gesängen verspottet, dass die Umzüge und Gesänge verboten wurden. In der Folgezeit texteten die Sänger, die Calypsonians, im Untergrund weiter. Aktuelle private und besonders politische Ereignisse werden seitdem besungen und ersetzen für den Teil der Bevölkerung, die nicht lesen können, die Tageszeitung. Man sagt auch: der Calypso bietet die Gelegenheit, etwas in Liedform zu sagen, was man in der besseren Gesellschaft nicht aussprechen kann. : Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. : Zwischen den beiden Weltkriegen wurde der Calypso international durch das Lied „''Rum and Coca Cola''“ bekannt. Es wurde von Lord Invader geschrieben und von den Andrew Sisters in den USA auf den Markt gebracht, sie verkauften die Platte fünf Millionen Mal. : 1978 wurde Calypso Rose als erste Frau zum alljährlichen Calypso King gekrönt. : Fast alle Sänger haben ausgenommen auffallende Namen: Atilla the Hun, Growling Tiger, Mighty Chalkdust, Roaring Lion, Valentino oder Black Stalin. Zu den weltweit bekanntesten gehören '''Lord Kitchener''' (*1922, †2000) und '''Mighty Sparrow'''. : In jüngster Zeit ist auch der Calypso extrem kommerzialisiert worden. * '''Indische Musik''': Mit einem Bevölkerungsanteil von etwa 40&#x202F;% beherrschen die Inder auch einen großen Teil der Musikszene. Im Laufe der Jahrzehnte hat die ursprünglich religiöse Musik sich teilweise an die Ansprüche der Jugendlichen Zuhörer angepaßt. '''Chutney''' ist eine dieser neuen Musikrichtungen, heute mit schnellerem Rhythmus und tanzbar, hat sie sich aus hinduistischen Folkloreliedern entwickelt. Chutney ist auch ein Teil des Trinidad-Karnevals geworden und für die Musikgruppen werden Preise vergeben. '''Pantar''' ist die Fusion von Pan-Musik und Sitar, eines der schönsten und ältesten indischen Musikinstrumente. Mit dieser Kombination lassen sich alle Arten von Calypsomusik bis zu indischer Ragmusik spielen. Einer der bekanntesten Pantar Interpreten ist Sitarist ''Mungal Patasar'' und seine Gruppe. * '''Panmusik und Steelbands''': Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. Ab 1935 begannen die Musiker deshalb, auf Dosen, Fässern und Benzinkanistern zu trommeln. Ein Jahr später gelang es dem Musiker '''Ellie Mannette''' ein Ölfaß so zu manipulieren, dass man ihm verschiedene Töne entlocken konnte. 1939 spielte die John John Band zum ersten Mal des amerikanische Kinderlied „Mary had a little lamb“ auf gestimmten Ölfässern. Seit 1945 erschienen abgeschnittene und gestimmte Ölfässer, die Pans, in der Öffentlichkeit. Heute ist der Beruf des Ölfaßstimmers sehr geachtet. Man unterscheidet die Pans nach Größe und Klangfarbe. Bass Pans verfügen über 5-7 Töne, sie werden auf etwa 7,5 cm Höhe zusammengeschnitten. Cello Pans haben 10 Töne und werden bei 35 cm abgeschnitten. Die Tenor Pans verfügen über 26-32 Töne und werden auf eine Länge von 15-18 cm geschnitten. : Die Pans werden blank geschliffen, verchromt, poliert und auf Gerüste montiert, damit der Musiker Bewegungsfreiheit hat. Die Tonfelder werden mit unterschiedlich großen Klöppeln geschlagen. Die Pans können von einem Solomusiker bearbeitet werden oder als Band können bis zu 100 Personen zusammen musizieren. Auf Trinidad soll es über 100.000 Ölfaß-Spieler geben. * '''Parang''': Besonders in der Weihnachtszeit beherrscht Parang die Musikszene. Diese Musikrichtung leitet sich aus venezuelanischen Weihnachtsliedern ab und den damit verbundenen Haus-zu-Haus besuchen und -feiern. Zu spanischen Texten mit religiösem Inhalt kommen südamerikanische Rhythmen mit Violine, Gitarre, Baß, Cuatro und Maracas. Einige Gruppen spielen die traditionellen Weisen, andere mixen es mit Soca, so dass '''Soca Parang''' entsteht. * '''Rapso''': Eine weitere Fortsetzung von der afrikanischen Tradition des Geschichtenerzählens führte zur Entwicklung des Rapso, einer Mischung von amerikanischem Rap mit Calypso. Hier wird Sprechgesang in Versen vom Rhythmus großer, schwerer Trommeln untermalt. Zwei der bedeutendsten Künstlergruppen sind ''Brother Resistance'' und ''Network Rapso Riddum''. * '''Soca''': Diese flottere Art des Calypso wurde 1970 geboren, als die Elektronik Einzug in die Musikszene hielt. Diese neue Form wird dem Musiker zugesprochen, der sich damals '''Lord Shorty''' nannte und heute unter dem Namen ''Ras Shorty I'' Musik produziert. Der Soca-Rhythmus läßt sich leicht mit anderen Musikformen verbinden. So findet man auf Trinidad den Soca heute als Bestandteil von Reggae, Jazz, Rythem & Blues als auch mit indischer Musik. Auch die im Lande lebenden Inder fanden an diesem Musikstil gefallen, verbanden den Rhythmus mit Hinditexten und so wurde der '''Chutney-Soca''' geboren. === Pflanzen- und Tierwelt === Trinidad und Tobago zählen zu den zehn führenden Ländern bei der Anzahl von Vogelarten pro Qaudratmeile. Auf beiden Inseln findet man auf Grund der Nähe zu Südamerika eine größere Anzahl von Pflanzen und Tieren als auf den anderen Karibischen Inseln. Man kennt 2.300 verschiedene, blühende Pflanzen, davon sind alleine 700 Orchideen. Die Nationalblume von Trinidad ist die '''Chaconia''', englisch: Wild Poinsettia. Ein Strauchgewächs von 2-3&#x202F;m Höhe, es ähnelt dem Weihnachtsstern. Den „Buffalypso“ gibt es nur auf der Insel Trinidad. Er ist das Ergebnis intensiver Zuchtversuche aus den 1960-er Jahren. Fünf auf Trinidad heimische Wasserbüffel Rassen wurden gekreuzt. Das Ergebnis ist ein friedfertiges Tier, dass tropische Hitze gut verträgt, mit schmackhaftem Fleisch. Es gibt 620 verschiedene Arten von Schmetterlingen. Von den 433 verschiedene Vogelarten brüten 250 auf der Insel, es gibt 41 verschiedene Kolibriarten. Den blinden Ölvogel findet man nur in Trinidad, es ist der größte Vogel, der sich von Früchten ernährt, aber nur nachts auf Futtersuche geht und selbst ein Amazonas-Papagei ist auf Trinidad zu finden. 108 verschiedene Säugetiere sind vertreten, dazu zählen 57 Fledermausarten und es gibt 70 verschiedene Arten von Kriechtieren. Die einzigen '''giftigen Schlangen''' sind die '''Far de Lance''' und der '''Buschmeister'''. Die Morocoy ist eine kleine Landschildkröte, die früher als Delikatesse gejagt wurde und fast ausgerottet war, heute wurd sie vielerorts als Haustier und Spielgefährte der Kinder gehalten. Verschiedene Strände von Trinidad und Tobago werden in den Monaten März bis Juli von Meeresschildkröten zur Eiablage aufgesucht. Der Besuch von Strandabschnitten, die von Schildkröten zur Eiablage aufgesucht werden, unterliegt einer Genehmigung durch die Forstverwaltung. The Forest Division, Long Circular Road, Port of Spain, Tel. 622-7476. The Forest Division, San Fernando, Tel. 657-8391, 657-7256. Den Schmetterling „89“, er hat eine schwarz-beigene Markierung auf der Flügelunterseite, die wie eine 89 aussieht, findet man nur auf Trinidad. Der Pauis ist ein großer truthahnartiger Vogel, der früher viel gejagt wurde und dadurch sehr selten geworden ist. Es gibt ihn nur auf Trinidad, nirgendwo sonst auf der Welt, er steht unter Schutz. Einzigartig auf der Welt ist auch der Fisch Cascadura. Diese Welsart ist ein Urtier aus dem Silur-Zeitalter. Sein Lebensraum sind zahlreiche schlammige Gewässer an der Südküste Trinidads. Ebenso selten sind die Reiherarten Agami, Blongios und Crabier Bec, die es nur auf Trinidad gibt. Weitere Vogelarten, die es in der Karibik nur auf Trinidad gibt sind Eisvögel, Pirol und Tukane. Das größte wilde Tier auf Trinidad ist der Braune Waldmazama, eine Hirschart. Das Halsband-Pekari wird von den Einheimischen Quenk genannt, es ist eine Wildschweinart. Auf der Insel gibt es verschiedene Opossumarten, die auch Manicou genannt werden, Waschbären, das hasengroße Agouti und den größeren Gefleckten Paka. Das gepanzerte Gürteltier, Armadillo oder Tatu genannt, und die seltenen Ozelote bekommt man kaum zu sehen. In einigen Flüssen und Sümpfen lebt der bis zu 2&#x202F;m lange Kaiman. === Plantagenwirtschaft === Die Landfläche von Trinidad und Tobago umfasst 513.000 Ha, weniger als ein Drittel davon ist Ackerfläche, 45&#x202F;% sind als Waldflächen ausgewiesen. Nur 13&#x202F;% des pflügbaren Landes ist bewässert. Es gibt aber eine Vielzahl von kleinen und großen Flüssen, Überflutungen in der Regenzeit sind normal. Die letzte umfassende Erhebung aus den 1970-er Jahren zählt 35.000 Farmen mit einer Gesamtfläche von etwa 130.000 Ha. Die Durchschnittsgröße einer Farm wurde mit 6 Ha angegeben, aber die 40 größten Plantagen hatten alle eine Größe über 400 Ha. Die landwirtschaftlichen Ernteerträge der 1970-er und 1980-er Jahre in Trinidad stehen in einem engen Zusammenhang mit der Ölindustrie. Dieser Trend begann Anfang der 1970-er mit dem starken Anstieg des Ölpreises. Löhne in der Landwirtschaft waren erheblich niedriger als in der Ölindustrie, der Geldreichtum führte zu größeren Importen von landwirtschaftlichen Produkten. Die Zahl der Landarbeiter sank um 50 %. Die Ernteerträge bei Zitrusfrüchten sanken um 75 %, bei Kakao waren es 61 %, bei Kokosprodukten 56&#x202F;% und bei Kaffee immer noch 15 %. Der Zuwachs von landwirtschaftlichen Produkten in den 1980-er Jahren wurde von Kleinstfarmern erwirtschaftet, die ihre Produkte oft in gartenähnlichen Familienbetrieben anbauten. Die Viehzucht im Land hat keine große Bedeutung. Es gibt nur rund 30.000 Rinder. Rindfleisch wird überwiegend aus Australien un Neuseeland importiert. Milch und Milchprodukte werden zu 90&#x202F;% von der Firma Nestlé eingeführt. Seit den späten 1980-er Jahren gibt es Zuchtversuche von Kühen und Indischen Wasserbüffeln, die man im Lande „Buffalyso” nennt. Bedeutender ist die Aufzucht von Hühnern und Schweinen. '''Kaffee''' wird in Trinidad verstärkt seit 1930 angepflanzt. Die Produktion sank von den späten 1960-er Jahren bis Mitte der 1980-er Jahre aber um rund 50 %. 1984 konnte zum ersten Mal kein Kaffee exportiert werden. Ein Jahr später betrug die Ernte wieder 2,1 Millionen KG, von denen 35&#x202F;% exportiert wurden. '''Zitrusfrüchte''' hatten in den 1950-er Jahren einen Boom. Man erntete zu der Zeit über 90.000 Tonnen pro Jahr, 1982 waren es nur noch 4.700 Tonnen. '''Kakaoplantagen''': Kakao war von den späten 1880-er Jahren bis in die 1930-er Jahre die wichtigste Anbaufrucht auf Trinidad und Tobago. Auf Tobago war sie dies sogar bis in die späten 1980-er Jahre. Kakao war schon im 18. Jahrhundert durch die Spanier nach Trinidad gekommen. Zeitweise war die Insel der zweitgrößte Kakaolieferant auf der Erde. Verschiedene Krankheiten haben der Fucht aber sehr zugesetzt. So sank die Jahresernte von 2.600 Tonnen im Jahre 1981 auf unter 1.300 Tonnen in 1985. Seit den 1970-er Jahren ist das Land nicht mehr in der Lage den Bedarf von Kokosöl und Seife mit den Ernten aus dem eigenen Land zu befriedigen. * Lopinot Estate. In Arouca führt die Lopinot Road nach Norden in die Northern Range. Um 1800 legte der Franzose Charles Joseph Comte de Lopinot dort eine 193 Ha große Kakaoplantage an. Der Graf war ein Offizier der französischen Armee in Haiti. Nach der Ausrufung der Unabhängigkeit und der damit verbundenen Freilassung der Sklaven in Haiti verließ er das Land und brachte seine 100 Sklaven mit nach Trinidad. Er nannte die Plantage „La Reconnaissance“. Das Herrenhaus, die Stallgebäude, die Sklavenunterkünfte und das Gefängnis wurden restauriert und können heute besichtigt werden. Im Herrenhaus wurde ein kleines Museum eingerichtet. Öffnungszeiten: täglich von 8-18 Uhr, Eintritt frei, Führungen finden zwischen 10 und 18 Uhr statt. '''Zuckerplantagen''': Im 19. Jahrhundert war Zucker trotz der überwältigenden Probleme noch immer die bedeutendste Einnahmequelle der Insel Trinidad. In den 1880-er Jahren gab es noch über 300 selbstständige Zuckerrohrplantagen. Ein Jahrhundert hatte die staatliche Carioni Gesellschaft hier das Monopol, nachdem man im Jahre 1971 51&#x202F;% der Aktien von Tate and Lyle zurückgekauft hatte. In den 1980-er Jahren wurde Zuckerrohr auf knapp 20.000 Ha angepflanzt, 20.000 Arbeitskräfte wurden in der Industrie gezählt. Die Jahresproduktion von Zucker lag zwischen 70.000 und 80.000 Tonnen. * Caroni Estate and Sugar Factory, Couva, Tel. 636-2371. Die Zuckerfabrik und die Distillerie liegen fast 40&#x202F;Km voneinander entfernt. Seit 1918 wird dort Rum destilliert. 1957 übernahm Caroni die Esperanza Estate. Deren Destillieranlagen wurden nach Caroni gebracht. 1980 wurde die Produktion ausgebaut. Neben eigenen Anbauflächen erhält Caroni Zuckerrohr von 6.000 unabhängigen Kleinfarmern. Seit 2003 wir die Caroni Gesellschaft umstrukturiert. Die Zuckerfabrik von Caroni wird geschlossen, die Fabrik von Sainte Madeleine bleibt bestehen. Der Landbesitz von Caroni, etwa 30.000 Ha geht in Staatsbesitz über und wird von einer neugegründeten Agentur verwaltet, der Estate Management and Business Development Company. Das Ziel ist, statt Rohzucker Zitrusfrüchte und Reis anzupflanzen und Milchviehzucht zu betreiben. :Der Rum wird unter den Markennamen Caroni Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, als Stallion Puncheon Rum mit 78&#x202F;% Alkohol, als Felicite Gold, White Magic Light und Special Old Cask Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol abgefüllt. Nur die leichten Rumsorten werden nach Kanada und Europa exportiert. * Champs Elysée Estate, Maraval Tal, Port of Spain. Um 1785 führte die Einwanderungspolitik des Franzosen Roumé de St. Laurent unter dem Gouverneur Don José Chacon viele französische Siedler mitsamt ihren Sklaven auf die Insel. Im fruchtbaren Maraval Tal bauten sie Baumwolle, Kaffee und Zuckerrohr an. Die Mehrheit der dort lebenden Menschen konnte kein englisch, fast alle gehörten der römisch-katholischen Kirche an. Im Jahre 1881 lebten dort 1.480 Menschen, davon waren 88 Plantagenbesitzer oder -verwalter. :Roumé de St. Laurent erwarb selbst ein großes Stück Land am Taleingang, aus dem die Champs Elysée Plantage entstand. Aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten musste seine Familie die Plantage schon bald verpfänden, später ging sie in den Besitz eines Pflanzers mit Namen Boissiere über. 1849 fasste man das ganze Tal zum Stadtbezirk Maraval zusammen. Gegen Ende des Jahrhunderts waren viele der kleinen Plantagen verschwunden. Auf den verbliebenen größeren Ländereien Champs Elysée, Moka, Haleland Park und Val de Oro wurde weiter Landwirtschaft betrieben. Heute werden nur noch auf der Paramin Plantage, westlich von Maraval, Gemüse und Gewürze angepflanzt. * Diego Martin River Estate, am Diego Martin Fluß. Direkt neben der Hauptstraße steht noch das 150 Jahre alte und 12&#x202F;m hohe Wasserrad der Zuckerplantage. Die Plantage fiel im Jahre 1897 in den Besitz der Regierung. Weitere historische Gebäude sind nicht erhalten, das einfache Plantagenhaus wurde aber wieder hergestellt. Es gibt aber noch einen Park mit Picknickplätzen und ein Mini-Museum. Das Museum ist täglich von 10-18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. * Spring Hill Estate. Um 1900 gründetet der in Frankfurt geborene Friedrich Wilhelm Mayer im fruchtbaren Arimatal in einer Höhe von etwa 400 Metern diese Plantage, um Kaffee, Kakao und Zitrusfrüchte anzupflanzen. 1908 wurde das Haupthaus fertig gestellt. Sohn Charles Mayer bewirtschaftete das Anwesen bis 1925, dann gab er auf, weil ihm der Gewinn zu gering war. 1932 kaufte der amerikanische Geologe Joseph Holmes das Land auf. Er brachte einen Stromgenerator dorthin und ließ einen Pool bauen. 1947 kauften Dr. Newcome Wright und seine Frau Asa Wright die 74 Ha große Plantage. Drei Jahre später richtete Dr. William Bebe von der New Yorker Zoologischen Gesellschaft dort eine Forschungsstation zum Studium tropischer Pflanzen und Tiere ein. 1955 verstarb Asa Wright. 1967 verkaufte ihr Mann das Gelände an die Forschungsstation. Im gleichen Jahr wurde das Herrenhaus in ein Gästehaus umgewandelt. Unter finanzieller Mithilfe der Bank of Nova Scotia wurde das Asa Wright Naturschutzgebiet eingerichtet. * Woodbrook Estate, Port of Spain. Nachdem die Siegert Familie 1875 (siehe unten) Venezuela verlassen hatte entstand in Port of Spain am Marina Square Ecke Charlotte Street die neue Angostura Fabrik. Die gleichbleibende Qualität und der weltweite Erfolg der Firma erlaubte es der Familie 1899 die 140 Ha große Woodbrook Estate zu kaufen. Die drei Brüder Alfredo, Carlos und Luis Siegert kultivierten ein Teil des Landes, zugleich planten sie eine Wohnsiedlung. Der Bau von 11 Straßen wurde in Angriff genommen, jede wurde nach einem Familienmitglied und nach Mitarbeitern des Projektes benannt. Nach dem Tod der Brüder Carlos und Luis verkaufte Alleinerbe Alfredo das Land 1911 an die Stadt Port of Spain. * '''Angostura Bitters''' Limited, Rumdistillerie, Eastern Main Road, Tel. 623-1845, Fax 623-1847. Im Jahre 1820 wanderte der preussische Chirurg Dr. Johann Gottlieb Benjamin Siegert nach Venezuela aus. Er wollte mit Simon Bolivar gegen die Spanier kämpfen. Vier Jahre später, als Leiter des Militärhospitals im Ort Angostura, am Ufer des Orinoco Flusses, entwickelte er eine Mischung aus tropischen Heilpflanzen, Gewürzen und Alkohol. Dieses Mittel „''Siegert´s Aromatic Bitters''“ sollte den von Tropenkrankheiten geschwächten Soldaten zu neuer Kraft verhelfen. Soldaten und Schiffsbesatzungen machten die Tinktur auf der ganzen Welt bekannt. 1850 verließ Dr. Siegert die Armee um sich vollständig der Produktion seines gefragten Elixiers zu widmen. 1875 verließ die Siegert Familie das krisengeschüttelte Venezuela wo ein politischer Diktator auf den anderen folgte und ließ sich in Trinidad nieder. :Im Jahre 1903 starb Carlos Siegert, zwei Jahre später sein Bruder Luis. Alfredo Siegert war nun einziger Kenner der geheimen Formel für Angostura. In der Folgezeit spekulierte er mit großen Geldmengen in verschiedenen Sektoren, verlor das Geld und auch die Firma. Amerikanische und kanadische Geschäftsleute versuchten erfolglos, die Fabrik im Ausland anzusiedeln. :1936 begann die Firma Angostura Bitters unter der Leitung von Robert W. Siegert, einem Enkel des Gründers, Alkohol zu brennen, dazu wurde eine Tochtergesellschaft, die Trinidad Distillers Ltd. gegründet und die Fernandes Rumbrennerei aufgekauft. Das Rezept für Angostura Bitters ist eines der bestgehüteten Geheimnisse der Karibik. 1960 wurden die Produkte von Angostura bereits in 140 Länder exportiert. Die Jahresproduktion von 1.3 Millionen Liter wurde bis 1998 auf 20 Millionen Liter gesteigert. :Das Besucherzentrum, Tel. 623-1841 im Ortsteil Laventille in Port of Spain ist geöffnet. Führungen finden dort montags bis freitags um 9.30, 13.30 und 14 Uhr statt, Führungen kosten 8 US $. :Die Distillerie kauft ihre Melasse von verschiedenen Zuckermühlen im Lande und vergärt und destilliert den Rohstoff in einer eigenen Brennerei. Der Rum wird unter dem Markennamen Royal Oak als 43 %-iger Rum verkauft. Weitere Markennamen sind Old Oak White und Old Oak Gold. 1973 erwarb man die auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindliche Distillerie Fernandes. Der Rum von dieser Destille wird unter den Markennamen Forres Park Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, Fernandes Vat 19, Fernandes Black Label, Ferdi´s Premium Rum und Crystal White Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol vertrieben. Daneben werden leichtere Mischgetränke hergestellt: Caribbean Club Rum Punch, Limbo Drummer, Lemon Lime & Bitters, Blu Vodka und Correla´s. :Das Grundprodukt Angostura Bitters ist eine aromatische Lösung mit 44,7&#x202F;% Akoholanteil. Man verwendet es hauptsächlich zur Verfeinerung von Mixgetränken, aber auch in Fisch- und Fleischgerichten, für Gemüse, Kuchen, Marmelade, Pudding, in Salaten und Suppen. * Fernandes Distillers, Fernandes Industrial Centre, Eastern Main Road, Laventille, Tel. 623-2101, 623-2501, Fax 623-1847. Als das Trinidad & Tobago Rum Bond Lager im Jahre 1932 abbrannte, nutzte der Besitzer der Fernandes Distillery, Joseph Bento Fernandes, die Gunst der Stunde. Er kaufte die angesengten Rumfässer günstig auf stellte fest, dass der Rum darin von besonderer Güte war. Dieser Rum wurde unter dem Namen „1919 Super Premium Rum“ verkauft. 1919 war das Jahr, in welchem die Fässer gefüllt worden waren. === Trinidad´s Eisenbahn === Schon kurz nach 1800 waren es die Großhändler, Kaufleute und Plantagenbesitzer, die bei der Kolonialverwaltung nach besseren Verkehrsverbindungen fragten. Doch wenig oder nichts geschah. Ebenso oder ähnlich verhielt es sich mit der Eisenbahn. Um 1846 wurde die '''Trinidad Railway Company''' gegründet. Man begann mit der Vermessung von möglichen Fahrlinien, kam aber zu der Überzeugung die Finanzierung sei nicht möglich. Im Jahre 1859 entstand dann die erste privat finanzierte Linie von Princes Town zum Hafen von San Fernando. Man nannte sie die Pflanzerlinie, da zunächst nur landwirtschaftliche Produkte an zur Kings Wharf gebracht wurden, zum weitertransport auf Schiffen rund um die Insel. Die Wagen wurden von Pferden oder Mulis gezogen. Auf Grund des öffentlichen Drucks wurde das Angebot auf den Personentransport ausgedehnt, auch die Post wurde nun mit der Eisenbahn transportiert. Diese Linie wurde unter dem Namen '''Cipero Tramroad''' bekannt. Sie existierte bis 1920, dann ging sie an die Trinidad Government Railway über. 1873 begann man mit dem Bau einer Bahnverbindung von Port of Spain nach Arima. Der Ausgangspunkt war der South Quay in Port of Spain, über San Juan und St. Joseph verlief die Linie bis nach Arima. Am 31. August 1876 wurde die Linie in Betrieb genommen. Die Eisenbahngesellschaft, offiziel Trinidad Government Railway, wurde gegründet. Ursprünglich sollte sie nur das reiche Landwirtschaftsgebiet um den Ort Arima herum mit dem Hafen von Port of Spain verbinden. Nun gab es aber eine kleine Eisenbahn Manie. Jeder einflußreichere Plantagenbesitzer verlangte die Anbindung seiner Farm an das Eisenbahnnetz. Schon im Januar 1880 gab es eine Verbindung nach Couva im Süden, bis 1882 wurde die Linie nach San Fernando fertig gestellt. Der Erfolg der Eisenbahnlinie nach Arima war überwältigend. Bis 1896 wurde sie nach Gunapo erweitert und 1897 wurde Sangre Grande erreicht. Im Jahre 1897 entstand an der Südlinie bei Cunupia ein Abzweig durch das Tal des Caparo Flusses nach Tabaquite. Nachdem man im Südwesten von Trinidad große Ölvorkommen gefunden hatte wurde die Eisenbahnlinie von San Fernando aus im Jahre 1913 bis nach Siparia verlängert. Im Jahre 1914 hatte das Netz dann seine größte Ausdehnung mit dem Ausbau bis nach Rio Claro. Die Länge des Schinennetzes betrug nun 173&#x202F;Km. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurden diese Eisenbahnwagen von Pferden gezogen. 1910 gab es die erste Motor-Bus-Verbindung in Trinidad. Die beiden Geschäftsleute Newallo und Asgarelli Syne betrieben '''Syne´s Bus Service'''. Mit der Zentrale in Icacos fuhren ihre Busse von dort über San Fernando bis nach Siparia und St. James in Port of Spain. Bis zum Beginn des I. Weltkrieges war dies das einzige Busunternehmen des Landes. Bis zum Jahre 1920 stieg die Zahl von angemeldeten Motorautos von etwa 100 auf 1.176. Im gleichen Jahr eröffnete Charles Ross eine Buslinie zwischen Four Roads und Macqueripe. Ab 1923 verzeichnete die Eisenbahn einen deutlichen Einbruch bei ihren Fahrgastzahlen. Trotzdem blieb die Eisenbahn ein Erfolg. Erst nach der Unabhängigkeit führte ein Missmanagement der Regierung zum Zusammenbruch des Eisenbahnverkehrs. Die Trasse der Linie von Port of Spain nach Arima, die mehr oder weniger parallel zur Eastern Main Road verläuft, wurde zur Fahrbahn nur für Express-Busse und Maxi-Taxi umgebaut. An das Zeitalter der Eisenbahn erinnert die Lokomotive Nr. 11, sie steht als Denkmal in der Harris Promenade von San Fernando. Ein zweites Exemplar befindet sich im Busdepot von Port of Spain. == Sprache == Amtssprache ist englisch. Besonders auf Trinidad wird aber auch verbreitet Französisch, Spanisch, Hindi und Chinesisch gesprochen. Daneben gibt es ein überwiegend englisches Patois. == Anreise == * {{vCard |type=airport |name=Piarco International Airport |wikidata=Q788810 |address=Golden Grove Road, Piarco |phone=669-4101 |fax=669-2319 |description=Landebahn 10/28, 10.440 × 151 Feet (3.182 × 46 m). Airport Authority of Trinidad & Tobago, Piarco Airport, Tel. 669-4101. Einreisebehörde, Immigration, Piarco Airport, Tel. 669-5859, Zollbehörde, Customs, Piarco Airport, Tel. 669-4361. |url=https://piarcoairport.com }} * '''Schiffsverbindungen''': Zwischen Trinidad und Tobago gibt es einen regeläßigen Fährverkehr. Der Hafen von Port of Spain wird von Kreuzfahrtschiffen angelaufen. == Mobilität == Achtung: '''Linksverkehr'''! Für das Fahren von Mietwagen wird für 90 Tage ein in Deutschland ausgestellter gültiger Internationaler Führerschein anerkannt. Wer länger im Lande ist muss eine nationale Fahrerlaubnis beantragen. Licening Department, Wrightson Road, Port of Spain. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 50 km/h, nur auf einigen Schnellstraßen darf man 80&#x202F;km/h fahren. Von der Hauptstadt Port of Spain gibt es eine autobahnähnliche Schnellstraße in Richtung Osten bis nach Arima und etwas darüber hinaus. Etwa 9&#x202F;km hinter Port of Spain zweigt davon eine Schnellstraße nach Süden ab, über die Stadt Chaguanas führt sie bis nach San Fernando. Die Eisenbahnlinie von Port of Spain nach Arima wurde eingestellt. Die ehemalige Bahntrasse wurde aus- und umgebaut, dies ist heute der Fahrweg für Expressbusse und Maxi Taxi. == Aktivitäten == * Naturbeobachtungen, hauptsächlich die Vogelwelt. * Strandleben, in Trinidad ist es nicht so ausgeprägt wie im Rest der Karibik. An der Nordküste findet man nur einzelne kleine Sandbuchten. Das Wasser an den kilometerlangen Stränden der Ostküste ist trüb, bedingt durch die Einschwämmungen des nahen Orinoco in Venezuela. Die Westküste ist verschmutzt durch intensive Bohrarbeiten der Erdölindustrie. * Wanderungen, hauptsächlich im Bereich der Northern Range. [[File:TnT Caroni Swamp 2.jpg|thumb|right|Caroni Swamp]] * Caroni Swamp: Sumpfgebiet im Mündungsbereich des Caroni River, durch das geführte Touren angeboten werden. Hauptattraktion ist eine riesige Kolonie Scharlachsichler, die am späten Nachmittag von ihren Fressrevieren zu ihrem Ruhegebiet zurückkehren. Ganz selten können Wasserschlangen oder Kaimane beobachtet werden. == Küche == Die Küche von Trinidad spiegelt die Zusammensetzung der Bevölkerung wieder. Neben der traditionallen karibischen Küche findet man heute viele chinesische, libanesische und syrische Einflüsse. Einen sehr großen Anteil an den Restaurants und Essgewohnheiten hat der indische Bevölkerungsanteil. Dadurch gibt es große Unterschiede zu den Restaurants auf der Insel Tobago. * '''Callaloo soup''' ist eine Suppe aus den spinatähnlichen Dasheenblättern mit allerlei Gewürzen und Krebsfleisch, stellenweise wird sie auch sehr scharf gewürzt. '''Dhal''' ist eine indische Suppe aus roten Linsen. * '''Buljol''' nennt man Saltfish, der zusammen mit Avocados, Paprika, Tomaten und Zwiebeln in Olivenöl gedünstet wird. * Ham´n Hops oder einfach nur '''Hops''' ist eine knusprige Brötchenart mit Schinkenfüllung. * '''Pastelles''' sind gefüllte Maismehltaschen die in Sohareeblättern gegart werden, ein klassisches Street Food. Die Füllung besteht aus angebratenes Rinderhack, Tomaten, Worcestershiresauce, diversen Gemüsen und Kräutern Besonders zu Weihnachten werden auch Oliven, Kapern und Rosinen dazugemischt. <gallery mode="packed" heights="150"> Callaloo-mit-Shrimps-GT.jpg|Callaloo soup mit Shrimps Buljol (Salted cod, oil, onions, tomatoes, pepper, boiled eggs).jpg|Buljol (gesalzener Kabeljau, Öl, Zwiebeln, Tomaten, Paprika, gekochte Eier) FOOD Pastelle open.jpg|geöffnete Pastelle </gallery> * Reis, der mit Kokosnußmilch gekocht wird erhält eine bräunliche Farbe. Auf vielen Karibikinseln wird er mit roten Bohnen vermischt zu jedem Essen angeboten. Auf Trinidad heißt er nicht „rice and peas“ sondern '''Pelau''', dazu gibt es im allgemeinen Hühnerfleisch, Paprikagemüse und alles ist scharf gewürzt. * Zu vielen Gerichten gehört '''Dumplin'''. Dumplins sind fingerdicke, längliche Klöße aus Wasser und Mehl, die in die Suppe oder Sauce gegeben werden. * '''Souse''' ist keine Soße sondern gekochtes Schweinefleisch, das mit Gurken, Paprika und Zwiebeln serviert wird, wir kennen es besser als Sülze. * '''Cascadura''' ist Fisch, den es nur in Trinidad gibt, der mit viel Curry gekocht wurde. <gallery mode="packed" heights="150"> Trinidadian Chicken Pelau (15399269506).jpg|Chicken Pelau </gallery> * '''Saltfish''' kommt überwiegend aus Norwegen und ist in der Karibik inzwischen ein teures Lebensmittel geworden. Der frisch gefangene Fisch wird dort ausgenommen, gewaschen, gesalzen und auf langen, dünnen Stangen aufgereiht und luftgetrocknet. * '''Black Pudding''' ist eine Blutwurst die viele Zwiebeln, Knoblauch und Gewürze enthält, sie gilt warm oder auf Brot als absolute Delikatesse. * '''Black cake''' ist ein sehr schwerer Kuchen aus dunklem Teig, der Teig wird mit Trockenfrüchten vermischt, die zuvor in Cherrybrandy und Rum eingeweicht wurden. * Das einheimische '''Bier''' trägt die Namen Carib, Heiroun und Stag Lager Beer. Auf der Insel wird aber auch Guinness, Mackeson und Stout in Lizenz abgefüllt. Die bekanntesten '''Rumsorten''' der Insel sind Old Oak und VAT 19. * Daneben gibt es unzählige '''alkoholfreie''', soganannte Soft Drinks, die meistens nur extrem süß und nach Chemie schmecken. == Feiertage == Zusätzlich zu den gesetzlichen Feiertagen die für die beiden Inseln Trinidad und Tobago gelten, gibt es auf der Insel Trinidad eine Vielzahl von religiösen Veranstaltungen und Feierlichkeiten, die teilweise auch zu nationalen Feiertagen geworden sind. === religiöse (regionale) Feiertage === * '''Divali''' oder '''Diwali''', dieses hinduistische Fest ist dem Licht gewidmet, es wird in verschiedenen Orten Trinidads auch als Ramleela Festival gefeiert. Mit dem Fest wird in Indien die Rückkehr von Lord Rama in sein Königreich Ayodha nach 14-jährigem Exil gefeiert. Zu Ehren seiner Ankunft erleuchteten seine Untertanen die Straßen mit tausenden von Öllampen. Dieses Fest wird im November auf ganz Trinidad gefeiert. Diviali bedeutet der Triumph des Guten über das Böse. Es wird zu Ehren der Göttin Lakshmis gefeiert, die Liebe, Schönheit, Reichtum und Licht verkörpert. In der Divalinacht werden auf der ganzen Insel mit Kokosöl gefüllte Tonschalen aufgestellt und angezündet. * '''Eid-ul-Fitr''', das moslemisches Neujahrsfest. Dies ist kein festes Datum, das Fest wird am Neumondtag des Fastenmonats Ramadan gefeiert. * '''Ganga Dashara'''. Am Fluß Marianne River im Ort Blanchisseuse feiern die Hindus ihr Reinigungsritual. * Das '''Hosey Festival''' wird in Trinidad seit 1884 gefeiert, es erinnert an den Krieg von Kerbala im Jahre 640. Die ursprüngliche, drei Nächte dauernde Trauerprozession wurde bis vor 40 Jahren nach strengen Regeln durchgeführt. Seitdem hat man sich an die Mentalität der Inselbewohner angepaßt. Heute finden die Prozessionen in den Monaten Februar und März in St. James, Cedros, Couva und Tunapuna statt. * '''La Divina Pastora Festival''', katholische Kirche, Siparia. Bei dieser Prozession am zweiten Sonntag nach Ostern wird die Schwarze Madonna durch die Straßen getragen. Diese Feier ist bei den Hindus auch als Soparee Mai bekannt. * '''Phagwa''', das Neujahrsfest der Hindus findet im März statt. In Trinidad ist es seit der Landung der ersten Inder im Jahre 1845 bekannt. * '''Ramleela''', ein Hindufest, das in über 20 Gemeinden gefeiert wird. * '''Santa Rosa Festival'''. Dieses Fest der kleinen Cariben Gemeinde wird im Juli gefeiert. Am 28. August findet eine gleichnamige Feier in Arima statt. Dort wurde 1775 eine Kapelle zum Gedenken an die Schutzheilige Santa Rosa de Arima gebaut. == Sicherheit == Auf Trinidad werden Drogen, insbesondere Marihuana angeboten. Der Besitz kleinster Mengen ist verboten und wird schwer bestraft. Wertgegenstände sollten im Hotelsafe hinterlegt werden. Zimmertüren und Mietwagen immer verschließen. Nachts sollte man nicht allein unterwegs sein und dunkle Orte generell meiden. Die hohe Zahl von arbeitslosen Jugendlichen führt zu wachsender Kriminalität gegen Touristen. == Klima == {{Klimatab-col |ort= |sourcelink= |sourcetext= |xt=ja|xtjan=31|xtfeb=31|xtmar=32|xtapr=32|xtmai=32|xtjun=32|xtjul=31|xtaug=31|xtsep=32|xtoct=32|xtnov=32|xtdec=31 |nt=ja|ntjan=21|ntfeb=20|ntmar=20|ntapr=21|ntmai=22|ntjun=22|ntjul=22|ntaug=22|ntsep=22|ntoct=22|ntnov=22|ntdec=21 |rm=ja|rmjan=70|rmfeb=45|rmmar=50|rmapr=55|rmmai=100|rmjun=190|rmjul=225|rmaug=250|rmsep=200|rmoct=175.0|rmnov=185|rmdec=125 }} == Literatur == === Landkarten === * {{Karte |Titel=Trinidad |Maßstab=1 : 150.000 |Hrsg=Mapping & Control, Lands & Surveys Division, Ministry of Planning & Mobilization, Government of the Republic of Trinidad & Tobago}} == Weblinks == {{GeoData| lat= 10.41611| long= -61.34444| radius= }} {{IstInKat|Trinidad und Tobago}} {{class-3}} jlvatrw8jq9wc5itxqhh7u7mvwkpyau 1804866 1804864 2026-09-19T07:46:04Z DocWoKav 14575 /* Orte */ 1804866 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region}} '''Trinidad''' ist eine Insel in [[Trinidad und Tobago]]. Auf Trinidad sind vor allem die vielfältige Natur, der berühmte Karneval, die Strände und der artenreiche Regenwald interessant. == Regionen == === Politische Einteilung === Trinidad und Tobago gliedert sich in elf ''regions'', drei ''boroughs'' und zwei ''cities''. Eine ''region'' ist einem Bundesland vergleichbar, ein ''borough'' einer kreisfreien Stadt und eine ''city'' einem Stadtstaat wie Hamburg oder Berlin, wobei das Konstrukt des ''borough'' aus dem englischen Rechtsraum stammt und im deutschsprachigen Raum unbekannt ist. ''cities'' sind [[Port of Spain]] und [[San Fernando (Trinidad und Tobago)|San Fernando]], ''boroughs'' sind [[Arima]], [[Chaguanas]] und [[Point Fortin]]. === Geographische Aufteilung === * Northern Range: Dieser Höhenzug erstreckt sich auf einer Länge von 65&#x202F;Km entlang der Nordküste. Die Nordküste ist steil und felsig. Dort findet man keine durchgehende, befahrbare Straße. Das ganze Gebiet ist überhaupt wenig erschlossen, damit ein wahres Paradies für die Tierwelt. Einzig von Port of Spain aus und entlang der Ostküste gibt es Straßenverbindungen zur Nordküste. Von Arima aus kann man auf teilweise sehr schlechter Straße nach Norden vordringen. Die höchsten Erhebungen sind der Berg "El Tucuche" mit 936&#x202F;m und der "El Corre de Aripo" mit 940&#x202F;m. Nordwestlich von Arima findet man eine größere Anzahl von Höhlen. * Der Ost-West-Korridor ist eine Ebene am Fuße der Northern Range. Es ist das am dichtesten bebaute und besiedelte Gebiet der Insel. Von der Matura Bay im Osten reicht die Ebene bis zur Hauptstadt Port of Spain im Westen. In Port of Spain beginnend erreicht man übergangslos die Städte San Juan, St. Joseph, Curepe (mit dem Ortsteil St. Augustine und der Universität), Tunapuna, Arouca (mit dem internationalen Flughafen Piarco im Süden), Valencia und Sangre Grande. Das bebaute Gebiet ist dort zwischen zwei und sieben Kilometer breit. Auf nördlicher Route erreicht man alle Orte auf der Straße Eastern Main Road. Mehr oder weniger parallel dazu gab es dort früher eine Eisenbahnlinie von Port of Spain bis nach Arima. Die ehemaligen Gleisanlagen sind einer Straße gewichen, die für den Busverkehr reserviert ist, die "Priority Bus Route". Auf südlicher Route wurde der autobahnähnliche "Churchill Roosevelt Highway" als entlastungsstraße gebaut. * Central Range: Dieser Höhenzug ist wesentlich flacher, er erstreckt sich leicht schräg, nördlich von San Fernando im Westen bis nach Manzanilla im Osten. * Im Süder der Central Range findet man wieder flaches Land, es riecht dor überall nach Erdöl. Überall wird Erdgas und -öl gefördert. Zwischen San Fernando und Point Fortin befindet sich einer vor drei bekannten Teer-Seen dieser Erde. Weit verbreitet sind Schlammvulkane. * Die Southern Range, auch "the Deep South" genannt, also der tiefe Süden bildet als flacher Höhenrücken den Abschluss. == Orte == {{mapframe}} * {{vCard | name = Port of Spain | type = city | wikidata = Q39178 | description = Die Hauptstadt Trinidads ist das wichtigste politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Insel. Besonders bekannt ist die Stadt für den Trinidad Carnival, Museen, historische Gebäude und das lebendige Stadtviertel rund um die Queen’s Park Savannah. }} * {{vCard | name = Arima | type = city | wikidata = Q661405 | description = Arima liegt am Rand der Northern Range und ist eine der älteren Städte Trinidads. Sie ist für ihre indigene Kultur, traditionelle Feste und ihre Nähe zu den tropischen Waldgebieten im Norden bekannt. }} * {{vCard | name = Chaguanas | type = city | wikidata = Q1444575 | description = Sie ist eine lebhafte Handelsstadt mit zahlreichen Geschäften, Märkten und Einkaufszentren. Besonders interessant sind die vielfältige Bevölkerung sowie die starke indisch-trinidadische Kultur. }} * {{vCard | name = Couva | type = city | wikidata = Q2602007 | description = Couva ist eine moderne Stadt mit Einkaufszentren, Restaurants und verschiedenen Freizeiteinrichtungen. Sie spielt außerdem eine wichtige Rolle im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben Trinidads. }} * {{vCard | name = San Fernando | type = city | wikidata = Q1023712 | description = Sie ist eine der wichtigsten Städte Trinidads und ein bedeutendes Handels- und Kulturzentrum. Sehenswert sind unter anderem die Innenstadt, Märkte, Geschäfte und verschiedene kulturelle Veranstaltungen. }} * {{vCard | name = Princes Town | type = city | wikidata = Q1011576 | description = Eine kleinere Stadt mit einer ruhigen Atmosphäre und einer langen Geschichte. Sie ist vor allem für ihre lokalen Märkte, traditionellen Veranstaltungen und den Einfluss der Zuckerindustrie auf die regionale Geschichte interessant. }} * {{vCard | name = Penal | type = city | wikidata = Q2510034 | description = Penal ist vor allem durch seine indisch-trinidadische Bevölkerung und deren kulturelle Traditionen geprägt. Es gibt lokale Märkte, Geschäfte und Restaurants sowie religiöse Feste. }} * {{vCard | name = Point Fortin | type = city | wikidata = Q786957 | description = Point Fortin ist vor allem durch die Erdöl- und Erdgasindustrie geprägt, besitzt aber auch ein aktives gesellschaftliches und kulturelles Leben. Die Stadt ist außerdem für Veranstaltungen und traditionelle Feste bekannt. }} * {{vCard | name = Siparia | type = city | wikidata = Q3493381 | description = Siparia ist eine traditionsreiche Stadt, die besonders für religiöse Feste und kulturelle Veranstaltungen bekannt ist. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Verehrung der „Siparia Devi“, wodurch die Stadt für Besucher kulturell besonders interessant ist. }} weitere Orte sind; [[Blanchisseuse]], [[Manzanilla]], [[Maracas Bay]], [[Mayaro]], [[Piarco]], [[Tunapuna]] == Weitere Ziele == == Hintergrund == === Landesbeschreibung === Geologen und Faunisten zählen Trinidad und Tobago zu Südamerika, nicht zu den Karibischen Inseln. Vor vermutlich noch 10.000 Jahren waren die Inseln mit dem südamerikanischen Festland verbunden. Heute ist die Insel Trinidad durch eine 11&#x202F;km breite Meerenge von Venezuela getrennt. Die Insel Trinidad hat eine etwa rechteckige Form, deren Westküste durch den Golf von Paria tief eingeschnitten ist. Die Nord-Süd Ausdehnung beträgt 83&#x202F;km. Entlang der Nordküste verläuft eine flache Bergkette, die bis zu 940&#x202F;m hoch aufragt, die Northern Range. Dort findet man eine Vielzahl von Höhlen und Wasserfällen. Sie ist Erdgeschichtlich der östlichste Ausläufer der südamerikanischen Anden. Dort hat die Insel eine Breite von 86 km, vom Golf von Paria zur Ostküste sind es an der schmalsten Stelle nur 48 km, während sie an der Südküste 104&#x202F;km mißt. An der Ostküste ließen sich 1783 französische Siedler südlich von Manzanilla nieder, wo sie zwölf aneinandergrenzende Kokosplantagen anlegten, die noch heute die Landschaft prägen. Die Nord- und Südküste sind wenig erschlossen. Dort gibt es keine durchgehenden Straßenverbindungen. Abgesehen von der Churchill Roosevelt und der Uriah Butler Schnellstraße sind alle anderen Straßenverbindungen auf der Insel nicht sehr gut. Bis 1957 war die Southern Main Road die Hauptstraße zwischen dem Norden und dem Süden. Dann wurde der Princess Margaret Highway als Schnellstraße zwischen Port of Spain und Chaguanas gebaut. Inzwischen wurde die Straße umbenannt in Uriah Butler Highway. Während des ersten Ölbooms in den 1970er Jahren wurde diese Schnellstraße als Sir Solomon Hochoy Highway bis nach San Fernando erweitert. Es gibt inzwischen Ausbaupläne bis nach Point Fortin. In West Ost Richtung verbindet der Beetham Highway Port of Spain mit dem Uriah Butler Highway. Von dort aus führt der Churchill Roosevelt Highway weiter bis zu seinem derzeitigen Ende, drei Kilometer hinter Arima. In diesem sogenannten Ost-West Korridor der sich von Chguaramas bis nach Arima am Fuße der Northern Range Hügelkette entlangzieht lebt über die Hälfte der Inselbevölkerung. Fast die Hälfte von Trinidad ist noch bewaldet. Die Insel hat aber keine ausgeprägte Tourismusindustrie. Dafür besitzt Trinidad die einzigen größeren Erdgas und -ölvorkommen aller Karibikinseln. Vor Point Lisas befinden sich große Erdgasfelder im Meer. Dort findet man deshalb die größte Industrieansammlung. Neben Eisen und Stahl gibt es vier Methanolproduzenten und sechs Anlagen für die Ammoniumproduktion. 1999 begann man mit dem Bau einer Aluminiumschmelze. Am Galeota Point und in Pointe a Pierre stehen Erdölraffinerien. Erst 1998 hat die Amoco Trinidad Oil Company neue große Erdölfelder vor der Küste von Trinidad gefunden. Im ganzen Süden der Insel wird Erdöl gefördert. Dort gibt es auch mehrere Schlammvulkane. Vor der Nordwestküste liegen mehrere Inseln, die zum Territorium von Trinidad und Toabago gehören. * '''Diego Islands''': Zu den Diego Islands gehören die Inseln Carrera und Cronstad Island. Sie liegen etwas mehr als 500&#x202F;m vor der Halbinsel Point Gourde. Die Insel Carrera hat eine Ausdehnung von 420 x 270 Metern, seit dem Jahre 1877 ist sie Gefängnisinsel. Angeblich ist sie so sicher wie das amerikanische Alcatraz. * '''Five Islands''': Die Inselgruppe Five Islands besteht aus den fünf Inseln Caledonia, Craig, Lenagan, Nelson und Rock. * '''Insel Chacachacare''': Die Insel befindet sich fast auf halbem Wege nach Venezuela. Die Strömung in der Meerenge ist stark und gefürchtet. Seeleute nennen die Durchfahrt Boca del Drago oder „dragon´s mouth“, also Drachenmaul. Die Insel hat eine Ausdehnung von 15&#x202F;km in der Länge und 3&#x202F;km in der Breite, sie ist 8&#x202F;km von Trinidad entfernt. : Die Überfahrt von Chaguaramas dauert je nach Wetterlage etwa eine Stunde. Seit dem Jahre 1877 befand sich auf der Insel eine Leprakolonie, seit 1984 ist sie unbewohnt. : Im Jahre 1885 wurde nahe der Perruquier Bay auf dem höchsten Punkt der Insel, 818 m, ein Leuchtturm gebaut, er ist immer noch im Betrieb. Auf der Ostseite befindet sich die tief eingeschnittene Bucht Chacachacare Bay. Auf der gegenüberliegenden Inselseite liegt die La Tinta Bay. Sie hat schwarzen Sandstrand und wurde jahrelang als Versteck für Schmuggelgut genutzt. : Bei Chapelle Bay findet man einen Salzsee. * '''Insel Gaspar Grande''': Die Insel ist rund 2&#x202F;km lang und 800&#x202F;m breit, sie ist auch unter dem Namen Gasparee Island bekannt. Ihr Name geht auf den früheren Besitzer Don Gaspar de Percin zurück. Sie liegt nur einen Kilometer vor der Küste. Von der Crews Inn Marina in Chaguaramas fahren Boote in 20 Minuten dorthin. Die Überfahrt von Chaguanas zur Südseite kostet 40 TT $, zur Ostseite 30 TT $. Im allgemeinen fahren die Boote zum Point Baleine, wo es zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Walfangstation gab. Heute befindet sich dort eine kleine Marina und Picknick Plätze. : Im 19. Jahrhundert wurde auf der Insel noch Baumwolle angebaut. : Die kleine Bombshell Bay am Ostende ist zum Baden geeignet. Auf dem Bombshell Hill befand sich ein Fort. : Die Gasparee Caves sind ein Netzwerk von Tropfsteinhöhlen, es gibt dort sogar einen kleinen See. Der Zugang ist nur mit Genehmigung der Chaguaranas Development Authority und mit Führung eines registrierten Tourunternemers möglich. Sie sind täglich von 9-15 Uhr geöffnet, Eintritt: 10 TT $. : Innerhalb von 25 Minuten kann man zur anderen Inselseite laufen, dort findet man Geschützstellungen aus dem II. Weltkrieg. : Seit den 1980er Jahren befand sich dort auch das Fantasy Island Resort mit Restaurant, Cafe und Pool. Tel. 678-9001. : Bayview Beach Resort & Marina, Tel. 678-9001-02 * '''Insel Huevos''': Die kleine, länglich, schmale Insel Huevos befindet sich in Privatbesitz. Sie ist unbewohnt und Brutplatz für Seevögel. * '''Insel Monos''': Monos liegt nur etwa 650&#x202F;m vom Entrada Point entfernt und hat zwei Landestege in der Morris Bay und in der Grand Fond Bay. Sie ist dicht bewaldet und nicht dauerhaft bewohnt. Es gibt dort aber eine zunehmende Anzahl von Ferienhäuser von reichen Trinis. Früher gab es in der Turtle´s Bay eine Walfangstation. Dort ist noch einer der Kupferkessel erhalten, in dem das Walfett gekocht wurde. === Geschichte === Über die allerersten Inselbewohner ist nichts bekannt, man nimmt aber an, dass schon 5.000 Jahre vor Christi Geburt Indianerstämme aus Südamerika auf Trinidad und Tobago gelebt haben. Auf dem Weg in den Norden haben Ciboney-Indianer als Sammler und Jäger vermutlich zuerst die Insel Trinidad besiedelt. Zwischen 100 und 1000 nach Christus folgten ihnen höher entwickelte Ignerie-Indianer und Taino-Indianer vom Stamm der Arawaks aus dem Orinokogebiet, die schon Landwirtschaft betrieben. Im 13. Jahrhundert überfielen kriegerische Carib-Indianer die friedlichen Arawaks, töteten die Männer und nahmen sich die Frauen. Auf seiner dritten Reise entdeckte '''Christopher Kolumbus''' auf südlicher Route segelnd diese Insel im Sommer 1498. Er nannte die Insel ''La Isla de la Trinidad'', Insel der Dreifaltigkeit, und umfuhr sie im Uhrzeigersinn. Einen Tag später verließ er sie um die Insel [[Grenada]] zu erreichen. Zu dieser Zeit lebten noch geschätzt 35.000 Indianer auf den beiden Inseln; Arawaks im Südosten und Carib-Indianer im Norden und Westen in der Gegend von Arima, Mucurapo und Port of Spain. Erst 1532 betrat '''Don Antonio Sedeno''' beim Fischerdorf Cumucarapo, das heute Mucarapo heißt, als erster spanischer Entdecker die Insel. 50 Jahre später kam eine größere Gruppe von Siedlern mit dem spanischen Soldatenführer '''Don Antonio de Berrio y Oruna''' und dessen Leutnant Domingo de Vera auf der Suche nach dem berühmten Gold von El Dorado auf die Insel. An der Ostküste bauten sie die Siedlung San José de Oruna, das heutige St. Joseph, dort wurde auch die Inselverwaltung angesiedelt. In der Indianersprache hieß der Ort Caroni. Er wurde 1595 durch den britischen Seefahrer '''Sir Walter Raleigh''' zerstört, Berrio y Oruna wurde gefangen genommen. Die älteste Kirche der Insel, die St. Joseph Catholic Church aus dem Jahre 1593, blieb aber erhalten. Die ist zugleich der älteste Kirchenbau auf Trinidad. 1699 rebellierten die Indianer gegen die spanischen Missionierungsversuche. Missionare und der Gouverneur wurden dabei getötet. Soldaten wurden gegen die Indianer eingesetzt. Die Armee trieb die Indianer bis zur Nordostspitze der Insel. Bei dem Ort Toco stürzten sich viele Indianer ins Meer. Zehn Jahre später wurden die Missionsstationen abgeschafft. 1739 gab es auf der Insel eine Pockenepedemie, an der ein großer Teil der Bevölkerung starb. Nach wiederholten Angriffen von Piraten auf den Ort San José de Oruna, heute Saint Joseph, verlegte der '''Gouverneur Pedro de la Moneda''' den Regierungssitz im Jahre 1757 nach Puerto de Espana, dem heutigen ''Port of Spain''. Da die Insel nur sehr schwach besiedelt war und Spanien fürchtete, die Insel könne dadurch leicht von England eingenommen werden, lockte der spanische '''Gouverneur Manuel Falques''' 1776 katholische Siedler mit Steuererleichterungen ins Land. Er brachte der Insel etwas wirtschaftlichen Aufschwung und veranlasste die Gründung des Ortes San Fernando. Mit Hilfe von Sklavenarbeit entstanden Zuckerrohr- und Baumwollplantagen. 1784 schickte Spanien seinen fähigsten Gouverneur, '''Don José Maria Chacon''', auf die Insel. Unter seiner Führung wuchs die Bevölkerung auf fast 18.000 Menschen an. Davon waren nur 2.000 Weiße, über 10.000 waren afrikanische Sklaven und knapp 1.000 waren Indianer, der Rest bestand aus freien Mischlingen. Im Jahre 1795 kam es zum Krieg zwischen Spanien und England. Im Mai 1796 lief das britische Schiff „H. M. S. Lebra“ unter der Führung von '''Sir Ralph Abercromby''' bei Chaguaramas die Insel an. Der spanische '''Admiral Don Sebastian Ruiz de Apodaca''' ließ alle spanischen Schiffe im Hafen in Brand setzen und '''Gouverneur Chacon''' übergab Trinidad kampflos an die Engländer. Sir Abercromby ernannte einen seiner Offiziere, '''Thomas Picton''', zum ersten Gouverneur. Die Ernennung entwickelte sich zu einem absoluten Missgriff. Picton betrachtete Sklaven und Mischlinge als Aufwiegler. Farbige Plantagenbesitzer und Sklaven wurden ständigen Repressalien ausgesetzt. 1802 musste er von '''Thomas Hislop''' abgelöst werden. Im gleichen Jahr gab es auf der Insel 150 Plantagen, alle waren im Besitz von Franzosen. Bis zum Jahre 1808 stieg die Zahl der Sklaven auf 20.000. Die Fachleute der damaligen Zeit kamen zu dem Ergebnis, um aus der Insel eine gewinnbringende Zuckerrohrbesitzung zu machen, wären mindestens 250.000 Sklaven nötig gewesen. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Insel trotzdem Kronkolonie. Die Zusammensetzung der Inselbevölkerung ließ in den Augen der britischen Regierung keine Wahlen zu. Die Zahl der freien Farbigen war doppelt so groß wie die der Weißen, und von der weißen Bevölkerung waren nicht einmal die Hälfte Engländer. So wurde die Insel direkt von London aus regiert, und der Gouverneur war das ausführende Organ. Als der Sklavenhandel 1807 offiziell eingestellt wurde, kam es noch jahrelang zu illegalen Sklaveneinfuhren. Die Abschaffung der Sklaverei im Jahre 1834 führte auf der Insel zu einer lang anhaltenden Ratlosigkeit, wie die Zukunft ohne Sklaven aussehen sollte. Selbst das Parlament in London beschäftigte sich immer wieder mit dieser Frage. Verschiedene Pläne wurden entwickelt und wieder verworfen. Menschen verschiedenster Nationalitäten wurden als Arbeitskräfte auf die Insel geholt: Iren, Schotten, Chinesen, Portugiesen von Madeira, europäische Emigranten, Arbeitskräfte von anderen karibischen Inseln, befreite Sklaven aus Sierra Leone und St. Helena, die meisten kehrten bald wieder in ihre Heimat zurück. Schließlich waren es Inder, die die Inselbevölkerung verändern sollten. Zwischen 1845 und 1917 kamen 144.000 Inder als billige Arbeitskräfte ins Land. Sie hatten Verträge für fünf oder zehn Jahre und waren danach berechtigt zurückzukehren. Aber viele von ihnen blieben in Trinidad, kauften ein Stück Land für ihre Reispflanzen oder Kakaobäume und eröffneten kleine Geschäfte. 1871 betrug der indische Bevölkerungsanteil schon 25&#x202F;% der Gesamtbevölkerung. Bis in die heutige Zeit haben sich die Familienclans erhalten und die indische Gesellschaft in Trinidad ist noch immer eine fast „geschlossene Gesellschaft“. 1847 richtete ein Wirbelsturm große Schäden an. 1857 bohrte die ''Merrimac Oil Company'' bei La Brea die erste Ölquelle an, aber erst 50 Jahre später wusste man diesen Reichtum richtig zu nutzen. Zur Jahrhundertwende führte die weitergehende Verarmung der Massen zur Gründung von mehreren politisch-gesellschaftlichen Interessengemeinschaften. 1897 wurde die Arbeiterbewegung Trinidad Workmen´s Association gegründet. Im gleichen Jahr entstand die East Indian National Association, und vier Jahre später folgten die Pan African Association und die Rate Payers Association, ein Zusammenschluss der Wassergebührenzahler. 1889 wurden Trinidad und Tobago zu einer Union zusammengeschlossen. 1914 entstand bei Pointe-A-Pierre die erste Ölraffinerie. Als Folge der Weltwirtschaftskrise kam es in den 1930-er Jahren auch in Trinidad zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die vermehrt zu Aufständen führten und zur Gründung von Arbeiterbewegungen. 1937 kam es in dem Dorf Fyzabad unter der Führung von '''Uriah Butler''' zu einem Aufstand der Erdölarbeiter. 1938 lag der durchschnittliche Tagesverdienst bei 35 Cents. Diese niedrigen Löhne führten schon 1935 zu einem Hungermarsch und 1937 zu wiederholten Streiks auf den Ölfeldern. 1941 verpachtete die Regierung das Gebiet um ''Chaguaramas'' und ''Waller Field'' an das US-Militär. Die Amerikaner bauten einen großen Marine- und Luftwaffenstützpunkt. Dies brachte dem Land für einige Jahre gut bezahlte Arbeitsplätze. Erst 1960 zogen die Amerikaner nach großen Protesten aus der Bevölkerung wieder ab. Nach dem Krieg und der Einführung des allgemeinen Wahlrechtes entstanden unzählige Parteien und in deren Folge Gründungen von Gewerkschaften. Den hohen Erlösen aus der Erdölindustrie standen nur wenige Arbeitsplätze gegenüber. 1956 gründete '''Dr. Eric Williams''' die Partei People´s National Movement. Am 31. August 1962 wurden Trinidad und Tobago rund drei Wochen nach Jamaika von den Engländern in die Unabhängigkeit entlassen. Eric Williams wurde erster Premierminister. Er behielt diesen Posten bis zu seinem Tode im Jahre 1981. Mit der Unabhängigkeit fielen die großzügigen finanziellen Unterstützungen von England fort. Internationale Konzerne wurden stattdessen von der Regierung „eingeladen”, sich auf der Insel niederzulassen. Bis 1966 konnten so 169 Industriefirmen angesiedelt werden. Die Ölförderung teileten sich Amoco, Shell und Texaco, die Zuckerindustrie wurde von Tate & Lyle kontrolliert. Während der 1970-er Jahre konnte Trinidad aufgrund seiner Erdöl- und Erdgasvorkommen noch ein deutliches Wirtschaftswachstum verzeichnen. Zum großen Teil ist dies den Preisbeschlüssen der OPEC von 1973 zu verdanken. Diese Preissteigerungen verdreifachten die Deviseneinnahmen des Landes schlagartig. Nach der zweiten deutlichen Ölpreiserhöhung in den Jahren 1979 und 1980 verzehnfachten sich diese Einnahmen sogar. Mit diesen Geldern kaufte Premierminister Williams die Kapitalmehrheit der nationalen Shell und BP, verstaatlichte die Zuckerindustrie, die Fluglinie BWIA und die Telefon- und Fernsehgesellschaften. Für 460 Millionen US-Dollar ließ er zudem ein Stahlwerk bauen. Anfang der 1980-er Jahre kam es dann mit Ende des Ölbooms und anderer politischer Fehler zu einer tiefen Strukturkrise, die sich besonders aus der Person des seit 25 Jahren regierenden Eric Williams ergab. Hatte er die weiße Mittelschicht vor der Unabhängigkeit noch als Nutznießer der Kolonialherrschaft bekämpft, so sicherte er seine Macht nun genau durch diese Gruppe. Korruption und schwere Mängel in der Gesundheits-, Verkehrs- und Baupolitik wurden ihm angelastet. Im März 1981 konnte der plötzliche Tod von Williams nicht eindeutig geklärt werden. Bei den Parlamentswahlen im November des gleichen Jahres konnte sein Nachfolger '''George Chambers''' noch die Mehrheit erzielen, bei den Kommunalwahlen 1983 gab es dann aber eine herbe Niederlage. Seit 1974 waren mit der Ölindustrie 50 Milliarden Petrodollar erwirtschaftet worden. Als der Einbruch der Ölpreise zu einer Rezession führte, musste man feststellen, dass der größte Teil des Geldes durch Misswirtschaft und Fehlplanungen verschwendet worden war. Der TT-Dollar musste mehrfach abgewertet werden, im Staatsdienst gab es Entlassungen, unrentable Staatsbetriebe wurden privatisiert. Bis 1990 stieg die Arbeitslosigkeit im Lande daraufhin bis auf 27 %. Am 27. Juli 1990 besetzte die kleine, radikale Moslemgruppe ''Jamaat al Muslimeen'' unter der Führung von '''Yasin Abu Bakr''' das Parlamentsgebäude. 45 Parlamentsmitglieder, einschließlich des Premierministers A. N. R. Robinson, wurden als Geiseln genommen. Robinson wurde aufgefordert zurückzutreten und innerhalb von 90 Tagen Neuwahlen auszuschreiben. Nachdem er dies verweigerte, kam es zu einem Schusswechsel, bei dem der Premierminister eine Schusswunde im Bein erlitt. Erst nach fünf Tagen gaben die Rebellen auf. Bei diesen Unruhen kamen insgesamt 30 Personen zu Tode, weitere 500 wurden verletzt. 114 Rebellen erhielten nach langen Gerichtsverhandlungen, zu denen auch der Kronrat in London gehört wurde, eine Amnestie. Dieser Putschversuch verschreckte verständlicherweise ausländische Investoren. Erst 1994 verzeichnete das Land sinkende Arbeitslosenzahlen und eine steigende Bruttoinlandsproduktivität. In den folgenden Jahren legte die Regierung ein Programm zur Modernisierung des Erdölsektors auf. Zugleich schaffte sie sich ein zweites wirtschaftliches Standbein, indem die Erschließung von Off-shore-Erdgasvorkommen gefördert wurde. === Erdöl und Erdgas === Im Jahre 1906 kam der Geologe ''Arthur Beeby Thompson'' nach Point Fortin. Er erhielt von der Regierung die Genehmigung, Land zu erwerben und nach Öl zu bohren. Er kaufte die Adventure und La Fortunée Plantagen um Werkanlagen zu errichten. Im Mai 1907 fand man in 210&#x202F;m Tiefe Öl. Zwei Jahre später wurde die '''Trinidad Oil Company''' gegründet. 1913 übernahm die '''United British Oilfields of Trinidad''' die Anlagen. 1957 wechselte der Besitz an '''Shell'''. Nach langen Protesten der Bevölkerung in den 1960-er und 1970-er Jahren übernahm der inzwischen von England losgelöste, selbstständige Staat Trinidad and Tobago die Shell und seit 1974 nennt sich das Unternehmen '''Trinidad & Tobago Oil Company''' (TRINTOC). Im Jahre 1993 gründte der Staat dann die '''Petroleum Company of Trinidad & Tobago''' (PETROTRIN) mit der Zentrale in Pointe-a-Pierre, und mit dem Zweck, alle Ölförderungen, die Weiterverarbeitung und den Verkauf von Erdölprodukten zu zentralisieren. Im Jahre 2000 übernahm die PETROTRIN dann in Zusammenarbeit mit TRINMAR alle Vermögenswerte von TEXACO. PETROTRIN hat seine größten Operationsbasen in Fyzabad, Guayaguayare, Marabella, Penal und Point Fortin. Von der Südostspitze der Insel (Guayaguayare) nach Point Fortin wurde eine neue Hochdruck-Pipeline verlegt, unterwegs gibt es mehrere Pumpstationen. In Pointe-a-Pierre steht die einzige Ölraffinerie des Landes. Die Anlage umfasst 809 Ha Grundfläche. Die Tagesproduktion liegt bei 160.000 Barrel von denen 70.000 für den lokalen Markt bestimmt sind, der größere Rest wird nach Brasilien, Equador, Kolumbien, Venezuela und West Afrika exportiert. Dort wird Flugbenzin, bleifreies Benzin, Diesel, Schmierstoffe und Bitumen hergestellt. TRINMAR, Trinidad Marine, betreibt im Seegebiet von Trinidad und Tobago 23 Ölbohrplattformen und 238 freistehende Bohrtürme. Der Beitrag von PETROTRIN am Sozialwesen von Trinidad besteht im Straßen- und Brückenbau, man beteiligt sich an der Reparatur von Schulen, baut Spielplätze und stellt Computer zur Verfügung. === Geister, Geisterglaube === Wie auf allen anderen karibischen Inseln haben auch die Bewohner von Trinidad und Tobago eine lebhafte Vorstellungskraft, kennen vielerlei Gruselgeschichten, glauben an gute und böse Geister. Viele dieser Geister und Geistergeschichten haben ihren Ursprung in Afrika. Der '''Dupp''' (auf der Insel Jamaika: Duppy) ist auf allen Inseln bekannt. Zusammen mit den '''Jumbies''' zählt er zu den harmlosen Geistern. Es sind die Geister von Toten, die nachts aus den Gräbern steigen, sich an dunklen Orten herumtreiben und die Lebenden gerne erschrecken. '''Belarivoist''' der Geist des Joachim Belarivo. Ein wenig begabter Zauberer wollte diesen Geist auferstehen und für sich arbeiten lassen. Für die Auferstehung reichte das Wissen, für weiteres nicht. Stattdessen erschien der Geist auf unzähligen Hochzeitsfeiern und erschreckte die Gäste. Er musste schließlich in einen Bleisarg eingeschlossen werden und unter einem großen Steinhaufen begraben werden. Der bedeutendste Geist auf Trinidad und Tobago ist '''Papa Bois''', der Beschützer des Waldes. Er hat Hörner, Fell und eine Harfe, seine Mutter war ein Reh, sein Vater ein Jäger, meistens erscheint er in Gestalt eines alten Mannes mit Bart und langen Haaren. Er kann sich auch in ein Tier verwandeln und Wilderer tief in den Wald locken, so dass sie sich verlaufen. Er hat auch eine Geliebte, '''Mama Dlo''' oder Mama d l‘eau, halb Frau, halb Schlange. Sie ist die Beschützerin der Flüsse. Von '''La Diablesse''' erzählt man, sie sei eine schöne Frau mit Kuhfuß, die man häufig auf großen Festen antrifft. Dort soll sie die Männer verführen. Wer sich mit ihr einlässt, wird nie mehr sein wie vorher oder nach kurzer Zeit sterben. Begegnet man ihr, soll man seine Kleidung ausziehen und mit der linken Seite nach außen wieder anziehen, dann kann sie einem nichts mehr anhaben. '''Douens''' und '''Douennes''' sind die Geister von kleinen Kindern, die ungetauft sterben. Sie tragen große Strohhüte, haben keine Gesichter, und ihre Füße stehen rückwärts. Es gibt auch Meerjungfrauen, Feen und Vampire. Man sagt, dass sich einsame und ungeliebte Menschen in Vampire, sogenannte '''Sousouyants''', verwandeln konnen. Sie ziehen ihre Haut aus und lassen diese auf der Türschwelle liegen, dann verwandeln sie sich in Feuerbälle, die durch die Luft fliegen. Dann kommen sie zu den Menschen und saugen ihnen das Blut aus. Man kann sich vor ihnen schützen, indem man Reis oder Salz um sein Bett streut. Der Vampir muss jedes Korn zählen, bevor er Blut saugen kann, bis er damit fertig ist, wird schon wieder Morgen und er muss unverrichteter Dinge abziehen. === Karneval === Französische Einwanderer brachten im 18. Jahrhundert den Karneval mit in die Karibik. In Frankreich war der Karneval damals ein riesiges Schlemmer- und Kostümfest vor dem Beginn der Fastenzeit. Die französischen Großgrundbesitzer in der Karibik feierten dieses Fest unter sich und ohne die Sklaven, nur freie Mulatten wurden zur Teilnahme eingeladen. Nach der Sklavenbefreiung 1834 wollten auch die Farbigen ihr Fest feiern. Das traditionelle Erntedankfest '''Canboulay''' wurde auf den Karnevalsonntag vorverlegt. Sie veranstalteten Straßenumzüge mit Trommelmusik, Stockkämpfen und Spottliedern auf die Weißen, dazu kleideten sie sich in elegante Kleider wie ihre weißen Herren. Diese fühlten sich schnell beleidigt und feierten in der Folgezeit nur noch in ihren Häusern. 1883 wurde den Farbigen das Mitführen von Trommeln verboten, ein Jahr später fanden die Umzüge nur noch am Karnevalmontag und unter Polizeibegleitung statt. So entstanden in den Vororten von Port of Spain die ersten '''Mas Camps''' - Kostümgruppen. Statt der Trommeln benutzte man Bambusstücke um den Takt zu schlagen, zur Zeit des II. Weltkrieges erfand man neue Musikinstrumente: Keksdosen und leere Ölfässer. 1894 kam dem Kaufmann ''Ingnatius Bodu'' die Idee, aus dem Karneval einen Wettbewerb zu machen. 1921 richtete ''Chieftain Douglas'' als erster ein '''Calypso Tent''' ein, in dem während der Karnevalsaison Nonstop gesungen wurde. Heute gibt es das '''National Carneval Commitee''' (NCC), es entstand aus der 1957 gegründeten ''Carneval Development Commission''. Diese Behörde betreut den gesamten Karneval, schreibt die Wettbewerbe aus, bestimmt die Veranstaltungsorte, organisiert die Showveranstaltungen, stellt die Preisrichter und wirbt Spenden ein, mit denen Gewinner zu hohen Geldpreisen kommen. Eine Jury wählt die Gewinner. Sie besteht aus Mitarbeitern von Ministerien, des NCC und Mitgliedern von Tanz-, Steelband- und Gesangsgruppen. Gewählt werden die besten Königs- und Königinkostüme, der beste Kostümdesigner, das Karnevallied des Jahres und die Musikband des Jahres. Eine Musikband kann zwischen 3.000 und 9.000 Mitglieder zählen. Für die Offiziellen beginnt die Karnevalsaison am Tag nach Aschermittwoch. Die Calypso-tents öffnen im Laufe des Januar. Danach beginnen die Vorentscheidungen für den Calypso- und Soca Monarchen, für Karnevalskönig und -königin. Die heiße Phase der Feierlichkeiten beginnt kurz vor Beginn der Fastenzeit mit dem Kinderkarneval. Am Karnevalmontag starten die Umzüge am frühen Morgen Richtung Stadtzentrum. Um die Mittagszeit finden die Maskenumzüge statt. Karnevaldienstag strömen die Massen zur Hauptveranstaltung im Queen´s Park, die bis in die späte Nacht dauert. Am Mittwoch ist alles vorbei und die Insulaner gehen wieder ihrem Gewerbe nach. === Musik === * '''Calypso''': Der Calypso hat seinen Ursprung an den Küsten von Westafrika und wurde von den Sklaven mit ins Land gebracht. Das „Urwort“ ist Kaiso und kommt aus Nigeria, Kaisos sind dort Spottlieder. Von den Sklaven wurden diese Lieder bei der Feldarbeit gesungen um die qualvolle Arbeit etwas zu erleichtern. Zugleich war es die einzige Möglichkeit, sich verschlüsselt über die Herrschaft zu beschweren oder lustig zu machen. : Seit der Abschaffung der Sklaverei wird dies von deren Nachfahren gefeiert. Seitdem wurden die Liedertexte immer bissiger. Im Jahre 1881 wurde bei so einer Veranstaltung von den Farbigen so auf die Regierung geschimpft und die politischen Mißstände wurden derart in ihren Gesängen verspottet, dass die Umzüge und Gesänge verboten wurden. In der Folgezeit texteten die Sänger, die Calypsonians, im Untergrund weiter. Aktuelle private und besonders politische Ereignisse werden seitdem besungen und ersetzen für den Teil der Bevölkerung, die nicht lesen können, die Tageszeitung. Man sagt auch: der Calypso bietet die Gelegenheit, etwas in Liedform zu sagen, was man in der besseren Gesellschaft nicht aussprechen kann. : Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. : Zwischen den beiden Weltkriegen wurde der Calypso international durch das Lied „''Rum and Coca Cola''“ bekannt. Es wurde von Lord Invader geschrieben und von den Andrew Sisters in den USA auf den Markt gebracht, sie verkauften die Platte fünf Millionen Mal. : 1978 wurde Calypso Rose als erste Frau zum alljährlichen Calypso King gekrönt. : Fast alle Sänger haben ausgenommen auffallende Namen: Atilla the Hun, Growling Tiger, Mighty Chalkdust, Roaring Lion, Valentino oder Black Stalin. Zu den weltweit bekanntesten gehören '''Lord Kitchener''' (*1922, †2000) und '''Mighty Sparrow'''. : In jüngster Zeit ist auch der Calypso extrem kommerzialisiert worden. * '''Indische Musik''': Mit einem Bevölkerungsanteil von etwa 40&#x202F;% beherrschen die Inder auch einen großen Teil der Musikszene. Im Laufe der Jahrzehnte hat die ursprünglich religiöse Musik sich teilweise an die Ansprüche der Jugendlichen Zuhörer angepaßt. '''Chutney''' ist eine dieser neuen Musikrichtungen, heute mit schnellerem Rhythmus und tanzbar, hat sie sich aus hinduistischen Folkloreliedern entwickelt. Chutney ist auch ein Teil des Trinidad-Karnevals geworden und für die Musikgruppen werden Preise vergeben. '''Pantar''' ist die Fusion von Pan-Musik und Sitar, eines der schönsten und ältesten indischen Musikinstrumente. Mit dieser Kombination lassen sich alle Arten von Calypsomusik bis zu indischer Ragmusik spielen. Einer der bekanntesten Pantar Interpreten ist Sitarist ''Mungal Patasar'' und seine Gruppe. * '''Panmusik und Steelbands''': Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. Ab 1935 begannen die Musiker deshalb, auf Dosen, Fässern und Benzinkanistern zu trommeln. Ein Jahr später gelang es dem Musiker '''Ellie Mannette''' ein Ölfaß so zu manipulieren, dass man ihm verschiedene Töne entlocken konnte. 1939 spielte die John John Band zum ersten Mal des amerikanische Kinderlied „Mary had a little lamb“ auf gestimmten Ölfässern. Seit 1945 erschienen abgeschnittene und gestimmte Ölfässer, die Pans, in der Öffentlichkeit. Heute ist der Beruf des Ölfaßstimmers sehr geachtet. Man unterscheidet die Pans nach Größe und Klangfarbe. Bass Pans verfügen über 5-7 Töne, sie werden auf etwa 7,5 cm Höhe zusammengeschnitten. Cello Pans haben 10 Töne und werden bei 35 cm abgeschnitten. Die Tenor Pans verfügen über 26-32 Töne und werden auf eine Länge von 15-18 cm geschnitten. : Die Pans werden blank geschliffen, verchromt, poliert und auf Gerüste montiert, damit der Musiker Bewegungsfreiheit hat. Die Tonfelder werden mit unterschiedlich großen Klöppeln geschlagen. Die Pans können von einem Solomusiker bearbeitet werden oder als Band können bis zu 100 Personen zusammen musizieren. Auf Trinidad soll es über 100.000 Ölfaß-Spieler geben. * '''Parang''': Besonders in der Weihnachtszeit beherrscht Parang die Musikszene. Diese Musikrichtung leitet sich aus venezuelanischen Weihnachtsliedern ab und den damit verbundenen Haus-zu-Haus besuchen und -feiern. Zu spanischen Texten mit religiösem Inhalt kommen südamerikanische Rhythmen mit Violine, Gitarre, Baß, Cuatro und Maracas. Einige Gruppen spielen die traditionellen Weisen, andere mixen es mit Soca, so dass '''Soca Parang''' entsteht. * '''Rapso''': Eine weitere Fortsetzung von der afrikanischen Tradition des Geschichtenerzählens führte zur Entwicklung des Rapso, einer Mischung von amerikanischem Rap mit Calypso. Hier wird Sprechgesang in Versen vom Rhythmus großer, schwerer Trommeln untermalt. Zwei der bedeutendsten Künstlergruppen sind ''Brother Resistance'' und ''Network Rapso Riddum''. * '''Soca''': Diese flottere Art des Calypso wurde 1970 geboren, als die Elektronik Einzug in die Musikszene hielt. Diese neue Form wird dem Musiker zugesprochen, der sich damals '''Lord Shorty''' nannte und heute unter dem Namen ''Ras Shorty I'' Musik produziert. Der Soca-Rhythmus läßt sich leicht mit anderen Musikformen verbinden. So findet man auf Trinidad den Soca heute als Bestandteil von Reggae, Jazz, Rythem & Blues als auch mit indischer Musik. Auch die im Lande lebenden Inder fanden an diesem Musikstil gefallen, verbanden den Rhythmus mit Hinditexten und so wurde der '''Chutney-Soca''' geboren. === Pflanzen- und Tierwelt === Trinidad und Tobago zählen zu den zehn führenden Ländern bei der Anzahl von Vogelarten pro Qaudratmeile. Auf beiden Inseln findet man auf Grund der Nähe zu Südamerika eine größere Anzahl von Pflanzen und Tieren als auf den anderen Karibischen Inseln. Man kennt 2.300 verschiedene, blühende Pflanzen, davon sind alleine 700 Orchideen. Die Nationalblume von Trinidad ist die '''Chaconia''', englisch: Wild Poinsettia. Ein Strauchgewächs von 2-3&#x202F;m Höhe, es ähnelt dem Weihnachtsstern. Den „Buffalypso“ gibt es nur auf der Insel Trinidad. Er ist das Ergebnis intensiver Zuchtversuche aus den 1960-er Jahren. Fünf auf Trinidad heimische Wasserbüffel Rassen wurden gekreuzt. Das Ergebnis ist ein friedfertiges Tier, dass tropische Hitze gut verträgt, mit schmackhaftem Fleisch. Es gibt 620 verschiedene Arten von Schmetterlingen. Von den 433 verschiedene Vogelarten brüten 250 auf der Insel, es gibt 41 verschiedene Kolibriarten. Den blinden Ölvogel findet man nur in Trinidad, es ist der größte Vogel, der sich von Früchten ernährt, aber nur nachts auf Futtersuche geht und selbst ein Amazonas-Papagei ist auf Trinidad zu finden. 108 verschiedene Säugetiere sind vertreten, dazu zählen 57 Fledermausarten und es gibt 70 verschiedene Arten von Kriechtieren. Die einzigen '''giftigen Schlangen''' sind die '''Far de Lance''' und der '''Buschmeister'''. Die Morocoy ist eine kleine Landschildkröte, die früher als Delikatesse gejagt wurde und fast ausgerottet war, heute wurd sie vielerorts als Haustier und Spielgefährte der Kinder gehalten. Verschiedene Strände von Trinidad und Tobago werden in den Monaten März bis Juli von Meeresschildkröten zur Eiablage aufgesucht. Der Besuch von Strandabschnitten, die von Schildkröten zur Eiablage aufgesucht werden, unterliegt einer Genehmigung durch die Forstverwaltung. The Forest Division, Long Circular Road, Port of Spain, Tel. 622-7476. The Forest Division, San Fernando, Tel. 657-8391, 657-7256. Den Schmetterling „89“, er hat eine schwarz-beigene Markierung auf der Flügelunterseite, die wie eine 89 aussieht, findet man nur auf Trinidad. Der Pauis ist ein großer truthahnartiger Vogel, der früher viel gejagt wurde und dadurch sehr selten geworden ist. Es gibt ihn nur auf Trinidad, nirgendwo sonst auf der Welt, er steht unter Schutz. Einzigartig auf der Welt ist auch der Fisch Cascadura. Diese Welsart ist ein Urtier aus dem Silur-Zeitalter. Sein Lebensraum sind zahlreiche schlammige Gewässer an der Südküste Trinidads. Ebenso selten sind die Reiherarten Agami, Blongios und Crabier Bec, die es nur auf Trinidad gibt. Weitere Vogelarten, die es in der Karibik nur auf Trinidad gibt sind Eisvögel, Pirol und Tukane. Das größte wilde Tier auf Trinidad ist der Braune Waldmazama, eine Hirschart. Das Halsband-Pekari wird von den Einheimischen Quenk genannt, es ist eine Wildschweinart. Auf der Insel gibt es verschiedene Opossumarten, die auch Manicou genannt werden, Waschbären, das hasengroße Agouti und den größeren Gefleckten Paka. Das gepanzerte Gürteltier, Armadillo oder Tatu genannt, und die seltenen Ozelote bekommt man kaum zu sehen. In einigen Flüssen und Sümpfen lebt der bis zu 2&#x202F;m lange Kaiman. === Plantagenwirtschaft === Die Landfläche von Trinidad und Tobago umfasst 513.000 Ha, weniger als ein Drittel davon ist Ackerfläche, 45&#x202F;% sind als Waldflächen ausgewiesen. Nur 13&#x202F;% des pflügbaren Landes ist bewässert. Es gibt aber eine Vielzahl von kleinen und großen Flüssen, Überflutungen in der Regenzeit sind normal. Die letzte umfassende Erhebung aus den 1970-er Jahren zählt 35.000 Farmen mit einer Gesamtfläche von etwa 130.000 Ha. Die Durchschnittsgröße einer Farm wurde mit 6 Ha angegeben, aber die 40 größten Plantagen hatten alle eine Größe über 400 Ha. Die landwirtschaftlichen Ernteerträge der 1970-er und 1980-er Jahre in Trinidad stehen in einem engen Zusammenhang mit der Ölindustrie. Dieser Trend begann Anfang der 1970-er mit dem starken Anstieg des Ölpreises. Löhne in der Landwirtschaft waren erheblich niedriger als in der Ölindustrie, der Geldreichtum führte zu größeren Importen von landwirtschaftlichen Produkten. Die Zahl der Landarbeiter sank um 50 %. Die Ernteerträge bei Zitrusfrüchten sanken um 75 %, bei Kakao waren es 61 %, bei Kokosprodukten 56&#x202F;% und bei Kaffee immer noch 15 %. Der Zuwachs von landwirtschaftlichen Produkten in den 1980-er Jahren wurde von Kleinstfarmern erwirtschaftet, die ihre Produkte oft in gartenähnlichen Familienbetrieben anbauten. Die Viehzucht im Land hat keine große Bedeutung. Es gibt nur rund 30.000 Rinder. Rindfleisch wird überwiegend aus Australien un Neuseeland importiert. Milch und Milchprodukte werden zu 90&#x202F;% von der Firma Nestlé eingeführt. Seit den späten 1980-er Jahren gibt es Zuchtversuche von Kühen und Indischen Wasserbüffeln, die man im Lande „Buffalyso” nennt. Bedeutender ist die Aufzucht von Hühnern und Schweinen. '''Kaffee''' wird in Trinidad verstärkt seit 1930 angepflanzt. Die Produktion sank von den späten 1960-er Jahren bis Mitte der 1980-er Jahre aber um rund 50 %. 1984 konnte zum ersten Mal kein Kaffee exportiert werden. Ein Jahr später betrug die Ernte wieder 2,1 Millionen KG, von denen 35&#x202F;% exportiert wurden. '''Zitrusfrüchte''' hatten in den 1950-er Jahren einen Boom. Man erntete zu der Zeit über 90.000 Tonnen pro Jahr, 1982 waren es nur noch 4.700 Tonnen. '''Kakaoplantagen''': Kakao war von den späten 1880-er Jahren bis in die 1930-er Jahre die wichtigste Anbaufrucht auf Trinidad und Tobago. Auf Tobago war sie dies sogar bis in die späten 1980-er Jahre. Kakao war schon im 18. Jahrhundert durch die Spanier nach Trinidad gekommen. Zeitweise war die Insel der zweitgrößte Kakaolieferant auf der Erde. Verschiedene Krankheiten haben der Fucht aber sehr zugesetzt. So sank die Jahresernte von 2.600 Tonnen im Jahre 1981 auf unter 1.300 Tonnen in 1985. Seit den 1970-er Jahren ist das Land nicht mehr in der Lage den Bedarf von Kokosöl und Seife mit den Ernten aus dem eigenen Land zu befriedigen. * Lopinot Estate. In Arouca führt die Lopinot Road nach Norden in die Northern Range. Um 1800 legte der Franzose Charles Joseph Comte de Lopinot dort eine 193 Ha große Kakaoplantage an. Der Graf war ein Offizier der französischen Armee in Haiti. Nach der Ausrufung der Unabhängigkeit und der damit verbundenen Freilassung der Sklaven in Haiti verließ er das Land und brachte seine 100 Sklaven mit nach Trinidad. Er nannte die Plantage „La Reconnaissance“. Das Herrenhaus, die Stallgebäude, die Sklavenunterkünfte und das Gefängnis wurden restauriert und können heute besichtigt werden. Im Herrenhaus wurde ein kleines Museum eingerichtet. Öffnungszeiten: täglich von 8-18 Uhr, Eintritt frei, Führungen finden zwischen 10 und 18 Uhr statt. '''Zuckerplantagen''': Im 19. Jahrhundert war Zucker trotz der überwältigenden Probleme noch immer die bedeutendste Einnahmequelle der Insel Trinidad. In den 1880-er Jahren gab es noch über 300 selbstständige Zuckerrohrplantagen. Ein Jahrhundert hatte die staatliche Carioni Gesellschaft hier das Monopol, nachdem man im Jahre 1971 51&#x202F;% der Aktien von Tate and Lyle zurückgekauft hatte. In den 1980-er Jahren wurde Zuckerrohr auf knapp 20.000 Ha angepflanzt, 20.000 Arbeitskräfte wurden in der Industrie gezählt. Die Jahresproduktion von Zucker lag zwischen 70.000 und 80.000 Tonnen. * Caroni Estate and Sugar Factory, Couva, Tel. 636-2371. Die Zuckerfabrik und die Distillerie liegen fast 40&#x202F;Km voneinander entfernt. Seit 1918 wird dort Rum destilliert. 1957 übernahm Caroni die Esperanza Estate. Deren Destillieranlagen wurden nach Caroni gebracht. 1980 wurde die Produktion ausgebaut. Neben eigenen Anbauflächen erhält Caroni Zuckerrohr von 6.000 unabhängigen Kleinfarmern. Seit 2003 wir die Caroni Gesellschaft umstrukturiert. Die Zuckerfabrik von Caroni wird geschlossen, die Fabrik von Sainte Madeleine bleibt bestehen. Der Landbesitz von Caroni, etwa 30.000 Ha geht in Staatsbesitz über und wird von einer neugegründeten Agentur verwaltet, der Estate Management and Business Development Company. Das Ziel ist, statt Rohzucker Zitrusfrüchte und Reis anzupflanzen und Milchviehzucht zu betreiben. :Der Rum wird unter den Markennamen Caroni Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, als Stallion Puncheon Rum mit 78&#x202F;% Alkohol, als Felicite Gold, White Magic Light und Special Old Cask Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol abgefüllt. Nur die leichten Rumsorten werden nach Kanada und Europa exportiert. * Champs Elysée Estate, Maraval Tal, Port of Spain. Um 1785 führte die Einwanderungspolitik des Franzosen Roumé de St. Laurent unter dem Gouverneur Don José Chacon viele französische Siedler mitsamt ihren Sklaven auf die Insel. Im fruchtbaren Maraval Tal bauten sie Baumwolle, Kaffee und Zuckerrohr an. Die Mehrheit der dort lebenden Menschen konnte kein englisch, fast alle gehörten der römisch-katholischen Kirche an. Im Jahre 1881 lebten dort 1.480 Menschen, davon waren 88 Plantagenbesitzer oder -verwalter. :Roumé de St. Laurent erwarb selbst ein großes Stück Land am Taleingang, aus dem die Champs Elysée Plantage entstand. Aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten musste seine Familie die Plantage schon bald verpfänden, später ging sie in den Besitz eines Pflanzers mit Namen Boissiere über. 1849 fasste man das ganze Tal zum Stadtbezirk Maraval zusammen. Gegen Ende des Jahrhunderts waren viele der kleinen Plantagen verschwunden. Auf den verbliebenen größeren Ländereien Champs Elysée, Moka, Haleland Park und Val de Oro wurde weiter Landwirtschaft betrieben. Heute werden nur noch auf der Paramin Plantage, westlich von Maraval, Gemüse und Gewürze angepflanzt. * Diego Martin River Estate, am Diego Martin Fluß. Direkt neben der Hauptstraße steht noch das 150 Jahre alte und 12&#x202F;m hohe Wasserrad der Zuckerplantage. Die Plantage fiel im Jahre 1897 in den Besitz der Regierung. Weitere historische Gebäude sind nicht erhalten, das einfache Plantagenhaus wurde aber wieder hergestellt. Es gibt aber noch einen Park mit Picknickplätzen und ein Mini-Museum. Das Museum ist täglich von 10-18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. * Spring Hill Estate. Um 1900 gründetet der in Frankfurt geborene Friedrich Wilhelm Mayer im fruchtbaren Arimatal in einer Höhe von etwa 400 Metern diese Plantage, um Kaffee, Kakao und Zitrusfrüchte anzupflanzen. 1908 wurde das Haupthaus fertig gestellt. Sohn Charles Mayer bewirtschaftete das Anwesen bis 1925, dann gab er auf, weil ihm der Gewinn zu gering war. 1932 kaufte der amerikanische Geologe Joseph Holmes das Land auf. Er brachte einen Stromgenerator dorthin und ließ einen Pool bauen. 1947 kauften Dr. Newcome Wright und seine Frau Asa Wright die 74 Ha große Plantage. Drei Jahre später richtete Dr. William Bebe von der New Yorker Zoologischen Gesellschaft dort eine Forschungsstation zum Studium tropischer Pflanzen und Tiere ein. 1955 verstarb Asa Wright. 1967 verkaufte ihr Mann das Gelände an die Forschungsstation. Im gleichen Jahr wurde das Herrenhaus in ein Gästehaus umgewandelt. Unter finanzieller Mithilfe der Bank of Nova Scotia wurde das Asa Wright Naturschutzgebiet eingerichtet. * Woodbrook Estate, Port of Spain. Nachdem die Siegert Familie 1875 (siehe unten) Venezuela verlassen hatte entstand in Port of Spain am Marina Square Ecke Charlotte Street die neue Angostura Fabrik. Die gleichbleibende Qualität und der weltweite Erfolg der Firma erlaubte es der Familie 1899 die 140 Ha große Woodbrook Estate zu kaufen. Die drei Brüder Alfredo, Carlos und Luis Siegert kultivierten ein Teil des Landes, zugleich planten sie eine Wohnsiedlung. Der Bau von 11 Straßen wurde in Angriff genommen, jede wurde nach einem Familienmitglied und nach Mitarbeitern des Projektes benannt. Nach dem Tod der Brüder Carlos und Luis verkaufte Alleinerbe Alfredo das Land 1911 an die Stadt Port of Spain. * '''Angostura Bitters''' Limited, Rumdistillerie, Eastern Main Road, Tel. 623-1845, Fax 623-1847. Im Jahre 1820 wanderte der preussische Chirurg Dr. Johann Gottlieb Benjamin Siegert nach Venezuela aus. Er wollte mit Simon Bolivar gegen die Spanier kämpfen. Vier Jahre später, als Leiter des Militärhospitals im Ort Angostura, am Ufer des Orinoco Flusses, entwickelte er eine Mischung aus tropischen Heilpflanzen, Gewürzen und Alkohol. Dieses Mittel „''Siegert´s Aromatic Bitters''“ sollte den von Tropenkrankheiten geschwächten Soldaten zu neuer Kraft verhelfen. Soldaten und Schiffsbesatzungen machten die Tinktur auf der ganzen Welt bekannt. 1850 verließ Dr. Siegert die Armee um sich vollständig der Produktion seines gefragten Elixiers zu widmen. 1875 verließ die Siegert Familie das krisengeschüttelte Venezuela wo ein politischer Diktator auf den anderen folgte und ließ sich in Trinidad nieder. :Im Jahre 1903 starb Carlos Siegert, zwei Jahre später sein Bruder Luis. Alfredo Siegert war nun einziger Kenner der geheimen Formel für Angostura. In der Folgezeit spekulierte er mit großen Geldmengen in verschiedenen Sektoren, verlor das Geld und auch die Firma. Amerikanische und kanadische Geschäftsleute versuchten erfolglos, die Fabrik im Ausland anzusiedeln. :1936 begann die Firma Angostura Bitters unter der Leitung von Robert W. Siegert, einem Enkel des Gründers, Alkohol zu brennen, dazu wurde eine Tochtergesellschaft, die Trinidad Distillers Ltd. gegründet und die Fernandes Rumbrennerei aufgekauft. Das Rezept für Angostura Bitters ist eines der bestgehüteten Geheimnisse der Karibik. 1960 wurden die Produkte von Angostura bereits in 140 Länder exportiert. Die Jahresproduktion von 1.3 Millionen Liter wurde bis 1998 auf 20 Millionen Liter gesteigert. :Das Besucherzentrum, Tel. 623-1841 im Ortsteil Laventille in Port of Spain ist geöffnet. Führungen finden dort montags bis freitags um 9.30, 13.30 und 14 Uhr statt, Führungen kosten 8 US $. :Die Distillerie kauft ihre Melasse von verschiedenen Zuckermühlen im Lande und vergärt und destilliert den Rohstoff in einer eigenen Brennerei. Der Rum wird unter dem Markennamen Royal Oak als 43 %-iger Rum verkauft. Weitere Markennamen sind Old Oak White und Old Oak Gold. 1973 erwarb man die auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindliche Distillerie Fernandes. Der Rum von dieser Destille wird unter den Markennamen Forres Park Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, Fernandes Vat 19, Fernandes Black Label, Ferdi´s Premium Rum und Crystal White Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol vertrieben. Daneben werden leichtere Mischgetränke hergestellt: Caribbean Club Rum Punch, Limbo Drummer, Lemon Lime & Bitters, Blu Vodka und Correla´s. :Das Grundprodukt Angostura Bitters ist eine aromatische Lösung mit 44,7&#x202F;% Akoholanteil. Man verwendet es hauptsächlich zur Verfeinerung von Mixgetränken, aber auch in Fisch- und Fleischgerichten, für Gemüse, Kuchen, Marmelade, Pudding, in Salaten und Suppen. * Fernandes Distillers, Fernandes Industrial Centre, Eastern Main Road, Laventille, Tel. 623-2101, 623-2501, Fax 623-1847. Als das Trinidad & Tobago Rum Bond Lager im Jahre 1932 abbrannte, nutzte der Besitzer der Fernandes Distillery, Joseph Bento Fernandes, die Gunst der Stunde. Er kaufte die angesengten Rumfässer günstig auf stellte fest, dass der Rum darin von besonderer Güte war. Dieser Rum wurde unter dem Namen „1919 Super Premium Rum“ verkauft. 1919 war das Jahr, in welchem die Fässer gefüllt worden waren. === Trinidad´s Eisenbahn === Schon kurz nach 1800 waren es die Großhändler, Kaufleute und Plantagenbesitzer, die bei der Kolonialverwaltung nach besseren Verkehrsverbindungen fragten. Doch wenig oder nichts geschah. Ebenso oder ähnlich verhielt es sich mit der Eisenbahn. Um 1846 wurde die '''Trinidad Railway Company''' gegründet. Man begann mit der Vermessung von möglichen Fahrlinien, kam aber zu der Überzeugung die Finanzierung sei nicht möglich. Im Jahre 1859 entstand dann die erste privat finanzierte Linie von Princes Town zum Hafen von San Fernando. Man nannte sie die Pflanzerlinie, da zunächst nur landwirtschaftliche Produkte an zur Kings Wharf gebracht wurden, zum weitertransport auf Schiffen rund um die Insel. Die Wagen wurden von Pferden oder Mulis gezogen. Auf Grund des öffentlichen Drucks wurde das Angebot auf den Personentransport ausgedehnt, auch die Post wurde nun mit der Eisenbahn transportiert. Diese Linie wurde unter dem Namen '''Cipero Tramroad''' bekannt. Sie existierte bis 1920, dann ging sie an die Trinidad Government Railway über. 1873 begann man mit dem Bau einer Bahnverbindung von Port of Spain nach Arima. Der Ausgangspunkt war der South Quay in Port of Spain, über San Juan und St. Joseph verlief die Linie bis nach Arima. Am 31. August 1876 wurde die Linie in Betrieb genommen. Die Eisenbahngesellschaft, offiziel Trinidad Government Railway, wurde gegründet. Ursprünglich sollte sie nur das reiche Landwirtschaftsgebiet um den Ort Arima herum mit dem Hafen von Port of Spain verbinden. Nun gab es aber eine kleine Eisenbahn Manie. Jeder einflußreichere Plantagenbesitzer verlangte die Anbindung seiner Farm an das Eisenbahnnetz. Schon im Januar 1880 gab es eine Verbindung nach Couva im Süden, bis 1882 wurde die Linie nach San Fernando fertig gestellt. Der Erfolg der Eisenbahnlinie nach Arima war überwältigend. Bis 1896 wurde sie nach Gunapo erweitert und 1897 wurde Sangre Grande erreicht. Im Jahre 1897 entstand an der Südlinie bei Cunupia ein Abzweig durch das Tal des Caparo Flusses nach Tabaquite. Nachdem man im Südwesten von Trinidad große Ölvorkommen gefunden hatte wurde die Eisenbahnlinie von San Fernando aus im Jahre 1913 bis nach Siparia verlängert. Im Jahre 1914 hatte das Netz dann seine größte Ausdehnung mit dem Ausbau bis nach Rio Claro. Die Länge des Schinennetzes betrug nun 173&#x202F;Km. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurden diese Eisenbahnwagen von Pferden gezogen. 1910 gab es die erste Motor-Bus-Verbindung in Trinidad. Die beiden Geschäftsleute Newallo und Asgarelli Syne betrieben '''Syne´s Bus Service'''. Mit der Zentrale in Icacos fuhren ihre Busse von dort über San Fernando bis nach Siparia und St. James in Port of Spain. Bis zum Beginn des I. Weltkrieges war dies das einzige Busunternehmen des Landes. Bis zum Jahre 1920 stieg die Zahl von angemeldeten Motorautos von etwa 100 auf 1.176. Im gleichen Jahr eröffnete Charles Ross eine Buslinie zwischen Four Roads und Macqueripe. Ab 1923 verzeichnete die Eisenbahn einen deutlichen Einbruch bei ihren Fahrgastzahlen. Trotzdem blieb die Eisenbahn ein Erfolg. Erst nach der Unabhängigkeit führte ein Missmanagement der Regierung zum Zusammenbruch des Eisenbahnverkehrs. Die Trasse der Linie von Port of Spain nach Arima, die mehr oder weniger parallel zur Eastern Main Road verläuft, wurde zur Fahrbahn nur für Express-Busse und Maxi-Taxi umgebaut. An das Zeitalter der Eisenbahn erinnert die Lokomotive Nr. 11, sie steht als Denkmal in der Harris Promenade von San Fernando. Ein zweites Exemplar befindet sich im Busdepot von Port of Spain. == Sprache == Amtssprache ist englisch. Besonders auf Trinidad wird aber auch verbreitet Französisch, Spanisch, Hindi und Chinesisch gesprochen. Daneben gibt es ein überwiegend englisches Patois. == Anreise == * {{vCard |type=airport |name=Piarco International Airport |wikidata=Q788810 |address=Golden Grove Road, Piarco |phone=669-4101 |fax=669-2319 |description=Landebahn 10/28, 10.440 × 151 Feet (3.182 × 46 m). Airport Authority of Trinidad & Tobago, Piarco Airport, Tel. 669-4101. Einreisebehörde, Immigration, Piarco Airport, Tel. 669-5859, Zollbehörde, Customs, Piarco Airport, Tel. 669-4361. |url=https://piarcoairport.com }} * '''Schiffsverbindungen''': Zwischen Trinidad und Tobago gibt es einen regeläßigen Fährverkehr. Der Hafen von Port of Spain wird von Kreuzfahrtschiffen angelaufen. == Mobilität == Achtung: '''Linksverkehr'''! Für das Fahren von Mietwagen wird für 90 Tage ein in Deutschland ausgestellter gültiger Internationaler Führerschein anerkannt. Wer länger im Lande ist muss eine nationale Fahrerlaubnis beantragen. Licening Department, Wrightson Road, Port of Spain. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 50 km/h, nur auf einigen Schnellstraßen darf man 80&#x202F;km/h fahren. Von der Hauptstadt Port of Spain gibt es eine autobahnähnliche Schnellstraße in Richtung Osten bis nach Arima und etwas darüber hinaus. Etwa 9&#x202F;km hinter Port of Spain zweigt davon eine Schnellstraße nach Süden ab, über die Stadt Chaguanas führt sie bis nach San Fernando. Die Eisenbahnlinie von Port of Spain nach Arima wurde eingestellt. Die ehemalige Bahntrasse wurde aus- und umgebaut, dies ist heute der Fahrweg für Expressbusse und Maxi Taxi. == Aktivitäten == * Naturbeobachtungen, hauptsächlich die Vogelwelt. * Strandleben, in Trinidad ist es nicht so ausgeprägt wie im Rest der Karibik. An der Nordküste findet man nur einzelne kleine Sandbuchten. Das Wasser an den kilometerlangen Stränden der Ostküste ist trüb, bedingt durch die Einschwämmungen des nahen Orinoco in Venezuela. Die Westküste ist verschmutzt durch intensive Bohrarbeiten der Erdölindustrie. * Wanderungen, hauptsächlich im Bereich der Northern Range. [[File:TnT Caroni Swamp 2.jpg|thumb|right|Caroni Swamp]] * Caroni Swamp: Sumpfgebiet im Mündungsbereich des Caroni River, durch das geführte Touren angeboten werden. Hauptattraktion ist eine riesige Kolonie Scharlachsichler, die am späten Nachmittag von ihren Fressrevieren zu ihrem Ruhegebiet zurückkehren. Ganz selten können Wasserschlangen oder Kaimane beobachtet werden. == Küche == Die Küche von Trinidad spiegelt die Zusammensetzung der Bevölkerung wieder. Neben der traditionallen karibischen Küche findet man heute viele chinesische, libanesische und syrische Einflüsse. Einen sehr großen Anteil an den Restaurants und Essgewohnheiten hat der indische Bevölkerungsanteil. Dadurch gibt es große Unterschiede zu den Restaurants auf der Insel Tobago. * '''Callaloo soup''' ist eine Suppe aus den spinatähnlichen Dasheenblättern mit allerlei Gewürzen und Krebsfleisch, stellenweise wird sie auch sehr scharf gewürzt. '''Dhal''' ist eine indische Suppe aus roten Linsen. * '''Buljol''' nennt man Saltfish, der zusammen mit Avocados, Paprika, Tomaten und Zwiebeln in Olivenöl gedünstet wird. * Ham´n Hops oder einfach nur '''Hops''' ist eine knusprige Brötchenart mit Schinkenfüllung. * '''Pastelles''' sind gefüllte Maismehltaschen die in Sohareeblättern gegart werden, ein klassisches Street Food. Die Füllung besteht aus angebratenes Rinderhack, Tomaten, Worcestershiresauce, diversen Gemüsen und Kräutern Besonders zu Weihnachten werden auch Oliven, Kapern und Rosinen dazugemischt. <gallery mode="packed" heights="150"> Callaloo-mit-Shrimps-GT.jpg|Callaloo soup mit Shrimps Buljol (Salted cod, oil, onions, tomatoes, pepper, boiled eggs).jpg|Buljol (gesalzener Kabeljau, Öl, Zwiebeln, Tomaten, Paprika, gekochte Eier) FOOD Pastelle open.jpg|geöffnete Pastelle </gallery> * Reis, der mit Kokosnußmilch gekocht wird erhält eine bräunliche Farbe. Auf vielen Karibikinseln wird er mit roten Bohnen vermischt zu jedem Essen angeboten. Auf Trinidad heißt er nicht „rice and peas“ sondern '''Pelau''', dazu gibt es im allgemeinen Hühnerfleisch, Paprikagemüse und alles ist scharf gewürzt. * Zu vielen Gerichten gehört '''Dumplin'''. Dumplins sind fingerdicke, längliche Klöße aus Wasser und Mehl, die in die Suppe oder Sauce gegeben werden. * '''Souse''' ist keine Soße sondern gekochtes Schweinefleisch, das mit Gurken, Paprika und Zwiebeln serviert wird, wir kennen es besser als Sülze. * '''Cascadura''' ist Fisch, den es nur in Trinidad gibt, der mit viel Curry gekocht wurde. <gallery mode="packed" heights="150"> Trinidadian Chicken Pelau (15399269506).jpg|Chicken Pelau </gallery> * '''Saltfish''' kommt überwiegend aus Norwegen und ist in der Karibik inzwischen ein teures Lebensmittel geworden. Der frisch gefangene Fisch wird dort ausgenommen, gewaschen, gesalzen und auf langen, dünnen Stangen aufgereiht und luftgetrocknet. * '''Black Pudding''' ist eine Blutwurst die viele Zwiebeln, Knoblauch und Gewürze enthält, sie gilt warm oder auf Brot als absolute Delikatesse. * '''Black cake''' ist ein sehr schwerer Kuchen aus dunklem Teig, der Teig wird mit Trockenfrüchten vermischt, die zuvor in Cherrybrandy und Rum eingeweicht wurden. * Das einheimische '''Bier''' trägt die Namen Carib, Heiroun und Stag Lager Beer. Auf der Insel wird aber auch Guinness, Mackeson und Stout in Lizenz abgefüllt. Die bekanntesten '''Rumsorten''' der Insel sind Old Oak und VAT 19. * Daneben gibt es unzählige '''alkoholfreie''', soganannte Soft Drinks, die meistens nur extrem süß und nach Chemie schmecken. == Feiertage == Zusätzlich zu den gesetzlichen Feiertagen die für die beiden Inseln Trinidad und Tobago gelten, gibt es auf der Insel Trinidad eine Vielzahl von religiösen Veranstaltungen und Feierlichkeiten, die teilweise auch zu nationalen Feiertagen geworden sind. === religiöse (regionale) Feiertage === * '''Divali''' oder '''Diwali''', dieses hinduistische Fest ist dem Licht gewidmet, es wird in verschiedenen Orten Trinidads auch als Ramleela Festival gefeiert. Mit dem Fest wird in Indien die Rückkehr von Lord Rama in sein Königreich Ayodha nach 14-jährigem Exil gefeiert. Zu Ehren seiner Ankunft erleuchteten seine Untertanen die Straßen mit tausenden von Öllampen. Dieses Fest wird im November auf ganz Trinidad gefeiert. Diviali bedeutet der Triumph des Guten über das Böse. Es wird zu Ehren der Göttin Lakshmis gefeiert, die Liebe, Schönheit, Reichtum und Licht verkörpert. In der Divalinacht werden auf der ganzen Insel mit Kokosöl gefüllte Tonschalen aufgestellt und angezündet. * '''Eid-ul-Fitr''', das moslemisches Neujahrsfest. Dies ist kein festes Datum, das Fest wird am Neumondtag des Fastenmonats Ramadan gefeiert. * '''Ganga Dashara'''. Am Fluß Marianne River im Ort Blanchisseuse feiern die Hindus ihr Reinigungsritual. * Das '''Hosey Festival''' wird in Trinidad seit 1884 gefeiert, es erinnert an den Krieg von Kerbala im Jahre 640. Die ursprüngliche, drei Nächte dauernde Trauerprozession wurde bis vor 40 Jahren nach strengen Regeln durchgeführt. Seitdem hat man sich an die Mentalität der Inselbewohner angepaßt. Heute finden die Prozessionen in den Monaten Februar und März in St. James, Cedros, Couva und Tunapuna statt. * '''La Divina Pastora Festival''', katholische Kirche, Siparia. Bei dieser Prozession am zweiten Sonntag nach Ostern wird die Schwarze Madonna durch die Straßen getragen. Diese Feier ist bei den Hindus auch als Soparee Mai bekannt. * '''Phagwa''', das Neujahrsfest der Hindus findet im März statt. In Trinidad ist es seit der Landung der ersten Inder im Jahre 1845 bekannt. * '''Ramleela''', ein Hindufest, das in über 20 Gemeinden gefeiert wird. * '''Santa Rosa Festival'''. Dieses Fest der kleinen Cariben Gemeinde wird im Juli gefeiert. Am 28. August findet eine gleichnamige Feier in Arima statt. Dort wurde 1775 eine Kapelle zum Gedenken an die Schutzheilige Santa Rosa de Arima gebaut. == Sicherheit == Auf Trinidad werden Drogen, insbesondere Marihuana angeboten. Der Besitz kleinster Mengen ist verboten und wird schwer bestraft. Wertgegenstände sollten im Hotelsafe hinterlegt werden. Zimmertüren und Mietwagen immer verschließen. Nachts sollte man nicht allein unterwegs sein und dunkle Orte generell meiden. Die hohe Zahl von arbeitslosen Jugendlichen führt zu wachsender Kriminalität gegen Touristen. == Klima == {{Klimatab-col |ort= |sourcelink= |sourcetext= |xt=ja|xtjan=31|xtfeb=31|xtmar=32|xtapr=32|xtmai=32|xtjun=32|xtjul=31|xtaug=31|xtsep=32|xtoct=32|xtnov=32|xtdec=31 |nt=ja|ntjan=21|ntfeb=20|ntmar=20|ntapr=21|ntmai=22|ntjun=22|ntjul=22|ntaug=22|ntsep=22|ntoct=22|ntnov=22|ntdec=21 |rm=ja|rmjan=70|rmfeb=45|rmmar=50|rmapr=55|rmmai=100|rmjun=190|rmjul=225|rmaug=250|rmsep=200|rmoct=175.0|rmnov=185|rmdec=125 }} == Literatur == === Landkarten === * {{Karte |Titel=Trinidad |Maßstab=1 : 150.000 |Hrsg=Mapping & Control, Lands & Surveys Division, Ministry of Planning & Mobilization, Government of the Republic of Trinidad & Tobago}} == Weblinks == {{GeoData| lat= 10.41611| long= -61.34444| radius= }} {{IstInKat|Trinidad und Tobago}} {{class-3}} 4uiakb5njnqalg09xa6y2agurnbl329 1804867 1804866 2026-09-19T07:48:07Z DocWoKav 14575 /* Weitere Ziele */ 1804867 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region}} '''Trinidad''' ist eine Insel in [[Trinidad und Tobago]]. Auf Trinidad sind vor allem die vielfältige Natur, der berühmte Karneval, die Strände und der artenreiche Regenwald interessant. == Regionen == === Politische Einteilung === Trinidad und Tobago gliedert sich in elf ''regions'', drei ''boroughs'' und zwei ''cities''. Eine ''region'' ist einem Bundesland vergleichbar, ein ''borough'' einer kreisfreien Stadt und eine ''city'' einem Stadtstaat wie Hamburg oder Berlin, wobei das Konstrukt des ''borough'' aus dem englischen Rechtsraum stammt und im deutschsprachigen Raum unbekannt ist. ''cities'' sind [[Port of Spain]] und [[San Fernando (Trinidad und Tobago)|San Fernando]], ''boroughs'' sind [[Arima]], [[Chaguanas]] und [[Point Fortin]]. === Geographische Aufteilung === * Northern Range: Dieser Höhenzug erstreckt sich auf einer Länge von 65&#x202F;Km entlang der Nordküste. Die Nordküste ist steil und felsig. Dort findet man keine durchgehende, befahrbare Straße. Das ganze Gebiet ist überhaupt wenig erschlossen, damit ein wahres Paradies für die Tierwelt. Einzig von Port of Spain aus und entlang der Ostküste gibt es Straßenverbindungen zur Nordküste. Von Arima aus kann man auf teilweise sehr schlechter Straße nach Norden vordringen. Die höchsten Erhebungen sind der Berg "El Tucuche" mit 936&#x202F;m und der "El Corre de Aripo" mit 940&#x202F;m. Nordwestlich von Arima findet man eine größere Anzahl von Höhlen. * Der Ost-West-Korridor ist eine Ebene am Fuße der Northern Range. Es ist das am dichtesten bebaute und besiedelte Gebiet der Insel. Von der Matura Bay im Osten reicht die Ebene bis zur Hauptstadt Port of Spain im Westen. In Port of Spain beginnend erreicht man übergangslos die Städte San Juan, St. Joseph, Curepe (mit dem Ortsteil St. Augustine und der Universität), Tunapuna, Arouca (mit dem internationalen Flughafen Piarco im Süden), Valencia und Sangre Grande. Das bebaute Gebiet ist dort zwischen zwei und sieben Kilometer breit. Auf nördlicher Route erreicht man alle Orte auf der Straße Eastern Main Road. Mehr oder weniger parallel dazu gab es dort früher eine Eisenbahnlinie von Port of Spain bis nach Arima. Die ehemaligen Gleisanlagen sind einer Straße gewichen, die für den Busverkehr reserviert ist, die "Priority Bus Route". Auf südlicher Route wurde der autobahnähnliche "Churchill Roosevelt Highway" als entlastungsstraße gebaut. * Central Range: Dieser Höhenzug ist wesentlich flacher, er erstreckt sich leicht schräg, nördlich von San Fernando im Westen bis nach Manzanilla im Osten. * Im Süder der Central Range findet man wieder flaches Land, es riecht dor überall nach Erdöl. Überall wird Erdgas und -öl gefördert. Zwischen San Fernando und Point Fortin befindet sich einer vor drei bekannten Teer-Seen dieser Erde. Weit verbreitet sind Schlammvulkane. * Die Southern Range, auch "the Deep South" genannt, also der tiefe Süden bildet als flacher Höhenrücken den Abschluss. == Orte == {{mapframe}} * {{vCard | name = Port of Spain | type = city | wikidata = Q39178 | description = Die Hauptstadt Trinidads ist das wichtigste politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Insel. Besonders bekannt ist die Stadt für den Trinidad Carnival, Museen, historische Gebäude und das lebendige Stadtviertel rund um die Queen’s Park Savannah. }} * {{vCard | name = Arima | type = city | wikidata = Q661405 | description = Arima liegt am Rand der Northern Range und ist eine der älteren Städte Trinidads. Sie ist für ihre indigene Kultur, traditionelle Feste und ihre Nähe zu den tropischen Waldgebieten im Norden bekannt. }} * {{vCard | name = Chaguanas | type = city | wikidata = Q1444575 | description = Sie ist eine lebhafte Handelsstadt mit zahlreichen Geschäften, Märkten und Einkaufszentren. Besonders interessant sind die vielfältige Bevölkerung sowie die starke indisch-trinidadische Kultur. }} * {{vCard | name = Couva | type = city | wikidata = Q2602007 | description = Couva ist eine moderne Stadt mit Einkaufszentren, Restaurants und verschiedenen Freizeiteinrichtungen. Sie spielt außerdem eine wichtige Rolle im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben Trinidads. }} * {{vCard | name = San Fernando | type = city | wikidata = Q1023712 | description = Sie ist eine der wichtigsten Städte Trinidads und ein bedeutendes Handels- und Kulturzentrum. Sehenswert sind unter anderem die Innenstadt, Märkte, Geschäfte und verschiedene kulturelle Veranstaltungen. }} * {{vCard | name = Princes Town | type = city | wikidata = Q1011576 | description = Eine kleinere Stadt mit einer ruhigen Atmosphäre und einer langen Geschichte. Sie ist vor allem für ihre lokalen Märkte, traditionellen Veranstaltungen und den Einfluss der Zuckerindustrie auf die regionale Geschichte interessant. }} * {{vCard | name = Penal | type = city | wikidata = Q2510034 | description = Penal ist vor allem durch seine indisch-trinidadische Bevölkerung und deren kulturelle Traditionen geprägt. Es gibt lokale Märkte, Geschäfte und Restaurants sowie religiöse Feste. }} * {{vCard | name = Point Fortin | type = city | wikidata = Q786957 | description = Point Fortin ist vor allem durch die Erdöl- und Erdgasindustrie geprägt, besitzt aber auch ein aktives gesellschaftliches und kulturelles Leben. Die Stadt ist außerdem für Veranstaltungen und traditionelle Feste bekannt. }} * {{vCard | name = Siparia | type = city | wikidata = Q3493381 | description = Siparia ist eine traditionsreiche Stadt, die besonders für religiöse Feste und kulturelle Veranstaltungen bekannt ist. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Verehrung der „Siparia Devi“, wodurch die Stadt für Besucher kulturell besonders interessant ist. }} weitere Orte sind; [[Blanchisseuse]], [[Manzanilla]], [[Maracas Bay]], [[Mayaro]], [[Piarco]], [[Tunapuna]] == Weitere Ziele == * {{vCard|type= beach |name= Maracas Bay |description= Einer der bekanntesten Strände Trinidads, umgeben von grünen Bergen und beliebt zum Baden und Entspannen. }} Pitch Lake – Ein außergewöhnlicher natürlicher Asphaltsee bei La Brea und eine der bekanntesten geologischen Sehenswürdigkeiten der Karibik. Caroni Bird Sanctuary – Ein großes Feuchtgebiet, das besonders für seine zahlreichen Vogelarten und die roten Trinidad-Schreivögel bekannt ist. Asa Wright Nature Centre – Ein bedeutendes Naturreservat, das für seine tropische Pflanzenwelt und die große Vielfalt an exotischen Vögeln bekannt ist. Pigeon Point – Ein idyllischer Strand mit türkisfarbenem Wasser und Palmen, der zu den beliebtesten Ausflugszielen der Region gehört. Nylon Pool – Eine natürliche, flache Sandbank im Meer mit besonders klarem Wasser, die sich hervorragend zum Schwimmen und Schnorcheln eignet. Argyle Waterfall – Der höchste Wasserfall Tobagos, der von üppigem tropischem Regenwald umgeben ist und über einen Wanderweg erreicht werden kann. Temple in the Sea – Ein hinduistischer Tempel, der symbolisch im Meer errichtet wurde und die religiöse und kulturelle Vielfalt Trinidads widerspiegelt. Fort King George – Eine historische Festungsanlage aus der Kolonialzeit mit Kanonen, alten Gebäuden und einem weiten Blick über die Umgebung. Main Ridge Forest Reserve – Eines der ältesten geschützten Regenwaldgebiete der Welt mit Wanderwegen und einer außergewöhnlichen Artenvielfalt. == Hintergrund == === Landesbeschreibung === Geologen und Faunisten zählen Trinidad und Tobago zu Südamerika, nicht zu den Karibischen Inseln. Vor vermutlich noch 10.000 Jahren waren die Inseln mit dem südamerikanischen Festland verbunden. Heute ist die Insel Trinidad durch eine 11&#x202F;km breite Meerenge von Venezuela getrennt. Die Insel Trinidad hat eine etwa rechteckige Form, deren Westküste durch den Golf von Paria tief eingeschnitten ist. Die Nord-Süd Ausdehnung beträgt 83&#x202F;km. Entlang der Nordküste verläuft eine flache Bergkette, die bis zu 940&#x202F;m hoch aufragt, die Northern Range. Dort findet man eine Vielzahl von Höhlen und Wasserfällen. Sie ist Erdgeschichtlich der östlichste Ausläufer der südamerikanischen Anden. Dort hat die Insel eine Breite von 86 km, vom Golf von Paria zur Ostküste sind es an der schmalsten Stelle nur 48 km, während sie an der Südküste 104&#x202F;km mißt. An der Ostküste ließen sich 1783 französische Siedler südlich von Manzanilla nieder, wo sie zwölf aneinandergrenzende Kokosplantagen anlegten, die noch heute die Landschaft prägen. Die Nord- und Südküste sind wenig erschlossen. Dort gibt es keine durchgehenden Straßenverbindungen. Abgesehen von der Churchill Roosevelt und der Uriah Butler Schnellstraße sind alle anderen Straßenverbindungen auf der Insel nicht sehr gut. Bis 1957 war die Southern Main Road die Hauptstraße zwischen dem Norden und dem Süden. Dann wurde der Princess Margaret Highway als Schnellstraße zwischen Port of Spain und Chaguanas gebaut. Inzwischen wurde die Straße umbenannt in Uriah Butler Highway. Während des ersten Ölbooms in den 1970er Jahren wurde diese Schnellstraße als Sir Solomon Hochoy Highway bis nach San Fernando erweitert. Es gibt inzwischen Ausbaupläne bis nach Point Fortin. In West Ost Richtung verbindet der Beetham Highway Port of Spain mit dem Uriah Butler Highway. Von dort aus führt der Churchill Roosevelt Highway weiter bis zu seinem derzeitigen Ende, drei Kilometer hinter Arima. In diesem sogenannten Ost-West Korridor der sich von Chguaramas bis nach Arima am Fuße der Northern Range Hügelkette entlangzieht lebt über die Hälfte der Inselbevölkerung. Fast die Hälfte von Trinidad ist noch bewaldet. Die Insel hat aber keine ausgeprägte Tourismusindustrie. Dafür besitzt Trinidad die einzigen größeren Erdgas und -ölvorkommen aller Karibikinseln. Vor Point Lisas befinden sich große Erdgasfelder im Meer. Dort findet man deshalb die größte Industrieansammlung. Neben Eisen und Stahl gibt es vier Methanolproduzenten und sechs Anlagen für die Ammoniumproduktion. 1999 begann man mit dem Bau einer Aluminiumschmelze. Am Galeota Point und in Pointe a Pierre stehen Erdölraffinerien. Erst 1998 hat die Amoco Trinidad Oil Company neue große Erdölfelder vor der Küste von Trinidad gefunden. Im ganzen Süden der Insel wird Erdöl gefördert. Dort gibt es auch mehrere Schlammvulkane. Vor der Nordwestküste liegen mehrere Inseln, die zum Territorium von Trinidad und Toabago gehören. * '''Diego Islands''': Zu den Diego Islands gehören die Inseln Carrera und Cronstad Island. Sie liegen etwas mehr als 500&#x202F;m vor der Halbinsel Point Gourde. Die Insel Carrera hat eine Ausdehnung von 420 x 270 Metern, seit dem Jahre 1877 ist sie Gefängnisinsel. Angeblich ist sie so sicher wie das amerikanische Alcatraz. * '''Five Islands''': Die Inselgruppe Five Islands besteht aus den fünf Inseln Caledonia, Craig, Lenagan, Nelson und Rock. * '''Insel Chacachacare''': Die Insel befindet sich fast auf halbem Wege nach Venezuela. Die Strömung in der Meerenge ist stark und gefürchtet. Seeleute nennen die Durchfahrt Boca del Drago oder „dragon´s mouth“, also Drachenmaul. Die Insel hat eine Ausdehnung von 15&#x202F;km in der Länge und 3&#x202F;km in der Breite, sie ist 8&#x202F;km von Trinidad entfernt. : Die Überfahrt von Chaguaramas dauert je nach Wetterlage etwa eine Stunde. Seit dem Jahre 1877 befand sich auf der Insel eine Leprakolonie, seit 1984 ist sie unbewohnt. : Im Jahre 1885 wurde nahe der Perruquier Bay auf dem höchsten Punkt der Insel, 818 m, ein Leuchtturm gebaut, er ist immer noch im Betrieb. Auf der Ostseite befindet sich die tief eingeschnittene Bucht Chacachacare Bay. Auf der gegenüberliegenden Inselseite liegt die La Tinta Bay. Sie hat schwarzen Sandstrand und wurde jahrelang als Versteck für Schmuggelgut genutzt. : Bei Chapelle Bay findet man einen Salzsee. * '''Insel Gaspar Grande''': Die Insel ist rund 2&#x202F;km lang und 800&#x202F;m breit, sie ist auch unter dem Namen Gasparee Island bekannt. Ihr Name geht auf den früheren Besitzer Don Gaspar de Percin zurück. Sie liegt nur einen Kilometer vor der Küste. Von der Crews Inn Marina in Chaguaramas fahren Boote in 20 Minuten dorthin. Die Überfahrt von Chaguanas zur Südseite kostet 40 TT $, zur Ostseite 30 TT $. Im allgemeinen fahren die Boote zum Point Baleine, wo es zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Walfangstation gab. Heute befindet sich dort eine kleine Marina und Picknick Plätze. : Im 19. Jahrhundert wurde auf der Insel noch Baumwolle angebaut. : Die kleine Bombshell Bay am Ostende ist zum Baden geeignet. Auf dem Bombshell Hill befand sich ein Fort. : Die Gasparee Caves sind ein Netzwerk von Tropfsteinhöhlen, es gibt dort sogar einen kleinen See. Der Zugang ist nur mit Genehmigung der Chaguaranas Development Authority und mit Führung eines registrierten Tourunternemers möglich. Sie sind täglich von 9-15 Uhr geöffnet, Eintritt: 10 TT $. : Innerhalb von 25 Minuten kann man zur anderen Inselseite laufen, dort findet man Geschützstellungen aus dem II. Weltkrieg. : Seit den 1980er Jahren befand sich dort auch das Fantasy Island Resort mit Restaurant, Cafe und Pool. Tel. 678-9001. : Bayview Beach Resort & Marina, Tel. 678-9001-02 * '''Insel Huevos''': Die kleine, länglich, schmale Insel Huevos befindet sich in Privatbesitz. Sie ist unbewohnt und Brutplatz für Seevögel. * '''Insel Monos''': Monos liegt nur etwa 650&#x202F;m vom Entrada Point entfernt und hat zwei Landestege in der Morris Bay und in der Grand Fond Bay. Sie ist dicht bewaldet und nicht dauerhaft bewohnt. Es gibt dort aber eine zunehmende Anzahl von Ferienhäuser von reichen Trinis. Früher gab es in der Turtle´s Bay eine Walfangstation. Dort ist noch einer der Kupferkessel erhalten, in dem das Walfett gekocht wurde. === Geschichte === Über die allerersten Inselbewohner ist nichts bekannt, man nimmt aber an, dass schon 5.000 Jahre vor Christi Geburt Indianerstämme aus Südamerika auf Trinidad und Tobago gelebt haben. Auf dem Weg in den Norden haben Ciboney-Indianer als Sammler und Jäger vermutlich zuerst die Insel Trinidad besiedelt. Zwischen 100 und 1000 nach Christus folgten ihnen höher entwickelte Ignerie-Indianer und Taino-Indianer vom Stamm der Arawaks aus dem Orinokogebiet, die schon Landwirtschaft betrieben. Im 13. Jahrhundert überfielen kriegerische Carib-Indianer die friedlichen Arawaks, töteten die Männer und nahmen sich die Frauen. Auf seiner dritten Reise entdeckte '''Christopher Kolumbus''' auf südlicher Route segelnd diese Insel im Sommer 1498. Er nannte die Insel ''La Isla de la Trinidad'', Insel der Dreifaltigkeit, und umfuhr sie im Uhrzeigersinn. Einen Tag später verließ er sie um die Insel [[Grenada]] zu erreichen. Zu dieser Zeit lebten noch geschätzt 35.000 Indianer auf den beiden Inseln; Arawaks im Südosten und Carib-Indianer im Norden und Westen in der Gegend von Arima, Mucurapo und Port of Spain. Erst 1532 betrat '''Don Antonio Sedeno''' beim Fischerdorf Cumucarapo, das heute Mucarapo heißt, als erster spanischer Entdecker die Insel. 50 Jahre später kam eine größere Gruppe von Siedlern mit dem spanischen Soldatenführer '''Don Antonio de Berrio y Oruna''' und dessen Leutnant Domingo de Vera auf der Suche nach dem berühmten Gold von El Dorado auf die Insel. An der Ostküste bauten sie die Siedlung San José de Oruna, das heutige St. Joseph, dort wurde auch die Inselverwaltung angesiedelt. In der Indianersprache hieß der Ort Caroni. Er wurde 1595 durch den britischen Seefahrer '''Sir Walter Raleigh''' zerstört, Berrio y Oruna wurde gefangen genommen. Die älteste Kirche der Insel, die St. Joseph Catholic Church aus dem Jahre 1593, blieb aber erhalten. Die ist zugleich der älteste Kirchenbau auf Trinidad. 1699 rebellierten die Indianer gegen die spanischen Missionierungsversuche. Missionare und der Gouverneur wurden dabei getötet. Soldaten wurden gegen die Indianer eingesetzt. Die Armee trieb die Indianer bis zur Nordostspitze der Insel. Bei dem Ort Toco stürzten sich viele Indianer ins Meer. Zehn Jahre später wurden die Missionsstationen abgeschafft. 1739 gab es auf der Insel eine Pockenepedemie, an der ein großer Teil der Bevölkerung starb. Nach wiederholten Angriffen von Piraten auf den Ort San José de Oruna, heute Saint Joseph, verlegte der '''Gouverneur Pedro de la Moneda''' den Regierungssitz im Jahre 1757 nach Puerto de Espana, dem heutigen ''Port of Spain''. Da die Insel nur sehr schwach besiedelt war und Spanien fürchtete, die Insel könne dadurch leicht von England eingenommen werden, lockte der spanische '''Gouverneur Manuel Falques''' 1776 katholische Siedler mit Steuererleichterungen ins Land. Er brachte der Insel etwas wirtschaftlichen Aufschwung und veranlasste die Gründung des Ortes San Fernando. Mit Hilfe von Sklavenarbeit entstanden Zuckerrohr- und Baumwollplantagen. 1784 schickte Spanien seinen fähigsten Gouverneur, '''Don José Maria Chacon''', auf die Insel. Unter seiner Führung wuchs die Bevölkerung auf fast 18.000 Menschen an. Davon waren nur 2.000 Weiße, über 10.000 waren afrikanische Sklaven und knapp 1.000 waren Indianer, der Rest bestand aus freien Mischlingen. Im Jahre 1795 kam es zum Krieg zwischen Spanien und England. Im Mai 1796 lief das britische Schiff „H. M. S. Lebra“ unter der Führung von '''Sir Ralph Abercromby''' bei Chaguaramas die Insel an. Der spanische '''Admiral Don Sebastian Ruiz de Apodaca''' ließ alle spanischen Schiffe im Hafen in Brand setzen und '''Gouverneur Chacon''' übergab Trinidad kampflos an die Engländer. Sir Abercromby ernannte einen seiner Offiziere, '''Thomas Picton''', zum ersten Gouverneur. Die Ernennung entwickelte sich zu einem absoluten Missgriff. Picton betrachtete Sklaven und Mischlinge als Aufwiegler. Farbige Plantagenbesitzer und Sklaven wurden ständigen Repressalien ausgesetzt. 1802 musste er von '''Thomas Hislop''' abgelöst werden. Im gleichen Jahr gab es auf der Insel 150 Plantagen, alle waren im Besitz von Franzosen. Bis zum Jahre 1808 stieg die Zahl der Sklaven auf 20.000. Die Fachleute der damaligen Zeit kamen zu dem Ergebnis, um aus der Insel eine gewinnbringende Zuckerrohrbesitzung zu machen, wären mindestens 250.000 Sklaven nötig gewesen. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Insel trotzdem Kronkolonie. Die Zusammensetzung der Inselbevölkerung ließ in den Augen der britischen Regierung keine Wahlen zu. Die Zahl der freien Farbigen war doppelt so groß wie die der Weißen, und von der weißen Bevölkerung waren nicht einmal die Hälfte Engländer. So wurde die Insel direkt von London aus regiert, und der Gouverneur war das ausführende Organ. Als der Sklavenhandel 1807 offiziell eingestellt wurde, kam es noch jahrelang zu illegalen Sklaveneinfuhren. Die Abschaffung der Sklaverei im Jahre 1834 führte auf der Insel zu einer lang anhaltenden Ratlosigkeit, wie die Zukunft ohne Sklaven aussehen sollte. Selbst das Parlament in London beschäftigte sich immer wieder mit dieser Frage. Verschiedene Pläne wurden entwickelt und wieder verworfen. Menschen verschiedenster Nationalitäten wurden als Arbeitskräfte auf die Insel geholt: Iren, Schotten, Chinesen, Portugiesen von Madeira, europäische Emigranten, Arbeitskräfte von anderen karibischen Inseln, befreite Sklaven aus Sierra Leone und St. Helena, die meisten kehrten bald wieder in ihre Heimat zurück. Schließlich waren es Inder, die die Inselbevölkerung verändern sollten. Zwischen 1845 und 1917 kamen 144.000 Inder als billige Arbeitskräfte ins Land. Sie hatten Verträge für fünf oder zehn Jahre und waren danach berechtigt zurückzukehren. Aber viele von ihnen blieben in Trinidad, kauften ein Stück Land für ihre Reispflanzen oder Kakaobäume und eröffneten kleine Geschäfte. 1871 betrug der indische Bevölkerungsanteil schon 25&#x202F;% der Gesamtbevölkerung. Bis in die heutige Zeit haben sich die Familienclans erhalten und die indische Gesellschaft in Trinidad ist noch immer eine fast „geschlossene Gesellschaft“. 1847 richtete ein Wirbelsturm große Schäden an. 1857 bohrte die ''Merrimac Oil Company'' bei La Brea die erste Ölquelle an, aber erst 50 Jahre später wusste man diesen Reichtum richtig zu nutzen. Zur Jahrhundertwende führte die weitergehende Verarmung der Massen zur Gründung von mehreren politisch-gesellschaftlichen Interessengemeinschaften. 1897 wurde die Arbeiterbewegung Trinidad Workmen´s Association gegründet. Im gleichen Jahr entstand die East Indian National Association, und vier Jahre später folgten die Pan African Association und die Rate Payers Association, ein Zusammenschluss der Wassergebührenzahler. 1889 wurden Trinidad und Tobago zu einer Union zusammengeschlossen. 1914 entstand bei Pointe-A-Pierre die erste Ölraffinerie. Als Folge der Weltwirtschaftskrise kam es in den 1930-er Jahren auch in Trinidad zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die vermehrt zu Aufständen führten und zur Gründung von Arbeiterbewegungen. 1937 kam es in dem Dorf Fyzabad unter der Führung von '''Uriah Butler''' zu einem Aufstand der Erdölarbeiter. 1938 lag der durchschnittliche Tagesverdienst bei 35 Cents. Diese niedrigen Löhne führten schon 1935 zu einem Hungermarsch und 1937 zu wiederholten Streiks auf den Ölfeldern. 1941 verpachtete die Regierung das Gebiet um ''Chaguaramas'' und ''Waller Field'' an das US-Militär. Die Amerikaner bauten einen großen Marine- und Luftwaffenstützpunkt. Dies brachte dem Land für einige Jahre gut bezahlte Arbeitsplätze. Erst 1960 zogen die Amerikaner nach großen Protesten aus der Bevölkerung wieder ab. Nach dem Krieg und der Einführung des allgemeinen Wahlrechtes entstanden unzählige Parteien und in deren Folge Gründungen von Gewerkschaften. Den hohen Erlösen aus der Erdölindustrie standen nur wenige Arbeitsplätze gegenüber. 1956 gründete '''Dr. Eric Williams''' die Partei People´s National Movement. Am 31. August 1962 wurden Trinidad und Tobago rund drei Wochen nach Jamaika von den Engländern in die Unabhängigkeit entlassen. Eric Williams wurde erster Premierminister. Er behielt diesen Posten bis zu seinem Tode im Jahre 1981. Mit der Unabhängigkeit fielen die großzügigen finanziellen Unterstützungen von England fort. Internationale Konzerne wurden stattdessen von der Regierung „eingeladen”, sich auf der Insel niederzulassen. Bis 1966 konnten so 169 Industriefirmen angesiedelt werden. Die Ölförderung teileten sich Amoco, Shell und Texaco, die Zuckerindustrie wurde von Tate & Lyle kontrolliert. Während der 1970-er Jahre konnte Trinidad aufgrund seiner Erdöl- und Erdgasvorkommen noch ein deutliches Wirtschaftswachstum verzeichnen. Zum großen Teil ist dies den Preisbeschlüssen der OPEC von 1973 zu verdanken. Diese Preissteigerungen verdreifachten die Deviseneinnahmen des Landes schlagartig. Nach der zweiten deutlichen Ölpreiserhöhung in den Jahren 1979 und 1980 verzehnfachten sich diese Einnahmen sogar. Mit diesen Geldern kaufte Premierminister Williams die Kapitalmehrheit der nationalen Shell und BP, verstaatlichte die Zuckerindustrie, die Fluglinie BWIA und die Telefon- und Fernsehgesellschaften. Für 460 Millionen US-Dollar ließ er zudem ein Stahlwerk bauen. Anfang der 1980-er Jahre kam es dann mit Ende des Ölbooms und anderer politischer Fehler zu einer tiefen Strukturkrise, die sich besonders aus der Person des seit 25 Jahren regierenden Eric Williams ergab. Hatte er die weiße Mittelschicht vor der Unabhängigkeit noch als Nutznießer der Kolonialherrschaft bekämpft, so sicherte er seine Macht nun genau durch diese Gruppe. Korruption und schwere Mängel in der Gesundheits-, Verkehrs- und Baupolitik wurden ihm angelastet. Im März 1981 konnte der plötzliche Tod von Williams nicht eindeutig geklärt werden. Bei den Parlamentswahlen im November des gleichen Jahres konnte sein Nachfolger '''George Chambers''' noch die Mehrheit erzielen, bei den Kommunalwahlen 1983 gab es dann aber eine herbe Niederlage. Seit 1974 waren mit der Ölindustrie 50 Milliarden Petrodollar erwirtschaftet worden. Als der Einbruch der Ölpreise zu einer Rezession führte, musste man feststellen, dass der größte Teil des Geldes durch Misswirtschaft und Fehlplanungen verschwendet worden war. Der TT-Dollar musste mehrfach abgewertet werden, im Staatsdienst gab es Entlassungen, unrentable Staatsbetriebe wurden privatisiert. Bis 1990 stieg die Arbeitslosigkeit im Lande daraufhin bis auf 27 %. Am 27. Juli 1990 besetzte die kleine, radikale Moslemgruppe ''Jamaat al Muslimeen'' unter der Führung von '''Yasin Abu Bakr''' das Parlamentsgebäude. 45 Parlamentsmitglieder, einschließlich des Premierministers A. N. R. Robinson, wurden als Geiseln genommen. Robinson wurde aufgefordert zurückzutreten und innerhalb von 90 Tagen Neuwahlen auszuschreiben. Nachdem er dies verweigerte, kam es zu einem Schusswechsel, bei dem der Premierminister eine Schusswunde im Bein erlitt. Erst nach fünf Tagen gaben die Rebellen auf. Bei diesen Unruhen kamen insgesamt 30 Personen zu Tode, weitere 500 wurden verletzt. 114 Rebellen erhielten nach langen Gerichtsverhandlungen, zu denen auch der Kronrat in London gehört wurde, eine Amnestie. Dieser Putschversuch verschreckte verständlicherweise ausländische Investoren. Erst 1994 verzeichnete das Land sinkende Arbeitslosenzahlen und eine steigende Bruttoinlandsproduktivität. In den folgenden Jahren legte die Regierung ein Programm zur Modernisierung des Erdölsektors auf. Zugleich schaffte sie sich ein zweites wirtschaftliches Standbein, indem die Erschließung von Off-shore-Erdgasvorkommen gefördert wurde. === Erdöl und Erdgas === Im Jahre 1906 kam der Geologe ''Arthur Beeby Thompson'' nach Point Fortin. Er erhielt von der Regierung die Genehmigung, Land zu erwerben und nach Öl zu bohren. Er kaufte die Adventure und La Fortunée Plantagen um Werkanlagen zu errichten. Im Mai 1907 fand man in 210&#x202F;m Tiefe Öl. Zwei Jahre später wurde die '''Trinidad Oil Company''' gegründet. 1913 übernahm die '''United British Oilfields of Trinidad''' die Anlagen. 1957 wechselte der Besitz an '''Shell'''. Nach langen Protesten der Bevölkerung in den 1960-er und 1970-er Jahren übernahm der inzwischen von England losgelöste, selbstständige Staat Trinidad and Tobago die Shell und seit 1974 nennt sich das Unternehmen '''Trinidad & Tobago Oil Company''' (TRINTOC). Im Jahre 1993 gründte der Staat dann die '''Petroleum Company of Trinidad & Tobago''' (PETROTRIN) mit der Zentrale in Pointe-a-Pierre, und mit dem Zweck, alle Ölförderungen, die Weiterverarbeitung und den Verkauf von Erdölprodukten zu zentralisieren. Im Jahre 2000 übernahm die PETROTRIN dann in Zusammenarbeit mit TRINMAR alle Vermögenswerte von TEXACO. PETROTRIN hat seine größten Operationsbasen in Fyzabad, Guayaguayare, Marabella, Penal und Point Fortin. Von der Südostspitze der Insel (Guayaguayare) nach Point Fortin wurde eine neue Hochdruck-Pipeline verlegt, unterwegs gibt es mehrere Pumpstationen. In Pointe-a-Pierre steht die einzige Ölraffinerie des Landes. Die Anlage umfasst 809 Ha Grundfläche. Die Tagesproduktion liegt bei 160.000 Barrel von denen 70.000 für den lokalen Markt bestimmt sind, der größere Rest wird nach Brasilien, Equador, Kolumbien, Venezuela und West Afrika exportiert. Dort wird Flugbenzin, bleifreies Benzin, Diesel, Schmierstoffe und Bitumen hergestellt. TRINMAR, Trinidad Marine, betreibt im Seegebiet von Trinidad und Tobago 23 Ölbohrplattformen und 238 freistehende Bohrtürme. Der Beitrag von PETROTRIN am Sozialwesen von Trinidad besteht im Straßen- und Brückenbau, man beteiligt sich an der Reparatur von Schulen, baut Spielplätze und stellt Computer zur Verfügung. === Geister, Geisterglaube === Wie auf allen anderen karibischen Inseln haben auch die Bewohner von Trinidad und Tobago eine lebhafte Vorstellungskraft, kennen vielerlei Gruselgeschichten, glauben an gute und böse Geister. Viele dieser Geister und Geistergeschichten haben ihren Ursprung in Afrika. Der '''Dupp''' (auf der Insel Jamaika: Duppy) ist auf allen Inseln bekannt. Zusammen mit den '''Jumbies''' zählt er zu den harmlosen Geistern. Es sind die Geister von Toten, die nachts aus den Gräbern steigen, sich an dunklen Orten herumtreiben und die Lebenden gerne erschrecken. '''Belarivoist''' der Geist des Joachim Belarivo. Ein wenig begabter Zauberer wollte diesen Geist auferstehen und für sich arbeiten lassen. Für die Auferstehung reichte das Wissen, für weiteres nicht. Stattdessen erschien der Geist auf unzähligen Hochzeitsfeiern und erschreckte die Gäste. Er musste schließlich in einen Bleisarg eingeschlossen werden und unter einem großen Steinhaufen begraben werden. Der bedeutendste Geist auf Trinidad und Tobago ist '''Papa Bois''', der Beschützer des Waldes. Er hat Hörner, Fell und eine Harfe, seine Mutter war ein Reh, sein Vater ein Jäger, meistens erscheint er in Gestalt eines alten Mannes mit Bart und langen Haaren. Er kann sich auch in ein Tier verwandeln und Wilderer tief in den Wald locken, so dass sie sich verlaufen. Er hat auch eine Geliebte, '''Mama Dlo''' oder Mama d l‘eau, halb Frau, halb Schlange. Sie ist die Beschützerin der Flüsse. Von '''La Diablesse''' erzählt man, sie sei eine schöne Frau mit Kuhfuß, die man häufig auf großen Festen antrifft. Dort soll sie die Männer verführen. Wer sich mit ihr einlässt, wird nie mehr sein wie vorher oder nach kurzer Zeit sterben. Begegnet man ihr, soll man seine Kleidung ausziehen und mit der linken Seite nach außen wieder anziehen, dann kann sie einem nichts mehr anhaben. '''Douens''' und '''Douennes''' sind die Geister von kleinen Kindern, die ungetauft sterben. Sie tragen große Strohhüte, haben keine Gesichter, und ihre Füße stehen rückwärts. Es gibt auch Meerjungfrauen, Feen und Vampire. Man sagt, dass sich einsame und ungeliebte Menschen in Vampire, sogenannte '''Sousouyants''', verwandeln konnen. Sie ziehen ihre Haut aus und lassen diese auf der Türschwelle liegen, dann verwandeln sie sich in Feuerbälle, die durch die Luft fliegen. Dann kommen sie zu den Menschen und saugen ihnen das Blut aus. Man kann sich vor ihnen schützen, indem man Reis oder Salz um sein Bett streut. Der Vampir muss jedes Korn zählen, bevor er Blut saugen kann, bis er damit fertig ist, wird schon wieder Morgen und er muss unverrichteter Dinge abziehen. === Karneval === Französische Einwanderer brachten im 18. Jahrhundert den Karneval mit in die Karibik. In Frankreich war der Karneval damals ein riesiges Schlemmer- und Kostümfest vor dem Beginn der Fastenzeit. Die französischen Großgrundbesitzer in der Karibik feierten dieses Fest unter sich und ohne die Sklaven, nur freie Mulatten wurden zur Teilnahme eingeladen. Nach der Sklavenbefreiung 1834 wollten auch die Farbigen ihr Fest feiern. Das traditionelle Erntedankfest '''Canboulay''' wurde auf den Karnevalsonntag vorverlegt. Sie veranstalteten Straßenumzüge mit Trommelmusik, Stockkämpfen und Spottliedern auf die Weißen, dazu kleideten sie sich in elegante Kleider wie ihre weißen Herren. Diese fühlten sich schnell beleidigt und feierten in der Folgezeit nur noch in ihren Häusern. 1883 wurde den Farbigen das Mitführen von Trommeln verboten, ein Jahr später fanden die Umzüge nur noch am Karnevalmontag und unter Polizeibegleitung statt. So entstanden in den Vororten von Port of Spain die ersten '''Mas Camps''' - Kostümgruppen. Statt der Trommeln benutzte man Bambusstücke um den Takt zu schlagen, zur Zeit des II. Weltkrieges erfand man neue Musikinstrumente: Keksdosen und leere Ölfässer. 1894 kam dem Kaufmann ''Ingnatius Bodu'' die Idee, aus dem Karneval einen Wettbewerb zu machen. 1921 richtete ''Chieftain Douglas'' als erster ein '''Calypso Tent''' ein, in dem während der Karnevalsaison Nonstop gesungen wurde. Heute gibt es das '''National Carneval Commitee''' (NCC), es entstand aus der 1957 gegründeten ''Carneval Development Commission''. Diese Behörde betreut den gesamten Karneval, schreibt die Wettbewerbe aus, bestimmt die Veranstaltungsorte, organisiert die Showveranstaltungen, stellt die Preisrichter und wirbt Spenden ein, mit denen Gewinner zu hohen Geldpreisen kommen. Eine Jury wählt die Gewinner. Sie besteht aus Mitarbeitern von Ministerien, des NCC und Mitgliedern von Tanz-, Steelband- und Gesangsgruppen. Gewählt werden die besten Königs- und Königinkostüme, der beste Kostümdesigner, das Karnevallied des Jahres und die Musikband des Jahres. Eine Musikband kann zwischen 3.000 und 9.000 Mitglieder zählen. Für die Offiziellen beginnt die Karnevalsaison am Tag nach Aschermittwoch. Die Calypso-tents öffnen im Laufe des Januar. Danach beginnen die Vorentscheidungen für den Calypso- und Soca Monarchen, für Karnevalskönig und -königin. Die heiße Phase der Feierlichkeiten beginnt kurz vor Beginn der Fastenzeit mit dem Kinderkarneval. Am Karnevalmontag starten die Umzüge am frühen Morgen Richtung Stadtzentrum. Um die Mittagszeit finden die Maskenumzüge statt. Karnevaldienstag strömen die Massen zur Hauptveranstaltung im Queen´s Park, die bis in die späte Nacht dauert. Am Mittwoch ist alles vorbei und die Insulaner gehen wieder ihrem Gewerbe nach. === Musik === * '''Calypso''': Der Calypso hat seinen Ursprung an den Küsten von Westafrika und wurde von den Sklaven mit ins Land gebracht. Das „Urwort“ ist Kaiso und kommt aus Nigeria, Kaisos sind dort Spottlieder. Von den Sklaven wurden diese Lieder bei der Feldarbeit gesungen um die qualvolle Arbeit etwas zu erleichtern. Zugleich war es die einzige Möglichkeit, sich verschlüsselt über die Herrschaft zu beschweren oder lustig zu machen. : Seit der Abschaffung der Sklaverei wird dies von deren Nachfahren gefeiert. Seitdem wurden die Liedertexte immer bissiger. Im Jahre 1881 wurde bei so einer Veranstaltung von den Farbigen so auf die Regierung geschimpft und die politischen Mißstände wurden derart in ihren Gesängen verspottet, dass die Umzüge und Gesänge verboten wurden. In der Folgezeit texteten die Sänger, die Calypsonians, im Untergrund weiter. Aktuelle private und besonders politische Ereignisse werden seitdem besungen und ersetzen für den Teil der Bevölkerung, die nicht lesen können, die Tageszeitung. Man sagt auch: der Calypso bietet die Gelegenheit, etwas in Liedform zu sagen, was man in der besseren Gesellschaft nicht aussprechen kann. : Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. : Zwischen den beiden Weltkriegen wurde der Calypso international durch das Lied „''Rum and Coca Cola''“ bekannt. Es wurde von Lord Invader geschrieben und von den Andrew Sisters in den USA auf den Markt gebracht, sie verkauften die Platte fünf Millionen Mal. : 1978 wurde Calypso Rose als erste Frau zum alljährlichen Calypso King gekrönt. : Fast alle Sänger haben ausgenommen auffallende Namen: Atilla the Hun, Growling Tiger, Mighty Chalkdust, Roaring Lion, Valentino oder Black Stalin. Zu den weltweit bekanntesten gehören '''Lord Kitchener''' (*1922, †2000) und '''Mighty Sparrow'''. : In jüngster Zeit ist auch der Calypso extrem kommerzialisiert worden. * '''Indische Musik''': Mit einem Bevölkerungsanteil von etwa 40&#x202F;% beherrschen die Inder auch einen großen Teil der Musikszene. Im Laufe der Jahrzehnte hat die ursprünglich religiöse Musik sich teilweise an die Ansprüche der Jugendlichen Zuhörer angepaßt. '''Chutney''' ist eine dieser neuen Musikrichtungen, heute mit schnellerem Rhythmus und tanzbar, hat sie sich aus hinduistischen Folkloreliedern entwickelt. Chutney ist auch ein Teil des Trinidad-Karnevals geworden und für die Musikgruppen werden Preise vergeben. '''Pantar''' ist die Fusion von Pan-Musik und Sitar, eines der schönsten und ältesten indischen Musikinstrumente. Mit dieser Kombination lassen sich alle Arten von Calypsomusik bis zu indischer Ragmusik spielen. Einer der bekanntesten Pantar Interpreten ist Sitarist ''Mungal Patasar'' und seine Gruppe. * '''Panmusik und Steelbands''': Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. Ab 1935 begannen die Musiker deshalb, auf Dosen, Fässern und Benzinkanistern zu trommeln. Ein Jahr später gelang es dem Musiker '''Ellie Mannette''' ein Ölfaß so zu manipulieren, dass man ihm verschiedene Töne entlocken konnte. 1939 spielte die John John Band zum ersten Mal des amerikanische Kinderlied „Mary had a little lamb“ auf gestimmten Ölfässern. Seit 1945 erschienen abgeschnittene und gestimmte Ölfässer, die Pans, in der Öffentlichkeit. Heute ist der Beruf des Ölfaßstimmers sehr geachtet. Man unterscheidet die Pans nach Größe und Klangfarbe. Bass Pans verfügen über 5-7 Töne, sie werden auf etwa 7,5 cm Höhe zusammengeschnitten. Cello Pans haben 10 Töne und werden bei 35 cm abgeschnitten. Die Tenor Pans verfügen über 26-32 Töne und werden auf eine Länge von 15-18 cm geschnitten. : Die Pans werden blank geschliffen, verchromt, poliert und auf Gerüste montiert, damit der Musiker Bewegungsfreiheit hat. Die Tonfelder werden mit unterschiedlich großen Klöppeln geschlagen. Die Pans können von einem Solomusiker bearbeitet werden oder als Band können bis zu 100 Personen zusammen musizieren. Auf Trinidad soll es über 100.000 Ölfaß-Spieler geben. * '''Parang''': Besonders in der Weihnachtszeit beherrscht Parang die Musikszene. Diese Musikrichtung leitet sich aus venezuelanischen Weihnachtsliedern ab und den damit verbundenen Haus-zu-Haus besuchen und -feiern. Zu spanischen Texten mit religiösem Inhalt kommen südamerikanische Rhythmen mit Violine, Gitarre, Baß, Cuatro und Maracas. Einige Gruppen spielen die traditionellen Weisen, andere mixen es mit Soca, so dass '''Soca Parang''' entsteht. * '''Rapso''': Eine weitere Fortsetzung von der afrikanischen Tradition des Geschichtenerzählens führte zur Entwicklung des Rapso, einer Mischung von amerikanischem Rap mit Calypso. Hier wird Sprechgesang in Versen vom Rhythmus großer, schwerer Trommeln untermalt. Zwei der bedeutendsten Künstlergruppen sind ''Brother Resistance'' und ''Network Rapso Riddum''. * '''Soca''': Diese flottere Art des Calypso wurde 1970 geboren, als die Elektronik Einzug in die Musikszene hielt. Diese neue Form wird dem Musiker zugesprochen, der sich damals '''Lord Shorty''' nannte und heute unter dem Namen ''Ras Shorty I'' Musik produziert. Der Soca-Rhythmus läßt sich leicht mit anderen Musikformen verbinden. So findet man auf Trinidad den Soca heute als Bestandteil von Reggae, Jazz, Rythem & Blues als auch mit indischer Musik. Auch die im Lande lebenden Inder fanden an diesem Musikstil gefallen, verbanden den Rhythmus mit Hinditexten und so wurde der '''Chutney-Soca''' geboren. === Pflanzen- und Tierwelt === Trinidad und Tobago zählen zu den zehn führenden Ländern bei der Anzahl von Vogelarten pro Qaudratmeile. Auf beiden Inseln findet man auf Grund der Nähe zu Südamerika eine größere Anzahl von Pflanzen und Tieren als auf den anderen Karibischen Inseln. Man kennt 2.300 verschiedene, blühende Pflanzen, davon sind alleine 700 Orchideen. Die Nationalblume von Trinidad ist die '''Chaconia''', englisch: Wild Poinsettia. Ein Strauchgewächs von 2-3&#x202F;m Höhe, es ähnelt dem Weihnachtsstern. Den „Buffalypso“ gibt es nur auf der Insel Trinidad. Er ist das Ergebnis intensiver Zuchtversuche aus den 1960-er Jahren. Fünf auf Trinidad heimische Wasserbüffel Rassen wurden gekreuzt. Das Ergebnis ist ein friedfertiges Tier, dass tropische Hitze gut verträgt, mit schmackhaftem Fleisch. Es gibt 620 verschiedene Arten von Schmetterlingen. Von den 433 verschiedene Vogelarten brüten 250 auf der Insel, es gibt 41 verschiedene Kolibriarten. Den blinden Ölvogel findet man nur in Trinidad, es ist der größte Vogel, der sich von Früchten ernährt, aber nur nachts auf Futtersuche geht und selbst ein Amazonas-Papagei ist auf Trinidad zu finden. 108 verschiedene Säugetiere sind vertreten, dazu zählen 57 Fledermausarten und es gibt 70 verschiedene Arten von Kriechtieren. Die einzigen '''giftigen Schlangen''' sind die '''Far de Lance''' und der '''Buschmeister'''. Die Morocoy ist eine kleine Landschildkröte, die früher als Delikatesse gejagt wurde und fast ausgerottet war, heute wurd sie vielerorts als Haustier und Spielgefährte der Kinder gehalten. Verschiedene Strände von Trinidad und Tobago werden in den Monaten März bis Juli von Meeresschildkröten zur Eiablage aufgesucht. Der Besuch von Strandabschnitten, die von Schildkröten zur Eiablage aufgesucht werden, unterliegt einer Genehmigung durch die Forstverwaltung. The Forest Division, Long Circular Road, Port of Spain, Tel. 622-7476. The Forest Division, San Fernando, Tel. 657-8391, 657-7256. Den Schmetterling „89“, er hat eine schwarz-beigene Markierung auf der Flügelunterseite, die wie eine 89 aussieht, findet man nur auf Trinidad. Der Pauis ist ein großer truthahnartiger Vogel, der früher viel gejagt wurde und dadurch sehr selten geworden ist. Es gibt ihn nur auf Trinidad, nirgendwo sonst auf der Welt, er steht unter Schutz. Einzigartig auf der Welt ist auch der Fisch Cascadura. Diese Welsart ist ein Urtier aus dem Silur-Zeitalter. Sein Lebensraum sind zahlreiche schlammige Gewässer an der Südküste Trinidads. Ebenso selten sind die Reiherarten Agami, Blongios und Crabier Bec, die es nur auf Trinidad gibt. Weitere Vogelarten, die es in der Karibik nur auf Trinidad gibt sind Eisvögel, Pirol und Tukane. Das größte wilde Tier auf Trinidad ist der Braune Waldmazama, eine Hirschart. Das Halsband-Pekari wird von den Einheimischen Quenk genannt, es ist eine Wildschweinart. Auf der Insel gibt es verschiedene Opossumarten, die auch Manicou genannt werden, Waschbären, das hasengroße Agouti und den größeren Gefleckten Paka. Das gepanzerte Gürteltier, Armadillo oder Tatu genannt, und die seltenen Ozelote bekommt man kaum zu sehen. In einigen Flüssen und Sümpfen lebt der bis zu 2&#x202F;m lange Kaiman. === Plantagenwirtschaft === Die Landfläche von Trinidad und Tobago umfasst 513.000 Ha, weniger als ein Drittel davon ist Ackerfläche, 45&#x202F;% sind als Waldflächen ausgewiesen. Nur 13&#x202F;% des pflügbaren Landes ist bewässert. Es gibt aber eine Vielzahl von kleinen und großen Flüssen, Überflutungen in der Regenzeit sind normal. Die letzte umfassende Erhebung aus den 1970-er Jahren zählt 35.000 Farmen mit einer Gesamtfläche von etwa 130.000 Ha. Die Durchschnittsgröße einer Farm wurde mit 6 Ha angegeben, aber die 40 größten Plantagen hatten alle eine Größe über 400 Ha. Die landwirtschaftlichen Ernteerträge der 1970-er und 1980-er Jahre in Trinidad stehen in einem engen Zusammenhang mit der Ölindustrie. Dieser Trend begann Anfang der 1970-er mit dem starken Anstieg des Ölpreises. Löhne in der Landwirtschaft waren erheblich niedriger als in der Ölindustrie, der Geldreichtum führte zu größeren Importen von landwirtschaftlichen Produkten. Die Zahl der Landarbeiter sank um 50 %. Die Ernteerträge bei Zitrusfrüchten sanken um 75 %, bei Kakao waren es 61 %, bei Kokosprodukten 56&#x202F;% und bei Kaffee immer noch 15 %. Der Zuwachs von landwirtschaftlichen Produkten in den 1980-er Jahren wurde von Kleinstfarmern erwirtschaftet, die ihre Produkte oft in gartenähnlichen Familienbetrieben anbauten. Die Viehzucht im Land hat keine große Bedeutung. Es gibt nur rund 30.000 Rinder. Rindfleisch wird überwiegend aus Australien un Neuseeland importiert. Milch und Milchprodukte werden zu 90&#x202F;% von der Firma Nestlé eingeführt. Seit den späten 1980-er Jahren gibt es Zuchtversuche von Kühen und Indischen Wasserbüffeln, die man im Lande „Buffalyso” nennt. Bedeutender ist die Aufzucht von Hühnern und Schweinen. '''Kaffee''' wird in Trinidad verstärkt seit 1930 angepflanzt. Die Produktion sank von den späten 1960-er Jahren bis Mitte der 1980-er Jahre aber um rund 50 %. 1984 konnte zum ersten Mal kein Kaffee exportiert werden. Ein Jahr später betrug die Ernte wieder 2,1 Millionen KG, von denen 35&#x202F;% exportiert wurden. '''Zitrusfrüchte''' hatten in den 1950-er Jahren einen Boom. Man erntete zu der Zeit über 90.000 Tonnen pro Jahr, 1982 waren es nur noch 4.700 Tonnen. '''Kakaoplantagen''': Kakao war von den späten 1880-er Jahren bis in die 1930-er Jahre die wichtigste Anbaufrucht auf Trinidad und Tobago. Auf Tobago war sie dies sogar bis in die späten 1980-er Jahre. Kakao war schon im 18. Jahrhundert durch die Spanier nach Trinidad gekommen. Zeitweise war die Insel der zweitgrößte Kakaolieferant auf der Erde. Verschiedene Krankheiten haben der Fucht aber sehr zugesetzt. So sank die Jahresernte von 2.600 Tonnen im Jahre 1981 auf unter 1.300 Tonnen in 1985. Seit den 1970-er Jahren ist das Land nicht mehr in der Lage den Bedarf von Kokosöl und Seife mit den Ernten aus dem eigenen Land zu befriedigen. * Lopinot Estate. In Arouca führt die Lopinot Road nach Norden in die Northern Range. Um 1800 legte der Franzose Charles Joseph Comte de Lopinot dort eine 193 Ha große Kakaoplantage an. Der Graf war ein Offizier der französischen Armee in Haiti. Nach der Ausrufung der Unabhängigkeit und der damit verbundenen Freilassung der Sklaven in Haiti verließ er das Land und brachte seine 100 Sklaven mit nach Trinidad. Er nannte die Plantage „La Reconnaissance“. Das Herrenhaus, die Stallgebäude, die Sklavenunterkünfte und das Gefängnis wurden restauriert und können heute besichtigt werden. Im Herrenhaus wurde ein kleines Museum eingerichtet. Öffnungszeiten: täglich von 8-18 Uhr, Eintritt frei, Führungen finden zwischen 10 und 18 Uhr statt. '''Zuckerplantagen''': Im 19. Jahrhundert war Zucker trotz der überwältigenden Probleme noch immer die bedeutendste Einnahmequelle der Insel Trinidad. In den 1880-er Jahren gab es noch über 300 selbstständige Zuckerrohrplantagen. Ein Jahrhundert hatte die staatliche Carioni Gesellschaft hier das Monopol, nachdem man im Jahre 1971 51&#x202F;% der Aktien von Tate and Lyle zurückgekauft hatte. In den 1980-er Jahren wurde Zuckerrohr auf knapp 20.000 Ha angepflanzt, 20.000 Arbeitskräfte wurden in der Industrie gezählt. Die Jahresproduktion von Zucker lag zwischen 70.000 und 80.000 Tonnen. * Caroni Estate and Sugar Factory, Couva, Tel. 636-2371. Die Zuckerfabrik und die Distillerie liegen fast 40&#x202F;Km voneinander entfernt. Seit 1918 wird dort Rum destilliert. 1957 übernahm Caroni die Esperanza Estate. Deren Destillieranlagen wurden nach Caroni gebracht. 1980 wurde die Produktion ausgebaut. Neben eigenen Anbauflächen erhält Caroni Zuckerrohr von 6.000 unabhängigen Kleinfarmern. Seit 2003 wir die Caroni Gesellschaft umstrukturiert. Die Zuckerfabrik von Caroni wird geschlossen, die Fabrik von Sainte Madeleine bleibt bestehen. Der Landbesitz von Caroni, etwa 30.000 Ha geht in Staatsbesitz über und wird von einer neugegründeten Agentur verwaltet, der Estate Management and Business Development Company. Das Ziel ist, statt Rohzucker Zitrusfrüchte und Reis anzupflanzen und Milchviehzucht zu betreiben. :Der Rum wird unter den Markennamen Caroni Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, als Stallion Puncheon Rum mit 78&#x202F;% Alkohol, als Felicite Gold, White Magic Light und Special Old Cask Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol abgefüllt. Nur die leichten Rumsorten werden nach Kanada und Europa exportiert. * Champs Elysée Estate, Maraval Tal, Port of Spain. Um 1785 führte die Einwanderungspolitik des Franzosen Roumé de St. Laurent unter dem Gouverneur Don José Chacon viele französische Siedler mitsamt ihren Sklaven auf die Insel. Im fruchtbaren Maraval Tal bauten sie Baumwolle, Kaffee und Zuckerrohr an. Die Mehrheit der dort lebenden Menschen konnte kein englisch, fast alle gehörten der römisch-katholischen Kirche an. Im Jahre 1881 lebten dort 1.480 Menschen, davon waren 88 Plantagenbesitzer oder -verwalter. :Roumé de St. Laurent erwarb selbst ein großes Stück Land am Taleingang, aus dem die Champs Elysée Plantage entstand. Aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten musste seine Familie die Plantage schon bald verpfänden, später ging sie in den Besitz eines Pflanzers mit Namen Boissiere über. 1849 fasste man das ganze Tal zum Stadtbezirk Maraval zusammen. Gegen Ende des Jahrhunderts waren viele der kleinen Plantagen verschwunden. Auf den verbliebenen größeren Ländereien Champs Elysée, Moka, Haleland Park und Val de Oro wurde weiter Landwirtschaft betrieben. Heute werden nur noch auf der Paramin Plantage, westlich von Maraval, Gemüse und Gewürze angepflanzt. * Diego Martin River Estate, am Diego Martin Fluß. Direkt neben der Hauptstraße steht noch das 150 Jahre alte und 12&#x202F;m hohe Wasserrad der Zuckerplantage. Die Plantage fiel im Jahre 1897 in den Besitz der Regierung. Weitere historische Gebäude sind nicht erhalten, das einfache Plantagenhaus wurde aber wieder hergestellt. Es gibt aber noch einen Park mit Picknickplätzen und ein Mini-Museum. Das Museum ist täglich von 10-18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. * Spring Hill Estate. Um 1900 gründetet der in Frankfurt geborene Friedrich Wilhelm Mayer im fruchtbaren Arimatal in einer Höhe von etwa 400 Metern diese Plantage, um Kaffee, Kakao und Zitrusfrüchte anzupflanzen. 1908 wurde das Haupthaus fertig gestellt. Sohn Charles Mayer bewirtschaftete das Anwesen bis 1925, dann gab er auf, weil ihm der Gewinn zu gering war. 1932 kaufte der amerikanische Geologe Joseph Holmes das Land auf. Er brachte einen Stromgenerator dorthin und ließ einen Pool bauen. 1947 kauften Dr. Newcome Wright und seine Frau Asa Wright die 74 Ha große Plantage. Drei Jahre später richtete Dr. William Bebe von der New Yorker Zoologischen Gesellschaft dort eine Forschungsstation zum Studium tropischer Pflanzen und Tiere ein. 1955 verstarb Asa Wright. 1967 verkaufte ihr Mann das Gelände an die Forschungsstation. Im gleichen Jahr wurde das Herrenhaus in ein Gästehaus umgewandelt. Unter finanzieller Mithilfe der Bank of Nova Scotia wurde das Asa Wright Naturschutzgebiet eingerichtet. * Woodbrook Estate, Port of Spain. Nachdem die Siegert Familie 1875 (siehe unten) Venezuela verlassen hatte entstand in Port of Spain am Marina Square Ecke Charlotte Street die neue Angostura Fabrik. Die gleichbleibende Qualität und der weltweite Erfolg der Firma erlaubte es der Familie 1899 die 140 Ha große Woodbrook Estate zu kaufen. Die drei Brüder Alfredo, Carlos und Luis Siegert kultivierten ein Teil des Landes, zugleich planten sie eine Wohnsiedlung. Der Bau von 11 Straßen wurde in Angriff genommen, jede wurde nach einem Familienmitglied und nach Mitarbeitern des Projektes benannt. Nach dem Tod der Brüder Carlos und Luis verkaufte Alleinerbe Alfredo das Land 1911 an die Stadt Port of Spain. * '''Angostura Bitters''' Limited, Rumdistillerie, Eastern Main Road, Tel. 623-1845, Fax 623-1847. Im Jahre 1820 wanderte der preussische Chirurg Dr. Johann Gottlieb Benjamin Siegert nach Venezuela aus. Er wollte mit Simon Bolivar gegen die Spanier kämpfen. Vier Jahre später, als Leiter des Militärhospitals im Ort Angostura, am Ufer des Orinoco Flusses, entwickelte er eine Mischung aus tropischen Heilpflanzen, Gewürzen und Alkohol. Dieses Mittel „''Siegert´s Aromatic Bitters''“ sollte den von Tropenkrankheiten geschwächten Soldaten zu neuer Kraft verhelfen. Soldaten und Schiffsbesatzungen machten die Tinktur auf der ganzen Welt bekannt. 1850 verließ Dr. Siegert die Armee um sich vollständig der Produktion seines gefragten Elixiers zu widmen. 1875 verließ die Siegert Familie das krisengeschüttelte Venezuela wo ein politischer Diktator auf den anderen folgte und ließ sich in Trinidad nieder. :Im Jahre 1903 starb Carlos Siegert, zwei Jahre später sein Bruder Luis. Alfredo Siegert war nun einziger Kenner der geheimen Formel für Angostura. In der Folgezeit spekulierte er mit großen Geldmengen in verschiedenen Sektoren, verlor das Geld und auch die Firma. Amerikanische und kanadische Geschäftsleute versuchten erfolglos, die Fabrik im Ausland anzusiedeln. :1936 begann die Firma Angostura Bitters unter der Leitung von Robert W. Siegert, einem Enkel des Gründers, Alkohol zu brennen, dazu wurde eine Tochtergesellschaft, die Trinidad Distillers Ltd. gegründet und die Fernandes Rumbrennerei aufgekauft. Das Rezept für Angostura Bitters ist eines der bestgehüteten Geheimnisse der Karibik. 1960 wurden die Produkte von Angostura bereits in 140 Länder exportiert. Die Jahresproduktion von 1.3 Millionen Liter wurde bis 1998 auf 20 Millionen Liter gesteigert. :Das Besucherzentrum, Tel. 623-1841 im Ortsteil Laventille in Port of Spain ist geöffnet. Führungen finden dort montags bis freitags um 9.30, 13.30 und 14 Uhr statt, Führungen kosten 8 US $. :Die Distillerie kauft ihre Melasse von verschiedenen Zuckermühlen im Lande und vergärt und destilliert den Rohstoff in einer eigenen Brennerei. Der Rum wird unter dem Markennamen Royal Oak als 43 %-iger Rum verkauft. Weitere Markennamen sind Old Oak White und Old Oak Gold. 1973 erwarb man die auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindliche Distillerie Fernandes. Der Rum von dieser Destille wird unter den Markennamen Forres Park Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, Fernandes Vat 19, Fernandes Black Label, Ferdi´s Premium Rum und Crystal White Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol vertrieben. Daneben werden leichtere Mischgetränke hergestellt: Caribbean Club Rum Punch, Limbo Drummer, Lemon Lime & Bitters, Blu Vodka und Correla´s. :Das Grundprodukt Angostura Bitters ist eine aromatische Lösung mit 44,7&#x202F;% Akoholanteil. Man verwendet es hauptsächlich zur Verfeinerung von Mixgetränken, aber auch in Fisch- und Fleischgerichten, für Gemüse, Kuchen, Marmelade, Pudding, in Salaten und Suppen. * Fernandes Distillers, Fernandes Industrial Centre, Eastern Main Road, Laventille, Tel. 623-2101, 623-2501, Fax 623-1847. Als das Trinidad & Tobago Rum Bond Lager im Jahre 1932 abbrannte, nutzte der Besitzer der Fernandes Distillery, Joseph Bento Fernandes, die Gunst der Stunde. Er kaufte die angesengten Rumfässer günstig auf stellte fest, dass der Rum darin von besonderer Güte war. Dieser Rum wurde unter dem Namen „1919 Super Premium Rum“ verkauft. 1919 war das Jahr, in welchem die Fässer gefüllt worden waren. === Trinidad´s Eisenbahn === Schon kurz nach 1800 waren es die Großhändler, Kaufleute und Plantagenbesitzer, die bei der Kolonialverwaltung nach besseren Verkehrsverbindungen fragten. Doch wenig oder nichts geschah. Ebenso oder ähnlich verhielt es sich mit der Eisenbahn. Um 1846 wurde die '''Trinidad Railway Company''' gegründet. Man begann mit der Vermessung von möglichen Fahrlinien, kam aber zu der Überzeugung die Finanzierung sei nicht möglich. Im Jahre 1859 entstand dann die erste privat finanzierte Linie von Princes Town zum Hafen von San Fernando. Man nannte sie die Pflanzerlinie, da zunächst nur landwirtschaftliche Produkte an zur Kings Wharf gebracht wurden, zum weitertransport auf Schiffen rund um die Insel. Die Wagen wurden von Pferden oder Mulis gezogen. Auf Grund des öffentlichen Drucks wurde das Angebot auf den Personentransport ausgedehnt, auch die Post wurde nun mit der Eisenbahn transportiert. Diese Linie wurde unter dem Namen '''Cipero Tramroad''' bekannt. Sie existierte bis 1920, dann ging sie an die Trinidad Government Railway über. 1873 begann man mit dem Bau einer Bahnverbindung von Port of Spain nach Arima. Der Ausgangspunkt war der South Quay in Port of Spain, über San Juan und St. Joseph verlief die Linie bis nach Arima. Am 31. August 1876 wurde die Linie in Betrieb genommen. Die Eisenbahngesellschaft, offiziel Trinidad Government Railway, wurde gegründet. Ursprünglich sollte sie nur das reiche Landwirtschaftsgebiet um den Ort Arima herum mit dem Hafen von Port of Spain verbinden. Nun gab es aber eine kleine Eisenbahn Manie. Jeder einflußreichere Plantagenbesitzer verlangte die Anbindung seiner Farm an das Eisenbahnnetz. Schon im Januar 1880 gab es eine Verbindung nach Couva im Süden, bis 1882 wurde die Linie nach San Fernando fertig gestellt. Der Erfolg der Eisenbahnlinie nach Arima war überwältigend. Bis 1896 wurde sie nach Gunapo erweitert und 1897 wurde Sangre Grande erreicht. Im Jahre 1897 entstand an der Südlinie bei Cunupia ein Abzweig durch das Tal des Caparo Flusses nach Tabaquite. Nachdem man im Südwesten von Trinidad große Ölvorkommen gefunden hatte wurde die Eisenbahnlinie von San Fernando aus im Jahre 1913 bis nach Siparia verlängert. Im Jahre 1914 hatte das Netz dann seine größte Ausdehnung mit dem Ausbau bis nach Rio Claro. Die Länge des Schinennetzes betrug nun 173&#x202F;Km. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurden diese Eisenbahnwagen von Pferden gezogen. 1910 gab es die erste Motor-Bus-Verbindung in Trinidad. Die beiden Geschäftsleute Newallo und Asgarelli Syne betrieben '''Syne´s Bus Service'''. Mit der Zentrale in Icacos fuhren ihre Busse von dort über San Fernando bis nach Siparia und St. James in Port of Spain. Bis zum Beginn des I. Weltkrieges war dies das einzige Busunternehmen des Landes. Bis zum Jahre 1920 stieg die Zahl von angemeldeten Motorautos von etwa 100 auf 1.176. Im gleichen Jahr eröffnete Charles Ross eine Buslinie zwischen Four Roads und Macqueripe. Ab 1923 verzeichnete die Eisenbahn einen deutlichen Einbruch bei ihren Fahrgastzahlen. Trotzdem blieb die Eisenbahn ein Erfolg. Erst nach der Unabhängigkeit führte ein Missmanagement der Regierung zum Zusammenbruch des Eisenbahnverkehrs. Die Trasse der Linie von Port of Spain nach Arima, die mehr oder weniger parallel zur Eastern Main Road verläuft, wurde zur Fahrbahn nur für Express-Busse und Maxi-Taxi umgebaut. An das Zeitalter der Eisenbahn erinnert die Lokomotive Nr. 11, sie steht als Denkmal in der Harris Promenade von San Fernando. Ein zweites Exemplar befindet sich im Busdepot von Port of Spain. == Sprache == Amtssprache ist englisch. Besonders auf Trinidad wird aber auch verbreitet Französisch, Spanisch, Hindi und Chinesisch gesprochen. Daneben gibt es ein überwiegend englisches Patois. == Anreise == * {{vCard |type=airport |name=Piarco International Airport |wikidata=Q788810 |address=Golden Grove Road, Piarco |phone=669-4101 |fax=669-2319 |description=Landebahn 10/28, 10.440 × 151 Feet (3.182 × 46 m). Airport Authority of Trinidad & Tobago, Piarco Airport, Tel. 669-4101. Einreisebehörde, Immigration, Piarco Airport, Tel. 669-5859, Zollbehörde, Customs, Piarco Airport, Tel. 669-4361. |url=https://piarcoairport.com }} * '''Schiffsverbindungen''': Zwischen Trinidad und Tobago gibt es einen regeläßigen Fährverkehr. Der Hafen von Port of Spain wird von Kreuzfahrtschiffen angelaufen. == Mobilität == Achtung: '''Linksverkehr'''! Für das Fahren von Mietwagen wird für 90 Tage ein in Deutschland ausgestellter gültiger Internationaler Führerschein anerkannt. Wer länger im Lande ist muss eine nationale Fahrerlaubnis beantragen. Licening Department, Wrightson Road, Port of Spain. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 50 km/h, nur auf einigen Schnellstraßen darf man 80&#x202F;km/h fahren. Von der Hauptstadt Port of Spain gibt es eine autobahnähnliche Schnellstraße in Richtung Osten bis nach Arima und etwas darüber hinaus. Etwa 9&#x202F;km hinter Port of Spain zweigt davon eine Schnellstraße nach Süden ab, über die Stadt Chaguanas führt sie bis nach San Fernando. Die Eisenbahnlinie von Port of Spain nach Arima wurde eingestellt. Die ehemalige Bahntrasse wurde aus- und umgebaut, dies ist heute der Fahrweg für Expressbusse und Maxi Taxi. == Aktivitäten == * Naturbeobachtungen, hauptsächlich die Vogelwelt. * Strandleben, in Trinidad ist es nicht so ausgeprägt wie im Rest der Karibik. An der Nordküste findet man nur einzelne kleine Sandbuchten. Das Wasser an den kilometerlangen Stränden der Ostküste ist trüb, bedingt durch die Einschwämmungen des nahen Orinoco in Venezuela. Die Westküste ist verschmutzt durch intensive Bohrarbeiten der Erdölindustrie. * Wanderungen, hauptsächlich im Bereich der Northern Range. [[File:TnT Caroni Swamp 2.jpg|thumb|right|Caroni Swamp]] * Caroni Swamp: Sumpfgebiet im Mündungsbereich des Caroni River, durch das geführte Touren angeboten werden. Hauptattraktion ist eine riesige Kolonie Scharlachsichler, die am späten Nachmittag von ihren Fressrevieren zu ihrem Ruhegebiet zurückkehren. Ganz selten können Wasserschlangen oder Kaimane beobachtet werden. == Küche == Die Küche von Trinidad spiegelt die Zusammensetzung der Bevölkerung wieder. Neben der traditionallen karibischen Küche findet man heute viele chinesische, libanesische und syrische Einflüsse. Einen sehr großen Anteil an den Restaurants und Essgewohnheiten hat der indische Bevölkerungsanteil. Dadurch gibt es große Unterschiede zu den Restaurants auf der Insel Tobago. * '''Callaloo soup''' ist eine Suppe aus den spinatähnlichen Dasheenblättern mit allerlei Gewürzen und Krebsfleisch, stellenweise wird sie auch sehr scharf gewürzt. '''Dhal''' ist eine indische Suppe aus roten Linsen. * '''Buljol''' nennt man Saltfish, der zusammen mit Avocados, Paprika, Tomaten und Zwiebeln in Olivenöl gedünstet wird. * Ham´n Hops oder einfach nur '''Hops''' ist eine knusprige Brötchenart mit Schinkenfüllung. * '''Pastelles''' sind gefüllte Maismehltaschen die in Sohareeblättern gegart werden, ein klassisches Street Food. Die Füllung besteht aus angebratenes Rinderhack, Tomaten, Worcestershiresauce, diversen Gemüsen und Kräutern Besonders zu Weihnachten werden auch Oliven, Kapern und Rosinen dazugemischt. <gallery mode="packed" heights="150"> Callaloo-mit-Shrimps-GT.jpg|Callaloo soup mit Shrimps Buljol (Salted cod, oil, onions, tomatoes, pepper, boiled eggs).jpg|Buljol (gesalzener Kabeljau, Öl, Zwiebeln, Tomaten, Paprika, gekochte Eier) FOOD Pastelle open.jpg|geöffnete Pastelle </gallery> * Reis, der mit Kokosnußmilch gekocht wird erhält eine bräunliche Farbe. Auf vielen Karibikinseln wird er mit roten Bohnen vermischt zu jedem Essen angeboten. Auf Trinidad heißt er nicht „rice and peas“ sondern '''Pelau''', dazu gibt es im allgemeinen Hühnerfleisch, Paprikagemüse und alles ist scharf gewürzt. * Zu vielen Gerichten gehört '''Dumplin'''. Dumplins sind fingerdicke, längliche Klöße aus Wasser und Mehl, die in die Suppe oder Sauce gegeben werden. * '''Souse''' ist keine Soße sondern gekochtes Schweinefleisch, das mit Gurken, Paprika und Zwiebeln serviert wird, wir kennen es besser als Sülze. * '''Cascadura''' ist Fisch, den es nur in Trinidad gibt, der mit viel Curry gekocht wurde. <gallery mode="packed" heights="150"> Trinidadian Chicken Pelau (15399269506).jpg|Chicken Pelau </gallery> * '''Saltfish''' kommt überwiegend aus Norwegen und ist in der Karibik inzwischen ein teures Lebensmittel geworden. Der frisch gefangene Fisch wird dort ausgenommen, gewaschen, gesalzen und auf langen, dünnen Stangen aufgereiht und luftgetrocknet. * '''Black Pudding''' ist eine Blutwurst die viele Zwiebeln, Knoblauch und Gewürze enthält, sie gilt warm oder auf Brot als absolute Delikatesse. * '''Black cake''' ist ein sehr schwerer Kuchen aus dunklem Teig, der Teig wird mit Trockenfrüchten vermischt, die zuvor in Cherrybrandy und Rum eingeweicht wurden. * Das einheimische '''Bier''' trägt die Namen Carib, Heiroun und Stag Lager Beer. Auf der Insel wird aber auch Guinness, Mackeson und Stout in Lizenz abgefüllt. Die bekanntesten '''Rumsorten''' der Insel sind Old Oak und VAT 19. * Daneben gibt es unzählige '''alkoholfreie''', soganannte Soft Drinks, die meistens nur extrem süß und nach Chemie schmecken. == Feiertage == Zusätzlich zu den gesetzlichen Feiertagen die für die beiden Inseln Trinidad und Tobago gelten, gibt es auf der Insel Trinidad eine Vielzahl von religiösen Veranstaltungen und Feierlichkeiten, die teilweise auch zu nationalen Feiertagen geworden sind. === religiöse (regionale) Feiertage === * '''Divali''' oder '''Diwali''', dieses hinduistische Fest ist dem Licht gewidmet, es wird in verschiedenen Orten Trinidads auch als Ramleela Festival gefeiert. Mit dem Fest wird in Indien die Rückkehr von Lord Rama in sein Königreich Ayodha nach 14-jährigem Exil gefeiert. Zu Ehren seiner Ankunft erleuchteten seine Untertanen die Straßen mit tausenden von Öllampen. Dieses Fest wird im November auf ganz Trinidad gefeiert. Diviali bedeutet der Triumph des Guten über das Böse. Es wird zu Ehren der Göttin Lakshmis gefeiert, die Liebe, Schönheit, Reichtum und Licht verkörpert. In der Divalinacht werden auf der ganzen Insel mit Kokosöl gefüllte Tonschalen aufgestellt und angezündet. * '''Eid-ul-Fitr''', das moslemisches Neujahrsfest. Dies ist kein festes Datum, das Fest wird am Neumondtag des Fastenmonats Ramadan gefeiert. * '''Ganga Dashara'''. Am Fluß Marianne River im Ort Blanchisseuse feiern die Hindus ihr Reinigungsritual. * Das '''Hosey Festival''' wird in Trinidad seit 1884 gefeiert, es erinnert an den Krieg von Kerbala im Jahre 640. Die ursprüngliche, drei Nächte dauernde Trauerprozession wurde bis vor 40 Jahren nach strengen Regeln durchgeführt. Seitdem hat man sich an die Mentalität der Inselbewohner angepaßt. Heute finden die Prozessionen in den Monaten Februar und März in St. James, Cedros, Couva und Tunapuna statt. * '''La Divina Pastora Festival''', katholische Kirche, Siparia. Bei dieser Prozession am zweiten Sonntag nach Ostern wird die Schwarze Madonna durch die Straßen getragen. Diese Feier ist bei den Hindus auch als Soparee Mai bekannt. * '''Phagwa''', das Neujahrsfest der Hindus findet im März statt. In Trinidad ist es seit der Landung der ersten Inder im Jahre 1845 bekannt. * '''Ramleela''', ein Hindufest, das in über 20 Gemeinden gefeiert wird. * '''Santa Rosa Festival'''. Dieses Fest der kleinen Cariben Gemeinde wird im Juli gefeiert. Am 28. August findet eine gleichnamige Feier in Arima statt. Dort wurde 1775 eine Kapelle zum Gedenken an die Schutzheilige Santa Rosa de Arima gebaut. == Sicherheit == Auf Trinidad werden Drogen, insbesondere Marihuana angeboten. Der Besitz kleinster Mengen ist verboten und wird schwer bestraft. Wertgegenstände sollten im Hotelsafe hinterlegt werden. Zimmertüren und Mietwagen immer verschließen. Nachts sollte man nicht allein unterwegs sein und dunkle Orte generell meiden. Die hohe Zahl von arbeitslosen Jugendlichen führt zu wachsender Kriminalität gegen Touristen. == Klima == {{Klimatab-col |ort= |sourcelink= |sourcetext= |xt=ja|xtjan=31|xtfeb=31|xtmar=32|xtapr=32|xtmai=32|xtjun=32|xtjul=31|xtaug=31|xtsep=32|xtoct=32|xtnov=32|xtdec=31 |nt=ja|ntjan=21|ntfeb=20|ntmar=20|ntapr=21|ntmai=22|ntjun=22|ntjul=22|ntaug=22|ntsep=22|ntoct=22|ntnov=22|ntdec=21 |rm=ja|rmjan=70|rmfeb=45|rmmar=50|rmapr=55|rmmai=100|rmjun=190|rmjul=225|rmaug=250|rmsep=200|rmoct=175.0|rmnov=185|rmdec=125 }} == Literatur == === Landkarten === * {{Karte |Titel=Trinidad |Maßstab=1 : 150.000 |Hrsg=Mapping & Control, Lands & Surveys Division, Ministry of Planning & Mobilization, Government of the Republic of Trinidad & Tobago}} == Weblinks == {{GeoData| lat= 10.41611| long= -61.34444| radius= }} {{IstInKat|Trinidad und Tobago}} {{class-3}} nabby3wwhodbqc5sn2tdrdlyt3thh7e 1804868 1804867 2026-09-19T07:48:20Z DocWoKav 14575 /* Weitere Ziele */ Geänderte vCard für Maracas Bay 1804868 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region}} '''Trinidad''' ist eine Insel in [[Trinidad und Tobago]]. Auf Trinidad sind vor allem die vielfältige Natur, der berühmte Karneval, die Strände und der artenreiche Regenwald interessant. == Regionen == === Politische Einteilung === Trinidad und Tobago gliedert sich in elf ''regions'', drei ''boroughs'' und zwei ''cities''. Eine ''region'' ist einem Bundesland vergleichbar, ein ''borough'' einer kreisfreien Stadt und eine ''city'' einem Stadtstaat wie Hamburg oder Berlin, wobei das Konstrukt des ''borough'' aus dem englischen Rechtsraum stammt und im deutschsprachigen Raum unbekannt ist. ''cities'' sind [[Port of Spain]] und [[San Fernando (Trinidad und Tobago)|San Fernando]], ''boroughs'' sind [[Arima]], [[Chaguanas]] und [[Point Fortin]]. === Geographische Aufteilung === * Northern Range: Dieser Höhenzug erstreckt sich auf einer Länge von 65&#x202F;Km entlang der Nordküste. Die Nordküste ist steil und felsig. Dort findet man keine durchgehende, befahrbare Straße. Das ganze Gebiet ist überhaupt wenig erschlossen, damit ein wahres Paradies für die Tierwelt. Einzig von Port of Spain aus und entlang der Ostküste gibt es Straßenverbindungen zur Nordküste. Von Arima aus kann man auf teilweise sehr schlechter Straße nach Norden vordringen. Die höchsten Erhebungen sind der Berg "El Tucuche" mit 936&#x202F;m und der "El Corre de Aripo" mit 940&#x202F;m. Nordwestlich von Arima findet man eine größere Anzahl von Höhlen. * Der Ost-West-Korridor ist eine Ebene am Fuße der Northern Range. Es ist das am dichtesten bebaute und besiedelte Gebiet der Insel. Von der Matura Bay im Osten reicht die Ebene bis zur Hauptstadt Port of Spain im Westen. In Port of Spain beginnend erreicht man übergangslos die Städte San Juan, St. Joseph, Curepe (mit dem Ortsteil St. Augustine und der Universität), Tunapuna, Arouca (mit dem internationalen Flughafen Piarco im Süden), Valencia und Sangre Grande. Das bebaute Gebiet ist dort zwischen zwei und sieben Kilometer breit. Auf nördlicher Route erreicht man alle Orte auf der Straße Eastern Main Road. Mehr oder weniger parallel dazu gab es dort früher eine Eisenbahnlinie von Port of Spain bis nach Arima. Die ehemaligen Gleisanlagen sind einer Straße gewichen, die für den Busverkehr reserviert ist, die "Priority Bus Route". Auf südlicher Route wurde der autobahnähnliche "Churchill Roosevelt Highway" als entlastungsstraße gebaut. * Central Range: Dieser Höhenzug ist wesentlich flacher, er erstreckt sich leicht schräg, nördlich von San Fernando im Westen bis nach Manzanilla im Osten. * Im Süder der Central Range findet man wieder flaches Land, es riecht dor überall nach Erdöl. Überall wird Erdgas und -öl gefördert. Zwischen San Fernando und Point Fortin befindet sich einer vor drei bekannten Teer-Seen dieser Erde. Weit verbreitet sind Schlammvulkane. * Die Southern Range, auch "the Deep South" genannt, also der tiefe Süden bildet als flacher Höhenrücken den Abschluss. == Orte == {{mapframe}} * {{vCard | name = Port of Spain | type = city | wikidata = Q39178 | description = Die Hauptstadt Trinidads ist das wichtigste politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Insel. Besonders bekannt ist die Stadt für den Trinidad Carnival, Museen, historische Gebäude und das lebendige Stadtviertel rund um die Queen’s Park Savannah. }} * {{vCard | name = Arima | type = city | wikidata = Q661405 | description = Arima liegt am Rand der Northern Range und ist eine der älteren Städte Trinidads. Sie ist für ihre indigene Kultur, traditionelle Feste und ihre Nähe zu den tropischen Waldgebieten im Norden bekannt. }} * {{vCard | name = Chaguanas | type = city | wikidata = Q1444575 | description = Sie ist eine lebhafte Handelsstadt mit zahlreichen Geschäften, Märkten und Einkaufszentren. Besonders interessant sind die vielfältige Bevölkerung sowie die starke indisch-trinidadische Kultur. }} * {{vCard | name = Couva | type = city | wikidata = Q2602007 | description = Couva ist eine moderne Stadt mit Einkaufszentren, Restaurants und verschiedenen Freizeiteinrichtungen. Sie spielt außerdem eine wichtige Rolle im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben Trinidads. }} * {{vCard | name = San Fernando | type = city | wikidata = Q1023712 | description = Sie ist eine der wichtigsten Städte Trinidads und ein bedeutendes Handels- und Kulturzentrum. Sehenswert sind unter anderem die Innenstadt, Märkte, Geschäfte und verschiedene kulturelle Veranstaltungen. }} * {{vCard | name = Princes Town | type = city | wikidata = Q1011576 | description = Eine kleinere Stadt mit einer ruhigen Atmosphäre und einer langen Geschichte. Sie ist vor allem für ihre lokalen Märkte, traditionellen Veranstaltungen und den Einfluss der Zuckerindustrie auf die regionale Geschichte interessant. }} * {{vCard | name = Penal | type = city | wikidata = Q2510034 | description = Penal ist vor allem durch seine indisch-trinidadische Bevölkerung und deren kulturelle Traditionen geprägt. Es gibt lokale Märkte, Geschäfte und Restaurants sowie religiöse Feste. }} * {{vCard | name = Point Fortin | type = city | wikidata = Q786957 | description = Point Fortin ist vor allem durch die Erdöl- und Erdgasindustrie geprägt, besitzt aber auch ein aktives gesellschaftliches und kulturelles Leben. Die Stadt ist außerdem für Veranstaltungen und traditionelle Feste bekannt. }} * {{vCard | name = Siparia | type = city | wikidata = Q3493381 | description = Siparia ist eine traditionsreiche Stadt, die besonders für religiöse Feste und kulturelle Veranstaltungen bekannt ist. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Verehrung der „Siparia Devi“, wodurch die Stadt für Besucher kulturell besonders interessant ist. }} weitere Orte sind; [[Blanchisseuse]], [[Manzanilla]], [[Maracas Bay]], [[Mayaro]], [[Piarco]], [[Tunapuna]] == Weitere Ziele == * {{vCard | name = Maracas Bay | type = beach | wikidata = Q49384384 | description = Einer der bekanntesten Strände Trinidads, umgeben von grünen Bergen und beliebt zum Baden und Entspannen. }} Pitch Lake – Ein außergewöhnlicher natürlicher Asphaltsee bei La Brea und eine der bekanntesten geologischen Sehenswürdigkeiten der Karibik. Caroni Bird Sanctuary – Ein großes Feuchtgebiet, das besonders für seine zahlreichen Vogelarten und die roten Trinidad-Schreivögel bekannt ist. Asa Wright Nature Centre – Ein bedeutendes Naturreservat, das für seine tropische Pflanzenwelt und die große Vielfalt an exotischen Vögeln bekannt ist. Pigeon Point – Ein idyllischer Strand mit türkisfarbenem Wasser und Palmen, der zu den beliebtesten Ausflugszielen der Region gehört. Nylon Pool – Eine natürliche, flache Sandbank im Meer mit besonders klarem Wasser, die sich hervorragend zum Schwimmen und Schnorcheln eignet. Argyle Waterfall – Der höchste Wasserfall Tobagos, der von üppigem tropischem Regenwald umgeben ist und über einen Wanderweg erreicht werden kann. Temple in the Sea – Ein hinduistischer Tempel, der symbolisch im Meer errichtet wurde und die religiöse und kulturelle Vielfalt Trinidads widerspiegelt. Fort King George – Eine historische Festungsanlage aus der Kolonialzeit mit Kanonen, alten Gebäuden und einem weiten Blick über die Umgebung. Main Ridge Forest Reserve – Eines der ältesten geschützten Regenwaldgebiete der Welt mit Wanderwegen und einer außergewöhnlichen Artenvielfalt. == Hintergrund == === Landesbeschreibung === Geologen und Faunisten zählen Trinidad und Tobago zu Südamerika, nicht zu den Karibischen Inseln. Vor vermutlich noch 10.000 Jahren waren die Inseln mit dem südamerikanischen Festland verbunden. Heute ist die Insel Trinidad durch eine 11&#x202F;km breite Meerenge von Venezuela getrennt. Die Insel Trinidad hat eine etwa rechteckige Form, deren Westküste durch den Golf von Paria tief eingeschnitten ist. Die Nord-Süd Ausdehnung beträgt 83&#x202F;km. Entlang der Nordküste verläuft eine flache Bergkette, die bis zu 940&#x202F;m hoch aufragt, die Northern Range. Dort findet man eine Vielzahl von Höhlen und Wasserfällen. Sie ist Erdgeschichtlich der östlichste Ausläufer der südamerikanischen Anden. Dort hat die Insel eine Breite von 86 km, vom Golf von Paria zur Ostküste sind es an der schmalsten Stelle nur 48 km, während sie an der Südküste 104&#x202F;km mißt. An der Ostküste ließen sich 1783 französische Siedler südlich von Manzanilla nieder, wo sie zwölf aneinandergrenzende Kokosplantagen anlegten, die noch heute die Landschaft prägen. Die Nord- und Südküste sind wenig erschlossen. Dort gibt es keine durchgehenden Straßenverbindungen. Abgesehen von der Churchill Roosevelt und der Uriah Butler Schnellstraße sind alle anderen Straßenverbindungen auf der Insel nicht sehr gut. Bis 1957 war die Southern Main Road die Hauptstraße zwischen dem Norden und dem Süden. Dann wurde der Princess Margaret Highway als Schnellstraße zwischen Port of Spain und Chaguanas gebaut. Inzwischen wurde die Straße umbenannt in Uriah Butler Highway. Während des ersten Ölbooms in den 1970er Jahren wurde diese Schnellstraße als Sir Solomon Hochoy Highway bis nach San Fernando erweitert. Es gibt inzwischen Ausbaupläne bis nach Point Fortin. In West Ost Richtung verbindet der Beetham Highway Port of Spain mit dem Uriah Butler Highway. Von dort aus führt der Churchill Roosevelt Highway weiter bis zu seinem derzeitigen Ende, drei Kilometer hinter Arima. In diesem sogenannten Ost-West Korridor der sich von Chguaramas bis nach Arima am Fuße der Northern Range Hügelkette entlangzieht lebt über die Hälfte der Inselbevölkerung. Fast die Hälfte von Trinidad ist noch bewaldet. Die Insel hat aber keine ausgeprägte Tourismusindustrie. Dafür besitzt Trinidad die einzigen größeren Erdgas und -ölvorkommen aller Karibikinseln. Vor Point Lisas befinden sich große Erdgasfelder im Meer. Dort findet man deshalb die größte Industrieansammlung. Neben Eisen und Stahl gibt es vier Methanolproduzenten und sechs Anlagen für die Ammoniumproduktion. 1999 begann man mit dem Bau einer Aluminiumschmelze. Am Galeota Point und in Pointe a Pierre stehen Erdölraffinerien. Erst 1998 hat die Amoco Trinidad Oil Company neue große Erdölfelder vor der Küste von Trinidad gefunden. Im ganzen Süden der Insel wird Erdöl gefördert. Dort gibt es auch mehrere Schlammvulkane. Vor der Nordwestküste liegen mehrere Inseln, die zum Territorium von Trinidad und Toabago gehören. * '''Diego Islands''': Zu den Diego Islands gehören die Inseln Carrera und Cronstad Island. Sie liegen etwas mehr als 500&#x202F;m vor der Halbinsel Point Gourde. Die Insel Carrera hat eine Ausdehnung von 420 x 270 Metern, seit dem Jahre 1877 ist sie Gefängnisinsel. Angeblich ist sie so sicher wie das amerikanische Alcatraz. * '''Five Islands''': Die Inselgruppe Five Islands besteht aus den fünf Inseln Caledonia, Craig, Lenagan, Nelson und Rock. * '''Insel Chacachacare''': Die Insel befindet sich fast auf halbem Wege nach Venezuela. Die Strömung in der Meerenge ist stark und gefürchtet. Seeleute nennen die Durchfahrt Boca del Drago oder „dragon´s mouth“, also Drachenmaul. Die Insel hat eine Ausdehnung von 15&#x202F;km in der Länge und 3&#x202F;km in der Breite, sie ist 8&#x202F;km von Trinidad entfernt. : Die Überfahrt von Chaguaramas dauert je nach Wetterlage etwa eine Stunde. Seit dem Jahre 1877 befand sich auf der Insel eine Leprakolonie, seit 1984 ist sie unbewohnt. : Im Jahre 1885 wurde nahe der Perruquier Bay auf dem höchsten Punkt der Insel, 818 m, ein Leuchtturm gebaut, er ist immer noch im Betrieb. Auf der Ostseite befindet sich die tief eingeschnittene Bucht Chacachacare Bay. Auf der gegenüberliegenden Inselseite liegt die La Tinta Bay. Sie hat schwarzen Sandstrand und wurde jahrelang als Versteck für Schmuggelgut genutzt. : Bei Chapelle Bay findet man einen Salzsee. * '''Insel Gaspar Grande''': Die Insel ist rund 2&#x202F;km lang und 800&#x202F;m breit, sie ist auch unter dem Namen Gasparee Island bekannt. Ihr Name geht auf den früheren Besitzer Don Gaspar de Percin zurück. Sie liegt nur einen Kilometer vor der Küste. Von der Crews Inn Marina in Chaguaramas fahren Boote in 20 Minuten dorthin. Die Überfahrt von Chaguanas zur Südseite kostet 40 TT $, zur Ostseite 30 TT $. Im allgemeinen fahren die Boote zum Point Baleine, wo es zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Walfangstation gab. Heute befindet sich dort eine kleine Marina und Picknick Plätze. : Im 19. Jahrhundert wurde auf der Insel noch Baumwolle angebaut. : Die kleine Bombshell Bay am Ostende ist zum Baden geeignet. Auf dem Bombshell Hill befand sich ein Fort. : Die Gasparee Caves sind ein Netzwerk von Tropfsteinhöhlen, es gibt dort sogar einen kleinen See. Der Zugang ist nur mit Genehmigung der Chaguaranas Development Authority und mit Führung eines registrierten Tourunternemers möglich. Sie sind täglich von 9-15 Uhr geöffnet, Eintritt: 10 TT $. : Innerhalb von 25 Minuten kann man zur anderen Inselseite laufen, dort findet man Geschützstellungen aus dem II. Weltkrieg. : Seit den 1980er Jahren befand sich dort auch das Fantasy Island Resort mit Restaurant, Cafe und Pool. Tel. 678-9001. : Bayview Beach Resort & Marina, Tel. 678-9001-02 * '''Insel Huevos''': Die kleine, länglich, schmale Insel Huevos befindet sich in Privatbesitz. Sie ist unbewohnt und Brutplatz für Seevögel. * '''Insel Monos''': Monos liegt nur etwa 650&#x202F;m vom Entrada Point entfernt und hat zwei Landestege in der Morris Bay und in der Grand Fond Bay. Sie ist dicht bewaldet und nicht dauerhaft bewohnt. Es gibt dort aber eine zunehmende Anzahl von Ferienhäuser von reichen Trinis. Früher gab es in der Turtle´s Bay eine Walfangstation. Dort ist noch einer der Kupferkessel erhalten, in dem das Walfett gekocht wurde. === Geschichte === Über die allerersten Inselbewohner ist nichts bekannt, man nimmt aber an, dass schon 5.000 Jahre vor Christi Geburt Indianerstämme aus Südamerika auf Trinidad und Tobago gelebt haben. Auf dem Weg in den Norden haben Ciboney-Indianer als Sammler und Jäger vermutlich zuerst die Insel Trinidad besiedelt. Zwischen 100 und 1000 nach Christus folgten ihnen höher entwickelte Ignerie-Indianer und Taino-Indianer vom Stamm der Arawaks aus dem Orinokogebiet, die schon Landwirtschaft betrieben. Im 13. Jahrhundert überfielen kriegerische Carib-Indianer die friedlichen Arawaks, töteten die Männer und nahmen sich die Frauen. Auf seiner dritten Reise entdeckte '''Christopher Kolumbus''' auf südlicher Route segelnd diese Insel im Sommer 1498. Er nannte die Insel ''La Isla de la Trinidad'', Insel der Dreifaltigkeit, und umfuhr sie im Uhrzeigersinn. Einen Tag später verließ er sie um die Insel [[Grenada]] zu erreichen. Zu dieser Zeit lebten noch geschätzt 35.000 Indianer auf den beiden Inseln; Arawaks im Südosten und Carib-Indianer im Norden und Westen in der Gegend von Arima, Mucurapo und Port of Spain. Erst 1532 betrat '''Don Antonio Sedeno''' beim Fischerdorf Cumucarapo, das heute Mucarapo heißt, als erster spanischer Entdecker die Insel. 50 Jahre später kam eine größere Gruppe von Siedlern mit dem spanischen Soldatenführer '''Don Antonio de Berrio y Oruna''' und dessen Leutnant Domingo de Vera auf der Suche nach dem berühmten Gold von El Dorado auf die Insel. An der Ostküste bauten sie die Siedlung San José de Oruna, das heutige St. Joseph, dort wurde auch die Inselverwaltung angesiedelt. In der Indianersprache hieß der Ort Caroni. Er wurde 1595 durch den britischen Seefahrer '''Sir Walter Raleigh''' zerstört, Berrio y Oruna wurde gefangen genommen. Die älteste Kirche der Insel, die St. Joseph Catholic Church aus dem Jahre 1593, blieb aber erhalten. Die ist zugleich der älteste Kirchenbau auf Trinidad. 1699 rebellierten die Indianer gegen die spanischen Missionierungsversuche. Missionare und der Gouverneur wurden dabei getötet. Soldaten wurden gegen die Indianer eingesetzt. Die Armee trieb die Indianer bis zur Nordostspitze der Insel. Bei dem Ort Toco stürzten sich viele Indianer ins Meer. Zehn Jahre später wurden die Missionsstationen abgeschafft. 1739 gab es auf der Insel eine Pockenepedemie, an der ein großer Teil der Bevölkerung starb. Nach wiederholten Angriffen von Piraten auf den Ort San José de Oruna, heute Saint Joseph, verlegte der '''Gouverneur Pedro de la Moneda''' den Regierungssitz im Jahre 1757 nach Puerto de Espana, dem heutigen ''Port of Spain''. Da die Insel nur sehr schwach besiedelt war und Spanien fürchtete, die Insel könne dadurch leicht von England eingenommen werden, lockte der spanische '''Gouverneur Manuel Falques''' 1776 katholische Siedler mit Steuererleichterungen ins Land. Er brachte der Insel etwas wirtschaftlichen Aufschwung und veranlasste die Gründung des Ortes San Fernando. Mit Hilfe von Sklavenarbeit entstanden Zuckerrohr- und Baumwollplantagen. 1784 schickte Spanien seinen fähigsten Gouverneur, '''Don José Maria Chacon''', auf die Insel. Unter seiner Führung wuchs die Bevölkerung auf fast 18.000 Menschen an. Davon waren nur 2.000 Weiße, über 10.000 waren afrikanische Sklaven und knapp 1.000 waren Indianer, der Rest bestand aus freien Mischlingen. Im Jahre 1795 kam es zum Krieg zwischen Spanien und England. Im Mai 1796 lief das britische Schiff „H. M. S. Lebra“ unter der Führung von '''Sir Ralph Abercromby''' bei Chaguaramas die Insel an. Der spanische '''Admiral Don Sebastian Ruiz de Apodaca''' ließ alle spanischen Schiffe im Hafen in Brand setzen und '''Gouverneur Chacon''' übergab Trinidad kampflos an die Engländer. Sir Abercromby ernannte einen seiner Offiziere, '''Thomas Picton''', zum ersten Gouverneur. Die Ernennung entwickelte sich zu einem absoluten Missgriff. Picton betrachtete Sklaven und Mischlinge als Aufwiegler. Farbige Plantagenbesitzer und Sklaven wurden ständigen Repressalien ausgesetzt. 1802 musste er von '''Thomas Hislop''' abgelöst werden. Im gleichen Jahr gab es auf der Insel 150 Plantagen, alle waren im Besitz von Franzosen. Bis zum Jahre 1808 stieg die Zahl der Sklaven auf 20.000. Die Fachleute der damaligen Zeit kamen zu dem Ergebnis, um aus der Insel eine gewinnbringende Zuckerrohrbesitzung zu machen, wären mindestens 250.000 Sklaven nötig gewesen. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Insel trotzdem Kronkolonie. Die Zusammensetzung der Inselbevölkerung ließ in den Augen der britischen Regierung keine Wahlen zu. Die Zahl der freien Farbigen war doppelt so groß wie die der Weißen, und von der weißen Bevölkerung waren nicht einmal die Hälfte Engländer. So wurde die Insel direkt von London aus regiert, und der Gouverneur war das ausführende Organ. Als der Sklavenhandel 1807 offiziell eingestellt wurde, kam es noch jahrelang zu illegalen Sklaveneinfuhren. Die Abschaffung der Sklaverei im Jahre 1834 führte auf der Insel zu einer lang anhaltenden Ratlosigkeit, wie die Zukunft ohne Sklaven aussehen sollte. Selbst das Parlament in London beschäftigte sich immer wieder mit dieser Frage. Verschiedene Pläne wurden entwickelt und wieder verworfen. Menschen verschiedenster Nationalitäten wurden als Arbeitskräfte auf die Insel geholt: Iren, Schotten, Chinesen, Portugiesen von Madeira, europäische Emigranten, Arbeitskräfte von anderen karibischen Inseln, befreite Sklaven aus Sierra Leone und St. Helena, die meisten kehrten bald wieder in ihre Heimat zurück. Schließlich waren es Inder, die die Inselbevölkerung verändern sollten. Zwischen 1845 und 1917 kamen 144.000 Inder als billige Arbeitskräfte ins Land. Sie hatten Verträge für fünf oder zehn Jahre und waren danach berechtigt zurückzukehren. Aber viele von ihnen blieben in Trinidad, kauften ein Stück Land für ihre Reispflanzen oder Kakaobäume und eröffneten kleine Geschäfte. 1871 betrug der indische Bevölkerungsanteil schon 25&#x202F;% der Gesamtbevölkerung. Bis in die heutige Zeit haben sich die Familienclans erhalten und die indische Gesellschaft in Trinidad ist noch immer eine fast „geschlossene Gesellschaft“. 1847 richtete ein Wirbelsturm große Schäden an. 1857 bohrte die ''Merrimac Oil Company'' bei La Brea die erste Ölquelle an, aber erst 50 Jahre später wusste man diesen Reichtum richtig zu nutzen. Zur Jahrhundertwende führte die weitergehende Verarmung der Massen zur Gründung von mehreren politisch-gesellschaftlichen Interessengemeinschaften. 1897 wurde die Arbeiterbewegung Trinidad Workmen´s Association gegründet. Im gleichen Jahr entstand die East Indian National Association, und vier Jahre später folgten die Pan African Association und die Rate Payers Association, ein Zusammenschluss der Wassergebührenzahler. 1889 wurden Trinidad und Tobago zu einer Union zusammengeschlossen. 1914 entstand bei Pointe-A-Pierre die erste Ölraffinerie. Als Folge der Weltwirtschaftskrise kam es in den 1930-er Jahren auch in Trinidad zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die vermehrt zu Aufständen führten und zur Gründung von Arbeiterbewegungen. 1937 kam es in dem Dorf Fyzabad unter der Führung von '''Uriah Butler''' zu einem Aufstand der Erdölarbeiter. 1938 lag der durchschnittliche Tagesverdienst bei 35 Cents. Diese niedrigen Löhne führten schon 1935 zu einem Hungermarsch und 1937 zu wiederholten Streiks auf den Ölfeldern. 1941 verpachtete die Regierung das Gebiet um ''Chaguaramas'' und ''Waller Field'' an das US-Militär. Die Amerikaner bauten einen großen Marine- und Luftwaffenstützpunkt. Dies brachte dem Land für einige Jahre gut bezahlte Arbeitsplätze. Erst 1960 zogen die Amerikaner nach großen Protesten aus der Bevölkerung wieder ab. Nach dem Krieg und der Einführung des allgemeinen Wahlrechtes entstanden unzählige Parteien und in deren Folge Gründungen von Gewerkschaften. Den hohen Erlösen aus der Erdölindustrie standen nur wenige Arbeitsplätze gegenüber. 1956 gründete '''Dr. Eric Williams''' die Partei People´s National Movement. Am 31. August 1962 wurden Trinidad und Tobago rund drei Wochen nach Jamaika von den Engländern in die Unabhängigkeit entlassen. Eric Williams wurde erster Premierminister. Er behielt diesen Posten bis zu seinem Tode im Jahre 1981. Mit der Unabhängigkeit fielen die großzügigen finanziellen Unterstützungen von England fort. Internationale Konzerne wurden stattdessen von der Regierung „eingeladen”, sich auf der Insel niederzulassen. Bis 1966 konnten so 169 Industriefirmen angesiedelt werden. Die Ölförderung teileten sich Amoco, Shell und Texaco, die Zuckerindustrie wurde von Tate & Lyle kontrolliert. Während der 1970-er Jahre konnte Trinidad aufgrund seiner Erdöl- und Erdgasvorkommen noch ein deutliches Wirtschaftswachstum verzeichnen. Zum großen Teil ist dies den Preisbeschlüssen der OPEC von 1973 zu verdanken. Diese Preissteigerungen verdreifachten die Deviseneinnahmen des Landes schlagartig. Nach der zweiten deutlichen Ölpreiserhöhung in den Jahren 1979 und 1980 verzehnfachten sich diese Einnahmen sogar. Mit diesen Geldern kaufte Premierminister Williams die Kapitalmehrheit der nationalen Shell und BP, verstaatlichte die Zuckerindustrie, die Fluglinie BWIA und die Telefon- und Fernsehgesellschaften. Für 460 Millionen US-Dollar ließ er zudem ein Stahlwerk bauen. Anfang der 1980-er Jahre kam es dann mit Ende des Ölbooms und anderer politischer Fehler zu einer tiefen Strukturkrise, die sich besonders aus der Person des seit 25 Jahren regierenden Eric Williams ergab. Hatte er die weiße Mittelschicht vor der Unabhängigkeit noch als Nutznießer der Kolonialherrschaft bekämpft, so sicherte er seine Macht nun genau durch diese Gruppe. Korruption und schwere Mängel in der Gesundheits-, Verkehrs- und Baupolitik wurden ihm angelastet. Im März 1981 konnte der plötzliche Tod von Williams nicht eindeutig geklärt werden. Bei den Parlamentswahlen im November des gleichen Jahres konnte sein Nachfolger '''George Chambers''' noch die Mehrheit erzielen, bei den Kommunalwahlen 1983 gab es dann aber eine herbe Niederlage. Seit 1974 waren mit der Ölindustrie 50 Milliarden Petrodollar erwirtschaftet worden. Als der Einbruch der Ölpreise zu einer Rezession führte, musste man feststellen, dass der größte Teil des Geldes durch Misswirtschaft und Fehlplanungen verschwendet worden war. Der TT-Dollar musste mehrfach abgewertet werden, im Staatsdienst gab es Entlassungen, unrentable Staatsbetriebe wurden privatisiert. Bis 1990 stieg die Arbeitslosigkeit im Lande daraufhin bis auf 27 %. Am 27. Juli 1990 besetzte die kleine, radikale Moslemgruppe ''Jamaat al Muslimeen'' unter der Führung von '''Yasin Abu Bakr''' das Parlamentsgebäude. 45 Parlamentsmitglieder, einschließlich des Premierministers A. N. R. Robinson, wurden als Geiseln genommen. Robinson wurde aufgefordert zurückzutreten und innerhalb von 90 Tagen Neuwahlen auszuschreiben. Nachdem er dies verweigerte, kam es zu einem Schusswechsel, bei dem der Premierminister eine Schusswunde im Bein erlitt. Erst nach fünf Tagen gaben die Rebellen auf. Bei diesen Unruhen kamen insgesamt 30 Personen zu Tode, weitere 500 wurden verletzt. 114 Rebellen erhielten nach langen Gerichtsverhandlungen, zu denen auch der Kronrat in London gehört wurde, eine Amnestie. Dieser Putschversuch verschreckte verständlicherweise ausländische Investoren. Erst 1994 verzeichnete das Land sinkende Arbeitslosenzahlen und eine steigende Bruttoinlandsproduktivität. In den folgenden Jahren legte die Regierung ein Programm zur Modernisierung des Erdölsektors auf. Zugleich schaffte sie sich ein zweites wirtschaftliches Standbein, indem die Erschließung von Off-shore-Erdgasvorkommen gefördert wurde. === Erdöl und Erdgas === Im Jahre 1906 kam der Geologe ''Arthur Beeby Thompson'' nach Point Fortin. Er erhielt von der Regierung die Genehmigung, Land zu erwerben und nach Öl zu bohren. Er kaufte die Adventure und La Fortunée Plantagen um Werkanlagen zu errichten. Im Mai 1907 fand man in 210&#x202F;m Tiefe Öl. Zwei Jahre später wurde die '''Trinidad Oil Company''' gegründet. 1913 übernahm die '''United British Oilfields of Trinidad''' die Anlagen. 1957 wechselte der Besitz an '''Shell'''. Nach langen Protesten der Bevölkerung in den 1960-er und 1970-er Jahren übernahm der inzwischen von England losgelöste, selbstständige Staat Trinidad and Tobago die Shell und seit 1974 nennt sich das Unternehmen '''Trinidad & Tobago Oil Company''' (TRINTOC). Im Jahre 1993 gründte der Staat dann die '''Petroleum Company of Trinidad & Tobago''' (PETROTRIN) mit der Zentrale in Pointe-a-Pierre, und mit dem Zweck, alle Ölförderungen, die Weiterverarbeitung und den Verkauf von Erdölprodukten zu zentralisieren. Im Jahre 2000 übernahm die PETROTRIN dann in Zusammenarbeit mit TRINMAR alle Vermögenswerte von TEXACO. PETROTRIN hat seine größten Operationsbasen in Fyzabad, Guayaguayare, Marabella, Penal und Point Fortin. Von der Südostspitze der Insel (Guayaguayare) nach Point Fortin wurde eine neue Hochdruck-Pipeline verlegt, unterwegs gibt es mehrere Pumpstationen. In Pointe-a-Pierre steht die einzige Ölraffinerie des Landes. Die Anlage umfasst 809 Ha Grundfläche. Die Tagesproduktion liegt bei 160.000 Barrel von denen 70.000 für den lokalen Markt bestimmt sind, der größere Rest wird nach Brasilien, Equador, Kolumbien, Venezuela und West Afrika exportiert. Dort wird Flugbenzin, bleifreies Benzin, Diesel, Schmierstoffe und Bitumen hergestellt. TRINMAR, Trinidad Marine, betreibt im Seegebiet von Trinidad und Tobago 23 Ölbohrplattformen und 238 freistehende Bohrtürme. Der Beitrag von PETROTRIN am Sozialwesen von Trinidad besteht im Straßen- und Brückenbau, man beteiligt sich an der Reparatur von Schulen, baut Spielplätze und stellt Computer zur Verfügung. === Geister, Geisterglaube === Wie auf allen anderen karibischen Inseln haben auch die Bewohner von Trinidad und Tobago eine lebhafte Vorstellungskraft, kennen vielerlei Gruselgeschichten, glauben an gute und böse Geister. Viele dieser Geister und Geistergeschichten haben ihren Ursprung in Afrika. Der '''Dupp''' (auf der Insel Jamaika: Duppy) ist auf allen Inseln bekannt. Zusammen mit den '''Jumbies''' zählt er zu den harmlosen Geistern. Es sind die Geister von Toten, die nachts aus den Gräbern steigen, sich an dunklen Orten herumtreiben und die Lebenden gerne erschrecken. '''Belarivoist''' der Geist des Joachim Belarivo. Ein wenig begabter Zauberer wollte diesen Geist auferstehen und für sich arbeiten lassen. Für die Auferstehung reichte das Wissen, für weiteres nicht. Stattdessen erschien der Geist auf unzähligen Hochzeitsfeiern und erschreckte die Gäste. Er musste schließlich in einen Bleisarg eingeschlossen werden und unter einem großen Steinhaufen begraben werden. Der bedeutendste Geist auf Trinidad und Tobago ist '''Papa Bois''', der Beschützer des Waldes. Er hat Hörner, Fell und eine Harfe, seine Mutter war ein Reh, sein Vater ein Jäger, meistens erscheint er in Gestalt eines alten Mannes mit Bart und langen Haaren. Er kann sich auch in ein Tier verwandeln und Wilderer tief in den Wald locken, so dass sie sich verlaufen. Er hat auch eine Geliebte, '''Mama Dlo''' oder Mama d l‘eau, halb Frau, halb Schlange. Sie ist die Beschützerin der Flüsse. Von '''La Diablesse''' erzählt man, sie sei eine schöne Frau mit Kuhfuß, die man häufig auf großen Festen antrifft. Dort soll sie die Männer verführen. Wer sich mit ihr einlässt, wird nie mehr sein wie vorher oder nach kurzer Zeit sterben. Begegnet man ihr, soll man seine Kleidung ausziehen und mit der linken Seite nach außen wieder anziehen, dann kann sie einem nichts mehr anhaben. '''Douens''' und '''Douennes''' sind die Geister von kleinen Kindern, die ungetauft sterben. Sie tragen große Strohhüte, haben keine Gesichter, und ihre Füße stehen rückwärts. Es gibt auch Meerjungfrauen, Feen und Vampire. Man sagt, dass sich einsame und ungeliebte Menschen in Vampire, sogenannte '''Sousouyants''', verwandeln konnen. Sie ziehen ihre Haut aus und lassen diese auf der Türschwelle liegen, dann verwandeln sie sich in Feuerbälle, die durch die Luft fliegen. Dann kommen sie zu den Menschen und saugen ihnen das Blut aus. Man kann sich vor ihnen schützen, indem man Reis oder Salz um sein Bett streut. Der Vampir muss jedes Korn zählen, bevor er Blut saugen kann, bis er damit fertig ist, wird schon wieder Morgen und er muss unverrichteter Dinge abziehen. === Karneval === Französische Einwanderer brachten im 18. Jahrhundert den Karneval mit in die Karibik. In Frankreich war der Karneval damals ein riesiges Schlemmer- und Kostümfest vor dem Beginn der Fastenzeit. Die französischen Großgrundbesitzer in der Karibik feierten dieses Fest unter sich und ohne die Sklaven, nur freie Mulatten wurden zur Teilnahme eingeladen. Nach der Sklavenbefreiung 1834 wollten auch die Farbigen ihr Fest feiern. Das traditionelle Erntedankfest '''Canboulay''' wurde auf den Karnevalsonntag vorverlegt. Sie veranstalteten Straßenumzüge mit Trommelmusik, Stockkämpfen und Spottliedern auf die Weißen, dazu kleideten sie sich in elegante Kleider wie ihre weißen Herren. Diese fühlten sich schnell beleidigt und feierten in der Folgezeit nur noch in ihren Häusern. 1883 wurde den Farbigen das Mitführen von Trommeln verboten, ein Jahr später fanden die Umzüge nur noch am Karnevalmontag und unter Polizeibegleitung statt. So entstanden in den Vororten von Port of Spain die ersten '''Mas Camps''' - Kostümgruppen. Statt der Trommeln benutzte man Bambusstücke um den Takt zu schlagen, zur Zeit des II. Weltkrieges erfand man neue Musikinstrumente: Keksdosen und leere Ölfässer. 1894 kam dem Kaufmann ''Ingnatius Bodu'' die Idee, aus dem Karneval einen Wettbewerb zu machen. 1921 richtete ''Chieftain Douglas'' als erster ein '''Calypso Tent''' ein, in dem während der Karnevalsaison Nonstop gesungen wurde. Heute gibt es das '''National Carneval Commitee''' (NCC), es entstand aus der 1957 gegründeten ''Carneval Development Commission''. Diese Behörde betreut den gesamten Karneval, schreibt die Wettbewerbe aus, bestimmt die Veranstaltungsorte, organisiert die Showveranstaltungen, stellt die Preisrichter und wirbt Spenden ein, mit denen Gewinner zu hohen Geldpreisen kommen. Eine Jury wählt die Gewinner. Sie besteht aus Mitarbeitern von Ministerien, des NCC und Mitgliedern von Tanz-, Steelband- und Gesangsgruppen. Gewählt werden die besten Königs- und Königinkostüme, der beste Kostümdesigner, das Karnevallied des Jahres und die Musikband des Jahres. Eine Musikband kann zwischen 3.000 und 9.000 Mitglieder zählen. Für die Offiziellen beginnt die Karnevalsaison am Tag nach Aschermittwoch. Die Calypso-tents öffnen im Laufe des Januar. Danach beginnen die Vorentscheidungen für den Calypso- und Soca Monarchen, für Karnevalskönig und -königin. Die heiße Phase der Feierlichkeiten beginnt kurz vor Beginn der Fastenzeit mit dem Kinderkarneval. Am Karnevalmontag starten die Umzüge am frühen Morgen Richtung Stadtzentrum. Um die Mittagszeit finden die Maskenumzüge statt. Karnevaldienstag strömen die Massen zur Hauptveranstaltung im Queen´s Park, die bis in die späte Nacht dauert. Am Mittwoch ist alles vorbei und die Insulaner gehen wieder ihrem Gewerbe nach. === Musik === * '''Calypso''': Der Calypso hat seinen Ursprung an den Küsten von Westafrika und wurde von den Sklaven mit ins Land gebracht. Das „Urwort“ ist Kaiso und kommt aus Nigeria, Kaisos sind dort Spottlieder. Von den Sklaven wurden diese Lieder bei der Feldarbeit gesungen um die qualvolle Arbeit etwas zu erleichtern. Zugleich war es die einzige Möglichkeit, sich verschlüsselt über die Herrschaft zu beschweren oder lustig zu machen. : Seit der Abschaffung der Sklaverei wird dies von deren Nachfahren gefeiert. Seitdem wurden die Liedertexte immer bissiger. Im Jahre 1881 wurde bei so einer Veranstaltung von den Farbigen so auf die Regierung geschimpft und die politischen Mißstände wurden derart in ihren Gesängen verspottet, dass die Umzüge und Gesänge verboten wurden. In der Folgezeit texteten die Sänger, die Calypsonians, im Untergrund weiter. Aktuelle private und besonders politische Ereignisse werden seitdem besungen und ersetzen für den Teil der Bevölkerung, die nicht lesen können, die Tageszeitung. Man sagt auch: der Calypso bietet die Gelegenheit, etwas in Liedform zu sagen, was man in der besseren Gesellschaft nicht aussprechen kann. : Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. : Zwischen den beiden Weltkriegen wurde der Calypso international durch das Lied „''Rum and Coca Cola''“ bekannt. Es wurde von Lord Invader geschrieben und von den Andrew Sisters in den USA auf den Markt gebracht, sie verkauften die Platte fünf Millionen Mal. : 1978 wurde Calypso Rose als erste Frau zum alljährlichen Calypso King gekrönt. : Fast alle Sänger haben ausgenommen auffallende Namen: Atilla the Hun, Growling Tiger, Mighty Chalkdust, Roaring Lion, Valentino oder Black Stalin. Zu den weltweit bekanntesten gehören '''Lord Kitchener''' (*1922, †2000) und '''Mighty Sparrow'''. : In jüngster Zeit ist auch der Calypso extrem kommerzialisiert worden. * '''Indische Musik''': Mit einem Bevölkerungsanteil von etwa 40&#x202F;% beherrschen die Inder auch einen großen Teil der Musikszene. Im Laufe der Jahrzehnte hat die ursprünglich religiöse Musik sich teilweise an die Ansprüche der Jugendlichen Zuhörer angepaßt. '''Chutney''' ist eine dieser neuen Musikrichtungen, heute mit schnellerem Rhythmus und tanzbar, hat sie sich aus hinduistischen Folkloreliedern entwickelt. Chutney ist auch ein Teil des Trinidad-Karnevals geworden und für die Musikgruppen werden Preise vergeben. '''Pantar''' ist die Fusion von Pan-Musik und Sitar, eines der schönsten und ältesten indischen Musikinstrumente. Mit dieser Kombination lassen sich alle Arten von Calypsomusik bis zu indischer Ragmusik spielen. Einer der bekanntesten Pantar Interpreten ist Sitarist ''Mungal Patasar'' und seine Gruppe. * '''Panmusik und Steelbands''': Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. Ab 1935 begannen die Musiker deshalb, auf Dosen, Fässern und Benzinkanistern zu trommeln. Ein Jahr später gelang es dem Musiker '''Ellie Mannette''' ein Ölfaß so zu manipulieren, dass man ihm verschiedene Töne entlocken konnte. 1939 spielte die John John Band zum ersten Mal des amerikanische Kinderlied „Mary had a little lamb“ auf gestimmten Ölfässern. Seit 1945 erschienen abgeschnittene und gestimmte Ölfässer, die Pans, in der Öffentlichkeit. Heute ist der Beruf des Ölfaßstimmers sehr geachtet. Man unterscheidet die Pans nach Größe und Klangfarbe. Bass Pans verfügen über 5-7 Töne, sie werden auf etwa 7,5 cm Höhe zusammengeschnitten. Cello Pans haben 10 Töne und werden bei 35 cm abgeschnitten. Die Tenor Pans verfügen über 26-32 Töne und werden auf eine Länge von 15-18 cm geschnitten. : Die Pans werden blank geschliffen, verchromt, poliert und auf Gerüste montiert, damit der Musiker Bewegungsfreiheit hat. Die Tonfelder werden mit unterschiedlich großen Klöppeln geschlagen. Die Pans können von einem Solomusiker bearbeitet werden oder als Band können bis zu 100 Personen zusammen musizieren. Auf Trinidad soll es über 100.000 Ölfaß-Spieler geben. * '''Parang''': Besonders in der Weihnachtszeit beherrscht Parang die Musikszene. Diese Musikrichtung leitet sich aus venezuelanischen Weihnachtsliedern ab und den damit verbundenen Haus-zu-Haus besuchen und -feiern. Zu spanischen Texten mit religiösem Inhalt kommen südamerikanische Rhythmen mit Violine, Gitarre, Baß, Cuatro und Maracas. Einige Gruppen spielen die traditionellen Weisen, andere mixen es mit Soca, so dass '''Soca Parang''' entsteht. * '''Rapso''': Eine weitere Fortsetzung von der afrikanischen Tradition des Geschichtenerzählens führte zur Entwicklung des Rapso, einer Mischung von amerikanischem Rap mit Calypso. Hier wird Sprechgesang in Versen vom Rhythmus großer, schwerer Trommeln untermalt. Zwei der bedeutendsten Künstlergruppen sind ''Brother Resistance'' und ''Network Rapso Riddum''. * '''Soca''': Diese flottere Art des Calypso wurde 1970 geboren, als die Elektronik Einzug in die Musikszene hielt. Diese neue Form wird dem Musiker zugesprochen, der sich damals '''Lord Shorty''' nannte und heute unter dem Namen ''Ras Shorty I'' Musik produziert. Der Soca-Rhythmus läßt sich leicht mit anderen Musikformen verbinden. So findet man auf Trinidad den Soca heute als Bestandteil von Reggae, Jazz, Rythem & Blues als auch mit indischer Musik. Auch die im Lande lebenden Inder fanden an diesem Musikstil gefallen, verbanden den Rhythmus mit Hinditexten und so wurde der '''Chutney-Soca''' geboren. === Pflanzen- und Tierwelt === Trinidad und Tobago zählen zu den zehn führenden Ländern bei der Anzahl von Vogelarten pro Qaudratmeile. Auf beiden Inseln findet man auf Grund der Nähe zu Südamerika eine größere Anzahl von Pflanzen und Tieren als auf den anderen Karibischen Inseln. Man kennt 2.300 verschiedene, blühende Pflanzen, davon sind alleine 700 Orchideen. Die Nationalblume von Trinidad ist die '''Chaconia''', englisch: Wild Poinsettia. Ein Strauchgewächs von 2-3&#x202F;m Höhe, es ähnelt dem Weihnachtsstern. Den „Buffalypso“ gibt es nur auf der Insel Trinidad. Er ist das Ergebnis intensiver Zuchtversuche aus den 1960-er Jahren. Fünf auf Trinidad heimische Wasserbüffel Rassen wurden gekreuzt. Das Ergebnis ist ein friedfertiges Tier, dass tropische Hitze gut verträgt, mit schmackhaftem Fleisch. Es gibt 620 verschiedene Arten von Schmetterlingen. Von den 433 verschiedene Vogelarten brüten 250 auf der Insel, es gibt 41 verschiedene Kolibriarten. Den blinden Ölvogel findet man nur in Trinidad, es ist der größte Vogel, der sich von Früchten ernährt, aber nur nachts auf Futtersuche geht und selbst ein Amazonas-Papagei ist auf Trinidad zu finden. 108 verschiedene Säugetiere sind vertreten, dazu zählen 57 Fledermausarten und es gibt 70 verschiedene Arten von Kriechtieren. Die einzigen '''giftigen Schlangen''' sind die '''Far de Lance''' und der '''Buschmeister'''. Die Morocoy ist eine kleine Landschildkröte, die früher als Delikatesse gejagt wurde und fast ausgerottet war, heute wurd sie vielerorts als Haustier und Spielgefährte der Kinder gehalten. Verschiedene Strände von Trinidad und Tobago werden in den Monaten März bis Juli von Meeresschildkröten zur Eiablage aufgesucht. Der Besuch von Strandabschnitten, die von Schildkröten zur Eiablage aufgesucht werden, unterliegt einer Genehmigung durch die Forstverwaltung. The Forest Division, Long Circular Road, Port of Spain, Tel. 622-7476. The Forest Division, San Fernando, Tel. 657-8391, 657-7256. Den Schmetterling „89“, er hat eine schwarz-beigene Markierung auf der Flügelunterseite, die wie eine 89 aussieht, findet man nur auf Trinidad. Der Pauis ist ein großer truthahnartiger Vogel, der früher viel gejagt wurde und dadurch sehr selten geworden ist. Es gibt ihn nur auf Trinidad, nirgendwo sonst auf der Welt, er steht unter Schutz. Einzigartig auf der Welt ist auch der Fisch Cascadura. Diese Welsart ist ein Urtier aus dem Silur-Zeitalter. Sein Lebensraum sind zahlreiche schlammige Gewässer an der Südküste Trinidads. Ebenso selten sind die Reiherarten Agami, Blongios und Crabier Bec, die es nur auf Trinidad gibt. Weitere Vogelarten, die es in der Karibik nur auf Trinidad gibt sind Eisvögel, Pirol und Tukane. Das größte wilde Tier auf Trinidad ist der Braune Waldmazama, eine Hirschart. Das Halsband-Pekari wird von den Einheimischen Quenk genannt, es ist eine Wildschweinart. Auf der Insel gibt es verschiedene Opossumarten, die auch Manicou genannt werden, Waschbären, das hasengroße Agouti und den größeren Gefleckten Paka. Das gepanzerte Gürteltier, Armadillo oder Tatu genannt, und die seltenen Ozelote bekommt man kaum zu sehen. In einigen Flüssen und Sümpfen lebt der bis zu 2&#x202F;m lange Kaiman. === Plantagenwirtschaft === Die Landfläche von Trinidad und Tobago umfasst 513.000 Ha, weniger als ein Drittel davon ist Ackerfläche, 45&#x202F;% sind als Waldflächen ausgewiesen. Nur 13&#x202F;% des pflügbaren Landes ist bewässert. Es gibt aber eine Vielzahl von kleinen und großen Flüssen, Überflutungen in der Regenzeit sind normal. Die letzte umfassende Erhebung aus den 1970-er Jahren zählt 35.000 Farmen mit einer Gesamtfläche von etwa 130.000 Ha. Die Durchschnittsgröße einer Farm wurde mit 6 Ha angegeben, aber die 40 größten Plantagen hatten alle eine Größe über 400 Ha. Die landwirtschaftlichen Ernteerträge der 1970-er und 1980-er Jahre in Trinidad stehen in einem engen Zusammenhang mit der Ölindustrie. Dieser Trend begann Anfang der 1970-er mit dem starken Anstieg des Ölpreises. Löhne in der Landwirtschaft waren erheblich niedriger als in der Ölindustrie, der Geldreichtum führte zu größeren Importen von landwirtschaftlichen Produkten. Die Zahl der Landarbeiter sank um 50 %. Die Ernteerträge bei Zitrusfrüchten sanken um 75 %, bei Kakao waren es 61 %, bei Kokosprodukten 56&#x202F;% und bei Kaffee immer noch 15 %. Der Zuwachs von landwirtschaftlichen Produkten in den 1980-er Jahren wurde von Kleinstfarmern erwirtschaftet, die ihre Produkte oft in gartenähnlichen Familienbetrieben anbauten. Die Viehzucht im Land hat keine große Bedeutung. Es gibt nur rund 30.000 Rinder. Rindfleisch wird überwiegend aus Australien un Neuseeland importiert. Milch und Milchprodukte werden zu 90&#x202F;% von der Firma Nestlé eingeführt. Seit den späten 1980-er Jahren gibt es Zuchtversuche von Kühen und Indischen Wasserbüffeln, die man im Lande „Buffalyso” nennt. Bedeutender ist die Aufzucht von Hühnern und Schweinen. '''Kaffee''' wird in Trinidad verstärkt seit 1930 angepflanzt. Die Produktion sank von den späten 1960-er Jahren bis Mitte der 1980-er Jahre aber um rund 50 %. 1984 konnte zum ersten Mal kein Kaffee exportiert werden. Ein Jahr später betrug die Ernte wieder 2,1 Millionen KG, von denen 35&#x202F;% exportiert wurden. '''Zitrusfrüchte''' hatten in den 1950-er Jahren einen Boom. Man erntete zu der Zeit über 90.000 Tonnen pro Jahr, 1982 waren es nur noch 4.700 Tonnen. '''Kakaoplantagen''': Kakao war von den späten 1880-er Jahren bis in die 1930-er Jahre die wichtigste Anbaufrucht auf Trinidad und Tobago. Auf Tobago war sie dies sogar bis in die späten 1980-er Jahre. Kakao war schon im 18. Jahrhundert durch die Spanier nach Trinidad gekommen. Zeitweise war die Insel der zweitgrößte Kakaolieferant auf der Erde. Verschiedene Krankheiten haben der Fucht aber sehr zugesetzt. So sank die Jahresernte von 2.600 Tonnen im Jahre 1981 auf unter 1.300 Tonnen in 1985. Seit den 1970-er Jahren ist das Land nicht mehr in der Lage den Bedarf von Kokosöl und Seife mit den Ernten aus dem eigenen Land zu befriedigen. * Lopinot Estate. In Arouca führt die Lopinot Road nach Norden in die Northern Range. Um 1800 legte der Franzose Charles Joseph Comte de Lopinot dort eine 193 Ha große Kakaoplantage an. Der Graf war ein Offizier der französischen Armee in Haiti. Nach der Ausrufung der Unabhängigkeit und der damit verbundenen Freilassung der Sklaven in Haiti verließ er das Land und brachte seine 100 Sklaven mit nach Trinidad. Er nannte die Plantage „La Reconnaissance“. Das Herrenhaus, die Stallgebäude, die Sklavenunterkünfte und das Gefängnis wurden restauriert und können heute besichtigt werden. Im Herrenhaus wurde ein kleines Museum eingerichtet. Öffnungszeiten: täglich von 8-18 Uhr, Eintritt frei, Führungen finden zwischen 10 und 18 Uhr statt. '''Zuckerplantagen''': Im 19. Jahrhundert war Zucker trotz der überwältigenden Probleme noch immer die bedeutendste Einnahmequelle der Insel Trinidad. In den 1880-er Jahren gab es noch über 300 selbstständige Zuckerrohrplantagen. Ein Jahrhundert hatte die staatliche Carioni Gesellschaft hier das Monopol, nachdem man im Jahre 1971 51&#x202F;% der Aktien von Tate and Lyle zurückgekauft hatte. In den 1980-er Jahren wurde Zuckerrohr auf knapp 20.000 Ha angepflanzt, 20.000 Arbeitskräfte wurden in der Industrie gezählt. Die Jahresproduktion von Zucker lag zwischen 70.000 und 80.000 Tonnen. * Caroni Estate and Sugar Factory, Couva, Tel. 636-2371. Die Zuckerfabrik und die Distillerie liegen fast 40&#x202F;Km voneinander entfernt. Seit 1918 wird dort Rum destilliert. 1957 übernahm Caroni die Esperanza Estate. Deren Destillieranlagen wurden nach Caroni gebracht. 1980 wurde die Produktion ausgebaut. Neben eigenen Anbauflächen erhält Caroni Zuckerrohr von 6.000 unabhängigen Kleinfarmern. Seit 2003 wir die Caroni Gesellschaft umstrukturiert. Die Zuckerfabrik von Caroni wird geschlossen, die Fabrik von Sainte Madeleine bleibt bestehen. Der Landbesitz von Caroni, etwa 30.000 Ha geht in Staatsbesitz über und wird von einer neugegründeten Agentur verwaltet, der Estate Management and Business Development Company. Das Ziel ist, statt Rohzucker Zitrusfrüchte und Reis anzupflanzen und Milchviehzucht zu betreiben. :Der Rum wird unter den Markennamen Caroni Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, als Stallion Puncheon Rum mit 78&#x202F;% Alkohol, als Felicite Gold, White Magic Light und Special Old Cask Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol abgefüllt. Nur die leichten Rumsorten werden nach Kanada und Europa exportiert. * Champs Elysée Estate, Maraval Tal, Port of Spain. Um 1785 führte die Einwanderungspolitik des Franzosen Roumé de St. Laurent unter dem Gouverneur Don José Chacon viele französische Siedler mitsamt ihren Sklaven auf die Insel. Im fruchtbaren Maraval Tal bauten sie Baumwolle, Kaffee und Zuckerrohr an. Die Mehrheit der dort lebenden Menschen konnte kein englisch, fast alle gehörten der römisch-katholischen Kirche an. Im Jahre 1881 lebten dort 1.480 Menschen, davon waren 88 Plantagenbesitzer oder -verwalter. :Roumé de St. Laurent erwarb selbst ein großes Stück Land am Taleingang, aus dem die Champs Elysée Plantage entstand. Aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten musste seine Familie die Plantage schon bald verpfänden, später ging sie in den Besitz eines Pflanzers mit Namen Boissiere über. 1849 fasste man das ganze Tal zum Stadtbezirk Maraval zusammen. Gegen Ende des Jahrhunderts waren viele der kleinen Plantagen verschwunden. Auf den verbliebenen größeren Ländereien Champs Elysée, Moka, Haleland Park und Val de Oro wurde weiter Landwirtschaft betrieben. Heute werden nur noch auf der Paramin Plantage, westlich von Maraval, Gemüse und Gewürze angepflanzt. * Diego Martin River Estate, am Diego Martin Fluß. Direkt neben der Hauptstraße steht noch das 150 Jahre alte und 12&#x202F;m hohe Wasserrad der Zuckerplantage. Die Plantage fiel im Jahre 1897 in den Besitz der Regierung. Weitere historische Gebäude sind nicht erhalten, das einfache Plantagenhaus wurde aber wieder hergestellt. Es gibt aber noch einen Park mit Picknickplätzen und ein Mini-Museum. Das Museum ist täglich von 10-18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. * Spring Hill Estate. Um 1900 gründetet der in Frankfurt geborene Friedrich Wilhelm Mayer im fruchtbaren Arimatal in einer Höhe von etwa 400 Metern diese Plantage, um Kaffee, Kakao und Zitrusfrüchte anzupflanzen. 1908 wurde das Haupthaus fertig gestellt. Sohn Charles Mayer bewirtschaftete das Anwesen bis 1925, dann gab er auf, weil ihm der Gewinn zu gering war. 1932 kaufte der amerikanische Geologe Joseph Holmes das Land auf. Er brachte einen Stromgenerator dorthin und ließ einen Pool bauen. 1947 kauften Dr. Newcome Wright und seine Frau Asa Wright die 74 Ha große Plantage. Drei Jahre später richtete Dr. William Bebe von der New Yorker Zoologischen Gesellschaft dort eine Forschungsstation zum Studium tropischer Pflanzen und Tiere ein. 1955 verstarb Asa Wright. 1967 verkaufte ihr Mann das Gelände an die Forschungsstation. Im gleichen Jahr wurde das Herrenhaus in ein Gästehaus umgewandelt. Unter finanzieller Mithilfe der Bank of Nova Scotia wurde das Asa Wright Naturschutzgebiet eingerichtet. * Woodbrook Estate, Port of Spain. Nachdem die Siegert Familie 1875 (siehe unten) Venezuela verlassen hatte entstand in Port of Spain am Marina Square Ecke Charlotte Street die neue Angostura Fabrik. Die gleichbleibende Qualität und der weltweite Erfolg der Firma erlaubte es der Familie 1899 die 140 Ha große Woodbrook Estate zu kaufen. Die drei Brüder Alfredo, Carlos und Luis Siegert kultivierten ein Teil des Landes, zugleich planten sie eine Wohnsiedlung. Der Bau von 11 Straßen wurde in Angriff genommen, jede wurde nach einem Familienmitglied und nach Mitarbeitern des Projektes benannt. Nach dem Tod der Brüder Carlos und Luis verkaufte Alleinerbe Alfredo das Land 1911 an die Stadt Port of Spain. * '''Angostura Bitters''' Limited, Rumdistillerie, Eastern Main Road, Tel. 623-1845, Fax 623-1847. Im Jahre 1820 wanderte der preussische Chirurg Dr. Johann Gottlieb Benjamin Siegert nach Venezuela aus. Er wollte mit Simon Bolivar gegen die Spanier kämpfen. Vier Jahre später, als Leiter des Militärhospitals im Ort Angostura, am Ufer des Orinoco Flusses, entwickelte er eine Mischung aus tropischen Heilpflanzen, Gewürzen und Alkohol. Dieses Mittel „''Siegert´s Aromatic Bitters''“ sollte den von Tropenkrankheiten geschwächten Soldaten zu neuer Kraft verhelfen. Soldaten und Schiffsbesatzungen machten die Tinktur auf der ganzen Welt bekannt. 1850 verließ Dr. Siegert die Armee um sich vollständig der Produktion seines gefragten Elixiers zu widmen. 1875 verließ die Siegert Familie das krisengeschüttelte Venezuela wo ein politischer Diktator auf den anderen folgte und ließ sich in Trinidad nieder. :Im Jahre 1903 starb Carlos Siegert, zwei Jahre später sein Bruder Luis. Alfredo Siegert war nun einziger Kenner der geheimen Formel für Angostura. In der Folgezeit spekulierte er mit großen Geldmengen in verschiedenen Sektoren, verlor das Geld und auch die Firma. Amerikanische und kanadische Geschäftsleute versuchten erfolglos, die Fabrik im Ausland anzusiedeln. :1936 begann die Firma Angostura Bitters unter der Leitung von Robert W. Siegert, einem Enkel des Gründers, Alkohol zu brennen, dazu wurde eine Tochtergesellschaft, die Trinidad Distillers Ltd. gegründet und die Fernandes Rumbrennerei aufgekauft. Das Rezept für Angostura Bitters ist eines der bestgehüteten Geheimnisse der Karibik. 1960 wurden die Produkte von Angostura bereits in 140 Länder exportiert. Die Jahresproduktion von 1.3 Millionen Liter wurde bis 1998 auf 20 Millionen Liter gesteigert. :Das Besucherzentrum, Tel. 623-1841 im Ortsteil Laventille in Port of Spain ist geöffnet. Führungen finden dort montags bis freitags um 9.30, 13.30 und 14 Uhr statt, Führungen kosten 8 US $. :Die Distillerie kauft ihre Melasse von verschiedenen Zuckermühlen im Lande und vergärt und destilliert den Rohstoff in einer eigenen Brennerei. Der Rum wird unter dem Markennamen Royal Oak als 43 %-iger Rum verkauft. Weitere Markennamen sind Old Oak White und Old Oak Gold. 1973 erwarb man die auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindliche Distillerie Fernandes. Der Rum von dieser Destille wird unter den Markennamen Forres Park Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, Fernandes Vat 19, Fernandes Black Label, Ferdi´s Premium Rum und Crystal White Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol vertrieben. Daneben werden leichtere Mischgetränke hergestellt: Caribbean Club Rum Punch, Limbo Drummer, Lemon Lime & Bitters, Blu Vodka und Correla´s. :Das Grundprodukt Angostura Bitters ist eine aromatische Lösung mit 44,7&#x202F;% Akoholanteil. Man verwendet es hauptsächlich zur Verfeinerung von Mixgetränken, aber auch in Fisch- und Fleischgerichten, für Gemüse, Kuchen, Marmelade, Pudding, in Salaten und Suppen. * Fernandes Distillers, Fernandes Industrial Centre, Eastern Main Road, Laventille, Tel. 623-2101, 623-2501, Fax 623-1847. Als das Trinidad & Tobago Rum Bond Lager im Jahre 1932 abbrannte, nutzte der Besitzer der Fernandes Distillery, Joseph Bento Fernandes, die Gunst der Stunde. Er kaufte die angesengten Rumfässer günstig auf stellte fest, dass der Rum darin von besonderer Güte war. Dieser Rum wurde unter dem Namen „1919 Super Premium Rum“ verkauft. 1919 war das Jahr, in welchem die Fässer gefüllt worden waren. === Trinidad´s Eisenbahn === Schon kurz nach 1800 waren es die Großhändler, Kaufleute und Plantagenbesitzer, die bei der Kolonialverwaltung nach besseren Verkehrsverbindungen fragten. Doch wenig oder nichts geschah. Ebenso oder ähnlich verhielt es sich mit der Eisenbahn. Um 1846 wurde die '''Trinidad Railway Company''' gegründet. Man begann mit der Vermessung von möglichen Fahrlinien, kam aber zu der Überzeugung die Finanzierung sei nicht möglich. Im Jahre 1859 entstand dann die erste privat finanzierte Linie von Princes Town zum Hafen von San Fernando. Man nannte sie die Pflanzerlinie, da zunächst nur landwirtschaftliche Produkte an zur Kings Wharf gebracht wurden, zum weitertransport auf Schiffen rund um die Insel. Die Wagen wurden von Pferden oder Mulis gezogen. Auf Grund des öffentlichen Drucks wurde das Angebot auf den Personentransport ausgedehnt, auch die Post wurde nun mit der Eisenbahn transportiert. Diese Linie wurde unter dem Namen '''Cipero Tramroad''' bekannt. Sie existierte bis 1920, dann ging sie an die Trinidad Government Railway über. 1873 begann man mit dem Bau einer Bahnverbindung von Port of Spain nach Arima. Der Ausgangspunkt war der South Quay in Port of Spain, über San Juan und St. Joseph verlief die Linie bis nach Arima. Am 31. August 1876 wurde die Linie in Betrieb genommen. Die Eisenbahngesellschaft, offiziel Trinidad Government Railway, wurde gegründet. Ursprünglich sollte sie nur das reiche Landwirtschaftsgebiet um den Ort Arima herum mit dem Hafen von Port of Spain verbinden. Nun gab es aber eine kleine Eisenbahn Manie. Jeder einflußreichere Plantagenbesitzer verlangte die Anbindung seiner Farm an das Eisenbahnnetz. Schon im Januar 1880 gab es eine Verbindung nach Couva im Süden, bis 1882 wurde die Linie nach San Fernando fertig gestellt. Der Erfolg der Eisenbahnlinie nach Arima war überwältigend. Bis 1896 wurde sie nach Gunapo erweitert und 1897 wurde Sangre Grande erreicht. Im Jahre 1897 entstand an der Südlinie bei Cunupia ein Abzweig durch das Tal des Caparo Flusses nach Tabaquite. Nachdem man im Südwesten von Trinidad große Ölvorkommen gefunden hatte wurde die Eisenbahnlinie von San Fernando aus im Jahre 1913 bis nach Siparia verlängert. Im Jahre 1914 hatte das Netz dann seine größte Ausdehnung mit dem Ausbau bis nach Rio Claro. Die Länge des Schinennetzes betrug nun 173&#x202F;Km. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurden diese Eisenbahnwagen von Pferden gezogen. 1910 gab es die erste Motor-Bus-Verbindung in Trinidad. Die beiden Geschäftsleute Newallo und Asgarelli Syne betrieben '''Syne´s Bus Service'''. Mit der Zentrale in Icacos fuhren ihre Busse von dort über San Fernando bis nach Siparia und St. James in Port of Spain. Bis zum Beginn des I. Weltkrieges war dies das einzige Busunternehmen des Landes. Bis zum Jahre 1920 stieg die Zahl von angemeldeten Motorautos von etwa 100 auf 1.176. Im gleichen Jahr eröffnete Charles Ross eine Buslinie zwischen Four Roads und Macqueripe. Ab 1923 verzeichnete die Eisenbahn einen deutlichen Einbruch bei ihren Fahrgastzahlen. Trotzdem blieb die Eisenbahn ein Erfolg. Erst nach der Unabhängigkeit führte ein Missmanagement der Regierung zum Zusammenbruch des Eisenbahnverkehrs. Die Trasse der Linie von Port of Spain nach Arima, die mehr oder weniger parallel zur Eastern Main Road verläuft, wurde zur Fahrbahn nur für Express-Busse und Maxi-Taxi umgebaut. An das Zeitalter der Eisenbahn erinnert die Lokomotive Nr. 11, sie steht als Denkmal in der Harris Promenade von San Fernando. Ein zweites Exemplar befindet sich im Busdepot von Port of Spain. == Sprache == Amtssprache ist englisch. Besonders auf Trinidad wird aber auch verbreitet Französisch, Spanisch, Hindi und Chinesisch gesprochen. Daneben gibt es ein überwiegend englisches Patois. == Anreise == * {{vCard |type=airport |name=Piarco International Airport |wikidata=Q788810 |address=Golden Grove Road, Piarco |phone=669-4101 |fax=669-2319 |description=Landebahn 10/28, 10.440 × 151 Feet (3.182 × 46 m). Airport Authority of Trinidad & Tobago, Piarco Airport, Tel. 669-4101. Einreisebehörde, Immigration, Piarco Airport, Tel. 669-5859, Zollbehörde, Customs, Piarco Airport, Tel. 669-4361. |url=https://piarcoairport.com }} * '''Schiffsverbindungen''': Zwischen Trinidad und Tobago gibt es einen regeläßigen Fährverkehr. Der Hafen von Port of Spain wird von Kreuzfahrtschiffen angelaufen. == Mobilität == Achtung: '''Linksverkehr'''! Für das Fahren von Mietwagen wird für 90 Tage ein in Deutschland ausgestellter gültiger Internationaler Führerschein anerkannt. Wer länger im Lande ist muss eine nationale Fahrerlaubnis beantragen. Licening Department, Wrightson Road, Port of Spain. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 50 km/h, nur auf einigen Schnellstraßen darf man 80&#x202F;km/h fahren. Von der Hauptstadt Port of Spain gibt es eine autobahnähnliche Schnellstraße in Richtung Osten bis nach Arima und etwas darüber hinaus. Etwa 9&#x202F;km hinter Port of Spain zweigt davon eine Schnellstraße nach Süden ab, über die Stadt Chaguanas führt sie bis nach San Fernando. Die Eisenbahnlinie von Port of Spain nach Arima wurde eingestellt. Die ehemalige Bahntrasse wurde aus- und umgebaut, dies ist heute der Fahrweg für Expressbusse und Maxi Taxi. == Aktivitäten == * Naturbeobachtungen, hauptsächlich die Vogelwelt. * Strandleben, in Trinidad ist es nicht so ausgeprägt wie im Rest der Karibik. An der Nordküste findet man nur einzelne kleine Sandbuchten. Das Wasser an den kilometerlangen Stränden der Ostküste ist trüb, bedingt durch die Einschwämmungen des nahen Orinoco in Venezuela. Die Westküste ist verschmutzt durch intensive Bohrarbeiten der Erdölindustrie. * Wanderungen, hauptsächlich im Bereich der Northern Range. [[File:TnT Caroni Swamp 2.jpg|thumb|right|Caroni Swamp]] * Caroni Swamp: Sumpfgebiet im Mündungsbereich des Caroni River, durch das geführte Touren angeboten werden. Hauptattraktion ist eine riesige Kolonie Scharlachsichler, die am späten Nachmittag von ihren Fressrevieren zu ihrem Ruhegebiet zurückkehren. Ganz selten können Wasserschlangen oder Kaimane beobachtet werden. == Küche == Die Küche von Trinidad spiegelt die Zusammensetzung der Bevölkerung wieder. Neben der traditionallen karibischen Küche findet man heute viele chinesische, libanesische und syrische Einflüsse. Einen sehr großen Anteil an den Restaurants und Essgewohnheiten hat der indische Bevölkerungsanteil. Dadurch gibt es große Unterschiede zu den Restaurants auf der Insel Tobago. * '''Callaloo soup''' ist eine Suppe aus den spinatähnlichen Dasheenblättern mit allerlei Gewürzen und Krebsfleisch, stellenweise wird sie auch sehr scharf gewürzt. '''Dhal''' ist eine indische Suppe aus roten Linsen. * '''Buljol''' nennt man Saltfish, der zusammen mit Avocados, Paprika, Tomaten und Zwiebeln in Olivenöl gedünstet wird. * Ham´n Hops oder einfach nur '''Hops''' ist eine knusprige Brötchenart mit Schinkenfüllung. * '''Pastelles''' sind gefüllte Maismehltaschen die in Sohareeblättern gegart werden, ein klassisches Street Food. Die Füllung besteht aus angebratenes Rinderhack, Tomaten, Worcestershiresauce, diversen Gemüsen und Kräutern Besonders zu Weihnachten werden auch Oliven, Kapern und Rosinen dazugemischt. <gallery mode="packed" heights="150"> Callaloo-mit-Shrimps-GT.jpg|Callaloo soup mit Shrimps Buljol (Salted cod, oil, onions, tomatoes, pepper, boiled eggs).jpg|Buljol (gesalzener Kabeljau, Öl, Zwiebeln, Tomaten, Paprika, gekochte Eier) FOOD Pastelle open.jpg|geöffnete Pastelle </gallery> * Reis, der mit Kokosnußmilch gekocht wird erhält eine bräunliche Farbe. Auf vielen Karibikinseln wird er mit roten Bohnen vermischt zu jedem Essen angeboten. Auf Trinidad heißt er nicht „rice and peas“ sondern '''Pelau''', dazu gibt es im allgemeinen Hühnerfleisch, Paprikagemüse und alles ist scharf gewürzt. * Zu vielen Gerichten gehört '''Dumplin'''. Dumplins sind fingerdicke, längliche Klöße aus Wasser und Mehl, die in die Suppe oder Sauce gegeben werden. * '''Souse''' ist keine Soße sondern gekochtes Schweinefleisch, das mit Gurken, Paprika und Zwiebeln serviert wird, wir kennen es besser als Sülze. * '''Cascadura''' ist Fisch, den es nur in Trinidad gibt, der mit viel Curry gekocht wurde. <gallery mode="packed" heights="150"> Trinidadian Chicken Pelau (15399269506).jpg|Chicken Pelau </gallery> * '''Saltfish''' kommt überwiegend aus Norwegen und ist in der Karibik inzwischen ein teures Lebensmittel geworden. Der frisch gefangene Fisch wird dort ausgenommen, gewaschen, gesalzen und auf langen, dünnen Stangen aufgereiht und luftgetrocknet. * '''Black Pudding''' ist eine Blutwurst die viele Zwiebeln, Knoblauch und Gewürze enthält, sie gilt warm oder auf Brot als absolute Delikatesse. * '''Black cake''' ist ein sehr schwerer Kuchen aus dunklem Teig, der Teig wird mit Trockenfrüchten vermischt, die zuvor in Cherrybrandy und Rum eingeweicht wurden. * Das einheimische '''Bier''' trägt die Namen Carib, Heiroun und Stag Lager Beer. Auf der Insel wird aber auch Guinness, Mackeson und Stout in Lizenz abgefüllt. Die bekanntesten '''Rumsorten''' der Insel sind Old Oak und VAT 19. * Daneben gibt es unzählige '''alkoholfreie''', soganannte Soft Drinks, die meistens nur extrem süß und nach Chemie schmecken. == Feiertage == Zusätzlich zu den gesetzlichen Feiertagen die für die beiden Inseln Trinidad und Tobago gelten, gibt es auf der Insel Trinidad eine Vielzahl von religiösen Veranstaltungen und Feierlichkeiten, die teilweise auch zu nationalen Feiertagen geworden sind. === religiöse (regionale) Feiertage === * '''Divali''' oder '''Diwali''', dieses hinduistische Fest ist dem Licht gewidmet, es wird in verschiedenen Orten Trinidads auch als Ramleela Festival gefeiert. Mit dem Fest wird in Indien die Rückkehr von Lord Rama in sein Königreich Ayodha nach 14-jährigem Exil gefeiert. Zu Ehren seiner Ankunft erleuchteten seine Untertanen die Straßen mit tausenden von Öllampen. Dieses Fest wird im November auf ganz Trinidad gefeiert. Diviali bedeutet der Triumph des Guten über das Böse. Es wird zu Ehren der Göttin Lakshmis gefeiert, die Liebe, Schönheit, Reichtum und Licht verkörpert. In der Divalinacht werden auf der ganzen Insel mit Kokosöl gefüllte Tonschalen aufgestellt und angezündet. * '''Eid-ul-Fitr''', das moslemisches Neujahrsfest. Dies ist kein festes Datum, das Fest wird am Neumondtag des Fastenmonats Ramadan gefeiert. * '''Ganga Dashara'''. Am Fluß Marianne River im Ort Blanchisseuse feiern die Hindus ihr Reinigungsritual. * Das '''Hosey Festival''' wird in Trinidad seit 1884 gefeiert, es erinnert an den Krieg von Kerbala im Jahre 640. Die ursprüngliche, drei Nächte dauernde Trauerprozession wurde bis vor 40 Jahren nach strengen Regeln durchgeführt. Seitdem hat man sich an die Mentalität der Inselbewohner angepaßt. Heute finden die Prozessionen in den Monaten Februar und März in St. James, Cedros, Couva und Tunapuna statt. * '''La Divina Pastora Festival''', katholische Kirche, Siparia. Bei dieser Prozession am zweiten Sonntag nach Ostern wird die Schwarze Madonna durch die Straßen getragen. Diese Feier ist bei den Hindus auch als Soparee Mai bekannt. * '''Phagwa''', das Neujahrsfest der Hindus findet im März statt. In Trinidad ist es seit der Landung der ersten Inder im Jahre 1845 bekannt. * '''Ramleela''', ein Hindufest, das in über 20 Gemeinden gefeiert wird. * '''Santa Rosa Festival'''. Dieses Fest der kleinen Cariben Gemeinde wird im Juli gefeiert. Am 28. August findet eine gleichnamige Feier in Arima statt. Dort wurde 1775 eine Kapelle zum Gedenken an die Schutzheilige Santa Rosa de Arima gebaut. == Sicherheit == Auf Trinidad werden Drogen, insbesondere Marihuana angeboten. Der Besitz kleinster Mengen ist verboten und wird schwer bestraft. Wertgegenstände sollten im Hotelsafe hinterlegt werden. Zimmertüren und Mietwagen immer verschließen. Nachts sollte man nicht allein unterwegs sein und dunkle Orte generell meiden. Die hohe Zahl von arbeitslosen Jugendlichen führt zu wachsender Kriminalität gegen Touristen. == Klima == {{Klimatab-col |ort= |sourcelink= |sourcetext= |xt=ja|xtjan=31|xtfeb=31|xtmar=32|xtapr=32|xtmai=32|xtjun=32|xtjul=31|xtaug=31|xtsep=32|xtoct=32|xtnov=32|xtdec=31 |nt=ja|ntjan=21|ntfeb=20|ntmar=20|ntapr=21|ntmai=22|ntjun=22|ntjul=22|ntaug=22|ntsep=22|ntoct=22|ntnov=22|ntdec=21 |rm=ja|rmjan=70|rmfeb=45|rmmar=50|rmapr=55|rmmai=100|rmjun=190|rmjul=225|rmaug=250|rmsep=200|rmoct=175.0|rmnov=185|rmdec=125 }} == Literatur == === Landkarten === * {{Karte |Titel=Trinidad |Maßstab=1 : 150.000 |Hrsg=Mapping & Control, Lands & Surveys Division, Ministry of Planning & Mobilization, Government of the Republic of Trinidad & Tobago}} == Weblinks == {{GeoData| lat= 10.41611| long= -61.34444| radius= }} {{IstInKat|Trinidad und Tobago}} {{class-3}} eb9n9l9vj7x72py7313xfe9w7nxngnb 1804869 1804868 2026-09-19T07:48:47Z DocWoKav 14575 /* Weitere Ziele */ Geänderte vCard für [[Maracas Bay]] 1804869 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region}} '''Trinidad''' ist eine Insel in [[Trinidad und Tobago]]. Auf Trinidad sind vor allem die vielfältige Natur, der berühmte Karneval, die Strände und der artenreiche Regenwald interessant. == Regionen == === Politische Einteilung === Trinidad und Tobago gliedert sich in elf ''regions'', drei ''boroughs'' und zwei ''cities''. Eine ''region'' ist einem Bundesland vergleichbar, ein ''borough'' einer kreisfreien Stadt und eine ''city'' einem Stadtstaat wie Hamburg oder Berlin, wobei das Konstrukt des ''borough'' aus dem englischen Rechtsraum stammt und im deutschsprachigen Raum unbekannt ist. ''cities'' sind [[Port of Spain]] und [[San Fernando (Trinidad und Tobago)|San Fernando]], ''boroughs'' sind [[Arima]], [[Chaguanas]] und [[Point Fortin]]. === Geographische Aufteilung === * Northern Range: Dieser Höhenzug erstreckt sich auf einer Länge von 65&#x202F;Km entlang der Nordküste. Die Nordküste ist steil und felsig. Dort findet man keine durchgehende, befahrbare Straße. Das ganze Gebiet ist überhaupt wenig erschlossen, damit ein wahres Paradies für die Tierwelt. Einzig von Port of Spain aus und entlang der Ostküste gibt es Straßenverbindungen zur Nordküste. Von Arima aus kann man auf teilweise sehr schlechter Straße nach Norden vordringen. Die höchsten Erhebungen sind der Berg "El Tucuche" mit 936&#x202F;m und der "El Corre de Aripo" mit 940&#x202F;m. Nordwestlich von Arima findet man eine größere Anzahl von Höhlen. * Der Ost-West-Korridor ist eine Ebene am Fuße der Northern Range. Es ist das am dichtesten bebaute und besiedelte Gebiet der Insel. Von der Matura Bay im Osten reicht die Ebene bis zur Hauptstadt Port of Spain im Westen. In Port of Spain beginnend erreicht man übergangslos die Städte San Juan, St. Joseph, Curepe (mit dem Ortsteil St. Augustine und der Universität), Tunapuna, Arouca (mit dem internationalen Flughafen Piarco im Süden), Valencia und Sangre Grande. Das bebaute Gebiet ist dort zwischen zwei und sieben Kilometer breit. Auf nördlicher Route erreicht man alle Orte auf der Straße Eastern Main Road. Mehr oder weniger parallel dazu gab es dort früher eine Eisenbahnlinie von Port of Spain bis nach Arima. Die ehemaligen Gleisanlagen sind einer Straße gewichen, die für den Busverkehr reserviert ist, die "Priority Bus Route". Auf südlicher Route wurde der autobahnähnliche "Churchill Roosevelt Highway" als entlastungsstraße gebaut. * Central Range: Dieser Höhenzug ist wesentlich flacher, er erstreckt sich leicht schräg, nördlich von San Fernando im Westen bis nach Manzanilla im Osten. * Im Süder der Central Range findet man wieder flaches Land, es riecht dor überall nach Erdöl. Überall wird Erdgas und -öl gefördert. Zwischen San Fernando und Point Fortin befindet sich einer vor drei bekannten Teer-Seen dieser Erde. Weit verbreitet sind Schlammvulkane. * Die Southern Range, auch "the Deep South" genannt, also der tiefe Süden bildet als flacher Höhenrücken den Abschluss. == Orte == {{mapframe}} * {{vCard | name = Port of Spain | type = city | wikidata = Q39178 | description = Die Hauptstadt Trinidads ist das wichtigste politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Insel. Besonders bekannt ist die Stadt für den Trinidad Carnival, Museen, historische Gebäude und das lebendige Stadtviertel rund um die Queen’s Park Savannah. }} * {{vCard | name = Arima | type = city | wikidata = Q661405 | description = Arima liegt am Rand der Northern Range und ist eine der älteren Städte Trinidads. Sie ist für ihre indigene Kultur, traditionelle Feste und ihre Nähe zu den tropischen Waldgebieten im Norden bekannt. }} * {{vCard | name = Chaguanas | type = city | wikidata = Q1444575 | description = Sie ist eine lebhafte Handelsstadt mit zahlreichen Geschäften, Märkten und Einkaufszentren. Besonders interessant sind die vielfältige Bevölkerung sowie die starke indisch-trinidadische Kultur. }} * {{vCard | name = Couva | type = city | wikidata = Q2602007 | description = Couva ist eine moderne Stadt mit Einkaufszentren, Restaurants und verschiedenen Freizeiteinrichtungen. Sie spielt außerdem eine wichtige Rolle im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben Trinidads. }} * {{vCard | name = San Fernando | type = city | wikidata = Q1023712 | description = Sie ist eine der wichtigsten Städte Trinidads und ein bedeutendes Handels- und Kulturzentrum. Sehenswert sind unter anderem die Innenstadt, Märkte, Geschäfte und verschiedene kulturelle Veranstaltungen. }} * {{vCard | name = Princes Town | type = city | wikidata = Q1011576 | description = Eine kleinere Stadt mit einer ruhigen Atmosphäre und einer langen Geschichte. Sie ist vor allem für ihre lokalen Märkte, traditionellen Veranstaltungen und den Einfluss der Zuckerindustrie auf die regionale Geschichte interessant. }} * {{vCard | name = Penal | type = city | wikidata = Q2510034 | description = Penal ist vor allem durch seine indisch-trinidadische Bevölkerung und deren kulturelle Traditionen geprägt. Es gibt lokale Märkte, Geschäfte und Restaurants sowie religiöse Feste. }} * {{vCard | name = Point Fortin | type = city | wikidata = Q786957 | description = Point Fortin ist vor allem durch die Erdöl- und Erdgasindustrie geprägt, besitzt aber auch ein aktives gesellschaftliches und kulturelles Leben. Die Stadt ist außerdem für Veranstaltungen und traditionelle Feste bekannt. }} * {{vCard | name = Siparia | type = city | wikidata = Q3493381 | description = Siparia ist eine traditionsreiche Stadt, die besonders für religiöse Feste und kulturelle Veranstaltungen bekannt ist. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Verehrung der „Siparia Devi“, wodurch die Stadt für Besucher kulturell besonders interessant ist. }} weitere Orte sind; [[Blanchisseuse]], [[Manzanilla]], [[Maracas Bay]], [[Mayaro]], [[Piarco]], [[Tunapuna]] == Weitere Ziele == * {{vCard | name = [[Maracas Bay]] | type = beach | wikidata = Q49384384 | description = Einer der bekanntesten Strände Trinidads, umgeben von grünen Bergen und beliebt zum Baden und Entspannen. }} Pitch Lake – Ein außergewöhnlicher natürlicher Asphaltsee bei La Brea und eine der bekanntesten geologischen Sehenswürdigkeiten der Karibik. Caroni Bird Sanctuary – Ein großes Feuchtgebiet, das besonders für seine zahlreichen Vogelarten und die roten Trinidad-Schreivögel bekannt ist. Asa Wright Nature Centre – Ein bedeutendes Naturreservat, das für seine tropische Pflanzenwelt und die große Vielfalt an exotischen Vögeln bekannt ist. Pigeon Point – Ein idyllischer Strand mit türkisfarbenem Wasser und Palmen, der zu den beliebtesten Ausflugszielen der Region gehört. Nylon Pool – Eine natürliche, flache Sandbank im Meer mit besonders klarem Wasser, die sich hervorragend zum Schwimmen und Schnorcheln eignet. Argyle Waterfall – Der höchste Wasserfall Tobagos, der von üppigem tropischem Regenwald umgeben ist und über einen Wanderweg erreicht werden kann. Temple in the Sea – Ein hinduistischer Tempel, der symbolisch im Meer errichtet wurde und die religiöse und kulturelle Vielfalt Trinidads widerspiegelt. Fort King George – Eine historische Festungsanlage aus der Kolonialzeit mit Kanonen, alten Gebäuden und einem weiten Blick über die Umgebung. Main Ridge Forest Reserve – Eines der ältesten geschützten Regenwaldgebiete der Welt mit Wanderwegen und einer außergewöhnlichen Artenvielfalt. == Hintergrund == === Landesbeschreibung === Geologen und Faunisten zählen Trinidad und Tobago zu Südamerika, nicht zu den Karibischen Inseln. Vor vermutlich noch 10.000 Jahren waren die Inseln mit dem südamerikanischen Festland verbunden. Heute ist die Insel Trinidad durch eine 11&#x202F;km breite Meerenge von Venezuela getrennt. Die Insel Trinidad hat eine etwa rechteckige Form, deren Westküste durch den Golf von Paria tief eingeschnitten ist. Die Nord-Süd Ausdehnung beträgt 83&#x202F;km. Entlang der Nordküste verläuft eine flache Bergkette, die bis zu 940&#x202F;m hoch aufragt, die Northern Range. Dort findet man eine Vielzahl von Höhlen und Wasserfällen. Sie ist Erdgeschichtlich der östlichste Ausläufer der südamerikanischen Anden. Dort hat die Insel eine Breite von 86 km, vom Golf von Paria zur Ostküste sind es an der schmalsten Stelle nur 48 km, während sie an der Südküste 104&#x202F;km mißt. An der Ostküste ließen sich 1783 französische Siedler südlich von Manzanilla nieder, wo sie zwölf aneinandergrenzende Kokosplantagen anlegten, die noch heute die Landschaft prägen. Die Nord- und Südküste sind wenig erschlossen. Dort gibt es keine durchgehenden Straßenverbindungen. Abgesehen von der Churchill Roosevelt und der Uriah Butler Schnellstraße sind alle anderen Straßenverbindungen auf der Insel nicht sehr gut. Bis 1957 war die Southern Main Road die Hauptstraße zwischen dem Norden und dem Süden. Dann wurde der Princess Margaret Highway als Schnellstraße zwischen Port of Spain und Chaguanas gebaut. Inzwischen wurde die Straße umbenannt in Uriah Butler Highway. Während des ersten Ölbooms in den 1970er Jahren wurde diese Schnellstraße als Sir Solomon Hochoy Highway bis nach San Fernando erweitert. Es gibt inzwischen Ausbaupläne bis nach Point Fortin. In West Ost Richtung verbindet der Beetham Highway Port of Spain mit dem Uriah Butler Highway. Von dort aus führt der Churchill Roosevelt Highway weiter bis zu seinem derzeitigen Ende, drei Kilometer hinter Arima. In diesem sogenannten Ost-West Korridor der sich von Chguaramas bis nach Arima am Fuße der Northern Range Hügelkette entlangzieht lebt über die Hälfte der Inselbevölkerung. Fast die Hälfte von Trinidad ist noch bewaldet. Die Insel hat aber keine ausgeprägte Tourismusindustrie. Dafür besitzt Trinidad die einzigen größeren Erdgas und -ölvorkommen aller Karibikinseln. Vor Point Lisas befinden sich große Erdgasfelder im Meer. Dort findet man deshalb die größte Industrieansammlung. Neben Eisen und Stahl gibt es vier Methanolproduzenten und sechs Anlagen für die Ammoniumproduktion. 1999 begann man mit dem Bau einer Aluminiumschmelze. Am Galeota Point und in Pointe a Pierre stehen Erdölraffinerien. Erst 1998 hat die Amoco Trinidad Oil Company neue große Erdölfelder vor der Küste von Trinidad gefunden. Im ganzen Süden der Insel wird Erdöl gefördert. Dort gibt es auch mehrere Schlammvulkane. Vor der Nordwestküste liegen mehrere Inseln, die zum Territorium von Trinidad und Toabago gehören. * '''Diego Islands''': Zu den Diego Islands gehören die Inseln Carrera und Cronstad Island. Sie liegen etwas mehr als 500&#x202F;m vor der Halbinsel Point Gourde. Die Insel Carrera hat eine Ausdehnung von 420 x 270 Metern, seit dem Jahre 1877 ist sie Gefängnisinsel. Angeblich ist sie so sicher wie das amerikanische Alcatraz. * '''Five Islands''': Die Inselgruppe Five Islands besteht aus den fünf Inseln Caledonia, Craig, Lenagan, Nelson und Rock. * '''Insel Chacachacare''': Die Insel befindet sich fast auf halbem Wege nach Venezuela. Die Strömung in der Meerenge ist stark und gefürchtet. Seeleute nennen die Durchfahrt Boca del Drago oder „dragon´s mouth“, also Drachenmaul. Die Insel hat eine Ausdehnung von 15&#x202F;km in der Länge und 3&#x202F;km in der Breite, sie ist 8&#x202F;km von Trinidad entfernt. : Die Überfahrt von Chaguaramas dauert je nach Wetterlage etwa eine Stunde. Seit dem Jahre 1877 befand sich auf der Insel eine Leprakolonie, seit 1984 ist sie unbewohnt. : Im Jahre 1885 wurde nahe der Perruquier Bay auf dem höchsten Punkt der Insel, 818 m, ein Leuchtturm gebaut, er ist immer noch im Betrieb. Auf der Ostseite befindet sich die tief eingeschnittene Bucht Chacachacare Bay. Auf der gegenüberliegenden Inselseite liegt die La Tinta Bay. Sie hat schwarzen Sandstrand und wurde jahrelang als Versteck für Schmuggelgut genutzt. : Bei Chapelle Bay findet man einen Salzsee. * '''Insel Gaspar Grande''': Die Insel ist rund 2&#x202F;km lang und 800&#x202F;m breit, sie ist auch unter dem Namen Gasparee Island bekannt. Ihr Name geht auf den früheren Besitzer Don Gaspar de Percin zurück. Sie liegt nur einen Kilometer vor der Küste. Von der Crews Inn Marina in Chaguaramas fahren Boote in 20 Minuten dorthin. Die Überfahrt von Chaguanas zur Südseite kostet 40 TT $, zur Ostseite 30 TT $. Im allgemeinen fahren die Boote zum Point Baleine, wo es zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Walfangstation gab. Heute befindet sich dort eine kleine Marina und Picknick Plätze. : Im 19. Jahrhundert wurde auf der Insel noch Baumwolle angebaut. : Die kleine Bombshell Bay am Ostende ist zum Baden geeignet. Auf dem Bombshell Hill befand sich ein Fort. : Die Gasparee Caves sind ein Netzwerk von Tropfsteinhöhlen, es gibt dort sogar einen kleinen See. Der Zugang ist nur mit Genehmigung der Chaguaranas Development Authority und mit Führung eines registrierten Tourunternemers möglich. Sie sind täglich von 9-15 Uhr geöffnet, Eintritt: 10 TT $. : Innerhalb von 25 Minuten kann man zur anderen Inselseite laufen, dort findet man Geschützstellungen aus dem II. Weltkrieg. : Seit den 1980er Jahren befand sich dort auch das Fantasy Island Resort mit Restaurant, Cafe und Pool. Tel. 678-9001. : Bayview Beach Resort & Marina, Tel. 678-9001-02 * '''Insel Huevos''': Die kleine, länglich, schmale Insel Huevos befindet sich in Privatbesitz. Sie ist unbewohnt und Brutplatz für Seevögel. * '''Insel Monos''': Monos liegt nur etwa 650&#x202F;m vom Entrada Point entfernt und hat zwei Landestege in der Morris Bay und in der Grand Fond Bay. Sie ist dicht bewaldet und nicht dauerhaft bewohnt. Es gibt dort aber eine zunehmende Anzahl von Ferienhäuser von reichen Trinis. Früher gab es in der Turtle´s Bay eine Walfangstation. Dort ist noch einer der Kupferkessel erhalten, in dem das Walfett gekocht wurde. === Geschichte === Über die allerersten Inselbewohner ist nichts bekannt, man nimmt aber an, dass schon 5.000 Jahre vor Christi Geburt Indianerstämme aus Südamerika auf Trinidad und Tobago gelebt haben. Auf dem Weg in den Norden haben Ciboney-Indianer als Sammler und Jäger vermutlich zuerst die Insel Trinidad besiedelt. Zwischen 100 und 1000 nach Christus folgten ihnen höher entwickelte Ignerie-Indianer und Taino-Indianer vom Stamm der Arawaks aus dem Orinokogebiet, die schon Landwirtschaft betrieben. Im 13. Jahrhundert überfielen kriegerische Carib-Indianer die friedlichen Arawaks, töteten die Männer und nahmen sich die Frauen. Auf seiner dritten Reise entdeckte '''Christopher Kolumbus''' auf südlicher Route segelnd diese Insel im Sommer 1498. Er nannte die Insel ''La Isla de la Trinidad'', Insel der Dreifaltigkeit, und umfuhr sie im Uhrzeigersinn. Einen Tag später verließ er sie um die Insel [[Grenada]] zu erreichen. Zu dieser Zeit lebten noch geschätzt 35.000 Indianer auf den beiden Inseln; Arawaks im Südosten und Carib-Indianer im Norden und Westen in der Gegend von Arima, Mucurapo und Port of Spain. Erst 1532 betrat '''Don Antonio Sedeno''' beim Fischerdorf Cumucarapo, das heute Mucarapo heißt, als erster spanischer Entdecker die Insel. 50 Jahre später kam eine größere Gruppe von Siedlern mit dem spanischen Soldatenführer '''Don Antonio de Berrio y Oruna''' und dessen Leutnant Domingo de Vera auf der Suche nach dem berühmten Gold von El Dorado auf die Insel. An der Ostküste bauten sie die Siedlung San José de Oruna, das heutige St. Joseph, dort wurde auch die Inselverwaltung angesiedelt. In der Indianersprache hieß der Ort Caroni. Er wurde 1595 durch den britischen Seefahrer '''Sir Walter Raleigh''' zerstört, Berrio y Oruna wurde gefangen genommen. Die älteste Kirche der Insel, die St. Joseph Catholic Church aus dem Jahre 1593, blieb aber erhalten. Die ist zugleich der älteste Kirchenbau auf Trinidad. 1699 rebellierten die Indianer gegen die spanischen Missionierungsversuche. Missionare und der Gouverneur wurden dabei getötet. Soldaten wurden gegen die Indianer eingesetzt. Die Armee trieb die Indianer bis zur Nordostspitze der Insel. Bei dem Ort Toco stürzten sich viele Indianer ins Meer. Zehn Jahre später wurden die Missionsstationen abgeschafft. 1739 gab es auf der Insel eine Pockenepedemie, an der ein großer Teil der Bevölkerung starb. Nach wiederholten Angriffen von Piraten auf den Ort San José de Oruna, heute Saint Joseph, verlegte der '''Gouverneur Pedro de la Moneda''' den Regierungssitz im Jahre 1757 nach Puerto de Espana, dem heutigen ''Port of Spain''. Da die Insel nur sehr schwach besiedelt war und Spanien fürchtete, die Insel könne dadurch leicht von England eingenommen werden, lockte der spanische '''Gouverneur Manuel Falques''' 1776 katholische Siedler mit Steuererleichterungen ins Land. Er brachte der Insel etwas wirtschaftlichen Aufschwung und veranlasste die Gründung des Ortes San Fernando. Mit Hilfe von Sklavenarbeit entstanden Zuckerrohr- und Baumwollplantagen. 1784 schickte Spanien seinen fähigsten Gouverneur, '''Don José Maria Chacon''', auf die Insel. Unter seiner Führung wuchs die Bevölkerung auf fast 18.000 Menschen an. Davon waren nur 2.000 Weiße, über 10.000 waren afrikanische Sklaven und knapp 1.000 waren Indianer, der Rest bestand aus freien Mischlingen. Im Jahre 1795 kam es zum Krieg zwischen Spanien und England. Im Mai 1796 lief das britische Schiff „H. M. S. Lebra“ unter der Führung von '''Sir Ralph Abercromby''' bei Chaguaramas die Insel an. Der spanische '''Admiral Don Sebastian Ruiz de Apodaca''' ließ alle spanischen Schiffe im Hafen in Brand setzen und '''Gouverneur Chacon''' übergab Trinidad kampflos an die Engländer. Sir Abercromby ernannte einen seiner Offiziere, '''Thomas Picton''', zum ersten Gouverneur. Die Ernennung entwickelte sich zu einem absoluten Missgriff. Picton betrachtete Sklaven und Mischlinge als Aufwiegler. Farbige Plantagenbesitzer und Sklaven wurden ständigen Repressalien ausgesetzt. 1802 musste er von '''Thomas Hislop''' abgelöst werden. Im gleichen Jahr gab es auf der Insel 150 Plantagen, alle waren im Besitz von Franzosen. Bis zum Jahre 1808 stieg die Zahl der Sklaven auf 20.000. Die Fachleute der damaligen Zeit kamen zu dem Ergebnis, um aus der Insel eine gewinnbringende Zuckerrohrbesitzung zu machen, wären mindestens 250.000 Sklaven nötig gewesen. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Insel trotzdem Kronkolonie. Die Zusammensetzung der Inselbevölkerung ließ in den Augen der britischen Regierung keine Wahlen zu. Die Zahl der freien Farbigen war doppelt so groß wie die der Weißen, und von der weißen Bevölkerung waren nicht einmal die Hälfte Engländer. So wurde die Insel direkt von London aus regiert, und der Gouverneur war das ausführende Organ. Als der Sklavenhandel 1807 offiziell eingestellt wurde, kam es noch jahrelang zu illegalen Sklaveneinfuhren. Die Abschaffung der Sklaverei im Jahre 1834 führte auf der Insel zu einer lang anhaltenden Ratlosigkeit, wie die Zukunft ohne Sklaven aussehen sollte. Selbst das Parlament in London beschäftigte sich immer wieder mit dieser Frage. Verschiedene Pläne wurden entwickelt und wieder verworfen. Menschen verschiedenster Nationalitäten wurden als Arbeitskräfte auf die Insel geholt: Iren, Schotten, Chinesen, Portugiesen von Madeira, europäische Emigranten, Arbeitskräfte von anderen karibischen Inseln, befreite Sklaven aus Sierra Leone und St. Helena, die meisten kehrten bald wieder in ihre Heimat zurück. Schließlich waren es Inder, die die Inselbevölkerung verändern sollten. Zwischen 1845 und 1917 kamen 144.000 Inder als billige Arbeitskräfte ins Land. Sie hatten Verträge für fünf oder zehn Jahre und waren danach berechtigt zurückzukehren. Aber viele von ihnen blieben in Trinidad, kauften ein Stück Land für ihre Reispflanzen oder Kakaobäume und eröffneten kleine Geschäfte. 1871 betrug der indische Bevölkerungsanteil schon 25&#x202F;% der Gesamtbevölkerung. Bis in die heutige Zeit haben sich die Familienclans erhalten und die indische Gesellschaft in Trinidad ist noch immer eine fast „geschlossene Gesellschaft“. 1847 richtete ein Wirbelsturm große Schäden an. 1857 bohrte die ''Merrimac Oil Company'' bei La Brea die erste Ölquelle an, aber erst 50 Jahre später wusste man diesen Reichtum richtig zu nutzen. Zur Jahrhundertwende führte die weitergehende Verarmung der Massen zur Gründung von mehreren politisch-gesellschaftlichen Interessengemeinschaften. 1897 wurde die Arbeiterbewegung Trinidad Workmen´s Association gegründet. Im gleichen Jahr entstand die East Indian National Association, und vier Jahre später folgten die Pan African Association und die Rate Payers Association, ein Zusammenschluss der Wassergebührenzahler. 1889 wurden Trinidad und Tobago zu einer Union zusammengeschlossen. 1914 entstand bei Pointe-A-Pierre die erste Ölraffinerie. Als Folge der Weltwirtschaftskrise kam es in den 1930-er Jahren auch in Trinidad zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die vermehrt zu Aufständen führten und zur Gründung von Arbeiterbewegungen. 1937 kam es in dem Dorf Fyzabad unter der Führung von '''Uriah Butler''' zu einem Aufstand der Erdölarbeiter. 1938 lag der durchschnittliche Tagesverdienst bei 35 Cents. Diese niedrigen Löhne führten schon 1935 zu einem Hungermarsch und 1937 zu wiederholten Streiks auf den Ölfeldern. 1941 verpachtete die Regierung das Gebiet um ''Chaguaramas'' und ''Waller Field'' an das US-Militär. Die Amerikaner bauten einen großen Marine- und Luftwaffenstützpunkt. Dies brachte dem Land für einige Jahre gut bezahlte Arbeitsplätze. Erst 1960 zogen die Amerikaner nach großen Protesten aus der Bevölkerung wieder ab. Nach dem Krieg und der Einführung des allgemeinen Wahlrechtes entstanden unzählige Parteien und in deren Folge Gründungen von Gewerkschaften. Den hohen Erlösen aus der Erdölindustrie standen nur wenige Arbeitsplätze gegenüber. 1956 gründete '''Dr. Eric Williams''' die Partei People´s National Movement. Am 31. August 1962 wurden Trinidad und Tobago rund drei Wochen nach Jamaika von den Engländern in die Unabhängigkeit entlassen. Eric Williams wurde erster Premierminister. Er behielt diesen Posten bis zu seinem Tode im Jahre 1981. Mit der Unabhängigkeit fielen die großzügigen finanziellen Unterstützungen von England fort. Internationale Konzerne wurden stattdessen von der Regierung „eingeladen”, sich auf der Insel niederzulassen. Bis 1966 konnten so 169 Industriefirmen angesiedelt werden. Die Ölförderung teileten sich Amoco, Shell und Texaco, die Zuckerindustrie wurde von Tate & Lyle kontrolliert. Während der 1970-er Jahre konnte Trinidad aufgrund seiner Erdöl- und Erdgasvorkommen noch ein deutliches Wirtschaftswachstum verzeichnen. Zum großen Teil ist dies den Preisbeschlüssen der OPEC von 1973 zu verdanken. Diese Preissteigerungen verdreifachten die Deviseneinnahmen des Landes schlagartig. Nach der zweiten deutlichen Ölpreiserhöhung in den Jahren 1979 und 1980 verzehnfachten sich diese Einnahmen sogar. Mit diesen Geldern kaufte Premierminister Williams die Kapitalmehrheit der nationalen Shell und BP, verstaatlichte die Zuckerindustrie, die Fluglinie BWIA und die Telefon- und Fernsehgesellschaften. Für 460 Millionen US-Dollar ließ er zudem ein Stahlwerk bauen. Anfang der 1980-er Jahre kam es dann mit Ende des Ölbooms und anderer politischer Fehler zu einer tiefen Strukturkrise, die sich besonders aus der Person des seit 25 Jahren regierenden Eric Williams ergab. Hatte er die weiße Mittelschicht vor der Unabhängigkeit noch als Nutznießer der Kolonialherrschaft bekämpft, so sicherte er seine Macht nun genau durch diese Gruppe. Korruption und schwere Mängel in der Gesundheits-, Verkehrs- und Baupolitik wurden ihm angelastet. Im März 1981 konnte der plötzliche Tod von Williams nicht eindeutig geklärt werden. Bei den Parlamentswahlen im November des gleichen Jahres konnte sein Nachfolger '''George Chambers''' noch die Mehrheit erzielen, bei den Kommunalwahlen 1983 gab es dann aber eine herbe Niederlage. Seit 1974 waren mit der Ölindustrie 50 Milliarden Petrodollar erwirtschaftet worden. Als der Einbruch der Ölpreise zu einer Rezession führte, musste man feststellen, dass der größte Teil des Geldes durch Misswirtschaft und Fehlplanungen verschwendet worden war. Der TT-Dollar musste mehrfach abgewertet werden, im Staatsdienst gab es Entlassungen, unrentable Staatsbetriebe wurden privatisiert. Bis 1990 stieg die Arbeitslosigkeit im Lande daraufhin bis auf 27 %. Am 27. Juli 1990 besetzte die kleine, radikale Moslemgruppe ''Jamaat al Muslimeen'' unter der Führung von '''Yasin Abu Bakr''' das Parlamentsgebäude. 45 Parlamentsmitglieder, einschließlich des Premierministers A. N. R. Robinson, wurden als Geiseln genommen. Robinson wurde aufgefordert zurückzutreten und innerhalb von 90 Tagen Neuwahlen auszuschreiben. Nachdem er dies verweigerte, kam es zu einem Schusswechsel, bei dem der Premierminister eine Schusswunde im Bein erlitt. Erst nach fünf Tagen gaben die Rebellen auf. Bei diesen Unruhen kamen insgesamt 30 Personen zu Tode, weitere 500 wurden verletzt. 114 Rebellen erhielten nach langen Gerichtsverhandlungen, zu denen auch der Kronrat in London gehört wurde, eine Amnestie. Dieser Putschversuch verschreckte verständlicherweise ausländische Investoren. Erst 1994 verzeichnete das Land sinkende Arbeitslosenzahlen und eine steigende Bruttoinlandsproduktivität. In den folgenden Jahren legte die Regierung ein Programm zur Modernisierung des Erdölsektors auf. Zugleich schaffte sie sich ein zweites wirtschaftliches Standbein, indem die Erschließung von Off-shore-Erdgasvorkommen gefördert wurde. === Erdöl und Erdgas === Im Jahre 1906 kam der Geologe ''Arthur Beeby Thompson'' nach Point Fortin. Er erhielt von der Regierung die Genehmigung, Land zu erwerben und nach Öl zu bohren. Er kaufte die Adventure und La Fortunée Plantagen um Werkanlagen zu errichten. Im Mai 1907 fand man in 210&#x202F;m Tiefe Öl. Zwei Jahre später wurde die '''Trinidad Oil Company''' gegründet. 1913 übernahm die '''United British Oilfields of Trinidad''' die Anlagen. 1957 wechselte der Besitz an '''Shell'''. Nach langen Protesten der Bevölkerung in den 1960-er und 1970-er Jahren übernahm der inzwischen von England losgelöste, selbstständige Staat Trinidad and Tobago die Shell und seit 1974 nennt sich das Unternehmen '''Trinidad & Tobago Oil Company''' (TRINTOC). Im Jahre 1993 gründte der Staat dann die '''Petroleum Company of Trinidad & Tobago''' (PETROTRIN) mit der Zentrale in Pointe-a-Pierre, und mit dem Zweck, alle Ölförderungen, die Weiterverarbeitung und den Verkauf von Erdölprodukten zu zentralisieren. Im Jahre 2000 übernahm die PETROTRIN dann in Zusammenarbeit mit TRINMAR alle Vermögenswerte von TEXACO. PETROTRIN hat seine größten Operationsbasen in Fyzabad, Guayaguayare, Marabella, Penal und Point Fortin. Von der Südostspitze der Insel (Guayaguayare) nach Point Fortin wurde eine neue Hochdruck-Pipeline verlegt, unterwegs gibt es mehrere Pumpstationen. In Pointe-a-Pierre steht die einzige Ölraffinerie des Landes. Die Anlage umfasst 809 Ha Grundfläche. Die Tagesproduktion liegt bei 160.000 Barrel von denen 70.000 für den lokalen Markt bestimmt sind, der größere Rest wird nach Brasilien, Equador, Kolumbien, Venezuela und West Afrika exportiert. Dort wird Flugbenzin, bleifreies Benzin, Diesel, Schmierstoffe und Bitumen hergestellt. TRINMAR, Trinidad Marine, betreibt im Seegebiet von Trinidad und Tobago 23 Ölbohrplattformen und 238 freistehende Bohrtürme. Der Beitrag von PETROTRIN am Sozialwesen von Trinidad besteht im Straßen- und Brückenbau, man beteiligt sich an der Reparatur von Schulen, baut Spielplätze und stellt Computer zur Verfügung. === Geister, Geisterglaube === Wie auf allen anderen karibischen Inseln haben auch die Bewohner von Trinidad und Tobago eine lebhafte Vorstellungskraft, kennen vielerlei Gruselgeschichten, glauben an gute und böse Geister. Viele dieser Geister und Geistergeschichten haben ihren Ursprung in Afrika. Der '''Dupp''' (auf der Insel Jamaika: Duppy) ist auf allen Inseln bekannt. Zusammen mit den '''Jumbies''' zählt er zu den harmlosen Geistern. Es sind die Geister von Toten, die nachts aus den Gräbern steigen, sich an dunklen Orten herumtreiben und die Lebenden gerne erschrecken. '''Belarivoist''' der Geist des Joachim Belarivo. Ein wenig begabter Zauberer wollte diesen Geist auferstehen und für sich arbeiten lassen. Für die Auferstehung reichte das Wissen, für weiteres nicht. Stattdessen erschien der Geist auf unzähligen Hochzeitsfeiern und erschreckte die Gäste. Er musste schließlich in einen Bleisarg eingeschlossen werden und unter einem großen Steinhaufen begraben werden. Der bedeutendste Geist auf Trinidad und Tobago ist '''Papa Bois''', der Beschützer des Waldes. Er hat Hörner, Fell und eine Harfe, seine Mutter war ein Reh, sein Vater ein Jäger, meistens erscheint er in Gestalt eines alten Mannes mit Bart und langen Haaren. Er kann sich auch in ein Tier verwandeln und Wilderer tief in den Wald locken, so dass sie sich verlaufen. Er hat auch eine Geliebte, '''Mama Dlo''' oder Mama d l‘eau, halb Frau, halb Schlange. Sie ist die Beschützerin der Flüsse. Von '''La Diablesse''' erzählt man, sie sei eine schöne Frau mit Kuhfuß, die man häufig auf großen Festen antrifft. Dort soll sie die Männer verführen. Wer sich mit ihr einlässt, wird nie mehr sein wie vorher oder nach kurzer Zeit sterben. Begegnet man ihr, soll man seine Kleidung ausziehen und mit der linken Seite nach außen wieder anziehen, dann kann sie einem nichts mehr anhaben. '''Douens''' und '''Douennes''' sind die Geister von kleinen Kindern, die ungetauft sterben. Sie tragen große Strohhüte, haben keine Gesichter, und ihre Füße stehen rückwärts. Es gibt auch Meerjungfrauen, Feen und Vampire. Man sagt, dass sich einsame und ungeliebte Menschen in Vampire, sogenannte '''Sousouyants''', verwandeln konnen. Sie ziehen ihre Haut aus und lassen diese auf der Türschwelle liegen, dann verwandeln sie sich in Feuerbälle, die durch die Luft fliegen. Dann kommen sie zu den Menschen und saugen ihnen das Blut aus. Man kann sich vor ihnen schützen, indem man Reis oder Salz um sein Bett streut. Der Vampir muss jedes Korn zählen, bevor er Blut saugen kann, bis er damit fertig ist, wird schon wieder Morgen und er muss unverrichteter Dinge abziehen. === Karneval === Französische Einwanderer brachten im 18. Jahrhundert den Karneval mit in die Karibik. In Frankreich war der Karneval damals ein riesiges Schlemmer- und Kostümfest vor dem Beginn der Fastenzeit. Die französischen Großgrundbesitzer in der Karibik feierten dieses Fest unter sich und ohne die Sklaven, nur freie Mulatten wurden zur Teilnahme eingeladen. Nach der Sklavenbefreiung 1834 wollten auch die Farbigen ihr Fest feiern. Das traditionelle Erntedankfest '''Canboulay''' wurde auf den Karnevalsonntag vorverlegt. Sie veranstalteten Straßenumzüge mit Trommelmusik, Stockkämpfen und Spottliedern auf die Weißen, dazu kleideten sie sich in elegante Kleider wie ihre weißen Herren. Diese fühlten sich schnell beleidigt und feierten in der Folgezeit nur noch in ihren Häusern. 1883 wurde den Farbigen das Mitführen von Trommeln verboten, ein Jahr später fanden die Umzüge nur noch am Karnevalmontag und unter Polizeibegleitung statt. So entstanden in den Vororten von Port of Spain die ersten '''Mas Camps''' - Kostümgruppen. Statt der Trommeln benutzte man Bambusstücke um den Takt zu schlagen, zur Zeit des II. Weltkrieges erfand man neue Musikinstrumente: Keksdosen und leere Ölfässer. 1894 kam dem Kaufmann ''Ingnatius Bodu'' die Idee, aus dem Karneval einen Wettbewerb zu machen. 1921 richtete ''Chieftain Douglas'' als erster ein '''Calypso Tent''' ein, in dem während der Karnevalsaison Nonstop gesungen wurde. Heute gibt es das '''National Carneval Commitee''' (NCC), es entstand aus der 1957 gegründeten ''Carneval Development Commission''. Diese Behörde betreut den gesamten Karneval, schreibt die Wettbewerbe aus, bestimmt die Veranstaltungsorte, organisiert die Showveranstaltungen, stellt die Preisrichter und wirbt Spenden ein, mit denen Gewinner zu hohen Geldpreisen kommen. Eine Jury wählt die Gewinner. Sie besteht aus Mitarbeitern von Ministerien, des NCC und Mitgliedern von Tanz-, Steelband- und Gesangsgruppen. Gewählt werden die besten Königs- und Königinkostüme, der beste Kostümdesigner, das Karnevallied des Jahres und die Musikband des Jahres. Eine Musikband kann zwischen 3.000 und 9.000 Mitglieder zählen. Für die Offiziellen beginnt die Karnevalsaison am Tag nach Aschermittwoch. Die Calypso-tents öffnen im Laufe des Januar. Danach beginnen die Vorentscheidungen für den Calypso- und Soca Monarchen, für Karnevalskönig und -königin. Die heiße Phase der Feierlichkeiten beginnt kurz vor Beginn der Fastenzeit mit dem Kinderkarneval. Am Karnevalmontag starten die Umzüge am frühen Morgen Richtung Stadtzentrum. Um die Mittagszeit finden die Maskenumzüge statt. Karnevaldienstag strömen die Massen zur Hauptveranstaltung im Queen´s Park, die bis in die späte Nacht dauert. Am Mittwoch ist alles vorbei und die Insulaner gehen wieder ihrem Gewerbe nach. === Musik === * '''Calypso''': Der Calypso hat seinen Ursprung an den Küsten von Westafrika und wurde von den Sklaven mit ins Land gebracht. Das „Urwort“ ist Kaiso und kommt aus Nigeria, Kaisos sind dort Spottlieder. Von den Sklaven wurden diese Lieder bei der Feldarbeit gesungen um die qualvolle Arbeit etwas zu erleichtern. Zugleich war es die einzige Möglichkeit, sich verschlüsselt über die Herrschaft zu beschweren oder lustig zu machen. : Seit der Abschaffung der Sklaverei wird dies von deren Nachfahren gefeiert. Seitdem wurden die Liedertexte immer bissiger. Im Jahre 1881 wurde bei so einer Veranstaltung von den Farbigen so auf die Regierung geschimpft und die politischen Mißstände wurden derart in ihren Gesängen verspottet, dass die Umzüge und Gesänge verboten wurden. In der Folgezeit texteten die Sänger, die Calypsonians, im Untergrund weiter. Aktuelle private und besonders politische Ereignisse werden seitdem besungen und ersetzen für den Teil der Bevölkerung, die nicht lesen können, die Tageszeitung. Man sagt auch: der Calypso bietet die Gelegenheit, etwas in Liedform zu sagen, was man in der besseren Gesellschaft nicht aussprechen kann. : Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. : Zwischen den beiden Weltkriegen wurde der Calypso international durch das Lied „''Rum and Coca Cola''“ bekannt. Es wurde von Lord Invader geschrieben und von den Andrew Sisters in den USA auf den Markt gebracht, sie verkauften die Platte fünf Millionen Mal. : 1978 wurde Calypso Rose als erste Frau zum alljährlichen Calypso King gekrönt. : Fast alle Sänger haben ausgenommen auffallende Namen: Atilla the Hun, Growling Tiger, Mighty Chalkdust, Roaring Lion, Valentino oder Black Stalin. Zu den weltweit bekanntesten gehören '''Lord Kitchener''' (*1922, †2000) und '''Mighty Sparrow'''. : In jüngster Zeit ist auch der Calypso extrem kommerzialisiert worden. * '''Indische Musik''': Mit einem Bevölkerungsanteil von etwa 40&#x202F;% beherrschen die Inder auch einen großen Teil der Musikszene. Im Laufe der Jahrzehnte hat die ursprünglich religiöse Musik sich teilweise an die Ansprüche der Jugendlichen Zuhörer angepaßt. '''Chutney''' ist eine dieser neuen Musikrichtungen, heute mit schnellerem Rhythmus und tanzbar, hat sie sich aus hinduistischen Folkloreliedern entwickelt. Chutney ist auch ein Teil des Trinidad-Karnevals geworden und für die Musikgruppen werden Preise vergeben. '''Pantar''' ist die Fusion von Pan-Musik und Sitar, eines der schönsten und ältesten indischen Musikinstrumente. Mit dieser Kombination lassen sich alle Arten von Calypsomusik bis zu indischer Ragmusik spielen. Einer der bekanntesten Pantar Interpreten ist Sitarist ''Mungal Patasar'' und seine Gruppe. * '''Panmusik und Steelbands''': Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. Ab 1935 begannen die Musiker deshalb, auf Dosen, Fässern und Benzinkanistern zu trommeln. Ein Jahr später gelang es dem Musiker '''Ellie Mannette''' ein Ölfaß so zu manipulieren, dass man ihm verschiedene Töne entlocken konnte. 1939 spielte die John John Band zum ersten Mal des amerikanische Kinderlied „Mary had a little lamb“ auf gestimmten Ölfässern. Seit 1945 erschienen abgeschnittene und gestimmte Ölfässer, die Pans, in der Öffentlichkeit. Heute ist der Beruf des Ölfaßstimmers sehr geachtet. Man unterscheidet die Pans nach Größe und Klangfarbe. Bass Pans verfügen über 5-7 Töne, sie werden auf etwa 7,5 cm Höhe zusammengeschnitten. Cello Pans haben 10 Töne und werden bei 35 cm abgeschnitten. Die Tenor Pans verfügen über 26-32 Töne und werden auf eine Länge von 15-18 cm geschnitten. : Die Pans werden blank geschliffen, verchromt, poliert und auf Gerüste montiert, damit der Musiker Bewegungsfreiheit hat. Die Tonfelder werden mit unterschiedlich großen Klöppeln geschlagen. Die Pans können von einem Solomusiker bearbeitet werden oder als Band können bis zu 100 Personen zusammen musizieren. Auf Trinidad soll es über 100.000 Ölfaß-Spieler geben. * '''Parang''': Besonders in der Weihnachtszeit beherrscht Parang die Musikszene. Diese Musikrichtung leitet sich aus venezuelanischen Weihnachtsliedern ab und den damit verbundenen Haus-zu-Haus besuchen und -feiern. Zu spanischen Texten mit religiösem Inhalt kommen südamerikanische Rhythmen mit Violine, Gitarre, Baß, Cuatro und Maracas. Einige Gruppen spielen die traditionellen Weisen, andere mixen es mit Soca, so dass '''Soca Parang''' entsteht. * '''Rapso''': Eine weitere Fortsetzung von der afrikanischen Tradition des Geschichtenerzählens führte zur Entwicklung des Rapso, einer Mischung von amerikanischem Rap mit Calypso. Hier wird Sprechgesang in Versen vom Rhythmus großer, schwerer Trommeln untermalt. Zwei der bedeutendsten Künstlergruppen sind ''Brother Resistance'' und ''Network Rapso Riddum''. * '''Soca''': Diese flottere Art des Calypso wurde 1970 geboren, als die Elektronik Einzug in die Musikszene hielt. Diese neue Form wird dem Musiker zugesprochen, der sich damals '''Lord Shorty''' nannte und heute unter dem Namen ''Ras Shorty I'' Musik produziert. Der Soca-Rhythmus läßt sich leicht mit anderen Musikformen verbinden. So findet man auf Trinidad den Soca heute als Bestandteil von Reggae, Jazz, Rythem & Blues als auch mit indischer Musik. Auch die im Lande lebenden Inder fanden an diesem Musikstil gefallen, verbanden den Rhythmus mit Hinditexten und so wurde der '''Chutney-Soca''' geboren. === Pflanzen- und Tierwelt === Trinidad und Tobago zählen zu den zehn führenden Ländern bei der Anzahl von Vogelarten pro Qaudratmeile. Auf beiden Inseln findet man auf Grund der Nähe zu Südamerika eine größere Anzahl von Pflanzen und Tieren als auf den anderen Karibischen Inseln. Man kennt 2.300 verschiedene, blühende Pflanzen, davon sind alleine 700 Orchideen. Die Nationalblume von Trinidad ist die '''Chaconia''', englisch: Wild Poinsettia. Ein Strauchgewächs von 2-3&#x202F;m Höhe, es ähnelt dem Weihnachtsstern. Den „Buffalypso“ gibt es nur auf der Insel Trinidad. Er ist das Ergebnis intensiver Zuchtversuche aus den 1960-er Jahren. Fünf auf Trinidad heimische Wasserbüffel Rassen wurden gekreuzt. Das Ergebnis ist ein friedfertiges Tier, dass tropische Hitze gut verträgt, mit schmackhaftem Fleisch. Es gibt 620 verschiedene Arten von Schmetterlingen. Von den 433 verschiedene Vogelarten brüten 250 auf der Insel, es gibt 41 verschiedene Kolibriarten. Den blinden Ölvogel findet man nur in Trinidad, es ist der größte Vogel, der sich von Früchten ernährt, aber nur nachts auf Futtersuche geht und selbst ein Amazonas-Papagei ist auf Trinidad zu finden. 108 verschiedene Säugetiere sind vertreten, dazu zählen 57 Fledermausarten und es gibt 70 verschiedene Arten von Kriechtieren. Die einzigen '''giftigen Schlangen''' sind die '''Far de Lance''' und der '''Buschmeister'''. Die Morocoy ist eine kleine Landschildkröte, die früher als Delikatesse gejagt wurde und fast ausgerottet war, heute wurd sie vielerorts als Haustier und Spielgefährte der Kinder gehalten. Verschiedene Strände von Trinidad und Tobago werden in den Monaten März bis Juli von Meeresschildkröten zur Eiablage aufgesucht. Der Besuch von Strandabschnitten, die von Schildkröten zur Eiablage aufgesucht werden, unterliegt einer Genehmigung durch die Forstverwaltung. The Forest Division, Long Circular Road, Port of Spain, Tel. 622-7476. The Forest Division, San Fernando, Tel. 657-8391, 657-7256. Den Schmetterling „89“, er hat eine schwarz-beigene Markierung auf der Flügelunterseite, die wie eine 89 aussieht, findet man nur auf Trinidad. Der Pauis ist ein großer truthahnartiger Vogel, der früher viel gejagt wurde und dadurch sehr selten geworden ist. Es gibt ihn nur auf Trinidad, nirgendwo sonst auf der Welt, er steht unter Schutz. Einzigartig auf der Welt ist auch der Fisch Cascadura. Diese Welsart ist ein Urtier aus dem Silur-Zeitalter. Sein Lebensraum sind zahlreiche schlammige Gewässer an der Südküste Trinidads. Ebenso selten sind die Reiherarten Agami, Blongios und Crabier Bec, die es nur auf Trinidad gibt. Weitere Vogelarten, die es in der Karibik nur auf Trinidad gibt sind Eisvögel, Pirol und Tukane. Das größte wilde Tier auf Trinidad ist der Braune Waldmazama, eine Hirschart. Das Halsband-Pekari wird von den Einheimischen Quenk genannt, es ist eine Wildschweinart. Auf der Insel gibt es verschiedene Opossumarten, die auch Manicou genannt werden, Waschbären, das hasengroße Agouti und den größeren Gefleckten Paka. Das gepanzerte Gürteltier, Armadillo oder Tatu genannt, und die seltenen Ozelote bekommt man kaum zu sehen. In einigen Flüssen und Sümpfen lebt der bis zu 2&#x202F;m lange Kaiman. === Plantagenwirtschaft === Die Landfläche von Trinidad und Tobago umfasst 513.000 Ha, weniger als ein Drittel davon ist Ackerfläche, 45&#x202F;% sind als Waldflächen ausgewiesen. Nur 13&#x202F;% des pflügbaren Landes ist bewässert. Es gibt aber eine Vielzahl von kleinen und großen Flüssen, Überflutungen in der Regenzeit sind normal. Die letzte umfassende Erhebung aus den 1970-er Jahren zählt 35.000 Farmen mit einer Gesamtfläche von etwa 130.000 Ha. Die Durchschnittsgröße einer Farm wurde mit 6 Ha angegeben, aber die 40 größten Plantagen hatten alle eine Größe über 400 Ha. Die landwirtschaftlichen Ernteerträge der 1970-er und 1980-er Jahre in Trinidad stehen in einem engen Zusammenhang mit der Ölindustrie. Dieser Trend begann Anfang der 1970-er mit dem starken Anstieg des Ölpreises. Löhne in der Landwirtschaft waren erheblich niedriger als in der Ölindustrie, der Geldreichtum führte zu größeren Importen von landwirtschaftlichen Produkten. Die Zahl der Landarbeiter sank um 50 %. Die Ernteerträge bei Zitrusfrüchten sanken um 75 %, bei Kakao waren es 61 %, bei Kokosprodukten 56&#x202F;% und bei Kaffee immer noch 15 %. Der Zuwachs von landwirtschaftlichen Produkten in den 1980-er Jahren wurde von Kleinstfarmern erwirtschaftet, die ihre Produkte oft in gartenähnlichen Familienbetrieben anbauten. Die Viehzucht im Land hat keine große Bedeutung. Es gibt nur rund 30.000 Rinder. Rindfleisch wird überwiegend aus Australien un Neuseeland importiert. Milch und Milchprodukte werden zu 90&#x202F;% von der Firma Nestlé eingeführt. Seit den späten 1980-er Jahren gibt es Zuchtversuche von Kühen und Indischen Wasserbüffeln, die man im Lande „Buffalyso” nennt. Bedeutender ist die Aufzucht von Hühnern und Schweinen. '''Kaffee''' wird in Trinidad verstärkt seit 1930 angepflanzt. Die Produktion sank von den späten 1960-er Jahren bis Mitte der 1980-er Jahre aber um rund 50 %. 1984 konnte zum ersten Mal kein Kaffee exportiert werden. Ein Jahr später betrug die Ernte wieder 2,1 Millionen KG, von denen 35&#x202F;% exportiert wurden. '''Zitrusfrüchte''' hatten in den 1950-er Jahren einen Boom. Man erntete zu der Zeit über 90.000 Tonnen pro Jahr, 1982 waren es nur noch 4.700 Tonnen. '''Kakaoplantagen''': Kakao war von den späten 1880-er Jahren bis in die 1930-er Jahre die wichtigste Anbaufrucht auf Trinidad und Tobago. Auf Tobago war sie dies sogar bis in die späten 1980-er Jahre. Kakao war schon im 18. Jahrhundert durch die Spanier nach Trinidad gekommen. Zeitweise war die Insel der zweitgrößte Kakaolieferant auf der Erde. Verschiedene Krankheiten haben der Fucht aber sehr zugesetzt. So sank die Jahresernte von 2.600 Tonnen im Jahre 1981 auf unter 1.300 Tonnen in 1985. Seit den 1970-er Jahren ist das Land nicht mehr in der Lage den Bedarf von Kokosöl und Seife mit den Ernten aus dem eigenen Land zu befriedigen. * Lopinot Estate. In Arouca führt die Lopinot Road nach Norden in die Northern Range. Um 1800 legte der Franzose Charles Joseph Comte de Lopinot dort eine 193 Ha große Kakaoplantage an. Der Graf war ein Offizier der französischen Armee in Haiti. Nach der Ausrufung der Unabhängigkeit und der damit verbundenen Freilassung der Sklaven in Haiti verließ er das Land und brachte seine 100 Sklaven mit nach Trinidad. Er nannte die Plantage „La Reconnaissance“. Das Herrenhaus, die Stallgebäude, die Sklavenunterkünfte und das Gefängnis wurden restauriert und können heute besichtigt werden. Im Herrenhaus wurde ein kleines Museum eingerichtet. Öffnungszeiten: täglich von 8-18 Uhr, Eintritt frei, Führungen finden zwischen 10 und 18 Uhr statt. '''Zuckerplantagen''': Im 19. Jahrhundert war Zucker trotz der überwältigenden Probleme noch immer die bedeutendste Einnahmequelle der Insel Trinidad. In den 1880-er Jahren gab es noch über 300 selbstständige Zuckerrohrplantagen. Ein Jahrhundert hatte die staatliche Carioni Gesellschaft hier das Monopol, nachdem man im Jahre 1971 51&#x202F;% der Aktien von Tate and Lyle zurückgekauft hatte. In den 1980-er Jahren wurde Zuckerrohr auf knapp 20.000 Ha angepflanzt, 20.000 Arbeitskräfte wurden in der Industrie gezählt. Die Jahresproduktion von Zucker lag zwischen 70.000 und 80.000 Tonnen. * Caroni Estate and Sugar Factory, Couva, Tel. 636-2371. Die Zuckerfabrik und die Distillerie liegen fast 40&#x202F;Km voneinander entfernt. Seit 1918 wird dort Rum destilliert. 1957 übernahm Caroni die Esperanza Estate. Deren Destillieranlagen wurden nach Caroni gebracht. 1980 wurde die Produktion ausgebaut. Neben eigenen Anbauflächen erhält Caroni Zuckerrohr von 6.000 unabhängigen Kleinfarmern. Seit 2003 wir die Caroni Gesellschaft umstrukturiert. Die Zuckerfabrik von Caroni wird geschlossen, die Fabrik von Sainte Madeleine bleibt bestehen. Der Landbesitz von Caroni, etwa 30.000 Ha geht in Staatsbesitz über und wird von einer neugegründeten Agentur verwaltet, der Estate Management and Business Development Company. Das Ziel ist, statt Rohzucker Zitrusfrüchte und Reis anzupflanzen und Milchviehzucht zu betreiben. :Der Rum wird unter den Markennamen Caroni Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, als Stallion Puncheon Rum mit 78&#x202F;% Alkohol, als Felicite Gold, White Magic Light und Special Old Cask Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol abgefüllt. Nur die leichten Rumsorten werden nach Kanada und Europa exportiert. * Champs Elysée Estate, Maraval Tal, Port of Spain. Um 1785 führte die Einwanderungspolitik des Franzosen Roumé de St. Laurent unter dem Gouverneur Don José Chacon viele französische Siedler mitsamt ihren Sklaven auf die Insel. Im fruchtbaren Maraval Tal bauten sie Baumwolle, Kaffee und Zuckerrohr an. Die Mehrheit der dort lebenden Menschen konnte kein englisch, fast alle gehörten der römisch-katholischen Kirche an. Im Jahre 1881 lebten dort 1.480 Menschen, davon waren 88 Plantagenbesitzer oder -verwalter. :Roumé de St. Laurent erwarb selbst ein großes Stück Land am Taleingang, aus dem die Champs Elysée Plantage entstand. Aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten musste seine Familie die Plantage schon bald verpfänden, später ging sie in den Besitz eines Pflanzers mit Namen Boissiere über. 1849 fasste man das ganze Tal zum Stadtbezirk Maraval zusammen. Gegen Ende des Jahrhunderts waren viele der kleinen Plantagen verschwunden. Auf den verbliebenen größeren Ländereien Champs Elysée, Moka, Haleland Park und Val de Oro wurde weiter Landwirtschaft betrieben. Heute werden nur noch auf der Paramin Plantage, westlich von Maraval, Gemüse und Gewürze angepflanzt. * Diego Martin River Estate, am Diego Martin Fluß. Direkt neben der Hauptstraße steht noch das 150 Jahre alte und 12&#x202F;m hohe Wasserrad der Zuckerplantage. Die Plantage fiel im Jahre 1897 in den Besitz der Regierung. Weitere historische Gebäude sind nicht erhalten, das einfache Plantagenhaus wurde aber wieder hergestellt. Es gibt aber noch einen Park mit Picknickplätzen und ein Mini-Museum. Das Museum ist täglich von 10-18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. * Spring Hill Estate. Um 1900 gründetet der in Frankfurt geborene Friedrich Wilhelm Mayer im fruchtbaren Arimatal in einer Höhe von etwa 400 Metern diese Plantage, um Kaffee, Kakao und Zitrusfrüchte anzupflanzen. 1908 wurde das Haupthaus fertig gestellt. Sohn Charles Mayer bewirtschaftete das Anwesen bis 1925, dann gab er auf, weil ihm der Gewinn zu gering war. 1932 kaufte der amerikanische Geologe Joseph Holmes das Land auf. Er brachte einen Stromgenerator dorthin und ließ einen Pool bauen. 1947 kauften Dr. Newcome Wright und seine Frau Asa Wright die 74 Ha große Plantage. Drei Jahre später richtete Dr. William Bebe von der New Yorker Zoologischen Gesellschaft dort eine Forschungsstation zum Studium tropischer Pflanzen und Tiere ein. 1955 verstarb Asa Wright. 1967 verkaufte ihr Mann das Gelände an die Forschungsstation. Im gleichen Jahr wurde das Herrenhaus in ein Gästehaus umgewandelt. Unter finanzieller Mithilfe der Bank of Nova Scotia wurde das Asa Wright Naturschutzgebiet eingerichtet. * Woodbrook Estate, Port of Spain. Nachdem die Siegert Familie 1875 (siehe unten) Venezuela verlassen hatte entstand in Port of Spain am Marina Square Ecke Charlotte Street die neue Angostura Fabrik. Die gleichbleibende Qualität und der weltweite Erfolg der Firma erlaubte es der Familie 1899 die 140 Ha große Woodbrook Estate zu kaufen. Die drei Brüder Alfredo, Carlos und Luis Siegert kultivierten ein Teil des Landes, zugleich planten sie eine Wohnsiedlung. Der Bau von 11 Straßen wurde in Angriff genommen, jede wurde nach einem Familienmitglied und nach Mitarbeitern des Projektes benannt. Nach dem Tod der Brüder Carlos und Luis verkaufte Alleinerbe Alfredo das Land 1911 an die Stadt Port of Spain. * '''Angostura Bitters''' Limited, Rumdistillerie, Eastern Main Road, Tel. 623-1845, Fax 623-1847. Im Jahre 1820 wanderte der preussische Chirurg Dr. Johann Gottlieb Benjamin Siegert nach Venezuela aus. Er wollte mit Simon Bolivar gegen die Spanier kämpfen. Vier Jahre später, als Leiter des Militärhospitals im Ort Angostura, am Ufer des Orinoco Flusses, entwickelte er eine Mischung aus tropischen Heilpflanzen, Gewürzen und Alkohol. Dieses Mittel „''Siegert´s Aromatic Bitters''“ sollte den von Tropenkrankheiten geschwächten Soldaten zu neuer Kraft verhelfen. Soldaten und Schiffsbesatzungen machten die Tinktur auf der ganzen Welt bekannt. 1850 verließ Dr. Siegert die Armee um sich vollständig der Produktion seines gefragten Elixiers zu widmen. 1875 verließ die Siegert Familie das krisengeschüttelte Venezuela wo ein politischer Diktator auf den anderen folgte und ließ sich in Trinidad nieder. :Im Jahre 1903 starb Carlos Siegert, zwei Jahre später sein Bruder Luis. Alfredo Siegert war nun einziger Kenner der geheimen Formel für Angostura. In der Folgezeit spekulierte er mit großen Geldmengen in verschiedenen Sektoren, verlor das Geld und auch die Firma. Amerikanische und kanadische Geschäftsleute versuchten erfolglos, die Fabrik im Ausland anzusiedeln. :1936 begann die Firma Angostura Bitters unter der Leitung von Robert W. Siegert, einem Enkel des Gründers, Alkohol zu brennen, dazu wurde eine Tochtergesellschaft, die Trinidad Distillers Ltd. gegründet und die Fernandes Rumbrennerei aufgekauft. Das Rezept für Angostura Bitters ist eines der bestgehüteten Geheimnisse der Karibik. 1960 wurden die Produkte von Angostura bereits in 140 Länder exportiert. Die Jahresproduktion von 1.3 Millionen Liter wurde bis 1998 auf 20 Millionen Liter gesteigert. :Das Besucherzentrum, Tel. 623-1841 im Ortsteil Laventille in Port of Spain ist geöffnet. Führungen finden dort montags bis freitags um 9.30, 13.30 und 14 Uhr statt, Führungen kosten 8 US $. :Die Distillerie kauft ihre Melasse von verschiedenen Zuckermühlen im Lande und vergärt und destilliert den Rohstoff in einer eigenen Brennerei. Der Rum wird unter dem Markennamen Royal Oak als 43 %-iger Rum verkauft. Weitere Markennamen sind Old Oak White und Old Oak Gold. 1973 erwarb man die auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindliche Distillerie Fernandes. Der Rum von dieser Destille wird unter den Markennamen Forres Park Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, Fernandes Vat 19, Fernandes Black Label, Ferdi´s Premium Rum und Crystal White Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol vertrieben. Daneben werden leichtere Mischgetränke hergestellt: Caribbean Club Rum Punch, Limbo Drummer, Lemon Lime & Bitters, Blu Vodka und Correla´s. :Das Grundprodukt Angostura Bitters ist eine aromatische Lösung mit 44,7&#x202F;% Akoholanteil. Man verwendet es hauptsächlich zur Verfeinerung von Mixgetränken, aber auch in Fisch- und Fleischgerichten, für Gemüse, Kuchen, Marmelade, Pudding, in Salaten und Suppen. * Fernandes Distillers, Fernandes Industrial Centre, Eastern Main Road, Laventille, Tel. 623-2101, 623-2501, Fax 623-1847. Als das Trinidad & Tobago Rum Bond Lager im Jahre 1932 abbrannte, nutzte der Besitzer der Fernandes Distillery, Joseph Bento Fernandes, die Gunst der Stunde. Er kaufte die angesengten Rumfässer günstig auf stellte fest, dass der Rum darin von besonderer Güte war. Dieser Rum wurde unter dem Namen „1919 Super Premium Rum“ verkauft. 1919 war das Jahr, in welchem die Fässer gefüllt worden waren. === Trinidad´s Eisenbahn === Schon kurz nach 1800 waren es die Großhändler, Kaufleute und Plantagenbesitzer, die bei der Kolonialverwaltung nach besseren Verkehrsverbindungen fragten. Doch wenig oder nichts geschah. Ebenso oder ähnlich verhielt es sich mit der Eisenbahn. Um 1846 wurde die '''Trinidad Railway Company''' gegründet. Man begann mit der Vermessung von möglichen Fahrlinien, kam aber zu der Überzeugung die Finanzierung sei nicht möglich. Im Jahre 1859 entstand dann die erste privat finanzierte Linie von Princes Town zum Hafen von San Fernando. Man nannte sie die Pflanzerlinie, da zunächst nur landwirtschaftliche Produkte an zur Kings Wharf gebracht wurden, zum weitertransport auf Schiffen rund um die Insel. Die Wagen wurden von Pferden oder Mulis gezogen. Auf Grund des öffentlichen Drucks wurde das Angebot auf den Personentransport ausgedehnt, auch die Post wurde nun mit der Eisenbahn transportiert. Diese Linie wurde unter dem Namen '''Cipero Tramroad''' bekannt. Sie existierte bis 1920, dann ging sie an die Trinidad Government Railway über. 1873 begann man mit dem Bau einer Bahnverbindung von Port of Spain nach Arima. Der Ausgangspunkt war der South Quay in Port of Spain, über San Juan und St. Joseph verlief die Linie bis nach Arima. Am 31. August 1876 wurde die Linie in Betrieb genommen. Die Eisenbahngesellschaft, offiziel Trinidad Government Railway, wurde gegründet. Ursprünglich sollte sie nur das reiche Landwirtschaftsgebiet um den Ort Arima herum mit dem Hafen von Port of Spain verbinden. Nun gab es aber eine kleine Eisenbahn Manie. Jeder einflußreichere Plantagenbesitzer verlangte die Anbindung seiner Farm an das Eisenbahnnetz. Schon im Januar 1880 gab es eine Verbindung nach Couva im Süden, bis 1882 wurde die Linie nach San Fernando fertig gestellt. Der Erfolg der Eisenbahnlinie nach Arima war überwältigend. Bis 1896 wurde sie nach Gunapo erweitert und 1897 wurde Sangre Grande erreicht. Im Jahre 1897 entstand an der Südlinie bei Cunupia ein Abzweig durch das Tal des Caparo Flusses nach Tabaquite. Nachdem man im Südwesten von Trinidad große Ölvorkommen gefunden hatte wurde die Eisenbahnlinie von San Fernando aus im Jahre 1913 bis nach Siparia verlängert. Im Jahre 1914 hatte das Netz dann seine größte Ausdehnung mit dem Ausbau bis nach Rio Claro. Die Länge des Schinennetzes betrug nun 173&#x202F;Km. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurden diese Eisenbahnwagen von Pferden gezogen. 1910 gab es die erste Motor-Bus-Verbindung in Trinidad. Die beiden Geschäftsleute Newallo und Asgarelli Syne betrieben '''Syne´s Bus Service'''. Mit der Zentrale in Icacos fuhren ihre Busse von dort über San Fernando bis nach Siparia und St. James in Port of Spain. Bis zum Beginn des I. Weltkrieges war dies das einzige Busunternehmen des Landes. Bis zum Jahre 1920 stieg die Zahl von angemeldeten Motorautos von etwa 100 auf 1.176. Im gleichen Jahr eröffnete Charles Ross eine Buslinie zwischen Four Roads und Macqueripe. Ab 1923 verzeichnete die Eisenbahn einen deutlichen Einbruch bei ihren Fahrgastzahlen. Trotzdem blieb die Eisenbahn ein Erfolg. Erst nach der Unabhängigkeit führte ein Missmanagement der Regierung zum Zusammenbruch des Eisenbahnverkehrs. Die Trasse der Linie von Port of Spain nach Arima, die mehr oder weniger parallel zur Eastern Main Road verläuft, wurde zur Fahrbahn nur für Express-Busse und Maxi-Taxi umgebaut. An das Zeitalter der Eisenbahn erinnert die Lokomotive Nr. 11, sie steht als Denkmal in der Harris Promenade von San Fernando. Ein zweites Exemplar befindet sich im Busdepot von Port of Spain. == Sprache == Amtssprache ist englisch. Besonders auf Trinidad wird aber auch verbreitet Französisch, Spanisch, Hindi und Chinesisch gesprochen. Daneben gibt es ein überwiegend englisches Patois. == Anreise == * {{vCard |type=airport |name=Piarco International Airport |wikidata=Q788810 |address=Golden Grove Road, Piarco |phone=669-4101 |fax=669-2319 |description=Landebahn 10/28, 10.440 × 151 Feet (3.182 × 46 m). Airport Authority of Trinidad & Tobago, Piarco Airport, Tel. 669-4101. Einreisebehörde, Immigration, Piarco Airport, Tel. 669-5859, Zollbehörde, Customs, Piarco Airport, Tel. 669-4361. |url=https://piarcoairport.com }} * '''Schiffsverbindungen''': Zwischen Trinidad und Tobago gibt es einen regeläßigen Fährverkehr. Der Hafen von Port of Spain wird von Kreuzfahrtschiffen angelaufen. == Mobilität == Achtung: '''Linksverkehr'''! Für das Fahren von Mietwagen wird für 90 Tage ein in Deutschland ausgestellter gültiger Internationaler Führerschein anerkannt. Wer länger im Lande ist muss eine nationale Fahrerlaubnis beantragen. Licening Department, Wrightson Road, Port of Spain. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 50 km/h, nur auf einigen Schnellstraßen darf man 80&#x202F;km/h fahren. Von der Hauptstadt Port of Spain gibt es eine autobahnähnliche Schnellstraße in Richtung Osten bis nach Arima und etwas darüber hinaus. Etwa 9&#x202F;km hinter Port of Spain zweigt davon eine Schnellstraße nach Süden ab, über die Stadt Chaguanas führt sie bis nach San Fernando. Die Eisenbahnlinie von Port of Spain nach Arima wurde eingestellt. Die ehemalige Bahntrasse wurde aus- und umgebaut, dies ist heute der Fahrweg für Expressbusse und Maxi Taxi. == Aktivitäten == * Naturbeobachtungen, hauptsächlich die Vogelwelt. * Strandleben, in Trinidad ist es nicht so ausgeprägt wie im Rest der Karibik. An der Nordküste findet man nur einzelne kleine Sandbuchten. Das Wasser an den kilometerlangen Stränden der Ostküste ist trüb, bedingt durch die Einschwämmungen des nahen Orinoco in Venezuela. Die Westküste ist verschmutzt durch intensive Bohrarbeiten der Erdölindustrie. * Wanderungen, hauptsächlich im Bereich der Northern Range. [[File:TnT Caroni Swamp 2.jpg|thumb|right|Caroni Swamp]] * Caroni Swamp: Sumpfgebiet im Mündungsbereich des Caroni River, durch das geführte Touren angeboten werden. Hauptattraktion ist eine riesige Kolonie Scharlachsichler, die am späten Nachmittag von ihren Fressrevieren zu ihrem Ruhegebiet zurückkehren. Ganz selten können Wasserschlangen oder Kaimane beobachtet werden. == Küche == Die Küche von Trinidad spiegelt die Zusammensetzung der Bevölkerung wieder. Neben der traditionallen karibischen Küche findet man heute viele chinesische, libanesische und syrische Einflüsse. Einen sehr großen Anteil an den Restaurants und Essgewohnheiten hat der indische Bevölkerungsanteil. Dadurch gibt es große Unterschiede zu den Restaurants auf der Insel Tobago. * '''Callaloo soup''' ist eine Suppe aus den spinatähnlichen Dasheenblättern mit allerlei Gewürzen und Krebsfleisch, stellenweise wird sie auch sehr scharf gewürzt. '''Dhal''' ist eine indische Suppe aus roten Linsen. * '''Buljol''' nennt man Saltfish, der zusammen mit Avocados, Paprika, Tomaten und Zwiebeln in Olivenöl gedünstet wird. * Ham´n Hops oder einfach nur '''Hops''' ist eine knusprige Brötchenart mit Schinkenfüllung. * '''Pastelles''' sind gefüllte Maismehltaschen die in Sohareeblättern gegart werden, ein klassisches Street Food. Die Füllung besteht aus angebratenes Rinderhack, Tomaten, Worcestershiresauce, diversen Gemüsen und Kräutern Besonders zu Weihnachten werden auch Oliven, Kapern und Rosinen dazugemischt. <gallery mode="packed" heights="150"> Callaloo-mit-Shrimps-GT.jpg|Callaloo soup mit Shrimps Buljol (Salted cod, oil, onions, tomatoes, pepper, boiled eggs).jpg|Buljol (gesalzener Kabeljau, Öl, Zwiebeln, Tomaten, Paprika, gekochte Eier) FOOD Pastelle open.jpg|geöffnete Pastelle </gallery> * Reis, der mit Kokosnußmilch gekocht wird erhält eine bräunliche Farbe. Auf vielen Karibikinseln wird er mit roten Bohnen vermischt zu jedem Essen angeboten. Auf Trinidad heißt er nicht „rice and peas“ sondern '''Pelau''', dazu gibt es im allgemeinen Hühnerfleisch, Paprikagemüse und alles ist scharf gewürzt. * Zu vielen Gerichten gehört '''Dumplin'''. Dumplins sind fingerdicke, längliche Klöße aus Wasser und Mehl, die in die Suppe oder Sauce gegeben werden. * '''Souse''' ist keine Soße sondern gekochtes Schweinefleisch, das mit Gurken, Paprika und Zwiebeln serviert wird, wir kennen es besser als Sülze. * '''Cascadura''' ist Fisch, den es nur in Trinidad gibt, der mit viel Curry gekocht wurde. <gallery mode="packed" heights="150"> Trinidadian Chicken Pelau (15399269506).jpg|Chicken Pelau </gallery> * '''Saltfish''' kommt überwiegend aus Norwegen und ist in der Karibik inzwischen ein teures Lebensmittel geworden. Der frisch gefangene Fisch wird dort ausgenommen, gewaschen, gesalzen und auf langen, dünnen Stangen aufgereiht und luftgetrocknet. * '''Black Pudding''' ist eine Blutwurst die viele Zwiebeln, Knoblauch und Gewürze enthält, sie gilt warm oder auf Brot als absolute Delikatesse. * '''Black cake''' ist ein sehr schwerer Kuchen aus dunklem Teig, der Teig wird mit Trockenfrüchten vermischt, die zuvor in Cherrybrandy und Rum eingeweicht wurden. * Das einheimische '''Bier''' trägt die Namen Carib, Heiroun und Stag Lager Beer. Auf der Insel wird aber auch Guinness, Mackeson und Stout in Lizenz abgefüllt. Die bekanntesten '''Rumsorten''' der Insel sind Old Oak und VAT 19. * Daneben gibt es unzählige '''alkoholfreie''', soganannte Soft Drinks, die meistens nur extrem süß und nach Chemie schmecken. == Feiertage == Zusätzlich zu den gesetzlichen Feiertagen die für die beiden Inseln Trinidad und Tobago gelten, gibt es auf der Insel Trinidad eine Vielzahl von religiösen Veranstaltungen und Feierlichkeiten, die teilweise auch zu nationalen Feiertagen geworden sind. === religiöse (regionale) Feiertage === * '''Divali''' oder '''Diwali''', dieses hinduistische Fest ist dem Licht gewidmet, es wird in verschiedenen Orten Trinidads auch als Ramleela Festival gefeiert. Mit dem Fest wird in Indien die Rückkehr von Lord Rama in sein Königreich Ayodha nach 14-jährigem Exil gefeiert. Zu Ehren seiner Ankunft erleuchteten seine Untertanen die Straßen mit tausenden von Öllampen. Dieses Fest wird im November auf ganz Trinidad gefeiert. Diviali bedeutet der Triumph des Guten über das Böse. Es wird zu Ehren der Göttin Lakshmis gefeiert, die Liebe, Schönheit, Reichtum und Licht verkörpert. In der Divalinacht werden auf der ganzen Insel mit Kokosöl gefüllte Tonschalen aufgestellt und angezündet. * '''Eid-ul-Fitr''', das moslemisches Neujahrsfest. Dies ist kein festes Datum, das Fest wird am Neumondtag des Fastenmonats Ramadan gefeiert. * '''Ganga Dashara'''. Am Fluß Marianne River im Ort Blanchisseuse feiern die Hindus ihr Reinigungsritual. * Das '''Hosey Festival''' wird in Trinidad seit 1884 gefeiert, es erinnert an den Krieg von Kerbala im Jahre 640. Die ursprüngliche, drei Nächte dauernde Trauerprozession wurde bis vor 40 Jahren nach strengen Regeln durchgeführt. Seitdem hat man sich an die Mentalität der Inselbewohner angepaßt. Heute finden die Prozessionen in den Monaten Februar und März in St. James, Cedros, Couva und Tunapuna statt. * '''La Divina Pastora Festival''', katholische Kirche, Siparia. Bei dieser Prozession am zweiten Sonntag nach Ostern wird die Schwarze Madonna durch die Straßen getragen. Diese Feier ist bei den Hindus auch als Soparee Mai bekannt. * '''Phagwa''', das Neujahrsfest der Hindus findet im März statt. In Trinidad ist es seit der Landung der ersten Inder im Jahre 1845 bekannt. * '''Ramleela''', ein Hindufest, das in über 20 Gemeinden gefeiert wird. * '''Santa Rosa Festival'''. Dieses Fest der kleinen Cariben Gemeinde wird im Juli gefeiert. Am 28. August findet eine gleichnamige Feier in Arima statt. Dort wurde 1775 eine Kapelle zum Gedenken an die Schutzheilige Santa Rosa de Arima gebaut. == Sicherheit == Auf Trinidad werden Drogen, insbesondere Marihuana angeboten. Der Besitz kleinster Mengen ist verboten und wird schwer bestraft. Wertgegenstände sollten im Hotelsafe hinterlegt werden. Zimmertüren und Mietwagen immer verschließen. Nachts sollte man nicht allein unterwegs sein und dunkle Orte generell meiden. Die hohe Zahl von arbeitslosen Jugendlichen führt zu wachsender Kriminalität gegen Touristen. == Klima == {{Klimatab-col |ort= |sourcelink= |sourcetext= |xt=ja|xtjan=31|xtfeb=31|xtmar=32|xtapr=32|xtmai=32|xtjun=32|xtjul=31|xtaug=31|xtsep=32|xtoct=32|xtnov=32|xtdec=31 |nt=ja|ntjan=21|ntfeb=20|ntmar=20|ntapr=21|ntmai=22|ntjun=22|ntjul=22|ntaug=22|ntsep=22|ntoct=22|ntnov=22|ntdec=21 |rm=ja|rmjan=70|rmfeb=45|rmmar=50|rmapr=55|rmmai=100|rmjun=190|rmjul=225|rmaug=250|rmsep=200|rmoct=175.0|rmnov=185|rmdec=125 }} == Literatur == === Landkarten === * {{Karte |Titel=Trinidad |Maßstab=1 : 150.000 |Hrsg=Mapping & Control, Lands & Surveys Division, Ministry of Planning & Mobilization, Government of the Republic of Trinidad & Tobago}} == Weblinks == {{GeoData| lat= 10.41611| long= -61.34444| radius= }} {{IstInKat|Trinidad und Tobago}} {{class-3}} 8gwj1w0exb6yw7u2zumkge32skn8k28 1804870 1804869 2026-09-19T07:49:05Z DocWoKav 14575 /* Orte */ 1804870 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region}} '''Trinidad''' ist eine Insel in [[Trinidad und Tobago]]. Auf Trinidad sind vor allem die vielfältige Natur, der berühmte Karneval, die Strände und der artenreiche Regenwald interessant. == Regionen == === Politische Einteilung === Trinidad und Tobago gliedert sich in elf ''regions'', drei ''boroughs'' und zwei ''cities''. Eine ''region'' ist einem Bundesland vergleichbar, ein ''borough'' einer kreisfreien Stadt und eine ''city'' einem Stadtstaat wie Hamburg oder Berlin, wobei das Konstrukt des ''borough'' aus dem englischen Rechtsraum stammt und im deutschsprachigen Raum unbekannt ist. ''cities'' sind [[Port of Spain]] und [[San Fernando (Trinidad und Tobago)|San Fernando]], ''boroughs'' sind [[Arima]], [[Chaguanas]] und [[Point Fortin]]. === Geographische Aufteilung === * Northern Range: Dieser Höhenzug erstreckt sich auf einer Länge von 65&#x202F;Km entlang der Nordküste. Die Nordküste ist steil und felsig. Dort findet man keine durchgehende, befahrbare Straße. Das ganze Gebiet ist überhaupt wenig erschlossen, damit ein wahres Paradies für die Tierwelt. Einzig von Port of Spain aus und entlang der Ostküste gibt es Straßenverbindungen zur Nordküste. Von Arima aus kann man auf teilweise sehr schlechter Straße nach Norden vordringen. Die höchsten Erhebungen sind der Berg "El Tucuche" mit 936&#x202F;m und der "El Corre de Aripo" mit 940&#x202F;m. Nordwestlich von Arima findet man eine größere Anzahl von Höhlen. * Der Ost-West-Korridor ist eine Ebene am Fuße der Northern Range. Es ist das am dichtesten bebaute und besiedelte Gebiet der Insel. Von der Matura Bay im Osten reicht die Ebene bis zur Hauptstadt Port of Spain im Westen. In Port of Spain beginnend erreicht man übergangslos die Städte San Juan, St. Joseph, Curepe (mit dem Ortsteil St. Augustine und der Universität), Tunapuna, Arouca (mit dem internationalen Flughafen Piarco im Süden), Valencia und Sangre Grande. Das bebaute Gebiet ist dort zwischen zwei und sieben Kilometer breit. Auf nördlicher Route erreicht man alle Orte auf der Straße Eastern Main Road. Mehr oder weniger parallel dazu gab es dort früher eine Eisenbahnlinie von Port of Spain bis nach Arima. Die ehemaligen Gleisanlagen sind einer Straße gewichen, die für den Busverkehr reserviert ist, die "Priority Bus Route". Auf südlicher Route wurde der autobahnähnliche "Churchill Roosevelt Highway" als entlastungsstraße gebaut. * Central Range: Dieser Höhenzug ist wesentlich flacher, er erstreckt sich leicht schräg, nördlich von San Fernando im Westen bis nach Manzanilla im Osten. * Im Süder der Central Range findet man wieder flaches Land, es riecht dor überall nach Erdöl. Überall wird Erdgas und -öl gefördert. Zwischen San Fernando und Point Fortin befindet sich einer vor drei bekannten Teer-Seen dieser Erde. Weit verbreitet sind Schlammvulkane. * Die Southern Range, auch "the Deep South" genannt, also der tiefe Süden bildet als flacher Höhenrücken den Abschluss. == Orte == {{mapframe}} * {{vCard | name = Port of Spain | type = city | wikidata = Q39178 | description = Die Hauptstadt Trinidads ist das wichtigste politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Insel. Besonders bekannt ist die Stadt für den Trinidad Carnival, Museen, historische Gebäude und das lebendige Stadtviertel rund um die Queen’s Park Savannah. }} * {{vCard | name = Arima | type = city | wikidata = Q661405 | description = Arima liegt am Rand der Northern Range und ist eine der älteren Städte Trinidads. Sie ist für ihre indigene Kultur, traditionelle Feste und ihre Nähe zu den tropischen Waldgebieten im Norden bekannt. }} * {{vCard | name = Chaguanas | type = city | wikidata = Q1444575 | description = Sie ist eine lebhafte Handelsstadt mit zahlreichen Geschäften, Märkten und Einkaufszentren. Besonders interessant sind die vielfältige Bevölkerung sowie die starke indisch-trinidadische Kultur. }} * {{vCard | name = Couva | type = city | wikidata = Q2602007 | description = Couva ist eine moderne Stadt mit Einkaufszentren, Restaurants und verschiedenen Freizeiteinrichtungen. Sie spielt außerdem eine wichtige Rolle im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben Trinidads. }} * {{vCard | name = San Fernando | type = city | wikidata = Q1023712 | description = Sie ist eine der wichtigsten Städte Trinidads und ein bedeutendes Handels- und Kulturzentrum. Sehenswert sind unter anderem die Innenstadt, Märkte, Geschäfte und verschiedene kulturelle Veranstaltungen. }} * {{vCard | name = Princes Town | type = city | wikidata = Q1011576 | description = Eine kleinere Stadt mit einer ruhigen Atmosphäre und einer langen Geschichte. Sie ist vor allem für ihre lokalen Märkte, traditionellen Veranstaltungen und den Einfluss der Zuckerindustrie auf die regionale Geschichte interessant. }} * {{vCard | name = Penal | type = city | wikidata = Q2510034 | description = Penal ist vor allem durch seine indisch-trinidadische Bevölkerung und deren kulturelle Traditionen geprägt. Es gibt lokale Märkte, Geschäfte und Restaurants sowie religiöse Feste. }} * {{vCard | name = Point Fortin | type = city | wikidata = Q786957 | description = Point Fortin ist vor allem durch die Erdöl- und Erdgasindustrie geprägt, besitzt aber auch ein aktives gesellschaftliches und kulturelles Leben. Die Stadt ist außerdem für Veranstaltungen und traditionelle Feste bekannt. }} * {{vCard | name = Siparia | type = city | wikidata = Q3493381 | description = Siparia ist eine traditionsreiche Stadt, die besonders für religiöse Feste und kulturelle Veranstaltungen bekannt ist. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Verehrung der „Siparia Devi“, wodurch die Stadt für Besucher kulturell besonders interessant ist. }} weitere Orte sind; [[Blanchisseuse]], [[Manzanilla]], [[Mayaro]], [[Piarco]], [[Tunapuna]] == Weitere Ziele == * {{vCard | name = [[Maracas Bay]] | type = beach | wikidata = Q49384384 | description = Einer der bekanntesten Strände Trinidads, umgeben von grünen Bergen und beliebt zum Baden und Entspannen. }} Pitch Lake – Ein außergewöhnlicher natürlicher Asphaltsee bei La Brea und eine der bekanntesten geologischen Sehenswürdigkeiten der Karibik. Caroni Bird Sanctuary – Ein großes Feuchtgebiet, das besonders für seine zahlreichen Vogelarten und die roten Trinidad-Schreivögel bekannt ist. Asa Wright Nature Centre – Ein bedeutendes Naturreservat, das für seine tropische Pflanzenwelt und die große Vielfalt an exotischen Vögeln bekannt ist. Pigeon Point – Ein idyllischer Strand mit türkisfarbenem Wasser und Palmen, der zu den beliebtesten Ausflugszielen der Region gehört. Nylon Pool – Eine natürliche, flache Sandbank im Meer mit besonders klarem Wasser, die sich hervorragend zum Schwimmen und Schnorcheln eignet. Argyle Waterfall – Der höchste Wasserfall Tobagos, der von üppigem tropischem Regenwald umgeben ist und über einen Wanderweg erreicht werden kann. Temple in the Sea – Ein hinduistischer Tempel, der symbolisch im Meer errichtet wurde und die religiöse und kulturelle Vielfalt Trinidads widerspiegelt. Fort King George – Eine historische Festungsanlage aus der Kolonialzeit mit Kanonen, alten Gebäuden und einem weiten Blick über die Umgebung. Main Ridge Forest Reserve – Eines der ältesten geschützten Regenwaldgebiete der Welt mit Wanderwegen und einer außergewöhnlichen Artenvielfalt. == Hintergrund == === Landesbeschreibung === Geologen und Faunisten zählen Trinidad und Tobago zu Südamerika, nicht zu den Karibischen Inseln. Vor vermutlich noch 10.000 Jahren waren die Inseln mit dem südamerikanischen Festland verbunden. Heute ist die Insel Trinidad durch eine 11&#x202F;km breite Meerenge von Venezuela getrennt. Die Insel Trinidad hat eine etwa rechteckige Form, deren Westküste durch den Golf von Paria tief eingeschnitten ist. Die Nord-Süd Ausdehnung beträgt 83&#x202F;km. Entlang der Nordküste verläuft eine flache Bergkette, die bis zu 940&#x202F;m hoch aufragt, die Northern Range. Dort findet man eine Vielzahl von Höhlen und Wasserfällen. Sie ist Erdgeschichtlich der östlichste Ausläufer der südamerikanischen Anden. Dort hat die Insel eine Breite von 86 km, vom Golf von Paria zur Ostküste sind es an der schmalsten Stelle nur 48 km, während sie an der Südküste 104&#x202F;km mißt. An der Ostküste ließen sich 1783 französische Siedler südlich von Manzanilla nieder, wo sie zwölf aneinandergrenzende Kokosplantagen anlegten, die noch heute die Landschaft prägen. Die Nord- und Südküste sind wenig erschlossen. Dort gibt es keine durchgehenden Straßenverbindungen. Abgesehen von der Churchill Roosevelt und der Uriah Butler Schnellstraße sind alle anderen Straßenverbindungen auf der Insel nicht sehr gut. Bis 1957 war die Southern Main Road die Hauptstraße zwischen dem Norden und dem Süden. Dann wurde der Princess Margaret Highway als Schnellstraße zwischen Port of Spain und Chaguanas gebaut. Inzwischen wurde die Straße umbenannt in Uriah Butler Highway. Während des ersten Ölbooms in den 1970er Jahren wurde diese Schnellstraße als Sir Solomon Hochoy Highway bis nach San Fernando erweitert. Es gibt inzwischen Ausbaupläne bis nach Point Fortin. In West Ost Richtung verbindet der Beetham Highway Port of Spain mit dem Uriah Butler Highway. Von dort aus führt der Churchill Roosevelt Highway weiter bis zu seinem derzeitigen Ende, drei Kilometer hinter Arima. In diesem sogenannten Ost-West Korridor der sich von Chguaramas bis nach Arima am Fuße der Northern Range Hügelkette entlangzieht lebt über die Hälfte der Inselbevölkerung. Fast die Hälfte von Trinidad ist noch bewaldet. Die Insel hat aber keine ausgeprägte Tourismusindustrie. Dafür besitzt Trinidad die einzigen größeren Erdgas und -ölvorkommen aller Karibikinseln. Vor Point Lisas befinden sich große Erdgasfelder im Meer. Dort findet man deshalb die größte Industrieansammlung. Neben Eisen und Stahl gibt es vier Methanolproduzenten und sechs Anlagen für die Ammoniumproduktion. 1999 begann man mit dem Bau einer Aluminiumschmelze. Am Galeota Point und in Pointe a Pierre stehen Erdölraffinerien. Erst 1998 hat die Amoco Trinidad Oil Company neue große Erdölfelder vor der Küste von Trinidad gefunden. Im ganzen Süden der Insel wird Erdöl gefördert. Dort gibt es auch mehrere Schlammvulkane. Vor der Nordwestküste liegen mehrere Inseln, die zum Territorium von Trinidad und Toabago gehören. * '''Diego Islands''': Zu den Diego Islands gehören die Inseln Carrera und Cronstad Island. Sie liegen etwas mehr als 500&#x202F;m vor der Halbinsel Point Gourde. Die Insel Carrera hat eine Ausdehnung von 420 x 270 Metern, seit dem Jahre 1877 ist sie Gefängnisinsel. Angeblich ist sie so sicher wie das amerikanische Alcatraz. * '''Five Islands''': Die Inselgruppe Five Islands besteht aus den fünf Inseln Caledonia, Craig, Lenagan, Nelson und Rock. * '''Insel Chacachacare''': Die Insel befindet sich fast auf halbem Wege nach Venezuela. Die Strömung in der Meerenge ist stark und gefürchtet. Seeleute nennen die Durchfahrt Boca del Drago oder „dragon´s mouth“, also Drachenmaul. Die Insel hat eine Ausdehnung von 15&#x202F;km in der Länge und 3&#x202F;km in der Breite, sie ist 8&#x202F;km von Trinidad entfernt. : Die Überfahrt von Chaguaramas dauert je nach Wetterlage etwa eine Stunde. Seit dem Jahre 1877 befand sich auf der Insel eine Leprakolonie, seit 1984 ist sie unbewohnt. : Im Jahre 1885 wurde nahe der Perruquier Bay auf dem höchsten Punkt der Insel, 818 m, ein Leuchtturm gebaut, er ist immer noch im Betrieb. Auf der Ostseite befindet sich die tief eingeschnittene Bucht Chacachacare Bay. Auf der gegenüberliegenden Inselseite liegt die La Tinta Bay. Sie hat schwarzen Sandstrand und wurde jahrelang als Versteck für Schmuggelgut genutzt. : Bei Chapelle Bay findet man einen Salzsee. * '''Insel Gaspar Grande''': Die Insel ist rund 2&#x202F;km lang und 800&#x202F;m breit, sie ist auch unter dem Namen Gasparee Island bekannt. Ihr Name geht auf den früheren Besitzer Don Gaspar de Percin zurück. Sie liegt nur einen Kilometer vor der Küste. Von der Crews Inn Marina in Chaguaramas fahren Boote in 20 Minuten dorthin. Die Überfahrt von Chaguanas zur Südseite kostet 40 TT $, zur Ostseite 30 TT $. Im allgemeinen fahren die Boote zum Point Baleine, wo es zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Walfangstation gab. Heute befindet sich dort eine kleine Marina und Picknick Plätze. : Im 19. Jahrhundert wurde auf der Insel noch Baumwolle angebaut. : Die kleine Bombshell Bay am Ostende ist zum Baden geeignet. Auf dem Bombshell Hill befand sich ein Fort. : Die Gasparee Caves sind ein Netzwerk von Tropfsteinhöhlen, es gibt dort sogar einen kleinen See. Der Zugang ist nur mit Genehmigung der Chaguaranas Development Authority und mit Führung eines registrierten Tourunternemers möglich. Sie sind täglich von 9-15 Uhr geöffnet, Eintritt: 10 TT $. : Innerhalb von 25 Minuten kann man zur anderen Inselseite laufen, dort findet man Geschützstellungen aus dem II. Weltkrieg. : Seit den 1980er Jahren befand sich dort auch das Fantasy Island Resort mit Restaurant, Cafe und Pool. Tel. 678-9001. : Bayview Beach Resort & Marina, Tel. 678-9001-02 * '''Insel Huevos''': Die kleine, länglich, schmale Insel Huevos befindet sich in Privatbesitz. Sie ist unbewohnt und Brutplatz für Seevögel. * '''Insel Monos''': Monos liegt nur etwa 650&#x202F;m vom Entrada Point entfernt und hat zwei Landestege in der Morris Bay und in der Grand Fond Bay. Sie ist dicht bewaldet und nicht dauerhaft bewohnt. Es gibt dort aber eine zunehmende Anzahl von Ferienhäuser von reichen Trinis. Früher gab es in der Turtle´s Bay eine Walfangstation. Dort ist noch einer der Kupferkessel erhalten, in dem das Walfett gekocht wurde. === Geschichte === Über die allerersten Inselbewohner ist nichts bekannt, man nimmt aber an, dass schon 5.000 Jahre vor Christi Geburt Indianerstämme aus Südamerika auf Trinidad und Tobago gelebt haben. Auf dem Weg in den Norden haben Ciboney-Indianer als Sammler und Jäger vermutlich zuerst die Insel Trinidad besiedelt. Zwischen 100 und 1000 nach Christus folgten ihnen höher entwickelte Ignerie-Indianer und Taino-Indianer vom Stamm der Arawaks aus dem Orinokogebiet, die schon Landwirtschaft betrieben. Im 13. Jahrhundert überfielen kriegerische Carib-Indianer die friedlichen Arawaks, töteten die Männer und nahmen sich die Frauen. Auf seiner dritten Reise entdeckte '''Christopher Kolumbus''' auf südlicher Route segelnd diese Insel im Sommer 1498. Er nannte die Insel ''La Isla de la Trinidad'', Insel der Dreifaltigkeit, und umfuhr sie im Uhrzeigersinn. Einen Tag später verließ er sie um die Insel [[Grenada]] zu erreichen. Zu dieser Zeit lebten noch geschätzt 35.000 Indianer auf den beiden Inseln; Arawaks im Südosten und Carib-Indianer im Norden und Westen in der Gegend von Arima, Mucurapo und Port of Spain. Erst 1532 betrat '''Don Antonio Sedeno''' beim Fischerdorf Cumucarapo, das heute Mucarapo heißt, als erster spanischer Entdecker die Insel. 50 Jahre später kam eine größere Gruppe von Siedlern mit dem spanischen Soldatenführer '''Don Antonio de Berrio y Oruna''' und dessen Leutnant Domingo de Vera auf der Suche nach dem berühmten Gold von El Dorado auf die Insel. An der Ostküste bauten sie die Siedlung San José de Oruna, das heutige St. Joseph, dort wurde auch die Inselverwaltung angesiedelt. In der Indianersprache hieß der Ort Caroni. Er wurde 1595 durch den britischen Seefahrer '''Sir Walter Raleigh''' zerstört, Berrio y Oruna wurde gefangen genommen. Die älteste Kirche der Insel, die St. Joseph Catholic Church aus dem Jahre 1593, blieb aber erhalten. Die ist zugleich der älteste Kirchenbau auf Trinidad. 1699 rebellierten die Indianer gegen die spanischen Missionierungsversuche. Missionare und der Gouverneur wurden dabei getötet. Soldaten wurden gegen die Indianer eingesetzt. Die Armee trieb die Indianer bis zur Nordostspitze der Insel. Bei dem Ort Toco stürzten sich viele Indianer ins Meer. Zehn Jahre später wurden die Missionsstationen abgeschafft. 1739 gab es auf der Insel eine Pockenepedemie, an der ein großer Teil der Bevölkerung starb. Nach wiederholten Angriffen von Piraten auf den Ort San José de Oruna, heute Saint Joseph, verlegte der '''Gouverneur Pedro de la Moneda''' den Regierungssitz im Jahre 1757 nach Puerto de Espana, dem heutigen ''Port of Spain''. Da die Insel nur sehr schwach besiedelt war und Spanien fürchtete, die Insel könne dadurch leicht von England eingenommen werden, lockte der spanische '''Gouverneur Manuel Falques''' 1776 katholische Siedler mit Steuererleichterungen ins Land. Er brachte der Insel etwas wirtschaftlichen Aufschwung und veranlasste die Gründung des Ortes San Fernando. Mit Hilfe von Sklavenarbeit entstanden Zuckerrohr- und Baumwollplantagen. 1784 schickte Spanien seinen fähigsten Gouverneur, '''Don José Maria Chacon''', auf die Insel. Unter seiner Führung wuchs die Bevölkerung auf fast 18.000 Menschen an. Davon waren nur 2.000 Weiße, über 10.000 waren afrikanische Sklaven und knapp 1.000 waren Indianer, der Rest bestand aus freien Mischlingen. Im Jahre 1795 kam es zum Krieg zwischen Spanien und England. Im Mai 1796 lief das britische Schiff „H. M. S. Lebra“ unter der Führung von '''Sir Ralph Abercromby''' bei Chaguaramas die Insel an. Der spanische '''Admiral Don Sebastian Ruiz de Apodaca''' ließ alle spanischen Schiffe im Hafen in Brand setzen und '''Gouverneur Chacon''' übergab Trinidad kampflos an die Engländer. Sir Abercromby ernannte einen seiner Offiziere, '''Thomas Picton''', zum ersten Gouverneur. Die Ernennung entwickelte sich zu einem absoluten Missgriff. Picton betrachtete Sklaven und Mischlinge als Aufwiegler. Farbige Plantagenbesitzer und Sklaven wurden ständigen Repressalien ausgesetzt. 1802 musste er von '''Thomas Hislop''' abgelöst werden. Im gleichen Jahr gab es auf der Insel 150 Plantagen, alle waren im Besitz von Franzosen. Bis zum Jahre 1808 stieg die Zahl der Sklaven auf 20.000. Die Fachleute der damaligen Zeit kamen zu dem Ergebnis, um aus der Insel eine gewinnbringende Zuckerrohrbesitzung zu machen, wären mindestens 250.000 Sklaven nötig gewesen. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Insel trotzdem Kronkolonie. Die Zusammensetzung der Inselbevölkerung ließ in den Augen der britischen Regierung keine Wahlen zu. Die Zahl der freien Farbigen war doppelt so groß wie die der Weißen, und von der weißen Bevölkerung waren nicht einmal die Hälfte Engländer. So wurde die Insel direkt von London aus regiert, und der Gouverneur war das ausführende Organ. Als der Sklavenhandel 1807 offiziell eingestellt wurde, kam es noch jahrelang zu illegalen Sklaveneinfuhren. Die Abschaffung der Sklaverei im Jahre 1834 führte auf der Insel zu einer lang anhaltenden Ratlosigkeit, wie die Zukunft ohne Sklaven aussehen sollte. Selbst das Parlament in London beschäftigte sich immer wieder mit dieser Frage. Verschiedene Pläne wurden entwickelt und wieder verworfen. Menschen verschiedenster Nationalitäten wurden als Arbeitskräfte auf die Insel geholt: Iren, Schotten, Chinesen, Portugiesen von Madeira, europäische Emigranten, Arbeitskräfte von anderen karibischen Inseln, befreite Sklaven aus Sierra Leone und St. Helena, die meisten kehrten bald wieder in ihre Heimat zurück. Schließlich waren es Inder, die die Inselbevölkerung verändern sollten. Zwischen 1845 und 1917 kamen 144.000 Inder als billige Arbeitskräfte ins Land. Sie hatten Verträge für fünf oder zehn Jahre und waren danach berechtigt zurückzukehren. Aber viele von ihnen blieben in Trinidad, kauften ein Stück Land für ihre Reispflanzen oder Kakaobäume und eröffneten kleine Geschäfte. 1871 betrug der indische Bevölkerungsanteil schon 25&#x202F;% der Gesamtbevölkerung. Bis in die heutige Zeit haben sich die Familienclans erhalten und die indische Gesellschaft in Trinidad ist noch immer eine fast „geschlossene Gesellschaft“. 1847 richtete ein Wirbelsturm große Schäden an. 1857 bohrte die ''Merrimac Oil Company'' bei La Brea die erste Ölquelle an, aber erst 50 Jahre später wusste man diesen Reichtum richtig zu nutzen. Zur Jahrhundertwende führte die weitergehende Verarmung der Massen zur Gründung von mehreren politisch-gesellschaftlichen Interessengemeinschaften. 1897 wurde die Arbeiterbewegung Trinidad Workmen´s Association gegründet. Im gleichen Jahr entstand die East Indian National Association, und vier Jahre später folgten die Pan African Association und die Rate Payers Association, ein Zusammenschluss der Wassergebührenzahler. 1889 wurden Trinidad und Tobago zu einer Union zusammengeschlossen. 1914 entstand bei Pointe-A-Pierre die erste Ölraffinerie. Als Folge der Weltwirtschaftskrise kam es in den 1930-er Jahren auch in Trinidad zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die vermehrt zu Aufständen führten und zur Gründung von Arbeiterbewegungen. 1937 kam es in dem Dorf Fyzabad unter der Führung von '''Uriah Butler''' zu einem Aufstand der Erdölarbeiter. 1938 lag der durchschnittliche Tagesverdienst bei 35 Cents. Diese niedrigen Löhne führten schon 1935 zu einem Hungermarsch und 1937 zu wiederholten Streiks auf den Ölfeldern. 1941 verpachtete die Regierung das Gebiet um ''Chaguaramas'' und ''Waller Field'' an das US-Militär. Die Amerikaner bauten einen großen Marine- und Luftwaffenstützpunkt. Dies brachte dem Land für einige Jahre gut bezahlte Arbeitsplätze. Erst 1960 zogen die Amerikaner nach großen Protesten aus der Bevölkerung wieder ab. Nach dem Krieg und der Einführung des allgemeinen Wahlrechtes entstanden unzählige Parteien und in deren Folge Gründungen von Gewerkschaften. Den hohen Erlösen aus der Erdölindustrie standen nur wenige Arbeitsplätze gegenüber. 1956 gründete '''Dr. Eric Williams''' die Partei People´s National Movement. Am 31. August 1962 wurden Trinidad und Tobago rund drei Wochen nach Jamaika von den Engländern in die Unabhängigkeit entlassen. Eric Williams wurde erster Premierminister. Er behielt diesen Posten bis zu seinem Tode im Jahre 1981. Mit der Unabhängigkeit fielen die großzügigen finanziellen Unterstützungen von England fort. Internationale Konzerne wurden stattdessen von der Regierung „eingeladen”, sich auf der Insel niederzulassen. Bis 1966 konnten so 169 Industriefirmen angesiedelt werden. Die Ölförderung teileten sich Amoco, Shell und Texaco, die Zuckerindustrie wurde von Tate & Lyle kontrolliert. Während der 1970-er Jahre konnte Trinidad aufgrund seiner Erdöl- und Erdgasvorkommen noch ein deutliches Wirtschaftswachstum verzeichnen. Zum großen Teil ist dies den Preisbeschlüssen der OPEC von 1973 zu verdanken. Diese Preissteigerungen verdreifachten die Deviseneinnahmen des Landes schlagartig. Nach der zweiten deutlichen Ölpreiserhöhung in den Jahren 1979 und 1980 verzehnfachten sich diese Einnahmen sogar. Mit diesen Geldern kaufte Premierminister Williams die Kapitalmehrheit der nationalen Shell und BP, verstaatlichte die Zuckerindustrie, die Fluglinie BWIA und die Telefon- und Fernsehgesellschaften. Für 460 Millionen US-Dollar ließ er zudem ein Stahlwerk bauen. Anfang der 1980-er Jahre kam es dann mit Ende des Ölbooms und anderer politischer Fehler zu einer tiefen Strukturkrise, die sich besonders aus der Person des seit 25 Jahren regierenden Eric Williams ergab. Hatte er die weiße Mittelschicht vor der Unabhängigkeit noch als Nutznießer der Kolonialherrschaft bekämpft, so sicherte er seine Macht nun genau durch diese Gruppe. Korruption und schwere Mängel in der Gesundheits-, Verkehrs- und Baupolitik wurden ihm angelastet. Im März 1981 konnte der plötzliche Tod von Williams nicht eindeutig geklärt werden. Bei den Parlamentswahlen im November des gleichen Jahres konnte sein Nachfolger '''George Chambers''' noch die Mehrheit erzielen, bei den Kommunalwahlen 1983 gab es dann aber eine herbe Niederlage. Seit 1974 waren mit der Ölindustrie 50 Milliarden Petrodollar erwirtschaftet worden. Als der Einbruch der Ölpreise zu einer Rezession führte, musste man feststellen, dass der größte Teil des Geldes durch Misswirtschaft und Fehlplanungen verschwendet worden war. Der TT-Dollar musste mehrfach abgewertet werden, im Staatsdienst gab es Entlassungen, unrentable Staatsbetriebe wurden privatisiert. Bis 1990 stieg die Arbeitslosigkeit im Lande daraufhin bis auf 27 %. Am 27. Juli 1990 besetzte die kleine, radikale Moslemgruppe ''Jamaat al Muslimeen'' unter der Führung von '''Yasin Abu Bakr''' das Parlamentsgebäude. 45 Parlamentsmitglieder, einschließlich des Premierministers A. N. R. Robinson, wurden als Geiseln genommen. Robinson wurde aufgefordert zurückzutreten und innerhalb von 90 Tagen Neuwahlen auszuschreiben. Nachdem er dies verweigerte, kam es zu einem Schusswechsel, bei dem der Premierminister eine Schusswunde im Bein erlitt. Erst nach fünf Tagen gaben die Rebellen auf. Bei diesen Unruhen kamen insgesamt 30 Personen zu Tode, weitere 500 wurden verletzt. 114 Rebellen erhielten nach langen Gerichtsverhandlungen, zu denen auch der Kronrat in London gehört wurde, eine Amnestie. Dieser Putschversuch verschreckte verständlicherweise ausländische Investoren. Erst 1994 verzeichnete das Land sinkende Arbeitslosenzahlen und eine steigende Bruttoinlandsproduktivität. In den folgenden Jahren legte die Regierung ein Programm zur Modernisierung des Erdölsektors auf. Zugleich schaffte sie sich ein zweites wirtschaftliches Standbein, indem die Erschließung von Off-shore-Erdgasvorkommen gefördert wurde. === Erdöl und Erdgas === Im Jahre 1906 kam der Geologe ''Arthur Beeby Thompson'' nach Point Fortin. Er erhielt von der Regierung die Genehmigung, Land zu erwerben und nach Öl zu bohren. Er kaufte die Adventure und La Fortunée Plantagen um Werkanlagen zu errichten. Im Mai 1907 fand man in 210&#x202F;m Tiefe Öl. Zwei Jahre später wurde die '''Trinidad Oil Company''' gegründet. 1913 übernahm die '''United British Oilfields of Trinidad''' die Anlagen. 1957 wechselte der Besitz an '''Shell'''. Nach langen Protesten der Bevölkerung in den 1960-er und 1970-er Jahren übernahm der inzwischen von England losgelöste, selbstständige Staat Trinidad and Tobago die Shell und seit 1974 nennt sich das Unternehmen '''Trinidad & Tobago Oil Company''' (TRINTOC). Im Jahre 1993 gründte der Staat dann die '''Petroleum Company of Trinidad & Tobago''' (PETROTRIN) mit der Zentrale in Pointe-a-Pierre, und mit dem Zweck, alle Ölförderungen, die Weiterverarbeitung und den Verkauf von Erdölprodukten zu zentralisieren. Im Jahre 2000 übernahm die PETROTRIN dann in Zusammenarbeit mit TRINMAR alle Vermögenswerte von TEXACO. PETROTRIN hat seine größten Operationsbasen in Fyzabad, Guayaguayare, Marabella, Penal und Point Fortin. Von der Südostspitze der Insel (Guayaguayare) nach Point Fortin wurde eine neue Hochdruck-Pipeline verlegt, unterwegs gibt es mehrere Pumpstationen. In Pointe-a-Pierre steht die einzige Ölraffinerie des Landes. Die Anlage umfasst 809 Ha Grundfläche. Die Tagesproduktion liegt bei 160.000 Barrel von denen 70.000 für den lokalen Markt bestimmt sind, der größere Rest wird nach Brasilien, Equador, Kolumbien, Venezuela und West Afrika exportiert. Dort wird Flugbenzin, bleifreies Benzin, Diesel, Schmierstoffe und Bitumen hergestellt. TRINMAR, Trinidad Marine, betreibt im Seegebiet von Trinidad und Tobago 23 Ölbohrplattformen und 238 freistehende Bohrtürme. Der Beitrag von PETROTRIN am Sozialwesen von Trinidad besteht im Straßen- und Brückenbau, man beteiligt sich an der Reparatur von Schulen, baut Spielplätze und stellt Computer zur Verfügung. === Geister, Geisterglaube === Wie auf allen anderen karibischen Inseln haben auch die Bewohner von Trinidad und Tobago eine lebhafte Vorstellungskraft, kennen vielerlei Gruselgeschichten, glauben an gute und böse Geister. Viele dieser Geister und Geistergeschichten haben ihren Ursprung in Afrika. Der '''Dupp''' (auf der Insel Jamaika: Duppy) ist auf allen Inseln bekannt. Zusammen mit den '''Jumbies''' zählt er zu den harmlosen Geistern. Es sind die Geister von Toten, die nachts aus den Gräbern steigen, sich an dunklen Orten herumtreiben und die Lebenden gerne erschrecken. '''Belarivoist''' der Geist des Joachim Belarivo. Ein wenig begabter Zauberer wollte diesen Geist auferstehen und für sich arbeiten lassen. Für die Auferstehung reichte das Wissen, für weiteres nicht. Stattdessen erschien der Geist auf unzähligen Hochzeitsfeiern und erschreckte die Gäste. Er musste schließlich in einen Bleisarg eingeschlossen werden und unter einem großen Steinhaufen begraben werden. Der bedeutendste Geist auf Trinidad und Tobago ist '''Papa Bois''', der Beschützer des Waldes. Er hat Hörner, Fell und eine Harfe, seine Mutter war ein Reh, sein Vater ein Jäger, meistens erscheint er in Gestalt eines alten Mannes mit Bart und langen Haaren. Er kann sich auch in ein Tier verwandeln und Wilderer tief in den Wald locken, so dass sie sich verlaufen. Er hat auch eine Geliebte, '''Mama Dlo''' oder Mama d l‘eau, halb Frau, halb Schlange. Sie ist die Beschützerin der Flüsse. Von '''La Diablesse''' erzählt man, sie sei eine schöne Frau mit Kuhfuß, die man häufig auf großen Festen antrifft. Dort soll sie die Männer verführen. Wer sich mit ihr einlässt, wird nie mehr sein wie vorher oder nach kurzer Zeit sterben. Begegnet man ihr, soll man seine Kleidung ausziehen und mit der linken Seite nach außen wieder anziehen, dann kann sie einem nichts mehr anhaben. '''Douens''' und '''Douennes''' sind die Geister von kleinen Kindern, die ungetauft sterben. Sie tragen große Strohhüte, haben keine Gesichter, und ihre Füße stehen rückwärts. Es gibt auch Meerjungfrauen, Feen und Vampire. Man sagt, dass sich einsame und ungeliebte Menschen in Vampire, sogenannte '''Sousouyants''', verwandeln konnen. Sie ziehen ihre Haut aus und lassen diese auf der Türschwelle liegen, dann verwandeln sie sich in Feuerbälle, die durch die Luft fliegen. Dann kommen sie zu den Menschen und saugen ihnen das Blut aus. Man kann sich vor ihnen schützen, indem man Reis oder Salz um sein Bett streut. Der Vampir muss jedes Korn zählen, bevor er Blut saugen kann, bis er damit fertig ist, wird schon wieder Morgen und er muss unverrichteter Dinge abziehen. === Karneval === Französische Einwanderer brachten im 18. Jahrhundert den Karneval mit in die Karibik. In Frankreich war der Karneval damals ein riesiges Schlemmer- und Kostümfest vor dem Beginn der Fastenzeit. Die französischen Großgrundbesitzer in der Karibik feierten dieses Fest unter sich und ohne die Sklaven, nur freie Mulatten wurden zur Teilnahme eingeladen. Nach der Sklavenbefreiung 1834 wollten auch die Farbigen ihr Fest feiern. Das traditionelle Erntedankfest '''Canboulay''' wurde auf den Karnevalsonntag vorverlegt. Sie veranstalteten Straßenumzüge mit Trommelmusik, Stockkämpfen und Spottliedern auf die Weißen, dazu kleideten sie sich in elegante Kleider wie ihre weißen Herren. Diese fühlten sich schnell beleidigt und feierten in der Folgezeit nur noch in ihren Häusern. 1883 wurde den Farbigen das Mitführen von Trommeln verboten, ein Jahr später fanden die Umzüge nur noch am Karnevalmontag und unter Polizeibegleitung statt. So entstanden in den Vororten von Port of Spain die ersten '''Mas Camps''' - Kostümgruppen. Statt der Trommeln benutzte man Bambusstücke um den Takt zu schlagen, zur Zeit des II. Weltkrieges erfand man neue Musikinstrumente: Keksdosen und leere Ölfässer. 1894 kam dem Kaufmann ''Ingnatius Bodu'' die Idee, aus dem Karneval einen Wettbewerb zu machen. 1921 richtete ''Chieftain Douglas'' als erster ein '''Calypso Tent''' ein, in dem während der Karnevalsaison Nonstop gesungen wurde. Heute gibt es das '''National Carneval Commitee''' (NCC), es entstand aus der 1957 gegründeten ''Carneval Development Commission''. Diese Behörde betreut den gesamten Karneval, schreibt die Wettbewerbe aus, bestimmt die Veranstaltungsorte, organisiert die Showveranstaltungen, stellt die Preisrichter und wirbt Spenden ein, mit denen Gewinner zu hohen Geldpreisen kommen. Eine Jury wählt die Gewinner. Sie besteht aus Mitarbeitern von Ministerien, des NCC und Mitgliedern von Tanz-, Steelband- und Gesangsgruppen. Gewählt werden die besten Königs- und Königinkostüme, der beste Kostümdesigner, das Karnevallied des Jahres und die Musikband des Jahres. Eine Musikband kann zwischen 3.000 und 9.000 Mitglieder zählen. Für die Offiziellen beginnt die Karnevalsaison am Tag nach Aschermittwoch. Die Calypso-tents öffnen im Laufe des Januar. Danach beginnen die Vorentscheidungen für den Calypso- und Soca Monarchen, für Karnevalskönig und -königin. Die heiße Phase der Feierlichkeiten beginnt kurz vor Beginn der Fastenzeit mit dem Kinderkarneval. Am Karnevalmontag starten die Umzüge am frühen Morgen Richtung Stadtzentrum. Um die Mittagszeit finden die Maskenumzüge statt. Karnevaldienstag strömen die Massen zur Hauptveranstaltung im Queen´s Park, die bis in die späte Nacht dauert. Am Mittwoch ist alles vorbei und die Insulaner gehen wieder ihrem Gewerbe nach. === Musik === * '''Calypso''': Der Calypso hat seinen Ursprung an den Küsten von Westafrika und wurde von den Sklaven mit ins Land gebracht. Das „Urwort“ ist Kaiso und kommt aus Nigeria, Kaisos sind dort Spottlieder. Von den Sklaven wurden diese Lieder bei der Feldarbeit gesungen um die qualvolle Arbeit etwas zu erleichtern. Zugleich war es die einzige Möglichkeit, sich verschlüsselt über die Herrschaft zu beschweren oder lustig zu machen. : Seit der Abschaffung der Sklaverei wird dies von deren Nachfahren gefeiert. Seitdem wurden die Liedertexte immer bissiger. Im Jahre 1881 wurde bei so einer Veranstaltung von den Farbigen so auf die Regierung geschimpft und die politischen Mißstände wurden derart in ihren Gesängen verspottet, dass die Umzüge und Gesänge verboten wurden. In der Folgezeit texteten die Sänger, die Calypsonians, im Untergrund weiter. Aktuelle private und besonders politische Ereignisse werden seitdem besungen und ersetzen für den Teil der Bevölkerung, die nicht lesen können, die Tageszeitung. Man sagt auch: der Calypso bietet die Gelegenheit, etwas in Liedform zu sagen, was man in der besseren Gesellschaft nicht aussprechen kann. : Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. : Zwischen den beiden Weltkriegen wurde der Calypso international durch das Lied „''Rum and Coca Cola''“ bekannt. Es wurde von Lord Invader geschrieben und von den Andrew Sisters in den USA auf den Markt gebracht, sie verkauften die Platte fünf Millionen Mal. : 1978 wurde Calypso Rose als erste Frau zum alljährlichen Calypso King gekrönt. : Fast alle Sänger haben ausgenommen auffallende Namen: Atilla the Hun, Growling Tiger, Mighty Chalkdust, Roaring Lion, Valentino oder Black Stalin. Zu den weltweit bekanntesten gehören '''Lord Kitchener''' (*1922, †2000) und '''Mighty Sparrow'''. : In jüngster Zeit ist auch der Calypso extrem kommerzialisiert worden. * '''Indische Musik''': Mit einem Bevölkerungsanteil von etwa 40&#x202F;% beherrschen die Inder auch einen großen Teil der Musikszene. Im Laufe der Jahrzehnte hat die ursprünglich religiöse Musik sich teilweise an die Ansprüche der Jugendlichen Zuhörer angepaßt. '''Chutney''' ist eine dieser neuen Musikrichtungen, heute mit schnellerem Rhythmus und tanzbar, hat sie sich aus hinduistischen Folkloreliedern entwickelt. Chutney ist auch ein Teil des Trinidad-Karnevals geworden und für die Musikgruppen werden Preise vergeben. '''Pantar''' ist die Fusion von Pan-Musik und Sitar, eines der schönsten und ältesten indischen Musikinstrumente. Mit dieser Kombination lassen sich alle Arten von Calypsomusik bis zu indischer Ragmusik spielen. Einer der bekanntesten Pantar Interpreten ist Sitarist ''Mungal Patasar'' und seine Gruppe. * '''Panmusik und Steelbands''': Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. Ab 1935 begannen die Musiker deshalb, auf Dosen, Fässern und Benzinkanistern zu trommeln. Ein Jahr später gelang es dem Musiker '''Ellie Mannette''' ein Ölfaß so zu manipulieren, dass man ihm verschiedene Töne entlocken konnte. 1939 spielte die John John Band zum ersten Mal des amerikanische Kinderlied „Mary had a little lamb“ auf gestimmten Ölfässern. Seit 1945 erschienen abgeschnittene und gestimmte Ölfässer, die Pans, in der Öffentlichkeit. Heute ist der Beruf des Ölfaßstimmers sehr geachtet. Man unterscheidet die Pans nach Größe und Klangfarbe. Bass Pans verfügen über 5-7 Töne, sie werden auf etwa 7,5 cm Höhe zusammengeschnitten. Cello Pans haben 10 Töne und werden bei 35 cm abgeschnitten. Die Tenor Pans verfügen über 26-32 Töne und werden auf eine Länge von 15-18 cm geschnitten. : Die Pans werden blank geschliffen, verchromt, poliert und auf Gerüste montiert, damit der Musiker Bewegungsfreiheit hat. Die Tonfelder werden mit unterschiedlich großen Klöppeln geschlagen. Die Pans können von einem Solomusiker bearbeitet werden oder als Band können bis zu 100 Personen zusammen musizieren. Auf Trinidad soll es über 100.000 Ölfaß-Spieler geben. * '''Parang''': Besonders in der Weihnachtszeit beherrscht Parang die Musikszene. Diese Musikrichtung leitet sich aus venezuelanischen Weihnachtsliedern ab und den damit verbundenen Haus-zu-Haus besuchen und -feiern. Zu spanischen Texten mit religiösem Inhalt kommen südamerikanische Rhythmen mit Violine, Gitarre, Baß, Cuatro und Maracas. Einige Gruppen spielen die traditionellen Weisen, andere mixen es mit Soca, so dass '''Soca Parang''' entsteht. * '''Rapso''': Eine weitere Fortsetzung von der afrikanischen Tradition des Geschichtenerzählens führte zur Entwicklung des Rapso, einer Mischung von amerikanischem Rap mit Calypso. Hier wird Sprechgesang in Versen vom Rhythmus großer, schwerer Trommeln untermalt. Zwei der bedeutendsten Künstlergruppen sind ''Brother Resistance'' und ''Network Rapso Riddum''. * '''Soca''': Diese flottere Art des Calypso wurde 1970 geboren, als die Elektronik Einzug in die Musikszene hielt. Diese neue Form wird dem Musiker zugesprochen, der sich damals '''Lord Shorty''' nannte und heute unter dem Namen ''Ras Shorty I'' Musik produziert. Der Soca-Rhythmus läßt sich leicht mit anderen Musikformen verbinden. So findet man auf Trinidad den Soca heute als Bestandteil von Reggae, Jazz, Rythem & Blues als auch mit indischer Musik. Auch die im Lande lebenden Inder fanden an diesem Musikstil gefallen, verbanden den Rhythmus mit Hinditexten und so wurde der '''Chutney-Soca''' geboren. === Pflanzen- und Tierwelt === Trinidad und Tobago zählen zu den zehn führenden Ländern bei der Anzahl von Vogelarten pro Qaudratmeile. Auf beiden Inseln findet man auf Grund der Nähe zu Südamerika eine größere Anzahl von Pflanzen und Tieren als auf den anderen Karibischen Inseln. Man kennt 2.300 verschiedene, blühende Pflanzen, davon sind alleine 700 Orchideen. Die Nationalblume von Trinidad ist die '''Chaconia''', englisch: Wild Poinsettia. Ein Strauchgewächs von 2-3&#x202F;m Höhe, es ähnelt dem Weihnachtsstern. Den „Buffalypso“ gibt es nur auf der Insel Trinidad. Er ist das Ergebnis intensiver Zuchtversuche aus den 1960-er Jahren. Fünf auf Trinidad heimische Wasserbüffel Rassen wurden gekreuzt. Das Ergebnis ist ein friedfertiges Tier, dass tropische Hitze gut verträgt, mit schmackhaftem Fleisch. Es gibt 620 verschiedene Arten von Schmetterlingen. Von den 433 verschiedene Vogelarten brüten 250 auf der Insel, es gibt 41 verschiedene Kolibriarten. Den blinden Ölvogel findet man nur in Trinidad, es ist der größte Vogel, der sich von Früchten ernährt, aber nur nachts auf Futtersuche geht und selbst ein Amazonas-Papagei ist auf Trinidad zu finden. 108 verschiedene Säugetiere sind vertreten, dazu zählen 57 Fledermausarten und es gibt 70 verschiedene Arten von Kriechtieren. Die einzigen '''giftigen Schlangen''' sind die '''Far de Lance''' und der '''Buschmeister'''. Die Morocoy ist eine kleine Landschildkröte, die früher als Delikatesse gejagt wurde und fast ausgerottet war, heute wurd sie vielerorts als Haustier und Spielgefährte der Kinder gehalten. Verschiedene Strände von Trinidad und Tobago werden in den Monaten März bis Juli von Meeresschildkröten zur Eiablage aufgesucht. Der Besuch von Strandabschnitten, die von Schildkröten zur Eiablage aufgesucht werden, unterliegt einer Genehmigung durch die Forstverwaltung. The Forest Division, Long Circular Road, Port of Spain, Tel. 622-7476. The Forest Division, San Fernando, Tel. 657-8391, 657-7256. Den Schmetterling „89“, er hat eine schwarz-beigene Markierung auf der Flügelunterseite, die wie eine 89 aussieht, findet man nur auf Trinidad. Der Pauis ist ein großer truthahnartiger Vogel, der früher viel gejagt wurde und dadurch sehr selten geworden ist. Es gibt ihn nur auf Trinidad, nirgendwo sonst auf der Welt, er steht unter Schutz. Einzigartig auf der Welt ist auch der Fisch Cascadura. Diese Welsart ist ein Urtier aus dem Silur-Zeitalter. Sein Lebensraum sind zahlreiche schlammige Gewässer an der Südküste Trinidads. Ebenso selten sind die Reiherarten Agami, Blongios und Crabier Bec, die es nur auf Trinidad gibt. Weitere Vogelarten, die es in der Karibik nur auf Trinidad gibt sind Eisvögel, Pirol und Tukane. Das größte wilde Tier auf Trinidad ist der Braune Waldmazama, eine Hirschart. Das Halsband-Pekari wird von den Einheimischen Quenk genannt, es ist eine Wildschweinart. Auf der Insel gibt es verschiedene Opossumarten, die auch Manicou genannt werden, Waschbären, das hasengroße Agouti und den größeren Gefleckten Paka. Das gepanzerte Gürteltier, Armadillo oder Tatu genannt, und die seltenen Ozelote bekommt man kaum zu sehen. In einigen Flüssen und Sümpfen lebt der bis zu 2&#x202F;m lange Kaiman. === Plantagenwirtschaft === Die Landfläche von Trinidad und Tobago umfasst 513.000 Ha, weniger als ein Drittel davon ist Ackerfläche, 45&#x202F;% sind als Waldflächen ausgewiesen. Nur 13&#x202F;% des pflügbaren Landes ist bewässert. Es gibt aber eine Vielzahl von kleinen und großen Flüssen, Überflutungen in der Regenzeit sind normal. Die letzte umfassende Erhebung aus den 1970-er Jahren zählt 35.000 Farmen mit einer Gesamtfläche von etwa 130.000 Ha. Die Durchschnittsgröße einer Farm wurde mit 6 Ha angegeben, aber die 40 größten Plantagen hatten alle eine Größe über 400 Ha. Die landwirtschaftlichen Ernteerträge der 1970-er und 1980-er Jahre in Trinidad stehen in einem engen Zusammenhang mit der Ölindustrie. Dieser Trend begann Anfang der 1970-er mit dem starken Anstieg des Ölpreises. Löhne in der Landwirtschaft waren erheblich niedriger als in der Ölindustrie, der Geldreichtum führte zu größeren Importen von landwirtschaftlichen Produkten. Die Zahl der Landarbeiter sank um 50 %. Die Ernteerträge bei Zitrusfrüchten sanken um 75 %, bei Kakao waren es 61 %, bei Kokosprodukten 56&#x202F;% und bei Kaffee immer noch 15 %. Der Zuwachs von landwirtschaftlichen Produkten in den 1980-er Jahren wurde von Kleinstfarmern erwirtschaftet, die ihre Produkte oft in gartenähnlichen Familienbetrieben anbauten. Die Viehzucht im Land hat keine große Bedeutung. Es gibt nur rund 30.000 Rinder. Rindfleisch wird überwiegend aus Australien un Neuseeland importiert. Milch und Milchprodukte werden zu 90&#x202F;% von der Firma Nestlé eingeführt. Seit den späten 1980-er Jahren gibt es Zuchtversuche von Kühen und Indischen Wasserbüffeln, die man im Lande „Buffalyso” nennt. Bedeutender ist die Aufzucht von Hühnern und Schweinen. '''Kaffee''' wird in Trinidad verstärkt seit 1930 angepflanzt. Die Produktion sank von den späten 1960-er Jahren bis Mitte der 1980-er Jahre aber um rund 50 %. 1984 konnte zum ersten Mal kein Kaffee exportiert werden. Ein Jahr später betrug die Ernte wieder 2,1 Millionen KG, von denen 35&#x202F;% exportiert wurden. '''Zitrusfrüchte''' hatten in den 1950-er Jahren einen Boom. Man erntete zu der Zeit über 90.000 Tonnen pro Jahr, 1982 waren es nur noch 4.700 Tonnen. '''Kakaoplantagen''': Kakao war von den späten 1880-er Jahren bis in die 1930-er Jahre die wichtigste Anbaufrucht auf Trinidad und Tobago. Auf Tobago war sie dies sogar bis in die späten 1980-er Jahre. Kakao war schon im 18. Jahrhundert durch die Spanier nach Trinidad gekommen. Zeitweise war die Insel der zweitgrößte Kakaolieferant auf der Erde. Verschiedene Krankheiten haben der Fucht aber sehr zugesetzt. So sank die Jahresernte von 2.600 Tonnen im Jahre 1981 auf unter 1.300 Tonnen in 1985. Seit den 1970-er Jahren ist das Land nicht mehr in der Lage den Bedarf von Kokosöl und Seife mit den Ernten aus dem eigenen Land zu befriedigen. * Lopinot Estate. In Arouca führt die Lopinot Road nach Norden in die Northern Range. Um 1800 legte der Franzose Charles Joseph Comte de Lopinot dort eine 193 Ha große Kakaoplantage an. Der Graf war ein Offizier der französischen Armee in Haiti. Nach der Ausrufung der Unabhängigkeit und der damit verbundenen Freilassung der Sklaven in Haiti verließ er das Land und brachte seine 100 Sklaven mit nach Trinidad. Er nannte die Plantage „La Reconnaissance“. Das Herrenhaus, die Stallgebäude, die Sklavenunterkünfte und das Gefängnis wurden restauriert und können heute besichtigt werden. Im Herrenhaus wurde ein kleines Museum eingerichtet. Öffnungszeiten: täglich von 8-18 Uhr, Eintritt frei, Führungen finden zwischen 10 und 18 Uhr statt. '''Zuckerplantagen''': Im 19. Jahrhundert war Zucker trotz der überwältigenden Probleme noch immer die bedeutendste Einnahmequelle der Insel Trinidad. In den 1880-er Jahren gab es noch über 300 selbstständige Zuckerrohrplantagen. Ein Jahrhundert hatte die staatliche Carioni Gesellschaft hier das Monopol, nachdem man im Jahre 1971 51&#x202F;% der Aktien von Tate and Lyle zurückgekauft hatte. In den 1980-er Jahren wurde Zuckerrohr auf knapp 20.000 Ha angepflanzt, 20.000 Arbeitskräfte wurden in der Industrie gezählt. Die Jahresproduktion von Zucker lag zwischen 70.000 und 80.000 Tonnen. * Caroni Estate and Sugar Factory, Couva, Tel. 636-2371. Die Zuckerfabrik und die Distillerie liegen fast 40&#x202F;Km voneinander entfernt. Seit 1918 wird dort Rum destilliert. 1957 übernahm Caroni die Esperanza Estate. Deren Destillieranlagen wurden nach Caroni gebracht. 1980 wurde die Produktion ausgebaut. Neben eigenen Anbauflächen erhält Caroni Zuckerrohr von 6.000 unabhängigen Kleinfarmern. Seit 2003 wir die Caroni Gesellschaft umstrukturiert. Die Zuckerfabrik von Caroni wird geschlossen, die Fabrik von Sainte Madeleine bleibt bestehen. Der Landbesitz von Caroni, etwa 30.000 Ha geht in Staatsbesitz über und wird von einer neugegründeten Agentur verwaltet, der Estate Management and Business Development Company. Das Ziel ist, statt Rohzucker Zitrusfrüchte und Reis anzupflanzen und Milchviehzucht zu betreiben. :Der Rum wird unter den Markennamen Caroni Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, als Stallion Puncheon Rum mit 78&#x202F;% Alkohol, als Felicite Gold, White Magic Light und Special Old Cask Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol abgefüllt. Nur die leichten Rumsorten werden nach Kanada und Europa exportiert. * Champs Elysée Estate, Maraval Tal, Port of Spain. Um 1785 führte die Einwanderungspolitik des Franzosen Roumé de St. Laurent unter dem Gouverneur Don José Chacon viele französische Siedler mitsamt ihren Sklaven auf die Insel. Im fruchtbaren Maraval Tal bauten sie Baumwolle, Kaffee und Zuckerrohr an. Die Mehrheit der dort lebenden Menschen konnte kein englisch, fast alle gehörten der römisch-katholischen Kirche an. Im Jahre 1881 lebten dort 1.480 Menschen, davon waren 88 Plantagenbesitzer oder -verwalter. :Roumé de St. Laurent erwarb selbst ein großes Stück Land am Taleingang, aus dem die Champs Elysée Plantage entstand. Aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten musste seine Familie die Plantage schon bald verpfänden, später ging sie in den Besitz eines Pflanzers mit Namen Boissiere über. 1849 fasste man das ganze Tal zum Stadtbezirk Maraval zusammen. Gegen Ende des Jahrhunderts waren viele der kleinen Plantagen verschwunden. Auf den verbliebenen größeren Ländereien Champs Elysée, Moka, Haleland Park und Val de Oro wurde weiter Landwirtschaft betrieben. Heute werden nur noch auf der Paramin Plantage, westlich von Maraval, Gemüse und Gewürze angepflanzt. * Diego Martin River Estate, am Diego Martin Fluß. Direkt neben der Hauptstraße steht noch das 150 Jahre alte und 12&#x202F;m hohe Wasserrad der Zuckerplantage. Die Plantage fiel im Jahre 1897 in den Besitz der Regierung. Weitere historische Gebäude sind nicht erhalten, das einfache Plantagenhaus wurde aber wieder hergestellt. Es gibt aber noch einen Park mit Picknickplätzen und ein Mini-Museum. Das Museum ist täglich von 10-18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. * Spring Hill Estate. Um 1900 gründetet der in Frankfurt geborene Friedrich Wilhelm Mayer im fruchtbaren Arimatal in einer Höhe von etwa 400 Metern diese Plantage, um Kaffee, Kakao und Zitrusfrüchte anzupflanzen. 1908 wurde das Haupthaus fertig gestellt. Sohn Charles Mayer bewirtschaftete das Anwesen bis 1925, dann gab er auf, weil ihm der Gewinn zu gering war. 1932 kaufte der amerikanische Geologe Joseph Holmes das Land auf. Er brachte einen Stromgenerator dorthin und ließ einen Pool bauen. 1947 kauften Dr. Newcome Wright und seine Frau Asa Wright die 74 Ha große Plantage. Drei Jahre später richtete Dr. William Bebe von der New Yorker Zoologischen Gesellschaft dort eine Forschungsstation zum Studium tropischer Pflanzen und Tiere ein. 1955 verstarb Asa Wright. 1967 verkaufte ihr Mann das Gelände an die Forschungsstation. Im gleichen Jahr wurde das Herrenhaus in ein Gästehaus umgewandelt. Unter finanzieller Mithilfe der Bank of Nova Scotia wurde das Asa Wright Naturschutzgebiet eingerichtet. * Woodbrook Estate, Port of Spain. Nachdem die Siegert Familie 1875 (siehe unten) Venezuela verlassen hatte entstand in Port of Spain am Marina Square Ecke Charlotte Street die neue Angostura Fabrik. Die gleichbleibende Qualität und der weltweite Erfolg der Firma erlaubte es der Familie 1899 die 140 Ha große Woodbrook Estate zu kaufen. Die drei Brüder Alfredo, Carlos und Luis Siegert kultivierten ein Teil des Landes, zugleich planten sie eine Wohnsiedlung. Der Bau von 11 Straßen wurde in Angriff genommen, jede wurde nach einem Familienmitglied und nach Mitarbeitern des Projektes benannt. Nach dem Tod der Brüder Carlos und Luis verkaufte Alleinerbe Alfredo das Land 1911 an die Stadt Port of Spain. * '''Angostura Bitters''' Limited, Rumdistillerie, Eastern Main Road, Tel. 623-1845, Fax 623-1847. Im Jahre 1820 wanderte der preussische Chirurg Dr. Johann Gottlieb Benjamin Siegert nach Venezuela aus. Er wollte mit Simon Bolivar gegen die Spanier kämpfen. Vier Jahre später, als Leiter des Militärhospitals im Ort Angostura, am Ufer des Orinoco Flusses, entwickelte er eine Mischung aus tropischen Heilpflanzen, Gewürzen und Alkohol. Dieses Mittel „''Siegert´s Aromatic Bitters''“ sollte den von Tropenkrankheiten geschwächten Soldaten zu neuer Kraft verhelfen. Soldaten und Schiffsbesatzungen machten die Tinktur auf der ganzen Welt bekannt. 1850 verließ Dr. Siegert die Armee um sich vollständig der Produktion seines gefragten Elixiers zu widmen. 1875 verließ die Siegert Familie das krisengeschüttelte Venezuela wo ein politischer Diktator auf den anderen folgte und ließ sich in Trinidad nieder. :Im Jahre 1903 starb Carlos Siegert, zwei Jahre später sein Bruder Luis. Alfredo Siegert war nun einziger Kenner der geheimen Formel für Angostura. In der Folgezeit spekulierte er mit großen Geldmengen in verschiedenen Sektoren, verlor das Geld und auch die Firma. Amerikanische und kanadische Geschäftsleute versuchten erfolglos, die Fabrik im Ausland anzusiedeln. :1936 begann die Firma Angostura Bitters unter der Leitung von Robert W. Siegert, einem Enkel des Gründers, Alkohol zu brennen, dazu wurde eine Tochtergesellschaft, die Trinidad Distillers Ltd. gegründet und die Fernandes Rumbrennerei aufgekauft. Das Rezept für Angostura Bitters ist eines der bestgehüteten Geheimnisse der Karibik. 1960 wurden die Produkte von Angostura bereits in 140 Länder exportiert. Die Jahresproduktion von 1.3 Millionen Liter wurde bis 1998 auf 20 Millionen Liter gesteigert. :Das Besucherzentrum, Tel. 623-1841 im Ortsteil Laventille in Port of Spain ist geöffnet. Führungen finden dort montags bis freitags um 9.30, 13.30 und 14 Uhr statt, Führungen kosten 8 US $. :Die Distillerie kauft ihre Melasse von verschiedenen Zuckermühlen im Lande und vergärt und destilliert den Rohstoff in einer eigenen Brennerei. Der Rum wird unter dem Markennamen Royal Oak als 43 %-iger Rum verkauft. Weitere Markennamen sind Old Oak White und Old Oak Gold. 1973 erwarb man die auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindliche Distillerie Fernandes. Der Rum von dieser Destille wird unter den Markennamen Forres Park Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, Fernandes Vat 19, Fernandes Black Label, Ferdi´s Premium Rum und Crystal White Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol vertrieben. Daneben werden leichtere Mischgetränke hergestellt: Caribbean Club Rum Punch, Limbo Drummer, Lemon Lime & Bitters, Blu Vodka und Correla´s. :Das Grundprodukt Angostura Bitters ist eine aromatische Lösung mit 44,7&#x202F;% Akoholanteil. Man verwendet es hauptsächlich zur Verfeinerung von Mixgetränken, aber auch in Fisch- und Fleischgerichten, für Gemüse, Kuchen, Marmelade, Pudding, in Salaten und Suppen. * Fernandes Distillers, Fernandes Industrial Centre, Eastern Main Road, Laventille, Tel. 623-2101, 623-2501, Fax 623-1847. Als das Trinidad & Tobago Rum Bond Lager im Jahre 1932 abbrannte, nutzte der Besitzer der Fernandes Distillery, Joseph Bento Fernandes, die Gunst der Stunde. Er kaufte die angesengten Rumfässer günstig auf stellte fest, dass der Rum darin von besonderer Güte war. Dieser Rum wurde unter dem Namen „1919 Super Premium Rum“ verkauft. 1919 war das Jahr, in welchem die Fässer gefüllt worden waren. === Trinidad´s Eisenbahn === Schon kurz nach 1800 waren es die Großhändler, Kaufleute und Plantagenbesitzer, die bei der Kolonialverwaltung nach besseren Verkehrsverbindungen fragten. Doch wenig oder nichts geschah. Ebenso oder ähnlich verhielt es sich mit der Eisenbahn. Um 1846 wurde die '''Trinidad Railway Company''' gegründet. Man begann mit der Vermessung von möglichen Fahrlinien, kam aber zu der Überzeugung die Finanzierung sei nicht möglich. Im Jahre 1859 entstand dann die erste privat finanzierte Linie von Princes Town zum Hafen von San Fernando. Man nannte sie die Pflanzerlinie, da zunächst nur landwirtschaftliche Produkte an zur Kings Wharf gebracht wurden, zum weitertransport auf Schiffen rund um die Insel. Die Wagen wurden von Pferden oder Mulis gezogen. Auf Grund des öffentlichen Drucks wurde das Angebot auf den Personentransport ausgedehnt, auch die Post wurde nun mit der Eisenbahn transportiert. Diese Linie wurde unter dem Namen '''Cipero Tramroad''' bekannt. Sie existierte bis 1920, dann ging sie an die Trinidad Government Railway über. 1873 begann man mit dem Bau einer Bahnverbindung von Port of Spain nach Arima. Der Ausgangspunkt war der South Quay in Port of Spain, über San Juan und St. Joseph verlief die Linie bis nach Arima. Am 31. August 1876 wurde die Linie in Betrieb genommen. Die Eisenbahngesellschaft, offiziel Trinidad Government Railway, wurde gegründet. Ursprünglich sollte sie nur das reiche Landwirtschaftsgebiet um den Ort Arima herum mit dem Hafen von Port of Spain verbinden. Nun gab es aber eine kleine Eisenbahn Manie. Jeder einflußreichere Plantagenbesitzer verlangte die Anbindung seiner Farm an das Eisenbahnnetz. Schon im Januar 1880 gab es eine Verbindung nach Couva im Süden, bis 1882 wurde die Linie nach San Fernando fertig gestellt. Der Erfolg der Eisenbahnlinie nach Arima war überwältigend. Bis 1896 wurde sie nach Gunapo erweitert und 1897 wurde Sangre Grande erreicht. Im Jahre 1897 entstand an der Südlinie bei Cunupia ein Abzweig durch das Tal des Caparo Flusses nach Tabaquite. Nachdem man im Südwesten von Trinidad große Ölvorkommen gefunden hatte wurde die Eisenbahnlinie von San Fernando aus im Jahre 1913 bis nach Siparia verlängert. Im Jahre 1914 hatte das Netz dann seine größte Ausdehnung mit dem Ausbau bis nach Rio Claro. Die Länge des Schinennetzes betrug nun 173&#x202F;Km. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurden diese Eisenbahnwagen von Pferden gezogen. 1910 gab es die erste Motor-Bus-Verbindung in Trinidad. Die beiden Geschäftsleute Newallo und Asgarelli Syne betrieben '''Syne´s Bus Service'''. Mit der Zentrale in Icacos fuhren ihre Busse von dort über San Fernando bis nach Siparia und St. James in Port of Spain. Bis zum Beginn des I. Weltkrieges war dies das einzige Busunternehmen des Landes. Bis zum Jahre 1920 stieg die Zahl von angemeldeten Motorautos von etwa 100 auf 1.176. Im gleichen Jahr eröffnete Charles Ross eine Buslinie zwischen Four Roads und Macqueripe. Ab 1923 verzeichnete die Eisenbahn einen deutlichen Einbruch bei ihren Fahrgastzahlen. Trotzdem blieb die Eisenbahn ein Erfolg. Erst nach der Unabhängigkeit führte ein Missmanagement der Regierung zum Zusammenbruch des Eisenbahnverkehrs. Die Trasse der Linie von Port of Spain nach Arima, die mehr oder weniger parallel zur Eastern Main Road verläuft, wurde zur Fahrbahn nur für Express-Busse und Maxi-Taxi umgebaut. An das Zeitalter der Eisenbahn erinnert die Lokomotive Nr. 11, sie steht als Denkmal in der Harris Promenade von San Fernando. Ein zweites Exemplar befindet sich im Busdepot von Port of Spain. == Sprache == Amtssprache ist englisch. Besonders auf Trinidad wird aber auch verbreitet Französisch, Spanisch, Hindi und Chinesisch gesprochen. Daneben gibt es ein überwiegend englisches Patois. == Anreise == * {{vCard |type=airport |name=Piarco International Airport |wikidata=Q788810 |address=Golden Grove Road, Piarco |phone=669-4101 |fax=669-2319 |description=Landebahn 10/28, 10.440 × 151 Feet (3.182 × 46 m). Airport Authority of Trinidad & Tobago, Piarco Airport, Tel. 669-4101. Einreisebehörde, Immigration, Piarco Airport, Tel. 669-5859, Zollbehörde, Customs, Piarco Airport, Tel. 669-4361. |url=https://piarcoairport.com }} * '''Schiffsverbindungen''': Zwischen Trinidad und Tobago gibt es einen regeläßigen Fährverkehr. Der Hafen von Port of Spain wird von Kreuzfahrtschiffen angelaufen. == Mobilität == Achtung: '''Linksverkehr'''! Für das Fahren von Mietwagen wird für 90 Tage ein in Deutschland ausgestellter gültiger Internationaler Führerschein anerkannt. Wer länger im Lande ist muss eine nationale Fahrerlaubnis beantragen. Licening Department, Wrightson Road, Port of Spain. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 50 km/h, nur auf einigen Schnellstraßen darf man 80&#x202F;km/h fahren. Von der Hauptstadt Port of Spain gibt es eine autobahnähnliche Schnellstraße in Richtung Osten bis nach Arima und etwas darüber hinaus. Etwa 9&#x202F;km hinter Port of Spain zweigt davon eine Schnellstraße nach Süden ab, über die Stadt Chaguanas führt sie bis nach San Fernando. Die Eisenbahnlinie von Port of Spain nach Arima wurde eingestellt. Die ehemalige Bahntrasse wurde aus- und umgebaut, dies ist heute der Fahrweg für Expressbusse und Maxi Taxi. == Aktivitäten == * Naturbeobachtungen, hauptsächlich die Vogelwelt. * Strandleben, in Trinidad ist es nicht so ausgeprägt wie im Rest der Karibik. An der Nordküste findet man nur einzelne kleine Sandbuchten. Das Wasser an den kilometerlangen Stränden der Ostküste ist trüb, bedingt durch die Einschwämmungen des nahen Orinoco in Venezuela. Die Westküste ist verschmutzt durch intensive Bohrarbeiten der Erdölindustrie. * Wanderungen, hauptsächlich im Bereich der Northern Range. [[File:TnT Caroni Swamp 2.jpg|thumb|right|Caroni Swamp]] * Caroni Swamp: Sumpfgebiet im Mündungsbereich des Caroni River, durch das geführte Touren angeboten werden. Hauptattraktion ist eine riesige Kolonie Scharlachsichler, die am späten Nachmittag von ihren Fressrevieren zu ihrem Ruhegebiet zurückkehren. Ganz selten können Wasserschlangen oder Kaimane beobachtet werden. == Küche == Die Küche von Trinidad spiegelt die Zusammensetzung der Bevölkerung wieder. Neben der traditionallen karibischen Küche findet man heute viele chinesische, libanesische und syrische Einflüsse. Einen sehr großen Anteil an den Restaurants und Essgewohnheiten hat der indische Bevölkerungsanteil. Dadurch gibt es große Unterschiede zu den Restaurants auf der Insel Tobago. * '''Callaloo soup''' ist eine Suppe aus den spinatähnlichen Dasheenblättern mit allerlei Gewürzen und Krebsfleisch, stellenweise wird sie auch sehr scharf gewürzt. '''Dhal''' ist eine indische Suppe aus roten Linsen. * '''Buljol''' nennt man Saltfish, der zusammen mit Avocados, Paprika, Tomaten und Zwiebeln in Olivenöl gedünstet wird. * Ham´n Hops oder einfach nur '''Hops''' ist eine knusprige Brötchenart mit Schinkenfüllung. * '''Pastelles''' sind gefüllte Maismehltaschen die in Sohareeblättern gegart werden, ein klassisches Street Food. Die Füllung besteht aus angebratenes Rinderhack, Tomaten, Worcestershiresauce, diversen Gemüsen und Kräutern Besonders zu Weihnachten werden auch Oliven, Kapern und Rosinen dazugemischt. <gallery mode="packed" heights="150"> Callaloo-mit-Shrimps-GT.jpg|Callaloo soup mit Shrimps Buljol (Salted cod, oil, onions, tomatoes, pepper, boiled eggs).jpg|Buljol (gesalzener Kabeljau, Öl, Zwiebeln, Tomaten, Paprika, gekochte Eier) FOOD Pastelle open.jpg|geöffnete Pastelle </gallery> * Reis, der mit Kokosnußmilch gekocht wird erhält eine bräunliche Farbe. Auf vielen Karibikinseln wird er mit roten Bohnen vermischt zu jedem Essen angeboten. Auf Trinidad heißt er nicht „rice and peas“ sondern '''Pelau''', dazu gibt es im allgemeinen Hühnerfleisch, Paprikagemüse und alles ist scharf gewürzt. * Zu vielen Gerichten gehört '''Dumplin'''. Dumplins sind fingerdicke, längliche Klöße aus Wasser und Mehl, die in die Suppe oder Sauce gegeben werden. * '''Souse''' ist keine Soße sondern gekochtes Schweinefleisch, das mit Gurken, Paprika und Zwiebeln serviert wird, wir kennen es besser als Sülze. * '''Cascadura''' ist Fisch, den es nur in Trinidad gibt, der mit viel Curry gekocht wurde. <gallery mode="packed" heights="150"> Trinidadian Chicken Pelau (15399269506).jpg|Chicken Pelau </gallery> * '''Saltfish''' kommt überwiegend aus Norwegen und ist in der Karibik inzwischen ein teures Lebensmittel geworden. Der frisch gefangene Fisch wird dort ausgenommen, gewaschen, gesalzen und auf langen, dünnen Stangen aufgereiht und luftgetrocknet. * '''Black Pudding''' ist eine Blutwurst die viele Zwiebeln, Knoblauch und Gewürze enthält, sie gilt warm oder auf Brot als absolute Delikatesse. * '''Black cake''' ist ein sehr schwerer Kuchen aus dunklem Teig, der Teig wird mit Trockenfrüchten vermischt, die zuvor in Cherrybrandy und Rum eingeweicht wurden. * Das einheimische '''Bier''' trägt die Namen Carib, Heiroun und Stag Lager Beer. Auf der Insel wird aber auch Guinness, Mackeson und Stout in Lizenz abgefüllt. Die bekanntesten '''Rumsorten''' der Insel sind Old Oak und VAT 19. * Daneben gibt es unzählige '''alkoholfreie''', soganannte Soft Drinks, die meistens nur extrem süß und nach Chemie schmecken. == Feiertage == Zusätzlich zu den gesetzlichen Feiertagen die für die beiden Inseln Trinidad und Tobago gelten, gibt es auf der Insel Trinidad eine Vielzahl von religiösen Veranstaltungen und Feierlichkeiten, die teilweise auch zu nationalen Feiertagen geworden sind. === religiöse (regionale) Feiertage === * '''Divali''' oder '''Diwali''', dieses hinduistische Fest ist dem Licht gewidmet, es wird in verschiedenen Orten Trinidads auch als Ramleela Festival gefeiert. Mit dem Fest wird in Indien die Rückkehr von Lord Rama in sein Königreich Ayodha nach 14-jährigem Exil gefeiert. Zu Ehren seiner Ankunft erleuchteten seine Untertanen die Straßen mit tausenden von Öllampen. Dieses Fest wird im November auf ganz Trinidad gefeiert. Diviali bedeutet der Triumph des Guten über das Böse. Es wird zu Ehren der Göttin Lakshmis gefeiert, die Liebe, Schönheit, Reichtum und Licht verkörpert. In der Divalinacht werden auf der ganzen Insel mit Kokosöl gefüllte Tonschalen aufgestellt und angezündet. * '''Eid-ul-Fitr''', das moslemisches Neujahrsfest. Dies ist kein festes Datum, das Fest wird am Neumondtag des Fastenmonats Ramadan gefeiert. * '''Ganga Dashara'''. Am Fluß Marianne River im Ort Blanchisseuse feiern die Hindus ihr Reinigungsritual. * Das '''Hosey Festival''' wird in Trinidad seit 1884 gefeiert, es erinnert an den Krieg von Kerbala im Jahre 640. Die ursprüngliche, drei Nächte dauernde Trauerprozession wurde bis vor 40 Jahren nach strengen Regeln durchgeführt. Seitdem hat man sich an die Mentalität der Inselbewohner angepaßt. Heute finden die Prozessionen in den Monaten Februar und März in St. James, Cedros, Couva und Tunapuna statt. * '''La Divina Pastora Festival''', katholische Kirche, Siparia. Bei dieser Prozession am zweiten Sonntag nach Ostern wird die Schwarze Madonna durch die Straßen getragen. Diese Feier ist bei den Hindus auch als Soparee Mai bekannt. * '''Phagwa''', das Neujahrsfest der Hindus findet im März statt. In Trinidad ist es seit der Landung der ersten Inder im Jahre 1845 bekannt. * '''Ramleela''', ein Hindufest, das in über 20 Gemeinden gefeiert wird. * '''Santa Rosa Festival'''. Dieses Fest der kleinen Cariben Gemeinde wird im Juli gefeiert. Am 28. August findet eine gleichnamige Feier in Arima statt. Dort wurde 1775 eine Kapelle zum Gedenken an die Schutzheilige Santa Rosa de Arima gebaut. == Sicherheit == Auf Trinidad werden Drogen, insbesondere Marihuana angeboten. Der Besitz kleinster Mengen ist verboten und wird schwer bestraft. Wertgegenstände sollten im Hotelsafe hinterlegt werden. Zimmertüren und Mietwagen immer verschließen. Nachts sollte man nicht allein unterwegs sein und dunkle Orte generell meiden. Die hohe Zahl von arbeitslosen Jugendlichen führt zu wachsender Kriminalität gegen Touristen. == Klima == {{Klimatab-col |ort= |sourcelink= |sourcetext= |xt=ja|xtjan=31|xtfeb=31|xtmar=32|xtapr=32|xtmai=32|xtjun=32|xtjul=31|xtaug=31|xtsep=32|xtoct=32|xtnov=32|xtdec=31 |nt=ja|ntjan=21|ntfeb=20|ntmar=20|ntapr=21|ntmai=22|ntjun=22|ntjul=22|ntaug=22|ntsep=22|ntoct=22|ntnov=22|ntdec=21 |rm=ja|rmjan=70|rmfeb=45|rmmar=50|rmapr=55|rmmai=100|rmjun=190|rmjul=225|rmaug=250|rmsep=200|rmoct=175.0|rmnov=185|rmdec=125 }} == Literatur == === Landkarten === * {{Karte |Titel=Trinidad |Maßstab=1 : 150.000 |Hrsg=Mapping & Control, Lands & Surveys Division, Ministry of Planning & Mobilization, Government of the Republic of Trinidad & Tobago}} == Weblinks == {{GeoData| lat= 10.41611| long= -61.34444| radius= }} {{IstInKat|Trinidad und Tobago}} {{class-3}} ix74vtbakwwq38lndtfkpbt8oy100ex 1804871 1804870 2026-09-19T07:50:51Z DocWoKav 14575 /* Weitere Ziele */ 1804871 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region}} '''Trinidad''' ist eine Insel in [[Trinidad und Tobago]]. Auf Trinidad sind vor allem die vielfältige Natur, der berühmte Karneval, die Strände und der artenreiche Regenwald interessant. == Regionen == === Politische Einteilung === Trinidad und Tobago gliedert sich in elf ''regions'', drei ''boroughs'' und zwei ''cities''. Eine ''region'' ist einem Bundesland vergleichbar, ein ''borough'' einer kreisfreien Stadt und eine ''city'' einem Stadtstaat wie Hamburg oder Berlin, wobei das Konstrukt des ''borough'' aus dem englischen Rechtsraum stammt und im deutschsprachigen Raum unbekannt ist. ''cities'' sind [[Port of Spain]] und [[San Fernando (Trinidad und Tobago)|San Fernando]], ''boroughs'' sind [[Arima]], [[Chaguanas]] und [[Point Fortin]]. === Geographische Aufteilung === * Northern Range: Dieser Höhenzug erstreckt sich auf einer Länge von 65&#x202F;Km entlang der Nordküste. Die Nordküste ist steil und felsig. Dort findet man keine durchgehende, befahrbare Straße. Das ganze Gebiet ist überhaupt wenig erschlossen, damit ein wahres Paradies für die Tierwelt. Einzig von Port of Spain aus und entlang der Ostküste gibt es Straßenverbindungen zur Nordküste. Von Arima aus kann man auf teilweise sehr schlechter Straße nach Norden vordringen. Die höchsten Erhebungen sind der Berg "El Tucuche" mit 936&#x202F;m und der "El Corre de Aripo" mit 940&#x202F;m. Nordwestlich von Arima findet man eine größere Anzahl von Höhlen. * Der Ost-West-Korridor ist eine Ebene am Fuße der Northern Range. Es ist das am dichtesten bebaute und besiedelte Gebiet der Insel. Von der Matura Bay im Osten reicht die Ebene bis zur Hauptstadt Port of Spain im Westen. In Port of Spain beginnend erreicht man übergangslos die Städte San Juan, St. Joseph, Curepe (mit dem Ortsteil St. Augustine und der Universität), Tunapuna, Arouca (mit dem internationalen Flughafen Piarco im Süden), Valencia und Sangre Grande. Das bebaute Gebiet ist dort zwischen zwei und sieben Kilometer breit. Auf nördlicher Route erreicht man alle Orte auf der Straße Eastern Main Road. Mehr oder weniger parallel dazu gab es dort früher eine Eisenbahnlinie von Port of Spain bis nach Arima. Die ehemaligen Gleisanlagen sind einer Straße gewichen, die für den Busverkehr reserviert ist, die "Priority Bus Route". Auf südlicher Route wurde der autobahnähnliche "Churchill Roosevelt Highway" als entlastungsstraße gebaut. * Central Range: Dieser Höhenzug ist wesentlich flacher, er erstreckt sich leicht schräg, nördlich von San Fernando im Westen bis nach Manzanilla im Osten. * Im Süder der Central Range findet man wieder flaches Land, es riecht dor überall nach Erdöl. Überall wird Erdgas und -öl gefördert. Zwischen San Fernando und Point Fortin befindet sich einer vor drei bekannten Teer-Seen dieser Erde. Weit verbreitet sind Schlammvulkane. * Die Southern Range, auch "the Deep South" genannt, also der tiefe Süden bildet als flacher Höhenrücken den Abschluss. == Orte == {{mapframe}} * {{vCard | name = Port of Spain | type = city | wikidata = Q39178 | description = Die Hauptstadt Trinidads ist das wichtigste politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Insel. Besonders bekannt ist die Stadt für den Trinidad Carnival, Museen, historische Gebäude und das lebendige Stadtviertel rund um die Queen’s Park Savannah. }} * {{vCard | name = Arima | type = city | wikidata = Q661405 | description = Arima liegt am Rand der Northern Range und ist eine der älteren Städte Trinidads. Sie ist für ihre indigene Kultur, traditionelle Feste und ihre Nähe zu den tropischen Waldgebieten im Norden bekannt. }} * {{vCard | name = Chaguanas | type = city | wikidata = Q1444575 | description = Sie ist eine lebhafte Handelsstadt mit zahlreichen Geschäften, Märkten und Einkaufszentren. Besonders interessant sind die vielfältige Bevölkerung sowie die starke indisch-trinidadische Kultur. }} * {{vCard | name = Couva | type = city | wikidata = Q2602007 | description = Couva ist eine moderne Stadt mit Einkaufszentren, Restaurants und verschiedenen Freizeiteinrichtungen. Sie spielt außerdem eine wichtige Rolle im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben Trinidads. }} * {{vCard | name = San Fernando | type = city | wikidata = Q1023712 | description = Sie ist eine der wichtigsten Städte Trinidads und ein bedeutendes Handels- und Kulturzentrum. Sehenswert sind unter anderem die Innenstadt, Märkte, Geschäfte und verschiedene kulturelle Veranstaltungen. }} * {{vCard | name = Princes Town | type = city | wikidata = Q1011576 | description = Eine kleinere Stadt mit einer ruhigen Atmosphäre und einer langen Geschichte. Sie ist vor allem für ihre lokalen Märkte, traditionellen Veranstaltungen und den Einfluss der Zuckerindustrie auf die regionale Geschichte interessant. }} * {{vCard | name = Penal | type = city | wikidata = Q2510034 | description = Penal ist vor allem durch seine indisch-trinidadische Bevölkerung und deren kulturelle Traditionen geprägt. Es gibt lokale Märkte, Geschäfte und Restaurants sowie religiöse Feste. }} * {{vCard | name = Point Fortin | type = city | wikidata = Q786957 | description = Point Fortin ist vor allem durch die Erdöl- und Erdgasindustrie geprägt, besitzt aber auch ein aktives gesellschaftliches und kulturelles Leben. Die Stadt ist außerdem für Veranstaltungen und traditionelle Feste bekannt. }} * {{vCard | name = Siparia | type = city | wikidata = Q3493381 | description = Siparia ist eine traditionsreiche Stadt, die besonders für religiöse Feste und kulturelle Veranstaltungen bekannt ist. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Verehrung der „Siparia Devi“, wodurch die Stadt für Besucher kulturell besonders interessant ist. }} weitere Orte sind; [[Blanchisseuse]], [[Manzanilla]], [[Mayaro]], [[Piarco]], [[Tunapuna]] == Weitere Ziele == * {{vCard | name = [[Maracas Bay]] | type = beach | wikidata = Q49384384 | description = Einer der bekanntesten Strände Trinidads, umgeben von grünen Bergen und beliebt zum Baden und Entspannen. }} == Hintergrund == === Landesbeschreibung === Geologen und Faunisten zählen Trinidad und Tobago zu Südamerika, nicht zu den Karibischen Inseln. Vor vermutlich noch 10.000 Jahren waren die Inseln mit dem südamerikanischen Festland verbunden. Heute ist die Insel Trinidad durch eine 11&#x202F;km breite Meerenge von Venezuela getrennt. Die Insel Trinidad hat eine etwa rechteckige Form, deren Westküste durch den Golf von Paria tief eingeschnitten ist. Die Nord-Süd Ausdehnung beträgt 83&#x202F;km. Entlang der Nordküste verläuft eine flache Bergkette, die bis zu 940&#x202F;m hoch aufragt, die Northern Range. Dort findet man eine Vielzahl von Höhlen und Wasserfällen. Sie ist Erdgeschichtlich der östlichste Ausläufer der südamerikanischen Anden. Dort hat die Insel eine Breite von 86 km, vom Golf von Paria zur Ostküste sind es an der schmalsten Stelle nur 48 km, während sie an der Südküste 104&#x202F;km mißt. An der Ostküste ließen sich 1783 französische Siedler südlich von Manzanilla nieder, wo sie zwölf aneinandergrenzende Kokosplantagen anlegten, die noch heute die Landschaft prägen. Die Nord- und Südküste sind wenig erschlossen. Dort gibt es keine durchgehenden Straßenverbindungen. Abgesehen von der Churchill Roosevelt und der Uriah Butler Schnellstraße sind alle anderen Straßenverbindungen auf der Insel nicht sehr gut. Bis 1957 war die Southern Main Road die Hauptstraße zwischen dem Norden und dem Süden. Dann wurde der Princess Margaret Highway als Schnellstraße zwischen Port of Spain und Chaguanas gebaut. Inzwischen wurde die Straße umbenannt in Uriah Butler Highway. Während des ersten Ölbooms in den 1970er Jahren wurde diese Schnellstraße als Sir Solomon Hochoy Highway bis nach San Fernando erweitert. Es gibt inzwischen Ausbaupläne bis nach Point Fortin. In West Ost Richtung verbindet der Beetham Highway Port of Spain mit dem Uriah Butler Highway. Von dort aus führt der Churchill Roosevelt Highway weiter bis zu seinem derzeitigen Ende, drei Kilometer hinter Arima. In diesem sogenannten Ost-West Korridor der sich von Chguaramas bis nach Arima am Fuße der Northern Range Hügelkette entlangzieht lebt über die Hälfte der Inselbevölkerung. Fast die Hälfte von Trinidad ist noch bewaldet. Die Insel hat aber keine ausgeprägte Tourismusindustrie. Dafür besitzt Trinidad die einzigen größeren Erdgas und -ölvorkommen aller Karibikinseln. Vor Point Lisas befinden sich große Erdgasfelder im Meer. Dort findet man deshalb die größte Industrieansammlung. Neben Eisen und Stahl gibt es vier Methanolproduzenten und sechs Anlagen für die Ammoniumproduktion. 1999 begann man mit dem Bau einer Aluminiumschmelze. Am Galeota Point und in Pointe a Pierre stehen Erdölraffinerien. Erst 1998 hat die Amoco Trinidad Oil Company neue große Erdölfelder vor der Küste von Trinidad gefunden. Im ganzen Süden der Insel wird Erdöl gefördert. Dort gibt es auch mehrere Schlammvulkane. Vor der Nordwestküste liegen mehrere Inseln, die zum Territorium von Trinidad und Toabago gehören. * '''Diego Islands''': Zu den Diego Islands gehören die Inseln Carrera und Cronstad Island. Sie liegen etwas mehr als 500&#x202F;m vor der Halbinsel Point Gourde. Die Insel Carrera hat eine Ausdehnung von 420 x 270 Metern, seit dem Jahre 1877 ist sie Gefängnisinsel. Angeblich ist sie so sicher wie das amerikanische Alcatraz. * '''Five Islands''': Die Inselgruppe Five Islands besteht aus den fünf Inseln Caledonia, Craig, Lenagan, Nelson und Rock. * '''Insel Chacachacare''': Die Insel befindet sich fast auf halbem Wege nach Venezuela. Die Strömung in der Meerenge ist stark und gefürchtet. Seeleute nennen die Durchfahrt Boca del Drago oder „dragon´s mouth“, also Drachenmaul. Die Insel hat eine Ausdehnung von 15&#x202F;km in der Länge und 3&#x202F;km in der Breite, sie ist 8&#x202F;km von Trinidad entfernt. : Die Überfahrt von Chaguaramas dauert je nach Wetterlage etwa eine Stunde. Seit dem Jahre 1877 befand sich auf der Insel eine Leprakolonie, seit 1984 ist sie unbewohnt. : Im Jahre 1885 wurde nahe der Perruquier Bay auf dem höchsten Punkt der Insel, 818 m, ein Leuchtturm gebaut, er ist immer noch im Betrieb. Auf der Ostseite befindet sich die tief eingeschnittene Bucht Chacachacare Bay. Auf der gegenüberliegenden Inselseite liegt die La Tinta Bay. Sie hat schwarzen Sandstrand und wurde jahrelang als Versteck für Schmuggelgut genutzt. : Bei Chapelle Bay findet man einen Salzsee. * '''Insel Gaspar Grande''': Die Insel ist rund 2&#x202F;km lang und 800&#x202F;m breit, sie ist auch unter dem Namen Gasparee Island bekannt. Ihr Name geht auf den früheren Besitzer Don Gaspar de Percin zurück. Sie liegt nur einen Kilometer vor der Küste. Von der Crews Inn Marina in Chaguaramas fahren Boote in 20 Minuten dorthin. Die Überfahrt von Chaguanas zur Südseite kostet 40 TT $, zur Ostseite 30 TT $. Im allgemeinen fahren die Boote zum Point Baleine, wo es zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Walfangstation gab. Heute befindet sich dort eine kleine Marina und Picknick Plätze. : Im 19. Jahrhundert wurde auf der Insel noch Baumwolle angebaut. : Die kleine Bombshell Bay am Ostende ist zum Baden geeignet. Auf dem Bombshell Hill befand sich ein Fort. : Die Gasparee Caves sind ein Netzwerk von Tropfsteinhöhlen, es gibt dort sogar einen kleinen See. Der Zugang ist nur mit Genehmigung der Chaguaranas Development Authority und mit Führung eines registrierten Tourunternemers möglich. Sie sind täglich von 9-15 Uhr geöffnet, Eintritt: 10 TT $. : Innerhalb von 25 Minuten kann man zur anderen Inselseite laufen, dort findet man Geschützstellungen aus dem II. Weltkrieg. : Seit den 1980er Jahren befand sich dort auch das Fantasy Island Resort mit Restaurant, Cafe und Pool. Tel. 678-9001. : Bayview Beach Resort & Marina, Tel. 678-9001-02 * '''Insel Huevos''': Die kleine, länglich, schmale Insel Huevos befindet sich in Privatbesitz. Sie ist unbewohnt und Brutplatz für Seevögel. * '''Insel Monos''': Monos liegt nur etwa 650&#x202F;m vom Entrada Point entfernt und hat zwei Landestege in der Morris Bay und in der Grand Fond Bay. Sie ist dicht bewaldet und nicht dauerhaft bewohnt. Es gibt dort aber eine zunehmende Anzahl von Ferienhäuser von reichen Trinis. Früher gab es in der Turtle´s Bay eine Walfangstation. Dort ist noch einer der Kupferkessel erhalten, in dem das Walfett gekocht wurde. === Geschichte === Über die allerersten Inselbewohner ist nichts bekannt, man nimmt aber an, dass schon 5.000 Jahre vor Christi Geburt Indianerstämme aus Südamerika auf Trinidad und Tobago gelebt haben. Auf dem Weg in den Norden haben Ciboney-Indianer als Sammler und Jäger vermutlich zuerst die Insel Trinidad besiedelt. Zwischen 100 und 1000 nach Christus folgten ihnen höher entwickelte Ignerie-Indianer und Taino-Indianer vom Stamm der Arawaks aus dem Orinokogebiet, die schon Landwirtschaft betrieben. Im 13. Jahrhundert überfielen kriegerische Carib-Indianer die friedlichen Arawaks, töteten die Männer und nahmen sich die Frauen. Auf seiner dritten Reise entdeckte '''Christopher Kolumbus''' auf südlicher Route segelnd diese Insel im Sommer 1498. Er nannte die Insel ''La Isla de la Trinidad'', Insel der Dreifaltigkeit, und umfuhr sie im Uhrzeigersinn. Einen Tag später verließ er sie um die Insel [[Grenada]] zu erreichen. Zu dieser Zeit lebten noch geschätzt 35.000 Indianer auf den beiden Inseln; Arawaks im Südosten und Carib-Indianer im Norden und Westen in der Gegend von Arima, Mucurapo und Port of Spain. Erst 1532 betrat '''Don Antonio Sedeno''' beim Fischerdorf Cumucarapo, das heute Mucarapo heißt, als erster spanischer Entdecker die Insel. 50 Jahre später kam eine größere Gruppe von Siedlern mit dem spanischen Soldatenführer '''Don Antonio de Berrio y Oruna''' und dessen Leutnant Domingo de Vera auf der Suche nach dem berühmten Gold von El Dorado auf die Insel. An der Ostküste bauten sie die Siedlung San José de Oruna, das heutige St. Joseph, dort wurde auch die Inselverwaltung angesiedelt. In der Indianersprache hieß der Ort Caroni. Er wurde 1595 durch den britischen Seefahrer '''Sir Walter Raleigh''' zerstört, Berrio y Oruna wurde gefangen genommen. Die älteste Kirche der Insel, die St. Joseph Catholic Church aus dem Jahre 1593, blieb aber erhalten. Die ist zugleich der älteste Kirchenbau auf Trinidad. 1699 rebellierten die Indianer gegen die spanischen Missionierungsversuche. Missionare und der Gouverneur wurden dabei getötet. Soldaten wurden gegen die Indianer eingesetzt. Die Armee trieb die Indianer bis zur Nordostspitze der Insel. Bei dem Ort Toco stürzten sich viele Indianer ins Meer. Zehn Jahre später wurden die Missionsstationen abgeschafft. 1739 gab es auf der Insel eine Pockenepedemie, an der ein großer Teil der Bevölkerung starb. Nach wiederholten Angriffen von Piraten auf den Ort San José de Oruna, heute Saint Joseph, verlegte der '''Gouverneur Pedro de la Moneda''' den Regierungssitz im Jahre 1757 nach Puerto de Espana, dem heutigen ''Port of Spain''. Da die Insel nur sehr schwach besiedelt war und Spanien fürchtete, die Insel könne dadurch leicht von England eingenommen werden, lockte der spanische '''Gouverneur Manuel Falques''' 1776 katholische Siedler mit Steuererleichterungen ins Land. Er brachte der Insel etwas wirtschaftlichen Aufschwung und veranlasste die Gründung des Ortes San Fernando. Mit Hilfe von Sklavenarbeit entstanden Zuckerrohr- und Baumwollplantagen. 1784 schickte Spanien seinen fähigsten Gouverneur, '''Don José Maria Chacon''', auf die Insel. Unter seiner Führung wuchs die Bevölkerung auf fast 18.000 Menschen an. Davon waren nur 2.000 Weiße, über 10.000 waren afrikanische Sklaven und knapp 1.000 waren Indianer, der Rest bestand aus freien Mischlingen. Im Jahre 1795 kam es zum Krieg zwischen Spanien und England. Im Mai 1796 lief das britische Schiff „H. M. S. Lebra“ unter der Führung von '''Sir Ralph Abercromby''' bei Chaguaramas die Insel an. Der spanische '''Admiral Don Sebastian Ruiz de Apodaca''' ließ alle spanischen Schiffe im Hafen in Brand setzen und '''Gouverneur Chacon''' übergab Trinidad kampflos an die Engländer. Sir Abercromby ernannte einen seiner Offiziere, '''Thomas Picton''', zum ersten Gouverneur. Die Ernennung entwickelte sich zu einem absoluten Missgriff. Picton betrachtete Sklaven und Mischlinge als Aufwiegler. Farbige Plantagenbesitzer und Sklaven wurden ständigen Repressalien ausgesetzt. 1802 musste er von '''Thomas Hislop''' abgelöst werden. Im gleichen Jahr gab es auf der Insel 150 Plantagen, alle waren im Besitz von Franzosen. Bis zum Jahre 1808 stieg die Zahl der Sklaven auf 20.000. Die Fachleute der damaligen Zeit kamen zu dem Ergebnis, um aus der Insel eine gewinnbringende Zuckerrohrbesitzung zu machen, wären mindestens 250.000 Sklaven nötig gewesen. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Insel trotzdem Kronkolonie. Die Zusammensetzung der Inselbevölkerung ließ in den Augen der britischen Regierung keine Wahlen zu. Die Zahl der freien Farbigen war doppelt so groß wie die der Weißen, und von der weißen Bevölkerung waren nicht einmal die Hälfte Engländer. So wurde die Insel direkt von London aus regiert, und der Gouverneur war das ausführende Organ. Als der Sklavenhandel 1807 offiziell eingestellt wurde, kam es noch jahrelang zu illegalen Sklaveneinfuhren. Die Abschaffung der Sklaverei im Jahre 1834 führte auf der Insel zu einer lang anhaltenden Ratlosigkeit, wie die Zukunft ohne Sklaven aussehen sollte. Selbst das Parlament in London beschäftigte sich immer wieder mit dieser Frage. Verschiedene Pläne wurden entwickelt und wieder verworfen. Menschen verschiedenster Nationalitäten wurden als Arbeitskräfte auf die Insel geholt: Iren, Schotten, Chinesen, Portugiesen von Madeira, europäische Emigranten, Arbeitskräfte von anderen karibischen Inseln, befreite Sklaven aus Sierra Leone und St. Helena, die meisten kehrten bald wieder in ihre Heimat zurück. Schließlich waren es Inder, die die Inselbevölkerung verändern sollten. Zwischen 1845 und 1917 kamen 144.000 Inder als billige Arbeitskräfte ins Land. Sie hatten Verträge für fünf oder zehn Jahre und waren danach berechtigt zurückzukehren. Aber viele von ihnen blieben in Trinidad, kauften ein Stück Land für ihre Reispflanzen oder Kakaobäume und eröffneten kleine Geschäfte. 1871 betrug der indische Bevölkerungsanteil schon 25&#x202F;% der Gesamtbevölkerung. Bis in die heutige Zeit haben sich die Familienclans erhalten und die indische Gesellschaft in Trinidad ist noch immer eine fast „geschlossene Gesellschaft“. 1847 richtete ein Wirbelsturm große Schäden an. 1857 bohrte die ''Merrimac Oil Company'' bei La Brea die erste Ölquelle an, aber erst 50 Jahre später wusste man diesen Reichtum richtig zu nutzen. Zur Jahrhundertwende führte die weitergehende Verarmung der Massen zur Gründung von mehreren politisch-gesellschaftlichen Interessengemeinschaften. 1897 wurde die Arbeiterbewegung Trinidad Workmen´s Association gegründet. Im gleichen Jahr entstand die East Indian National Association, und vier Jahre später folgten die Pan African Association und die Rate Payers Association, ein Zusammenschluss der Wassergebührenzahler. 1889 wurden Trinidad und Tobago zu einer Union zusammengeschlossen. 1914 entstand bei Pointe-A-Pierre die erste Ölraffinerie. Als Folge der Weltwirtschaftskrise kam es in den 1930-er Jahren auch in Trinidad zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die vermehrt zu Aufständen führten und zur Gründung von Arbeiterbewegungen. 1937 kam es in dem Dorf Fyzabad unter der Führung von '''Uriah Butler''' zu einem Aufstand der Erdölarbeiter. 1938 lag der durchschnittliche Tagesverdienst bei 35 Cents. Diese niedrigen Löhne führten schon 1935 zu einem Hungermarsch und 1937 zu wiederholten Streiks auf den Ölfeldern. 1941 verpachtete die Regierung das Gebiet um ''Chaguaramas'' und ''Waller Field'' an das US-Militär. Die Amerikaner bauten einen großen Marine- und Luftwaffenstützpunkt. Dies brachte dem Land für einige Jahre gut bezahlte Arbeitsplätze. Erst 1960 zogen die Amerikaner nach großen Protesten aus der Bevölkerung wieder ab. Nach dem Krieg und der Einführung des allgemeinen Wahlrechtes entstanden unzählige Parteien und in deren Folge Gründungen von Gewerkschaften. Den hohen Erlösen aus der Erdölindustrie standen nur wenige Arbeitsplätze gegenüber. 1956 gründete '''Dr. Eric Williams''' die Partei People´s National Movement. Am 31. August 1962 wurden Trinidad und Tobago rund drei Wochen nach Jamaika von den Engländern in die Unabhängigkeit entlassen. Eric Williams wurde erster Premierminister. Er behielt diesen Posten bis zu seinem Tode im Jahre 1981. Mit der Unabhängigkeit fielen die großzügigen finanziellen Unterstützungen von England fort. Internationale Konzerne wurden stattdessen von der Regierung „eingeladen”, sich auf der Insel niederzulassen. Bis 1966 konnten so 169 Industriefirmen angesiedelt werden. Die Ölförderung teileten sich Amoco, Shell und Texaco, die Zuckerindustrie wurde von Tate & Lyle kontrolliert. Während der 1970-er Jahre konnte Trinidad aufgrund seiner Erdöl- und Erdgasvorkommen noch ein deutliches Wirtschaftswachstum verzeichnen. Zum großen Teil ist dies den Preisbeschlüssen der OPEC von 1973 zu verdanken. Diese Preissteigerungen verdreifachten die Deviseneinnahmen des Landes schlagartig. Nach der zweiten deutlichen Ölpreiserhöhung in den Jahren 1979 und 1980 verzehnfachten sich diese Einnahmen sogar. Mit diesen Geldern kaufte Premierminister Williams die Kapitalmehrheit der nationalen Shell und BP, verstaatlichte die Zuckerindustrie, die Fluglinie BWIA und die Telefon- und Fernsehgesellschaften. Für 460 Millionen US-Dollar ließ er zudem ein Stahlwerk bauen. Anfang der 1980-er Jahre kam es dann mit Ende des Ölbooms und anderer politischer Fehler zu einer tiefen Strukturkrise, die sich besonders aus der Person des seit 25 Jahren regierenden Eric Williams ergab. Hatte er die weiße Mittelschicht vor der Unabhängigkeit noch als Nutznießer der Kolonialherrschaft bekämpft, so sicherte er seine Macht nun genau durch diese Gruppe. Korruption und schwere Mängel in der Gesundheits-, Verkehrs- und Baupolitik wurden ihm angelastet. Im März 1981 konnte der plötzliche Tod von Williams nicht eindeutig geklärt werden. Bei den Parlamentswahlen im November des gleichen Jahres konnte sein Nachfolger '''George Chambers''' noch die Mehrheit erzielen, bei den Kommunalwahlen 1983 gab es dann aber eine herbe Niederlage. Seit 1974 waren mit der Ölindustrie 50 Milliarden Petrodollar erwirtschaftet worden. Als der Einbruch der Ölpreise zu einer Rezession führte, musste man feststellen, dass der größte Teil des Geldes durch Misswirtschaft und Fehlplanungen verschwendet worden war. Der TT-Dollar musste mehrfach abgewertet werden, im Staatsdienst gab es Entlassungen, unrentable Staatsbetriebe wurden privatisiert. Bis 1990 stieg die Arbeitslosigkeit im Lande daraufhin bis auf 27 %. Am 27. Juli 1990 besetzte die kleine, radikale Moslemgruppe ''Jamaat al Muslimeen'' unter der Führung von '''Yasin Abu Bakr''' das Parlamentsgebäude. 45 Parlamentsmitglieder, einschließlich des Premierministers A. N. R. Robinson, wurden als Geiseln genommen. Robinson wurde aufgefordert zurückzutreten und innerhalb von 90 Tagen Neuwahlen auszuschreiben. Nachdem er dies verweigerte, kam es zu einem Schusswechsel, bei dem der Premierminister eine Schusswunde im Bein erlitt. Erst nach fünf Tagen gaben die Rebellen auf. Bei diesen Unruhen kamen insgesamt 30 Personen zu Tode, weitere 500 wurden verletzt. 114 Rebellen erhielten nach langen Gerichtsverhandlungen, zu denen auch der Kronrat in London gehört wurde, eine Amnestie. Dieser Putschversuch verschreckte verständlicherweise ausländische Investoren. Erst 1994 verzeichnete das Land sinkende Arbeitslosenzahlen und eine steigende Bruttoinlandsproduktivität. In den folgenden Jahren legte die Regierung ein Programm zur Modernisierung des Erdölsektors auf. Zugleich schaffte sie sich ein zweites wirtschaftliches Standbein, indem die Erschließung von Off-shore-Erdgasvorkommen gefördert wurde. === Erdöl und Erdgas === Im Jahre 1906 kam der Geologe ''Arthur Beeby Thompson'' nach Point Fortin. Er erhielt von der Regierung die Genehmigung, Land zu erwerben und nach Öl zu bohren. Er kaufte die Adventure und La Fortunée Plantagen um Werkanlagen zu errichten. Im Mai 1907 fand man in 210&#x202F;m Tiefe Öl. Zwei Jahre später wurde die '''Trinidad Oil Company''' gegründet. 1913 übernahm die '''United British Oilfields of Trinidad''' die Anlagen. 1957 wechselte der Besitz an '''Shell'''. Nach langen Protesten der Bevölkerung in den 1960-er und 1970-er Jahren übernahm der inzwischen von England losgelöste, selbstständige Staat Trinidad and Tobago die Shell und seit 1974 nennt sich das Unternehmen '''Trinidad & Tobago Oil Company''' (TRINTOC). Im Jahre 1993 gründte der Staat dann die '''Petroleum Company of Trinidad & Tobago''' (PETROTRIN) mit der Zentrale in Pointe-a-Pierre, und mit dem Zweck, alle Ölförderungen, die Weiterverarbeitung und den Verkauf von Erdölprodukten zu zentralisieren. Im Jahre 2000 übernahm die PETROTRIN dann in Zusammenarbeit mit TRINMAR alle Vermögenswerte von TEXACO. PETROTRIN hat seine größten Operationsbasen in Fyzabad, Guayaguayare, Marabella, Penal und Point Fortin. Von der Südostspitze der Insel (Guayaguayare) nach Point Fortin wurde eine neue Hochdruck-Pipeline verlegt, unterwegs gibt es mehrere Pumpstationen. In Pointe-a-Pierre steht die einzige Ölraffinerie des Landes. Die Anlage umfasst 809 Ha Grundfläche. Die Tagesproduktion liegt bei 160.000 Barrel von denen 70.000 für den lokalen Markt bestimmt sind, der größere Rest wird nach Brasilien, Equador, Kolumbien, Venezuela und West Afrika exportiert. Dort wird Flugbenzin, bleifreies Benzin, Diesel, Schmierstoffe und Bitumen hergestellt. TRINMAR, Trinidad Marine, betreibt im Seegebiet von Trinidad und Tobago 23 Ölbohrplattformen und 238 freistehende Bohrtürme. Der Beitrag von PETROTRIN am Sozialwesen von Trinidad besteht im Straßen- und Brückenbau, man beteiligt sich an der Reparatur von Schulen, baut Spielplätze und stellt Computer zur Verfügung. === Geister, Geisterglaube === Wie auf allen anderen karibischen Inseln haben auch die Bewohner von Trinidad und Tobago eine lebhafte Vorstellungskraft, kennen vielerlei Gruselgeschichten, glauben an gute und böse Geister. Viele dieser Geister und Geistergeschichten haben ihren Ursprung in Afrika. Der '''Dupp''' (auf der Insel Jamaika: Duppy) ist auf allen Inseln bekannt. Zusammen mit den '''Jumbies''' zählt er zu den harmlosen Geistern. Es sind die Geister von Toten, die nachts aus den Gräbern steigen, sich an dunklen Orten herumtreiben und die Lebenden gerne erschrecken. '''Belarivoist''' der Geist des Joachim Belarivo. Ein wenig begabter Zauberer wollte diesen Geist auferstehen und für sich arbeiten lassen. Für die Auferstehung reichte das Wissen, für weiteres nicht. Stattdessen erschien der Geist auf unzähligen Hochzeitsfeiern und erschreckte die Gäste. Er musste schließlich in einen Bleisarg eingeschlossen werden und unter einem großen Steinhaufen begraben werden. Der bedeutendste Geist auf Trinidad und Tobago ist '''Papa Bois''', der Beschützer des Waldes. Er hat Hörner, Fell und eine Harfe, seine Mutter war ein Reh, sein Vater ein Jäger, meistens erscheint er in Gestalt eines alten Mannes mit Bart und langen Haaren. Er kann sich auch in ein Tier verwandeln und Wilderer tief in den Wald locken, so dass sie sich verlaufen. Er hat auch eine Geliebte, '''Mama Dlo''' oder Mama d l‘eau, halb Frau, halb Schlange. Sie ist die Beschützerin der Flüsse. Von '''La Diablesse''' erzählt man, sie sei eine schöne Frau mit Kuhfuß, die man häufig auf großen Festen antrifft. Dort soll sie die Männer verführen. Wer sich mit ihr einlässt, wird nie mehr sein wie vorher oder nach kurzer Zeit sterben. Begegnet man ihr, soll man seine Kleidung ausziehen und mit der linken Seite nach außen wieder anziehen, dann kann sie einem nichts mehr anhaben. '''Douens''' und '''Douennes''' sind die Geister von kleinen Kindern, die ungetauft sterben. Sie tragen große Strohhüte, haben keine Gesichter, und ihre Füße stehen rückwärts. Es gibt auch Meerjungfrauen, Feen und Vampire. Man sagt, dass sich einsame und ungeliebte Menschen in Vampire, sogenannte '''Sousouyants''', verwandeln konnen. Sie ziehen ihre Haut aus und lassen diese auf der Türschwelle liegen, dann verwandeln sie sich in Feuerbälle, die durch die Luft fliegen. Dann kommen sie zu den Menschen und saugen ihnen das Blut aus. Man kann sich vor ihnen schützen, indem man Reis oder Salz um sein Bett streut. Der Vampir muss jedes Korn zählen, bevor er Blut saugen kann, bis er damit fertig ist, wird schon wieder Morgen und er muss unverrichteter Dinge abziehen. === Karneval === Französische Einwanderer brachten im 18. Jahrhundert den Karneval mit in die Karibik. In Frankreich war der Karneval damals ein riesiges Schlemmer- und Kostümfest vor dem Beginn der Fastenzeit. Die französischen Großgrundbesitzer in der Karibik feierten dieses Fest unter sich und ohne die Sklaven, nur freie Mulatten wurden zur Teilnahme eingeladen. Nach der Sklavenbefreiung 1834 wollten auch die Farbigen ihr Fest feiern. Das traditionelle Erntedankfest '''Canboulay''' wurde auf den Karnevalsonntag vorverlegt. Sie veranstalteten Straßenumzüge mit Trommelmusik, Stockkämpfen und Spottliedern auf die Weißen, dazu kleideten sie sich in elegante Kleider wie ihre weißen Herren. Diese fühlten sich schnell beleidigt und feierten in der Folgezeit nur noch in ihren Häusern. 1883 wurde den Farbigen das Mitführen von Trommeln verboten, ein Jahr später fanden die Umzüge nur noch am Karnevalmontag und unter Polizeibegleitung statt. So entstanden in den Vororten von Port of Spain die ersten '''Mas Camps''' - Kostümgruppen. Statt der Trommeln benutzte man Bambusstücke um den Takt zu schlagen, zur Zeit des II. Weltkrieges erfand man neue Musikinstrumente: Keksdosen und leere Ölfässer. 1894 kam dem Kaufmann ''Ingnatius Bodu'' die Idee, aus dem Karneval einen Wettbewerb zu machen. 1921 richtete ''Chieftain Douglas'' als erster ein '''Calypso Tent''' ein, in dem während der Karnevalsaison Nonstop gesungen wurde. Heute gibt es das '''National Carneval Commitee''' (NCC), es entstand aus der 1957 gegründeten ''Carneval Development Commission''. Diese Behörde betreut den gesamten Karneval, schreibt die Wettbewerbe aus, bestimmt die Veranstaltungsorte, organisiert die Showveranstaltungen, stellt die Preisrichter und wirbt Spenden ein, mit denen Gewinner zu hohen Geldpreisen kommen. Eine Jury wählt die Gewinner. Sie besteht aus Mitarbeitern von Ministerien, des NCC und Mitgliedern von Tanz-, Steelband- und Gesangsgruppen. Gewählt werden die besten Königs- und Königinkostüme, der beste Kostümdesigner, das Karnevallied des Jahres und die Musikband des Jahres. Eine Musikband kann zwischen 3.000 und 9.000 Mitglieder zählen. Für die Offiziellen beginnt die Karnevalsaison am Tag nach Aschermittwoch. Die Calypso-tents öffnen im Laufe des Januar. Danach beginnen die Vorentscheidungen für den Calypso- und Soca Monarchen, für Karnevalskönig und -königin. Die heiße Phase der Feierlichkeiten beginnt kurz vor Beginn der Fastenzeit mit dem Kinderkarneval. Am Karnevalmontag starten die Umzüge am frühen Morgen Richtung Stadtzentrum. Um die Mittagszeit finden die Maskenumzüge statt. Karnevaldienstag strömen die Massen zur Hauptveranstaltung im Queen´s Park, die bis in die späte Nacht dauert. Am Mittwoch ist alles vorbei und die Insulaner gehen wieder ihrem Gewerbe nach. === Musik === * '''Calypso''': Der Calypso hat seinen Ursprung an den Küsten von Westafrika und wurde von den Sklaven mit ins Land gebracht. Das „Urwort“ ist Kaiso und kommt aus Nigeria, Kaisos sind dort Spottlieder. Von den Sklaven wurden diese Lieder bei der Feldarbeit gesungen um die qualvolle Arbeit etwas zu erleichtern. Zugleich war es die einzige Möglichkeit, sich verschlüsselt über die Herrschaft zu beschweren oder lustig zu machen. : Seit der Abschaffung der Sklaverei wird dies von deren Nachfahren gefeiert. Seitdem wurden die Liedertexte immer bissiger. Im Jahre 1881 wurde bei so einer Veranstaltung von den Farbigen so auf die Regierung geschimpft und die politischen Mißstände wurden derart in ihren Gesängen verspottet, dass die Umzüge und Gesänge verboten wurden. In der Folgezeit texteten die Sänger, die Calypsonians, im Untergrund weiter. Aktuelle private und besonders politische Ereignisse werden seitdem besungen und ersetzen für den Teil der Bevölkerung, die nicht lesen können, die Tageszeitung. Man sagt auch: der Calypso bietet die Gelegenheit, etwas in Liedform zu sagen, was man in der besseren Gesellschaft nicht aussprechen kann. : Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. : Zwischen den beiden Weltkriegen wurde der Calypso international durch das Lied „''Rum and Coca Cola''“ bekannt. Es wurde von Lord Invader geschrieben und von den Andrew Sisters in den USA auf den Markt gebracht, sie verkauften die Platte fünf Millionen Mal. : 1978 wurde Calypso Rose als erste Frau zum alljährlichen Calypso King gekrönt. : Fast alle Sänger haben ausgenommen auffallende Namen: Atilla the Hun, Growling Tiger, Mighty Chalkdust, Roaring Lion, Valentino oder Black Stalin. Zu den weltweit bekanntesten gehören '''Lord Kitchener''' (*1922, †2000) und '''Mighty Sparrow'''. : In jüngster Zeit ist auch der Calypso extrem kommerzialisiert worden. * '''Indische Musik''': Mit einem Bevölkerungsanteil von etwa 40&#x202F;% beherrschen die Inder auch einen großen Teil der Musikszene. Im Laufe der Jahrzehnte hat die ursprünglich religiöse Musik sich teilweise an die Ansprüche der Jugendlichen Zuhörer angepaßt. '''Chutney''' ist eine dieser neuen Musikrichtungen, heute mit schnellerem Rhythmus und tanzbar, hat sie sich aus hinduistischen Folkloreliedern entwickelt. Chutney ist auch ein Teil des Trinidad-Karnevals geworden und für die Musikgruppen werden Preise vergeben. '''Pantar''' ist die Fusion von Pan-Musik und Sitar, eines der schönsten und ältesten indischen Musikinstrumente. Mit dieser Kombination lassen sich alle Arten von Calypsomusik bis zu indischer Ragmusik spielen. Einer der bekanntesten Pantar Interpreten ist Sitarist ''Mungal Patasar'' und seine Gruppe. * '''Panmusik und Steelbands''': Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. Ab 1935 begannen die Musiker deshalb, auf Dosen, Fässern und Benzinkanistern zu trommeln. Ein Jahr später gelang es dem Musiker '''Ellie Mannette''' ein Ölfaß so zu manipulieren, dass man ihm verschiedene Töne entlocken konnte. 1939 spielte die John John Band zum ersten Mal des amerikanische Kinderlied „Mary had a little lamb“ auf gestimmten Ölfässern. Seit 1945 erschienen abgeschnittene und gestimmte Ölfässer, die Pans, in der Öffentlichkeit. Heute ist der Beruf des Ölfaßstimmers sehr geachtet. Man unterscheidet die Pans nach Größe und Klangfarbe. Bass Pans verfügen über 5-7 Töne, sie werden auf etwa 7,5 cm Höhe zusammengeschnitten. Cello Pans haben 10 Töne und werden bei 35 cm abgeschnitten. Die Tenor Pans verfügen über 26-32 Töne und werden auf eine Länge von 15-18 cm geschnitten. : Die Pans werden blank geschliffen, verchromt, poliert und auf Gerüste montiert, damit der Musiker Bewegungsfreiheit hat. Die Tonfelder werden mit unterschiedlich großen Klöppeln geschlagen. Die Pans können von einem Solomusiker bearbeitet werden oder als Band können bis zu 100 Personen zusammen musizieren. Auf Trinidad soll es über 100.000 Ölfaß-Spieler geben. * '''Parang''': Besonders in der Weihnachtszeit beherrscht Parang die Musikszene. Diese Musikrichtung leitet sich aus venezuelanischen Weihnachtsliedern ab und den damit verbundenen Haus-zu-Haus besuchen und -feiern. Zu spanischen Texten mit religiösem Inhalt kommen südamerikanische Rhythmen mit Violine, Gitarre, Baß, Cuatro und Maracas. Einige Gruppen spielen die traditionellen Weisen, andere mixen es mit Soca, so dass '''Soca Parang''' entsteht. * '''Rapso''': Eine weitere Fortsetzung von der afrikanischen Tradition des Geschichtenerzählens führte zur Entwicklung des Rapso, einer Mischung von amerikanischem Rap mit Calypso. Hier wird Sprechgesang in Versen vom Rhythmus großer, schwerer Trommeln untermalt. Zwei der bedeutendsten Künstlergruppen sind ''Brother Resistance'' und ''Network Rapso Riddum''. * '''Soca''': Diese flottere Art des Calypso wurde 1970 geboren, als die Elektronik Einzug in die Musikszene hielt. Diese neue Form wird dem Musiker zugesprochen, der sich damals '''Lord Shorty''' nannte und heute unter dem Namen ''Ras Shorty I'' Musik produziert. Der Soca-Rhythmus läßt sich leicht mit anderen Musikformen verbinden. So findet man auf Trinidad den Soca heute als Bestandteil von Reggae, Jazz, Rythem & Blues als auch mit indischer Musik. Auch die im Lande lebenden Inder fanden an diesem Musikstil gefallen, verbanden den Rhythmus mit Hinditexten und so wurde der '''Chutney-Soca''' geboren. === Pflanzen- und Tierwelt === Trinidad und Tobago zählen zu den zehn führenden Ländern bei der Anzahl von Vogelarten pro Qaudratmeile. Auf beiden Inseln findet man auf Grund der Nähe zu Südamerika eine größere Anzahl von Pflanzen und Tieren als auf den anderen Karibischen Inseln. Man kennt 2.300 verschiedene, blühende Pflanzen, davon sind alleine 700 Orchideen. Die Nationalblume von Trinidad ist die '''Chaconia''', englisch: Wild Poinsettia. Ein Strauchgewächs von 2-3&#x202F;m Höhe, es ähnelt dem Weihnachtsstern. Den „Buffalypso“ gibt es nur auf der Insel Trinidad. Er ist das Ergebnis intensiver Zuchtversuche aus den 1960-er Jahren. Fünf auf Trinidad heimische Wasserbüffel Rassen wurden gekreuzt. Das Ergebnis ist ein friedfertiges Tier, dass tropische Hitze gut verträgt, mit schmackhaftem Fleisch. Es gibt 620 verschiedene Arten von Schmetterlingen. Von den 433 verschiedene Vogelarten brüten 250 auf der Insel, es gibt 41 verschiedene Kolibriarten. Den blinden Ölvogel findet man nur in Trinidad, es ist der größte Vogel, der sich von Früchten ernährt, aber nur nachts auf Futtersuche geht und selbst ein Amazonas-Papagei ist auf Trinidad zu finden. 108 verschiedene Säugetiere sind vertreten, dazu zählen 57 Fledermausarten und es gibt 70 verschiedene Arten von Kriechtieren. Die einzigen '''giftigen Schlangen''' sind die '''Far de Lance''' und der '''Buschmeister'''. Die Morocoy ist eine kleine Landschildkröte, die früher als Delikatesse gejagt wurde und fast ausgerottet war, heute wurd sie vielerorts als Haustier und Spielgefährte der Kinder gehalten. Verschiedene Strände von Trinidad und Tobago werden in den Monaten März bis Juli von Meeresschildkröten zur Eiablage aufgesucht. Der Besuch von Strandabschnitten, die von Schildkröten zur Eiablage aufgesucht werden, unterliegt einer Genehmigung durch die Forstverwaltung. The Forest Division, Long Circular Road, Port of Spain, Tel. 622-7476. The Forest Division, San Fernando, Tel. 657-8391, 657-7256. Den Schmetterling „89“, er hat eine schwarz-beigene Markierung auf der Flügelunterseite, die wie eine 89 aussieht, findet man nur auf Trinidad. Der Pauis ist ein großer truthahnartiger Vogel, der früher viel gejagt wurde und dadurch sehr selten geworden ist. Es gibt ihn nur auf Trinidad, nirgendwo sonst auf der Welt, er steht unter Schutz. Einzigartig auf der Welt ist auch der Fisch Cascadura. Diese Welsart ist ein Urtier aus dem Silur-Zeitalter. Sein Lebensraum sind zahlreiche schlammige Gewässer an der Südküste Trinidads. Ebenso selten sind die Reiherarten Agami, Blongios und Crabier Bec, die es nur auf Trinidad gibt. Weitere Vogelarten, die es in der Karibik nur auf Trinidad gibt sind Eisvögel, Pirol und Tukane. Das größte wilde Tier auf Trinidad ist der Braune Waldmazama, eine Hirschart. Das Halsband-Pekari wird von den Einheimischen Quenk genannt, es ist eine Wildschweinart. Auf der Insel gibt es verschiedene Opossumarten, die auch Manicou genannt werden, Waschbären, das hasengroße Agouti und den größeren Gefleckten Paka. Das gepanzerte Gürteltier, Armadillo oder Tatu genannt, und die seltenen Ozelote bekommt man kaum zu sehen. In einigen Flüssen und Sümpfen lebt der bis zu 2&#x202F;m lange Kaiman. === Plantagenwirtschaft === Die Landfläche von Trinidad und Tobago umfasst 513.000 Ha, weniger als ein Drittel davon ist Ackerfläche, 45&#x202F;% sind als Waldflächen ausgewiesen. Nur 13&#x202F;% des pflügbaren Landes ist bewässert. Es gibt aber eine Vielzahl von kleinen und großen Flüssen, Überflutungen in der Regenzeit sind normal. Die letzte umfassende Erhebung aus den 1970-er Jahren zählt 35.000 Farmen mit einer Gesamtfläche von etwa 130.000 Ha. Die Durchschnittsgröße einer Farm wurde mit 6 Ha angegeben, aber die 40 größten Plantagen hatten alle eine Größe über 400 Ha. Die landwirtschaftlichen Ernteerträge der 1970-er und 1980-er Jahre in Trinidad stehen in einem engen Zusammenhang mit der Ölindustrie. Dieser Trend begann Anfang der 1970-er mit dem starken Anstieg des Ölpreises. Löhne in der Landwirtschaft waren erheblich niedriger als in der Ölindustrie, der Geldreichtum führte zu größeren Importen von landwirtschaftlichen Produkten. Die Zahl der Landarbeiter sank um 50 %. Die Ernteerträge bei Zitrusfrüchten sanken um 75 %, bei Kakao waren es 61 %, bei Kokosprodukten 56&#x202F;% und bei Kaffee immer noch 15 %. Der Zuwachs von landwirtschaftlichen Produkten in den 1980-er Jahren wurde von Kleinstfarmern erwirtschaftet, die ihre Produkte oft in gartenähnlichen Familienbetrieben anbauten. Die Viehzucht im Land hat keine große Bedeutung. Es gibt nur rund 30.000 Rinder. Rindfleisch wird überwiegend aus Australien un Neuseeland importiert. Milch und Milchprodukte werden zu 90&#x202F;% von der Firma Nestlé eingeführt. Seit den späten 1980-er Jahren gibt es Zuchtversuche von Kühen und Indischen Wasserbüffeln, die man im Lande „Buffalyso” nennt. Bedeutender ist die Aufzucht von Hühnern und Schweinen. '''Kaffee''' wird in Trinidad verstärkt seit 1930 angepflanzt. Die Produktion sank von den späten 1960-er Jahren bis Mitte der 1980-er Jahre aber um rund 50 %. 1984 konnte zum ersten Mal kein Kaffee exportiert werden. Ein Jahr später betrug die Ernte wieder 2,1 Millionen KG, von denen 35&#x202F;% exportiert wurden. '''Zitrusfrüchte''' hatten in den 1950-er Jahren einen Boom. Man erntete zu der Zeit über 90.000 Tonnen pro Jahr, 1982 waren es nur noch 4.700 Tonnen. '''Kakaoplantagen''': Kakao war von den späten 1880-er Jahren bis in die 1930-er Jahre die wichtigste Anbaufrucht auf Trinidad und Tobago. Auf Tobago war sie dies sogar bis in die späten 1980-er Jahre. Kakao war schon im 18. Jahrhundert durch die Spanier nach Trinidad gekommen. Zeitweise war die Insel der zweitgrößte Kakaolieferant auf der Erde. Verschiedene Krankheiten haben der Fucht aber sehr zugesetzt. So sank die Jahresernte von 2.600 Tonnen im Jahre 1981 auf unter 1.300 Tonnen in 1985. Seit den 1970-er Jahren ist das Land nicht mehr in der Lage den Bedarf von Kokosöl und Seife mit den Ernten aus dem eigenen Land zu befriedigen. * Lopinot Estate. In Arouca führt die Lopinot Road nach Norden in die Northern Range. Um 1800 legte der Franzose Charles Joseph Comte de Lopinot dort eine 193 Ha große Kakaoplantage an. Der Graf war ein Offizier der französischen Armee in Haiti. Nach der Ausrufung der Unabhängigkeit und der damit verbundenen Freilassung der Sklaven in Haiti verließ er das Land und brachte seine 100 Sklaven mit nach Trinidad. Er nannte die Plantage „La Reconnaissance“. Das Herrenhaus, die Stallgebäude, die Sklavenunterkünfte und das Gefängnis wurden restauriert und können heute besichtigt werden. Im Herrenhaus wurde ein kleines Museum eingerichtet. Öffnungszeiten: täglich von 8-18 Uhr, Eintritt frei, Führungen finden zwischen 10 und 18 Uhr statt. '''Zuckerplantagen''': Im 19. Jahrhundert war Zucker trotz der überwältigenden Probleme noch immer die bedeutendste Einnahmequelle der Insel Trinidad. In den 1880-er Jahren gab es noch über 300 selbstständige Zuckerrohrplantagen. Ein Jahrhundert hatte die staatliche Carioni Gesellschaft hier das Monopol, nachdem man im Jahre 1971 51&#x202F;% der Aktien von Tate and Lyle zurückgekauft hatte. In den 1980-er Jahren wurde Zuckerrohr auf knapp 20.000 Ha angepflanzt, 20.000 Arbeitskräfte wurden in der Industrie gezählt. Die Jahresproduktion von Zucker lag zwischen 70.000 und 80.000 Tonnen. * Caroni Estate and Sugar Factory, Couva, Tel. 636-2371. Die Zuckerfabrik und die Distillerie liegen fast 40&#x202F;Km voneinander entfernt. Seit 1918 wird dort Rum destilliert. 1957 übernahm Caroni die Esperanza Estate. Deren Destillieranlagen wurden nach Caroni gebracht. 1980 wurde die Produktion ausgebaut. Neben eigenen Anbauflächen erhält Caroni Zuckerrohr von 6.000 unabhängigen Kleinfarmern. Seit 2003 wir die Caroni Gesellschaft umstrukturiert. Die Zuckerfabrik von Caroni wird geschlossen, die Fabrik von Sainte Madeleine bleibt bestehen. Der Landbesitz von Caroni, etwa 30.000 Ha geht in Staatsbesitz über und wird von einer neugegründeten Agentur verwaltet, der Estate Management and Business Development Company. Das Ziel ist, statt Rohzucker Zitrusfrüchte und Reis anzupflanzen und Milchviehzucht zu betreiben. :Der Rum wird unter den Markennamen Caroni Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, als Stallion Puncheon Rum mit 78&#x202F;% Alkohol, als Felicite Gold, White Magic Light und Special Old Cask Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol abgefüllt. Nur die leichten Rumsorten werden nach Kanada und Europa exportiert. * Champs Elysée Estate, Maraval Tal, Port of Spain. Um 1785 führte die Einwanderungspolitik des Franzosen Roumé de St. Laurent unter dem Gouverneur Don José Chacon viele französische Siedler mitsamt ihren Sklaven auf die Insel. Im fruchtbaren Maraval Tal bauten sie Baumwolle, Kaffee und Zuckerrohr an. Die Mehrheit der dort lebenden Menschen konnte kein englisch, fast alle gehörten der römisch-katholischen Kirche an. Im Jahre 1881 lebten dort 1.480 Menschen, davon waren 88 Plantagenbesitzer oder -verwalter. :Roumé de St. Laurent erwarb selbst ein großes Stück Land am Taleingang, aus dem die Champs Elysée Plantage entstand. Aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten musste seine Familie die Plantage schon bald verpfänden, später ging sie in den Besitz eines Pflanzers mit Namen Boissiere über. 1849 fasste man das ganze Tal zum Stadtbezirk Maraval zusammen. Gegen Ende des Jahrhunderts waren viele der kleinen Plantagen verschwunden. Auf den verbliebenen größeren Ländereien Champs Elysée, Moka, Haleland Park und Val de Oro wurde weiter Landwirtschaft betrieben. Heute werden nur noch auf der Paramin Plantage, westlich von Maraval, Gemüse und Gewürze angepflanzt. * Diego Martin River Estate, am Diego Martin Fluß. Direkt neben der Hauptstraße steht noch das 150 Jahre alte und 12&#x202F;m hohe Wasserrad der Zuckerplantage. Die Plantage fiel im Jahre 1897 in den Besitz der Regierung. Weitere historische Gebäude sind nicht erhalten, das einfache Plantagenhaus wurde aber wieder hergestellt. Es gibt aber noch einen Park mit Picknickplätzen und ein Mini-Museum. Das Museum ist täglich von 10-18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. * Spring Hill Estate. Um 1900 gründetet der in Frankfurt geborene Friedrich Wilhelm Mayer im fruchtbaren Arimatal in einer Höhe von etwa 400 Metern diese Plantage, um Kaffee, Kakao und Zitrusfrüchte anzupflanzen. 1908 wurde das Haupthaus fertig gestellt. Sohn Charles Mayer bewirtschaftete das Anwesen bis 1925, dann gab er auf, weil ihm der Gewinn zu gering war. 1932 kaufte der amerikanische Geologe Joseph Holmes das Land auf. Er brachte einen Stromgenerator dorthin und ließ einen Pool bauen. 1947 kauften Dr. Newcome Wright und seine Frau Asa Wright die 74 Ha große Plantage. Drei Jahre später richtete Dr. William Bebe von der New Yorker Zoologischen Gesellschaft dort eine Forschungsstation zum Studium tropischer Pflanzen und Tiere ein. 1955 verstarb Asa Wright. 1967 verkaufte ihr Mann das Gelände an die Forschungsstation. Im gleichen Jahr wurde das Herrenhaus in ein Gästehaus umgewandelt. Unter finanzieller Mithilfe der Bank of Nova Scotia wurde das Asa Wright Naturschutzgebiet eingerichtet. * Woodbrook Estate, Port of Spain. Nachdem die Siegert Familie 1875 (siehe unten) Venezuela verlassen hatte entstand in Port of Spain am Marina Square Ecke Charlotte Street die neue Angostura Fabrik. Die gleichbleibende Qualität und der weltweite Erfolg der Firma erlaubte es der Familie 1899 die 140 Ha große Woodbrook Estate zu kaufen. Die drei Brüder Alfredo, Carlos und Luis Siegert kultivierten ein Teil des Landes, zugleich planten sie eine Wohnsiedlung. Der Bau von 11 Straßen wurde in Angriff genommen, jede wurde nach einem Familienmitglied und nach Mitarbeitern des Projektes benannt. Nach dem Tod der Brüder Carlos und Luis verkaufte Alleinerbe Alfredo das Land 1911 an die Stadt Port of Spain. * '''Angostura Bitters''' Limited, Rumdistillerie, Eastern Main Road, Tel. 623-1845, Fax 623-1847. Im Jahre 1820 wanderte der preussische Chirurg Dr. Johann Gottlieb Benjamin Siegert nach Venezuela aus. Er wollte mit Simon Bolivar gegen die Spanier kämpfen. Vier Jahre später, als Leiter des Militärhospitals im Ort Angostura, am Ufer des Orinoco Flusses, entwickelte er eine Mischung aus tropischen Heilpflanzen, Gewürzen und Alkohol. Dieses Mittel „''Siegert´s Aromatic Bitters''“ sollte den von Tropenkrankheiten geschwächten Soldaten zu neuer Kraft verhelfen. Soldaten und Schiffsbesatzungen machten die Tinktur auf der ganzen Welt bekannt. 1850 verließ Dr. Siegert die Armee um sich vollständig der Produktion seines gefragten Elixiers zu widmen. 1875 verließ die Siegert Familie das krisengeschüttelte Venezuela wo ein politischer Diktator auf den anderen folgte und ließ sich in Trinidad nieder. :Im Jahre 1903 starb Carlos Siegert, zwei Jahre später sein Bruder Luis. Alfredo Siegert war nun einziger Kenner der geheimen Formel für Angostura. In der Folgezeit spekulierte er mit großen Geldmengen in verschiedenen Sektoren, verlor das Geld und auch die Firma. Amerikanische und kanadische Geschäftsleute versuchten erfolglos, die Fabrik im Ausland anzusiedeln. :1936 begann die Firma Angostura Bitters unter der Leitung von Robert W. Siegert, einem Enkel des Gründers, Alkohol zu brennen, dazu wurde eine Tochtergesellschaft, die Trinidad Distillers Ltd. gegründet und die Fernandes Rumbrennerei aufgekauft. Das Rezept für Angostura Bitters ist eines der bestgehüteten Geheimnisse der Karibik. 1960 wurden die Produkte von Angostura bereits in 140 Länder exportiert. Die Jahresproduktion von 1.3 Millionen Liter wurde bis 1998 auf 20 Millionen Liter gesteigert. :Das Besucherzentrum, Tel. 623-1841 im Ortsteil Laventille in Port of Spain ist geöffnet. Führungen finden dort montags bis freitags um 9.30, 13.30 und 14 Uhr statt, Führungen kosten 8 US $. :Die Distillerie kauft ihre Melasse von verschiedenen Zuckermühlen im Lande und vergärt und destilliert den Rohstoff in einer eigenen Brennerei. Der Rum wird unter dem Markennamen Royal Oak als 43 %-iger Rum verkauft. Weitere Markennamen sind Old Oak White und Old Oak Gold. 1973 erwarb man die auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindliche Distillerie Fernandes. Der Rum von dieser Destille wird unter den Markennamen Forres Park Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, Fernandes Vat 19, Fernandes Black Label, Ferdi´s Premium Rum und Crystal White Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol vertrieben. Daneben werden leichtere Mischgetränke hergestellt: Caribbean Club Rum Punch, Limbo Drummer, Lemon Lime & Bitters, Blu Vodka und Correla´s. :Das Grundprodukt Angostura Bitters ist eine aromatische Lösung mit 44,7&#x202F;% Akoholanteil. Man verwendet es hauptsächlich zur Verfeinerung von Mixgetränken, aber auch in Fisch- und Fleischgerichten, für Gemüse, Kuchen, Marmelade, Pudding, in Salaten und Suppen. * Fernandes Distillers, Fernandes Industrial Centre, Eastern Main Road, Laventille, Tel. 623-2101, 623-2501, Fax 623-1847. Als das Trinidad & Tobago Rum Bond Lager im Jahre 1932 abbrannte, nutzte der Besitzer der Fernandes Distillery, Joseph Bento Fernandes, die Gunst der Stunde. Er kaufte die angesengten Rumfässer günstig auf stellte fest, dass der Rum darin von besonderer Güte war. Dieser Rum wurde unter dem Namen „1919 Super Premium Rum“ verkauft. 1919 war das Jahr, in welchem die Fässer gefüllt worden waren. === Trinidad´s Eisenbahn === Schon kurz nach 1800 waren es die Großhändler, Kaufleute und Plantagenbesitzer, die bei der Kolonialverwaltung nach besseren Verkehrsverbindungen fragten. Doch wenig oder nichts geschah. Ebenso oder ähnlich verhielt es sich mit der Eisenbahn. Um 1846 wurde die '''Trinidad Railway Company''' gegründet. Man begann mit der Vermessung von möglichen Fahrlinien, kam aber zu der Überzeugung die Finanzierung sei nicht möglich. Im Jahre 1859 entstand dann die erste privat finanzierte Linie von Princes Town zum Hafen von San Fernando. Man nannte sie die Pflanzerlinie, da zunächst nur landwirtschaftliche Produkte an zur Kings Wharf gebracht wurden, zum weitertransport auf Schiffen rund um die Insel. Die Wagen wurden von Pferden oder Mulis gezogen. Auf Grund des öffentlichen Drucks wurde das Angebot auf den Personentransport ausgedehnt, auch die Post wurde nun mit der Eisenbahn transportiert. Diese Linie wurde unter dem Namen '''Cipero Tramroad''' bekannt. Sie existierte bis 1920, dann ging sie an die Trinidad Government Railway über. 1873 begann man mit dem Bau einer Bahnverbindung von Port of Spain nach Arima. Der Ausgangspunkt war der South Quay in Port of Spain, über San Juan und St. Joseph verlief die Linie bis nach Arima. Am 31. August 1876 wurde die Linie in Betrieb genommen. Die Eisenbahngesellschaft, offiziel Trinidad Government Railway, wurde gegründet. Ursprünglich sollte sie nur das reiche Landwirtschaftsgebiet um den Ort Arima herum mit dem Hafen von Port of Spain verbinden. Nun gab es aber eine kleine Eisenbahn Manie. Jeder einflußreichere Plantagenbesitzer verlangte die Anbindung seiner Farm an das Eisenbahnnetz. Schon im Januar 1880 gab es eine Verbindung nach Couva im Süden, bis 1882 wurde die Linie nach San Fernando fertig gestellt. Der Erfolg der Eisenbahnlinie nach Arima war überwältigend. Bis 1896 wurde sie nach Gunapo erweitert und 1897 wurde Sangre Grande erreicht. Im Jahre 1897 entstand an der Südlinie bei Cunupia ein Abzweig durch das Tal des Caparo Flusses nach Tabaquite. Nachdem man im Südwesten von Trinidad große Ölvorkommen gefunden hatte wurde die Eisenbahnlinie von San Fernando aus im Jahre 1913 bis nach Siparia verlängert. Im Jahre 1914 hatte das Netz dann seine größte Ausdehnung mit dem Ausbau bis nach Rio Claro. Die Länge des Schinennetzes betrug nun 173&#x202F;Km. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurden diese Eisenbahnwagen von Pferden gezogen. 1910 gab es die erste Motor-Bus-Verbindung in Trinidad. Die beiden Geschäftsleute Newallo und Asgarelli Syne betrieben '''Syne´s Bus Service'''. Mit der Zentrale in Icacos fuhren ihre Busse von dort über San Fernando bis nach Siparia und St. James in Port of Spain. Bis zum Beginn des I. Weltkrieges war dies das einzige Busunternehmen des Landes. Bis zum Jahre 1920 stieg die Zahl von angemeldeten Motorautos von etwa 100 auf 1.176. Im gleichen Jahr eröffnete Charles Ross eine Buslinie zwischen Four Roads und Macqueripe. Ab 1923 verzeichnete die Eisenbahn einen deutlichen Einbruch bei ihren Fahrgastzahlen. Trotzdem blieb die Eisenbahn ein Erfolg. Erst nach der Unabhängigkeit führte ein Missmanagement der Regierung zum Zusammenbruch des Eisenbahnverkehrs. Die Trasse der Linie von Port of Spain nach Arima, die mehr oder weniger parallel zur Eastern Main Road verläuft, wurde zur Fahrbahn nur für Express-Busse und Maxi-Taxi umgebaut. An das Zeitalter der Eisenbahn erinnert die Lokomotive Nr. 11, sie steht als Denkmal in der Harris Promenade von San Fernando. Ein zweites Exemplar befindet sich im Busdepot von Port of Spain. == Sprache == Amtssprache ist englisch. Besonders auf Trinidad wird aber auch verbreitet Französisch, Spanisch, Hindi und Chinesisch gesprochen. Daneben gibt es ein überwiegend englisches Patois. == Anreise == * {{vCard |type=airport |name=Piarco International Airport |wikidata=Q788810 |address=Golden Grove Road, Piarco |phone=669-4101 |fax=669-2319 |description=Landebahn 10/28, 10.440 × 151 Feet (3.182 × 46 m). Airport Authority of Trinidad & Tobago, Piarco Airport, Tel. 669-4101. Einreisebehörde, Immigration, Piarco Airport, Tel. 669-5859, Zollbehörde, Customs, Piarco Airport, Tel. 669-4361. |url=https://piarcoairport.com }} * '''Schiffsverbindungen''': Zwischen Trinidad und Tobago gibt es einen regeläßigen Fährverkehr. Der Hafen von Port of Spain wird von Kreuzfahrtschiffen angelaufen. == Mobilität == Achtung: '''Linksverkehr'''! Für das Fahren von Mietwagen wird für 90 Tage ein in Deutschland ausgestellter gültiger Internationaler Führerschein anerkannt. Wer länger im Lande ist muss eine nationale Fahrerlaubnis beantragen. Licening Department, Wrightson Road, Port of Spain. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 50 km/h, nur auf einigen Schnellstraßen darf man 80&#x202F;km/h fahren. Von der Hauptstadt Port of Spain gibt es eine autobahnähnliche Schnellstraße in Richtung Osten bis nach Arima und etwas darüber hinaus. Etwa 9&#x202F;km hinter Port of Spain zweigt davon eine Schnellstraße nach Süden ab, über die Stadt Chaguanas führt sie bis nach San Fernando. Die Eisenbahnlinie von Port of Spain nach Arima wurde eingestellt. Die ehemalige Bahntrasse wurde aus- und umgebaut, dies ist heute der Fahrweg für Expressbusse und Maxi Taxi. == Aktivitäten == * Naturbeobachtungen, hauptsächlich die Vogelwelt. * Strandleben, in Trinidad ist es nicht so ausgeprägt wie im Rest der Karibik. An der Nordküste findet man nur einzelne kleine Sandbuchten. Das Wasser an den kilometerlangen Stränden der Ostküste ist trüb, bedingt durch die Einschwämmungen des nahen Orinoco in Venezuela. Die Westküste ist verschmutzt durch intensive Bohrarbeiten der Erdölindustrie. * Wanderungen, hauptsächlich im Bereich der Northern Range. [[File:TnT Caroni Swamp 2.jpg|thumb|right|Caroni Swamp]] * Caroni Swamp: Sumpfgebiet im Mündungsbereich des Caroni River, durch das geführte Touren angeboten werden. Hauptattraktion ist eine riesige Kolonie Scharlachsichler, die am späten Nachmittag von ihren Fressrevieren zu ihrem Ruhegebiet zurückkehren. Ganz selten können Wasserschlangen oder Kaimane beobachtet werden. == Küche == Die Küche von Trinidad spiegelt die Zusammensetzung der Bevölkerung wieder. Neben der traditionallen karibischen Küche findet man heute viele chinesische, libanesische und syrische Einflüsse. Einen sehr großen Anteil an den Restaurants und Essgewohnheiten hat der indische Bevölkerungsanteil. Dadurch gibt es große Unterschiede zu den Restaurants auf der Insel Tobago. * '''Callaloo soup''' ist eine Suppe aus den spinatähnlichen Dasheenblättern mit allerlei Gewürzen und Krebsfleisch, stellenweise wird sie auch sehr scharf gewürzt. '''Dhal''' ist eine indische Suppe aus roten Linsen. * '''Buljol''' nennt man Saltfish, der zusammen mit Avocados, Paprika, Tomaten und Zwiebeln in Olivenöl gedünstet wird. * Ham´n Hops oder einfach nur '''Hops''' ist eine knusprige Brötchenart mit Schinkenfüllung. * '''Pastelles''' sind gefüllte Maismehltaschen die in Sohareeblättern gegart werden, ein klassisches Street Food. Die Füllung besteht aus angebratenes Rinderhack, Tomaten, Worcestershiresauce, diversen Gemüsen und Kräutern Besonders zu Weihnachten werden auch Oliven, Kapern und Rosinen dazugemischt. <gallery mode="packed" heights="150"> Callaloo-mit-Shrimps-GT.jpg|Callaloo soup mit Shrimps Buljol (Salted cod, oil, onions, tomatoes, pepper, boiled eggs).jpg|Buljol (gesalzener Kabeljau, Öl, Zwiebeln, Tomaten, Paprika, gekochte Eier) FOOD Pastelle open.jpg|geöffnete Pastelle </gallery> * Reis, der mit Kokosnußmilch gekocht wird erhält eine bräunliche Farbe. Auf vielen Karibikinseln wird er mit roten Bohnen vermischt zu jedem Essen angeboten. Auf Trinidad heißt er nicht „rice and peas“ sondern '''Pelau''', dazu gibt es im allgemeinen Hühnerfleisch, Paprikagemüse und alles ist scharf gewürzt. * Zu vielen Gerichten gehört '''Dumplin'''. Dumplins sind fingerdicke, längliche Klöße aus Wasser und Mehl, die in die Suppe oder Sauce gegeben werden. * '''Souse''' ist keine Soße sondern gekochtes Schweinefleisch, das mit Gurken, Paprika und Zwiebeln serviert wird, wir kennen es besser als Sülze. * '''Cascadura''' ist Fisch, den es nur in Trinidad gibt, der mit viel Curry gekocht wurde. <gallery mode="packed" heights="150"> Trinidadian Chicken Pelau (15399269506).jpg|Chicken Pelau </gallery> * '''Saltfish''' kommt überwiegend aus Norwegen und ist in der Karibik inzwischen ein teures Lebensmittel geworden. Der frisch gefangene Fisch wird dort ausgenommen, gewaschen, gesalzen und auf langen, dünnen Stangen aufgereiht und luftgetrocknet. * '''Black Pudding''' ist eine Blutwurst die viele Zwiebeln, Knoblauch und Gewürze enthält, sie gilt warm oder auf Brot als absolute Delikatesse. * '''Black cake''' ist ein sehr schwerer Kuchen aus dunklem Teig, der Teig wird mit Trockenfrüchten vermischt, die zuvor in Cherrybrandy und Rum eingeweicht wurden. * Das einheimische '''Bier''' trägt die Namen Carib, Heiroun und Stag Lager Beer. Auf der Insel wird aber auch Guinness, Mackeson und Stout in Lizenz abgefüllt. Die bekanntesten '''Rumsorten''' der Insel sind Old Oak und VAT 19. * Daneben gibt es unzählige '''alkoholfreie''', soganannte Soft Drinks, die meistens nur extrem süß und nach Chemie schmecken. == Feiertage == Zusätzlich zu den gesetzlichen Feiertagen die für die beiden Inseln Trinidad und Tobago gelten, gibt es auf der Insel Trinidad eine Vielzahl von religiösen Veranstaltungen und Feierlichkeiten, die teilweise auch zu nationalen Feiertagen geworden sind. === religiöse (regionale) Feiertage === * '''Divali''' oder '''Diwali''', dieses hinduistische Fest ist dem Licht gewidmet, es wird in verschiedenen Orten Trinidads auch als Ramleela Festival gefeiert. Mit dem Fest wird in Indien die Rückkehr von Lord Rama in sein Königreich Ayodha nach 14-jährigem Exil gefeiert. Zu Ehren seiner Ankunft erleuchteten seine Untertanen die Straßen mit tausenden von Öllampen. Dieses Fest wird im November auf ganz Trinidad gefeiert. Diviali bedeutet der Triumph des Guten über das Böse. Es wird zu Ehren der Göttin Lakshmis gefeiert, die Liebe, Schönheit, Reichtum und Licht verkörpert. In der Divalinacht werden auf der ganzen Insel mit Kokosöl gefüllte Tonschalen aufgestellt und angezündet. * '''Eid-ul-Fitr''', das moslemisches Neujahrsfest. Dies ist kein festes Datum, das Fest wird am Neumondtag des Fastenmonats Ramadan gefeiert. * '''Ganga Dashara'''. Am Fluß Marianne River im Ort Blanchisseuse feiern die Hindus ihr Reinigungsritual. * Das '''Hosey Festival''' wird in Trinidad seit 1884 gefeiert, es erinnert an den Krieg von Kerbala im Jahre 640. Die ursprüngliche, drei Nächte dauernde Trauerprozession wurde bis vor 40 Jahren nach strengen Regeln durchgeführt. Seitdem hat man sich an die Mentalität der Inselbewohner angepaßt. Heute finden die Prozessionen in den Monaten Februar und März in St. James, Cedros, Couva und Tunapuna statt. * '''La Divina Pastora Festival''', katholische Kirche, Siparia. Bei dieser Prozession am zweiten Sonntag nach Ostern wird die Schwarze Madonna durch die Straßen getragen. Diese Feier ist bei den Hindus auch als Soparee Mai bekannt. * '''Phagwa''', das Neujahrsfest der Hindus findet im März statt. In Trinidad ist es seit der Landung der ersten Inder im Jahre 1845 bekannt. * '''Ramleela''', ein Hindufest, das in über 20 Gemeinden gefeiert wird. * '''Santa Rosa Festival'''. Dieses Fest der kleinen Cariben Gemeinde wird im Juli gefeiert. Am 28. August findet eine gleichnamige Feier in Arima statt. Dort wurde 1775 eine Kapelle zum Gedenken an die Schutzheilige Santa Rosa de Arima gebaut. == Sicherheit == Auf Trinidad werden Drogen, insbesondere Marihuana angeboten. Der Besitz kleinster Mengen ist verboten und wird schwer bestraft. Wertgegenstände sollten im Hotelsafe hinterlegt werden. Zimmertüren und Mietwagen immer verschließen. Nachts sollte man nicht allein unterwegs sein und dunkle Orte generell meiden. Die hohe Zahl von arbeitslosen Jugendlichen führt zu wachsender Kriminalität gegen Touristen. == Klima == {{Klimatab-col |ort= |sourcelink= |sourcetext= |xt=ja|xtjan=31|xtfeb=31|xtmar=32|xtapr=32|xtmai=32|xtjun=32|xtjul=31|xtaug=31|xtsep=32|xtoct=32|xtnov=32|xtdec=31 |nt=ja|ntjan=21|ntfeb=20|ntmar=20|ntapr=21|ntmai=22|ntjun=22|ntjul=22|ntaug=22|ntsep=22|ntoct=22|ntnov=22|ntdec=21 |rm=ja|rmjan=70|rmfeb=45|rmmar=50|rmapr=55|rmmai=100|rmjun=190|rmjul=225|rmaug=250|rmsep=200|rmoct=175.0|rmnov=185|rmdec=125 }} == Literatur == === Landkarten === * {{Karte |Titel=Trinidad |Maßstab=1 : 150.000 |Hrsg=Mapping & Control, Lands & Surveys Division, Ministry of Planning & Mobilization, Government of the Republic of Trinidad & Tobago}} == Weblinks == {{GeoData| lat= 10.41611| long= -61.34444| radius= }} {{IstInKat|Trinidad und Tobago}} {{class-3}} 8jsudk97c6ipdm65otu38xxuhj8ylw1 1804873 1804871 2026-09-19T07:55:51Z DocWoKav 14575 /* Weitere Ziele */ 1804873 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region}} '''Trinidad''' ist eine Insel in [[Trinidad und Tobago]]. Auf Trinidad sind vor allem die vielfältige Natur, der berühmte Karneval, die Strände und der artenreiche Regenwald interessant. == Regionen == === Politische Einteilung === Trinidad und Tobago gliedert sich in elf ''regions'', drei ''boroughs'' und zwei ''cities''. Eine ''region'' ist einem Bundesland vergleichbar, ein ''borough'' einer kreisfreien Stadt und eine ''city'' einem Stadtstaat wie Hamburg oder Berlin, wobei das Konstrukt des ''borough'' aus dem englischen Rechtsraum stammt und im deutschsprachigen Raum unbekannt ist. ''cities'' sind [[Port of Spain]] und [[San Fernando (Trinidad und Tobago)|San Fernando]], ''boroughs'' sind [[Arima]], [[Chaguanas]] und [[Point Fortin]]. === Geographische Aufteilung === * Northern Range: Dieser Höhenzug erstreckt sich auf einer Länge von 65&#x202F;Km entlang der Nordküste. Die Nordküste ist steil und felsig. Dort findet man keine durchgehende, befahrbare Straße. Das ganze Gebiet ist überhaupt wenig erschlossen, damit ein wahres Paradies für die Tierwelt. Einzig von Port of Spain aus und entlang der Ostküste gibt es Straßenverbindungen zur Nordküste. Von Arima aus kann man auf teilweise sehr schlechter Straße nach Norden vordringen. Die höchsten Erhebungen sind der Berg "El Tucuche" mit 936&#x202F;m und der "El Corre de Aripo" mit 940&#x202F;m. Nordwestlich von Arima findet man eine größere Anzahl von Höhlen. * Der Ost-West-Korridor ist eine Ebene am Fuße der Northern Range. Es ist das am dichtesten bebaute und besiedelte Gebiet der Insel. Von der Matura Bay im Osten reicht die Ebene bis zur Hauptstadt Port of Spain im Westen. In Port of Spain beginnend erreicht man übergangslos die Städte San Juan, St. Joseph, Curepe (mit dem Ortsteil St. Augustine und der Universität), Tunapuna, Arouca (mit dem internationalen Flughafen Piarco im Süden), Valencia und Sangre Grande. Das bebaute Gebiet ist dort zwischen zwei und sieben Kilometer breit. Auf nördlicher Route erreicht man alle Orte auf der Straße Eastern Main Road. Mehr oder weniger parallel dazu gab es dort früher eine Eisenbahnlinie von Port of Spain bis nach Arima. Die ehemaligen Gleisanlagen sind einer Straße gewichen, die für den Busverkehr reserviert ist, die "Priority Bus Route". Auf südlicher Route wurde der autobahnähnliche "Churchill Roosevelt Highway" als entlastungsstraße gebaut. * Central Range: Dieser Höhenzug ist wesentlich flacher, er erstreckt sich leicht schräg, nördlich von San Fernando im Westen bis nach Manzanilla im Osten. * Im Süder der Central Range findet man wieder flaches Land, es riecht dor überall nach Erdöl. Überall wird Erdgas und -öl gefördert. Zwischen San Fernando und Point Fortin befindet sich einer vor drei bekannten Teer-Seen dieser Erde. Weit verbreitet sind Schlammvulkane. * Die Southern Range, auch "the Deep South" genannt, also der tiefe Süden bildet als flacher Höhenrücken den Abschluss. == Orte == {{mapframe}} * {{vCard | name = Port of Spain | type = city | wikidata = Q39178 | description = Die Hauptstadt Trinidads ist das wichtigste politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Insel. Besonders bekannt ist die Stadt für den Trinidad Carnival, Museen, historische Gebäude und das lebendige Stadtviertel rund um die Queen’s Park Savannah. }} * {{vCard | name = Arima | type = city | wikidata = Q661405 | description = Arima liegt am Rand der Northern Range und ist eine der älteren Städte Trinidads. Sie ist für ihre indigene Kultur, traditionelle Feste und ihre Nähe zu den tropischen Waldgebieten im Norden bekannt. }} * {{vCard | name = Chaguanas | type = city | wikidata = Q1444575 | description = Sie ist eine lebhafte Handelsstadt mit zahlreichen Geschäften, Märkten und Einkaufszentren. Besonders interessant sind die vielfältige Bevölkerung sowie die starke indisch-trinidadische Kultur. }} * {{vCard | name = Couva | type = city | wikidata = Q2602007 | description = Couva ist eine moderne Stadt mit Einkaufszentren, Restaurants und verschiedenen Freizeiteinrichtungen. Sie spielt außerdem eine wichtige Rolle im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben Trinidads. }} * {{vCard | name = San Fernando | type = city | wikidata = Q1023712 | description = Sie ist eine der wichtigsten Städte Trinidads und ein bedeutendes Handels- und Kulturzentrum. Sehenswert sind unter anderem die Innenstadt, Märkte, Geschäfte und verschiedene kulturelle Veranstaltungen. }} * {{vCard | name = Princes Town | type = city | wikidata = Q1011576 | description = Eine kleinere Stadt mit einer ruhigen Atmosphäre und einer langen Geschichte. Sie ist vor allem für ihre lokalen Märkte, traditionellen Veranstaltungen und den Einfluss der Zuckerindustrie auf die regionale Geschichte interessant. }} * {{vCard | name = Penal | type = city | wikidata = Q2510034 | description = Penal ist vor allem durch seine indisch-trinidadische Bevölkerung und deren kulturelle Traditionen geprägt. Es gibt lokale Märkte, Geschäfte und Restaurants sowie religiöse Feste. }} * {{vCard | name = Point Fortin | type = city | wikidata = Q786957 | description = Point Fortin ist vor allem durch die Erdöl- und Erdgasindustrie geprägt, besitzt aber auch ein aktives gesellschaftliches und kulturelles Leben. Die Stadt ist außerdem für Veranstaltungen und traditionelle Feste bekannt. }} * {{vCard | name = Siparia | type = city | wikidata = Q3493381 | description = Siparia ist eine traditionsreiche Stadt, die besonders für religiöse Feste und kulturelle Veranstaltungen bekannt ist. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Verehrung der „Siparia Devi“, wodurch die Stadt für Besucher kulturell besonders interessant ist. }} weitere Orte sind; [[Blanchisseuse]], [[Manzanilla]], [[Mayaro]], [[Piarco]], [[Tunapuna]] == Weitere Ziele == * {{vCard | name = [[Maracas Bay]] | type = beach | wikidata = Q49384384 | description = Einer der bekanntesten Strände Trinidads, umgeben von grünen Bergen und beliebt zum Baden und Entspannen. }} * {{vCard|type= beach |name= Turtle Beach |description= Ein wichtiger Brutplatz für Meeresschildkröten, insbesondere für Lederschildkröten, die dort ihre Eier ablegen. }} * {{vCard|type= beach |name= Las Cuevas Beach|description= Ein ruhiger, von tropischer Landschaft umgebener Sandstrand, der sich gut zum Schwimmen und Entspannen eignet. }} * {{vCard|type= landscape|name= Caroni Bird Sanctuary |description=Ein großes Feuchtgebiet, das besonders für seine zahlreichen Vogelarten und die roten Trinidad-Maskottchen, die Scharlachsichler, bekannt ist. }} * {{vCard|type= landscape|name= Pitch Lake |description=Einer der größten natürlichen Asphaltseen der Welt und eine der ungewöhnlichsten Natursehenswürdigkeiten der Karibik. }} * {{vCard|type= landscape|name= Asa Wright Nature Centre|description= Ein Naturreservat, das für seine große Artenvielfalt und besonders für Kolibris und andere tropische Vögel bekannt ist. }} * {{vCard|type= landscape|name= Argyle Waterfall|description= Ein beeindruckender mehrstufiger Wasserfall inmitten tropischer Vegetation, der über einen kurzen Wanderweg erreichbar ist. }} * {{vCard|type= landscape|name= Main Ridge Forest Reserve |description=Einer der ältesten geschützten Regenwälder der westlichen Hemisphäre mit zahlreichen tropischen Pflanzen, Vögeln und anderen Tieren. }} * {{vCard|type= landscape|name= Pigeon Point |description= Eine bekannte Küstenattraktion mit Palmen, türkisfarbenem Wasser und feinem Sandstrand, die besonders für ihre idyllische Landschaft geschätzt wird. }} == Hintergrund == === Landesbeschreibung === Geologen und Faunisten zählen Trinidad und Tobago zu Südamerika, nicht zu den Karibischen Inseln. Vor vermutlich noch 10.000 Jahren waren die Inseln mit dem südamerikanischen Festland verbunden. Heute ist die Insel Trinidad durch eine 11&#x202F;km breite Meerenge von Venezuela getrennt. Die Insel Trinidad hat eine etwa rechteckige Form, deren Westküste durch den Golf von Paria tief eingeschnitten ist. Die Nord-Süd Ausdehnung beträgt 83&#x202F;km. Entlang der Nordküste verläuft eine flache Bergkette, die bis zu 940&#x202F;m hoch aufragt, die Northern Range. Dort findet man eine Vielzahl von Höhlen und Wasserfällen. Sie ist Erdgeschichtlich der östlichste Ausläufer der südamerikanischen Anden. Dort hat die Insel eine Breite von 86 km, vom Golf von Paria zur Ostküste sind es an der schmalsten Stelle nur 48 km, während sie an der Südküste 104&#x202F;km mißt. An der Ostküste ließen sich 1783 französische Siedler südlich von Manzanilla nieder, wo sie zwölf aneinandergrenzende Kokosplantagen anlegten, die noch heute die Landschaft prägen. Die Nord- und Südküste sind wenig erschlossen. Dort gibt es keine durchgehenden Straßenverbindungen. Abgesehen von der Churchill Roosevelt und der Uriah Butler Schnellstraße sind alle anderen Straßenverbindungen auf der Insel nicht sehr gut. Bis 1957 war die Southern Main Road die Hauptstraße zwischen dem Norden und dem Süden. Dann wurde der Princess Margaret Highway als Schnellstraße zwischen Port of Spain und Chaguanas gebaut. Inzwischen wurde die Straße umbenannt in Uriah Butler Highway. Während des ersten Ölbooms in den 1970er Jahren wurde diese Schnellstraße als Sir Solomon Hochoy Highway bis nach San Fernando erweitert. Es gibt inzwischen Ausbaupläne bis nach Point Fortin. In West Ost Richtung verbindet der Beetham Highway Port of Spain mit dem Uriah Butler Highway. Von dort aus führt der Churchill Roosevelt Highway weiter bis zu seinem derzeitigen Ende, drei Kilometer hinter Arima. In diesem sogenannten Ost-West Korridor der sich von Chguaramas bis nach Arima am Fuße der Northern Range Hügelkette entlangzieht lebt über die Hälfte der Inselbevölkerung. Fast die Hälfte von Trinidad ist noch bewaldet. Die Insel hat aber keine ausgeprägte Tourismusindustrie. Dafür besitzt Trinidad die einzigen größeren Erdgas und -ölvorkommen aller Karibikinseln. Vor Point Lisas befinden sich große Erdgasfelder im Meer. Dort findet man deshalb die größte Industrieansammlung. Neben Eisen und Stahl gibt es vier Methanolproduzenten und sechs Anlagen für die Ammoniumproduktion. 1999 begann man mit dem Bau einer Aluminiumschmelze. Am Galeota Point und in Pointe a Pierre stehen Erdölraffinerien. Erst 1998 hat die Amoco Trinidad Oil Company neue große Erdölfelder vor der Küste von Trinidad gefunden. Im ganzen Süden der Insel wird Erdöl gefördert. Dort gibt es auch mehrere Schlammvulkane. Vor der Nordwestküste liegen mehrere Inseln, die zum Territorium von Trinidad und Toabago gehören. * '''Diego Islands''': Zu den Diego Islands gehören die Inseln Carrera und Cronstad Island. Sie liegen etwas mehr als 500&#x202F;m vor der Halbinsel Point Gourde. Die Insel Carrera hat eine Ausdehnung von 420 x 270 Metern, seit dem Jahre 1877 ist sie Gefängnisinsel. Angeblich ist sie so sicher wie das amerikanische Alcatraz. * '''Five Islands''': Die Inselgruppe Five Islands besteht aus den fünf Inseln Caledonia, Craig, Lenagan, Nelson und Rock. * '''Insel Chacachacare''': Die Insel befindet sich fast auf halbem Wege nach Venezuela. Die Strömung in der Meerenge ist stark und gefürchtet. Seeleute nennen die Durchfahrt Boca del Drago oder „dragon´s mouth“, also Drachenmaul. Die Insel hat eine Ausdehnung von 15&#x202F;km in der Länge und 3&#x202F;km in der Breite, sie ist 8&#x202F;km von Trinidad entfernt. : Die Überfahrt von Chaguaramas dauert je nach Wetterlage etwa eine Stunde. Seit dem Jahre 1877 befand sich auf der Insel eine Leprakolonie, seit 1984 ist sie unbewohnt. : Im Jahre 1885 wurde nahe der Perruquier Bay auf dem höchsten Punkt der Insel, 818 m, ein Leuchtturm gebaut, er ist immer noch im Betrieb. Auf der Ostseite befindet sich die tief eingeschnittene Bucht Chacachacare Bay. Auf der gegenüberliegenden Inselseite liegt die La Tinta Bay. Sie hat schwarzen Sandstrand und wurde jahrelang als Versteck für Schmuggelgut genutzt. : Bei Chapelle Bay findet man einen Salzsee. * '''Insel Gaspar Grande''': Die Insel ist rund 2&#x202F;km lang und 800&#x202F;m breit, sie ist auch unter dem Namen Gasparee Island bekannt. Ihr Name geht auf den früheren Besitzer Don Gaspar de Percin zurück. Sie liegt nur einen Kilometer vor der Küste. Von der Crews Inn Marina in Chaguaramas fahren Boote in 20 Minuten dorthin. Die Überfahrt von Chaguanas zur Südseite kostet 40 TT $, zur Ostseite 30 TT $. Im allgemeinen fahren die Boote zum Point Baleine, wo es zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Walfangstation gab. Heute befindet sich dort eine kleine Marina und Picknick Plätze. : Im 19. Jahrhundert wurde auf der Insel noch Baumwolle angebaut. : Die kleine Bombshell Bay am Ostende ist zum Baden geeignet. Auf dem Bombshell Hill befand sich ein Fort. : Die Gasparee Caves sind ein Netzwerk von Tropfsteinhöhlen, es gibt dort sogar einen kleinen See. Der Zugang ist nur mit Genehmigung der Chaguaranas Development Authority und mit Führung eines registrierten Tourunternemers möglich. Sie sind täglich von 9-15 Uhr geöffnet, Eintritt: 10 TT $. : Innerhalb von 25 Minuten kann man zur anderen Inselseite laufen, dort findet man Geschützstellungen aus dem II. Weltkrieg. : Seit den 1980er Jahren befand sich dort auch das Fantasy Island Resort mit Restaurant, Cafe und Pool. Tel. 678-9001. : Bayview Beach Resort & Marina, Tel. 678-9001-02 * '''Insel Huevos''': Die kleine, länglich, schmale Insel Huevos befindet sich in Privatbesitz. Sie ist unbewohnt und Brutplatz für Seevögel. * '''Insel Monos''': Monos liegt nur etwa 650&#x202F;m vom Entrada Point entfernt und hat zwei Landestege in der Morris Bay und in der Grand Fond Bay. Sie ist dicht bewaldet und nicht dauerhaft bewohnt. Es gibt dort aber eine zunehmende Anzahl von Ferienhäuser von reichen Trinis. Früher gab es in der Turtle´s Bay eine Walfangstation. Dort ist noch einer der Kupferkessel erhalten, in dem das Walfett gekocht wurde. === Geschichte === Über die allerersten Inselbewohner ist nichts bekannt, man nimmt aber an, dass schon 5.000 Jahre vor Christi Geburt Indianerstämme aus Südamerika auf Trinidad und Tobago gelebt haben. Auf dem Weg in den Norden haben Ciboney-Indianer als Sammler und Jäger vermutlich zuerst die Insel Trinidad besiedelt. Zwischen 100 und 1000 nach Christus folgten ihnen höher entwickelte Ignerie-Indianer und Taino-Indianer vom Stamm der Arawaks aus dem Orinokogebiet, die schon Landwirtschaft betrieben. Im 13. Jahrhundert überfielen kriegerische Carib-Indianer die friedlichen Arawaks, töteten die Männer und nahmen sich die Frauen. Auf seiner dritten Reise entdeckte '''Christopher Kolumbus''' auf südlicher Route segelnd diese Insel im Sommer 1498. Er nannte die Insel ''La Isla de la Trinidad'', Insel der Dreifaltigkeit, und umfuhr sie im Uhrzeigersinn. Einen Tag später verließ er sie um die Insel [[Grenada]] zu erreichen. Zu dieser Zeit lebten noch geschätzt 35.000 Indianer auf den beiden Inseln; Arawaks im Südosten und Carib-Indianer im Norden und Westen in der Gegend von Arima, Mucurapo und Port of Spain. Erst 1532 betrat '''Don Antonio Sedeno''' beim Fischerdorf Cumucarapo, das heute Mucarapo heißt, als erster spanischer Entdecker die Insel. 50 Jahre später kam eine größere Gruppe von Siedlern mit dem spanischen Soldatenführer '''Don Antonio de Berrio y Oruna''' und dessen Leutnant Domingo de Vera auf der Suche nach dem berühmten Gold von El Dorado auf die Insel. An der Ostküste bauten sie die Siedlung San José de Oruna, das heutige St. Joseph, dort wurde auch die Inselverwaltung angesiedelt. In der Indianersprache hieß der Ort Caroni. Er wurde 1595 durch den britischen Seefahrer '''Sir Walter Raleigh''' zerstört, Berrio y Oruna wurde gefangen genommen. Die älteste Kirche der Insel, die St. Joseph Catholic Church aus dem Jahre 1593, blieb aber erhalten. Die ist zugleich der älteste Kirchenbau auf Trinidad. 1699 rebellierten die Indianer gegen die spanischen Missionierungsversuche. Missionare und der Gouverneur wurden dabei getötet. Soldaten wurden gegen die Indianer eingesetzt. Die Armee trieb die Indianer bis zur Nordostspitze der Insel. Bei dem Ort Toco stürzten sich viele Indianer ins Meer. Zehn Jahre später wurden die Missionsstationen abgeschafft. 1739 gab es auf der Insel eine Pockenepedemie, an der ein großer Teil der Bevölkerung starb. Nach wiederholten Angriffen von Piraten auf den Ort San José de Oruna, heute Saint Joseph, verlegte der '''Gouverneur Pedro de la Moneda''' den Regierungssitz im Jahre 1757 nach Puerto de Espana, dem heutigen ''Port of Spain''. Da die Insel nur sehr schwach besiedelt war und Spanien fürchtete, die Insel könne dadurch leicht von England eingenommen werden, lockte der spanische '''Gouverneur Manuel Falques''' 1776 katholische Siedler mit Steuererleichterungen ins Land. Er brachte der Insel etwas wirtschaftlichen Aufschwung und veranlasste die Gründung des Ortes San Fernando. Mit Hilfe von Sklavenarbeit entstanden Zuckerrohr- und Baumwollplantagen. 1784 schickte Spanien seinen fähigsten Gouverneur, '''Don José Maria Chacon''', auf die Insel. Unter seiner Führung wuchs die Bevölkerung auf fast 18.000 Menschen an. Davon waren nur 2.000 Weiße, über 10.000 waren afrikanische Sklaven und knapp 1.000 waren Indianer, der Rest bestand aus freien Mischlingen. Im Jahre 1795 kam es zum Krieg zwischen Spanien und England. Im Mai 1796 lief das britische Schiff „H. M. S. Lebra“ unter der Führung von '''Sir Ralph Abercromby''' bei Chaguaramas die Insel an. Der spanische '''Admiral Don Sebastian Ruiz de Apodaca''' ließ alle spanischen Schiffe im Hafen in Brand setzen und '''Gouverneur Chacon''' übergab Trinidad kampflos an die Engländer. Sir Abercromby ernannte einen seiner Offiziere, '''Thomas Picton''', zum ersten Gouverneur. Die Ernennung entwickelte sich zu einem absoluten Missgriff. Picton betrachtete Sklaven und Mischlinge als Aufwiegler. Farbige Plantagenbesitzer und Sklaven wurden ständigen Repressalien ausgesetzt. 1802 musste er von '''Thomas Hislop''' abgelöst werden. Im gleichen Jahr gab es auf der Insel 150 Plantagen, alle waren im Besitz von Franzosen. Bis zum Jahre 1808 stieg die Zahl der Sklaven auf 20.000. Die Fachleute der damaligen Zeit kamen zu dem Ergebnis, um aus der Insel eine gewinnbringende Zuckerrohrbesitzung zu machen, wären mindestens 250.000 Sklaven nötig gewesen. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Insel trotzdem Kronkolonie. Die Zusammensetzung der Inselbevölkerung ließ in den Augen der britischen Regierung keine Wahlen zu. Die Zahl der freien Farbigen war doppelt so groß wie die der Weißen, und von der weißen Bevölkerung waren nicht einmal die Hälfte Engländer. So wurde die Insel direkt von London aus regiert, und der Gouverneur war das ausführende Organ. Als der Sklavenhandel 1807 offiziell eingestellt wurde, kam es noch jahrelang zu illegalen Sklaveneinfuhren. Die Abschaffung der Sklaverei im Jahre 1834 führte auf der Insel zu einer lang anhaltenden Ratlosigkeit, wie die Zukunft ohne Sklaven aussehen sollte. Selbst das Parlament in London beschäftigte sich immer wieder mit dieser Frage. Verschiedene Pläne wurden entwickelt und wieder verworfen. Menschen verschiedenster Nationalitäten wurden als Arbeitskräfte auf die Insel geholt: Iren, Schotten, Chinesen, Portugiesen von Madeira, europäische Emigranten, Arbeitskräfte von anderen karibischen Inseln, befreite Sklaven aus Sierra Leone und St. Helena, die meisten kehrten bald wieder in ihre Heimat zurück. Schließlich waren es Inder, die die Inselbevölkerung verändern sollten. Zwischen 1845 und 1917 kamen 144.000 Inder als billige Arbeitskräfte ins Land. Sie hatten Verträge für fünf oder zehn Jahre und waren danach berechtigt zurückzukehren. Aber viele von ihnen blieben in Trinidad, kauften ein Stück Land für ihre Reispflanzen oder Kakaobäume und eröffneten kleine Geschäfte. 1871 betrug der indische Bevölkerungsanteil schon 25&#x202F;% der Gesamtbevölkerung. Bis in die heutige Zeit haben sich die Familienclans erhalten und die indische Gesellschaft in Trinidad ist noch immer eine fast „geschlossene Gesellschaft“. 1847 richtete ein Wirbelsturm große Schäden an. 1857 bohrte die ''Merrimac Oil Company'' bei La Brea die erste Ölquelle an, aber erst 50 Jahre später wusste man diesen Reichtum richtig zu nutzen. Zur Jahrhundertwende führte die weitergehende Verarmung der Massen zur Gründung von mehreren politisch-gesellschaftlichen Interessengemeinschaften. 1897 wurde die Arbeiterbewegung Trinidad Workmen´s Association gegründet. Im gleichen Jahr entstand die East Indian National Association, und vier Jahre später folgten die Pan African Association und die Rate Payers Association, ein Zusammenschluss der Wassergebührenzahler. 1889 wurden Trinidad und Tobago zu einer Union zusammengeschlossen. 1914 entstand bei Pointe-A-Pierre die erste Ölraffinerie. Als Folge der Weltwirtschaftskrise kam es in den 1930-er Jahren auch in Trinidad zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die vermehrt zu Aufständen führten und zur Gründung von Arbeiterbewegungen. 1937 kam es in dem Dorf Fyzabad unter der Führung von '''Uriah Butler''' zu einem Aufstand der Erdölarbeiter. 1938 lag der durchschnittliche Tagesverdienst bei 35 Cents. Diese niedrigen Löhne führten schon 1935 zu einem Hungermarsch und 1937 zu wiederholten Streiks auf den Ölfeldern. 1941 verpachtete die Regierung das Gebiet um ''Chaguaramas'' und ''Waller Field'' an das US-Militär. Die Amerikaner bauten einen großen Marine- und Luftwaffenstützpunkt. Dies brachte dem Land für einige Jahre gut bezahlte Arbeitsplätze. Erst 1960 zogen die Amerikaner nach großen Protesten aus der Bevölkerung wieder ab. Nach dem Krieg und der Einführung des allgemeinen Wahlrechtes entstanden unzählige Parteien und in deren Folge Gründungen von Gewerkschaften. Den hohen Erlösen aus der Erdölindustrie standen nur wenige Arbeitsplätze gegenüber. 1956 gründete '''Dr. Eric Williams''' die Partei People´s National Movement. Am 31. August 1962 wurden Trinidad und Tobago rund drei Wochen nach Jamaika von den Engländern in die Unabhängigkeit entlassen. Eric Williams wurde erster Premierminister. Er behielt diesen Posten bis zu seinem Tode im Jahre 1981. Mit der Unabhängigkeit fielen die großzügigen finanziellen Unterstützungen von England fort. Internationale Konzerne wurden stattdessen von der Regierung „eingeladen”, sich auf der Insel niederzulassen. Bis 1966 konnten so 169 Industriefirmen angesiedelt werden. Die Ölförderung teileten sich Amoco, Shell und Texaco, die Zuckerindustrie wurde von Tate & Lyle kontrolliert. Während der 1970-er Jahre konnte Trinidad aufgrund seiner Erdöl- und Erdgasvorkommen noch ein deutliches Wirtschaftswachstum verzeichnen. Zum großen Teil ist dies den Preisbeschlüssen der OPEC von 1973 zu verdanken. Diese Preissteigerungen verdreifachten die Deviseneinnahmen des Landes schlagartig. Nach der zweiten deutlichen Ölpreiserhöhung in den Jahren 1979 und 1980 verzehnfachten sich diese Einnahmen sogar. Mit diesen Geldern kaufte Premierminister Williams die Kapitalmehrheit der nationalen Shell und BP, verstaatlichte die Zuckerindustrie, die Fluglinie BWIA und die Telefon- und Fernsehgesellschaften. Für 460 Millionen US-Dollar ließ er zudem ein Stahlwerk bauen. Anfang der 1980-er Jahre kam es dann mit Ende des Ölbooms und anderer politischer Fehler zu einer tiefen Strukturkrise, die sich besonders aus der Person des seit 25 Jahren regierenden Eric Williams ergab. Hatte er die weiße Mittelschicht vor der Unabhängigkeit noch als Nutznießer der Kolonialherrschaft bekämpft, so sicherte er seine Macht nun genau durch diese Gruppe. Korruption und schwere Mängel in der Gesundheits-, Verkehrs- und Baupolitik wurden ihm angelastet. Im März 1981 konnte der plötzliche Tod von Williams nicht eindeutig geklärt werden. Bei den Parlamentswahlen im November des gleichen Jahres konnte sein Nachfolger '''George Chambers''' noch die Mehrheit erzielen, bei den Kommunalwahlen 1983 gab es dann aber eine herbe Niederlage. Seit 1974 waren mit der Ölindustrie 50 Milliarden Petrodollar erwirtschaftet worden. Als der Einbruch der Ölpreise zu einer Rezession führte, musste man feststellen, dass der größte Teil des Geldes durch Misswirtschaft und Fehlplanungen verschwendet worden war. Der TT-Dollar musste mehrfach abgewertet werden, im Staatsdienst gab es Entlassungen, unrentable Staatsbetriebe wurden privatisiert. Bis 1990 stieg die Arbeitslosigkeit im Lande daraufhin bis auf 27 %. Am 27. Juli 1990 besetzte die kleine, radikale Moslemgruppe ''Jamaat al Muslimeen'' unter der Führung von '''Yasin Abu Bakr''' das Parlamentsgebäude. 45 Parlamentsmitglieder, einschließlich des Premierministers A. N. R. Robinson, wurden als Geiseln genommen. Robinson wurde aufgefordert zurückzutreten und innerhalb von 90 Tagen Neuwahlen auszuschreiben. Nachdem er dies verweigerte, kam es zu einem Schusswechsel, bei dem der Premierminister eine Schusswunde im Bein erlitt. Erst nach fünf Tagen gaben die Rebellen auf. Bei diesen Unruhen kamen insgesamt 30 Personen zu Tode, weitere 500 wurden verletzt. 114 Rebellen erhielten nach langen Gerichtsverhandlungen, zu denen auch der Kronrat in London gehört wurde, eine Amnestie. Dieser Putschversuch verschreckte verständlicherweise ausländische Investoren. Erst 1994 verzeichnete das Land sinkende Arbeitslosenzahlen und eine steigende Bruttoinlandsproduktivität. In den folgenden Jahren legte die Regierung ein Programm zur Modernisierung des Erdölsektors auf. Zugleich schaffte sie sich ein zweites wirtschaftliches Standbein, indem die Erschließung von Off-shore-Erdgasvorkommen gefördert wurde. === Erdöl und Erdgas === Im Jahre 1906 kam der Geologe ''Arthur Beeby Thompson'' nach Point Fortin. Er erhielt von der Regierung die Genehmigung, Land zu erwerben und nach Öl zu bohren. Er kaufte die Adventure und La Fortunée Plantagen um Werkanlagen zu errichten. Im Mai 1907 fand man in 210&#x202F;m Tiefe Öl. Zwei Jahre später wurde die '''Trinidad Oil Company''' gegründet. 1913 übernahm die '''United British Oilfields of Trinidad''' die Anlagen. 1957 wechselte der Besitz an '''Shell'''. Nach langen Protesten der Bevölkerung in den 1960-er und 1970-er Jahren übernahm der inzwischen von England losgelöste, selbstständige Staat Trinidad and Tobago die Shell und seit 1974 nennt sich das Unternehmen '''Trinidad & Tobago Oil Company''' (TRINTOC). Im Jahre 1993 gründte der Staat dann die '''Petroleum Company of Trinidad & Tobago''' (PETROTRIN) mit der Zentrale in Pointe-a-Pierre, und mit dem Zweck, alle Ölförderungen, die Weiterverarbeitung und den Verkauf von Erdölprodukten zu zentralisieren. Im Jahre 2000 übernahm die PETROTRIN dann in Zusammenarbeit mit TRINMAR alle Vermögenswerte von TEXACO. PETROTRIN hat seine größten Operationsbasen in Fyzabad, Guayaguayare, Marabella, Penal und Point Fortin. Von der Südostspitze der Insel (Guayaguayare) nach Point Fortin wurde eine neue Hochdruck-Pipeline verlegt, unterwegs gibt es mehrere Pumpstationen. In Pointe-a-Pierre steht die einzige Ölraffinerie des Landes. Die Anlage umfasst 809 Ha Grundfläche. Die Tagesproduktion liegt bei 160.000 Barrel von denen 70.000 für den lokalen Markt bestimmt sind, der größere Rest wird nach Brasilien, Equador, Kolumbien, Venezuela und West Afrika exportiert. Dort wird Flugbenzin, bleifreies Benzin, Diesel, Schmierstoffe und Bitumen hergestellt. TRINMAR, Trinidad Marine, betreibt im Seegebiet von Trinidad und Tobago 23 Ölbohrplattformen und 238 freistehende Bohrtürme. Der Beitrag von PETROTRIN am Sozialwesen von Trinidad besteht im Straßen- und Brückenbau, man beteiligt sich an der Reparatur von Schulen, baut Spielplätze und stellt Computer zur Verfügung. === Geister, Geisterglaube === Wie auf allen anderen karibischen Inseln haben auch die Bewohner von Trinidad und Tobago eine lebhafte Vorstellungskraft, kennen vielerlei Gruselgeschichten, glauben an gute und böse Geister. Viele dieser Geister und Geistergeschichten haben ihren Ursprung in Afrika. Der '''Dupp''' (auf der Insel Jamaika: Duppy) ist auf allen Inseln bekannt. Zusammen mit den '''Jumbies''' zählt er zu den harmlosen Geistern. Es sind die Geister von Toten, die nachts aus den Gräbern steigen, sich an dunklen Orten herumtreiben und die Lebenden gerne erschrecken. '''Belarivoist''' der Geist des Joachim Belarivo. Ein wenig begabter Zauberer wollte diesen Geist auferstehen und für sich arbeiten lassen. Für die Auferstehung reichte das Wissen, für weiteres nicht. Stattdessen erschien der Geist auf unzähligen Hochzeitsfeiern und erschreckte die Gäste. Er musste schließlich in einen Bleisarg eingeschlossen werden und unter einem großen Steinhaufen begraben werden. Der bedeutendste Geist auf Trinidad und Tobago ist '''Papa Bois''', der Beschützer des Waldes. Er hat Hörner, Fell und eine Harfe, seine Mutter war ein Reh, sein Vater ein Jäger, meistens erscheint er in Gestalt eines alten Mannes mit Bart und langen Haaren. Er kann sich auch in ein Tier verwandeln und Wilderer tief in den Wald locken, so dass sie sich verlaufen. Er hat auch eine Geliebte, '''Mama Dlo''' oder Mama d l‘eau, halb Frau, halb Schlange. Sie ist die Beschützerin der Flüsse. Von '''La Diablesse''' erzählt man, sie sei eine schöne Frau mit Kuhfuß, die man häufig auf großen Festen antrifft. Dort soll sie die Männer verführen. Wer sich mit ihr einlässt, wird nie mehr sein wie vorher oder nach kurzer Zeit sterben. Begegnet man ihr, soll man seine Kleidung ausziehen und mit der linken Seite nach außen wieder anziehen, dann kann sie einem nichts mehr anhaben. '''Douens''' und '''Douennes''' sind die Geister von kleinen Kindern, die ungetauft sterben. Sie tragen große Strohhüte, haben keine Gesichter, und ihre Füße stehen rückwärts. Es gibt auch Meerjungfrauen, Feen und Vampire. Man sagt, dass sich einsame und ungeliebte Menschen in Vampire, sogenannte '''Sousouyants''', verwandeln konnen. Sie ziehen ihre Haut aus und lassen diese auf der Türschwelle liegen, dann verwandeln sie sich in Feuerbälle, die durch die Luft fliegen. Dann kommen sie zu den Menschen und saugen ihnen das Blut aus. Man kann sich vor ihnen schützen, indem man Reis oder Salz um sein Bett streut. Der Vampir muss jedes Korn zählen, bevor er Blut saugen kann, bis er damit fertig ist, wird schon wieder Morgen und er muss unverrichteter Dinge abziehen. === Karneval === Französische Einwanderer brachten im 18. Jahrhundert den Karneval mit in die Karibik. In Frankreich war der Karneval damals ein riesiges Schlemmer- und Kostümfest vor dem Beginn der Fastenzeit. Die französischen Großgrundbesitzer in der Karibik feierten dieses Fest unter sich und ohne die Sklaven, nur freie Mulatten wurden zur Teilnahme eingeladen. Nach der Sklavenbefreiung 1834 wollten auch die Farbigen ihr Fest feiern. Das traditionelle Erntedankfest '''Canboulay''' wurde auf den Karnevalsonntag vorverlegt. Sie veranstalteten Straßenumzüge mit Trommelmusik, Stockkämpfen und Spottliedern auf die Weißen, dazu kleideten sie sich in elegante Kleider wie ihre weißen Herren. Diese fühlten sich schnell beleidigt und feierten in der Folgezeit nur noch in ihren Häusern. 1883 wurde den Farbigen das Mitführen von Trommeln verboten, ein Jahr später fanden die Umzüge nur noch am Karnevalmontag und unter Polizeibegleitung statt. So entstanden in den Vororten von Port of Spain die ersten '''Mas Camps''' - Kostümgruppen. Statt der Trommeln benutzte man Bambusstücke um den Takt zu schlagen, zur Zeit des II. Weltkrieges erfand man neue Musikinstrumente: Keksdosen und leere Ölfässer. 1894 kam dem Kaufmann ''Ingnatius Bodu'' die Idee, aus dem Karneval einen Wettbewerb zu machen. 1921 richtete ''Chieftain Douglas'' als erster ein '''Calypso Tent''' ein, in dem während der Karnevalsaison Nonstop gesungen wurde. Heute gibt es das '''National Carneval Commitee''' (NCC), es entstand aus der 1957 gegründeten ''Carneval Development Commission''. Diese Behörde betreut den gesamten Karneval, schreibt die Wettbewerbe aus, bestimmt die Veranstaltungsorte, organisiert die Showveranstaltungen, stellt die Preisrichter und wirbt Spenden ein, mit denen Gewinner zu hohen Geldpreisen kommen. Eine Jury wählt die Gewinner. Sie besteht aus Mitarbeitern von Ministerien, des NCC und Mitgliedern von Tanz-, Steelband- und Gesangsgruppen. Gewählt werden die besten Königs- und Königinkostüme, der beste Kostümdesigner, das Karnevallied des Jahres und die Musikband des Jahres. Eine Musikband kann zwischen 3.000 und 9.000 Mitglieder zählen. Für die Offiziellen beginnt die Karnevalsaison am Tag nach Aschermittwoch. Die Calypso-tents öffnen im Laufe des Januar. Danach beginnen die Vorentscheidungen für den Calypso- und Soca Monarchen, für Karnevalskönig und -königin. Die heiße Phase der Feierlichkeiten beginnt kurz vor Beginn der Fastenzeit mit dem Kinderkarneval. Am Karnevalmontag starten die Umzüge am frühen Morgen Richtung Stadtzentrum. Um die Mittagszeit finden die Maskenumzüge statt. Karnevaldienstag strömen die Massen zur Hauptveranstaltung im Queen´s Park, die bis in die späte Nacht dauert. Am Mittwoch ist alles vorbei und die Insulaner gehen wieder ihrem Gewerbe nach. === Musik === * '''Calypso''': Der Calypso hat seinen Ursprung an den Küsten von Westafrika und wurde von den Sklaven mit ins Land gebracht. Das „Urwort“ ist Kaiso und kommt aus Nigeria, Kaisos sind dort Spottlieder. Von den Sklaven wurden diese Lieder bei der Feldarbeit gesungen um die qualvolle Arbeit etwas zu erleichtern. Zugleich war es die einzige Möglichkeit, sich verschlüsselt über die Herrschaft zu beschweren oder lustig zu machen. : Seit der Abschaffung der Sklaverei wird dies von deren Nachfahren gefeiert. Seitdem wurden die Liedertexte immer bissiger. Im Jahre 1881 wurde bei so einer Veranstaltung von den Farbigen so auf die Regierung geschimpft und die politischen Mißstände wurden derart in ihren Gesängen verspottet, dass die Umzüge und Gesänge verboten wurden. In der Folgezeit texteten die Sänger, die Calypsonians, im Untergrund weiter. Aktuelle private und besonders politische Ereignisse werden seitdem besungen und ersetzen für den Teil der Bevölkerung, die nicht lesen können, die Tageszeitung. Man sagt auch: der Calypso bietet die Gelegenheit, etwas in Liedform zu sagen, was man in der besseren Gesellschaft nicht aussprechen kann. : Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. : Zwischen den beiden Weltkriegen wurde der Calypso international durch das Lied „''Rum and Coca Cola''“ bekannt. Es wurde von Lord Invader geschrieben und von den Andrew Sisters in den USA auf den Markt gebracht, sie verkauften die Platte fünf Millionen Mal. : 1978 wurde Calypso Rose als erste Frau zum alljährlichen Calypso King gekrönt. : Fast alle Sänger haben ausgenommen auffallende Namen: Atilla the Hun, Growling Tiger, Mighty Chalkdust, Roaring Lion, Valentino oder Black Stalin. Zu den weltweit bekanntesten gehören '''Lord Kitchener''' (*1922, †2000) und '''Mighty Sparrow'''. : In jüngster Zeit ist auch der Calypso extrem kommerzialisiert worden. * '''Indische Musik''': Mit einem Bevölkerungsanteil von etwa 40&#x202F;% beherrschen die Inder auch einen großen Teil der Musikszene. Im Laufe der Jahrzehnte hat die ursprünglich religiöse Musik sich teilweise an die Ansprüche der Jugendlichen Zuhörer angepaßt. '''Chutney''' ist eine dieser neuen Musikrichtungen, heute mit schnellerem Rhythmus und tanzbar, hat sie sich aus hinduistischen Folkloreliedern entwickelt. Chutney ist auch ein Teil des Trinidad-Karnevals geworden und für die Musikgruppen werden Preise vergeben. '''Pantar''' ist die Fusion von Pan-Musik und Sitar, eines der schönsten und ältesten indischen Musikinstrumente. Mit dieser Kombination lassen sich alle Arten von Calypsomusik bis zu indischer Ragmusik spielen. Einer der bekanntesten Pantar Interpreten ist Sitarist ''Mungal Patasar'' und seine Gruppe. * '''Panmusik und Steelbands''': Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. Ab 1935 begannen die Musiker deshalb, auf Dosen, Fässern und Benzinkanistern zu trommeln. Ein Jahr später gelang es dem Musiker '''Ellie Mannette''' ein Ölfaß so zu manipulieren, dass man ihm verschiedene Töne entlocken konnte. 1939 spielte die John John Band zum ersten Mal des amerikanische Kinderlied „Mary had a little lamb“ auf gestimmten Ölfässern. Seit 1945 erschienen abgeschnittene und gestimmte Ölfässer, die Pans, in der Öffentlichkeit. Heute ist der Beruf des Ölfaßstimmers sehr geachtet. Man unterscheidet die Pans nach Größe und Klangfarbe. Bass Pans verfügen über 5-7 Töne, sie werden auf etwa 7,5 cm Höhe zusammengeschnitten. Cello Pans haben 10 Töne und werden bei 35 cm abgeschnitten. Die Tenor Pans verfügen über 26-32 Töne und werden auf eine Länge von 15-18 cm geschnitten. : Die Pans werden blank geschliffen, verchromt, poliert und auf Gerüste montiert, damit der Musiker Bewegungsfreiheit hat. Die Tonfelder werden mit unterschiedlich großen Klöppeln geschlagen. Die Pans können von einem Solomusiker bearbeitet werden oder als Band können bis zu 100 Personen zusammen musizieren. Auf Trinidad soll es über 100.000 Ölfaß-Spieler geben. * '''Parang''': Besonders in der Weihnachtszeit beherrscht Parang die Musikszene. Diese Musikrichtung leitet sich aus venezuelanischen Weihnachtsliedern ab und den damit verbundenen Haus-zu-Haus besuchen und -feiern. Zu spanischen Texten mit religiösem Inhalt kommen südamerikanische Rhythmen mit Violine, Gitarre, Baß, Cuatro und Maracas. Einige Gruppen spielen die traditionellen Weisen, andere mixen es mit Soca, so dass '''Soca Parang''' entsteht. * '''Rapso''': Eine weitere Fortsetzung von der afrikanischen Tradition des Geschichtenerzählens führte zur Entwicklung des Rapso, einer Mischung von amerikanischem Rap mit Calypso. Hier wird Sprechgesang in Versen vom Rhythmus großer, schwerer Trommeln untermalt. Zwei der bedeutendsten Künstlergruppen sind ''Brother Resistance'' und ''Network Rapso Riddum''. * '''Soca''': Diese flottere Art des Calypso wurde 1970 geboren, als die Elektronik Einzug in die Musikszene hielt. Diese neue Form wird dem Musiker zugesprochen, der sich damals '''Lord Shorty''' nannte und heute unter dem Namen ''Ras Shorty I'' Musik produziert. Der Soca-Rhythmus läßt sich leicht mit anderen Musikformen verbinden. So findet man auf Trinidad den Soca heute als Bestandteil von Reggae, Jazz, Rythem & Blues als auch mit indischer Musik. Auch die im Lande lebenden Inder fanden an diesem Musikstil gefallen, verbanden den Rhythmus mit Hinditexten und so wurde der '''Chutney-Soca''' geboren. === Pflanzen- und Tierwelt === Trinidad und Tobago zählen zu den zehn führenden Ländern bei der Anzahl von Vogelarten pro Qaudratmeile. Auf beiden Inseln findet man auf Grund der Nähe zu Südamerika eine größere Anzahl von Pflanzen und Tieren als auf den anderen Karibischen Inseln. Man kennt 2.300 verschiedene, blühende Pflanzen, davon sind alleine 700 Orchideen. Die Nationalblume von Trinidad ist die '''Chaconia''', englisch: Wild Poinsettia. Ein Strauchgewächs von 2-3&#x202F;m Höhe, es ähnelt dem Weihnachtsstern. Den „Buffalypso“ gibt es nur auf der Insel Trinidad. Er ist das Ergebnis intensiver Zuchtversuche aus den 1960-er Jahren. Fünf auf Trinidad heimische Wasserbüffel Rassen wurden gekreuzt. Das Ergebnis ist ein friedfertiges Tier, dass tropische Hitze gut verträgt, mit schmackhaftem Fleisch. Es gibt 620 verschiedene Arten von Schmetterlingen. Von den 433 verschiedene Vogelarten brüten 250 auf der Insel, es gibt 41 verschiedene Kolibriarten. Den blinden Ölvogel findet man nur in Trinidad, es ist der größte Vogel, der sich von Früchten ernährt, aber nur nachts auf Futtersuche geht und selbst ein Amazonas-Papagei ist auf Trinidad zu finden. 108 verschiedene Säugetiere sind vertreten, dazu zählen 57 Fledermausarten und es gibt 70 verschiedene Arten von Kriechtieren. Die einzigen '''giftigen Schlangen''' sind die '''Far de Lance''' und der '''Buschmeister'''. Die Morocoy ist eine kleine Landschildkröte, die früher als Delikatesse gejagt wurde und fast ausgerottet war, heute wurd sie vielerorts als Haustier und Spielgefährte der Kinder gehalten. Verschiedene Strände von Trinidad und Tobago werden in den Monaten März bis Juli von Meeresschildkröten zur Eiablage aufgesucht. Der Besuch von Strandabschnitten, die von Schildkröten zur Eiablage aufgesucht werden, unterliegt einer Genehmigung durch die Forstverwaltung. The Forest Division, Long Circular Road, Port of Spain, Tel. 622-7476. The Forest Division, San Fernando, Tel. 657-8391, 657-7256. Den Schmetterling „89“, er hat eine schwarz-beigene Markierung auf der Flügelunterseite, die wie eine 89 aussieht, findet man nur auf Trinidad. Der Pauis ist ein großer truthahnartiger Vogel, der früher viel gejagt wurde und dadurch sehr selten geworden ist. Es gibt ihn nur auf Trinidad, nirgendwo sonst auf der Welt, er steht unter Schutz. Einzigartig auf der Welt ist auch der Fisch Cascadura. Diese Welsart ist ein Urtier aus dem Silur-Zeitalter. Sein Lebensraum sind zahlreiche schlammige Gewässer an der Südküste Trinidads. Ebenso selten sind die Reiherarten Agami, Blongios und Crabier Bec, die es nur auf Trinidad gibt. Weitere Vogelarten, die es in der Karibik nur auf Trinidad gibt sind Eisvögel, Pirol und Tukane. Das größte wilde Tier auf Trinidad ist der Braune Waldmazama, eine Hirschart. Das Halsband-Pekari wird von den Einheimischen Quenk genannt, es ist eine Wildschweinart. Auf der Insel gibt es verschiedene Opossumarten, die auch Manicou genannt werden, Waschbären, das hasengroße Agouti und den größeren Gefleckten Paka. Das gepanzerte Gürteltier, Armadillo oder Tatu genannt, und die seltenen Ozelote bekommt man kaum zu sehen. In einigen Flüssen und Sümpfen lebt der bis zu 2&#x202F;m lange Kaiman. === Plantagenwirtschaft === Die Landfläche von Trinidad und Tobago umfasst 513.000 Ha, weniger als ein Drittel davon ist Ackerfläche, 45&#x202F;% sind als Waldflächen ausgewiesen. Nur 13&#x202F;% des pflügbaren Landes ist bewässert. Es gibt aber eine Vielzahl von kleinen und großen Flüssen, Überflutungen in der Regenzeit sind normal. Die letzte umfassende Erhebung aus den 1970-er Jahren zählt 35.000 Farmen mit einer Gesamtfläche von etwa 130.000 Ha. Die Durchschnittsgröße einer Farm wurde mit 6 Ha angegeben, aber die 40 größten Plantagen hatten alle eine Größe über 400 Ha. Die landwirtschaftlichen Ernteerträge der 1970-er und 1980-er Jahre in Trinidad stehen in einem engen Zusammenhang mit der Ölindustrie. Dieser Trend begann Anfang der 1970-er mit dem starken Anstieg des Ölpreises. Löhne in der Landwirtschaft waren erheblich niedriger als in der Ölindustrie, der Geldreichtum führte zu größeren Importen von landwirtschaftlichen Produkten. Die Zahl der Landarbeiter sank um 50 %. Die Ernteerträge bei Zitrusfrüchten sanken um 75 %, bei Kakao waren es 61 %, bei Kokosprodukten 56&#x202F;% und bei Kaffee immer noch 15 %. Der Zuwachs von landwirtschaftlichen Produkten in den 1980-er Jahren wurde von Kleinstfarmern erwirtschaftet, die ihre Produkte oft in gartenähnlichen Familienbetrieben anbauten. Die Viehzucht im Land hat keine große Bedeutung. Es gibt nur rund 30.000 Rinder. Rindfleisch wird überwiegend aus Australien un Neuseeland importiert. Milch und Milchprodukte werden zu 90&#x202F;% von der Firma Nestlé eingeführt. Seit den späten 1980-er Jahren gibt es Zuchtversuche von Kühen und Indischen Wasserbüffeln, die man im Lande „Buffalyso” nennt. Bedeutender ist die Aufzucht von Hühnern und Schweinen. '''Kaffee''' wird in Trinidad verstärkt seit 1930 angepflanzt. Die Produktion sank von den späten 1960-er Jahren bis Mitte der 1980-er Jahre aber um rund 50 %. 1984 konnte zum ersten Mal kein Kaffee exportiert werden. Ein Jahr später betrug die Ernte wieder 2,1 Millionen KG, von denen 35&#x202F;% exportiert wurden. '''Zitrusfrüchte''' hatten in den 1950-er Jahren einen Boom. Man erntete zu der Zeit über 90.000 Tonnen pro Jahr, 1982 waren es nur noch 4.700 Tonnen. '''Kakaoplantagen''': Kakao war von den späten 1880-er Jahren bis in die 1930-er Jahre die wichtigste Anbaufrucht auf Trinidad und Tobago. Auf Tobago war sie dies sogar bis in die späten 1980-er Jahre. Kakao war schon im 18. Jahrhundert durch die Spanier nach Trinidad gekommen. Zeitweise war die Insel der zweitgrößte Kakaolieferant auf der Erde. Verschiedene Krankheiten haben der Fucht aber sehr zugesetzt. So sank die Jahresernte von 2.600 Tonnen im Jahre 1981 auf unter 1.300 Tonnen in 1985. Seit den 1970-er Jahren ist das Land nicht mehr in der Lage den Bedarf von Kokosöl und Seife mit den Ernten aus dem eigenen Land zu befriedigen. * Lopinot Estate. In Arouca führt die Lopinot Road nach Norden in die Northern Range. Um 1800 legte der Franzose Charles Joseph Comte de Lopinot dort eine 193 Ha große Kakaoplantage an. Der Graf war ein Offizier der französischen Armee in Haiti. Nach der Ausrufung der Unabhängigkeit und der damit verbundenen Freilassung der Sklaven in Haiti verließ er das Land und brachte seine 100 Sklaven mit nach Trinidad. Er nannte die Plantage „La Reconnaissance“. Das Herrenhaus, die Stallgebäude, die Sklavenunterkünfte und das Gefängnis wurden restauriert und können heute besichtigt werden. Im Herrenhaus wurde ein kleines Museum eingerichtet. Öffnungszeiten: täglich von 8-18 Uhr, Eintritt frei, Führungen finden zwischen 10 und 18 Uhr statt. '''Zuckerplantagen''': Im 19. Jahrhundert war Zucker trotz der überwältigenden Probleme noch immer die bedeutendste Einnahmequelle der Insel Trinidad. In den 1880-er Jahren gab es noch über 300 selbstständige Zuckerrohrplantagen. Ein Jahrhundert hatte die staatliche Carioni Gesellschaft hier das Monopol, nachdem man im Jahre 1971 51&#x202F;% der Aktien von Tate and Lyle zurückgekauft hatte. In den 1980-er Jahren wurde Zuckerrohr auf knapp 20.000 Ha angepflanzt, 20.000 Arbeitskräfte wurden in der Industrie gezählt. Die Jahresproduktion von Zucker lag zwischen 70.000 und 80.000 Tonnen. * Caroni Estate and Sugar Factory, Couva, Tel. 636-2371. Die Zuckerfabrik und die Distillerie liegen fast 40&#x202F;Km voneinander entfernt. Seit 1918 wird dort Rum destilliert. 1957 übernahm Caroni die Esperanza Estate. Deren Destillieranlagen wurden nach Caroni gebracht. 1980 wurde die Produktion ausgebaut. Neben eigenen Anbauflächen erhält Caroni Zuckerrohr von 6.000 unabhängigen Kleinfarmern. Seit 2003 wir die Caroni Gesellschaft umstrukturiert. Die Zuckerfabrik von Caroni wird geschlossen, die Fabrik von Sainte Madeleine bleibt bestehen. Der Landbesitz von Caroni, etwa 30.000 Ha geht in Staatsbesitz über und wird von einer neugegründeten Agentur verwaltet, der Estate Management and Business Development Company. Das Ziel ist, statt Rohzucker Zitrusfrüchte und Reis anzupflanzen und Milchviehzucht zu betreiben. :Der Rum wird unter den Markennamen Caroni Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, als Stallion Puncheon Rum mit 78&#x202F;% Alkohol, als Felicite Gold, White Magic Light und Special Old Cask Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol abgefüllt. Nur die leichten Rumsorten werden nach Kanada und Europa exportiert. * Champs Elysée Estate, Maraval Tal, Port of Spain. Um 1785 führte die Einwanderungspolitik des Franzosen Roumé de St. Laurent unter dem Gouverneur Don José Chacon viele französische Siedler mitsamt ihren Sklaven auf die Insel. Im fruchtbaren Maraval Tal bauten sie Baumwolle, Kaffee und Zuckerrohr an. Die Mehrheit der dort lebenden Menschen konnte kein englisch, fast alle gehörten der römisch-katholischen Kirche an. Im Jahre 1881 lebten dort 1.480 Menschen, davon waren 88 Plantagenbesitzer oder -verwalter. :Roumé de St. Laurent erwarb selbst ein großes Stück Land am Taleingang, aus dem die Champs Elysée Plantage entstand. Aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten musste seine Familie die Plantage schon bald verpfänden, später ging sie in den Besitz eines Pflanzers mit Namen Boissiere über. 1849 fasste man das ganze Tal zum Stadtbezirk Maraval zusammen. Gegen Ende des Jahrhunderts waren viele der kleinen Plantagen verschwunden. Auf den verbliebenen größeren Ländereien Champs Elysée, Moka, Haleland Park und Val de Oro wurde weiter Landwirtschaft betrieben. Heute werden nur noch auf der Paramin Plantage, westlich von Maraval, Gemüse und Gewürze angepflanzt. * Diego Martin River Estate, am Diego Martin Fluß. Direkt neben der Hauptstraße steht noch das 150 Jahre alte und 12&#x202F;m hohe Wasserrad der Zuckerplantage. Die Plantage fiel im Jahre 1897 in den Besitz der Regierung. Weitere historische Gebäude sind nicht erhalten, das einfache Plantagenhaus wurde aber wieder hergestellt. Es gibt aber noch einen Park mit Picknickplätzen und ein Mini-Museum. Das Museum ist täglich von 10-18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. * Spring Hill Estate. Um 1900 gründetet der in Frankfurt geborene Friedrich Wilhelm Mayer im fruchtbaren Arimatal in einer Höhe von etwa 400 Metern diese Plantage, um Kaffee, Kakao und Zitrusfrüchte anzupflanzen. 1908 wurde das Haupthaus fertig gestellt. Sohn Charles Mayer bewirtschaftete das Anwesen bis 1925, dann gab er auf, weil ihm der Gewinn zu gering war. 1932 kaufte der amerikanische Geologe Joseph Holmes das Land auf. Er brachte einen Stromgenerator dorthin und ließ einen Pool bauen. 1947 kauften Dr. Newcome Wright und seine Frau Asa Wright die 74 Ha große Plantage. Drei Jahre später richtete Dr. William Bebe von der New Yorker Zoologischen Gesellschaft dort eine Forschungsstation zum Studium tropischer Pflanzen und Tiere ein. 1955 verstarb Asa Wright. 1967 verkaufte ihr Mann das Gelände an die Forschungsstation. Im gleichen Jahr wurde das Herrenhaus in ein Gästehaus umgewandelt. Unter finanzieller Mithilfe der Bank of Nova Scotia wurde das Asa Wright Naturschutzgebiet eingerichtet. * Woodbrook Estate, Port of Spain. Nachdem die Siegert Familie 1875 (siehe unten) Venezuela verlassen hatte entstand in Port of Spain am Marina Square Ecke Charlotte Street die neue Angostura Fabrik. Die gleichbleibende Qualität und der weltweite Erfolg der Firma erlaubte es der Familie 1899 die 140 Ha große Woodbrook Estate zu kaufen. Die drei Brüder Alfredo, Carlos und Luis Siegert kultivierten ein Teil des Landes, zugleich planten sie eine Wohnsiedlung. Der Bau von 11 Straßen wurde in Angriff genommen, jede wurde nach einem Familienmitglied und nach Mitarbeitern des Projektes benannt. Nach dem Tod der Brüder Carlos und Luis verkaufte Alleinerbe Alfredo das Land 1911 an die Stadt Port of Spain. * '''Angostura Bitters''' Limited, Rumdistillerie, Eastern Main Road, Tel. 623-1845, Fax 623-1847. Im Jahre 1820 wanderte der preussische Chirurg Dr. Johann Gottlieb Benjamin Siegert nach Venezuela aus. Er wollte mit Simon Bolivar gegen die Spanier kämpfen. Vier Jahre später, als Leiter des Militärhospitals im Ort Angostura, am Ufer des Orinoco Flusses, entwickelte er eine Mischung aus tropischen Heilpflanzen, Gewürzen und Alkohol. Dieses Mittel „''Siegert´s Aromatic Bitters''“ sollte den von Tropenkrankheiten geschwächten Soldaten zu neuer Kraft verhelfen. Soldaten und Schiffsbesatzungen machten die Tinktur auf der ganzen Welt bekannt. 1850 verließ Dr. Siegert die Armee um sich vollständig der Produktion seines gefragten Elixiers zu widmen. 1875 verließ die Siegert Familie das krisengeschüttelte Venezuela wo ein politischer Diktator auf den anderen folgte und ließ sich in Trinidad nieder. :Im Jahre 1903 starb Carlos Siegert, zwei Jahre später sein Bruder Luis. Alfredo Siegert war nun einziger Kenner der geheimen Formel für Angostura. In der Folgezeit spekulierte er mit großen Geldmengen in verschiedenen Sektoren, verlor das Geld und auch die Firma. Amerikanische und kanadische Geschäftsleute versuchten erfolglos, die Fabrik im Ausland anzusiedeln. :1936 begann die Firma Angostura Bitters unter der Leitung von Robert W. Siegert, einem Enkel des Gründers, Alkohol zu brennen, dazu wurde eine Tochtergesellschaft, die Trinidad Distillers Ltd. gegründet und die Fernandes Rumbrennerei aufgekauft. Das Rezept für Angostura Bitters ist eines der bestgehüteten Geheimnisse der Karibik. 1960 wurden die Produkte von Angostura bereits in 140 Länder exportiert. Die Jahresproduktion von 1.3 Millionen Liter wurde bis 1998 auf 20 Millionen Liter gesteigert. :Das Besucherzentrum, Tel. 623-1841 im Ortsteil Laventille in Port of Spain ist geöffnet. Führungen finden dort montags bis freitags um 9.30, 13.30 und 14 Uhr statt, Führungen kosten 8 US $. :Die Distillerie kauft ihre Melasse von verschiedenen Zuckermühlen im Lande und vergärt und destilliert den Rohstoff in einer eigenen Brennerei. Der Rum wird unter dem Markennamen Royal Oak als 43 %-iger Rum verkauft. Weitere Markennamen sind Old Oak White und Old Oak Gold. 1973 erwarb man die auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindliche Distillerie Fernandes. Der Rum von dieser Destille wird unter den Markennamen Forres Park Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, Fernandes Vat 19, Fernandes Black Label, Ferdi´s Premium Rum und Crystal White Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol vertrieben. Daneben werden leichtere Mischgetränke hergestellt: Caribbean Club Rum Punch, Limbo Drummer, Lemon Lime & Bitters, Blu Vodka und Correla´s. :Das Grundprodukt Angostura Bitters ist eine aromatische Lösung mit 44,7&#x202F;% Akoholanteil. Man verwendet es hauptsächlich zur Verfeinerung von Mixgetränken, aber auch in Fisch- und Fleischgerichten, für Gemüse, Kuchen, Marmelade, Pudding, in Salaten und Suppen. * Fernandes Distillers, Fernandes Industrial Centre, Eastern Main Road, Laventille, Tel. 623-2101, 623-2501, Fax 623-1847. Als das Trinidad & Tobago Rum Bond Lager im Jahre 1932 abbrannte, nutzte der Besitzer der Fernandes Distillery, Joseph Bento Fernandes, die Gunst der Stunde. Er kaufte die angesengten Rumfässer günstig auf stellte fest, dass der Rum darin von besonderer Güte war. Dieser Rum wurde unter dem Namen „1919 Super Premium Rum“ verkauft. 1919 war das Jahr, in welchem die Fässer gefüllt worden waren. === Trinidad´s Eisenbahn === Schon kurz nach 1800 waren es die Großhändler, Kaufleute und Plantagenbesitzer, die bei der Kolonialverwaltung nach besseren Verkehrsverbindungen fragten. Doch wenig oder nichts geschah. Ebenso oder ähnlich verhielt es sich mit der Eisenbahn. Um 1846 wurde die '''Trinidad Railway Company''' gegründet. Man begann mit der Vermessung von möglichen Fahrlinien, kam aber zu der Überzeugung die Finanzierung sei nicht möglich. Im Jahre 1859 entstand dann die erste privat finanzierte Linie von Princes Town zum Hafen von San Fernando. Man nannte sie die Pflanzerlinie, da zunächst nur landwirtschaftliche Produkte an zur Kings Wharf gebracht wurden, zum weitertransport auf Schiffen rund um die Insel. Die Wagen wurden von Pferden oder Mulis gezogen. Auf Grund des öffentlichen Drucks wurde das Angebot auf den Personentransport ausgedehnt, auch die Post wurde nun mit der Eisenbahn transportiert. Diese Linie wurde unter dem Namen '''Cipero Tramroad''' bekannt. Sie existierte bis 1920, dann ging sie an die Trinidad Government Railway über. 1873 begann man mit dem Bau einer Bahnverbindung von Port of Spain nach Arima. Der Ausgangspunkt war der South Quay in Port of Spain, über San Juan und St. Joseph verlief die Linie bis nach Arima. Am 31. August 1876 wurde die Linie in Betrieb genommen. Die Eisenbahngesellschaft, offiziel Trinidad Government Railway, wurde gegründet. Ursprünglich sollte sie nur das reiche Landwirtschaftsgebiet um den Ort Arima herum mit dem Hafen von Port of Spain verbinden. Nun gab es aber eine kleine Eisenbahn Manie. Jeder einflußreichere Plantagenbesitzer verlangte die Anbindung seiner Farm an das Eisenbahnnetz. Schon im Januar 1880 gab es eine Verbindung nach Couva im Süden, bis 1882 wurde die Linie nach San Fernando fertig gestellt. Der Erfolg der Eisenbahnlinie nach Arima war überwältigend. Bis 1896 wurde sie nach Gunapo erweitert und 1897 wurde Sangre Grande erreicht. Im Jahre 1897 entstand an der Südlinie bei Cunupia ein Abzweig durch das Tal des Caparo Flusses nach Tabaquite. Nachdem man im Südwesten von Trinidad große Ölvorkommen gefunden hatte wurde die Eisenbahnlinie von San Fernando aus im Jahre 1913 bis nach Siparia verlängert. Im Jahre 1914 hatte das Netz dann seine größte Ausdehnung mit dem Ausbau bis nach Rio Claro. Die Länge des Schinennetzes betrug nun 173&#x202F;Km. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurden diese Eisenbahnwagen von Pferden gezogen. 1910 gab es die erste Motor-Bus-Verbindung in Trinidad. Die beiden Geschäftsleute Newallo und Asgarelli Syne betrieben '''Syne´s Bus Service'''. Mit der Zentrale in Icacos fuhren ihre Busse von dort über San Fernando bis nach Siparia und St. James in Port of Spain. Bis zum Beginn des I. Weltkrieges war dies das einzige Busunternehmen des Landes. Bis zum Jahre 1920 stieg die Zahl von angemeldeten Motorautos von etwa 100 auf 1.176. Im gleichen Jahr eröffnete Charles Ross eine Buslinie zwischen Four Roads und Macqueripe. Ab 1923 verzeichnete die Eisenbahn einen deutlichen Einbruch bei ihren Fahrgastzahlen. Trotzdem blieb die Eisenbahn ein Erfolg. Erst nach der Unabhängigkeit führte ein Missmanagement der Regierung zum Zusammenbruch des Eisenbahnverkehrs. Die Trasse der Linie von Port of Spain nach Arima, die mehr oder weniger parallel zur Eastern Main Road verläuft, wurde zur Fahrbahn nur für Express-Busse und Maxi-Taxi umgebaut. An das Zeitalter der Eisenbahn erinnert die Lokomotive Nr. 11, sie steht als Denkmal in der Harris Promenade von San Fernando. Ein zweites Exemplar befindet sich im Busdepot von Port of Spain. == Sprache == Amtssprache ist englisch. Besonders auf Trinidad wird aber auch verbreitet Französisch, Spanisch, Hindi und Chinesisch gesprochen. Daneben gibt es ein überwiegend englisches Patois. == Anreise == * {{vCard |type=airport |name=Piarco International Airport |wikidata=Q788810 |address=Golden Grove Road, Piarco |phone=669-4101 |fax=669-2319 |description=Landebahn 10/28, 10.440 × 151 Feet (3.182 × 46 m). Airport Authority of Trinidad & Tobago, Piarco Airport, Tel. 669-4101. Einreisebehörde, Immigration, Piarco Airport, Tel. 669-5859, Zollbehörde, Customs, Piarco Airport, Tel. 669-4361. |url=https://piarcoairport.com }} * '''Schiffsverbindungen''': Zwischen Trinidad und Tobago gibt es einen regeläßigen Fährverkehr. Der Hafen von Port of Spain wird von Kreuzfahrtschiffen angelaufen. == Mobilität == Achtung: '''Linksverkehr'''! Für das Fahren von Mietwagen wird für 90 Tage ein in Deutschland ausgestellter gültiger Internationaler Führerschein anerkannt. Wer länger im Lande ist muss eine nationale Fahrerlaubnis beantragen. Licening Department, Wrightson Road, Port of Spain. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 50 km/h, nur auf einigen Schnellstraßen darf man 80&#x202F;km/h fahren. Von der Hauptstadt Port of Spain gibt es eine autobahnähnliche Schnellstraße in Richtung Osten bis nach Arima und etwas darüber hinaus. Etwa 9&#x202F;km hinter Port of Spain zweigt davon eine Schnellstraße nach Süden ab, über die Stadt Chaguanas führt sie bis nach San Fernando. Die Eisenbahnlinie von Port of Spain nach Arima wurde eingestellt. Die ehemalige Bahntrasse wurde aus- und umgebaut, dies ist heute der Fahrweg für Expressbusse und Maxi Taxi. == Aktivitäten == * Naturbeobachtungen, hauptsächlich die Vogelwelt. * Strandleben, in Trinidad ist es nicht so ausgeprägt wie im Rest der Karibik. An der Nordküste findet man nur einzelne kleine Sandbuchten. Das Wasser an den kilometerlangen Stränden der Ostküste ist trüb, bedingt durch die Einschwämmungen des nahen Orinoco in Venezuela. Die Westküste ist verschmutzt durch intensive Bohrarbeiten der Erdölindustrie. * Wanderungen, hauptsächlich im Bereich der Northern Range. [[File:TnT Caroni Swamp 2.jpg|thumb|right|Caroni Swamp]] * Caroni Swamp: Sumpfgebiet im Mündungsbereich des Caroni River, durch das geführte Touren angeboten werden. Hauptattraktion ist eine riesige Kolonie Scharlachsichler, die am späten Nachmittag von ihren Fressrevieren zu ihrem Ruhegebiet zurückkehren. Ganz selten können Wasserschlangen oder Kaimane beobachtet werden. == Küche == Die Küche von Trinidad spiegelt die Zusammensetzung der Bevölkerung wieder. Neben der traditionallen karibischen Küche findet man heute viele chinesische, libanesische und syrische Einflüsse. Einen sehr großen Anteil an den Restaurants und Essgewohnheiten hat der indische Bevölkerungsanteil. Dadurch gibt es große Unterschiede zu den Restaurants auf der Insel Tobago. * '''Callaloo soup''' ist eine Suppe aus den spinatähnlichen Dasheenblättern mit allerlei Gewürzen und Krebsfleisch, stellenweise wird sie auch sehr scharf gewürzt. '''Dhal''' ist eine indische Suppe aus roten Linsen. * '''Buljol''' nennt man Saltfish, der zusammen mit Avocados, Paprika, Tomaten und Zwiebeln in Olivenöl gedünstet wird. * Ham´n Hops oder einfach nur '''Hops''' ist eine knusprige Brötchenart mit Schinkenfüllung. * '''Pastelles''' sind gefüllte Maismehltaschen die in Sohareeblättern gegart werden, ein klassisches Street Food. Die Füllung besteht aus angebratenes Rinderhack, Tomaten, Worcestershiresauce, diversen Gemüsen und Kräutern Besonders zu Weihnachten werden auch Oliven, Kapern und Rosinen dazugemischt. <gallery mode="packed" heights="150"> Callaloo-mit-Shrimps-GT.jpg|Callaloo soup mit Shrimps Buljol (Salted cod, oil, onions, tomatoes, pepper, boiled eggs).jpg|Buljol (gesalzener Kabeljau, Öl, Zwiebeln, Tomaten, Paprika, gekochte Eier) FOOD Pastelle open.jpg|geöffnete Pastelle </gallery> * Reis, der mit Kokosnußmilch gekocht wird erhält eine bräunliche Farbe. Auf vielen Karibikinseln wird er mit roten Bohnen vermischt zu jedem Essen angeboten. Auf Trinidad heißt er nicht „rice and peas“ sondern '''Pelau''', dazu gibt es im allgemeinen Hühnerfleisch, Paprikagemüse und alles ist scharf gewürzt. * Zu vielen Gerichten gehört '''Dumplin'''. Dumplins sind fingerdicke, längliche Klöße aus Wasser und Mehl, die in die Suppe oder Sauce gegeben werden. * '''Souse''' ist keine Soße sondern gekochtes Schweinefleisch, das mit Gurken, Paprika und Zwiebeln serviert wird, wir kennen es besser als Sülze. * '''Cascadura''' ist Fisch, den es nur in Trinidad gibt, der mit viel Curry gekocht wurde. <gallery mode="packed" heights="150"> Trinidadian Chicken Pelau (15399269506).jpg|Chicken Pelau </gallery> * '''Saltfish''' kommt überwiegend aus Norwegen und ist in der Karibik inzwischen ein teures Lebensmittel geworden. Der frisch gefangene Fisch wird dort ausgenommen, gewaschen, gesalzen und auf langen, dünnen Stangen aufgereiht und luftgetrocknet. * '''Black Pudding''' ist eine Blutwurst die viele Zwiebeln, Knoblauch und Gewürze enthält, sie gilt warm oder auf Brot als absolute Delikatesse. * '''Black cake''' ist ein sehr schwerer Kuchen aus dunklem Teig, der Teig wird mit Trockenfrüchten vermischt, die zuvor in Cherrybrandy und Rum eingeweicht wurden. * Das einheimische '''Bier''' trägt die Namen Carib, Heiroun und Stag Lager Beer. Auf der Insel wird aber auch Guinness, Mackeson und Stout in Lizenz abgefüllt. Die bekanntesten '''Rumsorten''' der Insel sind Old Oak und VAT 19. * Daneben gibt es unzählige '''alkoholfreie''', soganannte Soft Drinks, die meistens nur extrem süß und nach Chemie schmecken. == Feiertage == Zusätzlich zu den gesetzlichen Feiertagen die für die beiden Inseln Trinidad und Tobago gelten, gibt es auf der Insel Trinidad eine Vielzahl von religiösen Veranstaltungen und Feierlichkeiten, die teilweise auch zu nationalen Feiertagen geworden sind. === religiöse (regionale) Feiertage === * '''Divali''' oder '''Diwali''', dieses hinduistische Fest ist dem Licht gewidmet, es wird in verschiedenen Orten Trinidads auch als Ramleela Festival gefeiert. Mit dem Fest wird in Indien die Rückkehr von Lord Rama in sein Königreich Ayodha nach 14-jährigem Exil gefeiert. Zu Ehren seiner Ankunft erleuchteten seine Untertanen die Straßen mit tausenden von Öllampen. Dieses Fest wird im November auf ganz Trinidad gefeiert. Diviali bedeutet der Triumph des Guten über das Böse. Es wird zu Ehren der Göttin Lakshmis gefeiert, die Liebe, Schönheit, Reichtum und Licht verkörpert. In der Divalinacht werden auf der ganzen Insel mit Kokosöl gefüllte Tonschalen aufgestellt und angezündet. * '''Eid-ul-Fitr''', das moslemisches Neujahrsfest. Dies ist kein festes Datum, das Fest wird am Neumondtag des Fastenmonats Ramadan gefeiert. * '''Ganga Dashara'''. Am Fluß Marianne River im Ort Blanchisseuse feiern die Hindus ihr Reinigungsritual. * Das '''Hosey Festival''' wird in Trinidad seit 1884 gefeiert, es erinnert an den Krieg von Kerbala im Jahre 640. Die ursprüngliche, drei Nächte dauernde Trauerprozession wurde bis vor 40 Jahren nach strengen Regeln durchgeführt. Seitdem hat man sich an die Mentalität der Inselbewohner angepaßt. Heute finden die Prozessionen in den Monaten Februar und März in St. James, Cedros, Couva und Tunapuna statt. * '''La Divina Pastora Festival''', katholische Kirche, Siparia. Bei dieser Prozession am zweiten Sonntag nach Ostern wird die Schwarze Madonna durch die Straßen getragen. Diese Feier ist bei den Hindus auch als Soparee Mai bekannt. * '''Phagwa''', das Neujahrsfest der Hindus findet im März statt. In Trinidad ist es seit der Landung der ersten Inder im Jahre 1845 bekannt. * '''Ramleela''', ein Hindufest, das in über 20 Gemeinden gefeiert wird. * '''Santa Rosa Festival'''. Dieses Fest der kleinen Cariben Gemeinde wird im Juli gefeiert. Am 28. August findet eine gleichnamige Feier in Arima statt. Dort wurde 1775 eine Kapelle zum Gedenken an die Schutzheilige Santa Rosa de Arima gebaut. == Sicherheit == Auf Trinidad werden Drogen, insbesondere Marihuana angeboten. Der Besitz kleinster Mengen ist verboten und wird schwer bestraft. Wertgegenstände sollten im Hotelsafe hinterlegt werden. Zimmertüren und Mietwagen immer verschließen. Nachts sollte man nicht allein unterwegs sein und dunkle Orte generell meiden. Die hohe Zahl von arbeitslosen Jugendlichen führt zu wachsender Kriminalität gegen Touristen. == Klima == {{Klimatab-col |ort= |sourcelink= |sourcetext= |xt=ja|xtjan=31|xtfeb=31|xtmar=32|xtapr=32|xtmai=32|xtjun=32|xtjul=31|xtaug=31|xtsep=32|xtoct=32|xtnov=32|xtdec=31 |nt=ja|ntjan=21|ntfeb=20|ntmar=20|ntapr=21|ntmai=22|ntjun=22|ntjul=22|ntaug=22|ntsep=22|ntoct=22|ntnov=22|ntdec=21 |rm=ja|rmjan=70|rmfeb=45|rmmar=50|rmapr=55|rmmai=100|rmjun=190|rmjul=225|rmaug=250|rmsep=200|rmoct=175.0|rmnov=185|rmdec=125 }} == Literatur == === Landkarten === * {{Karte |Titel=Trinidad |Maßstab=1 : 150.000 |Hrsg=Mapping & Control, Lands & Surveys Division, Ministry of Planning & Mobilization, Government of the Republic of Trinidad & Tobago}} == Weblinks == {{GeoData| lat= 10.41611| long= -61.34444| radius= }} {{IstInKat|Trinidad und Tobago}} {{class-3}} igafcc8ttahzbx8wba2nlzdm7jvd5kr 1804874 1804873 2026-09-19T07:59:36Z DocWoKav 14575 /* Weitere Ziele */ Geänderte vCard für Pitch Lake 1804874 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region}} '''Trinidad''' ist eine Insel in [[Trinidad und Tobago]]. Auf Trinidad sind vor allem die vielfältige Natur, der berühmte Karneval, die Strände und der artenreiche Regenwald interessant. == Regionen == === Politische Einteilung === Trinidad und Tobago gliedert sich in elf ''regions'', drei ''boroughs'' und zwei ''cities''. Eine ''region'' ist einem Bundesland vergleichbar, ein ''borough'' einer kreisfreien Stadt und eine ''city'' einem Stadtstaat wie Hamburg oder Berlin, wobei das Konstrukt des ''borough'' aus dem englischen Rechtsraum stammt und im deutschsprachigen Raum unbekannt ist. ''cities'' sind [[Port of Spain]] und [[San Fernando (Trinidad und Tobago)|San Fernando]], ''boroughs'' sind [[Arima]], [[Chaguanas]] und [[Point Fortin]]. === Geographische Aufteilung === * Northern Range: Dieser Höhenzug erstreckt sich auf einer Länge von 65&#x202F;Km entlang der Nordküste. Die Nordküste ist steil und felsig. Dort findet man keine durchgehende, befahrbare Straße. Das ganze Gebiet ist überhaupt wenig erschlossen, damit ein wahres Paradies für die Tierwelt. Einzig von Port of Spain aus und entlang der Ostküste gibt es Straßenverbindungen zur Nordküste. Von Arima aus kann man auf teilweise sehr schlechter Straße nach Norden vordringen. Die höchsten Erhebungen sind der Berg "El Tucuche" mit 936&#x202F;m und der "El Corre de Aripo" mit 940&#x202F;m. Nordwestlich von Arima findet man eine größere Anzahl von Höhlen. * Der Ost-West-Korridor ist eine Ebene am Fuße der Northern Range. Es ist das am dichtesten bebaute und besiedelte Gebiet der Insel. Von der Matura Bay im Osten reicht die Ebene bis zur Hauptstadt Port of Spain im Westen. In Port of Spain beginnend erreicht man übergangslos die Städte San Juan, St. Joseph, Curepe (mit dem Ortsteil St. Augustine und der Universität), Tunapuna, Arouca (mit dem internationalen Flughafen Piarco im Süden), Valencia und Sangre Grande. Das bebaute Gebiet ist dort zwischen zwei und sieben Kilometer breit. Auf nördlicher Route erreicht man alle Orte auf der Straße Eastern Main Road. Mehr oder weniger parallel dazu gab es dort früher eine Eisenbahnlinie von Port of Spain bis nach Arima. Die ehemaligen Gleisanlagen sind einer Straße gewichen, die für den Busverkehr reserviert ist, die "Priority Bus Route". Auf südlicher Route wurde der autobahnähnliche "Churchill Roosevelt Highway" als entlastungsstraße gebaut. * Central Range: Dieser Höhenzug ist wesentlich flacher, er erstreckt sich leicht schräg, nördlich von San Fernando im Westen bis nach Manzanilla im Osten. * Im Süder der Central Range findet man wieder flaches Land, es riecht dor überall nach Erdöl. Überall wird Erdgas und -öl gefördert. Zwischen San Fernando und Point Fortin befindet sich einer vor drei bekannten Teer-Seen dieser Erde. Weit verbreitet sind Schlammvulkane. * Die Southern Range, auch "the Deep South" genannt, also der tiefe Süden bildet als flacher Höhenrücken den Abschluss. == Orte == {{mapframe}} * {{vCard | name = Port of Spain | type = city | wikidata = Q39178 | description = Die Hauptstadt Trinidads ist das wichtigste politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Insel. Besonders bekannt ist die Stadt für den Trinidad Carnival, Museen, historische Gebäude und das lebendige Stadtviertel rund um die Queen’s Park Savannah. }} * {{vCard | name = Arima | type = city | wikidata = Q661405 | description = Arima liegt am Rand der Northern Range und ist eine der älteren Städte Trinidads. Sie ist für ihre indigene Kultur, traditionelle Feste und ihre Nähe zu den tropischen Waldgebieten im Norden bekannt. }} * {{vCard | name = Chaguanas | type = city | wikidata = Q1444575 | description = Sie ist eine lebhafte Handelsstadt mit zahlreichen Geschäften, Märkten und Einkaufszentren. Besonders interessant sind die vielfältige Bevölkerung sowie die starke indisch-trinidadische Kultur. }} * {{vCard | name = Couva | type = city | wikidata = Q2602007 | description = Couva ist eine moderne Stadt mit Einkaufszentren, Restaurants und verschiedenen Freizeiteinrichtungen. Sie spielt außerdem eine wichtige Rolle im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben Trinidads. }} * {{vCard | name = San Fernando | type = city | wikidata = Q1023712 | description = Sie ist eine der wichtigsten Städte Trinidads und ein bedeutendes Handels- und Kulturzentrum. Sehenswert sind unter anderem die Innenstadt, Märkte, Geschäfte und verschiedene kulturelle Veranstaltungen. }} * {{vCard | name = Princes Town | type = city | wikidata = Q1011576 | description = Eine kleinere Stadt mit einer ruhigen Atmosphäre und einer langen Geschichte. Sie ist vor allem für ihre lokalen Märkte, traditionellen Veranstaltungen und den Einfluss der Zuckerindustrie auf die regionale Geschichte interessant. }} * {{vCard | name = Penal | type = city | wikidata = Q2510034 | description = Penal ist vor allem durch seine indisch-trinidadische Bevölkerung und deren kulturelle Traditionen geprägt. Es gibt lokale Märkte, Geschäfte und Restaurants sowie religiöse Feste. }} * {{vCard | name = Point Fortin | type = city | wikidata = Q786957 | description = Point Fortin ist vor allem durch die Erdöl- und Erdgasindustrie geprägt, besitzt aber auch ein aktives gesellschaftliches und kulturelles Leben. Die Stadt ist außerdem für Veranstaltungen und traditionelle Feste bekannt. }} * {{vCard | name = Siparia | type = city | wikidata = Q3493381 | description = Siparia ist eine traditionsreiche Stadt, die besonders für religiöse Feste und kulturelle Veranstaltungen bekannt ist. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Verehrung der „Siparia Devi“, wodurch die Stadt für Besucher kulturell besonders interessant ist. }} weitere Orte sind; [[Blanchisseuse]], [[Manzanilla]], [[Mayaro]], [[Piarco]], [[Tunapuna]] == Weitere Ziele == * {{vCard | name = [[Maracas Bay]] | type = beach | wikidata = Q49384384 | description = Einer der bekanntesten Strände Trinidads, umgeben von grünen Bergen und beliebt zum Baden und Entspannen. }} * {{vCard|type= beach |name= Turtle Beach |description= Ein wichtiger Brutplatz für Meeresschildkröten, insbesondere für Lederschildkröten, die dort ihre Eier ablegen. }} * {{vCard|type= beach |name= Las Cuevas Beach|description= Ein ruhiger, von tropischer Landschaft umgebener Sandstrand, der sich gut zum Schwimmen und Entspannen eignet. }} * {{vCard|type= landscape|name= Caroni Bird Sanctuary |description=Ein großes Feuchtgebiet, das besonders für seine zahlreichen Vogelarten und die roten Trinidad-Maskottchen, die Scharlachsichler, bekannt ist. }} * {{vCard | name = Pitch Lake | type = landscape | wikidata = Q717351 | description = Einer der größten natürlichen Asphaltseen der Welt und eine der ungewöhnlichsten Natursehenswürdigkeiten der Karibik. }} * {{vCard|type= landscape|name= Asa Wright Nature Centre|description= Ein Naturreservat, das für seine große Artenvielfalt und besonders für Kolibris und andere tropische Vögel bekannt ist. }} * {{vCard|type= landscape|name= Argyle Waterfall|description= Ein beeindruckender mehrstufiger Wasserfall inmitten tropischer Vegetation, der über einen kurzen Wanderweg erreichbar ist. }} * {{vCard|type= landscape|name= Main Ridge Forest Reserve |description=Einer der ältesten geschützten Regenwälder der westlichen Hemisphäre mit zahlreichen tropischen Pflanzen, Vögeln und anderen Tieren. }} * {{vCard|type= landscape|name= Pigeon Point |description= Eine bekannte Küstenattraktion mit Palmen, türkisfarbenem Wasser und feinem Sandstrand, die besonders für ihre idyllische Landschaft geschätzt wird. }} == Hintergrund == === Landesbeschreibung === Geologen und Faunisten zählen Trinidad und Tobago zu Südamerika, nicht zu den Karibischen Inseln. Vor vermutlich noch 10.000 Jahren waren die Inseln mit dem südamerikanischen Festland verbunden. Heute ist die Insel Trinidad durch eine 11&#x202F;km breite Meerenge von Venezuela getrennt. Die Insel Trinidad hat eine etwa rechteckige Form, deren Westküste durch den Golf von Paria tief eingeschnitten ist. Die Nord-Süd Ausdehnung beträgt 83&#x202F;km. Entlang der Nordküste verläuft eine flache Bergkette, die bis zu 940&#x202F;m hoch aufragt, die Northern Range. Dort findet man eine Vielzahl von Höhlen und Wasserfällen. Sie ist Erdgeschichtlich der östlichste Ausläufer der südamerikanischen Anden. Dort hat die Insel eine Breite von 86 km, vom Golf von Paria zur Ostküste sind es an der schmalsten Stelle nur 48 km, während sie an der Südküste 104&#x202F;km mißt. An der Ostküste ließen sich 1783 französische Siedler südlich von Manzanilla nieder, wo sie zwölf aneinandergrenzende Kokosplantagen anlegten, die noch heute die Landschaft prägen. Die Nord- und Südküste sind wenig erschlossen. Dort gibt es keine durchgehenden Straßenverbindungen. Abgesehen von der Churchill Roosevelt und der Uriah Butler Schnellstraße sind alle anderen Straßenverbindungen auf der Insel nicht sehr gut. Bis 1957 war die Southern Main Road die Hauptstraße zwischen dem Norden und dem Süden. Dann wurde der Princess Margaret Highway als Schnellstraße zwischen Port of Spain und Chaguanas gebaut. Inzwischen wurde die Straße umbenannt in Uriah Butler Highway. Während des ersten Ölbooms in den 1970er Jahren wurde diese Schnellstraße als Sir Solomon Hochoy Highway bis nach San Fernando erweitert. Es gibt inzwischen Ausbaupläne bis nach Point Fortin. In West Ost Richtung verbindet der Beetham Highway Port of Spain mit dem Uriah Butler Highway. Von dort aus führt der Churchill Roosevelt Highway weiter bis zu seinem derzeitigen Ende, drei Kilometer hinter Arima. In diesem sogenannten Ost-West Korridor der sich von Chguaramas bis nach Arima am Fuße der Northern Range Hügelkette entlangzieht lebt über die Hälfte der Inselbevölkerung. Fast die Hälfte von Trinidad ist noch bewaldet. Die Insel hat aber keine ausgeprägte Tourismusindustrie. Dafür besitzt Trinidad die einzigen größeren Erdgas und -ölvorkommen aller Karibikinseln. Vor Point Lisas befinden sich große Erdgasfelder im Meer. Dort findet man deshalb die größte Industrieansammlung. Neben Eisen und Stahl gibt es vier Methanolproduzenten und sechs Anlagen für die Ammoniumproduktion. 1999 begann man mit dem Bau einer Aluminiumschmelze. Am Galeota Point und in Pointe a Pierre stehen Erdölraffinerien. Erst 1998 hat die Amoco Trinidad Oil Company neue große Erdölfelder vor der Küste von Trinidad gefunden. Im ganzen Süden der Insel wird Erdöl gefördert. Dort gibt es auch mehrere Schlammvulkane. Vor der Nordwestküste liegen mehrere Inseln, die zum Territorium von Trinidad und Toabago gehören. * '''Diego Islands''': Zu den Diego Islands gehören die Inseln Carrera und Cronstad Island. Sie liegen etwas mehr als 500&#x202F;m vor der Halbinsel Point Gourde. Die Insel Carrera hat eine Ausdehnung von 420 x 270 Metern, seit dem Jahre 1877 ist sie Gefängnisinsel. Angeblich ist sie so sicher wie das amerikanische Alcatraz. * '''Five Islands''': Die Inselgruppe Five Islands besteht aus den fünf Inseln Caledonia, Craig, Lenagan, Nelson und Rock. * '''Insel Chacachacare''': Die Insel befindet sich fast auf halbem Wege nach Venezuela. Die Strömung in der Meerenge ist stark und gefürchtet. Seeleute nennen die Durchfahrt Boca del Drago oder „dragon´s mouth“, also Drachenmaul. Die Insel hat eine Ausdehnung von 15&#x202F;km in der Länge und 3&#x202F;km in der Breite, sie ist 8&#x202F;km von Trinidad entfernt. : Die Überfahrt von Chaguaramas dauert je nach Wetterlage etwa eine Stunde. Seit dem Jahre 1877 befand sich auf der Insel eine Leprakolonie, seit 1984 ist sie unbewohnt. : Im Jahre 1885 wurde nahe der Perruquier Bay auf dem höchsten Punkt der Insel, 818 m, ein Leuchtturm gebaut, er ist immer noch im Betrieb. Auf der Ostseite befindet sich die tief eingeschnittene Bucht Chacachacare Bay. Auf der gegenüberliegenden Inselseite liegt die La Tinta Bay. Sie hat schwarzen Sandstrand und wurde jahrelang als Versteck für Schmuggelgut genutzt. : Bei Chapelle Bay findet man einen Salzsee. * '''Insel Gaspar Grande''': Die Insel ist rund 2&#x202F;km lang und 800&#x202F;m breit, sie ist auch unter dem Namen Gasparee Island bekannt. Ihr Name geht auf den früheren Besitzer Don Gaspar de Percin zurück. Sie liegt nur einen Kilometer vor der Küste. Von der Crews Inn Marina in Chaguaramas fahren Boote in 20 Minuten dorthin. Die Überfahrt von Chaguanas zur Südseite kostet 40 TT $, zur Ostseite 30 TT $. Im allgemeinen fahren die Boote zum Point Baleine, wo es zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Walfangstation gab. Heute befindet sich dort eine kleine Marina und Picknick Plätze. : Im 19. Jahrhundert wurde auf der Insel noch Baumwolle angebaut. : Die kleine Bombshell Bay am Ostende ist zum Baden geeignet. Auf dem Bombshell Hill befand sich ein Fort. : Die Gasparee Caves sind ein Netzwerk von Tropfsteinhöhlen, es gibt dort sogar einen kleinen See. Der Zugang ist nur mit Genehmigung der Chaguaranas Development Authority und mit Führung eines registrierten Tourunternemers möglich. Sie sind täglich von 9-15 Uhr geöffnet, Eintritt: 10 TT $. : Innerhalb von 25 Minuten kann man zur anderen Inselseite laufen, dort findet man Geschützstellungen aus dem II. Weltkrieg. : Seit den 1980er Jahren befand sich dort auch das Fantasy Island Resort mit Restaurant, Cafe und Pool. Tel. 678-9001. : Bayview Beach Resort & Marina, Tel. 678-9001-02 * '''Insel Huevos''': Die kleine, länglich, schmale Insel Huevos befindet sich in Privatbesitz. Sie ist unbewohnt und Brutplatz für Seevögel. * '''Insel Monos''': Monos liegt nur etwa 650&#x202F;m vom Entrada Point entfernt und hat zwei Landestege in der Morris Bay und in der Grand Fond Bay. Sie ist dicht bewaldet und nicht dauerhaft bewohnt. Es gibt dort aber eine zunehmende Anzahl von Ferienhäuser von reichen Trinis. Früher gab es in der Turtle´s Bay eine Walfangstation. Dort ist noch einer der Kupferkessel erhalten, in dem das Walfett gekocht wurde. === Geschichte === Über die allerersten Inselbewohner ist nichts bekannt, man nimmt aber an, dass schon 5.000 Jahre vor Christi Geburt Indianerstämme aus Südamerika auf Trinidad und Tobago gelebt haben. Auf dem Weg in den Norden haben Ciboney-Indianer als Sammler und Jäger vermutlich zuerst die Insel Trinidad besiedelt. Zwischen 100 und 1000 nach Christus folgten ihnen höher entwickelte Ignerie-Indianer und Taino-Indianer vom Stamm der Arawaks aus dem Orinokogebiet, die schon Landwirtschaft betrieben. Im 13. Jahrhundert überfielen kriegerische Carib-Indianer die friedlichen Arawaks, töteten die Männer und nahmen sich die Frauen. Auf seiner dritten Reise entdeckte '''Christopher Kolumbus''' auf südlicher Route segelnd diese Insel im Sommer 1498. Er nannte die Insel ''La Isla de la Trinidad'', Insel der Dreifaltigkeit, und umfuhr sie im Uhrzeigersinn. Einen Tag später verließ er sie um die Insel [[Grenada]] zu erreichen. Zu dieser Zeit lebten noch geschätzt 35.000 Indianer auf den beiden Inseln; Arawaks im Südosten und Carib-Indianer im Norden und Westen in der Gegend von Arima, Mucurapo und Port of Spain. Erst 1532 betrat '''Don Antonio Sedeno''' beim Fischerdorf Cumucarapo, das heute Mucarapo heißt, als erster spanischer Entdecker die Insel. 50 Jahre später kam eine größere Gruppe von Siedlern mit dem spanischen Soldatenführer '''Don Antonio de Berrio y Oruna''' und dessen Leutnant Domingo de Vera auf der Suche nach dem berühmten Gold von El Dorado auf die Insel. An der Ostküste bauten sie die Siedlung San José de Oruna, das heutige St. Joseph, dort wurde auch die Inselverwaltung angesiedelt. In der Indianersprache hieß der Ort Caroni. Er wurde 1595 durch den britischen Seefahrer '''Sir Walter Raleigh''' zerstört, Berrio y Oruna wurde gefangen genommen. Die älteste Kirche der Insel, die St. Joseph Catholic Church aus dem Jahre 1593, blieb aber erhalten. Die ist zugleich der älteste Kirchenbau auf Trinidad. 1699 rebellierten die Indianer gegen die spanischen Missionierungsversuche. Missionare und der Gouverneur wurden dabei getötet. Soldaten wurden gegen die Indianer eingesetzt. Die Armee trieb die Indianer bis zur Nordostspitze der Insel. Bei dem Ort Toco stürzten sich viele Indianer ins Meer. Zehn Jahre später wurden die Missionsstationen abgeschafft. 1739 gab es auf der Insel eine Pockenepedemie, an der ein großer Teil der Bevölkerung starb. Nach wiederholten Angriffen von Piraten auf den Ort San José de Oruna, heute Saint Joseph, verlegte der '''Gouverneur Pedro de la Moneda''' den Regierungssitz im Jahre 1757 nach Puerto de Espana, dem heutigen ''Port of Spain''. Da die Insel nur sehr schwach besiedelt war und Spanien fürchtete, die Insel könne dadurch leicht von England eingenommen werden, lockte der spanische '''Gouverneur Manuel Falques''' 1776 katholische Siedler mit Steuererleichterungen ins Land. Er brachte der Insel etwas wirtschaftlichen Aufschwung und veranlasste die Gründung des Ortes San Fernando. Mit Hilfe von Sklavenarbeit entstanden Zuckerrohr- und Baumwollplantagen. 1784 schickte Spanien seinen fähigsten Gouverneur, '''Don José Maria Chacon''', auf die Insel. Unter seiner Führung wuchs die Bevölkerung auf fast 18.000 Menschen an. Davon waren nur 2.000 Weiße, über 10.000 waren afrikanische Sklaven und knapp 1.000 waren Indianer, der Rest bestand aus freien Mischlingen. Im Jahre 1795 kam es zum Krieg zwischen Spanien und England. Im Mai 1796 lief das britische Schiff „H. M. S. Lebra“ unter der Führung von '''Sir Ralph Abercromby''' bei Chaguaramas die Insel an. Der spanische '''Admiral Don Sebastian Ruiz de Apodaca''' ließ alle spanischen Schiffe im Hafen in Brand setzen und '''Gouverneur Chacon''' übergab Trinidad kampflos an die Engländer. Sir Abercromby ernannte einen seiner Offiziere, '''Thomas Picton''', zum ersten Gouverneur. Die Ernennung entwickelte sich zu einem absoluten Missgriff. Picton betrachtete Sklaven und Mischlinge als Aufwiegler. Farbige Plantagenbesitzer und Sklaven wurden ständigen Repressalien ausgesetzt. 1802 musste er von '''Thomas Hislop''' abgelöst werden. Im gleichen Jahr gab es auf der Insel 150 Plantagen, alle waren im Besitz von Franzosen. Bis zum Jahre 1808 stieg die Zahl der Sklaven auf 20.000. Die Fachleute der damaligen Zeit kamen zu dem Ergebnis, um aus der Insel eine gewinnbringende Zuckerrohrbesitzung zu machen, wären mindestens 250.000 Sklaven nötig gewesen. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Insel trotzdem Kronkolonie. Die Zusammensetzung der Inselbevölkerung ließ in den Augen der britischen Regierung keine Wahlen zu. Die Zahl der freien Farbigen war doppelt so groß wie die der Weißen, und von der weißen Bevölkerung waren nicht einmal die Hälfte Engländer. So wurde die Insel direkt von London aus regiert, und der Gouverneur war das ausführende Organ. Als der Sklavenhandel 1807 offiziell eingestellt wurde, kam es noch jahrelang zu illegalen Sklaveneinfuhren. Die Abschaffung der Sklaverei im Jahre 1834 führte auf der Insel zu einer lang anhaltenden Ratlosigkeit, wie die Zukunft ohne Sklaven aussehen sollte. Selbst das Parlament in London beschäftigte sich immer wieder mit dieser Frage. Verschiedene Pläne wurden entwickelt und wieder verworfen. Menschen verschiedenster Nationalitäten wurden als Arbeitskräfte auf die Insel geholt: Iren, Schotten, Chinesen, Portugiesen von Madeira, europäische Emigranten, Arbeitskräfte von anderen karibischen Inseln, befreite Sklaven aus Sierra Leone und St. Helena, die meisten kehrten bald wieder in ihre Heimat zurück. Schließlich waren es Inder, die die Inselbevölkerung verändern sollten. Zwischen 1845 und 1917 kamen 144.000 Inder als billige Arbeitskräfte ins Land. Sie hatten Verträge für fünf oder zehn Jahre und waren danach berechtigt zurückzukehren. Aber viele von ihnen blieben in Trinidad, kauften ein Stück Land für ihre Reispflanzen oder Kakaobäume und eröffneten kleine Geschäfte. 1871 betrug der indische Bevölkerungsanteil schon 25&#x202F;% der Gesamtbevölkerung. Bis in die heutige Zeit haben sich die Familienclans erhalten und die indische Gesellschaft in Trinidad ist noch immer eine fast „geschlossene Gesellschaft“. 1847 richtete ein Wirbelsturm große Schäden an. 1857 bohrte die ''Merrimac Oil Company'' bei La Brea die erste Ölquelle an, aber erst 50 Jahre später wusste man diesen Reichtum richtig zu nutzen. Zur Jahrhundertwende führte die weitergehende Verarmung der Massen zur Gründung von mehreren politisch-gesellschaftlichen Interessengemeinschaften. 1897 wurde die Arbeiterbewegung Trinidad Workmen´s Association gegründet. Im gleichen Jahr entstand die East Indian National Association, und vier Jahre später folgten die Pan African Association und die Rate Payers Association, ein Zusammenschluss der Wassergebührenzahler. 1889 wurden Trinidad und Tobago zu einer Union zusammengeschlossen. 1914 entstand bei Pointe-A-Pierre die erste Ölraffinerie. Als Folge der Weltwirtschaftskrise kam es in den 1930-er Jahren auch in Trinidad zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die vermehrt zu Aufständen führten und zur Gründung von Arbeiterbewegungen. 1937 kam es in dem Dorf Fyzabad unter der Führung von '''Uriah Butler''' zu einem Aufstand der Erdölarbeiter. 1938 lag der durchschnittliche Tagesverdienst bei 35 Cents. Diese niedrigen Löhne führten schon 1935 zu einem Hungermarsch und 1937 zu wiederholten Streiks auf den Ölfeldern. 1941 verpachtete die Regierung das Gebiet um ''Chaguaramas'' und ''Waller Field'' an das US-Militär. Die Amerikaner bauten einen großen Marine- und Luftwaffenstützpunkt. Dies brachte dem Land für einige Jahre gut bezahlte Arbeitsplätze. Erst 1960 zogen die Amerikaner nach großen Protesten aus der Bevölkerung wieder ab. Nach dem Krieg und der Einführung des allgemeinen Wahlrechtes entstanden unzählige Parteien und in deren Folge Gründungen von Gewerkschaften. Den hohen Erlösen aus der Erdölindustrie standen nur wenige Arbeitsplätze gegenüber. 1956 gründete '''Dr. Eric Williams''' die Partei People´s National Movement. Am 31. August 1962 wurden Trinidad und Tobago rund drei Wochen nach Jamaika von den Engländern in die Unabhängigkeit entlassen. Eric Williams wurde erster Premierminister. Er behielt diesen Posten bis zu seinem Tode im Jahre 1981. Mit der Unabhängigkeit fielen die großzügigen finanziellen Unterstützungen von England fort. Internationale Konzerne wurden stattdessen von der Regierung „eingeladen”, sich auf der Insel niederzulassen. Bis 1966 konnten so 169 Industriefirmen angesiedelt werden. Die Ölförderung teileten sich Amoco, Shell und Texaco, die Zuckerindustrie wurde von Tate & Lyle kontrolliert. Während der 1970-er Jahre konnte Trinidad aufgrund seiner Erdöl- und Erdgasvorkommen noch ein deutliches Wirtschaftswachstum verzeichnen. Zum großen Teil ist dies den Preisbeschlüssen der OPEC von 1973 zu verdanken. Diese Preissteigerungen verdreifachten die Deviseneinnahmen des Landes schlagartig. Nach der zweiten deutlichen Ölpreiserhöhung in den Jahren 1979 und 1980 verzehnfachten sich diese Einnahmen sogar. Mit diesen Geldern kaufte Premierminister Williams die Kapitalmehrheit der nationalen Shell und BP, verstaatlichte die Zuckerindustrie, die Fluglinie BWIA und die Telefon- und Fernsehgesellschaften. Für 460 Millionen US-Dollar ließ er zudem ein Stahlwerk bauen. Anfang der 1980-er Jahre kam es dann mit Ende des Ölbooms und anderer politischer Fehler zu einer tiefen Strukturkrise, die sich besonders aus der Person des seit 25 Jahren regierenden Eric Williams ergab. Hatte er die weiße Mittelschicht vor der Unabhängigkeit noch als Nutznießer der Kolonialherrschaft bekämpft, so sicherte er seine Macht nun genau durch diese Gruppe. Korruption und schwere Mängel in der Gesundheits-, Verkehrs- und Baupolitik wurden ihm angelastet. Im März 1981 konnte der plötzliche Tod von Williams nicht eindeutig geklärt werden. Bei den Parlamentswahlen im November des gleichen Jahres konnte sein Nachfolger '''George Chambers''' noch die Mehrheit erzielen, bei den Kommunalwahlen 1983 gab es dann aber eine herbe Niederlage. Seit 1974 waren mit der Ölindustrie 50 Milliarden Petrodollar erwirtschaftet worden. Als der Einbruch der Ölpreise zu einer Rezession führte, musste man feststellen, dass der größte Teil des Geldes durch Misswirtschaft und Fehlplanungen verschwendet worden war. Der TT-Dollar musste mehrfach abgewertet werden, im Staatsdienst gab es Entlassungen, unrentable Staatsbetriebe wurden privatisiert. Bis 1990 stieg die Arbeitslosigkeit im Lande daraufhin bis auf 27 %. Am 27. Juli 1990 besetzte die kleine, radikale Moslemgruppe ''Jamaat al Muslimeen'' unter der Führung von '''Yasin Abu Bakr''' das Parlamentsgebäude. 45 Parlamentsmitglieder, einschließlich des Premierministers A. N. R. Robinson, wurden als Geiseln genommen. Robinson wurde aufgefordert zurückzutreten und innerhalb von 90 Tagen Neuwahlen auszuschreiben. Nachdem er dies verweigerte, kam es zu einem Schusswechsel, bei dem der Premierminister eine Schusswunde im Bein erlitt. Erst nach fünf Tagen gaben die Rebellen auf. Bei diesen Unruhen kamen insgesamt 30 Personen zu Tode, weitere 500 wurden verletzt. 114 Rebellen erhielten nach langen Gerichtsverhandlungen, zu denen auch der Kronrat in London gehört wurde, eine Amnestie. Dieser Putschversuch verschreckte verständlicherweise ausländische Investoren. Erst 1994 verzeichnete das Land sinkende Arbeitslosenzahlen und eine steigende Bruttoinlandsproduktivität. In den folgenden Jahren legte die Regierung ein Programm zur Modernisierung des Erdölsektors auf. Zugleich schaffte sie sich ein zweites wirtschaftliches Standbein, indem die Erschließung von Off-shore-Erdgasvorkommen gefördert wurde. === Erdöl und Erdgas === Im Jahre 1906 kam der Geologe ''Arthur Beeby Thompson'' nach Point Fortin. Er erhielt von der Regierung die Genehmigung, Land zu erwerben und nach Öl zu bohren. Er kaufte die Adventure und La Fortunée Plantagen um Werkanlagen zu errichten. Im Mai 1907 fand man in 210&#x202F;m Tiefe Öl. Zwei Jahre später wurde die '''Trinidad Oil Company''' gegründet. 1913 übernahm die '''United British Oilfields of Trinidad''' die Anlagen. 1957 wechselte der Besitz an '''Shell'''. Nach langen Protesten der Bevölkerung in den 1960-er und 1970-er Jahren übernahm der inzwischen von England losgelöste, selbstständige Staat Trinidad and Tobago die Shell und seit 1974 nennt sich das Unternehmen '''Trinidad & Tobago Oil Company''' (TRINTOC). Im Jahre 1993 gründte der Staat dann die '''Petroleum Company of Trinidad & Tobago''' (PETROTRIN) mit der Zentrale in Pointe-a-Pierre, und mit dem Zweck, alle Ölförderungen, die Weiterverarbeitung und den Verkauf von Erdölprodukten zu zentralisieren. Im Jahre 2000 übernahm die PETROTRIN dann in Zusammenarbeit mit TRINMAR alle Vermögenswerte von TEXACO. PETROTRIN hat seine größten Operationsbasen in Fyzabad, Guayaguayare, Marabella, Penal und Point Fortin. Von der Südostspitze der Insel (Guayaguayare) nach Point Fortin wurde eine neue Hochdruck-Pipeline verlegt, unterwegs gibt es mehrere Pumpstationen. In Pointe-a-Pierre steht die einzige Ölraffinerie des Landes. Die Anlage umfasst 809 Ha Grundfläche. Die Tagesproduktion liegt bei 160.000 Barrel von denen 70.000 für den lokalen Markt bestimmt sind, der größere Rest wird nach Brasilien, Equador, Kolumbien, Venezuela und West Afrika exportiert. Dort wird Flugbenzin, bleifreies Benzin, Diesel, Schmierstoffe und Bitumen hergestellt. TRINMAR, Trinidad Marine, betreibt im Seegebiet von Trinidad und Tobago 23 Ölbohrplattformen und 238 freistehende Bohrtürme. Der Beitrag von PETROTRIN am Sozialwesen von Trinidad besteht im Straßen- und Brückenbau, man beteiligt sich an der Reparatur von Schulen, baut Spielplätze und stellt Computer zur Verfügung. === Geister, Geisterglaube === Wie auf allen anderen karibischen Inseln haben auch die Bewohner von Trinidad und Tobago eine lebhafte Vorstellungskraft, kennen vielerlei Gruselgeschichten, glauben an gute und böse Geister. Viele dieser Geister und Geistergeschichten haben ihren Ursprung in Afrika. Der '''Dupp''' (auf der Insel Jamaika: Duppy) ist auf allen Inseln bekannt. Zusammen mit den '''Jumbies''' zählt er zu den harmlosen Geistern. Es sind die Geister von Toten, die nachts aus den Gräbern steigen, sich an dunklen Orten herumtreiben und die Lebenden gerne erschrecken. '''Belarivoist''' der Geist des Joachim Belarivo. Ein wenig begabter Zauberer wollte diesen Geist auferstehen und für sich arbeiten lassen. Für die Auferstehung reichte das Wissen, für weiteres nicht. Stattdessen erschien der Geist auf unzähligen Hochzeitsfeiern und erschreckte die Gäste. Er musste schließlich in einen Bleisarg eingeschlossen werden und unter einem großen Steinhaufen begraben werden. Der bedeutendste Geist auf Trinidad und Tobago ist '''Papa Bois''', der Beschützer des Waldes. Er hat Hörner, Fell und eine Harfe, seine Mutter war ein Reh, sein Vater ein Jäger, meistens erscheint er in Gestalt eines alten Mannes mit Bart und langen Haaren. Er kann sich auch in ein Tier verwandeln und Wilderer tief in den Wald locken, so dass sie sich verlaufen. Er hat auch eine Geliebte, '''Mama Dlo''' oder Mama d l‘eau, halb Frau, halb Schlange. Sie ist die Beschützerin der Flüsse. Von '''La Diablesse''' erzählt man, sie sei eine schöne Frau mit Kuhfuß, die man häufig auf großen Festen antrifft. Dort soll sie die Männer verführen. Wer sich mit ihr einlässt, wird nie mehr sein wie vorher oder nach kurzer Zeit sterben. Begegnet man ihr, soll man seine Kleidung ausziehen und mit der linken Seite nach außen wieder anziehen, dann kann sie einem nichts mehr anhaben. '''Douens''' und '''Douennes''' sind die Geister von kleinen Kindern, die ungetauft sterben. Sie tragen große Strohhüte, haben keine Gesichter, und ihre Füße stehen rückwärts. Es gibt auch Meerjungfrauen, Feen und Vampire. Man sagt, dass sich einsame und ungeliebte Menschen in Vampire, sogenannte '''Sousouyants''', verwandeln konnen. Sie ziehen ihre Haut aus und lassen diese auf der Türschwelle liegen, dann verwandeln sie sich in Feuerbälle, die durch die Luft fliegen. Dann kommen sie zu den Menschen und saugen ihnen das Blut aus. Man kann sich vor ihnen schützen, indem man Reis oder Salz um sein Bett streut. Der Vampir muss jedes Korn zählen, bevor er Blut saugen kann, bis er damit fertig ist, wird schon wieder Morgen und er muss unverrichteter Dinge abziehen. === Karneval === Französische Einwanderer brachten im 18. Jahrhundert den Karneval mit in die Karibik. In Frankreich war der Karneval damals ein riesiges Schlemmer- und Kostümfest vor dem Beginn der Fastenzeit. Die französischen Großgrundbesitzer in der Karibik feierten dieses Fest unter sich und ohne die Sklaven, nur freie Mulatten wurden zur Teilnahme eingeladen. Nach der Sklavenbefreiung 1834 wollten auch die Farbigen ihr Fest feiern. Das traditionelle Erntedankfest '''Canboulay''' wurde auf den Karnevalsonntag vorverlegt. Sie veranstalteten Straßenumzüge mit Trommelmusik, Stockkämpfen und Spottliedern auf die Weißen, dazu kleideten sie sich in elegante Kleider wie ihre weißen Herren. Diese fühlten sich schnell beleidigt und feierten in der Folgezeit nur noch in ihren Häusern. 1883 wurde den Farbigen das Mitführen von Trommeln verboten, ein Jahr später fanden die Umzüge nur noch am Karnevalmontag und unter Polizeibegleitung statt. So entstanden in den Vororten von Port of Spain die ersten '''Mas Camps''' - Kostümgruppen. Statt der Trommeln benutzte man Bambusstücke um den Takt zu schlagen, zur Zeit des II. Weltkrieges erfand man neue Musikinstrumente: Keksdosen und leere Ölfässer. 1894 kam dem Kaufmann ''Ingnatius Bodu'' die Idee, aus dem Karneval einen Wettbewerb zu machen. 1921 richtete ''Chieftain Douglas'' als erster ein '''Calypso Tent''' ein, in dem während der Karnevalsaison Nonstop gesungen wurde. Heute gibt es das '''National Carneval Commitee''' (NCC), es entstand aus der 1957 gegründeten ''Carneval Development Commission''. Diese Behörde betreut den gesamten Karneval, schreibt die Wettbewerbe aus, bestimmt die Veranstaltungsorte, organisiert die Showveranstaltungen, stellt die Preisrichter und wirbt Spenden ein, mit denen Gewinner zu hohen Geldpreisen kommen. Eine Jury wählt die Gewinner. Sie besteht aus Mitarbeitern von Ministerien, des NCC und Mitgliedern von Tanz-, Steelband- und Gesangsgruppen. Gewählt werden die besten Königs- und Königinkostüme, der beste Kostümdesigner, das Karnevallied des Jahres und die Musikband des Jahres. Eine Musikband kann zwischen 3.000 und 9.000 Mitglieder zählen. Für die Offiziellen beginnt die Karnevalsaison am Tag nach Aschermittwoch. Die Calypso-tents öffnen im Laufe des Januar. Danach beginnen die Vorentscheidungen für den Calypso- und Soca Monarchen, für Karnevalskönig und -königin. Die heiße Phase der Feierlichkeiten beginnt kurz vor Beginn der Fastenzeit mit dem Kinderkarneval. Am Karnevalmontag starten die Umzüge am frühen Morgen Richtung Stadtzentrum. Um die Mittagszeit finden die Maskenumzüge statt. Karnevaldienstag strömen die Massen zur Hauptveranstaltung im Queen´s Park, die bis in die späte Nacht dauert. Am Mittwoch ist alles vorbei und die Insulaner gehen wieder ihrem Gewerbe nach. === Musik === * '''Calypso''': Der Calypso hat seinen Ursprung an den Küsten von Westafrika und wurde von den Sklaven mit ins Land gebracht. Das „Urwort“ ist Kaiso und kommt aus Nigeria, Kaisos sind dort Spottlieder. Von den Sklaven wurden diese Lieder bei der Feldarbeit gesungen um die qualvolle Arbeit etwas zu erleichtern. Zugleich war es die einzige Möglichkeit, sich verschlüsselt über die Herrschaft zu beschweren oder lustig zu machen. : Seit der Abschaffung der Sklaverei wird dies von deren Nachfahren gefeiert. Seitdem wurden die Liedertexte immer bissiger. Im Jahre 1881 wurde bei so einer Veranstaltung von den Farbigen so auf die Regierung geschimpft und die politischen Mißstände wurden derart in ihren Gesängen verspottet, dass die Umzüge und Gesänge verboten wurden. In der Folgezeit texteten die Sänger, die Calypsonians, im Untergrund weiter. Aktuelle private und besonders politische Ereignisse werden seitdem besungen und ersetzen für den Teil der Bevölkerung, die nicht lesen können, die Tageszeitung. Man sagt auch: der Calypso bietet die Gelegenheit, etwas in Liedform zu sagen, was man in der besseren Gesellschaft nicht aussprechen kann. : Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. : Zwischen den beiden Weltkriegen wurde der Calypso international durch das Lied „''Rum and Coca Cola''“ bekannt. Es wurde von Lord Invader geschrieben und von den Andrew Sisters in den USA auf den Markt gebracht, sie verkauften die Platte fünf Millionen Mal. : 1978 wurde Calypso Rose als erste Frau zum alljährlichen Calypso King gekrönt. : Fast alle Sänger haben ausgenommen auffallende Namen: Atilla the Hun, Growling Tiger, Mighty Chalkdust, Roaring Lion, Valentino oder Black Stalin. Zu den weltweit bekanntesten gehören '''Lord Kitchener''' (*1922, †2000) und '''Mighty Sparrow'''. : In jüngster Zeit ist auch der Calypso extrem kommerzialisiert worden. * '''Indische Musik''': Mit einem Bevölkerungsanteil von etwa 40&#x202F;% beherrschen die Inder auch einen großen Teil der Musikszene. Im Laufe der Jahrzehnte hat die ursprünglich religiöse Musik sich teilweise an die Ansprüche der Jugendlichen Zuhörer angepaßt. '''Chutney''' ist eine dieser neuen Musikrichtungen, heute mit schnellerem Rhythmus und tanzbar, hat sie sich aus hinduistischen Folkloreliedern entwickelt. Chutney ist auch ein Teil des Trinidad-Karnevals geworden und für die Musikgruppen werden Preise vergeben. '''Pantar''' ist die Fusion von Pan-Musik und Sitar, eines der schönsten und ältesten indischen Musikinstrumente. Mit dieser Kombination lassen sich alle Arten von Calypsomusik bis zu indischer Ragmusik spielen. Einer der bekanntesten Pantar Interpreten ist Sitarist ''Mungal Patasar'' und seine Gruppe. * '''Panmusik und Steelbands''': Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. Ab 1935 begannen die Musiker deshalb, auf Dosen, Fässern und Benzinkanistern zu trommeln. Ein Jahr später gelang es dem Musiker '''Ellie Mannette''' ein Ölfaß so zu manipulieren, dass man ihm verschiedene Töne entlocken konnte. 1939 spielte die John John Band zum ersten Mal des amerikanische Kinderlied „Mary had a little lamb“ auf gestimmten Ölfässern. Seit 1945 erschienen abgeschnittene und gestimmte Ölfässer, die Pans, in der Öffentlichkeit. Heute ist der Beruf des Ölfaßstimmers sehr geachtet. Man unterscheidet die Pans nach Größe und Klangfarbe. Bass Pans verfügen über 5-7 Töne, sie werden auf etwa 7,5 cm Höhe zusammengeschnitten. Cello Pans haben 10 Töne und werden bei 35 cm abgeschnitten. Die Tenor Pans verfügen über 26-32 Töne und werden auf eine Länge von 15-18 cm geschnitten. : Die Pans werden blank geschliffen, verchromt, poliert und auf Gerüste montiert, damit der Musiker Bewegungsfreiheit hat. Die Tonfelder werden mit unterschiedlich großen Klöppeln geschlagen. Die Pans können von einem Solomusiker bearbeitet werden oder als Band können bis zu 100 Personen zusammen musizieren. Auf Trinidad soll es über 100.000 Ölfaß-Spieler geben. * '''Parang''': Besonders in der Weihnachtszeit beherrscht Parang die Musikszene. Diese Musikrichtung leitet sich aus venezuelanischen Weihnachtsliedern ab und den damit verbundenen Haus-zu-Haus besuchen und -feiern. Zu spanischen Texten mit religiösem Inhalt kommen südamerikanische Rhythmen mit Violine, Gitarre, Baß, Cuatro und Maracas. Einige Gruppen spielen die traditionellen Weisen, andere mixen es mit Soca, so dass '''Soca Parang''' entsteht. * '''Rapso''': Eine weitere Fortsetzung von der afrikanischen Tradition des Geschichtenerzählens führte zur Entwicklung des Rapso, einer Mischung von amerikanischem Rap mit Calypso. Hier wird Sprechgesang in Versen vom Rhythmus großer, schwerer Trommeln untermalt. Zwei der bedeutendsten Künstlergruppen sind ''Brother Resistance'' und ''Network Rapso Riddum''. * '''Soca''': Diese flottere Art des Calypso wurde 1970 geboren, als die Elektronik Einzug in die Musikszene hielt. Diese neue Form wird dem Musiker zugesprochen, der sich damals '''Lord Shorty''' nannte und heute unter dem Namen ''Ras Shorty I'' Musik produziert. Der Soca-Rhythmus läßt sich leicht mit anderen Musikformen verbinden. So findet man auf Trinidad den Soca heute als Bestandteil von Reggae, Jazz, Rythem & Blues als auch mit indischer Musik. Auch die im Lande lebenden Inder fanden an diesem Musikstil gefallen, verbanden den Rhythmus mit Hinditexten und so wurde der '''Chutney-Soca''' geboren. === Pflanzen- und Tierwelt === Trinidad und Tobago zählen zu den zehn führenden Ländern bei der Anzahl von Vogelarten pro Qaudratmeile. Auf beiden Inseln findet man auf Grund der Nähe zu Südamerika eine größere Anzahl von Pflanzen und Tieren als auf den anderen Karibischen Inseln. Man kennt 2.300 verschiedene, blühende Pflanzen, davon sind alleine 700 Orchideen. Die Nationalblume von Trinidad ist die '''Chaconia''', englisch: Wild Poinsettia. Ein Strauchgewächs von 2-3&#x202F;m Höhe, es ähnelt dem Weihnachtsstern. Den „Buffalypso“ gibt es nur auf der Insel Trinidad. Er ist das Ergebnis intensiver Zuchtversuche aus den 1960-er Jahren. Fünf auf Trinidad heimische Wasserbüffel Rassen wurden gekreuzt. Das Ergebnis ist ein friedfertiges Tier, dass tropische Hitze gut verträgt, mit schmackhaftem Fleisch. Es gibt 620 verschiedene Arten von Schmetterlingen. Von den 433 verschiedene Vogelarten brüten 250 auf der Insel, es gibt 41 verschiedene Kolibriarten. Den blinden Ölvogel findet man nur in Trinidad, es ist der größte Vogel, der sich von Früchten ernährt, aber nur nachts auf Futtersuche geht und selbst ein Amazonas-Papagei ist auf Trinidad zu finden. 108 verschiedene Säugetiere sind vertreten, dazu zählen 57 Fledermausarten und es gibt 70 verschiedene Arten von Kriechtieren. Die einzigen '''giftigen Schlangen''' sind die '''Far de Lance''' und der '''Buschmeister'''. Die Morocoy ist eine kleine Landschildkröte, die früher als Delikatesse gejagt wurde und fast ausgerottet war, heute wurd sie vielerorts als Haustier und Spielgefährte der Kinder gehalten. Verschiedene Strände von Trinidad und Tobago werden in den Monaten März bis Juli von Meeresschildkröten zur Eiablage aufgesucht. Der Besuch von Strandabschnitten, die von Schildkröten zur Eiablage aufgesucht werden, unterliegt einer Genehmigung durch die Forstverwaltung. The Forest Division, Long Circular Road, Port of Spain, Tel. 622-7476. The Forest Division, San Fernando, Tel. 657-8391, 657-7256. Den Schmetterling „89“, er hat eine schwarz-beigene Markierung auf der Flügelunterseite, die wie eine 89 aussieht, findet man nur auf Trinidad. Der Pauis ist ein großer truthahnartiger Vogel, der früher viel gejagt wurde und dadurch sehr selten geworden ist. Es gibt ihn nur auf Trinidad, nirgendwo sonst auf der Welt, er steht unter Schutz. Einzigartig auf der Welt ist auch der Fisch Cascadura. Diese Welsart ist ein Urtier aus dem Silur-Zeitalter. Sein Lebensraum sind zahlreiche schlammige Gewässer an der Südküste Trinidads. Ebenso selten sind die Reiherarten Agami, Blongios und Crabier Bec, die es nur auf Trinidad gibt. Weitere Vogelarten, die es in der Karibik nur auf Trinidad gibt sind Eisvögel, Pirol und Tukane. Das größte wilde Tier auf Trinidad ist der Braune Waldmazama, eine Hirschart. Das Halsband-Pekari wird von den Einheimischen Quenk genannt, es ist eine Wildschweinart. Auf der Insel gibt es verschiedene Opossumarten, die auch Manicou genannt werden, Waschbären, das hasengroße Agouti und den größeren Gefleckten Paka. Das gepanzerte Gürteltier, Armadillo oder Tatu genannt, und die seltenen Ozelote bekommt man kaum zu sehen. In einigen Flüssen und Sümpfen lebt der bis zu 2&#x202F;m lange Kaiman. === Plantagenwirtschaft === Die Landfläche von Trinidad und Tobago umfasst 513.000 Ha, weniger als ein Drittel davon ist Ackerfläche, 45&#x202F;% sind als Waldflächen ausgewiesen. Nur 13&#x202F;% des pflügbaren Landes ist bewässert. Es gibt aber eine Vielzahl von kleinen und großen Flüssen, Überflutungen in der Regenzeit sind normal. Die letzte umfassende Erhebung aus den 1970-er Jahren zählt 35.000 Farmen mit einer Gesamtfläche von etwa 130.000 Ha. Die Durchschnittsgröße einer Farm wurde mit 6 Ha angegeben, aber die 40 größten Plantagen hatten alle eine Größe über 400 Ha. Die landwirtschaftlichen Ernteerträge der 1970-er und 1980-er Jahre in Trinidad stehen in einem engen Zusammenhang mit der Ölindustrie. Dieser Trend begann Anfang der 1970-er mit dem starken Anstieg des Ölpreises. Löhne in der Landwirtschaft waren erheblich niedriger als in der Ölindustrie, der Geldreichtum führte zu größeren Importen von landwirtschaftlichen Produkten. Die Zahl der Landarbeiter sank um 50 %. Die Ernteerträge bei Zitrusfrüchten sanken um 75 %, bei Kakao waren es 61 %, bei Kokosprodukten 56&#x202F;% und bei Kaffee immer noch 15 %. Der Zuwachs von landwirtschaftlichen Produkten in den 1980-er Jahren wurde von Kleinstfarmern erwirtschaftet, die ihre Produkte oft in gartenähnlichen Familienbetrieben anbauten. Die Viehzucht im Land hat keine große Bedeutung. Es gibt nur rund 30.000 Rinder. Rindfleisch wird überwiegend aus Australien un Neuseeland importiert. Milch und Milchprodukte werden zu 90&#x202F;% von der Firma Nestlé eingeführt. Seit den späten 1980-er Jahren gibt es Zuchtversuche von Kühen und Indischen Wasserbüffeln, die man im Lande „Buffalyso” nennt. Bedeutender ist die Aufzucht von Hühnern und Schweinen. '''Kaffee''' wird in Trinidad verstärkt seit 1930 angepflanzt. Die Produktion sank von den späten 1960-er Jahren bis Mitte der 1980-er Jahre aber um rund 50 %. 1984 konnte zum ersten Mal kein Kaffee exportiert werden. Ein Jahr später betrug die Ernte wieder 2,1 Millionen KG, von denen 35&#x202F;% exportiert wurden. '''Zitrusfrüchte''' hatten in den 1950-er Jahren einen Boom. Man erntete zu der Zeit über 90.000 Tonnen pro Jahr, 1982 waren es nur noch 4.700 Tonnen. '''Kakaoplantagen''': Kakao war von den späten 1880-er Jahren bis in die 1930-er Jahre die wichtigste Anbaufrucht auf Trinidad und Tobago. Auf Tobago war sie dies sogar bis in die späten 1980-er Jahre. Kakao war schon im 18. Jahrhundert durch die Spanier nach Trinidad gekommen. Zeitweise war die Insel der zweitgrößte Kakaolieferant auf der Erde. Verschiedene Krankheiten haben der Fucht aber sehr zugesetzt. So sank die Jahresernte von 2.600 Tonnen im Jahre 1981 auf unter 1.300 Tonnen in 1985. Seit den 1970-er Jahren ist das Land nicht mehr in der Lage den Bedarf von Kokosöl und Seife mit den Ernten aus dem eigenen Land zu befriedigen. * Lopinot Estate. In Arouca führt die Lopinot Road nach Norden in die Northern Range. Um 1800 legte der Franzose Charles Joseph Comte de Lopinot dort eine 193 Ha große Kakaoplantage an. Der Graf war ein Offizier der französischen Armee in Haiti. Nach der Ausrufung der Unabhängigkeit und der damit verbundenen Freilassung der Sklaven in Haiti verließ er das Land und brachte seine 100 Sklaven mit nach Trinidad. Er nannte die Plantage „La Reconnaissance“. Das Herrenhaus, die Stallgebäude, die Sklavenunterkünfte und das Gefängnis wurden restauriert und können heute besichtigt werden. Im Herrenhaus wurde ein kleines Museum eingerichtet. Öffnungszeiten: täglich von 8-18 Uhr, Eintritt frei, Führungen finden zwischen 10 und 18 Uhr statt. '''Zuckerplantagen''': Im 19. Jahrhundert war Zucker trotz der überwältigenden Probleme noch immer die bedeutendste Einnahmequelle der Insel Trinidad. In den 1880-er Jahren gab es noch über 300 selbstständige Zuckerrohrplantagen. Ein Jahrhundert hatte die staatliche Carioni Gesellschaft hier das Monopol, nachdem man im Jahre 1971 51&#x202F;% der Aktien von Tate and Lyle zurückgekauft hatte. In den 1980-er Jahren wurde Zuckerrohr auf knapp 20.000 Ha angepflanzt, 20.000 Arbeitskräfte wurden in der Industrie gezählt. Die Jahresproduktion von Zucker lag zwischen 70.000 und 80.000 Tonnen. * Caroni Estate and Sugar Factory, Couva, Tel. 636-2371. Die Zuckerfabrik und die Distillerie liegen fast 40&#x202F;Km voneinander entfernt. Seit 1918 wird dort Rum destilliert. 1957 übernahm Caroni die Esperanza Estate. Deren Destillieranlagen wurden nach Caroni gebracht. 1980 wurde die Produktion ausgebaut. Neben eigenen Anbauflächen erhält Caroni Zuckerrohr von 6.000 unabhängigen Kleinfarmern. Seit 2003 wir die Caroni Gesellschaft umstrukturiert. Die Zuckerfabrik von Caroni wird geschlossen, die Fabrik von Sainte Madeleine bleibt bestehen. Der Landbesitz von Caroni, etwa 30.000 Ha geht in Staatsbesitz über und wird von einer neugegründeten Agentur verwaltet, der Estate Management and Business Development Company. Das Ziel ist, statt Rohzucker Zitrusfrüchte und Reis anzupflanzen und Milchviehzucht zu betreiben. :Der Rum wird unter den Markennamen Caroni Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, als Stallion Puncheon Rum mit 78&#x202F;% Alkohol, als Felicite Gold, White Magic Light und Special Old Cask Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol abgefüllt. Nur die leichten Rumsorten werden nach Kanada und Europa exportiert. * Champs Elysée Estate, Maraval Tal, Port of Spain. Um 1785 führte die Einwanderungspolitik des Franzosen Roumé de St. Laurent unter dem Gouverneur Don José Chacon viele französische Siedler mitsamt ihren Sklaven auf die Insel. Im fruchtbaren Maraval Tal bauten sie Baumwolle, Kaffee und Zuckerrohr an. Die Mehrheit der dort lebenden Menschen konnte kein englisch, fast alle gehörten der römisch-katholischen Kirche an. Im Jahre 1881 lebten dort 1.480 Menschen, davon waren 88 Plantagenbesitzer oder -verwalter. :Roumé de St. Laurent erwarb selbst ein großes Stück Land am Taleingang, aus dem die Champs Elysée Plantage entstand. Aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten musste seine Familie die Plantage schon bald verpfänden, später ging sie in den Besitz eines Pflanzers mit Namen Boissiere über. 1849 fasste man das ganze Tal zum Stadtbezirk Maraval zusammen. Gegen Ende des Jahrhunderts waren viele der kleinen Plantagen verschwunden. Auf den verbliebenen größeren Ländereien Champs Elysée, Moka, Haleland Park und Val de Oro wurde weiter Landwirtschaft betrieben. Heute werden nur noch auf der Paramin Plantage, westlich von Maraval, Gemüse und Gewürze angepflanzt. * Diego Martin River Estate, am Diego Martin Fluß. Direkt neben der Hauptstraße steht noch das 150 Jahre alte und 12&#x202F;m hohe Wasserrad der Zuckerplantage. Die Plantage fiel im Jahre 1897 in den Besitz der Regierung. Weitere historische Gebäude sind nicht erhalten, das einfache Plantagenhaus wurde aber wieder hergestellt. Es gibt aber noch einen Park mit Picknickplätzen und ein Mini-Museum. Das Museum ist täglich von 10-18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. * Spring Hill Estate. Um 1900 gründetet der in Frankfurt geborene Friedrich Wilhelm Mayer im fruchtbaren Arimatal in einer Höhe von etwa 400 Metern diese Plantage, um Kaffee, Kakao und Zitrusfrüchte anzupflanzen. 1908 wurde das Haupthaus fertig gestellt. Sohn Charles Mayer bewirtschaftete das Anwesen bis 1925, dann gab er auf, weil ihm der Gewinn zu gering war. 1932 kaufte der amerikanische Geologe Joseph Holmes das Land auf. Er brachte einen Stromgenerator dorthin und ließ einen Pool bauen. 1947 kauften Dr. Newcome Wright und seine Frau Asa Wright die 74 Ha große Plantage. Drei Jahre später richtete Dr. William Bebe von der New Yorker Zoologischen Gesellschaft dort eine Forschungsstation zum Studium tropischer Pflanzen und Tiere ein. 1955 verstarb Asa Wright. 1967 verkaufte ihr Mann das Gelände an die Forschungsstation. Im gleichen Jahr wurde das Herrenhaus in ein Gästehaus umgewandelt. Unter finanzieller Mithilfe der Bank of Nova Scotia wurde das Asa Wright Naturschutzgebiet eingerichtet. * Woodbrook Estate, Port of Spain. Nachdem die Siegert Familie 1875 (siehe unten) Venezuela verlassen hatte entstand in Port of Spain am Marina Square Ecke Charlotte Street die neue Angostura Fabrik. Die gleichbleibende Qualität und der weltweite Erfolg der Firma erlaubte es der Familie 1899 die 140 Ha große Woodbrook Estate zu kaufen. Die drei Brüder Alfredo, Carlos und Luis Siegert kultivierten ein Teil des Landes, zugleich planten sie eine Wohnsiedlung. Der Bau von 11 Straßen wurde in Angriff genommen, jede wurde nach einem Familienmitglied und nach Mitarbeitern des Projektes benannt. Nach dem Tod der Brüder Carlos und Luis verkaufte Alleinerbe Alfredo das Land 1911 an die Stadt Port of Spain. * '''Angostura Bitters''' Limited, Rumdistillerie, Eastern Main Road, Tel. 623-1845, Fax 623-1847. Im Jahre 1820 wanderte der preussische Chirurg Dr. Johann Gottlieb Benjamin Siegert nach Venezuela aus. Er wollte mit Simon Bolivar gegen die Spanier kämpfen. Vier Jahre später, als Leiter des Militärhospitals im Ort Angostura, am Ufer des Orinoco Flusses, entwickelte er eine Mischung aus tropischen Heilpflanzen, Gewürzen und Alkohol. Dieses Mittel „''Siegert´s Aromatic Bitters''“ sollte den von Tropenkrankheiten geschwächten Soldaten zu neuer Kraft verhelfen. Soldaten und Schiffsbesatzungen machten die Tinktur auf der ganzen Welt bekannt. 1850 verließ Dr. Siegert die Armee um sich vollständig der Produktion seines gefragten Elixiers zu widmen. 1875 verließ die Siegert Familie das krisengeschüttelte Venezuela wo ein politischer Diktator auf den anderen folgte und ließ sich in Trinidad nieder. :Im Jahre 1903 starb Carlos Siegert, zwei Jahre später sein Bruder Luis. Alfredo Siegert war nun einziger Kenner der geheimen Formel für Angostura. In der Folgezeit spekulierte er mit großen Geldmengen in verschiedenen Sektoren, verlor das Geld und auch die Firma. Amerikanische und kanadische Geschäftsleute versuchten erfolglos, die Fabrik im Ausland anzusiedeln. :1936 begann die Firma Angostura Bitters unter der Leitung von Robert W. Siegert, einem Enkel des Gründers, Alkohol zu brennen, dazu wurde eine Tochtergesellschaft, die Trinidad Distillers Ltd. gegründet und die Fernandes Rumbrennerei aufgekauft. Das Rezept für Angostura Bitters ist eines der bestgehüteten Geheimnisse der Karibik. 1960 wurden die Produkte von Angostura bereits in 140 Länder exportiert. Die Jahresproduktion von 1.3 Millionen Liter wurde bis 1998 auf 20 Millionen Liter gesteigert. :Das Besucherzentrum, Tel. 623-1841 im Ortsteil Laventille in Port of Spain ist geöffnet. Führungen finden dort montags bis freitags um 9.30, 13.30 und 14 Uhr statt, Führungen kosten 8 US $. :Die Distillerie kauft ihre Melasse von verschiedenen Zuckermühlen im Lande und vergärt und destilliert den Rohstoff in einer eigenen Brennerei. Der Rum wird unter dem Markennamen Royal Oak als 43 %-iger Rum verkauft. Weitere Markennamen sind Old Oak White und Old Oak Gold. 1973 erwarb man die auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindliche Distillerie Fernandes. Der Rum von dieser Destille wird unter den Markennamen Forres Park Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, Fernandes Vat 19, Fernandes Black Label, Ferdi´s Premium Rum und Crystal White Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol vertrieben. Daneben werden leichtere Mischgetränke hergestellt: Caribbean Club Rum Punch, Limbo Drummer, Lemon Lime & Bitters, Blu Vodka und Correla´s. :Das Grundprodukt Angostura Bitters ist eine aromatische Lösung mit 44,7&#x202F;% Akoholanteil. Man verwendet es hauptsächlich zur Verfeinerung von Mixgetränken, aber auch in Fisch- und Fleischgerichten, für Gemüse, Kuchen, Marmelade, Pudding, in Salaten und Suppen. * Fernandes Distillers, Fernandes Industrial Centre, Eastern Main Road, Laventille, Tel. 623-2101, 623-2501, Fax 623-1847. Als das Trinidad & Tobago Rum Bond Lager im Jahre 1932 abbrannte, nutzte der Besitzer der Fernandes Distillery, Joseph Bento Fernandes, die Gunst der Stunde. Er kaufte die angesengten Rumfässer günstig auf stellte fest, dass der Rum darin von besonderer Güte war. Dieser Rum wurde unter dem Namen „1919 Super Premium Rum“ verkauft. 1919 war das Jahr, in welchem die Fässer gefüllt worden waren. === Trinidad´s Eisenbahn === Schon kurz nach 1800 waren es die Großhändler, Kaufleute und Plantagenbesitzer, die bei der Kolonialverwaltung nach besseren Verkehrsverbindungen fragten. Doch wenig oder nichts geschah. Ebenso oder ähnlich verhielt es sich mit der Eisenbahn. Um 1846 wurde die '''Trinidad Railway Company''' gegründet. Man begann mit der Vermessung von möglichen Fahrlinien, kam aber zu der Überzeugung die Finanzierung sei nicht möglich. Im Jahre 1859 entstand dann die erste privat finanzierte Linie von Princes Town zum Hafen von San Fernando. Man nannte sie die Pflanzerlinie, da zunächst nur landwirtschaftliche Produkte an zur Kings Wharf gebracht wurden, zum weitertransport auf Schiffen rund um die Insel. Die Wagen wurden von Pferden oder Mulis gezogen. Auf Grund des öffentlichen Drucks wurde das Angebot auf den Personentransport ausgedehnt, auch die Post wurde nun mit der Eisenbahn transportiert. Diese Linie wurde unter dem Namen '''Cipero Tramroad''' bekannt. Sie existierte bis 1920, dann ging sie an die Trinidad Government Railway über. 1873 begann man mit dem Bau einer Bahnverbindung von Port of Spain nach Arima. Der Ausgangspunkt war der South Quay in Port of Spain, über San Juan und St. Joseph verlief die Linie bis nach Arima. Am 31. August 1876 wurde die Linie in Betrieb genommen. Die Eisenbahngesellschaft, offiziel Trinidad Government Railway, wurde gegründet. Ursprünglich sollte sie nur das reiche Landwirtschaftsgebiet um den Ort Arima herum mit dem Hafen von Port of Spain verbinden. Nun gab es aber eine kleine Eisenbahn Manie. Jeder einflußreichere Plantagenbesitzer verlangte die Anbindung seiner Farm an das Eisenbahnnetz. Schon im Januar 1880 gab es eine Verbindung nach Couva im Süden, bis 1882 wurde die Linie nach San Fernando fertig gestellt. Der Erfolg der Eisenbahnlinie nach Arima war überwältigend. Bis 1896 wurde sie nach Gunapo erweitert und 1897 wurde Sangre Grande erreicht. Im Jahre 1897 entstand an der Südlinie bei Cunupia ein Abzweig durch das Tal des Caparo Flusses nach Tabaquite. Nachdem man im Südwesten von Trinidad große Ölvorkommen gefunden hatte wurde die Eisenbahnlinie von San Fernando aus im Jahre 1913 bis nach Siparia verlängert. Im Jahre 1914 hatte das Netz dann seine größte Ausdehnung mit dem Ausbau bis nach Rio Claro. Die Länge des Schinennetzes betrug nun 173&#x202F;Km. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurden diese Eisenbahnwagen von Pferden gezogen. 1910 gab es die erste Motor-Bus-Verbindung in Trinidad. Die beiden Geschäftsleute Newallo und Asgarelli Syne betrieben '''Syne´s Bus Service'''. Mit der Zentrale in Icacos fuhren ihre Busse von dort über San Fernando bis nach Siparia und St. James in Port of Spain. Bis zum Beginn des I. Weltkrieges war dies das einzige Busunternehmen des Landes. Bis zum Jahre 1920 stieg die Zahl von angemeldeten Motorautos von etwa 100 auf 1.176. Im gleichen Jahr eröffnete Charles Ross eine Buslinie zwischen Four Roads und Macqueripe. Ab 1923 verzeichnete die Eisenbahn einen deutlichen Einbruch bei ihren Fahrgastzahlen. Trotzdem blieb die Eisenbahn ein Erfolg. Erst nach der Unabhängigkeit führte ein Missmanagement der Regierung zum Zusammenbruch des Eisenbahnverkehrs. Die Trasse der Linie von Port of Spain nach Arima, die mehr oder weniger parallel zur Eastern Main Road verläuft, wurde zur Fahrbahn nur für Express-Busse und Maxi-Taxi umgebaut. An das Zeitalter der Eisenbahn erinnert die Lokomotive Nr. 11, sie steht als Denkmal in der Harris Promenade von San Fernando. Ein zweites Exemplar befindet sich im Busdepot von Port of Spain. == Sprache == Amtssprache ist englisch. Besonders auf Trinidad wird aber auch verbreitet Französisch, Spanisch, Hindi und Chinesisch gesprochen. Daneben gibt es ein überwiegend englisches Patois. == Anreise == * {{vCard |type=airport |name=Piarco International Airport |wikidata=Q788810 |address=Golden Grove Road, Piarco |phone=669-4101 |fax=669-2319 |description=Landebahn 10/28, 10.440 × 151 Feet (3.182 × 46 m). Airport Authority of Trinidad & Tobago, Piarco Airport, Tel. 669-4101. Einreisebehörde, Immigration, Piarco Airport, Tel. 669-5859, Zollbehörde, Customs, Piarco Airport, Tel. 669-4361. |url=https://piarcoairport.com }} * '''Schiffsverbindungen''': Zwischen Trinidad und Tobago gibt es einen regeläßigen Fährverkehr. Der Hafen von Port of Spain wird von Kreuzfahrtschiffen angelaufen. == Mobilität == Achtung: '''Linksverkehr'''! Für das Fahren von Mietwagen wird für 90 Tage ein in Deutschland ausgestellter gültiger Internationaler Führerschein anerkannt. Wer länger im Lande ist muss eine nationale Fahrerlaubnis beantragen. Licening Department, Wrightson Road, Port of Spain. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 50 km/h, nur auf einigen Schnellstraßen darf man 80&#x202F;km/h fahren. Von der Hauptstadt Port of Spain gibt es eine autobahnähnliche Schnellstraße in Richtung Osten bis nach Arima und etwas darüber hinaus. Etwa 9&#x202F;km hinter Port of Spain zweigt davon eine Schnellstraße nach Süden ab, über die Stadt Chaguanas führt sie bis nach San Fernando. Die Eisenbahnlinie von Port of Spain nach Arima wurde eingestellt. Die ehemalige Bahntrasse wurde aus- und umgebaut, dies ist heute der Fahrweg für Expressbusse und Maxi Taxi. == Aktivitäten == * Naturbeobachtungen, hauptsächlich die Vogelwelt. * Strandleben, in Trinidad ist es nicht so ausgeprägt wie im Rest der Karibik. An der Nordküste findet man nur einzelne kleine Sandbuchten. Das Wasser an den kilometerlangen Stränden der Ostküste ist trüb, bedingt durch die Einschwämmungen des nahen Orinoco in Venezuela. Die Westküste ist verschmutzt durch intensive Bohrarbeiten der Erdölindustrie. * Wanderungen, hauptsächlich im Bereich der Northern Range. [[File:TnT Caroni Swamp 2.jpg|thumb|right|Caroni Swamp]] * Caroni Swamp: Sumpfgebiet im Mündungsbereich des Caroni River, durch das geführte Touren angeboten werden. Hauptattraktion ist eine riesige Kolonie Scharlachsichler, die am späten Nachmittag von ihren Fressrevieren zu ihrem Ruhegebiet zurückkehren. Ganz selten können Wasserschlangen oder Kaimane beobachtet werden. == Küche == Die Küche von Trinidad spiegelt die Zusammensetzung der Bevölkerung wieder. Neben der traditionallen karibischen Küche findet man heute viele chinesische, libanesische und syrische Einflüsse. Einen sehr großen Anteil an den Restaurants und Essgewohnheiten hat der indische Bevölkerungsanteil. Dadurch gibt es große Unterschiede zu den Restaurants auf der Insel Tobago. * '''Callaloo soup''' ist eine Suppe aus den spinatähnlichen Dasheenblättern mit allerlei Gewürzen und Krebsfleisch, stellenweise wird sie auch sehr scharf gewürzt. '''Dhal''' ist eine indische Suppe aus roten Linsen. * '''Buljol''' nennt man Saltfish, der zusammen mit Avocados, Paprika, Tomaten und Zwiebeln in Olivenöl gedünstet wird. * Ham´n Hops oder einfach nur '''Hops''' ist eine knusprige Brötchenart mit Schinkenfüllung. * '''Pastelles''' sind gefüllte Maismehltaschen die in Sohareeblättern gegart werden, ein klassisches Street Food. Die Füllung besteht aus angebratenes Rinderhack, Tomaten, Worcestershiresauce, diversen Gemüsen und Kräutern Besonders zu Weihnachten werden auch Oliven, Kapern und Rosinen dazugemischt. <gallery mode="packed" heights="150"> Callaloo-mit-Shrimps-GT.jpg|Callaloo soup mit Shrimps Buljol (Salted cod, oil, onions, tomatoes, pepper, boiled eggs).jpg|Buljol (gesalzener Kabeljau, Öl, Zwiebeln, Tomaten, Paprika, gekochte Eier) FOOD Pastelle open.jpg|geöffnete Pastelle </gallery> * Reis, der mit Kokosnußmilch gekocht wird erhält eine bräunliche Farbe. Auf vielen Karibikinseln wird er mit roten Bohnen vermischt zu jedem Essen angeboten. Auf Trinidad heißt er nicht „rice and peas“ sondern '''Pelau''', dazu gibt es im allgemeinen Hühnerfleisch, Paprikagemüse und alles ist scharf gewürzt. * Zu vielen Gerichten gehört '''Dumplin'''. Dumplins sind fingerdicke, längliche Klöße aus Wasser und Mehl, die in die Suppe oder Sauce gegeben werden. * '''Souse''' ist keine Soße sondern gekochtes Schweinefleisch, das mit Gurken, Paprika und Zwiebeln serviert wird, wir kennen es besser als Sülze. * '''Cascadura''' ist Fisch, den es nur in Trinidad gibt, der mit viel Curry gekocht wurde. <gallery mode="packed" heights="150"> Trinidadian Chicken Pelau (15399269506).jpg|Chicken Pelau </gallery> * '''Saltfish''' kommt überwiegend aus Norwegen und ist in der Karibik inzwischen ein teures Lebensmittel geworden. Der frisch gefangene Fisch wird dort ausgenommen, gewaschen, gesalzen und auf langen, dünnen Stangen aufgereiht und luftgetrocknet. * '''Black Pudding''' ist eine Blutwurst die viele Zwiebeln, Knoblauch und Gewürze enthält, sie gilt warm oder auf Brot als absolute Delikatesse. * '''Black cake''' ist ein sehr schwerer Kuchen aus dunklem Teig, der Teig wird mit Trockenfrüchten vermischt, die zuvor in Cherrybrandy und Rum eingeweicht wurden. * Das einheimische '''Bier''' trägt die Namen Carib, Heiroun und Stag Lager Beer. Auf der Insel wird aber auch Guinness, Mackeson und Stout in Lizenz abgefüllt. Die bekanntesten '''Rumsorten''' der Insel sind Old Oak und VAT 19. * Daneben gibt es unzählige '''alkoholfreie''', soganannte Soft Drinks, die meistens nur extrem süß und nach Chemie schmecken. == Feiertage == Zusätzlich zu den gesetzlichen Feiertagen die für die beiden Inseln Trinidad und Tobago gelten, gibt es auf der Insel Trinidad eine Vielzahl von religiösen Veranstaltungen und Feierlichkeiten, die teilweise auch zu nationalen Feiertagen geworden sind. === religiöse (regionale) Feiertage === * '''Divali''' oder '''Diwali''', dieses hinduistische Fest ist dem Licht gewidmet, es wird in verschiedenen Orten Trinidads auch als Ramleela Festival gefeiert. Mit dem Fest wird in Indien die Rückkehr von Lord Rama in sein Königreich Ayodha nach 14-jährigem Exil gefeiert. Zu Ehren seiner Ankunft erleuchteten seine Untertanen die Straßen mit tausenden von Öllampen. Dieses Fest wird im November auf ganz Trinidad gefeiert. Diviali bedeutet der Triumph des Guten über das Böse. Es wird zu Ehren der Göttin Lakshmis gefeiert, die Liebe, Schönheit, Reichtum und Licht verkörpert. In der Divalinacht werden auf der ganzen Insel mit Kokosöl gefüllte Tonschalen aufgestellt und angezündet. * '''Eid-ul-Fitr''', das moslemisches Neujahrsfest. Dies ist kein festes Datum, das Fest wird am Neumondtag des Fastenmonats Ramadan gefeiert. * '''Ganga Dashara'''. Am Fluß Marianne River im Ort Blanchisseuse feiern die Hindus ihr Reinigungsritual. * Das '''Hosey Festival''' wird in Trinidad seit 1884 gefeiert, es erinnert an den Krieg von Kerbala im Jahre 640. Die ursprüngliche, drei Nächte dauernde Trauerprozession wurde bis vor 40 Jahren nach strengen Regeln durchgeführt. Seitdem hat man sich an die Mentalität der Inselbewohner angepaßt. Heute finden die Prozessionen in den Monaten Februar und März in St. James, Cedros, Couva und Tunapuna statt. * '''La Divina Pastora Festival''', katholische Kirche, Siparia. Bei dieser Prozession am zweiten Sonntag nach Ostern wird die Schwarze Madonna durch die Straßen getragen. Diese Feier ist bei den Hindus auch als Soparee Mai bekannt. * '''Phagwa''', das Neujahrsfest der Hindus findet im März statt. In Trinidad ist es seit der Landung der ersten Inder im Jahre 1845 bekannt. * '''Ramleela''', ein Hindufest, das in über 20 Gemeinden gefeiert wird. * '''Santa Rosa Festival'''. Dieses Fest der kleinen Cariben Gemeinde wird im Juli gefeiert. Am 28. August findet eine gleichnamige Feier in Arima statt. Dort wurde 1775 eine Kapelle zum Gedenken an die Schutzheilige Santa Rosa de Arima gebaut. == Sicherheit == Auf Trinidad werden Drogen, insbesondere Marihuana angeboten. Der Besitz kleinster Mengen ist verboten und wird schwer bestraft. Wertgegenstände sollten im Hotelsafe hinterlegt werden. Zimmertüren und Mietwagen immer verschließen. Nachts sollte man nicht allein unterwegs sein und dunkle Orte generell meiden. Die hohe Zahl von arbeitslosen Jugendlichen führt zu wachsender Kriminalität gegen Touristen. == Klima == {{Klimatab-col |ort= |sourcelink= |sourcetext= |xt=ja|xtjan=31|xtfeb=31|xtmar=32|xtapr=32|xtmai=32|xtjun=32|xtjul=31|xtaug=31|xtsep=32|xtoct=32|xtnov=32|xtdec=31 |nt=ja|ntjan=21|ntfeb=20|ntmar=20|ntapr=21|ntmai=22|ntjun=22|ntjul=22|ntaug=22|ntsep=22|ntoct=22|ntnov=22|ntdec=21 |rm=ja|rmjan=70|rmfeb=45|rmmar=50|rmapr=55|rmmai=100|rmjun=190|rmjul=225|rmaug=250|rmsep=200|rmoct=175.0|rmnov=185|rmdec=125 }} == Literatur == === Landkarten === * {{Karte |Titel=Trinidad |Maßstab=1 : 150.000 |Hrsg=Mapping & Control, Lands & Surveys Division, Ministry of Planning & Mobilization, Government of the Republic of Trinidad & Tobago}} == Weblinks == {{GeoData| lat= 10.41611| long= -61.34444| radius= }} {{IstInKat|Trinidad und Tobago}} {{class-3}} 81ks1ksm37ksjck8xk8y9u71zhc685t 1804875 1804874 2026-09-19T08:00:05Z DocWoKav 14575 /* Weitere Ziele */ Geänderte vCard für Asa Wright Nature Centre 1804875 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region}} '''Trinidad''' ist eine Insel in [[Trinidad und Tobago]]. Auf Trinidad sind vor allem die vielfältige Natur, der berühmte Karneval, die Strände und der artenreiche Regenwald interessant. == Regionen == === Politische Einteilung === Trinidad und Tobago gliedert sich in elf ''regions'', drei ''boroughs'' und zwei ''cities''. Eine ''region'' ist einem Bundesland vergleichbar, ein ''borough'' einer kreisfreien Stadt und eine ''city'' einem Stadtstaat wie Hamburg oder Berlin, wobei das Konstrukt des ''borough'' aus dem englischen Rechtsraum stammt und im deutschsprachigen Raum unbekannt ist. ''cities'' sind [[Port of Spain]] und [[San Fernando (Trinidad und Tobago)|San Fernando]], ''boroughs'' sind [[Arima]], [[Chaguanas]] und [[Point Fortin]]. === Geographische Aufteilung === * Northern Range: Dieser Höhenzug erstreckt sich auf einer Länge von 65&#x202F;Km entlang der Nordküste. Die Nordküste ist steil und felsig. Dort findet man keine durchgehende, befahrbare Straße. Das ganze Gebiet ist überhaupt wenig erschlossen, damit ein wahres Paradies für die Tierwelt. Einzig von Port of Spain aus und entlang der Ostküste gibt es Straßenverbindungen zur Nordküste. Von Arima aus kann man auf teilweise sehr schlechter Straße nach Norden vordringen. Die höchsten Erhebungen sind der Berg "El Tucuche" mit 936&#x202F;m und der "El Corre de Aripo" mit 940&#x202F;m. Nordwestlich von Arima findet man eine größere Anzahl von Höhlen. * Der Ost-West-Korridor ist eine Ebene am Fuße der Northern Range. Es ist das am dichtesten bebaute und besiedelte Gebiet der Insel. Von der Matura Bay im Osten reicht die Ebene bis zur Hauptstadt Port of Spain im Westen. In Port of Spain beginnend erreicht man übergangslos die Städte San Juan, St. Joseph, Curepe (mit dem Ortsteil St. Augustine und der Universität), Tunapuna, Arouca (mit dem internationalen Flughafen Piarco im Süden), Valencia und Sangre Grande. Das bebaute Gebiet ist dort zwischen zwei und sieben Kilometer breit. Auf nördlicher Route erreicht man alle Orte auf der Straße Eastern Main Road. Mehr oder weniger parallel dazu gab es dort früher eine Eisenbahnlinie von Port of Spain bis nach Arima. Die ehemaligen Gleisanlagen sind einer Straße gewichen, die für den Busverkehr reserviert ist, die "Priority Bus Route". Auf südlicher Route wurde der autobahnähnliche "Churchill Roosevelt Highway" als entlastungsstraße gebaut. * Central Range: Dieser Höhenzug ist wesentlich flacher, er erstreckt sich leicht schräg, nördlich von San Fernando im Westen bis nach Manzanilla im Osten. * Im Süder der Central Range findet man wieder flaches Land, es riecht dor überall nach Erdöl. Überall wird Erdgas und -öl gefördert. Zwischen San Fernando und Point Fortin befindet sich einer vor drei bekannten Teer-Seen dieser Erde. Weit verbreitet sind Schlammvulkane. * Die Southern Range, auch "the Deep South" genannt, also der tiefe Süden bildet als flacher Höhenrücken den Abschluss. == Orte == {{mapframe}} * {{vCard | name = Port of Spain | type = city | wikidata = Q39178 | description = Die Hauptstadt Trinidads ist das wichtigste politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Insel. Besonders bekannt ist die Stadt für den Trinidad Carnival, Museen, historische Gebäude und das lebendige Stadtviertel rund um die Queen’s Park Savannah. }} * {{vCard | name = Arima | type = city | wikidata = Q661405 | description = Arima liegt am Rand der Northern Range und ist eine der älteren Städte Trinidads. Sie ist für ihre indigene Kultur, traditionelle Feste und ihre Nähe zu den tropischen Waldgebieten im Norden bekannt. }} * {{vCard | name = Chaguanas | type = city | wikidata = Q1444575 | description = Sie ist eine lebhafte Handelsstadt mit zahlreichen Geschäften, Märkten und Einkaufszentren. Besonders interessant sind die vielfältige Bevölkerung sowie die starke indisch-trinidadische Kultur. }} * {{vCard | name = Couva | type = city | wikidata = Q2602007 | description = Couva ist eine moderne Stadt mit Einkaufszentren, Restaurants und verschiedenen Freizeiteinrichtungen. Sie spielt außerdem eine wichtige Rolle im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben Trinidads. }} * {{vCard | name = San Fernando | type = city | wikidata = Q1023712 | description = Sie ist eine der wichtigsten Städte Trinidads und ein bedeutendes Handels- und Kulturzentrum. Sehenswert sind unter anderem die Innenstadt, Märkte, Geschäfte und verschiedene kulturelle Veranstaltungen. }} * {{vCard | name = Princes Town | type = city | wikidata = Q1011576 | description = Eine kleinere Stadt mit einer ruhigen Atmosphäre und einer langen Geschichte. Sie ist vor allem für ihre lokalen Märkte, traditionellen Veranstaltungen und den Einfluss der Zuckerindustrie auf die regionale Geschichte interessant. }} * {{vCard | name = Penal | type = city | wikidata = Q2510034 | description = Penal ist vor allem durch seine indisch-trinidadische Bevölkerung und deren kulturelle Traditionen geprägt. Es gibt lokale Märkte, Geschäfte und Restaurants sowie religiöse Feste. }} * {{vCard | name = Point Fortin | type = city | wikidata = Q786957 | description = Point Fortin ist vor allem durch die Erdöl- und Erdgasindustrie geprägt, besitzt aber auch ein aktives gesellschaftliches und kulturelles Leben. Die Stadt ist außerdem für Veranstaltungen und traditionelle Feste bekannt. }} * {{vCard | name = Siparia | type = city | wikidata = Q3493381 | description = Siparia ist eine traditionsreiche Stadt, die besonders für religiöse Feste und kulturelle Veranstaltungen bekannt ist. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Verehrung der „Siparia Devi“, wodurch die Stadt für Besucher kulturell besonders interessant ist. }} weitere Orte sind; [[Blanchisseuse]], [[Manzanilla]], [[Mayaro]], [[Piarco]], [[Tunapuna]] == Weitere Ziele == * {{vCard | name = [[Maracas Bay]] | type = beach | wikidata = Q49384384 | description = Einer der bekanntesten Strände Trinidads, umgeben von grünen Bergen und beliebt zum Baden und Entspannen. }} * {{vCard|type= beach |name= Turtle Beach |description= Ein wichtiger Brutplatz für Meeresschildkröten, insbesondere für Lederschildkröten, die dort ihre Eier ablegen. }} * {{vCard|type= beach |name= Las Cuevas Beach|description= Ein ruhiger, von tropischer Landschaft umgebener Sandstrand, der sich gut zum Schwimmen und Entspannen eignet. }} * {{vCard|type= landscape|name= Caroni Bird Sanctuary |description=Ein großes Feuchtgebiet, das besonders für seine zahlreichen Vogelarten und die roten Trinidad-Maskottchen, die Scharlachsichler, bekannt ist. }} * {{vCard | name = Pitch Lake | type = landscape | wikidata = Q717351 | description = Einer der größten natürlichen Asphaltseen der Welt und eine der ungewöhnlichsten Natursehenswürdigkeiten der Karibik. }} * {{vCard | name = Asa Wright Nature Centre | type = landscape | wikidata = Q4803181 | description = Ein Naturreservat, das für seine große Artenvielfalt und besonders für Kolibris und andere tropische Vögel bekannt ist. }} * {{vCard|type= landscape|name= Argyle Waterfall|description= Ein beeindruckender mehrstufiger Wasserfall inmitten tropischer Vegetation, der über einen kurzen Wanderweg erreichbar ist. }} * {{vCard|type= landscape|name= Main Ridge Forest Reserve |description=Einer der ältesten geschützten Regenwälder der westlichen Hemisphäre mit zahlreichen tropischen Pflanzen, Vögeln und anderen Tieren. }} * {{vCard|type= landscape|name= Pigeon Point |description= Eine bekannte Küstenattraktion mit Palmen, türkisfarbenem Wasser und feinem Sandstrand, die besonders für ihre idyllische Landschaft geschätzt wird. }} == Hintergrund == === Landesbeschreibung === Geologen und Faunisten zählen Trinidad und Tobago zu Südamerika, nicht zu den Karibischen Inseln. Vor vermutlich noch 10.000 Jahren waren die Inseln mit dem südamerikanischen Festland verbunden. Heute ist die Insel Trinidad durch eine 11&#x202F;km breite Meerenge von Venezuela getrennt. Die Insel Trinidad hat eine etwa rechteckige Form, deren Westküste durch den Golf von Paria tief eingeschnitten ist. Die Nord-Süd Ausdehnung beträgt 83&#x202F;km. Entlang der Nordküste verläuft eine flache Bergkette, die bis zu 940&#x202F;m hoch aufragt, die Northern Range. Dort findet man eine Vielzahl von Höhlen und Wasserfällen. Sie ist Erdgeschichtlich der östlichste Ausläufer der südamerikanischen Anden. Dort hat die Insel eine Breite von 86 km, vom Golf von Paria zur Ostküste sind es an der schmalsten Stelle nur 48 km, während sie an der Südküste 104&#x202F;km mißt. An der Ostküste ließen sich 1783 französische Siedler südlich von Manzanilla nieder, wo sie zwölf aneinandergrenzende Kokosplantagen anlegten, die noch heute die Landschaft prägen. Die Nord- und Südküste sind wenig erschlossen. Dort gibt es keine durchgehenden Straßenverbindungen. Abgesehen von der Churchill Roosevelt und der Uriah Butler Schnellstraße sind alle anderen Straßenverbindungen auf der Insel nicht sehr gut. Bis 1957 war die Southern Main Road die Hauptstraße zwischen dem Norden und dem Süden. Dann wurde der Princess Margaret Highway als Schnellstraße zwischen Port of Spain und Chaguanas gebaut. Inzwischen wurde die Straße umbenannt in Uriah Butler Highway. Während des ersten Ölbooms in den 1970er Jahren wurde diese Schnellstraße als Sir Solomon Hochoy Highway bis nach San Fernando erweitert. Es gibt inzwischen Ausbaupläne bis nach Point Fortin. In West Ost Richtung verbindet der Beetham Highway Port of Spain mit dem Uriah Butler Highway. Von dort aus führt der Churchill Roosevelt Highway weiter bis zu seinem derzeitigen Ende, drei Kilometer hinter Arima. In diesem sogenannten Ost-West Korridor der sich von Chguaramas bis nach Arima am Fuße der Northern Range Hügelkette entlangzieht lebt über die Hälfte der Inselbevölkerung. Fast die Hälfte von Trinidad ist noch bewaldet. Die Insel hat aber keine ausgeprägte Tourismusindustrie. Dafür besitzt Trinidad die einzigen größeren Erdgas und -ölvorkommen aller Karibikinseln. Vor Point Lisas befinden sich große Erdgasfelder im Meer. Dort findet man deshalb die größte Industrieansammlung. Neben Eisen und Stahl gibt es vier Methanolproduzenten und sechs Anlagen für die Ammoniumproduktion. 1999 begann man mit dem Bau einer Aluminiumschmelze. Am Galeota Point und in Pointe a Pierre stehen Erdölraffinerien. Erst 1998 hat die Amoco Trinidad Oil Company neue große Erdölfelder vor der Küste von Trinidad gefunden. Im ganzen Süden der Insel wird Erdöl gefördert. Dort gibt es auch mehrere Schlammvulkane. Vor der Nordwestküste liegen mehrere Inseln, die zum Territorium von Trinidad und Toabago gehören. * '''Diego Islands''': Zu den Diego Islands gehören die Inseln Carrera und Cronstad Island. Sie liegen etwas mehr als 500&#x202F;m vor der Halbinsel Point Gourde. Die Insel Carrera hat eine Ausdehnung von 420 x 270 Metern, seit dem Jahre 1877 ist sie Gefängnisinsel. Angeblich ist sie so sicher wie das amerikanische Alcatraz. * '''Five Islands''': Die Inselgruppe Five Islands besteht aus den fünf Inseln Caledonia, Craig, Lenagan, Nelson und Rock. * '''Insel Chacachacare''': Die Insel befindet sich fast auf halbem Wege nach Venezuela. Die Strömung in der Meerenge ist stark und gefürchtet. Seeleute nennen die Durchfahrt Boca del Drago oder „dragon´s mouth“, also Drachenmaul. Die Insel hat eine Ausdehnung von 15&#x202F;km in der Länge und 3&#x202F;km in der Breite, sie ist 8&#x202F;km von Trinidad entfernt. : Die Überfahrt von Chaguaramas dauert je nach Wetterlage etwa eine Stunde. Seit dem Jahre 1877 befand sich auf der Insel eine Leprakolonie, seit 1984 ist sie unbewohnt. : Im Jahre 1885 wurde nahe der Perruquier Bay auf dem höchsten Punkt der Insel, 818 m, ein Leuchtturm gebaut, er ist immer noch im Betrieb. Auf der Ostseite befindet sich die tief eingeschnittene Bucht Chacachacare Bay. Auf der gegenüberliegenden Inselseite liegt die La Tinta Bay. Sie hat schwarzen Sandstrand und wurde jahrelang als Versteck für Schmuggelgut genutzt. : Bei Chapelle Bay findet man einen Salzsee. * '''Insel Gaspar Grande''': Die Insel ist rund 2&#x202F;km lang und 800&#x202F;m breit, sie ist auch unter dem Namen Gasparee Island bekannt. Ihr Name geht auf den früheren Besitzer Don Gaspar de Percin zurück. Sie liegt nur einen Kilometer vor der Küste. Von der Crews Inn Marina in Chaguaramas fahren Boote in 20 Minuten dorthin. Die Überfahrt von Chaguanas zur Südseite kostet 40 TT $, zur Ostseite 30 TT $. Im allgemeinen fahren die Boote zum Point Baleine, wo es zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Walfangstation gab. Heute befindet sich dort eine kleine Marina und Picknick Plätze. : Im 19. Jahrhundert wurde auf der Insel noch Baumwolle angebaut. : Die kleine Bombshell Bay am Ostende ist zum Baden geeignet. Auf dem Bombshell Hill befand sich ein Fort. : Die Gasparee Caves sind ein Netzwerk von Tropfsteinhöhlen, es gibt dort sogar einen kleinen See. Der Zugang ist nur mit Genehmigung der Chaguaranas Development Authority und mit Führung eines registrierten Tourunternemers möglich. Sie sind täglich von 9-15 Uhr geöffnet, Eintritt: 10 TT $. : Innerhalb von 25 Minuten kann man zur anderen Inselseite laufen, dort findet man Geschützstellungen aus dem II. Weltkrieg. : Seit den 1980er Jahren befand sich dort auch das Fantasy Island Resort mit Restaurant, Cafe und Pool. Tel. 678-9001. : Bayview Beach Resort & Marina, Tel. 678-9001-02 * '''Insel Huevos''': Die kleine, länglich, schmale Insel Huevos befindet sich in Privatbesitz. Sie ist unbewohnt und Brutplatz für Seevögel. * '''Insel Monos''': Monos liegt nur etwa 650&#x202F;m vom Entrada Point entfernt und hat zwei Landestege in der Morris Bay und in der Grand Fond Bay. Sie ist dicht bewaldet und nicht dauerhaft bewohnt. Es gibt dort aber eine zunehmende Anzahl von Ferienhäuser von reichen Trinis. Früher gab es in der Turtle´s Bay eine Walfangstation. Dort ist noch einer der Kupferkessel erhalten, in dem das Walfett gekocht wurde. === Geschichte === Über die allerersten Inselbewohner ist nichts bekannt, man nimmt aber an, dass schon 5.000 Jahre vor Christi Geburt Indianerstämme aus Südamerika auf Trinidad und Tobago gelebt haben. Auf dem Weg in den Norden haben Ciboney-Indianer als Sammler und Jäger vermutlich zuerst die Insel Trinidad besiedelt. Zwischen 100 und 1000 nach Christus folgten ihnen höher entwickelte Ignerie-Indianer und Taino-Indianer vom Stamm der Arawaks aus dem Orinokogebiet, die schon Landwirtschaft betrieben. Im 13. Jahrhundert überfielen kriegerische Carib-Indianer die friedlichen Arawaks, töteten die Männer und nahmen sich die Frauen. Auf seiner dritten Reise entdeckte '''Christopher Kolumbus''' auf südlicher Route segelnd diese Insel im Sommer 1498. Er nannte die Insel ''La Isla de la Trinidad'', Insel der Dreifaltigkeit, und umfuhr sie im Uhrzeigersinn. Einen Tag später verließ er sie um die Insel [[Grenada]] zu erreichen. Zu dieser Zeit lebten noch geschätzt 35.000 Indianer auf den beiden Inseln; Arawaks im Südosten und Carib-Indianer im Norden und Westen in der Gegend von Arima, Mucurapo und Port of Spain. Erst 1532 betrat '''Don Antonio Sedeno''' beim Fischerdorf Cumucarapo, das heute Mucarapo heißt, als erster spanischer Entdecker die Insel. 50 Jahre später kam eine größere Gruppe von Siedlern mit dem spanischen Soldatenführer '''Don Antonio de Berrio y Oruna''' und dessen Leutnant Domingo de Vera auf der Suche nach dem berühmten Gold von El Dorado auf die Insel. An der Ostküste bauten sie die Siedlung San José de Oruna, das heutige St. Joseph, dort wurde auch die Inselverwaltung angesiedelt. In der Indianersprache hieß der Ort Caroni. Er wurde 1595 durch den britischen Seefahrer '''Sir Walter Raleigh''' zerstört, Berrio y Oruna wurde gefangen genommen. Die älteste Kirche der Insel, die St. Joseph Catholic Church aus dem Jahre 1593, blieb aber erhalten. Die ist zugleich der älteste Kirchenbau auf Trinidad. 1699 rebellierten die Indianer gegen die spanischen Missionierungsversuche. Missionare und der Gouverneur wurden dabei getötet. Soldaten wurden gegen die Indianer eingesetzt. Die Armee trieb die Indianer bis zur Nordostspitze der Insel. Bei dem Ort Toco stürzten sich viele Indianer ins Meer. Zehn Jahre später wurden die Missionsstationen abgeschafft. 1739 gab es auf der Insel eine Pockenepedemie, an der ein großer Teil der Bevölkerung starb. Nach wiederholten Angriffen von Piraten auf den Ort San José de Oruna, heute Saint Joseph, verlegte der '''Gouverneur Pedro de la Moneda''' den Regierungssitz im Jahre 1757 nach Puerto de Espana, dem heutigen ''Port of Spain''. Da die Insel nur sehr schwach besiedelt war und Spanien fürchtete, die Insel könne dadurch leicht von England eingenommen werden, lockte der spanische '''Gouverneur Manuel Falques''' 1776 katholische Siedler mit Steuererleichterungen ins Land. Er brachte der Insel etwas wirtschaftlichen Aufschwung und veranlasste die Gründung des Ortes San Fernando. Mit Hilfe von Sklavenarbeit entstanden Zuckerrohr- und Baumwollplantagen. 1784 schickte Spanien seinen fähigsten Gouverneur, '''Don José Maria Chacon''', auf die Insel. Unter seiner Führung wuchs die Bevölkerung auf fast 18.000 Menschen an. Davon waren nur 2.000 Weiße, über 10.000 waren afrikanische Sklaven und knapp 1.000 waren Indianer, der Rest bestand aus freien Mischlingen. Im Jahre 1795 kam es zum Krieg zwischen Spanien und England. Im Mai 1796 lief das britische Schiff „H. M. S. Lebra“ unter der Führung von '''Sir Ralph Abercromby''' bei Chaguaramas die Insel an. Der spanische '''Admiral Don Sebastian Ruiz de Apodaca''' ließ alle spanischen Schiffe im Hafen in Brand setzen und '''Gouverneur Chacon''' übergab Trinidad kampflos an die Engländer. Sir Abercromby ernannte einen seiner Offiziere, '''Thomas Picton''', zum ersten Gouverneur. Die Ernennung entwickelte sich zu einem absoluten Missgriff. Picton betrachtete Sklaven und Mischlinge als Aufwiegler. Farbige Plantagenbesitzer und Sklaven wurden ständigen Repressalien ausgesetzt. 1802 musste er von '''Thomas Hislop''' abgelöst werden. Im gleichen Jahr gab es auf der Insel 150 Plantagen, alle waren im Besitz von Franzosen. Bis zum Jahre 1808 stieg die Zahl der Sklaven auf 20.000. Die Fachleute der damaligen Zeit kamen zu dem Ergebnis, um aus der Insel eine gewinnbringende Zuckerrohrbesitzung zu machen, wären mindestens 250.000 Sklaven nötig gewesen. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Insel trotzdem Kronkolonie. Die Zusammensetzung der Inselbevölkerung ließ in den Augen der britischen Regierung keine Wahlen zu. Die Zahl der freien Farbigen war doppelt so groß wie die der Weißen, und von der weißen Bevölkerung waren nicht einmal die Hälfte Engländer. So wurde die Insel direkt von London aus regiert, und der Gouverneur war das ausführende Organ. Als der Sklavenhandel 1807 offiziell eingestellt wurde, kam es noch jahrelang zu illegalen Sklaveneinfuhren. Die Abschaffung der Sklaverei im Jahre 1834 führte auf der Insel zu einer lang anhaltenden Ratlosigkeit, wie die Zukunft ohne Sklaven aussehen sollte. Selbst das Parlament in London beschäftigte sich immer wieder mit dieser Frage. Verschiedene Pläne wurden entwickelt und wieder verworfen. Menschen verschiedenster Nationalitäten wurden als Arbeitskräfte auf die Insel geholt: Iren, Schotten, Chinesen, Portugiesen von Madeira, europäische Emigranten, Arbeitskräfte von anderen karibischen Inseln, befreite Sklaven aus Sierra Leone und St. Helena, die meisten kehrten bald wieder in ihre Heimat zurück. Schließlich waren es Inder, die die Inselbevölkerung verändern sollten. Zwischen 1845 und 1917 kamen 144.000 Inder als billige Arbeitskräfte ins Land. Sie hatten Verträge für fünf oder zehn Jahre und waren danach berechtigt zurückzukehren. Aber viele von ihnen blieben in Trinidad, kauften ein Stück Land für ihre Reispflanzen oder Kakaobäume und eröffneten kleine Geschäfte. 1871 betrug der indische Bevölkerungsanteil schon 25&#x202F;% der Gesamtbevölkerung. Bis in die heutige Zeit haben sich die Familienclans erhalten und die indische Gesellschaft in Trinidad ist noch immer eine fast „geschlossene Gesellschaft“. 1847 richtete ein Wirbelsturm große Schäden an. 1857 bohrte die ''Merrimac Oil Company'' bei La Brea die erste Ölquelle an, aber erst 50 Jahre später wusste man diesen Reichtum richtig zu nutzen. Zur Jahrhundertwende führte die weitergehende Verarmung der Massen zur Gründung von mehreren politisch-gesellschaftlichen Interessengemeinschaften. 1897 wurde die Arbeiterbewegung Trinidad Workmen´s Association gegründet. Im gleichen Jahr entstand die East Indian National Association, und vier Jahre später folgten die Pan African Association und die Rate Payers Association, ein Zusammenschluss der Wassergebührenzahler. 1889 wurden Trinidad und Tobago zu einer Union zusammengeschlossen. 1914 entstand bei Pointe-A-Pierre die erste Ölraffinerie. Als Folge der Weltwirtschaftskrise kam es in den 1930-er Jahren auch in Trinidad zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die vermehrt zu Aufständen führten und zur Gründung von Arbeiterbewegungen. 1937 kam es in dem Dorf Fyzabad unter der Führung von '''Uriah Butler''' zu einem Aufstand der Erdölarbeiter. 1938 lag der durchschnittliche Tagesverdienst bei 35 Cents. Diese niedrigen Löhne führten schon 1935 zu einem Hungermarsch und 1937 zu wiederholten Streiks auf den Ölfeldern. 1941 verpachtete die Regierung das Gebiet um ''Chaguaramas'' und ''Waller Field'' an das US-Militär. Die Amerikaner bauten einen großen Marine- und Luftwaffenstützpunkt. Dies brachte dem Land für einige Jahre gut bezahlte Arbeitsplätze. Erst 1960 zogen die Amerikaner nach großen Protesten aus der Bevölkerung wieder ab. Nach dem Krieg und der Einführung des allgemeinen Wahlrechtes entstanden unzählige Parteien und in deren Folge Gründungen von Gewerkschaften. Den hohen Erlösen aus der Erdölindustrie standen nur wenige Arbeitsplätze gegenüber. 1956 gründete '''Dr. Eric Williams''' die Partei People´s National Movement. Am 31. August 1962 wurden Trinidad und Tobago rund drei Wochen nach Jamaika von den Engländern in die Unabhängigkeit entlassen. Eric Williams wurde erster Premierminister. Er behielt diesen Posten bis zu seinem Tode im Jahre 1981. Mit der Unabhängigkeit fielen die großzügigen finanziellen Unterstützungen von England fort. Internationale Konzerne wurden stattdessen von der Regierung „eingeladen”, sich auf der Insel niederzulassen. Bis 1966 konnten so 169 Industriefirmen angesiedelt werden. Die Ölförderung teileten sich Amoco, Shell und Texaco, die Zuckerindustrie wurde von Tate & Lyle kontrolliert. Während der 1970-er Jahre konnte Trinidad aufgrund seiner Erdöl- und Erdgasvorkommen noch ein deutliches Wirtschaftswachstum verzeichnen. Zum großen Teil ist dies den Preisbeschlüssen der OPEC von 1973 zu verdanken. Diese Preissteigerungen verdreifachten die Deviseneinnahmen des Landes schlagartig. Nach der zweiten deutlichen Ölpreiserhöhung in den Jahren 1979 und 1980 verzehnfachten sich diese Einnahmen sogar. Mit diesen Geldern kaufte Premierminister Williams die Kapitalmehrheit der nationalen Shell und BP, verstaatlichte die Zuckerindustrie, die Fluglinie BWIA und die Telefon- und Fernsehgesellschaften. Für 460 Millionen US-Dollar ließ er zudem ein Stahlwerk bauen. Anfang der 1980-er Jahre kam es dann mit Ende des Ölbooms und anderer politischer Fehler zu einer tiefen Strukturkrise, die sich besonders aus der Person des seit 25 Jahren regierenden Eric Williams ergab. Hatte er die weiße Mittelschicht vor der Unabhängigkeit noch als Nutznießer der Kolonialherrschaft bekämpft, so sicherte er seine Macht nun genau durch diese Gruppe. Korruption und schwere Mängel in der Gesundheits-, Verkehrs- und Baupolitik wurden ihm angelastet. Im März 1981 konnte der plötzliche Tod von Williams nicht eindeutig geklärt werden. Bei den Parlamentswahlen im November des gleichen Jahres konnte sein Nachfolger '''George Chambers''' noch die Mehrheit erzielen, bei den Kommunalwahlen 1983 gab es dann aber eine herbe Niederlage. Seit 1974 waren mit der Ölindustrie 50 Milliarden Petrodollar erwirtschaftet worden. Als der Einbruch der Ölpreise zu einer Rezession führte, musste man feststellen, dass der größte Teil des Geldes durch Misswirtschaft und Fehlplanungen verschwendet worden war. Der TT-Dollar musste mehrfach abgewertet werden, im Staatsdienst gab es Entlassungen, unrentable Staatsbetriebe wurden privatisiert. Bis 1990 stieg die Arbeitslosigkeit im Lande daraufhin bis auf 27 %. Am 27. Juli 1990 besetzte die kleine, radikale Moslemgruppe ''Jamaat al Muslimeen'' unter der Führung von '''Yasin Abu Bakr''' das Parlamentsgebäude. 45 Parlamentsmitglieder, einschließlich des Premierministers A. N. R. Robinson, wurden als Geiseln genommen. Robinson wurde aufgefordert zurückzutreten und innerhalb von 90 Tagen Neuwahlen auszuschreiben. Nachdem er dies verweigerte, kam es zu einem Schusswechsel, bei dem der Premierminister eine Schusswunde im Bein erlitt. Erst nach fünf Tagen gaben die Rebellen auf. Bei diesen Unruhen kamen insgesamt 30 Personen zu Tode, weitere 500 wurden verletzt. 114 Rebellen erhielten nach langen Gerichtsverhandlungen, zu denen auch der Kronrat in London gehört wurde, eine Amnestie. Dieser Putschversuch verschreckte verständlicherweise ausländische Investoren. Erst 1994 verzeichnete das Land sinkende Arbeitslosenzahlen und eine steigende Bruttoinlandsproduktivität. In den folgenden Jahren legte die Regierung ein Programm zur Modernisierung des Erdölsektors auf. Zugleich schaffte sie sich ein zweites wirtschaftliches Standbein, indem die Erschließung von Off-shore-Erdgasvorkommen gefördert wurde. === Erdöl und Erdgas === Im Jahre 1906 kam der Geologe ''Arthur Beeby Thompson'' nach Point Fortin. Er erhielt von der Regierung die Genehmigung, Land zu erwerben und nach Öl zu bohren. Er kaufte die Adventure und La Fortunée Plantagen um Werkanlagen zu errichten. Im Mai 1907 fand man in 210&#x202F;m Tiefe Öl. Zwei Jahre später wurde die '''Trinidad Oil Company''' gegründet. 1913 übernahm die '''United British Oilfields of Trinidad''' die Anlagen. 1957 wechselte der Besitz an '''Shell'''. Nach langen Protesten der Bevölkerung in den 1960-er und 1970-er Jahren übernahm der inzwischen von England losgelöste, selbstständige Staat Trinidad and Tobago die Shell und seit 1974 nennt sich das Unternehmen '''Trinidad & Tobago Oil Company''' (TRINTOC). Im Jahre 1993 gründte der Staat dann die '''Petroleum Company of Trinidad & Tobago''' (PETROTRIN) mit der Zentrale in Pointe-a-Pierre, und mit dem Zweck, alle Ölförderungen, die Weiterverarbeitung und den Verkauf von Erdölprodukten zu zentralisieren. Im Jahre 2000 übernahm die PETROTRIN dann in Zusammenarbeit mit TRINMAR alle Vermögenswerte von TEXACO. PETROTRIN hat seine größten Operationsbasen in Fyzabad, Guayaguayare, Marabella, Penal und Point Fortin. Von der Südostspitze der Insel (Guayaguayare) nach Point Fortin wurde eine neue Hochdruck-Pipeline verlegt, unterwegs gibt es mehrere Pumpstationen. In Pointe-a-Pierre steht die einzige Ölraffinerie des Landes. Die Anlage umfasst 809 Ha Grundfläche. Die Tagesproduktion liegt bei 160.000 Barrel von denen 70.000 für den lokalen Markt bestimmt sind, der größere Rest wird nach Brasilien, Equador, Kolumbien, Venezuela und West Afrika exportiert. Dort wird Flugbenzin, bleifreies Benzin, Diesel, Schmierstoffe und Bitumen hergestellt. TRINMAR, Trinidad Marine, betreibt im Seegebiet von Trinidad und Tobago 23 Ölbohrplattformen und 238 freistehende Bohrtürme. Der Beitrag von PETROTRIN am Sozialwesen von Trinidad besteht im Straßen- und Brückenbau, man beteiligt sich an der Reparatur von Schulen, baut Spielplätze und stellt Computer zur Verfügung. === Geister, Geisterglaube === Wie auf allen anderen karibischen Inseln haben auch die Bewohner von Trinidad und Tobago eine lebhafte Vorstellungskraft, kennen vielerlei Gruselgeschichten, glauben an gute und böse Geister. Viele dieser Geister und Geistergeschichten haben ihren Ursprung in Afrika. Der '''Dupp''' (auf der Insel Jamaika: Duppy) ist auf allen Inseln bekannt. Zusammen mit den '''Jumbies''' zählt er zu den harmlosen Geistern. Es sind die Geister von Toten, die nachts aus den Gräbern steigen, sich an dunklen Orten herumtreiben und die Lebenden gerne erschrecken. '''Belarivoist''' der Geist des Joachim Belarivo. Ein wenig begabter Zauberer wollte diesen Geist auferstehen und für sich arbeiten lassen. Für die Auferstehung reichte das Wissen, für weiteres nicht. Stattdessen erschien der Geist auf unzähligen Hochzeitsfeiern und erschreckte die Gäste. Er musste schließlich in einen Bleisarg eingeschlossen werden und unter einem großen Steinhaufen begraben werden. Der bedeutendste Geist auf Trinidad und Tobago ist '''Papa Bois''', der Beschützer des Waldes. Er hat Hörner, Fell und eine Harfe, seine Mutter war ein Reh, sein Vater ein Jäger, meistens erscheint er in Gestalt eines alten Mannes mit Bart und langen Haaren. Er kann sich auch in ein Tier verwandeln und Wilderer tief in den Wald locken, so dass sie sich verlaufen. Er hat auch eine Geliebte, '''Mama Dlo''' oder Mama d l‘eau, halb Frau, halb Schlange. Sie ist die Beschützerin der Flüsse. Von '''La Diablesse''' erzählt man, sie sei eine schöne Frau mit Kuhfuß, die man häufig auf großen Festen antrifft. Dort soll sie die Männer verführen. Wer sich mit ihr einlässt, wird nie mehr sein wie vorher oder nach kurzer Zeit sterben. Begegnet man ihr, soll man seine Kleidung ausziehen und mit der linken Seite nach außen wieder anziehen, dann kann sie einem nichts mehr anhaben. '''Douens''' und '''Douennes''' sind die Geister von kleinen Kindern, die ungetauft sterben. Sie tragen große Strohhüte, haben keine Gesichter, und ihre Füße stehen rückwärts. Es gibt auch Meerjungfrauen, Feen und Vampire. Man sagt, dass sich einsame und ungeliebte Menschen in Vampire, sogenannte '''Sousouyants''', verwandeln konnen. Sie ziehen ihre Haut aus und lassen diese auf der Türschwelle liegen, dann verwandeln sie sich in Feuerbälle, die durch die Luft fliegen. Dann kommen sie zu den Menschen und saugen ihnen das Blut aus. Man kann sich vor ihnen schützen, indem man Reis oder Salz um sein Bett streut. Der Vampir muss jedes Korn zählen, bevor er Blut saugen kann, bis er damit fertig ist, wird schon wieder Morgen und er muss unverrichteter Dinge abziehen. === Karneval === Französische Einwanderer brachten im 18. Jahrhundert den Karneval mit in die Karibik. In Frankreich war der Karneval damals ein riesiges Schlemmer- und Kostümfest vor dem Beginn der Fastenzeit. Die französischen Großgrundbesitzer in der Karibik feierten dieses Fest unter sich und ohne die Sklaven, nur freie Mulatten wurden zur Teilnahme eingeladen. Nach der Sklavenbefreiung 1834 wollten auch die Farbigen ihr Fest feiern. Das traditionelle Erntedankfest '''Canboulay''' wurde auf den Karnevalsonntag vorverlegt. Sie veranstalteten Straßenumzüge mit Trommelmusik, Stockkämpfen und Spottliedern auf die Weißen, dazu kleideten sie sich in elegante Kleider wie ihre weißen Herren. Diese fühlten sich schnell beleidigt und feierten in der Folgezeit nur noch in ihren Häusern. 1883 wurde den Farbigen das Mitführen von Trommeln verboten, ein Jahr später fanden die Umzüge nur noch am Karnevalmontag und unter Polizeibegleitung statt. So entstanden in den Vororten von Port of Spain die ersten '''Mas Camps''' - Kostümgruppen. Statt der Trommeln benutzte man Bambusstücke um den Takt zu schlagen, zur Zeit des II. Weltkrieges erfand man neue Musikinstrumente: Keksdosen und leere Ölfässer. 1894 kam dem Kaufmann ''Ingnatius Bodu'' die Idee, aus dem Karneval einen Wettbewerb zu machen. 1921 richtete ''Chieftain Douglas'' als erster ein '''Calypso Tent''' ein, in dem während der Karnevalsaison Nonstop gesungen wurde. Heute gibt es das '''National Carneval Commitee''' (NCC), es entstand aus der 1957 gegründeten ''Carneval Development Commission''. Diese Behörde betreut den gesamten Karneval, schreibt die Wettbewerbe aus, bestimmt die Veranstaltungsorte, organisiert die Showveranstaltungen, stellt die Preisrichter und wirbt Spenden ein, mit denen Gewinner zu hohen Geldpreisen kommen. Eine Jury wählt die Gewinner. Sie besteht aus Mitarbeitern von Ministerien, des NCC und Mitgliedern von Tanz-, Steelband- und Gesangsgruppen. Gewählt werden die besten Königs- und Königinkostüme, der beste Kostümdesigner, das Karnevallied des Jahres und die Musikband des Jahres. Eine Musikband kann zwischen 3.000 und 9.000 Mitglieder zählen. Für die Offiziellen beginnt die Karnevalsaison am Tag nach Aschermittwoch. Die Calypso-tents öffnen im Laufe des Januar. Danach beginnen die Vorentscheidungen für den Calypso- und Soca Monarchen, für Karnevalskönig und -königin. Die heiße Phase der Feierlichkeiten beginnt kurz vor Beginn der Fastenzeit mit dem Kinderkarneval. Am Karnevalmontag starten die Umzüge am frühen Morgen Richtung Stadtzentrum. Um die Mittagszeit finden die Maskenumzüge statt. Karnevaldienstag strömen die Massen zur Hauptveranstaltung im Queen´s Park, die bis in die späte Nacht dauert. Am Mittwoch ist alles vorbei und die Insulaner gehen wieder ihrem Gewerbe nach. === Musik === * '''Calypso''': Der Calypso hat seinen Ursprung an den Küsten von Westafrika und wurde von den Sklaven mit ins Land gebracht. Das „Urwort“ ist Kaiso und kommt aus Nigeria, Kaisos sind dort Spottlieder. Von den Sklaven wurden diese Lieder bei der Feldarbeit gesungen um die qualvolle Arbeit etwas zu erleichtern. Zugleich war es die einzige Möglichkeit, sich verschlüsselt über die Herrschaft zu beschweren oder lustig zu machen. : Seit der Abschaffung der Sklaverei wird dies von deren Nachfahren gefeiert. Seitdem wurden die Liedertexte immer bissiger. Im Jahre 1881 wurde bei so einer Veranstaltung von den Farbigen so auf die Regierung geschimpft und die politischen Mißstände wurden derart in ihren Gesängen verspottet, dass die Umzüge und Gesänge verboten wurden. In der Folgezeit texteten die Sänger, die Calypsonians, im Untergrund weiter. Aktuelle private und besonders politische Ereignisse werden seitdem besungen und ersetzen für den Teil der Bevölkerung, die nicht lesen können, die Tageszeitung. Man sagt auch: der Calypso bietet die Gelegenheit, etwas in Liedform zu sagen, was man in der besseren Gesellschaft nicht aussprechen kann. : Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. : Zwischen den beiden Weltkriegen wurde der Calypso international durch das Lied „''Rum and Coca Cola''“ bekannt. Es wurde von Lord Invader geschrieben und von den Andrew Sisters in den USA auf den Markt gebracht, sie verkauften die Platte fünf Millionen Mal. : 1978 wurde Calypso Rose als erste Frau zum alljährlichen Calypso King gekrönt. : Fast alle Sänger haben ausgenommen auffallende Namen: Atilla the Hun, Growling Tiger, Mighty Chalkdust, Roaring Lion, Valentino oder Black Stalin. Zu den weltweit bekanntesten gehören '''Lord Kitchener''' (*1922, †2000) und '''Mighty Sparrow'''. : In jüngster Zeit ist auch der Calypso extrem kommerzialisiert worden. * '''Indische Musik''': Mit einem Bevölkerungsanteil von etwa 40&#x202F;% beherrschen die Inder auch einen großen Teil der Musikszene. Im Laufe der Jahrzehnte hat die ursprünglich religiöse Musik sich teilweise an die Ansprüche der Jugendlichen Zuhörer angepaßt. '''Chutney''' ist eine dieser neuen Musikrichtungen, heute mit schnellerem Rhythmus und tanzbar, hat sie sich aus hinduistischen Folkloreliedern entwickelt. Chutney ist auch ein Teil des Trinidad-Karnevals geworden und für die Musikgruppen werden Preise vergeben. '''Pantar''' ist die Fusion von Pan-Musik und Sitar, eines der schönsten und ältesten indischen Musikinstrumente. Mit dieser Kombination lassen sich alle Arten von Calypsomusik bis zu indischer Ragmusik spielen. Einer der bekanntesten Pantar Interpreten ist Sitarist ''Mungal Patasar'' und seine Gruppe. * '''Panmusik und Steelbands''': Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. Ab 1935 begannen die Musiker deshalb, auf Dosen, Fässern und Benzinkanistern zu trommeln. Ein Jahr später gelang es dem Musiker '''Ellie Mannette''' ein Ölfaß so zu manipulieren, dass man ihm verschiedene Töne entlocken konnte. 1939 spielte die John John Band zum ersten Mal des amerikanische Kinderlied „Mary had a little lamb“ auf gestimmten Ölfässern. Seit 1945 erschienen abgeschnittene und gestimmte Ölfässer, die Pans, in der Öffentlichkeit. Heute ist der Beruf des Ölfaßstimmers sehr geachtet. Man unterscheidet die Pans nach Größe und Klangfarbe. Bass Pans verfügen über 5-7 Töne, sie werden auf etwa 7,5 cm Höhe zusammengeschnitten. Cello Pans haben 10 Töne und werden bei 35 cm abgeschnitten. Die Tenor Pans verfügen über 26-32 Töne und werden auf eine Länge von 15-18 cm geschnitten. : Die Pans werden blank geschliffen, verchromt, poliert und auf Gerüste montiert, damit der Musiker Bewegungsfreiheit hat. Die Tonfelder werden mit unterschiedlich großen Klöppeln geschlagen. Die Pans können von einem Solomusiker bearbeitet werden oder als Band können bis zu 100 Personen zusammen musizieren. Auf Trinidad soll es über 100.000 Ölfaß-Spieler geben. * '''Parang''': Besonders in der Weihnachtszeit beherrscht Parang die Musikszene. Diese Musikrichtung leitet sich aus venezuelanischen Weihnachtsliedern ab und den damit verbundenen Haus-zu-Haus besuchen und -feiern. Zu spanischen Texten mit religiösem Inhalt kommen südamerikanische Rhythmen mit Violine, Gitarre, Baß, Cuatro und Maracas. Einige Gruppen spielen die traditionellen Weisen, andere mixen es mit Soca, so dass '''Soca Parang''' entsteht. * '''Rapso''': Eine weitere Fortsetzung von der afrikanischen Tradition des Geschichtenerzählens führte zur Entwicklung des Rapso, einer Mischung von amerikanischem Rap mit Calypso. Hier wird Sprechgesang in Versen vom Rhythmus großer, schwerer Trommeln untermalt. Zwei der bedeutendsten Künstlergruppen sind ''Brother Resistance'' und ''Network Rapso Riddum''. * '''Soca''': Diese flottere Art des Calypso wurde 1970 geboren, als die Elektronik Einzug in die Musikszene hielt. Diese neue Form wird dem Musiker zugesprochen, der sich damals '''Lord Shorty''' nannte und heute unter dem Namen ''Ras Shorty I'' Musik produziert. Der Soca-Rhythmus läßt sich leicht mit anderen Musikformen verbinden. So findet man auf Trinidad den Soca heute als Bestandteil von Reggae, Jazz, Rythem & Blues als auch mit indischer Musik. Auch die im Lande lebenden Inder fanden an diesem Musikstil gefallen, verbanden den Rhythmus mit Hinditexten und so wurde der '''Chutney-Soca''' geboren. === Pflanzen- und Tierwelt === Trinidad und Tobago zählen zu den zehn führenden Ländern bei der Anzahl von Vogelarten pro Qaudratmeile. Auf beiden Inseln findet man auf Grund der Nähe zu Südamerika eine größere Anzahl von Pflanzen und Tieren als auf den anderen Karibischen Inseln. Man kennt 2.300 verschiedene, blühende Pflanzen, davon sind alleine 700 Orchideen. Die Nationalblume von Trinidad ist die '''Chaconia''', englisch: Wild Poinsettia. Ein Strauchgewächs von 2-3&#x202F;m Höhe, es ähnelt dem Weihnachtsstern. Den „Buffalypso“ gibt es nur auf der Insel Trinidad. Er ist das Ergebnis intensiver Zuchtversuche aus den 1960-er Jahren. Fünf auf Trinidad heimische Wasserbüffel Rassen wurden gekreuzt. Das Ergebnis ist ein friedfertiges Tier, dass tropische Hitze gut verträgt, mit schmackhaftem Fleisch. Es gibt 620 verschiedene Arten von Schmetterlingen. Von den 433 verschiedene Vogelarten brüten 250 auf der Insel, es gibt 41 verschiedene Kolibriarten. Den blinden Ölvogel findet man nur in Trinidad, es ist der größte Vogel, der sich von Früchten ernährt, aber nur nachts auf Futtersuche geht und selbst ein Amazonas-Papagei ist auf Trinidad zu finden. 108 verschiedene Säugetiere sind vertreten, dazu zählen 57 Fledermausarten und es gibt 70 verschiedene Arten von Kriechtieren. Die einzigen '''giftigen Schlangen''' sind die '''Far de Lance''' und der '''Buschmeister'''. Die Morocoy ist eine kleine Landschildkröte, die früher als Delikatesse gejagt wurde und fast ausgerottet war, heute wurd sie vielerorts als Haustier und Spielgefährte der Kinder gehalten. Verschiedene Strände von Trinidad und Tobago werden in den Monaten März bis Juli von Meeresschildkröten zur Eiablage aufgesucht. Der Besuch von Strandabschnitten, die von Schildkröten zur Eiablage aufgesucht werden, unterliegt einer Genehmigung durch die Forstverwaltung. The Forest Division, Long Circular Road, Port of Spain, Tel. 622-7476. The Forest Division, San Fernando, Tel. 657-8391, 657-7256. Den Schmetterling „89“, er hat eine schwarz-beigene Markierung auf der Flügelunterseite, die wie eine 89 aussieht, findet man nur auf Trinidad. Der Pauis ist ein großer truthahnartiger Vogel, der früher viel gejagt wurde und dadurch sehr selten geworden ist. Es gibt ihn nur auf Trinidad, nirgendwo sonst auf der Welt, er steht unter Schutz. Einzigartig auf der Welt ist auch der Fisch Cascadura. Diese Welsart ist ein Urtier aus dem Silur-Zeitalter. Sein Lebensraum sind zahlreiche schlammige Gewässer an der Südküste Trinidads. Ebenso selten sind die Reiherarten Agami, Blongios und Crabier Bec, die es nur auf Trinidad gibt. Weitere Vogelarten, die es in der Karibik nur auf Trinidad gibt sind Eisvögel, Pirol und Tukane. Das größte wilde Tier auf Trinidad ist der Braune Waldmazama, eine Hirschart. Das Halsband-Pekari wird von den Einheimischen Quenk genannt, es ist eine Wildschweinart. Auf der Insel gibt es verschiedene Opossumarten, die auch Manicou genannt werden, Waschbären, das hasengroße Agouti und den größeren Gefleckten Paka. Das gepanzerte Gürteltier, Armadillo oder Tatu genannt, und die seltenen Ozelote bekommt man kaum zu sehen. In einigen Flüssen und Sümpfen lebt der bis zu 2&#x202F;m lange Kaiman. === Plantagenwirtschaft === Die Landfläche von Trinidad und Tobago umfasst 513.000 Ha, weniger als ein Drittel davon ist Ackerfläche, 45&#x202F;% sind als Waldflächen ausgewiesen. Nur 13&#x202F;% des pflügbaren Landes ist bewässert. Es gibt aber eine Vielzahl von kleinen und großen Flüssen, Überflutungen in der Regenzeit sind normal. Die letzte umfassende Erhebung aus den 1970-er Jahren zählt 35.000 Farmen mit einer Gesamtfläche von etwa 130.000 Ha. Die Durchschnittsgröße einer Farm wurde mit 6 Ha angegeben, aber die 40 größten Plantagen hatten alle eine Größe über 400 Ha. Die landwirtschaftlichen Ernteerträge der 1970-er und 1980-er Jahre in Trinidad stehen in einem engen Zusammenhang mit der Ölindustrie. Dieser Trend begann Anfang der 1970-er mit dem starken Anstieg des Ölpreises. Löhne in der Landwirtschaft waren erheblich niedriger als in der Ölindustrie, der Geldreichtum führte zu größeren Importen von landwirtschaftlichen Produkten. Die Zahl der Landarbeiter sank um 50 %. Die Ernteerträge bei Zitrusfrüchten sanken um 75 %, bei Kakao waren es 61 %, bei Kokosprodukten 56&#x202F;% und bei Kaffee immer noch 15 %. Der Zuwachs von landwirtschaftlichen Produkten in den 1980-er Jahren wurde von Kleinstfarmern erwirtschaftet, die ihre Produkte oft in gartenähnlichen Familienbetrieben anbauten. Die Viehzucht im Land hat keine große Bedeutung. Es gibt nur rund 30.000 Rinder. Rindfleisch wird überwiegend aus Australien un Neuseeland importiert. Milch und Milchprodukte werden zu 90&#x202F;% von der Firma Nestlé eingeführt. Seit den späten 1980-er Jahren gibt es Zuchtversuche von Kühen und Indischen Wasserbüffeln, die man im Lande „Buffalyso” nennt. Bedeutender ist die Aufzucht von Hühnern und Schweinen. '''Kaffee''' wird in Trinidad verstärkt seit 1930 angepflanzt. Die Produktion sank von den späten 1960-er Jahren bis Mitte der 1980-er Jahre aber um rund 50 %. 1984 konnte zum ersten Mal kein Kaffee exportiert werden. Ein Jahr später betrug die Ernte wieder 2,1 Millionen KG, von denen 35&#x202F;% exportiert wurden. '''Zitrusfrüchte''' hatten in den 1950-er Jahren einen Boom. Man erntete zu der Zeit über 90.000 Tonnen pro Jahr, 1982 waren es nur noch 4.700 Tonnen. '''Kakaoplantagen''': Kakao war von den späten 1880-er Jahren bis in die 1930-er Jahre die wichtigste Anbaufrucht auf Trinidad und Tobago. Auf Tobago war sie dies sogar bis in die späten 1980-er Jahre. Kakao war schon im 18. Jahrhundert durch die Spanier nach Trinidad gekommen. Zeitweise war die Insel der zweitgrößte Kakaolieferant auf der Erde. Verschiedene Krankheiten haben der Fucht aber sehr zugesetzt. So sank die Jahresernte von 2.600 Tonnen im Jahre 1981 auf unter 1.300 Tonnen in 1985. Seit den 1970-er Jahren ist das Land nicht mehr in der Lage den Bedarf von Kokosöl und Seife mit den Ernten aus dem eigenen Land zu befriedigen. * Lopinot Estate. In Arouca führt die Lopinot Road nach Norden in die Northern Range. Um 1800 legte der Franzose Charles Joseph Comte de Lopinot dort eine 193 Ha große Kakaoplantage an. Der Graf war ein Offizier der französischen Armee in Haiti. Nach der Ausrufung der Unabhängigkeit und der damit verbundenen Freilassung der Sklaven in Haiti verließ er das Land und brachte seine 100 Sklaven mit nach Trinidad. Er nannte die Plantage „La Reconnaissance“. Das Herrenhaus, die Stallgebäude, die Sklavenunterkünfte und das Gefängnis wurden restauriert und können heute besichtigt werden. Im Herrenhaus wurde ein kleines Museum eingerichtet. Öffnungszeiten: täglich von 8-18 Uhr, Eintritt frei, Führungen finden zwischen 10 und 18 Uhr statt. '''Zuckerplantagen''': Im 19. Jahrhundert war Zucker trotz der überwältigenden Probleme noch immer die bedeutendste Einnahmequelle der Insel Trinidad. In den 1880-er Jahren gab es noch über 300 selbstständige Zuckerrohrplantagen. Ein Jahrhundert hatte die staatliche Carioni Gesellschaft hier das Monopol, nachdem man im Jahre 1971 51&#x202F;% der Aktien von Tate and Lyle zurückgekauft hatte. In den 1980-er Jahren wurde Zuckerrohr auf knapp 20.000 Ha angepflanzt, 20.000 Arbeitskräfte wurden in der Industrie gezählt. Die Jahresproduktion von Zucker lag zwischen 70.000 und 80.000 Tonnen. * Caroni Estate and Sugar Factory, Couva, Tel. 636-2371. Die Zuckerfabrik und die Distillerie liegen fast 40&#x202F;Km voneinander entfernt. Seit 1918 wird dort Rum destilliert. 1957 übernahm Caroni die Esperanza Estate. Deren Destillieranlagen wurden nach Caroni gebracht. 1980 wurde die Produktion ausgebaut. Neben eigenen Anbauflächen erhält Caroni Zuckerrohr von 6.000 unabhängigen Kleinfarmern. Seit 2003 wir die Caroni Gesellschaft umstrukturiert. Die Zuckerfabrik von Caroni wird geschlossen, die Fabrik von Sainte Madeleine bleibt bestehen. Der Landbesitz von Caroni, etwa 30.000 Ha geht in Staatsbesitz über und wird von einer neugegründeten Agentur verwaltet, der Estate Management and Business Development Company. Das Ziel ist, statt Rohzucker Zitrusfrüchte und Reis anzupflanzen und Milchviehzucht zu betreiben. :Der Rum wird unter den Markennamen Caroni Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, als Stallion Puncheon Rum mit 78&#x202F;% Alkohol, als Felicite Gold, White Magic Light und Special Old Cask Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol abgefüllt. Nur die leichten Rumsorten werden nach Kanada und Europa exportiert. * Champs Elysée Estate, Maraval Tal, Port of Spain. Um 1785 führte die Einwanderungspolitik des Franzosen Roumé de St. Laurent unter dem Gouverneur Don José Chacon viele französische Siedler mitsamt ihren Sklaven auf die Insel. Im fruchtbaren Maraval Tal bauten sie Baumwolle, Kaffee und Zuckerrohr an. Die Mehrheit der dort lebenden Menschen konnte kein englisch, fast alle gehörten der römisch-katholischen Kirche an. Im Jahre 1881 lebten dort 1.480 Menschen, davon waren 88 Plantagenbesitzer oder -verwalter. :Roumé de St. Laurent erwarb selbst ein großes Stück Land am Taleingang, aus dem die Champs Elysée Plantage entstand. Aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten musste seine Familie die Plantage schon bald verpfänden, später ging sie in den Besitz eines Pflanzers mit Namen Boissiere über. 1849 fasste man das ganze Tal zum Stadtbezirk Maraval zusammen. Gegen Ende des Jahrhunderts waren viele der kleinen Plantagen verschwunden. Auf den verbliebenen größeren Ländereien Champs Elysée, Moka, Haleland Park und Val de Oro wurde weiter Landwirtschaft betrieben. Heute werden nur noch auf der Paramin Plantage, westlich von Maraval, Gemüse und Gewürze angepflanzt. * Diego Martin River Estate, am Diego Martin Fluß. Direkt neben der Hauptstraße steht noch das 150 Jahre alte und 12&#x202F;m hohe Wasserrad der Zuckerplantage. Die Plantage fiel im Jahre 1897 in den Besitz der Regierung. Weitere historische Gebäude sind nicht erhalten, das einfache Plantagenhaus wurde aber wieder hergestellt. Es gibt aber noch einen Park mit Picknickplätzen und ein Mini-Museum. Das Museum ist täglich von 10-18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. * Spring Hill Estate. Um 1900 gründetet der in Frankfurt geborene Friedrich Wilhelm Mayer im fruchtbaren Arimatal in einer Höhe von etwa 400 Metern diese Plantage, um Kaffee, Kakao und Zitrusfrüchte anzupflanzen. 1908 wurde das Haupthaus fertig gestellt. Sohn Charles Mayer bewirtschaftete das Anwesen bis 1925, dann gab er auf, weil ihm der Gewinn zu gering war. 1932 kaufte der amerikanische Geologe Joseph Holmes das Land auf. Er brachte einen Stromgenerator dorthin und ließ einen Pool bauen. 1947 kauften Dr. Newcome Wright und seine Frau Asa Wright die 74 Ha große Plantage. Drei Jahre später richtete Dr. William Bebe von der New Yorker Zoologischen Gesellschaft dort eine Forschungsstation zum Studium tropischer Pflanzen und Tiere ein. 1955 verstarb Asa Wright. 1967 verkaufte ihr Mann das Gelände an die Forschungsstation. Im gleichen Jahr wurde das Herrenhaus in ein Gästehaus umgewandelt. Unter finanzieller Mithilfe der Bank of Nova Scotia wurde das Asa Wright Naturschutzgebiet eingerichtet. * Woodbrook Estate, Port of Spain. Nachdem die Siegert Familie 1875 (siehe unten) Venezuela verlassen hatte entstand in Port of Spain am Marina Square Ecke Charlotte Street die neue Angostura Fabrik. Die gleichbleibende Qualität und der weltweite Erfolg der Firma erlaubte es der Familie 1899 die 140 Ha große Woodbrook Estate zu kaufen. Die drei Brüder Alfredo, Carlos und Luis Siegert kultivierten ein Teil des Landes, zugleich planten sie eine Wohnsiedlung. Der Bau von 11 Straßen wurde in Angriff genommen, jede wurde nach einem Familienmitglied und nach Mitarbeitern des Projektes benannt. Nach dem Tod der Brüder Carlos und Luis verkaufte Alleinerbe Alfredo das Land 1911 an die Stadt Port of Spain. * '''Angostura Bitters''' Limited, Rumdistillerie, Eastern Main Road, Tel. 623-1845, Fax 623-1847. Im Jahre 1820 wanderte der preussische Chirurg Dr. Johann Gottlieb Benjamin Siegert nach Venezuela aus. Er wollte mit Simon Bolivar gegen die Spanier kämpfen. Vier Jahre später, als Leiter des Militärhospitals im Ort Angostura, am Ufer des Orinoco Flusses, entwickelte er eine Mischung aus tropischen Heilpflanzen, Gewürzen und Alkohol. Dieses Mittel „''Siegert´s Aromatic Bitters''“ sollte den von Tropenkrankheiten geschwächten Soldaten zu neuer Kraft verhelfen. Soldaten und Schiffsbesatzungen machten die Tinktur auf der ganzen Welt bekannt. 1850 verließ Dr. Siegert die Armee um sich vollständig der Produktion seines gefragten Elixiers zu widmen. 1875 verließ die Siegert Familie das krisengeschüttelte Venezuela wo ein politischer Diktator auf den anderen folgte und ließ sich in Trinidad nieder. :Im Jahre 1903 starb Carlos Siegert, zwei Jahre später sein Bruder Luis. Alfredo Siegert war nun einziger Kenner der geheimen Formel für Angostura. In der Folgezeit spekulierte er mit großen Geldmengen in verschiedenen Sektoren, verlor das Geld und auch die Firma. Amerikanische und kanadische Geschäftsleute versuchten erfolglos, die Fabrik im Ausland anzusiedeln. :1936 begann die Firma Angostura Bitters unter der Leitung von Robert W. Siegert, einem Enkel des Gründers, Alkohol zu brennen, dazu wurde eine Tochtergesellschaft, die Trinidad Distillers Ltd. gegründet und die Fernandes Rumbrennerei aufgekauft. Das Rezept für Angostura Bitters ist eines der bestgehüteten Geheimnisse der Karibik. 1960 wurden die Produkte von Angostura bereits in 140 Länder exportiert. Die Jahresproduktion von 1.3 Millionen Liter wurde bis 1998 auf 20 Millionen Liter gesteigert. :Das Besucherzentrum, Tel. 623-1841 im Ortsteil Laventille in Port of Spain ist geöffnet. Führungen finden dort montags bis freitags um 9.30, 13.30 und 14 Uhr statt, Führungen kosten 8 US $. :Die Distillerie kauft ihre Melasse von verschiedenen Zuckermühlen im Lande und vergärt und destilliert den Rohstoff in einer eigenen Brennerei. Der Rum wird unter dem Markennamen Royal Oak als 43 %-iger Rum verkauft. Weitere Markennamen sind Old Oak White und Old Oak Gold. 1973 erwarb man die auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindliche Distillerie Fernandes. Der Rum von dieser Destille wird unter den Markennamen Forres Park Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, Fernandes Vat 19, Fernandes Black Label, Ferdi´s Premium Rum und Crystal White Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol vertrieben. Daneben werden leichtere Mischgetränke hergestellt: Caribbean Club Rum Punch, Limbo Drummer, Lemon Lime & Bitters, Blu Vodka und Correla´s. :Das Grundprodukt Angostura Bitters ist eine aromatische Lösung mit 44,7&#x202F;% Akoholanteil. Man verwendet es hauptsächlich zur Verfeinerung von Mixgetränken, aber auch in Fisch- und Fleischgerichten, für Gemüse, Kuchen, Marmelade, Pudding, in Salaten und Suppen. * Fernandes Distillers, Fernandes Industrial Centre, Eastern Main Road, Laventille, Tel. 623-2101, 623-2501, Fax 623-1847. Als das Trinidad & Tobago Rum Bond Lager im Jahre 1932 abbrannte, nutzte der Besitzer der Fernandes Distillery, Joseph Bento Fernandes, die Gunst der Stunde. Er kaufte die angesengten Rumfässer günstig auf stellte fest, dass der Rum darin von besonderer Güte war. Dieser Rum wurde unter dem Namen „1919 Super Premium Rum“ verkauft. 1919 war das Jahr, in welchem die Fässer gefüllt worden waren. === Trinidad´s Eisenbahn === Schon kurz nach 1800 waren es die Großhändler, Kaufleute und Plantagenbesitzer, die bei der Kolonialverwaltung nach besseren Verkehrsverbindungen fragten. Doch wenig oder nichts geschah. Ebenso oder ähnlich verhielt es sich mit der Eisenbahn. Um 1846 wurde die '''Trinidad Railway Company''' gegründet. Man begann mit der Vermessung von möglichen Fahrlinien, kam aber zu der Überzeugung die Finanzierung sei nicht möglich. Im Jahre 1859 entstand dann die erste privat finanzierte Linie von Princes Town zum Hafen von San Fernando. Man nannte sie die Pflanzerlinie, da zunächst nur landwirtschaftliche Produkte an zur Kings Wharf gebracht wurden, zum weitertransport auf Schiffen rund um die Insel. Die Wagen wurden von Pferden oder Mulis gezogen. Auf Grund des öffentlichen Drucks wurde das Angebot auf den Personentransport ausgedehnt, auch die Post wurde nun mit der Eisenbahn transportiert. Diese Linie wurde unter dem Namen '''Cipero Tramroad''' bekannt. Sie existierte bis 1920, dann ging sie an die Trinidad Government Railway über. 1873 begann man mit dem Bau einer Bahnverbindung von Port of Spain nach Arima. Der Ausgangspunkt war der South Quay in Port of Spain, über San Juan und St. Joseph verlief die Linie bis nach Arima. Am 31. August 1876 wurde die Linie in Betrieb genommen. Die Eisenbahngesellschaft, offiziel Trinidad Government Railway, wurde gegründet. Ursprünglich sollte sie nur das reiche Landwirtschaftsgebiet um den Ort Arima herum mit dem Hafen von Port of Spain verbinden. Nun gab es aber eine kleine Eisenbahn Manie. Jeder einflußreichere Plantagenbesitzer verlangte die Anbindung seiner Farm an das Eisenbahnnetz. Schon im Januar 1880 gab es eine Verbindung nach Couva im Süden, bis 1882 wurde die Linie nach San Fernando fertig gestellt. Der Erfolg der Eisenbahnlinie nach Arima war überwältigend. Bis 1896 wurde sie nach Gunapo erweitert und 1897 wurde Sangre Grande erreicht. Im Jahre 1897 entstand an der Südlinie bei Cunupia ein Abzweig durch das Tal des Caparo Flusses nach Tabaquite. Nachdem man im Südwesten von Trinidad große Ölvorkommen gefunden hatte wurde die Eisenbahnlinie von San Fernando aus im Jahre 1913 bis nach Siparia verlängert. Im Jahre 1914 hatte das Netz dann seine größte Ausdehnung mit dem Ausbau bis nach Rio Claro. Die Länge des Schinennetzes betrug nun 173&#x202F;Km. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurden diese Eisenbahnwagen von Pferden gezogen. 1910 gab es die erste Motor-Bus-Verbindung in Trinidad. Die beiden Geschäftsleute Newallo und Asgarelli Syne betrieben '''Syne´s Bus Service'''. Mit der Zentrale in Icacos fuhren ihre Busse von dort über San Fernando bis nach Siparia und St. James in Port of Spain. Bis zum Beginn des I. Weltkrieges war dies das einzige Busunternehmen des Landes. Bis zum Jahre 1920 stieg die Zahl von angemeldeten Motorautos von etwa 100 auf 1.176. Im gleichen Jahr eröffnete Charles Ross eine Buslinie zwischen Four Roads und Macqueripe. Ab 1923 verzeichnete die Eisenbahn einen deutlichen Einbruch bei ihren Fahrgastzahlen. Trotzdem blieb die Eisenbahn ein Erfolg. Erst nach der Unabhängigkeit führte ein Missmanagement der Regierung zum Zusammenbruch des Eisenbahnverkehrs. Die Trasse der Linie von Port of Spain nach Arima, die mehr oder weniger parallel zur Eastern Main Road verläuft, wurde zur Fahrbahn nur für Express-Busse und Maxi-Taxi umgebaut. An das Zeitalter der Eisenbahn erinnert die Lokomotive Nr. 11, sie steht als Denkmal in der Harris Promenade von San Fernando. Ein zweites Exemplar befindet sich im Busdepot von Port of Spain. == Sprache == Amtssprache ist englisch. Besonders auf Trinidad wird aber auch verbreitet Französisch, Spanisch, Hindi und Chinesisch gesprochen. Daneben gibt es ein überwiegend englisches Patois. == Anreise == * {{vCard |type=airport |name=Piarco International Airport |wikidata=Q788810 |address=Golden Grove Road, Piarco |phone=669-4101 |fax=669-2319 |description=Landebahn 10/28, 10.440 × 151 Feet (3.182 × 46 m). Airport Authority of Trinidad & Tobago, Piarco Airport, Tel. 669-4101. Einreisebehörde, Immigration, Piarco Airport, Tel. 669-5859, Zollbehörde, Customs, Piarco Airport, Tel. 669-4361. |url=https://piarcoairport.com }} * '''Schiffsverbindungen''': Zwischen Trinidad und Tobago gibt es einen regeläßigen Fährverkehr. Der Hafen von Port of Spain wird von Kreuzfahrtschiffen angelaufen. == Mobilität == Achtung: '''Linksverkehr'''! Für das Fahren von Mietwagen wird für 90 Tage ein in Deutschland ausgestellter gültiger Internationaler Führerschein anerkannt. Wer länger im Lande ist muss eine nationale Fahrerlaubnis beantragen. Licening Department, Wrightson Road, Port of Spain. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 50 km/h, nur auf einigen Schnellstraßen darf man 80&#x202F;km/h fahren. Von der Hauptstadt Port of Spain gibt es eine autobahnähnliche Schnellstraße in Richtung Osten bis nach Arima und etwas darüber hinaus. Etwa 9&#x202F;km hinter Port of Spain zweigt davon eine Schnellstraße nach Süden ab, über die Stadt Chaguanas führt sie bis nach San Fernando. Die Eisenbahnlinie von Port of Spain nach Arima wurde eingestellt. Die ehemalige Bahntrasse wurde aus- und umgebaut, dies ist heute der Fahrweg für Expressbusse und Maxi Taxi. == Aktivitäten == * Naturbeobachtungen, hauptsächlich die Vogelwelt. * Strandleben, in Trinidad ist es nicht so ausgeprägt wie im Rest der Karibik. An der Nordküste findet man nur einzelne kleine Sandbuchten. Das Wasser an den kilometerlangen Stränden der Ostküste ist trüb, bedingt durch die Einschwämmungen des nahen Orinoco in Venezuela. Die Westküste ist verschmutzt durch intensive Bohrarbeiten der Erdölindustrie. * Wanderungen, hauptsächlich im Bereich der Northern Range. [[File:TnT Caroni Swamp 2.jpg|thumb|right|Caroni Swamp]] * Caroni Swamp: Sumpfgebiet im Mündungsbereich des Caroni River, durch das geführte Touren angeboten werden. Hauptattraktion ist eine riesige Kolonie Scharlachsichler, die am späten Nachmittag von ihren Fressrevieren zu ihrem Ruhegebiet zurückkehren. Ganz selten können Wasserschlangen oder Kaimane beobachtet werden. == Küche == Die Küche von Trinidad spiegelt die Zusammensetzung der Bevölkerung wieder. Neben der traditionallen karibischen Küche findet man heute viele chinesische, libanesische und syrische Einflüsse. Einen sehr großen Anteil an den Restaurants und Essgewohnheiten hat der indische Bevölkerungsanteil. Dadurch gibt es große Unterschiede zu den Restaurants auf der Insel Tobago. * '''Callaloo soup''' ist eine Suppe aus den spinatähnlichen Dasheenblättern mit allerlei Gewürzen und Krebsfleisch, stellenweise wird sie auch sehr scharf gewürzt. '''Dhal''' ist eine indische Suppe aus roten Linsen. * '''Buljol''' nennt man Saltfish, der zusammen mit Avocados, Paprika, Tomaten und Zwiebeln in Olivenöl gedünstet wird. * Ham´n Hops oder einfach nur '''Hops''' ist eine knusprige Brötchenart mit Schinkenfüllung. * '''Pastelles''' sind gefüllte Maismehltaschen die in Sohareeblättern gegart werden, ein klassisches Street Food. Die Füllung besteht aus angebratenes Rinderhack, Tomaten, Worcestershiresauce, diversen Gemüsen und Kräutern Besonders zu Weihnachten werden auch Oliven, Kapern und Rosinen dazugemischt. <gallery mode="packed" heights="150"> Callaloo-mit-Shrimps-GT.jpg|Callaloo soup mit Shrimps Buljol (Salted cod, oil, onions, tomatoes, pepper, boiled eggs).jpg|Buljol (gesalzener Kabeljau, Öl, Zwiebeln, Tomaten, Paprika, gekochte Eier) FOOD Pastelle open.jpg|geöffnete Pastelle </gallery> * Reis, der mit Kokosnußmilch gekocht wird erhält eine bräunliche Farbe. Auf vielen Karibikinseln wird er mit roten Bohnen vermischt zu jedem Essen angeboten. Auf Trinidad heißt er nicht „rice and peas“ sondern '''Pelau''', dazu gibt es im allgemeinen Hühnerfleisch, Paprikagemüse und alles ist scharf gewürzt. * Zu vielen Gerichten gehört '''Dumplin'''. Dumplins sind fingerdicke, längliche Klöße aus Wasser und Mehl, die in die Suppe oder Sauce gegeben werden. * '''Souse''' ist keine Soße sondern gekochtes Schweinefleisch, das mit Gurken, Paprika und Zwiebeln serviert wird, wir kennen es besser als Sülze. * '''Cascadura''' ist Fisch, den es nur in Trinidad gibt, der mit viel Curry gekocht wurde. <gallery mode="packed" heights="150"> Trinidadian Chicken Pelau (15399269506).jpg|Chicken Pelau </gallery> * '''Saltfish''' kommt überwiegend aus Norwegen und ist in der Karibik inzwischen ein teures Lebensmittel geworden. Der frisch gefangene Fisch wird dort ausgenommen, gewaschen, gesalzen und auf langen, dünnen Stangen aufgereiht und luftgetrocknet. * '''Black Pudding''' ist eine Blutwurst die viele Zwiebeln, Knoblauch und Gewürze enthält, sie gilt warm oder auf Brot als absolute Delikatesse. * '''Black cake''' ist ein sehr schwerer Kuchen aus dunklem Teig, der Teig wird mit Trockenfrüchten vermischt, die zuvor in Cherrybrandy und Rum eingeweicht wurden. * Das einheimische '''Bier''' trägt die Namen Carib, Heiroun und Stag Lager Beer. Auf der Insel wird aber auch Guinness, Mackeson und Stout in Lizenz abgefüllt. Die bekanntesten '''Rumsorten''' der Insel sind Old Oak und VAT 19. * Daneben gibt es unzählige '''alkoholfreie''', soganannte Soft Drinks, die meistens nur extrem süß und nach Chemie schmecken. == Feiertage == Zusätzlich zu den gesetzlichen Feiertagen die für die beiden Inseln Trinidad und Tobago gelten, gibt es auf der Insel Trinidad eine Vielzahl von religiösen Veranstaltungen und Feierlichkeiten, die teilweise auch zu nationalen Feiertagen geworden sind. === religiöse (regionale) Feiertage === * '''Divali''' oder '''Diwali''', dieses hinduistische Fest ist dem Licht gewidmet, es wird in verschiedenen Orten Trinidads auch als Ramleela Festival gefeiert. Mit dem Fest wird in Indien die Rückkehr von Lord Rama in sein Königreich Ayodha nach 14-jährigem Exil gefeiert. Zu Ehren seiner Ankunft erleuchteten seine Untertanen die Straßen mit tausenden von Öllampen. Dieses Fest wird im November auf ganz Trinidad gefeiert. Diviali bedeutet der Triumph des Guten über das Böse. Es wird zu Ehren der Göttin Lakshmis gefeiert, die Liebe, Schönheit, Reichtum und Licht verkörpert. In der Divalinacht werden auf der ganzen Insel mit Kokosöl gefüllte Tonschalen aufgestellt und angezündet. * '''Eid-ul-Fitr''', das moslemisches Neujahrsfest. Dies ist kein festes Datum, das Fest wird am Neumondtag des Fastenmonats Ramadan gefeiert. * '''Ganga Dashara'''. Am Fluß Marianne River im Ort Blanchisseuse feiern die Hindus ihr Reinigungsritual. * Das '''Hosey Festival''' wird in Trinidad seit 1884 gefeiert, es erinnert an den Krieg von Kerbala im Jahre 640. Die ursprüngliche, drei Nächte dauernde Trauerprozession wurde bis vor 40 Jahren nach strengen Regeln durchgeführt. Seitdem hat man sich an die Mentalität der Inselbewohner angepaßt. Heute finden die Prozessionen in den Monaten Februar und März in St. James, Cedros, Couva und Tunapuna statt. * '''La Divina Pastora Festival''', katholische Kirche, Siparia. Bei dieser Prozession am zweiten Sonntag nach Ostern wird die Schwarze Madonna durch die Straßen getragen. Diese Feier ist bei den Hindus auch als Soparee Mai bekannt. * '''Phagwa''', das Neujahrsfest der Hindus findet im März statt. In Trinidad ist es seit der Landung der ersten Inder im Jahre 1845 bekannt. * '''Ramleela''', ein Hindufest, das in über 20 Gemeinden gefeiert wird. * '''Santa Rosa Festival'''. Dieses Fest der kleinen Cariben Gemeinde wird im Juli gefeiert. Am 28. August findet eine gleichnamige Feier in Arima statt. Dort wurde 1775 eine Kapelle zum Gedenken an die Schutzheilige Santa Rosa de Arima gebaut. == Sicherheit == Auf Trinidad werden Drogen, insbesondere Marihuana angeboten. Der Besitz kleinster Mengen ist verboten und wird schwer bestraft. Wertgegenstände sollten im Hotelsafe hinterlegt werden. Zimmertüren und Mietwagen immer verschließen. Nachts sollte man nicht allein unterwegs sein und dunkle Orte generell meiden. Die hohe Zahl von arbeitslosen Jugendlichen führt zu wachsender Kriminalität gegen Touristen. == Klima == {{Klimatab-col |ort= |sourcelink= |sourcetext= |xt=ja|xtjan=31|xtfeb=31|xtmar=32|xtapr=32|xtmai=32|xtjun=32|xtjul=31|xtaug=31|xtsep=32|xtoct=32|xtnov=32|xtdec=31 |nt=ja|ntjan=21|ntfeb=20|ntmar=20|ntapr=21|ntmai=22|ntjun=22|ntjul=22|ntaug=22|ntsep=22|ntoct=22|ntnov=22|ntdec=21 |rm=ja|rmjan=70|rmfeb=45|rmmar=50|rmapr=55|rmmai=100|rmjun=190|rmjul=225|rmaug=250|rmsep=200|rmoct=175.0|rmnov=185|rmdec=125 }} == Literatur == === Landkarten === * {{Karte |Titel=Trinidad |Maßstab=1 : 150.000 |Hrsg=Mapping & Control, Lands & Surveys Division, Ministry of Planning & Mobilization, Government of the Republic of Trinidad & Tobago}} == Weblinks == {{GeoData| lat= 10.41611| long= -61.34444| radius= }} {{IstInKat|Trinidad und Tobago}} {{class-3}} i657sbpmi64ntpfmnm41gvdnr48dgyk 1804876 1804875 2026-09-19T08:00:35Z DocWoKav 14575 /* Weitere Ziele */ Geänderte vCard für Argyle Waterfall 1804876 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region}} '''Trinidad''' ist eine Insel in [[Trinidad und Tobago]]. Auf Trinidad sind vor allem die vielfältige Natur, der berühmte Karneval, die Strände und der artenreiche Regenwald interessant. == Regionen == === Politische Einteilung === Trinidad und Tobago gliedert sich in elf ''regions'', drei ''boroughs'' und zwei ''cities''. Eine ''region'' ist einem Bundesland vergleichbar, ein ''borough'' einer kreisfreien Stadt und eine ''city'' einem Stadtstaat wie Hamburg oder Berlin, wobei das Konstrukt des ''borough'' aus dem englischen Rechtsraum stammt und im deutschsprachigen Raum unbekannt ist. ''cities'' sind [[Port of Spain]] und [[San Fernando (Trinidad und Tobago)|San Fernando]], ''boroughs'' sind [[Arima]], [[Chaguanas]] und [[Point Fortin]]. === Geographische Aufteilung === * Northern Range: Dieser Höhenzug erstreckt sich auf einer Länge von 65&#x202F;Km entlang der Nordküste. Die Nordküste ist steil und felsig. Dort findet man keine durchgehende, befahrbare Straße. Das ganze Gebiet ist überhaupt wenig erschlossen, damit ein wahres Paradies für die Tierwelt. Einzig von Port of Spain aus und entlang der Ostküste gibt es Straßenverbindungen zur Nordküste. Von Arima aus kann man auf teilweise sehr schlechter Straße nach Norden vordringen. Die höchsten Erhebungen sind der Berg "El Tucuche" mit 936&#x202F;m und der "El Corre de Aripo" mit 940&#x202F;m. Nordwestlich von Arima findet man eine größere Anzahl von Höhlen. * Der Ost-West-Korridor ist eine Ebene am Fuße der Northern Range. Es ist das am dichtesten bebaute und besiedelte Gebiet der Insel. Von der Matura Bay im Osten reicht die Ebene bis zur Hauptstadt Port of Spain im Westen. In Port of Spain beginnend erreicht man übergangslos die Städte San Juan, St. Joseph, Curepe (mit dem Ortsteil St. Augustine und der Universität), Tunapuna, Arouca (mit dem internationalen Flughafen Piarco im Süden), Valencia und Sangre Grande. Das bebaute Gebiet ist dort zwischen zwei und sieben Kilometer breit. Auf nördlicher Route erreicht man alle Orte auf der Straße Eastern Main Road. Mehr oder weniger parallel dazu gab es dort früher eine Eisenbahnlinie von Port of Spain bis nach Arima. Die ehemaligen Gleisanlagen sind einer Straße gewichen, die für den Busverkehr reserviert ist, die "Priority Bus Route". Auf südlicher Route wurde der autobahnähnliche "Churchill Roosevelt Highway" als entlastungsstraße gebaut. * Central Range: Dieser Höhenzug ist wesentlich flacher, er erstreckt sich leicht schräg, nördlich von San Fernando im Westen bis nach Manzanilla im Osten. * Im Süder der Central Range findet man wieder flaches Land, es riecht dor überall nach Erdöl. Überall wird Erdgas und -öl gefördert. Zwischen San Fernando und Point Fortin befindet sich einer vor drei bekannten Teer-Seen dieser Erde. Weit verbreitet sind Schlammvulkane. * Die Southern Range, auch "the Deep South" genannt, also der tiefe Süden bildet als flacher Höhenrücken den Abschluss. == Orte == {{mapframe}} * {{vCard | name = Port of Spain | type = city | wikidata = Q39178 | description = Die Hauptstadt Trinidads ist das wichtigste politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Insel. Besonders bekannt ist die Stadt für den Trinidad Carnival, Museen, historische Gebäude und das lebendige Stadtviertel rund um die Queen’s Park Savannah. }} * {{vCard | name = Arima | type = city | wikidata = Q661405 | description = Arima liegt am Rand der Northern Range und ist eine der älteren Städte Trinidads. Sie ist für ihre indigene Kultur, traditionelle Feste und ihre Nähe zu den tropischen Waldgebieten im Norden bekannt. }} * {{vCard | name = Chaguanas | type = city | wikidata = Q1444575 | description = Sie ist eine lebhafte Handelsstadt mit zahlreichen Geschäften, Märkten und Einkaufszentren. Besonders interessant sind die vielfältige Bevölkerung sowie die starke indisch-trinidadische Kultur. }} * {{vCard | name = Couva | type = city | wikidata = Q2602007 | description = Couva ist eine moderne Stadt mit Einkaufszentren, Restaurants und verschiedenen Freizeiteinrichtungen. Sie spielt außerdem eine wichtige Rolle im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben Trinidads. }} * {{vCard | name = San Fernando | type = city | wikidata = Q1023712 | description = Sie ist eine der wichtigsten Städte Trinidads und ein bedeutendes Handels- und Kulturzentrum. Sehenswert sind unter anderem die Innenstadt, Märkte, Geschäfte und verschiedene kulturelle Veranstaltungen. }} * {{vCard | name = Princes Town | type = city | wikidata = Q1011576 | description = Eine kleinere Stadt mit einer ruhigen Atmosphäre und einer langen Geschichte. Sie ist vor allem für ihre lokalen Märkte, traditionellen Veranstaltungen und den Einfluss der Zuckerindustrie auf die regionale Geschichte interessant. }} * {{vCard | name = Penal | type = city | wikidata = Q2510034 | description = Penal ist vor allem durch seine indisch-trinidadische Bevölkerung und deren kulturelle Traditionen geprägt. Es gibt lokale Märkte, Geschäfte und Restaurants sowie religiöse Feste. }} * {{vCard | name = Point Fortin | type = city | wikidata = Q786957 | description = Point Fortin ist vor allem durch die Erdöl- und Erdgasindustrie geprägt, besitzt aber auch ein aktives gesellschaftliches und kulturelles Leben. Die Stadt ist außerdem für Veranstaltungen und traditionelle Feste bekannt. }} * {{vCard | name = Siparia | type = city | wikidata = Q3493381 | description = Siparia ist eine traditionsreiche Stadt, die besonders für religiöse Feste und kulturelle Veranstaltungen bekannt ist. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Verehrung der „Siparia Devi“, wodurch die Stadt für Besucher kulturell besonders interessant ist. }} weitere Orte sind; [[Blanchisseuse]], [[Manzanilla]], [[Mayaro]], [[Piarco]], [[Tunapuna]] == Weitere Ziele == * {{vCard | name = [[Maracas Bay]] | type = beach | wikidata = Q49384384 | description = Einer der bekanntesten Strände Trinidads, umgeben von grünen Bergen und beliebt zum Baden und Entspannen. }} * {{vCard|type= beach |name= Turtle Beach |description= Ein wichtiger Brutplatz für Meeresschildkröten, insbesondere für Lederschildkröten, die dort ihre Eier ablegen. }} * {{vCard|type= beach |name= Las Cuevas Beach|description= Ein ruhiger, von tropischer Landschaft umgebener Sandstrand, der sich gut zum Schwimmen und Entspannen eignet. }} * {{vCard|type= landscape|name= Caroni Bird Sanctuary |description=Ein großes Feuchtgebiet, das besonders für seine zahlreichen Vogelarten und die roten Trinidad-Maskottchen, die Scharlachsichler, bekannt ist. }} * {{vCard | name = Pitch Lake | type = landscape | wikidata = Q717351 | description = Einer der größten natürlichen Asphaltseen der Welt und eine der ungewöhnlichsten Natursehenswürdigkeiten der Karibik. }} * {{vCard | name = Asa Wright Nature Centre | type = landscape | wikidata = Q4803181 | description = Ein Naturreservat, das für seine große Artenvielfalt und besonders für Kolibris und andere tropische Vögel bekannt ist. }} * {{vCard | name = Argyle Waterfall | type = landscape | description = Ein beeindruckender mehrstufiger Wasserfall inmitten tropischer Vegetation, der über einen kurzen Wanderweg erreichbar ist. }} * {{vCard|type= landscape|name= Main Ridge Forest Reserve |description=Einer der ältesten geschützten Regenwälder der westlichen Hemisphäre mit zahlreichen tropischen Pflanzen, Vögeln und anderen Tieren. }} * {{vCard|type= landscape|name= Pigeon Point |description= Eine bekannte Küstenattraktion mit Palmen, türkisfarbenem Wasser und feinem Sandstrand, die besonders für ihre idyllische Landschaft geschätzt wird. }} == Hintergrund == === Landesbeschreibung === Geologen und Faunisten zählen Trinidad und Tobago zu Südamerika, nicht zu den Karibischen Inseln. Vor vermutlich noch 10.000 Jahren waren die Inseln mit dem südamerikanischen Festland verbunden. Heute ist die Insel Trinidad durch eine 11&#x202F;km breite Meerenge von Venezuela getrennt. Die Insel Trinidad hat eine etwa rechteckige Form, deren Westküste durch den Golf von Paria tief eingeschnitten ist. Die Nord-Süd Ausdehnung beträgt 83&#x202F;km. Entlang der Nordküste verläuft eine flache Bergkette, die bis zu 940&#x202F;m hoch aufragt, die Northern Range. Dort findet man eine Vielzahl von Höhlen und Wasserfällen. Sie ist Erdgeschichtlich der östlichste Ausläufer der südamerikanischen Anden. Dort hat die Insel eine Breite von 86 km, vom Golf von Paria zur Ostküste sind es an der schmalsten Stelle nur 48 km, während sie an der Südküste 104&#x202F;km mißt. An der Ostküste ließen sich 1783 französische Siedler südlich von Manzanilla nieder, wo sie zwölf aneinandergrenzende Kokosplantagen anlegten, die noch heute die Landschaft prägen. Die Nord- und Südküste sind wenig erschlossen. Dort gibt es keine durchgehenden Straßenverbindungen. Abgesehen von der Churchill Roosevelt und der Uriah Butler Schnellstraße sind alle anderen Straßenverbindungen auf der Insel nicht sehr gut. Bis 1957 war die Southern Main Road die Hauptstraße zwischen dem Norden und dem Süden. Dann wurde der Princess Margaret Highway als Schnellstraße zwischen Port of Spain und Chaguanas gebaut. Inzwischen wurde die Straße umbenannt in Uriah Butler Highway. Während des ersten Ölbooms in den 1970er Jahren wurde diese Schnellstraße als Sir Solomon Hochoy Highway bis nach San Fernando erweitert. Es gibt inzwischen Ausbaupläne bis nach Point Fortin. In West Ost Richtung verbindet der Beetham Highway Port of Spain mit dem Uriah Butler Highway. Von dort aus führt der Churchill Roosevelt Highway weiter bis zu seinem derzeitigen Ende, drei Kilometer hinter Arima. In diesem sogenannten Ost-West Korridor der sich von Chguaramas bis nach Arima am Fuße der Northern Range Hügelkette entlangzieht lebt über die Hälfte der Inselbevölkerung. Fast die Hälfte von Trinidad ist noch bewaldet. Die Insel hat aber keine ausgeprägte Tourismusindustrie. Dafür besitzt Trinidad die einzigen größeren Erdgas und -ölvorkommen aller Karibikinseln. Vor Point Lisas befinden sich große Erdgasfelder im Meer. Dort findet man deshalb die größte Industrieansammlung. Neben Eisen und Stahl gibt es vier Methanolproduzenten und sechs Anlagen für die Ammoniumproduktion. 1999 begann man mit dem Bau einer Aluminiumschmelze. Am Galeota Point und in Pointe a Pierre stehen Erdölraffinerien. Erst 1998 hat die Amoco Trinidad Oil Company neue große Erdölfelder vor der Küste von Trinidad gefunden. Im ganzen Süden der Insel wird Erdöl gefördert. Dort gibt es auch mehrere Schlammvulkane. Vor der Nordwestküste liegen mehrere Inseln, die zum Territorium von Trinidad und Toabago gehören. * '''Diego Islands''': Zu den Diego Islands gehören die Inseln Carrera und Cronstad Island. Sie liegen etwas mehr als 500&#x202F;m vor der Halbinsel Point Gourde. Die Insel Carrera hat eine Ausdehnung von 420 x 270 Metern, seit dem Jahre 1877 ist sie Gefängnisinsel. Angeblich ist sie so sicher wie das amerikanische Alcatraz. * '''Five Islands''': Die Inselgruppe Five Islands besteht aus den fünf Inseln Caledonia, Craig, Lenagan, Nelson und Rock. * '''Insel Chacachacare''': Die Insel befindet sich fast auf halbem Wege nach Venezuela. Die Strömung in der Meerenge ist stark und gefürchtet. Seeleute nennen die Durchfahrt Boca del Drago oder „dragon´s mouth“, also Drachenmaul. Die Insel hat eine Ausdehnung von 15&#x202F;km in der Länge und 3&#x202F;km in der Breite, sie ist 8&#x202F;km von Trinidad entfernt. : Die Überfahrt von Chaguaramas dauert je nach Wetterlage etwa eine Stunde. Seit dem Jahre 1877 befand sich auf der Insel eine Leprakolonie, seit 1984 ist sie unbewohnt. : Im Jahre 1885 wurde nahe der Perruquier Bay auf dem höchsten Punkt der Insel, 818 m, ein Leuchtturm gebaut, er ist immer noch im Betrieb. Auf der Ostseite befindet sich die tief eingeschnittene Bucht Chacachacare Bay. Auf der gegenüberliegenden Inselseite liegt die La Tinta Bay. Sie hat schwarzen Sandstrand und wurde jahrelang als Versteck für Schmuggelgut genutzt. : Bei Chapelle Bay findet man einen Salzsee. * '''Insel Gaspar Grande''': Die Insel ist rund 2&#x202F;km lang und 800&#x202F;m breit, sie ist auch unter dem Namen Gasparee Island bekannt. Ihr Name geht auf den früheren Besitzer Don Gaspar de Percin zurück. Sie liegt nur einen Kilometer vor der Küste. Von der Crews Inn Marina in Chaguaramas fahren Boote in 20 Minuten dorthin. Die Überfahrt von Chaguanas zur Südseite kostet 40 TT $, zur Ostseite 30 TT $. Im allgemeinen fahren die Boote zum Point Baleine, wo es zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Walfangstation gab. Heute befindet sich dort eine kleine Marina und Picknick Plätze. : Im 19. Jahrhundert wurde auf der Insel noch Baumwolle angebaut. : Die kleine Bombshell Bay am Ostende ist zum Baden geeignet. Auf dem Bombshell Hill befand sich ein Fort. : Die Gasparee Caves sind ein Netzwerk von Tropfsteinhöhlen, es gibt dort sogar einen kleinen See. Der Zugang ist nur mit Genehmigung der Chaguaranas Development Authority und mit Führung eines registrierten Tourunternemers möglich. Sie sind täglich von 9-15 Uhr geöffnet, Eintritt: 10 TT $. : Innerhalb von 25 Minuten kann man zur anderen Inselseite laufen, dort findet man Geschützstellungen aus dem II. Weltkrieg. : Seit den 1980er Jahren befand sich dort auch das Fantasy Island Resort mit Restaurant, Cafe und Pool. Tel. 678-9001. : Bayview Beach Resort & Marina, Tel. 678-9001-02 * '''Insel Huevos''': Die kleine, länglich, schmale Insel Huevos befindet sich in Privatbesitz. Sie ist unbewohnt und Brutplatz für Seevögel. * '''Insel Monos''': Monos liegt nur etwa 650&#x202F;m vom Entrada Point entfernt und hat zwei Landestege in der Morris Bay und in der Grand Fond Bay. Sie ist dicht bewaldet und nicht dauerhaft bewohnt. Es gibt dort aber eine zunehmende Anzahl von Ferienhäuser von reichen Trinis. Früher gab es in der Turtle´s Bay eine Walfangstation. Dort ist noch einer der Kupferkessel erhalten, in dem das Walfett gekocht wurde. === Geschichte === Über die allerersten Inselbewohner ist nichts bekannt, man nimmt aber an, dass schon 5.000 Jahre vor Christi Geburt Indianerstämme aus Südamerika auf Trinidad und Tobago gelebt haben. Auf dem Weg in den Norden haben Ciboney-Indianer als Sammler und Jäger vermutlich zuerst die Insel Trinidad besiedelt. Zwischen 100 und 1000 nach Christus folgten ihnen höher entwickelte Ignerie-Indianer und Taino-Indianer vom Stamm der Arawaks aus dem Orinokogebiet, die schon Landwirtschaft betrieben. Im 13. Jahrhundert überfielen kriegerische Carib-Indianer die friedlichen Arawaks, töteten die Männer und nahmen sich die Frauen. Auf seiner dritten Reise entdeckte '''Christopher Kolumbus''' auf südlicher Route segelnd diese Insel im Sommer 1498. Er nannte die Insel ''La Isla de la Trinidad'', Insel der Dreifaltigkeit, und umfuhr sie im Uhrzeigersinn. Einen Tag später verließ er sie um die Insel [[Grenada]] zu erreichen. Zu dieser Zeit lebten noch geschätzt 35.000 Indianer auf den beiden Inseln; Arawaks im Südosten und Carib-Indianer im Norden und Westen in der Gegend von Arima, Mucurapo und Port of Spain. Erst 1532 betrat '''Don Antonio Sedeno''' beim Fischerdorf Cumucarapo, das heute Mucarapo heißt, als erster spanischer Entdecker die Insel. 50 Jahre später kam eine größere Gruppe von Siedlern mit dem spanischen Soldatenführer '''Don Antonio de Berrio y Oruna''' und dessen Leutnant Domingo de Vera auf der Suche nach dem berühmten Gold von El Dorado auf die Insel. An der Ostküste bauten sie die Siedlung San José de Oruna, das heutige St. Joseph, dort wurde auch die Inselverwaltung angesiedelt. In der Indianersprache hieß der Ort Caroni. Er wurde 1595 durch den britischen Seefahrer '''Sir Walter Raleigh''' zerstört, Berrio y Oruna wurde gefangen genommen. Die älteste Kirche der Insel, die St. Joseph Catholic Church aus dem Jahre 1593, blieb aber erhalten. Die ist zugleich der älteste Kirchenbau auf Trinidad. 1699 rebellierten die Indianer gegen die spanischen Missionierungsversuche. Missionare und der Gouverneur wurden dabei getötet. Soldaten wurden gegen die Indianer eingesetzt. Die Armee trieb die Indianer bis zur Nordostspitze der Insel. Bei dem Ort Toco stürzten sich viele Indianer ins Meer. Zehn Jahre später wurden die Missionsstationen abgeschafft. 1739 gab es auf der Insel eine Pockenepedemie, an der ein großer Teil der Bevölkerung starb. Nach wiederholten Angriffen von Piraten auf den Ort San José de Oruna, heute Saint Joseph, verlegte der '''Gouverneur Pedro de la Moneda''' den Regierungssitz im Jahre 1757 nach Puerto de Espana, dem heutigen ''Port of Spain''. Da die Insel nur sehr schwach besiedelt war und Spanien fürchtete, die Insel könne dadurch leicht von England eingenommen werden, lockte der spanische '''Gouverneur Manuel Falques''' 1776 katholische Siedler mit Steuererleichterungen ins Land. Er brachte der Insel etwas wirtschaftlichen Aufschwung und veranlasste die Gründung des Ortes San Fernando. Mit Hilfe von Sklavenarbeit entstanden Zuckerrohr- und Baumwollplantagen. 1784 schickte Spanien seinen fähigsten Gouverneur, '''Don José Maria Chacon''', auf die Insel. Unter seiner Führung wuchs die Bevölkerung auf fast 18.000 Menschen an. Davon waren nur 2.000 Weiße, über 10.000 waren afrikanische Sklaven und knapp 1.000 waren Indianer, der Rest bestand aus freien Mischlingen. Im Jahre 1795 kam es zum Krieg zwischen Spanien und England. Im Mai 1796 lief das britische Schiff „H. M. S. Lebra“ unter der Führung von '''Sir Ralph Abercromby''' bei Chaguaramas die Insel an. Der spanische '''Admiral Don Sebastian Ruiz de Apodaca''' ließ alle spanischen Schiffe im Hafen in Brand setzen und '''Gouverneur Chacon''' übergab Trinidad kampflos an die Engländer. Sir Abercromby ernannte einen seiner Offiziere, '''Thomas Picton''', zum ersten Gouverneur. Die Ernennung entwickelte sich zu einem absoluten Missgriff. Picton betrachtete Sklaven und Mischlinge als Aufwiegler. Farbige Plantagenbesitzer und Sklaven wurden ständigen Repressalien ausgesetzt. 1802 musste er von '''Thomas Hislop''' abgelöst werden. Im gleichen Jahr gab es auf der Insel 150 Plantagen, alle waren im Besitz von Franzosen. Bis zum Jahre 1808 stieg die Zahl der Sklaven auf 20.000. Die Fachleute der damaligen Zeit kamen zu dem Ergebnis, um aus der Insel eine gewinnbringende Zuckerrohrbesitzung zu machen, wären mindestens 250.000 Sklaven nötig gewesen. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Insel trotzdem Kronkolonie. Die Zusammensetzung der Inselbevölkerung ließ in den Augen der britischen Regierung keine Wahlen zu. Die Zahl der freien Farbigen war doppelt so groß wie die der Weißen, und von der weißen Bevölkerung waren nicht einmal die Hälfte Engländer. So wurde die Insel direkt von London aus regiert, und der Gouverneur war das ausführende Organ. Als der Sklavenhandel 1807 offiziell eingestellt wurde, kam es noch jahrelang zu illegalen Sklaveneinfuhren. Die Abschaffung der Sklaverei im Jahre 1834 führte auf der Insel zu einer lang anhaltenden Ratlosigkeit, wie die Zukunft ohne Sklaven aussehen sollte. Selbst das Parlament in London beschäftigte sich immer wieder mit dieser Frage. Verschiedene Pläne wurden entwickelt und wieder verworfen. Menschen verschiedenster Nationalitäten wurden als Arbeitskräfte auf die Insel geholt: Iren, Schotten, Chinesen, Portugiesen von Madeira, europäische Emigranten, Arbeitskräfte von anderen karibischen Inseln, befreite Sklaven aus Sierra Leone und St. Helena, die meisten kehrten bald wieder in ihre Heimat zurück. Schließlich waren es Inder, die die Inselbevölkerung verändern sollten. Zwischen 1845 und 1917 kamen 144.000 Inder als billige Arbeitskräfte ins Land. Sie hatten Verträge für fünf oder zehn Jahre und waren danach berechtigt zurückzukehren. Aber viele von ihnen blieben in Trinidad, kauften ein Stück Land für ihre Reispflanzen oder Kakaobäume und eröffneten kleine Geschäfte. 1871 betrug der indische Bevölkerungsanteil schon 25&#x202F;% der Gesamtbevölkerung. Bis in die heutige Zeit haben sich die Familienclans erhalten und die indische Gesellschaft in Trinidad ist noch immer eine fast „geschlossene Gesellschaft“. 1847 richtete ein Wirbelsturm große Schäden an. 1857 bohrte die ''Merrimac Oil Company'' bei La Brea die erste Ölquelle an, aber erst 50 Jahre später wusste man diesen Reichtum richtig zu nutzen. Zur Jahrhundertwende führte die weitergehende Verarmung der Massen zur Gründung von mehreren politisch-gesellschaftlichen Interessengemeinschaften. 1897 wurde die Arbeiterbewegung Trinidad Workmen´s Association gegründet. Im gleichen Jahr entstand die East Indian National Association, und vier Jahre später folgten die Pan African Association und die Rate Payers Association, ein Zusammenschluss der Wassergebührenzahler. 1889 wurden Trinidad und Tobago zu einer Union zusammengeschlossen. 1914 entstand bei Pointe-A-Pierre die erste Ölraffinerie. Als Folge der Weltwirtschaftskrise kam es in den 1930-er Jahren auch in Trinidad zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die vermehrt zu Aufständen führten und zur Gründung von Arbeiterbewegungen. 1937 kam es in dem Dorf Fyzabad unter der Führung von '''Uriah Butler''' zu einem Aufstand der Erdölarbeiter. 1938 lag der durchschnittliche Tagesverdienst bei 35 Cents. Diese niedrigen Löhne führten schon 1935 zu einem Hungermarsch und 1937 zu wiederholten Streiks auf den Ölfeldern. 1941 verpachtete die Regierung das Gebiet um ''Chaguaramas'' und ''Waller Field'' an das US-Militär. Die Amerikaner bauten einen großen Marine- und Luftwaffenstützpunkt. Dies brachte dem Land für einige Jahre gut bezahlte Arbeitsplätze. Erst 1960 zogen die Amerikaner nach großen Protesten aus der Bevölkerung wieder ab. Nach dem Krieg und der Einführung des allgemeinen Wahlrechtes entstanden unzählige Parteien und in deren Folge Gründungen von Gewerkschaften. Den hohen Erlösen aus der Erdölindustrie standen nur wenige Arbeitsplätze gegenüber. 1956 gründete '''Dr. Eric Williams''' die Partei People´s National Movement. Am 31. August 1962 wurden Trinidad und Tobago rund drei Wochen nach Jamaika von den Engländern in die Unabhängigkeit entlassen. Eric Williams wurde erster Premierminister. Er behielt diesen Posten bis zu seinem Tode im Jahre 1981. Mit der Unabhängigkeit fielen die großzügigen finanziellen Unterstützungen von England fort. Internationale Konzerne wurden stattdessen von der Regierung „eingeladen”, sich auf der Insel niederzulassen. Bis 1966 konnten so 169 Industriefirmen angesiedelt werden. Die Ölförderung teileten sich Amoco, Shell und Texaco, die Zuckerindustrie wurde von Tate & Lyle kontrolliert. Während der 1970-er Jahre konnte Trinidad aufgrund seiner Erdöl- und Erdgasvorkommen noch ein deutliches Wirtschaftswachstum verzeichnen. Zum großen Teil ist dies den Preisbeschlüssen der OPEC von 1973 zu verdanken. Diese Preissteigerungen verdreifachten die Deviseneinnahmen des Landes schlagartig. Nach der zweiten deutlichen Ölpreiserhöhung in den Jahren 1979 und 1980 verzehnfachten sich diese Einnahmen sogar. Mit diesen Geldern kaufte Premierminister Williams die Kapitalmehrheit der nationalen Shell und BP, verstaatlichte die Zuckerindustrie, die Fluglinie BWIA und die Telefon- und Fernsehgesellschaften. Für 460 Millionen US-Dollar ließ er zudem ein Stahlwerk bauen. Anfang der 1980-er Jahre kam es dann mit Ende des Ölbooms und anderer politischer Fehler zu einer tiefen Strukturkrise, die sich besonders aus der Person des seit 25 Jahren regierenden Eric Williams ergab. Hatte er die weiße Mittelschicht vor der Unabhängigkeit noch als Nutznießer der Kolonialherrschaft bekämpft, so sicherte er seine Macht nun genau durch diese Gruppe. Korruption und schwere Mängel in der Gesundheits-, Verkehrs- und Baupolitik wurden ihm angelastet. Im März 1981 konnte der plötzliche Tod von Williams nicht eindeutig geklärt werden. Bei den Parlamentswahlen im November des gleichen Jahres konnte sein Nachfolger '''George Chambers''' noch die Mehrheit erzielen, bei den Kommunalwahlen 1983 gab es dann aber eine herbe Niederlage. Seit 1974 waren mit der Ölindustrie 50 Milliarden Petrodollar erwirtschaftet worden. Als der Einbruch der Ölpreise zu einer Rezession führte, musste man feststellen, dass der größte Teil des Geldes durch Misswirtschaft und Fehlplanungen verschwendet worden war. Der TT-Dollar musste mehrfach abgewertet werden, im Staatsdienst gab es Entlassungen, unrentable Staatsbetriebe wurden privatisiert. Bis 1990 stieg die Arbeitslosigkeit im Lande daraufhin bis auf 27 %. Am 27. Juli 1990 besetzte die kleine, radikale Moslemgruppe ''Jamaat al Muslimeen'' unter der Führung von '''Yasin Abu Bakr''' das Parlamentsgebäude. 45 Parlamentsmitglieder, einschließlich des Premierministers A. N. R. Robinson, wurden als Geiseln genommen. Robinson wurde aufgefordert zurückzutreten und innerhalb von 90 Tagen Neuwahlen auszuschreiben. Nachdem er dies verweigerte, kam es zu einem Schusswechsel, bei dem der Premierminister eine Schusswunde im Bein erlitt. Erst nach fünf Tagen gaben die Rebellen auf. Bei diesen Unruhen kamen insgesamt 30 Personen zu Tode, weitere 500 wurden verletzt. 114 Rebellen erhielten nach langen Gerichtsverhandlungen, zu denen auch der Kronrat in London gehört wurde, eine Amnestie. Dieser Putschversuch verschreckte verständlicherweise ausländische Investoren. Erst 1994 verzeichnete das Land sinkende Arbeitslosenzahlen und eine steigende Bruttoinlandsproduktivität. In den folgenden Jahren legte die Regierung ein Programm zur Modernisierung des Erdölsektors auf. Zugleich schaffte sie sich ein zweites wirtschaftliches Standbein, indem die Erschließung von Off-shore-Erdgasvorkommen gefördert wurde. === Erdöl und Erdgas === Im Jahre 1906 kam der Geologe ''Arthur Beeby Thompson'' nach Point Fortin. Er erhielt von der Regierung die Genehmigung, Land zu erwerben und nach Öl zu bohren. Er kaufte die Adventure und La Fortunée Plantagen um Werkanlagen zu errichten. Im Mai 1907 fand man in 210&#x202F;m Tiefe Öl. Zwei Jahre später wurde die '''Trinidad Oil Company''' gegründet. 1913 übernahm die '''United British Oilfields of Trinidad''' die Anlagen. 1957 wechselte der Besitz an '''Shell'''. Nach langen Protesten der Bevölkerung in den 1960-er und 1970-er Jahren übernahm der inzwischen von England losgelöste, selbstständige Staat Trinidad and Tobago die Shell und seit 1974 nennt sich das Unternehmen '''Trinidad & Tobago Oil Company''' (TRINTOC). Im Jahre 1993 gründte der Staat dann die '''Petroleum Company of Trinidad & Tobago''' (PETROTRIN) mit der Zentrale in Pointe-a-Pierre, und mit dem Zweck, alle Ölförderungen, die Weiterverarbeitung und den Verkauf von Erdölprodukten zu zentralisieren. Im Jahre 2000 übernahm die PETROTRIN dann in Zusammenarbeit mit TRINMAR alle Vermögenswerte von TEXACO. PETROTRIN hat seine größten Operationsbasen in Fyzabad, Guayaguayare, Marabella, Penal und Point Fortin. Von der Südostspitze der Insel (Guayaguayare) nach Point Fortin wurde eine neue Hochdruck-Pipeline verlegt, unterwegs gibt es mehrere Pumpstationen. In Pointe-a-Pierre steht die einzige Ölraffinerie des Landes. Die Anlage umfasst 809 Ha Grundfläche. Die Tagesproduktion liegt bei 160.000 Barrel von denen 70.000 für den lokalen Markt bestimmt sind, der größere Rest wird nach Brasilien, Equador, Kolumbien, Venezuela und West Afrika exportiert. Dort wird Flugbenzin, bleifreies Benzin, Diesel, Schmierstoffe und Bitumen hergestellt. TRINMAR, Trinidad Marine, betreibt im Seegebiet von Trinidad und Tobago 23 Ölbohrplattformen und 238 freistehende Bohrtürme. Der Beitrag von PETROTRIN am Sozialwesen von Trinidad besteht im Straßen- und Brückenbau, man beteiligt sich an der Reparatur von Schulen, baut Spielplätze und stellt Computer zur Verfügung. === Geister, Geisterglaube === Wie auf allen anderen karibischen Inseln haben auch die Bewohner von Trinidad und Tobago eine lebhafte Vorstellungskraft, kennen vielerlei Gruselgeschichten, glauben an gute und böse Geister. Viele dieser Geister und Geistergeschichten haben ihren Ursprung in Afrika. Der '''Dupp''' (auf der Insel Jamaika: Duppy) ist auf allen Inseln bekannt. Zusammen mit den '''Jumbies''' zählt er zu den harmlosen Geistern. Es sind die Geister von Toten, die nachts aus den Gräbern steigen, sich an dunklen Orten herumtreiben und die Lebenden gerne erschrecken. '''Belarivoist''' der Geist des Joachim Belarivo. Ein wenig begabter Zauberer wollte diesen Geist auferstehen und für sich arbeiten lassen. Für die Auferstehung reichte das Wissen, für weiteres nicht. Stattdessen erschien der Geist auf unzähligen Hochzeitsfeiern und erschreckte die Gäste. Er musste schließlich in einen Bleisarg eingeschlossen werden und unter einem großen Steinhaufen begraben werden. Der bedeutendste Geist auf Trinidad und Tobago ist '''Papa Bois''', der Beschützer des Waldes. Er hat Hörner, Fell und eine Harfe, seine Mutter war ein Reh, sein Vater ein Jäger, meistens erscheint er in Gestalt eines alten Mannes mit Bart und langen Haaren. Er kann sich auch in ein Tier verwandeln und Wilderer tief in den Wald locken, so dass sie sich verlaufen. Er hat auch eine Geliebte, '''Mama Dlo''' oder Mama d l‘eau, halb Frau, halb Schlange. Sie ist die Beschützerin der Flüsse. Von '''La Diablesse''' erzählt man, sie sei eine schöne Frau mit Kuhfuß, die man häufig auf großen Festen antrifft. Dort soll sie die Männer verführen. Wer sich mit ihr einlässt, wird nie mehr sein wie vorher oder nach kurzer Zeit sterben. Begegnet man ihr, soll man seine Kleidung ausziehen und mit der linken Seite nach außen wieder anziehen, dann kann sie einem nichts mehr anhaben. '''Douens''' und '''Douennes''' sind die Geister von kleinen Kindern, die ungetauft sterben. Sie tragen große Strohhüte, haben keine Gesichter, und ihre Füße stehen rückwärts. Es gibt auch Meerjungfrauen, Feen und Vampire. Man sagt, dass sich einsame und ungeliebte Menschen in Vampire, sogenannte '''Sousouyants''', verwandeln konnen. Sie ziehen ihre Haut aus und lassen diese auf der Türschwelle liegen, dann verwandeln sie sich in Feuerbälle, die durch die Luft fliegen. Dann kommen sie zu den Menschen und saugen ihnen das Blut aus. Man kann sich vor ihnen schützen, indem man Reis oder Salz um sein Bett streut. Der Vampir muss jedes Korn zählen, bevor er Blut saugen kann, bis er damit fertig ist, wird schon wieder Morgen und er muss unverrichteter Dinge abziehen. === Karneval === Französische Einwanderer brachten im 18. Jahrhundert den Karneval mit in die Karibik. In Frankreich war der Karneval damals ein riesiges Schlemmer- und Kostümfest vor dem Beginn der Fastenzeit. Die französischen Großgrundbesitzer in der Karibik feierten dieses Fest unter sich und ohne die Sklaven, nur freie Mulatten wurden zur Teilnahme eingeladen. Nach der Sklavenbefreiung 1834 wollten auch die Farbigen ihr Fest feiern. Das traditionelle Erntedankfest '''Canboulay''' wurde auf den Karnevalsonntag vorverlegt. Sie veranstalteten Straßenumzüge mit Trommelmusik, Stockkämpfen und Spottliedern auf die Weißen, dazu kleideten sie sich in elegante Kleider wie ihre weißen Herren. Diese fühlten sich schnell beleidigt und feierten in der Folgezeit nur noch in ihren Häusern. 1883 wurde den Farbigen das Mitführen von Trommeln verboten, ein Jahr später fanden die Umzüge nur noch am Karnevalmontag und unter Polizeibegleitung statt. So entstanden in den Vororten von Port of Spain die ersten '''Mas Camps''' - Kostümgruppen. Statt der Trommeln benutzte man Bambusstücke um den Takt zu schlagen, zur Zeit des II. Weltkrieges erfand man neue Musikinstrumente: Keksdosen und leere Ölfässer. 1894 kam dem Kaufmann ''Ingnatius Bodu'' die Idee, aus dem Karneval einen Wettbewerb zu machen. 1921 richtete ''Chieftain Douglas'' als erster ein '''Calypso Tent''' ein, in dem während der Karnevalsaison Nonstop gesungen wurde. Heute gibt es das '''National Carneval Commitee''' (NCC), es entstand aus der 1957 gegründeten ''Carneval Development Commission''. Diese Behörde betreut den gesamten Karneval, schreibt die Wettbewerbe aus, bestimmt die Veranstaltungsorte, organisiert die Showveranstaltungen, stellt die Preisrichter und wirbt Spenden ein, mit denen Gewinner zu hohen Geldpreisen kommen. Eine Jury wählt die Gewinner. Sie besteht aus Mitarbeitern von Ministerien, des NCC und Mitgliedern von Tanz-, Steelband- und Gesangsgruppen. Gewählt werden die besten Königs- und Königinkostüme, der beste Kostümdesigner, das Karnevallied des Jahres und die Musikband des Jahres. Eine Musikband kann zwischen 3.000 und 9.000 Mitglieder zählen. Für die Offiziellen beginnt die Karnevalsaison am Tag nach Aschermittwoch. Die Calypso-tents öffnen im Laufe des Januar. Danach beginnen die Vorentscheidungen für den Calypso- und Soca Monarchen, für Karnevalskönig und -königin. Die heiße Phase der Feierlichkeiten beginnt kurz vor Beginn der Fastenzeit mit dem Kinderkarneval. Am Karnevalmontag starten die Umzüge am frühen Morgen Richtung Stadtzentrum. Um die Mittagszeit finden die Maskenumzüge statt. Karnevaldienstag strömen die Massen zur Hauptveranstaltung im Queen´s Park, die bis in die späte Nacht dauert. Am Mittwoch ist alles vorbei und die Insulaner gehen wieder ihrem Gewerbe nach. === Musik === * '''Calypso''': Der Calypso hat seinen Ursprung an den Küsten von Westafrika und wurde von den Sklaven mit ins Land gebracht. Das „Urwort“ ist Kaiso und kommt aus Nigeria, Kaisos sind dort Spottlieder. Von den Sklaven wurden diese Lieder bei der Feldarbeit gesungen um die qualvolle Arbeit etwas zu erleichtern. Zugleich war es die einzige Möglichkeit, sich verschlüsselt über die Herrschaft zu beschweren oder lustig zu machen. : Seit der Abschaffung der Sklaverei wird dies von deren Nachfahren gefeiert. Seitdem wurden die Liedertexte immer bissiger. Im Jahre 1881 wurde bei so einer Veranstaltung von den Farbigen so auf die Regierung geschimpft und die politischen Mißstände wurden derart in ihren Gesängen verspottet, dass die Umzüge und Gesänge verboten wurden. In der Folgezeit texteten die Sänger, die Calypsonians, im Untergrund weiter. Aktuelle private und besonders politische Ereignisse werden seitdem besungen und ersetzen für den Teil der Bevölkerung, die nicht lesen können, die Tageszeitung. Man sagt auch: der Calypso bietet die Gelegenheit, etwas in Liedform zu sagen, was man in der besseren Gesellschaft nicht aussprechen kann. : Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. : Zwischen den beiden Weltkriegen wurde der Calypso international durch das Lied „''Rum and Coca Cola''“ bekannt. Es wurde von Lord Invader geschrieben und von den Andrew Sisters in den USA auf den Markt gebracht, sie verkauften die Platte fünf Millionen Mal. : 1978 wurde Calypso Rose als erste Frau zum alljährlichen Calypso King gekrönt. : Fast alle Sänger haben ausgenommen auffallende Namen: Atilla the Hun, Growling Tiger, Mighty Chalkdust, Roaring Lion, Valentino oder Black Stalin. Zu den weltweit bekanntesten gehören '''Lord Kitchener''' (*1922, †2000) und '''Mighty Sparrow'''. : In jüngster Zeit ist auch der Calypso extrem kommerzialisiert worden. * '''Indische Musik''': Mit einem Bevölkerungsanteil von etwa 40&#x202F;% beherrschen die Inder auch einen großen Teil der Musikszene. Im Laufe der Jahrzehnte hat die ursprünglich religiöse Musik sich teilweise an die Ansprüche der Jugendlichen Zuhörer angepaßt. '''Chutney''' ist eine dieser neuen Musikrichtungen, heute mit schnellerem Rhythmus und tanzbar, hat sie sich aus hinduistischen Folkloreliedern entwickelt. Chutney ist auch ein Teil des Trinidad-Karnevals geworden und für die Musikgruppen werden Preise vergeben. '''Pantar''' ist die Fusion von Pan-Musik und Sitar, eines der schönsten und ältesten indischen Musikinstrumente. Mit dieser Kombination lassen sich alle Arten von Calypsomusik bis zu indischer Ragmusik spielen. Einer der bekanntesten Pantar Interpreten ist Sitarist ''Mungal Patasar'' und seine Gruppe. * '''Panmusik und Steelbands''': Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. Ab 1935 begannen die Musiker deshalb, auf Dosen, Fässern und Benzinkanistern zu trommeln. Ein Jahr später gelang es dem Musiker '''Ellie Mannette''' ein Ölfaß so zu manipulieren, dass man ihm verschiedene Töne entlocken konnte. 1939 spielte die John John Band zum ersten Mal des amerikanische Kinderlied „Mary had a little lamb“ auf gestimmten Ölfässern. Seit 1945 erschienen abgeschnittene und gestimmte Ölfässer, die Pans, in der Öffentlichkeit. Heute ist der Beruf des Ölfaßstimmers sehr geachtet. Man unterscheidet die Pans nach Größe und Klangfarbe. Bass Pans verfügen über 5-7 Töne, sie werden auf etwa 7,5 cm Höhe zusammengeschnitten. Cello Pans haben 10 Töne und werden bei 35 cm abgeschnitten. Die Tenor Pans verfügen über 26-32 Töne und werden auf eine Länge von 15-18 cm geschnitten. : Die Pans werden blank geschliffen, verchromt, poliert und auf Gerüste montiert, damit der Musiker Bewegungsfreiheit hat. Die Tonfelder werden mit unterschiedlich großen Klöppeln geschlagen. Die Pans können von einem Solomusiker bearbeitet werden oder als Band können bis zu 100 Personen zusammen musizieren. Auf Trinidad soll es über 100.000 Ölfaß-Spieler geben. * '''Parang''': Besonders in der Weihnachtszeit beherrscht Parang die Musikszene. Diese Musikrichtung leitet sich aus venezuelanischen Weihnachtsliedern ab und den damit verbundenen Haus-zu-Haus besuchen und -feiern. Zu spanischen Texten mit religiösem Inhalt kommen südamerikanische Rhythmen mit Violine, Gitarre, Baß, Cuatro und Maracas. Einige Gruppen spielen die traditionellen Weisen, andere mixen es mit Soca, so dass '''Soca Parang''' entsteht. * '''Rapso''': Eine weitere Fortsetzung von der afrikanischen Tradition des Geschichtenerzählens führte zur Entwicklung des Rapso, einer Mischung von amerikanischem Rap mit Calypso. Hier wird Sprechgesang in Versen vom Rhythmus großer, schwerer Trommeln untermalt. Zwei der bedeutendsten Künstlergruppen sind ''Brother Resistance'' und ''Network Rapso Riddum''. * '''Soca''': Diese flottere Art des Calypso wurde 1970 geboren, als die Elektronik Einzug in die Musikszene hielt. Diese neue Form wird dem Musiker zugesprochen, der sich damals '''Lord Shorty''' nannte und heute unter dem Namen ''Ras Shorty I'' Musik produziert. Der Soca-Rhythmus läßt sich leicht mit anderen Musikformen verbinden. So findet man auf Trinidad den Soca heute als Bestandteil von Reggae, Jazz, Rythem & Blues als auch mit indischer Musik. Auch die im Lande lebenden Inder fanden an diesem Musikstil gefallen, verbanden den Rhythmus mit Hinditexten und so wurde der '''Chutney-Soca''' geboren. === Pflanzen- und Tierwelt === Trinidad und Tobago zählen zu den zehn führenden Ländern bei der Anzahl von Vogelarten pro Qaudratmeile. Auf beiden Inseln findet man auf Grund der Nähe zu Südamerika eine größere Anzahl von Pflanzen und Tieren als auf den anderen Karibischen Inseln. Man kennt 2.300 verschiedene, blühende Pflanzen, davon sind alleine 700 Orchideen. Die Nationalblume von Trinidad ist die '''Chaconia''', englisch: Wild Poinsettia. Ein Strauchgewächs von 2-3&#x202F;m Höhe, es ähnelt dem Weihnachtsstern. Den „Buffalypso“ gibt es nur auf der Insel Trinidad. Er ist das Ergebnis intensiver Zuchtversuche aus den 1960-er Jahren. Fünf auf Trinidad heimische Wasserbüffel Rassen wurden gekreuzt. Das Ergebnis ist ein friedfertiges Tier, dass tropische Hitze gut verträgt, mit schmackhaftem Fleisch. Es gibt 620 verschiedene Arten von Schmetterlingen. Von den 433 verschiedene Vogelarten brüten 250 auf der Insel, es gibt 41 verschiedene Kolibriarten. Den blinden Ölvogel findet man nur in Trinidad, es ist der größte Vogel, der sich von Früchten ernährt, aber nur nachts auf Futtersuche geht und selbst ein Amazonas-Papagei ist auf Trinidad zu finden. 108 verschiedene Säugetiere sind vertreten, dazu zählen 57 Fledermausarten und es gibt 70 verschiedene Arten von Kriechtieren. Die einzigen '''giftigen Schlangen''' sind die '''Far de Lance''' und der '''Buschmeister'''. Die Morocoy ist eine kleine Landschildkröte, die früher als Delikatesse gejagt wurde und fast ausgerottet war, heute wurd sie vielerorts als Haustier und Spielgefährte der Kinder gehalten. Verschiedene Strände von Trinidad und Tobago werden in den Monaten März bis Juli von Meeresschildkröten zur Eiablage aufgesucht. Der Besuch von Strandabschnitten, die von Schildkröten zur Eiablage aufgesucht werden, unterliegt einer Genehmigung durch die Forstverwaltung. The Forest Division, Long Circular Road, Port of Spain, Tel. 622-7476. The Forest Division, San Fernando, Tel. 657-8391, 657-7256. Den Schmetterling „89“, er hat eine schwarz-beigene Markierung auf der Flügelunterseite, die wie eine 89 aussieht, findet man nur auf Trinidad. Der Pauis ist ein großer truthahnartiger Vogel, der früher viel gejagt wurde und dadurch sehr selten geworden ist. Es gibt ihn nur auf Trinidad, nirgendwo sonst auf der Welt, er steht unter Schutz. Einzigartig auf der Welt ist auch der Fisch Cascadura. Diese Welsart ist ein Urtier aus dem Silur-Zeitalter. Sein Lebensraum sind zahlreiche schlammige Gewässer an der Südküste Trinidads. Ebenso selten sind die Reiherarten Agami, Blongios und Crabier Bec, die es nur auf Trinidad gibt. Weitere Vogelarten, die es in der Karibik nur auf Trinidad gibt sind Eisvögel, Pirol und Tukane. Das größte wilde Tier auf Trinidad ist der Braune Waldmazama, eine Hirschart. Das Halsband-Pekari wird von den Einheimischen Quenk genannt, es ist eine Wildschweinart. Auf der Insel gibt es verschiedene Opossumarten, die auch Manicou genannt werden, Waschbären, das hasengroße Agouti und den größeren Gefleckten Paka. Das gepanzerte Gürteltier, Armadillo oder Tatu genannt, und die seltenen Ozelote bekommt man kaum zu sehen. In einigen Flüssen und Sümpfen lebt der bis zu 2&#x202F;m lange Kaiman. === Plantagenwirtschaft === Die Landfläche von Trinidad und Tobago umfasst 513.000 Ha, weniger als ein Drittel davon ist Ackerfläche, 45&#x202F;% sind als Waldflächen ausgewiesen. Nur 13&#x202F;% des pflügbaren Landes ist bewässert. Es gibt aber eine Vielzahl von kleinen und großen Flüssen, Überflutungen in der Regenzeit sind normal. Die letzte umfassende Erhebung aus den 1970-er Jahren zählt 35.000 Farmen mit einer Gesamtfläche von etwa 130.000 Ha. Die Durchschnittsgröße einer Farm wurde mit 6 Ha angegeben, aber die 40 größten Plantagen hatten alle eine Größe über 400 Ha. Die landwirtschaftlichen Ernteerträge der 1970-er und 1980-er Jahre in Trinidad stehen in einem engen Zusammenhang mit der Ölindustrie. Dieser Trend begann Anfang der 1970-er mit dem starken Anstieg des Ölpreises. Löhne in der Landwirtschaft waren erheblich niedriger als in der Ölindustrie, der Geldreichtum führte zu größeren Importen von landwirtschaftlichen Produkten. Die Zahl der Landarbeiter sank um 50 %. Die Ernteerträge bei Zitrusfrüchten sanken um 75 %, bei Kakao waren es 61 %, bei Kokosprodukten 56&#x202F;% und bei Kaffee immer noch 15 %. Der Zuwachs von landwirtschaftlichen Produkten in den 1980-er Jahren wurde von Kleinstfarmern erwirtschaftet, die ihre Produkte oft in gartenähnlichen Familienbetrieben anbauten. Die Viehzucht im Land hat keine große Bedeutung. Es gibt nur rund 30.000 Rinder. Rindfleisch wird überwiegend aus Australien un Neuseeland importiert. Milch und Milchprodukte werden zu 90&#x202F;% von der Firma Nestlé eingeführt. Seit den späten 1980-er Jahren gibt es Zuchtversuche von Kühen und Indischen Wasserbüffeln, die man im Lande „Buffalyso” nennt. Bedeutender ist die Aufzucht von Hühnern und Schweinen. '''Kaffee''' wird in Trinidad verstärkt seit 1930 angepflanzt. Die Produktion sank von den späten 1960-er Jahren bis Mitte der 1980-er Jahre aber um rund 50 %. 1984 konnte zum ersten Mal kein Kaffee exportiert werden. Ein Jahr später betrug die Ernte wieder 2,1 Millionen KG, von denen 35&#x202F;% exportiert wurden. '''Zitrusfrüchte''' hatten in den 1950-er Jahren einen Boom. Man erntete zu der Zeit über 90.000 Tonnen pro Jahr, 1982 waren es nur noch 4.700 Tonnen. '''Kakaoplantagen''': Kakao war von den späten 1880-er Jahren bis in die 1930-er Jahre die wichtigste Anbaufrucht auf Trinidad und Tobago. Auf Tobago war sie dies sogar bis in die späten 1980-er Jahre. Kakao war schon im 18. Jahrhundert durch die Spanier nach Trinidad gekommen. Zeitweise war die Insel der zweitgrößte Kakaolieferant auf der Erde. Verschiedene Krankheiten haben der Fucht aber sehr zugesetzt. So sank die Jahresernte von 2.600 Tonnen im Jahre 1981 auf unter 1.300 Tonnen in 1985. Seit den 1970-er Jahren ist das Land nicht mehr in der Lage den Bedarf von Kokosöl und Seife mit den Ernten aus dem eigenen Land zu befriedigen. * Lopinot Estate. In Arouca führt die Lopinot Road nach Norden in die Northern Range. Um 1800 legte der Franzose Charles Joseph Comte de Lopinot dort eine 193 Ha große Kakaoplantage an. Der Graf war ein Offizier der französischen Armee in Haiti. Nach der Ausrufung der Unabhängigkeit und der damit verbundenen Freilassung der Sklaven in Haiti verließ er das Land und brachte seine 100 Sklaven mit nach Trinidad. Er nannte die Plantage „La Reconnaissance“. Das Herrenhaus, die Stallgebäude, die Sklavenunterkünfte und das Gefängnis wurden restauriert und können heute besichtigt werden. Im Herrenhaus wurde ein kleines Museum eingerichtet. Öffnungszeiten: täglich von 8-18 Uhr, Eintritt frei, Führungen finden zwischen 10 und 18 Uhr statt. '''Zuckerplantagen''': Im 19. Jahrhundert war Zucker trotz der überwältigenden Probleme noch immer die bedeutendste Einnahmequelle der Insel Trinidad. In den 1880-er Jahren gab es noch über 300 selbstständige Zuckerrohrplantagen. Ein Jahrhundert hatte die staatliche Carioni Gesellschaft hier das Monopol, nachdem man im Jahre 1971 51&#x202F;% der Aktien von Tate and Lyle zurückgekauft hatte. In den 1980-er Jahren wurde Zuckerrohr auf knapp 20.000 Ha angepflanzt, 20.000 Arbeitskräfte wurden in der Industrie gezählt. Die Jahresproduktion von Zucker lag zwischen 70.000 und 80.000 Tonnen. * Caroni Estate and Sugar Factory, Couva, Tel. 636-2371. Die Zuckerfabrik und die Distillerie liegen fast 40&#x202F;Km voneinander entfernt. Seit 1918 wird dort Rum destilliert. 1957 übernahm Caroni die Esperanza Estate. Deren Destillieranlagen wurden nach Caroni gebracht. 1980 wurde die Produktion ausgebaut. Neben eigenen Anbauflächen erhält Caroni Zuckerrohr von 6.000 unabhängigen Kleinfarmern. Seit 2003 wir die Caroni Gesellschaft umstrukturiert. Die Zuckerfabrik von Caroni wird geschlossen, die Fabrik von Sainte Madeleine bleibt bestehen. Der Landbesitz von Caroni, etwa 30.000 Ha geht in Staatsbesitz über und wird von einer neugegründeten Agentur verwaltet, der Estate Management and Business Development Company. Das Ziel ist, statt Rohzucker Zitrusfrüchte und Reis anzupflanzen und Milchviehzucht zu betreiben. :Der Rum wird unter den Markennamen Caroni Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, als Stallion Puncheon Rum mit 78&#x202F;% Alkohol, als Felicite Gold, White Magic Light und Special Old Cask Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol abgefüllt. Nur die leichten Rumsorten werden nach Kanada und Europa exportiert. * Champs Elysée Estate, Maraval Tal, Port of Spain. Um 1785 führte die Einwanderungspolitik des Franzosen Roumé de St. Laurent unter dem Gouverneur Don José Chacon viele französische Siedler mitsamt ihren Sklaven auf die Insel. Im fruchtbaren Maraval Tal bauten sie Baumwolle, Kaffee und Zuckerrohr an. Die Mehrheit der dort lebenden Menschen konnte kein englisch, fast alle gehörten der römisch-katholischen Kirche an. Im Jahre 1881 lebten dort 1.480 Menschen, davon waren 88 Plantagenbesitzer oder -verwalter. :Roumé de St. Laurent erwarb selbst ein großes Stück Land am Taleingang, aus dem die Champs Elysée Plantage entstand. Aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten musste seine Familie die Plantage schon bald verpfänden, später ging sie in den Besitz eines Pflanzers mit Namen Boissiere über. 1849 fasste man das ganze Tal zum Stadtbezirk Maraval zusammen. Gegen Ende des Jahrhunderts waren viele der kleinen Plantagen verschwunden. Auf den verbliebenen größeren Ländereien Champs Elysée, Moka, Haleland Park und Val de Oro wurde weiter Landwirtschaft betrieben. Heute werden nur noch auf der Paramin Plantage, westlich von Maraval, Gemüse und Gewürze angepflanzt. * Diego Martin River Estate, am Diego Martin Fluß. Direkt neben der Hauptstraße steht noch das 150 Jahre alte und 12&#x202F;m hohe Wasserrad der Zuckerplantage. Die Plantage fiel im Jahre 1897 in den Besitz der Regierung. Weitere historische Gebäude sind nicht erhalten, das einfache Plantagenhaus wurde aber wieder hergestellt. Es gibt aber noch einen Park mit Picknickplätzen und ein Mini-Museum. Das Museum ist täglich von 10-18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. * Spring Hill Estate. Um 1900 gründetet der in Frankfurt geborene Friedrich Wilhelm Mayer im fruchtbaren Arimatal in einer Höhe von etwa 400 Metern diese Plantage, um Kaffee, Kakao und Zitrusfrüchte anzupflanzen. 1908 wurde das Haupthaus fertig gestellt. Sohn Charles Mayer bewirtschaftete das Anwesen bis 1925, dann gab er auf, weil ihm der Gewinn zu gering war. 1932 kaufte der amerikanische Geologe Joseph Holmes das Land auf. Er brachte einen Stromgenerator dorthin und ließ einen Pool bauen. 1947 kauften Dr. Newcome Wright und seine Frau Asa Wright die 74 Ha große Plantage. Drei Jahre später richtete Dr. William Bebe von der New Yorker Zoologischen Gesellschaft dort eine Forschungsstation zum Studium tropischer Pflanzen und Tiere ein. 1955 verstarb Asa Wright. 1967 verkaufte ihr Mann das Gelände an die Forschungsstation. Im gleichen Jahr wurde das Herrenhaus in ein Gästehaus umgewandelt. Unter finanzieller Mithilfe der Bank of Nova Scotia wurde das Asa Wright Naturschutzgebiet eingerichtet. * Woodbrook Estate, Port of Spain. Nachdem die Siegert Familie 1875 (siehe unten) Venezuela verlassen hatte entstand in Port of Spain am Marina Square Ecke Charlotte Street die neue Angostura Fabrik. Die gleichbleibende Qualität und der weltweite Erfolg der Firma erlaubte es der Familie 1899 die 140 Ha große Woodbrook Estate zu kaufen. Die drei Brüder Alfredo, Carlos und Luis Siegert kultivierten ein Teil des Landes, zugleich planten sie eine Wohnsiedlung. Der Bau von 11 Straßen wurde in Angriff genommen, jede wurde nach einem Familienmitglied und nach Mitarbeitern des Projektes benannt. Nach dem Tod der Brüder Carlos und Luis verkaufte Alleinerbe Alfredo das Land 1911 an die Stadt Port of Spain. * '''Angostura Bitters''' Limited, Rumdistillerie, Eastern Main Road, Tel. 623-1845, Fax 623-1847. Im Jahre 1820 wanderte der preussische Chirurg Dr. Johann Gottlieb Benjamin Siegert nach Venezuela aus. Er wollte mit Simon Bolivar gegen die Spanier kämpfen. Vier Jahre später, als Leiter des Militärhospitals im Ort Angostura, am Ufer des Orinoco Flusses, entwickelte er eine Mischung aus tropischen Heilpflanzen, Gewürzen und Alkohol. Dieses Mittel „''Siegert´s Aromatic Bitters''“ sollte den von Tropenkrankheiten geschwächten Soldaten zu neuer Kraft verhelfen. Soldaten und Schiffsbesatzungen machten die Tinktur auf der ganzen Welt bekannt. 1850 verließ Dr. Siegert die Armee um sich vollständig der Produktion seines gefragten Elixiers zu widmen. 1875 verließ die Siegert Familie das krisengeschüttelte Venezuela wo ein politischer Diktator auf den anderen folgte und ließ sich in Trinidad nieder. :Im Jahre 1903 starb Carlos Siegert, zwei Jahre später sein Bruder Luis. Alfredo Siegert war nun einziger Kenner der geheimen Formel für Angostura. In der Folgezeit spekulierte er mit großen Geldmengen in verschiedenen Sektoren, verlor das Geld und auch die Firma. Amerikanische und kanadische Geschäftsleute versuchten erfolglos, die Fabrik im Ausland anzusiedeln. :1936 begann die Firma Angostura Bitters unter der Leitung von Robert W. Siegert, einem Enkel des Gründers, Alkohol zu brennen, dazu wurde eine Tochtergesellschaft, die Trinidad Distillers Ltd. gegründet und die Fernandes Rumbrennerei aufgekauft. Das Rezept für Angostura Bitters ist eines der bestgehüteten Geheimnisse der Karibik. 1960 wurden die Produkte von Angostura bereits in 140 Länder exportiert. Die Jahresproduktion von 1.3 Millionen Liter wurde bis 1998 auf 20 Millionen Liter gesteigert. :Das Besucherzentrum, Tel. 623-1841 im Ortsteil Laventille in Port of Spain ist geöffnet. Führungen finden dort montags bis freitags um 9.30, 13.30 und 14 Uhr statt, Führungen kosten 8 US $. :Die Distillerie kauft ihre Melasse von verschiedenen Zuckermühlen im Lande und vergärt und destilliert den Rohstoff in einer eigenen Brennerei. Der Rum wird unter dem Markennamen Royal Oak als 43 %-iger Rum verkauft. Weitere Markennamen sind Old Oak White und Old Oak Gold. 1973 erwarb man die auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindliche Distillerie Fernandes. Der Rum von dieser Destille wird unter den Markennamen Forres Park Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, Fernandes Vat 19, Fernandes Black Label, Ferdi´s Premium Rum und Crystal White Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol vertrieben. Daneben werden leichtere Mischgetränke hergestellt: Caribbean Club Rum Punch, Limbo Drummer, Lemon Lime & Bitters, Blu Vodka und Correla´s. :Das Grundprodukt Angostura Bitters ist eine aromatische Lösung mit 44,7&#x202F;% Akoholanteil. Man verwendet es hauptsächlich zur Verfeinerung von Mixgetränken, aber auch in Fisch- und Fleischgerichten, für Gemüse, Kuchen, Marmelade, Pudding, in Salaten und Suppen. * Fernandes Distillers, Fernandes Industrial Centre, Eastern Main Road, Laventille, Tel. 623-2101, 623-2501, Fax 623-1847. Als das Trinidad & Tobago Rum Bond Lager im Jahre 1932 abbrannte, nutzte der Besitzer der Fernandes Distillery, Joseph Bento Fernandes, die Gunst der Stunde. Er kaufte die angesengten Rumfässer günstig auf stellte fest, dass der Rum darin von besonderer Güte war. Dieser Rum wurde unter dem Namen „1919 Super Premium Rum“ verkauft. 1919 war das Jahr, in welchem die Fässer gefüllt worden waren. === Trinidad´s Eisenbahn === Schon kurz nach 1800 waren es die Großhändler, Kaufleute und Plantagenbesitzer, die bei der Kolonialverwaltung nach besseren Verkehrsverbindungen fragten. Doch wenig oder nichts geschah. Ebenso oder ähnlich verhielt es sich mit der Eisenbahn. Um 1846 wurde die '''Trinidad Railway Company''' gegründet. Man begann mit der Vermessung von möglichen Fahrlinien, kam aber zu der Überzeugung die Finanzierung sei nicht möglich. Im Jahre 1859 entstand dann die erste privat finanzierte Linie von Princes Town zum Hafen von San Fernando. Man nannte sie die Pflanzerlinie, da zunächst nur landwirtschaftliche Produkte an zur Kings Wharf gebracht wurden, zum weitertransport auf Schiffen rund um die Insel. Die Wagen wurden von Pferden oder Mulis gezogen. Auf Grund des öffentlichen Drucks wurde das Angebot auf den Personentransport ausgedehnt, auch die Post wurde nun mit der Eisenbahn transportiert. Diese Linie wurde unter dem Namen '''Cipero Tramroad''' bekannt. Sie existierte bis 1920, dann ging sie an die Trinidad Government Railway über. 1873 begann man mit dem Bau einer Bahnverbindung von Port of Spain nach Arima. Der Ausgangspunkt war der South Quay in Port of Spain, über San Juan und St. Joseph verlief die Linie bis nach Arima. Am 31. August 1876 wurde die Linie in Betrieb genommen. Die Eisenbahngesellschaft, offiziel Trinidad Government Railway, wurde gegründet. Ursprünglich sollte sie nur das reiche Landwirtschaftsgebiet um den Ort Arima herum mit dem Hafen von Port of Spain verbinden. Nun gab es aber eine kleine Eisenbahn Manie. Jeder einflußreichere Plantagenbesitzer verlangte die Anbindung seiner Farm an das Eisenbahnnetz. Schon im Januar 1880 gab es eine Verbindung nach Couva im Süden, bis 1882 wurde die Linie nach San Fernando fertig gestellt. Der Erfolg der Eisenbahnlinie nach Arima war überwältigend. Bis 1896 wurde sie nach Gunapo erweitert und 1897 wurde Sangre Grande erreicht. Im Jahre 1897 entstand an der Südlinie bei Cunupia ein Abzweig durch das Tal des Caparo Flusses nach Tabaquite. Nachdem man im Südwesten von Trinidad große Ölvorkommen gefunden hatte wurde die Eisenbahnlinie von San Fernando aus im Jahre 1913 bis nach Siparia verlängert. Im Jahre 1914 hatte das Netz dann seine größte Ausdehnung mit dem Ausbau bis nach Rio Claro. Die Länge des Schinennetzes betrug nun 173&#x202F;Km. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurden diese Eisenbahnwagen von Pferden gezogen. 1910 gab es die erste Motor-Bus-Verbindung in Trinidad. Die beiden Geschäftsleute Newallo und Asgarelli Syne betrieben '''Syne´s Bus Service'''. Mit der Zentrale in Icacos fuhren ihre Busse von dort über San Fernando bis nach Siparia und St. James in Port of Spain. Bis zum Beginn des I. Weltkrieges war dies das einzige Busunternehmen des Landes. Bis zum Jahre 1920 stieg die Zahl von angemeldeten Motorautos von etwa 100 auf 1.176. Im gleichen Jahr eröffnete Charles Ross eine Buslinie zwischen Four Roads und Macqueripe. Ab 1923 verzeichnete die Eisenbahn einen deutlichen Einbruch bei ihren Fahrgastzahlen. Trotzdem blieb die Eisenbahn ein Erfolg. Erst nach der Unabhängigkeit führte ein Missmanagement der Regierung zum Zusammenbruch des Eisenbahnverkehrs. Die Trasse der Linie von Port of Spain nach Arima, die mehr oder weniger parallel zur Eastern Main Road verläuft, wurde zur Fahrbahn nur für Express-Busse und Maxi-Taxi umgebaut. An das Zeitalter der Eisenbahn erinnert die Lokomotive Nr. 11, sie steht als Denkmal in der Harris Promenade von San Fernando. Ein zweites Exemplar befindet sich im Busdepot von Port of Spain. == Sprache == Amtssprache ist englisch. Besonders auf Trinidad wird aber auch verbreitet Französisch, Spanisch, Hindi und Chinesisch gesprochen. Daneben gibt es ein überwiegend englisches Patois. == Anreise == * {{vCard |type=airport |name=Piarco International Airport |wikidata=Q788810 |address=Golden Grove Road, Piarco |phone=669-4101 |fax=669-2319 |description=Landebahn 10/28, 10.440 × 151 Feet (3.182 × 46 m). Airport Authority of Trinidad & Tobago, Piarco Airport, Tel. 669-4101. Einreisebehörde, Immigration, Piarco Airport, Tel. 669-5859, Zollbehörde, Customs, Piarco Airport, Tel. 669-4361. |url=https://piarcoairport.com }} * '''Schiffsverbindungen''': Zwischen Trinidad und Tobago gibt es einen regeläßigen Fährverkehr. Der Hafen von Port of Spain wird von Kreuzfahrtschiffen angelaufen. == Mobilität == Achtung: '''Linksverkehr'''! Für das Fahren von Mietwagen wird für 90 Tage ein in Deutschland ausgestellter gültiger Internationaler Führerschein anerkannt. Wer länger im Lande ist muss eine nationale Fahrerlaubnis beantragen. Licening Department, Wrightson Road, Port of Spain. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 50 km/h, nur auf einigen Schnellstraßen darf man 80&#x202F;km/h fahren. Von der Hauptstadt Port of Spain gibt es eine autobahnähnliche Schnellstraße in Richtung Osten bis nach Arima und etwas darüber hinaus. Etwa 9&#x202F;km hinter Port of Spain zweigt davon eine Schnellstraße nach Süden ab, über die Stadt Chaguanas führt sie bis nach San Fernando. Die Eisenbahnlinie von Port of Spain nach Arima wurde eingestellt. Die ehemalige Bahntrasse wurde aus- und umgebaut, dies ist heute der Fahrweg für Expressbusse und Maxi Taxi. == Aktivitäten == * Naturbeobachtungen, hauptsächlich die Vogelwelt. * Strandleben, in Trinidad ist es nicht so ausgeprägt wie im Rest der Karibik. An der Nordküste findet man nur einzelne kleine Sandbuchten. Das Wasser an den kilometerlangen Stränden der Ostküste ist trüb, bedingt durch die Einschwämmungen des nahen Orinoco in Venezuela. Die Westküste ist verschmutzt durch intensive Bohrarbeiten der Erdölindustrie. * Wanderungen, hauptsächlich im Bereich der Northern Range. [[File:TnT Caroni Swamp 2.jpg|thumb|right|Caroni Swamp]] * Caroni Swamp: Sumpfgebiet im Mündungsbereich des Caroni River, durch das geführte Touren angeboten werden. Hauptattraktion ist eine riesige Kolonie Scharlachsichler, die am späten Nachmittag von ihren Fressrevieren zu ihrem Ruhegebiet zurückkehren. Ganz selten können Wasserschlangen oder Kaimane beobachtet werden. == Küche == Die Küche von Trinidad spiegelt die Zusammensetzung der Bevölkerung wieder. Neben der traditionallen karibischen Küche findet man heute viele chinesische, libanesische und syrische Einflüsse. Einen sehr großen Anteil an den Restaurants und Essgewohnheiten hat der indische Bevölkerungsanteil. Dadurch gibt es große Unterschiede zu den Restaurants auf der Insel Tobago. * '''Callaloo soup''' ist eine Suppe aus den spinatähnlichen Dasheenblättern mit allerlei Gewürzen und Krebsfleisch, stellenweise wird sie auch sehr scharf gewürzt. '''Dhal''' ist eine indische Suppe aus roten Linsen. * '''Buljol''' nennt man Saltfish, der zusammen mit Avocados, Paprika, Tomaten und Zwiebeln in Olivenöl gedünstet wird. * Ham´n Hops oder einfach nur '''Hops''' ist eine knusprige Brötchenart mit Schinkenfüllung. * '''Pastelles''' sind gefüllte Maismehltaschen die in Sohareeblättern gegart werden, ein klassisches Street Food. Die Füllung besteht aus angebratenes Rinderhack, Tomaten, Worcestershiresauce, diversen Gemüsen und Kräutern Besonders zu Weihnachten werden auch Oliven, Kapern und Rosinen dazugemischt. <gallery mode="packed" heights="150"> Callaloo-mit-Shrimps-GT.jpg|Callaloo soup mit Shrimps Buljol (Salted cod, oil, onions, tomatoes, pepper, boiled eggs).jpg|Buljol (gesalzener Kabeljau, Öl, Zwiebeln, Tomaten, Paprika, gekochte Eier) FOOD Pastelle open.jpg|geöffnete Pastelle </gallery> * Reis, der mit Kokosnußmilch gekocht wird erhält eine bräunliche Farbe. Auf vielen Karibikinseln wird er mit roten Bohnen vermischt zu jedem Essen angeboten. Auf Trinidad heißt er nicht „rice and peas“ sondern '''Pelau''', dazu gibt es im allgemeinen Hühnerfleisch, Paprikagemüse und alles ist scharf gewürzt. * Zu vielen Gerichten gehört '''Dumplin'''. Dumplins sind fingerdicke, längliche Klöße aus Wasser und Mehl, die in die Suppe oder Sauce gegeben werden. * '''Souse''' ist keine Soße sondern gekochtes Schweinefleisch, das mit Gurken, Paprika und Zwiebeln serviert wird, wir kennen es besser als Sülze. * '''Cascadura''' ist Fisch, den es nur in Trinidad gibt, der mit viel Curry gekocht wurde. <gallery mode="packed" heights="150"> Trinidadian Chicken Pelau (15399269506).jpg|Chicken Pelau </gallery> * '''Saltfish''' kommt überwiegend aus Norwegen und ist in der Karibik inzwischen ein teures Lebensmittel geworden. Der frisch gefangene Fisch wird dort ausgenommen, gewaschen, gesalzen und auf langen, dünnen Stangen aufgereiht und luftgetrocknet. * '''Black Pudding''' ist eine Blutwurst die viele Zwiebeln, Knoblauch und Gewürze enthält, sie gilt warm oder auf Brot als absolute Delikatesse. * '''Black cake''' ist ein sehr schwerer Kuchen aus dunklem Teig, der Teig wird mit Trockenfrüchten vermischt, die zuvor in Cherrybrandy und Rum eingeweicht wurden. * Das einheimische '''Bier''' trägt die Namen Carib, Heiroun und Stag Lager Beer. Auf der Insel wird aber auch Guinness, Mackeson und Stout in Lizenz abgefüllt. Die bekanntesten '''Rumsorten''' der Insel sind Old Oak und VAT 19. * Daneben gibt es unzählige '''alkoholfreie''', soganannte Soft Drinks, die meistens nur extrem süß und nach Chemie schmecken. == Feiertage == Zusätzlich zu den gesetzlichen Feiertagen die für die beiden Inseln Trinidad und Tobago gelten, gibt es auf der Insel Trinidad eine Vielzahl von religiösen Veranstaltungen und Feierlichkeiten, die teilweise auch zu nationalen Feiertagen geworden sind. === religiöse (regionale) Feiertage === * '''Divali''' oder '''Diwali''', dieses hinduistische Fest ist dem Licht gewidmet, es wird in verschiedenen Orten Trinidads auch als Ramleela Festival gefeiert. Mit dem Fest wird in Indien die Rückkehr von Lord Rama in sein Königreich Ayodha nach 14-jährigem Exil gefeiert. Zu Ehren seiner Ankunft erleuchteten seine Untertanen die Straßen mit tausenden von Öllampen. Dieses Fest wird im November auf ganz Trinidad gefeiert. Diviali bedeutet der Triumph des Guten über das Böse. Es wird zu Ehren der Göttin Lakshmis gefeiert, die Liebe, Schönheit, Reichtum und Licht verkörpert. In der Divalinacht werden auf der ganzen Insel mit Kokosöl gefüllte Tonschalen aufgestellt und angezündet. * '''Eid-ul-Fitr''', das moslemisches Neujahrsfest. Dies ist kein festes Datum, das Fest wird am Neumondtag des Fastenmonats Ramadan gefeiert. * '''Ganga Dashara'''. Am Fluß Marianne River im Ort Blanchisseuse feiern die Hindus ihr Reinigungsritual. * Das '''Hosey Festival''' wird in Trinidad seit 1884 gefeiert, es erinnert an den Krieg von Kerbala im Jahre 640. Die ursprüngliche, drei Nächte dauernde Trauerprozession wurde bis vor 40 Jahren nach strengen Regeln durchgeführt. Seitdem hat man sich an die Mentalität der Inselbewohner angepaßt. Heute finden die Prozessionen in den Monaten Februar und März in St. James, Cedros, Couva und Tunapuna statt. * '''La Divina Pastora Festival''', katholische Kirche, Siparia. Bei dieser Prozession am zweiten Sonntag nach Ostern wird die Schwarze Madonna durch die Straßen getragen. Diese Feier ist bei den Hindus auch als Soparee Mai bekannt. * '''Phagwa''', das Neujahrsfest der Hindus findet im März statt. In Trinidad ist es seit der Landung der ersten Inder im Jahre 1845 bekannt. * '''Ramleela''', ein Hindufest, das in über 20 Gemeinden gefeiert wird. * '''Santa Rosa Festival'''. Dieses Fest der kleinen Cariben Gemeinde wird im Juli gefeiert. Am 28. August findet eine gleichnamige Feier in Arima statt. Dort wurde 1775 eine Kapelle zum Gedenken an die Schutzheilige Santa Rosa de Arima gebaut. == Sicherheit == Auf Trinidad werden Drogen, insbesondere Marihuana angeboten. Der Besitz kleinster Mengen ist verboten und wird schwer bestraft. Wertgegenstände sollten im Hotelsafe hinterlegt werden. Zimmertüren und Mietwagen immer verschließen. Nachts sollte man nicht allein unterwegs sein und dunkle Orte generell meiden. Die hohe Zahl von arbeitslosen Jugendlichen führt zu wachsender Kriminalität gegen Touristen. == Klima == {{Klimatab-col |ort= |sourcelink= |sourcetext= |xt=ja|xtjan=31|xtfeb=31|xtmar=32|xtapr=32|xtmai=32|xtjun=32|xtjul=31|xtaug=31|xtsep=32|xtoct=32|xtnov=32|xtdec=31 |nt=ja|ntjan=21|ntfeb=20|ntmar=20|ntapr=21|ntmai=22|ntjun=22|ntjul=22|ntaug=22|ntsep=22|ntoct=22|ntnov=22|ntdec=21 |rm=ja|rmjan=70|rmfeb=45|rmmar=50|rmapr=55|rmmai=100|rmjun=190|rmjul=225|rmaug=250|rmsep=200|rmoct=175.0|rmnov=185|rmdec=125 }} == Literatur == === Landkarten === * {{Karte |Titel=Trinidad |Maßstab=1 : 150.000 |Hrsg=Mapping & Control, Lands & Surveys Division, Ministry of Planning & Mobilization, Government of the Republic of Trinidad & Tobago}} == Weblinks == {{GeoData| lat= 10.41611| long= -61.34444| radius= }} {{IstInKat|Trinidad und Tobago}} {{class-3}} 5uc8l04a6eleq3huo2gntyhuapfzff5 1804877 1804876 2026-09-19T08:01:15Z DocWoKav 14575 /* Weitere Ziele */ Geänderte vCard für Main Ridge Forest Reserve 1804877 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region}} '''Trinidad''' ist eine Insel in [[Trinidad und Tobago]]. Auf Trinidad sind vor allem die vielfältige Natur, der berühmte Karneval, die Strände und der artenreiche Regenwald interessant. == Regionen == === Politische Einteilung === Trinidad und Tobago gliedert sich in elf ''regions'', drei ''boroughs'' und zwei ''cities''. Eine ''region'' ist einem Bundesland vergleichbar, ein ''borough'' einer kreisfreien Stadt und eine ''city'' einem Stadtstaat wie Hamburg oder Berlin, wobei das Konstrukt des ''borough'' aus dem englischen Rechtsraum stammt und im deutschsprachigen Raum unbekannt ist. ''cities'' sind [[Port of Spain]] und [[San Fernando (Trinidad und Tobago)|San Fernando]], ''boroughs'' sind [[Arima]], [[Chaguanas]] und [[Point Fortin]]. === Geographische Aufteilung === * Northern Range: Dieser Höhenzug erstreckt sich auf einer Länge von 65&#x202F;Km entlang der Nordküste. Die Nordküste ist steil und felsig. Dort findet man keine durchgehende, befahrbare Straße. Das ganze Gebiet ist überhaupt wenig erschlossen, damit ein wahres Paradies für die Tierwelt. Einzig von Port of Spain aus und entlang der Ostküste gibt es Straßenverbindungen zur Nordküste. Von Arima aus kann man auf teilweise sehr schlechter Straße nach Norden vordringen. Die höchsten Erhebungen sind der Berg "El Tucuche" mit 936&#x202F;m und der "El Corre de Aripo" mit 940&#x202F;m. Nordwestlich von Arima findet man eine größere Anzahl von Höhlen. * Der Ost-West-Korridor ist eine Ebene am Fuße der Northern Range. Es ist das am dichtesten bebaute und besiedelte Gebiet der Insel. Von der Matura Bay im Osten reicht die Ebene bis zur Hauptstadt Port of Spain im Westen. In Port of Spain beginnend erreicht man übergangslos die Städte San Juan, St. Joseph, Curepe (mit dem Ortsteil St. Augustine und der Universität), Tunapuna, Arouca (mit dem internationalen Flughafen Piarco im Süden), Valencia und Sangre Grande. Das bebaute Gebiet ist dort zwischen zwei und sieben Kilometer breit. Auf nördlicher Route erreicht man alle Orte auf der Straße Eastern Main Road. Mehr oder weniger parallel dazu gab es dort früher eine Eisenbahnlinie von Port of Spain bis nach Arima. Die ehemaligen Gleisanlagen sind einer Straße gewichen, die für den Busverkehr reserviert ist, die "Priority Bus Route". Auf südlicher Route wurde der autobahnähnliche "Churchill Roosevelt Highway" als entlastungsstraße gebaut. * Central Range: Dieser Höhenzug ist wesentlich flacher, er erstreckt sich leicht schräg, nördlich von San Fernando im Westen bis nach Manzanilla im Osten. * Im Süder der Central Range findet man wieder flaches Land, es riecht dor überall nach Erdöl. Überall wird Erdgas und -öl gefördert. Zwischen San Fernando und Point Fortin befindet sich einer vor drei bekannten Teer-Seen dieser Erde. Weit verbreitet sind Schlammvulkane. * Die Southern Range, auch "the Deep South" genannt, also der tiefe Süden bildet als flacher Höhenrücken den Abschluss. == Orte == {{mapframe}} * {{vCard | name = Port of Spain | type = city | wikidata = Q39178 | description = Die Hauptstadt Trinidads ist das wichtigste politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Insel. Besonders bekannt ist die Stadt für den Trinidad Carnival, Museen, historische Gebäude und das lebendige Stadtviertel rund um die Queen’s Park Savannah. }} * {{vCard | name = Arima | type = city | wikidata = Q661405 | description = Arima liegt am Rand der Northern Range und ist eine der älteren Städte Trinidads. Sie ist für ihre indigene Kultur, traditionelle Feste und ihre Nähe zu den tropischen Waldgebieten im Norden bekannt. }} * {{vCard | name = Chaguanas | type = city | wikidata = Q1444575 | description = Sie ist eine lebhafte Handelsstadt mit zahlreichen Geschäften, Märkten und Einkaufszentren. Besonders interessant sind die vielfältige Bevölkerung sowie die starke indisch-trinidadische Kultur. }} * {{vCard | name = Couva | type = city | wikidata = Q2602007 | description = Couva ist eine moderne Stadt mit Einkaufszentren, Restaurants und verschiedenen Freizeiteinrichtungen. Sie spielt außerdem eine wichtige Rolle im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben Trinidads. }} * {{vCard | name = San Fernando | type = city | wikidata = Q1023712 | description = Sie ist eine der wichtigsten Städte Trinidads und ein bedeutendes Handels- und Kulturzentrum. Sehenswert sind unter anderem die Innenstadt, Märkte, Geschäfte und verschiedene kulturelle Veranstaltungen. }} * {{vCard | name = Princes Town | type = city | wikidata = Q1011576 | description = Eine kleinere Stadt mit einer ruhigen Atmosphäre und einer langen Geschichte. Sie ist vor allem für ihre lokalen Märkte, traditionellen Veranstaltungen und den Einfluss der Zuckerindustrie auf die regionale Geschichte interessant. }} * {{vCard | name = Penal | type = city | wikidata = Q2510034 | description = Penal ist vor allem durch seine indisch-trinidadische Bevölkerung und deren kulturelle Traditionen geprägt. Es gibt lokale Märkte, Geschäfte und Restaurants sowie religiöse Feste. }} * {{vCard | name = Point Fortin | type = city | wikidata = Q786957 | description = Point Fortin ist vor allem durch die Erdöl- und Erdgasindustrie geprägt, besitzt aber auch ein aktives gesellschaftliches und kulturelles Leben. Die Stadt ist außerdem für Veranstaltungen und traditionelle Feste bekannt. }} * {{vCard | name = Siparia | type = city | wikidata = Q3493381 | description = Siparia ist eine traditionsreiche Stadt, die besonders für religiöse Feste und kulturelle Veranstaltungen bekannt ist. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Verehrung der „Siparia Devi“, wodurch die Stadt für Besucher kulturell besonders interessant ist. }} weitere Orte sind; [[Blanchisseuse]], [[Manzanilla]], [[Mayaro]], [[Piarco]], [[Tunapuna]] == Weitere Ziele == * {{vCard | name = [[Maracas Bay]] | type = beach | wikidata = Q49384384 | description = Einer der bekanntesten Strände Trinidads, umgeben von grünen Bergen und beliebt zum Baden und Entspannen. }} * {{vCard|type= beach |name= Turtle Beach |description= Ein wichtiger Brutplatz für Meeresschildkröten, insbesondere für Lederschildkröten, die dort ihre Eier ablegen. }} * {{vCard|type= beach |name= Las Cuevas Beach|description= Ein ruhiger, von tropischer Landschaft umgebener Sandstrand, der sich gut zum Schwimmen und Entspannen eignet. }} * {{vCard|type= landscape|name= Caroni Bird Sanctuary |description=Ein großes Feuchtgebiet, das besonders für seine zahlreichen Vogelarten und die roten Trinidad-Maskottchen, die Scharlachsichler, bekannt ist. }} * {{vCard | name = Pitch Lake | type = landscape | wikidata = Q717351 | description = Einer der größten natürlichen Asphaltseen der Welt und eine der ungewöhnlichsten Natursehenswürdigkeiten der Karibik. }} * {{vCard | name = Asa Wright Nature Centre | type = landscape | wikidata = Q4803181 | description = Ein Naturreservat, das für seine große Artenvielfalt und besonders für Kolibris und andere tropische Vögel bekannt ist. }} * {{vCard | name = Argyle Waterfall | type = landscape | description = Ein beeindruckender mehrstufiger Wasserfall inmitten tropischer Vegetation, der über einen kurzen Wanderweg erreichbar ist. }} * {{vCard | name = Main Ridge Forest Reserve | type = landscape | wikidata = Q55133183 | description = Einer der ältesten geschützten Regenwälder der westlichen Hemisphäre mit zahlreichen tropischen Pflanzen, Vögeln und anderen Tieren. }} * {{vCard|type= landscape|name= Pigeon Point |description= Eine bekannte Küstenattraktion mit Palmen, türkisfarbenem Wasser und feinem Sandstrand, die besonders für ihre idyllische Landschaft geschätzt wird. }} == Hintergrund == === Landesbeschreibung === Geologen und Faunisten zählen Trinidad und Tobago zu Südamerika, nicht zu den Karibischen Inseln. Vor vermutlich noch 10.000 Jahren waren die Inseln mit dem südamerikanischen Festland verbunden. Heute ist die Insel Trinidad durch eine 11&#x202F;km breite Meerenge von Venezuela getrennt. Die Insel Trinidad hat eine etwa rechteckige Form, deren Westküste durch den Golf von Paria tief eingeschnitten ist. Die Nord-Süd Ausdehnung beträgt 83&#x202F;km. Entlang der Nordküste verläuft eine flache Bergkette, die bis zu 940&#x202F;m hoch aufragt, die Northern Range. Dort findet man eine Vielzahl von Höhlen und Wasserfällen. Sie ist Erdgeschichtlich der östlichste Ausläufer der südamerikanischen Anden. Dort hat die Insel eine Breite von 86 km, vom Golf von Paria zur Ostküste sind es an der schmalsten Stelle nur 48 km, während sie an der Südküste 104&#x202F;km mißt. An der Ostküste ließen sich 1783 französische Siedler südlich von Manzanilla nieder, wo sie zwölf aneinandergrenzende Kokosplantagen anlegten, die noch heute die Landschaft prägen. Die Nord- und Südküste sind wenig erschlossen. Dort gibt es keine durchgehenden Straßenverbindungen. Abgesehen von der Churchill Roosevelt und der Uriah Butler Schnellstraße sind alle anderen Straßenverbindungen auf der Insel nicht sehr gut. Bis 1957 war die Southern Main Road die Hauptstraße zwischen dem Norden und dem Süden. Dann wurde der Princess Margaret Highway als Schnellstraße zwischen Port of Spain und Chaguanas gebaut. Inzwischen wurde die Straße umbenannt in Uriah Butler Highway. Während des ersten Ölbooms in den 1970er Jahren wurde diese Schnellstraße als Sir Solomon Hochoy Highway bis nach San Fernando erweitert. Es gibt inzwischen Ausbaupläne bis nach Point Fortin. In West Ost Richtung verbindet der Beetham Highway Port of Spain mit dem Uriah Butler Highway. Von dort aus führt der Churchill Roosevelt Highway weiter bis zu seinem derzeitigen Ende, drei Kilometer hinter Arima. In diesem sogenannten Ost-West Korridor der sich von Chguaramas bis nach Arima am Fuße der Northern Range Hügelkette entlangzieht lebt über die Hälfte der Inselbevölkerung. Fast die Hälfte von Trinidad ist noch bewaldet. Die Insel hat aber keine ausgeprägte Tourismusindustrie. Dafür besitzt Trinidad die einzigen größeren Erdgas und -ölvorkommen aller Karibikinseln. Vor Point Lisas befinden sich große Erdgasfelder im Meer. Dort findet man deshalb die größte Industrieansammlung. Neben Eisen und Stahl gibt es vier Methanolproduzenten und sechs Anlagen für die Ammoniumproduktion. 1999 begann man mit dem Bau einer Aluminiumschmelze. Am Galeota Point und in Pointe a Pierre stehen Erdölraffinerien. Erst 1998 hat die Amoco Trinidad Oil Company neue große Erdölfelder vor der Küste von Trinidad gefunden. Im ganzen Süden der Insel wird Erdöl gefördert. Dort gibt es auch mehrere Schlammvulkane. Vor der Nordwestküste liegen mehrere Inseln, die zum Territorium von Trinidad und Toabago gehören. * '''Diego Islands''': Zu den Diego Islands gehören die Inseln Carrera und Cronstad Island. Sie liegen etwas mehr als 500&#x202F;m vor der Halbinsel Point Gourde. Die Insel Carrera hat eine Ausdehnung von 420 x 270 Metern, seit dem Jahre 1877 ist sie Gefängnisinsel. Angeblich ist sie so sicher wie das amerikanische Alcatraz. * '''Five Islands''': Die Inselgruppe Five Islands besteht aus den fünf Inseln Caledonia, Craig, Lenagan, Nelson und Rock. * '''Insel Chacachacare''': Die Insel befindet sich fast auf halbem Wege nach Venezuela. Die Strömung in der Meerenge ist stark und gefürchtet. Seeleute nennen die Durchfahrt Boca del Drago oder „dragon´s mouth“, also Drachenmaul. Die Insel hat eine Ausdehnung von 15&#x202F;km in der Länge und 3&#x202F;km in der Breite, sie ist 8&#x202F;km von Trinidad entfernt. : Die Überfahrt von Chaguaramas dauert je nach Wetterlage etwa eine Stunde. Seit dem Jahre 1877 befand sich auf der Insel eine Leprakolonie, seit 1984 ist sie unbewohnt. : Im Jahre 1885 wurde nahe der Perruquier Bay auf dem höchsten Punkt der Insel, 818 m, ein Leuchtturm gebaut, er ist immer noch im Betrieb. Auf der Ostseite befindet sich die tief eingeschnittene Bucht Chacachacare Bay. Auf der gegenüberliegenden Inselseite liegt die La Tinta Bay. Sie hat schwarzen Sandstrand und wurde jahrelang als Versteck für Schmuggelgut genutzt. : Bei Chapelle Bay findet man einen Salzsee. * '''Insel Gaspar Grande''': Die Insel ist rund 2&#x202F;km lang und 800&#x202F;m breit, sie ist auch unter dem Namen Gasparee Island bekannt. Ihr Name geht auf den früheren Besitzer Don Gaspar de Percin zurück. Sie liegt nur einen Kilometer vor der Küste. Von der Crews Inn Marina in Chaguaramas fahren Boote in 20 Minuten dorthin. Die Überfahrt von Chaguanas zur Südseite kostet 40 TT $, zur Ostseite 30 TT $. Im allgemeinen fahren die Boote zum Point Baleine, wo es zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Walfangstation gab. Heute befindet sich dort eine kleine Marina und Picknick Plätze. : Im 19. Jahrhundert wurde auf der Insel noch Baumwolle angebaut. : Die kleine Bombshell Bay am Ostende ist zum Baden geeignet. Auf dem Bombshell Hill befand sich ein Fort. : Die Gasparee Caves sind ein Netzwerk von Tropfsteinhöhlen, es gibt dort sogar einen kleinen See. Der Zugang ist nur mit Genehmigung der Chaguaranas Development Authority und mit Führung eines registrierten Tourunternemers möglich. Sie sind täglich von 9-15 Uhr geöffnet, Eintritt: 10 TT $. : Innerhalb von 25 Minuten kann man zur anderen Inselseite laufen, dort findet man Geschützstellungen aus dem II. Weltkrieg. : Seit den 1980er Jahren befand sich dort auch das Fantasy Island Resort mit Restaurant, Cafe und Pool. Tel. 678-9001. : Bayview Beach Resort & Marina, Tel. 678-9001-02 * '''Insel Huevos''': Die kleine, länglich, schmale Insel Huevos befindet sich in Privatbesitz. Sie ist unbewohnt und Brutplatz für Seevögel. * '''Insel Monos''': Monos liegt nur etwa 650&#x202F;m vom Entrada Point entfernt und hat zwei Landestege in der Morris Bay und in der Grand Fond Bay. Sie ist dicht bewaldet und nicht dauerhaft bewohnt. Es gibt dort aber eine zunehmende Anzahl von Ferienhäuser von reichen Trinis. Früher gab es in der Turtle´s Bay eine Walfangstation. Dort ist noch einer der Kupferkessel erhalten, in dem das Walfett gekocht wurde. === Geschichte === Über die allerersten Inselbewohner ist nichts bekannt, man nimmt aber an, dass schon 5.000 Jahre vor Christi Geburt Indianerstämme aus Südamerika auf Trinidad und Tobago gelebt haben. Auf dem Weg in den Norden haben Ciboney-Indianer als Sammler und Jäger vermutlich zuerst die Insel Trinidad besiedelt. Zwischen 100 und 1000 nach Christus folgten ihnen höher entwickelte Ignerie-Indianer und Taino-Indianer vom Stamm der Arawaks aus dem Orinokogebiet, die schon Landwirtschaft betrieben. Im 13. Jahrhundert überfielen kriegerische Carib-Indianer die friedlichen Arawaks, töteten die Männer und nahmen sich die Frauen. Auf seiner dritten Reise entdeckte '''Christopher Kolumbus''' auf südlicher Route segelnd diese Insel im Sommer 1498. Er nannte die Insel ''La Isla de la Trinidad'', Insel der Dreifaltigkeit, und umfuhr sie im Uhrzeigersinn. Einen Tag später verließ er sie um die Insel [[Grenada]] zu erreichen. Zu dieser Zeit lebten noch geschätzt 35.000 Indianer auf den beiden Inseln; Arawaks im Südosten und Carib-Indianer im Norden und Westen in der Gegend von Arima, Mucurapo und Port of Spain. Erst 1532 betrat '''Don Antonio Sedeno''' beim Fischerdorf Cumucarapo, das heute Mucarapo heißt, als erster spanischer Entdecker die Insel. 50 Jahre später kam eine größere Gruppe von Siedlern mit dem spanischen Soldatenführer '''Don Antonio de Berrio y Oruna''' und dessen Leutnant Domingo de Vera auf der Suche nach dem berühmten Gold von El Dorado auf die Insel. An der Ostküste bauten sie die Siedlung San José de Oruna, das heutige St. Joseph, dort wurde auch die Inselverwaltung angesiedelt. In der Indianersprache hieß der Ort Caroni. Er wurde 1595 durch den britischen Seefahrer '''Sir Walter Raleigh''' zerstört, Berrio y Oruna wurde gefangen genommen. Die älteste Kirche der Insel, die St. Joseph Catholic Church aus dem Jahre 1593, blieb aber erhalten. Die ist zugleich der älteste Kirchenbau auf Trinidad. 1699 rebellierten die Indianer gegen die spanischen Missionierungsversuche. Missionare und der Gouverneur wurden dabei getötet. Soldaten wurden gegen die Indianer eingesetzt. Die Armee trieb die Indianer bis zur Nordostspitze der Insel. Bei dem Ort Toco stürzten sich viele Indianer ins Meer. Zehn Jahre später wurden die Missionsstationen abgeschafft. 1739 gab es auf der Insel eine Pockenepedemie, an der ein großer Teil der Bevölkerung starb. Nach wiederholten Angriffen von Piraten auf den Ort San José de Oruna, heute Saint Joseph, verlegte der '''Gouverneur Pedro de la Moneda''' den Regierungssitz im Jahre 1757 nach Puerto de Espana, dem heutigen ''Port of Spain''. Da die Insel nur sehr schwach besiedelt war und Spanien fürchtete, die Insel könne dadurch leicht von England eingenommen werden, lockte der spanische '''Gouverneur Manuel Falques''' 1776 katholische Siedler mit Steuererleichterungen ins Land. Er brachte der Insel etwas wirtschaftlichen Aufschwung und veranlasste die Gründung des Ortes San Fernando. Mit Hilfe von Sklavenarbeit entstanden Zuckerrohr- und Baumwollplantagen. 1784 schickte Spanien seinen fähigsten Gouverneur, '''Don José Maria Chacon''', auf die Insel. Unter seiner Führung wuchs die Bevölkerung auf fast 18.000 Menschen an. Davon waren nur 2.000 Weiße, über 10.000 waren afrikanische Sklaven und knapp 1.000 waren Indianer, der Rest bestand aus freien Mischlingen. Im Jahre 1795 kam es zum Krieg zwischen Spanien und England. Im Mai 1796 lief das britische Schiff „H. M. S. Lebra“ unter der Führung von '''Sir Ralph Abercromby''' bei Chaguaramas die Insel an. Der spanische '''Admiral Don Sebastian Ruiz de Apodaca''' ließ alle spanischen Schiffe im Hafen in Brand setzen und '''Gouverneur Chacon''' übergab Trinidad kampflos an die Engländer. Sir Abercromby ernannte einen seiner Offiziere, '''Thomas Picton''', zum ersten Gouverneur. Die Ernennung entwickelte sich zu einem absoluten Missgriff. Picton betrachtete Sklaven und Mischlinge als Aufwiegler. Farbige Plantagenbesitzer und Sklaven wurden ständigen Repressalien ausgesetzt. 1802 musste er von '''Thomas Hislop''' abgelöst werden. Im gleichen Jahr gab es auf der Insel 150 Plantagen, alle waren im Besitz von Franzosen. Bis zum Jahre 1808 stieg die Zahl der Sklaven auf 20.000. Die Fachleute der damaligen Zeit kamen zu dem Ergebnis, um aus der Insel eine gewinnbringende Zuckerrohrbesitzung zu machen, wären mindestens 250.000 Sklaven nötig gewesen. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Insel trotzdem Kronkolonie. Die Zusammensetzung der Inselbevölkerung ließ in den Augen der britischen Regierung keine Wahlen zu. Die Zahl der freien Farbigen war doppelt so groß wie die der Weißen, und von der weißen Bevölkerung waren nicht einmal die Hälfte Engländer. So wurde die Insel direkt von London aus regiert, und der Gouverneur war das ausführende Organ. Als der Sklavenhandel 1807 offiziell eingestellt wurde, kam es noch jahrelang zu illegalen Sklaveneinfuhren. Die Abschaffung der Sklaverei im Jahre 1834 führte auf der Insel zu einer lang anhaltenden Ratlosigkeit, wie die Zukunft ohne Sklaven aussehen sollte. Selbst das Parlament in London beschäftigte sich immer wieder mit dieser Frage. Verschiedene Pläne wurden entwickelt und wieder verworfen. Menschen verschiedenster Nationalitäten wurden als Arbeitskräfte auf die Insel geholt: Iren, Schotten, Chinesen, Portugiesen von Madeira, europäische Emigranten, Arbeitskräfte von anderen karibischen Inseln, befreite Sklaven aus Sierra Leone und St. Helena, die meisten kehrten bald wieder in ihre Heimat zurück. Schließlich waren es Inder, die die Inselbevölkerung verändern sollten. Zwischen 1845 und 1917 kamen 144.000 Inder als billige Arbeitskräfte ins Land. Sie hatten Verträge für fünf oder zehn Jahre und waren danach berechtigt zurückzukehren. Aber viele von ihnen blieben in Trinidad, kauften ein Stück Land für ihre Reispflanzen oder Kakaobäume und eröffneten kleine Geschäfte. 1871 betrug der indische Bevölkerungsanteil schon 25&#x202F;% der Gesamtbevölkerung. Bis in die heutige Zeit haben sich die Familienclans erhalten und die indische Gesellschaft in Trinidad ist noch immer eine fast „geschlossene Gesellschaft“. 1847 richtete ein Wirbelsturm große Schäden an. 1857 bohrte die ''Merrimac Oil Company'' bei La Brea die erste Ölquelle an, aber erst 50 Jahre später wusste man diesen Reichtum richtig zu nutzen. Zur Jahrhundertwende führte die weitergehende Verarmung der Massen zur Gründung von mehreren politisch-gesellschaftlichen Interessengemeinschaften. 1897 wurde die Arbeiterbewegung Trinidad Workmen´s Association gegründet. Im gleichen Jahr entstand die East Indian National Association, und vier Jahre später folgten die Pan African Association und die Rate Payers Association, ein Zusammenschluss der Wassergebührenzahler. 1889 wurden Trinidad und Tobago zu einer Union zusammengeschlossen. 1914 entstand bei Pointe-A-Pierre die erste Ölraffinerie. Als Folge der Weltwirtschaftskrise kam es in den 1930-er Jahren auch in Trinidad zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die vermehrt zu Aufständen führten und zur Gründung von Arbeiterbewegungen. 1937 kam es in dem Dorf Fyzabad unter der Führung von '''Uriah Butler''' zu einem Aufstand der Erdölarbeiter. 1938 lag der durchschnittliche Tagesverdienst bei 35 Cents. Diese niedrigen Löhne führten schon 1935 zu einem Hungermarsch und 1937 zu wiederholten Streiks auf den Ölfeldern. 1941 verpachtete die Regierung das Gebiet um ''Chaguaramas'' und ''Waller Field'' an das US-Militär. Die Amerikaner bauten einen großen Marine- und Luftwaffenstützpunkt. Dies brachte dem Land für einige Jahre gut bezahlte Arbeitsplätze. Erst 1960 zogen die Amerikaner nach großen Protesten aus der Bevölkerung wieder ab. Nach dem Krieg und der Einführung des allgemeinen Wahlrechtes entstanden unzählige Parteien und in deren Folge Gründungen von Gewerkschaften. Den hohen Erlösen aus der Erdölindustrie standen nur wenige Arbeitsplätze gegenüber. 1956 gründete '''Dr. Eric Williams''' die Partei People´s National Movement. Am 31. August 1962 wurden Trinidad und Tobago rund drei Wochen nach Jamaika von den Engländern in die Unabhängigkeit entlassen. Eric Williams wurde erster Premierminister. Er behielt diesen Posten bis zu seinem Tode im Jahre 1981. Mit der Unabhängigkeit fielen die großzügigen finanziellen Unterstützungen von England fort. Internationale Konzerne wurden stattdessen von der Regierung „eingeladen”, sich auf der Insel niederzulassen. Bis 1966 konnten so 169 Industriefirmen angesiedelt werden. Die Ölförderung teileten sich Amoco, Shell und Texaco, die Zuckerindustrie wurde von Tate & Lyle kontrolliert. Während der 1970-er Jahre konnte Trinidad aufgrund seiner Erdöl- und Erdgasvorkommen noch ein deutliches Wirtschaftswachstum verzeichnen. Zum großen Teil ist dies den Preisbeschlüssen der OPEC von 1973 zu verdanken. Diese Preissteigerungen verdreifachten die Deviseneinnahmen des Landes schlagartig. Nach der zweiten deutlichen Ölpreiserhöhung in den Jahren 1979 und 1980 verzehnfachten sich diese Einnahmen sogar. Mit diesen Geldern kaufte Premierminister Williams die Kapitalmehrheit der nationalen Shell und BP, verstaatlichte die Zuckerindustrie, die Fluglinie BWIA und die Telefon- und Fernsehgesellschaften. Für 460 Millionen US-Dollar ließ er zudem ein Stahlwerk bauen. Anfang der 1980-er Jahre kam es dann mit Ende des Ölbooms und anderer politischer Fehler zu einer tiefen Strukturkrise, die sich besonders aus der Person des seit 25 Jahren regierenden Eric Williams ergab. Hatte er die weiße Mittelschicht vor der Unabhängigkeit noch als Nutznießer der Kolonialherrschaft bekämpft, so sicherte er seine Macht nun genau durch diese Gruppe. Korruption und schwere Mängel in der Gesundheits-, Verkehrs- und Baupolitik wurden ihm angelastet. Im März 1981 konnte der plötzliche Tod von Williams nicht eindeutig geklärt werden. Bei den Parlamentswahlen im November des gleichen Jahres konnte sein Nachfolger '''George Chambers''' noch die Mehrheit erzielen, bei den Kommunalwahlen 1983 gab es dann aber eine herbe Niederlage. Seit 1974 waren mit der Ölindustrie 50 Milliarden Petrodollar erwirtschaftet worden. Als der Einbruch der Ölpreise zu einer Rezession führte, musste man feststellen, dass der größte Teil des Geldes durch Misswirtschaft und Fehlplanungen verschwendet worden war. Der TT-Dollar musste mehrfach abgewertet werden, im Staatsdienst gab es Entlassungen, unrentable Staatsbetriebe wurden privatisiert. Bis 1990 stieg die Arbeitslosigkeit im Lande daraufhin bis auf 27 %. Am 27. Juli 1990 besetzte die kleine, radikale Moslemgruppe ''Jamaat al Muslimeen'' unter der Führung von '''Yasin Abu Bakr''' das Parlamentsgebäude. 45 Parlamentsmitglieder, einschließlich des Premierministers A. N. R. Robinson, wurden als Geiseln genommen. Robinson wurde aufgefordert zurückzutreten und innerhalb von 90 Tagen Neuwahlen auszuschreiben. Nachdem er dies verweigerte, kam es zu einem Schusswechsel, bei dem der Premierminister eine Schusswunde im Bein erlitt. Erst nach fünf Tagen gaben die Rebellen auf. Bei diesen Unruhen kamen insgesamt 30 Personen zu Tode, weitere 500 wurden verletzt. 114 Rebellen erhielten nach langen Gerichtsverhandlungen, zu denen auch der Kronrat in London gehört wurde, eine Amnestie. Dieser Putschversuch verschreckte verständlicherweise ausländische Investoren. Erst 1994 verzeichnete das Land sinkende Arbeitslosenzahlen und eine steigende Bruttoinlandsproduktivität. In den folgenden Jahren legte die Regierung ein Programm zur Modernisierung des Erdölsektors auf. Zugleich schaffte sie sich ein zweites wirtschaftliches Standbein, indem die Erschließung von Off-shore-Erdgasvorkommen gefördert wurde. === Erdöl und Erdgas === Im Jahre 1906 kam der Geologe ''Arthur Beeby Thompson'' nach Point Fortin. Er erhielt von der Regierung die Genehmigung, Land zu erwerben und nach Öl zu bohren. Er kaufte die Adventure und La Fortunée Plantagen um Werkanlagen zu errichten. Im Mai 1907 fand man in 210&#x202F;m Tiefe Öl. Zwei Jahre später wurde die '''Trinidad Oil Company''' gegründet. 1913 übernahm die '''United British Oilfields of Trinidad''' die Anlagen. 1957 wechselte der Besitz an '''Shell'''. Nach langen Protesten der Bevölkerung in den 1960-er und 1970-er Jahren übernahm der inzwischen von England losgelöste, selbstständige Staat Trinidad and Tobago die Shell und seit 1974 nennt sich das Unternehmen '''Trinidad & Tobago Oil Company''' (TRINTOC). Im Jahre 1993 gründte der Staat dann die '''Petroleum Company of Trinidad & Tobago''' (PETROTRIN) mit der Zentrale in Pointe-a-Pierre, und mit dem Zweck, alle Ölförderungen, die Weiterverarbeitung und den Verkauf von Erdölprodukten zu zentralisieren. Im Jahre 2000 übernahm die PETROTRIN dann in Zusammenarbeit mit TRINMAR alle Vermögenswerte von TEXACO. PETROTRIN hat seine größten Operationsbasen in Fyzabad, Guayaguayare, Marabella, Penal und Point Fortin. Von der Südostspitze der Insel (Guayaguayare) nach Point Fortin wurde eine neue Hochdruck-Pipeline verlegt, unterwegs gibt es mehrere Pumpstationen. In Pointe-a-Pierre steht die einzige Ölraffinerie des Landes. Die Anlage umfasst 809 Ha Grundfläche. Die Tagesproduktion liegt bei 160.000 Barrel von denen 70.000 für den lokalen Markt bestimmt sind, der größere Rest wird nach Brasilien, Equador, Kolumbien, Venezuela und West Afrika exportiert. Dort wird Flugbenzin, bleifreies Benzin, Diesel, Schmierstoffe und Bitumen hergestellt. TRINMAR, Trinidad Marine, betreibt im Seegebiet von Trinidad und Tobago 23 Ölbohrplattformen und 238 freistehende Bohrtürme. Der Beitrag von PETROTRIN am Sozialwesen von Trinidad besteht im Straßen- und Brückenbau, man beteiligt sich an der Reparatur von Schulen, baut Spielplätze und stellt Computer zur Verfügung. === Geister, Geisterglaube === Wie auf allen anderen karibischen Inseln haben auch die Bewohner von Trinidad und Tobago eine lebhafte Vorstellungskraft, kennen vielerlei Gruselgeschichten, glauben an gute und böse Geister. Viele dieser Geister und Geistergeschichten haben ihren Ursprung in Afrika. Der '''Dupp''' (auf der Insel Jamaika: Duppy) ist auf allen Inseln bekannt. Zusammen mit den '''Jumbies''' zählt er zu den harmlosen Geistern. Es sind die Geister von Toten, die nachts aus den Gräbern steigen, sich an dunklen Orten herumtreiben und die Lebenden gerne erschrecken. '''Belarivoist''' der Geist des Joachim Belarivo. Ein wenig begabter Zauberer wollte diesen Geist auferstehen und für sich arbeiten lassen. Für die Auferstehung reichte das Wissen, für weiteres nicht. Stattdessen erschien der Geist auf unzähligen Hochzeitsfeiern und erschreckte die Gäste. Er musste schließlich in einen Bleisarg eingeschlossen werden und unter einem großen Steinhaufen begraben werden. Der bedeutendste Geist auf Trinidad und Tobago ist '''Papa Bois''', der Beschützer des Waldes. Er hat Hörner, Fell und eine Harfe, seine Mutter war ein Reh, sein Vater ein Jäger, meistens erscheint er in Gestalt eines alten Mannes mit Bart und langen Haaren. Er kann sich auch in ein Tier verwandeln und Wilderer tief in den Wald locken, so dass sie sich verlaufen. Er hat auch eine Geliebte, '''Mama Dlo''' oder Mama d l‘eau, halb Frau, halb Schlange. Sie ist die Beschützerin der Flüsse. Von '''La Diablesse''' erzählt man, sie sei eine schöne Frau mit Kuhfuß, die man häufig auf großen Festen antrifft. Dort soll sie die Männer verführen. Wer sich mit ihr einlässt, wird nie mehr sein wie vorher oder nach kurzer Zeit sterben. Begegnet man ihr, soll man seine Kleidung ausziehen und mit der linken Seite nach außen wieder anziehen, dann kann sie einem nichts mehr anhaben. '''Douens''' und '''Douennes''' sind die Geister von kleinen Kindern, die ungetauft sterben. Sie tragen große Strohhüte, haben keine Gesichter, und ihre Füße stehen rückwärts. Es gibt auch Meerjungfrauen, Feen und Vampire. Man sagt, dass sich einsame und ungeliebte Menschen in Vampire, sogenannte '''Sousouyants''', verwandeln konnen. Sie ziehen ihre Haut aus und lassen diese auf der Türschwelle liegen, dann verwandeln sie sich in Feuerbälle, die durch die Luft fliegen. Dann kommen sie zu den Menschen und saugen ihnen das Blut aus. Man kann sich vor ihnen schützen, indem man Reis oder Salz um sein Bett streut. Der Vampir muss jedes Korn zählen, bevor er Blut saugen kann, bis er damit fertig ist, wird schon wieder Morgen und er muss unverrichteter Dinge abziehen. === Karneval === Französische Einwanderer brachten im 18. Jahrhundert den Karneval mit in die Karibik. In Frankreich war der Karneval damals ein riesiges Schlemmer- und Kostümfest vor dem Beginn der Fastenzeit. Die französischen Großgrundbesitzer in der Karibik feierten dieses Fest unter sich und ohne die Sklaven, nur freie Mulatten wurden zur Teilnahme eingeladen. Nach der Sklavenbefreiung 1834 wollten auch die Farbigen ihr Fest feiern. Das traditionelle Erntedankfest '''Canboulay''' wurde auf den Karnevalsonntag vorverlegt. Sie veranstalteten Straßenumzüge mit Trommelmusik, Stockkämpfen und Spottliedern auf die Weißen, dazu kleideten sie sich in elegante Kleider wie ihre weißen Herren. Diese fühlten sich schnell beleidigt und feierten in der Folgezeit nur noch in ihren Häusern. 1883 wurde den Farbigen das Mitführen von Trommeln verboten, ein Jahr später fanden die Umzüge nur noch am Karnevalmontag und unter Polizeibegleitung statt. So entstanden in den Vororten von Port of Spain die ersten '''Mas Camps''' - Kostümgruppen. Statt der Trommeln benutzte man Bambusstücke um den Takt zu schlagen, zur Zeit des II. Weltkrieges erfand man neue Musikinstrumente: Keksdosen und leere Ölfässer. 1894 kam dem Kaufmann ''Ingnatius Bodu'' die Idee, aus dem Karneval einen Wettbewerb zu machen. 1921 richtete ''Chieftain Douglas'' als erster ein '''Calypso Tent''' ein, in dem während der Karnevalsaison Nonstop gesungen wurde. Heute gibt es das '''National Carneval Commitee''' (NCC), es entstand aus der 1957 gegründeten ''Carneval Development Commission''. Diese Behörde betreut den gesamten Karneval, schreibt die Wettbewerbe aus, bestimmt die Veranstaltungsorte, organisiert die Showveranstaltungen, stellt die Preisrichter und wirbt Spenden ein, mit denen Gewinner zu hohen Geldpreisen kommen. Eine Jury wählt die Gewinner. Sie besteht aus Mitarbeitern von Ministerien, des NCC und Mitgliedern von Tanz-, Steelband- und Gesangsgruppen. Gewählt werden die besten Königs- und Königinkostüme, der beste Kostümdesigner, das Karnevallied des Jahres und die Musikband des Jahres. Eine Musikband kann zwischen 3.000 und 9.000 Mitglieder zählen. Für die Offiziellen beginnt die Karnevalsaison am Tag nach Aschermittwoch. Die Calypso-tents öffnen im Laufe des Januar. Danach beginnen die Vorentscheidungen für den Calypso- und Soca Monarchen, für Karnevalskönig und -königin. Die heiße Phase der Feierlichkeiten beginnt kurz vor Beginn der Fastenzeit mit dem Kinderkarneval. Am Karnevalmontag starten die Umzüge am frühen Morgen Richtung Stadtzentrum. Um die Mittagszeit finden die Maskenumzüge statt. Karnevaldienstag strömen die Massen zur Hauptveranstaltung im Queen´s Park, die bis in die späte Nacht dauert. Am Mittwoch ist alles vorbei und die Insulaner gehen wieder ihrem Gewerbe nach. === Musik === * '''Calypso''': Der Calypso hat seinen Ursprung an den Küsten von Westafrika und wurde von den Sklaven mit ins Land gebracht. Das „Urwort“ ist Kaiso und kommt aus Nigeria, Kaisos sind dort Spottlieder. Von den Sklaven wurden diese Lieder bei der Feldarbeit gesungen um die qualvolle Arbeit etwas zu erleichtern. Zugleich war es die einzige Möglichkeit, sich verschlüsselt über die Herrschaft zu beschweren oder lustig zu machen. : Seit der Abschaffung der Sklaverei wird dies von deren Nachfahren gefeiert. Seitdem wurden die Liedertexte immer bissiger. Im Jahre 1881 wurde bei so einer Veranstaltung von den Farbigen so auf die Regierung geschimpft und die politischen Mißstände wurden derart in ihren Gesängen verspottet, dass die Umzüge und Gesänge verboten wurden. In der Folgezeit texteten die Sänger, die Calypsonians, im Untergrund weiter. Aktuelle private und besonders politische Ereignisse werden seitdem besungen und ersetzen für den Teil der Bevölkerung, die nicht lesen können, die Tageszeitung. Man sagt auch: der Calypso bietet die Gelegenheit, etwas in Liedform zu sagen, was man in der besseren Gesellschaft nicht aussprechen kann. : Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. : Zwischen den beiden Weltkriegen wurde der Calypso international durch das Lied „''Rum and Coca Cola''“ bekannt. Es wurde von Lord Invader geschrieben und von den Andrew Sisters in den USA auf den Markt gebracht, sie verkauften die Platte fünf Millionen Mal. : 1978 wurde Calypso Rose als erste Frau zum alljährlichen Calypso King gekrönt. : Fast alle Sänger haben ausgenommen auffallende Namen: Atilla the Hun, Growling Tiger, Mighty Chalkdust, Roaring Lion, Valentino oder Black Stalin. Zu den weltweit bekanntesten gehören '''Lord Kitchener''' (*1922, †2000) und '''Mighty Sparrow'''. : In jüngster Zeit ist auch der Calypso extrem kommerzialisiert worden. * '''Indische Musik''': Mit einem Bevölkerungsanteil von etwa 40&#x202F;% beherrschen die Inder auch einen großen Teil der Musikszene. Im Laufe der Jahrzehnte hat die ursprünglich religiöse Musik sich teilweise an die Ansprüche der Jugendlichen Zuhörer angepaßt. '''Chutney''' ist eine dieser neuen Musikrichtungen, heute mit schnellerem Rhythmus und tanzbar, hat sie sich aus hinduistischen Folkloreliedern entwickelt. Chutney ist auch ein Teil des Trinidad-Karnevals geworden und für die Musikgruppen werden Preise vergeben. '''Pantar''' ist die Fusion von Pan-Musik und Sitar, eines der schönsten und ältesten indischen Musikinstrumente. Mit dieser Kombination lassen sich alle Arten von Calypsomusik bis zu indischer Ragmusik spielen. Einer der bekanntesten Pantar Interpreten ist Sitarist ''Mungal Patasar'' und seine Gruppe. * '''Panmusik und Steelbands''': Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. Ab 1935 begannen die Musiker deshalb, auf Dosen, Fässern und Benzinkanistern zu trommeln. Ein Jahr später gelang es dem Musiker '''Ellie Mannette''' ein Ölfaß so zu manipulieren, dass man ihm verschiedene Töne entlocken konnte. 1939 spielte die John John Band zum ersten Mal des amerikanische Kinderlied „Mary had a little lamb“ auf gestimmten Ölfässern. Seit 1945 erschienen abgeschnittene und gestimmte Ölfässer, die Pans, in der Öffentlichkeit. Heute ist der Beruf des Ölfaßstimmers sehr geachtet. Man unterscheidet die Pans nach Größe und Klangfarbe. Bass Pans verfügen über 5-7 Töne, sie werden auf etwa 7,5 cm Höhe zusammengeschnitten. Cello Pans haben 10 Töne und werden bei 35 cm abgeschnitten. Die Tenor Pans verfügen über 26-32 Töne und werden auf eine Länge von 15-18 cm geschnitten. : Die Pans werden blank geschliffen, verchromt, poliert und auf Gerüste montiert, damit der Musiker Bewegungsfreiheit hat. Die Tonfelder werden mit unterschiedlich großen Klöppeln geschlagen. Die Pans können von einem Solomusiker bearbeitet werden oder als Band können bis zu 100 Personen zusammen musizieren. Auf Trinidad soll es über 100.000 Ölfaß-Spieler geben. * '''Parang''': Besonders in der Weihnachtszeit beherrscht Parang die Musikszene. Diese Musikrichtung leitet sich aus venezuelanischen Weihnachtsliedern ab und den damit verbundenen Haus-zu-Haus besuchen und -feiern. Zu spanischen Texten mit religiösem Inhalt kommen südamerikanische Rhythmen mit Violine, Gitarre, Baß, Cuatro und Maracas. Einige Gruppen spielen die traditionellen Weisen, andere mixen es mit Soca, so dass '''Soca Parang''' entsteht. * '''Rapso''': Eine weitere Fortsetzung von der afrikanischen Tradition des Geschichtenerzählens führte zur Entwicklung des Rapso, einer Mischung von amerikanischem Rap mit Calypso. Hier wird Sprechgesang in Versen vom Rhythmus großer, schwerer Trommeln untermalt. Zwei der bedeutendsten Künstlergruppen sind ''Brother Resistance'' und ''Network Rapso Riddum''. * '''Soca''': Diese flottere Art des Calypso wurde 1970 geboren, als die Elektronik Einzug in die Musikszene hielt. Diese neue Form wird dem Musiker zugesprochen, der sich damals '''Lord Shorty''' nannte und heute unter dem Namen ''Ras Shorty I'' Musik produziert. Der Soca-Rhythmus läßt sich leicht mit anderen Musikformen verbinden. So findet man auf Trinidad den Soca heute als Bestandteil von Reggae, Jazz, Rythem & Blues als auch mit indischer Musik. Auch die im Lande lebenden Inder fanden an diesem Musikstil gefallen, verbanden den Rhythmus mit Hinditexten und so wurde der '''Chutney-Soca''' geboren. === Pflanzen- und Tierwelt === Trinidad und Tobago zählen zu den zehn führenden Ländern bei der Anzahl von Vogelarten pro Qaudratmeile. Auf beiden Inseln findet man auf Grund der Nähe zu Südamerika eine größere Anzahl von Pflanzen und Tieren als auf den anderen Karibischen Inseln. Man kennt 2.300 verschiedene, blühende Pflanzen, davon sind alleine 700 Orchideen. Die Nationalblume von Trinidad ist die '''Chaconia''', englisch: Wild Poinsettia. Ein Strauchgewächs von 2-3&#x202F;m Höhe, es ähnelt dem Weihnachtsstern. Den „Buffalypso“ gibt es nur auf der Insel Trinidad. Er ist das Ergebnis intensiver Zuchtversuche aus den 1960-er Jahren. Fünf auf Trinidad heimische Wasserbüffel Rassen wurden gekreuzt. Das Ergebnis ist ein friedfertiges Tier, dass tropische Hitze gut verträgt, mit schmackhaftem Fleisch. Es gibt 620 verschiedene Arten von Schmetterlingen. Von den 433 verschiedene Vogelarten brüten 250 auf der Insel, es gibt 41 verschiedene Kolibriarten. Den blinden Ölvogel findet man nur in Trinidad, es ist der größte Vogel, der sich von Früchten ernährt, aber nur nachts auf Futtersuche geht und selbst ein Amazonas-Papagei ist auf Trinidad zu finden. 108 verschiedene Säugetiere sind vertreten, dazu zählen 57 Fledermausarten und es gibt 70 verschiedene Arten von Kriechtieren. Die einzigen '''giftigen Schlangen''' sind die '''Far de Lance''' und der '''Buschmeister'''. Die Morocoy ist eine kleine Landschildkröte, die früher als Delikatesse gejagt wurde und fast ausgerottet war, heute wurd sie vielerorts als Haustier und Spielgefährte der Kinder gehalten. Verschiedene Strände von Trinidad und Tobago werden in den Monaten März bis Juli von Meeresschildkröten zur Eiablage aufgesucht. Der Besuch von Strandabschnitten, die von Schildkröten zur Eiablage aufgesucht werden, unterliegt einer Genehmigung durch die Forstverwaltung. The Forest Division, Long Circular Road, Port of Spain, Tel. 622-7476. The Forest Division, San Fernando, Tel. 657-8391, 657-7256. Den Schmetterling „89“, er hat eine schwarz-beigene Markierung auf der Flügelunterseite, die wie eine 89 aussieht, findet man nur auf Trinidad. Der Pauis ist ein großer truthahnartiger Vogel, der früher viel gejagt wurde und dadurch sehr selten geworden ist. Es gibt ihn nur auf Trinidad, nirgendwo sonst auf der Welt, er steht unter Schutz. Einzigartig auf der Welt ist auch der Fisch Cascadura. Diese Welsart ist ein Urtier aus dem Silur-Zeitalter. Sein Lebensraum sind zahlreiche schlammige Gewässer an der Südküste Trinidads. Ebenso selten sind die Reiherarten Agami, Blongios und Crabier Bec, die es nur auf Trinidad gibt. Weitere Vogelarten, die es in der Karibik nur auf Trinidad gibt sind Eisvögel, Pirol und Tukane. Das größte wilde Tier auf Trinidad ist der Braune Waldmazama, eine Hirschart. Das Halsband-Pekari wird von den Einheimischen Quenk genannt, es ist eine Wildschweinart. Auf der Insel gibt es verschiedene Opossumarten, die auch Manicou genannt werden, Waschbären, das hasengroße Agouti und den größeren Gefleckten Paka. Das gepanzerte Gürteltier, Armadillo oder Tatu genannt, und die seltenen Ozelote bekommt man kaum zu sehen. In einigen Flüssen und Sümpfen lebt der bis zu 2&#x202F;m lange Kaiman. === Plantagenwirtschaft === Die Landfläche von Trinidad und Tobago umfasst 513.000 Ha, weniger als ein Drittel davon ist Ackerfläche, 45&#x202F;% sind als Waldflächen ausgewiesen. Nur 13&#x202F;% des pflügbaren Landes ist bewässert. Es gibt aber eine Vielzahl von kleinen und großen Flüssen, Überflutungen in der Regenzeit sind normal. Die letzte umfassende Erhebung aus den 1970-er Jahren zählt 35.000 Farmen mit einer Gesamtfläche von etwa 130.000 Ha. Die Durchschnittsgröße einer Farm wurde mit 6 Ha angegeben, aber die 40 größten Plantagen hatten alle eine Größe über 400 Ha. Die landwirtschaftlichen Ernteerträge der 1970-er und 1980-er Jahre in Trinidad stehen in einem engen Zusammenhang mit der Ölindustrie. Dieser Trend begann Anfang der 1970-er mit dem starken Anstieg des Ölpreises. Löhne in der Landwirtschaft waren erheblich niedriger als in der Ölindustrie, der Geldreichtum führte zu größeren Importen von landwirtschaftlichen Produkten. Die Zahl der Landarbeiter sank um 50 %. Die Ernteerträge bei Zitrusfrüchten sanken um 75 %, bei Kakao waren es 61 %, bei Kokosprodukten 56&#x202F;% und bei Kaffee immer noch 15 %. Der Zuwachs von landwirtschaftlichen Produkten in den 1980-er Jahren wurde von Kleinstfarmern erwirtschaftet, die ihre Produkte oft in gartenähnlichen Familienbetrieben anbauten. Die Viehzucht im Land hat keine große Bedeutung. Es gibt nur rund 30.000 Rinder. Rindfleisch wird überwiegend aus Australien un Neuseeland importiert. Milch und Milchprodukte werden zu 90&#x202F;% von der Firma Nestlé eingeführt. Seit den späten 1980-er Jahren gibt es Zuchtversuche von Kühen und Indischen Wasserbüffeln, die man im Lande „Buffalyso” nennt. Bedeutender ist die Aufzucht von Hühnern und Schweinen. '''Kaffee''' wird in Trinidad verstärkt seit 1930 angepflanzt. Die Produktion sank von den späten 1960-er Jahren bis Mitte der 1980-er Jahre aber um rund 50 %. 1984 konnte zum ersten Mal kein Kaffee exportiert werden. Ein Jahr später betrug die Ernte wieder 2,1 Millionen KG, von denen 35&#x202F;% exportiert wurden. '''Zitrusfrüchte''' hatten in den 1950-er Jahren einen Boom. Man erntete zu der Zeit über 90.000 Tonnen pro Jahr, 1982 waren es nur noch 4.700 Tonnen. '''Kakaoplantagen''': Kakao war von den späten 1880-er Jahren bis in die 1930-er Jahre die wichtigste Anbaufrucht auf Trinidad und Tobago. Auf Tobago war sie dies sogar bis in die späten 1980-er Jahre. Kakao war schon im 18. Jahrhundert durch die Spanier nach Trinidad gekommen. Zeitweise war die Insel der zweitgrößte Kakaolieferant auf der Erde. Verschiedene Krankheiten haben der Fucht aber sehr zugesetzt. So sank die Jahresernte von 2.600 Tonnen im Jahre 1981 auf unter 1.300 Tonnen in 1985. Seit den 1970-er Jahren ist das Land nicht mehr in der Lage den Bedarf von Kokosöl und Seife mit den Ernten aus dem eigenen Land zu befriedigen. * Lopinot Estate. In Arouca führt die Lopinot Road nach Norden in die Northern Range. Um 1800 legte der Franzose Charles Joseph Comte de Lopinot dort eine 193 Ha große Kakaoplantage an. Der Graf war ein Offizier der französischen Armee in Haiti. Nach der Ausrufung der Unabhängigkeit und der damit verbundenen Freilassung der Sklaven in Haiti verließ er das Land und brachte seine 100 Sklaven mit nach Trinidad. Er nannte die Plantage „La Reconnaissance“. Das Herrenhaus, die Stallgebäude, die Sklavenunterkünfte und das Gefängnis wurden restauriert und können heute besichtigt werden. Im Herrenhaus wurde ein kleines Museum eingerichtet. Öffnungszeiten: täglich von 8-18 Uhr, Eintritt frei, Führungen finden zwischen 10 und 18 Uhr statt. '''Zuckerplantagen''': Im 19. Jahrhundert war Zucker trotz der überwältigenden Probleme noch immer die bedeutendste Einnahmequelle der Insel Trinidad. In den 1880-er Jahren gab es noch über 300 selbstständige Zuckerrohrplantagen. Ein Jahrhundert hatte die staatliche Carioni Gesellschaft hier das Monopol, nachdem man im Jahre 1971 51&#x202F;% der Aktien von Tate and Lyle zurückgekauft hatte. In den 1980-er Jahren wurde Zuckerrohr auf knapp 20.000 Ha angepflanzt, 20.000 Arbeitskräfte wurden in der Industrie gezählt. Die Jahresproduktion von Zucker lag zwischen 70.000 und 80.000 Tonnen. * Caroni Estate and Sugar Factory, Couva, Tel. 636-2371. Die Zuckerfabrik und die Distillerie liegen fast 40&#x202F;Km voneinander entfernt. Seit 1918 wird dort Rum destilliert. 1957 übernahm Caroni die Esperanza Estate. Deren Destillieranlagen wurden nach Caroni gebracht. 1980 wurde die Produktion ausgebaut. Neben eigenen Anbauflächen erhält Caroni Zuckerrohr von 6.000 unabhängigen Kleinfarmern. Seit 2003 wir die Caroni Gesellschaft umstrukturiert. Die Zuckerfabrik von Caroni wird geschlossen, die Fabrik von Sainte Madeleine bleibt bestehen. Der Landbesitz von Caroni, etwa 30.000 Ha geht in Staatsbesitz über und wird von einer neugegründeten Agentur verwaltet, der Estate Management and Business Development Company. Das Ziel ist, statt Rohzucker Zitrusfrüchte und Reis anzupflanzen und Milchviehzucht zu betreiben. :Der Rum wird unter den Markennamen Caroni Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, als Stallion Puncheon Rum mit 78&#x202F;% Alkohol, als Felicite Gold, White Magic Light und Special Old Cask Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol abgefüllt. Nur die leichten Rumsorten werden nach Kanada und Europa exportiert. * Champs Elysée Estate, Maraval Tal, Port of Spain. Um 1785 führte die Einwanderungspolitik des Franzosen Roumé de St. Laurent unter dem Gouverneur Don José Chacon viele französische Siedler mitsamt ihren Sklaven auf die Insel. Im fruchtbaren Maraval Tal bauten sie Baumwolle, Kaffee und Zuckerrohr an. Die Mehrheit der dort lebenden Menschen konnte kein englisch, fast alle gehörten der römisch-katholischen Kirche an. Im Jahre 1881 lebten dort 1.480 Menschen, davon waren 88 Plantagenbesitzer oder -verwalter. :Roumé de St. Laurent erwarb selbst ein großes Stück Land am Taleingang, aus dem die Champs Elysée Plantage entstand. Aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten musste seine Familie die Plantage schon bald verpfänden, später ging sie in den Besitz eines Pflanzers mit Namen Boissiere über. 1849 fasste man das ganze Tal zum Stadtbezirk Maraval zusammen. Gegen Ende des Jahrhunderts waren viele der kleinen Plantagen verschwunden. Auf den verbliebenen größeren Ländereien Champs Elysée, Moka, Haleland Park und Val de Oro wurde weiter Landwirtschaft betrieben. Heute werden nur noch auf der Paramin Plantage, westlich von Maraval, Gemüse und Gewürze angepflanzt. * Diego Martin River Estate, am Diego Martin Fluß. Direkt neben der Hauptstraße steht noch das 150 Jahre alte und 12&#x202F;m hohe Wasserrad der Zuckerplantage. Die Plantage fiel im Jahre 1897 in den Besitz der Regierung. Weitere historische Gebäude sind nicht erhalten, das einfache Plantagenhaus wurde aber wieder hergestellt. Es gibt aber noch einen Park mit Picknickplätzen und ein Mini-Museum. Das Museum ist täglich von 10-18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. * Spring Hill Estate. Um 1900 gründetet der in Frankfurt geborene Friedrich Wilhelm Mayer im fruchtbaren Arimatal in einer Höhe von etwa 400 Metern diese Plantage, um Kaffee, Kakao und Zitrusfrüchte anzupflanzen. 1908 wurde das Haupthaus fertig gestellt. Sohn Charles Mayer bewirtschaftete das Anwesen bis 1925, dann gab er auf, weil ihm der Gewinn zu gering war. 1932 kaufte der amerikanische Geologe Joseph Holmes das Land auf. Er brachte einen Stromgenerator dorthin und ließ einen Pool bauen. 1947 kauften Dr. Newcome Wright und seine Frau Asa Wright die 74 Ha große Plantage. Drei Jahre später richtete Dr. William Bebe von der New Yorker Zoologischen Gesellschaft dort eine Forschungsstation zum Studium tropischer Pflanzen und Tiere ein. 1955 verstarb Asa Wright. 1967 verkaufte ihr Mann das Gelände an die Forschungsstation. Im gleichen Jahr wurde das Herrenhaus in ein Gästehaus umgewandelt. Unter finanzieller Mithilfe der Bank of Nova Scotia wurde das Asa Wright Naturschutzgebiet eingerichtet. * Woodbrook Estate, Port of Spain. Nachdem die Siegert Familie 1875 (siehe unten) Venezuela verlassen hatte entstand in Port of Spain am Marina Square Ecke Charlotte Street die neue Angostura Fabrik. Die gleichbleibende Qualität und der weltweite Erfolg der Firma erlaubte es der Familie 1899 die 140 Ha große Woodbrook Estate zu kaufen. Die drei Brüder Alfredo, Carlos und Luis Siegert kultivierten ein Teil des Landes, zugleich planten sie eine Wohnsiedlung. Der Bau von 11 Straßen wurde in Angriff genommen, jede wurde nach einem Familienmitglied und nach Mitarbeitern des Projektes benannt. Nach dem Tod der Brüder Carlos und Luis verkaufte Alleinerbe Alfredo das Land 1911 an die Stadt Port of Spain. * '''Angostura Bitters''' Limited, Rumdistillerie, Eastern Main Road, Tel. 623-1845, Fax 623-1847. Im Jahre 1820 wanderte der preussische Chirurg Dr. Johann Gottlieb Benjamin Siegert nach Venezuela aus. Er wollte mit Simon Bolivar gegen die Spanier kämpfen. Vier Jahre später, als Leiter des Militärhospitals im Ort Angostura, am Ufer des Orinoco Flusses, entwickelte er eine Mischung aus tropischen Heilpflanzen, Gewürzen und Alkohol. Dieses Mittel „''Siegert´s Aromatic Bitters''“ sollte den von Tropenkrankheiten geschwächten Soldaten zu neuer Kraft verhelfen. Soldaten und Schiffsbesatzungen machten die Tinktur auf der ganzen Welt bekannt. 1850 verließ Dr. Siegert die Armee um sich vollständig der Produktion seines gefragten Elixiers zu widmen. 1875 verließ die Siegert Familie das krisengeschüttelte Venezuela wo ein politischer Diktator auf den anderen folgte und ließ sich in Trinidad nieder. :Im Jahre 1903 starb Carlos Siegert, zwei Jahre später sein Bruder Luis. Alfredo Siegert war nun einziger Kenner der geheimen Formel für Angostura. In der Folgezeit spekulierte er mit großen Geldmengen in verschiedenen Sektoren, verlor das Geld und auch die Firma. Amerikanische und kanadische Geschäftsleute versuchten erfolglos, die Fabrik im Ausland anzusiedeln. :1936 begann die Firma Angostura Bitters unter der Leitung von Robert W. Siegert, einem Enkel des Gründers, Alkohol zu brennen, dazu wurde eine Tochtergesellschaft, die Trinidad Distillers Ltd. gegründet und die Fernandes Rumbrennerei aufgekauft. Das Rezept für Angostura Bitters ist eines der bestgehüteten Geheimnisse der Karibik. 1960 wurden die Produkte von Angostura bereits in 140 Länder exportiert. Die Jahresproduktion von 1.3 Millionen Liter wurde bis 1998 auf 20 Millionen Liter gesteigert. :Das Besucherzentrum, Tel. 623-1841 im Ortsteil Laventille in Port of Spain ist geöffnet. Führungen finden dort montags bis freitags um 9.30, 13.30 und 14 Uhr statt, Führungen kosten 8 US $. :Die Distillerie kauft ihre Melasse von verschiedenen Zuckermühlen im Lande und vergärt und destilliert den Rohstoff in einer eigenen Brennerei. Der Rum wird unter dem Markennamen Royal Oak als 43 %-iger Rum verkauft. Weitere Markennamen sind Old Oak White und Old Oak Gold. 1973 erwarb man die auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindliche Distillerie Fernandes. Der Rum von dieser Destille wird unter den Markennamen Forres Park Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, Fernandes Vat 19, Fernandes Black Label, Ferdi´s Premium Rum und Crystal White Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol vertrieben. Daneben werden leichtere Mischgetränke hergestellt: Caribbean Club Rum Punch, Limbo Drummer, Lemon Lime & Bitters, Blu Vodka und Correla´s. :Das Grundprodukt Angostura Bitters ist eine aromatische Lösung mit 44,7&#x202F;% Akoholanteil. Man verwendet es hauptsächlich zur Verfeinerung von Mixgetränken, aber auch in Fisch- und Fleischgerichten, für Gemüse, Kuchen, Marmelade, Pudding, in Salaten und Suppen. * Fernandes Distillers, Fernandes Industrial Centre, Eastern Main Road, Laventille, Tel. 623-2101, 623-2501, Fax 623-1847. Als das Trinidad & Tobago Rum Bond Lager im Jahre 1932 abbrannte, nutzte der Besitzer der Fernandes Distillery, Joseph Bento Fernandes, die Gunst der Stunde. Er kaufte die angesengten Rumfässer günstig auf stellte fest, dass der Rum darin von besonderer Güte war. Dieser Rum wurde unter dem Namen „1919 Super Premium Rum“ verkauft. 1919 war das Jahr, in welchem die Fässer gefüllt worden waren. === Trinidad´s Eisenbahn === Schon kurz nach 1800 waren es die Großhändler, Kaufleute und Plantagenbesitzer, die bei der Kolonialverwaltung nach besseren Verkehrsverbindungen fragten. Doch wenig oder nichts geschah. Ebenso oder ähnlich verhielt es sich mit der Eisenbahn. Um 1846 wurde die '''Trinidad Railway Company''' gegründet. Man begann mit der Vermessung von möglichen Fahrlinien, kam aber zu der Überzeugung die Finanzierung sei nicht möglich. Im Jahre 1859 entstand dann die erste privat finanzierte Linie von Princes Town zum Hafen von San Fernando. Man nannte sie die Pflanzerlinie, da zunächst nur landwirtschaftliche Produkte an zur Kings Wharf gebracht wurden, zum weitertransport auf Schiffen rund um die Insel. Die Wagen wurden von Pferden oder Mulis gezogen. Auf Grund des öffentlichen Drucks wurde das Angebot auf den Personentransport ausgedehnt, auch die Post wurde nun mit der Eisenbahn transportiert. Diese Linie wurde unter dem Namen '''Cipero Tramroad''' bekannt. Sie existierte bis 1920, dann ging sie an die Trinidad Government Railway über. 1873 begann man mit dem Bau einer Bahnverbindung von Port of Spain nach Arima. Der Ausgangspunkt war der South Quay in Port of Spain, über San Juan und St. Joseph verlief die Linie bis nach Arima. Am 31. August 1876 wurde die Linie in Betrieb genommen. Die Eisenbahngesellschaft, offiziel Trinidad Government Railway, wurde gegründet. Ursprünglich sollte sie nur das reiche Landwirtschaftsgebiet um den Ort Arima herum mit dem Hafen von Port of Spain verbinden. Nun gab es aber eine kleine Eisenbahn Manie. Jeder einflußreichere Plantagenbesitzer verlangte die Anbindung seiner Farm an das Eisenbahnnetz. Schon im Januar 1880 gab es eine Verbindung nach Couva im Süden, bis 1882 wurde die Linie nach San Fernando fertig gestellt. Der Erfolg der Eisenbahnlinie nach Arima war überwältigend. Bis 1896 wurde sie nach Gunapo erweitert und 1897 wurde Sangre Grande erreicht. Im Jahre 1897 entstand an der Südlinie bei Cunupia ein Abzweig durch das Tal des Caparo Flusses nach Tabaquite. Nachdem man im Südwesten von Trinidad große Ölvorkommen gefunden hatte wurde die Eisenbahnlinie von San Fernando aus im Jahre 1913 bis nach Siparia verlängert. Im Jahre 1914 hatte das Netz dann seine größte Ausdehnung mit dem Ausbau bis nach Rio Claro. Die Länge des Schinennetzes betrug nun 173&#x202F;Km. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurden diese Eisenbahnwagen von Pferden gezogen. 1910 gab es die erste Motor-Bus-Verbindung in Trinidad. Die beiden Geschäftsleute Newallo und Asgarelli Syne betrieben '''Syne´s Bus Service'''. Mit der Zentrale in Icacos fuhren ihre Busse von dort über San Fernando bis nach Siparia und St. James in Port of Spain. Bis zum Beginn des I. Weltkrieges war dies das einzige Busunternehmen des Landes. Bis zum Jahre 1920 stieg die Zahl von angemeldeten Motorautos von etwa 100 auf 1.176. Im gleichen Jahr eröffnete Charles Ross eine Buslinie zwischen Four Roads und Macqueripe. Ab 1923 verzeichnete die Eisenbahn einen deutlichen Einbruch bei ihren Fahrgastzahlen. Trotzdem blieb die Eisenbahn ein Erfolg. Erst nach der Unabhängigkeit führte ein Missmanagement der Regierung zum Zusammenbruch des Eisenbahnverkehrs. Die Trasse der Linie von Port of Spain nach Arima, die mehr oder weniger parallel zur Eastern Main Road verläuft, wurde zur Fahrbahn nur für Express-Busse und Maxi-Taxi umgebaut. An das Zeitalter der Eisenbahn erinnert die Lokomotive Nr. 11, sie steht als Denkmal in der Harris Promenade von San Fernando. Ein zweites Exemplar befindet sich im Busdepot von Port of Spain. == Sprache == Amtssprache ist englisch. Besonders auf Trinidad wird aber auch verbreitet Französisch, Spanisch, Hindi und Chinesisch gesprochen. Daneben gibt es ein überwiegend englisches Patois. == Anreise == * {{vCard |type=airport |name=Piarco International Airport |wikidata=Q788810 |address=Golden Grove Road, Piarco |phone=669-4101 |fax=669-2319 |description=Landebahn 10/28, 10.440 × 151 Feet (3.182 × 46 m). Airport Authority of Trinidad & Tobago, Piarco Airport, Tel. 669-4101. Einreisebehörde, Immigration, Piarco Airport, Tel. 669-5859, Zollbehörde, Customs, Piarco Airport, Tel. 669-4361. |url=https://piarcoairport.com }} * '''Schiffsverbindungen''': Zwischen Trinidad und Tobago gibt es einen regeläßigen Fährverkehr. Der Hafen von Port of Spain wird von Kreuzfahrtschiffen angelaufen. == Mobilität == Achtung: '''Linksverkehr'''! Für das Fahren von Mietwagen wird für 90 Tage ein in Deutschland ausgestellter gültiger Internationaler Führerschein anerkannt. Wer länger im Lande ist muss eine nationale Fahrerlaubnis beantragen. Licening Department, Wrightson Road, Port of Spain. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 50 km/h, nur auf einigen Schnellstraßen darf man 80&#x202F;km/h fahren. Von der Hauptstadt Port of Spain gibt es eine autobahnähnliche Schnellstraße in Richtung Osten bis nach Arima und etwas darüber hinaus. Etwa 9&#x202F;km hinter Port of Spain zweigt davon eine Schnellstraße nach Süden ab, über die Stadt Chaguanas führt sie bis nach San Fernando. Die Eisenbahnlinie von Port of Spain nach Arima wurde eingestellt. Die ehemalige Bahntrasse wurde aus- und umgebaut, dies ist heute der Fahrweg für Expressbusse und Maxi Taxi. == Aktivitäten == * Naturbeobachtungen, hauptsächlich die Vogelwelt. * Strandleben, in Trinidad ist es nicht so ausgeprägt wie im Rest der Karibik. An der Nordküste findet man nur einzelne kleine Sandbuchten. Das Wasser an den kilometerlangen Stränden der Ostküste ist trüb, bedingt durch die Einschwämmungen des nahen Orinoco in Venezuela. Die Westküste ist verschmutzt durch intensive Bohrarbeiten der Erdölindustrie. * Wanderungen, hauptsächlich im Bereich der Northern Range. [[File:TnT Caroni Swamp 2.jpg|thumb|right|Caroni Swamp]] * Caroni Swamp: Sumpfgebiet im Mündungsbereich des Caroni River, durch das geführte Touren angeboten werden. Hauptattraktion ist eine riesige Kolonie Scharlachsichler, die am späten Nachmittag von ihren Fressrevieren zu ihrem Ruhegebiet zurückkehren. Ganz selten können Wasserschlangen oder Kaimane beobachtet werden. == Küche == Die Küche von Trinidad spiegelt die Zusammensetzung der Bevölkerung wieder. Neben der traditionallen karibischen Küche findet man heute viele chinesische, libanesische und syrische Einflüsse. Einen sehr großen Anteil an den Restaurants und Essgewohnheiten hat der indische Bevölkerungsanteil. Dadurch gibt es große Unterschiede zu den Restaurants auf der Insel Tobago. * '''Callaloo soup''' ist eine Suppe aus den spinatähnlichen Dasheenblättern mit allerlei Gewürzen und Krebsfleisch, stellenweise wird sie auch sehr scharf gewürzt. '''Dhal''' ist eine indische Suppe aus roten Linsen. * '''Buljol''' nennt man Saltfish, der zusammen mit Avocados, Paprika, Tomaten und Zwiebeln in Olivenöl gedünstet wird. * Ham´n Hops oder einfach nur '''Hops''' ist eine knusprige Brötchenart mit Schinkenfüllung. * '''Pastelles''' sind gefüllte Maismehltaschen die in Sohareeblättern gegart werden, ein klassisches Street Food. Die Füllung besteht aus angebratenes Rinderhack, Tomaten, Worcestershiresauce, diversen Gemüsen und Kräutern Besonders zu Weihnachten werden auch Oliven, Kapern und Rosinen dazugemischt. <gallery mode="packed" heights="150"> Callaloo-mit-Shrimps-GT.jpg|Callaloo soup mit Shrimps Buljol (Salted cod, oil, onions, tomatoes, pepper, boiled eggs).jpg|Buljol (gesalzener Kabeljau, Öl, Zwiebeln, Tomaten, Paprika, gekochte Eier) FOOD Pastelle open.jpg|geöffnete Pastelle </gallery> * Reis, der mit Kokosnußmilch gekocht wird erhält eine bräunliche Farbe. Auf vielen Karibikinseln wird er mit roten Bohnen vermischt zu jedem Essen angeboten. Auf Trinidad heißt er nicht „rice and peas“ sondern '''Pelau''', dazu gibt es im allgemeinen Hühnerfleisch, Paprikagemüse und alles ist scharf gewürzt. * Zu vielen Gerichten gehört '''Dumplin'''. Dumplins sind fingerdicke, längliche Klöße aus Wasser und Mehl, die in die Suppe oder Sauce gegeben werden. * '''Souse''' ist keine Soße sondern gekochtes Schweinefleisch, das mit Gurken, Paprika und Zwiebeln serviert wird, wir kennen es besser als Sülze. * '''Cascadura''' ist Fisch, den es nur in Trinidad gibt, der mit viel Curry gekocht wurde. <gallery mode="packed" heights="150"> Trinidadian Chicken Pelau (15399269506).jpg|Chicken Pelau </gallery> * '''Saltfish''' kommt überwiegend aus Norwegen und ist in der Karibik inzwischen ein teures Lebensmittel geworden. Der frisch gefangene Fisch wird dort ausgenommen, gewaschen, gesalzen und auf langen, dünnen Stangen aufgereiht und luftgetrocknet. * '''Black Pudding''' ist eine Blutwurst die viele Zwiebeln, Knoblauch und Gewürze enthält, sie gilt warm oder auf Brot als absolute Delikatesse. * '''Black cake''' ist ein sehr schwerer Kuchen aus dunklem Teig, der Teig wird mit Trockenfrüchten vermischt, die zuvor in Cherrybrandy und Rum eingeweicht wurden. * Das einheimische '''Bier''' trägt die Namen Carib, Heiroun und Stag Lager Beer. Auf der Insel wird aber auch Guinness, Mackeson und Stout in Lizenz abgefüllt. Die bekanntesten '''Rumsorten''' der Insel sind Old Oak und VAT 19. * Daneben gibt es unzählige '''alkoholfreie''', soganannte Soft Drinks, die meistens nur extrem süß und nach Chemie schmecken. == Feiertage == Zusätzlich zu den gesetzlichen Feiertagen die für die beiden Inseln Trinidad und Tobago gelten, gibt es auf der Insel Trinidad eine Vielzahl von religiösen Veranstaltungen und Feierlichkeiten, die teilweise auch zu nationalen Feiertagen geworden sind. === religiöse (regionale) Feiertage === * '''Divali''' oder '''Diwali''', dieses hinduistische Fest ist dem Licht gewidmet, es wird in verschiedenen Orten Trinidads auch als Ramleela Festival gefeiert. Mit dem Fest wird in Indien die Rückkehr von Lord Rama in sein Königreich Ayodha nach 14-jährigem Exil gefeiert. Zu Ehren seiner Ankunft erleuchteten seine Untertanen die Straßen mit tausenden von Öllampen. Dieses Fest wird im November auf ganz Trinidad gefeiert. Diviali bedeutet der Triumph des Guten über das Böse. Es wird zu Ehren der Göttin Lakshmis gefeiert, die Liebe, Schönheit, Reichtum und Licht verkörpert. In der Divalinacht werden auf der ganzen Insel mit Kokosöl gefüllte Tonschalen aufgestellt und angezündet. * '''Eid-ul-Fitr''', das moslemisches Neujahrsfest. Dies ist kein festes Datum, das Fest wird am Neumondtag des Fastenmonats Ramadan gefeiert. * '''Ganga Dashara'''. Am Fluß Marianne River im Ort Blanchisseuse feiern die Hindus ihr Reinigungsritual. * Das '''Hosey Festival''' wird in Trinidad seit 1884 gefeiert, es erinnert an den Krieg von Kerbala im Jahre 640. Die ursprüngliche, drei Nächte dauernde Trauerprozession wurde bis vor 40 Jahren nach strengen Regeln durchgeführt. Seitdem hat man sich an die Mentalität der Inselbewohner angepaßt. Heute finden die Prozessionen in den Monaten Februar und März in St. James, Cedros, Couva und Tunapuna statt. * '''La Divina Pastora Festival''', katholische Kirche, Siparia. Bei dieser Prozession am zweiten Sonntag nach Ostern wird die Schwarze Madonna durch die Straßen getragen. Diese Feier ist bei den Hindus auch als Soparee Mai bekannt. * '''Phagwa''', das Neujahrsfest der Hindus findet im März statt. In Trinidad ist es seit der Landung der ersten Inder im Jahre 1845 bekannt. * '''Ramleela''', ein Hindufest, das in über 20 Gemeinden gefeiert wird. * '''Santa Rosa Festival'''. Dieses Fest der kleinen Cariben Gemeinde wird im Juli gefeiert. Am 28. August findet eine gleichnamige Feier in Arima statt. Dort wurde 1775 eine Kapelle zum Gedenken an die Schutzheilige Santa Rosa de Arima gebaut. == Sicherheit == Auf Trinidad werden Drogen, insbesondere Marihuana angeboten. Der Besitz kleinster Mengen ist verboten und wird schwer bestraft. Wertgegenstände sollten im Hotelsafe hinterlegt werden. Zimmertüren und Mietwagen immer verschließen. Nachts sollte man nicht allein unterwegs sein und dunkle Orte generell meiden. Die hohe Zahl von arbeitslosen Jugendlichen führt zu wachsender Kriminalität gegen Touristen. == Klima == {{Klimatab-col |ort= |sourcelink= |sourcetext= |xt=ja|xtjan=31|xtfeb=31|xtmar=32|xtapr=32|xtmai=32|xtjun=32|xtjul=31|xtaug=31|xtsep=32|xtoct=32|xtnov=32|xtdec=31 |nt=ja|ntjan=21|ntfeb=20|ntmar=20|ntapr=21|ntmai=22|ntjun=22|ntjul=22|ntaug=22|ntsep=22|ntoct=22|ntnov=22|ntdec=21 |rm=ja|rmjan=70|rmfeb=45|rmmar=50|rmapr=55|rmmai=100|rmjun=190|rmjul=225|rmaug=250|rmsep=200|rmoct=175.0|rmnov=185|rmdec=125 }} == Literatur == === Landkarten === * {{Karte |Titel=Trinidad |Maßstab=1 : 150.000 |Hrsg=Mapping & Control, Lands & Surveys Division, Ministry of Planning & Mobilization, Government of the Republic of Trinidad & Tobago}} == Weblinks == {{GeoData| lat= 10.41611| long= -61.34444| radius= }} {{IstInKat|Trinidad und Tobago}} {{class-3}} h3h1vagav3wtqd7oy5g4p1fo8m27lhm 1804880 1804877 2026-09-19T08:03:51Z DocWoKav 14575 1804880 wikitext text/x-wiki {{Quickbar Region}} '''Trinidad''' ist eine Insel in [[Trinidad und Tobago]]. Auf Trinidad sind vor allem die vielfältige Natur, der berühmte Karneval, die Strände und der artenreiche Regenwald interessant. == Regionen == === Politische Einteilung === Trinidad und Tobago gliedert sich in elf ''regions'', drei ''boroughs'' und zwei ''cities''. Eine ''region'' ist einem Bundesland vergleichbar, ein ''borough'' einer kreisfreien Stadt und eine ''city'' einem Stadtstaat wie Hamburg oder Berlin, wobei das Konstrukt des ''borough'' aus dem englischen Rechtsraum stammt und im deutschsprachigen Raum unbekannt ist. ''cities'' sind [[Port of Spain]] und [[San Fernando (Trinidad und Tobago)|San Fernando]], ''boroughs'' sind [[Arima]], [[Chaguanas]] und [[Point Fortin]]. === Geographische Aufteilung === * Northern Range: Dieser Höhenzug erstreckt sich auf einer Länge von 65&#x202F;Km entlang der Nordküste. Die Nordküste ist steil und felsig. Dort findet man keine durchgehende, befahrbare Straße. Das ganze Gebiet ist überhaupt wenig erschlossen, damit ein wahres Paradies für die Tierwelt. Einzig von Port of Spain aus und entlang der Ostküste gibt es Straßenverbindungen zur Nordküste. Von Arima aus kann man auf teilweise sehr schlechter Straße nach Norden vordringen. Die höchsten Erhebungen sind der Berg "El Tucuche" mit 936&#x202F;m und der "El Corre de Aripo" mit 940&#x202F;m. Nordwestlich von Arima findet man eine größere Anzahl von Höhlen. * Der Ost-West-Korridor ist eine Ebene am Fuße der Northern Range. Es ist das am dichtesten bebaute und besiedelte Gebiet der Insel. Von der Matura Bay im Osten reicht die Ebene bis zur Hauptstadt Port of Spain im Westen. In Port of Spain beginnend erreicht man übergangslos die Städte San Juan, St. Joseph, Curepe (mit dem Ortsteil St. Augustine und der Universität), Tunapuna, Arouca (mit dem internationalen Flughafen Piarco im Süden), Valencia und Sangre Grande. Das bebaute Gebiet ist dort zwischen zwei und sieben Kilometer breit. Auf nördlicher Route erreicht man alle Orte auf der Straße Eastern Main Road. Mehr oder weniger parallel dazu gab es dort früher eine Eisenbahnlinie von Port of Spain bis nach Arima. Die ehemaligen Gleisanlagen sind einer Straße gewichen, die für den Busverkehr reserviert ist, die "Priority Bus Route". Auf südlicher Route wurde der autobahnähnliche "Churchill Roosevelt Highway" als entlastungsstraße gebaut. * Central Range: Dieser Höhenzug ist wesentlich flacher, er erstreckt sich leicht schräg, nördlich von San Fernando im Westen bis nach Manzanilla im Osten. * Im Süder der Central Range findet man wieder flaches Land, es riecht dor überall nach Erdöl. Überall wird Erdgas und -öl gefördert. Zwischen San Fernando und Point Fortin befindet sich einer vor drei bekannten Teer-Seen dieser Erde. Weit verbreitet sind Schlammvulkane. * Die Southern Range, auch "the Deep South" genannt, also der tiefe Süden bildet als flacher Höhenrücken den Abschluss. == Orte == {{mapframe}} * {{vCard | name = Port of Spain | type = city | wikidata = Q39178 | description = Die Hauptstadt Trinidads ist das wichtigste politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Insel. Besonders bekannt ist die Stadt für den Trinidad Carnival, Museen, historische Gebäude und das lebendige Stadtviertel rund um die Queen’s Park Savannah. }} * {{vCard | name = Arima | type = city | wikidata = Q661405 | description = Arima liegt am Rand der Northern Range und ist eine der älteren Städte Trinidads. Sie ist für ihre indigene Kultur, traditionelle Feste und ihre Nähe zu den tropischen Waldgebieten im Norden bekannt. }} * {{vCard | name = Chaguanas | type = city | wikidata = Q1444575 | description = Sie ist eine lebhafte Handelsstadt mit zahlreichen Geschäften, Märkten und Einkaufszentren. Besonders interessant sind die vielfältige Bevölkerung sowie die starke indisch-trinidadische Kultur. }} * {{vCard | name = Couva | type = city | wikidata = Q2602007 | description = Couva ist eine moderne Stadt mit Einkaufszentren, Restaurants und verschiedenen Freizeiteinrichtungen. Sie spielt außerdem eine wichtige Rolle im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben Trinidads. }} * {{vCard | name = San Fernando | type = city | wikidata = Q1023712 | description = Sie ist eine der wichtigsten Städte Trinidads und ein bedeutendes Handels- und Kulturzentrum. Sehenswert sind unter anderem die Innenstadt, Märkte, Geschäfte und verschiedene kulturelle Veranstaltungen. }} * {{vCard | name = Princes Town | type = city | wikidata = Q1011576 | description = Eine kleinere Stadt mit einer ruhigen Atmosphäre und einer langen Geschichte. Sie ist vor allem für ihre lokalen Märkte, traditionellen Veranstaltungen und den Einfluss der Zuckerindustrie auf die regionale Geschichte interessant. }} * {{vCard | name = Penal | type = city | wikidata = Q2510034 | description = Penal ist vor allem durch seine indisch-trinidadische Bevölkerung und deren kulturelle Traditionen geprägt. Es gibt lokale Märkte, Geschäfte und Restaurants sowie religiöse Feste. }} * {{vCard | name = Point Fortin | type = city | wikidata = Q786957 | description = Point Fortin ist vor allem durch die Erdöl- und Erdgasindustrie geprägt, besitzt aber auch ein aktives gesellschaftliches und kulturelles Leben. Die Stadt ist außerdem für Veranstaltungen und traditionelle Feste bekannt. }} * {{vCard | name = Siparia | type = city | wikidata = Q3493381 | description = Siparia ist eine traditionsreiche Stadt, die besonders für religiöse Feste und kulturelle Veranstaltungen bekannt ist. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Verehrung der „Siparia Devi“, wodurch die Stadt für Besucher kulturell besonders interessant ist. }} weitere Orte sind; [[Blanchisseuse]], [[Manzanilla]], [[Mayaro]], [[Piarco]], [[Tunapuna]] == Weitere Ziele == * {{vCard | name = [[Maracas Bay]] | type = beach | wikidata = Q49384384 | description = Einer der bekanntesten Strände Trinidads, umgeben von grünen Bergen und beliebt zum Baden und Entspannen. }} * {{vCard|type= beach |name= Turtle Beach |description= Ein wichtiger Brutplatz für Meeresschildkröten, insbesondere für Lederschildkröten, die dort ihre Eier ablegen. }} * {{vCard|type= beach |name= Las Cuevas Beach|description= Ein ruhiger, von tropischer Landschaft umgebener Sandstrand, der sich gut zum Schwimmen und Entspannen eignet. }} * {{vCard|type= landscape|name= Caroni Bird Sanctuary |description=Ein großes Feuchtgebiet, das besonders für seine zahlreichen Vogelarten und die roten Trinidad-Maskottchen, die Scharlachsichler, bekannt ist. }} * {{vCard | name = Pitch Lake | type = landscape | wikidata = Q717351 | description = Einer der größten natürlichen Asphaltseen der Welt und eine der ungewöhnlichsten Natursehenswürdigkeiten der Karibik. }} * {{vCard | name = Asa Wright Nature Centre | type = landscape | wikidata = Q4803181 | description = Ein Naturreservat, das für seine große Artenvielfalt und besonders für Kolibris und andere tropische Vögel bekannt ist. }} * {{vCard | name = Argyle Waterfall | type = landscape | description = Ein beeindruckender mehrstufiger Wasserfall inmitten tropischer Vegetation, der über einen kurzen Wanderweg erreichbar ist. }} * {{vCard | name = Main Ridge Forest Reserve | type = landscape | wikidata = Q55133183 | description = Einer der ältesten geschützten Regenwälder der westlichen Hemisphäre mit zahlreichen tropischen Pflanzen, Vögeln und anderen Tieren. }} * {{vCard|type= landscape|name= Pigeon Point |description= Eine bekannte Küstenattraktion mit Palmen, türkisfarbenem Wasser und feinem Sandstrand, die besonders für ihre idyllische Landschaft geschätzt wird. }} == Hintergrund == === Landesbeschreibung === Geologen und Faunisten zählen Trinidad und Tobago zu Südamerika, nicht zu den Karibischen Inseln. Vor vermutlich noch 10.000 Jahren waren die Inseln mit dem südamerikanischen Festland verbunden. Heute ist die Insel Trinidad durch eine 11&#x202F;km breite Meerenge von Venezuela getrennt. Die Insel Trinidad hat eine etwa rechteckige Form, deren Westküste durch den Golf von Paria tief eingeschnitten ist. Die Nord-Süd Ausdehnung beträgt 83&#x202F;km. Entlang der Nordküste verläuft eine flache Bergkette, die bis zu 940&#x202F;m hoch aufragt, die Northern Range. Dort findet man eine Vielzahl von Höhlen und Wasserfällen. Sie ist Erdgeschichtlich der östlichste Ausläufer der südamerikanischen Anden. Dort hat die Insel eine Breite von 86 km, vom Golf von Paria zur Ostküste sind es an der schmalsten Stelle nur 48 km, während sie an der Südküste 104&#x202F;km mißt. An der Ostküste ließen sich 1783 französische Siedler südlich von Manzanilla nieder, wo sie zwölf aneinandergrenzende Kokosplantagen anlegten, die noch heute die Landschaft prägen. Die Nord- und Südküste sind wenig erschlossen. Dort gibt es keine durchgehenden Straßenverbindungen. Abgesehen von der Churchill Roosevelt und der Uriah Butler Schnellstraße sind alle anderen Straßenverbindungen auf der Insel nicht sehr gut. Bis 1957 war die Southern Main Road die Hauptstraße zwischen dem Norden und dem Süden. Dann wurde der Princess Margaret Highway als Schnellstraße zwischen Port of Spain und Chaguanas gebaut. Inzwischen wurde die Straße umbenannt in Uriah Butler Highway. Während des ersten Ölbooms in den 1970er Jahren wurde diese Schnellstraße als Sir Solomon Hochoy Highway bis nach San Fernando erweitert. Es gibt inzwischen Ausbaupläne bis nach Point Fortin. In West Ost Richtung verbindet der Beetham Highway Port of Spain mit dem Uriah Butler Highway. Von dort aus führt der Churchill Roosevelt Highway weiter bis zu seinem derzeitigen Ende, drei Kilometer hinter Arima. In diesem sogenannten Ost-West Korridor der sich von Chguaramas bis nach Arima am Fuße der Northern Range Hügelkette entlangzieht lebt über die Hälfte der Inselbevölkerung. Fast die Hälfte von Trinidad ist noch bewaldet. Die Insel hat aber keine ausgeprägte Tourismusindustrie. Dafür besitzt Trinidad die einzigen größeren Erdgas und -ölvorkommen aller Karibikinseln. Vor Point Lisas befinden sich große Erdgasfelder im Meer. Dort findet man deshalb die größte Industrieansammlung. Neben Eisen und Stahl gibt es vier Methanolproduzenten und sechs Anlagen für die Ammoniumproduktion. 1999 begann man mit dem Bau einer Aluminiumschmelze. Am Galeota Point und in Pointe a Pierre stehen Erdölraffinerien. Erst 1998 hat die Amoco Trinidad Oil Company neue große Erdölfelder vor der Küste von Trinidad gefunden. Im ganzen Süden der Insel wird Erdöl gefördert. Dort gibt es auch mehrere Schlammvulkane. Vor der Nordwestküste liegen mehrere Inseln, die zum Territorium von Trinidad und Toabago gehören. * '''Diego Islands''': Zu den Diego Islands gehören die Inseln Carrera und Cronstad Island. Sie liegen etwas mehr als 500&#x202F;m vor der Halbinsel Point Gourde. Die Insel Carrera hat eine Ausdehnung von 420 x 270 Metern, seit dem Jahre 1877 ist sie Gefängnisinsel. Angeblich ist sie so sicher wie das amerikanische Alcatraz. * '''Five Islands''': Die Inselgruppe Five Islands besteht aus den fünf Inseln Caledonia, Craig, Lenagan, Nelson und Rock. * '''Insel Chacachacare''': Die Insel befindet sich fast auf halbem Wege nach Venezuela. Die Strömung in der Meerenge ist stark und gefürchtet. Seeleute nennen die Durchfahrt Boca del Drago oder „dragon´s mouth“, also Drachenmaul. Die Insel hat eine Ausdehnung von 15&#x202F;km in der Länge und 3&#x202F;km in der Breite, sie ist 8&#x202F;km von Trinidad entfernt. : Die Überfahrt von Chaguaramas dauert je nach Wetterlage etwa eine Stunde. Seit dem Jahre 1877 befand sich auf der Insel eine Leprakolonie, seit 1984 ist sie unbewohnt. : Im Jahre 1885 wurde nahe der Perruquier Bay auf dem höchsten Punkt der Insel, 818 m, ein Leuchtturm gebaut, er ist immer noch im Betrieb. Auf der Ostseite befindet sich die tief eingeschnittene Bucht Chacachacare Bay. Auf der gegenüberliegenden Inselseite liegt die La Tinta Bay. Sie hat schwarzen Sandstrand und wurde jahrelang als Versteck für Schmuggelgut genutzt. : Bei Chapelle Bay findet man einen Salzsee. * '''Insel Gaspar Grande''': Die Insel ist rund 2&#x202F;km lang und 800&#x202F;m breit, sie ist auch unter dem Namen Gasparee Island bekannt. Ihr Name geht auf den früheren Besitzer Don Gaspar de Percin zurück. Sie liegt nur einen Kilometer vor der Küste. Von der Crews Inn Marina in Chaguaramas fahren Boote in 20 Minuten dorthin. Die Überfahrt von Chaguanas zur Südseite kostet 40 TT $, zur Ostseite 30 TT $. Im allgemeinen fahren die Boote zum Point Baleine, wo es zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Walfangstation gab. Heute befindet sich dort eine kleine Marina und Picknick Plätze. : Im 19. Jahrhundert wurde auf der Insel noch Baumwolle angebaut. : Die kleine Bombshell Bay am Ostende ist zum Baden geeignet. Auf dem Bombshell Hill befand sich ein Fort. : Die Gasparee Caves sind ein Netzwerk von Tropfsteinhöhlen, es gibt dort sogar einen kleinen See. Der Zugang ist nur mit Genehmigung der Chaguaranas Development Authority und mit Führung eines registrierten Tourunternemers möglich. Sie sind täglich von 9-15 Uhr geöffnet, Eintritt: 10 TT $. : Innerhalb von 25 Minuten kann man zur anderen Inselseite laufen, dort findet man Geschützstellungen aus dem II. Weltkrieg. : Seit den 1980er Jahren befand sich dort auch das Fantasy Island Resort mit Restaurant, Cafe und Pool. Tel. 678-9001. : Bayview Beach Resort & Marina, Tel. 678-9001-02 * '''Insel Huevos''': Die kleine, länglich, schmale Insel Huevos befindet sich in Privatbesitz. Sie ist unbewohnt und Brutplatz für Seevögel. * '''Insel Monos''': Monos liegt nur etwa 650&#x202F;m vom Entrada Point entfernt und hat zwei Landestege in der Morris Bay und in der Grand Fond Bay. Sie ist dicht bewaldet und nicht dauerhaft bewohnt. Es gibt dort aber eine zunehmende Anzahl von Ferienhäuser von reichen Trinis. Früher gab es in der Turtle´s Bay eine Walfangstation. Dort ist noch einer der Kupferkessel erhalten, in dem das Walfett gekocht wurde. === Geschichte === Über die allerersten Inselbewohner ist nichts bekannt, man nimmt aber an, dass schon 5.000 Jahre vor Christi Geburt Indianerstämme aus Südamerika auf Trinidad und Tobago gelebt haben. Auf dem Weg in den Norden haben Ciboney-Indianer als Sammler und Jäger vermutlich zuerst die Insel Trinidad besiedelt. Zwischen 100 und 1000 nach Christus folgten ihnen höher entwickelte Ignerie-Indianer und Taino-Indianer vom Stamm der Arawaks aus dem Orinokogebiet, die schon Landwirtschaft betrieben. Im 13. Jahrhundert überfielen kriegerische Carib-Indianer die friedlichen Arawaks, töteten die Männer und nahmen sich die Frauen. Auf seiner dritten Reise entdeckte '''Christopher Kolumbus''' auf südlicher Route segelnd diese Insel im Sommer 1498. Er nannte die Insel ''La Isla de la Trinidad'', Insel der Dreifaltigkeit, und umfuhr sie im Uhrzeigersinn. Einen Tag später verließ er sie um die Insel [[Grenada]] zu erreichen. Zu dieser Zeit lebten noch geschätzt 35.000 Indianer auf den beiden Inseln; Arawaks im Südosten und Carib-Indianer im Norden und Westen in der Gegend von Arima, Mucurapo und Port of Spain. Erst 1532 betrat '''Don Antonio Sedeno''' beim Fischerdorf Cumucarapo, das heute Mucarapo heißt, als erster spanischer Entdecker die Insel. 50 Jahre später kam eine größere Gruppe von Siedlern mit dem spanischen Soldatenführer '''Don Antonio de Berrio y Oruna''' und dessen Leutnant Domingo de Vera auf der Suche nach dem berühmten Gold von El Dorado auf die Insel. An der Ostküste bauten sie die Siedlung San José de Oruna, das heutige St. Joseph, dort wurde auch die Inselverwaltung angesiedelt. In der Indianersprache hieß der Ort Caroni. Er wurde 1595 durch den britischen Seefahrer '''Sir Walter Raleigh''' zerstört, Berrio y Oruna wurde gefangen genommen. Die älteste Kirche der Insel, die St. Joseph Catholic Church aus dem Jahre 1593, blieb aber erhalten. Die ist zugleich der älteste Kirchenbau auf Trinidad. 1699 rebellierten die Indianer gegen die spanischen Missionierungsversuche. Missionare und der Gouverneur wurden dabei getötet. Soldaten wurden gegen die Indianer eingesetzt. Die Armee trieb die Indianer bis zur Nordostspitze der Insel. Bei dem Ort Toco stürzten sich viele Indianer ins Meer. Zehn Jahre später wurden die Missionsstationen abgeschafft. 1739 gab es auf der Insel eine Pockenepedemie, an der ein großer Teil der Bevölkerung starb. Nach wiederholten Angriffen von Piraten auf den Ort San José de Oruna, heute Saint Joseph, verlegte der '''Gouverneur Pedro de la Moneda''' den Regierungssitz im Jahre 1757 nach Puerto de Espana, dem heutigen ''Port of Spain''. Da die Insel nur sehr schwach besiedelt war und Spanien fürchtete, die Insel könne dadurch leicht von England eingenommen werden, lockte der spanische '''Gouverneur Manuel Falques''' 1776 katholische Siedler mit Steuererleichterungen ins Land. Er brachte der Insel etwas wirtschaftlichen Aufschwung und veranlasste die Gründung des Ortes San Fernando. Mit Hilfe von Sklavenarbeit entstanden Zuckerrohr- und Baumwollplantagen. 1784 schickte Spanien seinen fähigsten Gouverneur, '''Don José Maria Chacon''', auf die Insel. Unter seiner Führung wuchs die Bevölkerung auf fast 18.000 Menschen an. Davon waren nur 2.000 Weiße, über 10.000 waren afrikanische Sklaven und knapp 1.000 waren Indianer, der Rest bestand aus freien Mischlingen. Im Jahre 1795 kam es zum Krieg zwischen Spanien und England. Im Mai 1796 lief das britische Schiff „H. M. S. Lebra“ unter der Führung von '''Sir Ralph Abercromby''' bei Chaguaramas die Insel an. Der spanische '''Admiral Don Sebastian Ruiz de Apodaca''' ließ alle spanischen Schiffe im Hafen in Brand setzen und '''Gouverneur Chacon''' übergab Trinidad kampflos an die Engländer. Sir Abercromby ernannte einen seiner Offiziere, '''Thomas Picton''', zum ersten Gouverneur. Die Ernennung entwickelte sich zu einem absoluten Missgriff. Picton betrachtete Sklaven und Mischlinge als Aufwiegler. Farbige Plantagenbesitzer und Sklaven wurden ständigen Repressalien ausgesetzt. 1802 musste er von '''Thomas Hislop''' abgelöst werden. Im gleichen Jahr gab es auf der Insel 150 Plantagen, alle waren im Besitz von Franzosen. Bis zum Jahre 1808 stieg die Zahl der Sklaven auf 20.000. Die Fachleute der damaligen Zeit kamen zu dem Ergebnis, um aus der Insel eine gewinnbringende Zuckerrohrbesitzung zu machen, wären mindestens 250.000 Sklaven nötig gewesen. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Insel trotzdem Kronkolonie. Die Zusammensetzung der Inselbevölkerung ließ in den Augen der britischen Regierung keine Wahlen zu. Die Zahl der freien Farbigen war doppelt so groß wie die der Weißen, und von der weißen Bevölkerung waren nicht einmal die Hälfte Engländer. So wurde die Insel direkt von London aus regiert, und der Gouverneur war das ausführende Organ. Als der Sklavenhandel 1807 offiziell eingestellt wurde, kam es noch jahrelang zu illegalen Sklaveneinfuhren. Die Abschaffung der Sklaverei im Jahre 1834 führte auf der Insel zu einer lang anhaltenden Ratlosigkeit, wie die Zukunft ohne Sklaven aussehen sollte. Selbst das Parlament in London beschäftigte sich immer wieder mit dieser Frage. Verschiedene Pläne wurden entwickelt und wieder verworfen. Menschen verschiedenster Nationalitäten wurden als Arbeitskräfte auf die Insel geholt: Iren, Schotten, Chinesen, Portugiesen von Madeira, europäische Emigranten, Arbeitskräfte von anderen karibischen Inseln, befreite Sklaven aus Sierra Leone und St. Helena, die meisten kehrten bald wieder in ihre Heimat zurück. Schließlich waren es Inder, die die Inselbevölkerung verändern sollten. Zwischen 1845 und 1917 kamen 144.000 Inder als billige Arbeitskräfte ins Land. Sie hatten Verträge für fünf oder zehn Jahre und waren danach berechtigt zurückzukehren. Aber viele von ihnen blieben in Trinidad, kauften ein Stück Land für ihre Reispflanzen oder Kakaobäume und eröffneten kleine Geschäfte. 1871 betrug der indische Bevölkerungsanteil schon 25&#x202F;% der Gesamtbevölkerung. Bis in die heutige Zeit haben sich die Familienclans erhalten und die indische Gesellschaft in Trinidad ist noch immer eine fast „geschlossene Gesellschaft“. 1847 richtete ein Wirbelsturm große Schäden an. 1857 bohrte die ''Merrimac Oil Company'' bei La Brea die erste Ölquelle an, aber erst 50 Jahre später wusste man diesen Reichtum richtig zu nutzen. Zur Jahrhundertwende führte die weitergehende Verarmung der Massen zur Gründung von mehreren politisch-gesellschaftlichen Interessengemeinschaften. 1897 wurde die Arbeiterbewegung Trinidad Workmen´s Association gegründet. Im gleichen Jahr entstand die East Indian National Association, und vier Jahre später folgten die Pan African Association und die Rate Payers Association, ein Zusammenschluss der Wassergebührenzahler. 1889 wurden Trinidad und Tobago zu einer Union zusammengeschlossen. 1914 entstand bei Pointe-A-Pierre die erste Ölraffinerie. Als Folge der Weltwirtschaftskrise kam es in den 1930-er Jahren auch in Trinidad zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die vermehrt zu Aufständen führten und zur Gründung von Arbeiterbewegungen. 1937 kam es in dem Dorf Fyzabad unter der Führung von '''Uriah Butler''' zu einem Aufstand der Erdölarbeiter. 1938 lag der durchschnittliche Tagesverdienst bei 35 Cents. Diese niedrigen Löhne führten schon 1935 zu einem Hungermarsch und 1937 zu wiederholten Streiks auf den Ölfeldern. 1941 verpachtete die Regierung das Gebiet um ''Chaguaramas'' und ''Waller Field'' an das US-Militär. Die Amerikaner bauten einen großen Marine- und Luftwaffenstützpunkt. Dies brachte dem Land für einige Jahre gut bezahlte Arbeitsplätze. Erst 1960 zogen die Amerikaner nach großen Protesten aus der Bevölkerung wieder ab. Nach dem Krieg und der Einführung des allgemeinen Wahlrechtes entstanden unzählige Parteien und in deren Folge Gründungen von Gewerkschaften. Den hohen Erlösen aus der Erdölindustrie standen nur wenige Arbeitsplätze gegenüber. 1956 gründete '''Dr. Eric Williams''' die Partei People´s National Movement. Am 31. August 1962 wurden Trinidad und Tobago rund drei Wochen nach Jamaika von den Engländern in die Unabhängigkeit entlassen. Eric Williams wurde erster Premierminister. Er behielt diesen Posten bis zu seinem Tode im Jahre 1981. Mit der Unabhängigkeit fielen die großzügigen finanziellen Unterstützungen von England fort. Internationale Konzerne wurden stattdessen von der Regierung „eingeladen”, sich auf der Insel niederzulassen. Bis 1966 konnten so 169 Industriefirmen angesiedelt werden. Die Ölförderung teileten sich Amoco, Shell und Texaco, die Zuckerindustrie wurde von Tate & Lyle kontrolliert. Während der 1970-er Jahre konnte Trinidad aufgrund seiner Erdöl- und Erdgasvorkommen noch ein deutliches Wirtschaftswachstum verzeichnen. Zum großen Teil ist dies den Preisbeschlüssen der OPEC von 1973 zu verdanken. Diese Preissteigerungen verdreifachten die Deviseneinnahmen des Landes schlagartig. Nach der zweiten deutlichen Ölpreiserhöhung in den Jahren 1979 und 1980 verzehnfachten sich diese Einnahmen sogar. Mit diesen Geldern kaufte Premierminister Williams die Kapitalmehrheit der nationalen Shell und BP, verstaatlichte die Zuckerindustrie, die Fluglinie BWIA und die Telefon- und Fernsehgesellschaften. Für 460 Millionen US-Dollar ließ er zudem ein Stahlwerk bauen. Anfang der 1980-er Jahre kam es dann mit Ende des Ölbooms und anderer politischer Fehler zu einer tiefen Strukturkrise, die sich besonders aus der Person des seit 25 Jahren regierenden Eric Williams ergab. Hatte er die weiße Mittelschicht vor der Unabhängigkeit noch als Nutznießer der Kolonialherrschaft bekämpft, so sicherte er seine Macht nun genau durch diese Gruppe. Korruption und schwere Mängel in der Gesundheits-, Verkehrs- und Baupolitik wurden ihm angelastet. Im März 1981 konnte der plötzliche Tod von Williams nicht eindeutig geklärt werden. Bei den Parlamentswahlen im November des gleichen Jahres konnte sein Nachfolger '''George Chambers''' noch die Mehrheit erzielen, bei den Kommunalwahlen 1983 gab es dann aber eine herbe Niederlage. Seit 1974 waren mit der Ölindustrie 50 Milliarden Petrodollar erwirtschaftet worden. Als der Einbruch der Ölpreise zu einer Rezession führte, musste man feststellen, dass der größte Teil des Geldes durch Misswirtschaft und Fehlplanungen verschwendet worden war. Der TT-Dollar musste mehrfach abgewertet werden, im Staatsdienst gab es Entlassungen, unrentable Staatsbetriebe wurden privatisiert. Bis 1990 stieg die Arbeitslosigkeit im Lande daraufhin bis auf 27 %. Am 27. Juli 1990 besetzte die kleine, radikale Moslemgruppe ''Jamaat al Muslimeen'' unter der Führung von '''Yasin Abu Bakr''' das Parlamentsgebäude. 45 Parlamentsmitglieder, einschließlich des Premierministers A. N. R. Robinson, wurden als Geiseln genommen. Robinson wurde aufgefordert zurückzutreten und innerhalb von 90 Tagen Neuwahlen auszuschreiben. Nachdem er dies verweigerte, kam es zu einem Schusswechsel, bei dem der Premierminister eine Schusswunde im Bein erlitt. Erst nach fünf Tagen gaben die Rebellen auf. Bei diesen Unruhen kamen insgesamt 30 Personen zu Tode, weitere 500 wurden verletzt. 114 Rebellen erhielten nach langen Gerichtsverhandlungen, zu denen auch der Kronrat in London gehört wurde, eine Amnestie. Dieser Putschversuch verschreckte verständlicherweise ausländische Investoren. Erst 1994 verzeichnete das Land sinkende Arbeitslosenzahlen und eine steigende Bruttoinlandsproduktivität. In den folgenden Jahren legte die Regierung ein Programm zur Modernisierung des Erdölsektors auf. Zugleich schaffte sie sich ein zweites wirtschaftliches Standbein, indem die Erschließung von Off-shore-Erdgasvorkommen gefördert wurde. === Erdöl und Erdgas === Im Jahre 1906 kam der Geologe ''Arthur Beeby Thompson'' nach Point Fortin. Er erhielt von der Regierung die Genehmigung, Land zu erwerben und nach Öl zu bohren. Er kaufte die Adventure und La Fortunée Plantagen um Werkanlagen zu errichten. Im Mai 1907 fand man in 210&#x202F;m Tiefe Öl. Zwei Jahre später wurde die '''Trinidad Oil Company''' gegründet. 1913 übernahm die '''United British Oilfields of Trinidad''' die Anlagen. 1957 wechselte der Besitz an '''Shell'''. Nach langen Protesten der Bevölkerung in den 1960-er und 1970-er Jahren übernahm der inzwischen von England losgelöste, selbstständige Staat Trinidad and Tobago die Shell und seit 1974 nennt sich das Unternehmen '''Trinidad & Tobago Oil Company''' (TRINTOC). Im Jahre 1993 gründte der Staat dann die '''Petroleum Company of Trinidad & Tobago''' (PETROTRIN) mit der Zentrale in Pointe-a-Pierre, und mit dem Zweck, alle Ölförderungen, die Weiterverarbeitung und den Verkauf von Erdölprodukten zu zentralisieren. Im Jahre 2000 übernahm die PETROTRIN dann in Zusammenarbeit mit TRINMAR alle Vermögenswerte von TEXACO. PETROTRIN hat seine größten Operationsbasen in Fyzabad, Guayaguayare, Marabella, Penal und Point Fortin. Von der Südostspitze der Insel (Guayaguayare) nach Point Fortin wurde eine neue Hochdruck-Pipeline verlegt, unterwegs gibt es mehrere Pumpstationen. In Pointe-a-Pierre steht die einzige Ölraffinerie des Landes. Die Anlage umfasst 809 Ha Grundfläche. Die Tagesproduktion liegt bei 160.000 Barrel von denen 70.000 für den lokalen Markt bestimmt sind, der größere Rest wird nach Brasilien, Equador, Kolumbien, Venezuela und West Afrika exportiert. Dort wird Flugbenzin, bleifreies Benzin, Diesel, Schmierstoffe und Bitumen hergestellt. TRINMAR, Trinidad Marine, betreibt im Seegebiet von Trinidad und Tobago 23 Ölbohrplattformen und 238 freistehende Bohrtürme. Der Beitrag von PETROTRIN am Sozialwesen von Trinidad besteht im Straßen- und Brückenbau, man beteiligt sich an der Reparatur von Schulen, baut Spielplätze und stellt Computer zur Verfügung. === Geister, Geisterglaube === Wie auf allen anderen karibischen Inseln haben auch die Bewohner von Trinidad und Tobago eine lebhafte Vorstellungskraft, kennen vielerlei Gruselgeschichten, glauben an gute und böse Geister. Viele dieser Geister und Geistergeschichten haben ihren Ursprung in Afrika. Der '''Dupp''' (auf der Insel Jamaika: Duppy) ist auf allen Inseln bekannt. Zusammen mit den '''Jumbies''' zählt er zu den harmlosen Geistern. Es sind die Geister von Toten, die nachts aus den Gräbern steigen, sich an dunklen Orten herumtreiben und die Lebenden gerne erschrecken. '''Belarivoist''' der Geist des Joachim Belarivo. Ein wenig begabter Zauberer wollte diesen Geist auferstehen und für sich arbeiten lassen. Für die Auferstehung reichte das Wissen, für weiteres nicht. Stattdessen erschien der Geist auf unzähligen Hochzeitsfeiern und erschreckte die Gäste. Er musste schließlich in einen Bleisarg eingeschlossen werden und unter einem großen Steinhaufen begraben werden. Der bedeutendste Geist auf Trinidad und Tobago ist '''Papa Bois''', der Beschützer des Waldes. Er hat Hörner, Fell und eine Harfe, seine Mutter war ein Reh, sein Vater ein Jäger, meistens erscheint er in Gestalt eines alten Mannes mit Bart und langen Haaren. Er kann sich auch in ein Tier verwandeln und Wilderer tief in den Wald locken, so dass sie sich verlaufen. Er hat auch eine Geliebte, '''Mama Dlo''' oder Mama d l‘eau, halb Frau, halb Schlange. Sie ist die Beschützerin der Flüsse. Von '''La Diablesse''' erzählt man, sie sei eine schöne Frau mit Kuhfuß, die man häufig auf großen Festen antrifft. Dort soll sie die Männer verführen. Wer sich mit ihr einlässt, wird nie mehr sein wie vorher oder nach kurzer Zeit sterben. Begegnet man ihr, soll man seine Kleidung ausziehen und mit der linken Seite nach außen wieder anziehen, dann kann sie einem nichts mehr anhaben. '''Douens''' und '''Douennes''' sind die Geister von kleinen Kindern, die ungetauft sterben. Sie tragen große Strohhüte, haben keine Gesichter, und ihre Füße stehen rückwärts. Es gibt auch Meerjungfrauen, Feen und Vampire. Man sagt, dass sich einsame und ungeliebte Menschen in Vampire, sogenannte '''Sousouyants''', verwandeln konnen. Sie ziehen ihre Haut aus und lassen diese auf der Türschwelle liegen, dann verwandeln sie sich in Feuerbälle, die durch die Luft fliegen. Dann kommen sie zu den Menschen und saugen ihnen das Blut aus. Man kann sich vor ihnen schützen, indem man Reis oder Salz um sein Bett streut. Der Vampir muss jedes Korn zählen, bevor er Blut saugen kann, bis er damit fertig ist, wird schon wieder Morgen und er muss unverrichteter Dinge abziehen. === Karneval === Französische Einwanderer brachten im 18. Jahrhundert den Karneval mit in die Karibik. In Frankreich war der Karneval damals ein riesiges Schlemmer- und Kostümfest vor dem Beginn der Fastenzeit. Die französischen Großgrundbesitzer in der Karibik feierten dieses Fest unter sich und ohne die Sklaven, nur freie Mulatten wurden zur Teilnahme eingeladen. Nach der Sklavenbefreiung 1834 wollten auch die Farbigen ihr Fest feiern. Das traditionelle Erntedankfest '''Canboulay''' wurde auf den Karnevalsonntag vorverlegt. Sie veranstalteten Straßenumzüge mit Trommelmusik, Stockkämpfen und Spottliedern auf die Weißen, dazu kleideten sie sich in elegante Kleider wie ihre weißen Herren. Diese fühlten sich schnell beleidigt und feierten in der Folgezeit nur noch in ihren Häusern. 1883 wurde den Farbigen das Mitführen von Trommeln verboten, ein Jahr später fanden die Umzüge nur noch am Karnevalmontag und unter Polizeibegleitung statt. So entstanden in den Vororten von Port of Spain die ersten '''Mas Camps''' - Kostümgruppen. Statt der Trommeln benutzte man Bambusstücke um den Takt zu schlagen, zur Zeit des II. Weltkrieges erfand man neue Musikinstrumente: Keksdosen und leere Ölfässer. 1894 kam dem Kaufmann ''Ingnatius Bodu'' die Idee, aus dem Karneval einen Wettbewerb zu machen. 1921 richtete ''Chieftain Douglas'' als erster ein '''Calypso Tent''' ein, in dem während der Karnevalsaison Nonstop gesungen wurde. Heute gibt es das '''National Carneval Commitee''' (NCC), es entstand aus der 1957 gegründeten ''Carneval Development Commission''. Diese Behörde betreut den gesamten Karneval, schreibt die Wettbewerbe aus, bestimmt die Veranstaltungsorte, organisiert die Showveranstaltungen, stellt die Preisrichter und wirbt Spenden ein, mit denen Gewinner zu hohen Geldpreisen kommen. Eine Jury wählt die Gewinner. Sie besteht aus Mitarbeitern von Ministerien, des NCC und Mitgliedern von Tanz-, Steelband- und Gesangsgruppen. Gewählt werden die besten Königs- und Königinkostüme, der beste Kostümdesigner, das Karnevallied des Jahres und die Musikband des Jahres. Eine Musikband kann zwischen 3.000 und 9.000 Mitglieder zählen. Für die Offiziellen beginnt die Karnevalsaison am Tag nach Aschermittwoch. Die Calypso-tents öffnen im Laufe des Januar. Danach beginnen die Vorentscheidungen für den Calypso- und Soca Monarchen, für Karnevalskönig und -königin. Die heiße Phase der Feierlichkeiten beginnt kurz vor Beginn der Fastenzeit mit dem Kinderkarneval. Am Karnevalmontag starten die Umzüge am frühen Morgen Richtung Stadtzentrum. Um die Mittagszeit finden die Maskenumzüge statt. Karnevaldienstag strömen die Massen zur Hauptveranstaltung im Queen´s Park, die bis in die späte Nacht dauert. Am Mittwoch ist alles vorbei und die Insulaner gehen wieder ihrem Gewerbe nach. === Musik === * '''Calypso''': Der Calypso hat seinen Ursprung an den Küsten von Westafrika und wurde von den Sklaven mit ins Land gebracht. Das „Urwort“ ist Kaiso und kommt aus Nigeria, Kaisos sind dort Spottlieder. Von den Sklaven wurden diese Lieder bei der Feldarbeit gesungen um die qualvolle Arbeit etwas zu erleichtern. Zugleich war es die einzige Möglichkeit, sich verschlüsselt über die Herrschaft zu beschweren oder lustig zu machen. : Seit der Abschaffung der Sklaverei wird dies von deren Nachfahren gefeiert. Seitdem wurden die Liedertexte immer bissiger. Im Jahre 1881 wurde bei so einer Veranstaltung von den Farbigen so auf die Regierung geschimpft und die politischen Mißstände wurden derart in ihren Gesängen verspottet, dass die Umzüge und Gesänge verboten wurden. In der Folgezeit texteten die Sänger, die Calypsonians, im Untergrund weiter. Aktuelle private und besonders politische Ereignisse werden seitdem besungen und ersetzen für den Teil der Bevölkerung, die nicht lesen können, die Tageszeitung. Man sagt auch: der Calypso bietet die Gelegenheit, etwas in Liedform zu sagen, was man in der besseren Gesellschaft nicht aussprechen kann. : Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. : Zwischen den beiden Weltkriegen wurde der Calypso international durch das Lied „''Rum and Coca Cola''“ bekannt. Es wurde von Lord Invader geschrieben und von den Andrew Sisters in den USA auf den Markt gebracht, sie verkauften die Platte fünf Millionen Mal. : 1978 wurde Calypso Rose als erste Frau zum alljährlichen Calypso King gekrönt. : Fast alle Sänger haben ausgenommen auffallende Namen: Atilla the Hun, Growling Tiger, Mighty Chalkdust, Roaring Lion, Valentino oder Black Stalin. Zu den weltweit bekanntesten gehören '''Lord Kitchener''' (*1922, †2000) und '''Mighty Sparrow'''. : In jüngster Zeit ist auch der Calypso extrem kommerzialisiert worden. * '''Indische Musik''': Mit einem Bevölkerungsanteil von etwa 40&#x202F;% beherrschen die Inder auch einen großen Teil der Musikszene. Im Laufe der Jahrzehnte hat die ursprünglich religiöse Musik sich teilweise an die Ansprüche der Jugendlichen Zuhörer angepaßt. '''Chutney''' ist eine dieser neuen Musikrichtungen, heute mit schnellerem Rhythmus und tanzbar, hat sie sich aus hinduistischen Folkloreliedern entwickelt. Chutney ist auch ein Teil des Trinidad-Karnevals geworden und für die Musikgruppen werden Preise vergeben. '''Pantar''' ist die Fusion von Pan-Musik und Sitar, eines der schönsten und ältesten indischen Musikinstrumente. Mit dieser Kombination lassen sich alle Arten von Calypsomusik bis zu indischer Ragmusik spielen. Einer der bekanntesten Pantar Interpreten ist Sitarist ''Mungal Patasar'' und seine Gruppe. * '''Panmusik und Steelbands''': Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Calypso wieder erlaubt, die Begleitung der Lieder mit Trommeln und Bambusstöcken blieb aber verboten. Ab 1935 begannen die Musiker deshalb, auf Dosen, Fässern und Benzinkanistern zu trommeln. Ein Jahr später gelang es dem Musiker '''Ellie Mannette''' ein Ölfaß so zu manipulieren, dass man ihm verschiedene Töne entlocken konnte. 1939 spielte die John John Band zum ersten Mal des amerikanische Kinderlied „Mary had a little lamb“ auf gestimmten Ölfässern. Seit 1945 erschienen abgeschnittene und gestimmte Ölfässer, die Pans, in der Öffentlichkeit. Heute ist der Beruf des Ölfaßstimmers sehr geachtet. Man unterscheidet die Pans nach Größe und Klangfarbe. Bass Pans verfügen über 5-7 Töne, sie werden auf etwa 7,5 cm Höhe zusammengeschnitten. Cello Pans haben 10 Töne und werden bei 35 cm abgeschnitten. Die Tenor Pans verfügen über 26-32 Töne und werden auf eine Länge von 15-18 cm geschnitten. : Die Pans werden blank geschliffen, verchromt, poliert und auf Gerüste montiert, damit der Musiker Bewegungsfreiheit hat. Die Tonfelder werden mit unterschiedlich großen Klöppeln geschlagen. Die Pans können von einem Solomusiker bearbeitet werden oder als Band können bis zu 100 Personen zusammen musizieren. Auf Trinidad soll es über 100.000 Ölfaß-Spieler geben. * '''Parang''': Besonders in der Weihnachtszeit beherrscht Parang die Musikszene. Diese Musikrichtung leitet sich aus venezuelanischen Weihnachtsliedern ab und den damit verbundenen Haus-zu-Haus besuchen und -feiern. Zu spanischen Texten mit religiösem Inhalt kommen südamerikanische Rhythmen mit Violine, Gitarre, Baß, Cuatro und Maracas. Einige Gruppen spielen die traditionellen Weisen, andere mixen es mit Soca, so dass '''Soca Parang''' entsteht. * '''Rapso''': Eine weitere Fortsetzung von der afrikanischen Tradition des Geschichtenerzählens führte zur Entwicklung des Rapso, einer Mischung von amerikanischem Rap mit Calypso. Hier wird Sprechgesang in Versen vom Rhythmus großer, schwerer Trommeln untermalt. Zwei der bedeutendsten Künstlergruppen sind ''Brother Resistance'' und ''Network Rapso Riddum''. * '''Soca''': Diese flottere Art des Calypso wurde 1970 geboren, als die Elektronik Einzug in die Musikszene hielt. Diese neue Form wird dem Musiker zugesprochen, der sich damals '''Lord Shorty''' nannte und heute unter dem Namen ''Ras Shorty I'' Musik produziert. Der Soca-Rhythmus läßt sich leicht mit anderen Musikformen verbinden. So findet man auf Trinidad den Soca heute als Bestandteil von Reggae, Jazz, Rythem & Blues als auch mit indischer Musik. Auch die im Lande lebenden Inder fanden an diesem Musikstil gefallen, verbanden den Rhythmus mit Hinditexten und so wurde der '''Chutney-Soca''' geboren. === Pflanzen- und Tierwelt === Trinidad und Tobago zählen zu den zehn führenden Ländern bei der Anzahl von Vogelarten pro Qaudratmeile. Auf beiden Inseln findet man auf Grund der Nähe zu Südamerika eine größere Anzahl von Pflanzen und Tieren als auf den anderen Karibischen Inseln. Man kennt 2.300 verschiedene, blühende Pflanzen, davon sind alleine 700 Orchideen. Die Nationalblume von Trinidad ist die '''Chaconia''', englisch: Wild Poinsettia. Ein Strauchgewächs von 2-3&#x202F;m Höhe, es ähnelt dem Weihnachtsstern. Den „Buffalypso“ gibt es nur auf der Insel Trinidad. Er ist das Ergebnis intensiver Zuchtversuche aus den 1960-er Jahren. Fünf auf Trinidad heimische Wasserbüffel Rassen wurden gekreuzt. Das Ergebnis ist ein friedfertiges Tier, dass tropische Hitze gut verträgt, mit schmackhaftem Fleisch. Es gibt 620 verschiedene Arten von Schmetterlingen. Von den 433 verschiedene Vogelarten brüten 250 auf der Insel, es gibt 41 verschiedene Kolibriarten. Den blinden Ölvogel findet man nur in Trinidad, es ist der größte Vogel, der sich von Früchten ernährt, aber nur nachts auf Futtersuche geht und selbst ein Amazonas-Papagei ist auf Trinidad zu finden. 108 verschiedene Säugetiere sind vertreten, dazu zählen 57 Fledermausarten und es gibt 70 verschiedene Arten von Kriechtieren. Die einzigen '''giftigen Schlangen''' sind die '''Far de Lance''' und der '''Buschmeister'''. Die Morocoy ist eine kleine Landschildkröte, die früher als Delikatesse gejagt wurde und fast ausgerottet war, heute wurd sie vielerorts als Haustier und Spielgefährte der Kinder gehalten. Verschiedene Strände von Trinidad und Tobago werden in den Monaten März bis Juli von Meeresschildkröten zur Eiablage aufgesucht. Der Besuch von Strandabschnitten, die von Schildkröten zur Eiablage aufgesucht werden, unterliegt einer Genehmigung durch die Forstverwaltung. The Forest Division, Long Circular Road, Port of Spain, Tel. 622-7476. The Forest Division, San Fernando, Tel. 657-8391, 657-7256. Den Schmetterling „89“, er hat eine schwarz-beigene Markierung auf der Flügelunterseite, die wie eine 89 aussieht, findet man nur auf Trinidad. Der Pauis ist ein großer truthahnartiger Vogel, der früher viel gejagt wurde und dadurch sehr selten geworden ist. Es gibt ihn nur auf Trinidad, nirgendwo sonst auf der Welt, er steht unter Schutz. Einzigartig auf der Welt ist auch der Fisch Cascadura. Diese Welsart ist ein Urtier aus dem Silur-Zeitalter. Sein Lebensraum sind zahlreiche schlammige Gewässer an der Südküste Trinidads. Ebenso selten sind die Reiherarten Agami, Blongios und Crabier Bec, die es nur auf Trinidad gibt. Weitere Vogelarten, die es in der Karibik nur auf Trinidad gibt sind Eisvögel, Pirol und Tukane. Das größte wilde Tier auf Trinidad ist der Braune Waldmazama, eine Hirschart. Das Halsband-Pekari wird von den Einheimischen Quenk genannt, es ist eine Wildschweinart. Auf der Insel gibt es verschiedene Opossumarten, die auch Manicou genannt werden, Waschbären, das hasengroße Agouti und den größeren Gefleckten Paka. Das gepanzerte Gürteltier, Armadillo oder Tatu genannt, und die seltenen Ozelote bekommt man kaum zu sehen. In einigen Flüssen und Sümpfen lebt der bis zu 2&#x202F;m lange Kaiman. === Plantagenwirtschaft === Die Landfläche von Trinidad und Tobago umfasst 513.000 Ha, weniger als ein Drittel davon ist Ackerfläche, 45&#x202F;% sind als Waldflächen ausgewiesen. Nur 13&#x202F;% des pflügbaren Landes ist bewässert. Es gibt aber eine Vielzahl von kleinen und großen Flüssen, Überflutungen in der Regenzeit sind normal. Die letzte umfassende Erhebung aus den 1970-er Jahren zählt 35.000 Farmen mit einer Gesamtfläche von etwa 130.000 Ha. Die Durchschnittsgröße einer Farm wurde mit 6 Ha angegeben, aber die 40 größten Plantagen hatten alle eine Größe über 400 Ha. Die landwirtschaftlichen Ernteerträge der 1970-er und 1980-er Jahre in Trinidad stehen in einem engen Zusammenhang mit der Ölindustrie. Dieser Trend begann Anfang der 1970-er mit dem starken Anstieg des Ölpreises. Löhne in der Landwirtschaft waren erheblich niedriger als in der Ölindustrie, der Geldreichtum führte zu größeren Importen von landwirtschaftlichen Produkten. Die Zahl der Landarbeiter sank um 50 %. Die Ernteerträge bei Zitrusfrüchten sanken um 75 %, bei Kakao waren es 61 %, bei Kokosprodukten 56&#x202F;% und bei Kaffee immer noch 15 %. Der Zuwachs von landwirtschaftlichen Produkten in den 1980-er Jahren wurde von Kleinstfarmern erwirtschaftet, die ihre Produkte oft in gartenähnlichen Familienbetrieben anbauten. Die Viehzucht im Land hat keine große Bedeutung. Es gibt nur rund 30.000 Rinder. Rindfleisch wird überwiegend aus Australien un Neuseeland importiert. Milch und Milchprodukte werden zu 90&#x202F;% von der Firma Nestlé eingeführt. Seit den späten 1980-er Jahren gibt es Zuchtversuche von Kühen und Indischen Wasserbüffeln, die man im Lande „Buffalyso” nennt. Bedeutender ist die Aufzucht von Hühnern und Schweinen. '''Kaffee''' wird in Trinidad verstärkt seit 1930 angepflanzt. Die Produktion sank von den späten 1960-er Jahren bis Mitte der 1980-er Jahre aber um rund 50 %. 1984 konnte zum ersten Mal kein Kaffee exportiert werden. Ein Jahr später betrug die Ernte wieder 2,1 Millionen KG, von denen 35&#x202F;% exportiert wurden. '''Zitrusfrüchte''' hatten in den 1950-er Jahren einen Boom. Man erntete zu der Zeit über 90.000 Tonnen pro Jahr, 1982 waren es nur noch 4.700 Tonnen. '''Kakaoplantagen''': Kakao war von den späten 1880-er Jahren bis in die 1930-er Jahre die wichtigste Anbaufrucht auf Trinidad und Tobago. Auf Tobago war sie dies sogar bis in die späten 1980-er Jahre. Kakao war schon im 18. Jahrhundert durch die Spanier nach Trinidad gekommen. Zeitweise war die Insel der zweitgrößte Kakaolieferant auf der Erde. Verschiedene Krankheiten haben der Fucht aber sehr zugesetzt. So sank die Jahresernte von 2.600 Tonnen im Jahre 1981 auf unter 1.300 Tonnen in 1985. Seit den 1970-er Jahren ist das Land nicht mehr in der Lage den Bedarf von Kokosöl und Seife mit den Ernten aus dem eigenen Land zu befriedigen. * Lopinot Estate. In Arouca führt die Lopinot Road nach Norden in die Northern Range. Um 1800 legte der Franzose Charles Joseph Comte de Lopinot dort eine 193 Ha große Kakaoplantage an. Der Graf war ein Offizier der französischen Armee in Haiti. Nach der Ausrufung der Unabhängigkeit und der damit verbundenen Freilassung der Sklaven in Haiti verließ er das Land und brachte seine 100 Sklaven mit nach Trinidad. Er nannte die Plantage „La Reconnaissance“. Das Herrenhaus, die Stallgebäude, die Sklavenunterkünfte und das Gefängnis wurden restauriert und können heute besichtigt werden. Im Herrenhaus wurde ein kleines Museum eingerichtet. Öffnungszeiten: täglich von 8-18 Uhr, Eintritt frei, Führungen finden zwischen 10 und 18 Uhr statt. '''Zuckerplantagen''': Im 19. Jahrhundert war Zucker trotz der überwältigenden Probleme noch immer die bedeutendste Einnahmequelle der Insel Trinidad. In den 1880-er Jahren gab es noch über 300 selbstständige Zuckerrohrplantagen. Ein Jahrhundert hatte die staatliche Carioni Gesellschaft hier das Monopol, nachdem man im Jahre 1971 51&#x202F;% der Aktien von Tate and Lyle zurückgekauft hatte. In den 1980-er Jahren wurde Zuckerrohr auf knapp 20.000 Ha angepflanzt, 20.000 Arbeitskräfte wurden in der Industrie gezählt. Die Jahresproduktion von Zucker lag zwischen 70.000 und 80.000 Tonnen. * Caroni Estate and Sugar Factory, Couva, Tel. 636-2371. Die Zuckerfabrik und die Distillerie liegen fast 40&#x202F;Km voneinander entfernt. Seit 1918 wird dort Rum destilliert. 1957 übernahm Caroni die Esperanza Estate. Deren Destillieranlagen wurden nach Caroni gebracht. 1980 wurde die Produktion ausgebaut. Neben eigenen Anbauflächen erhält Caroni Zuckerrohr von 6.000 unabhängigen Kleinfarmern. Seit 2003 wir die Caroni Gesellschaft umstrukturiert. Die Zuckerfabrik von Caroni wird geschlossen, die Fabrik von Sainte Madeleine bleibt bestehen. Der Landbesitz von Caroni, etwa 30.000 Ha geht in Staatsbesitz über und wird von einer neugegründeten Agentur verwaltet, der Estate Management and Business Development Company. Das Ziel ist, statt Rohzucker Zitrusfrüchte und Reis anzupflanzen und Milchviehzucht zu betreiben. :Der Rum wird unter den Markennamen Caroni Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, als Stallion Puncheon Rum mit 78&#x202F;% Alkohol, als Felicite Gold, White Magic Light und Special Old Cask Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol abgefüllt. Nur die leichten Rumsorten werden nach Kanada und Europa exportiert. * Champs Elysée Estate, Maraval Tal, Port of Spain. Um 1785 führte die Einwanderungspolitik des Franzosen Roumé de St. Laurent unter dem Gouverneur Don José Chacon viele französische Siedler mitsamt ihren Sklaven auf die Insel. Im fruchtbaren Maraval Tal bauten sie Baumwolle, Kaffee und Zuckerrohr an. Die Mehrheit der dort lebenden Menschen konnte kein englisch, fast alle gehörten der römisch-katholischen Kirche an. Im Jahre 1881 lebten dort 1.480 Menschen, davon waren 88 Plantagenbesitzer oder -verwalter. :Roumé de St. Laurent erwarb selbst ein großes Stück Land am Taleingang, aus dem die Champs Elysée Plantage entstand. Aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten musste seine Familie die Plantage schon bald verpfänden, später ging sie in den Besitz eines Pflanzers mit Namen Boissiere über. 1849 fasste man das ganze Tal zum Stadtbezirk Maraval zusammen. Gegen Ende des Jahrhunderts waren viele der kleinen Plantagen verschwunden. Auf den verbliebenen größeren Ländereien Champs Elysée, Moka, Haleland Park und Val de Oro wurde weiter Landwirtschaft betrieben. Heute werden nur noch auf der Paramin Plantage, westlich von Maraval, Gemüse und Gewürze angepflanzt. * Diego Martin River Estate, am Diego Martin Fluß. Direkt neben der Hauptstraße steht noch das 150 Jahre alte und 12&#x202F;m hohe Wasserrad der Zuckerplantage. Die Plantage fiel im Jahre 1897 in den Besitz der Regierung. Weitere historische Gebäude sind nicht erhalten, das einfache Plantagenhaus wurde aber wieder hergestellt. Es gibt aber noch einen Park mit Picknickplätzen und ein Mini-Museum. Das Museum ist täglich von 10-18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. * Spring Hill Estate. Um 1900 gründetet der in Frankfurt geborene Friedrich Wilhelm Mayer im fruchtbaren Arimatal in einer Höhe von etwa 400 Metern diese Plantage, um Kaffee, Kakao und Zitrusfrüchte anzupflanzen. 1908 wurde das Haupthaus fertig gestellt. Sohn Charles Mayer bewirtschaftete das Anwesen bis 1925, dann gab er auf, weil ihm der Gewinn zu gering war. 1932 kaufte der amerikanische Geologe Joseph Holmes das Land auf. Er brachte einen Stromgenerator dorthin und ließ einen Pool bauen. 1947 kauften Dr. Newcome Wright und seine Frau Asa Wright die 74 Ha große Plantage. Drei Jahre später richtete Dr. William Bebe von der New Yorker Zoologischen Gesellschaft dort eine Forschungsstation zum Studium tropischer Pflanzen und Tiere ein. 1955 verstarb Asa Wright. 1967 verkaufte ihr Mann das Gelände an die Forschungsstation. Im gleichen Jahr wurde das Herrenhaus in ein Gästehaus umgewandelt. Unter finanzieller Mithilfe der Bank of Nova Scotia wurde das Asa Wright Naturschutzgebiet eingerichtet. * Woodbrook Estate, Port of Spain. Nachdem die Siegert Familie 1875 (siehe unten) Venezuela verlassen hatte entstand in Port of Spain am Marina Square Ecke Charlotte Street die neue Angostura Fabrik. Die gleichbleibende Qualität und der weltweite Erfolg der Firma erlaubte es der Familie 1899 die 140 Ha große Woodbrook Estate zu kaufen. Die drei Brüder Alfredo, Carlos und Luis Siegert kultivierten ein Teil des Landes, zugleich planten sie eine Wohnsiedlung. Der Bau von 11 Straßen wurde in Angriff genommen, jede wurde nach einem Familienmitglied und nach Mitarbeitern des Projektes benannt. Nach dem Tod der Brüder Carlos und Luis verkaufte Alleinerbe Alfredo das Land 1911 an die Stadt Port of Spain. * '''Angostura Bitters''' Limited, Rumdistillerie, Eastern Main Road, Tel. 623-1845, Fax 623-1847. Im Jahre 1820 wanderte der preussische Chirurg Dr. Johann Gottlieb Benjamin Siegert nach Venezuela aus. Er wollte mit Simon Bolivar gegen die Spanier kämpfen. Vier Jahre später, als Leiter des Militärhospitals im Ort Angostura, am Ufer des Orinoco Flusses, entwickelte er eine Mischung aus tropischen Heilpflanzen, Gewürzen und Alkohol. Dieses Mittel „''Siegert´s Aromatic Bitters''“ sollte den von Tropenkrankheiten geschwächten Soldaten zu neuer Kraft verhelfen. Soldaten und Schiffsbesatzungen machten die Tinktur auf der ganzen Welt bekannt. 1850 verließ Dr. Siegert die Armee um sich vollständig der Produktion seines gefragten Elixiers zu widmen. 1875 verließ die Siegert Familie das krisengeschüttelte Venezuela wo ein politischer Diktator auf den anderen folgte und ließ sich in Trinidad nieder. :Im Jahre 1903 starb Carlos Siegert, zwei Jahre später sein Bruder Luis. Alfredo Siegert war nun einziger Kenner der geheimen Formel für Angostura. In der Folgezeit spekulierte er mit großen Geldmengen in verschiedenen Sektoren, verlor das Geld und auch die Firma. Amerikanische und kanadische Geschäftsleute versuchten erfolglos, die Fabrik im Ausland anzusiedeln. :1936 begann die Firma Angostura Bitters unter der Leitung von Robert W. Siegert, einem Enkel des Gründers, Alkohol zu brennen, dazu wurde eine Tochtergesellschaft, die Trinidad Distillers Ltd. gegründet und die Fernandes Rumbrennerei aufgekauft. Das Rezept für Angostura Bitters ist eines der bestgehüteten Geheimnisse der Karibik. 1960 wurden die Produkte von Angostura bereits in 140 Länder exportiert. Die Jahresproduktion von 1.3 Millionen Liter wurde bis 1998 auf 20 Millionen Liter gesteigert. :Das Besucherzentrum, Tel. 623-1841 im Ortsteil Laventille in Port of Spain ist geöffnet. Führungen finden dort montags bis freitags um 9.30, 13.30 und 14 Uhr statt, Führungen kosten 8 US $. :Die Distillerie kauft ihre Melasse von verschiedenen Zuckermühlen im Lande und vergärt und destilliert den Rohstoff in einer eigenen Brennerei. Der Rum wird unter dem Markennamen Royal Oak als 43 %-iger Rum verkauft. Weitere Markennamen sind Old Oak White und Old Oak Gold. 1973 erwarb man die auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindliche Distillerie Fernandes. Der Rum von dieser Destille wird unter den Markennamen Forres Park Puncheon Rum mit 75&#x202F;% Alkohol, Fernandes Vat 19, Fernandes Black Label, Ferdi´s Premium Rum und Crystal White Rum mit jeweils 43&#x202F;% Alkohol vertrieben. Daneben werden leichtere Mischgetränke hergestellt: Caribbean Club Rum Punch, Limbo Drummer, Lemon Lime & Bitters, Blu Vodka und Correla´s. :Das Grundprodukt Angostura Bitters ist eine aromatische Lösung mit 44,7&#x202F;% Akoholanteil. Man verwendet es hauptsächlich zur Verfeinerung von Mixgetränken, aber auch in Fisch- und Fleischgerichten, für Gemüse, Kuchen, Marmelade, Pudding, in Salaten und Suppen. * Fernandes Distillers, Fernandes Industrial Centre, Eastern Main Road, Laventille, Tel. 623-2101, 623-2501, Fax 623-1847. Als das Trinidad & Tobago Rum Bond Lager im Jahre 1932 abbrannte, nutzte der Besitzer der Fernandes Distillery, Joseph Bento Fernandes, die Gunst der Stunde. Er kaufte die angesengten Rumfässer günstig auf stellte fest, dass der Rum darin von besonderer Güte war. Dieser Rum wurde unter dem Namen „1919 Super Premium Rum“ verkauft. 1919 war das Jahr, in welchem die Fässer gefüllt worden waren. === Trinidad´s Eisenbahn === Schon kurz nach 1800 waren es die Großhändler, Kaufleute und Plantagenbesitzer, die bei der Kolonialverwaltung nach besseren Verkehrsverbindungen fragten. Doch wenig oder nichts geschah. Ebenso oder ähnlich verhielt es sich mit der Eisenbahn. Um 1846 wurde die '''Trinidad Railway Company''' gegründet. Man begann mit der Vermessung von möglichen Fahrlinien, kam aber zu der Überzeugung die Finanzierung sei nicht möglich. Im Jahre 1859 entstand dann die erste privat finanzierte Linie von Princes Town zum Hafen von San Fernando. Man nannte sie die Pflanzerlinie, da zunächst nur landwirtschaftliche Produkte an zur Kings Wharf gebracht wurden, zum weitertransport auf Schiffen rund um die Insel. Die Wagen wurden von Pferden oder Mulis gezogen. Auf Grund des öffentlichen Drucks wurde das Angebot auf den Personentransport ausgedehnt, auch die Post wurde nun mit der Eisenbahn transportiert. Diese Linie wurde unter dem Namen '''Cipero Tramroad''' bekannt. Sie existierte bis 1920, dann ging sie an die Trinidad Government Railway über. 1873 begann man mit dem Bau einer Bahnverbindung von Port of Spain nach Arima. Der Ausgangspunkt war der South Quay in Port of Spain, über San Juan und St. Joseph verlief die Linie bis nach Arima. Am 31. August 1876 wurde die Linie in Betrieb genommen. Die Eisenbahngesellschaft, offiziel Trinidad Government Railway, wurde gegründet. Ursprünglich sollte sie nur das reiche Landwirtschaftsgebiet um den Ort Arima herum mit dem Hafen von Port of Spain verbinden. Nun gab es aber eine kleine Eisenbahn Manie. Jeder einflußreichere Plantagenbesitzer verlangte die Anbindung seiner Farm an das Eisenbahnnetz. Schon im Januar 1880 gab es eine Verbindung nach Couva im Süden, bis 1882 wurde die Linie nach San Fernando fertig gestellt. Der Erfolg der Eisenbahnlinie nach Arima war überwältigend. Bis 1896 wurde sie nach Gunapo erweitert und 1897 wurde Sangre Grande erreicht. Im Jahre 1897 entstand an der Südlinie bei Cunupia ein Abzweig durch das Tal des Caparo Flusses nach Tabaquite. Nachdem man im Südwesten von Trinidad große Ölvorkommen gefunden hatte wurde die Eisenbahnlinie von San Fernando aus im Jahre 1913 bis nach Siparia verlängert. Im Jahre 1914 hatte das Netz dann seine größte Ausdehnung mit dem Ausbau bis nach Rio Claro. Die Länge des Schinennetzes betrug nun 173&#x202F;Km. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurden diese Eisenbahnwagen von Pferden gezogen. 1910 gab es die erste Motor-Bus-Verbindung in Trinidad. Die beiden Geschäftsleute Newallo und Asgarelli Syne betrieben '''Syne´s Bus Service'''. Mit der Zentrale in Icacos fuhren ihre Busse von dort über San Fernando bis nach Siparia und St. James in Port of Spain. Bis zum Beginn des I. Weltkrieges war dies das einzige Busunternehmen des Landes. Bis zum Jahre 1920 stieg die Zahl von angemeldeten Motorautos von etwa 100 auf 1.176. Im gleichen Jahr eröffnete Charles Ross eine Buslinie zwischen Four Roads und Macqueripe. Ab 1923 verzeichnete die Eisenbahn einen deutlichen Einbruch bei ihren Fahrgastzahlen. Trotzdem blieb die Eisenbahn ein Erfolg. Erst nach der Unabhängigkeit führte ein Missmanagement der Regierung zum Zusammenbruch des Eisenbahnverkehrs. Die Trasse der Linie von Port of Spain nach Arima, die mehr oder weniger parallel zur Eastern Main Road verläuft, wurde zur Fahrbahn nur für Express-Busse und Maxi-Taxi umgebaut. An das Zeitalter der Eisenbahn erinnert die Lokomotive Nr. 11, sie steht als Denkmal in der Harris Promenade von San Fernando. Ein zweites Exemplar befindet sich im Busdepot von Port of Spain. == Sprache == Amtssprache ist englisch. Besonders auf Trinidad wird aber auch verbreitet Französisch, Spanisch, Hindi und Chinesisch gesprochen. Daneben gibt es ein überwiegend englisches Patois. == Anreise == * {{vCard |type=airport |name=Piarco International Airport |wikidata=Q788810 |address=Golden Grove Road, Piarco |phone=669-4101 |fax=669-2319 |description=Landebahn 10/28, 10.440 × 151 Feet (3.182 × 46 m). Airport Authority of Trinidad & Tobago, Piarco Airport, Tel. 669-4101. Einreisebehörde, Immigration, Piarco Airport, Tel. 669-5859, Zollbehörde, Customs, Piarco Airport, Tel. 669-4361. |url=https://piarcoairport.com }} * '''Schiffsverbindungen''': Zwischen Trinidad und Tobago gibt es einen regeläßigen Fährverkehr. Der Hafen von Port of Spain wird von Kreuzfahrtschiffen angelaufen. == Mobilität == Achtung: '''Linksverkehr'''! Für das Fahren von Mietwagen wird für 90 Tage ein in Deutschland ausgestellter gültiger Internationaler Führerschein anerkannt. Wer länger im Lande ist muss eine nationale Fahrerlaubnis beantragen. Licening Department, Wrightson Road, Port of Spain. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 50 km/h, nur auf einigen Schnellstraßen darf man 80&#x202F;km/h fahren. Von der Hauptstadt Port of Spain gibt es eine autobahnähnliche Schnellstraße in Richtung Osten bis nach Arima und etwas darüber hinaus. Etwa 9&#x202F;km hinter Port of Spain zweigt davon eine Schnellstraße nach Süden ab, über die Stadt Chaguanas führt sie bis nach San Fernando. Die Eisenbahnlinie von Port of Spain nach Arima wurde eingestellt. Die ehemalige Bahntrasse wurde aus- und umgebaut, dies ist heute der Fahrweg für Expressbusse und Maxi Taxi. == Aktivitäten == * Naturbeobachtungen, hauptsächlich die Vogelwelt. * Strandleben, in Trinidad ist es nicht so ausgeprägt wie im Rest der Karibik. An der Nordküste findet man nur einzelne kleine Sandbuchten. Das Wasser an den kilometerlangen Stränden der Ostküste ist trüb, bedingt durch die Einschwämmungen des nahen Orinoco in Venezuela. Die Westküste ist verschmutzt durch intensive Bohrarbeiten der Erdölindustrie. * Wanderungen, hauptsächlich im Bereich der Northern Range. [[File:TnT Caroni Swamp 2.jpg|thumb|right|Caroni Swamp]] * Caroni Swamp: Sumpfgebiet im Mündungsbereich des Caroni River, durch das geführte Touren angeboten werden. Hauptattraktion ist eine riesige Kolonie Scharlachsichler, die am späten Nachmittag von ihren Fressrevieren zu ihrem Ruhegebiet zurückkehren. Ganz selten können Wasserschlangen oder Kaimane beobachtet werden. == Küche == Die Küche von Trinidad spiegelt die Zusammensetzung der Bevölkerung wieder. Neben der traditionallen karibischen Küche findet man heute viele chinesische, libanesische und syrische Einflüsse. Einen sehr großen Anteil an den Restaurants und Essgewohnheiten hat der indische Bevölkerungsanteil. Dadurch gibt es große Unterschiede zu den Restaurants auf der Insel Tobago. * '''Callaloo soup''' ist eine Suppe aus den spinatähnlichen Dasheenblättern mit allerlei Gewürzen und Krebsfleisch, stellenweise wird sie auch sehr scharf gewürzt. '''Dhal''' ist eine indische Suppe aus roten Linsen. * '''Buljol''' nennt man Saltfish, der zusammen mit Avocados, Paprika, Tomaten und Zwiebeln in Olivenöl gedünstet wird. * Ham´n Hops oder einfach nur '''Hops''' ist eine knusprige Brötchenart mit Schinkenfüllung. * '''Pastelles''' sind gefüllte Maismehltaschen die in Sohareeblättern gegart werden, ein klassisches Street Food. Die Füllung besteht aus angebratenes Rinderhack, Tomaten, Worcestershiresauce, diversen Gemüsen und Kräutern Besonders zu Weihnachten werden auch Oliven, Kapern und Rosinen dazugemischt. <gallery mode="packed" heights="150"> Callaloo-mit-Shrimps-GT.jpg|Callaloo soup mit Shrimps Buljol (Salted cod, oil, onions, tomatoes, pepper, boiled eggs).jpg|Buljol (gesalzener Kabeljau, Öl, Zwiebeln, Tomaten, Paprika, gekochte Eier) FOOD Pastelle open.jpg|geöffnete Pastelle </gallery> * Reis, der mit Kokosnußmilch gekocht wird erhält eine bräunliche Farbe. Auf vielen Karibikinseln wird er mit roten Bohnen vermischt zu jedem Essen angeboten. Auf Trinidad heißt er nicht „rice and peas“ sondern '''Pelau''', dazu gibt es im allgemeinen Hühnerfleisch, Paprikagemüse und alles ist scharf gewürzt. * Zu vielen Gerichten gehört '''Dumplin'''. Dumplins sind fingerdicke, längliche Klöße aus Wasser und Mehl, die in die Suppe oder Sauce gegeben werden. * '''Souse''' ist keine Soße sondern gekochtes Schweinefleisch, das mit Gurken, Paprika und Zwiebeln serviert wird, wir kennen es besser als Sülze. * '''Cascadura''' ist Fisch, den es nur in Trinidad gibt, der mit viel Curry gekocht wurde. <gallery mode="packed" heights="150"> Trinidadian Chicken Pelau (15399269506).jpg|Chicken Pelau </gallery> * '''Saltfish''' kommt überwiegend aus Norwegen und ist in der Karibik inzwischen ein teures Lebensmittel geworden. Der frisch gefangene Fisch wird dort ausgenommen, gewaschen, gesalzen und auf langen, dünnen Stangen aufgereiht und luftgetrocknet. * '''Black Pudding''' ist eine Blutwurst die viele Zwiebeln, Knoblauch und Gewürze enthält, sie gilt warm oder auf Brot als absolute Delikatesse. * '''Black cake''' ist ein sehr schwerer Kuchen aus dunklem Teig, der Teig wird mit Trockenfrüchten vermischt, die zuvor in Cherrybrandy und Rum eingeweicht wurden. * Das einheimische '''Bier''' trägt die Namen Carib, Heiroun und Stag Lager Beer. Auf der Insel wird aber auch Guinness, Mackeson und Stout in Lizenz abgefüllt. Die bekanntesten '''Rumsorten''' der Insel sind Old Oak und VAT 19. * Daneben gibt es unzählige '''alkoholfreie''', soganannte Soft Drinks, die meistens nur extrem süß und nach Chemie schmecken. == Feiertage == Zusätzlich zu den gesetzlichen Feiertagen die für die beiden Inseln Trinidad und Tobago gelten, gibt es auf der Insel Trinidad eine Vielzahl von religiösen Veranstaltungen und Feierlichkeiten, die teilweise auch zu nationalen Feiertagen geworden sind. === religiöse (regionale) Feiertage === * '''Divali''' oder '''Diwali''', dieses hinduistische Fest ist dem Licht gewidmet, es wird in verschiedenen Orten Trinidads auch als Ramleela Festival gefeiert. Mit dem Fest wird in Indien die Rückkehr von Lord Rama in sein Königreich Ayodha nach 14-jährigem Exil gefeiert. Zu Ehren seiner Ankunft erleuchteten seine Untertanen die Straßen mit tausenden von Öllampen. Dieses Fest wird im November auf ganz Trinidad gefeiert. Diviali bedeutet der Triumph des Guten über das Böse. Es wird zu Ehren der Göttin Lakshmis gefeiert, die Liebe, Schönheit, Reichtum und Licht verkörpert. In der Divalinacht werden auf der ganzen Insel mit Kokosöl gefüllte Tonschalen aufgestellt und angezündet. * '''Eid-ul-Fitr''', das moslemisches Neujahrsfest. Dies ist kein festes Datum, das Fest wird am Neumondtag des Fastenmonats Ramadan gefeiert. * '''Ganga Dashara'''. Am Fluß Marianne River im Ort Blanchisseuse feiern die Hindus ihr Reinigungsritual. * Das '''Hosey Festival''' wird in Trinidad seit 1884 gefeiert, es erinnert an den Krieg von Kerbala im Jahre 640. Die ursprüngliche, drei Nächte dauernde Trauerprozession wurde bis vor 40 Jahren nach strengen Regeln durchgeführt. Seitdem hat man sich an die Mentalität der Inselbewohner angepaßt. Heute finden die Prozessionen in den Monaten Februar und März in St. James, Cedros, Couva und Tunapuna statt. * '''La Divina Pastora Festival''', katholische Kirche, Siparia. Bei dieser Prozession am zweiten Sonntag nach Ostern wird die Schwarze Madonna durch die Straßen getragen. Diese Feier ist bei den Hindus auch als Soparee Mai bekannt. * '''Phagwa''', das Neujahrsfest der Hindus findet im März statt. In Trinidad ist es seit der Landung der ersten Inder im Jahre 1845 bekannt. * '''Ramleela''', ein Hindufest, das in über 20 Gemeinden gefeiert wird. * '''Santa Rosa Festival'''. Dieses Fest der kleinen Cariben Gemeinde wird im Juli gefeiert. Am 28. August findet eine gleichnamige Feier in Arima statt. Dort wurde 1775 eine Kapelle zum Gedenken an die Schutzheilige Santa Rosa de Arima gebaut. == Sicherheit == Auf Trinidad werden Drogen, insbesondere Marihuana angeboten. Der Besitz kleinster Mengen ist verboten und wird schwer bestraft. Wertgegenstände sollten im Hotelsafe hinterlegt werden. Zimmertüren und Mietwagen immer verschließen. Nachts sollte man nicht allein unterwegs sein und dunkle Orte generell meiden. Die hohe Zahl von arbeitslosen Jugendlichen führt zu wachsender Kriminalität gegen Touristen. == Klima == {{Klimatab-col |ort= |sourcelink= |sourcetext= |xt=ja|xtjan=31|xtfeb=31|xtmar=32|xtapr=32|xtmai=32|xtjun=32|xtjul=31|xtaug=31|xtsep=32|xtoct=32|xtnov=32|xtdec=31 |nt=ja|ntjan=21|ntfeb=20|ntmar=20|ntapr=21|ntmai=22|ntjun=22|ntjul=22|ntaug=22|ntsep=22|ntoct=22|ntnov=22|ntdec=21 |rm=ja|rmjan=70|rmfeb=45|rmmar=50|rmapr=55|rmmai=100|rmjun=190|rmjul=225|rmaug=250|rmsep=200|rmoct=175.0|rmnov=185|rmdec=125 }} == Literatur == === Landkarten === * {{Karte |Titel=Trinidad |Maßstab=1 : 150.000 |Hrsg=Mapping & Control, Lands & Surveys Division, Ministry of Planning & Mobilization, Government of the Republic of Trinidad & Tobago}} == Weblinks == {{GeoData| lat= 10.41611| long= -61.34444| radius= }} {{IstInKat|Trinidad und Tobago}} {{class-2}} rtf7093xkbby8w62zajrimdzbl1ka0e Port of Spain 0 24029 1804847 1743960 2026-09-19T04:31:41Z Grueslayer 11765 form., erg. 1804847 wikitext text/x-wiki {{quickbar Ort | StaatOK = ja | ProvinzLabel = Region/Borough | Provinz= Port of Spain (selbstständig) <!-- unabhängige Stadt. Vermeidung, dass der Artikel in folgender Kategorie auftaucht: Wikidata:Provinzsuche endet bei einem Staat --> | TouriInfoWeb= | TouriInfoTel= 675-7034 }} '''Port of Spain''' ist eine Stadt in [[Trinidad (Trinidad und Tobago)|Trinidad]]. == Hintergrund == 1757 verlegte der spanische Gouverneur Pedro de la Moneda seinen Regierungssitz von José de Oruna, dem heutigen Saint Joseph, direkt an den Golf von Paria. Dort entstand der Ort Puerto de los Hispanioles, später wurde daraus Puerto d‘Espania, das heutige Port of Spain. Der ursprüngliche Ortskern bestand zu der Zeit aus dem Bereich zwischen ''George Street'' (Calle de Mercado), ''Nelson Street'' (Calle de Pricipe), ''Duncan Street'' (Calle de Infante) und ''Picadilly Street''. Die Umgebung war Mangrovensumpf auf der einen und Hochwald auf der anderen Seite. Um 1780 wurden französische Katholiken von den Spaniern ins Land gelockt, die intensive Landwirtschaft begannen. Der Fluss Rio Santa Ana verlief damals von den Bergen im Norden mitten durch den Ort, etwa da, wo heute der Woodford Square liegt. Nach heftigen Regenfällen trat er regelmäßig über die Ufer und überflutete teile von Puert d‘Espania. Gouverneur Don José Maria Chacon veranlasste eine Verlegung des Flussbettes in den Bereich, wo der Saint Ann´s River noch heute fließt. Dadurch konnte sich der Ort schnell vergrößern. 1796 wurde Trinidad von den Briten erobert. Der englische Gouverneur Thomas Picton gab dem Ort seinen heutigen Namen Port of Spain. Die Siedlung bestand inzwischen aus elf Straßen. Sieben in Nord-Süd-Richtung: Duncan, Nelson, George, Charlotte, Henry, Frederick und Chacon Street, und vier in Ost-West-Richtung: King, Queen, Prince und Duke Street. Im Jahre 1801 zerstörte ein Großfeuer die ganze Stadt und damit die spanischen Kolonialhäuser. Erst unter Gouverneur Ralph Woodford wurde das im Süden angrenzende Land aufgekauft und der South Quay entstand ebenso wie die [[Queen´s Park Savannah]] und der [[Woodfoord Square]]. Im Jahre 1825 richtete ein Erdbeben größere Schäden in der Stadt an. Mit dem Beginn des 19. Jahrhunderts wuchs die Bevölkerung von Port of Spain unaufhörlich. Neben Europäern kamen auch viele Auswanderer von den umliegenden Inseln. Sie besetzten, rodeten und bauten sich einfache Holzhütten entlang der Berghänge, die Port of Spain im Norden umgeben. Heute findet man dort die Villen der Reichen. Der Independence Square im Süden von Downtown ist kein Platz, sondern eine breite, verkehrsberuhigte Parallelstraße. Im breiten Grünstreifen in der Mitte, der Brian Lara Promenade, gibt es Bänke zum ausruhen und eine Freilichtbühne für Veranstaltungen. Etwa in der Mitte steht eine Kolumbusstatue aus Bronze, in der Nähe auch eine Statue von [[Arthur Ciprani]]. Er wurde 1875 als Sohn eines kreolischen Pflanzers geboren, kämpfte im Ersten Weltkrieg im britisch-westindischen Regiment und war viele Jahre Bürgermeister der Stadt. Am östlichen Ende des Independence Square steht die römisch-katholische Kathedrale [[Cathedral of the Immaculate Conception]]. Zur Wasserseite hin befinden sich die beiden 1985 eröffneten Hochhaustürme des Government Financial Headquarter. Die 22 Etagen hohen Häuser, das moderne Wahrzeichen der Stadt, sind auch auf den Banknoten des Landes zu sehen. Ein Block daneben wurde inzwischen ein drittes Hochhaus gebaut, der privat finanzierte, 21 Etagen hohe Nicholas Tower. Der alte Bahnhof am South Quay nennt sich heute City Gate und wurde Busbahnhof. Der alte Leuchtturm hinter dem Busbahnhof hat eine Neigung von etwa 5&#x202F;% und wird gerne mit dem schiefen Turm von Pisa verglichen. == Stadtteile == * Der älteste Stadtteil ist '''Belmont''' im Osten des Queen´s Park. Er zieht sich auf dem Gebiet einer ehemaligen Zuckerplantage die Hänge der Northern Range hinauf. Die Bevölkerung ist fast ausschließlich afrikanischen Ursprungs. Ab dem späten 19. Jahrhundert stieg die Bevölkerungszahl in Belmont sprungartig, was in einem ungeordnet wirkenden System winkeliger Straßen mündete, das im Gegensatz zum eher schachbrettartigen Straßenmuster der meisten anderen Stadtteile Port of Spains steht. Belmont ist ein Zentrum der Bandenkriminalität, Touristen sollten diesen Stadtteil nicht unbegleitet besuchen. Viele Steelbands und Mas Bands haben hier ihren Sitz. * '''Newtown''' im Südosten des Queen´s Park wurde in den 1840-er Jahren angelegt. Der Stadtteil ist dicht bebaut mit Wohnhäusern und kleinen Geschäften. Auf dem ''Cipriani Boulevard'' findet der Besucher heute eine große Anzahl von guten Restaurants und Bars. * Die ehemalige Plantage '''Woodbrook''' ist das Zentrum des Karnevals. Im 19. Jahrhundert war dort die Zuckerrohrplantage der Siegert Familie. Im Jahre 1911 kaufte die Stadtverwaltung das Anwesen und entwickelte den Stadtteil. Die Straßen sind nach den Vornamen der Familienmitglieder benannt und es gibt einen Siegert Platz. An der ''Tragarete Road'' befinden sich die meisten Mascamps und Pan Yards, während sich in der ''Ariapita Avenue'' ein Restaurant an das andere reiht. Über den ganzen Stadtteil verteilt findet man kleine Gästehäuser. * '''St. Ann´s''' und '''Cascade''' liegen nördlich vom Queen´s Park in einem Zwillingstal. Auch diese Ländereien waren ursprünglich Zuckerrohr Plantagen. Es sind heute vornehme Villengegenden. Dort befindet sich auch die Residenz des Premierministers. * '''St. Clair''' im Westen von Queen´s Park war bis etwa 1900 ursprünglich wie auch der Queen´s Park eine Zuckerrohrplantage, heute ist es ebenfalls eine Villengegend. Selbst einige Botschafter leben dort hinter hohen Mauern in ihren prunkvollen, gut bewachten Häusern. * Aus der ehemaligen Zuckerrohrplantage Peru Estate entwickelte sich der Stadtteil '''St. James''', in dem sich nach dem Ende der Sklaverei indische Familien ansiedelten. Den Pfaden, die über die Plantage verliefen, gaben sie heimatliche Namen. Heute wurden daraus Straßen und Straßennamen. In der ''Western Main Road'' befinden sich viele Geschäfte, Bars und Restaurants die bis in die späte Nacht geöffnet haben. Die Western Main Road ist die Hauptverkehrsader. Dort reiht sich Geschäft an Geschäft, auch der Markt ist dort angesiedelt. * Direkt südöstlich von St. James am Ende der ausgebauten Western Main Road bildet '''Cocorite''' heute die Stadtgrenze. Cocorite ist ein Stadtviertel mit einer Niedrig-Einkommen Bevölkerung. * '''Maraval''' liegt ganz im Nordwesten von Port-of-Spain, fast schon außerhalb. Dieser Stadtteil zieht sich nordwärts das schöne Maravaltal hinauf. Es ist eine reine Wohngegend mit einigen Einkaufszentren, beliebten Gästehäusern und vielen Restaurants. Folgt man im Maraval Tal der ''Saddle Road'', die halbkreisförmig um die Stadt herumführt, so kommt man als nächstes, ganz im Norden, nach '''Cantaro''' und '''Santa Cruz'''. Dort biegt die Saddle Road scharf nach Süden ab und endet in der Eastern Main Road. * Im Südosten liegen die Stadtteile '''Laventille''' und '''Morvant'''. Es sind Armenviertel mit erhöhter Kriminalitätsrate, und die sollten von Touristen zu keiner Tageszeit aufgesucht werden. In Laventille befinden sich mehrere Pan Yards, die besucht werden können, wegen der hohen Kriminalitätsrate vorzugsweise im Rahmen organisierter Touren, die online gebucht werden können. == Anreise == === Mit dem Flugzeug === Der Internationale Flughafen liegt etwa 27&#x202F;km östlich von Port of Spain bei dem kleinen Ort [[Piarco]]. === Mit dem Schiff === Fährschiffe verkehren täglich zwischen den Inseln Trinidad und [[Tobago]]. Der Fähranleger in Port of Spain befindet sich in Downtown in unmittelbarer Nähe zum City Gate Busbahnhof. Der Hafen von Port of Spain wird von Kreuzfahrtschiffen angelaufen. Es gibt eine Fährverbindung zwischen Trinidad und Venezuela. Diese Fähre läuft den Hafen von Port of Spain aber nicht an. Sie verkehrt zwischen Guiria Port, Guiria, Venezuela und [[Chaguaramas]]. == Mobilität == === Mit dem Bus === Die "Public Transport Service Corporation" (PTSC) betreibt das öffentliche Busnetz. Der ehemalige Eisenbahn Bahnhof ist jetzt der zentrale Busbahnhof, im Süden der Stadt in Hafennähe: South Gate. Von dort fahren Busse in alle Teile der Insel. Deluxe Busse und Express Busse findet man aber nur auf den Strecken von Port of Spain nach Arima und San Fernando. Innerörtlich fahren Busse vom City Gate von Montag bis Freitag, der Fahrpreis ist einheitlich 2,50 TT $. Folgende Stadtteile werden angefahren: * Belmont, stündlich zwischen 06 und 18 Uhr * Edward Street, stündlich zwischen 06 und 18 Uhr * Wrightson Road, stündlich in der Zeit von 06 bis 09 Uhr und 14 bis 18 Uhr * St. James entweder über Western Main Road oder über Long Circular Road, Abfahrten alle 2 Stunden in der Zeit von 05 bis 19 Uhr Informationen: https://ptsc.co.tt === Auf der Straße === Minibusse werden auf Trinidad MaxiTaxi genannt. Die Fahrzeuge haben grelle Farbbäder aufgemalt, welche die Fahrroute oder den Bezirk angeben. * Yellow-band (GELB) Maxi-Taxis fahren von Port of Spain Richtung Westen - Carenage, St. James, Cocorite, Chaguaramas, Fahrpreis 3 - 10 TT $ * Red-band (ROT) Maxi-Taxis fahren vom City Gate Busbahnhof in den Osten der Insel nach Curpe, Tunapuna, Tacarigua, Trincity, Arima, Sangre Grande, Fahrpreise 3 - 8 TT $ * Green-band (GRÜN) Maxi-Taxis fahren vom City Gate Busbahnhof in den südlichen Teil von Trinidad nach San Fernando nach Chaguanas, Fahrpreis 5 TT $ * Maxi-Taxis mit einem braunen Streifen fahren von San Fernando und in den Südwesten nach Penal, Fyzabad, La Romaine, Oroppouche, Point Fortin. === Taxi === Alle Taxis haben Nummernschilder, die mit einem „'''H'''“ beginnen, sie haben kein Taxameter. Obwohl die Fahrpreise von der Regierung festgelegt werden, sollte man den Fahrpreis unbedingt vor Fahrtantritt aushandeln. Viele Taxis haben ihren Standplatz in der Charlotte Street. * '''Fahrpreise vom Flugplatz Piarco nach''': Arima 126 TT $; Arouca 107 TT $; Caroni 107 TT $; Chaguaramas 252 TT $; Diego Martin 221 TT $; Maraval 252 TT $; Mayaro 378 TT $; Port of Spain 158 TT $; Pointe-a-Pierre 252 TT $; San Fernando 252 TT $; Tunapuna 107 TT $ * https://gotrinidadandtobago.com * {{vCard|type=taxi |name=A & A Taxi |address=37 Tragarete Road |phone=622-5588 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=taxi |name=Bacchus Taxi |address=37 Tragarete Road |phone=622-5588 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=taxi |name=Broadway Taxi Service |address=Independence Square |phone=623-7304 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=taxi |name=Ice House Taxi Service |address=Abercromby Street / Independence Square |phone=627-6984 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long= |lastedit=|description=}} * {{vCard|type=taxi |name=Kalloo’s Taxi Service & Tours |address=31 French Street, Woodbrook |phone=622-9073, 628-2394 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat= |long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=taxi |name=Kapok Taxi Service |address=16-18 Cotton Hill, Kapok Hotel, St. Clair |phone=622-6995 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long= |lastedit=|description=}} * {{vCard|type=taxi |name=Queen´s Park Taxi Stand |address=Queen´s Park West |phone=625-3002 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=taxi |name=Route 2 Maxi Taxi |address=South Quay |phone=624-3505 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=taxi |name=Trinidad & Tobago Tourist Transport Services Association |address=Cruise Ship Complex|phone=623-4419, 624-5016 |email=|fax=|url= |hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} === Mietwagen === * {{vCard|type=car rental |name=Auto Rentals |address=Lady Young Road, Morvant |phone=675-7368 |email=|fax=675-2258 |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=car rental |name=Autocenter Car Rentals |address=6 Ariapita Avenue, Woodbrook |phone=628-8800 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long= |lastedit=|description=}} * {{vCard|type=car rental |name=Avis Rent-A-Car |address=Crowne Plaza, Wrightson Road |phone=627-7753 |email=|fax=624-0915 |url=|hours=Mo – Fr 8.00 – 16.00 Uhr, Sa 8.00 – 12.00 Uhr |price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=car rental |name=Bacchus Taxi & Car Rentals |address=37 Tragarete Road |phone=622-5588 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=car rental |name=Basic Rentals |address=Wrightson Road |phone=624-0266 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=car rental |name=Big J Car Services |address=70 Picton Street, Newtown |phone=628-5701 |email=|fax=622-6535 |url=|hours=|price=|lat=|long= |lastedit=|description=}} * {{vCard|type=car rental |name=Convenient Rental |address=5 Ranjit Kumar Street, St. James |phone=628-7295 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long= |lastedit=|description=}} * {{vCard|type=car rental |name=Executive Limousine Service |address=11 Tragarete Road |phone=627-8247 |email=|fax=623-4304 |url=|hours=|price=|lat=|long= |lastedit=|description=}} * {{vCard|type=car rental |name=Furness Rentals |address=1 Richmond Street |phone=627-4959 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=car rental |name=Kalloo’s Auto Rentals, Taxi Service & Tours |address=31 French Street, Woodbrook |phone=622-9073, 628-2394 |email=|fax=|url= |hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=car rental |name=Kenny´s Car Rentals |address=6 Bournes Road, St. James |phone=628-7129 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=car rental |name=Millennium Enterprises |address=103-B St. Vincent Street |phone=627-1484 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=car rental |name=Ragoo´s Auto Rental |address=53 Western Main Road, St. James |phone=628-2756 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long= |lastedit=|description=}} * {{vCard|type=car rental |name=Singh’s Auto Rentals |address=7-9 Wrightson Road |phone=623-0150 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} == Sehenswürdigkeiten == Die sogenannten „Sieben Prächtigen Gebäude“ findet man in der Maraval Road, im Stadtteil St. Clair, am Nordwestrand vom Queen´s Park Savannah. Sie sind das Ergebnis untereinander konkurrierender Plantagenbesitzer, die sich gegenseitig mit ihren Bauwerken übertrumpfen wollten. Sie sind aufgereiht wie auf eine Perlenschnur, eines liegt neben dem anderen und alle entstanden um 1904. === Kirchen, Moscheen, Synagogen, Tempel === * {{vCard|type=cathedral |name=Römisch katholische Kathedrale der unbefleckten Empfängnis, Cathedral of the Immaculate Conception |address=Independence Square, Downtown |phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Sie wurde 1815-1831 in neugotischem Stil in der Form eines lateinischen Kreuzes im Auftrag des Gouverneurs Woodford und unter der Leitung des Architekten Philip Reinagle aus blauen Kalksteinquadern erbaut die aus den Steinbrüchen der nahen Laventille Hills kamen. Das Hauptportal wird von zwei 40&#x202F;m hohen, achteckigen, dreistöckigen Türmen flankiert. Bis auf die 16 bunten Glasfenster ist die Kirche sehr schmucklos. Am 5. Februar 1985 wurde sie von Papst Paul II. besucht.}} * {{vCard|type=cathedral |name=Cathedral of the Holy Trinity |address=an der Südseite des Woodford Square |phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Anglikanische Kathedrale. Nachdem der erste Kirchenbau im Jahre 1808 einem Brand zum Opfer fiel, überlegte man, den Neubau mitten auf dem Woodford Square zu errichten. Auf Grund von Bürgerprotesten wurde der Bauplatz schließlich an die Südwestseite des Platzes verlegt. Im Auftrag von Sir Ralph Woodford und unter der Leitung des englischen Architekten Reginald Power wurde die Kirche zwischen 1816 und 1818 im neogotischen Stil mit einem großen Uhrturm erbaut und am Sonntag, dem 25. Mai 1823 geweiht. Es hat sechs Bleiglasfenster, eine Mamorstatue erinnert an Sir Woodford und die Grabsteine mehrerer Inselgouverneure befinden sich auf dem Gelände.}} * {{vCard|type=mosque |name=Jama Masjid Moschee |address=|phone=|email=|fax=|url= |hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=An der Ecke von Piccadilly Street und Queen Street am Fuße des Laventille Hill befindet sich die größte Moschee der Stadt, zugleich die moderne Hauptmoschee der Stadt.}} * {{vCard|type=church |name=Rosary Church |address=Henry Street / Park Street, Downtown |phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Katholische Kirche, erbaut zwischen 1892 und 1910 in Gotischem Stil. Dies ist die größte der drei Hauptkirchen in der Stadt. Leider sind die Öffnungszeiten unregelmäßig.}} === Bauwerke === * {{vCard|type=building |name=Stollmeyers Castle |address=|phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Stollmeyers Castle ist das nördlichste der „Sieben Prächtigen Gebäude“. Auftraggeber für dieses burgähnliche Gebäude war Charles Fourier Stollmeyer, deutschstämmiger Immigrant aus der USA, der eine leitende Position bei einer örtlichen Asphalt Firma hatte. In dem Haus wohnte aber sein Sohn Conrad C. Stollmeyer. Architekt war der Schotte Robert Giles. Man nimmt an, das Haus sollte dem Balmoral Castle in Schottland ähnlich sein. Daraus wurde eine Mischung zwischen einer Rheinburg und Schloß Balmoral. Während des II. Weltkrieges nutzten die Amerikaner das Anwesen als Operations Basis. Nach dem Tod von Conrad C. Stollmeyer und dessen Frau fiel das Haus an Dr. John Stollmeyer. Dieser verkaufte es 1972 an den Versicherungs Makler Jesse Henry A. Mahabir. Im Jahre 1979 verkaufte dessen Familie es an die Regierung.}} * {{vCard|type=building |name=Whitehall |address=|phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Whitehall wurde im italienischen Palazzostil für den Kakaoplantagenbesitzer Joseph Leon Agostini erbaut. Das Baumaterial kam von der Insel Barbados. Schon im Jahre 1907 wurde es an Robert Henderson verkauft. Während des II. Weltkrieges übernahmen die US Luftstreitkräfte das Haus von 1940–1944. Im Jahre 1954 ging es in den Besitz der Regierung über. Zunächst war es der Amtssitz des Premierministers, heute befindet sich dort das Entwicklungsministerium.}} * {{vCard|type=building |name=Archbishop´s Palace |address=27 Maraval Road |phone=622-6680 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Das Gebäude wurde im Auftrag des römisch-katholischen Erzbischofs von Trinidad und Tobago von einem irischen Architekten im Jahre 1903–1904 im neo-romantischen Stil aus Marmor und rotem Granit erbaut. Das Material kam per Schiff aus Irland. Das Dach besteht aus Kupferblechen und Schieferplatten. Nur die Böden, Treppen und Wandvertäfelungen wurden aus einheimischen Hölzern hergestellt. 1968 wurde das Gebäude renoviert. Erzbischof Anthony Pantin lebte dort über 30 Jahre bis zu seinem Tod im März 2000.}} * {{vCard|type=building |name=Mille Fleur |address=|phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Die Villa der tausend Blumen wurde für den damaligen Bürgermeister von Port of Spain, Dr. Henrique Prada, erbaut. Es befindet sich heute im Besitz der Regierung. Es wurde 2007–2008 renoviert und soll die Anwaltskammer aufnehmen.}} * {{vCard|type=building |name=Ambard´s Residence |address=|phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Ambard´s Residence wurde von dem Architekten Georges Brown für den reichen Kaufmann Lucien Ambard im französischen Empirestil erbaut. Das Gebäude hat eine Vielzahl von Kuppeln, Erkern und Balkonen mit verschnörkelten schmiedeeisernen Geländern. 1940 kaufte der Inder Timothy Roodal das Anwesen. Seitdem heißt es Roodal´s Palace. Dieses Anwesen ist als einziges aus dieser Reihe bis heute in privatem Besitz.}} * {{vCard|type=building |name=Hayes Court |address=21 Maraval Road |phone=675-7034 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Die Anglikanische Kirche kaufte dieses Grundstück im Jahre 1903. Dort entstand bis 1910 die Residenz des anglikanischen Erzbischofs von Trinidad. Dieses Gebäude in italienischem Renaissance Stil wurde als letztes in die Reihe der „Sieben Prächtigen Gebäude“ aufgenommen.}} * {{vCard|type=building |name=Queen´s Royal College |address=Maraval Road / St. Clair Avenue |phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=Dort wurde die älteste und angesehenste Schule der Stadt gegründet. Im März 1904 eröffnete Gouverneur Sir Alfred Maloney dieses Gebäude. Unter der Aufsicht von Walsh Wrightson, dem Direktors für Public Works, wurde es nach den Plänen des deutschen Architekten Daniel Hahn im Renaissancestil mit einem zentralen Turm und zwei Flügeltrakten erbaut. Es ist ein Betongebäude mit einer Verkleidung aus blauen Kalksteinquadern, die Fassade ist mit roter Farbe verziert. Heute wird die Schule von etwa 1.200 Schülern besucht. Es ist das einzige von den „Sieben Prächtigen Gebäuden“, das der Öffentlichkeit zugänglich ist.}} * {{vCard|type=building |name=Red House |address=|phone=623-2565, 623-8366 |email=clerkhor@ttparliament.org |fax=625-4672 |url=|hours=|price=|lat=|long= |lastedit=|description=Das Rote Haus, Parlaments- und Senatsgebäude westlich vom Woodford Square. In den Jahren 1844–1848 entstand ein Vorgängerbau. Dieser fiel 1903 einer Brandstiftung zum Opfer. Die Verwaltung hatte die Trinkwassergebühren erhöht und in der Folge kam es zu Aufständen und dem Feuer. Zwischen 1904 und 1906 entstand das heutige Gebäude für 200.000 Dollar nach den Plänen des deutschen Architekten Daniel Hahn im Stil der Neorenaissance. Den auffallenden roten Anstrich, den das Gebäude 1897 zu Ehren des diamantenen Kronjubiläums von Königin Victoria erhalten hatte und dem das Haus seinen Namen verdankt, behielt man bis in die Gegenwart bei. Im Sommer 1990 stürmten militante Black Muslims das Parlament, der Premierminister und die anwesenden Abgeordneten wurden fünf Tage lang als Geiseln gehalten, bevor der Aufstand zusammenbrach. In der Rotunde befindet sich das Grab des ersten Premierministers Eric Williams. Besichtigungen des Gebäudes sind möglich, Mo – Do 9.30 – 11.30 Uhr. Eine Anmeldung mindestens 8 Tage im voraus ist notwendig. Ein Blick auf das Parlament ist für die Öffentlichkeit möglich. Zugang von der Knox Street, Freitags um 13.30 Uhr.}} === Museen === * {{vCard|type=museum |name=Fort San Andres |address=nahe South Quay |phone=|email=|fax=|url=|hours= Di – Fr 9.00 – 17.00 Uhr |price=Eintritt frei |lat=|long=|lastedit=|description=In der 1. Etage befindet sich ein kleines Museum als Außenstelle des Nationalmuseums. 1787 wurde das Fort von den Spaniern zum Schutz des Hafens erbaut. Dies ist eines der ganz wenigen Gebäude, die das Feuer von 1801 überstanden haben.}} * {{vCard|type=museum |name=Royal Victoria Institute, Nationalmuseum and Art Gallery |address=117 Frederick Street / Keate Street |phone=623-5941 |email=|fax=|url=|hours= Di – Sa 10.00 – 18.00 Uhr, So 14.00 – 18.00 Uhr |price=Eintritt frei |lat=|long=|lastedit= |description=Das Museum wurde 1892 eröffnet und nach einem Feuer 1923 wieder aufgebaut. Mitte der 1980-er Jahre wurde es vollständig renoviert, reorganisiert und unter neuer Leitung wiedereröffnet. Das Museum zeigt Funde aus der Zeit der Urbevölkerung. Es gibt eine Ausstellung zum Karneval und den Lebensbedingungen während des II. Weltkrieges, sowie Kunstwerke führender nationaler und internationaler Künstler.}} * {{vCard|type=museum |name=Zentralbank mit den Glasfassaden der beiden Twin Tower Hochhaustürmen |address=|phone=|email=|fax=|url= |hours= Museum: Di – Fr 9.30 – 14.30 Uhr |price=Eintritt frei |lat=|long=|lastedit=|description=Der Blickfang in der Silhouette der Stadt, 1985 eröffnet. In den Gebäuden befinden sich auch die Büros des Premierministers und das Zentralbank Münz Museum.}} === Straßen und Plätze === * {{vCard|type=square |name=Independence Square |address=|phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Der Independence Square im Süden von Downtown ist kein Platz sondern eine breite, verkehrsberuhigte Parallelstraße. Am östlichen Ende des Independence Square steht die Römisch katholische Kathedrale der unbefleckten Empfängnis.}} * {{vCard|type=square |name=Woodford Square |address=|phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Vorher Brunswick Square. Dieser Platz wurde nach dem Gouverneur Sir Ralph Woodford benannt. In seiner Amtszeit von 1813 bis 1828 hat er sehr viel für die Stadt getan. Er ließ den Hafen vergrößern, legte den Grundstein für die anglikanische und katholische Kathedrale. Er ließ den Queen´s Park und den Botanischen Garten anlegen. Er verbesserte die Kanalisation der Stadt, ließ Straßen pflastern und Bäume pflanzen. Um den Platz herum sind einige wichtige Gebäude gruppiert, die Holy Trinity Cathedral, das Rote Haus ist der Sitz des Parlaments, das Gerichtsgebäude, das Rathaus und die Bibliothek.}} * {{vCard|type=park |name=King George V. Park |address=|phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=King George V. Park wird als Parkplatz genuzt, wenn im Queen´s Park Cricket gespielt wird.}} * {{vCard|type=square |name=Jackson Square |address=im Stadtteil St. Clair, westlich vom Queen´s Park Savannah |phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat= |long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=park |name=Memorial Park |address=Frederick Street, gegenüber vom Nationalmuseum mit dem Denkmal für die Gefallenen der zwei Weltkriege |phone= |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=square |name=Lord Harris Square |address=im Bezirk Downtown, drei Blocks südlich vom Haupteingang Queen´s Park Savannah |phone=|email=|fax=|url= |hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=square |name=Adam Smith Square |address=|phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Größerer, parkähnlicher Platz, in der Karnevalzeit kommen die Umzüge dort vorbei und auf der Tribüne befinden sich Preisrichter für die Teilnehmer.}} * {{vCard|type=square |name=Siegert Square |address=in Woodbrook |phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Größerer, parkähnlicher Platz.}} === Parks === * {{vCard|type=park |name=Botanischer Garten |address=|phone=622-1221 |email= |fax=|url=|hours= täglich 6.30 – 18.30 Uhr |price=|lat=|long=|lastedit=|description=Er schließt mit 44 ha Größe im Norden an Queen´s Park Savannah an. Der Botanische Garten wurde 1820 im Auftrag von Gouverneur Woodford angelegt. Man findet dort etwa 700 Bäume. Es gibt einen Kakteengarten und ein Orchideenhaus.}} * {{vCard|type=park |name=Emperor Valley Zoo |address=St. Clair |phone=622-3530, 622-5343-44 |email=|fax=|url=|hours= täglich 8.00 – 18.00 Uhr |price=Eintritt 10 TT Dollar, Kinder 5 TT Dollar |lat=|long=|lastedit=|description=Er liegt direkt neben dem Botanischen Garten. Gegründet wurde er im Jahre 1952. Leider ist die Unterbringung der Tiere nicht immer artgerecht. Besonders Löwen und Tiger haben viel zu kleine Käfige. Daneben gibt es aber eine Vielzahl von einheimischen Tieren, Affen, Krokodile, Schlangen, Tausendfüssler, Vögel und ein Aquarium.}} * {{vCard|type=park |name=Queen´s Park Savannah |address=|phone=|email=|fax=|url= |hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Ehemalige Zuckerrohr Plantage, Sport- und Veranstaltungsgelände. Im Jahre 1817 kaufte Gouverneur Woodford dieses etwa 1 km² große, flache Stück Land von der Plantagenbesitzerin Perschier. Er ließ das Gelände so herrichten, dass dort schon seit dem Jahre 1828 Pferderennen ausgetragen werden konnten. 1854 entstanden die ersten Bühnen für Karnevalveranstaltungen. Bis zum Jahre 1896 wurde dort Cricket gespielt. 1913 landete der Amerikaner Frank Boland dort das erste Flugzeug. Bis 1950 führte eine Straßenbahnlinie rund um den Park. Daraus wurde dann die Trasse für eine Einbahnstraße, wohl der größte Kreisverkehr der Welt. Im allgemeinen belebt sich der Park erst in den kühleren Spätnachmittagstunden. Zwischen 16 und 20 Uhr trifft man dort Familien, Jogger, Kinder beim Drachensteigen, Fußballspieler und fliegende Händler. In der Mitte des Platzes befindet sich ein geheimnisvoller, von einer hohen Mauer umgebener Ort, der private Friedhof der Peschier Familie, für Besucher unzugänglich. Zu Beginn des Jahres 2007 wurden die alten Tribünen für die Karnevalumzüge abgerissen. Bis zum Beginn der Karnevalsaison 2009 soll dort ein Stahlgerüst für die Zuschauer entstehen, fünf Etagen hoch, mit gläsernen Wänden und einem großen vorgezogenen Glasdach. Auch die Interpreten mit ihren Kostümen sollen dann bei Regen geschützt sein. Die Baukosten werden zur Zeit auf 450 Millionen TT $ beziffert.}} * {{vCard|type=park |name=Wild Flower Park |address=im Stadtteil St. Clair, nördlich der „Sieben Prächtigen Gebäude“ |phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Wird laut Gesetz seit dem Jahre 1999 als Botanischer Garten aufgelistet.}} === Verschiedenes === * {{vCard|type=cemetery |name=Lapeyrouse Cemetery |address=|phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Dieser große Friedhof am östlichen Ende von Woodbrook ist eine bedeutende Ruhestätte. In den zum Teil reich verzierten Grabmalen ruhen neben Afrikanern, Chinesen, Europäern, Indern und Libanesen wichtige Persönlichkeiten wie Arthur Cipriani und Charlie King.}} * {{vCard|type=building |name=Queen´s Hall |address=1-3 St. Ann´s Road |phone=624-1284, 621-2911 |email=|fax=624-2619 |url=https://queenshalltt.com |hours= |price=|lat=|long=|lastedit=|description=Bürostunden: Mo – Fr 8.00 – 16.00 Uhr. Dieses Veranstaltungszentrum für Theater und Konzerte wurde 1959 mit 740 Sitzplätzen erbaut. Im Jahre 2002 erfolgte eine grundlegende Renovierung und Vergrößerung. Die Decke wurde erhöht, der Backstage erweitert, die Lautsprecheranlage wurde erneuert und die Sitzplätze wurde auf 1.200 erhöht.}} * {{vCard|type=building |name=President´s House |address=|phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Im Nordosten vom Queen´s Park schließen an den Botanischen Garten die Residenzen des Gouverneurs und des Premierministers an. Das President´s House wurde 1873–1876 im Victorianischen Stil als Residenz für den britischen Gouverneur erbaut. 1938 brannte es teilweise ab. 1958 wurde es der Wohsitz des Governor-General der Föderation der West Indies, Lord Hailes. Seit der Unabhängigkeit ist es die Dienstwohnung des Gouverneurs von Trinidad und Tobago. Die Gartenanlagen sind seit ewigen Zeiten für die Öffentlichkeit zugänglich.}} * {{vCard|type=building |name=Residenz des Prime Minister´s |address=|phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Die Residenz des Prime Minister´s verbirgt sich teilweise hinter der Villa des Gouverneurs. In den Jahren 2007–2008 wurde das Anwesen teilweise abgerissen, vollständig renoviert und erweitert. Die Baukosten wurden mit 148 Millionen TT $ veranschlagt, bis März 2009 wurden aber schon 244 Millionen TT $ ausgegeben.}} * {{vCard|type=building |name=Fort George |address=|phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Fort George ist ca. 4&#x202F;km vom Stadtzentrum entfernt. In den Jahren 1777 bis 1779 wurde das Fort als '''La Vigie''' von den Franzosen auf dem 335&#x202F;m hohen Hügel westlich der Stadt als Befestigungsanlage erbaut. In den folgenden Jahren wechselte sie mehrfach den Besitz zwischen Franzosen und Engländern, bis diese es in Brand setzten. Der Inselgouverneur ''Sir James Hilop'' ließ es dann in den Jahren 1804-05 neu aufbauen und durch mehrere Kanonenstellungen verstärken. Im Zentrum befindet sich ein Signalturm. Er wurde zwischen 1802 und 1964 zur Übermittlung von militärischen Nachrichten verwendet. Seit 1968 ist die Anlage mit seinen Mauern, Kanonen und den Überresten der Wache mit dem Zellentrakt als historische Anlage für Besucher geöffnet. Die Aussicht über die Stadt ist atemberaubend. Seit 1988 gibt es auch eine schmale Straße, die hinauf führt. Die Anfahrt erfolgt über die Tragarete Road. Kurz vor der Einmündung in die Western Main Road zweigt die Fort George Road ab. Von dort sin es drei Kilometer zum Fort. Die kurvenreiche Straße ist stellenweise so schmal, das nur ein PKW passieren kann, zum Glück ist dort wenig Verkehr.}} * {{vCard|type=building |name=Fort Chacon |address=Laventille Road / Chacon Road, Laventille Hill |phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=Es wurde 1774 im Auftrag des damaligen Gouverneurs ''Don Marie José Chacon'' erbaut. 1793 errichtete der spanische Offizier ''Don Cosmo Damien Churruca'' dort ein Sternenobservatorium mit dem es ihm gelang die geographischen Koordinaten der „Neuen Welt“ erstmals exakt festzulegen. Das Fort ist keine besondere Sehenswürdigkeit, nur einige Umfassungsmauern sind erhalten. Heute befindet sich in den Gebäuden die Polizeifunk Station.}} * {{vCard|type=building |name=Fort Picton |address=Picton Road, Laventille Hill |phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Dieses Fort wurde vom zweiten Inselgouverneur ''Sir Thomas Picton'' im Jahre 1797 in Auftrag gegeben und war als Verstärkung für Fort George gedacht. Von Bedeutung ist nur ein 13&#x202F;m hoher Rundturm von 10&#x202F;m Durchmesser mit umlaufenden Schießscharten. Der Turm wurde 1990 restauriert. Die nationale Armee nutzt die Anlage als Beobachtungsposten. Von der Turmplattform hat man einen schönen Ausblick auf Port of Spain und den Hafen.}} == Aktivitäten == === Abenteuer / Freizeitpark === * {{vCard | name = La Laja Nature Retreat | type = park | address = 10-A Maraval Road | phone = 628-4231 }} === Fitness Zentrum === * {{vCard|type=fitness center |name=The Body Academy |address=Queen's Cricket Club, 94 Tragarete Road, Woodbrook |phone=469-0321 |email=|fax=|url=http://bodyacademy.net |hours= Mo – Do 6.00 – 21.00 Uhr, Fr 6.00 – 19.00 Uhr, Sa + So 8.00 – 12.00 Uhr. |price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} === Golf === * {{vCard|type=golf |name=St. Andrew´s Golf Club |address=St. Andrew’s Wynd, Moka, Maraval |phone=629-0066 |email=|fax=629-2314 |url=https://golftrinidad.com |hours=|price=Gebühren: Jahresmitgliedschaft 5.500 TT $, Green Fee für Besucher: 450 TT $ |lat=|long=|lastedit=|description=18-Loch Golfanlage, 6.555 Yards, Par 72. Restaurant, Bar, Pool. Verboten sind: Tops, T-Shirts, kurze Hosen, Turnhosen, Jeans mit Löchern, 3/4 Jeans. Vorgeschrieben sind Golf Schuhe mit “Soft Spikes”.}} === Sportveranstaltungen === * {{vCard|type=sports |name=Hasley Crawford Stadium |address=Andrew Jeffers Highway / Ariapita Avenue, Invaders Bay |phone=623-0304 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long= |lastedit=|description=1980 erbautes Nationalstadium mit 27.000 Sitzplätzen.}} * {{vCard|type=sports |name=Queen´s Park Cricket Club |address=94 Tragarete Road |phone=622-2295 |email=|fax=622-0412 |url=https://qpcc.com |hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=Der Cricket Club wurde 1891 gegründet. Es gibt etwa 2.700 Vereinsmitglieder. Neben Cricket wird Fussball, Hockey und Squash gespielt, zusätzlich gibt es ein Fitness-Zentrum und ein Cricket Museum.}} === Yacht Charter === * {{vCard|type=marina |name=Trinidad & Tobago Yacht Club |address=Bayshore, Point Cumana |phone=633-7420, 637-4260 |email=|fax=637-7945 |url= |hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} == Einkaufen == === Einkaufszentren mit Geschäften, Restaurants, Service === * {{vCard|type=shop |name=Aboutique Mall |address=Frederick Street - Movie Towne Boulevard |phone=623-6759 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=shop |name=Bradford City Mall |address=Henry Street, Downtown |phone=623-8474 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=shop |name=Colsort Mall - Capital Plaza |address=11-13 Frederick Street, Downtown |phone=624-0571 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=shop |name=Cruise Ship Complex |address=1-D Wrightson Road, am Hafen |phone=627-4477 |email=|fax=627-4477 |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=shop |name=East Side Plaza – Charlotte Street Mall |address=32 Charlotte Street, Downtown |phone=623-2626 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=shop |name=Ellerslie Plaza |address=Rapsey Street / Saddle Road, Ellerslie Court, Maraval |phone=622-9010 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=shop |name=Excellent City Centre |address=3-5 Frederick Street, Downtown |phone=623-6503 |email=|fax=623-1217 |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=shop |name=Golden Doors Plaza |address=Frederick Street, Downtown |phone=623-4837 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=shop |name=Hadeed Centre Mall |address=44 Henry Street, Downtown |phone=627-4974 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=shop |name=Long Circular Mall |address=51-53 Long Circular Road, St. James |phone=628-2460 |email=|fax=628-2548 |url=http://hcltt.com |hours=|price=|lat=|long= |lastedit=|description=}} * {{vCard|type=shop |name=Movie Town Mall |address=Audrey Jeffers Highway, Invaders Bay |phone=627-8277 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=shop |name=Narwani Mall |address=13 Charlotte Street, Downtown |phone=625-1223 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=shop |name=New City Mall |address=41 Independence Square, Downtown |phone=627-2827 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=shop |name=People's Mall |address=26 - 30 Frederick Street, Downtown |phone=627-4654 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=shop |name=Plaza Espermaria |address=Henry Street, Downtown |phone=665-1144 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=shop |name=Promenade Center |address=68 Independence Square, Downtown |phone=625-5177 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=shop |name=Royal Palm Plaza |address=7 Saddle Road, Maraval |phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=shop |name=Shoppes of Maraval |address=Maravillas / 3 Saddle Road, Maraval |phone=628-0806 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=shop |name=Tent City Mall |address=41 Independence Square, Downtown |phone=625-4113 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=shop |name=Town Centre Mall |address=19-21 Frederick Street / Chacon Street, Downtown |phone=627-2922 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=shop |name=Uptown Mall |address=44-58 Edward Street, Downtown |phone=625-0762 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=shop |name=Voyager Mall |address=Frederick Street / Independence Square, Downtown |phone=623-2703 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} == Küche == === Restaurants im Ortsteil Belmont === * {{vCard|type=restaurant |name=Apsara |address=13 Queen´s Park East |phone=623-7659 |email=|fax=|url=|hours= Mo – Sa 11.00 – 15.00 Uhr + 18.00 – 23.00 Uhr, So 11.00 – 15.00 Uhr |price=|lat=|long=|lastedit=|description=Indisch - mittlere Preise.}} * {{vCard|type=restaurant |name=Tamnak Thai |address=13 Queen´s Park East |phone=625-0647, 625-9715 |email=|fax=|url=|hours= Mo – Fr 10.00 –15.00 Uhr + 16.30 – 23.00 Uhr, Sam + So 18.00 – 23.00 Uhr |price=|lat=|long=|lastedit=|description=Thailändisch - teuer.}} === Restaurants in Downtown === * {{vCard| type = restaurant |name=Bos Burger |address=Independence Square |phone=627-6615 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard| type = restaurant |name=Caesar´s |address=35-37 Independence Square |phone=627-5095 |email=|fax=|url=|hours= Mo – Fr 10.00 – 16.00 Uhr |price=|lat= |long=|lastedit=|description=Kreolisch.}} * {{vCard| type = restaurant |name=Coffee Lab |address=Independence Square |phone=625-2544 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Schnellgerichte.}} * {{vCard| type = restaurant |name=Kentucky Fried Chicken - KFC |address=53 Independence Square |phone=627-3226 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=Schnellgerichte.}} * {{vCard| type = restaurant |name=Mango´s |address=Independence Square / Chacon Street |phone=626-2646 |email=|fax=|url=|hours= Mo – Sa 6.00 – 22.00 Uhr |price=|lat= |long=|lastedit=|description=Chinesisch - mittlere Preise.}} * {{vCard| type = restaurant |name=Mario´s Pizzeria |address=51 Independence Square |phone=623-5464 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=Pizza, Schnellgerichte - günstig.}} * {{vCard| type = restaurant |name=Royal Castle |address=Independence Square |phone=624-1000 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=Schnellgerichte - günstig.}} * {{vCard| type = restaurant |name=Carmen´s Cuisine |address=40 Charlotte Street |phone=624-0781 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard| type = restaurant |name=Fast Food Palace |address=147 Charlotte Street |phone=624-6821 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard| type = restaurant |name=Kentucky Fried Chicken - KFC |address=Duke Street / Charlotte Street |phone=625-6135 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Schnellgerichte.}} * {{vCard| type = restaurant |name=Papa Men´s Kitchen |address=102 Charlotte Street |phone=624-9384 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=Schnellgerichte.}} * {{vCard| type = restaurant |name=Time To Eat |address=12 Charlotte Street |phone=627-9370 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=restaurant |name=Festak African Restaurant & Lounge |address=106 Frederick Street |phone=623-4101 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard| type = restaurant |name=Grill King |address=96 Frederick Street |phone=624-1720 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard| type = restaurant |name=Laughing Buddha |address=86 Frederick Street |phone=627-0100 |email=|fax=|url=|hours= täglich ab 11.30 Uhr |price=|lat=|long= |lastedit=|description=Japanisch - mittlere Preise.}} * {{vCard| type = restaurant |name=Royal Castle |address=Frederick Street |phone=625-1000 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Schnellgerichte - günstig.}} * {{vCard| type = restaurant |name=Sasha´s Carvery |address=3-5 Frederick Street, Excellent City Centre |phone=627-4805 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard| type = restaurant |name=Subway |address=31 Frederick Street / Hart Street |phone=623-8162 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=Schnellgerichte.}} * {{vCard|type=restaurant |name=Callaloo Cafe & Restaurant |address=Henry Street |phone=627-4072 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard| type = restaurant |name=Hua Nam Chinese Food |address=43 Henry Street |phone=623-8718 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=Chinesisch.}} * {{vCard| type = restaurant |name=Maribo Chinese |address=108 Henry Street |phone=624-5929 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Chinesisch.}} * {{vCard| type = restaurant |name=Subway |address=Henry Street |phone=625-7827 |email= |fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Schnellgerichte.}} * {{vCard|type=restaurant |name=Tropical Heat Restaurant & Bar |address=7 Henry Street |phone=625-8483 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=cafe |name=Cafe de Roxee |address=2. Etage, Colsort Mall |phone=625-9909 |email=|fax=|url=|hours= Mo – Do 8.30 – 17.00 Uhr, Fr 8.30 – 18.00 Uhr, Sa 8.30 – 14.00 Uhr |price=|lat=|long=|lastedit=|description=Kreolisch.}} * {{vCard| type = restaurant |name=Curry Cabana |address=Colsort Mall |phone=627-2222 |email=|fax=|url=|hours= Mo – Do 7.00 – 15.30 Uhr, Fr 7.00 – 16.00 Uhr, Sa 7.00 – 14.00 Uhr |price=|lat=|long=|lastedit=|description=Indisch.}} * {{vCard| type = restaurant |name=Fresh Approach |address=Town Centre Mall, 19-21 Frederick Street / Chacon Street |phone=627-4411 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Schnellgerichte.}} === Restaurants im Ortsteil Maraval === * {{vCard|type=restaurant |name=China Palace |address=obere Etage Ellerslie Plaza |phone=622-5866 |email=|fax=|url=|hours= So – Do 10.00 – 22.00 Uhr, Fr + Sa 11.00 – 23.00 Uhr |price=|lat=|long=|lastedit=|description=Chinesisch.}} * {{vCard|type=restaurant |name=Eat It For Grilled Foods |address=Ellerslie Plaza |phone=622-8080 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=restaurant |name=Panini Cafe |address=Ellerslie Plaza |phone=628-6551 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=restaurant |name=Barbeque Wok |address=Shoppes of Maraval |phone=628-0088 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=Chinesisch, national.}} * {{vCard|type=restaurant |name=Joe´s Pizza & Steaks |address=Shoppes of Maraval, Saddle Road |phone=628-7402 |email=|fax=|url=|hours= Mo – Sa 11.00 – 22.00 Uhr, So 17.00 – 22.00 Uhr |price=|lat=|long=|lastedit=|description=Italienisch.}} * {{vCard|type=restaurant |name=Hong Kong City |address=Tragarete Road / Maraval Road |phone=622-3949 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=Chinesisch.}} * {{vCard|type=restaurant |name=Jaffa At The Oval |address=94 Tragarete Road |phone=622-6825 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=restaurant |name=Joseph´s |address=3-A Rookery Nook |phone=622-5557 |email=|fax=|url=|hours= Mo – Fr 11.30 – 14.30 Uhr + Mo – Sa 18.30 – 22.00 Uhr |price=|lat=|long=|lastedit=|description=Libanesisch.}} === Restaurants im Orsteil Newtown === * {{vCard|type=restaurant |name=Jenny´s on the Boulevard |address=6 Cipriani Boulevard |phone=625-1807, 623-5623-24 |email=|fax=|url=|hours= Mo – Do 11.00 – 22.00 Uhr, Fr + Sa 11.00 – 23.00 Uhr |price=|lat=|long=|lastedit= |description=Chinesisch - teuer.}} * {{vCard|type=restaurant |name=New Shay Shay Tien Restaurant |address=77-79 Cipriani Boulevard |phone=627-8185 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=restaurant |name=Sunday Kitchen |address=77-79 Cipriani Boulevard |phone=627-8089 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=restaurant |name=Tony Roma´s Bar & Grill |address=51 Cipriani Boulevard |phone=627-7427 |email=|fax=625-5087 |url=|hours= täglich 11.00 – 23.00 Uhr, Fr + Sa bis 0.00 Uhr |price=|lat=|long=|lastedit=|description=Amerikanisch, Steakhaus - mittlere Preise.}} * {{vCard|type=restaurant |name=Kam-Wah |address=74-76 Maraval Road |phone=628-8888 |email=|fax=|url=https://kamwahrestaurants.com |hours= Mo – Mi 11.00 – 22.00 Uhr, Do – Sa 11.00 – 22.30 Uhr, So 10.00 – 14.00 Uhr |price=|lat=|long=|lastedit=|description=Chinesisch.}} * {{vCard|type=restaurant |name=Swan |address=12 Maraval Road |phone=622-2611 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} === Restaurants im Ortsteil St. Clair === * {{vCard|type=restaurant |name=Il Colosseo |address=16 Rust Street |phone=628-1494 |email=|fax=|url=http://ilcolosseott.com |hours= Mo – Fr 11.00 – 14.30 Uhr + 18.30 – 22.30 Uhr, Sa 18.30 – 22.30 Uhr |price=|lat=|long=|lastedit=|description=Italienisch - teuer.}} * {{vCard|type=restaurant |name=The Verandah |address=10 Rust Street |phone=622-6287 |email=|fax=|url=|hours= Mo – Fr 11.30 – 14.00 Uhr, Do + Sa 19.00 – 22.00 Uhr |price=|lat=|long=|lastedit=|description=Karibisch - sehr teuer.}} * {{vCard|type=restaurant |name=Trotters |address=Sweet Briar Road / Maraval Road |phone=627-8768 |email=|fax=|url=https://trotters.net |hours= So – Do 11.30 – 0.00 Uhr, Fr + Sa 11.30 – 2.00 Uhr |price=|lat=|long=|lastedit=|description=International - mittlere Preise.}} === Restaurants im Ortsteil St. James === * {{vCard|type=restaurant |name=Johnny´s |address=Long Circular Mall |phone=622-7501 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=Schnellgerichte.}} * {{vCard|type=restaurant |name=Kentucky Fried Chicken - KFC |address=5 Long Circular Road, St. James |phone=622-2669 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Schnellgerichte - günstig.}} * {{vCard|type=restaurant |name=Moy´s Chopstix |address=Long Circular Mall |phone=628-6697 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=Chinesisch.}} * {{vCard|type=restaurant |name=Nature´s Own |address=Long Circular Mall |phone=628-6902 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=restaurant |name=Royal Castle |address=Long Circular Mall |phone=622-4950 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=Schnellgerichte - günstig.}} * {{vCard|type=restaurant |name=Sing Ho |address=3. Etage, Long Circular Mall |phone=628-2077 |email=|fax=622-3228 |url=|hours= täglich 24 Stunden |price=|lat=|long= |lastedit=|description=Chinesisch - mittlere Preise. Restaurant, Bar, Lounge, Live-Musik.}} * {{vCard|type=restaurant |name=The Beefeater |address=Long Circular Mall |phone=628-8938 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=restaurant |name=Bos Burger |address=107 Western Main Road |phone=628-3267 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=restaurant |name=Chay Ying Leong - Home Style Curry Cuisine |address=85 Western Main Road |phone=628-6539 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=restaurant |name=Golden Stars Restaurant & Lounge |address=Western Main Road / Naipaul Street |phone=622-6026 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=restaurant |name=Gourmet Creole |address=47 Western Main Road |phone=628-1027 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=restaurant |name=Home Restaurant |address=67 Western Main Road |phone=628-3663, 667-5020 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=restaurant |name=Irie Bites |address=153 Western Main Road |phone=622-6725 |email=|fax=|url=|hours= Mo – Do 11.00 – 21.00 Uhr, Fr + Sa 11.00 – 22.00 Uhr |price=|lat=|long=|lastedit=|description=Jamaikanisch - mittlere Preise.}} * {{vCard|type=restaurant |name=Joe´s Pizza & Steaks |address=41 Western Main Road |phone=628-3431 |email=|fax=|url=|hours= Mo – Sa 11.00 – 22.00 Uhr, So 17.00 – 22.00 Uhr |price=|lat=|long=|lastedit=|description=Italienisch.}} * {{vCard|type=restaurant |name=Kentucky Fried Chicken – KFC |address=125 Western Main Road |phone=622-2057 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=Schnellgerichte - günstig.}} * {{vCard|type=restaurant |name=Oriental Restaurant |address=42 Western Main Road |phone=622-1368 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=restaurant |name=Rib House |address=60 Western Main Road |phone=628-5716 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=Grill, Schnellgerichte.}} * {{vCard|type=restaurant |name=Subway |address=131 Western Main Road |phone=622-7827 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=Schnellgerichte.}} === Restaurants im Ortsteil Woodbrook === * {{vCard|type=restaurant |name=Angelo´s |address=38 Ariapita Avenue / Cornelio Street |phone=628-5551 |email=|fax=|url=|hours= Mo – Fr 11.30 – 14.30 Uhr + 18.30 – 22.30 Uhr, Sa 18.30 – 22.30 Uhr |price=|lat=|long=|lastedit= |description=Italienisch - sehr teuer.}} * {{vCard|type=restaurant |name=Eagle´s Restaurant & Foodmart |address=Ariapita Avenue / Fitt Street |phone=625-1684 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=restaurant |name=El Pecos |address=68 Ariapita Avenue |phone=628-9908 |email=|fax=622-6087 |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=restaurant |name=Frankie´s |address=68 Ariapita Avenue |phone=622-6609 |email=|fax=|url=|hours= Mo – Do 7.30 – 22.30 Uhr, Fr + Sa 8.00 – 0.00 Uhr |price=|lat=|long=|lastedit=|description=Indisch - günstig.}} * {{vCard|type=restaurant |name=Grillers |address=35 Ariapita Avenue |phone=625-7342 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=Grillrestaurant.}} * {{vCard|type=restaurant |name=Grillers |address=Ariapita Avenue / Taylor Street |phone=622-4636 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=Grillrestaurant.}} * {{vCard|type=restaurant |name=Irie Bites |address=71 Ariapita Avenue |phone=622-7364 |email=|fax=|url=|hours= Mo – Do 11.00 – 21.00 Uhr, Fr + Sa 11.00 – 22.00 Uhr |price=|lat=|long=|lastedit=|description=Jamaikanisch - mittlere Preise.}} * {{vCard|type=restaurant |name=La Bastille Restaurant & Weinbar |address=84-A Ariapita Avenue / De Verteuil Street |phone=622-1789 |email=|fax=628-4559 |url= |hours= Di – Do 10.30 – 16.00 Uhr + 18.30 – 22.00 Uhr, Fr + Sa 7.30 – 16.00 Uhr + 18.30 – 22.00 Uhr |price=|lat=|long=|lastedit=|description=Französisch - teuer.}} * {{vCard|type=restaurant |name=Mangoes Restaurant & Cocktail Lounge |address=Ariapita Avenue |phone=628-0054 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=restaurant |name=Satchmo´s |address=42 Ariapita Avenue |phone=622-2629 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=restaurant |name=Subway |address=Ariapita Avenue |phone=623-6304 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Schnellgerichte.}} * {{vCard|type=restaurant |name=Sweet Lime Restaurant |address=19-23 French Street / Ariapita Avenue |phone=624-9983 |email=|fax=|url=|hours= Mo – Sa 11.30 – 0.00 Uhr, So 15.30 – 0.00 Uhr |price=|lat=|long=|lastedit= |description=International - mittlere Preise.}} * {{vCard|type=restaurant |name=Veni Mangé Restaurant & Bar |address=67 Ariapita Avenue |phone=624-4597 |email=|fax=|url=http://venimange.com |hours= Mo – Fr 11.30 – 15.00 Uhr, Mi + Fr zusätzlich ab 19.00 Uhr |price=|lat=|long=|lastedit= |description=Karibisch - mittlere Preise.}} * {{vCard|type=restaurant |name=Tapas Restaurant & Bar |address=Ariapita Avenue / Gallus Street |phone=628-0054 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=restaurant |name=More Sushi - More Vino |address=23 O’Connor Street |phone=6228466 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=Restaurant & Weinbar.}} * {{vCard|type=restaurant |name=Tasca Latina |address=16 Philipps Street |phone=625-3497 |email=|fax=|url=|hours= Mo – Fr 11.00 – 2.00 Uhr, Sa 18.00 – 2.00 Uhr |price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} === Hotelrestaurants === * {{vCard|type=restaurant |name=Ambassador Hotel |address=99-A Long Circular Road, St. James |phone=628-9000 |email=|fax=|url=|hours= täglich 12.00 – 14 Uhr + 19.00 – 22.00 Uhr |price=|lat=|long=|lastedit=|description=The Marquis, international; The Colonade Cocktail Lounge.}} * {{vCard|type=restaurant |name=Carnetta´s Inn |address=99 Saddle Road, Maraval |phone=628-2732 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=Jacaranda Grill, Freiluft-Grill, Terrassenbar; Riverside Restaurant.}} * {{vCard|type=restaurant |name=Cascadia Hotel |address=67 Ariapita Road, St. Ann´s |phone=623-4208 |email=|fax=|url=|hours=Frühstück 6.30 – 11.00 Uhr, Mittag 12.00 – 14.30 Uhr, abends 17.30 – 22.45 Uhr |price=|lat=|long=|lastedit= |description=Ithaki, westindisch; Sky View Lounge, Bar.}} * {{vCard|type=restaurant |name=Chaconia Inn |address=106 Saddle Road, Maraval |phone=628-0941 |email=|fax=|url=|hours= täglich 6.30 – 10.30 Uhr + 11.30 – 22.00 Uhr |price=|lat=|long=|lastedit=|description=Karibisch - günstig; Rooftop Bar, geöffnet: Di – So 15.00 – 22.00 Uhr.}} * {{vCard|type=restaurant |name=Coblentz Inn |address=44 Coblentz Avenue, Cascade |phone=621-0541 |email=|fax=|url=|hours= täglich 6.30 – 10.30 Uhr + 11.00 – 15.00 Uhr + 18.00 – 22.30 Uhr |price=|lat=|long=|lastedit= |description=Battimamzelle, karibisch - teuer; Rooftop Terrace Bar.}} * {{vCard|type=restaurant |name=Courtyard by Marriott |address=Audrey Jeffers Highway, Invaders Bay |phone=627-5555 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=The Centro Restaurant, international, Frühstück, Mittag- und Abendessen.}} * {{vCard|type=restaurant |name=Crowne Plaza |address=Wrightson Road, Downtown |phone=625-3366 |email=|fax=|url=|hours= Di – Sa 7.00 – 23.00 Uhr, So 11.30 – 14.30 Uhr |price=|lat=|long=|lastedit=|description=La Ronde, 360° Dach-Restaurant; Lawrence of Arabia.}} * {{vCard|type=restaurant |name=Hilton Trinidad |address=Lady Young Road |phone=624-3111 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=Pool Terrace Garden Restaurant: täglich 6.30 – 22.30 Uhr; Rituals Coffee House: täglich 6.00 – 20.00 Uhr; Carnival Bar: Mo – Fr 18.00 – 0.00 Uhr; Lobby Bar: täglich 16.00 – 1.00 Uhr.}} * {{vCard|type=restaurant |name=Hotel Normandie |address=10 Nook Avenue, St. Ann´s |phone=624-1181 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=Ciao! Vidalia, Restaurant, Bar; Café Trinidad, Frühstückscafé, Mittagsrestaurant.}} * {{vCard|type=restaurant |name=Hyatt Hotel |address=1 Wrightson Road, Downtown |phone=623-2222 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=Waterfront Restaurant: täglich für Frühstück 6.00 – 10.30 Uhr, mittags 11.30 – 14.30 Uhr, abends 18.30 – 22.30 Uhr, Sonntag Buffet; Sushi Bar, geöffnet Mo – Sa 17.30 – 22.30 Uhr; Cinnamon, Schnellgerichte, 24 Stunden geöffnet; Lobby Lounge & Bar, geöffnet So – Do 11.00 – 0.00 Uhr, Fr + Sa 11.00 – 1.00 Uhr mit Live-Musik ab 18.30 Uhr; Infinity Pool Bar, geöffnet Mo – Do 11.00 – 19.00 Uhr, Fr 11.00 – 20.00 Uhr, Sa 10.00 – 20.00 Uhr, So 10.00 – 19.00 Uhr.}} * {{vCard|type=restaurant |name=Kapok Hotel |address=16-18 Cotton Hill, St. Clair |phone=622-5765 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=Bois Cano, Bistro & Bar, Fr + Sa Live Musik; Tiki Village, polynesisch, 8. Etage, geöffnet Mo – Fr 6.30 – 22.15 Uhr, Sa + So 7.00 – 22.15 Uhr.}} * {{vCard|type=restaurant |name=Monique´s Guesthouse |address=114-116 Saddle Road, Maraval |phone=628-3334 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=The Pink Anthurium Restaurant & Bar, karibisch: täglich 7.00 – 10.00 Uhr + 18.00 – 22.00 Uhr, Bar: 11.00 – 22.00 Uhr.}} * {{vCard|type=restaurant |name=Royal Palm Suites Hotel |address=Royal Palm Plaza, Maraval |phone=628-6042 |email=|fax=628-6042 |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Buccaneer´s Cove, international, Restaurant & Bar, Reservierungs Tel. 628-5086.}}} * {{vCard|type=restaurant |name=The Chancellor |address=5 St. Ann´s Avenue |phone=623-0883 |email=|fax=623-0883 |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=Tea Terrace, im Innenhof, dienstags abends: karibische Nacht; Waterfall Bistro & Bar, karibisch.}} == Nachtleben == === Bars === * {{vCard|type=bar |name=Al Place |address=33 Prince Street / George Street |phone=623-5653 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=| description=}} * {{vCard|type=bar |name=All Out Sports Bar |address=1. Etage, Queen's Park Oval, 94 Tragarete Road |phone=622-6730 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=pub |name=Bat & Ball English Pub |address=Tragarete Road, Woodbrook |phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=bar |name=Brooklyn Bar |address=Carlos Street / Robert Street, Woodbrook |phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=club |name=Club 51 Degrees |address=51 Cipriani Boulevard |phone=627-0051|email=|fax=|url=|hours=|price=Eintrtt: 80 TT $ |lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=club |name=Clydesdale Club |address=St. Clair Avenue / Havelock Street, St. Clair |phone=622-4506 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=bar |name=Coco Lounge |address=Ariapita Avenue / Carlos Street, Woodbrook |phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=bar |name=Cricket Wicket |address=149 Tragarete Road, Woodbrook |phone=628-6766 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=pub |name=De Nu Pub |address=Ariapita Avenue / French Street, Woodbrook |phone=627-4042 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=club |name=Don Carlos Recreation Club |address=55 Duke Street, Downtown |phone=623-7619 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=pub |name=Eggy´s Pub |address=Cipriani Street, Morvant |phone= |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=club |name=Ice Club |address=48 Independence Square |phone=627-6149|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=bar |name=Jenny´s on the Boulevard |address=6 Cipriani Boulevard, Newtown |phone=623-5623-24 |email=|fax=|url=|hours= bis 0.00 Uhr |price=|lat=|long= |lastedit=|description=}} * {{vCard|type=pub |name=L J´s Pub |address=Norfolk Street, Belmont |phone= |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=bar |name=La Habana |address=61 Ariapita Avenue, Woodbrook |phone=625-7393 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=bar |name=More Vino |address=23 O’Connor Street / Ariapita Avenue |phone=622-8466 |email=|fax=|url=|hours= Mo – Mi 10.00 – 0.00 Uhr, Do – Sa 10.00 – 1.00 Uhr |price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=bar |name=Ronald´s Bar |address=Gatacre Street / Baden Powell Street |phone=628-5064 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=bar |name=Sabor Latino |address=Shoppes of Maraval, Maraval |phone=628-0927 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=bar |name=Sky Bar & Lounge |address=46 Ariapita Avenue, Woodbrook |phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=bar |name=Smokey and Bunty´s |address=Dengue Street / 97 Western Main Road, St. James |phone=|email=|fax=|url=|hours= Mo – Do 22.00 – 3.00 Uhr, Fr – So 22.00 – 6.00 Uhr |price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=pub |name=Spunky´s Pub |address=1 Bombay Street, St. James |phone=682-6471 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=club |name=The Mariner's Club |address=Wrightson Road |phone=627-4873, 625-4826 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=bar |name=The Squeeze |address=Ariapita Avenue, Woofbrook |phone= |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=bar |name=US One |address=Frederick Street, Downtown |phone=624-9876 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} === Nachtclubs === * {{vCard|type=club |name=Zen Night Club |address=9-11 Keate Street |phone=625-9936 |email=|fax=|url=|hours=|price=Eintritt: 70 TT $ |lat=|long=|lastedit=|description=Ex Deluxe Kino, 3 Etagen.}} === Kinos === * {{vCard|type=cinema |name=Globe Cinema |address=St. Vincent Street / Park Avenue, Downtown |phone=623-1063 |email=|fax=|url=|hours= |price=Eintritt: 30 TT $ |lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=cinema |name=Hollywood Cinema |address=Movie Town Mall |phone=627-8277 |email=|fax=|url=|hours=|price=Eintritt: 35 TT $ |lat= |long=|lastedit=|description=}} === Spielkasinos === * {{vCard|type=casino |name=Club de Vegas |address=78-82 Frederick Street |phone=623-1118 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=casino |name=Club Princess, Members Club |address=44 Independence Square |phone=625-5723 |email=|fax=|url=https://worldofprincess.com |hours= täglich 22.00 – 4.00 Uhr |price=|lat=|long=|lastedit=|description=210 Geldspielautomaten, 9 Spieltische für Poker und Roulette.}} * {{vCard|type=casino|name=Diamond Members Club |address=40-A Ariapita Avenue, Woodbrook |phone=622-7563, 628-0710 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=casino|name=Ma Pau |address=French Street / Ariapita Avenue, Woodbrook |phone=627-6214 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=casino|name=Winners Club |address=42-A Ariapita Avenue, Woodbrook |phone=628-6333 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} === Theater === * {{vCard|type=theater |name=Little Carib Theatre |address=White Street / Roberts Street, Woodbrook |phone=622-4644 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} == Unterkunft == * {{vCard|type=hotel |name=Alicia´s Palace |address=Lady Chancellor Road, St. Anns |phone=624-8553 |email=|fax=621-1016 |url=http://aliciaspalace.com |hours=Frühstück 7.00 – 10.00 Uhr |price=|lat=|long=|lastedit=|description=32 Zimmer, 1 3/4 Mile Post, Restaurant, Bar, Pool, Internet Café.}} * {{vCard|type=hotel |name=Ambassador Hotel |address=99-A Long Circular Road, St. James |phone=628-9000 |email=|fax=628-7411 |url=https://ambassadortt.com |hours=|price=ganzjährig: EZ 100 US $, Suite 1 Person 125-185 US $, DZ 125 US $, Suite 2 Personen 150-220 US $. Vermietungspreise inclusive 10&#x202F;% Hotelsteuern, Frühstück 10 US $, Mittagessen 15 US $, Abendessen 25 US $, Internet 10 US $ pro Tag |lat=|long=|lastedit=|description=40 Zimmer und 14 Suiten, Restaurant, Bar, Pool, Konferenzraum.}} * {{vCard|type=hotel |name=Cascadia Hotel (ex Valley Vue) |address=67 Ariapita Road, St. Ann´s |phone=623-4208-09 |email=|fax=627-8046 |url=http://cascadiahotel.com |hours= |price=ganzjährig: EZ 168-192 US $, DZ 180-204 US $ |lat=|long=|lastedit= |description=66 Zimmer, Restaurant, Bar, Pool, Andenkengeschäft, behindertengerecht, Fitnessraum, Konferenz-Zentrum, Sauna, 2 Squashplätze, Flutlicht-Tennisplatz, Wasserpark mit 3 Wasserrutschen.}} * {{vCard|type=hotel |name=Chaconia Inn |address=106 Saddle Road, Maraval | phone=628-3210 |email=|fax=628-7609 |url=https://chaconiahotel.com |hours=|price=ganzjährig: EZ 125 US $, DZ 145 US $, Karneval: EZ / DZ 195 US $. Vermietungspreise inclusive Frühstück und Steuern, minimum 3 Nächte |lat=|long=|lastedit=|description=28 Zimmer, Restaurant, Bar, Pool.}} * {{vCard|type=hotel |name=Coblentz Inn |address=44 Coblentz Avenue, Cascade |phone=621-0541, 621-0544 |email=|fax=624-7566 |url=https://coblentzinn.com |hours=|price=ganzjährig: EZ 158-169 US $, DZ 178-189 US $. Zimmerpreise inclusive Frühstück, Minibar, Internetzugang und Steuern |lat=|long=|lastedit=|description=16 Zimmer, Dachrestaurant, Dachbar.}} * {{vCard|type=hotel |name=Courtyard by Marriott |address=Audrey Jeffers Highway, Invaders Bay |phone=627-5555 |email=|fax=627-6317 |url=https://marriott.de |hours=|price=|lat= |long=|lastedit=|description=116 Zimmer und 3 Suiten auf 4 Etagen, Restaurant, Bar.}} * {{vCard|type=hotel |name=Crowne Plaza |address=Wrightson Road |phone=625-3361 |email=|fax=625-4166 |url=http://crowneplaza.com |hours=|price=ganzjährig: EZ 170 US $, DZ 195 US $ |lat=|long=|lastedit=|description=243 Zimmer und 12 Suiten über 14 Etagen, 2 Restaurants, Lounge, Pool, Avis Autovermietung, Bank.}} * {{vCard|type=hotel |name=Hilton Trinidad & Conference Center |address=Lady Young Road |phone=624-3211 |email=|fax=624-4485 |url=http://hiltoncaribbean.com |hours=|price= |lat=|long=|lastedit=|description=418 Zimmer, 2 Restaurants, 3 Bars, Pool, Apotheke, Autovermietung, Bank, Boutique, Fitnessraum, Konferenz-Zentrum, Live-Musik, 2 Flutlicht-Tennisplätze, Tischtennis, Lage: 12-Etagen-Hochhaus, 3&#x202F;km vom Stadtzentrum entfernt.}} * {{vCard|type=hotel |name=Hotel Normandie |address=10 Nook Avenue, St. Ann´s |phone=624-1181 |email=|fax=624-0108 |url=http://normandiett.com |hours=|price=ganzjährig: EZ 138-155 US $, DZ 155-178 US $ |lat=|long=|lastedit=|description=53 Zimmer, Restaurants, Bar, Pool, Geschäfte. Das Hotel wurde im Jahre 2007 renoviert, Vermietungspreise inclusive Frühstück und Steuern.}} * {{vCard|type=hotel |name=Hyatt Hotel |address=1 Wrightson Road |phone=623-2222 |email=|fax=821-6401 |url=http://trinidad.hyatt.com |hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=428 Zimmer, Restaurant, Bar, Pool auf dem Dach, Fitness-Zentrum, Geschäfts-Zentrum.}} * {{vCard|type=hotel |name=Kapok Hotel |address=16-18 Cotton Hill, St. Clair |phone=622-5765 |email=|fax=622-9677 |url=https://kapokhotel.com |hours=|price=ganzjährig: EZ / DZ 159-178 US $, Suite 199-214 US $. Vermietungspreise inklusive Frühstück, zuzüglich 21,5&#x202F;% Service und Hotelsteuern |lat=|long=|lastedit=|description=94 Zimmer und Suiten, 2 Restaurants, Bar, Pool, Geschäfte, 5 Konferenzräume, Spielkasino. Lage: 10 Minuten vom Zentrum entfernt.}} * {{vCard|type=hotel |name=The Chancellor |address=5 St. Ann´s Avenue |phone=623-0883 |email=|fax=623-0883 |url=http://thecancellorhotel.com |hours=|price=|lat=|long= |lastedit=|description=15 Zimmer und 7 Suiten, Restaurant, Bar Bistro, Pool mit Wasserfall, Konferenz-Zentrum für 60 Personen.}} * {{vCard|type=hotel |name=Royal Palm Suites Hotel |address=7 Saddle Road, Maraval |phone=628-5086, 628-5089 |email=|fax=628-5086, 628-5089 |url=http://royalpalm.co.tt |hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=41 Zimmer und 28 Suiten, Restaurant, Bar, Pool, 4 Konferenzräume.}} === Gästehäuser === * {{vCard| type = hotel |name=Alicia´s House |address=7 Coblentz Gardens, St. Ann´s |phone=623-2802 |email=|fax=623-8560 |url=http://aliciashouse.com |hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=21 Zimmer, Restaurant, Bar, Pool.}} * {{vCard| type = hotel |name=Forty Winks |address=24 Warner Street, Newtown |phone=622-0484 |email=|fax=|url=https://fortywinkstt.com |hours=|price=ganzjährig: EZ 93,50 US $, DZ 108,90-115,50 US $ |lat=|long=|lastedit=|description=5 Zimmer, Nichtraucher Hotel mit Dachterrasse, klein aber fein - absolut '''empfehlenswert'''! Vermietungspreise inclusive Frühstück, Internet und Steuern.}} * {{vCard| type = hotel |name=Halyconia Inn |address=7 First Avenue, Cascade |phone=623-0008, 624-6481 |email=|fax=627-8623 |url=http://halyconiainn.com |hours=|price=|lat= |long=|lastedit=|description=30 Zimmer, Pool.}} * {{vCard| type = hotel |name=Monique´s Guesthouse |address=114-116 Saddle Road, Maraval |phone=628-3334 |email=|fax=622-3232 |url=https://moniquestrinidad.com |hours= |price=ganzjährig: EZ 84-90 US $, DZ 90-108 US $, bis 4 Pers. 114-132 US $ |lat=|long= |lastedit=|description=10 Zimmer und 10 Apartments, Restaurant, Garten, Internet, behindertengerecht. Lage: 5&#x202F;km vom Zentrum entfernt. Vermietungspreise inklusive Steuern.}} * {{vCard| type = hotel |name=Par-May-La´s Inn |address=53 Picton Street |phone=628-2008 |email=|fax=628-4707 |url=https://parmaylas.com |hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=19 Zimmer, Restaurant, Pub.}} === Apartments === * {{vCard|type=appartment |name=Picton Court Apartments |address=109 Woodford Street, Newtown |phone=637-9770 |email=|fax=637-9770 |url=http://pictoncourt.com |hours=|price=ganzjährig: Appartment ab 95 US $ |lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=appartment |name=Sun Deck Suites |address=42-44 Picton Street, Newtown |phone=622-9560 |email=|fax=628-4707 |url=https://sundecktrinidad.com |hours=|price=|lat= |long=|lastedit=|description=15 Apartments.}} == Sicherheit == Die östlichen Stadtbezirke '''Laventille''' und '''Morvant''' sollten Touristen auch tagsüber meiden, oder nur in Begleitung von vertrauenswürdigen Einheimischen betreten. Insbesondere während des Karnevals gibt es viele Diebstähle und auch einige Überfälle auf Touristen. == Gesundheit == === Ärzte === * {{vCard|type=hospital |name=Caribbean Medical Clinic |address=5 Queen´s Park East |phone=625-3944 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=hospital |name=Community Hospital of Seventh Day Adventists |address=Western Main Road, Cocorite |phone=622-1191-92, 628-8330-32 |email=|fax=|url=|hours=|price= |lat=|long=|lastedit=|description=Privatkrankenhaus.}} * {{vCard|type=hospital |name=Doctors Radiology Centre |address=70 Pembroke Street |phone=625-4366 |email=|fax=625-4366 |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=hospital |name=General Hospital |address=123 Charlotte Street |phone=623-2951-52, 623-7715, 625-3622 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=hospital |name=Good Health Medical Centre |address=1-7 Fitzblackman Drive, Woodbrook |phone=623-5456, 625-5259 |email=|fax=|url=http://medcorpltd.com |hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=hospital |name=St. Clair Medical Centre |address=18 Elizabeth Street, St. Clair |phone=628-1451, 622-5514 |email=|fax=622-3124 |url=http://medcorpltd.com |hours= |price=|lat=|long=|lastedit=|description=Privatkrankenhaus.}} * {{vCard|type=hospital |name=The Marli Street Clinic |address=10 Marli Street |phone=622-7183 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=Privates Ärztezentrum mit Nuclearmedizin, CT, Röntgen.}} * {{vCard|type=hospital |name=West Shore Hospital |address=239 Western Main Road, Cocorite |phone=622-9670, 622-9878 |email=|fax=622-3289, 622-8206 |url=|hours=|price=|lat=|long= |lastedit=|description=Privates Krankenhaus mit 24 Stunden Notdienst.}} === Optiker === * {{vCard|type=optician |name=Carter´s Optical |address=45 Ellerslie Plaza, Maraval |phone=622-7975 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=optician |name=Feng Optical |address=24 Mucurapo Road, St. James |phone=393-9451 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=optician |name=Ferreira Optical |address=94-A Frederick Street |phone=627-3937 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=optician |name=Ferreira Optical |address=Long Circular Mall |phone=622-8565 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=optician |name=Forsight Vision |address=60-62 Frederick Street |phone=623-1874 |email=|fax=624-6206 |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=optician |name=Northshore Optical Studio |address=701 Aldegonda Park, St. Ann´s Road, St. Ann |phone=621-2331 |email=|fax=621-2331 |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=optician |name=Parillon Optical |address=134-A, Frederick Street |phone=623-4137 |email=|fax=623-4137 |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=optician |name=Today´s Optical |address=76 Frederick Street |phone=624-7611 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=optician |name=Value Optical |address=41 Frederick Street |phone=627-5367, 627-1000 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} === Apotheken === == Praktische Hinweise == === Banken === * {{vCard|type=bank |name=Central Bank of Trinidad and Tobago |address=Eric Williams Plaza, Independence Square |phone=625-4835, 625-4921 |email=|fax=627-4696 |url=|hours= |price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=bank |name=First Citizens Bank |address=62 Independence Square |phone=625-2893-94 |email=|fax=627-5956 |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=bank |name=First Citizens Bank |address=50 St. Vincent Street |phone=623-2576 |email=|fax=625-5446 |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=bank |name=First Citizens Bank |address=44-46 Maraval Road, Maraval |phone=622-5839 |email=|fax=628-6297 |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=bank |name=First Citizens Bank |address=Park Street / Henry Street |phone=623-2961 |email=|fax=622-4003 |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=bank |name=First Citizens Bank |address=18 Western Main Road, St. James |phone=622-7142 |email=|fax=628-6305 |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=bank |name=Republic Bank |address=28-30 Murray Street / Ariapita Avenue, Woodbrook |phone=627-8062 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=bank |name=Republic Bank |address=58-60 Tragarete Road |phone=625-4421 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=bank |name=Republic Bank |address=59 Independence Square |phone=625-4411 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=bank |name=Republic Bank |address=7Promenade Centre, 2 Independence Square |phone=625-2711 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=bank |name=Republic Bank |address=9-11 Park Street |phone=623-1056 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=bank |name=Republic Bank |address=Hilton Trinidad Hotel, Lady Young Road |phone=625-4411 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=bank |name=Republic Bank |address=Norfolk Road / Erthig Road, Belmont |phone=623-7239 |email=|fax=|url=|hours= Mo – Do 8.00 – 14.00 Uhr, Fr 8.00 – 13.00 Uhr + 15.00 – 17.00 Uhr |price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=bank |name=Republic Bank |address=Ellerslie Court, Boissiere, Maraval |phone=622-1659 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=bank |name=Republic Bank |address=Long Circular Mall, 51-53 Long Circular Road, St. James |phone=623-7234 |email=|fax=|url=|hours= Mo – Fr 11.00 – 18.00 Uhr |price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=bank |name=Royal Bank Trinidad & Tobago (RBTT) |address=55 Independence Square |phone=625-7288 |email=|fax=625-0585 |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=bank |name=Royal Bank Trinidad & Tobago (RBTT) |address=Bournes Road / 70 Western Main Road, St. James |phone=625-7288 |email=|fax=628-2091 |url=|hours=|price= |lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=bank |name=Royal Bank Trinidad & Tobago |address=Long Circular Road / Rookery Nook, Maraval |phone=625-7288 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=bank |name=Royal Bank Trinidad & Tobago (RBTT) |address=Royal Court, 19-21 Park Street |phone=623-1322, 625-7288 |email=|fax=625-8167 |url=|hours=|price=|lat= |long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=bank |name=Scotiabank |address=Western Main Road / Bengal Street, St. James |phone=622-9277 |email=|fax=622-3944 |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=bank |name=Scotiabank |address=56-58 Richmond Street |phone=625-3566 |email=|fax=627-5278, 625-5633 |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=bank |name=Scotiabank |address=1 Frederick Street, Downtown |phone=623-1253 |email=|fax=623-4185 |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=bank |name=Scotiabank |address=Park Street / Pembroke Street |phone=623-1915 |email=|fax=623-8552 |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}}x * {{vCard|type=bank |name=Scotiabank |address=Ellerslie Plaza, Long Circular Road, Maraval |phone=628-7589 |email=|fax=628-9013 |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} === Geldautomaten === * {{vCard|type=atm |name=First Citizen Bank |address=Glencoe, Kappa Drugs, Highland Plaza |phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=atm |name=First Citizen Bank |address=Invaders Bay, Movie Towne, Audrey Jeffers Highway |phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=atm |name=First Citizen Bank |address=Maraval, N.P. Maraval, Morne Coco Road / Saddle Road |phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=atm |name=First Citizen Bank |address=Morvant, N.P. Quik Shoppe |phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=atm |name=First Citizen Bank |address=N.P. Quik Shoppe, Richmond Street |phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=atm |name=First Citizen Bank |address=Port Authority, Wrightson Road |phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=atm |name=RBTT |address=19-21 Park Street |phone=|email=|fax=|url= |hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=atm |name=RBTT |address=55 Independence Square |phone=|email=|fax= |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=atm |name=RBTT |address=8 Sweet Briar Road, St. Clair |phone=|email= |fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=atm |name=RBTT |address=Algico Plaza, St. Vincent Street |phone= |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=atm |name=RBTT |address=BP Trinidad & Tobago Building, Queen´s Park Savannah |phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=atm |name=RBTT |address=City Gate |phone=|email=|fax=|url=|hours= |price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=atm |name=RBTT |address=General Hospital |phone=|email=|fax=|url= |hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=atm |name=RBTT |address=Maraval, Long Circular Mall, Long Circular Road |phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=atm |name=RBTT |address=Maraval, Long Circular Road / Rookery Nook Road |phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=atm |name=RBTT |address=Woodbrook, French Street |phone=|email=|fax= |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=atm |name=Scotiabank |address=Independence Square |phone=|email=|fax= |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=atm |name=Scotiabank |address=Maraval, Ellerslie Plaza, Long Circular Road |phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=atm |name=Scotiabank |address=Park Street / Pembroke Street |phone= |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=atm |name=Scotiabank |address=St. James, Western Main Road / Bengal Street |phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} === Internationale Geldüberweisungen === * {{vCard|type=bank |name=Western Union Money Transfer |address=44-58 Edward Street |phone=623-6000 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=bank |name=Western Union Money Transfer |address=Uptown Mall |phone=623-4457 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} === Deutsche Botschaft === * {{vCard|type=embassy |name=Deutsche Botschaft |address=7-9 Marli Street, Newtown, Port-of-Spain |phone=628-1630-1632 |email=|fax=628-5278 |url= |hours= Mo – Fr 8.00 – 11.30 Uhr |price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} === Information === * {{vCard|type=tourist information|name=Tourism Development Company of Trinidad & Tobago |address=Level 1, Maritime Centre, 29 Tenth Avenue, Barataria, Port of Spain |phone=675-7034 |email=|fax=638-7962 |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} === Sonstiges === * {{vCard|type=post |name=General Post Office (GPO) - Hauptpost |address=92-A Wrightson Road, gegenüber dem Hilton Hotel |phone=625-5550, 625-2121 |email=|fax=|url=|hours= Mo – Fr 7.00 – 17.00 Uhr |price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=post |name=City Gate Post Office |address=Downtown |phone=684-6877 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=post |name=St. Clair Post Office |address=177 Tragarete Road |phone=622-3364 |email=|fax=|url=|hours= Mo – Fr 7.00 – 17.00 Uhr, Sa 8.00 – 12.00 Uhr |price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} ==== Internet Cafés ==== * {{vCard|type=cafe |name=Jus’ Click |address=Royal Palm Plaza, Maraval |phone=628-2316 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=cafe |name=Espinoza Internet Cafe |address=Upper Cocorite Terrace, Cocorite |phone=628-4665, 772-3393 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} == Ausflüge == * {{vCard|type=tour operator |name=Caroni Bird Sanctuary |address=|phone=|email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=Caroni Swamp Vogelschutzgebiet, direkt südlich von Port of Spain. In dem 180 ha großen Mangroven-Sumpfgebiet findet man über 186 verschiedene Vogelarten, u. a. Regenpfeiffer, Enten, den Scharlachroten Ibis, Pelikane und verschiedene Reiherarten wie Silberreiher oder Löffelreiher. Im Jahre 1953 wurde das Schutzgebiet gegründet, seit 1965 ist es für Besucher geöffnet. Es gibt dort Plattformen zur beobachtung von Vögeln, Wanderwege auf Holzplanken und Waschräume. Motorboote fahren etwa 7&#x202F;km weit durch die Sümpfe, Abfahrt der Boote um 4.30 Uhr morgens und zwischen 16.00 und 16.30 Uhr, Fahrpreis zwischen 30 und 40 TT $.}} === Reisebüros === * {{vCard|type=travel agency |name=A & A Travel |address=86 Dundonald Street, Downtown |phone=627-5482 |email=|fax=627-5475 |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=travel agency |name=A´s Travel Service – Thomas Cook Repräsentant |address=177 Tragarete Road, Woodbrook |phone=622-7664 |email=|fax=628-6808 |url=|hours= |price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=travel agency |name=Alston Travel |address=67 Independence Square, Downtown |phone=623-1980 |email=|fax=625-3682 |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=travel agency |name=Amral´s Travel Service |address=Capital Plaza |phone=625-0784 |email=|fax=625-0800 |url=https://amralstravel.com |hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=travel agency |name=Eastern Travel Service |address=Fredrick Street / Park Street |phone=624-8275, 685-2381 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=travel agency |name=Eastside Tours & Travel Service |address=32 Charlotte Street |phone=625-6951 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=travel agency |name=Elsa's Travel Service |address=Ariapita Drive, Woodbrook |phone=622-3026 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=travel agency |name=First Class Travel Service |address=13 Carlos Street, Woodbrook |phone=627-1001 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=travel agency |name=Four Seasons Travel Service |address=9 Chacon Street |phone=625-0281, 627-1008 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=travel agency |name=Global Travel |address=37 New Street, Downtown |phone=623-5502 |email=|fax=623-8057 |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=travel agency |name=Go 4 Less Vacations |address=75 Ariapita Avenue, Woodbrook |phone=627-2727 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=travel agency |name=Going Places Travel |address=12 Roberts Street, Woodbrook |phone=622-9916 |email=|fax=|url=https://going-places.tv |hours=|price=|lat=|long= |lastedit=|description=}} * {{vCard|type=travel agency |name=Haygem Tours & Travel Service |address=41 Luis Street, Woodbrook |phone=622-4360, 622-6870 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long= |lastedit=|description=}} * {{vCard|type=travel agency |name=Kam's Travel & Tours |address=Long Circular Mall, St. James |phone=868-622-6819 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=travel agency |name=Lazzari & Sampson Travel Service |address=24 Ana Street, Woodbrook |phone=623-2721 |email=|fax=625-8656 |url=|hours=|price=|lat=|long= |lastedit=|description=}} * {{vCard|type=travel agency |name=Naipaul's Tours & Travel Service |address=Port Authority Gebäude |phone=623-5516 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=travel agency |name=NavarrosTravel Service |address=78 Wrightson Road |phone=625-4324, 625-4329 |email=|fax=623-5978 |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=travel agency |name=S & L Travel |address=Bradford Mall |phone=625-8297 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=travel agency |name=Shanti´s Travel Service |address=34 Edward Street |phone=623-0832 |email=|fax=623-0835 |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=travel agency |name=Simpaul Travel Services |address=103-D St. Vincent Street |phone=624-5603, 624-5407 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=travel agency |name=Super Travel Service |address=86 Duke Street |phone=624-6253 |email=|fax=627-3103 |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=travel agency |name=The Travel Centre |address=16 Damian Street, Woodbrook |phone=622-0112 |email=|fax=622-0894 |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=travel agency |name=Tradewinds Travel |address=Frederick Courts, 43-45 Frederick Street |phone=623-7531 |email=|fax=623-4924 |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=travel agency |name=Travel House |address=126 Edward Street |phone=625-5863 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=travel agency |name=Travel Network |address=9 Colville Street, Woodbrook |phone=623-3651 |email=|fax=623-3341 |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type=travel agency |name=Trevi Tours & Travel Service |address=121 Western Main Road, St. James |phone=622-5536 |email=|fax=622-9002 |url=|hours=|price=|lat=|long= |lastedit=|description=}} * {{vCard|type=travel agency |name=United Travel Service |address=18 New Street |phone=623-0355 |email=|fax=623-3500 |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=travel agency |name=Vendryes Travel |address=71 Frederick Street |phone=623-7272-75 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} * {{vCard|type=travel agency |name=We Go Travel |address=Oxford Street / Charlotte Street |phone=625-2911 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit= |description=}} === Rundfahrten === * {{vCard | name = Corporate Travel & Tours | type = tour operator | address = 1 De Verteuil Street, Woodbrook | phone = 624-0800, 623-9460 }} * {{vCard|type= tour operator |name=J. C. Tours & Travel |address=Charlotte Street / Independence Square |phone=625-6930, 627-0105 |email=|fax=|url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type= tour operator |name=Kalloo´s Sightseeing Tours |address=31 French Street, Woodbrook |phone=622-9073 |email=|fax=645-5182 |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} * {{vCard|type= tour operator |name=Trinidad & Tobago Sightseeing Tours |address=12 Western Main Road, St. James |phone=628-1051 |email=|fax=622-9205 |url=|hours=|price=|lat=|long=|lastedit=|description=}} == Literatur == == Weblinks == {{GeoData| lat= 10.66611| long= -61.50542| radius= }} {{IstInKat|Trinidad (Trinidad und Tobago)}} {{class-4}} 3s9ptfis6k82ji37qvzw08cd691dfpz München Hauptbahnhof 0 55147 1804832 1803240 2026-09-18T14:12:10Z Ousw 57729 /* Bahnhof */ akt. Bild Bstg. 26, Text folgt 1804832 wikitext text/x-wiki {{imbox | type = style | image = [[Datei:Zeichen 101 - Gefahrstelle, StVO 1970.svg|32px]] <!-- ohne width: mit automat. Breite ist wohl bei untersch. Displaygrößen besser | style = width: 650px; --> | text = Der Münchner Hauptbahnhof wird bis vsl. 2036 nahezu vollständig '''abgerissen''' und durch einen Neubau ersetzt, es ist entsprechend mit erheblichen Einschränkungen und Veränderungen der Laufwege, Lärmbelästigung und dem fortwährenden Umzug verschiedener Einrichtungen zu rechnen. {{Stand|2026|09}}|textstyle = text-align:left; }} Der '''Hauptbahnhof München''' in der bayerischen Landeshauptstadt ist bei einer Besucherzahl von über 450.000 Reisenden täglich (2025)<ref name=":0">{{Internetquelle |autor= |url=https://www.muenchen.de/verkehr/hauptbahnhof |titel=Hauptbahnhof München: Infos zu Zügen, Anfahrt und Bauarbeiten - muenchen.de |werk=muenchen.de |hrsg=Portal München Betriebs GmbH & Co. KG - Ein Service der Landeshauptstadt München und der Stadtwerke München GmbH |datum=2026 |sprache=de |abruf=2026-07-10}}</ref> hinter den Spitzenreitern Hamburg Hauptbahnhof und Frankfurt Hauptbahnhof der am dritthäufigsten besuchte Bahnhof in Deutschland und ein wichtiger Knotenpunkt für den bayerischen Regionalverkehr sowie nationale und internationale Fernverbindungen. Er ist mit 32&nbsp;oberirdischen Gleisen gleichauf mit dem Bahnhof Roma Termini in Rom (Italien) und der Gare du Nord in Paris (Frankreich), zusammen mit den 2&nbsp;S–Bahngleisen hat er die meisten Gleise in Europa.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.tz.de/muenchen/stadt/umbau-verkehr-bahn-muenchen-hauptbahnhof-meiste-gleise-bahnhoefe-europa-rekord-93017445.html |titel=Hauptbahnhof München ist der Bahnhof mit den meisten Gleisen in Europa |werk=tz.de |hrsg=Merkur tz Redaktions GmbH & Co. KG |datum=2025-12-24 |sprache=de |abruf=2026-07-07}}</ref> == Geschichte == [[File:Arriving train at München Hauptbahnhof.jpg|thumb|München Hauptbahnhof 2022]] [[File:München Hbf Blick entlang Querbahnsteig mit Tragkonstuktion und Bauwand.jpg|thumb|Blick entlang des Querbahnsteigs mit Tragkonstuktion und Bauwand (Juni 2026)]] {{Scroll Gallery | title=Illumination Tragwerk in grün | München Hbf Illumination Tragwerk grün 5.jpg| | München Hbf Illumination Tragwerk grün 1.jpg| | München Hbf Illumination Tragwerk grün 4.jpg| | München Hbf Illumination Tragwerk grün 2.jpg| | München Hbf Illumination Tragwerk grün 3.jpg| }} [[File:München Hbf temporärer Zugang Bayerstraße von innen.jpg|thumb|Temporärer Zugang Bayerstraße (2026)]] [[File:München Hauptbahnhof Tiefbauarbeiten Bahnsteig 18 III.jpg|thumb|Tiefbauarbeiten Bahnsteig 18 (07/2026)]] {{Scroll Gallery | title = Starke Verengung Bahnsteig 19 | München Hauptbahnhof Verengung Bahnsteig 19 II.jpg|Verengung (07/2026) | München Hauptbahnhof Verengung Bahnsteig 19 III.jpg|upright{{!}}Aushang zur Verengung (07/2026) }} Ab dem Jahre 1838 gab es durch die private „München-Augsburger Eisenbahn-Gesellschaft“ Bauarbeiten für die erste Eisenbahnlinie in München und nach Augsburg. Am 1.&nbsp;September 1839 wurde der erste Bahnabschnitt dieser Linie mit der Fahrt der ersten Eisenbahn von München nach [[München/Aubing-Lochhausen-Langwied|Lochhausen]] eröffnet. Der erste noch provisorische Münchner Bahnhof befand sich damals auf dem Marsfeld und in Nähe der heutigen Hackerbrücke im jetzigen Gleisvorfeld noch einige hundert Meter weiter westlich des heutigen Standorts und seinerzeit noch deutlich vom Stadtzentrum entfernt. Planungen zu einem neuen Bahnhof gab es, auch wegen der ungünstigen Lage, schon ab 1843. Nach einem Großbrand 1847 im alten Bahnhof begannen die Arbeiten zu einem neuen repräsentativen Bahnhof auf dem damaligen Gelände der ''Schießstätte HSG München'' (Königlich privilegierte Hauptschützengesellschaft München 1406) und an heutiger Stelle. Die Bauleitung hatte [[w:Georg Friedrich Christian Bürklein|Friedrich Bürklein]], 1848 wurde die Bahnhofshalle und 1849 das Empfangsgebäude eröffnet. Wegen des Aufschwungs der Eisenbahn in der damaligen Zeit der Industrialisierung folgten rasch weitere An–, Um– und Neubauten. Schon ab 1893 gab es einen Nebenbahnhof nördlich des Hauptbahnhofs für die Vorortzüge auf der bereits seit 1854 betriebenen Bahnlinie nach [[Starnberg]], nach einem Neubau dann 1921 als Starnberger Flügelbahnhof eröffnet. Im gleichen Jahr wurde auch der Holzkirchner Flügelbahnhof im Süden fertiggestellt, dort gab es zuvor schon Ladegleisanlagen vor allem für die Bierabfuhr der damals aus dem Stadtzentrum weg und hier neu angesiedelten Brauereien ([[München/Schwanthalerhöhe#Augustiner-Bräu|Augustiner]], [[München/Au-Haidhausen#Hacker-Pschorr|Hacker-Pschorr]]). 1897 wurde von [[w:Ellen Ammann|Ellen Ammann]] am Münchner Hauptbahnhof die erste katholische Bahnhofsmission in Deutschland gegründet. Zu sehen ist das vor dem Hintergrund, dass damals auch viele junge Frauen und Mütter vom Land auf der Suche nach Arbeit am Bahnhof in der Stadt landeten und dort durch organisierte Händlerringe ausgenutzt und als rechtlose Arbeitskräfte in Fabriken oder in der Prostitution landeten. Die allererste Bahnhofsmission war im Jahre 1894 vom evangelischen Pfarrer [[w:Johannes Burckhardt (Pfarrer)|Johannes Burckhardt]] in Berlin gegründet worden. Im Zweiten Weltkrieg war der Hauptbahnhof zentrales Ziel der Luftangriffe auf München, auch der Bürkleinbau wurde stark beschädigt und in der Nachkriegszeit schrittweise bis Mitte der 1950er Jahre abgebrochen. Ab 1950 begann der Bau der heutigen Gleishalle, ab 1955 wurde die heutige Empfangshalle gebaut und 1960 eröffnet, seitdem wurde der ganze Bahnhof immer wieder modernisiert. Die Edelstahloptik der ab 2020 abgerissenen Galerie in der Empfangshalle entstand in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Im Jahr 1984 wurde die U-Bahnstation der Linien U4/U5 eröffnet,<ref>{{Internet|Autor=Florian Schütz und Boris Merath|Titel=U-Bahnlinie U5 vom Laimer Platz nach Neuperlach Süd|URL=https://www.u-bahn-muenchen.de/netz/u5/|Website=u-bahn-muenchen.de|Abruf=2026-06-06|Sprache=de}}</ref> die unter der Bayerstraße südlich des Hauptbahnhofes und oberhalb der Linie U1/U2 gelegen ist.<ref>{{Internet|Autor=Florian Schütz und Boris Merath|Titel=U-Bahnhof Hauptbahnhof der Linien U4 und U5|URL=https://www.u-bahn-muenchen.de/netz/bahnhoefe/ho/|Website=u-bahn-muenchen.de|Abruf=2026-06-06|Sprache=de}}</ref> Die grundlegende Umgestaltung und Modernisierung im Sperrengeschoss unter dem Bahnhofsplatz über der U-Bahn (jetzt U1/U2/U7/U8) wurde im Frühjahr 2014 abgeschlossen, die Sanierungsarbeiten im Zwischengeschoss unter der Bayerstraße über der S-Bahn wenige Jahre später. Die Planungen für den kompletten Umbau des wenig attraktiven Münchner Hauptbahnhofs wurden im Mai 2007 aus Kostengründen zunächst auf Eis gelegt. Nach jahrelangen Vorplanungen laufen seit 2019 jedoch die Bauarbeiten für den Abriss und weitgehend vollständigen Neubau des Bahnhofs samt einer zweiten unterirdischen S-Bahn-Station. Das Hauptgebäude wurde mit Stand 2024 bereits großteils abgebrochen, es ist noch bis vsl. mindestens 2035 mit großflächigen Umleitungen und Beeinträchtigungen durch Abriss- und Bauarbeiten zu rechnen. Ein gutes Beispiel für die Einschränkungen sind die Bilder rechts zu den Bauarbeiten im Sommer&nbsp;2026 an Bahnsteig 18/19,<ref>{{Internetquelle |url=https://www.instagram.com/reel/DY7TeINtGxZ/ |titel=(Baustelle Bahnsteig&nbsp;18/19) |werk=instagram.com |hrsg=2_stammstrecke |datum=2026-05-29 |sprache=de |abruf=2026-07-09}}</ref><ref>{{Internetquelle |url=https://www.youtube.com/shorts/Wr5epwVVEqw |titel=#BaustellenUpdate vom Hauptbahnhof München #2stammstrecke |werk=youtube.com |sprache=de |abruf=2026-07-09}}</ref> (die Bahnsteighälfte 19 wird aber trotz großer Verengung und einem entsprechenden Aushang noch genutzt) und wie weiter unten beschrieben die Umgehung vom gesperrten Bahnsteig&nbsp;26 zum Starnberger Flügelbahnhof (Gleise 27–36). Es gibt jedoch weiterhin, insbesondere im bereits modernisierten Untergeschoss, ein breites gastronomisches Angebot sowie einen auch Sonn- und Feiertags geöffneten Supermarkt – das Angebot im Erdgeschoss wird jedoch in den kommenden Jahren erheblich eingeschränkt bleiben. Viele Verkaufsstände auf dem Querbahnsteig befinden sich in Containern. Auch ein DB Reisezentrum, ein Warteraum und eine DB Lounge sind weiterhin verfügbar. Im September 2026 hat die Bahn am Tragwerk entlang des Querbahnsteigs Mehrfarb-LED-Röhren anbringen lassen, mit denen das Gestänge und das Wellblechdach jeweils in der gleichen Farbe illuminiert werden können. == Bahnhof == {{Mapframe|48.14046167083494|long=11.558587471711968|zoom=15|width=400|height=300|type=geoline}} Der Münchner Hauptbahnhof ist für die Bahngleise ein klassischer Kopfbahnhof, die Anfahrt erfolgt von Westen. Das Bahnhofsgebäude des Münchner Hauptbahnhofs besteht aus der riesigen Gleishalle und U-förmig angeordneten Gebäuden. Das großteils aus den 1960ern stammende und zuletzt in den 1980ern erweiterte Hauptgebäude zum Bahnhofsvorplatz wird seit 2019 etappenweise abgerissen, ebenso alle Nebengebäude bis auf die eigentliche historische Gleishalle aus den 1950ern, die unter Denkmalschutz steht und in den futuristischen Neubau integriert werden soll. [[File:München Hbf Umgebungsplan 3.jpg|thumb|Umgebungskarte mit Veränderungen durch die Baustelle (2026)]] {{Scroll Gallery | title = Baustelle Bahnsteig 26 | München Hbf Bstg 26 2026-09-17 Q.jpg | Zur „Wiesn“ wieder zugänglich (09/2026) | München Hbf Baustelle Bahnsteig 26 - 2026-08-02.jpg | Langsamer Fortschritt, der erste Mülleimer ist montiert (08/26) | München Hbf Baustelle Bahnsteig 26 - 2026-06-02 - Arbeiten in großer Höhe.jpg | upright{{!}}Arbeiten in großer Höhe vorne (06/2026) | München Hbf Baustelle Bahnsteig 26 - 2026-05-11.jpg | upright{{!}}Die Schutzwand wächst (05/2026) | München Hbf Baustelle Bahnsteig 26 - 2026-03-15.jpg | Anfänge der Schutzwand (03/2026) | München Hbf vor Zugabfahrtsanzeige Oktoberfest-Stimmung (Foto Hilarmont).jpg|Ehemaliger Bahnsteig 26 mit der bekannten Yorma's-Filiale (2017) }} [[File:München Hbf Gleis 26 Umleitungshinweis.jpg|thumb|Umleitungshinweis Bahnsteig 26]] * Die '''Gleise 1-2''' bezeichnen die beiden Gleise der unterirdischen S-Bahn-Station, der Zugang erfolgt über eine Treppenanlage am Kopf von Gleis 26. * Die '''Gleise 5-10''' im Süden der Gleishalle und im Außenbereich an der Bayerstraße sind der sogenannte '''Holzkirchner Bahnhof'''. Er wurde bis 2019 vollständig saniert und erstmals überdacht, der Zugang erfolgt über das äußere Ende von Gleis 11 der Haupthalle oder direkt aus der Bayerstraße. Von hier aus starten neben den Regionalzügen Richtung [[Salzburg]], [[Kufstein]] und [[Mühldorf am Inn]] auch die ''[[w:Westbahn (Unternehmen)|Westbahn]]'' nach [[Wien]] sowie vereinzelt auch ''[[w:Railjet (Zuggattung)|railjets]]'' Richtung [[Österreich]] und weiter nach [[Ungarn]]. * Die '''Gleise 11-26''' der oberirdischen '''Haupthalle''' werden von einem Großteil des Fernverkehrs, insbesondere allen ICE, und den Regionalzügen in Richtung [[Augsburg]], [[Ulm]], [[Ingolstadt]], [[Nürnberg]] und [[Regensburg]] genutzt. : Die Ladengeschäfte der Haupthalle sind seit 2022 aufgrund der Bauarbeiten großteils geschlossen und wurden durch mobile Verkaufsstände ersetzt. Aufgrund der Bauarbeiten bestehen hier in den nächsten Jahren erhebliche Einschränkungen der Verkehrsflächen. * Die '''Gleise 27-36''' im Norden der Gleishalle und im Außenbereich an der Arnulfstraße bilden den '''Starnberger Flügelbahnhof'''. Von dort aus fahren die Regionalzüge Richtung [[Lindau]], [[Füssen]], [[Kempten]], [[Innsbruck]] über [[Garmisch-Partenkirchen]] sowie in das [[Bayerisches Oberland|bayerische Oberland]]. Zudem starten hier die ''[[w:EuroCity-Express|EuroCity-Express]]'' nach [[Zürich]]. : Seit dem Fahrplanwechsel 2024/25 ist das Gleis 36 der Kopf der S{{nnbsp}}7 Richtung Westen, die vorherige S{{nnbsp}}7 wurde dazu in die neue (verkürzte) S{{nnbsp}}7 und die S{{nnbsp}}5 aufgespalten, letztere verkehrt wie alle anderen S–Bahnen durch das „Nadelöhr“ der unterirdischen Stammstrecke. Auf der neuen S{{nnbsp}}7 werden großteils Garnituren der [[w:DB-Baureihe 424|DB-Baureihe 424]] eingesetzt, die keine Zulassung für die Stammstrecke haben. : Der Zugang erfolgt über das Ende von Gleis 26 der Haupthalle oder direkt von der Arnulfstraße oder dem S-Bahn-Zwischengeschoss, wobei die letzteren beiden Wege nicht barrierefrei sind. Auch in diesem Bereich finden seit 2020 Abrissarbeiten statt, da das zusehens verfallene Hauptgebäude bis in die 2030er durch ein neues Hochhaus ersetzt und die Bahnsteige ebenfalls modernisiert werden sollen. : '''Achtung:''' Seit den beginnenden Abrissarbeiten der nördlichen Gebäudeteile ist der Bahnsteig 26 seit November 2025 nicht zugänglich, da dort eine Schutzwand errichtet wird. Der alternative Fußweg führt vom Querbahnsteig der Gleishalle über den Ausgang Arnulfstraße außerhalb des Bahnhofsgebäudes und durch die alte Schalterhalle des Starnberger Flügelbahnhofs zu den Gleisen 27 bis 36.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.hbf-muc.de/aktuelles-reader/sperrung-bahnsteig-26-alternativer-fussweg-ab-mitte-november.html |titel=Sperrung Bahnsteig 26 – Alternativer Fußweg ab Mitte November - Neubau Hauptbahnhof München |abruf=2026-03-14}}</ref> Nach Norden (Arnulfstraße), Osten (Bahnhofsplatz) und Westen (Bayerstraße) schließen sich die unterirdischen Bauwerke des Bahnhofs mit den jeweiligen Zwischengeschossen / Sperrengeschossen und darunter jeweils den Gleisbereichen für die U–Bahn und die S–Bahn an. Diese Bereiche wurden in den letzten Jahren saniert und verfügen über zahlreiche gastronomische Angebote und weitere Einkaufsmöglichkeiten. == Anreise == === Mit dem Flugzeug === {| {{quickbar table|width: 180px;}} {{quickbar header|Reisezeiten (Dauer ca. min)}} {{quickbar item|heading=[[Flughafen München]]|value=45 Min}} {{quickbar item|heading=[[Flughafen Nürnberg]]|value=1:32}} {{quickbar item|heading=[[Flughafen Frankfurt]]|value=3:32}} |} Die Verbindung zum rund 40&#x202F;km nordöstlich vom Stadtzentrum gelegenen '''[[Flughafen München]]''' ist nur per S–Bahn vorhanden und gilt seit der Eröffnung des Airports als inadäquat und langsam. Die '''S{{nnbsp}}8''' fährt von Osten und die '''S{{nnbsp}}1''' fährt über Münchens Westen in das Zentrum. Außerdem verkehrt der Flughafenbus mit nur einem Halt (München Schwabing / Nordfriedhof) direkt bis zum Hauptbahnhof. Die Fahrzeiten für die genannten Verkehrsmittel beträgt jeweils rund 45&nbsp;Minuten. Trotz der räumlichen Nähe zur Neu- und Ausbaustrecke Nürnberg-München (und der Tatsache, dass selbige nach dem Flughafen gebaut wurde) besteht keine Verbindung ohne Umweg über das Münchner Stadtzentrum zwischen Flughafen und Hauptbahnhof, was eine Anreise mit dem ICE aus dem Norden kommend erheblich verlängert. Seit 2019 besteht jedoch eine direkte Verbindung nach Norden an die Regionalzugstrecke München–Regensburg, die stündlich bedient wird – am ersten Halt in Freising kann hier in S–Bahnen und Regionalzüge Richtung München Hbf umgestiegen werden. Ab 2024/2025 soll diese zudem bis Nürnberg verlängert werden. Der '''Flughafenbus''' [https://www.airportbus-muenchen.de/de Lufthansa Flughafen-Shuttle] vom Hauptbahnhof (Haltestelle gegenüber von Gleis 36 vor dem ''Sure Hotel by Best Western'', Arnulfstr. 12) zum Münchner Airport verkehrt zwischen etwa 05:00–19:00 Uhr im 20-Minuten-Takt und benötigt abhängig vom Verkehr etwa 45–60 Minuten. Für die Anfahrt mit dem Auto ist mindestens die gleiche Zeit wie auf der Schiene zu rechnen. Insbesondere zur Rushhour (07:00–09:00 sowie 17:00–19:00 Uhr) ist mit dichtem Verkehr und einer Fahrdauer jenseits einer Stunde zu rechnen. ====Alternativen==== Für die Anreise zum '''[[Flughafen Nürnberg]]''' gibt es tagsüber eine etwa halbstündliche Verbindung mit ''ICE'' (Dauer ca. 60&nbsp;Minuten), am [[Nürnberg#Mit der Bahn|Hauptbahnhof Nürnberg]] muss in die Flughafenlinie U2 (5&nbsp;Minuten Gehweg und noch 12&nbsp;Minuten Fahrtzeit) umgestiegen werden. Der '''[[Flughafen Memmingen]]''' ist entweder direkt per Flughafenbus zu erreichen (Abfahrt mehrmals täglich vor der "Hopfenpost", ca. 5&nbsp;Minuten Fußweg ab Gleis&nbsp;36) oder per EuroCity-Express und Regionalzügen bis Bahnhof Memmingen und dann per Stadtbus (Dauer etwa 1:45). Zum Fernbahnhof am '''[[Flughafen Frankfurt]]''' gibt es eine direkte und tagsüber mindestens stündlich bediente ICE-Verbindung (Dauer ca. 3:30). Der späteste Zug startet in München gegen kurz vor 21&nbsp;Uhr und erreicht Frankfurt kurz nach Mitternacht, der früheste startet ab München gegen 3:20&nbsp;Uhr und ist dann gegen 7&nbsp;Uhr am Flughafen: wer in Frankfurt gleich in der Frühe weiterfliegen will (Nachtflugverbot), hat am Flughafen Frankfurt ab Mitternacht einen mehrstündigen Aufenthalt. === Mit der Bahn === Die Statistik nennt für den Münchner Hauptbahnhof täglich über 450.000 Fahrgäste (2025) in fast 250 Fernzügen und über 500 Nahverkehrszügen (mit der S-Bahn).<ref name=":0" /> ==== Regionale Bahnverbindungen ==== Neben der S-Bahn, die das Münchner Umland anbindet, verfügt der Bahnhof über zahlreiche Regionalverbindungen, mit denen nahezu alle bayerischen Regionen umsteigefrei erreichbar sind. Die größten Anbieter hierbei sind ''DB Regio'', ''Arverio Bayern'' und die ''Bayerische Regiobahn BRB''. Umsteigefrei erreichbar sind ab München beispielsweise die großen Städte Augsburg, Ulm, Ingolstadt, Nürnberg, Würzburg, Hof, Passau und Regensburg sowie zahllose größere und kleinere Gemeinden dazwischen, von denen die meisten mindestens alle 60 Minuten angefahren werden. ==== Nationale Bahnverbindungen ==== Der Münchner Hauptbahnhof ist ein wichtiger Start- und Zielbahnhof im innerdeutschen Fernverkehr und wird jeden Tag von vielen Dutzend ''ICE'' (und noch vereinzelt ''IC'') bedient. Regelmäßige, mindestens stündliche, Verbindungen gibt es tagsüber auf folgenden Achsen (nicht alle Halte aufgelistet): * München - Nürnberg - Erfurt - Halle/Leipzig - Berlin - Hamburg * München - Nürnberg - Fulda - Göttingen - Hannover - Hamburg/Bremen * München - Augsburg - Stuttgart - Karlsruhe * München - Augsburg - Stuttgart - Mannheim - Frankfurt * München - Würzburg - Frankfurt - Köln - Düsseldorf/Essen/Dortmund ==== Internationale Bahnverbindungen ==== Der Münchner Hauptbahnhof verfügt aufgrund seiner Lage über zahlreiche umsteigefreie Verbindungen in die Nachbarländer im Regional- und Fernverkehr, die je nach Route tagsüber meist im 1- bis 2-Stunden-Takt verkehren (nicht alle Halte angegeben): ;Österreich *Regionalzüge Richtung Salzburg, Kufstein und Innsbruck *''ICE'' Richtung Innsbruck, Klagenfurt und saisonal Schwarzach-St. Veit *''railjet'' Richtung Wien/Flughafen Wien via Salzburg, Linz und saisonal Schwarzach-St. Veit *''Westbahn'' Richtung Wien via Salzburg, Linz ;Schweiz *''EuroCity-Express'' Richtung Zürich *''ICE'' Richtung Basel ;Italien *''railjet''/EuroCity Richtung Verona, teils weiter bis Bologna oder Venedig ;Tschechische Republik *Regionalzüge Richtung Prag ;Ungarn *''railjet'' Richtung Budapest ;Frankreich *''TGV'' Richtung Paris via Straßburg (einmal täglich) === Mit dem Bus === Der '''[[Zentraler Omnibusbahnhof München|Zentrale Omnibusbahnhof]]''' (ZOB) für München befindet sich unmittelbar im Westen des Hauptbahnhofs und an das Areal der Bahn anschließend. Von hier verkehren [[Fernbusse in Deutschland|nationale]] und [[w:Fernbusverkehr|internationale Fernbusse]]. Der ZOB ist fußläufig ca. 10 bis 15 Minuten Gehzeit vom Hauptbahnhof entfernt, jedoch befindet sich die Haltestelle [[w:Bahnhof München Hackerbrücke|Hackerbrücke]] in unmittelbarer Nähe, welche von den Zügen der [[w:S-Bahn München|S-Bahn München]] und oberhalb von der [[w:Straßenbahn München|Tram (Straßenbahn)]] bedient wird. === Mit dem MVV === ==== S–Bahn ==== Mit Ausnahme der Linien S{{nnbsp}}7 (ab Starnberger Flügelbahnhof) und S{{nnbsp}}20 (Geltendorf—...–Pasing–Heimeranplatz–Siemenswerke–...–Höllriegelskreuth, nicht alle Bahnen bedienen die ganze Strecke) fahren alle S-Bahn-Linien über die Stammstrecke den Hauptbahnhof an (regulär Gleise&nbsp;1–2 im Untergeschoss, bei Bauarbeiten oder größeren Betriebsstörungen auch über die Haupthalle oder den Starnberger Flügelbahnhof) und verbinden ihn gen Osten über den Marienplatz mit dem Ostbahnhof sowie Richtung Westen mit Laim und – nicht alle Linien – auch Pasing. ==== U–Bahn ==== * U1, U2, U4 und U5 jeden Tag * U7 werktags, U8 samstags als Verstärkerlinien. ==== Tram ==== * Linien 16, 17, 19, 20, 21 und 22 ab Hauptbahnhof * Linien 16, 17, 20, 21 und 22 ab Hauptbahnhof Nord (zwei verschiedene Haltestellen) * Linien 18, 19 ab Hauptbahnhof Süd ==== Bus ==== Die Stadtbusse halten entweder vor dem Nordausgang (Ausgang Arnulfstraße) oder dem Südausgang (Ausgang Bayerstraße) des Bahnhofs. Achtung: Aufgrund der Bauarbeiten verändert sich die Lage der Ersatzhaltestellen immer wieder. Das [https://www.bahnhof.de/downloads/replacement-service-maps/4234.pdf PDF vom Dezember 2025] des [[w:Münchner VerkehrsVerbund|Münchner VerkehrsVerbunds]] (MVV) zeigt einen detaillierten Lageplan des Hauptbahnhofs mit eingezeichneten Ersatzhaltestellen. * '''Museenlinie 100''' im 10-Minuten-Takt durch die nördliche Innenstadt via Odeonsplatz zum Ostbahnhof. * '''CityRing MetroBus 58/68''' über Pinakotheken, Giselastraße, Herkomerplatz, Ostbahnhof und Silberhornstraße zurück zum Hauptbahnhof === Auf der Straße === [[Datei:München Hauptbahnhof Fahrradparken.jpg|mini|hochkant|Fahrradparken]] Seiner zentralen Lage unmittelbar am Westrand des Münchner Stadtzentrums verdankt der Münchner Hauptbahnhof auch seine eher ungünstige Erreichbarkeit auf der Straße. Für die Anfahrt innerhalb von München müssen ab dem Mittleren Ring die üblichen Einfallstraßen verwendet werden, bei einem tagsüber hohen bis sehr hohen Verkehrsaufkommen. Am einfachsten möglich ist noch die Anfahrt von Westen (Autobahnen aus Stuttgart und Lindau), wo der Mittlere Ring mit der Donnersberger Brücke die Gleisanlagen der Bahn kreuzt. Von der Donnersberger Brücke aus über die Bayerstraße oder die Arnulfstraße ist die Anfahrt zum Hauptbahnhof im günstigsten Fall unter 15 Minuten möglich. Von der gegenüberliegenden Seite aus dem Südosten (Autobahn aus Salzburg) oder aus dem Nordosten (Autobahn aus Nürnberg) ist eine Zeit deutlich darüber zu rechnen. Die '''Parkmöglichkeiten''' im gesamten Münchner Zentrum sind sehr knapp, das gilt umso mehr für die Gegend am Hauptbahnhof, zumal 2019 das Parkhaus auf dem Dach des Bahnhofs ersatzlos abgerissen wurde und die Bauflächen im Umfeld weitere ehemalige Haltebereiche gekostet haben. Kostenlose Parkmöglichkeiten für Gäste gibt es hier überhaupt nicht (Tarife Parklizenzbereiche in München: Stunde: ab 1.- €; Tag: ab 6.- €). Es gibt mehrere Parkhäuser rund um den Hauptbahnhof (Parkleitsystem, Stunde: 3.- €; ein Tag: 25.- €). Für Parkplätze direkt am Hauptbahnhof gelten die gleichen Tarife wie für Parkhäuser. Kurzzeitparkplätze gibt es für 2.- €/30 Min., wobei es sehr schwierig ist, einen Platz zu ergattern. Je nach Möglichkeit empfiehlt sich ein kostengünstiger P+R Parkplatz am Stadtrand und die stressfreie und meist auch schnellere Anfahrt zum Hauptbahnhof mit den [[München#Öffentlicher Personennahverkehr|öffentlichen Verkehrsmitteln]]. <!--=== Mit dem Fahrrad (optional) ===--> Durch die Abriss- und Umbauarbeiten mussten auch die bisherigen Fahrradparkplätze weichen, es gibt aber am Nordeingang einen Aushang zum Fahrradparken in der Umgebung. Die Karte zeigt die Orte um den Hauptbahnhof herum jeweils mit Angabe der Anzahl an Plätzen. <!--=== Zu Fuß (optional) ===--> == Mobilität == * {{vCard | name = Autovermietungen | comment = Sixt, Avis, Hertz etc | type = car rental | directions = im Umfeld des Hauptbahnhofs. Das Mietwagenzentrum auf der Galerie wurde geschlossen bzw. inzwischen abgerissen. | lat = 48.141880826473184 | long = 11.558098890415671 | phone = +49 (0)89 5502447 (Sixt) | hours = | description = }} <!-- gibt es nicht mehr * {{vCard | type= bicycle rental | name= Radius Tours & Bike Rental | alt= Radlverleih, Stadtführungen und Radtouren | address= Arnulfstraße 3, 80335 München | directions= im Starnberger Flügelbahnhof (Gleise 27-36) | url= http://www.radiustours.com/index.php/en/fahrradverleih | lat= 48.14117 | long= 11.55793 | phone= +49 (0)89 54 34 87 77 40 }} --> == Sehenswürdigkeiten == [[File:Zauberberg in vier Textlängen links München Hbf.jpg | mini | Thomas Mann „Der Zauberberg“ in vier Textlängen am Querbahnsteig ]] [[File:Zauberberg in vier Textlängen rechts München Hbf.jpg | mini | „Der Zauberberg“ zweiter Teil – die Lesezeiten sind riesig bemessen ]] Der Münchner Hauptbahnhof selbst ist keine besondere Sehenswürdigkeit, sondern ein Funktionalbau, der nach fast vollständiger Zerstörung des Vorgängers im Zweiten Weltkrieg neu entstand. Bis zum Abriss für den Neubau ab 2020 fanden sich im Empfangsgebäude noch einige wiedereingebunde Elemente des alten Bürklein-Baus von 1848. Wegen der zentralen Lage des Hauptbahnhofs sind zahlreiche Sehenswürdigkeiten im Umfeld auch fußläufig schnell zu erreichen: Zum [[München/Sehenswürdigkeiten#Königsplatz|Königsplatz]] (nordseitig) sind es rund 10–15 Minuten, und in die unmittelbar östlich anschließende Fußgängerzone ([[München/Sehenswürdigkeiten#Karlsplatz|Stachus]], [[München/Sehenswürdigkeiten#Frauenkirche|Liebfrauendom]]) sind zu Fuß genauso schnell erreichbar und einen Abstecher in einer Umsteigepause wert. Für technisch Interessierte gibt es auf dem Bahngelände im Westen des Hauptbahnhofs die historische [[München/Schwanthalerhöhe#Bauwerke|Hackerbrücke]], eine von 1890–1894 erbaute Eisenbrücke. Eine Besonderheit ist hier, dass an warmen Abenden um die Zeit des Sonnentergangs teilweise so viele Leute auf dem alten Gestänge (sicher zwischen Fußweg / Fahrbahn) sitzen und die Aussicht bei einem mitgebrachten Getränk genießen, dass man nach einem freien Plätzchen suchen muss. <!--== Aktivitäten ==--> == Einkaufen == Ein Großteil der Ladengeschäfte, insbesondere eine breite Auswahl von Gastronomiebetrieben, befindet sich im bereits sanierten Untergeschoss über der S-Bahn bzw. dem U-Bahnhof von U1/U2. Dort finden sich neben Bäckereien, Zeitschriftenläden und den gängigen Fast-Food-Ketten auch einige andere Einzelhändler, die alle auch sonn- und feiertags geöffnet haben. In der eigentlichen Bahnhofshalle stehen aufgrund des Abrisses der Bestandsgebäude nur noch mobile Verkaufsstände auf dem Querbahnsteig - die vielen Reisenden noch bekannten Filialen von Burger King etc. dort wurden geschlossen. Einzig die Filiale von Yorma's am Bahnsteig&nbsp;11 hinten beim Holzkirchner Flügelbahnhof mit einigen Sitzplätzen drinnen und draußen blieb erhalten. Im Sperrengeschoss zwischen Haupthalle und S-Bahn befinden sich auch zwei Supermärkte (ein EDEKA und ein Biosupermarkt). Diese unterliegen nicht den üblichen gesetzlichen Ladenschlusszeiten in Bayern (20 Uhr werktags; kein Sonntagsverkauf), aber nur der EDEKA-Markt ist 365 Tage im Jahr bis 23 Uhr geöffnet. Weiter Richtung Elisenhof gibt es einen Müller–Drogeriemarkt, einen Asiamarkt und einen Discounter (Lidl). == Küche == Restaurants im eigentlichen Sinne gibt es innerhalb des Bahnhofs nicht, es befinden sich im Bahnhofsviertel unmittelbar angrenzend jedoch zahlreiche Restaurants mit Fokus auf arabische und bayerische Küche. [[Datei:München Hauptbahnhof Verkaufsecke neben DB Information.jpg|mini|Verkaufsecke links neben der DB Information]] {{Scroll Gallery | title = Yorma's, McDonald's, Höflinger, Ditsch | München Hauptbahnhof Yormas Bahnsteig 11.jpg|Yorma's am Bahnsteig 11 hinten | München Hauptbahnhof McDonalds.jpg|McDonald's im Unter- / Zwischengeschoss | München Hauptbahnhof Höflinger-Container.jpg|Höflinger-Container vor Bahnsteig 24 | München Hauptbahnhof Ditsch.jpg|Ditsch unterhalb DB Lounge }} Links neben der DB Information gibt es einen Bereich, in dem diverse Verkaufsstände untergebracht sind. Direkt davor am Querbahnsteig ist ein Yorma's-Container und am anderen Ende des Querbahnsteigs in Verlängerung von Bahnsteig 24/25 ein Höflinger(Bäcker)-Container. * {{vCard | name = Yorma's | id = Yormas | type = restaurant | lat = 48.139930098187726 | long = 11.555624452158469 | hours = | directions = | description = Der inzwischen auf immer mehr Bahnhöfen vertretene Anbieter kann gleich mit fünf Verkaufsstellen aufwarten (und eine sechste ist am entstehen): Wie oben erwähnt hinten an Gleis 11 mit Sitzgelegenheiten, am Querbahnsteig gegenüber Bahnsteig 12/13 im Verkaufscontainer, im Unter- / Zwischengeschoss neben dem (von der Haupthalle aus gesehen) hinteren Abgang zur S–Bahn und in der Nähe das Abgangs zur U1/2 sowie auf dem Weg zum Elisenhof. | comment = 2025 musste aufgrund der Umbauarbeiten nach 25 Jahren die bekannteste und stark frequentierte Verkaufsstelle am Beginn von Bahnsteig 26 schliessen.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.yormas.de/start/yormas-filiale-muenchen-gleis-26-sagt-servus/ |titel=YORMA`S Filiale München Gleis 26 sagt "Servus" |werk=Yorma´s AG |sprache=de |abruf=2026-07-07}}</ref> | image = München Hauptbahnhof Yormas Bahnsteig 11.jpg | lastedit = 2026-07-07 }} * {{vCard | name = Starbucks | id = Starbucks | type = restaurant | hours = '''UG:''' Mo–Sa 06:00–22:00, So/Fe 07:00–22:00; '''EG:''' tägl. 06:00 –22:00 | directions = Zwei Standorte: im Unter- / Zwischengeschoss am (von der Haupthalle aus gesehen) vorderen Abgang zur S-Bahn sowie als Verkaufscontainer in der Haupthalle gegenüber der DB-Information | description = bekannte US-Kaffeekette | lastedit = 2026-07-07 }} * {{vCard | name = McDonald's | type = restaurant | url = https://www.mcdonalds.com/de/de-de/restaurant-suche.html/l/munchen/bahnhofplatz-2/1419 | lat = 48.14084068890013 | long = 11.559665870612113 | hours = durchgehend außer Mo 02:00–06:00 | phone = +49 (0)89 55077787 | directions = Im Unter- bzw. Zwischengeschoss (von der Haupthalle aus gesehen) rechts | description = Burger, Pommes, Kaffee und Donuts | image = München Hauptbahnhof McDonalds.jpg | lastedit = 2026-07-07 }} * {{vCard | name = dean&david | type = restaurant | hours = '''UG:''' 06:30–23:00; '''EG:''' 05:00–23:30 | directions = Zwei Standorte: im Unter- / Zwischengeschoss über dem Bahnhof der U1/U2 sowie als Verkaufscontainer in der Haupthalle in Verlängerung von Bahnsteig 11/12 | description = Wraps, Bowls, Kuchen und Kaffee | lastedit = 2026-07-07 }} * {{vCard | name = Höflinger | type = cafe | directions = Zwei Standorte: im Unter- / Zwischengeschoss über dem Bahnhof der U1/U2 sowie als Verkaufscontainer in der Haupthalle in Verlängerung von Bahnsteig 24/25 | lat = 48.14076 | long = 11.55928 | hours = '''UG:''' Mo–Fr 6:00–20:00, Sa 7:00–13:00, So 5:30–23:00; '''EG:''' Mo–Fr 4:30–21:00, Sa 4:30–23:00, So 8:00–12:00 | image = München Hauptbahnhof Höflinger-Container.jpg | lastedit = 2026-07-29 | description = Bäckerei, Café. | id = Höflinger }} * {{vCard | name = Ditsch | id = Ditsch | type = takeaway | hours = Mo–So 06:00–20:00, Feiertag geschlossen | lat = 48.140915156197856 | long = 11.559372866532957 | directions = Kurz vor dem Nordausgang Richtung Arnulfstraße auf der rechten Seite bzw. unterhalb der DB Lounge | description = Laugengebäcke, süße Croissants, belegte Pizzas und der Klassiker, die Ditsch Laugenbrezel, die es seit einiger Zeit auch im Zug gibt | image = München Hauptbahnhof Ditsch.jpg | lastedit = 2026-07-07 }} == Unterkunft == {{Infobox|Übernachten im Bahnhofsbereich|Gegen Ende des letzten Jahrhunderts war es einige Jahre lang eine gängige Praxis, während der Wiesnzeit zum [[München/Oktoberfest|Oktoberfest]] in angemieteten Schließfächern zu übernachten: Mit dem Kopf vorneweg im Schließfach passten die Füße zwar nicht mit hinein und mussten draußen bleiben, aber das ersparte Geld konnte in den nächsten Wiesnbesuch investiert werden. Das wurde dann aber verboten. Bis vor wenigen Jahren wurde zum Oktoberfest das Übernachten mit Matten in den Arealen vor den Schließfächern geduldet, aber spätestens seit den Terrordrohungen zum Oktoberfest 2009 wird das gesamte Bahnhofsumfeld streng überwacht und „wildes Campieren“ ist im Hauptbahnhof nicht mehr möglich. }} Rund um den zentral gelegenen Münchner Hauptbahnhof hat sich seit seinem Bestehen eine große Anzahl an Unterkünften konzentriert: Die Anzahl der Quartiere in der [[München/Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt#Unterkunft|Ludwigsvorstadt]] ist die höchste in ganz München, und auch in der unmittelbar benachbarten [[München/Maxvorstadt|Maxvorstadt]] sind Betriebe in allen Preisklassen verfügbar. Der Schwerpunkt liegt dabei in den Unterkünften für die Geschäftsreisenden. Das direkt an der Bahnhofshalle liegende InterCityHotel wurde jedoch 2022 aufgrund der umfangreichen Bauarbeiten am Bahnhof geschlossen. Wer günstig unterkommen möchte, sollte es im [[München/Maxvorstadt#vCard_Q111117227|A&O Hackerbrücke]] probieren, und wer genug „Kleingeld“ übrig hat, kann ja mal im [[München/Maxvorstadt#vCard_Q2410189|Charles Hotel]] anfragen. Siehe auch den entsprechenden Abschnitt im [[München#Unterkunft|Reiseführer München]] == Sicherheit == [[Datei:München Hauptbahnhof Polizeirufsäule Bahnsteig 22+23.jpg|mini|upright|left|Polizeirufsäule Bstg. 22/23]] {{Scroll Gallery | title=Bundespolizei | align=left | Datei:München Hauptbahnhof Bundespolizei 3.jpg|upright{{!}}Nordosteingang | Datei:München Hauptbahnhof Bundespolizei 2.jpg|upright{{!}}Links Bundespolizei }} [[Datei:Polizeiinspektion München 16, Hauptbahnhof.jpg|mini|upright|left|Polizeiinspektion München&nbsp;16]] [[File:München U-Bahn Notruf- und Inforuf-Säule.jpg|mini|upright|left|U-Bahn Notruf- und Inforuf-Säule]] Im Zuge der Umbauarbeiten musste auch die im Bahnhof ehemals an Gleis 26 gelegene Polizeiinspektion geschlossen werden. Die Alternativen sind: * {{vCard | type= emergency call | name= Telefonsäule, die direkt mit der Polizei verbindet | alt= [[w:Notruftelefon|Polizeirufsäule]] | address= | lat= 48.14064340727799 | long= 11.558428738598023 | phone= | description= | directions= am Beginn des Bahnsteigs 22/23 | image = München Hauptbahnhof Polizeirufsäule Bahnsteig 22+23.jpg | lastedit = 2026-07-10 }} * {{vCard | type= police | name= Bundespolizei | address= | lat= 48.141107123703506 | long= 11.5599052022028 | phone= | description = | directions = Im östlichen Gebäudetrakt des Hauptbahnhofs beim Nordosteingang Arnulfstraße, i.{{nnbsp}}e. am Eingang zu den Schließfächern gleich links | image = | lastedit = 2026-08-26 }} * {{vCard | name = Polizeiinspektion München 16 | comment = Hauptbahnhof | type = police | address = Bayerstraße 14, 80335 München | directions = Nahe des südlwestichen Ausgangs Bayerstraße bei Yorma's vor dem Holzkirchner Flügelbahnhof | lat = 48.13935 | long = 11.55525 | phone = +49 (0)89 545829-0 | image = Polizeiinspektion München 16, Hauptbahnhof.jpg | lastedit = 2026-08-26 }} * Die in den '''U-Bahnhöfen''' installierten '''Notrufsäulen''' (mit gesondertem Inforuf) sind auch im Rollstuhl bedienbar und haben für sehbehinderte Menschen sowohl Brailleschrift auf den einzelnen Tasten als auch tastbare Buchstaben. Leider wurden die Notrufsäulen an allen S–Bahn–Stationen abgebaut. Allgemeine Ausführungen zur Sicherheitslage der Stadt siehe auch den Abschnitt zur [[München#Sicherheit|Sicherheit]] im Reiseführer München. München gilt als die sicherste deutsche Großstadt und sicherste Millionenstadt Europas, die hervorragende Sicherheitslage gilt auch für den Münchner Hauptbahnhof und sein Umfeld. Der ganze Bahnhof und sein Umfeld sind videoüberwacht, die Zahl der Straftaten im ÖPNV München ist rückläufig. Allerdings ist auch der Münchner Hauptbahnhof und das ganze Bahnhofsviertel bei einem hohen Ausländeranteil immer auch ein Anziehungspunkt für Angehörige sozialer Randgruppen und ein kritischer Brennpunkt der Alkohol- und Drogenszene. Vor allem von den Anwohnern in den Gebieten südlich des Hauptbahnhofs werden soziale Probleme mit aggressiven Bettlern und herumlungernden und auf Arbeit wartenden Tagelöhnern beklagt. Es kommt am späten Abend und vor allem in der Nacht am Münchner Hauptbahnhof und seinem unmittelbaren Umfeld, so wie an vergleichbaren Bahnhöfen auch, überdurchschnittlich oft zu gewalttätigen Auseinandersetzungen und Prügeleien unter Alkohol- oder Drogeneinfluss. Ein Alkoholverbot im Münchner Hauptbahnhof gibt es seit dem 21.1.2018, eine offene Drogenszene am Hauptbahnhof und auch in ganz München gibt es aber auch nicht. Im Bahnhofsgebäude gibt es auch tagsüber eine erhöhte Präsenz von Sicherheitskräften mit Personenkontrollen vor allem bei Verdacht auf Trunkenheit oder Drogenkonsum. Eine Sondersituation in der Sicherheitslage sind die '''Großveranstaltungen''' in der Stadt: Während des '''Oktoberfests''' setzt die S-Bahn über 600 zusätzliche Züge im Spätverkehr an den Wochenenden ein und befördert werktags täglich bis zu 100.000 Fahrgäste mehr. Zusätzliche Abfertigungshelfer und Sicherheitsmitarbeiter sind im Einsatz, aber das Oktoberfest ist ein Ausnahmezustand auch bei der Bahn, die Anzahl der Körperverletzungen zwischen Hauptbahnhof und Theresienwiese steigt alljährlich sprunghaft an, wegen betrunkener Wiesn-Besucher gibt es zahlreiche Polizeieinsätze bei der Bahn und S-Bahn, so z.&#x202F;B.&nbsp;im Jahre 2012 mit insgesamt 17 Streckensperrungen wegen Betrunkener im Gleis und mit neun unerlaubten Notbremsungen. Eine weitere Sondersituation sind '''Fußballspiele''', hier ist ebenfalls sehr oft Alkohol und die Gewaltbereitschaft mitgereister Fußballfans Ursache für Randale, Prügeleien und Polizeieinsätze in Folge. In Einzelfällen wurden schon ganze Sonderzüge von den Polizeibeamten eingekesselt und kontrolliert. In den letzten Jahren gab es einige Fälle, in denen bei allgemein angespannter Sicherheitslage infolge '''Terrorwarnungen''', auch bei gefährdeten Objekten außerhalb von München, die Sicherheitsvorkehrungen für den Münchner Hauptbahnhof wegen seiner nationalen Bedeutung stark verschärft wurden. Folge ist dann schwerbewaffnetes Sicherheitspersonal, heruntergelassene Rolltore an den Eingängen und intensivierte Personen- und Gepäckkontrollen mit den entsprechenden Beeinträchtigungen für Reisende, auch bei den zugehörigen Übungen der Einsatzkräfte ohne einen Ernstfall. == Gesundheit == * Unmittelbar um den zentral gelegenen Hauptbahnhof gibt es eine größere Anzahl an Arztpraxen für Allgemeinmedizin und Fachärzte. <!-- Update 2026-07-07 : Links: https://www.muenchen.de/leben/service/notdienste/medizinische-notdienste-muenchen-wichtige-nummern : https://www.kvb.de/patienten/aerztlicher-bereitschaftsdienst : https://bereitschaftspraxen.116117.de/details ->-> leider funkt. der Deep-Link nach der Suche nicht... : --> * {{vCard | type= hospital | name= Bereitschaftspraxis Elisenhof - Notdienst | alt= Ärztlicher Bereitschaftsdienst der Hausärzte Münchens | url = https://bereitschaftspraxen.116117.de/ | address= Prielmayerstraße 3, 80335 München | directions= im Block des Elisenhofs am Bahnhofsplatz gegenüber | lat= 48.14097043313268 | long= 11.562070992829536 | phone= 116 117 | hours= Mo,Di,Do 19:00–23:00; Mi,Fr 14:00–23:00; Sa,So,Fe 8:00–23:00 | lastedit = 2026-07-07 }} Wichtige Telefonnummern, Notdienste und Krankenhäuser siehe auch den entsprechenden Abschnitt im [[München#Gesundheit|Reiseführer München]]. == Praktische Hinweise == {{Scroll Gallery | title = Infomation und Kundencenter | München Hauptbahnhof DB Information und DB Reisezentrum.jpg|DB Information und DB Reisezentrum | München Hauptbahnhof Eingang Kundencenter der S–Bahn München.jpg|Kundencenter S–Bahn München | München Hauptbahnhof MVG Kundencenter tagsüber.jpg|MVG Kundencenter | München Hauptbahnhof Kundencenter Westbahn III.jpg|Kundencenter Westbahn }} [[Datei:Warteraum München Hbf 2026.jpg|mini|Warteraum]] [[Datei:München Hauptbahnhof Eingang Fundbüro und Schließfachaufsicht.jpg|mini|Fundbüro und Schließfachaufsicht]] {{Scroll Gallery | title = DB Lounge | München Hauptbahnhof Aufgang DB Lounge I.jpg|Aufgang, der Lift ist dahinter | Eingang DB-Lounge München.jpg|Eingang | Comfort-Bereich Selbstbedienung DB Lounge München Hbf 2026-08.jpg|Comfort-Bereich Selbstbedienung | Premium-Bereich DB Lounge München Hbf 2026-08.jpg|Premium-Bereich | München Hauptbahnhof DB Lounge Anzeige Abfahrten.jpg|Anzeige mit Abfahrten | München Hauptbahnhof DB Lounge Anzeige Wetter 3.jpg|Anzeige mit Wetteraussichten | München Hbf DB Lounge Monitor Zeitungen 2.jpg|Digitale statt gedruckte Zeitungen seit 1.&nbsp;September 2026 für drei Monate mit QR-Code und URL {{Stand|2026|09|01}} | Öffnungszeiten DB-Lounge München 2026-07-18.jpg|upright{{!}}Öffnungszeiten {{Stand|2026|09}} }} {{Scroll Gallery | title = Toiletten | München Hauptbahnhof Toilettencontainer IV.jpg|Container vom Nordausgang gesehen | München Hauptbahnhof Toilettencontainer III.jpg|Eingang | München Hauptbahnhof Toilettencontainer Behinderte I.jpg|Rampe für Rollstühle auf der Rückseite | München Hauptbahnhof Toilette vor Bahnsteig 11 II.jpg|upright{{!}}Vor Bahnsteig 11 | München Hauptbahnhof Toilette vor Bahnsteig 11 I.jpg|Vor Bahnsteig 11 unten | München Hauptbahnhof freie Toiletten Zwischengeschoß S- und U-Bahn (U1&2).jpg|Freie Toiletten im Zwischengeschoß zwischen S- und U-Bahn (U1/2) }} === Adressen === Der „Stationssteckbrief München Hbf Haupthalle“ findet sich [https://stationsdatenbank.bayern-takt.de/StationsdatenbankBEG/Steckbrief.html?lang=de&efz=8000261 hier]. <!-- Mobilitätsservice-Zentrale +49 (0)30 6521 2888 --> * {{vCard | name = DB Reisezentrum | type = travel agency | url = https://www.bahnhof.de/muenchen-hbf | address = Bayerstraße 10a, 80335 München | directions = Am Südausgang Bayerstraße neben dem Abgang zu U4/U5 | lat = 48.139780415255736 | long = 11.559194725035601 | hours = Mo–Fr 07:00–21:00, Sa/So/Fe 08:00–20:00 | description = | image = München Hauptbahnhof DB Information und DB Reisezentrum.jpg | lastedit = 2026-07-07 }} * {{vCard | name = DB Information | type = tourist information | url = | address = | directions = Links neben dem DB Reisezentrum | lat = 48.139862705654906 | long = 11.559192014414457 | hours = durchgehend | description = | image = München Hauptbahnhof DB Information und DB Reisezentrum.jpg | lastedit = 2026-07-07 }} * {{vCard | name = Warteraum | type = waiting room | url = | address = | directions = Hinter der DB Information | lat = 48.13985644108479 | long = 11.559326124909884 | hours = durchgehend | description = | comment = Der Zutritt ist nur in Verbindung mit einer gültigen Fahrkarte gestattet | image = Warteraum München Hbf 2026.jpg | lastedit = 2026-07-07 }} * {{vCard | name = Fundbüro und Schließfachaufsicht | id = Fundbüro und Schließfachaufsicht | type = lost and found | directions = Direkt an Nordausgang Richtung Arnulfstraße auf der rechten Seite | hours = Mo,Di 07:30–19:00, Mi 15:00–19:00, Do–So/Fe 07:30–19:00 | description = Wenn geschlossen ist und es Probleme mit einem Schließfach gibt, an die DB Information wenden | lat = 48.1410033132424 | long = 11.559228615487852 | image = München Hauptbahnhof Eingang Fundbüro und Schließfachaufsicht.jpg | lastedit = 2026-07-10 }} * {{vCard | type= travel agency | name= Kundencenter der S–Bahn München | directions= Im Unter- / Zwischengeschoss an der Ecke Richtung Starnberger Flügelbahnhof | lat= 48.14118701687011 | long= 11.559052165825669 | hours= Mo-Fr 07:00–20:00, Sa 08:00–19:00, So/Fe 09:00–19:00 | description = | image = München Hauptbahnhof Eingang Kundencenter der S–Bahn München neben Lift-Baustelle.jpg | lastedit = 2026-07-07 }} * {{vCard | type= travel agency | name= MVG Kundencenter Hauptbahnhof | alt= Beratungszentrum der Münchner Verkehrsbetriebe | directions= Im Unter- / Zwischengeschoss unter dem Bahnhofsplatz (nördlicher Abgang zum S–Bahn–Zwischengeschoß und dann weiter nach rechts Richtung U1/U2) | lat= 48.13996 | long= 11.56076 | phone= +49 (0)800 344 22 66 00 (gebührenfrei) | hours= Mo–Fr 08:00–20:00, Sa 09:00–16:00 | description = | image = München Hauptbahnhof MVG Kundencenter tagsüber.jpg | lastedit = 2026-07-28 }} * {{vCard | type= travel agency | name= Kundencenter Westbahn | directions= Im Unter- / Zwischengeschoss an der Ecke Richtung Starnberger Flügelbahnhof | url= https://westbahn.at/ | phone= | hours= tägl. 07:15–17:45 | description = | lat = 48.14123741407015 | long = 11.559059290767891 | image = München Hauptbahnhof Kundencenter Westbahn III.jpg | lastedit = 2026-07-07 }} <!-- "type=office" ist bei "Bahnhofsmission" Unsinn, aber etwas besseres findet sich nicht und neue Typen frage ich nach meinen bisherigen Erfahrungen nicht mehr freiwillig an. Ousw --> * {{vCard | type= office | name= Bahnhofsmission München | id = Bahnhofsmission | comment= evangel. und kath. | address= Hauptbahnhof Gleis 11, 80335 München | directions= am Bahnsteig Gleis 11 in Nähe Ausgang Bayerstraße | url= https://www.bahnhofsmission-muenchen.de/ | lat= 48.13975 | long= 11.55832 | phone= +49 (0)89 55 26 65 0 | hours= durchgehend | description = | image = München Hauptbahnhof Schild Bahnhofsmission.jpg | lastedit = 2026-07-19 }} === Infrastruktur === * Nach der Schließung des früheren Wartebereichs auf der Galerie gibt es seit 2024 einen kleinen beheizten, wettergeschützten '''Warteraum''' hinter der provisorischen DB Information, etwa gegenüber Gleis 12/13. * {{vCard | name = [[w:DB Lounge|DB Lounge]] | type = waiting room | comment = mit separatem Premium– (ehemals 1.&nbsp;Klasse–) Bereich und kostenlosem WLAN | directions = befindet sich noch an ihrem alten Standort links neben der ehemaligen Galerie der Haupthalle. Sie wird vsl. 2026 in einen provisorischen Bau an der Bayerstraße umziehen. | description = Für den Zutritt sind ein Flexpreis–Ticket der 1.&nbsp;Klasse oder ein ''BahnBonus''–Status plus tagesaktuelle Fernverkehrsfahrkarte erforderlich, (Super-)Sparpreise werden nicht mehr akzeptiert. ''BahnBonus''–Status–Kunden können eine Begleitperson in den Comfort–Bereich mitnehmen, sofern diese eine tagesaktuelle Fernverkehrsfahrkarte hat. Seit 1. September 2026 ist diese Lounge für drei Monate ein Experimentierfeld, da von gedruckten auf digitale Zeitungen und Zeitschriften umgestellt wurde, siehe Galerie rechts. (In der Umfrage nach der Anmeldung im WLAN werden zusätzlich diverse Fragen zur Zeitungsnutzung gestellt und auf der Startseite des digitalen Angebots gibt es optisch hervorgehoben unter „Ihre Meinung ist uns wichtig“ ebenfalls die Möglichkeit zu einer Rückmeldung.) | lat = 48.14083928294082| long = 11.559393653172402 | image = Eingang DB-Lounge München.jpg | lastedit = 2026-07-13 }} * '''Schließfächer''' sind in verschiedenen Größen, als Kurzzeit-Schließfächer und als Langzeit-Schließfächer an verschiedenen Positionen im gesamten Bahnhofsareal verfügbar (3–4{{nnbsp}}€ für 6{{nnbsp}}Std Kurzzeit, 4–6{{nnbsp}}€/24{{nnbsp}}Std Langzeit {{Stand|2026|08}}). Die Öffnungszeiten der Schließfachaufsicht finden sich [[#vCard_Fundbüro und Schließfachaufsicht|hier]]. Zum [[München/Oktoberfest|Oktoberfest]] sind die Schließfächer, auch wegen der Nähe des Hauptbahnhofs zur Wiesn, vielbegehrt und die Kapazitäten oftmals nicht ausreichend. [[File:Wert-Bon SANIFAIR & Rail&Fresh.jpg|thumb|center|Wert-Bon SANIFAIR + Rail&Fresh]] * Die Kette '''[http://www.rail-fresh.com/ rail & fresh]''' betreibt am Münchner Hauptbahnhof zwei Standorte mit kostenpflichtigen '''WC-Anlagen''' und mit einem Bonsystem. Der Standort im Sperrengeschoss zur S-Bahn (am Ausgang Arnulfstraße bei Gleis 26) wurde 2010 als modernes WC-Center mit höchsten Hygienestandards (Zwangsspülungen, Desinfektionsspender und Hand-Desinfektionsstationen) und mit einem behindertengerechten WC (kostenfrei), einer Duschkabine, Wickeltischen sowie Beautyplätzen neu eröffnet. Aufgrund der Abrissarbeiten musste er im Juli 2026 in ein : {{vCard | name = Toiletten-Provisorium | type = toilet | directions = in Containern neben dem Nordausgang Arnulfstraße | lat = 48.14124 | long = 11.55955 | subtype = wheelchair, accessible toilet | image = München Hauptbahnhof Toilettencontainer I.jpg | show = symbol | lastedit = 2026-07-18 }} : ausgelagert werden (vom alten Standort aus die Rolltreppe hinauffahren und dann linksherum nach hinten gehen, vom Querbahnsteig aus gesehen nach dem Nordausgang rechts). Ein : {{vCard | name = zweiter Toiletten-Standort | name-map = Zweiter Toiletten-Standort | type = toilet | directions = auf Höhe von Bahnsteig&nbsp;11 | lat = 48.13971 | long = 11.55887 | subtype = nowheelchair | image = München Hauptbahnhof Toilette vor Bahnsteig 11 II.jpg | show = symbol | lastedit = 2026-07-13 }} : war früher häufig weniger frequentiert, das hat sich aber durch die Schließung des „großen Bruders“ zeitweise geändert. : Der beim Bezahlen des Eintritts von 1,50{{nnbsp}}€ ausgegebene 50{{nnbsp}}Cent–Bon kann bei einigen Verkausfsständen im Bahnhof drei Jahre lang ab einem Mindestverkaufswert von 2,50{{nnbsp}}€ eingelöst werden (pro Bezahlvorgang nur einer). Bis zur Schließung der großen Toilettenanlage listete der dortige Aushang als Partner im münchner Hauptbahnhof auf: [[#vCard_Ditsch|Ditsch]], [[#vCard_Höflinger|Höflinger]], [[#vCard_Starbucks|Starbucks]], [[#vCard_Yormas|Yorma's]]. Diese Gutscheine sind in allen Bahnhöfen nutzbar, in denen rail & fresh oder [https://www.sanifair.de/ SANIFAIR] WCs betreiben, die Partner unterscheiden sich aber jeweils. * {{vCard | name = Kostenlose Toilette | comment = nicht sonderlich gepflegt | type = toilet | directions = im Verbindungsgang von den S-Bahnsteigen zu den Bahnsteigen der U1/U2 (Geschoß zwischen S-Bahn-Ebene und Ebene von U1/U2) | lat = 48.14090 | long = 11.56077 | subtype = nowheelchair | image = München Hauptbahnhof freie Toiletten Zwischengeschoß S- und U-Bahn (U1&2).jpg | show = symbol | lastedit = 2026-07-18 }} === {{Rolli|grau}} Barrierefreiheit === {{Scroll Gallery | title = Bodenleitsystem U-Bahn | München U-Bahn taktiles Bodenleitsystem schwarze Platten.jpg | upright{{!}}Bodenleitsystem schwarz | München U-Bahn taktiles Bodenleitsystem weiße Platten.jpg | upright{{!}}Bodenleitsystem weiß | München U-Bahn taktiles Bodenleitsystem Detail Rillen und Noppen.jpg | upright{{!}}Bodenleitsystem: Rillen und Noppen | MUC HBF Bodenleitsystem 2014.jpg | Ursprüngliche Rillen mit Schriftzug des Integrationspreises | München Hauptbahnhof Bstg U1+2 Lettern Integrationspreis vor neuen Rillensteinen links.jpg | Lettern vor neuen Rillensteinen links | München Hauptbahnhof Bstg U1+2 Lettern Integrationspreis vor neuen Rillensteinen rechts.jpg | Lettern vor neuen Rillensteinen rechts }} [[Datei:München U-Bahn Rampe für Rollstuhlfahrer.jpg|mini|Rampe für Rollstuhlfahrer]] Kopfbauwerk und Gleishalle des Münchner Hauptbahnhofs sind von allen Seiten barrierefrei zugänglich, ebenso der Holzkirchener Flügelbahnhof (Gleise 5-10). Der Starnberger Flügelbahnhof (Gleise 26-36) ist hingegen nur aus der Haupthalle barrierefrei, von der Arnulfstraße und der S-Bahn aus sind lange Treppen zu überwinden. Auch im Zuge des Um- und Neubaus des Bahnhofs sind provisorische Rampen in die Haupthalle verfügbar. Die Bahnsteige der S-Bahn und der U-Bahn sind mit Aufzügen zu den Bahnsteigen barrierefrei zugänglich: Das Umsteigen zwischen den beiden U-Bahnsteigen (U1/2 mit U7/8 und U4 mit U5) per Lift und ist nur über die Oberfläche und einer Wegstrecke von etwa 150 Metern möglich. In der Gleishalle und an allen U-Bahnsteigen befinden sich taktile Leitlinien (Bodenleitsystem) für Blinde. Den Stadtwerken wurde für diese Nachrüstung im Jahre 1996 der Integrationspreis des Bayerischen Blindenbundes verliehen.<ref>{{Literatur |Autor=Roland König |Titel=Verkehrsräume, Verkehrsanlagen und Verkehrsmittel barrierefrei gestalten - Ein Leitfaden zu Potenzialen und Handlungsbedarf |Hrsg=Fraunhofer-Informationszentrum Raum und Bau IRB |Verlag=Fraunhofer IRB Verlag |Ort=Stuttgart |Datum=2008 |Sprache=de |ISBN=978-3-8167-7662-8 |Seiten=115 |Online=https://www.irbnet.de/daten/Leseprobe/buch_455.pdf |Abruf=2026-08-04}}</ref><ref>{{Internetquelle |autor=Florian Schütz und Boris Merath |url=https://www.u-bahn-muenchen.de/netz/bahnhoefe// |titel=Bahnhöfe |werk=u-bahn-muenchen.de |sprache=de |abruf=2026-08-04}}</ref> Die ursprünglichen Rillen wurden inzwischen durch besser fühlbare Rillen- und Noppenplatten ersetzt. Der Schriftzug des Integrationspreises befindet sich nahe des nördlichen Zugzielanzeigers am Bahnsteig von Gleis&nbsp;1 der Linien U1/2 (i.{{nnbsp}}e. U{{nnbsp}}2-Bahnsteigende Richtung stadtauswärts). Seit ersten Tests 2014 gibt es an den niedrigeren Bahnsteigen fix installierte, gelbe Rampen für problemlosen Rollstuhlzugang vorne an der Tür direkt hinter der Fahrerkabine.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.tz.de/muenchen/stadt/muenchen-51-u-bahnhoefe-bekommen-rolli-rampen-zr-9500826.html |titel=51 U-Bahnhöfe bekommen Rampen Rampen für Rollstuhlfahrer |werk=tz.de |hrsg=Merkur tz Redaktions GmbH & Co. KG |datum=2018-01-05 |sprache=de |abruf=2026-08-12}}</ref> <!-- Das ist DRINGEND zu prüfen, die Bauarbeiten dürften beide unmöglich gemacht haben! Öffentliche Behindertenparkplätze befinden sich am Eingang Süd (Bayerstraße) und Eingang Nord (Arnulfstraße), aufgrund der erheblich eingeschränkten Verkehrswege ist jedoch damit zu rechnen, dass diese weder zugänglich noch frei sind. --> [[Datei:München Hauptbahnhof Schild Bahnhofsmission.jpg|mini|upright|Schild Bahnhofsmission]] Die Mitarbeiter(Innen) der [[#vCard_Bahnhofsmission|Bahnhofsmission München]] ({{LinkPhone | phone = +49 (0)89 55 26 65 0}}, Anmeldung bis eine Stunde vorher) unterstützen kostenlos gehbehinderte oder ältere Reisende innerhalb des Bahnhofs, die Bahnhofsmission verfügt auch über Rollstühle. Außerdem hat die Bahnhofsmission Zugriff auf ein gemeinsam mit der Deutschen Bahn AG vorgehaltenem Elektromobil für den Personentransport auch über größere Entfernungen innerhalb des Hauptbahnhofs und auch auf eine Hebebühne für schwergewichtige Personen. Mobilitätsservice-Zentrale der Deutschen Bahn bundesweit: {{LinkPhone | phone = +49 (0)30 6521 2888}} (Tarif Ortsgespräch) Zur [[München#ÖPNV Barrierefrei|Barrierefreiheit im ÖPNV]] (U-Bahn, S-Bahn, Tram, Busse) und auch [[München#München Barrierefrei|allgemein]] siehe im Reiseführer [[München]]. === Weitere Dienstleistungen === <!-- dauerhaft geschlossen! * {{vCard | type= post | name= Postfiliale Hauptbahnhof | alt= Postbank Finanzcenter | address= Bahnhofplatz 1, 80335 München | directions= am Bahnhofsplatz gegenüber vom Hauptbahnhof | lat= 48.13971 | long= 11.56136 | hours= Mo.-Sa.: 08-20 Uhr, Sa.: 09-16 Uhr }} --> Die Postfiliale am Bahnhofsplatz gegenüber vom Hauptbahnhof hat leider dauerhaft geschlossen. Die nächstgelegene Postfiliale ist: * {{vCard | type= post | name= Postfiliale | alt= Lotto-Toto im UG Stachus Passagen | address= Karlsplatz 9a, 80335 München | url= https://www.deutschepost.de/de/s/standorte.html?objectid=4289891&isFeedbackDeeplink=true&template=locationdetail | directions= | lat= 48.13946035348638 | long= 11.56579722039947 | hours= Mo–Sa 08:00–19:30 | comment= Dienstleistungen: Brief versenden, Paket versenden, Beratung rund um Post & DHL, Paketmarke kaufen, Briefmarke kaufen und Paket/Retourenlabel ausdrucken | lastedit= 2026-07-07 }} * Ein '''Briefkasten''' befindet sich in Verlängerung von Bahnsteig 12/13 etwas versteckt hinter dem Verkaufscontainer von dean&david. * {{vCard | type= currency exchange | name= Reisebank | alt= Wechselstube, Gold und Silber | address= Bayerstr. 10a, 80335 München | url= https://www.reisebank.de/filialen/muenchen-hauptbahnhof-gold-kaufen-und-geld-wechseln/ | email= Muenchen.Bahnhof3@reisebank.de | phone= +49 (0)89 5 1114643 | directions= Haupthalle in Verlängerung von Bahnsteig 12/13 | lat= | long= | hours= tägl. 08:00–20:00 | comment= | lastedit= 2026-07-09 }} * {{vCard | type= currency exchange | name= Ria Money Transfer & Currency Exchange | alt= Geldüberweisungsdienst, Wechselstube | address= Arnulfstraße 1, 80335 München | url= https://www.riamoneytransfer.com/de-de/ | phone= +49 (0)89 51504689 | directions= Unter-/Zwischengeschoß Gang Richtung Starnberger Flügelbahnhof | lat= | long= | hours= Mo–Fr 08:00–20:00, Sa 09:00–19:00, So 10:00–18:00 | comment= | lastedit= 2026-07-09 }} == Literatur == * {{Buch | Autor= Angela Toussaint | Titel= Der Münchner Hauptbahnhof: Stationen seiner Geschichte | Verlag= Bayerland | Jahr= 1991 | Auflage= 2 | Seitenanzahl= 168 | ISBN= 978-3-89251-118-2 }} == Weblinks == * {{Offizielle Webseite}} == Einzelnachweise == <references /> {{Navigationsblock |Navigationsleiste München |Navigationsleiste Fernbahnhöfe in Deutschland}} {{class-4}} {{PortalLink|Portal:München}} {{GeoData| lat= | long= | radius= }} {{IstInKat|München}} [[Kategorie:Bahnhöfe in Deutschland]] c8swmmpd8eea8lds5l1jstrwrejuxh4 Benutzer:Grueslayer 2 63257 1804848 1802957 2026-09-19T04:33:35Z Grueslayer 11765 1804848 wikitext text/x-wiki '''Bei Fragen zum Thema [[Trinidad und Tobago]] kannst Du mich jederzeit gerne ansprechen.''' {| width="100%" cellspacing="0" cellpadding="0" | width="100%" style="vertical-align:top; padding: 1em 0.5em 0em 0.5em;" | {{SectionTitle|ti=Bausteine|color=5}} <div {{SectionText|color=2}}> <nowiki>Hotels: {{VCard | type= | name= | address= | directions= | url= | facebook= | google= | twitter= | lat= | long= | map= | image= | intl-area-code= | phone= | mobile= | fax= | email= | price= | credit-cards= | description= }}</nowiki> [[Vorlage:VCard|doc]] </div> [[Bontoc]] · [[Zamami]] * Baustelle 1: [[Benutzer:Grueslayer/tmp1|Point Fortin]] ([[Point Fortin]]) * Baustelle 2: [[Benutzer:Grueslayer/tmp3|Blankenese]] ([[Hamburg-Blankenese]]) * Baustelle 3: [[Benutzer:Grueslayer/tmp2|Belmont]] ([[Belmont]]) <mapframe text="Port of Spain [[wikipedia:Port of Spain|Hallo]]" width=250 height=250 zoom=13 latitude=10.669344 longitude=-61.514098 /> |} e3p4y1fsr6fji89te2sp2tn9pg7uohy Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg 0 84375 1804820 1804819 2026-09-18T12:07:35Z Dirk Schmidt 15181 /* 1. Etappe: Heidelberg – Pforzheim (etwa 82{{nnbsp}}km) */ 1804820 wikitext text/x-wiki Der '''Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg (HSB)''' ist eine rund 300&#x202F;km lange Radroute, die von [[Heidelberg]] zum [[Bodensee]] führt. Es geht durch den Kraichgau, den östlichen Schwarzwald und über [[Donaueschingen]]. Endpunkt der Route ist [[Radolfzell]]. Die bergige Strecke eignet sich ideal für ein E-Bike bzw. Pedelec. Mit noch Zeit am Bodensee kann man eine Woche einplanen. [[File:Heidelberg schloss koenigsstuhl d schmidt 04 2004.jpg|mini|Frühlingserwachen in Heidelberg: Blick auf die alte Neckarbrücke, Schloss und Königsstuhl (April 2004).]] == Streckenprofil == * '''Länge:''' 303&#x202F;km * '''Ausschilderung:''' vorhanden * '''Steigungen:''' bergig, in Fahrtrichtung Heidelberg zum Bodensee ca. 2400&#x202F; Höhenmeter, mit Routenwahl im Neckartal kann man zwischen Horb und Rottweil einige Höhenmeter einsparen. Ferner bergiger Übergang von der Donau an den Bodensee. * '''Wegzustand:''' gut, oft Asphalt, es gibt allerdings auch einige Bereiche mit Schotterstrecken * '''Verkehrsbelastung:''' gering * '''Geeignetes Fahrrad:''' bergtaugliches Tourenrad oder ein Pedelec * '''Familieneignung:''' durchgehend nein, lokal evtl. gegeben * '''Inlinereignung:''' durchgehend nein, lokal evtl. gegeben [[Datei:Nagolder Viadukt.jpg|mini|Nagoldtal beim Städtchen Nagold. Das Flusstal markiert den Ostrand des Schwarzwaldes. Vorne das [[w:Nagolder Viadukt|Viadukt der Umgehungsstraße]]]] == Hintergrund == Die Radroute darf Stand 2025 den Titel "ADFC-Qualitätsradroute mit 3 von 5 Sternen" tragen. Diese ist eine mittlere Bewertung im strengen Bewertungsverfahren des ADFC. Das Zertifikat wird jeweils für 3 Jahre vergeben. Dann muss sich die Route einer Nachprüfung unterziehen. [https://www.adfc-radtourismus.de/heidelberg-schwarzwald-bodensee-radweg/ Zur Einzelbewertung des ADFC]. == Vorbereitung == {{mapframe| name = Für weitere Radrouten, wie den Neckartal-Radweg auf der 3. Etappe, die Ebene Radwege per Klick einblenden.}} {{Mapshape|wikidata=Q1593987|type=geoline|stroke=#0000ff|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} Es bietet sich an für die Radreise eine Woche einzuplanen. So ist am Ende noch Zeit ein paar Ziele am Bodensee zu erkunden. Hier im Artikel wird die Route in vier Etappen mit Tagesetappen um die 80{{nnbsp}}km beschrieben. Diese Etappeneinteilung wendet sich an routinierte Radreisende inklusive Pedelecnutzung. Wer eher Einsteiger ist, kann die offizielle gemütlichere Etappenplanung nutzen. Hier sind die Etappen 35 km bis 65 km lang. Aber auch dann ist eine gewisse Grundkondition erforderlich: * 1. Etappe: Heidelberg – Bretten: 62{{nnbsp}}km (70{{nnbsp}}hm) * 2. Etappe Bretten – Calw: 48{{nnbsp}}km (480{{nnbsp}}hm) * 3. Etappe Calw – Horb am Neckar: 48{{nnbsp}}km (620{{nnbsp}}hm) * 4. Etappe Horb am Neckar – Rottweil: 49{{nnbsp}}km (840{{nnbsp}}hm) * 5. Etappe Rottweil – Donaueschingen: 34{{nnbsp}}km (220{{nnbsp}}hm) * 6. Etappe Donaueschingen – Radolfzell: 65{{nnbsp}}km (220{{nnbsp}}hm) Campingplätze siehe auch [https://opencampingmap.org opencampingmap.org]. [[Datei:Radolfzell Segelhafen (10273154956).jpg|mini|Segelhafen Radolfzell]] == Anreise == === Öffentliche Verkehrsmittel === Sowohl Heidelberg, wie Radolfzell bzw. Konstanz sind gut in das Bahnnetz eingebunden. === Fahrrad === Über den Neckartal-Radweg von [[Mannheim]] im Westen oder [[Heilbronn]] im Osten. === Auto === Da es sich um eine längere Streckentour handelt, am besten mit der Bahn anreisen. Bahnverbindungen zurück zum Abstellort des Kfz verlaufen in der Regel über Karlsruhe oder auch Stuttgart. == Streckenbeschreibung mit Sehenswürdigkeiten == ===1. Etappe: Heidelberg – Pforzheim (etwa 82{{nnbsp}}km) === '''Km 0:''' {{Marker | name = [[Heidelberg]] | type= City | wikidata =Q2966 |lat = 49.410931|long = 8.706013}}-Altstadt - Etappenstart am Universitätsplatz :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Die erste Etappe führt auf Radwegen entlang der viel befahrenen Speyerer Straße nach Südwesten aus der Stadt aus heraus. Westlich der Autobahn wird es im Waldgebiet {{Marker | name = Schwetzinger Hardt | type= landscape | wikidata = Q1516388| show = symbol}} ruhiger. Hier finden sich teilweise '''Schotterwege'''. Die stark befahrene Bundesstraße 291 wird auf einer {{Marker | name = Radbrücke | name-map = Radbrücke über die stark befahrene Bundesstraße 291 |type= waypoint |group = gold | lat = 49.327220 | long = 8.622047 | image = Bundesstraße_291_im_Hardtwald.jpg}} sicher überquert. '''Km 19:''' {{Marker | name = Abzweig Reillingen |type= waypoint |group = gold | lat = 49.294376| long = 8.582036}} - Knoten verschiedener Radwanderrouten: Fahrradreparaturstation, Infotafel mit Karte. An der Friedhofskapelle findet sich laut Openstreetmap eine öffentliche Toilette (Zugang / Öffnungszeiten sind nicht bekannt). 400 m südlich der Route liegt der [https://wersauer-hof.com/ Wersauer Hof] mit Hotel, Gastronomie und Hofladen. [[File:Zeichen_101_-_Gefahrstelle,_StVO_1970.svg|20px]] bei Querung der stärker befahrenen Landstraße. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Es geht in die Felder. Die Route führt an der {{Marker | name = Ausgrabungsstätte Burg Wersau | type= see | wikidata = Q1014558 | url =https://burg-wersau.de }} vorbei. Hier ist ein Archäologischer Park geplant. Nächste Station ist das Freizeitzentrum St. Leoner See (Strandbad mit Eintritt). '''Km 23:''' {{Marker | name = [[St. Leon-Rot|St. Leon]] | type= city | wikidata = Q107143346| lat = 49.266611|long = 8.602550}}: Hier abseits der Route: Einkehr- und Verpflegungsmöglichkeiten in der Marktstraße (Gastronomie, Bäcker, Lebensmittelmarkt Edeka). '''Km 46''' {{Marker | name = Bruchsal | type= city | wikidata = Q7059}} mit Schloss :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Südlich Bruchsal geht es hinein ins Hügelland des [[Kraichgau]]. Hier findet sich das Fachwerkkleinod [[Bretten]]. [[Datei:Bretten - Altstadt - Marktplatz - Marktplatz 2-1, 3 und Marktbrunnen - Ansicht von SSW (1).jpg|mini|Marktplatz Bretten]] '''Km 62:''' {{Marker | name = Bretten | type= city | wikidata = Q495428 }} - Ein Abstecher in die Fachwerkaltstadt zum {{Marker | name = Marktplatz| type= square| lat = 49.036764 | long = 8.707682 | image = Bretten - Altstadt - Marktplatz - Marktplatz 2-1, 3 und Marktbrunnen - Ansicht von SSW (1).jpg| show = symbol}} lohnt. '''Km 83:''' {{Marker | name = [[Pforzheim]] | type= City | wikidata =Q3046 }} - Am Leopoldsplatz ist die City von Pforzheim erreicht. Eine historische Altstadt gibt es aufgrund der Zerstörungen im II. Weltkrieg nicht mehr. ===2. Etappe: Pforzheim – Horb (etwa 80{{nnbsp}}km) === Die Etappe folgt bis zur Kleinstadt Nagold dem Fluss Nagold aufwärts. Ab Nagold gibt es einen bergigen Übergang in das Neckartal. [[Bild:Calw nikolausbruecke.jpg|mini|Nikolausbrücke in Calw]] '''Km 0:''' Etappenbeginn am Leopoldsplatz :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Entlang der Nagold geht es aus Pforzheim heraus. '''Km 6:''' {{Marker | name = Dillweißenstein | type =city| wikidata = Q1225612 }} Steinbogenbrücke über die Nagold. Vom historischen Bauwerk ergibt sich ein schöner FLussblick. Burgruinen Kräheneck und Rabeneck '''Km 13:''' {{Marker | name = Unterreichenbach | type= city | wikidata = Q536333}} '''Km 21:''' {{Marker | name = Bad Liebenzell | type= city | wikidata = Q522349 }} - gemütlicher Kurort, Paracelsusquelle, Thermalbad, Burgruine '''Km 25:''' {{Marker | name = Kloster Hirsau | type= see | wikidata = Q532415}} - Die Ruinen des Klosters liegen etwas abseits des Radwegs. '''Km 28:''' {{Marker | name = Calw | type= city | wikidata = Q487921}} - alte Stadt der Gerber und Holzhändler, historische Altstadt mit viel Fachwerk '''Km 43:''' {{Marker | name = [[Wildberg (Schwarzwald)|Wildberg]] | type =city| wikidata = Q264503 }}: Die Stadt liegt auf einem "Umlaufberg" in einer Schleife der Nagold. Sehenswert sind der Hexenturm und das alte Rathaus. '''Km 56:'''{{Marker | name = Nagold | type =city| wikidata = Q26344 }} gemütliche mittelalterliche Altstadt mit Fachwerkbauten, Ruine Hohennagold, der Alte Turm. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> bergiger Übergang aus dem Tal der Nagold in das Neckartal. Teilweise werden hier ruhigere Landstraßen genutzt. Steile Abfahrt hinunter in die Altstadt von Horb. '''Km 76:'''{{Marker | name = [[Horb am Neckar]] | type= City | wikidata =Q82690 }} - Die Etappenstadt besitzt eine gemütliche Altstadt mit Fachwerkhäusern, sehenswert sind Reste der Stadtmauer. Anschluss an den [[Neckartal-Weg|Neckartal-Radweg]]. [[Datei:Horb am Neckar 002.JPG|mini|Blick auf Horb am Neckar]] ===3. Etappe: Horb - Donaueschingen (82{{nnbsp}}km) === Zwischen Horb und Rottweil hat man die Wahl: '''Km 0:''' Etappenbeginn Horb in der Altstadt *'''1. Panoramaroute des HSB östlich über dem Neckartal:''' Hier gibt es teilweise weite Blicke ins land, aber es summieren sich die Höhenmeter. Ferner fährt man zum Teil im Lärmbereich der Autobahn. Höhe Rottweil führt der HSB östlich an der Altstadt vorbei. *'''2. Neckarradweg im Flusstal des Neckar:''' Ebene Strecke bzw. nur vereinzelt hügelige Strecke. Hier kommt man an ein paar sehenswerten Orten vorbei. Erst kurz vor Rottweil muss man hier auf die Höhe. Etappe hier 82{{nnbsp}}km. '''Empfehlung: Nutzung des Neckarradwegs.''' Die Etappe wird im Folgenden auf dem Neckar-Radweg beschrieben: '''Km 16:''' {{Marker |type=city |wikidata=Q83167| name=Sulz am Neckar}} - Altstadt, Ruine Albeck, Sole-Freizeitbad „susolei“. : ~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Bahn und Landstraße begleiten den Neckar. Der große überregionale Kfz-Verkehr nutzt allerdings die Autobahn A 81a auf der Höhe abseits des Tales. Die [[w:Gäubahn|Gäubahn]] ist trotz ihres teilweise nur einspurigen Querschnitts eine wichtige Fernverbindung zwischen den Ballungsräumen Stuttgart und Zürich. Der Neckarabschnitt zwischen Sulz und Rottenburg wird übrigens als „Neckar-Erlebnistal“ touristisch vermarktet. '''Km 29:''' {{Marker |type=city |wikidata=Q83206| name=Oberndorf am Neckar}} - Wer möchte kann hier direkt am Radwegeine Partie Minigolf spielen (auch Bistro). Am Minigolfplatz liegt ferner der kleine Campingplatz für Radreisende. Wer sich unterwegs selbst verpflegen möchte findet in Obernburg mehrere Lebensmittelmärkte. : ~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Erst kurz vor Rottweil muss man hier auf die Höhe. '''Km 49:''' {{Marker | name = [[Rottweil]] | type= City | wikidata =Q32267072 }} - Altstadt hoch über dem Neckar. Landmarke Aufzugstestturm. Der Turm auf der anderen Talseite besitzt eine Aussichtsplattform. : ~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Ab Rottweil bis zur Neckarquelle in {{Marker | name = [[Schwenningen]] | type= City | wikidata =Q3865}} '''(Km 67)''' gleichauf mit dem Neckartal-Radweg. : ~> Vor Donaueschingen lange Strecke durch die offene Landschaft der {{Marker | name = Baar | type= landscape | wikidata = Q126132}}. '''Km 82:''' {{Marker | name = [[Donaueschingen]] | type= City | wikidata =Q83062 }} - Quelle der [[Donau]]. Schloss und Park. : → Anschluss zum [[Donau-Radweg]], dem angeblich meistbefahrensten Radfernweg Europas ===4. Etappe: Donaueschingen - Radolfzell am Bodensee (rund 65{{nnbsp}}km) === Diese letzte Etappe führt entlang der Donau und über die Schwäbische Alb zum Bodensee. [[Datei:The Baar - View from Fürstenberg.jpg|mini|Auffahrt zum Fürstenberg: Panoramablick auf die Baar.]] [[Bild:View from the Fürstenberg with Hondingen and in the background the Alps.jpg|mini|Ausblick vom Fürstenberg über Hondingen Richtung Alpen. unten im Tal verläuft der HSB.]] '''Km 0:''' '''Donaueschingen''' - Etappenstart :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Vor Fürstenberg verlässt der HSB die Baar. Der kleine Pass (auf 770 m Höhe) hinüber ins Tal der Aitrach besitzt etwa 100 Höhenmeter. '''Km 11:''' {{Marker | name = Fürstenberg | type= city | wikidata = Q1483092}} - Wer mit dem Pedelec unterwegs ist: Dann lohnt ein Abstecher auf den gleichnamigen {{Marker | name = Berg Fürstenberg | type= landscape| wikidata = Q162539}} (918{{nnbsp}}m). Schon während der Auffahrt ergeben sich schöne Talblicke in die Baar. Von oben hat man weitere Rundblicke. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Südlich Fürstenberg gibt es in der Schwäbischen Alb mehrere längere Steigungen. Vom Tal der Aitrach Richtung Tengen müssen weitere 80 Höhenmeter bezwungen werden. '''Km 31:''' {{Marker | name = Tengen | type= city | wikidata = Q520054}} - Hier bestehen Einkehr- und Verpflegungsmöglichkeiten. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Vom Tal der Biber bei {{Marker | name = Büßingen | type= city | wikidata = Q21039476}} geht es Richtung Singen noch einmal etwa 40 Höhenmeter bergauf. :~> Im Hegau vor {{Marker | name = Singen | type= city | wikidata = Q6979}} '''(Km 48)''' rückt die {{Marker | name = [[Hohentwiel|Festung Hohentwiel]] | type= see | wikidata = Q1408898 |url = https://www.festungsruine-hohentwiel.de/}} ins Blickfeld. Von der großen Festungsanlage (Eintritt) ergibt sich ein traumhafter Blick Richtung Bodensee und zu den Schweizer Alpen. '''Km 65:''' {{Marker | name = [[Radolfzell]] | type= City | wikidata =Q16113 }} - Routenende am Bodensee. Es besteht Anschluss an den [[Bodensee-Radweg]]. == Weitere Übernachtungsorte == {{Marker | name = [[Konstanz]] | type= City | wikidata = Q3834}} - erreichbar über den Uferweg bei Allensbach. Ab Donaueschingen ist die 4. Etappe dann rund 87{{nnbsp}}km lang. Konstanz ist ein guter Abschluss der Radreise. Hier kann die [[Insel Mainau]] besucht werden. Auch eine Schiffstour nach [[Merseburg]] ist lohnenswert. Wer möchte kann ab Konstanz den kompletten [[Bodensee-Radweg]] erkunden. == Sicherheit == Die Strecke besitzt einige stärkere Abfahrten. Eine sichere Beherrschung des Fahrrads ist hier wichtig. Auch beim Radwandern kann ein Fahrradhelm die Schwere von Kopfverletzungen bei Stürzen entscheidend mindern (siehe z. B. auch dieser Fachartikel zum [https://www.asklepios.com/konzern/gesundheitsmagazin/gesund-leben/praevention/helmpflicht-kopfverletzungen Thema]). == Weiter geht's == *[[Donau-Radweg]] *[[Rhein-Radweg]] == GPS-Daten == * Streckenverlauf Donau-Bodensee-Radweg von Openstreetmap zum Herunterladen als [https://cycling.waymarkedtrails.org/#route?id=22527&type=relation&map=7.0/48.5219/10.0225 GPX- und KML-Datei auf waymarkedtrails.org] == Literatur- und Kartenhinweise == * {{Buch|Autor=|Herausgeber=|Titel=Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg: Vom Neckar zum Bodensee, 1:50.000|Ort=|Verlag=Esterbauer|Jahr=2024|Auflage=|Band=|Seiten=|Seitenanzahl=| Reihe = bikeline |ISBN=978-3711102096|Kommentar=|Sprache=|Online= }} == Weblinks == * [https://www.schwarzwald-tourismus.info/erleben/radfahren/tourenrad-und-e-bike/fernradwege/heidelberg-schwarzwald-bodensee-radweg Infos bei schwarzwald-tourismus.info] {{IstIn|Radrouten in Baden-Württemberg}} [[Kategorie:Radwege in Baden-Württemberg]] [[Kategorie:Radrouten in Deutschland gesamt]] {{class-3}} 377kxpxupmvjb5555rtegp9188ook48 1804821 1804820 2026-09-18T12:11:14Z Dirk Schmidt 15181 /* Vorbereitung */ 1804821 wikitext text/x-wiki Der '''Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg (HSB)''' ist eine rund 300&#x202F;km lange Radroute, die von [[Heidelberg]] zum [[Bodensee]] führt. Es geht durch den Kraichgau, den östlichen Schwarzwald und über [[Donaueschingen]]. Endpunkt der Route ist [[Radolfzell]]. Die bergige Strecke eignet sich ideal für ein E-Bike bzw. Pedelec. Mit noch Zeit am Bodensee kann man eine Woche einplanen. [[File:Heidelberg schloss koenigsstuhl d schmidt 04 2004.jpg|mini|Frühlingserwachen in Heidelberg: Blick auf die alte Neckarbrücke, Schloss und Königsstuhl (April 2004).]] == Streckenprofil == * '''Länge:''' 303&#x202F;km * '''Ausschilderung:''' vorhanden * '''Steigungen:''' bergig, in Fahrtrichtung Heidelberg zum Bodensee ca. 2400&#x202F; Höhenmeter, mit Routenwahl im Neckartal kann man zwischen Horb und Rottweil einige Höhenmeter einsparen. Ferner bergiger Übergang von der Donau an den Bodensee. * '''Wegzustand:''' gut, oft Asphalt, es gibt allerdings auch einige Bereiche mit Schotterstrecken * '''Verkehrsbelastung:''' gering * '''Geeignetes Fahrrad:''' bergtaugliches Tourenrad oder ein Pedelec * '''Familieneignung:''' durchgehend nein, lokal evtl. gegeben * '''Inlinereignung:''' durchgehend nein, lokal evtl. gegeben [[Datei:Nagolder Viadukt.jpg|mini|Nagoldtal beim Städtchen Nagold. Das Flusstal markiert den Ostrand des Schwarzwaldes. Vorne das [[w:Nagolder Viadukt|Viadukt der Umgehungsstraße]]]] == Hintergrund == Die Radroute darf Stand 2025 den Titel "ADFC-Qualitätsradroute mit 3 von 5 Sternen" tragen. Diese ist eine mittlere Bewertung im strengen Bewertungsverfahren des ADFC. Das Zertifikat wird jeweils für 3 Jahre vergeben. Dann muss sich die Route einer Nachprüfung unterziehen. [https://www.adfc-radtourismus.de/heidelberg-schwarzwald-bodensee-radweg/ Zur Einzelbewertung des ADFC]. == Vorbereitung == {{mapframe| name = blau = Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg. rot = Neckartal-Radweg als Vorzugsvarinate auf der 3. Etappe. Für weitere Anschlüsse die Ebene Radwege per Klick einblenden.}} {{Mapshape|wikidata=Q1593987|type=geoline|stroke=#0000ff|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} <!-- blau = Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg --> {{Mapshape|wikidata=Q1769622|type=geoline|stroke=#ff0000|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} <!-- rot = Neckartal-Radweg --> Es bietet sich an für die Radreise eine Woche einzuplanen. So ist am Ende noch Zeit, ein paar Ziele am Bodensee zu erkunden. Hier im Artikel wird die Route in vier Etappen mit Tagesetappen um die 80{{nnbsp}}km beschrieben. Diese Etappeneinteilung wendet sich an routinierte Radreisende inklusive Pedelecnutzung. Wer eher Einsteiger ist, kann die offizielle gemütlichere Etappenplanung nutzen. Hier sind die Etappen 35 km bis 65 km lang. Aber auch dann ist eine gewisse Grundkondition erforderlich: * 1. Etappe: Heidelberg – Bretten: 62{{nnbsp}}km (70{{nnbsp}}hm) * 2. Etappe Bretten – Calw: 48{{nnbsp}}km (480{{nnbsp}}hm) * 3. Etappe Calw – Horb am Neckar: 48{{nnbsp}}km (620{{nnbsp}}hm) * 4. Etappe Horb am Neckar – Rottweil: 49{{nnbsp}}km (840{{nnbsp}}hm) * 5. Etappe Rottweil – Donaueschingen: 34{{nnbsp}}km (220{{nnbsp}}hm) * 6. Etappe Donaueschingen – Radolfzell: 65{{nnbsp}}km (220{{nnbsp}}hm) Campingplätze siehe auch [https://opencampingmap.org opencampingmap.org]. [[Datei:Radolfzell Segelhafen (10273154956).jpg|mini|Segelhafen Radolfzell]] == Anreise == === Öffentliche Verkehrsmittel === Sowohl Heidelberg, wie Radolfzell bzw. Konstanz sind gut in das Bahnnetz eingebunden. === Fahrrad === Über den Neckartal-Radweg von [[Mannheim]] im Westen oder [[Heilbronn]] im Osten. === Auto === Da es sich um eine längere Streckentour handelt, am besten mit der Bahn anreisen. Bahnverbindungen zurück zum Abstellort des Kfz verlaufen in der Regel über Karlsruhe oder auch Stuttgart. == Streckenbeschreibung mit Sehenswürdigkeiten == ===1. Etappe: Heidelberg – Pforzheim (etwa 82{{nnbsp}}km) === '''Km 0:''' {{Marker | name = [[Heidelberg]] | type= City | wikidata =Q2966 |lat = 49.410931|long = 8.706013}}-Altstadt - Etappenstart am Universitätsplatz :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Die erste Etappe führt auf Radwegen entlang der viel befahrenen Speyerer Straße nach Südwesten aus der Stadt aus heraus. Westlich der Autobahn wird es im Waldgebiet {{Marker | name = Schwetzinger Hardt | type= landscape | wikidata = Q1516388| show = symbol}} ruhiger. Hier finden sich teilweise '''Schotterwege'''. Die stark befahrene Bundesstraße 291 wird auf einer {{Marker | name = Radbrücke | name-map = Radbrücke über die stark befahrene Bundesstraße 291 |type= waypoint |group = gold | lat = 49.327220 | long = 8.622047 | image = Bundesstraße_291_im_Hardtwald.jpg}} sicher überquert. '''Km 19:''' {{Marker | name = Abzweig Reillingen |type= waypoint |group = gold | lat = 49.294376| long = 8.582036}} - Knoten verschiedener Radwanderrouten: Fahrradreparaturstation, Infotafel mit Karte. An der Friedhofskapelle findet sich laut Openstreetmap eine öffentliche Toilette (Zugang / Öffnungszeiten sind nicht bekannt). 400 m südlich der Route liegt der [https://wersauer-hof.com/ Wersauer Hof] mit Hotel, Gastronomie und Hofladen. [[File:Zeichen_101_-_Gefahrstelle,_StVO_1970.svg|20px]] bei Querung der stärker befahrenen Landstraße. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Es geht in die Felder. Die Route führt an der {{Marker | name = Ausgrabungsstätte Burg Wersau | type= see | wikidata = Q1014558 | url =https://burg-wersau.de }} vorbei. Hier ist ein Archäologischer Park geplant. Nächste Station ist das Freizeitzentrum St. Leoner See (Strandbad mit Eintritt). '''Km 23:''' {{Marker | name = [[St. Leon-Rot|St. Leon]] | type= city | wikidata = Q107143346| lat = 49.266611|long = 8.602550}}: Hier abseits der Route: Einkehr- und Verpflegungsmöglichkeiten in der Marktstraße (Gastronomie, Bäcker, Lebensmittelmarkt Edeka). '''Km 46''' {{Marker | name = Bruchsal | type= city | wikidata = Q7059}} mit Schloss :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Südlich Bruchsal geht es hinein ins Hügelland des [[Kraichgau]]. Hier findet sich das Fachwerkkleinod [[Bretten]]. [[Datei:Bretten - Altstadt - Marktplatz - Marktplatz 2-1, 3 und Marktbrunnen - Ansicht von SSW (1).jpg|mini|Marktplatz Bretten]] '''Km 62:''' {{Marker | name = Bretten | type= city | wikidata = Q495428 }} - Ein Abstecher in die Fachwerkaltstadt zum {{Marker | name = Marktplatz| type= square| lat = 49.036764 | long = 8.707682 | image = Bretten - Altstadt - Marktplatz - Marktplatz 2-1, 3 und Marktbrunnen - Ansicht von SSW (1).jpg| show = symbol}} lohnt. '''Km 83:''' {{Marker | name = [[Pforzheim]] | type= City | wikidata =Q3046 }} - Am Leopoldsplatz ist die City von Pforzheim erreicht. Eine historische Altstadt gibt es aufgrund der Zerstörungen im II. Weltkrieg nicht mehr. ===2. Etappe: Pforzheim – Horb (etwa 80{{nnbsp}}km) === Die Etappe folgt bis zur Kleinstadt Nagold dem Fluss Nagold aufwärts. Ab Nagold gibt es einen bergigen Übergang in das Neckartal. [[Bild:Calw nikolausbruecke.jpg|mini|Nikolausbrücke in Calw]] '''Km 0:''' Etappenbeginn am Leopoldsplatz :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Entlang der Nagold geht es aus Pforzheim heraus. '''Km 6:''' {{Marker | name = Dillweißenstein | type =city| wikidata = Q1225612 }} Steinbogenbrücke über die Nagold. Vom historischen Bauwerk ergibt sich ein schöner FLussblick. Burgruinen Kräheneck und Rabeneck '''Km 13:''' {{Marker | name = Unterreichenbach | type= city | wikidata = Q536333}} '''Km 21:''' {{Marker | name = Bad Liebenzell | type= city | wikidata = Q522349 }} - gemütlicher Kurort, Paracelsusquelle, Thermalbad, Burgruine '''Km 25:''' {{Marker | name = Kloster Hirsau | type= see | wikidata = Q532415}} - Die Ruinen des Klosters liegen etwas abseits des Radwegs. '''Km 28:''' {{Marker | name = Calw | type= city | wikidata = Q487921}} - alte Stadt der Gerber und Holzhändler, historische Altstadt mit viel Fachwerk '''Km 43:''' {{Marker | name = [[Wildberg (Schwarzwald)|Wildberg]] | type =city| wikidata = Q264503 }}: Die Stadt liegt auf einem "Umlaufberg" in einer Schleife der Nagold. Sehenswert sind der Hexenturm und das alte Rathaus. '''Km 56:'''{{Marker | name = Nagold | type =city| wikidata = Q26344 }} gemütliche mittelalterliche Altstadt mit Fachwerkbauten, Ruine Hohennagold, der Alte Turm. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> bergiger Übergang aus dem Tal der Nagold in das Neckartal. Teilweise werden hier ruhigere Landstraßen genutzt. Steile Abfahrt hinunter in die Altstadt von Horb. '''Km 76:'''{{Marker | name = [[Horb am Neckar]] | type= City | wikidata =Q82690 }} - Die Etappenstadt besitzt eine gemütliche Altstadt mit Fachwerkhäusern, sehenswert sind Reste der Stadtmauer. Anschluss an den [[Neckartal-Weg|Neckartal-Radweg]]. [[Datei:Horb am Neckar 002.JPG|mini|Blick auf Horb am Neckar]] ===3. Etappe: Horb - Donaueschingen (82{{nnbsp}}km) === Zwischen Horb und Rottweil hat man die Wahl: '''Km 0:''' Etappenbeginn Horb in der Altstadt *'''1. Panoramaroute des HSB östlich über dem Neckartal:''' Hier gibt es teilweise weite Blicke ins land, aber es summieren sich die Höhenmeter. Ferner fährt man zum Teil im Lärmbereich der Autobahn. Höhe Rottweil führt der HSB östlich an der Altstadt vorbei. *'''2. Neckarradweg im Flusstal des Neckar:''' Ebene Strecke bzw. nur vereinzelt hügelige Strecke. Hier kommt man an ein paar sehenswerten Orten vorbei. Erst kurz vor Rottweil muss man hier auf die Höhe. Etappe hier 82{{nnbsp}}km. '''Empfehlung: Nutzung des Neckarradwegs.''' Die Etappe wird im Folgenden auf dem Neckar-Radweg beschrieben: '''Km 16:''' {{Marker |type=city |wikidata=Q83167| name=Sulz am Neckar}} - Altstadt, Ruine Albeck, Sole-Freizeitbad „susolei“. : ~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Bahn und Landstraße begleiten den Neckar. Der große überregionale Kfz-Verkehr nutzt allerdings die Autobahn A 81a auf der Höhe abseits des Tales. Die [[w:Gäubahn|Gäubahn]] ist trotz ihres teilweise nur einspurigen Querschnitts eine wichtige Fernverbindung zwischen den Ballungsräumen Stuttgart und Zürich. Der Neckarabschnitt zwischen Sulz und Rottenburg wird übrigens als „Neckar-Erlebnistal“ touristisch vermarktet. '''Km 29:''' {{Marker |type=city |wikidata=Q83206| name=Oberndorf am Neckar}} - Wer möchte kann hier direkt am Radwegeine Partie Minigolf spielen (auch Bistro). Am Minigolfplatz liegt ferner der kleine Campingplatz für Radreisende. Wer sich unterwegs selbst verpflegen möchte findet in Obernburg mehrere Lebensmittelmärkte. : ~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Erst kurz vor Rottweil muss man hier auf die Höhe. '''Km 49:''' {{Marker | name = [[Rottweil]] | type= City | wikidata =Q32267072 }} - Altstadt hoch über dem Neckar. Landmarke Aufzugstestturm. Der Turm auf der anderen Talseite besitzt eine Aussichtsplattform. : ~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Ab Rottweil bis zur Neckarquelle in {{Marker | name = [[Schwenningen]] | type= City | wikidata =Q3865}} '''(Km 67)''' gleichauf mit dem Neckartal-Radweg. : ~> Vor Donaueschingen lange Strecke durch die offene Landschaft der {{Marker | name = Baar | type= landscape | wikidata = Q126132}}. '''Km 82:''' {{Marker | name = [[Donaueschingen]] | type= City | wikidata =Q83062 }} - Quelle der [[Donau]]. Schloss und Park. : → Anschluss zum [[Donau-Radweg]], dem angeblich meistbefahrensten Radfernweg Europas ===4. Etappe: Donaueschingen - Radolfzell am Bodensee (rund 65{{nnbsp}}km) === Diese letzte Etappe führt entlang der Donau und über die Schwäbische Alb zum Bodensee. [[Datei:The Baar - View from Fürstenberg.jpg|mini|Auffahrt zum Fürstenberg: Panoramablick auf die Baar.]] [[Bild:View from the Fürstenberg with Hondingen and in the background the Alps.jpg|mini|Ausblick vom Fürstenberg über Hondingen Richtung Alpen. unten im Tal verläuft der HSB.]] '''Km 0:''' '''Donaueschingen''' - Etappenstart :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Vor Fürstenberg verlässt der HSB die Baar. Der kleine Pass (auf 770 m Höhe) hinüber ins Tal der Aitrach besitzt etwa 100 Höhenmeter. '''Km 11:''' {{Marker | name = Fürstenberg | type= city | wikidata = Q1483092}} - Wer mit dem Pedelec unterwegs ist: Dann lohnt ein Abstecher auf den gleichnamigen {{Marker | name = Berg Fürstenberg | type= landscape| wikidata = Q162539}} (918{{nnbsp}}m). Schon während der Auffahrt ergeben sich schöne Talblicke in die Baar. Von oben hat man weitere Rundblicke. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Südlich Fürstenberg gibt es in der Schwäbischen Alb mehrere längere Steigungen. Vom Tal der Aitrach Richtung Tengen müssen weitere 80 Höhenmeter bezwungen werden. '''Km 31:''' {{Marker | name = Tengen | type= city | wikidata = Q520054}} - Hier bestehen Einkehr- und Verpflegungsmöglichkeiten. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Vom Tal der Biber bei {{Marker | name = Büßingen | type= city | wikidata = Q21039476}} geht es Richtung Singen noch einmal etwa 40 Höhenmeter bergauf. :~> Im Hegau vor {{Marker | name = Singen | type= city | wikidata = Q6979}} '''(Km 48)''' rückt die {{Marker | name = [[Hohentwiel|Festung Hohentwiel]] | type= see | wikidata = Q1408898 |url = https://www.festungsruine-hohentwiel.de/}} ins Blickfeld. Von der großen Festungsanlage (Eintritt) ergibt sich ein traumhafter Blick Richtung Bodensee und zu den Schweizer Alpen. '''Km 65:''' {{Marker | name = [[Radolfzell]] | type= City | wikidata =Q16113 }} - Routenende am Bodensee. Es besteht Anschluss an den [[Bodensee-Radweg]]. == Weitere Übernachtungsorte == {{Marker | name = [[Konstanz]] | type= City | wikidata = Q3834}} - erreichbar über den Uferweg bei Allensbach. Ab Donaueschingen ist die 4. Etappe dann rund 87{{nnbsp}}km lang. Konstanz ist ein guter Abschluss der Radreise. Hier kann die [[Insel Mainau]] besucht werden. Auch eine Schiffstour nach [[Merseburg]] ist lohnenswert. Wer möchte kann ab Konstanz den kompletten [[Bodensee-Radweg]] erkunden. == Sicherheit == Die Strecke besitzt einige stärkere Abfahrten. Eine sichere Beherrschung des Fahrrads ist hier wichtig. Auch beim Radwandern kann ein Fahrradhelm die Schwere von Kopfverletzungen bei Stürzen entscheidend mindern (siehe z. B. auch dieser Fachartikel zum [https://www.asklepios.com/konzern/gesundheitsmagazin/gesund-leben/praevention/helmpflicht-kopfverletzungen Thema]). == Weiter geht's == *[[Donau-Radweg]] *[[Rhein-Radweg]] == GPS-Daten == * Streckenverlauf Donau-Bodensee-Radweg von Openstreetmap zum Herunterladen als [https://cycling.waymarkedtrails.org/#route?id=22527&type=relation&map=7.0/48.5219/10.0225 GPX- und KML-Datei auf waymarkedtrails.org] == Literatur- und Kartenhinweise == * {{Buch|Autor=|Herausgeber=|Titel=Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg: Vom Neckar zum Bodensee, 1:50.000|Ort=|Verlag=Esterbauer|Jahr=2024|Auflage=|Band=|Seiten=|Seitenanzahl=| Reihe = bikeline |ISBN=978-3711102096|Kommentar=|Sprache=|Online= }} == Weblinks == * [https://www.schwarzwald-tourismus.info/erleben/radfahren/tourenrad-und-e-bike/fernradwege/heidelberg-schwarzwald-bodensee-radweg Infos bei schwarzwald-tourismus.info] {{IstIn|Radrouten in Baden-Württemberg}} [[Kategorie:Radwege in Baden-Württemberg]] [[Kategorie:Radrouten in Deutschland gesamt]] {{class-3}} 43zzn3rhp3s8k9q7iens9ma9pu5i3la 1804822 1804821 2026-09-18T12:28:14Z Dirk Schmidt 15181 /* 1. Etappe: Heidelberg – Pforzheim (etwa 82{{nnbsp}}km) */ 1804822 wikitext text/x-wiki Der '''Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg (HSB)''' ist eine rund 300&#x202F;km lange Radroute, die von [[Heidelberg]] zum [[Bodensee]] führt. Es geht durch den Kraichgau, den östlichen Schwarzwald und über [[Donaueschingen]]. Endpunkt der Route ist [[Radolfzell]]. Die bergige Strecke eignet sich ideal für ein E-Bike bzw. Pedelec. Mit noch Zeit am Bodensee kann man eine Woche einplanen. [[File:Heidelberg schloss koenigsstuhl d schmidt 04 2004.jpg|mini|Frühlingserwachen in Heidelberg: Blick auf die alte Neckarbrücke, Schloss und Königsstuhl (April 2004).]] == Streckenprofil == * '''Länge:''' 303&#x202F;km * '''Ausschilderung:''' vorhanden * '''Steigungen:''' bergig, in Fahrtrichtung Heidelberg zum Bodensee ca. 2400&#x202F; Höhenmeter, mit Routenwahl im Neckartal kann man zwischen Horb und Rottweil einige Höhenmeter einsparen. Ferner bergiger Übergang von der Donau an den Bodensee. * '''Wegzustand:''' gut, oft Asphalt, es gibt allerdings auch einige Bereiche mit Schotterstrecken * '''Verkehrsbelastung:''' gering * '''Geeignetes Fahrrad:''' bergtaugliches Tourenrad oder ein Pedelec * '''Familieneignung:''' durchgehend nein, lokal evtl. gegeben * '''Inlinereignung:''' durchgehend nein, lokal evtl. gegeben [[Datei:Nagolder Viadukt.jpg|mini|Nagoldtal beim Städtchen Nagold. Das Flusstal markiert den Ostrand des Schwarzwaldes. Vorne das [[w:Nagolder Viadukt|Viadukt der Umgehungsstraße]]]] == Hintergrund == Die Radroute darf Stand 2025 den Titel "ADFC-Qualitätsradroute mit 3 von 5 Sternen" tragen. Diese ist eine mittlere Bewertung im strengen Bewertungsverfahren des ADFC. Das Zertifikat wird jeweils für 3 Jahre vergeben. Dann muss sich die Route einer Nachprüfung unterziehen. [https://www.adfc-radtourismus.de/heidelberg-schwarzwald-bodensee-radweg/ Zur Einzelbewertung des ADFC]. == Vorbereitung == {{mapframe| name = blau = Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg. rot = Neckartal-Radweg als Vorzugsvarinate auf der 3. Etappe. Für weitere Anschlüsse die Ebene Radwege per Klick einblenden.}} {{Mapshape|wikidata=Q1593987|type=geoline|stroke=#0000ff|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} <!-- blau = Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg --> {{Mapshape|wikidata=Q1769622|type=geoline|stroke=#ff0000|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} <!-- rot = Neckartal-Radweg --> Es bietet sich an für die Radreise eine Woche einzuplanen. So ist am Ende noch Zeit, ein paar Ziele am Bodensee zu erkunden. Hier im Artikel wird die Route in vier Etappen mit Tagesetappen um die 80{{nnbsp}}km beschrieben. Diese Etappeneinteilung wendet sich an routinierte Radreisende inklusive Pedelecnutzung. Wer eher Einsteiger ist, kann die offizielle gemütlichere Etappenplanung nutzen. Hier sind die Etappen 35 km bis 65 km lang. Aber auch dann ist eine gewisse Grundkondition erforderlich: * 1. Etappe: Heidelberg – Bretten: 62{{nnbsp}}km (70{{nnbsp}}hm) * 2. Etappe Bretten – Calw: 48{{nnbsp}}km (480{{nnbsp}}hm) * 3. Etappe Calw – Horb am Neckar: 48{{nnbsp}}km (620{{nnbsp}}hm) * 4. Etappe Horb am Neckar – Rottweil: 49{{nnbsp}}km (840{{nnbsp}}hm) * 5. Etappe Rottweil – Donaueschingen: 34{{nnbsp}}km (220{{nnbsp}}hm) * 6. Etappe Donaueschingen – Radolfzell: 65{{nnbsp}}km (220{{nnbsp}}hm) Campingplätze siehe auch [https://opencampingmap.org opencampingmap.org]. [[Datei:Radolfzell Segelhafen (10273154956).jpg|mini|Segelhafen Radolfzell]] == Anreise == === Öffentliche Verkehrsmittel === Sowohl Heidelberg, wie Radolfzell bzw. Konstanz sind gut in das Bahnnetz eingebunden. === Fahrrad === Über den Neckartal-Radweg von [[Mannheim]] im Westen oder [[Heilbronn]] im Osten. === Auto === Da es sich um eine längere Streckentour handelt, am besten mit der Bahn anreisen. Bahnverbindungen zurück zum Abstellort des Kfz verlaufen in der Regel über Karlsruhe oder auch Stuttgart. == Streckenbeschreibung mit Sehenswürdigkeiten == ===1. Etappe: Heidelberg – Pforzheim (etwa 82{{nnbsp}}km) === '''Km 0:''' {{Marker | name = [[Heidelberg]] | type= City | wikidata =Q2966 |lat = 49.410931|long = 8.706013}}-Altstadt - Etappenstart am Universitätsplatz :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Die erste Etappe führt auf Radwegen entlang der viel befahrenen Speyerer Straße nach Südwesten aus der Stadt aus heraus. Westlich der Autobahn wird es im Waldgebiet {{Marker | name = Schwetzinger Hardt | type= landscape | wikidata = Q1516388| show = symbol}} ruhiger. Hier finden sich teilweise '''Schotterwege'''. Die stark befahrene Bundesstraße 291 wird auf einer {{Marker | name = Radbrücke | name-map = Radbrücke über die stark befahrene Bundesstraße 291 |type= waypoint |group = gold | lat = 49.327220 | long = 8.622047 | image = Bundesstraße_291_im_Hardtwald.jpg}} sicher überquert. '''Km 19:''' {{Marker | name = Abzweig Reillingen |type= waypoint |group = gold | lat = 49.294376| long = 8.582036}} - Knoten verschiedener Radwanderrouten: Fahrradreparaturstation, Infotafel mit Karte. An der Friedhofskapelle findet sich laut Openstreetmap eine öffentliche Toilette (Zugang / Öffnungszeiten sind nicht bekannt). 400 m südlich der Route liegt der [https://wersauer-hof.com/ Wersauer Hof] mit Hotel, Gastronomie und Hofladen. [[File:Zeichen_101_-_Gefahrstelle,_StVO_1970.svg|20px]] bei Querung der stärker befahrenen Landstraße. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Es geht in die Felder. Die Route führt an der {{Marker | name = Ausgrabungsstätte Burg Wersau | type= see | wikidata = Q1014558 | url =https://burg-wersau.de }} vorbei. Hier ist ein Archäologischer Park geplant. Nächste Station ist das Freizeitzentrum St. Leoner See (Strandbad mit Eintritt). '''Km 23:''' {{Marker | name = [[St. Leon-Rot|St. Leon]] | type= city | wikidata = Q107143346| lat = 49.266611|long = 8.602550}}: Hier abseits der Route: Einkehr- und Verpflegungsmöglichkeiten in der Marktstraße (Gastronomie, Bäcker, Lebensmittelmarkt Edeka). '''Km 46''' {{Marker | name = Bruchsal | type= city | wikidata = Q7059}} mit Schloss. Bruchsal bietet sich zu Mittagspause an. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Südlich Bruchsal geht es hinein ins Hügelland des [[Kraichgau]]. Nach etwa einer Stunde Fahrzeit findet sich das Fachwerkkleinod [[Bretten]]. [[Datei:Bretten - Altstadt - Marktplatz - Marktplatz 2-1, 3 und Marktbrunnen - Ansicht von SSW (1).jpg|mini|Marktplatz Bretten]] '''Km 62:''' {{Marker | name = Bretten | type= city | wikidata = Q495428 }} - Ein Abstecher in die Fachwerkaltstadt zum {{Marker | name = Marktplatz| type= square| lat = 49.036764 | long = 8.707682 | image = Bretten - Altstadt - Marktplatz - Marktplatz 2-1, 3 und Marktbrunnen - Ansicht von SSW (1).jpg| show = symbol}} lohnt. Hier finden sich für die Nachmittagseinkehr entsprechende möglichkeiten. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Südlich Bretten wird es hügelig bze. leicht bergig. Es geht zuerst auf SChotterwegen durch den Wald. Später auf asphaltierten Feldwegen durch die Dörfer. Im Stadtgebiet Pfotzheim findet sich eine steilere Abfahrt ins Enztal. '''Km 83:''' {{Marker | name = [[Pforzheim]] | type= City | wikidata =Q3046 }} - Am Leopoldsplatz ist die City von Pforzheim erreicht. Eine historische Altstadt gibt es aufgrund der Zerstörungen im II. Weltkrieg nicht mehr. ===2. Etappe: Pforzheim – Horb (etwa 80{{nnbsp}}km) === Die Etappe folgt bis zur Kleinstadt Nagold dem Fluss Nagold aufwärts. Ab Nagold gibt es einen bergigen Übergang in das Neckartal. [[Bild:Calw nikolausbruecke.jpg|mini|Nikolausbrücke in Calw]] '''Km 0:''' Etappenbeginn am Leopoldsplatz :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Entlang der Nagold geht es aus Pforzheim heraus. '''Km 6:''' {{Marker | name = Dillweißenstein | type =city| wikidata = Q1225612 }} Steinbogenbrücke über die Nagold. Vom historischen Bauwerk ergibt sich ein schöner FLussblick. Burgruinen Kräheneck und Rabeneck '''Km 13:''' {{Marker | name = Unterreichenbach | type= city | wikidata = Q536333}} '''Km 21:''' {{Marker | name = Bad Liebenzell | type= city | wikidata = Q522349 }} - gemütlicher Kurort, Paracelsusquelle, Thermalbad, Burgruine '''Km 25:''' {{Marker | name = Kloster Hirsau | type= see | wikidata = Q532415}} - Die Ruinen des Klosters liegen etwas abseits des Radwegs. '''Km 28:''' {{Marker | name = Calw | type= city | wikidata = Q487921}} - alte Stadt der Gerber und Holzhändler, historische Altstadt mit viel Fachwerk '''Km 43:''' {{Marker | name = [[Wildberg (Schwarzwald)|Wildberg]] | type =city| wikidata = Q264503 }}: Die Stadt liegt auf einem "Umlaufberg" in einer Schleife der Nagold. Sehenswert sind der Hexenturm und das alte Rathaus. '''Km 56:'''{{Marker | name = Nagold | type =city| wikidata = Q26344 }} gemütliche mittelalterliche Altstadt mit Fachwerkbauten, Ruine Hohennagold, der Alte Turm. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> bergiger Übergang aus dem Tal der Nagold in das Neckartal. Teilweise werden hier ruhigere Landstraßen genutzt. Steile Abfahrt hinunter in die Altstadt von Horb. '''Km 76:'''{{Marker | name = [[Horb am Neckar]] | type= City | wikidata =Q82690 }} - Die Etappenstadt besitzt eine gemütliche Altstadt mit Fachwerkhäusern, sehenswert sind Reste der Stadtmauer. Anschluss an den [[Neckartal-Weg|Neckartal-Radweg]]. [[Datei:Horb am Neckar 002.JPG|mini|Blick auf Horb am Neckar]] ===3. Etappe: Horb - Donaueschingen (82{{nnbsp}}km) === Zwischen Horb und Rottweil hat man die Wahl: '''Km 0:''' Etappenbeginn Horb in der Altstadt *'''1. Panoramaroute des HSB östlich über dem Neckartal:''' Hier gibt es teilweise weite Blicke ins land, aber es summieren sich die Höhenmeter. Ferner fährt man zum Teil im Lärmbereich der Autobahn. Höhe Rottweil führt der HSB östlich an der Altstadt vorbei. *'''2. Neckarradweg im Flusstal des Neckar:''' Ebene Strecke bzw. nur vereinzelt hügelige Strecke. Hier kommt man an ein paar sehenswerten Orten vorbei. Erst kurz vor Rottweil muss man hier auf die Höhe. Etappe hier 82{{nnbsp}}km. '''Empfehlung: Nutzung des Neckarradwegs.''' Die Etappe wird im Folgenden auf dem Neckar-Radweg beschrieben: '''Km 16:''' {{Marker |type=city |wikidata=Q83167| name=Sulz am Neckar}} - Altstadt, Ruine Albeck, Sole-Freizeitbad „susolei“. : ~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Bahn und Landstraße begleiten den Neckar. Der große überregionale Kfz-Verkehr nutzt allerdings die Autobahn A 81a auf der Höhe abseits des Tales. Die [[w:Gäubahn|Gäubahn]] ist trotz ihres teilweise nur einspurigen Querschnitts eine wichtige Fernverbindung zwischen den Ballungsräumen Stuttgart und Zürich. Der Neckarabschnitt zwischen Sulz und Rottenburg wird übrigens als „Neckar-Erlebnistal“ touristisch vermarktet. '''Km 29:''' {{Marker |type=city |wikidata=Q83206| name=Oberndorf am Neckar}} - Wer möchte kann hier direkt am Radwegeine Partie Minigolf spielen (auch Bistro). Am Minigolfplatz liegt ferner der kleine Campingplatz für Radreisende. Wer sich unterwegs selbst verpflegen möchte findet in Obernburg mehrere Lebensmittelmärkte. : ~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Erst kurz vor Rottweil muss man hier auf die Höhe. '''Km 49:''' {{Marker | name = [[Rottweil]] | type= City | wikidata =Q32267072 }} - Altstadt hoch über dem Neckar. Landmarke Aufzugstestturm. Der Turm auf der anderen Talseite besitzt eine Aussichtsplattform. : ~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Ab Rottweil bis zur Neckarquelle in {{Marker | name = [[Schwenningen]] | type= City | wikidata =Q3865}} '''(Km 67)''' gleichauf mit dem Neckartal-Radweg. : ~> Vor Donaueschingen lange Strecke durch die offene Landschaft der {{Marker | name = Baar | type= landscape | wikidata = Q126132}}. '''Km 82:''' {{Marker | name = [[Donaueschingen]] | type= City | wikidata =Q83062 }} - Quelle der [[Donau]]. Schloss und Park. : → Anschluss zum [[Donau-Radweg]], dem angeblich meistbefahrensten Radfernweg Europas ===4. Etappe: Donaueschingen - Radolfzell am Bodensee (rund 65{{nnbsp}}km) === Diese letzte Etappe führt entlang der Donau und über die Schwäbische Alb zum Bodensee. [[Datei:The Baar - View from Fürstenberg.jpg|mini|Auffahrt zum Fürstenberg: Panoramablick auf die Baar.]] [[Bild:View from the Fürstenberg with Hondingen and in the background the Alps.jpg|mini|Ausblick vom Fürstenberg über Hondingen Richtung Alpen. unten im Tal verläuft der HSB.]] '''Km 0:''' '''Donaueschingen''' - Etappenstart :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Vor Fürstenberg verlässt der HSB die Baar. Der kleine Pass (auf 770 m Höhe) hinüber ins Tal der Aitrach besitzt etwa 100 Höhenmeter. '''Km 11:''' {{Marker | name = Fürstenberg | type= city | wikidata = Q1483092}} - Wer mit dem Pedelec unterwegs ist: Dann lohnt ein Abstecher auf den gleichnamigen {{Marker | name = Berg Fürstenberg | type= landscape| wikidata = Q162539}} (918{{nnbsp}}m). Schon während der Auffahrt ergeben sich schöne Talblicke in die Baar. Von oben hat man weitere Rundblicke. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Südlich Fürstenberg gibt es in der Schwäbischen Alb mehrere längere Steigungen. Vom Tal der Aitrach Richtung Tengen müssen weitere 80 Höhenmeter bezwungen werden. '''Km 31:''' {{Marker | name = Tengen | type= city | wikidata = Q520054}} - Hier bestehen Einkehr- und Verpflegungsmöglichkeiten. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Vom Tal der Biber bei {{Marker | name = Büßingen | type= city | wikidata = Q21039476}} geht es Richtung Singen noch einmal etwa 40 Höhenmeter bergauf. :~> Im Hegau vor {{Marker | name = Singen | type= city | wikidata = Q6979}} '''(Km 48)''' rückt die {{Marker | name = [[Hohentwiel|Festung Hohentwiel]] | type= see | wikidata = Q1408898 |url = https://www.festungsruine-hohentwiel.de/}} ins Blickfeld. Von der großen Festungsanlage (Eintritt) ergibt sich ein traumhafter Blick Richtung Bodensee und zu den Schweizer Alpen. '''Km 65:''' {{Marker | name = [[Radolfzell]] | type= City | wikidata =Q16113 }} - Routenende am Bodensee. Es besteht Anschluss an den [[Bodensee-Radweg]]. == Weitere Übernachtungsorte == {{Marker | name = [[Konstanz]] | type= City | wikidata = Q3834}} - erreichbar über den Uferweg bei Allensbach. Ab Donaueschingen ist die 4. Etappe dann rund 87{{nnbsp}}km lang. Konstanz ist ein guter Abschluss der Radreise. Hier kann die [[Insel Mainau]] besucht werden. Auch eine Schiffstour nach [[Merseburg]] ist lohnenswert. Wer möchte kann ab Konstanz den kompletten [[Bodensee-Radweg]] erkunden. == Sicherheit == Die Strecke besitzt einige stärkere Abfahrten. Eine sichere Beherrschung des Fahrrads ist hier wichtig. Auch beim Radwandern kann ein Fahrradhelm die Schwere von Kopfverletzungen bei Stürzen entscheidend mindern (siehe z. B. auch dieser Fachartikel zum [https://www.asklepios.com/konzern/gesundheitsmagazin/gesund-leben/praevention/helmpflicht-kopfverletzungen Thema]). == Weiter geht's == *[[Donau-Radweg]] *[[Rhein-Radweg]] == GPS-Daten == * Streckenverlauf Donau-Bodensee-Radweg von Openstreetmap zum Herunterladen als [https://cycling.waymarkedtrails.org/#route?id=22527&type=relation&map=7.0/48.5219/10.0225 GPX- und KML-Datei auf waymarkedtrails.org] == Literatur- und Kartenhinweise == * {{Buch|Autor=|Herausgeber=|Titel=Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg: Vom Neckar zum Bodensee, 1:50.000|Ort=|Verlag=Esterbauer|Jahr=2024|Auflage=|Band=|Seiten=|Seitenanzahl=| Reihe = bikeline |ISBN=978-3711102096|Kommentar=|Sprache=|Online= }} == Weblinks == * [https://www.schwarzwald-tourismus.info/erleben/radfahren/tourenrad-und-e-bike/fernradwege/heidelberg-schwarzwald-bodensee-radweg Infos bei schwarzwald-tourismus.info] {{IstIn|Radrouten in Baden-Württemberg}} [[Kategorie:Radwege in Baden-Württemberg]] [[Kategorie:Radrouten in Deutschland gesamt]] {{class-3}} jzr9hh316sxefixkbgcxmffw635k5y9 1804823 1804822 2026-09-18T12:39:58Z Dirk Schmidt 15181 /* Sicherheit */ 1804823 wikitext text/x-wiki Der '''Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg (HSB)''' ist eine rund 300&#x202F;km lange Radroute, die von [[Heidelberg]] zum [[Bodensee]] führt. Es geht durch den Kraichgau, den östlichen Schwarzwald und über [[Donaueschingen]]. Endpunkt der Route ist [[Radolfzell]]. Die bergige Strecke eignet sich ideal für ein E-Bike bzw. Pedelec. Mit noch Zeit am Bodensee kann man eine Woche einplanen. [[File:Heidelberg schloss koenigsstuhl d schmidt 04 2004.jpg|mini|Frühlingserwachen in Heidelberg: Blick auf die alte Neckarbrücke, Schloss und Königsstuhl (April 2004).]] == Streckenprofil == * '''Länge:''' 303&#x202F;km * '''Ausschilderung:''' vorhanden * '''Steigungen:''' bergig, in Fahrtrichtung Heidelberg zum Bodensee ca. 2400&#x202F; Höhenmeter, mit Routenwahl im Neckartal kann man zwischen Horb und Rottweil einige Höhenmeter einsparen. Ferner bergiger Übergang von der Donau an den Bodensee. * '''Wegzustand:''' gut, oft Asphalt, es gibt allerdings auch einige Bereiche mit Schotterstrecken * '''Verkehrsbelastung:''' gering * '''Geeignetes Fahrrad:''' bergtaugliches Tourenrad oder ein Pedelec * '''Familieneignung:''' durchgehend nein, lokal evtl. gegeben * '''Inlinereignung:''' durchgehend nein, lokal evtl. gegeben [[Datei:Nagolder Viadukt.jpg|mini|Nagoldtal beim Städtchen Nagold. Das Flusstal markiert den Ostrand des Schwarzwaldes. Vorne das [[w:Nagolder Viadukt|Viadukt der Umgehungsstraße]]]] == Hintergrund == Die Radroute darf Stand 2025 den Titel "ADFC-Qualitätsradroute mit 3 von 5 Sternen" tragen. Diese ist eine mittlere Bewertung im strengen Bewertungsverfahren des ADFC. Das Zertifikat wird jeweils für 3 Jahre vergeben. Dann muss sich die Route einer Nachprüfung unterziehen. [https://www.adfc-radtourismus.de/heidelberg-schwarzwald-bodensee-radweg/ Zur Einzelbewertung des ADFC]. == Vorbereitung == {{mapframe| name = blau = Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg. rot = Neckartal-Radweg als Vorzugsvarinate auf der 3. Etappe. Für weitere Anschlüsse die Ebene Radwege per Klick einblenden.}} {{Mapshape|wikidata=Q1593987|type=geoline|stroke=#0000ff|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} <!-- blau = Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg --> {{Mapshape|wikidata=Q1769622|type=geoline|stroke=#ff0000|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} <!-- rot = Neckartal-Radweg --> Es bietet sich an für die Radreise eine Woche einzuplanen. So ist am Ende noch Zeit, ein paar Ziele am Bodensee zu erkunden. Hier im Artikel wird die Route in vier Etappen mit Tagesetappen um die 80{{nnbsp}}km beschrieben. Diese Etappeneinteilung wendet sich an routinierte Radreisende inklusive Pedelecnutzung. Wer eher Einsteiger ist, kann die offizielle gemütlichere Etappenplanung nutzen. Hier sind die Etappen 35 km bis 65 km lang. Aber auch dann ist eine gewisse Grundkondition erforderlich: * 1. Etappe: Heidelberg – Bretten: 62{{nnbsp}}km (70{{nnbsp}}hm) * 2. Etappe Bretten – Calw: 48{{nnbsp}}km (480{{nnbsp}}hm) * 3. Etappe Calw – Horb am Neckar: 48{{nnbsp}}km (620{{nnbsp}}hm) * 4. Etappe Horb am Neckar – Rottweil: 49{{nnbsp}}km (840{{nnbsp}}hm) * 5. Etappe Rottweil – Donaueschingen: 34{{nnbsp}}km (220{{nnbsp}}hm) * 6. Etappe Donaueschingen – Radolfzell: 65{{nnbsp}}km (220{{nnbsp}}hm) Campingplätze siehe auch [https://opencampingmap.org opencampingmap.org]. [[Datei:Radolfzell Segelhafen (10273154956).jpg|mini|Segelhafen Radolfzell]] == Anreise == === Öffentliche Verkehrsmittel === Sowohl Heidelberg, wie Radolfzell bzw. Konstanz sind gut in das Bahnnetz eingebunden. === Fahrrad === Über den Neckartal-Radweg von [[Mannheim]] im Westen oder [[Heilbronn]] im Osten. === Auto === Da es sich um eine längere Streckentour handelt, am besten mit der Bahn anreisen. Bahnverbindungen zurück zum Abstellort des Kfz verlaufen in der Regel über Karlsruhe oder auch Stuttgart. == Streckenbeschreibung mit Sehenswürdigkeiten == ===1. Etappe: Heidelberg – Pforzheim (etwa 82{{nnbsp}}km) === '''Km 0:''' {{Marker | name = [[Heidelberg]] | type= City | wikidata =Q2966 |lat = 49.410931|long = 8.706013}}-Altstadt - Etappenstart am Universitätsplatz :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Die erste Etappe führt auf Radwegen entlang der viel befahrenen Speyerer Straße nach Südwesten aus der Stadt aus heraus. Westlich der Autobahn wird es im Waldgebiet {{Marker | name = Schwetzinger Hardt | type= landscape | wikidata = Q1516388| show = symbol}} ruhiger. Hier finden sich teilweise '''Schotterwege'''. Die stark befahrene Bundesstraße 291 wird auf einer {{Marker | name = Radbrücke | name-map = Radbrücke über die stark befahrene Bundesstraße 291 |type= waypoint |group = gold | lat = 49.327220 | long = 8.622047 | image = Bundesstraße_291_im_Hardtwald.jpg}} sicher überquert. '''Km 19:''' {{Marker | name = Abzweig Reillingen |type= waypoint |group = gold | lat = 49.294376| long = 8.582036}} - Knoten verschiedener Radwanderrouten: Fahrradreparaturstation, Infotafel mit Karte. An der Friedhofskapelle findet sich laut Openstreetmap eine öffentliche Toilette (Zugang / Öffnungszeiten sind nicht bekannt). 400 m südlich der Route liegt der [https://wersauer-hof.com/ Wersauer Hof] mit Hotel, Gastronomie und Hofladen. [[File:Zeichen_101_-_Gefahrstelle,_StVO_1970.svg|20px]] bei Querung der stärker befahrenen Landstraße. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Es geht in die Felder. Die Route führt an der {{Marker | name = Ausgrabungsstätte Burg Wersau | type= see | wikidata = Q1014558 | url =https://burg-wersau.de }} vorbei. Hier ist ein Archäologischer Park geplant. Nächste Station ist das Freizeitzentrum St. Leoner See (Strandbad mit Eintritt). '''Km 23:''' {{Marker | name = [[St. Leon-Rot|St. Leon]] | type= city | wikidata = Q107143346| lat = 49.266611|long = 8.602550}}: Hier abseits der Route: Einkehr- und Verpflegungsmöglichkeiten in der Marktstraße (Gastronomie, Bäcker, Lebensmittelmarkt Edeka). '''Km 46''' {{Marker | name = Bruchsal | type= city | wikidata = Q7059}} mit Schloss. Bruchsal bietet sich zu Mittagspause an. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Südlich Bruchsal geht es hinein ins Hügelland des [[Kraichgau]]. Nach etwa einer Stunde Fahrzeit findet sich das Fachwerkkleinod [[Bretten]]. [[Datei:Bretten - Altstadt - Marktplatz - Marktplatz 2-1, 3 und Marktbrunnen - Ansicht von SSW (1).jpg|mini|Marktplatz Bretten]] '''Km 62:''' {{Marker | name = Bretten | type= city | wikidata = Q495428 }} - Ein Abstecher in die Fachwerkaltstadt zum {{Marker | name = Marktplatz| type= square| lat = 49.036764 | long = 8.707682 | image = Bretten - Altstadt - Marktplatz - Marktplatz 2-1, 3 und Marktbrunnen - Ansicht von SSW (1).jpg| show = symbol}} lohnt. Hier finden sich für die Nachmittagseinkehr entsprechende möglichkeiten. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Südlich Bretten wird es hügelig bze. leicht bergig. Es geht zuerst auf SChotterwegen durch den Wald. Später auf asphaltierten Feldwegen durch die Dörfer. Im Stadtgebiet Pfotzheim findet sich eine steilere Abfahrt ins Enztal. '''Km 83:''' {{Marker | name = [[Pforzheim]] | type= City | wikidata =Q3046 }} - Am Leopoldsplatz ist die City von Pforzheim erreicht. Eine historische Altstadt gibt es aufgrund der Zerstörungen im II. Weltkrieg nicht mehr. ===2. Etappe: Pforzheim – Horb (etwa 80{{nnbsp}}km) === Die Etappe folgt bis zur Kleinstadt Nagold dem Fluss Nagold aufwärts. Ab Nagold gibt es einen bergigen Übergang in das Neckartal. [[Bild:Calw nikolausbruecke.jpg|mini|Nikolausbrücke in Calw]] '''Km 0:''' Etappenbeginn am Leopoldsplatz :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Entlang der Nagold geht es aus Pforzheim heraus. '''Km 6:''' {{Marker | name = Dillweißenstein | type =city| wikidata = Q1225612 }} Steinbogenbrücke über die Nagold. Vom historischen Bauwerk ergibt sich ein schöner FLussblick. Burgruinen Kräheneck und Rabeneck '''Km 13:''' {{Marker | name = Unterreichenbach | type= city | wikidata = Q536333}} '''Km 21:''' {{Marker | name = Bad Liebenzell | type= city | wikidata = Q522349 }} - gemütlicher Kurort, Paracelsusquelle, Thermalbad, Burgruine '''Km 25:''' {{Marker | name = Kloster Hirsau | type= see | wikidata = Q532415}} - Die Ruinen des Klosters liegen etwas abseits des Radwegs. '''Km 28:''' {{Marker | name = Calw | type= city | wikidata = Q487921}} - alte Stadt der Gerber und Holzhändler, historische Altstadt mit viel Fachwerk '''Km 43:''' {{Marker | name = [[Wildberg (Schwarzwald)|Wildberg]] | type =city| wikidata = Q264503 }}: Die Stadt liegt auf einem "Umlaufberg" in einer Schleife der Nagold. Sehenswert sind der Hexenturm und das alte Rathaus. '''Km 56:'''{{Marker | name = Nagold | type =city| wikidata = Q26344 }} gemütliche mittelalterliche Altstadt mit Fachwerkbauten, Ruine Hohennagold, der Alte Turm. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> bergiger Übergang aus dem Tal der Nagold in das Neckartal. Teilweise werden hier ruhigere Landstraßen genutzt. Steile Abfahrt hinunter in die Altstadt von Horb. '''Km 76:'''{{Marker | name = [[Horb am Neckar]] | type= City | wikidata =Q82690 }} - Die Etappenstadt besitzt eine gemütliche Altstadt mit Fachwerkhäusern, sehenswert sind Reste der Stadtmauer. Anschluss an den [[Neckartal-Weg|Neckartal-Radweg]]. [[Datei:Horb am Neckar 002.JPG|mini|Blick auf Horb am Neckar]] ===3. Etappe: Horb - Donaueschingen (82{{nnbsp}}km) === Zwischen Horb und Rottweil hat man die Wahl: '''Km 0:''' Etappenbeginn Horb in der Altstadt *'''1. Panoramaroute des HSB östlich über dem Neckartal:''' Hier gibt es teilweise weite Blicke ins land, aber es summieren sich die Höhenmeter. Ferner fährt man zum Teil im Lärmbereich der Autobahn. Höhe Rottweil führt der HSB östlich an der Altstadt vorbei. *'''2. Neckarradweg im Flusstal des Neckar:''' Ebene Strecke bzw. nur vereinzelt hügelige Strecke. Hier kommt man an ein paar sehenswerten Orten vorbei. Erst kurz vor Rottweil muss man hier auf die Höhe. Etappe hier 82{{nnbsp}}km. '''Empfehlung: Nutzung des Neckarradwegs.''' Die Etappe wird im Folgenden auf dem Neckar-Radweg beschrieben: '''Km 16:''' {{Marker |type=city |wikidata=Q83167| name=Sulz am Neckar}} - Altstadt, Ruine Albeck, Sole-Freizeitbad „susolei“. : ~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Bahn und Landstraße begleiten den Neckar. Der große überregionale Kfz-Verkehr nutzt allerdings die Autobahn A 81a auf der Höhe abseits des Tales. Die [[w:Gäubahn|Gäubahn]] ist trotz ihres teilweise nur einspurigen Querschnitts eine wichtige Fernverbindung zwischen den Ballungsräumen Stuttgart und Zürich. Der Neckarabschnitt zwischen Sulz und Rottenburg wird übrigens als „Neckar-Erlebnistal“ touristisch vermarktet. '''Km 29:''' {{Marker |type=city |wikidata=Q83206| name=Oberndorf am Neckar}} - Wer möchte kann hier direkt am Radwegeine Partie Minigolf spielen (auch Bistro). Am Minigolfplatz liegt ferner der kleine Campingplatz für Radreisende. Wer sich unterwegs selbst verpflegen möchte findet in Obernburg mehrere Lebensmittelmärkte. : ~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Erst kurz vor Rottweil muss man hier auf die Höhe. '''Km 49:''' {{Marker | name = [[Rottweil]] | type= City | wikidata =Q32267072 }} - Altstadt hoch über dem Neckar. Landmarke Aufzugstestturm. Der Turm auf der anderen Talseite besitzt eine Aussichtsplattform. : ~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Ab Rottweil bis zur Neckarquelle in {{Marker | name = [[Schwenningen]] | type= City | wikidata =Q3865}} '''(Km 67)''' gleichauf mit dem Neckartal-Radweg. : ~> Vor Donaueschingen lange Strecke durch die offene Landschaft der {{Marker | name = Baar | type= landscape | wikidata = Q126132}}. '''Km 82:''' {{Marker | name = [[Donaueschingen]] | type= City | wikidata =Q83062 }} - Quelle der [[Donau]]. Schloss und Park. : → Anschluss zum [[Donau-Radweg]], dem angeblich meistbefahrensten Radfernweg Europas ===4. Etappe: Donaueschingen - Radolfzell am Bodensee (rund 65{{nnbsp}}km) === Diese letzte Etappe führt entlang der Donau und über die Schwäbische Alb zum Bodensee. [[Datei:The Baar - View from Fürstenberg.jpg|mini|Auffahrt zum Fürstenberg: Panoramablick auf die Baar.]] [[Bild:View from the Fürstenberg with Hondingen and in the background the Alps.jpg|mini|Ausblick vom Fürstenberg über Hondingen Richtung Alpen. unten im Tal verläuft der HSB.]] '''Km 0:''' '''Donaueschingen''' - Etappenstart :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Vor Fürstenberg verlässt der HSB die Baar. Der kleine Pass (auf 770 m Höhe) hinüber ins Tal der Aitrach besitzt etwa 100 Höhenmeter. '''Km 11:''' {{Marker | name = Fürstenberg | type= city | wikidata = Q1483092}} - Wer mit dem Pedelec unterwegs ist: Dann lohnt ein Abstecher auf den gleichnamigen {{Marker | name = Berg Fürstenberg | type= landscape| wikidata = Q162539}} (918{{nnbsp}}m). Schon während der Auffahrt ergeben sich schöne Talblicke in die Baar. Von oben hat man weitere Rundblicke. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Südlich Fürstenberg gibt es in der Schwäbischen Alb mehrere längere Steigungen. Vom Tal der Aitrach Richtung Tengen müssen weitere 80 Höhenmeter bezwungen werden. '''Km 31:''' {{Marker | name = Tengen | type= city | wikidata = Q520054}} - Hier bestehen Einkehr- und Verpflegungsmöglichkeiten. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Vom Tal der Biber bei {{Marker | name = Büßingen | type= city | wikidata = Q21039476}} geht es Richtung Singen noch einmal etwa 40 Höhenmeter bergauf. :~> Im Hegau vor {{Marker | name = Singen | type= city | wikidata = Q6979}} '''(Km 48)''' rückt die {{Marker | name = [[Hohentwiel|Festung Hohentwiel]] | type= see | wikidata = Q1408898 |url = https://www.festungsruine-hohentwiel.de/}} ins Blickfeld. Von der großen Festungsanlage (Eintritt) ergibt sich ein traumhafter Blick Richtung Bodensee und zu den Schweizer Alpen. '''Km 65:''' {{Marker | name = [[Radolfzell]] | type= City | wikidata =Q16113 }} - Routenende am Bodensee. Es besteht Anschluss an den [[Bodensee-Radweg]]. == Weitere Übernachtungsorte == {{Marker | name = [[Konstanz]] | type= City | wikidata = Q3834}} - erreichbar über den Uferweg bei Allensbach. Ab Donaueschingen ist die 4. Etappe dann rund 87{{nnbsp}}km lang. Konstanz ist ein guter Abschluss der Radreise. Hier kann die [[Insel Mainau]] besucht werden. Auch eine Schiffstour nach [[Merseburg]] ist lohnenswert. Wer möchte kann ab Konstanz den kompletten [[Bodensee-Radweg]] erkunden. == Sicherheit == Die Strecke besitzt einige stärkere Abfahrten. Eine sichere Beherrschung des Fahrrads ist hier wichtig. Auch beim Radwandern kann ein Fahrradhelm die Schwere von Kopfverletzungen bei Stürzen entscheidend mindern. [[Checkliste Ausrüstung auf Radreisen#Fahrradhelm|Weitere Infos zum Helm siehe hier]]. == Weiter geht's == *[[Donau-Radweg]] *[[Rhein-Radweg]] == GPS-Daten == * Streckenverlauf Donau-Bodensee-Radweg von Openstreetmap zum Herunterladen als [https://cycling.waymarkedtrails.org/#route?id=22527&type=relation&map=7.0/48.5219/10.0225 GPX- und KML-Datei auf waymarkedtrails.org] == Literatur- und Kartenhinweise == * {{Buch|Autor=|Herausgeber=|Titel=Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg: Vom Neckar zum Bodensee, 1:50.000|Ort=|Verlag=Esterbauer|Jahr=2024|Auflage=|Band=|Seiten=|Seitenanzahl=| Reihe = bikeline |ISBN=978-3711102096|Kommentar=|Sprache=|Online= }} == Weblinks == * [https://www.schwarzwald-tourismus.info/erleben/radfahren/tourenrad-und-e-bike/fernradwege/heidelberg-schwarzwald-bodensee-radweg Infos bei schwarzwald-tourismus.info] {{IstIn|Radrouten in Baden-Württemberg}} [[Kategorie:Radwege in Baden-Württemberg]] [[Kategorie:Radrouten in Deutschland gesamt]] {{class-3}} hxpk3x24aeltofwa1a0ngt6ok0xi6i9 1804830 1804823 2026-09-18T13:19:40Z Dirk Schmidt 15181 /* GPS-Daten */ 1804830 wikitext text/x-wiki Der '''Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg (HSB)''' ist eine rund 300&#x202F;km lange Radroute, die von [[Heidelberg]] zum [[Bodensee]] führt. Es geht durch den Kraichgau, den östlichen Schwarzwald und über [[Donaueschingen]]. Endpunkt der Route ist [[Radolfzell]]. Die bergige Strecke eignet sich ideal für ein E-Bike bzw. Pedelec. Mit noch Zeit am Bodensee kann man eine Woche einplanen. [[File:Heidelberg schloss koenigsstuhl d schmidt 04 2004.jpg|mini|Frühlingserwachen in Heidelberg: Blick auf die alte Neckarbrücke, Schloss und Königsstuhl (April 2004).]] == Streckenprofil == * '''Länge:''' 303&#x202F;km * '''Ausschilderung:''' vorhanden * '''Steigungen:''' bergig, in Fahrtrichtung Heidelberg zum Bodensee ca. 2400&#x202F; Höhenmeter, mit Routenwahl im Neckartal kann man zwischen Horb und Rottweil einige Höhenmeter einsparen. Ferner bergiger Übergang von der Donau an den Bodensee. * '''Wegzustand:''' gut, oft Asphalt, es gibt allerdings auch einige Bereiche mit Schotterstrecken * '''Verkehrsbelastung:''' gering * '''Geeignetes Fahrrad:''' bergtaugliches Tourenrad oder ein Pedelec * '''Familieneignung:''' durchgehend nein, lokal evtl. gegeben * '''Inlinereignung:''' durchgehend nein, lokal evtl. gegeben [[Datei:Nagolder Viadukt.jpg|mini|Nagoldtal beim Städtchen Nagold. Das Flusstal markiert den Ostrand des Schwarzwaldes. Vorne das [[w:Nagolder Viadukt|Viadukt der Umgehungsstraße]]]] == Hintergrund == Die Radroute darf Stand 2025 den Titel "ADFC-Qualitätsradroute mit 3 von 5 Sternen" tragen. Diese ist eine mittlere Bewertung im strengen Bewertungsverfahren des ADFC. Das Zertifikat wird jeweils für 3 Jahre vergeben. Dann muss sich die Route einer Nachprüfung unterziehen. [https://www.adfc-radtourismus.de/heidelberg-schwarzwald-bodensee-radweg/ Zur Einzelbewertung des ADFC]. == Vorbereitung == {{mapframe| name = blau = Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg. rot = Neckartal-Radweg als Vorzugsvarinate auf der 3. Etappe. Für weitere Anschlüsse die Ebene Radwege per Klick einblenden.}} {{Mapshape|wikidata=Q1593987|type=geoline|stroke=#0000ff|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} <!-- blau = Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg --> {{Mapshape|wikidata=Q1769622|type=geoline|stroke=#ff0000|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} <!-- rot = Neckartal-Radweg --> Es bietet sich an für die Radreise eine Woche einzuplanen. So ist am Ende noch Zeit, ein paar Ziele am Bodensee zu erkunden. Hier im Artikel wird die Route in vier Etappen mit Tagesetappen um die 80{{nnbsp}}km beschrieben. Diese Etappeneinteilung wendet sich an routinierte Radreisende inklusive Pedelecnutzung. Wer eher Einsteiger ist, kann die offizielle gemütlichere Etappenplanung nutzen. Hier sind die Etappen 35 km bis 65 km lang. Aber auch dann ist eine gewisse Grundkondition erforderlich: * 1. Etappe: Heidelberg – Bretten: 62{{nnbsp}}km (70{{nnbsp}}hm) * 2. Etappe Bretten – Calw: 48{{nnbsp}}km (480{{nnbsp}}hm) * 3. Etappe Calw – Horb am Neckar: 48{{nnbsp}}km (620{{nnbsp}}hm) * 4. Etappe Horb am Neckar – Rottweil: 49{{nnbsp}}km (840{{nnbsp}}hm) * 5. Etappe Rottweil – Donaueschingen: 34{{nnbsp}}km (220{{nnbsp}}hm) * 6. Etappe Donaueschingen – Radolfzell: 65{{nnbsp}}km (220{{nnbsp}}hm) Campingplätze siehe auch [https://opencampingmap.org opencampingmap.org]. [[Datei:Radolfzell Segelhafen (10273154956).jpg|mini|Segelhafen Radolfzell]] == Anreise == === Öffentliche Verkehrsmittel === Sowohl Heidelberg, wie Radolfzell bzw. Konstanz sind gut in das Bahnnetz eingebunden. === Fahrrad === Über den Neckartal-Radweg von [[Mannheim]] im Westen oder [[Heilbronn]] im Osten. === Auto === Da es sich um eine längere Streckentour handelt, am besten mit der Bahn anreisen. Bahnverbindungen zurück zum Abstellort des Kfz verlaufen in der Regel über Karlsruhe oder auch Stuttgart. == Streckenbeschreibung mit Sehenswürdigkeiten == ===1. Etappe: Heidelberg – Pforzheim (etwa 82{{nnbsp}}km) === '''Km 0:''' {{Marker | name = [[Heidelberg]] | type= City | wikidata =Q2966 |lat = 49.410931|long = 8.706013}}-Altstadt - Etappenstart am Universitätsplatz :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Die erste Etappe führt auf Radwegen entlang der viel befahrenen Speyerer Straße nach Südwesten aus der Stadt aus heraus. Westlich der Autobahn wird es im Waldgebiet {{Marker | name = Schwetzinger Hardt | type= landscape | wikidata = Q1516388| show = symbol}} ruhiger. Hier finden sich teilweise '''Schotterwege'''. Die stark befahrene Bundesstraße 291 wird auf einer {{Marker | name = Radbrücke | name-map = Radbrücke über die stark befahrene Bundesstraße 291 |type= waypoint |group = gold | lat = 49.327220 | long = 8.622047 | image = Bundesstraße_291_im_Hardtwald.jpg}} sicher überquert. '''Km 19:''' {{Marker | name = Abzweig Reillingen |type= waypoint |group = gold | lat = 49.294376| long = 8.582036}} - Knoten verschiedener Radwanderrouten: Fahrradreparaturstation, Infotafel mit Karte. An der Friedhofskapelle findet sich laut Openstreetmap eine öffentliche Toilette (Zugang / Öffnungszeiten sind nicht bekannt). 400 m südlich der Route liegt der [https://wersauer-hof.com/ Wersauer Hof] mit Hotel, Gastronomie und Hofladen. [[File:Zeichen_101_-_Gefahrstelle,_StVO_1970.svg|20px]] bei Querung der stärker befahrenen Landstraße. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Es geht in die Felder. Die Route führt an der {{Marker | name = Ausgrabungsstätte Burg Wersau | type= see | wikidata = Q1014558 | url =https://burg-wersau.de }} vorbei. Hier ist ein Archäologischer Park geplant. Nächste Station ist das Freizeitzentrum St. Leoner See (Strandbad mit Eintritt). '''Km 23:''' {{Marker | name = [[St. Leon-Rot|St. Leon]] | type= city | wikidata = Q107143346| lat = 49.266611|long = 8.602550}}: Hier abseits der Route: Einkehr- und Verpflegungsmöglichkeiten in der Marktstraße (Gastronomie, Bäcker, Lebensmittelmarkt Edeka). '''Km 46''' {{Marker | name = Bruchsal | type= city | wikidata = Q7059}} mit Schloss. Bruchsal bietet sich zu Mittagspause an. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Südlich Bruchsal geht es hinein ins Hügelland des [[Kraichgau]]. Nach etwa einer Stunde Fahrzeit findet sich das Fachwerkkleinod [[Bretten]]. [[Datei:Bretten - Altstadt - Marktplatz - Marktplatz 2-1, 3 und Marktbrunnen - Ansicht von SSW (1).jpg|mini|Marktplatz Bretten]] '''Km 62:''' {{Marker | name = Bretten | type= city | wikidata = Q495428 }} - Ein Abstecher in die Fachwerkaltstadt zum {{Marker | name = Marktplatz| type= square| lat = 49.036764 | long = 8.707682 | image = Bretten - Altstadt - Marktplatz - Marktplatz 2-1, 3 und Marktbrunnen - Ansicht von SSW (1).jpg| show = symbol}} lohnt. Hier finden sich für die Nachmittagseinkehr entsprechende möglichkeiten. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Südlich Bretten wird es hügelig bze. leicht bergig. Es geht zuerst auf SChotterwegen durch den Wald. Später auf asphaltierten Feldwegen durch die Dörfer. Im Stadtgebiet Pfotzheim findet sich eine steilere Abfahrt ins Enztal. '''Km 83:''' {{Marker | name = [[Pforzheim]] | type= City | wikidata =Q3046 }} - Am Leopoldsplatz ist die City von Pforzheim erreicht. Eine historische Altstadt gibt es aufgrund der Zerstörungen im II. Weltkrieg nicht mehr. ===2. Etappe: Pforzheim – Horb (etwa 80{{nnbsp}}km) === Die Etappe folgt bis zur Kleinstadt Nagold dem Fluss Nagold aufwärts. Ab Nagold gibt es einen bergigen Übergang in das Neckartal. [[Bild:Calw nikolausbruecke.jpg|mini|Nikolausbrücke in Calw]] '''Km 0:''' Etappenbeginn am Leopoldsplatz :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Entlang der Nagold geht es aus Pforzheim heraus. '''Km 6:''' {{Marker | name = Dillweißenstein | type =city| wikidata = Q1225612 }} Steinbogenbrücke über die Nagold. Vom historischen Bauwerk ergibt sich ein schöner FLussblick. Burgruinen Kräheneck und Rabeneck '''Km 13:''' {{Marker | name = Unterreichenbach | type= city | wikidata = Q536333}} '''Km 21:''' {{Marker | name = Bad Liebenzell | type= city | wikidata = Q522349 }} - gemütlicher Kurort, Paracelsusquelle, Thermalbad, Burgruine '''Km 25:''' {{Marker | name = Kloster Hirsau | type= see | wikidata = Q532415}} - Die Ruinen des Klosters liegen etwas abseits des Radwegs. '''Km 28:''' {{Marker | name = Calw | type= city | wikidata = Q487921}} - alte Stadt der Gerber und Holzhändler, historische Altstadt mit viel Fachwerk '''Km 43:''' {{Marker | name = [[Wildberg (Schwarzwald)|Wildberg]] | type =city| wikidata = Q264503 }}: Die Stadt liegt auf einem "Umlaufberg" in einer Schleife der Nagold. Sehenswert sind der Hexenturm und das alte Rathaus. '''Km 56:'''{{Marker | name = Nagold | type =city| wikidata = Q26344 }} gemütliche mittelalterliche Altstadt mit Fachwerkbauten, Ruine Hohennagold, der Alte Turm. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> bergiger Übergang aus dem Tal der Nagold in das Neckartal. Teilweise werden hier ruhigere Landstraßen genutzt. Steile Abfahrt hinunter in die Altstadt von Horb. '''Km 76:'''{{Marker | name = [[Horb am Neckar]] | type= City | wikidata =Q82690 }} - Die Etappenstadt besitzt eine gemütliche Altstadt mit Fachwerkhäusern, sehenswert sind Reste der Stadtmauer. Anschluss an den [[Neckartal-Weg|Neckartal-Radweg]]. [[Datei:Horb am Neckar 002.JPG|mini|Blick auf Horb am Neckar]] ===3. Etappe: Horb - Donaueschingen (82{{nnbsp}}km) === Zwischen Horb und Rottweil hat man die Wahl: '''Km 0:''' Etappenbeginn Horb in der Altstadt *'''1. Panoramaroute des HSB östlich über dem Neckartal:''' Hier gibt es teilweise weite Blicke ins land, aber es summieren sich die Höhenmeter. Ferner fährt man zum Teil im Lärmbereich der Autobahn. Höhe Rottweil führt der HSB östlich an der Altstadt vorbei. *'''2. Neckarradweg im Flusstal des Neckar:''' Ebene Strecke bzw. nur vereinzelt hügelige Strecke. Hier kommt man an ein paar sehenswerten Orten vorbei. Erst kurz vor Rottweil muss man hier auf die Höhe. Etappe hier 82{{nnbsp}}km. '''Empfehlung: Nutzung des Neckarradwegs.''' Die Etappe wird im Folgenden auf dem Neckar-Radweg beschrieben: '''Km 16:''' {{Marker |type=city |wikidata=Q83167| name=Sulz am Neckar}} - Altstadt, Ruine Albeck, Sole-Freizeitbad „susolei“. : ~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Bahn und Landstraße begleiten den Neckar. Der große überregionale Kfz-Verkehr nutzt allerdings die Autobahn A 81a auf der Höhe abseits des Tales. Die [[w:Gäubahn|Gäubahn]] ist trotz ihres teilweise nur einspurigen Querschnitts eine wichtige Fernverbindung zwischen den Ballungsräumen Stuttgart und Zürich. Der Neckarabschnitt zwischen Sulz und Rottenburg wird übrigens als „Neckar-Erlebnistal“ touristisch vermarktet. '''Km 29:''' {{Marker |type=city |wikidata=Q83206| name=Oberndorf am Neckar}} - Wer möchte kann hier direkt am Radwegeine Partie Minigolf spielen (auch Bistro). Am Minigolfplatz liegt ferner der kleine Campingplatz für Radreisende. Wer sich unterwegs selbst verpflegen möchte findet in Obernburg mehrere Lebensmittelmärkte. : ~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Erst kurz vor Rottweil muss man hier auf die Höhe. '''Km 49:''' {{Marker | name = [[Rottweil]] | type= City | wikidata =Q32267072 }} - Altstadt hoch über dem Neckar. Landmarke Aufzugstestturm. Der Turm auf der anderen Talseite besitzt eine Aussichtsplattform. : ~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Ab Rottweil bis zur Neckarquelle in {{Marker | name = [[Schwenningen]] | type= City | wikidata =Q3865}} '''(Km 67)''' gleichauf mit dem Neckartal-Radweg. : ~> Vor Donaueschingen lange Strecke durch die offene Landschaft der {{Marker | name = Baar | type= landscape | wikidata = Q126132}}. '''Km 82:''' {{Marker | name = [[Donaueschingen]] | type= City | wikidata =Q83062 }} - Quelle der [[Donau]]. Schloss und Park. : → Anschluss zum [[Donau-Radweg]], dem angeblich meistbefahrensten Radfernweg Europas ===4. Etappe: Donaueschingen - Radolfzell am Bodensee (rund 65{{nnbsp}}km) === Diese letzte Etappe führt entlang der Donau und über die Schwäbische Alb zum Bodensee. [[Datei:The Baar - View from Fürstenberg.jpg|mini|Auffahrt zum Fürstenberg: Panoramablick auf die Baar.]] [[Bild:View from the Fürstenberg with Hondingen and in the background the Alps.jpg|mini|Ausblick vom Fürstenberg über Hondingen Richtung Alpen. unten im Tal verläuft der HSB.]] '''Km 0:''' '''Donaueschingen''' - Etappenstart :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Vor Fürstenberg verlässt der HSB die Baar. Der kleine Pass (auf 770 m Höhe) hinüber ins Tal der Aitrach besitzt etwa 100 Höhenmeter. '''Km 11:''' {{Marker | name = Fürstenberg | type= city | wikidata = Q1483092}} - Wer mit dem Pedelec unterwegs ist: Dann lohnt ein Abstecher auf den gleichnamigen {{Marker | name = Berg Fürstenberg | type= landscape| wikidata = Q162539}} (918{{nnbsp}}m). Schon während der Auffahrt ergeben sich schöne Talblicke in die Baar. Von oben hat man weitere Rundblicke. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Südlich Fürstenberg gibt es in der Schwäbischen Alb mehrere längere Steigungen. Vom Tal der Aitrach Richtung Tengen müssen weitere 80 Höhenmeter bezwungen werden. '''Km 31:''' {{Marker | name = Tengen | type= city | wikidata = Q520054}} - Hier bestehen Einkehr- und Verpflegungsmöglichkeiten. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Vom Tal der Biber bei {{Marker | name = Büßingen | type= city | wikidata = Q21039476}} geht es Richtung Singen noch einmal etwa 40 Höhenmeter bergauf. :~> Im Hegau vor {{Marker | name = Singen | type= city | wikidata = Q6979}} '''(Km 48)''' rückt die {{Marker | name = [[Hohentwiel|Festung Hohentwiel]] | type= see | wikidata = Q1408898 |url = https://www.festungsruine-hohentwiel.de/}} ins Blickfeld. Von der großen Festungsanlage (Eintritt) ergibt sich ein traumhafter Blick Richtung Bodensee und zu den Schweizer Alpen. '''Km 65:''' {{Marker | name = [[Radolfzell]] | type= City | wikidata =Q16113 }} - Routenende am Bodensee. Es besteht Anschluss an den [[Bodensee-Radweg]]. == Weitere Übernachtungsorte == {{Marker | name = [[Konstanz]] | type= City | wikidata = Q3834}} - erreichbar über den Uferweg bei Allensbach. Ab Donaueschingen ist die 4. Etappe dann rund 87{{nnbsp}}km lang. Konstanz ist ein guter Abschluss der Radreise. Hier kann die [[Insel Mainau]] besucht werden. Auch eine Schiffstour nach [[Merseburg]] ist lohnenswert. Wer möchte kann ab Konstanz den kompletten [[Bodensee-Radweg]] erkunden. == Sicherheit == Die Strecke besitzt einige stärkere Abfahrten. Eine sichere Beherrschung des Fahrrads ist hier wichtig. Auch beim Radwandern kann ein Fahrradhelm die Schwere von Kopfverletzungen bei Stürzen entscheidend mindern. [[Checkliste Ausrüstung auf Radreisen#Fahrradhelm|Weitere Infos zum Helm siehe hier]]. == Weiter geht's == *[[Donau-Radweg]] *[[Rhein-Radweg]] == GPS-Daten == * Streckenverlauf Donau-Bodensee-Radweg von Openstreetmap zum Herunterladen als [https://cycling.waymarkedtrails.org/#route?id=22527&type=relation&map=7.0/48.5219/10.0225 GPX- und KML-Datei auf waymarkedtrails.org]. Es kann die Richtung der GPX-Daten gewählt werden. Ferner kann hier auch ein Höhenprofil eingesehen werden. Achtung: Die Daten des Höhenprofil auf Basis von Openstreetmap sind insbesondere auf weitgehend ebenen Routen mit Vorsicht zu betrachten. Oft ist die Zahl der Höhenmeter hier durch Datenfehler des Höhenmodells bedeutend größer als real auf der Strecke. == Literatur- und Kartenhinweise == * {{Buch|Autor=|Herausgeber=|Titel=Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg: Vom Neckar zum Bodensee, 1:50.000|Ort=|Verlag=Esterbauer|Jahr=2024|Auflage=|Band=|Seiten=|Seitenanzahl=| Reihe = bikeline |ISBN=978-3711102096|Kommentar=|Sprache=|Online= }} == Weblinks == * [https://www.schwarzwald-tourismus.info/erleben/radfahren/tourenrad-und-e-bike/fernradwege/heidelberg-schwarzwald-bodensee-radweg Infos bei schwarzwald-tourismus.info] {{IstIn|Radrouten in Baden-Württemberg}} [[Kategorie:Radwege in Baden-Württemberg]] [[Kategorie:Radrouten in Deutschland gesamt]] {{class-3}} 0z8lkv0f7udbnadqhdc99plvpb8hg0l 1804835 1804830 2026-09-18T19:57:37Z Dirk Schmidt 15181 1804835 wikitext text/x-wiki Der '''Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg (HSB)''' ist eine rund 300&#x202F;km lange Radroute, die von [[Heidelberg]] zum [[Bodensee]] führt. Es geht durch den Kraichgau, den östlichen Schwarzwald und über [[Donaueschingen]]. Endpunkt der Route ist [[Radolfzell]]. Die bergige Strecke eignet sich ideal für ein E-Bike bzw. Pedelec. Mit noch Zeit am Bodensee kann man eine Woche einplanen. [[File:Heidelberg schloss koenigsstuhl d schmidt 04 2004.jpg|mini|Frühlingserwachen in Heidelberg: Blick auf die alte Neckarbrücke, Schloss und Königsstuhl (April 2004).]] == Streckenprofil == * '''Länge:''' 303&#x202F;km * '''Ausschilderung:''' vorhanden * '''Steigungen:''' bergig, in Fahrtrichtung Heidelberg zum Bodensee ca. 2400&#x202F; Höhenmeter, mit Routenwahl im Neckartal kann man zwischen Horb und Rottweil einige Höhenmeter einsparen. Ferner bergiger Übergang von der Donau an den Bodensee. * '''Wegzustand:''' gut, oft Asphalt, es gibt allerdings auch einige Bereiche mit Schotterstrecken * '''Verkehrsbelastung:''' gering * '''Geeignetes Fahrrad:''' bergtaugliches Tourenrad oder ein Pedelec * '''Familieneignung:''' durchgehend nein, lokal evtl. gegeben * '''Inlinereignung:''' durchgehend nein, lokal evtl. gegeben [[Datei:Nagolder Viadukt.jpg|mini|Nagoldtal beim Städtchen Nagold. Das Flusstal markiert den Ostrand des Schwarzwaldes. Vorne das [[w:Nagolder Viadukt|Viadukt der Umgehungsstraße]]]] == Hintergrund == Die Radroute darf Stand 2025 den Titel "ADFC-Qualitätsradroute mit 3 von 5 Sternen" tragen. Diese ist eine mittlere Bewertung im strengen Bewertungsverfahren des ADFC. Das Zertifikat wird jeweils für 3 Jahre vergeben. Dann muss sich die Route einer Nachprüfung unterziehen. [https://www.adfc-radtourismus.de/heidelberg-schwarzwald-bodensee-radweg/ Zur Einzelbewertung des ADFC]. [[Datei:Radolfzell Segelhafen (10273154956).jpg|mini|Segelhafen Radolfzell]] == Vorbereitung == {{mapframe| name = blau = Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg. rot = Neckartal-Radweg als Vorzugsvarinate auf der 3. Etappe. Für weitere Anschlüsse die Ebene Radwege per Klick einblenden.}} {{Mapshape|wikidata=Q1593987|type=geoline|stroke=#0000ff|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} <!-- blau = Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg --> {{Mapshape|wikidata=Q1769622|type=geoline|stroke=#ff0000|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} <!-- rot = Neckartal-Radweg --> Es bietet sich an für die Radreise eine Woche einzuplanen. So ist am Ende noch Zeit, ein paar Ziele am Bodensee zu erkunden. Hier im Artikel wird die Route in vier Etappen mit Tagesetappen um die 80{{nnbsp}}km beschrieben. Diese Etappeneinteilung wendet sich an routinierte Radreisende inklusive Pedelecnutzung. Wer eher Einsteiger ist, kann die offizielle gemütlichere Etappenplanung nutzen. Hier sind die Etappen 35 km bis 65 km lang. Aber auch dann ist eine gewisse Grundkondition erforderlich: * 1. Etappe: Heidelberg – Bretten: 62{{nnbsp}}km (70{{nnbsp}}hm) * 2. Etappe Bretten – Calw: 48{{nnbsp}}km (480{{nnbsp}}hm) * 3. Etappe Calw – Horb am Neckar: 48{{nnbsp}}km (620{{nnbsp}}hm) * 4. Etappe Horb am Neckar – Rottweil: 49{{nnbsp}}km (840{{nnbsp}}hm) * 5. Etappe Rottweil – Donaueschingen: 34{{nnbsp}}km (220{{nnbsp}}hm) * 6. Etappe Donaueschingen – Radolfzell: 65{{nnbsp}}km (220{{nnbsp}}hm) Campingplätze siehe auch [https://opencampingmap.org opencampingmap.org]. == Anreise == === Öffentliche Verkehrsmittel === Sowohl Heidelberg, wie Radolfzell bzw. Konstanz sind gut in das Bahnnetz eingebunden. === Fahrrad === Über den Neckartal-Radweg von [[Mannheim]] im Westen oder [[Heilbronn]] im Osten. === Auto === Da es sich um eine längere Streckentour handelt, am besten mit der Bahn anreisen. Bahnverbindungen zurück zum Abstellort des Kfz verlaufen in der Regel über Karlsruhe oder auch Stuttgart. == Streckenbeschreibung mit Etappen und Sehenswürdigkeiten == ===1. Etappe: Heidelberg – Pforzheim (etwa 82{{nnbsp}}km) === '''Km 0:''' {{Marker | name = [[Heidelberg]] | type= City | wikidata =Q2966 |lat = 49.410931|long = 8.706013}}-Altstadt - Etappenstart am Universitätsplatz :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Die erste Etappe führt auf Radwegen entlang der viel befahrenen Speyerer Straße nach Südwesten aus der Stadt aus heraus. Westlich der Autobahn wird es im Waldgebiet {{Marker | name = Schwetzinger Hardt | type= landscape | wikidata = Q1516388| show = symbol}} ruhiger. Hier finden sich teilweise '''Schotterwege'''. Die stark befahrene Bundesstraße 291 wird auf einer {{Marker | name = Radbrücke | name-map = Radbrücke über die stark befahrene Bundesstraße 291 |type= waypoint |group = gold | lat = 49.327220 | long = 8.622047 | image = Bundesstraße_291_im_Hardtwald.jpg}} sicher überquert. '''Km 19:''' {{Marker | name = Abzweig Reillingen |type= waypoint |group = gold | lat = 49.294376| long = 8.582036}} - Knoten verschiedener Radwanderrouten: Fahrradreparaturstation, Infotafel mit Karte. An der Friedhofskapelle findet sich laut Openstreetmap eine öffentliche Toilette (Zugang / Öffnungszeiten sind nicht bekannt). 400 m südlich der Route liegt der [https://wersauer-hof.com/ Wersauer Hof] mit Hotel, Gastronomie und Hofladen. [[File:Zeichen_101_-_Gefahrstelle,_StVO_1970.svg|20px]] bei Querung der stärker befahrenen Landstraße. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Es geht in die Felder. Die Route führt an der {{Marker | name = Ausgrabungsstätte Burg Wersau | type= see | wikidata = Q1014558 | url =https://burg-wersau.de }} vorbei. Hier ist ein Archäologischer Park geplant. Nächste Station ist das Freizeitzentrum St. Leoner See (Strandbad mit Eintritt). '''Km 23:''' {{Marker | name = [[St. Leon-Rot|St. Leon]] | type= city | wikidata = Q107143346| lat = 49.266611|long = 8.602550}}: Hier abseits der Route: Einkehr- und Verpflegungsmöglichkeiten in der Marktstraße (Gastronomie, Bäcker, Lebensmittelmarkt Edeka). '''Km 46''' {{Marker | name = Bruchsal | type= city | wikidata = Q7059}} mit Schloss. Bruchsal bietet sich zu Mittagspause an. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Südlich Bruchsal geht es hinein ins Hügelland des [[Kraichgau]]. Nach etwa einer Stunde Fahrzeit findet sich das Fachwerkkleinod [[Bretten]]. [[Datei:Bretten - Altstadt - Marktplatz - Marktplatz 2-1, 3 und Marktbrunnen - Ansicht von SSW (1).jpg|mini|Marktplatz Bretten]] '''Km 62:''' {{Marker | name = Bretten | type= city | wikidata = Q495428 }} - Ein Abstecher in die Fachwerkaltstadt zum {{Marker | name = Marktplatz| type= square| lat = 49.036764 | long = 8.707682 | image = Bretten - Altstadt - Marktplatz - Marktplatz 2-1, 3 und Marktbrunnen - Ansicht von SSW (1).jpg| show = symbol}} lohnt. Hier finden sich für die Nachmittagseinkehr entsprechende möglichkeiten. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Südlich Bretten wird es hügelig bze. leicht bergig. Es geht zuerst auf SChotterwegen durch den Wald. Später auf asphaltierten Feldwegen durch die Dörfer. Im Stadtgebiet Pfotzheim findet sich eine steilere Abfahrt ins Enztal. '''Km 83:''' {{Marker | name = [[Pforzheim]] | type= City | wikidata =Q3046 }} - Am Leopoldsplatz ist die City von Pforzheim erreicht. Eine historische Altstadt gibt es aufgrund der Zerstörungen im II. Weltkrieg nicht mehr. ===2. Etappe: Pforzheim – Horb (etwa 80{{nnbsp}}km) === Die Etappe folgt bis zur Kleinstadt Nagold dem Fluss Nagold aufwärts. Ab Nagold gibt es einen bergigen Übergang in das Neckartal. [[Bild:Calw nikolausbruecke.jpg|mini|Nikolausbrücke in Calw]] '''Km 0:''' Etappenbeginn am Leopoldsplatz :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Entlang der Nagold geht es aus Pforzheim heraus. '''Km 6:''' {{Marker | name = Dillweißenstein | type =city| wikidata = Q1225612 }} Steinbogenbrücke über die Nagold. Vom historischen Bauwerk ergibt sich ein schöner FLussblick. Burgruinen Kräheneck und Rabeneck '''Km 13:''' {{Marker | name = Unterreichenbach | type= city | wikidata = Q536333}} '''Km 21:''' {{Marker | name = Bad Liebenzell | type= city | wikidata = Q522349 }} - gemütlicher Kurort, Paracelsusquelle, Thermalbad, Burgruine '''Km 25:''' {{Marker | name = Kloster Hirsau | type= see | wikidata = Q532415}} - Die Ruinen des Klosters liegen etwas abseits des Radwegs. '''Km 28:''' {{Marker | name = Calw | type= city | wikidata = Q487921}} - alte Stadt der Gerber und Holzhändler, historische Altstadt mit viel Fachwerk '''Km 43:''' {{Marker | name = [[Wildberg (Schwarzwald)|Wildberg]] | type =city| wikidata = Q264503 }}: Die Stadt liegt auf einem "Umlaufberg" in einer Schleife der Nagold. Sehenswert sind der Hexenturm und das alte Rathaus. '''Km 56:'''{{Marker | name = Nagold | type =city| wikidata = Q26344 }} gemütliche mittelalterliche Altstadt mit Fachwerkbauten, Ruine Hohennagold, der Alte Turm. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> bergiger Übergang aus dem Tal der Nagold in das Neckartal. Teilweise werden hier ruhigere Landstraßen genutzt. Steile Abfahrt hinunter in die Altstadt von Horb. '''Km 76:'''{{Marker | name = [[Horb am Neckar]] | type= City | wikidata =Q82690 }} - Die Etappenstadt besitzt eine gemütliche Altstadt mit Fachwerkhäusern, sehenswert sind Reste der Stadtmauer. Anschluss an den [[Neckartal-Weg|Neckartal-Radweg]]. [[Datei:Horb am Neckar 002.JPG|mini|Blick auf Horb am Neckar]] ===3. Etappe: Horb - Donaueschingen (82{{nnbsp}}km) === Zwischen Horb und Rottweil hat man die Wahl: '''Km 0:''' Etappenbeginn Horb in der Altstadt *'''1. Panoramaroute des HSB östlich über dem Neckartal:''' Hier gibt es teilweise weite Blicke ins land, aber es summieren sich die Höhenmeter. Ferner fährt man zum Teil im Lärmbereich der Autobahn. Höhe Rottweil führt der HSB östlich an der Altstadt vorbei. *'''2. Neckarradweg im Flusstal des Neckar:''' Ebene Strecke bzw. nur vereinzelt hügelige Strecke. Hier kommt man an ein paar sehenswerten Orten vorbei. Erst kurz vor Rottweil muss man hier auf die Höhe. Etappe hier 82{{nnbsp}}km. '''Empfehlung: Nutzung des Neckarradwegs.''' Die Etappe wird im Folgenden auf dem Neckar-Radweg beschrieben: '''Km 16:''' {{Marker |type=city |wikidata=Q83167| name=Sulz am Neckar}} - Altstadt, Ruine Albeck, Sole-Freizeitbad „susolei“. : ~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Bahn und Landstraße begleiten den Neckar. Der große überregionale Kfz-Verkehr nutzt allerdings die Autobahn A 81a auf der Höhe abseits des Tales. Die [[w:Gäubahn|Gäubahn]] ist trotz ihres teilweise nur einspurigen Querschnitts eine wichtige Fernverbindung zwischen den Ballungsräumen Stuttgart und Zürich. Der Neckarabschnitt zwischen Sulz und Rottenburg wird übrigens als „Neckar-Erlebnistal“ touristisch vermarktet. '''Km 29:''' {{Marker |type=city |wikidata=Q83206| name=Oberndorf am Neckar}} - Wer möchte kann hier direkt am Radwegeine Partie Minigolf spielen (auch Bistro). Am Minigolfplatz liegt ferner der kleine Campingplatz für Radreisende. Wer sich unterwegs selbst verpflegen möchte findet in Obernburg mehrere Lebensmittelmärkte. : ~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Erst kurz vor Rottweil muss man hier auf die Höhe. '''Km 49:''' {{Marker | name = [[Rottweil]] | type= City | wikidata =Q32267072 }} - Altstadt hoch über dem Neckar. Landmarke Aufzugstestturm. Der Turm auf der anderen Talseite besitzt eine Aussichtsplattform. : ~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Ab Rottweil bis zur Neckarquelle in {{Marker | name = [[Schwenningen]] | type= City | wikidata =Q3865}} '''(Km 67)''' gleichauf mit dem Neckartal-Radweg. : ~> Vor Donaueschingen lange Strecke durch die offene Landschaft der {{Marker | name = Baar | type= landscape | wikidata = Q126132}}. '''Km 82:''' {{Marker | name = [[Donaueschingen]] | type= City | wikidata =Q83062 }} - Quelle der [[Donau]]. Schloss und Park. : → Anschluss zum [[Donau-Radweg]], dem angeblich meistbefahrensten Radfernweg Europas ===4. Etappe: Donaueschingen - Radolfzell am Bodensee (rund 65{{nnbsp}}km) === Diese letzte Etappe führt entlang der Donau und über die Schwäbische Alb zum Bodensee. [[Datei:The Baar - View from Fürstenberg.jpg|mini|Auffahrt zum Fürstenberg: Panoramablick auf die Baar.]] [[Bild:View from the Fürstenberg with Hondingen and in the background the Alps.jpg|mini|Ausblick vom Fürstenberg über Hondingen Richtung Alpen. unten im Tal verläuft der HSB.]] '''Km 0:''' '''Donaueschingen''' - Etappenstart :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Vor Fürstenberg verlässt der HSB die Baar. Der kleine Pass (auf 770 m Höhe) hinüber ins Tal der Aitrach besitzt etwa 100 Höhenmeter. '''Km 11:''' {{Marker | name = Fürstenberg | type= city | wikidata = Q1483092}} - Wer mit dem Pedelec unterwegs ist: Dann lohnt ein Abstecher auf den gleichnamigen {{Marker | name = Berg Fürstenberg | type= landscape| wikidata = Q162539}} (918{{nnbsp}}m). Schon während der Auffahrt ergeben sich schöne Talblicke in die Baar. Von oben hat man weitere Rundblicke. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Südlich Fürstenberg gibt es in der Schwäbischen Alb mehrere längere Steigungen. Vom Tal der Aitrach Richtung Tengen müssen weitere 80 Höhenmeter bezwungen werden. '''Km 31:''' {{Marker | name = Tengen | type= city | wikidata = Q520054}} - Hier bestehen Einkehr- und Verpflegungsmöglichkeiten. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Vom Tal der Biber bei {{Marker | name = Büßingen | type= city | wikidata = Q21039476}} geht es Richtung Singen noch einmal etwa 40 Höhenmeter bergauf. :~> Im Hegau vor {{Marker | name = Singen | type= city | wikidata = Q6979}} '''(Km 48)''' rückt die {{Marker | name = [[Hohentwiel|Festung Hohentwiel]] | type= see | wikidata = Q1408898 |url = https://www.festungsruine-hohentwiel.de/}} ins Blickfeld. Von der großen Festungsanlage (Eintritt) ergibt sich ein traumhafter Blick Richtung Bodensee und zu den Schweizer Alpen. '''Km 65:''' {{Marker | name = [[Radolfzell]] | type= City | wikidata =Q16113 }} - Routenende am Bodensee. Es besteht Anschluss an den [[Bodensee-Radweg]]. == Weitere Übernachtungsorte == {{Marker | name = [[Konstanz]] | type= City | wikidata = Q3834}} - erreichbar über den Uferweg bei Allensbach. Ab Donaueschingen ist die 4. Etappe dann rund 87{{nnbsp}}km lang. Konstanz ist ein guter Abschluss der Radreise. Hier kann die [[Insel Mainau]] besucht werden. Auch eine Schiffstour nach [[Merseburg]] ist lohnenswert. Wer möchte kann ab Konstanz den kompletten [[Bodensee-Radweg]] erkunden. == Sicherheit == Die Strecke besitzt einige stärkere Abfahrten. Eine sichere Beherrschung des Fahrrads ist hier wichtig. Auch beim Radwandern kann ein Fahrradhelm die Schwere von Kopfverletzungen bei Stürzen entscheidend mindern. [[Checkliste Ausrüstung auf Radreisen#Fahrradhelm|Weitere Infos zum Helm siehe hier]]. == Weiter geht's == *[[Donau-Radweg]] *[[Rhein-Radweg]] == GPS-Daten == * Streckenverlauf Donau-Bodensee-Radweg von Openstreetmap zum Herunterladen als [https://cycling.waymarkedtrails.org/#route?id=22527&type=relation&map=7.0/48.5219/10.0225 GPX- und KML-Datei auf waymarkedtrails.org]. Es kann die Richtung der GPX-Daten gewählt werden. Ferner kann hier auch ein Höhenprofil eingesehen werden. Achtung: Die Daten des Höhenprofil auf Basis von Openstreetmap sind insbesondere auf weitgehend ebenen Routen mit Vorsicht zu betrachten. Oft ist die Zahl der Höhenmeter hier durch Datenfehler des Höhenmodells bedeutend größer als real auf der Strecke. == Literatur- und Kartenhinweise == * {{Buch|Autor=|Herausgeber=|Titel=Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg: Vom Neckar zum Bodensee, 1:50.000|Ort=|Verlag=Esterbauer|Jahr=2024|Auflage=|Band=|Seiten=|Seitenanzahl=| Reihe = bikeline |ISBN=978-3711102096|Kommentar=|Sprache=|Online= }} == Weblinks == * [https://www.schwarzwald-tourismus.info/erleben/radfahren/tourenrad-und-e-bike/fernradwege/heidelberg-schwarzwald-bodensee-radweg Infos bei schwarzwald-tourismus.info] {{IstIn|Radrouten in Baden-Württemberg}} [[Kategorie:Radwege in Baden-Württemberg]] [[Kategorie:Radrouten in Deutschland gesamt]] {{class-3}} dulmon678ghmwf41fl7n64kksdw0nz4 1804838 1804835 2026-09-18T20:00:30Z Dirk Schmidt 15181 /* Vorbereitung */ 1804838 wikitext text/x-wiki Der '''Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg (HSB)''' ist eine rund 300&#x202F;km lange Radroute, die von [[Heidelberg]] zum [[Bodensee]] führt. Es geht durch den Kraichgau, den östlichen Schwarzwald und über [[Donaueschingen]]. Endpunkt der Route ist [[Radolfzell]]. Die bergige Strecke eignet sich ideal für ein E-Bike bzw. Pedelec. Mit noch Zeit am Bodensee kann man eine Woche einplanen. [[File:Heidelberg schloss koenigsstuhl d schmidt 04 2004.jpg|mini|Frühlingserwachen in Heidelberg: Blick auf die alte Neckarbrücke, Schloss und Königsstuhl (April 2004).]] == Streckenprofil == * '''Länge:''' 303&#x202F;km * '''Ausschilderung:''' vorhanden * '''Steigungen:''' bergig, in Fahrtrichtung Heidelberg zum Bodensee ca. 2400&#x202F; Höhenmeter, mit Routenwahl im Neckartal kann man zwischen Horb und Rottweil einige Höhenmeter einsparen. Ferner bergiger Übergang von der Donau an den Bodensee. * '''Wegzustand:''' gut, oft Asphalt, es gibt allerdings auch einige Bereiche mit Schotterstrecken * '''Verkehrsbelastung:''' gering * '''Geeignetes Fahrrad:''' bergtaugliches Tourenrad oder ein Pedelec * '''Familieneignung:''' durchgehend nein, lokal evtl. gegeben * '''Inlinereignung:''' durchgehend nein, lokal evtl. gegeben [[Datei:Nagolder Viadukt.jpg|mini|Nagoldtal beim Städtchen Nagold. Das Flusstal markiert den Ostrand des Schwarzwaldes. Vorne das [[w:Nagolder Viadukt|Viadukt der Umgehungsstraße]]]] == Hintergrund == Die Radroute darf Stand 2025 den Titel "ADFC-Qualitätsradroute mit 3 von 5 Sternen" tragen. Diese ist eine mittlere Bewertung im strengen Bewertungsverfahren des ADFC. Das Zertifikat wird jeweils für 3 Jahre vergeben. Dann muss sich die Route einer Nachprüfung unterziehen. [https://www.adfc-radtourismus.de/heidelberg-schwarzwald-bodensee-radweg/ Zur Einzelbewertung des ADFC]. [[Datei:Radolfzell Segelhafen (10273154956).jpg|mini|Segelhafen Radolfzell]] == Vorbereitung == {{mapframe| name = blau = Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg. rot = Neckartal-Radweg als Vorzugsvarinate auf der 3. Etappe. Für weitere Anschlüsse die Ebene Radwege per Klick einblenden.}} {{Mapshape|wikidata=Q1769622|type=geoline|stroke=#ff0000|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} <!-- rot = Neckartal-Radweg --> {{Mapshape|wikidata=Q1593987|type=geoline|stroke=#0000ff|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} <!-- blau = Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg --> Es bietet sich an für die Radreise eine Woche einzuplanen. So ist am Ende noch Zeit, ein paar Ziele am Bodensee zu erkunden. Hier im Artikel wird die Route in vier Etappen mit Tagesetappen um die 80{{nnbsp}}km beschrieben. Diese Etappeneinteilung wendet sich an routinierte Radreisende inklusive Pedelecnutzung. Wer eher Einsteiger ist, kann die offizielle gemütlichere Etappenplanung nutzen. Hier sind die Etappen 35 km bis 65 km lang. Aber auch dann ist eine gewisse Grundkondition erforderlich: * 1. Etappe: Heidelberg – Bretten: 62{{nnbsp}}km (70{{nnbsp}}hm) * 2. Etappe Bretten – Calw: 48{{nnbsp}}km (480{{nnbsp}}hm) * 3. Etappe Calw – Horb am Neckar: 48{{nnbsp}}km (620{{nnbsp}}hm) * 4. Etappe Horb am Neckar – Rottweil: 49{{nnbsp}}km (840{{nnbsp}}hm) * 5. Etappe Rottweil – Donaueschingen: 34{{nnbsp}}km (220{{nnbsp}}hm) * 6. Etappe Donaueschingen – Radolfzell: 65{{nnbsp}}km (220{{nnbsp}}hm) Campingplätze siehe auch [https://opencampingmap.org opencampingmap.org]. == Anreise == === Öffentliche Verkehrsmittel === Sowohl Heidelberg, wie Radolfzell bzw. Konstanz sind gut in das Bahnnetz eingebunden. === Fahrrad === Über den Neckartal-Radweg von [[Mannheim]] im Westen oder [[Heilbronn]] im Osten. === Auto === Da es sich um eine längere Streckentour handelt, am besten mit der Bahn anreisen. Bahnverbindungen zurück zum Abstellort des Kfz verlaufen in der Regel über Karlsruhe oder auch Stuttgart. == Streckenbeschreibung mit Etappen und Sehenswürdigkeiten == ===1. Etappe: Heidelberg – Pforzheim (etwa 82{{nnbsp}}km) === '''Km 0:''' {{Marker | name = [[Heidelberg]] | type= City | wikidata =Q2966 |lat = 49.410931|long = 8.706013}}-Altstadt - Etappenstart am Universitätsplatz :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Die erste Etappe führt auf Radwegen entlang der viel befahrenen Speyerer Straße nach Südwesten aus der Stadt aus heraus. Westlich der Autobahn wird es im Waldgebiet {{Marker | name = Schwetzinger Hardt | type= landscape | wikidata = Q1516388| show = symbol}} ruhiger. Hier finden sich teilweise '''Schotterwege'''. Die stark befahrene Bundesstraße 291 wird auf einer {{Marker | name = Radbrücke | name-map = Radbrücke über die stark befahrene Bundesstraße 291 |type= waypoint |group = gold | lat = 49.327220 | long = 8.622047 | image = Bundesstraße_291_im_Hardtwald.jpg}} sicher überquert. '''Km 19:''' {{Marker | name = Abzweig Reillingen |type= waypoint |group = gold | lat = 49.294376| long = 8.582036}} - Knoten verschiedener Radwanderrouten: Fahrradreparaturstation, Infotafel mit Karte. An der Friedhofskapelle findet sich laut Openstreetmap eine öffentliche Toilette (Zugang / Öffnungszeiten sind nicht bekannt). 400 m südlich der Route liegt der [https://wersauer-hof.com/ Wersauer Hof] mit Hotel, Gastronomie und Hofladen. [[File:Zeichen_101_-_Gefahrstelle,_StVO_1970.svg|20px]] bei Querung der stärker befahrenen Landstraße. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Es geht in die Felder. Die Route führt an der {{Marker | name = Ausgrabungsstätte Burg Wersau | type= see | wikidata = Q1014558 | url =https://burg-wersau.de }} vorbei. Hier ist ein Archäologischer Park geplant. Nächste Station ist das Freizeitzentrum St. Leoner See (Strandbad mit Eintritt). '''Km 23:''' {{Marker | name = [[St. Leon-Rot|St. Leon]] | type= city | wikidata = Q107143346| lat = 49.266611|long = 8.602550}}: Hier abseits der Route: Einkehr- und Verpflegungsmöglichkeiten in der Marktstraße (Gastronomie, Bäcker, Lebensmittelmarkt Edeka). '''Km 46''' {{Marker | name = Bruchsal | type= city | wikidata = Q7059}} mit Schloss. Bruchsal bietet sich zu Mittagspause an. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Südlich Bruchsal geht es hinein ins Hügelland des [[Kraichgau]]. Nach etwa einer Stunde Fahrzeit findet sich das Fachwerkkleinod [[Bretten]]. [[Datei:Bretten - Altstadt - Marktplatz - Marktplatz 2-1, 3 und Marktbrunnen - Ansicht von SSW (1).jpg|mini|Marktplatz Bretten]] '''Km 62:''' {{Marker | name = Bretten | type= city | wikidata = Q495428 }} - Ein Abstecher in die Fachwerkaltstadt zum {{Marker | name = Marktplatz| type= square| lat = 49.036764 | long = 8.707682 | image = Bretten - Altstadt - Marktplatz - Marktplatz 2-1, 3 und Marktbrunnen - Ansicht von SSW (1).jpg| show = symbol}} lohnt. Hier finden sich für die Nachmittagseinkehr entsprechende möglichkeiten. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Südlich Bretten wird es hügelig bze. leicht bergig. Es geht zuerst auf SChotterwegen durch den Wald. Später auf asphaltierten Feldwegen durch die Dörfer. Im Stadtgebiet Pfotzheim findet sich eine steilere Abfahrt ins Enztal. '''Km 83:''' {{Marker | name = [[Pforzheim]] | type= City | wikidata =Q3046 }} - Am Leopoldsplatz ist die City von Pforzheim erreicht. Eine historische Altstadt gibt es aufgrund der Zerstörungen im II. Weltkrieg nicht mehr. ===2. Etappe: Pforzheim – Horb (etwa 80{{nnbsp}}km) === Die Etappe folgt bis zur Kleinstadt Nagold dem Fluss Nagold aufwärts. Ab Nagold gibt es einen bergigen Übergang in das Neckartal. [[Bild:Calw nikolausbruecke.jpg|mini|Nikolausbrücke in Calw]] '''Km 0:''' Etappenbeginn am Leopoldsplatz :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Entlang der Nagold geht es aus Pforzheim heraus. '''Km 6:''' {{Marker | name = Dillweißenstein | type =city| wikidata = Q1225612 }} Steinbogenbrücke über die Nagold. Vom historischen Bauwerk ergibt sich ein schöner FLussblick. Burgruinen Kräheneck und Rabeneck '''Km 13:''' {{Marker | name = Unterreichenbach | type= city | wikidata = Q536333}} '''Km 21:''' {{Marker | name = Bad Liebenzell | type= city | wikidata = Q522349 }} - gemütlicher Kurort, Paracelsusquelle, Thermalbad, Burgruine '''Km 25:''' {{Marker | name = Kloster Hirsau | type= see | wikidata = Q532415}} - Die Ruinen des Klosters liegen etwas abseits des Radwegs. '''Km 28:''' {{Marker | name = Calw | type= city | wikidata = Q487921}} - alte Stadt der Gerber und Holzhändler, historische Altstadt mit viel Fachwerk '''Km 43:''' {{Marker | name = [[Wildberg (Schwarzwald)|Wildberg]] | type =city| wikidata = Q264503 }}: Die Stadt liegt auf einem "Umlaufberg" in einer Schleife der Nagold. Sehenswert sind der Hexenturm und das alte Rathaus. '''Km 56:'''{{Marker | name = Nagold | type =city| wikidata = Q26344 }} gemütliche mittelalterliche Altstadt mit Fachwerkbauten, Ruine Hohennagold, der Alte Turm. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> bergiger Übergang aus dem Tal der Nagold in das Neckartal. Teilweise werden hier ruhigere Landstraßen genutzt. Steile Abfahrt hinunter in die Altstadt von Horb. '''Km 76:'''{{Marker | name = [[Horb am Neckar]] | type= City | wikidata =Q82690 }} - Die Etappenstadt besitzt eine gemütliche Altstadt mit Fachwerkhäusern, sehenswert sind Reste der Stadtmauer. Anschluss an den [[Neckartal-Weg|Neckartal-Radweg]]. [[Datei:Horb am Neckar 002.JPG|mini|Blick auf Horb am Neckar]] ===3. Etappe: Horb - Donaueschingen (82{{nnbsp}}km) === Zwischen Horb und Rottweil hat man die Wahl: '''Km 0:''' Etappenbeginn Horb in der Altstadt *'''1. Panoramaroute des HSB östlich über dem Neckartal:''' Hier gibt es teilweise weite Blicke ins land, aber es summieren sich die Höhenmeter. Ferner fährt man zum Teil im Lärmbereich der Autobahn. Höhe Rottweil führt der HSB östlich an der Altstadt vorbei. *'''2. Neckarradweg im Flusstal des Neckar:''' Ebene Strecke bzw. nur vereinzelt hügelige Strecke. Hier kommt man an ein paar sehenswerten Orten vorbei. Erst kurz vor Rottweil muss man hier auf die Höhe. Etappe hier 82{{nnbsp}}km. '''Empfehlung: Nutzung des Neckarradwegs.''' Die Etappe wird im Folgenden auf dem Neckar-Radweg beschrieben: '''Km 16:''' {{Marker |type=city |wikidata=Q83167| name=Sulz am Neckar}} - Altstadt, Ruine Albeck, Sole-Freizeitbad „susolei“. : ~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Bahn und Landstraße begleiten den Neckar. Der große überregionale Kfz-Verkehr nutzt allerdings die Autobahn A 81a auf der Höhe abseits des Tales. Die [[w:Gäubahn|Gäubahn]] ist trotz ihres teilweise nur einspurigen Querschnitts eine wichtige Fernverbindung zwischen den Ballungsräumen Stuttgart und Zürich. Der Neckarabschnitt zwischen Sulz und Rottenburg wird übrigens als „Neckar-Erlebnistal“ touristisch vermarktet. '''Km 29:''' {{Marker |type=city |wikidata=Q83206| name=Oberndorf am Neckar}} - Wer möchte kann hier direkt am Radwegeine Partie Minigolf spielen (auch Bistro). Am Minigolfplatz liegt ferner der kleine Campingplatz für Radreisende. Wer sich unterwegs selbst verpflegen möchte findet in Obernburg mehrere Lebensmittelmärkte. : ~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Erst kurz vor Rottweil muss man hier auf die Höhe. '''Km 49:''' {{Marker | name = [[Rottweil]] | type= City | wikidata =Q32267072 }} - Altstadt hoch über dem Neckar. Landmarke Aufzugstestturm. Der Turm auf der anderen Talseite besitzt eine Aussichtsplattform. : ~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Ab Rottweil bis zur Neckarquelle in {{Marker | name = [[Schwenningen]] | type= City | wikidata =Q3865}} '''(Km 67)''' gleichauf mit dem Neckartal-Radweg. : ~> Vor Donaueschingen lange Strecke durch die offene Landschaft der {{Marker | name = Baar | type= landscape | wikidata = Q126132}}. '''Km 82:''' {{Marker | name = [[Donaueschingen]] | type= City | wikidata =Q83062 }} - Quelle der [[Donau]]. Schloss und Park. : → Anschluss zum [[Donau-Radweg]], dem angeblich meistbefahrensten Radfernweg Europas ===4. Etappe: Donaueschingen - Radolfzell am Bodensee (rund 65{{nnbsp}}km) === Diese letzte Etappe führt entlang der Donau und über die Schwäbische Alb zum Bodensee. [[Datei:The Baar - View from Fürstenberg.jpg|mini|Auffahrt zum Fürstenberg: Panoramablick auf die Baar.]] [[Bild:View from the Fürstenberg with Hondingen and in the background the Alps.jpg|mini|Ausblick vom Fürstenberg über Hondingen Richtung Alpen. unten im Tal verläuft der HSB.]] '''Km 0:''' '''Donaueschingen''' - Etappenstart :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Vor Fürstenberg verlässt der HSB die Baar. Der kleine Pass (auf 770 m Höhe) hinüber ins Tal der Aitrach besitzt etwa 100 Höhenmeter. '''Km 11:''' {{Marker | name = Fürstenberg | type= city | wikidata = Q1483092}} - Wer mit dem Pedelec unterwegs ist: Dann lohnt ein Abstecher auf den gleichnamigen {{Marker | name = Berg Fürstenberg | type= landscape| wikidata = Q162539}} (918{{nnbsp}}m). Schon während der Auffahrt ergeben sich schöne Talblicke in die Baar. Von oben hat man weitere Rundblicke. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Südlich Fürstenberg gibt es in der Schwäbischen Alb mehrere längere Steigungen. Vom Tal der Aitrach Richtung Tengen müssen weitere 80 Höhenmeter bezwungen werden. '''Km 31:''' {{Marker | name = Tengen | type= city | wikidata = Q520054}} - Hier bestehen Einkehr- und Verpflegungsmöglichkeiten. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Vom Tal der Biber bei {{Marker | name = Büßingen | type= city | wikidata = Q21039476}} geht es Richtung Singen noch einmal etwa 40 Höhenmeter bergauf. :~> Im Hegau vor {{Marker | name = Singen | type= city | wikidata = Q6979}} '''(Km 48)''' rückt die {{Marker | name = [[Hohentwiel|Festung Hohentwiel]] | type= see | wikidata = Q1408898 |url = https://www.festungsruine-hohentwiel.de/}} ins Blickfeld. Von der großen Festungsanlage (Eintritt) ergibt sich ein traumhafter Blick Richtung Bodensee und zu den Schweizer Alpen. '''Km 65:''' {{Marker | name = [[Radolfzell]] | type= City | wikidata =Q16113 }} - Routenende am Bodensee. Es besteht Anschluss an den [[Bodensee-Radweg]]. == Weitere Übernachtungsorte == {{Marker | name = [[Konstanz]] | type= City | wikidata = Q3834}} - erreichbar über den Uferweg bei Allensbach. Ab Donaueschingen ist die 4. Etappe dann rund 87{{nnbsp}}km lang. Konstanz ist ein guter Abschluss der Radreise. Hier kann die [[Insel Mainau]] besucht werden. Auch eine Schiffstour nach [[Merseburg]] ist lohnenswert. Wer möchte kann ab Konstanz den kompletten [[Bodensee-Radweg]] erkunden. == Sicherheit == Die Strecke besitzt einige stärkere Abfahrten. Eine sichere Beherrschung des Fahrrads ist hier wichtig. Auch beim Radwandern kann ein Fahrradhelm die Schwere von Kopfverletzungen bei Stürzen entscheidend mindern. [[Checkliste Ausrüstung auf Radreisen#Fahrradhelm|Weitere Infos zum Helm siehe hier]]. == Weiter geht's == *[[Donau-Radweg]] *[[Rhein-Radweg]] == GPS-Daten == * Streckenverlauf Donau-Bodensee-Radweg von Openstreetmap zum Herunterladen als [https://cycling.waymarkedtrails.org/#route?id=22527&type=relation&map=7.0/48.5219/10.0225 GPX- und KML-Datei auf waymarkedtrails.org]. Es kann die Richtung der GPX-Daten gewählt werden. Ferner kann hier auch ein Höhenprofil eingesehen werden. Achtung: Die Daten des Höhenprofil auf Basis von Openstreetmap sind insbesondere auf weitgehend ebenen Routen mit Vorsicht zu betrachten. Oft ist die Zahl der Höhenmeter hier durch Datenfehler des Höhenmodells bedeutend größer als real auf der Strecke. == Literatur- und Kartenhinweise == * {{Buch|Autor=|Herausgeber=|Titel=Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg: Vom Neckar zum Bodensee, 1:50.000|Ort=|Verlag=Esterbauer|Jahr=2024|Auflage=|Band=|Seiten=|Seitenanzahl=| Reihe = bikeline |ISBN=978-3711102096|Kommentar=|Sprache=|Online= }} == Weblinks == * [https://www.schwarzwald-tourismus.info/erleben/radfahren/tourenrad-und-e-bike/fernradwege/heidelberg-schwarzwald-bodensee-radweg Infos bei schwarzwald-tourismus.info] {{IstIn|Radrouten in Baden-Württemberg}} [[Kategorie:Radwege in Baden-Württemberg]] [[Kategorie:Radrouten in Deutschland gesamt]] {{class-3}} 07ynn3v0xmt3bm6jfgngmov56qisjpm 1804849 1804838 2026-09-19T05:46:48Z Dirk Schmidt 15181 /* Streckenbeschreibung mit Etappen und Sehenswürdigkeiten */ 1804849 wikitext text/x-wiki Der '''Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg (HSB)''' ist eine rund 300&#x202F;km lange Radroute, die von [[Heidelberg]] zum [[Bodensee]] führt. Es geht durch den Kraichgau, den östlichen Schwarzwald und über [[Donaueschingen]]. Endpunkt der Route ist [[Radolfzell]]. Die bergige Strecke eignet sich ideal für ein E-Bike bzw. Pedelec. Mit noch Zeit am Bodensee kann man eine Woche einplanen. [[File:Heidelberg schloss koenigsstuhl d schmidt 04 2004.jpg|mini|Frühlingserwachen in Heidelberg: Blick auf die alte Neckarbrücke, Schloss und Königsstuhl (April 2004).]] == Streckenprofil == * '''Länge:''' 303&#x202F;km * '''Ausschilderung:''' vorhanden * '''Steigungen:''' bergig, in Fahrtrichtung Heidelberg zum Bodensee ca. 2400&#x202F; Höhenmeter, mit Routenwahl im Neckartal kann man zwischen Horb und Rottweil einige Höhenmeter einsparen. Ferner bergiger Übergang von der Donau an den Bodensee. * '''Wegzustand:''' gut, oft Asphalt, es gibt allerdings auch einige Bereiche mit Schotterstrecken * '''Verkehrsbelastung:''' gering * '''Geeignetes Fahrrad:''' bergtaugliches Tourenrad oder ein Pedelec * '''Familieneignung:''' durchgehend nein, lokal evtl. gegeben * '''Inlinereignung:''' durchgehend nein, lokal evtl. gegeben [[Datei:Nagolder Viadukt.jpg|mini|Nagoldtal beim Städtchen Nagold. Das Flusstal markiert den Ostrand des Schwarzwaldes. Vorne das [[w:Nagolder Viadukt|Viadukt der Umgehungsstraße]]]] == Hintergrund == Die Radroute darf Stand 2025 den Titel "ADFC-Qualitätsradroute mit 3 von 5 Sternen" tragen. Diese ist eine mittlere Bewertung im strengen Bewertungsverfahren des ADFC. Das Zertifikat wird jeweils für 3 Jahre vergeben. Dann muss sich die Route einer Nachprüfung unterziehen. [https://www.adfc-radtourismus.de/heidelberg-schwarzwald-bodensee-radweg/ Zur Einzelbewertung des ADFC]. [[Datei:Radolfzell Segelhafen (10273154956).jpg|mini|Segelhafen Radolfzell]] == Vorbereitung == {{mapframe| name = blau = Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg. rot = Neckartal-Radweg als Vorzugsvarinate auf der 3. Etappe. Für weitere Anschlüsse die Ebene Radwege per Klick einblenden.}} {{Mapshape|wikidata=Q1769622|type=geoline|stroke=#ff0000|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} <!-- rot = Neckartal-Radweg --> {{Mapshape|wikidata=Q1593987|type=geoline|stroke=#0000ff|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} <!-- blau = Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg --> Es bietet sich an für die Radreise eine Woche einzuplanen. So ist am Ende noch Zeit, ein paar Ziele am Bodensee zu erkunden. Hier im Artikel wird die Route in vier Etappen mit Tagesetappen um die 80{{nnbsp}}km beschrieben. Diese Etappeneinteilung wendet sich an routinierte Radreisende inklusive Pedelecnutzung. Wer eher Einsteiger ist, kann die offizielle gemütlichere Etappenplanung nutzen. Hier sind die Etappen 35 km bis 65 km lang. Aber auch dann ist eine gewisse Grundkondition erforderlich: * 1. Etappe: Heidelberg – Bretten: 62{{nnbsp}}km (70{{nnbsp}}hm) * 2. Etappe Bretten – Calw: 48{{nnbsp}}km (480{{nnbsp}}hm) * 3. Etappe Calw – Horb am Neckar: 48{{nnbsp}}km (620{{nnbsp}}hm) * 4. Etappe Horb am Neckar – Rottweil: 49{{nnbsp}}km (840{{nnbsp}}hm) * 5. Etappe Rottweil – Donaueschingen: 34{{nnbsp}}km (220{{nnbsp}}hm) * 6. Etappe Donaueschingen – Radolfzell: 65{{nnbsp}}km (220{{nnbsp}}hm) Campingplätze siehe auch [https://opencampingmap.org opencampingmap.org]. == Anreise == === Öffentliche Verkehrsmittel === Sowohl Heidelberg, wie Radolfzell bzw. Konstanz sind gut in das Bahnnetz eingebunden. === Fahrrad === Über den Neckartal-Radweg von [[Mannheim]] im Westen oder [[Heilbronn]] im Osten. === Auto === Da es sich um eine längere Streckentour handelt, am besten mit der Bahn anreisen. Bahnverbindungen zurück zum Abstellort des Kfz verlaufen in der Regel über Karlsruhe oder auch Stuttgart. == Streckenbeschreibung mit Etappen und Sehenswürdigkeiten == ===1. Etappe: Heidelberg – Pforzheim (etwa 82{{nnbsp}}km) === '''Km 0:''' {{Marker | name = [[Heidelberg]] | type= City | wikidata =Q2966 |lat = 49.410931|long = 8.706013}}-Altstadt - Etappenstart am Universitätsplatz :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Die erste Etappe führt auf Radwegen entlang der viel befahrenen Speyerer Straße nach Südwesten aus der Stadt aus heraus. Westlich der Autobahn wird es im Waldgebiet {{Marker | name = Schwetzinger Hardt | type= landscape | wikidata = Q1516388| show = symbol}} ruhiger. Hier finden sich teilweise '''Schotterwege'''. Die stark befahrene Bundesstraße 291 wird auf einer {{Marker | name = Radbrücke | name-map = Radbrücke über die stark befahrene Bundesstraße 291 |type= waypoint |group = gold | lat = 49.327220 | long = 8.622047 | image = Bundesstraße_291_im_Hardtwald.jpg}} sicher überquert. '''Km 19:''' {{Marker | name = Abzweig Reillingen |type= waypoint |group = gold | lat = 49.294376| long = 8.582036}} - Knoten verschiedener Radwanderrouten: Fahrradreparaturstation, Infotafel mit Karte. An der Friedhofskapelle findet sich laut Openstreetmap eine öffentliche Toilette (Zugang / Öffnungszeiten sind nicht bekannt). 400 m südlich der Route liegt der [https://wersauer-hof.com/ Wersauer Hof] mit Hotel, Gastronomie und Hofladen. [[File:Zeichen_101_-_Gefahrstelle,_StVO_1970.svg|20px]] bei Querung der stärker befahrenen Landstraße. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Es geht in die Felder. Die Route führt an der {{Marker | name = Ausgrabungsstätte Burg Wersau | type= see | wikidata = Q1014558 | url =https://burg-wersau.de }} vorbei. Hier ist ein Archäologischer Park geplant. Nächste Station ist das Freizeitzentrum St. Leoner See (Strandbad mit Eintritt). '''Km 23:''' {{Marker | name = [[St. Leon-Rot|St. Leon]] | type= city | wikidata = Q107143346| lat = 49.266611|long = 8.602550}}: Hier abseits der Route: Einkehr- und Verpflegungsmöglichkeiten in der Marktstraße (Gastronomie, Bäcker, Lebensmittelmarkt Edeka). '''Km 46''' {{Marker | name = Bruchsal | type= city | wikidata = Q7059}} mit Schloss. Bruchsal bietet sich zu Mittagspause an. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Südlich Bruchsal geht es hinein ins Hügelland des [[Kraichgau]]. Nach etwa einer Stunde Fahrzeit findet sich das Fachwerkkleinod [[Bretten]]. [[Datei:Bretten - Altstadt - Marktplatz - Marktplatz 2-1, 3 und Marktbrunnen - Ansicht von SSW (1).jpg|mini|Marktplatz Bretten]] '''Km 62:''' {{Marker | name = Bretten | type= city | wikidata = Q495428 }} - Ein Abstecher in die Fachwerkaltstadt zum {{Marker | name = Marktplatz| type= square| lat = 49.036764 | long = 8.707682 | image = Bretten - Altstadt - Marktplatz - Marktplatz 2-1, 3 und Marktbrunnen - Ansicht von SSW (1).jpg| show = symbol}} lohnt. Hier finden sich für die Nachmittagseinkehr entsprechende Möglichkeiten. Am Markt liegt ferner das Museum im {{Marker | name = Melanchthonhaus | type= museum | wikidata = Q1519254 | show = symbol | url = https://www.melanchthon.com}}. [[w:Philipp Melanchthon|Philipp Melanchthon]] war laut Wikipedia „neben Martin Luther der wichtigste kirchenpolitische Akteur und theologische Autor der Wittenberger [[w:Reformation|Reformation]]“. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Südlich Bretten wird es hügelig bzw. leicht bergig. Es geht zuerst auf '''Schotterwegen''' durch den Wald. Später offnet sich ab {{Marker | name = Bauschlott | type= village | wikidata = Q112171695}} die Landschaft. Im Stadtgebiet Pfotzheim findet sich eine steilere Abfahrt ins Enztal. '''Km 83:''' {{Marker | name = [[Pforzheim]] | type= City | wikidata =Q3046 }} - Am Leopoldsplatz ist die City von Pforzheim erreicht. Eine historische Altstadt gibt es aufgrund der Zerstörungen im II. Weltkrieg nicht mehr. ===2. Etappe: Pforzheim – Horb (etwa 80{{nnbsp}}km) === Die Etappe folgt bis zur Kleinstadt Nagold dem Fluss Nagold aufwärts. Ab Nagold gibt es einen bergigen Übergang in das Neckartal. [[Bild:Calw nikolausbruecke.jpg|mini|Nikolausbrücke in Calw]] '''Km 0:''' Etappenbeginn am Leopoldsplatz :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Entlang der Nagold geht es aus Pforzheim heraus. '''Km 6:''' {{Marker | name = Dillweißenstein | type =city| wikidata = Q1225612 }} Steinbogenbrücke über die Nagold. Vom historischen Bauwerk ergibt sich ein schöner FLussblick. Burgruinen Kräheneck und Rabeneck '''Km 13:''' {{Marker | name = Unterreichenbach | type= city | wikidata = Q536333}} '''Km 21:''' {{Marker | name = Bad Liebenzell | type= city | wikidata = Q522349 }} - gemütlicher Kurort, Paracelsusquelle, Thermalbad, Burgruine '''Km 25:''' {{Marker | name = Kloster Hirsau | type= see | wikidata = Q532415}} - Die Ruinen des Klosters liegen etwas abseits des Radwegs. '''Km 28:''' {{Marker | name = Calw | type= city | wikidata = Q487921}} - alte Stadt der Gerber und Holzhändler, historische Altstadt mit viel Fachwerk '''Km 43:''' {{Marker | name = [[Wildberg (Schwarzwald)|Wildberg]] | type =city| wikidata = Q264503 }}: Die Stadt liegt auf einem "Umlaufberg" in einer Schleife der Nagold. Sehenswert sind der Hexenturm und das alte Rathaus. '''Km 56:'''{{Marker | name = Nagold | type =city| wikidata = Q26344 }} gemütliche mittelalterliche Altstadt mit Fachwerkbauten, Ruine Hohennagold, der Alte Turm. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> bergiger Übergang aus dem Tal der Nagold in das Neckartal. Teilweise werden hier ruhigere Landstraßen genutzt. Steile Abfahrt hinunter in die Altstadt von Horb. '''Km 76:'''{{Marker | name = [[Horb am Neckar]] | type= City | wikidata =Q82690 }} - Die Etappenstadt besitzt eine gemütliche Altstadt mit Fachwerkhäusern, sehenswert sind Reste der Stadtmauer. Anschluss an den [[Neckartal-Weg|Neckartal-Radweg]]. [[Datei:Horb am Neckar 002.JPG|mini|Blick auf Horb am Neckar]] ===3. Etappe: Horb - Donaueschingen (82{{nnbsp}}km) === Zwischen Horb und Rottweil hat man die Wahl: '''Km 0:''' Etappenbeginn Horb in der Altstadt *'''1. Panoramaroute des HSB östlich über dem Neckartal:''' Hier gibt es teilweise weite Blicke ins land, aber es summieren sich die Höhenmeter. Ferner fährt man zum Teil im Lärmbereich der Autobahn. Höhe Rottweil führt der HSB östlich an der Altstadt vorbei. *'''2. Neckarradweg im Flusstal des Neckar:''' Ebene Strecke bzw. nur vereinzelt hügelige Strecke. Hier kommt man an ein paar sehenswerten Orten vorbei. Erst kurz vor Rottweil muss man hier auf die Höhe. Etappe hier 82{{nnbsp}}km. '''Empfehlung: Nutzung des Neckarradwegs.''' Die Etappe wird im Folgenden auf dem Neckar-Radweg beschrieben: '''Km 16:''' {{Marker |type=city |wikidata=Q83167| name=Sulz am Neckar}} - Altstadt, Ruine Albeck, Sole-Freizeitbad „susolei“. : ~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Bahn und Landstraße begleiten den Neckar. Der große überregionale Kfz-Verkehr nutzt allerdings die Autobahn A 81a auf der Höhe abseits des Tales. Die [[w:Gäubahn|Gäubahn]] ist trotz ihres teilweise nur einspurigen Querschnitts eine wichtige Fernverbindung zwischen den Ballungsräumen Stuttgart und Zürich. Der Neckarabschnitt zwischen Sulz und Rottenburg wird übrigens als „Neckar-Erlebnistal“ touristisch vermarktet. '''Km 29:''' {{Marker |type=city |wikidata=Q83206| name=Oberndorf am Neckar}} - Wer möchte kann hier direkt am Radwegeine Partie Minigolf spielen (auch Bistro). Am Minigolfplatz liegt ferner der kleine Campingplatz für Radreisende. Wer sich unterwegs selbst verpflegen möchte findet in Obernburg mehrere Lebensmittelmärkte. : ~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Erst kurz vor Rottweil muss man hier auf die Höhe. '''Km 49:''' {{Marker | name = [[Rottweil]] | type= City | wikidata =Q32267072 }} - Altstadt hoch über dem Neckar. Landmarke Aufzugstestturm. Der Turm auf der anderen Talseite besitzt eine Aussichtsplattform. : ~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Ab Rottweil bis zur Neckarquelle in {{Marker | name = [[Schwenningen]] | type= City | wikidata =Q3865}} '''(Km 67)''' gleichauf mit dem Neckartal-Radweg. : ~> Vor Donaueschingen lange Strecke durch die offene Landschaft der {{Marker | name = Baar | type= landscape | wikidata = Q126132}}. '''Km 82:''' {{Marker | name = [[Donaueschingen]] | type= City | wikidata =Q83062 }} - Quelle der [[Donau]]. Schloss und Park. : → Anschluss zum [[Donau-Radweg]], dem angeblich meistbefahrensten Radfernweg Europas ===4. Etappe: Donaueschingen - Radolfzell am Bodensee (rund 65{{nnbsp}}km) === Diese letzte Etappe führt entlang der Donau und über die Schwäbische Alb zum Bodensee. [[Datei:The Baar - View from Fürstenberg.jpg|mini|Auffahrt zum Fürstenberg: Panoramablick auf die Baar.]] [[Bild:View from the Fürstenberg with Hondingen and in the background the Alps.jpg|mini|Ausblick vom Fürstenberg über Hondingen Richtung Alpen. unten im Tal verläuft der HSB.]] '''Km 0:''' '''Donaueschingen''' - Etappenstart :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Vor Fürstenberg verlässt der HSB die Baar. Der kleine Pass (auf 770 m Höhe) hinüber ins Tal der Aitrach besitzt etwa 100 Höhenmeter. '''Km 11:''' {{Marker | name = Fürstenberg | type= city | wikidata = Q1483092}} - Wer mit dem Pedelec unterwegs ist: Dann lohnt ein Abstecher auf den gleichnamigen {{Marker | name = Berg Fürstenberg | type= landscape| wikidata = Q162539}} (918{{nnbsp}}m). Schon während der Auffahrt ergeben sich schöne Talblicke in die Baar. Von oben hat man weitere Rundblicke. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Südlich Fürstenberg gibt es in der Schwäbischen Alb mehrere längere Steigungen. Vom Tal der Aitrach Richtung Tengen müssen weitere 80 Höhenmeter bezwungen werden. '''Km 31:''' {{Marker | name = Tengen | type= city | wikidata = Q520054}} - Hier bestehen Einkehr- und Verpflegungsmöglichkeiten. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Vom Tal der Biber bei {{Marker | name = Büßingen | type= city | wikidata = Q21039476}} geht es Richtung Singen noch einmal etwa 40 Höhenmeter bergauf. :~> Im Hegau vor {{Marker | name = Singen | type= city | wikidata = Q6979}} '''(Km 48)''' rückt die {{Marker | name = [[Hohentwiel|Festung Hohentwiel]] | type= see | wikidata = Q1408898 |url = https://www.festungsruine-hohentwiel.de/}} ins Blickfeld. Von der großen Festungsanlage (Eintritt) ergibt sich ein traumhafter Blick Richtung Bodensee und zu den Schweizer Alpen. '''Km 65:''' {{Marker | name = [[Radolfzell]] | type= City | wikidata =Q16113 }} - Routenende am Bodensee. Es besteht Anschluss an den [[Bodensee-Radweg]]. == Weitere Übernachtungsorte == {{Marker | name = [[Konstanz]] | type= City | wikidata = Q3834}} - erreichbar über den Uferweg bei Allensbach. Ab Donaueschingen ist die 4. Etappe dann rund 87{{nnbsp}}km lang. Konstanz ist ein guter Abschluss der Radreise. Hier kann die [[Insel Mainau]] besucht werden. Auch eine Schiffstour nach [[Merseburg]] ist lohnenswert. Wer möchte kann ab Konstanz den kompletten [[Bodensee-Radweg]] erkunden. == Sicherheit == Die Strecke besitzt einige stärkere Abfahrten. Eine sichere Beherrschung des Fahrrads ist hier wichtig. Auch beim Radwandern kann ein Fahrradhelm die Schwere von Kopfverletzungen bei Stürzen entscheidend mindern. [[Checkliste Ausrüstung auf Radreisen#Fahrradhelm|Weitere Infos zum Helm siehe hier]]. == Weiter geht's == *[[Donau-Radweg]] *[[Rhein-Radweg]] == GPS-Daten == * Streckenverlauf Donau-Bodensee-Radweg von Openstreetmap zum Herunterladen als [https://cycling.waymarkedtrails.org/#route?id=22527&type=relation&map=7.0/48.5219/10.0225 GPX- und KML-Datei auf waymarkedtrails.org]. Es kann die Richtung der GPX-Daten gewählt werden. Ferner kann hier auch ein Höhenprofil eingesehen werden. Achtung: Die Daten des Höhenprofil auf Basis von Openstreetmap sind insbesondere auf weitgehend ebenen Routen mit Vorsicht zu betrachten. Oft ist die Zahl der Höhenmeter hier durch Datenfehler des Höhenmodells bedeutend größer als real auf der Strecke. == Literatur- und Kartenhinweise == * {{Buch|Autor=|Herausgeber=|Titel=Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg: Vom Neckar zum Bodensee, 1:50.000|Ort=|Verlag=Esterbauer|Jahr=2024|Auflage=|Band=|Seiten=|Seitenanzahl=| Reihe = bikeline |ISBN=978-3711102096|Kommentar=|Sprache=|Online= }} == Weblinks == * [https://www.schwarzwald-tourismus.info/erleben/radfahren/tourenrad-und-e-bike/fernradwege/heidelberg-schwarzwald-bodensee-radweg Infos bei schwarzwald-tourismus.info] {{IstIn|Radrouten in Baden-Württemberg}} [[Kategorie:Radwege in Baden-Württemberg]] [[Kategorie:Radrouten in Deutschland gesamt]] {{class-3}} 13gns2afbfjbrl9wtstwb5ay2wbvy87 1804850 1804849 2026-09-19T06:00:06Z Dirk Schmidt 15181 /* 3. Etappe: Horb - Donaueschingen (82{{nnbsp}}km) */ 1804850 wikitext text/x-wiki Der '''Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg (HSB)''' ist eine rund 300&#x202F;km lange Radroute, die von [[Heidelberg]] zum [[Bodensee]] führt. Es geht durch den Kraichgau, den östlichen Schwarzwald und über [[Donaueschingen]]. Endpunkt der Route ist [[Radolfzell]]. Die bergige Strecke eignet sich ideal für ein E-Bike bzw. Pedelec. Mit noch Zeit am Bodensee kann man eine Woche einplanen. [[File:Heidelberg schloss koenigsstuhl d schmidt 04 2004.jpg|mini|Frühlingserwachen in Heidelberg: Blick auf die alte Neckarbrücke, Schloss und Königsstuhl (April 2004).]] == Streckenprofil == * '''Länge:''' 303&#x202F;km * '''Ausschilderung:''' vorhanden * '''Steigungen:''' bergig, in Fahrtrichtung Heidelberg zum Bodensee ca. 2400&#x202F; Höhenmeter, mit Routenwahl im Neckartal kann man zwischen Horb und Rottweil einige Höhenmeter einsparen. Ferner bergiger Übergang von der Donau an den Bodensee. * '''Wegzustand:''' gut, oft Asphalt, es gibt allerdings auch einige Bereiche mit Schotterstrecken * '''Verkehrsbelastung:''' gering * '''Geeignetes Fahrrad:''' bergtaugliches Tourenrad oder ein Pedelec * '''Familieneignung:''' durchgehend nein, lokal evtl. gegeben * '''Inlinereignung:''' durchgehend nein, lokal evtl. gegeben [[Datei:Nagolder Viadukt.jpg|mini|Nagoldtal beim Städtchen Nagold. Das Flusstal markiert den Ostrand des Schwarzwaldes. Vorne das [[w:Nagolder Viadukt|Viadukt der Umgehungsstraße]]]] == Hintergrund == Die Radroute darf Stand 2025 den Titel "ADFC-Qualitätsradroute mit 3 von 5 Sternen" tragen. Diese ist eine mittlere Bewertung im strengen Bewertungsverfahren des ADFC. Das Zertifikat wird jeweils für 3 Jahre vergeben. Dann muss sich die Route einer Nachprüfung unterziehen. [https://www.adfc-radtourismus.de/heidelberg-schwarzwald-bodensee-radweg/ Zur Einzelbewertung des ADFC]. [[Datei:Radolfzell Segelhafen (10273154956).jpg|mini|Segelhafen Radolfzell]] == Vorbereitung == {{mapframe| name = blau = Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg. rot = Neckartal-Radweg als Vorzugsvarinate auf der 3. Etappe. Für weitere Anschlüsse die Ebene Radwege per Klick einblenden.}} {{Mapshape|wikidata=Q1769622|type=geoline|stroke=#ff0000|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} <!-- rot = Neckartal-Radweg --> {{Mapshape|wikidata=Q1593987|type=geoline|stroke=#0000ff|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} <!-- blau = Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg --> Es bietet sich an für die Radreise eine Woche einzuplanen. So ist am Ende noch Zeit, ein paar Ziele am Bodensee zu erkunden. Hier im Artikel wird die Route in vier Etappen mit Tagesetappen um die 80{{nnbsp}}km beschrieben. Diese Etappeneinteilung wendet sich an routinierte Radreisende inklusive Pedelecnutzung. Wer eher Einsteiger ist, kann die offizielle gemütlichere Etappenplanung nutzen. Hier sind die Etappen 35 km bis 65 km lang. Aber auch dann ist eine gewisse Grundkondition erforderlich: * 1. Etappe: Heidelberg – Bretten: 62{{nnbsp}}km (70{{nnbsp}}hm) * 2. Etappe Bretten – Calw: 48{{nnbsp}}km (480{{nnbsp}}hm) * 3. Etappe Calw – Horb am Neckar: 48{{nnbsp}}km (620{{nnbsp}}hm) * 4. Etappe Horb am Neckar – Rottweil: 49{{nnbsp}}km (840{{nnbsp}}hm) * 5. Etappe Rottweil – Donaueschingen: 34{{nnbsp}}km (220{{nnbsp}}hm) * 6. Etappe Donaueschingen – Radolfzell: 65{{nnbsp}}km (220{{nnbsp}}hm) Campingplätze siehe auch [https://opencampingmap.org opencampingmap.org]. == Anreise == === Öffentliche Verkehrsmittel === Sowohl Heidelberg, wie Radolfzell bzw. Konstanz sind gut in das Bahnnetz eingebunden. === Fahrrad === Über den Neckartal-Radweg von [[Mannheim]] im Westen oder [[Heilbronn]] im Osten. === Auto === Da es sich um eine längere Streckentour handelt, am besten mit der Bahn anreisen. Bahnverbindungen zurück zum Abstellort des Kfz verlaufen in der Regel über Karlsruhe oder auch Stuttgart. == Streckenbeschreibung mit Etappen und Sehenswürdigkeiten == ===1. Etappe: Heidelberg – Pforzheim (etwa 82{{nnbsp}}km) === '''Km 0:''' {{Marker | name = [[Heidelberg]] | type= City | wikidata =Q2966 |lat = 49.410931|long = 8.706013}}-Altstadt - Etappenstart am Universitätsplatz :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Die erste Etappe führt auf Radwegen entlang der viel befahrenen Speyerer Straße nach Südwesten aus der Stadt aus heraus. Westlich der Autobahn wird es im Waldgebiet {{Marker | name = Schwetzinger Hardt | type= landscape | wikidata = Q1516388| show = symbol}} ruhiger. Hier finden sich teilweise '''Schotterwege'''. Die stark befahrene Bundesstraße 291 wird auf einer {{Marker | name = Radbrücke | name-map = Radbrücke über die stark befahrene Bundesstraße 291 |type= waypoint |group = gold | lat = 49.327220 | long = 8.622047 | image = Bundesstraße_291_im_Hardtwald.jpg}} sicher überquert. '''Km 19:''' {{Marker | name = Abzweig Reillingen |type= waypoint |group = gold | lat = 49.294376| long = 8.582036}} - Knoten verschiedener Radwanderrouten: Fahrradreparaturstation, Infotafel mit Karte. An der Friedhofskapelle findet sich laut Openstreetmap eine öffentliche Toilette (Zugang / Öffnungszeiten sind nicht bekannt). 400 m südlich der Route liegt der [https://wersauer-hof.com/ Wersauer Hof] mit Hotel, Gastronomie und Hofladen. [[File:Zeichen_101_-_Gefahrstelle,_StVO_1970.svg|20px]] bei Querung der stärker befahrenen Landstraße. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Es geht in die Felder. Die Route führt an der {{Marker | name = Ausgrabungsstätte Burg Wersau | type= see | wikidata = Q1014558 | url =https://burg-wersau.de }} vorbei. Hier ist ein Archäologischer Park geplant. Nächste Station ist das Freizeitzentrum St. Leoner See (Strandbad mit Eintritt). '''Km 23:''' {{Marker | name = [[St. Leon-Rot|St. Leon]] | type= city | wikidata = Q107143346| lat = 49.266611|long = 8.602550}}: Hier abseits der Route: Einkehr- und Verpflegungsmöglichkeiten in der Marktstraße (Gastronomie, Bäcker, Lebensmittelmarkt Edeka). '''Km 46''' {{Marker | name = Bruchsal | type= city | wikidata = Q7059}} mit Schloss. Bruchsal bietet sich zu Mittagspause an. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Südlich Bruchsal geht es hinein ins Hügelland des [[Kraichgau]]. Nach etwa einer Stunde Fahrzeit findet sich das Fachwerkkleinod [[Bretten]]. [[Datei:Bretten - Altstadt - Marktplatz - Marktplatz 2-1, 3 und Marktbrunnen - Ansicht von SSW (1).jpg|mini|Marktplatz Bretten]] '''Km 62:''' {{Marker | name = Bretten | type= city | wikidata = Q495428 }} - Ein Abstecher in die Fachwerkaltstadt zum {{Marker | name = Marktplatz| type= square| lat = 49.036764 | long = 8.707682 | image = Bretten - Altstadt - Marktplatz - Marktplatz 2-1, 3 und Marktbrunnen - Ansicht von SSW (1).jpg| show = symbol}} lohnt. Hier finden sich für die Nachmittagseinkehr entsprechende Möglichkeiten. Am Markt liegt ferner das Museum im {{Marker | name = Melanchthonhaus | type= museum | wikidata = Q1519254 | show = symbol | url = https://www.melanchthon.com}}. [[w:Philipp Melanchthon|Philipp Melanchthon]] war laut Wikipedia „neben Martin Luther der wichtigste kirchenpolitische Akteur und theologische Autor der Wittenberger [[w:Reformation|Reformation]]“. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Südlich Bretten wird es hügelig bzw. leicht bergig. Es geht zuerst auf '''Schotterwegen''' durch den Wald. Später offnet sich ab {{Marker | name = Bauschlott | type= village | wikidata = Q112171695}} die Landschaft. Im Stadtgebiet Pfotzheim findet sich eine steilere Abfahrt ins Enztal. '''Km 83:''' {{Marker | name = [[Pforzheim]] | type= City | wikidata =Q3046 }} - Am Leopoldsplatz ist die City von Pforzheim erreicht. Eine historische Altstadt gibt es aufgrund der Zerstörungen im II. Weltkrieg nicht mehr. ===2. Etappe: Pforzheim – Horb (etwa 80{{nnbsp}}km) === Die Etappe folgt bis zur Kleinstadt Nagold dem Fluss Nagold aufwärts. Ab Nagold gibt es einen bergigen Übergang in das Neckartal. [[Bild:Calw nikolausbruecke.jpg|mini|Nikolausbrücke in Calw]] '''Km 0:''' Etappenbeginn am Leopoldsplatz :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Entlang der Nagold geht es aus Pforzheim heraus. '''Km 6:''' {{Marker | name = Dillweißenstein | type =city| wikidata = Q1225612 }} Steinbogenbrücke über die Nagold. Vom historischen Bauwerk ergibt sich ein schöner FLussblick. Burgruinen Kräheneck und Rabeneck '''Km 13:''' {{Marker | name = Unterreichenbach | type= city | wikidata = Q536333}} '''Km 21:''' {{Marker | name = Bad Liebenzell | type= city | wikidata = Q522349 }} - gemütlicher Kurort, Paracelsusquelle, Thermalbad, Burgruine '''Km 25:''' {{Marker | name = Kloster Hirsau | type= see | wikidata = Q532415}} - Die Ruinen des Klosters liegen etwas abseits des Radwegs. '''Km 28:''' {{Marker | name = Calw | type= city | wikidata = Q487921}} - alte Stadt der Gerber und Holzhändler, historische Altstadt mit viel Fachwerk '''Km 43:''' {{Marker | name = [[Wildberg (Schwarzwald)|Wildberg]] | type =city| wikidata = Q264503 }}: Die Stadt liegt auf einem "Umlaufberg" in einer Schleife der Nagold. Sehenswert sind der Hexenturm und das alte Rathaus. '''Km 56:'''{{Marker | name = Nagold | type =city| wikidata = Q26344 }} gemütliche mittelalterliche Altstadt mit Fachwerkbauten, Ruine Hohennagold, der Alte Turm. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> bergiger Übergang aus dem Tal der Nagold in das Neckartal. Teilweise werden hier ruhigere Landstraßen genutzt. Steile Abfahrt hinunter in die Altstadt von Horb. '''Km 76:'''{{Marker | name = [[Horb am Neckar]] | type= City | wikidata =Q82690 }} - Die Etappenstadt besitzt eine gemütliche Altstadt mit Fachwerkhäusern, sehenswert sind Reste der Stadtmauer. Anschluss an den [[Neckartal-Weg|Neckartal-Radweg]]. [[Datei:Horb am Neckar 002.JPG|mini|Blick auf Horb am Neckar]] ===3. Etappe: Horb - Donaueschingen (82{{nnbsp}}km) === Zwischen Horb und Rottweil hat man die Wahl: '''Km 0:''' Etappenbeginn Horb in der Altstadt *'''1. Panoramaroute des HSB östlich über dem Neckartal:''' Hier gibt es teilweise weite Blicke ins land, aber es summieren sich die Höhenmeter. Ferner fährt man zum Teil im Lärmbereich der Autobahn. Höhe Rottweil führt der HSB östlich an der Altstadt vorbei. *'''2. Neckarradweg im Flusstal des Neckar:''' Ebene Strecke bzw. nur vereinzelt hügelige Strecke. Hier kommt man an ein paar sehenswerten Orten vorbei. Erst kurz vor Rottweil muss man hier auf die Höhe. Etappe hier 82{{nnbsp}}km. '''Empfehlung: Nutzung des Neckarradwegs.''' Die Etappe wird im Folgenden auf dem Neckar-Radweg beschrieben: '''Km 16:''' {{Marker |type=city |wikidata=Q83167| name=Sulz am Neckar}} - Altstadt, Ruine Albeck, Sole-Freizeitbad „susolei“. : ~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Bahn und Landstraße begleiten den Neckar. Der große überregionale Kfz-Verkehr nutzt allerdings die Autobahn A 81a auf der Höhe abseits des Tales. Die [[w:Gäubahn|Gäubahn]] ist trotz ihres teilweise nur einspurigen Querschnitts eine wichtige Fernverbindung zwischen den Ballungsräumen Stuttgart und Zürich. Der Neckarabschnitt zwischen Sulz und Rottenburg wird übrigens als „Neckar-Erlebnistal“ touristisch vermarktet. '''Km 29:''' {{Marker |type=city |wikidata=Q83206| name=Oberndorf am Neckar}} - Wer möchte kann hier direkt am Radwegeine Partie Minigolf spielen (auch Bistro). Am Minigolfplatz liegt ferner der kleine Campingplatz für Radreisende. Wer sich unterwegs selbst verpflegen möchte findet in Obernburg mehrere Lebensmittelmärkte. : ~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Erst kurz vor Rottweil muss man hier auf die Höhe. '''Km 49:''' {{Marker | name = Rottweil | type= town | wikidata = Q82960}} - Altstadt hoch über dem Neckar. Landmarke ist der Aufzugstestturm. Der Turm auf der anderen Talseite besitzt eine Aussichtsplattform (Eintritt). Direkt von der Altstadt startet die Hängebrücke Neckarline (Eintritt). : ~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Ab Rottweil bis zur Neckarquelle in {{Marker | name = [[Schwenningen]] | type= City | wikidata =Q3865}} '''(Km 67)''' gleichauf mit dem Neckartal-Radweg. : ~> Vor Donaueschingen lange Strecke durch die offene Landschaft der {{Marker | name = Baar | type= landscape | wikidata = Q126132}}. '''Km 82:''' {{Marker | name = [[Donaueschingen]] | type= City | wikidata =Q83062 }} - Quelle der [[Donau]]. Schloss und Park. : → Anschluss zum [[Donau-Radweg]], dem angeblich meistbefahrensten Radfernweg Europas ===4. Etappe: Donaueschingen - Radolfzell am Bodensee (rund 65{{nnbsp}}km) === Diese letzte Etappe führt entlang der Donau und über die Schwäbische Alb zum Bodensee. [[Datei:The Baar - View from Fürstenberg.jpg|mini|Auffahrt zum Fürstenberg: Panoramablick auf die Baar.]] [[Bild:View from the Fürstenberg with Hondingen and in the background the Alps.jpg|mini|Ausblick vom Fürstenberg über Hondingen Richtung Alpen. unten im Tal verläuft der HSB.]] '''Km 0:''' '''Donaueschingen''' - Etappenstart :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Vor Fürstenberg verlässt der HSB die Baar. Der kleine Pass (auf 770 m Höhe) hinüber ins Tal der Aitrach besitzt etwa 100 Höhenmeter. '''Km 11:''' {{Marker | name = Fürstenberg | type= city | wikidata = Q1483092}} - Wer mit dem Pedelec unterwegs ist: Dann lohnt ein Abstecher auf den gleichnamigen {{Marker | name = Berg Fürstenberg | type= landscape| wikidata = Q162539}} (918{{nnbsp}}m). Schon während der Auffahrt ergeben sich schöne Talblicke in die Baar. Von oben hat man weitere Rundblicke. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Südlich Fürstenberg gibt es in der Schwäbischen Alb mehrere längere Steigungen. Vom Tal der Aitrach Richtung Tengen müssen weitere 80 Höhenmeter bezwungen werden. '''Km 31:''' {{Marker | name = Tengen | type= city | wikidata = Q520054}} - Hier bestehen Einkehr- und Verpflegungsmöglichkeiten. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Vom Tal der Biber bei {{Marker | name = Büßingen | type= city | wikidata = Q21039476}} geht es Richtung Singen noch einmal etwa 40 Höhenmeter bergauf. :~> Im Hegau vor {{Marker | name = Singen | type= city | wikidata = Q6979}} '''(Km 48)''' rückt die {{Marker | name = [[Hohentwiel|Festung Hohentwiel]] | type= see | wikidata = Q1408898 |url = https://www.festungsruine-hohentwiel.de/}} ins Blickfeld. Von der großen Festungsanlage (Eintritt) ergibt sich ein traumhafter Blick Richtung Bodensee und zu den Schweizer Alpen. '''Km 65:''' {{Marker | name = [[Radolfzell]] | type= City | wikidata =Q16113 }} - Routenende am Bodensee. Es besteht Anschluss an den [[Bodensee-Radweg]]. == Weitere Übernachtungsorte == {{Marker | name = [[Konstanz]] | type= City | wikidata = Q3834}} - erreichbar über den Uferweg bei Allensbach. Ab Donaueschingen ist die 4. Etappe dann rund 87{{nnbsp}}km lang. Konstanz ist ein guter Abschluss der Radreise. Hier kann die [[Insel Mainau]] besucht werden. Auch eine Schiffstour nach [[Merseburg]] ist lohnenswert. Wer möchte kann ab Konstanz den kompletten [[Bodensee-Radweg]] erkunden. == Sicherheit == Die Strecke besitzt einige stärkere Abfahrten. Eine sichere Beherrschung des Fahrrads ist hier wichtig. Auch beim Radwandern kann ein Fahrradhelm die Schwere von Kopfverletzungen bei Stürzen entscheidend mindern. [[Checkliste Ausrüstung auf Radreisen#Fahrradhelm|Weitere Infos zum Helm siehe hier]]. == Weiter geht's == *[[Donau-Radweg]] *[[Rhein-Radweg]] == GPS-Daten == * Streckenverlauf Donau-Bodensee-Radweg von Openstreetmap zum Herunterladen als [https://cycling.waymarkedtrails.org/#route?id=22527&type=relation&map=7.0/48.5219/10.0225 GPX- und KML-Datei auf waymarkedtrails.org]. Es kann die Richtung der GPX-Daten gewählt werden. Ferner kann hier auch ein Höhenprofil eingesehen werden. Achtung: Die Daten des Höhenprofil auf Basis von Openstreetmap sind insbesondere auf weitgehend ebenen Routen mit Vorsicht zu betrachten. Oft ist die Zahl der Höhenmeter hier durch Datenfehler des Höhenmodells bedeutend größer als real auf der Strecke. == Literatur- und Kartenhinweise == * {{Buch|Autor=|Herausgeber=|Titel=Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg: Vom Neckar zum Bodensee, 1:50.000|Ort=|Verlag=Esterbauer|Jahr=2024|Auflage=|Band=|Seiten=|Seitenanzahl=| Reihe = bikeline |ISBN=978-3711102096|Kommentar=|Sprache=|Online= }} == Weblinks == * [https://www.schwarzwald-tourismus.info/erleben/radfahren/tourenrad-und-e-bike/fernradwege/heidelberg-schwarzwald-bodensee-radweg Infos bei schwarzwald-tourismus.info] {{IstIn|Radrouten in Baden-Württemberg}} [[Kategorie:Radwege in Baden-Württemberg]] [[Kategorie:Radrouten in Deutschland gesamt]] {{class-3}} t7t1263g0zh1v2zrh1t9dfnrd5xmxoy 1804851 1804850 2026-09-19T06:28:16Z Dirk Schmidt 15181 /* 1. Etappe: Heidelberg – Pforzheim (etwa 82{{nnbsp}}km) */ 1804851 wikitext text/x-wiki Der '''Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg (HSB)''' ist eine rund 300&#x202F;km lange Radroute, die von [[Heidelberg]] zum [[Bodensee]] führt. Es geht durch den Kraichgau, den östlichen Schwarzwald und über [[Donaueschingen]]. Endpunkt der Route ist [[Radolfzell]]. Die bergige Strecke eignet sich ideal für ein E-Bike bzw. Pedelec. Mit noch Zeit am Bodensee kann man eine Woche einplanen. [[File:Heidelberg schloss koenigsstuhl d schmidt 04 2004.jpg|mini|Frühlingserwachen in Heidelberg: Blick auf die alte Neckarbrücke, Schloss und Königsstuhl (April 2004).]] == Streckenprofil == * '''Länge:''' 303&#x202F;km * '''Ausschilderung:''' vorhanden * '''Steigungen:''' bergig, in Fahrtrichtung Heidelberg zum Bodensee ca. 2400&#x202F; Höhenmeter, mit Routenwahl im Neckartal kann man zwischen Horb und Rottweil einige Höhenmeter einsparen. Ferner bergiger Übergang von der Donau an den Bodensee. * '''Wegzustand:''' gut, oft Asphalt, es gibt allerdings auch einige Bereiche mit Schotterstrecken * '''Verkehrsbelastung:''' gering * '''Geeignetes Fahrrad:''' bergtaugliches Tourenrad oder ein Pedelec * '''Familieneignung:''' durchgehend nein, lokal evtl. gegeben * '''Inlinereignung:''' durchgehend nein, lokal evtl. gegeben [[Datei:Nagolder Viadukt.jpg|mini|Nagoldtal beim Städtchen Nagold. Das Flusstal markiert den Ostrand des Schwarzwaldes. Vorne das [[w:Nagolder Viadukt|Viadukt der Umgehungsstraße]]]] == Hintergrund == Die Radroute darf Stand 2025 den Titel "ADFC-Qualitätsradroute mit 3 von 5 Sternen" tragen. Diese ist eine mittlere Bewertung im strengen Bewertungsverfahren des ADFC. Das Zertifikat wird jeweils für 3 Jahre vergeben. Dann muss sich die Route einer Nachprüfung unterziehen. [https://www.adfc-radtourismus.de/heidelberg-schwarzwald-bodensee-radweg/ Zur Einzelbewertung des ADFC]. [[Datei:Radolfzell Segelhafen (10273154956).jpg|mini|Segelhafen Radolfzell]] == Vorbereitung == {{mapframe| name = blau = Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg. rot = Neckartal-Radweg als Vorzugsvarinate auf der 3. Etappe. Für weitere Anschlüsse die Ebene Radwege per Klick einblenden.}} {{Mapshape|wikidata=Q1769622|type=geoline|stroke=#ff0000|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} <!-- rot = Neckartal-Radweg --> {{Mapshape|wikidata=Q1593987|type=geoline|stroke=#0000ff|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} <!-- blau = Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg --> Es bietet sich an für die Radreise eine Woche einzuplanen. So ist am Ende noch Zeit, ein paar Ziele am Bodensee zu erkunden. Hier im Artikel wird die Route in vier Etappen mit Tagesetappen um die 80{{nnbsp}}km beschrieben. Diese Etappeneinteilung wendet sich an routinierte Radreisende inklusive Pedelecnutzung. Wer eher Einsteiger ist, kann die offizielle gemütlichere Etappenplanung nutzen. Hier sind die Etappen 35 km bis 65 km lang. Aber auch dann ist eine gewisse Grundkondition erforderlich: * 1. Etappe: Heidelberg – Bretten: 62{{nnbsp}}km (70{{nnbsp}}hm) * 2. Etappe Bretten – Calw: 48{{nnbsp}}km (480{{nnbsp}}hm) * 3. Etappe Calw – Horb am Neckar: 48{{nnbsp}}km (620{{nnbsp}}hm) * 4. Etappe Horb am Neckar – Rottweil: 49{{nnbsp}}km (840{{nnbsp}}hm) * 5. Etappe Rottweil – Donaueschingen: 34{{nnbsp}}km (220{{nnbsp}}hm) * 6. Etappe Donaueschingen – Radolfzell: 65{{nnbsp}}km (220{{nnbsp}}hm) Campingplätze siehe auch [https://opencampingmap.org opencampingmap.org]. == Anreise == === Öffentliche Verkehrsmittel === Sowohl Heidelberg, wie Radolfzell bzw. Konstanz sind gut in das Bahnnetz eingebunden. === Fahrrad === Über den Neckartal-Radweg von [[Mannheim]] im Westen oder [[Heilbronn]] im Osten. === Auto === Da es sich um eine längere Streckentour handelt, am besten mit der Bahn anreisen. Bahnverbindungen zurück zum Abstellort des Kfz verlaufen in der Regel über Karlsruhe oder auch Stuttgart. == Streckenbeschreibung mit Etappen und Sehenswürdigkeiten == ===1. Etappe: Heidelberg – Pforzheim (etwa 82{{nnbsp}}km) === '''Km 0:''' {{Marker | name = [[Heidelberg]] | type= City | wikidata =Q2966 |lat = 49.410931|long = 8.706013}}-Altstadt - Etappenstart am Universitätsplatz :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Die erste Etappe führt auf Radwegen entlang der viel befahrenen Speyerer Straße nach Südwesten aus der Stadt aus heraus. Westlich der Autobahn wird es im Waldgebiet {{Marker | name = Schwetzinger Hardt | type= landscape | wikidata = Q1516388| show = symbol}} ruhiger. Hier finden sich teilweise '''Schotterwege'''. Die stark befahrene Bundesstraße 291 wird auf einer {{Marker | name = Radbrücke | name-map = Radbrücke über die stark befahrene Bundesstraße 291 |type= waypoint |group = gold | lat = 49.327220 | long = 8.622047 | image = Bundesstraße_291_im_Hardtwald.jpg}} sicher überquert. '''Km 19:''' {{Marker | name = Abzweig Reillingen |type= waypoint |group = gold | lat = 49.294376| long = 8.582036}} - Knoten verschiedener Radwanderrouten: Fahrradreparaturstation, Infotafel mit Karte. An der Friedhofskapelle findet sich laut Openstreetmap eine öffentliche Toilette (Zugang / Öffnungszeiten sind nicht bekannt). 400 m südlich der Route liegt der [https://wersauer-hof.com/ Wersauer Hof] mit Hotel, Gastronomie und Hofladen. [[File:Zeichen_101_-_Gefahrstelle,_StVO_1970.svg|20px]] Achtung bei Querung der stärker befahrenen Landstraße. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Es geht in die Felder. Die Route führt an der {{Marker | name = Ausgrabungsstätte Burg Wersau | type= see | wikidata = Q1014558 | url =https://burg-wersau.de }} vorbei. Hier ist ein Archäologischer Park geplant. Nächste Station ist das Freizeitzentrum St. Leoner See (Strandbad mit Eintritt). '''Km 23:''' {{Marker | name = [[St. Leon-Rot|St. Leon]] | type= city | wikidata = Q107143346| lat = 49.266611|long = 8.602550}}: Hier abseits der Route: Einkehr- und Verpflegungsmöglichkeiten in der Marktstraße (Gastronomie, Bäcker, Lebensmittelmarkt Edeka). '''Km 46''' {{Marker | name = Bruchsal | type= city | wikidata = Q7059}} mit Schloss. Bruchsal bietet sich zu Mittagspause an. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Südlich Bruchsal geht es hinein ins Hügelland des [[Kraichgau]]. Nach etwa einer Stunde Fahrzeit findet sich das Fachwerkkleinod [[Bretten]]. [[Datei:Bretten - Altstadt - Marktplatz - Marktplatz 2-1, 3 und Marktbrunnen - Ansicht von SSW (1).jpg|mini|Marktplatz Bretten]] '''Km 62:''' {{Marker | name = Bretten | type= city | wikidata = Q495428 }} - Ein Abstecher in die Fachwerkaltstadt zum {{Marker | name = Marktplatz| type= square| lat = 49.036764 | long = 8.707682 | image = Bretten - Altstadt - Marktplatz - Marktplatz 2-1, 3 und Marktbrunnen - Ansicht von SSW (1).jpg| show = symbol}} lohnt. Hier finden sich für die Nachmittagseinkehr entsprechende Möglichkeiten. Am Markt liegt ferner das Museum im {{Marker | name = Melanchthonhaus | type= museum | wikidata = Q1519254 | show = symbol | url = https://www.melanchthon.com}}. [[w:Philipp Melanchthon|Philipp Melanchthon]] war laut Wikipedia „neben Martin Luther der wichtigste kirchenpolitische Akteur und theologische Autor der Wittenberger [[w:Reformation|Reformation]]“. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Südlich Bretten wird es hügelig bzw. leicht bergig. Es geht zuerst auf '''Schotterwegen''' durch den Wald. Später offnet sich ab {{Marker | name = Bauschlott | type= village | wikidata = Q112171695}} die Landschaft. Im Stadtgebiet Pfotzheim findet sich eine steilere Abfahrt ins Enztal. '''Km 83:''' {{Marker | name = [[Pforzheim]] | type= City | wikidata =Q3046 }} - Am Leopoldsplatz ist die City von Pforzheim erreicht. Eine historische Altstadt gibt es aufgrund der Zerstörungen im II. Weltkrieg nicht mehr. ===2. Etappe: Pforzheim – Horb (etwa 80{{nnbsp}}km) === Die Etappe folgt bis zur Kleinstadt Nagold dem Fluss Nagold aufwärts. Ab Nagold gibt es einen bergigen Übergang in das Neckartal. [[Bild:Calw nikolausbruecke.jpg|mini|Nikolausbrücke in Calw]] '''Km 0:''' Etappenbeginn am Leopoldsplatz :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Entlang der Nagold geht es aus Pforzheim heraus. '''Km 6:''' {{Marker | name = Dillweißenstein | type =city| wikidata = Q1225612 }} Steinbogenbrücke über die Nagold. Vom historischen Bauwerk ergibt sich ein schöner FLussblick. Burgruinen Kräheneck und Rabeneck '''Km 13:''' {{Marker | name = Unterreichenbach | type= city | wikidata = Q536333}} '''Km 21:''' {{Marker | name = Bad Liebenzell | type= city | wikidata = Q522349 }} - gemütlicher Kurort, Paracelsusquelle, Thermalbad, Burgruine '''Km 25:''' {{Marker | name = Kloster Hirsau | type= see | wikidata = Q532415}} - Die Ruinen des Klosters liegen etwas abseits des Radwegs. '''Km 28:''' {{Marker | name = Calw | type= city | wikidata = Q487921}} - alte Stadt der Gerber und Holzhändler, historische Altstadt mit viel Fachwerk '''Km 43:''' {{Marker | name = [[Wildberg (Schwarzwald)|Wildberg]] | type =city| wikidata = Q264503 }}: Die Stadt liegt auf einem "Umlaufberg" in einer Schleife der Nagold. Sehenswert sind der Hexenturm und das alte Rathaus. '''Km 56:'''{{Marker | name = Nagold | type =city| wikidata = Q26344 }} gemütliche mittelalterliche Altstadt mit Fachwerkbauten, Ruine Hohennagold, der Alte Turm. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> bergiger Übergang aus dem Tal der Nagold in das Neckartal. Teilweise werden hier ruhigere Landstraßen genutzt. Steile Abfahrt hinunter in die Altstadt von Horb. '''Km 76:'''{{Marker | name = [[Horb am Neckar]] | type= City | wikidata =Q82690 }} - Die Etappenstadt besitzt eine gemütliche Altstadt mit Fachwerkhäusern, sehenswert sind Reste der Stadtmauer. Anschluss an den [[Neckartal-Weg|Neckartal-Radweg]]. [[Datei:Horb am Neckar 002.JPG|mini|Blick auf Horb am Neckar]] ===3. Etappe: Horb - Donaueschingen (82{{nnbsp}}km) === Zwischen Horb und Rottweil hat man die Wahl: '''Km 0:''' Etappenbeginn Horb in der Altstadt *'''1. Panoramaroute des HSB östlich über dem Neckartal:''' Hier gibt es teilweise weite Blicke ins land, aber es summieren sich die Höhenmeter. Ferner fährt man zum Teil im Lärmbereich der Autobahn. Höhe Rottweil führt der HSB östlich an der Altstadt vorbei. *'''2. Neckarradweg im Flusstal des Neckar:''' Ebene Strecke bzw. nur vereinzelt hügelige Strecke. Hier kommt man an ein paar sehenswerten Orten vorbei. Erst kurz vor Rottweil muss man hier auf die Höhe. Etappe hier 82{{nnbsp}}km. '''Empfehlung: Nutzung des Neckarradwegs.''' Die Etappe wird im Folgenden auf dem Neckar-Radweg beschrieben: '''Km 16:''' {{Marker |type=city |wikidata=Q83167| name=Sulz am Neckar}} - Altstadt, Ruine Albeck, Sole-Freizeitbad „susolei“. : ~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Bahn und Landstraße begleiten den Neckar. Der große überregionale Kfz-Verkehr nutzt allerdings die Autobahn A 81a auf der Höhe abseits des Tales. Die [[w:Gäubahn|Gäubahn]] ist trotz ihres teilweise nur einspurigen Querschnitts eine wichtige Fernverbindung zwischen den Ballungsräumen Stuttgart und Zürich. Der Neckarabschnitt zwischen Sulz und Rottenburg wird übrigens als „Neckar-Erlebnistal“ touristisch vermarktet. '''Km 29:''' {{Marker |type=city |wikidata=Q83206| name=Oberndorf am Neckar}} - Wer möchte kann hier direkt am Radwegeine Partie Minigolf spielen (auch Bistro). Am Minigolfplatz liegt ferner der kleine Campingplatz für Radreisende. Wer sich unterwegs selbst verpflegen möchte findet in Obernburg mehrere Lebensmittelmärkte. : ~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Erst kurz vor Rottweil muss man hier auf die Höhe. '''Km 49:''' {{Marker | name = Rottweil | type= town | wikidata = Q82960}} - Altstadt hoch über dem Neckar. Landmarke ist der Aufzugstestturm. Der Turm auf der anderen Talseite besitzt eine Aussichtsplattform (Eintritt). Direkt von der Altstadt startet die Hängebrücke Neckarline (Eintritt). : ~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Ab Rottweil bis zur Neckarquelle in {{Marker | name = [[Schwenningen]] | type= City | wikidata =Q3865}} '''(Km 67)''' gleichauf mit dem Neckartal-Radweg. : ~> Vor Donaueschingen lange Strecke durch die offene Landschaft der {{Marker | name = Baar | type= landscape | wikidata = Q126132}}. '''Km 82:''' {{Marker | name = [[Donaueschingen]] | type= City | wikidata =Q83062 }} - Quelle der [[Donau]]. Schloss und Park. : → Anschluss zum [[Donau-Radweg]], dem angeblich meistbefahrensten Radfernweg Europas ===4. Etappe: Donaueschingen - Radolfzell am Bodensee (rund 65{{nnbsp}}km) === Diese letzte Etappe führt entlang der Donau und über die Schwäbische Alb zum Bodensee. [[Datei:The Baar - View from Fürstenberg.jpg|mini|Auffahrt zum Fürstenberg: Panoramablick auf die Baar.]] [[Bild:View from the Fürstenberg with Hondingen and in the background the Alps.jpg|mini|Ausblick vom Fürstenberg über Hondingen Richtung Alpen. unten im Tal verläuft der HSB.]] '''Km 0:''' '''Donaueschingen''' - Etappenstart :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Vor Fürstenberg verlässt der HSB die Baar. Der kleine Pass (auf 770 m Höhe) hinüber ins Tal der Aitrach besitzt etwa 100 Höhenmeter. '''Km 11:''' {{Marker | name = Fürstenberg | type= city | wikidata = Q1483092}} - Wer mit dem Pedelec unterwegs ist: Dann lohnt ein Abstecher auf den gleichnamigen {{Marker | name = Berg Fürstenberg | type= landscape| wikidata = Q162539}} (918{{nnbsp}}m). Schon während der Auffahrt ergeben sich schöne Talblicke in die Baar. Von oben hat man weitere Rundblicke. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Südlich Fürstenberg gibt es in der Schwäbischen Alb mehrere längere Steigungen. Vom Tal der Aitrach Richtung Tengen müssen weitere 80 Höhenmeter bezwungen werden. '''Km 31:''' {{Marker | name = Tengen | type= city | wikidata = Q520054}} - Hier bestehen Einkehr- und Verpflegungsmöglichkeiten. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Vom Tal der Biber bei {{Marker | name = Büßingen | type= city | wikidata = Q21039476}} geht es Richtung Singen noch einmal etwa 40 Höhenmeter bergauf. :~> Im Hegau vor {{Marker | name = Singen | type= city | wikidata = Q6979}} '''(Km 48)''' rückt die {{Marker | name = [[Hohentwiel|Festung Hohentwiel]] | type= see | wikidata = Q1408898 |url = https://www.festungsruine-hohentwiel.de/}} ins Blickfeld. Von der großen Festungsanlage (Eintritt) ergibt sich ein traumhafter Blick Richtung Bodensee und zu den Schweizer Alpen. '''Km 65:''' {{Marker | name = [[Radolfzell]] | type= City | wikidata =Q16113 }} - Routenende am Bodensee. Es besteht Anschluss an den [[Bodensee-Radweg]]. == Weitere Übernachtungsorte == {{Marker | name = [[Konstanz]] | type= City | wikidata = Q3834}} - erreichbar über den Uferweg bei Allensbach. Ab Donaueschingen ist die 4. Etappe dann rund 87{{nnbsp}}km lang. Konstanz ist ein guter Abschluss der Radreise. Hier kann die [[Insel Mainau]] besucht werden. Auch eine Schiffstour nach [[Merseburg]] ist lohnenswert. Wer möchte kann ab Konstanz den kompletten [[Bodensee-Radweg]] erkunden. == Sicherheit == Die Strecke besitzt einige stärkere Abfahrten. Eine sichere Beherrschung des Fahrrads ist hier wichtig. Auch beim Radwandern kann ein Fahrradhelm die Schwere von Kopfverletzungen bei Stürzen entscheidend mindern. [[Checkliste Ausrüstung auf Radreisen#Fahrradhelm|Weitere Infos zum Helm siehe hier]]. == Weiter geht's == *[[Donau-Radweg]] *[[Rhein-Radweg]] == GPS-Daten == * Streckenverlauf Donau-Bodensee-Radweg von Openstreetmap zum Herunterladen als [https://cycling.waymarkedtrails.org/#route?id=22527&type=relation&map=7.0/48.5219/10.0225 GPX- und KML-Datei auf waymarkedtrails.org]. Es kann die Richtung der GPX-Daten gewählt werden. Ferner kann hier auch ein Höhenprofil eingesehen werden. Achtung: Die Daten des Höhenprofil auf Basis von Openstreetmap sind insbesondere auf weitgehend ebenen Routen mit Vorsicht zu betrachten. Oft ist die Zahl der Höhenmeter hier durch Datenfehler des Höhenmodells bedeutend größer als real auf der Strecke. == Literatur- und Kartenhinweise == * {{Buch|Autor=|Herausgeber=|Titel=Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg: Vom Neckar zum Bodensee, 1:50.000|Ort=|Verlag=Esterbauer|Jahr=2024|Auflage=|Band=|Seiten=|Seitenanzahl=| Reihe = bikeline |ISBN=978-3711102096|Kommentar=|Sprache=|Online= }} == Weblinks == * [https://www.schwarzwald-tourismus.info/erleben/radfahren/tourenrad-und-e-bike/fernradwege/heidelberg-schwarzwald-bodensee-radweg Infos bei schwarzwald-tourismus.info] {{IstIn|Radrouten in Baden-Württemberg}} [[Kategorie:Radwege in Baden-Württemberg]] [[Kategorie:Radrouten in Deutschland gesamt]] {{class-3}} fe12o63zl42dxjj7qvah3lo6kjxub6u 1804852 1804851 2026-09-19T07:03:59Z Dirk Schmidt 15181 /* Vorbereitung */ 1804852 wikitext text/x-wiki Der '''Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg (HSB)''' ist eine rund 300&#x202F;km lange Radroute, die von [[Heidelberg]] zum [[Bodensee]] führt. Es geht durch den Kraichgau, den östlichen Schwarzwald und über [[Donaueschingen]]. Endpunkt der Route ist [[Radolfzell]]. Die bergige Strecke eignet sich ideal für ein E-Bike bzw. Pedelec. Mit noch Zeit am Bodensee kann man eine Woche einplanen. [[File:Heidelberg schloss koenigsstuhl d schmidt 04 2004.jpg|mini|Frühlingserwachen in Heidelberg: Blick auf die alte Neckarbrücke, Schloss und Königsstuhl (April 2004).]] == Streckenprofil == * '''Länge:''' 303&#x202F;km * '''Ausschilderung:''' vorhanden * '''Steigungen:''' bergig, in Fahrtrichtung Heidelberg zum Bodensee ca. 2400&#x202F; Höhenmeter, mit Routenwahl im Neckartal kann man zwischen Horb und Rottweil einige Höhenmeter einsparen. Ferner bergiger Übergang von der Donau an den Bodensee. * '''Wegzustand:''' gut, oft Asphalt, es gibt allerdings auch einige Bereiche mit Schotterstrecken * '''Verkehrsbelastung:''' gering * '''Geeignetes Fahrrad:''' bergtaugliches Tourenrad oder ein Pedelec * '''Familieneignung:''' durchgehend nein, lokal evtl. gegeben * '''Inlinereignung:''' durchgehend nein, lokal evtl. gegeben [[Datei:Nagolder Viadukt.jpg|mini|Nagoldtal beim Städtchen Nagold. Das Flusstal markiert den Ostrand des Schwarzwaldes. Vorne das [[w:Nagolder Viadukt|Viadukt der Umgehungsstraße]]]] == Hintergrund == Die Radroute darf Stand 2025 den Titel "ADFC-Qualitätsradroute mit 3 von 5 Sternen" tragen. Diese ist eine mittlere Bewertung im strengen Bewertungsverfahren des ADFC. Das Zertifikat wird jeweils für 3 Jahre vergeben. Dann muss sich die Route einer Nachprüfung unterziehen. [https://www.adfc-radtourismus.de/heidelberg-schwarzwald-bodensee-radweg/ Zur Einzelbewertung des ADFC]. [[Datei:Radolfzell Segelhafen (10273154956).jpg|mini|Segelhafen Radolfzell]] == Vorbereitung == {{mapframe| name = blau = Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg. rot = Neckartal-Radweg als Vorzugsvariante auf der 3. Etappe. Für weitere Anschlüsse die Ebene Radwege per Klick einblenden.}} <!-- Reihenfolge in dieser Liste so richtig für korrekte Überlagerung der Linien: blau = Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg liegt oben) --> {{Mapshape|wikidata=Q1769622|type=geoline|stroke=#ff0000|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} <!-- rot = Neckartal-Radweg --> {{Mapshape|wikidata=Q889682|type=geoline|stroke=#00ff00|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} <!-- grün = Bodensee-Radweg --> {{Mapshape|wikidata=Q1593987|type=geoline|stroke=#0000ff|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} <!-- blau = Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg --> Es bietet sich an für die Radreise eine Woche einzuplanen. So ist am Ende noch Zeit, ein paar Ziele am Bodensee zu erkunden. Hier im Artikel wird die Route in vier Etappen mit Tagesetappen um die 80{{nnbsp}}km beschrieben. Diese Etappeneinteilung wendet sich an routinierte Radreisende inklusive Pedelecnutzung. Wer eher Einsteiger ist, kann die offizielle gemütlichere Etappenplanung nutzen. Hier sind die Etappen 35 km bis 65 km lang. Aber auch dann ist eine gewisse Grundkondition erforderlich: * 1. Etappe: Heidelberg – Bretten: 62{{nnbsp}}km (70{{nnbsp}}hm) * 2. Etappe Bretten – Calw: 48{{nnbsp}}km (480{{nnbsp}}hm) * 3. Etappe Calw – Horb am Neckar: 48{{nnbsp}}km (620{{nnbsp}}hm) * 4. Etappe Horb am Neckar – Rottweil: 49{{nnbsp}}km (840{{nnbsp}}hm) * 5. Etappe Rottweil – Donaueschingen: 34{{nnbsp}}km (220{{nnbsp}}hm) * 6. Etappe Donaueschingen – Radolfzell: 65{{nnbsp}}km (220{{nnbsp}}hm) Campingplätze siehe auch [https://opencampingmap.org opencampingmap.org]. == Anreise == === Öffentliche Verkehrsmittel === Sowohl Heidelberg, wie Radolfzell bzw. Konstanz sind gut in das Bahnnetz eingebunden. === Fahrrad === Über den Neckartal-Radweg von [[Mannheim]] im Westen oder [[Heilbronn]] im Osten. === Auto === Da es sich um eine längere Streckentour handelt, am besten mit der Bahn anreisen. Bahnverbindungen zurück zum Abstellort des Kfz verlaufen in der Regel über Karlsruhe oder auch Stuttgart. == Streckenbeschreibung mit Etappen und Sehenswürdigkeiten == ===1. Etappe: Heidelberg – Pforzheim (etwa 82{{nnbsp}}km) === '''Km 0:''' {{Marker | name = [[Heidelberg]] | type= City | wikidata =Q2966 |lat = 49.410931|long = 8.706013}}-Altstadt - Etappenstart am Universitätsplatz :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Die erste Etappe führt auf Radwegen entlang der viel befahrenen Speyerer Straße nach Südwesten aus der Stadt aus heraus. Westlich der Autobahn wird es im Waldgebiet {{Marker | name = Schwetzinger Hardt | type= landscape | wikidata = Q1516388| show = symbol}} ruhiger. Hier finden sich teilweise '''Schotterwege'''. Die stark befahrene Bundesstraße 291 wird auf einer {{Marker | name = Radbrücke | name-map = Radbrücke über die stark befahrene Bundesstraße 291 |type= waypoint |group = gold | lat = 49.327220 | long = 8.622047 | image = Bundesstraße_291_im_Hardtwald.jpg}} sicher überquert. '''Km 19:''' {{Marker | name = Abzweig Reillingen |type= waypoint |group = gold | lat = 49.294376| long = 8.582036}} - Knoten verschiedener Radwanderrouten: Fahrradreparaturstation, Infotafel mit Karte. An der Friedhofskapelle findet sich laut Openstreetmap eine öffentliche Toilette (Zugang / Öffnungszeiten sind nicht bekannt). 400 m südlich der Route liegt der [https://wersauer-hof.com/ Wersauer Hof] mit Hotel, Gastronomie und Hofladen. [[File:Zeichen_101_-_Gefahrstelle,_StVO_1970.svg|20px]] Achtung bei Querung der stärker befahrenen Landstraße. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Es geht in die Felder. Die Route führt an der {{Marker | name = Ausgrabungsstätte Burg Wersau | type= see | wikidata = Q1014558 | url =https://burg-wersau.de }} vorbei. Hier ist ein Archäologischer Park geplant. Nächste Station ist das Freizeitzentrum St. Leoner See (Strandbad mit Eintritt). '''Km 23:''' {{Marker | name = [[St. Leon-Rot|St. Leon]] | type= city | wikidata = Q107143346| lat = 49.266611|long = 8.602550}}: Hier abseits der Route: Einkehr- und Verpflegungsmöglichkeiten in der Marktstraße (Gastronomie, Bäcker, Lebensmittelmarkt Edeka). '''Km 46''' {{Marker | name = Bruchsal | type= city | wikidata = Q7059}} mit Schloss. Bruchsal bietet sich zu Mittagspause an. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Südlich Bruchsal geht es hinein ins Hügelland des [[Kraichgau]]. Nach etwa einer Stunde Fahrzeit findet sich das Fachwerkkleinod [[Bretten]]. [[Datei:Bretten - Altstadt - Marktplatz - Marktplatz 2-1, 3 und Marktbrunnen - Ansicht von SSW (1).jpg|mini|Marktplatz Bretten]] '''Km 62:''' {{Marker | name = Bretten | type= city | wikidata = Q495428 }} - Ein Abstecher in die Fachwerkaltstadt zum {{Marker | name = Marktplatz| type= square| lat = 49.036764 | long = 8.707682 | image = Bretten - Altstadt - Marktplatz - Marktplatz 2-1, 3 und Marktbrunnen - Ansicht von SSW (1).jpg| show = symbol}} lohnt. Hier finden sich für die Nachmittagseinkehr entsprechende Möglichkeiten. Am Markt liegt ferner das Museum im {{Marker | name = Melanchthonhaus | type= museum | wikidata = Q1519254 | show = symbol | url = https://www.melanchthon.com}}. [[w:Philipp Melanchthon|Philipp Melanchthon]] war laut Wikipedia „neben Martin Luther der wichtigste kirchenpolitische Akteur und theologische Autor der Wittenberger [[w:Reformation|Reformation]]“. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Südlich Bretten wird es hügelig bzw. leicht bergig. Es geht zuerst auf '''Schotterwegen''' durch den Wald. Später offnet sich ab {{Marker | name = Bauschlott | type= village | wikidata = Q112171695}} die Landschaft. Im Stadtgebiet Pfotzheim findet sich eine steilere Abfahrt ins Enztal. '''Km 83:''' {{Marker | name = [[Pforzheim]] | type= City | wikidata =Q3046 }} - Am Leopoldsplatz ist die City von Pforzheim erreicht. Eine historische Altstadt gibt es aufgrund der Zerstörungen im II. Weltkrieg nicht mehr. ===2. Etappe: Pforzheim – Horb (etwa 80{{nnbsp}}km) === Die Etappe folgt bis zur Kleinstadt Nagold dem Fluss Nagold aufwärts. Ab Nagold gibt es einen bergigen Übergang in das Neckartal. [[Bild:Calw nikolausbruecke.jpg|mini|Nikolausbrücke in Calw]] '''Km 0:''' Etappenbeginn am Leopoldsplatz :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Entlang der Nagold geht es aus Pforzheim heraus. '''Km 6:''' {{Marker | name = Dillweißenstein | type =city| wikidata = Q1225612 }} Steinbogenbrücke über die Nagold. Vom historischen Bauwerk ergibt sich ein schöner FLussblick. Burgruinen Kräheneck und Rabeneck '''Km 13:''' {{Marker | name = Unterreichenbach | type= city | wikidata = Q536333}} '''Km 21:''' {{Marker | name = Bad Liebenzell | type= city | wikidata = Q522349 }} - gemütlicher Kurort, Paracelsusquelle, Thermalbad, Burgruine '''Km 25:''' {{Marker | name = Kloster Hirsau | type= see | wikidata = Q532415}} - Die Ruinen des Klosters liegen etwas abseits des Radwegs. '''Km 28:''' {{Marker | name = Calw | type= city | wikidata = Q487921}} - alte Stadt der Gerber und Holzhändler, historische Altstadt mit viel Fachwerk '''Km 43:''' {{Marker | name = [[Wildberg (Schwarzwald)|Wildberg]] | type =city| wikidata = Q264503 }}: Die Stadt liegt auf einem "Umlaufberg" in einer Schleife der Nagold. Sehenswert sind der Hexenturm und das alte Rathaus. '''Km 56:'''{{Marker | name = Nagold | type =city| wikidata = Q26344 }} gemütliche mittelalterliche Altstadt mit Fachwerkbauten, Ruine Hohennagold, der Alte Turm. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> bergiger Übergang aus dem Tal der Nagold in das Neckartal. Teilweise werden hier ruhigere Landstraßen genutzt. Steile Abfahrt hinunter in die Altstadt von Horb. '''Km 76:'''{{Marker | name = [[Horb am Neckar]] | type= City | wikidata =Q82690 }} - Die Etappenstadt besitzt eine gemütliche Altstadt mit Fachwerkhäusern, sehenswert sind Reste der Stadtmauer. Anschluss an den [[Neckartal-Weg|Neckartal-Radweg]]. [[Datei:Horb am Neckar 002.JPG|mini|Blick auf Horb am Neckar]] ===3. Etappe: Horb - Donaueschingen (82{{nnbsp}}km) === Zwischen Horb und Rottweil hat man die Wahl: '''Km 0:''' Etappenbeginn Horb in der Altstadt *'''1. Panoramaroute des HSB östlich über dem Neckartal:''' Hier gibt es teilweise weite Blicke ins land, aber es summieren sich die Höhenmeter. Ferner fährt man zum Teil im Lärmbereich der Autobahn. Höhe Rottweil führt der HSB östlich an der Altstadt vorbei. *'''2. Neckarradweg im Flusstal des Neckar:''' Ebene Strecke bzw. nur vereinzelt hügelige Strecke. Hier kommt man an ein paar sehenswerten Orten vorbei. Erst kurz vor Rottweil muss man hier auf die Höhe. Etappe hier 82{{nnbsp}}km. '''Empfehlung: Nutzung des Neckarradwegs.''' Die Etappe wird im Folgenden auf dem Neckar-Radweg beschrieben: '''Km 16:''' {{Marker |type=city |wikidata=Q83167| name=Sulz am Neckar}} - Altstadt, Ruine Albeck, Sole-Freizeitbad „susolei“. : ~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Bahn und Landstraße begleiten den Neckar. Der große überregionale Kfz-Verkehr nutzt allerdings die Autobahn A 81a auf der Höhe abseits des Tales. Die [[w:Gäubahn|Gäubahn]] ist trotz ihres teilweise nur einspurigen Querschnitts eine wichtige Fernverbindung zwischen den Ballungsräumen Stuttgart und Zürich. Der Neckarabschnitt zwischen Sulz und Rottenburg wird übrigens als „Neckar-Erlebnistal“ touristisch vermarktet. '''Km 29:''' {{Marker |type=city |wikidata=Q83206| name=Oberndorf am Neckar}} - Wer möchte kann hier direkt am Radwegeine Partie Minigolf spielen (auch Bistro). Am Minigolfplatz liegt ferner der kleine Campingplatz für Radreisende. Wer sich unterwegs selbst verpflegen möchte findet in Obernburg mehrere Lebensmittelmärkte. : ~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Erst kurz vor Rottweil muss man hier auf die Höhe. '''Km 49:''' {{Marker | name = Rottweil | type= town | wikidata = Q82960}} - Altstadt hoch über dem Neckar. Landmarke ist der Aufzugstestturm. Der Turm auf der anderen Talseite besitzt eine Aussichtsplattform (Eintritt). Direkt von der Altstadt startet die Hängebrücke Neckarline (Eintritt). : ~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Ab Rottweil bis zur Neckarquelle in {{Marker | name = [[Schwenningen]] | type= City | wikidata =Q3865}} '''(Km 67)''' gleichauf mit dem Neckartal-Radweg. : ~> Vor Donaueschingen lange Strecke durch die offene Landschaft der {{Marker | name = Baar | type= landscape | wikidata = Q126132}}. '''Km 82:''' {{Marker | name = [[Donaueschingen]] | type= City | wikidata =Q83062 }} - Quelle der [[Donau]]. Schloss und Park. : → Anschluss zum [[Donau-Radweg]], dem angeblich meistbefahrensten Radfernweg Europas ===4. Etappe: Donaueschingen - Radolfzell am Bodensee (rund 65{{nnbsp}}km) === Diese letzte Etappe führt entlang der Donau und über die Schwäbische Alb zum Bodensee. [[Datei:The Baar - View from Fürstenberg.jpg|mini|Auffahrt zum Fürstenberg: Panoramablick auf die Baar.]] [[Bild:View from the Fürstenberg with Hondingen and in the background the Alps.jpg|mini|Ausblick vom Fürstenberg über Hondingen Richtung Alpen. unten im Tal verläuft der HSB.]] '''Km 0:''' '''Donaueschingen''' - Etappenstart :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Vor Fürstenberg verlässt der HSB die Baar. Der kleine Pass (auf 770 m Höhe) hinüber ins Tal der Aitrach besitzt etwa 100 Höhenmeter. '''Km 11:''' {{Marker | name = Fürstenberg | type= city | wikidata = Q1483092}} - Wer mit dem Pedelec unterwegs ist: Dann lohnt ein Abstecher auf den gleichnamigen {{Marker | name = Berg Fürstenberg | type= landscape| wikidata = Q162539}} (918{{nnbsp}}m). Schon während der Auffahrt ergeben sich schöne Talblicke in die Baar. Von oben hat man weitere Rundblicke. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Südlich Fürstenberg gibt es in der Schwäbischen Alb mehrere längere Steigungen. Vom Tal der Aitrach Richtung Tengen müssen weitere 80 Höhenmeter bezwungen werden. '''Km 31:''' {{Marker | name = Tengen | type= city | wikidata = Q520054}} - Hier bestehen Einkehr- und Verpflegungsmöglichkeiten. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Vom Tal der Biber bei {{Marker | name = Büßingen | type= city | wikidata = Q21039476}} geht es Richtung Singen noch einmal etwa 40 Höhenmeter bergauf. :~> Im Hegau vor {{Marker | name = Singen | type= city | wikidata = Q6979}} '''(Km 48)''' rückt die {{Marker | name = [[Hohentwiel|Festung Hohentwiel]] | type= see | wikidata = Q1408898 |url = https://www.festungsruine-hohentwiel.de/}} ins Blickfeld. Von der großen Festungsanlage (Eintritt) ergibt sich ein traumhafter Blick Richtung Bodensee und zu den Schweizer Alpen. '''Km 65:''' {{Marker | name = [[Radolfzell]] | type= City | wikidata =Q16113 }} - Routenende am Bodensee. Es besteht Anschluss an den [[Bodensee-Radweg]]. == Weitere Übernachtungsorte == {{Marker | name = [[Konstanz]] | type= City | wikidata = Q3834}} - erreichbar über den Uferweg bei Allensbach. Ab Donaueschingen ist die 4. Etappe dann rund 87{{nnbsp}}km lang. Konstanz ist ein guter Abschluss der Radreise. Hier kann die [[Insel Mainau]] besucht werden. Auch eine Schiffstour nach [[Merseburg]] ist lohnenswert. Wer möchte kann ab Konstanz den kompletten [[Bodensee-Radweg]] erkunden. == Sicherheit == Die Strecke besitzt einige stärkere Abfahrten. Eine sichere Beherrschung des Fahrrads ist hier wichtig. Auch beim Radwandern kann ein Fahrradhelm die Schwere von Kopfverletzungen bei Stürzen entscheidend mindern. [[Checkliste Ausrüstung auf Radreisen#Fahrradhelm|Weitere Infos zum Helm siehe hier]]. == Weiter geht's == *[[Donau-Radweg]] *[[Rhein-Radweg]] == GPS-Daten == * Streckenverlauf Donau-Bodensee-Radweg von Openstreetmap zum Herunterladen als [https://cycling.waymarkedtrails.org/#route?id=22527&type=relation&map=7.0/48.5219/10.0225 GPX- und KML-Datei auf waymarkedtrails.org]. Es kann die Richtung der GPX-Daten gewählt werden. Ferner kann hier auch ein Höhenprofil eingesehen werden. Achtung: Die Daten des Höhenprofil auf Basis von Openstreetmap sind insbesondere auf weitgehend ebenen Routen mit Vorsicht zu betrachten. Oft ist die Zahl der Höhenmeter hier durch Datenfehler des Höhenmodells bedeutend größer als real auf der Strecke. == Literatur- und Kartenhinweise == * {{Buch|Autor=|Herausgeber=|Titel=Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg: Vom Neckar zum Bodensee, 1:50.000|Ort=|Verlag=Esterbauer|Jahr=2024|Auflage=|Band=|Seiten=|Seitenanzahl=| Reihe = bikeline |ISBN=978-3711102096|Kommentar=|Sprache=|Online= }} == Weblinks == * [https://www.schwarzwald-tourismus.info/erleben/radfahren/tourenrad-und-e-bike/fernradwege/heidelberg-schwarzwald-bodensee-radweg Infos bei schwarzwald-tourismus.info] {{IstIn|Radrouten in Baden-Württemberg}} [[Kategorie:Radwege in Baden-Württemberg]] [[Kategorie:Radrouten in Deutschland gesamt]] {{class-3}} 51m8ihowsllbuoiy8m4ae53bfzqbe0a 1804855 1804852 2026-09-19T07:30:19Z Dirk Schmidt 15181 /* 1. Etappe: Heidelberg – Pforzheim (etwa 82{{nnbsp}}km) */ 1804855 wikitext text/x-wiki Der '''Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg (HSB)''' ist eine rund 300&#x202F;km lange Radroute, die von [[Heidelberg]] zum [[Bodensee]] führt. Es geht durch den Kraichgau, den östlichen Schwarzwald und über [[Donaueschingen]]. Endpunkt der Route ist [[Radolfzell]]. Die bergige Strecke eignet sich ideal für ein E-Bike bzw. Pedelec. Mit noch Zeit am Bodensee kann man eine Woche einplanen. [[File:Heidelberg schloss koenigsstuhl d schmidt 04 2004.jpg|mini|Frühlingserwachen in Heidelberg: Blick auf die alte Neckarbrücke, Schloss und Königsstuhl (April 2004).]] == Streckenprofil == * '''Länge:''' 303&#x202F;km * '''Ausschilderung:''' vorhanden * '''Steigungen:''' bergig, in Fahrtrichtung Heidelberg zum Bodensee ca. 2400&#x202F; Höhenmeter, mit Routenwahl im Neckartal kann man zwischen Horb und Rottweil einige Höhenmeter einsparen. Ferner bergiger Übergang von der Donau an den Bodensee. * '''Wegzustand:''' gut, oft Asphalt, es gibt allerdings auch einige Bereiche mit Schotterstrecken * '''Verkehrsbelastung:''' gering * '''Geeignetes Fahrrad:''' bergtaugliches Tourenrad oder ein Pedelec * '''Familieneignung:''' durchgehend nein, lokal evtl. gegeben * '''Inlinereignung:''' durchgehend nein, lokal evtl. gegeben [[Datei:Nagolder Viadukt.jpg|mini|Nagoldtal beim Städtchen Nagold. Das Flusstal markiert den Ostrand des Schwarzwaldes. Vorne das [[w:Nagolder Viadukt|Viadukt der Umgehungsstraße]]]] == Hintergrund == Die Radroute darf Stand 2025 den Titel "ADFC-Qualitätsradroute mit 3 von 5 Sternen" tragen. Diese ist eine mittlere Bewertung im strengen Bewertungsverfahren des ADFC. Das Zertifikat wird jeweils für 3 Jahre vergeben. Dann muss sich die Route einer Nachprüfung unterziehen. [https://www.adfc-radtourismus.de/heidelberg-schwarzwald-bodensee-radweg/ Zur Einzelbewertung des ADFC]. [[Datei:Radolfzell Segelhafen (10273154956).jpg|mini|Segelhafen Radolfzell]] == Vorbereitung == {{mapframe| name = blau = Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg. rot = Neckartal-Radweg als Vorzugsvariante auf der 3. Etappe. Für weitere Anschlüsse die Ebene Radwege per Klick einblenden.}} <!-- Reihenfolge in dieser Liste so richtig für korrekte Überlagerung der Linien: blau = Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg liegt oben) --> {{Mapshape|wikidata=Q1769622|type=geoline|stroke=#ff0000|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} <!-- rot = Neckartal-Radweg --> {{Mapshape|wikidata=Q889682|type=geoline|stroke=#00ff00|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} <!-- grün = Bodensee-Radweg --> {{Mapshape|wikidata=Q1593987|type=geoline|stroke=#0000ff|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} <!-- blau = Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg --> Es bietet sich an für die Radreise eine Woche einzuplanen. So ist am Ende noch Zeit, ein paar Ziele am Bodensee zu erkunden. Hier im Artikel wird die Route in vier Etappen mit Tagesetappen um die 80{{nnbsp}}km beschrieben. Diese Etappeneinteilung wendet sich an routinierte Radreisende inklusive Pedelecnutzung. Wer eher Einsteiger ist, kann die offizielle gemütlichere Etappenplanung nutzen. Hier sind die Etappen 35 km bis 65 km lang. Aber auch dann ist eine gewisse Grundkondition erforderlich: * 1. Etappe: Heidelberg – Bretten: 62{{nnbsp}}km (70{{nnbsp}}hm) * 2. Etappe Bretten – Calw: 48{{nnbsp}}km (480{{nnbsp}}hm) * 3. Etappe Calw – Horb am Neckar: 48{{nnbsp}}km (620{{nnbsp}}hm) * 4. Etappe Horb am Neckar – Rottweil: 49{{nnbsp}}km (840{{nnbsp}}hm) * 5. Etappe Rottweil – Donaueschingen: 34{{nnbsp}}km (220{{nnbsp}}hm) * 6. Etappe Donaueschingen – Radolfzell: 65{{nnbsp}}km (220{{nnbsp}}hm) Campingplätze siehe auch [https://opencampingmap.org opencampingmap.org]. == Anreise == === Öffentliche Verkehrsmittel === Sowohl Heidelberg, wie Radolfzell bzw. Konstanz sind gut in das Bahnnetz eingebunden. === Fahrrad === Über den Neckartal-Radweg von [[Mannheim]] im Westen oder [[Heilbronn]] im Osten. === Auto === Da es sich um eine längere Streckentour handelt, am besten mit der Bahn anreisen. Bahnverbindungen zurück zum Abstellort des Kfz verlaufen in der Regel über Karlsruhe oder auch Stuttgart. == Streckenbeschreibung mit Etappen und Sehenswürdigkeiten == ===1. Etappe: Heidelberg – Pforzheim (etwa 82{{nnbsp}}km) === '''Km 0:''' {{Marker | name = [[Heidelberg]] | type= City | wikidata =Q2966 |lat = 49.410931|long = 8.706013}}-Altstadt - Etappenstart am Universitätsplatz :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Die erste Etappe führt auf Radwegen entlang der viel befahrenen Speyerer Straße nach Südwesten aus der Stadt aus heraus. Westlich der Autobahn wird es im Waldgebiet {{Marker | name = Schwetzinger Hardt | type= landscape | wikidata = Q1516388| show = symbol}} ruhiger. Hier finden sich teilweise '''Schotterwege'''. Die stark befahrene Bundesstraße 291 wird auf einer {{Marker | name = Radbrücke | name-map = Radbrücke über die stark befahrene Bundesstraße 291 |type= waypoint |group = gold | lat = 49.327220 | long = 8.622047 | image = Bundesstraße_291_im_Hardtwald.jpg}} sicher überquert. '''Km 19:''' {{Marker | name = Abzweig Reillingen |type= waypoint |group = gold | lat = 49.294376| long = 8.582036}} - Knoten verschiedener Radwanderrouten: Fahrradreparaturstation, Infotafel mit Karte. An der Friedhofskapelle findet sich laut Openstreetmap eine öffentliche Toilette (Zugang / Öffnungszeiten sind nicht bekannt). 400 m südlich der Route liegt der [https://wersauer-hof.com/ Wersauer Hof] mit Hotel, Gastronomie und Hofladen. [[File:Zeichen_101_-_Gefahrstelle,_StVO_1970.svg|20px]] Achtung bei Querung der stärker befahrenen Landstraße. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Es geht in die Felder. Die Route führt an der {{Marker | name = Ausgrabungsstätte Burg Wersau | type= see | wikidata = Q1014558 | url =https://burg-wersau.de }} vorbei. Hier ist ein Archäologischer Park geplant. Nächste Station ist das Freizeitzentrum St. Leoner See (Strandbad mit Eintritt). '''Km 23:''' {{Marker | name = [[St. Leon-Rot|St. Leon]] | type= city | wikidata = Q107143346| lat = 49.266611|long = 8.602550}}: Hier abseits der Route: Einkehr- und Verpflegungsmöglichkeiten in der Marktstraße (Gastronomie, Bäcker, Lebensmittelmarkt Edeka). '''Km 46''' {{Marker | name = Bruchsal | type= city | wikidata = Q7059}} mit Schloss. Bruchsal bietet sich zu Mittagspause an. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Südlich Bruchsal geht es hinein ins Hügelland des [[Kraichgau]]. Nach etwa einer Stunde Fahrzeit findet sich das Fachwerkkleinod [[Bretten]]. [[Datei:Bretten - Altstadt - Marktplatz - Marktplatz 2-1, 3 und Marktbrunnen - Ansicht von SSW (1).jpg|mini|Marktplatz Bretten]] '''Km 62:''' {{Marker | name = Bretten | type= city | wikidata = Q495428 }} - Ein Abstecher in die Fachwerkaltstadt zum {{Marker | name = Marktplatz| type= square| lat = 49.036764 | long = 8.707682 | image = Bretten - Altstadt - Marktplatz - Marktplatz 2-1, 3 und Marktbrunnen - Ansicht von SSW (1).jpg| show = symbol}} lohnt. Hier finden sich für die Nachmittagseinkehr entsprechende Möglichkeiten. Am Markt liegt ferner das Museum im {{Marker | name = Melanchthonhaus | type= museum | wikidata = Q1519254 | show = symbol | url = https://www.melanchthon.com}}. [[w:Philipp Melanchthon|Philipp Melanchthon]] war laut Wikipedia „neben Martin Luther der wichtigste kirchenpolitische Akteur und theologische Autor der Wittenberger [[w:Reformation|Reformation]]“. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Südlich Bretten wird es hügelig bzw. leicht bergig. Es geht zuerst auf '''Schotterwegen''' durch den Wald. Später offnet sich ab {{Marker | name = Bauschlott | type= village | wikidata = Q112171695}} die Landschaft. Im Stadtgebiet Pforzheim findet sich eine steilere Abfahrt ins Enztal. '''Km 83:''' {{Marker | name = [[Pforzheim]] | type= City | wikidata =Q3046 }} - Am Leopoldsplatz ist die City von Pforzheim erreicht. Eine historische Altstadt gibt es aufgrund der Zerstörungen im II. Weltkrieg nicht mehr. Hier mündet die Nagold in die Enz. [[Datei:Panorama_Nagold,_Stadtkirche_und_Enz_(1).jpg|mini|Pforzheim: Von links: Nagold, Stadtkirche und Enz]] ===2. Etappe: Pforzheim – Horb (etwa 80{{nnbsp}}km) === Die Etappe folgt bis zur Kleinstadt Nagold dem Fluss Nagold aufwärts. Ab Nagold gibt es einen bergigen Übergang in das Neckartal. [[Bild:Calw nikolausbruecke.jpg|mini|Nikolausbrücke in Calw]] '''Km 0:''' Etappenbeginn am Leopoldsplatz :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Entlang der Nagold geht es aus Pforzheim heraus. '''Km 6:''' {{Marker | name = Dillweißenstein | type =city| wikidata = Q1225612 }} Steinbogenbrücke über die Nagold. Vom historischen Bauwerk ergibt sich ein schöner FLussblick. Burgruinen Kräheneck und Rabeneck '''Km 13:''' {{Marker | name = Unterreichenbach | type= city | wikidata = Q536333}} '''Km 21:''' {{Marker | name = Bad Liebenzell | type= city | wikidata = Q522349 }} - gemütlicher Kurort, Paracelsusquelle, Thermalbad, Burgruine '''Km 25:''' {{Marker | name = Kloster Hirsau | type= see | wikidata = Q532415}} - Die Ruinen des Klosters liegen etwas abseits des Radwegs. '''Km 28:''' {{Marker | name = Calw | type= city | wikidata = Q487921}} - alte Stadt der Gerber und Holzhändler, historische Altstadt mit viel Fachwerk '''Km 43:''' {{Marker | name = [[Wildberg (Schwarzwald)|Wildberg]] | type =city| wikidata = Q264503 }}: Die Stadt liegt auf einem "Umlaufberg" in einer Schleife der Nagold. Sehenswert sind der Hexenturm und das alte Rathaus. '''Km 56:'''{{Marker | name = Nagold | type =city| wikidata = Q26344 }} gemütliche mittelalterliche Altstadt mit Fachwerkbauten, Ruine Hohennagold, der Alte Turm. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> bergiger Übergang aus dem Tal der Nagold in das Neckartal. Teilweise werden hier ruhigere Landstraßen genutzt. Steile Abfahrt hinunter in die Altstadt von Horb. '''Km 76:'''{{Marker | name = [[Horb am Neckar]] | type= City | wikidata =Q82690 }} - Die Etappenstadt besitzt eine gemütliche Altstadt mit Fachwerkhäusern, sehenswert sind Reste der Stadtmauer. Anschluss an den [[Neckartal-Weg|Neckartal-Radweg]]. [[Datei:Horb am Neckar 002.JPG|mini|Blick auf Horb am Neckar]] ===3. Etappe: Horb - Donaueschingen (82{{nnbsp}}km) === Zwischen Horb und Rottweil hat man die Wahl: '''Km 0:''' Etappenbeginn Horb in der Altstadt *'''1. Panoramaroute des HSB östlich über dem Neckartal:''' Hier gibt es teilweise weite Blicke ins land, aber es summieren sich die Höhenmeter. Ferner fährt man zum Teil im Lärmbereich der Autobahn. Höhe Rottweil führt der HSB östlich an der Altstadt vorbei. *'''2. Neckarradweg im Flusstal des Neckar:''' Ebene Strecke bzw. nur vereinzelt hügelige Strecke. Hier kommt man an ein paar sehenswerten Orten vorbei. Erst kurz vor Rottweil muss man hier auf die Höhe. Etappe hier 82{{nnbsp}}km. '''Empfehlung: Nutzung des Neckarradwegs.''' Die Etappe wird im Folgenden auf dem Neckar-Radweg beschrieben: '''Km 16:''' {{Marker |type=city |wikidata=Q83167| name=Sulz am Neckar}} - Altstadt, Ruine Albeck, Sole-Freizeitbad „susolei“. : ~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Bahn und Landstraße begleiten den Neckar. Der große überregionale Kfz-Verkehr nutzt allerdings die Autobahn A 81a auf der Höhe abseits des Tales. Die [[w:Gäubahn|Gäubahn]] ist trotz ihres teilweise nur einspurigen Querschnitts eine wichtige Fernverbindung zwischen den Ballungsräumen Stuttgart und Zürich. Der Neckarabschnitt zwischen Sulz und Rottenburg wird übrigens als „Neckar-Erlebnistal“ touristisch vermarktet. '''Km 29:''' {{Marker |type=city |wikidata=Q83206| name=Oberndorf am Neckar}} - Wer möchte kann hier direkt am Radwegeine Partie Minigolf spielen (auch Bistro). Am Minigolfplatz liegt ferner der kleine Campingplatz für Radreisende. Wer sich unterwegs selbst verpflegen möchte findet in Obernburg mehrere Lebensmittelmärkte. : ~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Erst kurz vor Rottweil muss man hier auf die Höhe. '''Km 49:''' {{Marker | name = Rottweil | type= town | wikidata = Q82960}} - Altstadt hoch über dem Neckar. Landmarke ist der Aufzugstestturm. Der Turm auf der anderen Talseite besitzt eine Aussichtsplattform (Eintritt). Direkt von der Altstadt startet die Hängebrücke Neckarline (Eintritt). : ~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Ab Rottweil bis zur Neckarquelle in {{Marker | name = [[Schwenningen]] | type= City | wikidata =Q3865}} '''(Km 67)''' gleichauf mit dem Neckartal-Radweg. : ~> Vor Donaueschingen lange Strecke durch die offene Landschaft der {{Marker | name = Baar | type= landscape | wikidata = Q126132}}. '''Km 82:''' {{Marker | name = [[Donaueschingen]] | type= City | wikidata =Q83062 }} - Quelle der [[Donau]]. Schloss und Park. : → Anschluss zum [[Donau-Radweg]], dem angeblich meistbefahrensten Radfernweg Europas ===4. Etappe: Donaueschingen - Radolfzell am Bodensee (rund 65{{nnbsp}}km) === Diese letzte Etappe führt entlang der Donau und über die Schwäbische Alb zum Bodensee. [[Datei:The Baar - View from Fürstenberg.jpg|mini|Auffahrt zum Fürstenberg: Panoramablick auf die Baar.]] [[Bild:View from the Fürstenberg with Hondingen and in the background the Alps.jpg|mini|Ausblick vom Fürstenberg über Hondingen Richtung Alpen. unten im Tal verläuft der HSB.]] '''Km 0:''' '''Donaueschingen''' - Etappenstart :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Vor Fürstenberg verlässt der HSB die Baar. Der kleine Pass (auf 770 m Höhe) hinüber ins Tal der Aitrach besitzt etwa 100 Höhenmeter. '''Km 11:''' {{Marker | name = Fürstenberg | type= city | wikidata = Q1483092}} - Wer mit dem Pedelec unterwegs ist: Dann lohnt ein Abstecher auf den gleichnamigen {{Marker | name = Berg Fürstenberg | type= landscape| wikidata = Q162539}} (918{{nnbsp}}m). Schon während der Auffahrt ergeben sich schöne Talblicke in die Baar. Von oben hat man weitere Rundblicke. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Südlich Fürstenberg gibt es in der Schwäbischen Alb mehrere längere Steigungen. Vom Tal der Aitrach Richtung Tengen müssen weitere 80 Höhenmeter bezwungen werden. '''Km 31:''' {{Marker | name = Tengen | type= city | wikidata = Q520054}} - Hier bestehen Einkehr- und Verpflegungsmöglichkeiten. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Vom Tal der Biber bei {{Marker | name = Büßingen | type= city | wikidata = Q21039476}} geht es Richtung Singen noch einmal etwa 40 Höhenmeter bergauf. :~> Im Hegau vor {{Marker | name = Singen | type= city | wikidata = Q6979}} '''(Km 48)''' rückt die {{Marker | name = [[Hohentwiel|Festung Hohentwiel]] | type= see | wikidata = Q1408898 |url = https://www.festungsruine-hohentwiel.de/}} ins Blickfeld. Von der großen Festungsanlage (Eintritt) ergibt sich ein traumhafter Blick Richtung Bodensee und zu den Schweizer Alpen. '''Km 65:''' {{Marker | name = [[Radolfzell]] | type= City | wikidata =Q16113 }} - Routenende am Bodensee. Es besteht Anschluss an den [[Bodensee-Radweg]]. == Weitere Übernachtungsorte == {{Marker | name = [[Konstanz]] | type= City | wikidata = Q3834}} - erreichbar über den Uferweg bei Allensbach. Ab Donaueschingen ist die 4. Etappe dann rund 87{{nnbsp}}km lang. Konstanz ist ein guter Abschluss der Radreise. Hier kann die [[Insel Mainau]] besucht werden. Auch eine Schiffstour nach [[Merseburg]] ist lohnenswert. Wer möchte kann ab Konstanz den kompletten [[Bodensee-Radweg]] erkunden. == Sicherheit == Die Strecke besitzt einige stärkere Abfahrten. Eine sichere Beherrschung des Fahrrads ist hier wichtig. Auch beim Radwandern kann ein Fahrradhelm die Schwere von Kopfverletzungen bei Stürzen entscheidend mindern. [[Checkliste Ausrüstung auf Radreisen#Fahrradhelm|Weitere Infos zum Helm siehe hier]]. == Weiter geht's == *[[Donau-Radweg]] *[[Rhein-Radweg]] == GPS-Daten == * Streckenverlauf Donau-Bodensee-Radweg von Openstreetmap zum Herunterladen als [https://cycling.waymarkedtrails.org/#route?id=22527&type=relation&map=7.0/48.5219/10.0225 GPX- und KML-Datei auf waymarkedtrails.org]. Es kann die Richtung der GPX-Daten gewählt werden. Ferner kann hier auch ein Höhenprofil eingesehen werden. Achtung: Die Daten des Höhenprofil auf Basis von Openstreetmap sind insbesondere auf weitgehend ebenen Routen mit Vorsicht zu betrachten. Oft ist die Zahl der Höhenmeter hier durch Datenfehler des Höhenmodells bedeutend größer als real auf der Strecke. == Literatur- und Kartenhinweise == * {{Buch|Autor=|Herausgeber=|Titel=Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg: Vom Neckar zum Bodensee, 1:50.000|Ort=|Verlag=Esterbauer|Jahr=2024|Auflage=|Band=|Seiten=|Seitenanzahl=| Reihe = bikeline |ISBN=978-3711102096|Kommentar=|Sprache=|Online= }} == Weblinks == * [https://www.schwarzwald-tourismus.info/erleben/radfahren/tourenrad-und-e-bike/fernradwege/heidelberg-schwarzwald-bodensee-radweg Infos bei schwarzwald-tourismus.info] {{IstIn|Radrouten in Baden-Württemberg}} [[Kategorie:Radwege in Baden-Württemberg]] [[Kategorie:Radrouten in Deutschland gesamt]] {{class-3}} f6gjflju9v00ber2oonznpvum8abu8y 1804865 1804855 2026-09-19T07:45:28Z Dirk Schmidt 15181 /* Vorbereitung */ 1804865 wikitext text/x-wiki Der '''Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg (HSB)''' ist eine rund 300&#x202F;km lange Radroute, die von [[Heidelberg]] zum [[Bodensee]] führt. Es geht durch den Kraichgau, den östlichen Schwarzwald und über [[Donaueschingen]]. Endpunkt der Route ist [[Radolfzell]]. Die bergige Strecke eignet sich ideal für ein E-Bike bzw. Pedelec. Mit noch Zeit am Bodensee kann man eine Woche einplanen. [[File:Heidelberg schloss koenigsstuhl d schmidt 04 2004.jpg|mini|Frühlingserwachen in Heidelberg: Blick auf die alte Neckarbrücke, Schloss und Königsstuhl (April 2004).]] == Streckenprofil == * '''Länge:''' 303&#x202F;km * '''Ausschilderung:''' vorhanden * '''Steigungen:''' bergig, in Fahrtrichtung Heidelberg zum Bodensee ca. 2400&#x202F; Höhenmeter, mit Routenwahl im Neckartal kann man zwischen Horb und Rottweil einige Höhenmeter einsparen. Ferner bergiger Übergang von der Donau an den Bodensee. * '''Wegzustand:''' gut, oft Asphalt, es gibt allerdings auch einige Bereiche mit Schotterstrecken * '''Verkehrsbelastung:''' gering * '''Geeignetes Fahrrad:''' bergtaugliches Tourenrad oder ein Pedelec * '''Familieneignung:''' durchgehend nein, lokal evtl. gegeben * '''Inlinereignung:''' durchgehend nein, lokal evtl. gegeben [[Datei:Nagolder Viadukt.jpg|mini|Nagoldtal beim Städtchen Nagold. Das Flusstal markiert den Ostrand des Schwarzwaldes. Vorne das [[w:Nagolder Viadukt|Viadukt der Umgehungsstraße]]]] == Hintergrund == Die Radroute darf Stand 2025 den Titel "ADFC-Qualitätsradroute mit 3 von 5 Sternen" tragen. Diese ist eine mittlere Bewertung im strengen Bewertungsverfahren des ADFC. Das Zertifikat wird jeweils für 3 Jahre vergeben. Dann muss sich die Route einer Nachprüfung unterziehen. [https://www.adfc-radtourismus.de/heidelberg-schwarzwald-bodensee-radweg/ Zur Einzelbewertung des ADFC]. [[Datei:Radolfzell Segelhafen (10273154956).jpg|mini|Segelhafen Radolfzell]] == Vorbereitung == {{mapframe| name = Blau = Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg. Rot = Neckartal-Radweg als Vorzugsvariante auf der 3. Etappe. Grün = Bodensee-Radweg. Für weitere Anschlüsse die Ebene Radwege per Klick einblenden.}} <!-- Reihenfolge in dieser Liste so richtig für korrekte Überlagerung der Linien: blau = Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg liegt oben) --> {{Mapshape|wikidata=Q1769622|type=geoline|stroke=#ff0000|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} <!-- rot = Neckartal-Radweg --> {{Mapshape|wikidata=Q889682|type=geoline|stroke=#00ff00|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} <!-- grün = Bodensee-Radweg --> {{Mapshape|wikidata=Q1593987|type=geoline|stroke=#0000ff|stroke-width=4|stroke-opacity=1}} <!-- blau = Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg --> Es bietet sich an für die Radreise eine Woche einzuplanen. So ist am Ende noch Zeit, ein paar Ziele am Bodensee zu erkunden. Hier im Artikel wird die Route in vier Etappen mit Tagesetappen um die 80{{nnbsp}}km beschrieben. Diese Etappeneinteilung wendet sich an routinierte Radreisende inklusive Pedelecnutzung. Wer eher Einsteiger ist, kann die offizielle gemütlichere Etappenplanung nutzen. Hier sind die Etappen 35 km bis 65 km lang. Aber auch dann ist eine gewisse Grundkondition erforderlich: * 1. Etappe: Heidelberg – Bretten: 62{{nnbsp}}km (70{{nnbsp}}hm) * 2. Etappe Bretten – Calw: 48{{nnbsp}}km (480{{nnbsp}}hm) * 3. Etappe Calw – Horb am Neckar: 48{{nnbsp}}km (620{{nnbsp}}hm) * 4. Etappe Horb am Neckar – Rottweil: 49{{nnbsp}}km (840{{nnbsp}}hm) * 5. Etappe Rottweil – Donaueschingen: 34{{nnbsp}}km (220{{nnbsp}}hm) * 6. Etappe Donaueschingen – Radolfzell: 65{{nnbsp}}km (220{{nnbsp}}hm) Campingplätze siehe auch [https://opencampingmap.org opencampingmap.org]. == Anreise == === Öffentliche Verkehrsmittel === Sowohl Heidelberg, wie Radolfzell bzw. Konstanz sind gut in das Bahnnetz eingebunden. === Fahrrad === Über den Neckartal-Radweg von [[Mannheim]] im Westen oder [[Heilbronn]] im Osten. === Auto === Da es sich um eine längere Streckentour handelt, am besten mit der Bahn anreisen. Bahnverbindungen zurück zum Abstellort des Kfz verlaufen in der Regel über Karlsruhe oder auch Stuttgart. == Streckenbeschreibung mit Etappen und Sehenswürdigkeiten == ===1. Etappe: Heidelberg – Pforzheim (etwa 82{{nnbsp}}km) === '''Km 0:''' {{Marker | name = [[Heidelberg]] | type= City | wikidata =Q2966 |lat = 49.410931|long = 8.706013}}-Altstadt - Etappenstart am Universitätsplatz :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Die erste Etappe führt auf Radwegen entlang der viel befahrenen Speyerer Straße nach Südwesten aus der Stadt aus heraus. Westlich der Autobahn wird es im Waldgebiet {{Marker | name = Schwetzinger Hardt | type= landscape | wikidata = Q1516388| show = symbol}} ruhiger. Hier finden sich teilweise '''Schotterwege'''. Die stark befahrene Bundesstraße 291 wird auf einer {{Marker | name = Radbrücke | name-map = Radbrücke über die stark befahrene Bundesstraße 291 |type= waypoint |group = gold | lat = 49.327220 | long = 8.622047 | image = Bundesstraße_291_im_Hardtwald.jpg}} sicher überquert. '''Km 19:''' {{Marker | name = Abzweig Reillingen |type= waypoint |group = gold | lat = 49.294376| long = 8.582036}} - Knoten verschiedener Radwanderrouten: Fahrradreparaturstation, Infotafel mit Karte. An der Friedhofskapelle findet sich laut Openstreetmap eine öffentliche Toilette (Zugang / Öffnungszeiten sind nicht bekannt). 400 m südlich der Route liegt der [https://wersauer-hof.com/ Wersauer Hof] mit Hotel, Gastronomie und Hofladen. [[File:Zeichen_101_-_Gefahrstelle,_StVO_1970.svg|20px]] Achtung bei Querung der stärker befahrenen Landstraße. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Es geht in die Felder. Die Route führt an der {{Marker | name = Ausgrabungsstätte Burg Wersau | type= see | wikidata = Q1014558 | url =https://burg-wersau.de }} vorbei. Hier ist ein Archäologischer Park geplant. Nächste Station ist das Freizeitzentrum St. Leoner See (Strandbad mit Eintritt). '''Km 23:''' {{Marker | name = [[St. Leon-Rot|St. Leon]] | type= city | wikidata = Q107143346| lat = 49.266611|long = 8.602550}}: Hier abseits der Route: Einkehr- und Verpflegungsmöglichkeiten in der Marktstraße (Gastronomie, Bäcker, Lebensmittelmarkt Edeka). '''Km 46''' {{Marker | name = Bruchsal | type= city | wikidata = Q7059}} mit Schloss. Bruchsal bietet sich zu Mittagspause an. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Südlich Bruchsal geht es hinein ins Hügelland des [[Kraichgau]]. Nach etwa einer Stunde Fahrzeit findet sich das Fachwerkkleinod [[Bretten]]. [[Datei:Bretten - Altstadt - Marktplatz - Marktplatz 2-1, 3 und Marktbrunnen - Ansicht von SSW (1).jpg|mini|Marktplatz Bretten]] '''Km 62:''' {{Marker | name = Bretten | type= city | wikidata = Q495428 }} - Ein Abstecher in die Fachwerkaltstadt zum {{Marker | name = Marktplatz| type= square| lat = 49.036764 | long = 8.707682 | image = Bretten - Altstadt - Marktplatz - Marktplatz 2-1, 3 und Marktbrunnen - Ansicht von SSW (1).jpg| show = symbol}} lohnt. Hier finden sich für die Nachmittagseinkehr entsprechende Möglichkeiten. Am Markt liegt ferner das Museum im {{Marker | name = Melanchthonhaus | type= museum | wikidata = Q1519254 | show = symbol | url = https://www.melanchthon.com}}. [[w:Philipp Melanchthon|Philipp Melanchthon]] war laut Wikipedia „neben Martin Luther der wichtigste kirchenpolitische Akteur und theologische Autor der Wittenberger [[w:Reformation|Reformation]]“. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Südlich Bretten wird es hügelig bzw. leicht bergig. Es geht zuerst auf '''Schotterwegen''' durch den Wald. Später offnet sich ab {{Marker | name = Bauschlott | type= village | wikidata = Q112171695}} die Landschaft. Im Stadtgebiet Pforzheim findet sich eine steilere Abfahrt ins Enztal. '''Km 83:''' {{Marker | name = [[Pforzheim]] | type= City | wikidata =Q3046 }} - Am Leopoldsplatz ist die City von Pforzheim erreicht. Eine historische Altstadt gibt es aufgrund der Zerstörungen im II. Weltkrieg nicht mehr. Hier mündet die Nagold in die Enz. [[Datei:Panorama_Nagold,_Stadtkirche_und_Enz_(1).jpg|mini|Pforzheim: Von links: Nagold, Stadtkirche und Enz]] ===2. Etappe: Pforzheim – Horb (etwa 80{{nnbsp}}km) === Die Etappe folgt bis zur Kleinstadt Nagold dem Fluss Nagold aufwärts. Ab Nagold gibt es einen bergigen Übergang in das Neckartal. [[Bild:Calw nikolausbruecke.jpg|mini|Nikolausbrücke in Calw]] '''Km 0:''' Etappenbeginn am Leopoldsplatz :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Entlang der Nagold geht es aus Pforzheim heraus. '''Km 6:''' {{Marker | name = Dillweißenstein | type =city| wikidata = Q1225612 }} Steinbogenbrücke über die Nagold. Vom historischen Bauwerk ergibt sich ein schöner FLussblick. Burgruinen Kräheneck und Rabeneck '''Km 13:''' {{Marker | name = Unterreichenbach | type= city | wikidata = Q536333}} '''Km 21:''' {{Marker | name = Bad Liebenzell | type= city | wikidata = Q522349 }} - gemütlicher Kurort, Paracelsusquelle, Thermalbad, Burgruine '''Km 25:''' {{Marker | name = Kloster Hirsau | type= see | wikidata = Q532415}} - Die Ruinen des Klosters liegen etwas abseits des Radwegs. '''Km 28:''' {{Marker | name = Calw | type= city | wikidata = Q487921}} - alte Stadt der Gerber und Holzhändler, historische Altstadt mit viel Fachwerk '''Km 43:''' {{Marker | name = [[Wildberg (Schwarzwald)|Wildberg]] | type =city| wikidata = Q264503 }}: Die Stadt liegt auf einem "Umlaufberg" in einer Schleife der Nagold. Sehenswert sind der Hexenturm und das alte Rathaus. '''Km 56:'''{{Marker | name = Nagold | type =city| wikidata = Q26344 }} gemütliche mittelalterliche Altstadt mit Fachwerkbauten, Ruine Hohennagold, der Alte Turm. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> bergiger Übergang aus dem Tal der Nagold in das Neckartal. Teilweise werden hier ruhigere Landstraßen genutzt. Steile Abfahrt hinunter in die Altstadt von Horb. '''Km 76:'''{{Marker | name = [[Horb am Neckar]] | type= City | wikidata =Q82690 }} - Die Etappenstadt besitzt eine gemütliche Altstadt mit Fachwerkhäusern, sehenswert sind Reste der Stadtmauer. Anschluss an den [[Neckartal-Weg|Neckartal-Radweg]]. [[Datei:Horb am Neckar 002.JPG|mini|Blick auf Horb am Neckar]] ===3. Etappe: Horb - Donaueschingen (82{{nnbsp}}km) === Zwischen Horb und Rottweil hat man die Wahl: '''Km 0:''' Etappenbeginn Horb in der Altstadt *'''1. Panoramaroute des HSB östlich über dem Neckartal:''' Hier gibt es teilweise weite Blicke ins land, aber es summieren sich die Höhenmeter. Ferner fährt man zum Teil im Lärmbereich der Autobahn. Höhe Rottweil führt der HSB östlich an der Altstadt vorbei. *'''2. Neckarradweg im Flusstal des Neckar:''' Ebene Strecke bzw. nur vereinzelt hügelige Strecke. Hier kommt man an ein paar sehenswerten Orten vorbei. Erst kurz vor Rottweil muss man hier auf die Höhe. Etappe hier 82{{nnbsp}}km. '''Empfehlung: Nutzung des Neckarradwegs.''' Die Etappe wird im Folgenden auf dem Neckar-Radweg beschrieben: '''Km 16:''' {{Marker |type=city |wikidata=Q83167| name=Sulz am Neckar}} - Altstadt, Ruine Albeck, Sole-Freizeitbad „susolei“. : ~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Bahn und Landstraße begleiten den Neckar. Der große überregionale Kfz-Verkehr nutzt allerdings die Autobahn A 81a auf der Höhe abseits des Tales. Die [[w:Gäubahn|Gäubahn]] ist trotz ihres teilweise nur einspurigen Querschnitts eine wichtige Fernverbindung zwischen den Ballungsräumen Stuttgart und Zürich. Der Neckarabschnitt zwischen Sulz und Rottenburg wird übrigens als „Neckar-Erlebnistal“ touristisch vermarktet. '''Km 29:''' {{Marker |type=city |wikidata=Q83206| name=Oberndorf am Neckar}} - Wer möchte kann hier direkt am Radwegeine Partie Minigolf spielen (auch Bistro). Am Minigolfplatz liegt ferner der kleine Campingplatz für Radreisende. Wer sich unterwegs selbst verpflegen möchte findet in Obernburg mehrere Lebensmittelmärkte. : ~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Erst kurz vor Rottweil muss man hier auf die Höhe. '''Km 49:''' {{Marker | name = Rottweil | type= town | wikidata = Q82960}} - Altstadt hoch über dem Neckar. Landmarke ist der Aufzugstestturm. Der Turm auf der anderen Talseite besitzt eine Aussichtsplattform (Eintritt). Direkt von der Altstadt startet die Hängebrücke Neckarline (Eintritt). : ~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Ab Rottweil bis zur Neckarquelle in {{Marker | name = [[Schwenningen]] | type= City | wikidata =Q3865}} '''(Km 67)''' gleichauf mit dem Neckartal-Radweg. : ~> Vor Donaueschingen lange Strecke durch die offene Landschaft der {{Marker | name = Baar | type= landscape | wikidata = Q126132}}. '''Km 82:''' {{Marker | name = [[Donaueschingen]] | type= City | wikidata =Q83062 }} - Quelle der [[Donau]]. Schloss und Park. : → Anschluss zum [[Donau-Radweg]], dem angeblich meistbefahrensten Radfernweg Europas ===4. Etappe: Donaueschingen - Radolfzell am Bodensee (rund 65{{nnbsp}}km) === Diese letzte Etappe führt entlang der Donau und über die Schwäbische Alb zum Bodensee. [[Datei:The Baar - View from Fürstenberg.jpg|mini|Auffahrt zum Fürstenberg: Panoramablick auf die Baar.]] [[Bild:View from the Fürstenberg with Hondingen and in the background the Alps.jpg|mini|Ausblick vom Fürstenberg über Hondingen Richtung Alpen. unten im Tal verläuft der HSB.]] '''Km 0:''' '''Donaueschingen''' - Etappenstart :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Vor Fürstenberg verlässt der HSB die Baar. Der kleine Pass (auf 770 m Höhe) hinüber ins Tal der Aitrach besitzt etwa 100 Höhenmeter. '''Km 11:''' {{Marker | name = Fürstenberg | type= city | wikidata = Q1483092}} - Wer mit dem Pedelec unterwegs ist: Dann lohnt ein Abstecher auf den gleichnamigen {{Marker | name = Berg Fürstenberg | type= landscape| wikidata = Q162539}} (918{{nnbsp}}m). Schon während der Auffahrt ergeben sich schöne Talblicke in die Baar. Von oben hat man weitere Rundblicke. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Südlich Fürstenberg gibt es in der Schwäbischen Alb mehrere längere Steigungen. Vom Tal der Aitrach Richtung Tengen müssen weitere 80 Höhenmeter bezwungen werden. '''Km 31:''' {{Marker | name = Tengen | type= city | wikidata = Q520054}} - Hier bestehen Einkehr- und Verpflegungsmöglichkeiten. :~ [[File:Fahrrad-Symbol 01 KMJ.png|20px]] ~> Vom Tal der Biber bei {{Marker | name = Büßingen | type= city | wikidata = Q21039476}} geht es Richtung Singen noch einmal etwa 40 Höhenmeter bergauf. :~> Im Hegau vor {{Marker | name = Singen | type= city | wikidata = Q6979}} '''(Km 48)''' rückt die {{Marker | name = [[Hohentwiel|Festung Hohentwiel]] | type= see | wikidata = Q1408898 |url = https://www.festungsruine-hohentwiel.de/}} ins Blickfeld. Von der großen Festungsanlage (Eintritt) ergibt sich ein traumhafter Blick Richtung Bodensee und zu den Schweizer Alpen. '''Km 65:''' {{Marker | name = [[Radolfzell]] | type= City | wikidata =Q16113 }} - Routenende am Bodensee. Es besteht Anschluss an den [[Bodensee-Radweg]]. == Weitere Übernachtungsorte == {{Marker | name = [[Konstanz]] | type= City | wikidata = Q3834}} - erreichbar über den Uferweg bei Allensbach. Ab Donaueschingen ist die 4. Etappe dann rund 87{{nnbsp}}km lang. Konstanz ist ein guter Abschluss der Radreise. Hier kann die [[Insel Mainau]] besucht werden. Auch eine Schiffstour nach [[Merseburg]] ist lohnenswert. Wer möchte kann ab Konstanz den kompletten [[Bodensee-Radweg]] erkunden. == Sicherheit == Die Strecke besitzt einige stärkere Abfahrten. Eine sichere Beherrschung des Fahrrads ist hier wichtig. Auch beim Radwandern kann ein Fahrradhelm die Schwere von Kopfverletzungen bei Stürzen entscheidend mindern. [[Checkliste Ausrüstung auf Radreisen#Fahrradhelm|Weitere Infos zum Helm siehe hier]]. == Weiter geht's == *[[Donau-Radweg]] *[[Rhein-Radweg]] == GPS-Daten == * Streckenverlauf Donau-Bodensee-Radweg von Openstreetmap zum Herunterladen als [https://cycling.waymarkedtrails.org/#route?id=22527&type=relation&map=7.0/48.5219/10.0225 GPX- und KML-Datei auf waymarkedtrails.org]. Es kann die Richtung der GPX-Daten gewählt werden. Ferner kann hier auch ein Höhenprofil eingesehen werden. Achtung: Die Daten des Höhenprofil auf Basis von Openstreetmap sind insbesondere auf weitgehend ebenen Routen mit Vorsicht zu betrachten. Oft ist die Zahl der Höhenmeter hier durch Datenfehler des Höhenmodells bedeutend größer als real auf der Strecke. == Literatur- und Kartenhinweise == * {{Buch|Autor=|Herausgeber=|Titel=Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg: Vom Neckar zum Bodensee, 1:50.000|Ort=|Verlag=Esterbauer|Jahr=2024|Auflage=|Band=|Seiten=|Seitenanzahl=| Reihe = bikeline |ISBN=978-3711102096|Kommentar=|Sprache=|Online= }} == Weblinks == * [https://www.schwarzwald-tourismus.info/erleben/radfahren/tourenrad-und-e-bike/fernradwege/heidelberg-schwarzwald-bodensee-radweg Infos bei schwarzwald-tourismus.info] {{IstIn|Radrouten in Baden-Württemberg}} [[Kategorie:Radwege in Baden-Württemberg]] [[Kategorie:Radrouten in Deutschland gesamt]] {{class-3}} 03i1ch4r9btf38y866xqw5txjzo7d9c Benutzer:Wowo2024 2 123687 1804827 1804614 2026-09-18T13:13:44Z Wowo2024 53507 /* Wesentlich ergänzte Artikel */ 1804827 wikitext text/x-wiki {{Babel|de|en-4|fr-3|pt-2|nl-1|af-1|:Vorlage/aus Deutschland|:Vorlage/aus Nordrhein-Westfalen}} Ich bin privat und auch dienstlich viel in der Welt herumgekommen. Dazu bedurfte es insbesondere bei privaten, selbst organisierten Reisen einer dezidierten Reisevorbereitung. Als Analyst in der Länderrisiko-Analyse einer Düsseldorfer Großbank besitze ich auch volkswirtschaftliche Kenntnisse über die bereisten Staaten. Dieses Wissen, fundiert durch Quellenangaben, möchte ich Wikivoyage zur Verfügung stellen. == Bereiste Länder == Bereiste Länder und dortige geografische Objekte sind (alphabetisch): {| class="wikitable" style="padding:1em; vertical-align:top; border:2px;" |- ! Staat ! Städte ! Fernstraßen / Eisenbahnen ! Flüsse/Binnenseen/Landschaften |- | [[Bild:Flag of Argentina.svg|20px]] [[Argentinien]] || [[Buenos Aires]] || [[Ruta Nacional 9]] || [[Pampa]], [[Río-de-la-Plata-Region|Rio de la Plata]] |- | [[Bild:Flag of Australia.svg|20px]] [[Australien]] || [[Adelaide]], [[Alice Springs]], [[Brisbane]], [[Cairns]], [[Darwin]], [[Melbourne]], [[Sydney]] || [[Stuart Highway]], [[The Ghan]] || [[Outback]] |- |[[Bild:Flag of Bolivia.svg|20px]] [[Bolivien]] || [[La Paz]] || || [[Anden]], [[Titicacasee]] |- | [[Bild:Flag of Botswana.svg|20px]] [[Botswana]] || [[Kasane]], [[Maun]] || || [[Okavangodelta]] |- | [[Bild:Flag of Brazil.svg|20px]] [[Brasilien]] || [[Brasilia]], [[Manaus]], [[Olinda]], [[Porto Velho]], [[Recife]], [[Rio de Janeiro]], [[Salvador]] || [[BR-101]], [[BR-319]], [[Transpantaneira]] || [[Amazonas (Fluss)|Amazonas]], [[Rio de Janeiro#Guanabara|Guanabara-Bucht]] |- | [[Bild:Flag of Ecuador.svg|20px]] [[Ecuador]] || [[Quito]] || || |- | [[Bild:Flag of France.svg|20px]] [[Frankreich]] || [[Paris]] || || [[Seine]] |- | [[Bild:Flag of Hong Kong.svg|20px]] [[Hongkong]] || [[Hongkong]], [[Macau]] || || |- | [[Bild:Flag of India.svg|20px]] [[Indien]] || [[Agra]], [[Jaipur]], [[Mumbai]], [[New Delhi]] || || [[Corbett-Nationalpark]] |- | [[Bild:Flag of Indonesia.svg|20px]] [[Indonesien]] || [[Bandung]], [[Borobudur]], [[Jakarta]], [[Makassar]], [[Medan]], [[Rantepao]], [[Surabaya]], [[Yogyakarta]] || || [[Toba-See]] |- | [[Bild:Flag of Italy.svg|20px]] [[Italien]] || [[Genua]], [[Mailand]] || || |- | [[Bild:Flag of Canada.svg|20px]] [[Kanada]] || [[Banff]], [[Calgary]], [[Edmonton]], [[Jasper]], [[Kamloops]], [[Prince George]], [[Vancouver]] || [[Icefields Parkway]], [[Klondike Highway]], [[Trans-Canada Highway]], [[Yellowhead Highway]] || [[Lake Louise]], [[Peyto Lake]] |- | [[Bild:Flag of Kenya.svg|20px]] [[Kenia]] || [[Mombasa]], [[Kisumu]], [[Nairobi]] || [[Nairobi–Mombasa Road]] || [[Viktoriasee]] |- | [[Bild:Flag of Malaysia.svg|20px]] [[Malaysia]] || [[George Town (Malaysia)|Georgetown]], [[Kuantan]], [[Kuala Lumpur]], [[Malakka]] || [[East-West Highway]] || |- | [[Bild:Flag of Namibia.svg|20px]] [[Namibia]] ||[[Swakopmund]], [[Walfischbucht]], [[Windhoek]] || {{RSIGN|BW|A|3}},{{RSIGN|BW|A|35}} || |- | [[Bild:Flag of the Netherlands.svg|20px]] [[Niederlande]] || [[Amsterdam]] || || [[Rhein]] |- | [[Bild:Flag of Peru.svg|20px]] [[Peru]] || [[Cusco]], [[Lima]], [[Puno]] || [[Andenbahn]] || [[Titicacasee]] |- | [[Bild:Flag of Switzerland.svg|20px]] [[Schweiz]] || [[Altdorf UR]], [[Basel]], [[Lugano]], [[Luzern]] || [[Axenstraße]] || [[Vierwaldstättersee]] |- | [[Datei:Flag of Zimbabwe.svg|20px]] [[Simbabwe]] || [[Bulawayo]], [[Harare]] || || |- | [[Bild:Flag of Singapore.svg|20px]] [[Singapur]] || [[Singapur]] || || |- | [[Datei:Flag of South Africa.svg|20px]] [[Südafrika]] || [[Durban]], [[East London]], [[Johannesburg]], [[Kapstadt]], [[Port Elizabeth]] || [[Chapman’s Peak Drive]], [[Garden Route]] || |- | [[Bild:Flag of Tanzania.svg|20px]] [[Tansania]] || [[Arusha]] || || [[Ngorongoro-Nationalpark|Ngorongoro-Kratersee]] |- | [[Bild:Flag of United States.svg|20px]] [[Vereinigte Staaten]] || [[Anchorage]], [[Albuquerque]], [[Chicago]], [[Denver]], [[Fairbanks]], [[Honolulu]], [[Las Vegas]], [[Miami]], [[New York City]], [[Phoenix]], [[Salt Lake City]], [[St. Louis]], [[San Francisco]], [[Seattle]], [[Washington DC]] || [[Alaska Highway]], [[Alaska Route 3]], [[Alaska Route 5]], [[California State Route 1]], [[Dalton Highway]], [[Route 66]], [[Top of the World Highway]], [[U.S. Highway 101]], [[17-Mile Drive]] || [[Eriesee]], [[Großer Salzsee]], [[Lake Powell]], [[Michigansee]], [[Yellowstone-Nationalpark|Yellowstone Lake]] |- | [[Bild:Flag of United Kingdom.svg|20px]] [[Vereinigtes Königreich]] || [[London]] || || |} Besuchte Inseln: [[Bali]], [[Borneo]], [[Fiji]], [[Hawaii]], [[Mauritius]], [[Seychellen]], [[Sulawesi]], [[Sumatra]], [[Vancouver Island]]. Meine Hauptaufgabe besteht zunächst darin, die obigen Rotlinks durch Artikelinhalte in Blaulinks zu verwandeln. == Neu verfasste Artikel == * [[Viktoriasee]] * [[Massai Mara]] * [[Seine]] * [[Amazonas (Fluss)]] * [[Transamazônica]] * [[National Highway 1]] * [[Interstate Highways]] * [[The Ghan]] * [[Dalton Highway]] * [[U.S. Highway 101]] * [[California State Route 1]] * [[Golden Gate Bridge]] * [[Alaska Route 3]] * [[Million Dollar Highway]] * [[Alaska Route 1]] * [[Alaska Route 4]] * [[Alaska Route 2]] * [[Rocky Mountaineer]] * [[Axenstraße]] * [[Alaska Railroad]] * [[Whitehorse]] * [[Yellowhead Highway]] * [[Blue Train]] * [[Transoceánica]] * [[Klondike Highway]] * [[BR-101]] * [[17-Mile Drive]] * [[Panoramastraße]] * [[Top of the World Highway]] * [[Andenbahn]] * [[Alaska Route 5]] * [[Corniche Inférieure]] * [[Lhasa-Bahn]] * [[BR-364]] * [[Reise]] * [[Milford Road]] * [[Chepe Express]] * [[Qinghai-Tibet Highway]] * [[Banff-Nationalpark]] * [[Petrified Forest-Nationalpark]] * [[Jasper-Nationalpark]] * [[Yungas-Straße]] * [[Atlantikstraße]] * [[Lake Louise]] * [[Arches National Park]] * [[Anden]] * [[Colorado River]] * [[The Canadian]] * [[Great Basin National Park]] * [[Waterton-Lakes-Nationalpark]] * [[Glacier National Park (Kanada)]] * [[Glacier National Park (USA)]] * [[Glacier Bay-Nationalpark]] * [[Mount-Revelstoke-Nationalpark]] * [[British Columbia Highway 99]] * [[Großer Salzsee]] * [[Carlsbad Caverns-Nationalpark]] * [[Nationalparks in den Vereinigten Staaten]] * [[Redwood National Park]] * [[Nationalparks in Kanada]] * [[Gateway Arch National Park]] * [[Kootenay National Park]] * [[Kluane National Park and Reserve]] * [[Badlands-Nationalpark]] * [[Black Canyon of the Gunnison-Nationalpark]] * [[Nordkalifornien]] * [[U.S. Highway 20]] * [[Reiseversicherung]] * [[Yoho National Park]] * [[California Zephyr]] * [[Mount Rainier-Nationalpark]] * [[Alaska Marine Highway]] * [[North-Cascades-Nationalpark]] * [[Chapman’s Peak Drive]] * [[Channel-Islands-Nationalpark]] * [[Trans-Kalahari Corridor]] * [[Kairo-Gaborone-Kapstadt-Highway]] * [[Nairobi–Mombasa Road]] * [[Kalifornische Südküste]] * [[Muir Woods National Monument]] * [[Chyulu Hills National Park]] * [[Hāna Highway]] * [[Hawaiʻi-Volcanoes-Nationalpark]] * [[Yukon River]] * [[Loire]] * [[Wrangell-St. Elias-Nationalpark]] * [[Lake Nakuru National Park]] * [[Parque Nacional da Tijuca]] * [[Zambezi National Park]] * [[East-West Highway]] * [[BR-319]] * [[Taman Negara-Nationalpark]] * [[Pan Borneo Highway]] * [[Nordlandbahn]] * [[Gallup]] * [[Tren de la Nariz del Diablo]] * [[St. Augustine]] * [[Great Sand Dunes-Nationalpark]] * [[Outback]] * [[Nationalpark Amazônia]] * [[Northern Explorer]] * [[Pride of Africa]] * [[Coastal Pacific]] * [[Kuranda Scenic Railway]] * [[TranzAlpine]] * [[Corbett-Nationalpark]] * [[Katmai-Nationalpark]] * [[Great Southern]] * [[The Overland]] * [[Overseas Highway]] * [[Birdsville Track]] * [[Allee der Vulkane]] * [[Birdsville]] * [[Key Largo]] * [[Trans-Java toll road]] * [[Argo Bromo Anggrek]] * [[Bromo Tengger Semeru National Park]] * [[Trans-Papua Highway]] * [[Große Sundainseln]] * [[Lorentz-Nationalpark]] * [[Sumbawa]] * [[Kalimantan Utara]] * [[Ranthambore-Nationalpark]] * [[San Bernardino (Kalifornien)]] == Wesentlich ergänzte Artikel == * [[Serengeti]] * [[Panamericana]] * [[Stuart Highway]] * [[Garden Route]] * [[Alaska Highway]] * [[Route 66]] * [[Icefields Parkway]] * [[Trans-Canada Highway]] * [[Oodnadatta Track]] * [[Kruger National Park]] * [[Pantanal]] * [[Westküste der USA]] * [[Große Seen]] * [[Yellowstone-Nationalpark]] * [[Nationalparks]] * [[Denali National Park]] * [[Rocky Mountain National Park]] * [[Grand Canyon]] * [[Bryce Canyon National Park]] * [[Death-Valley-Nationalpark]] * [[Im Norden des Tal des Todes]] * [[Canyonlands National Park]] * [[Rocky Mountains]] * [[Reisewarnungen]] * [[Saguaro National Park]] * [[Mesa Verde National Park]] * [[Zion National Park]] * [[Joshua Tree National Park]] * [[Sequoia and Kings Canyon National Parks]] * [[Kalifornische Wüste]] * [[Olympic-Nationalpark]] * [[Mojave National Preserve]] * [[Yosemite-Nationalpark]] * [[Grand Teton National Park]] * [[Point Reyes National Seashore]] * [[Bay Area]] * [[Praslin]] * [[Kalifornien/Sierra Nevada]] * [[Lassen-Volcanic-Nationalpark]] * [[Bodie]] * [[Vancouver Island]] * [[Juneau]] * [[Olympic-Halbinsel]] * [[Crater-Lake-Nationalpark]] * [[Etosha Nationalpark]] * [[Safaris]] * [[Pazifischer Nordwesten]] * [[Kalahari]] * [[Okawangodelta]] * [[Tsodilo]] * [[Kalifornische Zentralküste]] * [[Amboseli-Nationalpark]] * [[Chobe-Nationalpark]] * [[Tsavo-West-Nationalpark]] * [[Hawaii]] * [[Amerika]] * [[Mittelamerika]] * [[Nordamerika]] * [[Südamerika]] * [[Ozeanien und Australien]] * [[Mikronesien]] * [[Melanesien]] * [[Tren a las Nubes]] * [[Polynesien]] * [[Hawai'i (Insel)]] * [[Oahu]] * [[Inka-Pfad]] * [[Maui]] * [[Kauai]] * [[Machu Picchu]] * [[Namibia]] * [[Kilimanjaro]] * [[Cusco]] * [[Urubamba-Tal]] * [[Rhein]] * [[Stilfser Joch]] * [[Nationalpark Stilfser Joch]] * [[Ngorongoro-Nationalpark]] * [[La Digue]] * [[Salt Lake City]] * [[Iguaçu-Wasserfälle]] * [[Wasserfälle]] * [[Victoriafälle]] * [[Niagarafälle]] * [[Canyon Country]] * [[Monument Valley]] * [[Südwesten der USA]] * [[Lake Powell]] * [[Lake Mead]] * [[Canyon de Chelly National Monument]] * [[Capitol Reef National Park]] * [[Ruta Nacional 40]] * [[Navajo Nation]] * [[Ruta Nacional 9]] * [[Breitachklamm]] * [[Ruta del Califato]] * [[Phoenix (Arizona)]] * [[Hwange Nationalpark]] * [[Slot Canyons bei Page]] * [[Page]] * [[Las Vegas]] * [[St. George (Utah)]] * [[Brasília]] * [[Santa Fe (New Mexico)]] * [[Foz do Iguaçu]] * [[Victoria Falls (Stadt)]] * [[Niagara Falls (New York)]] * [[Rio de Janeiro]] * [[Kapstadt]] * [[Table-Mountain-Nationalpark]] * [[Singapur]] * [[Borneo]] * [[Kuching]] * [[Malakka]] * [[Bako-Nationalpark]] * [[Albuquerque]] * [[St. Louis]] * [[Arizona]] * [[Springfield (Illinois)]] * [[Colorado]] * [[Tucson]] * [[Kingman]] * [[Seligman]] * [[Utah]] * [[Everglades]] * [[Williams (Arizona)]] * [[Florida]] * [[Tsavo-East-Nationalpark]] * [[Bahnreisen in den USA]] * [[Great Ocean Road]] * [[Vancouver]] * [[North Vancouver]] * [[Grönland]] * [[Pacific Coast Highway (Neuseeland)]] * [[Nordinsel (Neuseeland)]] * [[Anne Beadell Highway]] * [[Coober Pedy]] * [[Südinsel (Neuseeland)]] * [[Kuranda]] * [[Alice Springs]] * [[Queensland]] * [[Sydney]] * [[Anchorage]] * [[Canberra]] * [[Australian Capital Territory]] * [[New South Wales]] * [[Blue Mountains (Australien)]] * [[Blue Mountains National Park]] * [[Reiseapotheke]] * [[Melbourne]] * [[Victoria (Australien)]] * [[Adelaide]] * [[Südaustralien]] * [[Känguru-Insel]] * [[Flinders-Chase-Nationalpark]] * [[Indian-Pacific Railway]] * [[Katoomba]] * [[Kingscote]] * [[Westaustralien]] * [[Florida Keys]] * [[Northern Territory]] * [[Katherine]] * [[Marree]] * [[Darwin]] * [[Kununurra]] * [[Florida Keys]] * [[Key West]] * [[Victoria Highway (Australien)]] * [[Brisbane]] * [[Kakadu National Park]] * [[Miami]] * [[Miami Beach]] * [[Neuguinea]] * [[Westneuguinea]] * [[Indonesien]] * [[Borobudur]] * [[Yogyakarta]] * [[Java]] * [[Jakarta]] * [[Sumatra]] * [[Kinabalu-Nationalpark]] * [[Bandung]] * [[Surabaya]] * [[Toba-See]] * [[Medan]] * [[Makassar]] * [[Sulawesi]] * [[Rantepao]] * [[Bali]] * [[Tana Toraja]] * [[Komodo]] * [[Tanah Lot]] * [[Indien]] * [[Seattle]] * [[Kalimantan]] * [[Silicon Valley]] * [[San Francisco]] * [[Delhi]] * [[Fatehpur Sikri]] * [[New York City]] * [[Manhattan/Midtown]] * [[New York City/Manhattan]] * [[Agung]] * [[Manhattan/Harlem und Spanish Harlem]] * [[Flagstaff]] * [[Agra]] * [[Manhattan/Chinatown]] * [[Khajuraho]] * [[Manhattan/Central Park]] * [[Oatman]] * [[Manhattan/Bowery]] * [[Santa Monica]] * [[Jaipur]] * [[Arizona/Bergland]] * [[Barstow]] * [[Chicago]] * [[Los Angeles]] * [[Arizona/Plateau]] * [[Bandhavgarh-Nationalpark]] * [[Greater Los Angeles Area]] * [[Arizona/Wüste]] * [[North Rim]] * [[Mumbai]] * [[Kanada]] sxcs281wkxm1o8p7x0lnonwo6p9ynpw California State Route 1 0 123989 1804843 1804804 2026-09-18T21:48:17Z Wowo2024 53507 /* Sicherheit */ 1804843 wikitext text/x-wiki {{Reiseroute|kat=Reiserouten in den USA}} {{Reiseroute|kat=Reiserouten in Nord- und Mittelamerika und Karibik}} {{Quickbar table begin|width:250px}} {{Quickbar image|heading=California State Route 1|image=[[Datei:California 1.svg|100px]] <br /> [[Datei:California State Route 1 Map.svg|250px]]}} {{Quickbar header|Länge 1210 Kilometer|colspan=2}} {{Quickbar table end}} Die '''California State Route 1''' ({{RSIGN|US/CA|S|1}}; CA-1) ist eine 1210&#x202F;km (755 Meilen) lange Fernstraße in [[Kalifornien]], die [[w:Leggett (Kalifornien)|Legett]] mit [[w:Dana Point|Dana Point]] verbindet. == Hintergrund == In Kalifornien gibt es drei wesentliche Nord-Süd-Verbindungen, den [[Interstate Highways|Interstate Highway 5]] ({{RSIGN|US|I|5}}), den [[U.S. Highway 101]] ({{RSIGN|US|H|101}}) und die California State Route 1. Nur letztere ist als „State Route“ auf Kalifornien beschränkt. Die kurvenreiche Straße CA-1 mit den weiteren Bezeichnungen ''Pacific Coast Highway'', ''Cabrillo Highway'' oder ''Shoreline Highway'' führt entlang der [[Westküste der USA]] am [[Pazifik]] vorbei und gilt wegen der malerischen Landschaften und Ortschaften als [[Panoramastraße]], die zu der [[Panamericana]] gerechnet wird.<ref>[https://www.google.de/books/edition/ADAC_Reisef%C3%BChrer_plus_Kalifornien/1uadDwAAQBAJ?hl=de&gbpv=1&dq=California+State+Route+1&pg=PA52&printsec=frontcover Alexander Jürgens, ''Kalifornien'', Gräfe & Unzer Verlag, 1999, S. 52]</ref> == Geschichte == Baubeginn dieser technisch anspruchsvollen Strecke war im Jahre 1919, als der vorhandene „Roosevelt Highway“ ausgebaut und weiter vorangetrieben wurde. Er reichte von der kanadischen an die mexikanische Grenze.<ref>[https://www.google.de/books/edition/Minicars_Maglevs_and_Mopeds/7wPHEAAAQBAJ?hl=de&gbpv=1&dq=%22California+State+Route+1%22+1919&pg=PT261&printsec=frontcover Joe Weber/Selima Sultana, ''Minicars, Maglevs, and Mopeds'', Bloomsbury Publishing, 2016, S. 261]</ref> Zahlreiche Bauwerke entstanden vor der Eröffnung der Straße, so etwa die ''Bixby Creek Bridge'' am 15. Oktober 1932 oder der ''McClure-Tunnel'' am 1. Februar 1936. Die komplette Eröffnung der Straße erfolgte am 17. Juni 1937. == Reisevorbereitung== Geht man davon aus, dass bei einer Reise mit Mietwagen pro Tag nicht mehr als 200&#x202F;km Strecke absolviert und dadurch Nachtfahrten vermieden werden sollten, so ist die gesamte Reisedauer für die CA-1 mit mindestens sieben Tagen einzuplanen. Besondere Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise ''San Francisco'' erfordern weitere Tage. Ein wesentlicher Teil der CA-1 ist in die Steilküste Kaliforniens integriert, wo Erdrutsche und Steinschlag zu einer temporären Straßensperrung führen können. Da nur wenige Ausweichrouten zur Verfügung stehen, kann die Reiseplanung erheblich beeinträchtigt werden. Es ist deshalb ratsam, sich vor Ort über den aktuellen Straßenzustand zu informieren. == Anreise == Die California State Route 1 hat zwei unbedeutende und deshalb meist auch unbekannte Anfangs- und Endpunkte mit ''Leggett'' bzw. ''Dana Point''. Ersteres liegt 293&#x202F;km nördlich von San Francisco, letzteres 96&#x202F;km südlich von Los Angeles. Empfehlenswert ist eine Anreise von Los Angeles aus, weil Dana Point über den ''Interstate 5'' erreicht werden kann und die Strecke mit 96&#x202F;km kürzer ist. == Streckenverlauf == Der folgende Streckenverlauf favorisiert die Nord-Süd-Richtung. === Übersicht === Die ''California State Route 1'' beginnt im Norden am U.S. Highway 101 in [[w:Leggett (Kalifornien)|Leggett]] und endet im Süden am [[Interstate Highways|Interstate 5]] ({{RSIGN|US|I|5}}) in [[w:Dana Point|Dana Point]]: {| class="wikitable" style="padding:1em; vertical-align:top; border:2px;" |- ! [[w:Ortschaft|Ort]] ! [[w:Abstand|Entfernung]] <br /> in km ! [[w:Abstand|Entfernung]] <br /> in mi |- | [[w:Leggett (Kalifornien)|Leggett]] || {{0}}{{0}}{{0}}0 || {{0}}{{0}}{{0}}0 |- | [[w:Fort Bragg (Kalifornien)|Fort Bragg]] || {{0}}{{0}}69 || {{0}}{{0}}43 |- | [[w:Mendocino|Mendocino]] || {{0}}{{0}}16 || {{0}}{{0}}10 |- | [[w:Bodega Bay|Bodega Bay]] || {{0}}154 || {{0}}{{0}}97 |- | [[Point Reyes National Seashore]] || {{0}}{{0}}51 || {{0}}{{0}}32 |- | [[w:Muir Beach|Muir Beach]] || {{0}}{{0}}35 || {{0}}{{0}}22 |- | [[San Francisco]] || {{0}}{{0}}27 || {{0}}{{0}}17 |- | [[w:Daly City|Daly City]] || {{0}}{{0}}16 || {{0}}{{0}}10 |- | [[Monterey]] || {{0}}185 || {{0}}116 |- | [[w:Carmel-by-the-Sea|Carmel-by-the-Sea]] || {{0}}{{0}}{{0}}6 || {{0}}{{0}}{{0}}4 |- | [[Big Sur]] || {{0}}{{0}}42 || {{0}}{{0}}26 |- | [[San Simeon]] || {{0}}110 || {{0}}{{0}}68 |- | [[Cambria (Kalifornien)|Cambria]] || {{0}}{{0}}14 || {{0}}{{0}}{{0}}9 |- | [[w:Guadalupe (Kalifornien)|Guadalupe]] || {{0}}{{0}}97 || {{0}}{{0}}60 |- | [[w:Vandenberg Space Force Base|Vandenberg]] || {{0}}{{0}}35 || {{0}}{{0}}22 |- | [[Santa Barbara]] || {{0}}100 || {{0}}{{0}}63 |- | [[w:Oxnard|Oxnard]] || {{0}}{{0}}61 || {{0}}{{0}}38 |- | [[w:Malibu (Kalifornien)|Malibu]] || {{0}}{{0}}56 || {{0}}{{0}}35 |- | [[w:Long Beach (Kalifornien)|Long Beach]] || {{0}}{{0}}75 || {{0}}{{0}}47 |- | [[w:Huntington Beach|Huntington Beach]] || {{0}}{{0}}24 || {{0}}{{0}}15 |- | [[w:Dana Point|Dana Point]] || {{0}}{{0}}37 || {{0}}{{0}}23 |- | '''gesamt''' || '''1210''' || '''{{0}}755''' |} Die Entfernungsangaben variieren in der Fachliteratur. Die CA-1 verbindet die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Kaliforniens miteinander und wird deshalb von Touristen stark frequentiert. === Einzelheiten === {{mapframe | type= geoline | stroke= #FF0000 | stroke-width= 2 | stroke-opacity= 1 | wikidata =Q550419, Q68050615, Q805831}} [[Datei:Point Arena Lighthouse.jpg|mini|Der ''Point Arena''-Leuchtturm]] [[Datei:SantaMonicaCA McClureTunnel WB 2017.jpg|mini|Der ''McClure-Tunnel'']] Die {{Marker | name =California State Route 1 | type = road | wikidata =Q550419}} beginnt in * {{vCard | name =Leggett | type = city | wikidata =Q2415343 | description =hat lediglich 77 Einwohner und ist bekannt für den 96 Meter hohen Küstenmammutbaum [[w:Chandelier Tree|Chandelier Tree]], durch den 1930 eine Autodurchfahrt gesägt wurde. In der Nähe verlaufen auch der [[Interstate Highways|Interstate 5]] ({{RSIGN|US|I|5}}) und der [[U.S. Highway 101]] ({{RSIGN|US|H|101}}).}} * {{vCard | name =Fort Bragg | type = city | wikidata =Q579180 | description =7000 Einwohner. Der nahegelegene [[w:Glass Beach (Fort Bragg)|Glass Beach]] ist ein mit buntem Meerglas bedeckter Strand.}} * {{vCard | name =Mendocino | type = city | wikidata =Q1920378 | description =die Künstlerkolonie hat knapp 1000 Einwohner und war unter anderem einer der Drehorte von „Jenseits von Eden“ (1955) mit James Dean.}} * {{vCard | name =Point Arena | type = city | wikidata =Q1967716 | description =1908 gegründet mit heute knapp 500 Einwohnern und dem berühmten Point Arena Lighthouse.}} * {{vCard | name =Bodega Bay | type = city | wikidata =Q889411 | description =knapp 1000 Einwohner und wichtiger Drehort von Alfred Hitchcocks Gruselfilm „Die Vögel“ (1963).}} * {{vCard | name =[[Point Reyes National Seashore]] | type = city | wikidata =Q2100791 | description =malerische Küstenlandschaft des [[Point Reyes National Seashore]].}} * {{vCard | name =Muir Beach | type = city | wikidata =Q2792890 | description =304 Einwohner. In der Nähe befindet sich das im Januar 1908 gegründete [[w:Muir Woods National|Muir Woods National Monument]] mit Küstenmammutbäumen.}} * {{vCard | name =[[Golden Gate Bridge]] | type = bridge | before ={{Stern|grün|Top-Sehenswürdigkeit}} | wikidata =Q44440 | description =eine am 28. Mai 1937 eröffnete Hängebrücke mit einer Spannweite von 1280 Metern und einer Höhe von 67 Metern nach}} * {{vCard | name =[[San Francisco]] | type = city | before ={{Stern|grün|Top-Sehenswürdigkeit}} | wikidata =Q62 | description = die am 22. Juni 1776 gegründete Stadt wird häufig als schönste Stadt der Welt tituliert. Sie hat 880000 Einwohner und liegt auf 42 Hügeln, über welche die Straßen geführt werden. Die CA-1 vereint sich mit dem [[U.S. Highway 101]] auf der [[Golden Gate Bridge]]. In der Stadt heißt die CA-1 ''19th Avenue'', ''Park Presidio Boulevard'' und ''Shoreline Hwy'', der ab [[w:Pacifica (Kalifornien)|Pacifica]] wieder die Küste erreicht. Von der CA-1 aus sind die Sehenswürdigkeiten wie insbesondere die ''Golden Gate Bridge'', ''Oakland-Bay-Bridge'', ''Lombard Street'', ''Mission Dolores'', ''Cable Cars'', ''Transamerica Building'', ''Fisherman's Wharf'' oder die Insel ''Alcatraz'' (durch Ausflugsschiffe) zu erreichen.}} * {{vCard | name =Daly City | type = city | wikidata =Q370925 | description =105000 Einwohner. In der Stadt befindet sich die sichtbare [[w:San-Andreas-Verwerfung|San-Andreas-Verwerfung]], die für die heftigen Erdbeben in Kalifornien verantwortlich ist.}} * {{vCard | name =Davenport | type = city | wikidata =Q3476179 | description =ein Dorf mit knapp 400 Bewohnern an der [[Kalifornische Nordküste|kalifornischen Nordküste]].}} * {{vCard | name =Monterey | type = city | wikidata =Q487315 | description =ist mit 30000 Einwohnern ein beliebter Touristenort. Seine Gründung geht auf den 3. Juni 1770 zurück. Sehenswert sind unter anderem das [[w:Monterey Bay Aquarium|Monterey Bay Aquarium]] und die Straße [[w:Cannery Row|Cannery Row]], die den Autor John Steinbeck zu seinem Roman „Die Straße der Ölsardinen“ (1945) inspirierte, wo ab 1895 viele Konservendosenfabriken ({{enS|canneries}}) für Ölsardinen entstanden.}} * {{vCard | name =Mission San Carlos Borromeo de Carmelo | type = church | wikidata =Q2689743 | description =Der Grundstein der Franziskaner-Mission wurde am 7. Juli 1793 von Padre Fermin Francisco de Lasuen gelegt<ref>[https://www.google.de/books/edition/CARMEL_BY_THE_SEA_THE_EARLY_YEARS_1903_1/GtRzAgAAQBAJ?hl=de&gbpv=1&dq=Carmel-by-the-Sea+july+1793+lasuen&pg=PA21&printsec=frontcover Alissandra Dramov, ''Carmel-By-the-Sea: The Early Years (1903-1913)'', 2012, S. 21]</ref> und ist der Ursprung und Namensgeber vom nördlich gelegenen}} * {{vCard | name =Carmel-by-the-Sea | type = city | wikidata =Q625458 | description =Der Ort mit knapp 4000 Einwohnern erlangte am 31. Oktober 1916 Gemeindestatus und entstand bereits lange vorher durch die Franziskaner-Mission ''San Carlos Borromeo de Carmelo'', deren Einweihung im September 1797 stattfand. Nach dem Erdbeben von 1906 in San Francisco zogen viele Künstler in den Ort, erweiterten ihn und entwickelten ihn zu einem Luxusstädtchen. Darunter befanden sich Jack London, Ernest Hemingway oder John Steinbeck. Auch Filmstars wie Kim Novak, Doris Day oder Clint Eastwood zog es hierhin. Letzterer war hier sogar zwischen 1986 und 1988 Bürgermeister. Der [[17-Mile Drive]] beginnt/endet am Kreisverkehr des ''Cabrillo Highway'' (California State Route 1) am ''Carmel Gate''.}} * {{vCard | name =Big Sur | type = city | wikidata =Q859413 | description =knapp 1500 Einwohner leben in der Gegend, die bekannt ist durch die am 15. Oktober 1932 eingeweihte [[w:Bixby Creek Bridge|Bixby Creek Bridge]] und das abseits gelegene [[w:Hearst Castle|Hearst Castle]], einem 1947 fertiggestellten Schloss.}} * {{vCard | name =San Simeon | type = city | wikidata =Q1353689 | description =hat nur445 Einwohner. Eine Expedition unter Gaspar de Portolà erreichte die Gegend am 13. September 1769<ref>[https://www.google.de/books/edition/History_of_California/XNaZmUbO6joC?hl=de&gbpv=1&dq=San+Simeon+1769&pg=PA14&printsec=frontcover Wiokipedians, ''History of California'', PediaPress, 2010, S. 14]</ref>.}} * {{vCard | name =Cambria | type = city | wikidata =Q1028196 | description =5700 Einwohner, ist bekannt für seine Bauwerke im englischen Dorfstil.}} * {{vCard | name =Morro Bay | type = city | wikidata =Q605491 | description =10800 Einwohner und wurde 1870 gegründet.}} * {{vCard | name =Guadalupe | type = city | wikidata =Q24335 | description =8000 Einwohner, sehenswert sind hier die ausgedehnten Sanddünen.}} * {{vCard | name =Vandenberg Village | type = city | wikidata =Q2793707 | description =7300 Einwohner. Nahe dem Ort befindet sich die [[w:Vandenberg Space Force Base|Vandenberg Space Force Base]], ein militärisches Sperrgebiet der ''US Air Force'', das auch als Raketenabschussbasis genutzt wird.}} * {{vCard | name =Santa Barbara | type = city | wikidata =Q159288 | description =hat 89000 Einwohner und ist benannt nach der [[w:Mission Santa Barbara|Mission Santa Barbara]], einer am 4. Dezember 1786 gegründeten Missionsstation.}} * {{vCard | name =Oxnard | type = city | wikidata =Q209338 | description =ist mit seinen 202000 Einwohnern ein touristisch unbedeutender Ort.}} * {{vCard | name =Malibu | type = city | wikidata =Q387047 | description =ist mit 10000 Einwohnern die wohl bekannteste Villengegend, wo 1542 der spanische Entdecker Juan Rodriguez Cabrillo angelegt und die Gegend „Pueblo de las canoas“ (Dorf der Kanus) genannt hat. 1802 kamen die ersten Siedler. Heute leben hier viele Millionäre, Filmschauspieler und Filmschaffende der Filmindustrie des nahen Hollywood.}} * {{vCard | name =McClure Tunnel | type =tunnel | wikidata =Q25005288 | description =ein 120 Meter langer Straßentunnel in}} * {{vCard | name =[[Santa Monica]] | type =city | lat =34.014570 | long =-118.485492 |wikidata =Q47164 | description =1769 gegründet, hat heute 93000 Einwohner. Die [[Route 66]] endet im Ort an der Kreuzung mit der CA-1.}} * {{vCard | name =Long Beach | type = city | wikidata =Q16739 | description =mit 467000 Einwohnern wurde 1880 gegründet. Der Hafen ist der zweitgrößte der USA.}} * {{vCard | name =Huntington Beach | type = city | wikidata =Q5917 | description =die 1909 gegründete Stadt hat 199000 Einwohner und ist bekannt für den langen und von Surfern genutzte Pazifikstrand, der ihr den inoffiziellen Namen „Surf City“ einbrachte.}} * {{vCard | name =Dana Point | type = city | wikidata =Q852638 | description =hat 33000 Einwohner und wurde erst 1989 gegründet. Hier endet/beginnt die ''California State Route 1'' an einer Kreuzung mit dem I-5 ({{RSIGN|US|I|5}}). Nahebei befindet sich die ab 1776 errichtete [[w:Missionsbasilika San Juan Capistrano|Missionsbasilika San Juan Capistrano]].}} === Bilder === <gallery> End of CA 1 Leggett.JPG|Beginn/Ende der CA-1 an der Kreuzung mit dem US-101 in Leggett Chimney Rock Trail Point Reyes December 2016 panorama 1.jpg|Typische kalifornische Steilküste der ''Point Reyes Seashore'' GoldenGateBridge-001.jpg|Über die Golden Gate Bridge führen der US-101 und die CA-1 gemeinsam Lone Cypress 17-Mile Drive 2013.jpg|Die „einsame Zypresse“ am 17-Mile-Drive Carmel-by-the-Sea 14.jpg|Hinweisschild in Carmel-by-the-Sea auf die CA-1 California State Route 1 06.jpg|Die Steilküste bei Big Sur Hearst Castle02.jpg|Das Hearst Castle Pacific Coast Highway.jpg|Die CA-1 bei Malibu Long Beach CA Photo D Ramey Logan.jpg|Der ''Pacific Coast Highway'' (rechts) führt über den [[w:Los Angeles River|Los Angeles River]] Dana-Point-California.jpg|Blick in Richtung Dana Point von der CA-1, die hier endet </gallery> == Sicherheit == Die kurvenreiche ''California State Route 1'' verläuft häufig an der Steilküste Kaliforniens entlang. Vor besonders engen Kurven hupen Reisebusse, um den Gegenverkehr zu warnen. Viele Passagen haben seitliche Parkplätze als Aussichtspunkte, wo viel Verkehr herrscht. Teile der Strecke müssen oft wegen der vielen Erdrutsche ({{enS|''land slides''}}) oder Steinschlags ({{enS|''falling rock''}}) gesperrt werden. Dies kann den Reiseplan erheblich beeinflussen, weil es wenige Ausweichrouten gibt. == Literatur == * Carina Monica Montoya, ''Pacific Coast Highway in California'', Arcadia Publishing, 2018; {{ISBN|978-1439664650}}. == Einzelnachweise == <references /> {{GeoData| lat=39.86817 | long=-123.7141 | radius= }} {{Reiseroute|kat=Reiserouten in Nord- und Mittelamerika und Karibik}} {{IstIn|Kalifornien}} [[Kategorie:Vereinigte Staaten von Amerika]] [[Kategorie:Kalifornien]] {{class-4}} dyu5xb9c0w8k88rq7jgmd8n72pktpuy